Kleine Geldscheffler

Für ein Händchen voll Dollar: Das Thema Geld fasziniert schon Kinder. Foto: Carissa Rogers (Flickr)

Für ein Händchen voll Dollar: Das Thema Geld lässt Kinder nicht los. Foto: Carissa Rogers (Flickr)

Wir haben früher die Wiese im Park leergepflückt, kleine Blumensträusse gebunden und sind damit bei den Nachbarn hausieren gegangen. Andere Kinder veranstalten regelmässig spontane Mini-Flohmärkte vor dem Haus: Für wenige Franken verkaufen sie auf einer Decke ausgebreitetes Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen. Und manchmal auch das eine oder andere Teil, das sie den Eltern stibitzt haben. Meine Tochter geht noch einen Schritt weiter und sagt immer wieder, sie wolle auch einen eigenen Webshop haben, auf dem sie ihre selbst genähten Sachen verkaufen könne.

Auf welche Art und Weise sie es auch immer tun, schon kleine Kinder versuchen, Geld zu verdienen. Oft mit einem unglaublichen Eifer. Warum nur sind sie so besessen davon?

Im Internet findet man zahlreiche Artikel zum Thema. Immer aber geht es um ältere Kinder, die schon babysitten, Rasen mähen oder Hunde ausführen können. Ja man liest da sogar, dass der Wunsch, Geld zu verdienen, «in der Regel ab etwa 10 Jahren aufkommt». Vielleicht überlegt sich ein Kind erst in dem Alter ernsthaft, wie es das Geld für eine grössere Anschaffung zusammenbringen könnte. Das Thema Geldverdienen an sich taucht aber definitiv schon früher auf. Viel früher. Spätestens im Kindergartenalter, bestätigt eine kleine, nicht repräsentative Umfrage in meinem Freundeskreis: Egal, mit wem ich über das Thema geredet habe die letzten Tage, jeder konnte eine passende Anekdote beisteuern und oft drehten sich die Geschichten um 5-, 6-jährige Knirpse.

Würden Mama und Papa ständig vom Geld reden und sich nur über ihren Lohn und Besitz definieren, wäre es nicht weiter verwunderlich, dass auch der Nachwuchs möglichst früh möglichst viel anhäufen will. Das ist bei den befragten Eltern in meinem Umfeld jedoch nicht der Fall. Und trotzdem geht es beim emsigen Geldscheffeln der Kinder vermutlich ums Nachahmen.

Denn Geld, das ist ein Erwachsenen-Ding. Kleinkinder bekommen höchstens mal einen Zehnräppler Retourgeld fürs Portemonnaie. Oder ein Nötli zum Geburtstag. Und dann müssen sie es meist auch noch ins Sparkässeli stopfen, anstatt damit einkaufen zu gehen. Das macht Geld natürlich spannend. Zudem bringen Mama und Papa ständig das Geld-Argument, wenn die Kleinen beim Einkaufen um Spielzeug betteln oder das dritte Paar Sandalen haben wollen: «Das ist zu teuer», «Wir können an einem normalen Tag nicht einfach Lego für 20 Franken kaufen».

Auch wenn der Nachwuchs mal nicht in die Kita gehen will, kommt Geld ins Spiel. Oder sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie nun lieber arbeiten gehen wollen, als mit ihm zu spielen? Sicher nicht. Stattdessen erklären Sie ihm, dass Sie arbeiten gehen müssen, um Geld zu verdienen für die Miete, das Essen und den nächsten Zoo-Ausflug.

Angesichts all dessen ist es nur logisch, dass die Kleinen so fasziniert sind vom Thema Geld und bisweilen eine unglaubliche Fantasie an den Tag legen, um an ein paar Franken zu kommen. Und warum sollen sie es auch nicht tun. Wenn sie erst einmal merken, wie lange sie am Boden hocken und wie viele Spielsachen sie verkaufen müssen, um fünf Franken in der Kasse zu haben, lernen sie so vermutlich gleich ein bisschen etwas über den Wert des Geldes. Und sind noch stolzer, wenn sie sich davon nachher selber etwas kaufen dürfen, als wenn es geschenktes Geld von der Grossmutter wäre.

Auf welche Geldscheffel-Ideen sind Ihre Kinder schon gekommen? Fördern Sie das kindliche Geldverdienen, indem Sie die Kleinen manchmal auch fürs Aufräumen oder Abwaschen entlöhnen? Oder ist das Ihrer Meinung nach völlig kontraproduktiv?

PS: Für Jungunternehmer und solche, die es werden wollen: Pro Juventute erklärt einfach und kindgerecht, wie man als Kind Geld verdienen kann und wie das mit dem Unternehmertum funktioniert.

65 Kommentare zu «Kleine Geldscheffler»

  • Anja Meyer sagt:

    Wir hatten als fruehe Teenager eine Art „Versicherung“. Zusaetzlich zum normalen Taschengeld, welches wir beliebig verwenden durften, wurde in der Versicherung jeden Monat 5.- pro Kind von den Eltern „einbezahlt“. Dieses Geld durften wir nicht beliebig verwenden, sondern mussten begruenden, wofuer wir es wollen. Zusaetzlich, wenn wir mal was kaputt machten, wurde dafuer auch Geld aus dieser Versicherung genommen. Kann mich aber nicht daran erinnern dass das oft passiert waere. Dieses Geld durften wir dann nur fuer (in den Augen unserer Eltern) sinnvolles Zeugs ausgeben, ich habe zum Beispiel mal Inline Skates gekauft was ich mit normalem Taschengeld wohl nie hingebracht haette. Vielleicht hilft jemandem die Idee, ich fands als Kind prima.

  • Lia sagt:

    Kinder für normale Haushaltstätigkeiten zu entlöhnen finde ich völlig falsch. Das müssen meine tun, weil sie ihren Teil zum Haushalt beitragen, nicht, weil sie Geld dafür bekommen. Nur bei speziellen Aufgaben gibt es etwas Geld. Ansonsten verkaufen sie auf Flohmärkten alte oder selbst gebastelte Sachen.

  • Euer Mammon sagt:

    Bravo! Früh übt sich’s. Macht nur weiter so ihr lieben Mütter und Väter und bringt euren lieben Kinder schon sehr früh bei, dass der einzige wahre Gott in dieser Welt nur das Geld ist und nichts anderes. Denn Geld regiert die Welt. Geld ist alles und ohne Geld bist du niemand.

  • Gernot Gawlik sagt:

    Na da hat unsere Tochter Julia (mittlerweile fast 9) ja schon kräftig vorgelegt mit Ihrem erfundenen Kinderspiel „Klau mir nix“

    https://www.kinderspiele-aus-holz.de/presseartikel-ueber-das-kinderspiel-klau-mir-nix/

    Allerdings musste das Gewerbe dann doch erst mal auf Mama laufen , aber sie hilft kräftig bei der Produktion mit und ist sehr an der Umsatzentwicklung interessiert 🙂

  • Coffee Toffee sagt:

    @anh toan
    Danke für die reifliche überlegung! Finde die idee gut, ein sparziel herauszufinden. Also seine bisherigen herzenswünsche gehen in richtung rakete/ teleskop, ein richtiges.
    @sonic- dachte mir auch schon, den jungen auf zwänzgerli zu trimmen- aber- den grossen das geld aus der tasche ziehen? Sind doch irgendwie selber schuld und könnten sich durchaus wehren. Mein lieblingsstatement eines jugendlichen- was 2stutz für en sirup? Da kauf ich mir lieber ne ganze flasche im migros. Sorry, du hast ja von anderen kids geschrieben…
    @flo- mein umgang mit geld grenzt ganz sicher nicht an besessenheit.

  • Noldi Schwarz sagt:

    Zeit für das uneingeschränkte Grundeinkommen für Kinder. Wie kann man da zusehen, wie sich die armen Kleinen abrackern, damit sie ein paar mickrige Schweizer Fränkli verdienen. Die sollen raus, spielen, chillen, lärmen und vor allem das Geld anderer ausgeben. Denn nur so werden sie fit für das zukünftige Leben, mit uneingeschränktem Grundeinkommen und sorgloser Arbeitswelt.

  • Flo sagt:

    Ihr Interesse, selber welches zu verdienen, grenzt an Besessenheit.
    Warum?
    Könnte es sein weil wir Erwachsenen uns genau darüber definieren?
    Wer hat/zeigt am meisten davon?

    • sonic sagt:

      ach was. Kinder sind nicht doof. Die merken ganz einfach, wozu Geld da ist.

      • Flo sagt:

        Die merken ganz einfach, wozu Geld da ist.
        …..das ist ja genau das was ich sage!
        Wir zeigen ihnen doch was Geld bewirkt; wer es hat, der hat das sagen – wer keins hat, hat sich unter zu ordnen!

  • A. Horvath sagt:

    Wie unterschiedlich doch jedes Kind ist: Unser Achtjähriger ist ein wahrer Geld-„Sammler“, macht alles was nicht niet- und nagelfest ist zu Geld und steht pünktlich zu Monatsbeginn parat, wenn das Taschengeld wieder „fällig“ wird, wobei bei ihm klar der Sammel- und Zählvorgang im Vordergrund steht;-) Für unsere zehnjährige Tochter hingegen hat Geld oder auch das Sparen von Geld null Bedeutung. Bei beiden ist allerdings gleichermassen schön und beruhigend zu sehen, dass sie ihr Geld nicht nur für sich selbst horten, sondern auch gerne mal etwas für andere ausgeben. Dann ist doch alles gut.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Eine erzieherische Wirkung kann „Geldscheffeln“ schon entfalten: Mein allererstes Velo habe ich mir in der ersten Sek. in der Fabrik mit Ferienarbeit erwirtschaftet. Es war ein wunderschönes Kristallvelo, hellgrün métalic mit fünf Gängen, ein Halbrenner, damals (fast) das Nonplusultra! Die Lehre daraus war relativ einfach: Arbeit = Geld = Velo! Meine Eltern wollten mir so ein Velo nicht kaufen, ergo…

  • Coffee Toffee sagt:

    Ps- die erwachsenen kaufen bei ihm auch ein glas hahnenwasser für 2 stutz. Gewähren lassen?

    • sonic sagt:

      Das ist auch meine Erfahrung… Ich habe mittlerweile das Verkaufen verboten. Oder dann nur zu wirklich tiefen Preisen (Fünferli, Zehnerli). Ich mag es auch gar nicht, wenn sie anderen Kindern das Geld zur Tasche raus ziehen.. Wir haben ein bis zwei mal pro Jahr Flohmarkt, da dürfen sie handeln und auch das Geld wieder ausgeben wie sie wollen.

  • Coffee Toffee sagt:

    Für mich zur zeit ein super brisanter text! Mein sohn (5) hat in den letzten wochen so viel über geld geredet, verkaufsstand eröffnet und nach ‚jobs‘ gefragt, dass es mir echt zu viel wurde.
    Nach reiflicher überlegung kam ich zum schluss- machen lassen. Dummerweise kaufen die erwachsenen auch einen scherenschnitt und nehmen ihn nicht mal. Das tut mit schon fast leid für den jungen, was soll er dabei lernen? Und stolz sein auf verkaufsabschluss geht auch nicht.
    Ich finde in dem alter sollen die kids noch nicht bezahlt werden fürs mithelfen im haushalt, egal welche aufgaben.
    Leider kauft er sich mit dem erworbenen geld auch bloss süssigkeiten. Ich finde er soll selber bestimmen, was er mit seinem verdienst machen will, bin aber nicht glücklich über das chrömle- ein dilemma. Ideen?

    • Anh Toàn sagt:

      @Coffee Toffee: Jetzt habe ich 10 Minuten nachgedacht, was ich tun würde, weil mir Ihr Post gefällt:

      Ich würde ihn gewähren lassen mit den sammeln von Geld, so gross ist der Radius eines 5-jährigen ja nicht, aber ihm helfen, eine Ambition zu finden, was er mit dem Geld anstellen will.

      Eigentlich bettelt er ja, statt was zu verkaufen, ob er mit 5 den Unterscheid verstehen kann, weiss ich nicht. Aber das ist ja nicht schlimm, zeigt Initiative und Kreativität, wenn ihn niemand dabei unterstützt. Schlecht ist eher, dass „chrömle“, er braucht eine Alternative dafür, vielleicht ein Sparziel (Gummiboot, Wasserpumpgun find ich auch nicht schlimm)

  • Jane Bissig sagt:

    Geld für Hausarbeit finde ich komisch. Und fand das,so sehr mich das Staubsaugen und Bügeln manchmal anschneckelte, auch schon als Kind und Jugendliche, wenn das Gspändli erzählten. Hausarbeit gehört zu den Dingen, die jede und jeder (!) anteilsmässig, bzw Kinder nach ihren altersgemässen Möglichkeiten, machen sollten. Jeder Mensch macht Dreck und will essen, jeder leistet seinen Anteil. Das heisst: nicht „helfen“, sondern einfach machen. Dann ziehen die Kinder nämlich aus und sind in der Lage, ihren eigenen Haushalt zu führen. Das ist zu ihrem eigenen Besten und auch zu dem ihrer zukünftigen MitbewohnerInnen oder PartnerInnen. Beim Taschengeld finde ich dafür, darf man auch etwas grosszügiger sein. Einen Franken finde ich wenig. Dafür gibts heute nichtmal mehr ein Schoggistängeli.

    • 13 sagt:

      @ Jane
      Ich bezahle meine Kinder für ausserordentliche Hausarbeiten, die nicht demjenigen entsprechen, was ich eh von ihnen erwarte und ich glaube nicht, dass sie das Putzen weniger lernen, weil sie dafür 1.- bekommen, als wenn sie es gratis tun. Wichtig ist, dass sie mal einen Besen in der Hand hatten oder wissen, wie eine Waschmaschine funktioniert. Jeder leistet seinen Anteil, das ist richtig, und jeder hat das Recht, etwas davon zu bekommen. Eine Frau, die mehrheitlich zu Hause ist, leistet ihren Anteil auch in der Hausarbeit, der Mann in der Erwerbsarbeit und sie haben beide das Anrecht, dafür bezahlt zu werden, direkt oder indirekt. Was ist daran schlecht?

      • tina sagt:

        13: wischen, waschen, wc putzen: wenn man ads als 17jähriger einmal macht, weiss man wies geht, ist ja nicht so schwierig. oder auch als 12 jähriger. oder 8 jähriger. jedenfalls müsste man das nicht üben, weder für geld noch ohne bezahlung. es geht eben doch ums helfen

      • Jane Bissig sagt:

        Es gehört für mich, etwas pathetisch ausgedrückt, einfach zum Menschsein, seinen Dreck selber wegzuputzen. (Kleine Kinder und Leute, die dazu gesundheitlich nicht in der Lage sind natürlich ausgeschlossen.) Ich finds sowohl eigenartig, wenn das in der Familie nur jemand macht (meist die Frau/Mutter) wie auch wenn man es auslagert, an eine Drittperson (auch meist eine Frau, oft mit Migrationshintergrund oder schlechter Bildung), die dann dazu noch weniger verdient als man selber. Und ja, die klassische Rollenverteilung, die Sie ansprechen, finde ich für alle Beteiligten ungesund. Wie sollen da Kinder zu einem anderen Schluss kommen als dass Putzen usw „Frauensache“ ist? Und ich finde auch nicht, dass „Familienfrau“ wie man heute so schön sagt, ein Beruf ist.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Also, wer als 8jähriger einmal das WC geputzt hat, wird es als 25jähriger nicht unbedingt können, v.a. nicht so, wie es den Ansprüchen der 23j. Freundin entsprechen würde. Aber mal ehrlich, es geht darum zu üben, dass das regelmässig! gemacht werden muss. Das Wort helfen gefällt mir gar nicht, da gebe ich Jane recht. Das ist so gönnerhaft. Es ist Deine Aufgabe und ich bin eben nett und helfe Dir. Wenn es aber Teil der Arbeitsverteilung ist, sieht es anders aus.

      • 13 sagt:

        @ Jane
        Dann lernen meine Kinder, dass das „Männersache“ ist 😀 und Familienfrau/-mann ist kein Beruf, aber es ist Arbeit, die gewürdigt werden kann. Eine Familie wird jedoch kaum funktionieren, wenn jeder einfach seine Sachen macht, seine Wäsche wäscht, sein Essen kocht etc. Meine Kinder lernen in erster Linie, dass man als Paar und als Familie verschiedene Aufgaben hat und diese so verteilt, dass es für alle stimmt. Sie wissen um verschiedene Rollenmodelle und bekommen das so mit. Aber als Familie hat man dann auch das Recht auf den gleichen Standard, weil die Arbeit zu Hause gleichviel wert ist, wie diejenige auswärts.

      • tina sagt:

        ich glaube tatsächlich dass ein 17 jähriger oder älterer auch ohne einmal üben ein wc putzen kann :).
        bei all den sachen, die man regelmässig machen muss geht es ja sowieso nicht, den kindern einen job voll zu übertragen. die sollen ihr wc später selber putzen.
        mir ist lieber, ich kann sie fragen, ob sie mir helfen. dass es dabei nicht einfach mein zeugs ist bei dem sie mir helfen (sondern dass sie beim einkaufen auch das einkaufen, was sie selber essen, beim waschen auch ihre kleider usw), wissen meine kinder (alle kinder) ab etwa kindergartenalter

      • tina sagt:

        mir scheint es gönnerhafter, es nicht helfen zu nennen, sondern „deine aufgabe“

      • tina sagt:

        wir helfen einander. ist keine schande

      • tina sagt:

        übrigens missfällt mir sehr, dass so angezweifelt wird, dass junge männer ihr zeugs erledigen im haushalt, während junge frauen aufgrund ihrer weiblichkeit automatisch höhere ansprüche haben 🙂 du bist da nicht die einzige, 13, die das bewusstsein hat. oder wohl eher das unterbewusstsein :). mir wird oft ans herz gelegt, meine söhne so zu erziehen, dass die späteren freundinnen dann freude haben sollen. das sagen mir mütter von töchtern, die als teenager gar nichts gehofen haben und ein saupuff im zimmer hatten 😉 (denen ich aber zutraue, 5 jahre später ihre eigene wohnung ordentlich genug zu halten)

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ich dachte, Du kennst mich inzwischen gut genug, um zu wissen, dass das nicht ernst gemeint war, sondern absichtlich das Klischee bedient wurde. 😉 Ich habe in meinem Leben mit zwei Männern zusammengelebt (ausser meinem Vater). Beim ersten hätte ich seine Ansprüche an Ordnung und Sauberkeit selbst als kinderlose Vollzeit-Hausfrau nicht wirklich erfüllen können, beim zweiten und jetzigen sind meine wirklich höher als seine. Sehe das als Charakterfrage und völlig geschlechtsunabhängig.
        Das, was Du helfen nennst, heisst bei uns einfach, komm, wir räumen zusammen auf oder ich habe gekocht, könntest Du den Tisch decken, dann können wir schneller essen. Also, eine gemeinsame Aufgabe. Wir haben auch keine festen Ämtli oder so, sondern je nach Bedarf. Das ist mir wichtig.

      • 13 sagt:

        Nur wenn jemand eben etwas darüber hinaus leistet, was nicht einfach „selbstverständlich“ für das Alter ist, dann darf es auch etwas Anerkennung sein. Ich belohne mich auch mal, wenn ich eine grössere Aufgabe geschafft habe, auch mal materiell. Sie lernen dabei die Verantwortung für etwas übernehmen und auch Vereinbarungen einzuhalten. Ich zwinge niemanden, aber wer zugesagt hat, muss es auch tun. Da finde ich auch nicht schlimm, das zu entlöhnen.

      • tina sagt:

        ah stimmt, sorry 13 🙂
        mit zusammen erledigen hat helfen so wie ich es meine ja auch wieder nicht unbedingt etwas zu tun.

      • Anh Toàn sagt:

        @13 „Ich zwinge niemanden, aber wer zugesagt hat, muss es auch tun. Da finde ich auch nicht schlimm, das zu entlöhnen.“

        Sie bezahlen dann halt für Übernahme von Verantwortung, statt für das Ausführen der Arbeit. Schlimm find ich das auch nicht, vielleicht auch nützlich, wenn auch zweifelhaft bei Erziehung, aber wenn es hilft, bei der Bewältigung des Alltags, hilft es, und schadet nicht. (Ausser, dass eine Möglichkeit verpasst wird, dem Kind zu lernen, Verantwortung zu übernehmen, ohne Bezahlung. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, dies zu lernen)

      • 13 sagt:

        @ Anh Toan
        Nein, es geht in erster Linie um Abmachungen. Wir vereinbaren etwas zusammen. Ich halte meine Seite, wenn sie ihre halten.

      • 13 sagt:

        Und es geht um max eine Sache pro Woche, manchmal auch gar keine. Dazwischen gibt es Tausend Dinge, die gratis übernommen werden. Das halte ich für selbstverständlich!

  • Heidi K. sagt:

    Schon von Anfang an hab ich mich gegen Taschengeld gewehrt. Alles in mir hat sich dagegen gestemmt, meinen Kindern Geld zu geben, weil sie einfach da sind. Nein. Mein Mann und ich haben eine Anreizsystem geschaffen, dass für gute Noten das Kässeli klingelt. Resultat: Alle unsere Kinder sind hervorragende Schüler geworden und bringen keine Note unter 5 nach Hause, was für uns natürlich wieder schlecht ist, weil teuer. Aber insgeheim freut es uns natürlich sehr. Im Haushalt helfen sie immer mit auch ohne Bezahlung. Es ist also 100% geglückt.

    • sonic sagt:

      und wenn eines ihrer Kinder Mühe hätte in der Schule? Das liegt ja nicht immer am Fleiss. Pech, das Leben ist unfair? Geld für gute Noten finde ich ziemlich daneben. Es haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen. Wenn schon, für die Anstrengung. Aber das ist schwer zu messen.

      • 13 sagt:

        @ sonic
        Das ist doch das, was wir heute in der Wirtschaft haben. Derjenige in der Chefposition bekommt mehr Geld als der Arbeiter und zwar unabhängig davon, ob er einen IQ von 130 hat, nie etwas für sein Diplom tun musste und der andere sich extrem angestrengt hat, um überhaupt den Lehrabschluss zu kriegen.
        Ich persönlich finde ein solches System, wenn es um Taschengeld geht, sehr bedenklich, würde es nie einführen und bin froh, hatten es meine Eltern nicht, zumal ich nicht finde, dass sie für Geld lernen sollen, sondern aus eigenem Antrieb, aber es ist schon sehr praxisnah…

    • Christoph Bögli sagt:

      Die Belohnung mag da evtl. als gewisser Motivationsanreiz wirken, dürfte aber kaum entscheidend sein, dass die Kinder gut in der Schule sind. Insofern würde ich eher sagen, dass Sie zufälligerweise Glück hatten, dass Ihre Kinder die Schule problemlos und mit guten Resultaten meistern und somit auch kompatibel mit Ihrem System sind. Die Frage ist aber: was würde passieren, wenn dem nicht so wäre oder wenn eins der Kinder mal in schulische Probleme gerät (und dafür gibt es viele Gründe)? Einem Kind in Schwierigkeiten noch das Taschengeld zu entziehen und es damit zusätzlich zu bestrafen, dürfte in der Situation alles andere als hilfreich sein. Zumal sowas eher dazu erzieht, möglichst gute Noten abzuliefern und nicht unbedingt wirklich was zu lernen..

      • sonic sagt:

        @13: Nicht alles was praxisnah ist, halte ich für sinnvoll in der Erziehung. Aber Sie ja glaub auch nicht 🙂
        Idealerweise sollen Kinder lernen, dass Lernen Spass machen kann und ihnen Möglichkeiten eröffnet. Dabei meine ich nicht nur die monetären, sondern Wahlmöglichkeiten, was man mit seinem Leben anfangen möchte.

      • 13 sagt:

        Da sind wir zu 100% einer Meinung, sonic. Sobei ich als Kind nie grosse Ansprüche hatte und ich so meinen Eltern eher erklärt hätte, ich bräuchte kein Geld, also gehe ich lieber raus, als zu lernen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Heidi K.

      Sie sollten einfach froh und dankbar für die guten Schulleistungen sein

      und es definitiv NICHT Ihrem super-Lohnanreiz-System zuschreiben,
      vor allem aber sollten Sie sich dringend mit der Möglichkeit eines Leistungsabfalles, und was Sie dann tun/denken werden, auseinandersetzen!
      Schon seltsam dass sich zwar alles in Ihnen dagegen gestemmt hat den Kindern einfach so „Geld zu geben“, aber so ein Schrott wie für gute Noten regelmässig Geld, das geht dann gedankenlos durch… . Wie bitte sehr sollten es Ihren Kindern bewusst sein, dass sie nur für sich selber und ihre Zukunft lernen? Ab wann erwarten Sie da dann selbstständiges, ohne äusseren Anreiz, arbeiten? In der Sek? Im Gymi? An der Uni???

    • Susanne Nicolini sagt:

      Oje… Zum Glück habe ich nie Geld für gute Noten gekriegt. Aber wir haben „Sterne“ bekommen für das Üben mit dem Musikinstrument. Wer eine bestimmte Anzahl Sterne hatte, bekam etwas. Fazit: ich habe super viel geübt, genau die verlangte Zeit (1x Üben = mind. 15min), habe immer alle Sterne abkassiert – und rühre das Instrument seit nun über 15 Jahren nicht mehr an.
      Und so hat es übrigens bei allen ähnlichen Motivationsübungen funktioniert. Ich hatte eine komische Haltung beim Schreiben. Meine Eltern versprachen mir ein Buch wenn ich 2 Wochen lang den Stift richtig halte. Klar, sofort habe ich 2 Wochen perfekt geschrieben, ich bekam das Buch – und habe nachher direkt wieder zu meiner „verkrüppelten“ Schreibhaltung zurückgefunden, die ich übrigens heute noch habe.

    • Samichlous sagt:

      Als Kind hatte ich ohne jeglcihe Anstrengungen lauter 6er geschmissen und meine Schwester trotz enormen Anstrengungen und Zusatzhausaufgaben knapp durchgekommen. Zum Glück gabs bei uns kein Geld für gute Noten. Geld für Noten bestrafen die Falschen. Aber selbst bei einem Einzelkind würde ich es nie machen. Ich durfte mir mit 11 mal ein Geschenk aussuchen gehen, weil ich einmal mehr ein zeugnis voller 6er nach Hause gebracht hatte. Es hat sich so seltsam, irgendwie beschämend angefühlt für mich. Und es nimmt einem die Freude an der eigenen guten Note, wenn man dafür belohnt wird. Die gute Note reicht schon als Belohnung. Belohnungen fühlten sich für mich als Kind immer wie Manipulation an und vorallem stehlen sie einem die Freude

      • Simone sagt:

        ich würde meinen Kindern nie Geld geben für gute Noten oder mithilfe im Haushalt. ich sorge
        vorläufig für sie- bedingungslos.
        meine Kinder sind enorm dankbar und sie sind stolz,
        weil sie wissen, dass wir ein Team sind und ich es ohne ihre Mithilfe gar nicht schaffe. Ich sage manchmal auch, dass ich jetzt und sofort ihren Einsatz brauche, weil es mir einfach zuviel ist.
        Das nächste Ziel ist der bedingungslose Jugendlohn- dazu sind sie noch nicht bereit.

  • Martin Frey sagt:

    „Würden Mama und Papa ständig vom Geld reden…“
    Aber das tun sie:
    „Zudem bringen Mama und Papa ständig das Geld-Argument, wenn die Kleinen beim Einkaufen um Spielzeug betteln oder das dritte Paar Sandalen haben wollen: «Das ist zu teuer»“
    Selbstredend kann und soll man nicht einfach alles kaufen was der Nachwuchs sich wünscht. Aber der Fokus auf „das kostet Geld im Fall“ wie auch „isch mir ztüür“ (gemeint für Dich) angesichts des vollen Einkaufswagens finde ich heikel, und versuchen wir unsererseits auch zu vermeiden.
    Denn wie können wir als Betagte von unseren Kindern mal erwarten, dass man uns grosszügig, nächstenliebend und ein Stück weit selbstlos begegnet, sowie nicht ständig aufs dahinschmelzende Erbe schielt, wenn aus Kindersicht permanent etwas anderes vorgelebt wurde?

    • Sportpapi sagt:

      Isch mir ztüür heisst, ich würde es auch für mich nicht kaufen, weil es den Preis nicht wert ist.

      • Martin Frey sagt:

        Wenn Sie die Diskussionen jeweils vor Ihnen an der Kasse stillschweigend mitverfolgen, dann sehen Sie dass die Tonalität und damit die Stossrichtung oft eine andere ist. Wobei ich Ihre Argumentation als Erklärung eigentlich noch gut finde, SP.

  • Anneliese Meyer sagt:

    Etwas am Thema vorbei, aber: wie haltet ihr es eigentlich mit dem Taschengeld? Die Richtlinien für kleinere Kinder sind ja 1.- pro Woche / pro Schuljahr. Ist dies immer noch angemessen? So weit ich mich erinnere, war es schon zu meiner Zeit so viel/wenig. Sollte sich das nicht mit der Zeit an die heutigen Preise anpassen?

    • 13 sagt:

      Eine sehr gute und immer wieder diskutierte Frage, die ich mir auch gestellt habe. Und doch scheinen die meisten daran festzuhalten. Ich habe das so gelöst: Dieser Ansatz ist bedingungslos (ich habe am Wochenende ja gestimmt, da kann ich auch bei meinen Kindern anfangen). D.h. sie bekommen ihn einfach so. Daneben gibt es max. einmal pro Woche eine kleine Verdienstmöglichkeit. Dazu gehören nicht alltägliche Sachen, wo sie eh helfen, wie aufräumen oder Tisch decken, sondern etwas darüber hinaus wie eine Stunde babysitten, und zwar aktiv, nicht so nebenbei beim malen, das Badezimmer putzen, Schrank aufräumen etc. Diese Arbeiten sind aber erst erlaubt, wenn die Hausaufgaben erledigt sind. Wir sind erst am Anfang, aber bisher wird das mit grossem Eifer genutzt.

      • adrian wehrli sagt:

        Waren es nicht 200.- pro Kind und Monat beim BGE? Das sollten die dann aber bedingungslos kriegen, finde ich …

      • 13 sagt:

        @ aw
        Tun sie doch und auch mehr. Nämlich in Form von Wohnung, Essen, Kleider etc. und zwar unabhängig davon, ob sie ihre Hausaufgaben gemacht oder ihr Zimmer aufgeräumt haben. Das Taschengeld ist nur ein kleiner Teil davon 😉

      • Vierauge sagt:

        wir haben das so ähnlich gemacht, aber etwas variiert. 1 sfr pro Schuljahr war bei uns absolut ausreichend. dann muss(t)en beide jungs ein regelmässiges ämtli erledigen, ohne Bezahlung. und dann gibt es noch Verdienstmöglichkeiten, derzeit rasenmähen für 10 sfr.
        der eifer vor allem für die ämtli hält sich in grenzen, aber das mit dem rasenmähen klappt ganz gut.
        im übrigen gibt es ja auch ausserhalb Verdienstmöglichkeiten – meine beiden waren bzw. sind eishockey-schiedsrichter, das geht bereits ab 11 jahren und gibt Geld und selbstvertrauen.

    • sonic sagt:

      Ich finde 1.- für einen Erstklässler sicher nicht zu wenig. Eher zu viel. Wofür geben denn eure Kinder das Geld aus? Einfach so aus Gwunder..

      • 13 sagt:

        @ sonic
        Meine Tochter, die anderen kriegen noch keins, geht dann alle 1-2 Monate in den Laden und kauft sich ein kleines Spielzeug, ein Heftchen etc. Vor zwei Wochen hat sie sich ein paar Plüsch-Hausschuhe gekauft, zuvor ein hübsches Portemonnaie. Sie (1. Klasse, fast 8) ist inkl. Verdienst dann bei ca. 8.- – max. 10.- pro Monat, davon findet sie etwas und bisher fand ich nie, dass sie es einfach verpulvert hat. Bei 1.- gibt es dann praktisch nichts und die Konsequenz ist, dass es dann auf Süssigkeiten hinausläuft, was ich gerade bei ihr einzudämmen versuche.

      • sonic sagt:

        Hm das mit dem Süsskram hat was.. Ich finde allerdings nicht, dass meine Jungs sich jeden Monat etwas zum Spielen kaufen können müssen. Grundsätzlich habe ich auch eher die Erfahrung gemacht (wie J. Händel oben) dass Kinder eher zu leicht zu Geld kommen. Äpfel für 1.- pro Stück verkaufen, Blumensträusschen, Papierschiffchen etc.. Dann herzig schauen und schon kriegen sie erstaunliche Geldmengen zusammen..

      • 13 sagt:

        @ Sonic
        Das war früher in der Pfadi-Zeit immer sehr praktisch…die älteren Kinder lässt man backen, die jüngeren verkaufen und bald sind schöne Lagerbeiträge zusammen und dazu platzen die Kleinen von Stolz, weil sie endlich in etwas besser sind als die Grossen 😉
        Nein, aber im Ernst. Es ist nicht jeden Monat. Ein Lego-Set, ein Plüschtier oder eine Barbie oder so kostet schnell mal CHF 15.-, da muss man dann zwei Monate waren. Ich finde das nicht übertrieben. Die Idee des Taschengeldes ist ja auch, lernen damit umzugehen und das tut man nicht, wenn man zweimal im Jahr etwas kaufen kann, sondern wenn man es regelmässig braucht.

      • sonic sagt:

        @13: Nun ja das ist etwas Ansichtsache. Ich finde längere Zeit Sparen schon auch wichtig. Die eigentlichen Grundbedürfnisse werden ja durch uns abgedeckt. Meine Jungs sind noch im Kindergarten und haben eigentlich noch kein Sackgeld. Der ältere konnte sich aber trotzdem letzte Woche für fast 30 Franken eine Riesenwasserknarre kaufen (Ich totale Spassbremse wollte ihm das nicht kaufen..). Geld vom Flohmarkt und gefunden auf der Strasse und nun ja, ich weiss es nicht so genau woher.. Er hat fast ein Jahr dafür gespart. Find ich eigentlich ok. Grössere Geschenke gibts an Weihnachen oder am Geburtstag.

  • Mia sagt:

    Es geht den Kids weniger ums Geld an und für sich sondern viel mehr darum, dass sie etwas erhalten. Es könnten auch Schleckereien sein. Meine Kids können das Geld sehr gut zählen, sind aber weniger fasziniert vom Betrag selbst sondern davon, dass sie überhaupt etwas erhalten. Die Aktion des Verkaufens macht Spass, und was oder wie viel sie einnehmen ist für sie im Moment noch Nebensache. Sie haben genauso viel Freude, wenn der Nachbar ihnen etwas für Panini-Bildchen abkauft anstatt für Geld.

    • Anh Toàn sagt:

      Als ich leere Flaschen in der Badi einsammelte, um das Flaschenpfand zu kassieren, ging es mir nicht um Geld, auch nicht darum die Erwachsenen zu imitieren, sondern um das Eis, dass ich damit kaufen konnte.

      Haltet Ihr Kinder für doof? Die wollen Geld wegen dem Spiel? Dann könnten die ja Monopoly Geld verwenden. Die wollen aber echtes Geld um etwas kaufen zu können.

      Und übrigens, ich halte es für richtig, dem Kind zu sagen, dass ich es zwar den ganzen Tag betreuen könnte, jeden Tag, und vom Sozialamt leben, wir dann genug zum Leben hätten, mehr als die meisten Kinder auf der Welt. Ich will das nicht, ich will mein Leben selber finanzieren, arbeiten gehen, und darum „muss“ das Kind in die Kita.

    • Anh Toàn sagt:

      Ich weiss noch, wie ich Schoggitaler für Hilfswerke vor dem Migros verkaufte. Ehrlich gesagt, die armen Kinder, für die ich sammelte, waren mir egal: Ganz bescheuert fand ich die Omas, welche gesagt haben, ich könne den Taler essen. Ja bin ich denn doof, für etwas, 10 Gramm bestenfalls mittelprächtige Schokolade zu essen? Da verkauf ich den Taler nochmal, nehm‘ die 2CHF und Kauf 100 Gramm gute Schokolade.

    • Cybot sagt:

      Das ist bei Erwachsenen doch auch nicht anders. Ich gehe doch auch nicht arbeiten, damit ich nachher Geld auf dem Konto rumliegen habe, sondern damit ich mir etwas damit kaufen kann.

  • J. Händel sagt:

    Die Erfahrung bei meinen Töchtern (9 und 10) zeigt leider, dass es Kindern sehr einfach gemacht wird, Geld zu machen. Stehen die Kinder herzig am Wegensrand und verkaufen schnell zusammengebastelte Fächer, sitzt das Geld der Erwachsenen ganz locker in der Tasche. In einer Stunde haben sie locker 70 Franken gesammelt. Leider nicht gerade das Lehrstück, das wir ihnen beibringen wollten. Also bitte liebe Erwachsene: erliegt nicht dem Jö- Effekt und denkt daran, dass 3 Franken einen Wochentaschengeld entspricht.

  • tina sagt:

    neben den dingen, von denen ich verlange dass meine kinder sie sowieso erledigen, hätten meine jungs jöbblis erledigen können im haushalt, und damit ihr taschengeld aufbessern. niemand hat das je gemacht 😉

    • Markus Rotkopf sagt:

      Also, bei uns gab’s manchmal Streit wer jetzt den Rasen mähen oder das Altglas entsorgen darf um sich so einen Fünfliber zu verdienen.

      • tina sagt:

        achso, ich zahle doch keinen 5liber für altglas entsorgen 😉 mag daran liegen

      • Markus Rotkopf sagt:

        Wie viel ist denn bei Ihnen zu holen 😉 ? Garten bei uns war gross und Glassammelstelle am anderen Ende des Dorfes, so ein halber Nachmittag ging da schon drauf. Da finde ich 5.- angemessen (ich machte das wohl so etwa als 10-14-jähriger).

        Bei mir ging das Geld dann übrigens immer ins Kässeli, da wurde eisern gespart.

      • tina sagt:

        ich sammle nie mehr als eine einkaufstüte voll glas/metall aufs mal. entsorgung möglich in jede himmelsrichtung etwa 500meter :).
        garten habe ich nicht.
        fürs entsorgen gabs glaube ich 50 rappen. fürs wc putzen 1.–, einkaufen 1.50. inzwischen will keiner mehr geld, wenn ich darum bitte, ob sie das machen könnten. ja, das war wohl zu wenig. aber wäre es mehr gewesen, wäre ich mir saublöd vorgekommen das für nix selber zu machen, um ehrlich zu sein

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