«Normales gibt es in der Sexualität nicht»

Beantwortet wöchentlich Fragen unserer Leser zu Sexualität und Liebe: Sexualwissenschafterin Andrea Burri. Foto: Christian Espinoza

Beantwortet wöchentlich Fragen unserer Leser zu Sexualität und Liebe: Sexualwissenschafterin Andrea Burri. Foto: Christian Espinoza

Sex ist omnipräsent – und doch wissen wenige wirklich Bescheid. Deshalb lanciert der TA mit der Wissenschafterin Andrea Burri die Beratungskolumne «Sexologisch».

Eine von Andrea Burris Studien ging um die Welt. Ihr Team zeigte auf, dass es den weiblichen G-Punkt womöglich gar nicht gibt. «Da war Feuer im Dach. Die Franzosen rasteten aus. Es war, als ob wir ihnen etwas wegnehmen würden», erzählt sie. Bei einer anderen Studie war die Methode unorthodox: Männern, die masturbierten, wurde durch ein Loch in der Wand Blut abgezapft, um den Einfluss des Hormons Oxytocin auf den Orgasmus zu untersuchen. Einen medialen Wirbel erlebte die 35-jährige Bernerin auch, als sie eine Arbeit präsentierte, die zum Schluss kam, dass Frauen mit hoher emotionaler Intelligenz besseren Sex haben. Frauen also, die eigene und fremde Gefühle besser wahrnehmen, verstehen und kommunizieren können, wie sie erklärt.

Burri gehört zu den führenden Sexualwissenschaftern und hat nach ihrem Studium der Klinischen Psychologie an der Universität Zürich in England am King’s College und im finnischen Turku geforscht. Nun steht der nächste Karriereschritt bevor: Ab Juli ist sie Assistenzprofessorin an der Auckland University of Technology in Neuseeland. «Ich beschäftige mich mit weiblicher Sexualität, das geht von Lustlosigkeit bis hin zu Problemen mit dem Orgasmus. Zudem bin ich in Forschungsprojekte involviert, welche sich mit der vorzeitigen Ejakulation und Erektionsproblemen des Mannes beschäftigen.» Zudem untersucht Burri Faktoren, welche Schmerzchronifizierung begünstigen.

Sie habe sich im Verlaufe ihres eigenen Studiums wie eine ausgehungerte Hyäne auf jeden Artikel über Sexualität gestürzt, da sei es eine klare Sache gewesen, diesem Forschungsdrang nachzugehen. Vor allem mit sexuellen Funktionsstörungen hat sie sich intensiv auseinandergesetzt. Dabei wurde ihr klar: «In den Medien wird ein völlig utopisches Bild von Sex vermittelt: Hat eine Frau nicht dreimal täglich Lust, glaubt sie schon, mit ihr stimme etwas nicht. Das sorgt für viel Leidensdruck – sogar bei Personen, die ganz ‹normal› sexuell aktiv sind.»

Eines ihrer Vorbilder ist die kanadische Sexologin Rosemary Basson. «Sie hat mit ihrem Modell der weiblichen sexuellen Reaktion das bis anhin vorherrschende, rein physiologische Dogma gesprengt und die Bedeutung anderer Faktoren wie Stress, emotionaler Zustand und zwischenmenschliche Intimität betont», erzählt Burri. Bewundernswert findet sie auch die Arbeit von Alfred Kinsey sowie von Masters und Johnson, die die Sexualforschung im prüden und konservativen Amerika der 50er- und 60er-Jahren vorangetrieben haben. «Das ging so weit, dass sie die Paare im Labor live beim Sexualakt beobachtet haben. Das wäre heute noch eine grosse Herausforderung, und man stelle sich mal vor, wie viel Investition das damals benötigt hat», sagt Burri. Sie selber hat sich in der jüngeren Vergangenheit viel mit genetischer Forschung innerhalb der Sexualität beschäftigt. Zu ihrem Job meint sie aber: «Sexualforschung ist meistens nicht halb so spektakulär, wie man es sich vorstellt. So schaue ich mir wie jeder andere Wissenschafter auch schliesslich Zahlen und Statistiken am Bildschirm an. Spannend zu beobachten ist jedoch die enorme Vielfalt sexueller Ausdrucksmöglichkeiten. Jeder und jede ist anders.»

In Deutschland und England hat Andrea Burri Beratungen gemacht: «Zu mir kamen vor allem Paare, die sich in einer Sackgasse befanden. Oder Menschen mit sexuellen Problemen wie erektiler Dysfunktion, Lustlosigkeit oder mit Fragen zur sexuellen Identität.» Waren dabei Tendenzen ersichtlich? «Es ging häufig um Sexflaute, welche sich nach Monaten oder Jahren einstellt. Oder um romantische Gefühle anderen Personen gegenüber, welcher man nicht Herr wird.»

Bei diesen Beratungen und im Lauf ihrer Karriere habe sie vor allem eines begriffen: «Die menschliche Sexualität ist hochkomplex. So etwas wie ‹normal› gibt es nicht.» Dazu komme, dass viele Menschen nur oberflächlich Bescheid wüssten. Gerade bei ihren Studenten merke sie oft, dass es Wissenslücken gebe. «Die meisten kennen etwa Begriffe wie Transsexualität, Fetischismus oder Voyeurismus. Doch nur bei den wenigsten geht das Wissen auch in die Tiefe, sodass eine offene und liberale Haltung möglich ist. Wer weiss zum Beispiel schon, was Intersexualität, auch Hermaphroditismus genannt, ist? Was die Ursachen sind und was es für seine Lebensqualität bedeutet?» Gibt es in unserer Gesellschaft noch Tabus in der Sexualität, Frau Burri? «Ja, die gibt es. Wenn es etwa um frühkindliche Sexualität oder sadomasochistische Präferenzen geht.» Sie findet es wichtig, als Wissenschafterin auch sexuelle Edukation zu betreiben und Wissenslücken zu schliessen.

Sexologin Andrea Burri, die in ihrer Freizeit gerne einen schweren und schnellen Töff fährt oder selber Käse und Eis herstellt, beantwortet deshalb neu wöchentlich am Freitag eine Leserfrage zum Thema Sexualität und Liebe. Diese wird vertraulich behandelt und ohne Namensnennung publiziert. Schreiben Sie ihr auf sexologisch@tages-anzeiger.ch.

103 Kommentare zu ««Normales gibt es in der Sexualität nicht»»

  • Heute Nicht sagt:

    Die wenigen Sex-Wissenschaftlerinnen sehen alle top aus. Woran liegt das? Wenn man so gut aussieht, hat man natürlich auch sozusagen die Qual der Wahl.

  • Arthur Künzler sagt:

    Jetzt darf Frau Burri beweisen, dass sie nicht nur in der Küche Käse herstellen kann.
    Kaum zu glauben, dass ein derart zartes Geschöpf einen schweren, schnellen Töff fahren soll. Aber hat ja auch irgendwie mit Sex zu tun.

  • Georg sagt:

    Muss da der Verkehr mit Sex von der Strasse auf die Schiene? Bin ich da verkehrt?

  • Heute Nicht sagt:

    Ich, 40, habe keinen Sex. Erstens fehlt der Mann und zweitens lebt es sich so auch ganz gut. Sich auf all diese Spiele einzulassen nervt nur unendlich.

    • Elisabeth sagt:

      Recht hast du! Bin 50, habe seit bald 10 Jahren keinen Sex mehr und lebe sehr gut ohne die ständigen Balzrituale ☺

      • Elias Kirsche sagt:

        Was für eine tolle Frauensolidarität! Das ist ein wahrer Augenschmaus!

      • Markus Schneider sagt:

        Noch schöner wär’s nur, wenn man den Ausweis über seine sexuellen (Nicht-)Leistungen ganz für sich behalten könnte. Warum Männer viel über Sex reden weiss man bereits. Warum Frauen viel über Nicht-Sex reden lässt sich denken.

      • Heute Nicht sagt:

        @ Elias und Markus: Und wie genau geht das ohne Mann? Denkt ihr wirklich wir vögeln uns einfach so durch sämtliche Betten? Ha, falsch gedacht! Aber ihr Männer nehmt es da wohl nicht so genau. Hauptsache mann kann mit anderen Körperregionen denken, als mit dem Hirn.

    • Heute Nicht sagt:

      @Markus: Wir sprechen gerne über Nicht-Sex, weil wir das „hard to get“ Spiel perfektioniert haben. Nichts ist so attraktiv für einen Mann, als eine Frau die nein sagt, aber durchblicken lässt, dass ein „vielleicht“ durchwegs drin liegt. Und nur wenn man mal grad ohne Partner ist, dann pflanzt man sich nicht einfach so in die nächstbeste Bar und macht einen drauf.

      Warum schwatzen Männer gerne über Sex?

  • Elias Kirsche sagt:

    Tatsächlich, man/Frau muss eine führende Sexualwissenschaftlerin sein, um zum Schluss zu kommen, dass Frauen mit hoher emotionaler Intelligenz besseren Sex „haben“. Vivat, die Sexualwissenschaft!

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich bin entrüstet! 😉 Warum schreiben Sie Mann klein und Frau gross?
      besserwisserisch:
      Im ursprünglichen Altnordischen bedeutete “man” „Mensch“ vgl. auch engl. wo-man = wif-man = Frau-Mensch. Die Sanskritwurzel „man“ bedeutet “denken” und bezeichnet mit “manuSya” die denkenden Lebewesen, die Menschen. Das Wort für „Mann“ war nicht man sondern wer, aus der Sanskritwurzel vIr, wie in wer-wulf, dem Wolfsmann.
      Einige behaupten sogar, dass „man“ im Nordischen später sogar eher das Weibliche bezeichnete: Bei den skandinavischen und anderen Stämmen Europas wurde mit Man der Mond, die Schöpferin aller Wesen, bezeichnet.

      • Hans Hintermeier sagt:

        / Selbst im Rom der Kaiserzeit war Man oder Mana die Mutter allermanes oder Ahnengeister. Die heidnischen Skalden dichteten eine Gruppe von Liebesliedern, die dem weiblichen Prinzip des Mondes und seiner irdischen Inkarnation, der Frau, geweiht waren; dies waren ‚mansongr‘, die „Frauenlieder“. Die katholische Kirche verbot sie ausdrücklich.Die englische Isle of Man war früher der Mondfrau geweiht. Es gab in nahezu allen Sprachen ein Wort wie „Mana“, das immer weibliche Kraft, Mond bedeutete. Auch unser Wochentag „Mondtag“ geht auf diese Wurzel zurück: Althochdeutsch mānetag= Mond-Tag. Mittelhochdeutsch māntag, mōntac, mēntac.

        Ansonsten gebe ich Ihnen natürlich Recht, aber dieser etymologische Erguss musste jetzt einfach sein.

      • Elias Kirsche sagt:

        Ah, vielen Dank für die Aufklärung! Ich bin kein Deutsch-Muttersprachler (es kann passieren), deshalb lasse ich mich immer gerne belehren. Ansonsten sehe ich das Weibliche schon als etwas „höheres“ als das Menschliche, jedoch nur, wenn es echt ist. Die Frauen von heute haben natürlich an Weiblichkeit verloren. Trotzdem ist das Ideal der Frau zeitlos und bleibt unvermindert bestehen.

      • Elias Kirsche sagt:

        Und noch ein Mal vielen Dank! Die Etymologie ist fast alles, was uns heute noch bleibt. 8/)
        Meine Schreibweise ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig und erzeugt viel Klärungsbedarf.
        Unter „Frauen“ verstehe ich alle, die uns lieben (Göttinnen), mit uns vögeln (Huren), unsere Kinder gebären (Ehefrauen) und uns inspirieren (Musen). Und mit dem geschlechtlosen „man“ meine ich das geschlechtslose Volk der „Feministinnen“, genauer gesagt der „Maskulinistinnen“, das an diesem zähflüssigen Kreuzzug der Postmoderne gegen die Erde teilnimmt…

  • Beat Bannier sagt:

    «Normales gibt es in der Sexualität nicht», heisst gleichzeitig „Abnormales gibt es in der Sexualität nicht“.
    Solch unüberlegte Aeusserungen sind überaus beliebt bei den selbsternannten
    “ Wissenschaftlichen Aufklärern“.
    Pädophilen gehen solche Worte runter wie Honig, in der Folge dürfen diese und ihre Opfer dann von den Wissenschaftler-Kollegen übernommen werden.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    „Normales gibt es in der Sexualität nicht“. Genau wie beim velofahren und Geschirr spülen. Wir sind alle so wahnsinnig individuell und einmalig – und dürfen darum auf gar keinen Fall Schuldgefühle haben oder uns fragen, ob etwas mit uns und unserem Velofahren und/oder Geschirrspülen nicht stimmen könnte.

  • Adriano Granello sagt:

    „Sex ist omnipräsent“.
    Was für eine alles bisher Bekannte auf den Kopf stellende Aussage! Nur dank solcher hervorragenden Blogs, Kolumnen und jeder Menge „Sex-Ratgeber“ wird die Menschheit vor dem Aussterben bewahrt. Denn ohne die permanente Beschallung mit dem „heiklen“ Thema der Wollust erzeugenden Kopulation zwischen Mann und Frau würde das wertvolle Wissen um die Fortpflanzung des Menschen rasch in Vergessenheit geraten. Und bald würden nur noch der Paarung kundige Schmeissfliegen und Stechmücken diese Welt beherrschen.

  • Peter Lorenz Kunz sagt:

    Ist denn Sex eine Wissenschaft? Oder wird sie zur Wissenschaft gemacht, weil man immer noch zu wenig davon weiss und man deshalb krampfhaft versucht, darüber mehr Daten zu gewinnen, welche Sex von eben dieser Wissenschaft befreien kann. Und wie lange dauert es, bis eine neue Generation wieder von neuem beginnt, Sex zu studieren? Man kann doch sagen, Sex macht neugierig, was mit Sicherheit stimmt.

  • Müller und Hungi sagt:

    Dieses ganze Gelaber gewisser Experten geht uns langsam auf den Nerv. Darf man vielleicht noch selber Erfahrungen machen, eine eigene Sichtweise entwickeln? Als ob Menschen alles vorgekaut werden müsste. Mag ja Ausnahmen geben, ok.

    • Daniel Maier sagt:

      Na ja, ich denke, diese Blogs sind nur um der Blog’s willen da, um sich selbst schreiben zu höhren. Sinnvoll? NEIN!

  • Martin sagt:

    Heute reden alle von Sex, also vom Geschlechtsakt, aber in der Ausführung klappt es dann doch nicht so gut. Schaut man so ein Weibchen an, hat man es beinahe schon vergewaltigt. Mir ist das zu doof geworden. Heute läuft sowieso alles nur noch so, wie es die Frauen gerne hätten, alles andere gilt als nicht normal usw. Von daher brauche ich keine Sexualwissenschaftlerin, irgendwelche Theorien und Studien dazu. Man bräuchte ein williges Weibchen, mit einem gepflegten Erscheinungsbild, was heute leider eher Mangelware ist.

    • adrian wehrli sagt:

      Oooch, mein Beileid. Lerne das Game, entdecke den Mechanismus und dann kannst du die Regeln aushebeln. Hinter vielen Selbstsicheren Weibchen vor denen du Angst hast, sitzt eine sinnliche Frau, die erobert und die Höhle geschleift werden möchte ….

      • Laurence sagt:

        Wenn Martin sich den ganzen Aufwand mit dem Erobern schön gemacht hat, kann er sie doch auch noch in die Höhle tragen (statt schleifen)…. Dann klappt es auch mit dem Willen des Weibchen 🙂

      • Anh Toàn sagt:

        Eben: Wer will, dass die Frauen ihn lieben, muss die Frauen lieben. Hilft ungemein.

        Aber vielleicht könnte der Martin besser mit Kühen?

        (Nichts ist normal)

      • Marcel Zufferey sagt:

        Zwischen Männlein und Weiblein ist aber auch sehr viel nur Show, das Meiste eigentlich, wenn wir ganz ehrlich sein wollen, speziell wenn es um die Balz geht…

      • Elias Kirsche sagt:

        Ja, lernen, entdecken, aushebeln, schleifen… Hat Man(n) dann noch Lust auf Sex, oder schon wieder eine gute Arbeit geleistet?

    • Marcel Zufferey sagt:

      Und hier präsentieren Ihnen zwei offenbar ganz grossartige Herren der Schöpfung (Eigenbild, wie’s um das Fremdbild bestellt ist, wissen wir ja nicht) eine der wichtigsten Regeln des Spiels, Martin: Sobald ein Artgenosse, wenn auch auf eher ungeschickte Art, Schwäche zeigt, schwillt anderen Männchen sofort der Kamm…

      Intelligente Frauen durchschauen diese Show allerdings sofort 😉

      • Martin sagt:

        @Marcel Zufferey: Wissen Sie, wenn ich mir auf die proletarische Art und Weise ein Weibchen holen wollte (mein Auto, mein Haus usw.) würde ich noch viele Kontrahenten ausstechen. Das ist es nicht. Ich würde einfach gerne mal ein Weibchen kennen lernen, welches es auch verdient erobert zu werden. Schliesslich möchte man doch auch etwas mehr Zeit mit der verbringen. Da ich weder auf Tattoos noch auf Leggins stehe, wird es schwierig. Ein bisschen Stil, Humor und Charakter wären nicht schlecht, ist aber eher spärlich gesät bei den heutigen Frauen. Leider. Ich denke, ich muss in’s Ausland gehen, um adäquate Frauen zu finden.

      • Anh Toàn sagt:

        @Marcel Zufferey Martin beklagt sich, dass die Frauen die seinen berechtigten Ansprüchen genügen selten sind und ihm dann nicht zu Füssen liegen. Das nenne ich nicht Schwäche zeigen.

        Tschuldigung, wenn ich eine Frau ansehe, fühlt sie sich angesehen, aber nicht schon fast vergewaltigt.

        Und Ihrem Post schiebt er noch nach, dass man eigentlich ohnehin alle kaufen kann, jetzt geht er ins Ausland, da soll alles billiger sein als in der Schweiz.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich versuche einen Mann aber deswegen nicht gleich mit Kühen in Verbindung zu bringen, Anh Toàn, das ist schlechter Stil. Und was die Balz- und Martin’s wahrscheinliche Enttäuschung(en)- anbelangt: Die Ansprüche hierzulande sind im internationalen Vergleich schon sehr hoch. Und die Qualität der Körbe im Grossraum Zürich zumindest preisverdächtig. Wenn man bedenkt, dass Mann es in den meisten Fällen lediglich mit ganz normalen Frauen mit einem Nine to Five-Job, fünf Wochen Ferien und einem ÖV-Monatsabo zu tun hat und nicht mit Prinzessinnen… Gut, andererseits: wir sind natürlich auch keine Flirtnation, sondern ein Volk von Fleissarbeitern.

      • Anh Toàn sagt:

        @Marcel Zufferey

        Na gut, dann empfehle ich dem Martin (bringe ihn in Verbindung mit, wenn Sie das hineininterpretieren möchten) halt eine aufblasbare Barbara: Die lässt sich nicht tätowieren oder piercen, ist billig, willig und anspruchslos.

        Dass der Martin Frauen nicht mag, so wie die sind, erscheint mir offensichtlich, ich versuche nur, zu helfen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Anh Toàn, Ihr Kamm schwillt langsam bedenklich an 😉 Im Bett sind sie sicher auch eine Rakete, item: Eigentlich bin ich ein schlechter Advokat Dritter.

      • Anh Toàn sagt:

        @Marcel Zufferey

        Mich interessiert nicht, im Bett eine Rakete zu sein. (Wie bringt Mann eine Frau zum Orgasmus? – Wen interessierts?). Hauptsache ich bin:

        coito ergo sum

        sagt der vulgär (so oder so) Lateiner.

    • Elias Kirsche sagt:

      Das war aber schon immer so. Die Volksweisheit irrt sich nicht, wenn sie besagt, dass der Sex als Bedürfnis vor allem ein männliches Bedürfnis ist. Man(n) hat die Wahl: entweder sich auf die Frau ganz einlassen, oder mit Männer schlafen. Oder irgendwie dafür bezahlen. Ganz altmodisch.

  • Bruno Froehlich sagt:

    Danke Ihr Kommedntierer, mit 80 Lenzen mich koestlich amuesiere, doch leider laenger unbeweibt, noch voller Tatendrang in den Fantasien ( oh darf man die noch haben in dem Alter ? ) mich nun fragend wieso ich frei jeglicher Anleitungsliteratur und wissenschaftlicher Analyse so oft mich gluecklich machenden Sex haben konnte, laege nochmal eine Frau neben mir, ueberzeugt es ginge noch immer. Verstehe nicht warum die natuerlichste Sache zwischen zwei Menschen verkomlizieren, zerreden muss. Aber halt, vielleicht tun’s die Affen auch, wenn sie auf dem Berg hockend tuscheln, gar den Boss der Herde konsultieren. Was wissen wir, ihre Nachfolger schon vom Sex. Die Wissenschafterin sagt klar; nichts. Und trotzdem macht er vielen Freude. Also loslegen, nicht weiter schreiben. Viel Spass. Saludos

    • 13 sagt:

      Danke, Herr Froehlich für diese Worte. Das ist der grösste Widerspruch unserer Zeit. Da haben wir Tausende von technischen Möglichkeiten, um unser Leben etwas zu vereinfachen und wir scheinen stattdessen davon besessen zu sein, es möglichst zu verkomplizieren. Manchmal ist eben Weisheit doch eine Frage des Alters.

  • Widerspenstige sagt:

    Aha. Hoffentlich bleibt es nicht beim Verharren in Nebensächlichkeiten wie zB wie oft man der Lust frönt, sondern am vertieften sich Einlassen in das Zauberland der verruchten Leidenschaften und der schmachtenden Liebe. Da wurde doch kürzlich in einer deutschen TV-Reihe das sexuelle Verhalten in diversen Ländern durchgegangen und was ist in der Schweiz so Bemerkenswertes ans Licht dabei gekommen? Ja, frau glaubt es fast nicht, aber der Durchschnittsmann gibt sich viel Mühe und bekundet geduldigeres Vorgehen als so mancher südländische Typus Machoman. Ich bin gespannt auf die neue Rubrik und ja, es braucht sie immer noch wie der bisherige Kommentarverlauf zeigt: Frauen bleiben abwartend im Hintergrund, Männer kommentieren einfach mal drauflos, denn es geht um Sex …

    • Brunhild Steiner sagt:

      …ehm, also im Moment gehts vor allem drum, drauf aufmerksam zu machen dass es ab Freitag dann immer um Sex gehen wird… 😉

  • Oliver Brunner sagt:

    Wie oben erwähnt ist Sexualität keine Wissenschaft und Wissenschaftlerinnen zu diesem Thema demzufolge ein Widerspruch. Man versucht, uns tagtäglich einzutrichtern, mit wem, wie, wie oft wir es treiben sollten und was wir dabei denken und artikulieren müssten. Die „wissenschaftliche“ Basis sind dabei immer Umfragen, die verlogener oder gesteuerter nicht sein könnten. Der ganze Artikel ist extrem langw….

    • Flori Antha sagt:

      Natürlich ist Sexualität keine Wissenschaft. Leben ist auch keine Wissenschaft. Kräfte und Körper sind auch keine Wissenschaft. Aber es gibt Wissenschaften von diesen Gegenständen. Und Umfragen sind auch nicht schlechter als die meisten Experimente. Schauen Sie sich mal an, was die hoch finanzierten Neurowissenschaften an Kaffeesatzleserei betreiben. Dagegen sind Umfragen geradezu rocket science.

      • Martin Frey sagt:

        „Natürlich ist Sexualität keine Wissenschaft. Leben ist auch keine Wissenschaft. Kräfte und Körper sind auch keine Wissenschaft. Aber es gibt Wissenschaften von diesen Gegenständen.“

        ‚Wissenschaft von diesen Gegenständen‘ tönt nun wiederum wahnsinnig wissenschaftlich… 😉
        Zum Glück gibt es hier genug Experten die uns Ignoranten derartige komplexe Ausführungen näher erläutern können.

  • Ding Dong sagt:

    Ich finde, meine Frau und ich haben ganz normalen und ganz normal Sex.

  • Jean-Jacques sagt:

    „Normales gibt es in der Sexualität nicht“. – Bei uns läuft es aber in der Regel normal ab, ausser wenn betrunken. (comme d’habitude). Sind wir deshalb nicht normal, oder sollten wir einen Partnertausch wagen? Gut genug kennen wir uns ja inzwischen.

  • dres sagt:

    Hauptsache, es wird wieder mal darüber geschrieben. Solche Informationen haben mir eigentlich vor nahezu vierzig Jahren bei Dr. Sommer gereicht…

  • Tom sagt:

    Die zitierte G-Punkt Studie basierte auf Befragungen von Zwillingen zu einem Thema welches zutiefst auf persönlichen Erfahrungen und somatischem lernen basiert. Es hat weder mit Anatomie noch mit Genetik zu tun, höchstens mit der Kenntnis der Anatomie des berührenden Menschen und vor allem seiner Achtsamkeit und Geduld. Wer so etwas publiziert ohne erst einmal ausgiebig! in Selbsterfahrung, z.Bsp. mit einer erfahrenen Frauenmasseurin/Masseur dem Thema anzunähern ist mir zutiefst suspekt.

    Genauso gut könnte man Männer dazu befragen ob die Prostata eine erogene Zone ist und könnte zum statistischen Schluss kommen, dass eine empfindsame Prostata wahrscheinlich die Ursache für Homosexualität ist, da statistisch gesehen mehr homosexuelle Männer ihre Prostata in ihre Sexualität integrieren.

  • 13 sagt:

    Eine wirklich interessante Entwicklung, die ich wieder einmal feststelle….da wird aus einer grundsätzlich einfacher Sache, eine hochkomplexe Wissenschaft und wer dann die Basis kennt, aber nicht jeden in dieser Wissenschaft entwickelten Begriff oder Form, die einen selber zwar nicht tangiert, der wird als unwissend beschrieben. Und weil heutzutage, wo wir in einer absoluten Informationen-Überfluss-Gesellschaft leben, niemand gerne als unwissend bezeichnet wird, werden natürlich fleissig, Ratgeber verkauft und Beratungen und Kurse besucht. Das Beratertum hat wirklich absurde Formen angenommen. Eher seltene Phänomene, sei es Intersexualität oder spezieller Fetisch, sind in erster Linie für diejenigen wichtig, die es betrifft. Für den Rest gilt: Nicht reden, sondern machen.

    • Zufferey Marcel sagt:

      „Nicht reden, sondern machen.“

      Auf den Punkt gebracht, genau!

    • plop sagt:

      Ja, 13… Ich habe mir bis anhin zu diesem Satz: «In den Medien wird ein völlig utopisches Bild von Sex vermittelt: Hat eine Frau nicht dreimal täglich Lust, glaubt sie schon, mit ihr stimme etwas nicht. Das sorgt für viel Leidensdruck – sogar bei Personen, die ganz ‹normal› sexuell aktiv sind.»
      weder Gedanken gemacht, darüber geredet, noch darunter gelitten… Hm.

      • 13 sagt:

        @ plop
        Nein, ich auch nicht. Und habe eigentlich auch jetzt nicht vor, das zu tun. 😉

      • Flori Antha sagt:

        Aber es gibt Leute, die den Leidensdruck schon hatten bevor sie den Satz gelesen haben. Warum sollte man denen nicht helfen? Verstehe ich nicht.

      • 13 sagt:

        @ Flori
        Ja, soll man. Wenn wirklich ein Problem besteht. Aber oftmals geht es darum, jemanden einzureden, dass er ein Problem hat, um dann anschliessend bei der Lösung zu helfen. Und solche Sätze hier:

        Dazu komme, dass viele Menschen nur oberflächlich Bescheid wüssten. Gerade bei ihren Studenten merke sie oft, dass es Wissenslücken gebe. «Die meisten kennen etwa Begriffe wie Transsexualität, Fetischismus oder Voyeurismus. Doch nur bei den wenigsten geht das Wissen auch in die Tiefe, sodass eine offene und liberale Haltung möglich ist. Wer weiss zum Beispiel schon, was Intersexualität, auch Hermaphroditismus genannt, ist? Was die Ursachen sind und was es für seine Lebensqualität bedeutet?»

        sind doch einfach nur Blödsinn. Ok, ich weiss, was Intersexualität ist. Aber ich kenne keinen

      • 13 sagt:

        intersexuellen Menschen, ich bin nicht betroffen, mein Mann auch nicht und dieses Wissen hat absolut keinen Einfluss auf meine Sexualität oder mein Leben an sich. Sollte ich mal einen kennenlernen, habe ich die Möglichkeit, mich damit auseinanderzusetzen, aber dass nun jeder, der mit diesem Begriff nichts anfangen kann oder sich nicht genauer auskennt nur „oberflächlich Bescheid weiss“ stimmt einfach nicht, denn für die meisten ist das nicht relevant. Hier wird aber suggestiert, dass man eine Wissenslücke hat und sich informieren muss, vermutlich am Besten mittels Bücher, Klicks oder Kursen. Damit hält sich die ganze Maschinerie selber am Laufen. Obwohl vorher kein Problem vorlag…

      • 13 sagt:

        Und auch bei plops Beispiel. Wenn man bisher damit zufrieden war, einmal wöchentlich Sex zu haben, dann war doch alles ok, bevor andere, einem einreden, man sollte ihn dreimal täglich haben. Das Problem wird von aussen gemacht, nicht von innen. Aber oftmals von den Gleichen gefördert, die dann therapieren wollen. Andererseits bringt es einem Menschen, der dreimal täglich Lust verspürt auch nichts zu wissen, dass die meisten Paare einmal wöchentlich Sex haben…
        Bei Problemen soll man helfen, klar, aber ich behaupte mal, dass nur eine kleine Anzahl der Probleme wirklich bestehen.

      • Sportpapi sagt:

        Sie haben grundsätzlich recht, 13. Aber gilt das nicht für ganz viele „Probleme“, die hier besprochen werden?

      • 13 sagt:

        @ SP
        Vielleicht, aber bei den meisten anderen Themen geht es dann nicht darum, dass professionelle Berater hinmüssen, sondern dass eine Debatte mit Menschen, denen das Thema am Herzen liegt, ausreicht.

    • sole sagt:

      @13: Ein, zwei Denkanstösse zu dem Thema: Ich hatte beruflich eine Zeit lang mit transsexuellen Menschen zu tun. Dort ist der Leidensdruck teilweise extrem hoch, und viele wussten lange Zeit gar nicht, dass es so etwas wie Transsexualität gibt, dass sie nicht der einzige Freak sind, der sich im falschen Körper fühlt. Es ist dann sehr erlösend, wenn man das erfährt. Dort kann Wissen helfen. Vielleicht auch um Vorurteile beim Rest der Bevölkerung abzubauen.

      Ausserdem sind Sie vielleicht schon recht gut informiert, aber nehmen das nicht so wahr. Ich habe während des Studiums bei einer Sexualtheurepeutin gearbeitet und dabei das eine oder andere mitbekommen. Die Bandbreite ist sehr gross, manchen Menschen hilft Wissen tatsächlich.

      • 13 sagt:

        @ sole
        Wir haben heutzutage sehr viele Möglichkeiten, uns zu informieren, d.h. Betroffene können mit wenigen Klicks erfahren, dass es auch andere gibt und sich austauschen. Ganz einfach und anonym. Ich verstehe durchaus, dass es für Betroffene sehr schwer sein kann. Ich hatte auch schon mit Transsexuellen zu tun und kann das nachvollziehen. Aber es bleibt dabei, dass die Transsexualität den grössten Teil der Bevölkerung kaum tangiert. Und ich finde es nachwievor etwas salopp gesagt, dass jemand uninformiert ist, nur weil er etwas nicht kennt, das für ihn kaum eine Rolle spielen dürfte. Und gemäss der Autorin reicht es ja nicht, zu wissen, was es ist, sondern dann auch die Ursachen und Auswirkungen zu kennen. Das erscheint mir schlicht übertrieben.

    • Carolina sagt:

      Stimme Ihnen völlig zu, 13. Auch und gerade diejenigen, die in dieser Berater-Industrie (und eine Industrie ist es längst) tätig sind, müssen sehr aufpassen, dass sie nicht ständig pathologisieren, neue Bedürfnisse und vermeintliche Unzulänglichkeiten als therapeutisches Betätigungsfeld erst kreieren (und manchmal an den Haaren herbeiziehen) und Lebenshilfe mit Hilfe zur Selbsthilfe verwechseln.
      Mich selber macht es mehr und mehr nachdenklich über meinen Beruf, zumal manche Bedürfnisse und Unzulänglichkeiten wirklich erst entstehen, weil sie ständig thematisiert werden (wir müssten alle wirklich öfter fragen: cui bono?).
      Ich habe eine instinktive Abneigung gegen die Ratgeber-Industrie, von der Sie sprechen, in allen Bereichen (bitte korrigieren Sie mich, aber ich habe Sie

      • Carolina sagt:

        /2 eigentlich eher immer für einen Aficionado z.B. bestimmter Erziehungsratgeber gehalten?), kann aber natürlich schon sehen, dass es für manche Menschen eine wirkliche Hilfe oder ein Anstoss dazu sein kann, Probleme in Angriff zu nehmen.
        Nur: Dogmatisch und auf das eigene Weltbild bezogen dürfen Ratgeber nicht daherkommen, denn das führt bei vielen Menschen zu Minderwertigkeits-, Schuld- und Unzulänglichkeitsgefühlen.
        Ich finde es völlig richtig, dass Sie hier klipp und klar sagen, dass man tatsächlich nicht über alles reden und informiert sein muss, auch im Bereich Sex nicht. Wenn etwas für das eigene Leben relevant wird, liegen die Informationen sozusagen auf der Strasse. So interessiert es mich z.B. überhaupt nicht, ob es einen G-Punkt gibt oder nicht, aber wenn es

      • Carolina sagt:

        /3 für mich relevant werden sollte, schlage ich bei Google nach.
        Man neigt dazu, Menschen, die nicht über Sex sprechen wollen, als verklemmt abzutun – ich glaube eher, dass die meisten eine Art völlig natürlicher Scham haben und vielleicht instinktiv spüren, dass man es fürchterlich zerreden kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        das ist doch genau der Haken, „wenn es für mich relevant werden würde, dann…“,
        irgendwie hab ich auf diesem Gebiet schon den Eindruck gewisse Leute möchten dafür sorgen, dass es für die „Indifferenten“ eben sehr relevant wird, einfach wachsen lassen und von alleine erkunden, ausprobieren wird offenbar niemandem mehr zugetraut, und da mache ich gerade bei den schulinteren Kampagnen schon sehr grosse Fragezeichen. WEnn es nämlich nicht um Beziehungsgrundlagen/Voraussetzungen etc geht, sondern um „technisches Knowhow“, weil das ja offenbar die jungen Menschen unmöglich selbst in ihrem Tempo rausfinden und sich herantasten könnten, nein, sie müssen unbedingt präsentiert bekommen was alles relevant sein könnte. Sonst verpassen sie ja was!

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        von daher finde ich Stimmen wie von @13 ungemein ermutigend, dass dies andere ähnlich sehen und kritische Fragen stellen.

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        (bitte korrigieren Sie mich, aber ich habe Sie eigentlich eher immer für einen Aficionado z.B. bestimmter Erziehungsratgeber gehalten?)

        Sie dürfen meine Lesesucht (vielleicht auch gefördert von der Beratungsindustrie, wer weiss) nicht mit einem angeblichen Bedarf verwechseln. Ja, ich bin so ein Informations-Junkie, der selbst die Packungsbeilagen, Gebrauchsanleitungen oder die AGBs liest. Ich lese Erziehungsratgeber gerne und ich hinterfrage gerne Dinge, u.a. auch meinen Umgang mit Kindern. ABER und das ist der wichtige Punkt: Das heisst nicht, dass ich sie dringend brauche. Ich könnte auch ohne erziehen und ich will mir von niemanden einreden lassen, dass ich ein Problem habe, welches ich nur mit dem Lesen dieser lösen kann. Das ist Blödsinn.

      • 13 sagt:

        So auch hier:
        Werde ich die Kolumne lesen? Vermutlich.
        Würde mir in meiner Sexualität oder meinen Leben etwas fehlen, hätte ich ein Problem, wenn ich es nicht tun würde? Kaum.
        Aber ich bin mal gespannt….

      • Carolina sagt:

        Brunhild: das meinte ich (u.a. mit ‚cui bono‘).

        13: Warum sollten Sie sich mir gegenüber verteidigen müssen? Ich habe das nicht als Vorwurf, sondern als Einwurf/Eindruck geschrieben. Sie werden schon selber merken, wenn etwas zu dogmatisch und tunnelblickig daher kommt……

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Verteidigung? Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Ich verteidige mich doch nicht. Aus Ihrer Bemerkung, die ja richtig ist, entnehme ich nur, dass ein kleiner feiner Unterschied, der aber für meine Aussage wichtig ist, nicht bemerkt wurde, weshalb ich ihn erkläre. Rechtfertigen ist nicht mein Ding. Warum auch?

  • Reto Burgener sagt:

    Finde eine solche Artikel-Reihe hoch willkommen. Ich verstehe Journalismus als Aufklärung und Faktencheck, und nicht nur als das Kreieren von Hypes und Mobilisierung von Mob-Emotionen. Auch wenn solche den Vorteil haben, dass sie Klicks generieren und somit die Kasse klingelt. Mit diesem unseligen Mechanismus der Klicks als Hauptpriorität geht der Journalismus vor die Hunde. Das Resultat sind rückwärtsgerichtete Tendenzen in der Bevölkerung und meiner Meinung nach letztlich auch die braune Suppe, die gegenwärtig wieder durch Europa schwappt.

    • adrian wehrli sagt:

      Ich würde es nicht als braune Suppe bezeichnen, die meisten braunen Mitläufer wissen ja nicht mal wie man faschistoid schreibt. Ist wohl eher das Diktat der Dummen, „ONE MAN, ONE KLICK“

  • Brunhild Steiner sagt:

    Befürchtet irgendwer dass das neue Gefäss zu wenig Aufmerksamkeit generieren wird,
    sodass nun schon der zweite Hinweisartikel für „…und deshalb haben wir uns entschlossen zukünftig den Freitag Frau B und ihrem Forschungsgebiet zu widmen.“ geschaltet wurde?

  • Rolf Randegger sagt:

    Wozu brauchen wir Sexualexperten? Wenn ich plötzlich anfangen sollte auf Kühe zu stehen, dann merke ich selber, dass etwas mit mir nicht mehr stimmt.

    • Flori Antha sagt:

      Mmh, könnte ja sein, dass Sex nicht unwichtig für das Wohlbefinden ist. Dann wäre es ja kein Fehler hier einen Experten zu haben. Viel inkompetenter als die Mediziner kann es ja kaum werden.

    • Anh Toàn sagt:

      @Rolf Randegger: Ein Sexualexperte zeigt Ihnen dann auf, dass mit Ihnen alles stimmt, Sie vorher ihre wahre Sexualität und damit sich selbst verleugnet haben. Und dies Ausdruck Ihrer unterdrückten Suche nach Ihrer richtigen Sexualität ist. Und der Weg ist das Ziel. Über sieben Kühe musst Du gehen…

      Würde ich auf Kühe stehen, ich würde denken, mit den anderen stimmt was nicht. Und wäre ich Ihr Sexualtherapeut, würde ich Ihnen die Kuh ausspannen. (Gestohlen bei Woody Allan)

    • Müller und Hungi sagt:

      Randegger, da fragen sie noch. Die Masse lässt sich nicht mehr aufklären, sonderen regelrecht abrichten. Sie muss besauselt werden, mit Sex erreichen sie die Menschen immer und das Thema lenkt wunderbar ab. Zudem ein Milliardengeschäft mit Sex. Wenn es dann definitiv zu wenige Jobs gibt, dann kann man sich sein Geld mit Sex verdienen. Abgerichtet wurde man ja.

  • harybo sagt:

    was ist mit den heutigen städter nur los? da gibt es solche die wissen nicht was sie sind und warum sie sind,ob weiblein oder männlein , es kann sich jeder, vom staate geschützt, entwickeln gerade so wie es im passt und nützt, kommt den bonobos in süd afrika so ziemlich nah, da ist sexuell alles drin,und es wird femministisch regiert,männer sind da auch nur mittel zum zweck,allso geht hin und schnupprt mal.
    ,

    • Gerhard Engler sagt:

      @harybo: Sie haben 100% recht. jeder kann und darf sich so entwickeln wie es ihm passt. Früher wurde man in solchen Fällen von der Kirche, den Verwandten oder der Dorfgemeinschaft gemassregelt. Heute schützt der Staat das Individuum vor solchen Eingriffen (nicht nur die Städter, sondern auch die Landbevölkerung). Das nennt man persönliche Freiheit und liberales Staatswesen.

    • adrian wehrli sagt:

      Auch die Landeier werden vom Staat geschützt, obwohl nicht ganz alles geht, was auf dem Lande so üblich ist. Tante, Kuchen Kürbis, geht, im Stall wildern, nicht, was halt auf dem Lande so getrieben wird. Gruss von einem Städter.

    • Anh Toàn sagt:

      Früher war noch Ordnung, da waren die Frauen Mittel zum Zweck, Söhne zu gebären.

  • Fux Emmenegger sagt:

    Sex ist doch, das Paaren, Vermehren, Krankheiten übertragen, Fantasien verwirklichen und Gefühle verletzen als auch dieselben positiv zu stimulieren sowie das Gegenüber irgendwo zu manipulieren, denke ich im Moment. Schwieriges Norm Umfeld für die sexologische Entwicklung der Sex erlebenden Menschen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Bevor man ‚Sex hat‘, sollte man erst den Deutschunterricht in der Grundschule absolviert haben, dann kann man das Gemeinte auch ausdrücken. Sex jedenfalls kann man nicht ‚haben‘.

    ‚hochkomplex‘ gibt es auch nicht. Eine Struktur oder Prozess ist entweder komplex oder nicht. Näheres erfahren Sie in jedem Lehrbuch der Physik der Nichtgleichgewichtssysteme. Am Menschen ist wohl alles komplex, selbst nur mangelhafte Sprachkenntnisse.

    Eine Buchreihe weiter kann man nachlesen, was Normalität ist, nämlich die 96% der Verteilung, welche rechts und links vom Erwartungswert liegen. Mit anderen Worten, 96% der Sexualität und 96% der Schnürsenkel- Bindmethoden sind komplex und völlig normal.

    Falls der Autor ‚Norm‘ statt ‚Normalität‘ meinte, hätte er das schreiben müssen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Und darauf dann wohl den ersten Schnäbe des Tages – Prost!

      • Beat Kuster sagt:

        Sex haben ist ein genau so gruseliger Anglizismus wie Liebe oder Sinn machen. Solche Banausen ‚erinnern nicht‘ dass die deutsche Sprache anderen Gesetzen folgt als die englische. Das sind dann die selben Typen, die den Unterschied zwischen physisch und physikalisch nicht kennen, weil beides auf englisch ‚physical‘ heisst und die social Media mit soziale Medien statt ‚gesellschaftliche Medien‘ übersetzen. Sie meinen wohl auch, dass im ‚Buena Vista Social Club‘ Bedürftigen ein Teller warme Suppe ausgeteilt wird.

      • Franz Vontobel sagt:

        Das sind dann die selben Typen, die den Unterschied zwischen physisch und physikalisch nicht kennen […]

        … aber dafür wissen, dass „die selben“ richtigerweise „dieselben“ geschrieben wird.

        Glashaus, Steine …

    • Marco Gallati sagt:

      Bei der Kommunikation geht es darum, dass man verstanden wird und nicht darum, dass die Aussagen im Einklang mit Physik-Büchern stehen. „Ich hatte heute Sex“ ist sehr wohl ein Satz, welcher der deutschen Grammatik entspricht, womit ihre diesbezügliche Aussage falsch ist. Das Wort „hochkomplex“ mag vielleicht in der Physik keine Berechtigung haben, bzw. Anwendung finden, in der alltäglichen Sprache hat es sich aber seit langem eingebürgert, dass man schwierige Vorgänge und Sachverhalte dadurch kennzeichnet, dass Superlative konstruiert werden, die es eigentlich nicht braucht (oder gibt). Die 96%-Regel war mir persönlich nicht bekannt. Mein nachträgliches „Studium“ hat mir aufgezeigt, dass diese Theorie ausserhalb der Unis nur für Profilierungsneurotiker interessant ist.

      • adrian wehrli sagt:

        Dabei würde gerade die „hochkomplexe“ Sexualforschung das Oedipale in MLs Neurose erklären.

    • Stevens sagt:

      @ML: Ist natürlich alles richtig, was sie schreiben.
      Und doch frag ich mich, weshalb sie sich denn tagtagtäglich den Mamablog antun.

      Wären sie in einer Physikvorlesung nicht besser aufgehoben (man kann diese als „Hörer“ ganz legal besuchen).
      oder lassen sie das lieber sein, weil sie dann feststellen würden, wie wenig sie verstehen.
      Dann doch lieber im Mamablog ein wenig mit Halbwissen bluffen…

    • Sportpapi sagt:

      Stimmt. Und aus einem einfachen Doktor wird plötzlich ein Arzt. Der Lauf der Zeit…

      • Flori Antha sagt:

        Oder anders herum. Die Ärzte müssen ja für ihren Doktor nicht viel mehr tun als andere für ihre Lizarbeit 😉

    • Peter Camenzind sagt:

      Ihr Kommentar passt und zeigt, dass Psychologie und Sexualtät keine Wissenschaften sind – mir scheint es eher so, dass man versucht den Common Sense mittels profaner Sachverahlte umzudeuten (Bsp: Emotional intelligente Frauen haben besseren Sex – was für eine Erkentnis!)

    • Anh Toàn sagt:

      Also wenn ich mich einfach hinlege, und die Partnerin die ganze „Arbeit“ machen lasse, habe ich Sex. Ich frag dann auch nicht, ob ich gut war.

    • adrian wehrli sagt:

      ML hat es wohl länger nicht mehr gehbt, anders kann ich mir diesen hochnäsigen KS Kommentar nicht erklären.

    • Reto Burgener sagt:

      @ Mutti’s Liebling: Sowas von am Thema vorbei, was Sie da schreiben. Wüsste auch nicht, wieso man nicht in leicht komplex, mittel komplex, hoch komplex unterscheiden sollen könnte. Kein Wunder leiden Sie an einer Wahrnehmungsverzerrung mit solch starren, eigensinnigen Wahrnehmungs-Instrumenten im Kopf …. Lesen Sie doch einfach mal die Beiträge bevor Sie behaupten, was es gibt und was es nicht gibt. Genau so Leute wie Sie können vermutlich am meisten davon profitieren.

      • adrian wehrli sagt:

        … darum schreibt ML ja auch noch unter Muttis Rock hervor, der bösen unpräzisen Welt da draussen wider.

    • Jean-Jacques sagt:

      Wir haben ihn auch nicht. Wir machen das. „Comme faire l’amour“. – Dadurch wird er aber auch nicht besser. Es ab und zu anders zu haben – wäre jedenfalls nicht schlecht. Immer diese Bigoudis.

    • sole sagt:

      @ML: Normalerweise schreibe ich ja nicht viele Kommentare im Mamablog. Aber mir ist schon zum wiederholten Male aufgefallen, dass Sie eine sehr normative Sicht auf Sprache haben. Es sagen nun einmal 96% der Leute „Sex haben“, also entspricht dieser Ausdruck der Norm, und es ist völlig normal, dass der Autor ihn verwendet….
      @Beat Kuster: Die Behauptung, das „Sinn machen“ ein Anglizismus sei, haben Sie vermutlich bei Bastian Sick gelesen. Nur hat der nicht immer recht, auch wenn er sehr überzeugt und durchaus unterhaltsam schreibt. Hier ist eine schöne Quelle dazu: http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2007/10/01/sinnesfreuden-i/
      Sie brauchen sich in Zukunft also nicht mehr zu gruseln.

    • Sarina sagt:

      Jawohl, Herr Oberschulmeister!

      • Matthias Schärer sagt:

        Gibts hier eigentlich auch noch was zum Thema oder sind alle so begeistert vom Grammatik- und Wortwahl-Gewixe, dass sie darob den Sex vergessen?

    • Peter Lorenz Kunz sagt:

      Auch beim Sex nimmt man es nicht so genau. Mal ist es die Freundin der Freundin, oder die Freundin der Ehefrau, vielleicht der Bruder der Ehefrau und so weiter.
      Kann es da eine kontrollierte Wissenschaft des sexuellen Verkehrs geben. Verkehr sagt ja schon alles. Es müssen Verkehrstafeln her. Das muss geregelt werden. Die Schweiz kann da voran gehen. Am besten mit einem Stop Signal. Oder haben Sie bessere Ideen?

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