Was ist bloss aus den Kindergeburtstagen geworden?

  • Rüeblikuchen war einmal...

  • Heute ist es mindestens eine Regenbogentorte...

  • ...oder eine Barbie, die aus der Torte springt...

  • ...oder auch eine Winnie-the-Puuh-Torte...

  • ... eine Schatzkarte...

  • ...oder süsses Käfergebäck. Fotos: flickr.com

Mittlerweile haben mein Mann und ich 16 Kindergeburtstage organisiert. Und unsere beiden Kinder sind übers Jahr verteilt an je fünf oder sechs Geburifeste eingeladen. Macht rund 100 Geburtstagspartys! Diese Erfahrung hat mich gelehrt: Ganz schön verrückt, was heutzutage für ein Aufwand betrieben wird, wenn ein Kind Geburtstag feiert. Ein riesen Tamtam! Habe ich jedenfalls das Gefühl, wenn ich an früher denke. Früher ist lange her, nämlich dreissig Jahre. Da war ich sieben, so alt wie meine Tochter heute. Erinnerungen sind natürlich immer schöngefärbt. Hier dennoch der grosse Geburifest-Vergleich.

Die Einladung

1987: Bunte Kärtchen, vielleicht mit Ballons vorne drauf, wurden im Kindergarten oder in der Schule verteilt. Man durfte so viele Kinder – Mädchen und Buben – einladen, wie man alt wurde. Auf den Kärtchen stand, an welchem Mittwochnachmittag das Fest stattfindet. Mitnehmen: Gute Laune.

2017: Die Mutter des Geburtstagskindes versendet eine Save-the-Date-Nachricht per Whatsapp oder den Link zu einer Doodle-Terminumfrage. Drei Wochen vor dem Event liegt die Einladung im Briefkasten. (Info aus dem Kindergarten: Bitte nicht in der Garderobe verteilen, da manche Kinder traurig werden, wenn sie nicht eingeladen sind!) Bei Vorschulkindern gibt es gemischtgeschlechtliche Partys, danach laden Mädchen Mädchen ein und Buben Buben. Weil das Geburikind niemanden enttäuschen will, darf es 17 Kinder einladen. Auf der Einladung stehen das Motto, eine Materialliste (Schienbeinschoner, Prinzessinnenkleid, Regenhosen, Zeckenspray, Allergie-Medikamente…) und die Handynummer der Eventmanagerin, also der Mutter.

Das Motto

1987: Motto? Gab es nicht.

2017: Keine Party ohne Motto! Für Buben: Ritter, Dinosaurier, Piraten, Fussball. Für Mädchen: Prinzessinnen, Feen, Eiskönigin, Pferde.

Die Dekoration

1987: Ein paar Ballons, drei Luftschlangen auf dem Tisch, Pappteller und bunte Servietten.

2017: Die ganze Wohnung wird festlich dekoriert. Vom Röhrli über die Kerzen bis zur Girlande passt alles zum Motto und ins Farbkonzept. Faule Mütter bestellen online ein Party-Dekorationsset, alle andern basteln schon eine Woche vorher alles selbst.

Das Programm

1987: Geschenke auspacken, Schoggispiel und Reise nach Jerusalem. Wer gewinnt, darf aus der Preisli-Schüssel etwas auswählen. Das Geburtstagslied singen auf Schweizerdeutsch. Kerzen ausblasen und Kuchen essen. Mit den Gästen und Geschenken spielen, während Mami den Tisch abräumt.

Kerzli, Kuchen, eine Handvoll Kuchen – und gut war: Geburtstagsfestli in den 80ern. Foto: WDR

Kerzli, Kuchen, eine Handvoll Kinder – und gut war: Geburtstagsfestli in den 80ern. Foto: WDR

2017: Zuerst eine aufwändige Schatzsuche mit täuschend echter Schatzkarte. Unterwegs muss man 13 Rätsel lösen und trifft auf Papi oder Götti Stefan, der als Pirat verkleidet ist. In der Schatzkiste sind 18 Säckli mit exakt demselben Inhalt (Smarties, Radiergummi, Klebetattoos…). Danach macht man 10-15 von den Eltern mühsam ergoogelte Geburtstagsspiele. Damit niemand weint, gewinnen immer alle. Es folgt zur allgemeinen Beruhigung die Bastelsequenz: Man fabriziert etwas, was zum Motto passt (Prinzessinnenkrone, Tiermaske, Ritterschwert etc.). Langweilig? Wie wäre es mit Pony reiten? Übernachtungsparty? Geburtstag im Tenniscenter («250 Franken für 1 Tenniscoach, Kuchen bitte selber mitbringen»)? So oder so: Geschenke auspacken. Dann singen alle das Geburtstagslied auf Englisch, Schweizerdeutsch, Französisch, Italienisch, Hündlisprache (Wuwu-wuff-wuff, wuff! wuff!) und Fake-Chinesisch. Mami fotografiert den Kuchen für Instagram und Facebook. Kerzen ausblasen und Kuchen essen. Und dann kommt noch ein Clown. Oder ein Zauberer. Oder eine als Elsa verkleidete Schauspielschülerin. Falls die Partystimmung abflaut, wird eine Tischbombe gezündet. 

Der Kuchen

1987: Rüeblitorte, Schoggicake oder, ganz speziell, Marmor-Gugelhopf.

2017: Eine siebenfarbige Regenbogentorte. Oder ein Motto-Kuchen mit Wow-Effekt, von der Mutter mit grossem Aufwand und noch mehr Liebe gebacken: Ein Prinzessinnengugelhopf, aus dem eine echte Barbie rausguckt. Oder ein Piratenkuchen komplett mit Schiff, Palme und essbaren Marzipanpapageien. Geschmacklich geht es in Richtung Schokolade, aber es geht in erster Linie ums Aussehen, nicht um innere Werte. Der Kuchen ist selbstverständlich vegan und frei von Nüssen und Gluten.

Das Ende

1987: Die Kinder wurden von den Gastgebern an der Haustür mit einem Händedruck verabschiedet. Wer schon im Kindergarten war, lief alleine nach Hause.

2017: Die Eltern holen ihre Kinder ab und fragen drei Mal, ob alles gut gegangen ist. Nette Gastgeber bitten die Abholer herein und reichen Regenbogenkuchen, Kaffee, Prosecco und Bier. Unterdessen suchen sie fieberhaft das mittlerweile halbvolle Schatzsäckli des betreffenden Kindes. Das eigene Kind wird dazu gezwungen, sich ein zweites Mal fürs Geschenk zu bedanken. Wenn kein Schatz gesucht wurde, bekommt das Gastkind nun ein Mitgebsel-Säckli mit Schleckzeug. Nach dem Aufräumen wird sofort das beste der 287 Partyfotos ausgewählt, online als Karte («Vielen Dank!») bestellt und anschliessend an alle Gäste verschickt.

Und für jedes Kind das gleiche Säckli zum Nachhause-Nehmen… Foto: PD

145 Kommentare zu «Was ist bloss aus den Kindergeburtstagen geworden?»

  • Emmairown sagt:

    Kugelschreiber für Werbezwecke zusammenbauen und pro Stückzahl verdienen. Keine Vorkosten nötig!
    Alle Informationen hier – wer weiß, was?

  • Urs sagt:

    Das gleiche gilt für Adventskalender.
    Heute reicht es nicht mehr, bei einem Adventskalender ein Fenster zu öffnen und sich daran zu freuen. Es muss immer ein Geschenk darin sein, wenn möglich gross und nicht nur ein Stück Schokolade.
    Einfaches kann auch heute noch herrlich sein.

    • Sabine Zulliger sagt:

      Schokolade??? Zu meiner Zeit waren nur Bildli hinter dem Törli.

  • Lea Maria Hug sagt:

    Ich erlebe ähnliche Kindergeburtstage in unserer Nachbarschaft. Selber halte ich es bewusst ganz einfach: Jedes Kind darf sich zwei, drei Gspändli aussuchen, die sie zum Kuchenessen und Spielen zu uns nach Hause einladen dürfen. Ich mache kein „Programm“, es hat genügend Spielsachen zum drinnen und draussen spielen und Phantasie haben Kinder eigentlich selber genug. Da muss ich nicht Animateurin spielen. Obwohl ich immer wieder Kinder erlebe, die kommen und dann fragen: „Was machen wir jetzt?“ – Meine Tochter wollte letztes Jahr lediglich ihre beste Freundin zum Mittagessen heimbringen und dann gemeinsam mit ihr und mir ins Kino. Easy. Alle zufrieden, kein Stress.

  • Lia sagt:

    ist das so schlimm, dass sich Geburifeste verändert haben? Meine 9jährigen Geburigäste hatten jedenfalls am Zoobesuch mit Führung zu den Reptilien um Welten mehr Spass, als sie dies zu Hause beim „Schoggispiel“ gehabt hätten.

  • Katharina sagt:

    Einhörner sind bloss Ponys mit einem Strapon. Das kommt vom Regenbogenkuchen.

  • Flo sagt:

    Geburtstage sind etwas tolles, Kindergeburtstage ganz besonderes.
    Aber was heute für eine Theater von den jeweiligen Mütter drum herum gemacht wird ist einfach nicht mehr normal. Aber klar; Mutter ist natürlich in der „Pflicht“ und auch in der Lage jeden der bisherigen Anlässe noch zu übertrumpfen und ihrem Kind einen noch speltakuläreren Event zu organisieren.
    Und da wundert man sich dann, wenn Kinder und später Jugendliche so hohe, und oft zu hohe Ansprüche an ihre Umwelt und vor allem an sich selber stellen. Wie unglücklich sie sein werden wenn sie dem nicht gerecht werden können und sich vielleicht sogar in Schulden stürzen.
    Ein Schritt zurück in die Normalität wäre für alle gesünder und vielleicht sogar soassiger.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Wow, Regenbogentorte: So etwas habe ich ja noch nie gesehen..! Ich bin zuhause der Backkönig und ich backe meinen beiden Liebsten immer zum Geburtstag einen Kuchen. Das nächste Mal wird’s ein Regenbogenkuchen, garantiert!

    Was die historische Entwicklung von Kindergeburtstagen anbelangt: Meine Tochter war einmal zu einer opulenten Geburtstagsparty mit Bowling, Essen im noblen Restaurant, Abholservice, usw. eingeladen. Die Eltern, er Derivatespezialist bei einer Grossbank, sie Designerin mit Zweitwohnsitz in London, haben sicher nichts Böses im Schilde geführt, item: Ein Jahr später erwischte ich meine Tochter, damals knapp zehn, bei der Organisation einer ähnlichen Party. Ich musste ihr dann beibringen, dass sie den gecharterten Learjet nach St. Tropez wohl selber bezahlen müsse…

  • Katharina sagt:

    Auch wenn der Text zugespitzt ist, spiegelt er den heutigen Zeitgeist. Gut, Besser, Superlativ die Devise. Dass sich solche Aktionen in unserer Gesellschaft längst nicht alle leisten können, wäre noch nennenswert gewesen.
    Ob solche aufplusternde Aktionen das Ego des Event-Managements oder das des Jubilaren bestärken, sei dahingestellt. Die Arbeit mit Kindern hat mich viel gelernt. Sie sind gute Lehrer, können Bedürfnisse äussern, ihre Antworten sollte man nicht scheuen. Letztens fragte ich ein Kind, was es sich denn auf den nahenden Geburtstag wünsche. Die Mutter fiel im ins Wort, übernahm das Reden, erzählte von ihrer Partyvorbereitung, die der Neugründung einer Firma in nichts nachstand. Die Antwort des Kindes? „Ich möchte eigentlich nur mit dir und Papi sein.“ Ein Hühnerhautmoment.

    • Katharina sagt:

      Nickjacking detected?

    • Christine sagt:

      Der Text ist nicht zugespitzt, genau so ist es!
      Ich bin Mutter von zwei Söhnen und
      ich bin Sportpädagogin und habe ein paar Jahre nebenher, Sportliche Geburtstage in einem Verein geleitet.
      Es fing alles super schön und einfach an, aber was insbesondere, Mütter daraus gemacht haben, war nicht mehr normal!!!!
      Nach fünf Jahren konnte ich den Affenzirkus nicht mehr ertragen.

  • Stefan sagt:

    Oh, da kommen Kindheitserinnerungen auf, ebenfalls vor +/- 30 Jahre 🙂
    Und dann … naja, es graut mir vor der nahen Zukunft in einigen Jahre… ob wir diesen Trend wieder ändern könnten?

  • Christian Gehrig sagt:

    Naja, sollen wir jetzt ein schlechtes Gewissen haben, dass wir uns beide frei und Zeit nehmen für unsere Kinder? „Früher war alles besser“ ist sowas von 20. Jahrhundert!

    • Flo sagt:

      niemand verlangt von ihnen das sie ein schlechtes Gewissen haben sollen – jeder so wie er will und kann, Aber vielleicht sich einmal die Frage stellen ob es gut und sinnvoll ist was man tut!

    • Chantal sagt:

      Nein lieber Christian, sie müssen kein schlechtes Gewissen haben. Es gibt nichts wundervolleres, als wenn sich Eltern wirklich Zeit für ihre Kinder nehmen. Aber die Geburtstage 2017, wie oben beschrieben, ist meiner Meinung nach masslos übertrieben und grenzt an einer kleinen Minihochzeit, welche die aufwachsende Generationen zu verwöhnten Menschen erziehen wird. Frei nach dem Motto: „Ich bin der Bauchnabel der Welt“. Für mich geht das definitiv zu weit.

  • Hans-Ruedi sagt:

    …..kennt Ihr das gute alten „Mehlspiel“ noch ???? …….wird heute nicht mehr gespielt, weil ja keine „Sauerei“ mehr gemacht werden darf, sonst muss Mami oder Papi ja wieder Putzen und Abstauben…..nichts desto trotz, die Zeit ändert und man sollte mit ihr gehen, alles Andere ist Nostalgie !!!!!

    • Jasi sagt:

      Das „Mehlspiel“ geht in dieselbe Kategorie, wie einen Luftballon rasieren oder Apfel mit dem Mund in einem Kübel Wasser ohne Hände essen. Ach ja, es gab viele tolle Spiele, die mir als Kind unheimlich Spass gemacht hatten und die die heutigen Kinder bestimmt auch wieder lustig finden würden. Bei uns zu Hause wurde „Lotto“ gespielt. Als Preise gab es Seifenblasendöschen, Schreibstifte, Tintenkiller u.ä.

      • Flo sagt:

        mit riesenspass erinnere ich mich an meine Kindergebburtstage ( 60/70 Jahre her) und das von uns allen heissgeliebete Schoggispiel! Monatelang vorher sparte unsere Mutter alle, möglichst weichen Schokoladentafeln auf diesem Moment. Lindor mit den schmalen Reiheli war damals d e r Favorit.

    • Flo sagt:

      ich denke zwischen der Art Geburtstag zu feiern wie vor 30, 40 Jahren und dem heutigen Eventmanagement gäbe es, mit etwas gesundem Menschenverstand, eine gute, spassige und kindgerechte Lösunf.
      Und ich glaube nicht das sich Kinder dabei weniger ammüsieren würden.

  • Peter sagt:

    Das ist alles gar nichts! Kommt mal nach Brasilien, hier wird alles zwei Nummer grösser angerichtet mit Party Service, Catering, Clown Hüpfburg etc. und die Eltern verschulden sich für die nächsten zwei Jahre um ein Super-Riesen-Party zu veranstalten für den 3 jährigen, welcher sich ein paar Jahre später die Fotos ansieht und sagt: Ach, das war meine Party, nicht die geringste Erinnerung daran.

    • Nara sagt:

      Ihr Kommentar suggeriert, dass sie Brasilien ein wenig kennen. Dann sollten Sie aber wissen dass bei diesen sogenannten Kindergeburtstagen nicht nur die Kinder sondern auch immer alle Erwachsenen explizit zu den eingeladenen Gästen gehören. Somit geht es bei diesen Festen nicht um die Kinder sondern darum dass die Eltern ihren Status (oder den sie gerne hätten) repräsentieren können.

  • Andi sagt:

    Genau so ist es…und in der Mittelstufe geht’s dann für einen Tag in den Europapark! Was wohl danach kommt ; )

    • simone sagt:

      danach gibt es keine partys mehr !
      nachdem ich 18 partys organisiert habe und es nicht gerne gemacht habe, finde ich die geburtstage meiner kinder wieder halb erträglich.
      die erwachsenenparty mit götti,
      gotti, inzwischen zu grossfamilien angewachsen, grosseltern, ….
      reichen mir völlig.
      und das immer jeweils in der letzten woche vor den sommerferien und in der ersten woche nach den sommerferien..
      ich werde keinem kindergeburtstag nachtrauern- so was strenges für mich.
      sie werden dieses jahr 15 und 13 und es wird mit jedem jahr besser!

  • Solange sagt:

    Auch hier wieder. Mamablog redet Krankheiten und Neurosen herbei, die ich weder in Familie und Freundeskreis noch in der Nachbarschaft sehe. Alle Kindergeburtstage an die meine Kids eingeladen werden sind stinknormal wie eh und je.

  • Grosi sagt:

    Macht mal einen Geburtstagsfest â la 1950! ich wette von euch allen kann niemand mehr mit Messer und Gabel eine Tafel Schoggi vom papier un dann Alu befreien und stilvoll essen. UInsere Kinder haben das genossen, Dazu Apfelschnitz – keinen Kuchen, höchstens rohe Rüebli! Als Spiel mit verbunden Augen im Kreis ein Gspänli drehen und dann fangen, was zwischen die Finger kommt, KEINE Pendule, das wisst ihr sicher auch nicht mehr, was das ist.

  • Flo sagt:

    Ich liebe Mottoparties! Die sind sowieso mehr für mich als für die Kinder Bei meinen eigenen Geburtstagen am 24.12. gab es ohnehin immer das selbe Motto – Weihnachten

  • Ruedi sagt:

    Ich kann nicht mehr! Genau so ist es. Leider.

  • Carl sagt:

    Schlimm…. dieser Artikel.
    Eine Autorin, die vielleicht knapp 30 Jahre alt ist, und jetzt schon darüber schreibt, wie früher alles besser war.
    Man, die Zeiten ändern sich und wir entwickeln die Zeiten mit.

    Nadia Meier, bitte, sparen Sie sich diese nostalgische Zurückblicken und auf, bis sie 80 sind!

    • Christian sagt:

      Nun ja… Die Autorin kann sich wohl an ihre eigenen Geburtstage zurückerinnern oder weiss noch, wie es damals bei ihren Gspänli war – und somit ist ein Vergleich zum heutigen Zirkus durchaus angebracht und möglich.
      Ich gebe ihr jedenfalls vollumfänglich recht, auch wenn ich weiss, dass es auch heute noch Kinder gibt, die von diesem Tamtam verschont bleiben…

  • Martin sagt:

    Solche Geburtstagspartys gab es bei mir nie! Wieso? Ich hatte immer in den Schulferien Geburtstag. So war ich meist mit meiner Familie alleine. Eines weiss ich aber bestimmt: Sollte ich mal Kinder haben, werden sie niemals irgendwas mit Regenbogenfarben bekommen! Nicht mal einen Kuchen! Das ist einfach gestrichen.

  • Widmer sagt:

    Wir sind mit den Kindern in den Wald und haben da Würste gebraten und sackhüpfen und Verstecken gespielt.
    Damals hat Roger Schawinski für seinen Sohn, der mit meiner Tochter in den Chindsgi ging, einen ganz Zirkus gemietet. Aufgestellt in der Gemeinde.
    Das hat andere Festchen alle in den Schatten gestellt.

    • Flo, die echte! sagt:

      .. mein Sohn hat im Januar Geburtstag; das Motto war immer, raus ins Freie mit möglichst viel Schnee und Schlitten auch als er grösser war – was für eine Gaudi; dann Würstli mit Send und Bürli, dazu heissen Tee und zum Dessert eine Sturzwälderschwarte mit ganz viel Schlagrahm extra!

  • Nunu sagt:

    Echt witzig geschrieben und total auf den Punkt gebracht. 🙂

  • Susan Meier sagt:

    Was haben die Kinder eigentlich in ihrem kurzen Leben geleistet um solche Feste zu verdienen? Ich bin mit meinen Kindern back to the basics… Ein oder zwei Geschenke, einen selbstgebackenen Kuchen oder Brownies und das Lieblingsessen. Dieses Tamtam tue ich uns nicht laenger an.

    • Martin sagt:

      Gute Einstellung

    • Claudia sagt:

      Wieso muss man etwas leisten, um ein tolles Fest ausgerichtet zu bekommen?
      Was hat der 50-Jährige geleistet, der eine grosse Party feiert? Oder was ist die Leistung an einer Hochzeit?
      Seltsame Einstellung.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    An den Kindergeburtstagen meiner Buben gingen wir jahrelang in den Wald bräteln und baden und sämtliche Kinder haben sich jeweils schon wieder fürs nächste Jahr angemeldet und mir wurde versichert, dass unsere Partys die besten sind.

    Feiern in MC Donalds? Laaaaangweilig!

    Später dann feiern in der Badi oder Kino, wobei aber dann die Gästeanzahl aus finanziellen Gründen reduziert werden mussten.

    • gioia sagt:

      Das Problem beim Waldgeburtstag ist das fehlende Alternativprogramm bei schlechtem Wetter. Aus Erfahrung weiss ich leider, dass Schatsuchen bei strömendem Regen überhaupt nicht lustig sind. Neben den quengelnden Kids sind auch die Erwachsenen frustriert, die so viel Zeit in die Vorbereitung gesteckt haben. Dann doch lieber Kindergeburi im Haus wie anno dazumal

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Da hatten wir einfach immer Glück mit dem Wetter. Bei uns war das Wetter sogar dann schön, wenn die Jungs ins Kino wollten.

  • sam davis sagt:

    „2017: Keine Party ohne Motto! Für Buben: Ritter, Dinosaurier, Piraten, Fussball. Für Mädchen: Prinzessinnen, Feen, Eiskönigin, Pferde.“

    Arme Mädchen, wie langweilig. Sind moderne Mütter alle noch so rückständig?
    Kein Wunder gehts keinen Schritt weiter ….

    • Susi sagt:

      Rückständig ist auch die Annahme, dass allein die Mütter verantwortlich sind für die Partys.

      • sam davis sagt:

        Aus dem Text:- “ Die Mutter des Geburtstagskindes versendet eine Save-the-Date-Nachricht per Whatsapp …“
        -„Mit den Gästen und Geschenken spielen, während Mami den Tisch abräumt“
        -„Eine siebenfarbige Regenbogentorte. Oder ein Motto-Kuchen mit Wow-Effekt, von der Mutter mit grossem Aufwand und noch mehr Liebe gebacken..“
        @susi: Bezogen auf den Text der Verfasserin war das meine naheliegende Frage an die anderen Mütter. Wäre schön, wenn nicht alle Eltern das Genderschema so durchziehen würden.

      • Susi sagt:

        @sam: Das stimmt. Insofern ist der Text tatsächlich rückständig.

      • Sportpapi sagt:

        Unsere Jungs bekommen ja viele Einladungen. Ich mag mich aber an keine erinnern, die (allein) von einem Vater stammte. Auch wenn diese vielfach am Tag dann schon dabei sind.
        Väter sind beim Anmeldeprozedere vermutlich erst dann involviert, wenn es dafür eine Homepage zu programmieren gibt…

      • Susi sagt:

        @S.P.: Bei uns bin auch immer ich die (Haupt-)Organisatorin, mein Mann ist (im Gegensatz zu mir) überhaupt kein Partylöwe und findet Feste nicht wichtig.
        Ob das aber am Geschlecht liegt?

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Keine Ahnung. Ich beschreibe ja nur, was ich sehe.

    • tina sagt:

      ich glaube, man kann mädchen vorsätzlich davon fernhalten und trotzdem haben die meisten pferde- und prinzessinnen phasen. ich hatte das jedenfalls, und ich schwörs, an meinen eltern lags nicht. allerdings hatte ich auch dinosaurier- und piratenphasen. nur fussball nicht. meine jungs auch nicht, was bestimmt an mir liegt 😉

    • mira sagt:

      Naja, Ritter, Dinosaurier, Piraten und Fussball ist genau so gähn 😉 Aber die Kiddies mögens halt. Und, ist das jetzt so ein Drama?

  • Maja sagt:

    Schon etwas übertrieben, aber amüsant auf den Punkt gebracht. Ich habe mir 3 Kindern und unzähligen Geburtstagseinladungen auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Bei den Jungs scheint es etwas lockerer zu sein.
    Und ganz wichtig, die Kids lernen so genau NICHT mit Frustrationen umzugehen. :-(( In der Schule ist dies eines der Hauptprobleme. Ich weiss, die Eltern meinen es ja nur gut, aber wenn sie mal nur eine Woche 28 Lektionen miterleben würden, wie sich ihre Kinder benehmen und wie schlecht sie mit Frustrationen umgehen können … Aber klar, wahrscheinlich sind wir Lehrer schuld, wenn wir ihre Prinzen und Prinzessinen nicht auch alle einzeln auf Händen tragen und jederzeit individuell fördern!

    • Mina Peter sagt:

      nein, aber ihr Lehrer könntet die Kinder einfach auch so behandeln wie ihr behandelt werden möchtet. Mit Frustrationen umzugehen lernen auch die heutigen Kinder. Ich seh da keinen Unterschied zu meiner Kindheit. Bloss weil alle ein Give away bekommen? Ist doch nur fair.

  • tststs sagt:

    „Man durfte so viele Kinder… einladen, wie man alt wurde“
    vs.
    „1) muss Mama gleich alle Kinder aus der Klasse einladen (Schulregel),“ (Chris 09:58)

    Ich plädiere dezidiert für zweiteres. Und nein, ich kann keine wissenschaftliche Studie als Argument aufführen, es sind rein meine traumatischen Erfahrungen die mich zu diesem Schluss kommen lassen. So war es in meiner Primarklasse immer derselbe erlauchte Kreis, der eingeladen wurde (und raten Sie mal, ob ich dazu gehörte)… 😉
    Nur bei einem Gspändli wurden immer alle eingeladen
    (Und natürlich das eine mal, als ich eine Party schmeissen durfte).

    • tina sagt:

      ja, so theoretisch ist das das einzig richtige, aber als mutter muss ich zugeben: ich hätte monatelange albträume gehabt vorher und wäre vermutlich aus reinem psychostress krank geworden 😉

      • Vierauge sagt:

        das wäre uns auch definitiv zu viel gewesen – abgesehen davon, dass die Typen aus der Klasse daran auch gar kein Interesse hatten. Meine Jungs hatten jeweils als Erste im Schuljahr Geburtstag, aber das mit den Klassengspänli haben wir nur einmal probiert. Danach gab es die Kollegen aus der Strasse oder aus der Jungschar, 1 pro Lebensjahr.

      • tststs sagt:

        Sagen wir es mal so: meine Mama hat ihren Psychostress lieber in 16 Kinder, anstatt eine 116teilige Dekoration gesteckt 😉

      • tina sagt:

        ich bin immer noch und regelmässig beeindruckt, was manche leute so mehr oder weniger locker hinkriegen (wobei ich jetzt gerade nicht sicher bin, ob sich die 16 kinder mehr als die dekoration freuen, wenn man ähm psychostress in sie steckt 😉 (nein habs schon verstanden…))

      • tina sagt:

        oder anders: glaubs mir, ich wäre dem einfach nicht gewachsen gewesen (also immer noch nicht, aber jetzt muess ich auch nicht mehr)

      • tina sagt:

        und lehrer schmeissen solche parties auch noch täglich. 6 stunden lang. und ohne dass es den kindern spass macht. was habe ich doch für ein glück mit meiner unfreiwilligen berufswahl 😉

    • Sportpapi sagt:

      Das Problem ist doch, dass man meist etwa die Kinder wieder einladen will/sollte, bei denen die eigenen Kinder auch am Fest waren.
      Da fällt das Prinzip des „ein Kind pro Altersjahr“ unter Umständen schnell mal weg…

  • Sydneysider sagt:

    Wir haben einmal gesehen, wie ein Kleintier Transport auf der Strasse parkte und dann 2 Ponys ausgeladen wurden um vis a vis beim Kindergeburtstag zu sein….

  • Chris sagt:

    Noch eine Variante aus Südostasien: Hier…
    1) muss Mama gleich alle Kinder aus der Klasse einladen (Schulregel),
    2) geht’s jeweils in irgendeinen gekühlten Indoor-Spielplatz, d.h. Trampolin-Gumpen, Bodenturn-Gummizelle oder ähnlich,
    3) der gleiche Ballon-Mensch, der Batman für Buben und Elsas für Mädchen macht, ist auch wieder da, weil’s an der letzten Party doch so schön war,
    4) Mama, Papa und Nanny stehen vier Stunden an der Party rum – keiner darf raus,
    5) Papa kriegt dann zwei Tage später die aktuellste Kindergrippe.

  • Sabine Omarow sagt:

    Ich finde es immer noch besser, wenn die Geburtstagsparty zu Hause organisiert wird. Spiele habe ich mit meinen Kindern und deren Gäste auch gespielt. Und eine Torte habe ich selber gebacken, weil meine Tochter mich darum gebeten hat. Das habe ich gerne gemacht. FB und so gab es damals nicht. Ich wollte, dass meine Kinder ihre Geburtstage in guter Erinnerung behalten. Ich erinnere mich heute noch an meinen Geburtstag mit 8 Gästen in den siebziger Jahren. Als meine Kinder Geburtstag feierten, kam es in Mode, den Kindergeburtstag bei McDonald zu feiern. Das fand ich nicht so toll. Neulich sah ich eine Familie im Restaurant feiern. Für die Kinder war das sehr langweilig. Sie tobten irgendwann umher und wurden schon nach 2 Stunden wieder abgeholt.

    • tina sagt:

      kannst du dich noch an deine geburis erinnern? ich kann mich an maximal 3 kurze szenen erinnern.

      • Lichtblau sagt:

        Ich kann mich an nicht wenige erinnern. Meine Mutter war eine Meisterin im Improvisieren und hat sich immer was Besonderes einfallen lassen. Zum Beispiel Luftballons mit Helium organisiert (für alle Kinder so viele sie wollten). Das haben wir dann auch übernommen – inkl. Weitflug-Wettbewerb mit Einem Feedback aus dem Tessin. Und einmal hatten wir tatsächlich eine vom Onkel gesponserte Hüpfburg im Garten – allerdings kamen die Kinder bei 35 Grad Hitze rasch an ihre Grenzen. Aber doch, daran erinnern sich noch einige ;-).

  • mira sagt:

    Klingt für mich alles sehr übertrieben. Kenne es zwar von Einzelfällen auch in der Art, aber trotzdem nicht so extrem. Der grosse Renner bei meinen Kindern ist nach wie vor: Geburtstag im Wald mit Feuerstelle, Stockbrot und Würstchen und Schatzsuche.
    Deko passend zum Motto ist verbreitet, allerdings beschränkt sich das meist auf die Wahl der Pappteller/-becher und die Einladungskarten. Aufwand also eher überschaubar…
    Animierte Spiele beschränken wir immer auf wenige, das freie Spiel ist nach wie vor sehr beliebt 🙂
    Was mich aber tatsächlich stört, sind die Mitbringseltütchen. Auf die könnte ich verzichten!

  • Sisifee sagt:

    Wie hiess es an dieser Stelle vor zwei Tagen so schön? „Eltern, hört auf euren Bauch!“. Gilt auch für Geburtagsfestivitäten. Man muss ja nichts mitmachen, was man nicht möchte.
    Ich selbst bin in den 70er Jahren 7 geworden, ein Geburtstagsfestli gab’s zum 5., zum 10. und zum 15. Geburtstag. Jeweils ein Ausflug (Schiffahrt, Burgbesichtigung, Gartenfestli) mit Kuchen und ca. 5 eingeladenen Kindern. Drum weiss ich, dass man auch glücklich erwachsen werden kann, wenn die Eltern nicht jährlich das Nonplusultra leisten. Wir entscheiden von Jahr zu Jahr, welche Art von „Party“ für uns Eltern erträglich / erfreulich ist – und zwar so, dass wir abends nicht mit der Zunge am Boden durch die Gegend schleichen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Kinder, desto weniger geplante Aktivitäten.

  • Daniel Slamanig sagt:

    Fasnacht, Geburtstagsfasnacht, Sommerfasnacht (Strip Parade), Herbstfasnacht (Oktoberfest und Halloween). Die Spassgesellschaft wie sie leibt und lebt. Das Gute ist: man kann, aber muss nicht, auch wenn’s die anderen tun.

    • Christoph Bögli sagt:

      Dabei findet ja schon die normale Fasnacht niemand lustig, der nicht entweder ernsthaft betrunken oder Basler ist. Oder besser wohl beides. Aber zum Glück kann man das ganze Theater effektiv einfach ignorieren. Auch wenn einem das vielerorts immer schwieriger gemacht wird, sozialer Druck zur Zwangsbe“spass“ung sei Dank. Gerade für Kinder ist es nicht ganz so einfach, sich dem zu entziehen..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich mag Fasnacht, bin keine Baslerin (zum Glück) und habe infolge Antibiotika auch schon alkoholfreie Fasnacht überstanden, ohne Schäden davonzutragen….

  • K. Indskopf sagt:

    Merci für den Artikel, wir haben herzhaft gelacht und uns bei einigen Punkten ertappt gefühlt (Schatzsuche, basteln, Geschenke). Ja, es gibt viele solche Parties, an denen fehlende Fantasie der Kinder wie der Eltern mit Geld und Ramsch behoben wird. Bei der Motivation („andere beeindrucken wollen“), gilt es, etwas genauer hinzuschauen. Ich habe etwa 8 Schatzsuchen für meine Kinder (±7 Jahre) organisiert, im Garten um den Block, im Wald. DAS. MACHT. SPASS. Punkt. Sorry für meine egoistische, simple Motivation, aber (u.a.) beim Schatzsuche Entwerfen kann ich meine kreative Seite ausleben. Dafür bekomme ich Glückshormone. Und den Kindern beim Spass haben zusehen, gibt gleich noch mehr davon. Drei Abende ohne TV / Medienkunde, und man ist bereit. Der Rest der Party ist 80er. Na, beeindruckt?

  • Jeanclaude sagt:

    Und wer organisiert dies heute alles? Natürlich jene, die 1987 ihren Kindergeburtstag gefeiert haben! Paradox aber Zeitgeist.

  • tina sagt:

    in meinem umfeld, respektive dem meiner kinder, war das ganz verschieden. da gabs ballartige riesenparties, mc donalds, bräteln im wald, zauberer, einfach bei kuchen zusammensein, schatzsuche, hallenbad mit zvieri, dinomuseum, bowling (als sie etwas älter waren), im gemeinschaftszentrum treffen. es gab deutliche tendenzen zu bestimmten arten von geburifesten je nach herkunftsland. ich muss zugeben, alleinerziehend mit 2 kindern war mir echt zuviel, grosse feste zu organisieren. dafür machte ich gerne selber kuchen 🙂

    • Susi sagt:

      Hey, McDonalds, uinei, ich war da mal Zeugin eines Fests, weil ich unsere Tochter hinbringen musste und das ganze ja nur eine Stunde dauert. Die eng am Zeitrahmen bleibende Hostesse verteilte Fritten, Burger, Chicken Nuggets, dann gab es Tanz, dann die Torte und am Schluss wurden die Geschenke ausgepackt. Um das Auspacken zu beschleunigen, bereitete die Hostesse die Geschenke entsprechend vor: Bändeli abschneiden, Deko entfernen. Bei einem Päckli, das liebevoll mit kleinen Schöggeli vollgeklebt war, hat sie alles abgerissen und zur Seite geschoben. Unser Päckli hatte zwei kleine, mit Helium gefüllte Ballons dran, die schnitt sie einfach ab! Krass, oder? Aber Hauptsache, die Party war nach einer Stunde vorbei.
      Sowas Liebloses hab ich noch nie gesehen. Musste grad zwei (!) BigMacs futtern.

      • tina sagt:

        susi, es gibt dinge, da sollte man nicht zusehen :). die kinder hatten ihren spass. wirklich! 🙂

      • Susi sagt:

        Ja, das stimmt, den Kindern hatte es wirklich gefallen.
        Ich kam eben schon schlechtgelaunt an dort, da war meine Wahrnehmung bereits beeinflusst. Ich hatte den Ort (bei Rümlang) auf der Karte nachgeschaut und mir war nicht bewusst gewesen, dass dazwischen ein Berg liegt, über den ich mit dem Veloanhänger radeln musste. Ich kam völlig verschwitzt und verspätet dort an mit dem Wissen, dass ich auf dem Heimweg nochmals über den Berg hecheln musste. Alle anderen waren mit Autos dort. Draussen das schönste Wetter, alle sassen drinnen. Das reichte mir dann grad für eine schlechte Laune. 😀

  • Susi sagt:

    Ich liebe grosse Geburtstagspartys! Wir mieten immer das Siedlungslokal für sowas, und das muss man natürlich auch füllen. Unsere Tochter lädt dann etwa 10 Kinder aus ihrer Klasse ein und dann schauen wir noch, wer aus dem Freundeskreis dabei ist, wir haben an solchen Anlässen nämlich immer auch einen Erwachsenentisch und lassen den Prosecco fliessen.

    Ballons, Papierschlangen, Kinderdisco, Hotdogs! (Natürlich Poulet-Hotdogs, das schreibe ich schon auf die Einladung, sonst kommen keine Moslemkinder.) Eine Freundin von mir ist Konditorin, die macht dann eine riesige Torte, jeweils ein wahres Kunstwerk. Bei schönem Wetter geht’s noch nach draussen, Strassenkreide, Seifenblasen…

    Ist jedes Jahr toll!

    • Susi sagt:

      Zum Thema „Amerikanisierung“: Ich sehe auf Facebook jeweils Fotos der Geburtstagspartys, die meine ehemalige Gastschwester für ihre Kinder macht. Einmal war das Motto „Eisprinzessin“, da hatte es entsprechend gestylte Schauspieler/innen anwesend. Alle trugen Türkis, Haus und Hof waren entsprechend dekoriert, es gab eine Eisskulptur, eine mannshohe Torte und einen Getränkespringbrunnen. Anwesend etwa 150 Leute.
      Dieses Jahr hatten sie Einhörner: Angemalte Pferde mit aufgeklebten Hörnern, auf denen die Kinder reiten durften. Krass, echt.
      Das muss jeweils ein Vermögen kosten.

      • tina sagt:

        hihi einhörner, so krass….

      • Susi sagt:

        Ja, voll. Ich war irgendwie neidisch, als ich die Bilder sah. (Ich möchte auch mal auf einem Einhorn reiten…)

      • tststs sagt:

        Mmmhhhh, Einhornfilet… so fein 🙂

      • Susi sagt:

        tststs: Einhornfilets sind regenbogenfarbig…

      • Carolina sagt:

        Siehe die Einhornfilettorte oben……. 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Kein Wunder sind die Einhörner ausgestorben, wenn alle nur ans Fr…. denken… grümpf

      • Carolina sagt:

        Einhörner, vor allem die Regenbogenvariante, sind nicht ausgestorben – sie werden heimlich gezüchtet und an einem unzugänglichen Ort gehalten, bis Eltern mal wieder eine Einhornfilettorte bestellen. Bestes Biofleisch und kein Farbstoff in Sicht, dafür aber unglaublich teuer. In England lebt (auch heimlich) sogar noch eine Variante in quietschgrün – das weiss ich ganz genau, weil ich einmal eine Einhornfilettorte in dieser Farbe zum Geburtstag bekommen habe…….

  • Hans sagt:

    Hauptsache, ich muss diese grauenhafte Regenbogentorte nicht futtern. Und so was würde ich auch Kindern und Gästen nicht zumuten.

    • tina sagt:

      ich finde die super

      • Carolina sagt:

        Ich auch! Als Kind wäre ich begeistert gewesen, wenn ich mal so ein Ding bekommen hätte…..

    • Vierauge sagt:

      woher wissen Sie, ob die Torte grauenhaft ist? Sie sieht jedenfalls ziemlich lecker aus.

    • Lichtblau sagt:

      Man glaubt es kaum, aber die kann super schmecken. Bei den Teenies war dann die sogenannte „Samttorte“ der Renner. Extrem aufwändig, leuchtend rot, von den Kindern selbst gebacken und ausserordentlich schmackhaft.

  • Kathrin sagt:

    Herrlich! Wie wahr…
    Ich habs bald geschafft… Meine Mädchen sind 12 und 9 Jahre alt und die besten Festli waren die, welche im Wald stattfanden! …und das Chaos dahei bleibt auch aus!!!

  • Priska sagt:

    Habe erst zwei Kindergeburtstage ausgerichtet. Läck, wir sind ja sowas von in den 80ern hängen geblieben ;o)
    Mir ist aber auch aufgefallen, dass einige Kinder immer fragen kamen „und was mache mr jetzt?“

  • Michael sagt:

    Wieder die alte Leier, früher war alles anders und ggf. vielleicht auch besser ? Warum also soll sich die Geburtstagsfeier des Nachwuchses nicht geändert haben ? In anderen Blogs wird doch auch gut geheissen, das man z.B. mit seinem 3 Monate alten Baby Weltreisen unternimmt. Scheinbar haben die Eltern hier kaum Rückgrat, um bei den Geburtstagsfeiern diesen überkandidelten Hype nicht mitzumachen. Wer spätestens hier nicht beginnt Grenzen des Normalen zu setzten, darf sich später auch nicht wundern, wenn sein Nachwuchs zu raffgierigen Monstern heranwächst. Dudley Dursley lässt grüssen.

    • mia sagt:

      @Michael: Mit drei Monate alten Babys in der Weltgeschichte herumzufliegen, wenn es die Notwendigkeit nicht dringend erfordert, ist genauso bescheuert, wie die ausufernden, an Gigantismus (der Alten) grenzenden Kindergeburtstagspartys. Den Erzeugern fehlt leider zunehmend bei allem der Realitätssinn und noch mehr der gesunde Menschenverstand.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ mia

        Das ist so. Das Wohl der Kinder ist auch Nebensache, wenn die Eltern gerne zeigen, was sie haben.

        Da ich finanziell nicht mithalten konnte, fanden die Kindergeburtstage meiner Buben im Wald statt. Geburttagskind und Gäste waren trotzdem immer zufrieden damit.

      • Sisifee sagt:

        @ TvS: Der Wald, der ist der beste. Für Geburtstagsfeste, zu zweit, für die familiäre Psychohygiene, um sich alleine zu entspannen, für Osternestli-Jagd mit der Grossfamilie. Immer und immer wieder. Wir wohnen zum Glück nur 3 Gehminuten von einem entfernt.

      • Christian sagt:

        @sisifee: Jedenfalls, bis das erste Kind dann dringend auf’s WC muss…;-)

  • Michael Streller sagt:

    Perfekt geschrieben. Ich habe diesen Überfluss so was von satt, nicht nur bei Geburi Partys.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Weiss nicht… Wir stellen zwar auch diese Amerikanisierung fest, in dem Sinne, dass Geburtstage kostspielig auswärts gefeiert werden. Aber noch nie, NIE gab es Einladungen über Doodle, Whats app, etc. Alle, ALLE luden stets traditionell mit Einladungskärtchen in der Schule ein. Und niemand NIEMAND 18 Kinder, sondern eben traditionell 8-12.
    Da frag ich mich einmal mehr: leben wir in verschiedenen Welten oder lieben es die Leute einfach zu übertreiben? Oder hat es damit zu tun, dass Sie evt. selbst so ambitionierte Geburtstage organisieren und damit diesen Hype anstacheln?
    Wir feierten übrigens bisher nur wie anno dazumal (ich hoffe Sie auch!): Kuchen, Geschenkli, Spiele. Und den Kindern hat das bisher immer super gefallen.

    • Susi sagt:

      Wir hatten jetzt im März über 20 Kinder anwesend. Für mich hatte es nichts mit Ambitionen zu tun, sondern ich mache halt einfach gerne Einladungen und zu den Klassengspänli gehören halt auch noch die anderen Freunde/Freundinnen dazu, meine Tochter hat als Einzelkind einen entsprechend grossen Freundeskreis, weil sie sich fürs Spielen mehr auswärts orientiert.

      Ich selber habe bis vor ein paar Jahren meinen Geburtstag auch immer gross gefeiert, da waren meist etwa 30 Gäste eingeladen. Manchmal mietete ich mit einer Freundin ein Lokal und wir luden über 150 Leute ein. Das tut man, weil man Spass daran hat, nicht, weil man andere übertrumpfen möchte, ist ja auch viel Arbeit dahinter!

      • Sisifee sagt:

        @ Susi: Wenn Sie Spass daran haben, finde ich das gut so. Ich selbst feiere meinen Geburtstag immer wieder anders. Manchmal nur mit der Familie in den Bergen, manchmal mit Grillparty in kleiner Runde, auch schon ein Wochenende lang „Open doors“. Und bei den Kindern schauen wir einfach, dass sie einen schönen Geburtstag haben. Wenn wir nun gerade auf dem Zahnfleisch kriechen oder beruflich eine strenge Phase haben, bleibt halt etwas weniger Energie und es gibt ein eher kleineres Fest oder einfach einen Ausflug mit den engsten 3 Freunden ins Kino, Theater oder an einen Match. Es ist einfach irre, zu denken, dass es unbedingt so sein muss wie im Artikel oben beschrieben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Super Susi! Wenn man Spass daran hat, schreibt man ja dann auch nicht einen Blog, wie übertrieben das alles sei. Dann berichtet man von dem Spass, so wie du das machst. Finde ich super. Drei Daumen oben! Auch wenn wir persönlich eher Anti-Organisatoren sind.
        Ich habe einfach festgestellt, dass es auch einfach geht, und die Kinder trotzdem Happy sind. Das wichtigste bei jedem Fest, Ferien, Ausflug ist immer noch, dass Liebe dabei ist.

        PS Sag mir, falls dein Freund mal bei Mick vorbeischaut.

      • Susi sagt:

        @Sisifee: Stimme völlig zu. Am einfachsten und schönsten ist es wirklich, in den Wald bräteln zu gehen, das machten wir immer am Geburtstag meines Bruders (August). Aber wenn man, wie ich, im Januar geboren wurde, wird das halt schwieriger.

        Dieses Jahr war ich schon ziemlich kaputt nach dem grossen Geburtstagsfest unserer Tochter.

        Und jedes Jahr irgendeine Panne: Dieses Jahr ging die Kaffeemaschine kaputt und wir Erwachsenen keinen Kafi hatten zur Superdupertorte. Wir mussten dann halt einfach noch mehr Prosecco trinken.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Ich habe meinem Freund von Mick erzählt, mal schauen. Er gehört eben zu den Unentschlossenen. Seit 20 Jahren (!) studiert er an einem japanischen Tattoo herum, er hat bis heute keins, weil er sich nicht entscheiden konnte. (Im Gegensatz zu mir, ich bin bei so Sachen manchmal überraschenderweise relativ kurzentschlossen, brauchte nur ein paar Wochen für das Motiv.)
        Wir kamen dann zum Schluss, dass Entscheide fällen (und sich damit von anderen Möglichkeiten zu verabschieden) eben auch zum Erwachsensein gehören. Mal schauen. Ist ja auch ganz schön teuer, ein Tattoo dieser Grösse…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nach Abzug der Kosten für eine Japanreise, ist dann das Budget etwas grösser… muss ja nicht gleich ein Body-Suit sein…

        Ja, ja das Motiv. Keine Ahnung, ich wählte die ziemlich spontan, als ich jung und dumm war… ohne irgendeinen tieferen Gedanken … echt. Aber im Nachhinein stellten sie sich als tiefgründige Werke heraus, als just eben das, was ein Tattoo sein sollte. Womit wir beim Thema Intuition wären.
        Natürlich ist es auch eine Hilfe, wenn man zu einem Künstler geht, der etwas Spirit hat. In diesem Sinne kann ich Mick nur empfehlen. Mal hingehen, mit ihm reden, sich inspirieren lassen.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Ja, der Künstler ist wohl Match-entscheidend. Meiner ist super, sowohl beim Zeichnen als auch beim Stechen, aber er kann leider kaum Deutsch, da werden gewisse Dinge auch bitz schwierig…
        Vielleicht schaue ich auch irgendwann mal bei Mick vorbei, falls nochmal eins ansteht.
        🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Seit ich 30 bin hasse ich meine Geburtstage. Wenn mich keiner daran erinnern würde, vergässe ich die manchmal selber. Schmuntzel.

      • Sisifee sagt:

        @ Susi: Pannen! Au ja. Ich habe mal die Abwaschmaschine des Quartiertreffs geschlissen und alles Wasser ist ausgelaufen. Woraus alle als Indianer verkleideten Kinder den Rest des Nachmittags draussen verbringen mussten (es war Februar), während mein Mann und ich versuchten, den Fluten Herr zu werden.

      • Susi sagt:

        @Sisifee: Uinei, das übertrifft ja alles!!!

  • Lena sagt:

    Wunderbar geschrieben und voll ins Schwarze getroffen!

  • Martin sagt:

    „Damit niemand weint, gewinnen immer alle.“ Das hatte ich vor einigen Wochen total unterschätzt. Da standen einige Kinderstühle herum und ich habe aus Langeweile dieses Spiel mit der Musik und einem Hocker weniger gemacht. Das Endergebnis war, viele Tränen und viele zu tröstende Gesichter.

    • mia sagt:

      Wie wäre es denn, wenn man den Sprösslingen früh genug verklickern würde, dass man im Leben nicht immer nur gewinnen kann, anstatt sie wegen jedem noch so kleinen Misserfolg und Zimperlibitz zärtlich zu trösten und zu herzen bis sie 20 sind? Sie werden es dereinst in der freien Wildbahn weiss Gott brauchen können.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Wie wahr, wie wahr: da wird sogar aus verlieren beim UNO spielen ein Riesenevent gemacht.

  • Heidi sagt:

    Absoluter Wahnsinn, diese Geburiparties wo jeder den anderen Uebertrumpfen will!! Wir waren mit unseren Kindern jeweils im Wald, dabei mussten die Kinder helfen indem sie das Holz zur Feuerstelle brachten, den passenden Stecken für die Wurst suchten. Bis das Feuer soweit war spielten die Kinder verstecken, halfen mit die mitgebrachten Esswaren schön anzurichten. Wir machten Spiele und bevor es Zeit war um nach Hause zu gehen, haben wir den Geburtstagskuchen (selbstgebacken) gegessen. Braucht es wirklich noch mehr Unterhaltung?

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nein braucht es nicht. Waldgeburtstage sind bei Kindern sehr beliebt.

  • Herbert sagt:

    Köstlich. Absolut zutreffend, kann ich nach „nur“ 21 (üb)erlebten Kindergeburtstagen bestätigen. Bei uns in Zürich finden diese aber nicht mehr in der Wohnung statt (weil sonst die Putzfrau kündigen würde), sondern in einer gemieteten Event-Location.

  • Daniel H. sagt:

    Haha. Hervorragend. Als Vater mit Jahrgang ’80 trifft dieser Beitrag genau meinen Nerv. Bisher habe ich das nur von aussen mitbekommen (Neffe und Göttikind). Nun bekommen wir die volle Schlagseite zu spühren. Nichts gegen eine moderne Geburtstagsparty, aber weniger ist halt meistens immernoch mehr. Auch an den Geschenken selbst sind keine Grenzen in Sicht. Als ich ein Ferngesteuertes Auto für 150.- wollte, musste ich fast 1 Jahr sparen um mir das Geld von Weihnachten und Ostern (ja ich erhielt bereits in den 80ern ein 20er-Nötli von meinen Grosseltern plus ein Eierlikör) sowie den Grossteil meines Sackgeld zusammen zu kratzen. Heute bekommt man von Mami das neue Iphone und von Papi die X-Box.
    Aber wir leben diese Konsumgesellschaft auch vor. Heucheln ist da fehl am Platz

    • Susi sagt:

      @Daniel H.: Ja, die Zeiten ändern sich. Wahrscheinlich besitzen Sie jetzt – im Gegensatz zu unseren Eltern damals – auch ein Smartphone und haben dafür nicht ein ganzes Jahr gespart. Solche Vergleiche sind etwas müssig.

    • Sisifee sagt:

      @DH: Nein, das stimmt so nicht. Wir haben das Geschenkli-Budget auf +/- 50.- pro Kind runtergesetzt, pro Geburtstag und pro Weihnachten. Gerade weil unsere Kinder Grosseltern haben, die relativ grosse Beiträge einsetzen, fanden wir, dass es zu viel wird und die Freude an kleinen Geschenken verloren geht. Ausserdem kann man der Konsumwut Gegensteuer geben, in dem man Beteiligung verlangt: Bei einem neuen Velo, etwa, oder beim zusätzlichen Snowboard-Unterricht /-Ausrüstung, wenn Turnschuhe gewünscht werden, die unser reguläres Budget überschreiten. Und wir sind bei weitem nicht die einzigen Eltern, welche ihre Kinder zu massvollem Konsum anhalten.

    • Carolina sagt:

      Hihi! Wie sich die Zeiten ändern: Grosseltern, die ihrem Enkel (ich gehe mal davon aus, noch relativ jung) Eierlikör zum Geburtstag überreichen, werden heute standrechtlich erschossen!

  • The American sagt:

    Sehr treffender Kommentar. Die amerikanische Geburtstagsmentalität scheint auch die Schweiz gefunden zu haben.

    In den USA sind Kindergeburtstage ein Albtraum. Oft geht man an einen Ort, an welchem sich die Kinder austoben können. Aber manchmal bestellt man sich das Spektakel auch nach Hause: Ob ein kleiner Zoo (Ziegen, Katzen, etc.) oder ein Lastwagen voller Game-Konsolen, Kindergeburtstage sind voller Action und kossten prompt auch zwischen 500 bis 1000 Dollar. Der Gabentisch bricht unter den Gschänkli fast zusammen, und natürlich gibt man jedem Kind ein eigenes Geschenkli mit nach Hause.

    Mein Tip: Machen Sie einen Geburtstag a la 1987 und sie werden Feststellen, die Kinder finden es toll!

    • mia sagt:

      @TA: ……und schon nach ein paar Tagen ist die grosse Show vergessen und keiner weiss mehr so recht mit all dem Plunder etwas anzufangen. Also weg damit und in den Müll! Diese Anspruchsmentalität, gepaart mit einer gehörigen Portion Oberflächlichkeit ist leider nicht nur für Amerika typisch.

    • Lichtblau sagt:

      Ich plädiere für Kindergeburtstage à la 1950. Und zwar in schwarzweiss. Entsprechen angezogene und frisierte Kinder, die Spiele von damals, dazu passend einen Dick&Doof-Film und danach Schwarzwäldertorte und ein Glas Milch. Hm. Käme wahrscheinlich gar nicht schlecht an.

      • Muttis Liebling sagt:

        Oder für Geburtstag anno 1870. Du lebst noch. Wie schön, hätten wir nicht erwartet.

  • Dominique Gasser sagt:

    Das hab ich mich auch schon gefragt! Arbeite im Marmelade, einem Laden wo oft Mamis kommen die für Geburtstagspartys einkaufen kommen. Da findet ein echtes Battle statt zwischen den verschiedenen Partys! Furchtbar!
    Und diese Torten, sehen doch besser aus als sie sind! „Lieber ä feine simple Schoggichueche mit Smarties!“

  • Ulrich Gassner sagt:

    Dagegen ist Dantes Beschreibung der Hölle ein Kindergeburtstag.

  • Corinne A. sagt:

    Sehr treffend! Und wissen Sie was? Der Renner bei uns war eine Retro-Geburtstagsparty wie ano 1987.

    • Cybot sagt:

      Kein Wunder, den ganzen Aufwand betreiben die Eltern ja nicht für die Kinder, sondern für das eigene Ego und das Facebook/Instagram-Profil.

    • Franziska U. sagt:

      cool…auf das hoff ich bei uns auch. will mit dem ganzen geburiparty-übertreffungswahn nichts am hut haben. waren sogar schon an einer party zum ersten geburi eingeladen und jedes mädchen kriegte ein geschenksäckchen mit nach hause…ist doch alles nicht nötig – oder?

    • Susi sagt:

      Wieso sollte eine 1987-Retro-Party machen für ein Kind, das dann noch gar nicht existierte?
      Weil es lustig für die Eltern ist?

      • Martin sagt:

        wohl eher billig, mit wenig Mittel immer noch gutes Fest organisieren.

      • Christoph Bögli sagt:

        Damit war wohl einfach gemeint, eine simple Party wie in den „guten alten Zeiten“ ohne den ganzen übermässigen und überflüssigen Kommerz-Klamauk zu veranstalten. Und nicht eine wirkliche „Retro-Party“. Und ersteres dürfte bei noch halbwegs normalen Kindern effektiv besser ankommen.

      • Susi sagt:

        Meine Kindergeburtstage fanden in den 70ern und Anfang der 80er statt, und die waren nicht wirklich simpel. Ganze Klasse eingeladen, viele liebevoll organisierte Spiele und als Highlight ein gemieteter Super 8-Projektor, über den wir dann Filme wie die „Dschungelolympiade“ schauen durften.

  • Marlis sagt:

    H e r r l i c h, dieser text!

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