La vie en rose

MAMABLOG-ROSA-MICHAEL-MARTI

Instinktiv nach der Farbe Rosa zu greifen, ist für Frauen mehr als eine Frage des Geschmacks. Es ist eine Frage des Überlebens.

Vor ein paar Wochen kaufte ich meiner Tochter eine Lederjacke, ein tolles Teil, in Schwarz natürlich. Anfang September brachte ich ihr einen Poncho nach Hause, in wundervollem Tannengrün und extra flauschig. Schliesslich schenkte ich meiner Grossen – sie wird im Dezember vier – kürzlich einen Trenchcoat von Zara, preisgünstig und in schickem Sandbeige. Man merkt, ich kaufe meiner Vierjährigen gerne Kleider – bloss: Derzeit ist diese Freude ziemlich getrübt, denn mein Töchterchen lässt all die schönen Sachen liegen. Sie zieht nur noch eines an: Kleider in Rosa.

Ob Unterwäsche, Pullover, Mütze: Rosa muss es sein. Ansonsten gibt es ein Geschrei. Und ihre grösste Liebe ist ein schlapper Stoff-Flamingo, denn: «Der trägt auch immer Rosa!»

Selbstverständlich fragte ich mich, was alles falsch lief, dass ich meine Tochter nicht vor solch einer Geschmacksverwirrung bewahren konnte. Aber dann las ich vor einigen Tagen, dass alle Frauen, auch meine Tochter, gar nicht anders könnten, als früher oder später zu Rosa zu greifen. Diese Erkenntnis verdanken wir der Neurobiologie, die behauptet: Frauen hätten deshalb einen Hang zu rötlichen Farben, einen geschlechtsspezifischen Rosa-Trieb geradezu, weil die Evolution es so eingerichtet habe. Die Sammlerinnen der Vorzeit nämlich hätten sich immer nach den besten, den reifen Früchten und Beeren umgesehen. Und die sind eben rosa. Instinktiv nach der Farbe Rosarot zu greifen, das war mal mehr als eine Frage des Geschmacks. Es war eine des Überlebens.

Nun gut, natürlich liebe ich auch eine Tochter in Rosa. Das ist nicht das Problem. Aber nachdenklich macht es einen als engagierten Papa schon, wie kümmerlich der väterliche Einfluss ist, wenn sich einem steinzeitlich geprägten Geschlechtermuster entgegenstemmen. Und wenn ich als Erziehungsberechtigter nicht mal gegen eine anämische Mischfarbe ankomme – auf was überhaupt kann ein Vater, eine Mutter Einfluss nehmen? Darauf, ob die Tochter mit Puppen spielt oder mit meinem alten Kovap-Blechtraktor? Ob der Sohn in den Fussballklub gehen wird? Oder womöglich ins Ballett? Ob ein Kind dereinst Betriebswirtschaft studiert an der HSG St. Gallen – oder 16 Semester lang  am Kunsthistorischen Seminar der Uni Zürich herumhängt?

Früher hätte ich mich wohl als Anhänger des sozialen Determinismus bezeichnet. Früher glaubte ich an eine gesellschaftliche Prägung der Menschenkinder, an den dominanten Einfluss von Erziehung, Milieu, Zeitgeist – womöglich deshalb, weil ich damals selbst zu lange an einer Universität abhing, wo man viel von Gender und Geschlechterkonstrukten sprach. Doch mittlerweile, als Vater, weiss ich: All diese poststrukturalistischen und postmodernen Blödsinn-Modelle werden alleine durch ein kleines Mädchen falsifiziert, das jeden Morgen nach demselben hässlichen Sweater in Rosa verlangt, als ginge es um sein unschuldiges Leben. Denn dies liegt in seiner Natur.

Und wissen Sie was? Ich finde das irgendwie beruhigend.

MICHAEL-MARTI_100Michael Marti, 44, ist Stellvertretender Chefredaktor von Newsnetz und Vater von zwei Töchtern. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

110 Kommentare zu «La vie en rose»

  • isabelle gabrijel sagt:

    Einer 4-jährigen eine schwarze Lederjacke zu kaufen zeugt definitiv von hoher pädagogischer Kompetenz… etwa von der selben Kompetenz, die den heutigen Kindern neben dem Schulpensum auch die Freizeit komplett verplant…
    Lasst doch Kinder Kinder sein und nicht „getunte“ kleine Erwachsene, die das sein sollen, was Papa und Mama immer sein wollten…
    Kinder benötigen ausser Grenzen gar nichts, die sind täglich auf Entdeckungsreise, schon wenn sie morgens die Augen öffnen, und dabei sind sie sicher 100 Prozent zufrieden auch ohne Trenchcoat von Zara und dann noch in schickem sandbeige…
    Ein kleiner Hinweis noch; Kinder lieben bekanntes, deshalb wollen sie hundert mal die selbe Geschichte hören und deshalb ist ihnen das älteste Stofftier am liebsten, das gibt ihnen Sicherheit und entspricht grundsätzlich ihrer natürlich angeborenen Bescheidenheit.

  • Giselle sagt:

    Hi
    Ich finde pink ist eine normale Phase im «Mädchensein».
    Wenn es ihnen gefällt – es geht doch vorbei – aber die
    Lederjacke mit 4 ist daneben – Mamifax halt.

  • Rahel sagt:

    Gibt es nicht wesentlch wichtigere Bereiche im Leben eines Kindes? Haben wir in der Erziehung versagt oder ist unser Kind unnormal wenn es sich für eine bestimmte Farbe begeistert?

  • Jan Holler sagt:

    Vor etwa hundert Jahren war es genau umgekehrt. Kleine Mädchen wurden in blau gehalten, Buben in rot. Was hat dieses „Studie“ dazu zu sagen? – Wohl nichts.
    Unsere Kleine (4) liebt auch rosa, und dabei hatten wir doch darauf geachtet, sie farbneutral zu erziehen. – Das haben wir bald sein lassen und ihr dann halt auch rosa Finken gekauft. Sie hatte diese sich selbst ausgesucht, resp. war gleich zu diesen gelaufen. – Es ist Herdentrieb und kein Überbleibsel aus der Steinzeit.

  • Tamara sagt:

    Ein Trenchcoat von Zara für eine Vierjährige – Mensch, haben Sie Probleme! Den Rest des Blogs kann ich mir ja wohl ersparen.

  • Sarah Roth sagt:

    Schade, dass ich den Beitrag erst so spät entdeckt habe. Ich habe nämlich vor etwa einem Monat selbst einen ziemlich langen Blogbeitrag dazu geschrieben:
    http://badhairdaysandmore.blogspot.com/2009/10/pritty-in-pink.html
    Zitat:
    Und auch der Mamablog Artikel (Anmerkung: gemeint ist http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/414/haarige-tatsachen/ ) zeigt auf, wie empfindlich die Kinder darauf achten, geschlechtlich richtig aus zu sehen, farblich und in Bezug auf die Haarlänge. Einige Sozialpsychologen (die Nurture, also “alles ist anerzogen oder durch die Umwelt geprägt”-Seite) gaben dem Phänomen den Namen: “Pink Frilly Dress”-Syndrom, untersuchten es, und kamen zu dem Schluss, dass das Geschlechtszugehörigkeits empfinden massiv von Farben und Kleidung abhängt – eben der selbe Umkehrschluss, den John Money einst in Bezug auf die Geschlechtsorgane hatte. Doch damit nicht genug der psychologischen Wirren, Neurowissenschaftler mit dem Gedankengut von Evolutionspsychologen (die Nature, also “alles ist angeboren”-Seite) ihrerseits schlossen im wahrsten Sinne des Wortes das Blaue vom Himmel herunter. Da Männer ja gutes Jagdwetter bevorzugten, prägte der geschätzte blaue Himmel sich in die Gene ein, während Frauen eine Vorliebe für Rot entwickelten – die Farbe genießbarer Früchte.

    Ein Phänomen, das erst in den letzten 60 Jahren und mit Unterbrechungen existiert, soll also vor Jahrtausenden in unser Genom programmiert worden sein und ohne sorgfältige Kleider- und Farbordnung können die jungen Kinder kein Geschlechtszugehörigkeitsempfinden entwickeln?

  • betty m. sagt:

    @sven: Ich dachte, das SEI ein Mamablog. Bei indirekter Rede folgt ein Nebensatz im Konjunktiv (http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=glossary&input=indirekte+Rede&language=0&project=1).

  • Sven sagt:

    Ich dachte, das ist ein Mamablog?

  • oma sagt:

    was für ein unsinn! kauft seiner vierjährigen tochter eine lederjacke, einen designermantel ! was soll das? da ist offenbar die vierjährige vernünftiger als der vater!

  • Peppermint Patty sagt:

    Ich finde den Titel des von Nadja verlinkten Artikels gut: „pink-pink-pink-pink-pink-moan“.

    Genderismus…. gutes Suchwort: http://www.intcul.tohoku.ac.jp/~holden/Presentations/IAMCR-genderPres/Genderism.html

    College-Absolvent entspricht etwa dem Maturanden. Der Unterschied ist, dass der vom College auch noch die Absolutuion erhielt und somit von den Grundregeln intellektueller akademischer Arbeit befreit ist. Je nach Credit Score seiner Zahlenspielerei usque ad eternam oder usque ad nauseam.

  • max sagt:

    @Naja:
    Der Guardian gibt ein paar kurze Anhaltspunkte, warum es schlechte Wissenschaft ist, wenn mit einer einfachen Zählung anhand eines allzu simplen Experimentes weitreichende evolutionshistorische Schlussfolgerungen gezogen werden.

    Der Hintergrund ist, dass in den USA jeder College-Absolvent eine solche Zahlenspielerei abfassen und mit Sicherheit ein Journal findet, dass den Unsinn auch noch abdruckt.

    Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Sozialwissenschafter mit evolutionstheoretischen Phantasien hantieren und dabei zugrunde legen, was sie meinen, was sie verstanden hätten von dem was vermutlich Darwin geschrieben hätte, wenn er es denn nun geschrieben hätte. Nur leider haben Biologen ganz andere Vorstellungen von Evolution entwickelt.. Die Zeit ist bei den Biologen nicht stehengeblieben.

  • max sagt:

    @Marcel.
    Jede Kopfgeburt aus den USA ist vermessen. Die Gendertheorie genauso. Und nein, so etwas entsteht dort nicht aus einem realen Kampf sondern aus einer Kombination zweier Dinge: Einer populären Modeströmung wird ausgenutzt von akademischen Karrieristen, die sich mit irgendeiner beliebigen zusammengebastelten Wissenschaft hervortun wollen. Daraus entstehen regelmässig Massenhysterien.

    Ein ähnlicher Vorgang war zu beobachten, als aus der Schlankheitswahn aus Hollywood Ende 60er Jahre über die USA schwappte und man eine wissenschaftliche Rechtfertigung für ein modisches Vorurteil suchte. Was ist heute das Resultat: Wir sind so weit, dass man im Ernst über eine Fettsteuer diskutiert. Solches wird noch immer diskutiert in einer Zeit, wo wissenschaftlich belegt ist, dass Leute mit 20% sog. „ÜbergewichtW länger leben, weil sie im Krankheitsfall mehr Reserve haben (schwere Operationen, Unfälle, etc.)

    Die Massenhysterie des GENDERIMSUS wurde hier von karrieregeilen Gleichstellungsbeauftragten ausgenutzt und von den Feminazen für die Rechtfertigung ihrer Zerstörungswut vorgeschoben.

  • Marcel sagt:

    Wäre es eigentlich vermessen, zu vermuten, dass aus dem ursprünglichen Kampf von Teilen der Homosexuellen gegen die Heterosexualität heute einfach die Gender-Theorie geworden ist?

  • Katharina sagt:

    Die persoenliche Entscheidung ginge nur, wenn die Ueberscrhift la bie ein rose waere.

  • Marcel sagt:

    Jetzt sehe ich es auch: Tatsächlich, eine persönliche Entscheidung– und das im 21. Jahrhundert! Wohl ungeschickt formuliert. Hoffe ich zumindest.

  • hans muster sagt:

    „Es war mir war nur wichtig, aufzuzeigen, dass man das Prinzip der gegenseitigen Toleranz z. T. auf beiden Seiten nicht so genau nimmt.“

    sehe ich (leider) genauso. danke für die aufklärung.

  • Marcel sagt:

    Es käme mir nie in den Sinn, Lesben und Schwule über einen Kamm zu scheren! Mir persönlich ist die sexuelle Disposition eines Menschen völlig egal. Es war mir war nur wichtig, aufzuzeigen, dass man das Prinzip der gegenseitigen Toleranz z. T. auf beiden Seiten nicht so genau nimmt. Natürlich gibt es auch heterophobe Homosexuelle, ich denke, das liegt in der Natur der Sache. Damals, in den dogmatisch verwüsteten Siebzigern, wurde Sexualität grundsätzlich zum Poitikum erhoben- daraus resultierten dann auch Aussagen, wie die von Ihnen aufgezeigte- nämlich dass die eigene Sexualität eine persönliche Entscheidung sei..!!

  • hans muster sagt:

    @ marcel

    danke für die antwort. ausführungen wie die von ihnen zitierte sind mir auch geläufig.
    homosexuelle sind wohl kaum bessere menschen als heterosexuelle. insofern verwundert es mich grundsätzlich nicht, wenn sich darunter auch ‚heterophobe‘ gestalten finden, so wie homophobe unter heteros zu finden sind. hier kritik zu üben ist sicher auch sinnvoll und notwendig. ich finde aber, dass man dabei keinesfalls alle lesben (oder schwule) über einen kamm scheren darf. gerade homosexuelle frauen sind eine gruppe welche wenig wahrgenommen wird und an welcher deshalb vorurteile wohl auch besonders leicht hängen bleiben…. z.b. das vorurteil, dass sie männer typischerweise hassen würden.

    p.s: ich finde es bemerkenswert, dass im zitierten text homosexualität als persönliche *entscheidung* (?!!) dargestellt wird.

  • Marcel sagt:

    Ergänzung: Bei „Erstaunlicherweise…“ beginnt der zweite Text aus der Männerliteratur, ist nicht klar ersichtlich.

  • Marcel sagt:

    @Hans Muster, Texte aus der Fachliteratur zum Feminismus (erster Text) und der Männerbewegung (zweiter Text):

    „(…) Vor allem am Thema Sex spaltete sich die Bewegung: So standen sich etwa Hetero- und Homo-Frauen immer misstrauisch gegenüber. Die Frauenbewegung hatte als Befreiung der Mütter und Hausfrauen begonnen- also von eher heterosexuell veranlagten Damen. Lesben kamen in dem Konzept zunächst nicht vor, bis sich immer mehr Feministinnen outeten. Immer wieder erklärten einzelne Theoretikerinnen die Homosexualität zu einer politischen Entscheidung- anstelle einer persönlichen Entscheidung galt sie auf einmal als Vollendung des Feminismus. Wahre Befreiung von den Männern sei nur dann möglich, wenn Frauen zu ihnen auch keine sexuellen Beziehung mehr pflegten. Eine Lebenswelt ganz ohne Männer galt als Ideal. Derartige Debatten irritierten sowohl Hetero- als auch Lesben und brachten viele dazu, sich von dem Konzept des Feminismus zu distanzieren.“

    Erstaunlicherweise ist in diesem Zusammenhang der deutsche Sonderfall (Anm. der deutsche Sonderfall beim Feminismus) nie reflektiert worden, dass die Galionsfigur der Frauenbewegung eine Lesbe und die Galionsfigur der Männerbewegung ein Schwuler waren. Aufgrund ihrer eigenen sexuellen Disposition sind sich denn auch beide einig im Kampf gegen die Heterosexualität. Das Fatale dabei war, dass sie ihre persönliche Eigenheit der gleichgeschlechtlichen Liebe zur Heilsbotschaft für alle Männer und Frauen stilisierten. So etwas hat es auf der ganzen Welt nicht noch einmal gegeben. (…) Je stärker sich die lesbische Fraktion innerhalb der feministischen Bewegung artikulierte, desto verschärfter wurde der Kampf gegen die Heterosexualität. Andrea Dworkin bezeichnete den „Penis als Waffe“ und männliches Unterdrückungsinstrument.“

    Und jetzt noch ein Zitat von Andrea Dworkin, einer mittlerweile zum Glück verstorbenen, lesbischen Feministin: „Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins.“

    Bemerkenswerterweise wird bis jetzt nur von Homophobie gesprochen- das es das Umgekehrte auch geben könnte, nämlich Heterophobie, ist bisher noch niemandem in des Sinn gekommen. Wahrscheinlich vor allem aus Gründen der „politischen Korrektheit“.

  • hans muster sagt:

    …(ergänzung)…
    oder wollen sie mit der anspielung auf etwas ganz anderes hinaus?

  • hans muster sagt:

    @ marcel

    „Valerie Solanas war übrigens bekennende Lesbe.“

    worauf wollen sie hinaus? ich persönlich habe einige lesben in meinem freundeskreis, aber keine einzige davon hegt groll oder hass gegen männer.

  • max sagt:

    @Bettina
    Die Massenvernichtungen im Europa des 20. Jahrhunderts nehme ich sehr ernst und habe absolut keine Absicht, irgendetwas zu verniedlichen. Stalin liess fast 20 Millionen umlegen, alleine 8 Millionen Bauern in der Ukraine. Seine Waffe war vor allem anderen der Hunger. Er liess einfach die Nahrungsmittel beschlagnahmen.

    Was das Nazitum angeht, so sehe ich das als Ideologie, die als alleinige Wahrheit sich gibt und als Machtapparat, der sich über sämtliche gesellschaftlichen Spielregeln hinwegsetzt, demokratische Entscheidfindung unterläuft, Massenmanipulation betreibt und dabei niedere Instinkte anspricht, um das Denken auszuschalten.

    Zweidrittel dieser Merkmale sind sowohl bei der feministischen Bewegung wie auch bei den „Gleichstellungsbeauftragten“ und bei gewissen Vertretern von Vormundschaftsbehörden, Erziehungsberatungsstellen, Justiz und Justizvollzug zu beobachten, genauso wie in gewissen intellektuellen Kreisen und im Bildungswesen.

    Auch damit verharmlose ich die Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg nicht. Bei denen ist eben die Frage, ob es die Nazi waren oder die Deutschen ganz allgemein. Das ist eine ernsthafte historische Diskussion. Sehr viele Deutsche haben sich in der Massenvernichtung hervorgetan, ohne dass sie in der Partei waren. Mehr als die Hälfte des Personals in den Vernichtungslagern war ukrainisch, weissrussisch, polnisch.

    Sie würden es genauso wenig als Verniedlichung der deutschen Vernichtungspolitik bezeichnen, wenn ich heutige Deutsche Politik kommentieren täte.

    Aktuelle Bettlektüre bei mir ist von Richard Breitman „Official Secrets – What the Nazis Planned, What the British and Americans Knew“. Da geht es um die ganz schwierige Frage, inwiefern die Westallierten über die Massenvernichtungen Bescheid wussten, ab welchem Zeitpunkt sie es wussten, welche politischen, militärischen und strategischen Entscheidungen sie trafen. Und dann wird noch behandelt, warum die Ami und Engländer die neutralen Staaten, die Schweiz und Schweden nicht in ihren erfolgreichen und sehr extensiven Rettungsaktionen unterstützten.

  • Marcel sagt:

    Diskussion wollte ich selbstverständlich schreiben.

  • Marcel sagt:

    @bettina: SCUM (dt. Abschaum) ist ein Akronym für Society for Cutting Up Men (dt. wörtlich: Gesellschaft zur Zerstückelung von Männern)

    Schläckt ä kei Geiss äweg. Valerie Solanas war übrigens bekennende Lesbe.

    Auf Wunsch bringe ich noch einen ganzen Berg von Zitaten in die Siskussion mit ein.

    Aber nur auf ganz speziellen Wunsch.

  • hans muster sagt:

    @ bettina

    also erstens, habe *ich* diesen vergleich nicht gezogen. den begriff haben andere in die diskussion gebracht.

    zweitens war von einem vergleich mit den *verbrechen* der nazis, meines wissens nicht die rede. falls doch, möchte ich mich gerne entschieden davon distanzieren. verglichen wurde allerdings – so habe ich das zumindest verstanden – die *geisteshaltung* gewisser feministischer fundis mit derjenigen der nazis. und diese einschätzung teile ich persönlich durchaus. was den nazis der arier ist solchen feministen die frau, was den nazis der jude oder zigeuner ist ihnen der mann. und damals wie heute wird die eigene überlegenheitsideologie durch einen haufen pseudowissenschaftlichen mülls legitimiert.

    drittens verwundert es mich sehr, dass sie ein scharfes verurteilen von aufrufen zur ausrottung ganzer menschengruppen (in diesem falle der aufruf gewisser feministen zur ausrottung der männer), als „banalisierung“ des leidens der opfer der nazis betrachten.

  • Bettina sagt:

    @ Hans Muster: Sie wollen doch nicht etwa im Ernst die Verbrechen der Nazis mit dem Feminismus vergleichen? So dumm sind Sie doch nicht, oder doch? Ihre Banalisierung des Leidens der Opfer der Nazis ist einfach nur widerlich! Das ist wirklich das Allerletzte. Schämen Sie sich.

  • Jasmina sagt:

    so leid es mir tut, aber ich habe noch niemals eine rosarote, reife Beere gesehen. Reife Beeren sind tiefrot, schwarz, violett, aber doch nicht rosa!
    ich selber mochte rosa noch nie, nicht mal als kind. halte nicht viel von solchen studien..

  • Brunhild Steiner sagt:

    @simone: nein, freuen, und zwar ganz fest!!! Meiner trägt wenns hochkommt allerhöchstens bordeaux, alles andere hat zu feminimen Touch oder riecht (für ihn) nach anderem Ufer. Was ich persönlich sehr bedauere, mir gefallen die hellen farbigen Töne an Männern sehr. 😉

  • simone sagt:

    also mein mann hat ein rota t-shirt. muss ich mich jetzt sorgen?

  • hans muster sagt:

    @ bettina

    naja, immerhin haben gewisse feministische fundis männer konsequent als untermenschen porträtiert und sich sogar die abschaffung (!) – ergo ausrottung – der männer herbeigesehnt. da soll man sich dann nicht wundern, wenn solche vergleiche gemacht werden.

  • Bettina sagt:

    Augenscheinlich besitzen hier gewisse Leute zu wenig Schulbildung, um wissen zu können, was ein Nazi ist.
    Als Nichte einer KZ-Überlebenden könnte ich kotzen, wenn ich höre, wie dieser Begriff banalisiert und umgedeutet wird für jedwelche missliebige Personengruppe, deren Ansichten man nicht teilt.

    Nein, Max, ich fühle mich nicht betroffen, wenn Sie mich Feminazi nennen. Ich ertrage nur schlecht so viel Dummheit, wie sie in Ihren Worten zum Ausdruck kommt.

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe mich vor Jahren mit der Farbenlehre befasst, da gibts auch eine Theorie, z.B. gelb ist die Farbe des Kindes, orange ist die Farbe der Energie etc. Ich bin ziemlich allergisch auf die Farbe rot, persönlich kleide ich mich nicht in rot, kann mittlerweilen mit der Farbe rot umgehen. Das Leben ist farbig und nicht schwarz weiss. Durch die extreme Werbelobby sind wir ja alle konfrontiert auch Kinder. Kommerz und Geldgier ist nach wie vor in zu mindest in westlichen Breitengraden. Das Outlook zählt. Fitnesstudios locken, Schlankheitswahn, Liftingswahn. Menschen mit einem normalen Selbstwertgefühl können besser umgehen mit diesen äusseren Verführungen . Leider passen sich die meisten Menschen an, nur um dazuzugehören. Die Maskeraden sind in. Ich mache einfach nichtmehr jeden Saich mit, akzeptiere meine graumelierten Haare. Des Kaisers neue Kleider kommt mir in den Sinn…… Selbstbetrug ist nach wie vor der grösste Betrug…… „Setz dir eine Perücke auf mit goldnen
    Locken, stell dich auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer der gleiche der du bist“ .

  • Bionic Hobbit sagt:

    @mira: habe eine andere Hypothese zum hoeheren Toilettenbeduerfnis der Frauen: Wir brauchen einfach laenger. Bis wir die Hosen/Strumpfhosen/Unterhosen unten haben, den Toilettenring desinfiziert haben, gepinkelt und geputzt haben, uns dann wieder angezogen haben, die Handtasche und diversen Einkaufstueten wieder geordnet haben, geht das einfach laenger als das Pinkeln am Pissoir.

    Aber das nur am Rande der Diskussion um die Farbe Rosa.

  • gelsomina sagt:

    wo ist das problem? man kann auch in rosa kleidern denken – oder herumsirachen wie eine räubertochter.

  • Marcel sagt:

    Moment mal: Hat post nicht etwas mit… *räusper* Post zu tun, ich meine mit unserer guten, alten Post PTT?

    Da lag ich ja total falsch, ey!

  • Bernard sagt:

    @ Jeannette:“Ganz klar, auf diesem Blog hat es nur Linksintellektuelle, die sich mit ihrer Pseudowissenschaftssprache einen runterholen. Kein Wunder verstehen ihre Kinder nur Bahnhof und waehlen rosa.“
    🙂 🙂 🙂
    @Mike Hamilton: Also ich habe probiert, die neostrukturalistischen Geschichten rund um den Behaviorismus zu lesen, hey ich musste ganz grosse Augen machen und mich fragen, ob die Menschheit noch zu retten ist. Jeannette hat es auf den Punkt gebracht.

  • Katharina sagt:

    @max: „Tautologie und Paranoia“ toent aber viel zuenftiger als Mob. Ausser Du sprichst die Tautologie der Fat Cats an. da muesste ich ein Cartoon (Tiny Toons) hervorsuchen. Dort sind das fette tauben komplett mit Brooklyn Akzent. Raufen sich immer und scheissen der Statue des Thomas Jefferson dauernd aufs Haupt.

    Ich dachte, Feminazi ™ sei eine zuercherische Wortschoepfung. Aber Du kannst Deiner Mutter trotzdem sagen: I know a pompuous ass named Catherine who uses it. 🙂

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Alioscha: vor einiger Zeit schon durchdiskutiert, Sie werden im „Papa auf dem Damenklo“ fündig…, hoffentlich auch mit ein paar Lösungswegen…

  • Mike Hamilton sagt:

    @Jeanette: Offenbar hast Du die Beitraege nicht gelesen…tsss

  • Alioscha sagt:

    Mal ne Frage, die vielleicht einen Blogeintrag eines der Männer würdig wäre: Warum in aller Welt sind die meisten Wickeltische immer auf dem Frauen-WC untergebracht? Und: Wie lösen Männer dieses Problem? Gehen sie ins Frauen-WC, oder wickeln sie den/die Kleine/n auf dem WC-Deckel im Männer-WC?

  • Jeannette sagt:

    Ganz klar, auf diesem Blog hat es nur Linksintellektuelle, die sich mit ihrer Pseudowissenschaftssprache einen runterholen. Kein Wunder verstehen ihre Kinder nur Bahnhof und waehlen rosa.

  • zusi sagt:

    Was ist so schlimm an rosa? Wählen nicht auch wir Erwachsene unsere Kleiderfarben selber? Sind die schwarz gekleideten Frauen und Männer schöner? Also ich finde das Leben mit rosa einfach. Alles passt zusammen und keine Diskussion am Morgen beim Anziehen. Und es passt auch mal etwas Braunes oder Olivfarbenes dazu. Ich lasse meinen Mädels die Wahl, was sie anziehen möchten, Hauptsache es entspricht der Witterung. Lassen wir ihnen die Entscheidung, beim Anziehen oder anderswo, wo es wirklich nicht so darauf ankommt.

  • Marcel sagt:

    @Max: Da muss ich Ihnen absolut recht geben.

    Meine Tochter stand zu Beginn schon auf Rosa, ich denke, dass kann ich jetzt endlich zugeben (ich hab‘ mich fast nicht getraut: Dieses Geständnis ist ja sowas von politisch unkorrekt!)- und wurde ausgelacht von ihren Kameradinnen. Seither ist’s hellblau.

    Offenbar kommt den den Farben heutzutage eine enorme Bedeutung zu: Sie sind politisch geworden!

  • max sagt:

    @Bettina

    Fühlen Sie sich persönlich betroffen, wenn ich „Feminazi“ sage?

    Finden Sie also, Ihre Meinung sei der Vorteil und die Meinung sämtlicher richtiger Frauen?

    Mit dieser Haltung gäben Sie demnach ein gutes Beispiel für die Sorte von bornierter Frauenrechtlerei, die ich als als totalitäre Ideologie denunziere.

    Das Wort „Feminazi“ habe ich von meiner Mutter und ich dachte, sie habe es selber erfunden. Dass man es in den USA auch schon gebraucht, wird sie mit grossem Stolz erfüllen. Ich muss es ihr morgen erzhählen.

  • max sagt:

    @Marcel

    Man kann das „einen selbstreferenziellen Bezugsrahmen“ nennen, der sich „hermetisch abdichtet“. Man könnte genausogut von Tautologie und Paranoia reden. Ich selber rede lieber vom Zusammenrotten eines Frauenmobs.

    Vielleicht führen wir noch die Diskussion weiter, welche Farben die Kinder lieben und was wir tun, um ein Mädchen von seinem Rosagestürm abzubringen, wenn es uns selber zuviel wird.

  • Marcel sagt:

    @Pappa Mol: „Diese Emanzipation ist getrieben von Frauinnen, die permanent die Gefühlin haben zu kurz zu kommen.“

    Ich denke hingegen, man muss nur der Spur des Geldes nachgehen: Die vertreten dort Standpunkte, die sie anschliessend beim Finanzdepartement als Legitimation für weitere Staatsgelder verchauffed. Sie produzieren fliessbandartig Frauenprobleme, die gar keine mehr sind- aus Legitimationsgründen, versteht sich, nicht um der Sache oder gar der Wirklichkeit; der Lebenswirklichkeit willen.

    Diese Zirkel, die, wie Katharina absolut richtig bemerkt hat, ganze Regulative Hi-Jacken, bewegen sich überwiegend in einem selbstreferenziellen Bezugsrahmen, den sie nach aussen hin mit allen Mitteln hermetisch abdichten. Speziell auf Letzteres verstehen sie sich geradezu professionell.

    Der Feminismus, wie er dort, fördergeld-getrieben natürlich (der Geldstrom darf nicht abreissen), praktiziert wird, ist zu einer saturierten, ideologisch verkommenen Bewegung geworden, die nur noch Lobbying in eigener Sache betreibt.

    Denen sollte man den Geldhahn abdrehen- erst dann haben wir freie Sicht auf die Geschlechterwirklichkeit(en).

  • Katharina sagt:

    „und erzreaktionären Republikanern“… es gibt auch lesbische Republikanerinnen.
    „christlichen Fundamentalisten“ gab und gibt es auch in the Old Country. Etwa im Emmental. einen Ableger davon gibt es wierum hier als Amische.
    Fundamentalismus ist ein globales Phänomen. Ich behaupte, die Kriege der letzten 2000 Jahre waren der Einstellung zu ‚verdanken‘. Wenn Feministinnen fundamentalistisch werden und ganze Regulative Hi-Jacken, müssen sie sich eine Wortschöpfung, die an die braunen erinnert, gefallen lassen. die hatten ja auch ein ganzes Regulativ beschlagnahmt. Damals waren dabei die Nürnberger Gesetze das Resultat.

  • Pappa Mol sagt:

    @Mike Hamilton: Die ZHAW hat eine Büroin mit über 5 Angestelltinnen in der sogenannten Gleichstellungsbüroin. Es geht jedoch nicht um Gleichstellung, sondern um Frauenförderung. Dass Frauinnen nur in den pädagogischen, gesundheitlichen sprachlichen Berufinnen in die Mehrheitin sind und nicht auch in technischen Berufinnen, das raubt diesen Frauinnen dieser Büroin die Schlafin.
    Die Themen die diese Frauinnen in Vorträginnen bringen sind so was von gesucht und an die Haare herbeigezogen, dass frau schnell realisiert, dass die ZHAW ohne die wichtige Arbeitin dieser Frauinnen gewiss eine Hortin der Unrechtin und Frauendiskrimnierung und von Sexismus wäre. Sie haben eine ganz wichtige Brochure verfasst, in welche sie für die Unterrichtsalltagin zeigen, wie frau Sätzinnen genderneutral formuliert. Diese Emanzipation ist getrieben von Frauinnen, die permanent die Gefühlin haben zu kurz zu kommen.

  • Katharina sagt:

    Der Behaviorismus (abgeleitet vom amerikanisch-englischen Wort behavior = Verhalten) ist ein wissenschaftstheoretischer Standpunkt. http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus

    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass hier im ernst eine Diskussion wegen rosa und himmelblau stattfinden wollte…

  • Bettina sagt:

    Was sind das eigentlich für Psychos, die den Begriff „Feminazis“ gebrauchen und die Foren damit verspamen? Ich hatte gedacht, solche Frauenhasser gäbe es nur unter amerikanischen christlichen Fundamentalisten und erzreaktionären Republikanern. Aber offensichtlich ist dieser Hassbegriff nun auch schon über den grossen Teich geschwappt. Ach herrje, was für ein armes Schwein muss das sein, der solche Probleme mit Frauen hat?

  • hans muster sagt:

    @ katharina

    bin nicht schlauer geworden.
    „behaviorismus“ ist eine forschungsrichtung der psychologie. ein kernmerkmal des behaviorismus ist, dass man auf darstellung und untersuchung intrapsychischer vorgänge komplett verzichtet. d.h. man betrachtet den menschen als simple „reiz-reaktions maschine“. das behavioristische modell des menschen wurde schon vor längerem (60er, 70er) als falsch weil erkannt und in entprechenden studien widerlegt.
    zu einstellungen oder weltanschauungen wie „poststrukturalismus ist blödsinn“ kann der behaviorismus aber ganz sicher keine aussagen machen. es handelt sich dabei schliesslich um intrapsychische phänomene, und es ist das wesen des behaviorismus diese auszublenden.

  • Katharina sagt:

    @ hans muster (26. November 2009 um 17:05) :

    Wikipedia. ich googelte wegen „All diese poststrukturalistischen und postmodernen Blödsinn-Modelle“ im Artikel nach Poststrukturalismus.
    Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Wikipedia Deutsch und Englisch. die deutsche Version ist politisch anders (motiviert?). In der englischen Version wird die Nähe zu Marxismus mehr herausgestrichen. in der deutschen wird der methodische Ansatz ( „kritische Herangehensweise an strukturierende Begriffe“ ) mehr herausgestrichen.

    Diesen finde ich sehr wichtig.

    Dann Assoziation zu Psychoanalytische Theorie – Wissenschaftstheorie (Erkenntnistheorie) und dann Behaviorismus, etwas antithetisch zum Determinismus (sei der nun sozial oder genetisch/evolutionär definiert). Poststrukturalismus als Blödsinn zu bezeichnen, habe ich dann als ‚Behaviorismus‘ bezeichnet, weil ich Michael unterschiebe, dass er aufgrund seiner politischen Programmierung / Konditionierung nicht anders kann als den Ansatz zu diffamieren, bestehende strukturierende Begriffe, normative Vorstellungen und theoretische Prinzipien stetig kritisch zu hinterfragen.

    Der ähnlich tönende Begriff Behavioralismus ist ein Forschungsansatz in der Politikwissenschaft, der politisches Verhalten und kollektive politische Erscheinungen kausal zu erklären sucht. eine der Methoden ist der oben erwähnte Behaviorismus.

    Mittels Behavioralismus könnte somit dann Michaels Konditionierung erklärt und vorausgesagt werden.

    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass hier im ernst eine Diskussion wegen rosa und himmelblau stattfinden wollte…

  • Mike Hamilton sagt:

    @Mira: Absolut einverstanden. Aber ich denke nicht, dass es den Aktivistinnen und Aktivisten (tschuldigung, aber ich sehe das wirklich als reiner Aktivismus) um Toiletten gegangen ist.

    Ich wuenschte mir ein wenig mehr Pragmatismus und ein wenig weniger Dogmatismus….seufz.

  • max sagt:

    @A. Kaufmann
    Rosa Früchte: Preiselbeere, einige Pfirsichsorten. Bei Pfirsichen kann auch das Fleisch rosa sein. Eine Art von Maulbeerbaum hat ebenfalls rosa Beeren. Das Fleisch reifer Feigen je nach Sorte ist rosa. Litschi. Dann etwas etwa faustgrosses, was ich in Peru gegessen habe, sorry, Namen, muss ich nachschlagen. Es gibt vermutlich auch rosa Kochbananen.

    Und das alles mit der alles entscheidenden Einschränkung: Als richtiger Mann kann ich nur raten, was Frauen unter Rosa verstehen und inwiefern sich das von Koralle, Flieder, Altrosa, Himbeer, Erdbeer und Pink unterscheidet.

  • max sagt:

    @Kurt
    Das eine sind pfuschende Ärzte und ein prahlerischer Psychologe, der seine Karriere so begründet.

    Das andere ist eine ganze feministische Massenpsychose. Die Feminisitinnen bezogen sich immer von neuem auf diesen Pfusch als Wahrheitsbeweis für ihre ideologischen Konstruktionen. Das meine ich mit „ausreizen“.

    Diese feminazische Ideologie wirkt fast in allen Bildungs- und Gleichstellungsdiskussionen nach.

  • hans muster sagt:

    @ katharina
    „Poststrukturalismus als Blödsinn zu bezeichnen ist Behaviorismus. Das kann mittels der Methoden des Behavioralismus auch nachgewiesen werden.“

    das verstehe ich nicht.

  • Katharina sagt:

    Poststrukturalismus als Blödsinn zu bezeichnen ist Behaviorismus. Das kann mittels der Methoden des Behavioralismus auch nachgewiesen werden.

    Pinke Beeren. Hab ich nur im Disneyland gesehen. Im Englischen ist das Wort für Kirsche – Cherry – zweideutig. die andere Variante erinnert bei vielen an die Farbe Pink.

    Mike Hamilton hat recht, ausser dass es wahrscheinlich noch dümmer geht.

    Gem. Michael sind die Angelinos (Bewohner von Los Angeles) Transhuman. Weshalb: die Mehrheit der männlichen Besucher von Century City sind folgendermassen gekleidet:

    Pinkes Lacoste Polo. Weisse Shorts. White Bucks oder Schwarz-Weisse Saddle-Shoes.
    Ein Sprung in der Evolution. Sie sammeln nämlich auch gerne Antiquitäten. North la Cienega Blvd zwischen Santa Monica Blvd und Melrose.

  • hans muster sagt:

    auch die männliche vorliebe für miniröcke lässt sich evolutionsbiologisch „erklären“:
    frauen welche in der steinzeit miniröcke trugen hatten einen evolutionären vorteil gegenüber ihren steinzeitlichen schwestern in langen röcken. sie liefen nämlich weniger gefahr sich im gestrüpp (auf rosa-beerensuche) zu verheddern, was zu stürzen mit potentiell fatalen folgen für die kleinkinder welche sie auf dem arm trugen führen konnte. die nachkommen von männern, welche frauen in kurzen röcken bevorzugten hatten also einen evolutionären überlebensvorteil. so hat sich dann das kurze-röcke-bevorzugungs-gen in männern durchsetzen können.
    qed

    wie bereits erwähnt wurde, war rosa sowieso nicht immer eine mädchenfarbe…

    a posteriori validierungen von hypothesen mittels irgendwelcher vorstellungen, wie das leben in der steinzeit gewesen sein soll, sind wissenschaftlicher unfug.

  • Thomas sagt:

    …pink ist sexy.

  • gargamel sagt:

    nö, pink ist allerhöchstens ein popsternchen…

  • mira sagt:

    @Mike Hamilton
    Ein Punkt, den ich immer wieder anbringe ist: Frauen brauchen mehr Toiletten als Männer, da sie einfach öfter müssen. Aber um das zu verstehen, brauchts bestimmt kein Symposium 🙂

  • adlerauge sagt:

    @Leoni Schwarz, 12:17: Früste? Das ist jetzt echt mal ein sehr schöner Freudscher oder zumindest ein schöner Verschreiber!

  • Thomas sagt:

    …i’m not here for your entertainment! – pink schlägt zurück.

  • Bernard sagt:

    @ juhee : „wenn man guten mutes in den franz karl weber auf geschenk suche geht! der geschlechterstereotypisierte horror!!!“ Das Problem ist eben, dass der Franzki die Sachen verkauft, die die Leute haben wollen. Und letztlich sind die Entscheidungsträger meist die Kinder und nicht die geschlechterstereotypisierten Horror-Eltern.
    Wenn Sie nun unbedingt Ihren Kindern was schenken wollen, das sie möglicherweise nicht mögen, dann ist das Ihr Recht aber das dürfen Sie auch nicht von allen anderen Eltern verlangen.
    Und generell mal : Ich frag‘ mich ob ich im falschen Film bin, wenn ich sehe, wie brisant dieses Nicht-Thema hier dargestellt wird. Also wenn meine Nichte ein rosa Kleidli will, dann kauf‘ ich ihr eben ein rosa Kleidli und nicht ein blaues, nur weil meine postmoderne Einstellung zur Gesellschaft das so will. Oder halt eben ein blaues, wenn sie ein blaues will. Mich laust echt der Affe.

  • habakuk sagt:

    @Mike Hamilton: Diese Verantstaltung wurde auch mit Steuergeldern finanziert. Aber es gibt noch schlimmeres.

  • Kurt sagt:

    @max

    „Dieser ganze Albtraum wurde von feminazistischen Besserwisserinnen bis an den Rand der totalitären Verblödung ausgereizt.“

    äähm… ist ihnen bewusst, dass die behandelnden Ärzte alles Männer waren oder nehmen sie es in diesem Fall selbst nicht so ernst mit dem Geschlecht? 🙂

  • Kurt sagt:

    „Was wissen wir denn wirklich über das Leben der Steinzeitmenschen? Dieses Nichtwissen bietet sich als Tummelfeld für Projektionen aller Art geradezu an…“

    genau! Ich kann dieses schon-seit-der-steinzeit-geschwafel nicht mehr hören.

  • Mike Hamilton sagt:

    Danke, herrlicher Beitrag! Ich errinnere mich an ein bloesinniges E-Mail das so beginnt:

    „Verträgt sich die Halle 180 (Architektur)…… im räumlichen Gebrauch mit einer modernen Genderkultur?

    GenderKULTUR 09: Gender and Urban Space – Bedürfnisse von Männern und Frauen in der modernen Architektur

    PROGRAMM

    17.15 Uhr Ausstellung Gender Portraits

    Einführung Prof. Ursula Bolli-Schaffner, Leiterin Stabsstelle Gender ZHAW

    Apéro

    17.45 Uhr – Workshop: Gender and Urban Space – Bedürfnisse von Männern und Frauen in der modernen Architektur

    19.45 Uhr Claudia Klein, dipl.Designerin, Stephan Mäder-Mächler, dipl. Architekt ETH BSA/SIA, Direktor Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen, François Renaud, dipl. Architekt ETH SIA, Studiengangleitung, ZHAW.

    Die Veranstaltung ist öffentlich.“

    Duemmer geht’s nicht.

  • A. KAufmann sagt:

    Nennen Sie mir bitte nur eine rosa farbene Beere.

  • Bettina sagt:

    Michael Marti schreibt: «Die Sammlerinnen der Vorzeit nämlich hätten sich immer nach den besten, den reifen Früchten und Beeren umgesehen. Und die sind eben rosa. Instinktiv nach der Farbe Rosarot zu greifen, das war mal mehr als eine Frage des Geschmacks. Es war eine des Überlebens.»

    Absolut unfassbar, dass ein intelligenter Mensch (das sind Sie doch, Herr Marti, oder?) einen solch hanebüchenen Schwachfug nieder schreiben kann. Wo haben Sie diesen Mist abgeschrieben, ohne mal ein bisschen Zeit mit selber denken zu vergeuden?

    Die einzige rosa Beere, die mir grad in den Sinn kommt, ist die Beere der Torfmyrte, und die ist giftig, oder der Pfefferbaum mit rosa Pfefferfrüchten. Vielleicht noch die rosa Bananen, die sind ungeniessbar.

    Dieser Vulgärbiologismus ist eines kritisch denkenden Menschen unwürdig. Das ist noch nicht mal lustig, falls es humoristisch gemeint war.

  • sunflyer sagt:

    Ist doch toll wenn Kinder selber entscheiden was ihnen gefällt und was sie anziehen möchten. Ich kann meinen Kleinen (Junge und Mädchen) überhaupt nichts kaufen wenn sie nicht dabei sind. Was nicht von ihnen selbst ausgewählt wurde, ziehen sie partout nicht an. So laufen halt beide teilweise (in meinen Augen) seltsam herum, aber es sind schliesslich eigene Persönlichkeiten und keine Puppen von mir. ein eigentlicher Rosa-Trend ist da beim Mädchen nicht unbedingt auszumachen. Eher ein „Kitsch-Trend“.
    Beim Jungen ist es aber eindeutig orange. Von der Unterhose bis zur Winterjacke….

  • Thomas sagt:

    …ein schelm, der dabei an eine kleiderschrank-szene denkt.

  • Robert sagt:

    Ich finde es auch immer wieder beruhigend, wenn gerade kleine Kinder beliebige Theorien und Lebensmodelle so richtig heftig scheitern lassen – und einfach etwas anderes wollen, als man sich für sie ausgedacht hat. Warum das so ist, ist doch eigentlich gar nicht so wichtig – aber dass sie wissen, was sie wollen, DAS ist eigentlich das Spannende.

    Sogar dann, wenn sie sich im entscheidenden Augenblick dazu entschliessen, dass sie nicht mehr wissen wollen, was sie wollen.

  • Last-minute-Mutter sagt:

    Hä, die reifen Früchte sind doch meist orange oder rot!

  • Monato Roddenberry sagt:

    Wenn die Tochter evolutionär rosa-determiniert ist, gibts ja nichts weiter zu denken… bleibt nur die Frage offen was für rosa Beeren da früher gegessen wurden, Beeren sind nämlich vornehmlich rot, schwarz oder blau. Fragen sie doch mal ihre Tochter was eigentlich eine typische Mädchen-farbe sei, vielleicht geht ihnen dann ja mal ein Licht auf.

  • max sagt:

    Himbeerrot.
    Eines warmen Abends diesen August in der Innestadt. Da sehe ich eine junge Frau in einem himbeeroten ärmellosen Kleid. Wie sie vom Velo steigt und diese abschliesst. Es war nicht Rsa, sondern richtig kräftiges Himbeerrot. Ich komme heute noch ins Schwärmen, so toll sah sie aus!

  • max sagt:

    Betreffs Geschlechteridentität.
    Seit den 70er Jahren haben die Feministinnen sehr darauf gepocht, dass es ausschliesslich die Erziehung sei, die geschlechtsspezifisches Verhalten hervorrufe. Neugeborene wären demnach vom Verhalten her neutral und alle gleich und erst die Erziehung macht sie zu „Buben“ und „Mädchen“ und natürlich ist die „Chancengleichheit“ nur gesichert, wenn alle gleich erzogen werden..

    Hat sich als Blabla entlarvt, warum?

    Die Diskussion wurde auf einer vollkommen ungenügenden wissenschaftlichen Grundlage geführt. Genauer: Sie ging zurück auf den allereinzigen Fall des Bruce Reimer, der als Brenda Reimer aufgezogen wurde und sich später David Reimer nannte. Nach seiner Geburt, bei der Vorhautbeschneidung wurde sein Penis stark beschädigt. Man hat ihn zum Mädchen umgebaut und als „Mädchen“ erzogen. Der Psychologe John Money hat eine grossartige und sehr steile wissenschaftliche Karriere auf diesem Fall begründet. Er kam gross heraus mit der Behauptung, Bruce Reimer täte problemlos als Mädchen aufwachsen.

    In Wahrheit fühlte er sich immer als Bub, merkte, dass etwas nicht stimmte. Die ganze Umgebung behauptete, er sei ein Mädchen, behandelte ihn als Mädchen und er litt Höllenqualen unter dieser Lüge. Später hat er sich wieder zum Mann „zurückbauen“ lassen. Sein Leben war so schrecklich verpfuscht, dass er sich am 4. Mai 2004 im Alter von 38 Jahren das Leben nahm.

    Die von Michael Marti zitierte Diskussion über Geschlechterkonstrukte geht auf eine menschliche Tragödie von beispielloser Grausamkeit zurück. Dieser ganze Albtraum wurde von feminazistischen Besserwisserinnen bis an den Rand der totalitären Verblödung ausgereizt.

    (Mehr in der englischsprachigen Wikipedia unter „David Reimer“).

  • zysi sagt:

    man tut sich farbig unterhalten ???!!!??? sind anscheined auch anliegen von eltern, ok.

    ah, sorry, bin ja auch ernsthaft davon betroffen:
    ich habe meinem jungen bereits vorsorglich tarnfarben für das gesicht aus den wk’s mit nach hause genommen, damit er nicht auf rosablau kommt für die gesichtstarnung…..
    😉

  • Martin A. sagt:

    Na ja. Rosa war mal eine klassiche Männerfarbe und in bestimmten Regionen ist Rosa auch noch die Farbe für Knaben. Bzw. mindestens Babies. Ich vermute eher, dass es a) sicher persönliche Vorliebe für Farben gibt und b) die Gruppe der Gspändlis prägen. Tragen in der Krippe ein paar Mädels rosa, wollen die anderen auch. Sorry, aber die Neurologan (einige davon) haben schon komische Forschungshobbies.

  • Leoni Schwarz sagt:

    Naja, man muss ja nicht jeden pseudo-wissenschaftlichen Kram glauben, oder? Oder kann mir jemand eine fürs Überleben der menschlichen Art in der Urzeit relevante Anzahl Beeren und Früste nennen, welche in derselben Weltgegend wachsen und, wenn reif, ROSA sind?? Erdbeeren? Brombeeren? Himbeeren? Blaubeeren? Preiselbeeren? Nicht mal die Stachelbeere und die Hagebutte kommen auch nur in die Nähe… Naja, aber „für`s Volk“ ist sowas halt Wissenschaft, und wieder einmal sind wir bei einem Geschlechter-Stereotyp angelangt, das allzu einfältig mit Verweis auf eine angebliche „Natur“ erklärt wird… Nicht, dass ich bestreite, dass viele Mädchen rosa mögen. Mag auch einen biolgoschen oder eher physiologischen Hintergrund haben. Aber es ist geradezu einen Beleidigung der Naturwissenschaften, mit solchem Nonsens à la „Studien haben bewiesen, dass…“ absolut irrelevante Sachverhalte ergründen zu wollen!

  • Marcel sagt:

    Ich würd’s mal so ausdrücken: Gender und Biologie sind gleichermassen Erklärungsversuche- nebst anderen Wissenschaften natürlich auch- menschliches Verhalten deuten und erklären zu wollen. Wie geeignet die Gender-Theorie ist, „Biologismen“ aus dem Weg zu räumen, sei einmal dahingestellt. Aber Gender ist nicht grundsätzlich ein Konstrukt ohne jeden Wahrheitsgehalt. Nur ist es halt eben so, dass die Gender-Theorie von gewissen Kreisen so radikal ausgelegt und vertreten wird, dass sie meiner Ansicht nach zu einer Fortsetzung des Machbarkeitswahns mit anderen Mitteln- und somit zu einem „poststrukturalistischen und postmodernen Blödsinn-Modell“ verkommt, wie Sie treffend schreiben. Vor allem für homosexuelle- insbesondere lesbische- Kreise ist sie zu einer Art Religion geworden- Stichwort „Heteronormativität“.

    Meine Tochter hasst rosa.

    Bei ihr muss alles hellblau sein.

  • Tommaso sagt:

    Also natürlich halte ich sehr viel von Evolutionsbiologie, wenn sie zur Erklärung biologischer Phänomene herangezogen wird und nicht zur Erklärung von „typischen“ Verhaltensweisen. Was wissen wir denn wirklich über das Leben der Steinzeitmenschen? Dieses Nichtwissen bietet sich als Tummelfeld für Projektionen aller Art geradezu an…

  • Carine sagt:

    Bei mir wars eher lila als rosa, welches ich als Kind absolut gerne getragen habe. Ansonsten wollte ich die gleichen Klamotten haben wie mein älterer Bruder und bin deshalb lange wie ein kleiner Bub rumgelaufen. Ich kann mich aber noch gut erinnern, dass ich die Muppet Show geliebt habe und da vor allem die Miss Piggy (rosa) und auch die Barbapapas mit der Barbabella (auch rosa bis lila). Jetzt bevorzuge ich andere Kleider und Idole (nicht mehr ganz so rosa). Vielleicht einfach nur ne Phase, Herr Marti, welche nichts mit älterlichem Einfluss zu tun hat. Ich glaube der macht sich erst später bemerkbar.

  • Doris Mc Adams sagt:

    Gelb ist hübsch, Blau auch, Rosa nicht! Was soll denn DAS heissen? Woher bezieht eine Farbe eine Qualität? Ich kann nachvollziehen, dass alle Schlammfarben einen nicht gerade fröhlich stimmen, aber Orange Rosa vorzuziehen ist einfach modisch-geschmäcklerisch.
    Dem „hello-kity-lilly-fee-rosa scheiss“ stelle ich also schon den „Ach-was-habe-ich-doch-einen-sicheren-Geschmack“-Quatsch entgegen!

  • Thomas sagt:

    …oder mit ken.

  • Raphi sagt:

    @Thommaso: Haha you made my day! Herrlich 🙂

  • mami mit beruf sagt:

    Meine Grosse hat alles in rosa und lila, schlicht alles. Mir ist lieber, sie kann sich jetzt ausleben, als dass sie dann mit 14 noch mit der Barbie-Decke schläft.

  • Maite sagt:

    Man spricht zwar gerne von „Jägern und Sammlerinnen“, doch auch wenn es Zeiten gegeben haben mag, in denen Frauen sich nicht an der Jagd beteiligt haben, so ist das umgekehrte sehr unwahrscheinlich: Männer haben sich wohl immer auch am Sammeln beteiligt, sonst wären alle verhungert. Die Jagd hat schliesslich höchstens 10% der Nahrung beigetragen. Wie sonst soll man denn aus der menschlichen Evolution die Idee des Ernährer-Mannes erklären? 😉 Der Rosa-Instinkt müsste demgemäss für Buben genauso gelten wie für Mädchen.

    Ihr Blog-Eintrag, Herr Marti, ist entweder als Satire gemeint oder aber entlarvt, dass Ihnen die vielen Jahre an der Uni nicht viel gebracht haben. Über die evolutionstheoretische Erklärung heutiger sozialer Präferenzen mag man sich noch streiten können, es gibt in der Wissenschaft ein paar ExotInnen die daran festhalten (es verkauft sich auch populärwissenschaftlich so gut).

    Wenn Sie aber behaupten, ein Einzelfall eines derzeit rosa liebenden Mädchens „falsifiziert“ die Annahme, dass gewisse Dinge gesellschaftlich beeinflusst sind, implizieren Sie mit dem Wortgebrauch Wissenschaftlichkeit, verlassen aber gleichzeitig den Pfad der wissenschaftlichen Argumentation vollkommen.

    Sie verwechseln bzw. vermischen im Übrigen auch den Einfluss der Eltern mit den Einfluss der „Gesellschaft“. Ihre Tochter kriegt noch viel mehr „Gesellschaft“ mit als zu Hause in den vier Wänden. Von ihrem eigenen fehlenden Einfluss auf die Tochter darauf zu schliessen, dass alles „in der Natur liegt“, ist daher ein Kurzschluss, wenn nicht gar ein Fehlschluss. Schon mal daran gedacht, dass ihre Tochter als zutiefst soziales Wesen ein Gespür dafür haben könnte, was in ihrer Umgebung so abläuft?

    Nun gut, ist ja hier kein wissenschaftlicher Artikel, sondern ein journalistischer Blog. Ihrer Tochter zuliebe allerdings kann ich nur hoffen, dass Sie ihr nicht beibringen, dass man alles mit Bio-Determinismus erklären (und entschuldigen?) kann, sondern stattdessen dass sie lernt, sich mit gesellschaftlichen Einflüssen und Druck auseinanderzusetzen und am Ende das zu tun, was IHR gefällt. Klar, dies muss altersgerecht sein, aber dass sie einen eigenen Willen hat, hat sie wohl schon bewiesen 😉

  • Tommaso sagt:

    Reife Früchte und Beeren sind rosa? Bananen? Orangen? Brombeeren? Birnen? Datteln? Karotten? Von Evolutionsbiologie halte ich gar nichts. Man nimmt ein (angeblich) geschlechtsspezifisches Verhalten und schustert sich irgendwie eine Erklärung zusammen. Männer sind nicht so gesprächig? Das ist, weil es auf der Jagd nicht so viel zu sprechen gab. Blödsinn, ohne Absprachen fängt man nicht einmal ein hnkendes Rebhuhn. Usw usf.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @max: an die Geburt glücklicherweise nicht, aber das Bändeli von mir und meinem Bruder hab ich immer noch, habs auch schon mal meinen Jungen gezeigt um zu „beweisen“ dass rosa nicht per se die ultimative Mädchenfarbe ist… .
    Jedenfalls Glück für Sie und ein paar andere, dass Ihre Geburt nicht bloss ein Gerücht war 😉

  • Sisifee sagt:

    @ Bionic Hobbit: Genau!

    Lieber Michael Marti, ich kann Sie trösten: Ihr Jammer steht auf hohem Niveau! Als doppelte Bubenmutter ergreift mich jeweils vor allem im Herbst die Depression, wenn ich in den Läden die Wahl zwischen dunkelblau, grau, braun, schwarz und militärgrün habe!

  • mira sagt:

    Was ist eigentlich so schlimm an rosa? Ich mag auch gerne rosa Hemden. Zu Jeans z.B. sieht das super aus! Und kleine Mädchen in rosa Kleidchen sind doch richtig schnuckelig!

  • Rahel S sagt:

    Ich probiere diesem Rosa-Wahn auch aus dem Weg zu gehen, aber das ist gar nicht einfach: Praktisch alle Kleider und Schuhe fuer Maedchen in den Laeden sind rosa- allenfalls noch violet. Manchmal lande ich dann halt bei den Kleider fuer Jungs und kaufe meiner Tochter was huebsches in gelb oder orange oder blau… Bis jetzt (sie ist 2 1/2) lief ich damit gut, aber auch ich sehe langsam einen Rosa-Trend bei ihr… woher kommt der bloss? Von den anderen Kinder im Tagi?
    Ich selbst mochte die Farbe rosa nicht als Kind. Ich glaube, dass ich erst vor ein paar wenigen Jahren zum ersten Mal was rosarotes fuer mich gekauft habe…
    Sicher liegt auch was an der Theorie von Franziska- beige ist nun mal nicht so interessant wie eine knallige Farbe.

  • Farbenblinder sagt:

    Können diese Super-NeurobiologInnen vielleicht auch noch sagen, welche Früchte und Beeren im besten und reifsten Zustand rosa sind? Was da alles als Naturwissenschaft verkauft, und von Redaktoren gekauft wird, ts ts ts …

  • max sagt:

    @Brunhild Steiner: Sie können sich an Ihre Geburt erinnern? Potz Tuusig. Ich halte meine eigene Geburt für ein Gerücht, das ein paar Besserwisser in die Welt gesetzt haben. 🙂

  • Franziska sagt:

    In den 60igern und 70igern gab es für Mädchen keine rosa Kleider – es hat auch keins danach geschrien. Ich fand es sogar eher ätzend als meine Mutter mir einen „altrosa“ Pullover kaufte. Das nötige zu „rosa Beeren“ (nicht reif!!!) wurde ja schon gesagt. Alles pseudowissenschaftlicher Bullshit.
    Was möglicherweise wahr ist: Alle Kinder lieben starke Farben – giftgrün, knallrot, sonnengelb – so wie beim Essen auch das einfachste: Süss. Also, wenn man einem kleinen Mädchen die Wahl zwischen (kräftigem )rosa und beige und gedämpftem blau gibt wird es eben rosa wollen. Das insbesondere, da es im Laden viel rosa hat und die kleine Freundin auch rosa hat.

    Selber finde ich rosa inzwischen selber auch für mich eine gute Farbe :-), jedenfalls besser als beige, sandfarben, kackbraun und alle die „Naturfarben“, die zu meiner Kinder- und vor allem Jugendzeit angesagt waren in gewissen Kreisen.
    Mode kommt, Mode geht …

  • juhee sagt:

    als mutter UND forschende im bereich der ‚blödsinningen poststrukturalistischen theorien‘ glaube ich immer noch an die gesellschaftliche dertermination der farbpräferenzen von kleinen mädchen. wenn man sie nicht willentlich abschirmt haben sie ja gar keine andere wahl als diesen ganzen hello-kity-lilly-fee-rosa scheiss – vor allem wenn sie mit anderen und sozioökonomisch durchmischt (auch) in der kita sozialisiert werden. sichtbar wird das, wenn man guten mutes in den franz karl weber auf geschenk suche geht! der geschlechterstereotypisierte horror!!!
    und: warum ist es an der hsg studieren und in kunstgeschichte rumhängen! der neoliberalie diskurs hat auch sie vereinnahmt, wen wunderts, beim res strehle tagi? sorry, ich hör jetzt besser auf.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Und noch ein Zusatz, als noch mit natürlichem Farbstoff gefärbt wurde, war die Farbe Rot den Mächtigen vorbehalten, und Rosa den Jungen! Der Farbstoff war zu kostbar als dass man ihn für die unteren Schichten oder Frauen verschwendet hätte, und es drohte sehr grosses Ungemach demjenigen, der es sich erlaubte trotz niederem Status sich dieser Farbe zu bemächtigen… .
    Als ich zur Welt kam (1968) bekamen die Babys ein Stoffband ums Handgelenk: ROSA für die Jungen und HELLBLAU für die Mädchen. Als Geschenk für Kinder (Geschwister vom Baby, Freunde) gabs für die Jungen rosa Zuckermandeln und für die Mädchen hellblaue… .

  • lisi sagt:

    Da nützt alles nichts, keine Erziehung und keine Beeinflussung. Bei fünf Mädchen kann ich das täglich beobachten. 4 davon lieben Rosa und zwar seit sie klein sind. Sogar unsere Zwillinge wollen eben nur den rosa Becher, die rosa Gabel, den rosa Stift etc. obwohl erst 3 Jahre alt. Nur die eine die mag rosa überhaupt nicht, die trägt alles andere nur diese Farbe auf gar keinen Fall und dies seit sie etwa 3 Jahre alt ist, jetzt ist sie 10 und findet diese Farbe noch immer grässlich. Irgendwann sind die Girls dann 12 oder 13 und wollen nur noch schwarz tragen, aber auch das geht wieder vorbei. Aber ist doch auch toll, Kinder haben ihre eigenen Ideen und Geschmacksrichtungen, sind eben Kinder und keine Puppen.

    Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie Euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht Eure Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber Nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, Das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal In euren Träumen.

    Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein; Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch Verweilt es im Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als Lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und Weit fliegen. Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein. Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, So liebt Er auch den Bogen, der fest ist.

    Khalil Gibran: Der Prophet

  • Determinist sagt:

    Ähm…welche Früchte sind das genau, die am reifsten und besten sind, wenn sie rosa sind?
    Was für ein unglaublicher Schwachsinn…

  • Bionic Hobbit sagt:

    Meinem 3jaehrigen Sohn gefallen im Schuhladen immer die rosaroten Schuhe mit Glitter und Bluemchen drauf. So sehr ich es gerne vermeiden moechte, ihn auf geschlechtsspezifische Dinge zu trimmen, bin ich nicht cool genug, um ihn in diesen Schuhen rumrennen zu lassen.
    Ich finde es aber andererseits auch extrem schwierig, bunte, nicht-rosa Kleider fuer Jungen zu finden, ohne in den teuren Designerladen gehen zu muessen. Die meisten Hosen meiner Jungs sind blau, grau und braun.

    Das mit der Evolution hier scheint mir ein bisschen uebertrieben. Die reifsten Fruechte und Beeren sind doch er rot als rosa. Ich glaube das rosa kommt von Walt Disney.

  • Rahel sagt:

    Ui, anscheinend hatte meine Tochter dieses Problem in umgekehrter Form………:-)

  • Rahel sagt:

    Meine grosse Tochter ( jetzt in der fünften Klasse ) hatte dieses „Problem“ im letzten Schuljahr. Da war in der ganzen Klasse die Farbe rosa und pink total out! Sie zog von der Unterwäsche über T-Shirt, Pullover bis zu den Schuhen nichts mehr ( oder wenn dann nur mit grösstem Widerwillen ) in dieser Farbe an! Zum Glück ist diese Phase vorbei und in der ganzen Klasse herrscht „Farben-Neutralität“ 🙂

  • Jennifer sagt:

    Bei meinen zwei Gottemeitli konnte ich mit rosaroten Geschenken immer punkten, die Eltern waren weniger begeistert. Jetzt, da meine eigene Tochter sich quasi unaufhaltsam dem Rosa-Alter nähert, wird mir Angst und Bang. Ich versuche dem Unausweichlichen noch mit Kleiderkäufen in Blau und Orange entgegenzusteuern, bin mir aber der Aussichtslosigkeit meiner Bemühungen bewusst 😉

  • Raphi sagt:

    Haha ich finds immer wieder erheiternd was man alles aus der „Evolution“ und den Steinzeitmenschen ablesen können will. The new religion! 😉

  • opa meier sagt:

    @Michael Marti: Ein Kleiderproblem, uinei! Sie geben solchen Dinge viel zu viel Aufmerksamkeit. Kleidung soll praktisch und günstig sein. Das Geld brauchen sie besser für gescheitere Dinge. Denken Sie mit mehr gesundem Menschenverstand und weniger akademischem Ueberbau. Vielleicht wird Ihre Tochter ganz normale Bäckersfrau von nebenan, dann erübrigen sich all diese theoretischen Erörterungen.

  • gargamel sagt:

    meine tochter (5) hasst rosa. lieber hungern, als mit der pinken plastikgabel zu essen, die das restaurant den kindermenüs mitgibt…

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