Mühsames Mutterleben? So ein Blödsinn!

Das Problem liegt nicht bei den Windeln oder den schlaflosen Nächten. Wir Menschen jammern einfach zu gerne. Foto: Donnie Ray Jones (Flickr)

Es ist mein Erstes und ich habe noch keinen Tag Erfahrung mit ihm. Ich trag nur diesen grossen Bauch mit mir rum und habe brav zuzuhören, bis ich dann auch mitsprechen darf mit den Mamis als Mami. Bisher habe ich mich eisern an diese Regel gehalten, aber jetzt platzt mir der Kragen.

Vor kurzem habe ich den Artikel «Gehst du schon ins Bett» gelesen. Er nervte mich, wie all die anderen Artikel, Informationen, Bücher und Ratschläge von Freundinnen, die immer wieder betonen, wie mühsam Mami sein ist. Es geht immer um dasselbe: Mehrfache Belastung, keine Zeit mehr für Beziehung, viel zu wenig Schlaf, viel Arbeit, nur noch für andere da sein, kaum Sex, keine Freizeit und Männer verstehen die Mühsal der Mamis halt auch 2017 noch nicht. Es ist eine Art Mami-Verschwörung, eine Doktrin, der man sich unterwerfen soll, weil man sonst die Hello-Family-Karte zurückgeben muss?

Zugegeben, anfangs hat er gewirkt, der Artikel. Ich fühlte mich plötzlich schlecht und völlig unfähig, die bevorstehenden Monate und Jahre zu meistern. Was hab ich nur getan, ich Dummerchen, habe mich völlig naiv auf dieses Kind gefreut. Ich wäre gerne wie die Autorin des Artikels gewesen, in diesem Moment. Sie wirkt darin so selbstbewusst und erfahren. Wie sie abgeklärt über ihre Familienmitglieder spricht, die sie entweder nicht schlafen lassen oder andererseits morgens wecken und von ihr immer etwas wollen.

Sie hat es geschafft mit den Windeln, am Anfang sind es sechs bis acht am Tag! Sie hat es geschafft mit dem Stillen, dem Füttern, dem Putzen und dem Waschen. Da kommt mir in den Sinn, ich sollte meinen Kühlschrank mal wieder reinigen… Wer bin ich da, die ich mit meinem dicken Bauch entenartig von A nach B watschle und um 10 Uhr zufrieden ins Bett falle? Ich gehöre noch nicht dazu und sollte daher wissbegierig zuhören, was sie mir über die Zukunft berichtet – meine Zukunft.

«Jetzt fängt der Ernst des Lebens an»

Doch dann überkam mich eine Wut. Nicht nur auf die Autorin, sondern auf Tausende von Müttern, die sich über ihre Arbeit als Mutter beklagen. Gleichzeitig möchten wir Frauen, dass die Arbeit als Mutter gesellschaftlich anerkannter wird und endlich den Stellenwert erhält, den er verdient. Wir Mütter – und zunehmend Väter – tragen entscheidend dazu bei, was die nächste Generation isst, was sie konsumiert, welche Werte sie hat, wie sie mit Problemen umgeht, wie sie mit anderen umgeht. Wir können mehr positiven Einfluss auf die Welt von Morgen nehmen als jede andere Berufsgruppe, die es gibt, wenn wir nur wollen.

Vorfreude im Anzug: Unsere Autorin wendet sich Dingen zu, die sie gegen Ende der Schwangerschaft beschäftigen.

Doch sind wir ehrlich, das Problem liegt nicht bei den Windeln oder den schlaflosen Nächten. Wir Menschen jammern einfach zu gerne – warum auch immer und weil wir es irgendwie lieben, negativ zu sein, lassen wir uns so einfach negativ beeinflussen. Vor meinem ersten Schultag hat man mir gesagt: «Jetzt fängt der Ernst des Lebens an», ich war sehr beeindruckt. Einmal in der Schule, meinten dann alle, im Gymi werde es erst hart, im Gymi war es recht hart, aber an der Uni werde es noch viel härter. Während eines Studentenjobs meinte mein Chef, es werde dann viel strenger, wenn ich richtig arbeite. An meiner Hochzeit sagten viele: «Jetzt fängt erst die Arbeit an.»

Ein Knopf im Taschentuch

Ich warte noch immer auf die prophezeiten schwierigen Zeiten. Da erstaunt es nicht, dass man mir jetzt sagt, als Mami sei es definitiv fertig mit lustig.

Nun, mein Leben lehrte mich: Wem es an Weisheit trotz Erfahrung mangelt, der behilft sich umso mehr mit Pessimismus. Ich habe sie wohl entlarvt, die falschen Propheten. Um mich daran zu erinnern, nicht auf sie zu hören, habe ich einen Knopf im Taschentuch gemacht.

Von da her wende ich mich jetzt wieder den anderen Dingen zu, die mich so beschäftigen in meiner 35. Schwangerschaftswoche. Wie viele Fläschchen werde ich wohl brauchen? Soll ich schon heute eine Adressliste für die Geburtskarten erstellen und vor allem, was soll ich heute Abend kochen?

102 Kommentare zu «Mühsames Mutterleben? So ein Blödsinn!»

  • Feldman irene sagt:

    Eltern werden zu DÜRFEN ist das schönste und schwierigste zugleich, doch kommts ganz klar auf die Persönlichkeit jener Eltern an. Ihre Reife und Fähigkeit diese Reeperbahn zu fahren. Es ist ein Geschenk, für uns und hoffentlich auch für unsere Kinder.

  • MamiHaus sagt:

    Das „ALLE“ jammern ist eindeutig ein Wahrnehmungsfehler. Das ist etwa so, wie wenn man sich ein bestimmtes Auto kaufen will und plötzlich nur noch dieses Auto auf der Strasse, in der genau gleichen Farbe die man auch will, sieht.
    Nein, wir jammern nicht den ganzen Tag – wir wollen uns einfach mitteilen/ austauschen, weil wir die gleichen Erfahrungen machen bzw. gemacht haben. Das ist auch so ein Phänomen bei den Männern die im Militär waren. Da muss Mann auch von den 48 Stunden Übungen, dem Schlafmangel und über das schrecklichem Essen jammern.
    Das ist normal – das ist halt so im sozialen Austausch, man erzählt über seine Erfahrungen/Erlebnisse.
    Grundsätzlich müssen Sie aber ihre eigenen Erfahrungen machen um auch „jammern“ zu können – den das werden sie zu 100% auch tun. 😉

  • Marti sagt:

    So dachte ich auch als ich schwanger war. Als das kind dann da war wusste ich die hatten alle recht. Beim 2ten sowieso.
    Mit 80% job dazu.
    Das lässt sich keineswegs mit schule gymi studium oder job vergleichen. Trotzdem ist es das schönste!

    • Flalid sagt:

      Ich finde es gemein einer schwangeren Frau zu sagen dass es mega hart sein wird. Kann auch gut verstehen, dass es nervt. Zum Glück ist mir das nicht passiert. Ich selber erzähle so was schwangeren Frauen nicht.
      Zum Glück 10 Jahre vor der Geburt meiner 1. Tochter habe ich gesehen was bei meiner Brudersfamilie so lief nach der Geburt 2 Kinder innerhalb 18 Monate: ganz herzige Kinder, eine richtige Trötzlerin, ein Schreibaby, beide schlechte Schläfer, eine erschöpfte Mama. So kriegte ich damals eine Ahnung.
      Habe aber mehrmals von frisch gebackene Mütter gehört, dass sie es sich nicht so vorgestellt hatten. Und hier liegt das Problem: Idealisierung, falsche „Baby-Glück-Werbung“ und vor allem zu wenig Kontakt mit Kindern in unserer westlichen Gesellschaft bevor man selber Mami/Papi wird.

    • Hans Hasler sagt:

      Wieso hat man ein 2. Kind wenn schon eines soo schrecklich ist?

      • tina sagt:

        herr hasler. viele menschen machen viele dinge, die sie wahnsinnig herausfordern, an den rand bringen oder darüber. „wir machen das nicht weil es einfach ist. wir machen es, weil es schwierig ist“ 😉
        schrecklich hat gar keiner geschrieben. vielleicht ist ja das, was uns so fordert – und zwar nicht von morgens bis abends, jahrelang, und schon gar nicht negativ – dass wir uns um andere kümmern, die total von uns abhängig sind. weil es so schwierig ist, es richtig zu machen, und das liegt uns so sehr wie nichts anderes am herzen. es gibt keine checkliste zum abhaken, man muss sich immer neu einstellen. im grunde muss man es sich nicht schwierig machen, kinder werden ja sowieso gross. aber man möchte es halt richtig machen.

  • Jenny d.G. sagt:

    Sehr geehrte Frau Autorin,

    Vielen Dank für diesen amüsanten Artikel.
    Wenn Sie Ihr Kind endlich in den Armen halten wird nichts mehr so sein wie es einmal war. 😉 Zwischen Vorstellung und Realität ist wirklich ein himmelweiter Unterschied. In erster Linie ist es aber einfach nur schön und großartig Mutter zu sein! Und es ist anstrengend, aber lustig. Vor allem lustig :D.
    Diese pessimistisch-klugscheisserisch angehauchten Damen, werden Ihnen leider auch dann und wann als Mutter begegnen. „Wie, du besuchst nicht das ‚Von der Milch zum Brei Seminar?‘ „Seit wann ist ein Abendkochkurs ein Seminar?“ Nur mal als Beispiel dafür, dass man als Mutter, wenn man sich selbst nicht ganz so ernst nimmt, auch eine Menge Spaß haben kann.
    Schöne restliche Kugelzeit!

  • Xhumi sagt:

    Das schönste und das schwierigste was ich je erlebt habe … Kinder

  • Tamina sagt:

    Voll super dein Artikel. Dankeschön!! Stimme zu 100% zu.

  • Romy sagt:

    Ich finde, Sie sollten die Adressen für die Geburtskarten schon jetzt erstellen.

  • Natascha sagt:

    Also auch wenn ich mich zuerst geärgert habe über den Artikel vor allem weil es natürlich sehr lustig ist mit Kindern aber auch Verantwortung, Augenringe und neue extreme Emotionen (positiv ubd negativ) dazugehören und die Autorin mich zu verhöhnen scheint wenn ich mal nach drei zahnenden Nächten jammer so denk ich: stopp! Ich war auch mal die Schwangere ohne Kinder. Und was ich nicht alles gedacht habe über gestresste Mütter oder müde und grantige Mütter. Wie rosarot ich mir nicht alles vorgestellt habe…. Was ich nicht alles vorgenommen habe zu tun.. Genießt das Schwangersein, macht die Ohren zu aber urteilt bitte nicht über Mütter wenn ihr selbst noch nicht durch die Gasse seid…

  • Kathleen sagt:

    Hat noch kein Kind aber nimmt sich allen Ernstes das Recht heraus, über Mütter zu urteilen. Bekomme erstmal dein Baby, dann darfst du mitreden!
    Selten solchen Quatsch gelesen.

  • Karin sagt:

    Weiter so, es kommt schon gut! Es ist schon sehr streng und sehr intensiv, Mutter oder Vater zu sein, aber auch sehr schön. Geniess die letzten Wochen Vorfreude und alles Gute!

  • Rémy sagt:

    35 und noch ein Stofftaschentuch? (in Tempos kriegt man keine Knöpfe)
    Und ich dachte, mein alter Herr (65) sei der letzte der Spezies Mensch, der noch solche Bakterienherde bei sich trägt
    🙂

  • Franziska sagt:

    Liebe Johanna Suter, glauben Sie mir: Das Muttersein ist in erster Linie sehr, sehr lustig. Sie werden öfter lachen als je zuvor. Und ja, manche Leute jammern einfach gern, aber die würde ich nicht als Referenz betrachten.

  • Bündnerin sagt:

    Ihr habt doch alle recht! Jede für sich! Frauen, schaltet einen Gang runter, lest ein Buch anstelle noch 20% mehr zu arbeiten, lasst das Fünfe gerade sein und lasst den Humor spielen. Ich, Mutter von drei Kindern (5, 7, 10) geniesse das Mutter sein, „arbeite“ nicht, auch ich jammere ab und zu und sage auch mal nein, wenn wieder ein Anfrage für eine ehrenamtliche Arbeit auf mich zu kommt. So macht das Leben Spass und die Kinder werden älter und selbstständiger. Es sind Menschen!
    Johanna Suter wünsche ich einen guten Start und freue dich über das neue Leben, ist nämlich nicht selbstverständlich!

  • Evelin Camponovo sagt:

    Es ist ganz toll, als Nichtmutter andere Mütter zu bashen. Gut gemacht. Genau solche Leute sind es, die anderen das Leben schwer machen.

  • Verena sagt:

    Ich jammere nicht… mir fehlt die Zeit dazu! Aber danke für diesen wirklich witzigen Text. Und ich wünsche der Autorin eins dieser pflegeleichten Kinder. Ich hab davon gehört. Meine gehören nicht dazu…

  • Tina sagt:

    …mich fragte mal eine freundin, welche noch keine kinder hatte- was macht eigentlich eine hausfrau und mutter den ganzen tag- ist es nicht furchtbar langweilig?
    ….eine antwort musste ich ihr nicht geben- sie hat heute selber zwei bengel …sie weiss jetzt wie langweilig es ist!
    Ich glaube das „jammern“ kommt daher, weil der beruf mutter in der gesellschaft oft unterschätzt wird, unterbezahlt ist und trotzdem würde ich diese wunderbare aufgabe mit keiner anderen tauschen wollen..
    Und so wird es der autorin auch gehen- es wird momente der verzweiflung geben aber eben so viele andere- welche diese wieder ausgleichen…so ist doch jeder job?? Für den scheiss den man erlebt hat man dafür einen lohn auf dem konto- wir mamis dafür ein kinder lächeln- eine umarmung einen kuss…

  • Jael sagt:

    Die die noch keine Kinder haben sind immer die besten Anlaufstellen für Erziehungstips*ironieoff*

  • Oli Olson sagt:

    – bitte Johanna, schreib dann deine Erlebnisse in einem jahr.. und das schreib ich dir als papa – meine frau hat keine zeit den mamablog zu lesen obschon wir uns den baby-job 50:50 teilen..

    • simone sagt:

      ich wünsche der autorin,
      dass sie sich hilfe holt,
      wenn es derer bedarf-
      und dass sie dann nicht zu stolz ist,
      weil sie jetzt diesen blog verfasst
      hat.
      vorstellen und erfahren,
      was es heisst ein kind zu bekommen, kann man/frau sich nicht im voraus im kopf.
      ich wünsche ihnen viel freude mit ihrem kind und viele gute menschen um sie,
      die sich auch um ihr kind kümmern dürfen/wollen.
      manchmal ist es einfach zuviel und man wünscht sich nichts sehnlicher als einen moment die eigenen bedürfnisse in den vordergrund stellen zu können.

  • Luise sagt:

    Ganz ehrlich, ich habs mir auch weniger streng vorgestellt. Ich hab immer gedacht die (jammernden Mütter) organisieren sich einfach nicht richtig und dann komm dann ich und alles wird ganz easy, weil ich einfach besser strukturiert bin, ha. Und dann musste ich kleinlaut und dünnhäutig vom Schlafmangel feststellen, dass gar nichts mehr geplant und durchorganisiert werden konnte, weil immer irgendwie das Baby dazwischen kam.

  • Coco sagt:

    Nehmen Sie das alles nicht so ernst. Viele Mamis jammern, aber bestimmt lieben 99% Ihre Mutterrolle über alles. Für mich ist es das Wunderbarste auf der Welt. Aber ich hatte noch nie eine derart anspruchsvolle Aufgabe.
    Ich hatte vor der Geburt keine Blogs, Bücher oder Sonstiges übers Muttersein gelesen, sondern liess es einfach auf mich zukommen. Die Aussagen, wie hart es sein wird, habe ich einfach angenommen und mir gedacht, irgendwie stehe ich das schon durch, die haben ja auch alle überlebt. Ich fand dann das 1. Jahr mit dem 1. Kind sehr hart, wenn man mittendrin steckt, rückblickend wars nur halb so schlimm.
    Machen Sie wie von Ihnen erwähnt, die Dinge, die Ihnen wirklich wichtig sind und freuen Sie sich auf Ihr Baby. Es wird der tollste Mensch in Ihrem Leben!

  • 13 sagt:

    Bekommen Sie doch zuerst einmal das Kind. Oder zwei. Oder drei.

    Und dann werden Sie nämlich….
    …immer noch genau gar nichts darüber wissen, wie anstrengend die Mutterrolle für Frau Meier (fiktive Mutter von drei Kindern) ist, weil Sie nämlich auch dann nicht Frau Meier sind, nicht ihre Kinder haben und nicht ihr Leben führen.

    Und auch wenn Frau Meier schon drei Kinder aufgezogen hat, weiss sie noch gar nichts, wie das Muttersein für Sie wird. Es stimmt, es ist Blödsinn, Ihnen einreden zu wollen, dass es ihr Leben völlig auf dem Kopf stellen wird. Es kann so sein. Oder gerade nicht. Am Besten ist es, möglichst Erwartungen sein zu lassen (positiv und negativ) und abwarten. Aber gestehen Sie auch anderen zu, dass es halt manchmal verdammt hart ist. Und dass man das auch sagen darf.

    • tststs sagt:

      „Am Besten ist es, möglichst Erwartungen sein zu lassen (positiv und negativ) und abwarten.“
      Hihi, wenn Sie irgendwann mal jemanden finden (Mami oder Papi), der das schafft, mach ich zur Feier des Tages ein feines Einhornfilet 😉

  • k. miller sagt:

    Ich erinnere mich an die Zeit vor etwa 30 Jahren. Keine Frau „jammerte“ öffentlich, dass ihr das Muttersein mitunter auch mal zuviel wird. Denn das ging nicht – gesellschaftlich. Hätte damals eine Frau gesagt, dass ihr manchmal alles über den Kopf wächst, dann wäre sie als Rabenmutter abgestempelt gewesen. Heute können und dürfen Mütter zum Glück sagen, dass es nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Aber wann ist es „ehrlich sein“, und wann ist es „jammern“? Eine Gratwanderung. Ich kenne so manche Mutter, die zwar „jammert“, ihr Kind aber um nichts in der Welt missen möchte 😉 Manchmal hilft einfach nur zuhören, Gelassenheit und Humor.

    • tststs sagt:

      Ist doch eigentlich ganz einfach:
      Von Jammern spricht man dann, wenn das ehrliche Beklagen eben zu Unrecht geschieht, wenn es keine Grundlage hat.
      Selbstverständlich jammern alle Menschen mal, über die Kids, über den Job, über den Partner etc.
      Aber generelles Feststellen, dass Kindererziehung (inkl. Obhut/Pflege) der härteste Job der Welt ist, ist in meinen Augen einfach kein Jammern.

      • mira sagt:

        tststs, so im Vergleich zu Minenarbeitern im Kongo, Näherinnen in Bangladesch und Bauarbeitern in Katar ist Kindererziehung ein Zuckerschlecken….
        … und… auch wenn es nicht ganz populär ist: ich finde es (v.a. die Kleinkinderzeit) auch einfacher als mein Job (obwohl ich im Büro arbeite): man kann während der Arbeit duschen gehen, Musik hören, Haushalt machen, Mittagsschläfchen halten, Einkaufen, etc. All das kann ich während meinem Lohnjob nicht… mit den Kindern zuhause war das alles möglich.

  • Martina sagt:

    … ich bin wirklich kein Jammeri, aber heute Morgen im Auto auf dem Weg ins Büro hab ich geheult, weils grad so streng ist mit meinen beiden fünfeinhalbjährigen Buben… Meistens ist es gar nicht mühsam, Mami zu sein, aber manchmal bringen mich die beiden süssen Kleinen wirklich knallhart bis an meine Grenzen… und das Mamisein hab ich mir irgendwie wirklich ein bisschen „Lockerflockiger“ vorgestellt… also da würde ich den Ball einfach mal lieber flach halten (oder ist der Artikel einfach dazu da, um eine Kommentarschlacht zu provozieren???)

    • tststs sagt:

      Vorab: Ein bisschen Schlachtprovokation ist wohl immer einberechnet 😉
      Zu Ihrem Kommentar: IMHO richtig und gut gemacht! Und: Das hat doch nichts mit Jammern zu tun!!!
      Wenn es Ihnen gut getan hat, go on! Jede Träne ist ein Streit weniger mit Kind (oder Mann)…

  • Carlita sagt:

    Ich kann nach der Lektüre dieses Artikels eine gewisse Vorschadenfreude kaum unterdrücken!

  • mira sagt:

    Offtopic: wo ist eigentlich Sportpapi? Gibt’s den noch?

  • Romea sagt:

    Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, hörte ich öfters den Satz, mein Leben würde sich komplett verändern. Das verunsicherte mich. Würde ich plötzlich alles hassen, was ich zu diesem Zeitpunkt noch liebte? Würde ich feige werden, wo mutig sein mir doch wichtig war etc.?
    Nein, mein Leben veränderte sich nicht, „nur“ die Prioritäten. Wenn Eltern jammern, hat das viel mit Ehrlichkeit zu tun. Nicht beschönigen wollen, wie das früher wohl üblich war. Aber ja, vielleicht sollte man auch über die empfundene Liebe berichten, über das völlig überforderne gaga-Gefühl der überbordenden Liebe zu seinen Kindern, die einem oft sprachlos vor Glück und Zärtlichkeit macht!

  • tststs sagt:

    Oh mann… sprechen wir in 6 Monaten noch einmal darüber… (und das schreibe ich als Kinderlose!!!)
    Denn was Sie als „Jammern“ bezeichnen, würde ich als „ehrlich“ bezeichnen.
    Und wenn man nun das Gefühl hat, dieses Jammern habe wahnsinnig zugenommen, dann mag das stimmen. Die Ursache liegt aber nicht darin, dass die Eltern heute so viel wehleidiger und die grösseren Jammeris sind, sondern dass man ihnen (vor allem den Müttern) ÜBERHAUPT zugesteht zu jammern, resp. ehrlich zu sein.

    Ich kann mich nur wiederholen: Wenn Kinderaufzucht ein soooo wahnsinnig toller Job wäre, dann würde es in diesem Land von Kleinkinderziehernden nur so wimmeln!

    • mira sagt:

      „Kleinkinderziehernden nur so wimmeln!“

      der ist gut 🙂 So wie etwa bei Pferdepflegern: Lohn unter der Armutsgrenze, trotzdem mehr Auszubildende als Jobs

    • maia sagt:

      für mich besteht zwischen jammern und ehrlich ein ziemlich grosser Unterschied.

      • tststs sagt:

        Das finde ich ja eben auch, maia…
        Mir kommt es im Moment so vor:
        1.Phase: Frauen (und auch Männer) getrauen sich, offen über Kinder – von Schwangerschaft über Geburt und Depressionen bis zu Unsicherheiten in der Handhabung von Windelunfällen und der Erziehung – zu sprechen.
        2. Phase: Gegenseitiges Schulterklopfen; schön, dass man endlich so offen und ehrlich sprechen darf; Blütezeit der Ratgeber à la „Mein täglicher Babyhorror“ und Instagrammselfies mit postnataler Windel (häschtäg #afterbabybody)
        3. Phase: Nase voll, ins Lächerliche ziehen, als Jammern abstempeln

      • maia sagt:

        @tststs: Also mindestens bei mir heisst es: C’est le ton qui fait la musique . Es kommt doch darauf an, ob man einfach über Tatsachen redet, oder ob jemand jammert.

      • tststs sagt:

        Da sind wir uns ja einig.
        Bzgl. des Blogs heisst das aber doch, dass sich die Autorin irrt. (?)
        „Doch sind wir ehrlich, das Problem liegt nicht bei den Windeln oder den schlaflosen Nächten. Wir Menschen jammern einfach zu gerne –“
        Das hat doch eben genau nichts mit Jammern zu tun. Olfaktorische Überfälle und Übermüdung SIND ein Problem.

      • tststs sagt:

        Da sind wir uns ja einig.
        Bzgl. des Blogs heisst das aber doch, dass sich die Auto rin irrt. (?)
        „Doch sind wir ehrlich, das Problem liegt nicht bei den Windeln oder den schlaflosen Nächten. Wir Menschen jammern einfach zu gerne –“
        Das hat doch eben genau nichts mit Jammern zu tun. Olfaktorische Überfälle und Übermüdung SIND ein Problem.

      • maia sagt:

        Da sind wir uns dann wohl nicht einig: „Doch sind wir ehrlich, das Problem liegt nicht bei den Windeln oder den schlaflosen Nächten.“ – das ist für mich eine Tatsache; dafür kann man Lösungen suchen; Tipps weitergeben, aber es ist für kein Grund zum jammern. Jammern heisst ja eigentlich, man will gar keine Lösung (dann könnte man nämlich nicht mehr jammern).

      • tina sagt:

        ach, so kann man jammern definieren? aber ich glaube, da liegt ihr falsch.
        jammern ist doch eher wie heulen, ohne tränen aber mit mehr wörtern ;-). muss nicht ehrlich sein, das stimmt schon, aber kann sehr wohl

      • tina sagt:

        wenn man jammert, sucht man gerade nicht nach einer praktischen lösung sondern eher nach zuspruch, das schon, aber ich finde, man kann doch einen zustand bejammern und sich trotzdem um eine lösung bemühen, davor und danach. wobei doch manche dinge einfach nicht zu ändern sind, da muss man halt durch. wie eben stinkende windeln und zu wenig schlaf.
        wie nennt ihr denn das?

      • maia sagt:

        @Tina: Über Dinge, die ich nicht ändern kann, jammer ich nicht – die erledige/ertrage ich einfach und spreche mich mit anderen Menschen darüber aus.

      • tina sagt:

        achso. ich nenne dann also „aussprechen“ einfach „jammern“ und finde es nicht negativ.

      • tina sagt:

        die dinge die man ändern kann, braucht man ja auch nicht zu bejammern, die könnte man einfach ändern, nicht?
        ich finde halt, man kanns ja auch mal bejammern und trotzdem anpacken. zuspruch tut einfach gut, und zuspruch kriegt man nicht, wenn man nur die zähne zusammenbeisst. halte ich auf dauer auch für ungesund, dieses zusammenreissen und durchbeissen und ja gute miene machen

    • Janine sagt:

      Na ja,Eltern sein ist ja wohl was ganz anderes als ein Job als Kleinkinderzieher/in.
      Tut mir leid,als Kinderlose kann man mitreden aber nicht immer mitfühlen!

      • tststs sagt:

        Etwas „ganz anderes“? Gaaaanz anderes?
        Okeee…
        Niemals, Janine, würde ich Elternliebe mit der Liebe zu Kindern von Menschen, die mit Babies/Kindern/Jugendlichen arbeiten, vergleichen.
        Falls Sie mich dahingehend verstanden haben, dass ich auf diesen „Liebes-Vergleich“ abziele, haben Sie mich missverstanden. Es geht mir um andere Punkte der Aufzucht (dieses lieblose Wort ist nicht umsonst gewählt).

    • maia sagt:

      Es gibt doch sehr viele Kleinkindererzieherinnen!

  • mira sagt:

    „Er nervte mich, wie all die anderen Artikel, Informationen, Bücher und Ratschläge von Freundinnen, die immer wieder betonen, wie mühsam Mami sein ist. “

    Warum lesen sie das denn? Kann ich grad nicht nachvollziehen… Ich hab mich wahnsinnig auf mein erstes Kind gefreut – warum hätte ich mir die Vorfreude durch falsche Lektüre verderben sollen?? Und bezüglich dem Freundeskreis: der wird sich eh nach der Geburt nochmals aussortieren. Mein Tipp: Abwarten und Tee-Trinken 🙂

    PS: bezüglich dem Mami-Bashing, das sich in ihrem Artikel schon antönt („Freundinnen“). Bitte verzichten sie darauf. Ist nicht schön 🙁

    • Amanda sagt:

      „Warum lesen sie das denn?“
      Vielleicht weil man nicht immer schon am Titel erkennen kann, worauf man sich einlässt, und wenn man es bemerkt, weiter liest, in der Hoffnung doch noch einige positive Aussagen zu finden. „Falsche „Lektüre“ kann man oft erst als solche wahrnehmen, wenn man sie bereits liest, genau so wie man beim Stellen einer Frage nur selten abschätzen kann, wie wertvoll die Antwort darauf sein wird.
      Das von Ihnen angesprochene Mami-Bashing kann ich in dem Beitrag nirgends finden.
      „Abwarten und Teetrinken“ gefällt mir!

      • mira sagt:

        Amanda, die Autorin ist Journalistin. Da kann die Fähigkeit des Querlesens/Überfliegens durchaus erwarten…
        Die Ansätze von Mama-Bashing finden sich in
        „Es ist eine Art Mami-Verschwörung“
        „Tausende von Müttern, die sich über ihre Arbeit als Mutter beklagen“
        Hier erklärt wieder mal eine (werdende) Mutter anderen Müttern, welche Einstellung sie haben sollten. Und was nicht gut sei. Also nichts als alter Wein in neuen Schläuchen 😉

  • Hyka Silvia sagt:

    Echt, Sie haben sich über den Artikel in der Süddeutschen geärgert?
    Ich, Mutter von 4 Kindern, musste so lachen – er erinnerte mich 1:1 an meinen Alltag… aber das ist doch nichts Schlechtes!
    Vielleicht das Glas mal halb voll sehen und auch mal hinhören, wenn Mütter vom Muttersein schwärmen?!?

  • Rabe sagt:

    Zugegeben, es wird auch, aber bei weitem nicht nur, einiges gejammert unter Eltern. Und ab und an darüber geschrieben hier im Blog. Ich finde bloss, der Vorwurf des unnötigen Beklagens fällt auf die Autorin zurück, wenn sie sich dadurch selbst bemüssigt fühlt, sich an dieser Stelle über das Klagen der Anderen zu beklagen. Liebe Frau Suter, behalten nach Möglichkeit Ihre ansonsten anscheinend vorhandene Gelassenheit, sie werden sie brauchen (sorry, das war schon wieder so ein ungefragt gegebener Rat). Meine Erfahrung: Ja, es ist anstrengend, aber warum soll das nur negativ sein? Bei einer Abenteuerreise beklagt sich auch niemand über die Anstrengung – it’s part of the game. Und Kinder haben ist im Grunde eines der grössten Abenteuer, auf das man sich einlassen kann.

  • Tasch sagt:

    Mir geht es gerade wie der Autorin und ich freue mich über den Artikel.
    Von allen Seiten hört man nur das Schlechte. Darauf wirst du verzichten müssen, das geht nicht mehr, das kannst du dir die nächsten 16 Jahre abschminken usw.
    Mir ist durchaus bewusst, das Kinder kriegen auch Schattenseiten hat, völlig realitätsfremd bin ich auch nicht. Nichts desto trotz bekommt man bei all den pessimistischen Aussagen manchmal das Gefühl, man dürfe sich nicht auf das Kind freuen weil ja danach alles den Bach runter geht. Als wäre es etwas, das man fürchten müsste.

    Schön wäre ein etwas lockerer, ehrlicher aber vor allem ausgewogener Umgang mit dem Thema. Nicht immer gleich auf die negativen Aspekte eindreschen, sondern auch das Schöne (ich gehe mal davon aus, davon gibt es reichlich) erwähnen.

    • Azra sagt:

      Dieser Kommentar spricht mir aus der Seele! 🙂 Danke ebenfalls für den Artikel. Mir fehlte während der Schwangerschaft die geteilte Zuversicht auf schöne Momente, auf all das Glück, welches die Mutterrolle mit sich bringt, da die negativen Aspekte zu sehr in den Vordergrund kamen. Das macht das Negative nicht positiver oder weniger. Über die Daseinsberechtigung mag ich daher auch gar nicht streiten. Schade fand ich nur, dass mir aufgrund des mangelnden Wissens (erste Kind) quasi vorgelebt und eingetrichtet wurde, dass jetzt Schluss mit Lustig wäre. Die Freude würde einem im Alltag schon vergehen. Und das fand ich sehr traurig, so eingeimpft könnte einer werdenen Mutter schnell der positive Blick / das positive Empfinden vergehen. Gut, dass es da auch noch andere Menschen gab.

  • Anh Toàn sagt:

    „Wir Mütter – und zunehmend Väter – tragen entscheidend dazu bei, was die nächste Generation isst, was sie konsumiert, welche Werte sie hat, wie sie mit Problemen umgeht, wie sie mit anderen umgeht. Wir können mehr positiven Einfluss auf die Welt von Morgen nehmen als jede andere Berufsgruppe, die es gibt, wenn wir nur wollen.“

    Und genau damit macht man sich Stress: Eltern bewerten ihren Einfluss auf ihre Kinder und die Welt von Morgen massiv über: Ich meine, nicht immer, aber meistens trotz den Anstrengungen gelassen bleiben zu können, weil ich denke, vielleicht wird ja trotz mir was aus ihm. Oder etwas ernster: Wären Eltern so entscheidend, gäbe es viel kleiner Unterschiede zwischen Geschwistern bzgl. „essen, konsumieren, Werte, Umgang mit Problemen“

    • Anh Toàn sagt:

      Wie heisst es bei Fanta 4: „Nimm Dich zurück und lass die Sonne rein“

      Stress kommt, wenn man sich selbst zu wichtig nimmt, seine Möglichkeiten des Einflusses überschätzt, sich für alles was geschieht oder nicht verantwortlich macht: Gelassenheit kommt aus sich freuen an dem, was geschieht.

  • Amanda sagt:

    Vielleicht wäre es für werdende Mütter schon hilfreich, wenn jede(r) seinen positiven Erfahrungen genau so viele Zeilen widmen würde, wie seinen negativen . . . .

  • Ulrich Gassner sagt:

    SEIEN wir ehrlich, es war klar, dass die Au.torin von den super-duper-alles-unter-einen-Hut-krieger-über-Müttern eins aufs Dach bekommen würde.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ulrich Gassner

      wer genau gibt da wem aufs Dach? Insbesondere, wer genau hat sich aufgrund welcher gemachter (nicht gedachter) Erfahrungen, Erlebnisse, Erkenntnisse in den Austausch begeben?
      Bisschen sehr einfach das nun mit „aufs Dach geben“ zu qualifizieren, finde ich.

  • Amanda sagt:

    Ich kann den Frust der Autorin nachvollziehen. Dagegen hilft nur, Müttern (und Blogs;-), die erkennbar auf Jammern gepolt sind, aus dem Weg zu gehen. Mit der Geburt des ersten Kindes wurde in unserem Erwachsenenleben die reset-Taste gedrückt. Mir half es, meinen Alltag als Mutter nicht dauernd mit meinem früheren zu vergleichen, mich abzugrenzen von den kinderlosen Jahren, dem Leben als DYNKS mit all seinen Qualitäten und so unbelastet und vorurteilsfrei wie möglich ins Leben als Mutter zu starten. Ich glaube, dass der Jammermodus bei manchen dadurch entsteht, dass sie ihr Lebens als Eltern mit dem früheren vergleichen, die pros und cons aufrechnen und dabei das Privileg vergessen, das am schwersten wiegt: Das Privileg, Eltern zu sein.

  • Anne sagt:

    „falsche Propheten“ Leuten, denen es „trotz Erfahrung an Weisheit mangelt“, woher soviel Gehässigkeit?
    Weshalb nicht mehr Gelassenheit dem Gegenüber und „Rat-Schlägen“ entgegen bringen? Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und es werden einige Grenzerfahrungen darunter sein. Sie können sich dann entscheiden, gegen Aussen weiterhin gute Miene zu machen und das 50-er Jahre Mutterideal zu verkörpern – oder sie entscheiden sich dafür, sich mal auszuheulen nach 1.5 Jahre schlaflose Nächte (oderwasauchimmer) und vielleicht sogar familienpolitische Themen aufzugreifen, welche Ihnen begegnen werden. Sie werden froh sein, dann ein Gegenüber zu haben, welches Sie nicht als Pessimistin oder Jammeri abgestempelt sondern Sie bei Ihren Anliegen ernst nimmt.

  • Stefanie Sollberger sagt:

    Es ist aber anstrengend. Sowieso wenn man einen Kaiserschnitt hatte. Warum immer alles so schönreden? Stellt euch endlich der Realität! Kinder (Babys) sind keine Puppen zum spielen.

    • Nicolas sagt:

      Überraschend

      • Lichtblau sagt:

        Es muss kein bisschen anstrengend sein. Ich habe die Baby- und Kinderjahre meiner Tochter eher als Abenteuer in Erinnerung, obwohl ich (genau wie der Vater) immer 80% arbeitete. Es gibt durchaus auch Kinder, die früh durchschlafen und meistens gut drauf sind.
        Schlaflose Nächte hab ich dann aber trotzdem kennengelernt: als die Teenagerzeit begann. Ausgleichende Gerechtigkeit?

    • maia sagt:

      Es geht doch nicht um Schönreden! Es geht darum, dass nicht immer gejammert werden soll. D. h. man kann sehr gut darüber sprechen, dass ein Kaiserschnitt schwierig ist (wobei ich mich dann frage, warum sich soviele einen Kaiserschnitt wünschen…) und was die Folgen sind; frau soll aber nicht ständig darüber jammern.

  • Mamihase sagt:

    Also ich finde den heutigen Blogbeitrag ziemlich unausgewogen und provokativ…aber das soll wohl so sein…
    Bisher hat man sich ja drüber enerviert, dass Mütter einander die perfekte Welt vorspielen und keine Fehler zugeben. Jetzt ist es scheinbar genau anders herum. Hauptsache man hat im Blog was zu meckern.
    Zum Thema klagende Eltern: Ich als Mami habe auch oft das Gefühl, dass ich viel jammere. Aber wenn ich darüber nachdenke, ist es auch einfacher, die negativen Dinge wie Schlafentzug, zu viel Arbeit etc. zu nennen als die wirklich berührenden Momente, zb. wenn das Kind zum 1. Mal den Namen schreibt. Dann verdrehen die Bürokollegen und Blogger wieder die Augen und denken, was ist denn das für ein Mami die wegen einem krakeligen Namen schon den Nobelpreis sieht….

  • lara sagt:

    ich wünsche ihnen von herzen ein kind, dass gut schläft, trinkt und wenig schreit. ich hoffe auch, dass sie nach der geburt nicht inkontinent sind, schmerzen beim sex haben und durch die hormonumstellung mal ein paar wochen durchheulen geschweige den eine depression haben werde. ehrlich ich wünsche das jedem mami aber bitte üben sie nachsicht mit denjenigen welche ihr glück nicht teilen. ich liebe es mami zu sein, aber es gibt eben auch schwierige zeiten. lasst uns diese gemeinsam meistern, nicht gegeneinander!

    • Stefanie Sollberger sagt:

      Mein Kompliment! Ihre Zeilen verdienen Respekt!

    • Jeanne sagt:

      Ja,jeder soll seine Erfahrungen machen.Aber wieso immer auf das Schlechte von Anfang an hinweisen?Sie soll sich doch freuen,das Kind ist nicht mal da!
      Ich habe neben meiner Tochter(3 Monate) meine krebskranke Mutter Zuhause betreut.Es war sehr anstrengen und intensiv.Aber ich empfinde die Zeit die wir hatten als sehr schön und bin froh es gemacht zu haben.

    • tststs sagt:

      Sehr schön und treffend formuliert!

  • Joe Schweizer sagt:

    Aha…
    Mit einem Kind hatten wir’s auch noch relativ leicht……

    • Michael sagt:

      Deswegen haben wir relativ zügig das Zweite bekommen. Am Anfang war es deutlich anstrengender als bei Einzelkindern, aber nach 4 – 5 Jahren kehrte sich das. Während die Eltern von Einzelkindern zu Alleinunterhaltern mutierten, lernten unsere Mädels immer mehr, sich miteinander zu beschäftigen. Was die Erholungsphase der Eltern verlängerte und was wiederum den Kindern zu gute kam.

    • Papperlapapi sagt:

      Ist das ironisch gemeint, Joe Schweizer?
      Ansonsten: ist doch genau das Muster, dass die Autorin anspricht:
      In der Schule beginnt dann der Ernst des Lebens…
      Wenn Du erst ein Kind hast, wirst Du schon sehen…
      und sie nun: Ja, ja mit einem, aber wenn es dann mehrere sind….
      Bei uns war der Start mit dem 1. Kind streng, das 2. war im Vergleich ein Spaziergang. Bewältigbar war bisher alles…..
      Danke der Autorin für diesen Blog.

  • tina sagt:

    pessimismus ist doch eine negative haltung, die sich auf die zukunft bezieht und nicht auf gemachte erfahrung in der vergangenheit.
    weisheit hat mit gemachten erfahrungen zutun, während hochmut ganz ohne eigene erfahrung auskommt

  • Angie sagt:

    Mal sehen wie Sie darüber denken, wenn Sie den Alltag mit chronischem Schlafentzug überstehen müssen. Dann ist (!) einfach alles viel anstrengender. Die Belastung lässt sich nicht mit Studium oder Arbeit vergleichen, ist sie doch eine ganz andere.
    Muttersein ist trotzdem wunderschön 🙂

  • Claudia Huber sagt:

    Welch hochkarätiger Rundumschlag gegen alle normalsterblichen Mamis (Menschen im generellen), welche in ihrem Leben schonmal an ihre Grenzen gestossen sind, und dies auch zugeben und ihre schwierigen Zeiten mit anderen teilen. Sich mitzuteilen gehört zu uns, es hilft beim bewältigen, verarbeiten, hilft Erfahrungen zu sammenln, sich zu solidarisieren, Galgenhumor zu entwickeln… Es ist eben menschlich! Pessimismus kann ich hier keinen finden. Ich wünsche Ihnen viel Glück in Ihrer neuen Aufgabe! Und dass neben dem Lernen Mutter zu sein, auch die Toleranz gegenüber anderen Menschen wächst, ohne zu (ver-) urteilen. Aus meiner Sicht, etwas vom Wichtigsten das Sie Ihrem Sohn mitgeben sollten…

  • Rahel S sagt:

    Freuen Sie sich! Lassen Sie sich die Laune nicht verderben! Sehen sie das Schoene, das Spannende, das Tolle am Mami sein.
    Mit einer offenen, gelassenen Einstellung, gesundem Menschenverstand und einem guten Umfeld ist Mami sein einfacher. Trotzdem- all diese Mamis (und ich bin 3-fache) haben in vielem eben doch recht. Die schlaflosen Naechte zerren an den Energiereserven, das „alles unter den Hut bringen wollen/ koennen“ muss zuerst gelernt werden und man muss auch lernen, auf Dinge zu verzichten- zum Beispiel eben zu viele Plaene in einen Tag zu packen. Ja- auch die Partnerschaft kann darunter leiden, man muss neue Wege finden und sich bewusst auch Zeit zu Zweit nehmen. Trotz all dem- ich wuerde nie auf unsere drei Kinder verzichten 🙂 Wuensche Ihnen viel Glueck.

  • Malena sagt:

    Ich will niemandem die persönliche Erfahrung einer anstrengenden Mutterschaft absprechen, und vielleicht wird es ja auch für die Autorin ein kleines bisschen anders als sie es sich vorstellt. Aber grundsätzlich bin ich einverstanden: ich (teilzeit arbeitend) fand die (Klein)Kinderzeit auch nicht übermässig anstrengend, sondern oft als sehr entspannend und bereichernd. Aus meiner Sicht wertet es den Mutterjob (Elternjob) auch nicht ab, dass er nicht so hart ist wie die Arbeit in einer Kohlenmine. Google-Mitarbeiter sind ja auch super stolz auf ihren Job, und dort geht es auch um Rutschbahn und Gummibärchen… 🙂

  • tina sagt:

    ich glaube übrigens kein wort davon, dass irgendjemand sagen würde, es sei dann fertig lustig, wenn man mutter werde. so ein quatsch. es kann imfall lustig und trotzdem streng sein

  • Brunhild Steiner sagt:

    Einerseits richtige Punkte, auch ich vermisse zuweilen das „sich einfach freuen können“ und diese Freude engagiert zusprechen.

    Doch war ich persönlich auch sehr dankbar über ein ehrliches Umfeld, Menschen welche mir ehrlich übers Mutter/Eltern-sein, gerade in den ersten Monaten, erzählt haben. Die die anstrengenden Aspekte nicht ausgeklammert haben, die mich auf Dinge hinwiesen welche mir nicht im Traum in Sinn gekommen wären, ich keinerlei Vorkehrungen getroffen hätte, und damit ziemlich unsanft gelandet wäre.
    Denn so wie ich das wahrnehme hat die „happy smile baby-Werbung“ nach wie vor Oberhand, da schadet ein nüchterner Blick nicht, im Gegenteil.

    Mit einer ausgewogenen Sicht ist unser Einfluss noch nachhaltiger, denk ich zumindest.

    • mila sagt:

      Ich wollte etwas ähnliches schreiben, danke Brunhild.

      Liebe Autorin, es ist wunderbar, mit soviel Enthusiasmus und Liebe ins Familienleben zu starten. Wunderbar auch, wenn man sich den Enthusiasmus auch durchgehend erhalten kann (dafür werden die Kleinen durchaus sorgen). Aber denken Sie nicht, dass es nahezu jeder Mutter so geht wie Ihnen, vor der Geburt…? Das ist auch richtig so. Über die anstrengenderen Aspekte reden wir dann in ein paar Monaten, und vielleicht sagen Sie dann ja (wie ich): mei, das Studium (respektive, alles andere zuvor) war dagegen wirklich das (aller)reinste Zuckerschlecken… Alles Gute! Sie werden nie mehr über sich selbst, und das Leben, lernen, als in der kommenden Zeit. Und ja, darauf darf man sich freuen.

    • Melanie sagt:

      Sie sprechen mir aus der Seele.
      Wenn ich über die „schwierigeren“ Zeiten gesprochen habe, dann immer mit dem Gedanken, dass sich mein Gegenüber verstanden und nicht alleine fühlt.
      Nur weil man zugibt manchmal an Grenzen zu stossen, heisst dass nicht, dass man es nicht schön findet Mutter zu sein. Was mich eher nervt, sind die Windel- und Babynahrungswerbungen in denen immer die Sonne scheint. So ist das Leben einfach nicht!

  • tina sagt:

    boah. na dann. dann wars halt nicht streng und nur pessimismus, also so retrospektiver pessimismus. auch keine augenringe, nur pessimismus. jammernwollen. ich wünsche alles gute und dann einfach ja nie nie nie nie nie nie etwas über augenringen jammern. oder doch. und sich dann diesen artikel zeigen lassen anstatt zuspruch zu kriegen, abgemacht? 🙂

    • Brunhild Steiner sagt:

      😀

      • Sophia sagt:

        Sie soll sich doch einfach freuen!Wieso immer schon im Voraus Jammern?Es ist doch eine wunderschöne Zeit nacher mit Baby.Man muss sich einfach drauf einlassen…

      • tina sagt:

        das mit dem „ja nie jammern“ nehme ich zurück :). die aut0rin darf gern jammern von mir aus. aber beim rest bleibe ich 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Augenringe haben viele, als anstrengend empfinden es die meisten. Aber ja: deshalb muss man weder jammern, noch glauben, es sei irgendwie der „härteste Job der Welt“, wie es manchmal so schön heisst.

      • tina sagt:

        müssen nicht, aber wieso soll man nicht jammern dürfen?
        ich habe noch nie jemanden behaupten gehört, mutter sein sei der welthärteste job

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