Kurioses Facebook-Abc für Eltern

Wurde sie richtig angelegt? Egal, gut aufgelegt ist sie. Foto: Pexels.com

Während der Schwangerschaft mit meinen Zwillingen habe ich Facebook neu entdeckt. Ich bin mehreren Gruppen beigetreten, die mir bei Fragen rund um unseren doppelten Nachwuchs weitergeholfen haben. Nebst Antworten habe ich aber auch sehr viel Amüsantes in diesen Gruppen gefunden. Daraus resultiert mein nicht ganz bierernstes Facebook-Abc.

A wie Anlegen

Egal welches Thema, in der Stillgruppe lautet die Antwort immer «anlegen, anlegen, anlegen». Beim ersten Mal lesen hatte ich sofort eine dramatische Szene aus irgendeinem Kriegsfilm vor Augen.

B wie Babybjörn

Wer einen Shitstorm vermeiden möchte, sollte das Wort «Babybjörn» in den Tragegruppen nicht verwenden.

C wie clustern

Direkt nach dem «anlegen» folgt in den Stillgruppen die Erklärung, dass das Baby halt «clustere», also eine Phase des Dauertrinkens durchläuft: weil es zahnt, die Milchproduktion anregen will, unruhig ist, die Geburt verarbeitet, den Wetterumschwung merkt oder lieber ins Kino möchte.

D wie Do it yourself

In Bastelgruppen sieht man, was man etwa mit geschmolzenen Plastikbechern alles anfangen kann. Kann man sich merken fürs nächste Tasteless-Wichteln.

E wie elastisches Tuch

In den Tragegruppen herrscht die Meinung vor, dass man eigentlich nur im Tuch tragen sollte. Elastische Tücher sind da ausgenommen. Merke: Es wird kompliziert, und Tuch ist nicht gleich Tuch.

F wie Fräulein Hübsch

Fräulein Hübsch, Kokadi Flip, Mei Tai? Sind alles Tragehilfen, keine Drinks.

G wie günstig

Suche günstig, günstig abzugeben! Hauptsache günstig.

H wie Hilfe

Eltern stellen allen Ernstes Fotos von Ekzemen, Mückenstichen aka Spitzenblattern oder sonstige Wehwehchen ihrer Kinder auf Facebook und bitten um medizinischen Rat. Vielleicht sollte Facebook das als Geschäftsfeld weiter verfolgen und so was wie Medchat lancieren? Mit lustigen Filtern sieht doch jeder Hautausschlag gleich lustiger aus.

I/J wie «Just for cuteness alert»

In englischsprachigen Gruppen stellen Eltern häufig Kinderfotos zu den Facebook-Posts, damit diese oft angezeigt werden und die Leute darauf reagieren.

K wie kaufen

Spezielle Zwillings-Flohmarktgruppen, Spielzeugbörsen etc: Hier habe ich schon wirklich gute Käufe gemacht. Vertrauen gegen Porto – hat immer funktioniert. Schön!

L wie Liebe Mamis

Wo sind die Papis auf Facebook? In den meisten meiner Gruppen diskutieren und verhandeln Mütter. Haben die nichts Besseres zu tun, als immer am Handy zu sitzen, mag man denken. Ich sage: Frauen sind vielleicht doch die besseren Netzwerker.

M wie Malzbier

Aktivierte Bockshornkleekapseln oder eben Malzbier: Es gibt zig Möglichkeiten, die eigene Milchproduktion anzukurbeln.

N wie Nagel-Icon

Wer mit einem Pin oder einem Nagel kommentiert, folgt der Diskussion und wird über neue Kommentare benachrichtigt.

O wie oben

In den meisten Verkaufsgruppen darf man seine Verkaufsbeiträge einmal pro Woche hochsetzen oder pushen. Mit einem Kommentar wird der Post erneut angezeigt oder rutscht zumindest bei einigen noch mal in den Feed herein.

P wie Pre oder Pumi

Gäbe es ein Unwort unter den Stillfanatikerinnen, es würde wohl Pre lauten. Man verstehe mich nicht falsch, aber ich habe Mühe mit jeglicher Art von Fanatismus, Pumi und Mumi gleichermassen.

R wie rauch- und tierlos

Unbedingt anfügen, wer etwas verkaufen will. (Es muss natürlich stimmen.)

S wie SSC (Soft Structured Carriers)

Eine dieser unsäglichen Abkürzungen. Hat mit Baby-Tragehilfe zu tun; siehe auch unter F.

T wie Trageberatung

Das Anlegen der Stillgruppen sind die Trageberatungen der Tragegruppen.

U wie Umschlag

Um teures Porto zu sparen, soll möglichst alles in einem Umschlag verschickt werden. Sogar Skianzüge werden vakuumiert.

V wie Vakuumieren

Mamis mit Vakuumiermaschinen verdünnisieren Kleider, damit die in ein wattiertes Kuvert passen mit maximal zwei Zentimetern Dicke. Ich habe wieder etwas gelernt!

W wie Will das wirklich niemand kaufen?

Ehm nein, jetzt noch weniger als vorher.

Z wie Zwillingsmafia

Die hat mir oft weitergeholfen, und ich habe etliche andere Zwillingsmütter getroffen auf Facebook. Danke!

69 Kommentare zu «Kurioses Facebook-Abc für Eltern»

  • New Mum sagt:

    Ich bin Mami eines 7 Monate alten Babies und habe – man glaubt es kaum – kein Facebook. Unsere Quellen (ja genau, auch mein Mann informiert sich) sind:
    – Freunde / Freundinnen
    – die eigenen Eltern
    – Mütter- und Väterberatung
    – Kinderarzt oder die Hebamme
    – ab und zu mal auch ein Buch
    – unser Bauchgefühl

    PS: dass hier jeder Artikel zum Gender-Fight führt, finde ich ziemlich langweilig. Wir versuchen doch alle nur unser Bestes 😉

  • Carolina sagt:

    S, sorry, aber mein K*mm*nt*r wartet auf Sie wissen schon was…….. ;-(

  • Carolina sagt:

    Haben Sie alle eigentlich auch wieder diese Fre*schaltprobleme? Völlig harmlose Beiträge werden aufgehalten oder gar nicht ver*ffentlicht?

  • Hundebengel Charly sagt:

    Ich bin über solche Gruppen auch immer wieder amüsiert. Und das ist nicht nur bei Mamabloggern so. Seit einiger Zeit bin ich in in einigen ausgewählten Hundegruppen vertreten. Wenn du eine heiße Duskussion anregen willst, dann gib dort das Wort *Trockenfutter* ein. Yeah, dann geht die Post ab.

    Liebe Grüße
    Sonja

    • Carolina sagt:

      Stelle mir das in etwa so vor wie meine Nachbarin, die bei jedem unserer Hunde wieder fragt, ob wir ihn denn jetzt endlich mal vegan ernähren würden….. Das Stichwort würde sicher auch einen s*itstorm auslösen, hihi!

  • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

    Ging früher auch ohne Social-Media. Wieso sich Frauen einbilden, es müsste heute anders funktionieren, I dunno? Online Sucht bei Müttern ist ein bekanntes Phänomen: a) Cyberrelationship addiction oder b) Information overload. Gut zu sehen im Urlaub: hysterische public WIFI-Suche, Craving (wenn grad kein Netz vorhanden ist), Entzugserscheinungen (wenn aus der Gruppe kein Feedback kommt oder nach zwei Tagen immer noch kein WIFI vorhanden ist), Reizbarkeit (ok, das ist wohl das Grundrauschen per se). Hauptsache die Facebook-Gruppe (Rotte) wird am Leben gehalten, auch wenn das Essen anbrennt, das Kind auf den Tramgleisen Uno spielt, der Mann doch mit der realen Nanny rumhüpft. Husch, und schon ist das Leben vorbei. Aber zum Glück hat man ja eine Timeline…

    • Carolina sagt:

      Ist Ihr Beitrag eigentlich sofort ver*ffentlicht worden? Scheint mir, Sie haben schon eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung ……..

    • tststs sagt:

      Das hat doch nichts mit Frauen/Müttern zu tun, das ist schlichter Zeitgeist…
      (Falls Sie mir nicht glauben, schauen Sie sich mal die Crossfit-Community und deren „Handyverhalten“ an…
      Oder in den Whatsappchatverlauf einer Freiwilligen Feuerwehr… oder…)

      • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

        @Carolina: ich befasse mich berufsbedingt seit 1999 mit Digitalen Medien, deren Nutzung und Auswirkungen. Es wurden auch schon Studien zum Thema veröffentlicht (Uni Lübeck, 2011, PINTA Studie). Die eingeschränkte Wahrnehmung kann ich daher so nicht bestätigen. Ich gebe aber zu, meine Ferien als Feldstudie zu bezeichnen, wäre etwas übertrieben. *schmunzel* Ohne zu tief in die Behaviorismus-Kiste zu greifen: machen Sie doch den Selbstest und überlegen Sie sich, welche der vier Motivatoren Sie antreibt, auf SoMe aktiv zu sein: I’d like to be entertained / I’d like to earn sth. / I’d like to be part of sth. / I’d like to be recognized. Und wie lange halten Sie es ohne Handy/Smartphone/Tablet/PC/SmartTV o.ä. Geräte mit Netzverbindung aus. Kein WIFI?
        Süchtig? Ich? Sicher nicht! *zitter*

      • Susi sagt:

        Bei der von Ihnen genannten Studie geht es aber nicht um Onlinesucht der Frauen (der Mütter), sondern es wird lediglich aufgezeigt, dass eine solche Sucht sich bei Frauen im Bereich sozialer Netzwerke zeige, bei Männer eher beim Online-Gamen; betroffen von Internetsucht seien aber beide Geschlechter gleichermassen.
        Da liesse sich nun darüber streiten, ob einer der Suchtbereiche schlimmer ist als der andere.

      • Carolina sagt:

        Sie mit dem merkwürdigen Nick-Name: Sie wollen Ihren Post von gestern auch noch mit einer Studie untermauern und ihn als quasi-wissenschaftlich darstellen? Also, ehrlich, dann lesen Sie doch nochmal gaaaanz langsam, was Sie geschrieben haben – und achten vor allem auf besonders Wissenschaftliches wie ‚hysterisch‘, ‚auf den Gleisen spielen‘ etc…. Oder sind Sie Realsatire?

  • Daniel Huber sagt:

    Wir haben für unsere Kleine einen Babybjörn ausgeliehen bekommen. Das Ding war als Traghilfe wirklich völlig ungeeignet. Aufgrund der zu geringen Stegbreite hat es der Kleinen schon noch kürzester Zeit das Blut in den Beinchen abgeklemmt! Zum Glück haben wir das schnell erkannt und das Ding sofort aus unserem Haushalt verbannt. Vielleicht sind die aktuelle Modelle besser, aber für uns war diese Marke nach diesem Vorfall durchgefallen.

  • dres sagt:

    „Wo sind die Papis auf Facebook?“
    Ganz bestimmt nicht in diesen Plappergruppen. Wir können uns noch um Kinder kümmern, ohne jeden Furz durch die sozialen Medien absichern zu lassen.

    • mila sagt:

      Es gibt auch Mamis, die solche Gruppen meiden wie der Teufel das Weihwasser… 😉

    • 13 sagt:

      @ dres
      So kann man es auch sehen. Meine Erfahrung ist eher die, dass im Normalfall, Ausnahmen vorbehalten, die Väter zwar das direkte Kümmern übernehmen, während die Organisation und Informationsbeschaffung, unabhängig des Familienmodells bei der Frau bleibt. D.h. Väter nehmen dann einfach das Tragetuch, die Tragehilfe oder den Kinderwagen aus dem Schrank resp. der Garage und setzen das Kind rein. Immerhin hat ja schon die Mutter abgeklärt, welches das Passendste ist. Sie nehmen auch einfach die Milch aus dem Kühlschrank, wie Muttermilch abzupumpen (der Teil ist klar) und lagern ist, hat sich ja die Frau schlau gemacht. Und ist ein Kind nass, nehmen sie ein frisches Body aus dem Schrank, das wieder die Mutter in einer (Online-)-Börse gekauft hat.

      • Lucia sagt:

        Bei uns ist es gerade umgekehrt.
        Ich kann mich blind auf auf ihn verlassen.

      • Jänu sagt:

        Ach die tollen Mütter und die bequemen Väter. Nichts geht über die ewige Wiederholung dieser Stereotype. Fühlt sich frau hinterher dann besser, wenn sie so über Männer abledert?
        Warum Frauen überhaupt noch mit Männern zusammen leben scheint eines der grössten Rätsel unserer Zeit zu sein.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wir hören das bei Ihnen ja immer wieder. Dass die Männer sich nicht interessiere, sich nicht einlesen, nicht netzwerken, Termine, Einkäufe, Arztbesuche, usw. nicht regeln.
        Woran liegt das denn? Und: Sind Sie sicher, dass all das immer nötig ist? Und das die Männer auch so sehen?

      • mila sagt:

        Das wird in den meisten Fällen wohl tatsächlich so sein. Und ich für meinen Teil liebe diesen An-teil an unserer geteilten ‚Familienarbeit‘. Erstens, weil ich gerne Informationen sammle (respektive, gar nicht anders kann…), zweitens, weil ich gerne all die Dinge besorge, die unser Leben schöner, einfacher, gemütlicher machen. Zu meinem Glück können all diese Aufgaben abseits von Facebookgruppen und Mütterforen erledigt werden. Doch jeder das ihre, ich kann verstehen, dass manche den Online-Gruppenaustausch spannend/lustig/informativ etc. finden. Ich habe dieses Austauschbedürfnis einfach nicht, zumindest nicht in diesem Lebensbereich.

      • 13 sagt:

        @ Jänu
        Ich weiss schon, dass ich gegen die Regeln des MB verstosse, wenn ich mir wage, irgendetwas über die Männer zu sagen, anstatt die „böse Frauen/Feministinnen“- oder „verkannte Männerdiskriminierung“-Position einzunehmen, aber Abledern? Warum? Männer kümmern sich üblicherweise sehr liebevoll um den Nachwuchs und versorgen es auch üblicherweise zum grösseren Teil mit finanziellen Mitteln, welche den Standard (auch die Milchpumpe, das Tragetuch und die Secondhandkleider) sichern. Männer/Väter sind genauso wertvoll wie Frauen/Mütter, das stelle ich nicht in Abrede, aber ich werde nicht in einen übertriebenen Lobgesang einstimmen. Wenn man sich hier immer wieder anhören muss, wie Frauen keine Lust hätten zu arbeiten etc., dann erwähne ich auch, was sie normalerweise eher machen.

      • 13 sagt:

        2/ Dass dann sehr schnell sowohl der Vorwurf kommt, ich hätte allgemein etwas gegen Männer, was ganz sicher nicht der Fall ist und auch der Seitenhieb, dass diese Arbeiten ohnehin unnötig sind, ist ziemlich typisch für diese Diskussion und sagt eine Menge über die Wertschätzung aus.

        @ SP
        Woran liegt das denn?
        Dass die meisten doch irgendwo im klassischen Rollenbild gefangen sind (Männer wie Frauen))?Und: Sind Sie sicher, dass all das immer nötig ist?
        Nicht immer, aber doch meistens hilfreich und nützlich.
        Und das die Männer auch so sehen?
        Ja. Nur dass viele selten darüber nachdenken, aber wenn man genau nachfragt, dann ja.

      • Susi sagt:

        Bei uns lief es auch so, dass vor allem ich mich einlas und Dinge dementsprechend organisierte. Dafür hatte ich während des Mutterschaftsurlaubs ja mehr als genug Zeit. Ich informiere mich halt gerne ausführlich, während mein Mann die Haltung „das tuets scho“ einnimmt. Wahrscheinlich hätte er in den allermeisten Fällen sogar recht mit dieser Haltung.
        Das hat übrigens nichts damit zu tun, ob man sich blind auf jemanden verlassen kann (@Lucia) oder damit, über jemanden abzuledern (@Jänu). Es sind einfach unterschiedliche Haltungen, die sicher auch mit dem verfügbaren „Zeitbudget“ zu tun haben.

        In Plappergruppen habe ich mich aber auch nicht aufgehalten (@dres 😉 )

      • Sportpapi sagt:

        „Ich informiere mich halt gerne ausführlich, während mein Mann die Haltung „das tuets scho“ einnimmt. Wahrscheinlich hätte er in den allermeisten Fällen sogar recht mit dieser Haltung.“
        Das wäre auch mein Statement zum Thema.

      • mila sagt:

        Aha, sogleich der Seitenhieb – im klassischen Rollenmodell ‚gefangen’… Dafür müsste, wenn schon, etwas zunächst ‚belastend‘ sein. Aber ich sehe gewisse ‚Rollen‘-Anteile eher als Privileg. Wobei ich ja eher sagen würde, es entspricht meiner Persönlichkeit, mich vertieft einzulesen und den Alltag um mich herum einkaufend schön zu gestalten. Als Zwang oder Mühsal empfinde ich entsprechend nichts davon. Lorbeeren erwarte ich allerdings auch nicht dafür.

      • Papperlapapi sagt:

        Bei uns sind auch diese Aufgaben geteilt. Was Arztbesuche (jährlich Augenarzt, Kieferorthopäde, Impfungen….) für die Kinder (und den Hund) angeht, was Anschaffungen von Velos, Scooter, Sportausrüstung, elektronische Geräte, Musikinstrumente und -unterricht, was Familienwanderungen/ -ausflüge (Fahrpläne, Öffnungszeiten, Strecken, Verpflegung…) angeht, organisiere mehrheitlich ich.
        Kuchen für die Schulaufführung, Abschlussgeschenke für Lehrerinnen, Schuhe, Kleider für die Kinder organisiert/macht/kauft mehrheitlich meine Frau. Je nach dem wer grad Zeit hat, kann es auch mal anders sein….
        Mami Chef, Papi Handlanger ist nicht unsere Regelung.

      • Susi sagt:

        @Papperlapapi: „Mami Chef, Papi Handlanger ist nicht unsere Regelung.“

        Eine solche Wertung liegt im Auge des Betrachters, der Schwerpunkt kann hier nach Belieben verschoben werden:

        – Mami Chef, Papi Handlanger
        – Mami Arbeiterbiene, Papi Phlegmatiker
        – Mami hysterisch, Papi coolä Siech
        – Mami zufrieden, Papi zufrieden

        Die jeweilige Perspektive sagt wohl vor allem etwas über denjenigen aus, der sie einnimmt.

      • Daniel Huber sagt:

        Meine Frau hat gerne die Kontrolle über diesen Bereich und so überlasse ich ihr diesen auch gerne. Grössere Beschaffungen werden zusammen diskutiert und beschlossen, über den Kleinkram (Nuggimodell, etc.) kann sie besser selber entscheiden. Ist auch völlig unnötig, dass sich z.B. beide stundenlang damit befassen, welcher Schoppenwärmer nun besser ist. Sie überlässt mir dafür grösstenteils den Haushalts-
        und Elektronikkram. Da ist überhaupt nichts verkehrt an dieser (Rollen-)Arbeitsverteilung.

      • mila sagt:

        ‚Viel näher am Leben und praktischer‘ – das ist eine (klare) Wertung, tina, die ich für meine Bedürfnisse eben so nicht unterschreiben würde. Zumindest, was den Bereich Fachinformation betrifft… Und darüber plaudern, was so alles abgeht bei den Kleinen, und wie man damit umgeht, wie andere damit umgehen, das mach ich lieber auf dem Spielplatz, oder bei einem Kaffee. Da hab ich dann die buchstäbliche (heimische) Decke auch nicht über dem Kopf. 😉 (Das das mit der Decke ein Problem sein kann, will ich übrigens gar nicht bestreiten. Aber die Lösung dafür liegt zumal für mich nicht vor dem Bildschirm.)

      • tina sagt:

        es ist aber im austausch mit vielen, die sich mit einer thematik befassen, viel eher der fall, dass man kniffs kennenlernt die echt viel bewirken, als wenn man viele viele bücher list.
        wenn du deine leute auf dem spielplatz triffst, ist der austausch auf weniger leute beschränkt. schwarmintelligenz! 🙂 als meine kinder klein waren und es war irgendwas (frag mich nicht, zu lange her), dann konnte ich das online posten und hatte innert minuten verschiedenen input dazu. auch während dem mittagsschlaf der kinder 🙂 oder abends um 23, als sie endlich schliefen, und bevor sie wieder aufwachten 😉

      • mila sagt:

        Es sind einfach verschiedene Herangehensarten, tina. Ich mag mich gründlich und vertieft mit etwas auseinandersetzen, wenn ich darin Expertise und Kompetenz erlangen will (egal, worum es geht). Bei kleinen ad hoc Sachen, da stimme ich zu, kann die Schwarmintelligenz sehr hilfreich sein. Aber grundsätzliche Haltungsfragen, beispielsweise in der Erziehung, entscheide ich nicht ad hoc. Und auch nicht allein im Vertrauen auf den Bauch, den (Mutter-)Instinkt, den ‚gesunden‘ Menschenverstand, oder wie immer man es nennen will. (Hingegen ist der Bauch sehr hilfreich, wenn etwas (strikt) dagegen geht. Darauf vertraue ich bedingungslos.)

    • 13 sagt:

      @ Susi/SP
      So pauschal würde sich mein Mann dem auch zu 100% zustimmen und sich endlich bestätigt fühlen, dass ich übertreibe. Wenn aber das Kind, wie letzte Nacht, nachts kreischend aufwacht, er es zwar im Arm hält, aber etwas ratlos fragt, was denn los ist, ist er plötzlich doch froh, kann ich mein Wissen über den Nachtschreck abrufen 😉
      (Auch wenn er sich vermutlich noch nie die Frage gestellt hat, woher dieses eigentlich kommt.)

      • dres sagt:

        Wenn, wie unzählige Nächte passiert in den letzten Jahren, eines unserer Kinder schreiend erwacht und meine Frau einigermassen hilflos ist, bin ich froh, kann ich die Situation ohne Nachtschreck ganz einfach intuitiv lösen. Sorry, 13, aber das war jetzt ein perfekter Steilpass. 😉

      • Susi sagt:

        Ich weiss nicht, dres… Wenn es sich tatsächlich um „Nachtschreck“ handelt, ist man mit Intuition doch schnell mal am Anschlag.

      • dres sagt:

        Haha, ich habe gedacht, das sei so eine Website, dieser „Nachtschreck“. Aber ich mag das jetzt trotzdem nicht googeln, sonst würde ich mir noch untreu.

      • Susi sagt:

        @dres: Ohja, eine Plapperwebsite namens „Nachtschreck“ würde sicher sehr rege besucht werden. (Die Fortgeschrittenen gehen dann auf die „Rosemary’s Baby-Ratgeber-Site“)

      • 13 sagt:

        @ dres
        Kein Problem, dres. Sie müssen auch nicht googeln, mir reichen die Reaktionen als Bestätigung so mancher meiner Ansichten. Wir haben da eine schöne, aber doch stereotypische Auswahl von:
        – Das ist alles nicht wahr und überhaupt bist Du männerfeindlich (Jänu)
        – Das mag sein, dass es v.a. Frauen tun, aber ist ja eh völlig unnütz (Sportpapi)
        – Männer brauchen das nicht, sie machen sowieso auch ohne Hintergrundwissen das Richtige (Sie)
        und letztlich, damit die Aussage doch bestätigt wird:
        – Ja, bei uns übernehme tatsächlich ich den Part (alle Frauen der Runde mit Ausnahme von Lucie, die eben als die von mir erwähnte Ausnahme gilt).
        Sehr aufschlussreich 😉

      • Carolina sagt:

        Was für eine Kreatur ist ein Nachtschreck?
        Und zum unzähligsten Male stellt sich mir hier die Frage, was es mit einem eingefahrenen Rollenmustern zu tun haben soll, dass bei unterschiedlichen Paaren unterschiedliche Kompetenzen zum Tragen kommen? Mein Mann hat jahrelang zu Hause gearbeitet und für die Kinder gesorgt, legt aber null Wert auf ein schön dekoriertes Zuhause oder hat Putzen bzw Gartenarbeit ganz unten auf der Prioritätenliste. Ist mir doch völlig egal, solange er ein wunderbarer Vater (und übrigens auch Ehemann) ist. Ist sein Verhalten typisch männlich? Vielleicht. Mir egal. Aber summa summarum bin ich glücklich, weil er mich immer wieder erdet und mir zeigt, dass ich mich nicht in Kleinigkeiten und Unwichtigem verlieren muss (typisch weiblich? Vielleicht). Und so ist es

      • Carolina sagt:

        /2 doch wohl in den meisten Familien, oder? Gewisse Dinge müssen erledigt werden, manche dürfen erledigt werden – einige sind Spass, andere nicht. Da findet sich in der Regel ein (manchmal auch holpriges) Gleichgewicht – aber was das jetzt wieder mit ‚klassischem (also bösem) Rollenmodell‘ zu tun hat, erschliesst sich mir einfach nicht.

      • Susi sagt:

        @Carolina:
        Ja, bei meinem Mann und mir lief (läuft) es sehr ähnlich, es geht um Prioritäten. Und mir fällt es heute auch leichter, mal 5 gerade sein zu lassen.

        Nachtschreck ist eine Aufwachstörung des Kindes. Bei schweren Fällen kann sich ein Kind da jede Nacht zwei Stunden oder mehr in einem Zustand zwischen Schlaf und Wachsein, dabei schreien, heulen, um sich schlagen. Man kann es nicht aufwecken. Sowas ist schrecklich: Der Sohn von Freunden war betroffen, die haben sich über mehrere Monate nächtlich abwechseln müssen bei der Betreuung. Hat die Familie dermassen geschlaucht, dass sie auf ein zweites Kind verzichtet haben.

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina
        Vielleicht kennen Sie das Phänomen, das Susi beschrieben hat, besser unter dem Begriff Pavor nocturnus.
        @13
        „Wenn aber das Kind, wie letzte Nacht, nachts kreischend aufwacht, er es zwar im Arm hält, aber etwas ratlos fragt, was denn los ist, ist er plötzlich doch froh, kann ich mein Wissen über den Nachtschreck abrufen.“
        Viel mehr kann Ihr Mann aber auch nicht tun, meinen Sie nicht? Insofern hat er ja richtig reagiert. Dass man ein Stück weit aber damit überfordert ist, wäre ja durchaus verständlich.

      • Carolina sagt:

        Susi, das habe ich wirklich nicht gewusst. Unser zweites Kind hat ja erst nach anderthalb Jahren durchgeschlafen und da war ich jeweils sehr, sehr froh um einen extrem geduldigen Papi (der wesentlich weniger schnell gereizt ist und war als ich), aber das scheint nochmals ein anderes Kaliber zu sein.
        Was ich noch sagen wollte, ohne dass ich bitte in den Verdacht des Frauenbashings gerate: es scheint mir, dass doch einige Frauen (ich selber auch!) nur sehr ungern ihren Männern Aufgaben überlassen bzw ständig die Erwartung haben, sie sollten die Dinge genauso machen, wie sie es selber für richtig hielten. Das ist eine Sackgasse, denn irgendwann macht auch der gutwilligste Mann nur noch Dienst nach Vorschrift (umgekehrt wäre es ja wohl ähnlich).

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Wer hat die Rollenmuster denn gewertet? Dres hat die Frage der Autorin aufgenommen, wo die Papis sein und meine Antwort dazu war, dass meistens gar nicht beide die Informationsbeschaffung (oder auch finanzielle Anschaffungen) übernehmen müssen, weil wenn es einer tut, der andere auch mitprofitieren kann. Und meistens obliegt diese Informationsbeschaffung und auch Kinderbörsen nach Kleidern etc. absuchen der Mutter, womit die Väter auch davon profitieren können, wenn sie nicht dabei sind. Ob das nun klassisch und darum gut oder böse ist, ist jedem selber überlassen. Ich halte es nur für eine Erklärung.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Es beruhigt einen einfach (zumindest mir UND meinem Mann geht es so), wenn man es zuordnen kann. Und Ruhe bewahren hilft auf jeden Fall.

      • Susi sagt:

        @Carolina: „Unser zweites Kind hat ja erst nach anderthalb Jahren durchgeschlafen und da war ich jeweils sehr, sehr froh um einen extrem geduldigen Papi (der wesentlich weniger schnell gereizt ist und war als ich), aber das scheint nochmals ein anderes Kaliber zu sein.“

        Bei uns genau gleich, unsere Tochter schlief 13 Monate lang nur 1.5 Std. am Stück. Aber immerhin schlief sie dann auch schnell wieder ein (und wir meistens auch). Aber wenn man dann so lange wachgehalten wird, das ist echt schlimm. Als ich dieses Paar nach einigen dieser Monate sah, erschrak ich echt. Ehemals attraktive, strahlende Leute, die nur noch Schatten ihrer selbst waren: Fahle Haut, Augenringe, abgelöschtes Auftregen, beide hatten enorm zugenommen.
        (Jetzt geht es ihnen aber wieder gut 🙂 )

      • 13 sagt:

        @ Susi/Carolina
        Ich habe ja beim ersten Kind, welches mit 3 Monaten durchschlief, immer die Augen ab den jammernden Mütter mit ihrem Schlafmanko verdreht und fand sie extrem übertrieben. Das zweite, welches mit 1,5 anfing durchzuschlafen, hat mich ziemlich brutal wieder auf den Boden gebracht. Das dritte, welches in den letzten 2,5 Jahren vielleicht 10 Mal durchgeschlafen hat, ist wohl die gerechte Strafe für meine Überheblichkeit.
        Aber spätestens seit letzter Nacht weiss ich, dass ein „normales“ Aufwachen, weil ein Kind quängelt, nichts gegen das hysterische Schreien beim Nachtschreck ist. Wir standen im Bett und ich konnte danach zwei Stunden nicht schlafen. Daher habe ich vollstes Verständnis für diese Familie.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Das mag sein, dass es v.a. Frauen tun, aber ist ja eh völlig unnütz (Sportpapi).“
        So habe ich mich sicherlich nicht ausgedrückt. Es ging um Prioritäten und Interessen. Ich kann nun mal dem Partner nicht vorwerfen, dass er nicht in jedem Fall mein Interesse und meine Begeisterung teilt. Und vielleicht seine Zeit und sein Engagement lieber anders einsetzt.
        Erinnert mich an meinen Vater, der sich immer beklagt hat, dass er im Garten so wenig Unterstützung erhielt. Im von ihm zugemieteten, wohl verstanden.

      • tina sagt:

        ach, es gibt auch foren (wahrscheinlich auch facebookgruppen) für allerlei themen, in denen sich hauptsächlich männer tummeln. fussball, downhillbiken, töffahrer (unterteilt in marken und hubraum), outdoorzeugs wie wandern oder survival, um nur ein paar völlig unrepräsentative beispiele zu nennen. politik, fotografieren, programmieren, gamen.
        bei den mütterforen oder gruppen wird nicht nur unnütz geplaudert sondern genetzwerkt, das ist doch gut! und kann man von töffahren und fotografieren wohl eher weniger behaupten

      • tina sagt:

        es ist völlig überflüssig, sich vom austausch unter müttern so zu distanzieren. das ist wie wenn ein programmierer foren für programmierer völlig peinlich findet. solls geben. das sind die leute, die denken, sie stehen total drüber. kann man machen, ist aber erst recht unnütz, denn austausch zu gewissen fachthemen hilft nicht nur anfängern.

      • mila sagt:

        Zu Fachthemen gibt es auch spezifisch(er) zugängliche Fachinformationen… wobei ich Austausch durchaus als sehr wohltuend finde, persönlich halte ich das aber lieber vis-à-vis, und überschaubar. Gerade, wenn es um Zwischenmütteraustausch geht. So hat jede(r) seine Präferenzen, was ja auch völlig ok ist. Hab ich auch schon gesagt. Ich distanziere mich einfach vom Bild, das netzwerken nur online möglich ist, egal für wen und wofür.

      • tina sagt:

        natürlich ist das nicht nur online möglich, aber es hat viele vorteile.
        fachlicher erfahrungsaustausch ist doch super über foren! eben, angenommen du bist angler, hobbyastrofotograf oder oldtimer-restaurator: natürlich kann man ein buch lesen. aber es ist viel näher an am leben und praktisch nützlicher, wenn du erfahrungen mit vielen anderen austauschen kannst. gerade mütter sind oft zuhause angebunden und können die zeit doch für kommunikation nutzen. vielen müttern fällt die decke auf den kopf wenn sie plötzlich so ohne arbeitskollegen zuhause hocken, verglichen mit früher. ganz zu schweigen von all den durch körperliche oder psychsiche behinderung mobilitätseingeschränkten

      • tina sagt:

        und wie auch mit arbeitskollegen braucht der austausch auch nicht nur ernst und trocken zu sein und das ist auch nur wünschenswert

      • mila sagt:

        Huch, wieder mal verrutscht…

      • Carolina sagt:

        Tina: stimme Ihnen (schon wieder, wird jetzt langsam auffällig!) völlig zu! Aber dann: Sie sind ja auch ziemlich in einem einseitigen Rollenspiel gefangen, siehe Ihr ‚….gerade Mütter sind oft zu Hause angebunden……‘ (irony off!) 🙂

      • tina sagt:

        „mütter und andere mobilitätsbenachteiligte“ 😉

      • Susi sagt:

        @tina: „es ist völlig überflüssig, sich vom austausch unter müttern so zu distanzieren.“

        Also, meine Erfahrung ist die, dass es in den Foren tatsächlich so zugeht wie Tschannen das mal beschrieben hat:
        https://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/41810/mein-kleiner-maximilian-jason-kriegt-noch-mumi/

        Davon distanziere ich mich dann doch irgendwie.

      • tina sagt:

        tschannen schreibt aber schon im ersten abschnitt, dass solche blüten überall im internet zu finden sind, am schlimmsten seien scheinbar haustierforen. was man sich hier so zu gemüte führen darf ist nicht besser, als das was ich in den mütterforen las. ist ja auch ein mütterforum, wen wunderts 😉

      • Susi sagt:

        @tina: Klar, Foren generell! Wenn ich mal etwas Google, z.B. in einem hypochondrischen Anfall, und dann versehentlich kurz in ein Forum gerate, sträuben sich mir echt die Haare.

      • Susi sagt:

        Hey, mir ist grad noch etwas in den Sinn gekommen bezüglich Haustierforen. Vor drei Jahren hing bei einem unserer Kaninchen das eine Ohr plötzlich runter. Ich fand das seltsam und googelte „Kaninchen linkes Ohr hängt“ und staunte dann nur noch. Eine Kostprobe:
        http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/29472-pl%F6tzlich-h%E4ngendes-ohr.html

      • Carolina sagt:

        Haha, Susi, selten so gelacht! Nur eine Frage: Hat Ihr Klopfer (!!!) jetzt Helikopterohren oder nicht? Hat sich noch was anderes abgesenkt? 🙂

      • Susi sagt:

        @Carolina: Ich hab mich eben auch schlapp gelacht! (Die Ohren unseres „Klopfers“ stehen wieder 1A. 😀 )

        Irgendwie ist es bei den Kaninchen wie bei den Kindern, wenn sie klein sind, macht man sich total schnell Sorgen. Beim Ohr dachte ich sofort an einen Schlaganfall, aber das war noch gar nichts: Die Kleinen sprangen während unserer Abwesenheit auf der Loggia höher als wir dachten aufs Gestell und frassen einen Topf Windelröschen leer. Ich also gegoogelt und gesehen, dass Windelröschen giftig sind. Wir sozusagen mit Blaulicht ins Tierspital, die Hasen mussten über Nacht ins Sauerstoffzelt und bekamen Aktivkohle. (Rechnung CHF 400.60…)

        Heute reisst sich einer draussen eine Zehe aus, ohne dass ich ihn genauer untersuche.

      • Carolina sagt:

        Windelröschen, Susi? Windelröschen? Sind Sie sicher? 🙂
        Habe wirklich nicht gewusst, dass Kaninchen so, äh, abenteuerliche Leben haben! Meine ‚Kompetenz‘ macht bei Katzen und Hunden halt – so mancher unserer geliebten Heimköter hat mindestens ein Ohr hängen lassen, wenn nicht beide! Bei der Katze würde ich dann eher stutzig werden – und ab jetzt beim Kaninchen auch!

      • Susi sagt:

        @Carolina: Hahaha, nein, ich habe jetzt nochmals nachgeschaut, es waren Wandelröschen, nicht Windelröschen! Solche Bünzliblüemli haben wir jetzt eh nicht mehr. Eigentlich haben wir gar keine Pflanzen mehr, die Hasenphalanx hat gewonnen. Aber ich bin sicher, unsere Kaninchen sind nichts gegen einen Heimköter 😀

    • tina sagt:

      haha dres, und das hier ist keine plappergruppe? ich würde mich nicht so über facebookgruppen stehend fühlen hier 🙂

      • Carolina sagt:

        13: Ihre Antwort an dres, die mir doch nicht besonders positiv eingefahren ist und dann Ihre Zusammenfassung an die anderen, die ich so lese, dass jeder, der nicht in den Gesang der Frauen-haben-die-Hauptlast-und-Männer-tun-zwar-ihr-bestes-checken-es-aber-doch-nicht-ganz, einstimmt, eine Mängelrüge bekommt, fasse ich als genau diese (von mir aus implizite) Frage auf!
        Ich weiss, es ist heutzutage nicht pc, aber für mich persönlich ist ganz klar, dass es auch (nicht: nur!) geschlechterspezifische Interessen, Eignungen und Befindlichkeiten gibt – da hilft es nur, dass beide Partner miteinander ausarbeiten, wer für was besser geeignet ist und das darf man den meisten Familien ohne Bewertung selber überlassen. Mal ganz davon abgesehen, dass es genügend alleinerziehende oder sonstige

      • Carolina sagt:

        /2 Familienstrukturen gibt, für die dieses ewige Beharren darauf, dass alles soviel toller sein könnte, wenn sie nur endlich einsähen, wie veraltet und traditionell ihre ‚Rollen‘ sind, ein absolutes Luxusproblem ist, das ihre Sorgen und Nöten auch nicht ansatzweise erreicht.

      • mila sagt:

        Ich mag mich Carolina in dem Punkt anschliessen: es gibt Präferenzen, die geschlechterbezogen gehäufter auftreten als andere (alles unter dem Label an-erzogen, kultiviert, oder sozialisiert abzutun scheint mir ebenso verfehlt, wie alles zu biologisieren, respektive determinieren). Daneben gibt es persönliche Präferenzen. Was Menschen heute daraus machen, aus dem individuellen Gemisch, dass sie nun mal sind, nennt sich in der Regel eine Entscheidung. Alle privaten Entscheide auf gesellschaftlich auferlegte Normkorsette und Rollen zurückzuführen ist insofern, in meinen Augen, am Punkt wo wir inzwischen stehen, reichlich verfehlt.

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