Nein, nicht schon wieder krank!

Schnupfen, Schleim und Ausschläge: Kinder im Kleindkindalter haben noch wenig Abwehrstoffe. (iStock)

Wir hatten uns gerade mehr oder weniger an das Leben mit Baby gewöhnt. An die schlaflosen Nächte, die unterbrochenen Gespräche, die vollgespuckten Kleider. Doch dann kam er: unser erster Winter. Und mit ihm die Eingewöhnung in der Krippe.

Natürlich hätten wir ahnen können, dass jetzt der Teil für Fortgeschrittene begann. Schliesslich hatten uns alle gewarnt: Kommt das Kind in die Krippe, ist es erst einmal richtig schön krank. Im Winter sowieso. Das mag bei anderen so sein, sagten wir uns, aber unsere Tochter ist fit und weiss sich zu wehren gegen ein bisschen Schnupfen.

Gruseliger Schleim und schwere Gewissensbisse

Nein, tat sie nicht. Die Nase unseres sechsmonatigen Babys triefte, kaum konnten sich die Krippen-Betreuerinnen seinen Namen merken. Kurz darauf entzündete sich das Auge und dann das Ohr, plötzlich tauchten in den Armkehlen Pusteln auf und wenig später auf der Zunge Aphten. Zwischendurch gab es immer wieder für ein paar Tage Erbrechen und Durchfall und noch mehr gruseligen Schleim. Das Übliche halt.

Jede zweite Woche war unsere Kleine krank und konnte nicht in die Krippe – und wir Eltern nicht zur Arbeit. Mir war das sehr unangenehm, denn ich wusste, dass mein Chef nicht «Meine Tochter ist leider krank» hörte, sondern «Ich mache heute mal wieder blau». Wenn ich mich telefonisch abmeldete, ärgerte er sich jeweils so gewaltig, dass ich regelrecht durchs Telefon hören konnte, wie das Blut in seinen Kopf schoss und seine Glatze rot leuchten liess. Seine Kommentare wurden immer unverblümter, meine Gewissensbisse immer schwerer. Anfangs versuchte ich mich zu erklären, was sich aber als diffizil herausstellte bei einem Gegenüber, das Viburcol mit höchster Wahrscheinlichkeit für ein Entkalkungsmittel hielt und Dafalgan für eine Zahnfüllung.

Kollaps, Blackout, Finito

Also setzten wir daheim alle Hebel in Bewegung, es trotz krankem Kind zur Arbeit zu schaffen. Wir drehten, tauschten und schoben, fragten die eine Grossmutter in Bern, die andere ennet dem Gotthard, mal die Tante und mal den Götti. Ab und an gelang uns tatsächlich ein organisatorischer Jahrhundertcoup, und jemand Liebes betreute unsere kranke Tochter. Viel öfter aber brachte der monströse Aufwand für diesen Plan B nichts. Im Gegenteil: Er war für uns Eltern ungesund.

Mir wurde bewusst, in welch wackeligem Kartenhaus sich unser Familienalltag abspielte. Die Wände hielten nur, wenn alle beteiligten Parteien beim Stützen halfen. Fiel jemand aus, krachte das Konstrukt zusammen. Kollaps, Blackout, Finito.

Das mussten wir ändern. Vielleicht in eine günstigere Wohnung ziehen und mit dem Ersparten eine Nanny engagieren? Besser zu dieser genialen Krippe wechseln, die auch kranke Kinder betreut! Oder auf das Inserat in diesem Reisemagazin antworten, wonach jemand von November bis März Unterstützung sucht für seine Tauchschule in der Südsee? Nichts von all dem geschah. Denn der Frühling kam und unsere Tochter blühte auf.

Der erste Winter mit Plan C

Jetzt genossen wir die Vorzüge unseres Kartenhauses – den frischen Wind, der durch die Ritzen pfiff, und die Möglichkeiten, den Grundriss flexibel und mühelos umzugestalten. Wir verdrängten jeden Gedanken an den uns mittlerweile verhassten Winter. Wenn das Thema unverhofft auftauchte, ermutigten wir uns damit, dass jeder Käfer und jedes Virus das Immunsystem stärkt. Folglich müsste der nächste Winter schon viel besser werden.

Der folgende Winter wurde nicht besser. Aber der übernächste. Unsere Tochter kränkelte immer noch oft, und trotzdem war alles anders. Denn es war unser erster Winter mit Plan C. Dieser tritt bei Krankheit unserer inzwischen zwei Kinder in Kraft und geht so: Krank ist krank, wir drehen nicht, wir tauschen nicht, wir schieben nicht, und wir bieten keine Verwandten aus der Ferne auf zum Hüten. Wir Eltern bleiben daheim, der eine von uns am Morgen, der andere am Nachmittag. Ziel: ein ansatzweise gesunder Umgang mit dem kranken Kind. Meist klappt es erstaunlich gut, manchmal überhaupt nicht. Leider hält sich das schlechte Gewissen hartnäckiger als erwartet, ist mittlerweile aber radikal selbstverschuldet. Ganz ausgereift ist Plan C also nicht. Aber schon nur zu wissen, was ich bei Krankheit meiner Kinder tun werde, entlastet mich ungemein. Und was mir nicht in den Kopf will: wie unser Plan C, dieser radikal fantasiefreie Versuch, für mich eine ganze Jahreszeit zu rehabilitieren vermochte. Zumindest ein Stück weit.

142 Kommentare zu «Nein, nicht schon wieder krank!»

  • Marina sagt:

    Das alte Thema von den Eltern denen die Karriere und das Geld wichtiger ist als die eigenen Kinder. Wer kranke Kinder hat kann sie gesund pflegen. Es müssen ja nicht beide einer Erwerbsarbeit nachgehen. Wo ist also das Problem?

    • Svenja sagt:

      Weil die Pensionskasse mickrig ist bei Nichterwerbstätigkeit?!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Das Problem ist, dass die meisten Familien nicht von einem Einkommen leben können. Wo macht eine Migrosverkäuferin Karriere? Willkommen in der Realität!

    • Sisifee sagt:

      Marina: Mein Mann könnte mit seinem Einkommen vielleicht die Kinder, nicht aber mich durchfüttern. Auch nicht bei massvollem Lebensstil. Ein Problem finde ich das jedoch überhaupt nicht, da ich gerne auch arbeiten gehe und es in seiner Branche dafür Teilzeitstellen gibt.
      Karriere macht keiner von uns wirklich, aber wir entwickeln uns gerne weiter. Und auch wenn wir beide arbeiten, war uns weder Geld noch Karriere je wichtiger als unsere Kinder. Im übrigen belasten wir den Steuerzahler weniger, wenn wir beide arbeiten (Steuern, IPV, etc.)
      Woher kommt Ihr Schwarz-weiss-Denken?

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Meine Kinder besuchten keine Krippe und waren ab KIGA-Alter trotzdem nicht häufig krank. Schliesslich verbrachten sie die ersten 5 Jahre nicht unter einer Glasglocke, sondern kamen auf dem Spielplatz und Spielgruppe mit anderen Kindern in Kontakt, so dass sie genüsslich ihre Viren und Chäfer austauschen konnten.

    Auch mein Kleiner, war während 7 Mt Krankenhaus und Rehaaufenthalt nicht krönker als Andere.

  • Mondfrau sagt:

    Schöner Beitrag! Arbeit und Kinder vertragen sich nur mässig, aber beides soll Platz haben. Ich finde, es braucht Flex von beiden Seiten – Bereitschaft mal mehr Einsatz zu geben am Arbeitsplatz & Verständnis vom Arbeitgebet bezüglich kranken Kindern.
    Ich selber arbeite in der Kita. Hat mal ein Kind schnupfen – kein Problem. Aber mit Fieber gehört es nach Hause umsorgt von Mami & Papi. Kinder sollen krank sein dürfen. Meiner Erfahrung nach sind die ersten 2 Winter ziemlich hart. Dann ist das Immunsystem schon um einiges gereifter. Geht das Kind nicht in die Kita muss damit gerechbet werden, dass es dann im Chindsgi anfängt mit diesen 2 Jahren Immunaufbau.

  • Adina sagt:

    13 hat recht. Egal was man macht, es ist immer falsch.
    Und egal was man macht, ist man selber nie wirklich glücklich und hat auch noch ein schlechtes Gewissen dazu (Oh, ich vernachlässige die Kinder. Oh, ich sollte mein krankes Kind hütten. Oh, wenn der Chef wüsste ich arbeite gerade nicht sondern telefoniere mit der Nanny. Oh, wenn mein Mann mich verlässt und ich arm bleibe im Alter… usw)
    13, ich habe vor kurzem auch was gelesen, das hier:
    „Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a field. I’ll meet you there.“ Jelaluddin Rumi, 13ten Jahrhundert.
    Fand ich noch cool 🙂

  • Katharina sagt:

    Impfgegnerschaft und Homöopathie stark in diesem ist.

    • Elodie sagt:

      Verstehe nicht ganz, was Sie meinen. Meinen Sie mit Ihrer Aussage, dass Nichtgeimpfte schuld daran sind, dass die Kinder öfters krank sind?

      • Katharina sagt:

        Anscheinend werden die Kinder dort nicht mehr früh geimpft. Ich meine nicht Grippeimpfung, deren Wirksamkeit nicht wirklich nachgewisen ist, aber die vielen anderen Krankheiten, die gem. WHO eigentlich ausgerottet seien.

        Dann das Schüssler Salz.

      • Elodie sagt:

        Die Wirksamkeit aller Impfungen ist nicht wirklich nachgewiesen, das ist die Wahrheit und Tatsache. Die Mehrheit der Gesellschaft lebt in der Angst, und so lassen sie sich alles einreden und glauben alles, was man ihnen sagt. Genau das geschieht auch mit den Impfungen. Die meisten Eltern impfen ihre Kinder weil sie Angst haben, Angst dass ihrem Kind etwas geschieht, dass sie eine unheilbare Krankheit bekommen, die schon fast ausgerottet ist. Welche Nach- und Nebenwirkungen aber die Impfungen haben, sagt ihnen die Pharmaindustrie bestimmt nicht, denn denen ist es egal. Mit allem Respekt für alle die impfen, aber informiert Euch doch bitte, redet mit diversen Aerzten usw. Es ist echt traurig, was den Kindern mit Impfungen angetan wird….das ist meine persönliche Meinung und nicht nur meine.

      • Susi sagt:

        @Elodie: „Angst dass ihrem Kind etwas geschieht, dass sie eine unheilbare Krankheit bekommen, die schon fast ausgerottet ist.“

        Und wissen Sie, warum Sie fast ausgerottet ist? Genau! Wegen den Impfungen! (Und wissen Sie auch, warum nur „fast“? Jaaaa, jetzt langelange überlegen…)

      • Elodie sagt:

        @Susi: Die Krankheiten sind nicht ausgerottet, weil die Mehrheit geimpft ist, genau diese Aussage wird gemacht, damit die Leute weiterhin impfen. Das nennt sich Dummheit (nicht wissen wollen) und sich manipulieren lassen. Erkundigen Sie sich aus sicheren Quellen, warum die Krankheiten wirklich fast ausgerottet sind. Gute Nacht 🙂

      • Susi sagt:

        @Elodie: „Erkundigen Sie sich aus sicheren Quellen…“

        Der Schamane ist leider ständig ausgebucht…

      • Sportpapi sagt:

        @Elodie: Dass die Wirkung von Impfungen nicht nachgewiesen sein soll, ist nun wirklich absurd.
        Zu diskutieren sind höchstens die Nebenwirkungen. Die wiederum ins Verhältnis zu den Wirkungen/Gefahren ohne Impfung zu setzen sind.
        Und dann wäre ja auch noch Solidarität mit den Leuten ein Thema, die sich nicht impfen lassen können – aber das ist wohl zu viel verlangt.
        Aber bitte, erklären Sie mir doch mal den Unterschied zwischen „Chemie“ und „natürlich“ bezüglich der Wirkstoffe.

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist einer der Gründe, weshalb die ELTERNZEIT flexibel beziehbar verlängert werden muss wie in anderen Ländern. Die Erfahrung zeigt dort, dass es so weniger unverhoffte Ausfälle gibt am Arbeitsplatz und deshalb effizienter gearbeitet werden kann. Es wäre sonst kaum nachvollziehbar, wieso die Betreuung von kranken Kindern in jenen Ländern besser funktioniert und in der Schweiz soll das ein Problem sein oder allein auf die Eltern negativ zurück fallen.

    Und ja, wann endlich hört dieses Bashing auf über berufstätige Mütter? Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, denn sie leisten Überdurchschnittliches für die Gesellschaft. Wäre es nicht so, wäre die Schweiz ärmer und die Diskussion über gemeinsames Sorgerecht wäre obsolet.

    • Sportpapi sagt:

      Den Link zum Sorgerecht bist du wieder mal schuldig geblieben. Wann ist gemeinsame Sorge obsolet? Warum?
      Gemeinsame Sorge sollte dann gelten, wenn zwei Eltern da sind, die sich um ihre Kinder kümmern, sei es durch Betreuung, sei es durch Versorgung, im Idealfall beides.

  • Anja Meyer sagt:

    Interessanter Artikel. Bis auf… Schuessler Salze? Ernsthaft?

    • Widerspenstige sagt:

      Wieso nicht Schüsseler Salze erwähnen dürfen, Anja? Diese haben auch in unserem Haushalt ebenso ihren Platz wie nachhaltig produzierte Nahrungsmittel. Man kann natürlich auch Junkfood seinen Lieben vorsetzen und hoffen, dass sie davon nicht die Krätze oder Schlimmeres kriegen.

      • Katharina sagt:

        WS: Homöopathie und Globuli als Rat ist nun echt unverantwortliche, egoistische Esotherik.

      • Elodie sagt:

        @Katharina: Ihre Art und Weise ist unverantwortlich und egoistisch, zwar nicht esotherisch, aber sehr beschränkt. Mein Kind ist 3 Jahre alt und wenn es ihr nicht gutgeht, greife ich zuerst zu natürlichen Mitteln in Absprache mit dem Kinderarzt, das funktioniert wunderbar. Warum soll ich ihr Chemie geben wenn die Natur sie heilen kann. Esotherik ist ein negativer, erfundener Ausdruck vom Mainstream. Was aber Esotherik mit Naturheilmitteln zu tun hat, ist fragwürdig. Ach noch was, mein Kind ist nicht geimpft :-).

      • Susi sagt:

        @Elodie: Sie reden von „unverantwortlich“ und lassen gleichzeitig ihr Kind nicht impfen?

        Na, dann:

        https://pbs.twimg.com/media/C16VERQW8AUZcmd.jpg

      • Martin Frey sagt:

        Haha, sehr schön, Susi!

      • Sportpapi sagt:

        Hier sollte es hin: Was ist der Unterschied zwischen „Chemie“ und „natürlichen Mitteln“? Warum soll das eine besser sein als das andere? Geht es nicht im Wesentlichen um den Wirkstoff, egal wie der entstanden ist, und um die Wirkung?
        Und was heisst, in Absprache mit dem Kinderarzt? Also in den Fällen, in denen man früher gar nicht erst auf die Idee kam, zum Arzt zu gehen, lassen Sie sich nun bestätigen, dass Sie nicht kommen müssen bzw. eine medikamentöse Behandlung nicht nötig ist?

  • Hans sagt:

    Warum wird hier davon ausgegangen, dass die Mutter sich um die kranken Kinder kümmern soll?
    Bei uns hat es sich ganz natürlich so ergeben, dass ich mich jeweils um die Krankheitsfälle kümmere. Und die Kita hat im ersten und auch noch im zweiten Winter oft angerufen. Jetzt im dritten war bisher noch nichts. Da ich viel näher an Zuhause und der Kita arbeite als meine Frau, kann ich da viel schneller reagieren. Ab dem 2. Krankheitstag wechseln wir dann so ca ab.

  • Christoph Bögli sagt:

    Mein Ratschlag wäre, sich einfach nicht von (eingebildeten) roten Glatzen und fehlendem Verständnis irgendeines Dinosauriers im Chefsessel verrückt machen oder sich gar von der Ausübung des eigenen Rechte abhalten zu lassen. Es steht Eltern explizit zu, bei Krankheit des Kindes Krankentage zu beziehen. Wenn irgendwer im Unternehmen das nicht weiss oder es blöd findet, ist das dessen Problem, nicht Ihres.

    Das sollte man natürlich nicht ausnutzen, aber wenn das Kind zu krank für die Krippe ist, ist der Fall eigentlich klar. In anderen Ländern ist das z.T. auch völlig selbstverständlich, aber leider lassen sich gerade in der Schweiz viele sehr vorschnell zur Abgabe der eigenen Rechte verleiten, bis hin zur totalen Selbstausbeutung..

    • Karl von Bruck sagt:

      In „anderen Laendern“ wird der Arbeitsmarkt vor auslaendischen Lohndoempern eben geschuetzt. Als die Lohndoemper nur in den Anbau, Bau und die Betreuung zugelassen wurden, wenn wirklich kein Schweizer mehr fuer die freie Stelle gefunden werden konnte, klingelten die Kassen der Anwaelte und der Juxtiz noch nicht wegen jedem Hafenkaese. Wurde der Arbeitgeber frech, kuendigte man fristlos, und am naechsten Montag, aber spaetestens am naechsten Ersten hatte man eine neue Stelle mit hoeherem statt viel tieferem Lohn. Die EU-PFZ, gar garniert mit Bewilligungen fuer Drittlandlohndoemper, hat die Vorteie der Lohnsklaverei gegenueber der Peitschensklaverei maximiert. Wer sich nicht der Selbstausbeutung und Rechtsaufgabe hingibt, fliegt und bekommt keine neue Stelle….

  • Karl von Bruck sagt:

    Uwbrigens – Zurzeit werden von der Politik die Witwenrenten geklaut, sobald das juengste Kind 16 ist, statt die Witwerrenten endlich den Witwenrenten angeglichen. Auch da sollten die auf Eifersucht und Rache am Abscheider Fixieren darum kuemmern, dass sie vom Staat und reichen Steuerzahlern nicht noch brutaler im Stich gelassen werden. Denn einem ebenso ruinierten wie toten Filou kann man nicht mehr in die Tasche greifen….

  • Sisifee sagt:

    Um wegzukommen vom Teilzeiteltern-Bashing: Ich denke, dass kranke Kinder / Menschen per se eine Herausforderung für unsere Leistungsgesellschaft darstellen: Sie funktionieren nicht, wie sie sollten, und stören die Rädchen des Systems. Muss man da mitmachen?
    Es war uns immer wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es ok ist, krank zu sein. Rasch wurde uns klar, dass wir eine Strategie brauchen, um Krankheiten zu integrieren, ohne selbst nervös zu werden wegen der Folgen im Job. Dank Aufteilung der Tage, Unterstützung der Grosseltern, aber auch den entsprechenden Arbeitsplätzen, -Pensen und Chefs, ist das recht gut gelungen. Wir schicken auch keine „mudrigen“ Kinder los. Es gibt Zeiten des Glücks, Zeiten der Traurigkeit, Zeiten der Energie und Zeiten des Krankseins. So ist das Leben.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo! Aber leider wird die Toleranz mit Kranken oder gar Invaliden immer loechriger. Moeglichst schnell mt Medikamentendopingkeule oder gar fuer Gesundheit und Wohlbefinden ueberfluessigen Operationen wieder Vollzeit in der Galeere, sonst greift der Brotkorbterror des Lohn-, Taggeld- und Rentenklaus…..

      • Vierauge sagt:

        Medikamentendopingkeule? Lohndoemper? was soll das denn sein?
        Sie haben ja viel zu schreiben – leider ist es so wirr, dass man gar nicht versteht, was Sie damit sagen wollen.
        Und mit Hilfe einer Operation wieder an die Arbeit? nach einer Operation ist man normalerweise rekonvaleszent und nicht arbeitsfähig *kopfschüttel*

  • Andrea sagt:

    Irgendwie schafft es der Mamablog regelmässig, jedes Thema, das entfernt etwas mit der Diskussion faule Vollzeithausfrau versus egoistische Karrieremutter zu tun hat, dahin zu steuern. Schade – und langsam langweilig.

    • Karl von Bruck sagt:

      „langweilig“ und andere Disqualifikationen kaschieren oft nur eine Wahrheitsallergie. Die Vollzeithausfrau ist selten faul, sondern nur aus Eifer- und Rachsucht alimentengeil. Und den meisten berufstaetigen Muettern ist das Kindeswohl wichtiger als die Karriere. Die Vernachlaessigung der Kinder erfolgt fast immer unter der Brotkorbterrorangst den notwendigen Verdienst zu verlieren, als aus Angst bei der naechsten Befoerderung uebergangen zu werden….

  • Priska sagt:

    Wir haben zwei Krippenkinder. Eines ist ständig krank, eines äusserst selten. Ob es an der Krippe liegt ;o)

  • Imo sagt:

    Hat hier einer/eine mal daran gedacht, dass den Kindern die Krippe Spass macht? Unsere Jungs freuen sich immer sehr auf die Krippe und das Spielen mit den anderen Kindern. Sie freuen sich auch auf die Tage zu Hause, wenn wir zusammen auf den Spielplatz gehen. Die Jungs können von zwei ganz unterschiedlichen Welten profitieren.
    Ich als Mami freue mich auf meine Arbeit, wo ich eine andere Welt mit anderen Aufgaben und anderer Verantwortung erlebe UND ich freue mich auf die Tage mit meinen Kindern, die ganz anders sind als die Arbeitstage.
    Papi und ich haben festgestellt, dass uns die Arbeitstage und die Kindertage gut tun.

    • Sisifee sagt:

      Unsere Kinder gingen sehr gerne in die Krippe!
      Bei unserer Jüngsten war eigentlich eine Kombination von Grossmutter und Spielgruppe geplant, was wir dann nicht durchziehen konnten, da die Grossmutter krank wurde.
      Sie kam dann mit 3 in die Krippe, 2 Tage pro Woche; sie ging erst gar nicht gerne und war ständig krank, ist mittlerweile aber regelrecht aufgeblüht. Sie hat Freundinnen dort, liebt das Haus, den Garten, die Betreuerinnen. Ich merke ausserdem, dass sie viel unbefangener auf andere Kinder zugeht als noch vor einem Jahr. Im Hinblick auf den Kindergarten ist das nur positiv.
      Und ja. Uns Grossen tut das Model auch gut. Unsere Kinder schätzen es, dass auch Papi daheim ist und alle ihre Freunde kennt.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Schüsslersalze können Sie im Schrank lassen. Sie sollten einfach aufhören, das Immunsystem und die Gesundheit ihrer Kinder mit Produkten von gequälten und ermordeten Tieren zu ruinieren und ihnen damit künftige Zivilisationskrankheiten, und das Risiko für Diabetes Typ 1 (zerstörte Langerhans’sche Inseln im Pankreas) einzupflanzen. Wer jetzt losbrüllen will, sollte sich besser einmal wirklich fundiert und mit offenem Herz und Geist über die Gesundheitsrisiken und den weltweiten Holocaust der Tiere informieren, der nebenbei auch noch das Klima ruiniert und den hungernden Kindern das Essen wegfrisst. Die Milch- und Fleischproduktion belastet das Klima übrigens weit stärker als der weltweite Verkehr.

  • andreas sagt:

    Das Problem wäre relativ einfach und vernünftig zu lösen: Entweder beide arbeiten oder sie kriegen Kinder und nur einer arbeitet. Damit könnten viele Probleme gar nicht erst entstehen. Veraltete Ansicht? Warum? Ach so, keine Ballett-, Karate und Sonstwasstunden für die Sprösslinge, keine Ferien dreimal im Jahr mit der ganzen Schar, kein Wagen mit den vier Ringen in der Garage, kein Fitnessabonnement für Mutti und noch allerhand nicht mehr für Vati? Was ein wenig einschränken? Nee? Na klar, danke, alles kapiert!

    • Anna sagt:

      Etwas überspitzt ausgedrückt aber im Kern stimmt es leider oft. Bin auch eine der altmodischen die Vollzeit Zuhause ist obwohl ich meinen Beruf sehr liebe. Aber die Kinder gehen vor und so hart es ist bin ich mir nicht zu schade mich einzuschränken. Dachte immer ich bin damit allein auf weiter Flur…

      • Corinne A. sagt:

        Und wenn Sie Ihre Frau verlässt, dürfen Sie für Kind und Frau jahrelang Alimenten zahlen und jammern, wie ungerecht doch mit den Vätern umgegangen wird… Krank werden die lieben Kleinen übrigens trotzdem – einfach erst im Kindergarten.

      • Franziska S. sagt:

        Ich bin auch „altmodisch“ und zu Hause, finde es too und mache mir manchmal doch Sorgen um meine Rente, denn was passiert wenn meinem Mann etwas passiert, was passiert wenn unsere Ehe nicht mehr funktioniert? Es braucht viel Vertrauen „altmodisch“ zu sein. Leider! Da sehe ich noch viel Verbesserung im Schweizer System. Väter werden bei Scheidung (oft!) diskriminiert und Frauen im Alter wenn sie zu Hause geblieben sind! Doof oder?

      • 13 sagt:

        Ganz genau, Corinne. Dann wird die bisher fürsorgliche und aufopfernde Mutter schnell zur egoistischen und faulen Ex, die sich auf seine Kosten ein schönes, luxuriöses Leben macht (dass es das gleiche Einkommen ist, welches nun angeblich nur unter grossem Verzicht geteilt wird, geht dann dummerweise vergessen).

      • Karl von Bruck sagt:

        @Franziska – Bingo!

        Allerdings hat der selektive und gar perverse Superkommunismus die Situation der Frauen und Lohndoemper stark verbessert und die des nach Alimenten ruinierten Mannes ebenso stark verboesert. Die EL fuer Wenigberentete betragen fuer eine Person ueber 3000 Franken. Dazu kommt voller Ersatz aller Gesundheitskosten (allerdings mit SVP-Sparen beim Zahnarzt). Wer aber entsprechende Rentli hat, wird horrend besteuert. Und mit jedem Rentenfraenkli mehr schmelzen nicht nur die Subventionen ab und es steigen die Steuern. Die Kombination von Subventionswegfall, Steuerprogression und anderen „Solidaritaets“umverteilungen gar mit Kopfsteuercharakter kann sogar mit Renten von zusammen 5000 Franken ruinieren….

      • siu sagt:

        Um etwas überstpitzt zu antrowrten: Auch bei mir gehen die kinder vor, und gerade deshalb sind sie täglich in der Krippe. Es tut ihnen wirklich gut, sie entwickeln sich prächtig, und sie haben eine sehr enge beziehung zu uns eltern. Natürlich bedeutet das, dass wir uns einschränken müssen: notabene müssen wir beide arbeiten um die krippe zu finanzieren…

        Dass die mutter (oder der vater) zu hause bleibt, finde ich nicht altmodisch. aber was altmodisch ist, ist die meinung dass man sich nur dann zu gunsten der kinder aufopfert und einschränkt. Wenn man kinder hat, so schränkt man sich so oder so ein, ob krippe oder nicht. Der rest ist ansichtssache.

      • zysi sagt:

        nein, sind Sie beide nicht – wir wissen, dass es nebst den modernen, urbanen Familienmodellen nach wie vor Bewährtes gibt – im Sinne einer zeitlich überschaubaren Phase – und dabei auch ALLE etwas „davon“ haben.

      • Karl von Bruck sagt:

        @zysi – Bingo!

        Sie bringens auf den Punkt. Wenn die Ehe haelt, wird auch nach dem Ausflug des letzten Kindes einfach weiter auf Eerwerbsarbeit verzichtet. Und das war und ist der Hauptgrund, warum „Mittelstands“familien mit nur einem „Ernaehrer“lohn nicht nur mit Kleinkindern, sondern bis zur Bahre Schmalhans als Kuechenmeister hatten und haben und sich Ferien hoechstens auf Balkonien leisten konnten und koennen…..

    • Sisifee sagt:

      Sie beide urteilen hier über Realitäten, die Sie nicht kennen. Wir beispielsweise schränken uns ein UND arbeiten trotzdem beide (Teilzeit). In der Branche meines Mannes gibt es fast nur Teilzeitstellen. Wir führen einen massvollen Lebensstil (nein, noch nie dreimal jährlich in die Ferien gefahren, und wenn, dann ins holzbeheizte Hüttchen der erweiterten Verwandtschaft für 20.- pro Nacht), keine Audi in der Garage, sondern ein geerbter Kleinwagen, der nach seinen Ableben durch Mobility ersetzt werden wird. Kein Fitnessabo, Vita Parcours.
      Ich bin glücklich mit meinem Leben und habe es nicht nötig, über andere Lebensstile / Eltern herzuziehen. Ich frage mich, wieso Sie das tun????

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sehr schön,wenn man einen gutverdienenden Ehemann hat, der einer Ehefrau das Frohnerleben finanziert. Am besten Zuhause bleiben, bis das jüngste 30 ist.

        Mir ist das egal, aber der Mann soll dann bitte auch 175% AHV, IV und sonstige Abzüge berappen, da ich keine Lust habe, den Vollzeitkafitanten die Rente zu finanzieren.

      • andreas sagt:

        @Sf:… weil (zu) viele Altvordern oft dauernd und allzeit am Jammern sind wie die Bauern; mal über dies, mal über jenes. Sie sollten nicht nur keine Kinder haben, wenn sie beide arbeiten wollen, sondern erst gar nicht heiraten, wo ihnen doch offenbar schon von Anfang an die mögliche Scheidung im Kopf herumschwirrt, wie einige Kommentare hier belegen. Der langen Rede kurzer Sinn: Fakt ist einfach, dass man Lamentos dieser Art von Kinderlosen und überhaupt von Menschen, die wissen, dass man im Leben nie alles haben kann, kaum hört.

      • Sisifee sagt:

        @ andreas: Es liegt ja wohl in der Natur der Sache, dass Kinderlose nicht über kranke Kinder lamentieren. Und unter dem Motto „man kann nicht alles haben“ dürfte man wohl sowieso gar keine Unmutsbekundungen mehr von sich geben.
        Sie argumentieren ganz einfach an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei und ziehen unsachlich über den Lebensstil anderer her, ohne sich überhaupt erst mal dafür zu interessieren und ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass auch eine andere Aufgabenteilung als die „bewährt“ sich bewähren kann. Das ist intolerant, unnütz und unnötig.
        Im Blogbeitrag wird ausserdem nicht nur gejammert, sondern auch die Strategie aus der Misere vorgestellt.

      • Karl von Bruck sagt:

        Die Abteufung der Normalarbeitszeit um 30 bis 40 Prozent mit vollem Lohnausgleich haette halt von der Wirtschaft vor der Keulung des Ernaehrerlohns erfolgen sollen. Wie gleiche oder keine Wehrpflicht fuer alle vor der Gewaehrung des Frauenstimmrechts. Mit „Teile und Herrsche“ werden schliesslich nicht nur maennliche Lohn- und Rentenabhaengige fuer weniger Lohn mehr arbeiten muessen….

    • Karl von Bruck sagt:

      @13 – Und sie „vergessen“ schlauerweise, dass mit dem gleichen Einkommen 2 Haushalte fiananziert werden muessen, und der des Mannes nicht mehr von der Abscheiderin betreut wird….

      • 13 sagt:

        @ Karl
        Nein, tue ich nicht. Umso mehr kann es nicht sein, dass ein Einkommen mit dem man zuvor nur aufgrund grossem Verzicht leben konnte, nun so aufgeteilt wird, dass die Frau mit den Alimenten (also bei engen Verhältnissen dem gleichen Einkommen abzüglich des Existenzminimums des Mannes) soooo luxuriös lebt, wie es viele Männer hier drin darstellen. Das Einverdienermodell ist ein Risiko, wie es Franziska schön sagt. Für beide. Wer es trotzdem will, dem gönne ich das gerne. für mich wäre es nichts, aber Menschen sind ja bekanntlich verschieden. Aber der muss dann eben auch mit den Konsequenzen leben….auf beiden Seiten. Und das Modell wird in der heutigen Diskussion etwas anders dargestellt, als vor ein paar Tagen.

    • Leila sagt:

      Auch bei 130% Einkommen im Mittelstand reicht es nicht für „…Ballett-, Karate und Sonstwasstunden für die Sprösslinge, Ferien dreimal im Jahr mit der ganzen Schar, Wagen mit den vier Ringen in der Garage, Fitnessabonnement für Mutti und noch allerhand nicht mehr für Vati“… Die Realität sieht anders aus. Wir leben ein gutes, aber doch eher bescheidenes Leben, Luxusgüter liegen schon gar nicht drin. Der Spielraum ist auch nicht 30% höher wie bei einem Einkommen von 100%, da wir mehr Steuern zahlen, Kinderbetreuungskosten haben, auswärtige Verpflegung etc.. Hingegen ist die Altersversorgung besser abgedeckt, was für den Staat wohl auch von Vorteil ist.

      • Karl von Bruck sagt:

        Frueher reichte gar ein 100-Prozent-Mittelstandseinkommen fuer den Ponyhof fuer die Toechterchen. Heute betraegt der Unterschied von der Kosten- zur Wuchermiete der Wohnung ueber 1000 Franken, Kommen KK-Solidaritaets-Mehrpraemien statt nur versicherungsmatematische von ebenfalls ueber 1000 Franken. Dann die horrenden Einkommens- und Verbrauchssteuern statt Tobintax ein paar weitere Tausender. Da wird nicht nur der Ponyhof zum Albtraum…..

      • Sisifee sagt:

        Danke, Leila! Wir sind auch so ein 130-140%-Haushalt.
        Wir hatten die Frechheit, unseren Kindern nebst Fussball (240.- im Jahr) und Pfadi (75.- im Jahr) auch noch Schwimmunterricht zu finanzieren, da dies in der Schule lediglich zweiwöchentlich und nur in der 3. Klasse angeboten wird.
        Aber eigentlich ist das egal. Ich finde, wir führen ein gutes Leben. Und es ist mir noch nie in den Sinn gekommen, über Mütter herzuziehen, welche sich entscheiden, zu Hause zu bleiben.

    • Rahel S sagt:

      Wohne zwar nicht mehr in der Schweiz und die Realitaet hier ist wohl ein klein bisschen anders aber ich kann solche Komentare nicht ausstehen!
      Ich kenne viele verschiedene Familienmodelle und alle haben ihre Berechtigung- anderen irgendwelche Vorurteile an den Kopf zu werfen, hilft niemandem. Meine Mutter blieb mit uns 3 Kinder zu Hause. Sie haette wohl zu einem gewissen Zeitpunkt gerne wieder gearbeitet- aber es ist nicht einfach nach vielen Jahren wieder einzusteigen. Zudem wollte mein Vater nicht. Schade.
      Ich haette nie gedacht, dass ich 100% arbeiten werde als Mutter- aber es geht kaum anders (und nein- wir leben absolut nicht im Luxus). Ich bin froh, dass ich mein „eigenes“ bescheidenes Einkommen habe und mich und die Familie im Ernstfall ueber Wasser halten koennte.

      • Karl von Bruck sagt:

        „Zudem wollte mein Vater nicht!“ In Bibeltheokratien braucht die Frau schon lange keine Bewilligung mehr, um den Haushalt zugunsten der Erwerbsarbeit zu vernachlaessigen. Und bei einem gesunden Ehemann der sich selbst oder gar auch die Frau bedient, sind bis zu 90 Prozent ohne Haushaltvernachlaessigung moeglich….

    • Susi sagt:

      @andreas: Sie scheinen mir sehr aggressiv. Hoffentlich sind Sie nicht Vollzeitvater…

      P.S.: Aufs Fitnessabo würde ich nie verzichten, das ist etwas, das ich mir seit bald 30 Jahren gönne. Bin es mir wert.
      😉

      • Lichtblau sagt:

        Rahel: Meine Mutter blieb auch mit uns zwei Kindern zu Hause. Auswärts arbeiten war, auch der Zeit geschuldet, kein Thema. Ich denke nicht, dass sie sich auch nur eine Minute gelangweilt hat. Sie hat grossartig gekocht, viel gelesen, zog die ganze Familie todschick an, war täglich mit uns am See und hat uns allabendlich in den Schlaf gesungen. Abends und am Wochenende sprang der Vater ein und zudem gab’s ein reges gesellschaftliches Leben für beide. All das haben wir „Kinder“ in bester Erinnerung – und machen es doch heute ganz anders. Nicht nur, weil es finanziell nicht anders geht. Aber eine Wahl gibt’s eben nicht wirklich.

  • Elodie sagt:

    Ich bin Alleinerziehend, kein Vater und keine Grosseltern in der Nähe, all meine Freunde arbeiten auch. Nun ist mein Kind 3 Jahre alt, war Gottseidank wenig krank bis jetzt und wünsche mir, es bleibt so. Aber jedesmal, wo sie krank war, musste und wollte ich Zuhause bleiben und sie selber betreuen. Für mich somit ganz klar, dass wenn Eltern (Vater und Mutter) ein Kind grossziehen, dass beide abwechselnd das kranke Kind betreuen und nicht nur ein Elternteil. Ich habe diesen Vorteil nicht. Aber auch ohne Vaterpräsenz bewältige ich es alleine.

  • Alpöhi sagt:

    „Alles nur eine Phase“ ™

    • Sisifee sagt:

      *ggg* ;-))
      Aber sagen Sie das mal einem uneinsichtigen Chef!

      • Vierauge sagt:

        sie könnte die Tochter ja mit zur Arbeit nehmen und alle anstecken, z.B. den Chef.
        Ich hoffe, dass dieser Chef nicht so schlimm ist wie er in der Beschreibung rüberkommt. Sonst würde ich sehr überlegen, mir einen anderen Chef zu suchen.

  • Jänu sagt:

    Und jetzt? Geht allen Eltern so. Ist dann später umgekehrt, dann sind die anderen, die keine Krippe oder Kita besucht haben, dauernd krank.
    Mein Rat: Take it easy. Ist alles halb so schlimm.

    • Sportpapi sagt:

      Meine Kinder haben nie eine Kita und Krippe besucht. Und sie sind nicht dauernd krank. Ich wüsste auch nicht, warum.

      • Martin Frey sagt:

        Dito bei uns, SP. Der Umkehrschluss ist haltlos, ausser die Kinder wachsen unter einer Käseglocke auf. Fakt ist lediglich, dass Krippenkinder mehr krank sind.

      • Sportpapi sagt:

        @MF: Ausser es findet wirklich eine Imunisierung ähnlich einer Impfung statt. Zumindest ist das wohl der Grundgedanke, den ich aber nicht teile.
        Aber da weiss der Fachmann sicherlich mehr…

      • Martin Frey sagt:

        „Ausser es findet wirklich eine Imunisierung ähnlich einer Impfung statt.“
        Das können Sie angesichts der Hundertschaften an Viren vergessen, SP. Aber es findet in den ersten Lebensjahren eine Konditionierung, eine Reifung des Immunsystems statt, das schon. Mit oder ohne Krippe.

      • Jänu sagt:

        Kinder, die in der KITA verschiedene Rotaviren und/oder Streptokokken (Scharlach) aufgelesen haben (und bei Letzterem keine Antibiotika erhalten haben) sind immunisiert. Diese Krankheiten bekommen sie nicht mehr. Andere Krankheiten wie Grippe oder ein grippaler Infekt jedoch schon.

      • Melanie sagt:

        Na dann herzliche Gratulation zu ihren gesunden Kindern.
        @ SP: Krank sein ist übrigens kein Makel sonder das Lernprogramm des Immunsystems
        @ MF: Fakt ist, dass Krippenkinder in den ersten drei Jahren mehr krank sind. Im Kindergarten sind es dann die nicht Krippenkinder die mehr krank sind.
        Für genauere Auskünfte können Sie ja gerne meinen Kinderarzt konsultieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Melanie: Sie sind ja lustig. Zuerst erklären Sie uns, was Fakt ist, dann, dass Sie das eigentlich gar nicht so genau wissen, sondern nur Ihr Kinderarzt?
        Martin Frey ist Arzt, deshalb frage ich ja bei ihm nach. Denn ich habe noch von keiner Studie gelesen, dass Kinder, die zu Hause betreut wurden, im Kindergarten häufiger krank sind. Aber ich schliesse das nicht aus…

      • Lambda sagt:

        @ sportpapi, @ melanie: es scheint diesen zusammenhang, dass krippenkinder als kleinkinder häufiger und dafür als schulkinder seltener krank sind, tatsächlich zu geben (zumindest für einige krankheiten):
        http://well.blogs.nytimes.com/2016/05/31/day-care-infections-may-mean-fewer-sick-days-later/?_r=0
        in obenstehendem artikel wird folgende studie besprochen
        http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2016/04/21/peds.2015-3356
        melanie’s kinderarzt könnte also recht haben…

      • siu sagt:

        etwas googeln hilft: „So zeigte eine kanadische Studie, dass das kindliche Immunsystem profitiert, wenn es möglichst früh mit vielen Erregern trainiert. Kinder, die schon vor dem Alter von zweieinhalb Jahren eine Krippe oder einen Kindergarten besucht haben, sind demnach in der Grundschulzeit gesünder und fehlen seltener im Unterricht.“ aus „Die Zeit“, 41/16

        und es gibt noch weitere studien, die in die gleiche richtung gehen.

      • Martin Frey sagt:

        Das ist so nicht ganz korrekt, Jänu. Bei Rotaviren lässt sich nach einem Infekt zwar eine im Wesentlichen serotypspezifische, humorale Immunität nachweisen, die jedoch nicht dauerhaft ist. Obwohl nahezu alle Erwachsenen Antikörper gegen Rotaviren besitzen, sind wiederholte Infektionen in allen Altersgruppen prinzipiell möglich.
        Streptokokken hingegen sind keine Viren sondern Bakterien und hinterlassen gar keine Immunität. Nebenbei, einen akuten, klinisch manifesten Streptokokkeninfekt nicht antibakteriell zu behandeln ist keinesfalls ratsam sondern je nach Manifestation potentiell lebensgefährlich.

      • Sportpapi sagt:

        Danke siu. Und gerne hätte ich diese Studie dann auch im Original gelesen, um nachvollziehen zu können, von was die Rede ist. Einen Link gäbe es ja, nur führt er nicht zum Ziel…

      • Lambda sagt:

        sportpapi, melanie: weil mein kommentar mit dem link auf freischaltung wartet: ein artikel in der New York Times, The Checkup, von Perri Klass, „Day Care Infections May Mean Fewer Sick Days Later“, hat eine Studie zum Thema verlinkt…

  • Melanie sagt:

    Ein sehr treffender Beitrag, geht wohl vielen so. Ihren Plan C finde ich übrigens toll, erstens weil ich finde, dass ein krankes Kind in erster Linie die Eltern braucht und keine Notfall-Nanny und zweitens weil offenbar auch ihr Mann den „Mut“ hat, jeweils einen halben Tag frei zu machen.
    Was ich nicht verstehe, ist das schlechte Gewissen, das sich immer einschleicht (auch bei mir). Ist ja wohl das normalste in der Welt, dass man (oder die Kinder) halt manchmal krank ist und dann nicht arbeiten kann. Und trotzdem ist es da. Und im Nachhinein stellt man jeweils fest, dass sich die Welt auch ohne einem gedreht hat.

    • Sportpapi sagt:

      Das Problem ist doch – vielleicht findet ja auch der Chef, dass es ganz gut ohne einen gegangen ist….
      Oder aber: Die Arbeit bleibt einfach liegen, und muss dennoch geleistet werden (z.B. mal am Abend).

      • Melanie sagt:

        Wegen dem wird einem der Chef wohl nicht kündigen, sonst ist auch sonst was ganz und gar nicht in Ordnung. Und ja, gewisse Arbeiten bleiben vielleicht liegen. Aber sind wir ehrlich: dann arbeiten wir halt in der Woche darauf etwas effizienter und das ganze ist kein Drama. Etwas weniger surfen und Bloglesen liegt auch drin……

      • Sportpapi sagt:

        @Melanie: Wenn es kein Problem ist, wenn Sie fehlen, dann braucht es Sie nun mal nicht.
        Ich habe ja auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich fehle. Aber letztlich muss die Arbeit gemacht sein. Was in meinem Fall sehr einfach geht, weil ich sowieso viel Abends und am Wochenende arbeite. Aber wenn man selber viel krank ist, dann noch kränkelnde Kinder hat, zudem keine verlässliche Beteuung (bzw. die ist auch häufig krank), dann summieren sich die Absenzen. Und da hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich einfach fehlen würde, ohne Kompensation.

    • 13 sagt:

      @ Melanie
      Ich bin ja grundsätzlich ihrer Meinung, aber warum wird das Freimachen der Mutter als normal, dasjenige des Vaters als „mutig“ empfunden? Ist doch normal, wenn man sich die Freitage teilt, nicht?

      • Sisifee sagt:

        Das Problem ist ja nicht, wenn man mal fehlt. Sondern dass Grippewellen in richtiggehende Rundumschläge ausarten können, die ein Familie regelrecht lahmlegen.
        Plan C ist super – sage ich aus mehrjähriger Erfahrung als Mutter von 3 Kindern. Auch wir teilen uns Krankentage, wenn man zumindest einen halben Tag arbeiten kann, gibt es keine riesigen Pendenzen und man bleibt präsent.
        Es war mir immer wichtig, dass wir allfälligen Organisationsstress nicht auf die Kinder ausstrahlen. Sie sollen selbstverständlich krank sein dürfen, so viel wie nötig und erst gut auskuriert wieder losziehen. Und meinen Chef, der als Ex-Hausmann alles Verständnis der Welt aufbringt und uns für die gute Familienorganisation sogar Komplimente macht, winde ich ein extra Kränzchen.

      • Sportpapi sagt:

        Wir teilen nicht einfach, sondern überlegen, was aktuell am Sinnvollsten ist. Wenn meine Frau unterrichten soll – und als Lehrerin ist das meistens so – bleibe ich zu Hause. Bei einer Sitzung ist es vielleicht anders. Ich wiederum kann zu Hause arbeiten. Das geht auch, wenn die Kinder krank sind und sowieso den halben Tag verschlafen (oder vor dem Fernseher verbringen).

      • Sisifee sagt:

        Natürlich mach stures Teilen nicht immer Sinn, Sitzungstermine / Eventbetreuung gehen vor Arbeiten, die auch von zu Hause aus erledigt sein können, und wenn einer von uns gut einen Tag fehlen kann, der andere aber in Pendenzen ersäuft, kommen wir einander natürlich entgegen. Und dann gibt es die Tage, an denen man schlicht nicht abkömmlich ist (externe Anlässe, etc.), auch da gilt dasselbe. Oft macht das Teilen aber Sinn, einfach der Präsenz wegen.

      • Melanie sagt:

        Ich fände das auch super, wenn die Kranktage aufgeteilt werden könnten und hoffe, dass das irgendwann Normalität ist. Meine Realität (eigener Mann und Umfeld) sieht leider anders aus. Da bleiben zu 95% die Frauen zu Hause, wenn die Kinder krank sind. Und das nicht darum, weil sie das Gefühl haben, die Einzigen zu sein, die das Kind pflegen können, sondern weil die Männer mit einem „Geht nicht“ antworten. Der „drohende“ Verlust des Arbeitsplatzes (siehe Sportpapi weiter oben) macht den Männern offenbar mehr zu schaffen als den Frauen. Und da ich die Diskussion nicht auf dem Rücken meiner Kinder austragen möchte, bin es dann halt ich, die zu Hause bleibt.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Unter Teilen ist ja auch eher die Verantwortung teilen, dass sich beide zuständig fühlen, gemeint. Bei uns bliebe öfters ich zu Hause, weil ich Homeoffice machen kann und meine Zeit freier einteile. Ich kann meine Arbeit somit auch mal Am Wochenende oder an einem Abend nachholen, er nicht. Dafür muss er dann natürlich die Betreuung übernehmen. Habe ich einen Termin, dann bleibt er, da für ihn einfacher Ersatz zu finden ist, als für mich. Der Punkt ist aber eher, dass alle Kriterien, wer bleibt, organisatorischer Natur sind und nicht auf das Geschlecht bezogen. Mich stört es einfach, wenn es bei einem anders gewürdigt wird, wenn er das gleiche tut, wie der andere. Eben, es ist nicht mutig, sondern normal.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sie haben völlig recht.

      • Sportpapi sagt:

        „Der „drohende“ Verlust des Arbeitsplatzes (siehe Sportpapi weiter oben) macht den Männern offenbar mehr zu schaffen als den Frauen.“
        Vermutlich, weil die meisten Männer auch wesentlich für das Familieneinkommen sorgen?
        Aber im Einzelfall verstehe ich nicht, dass man als Frau seine Interessen zurückstellt, wenn es dafür nicht einen vernünftigen Grund gibt. Und als Ihr Arbeitgeber würde ich das auch nicht verstehen.

      • Sisifee sagt:

        @ SP: Das Argument geht nicht ganz auf, bzw. wurde von mir in anfänglichen Diskussionen wie folgt ausgehebelt: Ich bringe zwar weniger Einkommen nach Hause als mein Mann, nichtsdestotrotz ist mein Beitrag substantiell und wir hätten ein Problem, wenn er wegfallen würde. Drum habe ich, auch wenn ich 20-30% weniger arbeite als er, das Recht und die Pflicht, meinem Arbeitgeber gegenüber zuverlässig zu sein – da auch meine Funktion eine gewisse Präsenz erfordert, die ich auch gerne wahrnehme. Ich mache meinen Job ja nicht zum Vergnügen (aber mit Vergnügen).

      • 13 sagt:

        @ Melanie
        Ich erlebe das in meinem Umfeld anders, wobei es da auch nicht allzu viele Frauen gäbe, die sich mit einem „geht nicht“ abspeissen lassen würden. Zudem, da gebe ich Sportpapi recht, wäre ich als der Arbeitgeber der Frau ja sehr begeistert, wenn es immer mich treffen würde. Dazu kommt noch, dass Frauen oftmals in einem kleineren Pensum arbeiten, was heisst, dass ein Tag mehr ausmacht: Fehlt sie bei einem 40%-Pensum einen Tag, so bezahle ich den Lohn für gerade mal 50% der Leistung. Der Arbeitgeber des vollzeitarbeitenden Mannes würde den vollen Lohn für immerhin 80% der Leistung bezahlen. Das ist aber grundsätzlich ein Problem: Man fordert die Arbeitgeber zur Gleichberechtigung auf, lebt aber familienintern archaische Modelle. Das kann nicht aufgehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Sisifee: Ich habe ja verzweifelt versucht eine Erklärung zu finden. Ich verstehe ja auch nicht, warum offenbar, gemäss Melanie, ein drohender Arbeitsplatzverlust Frauen nicht so beschäftigt.

  • Martin Frey sagt:

    @Susi: Auch ohne Krippenaufenthalt wird das Immunsystem der Kinder in den ersten zwei Wintersaisons zünftig konditioniert, auch wenn Krippenkinder unter dem Strich einfach noch mehr krank sind und oft faktisch 4-5 Monate am Stück die Seuche haben. Der Preis ist in der Tat in der Zeit in jeder Hinsicht hoch, aber das tröstliche ist: Ab Kindergarten wird das langsam besser. 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Eltern der Nicht- Krippenkinder veranstalten dann Masern- Parties, um das Immunsystem zu konditionieren.

      • Martin Frey sagt:

        Ob die Masern-Partygänger unter den Krippenkinder-Eltern mehr oder weniger vertreten sind, wage ich nicht zu beurteilen. Ich würde auf zumindest Gleichstand tippen… 😉

    • Sisifee sagt:

      Vielleicht ist das auch einfach von Kind zu Kind verschieden. Unsere Tochter war kurz nach ihrem 1. Geburtstag 1 Woche heftig krank. Danach bis zum Krippeneintritt mit knapp 3 Jahren nur noch an vereinzelten Tagen, die sich an einer Hand abzählen liessen.
      Ab 4 Wochen nach Krippeneintritt folgte alle 3 Wochen ein heftiger Fieberschub, der Rest der Familie wurde in Mitleidenschaft gezogen, das dauerte ein halbes Jahr…. Ich rotierte. Unsere Kinderärztin beruhigte mich: Abnormal sei eher das seltene Kranksein zuvor als die Dauerseuche ;-)).

    • Susi sagt:

      @M.F. Gerade erst gesehen!
      Sie hatte bis jetzt keine Windpocken, obwohl wir alles versucht haben… 😛

      • Martin Frey sagt:

        Nicht aufgeben Susi, es ist nie zu spät dafür! Denn umso älter, umso mehr Partymöglichkeiten: 😀 Varizellen, Masern, Gonorrhö, da ist für jeden etwas drin. 😉
        Und falls tatsächlich alle Stricke reissen sollten, gibt es immer noch die gute alte Schulmedizin. Mit einer Impfungen, die zweimalig im Mindestabstand von 6 Wochen einen guten Langzeitschutz gegen Windpocken all inclusive (Folgeprobleme) gewährleistet.

      • Susi sagt:

        Gonorrhö-Party? Hahahaaa! (Da will ich hin…)

        Ja, ich werde das nächste Mal den Arzt fragen, ev. hatte sie ja die Windpocken und wir haben es nicht bemerkt? Ansonsten wäre es wahrscheinlich langsam wirklich an der Zeit zu impfen. Schon komisch, im Kindergarten ging echt die Windpocken-Seuche um und einen der Patienten gingen wir sogar gezielt besuchen und brachten sie sogar mit Pockenflüssigkeit in Berührung (inkl. Bestechung). Nix passierte.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi: Ohne hier irgendwelche Vorträge halten zu wollen, aber falls es Sie interessiert: Ja das kann schon sein. Bei Windpocken verlaufen sehr frühe Infekte oft wenig symptomatisch, kaum Juckreiz, vielleicht 2-3 Bläschen, that’s it. Das kann man verpassen.
        Das Problem ist nur, gerade bei den Kindern lässt die Immunität oft über die Jahre wieder etwas nach (Stichtwort unreifes Immunsystem), so dass diese Kinder später, zb. als Erwachsene, wieder eine Erstmanifestation durchmachen können, die es dann oftmals in sich hat.

      • Susi sagt:

        @Martin: Ich habe das eben auch vermutet, dass sie mal 2-3 Bläschen hatte und wir es nicht bemerkten. Ev. werden wir ihren Immunstatus mal kontrollieren lassen.
        Danke für die Auskunft!

  • Corinne A. sagt:

    Meine Tochter besuchte ebenfalls ab 6 Monaten die Krippe – schön auf den Herbst hin. Erkältung über Magen-Darm über Fieber folgte – mühsam, aber nur wenige Male wirklich schlimm. Ich dagegen war bereits wieder schwanger und nahm ALLES mit, was meine Tochter von der Krippe heimbrachte. Ich war den ganzen Winter nur einmal erkältet, dafür von November bis April und fehlte im Büro soviel wie in meinem ganzen übrigen Arbeitsleben zusammen. Heute sind wir mit zwei Kinder und zwei Eltern gesegnet, die ein bärenstarkes Imunsystem haben und kaum mal fehlen in der Schule oder bei der Arbeit. Und wenn doch haben wir verständnisvolle Arbeitgeber und die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Meine Arbeit macht nämlich niemand, wenn ich nicht da bin. Ich habe also null Anreiz zum blau machen.

    • 13 sagt:

      @ Corinne
      In etwa so ging es mir auch. Meine Kinder, alle 3, sind sehr selten krank, auch der erste Kita-Winter war im Verhältnis zu anderen ziemlich harmlos. Aber ich übernahm in den Schwangerschaften 2 und 3 jede einzelne Bakterie oder Vire, die sie heimbrachten, auch wenn es ihnen kaum etwas ausmachte. Hustete eins zweimal, lag ich mit Lungenentzündung flach. Klagte eins über ein bisschen Bachweh, hing ich die nächsten 3 Tage über der Kloschüssel….dafür härtet man ab. Und wenn heute ein Arbeitskollege sagt, er sei erkältet, ich solle nicht in sein Büro kommen, denke ich nur: „Soviele Bakterien wie meine Kinder heimbringen, kannst Du gar nicht haben und die knutschen mich ab. Also entspann Dich….“

    • Karl von Bruck sagt:

      In ausgeglichenen Arbeitsmaerkten waere es allein das Problem des Arbeitgebers, wer waehrend ihren Ferien- und Krankheisabwesenheiten (wegen eigener Erkrankung oder Erkrankung des Kindes) ihre Arbeit macht. Ist die Arbeit nicht dringend, ist es durchaus sinnvoll, sie waehrend der Ferien zu stapeln, statt Uneingeweihte dillettieren zu lassen. Der Pendenzenabbau muss jedoch so langsam erfolgen, dass sie nicht schon nach wenigen Wochen wieder ferienbeduerftig werden oder gar ausbrennen….

  • Peter sagt:

    1/ Sie werden krank, so oder so. Ob mit Krippe oder ohne. Die einen mehr, die anderen weniger. Die einen früh, die anderen später. Und: Es gibt dann noch Steigerungsformen. Kind krank, Mutter krank, eine ganze Woche lang. Samstagabend auf dem Sofa, nach dieser Woche, sass ich da und mir liefen die Tränen übers Gesicht, vor Erschöpfung und Frust. Zum Glück war mein Chef selber Vater und zeigte Verständnis. Was war das Kind krank. Die Tochter, welche 5 Jahre später kam – nichts! Wenn mal Fieber, dann einen Tag und gut ist. Beim älteren Sohn stellte sich dann später eine Hausstaub-, Katzen(Hunde)haare-, und Pollenallergie heraus, welche die vielen Erkältungen erklärte.
    Seither lasse ich mich jedes Jahr gegen Grippe impfen. Es ist zwar kein 100 %er Schutz.

    • Sibelius sagt:

      das stimmt so nicht. die exposition ist der wichtigste faktor bei ansteckenden krankheiten. hält man sich häufig unter vielen leuten auf, wird man eher krank. kinder in der krippe sind häufiger krank als jene, die zuhause bleiben. lehrer sind häufiger krank als bürogummis. öv-benützer stecken sich häufiger an als autofahrer. über einen langen zeitraum wird dieser effekt dank dem „lernenden“ immunsystem einigermassen ausgeglichen. aber bei kleinen kindern ist diese immunität noch nicht vorhanden.

      • Peter sagt:

        Und ob sie krank werden. Auch wenn sie nicht in der Krippe sind. Ausser sie werden unter eine Glaskuppel gesteckt. Vielleicht weniger häufig als Krippenkinder. Aber spätestens im Spielegge der Migros kommt dann die Infektion.

  • Peter sagt:

    2/Aber es erwischt mich nicht mehr so fest und braucht alle Kräfte. Sehr hilfreich.
    Der etwas grössere Altersunterschied war auch hilfreich, denn die Selbständigkeit des Älteren mittlerweile die Situation entspannt.

  • Anna sagt:

    Ich verstehe nicht warum man ein Kind unter einem Jahr schon in eine Krippe geben muss. Wenn es finanziell machbar ist dass einer verdient, vorausgesetzt. Es ist fast ein bisschen Mode geworden, viel aber auch Bequemlichkeit der Eltern. Dann muss man die Konsequenz tragen eben selbst auch ständig krank zu sein und ob es dem Kind gut tut mal von diesem mal von jenem betreut zu werden sei mal dahin gestellt. Ich habe die ersten eineinhalb Jahre mit meinem Kind sehr genossen, es weiß wo es Zuhause ist, wer seine Bezugspersonen sind und ich durfte jeden kleinen Entwicklungsschritt miterleben. Ich verurteile keinesfalls andere Ansichten, verstehe sie nur einfach nicht.

    • Lila Lila sagt:

      FInanziell wäre es möglich gewesen mit ganz vielen Abstrichen. Und ja, ich stehe dazu… Darauf hatte ich keine Lust. Ebenso hatte ich keine Lust meinen Arbeitsplatz aufzugeben und mühselig wieder etwas neues Teilzeit zu finden. Meine ehemaligen Krippenkinder wissen auch jetzt in der Schule noch wo zuhause ist und wer ihre Bezugspersonen sind. Es gibt hier nichts was man nicht verstehen kann… Jeder hat andere Bedürfnisse und eine andere Ausgangslage.

    • Jänu sagt:

      Dann streng Dich an, Anna, und vermeide diese Schuldzuweisungen an andere Eltern und die überhöhte Selbstdarstellung. So wie es geschrieben ist, ist es eben doch eine Verurteilung anderer Lebensweisen oder umgekehrt das Klopfen auf die eigene Schulter.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Warum sollte man es nicht tun? Klar, man ist ständig krank, aber in der Firma gibt es ja genügend Kinderlose, die für einen die Arbeit erledigen. Und an gesunden Tagen darf man die dann belehren, dass Eltern doch so dolle Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.

      • Stefan Moser sagt:

        Ich spüre da eine gewisse Ironie in Ihren Zeilen. Ja, so dachte ich auch, vor dem Kinderhaben. Heute Morgen um 4.45 Uhr aus den Federn, die Kleine hatet Fieber, bis 7 Uhr für sie gesorgt, Abtauschprogramm besprochen, ab an die Arbeit und Vollgas (ausser jetzt grad 😉 während kinderlose Teamkollegen sich selbst finden, ihr Chai Latte schlürfen und den Tag mit Mediation und Yoga beginnen. Eltern leisten mehr. Punkt. Gassner, Sie dürfen sich dann gerne auch bei der AHV-Liste austragen lassen.

      • Vierauge sagt:

        und das sagen sie dann auch den Langzeitkranken, die ganz ohne Kinder länger fehlen – alle selbst schuld, diese Drückeberger (Ironie off)
        Sind Sie der von Frau Wirth beschriebene Chef?

      • Karl von Bruck sagt:

        In ausgeglichenen Arbeitsmaerkten muessen nicht die Kinderlosen die Arbeit der Kinderpflegerinnen uebernehmen. Es sei denn nur freiwillig in mit gesetzlichem (oder hoeheren vertraglichen) Zuschlag bezahlten Ueberstunden….

    • Gisela Ahorn sagt:

      Zwischen gar keine Krippe und 5 Tagen Krippe gibt es zum Glück bis zu 10 Zwischenstufen. Und je nach Beruf gibt es noch die Möglichkeit für Home-Office. Gerade im 1. Lebensjahr schlafen Kinder noch viel und es geht wirklich gut – wenn man denn will.

      • 13 sagt:

        Genau das war mein Plan beim ersten Kind. Ein kleiner Teil auswärts und zu Hause meine Abschlussprüfung vorbereiten, während das Kind schläft. Tja, gesegnet mit einem Kind, welches tagsüber nie länger als 20 Minuten am Stück und das vorwiegend auf mir geschlafen hat, wurde aus diesem „wenn man denn will“ nicht allzu viel….das dieser Plan bei weiteren Kindern ohnehin nicht aufgeht, versteht sich von selbst. Home Office ist eben in erster Linie immer noch Office….

    • 13 sagt:

      Vor Kurzem gelesen:
      Es gibt nur zwei Dinge, die eine Mutter falsch machen kann:
      a) arbeiten
      b) nicht arbeiten.

      Wurde hier noch vor ein paar Tagen verbal auf die faulen Mütter eingedroschen, welche sich auf die faule Haut legen und dafür sich durch den Betreuungsunterhalt das schöne Leben vom Mann finanzieren lassen, so sind sie heute zur Abwechslung wieder einmal egoistisch und bequem, wenn sie arbeiten gehen, und zwar sowohl den Kindern, wie auch den Arbeitskollegen gegenüber, weil sie es nicht hingekriegt haben, Kinder in die Welt zu setzen, die nie krank werden…..

    • Margrith sagt:

      „Wenn es finanziell machbar ist dass einer verdient, vorausgesetzt.“

      Hier haben Sie Ihre Antwort. Ich bezweifle, dass viele ihre Kinder aus lauter Jux und Dollerei in eine Krippe geben wenns nicht nötig ist. Wir brauchen dank genialen Grosis zwar keine Krippe, aber zuhause bleiben ist für mich leider keine Option.

    • Ka sagt:

      ein paar Ideen:
      -wenn Sie einen Job haben, bei dem alles stimmt, Arbeit, Menschen, Ort, dann geben Sie den nicht so einfach auf, nach 1 1/2 Jahren ist ihre Stelle nicht mehr frei. Nicht in jeder Branche lässt sich so leicht eine neue Stelle finden.
      – nach 1 1/2 Jahren kommt dann ev. das zweite Kind, dann nochmals so lange zu Hause bleiben und der Wiedereinstieg erschwert sich um ein mehrfaches
      – Kinder wissen übrigens schon, wo sie zu Hause sind und wer ihre Eltern sind, sogar wenn sie 5 Tage die Woche in der Krippe sind
      -Die ersten Jahre mit Job und Kindern sind streng, für uns hat es sich aber gelohnt. (ist fast ein bisschen Mode geworden, die ersten Jahre zu Hause zu bleiben, viel mit Bequemlichkeit der Eltern zu tun);)

    • Sisifee sagt:

      Ach Anna. Wenn man natürlich mit der Grundannahme durchs Leben kurvt, dass Eltern ihre Entscheidungen aus Gründen der Bequemlichkeit fällen, ist das mit dem Verständnis schon schwierig.
      Ich kenne keine solchen Eltern, und ich kenne viele. Bis weit in den Mittelstand hinein ist es heute unabdingbar, dass beide zum Einkommen beitragen. Ausserdem sehen sich viele Paare heute als Solidargemeinschaft, die sich Haus-, Kinder- und Erwerbsarbeit teilen.
      Da wir Grosseltern am Start hatten, mussten unsere Kinder frühestens mit 1 1/2 in die Kita. Das Krank-Problem bestand trotzdem. (Unsere Jüngste hatte bis 3 praktisch nichts, ab Krippeneintritt war sie alle 3 Wochen krank).

      • maia sagt:

        „Bis weit in den Mittelstand hinein ist es heute unabdingbar, dass beide zum Einkommen beitragen.“ – Warum ist das unabdingbar?

      • Sisifee sagt:

        @ Maia: Meine Eltern haben in den 70er Jahren über weite Strecken mit einem Einkommen von 4500.- die Familie durchgebracht. Ohne Luxus, ohne Skiferien, aber gefehlt hat es uns an nichts wichtigem, und sogar Instrumentalunterricht und ein Auto hat dringelegen. Die Verhältnisse sind heute etwas anders, denke ich.

    • Corinne A. sagt:

      Vielleicht, weil der Mutterschaftsurlaub nur 14 Wochen dauert? Vielleicht, weil einem der Job sehr gut gefällt? Vielleicht, weil man weiss, wie schwer es ist, eine qualifizierte Teilzeitstelle zu finden? Vielleicht, weil man nicht 100% von seinem Partner abhängig sein will? Vielleicht, weil der Partner auch Teilzeit-Hausmann sein will? Vielleicht, weil einem zu Hause einfach die Decke auf den Kopf fällt (ja das soll es geben)? Menschen sind verschieden und das ist gut so.

    • siu sagt:

      Glauben Sie wirklich im ernst, dass ein kind, dass in die krippe geht
      – nicht weiss wo es zuhause ist?
      – nicht weiss, wer seine bezugspersonen sind?
      – dass man die ersten jahre mit dem kind dann nicht vollumfänglich und intensiv geniessen kann?
      – dass man dann die entwicklungsschritte des kindes nicht miterleben kann?

    • Laila sagt:

      Kennen Sie in der Tat Eltern mit Kindern unter 6 Monaten, die aus Bequemlichkeit Job und Familie vereinbaren? Sooooo bequem fühlte sich das bei mir und mir bekannten Eltern nicht an….

  • Stevens sagt:

    Mich erstaunt, dass bei dem ganzen der Plan D nicht auftaucht: Den Job wechseln.
    Ist diese Arbeitsstelle wirklich unantastbar ?muss es diese sein? Gerade wenn seitens Chef offenbar bei wenig Verständnis vorhanden ist.
    In der Schweiz haben wir das Glück, dass man zumeist gut eine andere Arbeit findet.

    Wenn alle die Faust im Sack machen und in Blogs darüber jammern änder t sich nie was.

    Wenn aber ein Arbeitnehmer abspringt, vielleicht gar in einer stressigen Phase, dann ist es vielleicht wirklich blöd für den Chef und er überdenkt sein Verhalten

  • Pete sagt:

    1/ Sie werden krank, so oder so. Ob mit Krippe oder ohne. Die einen mehr, die anderen weniger. Die einen früh, die anderen später. Und: Es gibt dann noch Steigerungsformen. Kind krank, Mutter krank, eine ganze Woche lang. Samstagabend auf dem Sofa, nach dieser Woche, sass ich da und mir liefen die Tränen übers Gesicht, vor Erschöpfung und Frust. Zum Glück war mein Chef selber Vater und zeigte Verständnis. Was war das Kind krank. Die Tochter, welche 5 Jahre später kam – nichts! Wenn mal Fieber, dann einen Tag und gut ist. Beim älteren Sohn stellte sich dann später eine Hausstaub-, Katzen(Hunde)haare-, und Pollenallergie heraus, welche die vielen Erkältungen erklärte.
    Seither lasse ich mich jedes Jahr gegen Grippe impfen. Es ist zwar kein 100 %er Schutz.

  • Susi sagt:

    Unsere Tochter ging ab dem Alter von 4 Monaten in die Krippe. Natürlich las sie einige Infekte auf, aber es traf sie mit den Symptomen nie so schwer wie mich, die dann auch ständig angesteckt wurde… Ich war konstant krank oder angeschlagen. Eine Ärztin sagte zu mir: „Das ist der Preis, den Sie bezahlen, wenn sie ihr Kind in die Krippe geben.“ (Öhm, danke. Sonst bezahle ich ja nichts dafür…)

    Das Immunsystem unserer Tochter wurde durch die Krippenzeit dermassen gestärkt, dass ich mich nicht erinnere, dass sie in Kindergarten/Schule jemals einen Tag gefehlt hätte. (Sie ist jetzt in der zweiten Klasse).

    • Rahel S sagt:

      War bei uns aehnlich. Alle drei Kinder besuchten ab 5 Monaten die Krippe. Alle waren im ersten und z.T. zweiten Jahr einige Male krank und uns Erwachsene traf es (wenn es uns traf) noch schlimmer- aber seither ist Ruhe. Seit 8, 5 und 2 Jahren sind sie gesund und sind (abgesehen von einer leichten Erkaeltung oder etwas Durchfall) nicht mehr krank. Leider geht es nicht allen so- woran es genau liegt, weiss ich auch nicht. Die Gene, das Essen, die Freizeitgestaltung…?

    • Sportpapi sagt:

      Dass Kinder mit zunehmendem Alter weniger krank werden, ist ein ganz normaler Verlauf, und hat mit Krippe vermutlich nichts zu tun.

      • Rahel S sagt:

        @Sportpapi- Ja das stimmt. Ich beobachte aber auch, dass Kinder, die zu Hause betreut werden diese Krankphasen zum Teil etwas spaeter durchlaufen. Kommt natuerlich immer auf die jeweilige Situation an- erstes Kind? Kind mit groesseren Geschwister? etc
        Bei den einen faengt es mit der Krippe an, bei anderen mit der Spielgruppe/ Kindergarten etc…

      • Peter sagt:

        Das hat mit der Krippe wohl nur beding zu tun. Mein Sohn wurde im ersten 3 Jahren von mir und der Grossmutter betreut, ging also nicht in die Kita. Er war ständig krank. Das ging dermassen an die Substanz aller Beteiligten, dass am Schluss meine Frau die Arbeit aufgab.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Doch, mir hat die Ärztin gesagt, dass sich Kinder in der Krippe viel mehr Infekte holen und dass durch jeden durchgemachten Infekt das Immunsystem gestärkt werde. Die anderen müssten das dann einfach später stärker durchmachen, meinte sie.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Das würde ja heissen, man hätte einfach eine bestimmte Anzahl Krankheiten durchzustehen im Leben/in der Kindheit. Das widerspricht meiner Erfahrung…
        Aber es kann schon sein, dass durchgestandene Krankheiten minimal Schutz bieten.

      • Susi sagt:

        @S.P.: Ich habe es so ähnlich verstanden, dass im Kindsalter das Immunsystem augebaut wird und Infekte das unterstützen, bei den Krippenkindern einfach früher. Darum soll man auch nicht ständig die Hände desinfizieren bei Kindern und im Umgang mit ihnen, hab ich gelesen.

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