Tschüss Tampon, hallo Menstasse

Mamablog

Alle Produkte zum Auffangen der Regelblutung sind auf die eine oder andere Art unangenehm. Foto: horseman82 (iStock)

«Entschuldigung», fragte ich vor ein paar Monaten eine Mutter im Kino, kurz bevor der Kinderfilm begann, «hätten Sie vielleicht einen Tampon für mich?» Tante Rosa war einen Tag früher als geplant angereist und hatte mich mit ihrem Besuch in einem ungünstigen Moment überrascht. «Tampons habe ich leider nicht», sagte die Mutter und lachte: «Und meine Menstasse möchten Sie ja wohl nicht ausleihen, oder?»

Nein, das wollte ich natürlich nicht. Und einen Tampon bekam ich dann von der gut gelaunten Frau an der Kasse («Ja natürlich, bevor der Sitz rot wird. Der ist zwar schon rot, hihi!»). Aber das Thema Menstruationstasse ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Gut für Fauna und Scheidenflora

Pro Menstruation brauche ich schätzungsweise 20 Tampons, fünf Binden und fünf Slipeinlagen. Das macht fast 8300 Hygieneprodukte, seit ich 12 Jahre alt bin. Man stelle sich diesen blutgetränkten Abfallhaufen aus Zellulose und Polypropylen mal vor. Hätte ich seit der Menarche eine Menstruationstasse benutzt, wären das bisher vielleicht vier Silikonbecher – gemäss den Produzentinnen halten die Dinger bis zu zehn Jahre.

Menstruationstassen gibt es in verschiedenen Grössen. Foto: gregory_lee (iStock)

Also habe ich so eine Menstruationstasse mal ausprobiert. Erstens aus ökologischen Gründen. Zweitens schien mir so ein Tässchen sehr praktisch für die bevorstehenden Campingferien und die Badesaison. Mit Tampon ins Schwimmbecken zu hüpfen, ekelt mich immer sehr: Von oben saugt sich das Teil mit Blut voll, von unten mit Chlorwasser und was auch immer da noch drin schwimmt.

Und drittens: Irgendwann wird auch meine Tochter zum ersten Mal ihre Tage bekommen. Ich möchte ihr dann verschiedene Blutauffangmöglichkeiten vorstellen können. Also war es an der Zeit, meine Erfahrung auf diesem Gebiet zu vergrössern. Ich googelte und staunte: Menstruationstassen gibt es für Mütter, Extrembluterinnen und Sportlerinnen. Solche mit Ring, Stiel oder Kugel zum Rausziehen. Aus Latex, Silikon oder Kautschuk. Sogar Menstassen mit Glitzer sind erhältlich. Also bestellte ich eine (ohne Glitzer) und startete nach der Gelbkörperphase die Testphase.

Das Einführen

Als sich Tante Rosa ankündigte, schloss ich mich mit meiner Menstasse und dem Handy im Bad ein. Das Handy brauchte ich, um auf Youtube zu schauen, wie ich denn nun das Latexteil in meiner Scheide montieren musste. Da stand ich also mit einem Bein auf dem Klodeckel und versuchte, einen Plastikbecher mit starkem Entfaltungsdrang fachgerecht zusammenzufalten und in mein Inneres zu befördern. Gar nicht so einfach! Das letzte Mal hatte ich mich so gefühlt, als ich als 12-Jährige auf dem Schulklo von meiner bereits länger menstruierenden Kollegin, die vor der Klotür referierte, ins korrekte Einführen von Tampons eingeführt wurde. Zum Glück gibt es heute Youtube! Irgendwann hatte ich den Kniff raus und alle Tassen im Schrank.

Das Tragen

Mutig verliessen meine Menstruationstasse und ich das Haus. Mit meinem Mann ging ich zu Fuss zu einer Wohnungsbesichtigung. Unterwegs fiel meinem Mann auf, dass ich mehr als üblich und etwas unrhythmisch mit meinem Hintern wackelte. Er schaute mich fragend an. «Ich fürchte, meine Tasse ist verrutscht!» Als wir in der Wohnung ankamen, besichtigte ich zuerst die Toilette – hinter verschlossener Tür und sehr lange. Meine Unterhose war rot, die Tampons zu Hause. Was war passiert? Ich hatte offenbar eine zu grosse Menstruationstasse bestellt. Das Ding konnte sich an seinem Arbeitsort nicht ganz entfalten, das Blut lief also einerseits in die Tasse, andererseits daran vorbei und aus mir heraus. Also bestellte ich ein anderes Produkt, diesmal ein Modell, das mir in einer Menstruationstassen-Beratungsgruppe auf Facebook empfohlen worden war. Die neue Tasse hielt 100 Prozent dicht.

Das Rausnehmen

Beim Tampon spürt man ja, wenn es Zeit ist für einen Schichtwechsel. Bei der Menstruationstasse aber nicht. Also zog ich die neue Menstruationstasse sicherheitshalber nach etwa zwei Stunden wieder heraus. Das bisschen Blut hätte keinen Vampir satt gemacht. Später liess ich das Teil über Nacht drin, also fast acht Stunden. Jetzt war die Tasse ziemlich voll und die Verschüttungsgefahr entsprechend höher. Ich leerte die wohl höchstens 10 Milliliter Blut ins Klo und fertig. Grusig war das überhaupt nicht. Jedenfalls nicht grusiger als ein vollgesogener Tampon. Klar, in meiner Menstruationstasse war keine blaue Flüssigkeit, wie man sie aus der Bindenwerbung kennt. Aber ich bin eben eine Frau, die jeden Monat blutet. So what?

Das Fazit

Ich habe die Menstruationstasse nun drei Zyklen lang getestet und finde sie wirklich gut, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Eine praktische, umwelt- und scheidenfreundliche Alternative zu Tampons und Binden. Sehr junge Frauen haben vielleicht Mühe mit der Anwendung. Aber ehrlich gesagt, hatte ich das ja anfangs mit Tampons auch. Meine Schulkollegin und o.b.-Instruktorin nannte mich nicht umsonst bis zur Matura «Die rote Zora».

Lesen Sie dazu auch das Posting: «Ich habe meine Tage. Na und?»

101 Kommentare zu «Tschüss Tampon, hallo Menstasse»

  • Kathryn Janeway sagt:

    thinx unterwäsche ist eine geniale ergänzung zur tasse – ich benutze nun je nach tagesprogramm und position des muttermund die menstruationstasse oder tampon mit oder an den leichten tagen & in der nacht gar nur die thinx unterwäsche (wenn der muttermund zu tief ist dann saugt sich die tasse bei mir an ihm fest anstatt den seitenwänden der scheide, es ist dann etwas schwieriger zu lösen, teilweise auch unangenehm).

    und nein die ‚tasse‘ kommt sicher nicht in den geschirrspüler, ich benutze sie auch nicht als shotglas sondern nur zum menstruieren und koche sie wie in der anleitung angegeben einfach in einer pfanne mit wasser aus.

  • Tralala sagt:

    Ich bin schockiert! Dass es wirklich noch so viele Menschen gibt die die Menstruation als unangebracht betrachten! Hääää?
    Es gibt wahrlich andere Dinge die heutzutage lieber nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollten aber eine Menstruationstasse sollte die Leser doch nicht aus dem Gleichgewicht fallen lassen.
    Leider finde ich die Tasse ziemlich unbequem. Ich finde sie fühlt sich viel zu hart an. Kennt sich jemand aus ob es auch sehr weiche Tassen gibt?

  • Keo sagt:

    Ich danke der Autorin für diesen tollen und witzig geschriebenen Artikel!
    Ich nutze ebenfalls die Tasse seit ca. einem halben Jahr, seit ich unter verstärkter Menstruation leide. Bin sehr zufrieden, denn die Tasse spüre ich überhaupt nicht, das Wechseln ist nicht „ekliger“ als bei einem Tampon, es ist günstiger und zudem muss ich keine Sorgen haben, dass Blutbrocken (Ja, Mens kann auch aus Schleimbrocken bestehen ;-)) rausflutschen; denn diese werden durch die Tasse aufgefangen. Gerade in meinem Beruf wäre mir das sehr unangenehm.
    Also, liebe verklemmte Frauen und Männer: Dank Artikeln wie diesem habe auch ich deutlich mehr Lebensqualität gewonnen! Danke!

  • Tom sagt:

    Sehr gehrte Frau Meier!

    Ich habe auf der Startseite auf diese Überschrift geklickt, weil ich mir so gar nix unter einer Menstasse vorstellen konnte. Ich kann nicht sagen, dass der folgende Text mir Spaß gemacht hat – cool war er auf jeden Fall. Mann vergißt recht zuverlässig und gerne, was Frauen monatlich auch ausmacht.

    Phu. Schöner Artikel zu einem „merkwürdigen“ Thema nebenbei.

  • Shelltr sagt:

    Schön, dass so unbeschwert darüber gesprochen wird! Benutze seit 14 Jahren eine Menstasse. Musste ich in Kanada bestellen! Darüber spreche ich aber erst seit wenigen Jahren. Mein Gyni war damals sehr erstaunt, er meinte nur, dass er mich niemals in die ‚Wulle-Siide-Bast-Ecke‘ eingeteilt hätte. Auch erstaunt war er darüber, dass ich seit damals nie mehr eine Candida-Episode hatte. Weshalb er die Tasse dann auch anderen Patientinnen empfohlen hat. Kommt dazu, dass ich seit der Geburt meines Jüngsten auf hormonelle Verhütung verzichte und deshalb und wohl auch altersbedingt eigentliche Monsterblutungen durchmache. Ich wechsle dann die volle Tasse alle 2 Stunden. Ein Tampon (GRAUS!) oder Binden (STINKEN) würden da wohl kaum beim Gang zum Briefkasten dichthalten…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Shelltr
      behalten Sie das Monster im Auge, ein zunehmen der Blutung kann auch von Myomen ausgelöst werden und im schlechteren Fall in ein schleichendes verbluten ausarten. Habe das viel zu lange ebenfalls „aufs Alter“ abgeschoben, war nicht besonders klug…

      • Muttis Liebling sagt:

        Kann sein, aber muss nicht. In der schweizerischen Logik ist eine Frau, die mal etwas stärker blutet und mit dem ‚Bobo‘ zum Arzt geht, eine System- Melkerin.

        Wenn ich eine Frau wäre, würde ich niemals hormonell verhüten und mir alle halbe Jahre einen Abstrich meines Gebärmutterhalses im Mikroskop ansehen. Ein Myom verhindert man damit trotzdem nicht, aber man sieht es früh genug, um nicht gleich total zu agieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        das finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich unangebracht! Es geht um die Nicht-System-Melkerinnen deren Kostenbewusstsein ab und zu gravierend auf die Kosten der eigenen Gesundheit geht,

        deshalb grad nochmals:

        Frauen mit zunehmend verstärkten Blutungen, erklärt Euch das niemals bloss mit „vielleicht sinds die Wechseljahre? oä“, könnte sein dass Ihr am Ende ein blutiger Notfall seid…

  • Menstassenfan sagt:

    Viele der negativen Kommentare schreiben „darüber muss man nicht so offen schreiben – gibt es denn keine Grenzen mehr?“ Oder ähnliches.
    Liebe Leute, wenn die Menschheit seit jeh her alle Grenzen eingehalten hätte, sässen wir noch in den Höhlen. Oder würden uns zumindest noch immer mit dicken, unangenehmen Baumwollbinden plagen.

    • tststs sagt:

      Bitteeee, diese Leute klicken auf einen Blogbeitrag mit dem Titel „Tschüss Tampon hallo Menstasse“….
      Aber ja, wie war das mit der Selbsterkenntnis und den Schritten?
      🙂

  • Katja sagt:

    Sehr schön und präzis geschrieben! Danke für diesen aufschlussreichen Testbericht. Muss such so ein Dings kaufen.

  • Lealol sagt:

    Haben tatsächlich alle noch nie von menstruationsschwämmchen gehört ???
    Die sind anwendungsfreundlich und auch noch kompostierbar……. REIN NATÜRLICH….

    • Stephanie E. sagt:

      Davon hört frau wenig, wo gibts denn die zu kaufen?

    • Susi sagt:

      Schwämmchen? Ich weiss nicht, ob wir vom selben sprechen, aber ich kenne die Schwämmchen als „Beppy“. Sauteuer, aber man kann damit Sex haben und spürt nichts davon. (Aso, vom Schwämmli 🙂 ). Gut geeignet, wenn man beispielsweise in einem Hotel ist und es nicht unbedingt Spuren geben soll.

      • Lealol sagt:

        Wegen dem Preis habe ich feinporige, ungebleichte Jassschwämmchen gekauft. Diese habe ich vor dem ersten Gebrauch in Essigwasser eingelegt…… Sie waren jeweils nicht ganz so langlebig wie die Levantinerschwämme, dafür viel billiger….

  • Michael sagt:

    Für mich als Mann erstaunlich zu lesen, wie hier so die intimsten Dinge einer Frau der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Zum Glück kann man / frau hier keine Fotos dazu hochladen. Kennt Ihr keine Intimsphäre mehr ? Und kommt mir nicht mit männlicher Verklemmtheit aber ich finde, das es eine Grenze gibt, was man in aller Öffentlichkeit präsentiert und was nicht. Hier ist sie eindeutig überschritten.

    • Hotel Papa sagt:

      Doch, das ist (männliche) Verklemmtheit. Genau diese Halteung führt immer wieder zu viel Leid, weil Junge (oder auch nicht so junge) Menschen bei persönlichen Problemen sich nicht trauen, Hilfe zu holen. Weil man ja schliesslich über „so etwas“ nicht spricht.
      Lies die Kommentare weiter unten. Deine Ansicht kommt vor, ist aber klar die Ausnahme.

      • loulou55 sagt:

        Nein, es ist keine männliche Verklemmtheit, es ist Michaels höchstpersönliche & ureigenste Verklemmtheit.
        Dass er sich damit in der Öffentlichkeit outet ist aber vielleicht schon mal ein 1. Schritt… 😉

    • Jeune sagt:

      Michael, erstaunlicherweise leben auf diesem Planeten sehr viele Frauen. Diese menstruieren doch tatsächlich während wahrscheinlich mehr als einem Drittel ihres Lebens. Warum sollte man also nicht darüber sprechen?

    • Michael sagt:

      Auf Youtube gibt es haufenweise Videos zu diesen „diva cups“ (Ich glaub das ist ein Markenname?). Natürlich nicht in der Art, wie man sie auf Youporn sehen würde, aber viele Vloggerinnen erzählen darüber. Und wieso ich als Mann davon weiss? Weil ich halt mal Buzzfeed-Videos schaue und dann in den Video-Vorschlägen solche Videos kommen. Ich bin froh, dass sich Youtuber getrauen, über intime Frauen- und Männerthemen zu reden. Früher hatten wir die Bravo, weil unsere Eltern uns nichts beibrachten.

      • Menstassenfan sagt:

        Ach Michael. Die Menstruationstasse hat mir persönlich das Leben wesentlich einfacher gemacht. Darauf gekommen bin ich genau durch solche Blogs und Artikel. Über diese Intimitäten zu sprechen hat also durchaus einen Sinn. Ich hoffe, dass dieser Artikel noch viele andere Frauen zur Organicup oder ähnliches ermutigt. Glauben Sie mir, die Tage sind an sich schon mühsam genug, da brauchen wir nicht noch Männer wie Sie die uns einreden, dass wir still zu sein und geradezu schamhaft mit unseren Tagen umzugehen haben. Es ist halt ein Thema, das viele betrifft. Es könnte unter umständen auch Männer – ja sogar Sie selber – mal betreffen, wenn Sie mit Ihrer Tochter einmal in dieser Situation sein sollten.
        In meinen Augen hat die Tasse die ganze Mens-Industrie revoluzioniert und davon spricht man.

    • Peter sagt:

      Michael, verklemmter gehts nun aber gar nicht mehr. Genauso wie Charles Clerc anno dazumal in der Tagesschau höchstöffentlich ein Kondom über seinen Finger rollte, genauso ist dies nichts anderes als Information über ein Produkt. Und dass man einen Erfahrungsbericht dazuschreibt ist sinnvoll, denn viele Frauen würden wohl fragen „was soll ich damit, das funktioniert nie“. Und übrigens, es gibt noch einen ganz einfachen Trick für Leute wie Sie damit Sie sich nicht aufregen müssen: Nicht auf den Link klicken, aber eben, dazu muss man erst die Verklemmtheit und den Gwunder überwinden.

    • Hortensia sagt:

      Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, Michael. Manchmal widert es mich wirklich an, wieviel Intimes heute preisgegeben wird ,und anschliessend des Langen und Breiten noch darüber diskutiert werden muss.

      • tststs sagt:

        Man sollte sich evtl. eher darüber Gedanken machen, weshalb so ein natürlicher Vorgang etwas „Intimes“ ist, von dem die Öffentlichkeit ja nichts mitbekommen darf… (ich mein jetzt selbstverständlich das Menstruieren an sich, nicht den Wechsel der Hygieneartikel)

      • Michael sagt:

        Haben sie den auch Sex in der Öffentlichkeit @tsts ? Ist doch auch ein vollkommen natürlicher Vorgang.

    • Adriano Maranta sagt:

      Michael, mit Verlaub, aber Sie haben die Tasse jetzt aber wirklich nicht im Schrank! Ich bin dank des erfrischenden Artikels froh zu wissen, was eine Menstasse ist, und werde sie meiner Tochter auch als Alternative erwähnen, wenn sie mich fragt, wie man denn das Mensblut aufhält. Meine Tochter ist drei Jahre und zwei Monate alt und hat schon seit einem Jahr ein reges Interesse unter anderem auch am Thema Mens, Vagina, Penis, Babykriegen, Brüste haben, Milch geben, Nabelschnur durchschneiden undsoweiter. Ach, lieber Michael, „kennt Ihr keine Intimsphäre mehr“, fragen Sie. Ich hoffe jetzt nur für Sie, dass Sie nicht insgeheim Pornos anschauen (was wohl mehr als 90% aller Männer nämlich regelmässig machen).

      • Michael sagt:

        Uah – was eine lustige Aufregung ! Naja, was soll man auch anderes von Euch als Youtube Selfie Genereration, die alles und jedes von sich preisgibt erwarten. Und zum Thema meiner angeblichen Verklemmtheit, ich hatte meine Jugend in den 70igern. Vielleicht informiert Ihr Euch mal, was da abgegangen ist…. Da träumt Ihr heute von ! Ich kann @Adriano beruhigen, die Pornos kann er selber lesen, ich tue soetwas nicht. Was mir wahrscheinlich auch wieder keiner glauben wird…

  • MaaSu sagt:

    Ich bin auch voll begeistert von der Menstasse!

    Hier noch ein super Musik-Video zum Thema Menstruation:
    (I got that flow – Wham Bam Thank You Ma’am):
    https://www.youtube.com/watch?v=5nzrhTKWjOI
    Und unbedingt den Schluss anschauen 😉

  • Lealol sagt:

    Ich habe 20 jahre lang menstruationsschwämmchen benutzt, sind super…….. kann man nicht falsch einsetzen, sind rein biologisch und somit kompostierbar wenn sie nach 6 – 12 monaten nicht mehr brauchbar sind…..

  • Mia Meyer sagt:

    Zu meinem grossen Leidwesen haut das bei mir mit der Tasse nicht hin. Ich habe im Verlauf der Jahre drei verschiedene Modelle ausprobiert. „Dank“ sehr starker Blutung brauche ich eine relativ grosse Tasse, aber auch so muss ich sie mehrmals täglich ausleeren. Da schmerzt mir dann bald der Scheideneingang vom Rumgefummele (Einsetzen geht ja noch, aber Herausnehmen ist gar nicht sooo einfach!). Ich finde es zudem äusserst unangenehm, das gesammelte Blut in der Tasse drin herumschwappen zu spüren – ja, ich spüre das. Vor allem aber schaffe ich keine 100%-Dichtheit. Sobald die Schleimhäute in der Scheide zu feucht/aufgeschwollen/beblutet sind (z.B. vom Tassenwechsel), leiten sie trotz fest sitzender Tasse irgendwie einen Teil des Blutes am Tassenrand vorbei. Schade!

  • Annina Bürge sagt:

    Einmal probiert, nie wieder zurück. Best thing ever. So viel Geld, Tampon-wechsel-Sorgen, Schmerzen und stinkender Abfall gespart. Ich empfehle Lunette 🙂

    • Hotel Papa sagt:

      Kann es bei dem Ding so etwas wie eine allgemeine Empfehlung geben? Das ist doch etwa so individuell wie Schuhe kaufen.

      • Annina Bürge sagt:

        Der Unterschied: Die Menge an Auswahl.
        Bei Zalando kann man 18’403 verschiedene Damen-Schuhe kaufen – bei Hygieneartikel kann man zwischen 3 verschiedenen Arten entscheiden (Tampons, Binden, Tassen). Da fällt es einfacher, nach den Kriterien Umweltfreundlichkeit, Kosten, Tragekomfort Empfehlungen zu fällen.

  • Martin sagt:

    Eine Frage habe ich da doch noch: Geht das auch für Jungfrauen? Ich mein ja nur…

  • Jane Bissig sagt:

    Hat man denn davon immer zwei dabei oder verlässt man damit die WC-Kabine (zum Beispiel im Kino), wäscht es im Lavabo aus und geht es dann wieder montieren? Oder Wasserfläschli? Oder einfach wieder reintun und zuhause richtig waschen?

    • 13 sagt:

      Wasserfläschli oder mit WC Papier reinigen und zu Hause richtig waschen. Man kann auch drüber pinkeln. Das Reinigen beim Ausleeren dient ohnehin v.a. damit wir uns besser fühlen, eigentlich geht sie ja genau an den gleichen Ort zurück. Das Reinigen nach und vor der nächsten Mens ist etwas anderes. Aber das ist es ohnehin sehr selten ein Thema, da ein ausleeren alle 12 Stunden, also morgens und abends ausreicht, wenn man nicht gerade sehr starke Menstruation hat. Ich persönlich muss sie genau einmal pro Monat, nämlich am ersten Tag mittags, auswärts leeren.

      • anika glauser sagt:

        Drüber pinkeln?! Und ich dachte immer, das sei eine urban legend. Keine Ahnung, ob das wirklich jemand macht.
        Für einmal kann man sie auch nur leeren und wieder montieren, das geht auch in der Wildnis 😉 Falls überhaupt kein Wasser in der Nähe ist, kann man dazu auch einen Einweghandschuh benutzen, damit bei schmutzigen Händen (oder starker Blutung) die Hygiene gewährleistet ist. Handschuh nach Gebrauch umgestülpt ausziehen, zuknoten, fertig 😉
        Gerade als Extrembluterin möchte ich nie mehr auf die Tasse verzichten.

    • Sonja R. sagt:

      Ich führe sie normalerweise am Morgen ein und am Abend, wenn ich nach Hause komme, wechsle ich sie wieder. Wenn ich sie doch unterwegs leeren muss, dann kann man den Inhalt ins WC leeren und anschliessend den Cup mit WC Papier säubern und wieder einführen (wird auch auf der Gebrauchsanleitung so vorgeschlagen).

      Nach der Mens ins kochende Wasser legen (30 – 60 Min), nochmal abspülen und versorgen bis zum nächsten mal 🙂

  • Franziska sagt:

    Ergänzung zum Kommentar von Müller M.
    Nebenwirkungen und Risiken der 3 Monats-Spritze
    Es können Zyklusstörungen auftreten, Schmierblutungen oder die Periode bleibt ganz aus, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Akne, Kopfschmerzen, Nervosität, Bauchschmerzen, Schwindelgefühl, Verminderung der Knochendichte, Depressionen und der Verlust der Libido. Die Methode kann nicht spontan abgesetzt werden. Die Nebenwirkungen dauern so lange an, wie der Wirkstoff im Körper ist. Und wenn Sie sich eines Tages gegen die Spritze entscheiden, können Monate bis Jahre vergehen, bis Ihr Zyklus sich wieder einstellt. Bei längerer Anwendung kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis eine Schwangerschaft eintritt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    😀
    ich glaub ich geb das meiner Tochter zu lesen-
    da seit Jahren hysterektomiert hat sie von meiner Seite her keinen Anschauungsunterricht, resp „mitbekommen“ aus dem Alltag, bin gespannt wie das wird wenn es bei uns anrollt… . Das ist für mich inzwischen zu einer anderen Welt geworden, wo ich nicht so unglücklich bin nicht mehr drin wohnhaft zu sein 😉

  • loulou55 sagt:

    Menstasse….??
    Du meine Güte wie altmodisch….!
    Da war doch vor einiger Zeit ein Artikel zu lesen, dass die „Free Bleeders“ (oder so ähnlich, kann mich nicht ganz genau erinnern) auf dem Vormarsch sind.
    Der „rote Schritt“ soll hip sein und wird richtiggehend zelebriert, alles andere sei verknöchertes Altertum.
    Also wie war das jetzt genau…? Oder waren das Fake-News?

    • 13 sagt:

      Neben irgendwelchen Provokations-Aktionen, wo ich auch den Kopf schüttle, bedeutet freies Menstruieren eigentlich, dass man den Beckenboden genug trainiert, dass man das Menstruationsblut wie den Urin einfach kontrolliert im WC ablässt. Ich habe es nicht ausprobiert. Älter als 35, nicht gerade eine Sportkanone und nach drei vaginalen Geburten, fehlt mir etwas der Mut für solche Experimente. Aber ich konnte von einigen Frauen lesen, die es praktizieren und sie berichten, dass es funktioniert. Hinzu kommt, dass ein gut trainierter Beckenboden auch für das Liebesleben von Vorteil ist. Wie gross allerdings die Quote von Frauen ist, die es versuchten und gescheitert sind, weiss ich nicht.

      • Sportpapi sagt:

        HA! Unbedingt mit dem Sport anfangen. Dann wird auch das Liebesleben besser 🙂

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ich bin ja langsam dran. Aber grundsätzlich bin ich ja ganz zufrieden, wie es ist.

      • 13 sagt:

        Ja, ja, schon gut, wobei ich ja eigentlich ganz zufrieden bin. Aber selbst dann wird es wohl nicht für Olympia reichen, es gibt einfach so viel Schöneres als durch die Gegend zu rennen….Bücherlesen, Schreiben, Diskutieren, Lernen….

      • tststs sagt:

        Ich kenne es insofern, als ich ab der 3. „Periodennacht“ während der Nacht nichts benutze (bin *holzklopfen* keine starkte Bluterin) und dementsprechend morgens beim ersten Gang zur Toilette auch all meine Muskelkraft brauche… Aber ich schliesse mich Ihnen, 13, an: für auswärts fehlt mir der Mut 🙂

  • Stephanie E. sagt:

    Es ist wichtig, dass wir mit der Mens offen umgehen. Deshalb Danke für den schön geschriebenen Bericht. Ein solcher unverkrampfter Umgang mit dem Thema hätte mir als junges Mädchen sehr geholfen. Rückblickend hätte ich mir mehr Unterstützung von meiner Mutter gewünscht. Ich finde es deshalb toll, dass Sie sich jetzt schon Gedanken darüber machen, wie sie Ihre Tochter eines Tages unterstützen können.

    Ich habe meine Menstasse ebenfalls seit einigen Monaten und bin begeistert. Demnächst habe ich Ferien und bin gespannt darauf, wie der Badibesuch mit Menstasse klappt!

  • 13 sagt:

    Schön geschrieben und danke für das Thema. Am Anfang tatsächlich gewöhnungsbedürftig, danach will man nicht mehr ohne, Ich finde allerdings, dass einige wichtige Informationen fehlen:
    1. Die Menstruationstasse verringert das Risiko des Toxisches Schocksyndroms, welches bei den Tampons vorhanden ist. Gesundheitlich macht sie dadurch durchaus Sinn.
    2. Viele machen sich Gedanken darüber, ob sie unterwegs praktisch ist. Diese Bedenken sind im Normalfall unbegründet, da die meisten Frauen die Tasse nur morgens und abends leeren müssen und man damit im Gegensatz zum Tampon gar nicht darauf angewiesen ist, es auswärts zu leeren.
    3. Viele Frauen berichten von weniger Schmerzen, weil man die Scheide nicht ausgetrocknet wird.

    • 13 sagt:

      Übrigens aus Männersicht:
      Mein Mann sagte mal, er sei froh um die Tasse, weil dann der Badabfall von blutigen und auch nicht gerade wohlriechenden Tampons/Binden verschont bleibt. Ausserdem komme ich damit nicht auf so komische feministische Ideen, den Mann zum Tampons kaufen zu schicken 😉

      • Hotel Papa sagt:

        Pffft! Was ist peinlich daran, eine Schachtel „ob“ im Einkaufskörbli zu haben?
        .
        Wenn Sie im Gegenzug auch „Ceylor“ mitbringt…

      • 13 sagt:

        Gut, beim Ceylor hoffe ich zumindest, dass sie es mitbenutzt, ansonsten fände ich es wirklich etwas komisch: „Schatz, könntest Du mir noch Kondome mitbringen, wenn Du einkaufen gehst, ich gehe heute in den Ausgang!“
        Das andere blau-weisse Schachteli war selbstverständlich auch schnell kein Problem, darum auch der Zwinkersmiley. Aber habe ich schon etwas Verständnis für meinen Mann, dass er es die ersten Male komisch fand. Schliesslich hatte er, der in einem reinen Männerhaushalt aufgewachsen ist und zuvor noch keine längere, ernsthafte Beziehung hatte, vorher ein solches nicht einmal bewusst gesehen.

      • tststs sagt:

        Haben Sie zu Punkt 1. weitere Informationen? Dieser Punkt macht mich etwas stutzig, denn ja auch die Tasse beinhaltete 2 der 3 Risikofaktoren für TSS (Nutztungsdauer und Einführung mit Finger ist ja ebenfalls gegeben, lediglich der Punkt des „Aufsaugens“ fällt weg).

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Gemäss meinem Kenntnisstand (und ohne Gewähr) gibt es keine klare Untersuchungen dazu, jedoch bisher auch nur ein Handvoll Fälle, wo es zu einem solchen kam. Die Gründe für die Annahme, dass das Risiko kleiner ist, sind:
        – dass der Kunststoff ein schlechterer Nährboden für Bakterien ist.
        – dass es zu keiner Stauung kommt, weil die Tasse undicht wird, wenn sie überfüllt wird.
        – dass die Infektionswahrscheinlichkeit kleiner ist, da die Scheidenflora nicht ausgetrocknet wird.

        Sich aber nicht nur danach sondern auch vor dem Leeren die Hände zu waschen, ist trotzdem sicher eine gute Idee.

      • Susi sagt:

        @13: „Ausserdem komme ich damit nicht auf so komische feministische Ideen, den Mann zum Tampons kaufen zu schicken.“

        Haha, 13! Vor ein paar Monaten stand mein Mann anscheinend mal mehrere Minuten vor dem Gestell mit Hygiene-Artikeln und fand nicht, was ich ihm aufgeschrieben hatte. Irgendwann verlor er die Nerven und begann (laut!) zu fluchen. Da kam ein älteres Fraueli und sagte zu ihm: „Also, DAS sött ihri Frau aso scho sälber gogä chaufä!“
        Ich fand das Fraueli in der Erzählung total altmodisch, seither halte ich ihm vorher einfach die entsprechende Packung vor die Nase, damit er weiss, was er kaufen muss. 😀

  • Jakob Baumann sagt:

    So ein Teil habe ich meiner Frau schon vor Jahren geschenkt. Gut ist das Teil, wenn man nicht unterwegs ist. Da kann es einfacher sein Binde oder Tampon dabei zu haben, aus hygienischen Gründen.

    • Menstassenfan sagt:

      Sie klingen so sympathisch, solche Männer können wir gerade während den Tagen gut gebrauchen. Für unterwegs gibt es auch Tips und Tricks, so dass die Tassenverwendung am schluss nicht mehr unangenehm als ein Tamponwechsel ist.

  • Muller M. sagt:

    Bin für 3-monats Spritze. Die löst das Problem gründlich und sauber.

    • Aenski sagt:

      Leider Thema verfehlt. Es geht hier nicht um Verhütung. Und stellen Sie sich das mal vor: Es gibt Frauen, die sich nicht mit Hormonen vollpumpen wollen.

      @Nadia: Danke für den Artikel. Ich propagiere die Tasse schon ein paar Monate in meinem Freundinnenkreis.

      • Jacques sagt:

        Das kann ich gut nachvollziehen. Man wird ja schon genug von den eigenen Hormonen ‚geplagt‘. Geschlechtsunabhängig.

    • Jacques sagt:

      Mit den Wechseljahren löst sich das Problem von selbst. Zu den Wechseljahren der Männer: Die beginnen ab 20 – und dauern bis zum Tod.

  • Flo, die echte! sagt:

    Als „altes Guätzli“musste ich einfach staunen was es da für mich Neues, gibt!
    Ich erinnere mich noch an die Zeiten woe ich an den Besuchstagen von „Tante Rosa“ – dieser Begriff ist noch geblieben – mit einen Bindengürtel, mit Metallklammern zum einhängen einer dicken Binde in der Mappe zur Schule maschiert bin und jedem der es hören, oder nicht hören wollte, erklärte das ich mich leider von Turnunterricht abmelden müsse/durfte.

  • Sonne sagt:

    Wieso muss ein solch persönliches Thema wie die Menstruation und die Handhabung dieser Tasse so öffentlich beschrieben werden. Es gibt wohl einfach für nichts mehr Grenzen. Das Sie dass heraus ziehen der Tasse und das wenige Blut darin nicht auch noch bildlich festgehalten haben wundert mich. Die Periode gehört zum Leben jeder Frau, muss aber nicht „jedem“ öffentlich ob per Binde, Tampon oder Tasse ins Gesicht geklatscht werden.

    • Sonja R. sagt:

      Es ist sehr wichtig, dass solche Themen angesprochen werden. Die Mens ist etwas völlig natürliches. Das einzige was nicht natürlich ist, ist unser Umgang damit.

      Durch diesen Artikel erfahren Frauen von der Tasse, die vorher nichts davon wussten. Ich benutze die Tasse seit Februar und mein Wohlbefinden hat sich massiv gesteigert. Je mehr Frauen davon erfahren, desto besser.

      Wir brauchen keine unnötigen Tabuthemen, nicht hier, nicht bei diesem Thema.

      Vielen Dank der Autorin.

    • Hotel Papa sagt:

      Ich als Mann habe genau diese offene Sprache geschätzt. Ich sehe nicht ein, warum aus allem, was Körperfunktionen betrifft, und isbesondere solche, die mit Reproduktion zu tun haben, ein Tabu gemacht werden muss.
      .
      Deswegen habe ich auch etwas über den Begriff „Besuch von Tante Rosa “ (kannte ich übrigens nicht) geschmunzelt. Warum der Euphemismus? warum das Ding nicht beim Namen nennen? Ist aber natürlich auch eine Stilfrage, 10 x das Wort „Menstruation“ in fünf Sätzen wirkt schnell holprig.

    • 13 sagt:

      @ Sonne
      Warum sollte das Natürliche tabusiert werden. Ich laufe auch nicht mit einem T-Shirt und der Aufschrift: „Ich trage gerade meine Menstasse“ durch die Gegend oder verschicke morgens auch kein Infomail, aber darüber sprechen und schreiben sollte nicht nur gestattet sein, sondern ist sogar willkommen. Das nennt man auch Information.

      @ Hotel Papa
      Ich fand den Ausdruck Tante Rosa immer irgendwie witzig. Das ist doch nicht verklemmt, eher ein Zeichen, dass man notwendige Übel auch mit Humor nehmen kann.

      • Hotel Papa sagt:

        „Verklemmt“ hätte ich das jetzt auch nicht genannt. Habs auch humoristisch aufgefasst. Aber ein Euphemismus bleibts eben trotzdem.

    • Gerhard Engler sagt:

      Das wird ja nur den Personen ins Gesicht geklatscht, die das lesen wollen. Wer sich angewidert fühlt, der soll es einfach sein lassen.

    • Samira sagt:

      Was ist ihr Problem? Sie haben den Text ja offenbar gelesen, also hat es sie interessiert, was es da so gibt – sie hätten sich ja dem entziehen können indem sie einfach weiterklicken.
      Es handelt sich jedenfalls um einen der besten Texte, die ich bisher zu dem Thema gelesen habe: Sehr offen und mit allen Problemen und dem Hinweis, dass man durchhalten muss, bis man weiss, wie es denn geht. Die allermeisten Frauen schütteln doch bei Menstasse den Kopf und glauben, das die eh nicht funktioniert – da ist ein Bericht, der nicht verschupft in irgendeiner Ecke eines Heftes steht, sondern von einem breiten Publikum gelesen wird genau richtig.
      Der Text ist übrigens nicht nur informativ, sondern auch sehr witzig geschrieben – ich habe mehrmals geschmunzelt – danke dafür!

      • Menstassenfan sagt:

        Ich persönlich habe mich gerade durch solche offene, ehrliche Artikel für die Tasse entscheiden können, da ich so ungefähr wusste was auf mich zu kommt. Bin also sehr dankbar für solche Schreiberlinge die sich gereauen, offen zu sprechen. Dass sie gerade auch das „grusige“ an der Mens beschrieben hat hat mir gut getan, da es mir einmal mehr gezeigt hat, dass ich mich für meine Tage nicht zu schämen brauche und dass es allen gleich geht.

    • Adriano Maranta sagt:

      – Wer das Thema Menstruation tabuisiert, hat ein Problem. Meine Tochter ist drei Jahre und zwei Monate alt, und wir sprechen schon lange über Mens, Babykriegen und Frauwerden.
      – Der Text ist witzig, ich habe herzlich gelacht dabei.
      – Mich interessiert es, wie es ist, wenn frau einen Tampon aus der Vagina zieht. Schliesslich kann ich das als Mann nur aus der Erzählung von Frauen her so in etwa „erfahren“.
      – Ich wusste bis jetzt nicht genau, was eine Menstruationstasse ist. Dank des informativen Artikels weiss ich jetzt, dass es weniger mit einer Keramiktasse als denn mit einem weichen Auffanggefäss aus Kunststoff zu tun hat.
      – Wenn es Sie anwidert, einen solchen Artikel zu lesen: Lesen Sie doch einfach nicht weiter.

      • Ursula sagt:

        Und was meint Deine 3 Jahre und 2 Monate alte Tochter so zur Mens ? Freut sie sich schon drauf ? So jeden Monat einmal ausser Gefecht gesetzt zu werden ? Und was hast Du jetzt für Erfahrungen gewonnen, sollte Dir tatsächlich mal eine Frau geschildert haben, was sie so für Gefühle hat, wenn sie einen Tampon aus ihrer Vagina zieht ?

    • Sonne sagt:

      @alle
      Das meine ganz persönliche Meinung zu dem Artikel solch eine Entrüstung hervor gerufen hat, Respekt !
      „Hoch die Tassen“ auf so viele offene, moderne, entabusierte und unverklemmte Menschen. Wo kämmen wir sonst auch hin, mit solch unnatürlich, verklemmten Menschen wie mir.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sonne

        Sie haben wohl was missverstanden, es geht gar nicht um die Tasse an sich, also das „Hoch darauf“ können Sie sich schenken, sondern dass man sich hier über dieses Thema austauschen darf.
        Immerhin betrifft es doch ziemlich viele, Frauen ohnehin, wenn sie Mütter von Töchtern sind nochmals mehr, plus die Partner/Väter etc.
        Und wo wenn nicht hier kann man einiges dazulernen, besonders von Teilnehmenden welche man schon länger durch den Bl og kennt und die Verlässlichkeit einschätzen kann?

  • Contessina sagt:

    Ich habe ein einziges Mal eine Menstasse ausprobiert. Hielt 100% dicht. So dicht, dass ich sie von meiner Frauenärztin entfernen lassen musste, weil ich sie selber nicht mehr rausgekriegt habe. Tampons sind toll.
    Wer sich um den Abfall sorgt: http://www.shethinx.com. Die sind wirklich absolut genial. An den letzten, leichten Tagen brauche ich nur noch meine Thinx, und auf Reisen/langen Sitzungen etc. sind sie als „Versicherung“ absolut unbezahlbar. 14 Stunden Überlandbus in Indien, 1 Toilettenstop, kein Problem.

  • SelmaK. sagt:

    Ich bin ebenfalls eine begeisterte Menstassenträgerin! Zum ersten Mal gehört davon habe ich in meiner Schulzeit, genaugenommen in der 3. Sek. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch zu jung um zu experimentieren und konnte mir keine Alternative zu Tampons vorstellen. 5 Jahre später dann der Sinneswandel.. Die Tampons haben mich immer stark ausgetrocknet, Binden haben fürchterlich gestunken und darin habe ich unnatürlich geschwitzt. Ich bestellte meine Tasse auch auf Empfehlung der Menstruationstassengruppe auf Facebook. Das erste Mal einführen war ungewohnt, aber einfach. Sie ploppte auf, man überprüft kurz den Sitz der Tasse und das wars. Danach habe ich 12 Stunden (!) ruhe. Für diejenigen die sich sorgen bezüglich der Hygiene machen: Man kocht die Tasse nach der Mens aus.

  • Daniel Cohn sagt:

    Toll geschrieben und auch für mich als Mann amüsant zu lesen, wenn man (frau) etwas Neues ausprobiert. Es spricht für Sie, dass Sie den Mut haben, Ihre neue Erfahrung mit anderen zu teilen. Mit solchen Alltagsthemen sollten sowieso viel natürlicher umgegangen werden.

    • Sonja R. sagt:

      Schöner Kommentar 🙂 ich sehe es genauso wie Sie.

      Danke an die Autorin! Ich verwende die Tasse seit Februar und seither geht es mir viel besser. Weniger Schmerzen, kürzere Mens-Tage und das Wohlbefinden während der Mens ist deutlich höher. Tampons fand ich immer eklig, von Binden ganz zu schweigen. Mit der Tasse fühle ich mich geschützter, natürlicher und sauberer. Nach 1-2 Zyklen hat man den Dreh raus. Ich kann es jeder Frau empfehlen. Dank der Tasse vergesse ich fast das die Mens da ist! Auch im Sport (ich renne, klettere und mache Yoga) kommt es mir zugute, da man die Tasse nicht spürt.

      Mein Loblied könnte ewig weitergehen 🙂 Ein Hoch auf die Tasse – 10/10 Punkten.

      • Colisa sagt:

        Ich habe jeden Monat Bauchkrämpfe an den ersten beiden Tagen. Das kann doch keine Menstasse verändern! Tampons spürt man auch nicht.

      • 13 sagt:

        @ Colisa
        Es gibt viele Frauen, die dadurch, dass die Scheide weniger ausgetrocknet wird, weniger Schmerzen haben. Gilt aber nicht für jede, da müsste man es ausprobieren.

    • Hotel Papa sagt:

      Seconded.

      • Sonja R. sagt:

        Colisa:
        Doch, möglich ist es. Es gibt unzählige Frauen die davon berichten, dass die Schmerzen weniger wurden. Da das Blut abfliessen kann und sich nicht staut.. oder weil die toxischen Rückstände weg sind, welche man beim Tampon leider hat..

        Die Tampons habe ich immer irgendwie gespürt. Dieses unangenehme Gefühl, dass da was in mir drinsteckt und sich vollsaugt :-/ besonders wenn die Mens schwach war/wurde. Das schmerzte die ersten 60 Minuten, weil es einfach zu trocken war… Dieses Problem habe ich mit der Tasse nicht mehr. Ich bekomme meine Tage meistens zur Mittagszeit. Jetzt kann ich die Tasse problemlos am Morgen einführen und brauche mir keine Gedanken mehr machen.

  • Maia sagt:

    Zum Glück habe ich die Mens-Tasse auch noch kennengelernt. So konnte ich die letzten 3 Jahre völlig sorglos die Mens „geniessen“. Vorher konnte ich mich an den ersten zwei Tagen nur an Orten aufhalten wo ich spätenstens nach 1.5 Stunden eine Toiletten aufuschen konnte. Hygienische Bedenken hatte ich nie. Kritiker frage ich gerne: Wisst ihr genau, was in Tampons / Binden steckt? ist das alles so gesund? und zum Schluss: Wird das „Teil“ des Partners auch immer erst in eine „Sterilisationsaparat“ ( 😉 ) gesteckt?

  • EvelineM. sagt:

    Das letzte worüber ich mir Sorgen mache, ist es, den Menstruationsabfall zu vermindern! Haben wir sonst keine Probleme? Ich bleibe lieber bei meinen Binden, die sind auch nicht schädlich für den Körper. Abgesehen davon finde icg die Vorstellung ein solches Hygieneprodukt wiederzuverwenden absolut eklig. So steril ist keine Abwaschmaschine und zu dem ist es auch nicht appetitlich, Periodenblut mit dem Besteck zusammen….

    • Selina sagt:

      Also für mich persönlich wäre die Menstasse auch nichts trotzdem frage ich mich wie Sie auf die Idee kommen, dass die Tasse in der Abwaschmaschine gewaschen wird??

    • Maia sagt:

      und wie ist das denn mit dem Teil ihres Partners?

    • KL sagt:

      EvelineM.
      Ein unüberlegter Kommentar.
      1. Das Teil kann muss man kalt ausspülen und danach in die Abwaschmaschine.
      2. Desinfizieren = 20 Min. bei mind. 60 Grad, das schafft bei entsprechendem Programm jede Abwaschmaschine leicht. Man kann es auch abkochen.

    • Aenski sagt:

      Genau solche unnötigen Tabuisierungen führen dazu, dass in vielen Ländern auch heutzutage noch Frauen während ihrer Mens von der Gemeinschaft ausgeschlossen werden, weil sie als „unrein“ gelten.

      Zudem hilft dieser Artikel, die sehr umweltfreundliche Tasse bekannter zu machen. Von den reduzierten Mensschmerzen und positiven Langzeitfolgen wie mehr Scheidenfeuchtigkeit mal abgesehen.

    • Stephanie E. sagt:

      „Ich bleibe lieber bei meinen Binden, die sind auch nicht schädlich für den Körper.“

      Auch bei Binden darf man ruhig mal etwas kritisch sein:
      Bei diesem Test von Kassensturz fanden sich in allen Binden Spuren von Formaldehyd: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/tests/kassensturz-tests/damenhygiene-produkte-im-test-binde-tampon-oder-tasse
      Bei diesem Test wurden „lediglich“ Weichmacher in einigen Binden gefunden: https://www.test.de/Slipeinlagen-Alldays-ist-am-besten-4194521-0/

      Zu ihrem Hygieneargument:
      Niemand mit gesundem Menschenverstand würde die Menstasse ungewaschen in den Geschirrspüler schmeissen. Ich spüle die mit etwas Seife aus und koche sie dann separat in einem kleinen Topf für einige Minuten aus. voilà, (nahezu) steril!

    • Hotel Papa sagt:

      „Periodenblut mit dem Besteck zusammen….“

      …mit dem ich eben noch ein blutiges Steak geschnitten habe (Oder das rohe Güggeli bei der Zubereitung)

      Warum haben wir mit dem einen Probleme und mit dem anderen nicht? Rational ist das nicht.

    • 13 sagt:

      Auch wenn ich zu 100% bei Stephanie unterschreiben kann und ich auch nie auf die Idee käme, meine Menstasse in den Geschirrspüler zu schmeissen, hat Ihre Argumentation, Hotel Papa etwas für sich. Spannender Gedanke.

      • Hotel Papa sagt:

        Wir belächeln Dinge wie die Koscher-Regelung in Religionen, und merken dabei nicht, dass wir genauso irrationale Tabus in der eigenen Kultur haben, die wir nie in Frage stellen würden.

        Wenn die Utensilien aus der Geschirrspülmaschine kommen, sind sie befreit von allem, was irgendwie ein echtes hygienisches Problem sein könnte. Und dennoch sträubt sich unser „Verstand“ dagegen, sie in einen räumlichen Zusammenhang zu bringen.

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