Ich gehe mit meiner … «Elektrokerze»?!?

beschaulicher Zug: Räblichachtli-Umzug. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Besinnliche Tradition mit Ecken und Kanten: Räbeliechtli-Umzug in Zürich. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Elektrokerzen und Räbeliechtli-Umzug? Das ist für mich wie Rondo Veneziano oder Werbung mit animierten Esswaren: Es sollte verboten sein. Auf Elektrokerzen umsteigen, nur aus Bequemlichkeit? Nur um den Stress zu vermeiden, den man während des Umzugs haben könnte? Der gehört dazu. Dass das eigene Kind mit vier seiner kleinen Freunde eingemummelt vor einem steht und darum bittet, die Kerzen nochmals anzuzünden, und zwar von allen, und ja, schon zum dritten Mal; das ist ein Teil der Veranstaltung. Gehört dazu!
Genauso wie das Gefühl, wieder der Einzige zu sein, der an ein Feuerzeug und Ersatzkerzen gedacht hat. Oder wenn die Eltern der kleinsten Teilnehmer für diese die Räben dann irgendwann mal selber tragen und nebenbei noch den Kinderwagen schieben müssen, weil das Geschwister ums Verrecken auch dabei sein wollte. Und wenn es dann nach zehn Minuten rumschieben eingeschlafen ist, janu; dann ist auch das ein Teil davon. Wie der Neid auf die anderen Räben.

Keine falsche Hoffnungen

Von dem allerdings bin ich zugegebenermassen verschont, weil meine Frau mit dem richtigen Werkzeug und genügend Zeit das Fresko der Sixtinischen Kapelle nachschnitzen könnte. Würde ich das in die Hand nehmen, mein Sohn wäre mit einem kaum erkennbaren FCZ-Logo auf seiner Räbe in die Nacht gezogen, vielleicht hätte ich sogar noch den Meisterstern hingekriegt, fürs Besinnliche sozusagen. Und wer glaubt, dass dieses Jahr die Fotos von dem Umzug mit den Kleinen in irgendeiner Art die wohlige Stimmung transportieren werden, die herrschte, als sie alle im Kreis beisammenstanden und «Ich gang mit minre Laterne» sangen: Lasset alle Hoffnung fahren. Denn auch dieses Jahr werden sie wieder Lichtreflektoren tragen. Auf den Jacken, an den Schuhen, auf den Hosen und Mützen. So wird, was eine schöne Erinnerung hätte sein sollen, schon wieder nur den Charme einer Röntgenaufnahme versprühen. Das gehört dazu.

Also: Kein Stress. Geniessen Sie einfach den Spaziergang. Trotten Sie mit dem Tempo eines Untoten hinter den Kindern her, erfreuen Sie sich an den Gesprächen der Kleinen, wenn sie Hand in Hand mit einem Gschpönli unterwegs sind, lauschen Sie den gelernten Liedern, die sie mal lauter und mal leiser in die Nacht singen und ja, zünden Sie ihnen geduldig immer wieder die Kerzen an. Viel zu schnell können sie nämlich auch das selber.

64 Kommentare zu «Ich gehe mit meiner … «Elektrokerze»?!?»

  • Michael sagt:

    Jetzt braucht sich keiner mehr zu fragen, warum in der Schweiz immer mehr Strom verbraucht wird. Elektrokerzen statt echte Kerzen überall. Sogar in Konzerten wird jetzt das Handy mit einer Flamme statt ein echtes Feuerzeug hochgehalten.

  • Papperlapapi sagt:

    Vorletztes Jahr im Föhnsturm habe ich als der Umzug an userem Haus vorbeikam, rasch die zwei Elektroliechtli geholt, die wir noch vorrätig hatte. So leuchteten zumindest die Räben meines Sohnes und einer Kollegin. Dafür hat Föhn sei dank niemand gefroren. Ansonsten bin ich auch für echte Kerzen.

  • Päuli sagt:

    meine Empfehlung: Räbeliechtumzug in Richterswil. FIndet am kommenden Samstag statt. Ist wirklich einen Ausflug wert. Und nein, ich bin nicht einheimisch, war da mal als Gast dabei.

  • Melanie sagt:

    Mir als Kindergärtnerin wäre es echt total egal, wenn wir keinen Räbeliechtliumzug plus Räbeschnitzen mit feinmotorisch unbegabten Eltern, Cherzli und so weiter organisieren müssten. Ist leider viel Arbeit. Aber den Kindern macht es Freude, nachts Räbeliechtli herumzutragen. Wenn ich die Kommentare hier so sehe, müsste man die Arbeit eigentlich gar nicht auf sich nehmen. Den meisten Eltern ist anscheinend eh alles zuviel was nicht auf dem Smartphone per Klick erledigt werden kann…

    • alam sagt:

      Die Kinder tragen ebenso gerne eine im Kindergarten selbstgebastelte Laterne mit. Mag sein, dass es irgendwo in der Schweiz mal Tradition war, Räben zu schnitzen. Bei uns jedenfalls nicht. Der Brauch ist für uns ebenso importiert wie Halloween. Ich bin unseren Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen dankbar, dass sie uns nicht ständig aufbieten, irgend etwas für die Kinder zu basteln.

  • Ama sagt:

    Sie diskutieren hier über Räbeliechtlikerzli und Elektrokerzen? Ernsthaft?

    Uns gehts schon wahsinnig gut.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Also, wo ich herkomme laufen die Eltern nivht zusammen mit den Kindern am Räbeliechtli-Umzug mit, dafür sind die Kindergartenfräuleins und Spielgruppenleiterinnen zuständig. Warum um himmels Willen muss man seine Kinder begleiten, das verdirbt ja den ganzen Umzug. Ich möchte die Kinder mit den Liechtli sehen und nicht deren Übereltern, welche mit Feuerzeug bewaffnet den Blick versperren.

  • barbara v.e. sagt:

    <3 Genau so… es geht so schnell und es ist vorbei mit Räbeliechtli. Und auf die vielen Abenden vor der Glotze (egal ob TV, PC, Tablet, Handy) ist ein Abend in der Kälte legitim. Daran werden sich die Kinder erinnern.

  • marusca sagt:

    Einmal mehr ein riesen Affentheater wegen: NICHTS! Aber seit heute stelle ich nur noch fest, wundere mich aber über nichts und niemanden mehr.

    • Lisa sagt:

      Ich bin geradezu erleichtert, heute Abend noch was so Harmloses wie die ethische Bedeutung von Elektrokerzen zu lesen. Ansonsten teile ich Ihr Gefühl vollauf – selbst wenn das tatsächlich nicht der Politblog ist.

  • Melanie sagt:

    Ich habe mich gefreut, dass auch Bern die Tradition des Räbenliechtliumzugs kennt. Aus Zürich stammend, hätte ich sie sonst sehr vermisst. Leider bin ich auf der Suche nach Räben in einigen Läden auf unerwartete Schwierigkeiten gestossen. Die eher jüngeren Verkäuferinnen hatten keine Ahnung was eine Räbe ist……….hat mir etwas zu denken gegeben.
    Ich bin übrigens auch ein grosser Fan von Kerzli, auch wenn sie durch das Hin-und Hergeschüttle immer mal wieder ausgehen: sie gehören einfach dazu.

  • Coffee Toffee sagt:

    Ich finde den Text amüsant. FCZ Logo schnitzen, haha. Mal schauen wie das mit Atletico am besten geht….
    Als Kind mochte ich die kleinen Umzüge mit Räben sehr gern. Als Mutter kann ich’s nicht ausstehen und wär so dankbar, wenn das im Kiga abgehakt würde. Letztes Jahr- total durchgefroren und damit beschäftigt, mit der Flamme meines Sohnen Schritt zu halten auf dem ewig langen Marsch. Dann waren so viele Leute unterwegs dass man vorallen schwarze Jacken der Erwachsenen sah und wenig Gesang, da alles so langgezogen. Vielleicht einfach nur Pech in meiner Gemeinde. Immerhin stellen Mutige diesen Anlass auf die Beine, das find ich cool.

  • Sisifee sagt:

    Ich stehe zu unseren Elektrokerzen beim Räbeliechtli-Umzug. Bei drei Kindern wär‘ ich völlig erschöpft nach dem Marsch, wem nützt das denn? Dafür dürfen unsere Kinder, wenn sie etwas grösser sind, alleine in den Wald. Ohne uns. Und dort Feuer machen. So what.

    • Doria Gray sagt:

      Ich denke auch, dass man manchmal pragmatisch sein muss. Lieber gemütlich mit Elektrokerze spazieren, als gestresst mit einer natürlichen Leuchte. Bei uns gabs einmal statt Räbeliechtli angemalte Konfigläser, weil eine Kindergärtnerin krank war. Den Kindern hats trotzdem gefallen. Andere Dinge, wie etwa das gemeinsame Singen in der Nacht, waren ihnen wichtiger.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ihr Name ist sehr schön gewählt, wirklich: Oskar Wildes wohl bekannteste Figur als Frau- gute Idee!

  • Zimy sagt:

    Mein Kind hatte eine gute alte Kerze in der Räbe. Prompt kam von hinten halblautes Geraune, dass man so einem kleinen Kind doch wohl keine echte Kerze überlassen könne?! Ich frage mich, wie Kinder den richtigen Umgang damit lernen sollen, wenn sie aus Sicherheitsgründen immer davon ferngehalten werden. Und das Räbeliechtli ist doch eine gute Gelegenheit für die Grundlektionen, weil es im Gegensatz zu einer Papierlaterne nicht innert Sekunden in Flammen aufgehen kann und im Gegensatz zum Adventskranz im Freien gebraucht wird. Ich hatte auch ein Elektrolicht in der Tasche, für den Fall, dass es mit der Kerze doch noch nicht klappt, aber wir haben es nicht gebraucht.

    • Cybot sagt:

      Was diese Leute wohl sagen würden, wenn sie wüssten, dass wir auch den Christbaum noch heute komplett mit echten Kerzen bestücken… Nein, eigentlich interessiert es mich kein bisschen, was die sagen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Warum ist der (Gehalt) des Blogtexts so passend für den heutigen denkwürdigen Tag?

  • Attinia sagt:

    Ah kommen Sie!
    Was ist so schlecht an den elektronisch flackernden Batterie betriebenen Kerzen? Durch die kann man den Spaziergang eher geniessen und dabei dem Singsang der Kids zuhören ohne ständig trösten und neu anzünden zu müssen. Versuchen Sie mal, dem Fortschritt positiver gegenüber zu stehen. Schliesslich verzichten Sie auch nicht auf die Zentralheizung, weil es so gemütlich und speziell ist, mit Holz zu heizen und dem Knistern zuzuhören. Oder waschen Sie Ihre Wäsche von Hand, weil es Ihre Oma auch so gemacht hat??

  • Chris sagt:

    Was heisst hier Spaziergang. Bei uns „secklen“ wir der Marschspitze hinterher, die Schlange lang, die Lücken gross, die Strassenlampen hell. 2017 als letzte Chance, sonst bleib ich dann zukünftig zuhause.

    • Fisch Otter sagt:

      Schon einmal mit dem EW gesprochen? Bei uns löschen die seit ein paar Jahren die entsprechenden Strassenzüge jeweils für ca. 15 min ab – schön nach Marschtabelle [und mussten dieses Jahr prompt eine Strasse nochmals löschen, weil der Umzug zu langsam war – Natels machen das möglich].

  • 13 sagt:

    Die Kerzli sind mir ziemlich egal, da hat nun mal der Fortschritt eingesetzt, was wir bei anderen Dingen ja auch durchaus schätzen. Ich bin nur froh, war unsere Schule so vernünftig von diesem Räbe-Schnitze-Wettbewerb der Eltern (die Kinder können es ja noch gar nicht) wegzukommen und nun die Kinder (ja, die Kinder, nicht die Eltern!) Laternen basteln lässt. Wer animierte Esswaren verabscheut, sollte auch da ansetzen.

    • Susi sagt:

      @13: “ Ich bin nur froh, war unsere Schule so vernünftig von diesem Räbe-Schnitze-Wettbewerb der Eltern (die Kinder können es ja noch gar nicht) wegzukommen und nun die Kinder (ja, die Kinder, nicht die Eltern!) Laternen basteln lässt.“

      Dann ist es aber ein Laternen-Umzug, nicht ein Räbenliechtli-Umzug…
      Die Kinder können das schon, die Räben sehen dann einfach krüpplig aus, aber was soll’s. Ich liebe mein Kind auch mit krüppligem Räbenliechtli.

      • Sportpapi sagt:

        „Dann ist es aber ein Laternen-Umzug, nicht ein Räbenliechtli-Umzug…“
        Und wenn wir schon dabei sind – Umzug? Dabei laufen doch viele Kinder gar nicht mehr gerne, und dann diese Kälte… 🙂

      • Susi sagt:

        Ja. Ich sehe mich schon in einem 10-Personen-Umzug mit Regenschutz und Krüppel-Räbe…
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Du doch nicht. Moderne Schulen schaffen doch sicher auch so einen Umzug, ohne die Eltern zu belästigen.
        Bzw. doch, die immer gleichen fleissigen Eltern sind dann wohl als Begleitpersonen dabei…

      • Susi sagt:

        Eigentlich liebe ich Räbenliechtli-Umzüge, bin sehr gerne dabei, auch mit meinem eigenen Räbenliechtli! Bei uns im Quartier sind die Häuser immer wunderbar dekoriert mit hunderten von geschnitzten Räben, eine schöner als die andere! Zudem ist meine Nachbarin/Freundin die absolute Meisterin im Schnitzen von Räben und Kürbissen, die erstellt wahre Kunstwerke (wir gehen beide immer mit unseren eigenen Lichtern, während die Kinder ihre tragen.) Ich empfinde sowas aber nie als Wettbewerb, sondern bewundere gerne die anderen Räben.
        Der Umzug im strömenden Regen vom letzten Samstag (nicht Freitag) war aber schon etwas grenzwertig.

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Wir bei uns Lichterumzug genannt, was ich ganz schön und passend finde. Und das präsentieren der schönen, altersentsprechenden, selbergemachten Laterne bringt die Kinderaugen zu strahlen.

        @ Sp
        Warum sollten die Kinder nicht gerne laufen? Die Kälte stört da nicht und die Eltern sind logischerweise beim Umzug dabei, wenn sie es sich einrichten können. Ihr Sarkasmus, nur weil ich es vorziehe, dass die Kinder ihre Leuchtobjekte selber machen und nicht die Eltern, ist völlig unnötig.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn die Eltern wert darauf legen, dass die Kinder ihre Räben selber schnitzen, dann können sie das ja tun. Altersgerecht, wie das auch beim Laternen basteln üblich ist.

      • 13 sagt:

        Warum die Eltern? Es ist doch Sache der Schule.

      • Susi sagt:

        @13: „Warum die Eltern? Es ist doch Sache der Schule.“
        Bei uns ist der Schulumzug nur für Kindergarten und 1. Klasse, der offizielle Räbenliechtli-Umzug ist eine Sache des Quartiervereins, die Schule hat nichts damit zu tun, die Räben werden privat geschnitzt, zuhause oder im GZ.

        (Oder ist der Kommentar ironisch?)

      • Sportpapi sagt:

        @13: Bei uns hat die Schule damit gerade gar nichts zu tun. Aber selbst wenn. Gibt die Schule den Auftrag Räbenschnitzen heim, können die Eltern immer noch selber entscheiden, wie er umgesetzt wird. Und bei uns wäre das klar: Mit zumindest Beteiligung der Kinder.

      • 13 sagt:

        Ok, bei uns ist das Sache der Schule, diese organisiert den Umzug mit den Kindergärtnern und den 1./2.-Klässlern und laden die Eltern dazu ein. Nur werden in einigen Gemeinden eben die Eltern zuvor in den Kindergarten zitiert, um beim Räbenschnitzen zu helfen resp zu schnitzen.

      • 13 sagt:

        Ups, das war zu früh…
        Und darum schrieb ich ja, die Schule war vernünftig genug…wer privat geht, kann es ja handhaben, wie es will.

        @ Sp
        Die Schule kann den Räbenschnitzenauftrag nicht einfach heimgeben, wenn sie mit den Kindern gehen wollen. Dann wäre es auch Sache der Schule für die Räben zu sorgen.

      • Jane Bissig sagt:

        Also wir haben als Kinder, erinnere mich an zweite und dritte Klasse, die Räben selber geschnitzt. In der Schule. Aber war halt eine Steiner-Schule. Da schmiedet man im Werken auch mal einen Nagel oder so. (Und bin trotzdem eher unkreativ herausgekommen).

      • Sportpapi sagt:

        Ach, und in der Waldspielgruppe mussten wir früher immer zu Hause Laternen basteln für den Chlausabend.
        Und an der Erzählnacht am Freitag sind schon wieder die Eltern gefordert.
        Das war früher alles anders – und es gab viele Anlässe gar nicht (die Räben schnitzten wir allerdings schon vor 35 Jahren mit der Mutter)

      • Zufferey Marcel sagt:

        Es gibt nur einen, wirklich echten Räbeliechtli-Umzug auf dieser Welt: Die Richterswiler Räbechilbi- und die findet diesen Samstag statt! Da stellt die Gemeinde alle Jahre Berge von Räben gratis zur Verfügung! Die Ur-Richterswiler höhlen diese jeweils mit selbst gebauten Maschinen aus…

        http://www.vvrs.ch/anlaesse/raebechilbi.html

      • 13 sagt:

        @ SP
        Die Waldspielgruppe ist freiwillig, im Gegensatz zur Schule. Warum an der Erzählnacht die Eltern gefordert sind, verstehe ich nicht, ist bei uns auch nicht so. Aber selbst wenn, ist es etwas anderes, die Eltern um Hilfe zu bitten, als Ihnen die Aufgabe zu übergeben. Und was vor 35 Jahren war, weiss ich nicht, aber ich wurde vor knapp 30 Jahren eingeschult, allerdings nicht in der Schweiz, und da hatten die Eltern gar keine Zeit um Räben zu schnitzen, weil sie arbeiten mussten. Zudem dienten Esswaren zum Essen und nicht zum Spielen.

    • Caroline sagt:

      Bei uns im Dorf helfen die Grossen (5. und 6. Klasse) den Kleinen (Chindsgi, 1. und 2. Klasse) beim Schnitzen. Die Kleinen sind super stolz auf ihr Werk und die Eltern fein raus.

  • Amerigo sagt:

    Gerade gestern am Räbeliechtli-Umzug gewesen, auf dem Land. Die Leute mit den Elektrokerzen gibt’s wirklich … aber es ist zum Glück eine Minderheit. Viel störender sind Blitzlichter von Smartphones. Denken die Leute wirklich, dass das ein gutes Bild gibt?

  • Henriette sagt:

    Ich bin ein Räbeliechtliumzug-Profi, denn ich habe als Lehrerin an mindestens 20 Umzügen meine Schüler betreut, immer ausgerüstet mit zwei Schachteln extralangen Zündhölzli. Batteriebetriebenen Kerzli bin ich nie begegnet, lebte aber zwei Wettervarianten, bei denen die Wachskerzli nicht mehr zum Leuchten zu bringen waren. Das schon erwähnte Regenwetter ist das eine, das andere sind zu warme Temperaturen, die das Wachs in den Alubechern schmelzen lassen, so dass es das Flämmli nach jedem Wiederanzünden auslöscht. Da nützen noch so viele Zündhölzli gar nichts mehr. Bei trockenem, kalten Wetter aber gibt es nichts Schöneres als echte Kerzen !

  • tina sagt:

    lustig getextet 🙂 dankeschön 🙂

  • Nick sagt:

    Bei allem Respekt vor der Meinungsfreiheit im Allgemeinen und der Meinung des Autors im Besonderen, aber muss diese gleich so daherkommen: „Es sollte verboten sein“? Nur weil er etwas Belangloses nicht gut findet? Warum so drastisch, ja geradezu diktatorisch in der Wortwahl? Täte es nicht auch ein „Gefällt mir gar nicht“? Wenn schon bei solchen Banalitäten derart scharf (verbal) geschossen wird, wie erst bei wirklich wichtigen Fragen? Etwas mehr gegenseitiger Respekt kombiniert mit verbaler Abrüstung wäre gerade in diesen Zeiten nicht schlecht. Denkt mal nach, liebe Leute.

    • tina sagt:

      bei animierten esswaren hört die meinungsfreiheit auf. das ist kein spass mehr!

    • k. miller sagt:

      Ein Blogger gibt seine persönliche Meinung wieder – das ist unter anderem der Sinn eines Blogs. Bei allem Verständnis für dein Unverständnis – aber so drastisch ist dieser Artikel nun auch wieder nicht formuliert. Und nicht jeder, der mal so etwas sagt wie „ich könnte den xy umbringen“, der tut es dann auch. Hoffe ich doch 😉 Gegenseitiger Respekt ja, unbedingt – aber zuviel political correctness in der Meinungsfreiheit tut der Sache auch nicht gut.

  • Dani sagt:

    Ich denke auch hier ist es wieder egal was wir wollen oder woran uns die Erinnerungen hängen. Den Kindern soll es Spass machen. Aber ich kann verstehen, dass die Stimmung mit richtigen Kerzlein viel heimeliger ist. Das die Kleinen zugekleistert sind mit irgendwelchen Reflektoren…. na ja, dazu sag ich jetzt mal nichts. Ihr seid und bleibt eine Schisshasen- und Feigling Generation, die in jedem kleinen Detail der Umwelt einfach nur noch die Gefahr für die Kinder sehen. Ich hoffe, die kommenden Generationen an Eltern und Kinder, sind da wieder etwas bodenständiger.

    • tina sagt:

      normale eltern haben 2 sorten kleider: eine für den weg vom kindergarten nachhause mit reflektoren, um nicht überfahren zu werden nachmittags um 15:30 wenn es im winter finster ist, und eine sorte für den räbeliechtliumzug

  • Susi sagt:

    Wir waren letzten Freitag im Vollschiff am Umzug. Mit richtigen Chärzli wäre das gar nicht gegangen, die Räbenliechtli waren halb mit Wasser gefüllt und konnten nur dank der in Säckli eingepackten Elektrokerzen noch leuchten. Umwelttechnisch nicht toll, doch einmal im Jahr geht’s.

    Aber was schreib ich hier eigentlich über Elektrokerzen? Die Welt hat grad andere Probleme…

  • Sophia Walter sagt:

    Ich heule doch auch nicht dem Tastentelefon hinterher, nur weil das soviel schöner klackerte, als es das Fake-Klackern auf dem Iphone vermag. Lasst doch bitte unsere Kinder eine schöne Kindheit haben, auch wenn die sich von der unsrigen unterscheidet!

  • Jan Holler sagt:

    Der Mamablog: salopper Ton, überlegenes Gehabe, grosszügiges Lob ans andere Geschlecht, Tadel an die anderen Eltern, die es alle nicht begreifen: So wie ich macht man es richtig, auch wenn ich nicht schnitzeln kann. Mein(!) Kind hat es gut, weil es so geniale Eltern hat. Die anderen tun mir leid.

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