Best of: Warum meine Tochter keinen Bikini trägt

Zu Auffahrt publizieren wir einen Blog-Beitrag vom 10. Mai 2016, der besonders viel zu reden gab.

Wie Mama durch den Sand laufen: Viele Mädchen träumen vom Bikini. (iStock)

«Bitteeeee, Mami! Bitte, bitteeee!», versuchte meine Tochter kürzlich ihr Glück in der Kinderkleiderabteilung. Ich blieb bei meinem Nein: Auch diesen Sommer wird sie in der Badi keinen Bikini tragen. Obwohl sie «sooo mega gern» einen hätte. Und obwohl «alle!!» anderen Mädchen vom Kindergarten einen haben. Im Moment ist ein Bikini für sie so unerreichbar wie das gleichnamige Atoll in der Südsee. Und daran wird sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern. Das hat seine Gründe, nämlich:

1. Bikinis sind für Frauen

Gemäss Duden ist ein Bikini ein «knapper, aus Ober- und Unterteil bestehender Damenbadeanzug». Da haben wir es: Damen! Ein Bikini ist ein Kleidungsstück für Frauen. Erwachsene Menschen also mit grösseren oder kleineren sekundären Geschlechtsmerkmalen irgendwo zwischen Schlüsselbein und Bauchnabel. Haben Mädchen im Kindergartenalter schon Brüste? Nein. Müssen Mädchenbrustwarzen im Gegensatz zu Bubenbrustwarzen bedeckt werden? Nein. Also könnten eigentlich alle Kinder in Badehosen baden. Ich verstehe aber den Wunsch vieler Mädchen, in der Badi eindeutig als solche erkannt zu werden. Dazu ist aber kein Bikini nötig. Ein Badeanzug sagt genug aus über die Geschlechtszugehörigkeit.

«Körbchen und Hosen-Front leicht unterfüttert»: Model Benetton.

«Körbchen und Hosenfront leicht unterfüttert»: Modell Benetton.

2. Bikinis haben eine versteckte Botschaft

Frauen bekleiden und betonen mit Bikinioberteilen ihre Brüste, manchmal bedecken winzige Stoffdreiecke nur knapp die Brustwarzen. Das sieht in vielen Fällen sexy aus – was ja auch die Idee hinter einem Bikini ist. Möchte ich, dass meine sechsjährige Tochter sexy aussieht? Nein.

Damit Sie mich richtig verstehen: Ich finde kleine Mädchen im Bikini keineswegs sexy. Und ich unterstelle dies auch keinem Mann – Pädophile ausgenommen. Aber gewisse Kleidungsstücke aus der Erwachsenenwelt stellen einen eindeutigen Kontext her und betonen die weibliche Sexualität. Ein Mädchen im Stringtanga-Badehösli oder im Leopardprint-Minirock sendet ungewollt sexuelle Signale aus, die es selbst noch gar nicht versteht.

Natürlich möchte das Kind vielleicht nur die Mama nachahmen. Aber es liegt an mir als Mutter, die Grenze festzulegen, was in dieser Hinsicht okay ist und was nicht. Ich sage zum Beispiel Ja zu Pumps für die Verkleiderlikiste, aber Nein zu Shorts mit freier Sicht auf die Unterhosen, Bustiers in Grösse 116 und ähnlichen Kleidungsstücken mit Lolita-Effekt.

3. Bikinis sind unpraktisch

Sind Sie schon mal im Triangelbikini vom Dreimetersprungturm gehüpft? Ich schon. Und bei mir gibt es übrigens nicht viel, das dem Bikinioberteil Halt geben könnte. Ich muss also noch vor dem Auftauchen das Stöffli wieder an den rechten Ort rücken. Vielleicht sehe ich im Bikini ganz schön gut aus. Aber für Turmsprünge und ähnliche Aktivitäten gibt es geeignetere Outfits. Nicht umsonst werden die Mädchen im Schwimmkurs dazu angehalten, Badeanzüge mit geeigneten Trägern anzuziehen – also nichts mit Neckholder-Bändeln, Rüscheli und Mäscheli. Meine Tochter soll in der Badi schwimmen, rennen, springen und rutschen – und nicht in erster Linie chic oder herzig aussehen. Ein weiterer Vorteil vom Badekleid: Das Kind ist schneller eingecremt und besser vor der Sonne geschützt.

Ginge es nach mir, würde meine Tochter in der Badi ein dunkelblau-weiss gestreiftes Badekleid mit Kreuzträgern und Sonnenschutzfaktor 50 tragen. Ihr dagegen schwebt ein Bikini in leuchtendem Pink mit Volants vor. Wahrscheinlich werden wir uns irgendwo in der Mitte treffen: Das Modell Kompromiss ist ein hellblauer Tankini, geschmacklos verziert mit der lächelnden Eiskönigin Elsa.

44 Kommentare zu «Best of: Warum meine Tochter keinen Bikini trägt»

  • Sarah Kolb sagt:

    Also sie haben genau meine Gedanken und
    Einung zu Papier gebracht. Ich finde, dass Mädchen in Bikinis gleichgestellt werden können mit den sexy outfits von den, vorallem in Amerika, populären Schönheitswetbewerben.

  • Peter Aletsch sagt:

    Für jemanden, der die Evolutionstheorie interpretieren kann, ist der übermächtige Darstellungstrieb vieler Weiber eindeutig erklärbar. Aber jetzt mit der Schwimmsaison tritt die umgekehrte Frage auf: warum tragen die Buben seit einigen Jahren immer ‚züchtigere‘ Badehosen? Heute gesehen einen mit Hose bis UNTER die Knie. Normale, kurze, für den Zweck geeignete Badehosen für Buben gibt es scheint’s nur noch für die absolute Minderheit, die das Schwimmen als Leistungssport betreibt. Es flackerte kurz die Absicht auf, aus hygienischen Gründen diese langen Hosen zu verbieten. Weil jeder kann dann in den ungewaschenen Normalshorts hinein. Vergeblich, wer auf Einhalten sinnvoller Normen pocht, wird als ewiggestrig verschrieen.

  • Verito sagt:

    Was mir hier wirklich Sorgen macht: Habt ihr keine anderen Probleme???

  • Sokrates sagt:

    Wenn die Tochter in die Pubertät kommt und die Eltern wollen, dass sie ein Bikini trägt, dann will es die Tochter nicht – wegen den Bräunungsstreifen.

  • Lily sagt:

    Meine Güte, diese negativen und teilweise beleidigenden Kommentare, nur weil man anderer Meinung ist… schlimm, echt. Ich finde, sie hat schon Recht. Ich habe selbst letztens am Strand gedacht, dass die kleinen Mädchen in ihren Bikinis etwas Lolitahaftes bekommen…

  • Schlumpfine sagt:

    Was ich nicht verstehe, warum der Bikini schlecht, das Badekleid aber ok sein soll. Beides bedeckt unnötigerweise die Brust des Kindes bzw. des Mädchens. Ich stimme zu, dass Bikinioberteile völlig unpraktisch sind. Heikel in Sachen Sexualisierung sind aus meiner Sicht aber nur die gepolsterten Exemplare.

  • Urs M. sagt:

    Es soll sogar Mütter geben, die erlauben ihrem Mädchen das Baden nur im Burkini.

  • Hanspeter Müller sagt:

    Ja, ja, den (erwachsenen) Frauen Kopftücher verbieten, aber sich echauffieren wenn eine Mutter ihrer (minderjährigen) Tochter kein Bikini zugesteht… Es lebe die Inkonsequenz!

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich habe mal recherchiert, welchen Adelstitel ‚Mädchen vom Kindergarten‘ tragen, bin aber nicht fündig geworden. Man kann Kindergartenkind, -Mädchen sein. Aber ‚Vom‘, ‚von‘ wird man nur durch Geburt.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Wir sind hier in der Schweiz. Dies ist eine Schweizer Webseite mit einem Artikel von einer Schweizer Autorin, die sich eines Helvetismus bedient. Wir kritisieren auch nicht die zahlreichen Tetonismen, schon gar nicht auf Deutschen Webseiten.

      • flori antha sagt:

        @Müller: Sie haben Recht. Aber der Mundarthype hat leider dazu geführt, dass kaum noch ein Schweizer weiss, dass es ein eigenständiges Schweizerhochdeutsch gibt, das eben keine Fremdsprache ist.

      • Ernst Gabathuler sagt:

        Helvetismen sind Ausdrücke der Schweizer Schriftsprache, wie Trottoir, grillieren, parkieren, Abwart usw. Eine schweizerische Grammatik ist mir hingegen nicht bekannt. „Das Kind vom Kindergarten“ tönt ungelenk, „das Kind von nebenan“ weniger. Mundartausdrücke haben grundsätzlich in der Schriftsprache nichts zu suchen (Ich gehe schuss noch gogen poschten), die Grenzen sind aber fliessend. Selbst bekannte CH-Autoren verwenden mundartlich gefärbte Ausdrücke, um das Schweizerische hervorzuheben.

  • Frank sagt:

    Nach dem letzten Beitrag über ideologisch genehme Kinderbücher nun erneut ein Thema, wo das Kind die einseitige Genderideologe der Mutter ausbaden darf.

    • Jeanne sagt:

      Ja,furchtbar!Ich verabschiede mich mal!Zeitverschwendung!

    • flori antha sagt:

      @Frank: ich verstehe es nicht: ist es jetzt einseitige Genderideologie wenn ein sechsjähriges Mädchen (!) ein Bikinioberteil trägt oder wenn es keins trägt? Vermutlich doch eher, wenn es eins trägt, oder?

  • Fabienne Lopes sagt:

    Der eher konservative Kleidungstyl wo mir meine Eltern mitgegeben haben inkl. No Bikini, endet mit 15 Jahren in einem übetriebenen, billigen sexy Look. Ich rebellierte! Meinem Kind würde ich einen Bikini nicht verbieten.

  • Karin sagt:

    Meine 6jährige trägt in Badi & Hallenbad praktisch nur Bikinis. Ihr gefällt es und sie fühlt sich wohl so. Ich verstehe nicht, was daran schlimm sein soll. Oben ohne will sie nicht mehr, warum sollte ich sie also dazu zwingen? Ein Badekleid hat sie auch, aber sie wählt fast immer einen Bikini. Eigentlich erschreckend, dass sich jemand daran stören oder noch schlimmer, dies als sexy betrachten könnte.

    • Koller sagt:

      Was schlimm ist? Für Ideologische Menschen wie die Schreiberin des Bloges, ist es ein politisches Zeichen oben ohne zu sein. Und nur darum geht es, politische Indoktrinierung der Kinder.

  • Jeanclaude sagt:

    es gibt einfach zu viele Blogs

  • Max Melchlin sagt:

    Der Titel ist irreführend bzw. streut Sand in die Augen: er müsste heissen „Warum meine Tochter keinen Bikini t r a g e n d a r f“. Der Titel, wie er steht, ist ein klassischer Freud-scher Versprecher und sagt einiges aus über die Autolrin.

  • Roxy sagt:

    Neo-Puritaner im Vormarsch.
    Verbote im Namen der Freiheit.
    Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese rigiden Urteile nicht in der Gesellschaft festsetzen. Wir haben genug Anschauungsmaterial wohin das führt.

  • Anh Toàn sagt:

    „Haben Mädchen im Kindergartenalter schon Brüste?“
    „Frauen bekleiden und betonen mit Bikinioberteilen ihre Brüste….Das sieht in vielen Fällen sexy aus“

    Also Bikini ohne Brüste betont, dass diese nicht vorhanden sind, das ist unsexy.
    „Praktisch“ war noch nie ein Kriterium für Mode, Jack Wolfskin und Crocs Träger irren.

    Damit entfallen alle drei Gründe gegen Bikini für Mädchen ohne Brüste. Ich wüsste einen dagegen: Würden Erwachsene betonen, was nicht vorhanden ist, wäre es lächerlich. Bei Kindern ist es belustigend. Ich wüsste auch nur einen einzigen Grund für ein Bikini für Mädchen ohne Brüste: Sein Wunsch danach.

    Ein Grund dafür, keinen dagegen, ich denke, hätte ich ein Mädchen, würde es einen Bikini bekommen, wenn es einen wollte.

    • Roxy sagt:

      Für einmal ganz bei Ihnen.
      Vielleicht noch einen weiteren Grund dafür: ich stelle es mir peinlich vor wenn ein Mädchen warten muss, bis etwas vorhanden ist. Damit wird das haben ja oder nein, total fokussiert. Einige sind frühreif, andere ein paar Jahre später dran. Mit solchen Regeln wird bloss der Eintritt in Pubertät unnötig verkompliziert. Und eben genau der Körper übermässig Sexualisiert.
      Aber das ist ja nichts Neues das die Gebote der Moralisten kontraproduktiv sind.

    • Muttis Liebling sagt:

      Solange es Krawatten gibt, muss man über Bikini nicht nachdenken.

    • second step sagt:

      „Praktisch“ ist natuerlich ein Kriterium fuer Mode. Vielleicht nicht Ihres, aber es ist eines.

  • Hans-Jürg sagt:

    Zu viktorianischen Zeiten wurden sogar die Stühle mit einem Rock versehen, damit sich nieman an Anblick von nackten Stuhlbeinen aufgegeilt fühlte.
    Heute sehe ich eine Entwicklung in eine ähnliche Richtung.
    Unsere Gesellschaft wird immet verklemmter.

  • Jeanne sagt:

    Meiner Meinung nach völlig ùbertrieben!Wenn ein kleines Mädchen Freude an einem Bikinioberteil hat,na und?Komisch,habe mir noch nie Gedanken gemacht ob ein Bikini evt. sexy aussieht bei einem Kind!

    • Hans-Jürg sagt:

      Richtig. Wer sich solche Gedanken macht, sollte besser selber über seine Gedanken machen.
      Und irgendwann müssen dann alle Mädchen und Frauen in Burkas hüllen.

  • Michael sagt:

    Auf der einen Seite bin ich vollkommen bei Ihnen, das Sie Ihre Tochter nur mit einer Badehose bekleidet am Strand rumlaufen lassen. Aber ich finde es vollkommen daneben, wenn Sie ihr den Wunsch nach einem Bikini Oberteil verwehren. Was würden Sie dann machen wenn Ihre Tochter einen Badeanzug präferieren würde ? Und mal ehrlich – was spricht gegen einen Bikini in Pink mit Volants ? Ausser das Sie soetwas wohl nicht selber tragen würden, aber warum soll und darf Ihre Tochter das dann nicht dürfen ?
    Haben Sie Ihre Kleinmädchenzeit vergessen ? Oder wollten Sie nie das anziehen, was Ihre weiblichen älteren Vorbilder trugen ? Die 4 Nummern zu grossen Pumps der Mutter ? Den Lippenstift ? Den Nagellack ??

  • Lisa Kuster sagt:

    Ein Bikini an einem Kind stelle einen Kontext her und sende Signale aus. Nun, es ist nicht das Kind oder der Bikini, der diese Verbindung herstellt, sondern wenn überhaupt, dann der Betrachter. Genauer: der pädophile Betrachter. Diese Unterscheidung ist wichtig! Denn schlussendlich geht es um Verantwortlichkeit. Und ein Mädchen im Bikini trägt keine Verantwortung dafür, was im Kopf eines anderen abgeht.

  • Katharina sagt:

    Wenn der Tankini mintgrün strahlt im Bikini-Atoll, ist die pinke Phase überwunden?

    Unpraktisch sind die aber schon, da haben Sie recht.

  • Rob Stacy sagt:

    Ja Frau Meier, wer als Hobby „Twitter“ angiebt, hat bestimmt keine Probleme, nein nein, alles ok, alles normal. Dann kurz einen ganz wichtigen Blog-Post verfasst, frau ist ja schliesslich Texterin/Konzepterin (LOL). Mit welchen Nichtigkeiten und Nonstories müssen wir uns eigentlich ständig befassen. Uhhhhhh Bikinis für Mädchen, da kann man natürlich perfekt die Töchter bereits mit dem eigenen fehgeleiteten Feministinnen Blödsinn impfen. Frau Meier, ich denke Sie sind diejenige die hier Kinder sexualisiert, schliesslich hat jeder der drei Gründe irgendwie einen sexuellen Grund warum Sie das nicht wollen. Mir egal, Sie können machen was Sie wollen aber Sie haben massive Probleme gute Frau.

  • Lucia sagt:

    Meine Güte – dann sind Mini-Kleidchen, Miniröcke, kurze Hosen und Leggins ebenfalls Tabu? Man kanns auch übertreiben. Verbote, bringen nichts. Vorallem nicht bei Mädchen. Ab ca. 14 werden Sie auf die Welt kommen, denn da fangen sie an zu rebellieren. Meine Mutter erlebte dies mit mir. Ich erhielt nur NEINs und Verbote. Auch keine Bikinis, kein Fleisch, keine Röcke, kein Kaugummi-Tattoo, keine Ohrringe usw. Mit 13, liess ich mir nichts mehr sagen und entschied über mich selbst und wollte nicht mehr bei ihr leben. Ich ging zu Papa. Und dann kommt die Frage: was habe ich als Mutter nur falsch gemacht? Heute (ich bin 26) kann sie mir gestohlen bleiben. Ich hätte sicher keine Abneigung gegenüber Iris (ich nenne sie seit ich 13 bin beim Namen), hätte sie mich einfach nur leben lassen.

  • Melanie sagt:

    Anna und Elsa! Immerhin zwei der besseren Disney-Figuren. Ich bin als Lehrerin jeden Tag mit ihnen konfrontiert, es gibt sogar Wintermäntel, Leggins und Schuhe mit ihrem Konterfei, von Znünitäschlis zu Turnsäcken nicht zu reden. Falls es Facebook in 20 Jahren noch gibt, wird Ihre Tochter dort ein Bild von ihrem Tankini posten – jöööö! und alle ihre Kolleginnen werden melancholisch von den guten Zeiten ihrer Kindheit und von Anna und Olav und Sven und Elsa schwärmen 🙂

  • Max Blatter sagt:

    Einen wirklich natürlichen Umgang mit dem „Problem“ erlebte ich in der Zeit, als ich an der ETH Zürich arbeitete, im oberen Dorfteil von Küsnacht wohnte und nach Feierabend oft von der ETH dem See entlang bis Tiefenbrunnen spazierte, um dort den Bus zu nehmen. Unterwegs gab es einen Spielplatz, wo regelmässig eine braungebraunte Mutter anwesend war mit zwei ebensolchen kleinen Mädchen, die splitternackt an der dort vorhanden Reckstange herumturnten. Der natürlichste Umgang mit kindlicher Sexualität! Ja, auch Sexualität: Die Geschlechtsunterschiede sind ja sogar schon vor der Geburt vorhanden – also: Kinder als asexuelle Wesen zu sehen, ist genau so falsch wie übergriffige Sexualisierung durch Erwachsene. Sind wir denn 50 Jahre nach der Hippie-Zeit noch immer so verklemmt?

    • Zora sagt:

      Die Sexualhormone beginnen ab der Pubertät an zu ticken. Jeder Mensch ist auch ein sexuelles Wesen, natürlich. Doch Erwachsenensexualität hat mit einem kindlichen, sexuell unreifen Körper rein gar nichts zu tun. Deshalb sollten wir Kinder nicht in erotisch anziehende Kleider stecken, wie sie Erwachsene tragen, um ihre erotische Ausstrahlung zu steigern. Nackt wäre auf jeden Fall besser als Bikinioberteile für unreife Mädchen – Kompromiss: Jungs und Mädels beide nur mit Höschen.
      Bei uns im Garten blüttelten und planschten jeweils nebst den eigenen Kids alle Nachbarkinder – einfach herrlich, so richtig ins Leben verliebt. Das waren noch Zeiten…

      • Max Blatter sagt:

        Einverstanden!

      • Mirjam sagt:

        aja, …dann sollte bei einer Gruppe Kinder , wo eben oft ein Bikini wohl etwas mit „Mode und Design“ zu tun hat, unser Kind schön frei rum blütteln….denke doch eher nicht

      • Koller sagt:

        Und das im Zeitalter der Handykamera, als Rentner sollte man sich nicht mehr zum Thema äussern. Warum blütteln sie nicht und warum sollen das die Kinder?? Im weiteren bin ich als Erwachsener dankbar wenn andere ihre Intimengeheimnisse für sich behalten.

      • Zora sagt:

        Ab Schuhgrösse 35/36 gibts Highheels – für Frauen. Heisst das jetzt, dass wir die unseren 10jährigen Mädchen kaufen sollen, wenn sie das wünschen? Bikinioberteile sind dem vergleichbar. Völlig unnötig; Höschen genügt. Oder wenn das Kind das nicht möchte, ein Badkleid. Genauso wie es die Autorin schreibt. Die Kinder dürfen tatsächlich auch etwas von unserer inneren Haltung und unserem Bewusstsein mitbekommen, finde ich. Man müsste die Tochter in 10 – 15 Jahren fragen, wie sie ihr Verhältnis zu ihrer Mutter beschreibt – meine Prognose ist ziemlich zuversichtlich :-).
        Es ist eine verklemmte Welt, die Mädchen so früh sexualisiert. und das noch zur (Kinder-)Mode hochstilisiert.

      • Mirjam sagt:

        genau,…bei Kinderfestchen die Kinder mit Wanderschueli „auftreten“ lassen…

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