Ein Abend, der völlig aus dem Ruder läuft

Eine ruhige Nacht mit der Familie auf dem See? Manchmal bleibts beim Traum. Foto: Pexels.com

Es ist fünf vor zwölf. Nachts. Ich sitze am Küchentisch. Dabei sollte ich doch eingerollt bei meinem Mann in der Koje unserer Beneteau Oceanis 33 liegen. Und unsere beiden Kinder sollten tief und fest in ihren Kojen schlafen. Das war der Plan.

Ein spontaner Sommerabend auf dem See, vor Anker liegend in unserer Lieblingsbucht, und am nächsten Morgen direkt in die Schule und zur Arbeit. Famos, denken wir, das haben wir noch nie gemacht! Um 21 Uhr ist Zeit für unsere zwei Diabetiker-Kinder, das Basalinsulin zu spritzen – und jetzt wird der Abend zur Katastrophe. Ich spritze wie immer drei Einheiten, zack, Pen ins Bein, drin das Insulin … nur dummerweise erwische ich heute das falsche. Ich Kuh spritze nochmals Essensinsulin! Wie kann mir das nach all den Jahren noch passieren? Aber drin ist drin.

Mist. Ich rechne kurz nach. Okay, das sind sechs Brotwerte, die meine achtjährige Tochter jetzt noch essen muss. Schokolade findet sie super, Milch mit Schoggi drin geht auch noch, bei allem anderen: Mami, ich platze … da geht gar gar nichts mehr rein. Was für mich heisst: vier Stunden wach bleiben und ständig ihren Blutzucker kontrollieren, damit es kein Hypo (Unterzuckerung) gibt. Ist ja nicht das allererste Mal, dass das passiert. Unser Elfjähriger hat seit sieben Jahren Diabetes. Die Zeit rückt vor, es geht gegen 22 Uhr, und da morgen Schule ist, sollen die beiden ab in ihre Koje. Sie sind ziemlich ausgelassen, wer kennt das nicht.

Da gibts nur eines: Anker lichten

Und plötzlich ist Maels Sensor für die ständige Blutzuckerkontrolle, den er am Arm trägt, ab. Und ab ist ab. Haben wir ein normales Blutzuckermessgerät an Bord? Haben wir nicht. Wie kann das sein, nach all den Jahren, nach all den Pannen, mit unserer ganzen Erfahrung? Ich könnte in die Tischkante beissen. Da gibts nur eines: Anker lichten und zurück in den Hafen fahren. Mael tobt, Aline weint. Ich tröste, so gut es geht, Fehler können passieren, ist nicht so schlimm, das sind wahre Abenteuer – und schlage mit meinem Bein an den aufgeklappten Esstisch.

Es scheppert, heisser Kerzenwachs ergiesst sich über meine Zehen, Glas zerspringt in tausend Scherben, die Nacht ist dunkel, und die Sterne funkeln. Es hätte noch weitaus schlimmer kommen können, aber mein erfahrener Skipper hat uns sicher zurück in den Hafen gebracht. In der Zwischenzeit ist es fast fünf vor eins, und die vier Stunden sind um. Endlich. Ich gehe beide Kinder noch einmal messen, bevor mich der Wecker um 3 Uhr wieder wecken wird, um den Blutzucker abermals zu kontrollieren.

Ein kleiner Einblick in unser Leben mit zwei Kindern mit Diabetes. Gute Nacht.

68 Kommentare zu «Ein Abend, der völlig aus dem Ruder läuft»

  • Angela sagt:

    Also ich bin schockiert über diese vielen negativen Kommentare. Ich war mir nie bewusst, wieviele unglaublich unzufriedene, neidische Menschen es doch geben muss. Ich wünschte mir, dass man sich mehr Respekt und Unterstützung geben würde.

  • Walter Ehn sagt:

    Bin Diabetiker und ehem Segler mit vielen Meilen.
    1. Unterzuckerung ist sehr leicht zu erkennen. Bei 3 Einheiten gibt es keine. Sollte man das Spritzen einmal vergessen, bei diesen geringen Werten macht es kurzfristig gar nichts. Ich selbst spritze 2x im Tag 32 Einheiten. Würde ich es eimal zuviel machen, besteht absolut keine Lebensgefahr. Ein Stück Schoggi, alles wieder im Lot. Also, viel bla, blah um ein kleines Problem. Diabetes ist schlimm, aber nicht momentan lebensgefährtinch.

    2. Eine 33Fuss Yacht ist absolut kein Luxusgefährt. Es braucht viel Wartung. Pflege. Ich weiss von was ich spreche, habe 55 000 Seemeilen gesegelt.

    Schluss: Ist amüsant zu lesen, wirkliche Erkenntnisse bringt dieser Artikel nicht

    • Karin sagt:

      zu 1. Unterzuckerung ist NICHT immer leicht zu erkennen. Vor allem nicht bei schlafenden Kindern. Und bei solch kleinen Menschen sind 3 Einheiten mehr als bei einem ausgewachsenen sportlichen Segler.
      Im übrigen ist die vergessene Spritze zwar tatsächlich nicht schlimm, aber würde mein Mann morgens oder abends versehentlich 24 Einheiten Essens- statt Basisinsulin erwischen, hätten wir ein Problem. Der müsste augenblicklich futtern wie blöd, da reicht Ihr Stückli Schoggi dann nirgends mehr hin! Bei Ihnen reicht das vielleicht, da Sie wahrscheinlich Typ 2 Diabetes haben.
      Der Schreck der Mutter ist also wirklich kein bla, bla, um es mit Ihren Worten zu sagen. Und Diabetes IST im Endeffekt indirekt lebensgefährlich.

  • Sibylle Bachmann sagt:

    Vielen lieben Dank!

  • Robin H. sagt:

    Super, dass Ihr trotz dieser Umstände Urlaub macht und auchmal ohne Festland!

    Dass dann auchmal ein Messgerät abfällt oder so – gibts alles 🙂

    Alles gute und gute Reise!

  • Beatrice Fischer sagt:

    Als dipl. Ernährungsberaterin und Mami sehr nachvollziebar… lassen Sie sich nicht verunsichern, lieber einmal zuviel messen als zu wenig.
    Alle lernen etwas dazu und das nächste Mal läuft es wieder besser!
    Alles Gute!

  • Nadine Gerber sagt:

    Liebe Frau Bachmann, ignorieren Sie doch einfach bitte all die besserwisserischen Kommentare der Möchtegern-Experten. Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen, niemand kann Ihren Alltag beurteilen. Ich wünsche Ihnen eine schöne Reise mit Ihrer Familie, das wird sicher super!

  • déjà-vu sagt:

    so viele bitterböse kommentare, insbesondere von der enorm sendebewussten ‚flo, die echte‘ ! da sehe ich bildlich das ums feuer tanzende rumpelstilzchen . was soll das, würden sie die mama bloggerin in der gleichen diktion coram publico fertig machen ? bitte behalten sie doch etwas die contenance …

  • Bachmann Sibylle sagt:

    Herzlichen Dank für die vielen positiven und mutmachenden Rückmeldungen!
    Für diejenigen, welche nicht zwischen den Zeilen oder ungenau gelesen haben ;):
    1. Ich konnte beim Sohn den Blutzucker erst wieder messen als wir kurz vor Mitternacht ZU HAUSE waren. Der war zu diesem Zeitpunkt nicht ok und im Wissen, dass wir einen sehr sportlichen Tag hinter uns hatten (sprich blutzucker wird noch mehr sinken) habe ich mich entschieden, um 3h nachmessen zu gehen.
    2. Beide Kinder spritzen selbständig. Wer Kinder mit Diabetes hat, weiss, dass diese aber oft nicht spritzen wollen und in dieser situationen nehme ich ihnnen das gerne ab.
    3. Ich habe nur einem Kind das falsche Insulin gespritzt.
    Und zu guter Letzt: Ich bin baff und schockiert, mit wie wenig Ahnung und Wissen Menschen urteilen.

    • Hans Hegetschweiler sagt:

      Alles ok, die Dikussion hier etwas chaotisch. Aber den Typ Ihrer schönen teuren Yacht name droppend zu erwähnen. ist halt doch ein bisschen prahlerisch. Lehrerin mit rreichem Ehemann halt.

      • Stefan W. sagt:

        Wieso prahlerisch? Andere leisten sich für deutlich mehr Geld ein Haus oder ein Ferienhaus. Ausserdem hat das mit dem Inhalt des Artikels ja nichts zu tun.

  • Alexander sagt:

    Sehr geehrte Frau Bergmann: Wollen Sie Ihren Kindern allen Ernstes beibringen auf jede kleinste Panne mit Insulin und Messgeräten mit Panik zu reagieren? Da wäre etwas mehr Gelassenheit weitaus hilfreicher für das spätere Leben Ihrer Diabetiker-Kinder.
    Ich bin seit 24 Jahren Diabetiker und habe eine Vielzahl möglicher GAU erlebt – und lebe noch. Sehr gut sogar, und bisher ohne Folgeschäden.

  • Dahlia Meier sagt:

    Irgendwie geht mir dieses „Gschiss“ dass heutige Eltern um ihre Diabetikerkinder machen je länger je mehr auf den Geist. Ich habe seit meiner frühsten Kindheit einen Typ1 Diabetes und ich bin meinen Eltern sowas von dankbar, dass sie mir ein normales aufwachsen ermöglichten ohne immer auf dem Diabetes rumzureiten. Notabene damals ohne Sensoren, Pen und und… Ich glaube der Fortschritt ist diesbezüglich nicht nur positiv. Lebensgefahr weil man ein Hypo hat, Lebensgefahr weil ein bisschen zu hoch und und und… Man sollte nicht übertreiben und einfach den gesunden Menschenverstand nicht ausser Acht lassen.

    • Susi sagt:

      @Dahlia Meier: „Ich glaube der Fortschritt ist diesbezüglich nicht nur positiv. Lebensgefahr weil man ein Hypo hat, Lebensgefahr weil ein bisschen zu hoch und und und… “
      Schön, wenn Sie dieser Krankheit nicht zu viel Raum geben. Leider läuft es nicht bei allen so gut, und gerade „früher“ war es ja mit der Dosierung noch schwieriger. Ich weiss auch, wovon ich rede, ich bin mit einem Diabetiker-I-Vater aufgewachsen, und unser Familienleben war (auch ohne Gschiss) massiv eingeschränkt, insbesondere ab der Zeit, wo er eine Dialyse brauchte. Ich habe Dinge mit dieser Krankheit erlebt, die niemand auf die leichte Schulter nehmen kann und verstehe die Autorin schon.
      Was ich hingegen nicht verstehe, sind die lieblosen Kommentare heute…

  • Jean N. Eau sagt:

    Okay, okay, es heisst ja oben drüber MAMA BLOG. Und ich sage ja gar nichts. Hier habe ich als Segler wirklich nichts verloren…

  • Adam Riese sagt:

    Ich denke, dieser Zwischenfall sollte als Zeichen dafür gesehen werden, dass es Zeit wird, dass die Kinder (zumindest der 11-jährige Sohn!) sich die Spritzen selber setzen. Aber das mit dem Loslassen ist so eine Sache.

    • Samira sagt:

      Wundert mich auch. Eine 8jährige kann das oft schon allein, ein 11jähriger MUSS das jedoch können -da hat due Mutter nichts mehr am Bein zu suchen!
      Zeit das Szepter zu übergeben.
      Und es hätte gereicht zu sagen mit dem Boot. Der exakte Modelname ist ausgesprochen peinlich und schreit, als würde man was – zb nicht perfekte Kinder? kompensieren wollen.

    • Annagretel sagt:

      Immer schön mitlesen, Herr Adam:
      “ Beide Kinder spritzen selbständig. Wer Kinder mit Diabetes hat, weiss, dass diese aber oft nicht spritzen wollen und in dieser situationen nehme ich ihnnen das gerne ab.“

  • Jack Stoffel sagt:

    Toll, dass die geneigte Leserschaft so en passant von Ihnen erfahren durfte, dass Sie mit einer Bénéteau Oceanis 33 die Gewässer unsicher machen. Hoffentlich verhalten Sie sich wenigstens beim Segeln nicht so schusselig, wie es in Ihrem Diabetesgschichtli den Anschein macht. Als ich noch selber segelte, schlugen wir jeweils Bénéteau-Alarm, wenn so ein Angeberkahn auftauchte…

    • ariane sagt:

      Kam mir auch eher schräg rein 😉

      • Nala sagt:

        Wenn ich denn überhaupt wüsste, was ein Bénéteau Oceanis 33 ist *kopfkratz*. Klingt für mich eher so nach einem Modemedikament. Dachte immer Schiffe haben normale Namen. Aber was weiss ich schon. Das einzige Schiff das ich bisher benutzte war Queen Mary 2 und die geht garantiert nicht unter Segelschiff 😀

      • Jack Stoffel sagt:

        Nala: Jachten von Bénéteau und ähnlichen Edelherstellern haben den Ruf, das zu sein, was man bei Autos Renommierschlitten nennt. So BMW- oder Porsche-like.
        Der Ruf „Bénéteau-Alarm“ beim Segeln war bei uns ein halb ernstes, halb ironisches Crew-internes Kommando und bedeutete ungefähr: Achtung, dicke Blöffsack-Jacht nähert sich. Erhöhtes Risiko, sagen wir mal, unorthodoxer Segelmanöver mit gewissem Gefahrenpotenzial 😉

  • Flo, die echte! sagt:

    Beim nochmaligen genaueremn durchlesn !!!!!!

    – Haben wir ein normales Blutzuckermessgerät an Bord? Haben wir nicht.
    – In der Zwischenzeit ist es fast fünf vor eins, und die vier Stunden sind um. Endlich. Ich gehe beide Kinder noch einmal messen, bevor mich der Wecker um 3 Uhr wieder wecken wird, um den Blutzucker abermals zu kontrollieren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      und was genau geht da nun nicht auf? Nach dem Missgeschick um 21h ist mit 00.55h die 4h Std Wartefrist abgesessen, und um 3h nachmessen klingt für mich, okay- Nichtdiabetikerin, nachvollziehbar.

      • ariane sagt:

        weil sie schrieb, dass sie kein Blutdruckmessgerät an Bord haben.

      • diabetesclub.ch sagt:

        Zur Klärung:
        Zitat: „Und plötzlich ist Maels Sensor für die ständige Blutzuckerkontrolle, den er am Arm trägt, ab. Und ab ist ab“.
        Der Blutzucker wurde also mittels Sensor und nicht mittels herkömmlichem Blutzucker-Messgerät gemessen. Ein abgefallener Sensor kann nicht wiederverwendet werden.

      • Niklas Meier sagt:

        Und sie sind ja zurück gefahren und haben das Messgerät zuhause benutzt.
        Sie scheint nicht nur beim Insulin etwas verplant zu sein

      • Brunhild Steiner sagt:

        @ariane

        laut Text sind sie inzwischen ja zurück gefahren und vermutlich war diese Nachmessung dann zuhause.

      • Flo, die echte! sagt:

        diabestesclub!!
        Können oder wollen sie die Diskrepanz der Aussage nicht sehen? Won wegen zur Klärung!
        es geht darum das sie schrieb sie hätten k e i n normale BZ Messgerät an Bord und dann kann sie stunden später trotzdem mit einem offenbar vorhandenen normalen BZ Messgeräte bei beiden Kindern den BZ messen – der abgefallene Sensor kann ja nicht mehr funktionieren . haben sie ja selbst geschrieben!! D a s scheint mir eher ein bisschen seltsam!
        Oder sitz i c h auf dem BZ Messgerät, rsp. auf dem Schlauch?

    • Lia sagt:

      offenbar sitzen Sie gewaltig auf dem Schlauch, Flo, da sie sämtliche Antworten auf Ihren Beitrag ignoriert haben, die Ihnen bestätigen, dass die Familie nach Hause gefahren ist und um 3 Uhr morgens ZU HAUSE gemessen hat.

  • Flo, die echte! sagt:

    Nur eine Frage – als langjährige Diabetikerin
    Die Pen’s mit den diversen Insulinen unterscheiden sich doch sehr – wie kann da, bei jahrelanger Übung, ein solches Missgeshickt passieren.

    • Klärli Benz sagt:

      Ich bin, trotz jahrelanger Erfahrung im Gehen, auch schon über meine eigenen Füsse gestolpert.

      • Flo, die echte! sagt:

        Ja Klärli, ich auch, aber da geht es um meine Füsse, meine Nase, und nicht um meine Kinder!
        Und wenn sie meinen Beitra oben lesen bekommen auch sie vielleicht gewisse Fragzeichen

    • Anna F. sagt:

      Wie so vieles, was man nicht selbst erlebt hat ist schwer nachzuvollziehen…..Bevor ich Mama wurde, habe ich mir so vieles vorgestellt, wie es laufen wird. Hab auch innerlich über Eltern geurteilt……habe als Ärztin Eltern beraten, die ein Kind haben mit neudiagnostiziertem Diabetes…aber nachvollziehen, was es bedeutet mit dieser Krankheit zu leben, kann ich erst seit ich diese wunderbare Familie kenne….
      Und es tut mir im Herzen weh, wenn ich solche Kommentare lese…..Diese Mama, wie alle Mamas, gibt alles an Energie u Liebe f Ihre fantastischen Kinder…..
      Ich, für mich, probiere nicht mehr zu urteilen über Situationen, die ich nicht selbst erlebt habe!

      • Flo, die echte! sagt:

        Liebe Anna F.
        alle Mama’s, speziell Mam’s von Kindern die irgend welche Leiden haben, haben meinen allergrössten Respekt.
        Nun aber kommt mein ABER: Kinder mit 8, resp. 10 Jahren sollten eigentlich nicht mehr so anhängig von Mama sein und sich ihre Spritzen m.W. unter Aufsicht von Mama selbst setzen können- denn, wie machen sie es in der Schulzeit, beim Sport, in Ferien, auf Schulausflügen? In der Beratung/Behandlung von Diabetiker lernt mal als ersten den ganz verantwortungsvollen aber natürlichen Umgang mit dieser Krankheit. Kinder, genau so wie Erwachsenen lerne damit umzugehen. Ich habe übrigens seit 1987 Diabetes, meine Sohn ist mit Diabetes zur Welt gekommen und mein Enkel ist ebenfalls davon betroffen – ich rede also von etwas was ich kenne und wir leben alle damit!!

  • Maja sagt:

    Als Diabetikerin kenne ich diesen Stress, da geht’s ums Eingemachte. Versuchen Sie es, so zu sehen: Ihre Kinder und Sie lernen durch die Krankheit ganz früh, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und in hektischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Von diesen Fähigkeiten werden Ihre Kinder im Leben noch oft profitieren.

  • Herbert Berger sagt:

    Also ich verstehe diese Aufregung nicht. Wenn man mal zu viel gespritzt hat, kann man das sehr einfach mit Traubenzucker „korrigieren“.
    Und dann noch eine Sache, die ich nicht verstehe: Schokolade, um zu viel Insulin zu kompensieren? Schokolade besteht (neben Zucker) hauptsächlich aus Fett. Das Fett verzögert aber die Aufnahme von Zucker enorm. Also nicht geeignet, um Unterzuckerungen zu vermeiden.
    Reisen ohne normales Blutzuckermessgerät? Im Ernst jetzt?
    Dann um 3:00h BZ messen? Aber vorhin schrieben sie was von BZ-Sensor? Was jetzt nun?
    Sind Sie sicher, dass sie tatsächlich eine wahre Geschichte schreiben? Sie weist so viele Unstimmigkeiten auf, dass ich (Diabetiker) es nicht glauben kann, was sie da schreiben.

    • Flo, die echte! sagt:

      meine Rede!

    • Fritz Meyerhans sagt:

      @Berger: Schokolade hätte ich ja noch halbwegs akzeptiert, aber Milch (Wasser+Fett) als Hypofutter gab mir den Rest! Frau Bachmann, wurden Sie nie über Nährwerte in Kenntnis gesetzt?! Und zum Thema „das Kind will nicht“: Erklären Sie im ruhig und sachlich, dass es wählen kann zwischen Traubenzucker und einer Seebestattung im Kerzenschein. Mein Siebenjähriger (noch kein Diabetiker) hätte das relativ schnell entschieden.

      Es grüsst ein Diabetiker (seit dem Kindergarten, nun schon bald 30 Jahre am spritzen)

    • Annagretel sagt:

      Auch Sie haben – wie Frau Flo – offensichtlich Ihre Lesebrille verlegt. Darf ich zitieren:
      Lia
      29. August 2017 um 16:33

      offenbar sitzen Sie gewaltig auf dem Schlauch, Flo, da sie sämtliche Antworten auf Ihren Beitrag ignoriert haben, die Ihnen bestätigen, dass die Familie nach Hause gefahren ist und um 3 Uhr morgens ZU HAUSE gemessen hat.

  • Ralf Kannenberg sagt:

    Ich bin tief betroffen und irgendwie „erleichtert“, dass ich diese Probleme nicht habe. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und lassen Sie sich bitte nicht entmutigen, auch nicht von zynischen Leserkommentaren. Gott gibt Ihnen Kraft und die nötige Gelassenheit. Und wenn Sie sich so richtig schlimm verlassen fühlen, so dürfen Sie wissen und vertrauen, dass Jesus Christus in solchen Momenten ganz nahe bei Ihnen ist und Sie wieder Kraft und Geduld finden werden. – Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen alles Gute, Gesundheit und viel Freude !

    • Ulrich Gassner sagt:

      Sie haben den Text nicht verstanden. Auf dem Boot waren vier Personen: die Aut.orin, ihr Gatte und zwei Kinder. Von einem Herrn namens Jesus war keine Rede.

      • Fritz Meyerhans sagt:

        @Gassner: Der war anfänglich vielleicht schon auch an Bord, aber der Herr Jesus geht normalerweise, wenns brenzlig wird, zur Not auch über Wasser 😉

      • Ralf Kannenberg sagt:

        Tatsächlich kam Jesus mitunter wenn es „brenzlig“ war auf dem Wasser daher. Dabei ist er aber stets zu dem Boot mit den Menschen in Not gegangen und nicht von ihnen weg !

  • Lisa sagt:

    Eine Geschichte aus dem Leben aller Eltern gegriffen, vielen Dank! Aller Eltern: nicht weil ich das Leben mit chronisch kranken Kindern klein reden möchte – ganz und gar nicht! –, sondern weil wohl alle Eltern diese abgebrochenen Aktionen, gestörten Ferien, Planungsumwege und zum Glück noch gut ausgegangene Momente kennen. Ein erfreulicher Artikel, der einfach und ohne Wichtigtuerei daherkommt.

  • Susanna sagt:

    Find‘ ich – als nicht Betroffene – sehr interessant – zum Glück ist unterm Strich alles gut gegangen – hoffe, Sie können alles nachholen (Schiffübernachtung vor Schule für die Kinder, Nachholen des Schlafes für alle) und wünsche viel Glück und Nerven wie Stahlseile (aber die scheinen Sie ja bereits zu haben) für das 4monatige Abenteuer!

  • Tofa Tula sagt:

    Schoen, wie Sie sich um ihre Kinder kuemmern. So wie viele tausend andere Eltern auch, die es aber nicht fuer noetig finden, dies aller Welt kund zu tun. Sonst scheinen Sie aber nicht viel zu vermissen. Geniessen Sie das Leben mit Ihrer Familie ohne unnoetige Panik. Sie haetten ja gleich nach Hause fahren und die Uebernachtung auf dem Schiff spaeter mal nachholen koennen, dann aber gut vorbereitet. Man hat halt gerne den Feufer und s‘ Weggli, verstehe ich schon.

    • Egon Prosper sagt:

      Liebe Frau Tofu Lulu ;D
      Also ICH persönlich finde ehrlich gesagt eher IHREN Kommentar zum Artikel absolut nicht lesenswert, total grimm und verbittert, ohne Informationswert und einfach nur langweilig. Wie kann man nur?!
      Um mit den Mitteln Ihrer eigenen Logik zu argumentieren: Sie hätten den obigen Artikel ja gar nicht lesen müssen.
      Mein Beileid.

      • Tofa Tula sagt:

        Lieber Herr Egon,
        Nett, dass Sie sich das so zu Herzen nehmen.
        Sie nennen es verbittert wenn sich jemand etwas daran stoert, wenn vom Leben erwartet wird, dass es immer schoen behuetet, wie im geborgenen Nest, zugehen soll. Zeit erwachsen zu werden und mal erkennen, dass das Ungeplante und Unbequeme einfach auch zur Tagesordnung gehoert. Einfach leben, ohne grosses Theater darum. Typisches Wohlstandsverhalten , begeistert mich nun mal nicht. Es gibt Gegenden auf dieser Welt, wo man sich schaemen wuerde, relative Kleinigkeiten so an die grosse Glocke zu haengen. Zur Logik sei gesagt, dass man den Inhalt eines Artikels erst nach dem lesen beurteilen kann. Wie kann man nur? Wie sie gesehen haben – man kann.
        Hoffe, Ihnen den Tag nicht verdorben zu haben.

      • Susan Meier sagt:

        @Tufa Tula. Relative Kleinigkeiten? Sie haben sie ja wohl nicht alle beisammen. Diabetes ist eine toedliche Krankheit. Eine Ueber- bzw. Unterzuckerung v.a. bei Kindern kann sehr schnell schlimm enden.

      • Flo, die echte! sagt:

        Prosper, ich finde jetzt die Frage nach der „Nicht sofort Rückkehr“ nicht so abwegig.
        Ich hätte das, und vermutlich noch viele andere auch, getan oder mind. telefonisch einen Arzt konsultiert um sicher zu sein. Aus langjähriger Erfahrung wie ich das ein Hypo sehr gefährlich sein kann – besonders für Kinder mit einer noch nicht so stabilen/starken Konstitution.

      • Susi sagt:

        @Tofa Tula: Keine Ahnung, in welcher Gegend dieser Welt man es als Kleinigkeit erachtet, wenn ein Kind in Lebensgefahr schwebt; dies ist nämlich bei einem sogenannten „Hypo“ bei Diabetikern der Fall.
        Wollen Sie hier echt mit dem „in Afrika ist alles schlimmer, darum zählen unsere Probleme nicht“-Argument einfahren? Mit einer solchen Haltung könnten Sie es ja gleich bleiben lassen, hier in unserer Wohlstandsgesellschaft irgendeinen Blog (man beachte die Textsorte!) zu lesen.

    • Matthias Denzler sagt:

      @ Tofu Lulu: Schön, wie Sie diesen Blog lesen. So wie viele tausend andere Leser auch, die es aber nicht für nötig finden, dies aller Welt kund zu tun. Sonst scheinen Sie aber nicht viel zu vermissen. Geniessen Sie das Leben mit dem Internet ohne unnötigen Ärger. Sie hätten ja gleich aufhören können zu lesen und die Lektüre später mal nachholen können, dann aber besser gelaunt. Aber man schimpft halt gerne mal, verstehe ich schon.

  • Stefan W. sagt:

    Ist das nicht sehr selten, dass gleich zwei Kinder Diabetes haben? Haben denn auch beide Eltern Diabetes? Aber dann wären ja bestimmt mehrere Blutzuckermessgeräte an Bord gewesen. Wie auch immer: Ein spannender Bericht aus einem in mancher Hinsicht wohl nicht ganz einfachen Leben. Besonders eindrücklich finde ich die Schlusszene mit dem splitternden Glas und den funkelnden Sternen – beinah fühlt man sich dabei 🙂

    • Jürg Steffen sagt:

      Habe seit 20 Jahren Diabetes. Ich finde nur, dass deswegen ein zu grosses „theater“ gemacht wird. Einmal n icht spritzen – da passiert nichts, zuviel spritzen – dafür gibts Glukose Tabletten (muss man natürlich haben). Einfach das LEBEN nicht vergessen, es muss sich nicht immer nur um die Krankheit drehen

      • diabetesclub.ch sagt:

        Die Grundhaltung, mit dem Diabetes und nicht für den Diabetes zu leben, entspricht ganz unserem Forenslogan „Diabetes! … na und?“.
        Die Aussage, dass beim einmaligen Vergessen des Spritzens oder bei zu viel Insulin nichts passiert, mag für erwachsene Betroffene weitgehend zutreffend sein, kann aber keinesfalls auf Kinder übertragen werden. Das Diabetesmanagement bei Kindern ist wesentlich anspruchsvoller, als bei Erwachsenen, da der kindliche Körper viel schneller und massiver reagiert.
        Die Reaktion der betroffenen Mutter ist deshalb adäquat und absolut verständlich.

      • Herbert Berger sagt:

        Bei Kindern muss man natürlich schon etwas genauer mit den Zucker umgehen. Zuviel oder zu wenig Insulin hat bei kleinen Menschen mehr Auswirkungen.
        Aber man sollte gerade mit den Kindern nicht so ein Drama draus machen. Denn die Kinder sollten auch lernen, mit dem Diabetes entspannt umzugehen. Wenn man jedes Mal so ein Theater veranstaltet, warden die Kinder in der Pubertät sich sonst plötzlich verweigern. Deshalb ist es gut, die Diabetes gut zu kontrollieren, aber kein grosses Aufhebens darum zu machen.

  • Remo sagt:

    Ich kenne das Problem und habe daher zwei verschiedene Spritzen: einen Pen für den Tag und weiterhin Aufziehspritzen für die Nacht (geht auch umgekehrt). So spüre ich schon wenn ich die Dinger in die Hand nehme einen Unterschied. Pen am Abend ist verboten!

    • Papperlapapi sagt:

      Meine Frau hat aus dem gleichen Grund ihrem Abend-Pen einen Wollanzug gestrickt, um Verwechslungen (weitgehend) auszuschliessen. (nimm am Abend den im Pyjama…;-))

  • Brunhild Steiner sagt:

    Eigentlich ja ganz gut dass Ihnen dass vor der 4monatigen Auszeit passiert ist, so sind Sie bestens für ein weiteres worst-case-scenario vorbereitet 😉

    Ich schätze es sehr Berichte aus dem Leben mit „all seinen Ecken&Kanten“ zu lesen, das hebt sich wohtuend von den Schlagabtausch-fern-vom-Alltagsleben-Geschichten ab.
    Leben mit Diabetes ist eine von vielen Möglichkeiten welche zu Einschränkungen, Neu-orientierungen führt; ich finde es wichtig dass wir auch darüber „wach sind“.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ früher gabs in der DRS Kindersendung die Rubrik „ich habe was das du nicht hast“ oder so ähnlich, da haben regelmässig Kinder mit chronischen Krankheiten/Behinderungen Einblick in ihr Leben gegeben. Ich habe das (als damals Kinderlose) immer sehr gerne gehört und fand es genial dass so das Leben in all seinen Facetten gezeigt worden ist.

    • 13 sagt:

      „Ich schätze es sehr Berichte aus dem Leben mit „all seinen Ecken&Kanten“ zu lesen, das hebt sich wohtuend von den Schlagabtausch-fern-vom-Alltagsleben-Geschichten ab.“

      Innert Stunden gleich zwei Kindern das falsche Insulin zu spritzen, danach einen Sensor verlieren, anschliessend feststellen, dass man kein gewöhnliches Zuckermessgerät dabei hat, und sich zuletzt noch mit heissen Kerzenwachs zu übergiessen, das Ganze auf einem Boot, ist also eine völlig alltägliche Geschichte aus dem Leben, während der gewöhnliche Schlagabtausch, ich habe so eine Ahnung, was Sie damit meinen, lebens- und alltagsfremd ist? Nun, Sie scheinen in einer anderen Welt leben als ich…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13

        würde das gerne besser verstehen, vielleicht sollte ich den Schlagabtausch präzisieren, damit meine ich die mittlereweile fast schon austauschbaren, resp aus einem früheren Beitrag beinah identischen Verläufe, hin&hers, als Mitleser könnte man wetten wer nun was als nächstens beisteueren wird, ohne dass ein wirklicher Austausch stattfindet.
        Sie sind mir da übrigens nicht als Bsp unheimlich vorgeschwebt! 😉 . Klar, Missgeschicke auf dem coolen Segelboot treffen auch meine Welt nicht, aber in der Eile ein Glas umkippen, vor Hektik das falsche in Müll etc, und ich bin wirklich froh dass diese in meinem Alltag dabeisein und nicht die Endlosschleifen…, übrigens, nur ein Kind ist falsch gespritzt worden…,

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        dabei sind, sollte das natürlich heissen, und mit kein wirklicher Austausch meine ich, nichts- aber wirklich nichts, oder man findet nach durchkämmer das Goldkorn das einen persönlich bereichert.
        Eine falsche Dosis erwischen, das abfallen einer medizinischen Hilfe uä sind im Übrigen durchaus Szenarien welche im Leben von Betroffen nicht so wahnsinns selten sind. Ja, gerne mehr solcher Berichte von Menschen mit und ohne Einschränkungen aller Arten und weniger vorhersehbare Verläufe- wobei es ja selbst hier in die eine Richtung durchschimmert.

  • diabetesclub.ch sagt:

    Eindrücklicher Einblick ins Leben einer Mutter von Diabetes-Kindern.
    Den Eltern unserer diabetesbetroffenen Kinder gebührt ein ganz grosses Danke für ihren stetigen Einsatz!
    Es ist zu hoffen, dass das Projekt auf dem Schiff zu übernachten und von dort direkt in die Schule zu gehen, unter beruhigten Umständen nachgeholt werden kann.

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