Schwule Väter, na und?

Beim Elternsein geht es nicht ums Geschlecht – sondern um Liebe. (Foto: Getty Images)

Am Wochenende habe ich in der Zeitung einen herzerwärmenden Bericht über zwei Männer aus Bern gelesen, die Väter geworden sind. Sie sind nun Papi und Papi der kleinen Gaia, die im Bauch einer Leihmutter in den USA herangewachsen ist. Die Kommentare auf Facebook unter diesem Artikel waren dann weniger herzig. Hansjörg, Drahomira, Rolf, Rosmarie und andere empörten sich nicht etwa über den gemieteten Uterus. Dabei finde ich bezahlte Leihmutterschaft ist durchaus ein Thema, das man kritisch diskutieren sollte. Nein, sie fanden es total abartig, dass die kleine Gaia zwei Väter hat. Zwei Schwule, igitt!

Als heterosexuelle Mutter kann ich die Sorge um das Mädchen nicht nachvollziehen. Wo liegt das Problem, ihr Hansjörgs und Drahomiras?

Ihr schreibt: Ein Kind braucht Mutter und Vater!

Ich sage: Wenn das wirklich so wäre, dann müsste man ja alleinerziehende Eltern verbieten. Schwangere Singlefrauen müssten abtreiben. Und verwitweten Vätern müsste der Staat eine neue Frau zuteilen. Aber das ist zum Glück nicht nötig. Denn ein Kind braucht nicht zwingend Mutter und Vater, sondern vor allem stabile und verlässliche Beziehungen. Erwachsene, die es liebevoll begleiten. Das kann ein heterosexuelles Paar sein. Aber auch eine alleinerziehende Mutter, ein verwitweter Vater, die Grosseltern. Oder eben zwei Papis.

Ihr schreibt: Das Kind wird traumatisiert!

Ich sage: Kinder können traumatisiert werden durch schlimme Dinge wie Krieg, häusliche Gewalt oder auch Vernachlässigung. Aber nicht deshalb, weil seine Eltern dasselbe Geschlecht haben. Oder was genau soll denn ein Trauma auslösen? Schwuler Sex vielleicht? Ist es das, was ihr so wahnsinnig schlimm findet? Ich kann euch beruhigen: Eltern haben in aller Regel nicht vor den Kindern Sex. Dies gilt auch für homosexuelle Eltern. Und für die Entwicklung des Kindes spielt es absolut keine Rolle, ob die Eltern zum Beispiel Analsex haben. Sonst wären auch ganz viele Kinder von Heteropaaren traumatisiert.

Ihr schreibt: Das ist doch nicht natürlich!

Ich sage: Stimmt, zwei Schwule können zusammen kein Kind machen. Und zwei Lesben auch nicht. Es braucht die Hilfe einer dritten Person. Der Rest ist dann aber absolut natürlich. Oder jedenfalls genauso natürlich wie bei heterosexuellen Paaren, die zur Erfüllung ihres Kinderwunsches eine Insemination oder In-vitro-Fertilisation benötigen. Übrigens ist Mutter Natur sowieso nicht das beste Vorbild für menschliche Eltern: Löwenmännchen zum Beispiel fressen ihre Stiefkinder auf, Eisbären sogar die eigenen. Kuckucke platzieren ihre Kinder systematisch in Fremdfamilien. Alles ganz natürlich!

Ihr schreibt: Das Kind wird doch ausgelacht!

Ich sage: Ja, das ist möglich. Aber auch Kinder von verschiedengeschlechtlichen Eltern werden ausgelacht. Vielleicht weil sie abstehende Ohren haben. Oder einen Sprachfehler. Weil sie Viktor heissen oder das falsche Velo haben. Als Erwachsene sind wir hier Vorbilder. Wenn wir anderen nicht offen und respektvoll begegnen, dann tun es unsere Kinder auch nicht.

Also, Rosmarie, Drahomira, Rolf, Hansjörg und wie ihr alle heisst. Gönnt doch diesen beiden Männern ihr kleines Familienglück. Sie werden das Kind schon schaukeln. Denn die sexuelle Orientierung eines Menschen sagt nichts darüber aus, was er oder sie als Vater oder Mutter taugt. Beim Elternsein kommt es nicht drauf an, was man zwischen den Beinen hat. Sondern was man zwischen den Rippen hat: ein grosses Herz, in dem es viel Platz gibt für ein Kind.

214 Kommentare zu «Schwule Väter, na und?»

  • flor sagt:

    Ki-Wu Behandlung kostet ja ziemliches Vermögen… Dienstleistungen in den USA sind am höchsten in der ganzen Welt und beträgt etwa 150 000$. Und noch dazu gibt´s die Extrazahlungen – für den Kaiserschnitt, Kosten für die Behandlung und Wiederherstellung der Leihmutter, sogar für die Unterkunft und Nahrung… Da wir uns solch eine luxuriöse Behandlung nicht leisten könnten, nahmen wir ein ukrainisches Ki-Wu Zentrum in Anspruch. Die Kosten für Dienstleistungen sind viel niedriger, die Qualität entspricht jedoch einem recht hohen Niveau. Wir sind zufrieden geblieben, übrigens damit, dass unser Kinderwunsch wurde dort nun endlich erfüllt.

    • eineFrau sagt:

      Hallo, flor! Wir haben also etwas gemeinsam. Unser Kind hat auch das Licht der Welt dank der ukrainischen Behandlung gesehen 🙂

  • see#stern sagt:

    Seit Jahrhunderten waren Liebe und Einverständnis zwischen Ehepartnern und in diesen Gefühlen geborenes Baby von sehr großer Bedeutung. Es ist nur so, dass der Weg zum Kind heutzutage verschieden aussehen kann. Wenn es auf dem natürlichen Weg nicht klappt, kann man heute nachhelfen. Zum Glück bietet die moderne Medizin heute, wenn auch ausländische in Deutschland verbotene, eine Reihe von Möglichkeiten, damit der Kinderwunsch von unfruchtbaren Menschen abgesehen von all den Hindernissen jedoch in Erfüllung gehen konnte.

  • Hans Minder sagt:

    Die Evolution hat bisher gewisse sexuellen Orientierungen auf natürliche Weise unterbrochen. Homosexuelle/Menschen oder sich in Tiere/Objekte verliebende konnten sich nicht fortpflanzen. Die Weitergabe ihrer Gene wurde somit gestoppt.
    Wenn Homosexuelle nun Eltern werden dürfen, weshalb dürfen es Menschen nicht, die ihren Hund/Pferd/Traktor/Waffe etc. heiraten möchte? Müssten diese Menschen nicht auch ein Recht auf das Eltern-sein haben, sofern sie sich mit ihrem „Hund/Pferd/Traktor/Waffe etc.“ liebend um das Kind kümmerten?
    Homosexuelle etc. haben ihren besonderen Platz in unserer Gesellschaft und ich habe vor ihnen die gleich hohe Achtung wie vor allen andern Menschen. Ihr Rollentausch mit Heterosexuellen darf jedoch nicht uneingeschränkt sein, sonst herrscht Anarchie.

  • Peter Zurbuchen sagt:

    Argumentieren sollte in der Schule gelernt werden. Was hier zum Teil als Argument aufgeführt wird (auf beiden Seiten), kann man doch wirklich nicht ernst nehmen. Sollen wir denn zum Beispiel in der Schweiz die Kinderehe ermöglichen, weil es das in anderen Ländern gibt und wir sonst Leute drängen, ihre Kinder im Ausland zu verheiraten?

    • Sportpapi sagt:

      @Peter Zurbuchen: Hm. Bis jetzt haben Sie selber noch kein einziges Argument eingebracht.
      „Sollen wir denn zum Beispiel in der Schweiz die Kinderehe ermöglichen, weil es das in anderen Ländern gibt und wir sonst Leute drängen, ihre Kinder im Ausland zu verheiraten?“
      Mir reicht es ja schon, wenn Sie mir aus aktuellem Anlass, sauber argumentiert, die Frage beantworten, wie wir mit Schweizer Jugendlichen umgehen, die im Ausland geheiratet haben, und die nun mit Kind wieder in die Schweiz zurückkehren. Oder eben mit Flüchtlingen, die mit 14 geheiratete haben, und nun mit 17 mit zwei Kindern in der Schweiz stehen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man sollte auch in Mitteleuropa das Schutzalter realistisch auf 14 senken. Biologisch ist der Mensch zu diesem Zeitpunkt erwachsen und heirats- und fortpflanzungsfähig. Ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt, dass dies auch im Mittelalter schon der Fall war. Eheschliessungen mit 14 waren eher die Regel, als die Ausnahme.

        Wenn erst neuerdings die psychische und/ oder soziale Reife nicht gegeben ist, sollte dies Anlass sein, das Erziehungssystem zu überdenken. Da läuft etwas gewaltig schief.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Das sehe ich grundsätzlich auch so. Nur können wir das Schutzalter nicht senken, wenn die Realität nun mal so ist, wie sie ist. Bei uns.
        Aber wir könnten etwas verständnisvoller sein mit anderen Kulturen, in denen man anders aufwächst.

  • Sunne sagt:

    Treffender gut geschriebener Artikel.
    Zum Thema „Kind wird ausgelacht“ könnte man noch anmerken, dass Homophobie Kindern nicht angeboren ist – sie wird durch Vorbilder wie Eltern erlernt. Wenn also all die „ach so besorgten“ Gegner endlich aufhören würden, ihr Gift zu versprühen, dann würde sich das Problem ganz von allein lösen.
    Diese Gegner sind schuld an dem Mobbing, das sie als Grund dagegen angeben.

  • Hans Hegetschweiler sagt:

    Nur weil es ein paar Kommentatoren gibt, die Homosexualität abartig finden oder grundsätzlich verneinen, dass Männer zur Brutpflege fähig sind, nur weil also die Kritik zum Teil aus einer sehr konservativen Ecke kommt, finde ich das Vorgehen von zwei Personen, die voll im Berufsleben stehen (einer will sogar Stadtrat werden) nicht in Ordnung. Zum Ersten ist es Frauen verachtend, sich ein Kind gegen Geld produzieren zu lassen. Zum Zweiten gefällt mir die Oekonomisierung der Fortpflanzung (man kauft irgendwelche Keimzellen von Unbekannten) nicht. Und zum Dritten machen diese beiden Männer nicht gerade den Eindruck, sie wollten wegen ihrer Tochter ihr Leben wirklich etwas umstellen (wie dies fast alle berufstätigen Frauen tun). Egotrip pur.

    • Vreni Müller sagt:

      Da ist Ihnen vermutlich eien Fehler unterlaufen. Die Rede ist hier nicht vom Zürcher CVP Politiker gewesen, sondern von zwei Männern aus Bern.
      Es ist absolut Ihr gutes Recht, eine andere Meinung zu haben und die Praxis für nicht gut empfinden. Das ist auch das Ziel, dass man eine Diskussion führt und alle Punkte beleuchtet. Jedoch sollten sie mit dem Urteilen der Menschen vorsichtig sein.
      Kennen Sie die besagten Personen?
      Wissen Sie genau, ob keiner der zwei sich beruflich zurückgenommen hat?

  • Tofa Tula sagt:

    Es gibt auch recht viele homosexuelle Maenner, die in einer von aussen gesehen ganzt „normalen“ Ehe mit einer Frau leben und sehr gute Familienvaeter sind.
    Ein wesentlicher Unterschied ist aber, dass deren Kindern das komplementaere Geschlecht nicht vorenthalten wird und damit eine sozusagen „neutrale“ Grundlage geboten ist. Die Kinder koennen sich dann so entwickeln, wie es ihrer eigenen Natur entspricht.

    • Annalena sagt:

      Das gibt es, besonders in streng religiösen Kreisen, wo homosexuelle Menschen eigentlich gar nicht existieren dürfen. Ob die zwei ein glückliches Paar sind? Ich bezweifle das. Er muss sich ja total verbiegen und verstellen, evtl. sucht er seine Lust im Geheimen anderswo zu befriedigen. Und ob sich Kinder in so einer krisenanfälligen Partnerschaft wirklich gut entwickeln, bezweifle ich ebenso.

      • Tofa Tula sagt:

        Eine glueckliche Ehe ist meines Erachtens tatsaechlich die ideale Vorraussetzung um Kinder grosszuziehen. Da haben Sie recht. Leider ist die Scheidungsquote sehr hoch, auch bei unkonventionellen Partnerschaften. Oft weiss die Frau um die homosexuelle Veranlagung ihres Mannes und laesst ihm seine Freiheiten; man hat ein respektvolles Verhaeltnis zueinander. Solche Ehen halten oft sehr lange. Ein bisschen verlogen ist es schon, aber ein ziemlich guter Kompromiss.

      • Annalena sagt:

        Und welche Freiheiten nimmt sich die betrogene Ehefrau? Und wie wirkt sich das auf die Kinder aus? Möchten Sie so verheiratet sein, nur GV für Kinder, Ihre Lust bleibt auf der Strecke? Und wie schaffe ich es , meinen „Mann“ zu respektieren, wenn die Ehe nur das Feigenblatt ist, um eine Homosexualität zu verstecken. Das ist mehr als nur verlogen. Ich liess mich nie auf sowas ein, ich möchte das meinem Partner auch nicht zumuten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich denke auch, dass Kinder das Spannungsfeld brauchen, welches von Ausnahmen abgesehen nur zwischen Mann und Frau besteht. Homosexuelle Paare sind zu einseitig und häufig zu harmonisch. Es fehlt an essentiellen Widersprüchen.

  • Hoelz sagt:

    Sexistisch Madamme – wenn von verwitteten Vätern gesprochen wird. Kommt leider zu selten vor, aber auch ein Vater kann das Sorgerecht zugesprochen bekommen!

  • Clemens sagt:

    Bravo!

  • Martin sagt:

    Also hier in Basel gibt es viele so Öko Fritzen. Die brüllen die ganze Zeit „Natur, Natur“ usw. sind dann aber für die Homo Ehe und/ oder dafür, dass Schwule Kinder haben dürfen? Also das ist alles andere als natürlich! Natürlich ist ein stabiles und gutes Umfeld das wichtigste für ein Kind, aber ich kann nur sagen: Ich bin froh, nicht zwischen zwei knutschenden Männern/ Frauen aufgewachsen zu sein.

    • Jens sagt:

      Ja ja, Martin, Homophobie ist immer noch en vogue bei Vielen. Das macht sie nicht minder eklig und abstossend. Abgesehen davon ist homosexualität a.) auch natürlich und b.) ziehen auch bei anderen Tierarten ab und an zwei Männchen ein Junges auf. Nur eben – warum soll sich menschliches Verhalten nach anderen Spezies richten?

      • Max Caster sagt:

        Nur weil man etwas nicht befürwortet, ist man noch lange nicht homophob. Typische Reflexantwort von Leuten, die anderen ihre Meinung oder ihren Lebensstil aufzwingen wollen.

      • Michael sagt:

        Doch, Caster. Man ist homophob wenn man sagt, es sei unnatürlich und eklig. Wenigstens dazu stehen sollte man als „echter“ Heteromann. Alles andere ist feige.

      • Peter sagt:

        Max Caster, dumm nur dass Martin komplett auf dem Holzweg ist, denn es wurde nachgewiesen, dass diverse Tierarten Homosexualität kennen. Im weiteren sind seine Worte genau der O-Ton von homophoben Menschen

      • Rüdiger sagt:

        Können die sich dann auf natürliche Weise fortpflanzen? Eben nicht, deswegen unnatürlich…

      • Annalena sagt:

        Rüdiger, wenn nur natürlich ist, was sich fortpflanzen kann, sind unfruchtbare menschliche Wesen dann auch unnatürlich?

    • Kanoa sagt:

      Das einzige was hier nicht natürlich ist, ist deine Aussage.

      • Bettina sagt:

        Hört doch endlich mal auf alle die für gewisse Werte einstehen als ‚homophob‘ zu schubladisieren, das ist sowas von unterste Schublade ….

  • Jeanne sagt:

    Grundsätzlich ist es für mich ganz klar.Liebende Eltern sind die besten Eltern,egal ob Homosexuell oder Hetero.Nur die Leihmutterschaft hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack.Es hat doch etwas käufliches…Ist es ethisch vertretbar?Ich bin mir da noch nicht so sicher.

    • maia sagt:

      ganz genau, wobei Homosexuelle Menschen nicht automatisch liebende Eltern sind.
      Für mich ist Leihmutterschaft ethisch nicht vertretbar – und zwar in keinem Fall.

      • Franka Ebi sagt:

        warum nicht, Maia? Warum diese absolute Haltung? Ich frage aus ehrlichem Interesse, denn ich weiss von Fällen, bei denen Frauen mit grosser Freude und absolut freiwillig für ein anderes Paar ein Kind ausgetragen haben. Und sie hatten zu dem betreffenden Paar dann auch lange nach der Geburt noch Kontakt und es gab Besuche etc.

      • maia sagt:

        @Franka Ebi: Es mag solche Einzelfälle geben – meist sieht die Realität eben anders aus. Ausserdem finde ich, es gibt kein Recht auf ein Kind. Man kann halt nicht einfach alles im Leben haben.

      • Franka Ebi sagt:

        Hm ja, Sie sagten aber in keinem Fall. Ich gehe ja mit Ihnen einig, dass die Regulierung von Leihmutterschaft extrem wichtig und auch sicherlich schwierig ist. Das ist m.E. aber kein Grund, es komplett auszuschliessen. Und wenn man Leihmutterschaft erlaubt ist das nicht gleichbedeutend mit der Aussage „Jeder hat ein Recht auf ein Kind“. Auch Leihmutterschaft muss erstmal funktionieren.

      • Claudio Enggist sagt:

        Homosexuelle Menschen sind nicht automatisch liebende Eltern, aber homosexuelle Eltern sind sicherlich kinderliebende Menschen. Wer als Homo-Paar Kinder will muss einen grossen Aufwand betreiben – unabhängig von der Methode wie das Kind gezeugt wird. Es wird kaum ein Paar geben, welchen sich diesen Schritt nicht sehr reiflich überlegt und entsprechend auf die Verantwortung vorbereitet ist.

    • Christoph Bögli sagt:

      Was ist denn mit der Samenspende? Die ist komischerweise weitgehend unbestritten, obwohl diese auch etwas käufliches hat und, wenn man schon solche Kritik übt, konsequenterweise
      ähnlich fragwürdig ist. Anscheinend führt es aber immer nur zu Empörung wenn eine Frau ihren Körper „verkauft“..

      • maia sagt:

        @Christoph Bögli: Ich finde, dass ein Kind das Recht hat, zu wissen, wer seine leiblichen Eltern sind. Ich bin also auch gegenüber der Samenspende kritisch eingestellt. Allerdings gehen Sie wohl mit mir einig, dass sich eine Samenspende von einer Schwangerschaft/Geburt unterscheidet – oder?

      • Franka Ebi sagt:

        stimme Christoph Bögli zu. M.E. sollte nicht zwischen Samenspende, Eispende und Leihmutterschaft unterschieden werden, nur weil das eine leichter zu haben ist als die anderen beiden. Erstmal sollte man das Grundsätzliche anschauen. Ich habe auch immer den Eindruck, dass viele meinen, Frauen hier vor sich selbst schützen zu müssen und ihnen nicht zutrauen, selbst entscheiden zu können ob sie spenden wollen oder nicht.
        .
        Dabei kann man schon die Meinung vertreten, dass ein Kind das Recht hat zu wissen, wer seine biologischen Eltern sind (die leiblichen = sozialen Eltern kennt es ja). Ich glaube aber, dass die biologische Elternschaft zu wichtig genommen wird.

      • maia sagt:

        Ich bin bis anhin davon ausgegangen, dass leibliche Eltern eben die biologischen Eltern sind – aber das nur am Rande. Vielleicht haben sie aber noch bemerkt, dass in diesem Geschäft sehr viel Geld im Spiel ist. Ausserdem frage ich mich, wenn die biologische/leibliche Elternschaft zu hoch gewertet wird: Warum suchen soviele Kinder nach ihnen?

      • Muttis Liebling sagt:

        @maia

        Reproduktionsmedizin gibt es nur, weil es ein Geschäft ist. Ausser im Namen hat dieses Geschäft nichts mit der richtigen Medizin = Heilkunde zu tun.

        Ich denke aber, im nächsten gesellschaftlichen Reifeschritt schaffen wir diese kommerzielle Entartung der Medizin vollständig ab.

        Übrigens, die Frage, ob ein gleichgeschlechtliches Paar Kinder genau so gut erziehen kann, wie ein heterosexuelles, kann man in frühestens 50 Jahren beantworten, wenn die erste Generation von denen verstorben ist. Bis dahin ist alles nur Spekulation.

      • Franka Ebi sagt:

        Es hat doch keiner behauptet, dass hier kein Geld im Spiel sei. Was hat das mit der grundsätzlichen Frage zu tun, ob man Leihmutterschaft ok findet?
        .
        Leiblich vs. sozial vs. biologisch ist sicher eine Frage der Definition. So oder so prägen uns m.E. das Umfeld und die nächsten Bezugspersonen deutlich stärker als die Gene. Die natürlich auch eine Rolle spielen, keine Frage. Aber bei der Suche nach dem Ich werden sie meiner Meinung nach in ihrer Bedeutung überschätzt. So sehe ich das. Viele andere Menschen sehen das anders, das ist mir schon klar, und so gibt es natürlich auch viele „Betroffene“, die auf der Suche nach Angehörigen sind. Ich negiere das ja gar nicht. Ich sehe das aber einfach nicht als so grosses Problem, dass man daraus Verbote ableiten sollte oder könnte.

      • Franka Ebi sagt:

        @Muttis Liebling: natürlich ist Fortpflanzungsmedizin richtige Medizin. Unerfüllter Kinderwunsch ist eine von der WHO anerkannte Krankheit.
        .
        Jede Knie – OP wird für Geld gemacht und ist erst noch oft nicht nötig, deshalb behauptet aber auch keiner, das sei keine Medizin.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Franka Ebi

        Die WHO hat seit der 8. Revision hunderte Zustände als Krankheit anerkannt, ohne dass die Zustände dies rechtfertigen, indem die 3 objektiven Kriterien für eine Krankheit erfüllt werden. Nur irgend etwas muss die WHO schon bringen, um die 80% ihres Etats = 4 Mrd. Dollar als ‚freiwillige‘ Zahlungen von der Pharma- und Medizinindustrie zu verdienen.

        Die Kostenträger, im Fall Schweiz die Krankenkassen, zahlen für diese Nichtmedizin nicht, mit Ausnahme vielleicht des Wunschkaiserschnitts. Aber das werden wir auch noch ändern.

      • maia sagt:

        @Franka Ebi: … und weil eben soviel Geld im Spiel ist, ist das dann eben so eine Frage mit der „Freiwilligkeit“. Für mich ist übrigens „unerfüllter Kinderwunsch“ ebenfalls keine Krankheit. Der Wunsch kann sich ja aus den verschiedensten Gründen – die müssen ja nicht grundsätzlich biologische sein – nicht erfüllen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franka Ebi

        „Ich glaube aber, dass die biologische Elternschaft zu wichtig genommen wird.“

        schon seltsam, da ist seit geraumer Zeit endlich auf dem Radar dass es für Adoptivkinder, auch unter optimalen Bedingungen, ein Bedürfnis ist die „biologische Herkunft“ zu kennen, es gibt unzählige Lebensberichte von Betroffen welche spürten dass etwas fehlt und darunter in der einen oder anderen Form leiden-, die haben wohl alle noch nichts davon gehört dass sie das alles viel zu wichtig nehmen.

    • Madeleine sagt:

      Sehe das so wie Jeanne! Deshalb muss das Adoptionsgesetzt unbedingt überholt werden – es kann doch nicht sein, dass Schwule Paare keine Kinder Adoptieren dürfen!
      Ich habe den Artikel über das besagte Paar in der Schweizer Illustrierten gelesen: Auf die Fragen „Wird abgetrieben, wenn das Kind behindert ist?“ oder „Was, wenn das Kind bei der Geburt stirbt?“ wird keine Antwort gegeben. Und dann hatte die Leihmutter in dieser „Geschichte“ gar noch einen Notkaiserschnitt – muss da extra bezahlt werden? Schon krass, wie weit der Egoismus des Menschen gehen kann und alles drumherum einfach ausblendet.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Liebende Eltern sind die besten Eltern …‘

      Für diese Behauptung gibt es keine Begründung, oder können Sie eine beibringen?

      Ich halte diese Aussage für grundsätzlich falsch.

      • Jeanne sagt:

        @ML
        Sie haben schon ein bisschen Recht!Liebe kann man schwierig definieren,da es für Jede/n etwas anderes ist.Für mich persönlich hat es sehr viel mit Respekt und Zuneigung zu tun.
        Und klar,ein bisschen Recht gibt es auch nicht….

      • Annalena sagt:

        ML, die besten Eltern sind die, die ihre Kinder verhauen. Wer seinen Sohn liebt, der züchtigt ihn. Steht schon in der Bibel. Von Liebe heisst es da kein Wort.
        Aber im Ernst, ich halte Ihre Aussage grundsätzlich für Müll.

  • Rosa Rettich sagt:

    Alle diejenigen, die behaupten, ein Kind brauche eine Mutter und einen Vater: Ihr unterstellt indirekt allen uns, die ohne Mutter oder Vater aufgewachsen sind, aus welchem Grund auch immer, dass wir jetzt irgendwie geschädigt sind. Ich habe diese Unterstellung langsam satt, und ausserdem wären das ziemlich viele derart Geschädigte…
    Missbrauch, Unsicherheit, Verlassenwerden oder fehlende Wärme schaden einem Kind. Die Familienkonstellation alleine tut es nicht.

    • Sportpapi sagt:

      Tatsächlich finde ich es keine einfache Konstellation, wenn ein Elternteil fehlt. Stirbt er, kann man nichts machen. Aber eine Mutter oder ein Vater, der vom Kinder ferngehalten wird oder sich fernhält, das halte ich für ganz schlimm. Gerade für das Kind!

    • Martin Frey sagt:

      „Alle diejenigen, die behaupten, ein Kind brauche eine Mutter und einen Vater: Ihr unterstellt indirekt allen uns, die ohne Mutter oder Vater aufgewachsen sind, aus welchem Grund auch immer, dass wir jetzt irgendwie geschädigt sind.“
      Das behauptet niemand. Dass Sie das behaupten, entspricht wohl eher einer Unterstellung.
      Fakt ist lediglich, dass Kinder mit alleinerziehenden Elternteilen tendenziell schlechtere Karten im Leben haben. Denn optimal ist ein solches Setting nun mal nicht. Oder wollen Sie das bestreiten, Frau Rettich?

      • Frieda Müller sagt:

        Optimal finde ich, wenn ein Kind mehrere, verlässliche Bezugspersonen hat, die es innig lieben und sich kümmern. Zudem sind stabile finanzielle Verhältnisse hilfreich für eine gesunde Entwicklung. Schlimme äussere Umstände wie Krieg, Mangel an Freiheit und Entwicklungsmöglichkeiten etc. sind hingegen schlecht, ebenso wie Traumata jeglicher Art. Die sexuelle Orientierung der Eltern oder die konkrete Anzahl derselben (ob 1, 2 oder 4 …) sind glaube ich zweitrangig. Wobei es sicher Sinn macht, dass nicht alles an einer Person hängt. Aber bei Alleinerziehenden spielen ja oft auch Grosseltern oder Tagesmütter eine wichtige Rolle.

      • Rosa Rettich sagt:

        Ja, das bestreite ich. Meiner Meinung nach ist Kindererziehung dann optimal, wenn aus den Kindern gesunde, sozial gut integrierte Menschen werden, die ihr Möglichstes zur Gesellschaft beitragen. Viel „optimaler“ geht es nicht, oder? Und ja, es gibt genügend Menschen aus allen möglichen Familienkonstellationen, die das „erreicht“ haben. Oder wollen Sie DAS bestreiten?

        Was ich nicht bestreite, ist, dass gerade Familien mit nur einem Elternteil sicher anfälliger für suboptimale Verhältnisse sind, weil es für diesen Elternteil häufig eine (zu) grosse Herausforderung ist. Dem kann man aber auch anders abhelfen als mit einem zweiten (andersgeschlechtlichen) Elternteil.

      • Martin Frey sagt:

        Sowohl Sie, Frau Rettich, wie auch Frau Müller, reden an meinem Votum vorbei. Selbstredend gibt es sehr viel schlimmere, für die Entwicklung kompromittierendere Umstände als alleinerziehende Eltern. Zur Definition von alleinerziehenden Eltern gehört aber gerade dazu, dass „meistens ist ja der andere Elternteil auch noch irgendwo auf dem Radar“ eben nicht zutrifft. Zumindest iaR nicht als relevante Ressource.
        Zu den Einflüssen von alleinerziehenden Eltern, wie übrigens auch Alkoholikern (hatten wir ja umlängst) als Risikofaktoren fürs spätere Leben (nebst anderen) gibt es Untersuchungen. Einfach dies zu negieren und etwas anderes zu glauben ist Ihr gutes Recht. Aber mir den Umkehrschluss zu unterstellen ist nicht statthaft, denn das habe ich nie behauptet.

      • Rosa Rettich sagt:

        Den Risikofaktor habe ich ja eben gerade selber erwähnt. Dieser ergibt sich aber nicht direkt daraus, dass das Kind nur einen Elternteil hat, sondern daraus, dass dieser Elternteil überfordert ist, Stress hat, was auch immer, und DAS sind dann die eigentlichen Risikofaktoren. Aber auch Freunde, Verwandte, Nachbarn können den Elternteil entlasten und dem Kind eine weitere Bezugsperson sein, und zwar genauso gut, wie es der zweite Elternteil könnte.

        Ein Kind braucht mehr als eine nahe Bezugsperson, das sehe ich auch so, aber das müssen nicht zwei Eltern sein. Also BRAUCHT es nicht zwei Eltern.

    • Muttis Liebling sagt:

      Kinder Alleinerziehender haben nun mal schlechte Karte, was inzwischen weltweit belegt ist. Ein gleichgeschlechtiges Elternpaar ist nichts weiter als eine Dopplung des Alleinerziehenden. Zwei Gleiche sind etwas völlig anderes als zwei Ungleiche.

      Ein Vater, eine Mutter reicht, ein zweiter macht es nicht besser.

  • dres sagt:

    Zahlenmässig dürfte die Konstellation Homo-Eltern völlig vernachlässigbar sein. Alleinerziehende, Ehekrisen, häusliche Gewalt und sonstige Schwierigkeiten bis Hässlichkeiten sind dagegen weit verbreitet. Deshalb: Die paar homosexuellen Paare, welche Kinder aufziehen möchten, sollen dies auch tun dürfen. Amen.

    • zysi sagt:

      Und bei der nächsten gesellschaftlichen Lust eines Individuums nach bspw. Mehrehe sagen wir dann einfach auch zeitgemäss: tut nur – dürft ihr – wenn’s für euch passt und Amen.

      Nein, ich finde diese Entwicklung widernatürlich und nicht lebensfördernd im Sinne einer gesunden seelischen Fortpflanzung, denn die Kinder brauchen beide Elternteile, weil jeder Elternteil dem Kind dabei hilft, Männlichkeit und Weiblichkeit zu verstehen. Ehemänner können ehrenhaftes Verhalten aus der männlichen Perspektive vorleben. Ehefrauen können das aus der weiblichen Perspektive tun.
      Aber es ist ja wie allem im Leben, jeder muss für sich selber verantworten können, was „richtig“ und was „falsch“ – ob das einmal, irgendwann mal relevant sein wird, wissen wir wenn das Licht ausgeht 😉

      • Sunne sagt:

        In erster Linie brauchen Kinder Liebe und Eltern, die sich auf sie einlassen.
        Wenn es hier um die gute Entwicklung der Kinder geht, dann liegen Homoeltern allen Erhebungen nach weit vorne – deren Kinder sind im allgemeinen besser entwickelt, besser sozialisiert und engagierter. Liegt vermutlich daran, dass Homoeltern nicht „ups – jetzt ist es passiert“ oder „man bekommt halt irgendwann“ Kinder in die Welt setzen, sondern sich um diese wirklich bemühen müssen und sich entprechend auch später intensiver einsetzen.
        Im übrigen „weibliche“ und „männliche“ Perspektiven? Ehrlich? Wie wäre es mit „menschlichen“ Perspektiven, wie Toleranz und Akzeptanz? Vorbilder finden Kinder überall, Familien haben auch Onkels, Tanten, Omas und Opas.

      • zysi sagt:

        Leider gibt es in unserer Gesellschaft keine Beständigkeit bei der Definition des Wortes Liebe . Manchmal bedeutet es einfach „gern haben“. Die meisten Menschen wären wohl der Ansicht, dass „Liebe“ – ein gewisses Maß an Respekt und Toleranz für zwischenmenschliche Beziehungen – notwendig ist. Ich denke, dass hier etwas Vorsicht geboten ist, denn unter „Liebe“ (= Toleranz) kann man fast jedes Verhalten rechtfertigen. „Liebe“ ist gelegentlich nur ein Schlagwort, mit dem die Toleranz ungewöhnlicher und sogar destruktiver Verhaltensweisen propagiert werden soll.
        Ich will Ihnen Ihre Wünsche nicht nehmen, einfach unterstützen kann ich Sie nicht.
        Im Übrigen, gibt es keine weibliche oder männliche Perspektiven mehr und falls ja, sagen das Sie?

  • Bernhard Piller sagt:

    Die Frage stellt sich auch: braucht ein Kind zwei „Väter“ ? Kann ein Mann allein ein Kind nicht auch adoptieren? Warum spielt es eine Rolle, ob der Mann homo oder hetero ist?

    • Jasi sagt:

      Der zweite Vater, der das Kind nicht adoptiert hat, hat keinerlei Rechte und das Kind im umgekehrten Fall auch nicht. Angenommen, dieser Vater stirbt, dann erbt nicht sein Kind, sondern dann erben seine Eltern bzw. Geschwister.

      • maia sagt:

        Am besten ein Testament aufsetzten und die Eltern – falls sie noch leben – auf den Pflichtteil setzten und das Kind als Erbe einsetztn. Geschwister sind nicht Pflichteilgeschützt.

    • Frieda Müller sagt:

      Single-Adoption finde ich insofern heikel, dass mehrere Bezugspersonen (ihre sexuelle Ausrichtung ist mir völlig egal) immer besser und sicherer sind, sollte dem Elternteil etwas passieren. Klar gibt es viele Alleinerziehende, aber meistens ist ja der andere Elternteil auch noch irgendwo auf dem Radar. Bzw. wenn nicht und es passiert was, ist es meist dramatisch. Grad bei Adoptionen, wo die Behörden mitmischen, versucht man natürlich solche Situationen umsomehr zu vermeiden.

  • Fabian sagt:

    Klipp und klar auf den Punkt gebracht.
    Kann dem Beitrag voll zustimmen.
    Danke.

  • U. Knecht sagt:

    Dieses (selbst-)überhöhte „Ich will ein Kind!“ ist vom Ansatz her schon problematisch. Beispiele gibt’s für alles, doch unsere Natur ist normalerweise zweigeschlechtlich.

    • Cybot sagt:

      Natur? Wie kommen denn bloss all die Alleinerziehenden zu Kindern? Das ist noch viel eingeschlechtlicher. Dass Leute selbst nach diesem Artikel wieder genau die gleichen, überholten Argumente bringen, finde ich noch viel widernatürlicher. Und dann nennen sie sich wahrscheinlich auch noch „vernünftig“.

      • tststs sagt:

        Man stelle sich vor, dieses „Ich will ein Kind“ wäre nicht tief in uns verankert… wir wären ja schon ausgestorben, bevor wir die Bäume verlassen hätten 😉

    • claudi sagt:

      Die Begriffe ‚Natur‘ und ’normal‘ oder ‚Norm‘ zusammenzubringen ist jetzt nicht ganz schlüssig. Normen sind gesellschaftliche Konstrukte. Die Natur kennt keine Norm.

      • U. Knecht sagt:

        claudi(a? o?): Ersetzen Sie „normalerweise“ durch „mehrheitlich“, dann verstehen Sie vielleicht besser.

        Auf die übrigen, undifferenzierten S/W-Kommentare von Cybot und tststs lohnt es sich nicht einzugehen. Mein Rat dort höchstens: Lernen Sie, in Grautönen zu denken.

      • Claudi sagt:

        Knecht, unsere Natur sei also mehrheitlich zweigeschlechtlich. Ja klar, gut. Aber nicht ausschliesslich. Nur mehrheitlich.
        Genauso wie das Kinderhaben und Kinderkriegen. Mehrheitlich. Aber nicht ausschliesslich.

    • Annalena sagt:

      Es existiert auch die s.g. „Jungfrauenzeugugung“. (Ich meine nicht die Maria, ich spreche von Echsen). Auch nicht Normal, sprich mehrheitlich. Somit nach Meinung von Herrn Knecht wohl auch problematisch, s/w, nicht der Wert, darauf einzugehen. Aber Anbetracht dessen, dass homosexuelle Menschen nicht per se unfruchtbar sind, wird es wohl immer wieder Elternschaft durch eben diese geben.

      • Rüdiger sagt:

        Ja schon nur hat Mütterchen Natur entschieden, dass dies bei Menschen nicht der Fall ist. Im Gegensatz zu Ihren Echsen und gewissen Froscharten. Somit natürlich unfähig wenn sie so wollen…

  • Ciccio der Papa sagt:

    Liebe Frau Meier
    Ich wollte mich für den wundervollen Text bedanken. Ihre Argumentation trifft praktisch in allen Punkten voll ins Schwarze. Und wie in allen anderen online Medien hagelt es auch hier nicht an Kritik.
    Damit habe ich wirklich auch kein Problem und ich bin für ein offenes und ehrliches Gespräch. Aber wenn ich hören, dass sich Frauen nur des Geldes wegen oder in der Schweiz keine Frau freiwillig dieser „Tortur“ unterziehen würden, vergeht mir gleich die Lust. Leihmutterschaft wird auch hier bei uns praktiziert wird einfach anders genannt. Und finanziell nicht unabhängige Frauen dürfen in den USA gar nicht Leihmütter werden. Ich sehe, es gibt noch viel Aufklärungsarbeit zu machen und dafür sind wir auch an die Öffentlichkeit gegangen.
    Danke nochmals =)

    • 13 sagt:

      Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch und danke für Ihre Offenheit!
      Aber doch bin ich neugierig:
      Wie wird denn Leihmutterschaft in der Schweiz genannt?

      • Ciccio der Papa sagt:

        Danke =)
        In der Schweiz wird sie „ich helfe meiner Schwester / Schwägerin / oder was auch immer“ genannt. Man spricht es nicht offen aus, aber es gibt es. Ich kenne 4 Fälle persönlich, und weiss von vielen mehr.

      • Franka Ebi sagt:

        In Deutschland und m.W. auch in Skandinavien werden mittlerweile erfolgreich Gebärmütter transplantiert, zum Beispiel von der gesunden Schwester mit bereits erfülltem Kinderwunsch auf die Schwester, die ohne Gebärmutter aber mit Eierstöcken geboren wurde. So kann die Schwester eigene Kinder austragen. Nach erfülltem Kinderwunsch wird die Gebärmutter dann wieder entfernt.
        .
        Keiner kann mir sagen, dass das die bessere und einfachere Methode ist als wenn die gesunde Schwester oder eine andere Frau die Wunschkinder austragen würde.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ciccio der Papa

        und wie ist das in diesen Ihnen bekannten Fällen bezüglich Geburtsschein, amtlichen Formularen gehandhabt worden?

      • Madeleine sagt:

        @Ciccio der Papa – wie schon erwähnt, habe ich den Artikel über Euch in der Schweizer Illustrierten gelesen und ich bin überzeugt davon, dass ihr die Leihmutterschaft auch nicht richtig findet und trotzdem wolltet ihr es so unbedingt, dass ihr eure Bedenken ganz tief in eurem Herzen vergraben habt – das ist nie gut! Es ist ja schon problematisch, wenn ihr merkt, dass eure Tochter die Augen der Leihmutter geerbt hat. Somit werdet ihr jeden Tag daran erinnert, was ihr in eurem Herzen zu verstecken versucht. Ein Teufelskreis. Ich wünsche mir sehr, dass das Adoptionsrecht auch schwulen Paaren erlaubt zu adoptieren und das die Leihmutterschaft zu recht verboten bleibt! Es ist ja schon abartig, sich in einem Katalog eine Leihmutter auszusuchen, aber das wisst ihr ja selbst schon.

  • Robert sagt:

    Bezüglich Traumatisierung von Kindern muss man diese anstatt von homosexuellen Eltern eher von den Kommentarspalten in den Medien fernhalten.

  • trudi sagt:

    Warum liebt ein Mann einen Mann die Sehnsucht nach dem fehlenden Vater als er noch Kind war? Bei den Lesben die fehlende Mutter? Wer weiss es, kann mir vorstellen das es so ist.
    Ein Kind dann noch wollen ja da geht es genau so Mutter oder Vater fehlt.

    • Annalena sagt:

      Liebe Trudi, ich hatte wunderbare Eltern, meine Mutter war Hausfrau, wie damals üblich und kümmerte sich um Haus und Kinder. Mein Vater war der tollste Papa, den man sich wünschen kann. Also meine Eltern können nichts dafür, dass ich mich in eine Frau verliebt habe. Nichts und niemand ist „schuld“ an der sexuellen Ausrichtung eines Kindes, Homosexualität ist einfach eine Spielart der Natur. Nicht mehr und nicht weniger. Und die sexuelle Ausrichtung eines Menschen sagt nichts aus darüber, ob er ein guter Elternteil sein kann oder nicht.

      • trudi sagt:

        Danke für die Antwort ist sehr aufschlussreich, also sind wir froh wird es in der heutigen Zeit akzeptiert Frau liebt Frau Mann liebt Mann. Frau liebt Mann und so weiter die Liebe hat eigene Spielregeln.

  • arta sagt:

    Meine bester Freund, der mittlerweile wie ein Bruder ist, ist homosexuell. Er kommt aus einer grossen Familie mit 11 Geschwister und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Da es unheimlich schwierig ist für ihn und seinen Partner ein Kind zu adoptieren, ziehen sie in Erwägung sich zu trennen und eine weibliche Partnerschaft einzugehen, da es so mit dem Kinderkriegen „einfacher“ wäre.
    Ich habe Mutter und Vater- und ich bin auf höchster Ebene traumatisiert. Also kann ich aus Erfahrung sagen, dass ein Kind nun wirklich nicht Mutter und Vater braucht sondern Menschen, die es liebt. NUR das zählt. Ein Kind braucht Liebe! Jeder Mensch braucht Liebe!
    Ich finde es tragisch, dass sich gewisse ‚Menschen‘ mit ihren Kommentaren andeuten wollen, dass sie zu entscheiden haben WER WIE lieben soll!!

  • Henriette sagt:

    Ich bin entsetzt über die Voten von Hansjürg, Brechreiz, Mitleid, das ist ja furchtbar, wenn das im Zusammenhang mit Schwulsein geäussert wird. Ich bin mit vielen Schwulen befreundet und in erster Linie empfinde ich sie als Menschen. Der Kinderwunsch ist übrigens lange nicht bei allen Schwulen vorhanden, sehr viele führen auch ohne Nachwuchs ein ausgefülltes Leben.

  • Franziska sagt:

    Zitat: „Ich sage: Stimmt, zwei Schwule können zusammen kein Kind machen. Und zwei Lesben auch nicht. Es braucht die Hilfe einer dritten Person.“
    Hier muss differenziert werden:
    Für Schwule riskieren zwei Frauen ihr Gesundheit, ja ihr Leben, nämlich die Eizellenspenderin und die Leihmutter.
    Zur Eizellspende sagt Dr. Peter Fehr, erfahrener Fortpflanzungs-
    Mediziner: „Keine Schweizer Frau würde sich freiwillig dieser Tortur
    unterziehen und Eizellen spenden.“
    Quelle: Gesundheitstipp 01.02.2014
    Eine Legalisierung würde den Druck auf Frauen erhöhen, sich als Eizellenspenderinnen und Leihmütter zur Verfügung zu stellen.
    Zwei Lesben brauchen einen Samenspender, eine körperschonende Spende.

    • Sportpapi sagt:

      Wenn ich doch nur glauben könnte, dass das wirklich so nüchtern betrachtet werden kann.
      Ich habe schon oft genug Menschen, vor allem Frauen, erlebt, die es sinnvoll bis sogar perfekt finden, wenn zwei Frauen ein Kind aufziehen.
      Aber zwei Väter aus verschiedensten Gründen nie tolerieren könnten. Man muss ja das arme Kind schützen…

      • Franka Ebi sagt:

        finde ich immer lustig, wenn ein Mann so genau wissen will, was angeblich alle Frauen tun oder nicht tun würden (fände es genauso lustig, wenn eine Frau so etwas über alle Männer behaupten würde). Dabei beweisen Frauen tagtäglich, dass sie sehr wohl freiwillig Eizellen spenden und als Leihmütter Kinder austragen wollen.

        Zu den medizinischen Risiken: ja, beides kann theoretisch gefährlich sein, aber Autofahren ist mit Sicherheit gefährlicher…

      • Sportpapi sagt:

        Franka, ich vermute, Sie wollten nicht wirklich auf mich reagieren. Franziska hingegen ist wohl eine Frau…

      • Annalena sagt:

        Sportpapi, es gibt viele Lesben, die still und heimlich Kinder gross ziehen/grossgezogen haben, kein Mensch kümmert sich darum und das ist gut so. Wenn das zwei Männer tun, ist das weiss was für eine Story. Und es sind besonders Männer, die „Schwule“ „gruusig“ finden und mir Brechreiz reagieren. Ich kenne viele schwule Männer, viele sind warmherzige, emphatische Typen, die ich mir als Väter bestens vorstellen kann. Leider sind sie es nicht. Daneben kenne ich einige Heteropapis, bei denen tut mir jedes Kind leid, und sie haben welche.

      • Franka Ebi sagt:

        Ja sorry, Sportpapi. Das war eine Antwort an Franziska!

  • Rüdiger sagt:

    „Ich sage: Wenn das wirklich so wäre, dann müsste man ja alleinerziehende Eltern verbieten. Schwangere Singlefrauen müssten abtreiben. Und verwitweten Vätern müsste der Staat eine neue Frau zuteilen.“

    Die Schicksale basieren alle darauf das Mann und Frau auf natürliche Weise ein Kind gezeugt haben und danach etwas passiert ist und sich das Kind nicht mehr in der natürlichen Ausgangslage befindet. Da einen Vergleich zu ziehen, mit 2 Vätern, die eine Leih-Mutter ausbeuten ist schon perfid. Wäre die Leihmutter wirtschaftlich unabhängig, würde sie nie freiwillig solche Strapazen auf sich nehmen, damit eine nicht zeugungs-fähige Paarkonstellation nun auch noch deren Ego befriedigt hat… Aber sie ist ja aus den USA… da kommt dies sicher nicht vor… Ironie aus

  • Markus K. sagt:

    …einfach nur gut formuliert, und das ganze auf einen Punkt gebracht. Hat mir sehr gut gefallen, und besonders diese Direktheit

  • 13 sagt:

    Danke für den Artikel. Nur wenn darüber gesprochen wird, wird mit der Zeit die Berührungsangst etwas abnehmen. Ich wünsche der sehr sympathischen Familie alles Gute mit der kleinen „Principessa“.

  • Adina sagt:

    Ich hab mal ein Doku gesehen über 2 homosexuelle Paare, also ein Frauenpaar und ein Männerpaar die sich Kinder wünschten und so abgemachten hatten dass die einte Frau die leibliche Mutter wird und der einte Mann der leibliche Vater. Dann sind diese 2 Paare noch sozusagen zusammengezogen, wohnten also als Nachbarn damit das Kind sie alle in der Nähe hat. Ich meine, dieses Mädchen hatte nicht nur ihre leibliche Eltern bei sich sondern gleich 2 Mamis und 2 Papis! Und es lief so gut dass sie alle von dem Wunsch nach einem weiteren Kind sprachen. Das fand ich schön.

    • Mariu sagt:

      Oh ja, ich auch! Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch.

      • Adina sagt:

        Ähm ja, es handelt sich genauer um die „Coming out: Die Liebe zum gleichen Geschlecht“ Spiegel TV Doku, die wurde am 24.04.2009, 22.20 – 00.15 Uhr, auf VOX gestrahlt.
        Ich hoffe vom tiefsten Herzen dass Sie niemanden wirklich den Tod wünschen, lieben Kinderlein am aller wenigsten….

  • Jan sagt:

    Ein schöner Artikel, kurz und prägnant, welcher alle scheinbaren Argumente der Gegner des Adoptivrechts galant entkräftigt. Es wird aufgezeigt, dass faktisch kein Argument für ein Verbot besteht ausser dasjenige, das die wenigsten zu äussern trauen: dass sie es einfach nicht gut finden. Nicht gut finden muss aber nicht in einem Verbot resultieren und das ist das, was mich bei den Diskussionen stets ärgert. Jeder Mensch kann gegen etliche Gegebenheiten sein, fair enough, aber wieso muss dies auf rechtlicher Ebene ausgefochten werden?

  • Stefan Gantner sagt:

    Gratuliere zu diesem sehr gut geschriebenen Artikel. Dem gibt es nichts beizufügen.

  • Yannick Luescher sagt:

    Wo liegt das Problem?
    Kinder brauchen einerseits den gleichgeschlechtlichen Elternteil zur Entwicklung ihrer psychosozialen Identität als Mann oder als Frau; sie brauchen auch den gegengeschlechtlichen Elternteil, um in der Familie den Umgang mit dieser anderen „Sorte Mensch“ zu erlernen
    Mehr dazu hier: https://www.bayernkurier.de/inland/2129-kinder-brauchen-vater-und-mutter/

    • Lena Like sagt:

      Ich habe den von Ihnen verlinkten Artikel gründlich gelesen. Die Aussage, dass ein Kind sowohl das männliche als auch das weibliche Rollenvorbild benötigt kann ich aus theoretischer Sicht und aufgrund persönlicher Erfahrungen auf jeden Fall bestätigen.
      Ich sehe jedoch keinen Grund warum diese Aufgabe nicht auch durch eine andere – nicht elterliche – nahe Bezugsperson erfüllt werden kann – sowohl für Kinder alleinerziehender Eltern als auch für Regenbogenkinder.

    • Margrith sagt:

      Ich bin weitestgehend ohne Vater aufgewachsen und habe ihn als Kind nur ein paar Mal im Jahr gesehen. Ihrer Theorie zufolge hat mir also als Kind das männliche Vorbild gefehlt. Hmm… Sie könben mir glauben, dass ich heute mit Männern aller Art sehr gut zurechtkomme, ich arbeite sogar in einem Männerberuf. Ob ich da wohl was kompensieren muss? 😉

  • The American sagt:

    Völlig abartie Argumentierung. Niemand sagt, alleinerziehende Eltern sind ideal. Aber sie wachsen aus einer anderen Konstellation heraus. Ausserdem sind männliche und weibliche Elternteile noch vorhanden und (meistens) erreichbar.

    Dann wird damit argumentiert, dass die Eltern ja nicht vor den Kindern Sex haben. Sex ist ja auch nur eine Aspekt von vielen, aber alles andere wird ausgelassen.
    Weiter geht es indem Frau Meier uns Menschen mit Löwen, Eisbären und dem Kukuck vergleicht. Naja, immerhin Wirbeltiere kann man da nur sagen. Und schliesslich immer wieder das „ja aber, die auch…“ Argument.

    Wenn Sie schon eine Lanze für gleichgeschlechtliche Eltern brechen wollen dann lassen Sie die Absurditäten bitte und argumentieren rational.

    • René Schnell sagt:

      Dann lassen Sie doch mal was von Ihren „rationalen „Argumenten“ hören. Bin gespannt.

      • The American sagt:

        Ich muss Sie enttäuschen, aber es geht hier nicht um meine Meinung zum Thema. Es geht darum, dass es hier vor allem mit „aber das ist bei Heteropaaren nicht besser“ argumentiert wird.

        Natürlich sind Heteropaare nicht perfekt, aber genausowenig die Homopaare. Es ist also kein Argument mit welchem man Homo- und Heteroeltern gegeneinander ausspielen kann. Die eingentliche Thematik, die Auswirkung auf die Kinder wenn der elterliche Einfluss vom anderen Geschlecht fehlt, wird ignoriert.

      • 13 sagt:

        @ The American
        „Die eingentliche Thematik, die Auswirkung auf die Kinder wenn der elterliche Einfluss vom anderen Geschlecht fehlt, wird ignoriert.“
        Vielleicht weil es sehr weitgeholt ist, anzunehmen, dass dieser Einfluss einzig durch die (leiblichen) Eltern geschehen kann?

      • tststs sagt:

        Oder vllt weil man von einem Bild ausgeht, dass nur Väter ihren Söhnen Männerdinge beibringen können und sollen (analog dasselbe mit Müttern und Töchtern und dem Frauenzeugs…)

        Eigentlich sollten einem ja diese Kinder, die in solch eng abgesteckten Denkfeldern aufwachsen müssen, leid tun…

      • Martin Frey sagt:

        Also bei dem ‚Frauenzeugs‘ gebe ich Ihnen recht, tststs. 😉
        Das könnten Sie garantiert besser als ich oder alle Männer, die ich kenne…. Gebe ich unumwunden zu.
        Mann muss wissen was man kann, und was weniger. 🙂

    • Martin Frey sagt:

      @The American
      Die teils etwas irrational tönenden Argumente muss man ein Stück weit als Antwort auf noch irrationalere Einwände gegen Homosexualität („.. ist ja nicht natürlich, sowas…“) sehen. Begründungen für unser Handeln in der Natur zu suchen ist halt immer etwas delikat…
      Aber wo Sie recht haben: Alleinerziehende (egal aus welchen Gründen) Elternteile starten aus einer anderen Konstellation heraus. Es ist iaR nicht eine Wahl an sich, sondern meist der Not gehorchend. Insofern hinkt der Vergleich schon etwas.

    • Samira Maurer sagt:

      Ein Kind muss in einer liebevollen Umgebung aufwachsen, in dem es respektiert, gefördert und gefordert wird. In dem Grenzen gesetzt werden und trotzdem viel Auslauf gelassen und auf ein selbständiges Leben optimal und gesund vorbereitet wird.
      Alles andere sind Bonuspunkte – keine Familie erfüllt alle Punkte.

      • The American sagt:

        Ist generell richtig, aber es diskutiert nicht ob Homoeltern jetzt gut oder nicht so gut für Kinder sind. Und dabei hätte es bei diesem Artikel ja gehen sollen, eigentlich.

      • The American sagt:

        @13: Vielleicht, vielleicht auch nicht. Es wird eben nicht diskutiert, obwohl der Artikel verspricht, genau diese Thematik anzugehen.

        Und von wegen „einzig“: sicher nicht einzig, aber stark genug, um negativen Einfluss zu haben? Wie gesagt, die Diksussion bleibt aus. Es wird hauptsächlich mit „die Heteros auch“ argumentiert. Und bei den Unterschieden beschränkt sich die Autorin immer auf den Sex. Aber die Kinder sind in den wenigsten Fällen beim Sex dabei, das ist unbesrtitten. Der Artikel erwähnt andere Aspekte überhaupt nicht. Zärtlichkeiten, Einfluss von weiblichen und männlichen Eigenschaften, etc.

      • 13 sagt:

        @ The American
        Die Aussage ist doch die, dass auch bei heterosexuellen Eltern nicht zwangsläufig zwei verschiedene Geschlechter da sind, manchmal ist eines aus welchem Grund auch immer fehlend. Hinzu kommt, dass doch bereits soviel über die angebliche Verweiblichung der Kinder geschrieben wurde, weil sie in der Krippe, dem Kindergarten und der Schule meistens nur von Frauen betreut werden und somit dann männliche Bezugspersonen fehlen. Hier hat das Kind sogar zwei und nun ist auch wieder nicht gut. Und zuletzt ist die Existenz von weiblichen und männlichen Eigenschaften ohnehin bestritten. Es gibt vermutlich eher „sozial eher dem weiblichen/männlichen Geschlecht zugeordnete Eigenschaften.

      • The American sagt:

        @13: Es sind ähnliche Argumente sie im Artikel verwendet werden. Sollte es wegen Lehrerin und alleinerziehender Mutter tatsächlich eine Verweiblichung geben so heisst das doch noch lange nicht, dass damit Homoeltern eine gute Praxis sind. Ganz nach dem Motto „das Boot hat ein Leck, da können es wir ja genausogut versenken“.

        Wer die Existenz von weiblichen und männlichen Eigenschaften bestreitet gehört schon fast in die Kategorie von Verschwörungstheoretikern. Es ignoriert nachweisbare physiologische Unterschiede wie zum Beispiel Hormone, welche zweifelsfrei Einfluss auf die Persönlichkeit haben. Die Idee, alles sei sozial und „anerzogen“ würde ja auch darin enden, dass Männer an Frauen ausser den Äusserlichkeiten nichts spezielles finden und umgekehrt. Ziemlich absurd.

      • 13 sagt:

        @ The American
        Entscheiden letztlich Sie, welcher Argumente oder auch Untersuchungen absurd etc. sind und welche Sie?
        Zum ersten: Das Argument war nicht, das Boot zu versenken, sondern darauf hinzuweisen, dass hier ein Kriterium viel zu hoch gewertet sind. Nur weil das einzig blaue Boot zwischen all den roten leckt, muss es nicht heissen, dass es nur darum leckt, weil es blau sind, zumal auch so manche der roten auch Lecke aufweisen. Ja, bei einem schwulen Paar wohnt normalerweise keine Frau im Haushalt. Aber bei wievielen heterosexuellen Familien fehlt auch ein Geschlecht und da findet man das nicht soooo problematisch, wie es hier dargestellt wird.
        Zum zweiten: Würde man jeglichen sozialen Einfluss weglassen, wären die Unterschiede tatsächlich minim.

      • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

        @TheAmerican:
        „Wie gesagt, die Diksussion bleibt aus. Es wird hauptsächlich mit „die Heteros auch“ argumentiert. “

        Genau. Und die Schlussfolgerung lautet: Heterosexuelle sind Menschen, Homosexuelle sind Menschen, und beide „Sorten“ Menschen können gute oder schlechte Eltern sein. Genau das ist doch Frou Meyers Punkt: Die sexuelle Ausrichtung der Eltern sagt exakt nichts über ihre Qualifikation zum Elternteil aus (ausser bei Pädosexuellen, aber um die geht es hier nicht und eine heterosexuelle Ehe schützt die Kinder leider nicht vor Pädokriminellen).

      • The American sagt:

        @13: Was kann man bei einer solchen Überzeugung schon sagen ausser dass sobald es mehr als eine Person auf der Erde gibt soziale Einflüsse entstehen. So gesehen ist die Diskussion zu diesem Thema rein akademisch.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    „vernünftige“ homosexuelle erkennen selbst, dass es für den kinderwunsch mann und frau braucht. schwul sein ist weder ein privileg noch ein grund um stolz zu sein. es ist einfach ein umstand. punkt. schluss.

    • tststs sagt:

      Sie haben recht, „vernünftige“ Homosexuelle sind sich ihrer biologischen Determination bewusst.
      Im Gegensatz dazu pochen normale, vernünftige (ohne “ „) Homosexuelle auf ihr Recht (genauso wie alle anderen, unabhängig von der sex. Orientierung), dass der biol. Vorbestimmung wo möglich abgeholfen wird!

  • Martin sagt:

    Der Vergleich mit dem alleinerziehenden Elternteil hinggt. Es gibt immer Gründe, meist eher negative, wer will schon Alleinerziehend sein? Ansonsten bin ich auch eher dafür, lasst sie leben.

    • Annalena sagt:

      Danke, bin doch froh, dass Sie sich eher nicht von den Anweisungen des AT und Bisch. Huonders leiten lassen. Ich lebe gern. Melden Sie sich, wenn Sie vom „eher dafür“ abrücken sollten.

  • mone sagt:

    Frau Meier, danke für diesen wunderbaren Beitrag. Nichts hinzuzufügen, nur Daumen hoch!!!

  • Sportpapi sagt:

    Das Thema scheint ja wirklich von höchster politischer Aktualität. Trotzdem ist es erstaunlich, wie wir seit Wochen auf allen Kanälen bearbeitet werden. Und immer nur in eine Richtung.
    „Ihr schreibt: Ein Kind braucht Mutter und Vater!
    Ich sage: Wenn das wirklich so wäre, dann müsste man ja alleinerziehende Eltern verbieten. Schwangere Singlefrauen müssten abtreiben.“ In dieser Art soll die Diskussion also geführt werden? Ja, ich finde alleinerziehende Eltern keine gute Idee, schon gar nicht so geplant. Wenn wir könnten, müssten wir das verbieten. Können wir aber nicht. Bleibt nur, so weit möglich Unterstützung anbieten.
    Es ist die grundsätzliche Frage nicht, was wir gut finden. Sondern: Was sollen und können wir (auch faktisch) verbieten.

    • Martin Frey sagt:

      „In dieser Art soll die Diskussion also geführt werden?“
      Da sind in der Tat der Autorin die Pferde ein bisschen durchgegangen. Erinnert mich ein wenig an meinen momentanen ‚Lieblings‘-Bundesrat der drohte, bei einem Nein zur AHV-Vorlage gäbe es die Jungen wohl keine AHV mehr… Meist ein Zeichen, dass es argumentativ Schwachstellen gibt.
      In der Tat ist die Aussage ‚Ein Kind braucht Mutter und Vater!‘ wohl nicht ganz zu widerlegen, und daher der heikle Punkt der Adoptionsbefürworter. Patchwork, alleinerziehende Elternteile, homosexuelle Eltern können bei aller Liebe und Hingabe die Rollenmodelle von Mutter und Vater nicht ganz wettmachen, entsprechen daher auch nicht ganz dem „Idealzustand“ aus Sicht des Kindes. Was nicht heissen will, dass das keine guten Eltern sein können.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Zeigen Sie mir ein Kind der Welt, welches in einem „Idealzustand“ aufwächst. Wenn es nicht die „richtigen“ Eltern sind, ist es etwas anderes. Kaiserschnitt und Schoppennahrung sind auch kein „Idealzustand“ und doch würden die allerwenigsten behaupten, es schadet dem Kind und es wäre am Besten gar nicht auf die Welt gekommen, wenn es nicht natürlich geboren oder gestillt wird. Ein Kind braucht keinen Idealzustand, sondern Liebe und gute Eltern, was eben die beiden, wie Sie richtig sagen, auch sein können.

      • Martin Frey sagt:

        @13:
        So wie Sie den Begriff „Idealzustand“ interpretieren sprechen Sie von einem Maximalzustand, ich dagegen eher von einem ‚Optimum‘.
        Bei Kaiserschnitt und Schoppennahrung wissen wir eigentlich, dass es dem Kind nicht schadet. Das Kind wird aber auch nie davon Kenntnis nehmen, ausser wir informieren es aktiv.
        Kinder homosexueller Eltern können sich diesem Faktum aber gar nicht entziehen, es wird sie sogar ein Leben lang begleiten. Was, das sei nochmals an dieser Stelle erwähnt, nicht unbedingt heissen muss dass das für das Kind ein (schwerwiegender) Nachteil sein muss. Aber es kann ein Nachteil sein. Letztendlich wissen tun wir es nicht.
        Daher aber kommt wohl auch ein Stück weit das Unbehagen weiter Kreise, die sonst nicht unbedingt der Homophobiefraktion zuzurechnen sind.

      • tststs sagt:

        Wieso wenden Sie Ihr Schoppenargument nicht auch auf diesen Fall an?
        Es ist längst bewiesen, dass Homo-Eltern nicht schaden (wenn überhaupt, dann entsteht der Schaden durch das intolerante Umfeld)

      • Martin Frey sagt:

        @tststs
        „Wieso wenden Sie Ihr Schoppenargument nicht auch auf diesen Fall an?“
        Wie ich gesagt habe, weil es sich eigentlich nicht vergleichen lässt.
        „Es ist längst bewiesen, dass Homo-Eltern nicht schaden (wenn überhaupt, dann entsteht der Schaden durch das intolerante Umfeld)“
        Da wäre ich etwas zurückhaltender mit solchen Aussagen. Und wie gesagt, das Umfeld können Sie einfach nicht ausblenden bei dem Thema.

      • Tiff sagt:

        Was soll denn das immer mit diesen „Rollenmodellen“? Man braucht keine Mutter, um kochen zu lernen oder einen Vater, um die Velokette wieder einzuhängen. Wenn wir uns vielleicht von diesen altbackenen Rollen lösen könnten, dann müssten wir diese Diskussion auch nicht immer und immer wieder führen. Kinder brauchen Eltern. Wieviele das sind und was sie zwischen den Beinen haben spielt eigentlich dann weniger eine Rolle. Kinder wollen geliebt und geschützt sein. Und Menschen, die Kinder wollen, wollen Kinder und basta. Dagegen ist dann einfach kein Kraut gewachsen.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Richtig, es gibt keine Studien über einen Schaden der Pulvermilch. Es gibt zwar Studien, die beweisen, dass Muttermilch dem Säugling mehr Vorteile bringt, aber daraus kann und darf man eben nicht schliessen, dass Schoppenmilch schadet. Das ist auch Ihre Konklusion daraus.
        Nun bei einem Kind, welches bei einem gleichgeschlechtlichen Paar aufwächst, gibt es ebenfalls keine Studie, die irgendwie aufzeigen würde, dass es schadet. Und umgekehrt nicht einmal eine, die zweigt, dass es den Kindern bei traditionellen Familie besser geht. Also besteht da noch weniger als bei der Schoppenmilch. Da ziehen Sie aber eine andere Schlussfolgerung, nämlich dass aus dem Fehler eines klaren Beweises, dass es nicht schadet, eine Schädigung durchaus realistisch ist.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Da haben Sie mich vielleicht falsch verstanden. Ich nehme selber nicht an, dass das Aufwachsen in einem gleichgeschlechtlichen Haushalt Nachteile bringt, abgesehen von einer wohl unumgänglichen Stigmatisierung. Ich denke aber nicht, dass es dazu wahnsinnig viele (und va. nicht sehr valide) Studien gibt, zumindest nicht vergleichbar zur Studienlage mit Muttermilch u.ä. Das können Sie von der Datenlage her kaum vergleichen. Und darum bin ich auch weniger apodiktisch als zb. tststs.

      • 13 sagt:

        Nein, ich habe Sie richtig verstanden und bleibe dabei. Auch wenn Sie nirgends sagen, dass es ein Nachteil ist, liest man sehr gut heraus, dass sie vom Fehlen des Nachteils nicht überzeugt sind.

      • Martin Frey sagt:

        An Rollenmodellen ist nichts altbacken, TIFF. Im Gegenteil kann man die Bedeutung von Rollenmodellen wohl nicht genug betonen. Vielen Kindern und Jugendlichen würden etwas mehr davon wohl guttun….

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Auch wenn Sie nirgends sagen, dass es ein Nachteil ist, liest man sehr gut heraus, dass sie vom Fehlen des Nachteils nicht überzeugt sind.“
        Das stimmt insofern, dass ich mir dessen nicht 100% schlüssig bin. Das gebe ich zu. Die Diskussion ist mir zu dogmatisch aufgeladen, was mich persönlich, bei einem Entscheid grosser Tragweite, eher etwas vorsichtig stimmt. Das Kindeswohl geht mir über alles, wissen Sie. Auch in anderen Belangen.

      • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

        Ein Kind braucht nicht Mutter und Vater, sondern männliche und weibliche (Langzeit-) Bezugspersonen und Rollenvorbilder.

    • 13 sagt:

      Verbieten/verhindern, dass solche Verhältnisse entstehen, können wir in all den Fällen gar nichts, ob man es persönlich gut findet oder nicht, obwohl ich das Problem überhaupt nicht einsehe. Wie man an diesem Beispiel gut sieht, gibt es sie unabhängig der Gesetzeslage und es wäre naiv zu denken, dass wir da wirklich etwas tun können.
      Die Frage ist eher, wie gehen wir damit um. Wir können die Linie fahren und dafür sorgen, dass keine Kinder bei „nicht-traditionellen“ Familien aufwachsen, das hatten wir schon mal und das Ergebnis war haarsträubend. Oder aber Fakten akzeptieren und die rechtliche Grundlage zur Absicherung der Menschen schaffen (wie Alimente oder eben Möglichkeit, beide Väter als Vater eintragen zu lassen).

    • Samira Maurer sagt:

      Verbieten? Ich glaubs ja nicht: Ledige Mutterschaft war jahrtausendelang geächtet, verboten und wurde bestraft – die Schweiz ist unter den westlichen Nationen durchaus unrühmlich, wurden doch ledige Mütter noch bis in die 70er Jahre in Fürsorge gesteckt und ihre Kinder auf stattlichen Befehl hin geraubt.
      Sind Sie in diesen Zeiten stecken geblieben?

      • Sportpapi sagt:

        Sie meinen mich? Wie werden denn zwei Männer heute in der Schweiz legal Väter eines Kindes? Und wie zwei Frauen?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Soziale Väter/Mütter werden Sie sehr einfach. Die Frage ist nur, ob wir irgendwann soweit sind, die Gesetze sozialen Wirklichkeiten anzupassen oder nicht oder gehen wir weiterhin davon aus, dass wir durch die Gesetze die Fakten verändern können? Ich glaube ansonsten schon auf einen Einfluss der Gesetzgebung auf die Gesellschaft, aber in diesem spezifischen Fall zweifle ich etwas.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn wir überall unsere Gesetze aufgeben, wo sie über das Ausland umgangen werden können, dann bleibt nicht mehr viel.
        Für mich würde es schon reichen, wenn wir in der öffentlichen Diskussion nicht ständig davon sprechen würden, dass Personen/Paare wegen der Schweizer Gesetze quasi in die Illegalität getrieben würden (bzw. sich im Ausland ein Kind „besorgen“ mussten). Und dann zeigen, wie gut es ihnen heute in der Schweiz geht.
        Sondern klar benennen, dass wir dies nicht in Ordnung finden. Auch wenn Sanktionsmöglichkeiten meist schlecht möglich sind, mit Rücksicht auf das Kind.
        Andererseits gibt es Beispiele von solchen Sanktionen.

      • tststs sagt:

        Mann schwängert Frau, Mann erhält alleiniges Sorgerecht, Mann begibt sich in eingetragene Partnerschaft, Partner adoptiert Kind.
        Voila, ein Kind mit zwei Vätern.
        Wenn Sie auf die Biologie anspielen: Klonen… 😉

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Dazu braucht es nach meinem Wissen drei Voraussetzungen: Ein Mann, der mit einer Frau zusammen war und jetzt auf Männer steht, bekommt das alleinige Sorgerecht. Wie wahrscheinlich ist das? Dann muss er einen Partner haben, der das Kind adoptieren möchte – nach meinem Wissen heute nicht zulässig. Und die Mutter muss nach meinem Wissen auch noch einwilligen.
        Ich gehe davon aus, selbst wenn alles rechtlich möglich wäre, mehr als eine Handvoll Fälle gäbe es in der Schweiz nicht.

      • tststs sagt:

        @SP: Natürlich braucht es die Einwilligung aller Beteiligter; ich habe auch nicht gesagt, dass es einfach wäre.
        Sie haben ja nur gefragt, ob es legal möglich sei.
        (Ich stütze mich ausserdem auf die Annahme, dass die Partnerkinderadoption für gleichgeschlechtliche Paare durchs Parlament ist und kurz vor der Inkrafttretung steht)

      • 13 sagt:

        @ SP
        Man kann es drehen und wenden, wie man will, der Kinderwunsch wird bei vielen immer höher sein als gesetzliche Hürden. Und ja, man kann das sanktionieren, aber sanktioniert damit in erster Linie das Kind, welches kaum eine „Schuld“ trägt. Nicht alle ausländischen Regelungen treffen uns direkt, dort wo Sie das tun aber, brauchen wir eine menschliche Lösung. Wie gesagt, die Fakten werden Sie nicht verändern können, da macht man sich etwas vor.
        Nur so als Beispiel der „Sanktionen“:
        http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/indien-eine-deutsche-familie-kaempft-um-ihre-kinder-1950323.html
        http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/humanitaere-gruende-indische-leihmutter-zwillinge-duerfen-nach-deutschland-1985078.html

        Ist das nun besser?

      • Sportpapi sagt:

        „Der Vater hatte seit der Geburt der Kinder in Indien um deren Ausreise nach Deutschland gekämpft. Mitte März hatte er mit Blick auf die Leihmutterschaft vor Nachahmung gewarnt. Wenn er damals gewusst hätte, was er heute wisse, wäre er nie nach Indien gereist. „

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Sanktion heisst, dass indische Mädchen in Indien bleiben müssen. Nicht gut, aber was wäre denn die Alternative?
        Wenn ich daran denke, dass man in Deutschland bei minderjährigen Flüchtlingen, z.T mit Kindern, die Ehe auflösen möchte. Und dabei von allen Seiten auf Zustimmung stösst. Da ist es dann plötzlich wichtig, dass die eigenen Gesetze gelten, selbst für Menschen, die beim Zeitpunkt des Vergehens nicht Einheimische waren.

      • Annalena sagt:

        Sportpapi: Wie wird eine Lesbe legal in der CH schwanger? Ganz einfach, wie alle andern Frauen auch: GV.

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Und dann hat das Kind einen Vater, keine zweite Mutter. Denn GV zwischen zwei Frauen bringt das gewünschte Ergebnis nicht…

      • tststs sagt:

        DAS nimmt mich jetzt gerade wunder:
        Wenn eine Frau in einer eingetragenen Partnerschaft lebt und dann ein Kind bekommt, wird dann auch automatisch (wie bei Hetero-Ehepaaren) der Partner als „Vater“ eingetragen?

        Wo sind die Juristen? 13?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Sie verwechseln da etwas. Die Mädchen sind nur nach deutschem Recht indische Recht. Indien hat am Anfang verweigert, ihnen einen Pass auszustellen, weil es sie eben als Deutsche anschaut. Wir erwarten von Staaten Grundlagen zu schaffen, um ihre Flüchtlinge zurücknehmen zu können. Und wir schaffen Straftäter ins Herkunftsland zurück. Wenn also deutsche Staatsbürger in Indien Kinder produzieren (lassen), dann ist es eben auch an Deutschland, die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten zu lösen.
        Umgekehrt darf aber ein Land auf ihrem Territorium Gesetze schaffen, die unabhängig der Nationalität gelten.

        @ annalena
        Wie kommen Sie auf die Idee?

        @ tststs
        Nein, das Kind gilt als unehelich.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Was verwechsle ich? Ich teile grundsätzlich den Standpunkt der deutschen Behörden: Eine Inderin hat Kinder bekommen – also Inderinnen.
        Dass jedes Land auf seinem Territorium tun und machen kann, was es will, stimmt natürlich. Aber wenn es den Familienstatus von einwandernden oder durchreisenden Fremden nicht anerkennt, dann ist das doch höchst problematisch. Und geht eben ins gleiche Kapitel.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Dann ist der Geburtsvorgang wichtiger als die DNA?
        „Aber wenn es den Familienstatus von einwandernden oder durchreisenden Fremden nicht anerkennt, dann ist das doch höchst problematisch.“
        Dann sollte es aber den im Ausland hergestellten Familienstatus seiner eigenen Bürger auch anerkennen und hier beide Väter als Vater eintragen lassen (ohne dem Umweg über die Adoption, die nun geplant ist). Oder?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sowohl in der Schweiz, als auch in Deutschland definiert nach meinem Wissen das Gesetz klar, dass Mutter eines Kindes ist, wer es geboren hat (und gibt es einen Ehemann, ist der automatisch Vater).
        Ausserdem ist auch nicht klar, wessen Gene das Kind wirklich hat.
        „Dann sollte es aber den im Ausland hergestellten Familienstatus seiner eigenen Bürger auch anerkennen und hier beide Väter als Vater eintragen lassen (ohne dem Umweg über die Adoption, die nun geplant ist). Oder?“
        Nicht zwingend. Es ist ja ein Unterschied, ob ein Paar nach den Bestimmungen des Herkunftslandes eine Familie gründet, oder gerade, indem es diese Bestimmungen umgeht. Insofern geht die eine Anerkennung ohne die zweite, umgekehrt geht aber gar nicht.

    • Annalena sagt:

      Gewollt Alleinerziehende verbieten? Ist das Ihr Ernst? Aus welchem Jahrhundert stammt diese Denkweise? Aus der Zeit, als Mann noch Hexen verbrannte?

      • Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) sagt:

        Bis in die 1970er Jahre hat man an manchen Orten in der Schweiz ledigen Müttern die Kinder weggenommen, weil man fand, dass sie in Pflegefamilien oder Kinderheimen besser aufgehoben seien als bei der eigenen Mutter.

      • Sportpapi sagt:

        Bis in die 10er Jahre dieses Jahrhunderts hat man von den Müttern getrennt lebenden Vätern die Kinder weggenommen, weil man der Meinung war, die seien bei einer alleinerziehenden Mutter besser aufgehoben…

  • Doria Gray sagt:

    Natürlich können gleichgeschlechtliche Paare genauso gut Kinder aufziehen wie gegengeschlechtliche Paare, Alleinerziehende, Adoptivfamilien etc. Wichtig ist einfach, dass die Kinder die Gelegenheit erhalten, ihre leiblichen Eltern kennenzulernen, falls sie nicht bei diesen aufwachsen.

  • Roland sagt:

    Danke Nadia für diesen Artikel.
    Ach und vielen Dank Hans Koller das ich sogar „OK“ bin mit meinem Schwulsein (was für ein Ausdruck, gratuliere). Ich wünsche Ihren Kindern alles gute und sehr viel Kraft, denn wenn diese von der Norm abweichen, sind sie in Ihren Augen wohl nur noch „OK“.

    Übrigens, heute mit 33 weis ich, dass ich viel mehr als OK bin. I am awesome man!

    • Mariu sagt:

      @Roland: Alles verstanden, Ihnen genügt es also nicht, OK zu sein, sondern Ihnen muss offenbar gleich der rote Teppich ausgebreitet werden, weil Sie schwul sind. Dass es seit Menschengedenken Homosexuelle beiderlei Geschlechts gibt ist nichts Ausserordentliches und hat mich noch nie gestört. Dass (zu) viele von ihnen aber glauben, sie seien etwas ganz Besonderes, geht (nicht nur) mir extrem auf die Nerven. Nein, nicht sorry!

      • Annalena sagt:

        Schon ein bisschen abtörnend, einfach so ganz normal und kein bisschen besonders zu sein, liebe Mariu. Ich fühle mit Ihnen.
        Er meint etwas anderes. Endlich darf er sich ganz ungeniert wunderbar glücklich fühlen trotz seiner Spielart, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben wegen seiner Spielart. Drum awesome. Denk ich mir. Vielleicht schliesse ich einfach von mir auf ihn, dann kann er mich ja korrigieren.

    • 13 sagt:

      @ Roland
      Ich habe eine wirklich ernstgemeinte Frage: Sind Sie awesome, weil Sie ein toller Typ sind oder weil Sie schwul sind? Oder anders: Wären Sie, wären Sie ganz zufällig hetero, weniger awesome?
      Ich bin alles andere als Herrn Kollers Meinung, aber nichtsdestotrotz muss man ihm zugute halten, dass er schrieb, er fände das „schwulsein“ (verstanden als sexuelle Orientierung) ok und nicht „Schwule“ an sich. Das scheint mir ein wichtiger Unterschied zu sein. Sind Sie anderer Meinung?

      • Annalena sagt:

        Ach du liebe 13, ich verändere mal ein bisschen die Wortwahl, nicht aber die Aussage:
        Sie finden also „jüdischsein“ (verstanden als Religion) ok, und nicht „Juden“ an sich. Wie tönt das?

      • 13 sagt:

        @ Annalena
        Jetzt drehen Sie das Ganze um. Selbst wenn ich sagen würde, dass ich das Christentum gar nicht mag (was nicht der Fall ist!), heisst das ja nicht, dass es keine Christen auf der Welt gibt, die ich mag. Ich mag nur diese eine Sache nicht, urteile aber nicht über die Menschen wegen eines Merkmals, das mir nicht passt, weil ich denke, dass die Identität eines Menschen aus Tausenden Merkmalen besteht. Und würde ich sagen, ich sei grossartig, dann doch nicht, weil ich hetero bin oder Christin, sondern eben noch Tausend andere Sachen, die mich genauso ausmachen. Ich nehme an, Roland ist auch nicht nur schwul, sondern noch Tausend andere Dinge.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Leihmutterschaft ist ein Thema „das durchaus kritisch diskutiert werden sollte“?
    In welche Richtung denn?
    Dass sie aufgrund der finanziell-gut-Gestellten, welche sich bewusst gegen die CH-er Gesetzgebung stellen und vollendete Tatsachen schaffen, eingeführt werden muss? Weil uns ja gar keine Wahl mehr bleibt?

    Ein Kind hat immer eine Mutter und einen Vater, Hightecheingriffe auf Zellebene mal ausgenommen, und grundsätzlich das Recht mit diesen aufzuwachsen- Szenarien welche unglücklicher verlaufen sind noch lange keine Argument dafür, Kinder bewusst ohne ihre biologischen Eltern zu planen. Diesbezüglich sehe ich übrigens auch bei „hetero-high-tech-Kinderwunscherfüllung“ grosse Fragezeichen.

    • Sportpapi sagt:

      @BS: Die Diskussion muss darum gehen, ob das Schweizer Verbot wirklich gerechtfertigt ist.

    • Martin Frey sagt:

      „Dass sie aufgrund der finanziell-gut-Gestellten, welche sich bewusst gegen die CH-er Gesetzgebung stellen und vollendete Tatsachen schaffen, eingeführt werden muss? Weil uns ja gar keine Wahl mehr bleibt?“
      Das ist immer eine Frage der Perspektive, Frau Steiner. Aus Sicht der Polen oder Iren gilt dasselbe für Schwangerschaftsabbrüche. Oder wollen Sie Frauen, die zB nach Missbrauch ihre Kinder (verständlicherweise) nicht wollen und deswegen nach Deutschland/England fahren müssen, auch kriminalisieren?
      Das mit der jeweiligen Gesetzgebung hat immer zwei Seiten, finde ich.

    • 13 sagt:

      @ BS
      Ich behaupte mal, die Autorin meinte es eher im Sinne, ob eine solche moralisch vertretbar ist. Ich kann ihre Zweifel nachvollziehen und bin auch mehr als kritisch und würde gerne am Verbot festhalten. Andererseits gibt es eben neben der Schweiz noch den Rest der Welt, was heisst, dass unsere Verbote überhaupt nicht zielführend sind. Basierend darauf müsste man sich schon fragen, ob wir, wenn es das schon gibt, es nicht lieber gut kontrolliert in der Schweiz stattfinden lassen wollen. Ich weiss es nicht.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „Ich kann ihre Zweifel nachvollziehen und bin auch mehr als kritisch und würde gerne am Verbot festhalten.“
        Weshalb, wenn ich fragen darf?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        das mit dem „Rest der Welt“ lässt sich auf so einige Gesetze beziehen- es werden sich immer subjektiv, manchmal sogar objektiv!, Menschen von Ungerechtigkeit betroffen sehen.

        Mit dieser Argumentationslinie kommen wir nicht wirklich weiter, ausser wir finden es angebracht uns jeweils am liberalsten Gesetz welches sich im Ausland finden lässt, zu orientieren.
        Finde ich nicht wünschenswert.

        Leihmutterschaft, Eizellenspende, pränatale Diagnostik welche da meistens ausgiebig zur Anwendung kommt, die Vorenthaltung des biologischen Elternteils, das sind keine einfache Geschichten nur weils halt anderswo schon gang und gäbe ist und wir uns deshalb daran nicht zu stören haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @MF

        das ins-Feld-führen von Polen/Irland betreffend Abbrüchen ist für mich nicht aussagekräftiger als die aufgeführten Gegendarstellungen im Art zwecks Untermauerung weshalb wir dies gutheissen, zumindest legalisieren sollten.
        Jedes einzelne Gesetz in unserem Gesetzbuch hat als Grundlage eine bestimmte Perspektive/Überzeugung. Die Frage ist eher, welche Überzeugung wollen wir vertreten?
        Und am Ende des Tages sagt uns der Urneninhalt Bescheid, doch bis dahin, selbst darüber hinaus, sollte zumindest die Meinungsfreiheit gewahrt sein- was auf beiden Seiten nicht immer vorbildlich gelebt ist.

      • 13 sagt:

        @ BS
        Das ist richtig, aber wenige dieser Gesetze trifft uns persönlich.

        @ MF
        Weil die Gefahr eines Missbrauchs oder des Ausnutzen einer Notlage zu gross ist. Auch Kontrollen geht einiges durch. Auch in der Pornografiebranche wird ja immer wieder behauptet, es sei immer alles freiwillig, was schlicht falsch ist. Weil ich nicht überzeugt bin, dass jede Frau wirklich weiss, worauf sie sich einlässt und welche folgen sie davon hat, die letztlich wir alle zu tragen können. Weil im Gesetz steht, dass sittenwidrige Verträge nichtig sind, und das zur Verfügung stellen des eigenen Körpers und damit auch das gesundheitliche Risiko der Betroffenen in meinen Augen sittenwidrig ist.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Teil 1 hängt noch, aber kurz zusammengefasst, weil es sich für mich um eine Interessensabwägung handelt und ich nicht einsehen kann, inwiefern das Interesse eines Menschen am eigenen Kind grösser sein kann als das Interesse eines anderen Menschen an der körperlichen (und psychischen) Unversehrtheit und eine Schwangerschaft und eine Geburt ist nun mal immer ein gesundheitliches Risiko, körperlich wie auch geistig.
        Verstehen Sie mich richtig: Ich habe keine Probleme damit, dass ein Kind bei zwei Vätern oder zwei Mütter aufwächst und bin auch klar für ein Adoptionsrecht. Bei der Leihmutterschaft sehe ich die Sachlage etwas anders. Da ist eine Grenze überschritten.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        „…aber kurz zusammengefasst, weil es sich für mich um eine Interessensabwägung handelt und ich nicht einsehen kann, inwiefern das Interesse eines Menschen am eigenen Kind grösser sein kann als das Interesse eines anderen Menschen an der körperlichen (und psychischen) Unversehrtheit..“
        Das verstehe ich nun nicht ganz. Das ganze beruht ja auf einer Abmachung, die Beteiligung der Leihmutter ist freiwillig, sie bleibt dabei (trotz juristischer Körperverletzung(?)) in aller Regel unversehrt. Niemand zwingt sie dazu. Wo ist das Problem, wenn beide das wollen? Einvernehmlich ist doch dabei das Stichwort?

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ich halte das nicht für so einfach, da das Wort „Zwang“ nicht klar definiert ist und ja, auch in manchen Fällen Menschen vor sich selbst geschützt werden müssen. gerade darum ist die Einwilligung in schwere Körperverletzungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich, wobei ich hier eher die psychischen Folgen befürchte als die physischen. Eben, man kennt das Argument der „Freiwilligkeit“ aus anderen Bereichen und auch da geht es nicht ganz auf. Aber Sie kennen die Ethikdiskussionen, wenn es um unnötige medizinische Eingriffe geht vermutlich besser als ich. Ich halte es für falsch.
        Und doch bin ich überzeugt, dass das Schweizer Verbot zu mehr Leid führt, als wenn man es sehr gut kontrolliert zulassen würde.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Weil im Gesetz steht, dass sittenwidrige Verträge nichtig sind, und das zur Verfügung stellen des eigenen Körpers und damit auch das gesundheitliche Risiko der Betroffenen in meinen Augen sittenwidrig ist.“
        Sie wissen ja, dass ich mich schon lange über dieses „sittenwidrig“ ärgere. So auch hier: Ich bin gerade nicht sicher, ob der Bauarbeiter, der Bregarbeiter, Dachdecker, usw. nicht viel eher für sehr wenig Geld Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen, als eine Leihmutter. Niemand spricht hier von sittenwidrig.
        Und die Bezeichnung Zwang wird aktuell ja gerade in Zusammenhang mit Prostitu tion häufig bemüht. Nicht zu unrecht. Nur betrifft finanzielle Not viele Menschen, die deshalb nicht nur tolle Jobs ausüben. Zwang bedeutet, keine Alternative zu haben.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Ich schliesse mich da Sportpapi weitgehend an, 13. Wenn echter Zwang im Spiel ist, dann ist das selbstredend etwas anderes. Aber dann handelt es sich auch um eine Straftat. Es kann (und soll m. E.) aber nicht die Aufgabe des Staates sein, erwachsene Leute vor sich selber zu schützen. Und dann offenbar nur selektiv, mit Argumenten wie „sittenwidrig“ unterlegt. Weshalb zb. halten Sie nicht Leute von Tattoos ab, mit derselben Argumentation? Nur um eine (für Sie wohl eher absurd tönende) Analogie zu bemühen. Körperverletzungen sind Tattoos allemal, ein gesundheitliches Risiko besteht auch, selbst mit der „Sitte“ könnte man noch argumentieren… 😉
        Wo ich einverstanden bin:
        „….dass das Schweizer Verbot zu mehr Leid führt, als wenn man es sehr gut kontrolliert zulassen würde.“

      • 13 sagt:

        @ SP/MF
        Gut, ich nehme mal zur Kenntnis, dass wir uns hier nicht einig werden, da es mir schlicht nicht möglich ist, Arbeiten, die tatsächlich grosse Muskelkraft erfordern, mit Tätigkeiten wie sexuelle Gefälligkeiten oder einer Schwangerschaft gleichzusetzen, da hier die Intimsphäre eines Menschen doch betroffen ist.
        Der Vergleich mit Tattoos ist merkwürdig, da diese freiwillig und nicht aus einer Notlage hinaus geschehen. Andererseits halten wir aber daran fest, dass eine fürsorgerische Unterbringung bei Selbstgefährdung möglich ist. Das geht ins gleiche Thema.

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Sie implizieren erneut, dass Leihmutterschaft mit Zwang und Notlagen assoziiert ist. Wie kommen Sie darauf? Ist das nicht selber wieder ein Klischee? Und selbst wenn dem so wäre, müsste dasselbe Argument nicht auch bei Samen- oder Eizellspenden zum Tragen kommen?
        „Andererseits halten wir aber daran fest, dass eine fürsorgerische Unterbringung bei Selbstgefährdung möglich ist.“
        Das ist ja das bekannte moralische Dilemma, das wir in unserer Gesellschaft haben. Wir werden immer liberaler, areligiöser, gerade was die Entscheidungsgewalt über unser Leben angeht, und dehnen die Kriterien für Sterbehilfe immer mehr aus. Andererseits nehmen wir uns das Recht, uns bei akuter Selbstgefährdung über das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen hinwegzusetzen.
        Ist aber ein bisschen off-topic.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „da hier die Intimsphäre eines Menschen doch betroffen ist.“
        Das ist etwas, was ich selber wohl nie verstehen kann. Auf der einen Seite stehen nicht nur Arbeiten, die grosse Muskelkraft erfordern. Sondern die offensichtlich einen grossen körperlichen Verschleiss mit sich bringen und teilweise lebensgefährlich sind. Das ist akzeptabel.
        Auf der anderen Seite möchten wir Tätigkeiten verbieten, weil die Intimssphäre betroffen ist? Und das nicht etwa, weil die Frauen das wünschen, sondern weil wir über ihren Kopf hinweg das so sehen?
        Wirklich, ich werde das nie verstehen.

    • Lambda sagt:

      Ich finde die Diskussion über Leihmutterschaft auch interessant. Allerdings wird mir aus den bisherigen Diskussionsbeiträgen nicht ganz klar, was wirklich dagegen spricht. Der Punkt ist ja genau, dass die Eltern dank Leihmutterschaft gerade auch biologische Eltern sein können (im Fall von schwulen Vätern zumindest einer davon).
      Ist von einer Leihmutter ausgetragen worden zu sein schlecht für die Kinder? Oder geht es um die Ausbeutung der Leihmütter? Über erstes kann ich nicht urteilen, es fällt mir aber gerade kein guter Grund ein, warum die Kinder darunter leiden sollten.
      Die Ausbeutungsfrage hingegen scheint legitim. Allerdings kann man das auch positiv sehen: Arme Frauen haben eine zusätzliche Möglichkeit, sich (gutes) Geld zu verdienen.

      • Lambda sagt:

        Ob sie diese wahrnehmen oder nicht, können die Frauen dann selber entscheiden. Das sind wirtschaftliche Entscheidungen, die (arme) Menschen jeden Tag treffen. Und es ist nichts Spezielles, dass Menschen etwas tut (evtl. um zu überleben tun muss), dass psychisch schwer ist oder auch gefährlich oder gesundheitsschädlich, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. In diesem Sinn wäre die Leihmutterschaft möglicherweise für die eine oder andere Frau, eine zusätzliche Option, die sie dann annehmen oder ablehnen kann.
        Ausserdem habe ich meine Zweifel am Ausbeutungsargument, weil ich der Ansicht bin, dass unser hoher Lebensstandard zu einem signifikanten Teil auf Ausbeutung beruht. Warum sind Kleider so billig? Die Möbel bei Ikea und Konsorten?

      • Lambda sagt:

        Wer holt die seltenen Erden für unsere elektronischen Geräte wie und wo aus dem Boden? Für alle diese Dinge scheint es mehr oder weniger ok zu sein, andere Menschen auszubeuten, und die allermeisten von uns unterstützen dieses System mindestens implizit.
        Wenn es nun aber um Leihmutterschaft geht, um die irgendwie als widernatürlich empfundene Elternschaft von zwei Männern, dann wird dieses Ausbeutungsargument plötzlich wichtig. Deshalb frage ich mich oft, ob das nicht ein vorgeschobenes Argument ist, um nicht sagen zu müssen, dass man es einfach „eklig“, oder sonstwie „nicht richtig“ findet, ohne das wirklich begründen zu können.

      • 13 sagt:

        @ Lambda
        Ich finde Ihre Argumente interessant und doch stellt sich einmal mehr die Frage: Soll man eine Ausbeutung hinnehmen, weil eine andere besteht? Das ist wie der Vorwurf an einen Vegetarier, der Milch trinkt: Ist es denn besser Fleisch zu essen plus Milch zu trinken als nur Milch trinken? Wer mir jetzt sagt, er nehme eine indische Leihmutter, verzichtet dafür aber konsequent auf Kleider aus Billigstlohnländer oder das Smartphone, der hat bestimmt eine bessere „Ausbeutungs-Bilanz“, aber meistens kommt ja das Zweite nur noch dazu.

      • Lambda sagt:

        @ 13: Da gebe ich recht. Nur: Mich überzeugt das Argument der Ausbeutung nicht, wenn es von Leuten kommt, die sich in anderen Bereichen um die Ausbeutung von Menschen nicht zu kümmern scheinen. Im Stil von: Ich bin nicht bereit, aufgrund der negativen Konsequenzen auf ein Handy (oder ähnliches) zu verzichten, aber die Schwulen, die müssen auf Kinder verzichten, weil sie die ja nur unter ausbeuterischen Verhältnissen bekommen können.
        Ausserdem bin ich mir nicht sicher, wie schlimm es für eine Frau in den USA ist, gegen gutes Geld ein fremdes Kind auszutragen, wenn sie als Alternative für 8$ die Stunde bei Walmart arbeiten müsste.

      • Lambda sagt:

        @ 13, Fortsetzung: Vielleicht kriegt eine Frau soviel für die Leihmutterschaft, dass sie dafür jahrelang viel mehr Zeit mit ihren eigenen Kindern verbringen kann, statt in einem Niedriglohnjob ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie kann ja selber entscheiden, ob sie das machen will oder nicht! Ich finde es immer schwierig, wenn man in paternalistischer Manier die Leute vor ihren eigenen Entscheidungen schützen will.

  • Hans Koller sagt:

    Schwulsein ist ok, aber nichts für meine Kinder. Schaut das eure Schwul sind.

    • Hansjürg sagt:

      … werden.
      Sonst gehe ich mit Ihnen einig und schliesse mich deshalb Ihrem Kommentar an.

      • Corinne sagt:

        Der Name passt ja schon mal. Ich hoffe mal, Ihre Kinder passen in Ihre Norm. Sonst wirds wohl schwierig…

      • Regina Bischof sagt:

        Hans Koller und Hansjürg haben wenigstens den Mut Ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen. Die persönliche Meinung ist zu respektieren, auch wenn diese von der eigenen abweicht. Es ist davon auszugehen, dass deutlich über 50 % der Bevölkerung die Ansicht der beiden Herren teilen, es jedoch niemals öffentlich zugeben würden. – Schwule als normal zu bezeichnen hat mit der heute ausufernden Political Correctness zu tun. Denn wäre diese sexuelle Ausrichtung normal, würden wir allen nicht in diesem Blog tippen, weil die Menschheit ausgestorben wäre. Schwule sind NICHT normal, ansonsten wir inexistent wären. Alles andere ist Schönfärberei und Euphemismus.

      • Michael sagt:

        @Bischof Homosexualität als nicht normal zu bezeichnen ist nicvt akzeptabel. Homosexualität existiert seit jeher. Die Evolution hat es nicht verändert. Hetero-Eltern kriegen Homosexuelle Kinder. Gäbe es keine (religiösen) Fanatiker und andere Idioten auf der Welt, könnte man in Frieden leben. Leider gibt aber Menschen die anderen ihre Moral und ihren Lebensstil aufzwingen wollen und deshalb gegen Minderheiten vorgehen, bis zu deren Ermordung.

      • Susi sagt:

        Ok, ich kann es nun doch nicht lassen.

        Hier ein Guten-Morgen-Zückerli für Regina, Koller, Hansjürg und alle anderen Homophoben:

        http://m.huffpost.com/de/entry/11745578

    • Susi sagt:

      Koller & Hansjürg: Da kommt ein Text als ein Aufruf gegen Homophobie daher und was sieht man? Die ersten zwei Kommentare sind doch tatsächlich homophob. Ironie kriegt ein weiteres Gesicht… smh

      • Hansjürg sagt:

        „Homophobie“ wissen Sie überhaupt, was das bedeutet? Ich habe nicht die geringsten Angstgefühle, wie könnte ich denn diese haben, vor Menschen, denen mein Mitleid zuteil kommt?
        Gleiches gilt für das Kind, welches damit aufwächst und, mit grösster Wahrscheinlichkeit, dann auch einmal ein Mitleidsfall wird.

      • Susi sagt:

        @Hansjürg: Doch, aus Ihren Kommentaren spricht Angst vor Homosexualität. Wäre ja ganz schlimm, wenn das eigene Kind schwul wäre, gälled Sie.
        Schwule brauchen Ihr Mitleid nicht, wir leben im 21. Jahrhundert in der Schweiz.

      • Jost Stebler sagt:

        Hansjürg: ein „Mitleidsfall“? Mit solchen Kommentaren schon. Mit selbstbewussten, liebevollen und aufmerksamen Eltern, egal ob Papi&Papi, Mami&Mami, Mami&Papi, eher nicht… die vermitteln ihrem Kind Standfestigkeit und einen gesunden Umgang mit Minderheiten, die man nicht bemitleiden, sondern akzeptieren muss.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi
        „Schwule brauchen Ihr Mitleid nicht, wir leben im 21. Jahrhundert in der Schweiz.“
        Ja und Nein. Mitleid ist sicher falsch, weil paternalistisch. Daher grundsätzlich Ja, nur sollten wir nicht vergessen, dass Homosexualität nach wie vor ein Stück weit ein Stigma, auch ein Risiko darstellt. Schwule können in weiten Teilen dieser Welt nicht frei leben oder reisen, sind immer in Angst vor ‚Entdeckung‘, Verfolgung. Sie werden geächtet, verprügelt, verstossen, gehängt und von Dächern gestossen. Die Akzeptanz aller nicht heteronormativen Lebensformen ist aber auch bei uns dünner als wir es wohl gerne hätten, wie auch sonst die Schicht der Zivilisation. Unsere aktuell gelebte Freiheit und Toleranz ist kein Selbstläufer sondern muss permanent immer wieder erkämpft werden.

      • Tgetg sagt:

        @Hansjürg: MEIN Mitleid kommt Ihren Kindern zuteil.

      • Hansjürg sagt:

        @Susi, naja, wenn Ihr, die immer am meisten Toleranz fordert, nur wenigstens so tolerant wäret, dass ihr dem einzelnen zugesteht, selbst zu wissen wovor er Angst hat und wovor nicht. Eure Argumentation: 21. Jahrhundert, ja und nein, Kinder ins Spiel bringen (die gar nicht gefragt werden, weder meine noch Eure), etc. ist gar keine Argumentation sondern eine Aneinanderreihung wohlklingender Worthülsen, die in einer von Gender Role und Political Correctness weichgespülten Gesellschaft als hip angesehen werden. Nochmal, das einzige, was bei mir aufkommt beim Gedanken an Schwulsein ist nicht Angst sondern Brechreiz.

      • Susi sagt:

        @Hansjürg: „das einzige, was bei mir aufkommt beim Gedanken an Schwulsein ist nicht Angst sondern Brechreiz.“

        Homophobie (von griech. ὁμός homós: gleich; φόβος phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine gegen Lesben und Schwule gerichtete soziale Aversion (Abneigung) oder Feindseligkeit.

        Q.E.D.

        @M.F.: Nach dem Lesen einiger der heutigen Kommentare gebe ich Ihnen einmal mehr recht.

      • Martin Frey sagt:

        @susi
        Wie Sie sagen, q.e.d… 🙂
        Dabei hat sich Drahomira noch gar nicht gemeldet. Wir dürfen also gespannt sein… 😉

      • tststs sagt:

        Ach lasst doch den Hansjürg… das Einzige, was ich ihm empfehlen würde, ist eine zünftige Prost atamassage, dann ist er evtl. auch ein wenig entspannter…

        Und Hr. Koller: 3 Fehler in einem 5-Wort-Satz? Da reicht eine Massage nicht mehr aus… 😉

      • tststs sagt:

        Tgetg: Haben Sie lieber Mitleid mit der armen Ehefrau. Was glauben Sie, wie es dort wohl zwischen den Laken zu und hergeht?
        (Ich gehe von Frotteetüechlibeischlaf alle Schaltjahre aus, Missionar, kein Licht, keine Geräusche. Alles andere löst wohl Brechreiz aus…)
        😉

      • Susi sagt:

        @tststs: 😀

      • Lambda sagt:

        @ tsts: Was zum Geier ist Frotteetüechlibei schlaf??

      • tststs sagt:

        FTB ist, wenn man zum Schutz des Bettbezuges ein Frotteetüechli unter die Frau legt… 😉
        (Spruch aus meinem Elternhaus, der bei bünzligen Zeitgenossen zum Zuge kam…)
        😉

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Das haben Sie jetzt erfunden, stimmts?

      • tststs sagt:

        Nope, aber ich gebe zu, ist starkes Lokalkolorit, schon 2 Dörfer weiter ist der Frotteetuech-im-Bett-Witz kein Begriff mehr… dafür kennt man in – glaubs – irgendwo im Berner Oberland auch… 🙂

      • Lambda sagt:

        @ tsts: ach so… hätte ich mir denken können sowas…

    • Petra Maurer sagt:

      Leuten wie Ihnen würde ich gern ein schwules Kind gönnen – aber ich würde ihrem schwulen Kind keinen solchen Vater wünschen: Deshalb hoffe ich um ihrer Kinder willen, dass die alle so geraten, wie sie es sich erhoffen – ihnen wünsche ich es aber nicht.

      • Annalena sagt:

        Frau Maurer, lieber einen schwulen Sohn als Sie zur Schwiegertochter/ Schwiegermutter.
        Abgesehen davon ist mir die sexuelle Orientierung meiner Kinder sowas von egal. Hauptsache sie führen ein eigenständiges, glückliches Leben, so wie sie es sich vorstellen.

      • Annalena sagt:

        Wenn Sie von Herrn Koller oder Hansjörg sprechen, entschuldige ich mich für meinen Kommentar Frau Maurer. Dann habe ich Sie grob missverstanden.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.