Ist eine Beziehung ohne Sex möglich?

Sex ist nicht entscheidend: Sparsamer Sex spricht für eine feste Bindung und wenig Verlustängste. (Bild: Raisa Durandi)

Sex ist nicht entscheidend: Sparsamer Sex spricht für eine feste Bindung und wenig Verlustängste. (Bild: Raisa Durandi)

Ist die «nur gute Freunde»-Konstellation zwischen Mann und Frau ohne Sex möglich – auch im hohen Alter?

Liebe X,
Für die meisten Menschen – und das «meiste» erwähne ich hier mit Absicht – sind Sex, Beziehung und Liebe eng miteinander verbunden und essenziell für eine glückliche Partnerschaft. Leider hält die anfängliche Begierde und Lust nicht ewig an und die sexuelle Gewöhnung führt nach einigen Jahren, ja manchmal bereits nach Monaten zu einer Bettflaute. Studienberichten zufolge sind komplett sexlose Beziehungen und Ehen zwar selten (ca. 2 Prozent), sexarme Beziehungen (weniger als 10-mal im Jahr) jedoch mit einer Häufigkeit von 15 bis 20 Prozent relativ verbreitet. Die Gründe, welche zu dieser Abnahme führen, sind vielfältig. Unterschiedliche Tagesabläufe, Stress, negative oder mangelnde Kommunikation, Vertrauensprobleme, Missverständnisse, Kinder, chronische Erkrankungen etc.

Seltenere Intimkontakte führen jedoch nicht notwendigerweise zu einer Abnahme der Partnerschaftszufriedenheit oder sind ein Indikator für die Beziehungsqualität. Im Gegenteil. Einige Experten gehen sogar so weit und behaupten, dass sparsamer Sex für eine feste Bindung und wenig Verlustängste spricht, und Erotik demzufolge in solchen Beziehungen nicht als Instrument zur «Vergewisserung» oder als «Liebesbeweis» missbraucht wird. Im Laufe der Zeit kommen nämlich neue Bindungsfaktoren dazu, wie beispielsweise ein gemeinsamer Freundeskreis, Kinder oder geteilte Erfahrungen, und die anfängliche Funktion von Sex verändert sich. Sowieso zeigt sich Sex und dessen Häufigkeit als schlechter Prädiktor für das längerfristige Gelingen einer Partnerschaft. So machen laut einer 10-Jahres-Längsschnittstudie von Sullivan und Kollegen positive Partnerkommunikation wie auch Verständnis für die Partnerprobleme einen beträchtlichen Prozentsatz des beständigen Liebesglücks aus. Andere Untersuchungen fügen der Glücksformel zudem eine gewisse psychische Stabilität, Vertrauen und ähnliche Interessen hinzu.

Aus der Praxis kenne ich jedoch auch andere Fälle. So gibt es eine nicht unbeträchtliche Zahl an Paaren, welche sich von Anfang an einvernehmlich auf eine sexlose Beziehung einigen. Und ich spreche hier nicht von vorehelicher Abstinenz. Antagonistisch zum Motto «Gegessen wird zu Hause» führen diese Paare eine glückliche und stabile Partnerschaft, holen sich den Sex jedoch exklusiv ausserhalb der Beziehung. Dies führe zu weniger Eifersuchtsszenarien und Enttäuschungen. Denn die Angst vor Untreue und der damit einhergehende Vertrauensabbruch – schliesslich einer der Hauptgründe für das Scheitern von Beziehungen – falle somit weg. Zudem profitiere die Beziehung enorm von der Tatsache, dass sich kein sexueller Frust einstellt und der Selbstwert dadurch nicht angeknackst wird.

Tatsache ist: Partnerschaft, Sex und Liebe sind nicht in jedem Fall eng miteinander verbunden. Wie viel Sex braucht eine Partnerschaft also wirklich? So viel wie beide mögen. Und das kann auch gar keiner sein. Deshalb der Rat für dauerhafte Partnerschaft: lieber wenig als schlechten und lustlosen Sex.

130 Kommentare zu «Ist eine Beziehung ohne Sex möglich?»

  • Meret sagt:

    Also ich weiss nicht …. wenn ich mich so in meinem Bekannten/Verwandten/Freundeskreis umsehe (nicht zu reden von meinen eigenen Erfahrungen), gibt es keine einziges getrenntes Paar, bei dem nicht eine längere, sexuelle Flaute zumindest ein Faktor war, der massgeblich zur Entfremdung und konsequenterweise zur Trennung geführt hat. Mit anderen Worten, kein Paar, das sexuell eine aktive Partnerschaft geführt hat, hat sich getrennt. Männer und Frauen scheinen gleichermassen den körperlichen Aspekt einer Beziehung zu vermissen. Möglicherweise kenne ich einfach nur Ausnahme-Paare, aber dem Artikel kann ich so überhaupt nicht zustimmen.

  • Joe sagt:

    Ich als Mann finde Beziehungen ohne Sex auch viel schöner.
    Diese Überflutung dessen ist einfach nicht mehr zu ertragen. Und vorallem was den durchschnittlichen Menschen suggeriert wird durch Filme und Serien wie eine perfekte Beziehung zu sein hat. Wie man auszusehen hat und was dazu gehört. Für mich Bullshit..
    Daher habe ich mich gegen ein Leben in einer Beziehung entschieden und fahre auch relativ glücklich damit. Relativ deshalb, da in gewissen Situationen schon jemand fehlen kann.
    Aber generell hat mich diese Forderung nach Sex stets abgeschreckt und teilweise waren Partnerinnen derart enttäuscht dass ich glaubte im falschen Film gelandet zu sein. Dem wird ein zu großer Fokus auferlegt aber leider ticken weit über 90% der Menschen so und sehen dies als ihren Beziehungsinhalt.

  • Widerspenstige sagt:

    Zum Thema passend kam gestern in der Talksendung ‚Markus Lanz‘ Aufschlussreiches in illustrer Runde zusammen: u.a. Lilo Wanders ‚Wa(h)re Liebe‘, Ann-Marlene Henning Sexologin ‚Make Love‘. Da gibt es tatsächlich Beziehungen, wo Paare nach über 30 Jahren(!!) Zusammensein nicht wissen (wollen), wie sie gewisse Praktiken dem anderen schmackhaft machen sollen oder es nicht mehr machen wollen. Sie reden schlicht nicht mehr darüber und leben nebeneinander statt miteinander. Dann plaudert der 31-jährige Filmemacher Wolfram Huke ungezwungen darüber, wie es ihm bisher ergangen ist mit seiner im Film ‚Love Alien‘ dokumentierten Schüchternheit bzw. Suche nach dem weiblichen Geschlecht. Er hatte bis 30 Jahre Leidenszeit keine sexuelle Beziehung …

  • Ruf sagt:

    Ich bin glücklich, dass ich nicht mehr muss. Viele Männer haben halt Hunger, Frauen weniger, mit Ausnahmen.
    Eine Beziehung ohne Sex finde ich viel schöner. Dann geht es mehr um Interessen, um das Seelische und nicht um das Körperliche.

  • Irene feldman sagt:

    35 Jahre kenne ich diesen Kollegen schon. eben nur Kollegen was ich äußerst toll fand…..mit dem Alter scheint sich da was verändert zu haben, weiß der teufel warum. Deshalb, was heute gilt kann morgen schon nicht mehr stimmen…..leider!

  • Mind Dust sagt:

    Sex ist der Kitt der Beziehung.

    • Susi sagt:

      Genau, das habe ich kürzlich auch gelesen. Glaub auf einem Zuckerbriefli. (War es von Gandhi?)

      • Salome sagt:

        Nein, das war die Interview-Aussage einer zufriedenen 60jährigen, die gefragt wurde, warum sie immer noch weiblich und zufrieden wirke.

    • Alpöhi sagt:

      Ich finde es genau umgekehrt. Mit Sex kann man eine Beziehung nicht kitten. Aber wenn es im Bett klappt, dann stimmt es auch (vorher schon) in den übrigen Bereichen.

  • Fideliolux1950 sagt:

    Ich finde sex mit liebe gepaart sehr wichtig. Ich lebe nur einmal und mache keine faulen kompromisse.
    Die meisten leute bleiben nur aus finanziellen gründen zusammen oder weil sie zu bequem sind entscheidungen zu treffen.
    Das Leben kann richtig schön sein wenn man sich getraut das zu tun was spass macht!

  • Widerspenstige sagt:

    Ist die «nur gute Freunde»-Konstellation zwischen Mann und Frau ohne Sex möglich – auch im hohen Alter?

    Ja, sie ist die Regel im hohen Alter. Oder glaubt tatsächlich jemand noch, dass viele Paare in der Schweiz im ‚hohen Alter‘ noch regelmässig intim werden bei langjähriger Beziehung?

    Aber wer sagt mir, wie ‚hohes Alter‘ definiert wird? Wieso sterben fast alle an einer ‚langjährigen Krankheit‘ und nicht wegen ‚lustvollem Liebesleben‘? Also da stimmt doch etwas nicht mit den Arztprognosen, wenn es sich anders verhalten würde …

  • Hans S. sagt:

    Danke Blanche Wu, gute Antwort! Ich sehe das auch so, bloss das mit dem Gelassen nehmen, an dem arbeite ich noch!

  • Hans S. sagt:

    Das Alter spielt doch eine ganz entscheidende Rolle. Und wie lange man schon zusammen ist eben auch. Machen wir uns doch nichts vor, der grosse Kick geht einfach mal vorbei, die Lust flammt ab und zu noch auf, aber dann ist der Partner gerade nicht da oder er/sie hat keinen Bock. Und so plätschert die sexlose Zeit dahin…..
    Und ja, auch nichts Neues, bei den Angaben über das Sexualleben wird doch einfach gemogelt was das Zeug hergibt! Nachts Händchen halten zählt nicht schon zu einer sexuellen Handlung oder?

    • Blanche Wu sagt:

      Jedoch sollte man locker mit dem Rückgang der Lust umgehen. Es ist klar, dass man nach 20 Jahren Ehe und womöglich noch 4 Kinder nicht mehr den Kick hat wie mit 20ig. Warum sich den Kopf nun zerbrechen? Wenn beide lascher geworden sind, man sich aber immer noch liebt ist doch alles i.O. Problematisch ist es jedoch, wenn ein Teil sexuell noch sehr aktiv sein will und grosse Lust verspürt und der andere Teil nicht. Aber wenn beide einfach durch das Alter, durch die Anz. Jahre zusammen, etc. nicht mehr so mögen, dann sollte man die Sache nicht überbewerten und glücklich in die Zukunft blicken.

      • Matt sagt:

        Und dann, wenn es problematisch ist, und vielleicht schon 10 Jahre ohne Sex läuft und letztendlich als Kränkung wahrgenommen wird, trotz einer ansonsten liebevollen Beziehung??

  • Lucrecia sagt:

    Ein paar Zahlen und Fakten:

    Was eine glückliche Ehe (Paare mit Kindern) ausmacht:
    1. Ein aktives Sex-Leben
    2. Engagement, feste Beziehung (Commitment)
    3. Grosszügigkeit

    Anteil 18 bis 46-Jährigen mit unterdurchschnittlicher sexueller Zufriedenheit, die sich als „sehr glücklich in der Ehe“ bezeichen:
    Ehemänner: 7 Prozent
    Ehefrauen: 6 Prozent

    Ich wollte den Link angeben, aber mein vorheriges Kommentar wurde gelöscht. Das kommt aus einer grossflächigen amerikanischen Studie aus dem Jahr 2012 namens „State of our Unions“. Die Zahlen, die ich zitiere, entnehme ich einem Bericht darüber im New York Times.

  • Katharina sagt:

    Eine neue Studie beweist, dass der grösste Anteil am Sauerstoffverbrauch der Erde durch Seufzen, Jammern und, am häufigsten, Klagen verursacht wird.

    http://www.theonion.com/article/new-study-finds-most-of-earths-oxygen-used-for-com-36489

  • ruedi sagt:

    Es gibt alle Arten von Menschen. Manche wollen Sex mit Frauen, Männern, Transen, Tieren, Objekten. Manche viel, manche wenig, manche gar nicht.
    Jeder so wie er will. Die Hauptsache ist der/die PartnerIn ist damit einverstanden.
    Ein Portal dafür wäre z. B. gleichklang de

  • dres sagt:

    „Ist eine Beziehung ohne Sex möglich?“
    Nein, für mich auf jeden Fall nicht. Sonst könnte ich auch gleich mit einem Kumpel oder alleine leben.

    • Reiner Zufall sagt:

      Absolut richtig. Ich teile Ihre Meinung. Würde ich mit einer Frau zusammenleben ohne körperliche Nähe und Sex, wäre sie eben nur mein Kumpel, mehr nicht. Keinesfalls aber meine Partnerin.

  • Chrüsimüsi sagt:

    Anscheinend gibt es Beziehungen ohne Sex. Normalität ist, was für jeden einzelnen als „richtig“ erscheint. (mit oder ohne Sex) Jeder hat seine subjektives Empfinden, was dann für den einzelnen Menschen als „normal“ empfunden wird. Aber wir können auch Menschen die ohne Sexualleben „existieren“ als nicht normal bezeichnen und müssen das hier in diesem Blog gemeinsam diskutieren.
    Mein Vorschlag: Lasst jedem sein Empfinden und somit seine Freiheit darüber selber zu entscheiden. 🙂

  • Reiner Zufall sagt:

    Die Frage war doch, ob eine nur-gute-Freunde-Konstellation zwischen Mann und Frau möglich sei. Meines Erachtens ist dies durchaus möglich. Jedoch handelt es sich dabei dann nicht um eine Beziehung oder Partnerschaft im eigentlichen Sinne. Mann/frau sind dann eben nur gute Freunde, was etwas ganz anderes ist.
    Eine Partnerschaft zeichnet sich auch dadurch aus, dass mehr oder weniger alles (zumindest zeitweise) geteilt wird und dass auch körperliche Nähe gewünscht und gelebt wird. Dies hat nichts mit nur-gute-Freunde zu tun. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
    Eine echte Partnerschaft (auch im Alter ohne die Absicht, eine Familie mit Kindern gründen zu wollen) ist ohne körperliche Nähe und Sex auf Dauer nicht von Bestand.

    • Widerspenstige sagt:

      ‚…Eine echte Partnerschaft (auch im Alter ohne die Absicht, eine Familie mit Kindern gründen zu wollen) ist ohne körperliche Nähe und Sex auf Dauer nicht von Bestand…‘
      Doch, eine Beziehung ist ohne körperliche Nähe/Sex möglich und hat Bestand. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis so eine langjährige Beziehung und weiss, dass das der Deal ist. Beide leben ihr Leben gemeinsam gegen aussen, gehen jedoch separate Wege je nach Lust und Laune. Die Frau war schon immer sehr selbständig und wollte nach zwei gescheiterten tragischen Beziehungen nie wieder finanziell und emotional abhängig sein. Sie finanzierte sich bis zu ihrer Pensionierung zu 100% selber. Er geniesst es, dass sie sämtliche Dinge des Haushalts für ihn erledigt und Feste organisiert etc.

  • Rolando sagt:

    Im Grunde ist die ganze Diskussion meschugge! Lust auf Sex ist wie Hunger oder Durst haben, nur komplizierter. Bei dieser Diskussion hier frage ich mich, wie viel Intelligenz notwendig ist bis es schädlich wirkt. Mal im Ernst: Seit lieb zu einander und poppt doch einfach mal nach Lust und Laune das Hirn raus!

  • Anh Toàn sagt:

    Meine Freundin und ich haben Schluss gemacht. Und die Wohnung weiterhin geteilt. Uns beiden ist er lange nachher bewusst geworden, dass wir eine Beziehung haben, halt einfach keinen Sex. Eine Beziehung ohne Sex ist, ich meine nicht zuletzt eine Beziehung, in welcher Kinder keine Option sind, und damit von einer anderen, viel geringerer Verbindlichkeit. Frei und doch nicht allein. War für eine Zeit ganz gut und passend. Aber es erschwerte auch neue Beziehungen.

  • Benni Aschwanden sagt:

    Beziehung ohne Sex? Dürfte wohl der inoffiziellen Realität bei der Mehrzahl der Paare in der Schweiz entsprechen. Je älter desto eher. Aber NATÜRLICH wird die Bedeutung von Sex ja sowieso generell überbewertet.

  • Philipp Rittermann sagt:

    wichtiger ist doch, dass sex ohne beziehung möglich ist. 🙂

    • Alpöhi sagt:

      Sex ohne Beziehung interessiert mich nicht. Hat mich nie interessiert.

      • Susi sagt:

        Ja. Es gibt auch Leute, die interessieren sich nicht für Kaviar. Ist dem Kaviar auch egal.

      • Alpöhi sagt:

        Na da,, gut poppen. Bald ist Wochenende.

      • Reiner Zufall sagt:

        Uiuiui, Susi. Kaviar ist in Zusammenhang mit Sex nicht ganz deutungsfrei!

      • Susi sagt:

        @Reiner Zufall: Haha, stimmt, hab ich gar nicht dran gedacht, uiuiui! (Ich komme jetzt nicht auch noch mit Sekt.)

      • Katharina sagt:

        Flüstern Muscheln von Sushi?

      • Susi sagt:

        Kat, manchmal liebe ich deine mysteriösen Einwürfe.

      • Katharina sagt:

        So mysteriös sind die gar nicht, Susi:

        „Erhaben glitzerte der Nektar der Auster auf dem Hügel der Venus.
        Die rosarote Perle ihrer schwarzen Orchidee schmeckte an jenem frühen Morgen am Strand triefend wie eine Mango.

        Später ass ich einen kleinen Salat. Mango und Pouletbrust. Ich war … in Gedanken versunken und gleichzeitig wieder am Vorglühen. Die Mango, an der ich nuckelte, war so nass und köstlich wie meine Phantasie. Meine Blume sehnte sich unbemerkt offen und triefend nach einem Schmetterling.“

      • Susi sagt:

        Die Venusmuschel errötet…

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ich kenne Männer und Frauen, die ihr Sexleben ganz generell ad acta gelegt haben. Die Männer, weil sie im höheren Alter merken, dass es nicht mehr ganz so läuft, wie einst- oder wie sie es sich vorstellen- und die Frauen, weil sie… ganz allgemein nicht mehr daran glauben, überhaupt noch attraktiv genug für das andere Geschlecht zu sein- im selben Alter, wie erw. Männer, nota bene. Im letzteren Falle vermute ich das, im Ersteren haben Männer mir das schon persönlich so gesagt. Da fällt mir ein herrlicher Spruch von einem Mann in diesem Zusammenhang ein: „Früher haben wir gezittert, wenn wir mal nicht konnten, heute zittern wir, wenn wir wieder mal müssen..! Ich denke, dieses wahrscheinlich weit verbreitete Gefühl der Unzulänglichkeit auf beiden Seiten spielt auch in die Ehebetten hinein.

  • mascha sagt:

    Was für ein banaler Artikel – das Breittreten von Binsenweisheiten. Wie übrigens all die vorangegangenen Artikel ebenfalls. Auf CH-Dütsch gesagt: Hafechäs.

    Ich hoffe, Frau Buris „wissenschaftliche“ Artikel sind doch auf einem etwas vernüfntigeren Niveau, sonst fragt man sich tatsächlich, wie man damit Assistenzprofessorin werden kann. Was übrigens so ein Lehrstuhl an einer technischen Uni (auf Kosten der Steuerzahler?!) verloren hat, fragen wir jetzt mal nicht.

    • Alpöhi sagt:

      Definition „Populärwissenschaft“ (Wikipedia):

      Bei populärwissenschaftlichen Publikationen wird auf die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens und die Verwendung wissenschaftlicher Termini weitgehend verzichtet. Üblicherweise werden Sachverhalte ohne Prüfung und vollständige Angabe von Quellen dargestellt… Die Verfasser bemühen sich in der Regel, den Forschungsstand des jeweiligen Themas ohne Anwendung der in den Wissenschaften üblichen Fachsprache zu vereinfachen und allgemeinverständlich zu vermitteln, nicht aber eigene oder neue Ergebnisse zu präsentieren.

    • Alpöhi sagt:

      Und das Gleiche noch ein wenig boshafter 🙂

      Ein echter Populärwissenschaftler/Eine echte Populärwissenschaftlerin ist in erster Linie populär und erst in zweiter oder gar dritter Linie WissenschaftlerIn. Die Kompetenz liegt vor allem darin, Wissen öffentlichkeitswirksam, TV-gerecht oder Radio-konform aufzubereiten – er oder sie hat häufig aber kaum eigene Sachkompetenz….

      Quelle: http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-531-92386-4_14

  • Roland Kuster sagt:

    Kein Sex? Das Problem ist für mich dann gross! In der Ehe habe ich meine Frau im Schlafzimmer an den Heizungsradiator gekettet und „bediene“ mich wann immer es mir danach ist. Coole Sache. Ohne diese Möglichkeit, müsste ich wieder anfangen Nachts um das Bahnhofsareal herumzuschleichen, um evtl. eine Frau zu finden, der ich dann auf ihrem Nachhauseweg nachgehen könnte.

  • Alpöhi sagt:

    Die Autorin beantwortet die Frage im zweiten Absatz mit: „Im Laufe der Zeit kommen nämlich neue Bindungsfaktoren dazu …“ Was mir fehlt im Artikel, ist der Hinweis, dass mit zunehmendem Alter der Sex weniger oft wird – ganz einfach aufgrund der Biologie (oder war’s die Endokrinologie?).

    Im dritten Absatz entgleist der Artikel mit dem Ausdruck „gibt es eine nicht unbeträchtliche Zahl an Paaren“ – schlicht und ergreifend eine nicht belegte Behauptung. Unter seriös und wissenschaftlich fundiert verstehe ich definitiv etwas anderes. Und was behauptet denn da die Autorin? Das da: „… Paare, welche sich von Anfang an einvernehmlich auf eine sexlose Beziehung einigen. Und ich spreche hier nicht von vorehelicher Abstinenz.“

    • Alpöhi sagt:

      /2
      Fazit: Die Antwort auf die Frage ist eine Binsenweisheit (schaut euch eure Grosseltern an, dann wisst ihr was Sache ist), gefolgt von einer Ungeheuerlichkeit ohne statistische Evidenz.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ach Alpöhi betrügen Sie sich doch nicht selbst. „Fehlende Wissenschaftlichkeit“ kann unmöglich ihr Problem sein. Sie, der Sie selbst die eindrücklich belegte Evolutionswissenschaft mit ein paar simplen Gegenargumenten oder einer „persönlichen Erfahrung“ von der Hand wischen. Seien Sie ehrlich: hätte sich die Autorin auf Studien berufen würde, die wissenschaftlichen Normen entsprechen, würden sie die Ergebnisse genauso ablehnen, wie die der Evolutionstheorie, weil sie eben nicht ihrem Weltbild entsprechen.
      Die Frau erzählt einfach aus ihrem Berufsalltag und unsere Carolina, sagt sie kann aus ihrem Beratungs- Alltag ähnliches sagen. Das ist doch interessant. Gerade weil Carolina schon seit Jahren durch ihre ausgewogene Nüchternheit auffällt.

      • Alpöhi sagt:

        RoXY: Kennen Sie denn „eine nicht unbeträchtliche Zahl an Paaren“ die so tickt wie die Autorin behauptet? Oder ist das Ganze am Ende nur Propaganda?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nein – kenne ich nicht einmal von einer „nicht unbeträchtliche Anzahl an Paaren“ das Sexleben.

        Oftmals weiss ich vom Sexleben anderer Paare, über meine Frau bescheid. Die Plaudern da meist etwas unbekümmerter als wir Männer.
        Natürlich rede ich auch mit meinen Kollegen ab und zu über das Thema.
        Aber Leute, die berufsmässig Paare beraten, auch im Sexleben, haben da mehr Erfahrung und Carolina, die ja sehr schnell reagiert, wenn etwas einfach ihrer langjährigen Praxiserfahrung widerspricht, hat dem Artikel mehr oder weniger zugestimmt.
        „Nicht unbeträchtlich“ – will wohl heissen. „Mehr als wir uns vorstellen können“, denn Leute wie sie und ich, können uns das ja nicht vorstellen.
        Und es ist ja auch egal ob das nun 1, 2 oder 5% sind. (Auch das sollte gerade Ihnen einleuchten.)

      • Zufferey Marcel sagt:

        Nirgendwo wird mehr gelogen, als im Zusammenhang mit der Sexualität, denke ich. Und je nach Methodik der Studie dürften ‚eine nicht unbeträchtliche Zahl an Paaren‘ auf entsprechende Fragen einfach geschummelt haben, konkret: 2% sind zu tief gegriffen.

      • Katharina sagt:

        RoXY: Das ist eine association fallacy.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Katharina – können Sie mir das noch auf Deutsch erklären, ich bin leider wie es Donald (Duck nicht Trump) einmal gesagt hat: „Blöd geboren und hab nicht viel dazu gelernt.“
        D.h. mein Englisch reicht gerade mal für die nächste Bushaltestelle.
        Und bitte Definition erklären und dann in welcher Beziehung diese Definition zu dem was ich alpöhi geantwortet habe steht. Weil sonst weiss ich nicht, ob sie meiner Antwort zustimmen oder sie ablehnen, bzw. weswegen sie das tun.
        vielen Dank

      • Alpöhi sagt:

        RoXY: Hier http://www.lmdfdg.com/?q=association+fallacy
        Wikipedia:
        Premise A is a B
        Premise A is also a C
        Conclusion Therefore, all Bs are Cs

        oder auf Deutsch:
        Alle Chinesen sind Menschen
        Alle Chinesen haben Schlitzaugen
        ergo haben alle Menschen Schlitzaugen
        (Das N…-Wort darf man ja nicht mehr verwenden)

        Gern geschehen

      • Katharina sagt:

        RoXY: Ein Assoziations-Fehlschluss ist ein induktiver informeller Irrtum des Typs hastige Verallgemeinerung, der behauptet, dass Eigenschaften einer Sache inhärent Eigenschaften einer anderen seien und dies bloss durch eine irrelevante Assoziierung. Die beiden Typen werden manchmal als Schuld durch Assoziation bzw. Ehre durch Assoziation genannt.

        Es bezog sich auf: ‚Die Frau erzählt einfach aus ihrem Berufsalltag und unsere Carolina, sagt sie kann aus ihrem Beratungs- Alltag ähnliches sagen. Das ist doch interessant. Gerade weil Carolina schon seit Jahren durch ihre ausgewogene Nüchternheit auffällt.‘ und ist mMn vom Typ ‚Ehre durch Assoziation‘.

      • Katharina sagt:

        2: Dass Carolina durch ‚ ausgewogene Nüchternheit‘ (=Ehrerbietung) und dass Carolina und Andrea, weil in ähnlicher Beratungsfunktion tätig ähnliche Beobachtungen in ihren Praxen machen (= irrelevante Assoziation), sagt nichts über die Qualität des Artikels aus (=: Weil A nüchtern ist und ähnliches tut wie B, aber sie nicht tut, da B forscht, während A praktiziert -> Assoziierungsfehlschluss).

  • Micky sagt:

    Für die Pedanten für die Rechtschreibung wichtiger als der Inhalt ist, bitte spart euch eure Kommentare.
    Zum Inhalt: Bitte berücksichtigt das Alter und Geschlecht. Die Erwartungen von Mann und Frau in Qualität und Quantität an den Sex in einer Beziehung sind in der Regel sehr unterschiedlich. Ich habe in meinem Umfeld viele unglückliche Paare mit sehr wenig und für Beide umbefriedigten Sex. Sie bleiben nur „wegen der Kinder“ zusammen. Das kann es doch nicht sein. Hier sollte man den Paaren Hilfe anbieten. Ich weiß es geht auch anders. Und glückliche und erfüllte Menschen tun der Gesellschaft gut.

    • Susi sagt:

      „Hier sollte man den Paaren Hilfe anbieten.“

      Was für eine Art Hilfe wäre denn hier angebracht? Paartherapie, Sexualtherapie?

      • El Brazo Onofre sagt:

        @ Susi: Es muss nicht immer grad eine Therapie sein. Ich finde, Ehrlichkeit würde schon ausreichen. Denke z. B. an Peter Schneider mit seinen Leserfragen. Dort gibts sehr oft Disclaimer, Selbstbezichtigungen und Relativierungen. Weil der Mann halt weiss, wie subjektiv seine Sicht ist. Hier dagegen wird munter drauflos behauptet, und die Botschaft, gerade an viele Männer, ist lediglich: Maul halten, 5 gegen 1 spielen, Sex ist nicht wichtig. Das finde ich erbärmlich.

      • Susi sagt:

        Peter Schneider ist Psychoanalytiker, der geht die Dinge halt anders an und bleibt meistens auf einer sehr theoretischen Ebene.

  • Sportpapi sagt:

    Die Ursprungsfrage ist eigentlich banal und wird gar nicht beantwortet: „Ist die «nur gute Freunde»-Konstellation zwischen Mann und Frau ohne Sex möglich – auch im hohen Alter?“ Vermutlich ist das sogar die Regel.
    Die Antworten beziehen sich aber dann doch auf eine deutlich intensivere Zweierbeziehung. Und hier kann ich die „nicht unbeträchtliche Zahl von Paaren“ nicht glauben. Man hat keinen Sex miteinander, sondern nur auswärts, weil man sonst eiversüchtig wäre? Man könnte ja auch Kinder mit Fremden haben, denn die belasten eine Beziehung nur…
    Für mich ist das jetzt ein ganz seltsamer Vorschlag. Und vor allem in spezieller Geschlechterkonstellation denkbar. Quasi: Ich (als Frau – Männer haben das wohl weniger) lebe mit der „besten Freundin“ zusammen, Männer für den Sex.

    • Lucrecia sagt:

      Ich kenne solche Paare. Sowohl Schwule wie Hetero mit Kinder.
      Anscheinend ist es bei Schwulen öfter so, dass man mit den Jahren nur noch null Sex miteinander und alles draussen holt. Vorteil: Stabilität und immer wieder „Frisches“. So wurde mir direkt erzählt und ich hab mal auch eine Doku dazu gesehen.
      Beim Heteropaar war wie beschrieben: Lieber der Mann geht fremd, die Frau bleibt sexlos (weil se keins will) und die Familie bleibt bestehen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe das allerdings eher so verstanden, dass das Paar keinen Sex miteinander hat, aber beide auswärts. Weil das Eifersuchts- und Vertrauenskrisen verhindert. Ich halte das für Blödsinn! Das hingegen halte ich für reif: „Lieber der Mann geht fremd, die Frau bleibt sexlos (weil se keins will) und die Familie bleibt bestehen.“ Aber vermutlich auch nicht ganz so verbreitet. Zumindest nicht mit klaren Absprachen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        @SP
        Das glaub ich Ihnen, dass Sie von allen Konstellationen diese, seit Jahrtausenden praktizierte chauvinistische Praxis für annehmbarste halten. Mütterchen sexlos zu Hause, Mann ist Held in fremden Betten.
        Darf ich sie aufklären? Die weibliche Sexualität schläft nicht einfach ein, nachdem sie 2 Kinder hat – sondern, es liegt an ihrem Mann. Er kann sie nicht mehr als Lover begeistern.
        Sie könnte auch wieder total aufblühen, aber eben halt nicht mit ihrem vertrauten Gatten. Also, wenn schon, lieber SP, müssten sie ihre Frau ermutigen, auswärts auf Touren zu kommen.
        Aber !!! fast alle Männer, sehen das „sich auswärts seinen Sex holen“, nur bei sich selbst so locker. Gleichberechtigung ein blosses Lippenbekenntnis.

      • Alpöhi sagt:

        RoXY: Danke, jetzt wird das Thema doch noch interessant.

        Was müsste denn passieren, damit sie „wieder total aufblühen“ kann? – Und: Kann das auch beim vertrauten Gatten geschehen? Dann wären nämlich alle zufrieden. Die Frau, weil sie aufblüht, der Mann, weil er eine blühende Frau hat und gar nicht das Bedürfnis, „auswärts“ zu gehen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja Alpöhi das kann geschehen.
        Es kann.
        Aber wie immer muss zuerst das wahre Problem erkannt werden.
        Ob dann alle Paare die wundersame Auferstehung ihres Sexlebens hinbekommen, steht auf einem anderen Blatt. Denn ich denke mir, meist ist es mit etwas oberflächlichem Aufputz noch nicht getan.
        Wahrscheinlich sind die Lösungswege sehr individuell und auch nicht in jedem Fall möglich.
        Ich könnte ihnen hier mein Rezept aufschreiben, zum regelmässigen „Sex meines Lebens“, aber das(neben dem, dass es mir zu Privat ist) würde den meisten vielleicht gar nichts bringen, weil Sex, wie eben die Persönlichkeit sehr individuell ist.

        Ich meine, wenn nur schon beim Thema Familienurlaub so unterschiedliche Konzepte „erfolgreich“ sind, dann wird es auch beim Sex so sein.

      • Sportpapi sagt:

        Ach RoXY, gleich mal den Fehdehandschuh geworfen. Aber gut, macht die Sache interessanter…
        Persönlich finde ich ja die Idee, dass der Mann für die sexuelle Erfüllung der Frau hauptsächlich oder sogar vollständig zuständig sein soll, irgendwie völlig vorgestrig. Schön, wenn Sie es Ihrer Frau so gut „besorgen“ können.
        Und nein, ich sehe auswärts Sex holen grundsätzlich nicht locker, sondern eher als eine Notlösung. Und ich sehe ein Problem, wenn es nicht (nur) um Sex geht, sondern um Gefühle. Und da, wenn schon, auch eine Differenz zwischen Männern und Frauen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich könnte es auch kürzer sagen, Roxy: Sollte ich einmal keine Lust mehr haben auf Sex mit meiner Frau, dann darf sie gerne Sex auswärts holen. Und nein, ich würde nicht sie für meine Lustlosigkeit verantwortlich machen.

      • Alpöhi sagt:

        RoXY, SP, ich mach‘ mal einen Versuch:

        Ein Anfang wäre immerhin, wenn das Paar konstatiert, dass es immer noch ein Paar ist (trotz Kinder, Geschäft etc.) und sich wieder zueinander aufmacht. Zeit miteinander verbringt. Wieder die Dinge zusammen tut, die man früher gerne zusammen tat. So ein Nachmittag oder Abend oder Wochenende allein zu zweit, „wie früher als wir jung waren“, schafft Appetit auf Mehr.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nein, sie verstehen nicht. Es geht nicht ums „besorgen“. Sondern es sind psychologische Mechanismen die greifen.

        Vorgestrig sind doch ihre Sichtweisen.
        Frau hat einfach keine Lust mehr – Mann aber schon.
        Frau muss Mann befriedigen (eheliche Pflicht) und falls sies nicht kann, hat er das Recht sich das auswärts zu holen.
        Bei Frau ist Sex mit Gefühlen verbunden, beim Mann nicht.
        In dieser Einbahnstrasse denken und argumentieren sie, nun schon seit Jahren. Heute auch wieder, sie konnten sich nur eine Frau vorstellen, die mit ihrer besten Freundin zusammenlebt, und sich von anderen Männern unverbindlichen Sex holt. Das spricht doch Bände.
        Nicht aber eine Ehefrau. Das geht in ihren Augen nicht. Aber umgekehrt selbstverständlich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        SP 2 – nochmals, es geht nicht ums „besorgen“, sondern dass wir endlich unsere Naivität und Oberflächlichkeit abschütteln.
        Frauen sagen: sie haben keine Lust. Sie würden sich womöglich nicht einmal selbst eingestehen, warum das so ist und wenn sie es merken, sagen sie es nicht. Weil die Gründe oft unschön sind.

      • Sportpapi sagt:

        Sie haben recht, RoXY, in dieser Einbahnstrasse argumentiere ich. Aus meiner Erfahrung heraus. Aus dem was ich sehe, höre, lesen. Das heisst nicht, dass ich mir nichts anderes vorstellen kann. Alles ist möglich – aber wahrscheinlich?
        Sie hingegen argumentieren zum x-ten Mal so, dass nur Sie, als Mann, ein guter, toller Kerl zu sein braucht, und alle Beziehungsprobleme sind gelöst. Und: Sie unterstellen mir einmal mehr so einiges, was nur in ihrem Kopf stattfindet.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Alpöhi – vielleicht – vielleicht auch gerade nicht.
        Manchmal ist das Problem zu wenig Zweisamkeit, manchmal ist das Problem zu viel Zweisamkeit.
        Manchmal zu wenig Aufmerksamkeit – manchmal zu viel Aufmerksamkeit.

        Das Eros der Menschen ist doch etwas komplexer als wir es uns vorstellen können. Manch ein Partner stösst den anderen mit seiner Liebe von ihm weg. Ehrlich! Aber das ist schwierig in einem Blog zu thematisieren.
        Ich kann nur sagen: uns half mal ein Text den ich zufällig irgendwo aufgeschnappt habe, der das thematisierte (keine Ahnung ob er wissenschaftlich war). Nicht, dass es danach sofort besser wurde. Aber es war der Wendepunkt.

      • Sportpapi sagt:

        „Frauen sagen: sie haben keine Lust. Sie würden sich womöglich nicht einmal selbst eingestehen, warum das so ist und wenn sie es merken, sagen sie es nicht.“
        Und deshalb ist es nun an uns, Verantwortung zu übernehmen. Wir zeigen und erklären unseren Frauen, weshalb sie keine Lust mehr haben. Wir ergreifen Massnahmen. Wir suchen neue Wege, wir werden kreativ. Wir sind aktiv!
        Und als moderne, frauenverstehende tolle Liebhaber schaffen wir es dann sicher, unsere Frauen zu befriedigen…
        Ich halte das, noch einmal, für ewiggestrige Macho-Vorstellungen!

      • Reincarnation of XY sagt:

        SP – Entschuldigung, aber sie sagen doch selbst, dass sie aus ihrer Erfahrung argumentieren. Das finde ich gut und ehrlich, denn in 99% ist das bei uns Menschen ja der Fall. Der, der nicht an die Liebe glaubt, hat wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht. Der der daran glaubt, hat es halt genau anders erlebt.
        Ich kann Sie auch gut verstehen. Denn viele Jahre lebte ich mit einem sehr ähnlichen Weltbild wie sie.
        Ich war (und bin) auch nicht so ein toller Kerl. Ich sehe mittelprächtig aus, mein Teil ist nicht über jeden Zweifel erhaben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Was stimmt ist, dass ich mir alles hart erarbeiten musste. Sehr hart. Es geht nicht darum, dass ich ein toller Kerl sein muss, sondern ich habe begriffen, dass ich immer Teil der Lösung sein muss. Egal welche Sache in meinem Leben nicht zufriedenstellend ist, ich muss ein Teil der Lösung sein.
        Es geht nicht darum, dass ich für alles zuständig sein muss. (Diesen Fehler habe ich zu lange tatsächlich gemacht.) Mir ist es auch egal, ob nun irgendetwas neumodisch oder altmodisch ist, mir geht es nur darum zu wissen: was ich will.
        Ich könnte mir sagen: ok, ich habe mich bemüht, es zündet nicht, dann such ich es mir halt auswärts. OK, wenn mich das glücklich macht.
        Nicht ok, zu behaupten, das sei der einzig gangbare Weg. Ist es nicht. (Nicht in jedem Fall)

      • Reincarnation of XY sagt:

        Zudem, alles was ich sage gilt auch für eine Frau.
        Wir kennen einige Paare, da ist es der Mann, der nicht recht will.
        Und meistens ist es halt so, dass der der will, mehr unternimmt, der Aktive ist. Natürlich kann der sagen: warum sollte ich? Ich habe jetzt schon stets (fast) alles gemacht. Natürlich er/sie muss nicht, ausser es ist ihm/ihr wichtig.
        Natürlich man kann sich auch trennen. Why not. Man kann auch zu Prostituierten gehen oder auf Tinder sein Glück versuchen. Why not.
        ABER falls man das will, was Alpöhi ausdrückt und was auch mein Wunsch war, bleibt einem nichts anderes übrig als zu einzusehen: ich bin sowohl Teil des Problems, wie auch Teil der Lösung und man muss diese oberflächlichen Sichtweisen verlassen, die nur in eine Sackgasse führen.

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Es liegt auf der Hand, dass bei Paarproblemen beide Seiten Teil des Problems und hoffentlich auch der Lösung sind. Und Schuldzuschreibungen sind eher fehl am Platz. Aber wenn ich die Lösungen nur innerhalb der Beziehung suche und anderes kategorisch ausschliesse, dann habe ich halt weniger und vielleicht nicht die beste Option zur Auswahl. Und mit etwas Pech scheitert die Beziehung dann an unüberbrückbaren Differenzen.
        Ich bin aber nicht damit einverstanden, dass für die Lustlosigkeit eines Menschen der Partner zwingend (mit-) verantwortlich gemacht werden sollte. Das kann, aber muss nicht ein Problem in der Partnerschaft als Ursache haben. Aber ziemlich sicher als Folge.

      • Susi sagt:

        Lago mio, Männer, wie ihr hier über Sex rumpsychologisiert.
        Dabei ist es einfach wichtig, dass man vorher duscht!

      • Lucrecia sagt:

        Wenn ich mich einmischen darf…
        Bei Frauen hat die mangelnde Lust auf Sex manchmal gar nichts mit Sex zu tun.
        Wenn die Frau sich in einem anderen Bereich vernachlässig fühlt, kann sich diese Frust auf die Lust auswirken. Zu Unrecht, könnte man sagen, denn es löst eine Negativspirale aus. Der Mann ist dann frustriert, kümmert sich noch weniger, dann ist sie frustriert, zieht sich noch mehr zurück, er zieht sich weiter zurück und dann ist alles tot. Jeder soll zuvorkommend, grosszügig, die Bedürfnisse des anderen befriedigen und die Spirale wird positiv. Dann hat die Frau wieder Lust bzw. ist wieder offen für ihren Mann (eventuell war die Lust nie weg, nur sie richtete sich nicht mehr auf ihn).

      • Lucrecia sagt:

        @Susi
        Ich finde die Bemerkung ungerecht. Ist doch schön, dass sich die Gentlemen darüber Gedanken machen, wie sie das Herz und den Körper ihrer Dame zurückerobern bzw. immer warm halten. Was will man von einem guten Ehemann mehr?

      • Lucrecia sagt:

        NB: Das sind leute, die schon Jahrzehnte lang verheiratet sind. Respekt!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nicht zwingend mitverantwortlich…
        Ihre Wortwahl zeigt mir, dass Sie mich nicht wirklich verstehen. Denn „verantwortlich“ ist wieder so ein starkes Wort, bei dem subtil eine Art „Schuld“ mitschwingt. So haben wir (und wahrscheinlich die meisten) auch immer gedacht. Der Perspektivenwechsel erfolgte, als wir dieses Konzept komplett verwarfen und begriffen, es ist mehr eine „Ausgangslage“. Eine paarindividuelle Ausgangslage (die sich oft jedoch ähneln).
        Jeder Mensch bringt sein eigenes Packet mit in eine Beziehung und dann gibt unzählige Faktoren, die dann eben eine schiefe Ausgangslage schaffen. Oftmals ziehen einen auch gewisse Gegensätze an – die sich später als ein Problem, positiver, als eine Herausforderung herausstellen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja, Susi – bei mir funktionierts sogar ohne Duschen!
        Aber Sie wären ja eigentlich SPs Traumfrau.
        Wir anderen, die nicht so eine haben, die nur eine Dusche braucht und alles andere egal ist, müssen halt manchmal etwas tiefer gehen. Sorry, aber wer weiss, vielleicht kommen Sie auch mal an den Punkt, an dem sie ihre Psychologie und die des Partners etwas tiefer studieren müssen. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

      • Susi sagt:

        @Lucrecia: „Ich finde die Bemerkung ungerecht. Ist doch schön, dass sich die Gentlemen darüber Gedanken machen, wie sie das Herz und den Körper ihrer Dame zurückerobern bzw. immer warm halten. Was will man von einem guten Ehemann mehr?“

        Lese ich da zwischen den Zeilen, dass das für einen Mann ungewöhnlich ist?

        Mein Kommentar bezieht sich auf einen Austausch, den wir vor ein paar Monaten hatten. SP und RoXY werden ihn schon verstehen. 😉

      • Susi sagt:

        Oh, ich habe mich getäuscht, RoXY erinnert sich doch nicht, meine paradoxe Intervention hat nicht gefruchtet…

        P.S. Wenn’s nur ums „Funktionieren“ geht, dann braucht man tatsächlich keine Dusche!

        😀

      • Susi sagt:

        Und P.P.S.: RoXY, ich fand Humor und Selbstironie schon immer sehr sexy. Ihre Replik kommt mir jetzt aber bitzeli verkrampft vor, irgendwie. Nicht?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke Lucrecia – was Sie sagen, ist sozusagen das 1X1 in einer sexuellen monogamen Paarbeziehung. (Wie gesagt, es gibt nicht wenige Paare, da fehlt dem Mann oftmals die Lust. Das erzählen Männer nur nie, aber deren Frauen sagen es ihren Freundinnen schon.)
        ABER und das war für uns die krasse Erkenntnis. Es kann eine Zeit kommen, da es gerade umgekehrt ist. Der eine Part tut zu viel, ist zu nett, ist zu bemüht, macht alles richtig – das törnt den anderen ab.
        Daneben gibt es noch 1000 andere Dinge. Die liegen vielleicht in der Vergangenheit.

        Und hey Susi, die Menschen sind komplex. Wenn es nicht so wäre, gäbs doch nicht Probleme in den Beziehungen wie Sand am Meer.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nun Susi – ich weiss nicht genau, auf welche Diskussion sie ansprechen. Aber egal.
        Dann ist es höchstens mein zweites Ziel ausgerechnet im MB sexy zu wirken….
        Ich finde man kann durchaus auch mal ernsthaft diskutieren. Was SP hoffentlich versteht, es geht mir auch nicht darum, die Diskussion zu gewinnen oder SP zu diskreditieren. Ich denke vielmehr, dass er ehrlich ein sehr häufiges Problem anspricht, das ich gut verstehe. Wir als Paar haben durch einen Perspektivenwechsel unglaubliche positive Wendung erlebt. Als Naivling, Humanist und Menschenfreund hoffe ich, dass solche Diskussionen einen Nutzen stiften können. Denn über Sex wird definitiv zu wenig (ernsthaft und ehrlich) geredet.
        Zudem bin ich zu blöd Smileys zu setzen.

      • Alpöhi sagt:

        Susi: ich dusche nachher 😉

      • Susi sagt:

        @RoXY: Sie wollten heute echt keine Ironie verstehen? Oder meine sonstigen Kommentare voll ausgeblendet?
        Witze zu erklären ist traurig.

        Jaja, die Menschen sind komplex, ich weiss, ich weiss. Und beim Sex geht es um mehr als nur um ein Reinraus, meistens zumindest. (Obwohl eben genau das blanke Reinraus ja auch bestens ohne Duschen funktioniert…) Schon klar.
        Aber zu viel Ernsthaftigkeit kann m.M.n. der Erotik genauso schaden wie „Beziehungsprobleme“.

      • Susi sagt:

        @Alpöhi: Ja, wenn man vorher nicht tut, ist es wahrscheinlich nötig, es nachher zu tun, hihi!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – ich spasse doch gerne mit ihnen.

        Ich verstehe auch ihre Ironie. Und war auch etwas ironisch, weil ich Sie SPs Traumfrau nannte und das, das Herzeleid (Liedtext Rammstein: bitte nachhören) von uns Männern, die nicht solche Traumfrauen wie Sie haben, halt mühseliges Seelenforschen ist. Das war doch ironisch und nett gemeint von mir.

        Ich hab auch Ihre Ironie verstanden, von wegen „nur funktioniert“. Und darauf wollte ich Ihnen antworten, dass Sie mich schlecht kennen, weil ich Sex der nur funktioniert so öde finde, dass ich lieber drauf verzichte, genauso wie auf mediokre Partys und seichte Musik. Aber weil das schon wieder ernst war, hab ich drauf verzichtet. Und jetzt frag ich mich, ob Sie nun ihrerseits meine Ironie verstehen, oder das als erneute Humorlosigkeit auffassen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Und – von wegen zuviele Ernsthaftigkeit kann die Erotik stören. Ich wollte auch nie mit SP erotisch werden.
        Mit meiner Frau rede ich entweder ganz ernsthaft über die Statik des Universums und das Machtgefüge der Götter, oder aber wir lachen uns tot über Albernheiten. Jedoch ist zu viel Lacherei der Erotik auch abträglich. Es kann die Stimmung im Nu zerstören. Man kann sich nicht mehr erholen und kaum hat man sich erholt beginnt es wieder von vorn.
        Ich denke, wenn es zur Sache geht, sollte man nicht mehr allzu viel reden. Bei einigen Praktiken, (die u.a. Sie bevorzugen) ist reden sowieso ziemlich schwierig.

      • Susi sagt:

        „Bei einigen Praktiken, (die u.a. Sie bevorzugen) ist reden sowieso ziemlich schwierig.“

        Aaaaha. Sie erinnern sich also DOCH an den Austausch! Ich habe nämlich sonst nirgendwo geschrieben, ich fände, dass es schön sei, wenn man vorbehaltlos alles in den Mund nehmen kann und dass ich darum Duschen schätze. Auf jeden Fall nicht, dass ich mich erinnere.

        😉 (=Strickpunkt, Bindestrich, Klammer zu)

        Und das mit der Traumfrau ist Ironie der fiesen Art!
        😀 (=Doppelpunkt, Bindestrich, D)

      • Reincarnation of XY sagt:

        mein Humor ist latent bösartig (ich kann nicht anders) – aber nie bös gemeint

      • Susi sagt:

        Und noch eine kleine Ergänzung dazu, dass Menschen komplex seien: Vielleicht erinnern Sie sich ja auch, dass mein Mann und ich ein relativ komplexes Beziehungsmodell leben. Würden wir uns nicht intensiv miteinander, mit den Bedürfnissen, Ängsten, Wünschen des anderen auseinandersetzen, würde es nie so harmonisch funktionieren, eine solche Gratwanderung zu meistern, wie wir das seit 10 Jahren tun, denn sowas ist mit Gleichgültigkeit/Oberflächlichkeit gar nicht möglich!

        Von daher darf ich mir auch öfter mal einen Spruch leisten. Ich brauche halt immer beide Pole.

      • Sportpapi sagt:

        @Lucretia: „Bei Frauen hat die mangelnde Lust auf Sex manchmal gar nichts mit Sex zu tun.“ Das stimmt und macht es schwierig.
        @RoXY: Ich habe verstanden, dass Sie einen Perspektivenwechsel vorgenommen haben. Dass Sie nicht mehr nach Schuld und Verantwortung suchen, sondern das Gespräch und Verständnis (persönlich sehe ich da keinen Widerspruch). Nicht verstanden habe ich, wie das Probleme löst, wenn die Bedürfnisse unterschiedlich sind. Also ändert es etwas an der Situation, oder findet man sich mit den Differenzen einfach besser ab, weil man jetzt mehr Verständnis für den anderen hat? Hier bleiben Sie sehr schwammig – bringen Sie mal ein Beispiel.

      • Sportpapi sagt:

        Und RoXY, von wegen Ausgangslage. Meine Frau wünscht sich manchmal auch, wir hätten zu Hause etwas mehr Ordnung. Dann sprechen wir darüber, was zu tun ist und packen es an.
        Wir könnten allerdings auch diskutieren, weshalb wir unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit haben, und welche Prägungen wir erlebt haben. Und warum es so schwer fällt, sich zu verändern. Und mit etwas Glück wäre meine Frau plötzlich ganz zufrieden mit der Situation, weil sie nun versteht, wie schwer mir das putzen fällt…
        Ja, Sie haben recht: Ich habe eigentlich gerne eine Frau, die nicht zu kompliziert ist, die aber klar ihre Wünsche äussern kann, die aber auch meine Anliegen versteht. Und wie ich ihre Wünsche ernst nehme und versuche, ihr eine Freude zu machen, so läuft das in der Regel auch anders herum.

    • Annalena sagt:

      Warum sollte eine Frau, die mit ihrer „besten Freundin“ zusammen lebt, Männer brauchen für Sex, verehrter SP? Da überschätzen Sie Ihre Rolle gewaltig.

      • Reincarnation of XY sagt:

        @Susi – seien Sie stets meiner Hochachtung versichert. Ich liebe komplexe Leute, die witzig sind.

        @SP -ich sagte ganz zu Anfang, dass es in diesem Format schwer zu erklären sei.
        Ihr Bsp. mit dem Putzen hilft nur bedingt, um es zu verstehen. Das Verständnis soll in erster Linie nicht für den anderen aufgewendet werden, sondern für die gemeinsame Ausgangslage.
        Es geht nicht um den klassischen Frauenversteher (mit dem wollen Frauen i.d.R. gar keinen Sex – sad but true), sondern um Verständis für die gemeinsame Ausgangslage/Konstellation und das WARUM.
        Wenn es dann zu einem Perspektivenwechsel kommt, kann neue das Energien freisetzen. Der lustlose Partner, kann zu einem lustvollen werden. Man geht gemeinsam neue Wege. Alles ist möglich.

  • Lucrecia sagt:

    Diese zunehmend unsexy und trockene Kolumne mündet also in ein Plädoyer für die sexlose Ehe. Dabei wird Lust, körperliche Liebe an sich geleugnet, es sei alles nur Verlustängste.
    „Lieber weniger als schlecht“ mag das Lebensmotto unserer Expertin sein.
    „Lieber gut und lustvoll, und so viel wie ein ehrlicher Wille besteht“ ist meins.

    Und wieder leidet die Kolumne an wissenschaftlicher Ungenauigkeit.
    1. Was ist Sex? Zählt man nur den Geschlechtsverkehr als solcher oder alle Arten von sexuellem Kontakt dazu? Es macht schon einen Unterschied, ob alles ausser x Mal/Monat kumpelhaft abläuft, oder ob man sich öfter gegenseitig heiss macht oder verwöhnt bis man wieder einen Coitus hat.
    2. Es wird nicht nach Alter unterschieden. 3. Biologie? Endoktrinologie?

    • Lucrecia sagt:

      Dabei würde mich interessieren: Was sagt sie zu Paaren, wo die gegenseitige Lust hoch ist, und gleichzeitig offen für Abenteuer mit anderen sind? Man könnte das auch als Verlustängste sehen: Du darfst mit anderen, damit du mich nicht verlässt. Widerspruch?

      Noch ein Punkt muss man erwähnn: Die „Praxis“ der Dame bezieht sich bisher auf die Schweiz und Finnland…

      Und letzlich: Bitte Quellen angeben, wenn „Studien“ oder „Meinungen“ zitiert werden. MB-Leser sind intelligent genug, um wissenschaftliche Publikationen und Abstracts zu lesen. Sonst wirkt das sehr unseriös.

      • Lucrecia sagt:

        Es gibt auch Studien, wonach Sex-Therapeuten ein eher tristes Sex-Leben haben und gerade diesen Beruf wählen, um den ganzen Tag mit Leuten zu reden, die ein noch tristeres Sex-Leben haben, und sich damit besser zu fühlen. 😉

        Quelle: Lucrecia & al. „The fake study I just invented“.

        (Bitte nicht böse nehmen. Freue mich auf nächste Woche.)

      • Carolina sagt:

        PS: Was ist ‚Endoktrinologie‘?

      • Susi sagt:

        Ich glaube, es sollte eigentlich „Endokriminologie“ heissen. Elendigliche Autokorrektur.

      • Annalena sagt:

        Endokrinologie ist die Lehre innersekretorischen Drüsen und ihrer Hormone.

    • Muttis Liebling sagt:

      Da schliesse ich mich an: Was ist ‚Sex haben‘? Ich weiss nur, dass diese Wortkombination eine sprachliche Zumutung erster Güte ist, nicht aber, was denn damit genau gemeint ist.

      Nach einem Doppelpunkt schreibt man gross.

      • Susi sagt:

        ML: „Nach einem Doppelpunkt schreibt man gross.“

        Stimmt nicht, die Regel ist komplexer. (Geben Sie es doch einfach auf, das Deutsch anderer zu kritisieren, während Sie selbst im endbröckligen Glashaus sitzen.)

      • will williamson sagt:

        In einem Kommentar habe ich mal gelesen, wer Druckfehler finde, könne sie behalten.

    • Carolina sagt:

      Wo sehen Sie denn in diesem Text ein ‚Plädoyer‘ für eine sexlose Ehe? Es werden die unterschiedlichen Formen von Zusammenleben skizziert. Ich kann Ihnen aus der Praxis von vielen solcher Paaren berichten – in meiner Anfangszeit war ich immer wieder erstaunt, dass doch einige der Paare, die ich kennenlernte, Sex eine relativ wenig wichtige Rolle zusprachen (und das nur als Problem empfanden, weil sie meinten, sie seien nicht ’normal‘). Wenn beide Partner ihre Bedürfnisse abklären und vereinbaren können, geht auch eine mehr oder weniger sexlose Beziehung (oder eine mit sehr viel Sex oder ausserhäusigem etc etc).
      Noch etwas: erst bemängeln Sie die ‚zunehmend unsexy und trockene Kolumne‘, dann erwarten Sie aber wissenschaftlicheres Arbeiten?

      • Sportpapi sagt:

        Zumindest wird die geplante sexlose Ehe von zwei Menschen, die durchaus Sex wollen, als gute Variante vorgestellt. Weil man damit Probleme wie Eifersucht und Enttäuschungen verhindern könne. Ganz schräg!
        Und zur Normalität: Es werden Studien zitiert, nach denen sexlose Beziehungen etwa in 2 Prozent, sexarme in 15-20% der Beziehungen vorkommen. Ich würde das – rein statistisch – als nicht normal bezeichnen… Und dabei ist das Alter der Partner nicht berücksichtigt. Und nicht, ob das dem gemeinsamen Wunsch entspricht, oder ob eine/r darunter leidet.

      • Susi sagt:

        @SP: Was würdest du nicht als „normal“ bezeichnen, dass es nur 2% sind? Oder dass 20% sexarme Beziehungen viel sind?

      • Sportpapi sagt:

        Ich würde eine Eigenschaft, ein Verhalten, ein Merkmal, das nur in 2 Prozent der Fälle vorkommt, nicht als normal bezeichnen. Ausser wir gehen davon aus, und das könnte man, dass schlicht alles was es gibt irgendwie normal ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn die Koitus- Frequenz (ich nehme an, die ist gemeint) einer Normalverteilung folgt, wäre die Bereich Erwartungswert 1- 2 * Streuung, dass sind 96%, normal.

        Die anderen 4%, 2% links, 2% rechts sind unnormal.

        Ich gehe aber davon aus, dass die Prozentzahlen an nicht repräsentativen Paaren ermittelt wurde. Otto Normalbürger und seine Frau gehen werde zum Sexualtherapeuten, noch nehmen sie an sexualwissenschaftlichen Studie teil.

      • Susi sagt:

        Ja, 2% sind eigentlich statistische Ausreisser. ich glaube aber, dass die 2% eigentlich zu tief angelegt sind, genau wie auch die 15-20%. Ich zumindest kenne mehrere Paare, die seit Jahren keinen Sex mehr haben und die meisten haben ihn nicht besonders häufig. Solche Begebenheiten werden aber oft nicht gerne kommuniziert, weil sie immer noch irgendwie „stigmatisiert“ sind, da der Sex oft als „Gütemesser“ einer Beziehung angesehen wird. Dabei glaube ich durchaus, dass sexlose oder sexarme Beziehungen sehr gut sein können.

      • Lucrecia sagt:

        @Carolina Danke, dass Sie sich für meine Meinung interessieren.

        Für ein Unterhaltungs-Psycho-Blog, wo kein Name, keine Quelle fehlt, als Beispiel: spring.org.uk

        MMn ist das Problem Ihrer Kolumne, dass Sie sich nicht positionieren: wissenschaftlich-allgemeingültig oder praxis-anekdotisch.

        Es ist Ihnen wohl schon klar, dass Ihre Praxis nicht repräsentativ ist.

        Also: Entweder Sie vermitteln uns Erkenntnisse, Studienergebnisse (mit Quellen), Meinungen (mit Namen), so dass man Neues lernt und ev. nachlesen kann. Oder, auch interessant, Sie schildern konkrete Fälle aus Ihrer Praxis: was das Problem war, wie/ob das gelöst wurde.

        Hier gibt es ein bisschen von allem und doch ist alles irgendwie etwas unbefriedigend.

      • Lucrecia sagt:

        Aus den ersten 4 Ausgaben habe ich „gelernt“:
        – Viagra macht aus einem Mann kein besserer Liebhaber.
        – Untreue tut weh und kann eine Trennung verursachen.
        – Porno soll man mit Mass geniessen, sonst drohen Probleme.
        – Ehe ohne Sex ist schön(er), wer Sex will hat womöglich nur Angst.

        Das meinte ich mit „trocken“. Gute Laune macht die Kolumne nicht, sondern es wird beinahe ein mahnender Zeigefinger erhoben.
        Ein Moral-Blog würde zu den gleichen Schlüssen kommen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Nach einem Doppelpunkt schreibt man gross.

      Nein, in dieser Absolutheit ist diese Aussage falsch.

    • Alpöhi sagt:

      Zustimm. Danke, Lucrecia.

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