«Schlaf gut», flüstert das Monster

Imaginäre Freunde und Feinde: Kinder zwischen zwei und vier Jahren durchleben eine «magische Phase». Foto: Peter Dahlgren (Flickr)

Unser Familienbett ist Geschichte. Der Brecht schläft in seinem eigenen Zimmer, die Frau zieht meist das Gästebett vor: Meine Atemgeräusche stören sie. Da ich nicht aufs Atmen verzichten möchte, schläft jetzt halt jeder alleine.

Nur den Brecht und mich packt manchmal die Nostalgie. Dann lassen wir die alten Zeiten aufleben und gönnen dem Familienbett ein Comeback – mit zwei Dritteln der Originalbesetzung.

Vor ein paar Tagen nächtigte der Brechthold mal wieder an meiner Seite, als er mitten in der Nacht wach wurde. Ungewöhnlich war daran nur, dass er plötzlich Mama besuchen wollte. Da ich mir nächtliche Zurückweisung gewohnt bin, liess ich ihn widerstandslos aus dem Bett kriechen. Er hatte kaum den Türrahmen passiert – sein Hintern war technisch gesehen noch im Zimmer – schrie er plötzlich auf und kam zurück ins Bett gerannt. Fast eine halbe Stunde lang brüllte er hysterisch weiter. Er vergrub sein Gesicht ins Kissen und versuchte mich über sich zu ziehen, als müsste ich ihn vor einer Handgranate beschützen.

Schatten, Monster oder Gespenst?

Irgendetwas musste der Brecht im Gang vor dem Schlafzimmer gesehen haben. Er brach nicht zum ersten Mal in Panik aus: Mitunter fürchtet er sich kurz vor einer dunklen Ecke oder einem hässlichen Plüschtier und beruhigt sich dann rasch wieder. Diesmal aber sass der Schock tief.

In unserer Wohnung stehen keine Skulpturen von HR Giger. Es fuhr auch kein Einbrecher mit quietschenden Reifen davon. Noch nicht einmal Schwiegermutter ist derzeit zu Besuch. Was also konnte beim Brecht eine solche Reaktion hervorrufen?

An Schlaf war erst mal nicht zu denken, und so googelte ich mich mit heulendem Kind im Arm durch die einschlägige Fachliteratur. Tatsächlich fand ich schnell eine Erklärung: Kinder durchleben zwischen zwei und vier Jahren eine sogenannte «magische Phase». Sie sehen allerlei Volk – von imaginären Freunden bis hin zu schrecklichen Kreaturen.

Das kam mir erst etwas märchenhaft vor. Klar, Kinder haben Fantasie. Aber sie sind doch auch zu rationalem Denken fähig und ihrer Gedankenwelt nicht derart ausgeliefert. Wie kann der Brecht dermassen Panik schieben wegen etwas, das offensichtlich nicht da ist?

Wie der Vater, so der Brecht

Doch dann erinnerte ich mich an die Ungeheuer meiner Kindheit. Das waren keine diffusen Ängste, sondern sehr konkrete Viecher. Jahrelang begleitete mich ein Monster, das ziemlich klassisch unter meinem Bett lebte. Es war etwa so gross wie ein Medizinball und hatte zottelige braune Haare, die seine genaue Körperform nicht verrieten. Das Monster war nachtaktiv und deshalb bei Tag keine Gefahr. Es würde auch nicht ins Bett klettern, da war ich mir sicher. Sollte ich aber nachts jemals den Boden betreten, würde es hervorschnellen und mir innert Sekunden beide Füsse abbeissen.

Wie das Monster aussah, das unser Kind so aus der Fassung brachte, weiss ich leider nicht. Der Brecht wollte später nicht darüber reden. Irgendwann beruhigte er sich wieder: Ich kam nach zwanzig Minuten endlich auf die Idee, die Türe zu schliessen.

Später lag ich noch eine Weile wach im Bett – der Brecht schnarchte längst wieder selig vor sich hin. Eigentlich musste ich dringend ins Bad. Aber nach kurzem Abwägen beschloss ich, bis zum Morgen zu warten. Dass ich Brechts Monster nicht sehen kann, bedeutet noch lange nicht, dass es mich verschonen würde.

58 Kommentare zu ««Schlaf gut», flüstert das Monster»

  • gabi sagt:

    Zum Thema Alpträume möchte ich auf die Möglichkeit hinweisen, sich zu „luzidem Träumen“ hin zu trainieren.

    Ist natürlich für Kleinkinder wohl noch weniger machbar, aber in diesem Zusammenhang als Alptraumtherapie für Erwachsene extrem interessant; bzw. sogar in Sinne reflexiver Erkenntnisse extrem bereichernd.

  • Dani sagt:

    Bei meinen Kindern hat ab dem ca. 3. Lebensjahr unser viel gerühmtes Anti-Monster-Spray geholfen. Man nehme eine alte (und vorzugsweise leere) Haarspray-Flasche, entferne das Etikett und klebe ein selbstkreiertes Etikett mit Monstern, Geistern, Hexen, etc. drauf – selbstverständlich allesamt rot durchgestrichen, da ja ANTI-Monsterspray 🙂
    Dann fülle man die Flasche mit Hahnenwasser und evt. 1-2 Tropfen Duftöl (geht auch ohne). Nun wird jeden Abend zusammen mit dem Kind das gesamte Kinderzimmer durchgesprayt (unter dem Bett nicht vergessen….) – funktionierte bei uns zumindest hervorragend!

  • Dre Rohrbach sagt:

    Bei meinen Kinder habe ich einen Traumfänger aufgehängt und erklärt, dass sie dadurch keinen bösen Träume mehr haben. Als eines der Kinder wieder mal ein Monster sah, habe ich ihn angehängt, mein Sohn und ich sind mit dem Traufänger zusammen auf die Terrasse und haben ihn ausgeschüttelt. Dann hing ich ihn wieder auf und mein Sohn ist gut wieder eingeschlafen. Hat bei allen drei Kindern immer super funktioniert.

  • Jolanda Pfäfers sagt:

    Die subtil gezielten Seitenhiebe bezüglich der besseren Hälfte hätte ich mir so nicht gewünscht, der Rest ist aber nett geschrieben.

  • Martin sagt:

    Ich kann mich nicht daran erinnern, je ein Monster gesehen zu haben. Ich hatte einen Hund der bei mir im Bett schlief. So war alles in Butter.

  • Muttis Liebling sagt:

    Bis zu einem bestimmten Alter, so um 3 Jahre, können alle Kinder Monster sehen und die genau beschreiben. Wissenschaftliche Kriterien wie Wiederholbarkeit und Gleichförmigkeit der Erscheinung werden erfüllt. Es ist keine Imagination, es passiert.

    Kommt das mal nicht vor, muss man sich Sorgen machen. Das Kind wird bestimmt kein Überflieger. Eher was für eine Offizierskarriere.

    Aber ausgewählte Erwachsene könne das auch. Mit etwas Glück bekommt man dafür eine IV- Rente oder wird Guru.

    • Martin sagt:

      @Muttis Liebling: „Kommt das mal nicht vor, muss man sich Sorgen machen. Das Kind wird bestimmt kein Überflieger. Eher was für eine Offizierskarriere.“ Ich finde Ihren Kommentar total daneben. Vermutlich gehören Sie der Gilde der „Hochbegabten“ an, die einen IQ von 350 haben, die aber weder Milliardäre sind noch auch nur einen Nobelpreis gewonnen haben. Weshalb Sie auf Offizieren herumtrampeln ist mir fraglich. Gehört dies zum allgemeinen Chic der heutigen Gesellschaft oder sind Sie sauer, dass Sie es nicht dazu gebracht haben?

    • Widerspenstige sagt:

      Muttis Liebling, der war gut – entweder man hat es oder man hat es nicht. Köstlich!

      • gabi sagt:

        Ah… Apropos.

        Was ist jetzt eigentlich aus den Frauenstädten geworden, WS?

        – Vom Guten im I., das Sie mir vor so langer Zeit versprochen haben, wollen wir ja besser gar nicht sprechen…

        🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Ist Ihnen langweilig, gabriel? Dann empfehle ich eine Recherche oder gar Reise und mir Fortschritte wegen den Frauenstädten in UAE hier bekannt geben. Es scheint Sie sehr in den Bann gezogen zu haben, dass Sie immer wieder daran knüpfen. Ich habe mich damit nicht mehr auseinander gesetzt, seitdem wieder ein ultrakonservativer Machthaber die Nachfolge angetreten hat. Bitte lesen Sie meinen Hinweis beim entsprechenden Blog selber nach.

        Jeder Kulturbereich hat etwas Gutes zu bieten, auch der Islam, und seien es
        a) architektonische Prachtsbauten wie der Taj Mahal in Indien oder die Hagia Sophia in Istanbul b) bildende Kunst, Märchen aus 1001 Nacht, das Kamasutra
        c) Esskultur, Gewürze, Aphrodisiaka
        d) kostbare Stoffe, Orientteppiche, Innenarchitektur wie Mosaikböden, Springbrunnen

      • gabi sagt:

        Der ist lustig:
        „Ich habe mich damit nicht mehr auseinander gesetzt…“
        – Sie haben sich gar nie damit auseinander gesetzt!

        Sie haben etwas – wie so oft zuvor – als geplapperte Phrase in eine Diskussion eingeworfen, an die sie zwar gerne glauben wollten, von der sie jedoch nicht die geringste Ahnung haben.
        Als Sie mit kritischen Fragen zur Machbarkeit konfrontiert wurden, versuchten Sie ihre Unbedarftheit mit Fakten- und Zitatenfälschungen zu „überspielen“.
        Dass Sie sogleich dabei erwischt wurden, hält Sie – offenbar bis heute – nicht einmal davon ab, so zu tun, als läge es gar am Gegenüber, die von Ihnen aus der Luft gegriffenen Behauptungen zu belegen: Ihre Aufforderung hier – über vier Jahre nachdem Sie damit aufgeflogen sind – spricht Bände.

      • gabi sagt:

        Dasselbe gilt für das Gute im Islam.

        Wir sprachen von diesem alleine. Also von der Religion.

        Der Versuch, unauffällig davon wegzutänzeln, indem Sie nun einfach den „Kulturbereich des Islam“ daraus machen, ist ungefähr so schlüssig, wie wenn Sie die Bauhaus-Architektur als Beleg für die Überlegenheit des Christentums brächten oder Galileo Galilei als Beweis der kulturellen Tiefe des Katholizismus.

        Daß es Ihnen allerdings selbst bei derart schrägen Vergleichen immer wieder gelingt, meine wildesten Vorstellungen von Ihnen zu topen, nötigt mir doch ein verstörtes Staunen ab:
        Wie sich in Ihre aktuelle Aufstellung gar das Kamasutra (!) als Beleg des Guten im Islam verirrt, ist WS at her best; ist schier unfassbar: Das Kamasutra ist nämlich fast 400 Jahre älter als der Koran.

  • Priska sagt:

    Zum Nachtschreck: unsere 2 Jährige hatte dabei auch die Augen offen, lief umher und schrie, als hätte sie ein Messer im Rücken. Allerdings verschlimmerte jegliche Kontaktaufnahme wie Berührung oder Stimme geschweige denn Ablenkung ihren Zustand bzw verlängerte ihn. Hat sich zum Glück relativ schnell ausgewachsen.
    Mein Monster war übrigens ein Bademantel, der hinter meiner Zimmertür hing.

  • Susi sagt:

    Markus, bei uns nütze Folgendes gegen die Monsterangst: Unsere Tochter bekam einen (tatsächlich sehr beängstigend aussehenden) grossen Plüschwolf geschenkt. Der hat so fiese Zähne, dass sich die Monster vor ihm fürchteten. Mir war ein Rätsel, warum unser Kind vor dem Wolf keine Angst hatte, aber sie hält ihn heute noch liebevoll im Arm und er muss immer mit in die Ferien. Zudem schenkte ich ihr ein paar dieser kleinen Gummi-Fingerpuppen-Monster und stellte sie auf den Bettrahmen. Sie wusste, dass sie die als Helfer in ihre Träume rufen konnte bei Bedarf. Ab da war alles gut!
    (Die magische Zeit ist schon eine schöne!)

  • 13 sagt:

    Wie immer toll geschrieben. Meine Kinder haben das nicht so ausgeprägt, ich umso mehr. Noch heute fühle ich mich nicht wohl, wenn ich nicht rundum zugedeckt bin, schliesslich weiss ja jeder, dass Monster nicht durch die Bettdecke können. Entsprechend macht es mich nervös, dass zwei meiner drei Kinder darauf bestehen, auf anstatt unter der Decke zu schlafen. Also decke ich sie zu und dann beginnt der Wettlauf: Schaffe ich es einzuschlafen, bevor sie alles wegstrampeln?

    • Peter sagt:

      und unbedingt darauf achten, dass die Kleider schön auf dem Stuhl liegen oder hängen. Und nicht den Boden berühren….sie klettern nämlich durch das Hosenbein nach oben.
      Und schön zugedeckt bleiben.

      • 13 sagt:

        Ach, Peter, ich wäre bei meiner Familie schon froh, wenn sich die Kleider auch nur in der Nähe des Stuhles befinden und nicht im ganzen Haus verstreut herumliegen würden, aber das ist ein anderes Thema. Aber wer weiss, vielleicht finden sie, verwirrt durch die Unordnung gar nicht den Weg in Schlafzimmer?

      • Peter sagt:

        @13 Das Problem kennen wir auch. Ging so weit, dass wir im Wohnzimmer ein grosses Plakat aufgehängt haben, mit einer witzigen Zeichnung, wer was aufzuräumen hat. Mittlerweile hat es die Tochter mehr oder weniger begriffen, der Sohn auch und sogar der Papi.

  • extraterrestre sagt:

    meine Kinder hatten sowas (noch) nicht, aber die Tochter meiner Schwester ganz klar. bei ihr hat geholfen, dass sie sich auf die ebene des Kindes begeben hat und das fantasiemonster mit fantasiewaffen bekämpft hat, so zb hat sie sich zusammen mit dem kind ausgedacht, was das Monster wohl gar nicht mag – Knoblauch zum Beispiel. also Knoblauch vor die Tür legen, dann kommt das Monster nicht daran vorbei.oder das Monster hat einfach nur hunger, also legt man eine Banane hin,das Monster hat was zu essen und verzieht sich wieder. hat bei ihr funktioniert.setzt aber voraus,dass das kind darüber spricht und an Lösungen mitarbeitet.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Es gibt da eine reihe alternativer Hintergründe
    1. ihr Kind spürt eine Wasserleitung – manchmal hilft ein Magnet, im schlimmsten Fall umziehen
    2. ihr Kind spürt eine Belastung des Urgrossvaters der Hexerei betrieben hat – mit gesalbtem Öl Kreuze an den neuralgischen Punkten anbringen
    3. ihr Kind leidet unter Ihrem Trauma, weil Ihre Frau das gemeinsame Schlafzimmer wegen Ihres Schnarchens verlassen hat – deshalb sucht es nun Gründe, damit Sie nicht mehr so alleine sind –
    4. ihr Kind verarbeitet Ihren täglichen Frust a) wegen Punkt 3
    b) weil sie von Berufswegen im MB schreiben oder c) irgendetwas anderes

    weitere alternative Gründe sind in Erwägung zu ziehen

    • Tatsächlich habe ich gerade verschiedene Prospekte mit Weiterbildungsangeboten vor mir liegen. Ich schwanke zwischen „Exorzismus für Anfänger“, „Wünschelrute Masterclass“ und „Heilen mit Steinen“. Was empfehlen Sie mir?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Es gibt zwei Möglichkeiten:
        a) sie versuchen alles miteinander (dann aber die Handystrahlen nicht vergessen! – und sich nicht vor dem Schnarchproblem drücken)

        b) Sie finden einen individuellen Weg eine positive Schutzmagie über ihre ganze Familie zu legen – das ist ein komplizierter alchemistischer Weg. Ich z.B. habe eine Tätowierung, welche die ganze Familie mit positiver Kraft eint – aber das wusste ich vorher nicht. Zudem haben wir unsere Kinder mit Monstergeschichten bombardiert und jetzt haben sie keine Angst davor. Wir haben heidnische Kriegstänze zu Thrash-Metal praktiziert und jetzt haben sie eine Vorliebe zu klassischer Musik und eine triefgreifende Friedensliebe entwickelt. All das geschah völlig unbeabsichtigt und war doch gewollt.

      • Seeländer sagt:

        Und warum nicht vor dem Zubettgehen im Gebet um den Schutz unseres gütigen Vaters bitten? Die Lösung wäre so einfach, wird aber immer wieder verkannt und versucht mit irgendwelchen exorzistischen Mitteln zu ersetzen.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Was haben Sie für eine Tättowierung? Und wo?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – sie ist in zweifacher Hinsicht alchemistischer Natur, wenn auch unbeabsichtigt.
        Das scheint mir das Wichtigste zu sein.

        Seeländer – meine Kinder waren mal bei solch betenden Kindern zum Übernachten. Das hat ihnen Angst gemacht: dieses beten und beschwören von Gott.
        Eines, dieser betenden Kindern hat dann unserem prompt ein Bild vom Teufel in der Kinderbibel gezeigt und gesagt: Er hätte den schon mal gesehen, sei dann aber durch Gebet verschwunden. Das hat meinem an sich recht furchtlosen Kind Angst gemacht.
        Der gütige Vater hat meistens eine Schattenseite (wird von seinen Anhängern gern verdrängt oder verschwiegen.)

      • Seeländer sagt:

        Dann haben Sie wohl etwas falsch verstanden, weil Gott beschwört man eben nicht wie irgend ein Monster, Geist, oder Exorzisten.
        Man spricht mit ihm wie mit einem Vater, man zeigt ihm seine Ängste, Sorgen und teilt seine Gedanken. Denn: Alle eure Sorgen werfet auf ihn; denn er sorgt für euch! 1. Petrus 5,7
        Das Resultat davon ist eben die Befreiung dieser Ängste, weil man ihn um sich spürt.
        Und warum es einem furchtlosen Kind Angst macht, wenn man ihm erzählt, dass das „Monster“ wovor man sich fürchtet, durch eine Tätigkeit „123“ verschwindet, erschliesst sich mir nicht so ganz.
        Ich habe noch keine Schattenseite an meinem geistigen Vater gefunden, sondern lediglich seelischen und geistigen Frieden über meiner ganzen Familie erlebt. Das würde ich jedem anderen Menschen auch gönnen.

      • Carolina sagt:

        Schön, dass wir drüber gesprochen haben!

      • Susi sagt:

        @RoXY: Können Sie es nicht genauer beschreiben? Bitti!! Interessiert mich!! (Hab auch grad eins machen lassen!)

      • Nala sagt:

        Seeländer, wir haben das zuhause auch so gemacht. Jeden Abend gebetet. Aber bei mir kamen die Monster dennoch. Irgendwie war der gütige Vater wohl nicht so gütig, oder fand es witzig, mich in Angst und Panik zu sehen. Wie auch immer. Irgendwann bin ich rausgewachsen und inzwischen plagen mich weniger Monster, als ganz normale Mitmenschen 😉

      • Roxy sagt:

        Susi gratuliere!
        Ich würde liebend gerne präziser beschreiben, aber dann könnte ich gleich ein Foto von mir und echtnamen hier rein stellen. Es ist relativ unique und auffällig…. darüber müssten wir uns privat unterhalten.
        Seeländer – der gütige Vater vom Petrusbrief droht u.a. Mit ewigem Höllenfeuer, das würde ich schon eine Schattenseite nennen.

      • Seeländer sagt:

        Das ist aber nicht die Schattenseite vom gütigen Vater, sondern dessen Opposition die einem vom Vater trennen will. Und es wird nicht damit gedroht sondern lediglich davor gewarnt.
        Ich bemerke einige Wissenslücken oder Falschinformiertheit. Kommen Sie doch gerne mal 1-2 Sonntage an den Ort wo man sich darüber informieren kann, vorzugsweise nicht gerade katholisch, aber es gibt genügend Interessante Angebote für jeden Stilgeschmack.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Unique und gross/auffällig? Ok, ich verstehe, das ist natürlich eine Identifikationsinstanz…
        Sehr cool, echt!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – top. Würde mich gerne darüber unterhalten. Es gibt ja wenige Menschen, mit denen man sich über Tattoos unterhalten kann (selbst wenn heute fast jeder eins hat).

      • Susi sagt:

        @RoXY: Ich finde, über Tattoos kann man sich stundenlang unterhalten, habe das schon oft gemacht, finde es ein sehr interessantes Thema! Gerade gestern hatte ich mit meinem besten Freund einen langen Austausch über japanische Tattoo-Tradition (und deren Technik, sie zu stechen 😀 )

      • Reincarnation of XY sagt:

        Oho Susi – jetzt sind wir aber schon nah beieinander.
        Mein alter Kumpel, der mir mein Zeug gestochen hat, ist gerade in dieser Disziplin ein Meister, in der Schweiz evt. sogar DER Meister.
        Hat aber vor einigen Jahren Zürich den Rücken gekehrt.

      • Susi sagt:

        Echt? Wo ist er denn jetzt? Und der sticht traditionell??
        Ich finde japanische Tattoos wahnsinnig schön, an mir selber wären sie mir aber zu farbig, ich bin eher der „nur Schwarz“ Typ.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi, nein er sticht ganz normal.
        Im Netz gibt ein paar Arbeiten von ihm, aber längst nicht alles. Lebt ziemlich inkognito.
        Google mal Mick Tattoo.

      • Susi sagt:

        Wow, krass, echt. Hammer!!! (Ich sage meinem Freund, dass er doch nicht nach Japan reisen und sich nicht mit den fiesen japanischen Spachteln behandeln lassen muss!) Ich frage mich manchmal, wie diese Künstler sowas Grossflächiges auf dem Niveau überhaupt hinkriegen.
        Aber deins ist nicht japanisch, oder?

      • Susi sagt:

        Die Drachen sind der Wahnsinn!

      • Roxy sagt:

        Nein muss er nicht! Mick geht oft selbst nach Japan. Seine Kunst wird auch dort geschätzt.

  • Sigi Neukomm sagt:

    Ich würde auch jede Ncht von Albträumen gebeutelt würde mein Vater mein biologisches Geschlecht relativieren.

  • Dänu sagt:

    Anstelle von „magischer Phase“ und „Monster“ empfehle ich mal nach dem Nachtschreck (Pavor nocturnus) zu googeln.
    Bevor wir das nicht bei unserem eigenen Kind mehrmals erlebt hatten, wusste ich auch nicht, dass es so was gibt. Das wissen über dieses „Phänomen“ hat uns jedenfalls bei weiteren nächtlichen Schreiattacken sehr geholfen.

  • Baba sagt:

    Tschannen, sie sind definitiv mein Lieblingsblogger:-)
    Immer wieder schön Ihre Texte zu lesen! Und danke an die Erinnerung meiner Monster, die habe ich ganz vergessen… Ich glaub unser grosses Monster sieht zeitweise auch Monster, sagt es uns jedoch nicht;-)

  • Susi sagt:

    Man versuche mal nachts, wenn es ganz dunkel ist, den Arm aus dem Bett hängen lassen, so weit, dass das hypothetische Monster unter dem Bett ihn schnappen könnte. Wer hält es am längsten aus?

  • Dani sagt:

    Die Geister und Monster aus meinen Kindertagen, suchen mich heute noch manchmal heim. Dieses beklemmende Gefühl, wenn man nach einem Alptraum im halbwach Zustand im Bett liegt, als würde etwas mit dunklem Blick auf einem runter starren und schwere Hände drücken einem ins Bett, spitze Fingernägel drücken sich schmerzhaft zwischen die Rippen, als würden sie gerne die Lungenflügel erreichen. Nur ein beherztes Aufstemmen erlöst einem von dem Druck, und dann ist der ganze Spuck vorbei

    • Seeländer sagt:

      Ich finde Alpträume immer sehr entspannend, da man sich deren ja sowieso immer erst bewusst wird, wenn man schon wieder wach ist. Und es gibt doch kein besseres Gefühl als wenn man sich bewusst wird, dass niemand Nettes tot, Keiner im Knast, alle Freunde noch da, das Velo nicht gestohlen und die Schwiegermutter immer noch auf Weltreise ist…

      • Lichtblau sagt:

        @Dani: Sie beschreiben wahrscheinlich eine Schlafparalysis. Darüber gab’s kürzlich auf dem Newsportal (das mit dem Conan-Doyle-Namen) einen Artikel. Der Beitrag, die Bebilderung aber vor allem die Leserkommentare sind schon recht beängstigend – vor allem, weil viele das Erlebnis ganz ähnlich beschreiben und ein Teil davon sogar Monstersichtungen hat. Mittlerweile schlafe ich aber wieder ohne Licht :-).

  • David Kamer sagt:

    Wunder wirkt in solchen Fällen Michael Ende’s Geschichte vom Traumfresserchen und Prinzessin Schlafittchen, hilft gegen alle Monster im Schlaf und auch solche unter dem Bett. Seither haben wir keine Monster mehr unter dem Bett, auch keine theoretischen, weil es nämlich keine Monster gibt, wie alle Erwachsenen wissen sollten – sagte meine Tochter.

  • Colisa sagt:

    :-))
    Saugut geschrieben, ich liebe ihre Blogs! Meinen ersten Lacher dieses Tages geht auf ihr Konto!
    Ps: wer weiss was da noch alles kreucht und fleucht, Wesen aus einer anderen Welt…. Kinder sind da noch offen….

    • Colisa sagt:

      Fallfehler: Mein erster Lacher

      • Lichtblau sagt:

        Dem Lob kann ich mich nur anschliessen. Witzig auch, dass Herr Tschannen offenbar nicht auf die naheliegendste Idee kam, nämlich aufzustehen, nachzusehen und dann beruhigend zu sagen: „Da ist kein Monster, Brecht. Du hast geträumt.“ Aber gerade das Ehrliche gefällt mir gut. Papa Tschannen scheut sich nicht, zuzugeben, dass er sich schlicht nicht getraut hat. Fantasiebegabte Eltern können eine Kindheit schon sehr bereichern.

      • Aus Platzgründen verschwieg ich, dass irgendwann meine Frau auftauchte und die Monsterjagd übernahm. Sie ist extrem furchtlos, dafür kann ich besser googeln.

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