10 Geheimtipps für Kleinkind-Eltern

Nähe prägt das Leben mit Kleinkindern – und Müdigkeit. Foto: Pexels.com

  1. Baustellen sind ab sofort nicht mehr mühsam, sondern ein Highlight des Tages: Einfach das Kind vor ein Loch mit Baggern stellen, und still ist.
  2. Badewindeln sind unnötig und teuer: Das Kind muss nach dem Baden, ob es jetzt nackt ist, Badehosen oder Windeln trägt, ja sowieso umgezogen werden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es während zehn Bademinuten (länger halten es kleine Kinder ja selten aus) ins Wasser kackt, ist winzig.
  3. Es gibt tatsächlich Spielplätze ohne Bäume. Wahrscheinlich war das vor der Klimaerwärmung.
  4. Spielplätze mit Wasserquellen sind zu vermeiden, wenn man im Anschluss noch etwas vorhat.
  5. Ein Kleinkind, das in der Küche spielt, braucht keine Kinderküche. Denn es will ja mit richtigen Dingen spielen: Verpackungen, Plastikgeschirr, Tupperware. Einfach im untersten Regal ein Fach mit Küchenware füllen.
  6. Das Kind hat eine schizophrene Ess-Veranlagung, daran muss man sich gewöhnen: In der Krippe bekommt man erzählt, es esse Berge von Karotten, Äpfeln, Randen und Bohnen. Was zu Hause nicht der Fall ist.
  7. Ist man in der Badi, und hat man was zu Hause vergessen, darf es erlaubt sein, mal im Fundbüro nachzufragen, ob eine Sonnencreme, ein roter Plastikball oder eine blaue Badehose liegengeblieben sei. Man muss den Gegenstand ja danach nicht mitnehmen.
  8. «Frozen» ist ein Film, den kein Kleinkind gesehen hat. Doch irgendein cleverer Disney-Mensch hat weltweit sämtliche Lizenzen für das Bedrucken von Mädchenkleidern gekauft, sodass jedes Mädchen die Kleider will. Die Shirts und Röckli sind jetzt alle mit Glitzer und Eisprinzessinnen verschandelt, sodass man in die Bubenabteilung ausweichen muss, um ein unifarbenes Shirt zu finden.
  9. Ein Kleinkind macht viel müder als ein Baby, das immer schläft. Morgens ist man manchmal so fertig, dass man einen Kaffee braucht, um sich den ersten Kaffee zubereiten zu können.
  10. Auch Anderthalbjährige können «Fuck» sagen.

Sie haben kein Kleinkind, sondern ein Baby? Dann lesen Sie hier: 18 Dinge über Babys, die einem niemand sagt.

44 Kommentare zu «10 Geheimtipps für Kleinkind-Eltern»

  • Fred sagt:

    Nach drei Kleinkibdern kann ich mit Überzeugung behaupten, dass die #2 sich früher oder später bitter rächt. Wir hatten einige Fälle, in denen uns Badewindeln den peinlichen Gang zum Bademeister erspart haben. Und Sparfuchseltern, die Beckenschliessungen versursacht habe; auch mehrfach erlebt, feige „ich hab nix gesehen“ Eltern ebenso, dank denen man dann unbemannten Schwimmobjekten ausweichen durfte…
    Also: Badewindeln für inkontinente Verwandte sind eine Frage des Anstands!

  • Renato Moser sagt:

    Wenn wir Punkt 2 (Badewindeln) befolgen würden, hätten unsere drei Kinder gesamthaft wohl schon 20 Mal eine Totalsperrung eines Bades veranlasst. Aber vielleicht sind sie ja abnormal.

  • Stefan W. sagt:

    Jetzt müssen wir wieder ein paar Jahre warten, bis wir die 10 Geheimtipps für Eltern von Schulkindern lesen können. Seufz. Leider zu spät für mich. Könnte man nicht die Geheimtipps für Eltern von Teenies vorziehen?

  • Amerigo sagt:

    Punkt 2.) Ja, und wenn 100 Eltern von Kleinkindern so denken, dann ist die Chance auch gegen 100%, dass es schief geht. Das bedeutet für das Bad dann eine Vollsperrung, das Wasser muss abgelassen und ersetzt werden (Vorschrift). Viel Spass mit dem Tipp.

  • JD sagt:

    Wird jemand zum Experten, nur weil diese Person ein Kind hat? Wie pauschalisierend dieser Text doch ist….

    • Amerigo sagt:

      „Womensplaining“ halt. Der Drang, die eigenen Erkenntnisse als Erleuchtung zu verkaufen.

      • Vierauge sagt:

        na und? Frau Schmid hat doch recht. Ausserdem ist das hier ein Blog und kein Lehrbuch *augenverdreh*

        Und zum „verkaufen“ gehören zwei – niemand zwingt Sie, diese Erkenntnisse zu „kaufen“.

  • Anta sagt:

    Unsere Tochter ist 3, sie ist sehr kontaktfreudig und will mit jedem kommunizieren. Sie zaubert den Leuten ein Lächeln ins Gesicht. Sie hat ihre Agenda, nein nicht weil sie Frühenglisch etc. hat. Sie ist ein Mädchen mit besonderen Bedürfnissen. Sie trägt Hörgeräte, Schienen und eine Brille und macht motiviert bei Therapien mit und lässt diverse Untersuchungen über sich ergehen. Sie ist unser Sonnenschein und freut sich, wenn jemand mit ihr spielt und auf sie zukommt und sie im Kinderwagen ausführt. Und wenn sie andere Kinder sieht ist sie happy. Es macht dann weh, wenn andere Eltern auf dem Spielpatz betreten drein schauen und ihre Kinder nicht ermuntern auf unsere Tochter zuzugehen…

  • Anh Toàn sagt:

    Unser Kleiner ist jetzt 14 Monate alt. Die letzten 5 Monate fand ich deutlich weniger anstrengend, als die Babyzeit: Ein Säugling liegt eigentlich nur da, verlangt Unterhaltung oder Beruhigung und liefert selber bestenfalls ein Lächeln. Ein Kleinkind, ich glaube nicht nur unseres, ist voller Taten- und Entdeckungsdrang, muss eher gebremst als bespasst werden. Dies wiederum ist deutlich weniger anstrengend.

    • 13 sagt:

      @ Anh
      Ja, so ging es mir jeweils auch. Ab jährig kam das Durchatmen. Bis sie dann mit rund 2 alle Treppen selber erklimmen und schneller Trotinett oder Laufvelo fahren, als man selber rennen mag. Dann geht es wieder los. Irgendwann kann man nicht mehr anders als das Bremsen, das die Bespassung abgelöst hat, mit Vertrauen zu ersetzen.

      • Anh Toàn sagt:

        @13
        „Vertrauen“ ist ganz wichtig. Klar muss ich ihn vor den Gefahren beschützen, die ihm schwerwiegende Nachteile bringen, insbesondere Verkehr und Ertrinken, spitzige, scharfe oder in sowas zerbrechende Gegenstände etc., aber in erster Linie muss ich das Vertrauen haben, ihn entdecken, erkunden und erfahren lassen und ihn allenfalls fangen und wenn dies nicht geht, ihn trösten und wieder aufstellen.

        Ich frage mich, ob wir heute nicht zu viel Ängste in unsere Kinder haben. Weil wir zu wenig davon haben, sind sie als Einzelne zu wichtig. Klar hat man auch von sieben Kinder jedes gern, wenn auch nicht die Liebe, so scheint mir doch das eigene Besorgnispotential begrenzt, es muss sich auf sieben Kinder verteilen.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich frage mich, ob wir zu viel Ängste in unsere Kinder pflanzen, weil wir zu viel Angst um sie haben.

        Tschuldigung

      • 13 sagt:

        Sie müssen sich sicher nicht entschuldigen, ich bin völlig Ihrer Meinung und erlebe es auch gleich. Ich habe drei Kinder, ich liebe jedes Einzelne von Herzen und die Liebe zum ersten Kind hat kein bisschen abgenommen, weil noch zwei Weitere dazukamen. Aber, es ist mir schlicht nicht möglich, drei Kinder gleich zu beaufsichtigen, wie ich es halt bei nur einem Kind konnte. Ich habe ja weiterhin nur zwei Arme und zwei Beine. Wieviel das nun einen Einfluss auf die Kinder selber hatte, weiss ich nicht, aber es trifft auf jeden Fall zu, dass das Jüngste viel weniger ängstlich ist als das Älteste. Wobei ich davon ausgehe, dass es zum Teil auch damit zusammenhängt, dass sie ja bei ihnen sieht, dass etwas geht.

  • Cybot sagt:

    Punkt 5: Ein Kleinkind braucht eigentlich sowieso keine Spielsachen. Unsere zumindest spielt viel lieber mit den Verpackungen als mit dem was drin war. Oder mit leeren PET-Flaschen, alten Zeitschriften, Türstoppern, Schuhen, etc. Ich frage mich immer wieder, wozu wir all das Spielzeug gekauft haben…

  • Lichtblau sagt:

    Tipp 7 ist nicht schlecht. Auf sowas muss man erstmal kommen 😉

  • hausmannus sagt:

    Tipp 1: Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind (egal in welchem Alter), indem Sie z.B. insbesondere auf das Lesen von Tipps verzichten. Gilt auch für Kommentare (und insbesondere für das Schreiben ebensolcher – ich bereu’s auch schon gleich wieder.)

    Alles andere kann man getrost vergessen, in die Tonne treten, mit Sand zuschütten oder was auch immer ein Kleinkind damit anstellt.

    • tststs sagt:

      Tipp 2: Lesen Sie so viele Tipps und Kommentare anderer wie möglich. Und picken Sie das Passende für sich heraus 😉

  • Leo Schmidli sagt:

    Punkt 2 ist aus meiner Erfahrung definitiv falsch! Und egoistisch gegenüber den anderen Kindern im Becken!
    Vor allem bei Kleinkindern sorgte der jeweils erste Badegang eines Tages für Erleichterung.

    • Matthias Müller sagt:

      Einerseits badet meine Tochter sehr gerne sehr lange. Seit Juli fand sie das Wasser nicht mehr zu kalt und nun badet sie sehr lange. Da musss man immer aufpassen das sie nicht unterkühlt.

      Und seit sie nach etwa 3 Minuten in der Badewanne einmal plötzlich Gaggi gesagt hat und alles schwam so rum, war mir klar, dass es in der Badi immer Badewindeln braucht.

    • Martin Frey sagt:

      Allein schon die Erwähnung von Punkt 2 ist eine Zumutung, zudem inhaltlich falsch. Erinnert mich etwas an die Erwachsenen, die ins Schwimmbad eintauchen und ohne vorgängig zu Duschen dabei die eigene Unterwäsche auch noch anbehalten (‚muss nach dem Baden ja sowieso umgezogen werden‘).

    • 13 sagt:

      Dem kann man sich nur anschliessen. Und was heisst hier teuer? Gerade Badewindel hat es doch in jedem Laden aus Stoff, da braucht man 1-2 pro Jahr und fertig. Zumal die Autorin ja das Geld bei der Sonnencreme wieder eingespart hat.

      • tststs sagt:

        Wundere mich gerade, dass es nicht einfach Badhösli mit Gaggiauffangnetz gibt…?!?

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Die gibt es resp. sind waschbare Badewindel so ähnlich, etwas mehr gepolstert und schliessen besser ab. Es gibt sogar solche, die von Aussen wie Boxershorts geschnitten sind und innen eine Badewindel eingenäht ist. Darum verstehe ich tatsächlich nicht, warum jemand die Wegwerfwindeln für 1.- pro Stück kauft und dann noch jammert, sie seien teuer…

    • Amanda sagt:

      Als ich eine Sommersaison lang in unserer Badi (mit Badewindel-Pflicht) als Aushilfe arbeitete, habe ich die Erfahrung gemacht, dass kleine Kinder ohne Badewindeln nicht selten ihren „Gaggi“ ins Wasser absetzen. Es kam auch vor, dass Gleichaltrige dann (bei fester Konsistenz) spielerisch versuchten, die braunen „Schiffe“ mit ihren Sandkasten-Förmli und -siebli einzufangen. Häufig von den Müttern unbemerkt, da die sich nicht am Beckenrand aufhielten, sondern ihre Sprösslinge aus Distanz beaufsichtigten.

    • tststs sagt:

      Ähhhmmm, mal ganz blöd gefragt, was ist so schlimm, an einem Gaggi im Wasser?
      (Also insofern es von fester Konsistenz ist und von den Eltern entfernt wird.)

      • Jasi sagt:

        @tststs: Krankheitskeime vielleicht??? Mich grust es allein beim Gedanken!

      • Martin Frey sagt:

        Waschen Sie sich die Hände nach dem WC-Gang, tststs?
        Das ist die Antwort;-)

      • Amanda sagt:

        Ein einzelner kompakter Kinder-Gaggi, ist kein Problem. Generell sind es die im Kot enthaltenen E.-Coli-Bakterien, die ein Gesundheitsrisiko darstellen können.
        Zu Ihrem „von den Eltern entfernt“: Das war – so weit ich es mitgekriegt habe – nur sehr selten der Fall. In der Regel wurden dafür wir Badiangestellten gerufen, weil sich von den Eltern niemand für das Missgeschick zuständig fühlte.

      • tststs sagt:

        Sie meinen wahrscheinlich eher Fäkalbakterien… und auch da: Wo ist das Problem?
        Bitte nicht missverstehen, selbstverständlich gehört das Gaggi entfernt, aber ich glaube zuhause badet das Kind doch auch ohne Windeln. Und auch dort geht ab und zu mal was ins Wasser. Und das ist doch weder waaaahnsinnig grusig noch gefährlich…

      • tststs sagt:

        @Amanda Solche Eltern/Menschen, DAS finde ich dann grusig…

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe schon erlebt, wie in dem Fall das ganze Babybecken abgelassen wurde. Eine Stunde gesperrt…

      • Hotel Papa sagt:

        @Jasi: Reines Tabuproblem. Fäkalkeime sind IDR nicht besonder pathogen. Frei nach Stan Uris: Shit washes off.

      • Sportpapi sagt:

        Man wundert sich ja, dass es immer noch Leute gibt, die in Teichen und Seen baden…

  • Amanda sagt:

    „Geheimtipps“ für Eltern? Gähn . . .
    Zudem: Für eine Redaktorin sehr nachlässiges Deutsch! Hört sich für mich an, als wären manche Formulierungen 1:1 aus dem Englischen übernommen worden.

  • Lina Peeterbach sagt:

    Das ist ja eine nette Liste – aber „Geheimtipps“!? Naja…

    • Alex sagt:

      Es geht bei solchen Listings nicht darum, dass man als Leser etwas Neues erfährt, sondern dass man Bestätigung erhält.

      • Lina Peeterbach sagt:

        Merci, das war mir nicht klar 😉
        Aber schon allein die Formulierung der Überschrift macht keinen Sinn: Mindestens die Punkte 3, 6, 9 und 10 sind definitiv keine Tipps (ob nun in Ihrem oder in meinem Sinn), sondern höchstens Feststellungen.

  • Hans Koller sagt:

    Fuck? Man lernt von den Eltern

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