Diagnose Ferienwahn

 Flucht nach vorn: Zahlreiche Familien nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um zu verreisen. Foto: Captain Cook Cruises

Flucht nach vorn: Zahlreiche Familien nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um zu verreisen. Foto: Captain Cook Cruises

Wohin wir eigentlich gehen würden, fragt sie am Mittwoch vor der Feiertagsbrücke. Einige in der Schule verreisten nach Barcelona, Freiburg, Stuttgart, in die Toskana und so, andere in die Berge. Zum Glück wohnten wir in der «schönsten» Stadt der Schweiz, sage ich und denke: «Habe ich es verplant, etwas zu planen?» Dann erinnern wir uns, dass wir ja vor einem Monat in Berlin waren – sieben Tage, mit Flugzeug, Velo und Zug. Laufen die Löwen im Zoo oder die Leute am Fraenkelufer bereits unter rituellem Bekanntenbesuch?

Aber diesen Sommer wolle sie mit einem Camper wegfahren, sagt sie, wohin, sei egal. Der Wunsch scheint einem Trend unter Primarschülern zu entsprechen, zumindest unter jenen, deren Eltern kein solches Mobil haben – wie wir. Einfach den Wagen mit Aufstelldach in der Umgebung aktivieren, Musik und Schlafsäcke einpacken und zu einem wilden Campingplatz fahren, dafür wäre/bin ich schon zu haben. Würde es Kindern sogar reichen, einen Camper vor dem Haus zu parkieren und als Feriendestination zu definieren?

Inseln vor der Haustür

Fast fluchtartig leeren sich städtische Siedlungen jeweils ab dem ersten Ferien- respektive Freitag. Insgesamt 14 Wochen Schulferien, rund zwei verlängerte Feiertage, alle restlichen Wochenenden als Potenzial. «Was macht ihr, nebst dem Ferienpass, im Juli und August?» – «Baden gehen.» – «Wo? Auf einer Insel, in einem Pool?» – «Im Vierwaldstättersee! Dazu gehören auch die Lorelei-Inseln im Reussdelta.» Wenn man später wissen will, was das Tollste an den Ferien in Übersee gewesen sei, überraschen Antworten wie: lange aufbleiben, über eine gefährliche Mauer klettern, auf einem Pferd reiten etc.

Beim Reiseveranstalter Kuoni sind auf Anfrage Balearische und Kanarische Inseln sowie italienische und portugiesische Küsten gefragt. Auch Kreuzfahrten mit Kindern seien weiter im Aufwind. Diese muten inzwischen schon futuristisch an: steigende Meeresspiegel, schwimmende Städte, beruhigendes Schaukeln für gestresste Kinder. Doch bei Kreuzfahrten behalten Familien die Kontrolle übers Budget, sagt der Pressesprecher. Familien machten tendenziell mehrere Male im Jahr Ferien, eher für kürzere Zeit als einmal länger. Und idealerweise sind wohl all die verschiedenen Urlaube zum gleichen Preis zu haben wie die klassischen Berg- und Strandwochen früher.

«Wir bleiben hier. Ihr?»

Ab wann sind Ferien eigentlich Ferien? Auf wie viele kürzere und längere Reisen darf man – ökologisch gesehen – Anspruch haben? Hindernisse gibt es sowieso kaum mehr. Die Verführung ist gross: Beim Blick aufs Kamel im Bilderbuch spontan Wüste buchen? Easyjet wäre mit einem Schnäppchen am Start. Den Globus drehen: Weshalb nicht an einem verlängerten Wochenende um die Welt fliegen? Oder vielleicht doch besser Slow Motion: Zwei Monate am Stück in Costa Rica oder in Südafrika verbringen, dafür den Rest der Freitage schön in der Schweiz. Okay, zwischendurch vielleicht mit dem Velo dem Grenzfluss Doubs entlangfahren.

Bis es so weit ist, antworten meine Tochter und ich fast schon einmalig und deshalb luxuriös: «Nein, wir bleiben hier. Ihr?»

89 Kommentare zu «Diagnose Ferienwahn»

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich bleibe!
    Allerdings hat es seinen Reiz, mal 1 oder 2 Wochen in den Nachbarländern zu verbringen und sich dort der Küche zu erfreuen. (Es soll tatsächlich Leute geben, welche in Deutschland Pizza essen usw.)

  • Katharina sagt:

    Tia. die Oekofreaks sollten sich mal mit all den Fancy Cruiseships auseinandersetzen. Das sind Dreckschleudern. Auch Zentren von Nahrungsmittelvergiftungen und diversen Nasty Bugs. Beim Absaufen gibt es wenig Rettungsboote; noch weniger als Titanic, obwohl die Cruiser um mehrere Grössenordnungen gigantischer sind als die Titanic.

    Immerhin war dieser Blog ursprünglich wirklich ein Infomercial mit DIREKTEN LINKS zu Kuonis Kreuzfahrtenangeboten und der Marcel Schlatter ist Kommunikatioinschef bei Kuoni. Kann niemand behaupten dass das ‚Blödsinn‘ sei, wie Blog-Redaktion dann in falscher Tonart sagte und den Wirrwarr editieren musste.

    • Katharina sagt:

      Aber spätestens im Produktionsschritt hätte das gesehen werden müssen. Das ist wohl ein Fall von Einhalten des ‚Ehrenkodex‘, wenn Publireportage als Tag absichtlich vergessen wurde – schusseliger Tag heute! – und dann im Nachhinein nach Hinweisen der ach so aufmerksamen und betroffenen Kommentierer der Content nachbearbeitet wird. Wir sind ja so cool und compliant und haben den Jordan nicht überschritten. … my ass. liar.

  • Karl Schweizer sagt:

    @Sisifee: Wir machen Camping Ferien mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Décroissance bedeutet weniger Comfort, nicht aber weniger Erlebenstiefe.
    Dennoch: Schöne Ferien hier allen 🙂

  • Karl Schweizer sagt:

    „Beim Reisen mit dem Flugzeug, produzieren wir 380 g CO2 pro km. Eine Flugzeugreise erzeugt 153 Prozent mehr CO2-Emissionen als eine PKW-Reise und 950 beziehungsweise 1900 Prozent mehr CO2 als eine Reise mit der Bahn beziehungsweise dem Bus.“

    http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html

    Abgesehen davon erledige ich 90% meiner Mobilität mit dem Velo.

    Aber rund herum höre ich auch ständig: „Und wir machen dieses Jahr Ferien auf Neuseeland und fahren dort 4 Wochen mit dem Auto kreuz und quer herum“. Cool, ja.

    • Papperlapapi sagt:

      Zu beachten ist dabei ausserdem, dass die Flugreise sehr oft viel viel mehr Kilometer umfasst, als die Autofahrt, sodass die Bilanz noch viel schlechter wird. Es geht ja eher nicht darum, zu entscheiden ob ich mit dem Flugzeug oder dem Auto an den Gardasee fahre, sondern darum ob ich an den Gardasee fahre oder in die Karibik fliege. Ich schliesse mich Karl Schweizer an: Fliegen ist aus ökologischen Gründen nicht vertretbar. Darum lasse ich es bleiben. Tolle Ferien werden wir hoffentlich trotzdem haben (dieses Jahr im französichen Jura).

      • Sisifee sagt:

        Ich würde mit meinen Kindern im Moment noch keine längere Flugreise überleben, glaube ich. Und auch die Fahrt gegen Süden teilen wir in zwei Hälften.

        Mal abgesehen davon, dass wir das Budget nicht haben für Flugreisen bzw. lieber eine Woche länger Ferien machen, habe ich einfach auch nicht den Eindruck, dass die Kinder den Sinn einer weiten Reise nicht erfassen. Ich möchte mit den Kids dann weiter weg reisen, wenn sie erfassen können, was es bedeutet, wenn Menschen anderswo anders leben. Nur um am Strand zu liegen, braucht man wirklich nicht ins Flugzeug zu steigen.

      • Sisifee sagt:

        Das muss natürlich heissen „….habe ich einfach auch nicht den Eindruck, dass die Kinder den Sinn einer weiten Reise erfassen. “

        Ich bin wohl ferienreif :-).

      • Sportpapi sagt:

        Das grösste Problem ist doch, dass die Familie mittlerweile in Djerba etc. deutlich billigere Ferien macht als etwa in Italien.

  • Peter sagt:

    2 Wochen Ostsee in einem Familienzimmer (kleine Suite mit zwei Schlaf- und einem Wohnzimmer), Halbpension in einem guten Hotel……das sind Ferien……

    • Lichtblau sagt:

      @Peter: Absolut nach meinem Geschmack. Ein Strandkorb, genügend Lektüre, eine Stadt wie Lübeck (Thomas Mann!) oder Rostock (Kempowski!) für Regentage … Trotzdem ist das für unseren Teenager irgendwie uncool, für sie gehört nonstop Sunshine dazu. Dabei wäre doch das „Ostseebad Kühlungsborn“ weitab vom Mainstream und deshalb extrem hip ;-).

      • Peter sagt:

        @Lichtblau
        Perfekt. Daneben gibt’s unzählige Ausflugsmöglichkeiten nach Stralsund, auf Rügen, in die zahlreichen Tier- und Erlebnisparks (Zoo Rostock ist erstklassig) aber auch tolle und gute Museen…der Teenager wird von Peenemünde beeindruckt sein (im Guten wie im Schlechten)..historische Städte und Festivals, Sport ohne Ende, wenn gewünscht…und das alles ohne die grosse südeuropäische Hitze. Kühlungsborn, ab morgen wieder. Mit der traditionellen Übernachtung in Weimar.

  • Karl Schweizer sagt:

    Fliegen ist aus ökologischen Gründen vorbei. Wer das noch nicht einsieht. Strand geht auch mit Zug ohne Probleme. Wir müssen endlich damit anfangen.

    • Sisifee sagt:

      Ach was. Das ist einfach eine simple Moralkeule. Wer einmal im Jahr fliegt, belastet zwar die Umwelt, aber mengenmässig wohl noch im komplett erträglichen Rahmen. Und wer Campingferien macht, ist ohne Auto auch schlecht beraten, zudem auch hier: einmal im Jahr liegt das doch drin. Wer sonst im Alltag bewusst ökologisch lebt, darf sich doch eine Flug- oder Autoreise gönnen.

      • sonic sagt:

        nein darf er/sie nicht.

      • Sisifee sagt:

        Warum nicht?

      • Alpöhi sagt:

        Experimentieren Sie mal mit dem Footprint-Rechner: http://www.wwf.ch/de/aktiv/besser_leben/footprint/
        Dann finden Sie heraus, dass Sie mit einem einzigen Langstreckenflug häufiger als alle fünf Jahre ihre gesamten übrigen Energiesparbemühungen zunichte machen.

      • Katharina sagt:

        Tia. Früher ™ bot der Kuoni sicher auch Strandferien in Rio an. mit der Concorde. Das sollte billiger sein als mit dem Fiat Cinquecento nach Rimini zu schaukeln. Damals noch über die Gotthard Bergstrecke. Puste puste die Karre schaffte das meist sogar. Dann in Chiasso platt volltanken, weil Benzin in Italy so viel teurer. dann die direttissima bei Monza vorbei auf der Ueberholspur, weil wir Schweizer es den Ferarifahrern einmal im Jahr zeigen mussten. Voll Oeko, ich schwör.

      • sonic sagt:

        @sisifee: Nein das ist keine simple Moralkeule. Sorry, ich wünschte, das wäre anders, ich reise auch gerne. Aber das sind facts, leider. S. unten die Ausführungen von Karl Schweizer. Da können Sie schön reden wie sie wollen. Leider sitzen wir da alle drin..

      • Katharina sagt:

        ‚Wer sonst im Alltag bewusst ökologisch lebt, darf sich doch eine Flug- oder Autoreise gönnen.‘

        Ich habe bei Virgin Galactic die 20’000 Depot hinterlegt, falls der Orbitalflug dann mal hinkommt. kostet 250’000. Ich bin sicher, dass ich das einmal im leben tun kann. weil ich so ökologisch bin, dass ich im Alltag keinen VW oder Audi Oekodiesler Format Ente Magnum fahre. Junge Grüne Parteikleber sind nämlich nur auf den Oekodieslern erlaubt!

      • Sisifee sagt:

        Mein letzter Langstreckenflug war 2005. (Hätte ich nie gedacht). Danach kamen noch zwei Kurzstreckenflüge. Unser Auto wird ca. 1x pro Woche zum posten gebraucht. Nach Italien fahren wir 1x pro Jahr, ins Engadin ebenso. Vielleicht mal zur Familie in einem anderen Teil der Schweiz.
        Wenn ich also in 2, 3 Jahren mal mit meiner ganzen Familie nach zB Asien verreise, einfach weil ich meinen Kindern und mir ermöglichen möchte, wieder mal über den europäischen Tellerrand zu schauen, werde ich keineswegs ein schlechtes Gewissen haben. Sicher nicht.

      • sonic sagt:

        @sisifee: Tun was Sie nicht lassen können, aber verkaufen Sie es nicht als ökologisch. Sagen Sie einfach ‚es ist mir wurscht‘ oder mir ist mein persönlicher Lust- oder Erkenntinisgewinn wichtiger als ein verschwindend kleiner Beitrag an die Nachhaltigkeit. Aber sagen Sie nicht, es sei ökologisch vertretbar.

    • Christoph Bögli sagt:

      Selbst wenn man strikt nach ökologischen Richtlinien gehen will, wenn schon muss man dann den gesamten ökologischen Fussabdruck über das ganze Jahr betrachten und nicht irgendeine isolierte Reise. Im übrigen, der CO2-Ausstoss pro Kopf und Kilometer ist bei Flügen keineswegs aussergewöhnlich schlecht, sondern oft sogar besser als bei vielen Autos und Bussen. Und ein Zug fährt auch nicht mit Luft und Liebe, weshalb dieser je nach vorhandenem Strom-Mix auch nicht immer derart blended abschneidet. Aber Hauptsache man kann sich an einfache Wahrheiten klammern..

      • Alpöhi sagt:

        >> der CO2-Ausstoss pro Kopf und Kilometer ist bei Flügen keineswegs aussergewöhnlich schlecht, sondern oft sogar besser als bei vielen Autos und Bussen

        Das kommt auf die Auslastung des Fahrzeugs an. Im Geolino rechneten sie vor einiger Zeit den CO2-Ausstoss für eine Ferienreise von Frankfurt an die Adria vor: Flugzeug um 5 Liter Sprit pro 100 Sitzplatzkilometer, Auto um 9 Liter pro 100 Kilometer. Fazit des Artikels: Das Flugzeug ist umweltfreundlicher als das Auto. Dass das Auto 5 Sitzplärte bietet, ein Flugzeug-Sitzplatzkilometer aber nur einen, wurde grosszügig „übersehen“.

      • Alpöhi sagt:

        /2
        Das Flugzeug ist nur ökologischer, wenn mit der durchschnittlichen Belegung gerechnet wird (Flugzeug etwa 80%, Auto 1.2 von 5 = 25%). Da gerade bei der Ferienreise das Auto aber voll belegt ist, ist das Flugzeug für die Ferienreise ökologisch niemals konkurrentfähig.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Alpöhi: Das kommt aber wiederum auch auf das Auto und die Fahrweise an. Wenn da der grosse Familien-SUV oder gar Camper vollbeladen hochtourig Richtung Adria oder Spanien gejagt wird, kommen da auch wieder ganz andere Verbrauchswerte zustande. Zumal das bei (Gross-)Familien zwar ein Pluspunkt sein kann, aber ein grosser Teil der Reisenden sind nun einmal eher 1-3 Personen.

        Aber klar, man kann den Vergleich immer so zurecht konstruieren, dass das eine oder das andere besser aussieht. Ich habe ja auch nirgends behauptet, dass das Flugzeug generell besser oder gar ökologisch unbedenklich wäre, das trifft natürlich keineswegs zu. Es ging mir nur um den Irrglauben, dass der Verbrauch beim Flugzeug per se wesentlich schlechter ist als bei anderen Verkehrsmitteln..

    • Roland K. Moser sagt:

      Als Linkswähler dürfen Sie die Umwelt so viel belasten, wie Sie wollen.

  • Markus Schneider sagt:

    Jahrein jahraus über die Klimaerwärmung lamentieren (an der dnatürlich alle anderen schuld sind) und dann bei jeder Gelegenheit mit Sack und Pack ins Flugzeug steigen um irgendwo die Umwelt zu versauen, wo weniger strenge Regeln herrschen als bei uns. Das sind die wahren Vorbilder, die Eltern also heute abgeben. Wozu? Flugbenzin muss endlich besteuert werden wie Autobenzin auch. Dann wird dieses sinnlose Herumgereisel schlagartig aufhören.

  • AnnaB sagt:

    Sommerferien sind für uns: Sonne, Wärme (30°) und Wasser und nicht überflutet von anderen Menschen :-). Leider gibt es in der Schweiz weder Sonne noch Wärme, zumindest nicht auf Nummer sicher und für längere Zeit. Deshalb fliegen wir meistens Übersee, auch mit Kleinkinder 😉

    • Alpöhi sagt:

      In meiner Wahrnehmung ist der typische schweizer Sommer: Mindestens jeden zweiten Tag Sonne und mindestens jeden zweiten Tag ein Regensprutz.

      Beides zusammen übrigens führt zur grünen Landschaft, für die uns die Menschen aus der ganzen Welt beneiden – weswegen sie bei uns Ferien machen.

      • AnnaB sagt:

        Weiss nicht ob uns die Menschen aus der ganzen Welt beneiden, na gut, aber bin aber mit ihnen einverstanden, viele Touristen kommen in die Schweiz und ich bin sehr Glücklich und Dankbar, dass wir hier leben. Trotzdem liebe ich auch Sommer und Strand. Bin eben auf 2 Kontinenten aufgewachsen und möchte soweit das geht auch dass meine Kinder so aufwachsen.

      • AnnaB sagt:

        und übrigens Ferien in der Schweiz zu machen finde ich auch super aber wenn ich schon sonst hier bin dann geniesse ich auch Ferien im Ausland, es gibt auch sehr schöne Orte ausserhalb der Schweiz.

    • Roland K. Moser sagt:

      Also in den Bergen, so ab ca. 1500 m gibt es Sonnenbrand auf sicher! Wenn die Sonne scheint und Sie keine Sonnencreme verwenden.

  • Sisifee sagt:

    Wirklich jetzt? Darüber urteilen, wer wo wie Ferien macht? Ich hoffe, liebe Miteltern und andere zugewandte Orte, dass wir uns alle den Sommer über etwas entspannen können. Ob zyklisch oder antzyklisch, individuell oder massentauglich, kreuz- oder radfahrend.
    Unser Ziel wird, wie jedes Jahr, der Camping am Mittelmeer sein, und die ganze Familie freut sich schon riesig. Wir werden hauptsächlich herumhängen, wie immer, Gelati futtern und uns an ganz viel Italianità erfreuen.

    • Lichtblau sagt:

      Nach vielen Jahren „Flugiferien“ fuhren wir letzten Sommer mit dem Auto gen Italien, weil die 18-jährige Tochter gern am Steuer sitzt. Ohne Reservation fanden wir in Ligurien ein wunderbares Hotel direkt am Strand. Ein Flair wie zu Zeiten von „La dolce vita“, supergutes Essen und freundliche Leute. In den nächsten Jahren gilt: Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt doch ziemlich nah.
      Das hat mich sehr an meine Kindheit erinnert. Obwohl wir damals meistens in unser Ferienhäuschen an einem Westschweizer See fuhren. Da kannte man von klein auf die einheimischen Kinder, der See lockte bei fast jedem Wetter und wir waren von früh bis spät draussen. Turnachkinder-Feeling halt – und in bester Erinnerung.

  • Anh Toàn sagt:

    Das wichtigste an Sommerferien, insbesondere mit Kindern, ist Sommer, der findet in der Schweiz nicht zuverlässig genug statt.

    • Anh Toàn sagt:

      Sommerferien in der Schweiz sind toll mit Kindern, wenn die zwei bis drei Wochen die gebucht wurden, tatsächlich den Sommer treffen. Ist die Hälfte davon verregnet, ist es die Hölle. Schlimm in einer Ferienwohnung in den Bergen, noch schlimmer beim Camping. Sommerferien in der Schweiz buchen, ist russisches Roulette.

      Und dann kommt noch die allgemeine Kinderfeindlichkeit in der Schweiz dazu: Die Campingplätze sind voll mit Rentnern, ausser bei der Mätz Donalds und bei Ikea sind Kinder eigentlich nirgendwo willkommen, warum nicht gleich Kinderferien im Altenheim buchen?

      • Alpöhi sagt:

        Ich weiss nicht, welche Schweiz Sie meinen. Die Schweiz, in der ich lebe, hat in den Bergen eine Sonneneinstrahlung, die mit der Sahara vergleichbar ist.

        Sagen die Fotovoltaiker.

      • Alpöhi sagt:

        Ein Regensprutz pro Tag ist kein verregneter Sommer.

      • KA sagt:

        unsere verregnetesten campingferien waren vorletzten Sommer in Kroatien. Auf das Wetter ist auch im Süden kein Verlass mehr 😉

      • Anh Toàn sagt:

        Also ich Fotovoltiker sage, dass Fotovoltik in der Sahara nicht gut geht, weil es dort viel zu heiss ist: Aber vielleicht sagen andere „Fotovoltiker“ in der Schweiz würde es weniger regnen, als in der Sahara.

        Ausserdem: In den Schweizer Bergen ist im Winter tatsächlich viel Sonnenschein, dafür ist die Regenwahrscheinlichkeit im Sommer umso höher: Der Wetterbericht für einen der seltenen, bisher gab es drei davon dieses Jahr, schönen Sommertage in der Schweiz sagt: Sonnig, gelegentlich Gewitter, vor allem in den Bergen: Ich glaube, die Schweizer fahren im Sommer in die Schweizer Berge, weil sie grau vermissen und immerhin lohnt sich dann der Kauf der Jack Wolfskin.

        Es kann in Kroatien regnen im Sommer, in den Schwezer Bergen gibt es auch mal Sommertage.

      • Sportpapi sagt:

        Auf den Campingplätzen, die ich jeweils besuchte, war eher die Jugend dominant. Und bei Regen ist die Schweiz so kleinräumig, dass man schnell an einem attraktiven Ort ist.

      • Anh Toàn sagt:

        @Sportpapi: Ja genau, in fünf Stunden ist man an der Riviera!

      • Sportpapi sagt:

        Als obs an der Riviera nicht auch regnen würde. Und dann wäre ich doch lieber in der Schweiz. Aber wir hoffen auch, dass wir zwei tolle und möglichst regenfreie Ferienwochen in Italien verbringen dürfen…

    • Roland K. Moser sagt:

      Viele sind froh, wenn Sie auswandern. Danke.

  • Alpöhi sagt:

    Die Autorin bricht eine Lanze fürs Daheim bleiben. Und sie hat recht. Es ist völliger Unfug, wenn heutige Rich Kids in der ersten Klasse schon überall auf der Welt waren, aber auf dem Hausberg, der sich eine halbe Stunde entfernt befindet, noch nicht. Ausland-Flugiferien befriedigen nur das Geltungsbedürfnis der neureichen Eltern.

    Mit Kleindkindern: UHU-Ferien („Ums Huus ume“) inkl. Planschbecken und kleinen Ausflügen in den Wald oder ans Bächli.

    Mit Kindergärtnern und Unterschulkindern: Ferienwohnung in der Schweiz. Man kann sich breit machen und muss das Frühstück nicht bis 10 Uhr vertilgt haben.

    Mit Mittelstufenschülern: Frag die Kinder… Die Wahrscheinlichkeit, dass sie wieder in die gleiche Ferienwohnung wollen wie letztes Mal, ist relativ hoch.

    • Alpöhi sagt:

      /2
      Mit Oberstufenschülern: Frag die Kinder… Die Wahrscheinlichkeit, dass sie wieder in die Ferienwohnung wollen, ist immer noch gross. Alternativ können Ferien im angrenzenden(!) Ausland vorgeschlagen werden, z.B. Hausboot o.ä. Das ist für die Kinder auch eine Gelegenheit, den praktischen Nutzen der neu erworbenen Fremdsprachenkenntnisse zu testen.

      Tipp: Ferien in Europa nicht mit dem Flieger ansteuern, sondern mit dem Auto. Das gibt den Kindern die Chance, zu erfahren, wie lange 1000km sind. Es gibt ein Gefühl für die Distanzen.

      Fazit: Flugiferien habe ich nicht aufgezählt. Bewusst. Die Kinder sollen auch noch neue Erfahrungen machen dürfen, wenn sie selber in die Welt ziehen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        sie wissen es wieder mal besser – für alle

        meine Kinder finden Ferien zu Hause, zelten im Garten toll

        aber Flugi-Ferien finden sie auch super und fragen stets nach, wann es das nächste mal so weit ist
        Und Ferien in der Ferienwohnung (kochen/putzen inklusive) wäre für meine Frau keine Ferien
        wenns der Familie Alpöhi gefällt – super. Aber es gibt auch Familien, denen gefällt das nicht.
        Und das letzte Argument ist ein Witz: die Kinder können immer noch die Welt entdecken, selbst wenn sie als Kind bereits schon mehr gesehen haben als das Berner Oberland und das Tirol.
        Als Kind war ich bereits in vielen Ländern – aber es immer noch so viele Länder und Gegenden die ich gerne einmal bereisen würde.

      • Alpöhi sagt:

        >> sie wissen es wieder mal besser

        Sicher 🙂

        Natürlich gilt: Your mileage may vary, Sie dürfen das anders sehen.

        Aber meine Grundthese, dass sich der Horizont von Kindern von „innen“ nach „aussen“ entwickeln sollte statt umgekehrt, finde ich aus Sicht der Entwicklung von Kindern richtig. Und da haben Sie auch nicht grundsätzlich widersprochen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Die Überlegungen sind ja nicht verkehrt, aber es gibt für viele wohl stärkere Argumente, die insbesondere die Finanzen und das Wetter betreffen. Gerade beim heutigen starken Franken gibt es fast überall (wesentlich) mehr fürs Geld, was gerade bei einer Familie doch ziemlich ins Gewicht fallen kann. D.h. ob man jetzt im Wallis oder in Portugal im Ferienhaus sitzt macht kaum einen Unterschied, ausser dass ersteres x-mal teurer kommt. Das Wetter ist hingegen zwar überall ein Risiko, aber vielerorts doch ein deutlich Kleineres.

        Der Rest hat auch immer zwei Seiten. Grundsätzlich stimme ich zwar punkto Distanz-Gefühl bei Auto/Zug zu und fand so eine Fahrt nach Italien als Kind auch sehr faszinierend, aber für Eltern kann so eine Fahrt schnell zur Hölle werden..

      • Sisifee sagt:

        @Alpöhi: So ganz unrecht haben Sie nicht. Wissen Sie, wieso wir im Sommer so gerne verreisen? Eigentlich uns Erwachsenen selbst zuliebe. Weil Mein Mann und ich es zu Hause kaum schaffen, die Finger von all den Dingen in Haus und Garten zu lassen, die erledigt sein wollen und sonst immer liegen bleiben. Die grösseren unserer Kids entschwinden auf die Tschuttiwiese, und schon bald wurstelt jeder vor sich hin. Ausserdem tut es gut, im Süden so richtig Sonne und Wärm zu tanken und bis in die Puppen unter dem Sternenhimmel zu sitzen. Es gibt für uns nicht viel schöneres, und kaum eine intensivere, entspanntere Familienzeit im Jahr.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Sisifee: Auch ein guter Punkt. Es ist ja recht befremdlich, wie immer gerne so getan wird, als wäre man Rabeneltern, nur weil man es wagt, bei der Urlaubsplanung die eigenen Interessen auch (!) zu berücksichtigen. Natürlich bedeutet das Elternleben, dass man mal eigene Wünsche hinten anstellen muss und nicht (nur) die eigene Selbstwirklichung im Vordergrund steht, aber deswegen muss man doch nicht zu einem absolut selbstlosen Roboter werden. Dass Eltern darum bei den Ferien auch ein wenig an sich denken und irgendwo hin reisen, wo sie auch auf ihre Kosten kommen, ist darum völlig in Ordnung..

      • L.Kyara sagt:

        Gratulation! Ich finde diesen gesamten Kommentarblock (von Alpöhi bis Sisifee und Bögli) um einiges interessanter, übersichtlicher und aussagekräftiger als der vorangegangene Blog.

        Ich darf dazu sagen, dass ich Alpöhi im grossen und ganzen Recht gebe, obwohl eine Stammferienwohnung, Camp, Hotel, o.ä. im schönen Europa, welches den Eltern das gewünschte Abschalten verspricht, bestimmt keine schlechte Sache ist.

        Das Ländersammeln anderer in den Ferien fand ich als Stubehocker- und UHU-Kind stets als erniedrigend. Vorallem wenn nach den Ferien alle Mitschüler von aller Welt erzählen und ich war halt im Zürisee baden (was eigentlich für mich schon ein kleines Highlight gewesen wäre).

        Aber jedem das seine….

  • Alan Miller sagt:

    Ach so, um die Pros und Cons von Kreuzfahrten geht es! Ich schwankte zwischen Camper, Löwen im Zoo und Easyjet. Jetzt wissen wir Bescheid. Vielen Dank für den Hinweis, geschätzte Redaktion.

  • Philipp Rittermann sagt:

    meine gemahlin und ich sind diesbezüglich „anti-zykliker“. wenn alle verreisen, bleiben wir hier und reziprok. urlaub ist das eine. was mich persönlich immer wieder verwundert sind die chronischen „stausteher“ welche unabhängig der grosswetterlage an jedem brücken-wochenende denn gotthard verstopfen. tut das denn not?

    • Lucrecia sagt:

      Wenn man aus Südosteuropa/Italien kommt und die Familie ab und zu sehen will, dann schon.
      Deutsche reisen auch immer an Brücken-WE nach Norden.
      Aber Sie sind ja ach so individuell, dass Sie bestimmt eine Limousine mit Chauffeur für die 80+ Grosseltern und weitere Familienmitglieder organisieren würden, damit sie „in Staugegenrichtung“ den Gothard passieren. (Fliegen an Brücken-WE ist ja auch blöd, und je nachdem wohnen Sie und die Grosseltern jeweils 2 Stunden weg vom Flughafen.)

      • Lucrecia sagt:

        Oder Sie kommen aus dem Tessin und wohnen unter der Woche in Zürich. Sollen Sie auf Ostern mit der Familie verzichten, nur um Ihre Individualität zu behaupten?

      • Philipp Rittermann sagt:

        werte lucrecia. nö. ich bin nicht „ach so individuell“ – sondern weitgehend unabhängig, nicht wirklich konsumorientiert, sowie freiheitsliebend-, was sich im umkehrschluss gegenseitig bedingt.
        …und brrrr….. – urlaub mit den grosseltern?? – never, ever!

      • Christoph Bögli sagt:

        1. Ich bezweifle etwas, dass diese Massenbewegung allein auf Verwandtenbesuchen beruht. Das mag teilweise auch eine Rolle spielen, aber kaum eine Entscheidende.
        2. Das Jahr ist lang und bietet viele Möglichkeiten, Verwandte im Süden zu besuchen, wenn es wirklich darum geht. Weshalb man da unbedingt gerade an Auffahrt oder Schulferienbeginn mit der ganzen restlichen Meute der Süd-Fahrer los muss, ist nicht sehr plausibel.
        3. Wenns den lieben Verwandten so wichtig ist, könnten die ja effektiv dann auch einen Gegenbesuch machen. Muss ja nicht immer gleich der ganze Dorf-Clan sein und wer nicht mehr fahrtauglich ist, es gibt ganz gute Zugverbindungen in die Schweiz..

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist effektiv schwer verständlich. Es mag ja vermeintliche (!) Zwänge geben wie eben Schulferien, Feiertage, etc. aber deswegen derart viel Zeit, Nerven und Geld zu investieren, wie das diese Herde von Staustehern und Auf-überfüllten-Stränden-Sitzern tut, wirkt trotzdem immer wieder bizarr.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe den Verdacht, viele gehen trotz Staualarm in den Schulferien in die Ferien, weil sie dann Ferien haben…
        Ernsthaft: Will ich in den Sommerferien nach Italien, muss ich wohl an einem Wochenende da hinfahren. Und irgendwie versuchen, dem Stau auszuweichen.

      • Christoph Bögli sagt:

        @SP: Also die Sommerferien dauern doch meines Wissens ganze 6 Wochen. Dass da alle genau am ersten Wochenende gleichzeitig in einem grossen Konvoi losfahren müssen, ist darum nicht sonderlich plausibel.

        Allerdings ist m.W. das Problem in den Sommerferien eh nicht so ausgeprägt, wohl aus genau dem Grund, dass der Ferienantritt dort kantonal und individuell gestaffelt ist. Der grosse Stau tritt klassischerweise eher bei den langen Wochenenden wie Auffahrt oder Ostern auf und darauf bezog sich der ursprüngliche Kommentar auch. Und wieso man bei 4 Freitagen es darauf anlegt, mindestens 2 davon auf der Autobahn zu verbringen, ist effektiv rätselhaft und erst recht, wie man das jedes Jahr wiederholen kann..

      • maia sagt:

        @Sportpapi: „Will ich in den Sommerferien nach Italien, muss ich wohl an einem Wochenende da hinfahren.“ – Warum am Wochenende? Ist das Vorschrift? Kann/Darf ich nicht am Montag fahren?

      • Sportpapi sagt:

        Weil es Bungalows, Ferienwohnungen etc. dort nur Freitag, vor allem aber Samstag-Samstag oder Sonntag-Sonntag gibt und auch die Hotels nur unter der Woche buchen, wenn sie müssen, sprich nicht ausgelastet sind. Persönlich würde ich auch lieber erst am Dienstag fahren. (Habe ich schon gesagt, dass ich mit dem Zug fahre, auf meinem reservierten Platz, ohne Stauprobleme? – höchstens Verstauprobleme…)

      • maia sagt:

        Das ist jetzt überhaupt nicht meine Erfahrung – und auch wenn ich schon ab Sonntag buche, kann ich trotzdem bequem einen Tag später anreisen……

      • Sportpapi sagt:

        @maia: Ich hätte lieber Samstag, aber unsere Unterkunft ist nur am Sonntag verfügbar. Und nein, einen Ferientag verschenken habe ich keine Lust. Eher schaue ich darauf, schon sehr früh unterwegs zu sein.

      • maia sagt:

        @Sportpapi: Was heisst verschenken? Müssen Sie dann arbeiten? Geniessen Sie doch einfach den freien Tag!

      • Sportpapi sagt:

        maia, verschenken heisst, für eine Leistung bezahlen, die nicht in Anspruch genommen wird. Ich kaufe kein Ticket, und gehe dann nicht hin. Und ich buche keine Übernachtung, und gehe doch schon früher. Da bin ich irgendwie sparsam…

    • Katharina sagt:

      sie bauten einen Transitexpressway. 4 spurig…. und den Tunnel dann zweispurig. Das ist unglaublich logisch.

      • Dieter Neth sagt:

        Bin ich jetzt irgendwie kein Schweizer mehr, wenn ich hier sage, dass ich NOCH NIE am Gotthard im Stau gestanden habe? Nein, ich bin durchaus schon dort durchgefahren, sogar im Auto. Aber es hat dort auch so etwas Altmodisches wie eine Passstrasse! Ach ja, heutzutage kann kaum mehr jemand richtig Auto fahren! Dann wird halt gestaut. Wir gehören übrigens auch zu den Ferienverweigerern in diesem Sommer. werden wohl ein paar Kurztrips in die Berge machen, an den Wochenenden. Ansonsten ist Arbeit angesagt. Habe keine schulpflichtigen Kinder mehr und bekomme keine Ferien mehr im Sommer.

  • Stevens sagt:

    Ich werde aus dem Text nicht schlau.

    Was ist der rote Faden? Was will die Autorin aussagen?
    Ich erkenne: Ein bisschen über Ferien sinniert, ein bisschen Ferienideen gesammelt, ein bisschen Fernweh geschürt, ein bisschen Kritik am Verreisen, ein bisschen erzählt, dass es auch hier schön ist.
    Ja gut.

    Da bleibt nichts ausser „schöne Ferien“ wünschen, denen die Ferien haben.

    • Susi sagt:

      Schliesse mich an, völliger Wischiwaschi-Text.
      (Wer ist eigentlich Marcel Schlatter? Die aufmerksame Leserin ahnt: Wahrscheinlich einer von Kuoni. Und man fragt sich, wieviel Kuoni hat springen lassen für die Publicity…)

      • Reincarnation of XY sagt:

        schliesse mich an – für mich ist der Text einfach: „wirr“

      • Stevens sagt:

        Natürlich ist der von Kuoni.
        Und man fragt sich auch, ob wohl die Autorin irgendwie mit diesem Typen verbandelt ist…

        Jedenfalls ist dieses Vermischen von Werbung und journalistischem Text ziemlich unwürdig für den wohl meistbeachtetsten Blog der Schweiz. Will man die Marke „Mamablog“ kaputtmachen – nur weiter so.
        Oder schreibt doch wenigstens „Publireportage“ dazu

      • Philipp Rittermann sagt:

        ach was wirr. der text stellt in kurzer und einfacher form die „pros & cons“ vom ausland-urlaub dar. es muss ja nicht immer hoch akademisch sein, (was die meisten in diesem forum ja eh überfordert). 🙂

      • Stevens sagt:

        @Philipp: „der text stellt in kurzer und einfacher form die „pros & cons“ vom ausland-urlaub dar.“

        Tut er das? Hmmm…

        Und nein, ein Text muss nicht immer „hoch akademisch“ sein – aber verständlich.

      • Philipp Rittermann sagt:

        hi steve. ich finde schon. findest du, dass der text, bzw. das thema einen weitergehenden diskurs rechtfertigt?

      • Muttis Liebling sagt:

        Man kann sich auf nichts mehr verlassen. Redaktionelle Werbung war sonst immer am Freitag, wegen der 3- tägigen Einwirkdauer.

      • Reincarnation of XY sagt:

        tut er nicht –
        Pros und cons kennen wir aus früheren Jahren. Da war man sich entweder einig oder nicht, befand die Argumente für gut oder schlecht. Aber diesmal? Da wird man nicht schlau, was eigentlich gesagt werden will.
        Das einzige was heute noch wirrer ist, ist ihre Bemerkung, dass der Text ja „nicht akademisch“ sein müsse. Herr Ritter, akademische Texte, zeichnen sich nicht unbedingt dadurch aus, dass sie einfach, klar und verständlich sind. Von uns allen wurde bemängelt, dass der heutige Text unverständlich ist: „kein roter Faden“, „wirr“ etc.
        Niemand beschwerte sich über fehlende statistische Erhebungen, Fussnoten und Quellennachweise.

      • Blog-Redaktion sagt:

        Blödsinn, wir publizieren keine PR-Texte im Mamablog, und wenn, dann sind sie als solche gekennzeichnet («Sponsored Content»). /gb

      • Blog-Redaktion sagt:

        Ob Kuoni oder ein anderes Reisebüro kommt gar nicht darauf an (deshalb haben wir den Hinweis jetzt auch gelöscht). Es ging der Autorin darum, auch die bei Familien sehr angesagten Kreuzfahrten aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen.

      • Stevens sagt:

        Sehr gut. Es gehört sich wirklich nicht, in einem neutralen Blog, auf ein Unternehmen zu verlinken.

        Und jetzt im Text noch offenlegen, wer dieser Marcel Schlatter ist.
        Liest man den Text, so kann man nicht einordnern, wer das ist und in welcher Funktion er es sagt.
        So viel journalistische Sorgfalt muss einfach sein.
        Etwas schusselig heute?

      • Blog-Redaktion sagt:

        @Stevens: Danke für den Hinweis, auch das ist nun bereinigt. (-;

      • maia sagt:

        @Blog-Redaktion: „Es ging der Autorin darum, auch die bei Familien sehr angesagten Kreuzfahrten aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen.“ – Danke für den Hinweis. Ich dachte es ginge darum, ob man in den Freien überhaupt unbedingt verreisen muss.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ja – das wäre doch ein konkretes Thema gewesen.
        „Kreuzfahrten mit Familien“ – was spricht dafür, was dagegen, Erfahrungsbericht etc.

        … aber wie maia sagt: es ist ein diffuser Text, wo man nicht sicher ist, ob er ein Plädoyer sein soll, überhaupt nicht zu verreisen, sondern die Ferien in der Schweiz zu verbringen.

      • Stevens sagt:

        @ Philipp Rittermann (08:58):
        Das Thema „Ferien“ bietet schon Stoff für einen weiteren Diskurs.

        Aber man muss über EIN Thema diskutieren können.
        Aus dem Text kann man aber x Themen herleiten:
        Das kann vom Austausch von Geheimtipps über Diskussionen, ob Kreuzfahrten was für Kinder sind, über Klimawandel, Ferienbudget etc.. gehen

      • Susi sagt:

        Blogredaktion: „Ob Kuoni oder ein anderes Reisebüro kommt gar nicht darauf an (deshalb haben wir den Hinweis jetzt auch gelöscht).“

        Nun, der Hinweis ist ja jetzt auch nicht mehr nötig, es reicht doch auch, wenn der Name „Kuoni“ oft genug in den Kommentaren genannt wird.

        Kuoni. Kuoni? KUONI!

        😀

  • Lucrecia sagt:

    Bei vielen Kindern in der Schweiz steht schon fest: Pflichtferien im Heimatland. Und da kommt alles darauf an, wie es dort ist, ob es Cousins gibt, wie selbstständig sich Kinder/Mädchen/Frauen/Fussgänger bewegen dürfen, ob man die dortige Sprache kann und vor allem wie sich die Eltern verhalten. U.U. gleichen Familienferien eher einer wochenlangen Freiheitsberaubung und man zählt die Tage, bis man endlich wieder zuhause ist.
    Für Verliebte gilt: Wenn man einen Ausländer heiratet (aus einem Land, wo Familie wichtig ist) und nicht für den Rest des Lebens an einem einzigen Ort Ferien machen will, dann soll man das schon im Voraus thematisieren und die Kompromissbereitschaft testen, vor allem, wenn das Ferienbudget nicht unbegrenzt ist.

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