Schon wieder ein neuer Stundenplan?

Unberechenbares System: Neue Stundenpläne stellen den Familienalltag auf den Kopf. (Foto: Getty Images)

Eigentlich bin ich kein Neuling mehr, was das Schweizer Schulsystem angeht. Ich bin nun gemeinsam mit meiner Tochter schon ins zweite Primarschuljahr gestartet, mit dem Sohn absolviere ich gerade die zweite Runde im Kindergarten. Trotzdem habe ich mich letzte Woche ein bisschen wie die absolute Anfängermutter gefühlt, die keine Ahnung vom System hat.

Aus Donnerstag- wird Freitagnachmittag

In den Ferien hatte ich den neuen Stundenplan meiner Tochter in einer ruhigen Minute etwas genauer angeschaut und plötzlich gemerkt, dass mir im Vorferienstress ein kleines, nicht unwichtiges Detail entgangen war: Am Donnerstagnachmittag waren plötzlich die Pinguine eingetragen, nicht mehr die Eisbären. Letztere kamen dafür neu am Freitag zum Zug. Verständlicher ausgedrückt: Die Halbklassen hatten gewechselt: Wer bisher immer am Donnerstagnachmittag Schule hatte, sollte gemäss Plan neu am Freitagnachmittag antraben. Und umgekehrt.

«Das muss ein Fehler sein», dachte ich ganz naiv, «da wurden die Gruppennamen vertauscht.» Schliesslich hatte es vor einem Jahr, zu Beginn der ersten Klasse, eine Riesendiskussion gegeben unter den Eltern, wessen Kind an welchen Nachmittagen zur Schule gehen muss. Da wurden mit dem Segen der Lehrerin Gruppenplätze getauscht und bisweilen auch Arbeitstage angepasst, damit die Eltern möglichst an den Tagen arbeiten, an denen die Kinder sowieso in der Schule sind. Und zu Hause sind, wenn auch die Kinder freihaben. Bestimmt war dieses Hin und Her nicht umsonst? Sonst hätte man es ja gleich lassen können mit dem Hinweis, dass in einem Jahr sowieso wieder alles ändern wird?

Jedes Jahr alles anders?

Gleich nach den Ferien fragte ich die Lehrerin, ob da vielleicht etwas verwechselt worden sei. Doch sie verneinte. Man wolle dafür sorgen, dass nicht immer dieselben früher ins Wochenende starten können, erklärte sie mir. Ein nachvollziehbares Argument. Dennoch entgegnete ich, dass ich nach den endlosen Diskussionen am ersten Elterninfotag davon ausgegangen sei, dass die Nachmittage für die drei Jahre nun fix seien. Worauf sie mir eröffnete, dass ganz im Gegenteil «jedes Jahr alles ändern kann».

Wer schon länger mit dabei ist, wird wohl nur mit den Schultern zucken: Ist halt so. In ein paar Jahren bin ich vielleicht auch so weit. Momentan aber wundere ich mich immer noch.

Denn: Wäre nicht viel mehr Eltern geholfen, wenn es während einer Schulstufe mehr Regelmässigkeit gäbe beim Stundenplan? Klar, es kommen mit der Zeit zusätzliche Nachmittage dazu. Aber warum muss man dann auch noch welche abtauschen? Das bringt nicht nur für die berufstätigen Eltern Koordinationsschwierigkeiten mit sich. Es macht dem Kind unter Umständen auch das Ausüben eines Hobbys schwierig, wenn der freie Nachmittag plötzlich nicht mehr frei ist.

Wie sieht es bei Ihnen zu Hause aus: Haben Sie sich an die alljährlichen Wechsel gewöhnt? Und welche Auswirkungen haben diese auf Ihr Eltern- und Arbeitsleben?

195 Kommentare zu «Schon wieder ein neuer Stundenplan?»

    • Sportpapi sagt:

      Interessant ist ja schon, dass ursprünglich mit den Tagesschulen viel Geld eingespart werden sollte. Und nun soll es wegen den Kosten einen Volksentscheid geben.
      Wenn ich mir vorstelle, im Schulhaus meiner Söhne müssten jeden Tag 300 Kinder mittagessen, und dafür müsste eine Infrastruktur bereitgestellt werden…

      • Susi sagt:

        Und ich finde vor allem interessant, wie gross offensichtlich das Bedürfnis nach Tagesschulen ist. Im Artikel ist von 90% die Rede, an unserer Schule hatten wir bei rund 500 Kindern gerade mal 12 Abmeldungen, d.h. fast 98% der Kinder besuchen Tagesschule.

        «Wenn ich mir vorstelle, im Schulhaus meiner Söhne müssten jeden Tag 300 Kinder mittagessen, und dafür müsste eine Infrastruktur bereitgestellt werden…“
        Die Kinder essen ja auch nicht jeden Tag in der Schule, sondern je nach Stufe ein bis drei Mal die Woche. Und die Mittagessen finden gestaffelt statt, d.h. es holen sich nicht alle Kinder gleichzeitig das Essen. Darum hält sich die Infrastruktur im Rahmen; es hat eine Industrieküche und zwei Säle, die ausserhalb der Esszeiten für anderes genutzt werden.

      • second step sagt:

        @ SP: auf das Risiko dass ich mich wiederhole: Andere Länder können das auch – man bemühe sich doch mal um ein wenig Horizonterweiterung.

  • Heino Willy sagt:

    Schlussendlich geht es doch darum, welche Schule wir haben wollen. Eine, die möglichst kostengünstig nur die Basisbildung vermittelt oder eine, welche möglichst umfassend schult und Betreuungsfunktion wahrnimmt. So breit sind die Familienbilder und auch das politische Spektrum. Da jetzt auf die Schule als Institution zu schiessen ist zu kurz gegriffen und schlussendlich nicht fair.

  • Dahlia Meier sagt:

    Ich kanns nicht mehr hören. Ewiges Gejammer und keine Flexibilität wenn man Kinder hat.
    Man will heute einfach alles und ist nicht mehr bereit dafür etwas zu tun. Die Schule soll und soll hauptsache es passt Frau X und Herr Y, Familie Z und Frau O grad einfach ins Leben. Kinder haben ist aber nicht Sache der Kita, der Schule oder vom Statt sondern eine persönliche. Also organisisert euch doch einfach und seit ein bisschen flexibel!
    Es geht… Pflegefachfrau im Dreischichtbetrieb und Mama von drei Kindern….

    • Christina sagt:

      Gut gesagt!!!!!! Kann ich nur zustimmen!

      Pflegefachfrau im Dreischichtbetrieb mit einem Kind…

      • second step sagt:

        Gerade weil wir möglichst viel Zeit mit unseren Kindern verbringen wollen war es etwas mühsam, 8 Wochen vor Schulbeginn zu erfahren wann welcher Nachmittag schulfrei ist. Mittagstisch, Grosseltern oder Tagesmütter/Freunde müssen ja auch verfügbar sein. „Christina“ und „D.M.“ arbeiten entweder so hochprozentig, dass die Kinder sowieso immer in der Kita sind, oder extrem niedrigprozentig, so dass sie wirklich dermassen flexibel sind wie sie behaupten. Oder sie haben einen Partner als Hausmann, oder Grosseltern die dauernd verfügbar sind. Für alle anderen kann dieses Geschiebe der Nachmittage organisatorisch ein Problem darstellen, und statt sich darüber lustig zu machen könnte man einfach mal anerkennen, dass nicht alle auf einem Ponyhof leben. Mann und Frau, Zwei- und Dreischichtbetrieb

      • Susi sagt:

        Ich schliesse second step an: Die beiden Pflegefachfrauen im Dreischichtenbetrieb haben entweder die Erziehung ausgelagert oder schaffen sich keinen Wolf, sonst würden sie wohl kaum an die grosse Glocke hängen, wie easy es sei, Beruf und Kinderbetreuung zu vereinen.

        Mein Mann arbeitet auch drei verschiedenen Schichten und ich selber bin Lehrerin. Ich kann meine Sperrzeiten nicht kurzfristig ändern oder dem Stundenplan unserer Tochter anpassen, denn es sind noch 150 andere Lehrkräfte und 1100 Schüler/innen betroffen bei der Gesamtplanung, in welcher auch Zimmer, Turnhallten, Labors, Schwimmbad, BiG-Räume, Computerräume, Werkstatt etc. mit einbezogen werden müssen.

        Würde der Stundenplan unserer Tochter beliebig geändert, könnte ich es nicht so locker sehen.

      • Dahlia Meier sagt:

        @second step
        Meine Kids waren noch nie in einer Kita oder einem Hort oder bei einer Tagesmutter. Wir haben auch keine Nanny. Mein Mann arbeitet 100% und ich 50% und wir sind so flexibel, dass wirs uns einteilen und unsere Kids inzwischen so selbständig, dass sie auch mal einige Stunden alleine sein können. Und nein, Grosseltern sind auch nicht dauernd verfügbar, da entweder verstorben oder im Ausland.
        Deshalb ich bleib dabei, weniger rummotzen und die Energie gescheiter in die Organisation und die eigene Flexibilität stecken.

      • Susi sagt:

        @Dahlia: Wahrscheinlich können Sie Ihre Schichten auch auf das WE legen oder sind gerade wegen der Schichtarbeit flexibel. Wie sonst kann man mit einem 150%-Pensum ohne Fremdbetreuung auskommen? Mein Mann (80%) kann es sich auch einrichten, dass er an zwei Wochentagen zuhause ist. Dafür arbeitet er jedes zweite WE.
        Und dass die Kinder ein paar Stunden allein sein können, geht ja erst ab einem gewissen Alter und hat nichts mit der Flexibilität der Eltern zu tun.

      • second step sagt:

        Gratuliere Ihnen Dahlia, dass Sie so tolle Arbeitgeber haben, die es Ihnen und Ihrem Mann ermöglichen 150 Prozent zu arbeiten und trotzdem immer selber zu den Kinder zu schauen (wenn Sie wirklich Sicht arbeiten geht das ja eigentlich nur, wenn Sie z.B. nach dem Nachtdienst tagsüber dann die Kinder betreuen anstatt zu schlafen). Wie auch immer: Sie sollten aber einfach nicht Ihre echt gute Situation auf alle anderen extrapolieren. Ihre Rechnung würde bei uns nicht gehen. Bei den meisten anderen whs auch nicht – rechnerisch geht es einfach nicht auf.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Dieser Beitrag zeigt wieder einmal, dass man zwar ums Kinderbekommen einen Tanz veranstaltet, diese aber eigentlich, sobald sie auf der Welt sind, nur dabei stören, das gewohnte Leben zu leben.

    Schnallt es einfach, dass es nicht Aufgabe der Allgemeinheit ist, eure Kinder um euer Leben herum zu organisieren, sondern dass es eure Aufgabe ist, euer Leben um eure Kinder herum zu organisieren. Wenn ihr dafür zu faul seid, gibt es noch die Möglichkeit auf Kinder zu verzichten und Puppen zu kaufen. Diese können ganz bequem bei Nichtgebrauch in die Ecke gestellt werden.

    • second step sagt:

      Es leben nicht alle auf einem Ponyhof, respektive auf einem wahrscheinlich auch durch meine Steuergelder hochsubventionierten Bauernhof. Es gib Menschen in diesem Land die ihren Lebensunterhalt in der wirklichen Wirtschaft verdienen müssen und für die kann es ein Problem sein, wenn sie plötzlich kurzfristig die Tage an denen sie arbeiten können ändern müssen. Oder die Tagesmutter an einem anderen Tag brauchen, oder unter Umständen berufstätige Grosseltern plötzlich an einem anderen Tag übernehmen sollen. Anstatt anderen Leuten Faulheit zu unterstellen sollten Sie anerkennen, dass es Menschen gibt in diesem Land die nicht in einer offenbar geschützten Werkstatt ihre Kinder grossziehen können wie Sie.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ihre grossen Sprüche können Sie sich an Ihren Arsch kleben. Ich war 12 Jahre alleinerziehend im Existenzminimum und habe nicht Bürozeiten gearbeitet. Was Subventionen angeht: Working Poor, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und ergänzende Leistungen bei Temporärarbeit wird von der Allgemeinheit finanziert und NICHT von den Arbeitgebern der freien Wirtschaft. Wo bitte ist der Unterschied? Im Übrigen arbeiten wir 7 Tage für 6.- Std. Für so einen Lohn stellt ein faules Stück Scheisse wie Sie nicht einmal den Wecker!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Mein Lebenspartner generiert mit einer 80 Std Woche (auch im Winter, da Nebenerwerb) ein Einkommen von ca 50’000.- inkl Direktzahlungen. Wenn das so ein Ponyhof ist, warum werden Sie dann nicht Landwirt, Sie Grosskotz?

        Im Übrigen bekommt man keine DZ für nichts, sondern für spezifische Leistungen, aber Leistung ist für jemanden wie Sie ein Fremdwort.

      • Tanja sagt:

        Tamar von Siebenthal: Ist Anstand für Sie ein Fremdwort? Wieso so extrem ghässig?

      • Tanja sagt:

        second step: ob man sich nun aufgrund solcher Stundenplan-Änderungen aufregen will oder nicht, sei dahingestellt. Aber muss man bei dieser Diskussion die ganze Zeit so frustrierte Kommentare abgeben?

      • second step sagt:

        Modesty forbids me Ihre Ausdrucksweise zu kommentieren, respektive persönlich zu nehmen. Dass Problem ist, dass Sie anderen Faulheit unterstellen, welche aus verschiedenen Gründen auf externe Kinderbetreuung angewiesen sind. Das sollten Sie nicht, denn Sie kennen die Lebensumstände von diesen Menschen nicht. Andererseits ist es irgendwie auch bezeichnend – Sie mussten offenbar auch recht untendurch und arbeiten jetzt auch noch hart. Mir fällt einfach auf, dass häufig gerade solche Leute wie Sie extrem hart sind zu anderen welche auch irgendwie schauen müssen dass sie zurecht kommen (kauft euch eine Puppe, ihr seid bloss zu faul etc). Vielleicht denken Sie mal darüber nach woher das kommt.

      • second step sagt:

        Zu den Bauern: das ist natürlich kein Bashing. Aber Sie sollten einfach anerkennen, das viele Bauern durch Steuergelder subventioniert werden, unter anderem durch Leute die sich irgendwie auf dem freien Arbeitsmarkt durchstrampeln müssen. Dass Sie solchen Leute dann Faulheit vorwerfen (oder sie als Scheisse titulieren), weil sie eine Kinderbetreuung brauchen um eine Einkommen generieren mit dem sie dann Steuern zahlen die auch Ihnen zu gute kommen – das finde ich nett gesagt zumindest etwas doof. Damit stellt man ja weder die Notwendigkeit noch den Nutzen der Bauern in Frage. Noch zum Argument dann werden Sie doch Bauer – das ist natürlich etwas dümmlich. Dann werden Sie doch Aerztin, Managerin, Pilotin oder was auch immer.

      • second step sagt:

        @ Tanja. Ich denke das ist keine Frustration. Eher komme ich mir vor dass ich im falschen Film bin wenn meine Frau und ich arbeiten gehen, Steuern bezahlen, mit diesen Steuern der Lebensunterhalt von TvS mitbezahlenund diese TvS dann weiss dass alle die so Leben wie wir faule Säcke sind und besser auf Kinder verzichten sollten. Oder wenn oben eine Krankenschwester und ihr Ehemann 150% arbeiten können und trotzdem immer einer der beiden die Kinder betreut. Das geht in normalen Jobs nicht – solche Leute erklären mir dann aber dass alles ganz einfach wäre wenn man nur wollte…

      • second step sagt:

        Nur noch dies: wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd. Quod erat demonstrandum. Mein Pferd ist deshalb immer gesattelt…..

    • Verena sagt:

      Genau, dieser Meinung von Tamar v.S. bin ich auch! Ich sehe die Situation aus der Sicht als Kindergärtnerin.
      Ich brauche nicht zu erklären, wie schwierig es für mich sein kann.
      Hat letztendlich nicht viel mit dem Stundenplan selbst zu tun. Aber:
      Z. B. gerade jetzt anfangs Schuljahr. Zuerst ein riesen Tamtam beim ersten Schultag: Vater, Mutter, Grossmutter sind dabei (mit Kameras!) eine Woche grosse Abschiedsszenen, aber dann muss es funktionieren, weil ja eben die Eltern arbeiten wollen. Wie oft kommt es vor, ein Kind fühlt sich nicht wohl, weint, hat Bauchschmerzen, Heimweh, Übelkeit, oder ein kleiner Unfall. Wer hilft dem Kind? Ich habe nebenbei 20andere Kinder, bin allein. Wer hilft mir? Die Eltern müssen ja arbeiten! Ich brauche darum eine Liste von den Eltern mit Notfallnummern.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Tanja

        Ganz einfach: weil ich dieses Bauernbashing langsam satt bin. Ich brauche mir ganz bestimmt nicht vorwerfen zu lassen, dass ich mich auf Kosten von Steuerzahlern auf einem „Ponyhof“ und/oder geschützter Werkstätte einen faulen Lenz mache.

        Solche Vorwürfe musste ich mir hier schon öfters gefallen lassen, so dass ich halt mal deutlicher werden musste…

      • Tanja sagt:

        Tamar von Siebenthal: Verstehe gut, dass einem mal der Kragen platzen kann! War aber erstaunt über die Wortwahl. Ich finde es jedoch sowieso unangebracht, bei Diskussionen in Blogs andere persönlich anzugreifen. Es kann ja auch ohne Beleidigungen kritisch diskutiert werden (damit meine ich auch die Vorwürfe, welche scheinbar an Ihre Adresse gingen).

  • Petra Keller sagt:

    Sobald man 2, 3 oder 4 Kinder in der Schule hat, ist das Schnurz, weil ausser Mittwochs sowieso an jedem Tag eine(r) zuhause ist, oder in der Schule. Ist also quasi ein Luxusproblem 😉

  • Salome Gmür sagt:

    Die Lehrerin meiner Tochter bietet uns schon das dritte Jahr einen gleich bleibenden Stundenplan. Das ermöglicht uns Eltern eine gute Planbarkeit und unserer Tochter konstant drei freie Nachmittage. Es ist eigentlich ganz einfach und macht das Leben so viel entspannter. Danke liebe Frau Fröhlich. Wir wissen das sehr zu schätzen…

  • Sigi K. sagt:

    Davon auszugehen, im Stundenplan sei ein Fehler, finde ich dümmlich und passt total zum Bild am Anfang des Textes.

  • Sportpapi sagt:

    Mich ärgert, dass man demokratisch legitimierte Systeme und Organisationen als „Mittelalter“ verunglimpft. Als ob jeder Schritt nach vorne immer eine Verbesserung wäre. Für alle Beteiligten.
    Und mich ärgert, dass jede Erleichterung, jeder Schritt in Richtung besserer Vereinbarkeit umgehend mit der Forderung nach den nächsten zwei Schritten „verdankt“ wird.
    Und mich ärgert, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Eltern, die nicht sozialhilfeabhängig sind, erwarten, dass die Gesellschaft ihr zweites Einkommen subventioniert.

    • Carlita sagt:

      Genau so, mich auch!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ja, bei diesem Anspruchsverhalten wundere ich mich nur noch. Die können ja dorthin auswandern wo alles besser ist….

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sportpapi
      „Und mich ärgert, dass jede Erleichterung, jeder Schritt in Richtung besserer Vereinbarkeit umgehend mit der Forderung nach den nächsten zwei Schritten „verdankt“ wird.“

      Die Verdankung per Forderung nach den nächsten zwei Schritten ist ein flächendeckendes Phänomen.

    • second step sagt:

      Es gibt tatsächlich Länder wo dies besser organisiert ist, z.B. im United Kingdom, wo wir gelebt haben. Anstatt die Leute aufzufordern dorthin zu verschwinden, könnten wir Super-Schweizer einfach mal anerkennen, dass im Ausland die Vereinbarkeit von Familie und Beruf teilweise wesentlich besser organisiert ist als bei uns. Und vielleicht mal von unserem hohen Ross runterkommen und mal gute Sachen vom Ausland übernehmen.

      • Sportpapi sagt:

        @Second Step: Sie wollen, dass wir das Schulsystem von England übernehmen? Oder was genau?

      • second step sagt:

        Das ich geschrieben habe – wir könnten vielleicht auch mal gute Sachen vom Ausland übernehmen. Vereinbarkeit von Beruf, Schule und Familie war in GB wesentlich besser. In GB hatten wir zum Beispiel Tageschulen. Gehen Sie es mal selber anschauen. Sie müssen ja nicht gleich das ganze Schulsystem übernehmen.

    • second step sagt:

      Wir subventionieren die Alten, die Bauern, die Armen, die Junkies, die Kranken, die Studenten inkl. die Absolventen von pädagogischen Hochschulen (oder haben Sie ihre Ausbildung selber bezahlt?)- alles von mir aus irgendwie zu Recht. Aber warum sollen wir ausgerechnet nicht auch die Familien mit Kindern unterstützen, wo Eltern aus verschiedenen Gründen beide berufstätig sein wollen (weil beide z.b. spezielle Fertigkeiten haben) oder müssen (weil sie wirtschaftlich darauf angewiesen sind)?

      • Sportpapi sagt:

        @Second Step: Erstens subentionieren wir die Familien mit Kindern in ziemlich grossem Ausmass. Und gerade der Ausbau von Krippen, Tagesstädten, Horten, Mittagstisch, Tagesstrukturen kostet manche Gemeinden ganz viel Geld.
        Aber nein, ich sehe nicht, warum wir Familien subventionieren sollten, die selber genügend zum Leben verdienen können. Nicht, solange wir Familien, die selber zu den Kindern schauen, nicht unterstützen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Familien mit Kindern werden sehr wohl unterstützt mit Subventionen für KK, Mittagstische, Hausaufgabenbetreuung, Krippen, Tagesmütter usw

        Man muss diese Betreuungsangebote nur organisieren.

        Im Übrigen bekommt man die Stundenpläne spätestens ende Mai. Wenn man nicht zu faul ist, reichen gut 2 Monate aus, um die Betreuungszeiten anzupassen.

      • second step sagt:

        Ok, ich sehe ein dass wir von einer selbstverständlichen Möglichkeit der Kinderbetreuung für alle (wie z.B. in Skandinavien) in der Schweiz noch Meilen weit entfernt sind wenn selbst Lehrer diese kritisch beäugen. Es kommen immer die selben Argumente – wie z.B. zuerst müssten auch Familien unterstützt werden die keine Kinderbetreuung beanspruchen (gerade dieses Beispiel ist ziemlich sinnbefreit – soll ich etwa Stipendien dafür bekommen dass ich nicht studiere?). Es zieht sich irgendwie durch sämtliche Bevölkerungsschichten in der Schweiz dass jeder der aus irgendwelchen Gründen externe Kinderbetreuung beansprucht als egoistisch oder faul gilt – was ja in den aller seltensten Fällen der Realität entsprechen dürfte.

  • Annette sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass dieser Artikel arbeitenden Müttern mehr schadet als er hilft. Von einer schwierigen Planbarkeit könnte man sprechen, wenn sich die Halbklassen alle drei Monate abwechseln würden betreffend Donnerstag und Freitag. Meinetwegen auch noch, wenn man nach dem 1. Halbjahr tauschen würden. Aber nach einem Jahr? Sich darüber aufzuregen ist peinlich.

  • Georg sagt:

    Zum Kaffee leiste ich mir immer mal wieder einen Blick in diesen „Blog“, damit ich nicht vergesse, wie verwöhnt und zickig diese Züri“mamis“ sind.

    • second step sagt:

      Wahrscheinlich haben Sie ein wärschaftes „Muetti“ daheim, welches 7/24 zu den Kindern schaut während Sie als Familienoberhaupt arbeiten, Kaffeetrinken, Zeitung lesen oder nichts tun.

      • Dinah sagt:

        Ach second step, ich hab jetzt einige Ihrer Beiträge gelesen. Sind Sie so verbittert? Heieiei. Jeden der nicht Ihrer Meinung ist oder es halt, unterwelchen Umständen auch immer, die Betreuung plus Job unter einen Hut bekommt, persöhnlich! anzugreifen, ist ehrlich gesagt erbärmlich.
        Und was haben Sie gegen die Bauern und Studenten? In jedem 2 Kommentar hauen Sie denen auf den Deckel.
        Nehmt Euch alle nicht so wichtig. Kein einziges Individuum ist der Nabel der Welt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Dinah

        Danke für Ihre Worte.

      • second step sagt:

        Ich habe nichts gegen Bauern und war selber Student. Nur müssten Sie mir mal erklären warum wir irgendwie selbstverständlich alle möglichen Bevölkerungsgruppen (sicher zu Recht) finanziell unterstützen, ausgerechnet aber bei der Kinderbetreuung von „Eigenverantwortung“ schwurbeln. Aus eigener Erfahrung kenne ich das Problem der kurzfristig umgestellten oder bekanntgegeben freien Schulnachmittage und deren teilweise mühsame Implikation aufs organisieren der Kinderbetreuung. Deswegen bin ich nicht faul wie TvS behauptet noch verbittert oder möchte wieder ins Ausland umziehen wie hier vorgeschlagen wurde. Und Georgs Beitrag ist einfach peinlich. Wenn Sie solches lustig finden – na dann.

  • Michael sagt:

    Während im Beitrag eine Mutter ihre persönlichen Erfahrungen beschreibt, steht auf der TA Homepage im Link verallgemeinernd/stereotypisierend:

    „Mamablog Oder: Warum viele berufstätige Mütter jedes Jahr zum Schulanfang so gestresst sind.“

    Wäre das nicht auch mit „Eltern“ gegangen? Nur so … (Ansonsten +1 zum Beitrag; wir sind froh, wobei unsere Kinder da mittlerweile zum Glueck rausgewachsen sind …).

  • Mariu sagt:

    Möchte mal wissen, wann die nicht gestresst sind und frage mich zunehmend, wieso und wofür die eigentlich Kinder in die Welt setzen.

  • Rike sagt:

    Ich wäre schon froh, wenn die Schulen es schaffen würden, die paar Tage Fortbildung in die Schulferien zu legen. Man würde denken, dass es da genügend Platz hätte. Und nein, ich glaube nicht daran, dass Lehrerinnen und Lehrer in den Schulferien keine Zeit haben. Ich komme selbst aus einer „Lehrerfamilie“.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ganz einfach: jene die das Fortbildungsseminar leiten, leiten während Schulferien keine Fortbildungsseminare.

  • Carlita sagt:

    Wirklich freie unverplante Zeit findet nun mal zuhause und in der Umgebung statt. Institutionen können dies niemals bieten. Mag manch einer meine Ansicht als verstaubt ansehen, ich bin froh und dankbar, dass wir unseren Kindern dies bieten können. Dafür nehmen wir noch so gerne finanzielle Abstriche in Kauf und die ach so glorifizierte Selbstverwirklichung durch Job/Karriere stelle ich sowieso in Frage. Ich finde es schön, für meine Kinder zu kochen und am Mittagstisch zu hören und zu sehen, dass sich zu hause geborgen fühlen. Diese Zeit ist kurz und wertvoll und die „grosse Freiheit“ für uns Eltern kehrt früh genug zurück.

  • Familie-und .....-managerin sagt:

    Tagesschulen werden nicht für die Bedürfnisse der Kindern sondern der Eltern gemacht. Es ist für die Kinder immens anstrengend den ganzen Tag unter so vielen Kindern sein zu müssen.
    Wer von Euch war nicht gerne zu Hause als er Kind war oder eben draussen in der Freiheit und nicht immer in Strukturen?
    Ich möchte keine Tagesschulen. Ich geniesse die Zeit zum Heimkommen und mit den Kindern zu sein.

    • 13 sagt:

      Sie sollten das nicht so pauschalisieren.
      Ich war in der ersten Klasse in einer Tagesschule, täglich von 07.00 bis 15.00 Uhr und fand es einfach nur toll. Kein Blockunterricht, sondern dazwischen immer mal wieder Spielstunden, Essen mit Freunden etc etc. Und als wir Tagesschüler um 15.00 Uhr heimkamen, durften wir einfach raus, klingelten wir bei einem Regelschüler, meinte der, er müsse noch Hausaufgaben machen, die wir nicht kannten.
      Als ich in der zweiten Klasse realisierte, dass ich ja nun in die Schule muss, danach heim, wieder in die Schule, wieder heim, dann aber etwas für die Schule machen, war der Stress einiges grösser. Tagesschule heisst nicht, dass alle Kinder Mo-Fr bis um 18.00 Uhr in der Schule sein müssen.

      • Susi sagt:

        Genau so ist es: Kinder kommen um 15h heim, ohne Hausaufgaben. Unsere Tochter liebt es!

      • Jeanne sagt:

        Genau!Mein Sohn war ein Jahr in einer Tagesschule in Spanien.Von 9-14:15 Uhr (iinkl.Mittagessen) war für alle obligatorisch,dann wenn erwünscht am Nachmittag ;Hort,Sport ,Malen,.etc.
        Er fand es toll,vorallem das Essen mit seiner Klasse.Jetzt sind wir wieder in der Schweiz,und Mittagessen Zuhause findet er recht langweilig.Und für 1 1/2 Stündchen Zuhause bleiben möchte ich auch nicht lange.Da ich momentan nicht arbeite ist es ok. Auf die Dauer schon sehr einengend!

    • Martin sagt:

      Meine Kinder gehen sehr gerne an die Tagesschule. Ihre Schulkameraden ebenso. Dies hängt sicher von der Tagesschule wie vom Kind ab. Zwingen sollte man niemand aber das Angebot sollte vorhanden sein.
      Klar braucht es Strukturen darunter auch Ruheräume so das sich die Kinder auch mal ausruhen können. Viel ist aber auch freies Spiel drinnen oder draussen. Ich denke nicht, dass die Freiheit zu kurz kommt.
      Es ist anstrengend, dies kann man aber am Wochenende und bei den Hobbies/Vereinen ausgleichen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Warum bleibt man dann nicht in Spanien, wenn es dort doch besser ist?

      • second step sagt:

        Ach TvS. Vielleicht weil man Schweizer ist und hier seine Heimat hat? Kommen Sie mal von Ihrem hohen Ross der Super-Schweiz herunter. Auch im Ausland werden ein paar Dinge gut gemacht und vielleicht können wir mal was gutes von dort übernehmen? Auf die Gefahr hin dass Sie mich wieder als Stück Scheisse titulieren: diese “ dann geht doch ins Ausland“ ist dermassen büenzlig, können Sie das nicht einfach sein lassen?

    • Sila sagt:

      Bei uns sind Tagesschule freiwillig. Man „bucht“ so viele Stunden wie man will. Die meisten Eltern in unserem Umfeld „buchen“ 1-2 Tage, damit beide Eltern teilzeit Arbeiten können. Wenn Sie und Ihre Kinder jeden Tag zu Hause Zmittag essen, „buchen“ Sie einfach keine Tagesschulstunden.

  • Cybot sagt:

    Die einfachste Lösung: Einfach nicht Teilzeit arbeiten. Wir arbeiten beide Vollzeit, die Nanny auch, da jucken mich solche Probleme nicht. Aber klar, die Schulen und die Politiker machen es sich in der Schweiz leider auch sehr leicht, vor allem die Konservativen mit ihrem 50er-Jahre-Familienbild, das sich abgesehen von Grossverdienern eigentlich niemand mehr leisten kann (und will).

    • Röschu sagt:

      Was für Sie die „einfachste“ Lösung ist, ist für andere unvorstellbar, weil sie möglichst viel Zeit mit Ihren Kindern bewusst erleben und verbringen möchten und diese nicht an eine Nanny outsourcen.

  • Ulrich Gassner sagt:

    „Schliesslich hatte es vor einem Jahr, zu Beginn der ersten Klasse, eine Riesendiskussion gegeben unter den Eltern, wessen Kind an welchen Nachmittagen zur Schule gehen muss.“
    „Dennoch entgegnete ich, dass ich nach den endlosen Diskussionen am ersten Elterninfotag davon ausgegangen sei, dass die Nachmittage für die drei Jahre nun fix seien.“
    Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie es da zu und her geht. Kein Wunder, dass so viele Lehrer keinen Bock mehr haben.

    • Röschu sagt:

      Da ist die Lehrperson doch aber selbst dran Schuld, weil sie alle Eltern zum aktiven Mitreden bei der Stundenplaneinteilung aufforderte.

  • Sila sagt:

    Es war früher wirklich viel schlimmer, vor den Blockzeiten. Da hatte das eine Kind um 9 ein, das andere um 10 aus, wenn krank wurden sie heimgeschickt ohne Telefonkontrolle, ob auch jemand zu Hause ist.
    Heute haben wir Blockzeiten und an den meisten Orten die Möglichkeiten der Tagesschule. Da wo ich wohne mit Ferienangeboten, zwar nicht durchgängig, aber doch einige der Ferienwochen.
    Bei uns werden die Stundenpläne im Mai verteilt und kurz danach muss man die Tagesschulanmeldung machen. Das finde ich alles ok und für berufstätige Eltern so machbar.

  • zysi sagt:

    unlösbarer zielkonflikt (gestern abend anlässlich elternabend einmal mehr bestätigt):
    Die Absicht einer Harmonisierung (Ziele, Kompetenzen, Stundenpläne, Übertritte etc) mit dem Lehrplan 21 trifft auf hochindividuelle Bedürfnisse und Wünsche der Kantone, Regionen, Schulen sowie die Eltern mit ihren individuellen Kindern mit zunehmender Subjektivität…….

    Das ist anscheinend der sich selbst perpetuierende Auftrag der Gesellschaft (via Politik) an „die Schule“; mach es allen recht (individuell) mit grösstmöglicher Harmonie (ungleich wird gleich und bliebt gleich).

  • Chris Fogg sagt:

    Bringt endlich flächendeckend die Tagesschulen. Das über den Mittag nach Hause gehen ist so ein alter Zopf, braucht zu lange Zeit und für viele ein Betreuungsproblem.

    • Lina Peeterbach sagt:

      Genau!! Unsere Kinder sind momentan noch in der Kita – selige Zeiten! Uns graut jetzt bereits vor dem Kindergarten- und Primarschulalter. Wir wollen ein Eigenheim kaufen, und eines der wichtigsten Kriterien ist, ob die Wohngemeinde Tagesschulangebote hat. Diesbezüglich ist die Schweiz wirklich im Mittelalter steckengeblieben. Glaubt denn ernsthaft noch jemand, dass Fremdbetreuung und Tagesschulen die Kinder traumatisiert? Da würden ja in ganzen Ländern auf der Welt nur Psychopathen herumlaufen…

      • Lina Peeterbach sagt:

        Und bevor nun der Sh*tstorm kommt: Doch, es ist möglich, seine Kinder über alles zu lieben, sie bewusst bekommen zu haben, viel Zeit mit ihnen verbringen zu wollen, sie zu erziehen, im Aufwachen zu begleiten, sie als höchste Priorität im Leben zu betrachten – und sie dennoch Teilzeit (60%; beide Eltern arbeiten 80% und sind je 1 Tag / Woche zuhause, plus Wochenende natürlich) fremdbetreuen zu lassen!
        Wie unser Modell dann allerdings aussieht, wenn der Kindergartenwahnsinn losgeht, weiss der liebe Himmel. Grosseltern haben wir leider keine…

      • Franz Vontobel sagt:

        „… im Aufwachen zu begleiten …“

        Das, bei allem Verständnis für Affenliebe, find ich nun doch etwas creepy…

      • Sportpapi sagt:

        Warum dann nicht einfach Fremdbetreuung organisieren? Warum nicht einfach dafür sorgen, dass die Kinder über Mittag bei Freunden essen können, und vielleicht noch etwas Ruhe geniessen können? Warum nicht privat Lösungen suchen, wie es unsere Eltern auch gemacht haben?
        Wenn ich nur an unseren Mittagstisch denke, den rund 50 Kinder zeitgleich besuchen. Was der Hauptgrund ist, warum viele auch nicht mehr gehen…

    • Gulli sagt:

      Was habt ihr denn eigentlich alle gegen den Hort?

      • Eine Familienmangerin sagt:

        In Kanton Zürich! Bin von Schulleitung ausgelacht worden am Telefon, als ich nachgefragte, ob über eine Tageschule schon nachgedacht wurde.

    • Sila sagt:

      Gibt es noch nicht überall Tagesschulen? in welchem Kanton ist das noch nicht Pflicht?

      • Vierauge sagt:

        im Aargau zum Beispiel.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wer sich ein Eigenheim leisten kann, wird doch wohl noch eine Betreuung organisieren können. Mittagstische und Hausaufgabenbetreuung gibt es mittlerweile fast überall, ansonsten gibt es Tagesmütter.

        Anderere Leute sind alleinerziehend und machen nicht wegen jedem Furz so einen Tanz…

  • Lisa sagt:

    Ja, der halb- und vierteljährliche (bei uns) Wechsel ist mühsam. Ja, wenn die Stunden immer gleich und möglichst auf die Viertelstunde genau anfangen würden, wäre das besser (ich begreife nicht, weshalb die Schule z.B. um 13.40 anfangen muss). Aber ja, ich begreife die Wechsel, vor allem, wenn, wie heute üblich, mehrere Lehrerinnen und Lehrer (ebenfalls dauernd wechselnd) mit einer Klasse beschäftigt sind. Das mühsamste ist aber, wenn die LehrerInnen unter den Eltern eine Diskussion darüber erlauben, ob Lina-Tinchen am Morgen und Linus-Finn am Nachmittag statt umgekehrt in die Schule können. Und dann erst noch auf die Meinungen der Eltern eingehen! Das weckt falsche Erwartungen und macht das ganze Affentheater noch aufwendiger.

  • Susi sagt:

    An unserer Schule sind die Stundenpläne für die gesamten drei Jahre der Unter- oder Mittelstufe jeweils gleichbleibend (bzw. für die zwei Jahre Kindergarten).
    Unterstufe: Nachmittagsschule für alle am Montag und Freitag, Dienstag/Donnerstag in Halbklassen. Mittwochnachmittag ist immer frei. Wenn man mal für ein Jahr Dienstagnachmittag frei haben möchte, dann darf das Kind die Gruppe wechseln. Ich verstehe nicht, warum das nicht überall so problemlos laufen kann.

  • Robert Mächler sagt:

    Mein Gott, was da auf mich wartet…
    Als ich noch zur Schule ging, hatten wir von Mo-Fr. Schule. Mittwochnachmittag Frei. Wenn beide Eltern Nachmittagschicht hatten, war ich Mittwochnachmittags alleine zu Hause. Das klappte gut, da mir meine Eltern vertrauten und ich die Freiheit genoss. Heute würden meine Eltern wohl ein Problem bekommen, wenn sie das so handhaben würden. Oder sehe ich da zu Schwarz? Wie ist das heute, darf man sein Kind schon nach Hause lassen (von der Schule aus) auch wenn niemand für ca. 30-45 min. zu Hause ist?

    • Hotel Papa sagt:

      Habe ähnliches gedacht. Ich war ab erster Klasse nachmittagsweise allein oder mit Freunden in Wald und Feld unterwegs. Diese Zeit habe ich endlos genossen.

      • Robert Mächler sagt:

        Frage eben deswegen, weil mir meine Schwester erzählt hat, dass sie in der Schule (5. Klasse) gesagt hat, dass um 17 Uhr meine Neffe auch Selbständig nach Hause darf, er müsse dann nicht länger warten. Darauf hin hat die Lehrerin so gefragt, „ja ist dann jemand zu Hause oder soll ich vorher anrufen?“ Habe absolut kein Verständnis dafür. Einerseits müssen die Kinder selbständig zur Schule und Hausaufgaben machen, aber dürfen nicht eine Zeit unbeaufsichtigt zu Hause sein? Bin ich da

  • Adrenalin No.3 sagt:

    Mal Hand aufs Herz.
    Wer hat denn schon mal erlebt, dass Lehrpersonen etwas logisch organisieren können? Dieses geschützte Versuchslabor ist weit weg vom realen Berufsleben… Nehmt euch die Zeit, Eure Werte den Kindern selber zu vermitteln und es nicht dem Schulsystem zu überlassen…

    • Vierauge sagt:

      ähm – was hat Wertevermittlung mit logischer Organisation und diese wiederum mit der Ausarbeitung eines Stundenplanes zu tun?
      Ich vermute, dass Sie noch nie erfahren haben, wie eine Schule organisiert wird, sonst würden Sie den Lehrern hier nicht pauschal Unfähigkeit unterstellen. Angesichts der Dutzenden widerstreitenden Interessen sind die meisten Stundenpläne ziemlich logisch

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich lade Sie herzlich ein, für meine Mehrjahrgangsklasse einen Stundenplan zu erstellen. Berücksichtigen müssen Sie dabei nur die teilweise unterschiedlichen Lektionenzahlen pro Jahrgang pro Fach, die Bedürfnisse der 5 an der Klasse beteiligten, häufig wechselnden Lehrpersonen, die fix vorgegebenen Sportlektionen, eine halbwegs sinnvolle Anordnung der Fächer und die Tatsache, dass man gewisse Fächer nicht auf den Nachmittag legen kann, weil einige Kinder schon seit 7 Uhr im Hort sind und sich nachmittags nicht mehr konzentrieren können. Und dann kommen noch Eltern mit Spezialwünschen. Ich würde zu gerne sehen, wie viele ach so lebensfähige Manager aus der Privatwirtschaft das zur Zufriedenstellung aller Beteiligten lösen könnten…

      • Sportpapi sagt:

        🙂

      • IaE sagt:

        Nicht zu vergessen, dass gewisse Fächer nicht auf andere folgen dürfen, die Förderlehrpersonen auch nur an gewissen Tagen, i gewissen Lektionen zur Verfügung stehen, das Hallenbad nicht nebeban steht und der Weg hin und zurück eingeplant werden muss – dieser aber Blockweise stattfindet, die Werkraumbelegung und der Bibliotheksraum auch vorgegeben sind… so lässig!

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Man ist unglücklich, weil die Schule nur 3/4 der Betreuung übernimmt, und nicht durchgehend. Aber als Alternative ist Home schooling die Lösung?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Jaja, weil der Lehramt eine geschützte Werkstätte ist, haben so viele Lehrer keinen Bock mehr auf ihren Beruf….

        Die Ausführungen von Pippi deuten ja nur die Stundenplanung an. Dazu kömen ja dann noch die Kernaufgaben eines Lehrers.

        Werden Sie doch Lehrer, wenn es so einfach ist…

  • Teilzeitpapa sagt:

    In der Tat würden Tagesschulen die Logistik deutlich vereinfachen und ich verstehe es nicht, wieso die Schweiz hier sämtlichen Nachbarländern hinterherhinkt. Ich verstehe aber, dass das aktuellen System gewisse Flexibilität voraussetzt, die wir in unserer Familie gerne aufbringen. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist dass es keinen fixen und verbindlichen Zeitpunkt gibt, bis wann solche Änderungen kommuniziert werden. Als Arbeitgeber, der selber teilzeit arbeitet, habe ich dafür überhaupt kein Verständnis. Was für die Stundenplangestaltung gilt, trifft auch für die Arbeitsplanung zu. Sogar die Hortvereinbarung hat eine Kündigungsfrist von 2 Monaten, um Änderungen am Betreuungsplan zu veranlassen. Ich finde Änderungen müssten bis spätestens 3 Monate vor Schulbeginn fix sein.

    • Lisa sagt:

      Die wichtigsten realen Gründe für diese Planungsunsicherheit sind der Mangel an geeignetem Lehrpersonal (hohe Anzahl von Teilzeitlern, grosses Angebot von Spezialkursen aller Art) und die teilweise unvorhersehbaren Schwankungen bei den Schülerzahlen. Plötzlich stehen in der letzten Woche vor Schulbeginn ein paar Familien mehr auf der Matte, und alle wohnen im gleichen Quartier. Dies jedenfalls in unserem Wohnort, dem „Expat’s Heaven“…

      • Joseph sagt:

        Bitte Kind beim Namen nennen: TeilzeitlerINNEN !

      • Lisa sagt:

        ganz korrekt: Teilzeitlerinnen und Teilzeitler. Betrifft im Fall unserer Primarschule sowohl Frauen wie Männer, wobei mit dem Verhältnis 1:3 ein relativ hoher Anteil an Lehrern zu verzeichnen ist, sämtliche Männer Teilzeit arbeiten, aber einige Frauen Vollzeit. Heisst also, das für einmal das generische Maskulinum durchaus die Realitäten besser abgebildet hat als das Femininum oder das Binnen-i (nicht ganz klar, was Sie gemeint haben mit Ihrer Majuskelschreibe).

  • Zaucker sagt:

    Nein, es wird noch immer nicht damit gerechnet, dass beide Elternteile arbeiten, Großeltern nicht immer auf der Matte stehen können und Betreuungsplätze rar sind. Das, obwohl immer wieder betont wird, wie wichtig es sei, nur schon für die Aufrechterhaltung der AHV, dass beide Eltern in möglichst hohen Pensum (mind. 70%) arbeiten…

  • Michael sagt:

    Wie jetzt ? Soll die Schule also – überspitzt formuliert – erst bei allen Eltern einer Klasse nachfragen, wie der Stundenplan ihrer Sprösslinge am besten zu erstellen ist, ohne das die Eltern eine zu grosse Doppelbelastung erfahren ?
    Da habe ich einen einfachen Vorschlag – verlegt die Schulstunden in die Nacht. In den Abendstunden sollten die meisten Eltern schon zu Hause sein und könnten in aller Ruhe ihre Kinder zur Schule bringen. So könnten sie die Nacht ruhig schlafen, ihre Kinder morgens vor der Arbeit entspannt von der Schule abholen, sie in’s Bett bringen und wiederum in aller Ruhe ihrer Arbeit nachgehen. Das gemeinsame Familienleben wird allgemein überschätzt…

    • Romea Studer sagt:

      Hahaaaa, genau!! Kann kaum glauben, was ich da alles lesen muss. So mühsam ist das alles, die Schule, die LehrerINNEN, die Kinder…. äähh, nein, die natürlich nicht. Sie sind nur ständig im Weg, machen alles so mühsam. Organisiert euch doch untereinander oder kommt vom Karriereleiterchen eine Sprosse runter, dann seht ihr das auch nicht mehr so verbissen. Kinder haben kann im Fall auch entspannt sein!

  • mira sagt:

    Meine Schwägerin hat ihre Kinder in der Schweiz im Kindergarten. Als sie mir erzählt hat, wie die Zeiten sind (morgens 2.5 Stunden, ab und zu nachmittags 2 Stunden), wusste ich wieder, warum wir uns entschieden haben, noch länger in Deutschland zu bleiben… Bei der Schule fängt es bei uns aber auch so kompliziert an. Ein Glück, dass unsere Kinder das Privileg haben, auf eine Privatschule (Ganztagesschule) gehen zu dürfen. Das beruhigt das Familienleben schon sehr.

    • Susi sagt:

      @mira: Als wären die Stundenpläne der Volksschule in der ganzen Schweiz einheitlich…

      • mira sagt:

        Susi, das ist hier nicht anders…. jedes Bundesland hat eigenes Schulsystem, unterschiedliche Niveaus etc. Total mühsam.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass es das Egoleben vereinfacht, wenn die Kinder möglichst selten gegenwärtig sind. Hmm… da gibt es ja dann noch die Möglichkeit von Internat, 365 Tage, 24 Stunden, juhui!!!! Oder doch besser Sterilisation anstatt Kindern….

      • tina sagt:

        tamar, was soll das? musstest du nicht arbeiten, als deine kinder kleiner waren? das ist nicht unbedingt nuuur so zum fun und damit man ja nicht um die kinder sein muss, sondern die leute verdienen den lebensunterhalt durch arbeiten. die meisten können da nicht einfach kommen und gehen, und jedes jahr oder halbjahr die arbeitstage wechseln.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Genau Tina, ich musste arbeiten, teilweise sogar bis 21.15 und oft auch am Samstag und nie, wirklich nie hat ein Lehrer seinen Stundenplan nach mir gerichtet. Hats irgend jemanden interessiert? Nein! Auch die Bürofroleins nicht, weil die mit Rücksicht auf arbeitende Mütter schlussendlich nur Rücksicht auf die eigenen Arbeitszeiten meinen.

        Jeder, der seine Arbeitszeit wählen könnte, würde max Mo-Fr 8-17 wählen und nicht 6-22. Warum also sollen Lehrer anderst sein? Ich erreiche weder den Anwalt meines Sohnes noch meinen Zahnartzt nach 17h, warum also bitte sollen den Lehrer Wunschbetreuung bieten und vor allem auf wessen Wünsche soll er denn eingehen, auf die Deinen oder auf meine?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und ja: es ist nicht einfach, die Familie zu organisieren und für Alleinerziehende wie du und ich ist es vielleicht noch kommplizierter, zumal ja in Einelternfamilien zusätzlich noch weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Nur finde ich es anmassend, dass gerade auch gutbetuchte Doppelverdiener ständig herumjammern. Zudem: Schule ist für Bildung zuständig und nicht für 24 Std Betreuung.

        Und sei mal ehrlich Tina: du hattest es auch nicht einfach und warst sicher auch mal genervt, wenn du deine Arbeitspläne wieder über den Haufen werfen und die Betreuung neu organisieren musstest, aber dass du gejammert und herumproletet hast, glaube ich nicht. Dafür hattest du nämlich in deiner Situation gar keine Zeit.

        Lg Tamar

      • tina sagt:

        oh doch, ich habe gejammert, dafür hatte ich immer zeit ;-). und ich finde zurecht. ich hätte auch nur zu gern einen tagesschulplatz gehabt, aber die wurden irgendwie verteilt und reichten halt nicht für alle. hat mich auch genervt, dass dann doppelverdiener den tagesschulplatz bekommen haben. und ja, ich habe auch gern mit meinen kindern zmittag gegessen und habe mit ihnen mehr als nur hausaufgaben gemacht. dass ich sie gern in der tagesschule gehabt hätte, heisst doch nicht, dass ich sie abschiebe für meinen fun.
        ich finde es eben irgendwie normal, dass verschiedene bedürfnisse zu diskussionen führen und vermute nicht immer gleich das abgrundtieff schlimmste hinter den motiven anderer.

      • tina sagt:

        ich finde auch nicht, dass wer ein system nicht grundlegend super 100% gut findet, gleich auswandern soll :). das führt doch zu nichts, ausser zum verhärten der fronten. ausserdem klingt es wie rumproleten, findest du nicht?
        man kann ein system auch zu 50% gut finden, oder sogar 99% und versuchen, das letzte prozent noch zu ändern, weil es nicht gut ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @tina

        Glaube ich nicht: du bist eine taffe Frau und jammerst nicht.

      • tina sagt:

        tamar, keine ahnung, aber ich finde nicht, dass sich das widerspricht. danke trotzdem fürs nette kompliment, jedenfalls halte ich es für eins.
        ich finde allerdings, dass du wirklich jammerst und mich störts. diese grundnegative haltung, und die dramatische ausdrucksweise, mir löschts total ab dabei

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ist es denn zuviel verlangt, dass man bei Stundenplanerhalt mitte/ende Mai sich hinsetzt und die Betreuung anpasst?

        Dramatisch ist wohl eher, dass man sich über die Tatsache auslässt, die Kinderbetreuung regeln zu müssen. Man bekommt die Zeitpläne ja nicht erst am 1. Schultag.

  • beatrice sagt:

    nicht im ernst, oder?
    die schule sollte also rücksicht nehmen auf die bedürfnisse der berufstaetigen eltern?!

    ich finde das schon etwas anmassend, muss ich sagen. Ich war und bin auch berufstaetig und klar hab ich mich auch oft genervt, wenn die neuen stundenplaene wieder standen. aber mein partner ist (Fach-)Lehrer und daher weiss ich wie kompliziert diese stundenplankonferenzen jeweils sind, wie es papperlapapi schon in seinem beitrag erklaert hat.

    meine kids sind zum glueck schon in der ausbildung und diese zeiten sind bei mir vorbei aber ich wundere mich manchmal schon, wie wichtig sich gewisse leute nehmen.

    • 13 sagt:

      Nun, das kann man so sehen. Ich finde es eher anmassend, sich immer und immer wieder anhören zu müssen, dass Familie Privatsache sei, aber dann die ganze Familienorganisation sich den unmöglichen Stundenplänen, die die Schule diktiert, anpassen muss. V.a. wenn man weiss (was Papperlappi ja auch erwähnt), dass ein grosser Teil des Stundenplans für die Lehrer gemacht wird, damit sie die Tage und Zeiten erhalten, die sie wollen oder für die Betreuung ihrer Kinder brauchen. Pech für die Kinder, die keinen Lehrer als Mami/Papi haben.

      • beatrice sagt:

        es geht nicht nur darum, dass die Lehrer das bekommen was sie wollen.

        es geht auch um turnhallen-stundenplaene, um die hauswirtschaftsraeume, die chemie-zimmer etc. was nuetzt es also dem Lehrer x wenn die turnhalle bereits besetzt ist vom Lehrer y? oder zb muessen die turnstunden ideal auf die woche verteilt warden. oder moechten sie, dass ihre tochter alle 2-4 sportlektionen am selben vormittag haben muss? oder der sohn in der fruehstunde ins kochen muss (hauswirtschaft). es gibt so vieles zu beachten.

        sollen da wirklich noch alle 20 elternpaare angefragt warden wie sie den gerne die unterrichtszeiten festelegen wollen?

      • 13 sagt:

        @ Beatrice
        Chemie- und Hauswirtschaftsräume sind in der Primarschule ja kein Thema. Da hat es einen Turnhallenplan und den Singsaal, der beachtet werden muss. Einverstanden. Aber darüber hinaus besteht viel Freiheit, da das meiste im Klassenzimmer stattfindet. Und ja, da findet bei uns ein grosses Wunschkonzert statt.
        Die Oberstufe ist in einigen wichtigen Aspekten davon zu unterscheiden: 1. hat es da tatsächlich mehr Gemeinsame Räume, 2. brauchen da die Kinder weniger Betreuung und man kommt nicht ins Rotieren, wenn mal etwas wechselt, 3. Weniger akuter Lehrermangel, was heisst, dass man als Schulleiter mehr zu sagen hat.

      • Papperlapapi sagt:

        Ist ja nicht einfach nur ein „Wunschkonzert“, sondern es gibt Arbeitsverträge. Die Sportlehrerin ist Mo und Di in der Gemeinde, am Do und Fr bei einem andern Arbeitgeber und am Mittwoch betreut sie die eigenen Kinder.
        Turnhallenzeiten sind knapp, sodass ein Teil der Stunden in der Berufsschule stattfindet. Die Halle steht dieses Jahr nur am Dienstag vormittag und Mittwoch nachmittag zur Verfügung….Das Hauswirtschaftszimmer ist am Donnerstag dieses Jahr immer am Donnerstag vom Kindergarten belegt, weil die haben ein Projekt…..
        und natürlich möchte die Lehrerin die nur ein 20% Pensum hat ihre Lektionen nicht auf 2 Tage verteilt haben, das ginge mir auch so.
        Ich möchte den Stundenplan nicht planen müssen…..

      • 13 sagt:

        @ Papperlappi
        Ich würde nie sagen, dass es keine Herausforderung ist. Das mit dem „Wunschkonzert“ entspricht aber den Aussagen mehrerer Schulleiter in unserer Region, die das 1:1 erleben. Es geht nicht nur um den Stundenplan, auch mehrere andere Sachen, die die Leitung schwer machen, wenn man den Lehrermangel immer im Hinterkopf haben muss und damit die Lehrpersonen stets ein Druckmittel haben.

      • Papperlapapi sagt:

        @13: Finde ich super so rum. Gefällt mir, wenn der Arbeitgeber zu seinen Angestellten schauen muss.
        Wenn ich sehe, wie mit langjährigen Mitarbeitern zum Teil umgegangen wird, in Branchen, in denen kein Mangel an Arbeitskräften herrscht (ungelernte Kräfte auf dem Bau, dem Gastgewerbe, Produktionsmitarbeiter, Verkauf….), so ist es zum Kotzen. Kündigung nach 34 Jahren Betriebszugehörigkeit wegen 3 Monaten Krankheitsabsenz…. Mit ein Grund die unbegrenzte Einwanderung zu stoppen. Ich gönne den Lehrern ihre komfortable Ausgangslage von Herzen.

      • 13 sagt:

        @ Papperlappi
        Auch wenn dann der Bauarbeiter mit dem unflexiblen, familienunfreundlichem Chef sich noch mehr verbiegen muss, damit er seine Kinder so zur Schule schicken kann, wie es der Lehrperson am Besten entspricht, damit die Schule ihre familienfreundliche Politik gegenüber der Lehrerin wahrnehmen kann? Sehen Sie, da habe ich ein Problem. Nicht dass Arbeitnehmer gut gestellt werden, das wäre sehr in meinem Sinne, aber wenn dann einzelne Branchen, oftmals auf Kosten anderer ihre Sonderstellung erhalten, geht das für mich nicht mehr ganz auf.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „V.a. wenn man weiss (was Papperlappi ja auch erwähnt), dass ein grosser Teil des Stundenplans für die Lehrer gemacht wird, damit sie die Tage und Zeiten erhalten, die sie wollen oder für die Betreuung ihrer Kinder brauchen. Pech für die Kinder, die keinen Lehrer als Mami/Papi haben.“
        Nimmt mich Wunder, wie das gehen soll. In der Regel gibt es ja klar Vorgaben, so dass die Lehrer gerade in der Primarschule wenig Möglichkeiten haben, sich Vorteile auf Kosten der Schüler zu verschaffen.
        Oder wie sieht das konkret aus? Müssen die Kinder einer Altersstufe unterschiedlich häufig zur Schule? Haben sie unterschiedliche Lektionszahlen? Gar Zwischenstunden?

    • Widerspenstige sagt:

      Wie machen denn das die Tessinerlehrer, die nur Tagesschulen kennen? Die können beliebig die Stundenpläne pro Semester (Irrtum vorbehalten) ändern wie es ihnen passt. Die Eltern spüren da nicht viele Unterschiede nach jedem Schuljahr, meines Wissens bereits ab Kindergartenalter. Die Kinder kommen so um 15 Uhr nach Hause, haben ein Mittagessen bekommen und auch die Hausaufgaben bereits gemacht.

      Frage an Tessinereltern: Bezahlen sie viel mehr Steuern als in der Deutschschweiz? Gibt es starke Nachteile zu reklamieren durch Tagesschulen?

    • Papperlapapi sagt:

      Bei uns wurden vor 2 Jahren Blockzeiten und (freiwillige) Tagesstrukturen eingeführt: alle Kinder ab Kindergarten werden, wenn von den Eltern gewünscht, von , ab 07:30 Uhr gegen kleinen Unkostenbeitrag (4.-) betreut, ab 08:10 kostenlos bis um 12:00 Uhr. In Stunden die Unterrichtsfrei sind gehen sie in die Betreuung, können dort Aufgaben machen oder basteln oder spielen. Es gibt einen Mittagstisch an dem die Kinder regelmässig (9.- Franken) oder auch nur bei Bedarf (1 Tag vorher anmelden, 10.- Franken) essen können.
      Nachmittags von 13:00-18:00 Uhr wiederum Nachmittagsbetreuung in schulfreien Zeiten, Unkostenbeitrag 4.- Franken pro Stunde, ausser von 15-17:00 Uhr 5.- Franken, da Hausarbeitshilfe.
      Da ist es egal, was die Lehrer machen, die Kinder sind betreut. Die Frage ist, ob die Gemeinde

      • Papperlapapi sagt:

        2/ bereit ist etwas Geld in die Hand zu nehmen. Da alle Klassen (4 Kindergärten, je 2 Klassen pro Stufe, also 12 Primarklassen, am Mittagstisch auch noch die Oberstufenschüler) zusammen betreut werden, halten sich die Kosten im Rahmen.
        Insbesondere Mittagstisch und (kostenlose) Blockzeitenbetreuung werden gut angenommen. Die übrigen Angebote haben teilweise (noch) geringe Nachfrage.

      • Sportpapi sagt:

        @Papperlapapi. Da, wo ich solche Angebote sehe, halten sich die Kosten keineswegs „im Rahmen“. Denn in der Regel werden die Stunden mehrheitlich noch subventioniert.
        Aber die Kosten sind verkraftbar, wenn der politische Wille da ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ 13

        Nach wessen Bedürfnissen sollen Lehrpersonen denn den Stundenplan aufsetzen? Dessen, welche von 8-17 im Büro arbeiten? Deren der Verkäuferinnen, welche im Wechsel Arbeitszeiten zwischen 6 und 22h arbeiten an 6 Tagen? Oder jenen von Pflegemitarbeitern, deren Arbeitszeiten im Wechsel an 7 Tagen 24 Stznden sind?

        Mit dieser Diskussion, dass Schulen keine Rücksicht auf die Arbeitstätigkeit beider Elternteilen nehmen, meint man ja immer nur seine eigenen (bequemen) Arbeitszeiten, aber sicher nicht jene Anderer. Man wirft Lehrern in der Stundenplanung Eigennützigkeit vor, während man selber auch nur egoistisch ist, sich als Nabel der Welt ansieht und meint, Andere haben sich nach meinen Bedürfnissen zu richten. Im Prinzip lebt man das, was man den Lehreen vorwirft.

  • Familie-und .....-managerin sagt:

    Kommentar zum Kommentar Tagesschulen und Lösung zur Stundenplanvariabilität:
    Warum Kinder haben, wenn man sie in Tagesschulen den ganzen Tag haben möchte, alles delegiert wie Hausaufgaben, Erziehung, Ausbildung und die Hobbies dazu? Am Abend müde Kinder abholen, mit Nachtessen versorgen und früh ins Bett bringen, damit alle nach dem langen Tag Erholung haben? Die 30-60 Min als „Qualitytime“ betiteln und so die Knappheit an Zuwendung rechtfertigen?
    Meine Lösung: Selbstständig machen und/oder weniger Geld verdienen gehen – da ist man flexibel.

    • Eine Familienmangerin sagt:

      Genau das ist mit „im Kopf in 60er Jahren stecken geblieben“ gemeint! Wir schreiben das Jahr 2017! Das Hausfrauenmodell kann und will sich der hohe Mittelstand vielleicht leisten wollen/können. Die Mehrheit hat schlicht keine Wahl. Ich glaube es ist nicht im Sinne unserer Gesellschaft, keine Kinder mehr zu kriegen, weil man das Pech hat „nur“ dem unteren Mittelstand anzugehören. Und die heilige Kuh, nur die 100 % Hausfraumutter ist eine gute Mutter, gehört endlich geschlachtet. Tageschulen sind zeitgemäss und wie andere Länder beweisen der Kinderpsyche -und Entwicklung nicht abträglich. Probleme wie „Fachkräftemangel“ wären auch weniger. Dafür muss aber in unseren Köpfen der Zeitsprung von 1960 zu heute gemacht werden. Das wird leider dauern, wie ihr Kommentar zeigt.

      • Gulli sagt:

        Tschuldigung, wir sind unterster Mittelstand und können uns „nur“ 1 Lohn leisten. Das ist eine Frage der Ansprüche. Ich weiss echt nicht was ihr alle für ein Problem mit dem Hort habt ?

      • Eine Familienmangerin sagt:

        Wenn der Hort für einen halben Tag CHF 78.- und ein Ferientaghort CHF 90.- pro Tag und Kind kostet, müssen Sie also schon im oberen Mittelstand verdienen, besonders im Teilzeitpensum, wenn Sie am Ende nicht noch draufzahlen wollen und vorallem KOENNEN. Fachkräftemangel lässt Grüssen!!

      • Gulli sagt:

        Wenn sie nicht genug verdienen um die vollen Kosten des Horts zu bezahlen, dann werden sie ja von der Gemeinde subventioniert.

      • Eine Familienmangerin sagt:

        Schön wärs! Träumen Sie einfach weiter. Subventionen für den Hort sind auf Gemeindeebene organsiert. In den wenigsten Gemeinden kriegen Sie Subventionen, egal wie wenig verdient wird. Was glauben Sie wieviele Mütter mit Berufsabschluss zu Hause bleiben müssen, weil Teilzeitarbeit oft mehr kostet als Geld einbringt? Darum bin ich der Meinung, dass Tagesschulen überfällig sind und am Ende sogar kostengünstiger. Dem Fachkräftemangel wäre auch entgegengewirkt.

      • Sportpapi sagt:

        „Was glauben Sie wieviele Mütter mit Berufsabschluss zu Hause bleiben müssen, weil Teilzeitarbeit oft mehr kostet als Geld einbringt?“
        Wenige? Zumindest wenn an den betreuten Tagen voll gearbeitet wird.
        Und warum sollte die Gemeinde keine Subventionen anbieten, aber eine Tagesschule für alle finanzieren?

      • tina sagt:

        der fehler in der rechnung ist, dass man die betreuungskosten von einem lohn abzieht, anstatt vom gesamtlohn.

      • Sportpapi sagt:

        @Tina: Wenn man das Einkommen optimieren will, zieht man die Kosten für die Fremdbetreuung immer vom tieferen Lohn ab.

  • Widerspenstige sagt:

    Ich dachte, es habe sich inzwischen etwas geändert, seitdem unsere drei Kinder eingeschult wurden vor ca. 30 Jahren? Nichts oder kaum Land in Sicht in der Deutschschweiz?

    Denn dass es geht, zeigt ja das Tessin: Tagesschulen so weit das Auge reicht u dies bereits seit Jahrzehnten!

    Wieso kann das nicht endlich in der Deutschschweiz einfach eingeführt werden ab 2018? Die Eltern sind die leidtragenden und auf diese muss mehr Rücksicht genommen werden.

    Tja, wehrt Euch mit Schreiben an die Schulbehörde bzw. an den Gemeinderat. Dann wird sich etwas ändern müssen. Nur so gibt es eine Lösung gesamtschweizerisch. Viel Mut und viel Glück wünscht eine ehemalige Leidgeplagte des Schulsystems. Ich habe mich engagiert in der Gemeinde u es erfolgte die Einführung eines Mittagstisches.

    • Sportpapi sagt:

      @WS: Statt obligatorischer Tagesschulen wären doch Wochen-Internate viel zielführender. Das würde auch die Bedürfnisse alleinerziehender Eltern besser abdecken, bzw. die Betreuungswochenenden könnten gleich fair verteilt werden…

      • IaE sagt:

        Spannend… quatschen dann aber dennoch die Eltern rein und erklären den Lehrpersonen wie alles zu funktionieren hat?

  • Annie Malle sagt:

    Einfach: nur 1 Klasse (nicht mehr „1/2 Klasse“), Schule jeden Tag 8h30-16h30 mit ein Nachmittag frei pro Woche (gleich Tag im ganz Kanton, ganz Schule, ganz Kinder, bleibt so für die naeschten 20 Jahren), Hausaufgabenhilfe in die Schule möglich (16h30-18h).

    • Sportpapi sagt:

      Tolle Idee.
      Mich stört nur, dass die Schule erst um 8.30 Uhr beginnen soll. Viele müssen ja schon um 7 Uhr zur Arbeit…
      Jetzt mal ernsthaft: Das ist hoffentlich nicht Ihr Ernst!

  • Fritz Lanz sagt:

    Es gibt kein einheitliches Schulsystem in Helvetien, sondern 26 kantonale. Und auch diese können noch regional verschieden sein. Zudem spielt noch das lokale Schulsystrm mit. Ärgerlich ist es aber alleweil!

  • 13 sagt:

    Ach, Frau Kuster, ich bewundere Ihre Ambitionen ganz ehrlich, aber der Stundenplan wird doch nicht zugunsten der Eltern oder gar des Kindes oder allgemein der Familie getan. Familie ist Privatsache und hat gefälligst dann stattzufinden, wenn all die anderen Dinge, die nicht Privatsache sind wie die Wirtschaft und die Schule ihr den Raum dazu geben. Der Stellenwert ist klar definiert. Und darum geht es in erster Linie um die Wünsche der Lehrer und ihre Bedürfnisse. Ihnen etwas abzuschlagen? Mit Blick auf den Lehrermangel unmöglich, sie könnten ja gehen. Danach, schon einleuchtender die Bedürfnisse der Schule und zuletzt das Kind. Die berufstätigen Eltern nicht (ausser sie sind Lehrer), die werden mit „Sie haben ja Blockzeiten“ (von 8.20-11.50 haha) abgespeist. Das ist die Realität.

    • 13 sagt:

      Aber wenn es Sie tröstet: Das Problem haben Sie nur noch dieses Jahr. Ab der dritten Klasse sind Stundenpläne mit 4 Nachmittagen ganz normal. Das Kind soll ja schliesslich spätestens mit 9 Jahren auf die Arbeitszeiten vorbereitet werden. Dies aber natürlich mit der Mittagspause zu Hause von 12.00 bis 13.30 Uhr, damit die Eltern hingegen ihre Arbeitszeiten vergessen können.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Ja, das ist die Krux mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Da schreit man die ganze Zeit danach, dass Arbeitgeber gefälligst familienfreundlicher sein sollen – und da erdreistet sich doch tatsächlich einer und schaut auf die Bedürfnisse seiner Angestellten und schafft individuelle Arbeitszeiten, die Familie und Beruf vereinen lassen – und schon ist es wieder nicht recht. Aber ich verstehe das Prinzip dahinter schon: Vereinbarkeit ja! Aber bitte nur dann, wenn ich nicht negativ davon betroffen bin!

        Alles hat seinen Preis. Und es bedingt viele Kompromisse. Solange die Mehrheit aber so denkt, wird sich in der Tat nie etwas ändern. Und dies ist äusserst schade.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Angenommen, Sie wären meine vertretende Anwältin und ich hätte ein dringendes Anliegen, das nur Sie lösen könnten. Dummerweise fällt dieses Anliegen aber genau auf Ihren freien Tag, den Ihnen ihr familienfreundlicher Arbeitgeber gewährt. Soll ich nun jammern und lamentieren, weil mich ihr privates Glück negativ tangiert? Oder soll ich mein persönliches Wohlbefinden für diesen Moment hinten anstellen und mich darüber freuen, dass wenigtens Sie in den Genuss dieser Vereinbarkeit kommen? Ich denke, es ist reine Charaktersache, welche Variante ich wähle. Also lassen wir doch den Lehrern und Lehrerinnen ihre Privilegien ohne gleich mit der zynischen Kelle anzurichten.

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        In einem familienfreundlichen System (Staat, Schule, Arbeitgeber und Arbeitnehmer) würde das so laufen:
        – mein familienfreundlicher Arbeitgeber gewährt mir den freien Tag
        – ich weiss das zu schätzen, bin mir aber meiner Position bewusst und organisiere mich entsprechend, indem mind. noch ein Jurist über Ihren Fall Bescheid weiss und Ihnen erste Hilfe leisten kann
        – meine Sekretärin weiss selbstverständlich, wo sie mich an meinem freien Tag erreichen kann, wenn der Jurist nicht ausreicht
        – ich organisiere mich kurzfristig und springe für diese Notsituation ein,
        – mein familienfreundlicher Arbeitgeber honoriert den Einsatz damit, dass ich am Tag darauf, früher gehen kann und die Familienzeit nachholen.

      • 13 sagt:

        – durch flexible Betreuung ist das gut möglich

        Aber PS:
        Das gleiche Problem könnte auftauchen, wenn ich eine ganztägige Gerichtsverhandlung habe oder an einer Fachtagung bin und mich weiterbilde. Aber dann wäre Ihre Reaktion vermutlich etwas anders. Nur so zum Nachdenken…

      • Adam Riese sagt:

        @13: Ich verstehe nicht ganz, worauf Sie hinauswollen. Wenn Sie mir sagen, dass Sie am Freitag nicht erreichbar sind, dann akzeptiere ich das. Dann muss ich auch damit rechnen, dass niemand mir weiterhelfen kann. That’s part of the game. Genauso akzeptiere ich, dass meine Bank um 16:30 Uhr geschlossen wird. Oder dass das Sekretariat meiner Versicherung nur Vormittags erreichbar ist. Ich freue mich für die Angestellten, dass sie einen familienfreundlichen Arbeitgeber haben. Andere würden dies wiederum nicht akzeptieren und die Bank, den Anwalt oder die Versicherung wechseln. Worauf wir wieder beim alten Problem sind, dass den familienfreundlichen Unternehmen die Kunden davonlaufen und die Firmen irgendwann einmal umdenken. Diese Haltung ist Gift für nachhaltige Veränderungen.

      • 13 sagt:

        Worauf ich hinauswollte ist, dass ein familienfreundlicher Arbeitgeber eben nicht mit weniger Leistung für den Kunden einhergehen kann. Es gibt auch andere Möglichkeiten.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Worauf ich hinaus will: Wenn wir als Kunden, Konsumenten, Klienten etc. bereit sind, die Folgen von „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zu tragen, dann hat das Ganze auch wirklich eine Chance. Sind wir aber nicht bereit, weil wir eben den Foifer unds Weggli wollen (sprich: Ich selber will für mich diese Vereinbarkeit, akzeptiere es bei anderen aber nicht, weil es für mich Umstände und mühsame Organisation bedeutet), so wird es nie so weit kommen, wie es möglich wäre, wenn alle am gleichen Strick ziehen würden. Was Sie fordern, sind längere und durchgehende Öffnungszeiten. Und genau diese Forderung widerspricht dem Gedanken von Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir leben in einer 24h-Gesellschaft. Auch der Detailhandel, ÖV etc. sollen gefälligst rund um die Uhr verfügbar sein!

      • Adam Riese sagt:

        @13: „Worauf ich hinauswollte ist, dass ein familienfreundlicher Arbeitgeber eben nicht mit weniger Leistung für den Kunden einhergehen kann. Es gibt auch andere Möglichkeiten“

        Und genau da kommt mein Votum ins Spiel: Der Kunde entscheidet, ob ein familienfreundlicher Arbeitgeber auch weniger Leistung erbringen darf oder nicht. Und wenn wir alle der Meinung sind, dass eine gewisse Leistung nicht erwartet wird, weil eben Mitarbeiter X nicht verfügbar ist, dann braucht es auch keinen Zusatzaufwand für irgend eine andere Person. Wir machen uns den Druck gegenseitig. Dabei wäre dies gar nicht nötig. Die Leistung ist oftmals gekoppelt mit der Erreichbarkeit. Also mit den Öffnungszeiten. Wenn Sie lange Öffnungszeiten fordern, sprechen Sie sich indirekt gegen die Vereinbarkeit aus.

      • 13 sagt:

        „Wenn Sie lange Öffnungszeiten fordern, sprechen Sie sich indirekt gegen die Vereinbarkeit aus.“

        Oder verteilt auf mehr Menschen. Ich kenne einige, die davon profitieren, dass nicht jede Arbeitsstelle von 8-17 Uhr ist, auch gerade Familien, da einer arbeiten kann, wenn der andere zu Hause ist. Wir selber können mit 1,5 Tag Drittbetreuung ein zusammen 160%-Pensum arbeiten, eben wegen der verschiedenen Arbeitszeiten in unseren Branchen.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Einverstanden. Sofern die vereinbarte Schicht nicht regelmässig ändert oder zu schlechteren Löhnen führt, weil die Mehrkosten ja irgendwie kompensiert werden müssen, können längere Öffnungszeizen auch positiv gesehen werde. Ich kenne leider auch Fälle, da sind fixe Schichten und Arbeitstage nicht möglich. Diese Abwechslung macht eine Familienplanung schier unmöglich.

    • Fritz Lanz sagt:

      Da schreibt endlich Eine/Einer mit Durchblick!!!
      Man merkt es gleich: da spricht jemand, der/die schon grosse Erfahrung mit dem Erstellen von Stundenplänen hat. Gratuliere!

    • Sportpapi sagt:

      Die Realität ist eigentlich, dass die Schule in sinnvoller Weise Unterricht für die Kinder anbieten sollte, und nicht in erster Linie Betreuung der Eltern abdecken muss. Dass bei der Stundenplanung vielleicht auch mal die Bedürfnisse von Lehrern (die auch Eltern sind)einfliessen mag sein, ist aber kaum entscheidend. Ist ja nicht nur so, dass viele Teilzeit arbeiten, weil sie es wünschen. Sondern viele bekommen keine vollen Pensen mehr. Schon Blockzeiten sind ein Entgegenkommen. Und nicht etwa im Interesse der Kinder. Schon gar nicht im Kindergarten, der mittlerweile auch den ganzen Morgen dauert.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sorry, als Mitarbeiter profitiert man nie von Arbeitszeiten, welche über die Bürostunden 8/17 hinausreichen. Keiner hat Lust auf Arbeitszeiten irgendwie zwischen 6 und 22h, Keiner hat Lust auf wechselnde Freitage und Schichten. Wer von solchen Arbeitszeiten profitieren sind Jene, welche für sich in Anspruch nehmen, nur während Bürozeiten arbeiten zu müssen und am lautesten motzen, wenn Lehrer, Verkäufer usw nicht nach ihren Wünschen zu Diensten sind.

  • Papperlapapi sagt:

    Allen Leuten recht getan,.Die einen finden es fies, dass nun schon wieder die Gruppe 1 den Freitagnachmittag frei hat, dieses Jahr wäre nun doch Lena dran gewesen.
    Die andern finden es total daneben, dass jedes Schuljahr ein neuer Stundenplan kommt. Bei der Planung der Stundenpläne sind Arbeitstage der (Teilzeit-)Lehrerinnen, der Heilpädagogen, der Turnlehrer, Handarbeitslehrer, Belegungspläne von Turnhallen, Schwimmbädern zu berücksichtigen. Freie Lektionen müsse auf die Randstunden fallen und der Stundenplan für alle „fair“ sein.
    Ich finde die Neuorganisiererei jedes Jahr auch etwas bemühend, verstehe aber, dass die Schule keinesfalls auch noch die Eltern fragen kann.
    In ein paar Jahren ist es Ihnen wurst, weil die Kinder dann auch mal ein paar Stunden alleine sein können.

  • Anna Zimmermann sagt:

    Meine Kinder sind zum Glück aus der Schulzeit raus!
    Mannomann, was waren wir froh, als dieser Irrsinn vorbei war!!
    Liebe Jeannette Kuster, auf Sie kommt noch vieles zu, mit dem Sie als Frau mit Berufserfahrung nie rechnen würden. Denn etwas fehlt leider sämtlichen Lehrpersonen: die Erfahrung, wie das Leben ausserhalb der Schule funktioniert!
    Herzliche Grüsse
    Eine, die auch gelitten hat

    • Lisa sagt:

      Sehr geehrte Frau Zimmermann – Lehrpersonen wissen also nicht, wie das „Leben ausserhalb der Schule funktioniert“? Denken Sie wirklich noch in Kinderweise, Lehrpersonen seien keine Menschen? Wie immer die Diagnose: die Aussage, die Sie hier machen, ist nichtssagend, respektlos – und bringt die durchaus relevante Diskussion um die Organisation des Stundenplans definitiv nicht weiter.

      • Sila sagt:

        Und Sie haben Erfahrung, wie das Leben als Lehrperson funktioniert? und wie komplex Stundenplanung ist? Leben Ihrer Meinung nach Lehrpersonen nur im Schulzimmer? Oder hatten diese möglicherweise mal einen anderen Beruf, haben Hobbys, Partner, Freunde,… die ausserhalb der Schule arbeiten? Wie würden Sie versuchen, den individuellen Bedürfnissen von 24 Kindern und deren Eltern gerecht zu werden?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Soviel Arroganz verschlägt einem die Sprache. Lehrer haben ebenso wie normale Menschen Partner und Kinder, die ebenso organisiert werden müssen, da der Stundenplan der eigenen Kinder kaum mit dem eigenen Arbeitsleben harmonisiert werden kann.

  • Monika sagt:

    Familie ist meiner Erfahrung nach ein sehr dynamisches System – mit Schule und Stundenplänen steigt die Komplexität – zumindest bis die Kinder etwas reifer sind und ihre Pläne, Zeiten und Verabredungen selber wahrnehmen . Ich habe das akzeptiert und versuche, auf solche Änderungen möglichst wenig mentale Energie zu verschwenden. Alles ist im Fluss… es geht vorbei, auch diese Herausforderung schaffen wir irgendwie….
    Ein „In Frage stellen“ erlaube ich mir – mich stark aufzuregen lohnt sich einfach nicht 🙂

  • Eine Familienmangerin sagt:

    Führt doch endlich Tageschulen ein!!!

    Tageschulen würden so viele Probleme lösen (Stundenpläne, Hausaufgaben, Freizeitgestaltung der Kids usw.)….. aber leider sitzen wir immer noch in den 60er Jahren fest, sowohl was das Schulsystem anbelangt als auch in den Köpfen der Menschen. Da bleibt nur die Hoffnung, dass unsere Kinder es mal einfacher haben werden Job und Familie unter einen Hut zu bringen!

    • Reeza Bota sagt:

      Es gibt aber Schulhorte, ohne die eine Arbeitstätigkeit mit Kindern nicht möglich ist. Das Gejammer nervt; in den 80igern und 90igern war alles viel
      schwieriger und ist doch auch gegangen, Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bringen!

    • Susi sagt:

      Yup. Bei uns ist das System der Tagesschule ein voller Erfolg, die Kinder lieben es und für die Eltern vereinfacht es sehr vieles.

      • Eine Familienmangerin sagt:

        Das in den 80ige und 90iger war alles viel ist wohl etwas persönlich eingefärbt. Probleme und Sorgen ändern sich mit der Zeit oder bleiben gleich. Nur weil es anders ist als früher heisst es nicht zwangsläufig einfacher. Hort gab es auch in der 1960 Jahren. Genutzt wurde er von denen, wo beide Eltern arbeiten mussten um zu überleben. Glücklich ist heute, wer einen Hort in der Wohngemeinde hat. Einfacher ist es sicher damit nicht, schon gar nicht mit nicht arbeitsuntauglichen Öffnungszeiten und horrenten Preise (78.- für eine halben Tag). Aber es ist mehr und anerkannter als in dern 90iger, da stimme ich Ihnen zu.

      • Sportpapi sagt:

        Von deiner Tagesschule höre ich vor allem, dass einige Lehrer/innen wegen den katastrophalen Zuständen flüchten.
        Aber das ist vielleicht eine Frage der Perspektive.

      • Susi sagt:

        @SP: Was für katastrophale Zustände? Details? Und wo hörst du sowas?
        Ich habe von keinem einzigen Kind je eine Klage gehört, noch nie. Unsere Tochter freute sich nach den Ferien enorm auf die Schule und kommt täglich begeistert nachhause. Aber vielleicht sind wir ja einfach taub und blind.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Von einer Lehrerin, die im Verband tätig ist. Eben, Lehrerperspektive.

      • Susi sagt:

        Eben: Was für katastrophale Zustände?

      • Susi sagt:

        Was mich als Lehrperson nerven würde, ist das Genörgel einiger Eltern. Man sieht das ja auch heute wieder mal, wie beliebt das Lehrer-Bashing ist. Und wenn man dann auch noch kritisieren kann, dass der Sprössling bei der zweiten Runde nur noch Reis anstatt Nüdeli bekam (diese Reklamation ist Tatsache, das war am Elternabend), dann bietet eine Tagesschule natürlich mehr Gelegenheiten zum Motzen.
        Die Eltern, mit denen ich befreundet bin, halten sehr viel von diesem System und auch von den Lehrpersonen. (Die Kinder sowieso).
        Ich habe im Übrigen keine Wechsel mitbekommen, auf den ersten Blick sind es noch immer die gleichen Namen und Gesichter.

      • Susi sagt:

        Aber wenn man als Mutter natürlich das Essen und die Hausaufgaben unter Kontrolle haben möchte, dann ist eine Tagesschule schon schwierig. Für die Mutter.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Da in unsrem System „eher schulfremde Betätigungen“ von Sportvereinen, Musikschulen etc in der unterrichtsfreien Zeit abgedeckt werden, haben Stundenplanverschiebungen darauf einschneidende Auswirkungen.
    Das geht übrigens auf höheren Stufen genauso weiter, der freie Nachmittag ist nicht zwangsläufig der Mittwoch, resp wechselt von Jahr zu Jahr, selbst in der Lehre können, je nach Ausbildung, die Schultage wechseln.

    Von dem her hat ein fixeres System (alle Freizeitaktivitäten/Kurse etc laufen schulintern, garantierte Betreuung bis 17h uä) Vorteile und erleichtert die Organisation der Lohnarbeit.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      Ich kenne das „innerliche zittern“ vor allem im Hinblick auf „wird der neue Stundenplan den Wunschkurs freihalten oder blockieren“? Weniger aus „wie kriegen wir das jetzt betreuungstechnisch wieder geregelt“-Sicht, es ist mir aber klar dass dies Stress mitbringt.

      Und doch denke ich, dass wir unter diesen- im Vergleich zu anderen Ländern suboptimaleren Bedingungen- dennoch über eine grössere Wahlfreiheit/Möglichkeiten verfügen, welche ich nicht opfern wollen würde.

  • Adam Riese sagt:

    Ich kann die Verärgerung und das Unverständnis verstehen, sehe jedoch nicht ein, warum sich die Schule den Bedürfnissen der einzelnen Eltern anpassen sollte. Denn wenn wir dies weiterspinnen, so müsste auch darauf Rücksicht genommen werden, wann die Schule beginnt und wann sie endet. Da wären die einen froh, wenn der Unterricht bereits um 7 Uhr beginnt, damit man um 7:30 Uhr bei der Arbeit erscheinen kann, andere wären froh, wenn der Unterricht bis um 18 Uhr dauern würde, damit man rechtzeitig wieder daheim ist. Dann wäre da noch die Rücksicht auf die Geschwister, die bitteschön ebenfalls an den gleichen Nachmittagen Unterricht haben sollen, damit es nicht zu kompliziert wird. Einmal mehr: Den „Foifer“ und das „Weggli“ zu bekommen, ist ziemlich schwierig. Trotzdem wünsch es sich alle.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … richtig, und in der Gesamtsumme schneiden wir trotz all dieser Ärgernisse regelmässig bei hoher Lebensqualität ab…

    • 13 sagt:

      Nun, es gäbe sogar ziemlich einfache Möglichkeiten, diesen Bedürfnissen allesamt nachzukommen. Nur der Will, etwas zu ändern, fehlt in der Schweiz ja regelmässig. Man kann durchaus damit leben, den „Foifer“ und das „Weggli“ nicht zu bekommen, wenn es nicht anders geht, wenn aber die Lösung vorliegt und es mit Erklärungen wie „das war schon immer so“ verweigert wird, dann fällt die Akzeptanz etwas schwerer.

      • Röschu sagt:

        Wie sähe denn diese einfache Lösung aus, die angeblich für alle passt?

      • 13 sagt:

        @ Röschu
        Allen würde es nicht passen, denn die, die eh nichts ändern wollen oder darauf bestehen, die Kinder um 12.00 Uhr am Mittagstisch zu haben, die wären nicht glücklich. Aber den obengenannten Bedürfnissen könnte man mit einer flexiblen Tagesschule begegnen: Einlaufszeit morgens ab 7.00 Uhr mit Frühstück für die, die nicht zu Hause essen, Unterricht ab 8.00 Uhr, um 12.00 Uhr integrierte Pause von ca. 45 Min. mit leichter Verpflegung, danach täglich noch 1-3 Stunden (je nach Klasse) anhängen, wobei die Hausaufgaben bereits erledigt wären und alle Kinder spätestens um 15.00 Uhr frei hätten, weil es eben auf 5 Tage verteilt ist. Im Anschluss Freizeitprogramm unter Integration von Vereinen in die Schule sowie Betreuung, wiederum freiwillig. In manchen Ländern gang und gäbe.

      • maia sagt:

        @13: und wann findet dann „Familienleben“ statt?

      • Adam Riese sagt:

        @13 Ich finde Ihren Ansatz sehr interessant. Fraglich bleibt, ob genügend Interesse besteht, zumal es ja auch zu erheblichen Mehrkosten führen würde und die Bildung aktuell eher heruntergefahren wird um Kosten zu sparen. Daher müssten wir schon mit einer deutlichen Steuererhöhung rechnen, sollte diese Ganztagesbetreuung in allen Schulen der Schweiz gewährleistet sein. Aber starten Sie bitte eine Volksinitiative. Das Schöne an unserem System ist ja, dass wir selber bestimmen können, was wir wollen. Wir brauchen einfach eine Mehrheit dazu. Und wenn Sie diese nicht erreichen, so war das Bedürfnis eben zu wenig gross.

        In diesem Sinne warte ich gespannt auf Ihren Vorstoss.

      • 13 sagt:

        @ maia
        An den Nachmittagen, an denen von der freiwilligen Betreuung/Freizeitaktivität kein Gebrauch gemacht wird, sowie abends und am Wochenende. Dann auch mit allen und nicht nur mit einem Kind, weil das andere vielleicht bis 17.00 Uhr Schule und danach noch Hausaufgaben hat. Und jedes Jahr gleich.
        Für diejenigen, die ihre Kinder zu Hause betreuen würde sich wenig ändern: Sie kämen zwar mittags nicht nach Hause, aber dafür am frühen Nachmittag und hätten zudem die Hausaufgaben schon erledigt. Über die Woche verteilt, gäbe es nicht weniger Stunden Familienzeit. Die Organisation wäre jedoch einfacher, denn so wäre z. Bsp. eine 50%-Stelle morgens auch wirklich realisierbar, da man z. Bsp. von 8.00 bis 12.30 Uhr im Büro sein könnte.

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        Ich glaube nicht, dass die Mehrkosten wirklich gross wären, da die freiwillige Betreuung morgens und nachmittags gleich wie heute selbstverständlich kostenpflichtig angeboten werden kann. Die Subventionen bleiben damit gleich. Eine Integration in die Schule heisst ja nicht, dass es kostenlos sein müsste. Die Mehrkosten würden höchstens das Mittagessen betreffen, wobei dieses auch mitgegeben werden könnte. Also geht es noch um eine knappe Stunde täglich an Betreuungskosten, die andererseits in den Horts gespart werden könnte (also dieser Teil, der subventioniert wird). Plus die Raumangebote bei der Umsetzung. Ich würde das als vertretbar bezeichnen.
        Für grössere politische Aktivitäten fehlen mir aber zur Zeit leider die Ressourcen. In ein paar Jahren vielleicht.

      • 13 sagt:

        @ maia/Adam
        Ich hoffe, die Antwort kommt irgendwann noch mal durch…

      • Röschu sagt:

        @13
        Vielen Dank für die sehr interessanten Ideen und Ausführungen. Ich persönlich würde ihre Initiative auf jeden Fall unterstützen.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Das klingt sehr vielversprechend. Ich hoffe sehr, dass Sie dereinst tatsächlich mal politisch aktiv werden. Meine Unterstützung hätten Sie ebenfalls.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das Konzept ist ja bekannt. Aber weder entspricht es meiner Meinung nach den Bedürfnissen der Kinder – und die kommen bei solchen Fragen ja immer wieder unter die Räder. Noch ist es wirklich kostengünstig zu haben. Wenn ich das richtig sehe, bedeutet es den Ausbau der Unterrichtsstunden (sonst wären die Hausaufgaben nicht erledigt) und einen massiven Ausbau der Infrastruktur. Oder wo sollen die paar Hundert Kinder pro Schulhaus essen? Im Klassenzimmer? In den Gängen? Was sollen sie essen? Ein leichtes Essen aus der Znünibox?
        Dass Vereine tagsüber Angebote aufbauen könnten, ist zudem illusorisch.
        Aber machbar ist alles, vielleicht sogar finanzierbar. Aber es sollte in erster Linie ja sinnvoll sein. Für die Kinder.

      • maia sagt:

        @13: Da gibt es viele Punkte, die ich anders sehe -Sportpapi hat auch schon einige erwähnt. Ich finde es z.B. sehr gut, wenn auch einmal Zeit mit nur einem Kind verbracht werden kann (weil die anderen noch in der Schule sind). Ich habe das immer sehr genossen. Dann finde ich es gut, dass Vereine ausserhalb der Schule organisiert sind (da sie oft von freiwilligen Erwachsenen geleitet werden ist das wohl auch kaum anders möglich). Dann können sich Kinder einmal anders erleben. Hausaufgaben ermöglichen es den Eltern zu sehen, mit was sich das Kind in der Schule beschäftigt. Was sie vorschlagen (z.B. schon Frühstück in der Schule) tönt für mich wirklich sehr nach möglichst die Kinder abschieben.

  • Karl von Bruck sagt:

    Treu und Glauben mit Ruecksicht auf die Schwachen war einmal. Heute machen die Starken was sie wollen, ohne Ruecksicht auf die Schwachen. Wenn man von Anfang an gesagt haette: Alle Schueler (und wohl auch Lehrerinnen) haetten das „Recht“, jedes zweite Jahr schon am Freitag vor Mittag ins Wikend zu verschwinden, waere das ein paar Stiefel. Wenn man jedoch vor dem ersten Jahr einen Basar fuer die erwerbstaetigen Muetter veranstaltet, damit sie vor den je laenger je unflexibleren Arbeitgebern besser kuschen koennen, sollte das fuer die 3 Jaehrchen gelten…..

  • Andi sagt:

    Oh ja,die Schule rechnet ganz und gar nicht damit,dass beide Elternteile gleichzeitig arbeiten!Wir haben dieses Jahr zusätzlich 5 Tage schulfrei wegen internen Weiterbildungen!Selbstverständlich auf 5 verschiedene Tage verteilt! Tagesschulen mit integrierten Hausaufgabenstunden wären die Lösung!Aber davon sind wir noch weit entfernt.Leider!

    • Brunhild Steiner sagt:

      Warum hätte sie damit zu rechnen?
      Die Schule ist in allererster Linie für die Ausbildung zuständig!
      Und nicht für Erziehung, Betreuung.

      • Eine Familienmangerin sagt:

        Und genau diese Einstellung ist das Problem! Ausbildung ist Erziehung! Und Erziehung ist auch Ausbildung! Solange die Meinung vorherrscht, man könne diese beiden Dingen voneinander trennen wird sich nichts ändern!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Eine Familienmanagerin

        während der schulischen „Ausbildungslektionen“ wird auch Betreuungs-und Erziehungsarbeit geleistet, das ist richtig.
        Nicht richtig ist, dass die Schule für die Grundlagen derselben verantwortlich ist oder eine rund-um-Abdeckung zu gewährleisten hätte.

    • Markus sagt:

      Also so Kinder haben ist halt schon grauenhaft mühsam. Kann man das nicht alles wie sonst so beim mänätschen irgendwem delegieren, damit man sich auf die wirklich wichtigen Sachen im Leben konzentrieren kann?

      • Susi sagt:

        @Markus: Einer Arbeit nachzugehen, damit man die Rechnungen bezahlen kann, ist schon auch wichtig. Oder bezahlen Sie ihre Miete mit Hosenknöpfen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Es geht doch nur darum, dass von Eltern verlangen kann, dass sie nach Erhalt des neuen Stundenplans mitte/ende Mai die Betreuungszeiten anpassen müssen, egal ob Mittagstisch, Tagesmutter, HA Betreuung oder sonstwas.

        Wenn ich im Verkauf arbeite habe ich am Samstag auch keine Tagesschule, welche meine Kinder betreut. Angebote gibt es schliesslich genug, man muss sich nur 1 Mal jährlich 1 Stunde Zeit nehmen um die Zeiten mit den Betreuungsangeboten abzusprechen. Ist das zuviel verlangt?

  • Martin sagt:

    „Man wolle dafür sorgen, dass nicht immer dieselben früher ins Wochenende starten können.“ Ist doch einleuchtend, da erübrigt sich doch die Diskussion.

    • Patrick sagt:

      Wenn dies als Vorteil angeschaut wird, sollten alle am Freitagnachmittag zur Schule.

    • Daniela sagt:

      Wie wahr! Und geht es mal nicht um die Gerechtigkeit den Familien gegenüber, kann es um wechselnde Lehrpersonen, fehlende Schulräume, nicht abkömmliche Fachlehrkräfte… oder anderes gehen! Das Schulsystem ist mittlerweile unglaublich komplex!

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