Die schlimmsten aller Kosenamen

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Kein Kommentar: Denn ich will kein Wurm und auch kein Engel sein. (iStock)

Schwangerschaft und Familiengründung sind ein Fest der ulkigen Begrifflichkeiten. Über die Abkürzungen der Forenmuttis wie MuMi oder SS habe ich mich an dieser Stelle ja schon einmal ausgelassen. Aber auch ausgeschriebene und gesprochene Wörter treiben mir oft ein Fragezeichen ins Gesicht.

Familienmanager(in)

Hausfrau und Hausmann klingt altbacken. Aber ob es deswegen einen Anglizismus aus der Wirtschaftswelt braucht? Damit verbessern wir doch nicht die Wahrnehmung der Hausarbeit, sondern heben wieder das Finanzkader auf ein Podest. Und wenn schon, dann gleich richtig: Wie wärs mit Chief Family Officer, Familienvorstandsvorsitzende oder Familienprokurist?

Ja, ich habe den Begriff Familienmanager auch schon verwendet und mich dann eine Woche lang dafür geschämt. Die folgenden Wörter kämen mir allerdings nicht über die Lippen:

Familienvater und Kindsvater

Während Mutter für sich allein gut genug klingt, braucht der Vater immer mal wieder einen Präfix. Aber jeder Hobbymathematiker weiss: Zwei schöne Wörter ergeben ein Schimpfwort (in Fachkreisen auch als Schafseckel-Theorem bekannt). Väter werden deshalb immer nur bei persönlichem Fehlverhalten zum Familien- oder Kindsvater: «Die Hälfte aller Familienväter geht ins Puff» oder «Der Kindsvater hat sich abgesetzt» sind typische Sätze. Für ganz schlechte Väter gibt es noch die Kombination als Steigerungsform: «Der Familienkindsvater hat sich ins Puff abgesetzt.»

Familienvater und Kindsvater. Klingt wie Familienpackung und Kinderschokolade, ist aber des Teufels.

Kennenlernzeit

Einer der beliebtesten Glückwunschsätze nach der Niederkunft lautet anscheinend: «Ich wünsche euch eine schöne Kennenlernzeit.» Gut gemeint, aber ich muss nichts kennen lernen, was ich selber gemacht habe. Ausserdem wäre «Haha, viel Spass mit dem Kindspech!» weitaus ehrlicher und klänge weniger wie Watte.

Die wahren Klassiker sind aber sechs weitverbreitete Kosenamen fürs Kind. Einer kitschiger als der andere:

Bohne

Warum ausgerechnet Bohne? Weil das Kind in der fünften Schwangerschaftswoche mal die entsprechende Form hatte? Dann wäre jetzt nach der Geburt eher «Butternusskürbis» oder «viel zu spät geerntete Zucchetti» angebracht.

Kleine Maus

Mäuse verbreiten Krankheiten, kacken, wo sie gerade essen, und nagen alles an. Der Vergleich passt also ganz gut. Warum aber die entzückten Gesichter beim Blick in den Kinderwagen? Viel passender wäre eine entsetze Fratze und dazu passende Worte: «Ihh, ekelhaft, diese kleine Maus.»

Wurm

Kein Kommentar.

Erdenbürger

«Willkommen, Kiddo. Was sind wir froh, bist du kein Alien geworden. Übrigens gehörst du jetzt zum Bürgertum, hier deine Abstimmungsunterlagen.» So die wörtliche Auslegung des Begriffes. Intendiert ist freilich dessen mystische Bedeutung. Frauen – und es sind immer Frauen –, die Erdenbürger sagen, hängen auch Traumfänger auf und schwitzen dabei Glitter. Geht es eigentlich noch spiritueller als «Erdenbürger»?

Engel

*seufz*

Prinzessin

Männer, die ihre Tochter Prinzessin nennen, hätten wohl besser einen Piraten bekommen. Meine Theorie: Sie erziehen ihre Prinzessinnen zu Erwachsenen, die später Dinge wie «Erdenbürger» und «Engel» sagen.

Ich verstehe es nicht. Bohne, Maus und Wurm entsprechen so gar nicht meinem Humor. Vielleicht kann es mir ja jemand von Ihnen erklären, liebe Leserinnen und Leser. Oder ich akzeptiere einfach, dass solche verqueren Schnusigkeiten zum Wunder der Geburt (*uäääks*) dazugehören. Und überhaupt: Wer bin ich, zu urteilen, ich nenne mein Kind Brecht.

159 Kommentare zu «Die schlimmsten aller Kosenamen»

  • Melody sagt:

    Ich hab Tränen gelacht …. 😀

    Wir haben unseren Liebling „Wurm“ genannt, als sie noch im Bauch war. Danach war sie mein „Goldschatz“ (:

  • Susanne Reich sagt:

    Ich glaube es kommt nicht so sehr auf den Namen an, sondern wie man ihn ausspricht. Gemeint ist eigentlich eine liebevolle Bezeichnung, welche ausdrücken soll, wie gern man das Kleine/den Kleinen hat. Hat man manchmal auch für Tiere: Ich nannte meine Meersöili damals als Übername „Stinkmorcheln“ und ich liebte sie über alles. Auch meinen Kosenamen und den meiner Schwester mochte ich nicht. Trotzdem ist und bleibt es doch ein Zeichen der Zuwendung. Wenn jemand einem egal ist, denkt man sich kaum solche Namen aus. Also jeder wie er will, nur bitte auch an den Nachwuchs denken, speziell bei den Föteli und Filmchen, welche auf’s Internet gelangen. Im Interesse Ihres Pupsis, Stinkers, Zwerglis, Müüslis, Böhnlis und Würmlis etc. 😉

  • Lichtblau sagt:

    @Michael: Also „der Brecht“ ist doch ein Kosename für die Ewigkeit. Passt auch zu einer würdevollen älteren Dame ausgesprochen gut. Dagegen „Müüsli“ oder „Schnägg“ – ich weiss ja nicht …

  • Ruedi sagt:

    Hallo Markus Tschannen

    Bohne, Maus und Wurm entsprechen auch nicht meinem Humor, Brecht allerdings ebenso wenig meiner schwach ausgeprägten Ernsthaftigkeit. Aber, wie Sie selbst versöhnlich sagen: Wer ist man, um urteilen zu können? Man kann nicht.

    Kommt dazu, dass Sie, gnädigerweise, die schlimmsten aller Kosenamen noch nicht mal zitiert haben. Liebende Eltern sind zu nahezu allem fähig, wenn’s um ihre kleinen Racker geht. Auch über die Kosenamen hinaus – da findet vom aktuellen TV-Serienliebling bis zum nordischen Kriegsgott alles statt. Die Namen drucken sie auf Kleber und pappen sie hinten ans Auto. Ja, die tun das.

    Nein, ich urteile auch nicht, plädiere aber dafür, dass Kinder ab 12 sofort Anträge auf Namensänderungen stellen dürfen. Für Kose- und für offizielle Vornamen.

  • Nic sagt:

    Oh, was für ein Irrtum!
    Das Kind hast du zwar organisch gemacht, den Charakter darfst du dennoch erst kennenlernen.

  • henriette sagt:

    Ich weiss nicht, ob mit meinem Sinn für Humor etwas nicht stimmt, aber die Beiträge von Herrn Tschannen kommen mir meistens eher schräg rein. Auch bei diesem Blog reiht sich für mich eine Seltsamkeit an die andere. Ich bin fast dankbar, dass ich den Verfasser nicht persönlich kenne, denn ich glaube, dass ich mit ihm nicht zurecht käme.

    • Mit mir ist sehr leicht zurecht zu kommen, das schaffen Sie sogar mir ihrem kaputten Humor.

      (Das war jetzt eine dieser Seltsamkeiten, die Sie an mir nicht mögen, stimmts? Ich kann das nachvollziehen, mich aber schlecht ändern, befürchte ich.)

    • Lichtblau sagt:

      Ich denke, dass ich mit Herrn Tschannen humormässig nicht die geringsten Probleme hätte.

    • Jänu sagt:

      Ihr Sinn für Humor stimmt, der Mann macht halt einen auf intellektuellen Schenkelklopfer. Wenn keine Inhalte da sind, versucht man es halt mit Witzischkeit.

  • Markus Schneider sagt:

    „Baby“ kann man das Buschi ja nicht nennen, so heissen bereits (gegenseitig) die auf jung rasierte Mutter und ebenso der Vater. „Stinker“ ist das einzig sinnvolle, aber das trauen sich die wenigsten. Im übrigen haben Wurm und Bohne immerhin Tradition. Dagegen frage ich mich wie ums Himmelsgottswille man sein Kind „Brecht“ nennen kann?! Lebenslang, meine ich.

  • Lukas sagt:

    Ich nenne meinen inzwischen 9-jährigen Sohn ‚Spatz‘. Ist nicht wirklich was Spannendes, aber ich wundere mich über mich selbst. Denn ich verwende sonst nie Kosenamen, meine Frau nenne ich schlicht bei ihrem vollem Vornamen. Warum sage ich ‚Spatz‘? andauernd! Meine Mutter nannte mich ‚Butz‘ oder ‚Fitzlibutz‘. Ich mochte das nicht sehr.

  • Aber Hallo sagt:

    Naja, meine Eltern nannten mich Popper. War besonders in der Öffentlichkeit peinlich…zudem war ich „der Popper“ und weiblich. Dä wäre noch Brecht fast besser gewesen! 🙂

  • Anh Toàn sagt:

    Also ich nenn unseren Kaulquappe: Er hat Beine, aber weiss dies noch kaum, und schon gar nicht, was er damit anfangen soll. Und dann wird er ein Frosch, und wenn ihn dann eine Prinzessin küsst, ein Prinz und wenn sie heiraten, wird er König und dann hat meine Frau gesagt, muss ich sterben gehen.

  • Thuerig sagt:

    Eben, Brecht, autsch….

  • Katharina sagt:

    Das Zeitalter von Newspeak hat definitiv dann begonnen, wenn Oldspeak in einer nomenklatur der lächerlichkeit unterworfen wird.

    You really can do better than a wash-up of Kevinism jokes, Mr. Tschannen.

    • Aus Ihrem Mund schmerzt und sitzt die Kritik ganz besonders. Aber habe ich Sie richtig verstanden: Sie erklären Müüsli, Würmli und Erdenbürger zum Volkskulturgut und machen mich zu einem elitären Dogmatiker? Da muss ich entweder lachen oder dringend in mich kehren.

  • Joe Weiss sagt:

    Sind wir ehrlich: die deutsche Sprache kennt praktisch KEINE angenehm klingenden oder ästhetisch zu lesenden Begriffe im Zusammenhang mit dem ganzen Thema der «Produktion» und der «Aufzucht» von menschlichem Nachwuchs… ^^ meistens kommt einem beim Lesen oder Hören der verschiedenen Begriffe doch wirklich das bare Grausen.

    (Und sind wir nochmals ehrlich: Babies in den ersten Lebensjahren sind meistens nicht so niedlich, wie wir sie uns mit unserem gemeinsamen Genmaterial und unserer Optik zurecht biegen. Ein Rest von Instinkt und Natur führt dann aber meistens trotzdem zum stolzen «Pupsi-Pflegen» oder «Pfüderli-Hätscheln»… und «Social-Media-Bildli-Verbreiten»… letzteres natürlich ohne auch nur eine Sekunde an die möglichen «Interessen des Nachwuchses» zu denken. Ein Blog-Thema?)

  • Samichlous sagt:

    Meine Tochter hätte sich bestimmt über Tschannens heutigen Artikel gefreut. Allerdings wäre sie schwer entrüstet, wenn ich sie Brecht nennen würde 😉 „Aber Mammmmaaa ich heisse doch nicht Brecht und ich bin doch kein Mann!“

    @ M.Tschannen: Schon überlegt, wie Sie ihren Sohn nennen würden? Jelinek? Christie? Brontë?

    • Schwierig, schwierig. „Von Droste-Hülshoff“ geht etwas schwer über die Lippen. Vielleicht doch „Lasker-Schüler“. Oder möglicherweise ganz profan „Rowling“.

      • Katharina sagt:

        Von Droste-Hülshoof öffnet Ihnen viele Türen in Beverly Hills. In Mittelerde hingegen ist das, weil definitiv jenseits des Imperativs der Mediokrität, verpönt, wenn nicht sogar heretisch.

      • tststs sagt:

        Hallooo… schon die Brecht ist viel zu teutonisch, das wird ganz klar ein Spyri!

  • Samichlous sagt:

    Unsere Tochter hat kürzlich mehrmals gefragt “ wieso nennt mich die Nachrbarin „Froueli?, ich bin doch keine Frau?!“ Und wieso nennt mich die Bekannte Böhnli? Ich bin doch keine Bohne!? Ich bin ein Mädchen. Habe ihr dann gesagt, dass sie nächstes mal ruhig sagen darf, dass sie das nicht mag. Das hat sie sich noch nicht getraut, aber sie nennt jetzt die Nachbarin einfach „Vreneli“, was diese wiederum nicht als lästige Verniedlichung empfand sondern freuete 😉

  • Jennifer sagt:

    Pf, bitte! Was sind denn das für Kosenamen? Für mich muss man sich richtig schämen!

    Ich nenne meinen Sohn: Schmusipuh, Erbsenpups, Schmusefluse und Pupsischnupsi.
    Ich bin nicht mal sicher, ob er noch weiß wie er wirklich heißt!

    • Nala sagt:

      Könnte noch „Schnuggibutzibänibönischatzeli“ anbieten. Würd gut zum Pupsischnupsi passen.

      • Jennifer sagt:

        Das nehmen ich doch glatt, wir bekommen bald ein Zweites, das will ja nicht namenlos bleiben. Aktuell heißt es noch Schlomorienchen – da geht noch was!!!!!

  • Jasi sagt:

    Und wenn man es doch tut – Kosenamen verteilen, meine ich – gehört man nicht in den erlauchten Kreis der Intellektuellen. Ich mag Kosenamen und ich erinnere mich gerne daran zurück, wie mich mein Vater früher genannt hat. Seltsamer finde ich es, wenn eine 90-jährige Frau Anneli oder ein 70-jähriger Mann Seppli gerufen wird, aber auch das ist kein Aufreger, sondern mehr ein Schmunzler.

    • Lichtblau sagt:

      Warum nicht einfach „Ruhejetzt“, das klingt doch auch speziell. Oder „Silence“! Oder „Blitzschnellinsbett“.

  • Kathy sagt:

    Haha, ich war auch eine Kosename-Gegnerin. Aber das war bevor unser Schätzi, also d Frau Görpsi alias Stinkbohne – ich spreche von meiner kleinen Maus – zur Welt kam

    • Nala sagt:

      haha Frau Görpsi. Der ist geil. Stinkbohne war unsere auch eine Weile. Und weils netter klingt auf Latein: faba foetida (hmm richtig geschrieben? Schon lange her…)

  • Mia sagt:

    Danke für diesen erfrischenden Beitrag!
    Meine weiteren persönlichen No-Go’s, häufig auf Foren anzutreffen:
    – Krümel (= Embryo)
    – Junior („musste Junior noch in KiGa bringen, danach kam SchwiMu um mich in der SS im Haushalt zu entlasten. GMH auf 1cm verkürzt“)
    -GG (Göttergatte)

  • Susanne sagt:

    Sehr geschmunzelt bei dem Artikel.
    Ich nenne meine Tochter immer Mäuschen. Warum? Vielleicht weil ich als Tochter auch immer so genannt wurde und mich dann zurückerinnere wie viel Liebe in dem gesäuselten: „Mein liebes Mäuschen!“ lag….. 🙂

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Also, ich nenne meine geliebten Kinder, mein Partner und alle unsere Tiere (Katzen, Hunde, Kühe) ausgenommen die Hühner Schatz oder Müüsli. Wens stört, soll weghören.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Sie haben offensichtlich keinerlei Gespür für Hühner, TvS!

      • tststs sagt:

        Nope, die Hühner haben interveniert, sie wollen jetzt bei ihrem vollen Namen genannt werden…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nee, liegt eher daran, dass bei 1500 Hühnern keine so enge Beziehung besteht….

        @ tststs

        Einfacherhalber heissen alle Schneewittli

    • Veronica sagt:

      Ja, Schneewittli, auch wenn sie alle braun sind. Eine Nachbarin hiess alle Kleinkinder Lockenkopf, auch Kinder mit glattes Haar.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nöö, unsere jetztigen Hühner sind alle weiss, der Hahn hiess (wurde von einer Habichtfrau namens Isolde gefressen) Dusty der Hässliche alias Luzifer der Schreckliche. Die vorherigen weissen Hühner hiessen Snow-White und die braunen Caramel, die braunen Hähne Bruno und der weisse Hahn Snowball.

      • Veronica sagt:

        Jetzt frage ich mich: können Hühner ihren Namen erkennen?

  • tststs sagt:

    Hihi… noch heute, ü30, ist es so: Wenn ich bei meinem vollen korrekten Vornamen genannt werde, dann liegt etwas im Argen… egal ob Familie oder Freunde 😉

  • Michael sagt:

    Es scheint halt ein menschlicher Zug zu sein, alles was klein und jung ist, mit verniedlichen Kosenamen zu belegen. Und da ist Wurm gleichwertig wie Prinzessin und meinetwegen auch Brecht. Wichtig für die Entwicklung des Ego des Kindes ist nur, das diese Namen dann mit zunehmendem Alter verschwinden. Im übrigen wurden meine beiden Töchter auch nie als Prinzessinen bezeichnet. Weder von uns Eltern noch von den Angehörigen. Sie waren maximal Spatzi, aber hauptsächlich blieb es bei ihren Namen Johanna und Finja.

    • tststs sagt:

      „Wichtig für die Entwicklung des Ego des Kindes ist nur, das diese Namen dann mit zunehmendem Alter verschwinden.“
      Was meinen Sie damit?
      Nur weil meine Mutter (und auch die Grosseltern übrigens) mich auch noch im Erwachsenenalter mit meinem Kosename ruft, müssen nicht alle so gestört wie ich dabei herauskommen…
      😉

  • Susi sagt:

    Eigentlich wäre es doch viel interessanter zu hören, wie Paare einander nennen! Aber stimmt, hier ist ja der Mamablog.

  • Susi sagt:

    Kosenamen sind etwas Tolles, wenn sie den richtigen Namen nicht permanent ersetzen. Ich finde, sie müssen auch immer der Situation oder der Lebensphase angepasst sein. So nannten mein Mann und ich unser Baby „Speck-Chöpfli“, das Kleinkind „Locken-Chöpfli“. Ich habe grad gemerkt, dass ich sie manchmal tatsächlich „Prinzessin“ nenne. Schlimmschlimm.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ganz ganz bei ihnen:
      Wer an Kosenamen rummäkelt oder wertende Listen erstellt ist einfach nur…. äääh
      Liebe ist 1. individuell und kann von aussen nicht beurteilt werden
      2. sind ihr keine Schranken durch Miesmacher zu setzen

      • Susi sagt:

        Moment, „süsse Maus“ und „Zwerg“ finde ich auch schlimm!

        🙂

      • Reincarnation of XY sagt:

        hoffentlich – es ist eben persönlich
        und es geht um die Freiheit, dass jeder so seinen Überschwang ausdrücken darf, wie es ihm passt

        ist doch super, wenn da eine gewisse Vielfalt entsteht

    • Dornröschen sagt:

      Meinen 8-monatigen Neffen und den kleinen Sohn meiner besten Freundin nenne ich „Wurst“; irgendwie kommt mir bei so kleinen, rosigen, speckig-wohlgenährten Babys und Kleinkindern immer ein Cervelat in den Sinn :D. Ich sollte wohl mal zum Psychiater :D.

      • Nala sagt:

        Dornröschen, solange es noch mit Wurst geht ist das ok. Kritischer wirds, wenn sie bei den beiden Jungs an Michelin-Männchen denken 😉

    • Lichtblau sagt:

      @Susi: Wir nannten das Baby sehr kurzfristig „Specki“, das war zum Glück rasch wieder unpassend. Darauf folgte das schlichte „Masterpiece“.

  • Patrick sagt:

    Welche Kosenamen sind denn genehm?
    Kleine Maus, in Berndeutsch Müüsli, ist bei uns in Gebrauch, wird’s auch bleiben, weil sie halt so ne süessi Muus isch.
    Auch ging es bei Kosenamen eigentlich selten um Humor. Humorvolle Kosenamen scheinen auch nicht Kosenamen zu sein, sondern etwas anderes, weniger Geschätztes.

    • Hmm eine gute Frage. Muss wohl jeder selber entscheiden, was er süss, passend oder eben doch witzig findet. Ich finde Müüsli etwas abgegriffen, aber das ist einfach persönlicher Geschmack. Meist ergeben sich die wirklich guten Kosenamen ja aus der Persönlichkeit des Kindes, wie unser Brecht. Kann aber durchaus verstehen, dass das auch nicht jeder schön findet.

  • Andreas sagt:

    Noch schlimmer sind die Kosenamen in (neuen) Liebschaften: Schnägg und dergleichen. Ähhh – vielleicht mal Körner streuen?

  • Franz Vontobel sagt:

    Wer eine Tochter hat, merkt bald, dass diese gern Prinzessinen sind und auch gerne so bezeichnet werden.

    Ähm… nein.

    • Brunhild Steiner sagt:

      ah ein Leidensgenosse, werden Sie von Ihrer auch gleich (wahlweise verbal/handfest) attackiert, sollten Sie es wagen zu dieser Bezeichnung zu greifen? 😉

    • Susi sagt:

      Ich sagte gestern beim Heimkommen: „Oh, d’Prinzessin isch no wach?“ Sie findet das glaub nicht sooo toll. Vor allem, seit sie in der zweiten Klasse ist.

      • Loz Ärni sagt:

        Alles eine Frage des Alters – meine ist 4 und läuft auch gerne mal im Prinzessinenkleid und dem Zauberstab durch die Stadt. Ich hoffe das ist dann in der zweiten Klasse auch wieder vorbei.
        Dann wird sie dann auch nicht mehr „kleine Maus“ und „Würmchen“ genannt werden wollen…

      • 13 sagt:

        Oh, darauf warte ich noch. Meine Zweitklässlerin findet Prinzessinnen nachwievor toll. Ok, in der Stadt läuft sie zum Glück nicht so herum. Aber meine Hoffnung liegt nun bei der Kleinen, die bisher mit dem ganzen Glitzerkram nichts anfangen kann und lieber mit einem Polizeiauto durch die Gegend düst. Auch nicht im Tüllkleid, sondern am liebsten nackt.

      • Martin Frey sagt:

        „Aber meine Hoffnung liegt nun bei der Kleinen, die bisher mit dem ganzen Glitzerkram nichts anfangen kann und lieber mit einem Polizeiauto durch die Gegend düst. Auch nicht im Tüllkleid, sondern am liebsten nackt.“
        Ich hoffe nicht auf dem Hintersitz, 13. Derartige Schlagzeilen sind ansonsten nur etwas zweifelhaften it-girls vorbehalten… 🙂

      • 13 sagt:

        Hihihi…nein, zur Zeit ist es noch im sicheren Zuhause und ein Spielzeugauto, was noch kommt wird sich zeigen. Bei dem Kind wäre ich aber nicht überrascht, wenn ich einmal sehr glücklich über meine eigene Berufswahl sein werde…

      • lieselotte sagt:

        Oh, die Tochter meiner Nachbarn herrschte vor ein paar Tagen ihre Freundin beim Spielen in drohendem Tonfall (und ziemlich laut) an: „Un du bisch doch d’Prinzessin Lillifee!“ Klang nicht, als ob das etwas Erstrebenswertes wäre…

    • Bettina Fries sagt:

      Yep, Franz, da muss ich Ihnen beipflichten, meinem Vater wäre es nie in den Sinn gekommen, mir Prinzessin zu sagen und lustigerweise wurde aus mir auch keine. Aber ich stelle leider fest, dass die Männer meiner Generation zwar über die vermaledeiten Prinzessinnen klagen, jedoch mit grosser Treffsicherheit nur an genau diese Damen ihr Herz verlieren. Offenbar wollen sie lieber ihren Beschützerinstinkt ausgelebt sehen inklusive regelmässigem Drama wegen IRGENDWAS, als eine Partnerin, die sie im schlimmsten Fall aus dem brennenden Haus ziehen könnte oder zumindest sofort wüsste, was zu tun ist, falls das kräftemässig nicht geht. Ich erwische mich oft dabei, wie ich extra einen auf etwas weniger selbstsicher/pragmatisch mache, damit die Männer sich nicht bedroht fühlen. Klappt bedingt…

    • tststs sagt:

      So funny, ich nenne die Töchter zweier meiner Freunde jeweils „Prinzessli“ um den Vätern zu zeigen, wie sehr sie ihre Mädchen verziehen (jawohl, nicht mehr verwöhnen, verziehen!) und zu welch extremen Tussis sie die beiden erziehen… 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs

        lassen Sie uns teilhaben an den Abgründen und versorgen Sie uns mit anschaulichen Beispielen, so eine Art Leitfaden „das Einmaleins des Verziehens,- was Sie tun sollten um die Erde mit einer weiteren Prinzessin auf der Erbse zu beglücken“…
        (bitte, bitte, bitte)

    • Alpöhi sagt:

      Ähm… aber irgendwas in der holden Weiblichkeit drin (egal welchen Alters) möchte von einem edlen Ritter aus den Krallen des Drachen gerettet werden. Es ist ein Archetypisches Bild, das die Zeiten überdauert hat.

      (Na gut, es gibt auch Kampf-Emanzen, die dem Drachen höchstselbst ihr Handtäschli um die Ohren schlagen und darum keinen Prinzen brauchen. Aber so geboren wird frau nicht. Meistens.)

      • Martin Frey sagt:

        Tragen Kampf-Emanzen überhaupt Handtäschli, Alpöhi? Oder würden sie nicht eher zu anderen Mitteln greifen?

      • 13 sagt:

        Ist das wirklich in der „holden Weiblichkeit“ drin, wenn sich hier doch eher die Ritter bedroht fühlen, wenn eine Prinzessin nicht gerettet werden will, sondern selber das Handtäschli oder wahlweise das Schwert zieht?

        Ob angeboren oder anerzogen, aber ich träume vom Ritter, der sich neben mich stellt und mit dem ich zusammen den Drachen besiegen kann, ohne dass er entweder beleidigt ist, weil er mich nicht retten darf, noch sich darüber auslässt, dass es extrem unfair sei, dass immer die Prinzessinnen gerettet und schlimmstenfalls dafür die Ritter geopfert werden müssen….

      • Franz Vontobel sagt:

        Handtaschen können, wenn richtig befüllt, sehr potente Nahkampfwaffen sein:
        https://www.youtube.com/watch?v=6Nenn8Vd6Mc
        ab 1.05

        (Anm. für Kenner: Tara King geht in Ordnung, aber sie kann Emma Peel aka Dame Diana Rigg natürlich nie das Wasser reichen.)

      • Alpöhi sagt:

        ich träume vom Ritter, der sich neben mich stellt und mit dem ich zusammen den Drachen besiegen kann

        Das hat Platz in dem Archetyp und bestätigt die Regel 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Tja, die Einen wünschen sich einen Ritter und ich habe einen, ohne vorher gewusst zu haben, dass ich einen Ritter haben möchte.

  • Petra sagt:

    „nichts kennen lernen, was ich selber gemacht habe“: Weiß man vorher, obs ein Schreikind wird oder ob der Frischling (noch so ein Wort) brav durchschläft? Wer erwartet, dass das zweite Kind so wird wie das erste (das hab ich doch auch genauso gemacht wie das erste…)? Nenene… das sind alles kleine Wundertüten, die es zu entdecken und kennenzulernen gilt!
    Bohne: Man denke an Schokobohnen. Zuckersüß. Passt.
    Maus: süße Knopfaugen, wacher Blick, neugierig. Passt.
    Wurm: okay… da fällt mir keine Ausrede ein, obwohl ich das auch benutze…
    Erdenbürger: bissl pathetisch vielleicht, aber zumindest inhaltlich richtig
    Engel/Prinzessin: das war dann eben noch VOR dem Kennenlernen…
    Brecht: ist jetzt aber auch nur ein krampfhaftes „bloss nicht süß“. Assoziationen hierzu? Kein Kommentar.

  • Loz Ärni sagt:

    Würde meine Tochter Brecht heissen – wäre sie wohl nicht die Prinzessin 😉
    Spass bei Seite – Wer eine Tochter hat, merkt bald, dass diese gern Prinzessinen sind und auch gerne so bezeichnet werden.
    Ich nehme an der kleine Brecht hat dann so lustige Namen wie „Kurzer“, „Tiger“, „Bre“, „Brechtli“, „kleiner Hosenscheisser“, „Sohn“, „Bueb“
    Oder heisst der kleine Brecht anstelle von Erdenbürger dann „Hey du Mitbewohner“?
    Wurm und Erdenbürger sind wahrlich verachtungswürdig.

  • Cybot sagt:

    Prinzessin ist doch super, denn wenn meine Tochter die Prinzessin ist, bin ich der König. Ich spreche deshalb auch gern von meiner Thronfolgerin. 😀

  • Martin sagt:

    Man gibt Kindern solche Kosenamen, weil sie herzig sind, deswegen. Meist in der Verniedlichungsform, wie Böhnchen oder Würmchen oder Würmli. Engel oder Prinzessin finde ich ganz schlimm! Beim Rest kann ich zustimmen. Es hört sich so formell, kalt oder abwertend an. Was ich auch so eine schlimme Bezeichnung finde ist: Partner/-in oder „Lebensabschnittspartner/-in“. Entweder ist es der/ die Freund/-in oder der Mann/ die Frau, aber niemals „Partner/-in“. „Partner“ hat man im Geschäftsleben, im Sport oder sonst wo, aber nicht im Privatleben.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Da stimme ich Ihnen zu. Wenn jemand von seinem ‚Partner‘ spricht, bin ich immer versucht zu fragen, wann die Partie Tennis denn losgeht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Und was ist, wenn jemand in einer eingetragenen Partnerschaft ist? Partner ist da doch der folgerichtig passende Begriff..

      • Ich rede gegenüber dritten konsequent von „meiner Frau“, obwohl wir nicht verheiratet sind. Kann man auch bei einer eingetragenen Partnerschaft machen.

      • Alpöhi sagt:

        „Meine Geliebte“ wäre auch noch eine Variante. Sofern sie zutrifft, natürlich.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Also, wenn ich bei meinem Freund von meinem Mann spreche, werde ich gefragt, wann wir denn geheiratet hätten….. Also dann halt doch wieder Patrtner, bis zur Hochzeit.

      • Franz Vontobel sagt:

        der/die Alte?

      • 13 sagt:

        @ Franz Vontobel
        Passt einfach nicht so, wenn der 45j von seiner 20j spricht, die ihn in dem Lebensabschnitt der Midlifecrises begleitet….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Der „Alte“ ist erst bei der Entsorgung angebracht. Wahlweise noch Kindsvater (sofern er dann tatsächlich ein Vater ist), ansonsten Erzeuger.

      • Carolina sagt:

        TvS: Habe Sie gerade im vorigen Blog wiederentdeckt und freue mich sehr, dass es Ihnen gut geht!!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Carolina

        Danke, ja mir geht es blendend, wie noch nie in meinem Leben. Hoffe Ihnen auch.

      • Carolina sagt:

        Gut, das haben Sie sich auch verdient! Habe mich so manches Mal gefragt, was aus Ihnen geworden ist!
        Bei uns alles in Ordnung, toi toi toi!
        😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach, ich bin der Gilde der Bäuerinnen beigetreten, selbstverständlich Bio mit glücklichen Tieren, aber Fleisch esse ich nach wie vor nicht, obschon das auf Manche irritierend wirkt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Tamar von Siebenthal

        „Ach, ich bin der Gilde der Bäuerinnen beigetreten,“
        spätestens nach der 1500 Hühner-Erwähnung habe ich mir das gedacht (1500?! Meine Güte 😉 ), auch von meiner Seite: super, freut mich!!! Das gönne ich Ihnen von Herzen!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Vielen Dank, liebe Brunhilde ☺

        Nun, muss mich korrigieren: 1500 warens vor einem Jahr, mittlererweile vielleicht noch 1300. Hühner sind ziemlich fragil und sterben schon mal aus Schreck oder ungeschicktheit, zudem müssen auch Fuchs und Habicht überleben

      • Katharina sagt:

        Wer ist Tamar? Kann sie nicht wirklich assoziieren. Ausser evt. die auf der Alp in Highheels?

      • Alpöhi sagt:

        Auf der Alp hat’s keine High Heels. Nur High Peaks 😉

        Obwohl, neulich im Schuhladen… Da waren so Glas-Schühchen… Hat mich an die Geschichte von Aschenbrödel erinnert – seufz

      • Lichtblau sagt:

        Freue mich auch für Tamar, eine Mamablog- Userin der ersten Stunde. Jetzt würde ich gerne wieder mal was von Laura TI und – ach! – Auguste lesen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Lichtblau

        Danke vielmal, aber ich kann Sie leider nicht orten unter diesem Nick. Ja, Laura TI und Auguste fehlen hier.

  • Ulrich Gassner sagt:

    ‚Kleiner Stinker‘ passt erfahrungsgemäss immer.

  • Jan Holler sagt:

    Dem Papablog gehen die Themen aus.

    • Aber Ihnen wird es hier trotzdem nie verleiden, Herr Holler. Das ist doch schön.

      • Jan Holler sagt:

        Ach, ich versuche es einfach immer wieder in der Hoffnung, ab und zu etwas Gescheites von Männern zu lesen. Aber da sie nicht wirklich etwas zu sagen haben, kommen dann halt solche Artikelchen wie dieser hier daher.
        Wie wäre es mit: „Papa als Hipster, oder wie man hoffnungslos der Zeit hinter her hinkt?“

    • Lichtblau sagt:

      Herr Holle: Heute nicht im geringsten. Ich finde ihn ausgesprochen unterhaltsam.

      • Jan Holler sagt:

        Wenn ein Autor keine Ideen hat, macht er eine Liste: Die 10 besten oder die 10 schlechtesten aller (hier beliebige Kategorie einsetzen).

  • Muttis Liebling sagt:

    Anglizismen und Abkürzungen sollte man grundsätzlich nicht verwenden. Anleihen aus der Ratten- Wirtschaft nehmen nur Schreiber, welche die Wirtschaft nicht als das sehen, was die ist: Der Vorhof der Kriminalität und Amoral. ‚Familienmanagerin‘ ist das unbestrittene Maximum der Geschmacklosigkeit im familiären Umfeld.

    Aber ansonsten ist man frei in der Wahl von Kosenamen. Je weiter weg vom Alltags- Wortschatz, umso deutlicher wird der Charakter. ‚Prinzessin‘ ist klar nicht aus dieser Welt, den Begriff darf man benutzen. ‚Pirat‘ ist wegen der so benannten Partei nicht eindeutig ausgegrenzt. Das könnte ernst gemeint sei, eignet sich also nicht für Kosenamen.

    Ansonsten gibt es lokale Regeln. In Sachsen gilt ‚Tussy‘ als liebevoll, in Berlin als Synonym für Doof.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Die Anleihen aus der Wirtschaft sind ja auch keine Kosenamen. Der Blogger hat da einfach Themen miteinander vermischt.
      Auch sind Spitznamen nicht unbedingt Kosenamen.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Bohne und Wurm kann man nicht mit Engel vergleichen.
    Ich finde Kosenamen grundsätzlich voll in Ordnung.

    Ich habe allerdings stets Wortneuschöpfungen kreiiert. Schon als Kind für meine Stofftiere, später für Frau und Kinder (die wurden sozusagen eine neue Spezies)

    • Martin Frey sagt:

      Ich habe mich ganz kurz gefragt, welche Kosenamen denn der Herr Tschannen für Frau und Kind im richtigen Leben verwendet. Denn ich denke, jeder Mensch verwendet irgendwelche Kosenamen für die nahestehendsten Personen. Heute hat er ja nur eine (diskutable) Negativliste abgeliefert.

      • Christoph Bögli sagt:

        Also da würde ich widersprechen. Ich finde Kosenamen per se eher irritierend und habe nie einen Grund gesehen, solche zu verwenden. Wieso auch, die Person hat ja einen Namen und sollte dieser effektiv zu eckig sein kann mans ja immer noch in gut berndeutscher Art und Weise verkürzen. Aber Menschen, insbesondere nahestehende, mit Namen von Tieren und Nahrungsmitteln zu drangsalieren? Sowas ist doch höchstens beim ärgsten Feind („Sauhund!“) akzeptabel..

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja Bögli das ist halt ihre Meinung, beziehungsweise sie haben kein Gspüri dafür.
        Für mich sind Kosenamen das natürlichste der Welt, sie kommen spontan, von Herzen ohne jede Hipster-Überlegung, sie sind ein Ausdruck von emotionaler Überschwänglichkeit.
        Ob das für alle so ist, weiss ich nicht. Für mich ist das so.

      • tststs sagt:

        „sie sind ein Ausdruck von emotionaler Überschwänglichkeit“
        Und ausserdem sorgen sie für das Gefühl von Zugehörigkeit. Nur eine eingeschworene Gemeinschaft (Familie oder Freunde) kennt die Kosenamen (und deren Bedeutung/Herkunft).

        PS: Ich glaube, wunschgemäss hätten Sie „Ja, Böglu, das ist halt…“ 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Was sind denn all die Ädus, Bidus, Stöffus (damit sind Sie gemeint…), Küsus und Beetlys anderes als Kosenamen, Hr. Bögli? 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        @HF: Was sind denn all die Ädus, Bidus, Stöffus, Küsus und Beetlys anderes als Kosenamen

        Abgekürzte Vornamen? – Das sie wie Kosenamen tönen hat wohl v.a. mit dem Berndeutsch zu tun.

        @XY: emotionaler Überschwänglichkeit
        Etwas, was auch nicht von jedem gleich positiv gewertet wird. (Ich z.B. empfinde „emotionale Überschwänglichkeit“ meist als anstrengend und oft als Grenzverletzung.)

      • Christoph Bögli sagt:

        @RoXY: Ja jedem das Seine. Ich habe lediglich auf MF’s Behauptung geantwortet, dass jeder solche Kosenamen verwendet. Ob das von Herzen kommt wirkt zumindest in so einigen Fällen eher unwahrscheinlich, häufig wirkt das eher einfallslos und erzwungen.

        @tststs: Das wäre natürlich ein netter Nebeneffekt, ist aber eher unglaubwürdig wenn so gut wie jeder die paar wenigen, identischen Kosenamen verwendet. Diese wirken dann vollends beliebig und somit überflüssig. Mit einem wirklich personalisierten und damit sinnvollen Spitznamen könnte ich schon eher was anfangen, aber millionenfach verwendete „Schatzis“, „Müüslis“ und „Häslis“ wirken eher so, als könnte sich derjenige nicht mal den Namen der anderen Person merken..

      • tststs sagt:

        @C.B. Haben Sie natürlich auch recht (ich hatte dabei aber nicht nur Kose-, sondern auch Spitz- und Kurznamen im Sinn…)

      • Nala sagt:

        Also mir gehts wie Bögli. Kosenamen sind einfach *wuäh*. Die benutz ich vielleicht für Freunde, Bekannte. Da kanns durchaus mal ein Kosename sein, so als Verulkung. Aber meine Partner hab ich immer beim Namen genannt. Je näher, desto eher der Name.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Der fürs Kind ist ja bekannt. Für die Frau vielleicht ‚Klopstock‘?

      • Martin Frey sagt:

        Ich nehme mal an, dass Brecht lediglich ein Deckname für all seine Social Media Aktivitäten ist und im realen Leben nicht zur Anwendung kommt.
        Aber vielleicht lässt er uns teilhaben? 😉

      • tststs sagt:

        🙂
        Hr. Gassner, u made my day
        🙂

      • Der Brecht kommt tatsächlich auch im realen Leben zur Anwendung. Zusammen mit vielen Abwandlungen: Brechthold, Brechtholdibus Maximus, etc. Die Frau ist ganz einfach und je nach Bedürfnis entweder Schatz oder Scha-ha-haaaatz. Kann man natürlich genauso doof finden wie meine Liste. Reine Geschmackssache aber es ist mir halt wichtig, dass Sie meinen Geschmack kennen.

      • Alpöhi sagt:

        Klar. Übersteigertes Mitteilungsbedürfnis. Willkommen im Club 🙂

      • Ich fühle mich gut aufgenommen, danke.

  • Grunder sagt:

    Spatz, Du häsch Spatz vergässe….:-))

    • Argh, ich wusste, da ist noch was.

      • Nala sagt:

        Und das Schätzli. Wobei das ja noch beliebig für Sohn, Tochter, Ehefrau oder Ehemann benutzt werden kann *uargl*.

        Bei „Schatz“ kommt mir dann allerdings immer der Song von Bodo Wartke in Sinn. „Ja Schatz…… dann hack ich eben Holz“ 😀

  • Seeländer sagt:

    Also ich fand es lächerlich, als mir meine Frau berichtete, dass in manchen Schwangerschaftsforen die Mütter ihr ungeborenes Kind den „Bauchzwerg“ nennen. Was für einen Stuss! Ich erfand dann gleich (auf Berndeutsch) den „Gebährmueterzägg“ was der Wahrheit wohl eher gerecht wird.

    • 13 sagt:

      Gebährmuetterzägg finde ich super. Wobei Bauchzwerg ja völlig zutreffend ist. Es ist im Bauch und winzig klein. Und es tönt einfach schöner als Embryo oder Fötus.

      • Lichtblau sagt:

        Schräg finde ich auch „Sohnemann“. Das geht in Richtung „Göttergatte“ (in Foren gerne GöGa genannt). Vor allem von Mütter verwendet. Ein Vater, der sein weibliches Kind „Tochterfrau“ nennt, würde wohl eher komisch angeschaut.
        Naja, ich war für meinen Papa die „Göttertochter“ und ich hatte nicht wirklich etwas gegen diese Bezeichnung. Und „Brecht“ gefällt mir eigentlich gut. Unsere kleine Tochter hiess kurzfristig aus Gründen „Reich-Ranicki“, heute ist sie ausgesprochen hübsch.

  • 13 sagt:

    Zum Rest kann ich Ihnen nicht viel sagen. Das ist wohl Geschmackssache, ich finde es nicht so schlimm, ausser den Engel (den dieses Wort ist in meinen Augen für ein Kind reserviert, das uns zu früh verlassen musste).

    Aber Kindsvater ist ein juristischer Terminus. Wie übrigens Kindsmutter auch, da besteht kein Unterschied. Er präzisiert, dass es nicht etwa der Vater der Gegenseite (also der Kindsmutter) ist, sondern eben des Kindes. Und Namen braucht man in Rechtsschriften aus verschiedenen Gründen nicht: man will den Fall sachlich beurteilen, es ist einfacher die Rechtsschrift bei Bedarf zu anonymisieren und bei schwierigen Namen geht das Schreiben flüssiger.

    Das wirklich schlimme Wort dabei ist Erzeuger…

    • Martin Frey sagt:

      „Aber Kindsvater ist ein juristischer Terminus. Wie übrigens Kindsmutter auch, da besteht kein Unterschied.“
      Dito in der Medizin.

    • Martin Frey sagt:

      „Das wirklich schlimme Wort dabei ist Erzeuger…“
      Persönlich finde ich „Lebensabschnittspartner“ noch schlimmer. Auch wenn beides zutreffen mag.

      • 13 sagt:

        Geht in die gleiche Kategorie, einverstanden. Zu steigern wäre es noch, indem man nur die Abkürzung LAP gebracht. Und ja, ich dachte auch immer das heisse immer Lehrabschlussprüfung, bis mich mal eine Mandantin aufgeklärt hat…

      • 13 sagt:

        Ups, das immer hat sich irgendwie verdoppelt…

    • Ulrich Gassner sagt:

      „…ausser den Engel (den dieses Wort ist in meinen Augen für ein Kind reserviert, das uns zu früh verlassen musste).“

      Seufz…. das ist auch so etwas. Engel gibt es nicht. Wenn ein Kind stirbt, ist das sehr traurig, aber das Kind ist tot. Es hat uns nicht ‚zu früh verlassen‘ (wohin soll es denn gegangen sein?). Gibt es wirklich Menschen, die ein Bedürfnis nach solch Gesäusel haben?

      • Alpöhi sagt:

        Dem Tod ist so unsäglich schwer beizukommen, da versuchen es manche halt mit Poesie. Darunter fallen die beanstandeten Wörter.

      • 13 sagt:

        Wohin es ging oder was mit ihm geschah, ist eine Glaubensfrage, die hier nicht diskutiert werden muss. Es ist nicht mehr da, was bedeutet, dass man sich als Mutter oder Vater dieses Kindes verlassen fühlt. Auch dieses Gefühl ist verständlich und nachvollziehbar. Und wer bin ich, um zu wissen, welches Bedürfnis ein Elternteil hat, dessen Kind gestorben ist? Was ihm Trost spendet? Darüber zu urteilen finde ich anmassend. Ich schrieb nur, welche Assoziation das Wort „Engel“ im Zusammenhang mit einem Kind bei mir (= persönlicher Eindruck) weckt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja Herr Gasser, solche Menschen gibt es!

        Nur weil Sie nicht wissen, dass es eine andere Welt gibt, heisst das nicht, dass diese Welt nicht existiert. Offensichtlich fehlt Ihnen einfach das Gespür für Mitmenschen.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Verdammt! Ich habe auch schon von „Erdenbürger“ gesprochen. Da hat wohl meine esoterische Frau einen zu grossen Einfluss auf mich 😉

    Nein, ganz exoterisch: ich verstehe den Ausdruck auch als kosmopolitische Lebenseinstellung und eben nicht als zum Bürgertum mit Abstimmungsunterlagen gehörend.

    • tststs sagt:

      Hihi, geht mir genauso (nur kann ich es nicht auf eine esoterische Frau schieben….)

      Benutzen Sie den Ausdruck auch hauptsächlich bei der Beglückwünschung zum neuen Erdenbürger? (Ich schon, finde es „besser“ als: Alles Gute zur Geburt von Kind/Baby/Tochter/Sohn)

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ja, ich benützt ihn auch bei der Beglückwünschung und meine das auvh bewusst so (es ist für mich keine Floskel). Ich empfand ihn aber nie als esoterisch, bzgl. Ausserirdische usw. Auch ist mir nie aufgefallen, dass dieser Begriff nur für Frauen reserviert sein soll (ist mir auch egal). Zwar ist meine Frau eine Yoga-Tussi (liebevoll gemeint, nenne sie auch ab und zu so, manchmal in Kombination mit einem Klapf auf den H… ) aber den Ausdruck habe ich nicht von ihr.

  • Metal Mom sagt:

    Ich erwarte in wenigen Tagen unseren Erstgeborenen (Erdenbürger) und mir graut jetzt schon vor den kariesverursachenden Bezeichnungen mit welchen das Umfeld ihn betiteln wird.
    Dieser Artikel inspiriert mich allerdings dazu mir auf solche Äusserungen kreative Antworten mit zwei-Wortkombinationen zu erwiedern.
    „Na wie geht es denn dem süssen Würmchen?“, „Ach der befüllt gerade genüsslich seine Windel, meine liebe Parfümladentante.“

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Naja, für jemanden die sich „Metal Mom“ nennt….. Tönt auch nicht wahrhaftig toll, sondern kalt und gefühlslos. Sorry.

      • Sambara sagt:

        Kennst du Metal? Jedenfalls steckt in Metal mehr Gefühl drin, als in der gesamten aktuellen Hitpararde…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Mein Gott, immer wird über die Kinderfeindlichkeit gejammert, aber wenn dann jemand sich für den Nachwuchs interessiert und freundlich ist, wird blöd angepisst. Wenn die werdende Gebärerin (Mama ist ein Kosewort) sonst keine Probleme hat, dann muss man halt im Vorfeld überlegen, wie man Nettigkeit verhindert.

      • Franz Vontobel sagt:

        Lucy geht, Tamar kommt…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franz Vontobel

        nein, da setzen Sie wirklich aufs falsche Pferd,
        Lucy/Lucrezia haben nichts mit Tamar, welche mit Unterbrüchen schon jahrelang dabei ist, zu tun.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Immerhin, Brecht und nicht Brechti-
    bei letzterem würd ich mir schon eher Sorgen machen 😉

    PS@Susi
    bezüglich Autorennen, nicht ganz freiwillig!

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