Kränkung bei Kerzenschimmer

MAMABLOG-FRIEDLI

Bänz Friedli, 44, ist Hausmann, Autor, Vater von zwei Kindern und lebt in Zürich. Soeben ist sein zweiter Kolumnenband erschienen, Titel: «Findest Du mich dick?»

Lesen Sie auch die bereits erschienen Beiträge: «Das dreckige Dutzend» von Mona Vetsch, «Kränkung bei Kerzenschimmer» von Bänz Friedli und «Schenken und schenken lassen» von Christine Maier und «God bless the child, and the mother, too» von Chris von Rohr.

Mich nähme schon wunder, wer all die Büstenhalter kauft. Seit Oktober verging kaum ein Tag, ohne dass im Briefkasten ein Hochglanzfarbprospekt gelegen hätte, in dem Misses, Vizemisses und Ex-Misses Push-Ups, Bustiers und Negligés vorführten – dem braven Hausmann könnte schwindlig werden. Rentieren kann all die verkaufsfördernde Erotik nur, rechne ich mir beim Frühstückstee aus, wenn wirklich die Mehrheit der Schweizer Ehemänner und Lebensabschnittspartner so fantasielos ist, ihren Frauen und Lebensabschnittspartnerinnen BHs, Strings und Strapse zu Weihnachten zu schenken.

Dann stelle ich mir vor, wie sie verklemmt durch die Lingerie Rayons streichen und den jungen Verkäuferinnen, die sie nach der Brustgrösse ihrer Gattin fragen, antworten: «E-e-e-etwa so wie Sie!» Was natürlich total übertrieben ist, weshalb ich mir die Kränkung ausmale, die die 75-A-Trägerin erfährt, wenn sie im Kerzenschimmer den bordeauxroten, berüschten Hauch von Nichts der Grösse 85 C auspackt. Denn gewiss hat er nicht einen praktischen Sport-BH für ihr wöchentliches Jogging und keinen alltagstauglichen Slip gekauft, sondern sündhaft teure seidene Reizwäsche. Womit er der Ehegattin durch die Blume sagt «Du könntest dich auch mal ein wenig nuttig anziehen» und ihr gleichsam seinen Wunsch nach verwegenerem Sex unter den Tannenbaum legt. Es gibt Charmanteres.

Was nun nicht heisst, dass ich meiner Liebsten unterm Jahr nicht manchmal Unterwäsche schenken würde. Aber das bleibt unter uns. Wir sind ja nicht bei «Schreiber vs. Schneider». Item. Den Kindern kaufte ich zum Advent das Buch «Frohe Weihnachten, Kleiner König», weil die ersten drei Kleiner-König-Bücher so herzig waren. Kaum habe ich auf dem Sofa kuschelig mit Vorlesen begonnen, sind der Kleine König und sein Schatz, das kleine Mädchen, auch schon in der Küche. Ich lese: «…kochte das Mädchen einen Topf Spaghetti. Das Mädchen war eine Meisterköchin. Sie würzte die Speisen so köstlich, dass der Kleine König ganz ungeduldig wurde …» Ich bin leise enttäuscht. Sie kocht, er will naschen. Das Bilderbuch propagiert eine Rollenverteilung wie im Bilderbuch: Mädchen an den Herd! Die Geiss aus Deutschland, die mit dem Eva-Prinzip, hätte ihre helle Freude. Doch schon drei Seiten weiter steht er selber am Herd und guetzelt für sie. Ich bin gerührt, versöhnt – und bedaure insgeheim, dass meine Kleinen, wenn der nächste Kleiner-König-Band erscheint, dem Bilderbuchalter vermutlich entwachsen sein werden.

Als ich das Buch, in dem rechtzeitig zu Weihnachten alles gut wird, zuklappe, komme ich mir auf die Schliche: Eigentlich hab ichs mir gekauft. Bin genauso egoistisch wie die Ehemänner, die im Grunde sich selbst beschenken, wenn sie ihren Frauen reizende BHs kaufen.  Aber wenigstens kann man sich bei Bilderbüchern nicht in der Grösse verhauen.

61 Kommentare zu «Kränkung bei Kerzenschimmer»

  • Hedi Clalüna sagt:

    Wenn ich all die Kommentare zu „Kränkungen im Kerzenschimmer“ lese, frage ich mich, warum kann man sich nicht ganz einfach an einer Geschichte erfreuen, ohne den Autor in irgend eine Ecke drängen zu wollen. Ich habe die Bücher von Bänz Friedli gelesen und habe mich dabei stets köstlich amüsiert.

  • Martin sagt:

    @mia: danke für den buchtipp. wie hältst du es denn mit alice miller und der erfüllung der elterlichen wünsche durch das kind? daraus entstehender narzissmus verhindert die liebesfähigkeit. insbesondere bei männer in unserer welt mit den immer noch klaren rollenverteilungen.
    der macho als vermeintlicher frauenverehrer und befriediger ist dann das grösste bubi von allen. die von mir erwähnte these der regression durch reizwäsche ist die wiederherstellung des idealzustandes, in dem die eigenen bedürfnisse befriedigt werden. das ist doch gar nicht so bubihaft. es ist ziemlich reif, zu den eigenen (echten) bedürfnissen zu stehen (so à la Rosenberg, GFK), denn es ermöglicht mir erst, die bedürfnisse anderer zu erkennen und zu achten.

  • rem75 sagt:

    auweija, baenz… nur weil sie sich nicht in die lingerie-abteilung getrauen, heisst das nicht, dass ALLE männer so tolpatschig da hindurchschleichen. der kompetente mann weiss die körbchengrösse seiner gespielin, und nimmt sie im idealfall gleich mit zum shoppen.
    „nuttig“ etc: solche adjektive sagen wohl eher was über des schreibers eigene haltung zu sex also sonstwas.
    aber halb so schlimm: meistens finden sich die menschen, die im bett zusammenpassen. ihre frau wirds ihnen also nicht übelnehmen.

  • Mikey sagt:

    Oh Gott, Herr Friedli… Lassen Sie doch die Leute das kaufen, was sie wollen. Ob Sies glauben oder nicht: Es gibt tatsächlich Frauen, die sich darüber freuen, ein Dessous zu Weihnachten geschenkt zu bekommen. Und „nuttig“ ist eine Frau nicht angezogen, nur weil sie ein Dessous trägt (Stichwort „verklemmt“). Aber gut, nicht Ihr Fehler – ist offensichtlich nicht Ihr Fachgebiet. Jedenfalls hat das Schenken von Dessous mit Fantasielosigkeit nichts zu tun. Fantasielos ist höchstens, wenn man vier Abschnitte des Blogs einer der grössten Tageszeitungen im Lande einer solchen Belanglosigkeit widmet.

  • Angela sagt:

    Wieso sind Dessous nuttig? In welchem Jahrhundert leben wir denn? Damit das mit der Grösse nicht passiert, spricht „mann“ halt mit seiner Liebsten. Ist das soooo schlimm? Solange die Fantasien von beiden befürwortet werden ist nichts verwegen. Aber um das rauszufinden, ist eben Reden angesagt. Schade finde ich einfach, dass die sündhaft teuren Dinger nicht lange am Körper sind… wünsche viel Spass in den eigenen vier Wänden.

  • Thomas sagt:

    Ich war begeistert 0795266455

  • max sagt:

    @Mia

    Jedenfalls ich habe nie gesagt, dass Hausarbeit einfach sei. Ich finde, richtige Männer respektieren den Beitrag, den jeder mit seinem Können, seiner Aufgabe entsprechend zur Gemeinschaft beiträgt.

    Was die Apparate angeht, so wundere ich mich immer mit der Geschirrspülmaschine meiner Mutter. Die ***meint*** wohl sie habe weniger Arbeit beim Abwaschen. Ich wasche alles von Hand ab und arbeite nicht länger.

    @mira-moira

    Eh ja, dann war das Geschenk vermutlich eine echte Beleidigung. Und ein richtiger Ehemann würde mit seinen Eltern ein ernstes Gespräch führen.

    @Marcel

    In Bänz Friedlis Blog geht es nicht nur um frivole Geschenke sondern auch um Klischees bei den Geschlechterbeziehungen. Die aktuelle modischen Klischees sind, dass in den Kinderbüchern alles politisch korrekt im Geschlechtergleichgewicht zu sein hat und das Kinderbücher eine bestimmte Weltsicht zu verkünden haben. Selbstverständlich werden Kommentare dazu von der Redaktion umgehend gelöscht. Das zeugt von einer seltsamen Kleinlichkeit.

  • (mira-)moira sagt:

    @ mira

    oh excusé, ich wusste nicht, dass hier schon eine mira postet, habe mich allerdings auch nicht erst schlaugemacht und eingelesen. ich habe bloss meinen üblichen nickname verwendet.
    ab sofort schreibe ich hier , falls es mich dazu drängt, als moira. in ordnung?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @mira-Original: danke für den Hinweis! Und ich hoffe doch, dass Sie von sämtlich derart gearteten Artikeln verschont worden sind, dachte wirklich dass seien Sie, die eben hier öfters Schreibende. Thomasgate hatten wir ja schon, ein „miragate“ brauchts nicht unbedingt auch noch.

  • mira sagt:

    Ich muss mal klarstellen, dass die mira, die am 26. Dezember um 11:19 gepostet hat, nicht die mira ist, die hier normalerweise schreibt (das bin nämlich ich).

  • Brunhild Steiner sagt:

    @mira: ich wär ja zu gerne als getarnte Weihnachtskugel oder so dabeigewesen…, und ich kann mir fast nicht vorstellen dass die Eltern/Schwiegereltern das als das Normalste der Welt finden- oder reiht sich dieser Kalender in eine Reihe ebenso gearteter Aufmerksamkeiten?… Also viel kreative Energie für den Gegenschlag! Es kommt bestimmt der Tag wo die Kleinen dann irgendeinem erzählen „und weisst Du was, mein Grossmami hat meinem Mami Bilder von einem Fudi geschenkt!“ oder so in der Art… . Gut wenn Sie dann einen passenden Spruch bereit haben 😉

    @Biddy: tut doch auch ganz gut wenns mal ausnahmsweise nicht ans Lebendige geht, oder nicht?

  • mira sagt:

    @ brunhild steiner
    ja, da haben sie allerdings recht, in zwölf monaten kann einem einiges in den sinn kommen…
    die kleinen haben das präsänt entdeckt und, was ich sehr beruhigend fand, ganz natürlich reagiert: “ ihhh! ein fudi. wer will den fudis, und erst noch fremde, auf einem kalender?“
    dem ist kaum was anzufügen…

  • Biddy sagt:

    Ist ja so schön festztustellen, dass wir offensichtlich keine wichtigeren Themen haben an welchen wir uns aufregen können.

  • Marcel sagt:

    In Anlehung an Katharinas Post (Beitrag so was von kleinkariert): Hier geht es u. a. um sexuell motivierte Geschenklein, aber sobald man frivole Bemerkungen zu machen versucht, werden die gelöscht.

    Ich finde das bestätigt Katharinas Einschätzung.

  • Mia sagt:

    @max: zum Sexappeal eines Hausmannes: Frauen wollen verstanden werden, und hören oft genug so Quark wie: „ihr habt es gut, könnt die Arbeit einteilen, wie ihr wollt“ (man stelle mal das Mittagessen um 16 Uhr auf den Tisch, spüle das Geschirr um 07:00…), „das bisschen Haushalt, du hast ja alle Apparate“, „Schick doch die Kinder raus, wenn dir nicht wohl ist“ und so weiter und so fort. (Haus-)Frauen fühlen sich also oft genug gering geschätzt und unverstanden. Was nicht viel zum Glücklichsein beiträgt, nebenher. Ein Hausmann würde sich nie so äussern, der weiss, was hinter der ganzen Organisation eines Haushaltes steckt, und liest man die Kolumnen von Bänz, fühlt frau sich halt verstanden. Alles klar? Frauen finden Hausarbeit keine Softiearbeit, im übrigen, sondern physisch wesentlich anspruchsvoller, als am Schreibtisch zu hocken. Ist es ja auch. Wir haben nicht weniger Hirnzellen (vielleicht sogar mehr …?!?!), aber weniger Muskeln. Da man also heutzutage das Mittagessen nicht mehr erjagen muss, wäre es eigentlich logischer, die Männer würden den drei-Liter-Spaghettitopf leeren, die Zaine voller nasser Wäsche in den Estrich tragen und dort aufhängen, den Brotteig kneten….

  • Brunhild Steiner sagt:

    @mira: hm, wirklich eine nette Überraschung… durften da eventuell noch Grosskinder beim Auspacken mitschauen?…
    Immerhin, nun haben Sie knapp 12 Monate Zeit um sich ein wirkungsvolles Gegengeschenk auszudenken,
    oder „Sohnemann“ haut da mal kräftig auf den Gabentisch… 😉

  • Katharina sagt:

    fehlgriff bei der groesse….. tia, an dem anlass vorgestern , wo ich mitgeholfen habe, sagte doch tatsaechlich jemand lautstark und im tonfall eines forrest gump:

    Ma’am: that’s a NICE pair o‘ ’nckers you got there…..

    ich dann hochrot angelaufen ….. yep. es gibt wohl eine art goettliche gerechtigkeit.

    zum thema selber: eigentlich stimmt es schon, dass man das weihnachtsfest, das meiner meinung nach, und im weiteren dazu, dass die geburt einer person gefeiert wird, die auch heute noch relevante aussagen machte, magie in die welt der kinder bringt. den kindern zuliebe sollten die einschlaegigen kataloge usw. weggelassen werden.

  • Anonymous sagt:

    fehlgriff bei der groesse….. tia, an dem anlass vorgestern , wo ich mitgeholfen habe, sagte doch tatsaechlich jemand lautstark und im tonfall eines forrest gump:

    Ma’am: that’s a NICE pair o‘ ’nckers you got there…..

    ich dann hochrot angelaufen ….. yep. es gibt wohl eine art goettlcihe gerechtigkeit.

    zum thema selber: eigentlich stimmt es schon, dass man das weihnachtsfest, das meiner meinung nach, und im weiteren dazu, dass die geburt einer person gefeiert wird, die auch heute noch relevante aussagen machte, magie in die welt der kinder bringt, den kindern zuliebe ohne die einschlaegigen katakloge usw. lassen sollte.

  • mira sagt:

    @max
    nein, sie gehören nicht dem jüdischen glauben an.
    ich weiss auch nicht was ihre motivation war…
    ich weiss nur, dass ich ein pin-up kalender, und sei er noch so esthetisch, jenseits von jeglichem gutem geschmack finde und als geschenk mehr als ungeeignet. es sei denn, die quizfrage war: wie beleidigen wir sohn und schwiegertocher nachhaltig?

  • Marcel sagt:

    Wenn sich Angehörige einer exotischen Minderheit äussern, muss man ganz genau hinhören- immerhin ist der gute alte Bänz, bekannt aus Fernseh- und Radiowerbung (und ganz nebenbei auch noch als ehemaliger Redakter‘ beim mittlerweile eingegangenen Facts), einer der wenigen real existierenden Hausmänner der Schweiz: Da kann unsereiner etwas lernen!

    Nein im ernst: Sowenig wie Bänz (Benz? Mercedes Benz?) Friedli ein waschechter Hausmann ist (schliesslich ist er Kolumnist und als Verfasser von Textdateien einer der vom Informationszeitalter Geküssten, die von jedem x-beliebigen Ort auf dieser Welt aus agieren und lohnarbeiten können [im Gegensatz zu einem Klempner beispielsweise]), kann ich mit Spitzenunterwäsche unterm‘ Weihnachtsbaum etwas anfangen. Mir käme es nicht Traum in den Sinn, meiner Frau einen so mies verpackten Leistungsauftrag zu schenken: Da, mach mal, Schatz!

    P.S. Waum sollte sich ein Mann nicht auch für die Rechte der Frauen einsetzen? Solange er nicht einfach devot Vorgekautes der Bequemlichkeit halber unkritisch weiterverarbeitet (im Sinne eines Wiederkäuers, ohne jede Eigenständigkeit oder Unabhängigkeit), ist an einer solchen Haltung doch nichts auszusetzen!

  • Henri sagt:

    Monsieur de Hummel, 25. Dezember 2009 um 18:11

    Dem schliesse ich mich an.

    Im übrigen meine ich, dass BFs Schilderung der Voregänge in der Damenwäsche-Abteilung und der Fehlgriff bei der BH-Grösse wohl primär autobiografisch geprägt ist – nur, von eigenen Problemen auf die Anderer zu schliessen zielt oft daneben.

  • Katharina sagt:

    Ich habe das perfekte Produkt zum Thread gefunden: Ein FemiSapien!

    http://www.youtube.com/watch?v=chf6eirs1ps

  • heidi reiff sagt:

    Ich schätze es, dass es heute auch Hausmänner gibt, braucht ev. einwenig Zivilcourage, spöttisch wurden diese sog. Hausmänner abgwertet als „gutmütige Tscholi“ (macht MAN es so ist es nicht recht , MAN es anders ist es auch nicht recht). Lassen wir uns nach wie vor versklaven von dieser allg. verlogenen Gesellschaft nur um dazuzugehören, ein schlechter Deal, die Eigengoals sind vorprogrammiert . Koordination wäre ev. eine Lösung. Mein Bruder 1 1/2 Jahre älter als ich haben zusammengehalten als Kinder
    wie Pech und Schwefel, im Erwachsenenalter ist jeder seinen eigenen Weg gegangen, gegenseitig haben wir trotzdem profitiert wenn
    Not an Mann oder Frau war, auch im Erwachsenenalter. So nebenbei war eine Aussage meines Bruders „abnabeln“. Solidarität unter Geschwistern auch im Erwachsenenalter hat auch noch Platz im Leben. Was Technik anbelangt habe ich vieles gelernt von ihm gelernt, über die Ursprünge wie die Entwicklung eines Computers entstand wusste er gut Bescheid, mein Bruder hat nie eine Uni besucht, war einfach experimentierfreudig, hat auch mal eine ganz einfache Dampfmaschine erfunden einfach spontan, sein Visitenkärtchen „Daniel Düsentrieb“, ich habe ihm geraten seine grandiose Erfindung mal an den Mann oder Frau zu bringen, vermutlich hat er das sich einfach nicht getraut, er hatte tiefgründige Aengste ich weiss warum, möchte das nicht breitschlagen im Blog. Zentral ist für mich, dass ich persönlich besser mit persönlichen Aengsten umgehen kann, hat nichts mit verlogenen Bibelpredigten oder Religionspredigten zu tun.

  • max sagt:

    @Mira

    Die Schwiegereltern sind nicht etwa jüdisch? Ich habe von einer jüdischen Freundin die lustigsten jüdische-Schwiegermutter-Witze der Welt gehört. Und wie sie mir erzählte geht bei den Juden zudem nichts über die Fruchtbarkeit einer verheirateten Frau.

    (Und an die Zensur, das ist jetzt echt nicht antisemitisch).

    @Martin

    Ist mir ein wenig zu kompliziert. Aber ich vermute, die Mia hat das wesentliche verstanden.

    @Mia

    Danke, dass für einmal eine Frau darüber schreibt, wie Männer sich als Bubi aufführen.

    Genau solche Bubi-Männer sehe ich in meiner Nachbarschaft. Das sind Familienväter mit einer resoluten, bodenständigen Ehefrau. Sich selber machen sie zum Bubi. Ich habe mich immer gewundert, was die Frauen an diesen Männern so besonders finden.

    Also, danke denn für Ihre Antwort. Sie bestätigen, was ich vermutet hatte: Als Geschelchtspartner sind sie uninteressant.

    Was ich allerdings nicht so genau weiss, warum der Bänz Friedli da besser dran ist.

  • Mia sagt:

    @martin mit muttersehnsucht: Hast du „Männer lassen lieben“ mal gelesen? Könnte deine Fragen beantworten (lass dich vom Titel nicht abschrecken). Eines bloss: Normale Frauen haben keinen Sex mit ihren Kindern; wenn der Mann also Bubi spielt, ist er zumindest sexuell ein ziemlicher Ablöscher. Jedenfalls habe ich noch nie was anderes gehört von meinen Geschlechtsgenossinnen. Frauen machen so manches mit, dazu gibt es hier ja auch einen Threat („warum Frauen Sex haben“, oder so ähnlich). Der Mann, der von seiner Frau bemuttert werden will, wird jedoch irgendwie geschlechtslos; auch wenn man ihn bestrickt und bekocht, Sex hat man lieber nicht mehr mit ihm. Der Wunsch, von der Frau bemuttert zu werden – vor allem, wenn sie Kinder hat – geht der Frau gegen die Natur, sie findet dies unmännlich, und nicht einen Bänz Friedli, von dem sich Frau verstanden fühlt. Und genau DAS hätten Frauen gern und macht sie an.

  • Moni sagt:

    Der liebe Bänz und die Geiss aus Deutschland. Man mutiert schnell, Bänz sagt: hurtig zu solchiger, wenn man nicht so progressiv denkt wie unser Hausmann.

  • mira sagt:

    noch hübscher finde ich solche und ähnliche geschenke aus schwiegerelterns hand.
    soeben erlebt. schön inszenierte nackte frauen zum angucken für sohn und schwiegertocher zu weihnachten…
    unfassbar aber sehr befreiend. was muss frau sich da noch mühe geben?
    eben.

  • heidi reiff sagt:

    Ich beschenke meine nahestehenden Lieben nicht spontan, ich frage rechtzeitig nach ihren Wünschen und lasse ihnen auch Zeit zum Ueberlegen. Ich wurde auch gefragt nach meinen Wünschen auf Weihnachten spontan sagte ich, ich lasse mich überraschen, seit vielen Jahren habe ich Geschenke erhalten meist in vielen Stunden selbstgebastelt, meine Perlen wussten einfach, was mir Freude macht, die haben immer ins Schwarze getroffen ohne grosse Erwartungen
    auf Gegenleistung. Vor vielen Jahren habe ich mal von einer nahestehenden einen Pulli geschenkt bekommen auf Weihnachten, die Farbe hat mir nicht gepasst, ich habe diesen Pulli nie getragen. Im Gegensatz zu früher mit der Prüderie hat leider in der heutigen Zeit alles ins Gegenteil geschlagen, Sexismus ist IN . Das Intimleben unter Erwachsenen mit Erwachsenen ist Privatsache, Sex mit Kindern ist ein Verbrechen. Ich hasse Shows mittlerweilen, vor langer Zeit habe ich mir mal kurz am TV eine Musikshow angesehen mit Roberto Blanco, die primitiven Weiber, die BH S auf die Bühne werfen brrrrrrrrr, ich habe mein Leben genossen, geniesse es heute auf andere Art. Meine Entscheidung schon als junger Mensch, für keinen Mann würde ich Strapse anziehen, es gibt ja genug
    Streptees Lokale Videos oder CDS. Ich mag Sensationshascherei nicht, da geht mir ein Lied durch den Kopf, freut euch des Lebens, weil noch ein Lämpchen blüht , nicht nur an Weihnachten, Licht und Schatten begleiten den Menschen durch das Leben.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Das einzige (was aber dennoch nicht wenig ist), was mich an Friedli stört, ist der Umstand, dass er sich zuweilen wie eine überemanzipierte Frauenrechtlerin anhört. Ich bin ja durchaus auch für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber dennoch finde ich es irgendwie peinlich, als Mann ein Feminist zu sein. Es käme mir auch etwas seltsam vor, wenn sich Frauen an vorderster Front für die Rechte des Mannes einsetzen würden. Das wirkt einfach sehr aufgesetzt und hinterlässt den Eindruck, als würde der/die Betreffende zu Hause unter der Knute stehen oder wäre irgendwie an den eigenen Ansprüchen an sein tatsächliches Geschlecht zerbrochen…
    Wie wenn ein Weisser den Black Panthers beiträte, keine Mohrenköpfe mehr ässe und sich selbst als weissen Teufel bezeichnete, weil er gegen die Unterdrückung der Schwarzen ist…der Vergleich ist natürlich überzeichnet, aber dennoch sollte die Aussage klar sein.
    Irgendwo muss es Grenzen geben, sonst wird auch eine ehrliche Anteilnahme schnell lächerlich. Aber vermutlich gibt es auch Männer, die gerne eine Menstruationsersatzpille nehmen würden, um die monatlichen Leiden der Frau teilen zu können 😉

  • Mia sagt:

    @Christian: Uahahaha, Bondage unterm Weihnachtsbaum! Nimm’s mir nicht böse, aber unsere Gesellschaft IST nuttig geworden. Drum muss es ja immer noch schärfer zu und her gehen, damit man noch Spass hat. Was früher Porno war ist heute Christina Aguilera und ein normaler Videoclip. Aber zu Bänz: er hat total Recht, mich nervt es, wenn ich zu Weihnachten Zeug kriege, das mir dazu verhelfen soll, Leistungen für die andern zu erbringen. Ob das nun schmerzende Bühas sind oder ein Dampfkochtopf ist letztlich egal. Der Bänz hat einfach Recht. Und all die, die sich da so empören, haben wohl kratzige, rote Spitzenwäsche in ihren Gschänggpäggli…

  • Caroline sagt:

    Mir gefallen schöne Kleider jeglicher Art, aber was in der Vorweihnachtszeit an billiger Unterwäsche (qualitativ und optisch) rumhängt stört mich jedes Mal, und ich finde auch, dass es nichts fantasieloseres gibt, als sowas zu verschenken. Ausserdem: Auch bei korrekter Grösse ist es ein purer Glücksfall, wenn so ein Vollsynthetik-Teil bequem sitzt. Es gibt schönere Geschenke als diesen biligen Fummel!

  • Karin Imhof sagt:

    Lieber Bänz,
    Vielleicht solltest du deine Addresse nicht auf jeder (wohl nicht ganz jugendfreien) Website hinterlassen und Pseudos statt dienes richtigen Namens verwenden, dann bekommst du auch automatisch weniger Post dieser Sorte.

  • Martin sagt:

    Das ist verklemmt und klischiert. Jedoch: Ist Reizwäsche (das „Nuttige“) im Kern nicht eine Reduktion der Frau auf die Sexualität und bekommt die Frau dadurch nicht die klare Aufgabe der Stillung des sexuellen Bedürfnisses zugewiesen? ich glaube, dass dem so ist und dass dies das Reizvolle an der Sache ist, und zwar für beide.

    Diese Regession in die frühe Kindheit (stillen) kontrastiert mit der Rolle als Ernährer und Vater. Vielleicht deshalb das Unbehagen mit Reizwäsche an Weihnachten, dem klassischen Familienfest. Die Dominanzverteilung ist unklar. Obwohl das Kind (der Mann) abhängig ist von der Bereitschaft der Mutter (sexuellen Partnerin), seine Bedürfnisse zu befriedigen, bestimmt das Kind den Tagesablauf der Mutter und will sie besitzen. Ist Reizwäsche nicht einfach ein Versuch, diese Ordnung für einen Moment wieder herzustellen? Reizwäsche als symbolische Mutterbrust.

    Was ist der Zusammenhang zwischen der (eigenen) Mutter und Sexualität

  • P. Meier sagt:

    Jetzt hat mich Herr Friedli mit seinem Beitrag völlig verunsichert:
    Darf ich jetzt heute am Weihnachtsabend meiner Freundin das „Ed Hardy“ Tigerkopf Top mit den passenden Boyshorts unter den Tannenbaum legen bei Freunden, oder blamiere ich sie und oute mich als geschmackloser Bünzli?

  • max sagt:

    @Simon

    Sie und ein paar andere motzen hier herum, als wären die Frau Binswanger und die Frau Althaus Eure Mammi!
    Abgesehen davon bin ich einverstanden, dass sog. „Prominente“ deswegen noch lange nicht interessante Blogschreiber sind. Sie sind eben mit anderen Arbeiten bekannt geworden.

  • Edgar Wibeau sagt:

    Zensur? Und das an Weihnachten. Ist aber unfein. Also Herr Friedli husch ins Körbchen, raus aus dem Calidapyjama, schnell das Licht gelöscht, vielleicht läuft ja noch was. Ist ja das Fest der Liebe…

  • Simon sagt:

    Kann ich bitte Michèle Binswanger zurück haben?

  • Christian sagt:

    Obwohl ich mit Herr Bänz nicht einer Meinung bin, gebe ich ihm recht, dass Unterwäsche nicht das ideale Geschenk ist. Denn ein Geschenk sollte für den Beschenkten sein und diesem Freude bereiten.

    Wenn ich Unterwäsche für meine Freundin kaufe, dann ist die in erster Linie für mich bestimmt, darum schenke ich ihr die unter dem Jahr und sicher nicht zu bestimmten Anlässen, wie Weihnachten oder Geburtstag.

    Jedoch verstehe ich nicht, was Herr Bänz mit „nuttig“ meint. Wer im 21. Jahrhundert noch der Meinung ist, dass Reizwäsche etwas für Nutten ist, der hat entweder ein mieses Sexleben oder ist einfach verklemmt. Sex und was man dabei macht, hat doch nichts mit dem „normalen“ Beziehungsleben zu tun. Es geht um Spass und Spiel, welches Beiden gefallen soll, dabei ist erlaubt, was beiden gefällt.

    Als Anhänger von BDSM verstehe ich dies evtl. besser, als „Normalos“. Meiner Freundin gefällt es, sich mir beim Sex zu unterwerfen, jedoch würde ich nie ihre Meinung oder Willen im Beziehungsalltag in Frage stellen. Ich denke mir, dass wir genau aus diesem Grund uns gut verstehen und auch nach über 12 Jahren noch Spass beim Sex haben.

    Gruss und schöne Weihnachten.

  • Thomas sagt:

    …sie meint mich. aber ganz sicher bin ich nicht.

  • Thomas sagt:

    …aber nicht doch.

  • Katharina sagt:

    Den Artikel finde ich nun sowas von kleinkarriert. Phantasien eines sexuell frustrierten und gelangweilten.

  • Thomas sagt:

    …ist eine frau die pischis und socken schenkt selbstlos, ratlos, verantwortungslos, fantasielos oder ein glücks-los?

  • Synn sagt:

    Ach was Bänz Friedlis Schreibe ist (fast) immer äusserst amüsant, miesepetrige Kommentare hin oder her!

    Allen ein frohes Fest!

  • andrea_g sagt:

    finde diese fiesen kommentare gegen bänz friedli unter aller sau!
    es ist alles geschmacksache, warum diese aggressive art einiger leser?!

  • Claudine sagt:

    @ Bänz Friedli

    vielen Dank für Ihre Kolumnen! Sie wecken mit ihren Geschichten bei mir süsse Erinnerungen an meine Zeit als Hausfrau und Mutter.
    Geniessen Sie die Vorlesestunden mit Ihren Kindern! Sie werden ja so schnell gross und suchen Distanz statt Nähe.
    Mein Mann kauft mir übrigens zum Glück nie Wäsche, obschon er wohl genug intelligent wäre zuvor in meiner Wäscheschublade nach der richtigen Grösse zu spionieren. Dafür kaufe ich ihm Unterwäsche und Socken und sonst noch so einiges, weil er sich nie dazu aufraffen kann.

  • Robert sagt:

    Ich lese auch gern Bänzli, aber er hat auch schon besseres geschrieben als das da oben…

    Ich versteh bloss nicht, warum sie immer dieses furchtbare Foto von ihm abdrucken.

    Zum Thema: Immerhin hat jemand, der dem Partner Reizwäsche kauft, noch die Vorstellung, das daraus was reizvolles werden könnte. Allerdings gehe ich davon aus, dass wenn sich jemand etwas davon verspricht, diese Person auch genaueres über die zum Einsatz kommende Grösse weiss. Und dann könnte es ja auch noch sein, dass die Gegenseite nicht der Feind ist sondern sich sogar darüber freut.

    Egal ob richtige oder falsche Frauen oder Männer.

  • Merkmal sagt:

    Na ja. Finde diesen Text wie die meisten vom Hausmann Friedli ein bisschen billig. Effekthascher, was er ist, kriegt er dafür den Applaus, den er verdient. Von seinen Hausfrauen und Vollzeit-Mamis. Gegen die ich im übrigen nichts habe. Ausser, dass ich sie in der Regel egoistisch und langweilig finde, weil sich alles nur um sie und ihre Brut dreht. Wer je an Elternabenden mit solchen zusammen war, weiss wovon ich rede.
    Item. Nie – auch als Facts-Heini nicht – kam Friedli auf ein anständiges Niveau und schrieb wirklich was Gescheites. Aber verkaufen konnte er sich schon immer gut. Wie nun eben auch hier.
    Seis drum. Wünsche natürlich trotzdem oder gerade wegen dem allen – auch ihm – schöne Fresstage.

  • Rahel sagt:

    Nur nicht so negativ über Bänz Friedlli! Ich finde seine Kolumne absolut unterhaltsam und amüsant!

  • Sonja sagt:

    @Beat, sorry aber wo lesen Sie jetzt den tief sitzenden Frust aus diesem Artikel??

    Leute, nehmt Euch mal am Riemen hier! Wie schon mal geschrieben, tauchen sofort neue Kommentar Namen auf, sobald jemand anders als Nicole oder Michèle hier schreiben und die Kommentare sind teils echt daneben.

    Könnte es sein, dass sich hier ein paar territoriale Menschen tummeln??

    Auf jeden Fall allen ein schönes Weihnachtsfest und seht die Dinge mal nicht so eng.

  • Beat sagt:

    Ein tief sitzender Frust spricht aus allen Artikeln die ich in letzter Zeit von Herrn Friedli gelesen habe. Ob er insgeheim doch lieber wieder nach Bern zurückkehren möchte.

  • Edgar Wibeau sagt:

    Da wäre er wieder einamal, der verklemmte, ach so emmannzipierte Gutmensch, der moralisch integere, der Bünzli. Lustvolle Weihnachtn Herr Friedli.

  • sunflyer sagt:

    wer kauft all die BH’s? – ich kauf sie mir natürlich selbst….. 😉 obwohl ich von meinem Mann auch schon sexy Unterwäsche bekam, in der richtigen Grösse!

  • Bärnermeitschi sagt:

    Erwischt! Als fleissige Bänz-Friedli-Hausmann-Kolumnenleserin ist mir natürlich sogleich aufgefallen, dass ich die Kolumne zum Thema BH unter dem Tannenbaum schon mal gelesen hatte. Schade druckt der Tagi online jährige Kolumnen von Bänz Friedli ab! Sind Ihnen die Themen ausgegangen?

  • René sagt:

    So sind wir Männer halt: Irgendwann [i]müssen[/i] wir doch wieder mal mit der Eisenbahn spielen können. 🙂

  • Thomas sagt:

    …echte männer lernen sowas nicht von den blaukreuzlern, gell max.

  • Rahel sagt:

    @ max

    Wow, ich bin beindruckt, wirklich 🙂

  • max sagt:

    @Bänz Friedli
    Wäsche hat Etiketten. Richtige Männer schauen nicht nur das an, was unter der Wäsche zum Vorschein kommt. Richtige Männer spionieren rechtzeitig vor dem Einkauf und durchsuchen diskret den Wäscheschrank ihrer Frau nach verwertbaren Hinweisen.
    Man kann auch Augenmass nehmen. Das tue ich dann, wenn ich ein Seidenkleid nähe und das Muster dazu selber entwerfe. Aber dazu muss ein Mann schon ziemlich erfahren sein.

  • Tamara sagt:

    Etwas herkömmlich aufgezogener Text: Etwas Erotisches für die Aufmerksamkeit, etwas Familie für den jöö-Effekt und dann das eigentliche Thema, Geschenke nicht für die Kids sondern für sich selber zu kaufen. Fertig, mehr gibt’s wohl dazu nicht zu sagen. Mein Tipp an B. Friedli: nächstes Mal aus den Memoiren vorlesen. Und so nebenbei, Frust, ich geb’s ja zu: Warum reisst sich eigentlich keiner um die Film- oder Bücherrechte über die Erlebnisse und Erfahrungen einer hundsnormalen Hausfrau? Sorry, bin grad etwas im Stress. Schöne Weihnachten!

  • Rahel sagt:

    Habe mich auch grad köstlich amüsiert 🙂

  • Laura B sagt:

    Hihi, danke für den Artikel. Aber es ist auch schwierig, seinem Liebsten etwas zu schenken, wo man doch eigentlich schon alles hat.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.