Weshalb mein Kind ein Einzelkind bleibt

Komplett zu dritt: Die Frage nach Geschwistern macht für manche keinen Sinn. Foto: iStock

Komplett zu dritt: Die Frage nach Geschwistern macht für manche keinen Sinn. Foto: iStock

Es fing an, als meine Tochter einjährig war. «Vielleicht bist du schwanger», sagte ein Arbeitskollege, als ich einmal eine Vorspeise vor dem Mittagessen genoss. «Du wirst sicher noch ein zweites Kind haben», fanden bereits mehrere Leute. Oder: «Es wäre doch schade, wenn euer Kind allein bliebe.»

Inzwischen ist meine Tochter zweieinhalb. Und mit einer Selbstverständlichkeit meint ein grosser Teil meines Umfelds, dass ich schwanger oder wir zumindest am «Üben» sind. Hierzulande ist es offenbar Standard, dass man zwei bis drei Kinder hat und diese bitte schön zwei bis drei Jahre Altersunterschied haben. Rundherum bekommen Altersgenossen meiner Tochter gerade ein Geschwisterchen. Wir geniessen jedoch das Leben mit einem Kind und möchten dabei bleiben. Die Gründe:

  1. Nicht mehr von vorne anfangen. Bei aller Freude an unserer Tochter möchte ich nicht mehr die Beschwerden und Einschränkungen von Schwangerschaft und Stillzeit erleben, die schlaflosen Nächte, die Krankheiten, das (immer noch aktuelle) Schlachtfeld beim Essenlernen. Stattdessen freue ich mich an der zunehmenden Selbstständigkeit unserer Tochter.
  2. Der Mythos, es gehe «in einem». Nicht wenige zweifache Mütter gestanden mir, wie sie den Aufwand mit zwei Kindern unterschätzt hätten, und berichteten von doppeltem Aufwand – oder mehr, weil ja die Streitereien der Geschwister hinzukommen. Darum:
  3. Streitereien. Klar können sich Geschwister bis zu einem gewissen Grad aneinander gewöhnen, doch nur weil sie miteinander verwandt sind, vertragen sie sich nicht automatisch gut. Auch wenn Streit zum gemeinsamen Leben gehört und eine gute Lebensschule ist, habe ich keine Nerven, dies stets um mich herum zu haben. Auch Einzelkinder können den Streit üben und sich gut sozialisieren. Dies bringt uns zum Punkt:
  4. Sozialisation. Unsere Tochter ist auf gutem Weg, einen sinnvollen Umgang mit anderen Menschen zu lernen. Sie hat regelmässige Kontakte mit Kindern von Freunden, Verwandten, Kita und aus unserer kinderreichen Nachbarschaft. Werden Geschwisterkinder in kinderloser Umgebung vielleicht nicht asozialer als unser Einzelkind? Und: Wen kümmert es später, ob es vielleicht ein Jahr früher oder später gelernt hat, konstruktiv zu streiten?
  5. Mehr Flexibilität. Da mein Mann und ich (teil-)selbstständig und unregelmässig arbeiten, brauchen wir manchmal auch neben den festen Krippen- und Omatagen einen Babysitter. Es ist einfacher, einen für nur ein Kind zu finden. Gerade für Grosseltern ist es nicht selbstverständlich, mehrere Kinder aufs Mal zu hüten. Diese an verschiedenen Betreuungsorten zu haben, ist mühsam und zeitraubend.
  6. Mehrere Kinder = mehrere Bedürfnisse. Als Mutter möchte ich gerne jedem Kind gerecht werden, hätte ich denn mehrere. Es wäre jedoch stressig, auf die verschiedenen Bedürfnisse aller Kinder einzugehen. So geniesse ich es, dies «nur» bei einem zu tun – was aber nicht heisst, dass ich meine Tochter verwöhne.
  7. Längere Reisen. Vor unserer Elternschaft waren wir mehrmals länger auf Reisen, einmal gar ein Jahr lang. Wir möchten auch mit unserer Tochter ausgedehnte Individualreisen unternehmen, ohne an die Schulferien gebunden zu sein. Damit aber Tochter und Eltern etwas davon haben, müsste sie aus dem Windel- und Kinderwagenalter sein, aber noch nicht schulpflichtig. Bis ein zweites Kind «reisetauglich» wäre, müssten wir uns bereits dem Schulferienzwang des ersten Kindes unterwerfen.
  8. Kosten. Auch wenn bei mehreren Kindern vieles materiell «in einem geht», kann es teuer kommen, wenn sie etwa die Kita besuchen. Allein für unsere Tochter, die gerade mal einen Tag pro Woche dort ist, geben wir 6000 Franken pro Jahr aus. Man rechne, wie viel es bei zwei Kindern und zum Beispiel zwei Wochentagen kosten würde. Deswegen komplett zu Hause zu bleiben, ist für mich keine Option.

Man könnte nun einwenden, dass es all den erwähnten Aufwand doch wert sei, weil man dafür mit einem weiteren Kind «belohnt» werde. Dies alles würde ich sicherlich auch auf mich nehmen, wünschte ich mir wirklich weitere Kinder. Doch dieser Wunsch ist einfach nicht da – mit dem Leben zu dritt sind wir rundum glücklich. Wieso also etwas daran ändern?

220 Kommentare zu «Weshalb mein Kind ein Einzelkind bleibt»

  • Mensch sagt:

    Ich habe Mühe mit den teils recht apodiktischen Kommentaren hier. Wichtig ist, es stimmt für die Autorin und ihre Familie und sie sind zufrieden damit (PS: das funktioniert ganz gut in einer Ein-Kind-Familie, am eigenen Leib erlebt, gelebt, am leben)! Und mindestens ebenso wichtig: Die Autorin stellt ihr Tun und Handeln infrage, argumentiert, und gibt sich darauf Antworten. So entwickelt man sich weiter. So hat man die Chance, ein glücklicher Mensch zu werden.

  • Eine Schwester sagt:

    Unglaublich, dass man hierzulande stets allen gerecht werden muss. Einzelkinder vs. Geschwisterkinder – was für lächerliche Vergleiche werden hier aufgeführt!
    Ich habe einen >10 Jahre älteren Bruder, fühl(t)e mich trotzdem immer wie ein Einzelkind. Obwohl wir von gleichen Eltern stammen, sind wir dermassen unterschiedlich, dass jede Art der Verbindung überflüssig erscheint. Es gibt kein allround Rezept für glückliche Familien und ebensolche Kinder. Live and let live!

  • coja sagt:

    Mein Sohn (2.5J), wehrt sich nicht, als ihm ein Spielkamerad seinen Bagger klaut. Kommentar: „Dä hät halt als Einzelchind nie glernt sich z wehre“. Mein Sohn, (2.5J) wird richtig wütend, als ihm ein Spielkamerad seine Schaufel klaut. Kommentar: „Dä hät halt als Einzelchind nie glernt z teile“. Wir mussten ein gutes Jahr fürs Geschwisterkind „üben“ und in der Zeit bin ich allergisch auf solche Bemerkungen geworden. Mag sein, dass es für ein Kind schöner ist mit Geschwistern. Nur: es wird auch sonst im Leben nicht alles perfekt sein, das Kind wird damit zurechtkommen, WENN es nicht als Einzelkind stigmatisiert wird! (Lehrpersonen stellen übrigens betr. Sozialisierung überwiegend keinen Unterschied zwischen Einzelkindern und Geschwisterkindern fest).

  • Raggenbass sagt:

    Einzelkind zu sein ist etwas vom schlimmsten was man einem Kind antun kann! Natürlich ist in unserer Gewinn- und Eigenoptimierten Gesellschaft ein Einzelkind am einfachsten zu handhaben. Aber – einem Einzelkind wird vieles nicht mit ins Leben mitgegeben. Und auch später wird das EK immer viele Dinge im Leben, Dinge welche wichtig sind, immer alleine machen müssen.
    Als Mensch sind wir soziale Wesen und wir benötigen die Wärme und den Austausch – welcher durchaus nicht immer harmonisch & positiv verlaufen muss. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass das Lebensmodell EK eigentlich nur Nachteile – für das Kind- mit sich bringt.
    Und selbst für die Eltern wird es im 4. Lebensabschnitt weniger einfach. Sinkt doch mit EK die Chance dass es im Altersheim dereinst besucht wird konkret um 50%

    • dan sagt:

      Was Sagen Sie den Eltern, die aus gesundheitlichen Gründen keine weiteren Kinder mehr bekommen können und somit „nur“ 1 Kind haben?

      Ich hatte die Diagnose „Gebärmutterhalskrebs“, als mein Sohn gerade mal 3 Monate alt war. Leider kann ich keine weiteren Kinder mehr bekommen. Muss ich mich jetzt grämen, dass das Leben von meinem Kind als Einzelkind nur „Nachteile“ birgt??? Ist das Ihr Ernst?? Woher nehmen Sie diese Frechheit, solche Behauptungen zu stellen? Ich bitte um eine Antwort.

  • Anna sagt:

    Liebe Autorin
    Danke für Ihre Worte. Beschämend, was manche Kommentarschreiber für ein unqualifiziertes und negative Wortschwälle auf Sie ablassen. Schade, dass viele Eltern immer meinen, sie müssen alle mit ihrer alleinigen Meinung überzeugen. Persönlich habe ich auch ein Einzelkind und kann nur sagen, dass er heute mit 21 über deutlich mehr Sozialkompetenz verfügt als viele seiner gleichaltrigen Kollegen mit Geschwistern. Empathie für das – auch mal nicht verwandte – Gegenüber und die Fähigkeit sich eigene soziale Strukturen zu schaffen, sind Eigenschaften, die deutlich mehr Einzelkindern zuzuordnen sind. Hört alle endlich auf mit dem unwahren Vorurteil von verzogenen Einzelkindern. Ich stelle ich mehr verzogene Geschwisterkinder fest als Einzelkinder, weil viele Eltern überfordert sind.

    • Sportpapi sagt:

      Lustig Anna. Da ärgern Sie sich über unqualifizierte Kommentare über Einzelkinder, und machen doch gerade das gleiche, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen.

      • Sabine sagt:

        „Persönlich habe ich auch ein Einzelkind und kann nur sagen, dass er heute mit 21 über deutlich mehr Sozialkompetenz verfügt als viele seiner gleichaltrigen Kollegen“
        Natüürlich. Welche Eltern meinen heutzutage denn nicht, ihr Kind sei den anderen Kindern weit überlegen. Zeitgeist.

  • Roger Schneider sagt:

    Und wieder eine Mutter, die glaubt beim Kinderkriegen gehe es einzig und allein um sie. Alle genannten Gründe sind äusserst egoistisch, was für das Kind besser wäre scheint völlig egal zu sein. Natürlich, es gibt nämlich keinen einzigen guten Grund, der nicht egoistisch wäre, nur ein Kind zu haben. Hauptsache die Kinder stören nicht den Alltag und die Karriere. Es scheint als hätten Sie ein Kind nur für sich selber bekommen. Einfach nur traurig, Ihr Kind tut mir schon jetzt leid. Wie es sich wohl anfühlen muss, als Belastung und Karrierehindernis gesehen zu werden.

  • fabian sagt:

    Feminismus at its best. Kinder als staatlich geförderte Optimierung des weiblichen Lebensentwurfs.

  • Nina Bretscher sagt:

    Wir sind „Wenigverdiener“ und für uns ist es so fast gäbiger mit Kind. Kita und KK subventioniert, tiefe Steuerrechnung… Und trotzdem nie das Gefühl, dass ich etwas verpasse weil ich es mir nicht leisten kann. Wir machen halt low budget Ferien im Tessin oder in den Bergen oder besuchen Freunde. Für uns stimmts, mit aktuell einem Kind und hoffentlich zwei irgendwann.

  • frieda müller sagt:

    wie entscheiden doch sowieso alle aus egoistischen Gründen, warum wir kein, ein oder mehrere Kinder möchten. Von daher: Es braucht keine Rechtfertigung, höchstens ein Darlegen der eigenen Überlegungen, wenn wir denn möchten.
    Ich war lange Einzelkind-Mutter und habe das sehr genossen. Mein grosser auch. Jetzt habe ich 3 und merke rückblickend, wie krass die Fixierung auf ein Einzelkind wirklich ist – im positiven und negativen Sinn. Und heute gehören die Momente, in denen meine Kids miteinander knuddeln oder „kampfkuscheln“ zu den schönsten überhaupt.

  • René Hofstetter sagt:

    Als Einzelkind habe ich nie Geschwister vermisst und tue das auch jetzt nicht. Ich war immer zufrieden und habe nicht das Gefühl, als wäre mir je etwas vorenthalten worden.
    Soll sich niemand ein schlechtes Gewissen einreden lassen. Es braucht auch Einzelkinder auf dieser Welt.

    • Barbara sagt:

      Natürlich braucht es auch Einzelkinder, und ich habe selten etwas vermisst. Mir wird auch erst durch das Erleben meiner beiden Kinder bewusst, was ich nicht erleben durfte als Einzelkind…

  • Ari sagt:

    Ich kann Ihre Bedenken verstehen und es ist jedem frei überlassen, ob und wie viele Kinder er bekommen möchte. Wenn Sie ihr Familienglück in der Dreierkonstellation gefunden haben, dann ist es wundervoll.
    Ich kann von mir selbst als Mutter eines 14 Monate alten Sohnes sprechen und sagen: Ja, es ist anstrengend. Vor allem, wenn sie in die Kita gehen und alle 2 Wochen mit einer neuen Krankheit kommen. Auch Ihre berufliche Situation kann ich bestens nachvollziehen. Dennoch habe ich selbst eine Schwester, die ich über alles liebe und die mein Leben so sehr bereichert, dass ich mir dieses Glück und diese Bindung auch für meinen Sohn wünsche.

  • Sportpapi sagt:

    Eigentlich muss man sich nicht rechtfertigen, ob man ein Kind, noch eins, oder nie eins möchte. Wenn man es tut, kommt es natürlich zu einer Diskussion, denn dafür wars ja gedacht.
    Angesichts der aufgeführten Argumente frage ich mich einzig, weshalb man sich denn überhaupt für ein Kind entschieden hat, das nun kostet, das Leben beeinträchtigt, grosse Reisen verhindert etc.

    • MamiHaus sagt:

      Ein Kind beeinträchtigt das Reisen in keiner Weise – ist alles machbar. Jedoch, denke ich mit zunehmender Anzahl der Kinder, schwieriger / herausfordernder.
      Egal, es ist toll ein Kind zu haben.
      Es ist faszinierend zu sehen, welche Fähigkeiten sie hat oder gerade entwickelt.

      Ich bin einfach der Meinung, dass ein Kind genug „Aufwand“ (positiv gemeint) ist – und ich bei mehr Kinder überfordert und unausgeglichener währe.
      Und ich denke, dass meine persönliche Ausgeglichenheit (und auch die meines Einzelkinder) sich äusserst positive auf unser Zusammenleben als Familie auswirkt.

      Es ist lustig, anstrengend, nervraubend, toll, härzig, bereichernd, kräftezärend und schön – Kinder zu haben und grosszuziehen.

  • MamiHaus sagt:

    Habe noch die vorherigen Kommentare gelesen-ich bin ganz irritiert.
    Um was geht es hier eigendlich?
    Ist man nur eine gute Mutter, wenn man so viele Kinder wie möglich zur Welt bring? Muss man als Mutter sich komplett unterwerfen (im Sinne von Verzicht auf den Konsum)? -ist man dann eine bessere Mutter?
    Ich bin mehr als nur eine Mutter, welche den ganzen Tag für die Dienste der Nachkommen zuständig ist.
    Ja, früher haben die Mütter nicht gejammert und ein Kind nach dem Anderen zur Welt gebracht – sind ja demzufolge auch nicht alt geworden, haben Nachts heimlich geweint und gehofft, dass der Mann nicht nochmal im Suff ein Kind zeugen wollte.
    Super!Ganz toll!
    Ich finde es eine unglaubliche Anmassung zu behaupten, dass Früher alles besser war – nur weil die Mütter nicht gefragt wurden.

  • MamiHaus sagt:

    Danke, Danke, Danke !!!
    Danke für diesen Wunderbaren Artikel.
    Wir sind auch zu dritt – und fühlen uns komplett.
    EIN Kind zu haben ist unserer Meinung nach perfekt.

    Bei mir war es genau so mit den Kommentaren aus dem Umfeld …
    … “ ja sicher, bald kommt bei Dir das Zweite“ … „aber mit wem soll deine Tochter den spielen lernen “ … „das führt zu asozialem Verhalten“ … „die arme Tochter, so ganz alleine“ … „du kannst da nicht mitreden, du hast NUR eins“ …

    Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass die anderen Mütter neidisch auf die Ruhe, und Harmonie in unserer Familie sind.

    Habe auch viel gehört, dass der Wechsel von Einem zum Zweiten grösser ist, als der von Null auf Eins.

    Egal – wir bleiben dabei – EIN Kind ist für uns perfekt. Danke für Deinen Artikel.

    • Sportpapi sagt:

      „Habe auch viel gehört, dass der Wechsel von Einem zum Zweiten grösser ist, als der von Null auf Eins.“ Hm. Eher nicht.

  • Enrico sagt:

    Meine Töchter , beide im pubertierenden Alter, sind sich sehr am finden, ist wirklich schön zu sehen wie sie zusammen wachsen, obwohl Sie völlig verschieden sind.
    Aber haben Sie ein Kind, dann ist es so. Im Leben immer das halbvolle Weinglas leben, als darüber nachzugrübeln, wie es anders wäre. Jede Sekunde darüber ist Blödsinn.
    Es ist wie es ist, und es ist gut so !

  • Barbara sagt:

    Grundsätzlich ist es richtig, dass jedes Paar für sich selber entscheidet. Selber Einzelkind, vermisse ich heute als Erwachsene diese Vertrautheit, welche meine zwei Kids leben. Die kann meines Erachtens durch keine Freundschaft ersetzt werden.
    Und noch etwas: ich war letzten Herbst zwei Monate in Asien, mit Windeln und Manduca – alles easy, wenn die Einstellung stimmt 🙂

  • Mia sagt:

    Schülerumfragen (bei 14 Jährigen) ergeben, dass die meisten ganz froh sind, Geschwister zu haben. Es gibt aber auch Einzelkinder, die das ganz fest geniessen. Fazit: Man weiss nicht zum vornherein, was besser sein wird. Man muss für sich aus Überzeugung handeln.

  • sandfly sagt:

    Spezieller Artikel – spezielle Kommentare!
    Wir haben auch „nur“ ein Kind, und fühlen uns als vollwertige Familie und geniessen unser Kind.
    Sicher wäre es für unser Kind manchmal schön, wenn es ein Geschwister hätte – aber sind Geschwister immer das, was man sich wünscht? In meinem Fall um einiges älter und seit je her „Randständig“ (Details sind zu persönlich). Also hat mir in meiner Kindheit ein Geschwister nichts „genützt“, umso mehr aber meine Freunde!
    Warum wir nur ein Kind haben?
    Nach einer Todgeburt ein gesundes Kind bekommen – die Angst vor einer erneuten Todgeburt nicht mehr erleben wollen, und dankbar sein, für das gesunde Kind.

  • Anh Toàn sagt:

    Wer braucht Kinder, ausser

    – die Eltern
    – die Geschwister (ich meine, besser mit, wenn auch nicht immer, ohne nicht zwingend schlimm)
    die Grosseltern (?)

    sonst fällt mir nur noch ein

    – Familie (im Sinne einer über Generationen fortgeführten Rechtseinheit, mit Name, Bürgerrecht, Erbrecht. Logischerweise der Familie nur eines, meistens männlichen, Elternteils. Sonst wäre jeder bald Teil jeder Familie)

    und mit der patriarchal feudalen Familienstruktur sind wir schon bei:

    – Vaterland
    – Gott

    Sonst fällt mir niemand ein. Nicht in einer Welt, deren Bevölkerung noch wächst.

    Es gibt genügend Kinder auf der Welt, die sind so gut oder schlecht, wie all die Kinder, die ich aus Egoismus nicht zeuge. Ich fürchte sogar, mein Kind könnte werden wie ich.

    • Alpöhi sagt:

      >> Wer braucht Kinder,

      Die Menschheit als Ganzes braucht Kinder.
      Die Natur hat das so eingerichtet, dass die meisten Menschen sowohl das Kinder machen als auch das Kinder haben als etwas Schönes empfinden, so ergibt sich das ganz von selber 🙂

      >> Ich fürchte sogar, mein Kind könnte werden wie ich.

      Ich versichere Ihnen (aus eigener Erfahrung): Es wird so werden wie Sie.
      Wenn das für Sie ein Problem ist, dann lassen Sie es tatsächlich besser bleiben 🙁

      • Anh Toàn sagt:

        Wer braucht die Menschheit?

        Zum verzichten ist es zu spät, aber die Hoffnung, erwerde nicht wie ich, lass ich mir von Ihnen nicht nehmen. Vielleicht wird er wie meine Frau?

  • Matthias Niklaus sagt:

    Häufig wird der ökonimische Aspekt sehr in den Vordergrund gestellt. Ich denke, das reflektiert genau die Haltung vieler junger Leute: Sie wollen auf nichts Materielles verzichten, wobei sie aber auf das Wichtigste unseres Wandels durch das Leben verzichten, nämlich selbst Leben zu schaffen. Hier stehen die Wert eigentlich auf dem Kopf.
    Nochmals zu meiner Erfahrung: unsere Eltern hatten in den 50er Jahren auch keine eigene Wohnung, Urlaub wurde einmal im Jahr mit dem Zelt gemacht, zu fünft. Meine Mutter kochte auf einem Camping-Gas Kocher für uns alle. Wir waren glücklich. Nie habe ich meine Eltern gehört sich über Materielles zu klagen. „Bescheidenheit ist eine Zier“.

  • Heidi sagt:

    Lustig, genau so habe ich auch mal argumentiert nachdem mein erstes Kind auf die Welt gekommen ist. Die Jahre vergingen und mit jedem Jahr liess ich ein Argument mehr ueber Bord fallen 😉 Als mein Sohn 5 wurde, war ich wieder schwanger. Nicht ganz geplant, aber halbwegs erwartet und irgendwie heiss ersehnt. Heute bin ich 50 Jahre alt und habe 3 erwachsene Kinder und ein Nachzuegler von 9 Jahren. Ich geniesse meine grossen Kinder und fuehle mich super cool mit meiner 9Jaehrigen, die von viel Mutter-Erfahrung profitiert.

    • Alpöhi sagt:

      Und so nimmt die Natur ihren Lauf, ganz natürlich.

      „gefällt mir“ 🙂

      • Tina sagt:

        @Heidi: Das isch schön, aber finanziell konnten Sie es ich leisten so wie es aussieht. Nicht alle haben dieses Privileg, manchmal sollte man über den Zaun schauen und nicht nur in den eigenen vier Wände ;-). Ich kann mir ein zweites Kind nicht leisten, auch wenn ich „vielleicht“ ein zweites gerne hätte, aber nur „vielleicht“, ich möchte nicht zwingend von vorne anfangen, bin auch schon 41ig und meine Energie ist nicht mehr dieselbe wie vor 5 Jahren.

  • Matthias Niklaus sagt:

    Wie andere auch, fehlt mir der sehr wesentliche Aspekt der Sicht des (Einzel)kindes: Nachbarkinder und Schulfreunde können nie den Stellenwert eines Geschwisters erreichen. Freunde sind etwas ganz anderes.
    Wir waren zu Hause drei Geschwister und waren sehr oft sehr, sehr froh uns gegenseitig zu begleiten, zu unterstützen, zu trösten und auch gegen die Eltern zu unterstützen. Das ist eine unersetzliche Erfahrung die allen Einzelkindern genommen wird, ohne sie überhaupt zu fragen. Eigentlich sehr egoistisch gedacht und gehandelt. Traurig.

    • Markus Tavina sagt:

      Sie schliessen von Ihren Erfahrungen auf andere und werfen der Autorin vor, egoistisch zu sein? Ihrer Ansicht nach müsste die Autorin also ein Quoten-Kind auf die Welt stellen (obwohl sie kein weiteres will), damit es dem ersten Kind besser geht?
      Sind nicht eher Sie da der Egoist, der anderen Leute seine persönlichen Erfahrungen aufzwingen will und die Leute beleidigt, die das anders sehen?

      • Matthias Niklaus sagt:

        Wie kommen Sie auf die Idee von Zwang?
        Wo beleidige ich wen?
        Mein Beitrag ist bloss meine Ansicht und schildert, ja, meine positive Erfahrung mit Geschwistern.
        Was ist ihr Problem damit?
        Ich hoffe Sie können sich wieder beruhigen.

    • L.Kyara sagt:

      So oder so. Es gibt kein schlechter oder besser. Nur ein Anders. Ich habe 5 Geschwister und kann nicht behaubten, dass wir ein ausserordentlich gutes und inniges Verhältnis pflegen. Nichts was eine beste Freundin oder ein bester Kumpel nicht auch besser machen könnte. Nun, ich sehe ein, dass es sehr innige und feste Familienbanden gibt. Aber es gibt auch sehr innige und tiefe Freundschaften. Daher… Lassen wir das mit den Vorurteilen und überlassen die Entscheidung den Eltern die es betrifft. Die Kinder werden es ihnen gleichermassen danken – wenn sies den richtig handhaben.

  • Pedro Riengger sagt:

    Ja, Andrea, stellen Sie sich vor, es gibt Eltern, die nicht einfach so locker 6’000 Franken pro Jahr übrig haben. Und das tatsächlich nicht, weil sie «egoistisch» sind und sich lieber eine Rolex kaufen oder einen Porsche Cayenne leasen. – Es kommt sogar vor, dass solche Menschen aus genau diesem Grund auf Kinder verzichten, obwohl sie ihnen liebevolle Eltern wären …

    • Pedro Riengger sagt:

      War eigentlich als Antwort an Andrea gedacht.

      • Laila sagt:

        ….und diese Eltern zahlen deutlich weniger für die Kita! Die tiefsten Tarife sind bei subventionierten Kitas wirklich sehr tief (unter 1Fr / pro Stunde – Volltarif je nach Ort 11 – 12 Fr / pro Stunde). Ich fand die Kitakosten auch immer sehr hoch – aber das sollte definitiv kein Grund gegen Kinder sein. Sobald die Kinder in die Tagesschule gehen, relativiert sich das alles.

    • Sportpapi sagt:

      Sie müssen nicht 6000 Franken übrig haben. Es geht ja darum, die Kinder einen Tag pro Woche fremdbetreuen zu lassen, um an diesem Tag dann hoffentlich mehr als die 6000 Franken im Jahr zu verdienen.

  • Mia sagt:

    Liebe Autorin
    Danke für Ihr Statement. Auch wir hatten mit einem Kind oft das Gefühl in der Gesellschaft nicht als komplett angesehen zu werden, da lange der Wunsch nach einem 2. Kind fehlte. Als unsere Kleine 4 wurde kam der Wunsch dann noch noch- und ein Jahr später das Baby. Zu den Kita-Kosten… Das allein kann ja kein Grund sein, dauert ja nur 3-4 Jahre. 2 Dinge wünsche ich Ihnen: Dass sie trotzdem Ihr Herz offen halten wenn der Wunsch doch noch kommt-und wenn nicht- mehr Gelassenheit, da Ihr Glück mit 1 Kind perfekt ist, was auch toll ist! Das braucht keine Begründung, das spürt man!

  • Pascal sagt:

    Wichtig ist doch einfach dass man dem Kind nicht zuviel aufbürdet, die Erwartungen nicht übertreibt und das Kind sich mit anderen Kindern treffen kann. Ob das nun ein, zwei oder mehr Kinder sind… wissen Sie, Familie in Ehren, aber Leben kommt erst in die Bude wenn man sich mit anderen Menschen trifft, austauscht und sich sowieso sozial verhält. Diese Rückbesinnung auf die ideal ausgestattete Kleinfamilie macht mich wahnsinnig.

    Kaum hat man Kinder, bekommt man die gesellschaftliche 24/7-24h-Gratishotline aufgebrummt die einem andauernd Werbeanrufe zum Seelenheil durchstellt. Und dann fragen sich die sogenannten Experten, weshalb sich heute jeder überlegt ob er denn überhaupt ein Kind möchte.

  • Andrea sagt:

    6000 pro Monat für die familienexterne Betreuung pro Jahr ist ein Problem? So viel bezahlen wir alle drei Monate für die familienexterne Betreuung unserer drei Kinder, ist nicht einfach, aber es ist halt so. Ich möchte meinen Kindern die Spielgelegenheiten einer Kita nicht vorenthalten und arbeite gerne. Wie wäre es mit gratis Kitas für alle?

    • Andrea sagt:

      Ich wollte sagen, 6000 pro Jahr, ein Problem? Wir bezahlen so viel alle drei Monate.

      • Pedro Riengger sagt:

        Ja, Andrea, stellen Sie sich vor, es gibt Eltern, die nicht einfach so locker 6’000 Franken pro Jahr übrig haben. Und das tatsächlich nicht, weil sie «egoistisch» sind und sich lieber eine Rolex kaufen oder einen Porsche Cayenne leasen. – Es kommt sogar vor, dass solche Menschen aus genau diesem Grund auf Kinder verzichten, obwohl sie ihnen liebevolle Eltern wären …

      • Andrea sagt:

        Ich sags ja, gratis Kitas für alle.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Pedro Riengger: Angesichts dessen, dass der Medianlohn in der Schweiz längst über 6000.-/Monat liegt, dürfte das im Normalfall durchaus drin liegen. Vielleicht nicht „locker“, und „Egoismus“ und Luxuskonsum sind wohl selten das Problem. Dafür aber vielfach eine problematische (Familien-/Budget-)Planung und das Setzen falscher Prioritäten.

        Insofern wirkt die Tränendrüse in dem Kontext nicht sehr glaubwürdig, erst recht da es m.W. keinerlei Belege dafür gäbe, dass die Anzahl der Kinder mit abnehmendem sozioökonomischen Status sinken würde. Im Gegenteil..

      • Fiona sagt:

        @ Christoph Bögli: Längst über 6000/Monat… Hahaha Das ich nicht lache. Es gibt wohl noch genug Branchen, in welchen über solche Gehälter nur geträumt werden darf!

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Fiona: Sie haben recht. Zudem liegt der Brutto-Medianlohn bei z. Z. knapp über 6’000.–. Netto bleiben da zwischen 12 bis 15 Prozent weniger auf dem Konto! Kommen wir zur Wirklichkeit: Plattenleger, gelernt, 4’300.– / Maler, gelernt, 4’500.– / Zimmermann, gelernt, 4’800.– / Montage-Elektriker, gelernt, 4’500.– / Zahntechniker, gelernt, 4’000.– / Industrielackierer, gelernt, 4’800.–. Alle Löhne brutto pro Monat (Durchschnittwerte nach Regionen, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Berufserfahrung gem. AVE-GAV). Sie sehen also: Dieser Medianwert sagt eigentlich nicht sehr viel aus.

        Quelle der Lohnangaben: Das Lohnbuch 2011, Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne in der Schweiz, Kanton Zürich, Volkswirtschaftsdirektion, Amt für Wirtschaft und Arbeit, OF 2012.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Bögli: Mit Verlaub, aber Sie wirken etwas arrogant und abgehoben! Haben Sie sich schon einmal näher mit der sozialen Wirklichkeit auseinandergesetzt? Oder kennen Sie nur Ihre Eigene?

      • Sportpapi sagt:

        Die familienexterne Betreuung kostet so viel, wie sie halt kostet. Es braucht teuren Raum, obwohl zu Hause die Wohnungen tatsüber leer stehen. Es braucht Personal, das man beim besten Willen nicht schlechter bezahlen kann als man es schon tut. Und dann wird teilweise bereits subventioniert. Wenn jemand schlecht verdient, liegt es auf der Hand, dass es möglicherweise lohnender ist, die Kinder selber zu betreuen.

  • Anna sagt:

    Ich vermisse in dem Artikel die Sicht des Kindes – auch auf langfristige Sicht. Für mich ist meine Schwester der wichtigste Mensch in meinem Leben, denn sie ist auch meine beste Freundin. Klar, das gilt nicht für die Allgemeinheit und wir haben uns auch phasenweise gehasst und gestritten und sind verschiedene Wege gegangen – aber die Bindung bleibt!
    Mein Vater ist seit einem schweren Unfall behindert und gerade in solchen schwierigen Zeiten sind wir froh, eine grosse Familie zu haben. Seine 7 (!) Geschwister kommen regelmässig auf Besuch und meine Mutter ist dankbar, dass meine Schwester und ich sie in allen Lebenslagen unterstützen. Das zeigt mir, dass auch meine Schwester immer für mich da sein wird. Dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar.

    • Tina sagt:

      @Anna: Man kann im Leben nicht alles absichern und ein Kind zu haben ist zwar wunderschön, aber kein Spaziergang! Jeder soll selber entscheiden was er will und möchte, und auch ein Einzelkind wird nicht daran sterben oder so sehr leiden, wenn es keine Geschwister hat. Und wenn die Eltern des Einzelkindes mal alt und kränkelig sind, dann findet man eine Lösung. Nicht jede Familie hilft einander wie in Ihrem Fall. Daher kann ich zum Abschluss auch nur noch hinzufügen: Für nichts gibt es eine Garantie im Leben!

    • Christoph Bögli sagt:

      Die „Sicht des Kindes“ ist leider erst umfassend verfügbar, wenn es längst zu spät dafür ist, eine solche Entscheidung zu treffen. Ob etwaige Geschwister im eigenen Leben wirklich relevant waren, kann man schliesslich erst im Erwachsenenalter beurteilen und auch dann nicht abschliessend. Bei vielen entwickelt sich schliesslich ein ursprünglich gutes Verhältnis in Distanz oder gar Abneigung. Wobei man selbst im Rückblick nicht wirklich beurteilen kann, was mehr/weniger Geschwister bedeutet hätten.

      Sich als Eltern solche hypothetisch-wolkige Fragen aufzubürden, ist darum erst recht unsinnig. Im übrigen, aus dem guten Verhältnis zur Schwester müssten Sie nach Ihrer Logik ja darauf schliessen, dass zwei oder drei oder vier Schwester noch viel besser gewesen wären, oder..?

  • dres sagt:

    Diese bünzlige, nörglerische Neidkultur scheint langsam zum Markenzeichen dieses Blogs zu werden. Tragisch, dass viele Kommentierenden dann regelmässig auch noch betonen müssen, wie sie intellektuell und karrieremässig deutlich überdurchschnittlich – um nicht zu sagen hochgradig hochbegabt – sind.
    Wir leben in einem freien Land. Ob kein oder ein Kind oder hundert Goofen sollen doch einfach die Eltern entscheiden. Ich auf jeden Fall verstehe die Argumente der Autorin, auch wenn wir zwei Kinder haben.

    • Tina sagt:

      @dres: Bünzlige, nörglerische Neidkultur, ist wirklich so, traurig und schade. Die Bünzli-Kultur soll die Emotionen mehr leben lassen anstatt sich dem Materialismus zu klammern, diesen Kindern würde mehr Bescheidenheit guttun. Aber das muss vorgelebt werden

    • Sportpapi sagt:

      Dres: Wenn jemand sich so äussert, bekommt er – hier sie – halt die erwarteten Antworten. Wenn sie der Meinung wäre, es ist Privatsache und niemand müsse hier mitsprechen, müsste sie es halt als Privatsache behandeln und nicht in einem Blog zur Diskussion stellen.

  • Maria Magdalena sagt:

    Ich habe geahnt, dass es bei solch einem Thema und einer solchen Einstellung Kritik hageln wird. Da kommen sie wieder alle, die Schweizretter und Besserwisser.

    Wir haben ebenfalls ganz bewusst „nur“ eine Tochter von mittlerweile 23 Jahren. Sie ist glücklich und zufrieden, sehr selbstständig und sozial, hat nie Geschwister vermisst.
    Und wenn die Bioschweizer oder -europäer wirklich irgendwann aussterben sollten wegen Eltern, die sich für nur ein Kind entscheiden – mal ehrlich, wäre das wirklich sooo schlimm? Dann kommt anderes, vielleicht besseres nach. Die Welt und die Menscheit mit ihr ändert sich nunmal laufend, und das ist gut so. Nur so kann und wird es Entwicklung geben.

  • Coffee Toffee sagt:

    Schon krass, wie sich hier alle enervieren. Ich finde es interessant, einen Artikel über Einzelkinder zu lesen. Ich habe mich schon öfters gefragt warum man sich bewusst dafür entscheidet. Einige Antworten sind sehr nachvollziehbar.

  • Pedro Riengger sagt:

    Man fühlt sich hier an Patrizia Boser erinnert, die in jedem Lifestyle die Besuchten mit mehrmaligem penetrantem Nachfragen nach dem Kinderwunsch („Da häts aber vill Platz für Chind.“ „Chind wotsch mit dim Schatz doch au?“ „Wänn chunnt d’Schantall dann es Gwüschterli über?“ usw.) in Erklärungsnot und Verlegenheit bringen muss. – Kinder sind Privatsache. Ob und wie viele Kinder jemand will, geht niemanden etwas an. Ein oder mehrere Kinder in die Welt zu setzen ist ein verantwortungsvoller Akt. Und ich begrüsse es in jedem Fall, wenn vorher über die Konsequenzen (erst recht für das Kind!) nachgedacht wird …

    • Thomas Maurer sagt:

      Bei Patrizia Boser und ihrem Trash-TV-Kanal bin ich mir jeweils nicht sicher, ob das nicht in Wahrheit nur eine Simulation von Fernsehen sein soll. Kann man nicht ernst nehmen.

  • Oliver sagt:

    Aus der Sicht der erwachsenen Autorin kann ich ihre Argumente zumindest teilweise nachvollziehen.
    Aus meiner persönlichen Sicht als Einzelkind allerdings nicht. Ich hätte gerne als Kind Geschwister gehabt. Nicht dass meine Kindheit langweilig verlaufen wäre, keineswegs. Aber auch viele Freunde können Geschwister nicht ganz ersetzen. Auch heute als Erwachsener finde ich es manchmal schade, keine Geschwister zu haben.
    Die Sicht des Kindes kommt m.E. bei der Autorin deutlich zu kurz und in ihren Argumenten schwingt nun mal eine gehörige Portion Egoismus mit… Schade.

  • Chris Fogg sagt:

    Jeder muss selber wissen wie viele Kinder er erträgt oder haben will. Für uns stimmt es mit 3 Kinder. Auch wenn es nicht immer ganz einfach war als sie kleiner waren.

  • Einzelkind-Mama sagt:

    Ich bin Mutter eines Einzelkindes (9). Alle Gründe die in dieser Artikeln genannt worden stimmen. Ich sehe auch einen anderen Aspekt. Wie kann man heute mehrere Kinder finanzieren. Letztens hatten wir eine Diskussion über Hobbys unseren Kindern und sehr schnell habe ich bemerkt, dass oft Hobbys wie Klavier, Ballett, Ski, usw. für viele Familien nicht bezahlbar ist. Was ist jetzt besser: Eine Scharre Kinder zu haben und keine Möglichkeit die Hobbys, Ferien zu finanzieren oder ein Einzelkind zu haben und gut leben.
    Wenn ich höre, dass manche Familien die Hobbys für ihren älteren Kindern absagen müssen, weil sie es nicht für die Kleinsten finanzieren können, frage ich mich wirklich, ob diese Personen je gedacht haben, wie sie das Studium ihren Kindern bezahlen werden… oder hilft der Staat

    • Koller sagt:

      Kinder brauchen keine 5 Hobbies und müssen auch nicht unbedingt studieren. Warum nicht eine Lehre, da verdienen sie sogar noch Geld. Viele Kinder in der Schweiz werden total verwöhnt, haben alles, und werden mit 20 keine Ahnung mehr haben was sie denn vom Leben noch haben wollen, sie hatten ja schon alles.

    • Thomas Maurer sagt:

      Wie man „mehrere Kinder finanzieren“ kann, führen uns die afro-arabischen Fachkräfte doch ständig vor…. Kein Job, null Integration, Hass auf die Schweiz, aber Sozialhilfe ohne Ende, während „wir“ uns zu Tode krüppeln dürfen, damit wir die Familie irgendwie durchbringen.

    • Alpöhi sagt:

      Wir „verzichten“ nur aufs frei stehende Einfamilienhaus, den Zweitwagen und die Ferien mit dem Flieger. Damit ist für alles andere ausreichend Geld da. Erfahrung aus der Praxis.

    • Sportpapi sagt:

      Ich sehe eigentlich nur Familien, die das irgendwie hinbekommen. Auch wenn es vielleicht irgendwo mal Abstriche braucht. Oder staatliche Unterstützung, was ja auch kein Verbrechen ist.

  • Tom sagt:

    Mindestens sieben der acht Punkte zeigen auf, weshalb es für die Mutter besser ist, nur ein Kind zu haben.

    Schade, wurde dieses eine Kind nicht berücksichtigt.

  • Patrick sagt:

    Auch Einzelkinder sind Menschen, ich habe grundsätzlich kein Problem mit ihrem Entscheid, ist ja ihrer und nicht meiner. Aber da wir hier Meinungen austauschen… Sie schreiben, sie möchten jedem Kind gerecht werden und dass für die Sozialisation nicht zwingend ein Geschwister vonnöten ist.
    Ich habe mehrere Kinder und was ein Einzelkind nicht lernt, nicht sollte lernen können (wahrscheinlich eher das), dass es nicht alleine der Mittelpunkt des elterlichen Universums ist. Sollten Eltern immer jedem Kind gerecht werden? In der Tat werden wir das spätestens mit dem zweiten Kind nicht mehr vollumfänglich. Ist das schlimm oder ist das eine wesentliche Lektion des Lebens?
    Kürzlich lagen die drei beim ins Bett gehen aufeinander, haben sich umarmt und sich ihrer Liebe versichert.Mein Grund +1

  • franz meier sagt:

    Das Dümmste, was ich über unsere kleine 3-er Familie (Frau, Mann, Tochter) gehört habe: “ Mit einem Kind ist man doch noch keine richtige Familie!“ Alle Familien, die ehrlich mit uns sind, sprechen von massiv viel mehr Stress, wenn das Zweite kommt und die Altersabstände kurz sind. Ich sage nicht, dass wir vielleicht noch ein Zweites wollen, aber ich empfehle: Lasst euch Zeit, ich bin für grosse Altersabstände…

    • Daniel Castro sagt:

      Die meisten Eltern von heute sind einfach Weicheier. Meine Mutter hat 3 Kinder grossgezogen und sich nie beklagt. Ich habe Frauen aus meinen Umfeld, die es nicht mal mit einem Kind schaffen. Männer bekommen eine Krise, wenn sie nach einer Woche Ihre Saufkumpels nicht sehen. Was für eine Gesellschaft !?!?!?

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ihre Sicht gefällt mir, Castro: Lassen Sie mal Eltern aus kinderreichen Kulturen unsere hiesigen Eltern beurteilen- und zwar sowohl Mütter als auch Väter.

        Das Urteil fällt i.d.R. ver-nich-tend aus!

      • Anh Toàn sagt:

        Meine Mutter hat drei Kinder grossgezogen – und sich ständig beklagt.

        Besser, sie hätte nur eines oder höchstens zwei gehabt.

      • Carolina sagt:

        Meine Mutter hat vier Kinder gehabt – und sie dann mehr oder weniger ignoriert!
        Eine meiner Klientinnen hat mehrere Fehlgeburten gehabt, gibt aber nicht auf.
        Eine andere hatte mehrere Fehlgeburten und adoptiert jetzt.
        Eine Familie in meiner Bekanntschaft hat drei Kinder (ca halbjährig bis 4) und ist massiv überfordert.
        Meine Schwiegereltern sind beide Einzelkinder und können es bis heute nicht fassen, dass sie im ‚richtigen‘ Leben nicht mehr Prinz und Prinzessin sind wie bei ihren Eltern.
        Die beste Freundin meiner Tochter ist Einzelkind und ein wunderbarer Mensch.
        Eine (kirchlichen Kreisen nahestehende) Familie in unserem Dorf hat 7 (oder vielleicht auch schon mehr) Kinder und überlässt die Erziehung der jûngeren mehr oder weniger den älteren Kindern.
        Ich selber habe vier Kinder

      • Carolina sagt:

        /2 geboren und drei aufwachsen sehen. Sie sind mit grossem Abstand das Allerbeste in meinem Leben.
        Sehen Sie, worauf ich hinaus will?
        Es gibt fast soviele Konstellationen wie Familien; es hat auch immer den mahnenden Zeigefinger gegeben, Herr Zufferey – Menschen, die der Meinung waren, die Eltern der jeweiligen Zeit seien unfähig. Heute haben wir viel grössere Freiheiten und können mit viel geringerem gesellschaftlichen Druck unsere Lebensentscheidungen treffen – aber umgehen können wir damit anscheinend nicht wirklich.

      • Anh Toàn sagt:

        @Marcel Zufferey „kinderreichen Kulturen “ gibt es nicht. Es gibt Arme, die haben viele Kinder, weil Kinder das einzige ist, was nichts kostet, wenn man arm ist, aber vielleicht mit Glück in Zukunft Erträge bringt. Mit 10 können die auf kleiner Kinder aufpassen, in Haus und Feld arbeiten usw. Beim Mittelstand sind Kinder teuer: Sie fressen dem Mittelstand die Haare vom Kopf, darum hat der wohlhabendere Teil überall auf der Welt, nicht viele Kinder. Dann gibt es noch die Reichen, die haben viele Kinder, können es sich leisten. Aber Reiche gibt es nicht viele.

        Die Armen sind nicht arm, weil sie viele Kinder haben, sie haben viele Kinder, weil sie arm sind.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Anh Toàn: ‚Kinderreiche Kulturen‘ ist eine Formulierung, die fest im alltäglichen Sprachgebrauch verankert ist. Ansonsten gebe ich Ihnen recht.

      • Franz Vontobel sagt:

        ‚Kinderreiche Kulturen‘ ist eine Formulierung, die fest im alltäglichen Sprachgebrauch verankert ist.

        Gut, das stimmt natürlich – ein deutlicher hinweis darauf ist auch, dass der Begriff „Kinderreiche Kultur“ bei Google 3 Treffer ausspuckt…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @franz meier

      bei grossen Altersabständen kann der Verlust von gewonnen Freiheiten (durch die zunehmende Selbstständigkeit des älteren/der älteren Kinder) aber als entscheidender Nachteil empfunden werden.
      Mehrere Kinder im „Windel-und-rund-um-Versorgungsalter“ ist sehr streng; jedoch ermöglicht es ein paar Jahre später „mehr Luft“.

  • Alpöhi sagt:

    Ah, noch ein Punkt: Die Autorin braucht Geld, Zeit und Nerven lieber für ihre Selbstverwirklichung. Bei manchen Menschen braucht es dann den „Kick“ in Form von Extremsportarten wie Bungee Jumping etc.

    Kann man sich mit Kindern alles sparen. Denn Kinder sind die letzte grosse Herausforderung, die uns in unserer weichgespülten Zeit geblieben sind. Und: Kinder kann man abends um fünf, wenn die Bungee Session fertig ist, nicht einfach abgeben. Kinder mit allem Anstand grossziehen – das erfordert Durchaltewillen (und vieles mehr). Das ist dann also nicht für Weicheier 🙂

    • Anh Toàn sagt:

      Sie brauchen also Kinder, damit Sie sich nicht, mangels Herausforderung zu Tode langweilen?

      Gehen Sie doch Basejumpen.

      • Daniel Castro sagt:

        @Anh Toan: Das hat der Alphöhi nicht gesagt. Bitte nicht einfach interpretieren, wo wie es einem grad passt. Sie haben sehr gut verstanden was er meint (sie scheinen nicht blöd zu sein). Es ist einfach nicht ihre Ansicht, aber deshalb gleich sarkastisch werden? Geht auch ohne, z.B. mit klaren Argumenten.

      • Anh Toàn sagt:

        @Daniel Castro

        Warum findet der Alpöhi, man brauche Kinder und eines sei nicht genug?

        Das findet er doch, wer weniger hat, macht es aus Egoismus, wegen Geld, Selbstverwirklichung und anderem degeneriertem Zeug. Verzichtet darauf, weil er sich der Herausforderung nicht gewachsen fühlt, zu wenig Durchhaltewillen habe. Mehrere Kinder sei halt nichts für Weicheier.

        Findet er, es gäbe zu wenig Kinder auf der Welt? Zuwenig Kinder des homo westeuropäicus.

        Ist fünf Kinder auf die Welt stellen, nicht genauso „Selbstverwirklichung“, „Egoismus“, wenn man oder frau dies will? Und wenn man zu wenig Geld dafür hat, die anderen zahlen müssen, asozial und unverantwortlich dazu?

      • Anh Toàn sagt:

        Es gibt welche, die sagen fünf Kinder sei nicht „Selbstverwirklichung“. Das sei Dienen an der Gesellschaft (weniger Ausländern aber mehr zukünftige AHV Beitragszahler) oder gar Dienen für Gott (seit fruchtbar und mehret Euch).

        Nur, wenn ich den Sinn und Zweck meines Daseins darin sehe, Gott oder einer (patriotischer) Gesellschaft zu dienen, ist doch dann danach zu leben nicht anderes als „Selbstverwirklichung“? Ich bin, weil ich diene andere glauben, sie sind, weil sie denken, andere wiederum, weil sie basejumpen.

      • Alpöhi sagt:

        Anh Toan,
        Sie können von mir denken was Sie wollen. Aber falsch zitieren lasse ich mich nicht.

        Im heutigen Blog-Artikel lese ich von einer Mutter, die Argumente gegen ein zweites Kind aufzählt, die ich hier (leicht verkürzt) unter „Selbstverwirklichung“ subsummiere. Die Argumentation dieser Mutter kann man teilen oder auch nicht. Ich teile sie nicht.

        Mit keinem Wort sage ich, man müsse zwei oder mehr Kinder haben. Ich sage lediglich: Eine Gesellschaft, die so denkt wie die Autorin, stirbt aus. Und das geschieht ihr recht.

      • Anh Toàn sagt:

        „Und das geschieht ihr recht.“

        Also sie wird zu recht mit Aussterben (Todesstrafe) bestraft dafür, zu wenig Kinder zu haben, was Sie aber nicht kritisieren?

      • Alpöhi sagt:

        Nein, keine Stafe. Aussterben ist einfach die Konsequenz ihres Handelns.

      • Alpöhi sagt:

        >> den Sinn und Zweck meines Daseins

        Der Sinn des Lebens ist das Leben selber. Arterhaltung. Dazu brauche ich keine Bibel, das sehe ich, wenn ich schaue, welche Organe im Körper redundant vorhanden sind.

        Nehmen Sie sich eine Tasse Tee lang Zeit darüber nachzudenken.

      • Anh Toàn sagt:

        „Das geschieht ihr recht“ wertet und beschreibt nicht nur eine Konsequenz.

        „Arterhaltung“ als Sinn des Lebens ist eine Lüge: Der Löwe steigt nicht auf die Löwin, um seine Art zu erhalten, um seine Gene weiter zu geben, ich glaube nicht, dass der was von Arten und Genen weiss: Er will Sex.

      • Alpöhi sagt:

        Was haben Sie denn als Alternative zu bieten? In Anlehnung an den Löwen etwa: Der Sinn des Lebens ist möglichst viel Sex?

        Kommen Sie. Daran sind schon die Römer zugrunde gegangen.

      • Anh Toàn sagt:

        „Sinn des Lebens“

        Das Leben ist ein Witz, und der letzte geht auf uns. Ein Spiel, dass wir nicht gewinnen können, wir sterben. Im Unterschied zum Löwen möchten wir wissen, warum. Aber es gibt kein warum. Leb damit oder stirb gleich. Uns bleibt nur der Humor. Wir sind nichts als ein paar Milliarden Insekten auf der Oberfläche eines Planeten, verloren in Zeit, Raum und Bedeutung.

        Ich habe mit Muslimen und Arabern und Asiaten gelacht, ich habe die respektiert und die mich, und wenn einer ein ….loch war, habe ich gedacht, in der Schweiz habe ich auch so manches Loch getroffen. Ich denke nicht in „wir“ und „die“. Menschen sind Menschen, überall gleich und jeder anders.

        (Geklaut aus: Monty Phyton, den Experten in „meaning of life“, Rocky Horror Picture Show,

      • Anh Toàn sagt:

        Noch besser, wie es Woody Allan sagte:

        Das Leben ist eine Komödie, geschrieben von einem Sadisten.

    • Matthias Niklaus sagt:

      🙂

  • Thomas Maurer sagt:

    Warum hat die Autorin überhaupt ein Kind? Wenn man sie so nörgeln hat, gibt es scheinbar für sie nur Nachteile durch die Mutterschaft. Und nein: Man kann nicht alles haben, dann wird eben mal ein Designerkleidchen weniger gekauft, wenn’s am Ende des Monats knapp wird. – Nicht zu fassen, wie manche schon bei einem Kind völlig überfordert sind. Man fragt sich, wie unsere Eltern „uns“ durchgebracht haben – muss ja die Hölle gewesen sein…

    • Eisenbahner sagt:

      „Warum hat die Autorin überhaupt ein Kind?“

      Das macht man halt so. So wie Auto, Eigenheim, Hund.

  • hugo sagt:

    Interessant, dass sich zu diesem Artikel eine Demographiediskussion inklusive Umvolkungsangst entwickelt – wir haben eine einjährige Tochter und denken aktuell nicht an ein weiteres Kind da (in Österreich) Kinderbetreuung und Arbeiten nicht immer ganz einfach unterzubringen sind. An ausgedehnte Reisen denke ich sowieso schon länger nicht. Die Angst vor der arabischen Kultur teile ich auch nicht, da mir das Essen schmeckt!

    Servus

  • Anne sagt:

    Ich nehme am Leben meiner Freunde Anteil und erlaube mir tatsächlich manchmal zu fragen ob sie noch ein zweites oder drittes Kind – oder überhaupt Kinder – wünschen. Diese Frage kommt ja nicht isoliert, sondern immer im Kontext. Auch ich wurde schon viel gefragt und ich habe dies immer als Zeichen für Interesse an meinem Leben und meinen Vorstellungen gewertet. Weshalb nur muss man sich deswegen betupft fühlen und/oder in einen Rechtfertigungsdruck kommen? Man hat doch das Recht, nach seiner Facon Antwort zu geben. Ich denke, manchmal liegt das Schwierige an diesem Thema eher bei der Antwortenden als bei der Fragenden.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Wir haben heute eine Wahlfreiheit wie noch nie zuvor in der Zivilisationsgeschichte, können Wahlverwandtschaften nach Belieben eingehen, das Geschlecht wechseln und so die ganze Kette möglicher Beziehungsformen noch zusätzlich erweitern, Kinder biologisch erzeugen oder im Reagenzglas, Leihmütter beiziehen, wenn’s ums‘ Austragen geht, Kinder adoptieren, untergeschoben kriegen, abtreiben oder in die Klappe werfen, in der Sippe-, in Wohngemeinschaften-, klassischen oder Patchwork Familien aller möglichen Grössen leben, etc. und sind offenbar trotzdem hoffnungslos überfordert. Dieses Phänomen ist im Marketingbereich bereits hinlänglich bekannt: Je mehr Wahlmöglichkeiten das Individuum hat, desto schwerer fällt es ihm, sich zu entscheiden und die richtige Wahl zu treffen!

    • Carolina sagt:

      Over to you, Muttis Liebling! Könnte man als Propaganda für die leider, leider untergegangene DDR nehmen: vorauseilend dem Bürger die Wahlmöglichkeiten nehmen, weil er ja doch nicht damit umgehen kann…..

      • Muttis Liebling sagt:

        Wahlmöglichkeiten gab und gibt es nur in einem verschwindend kleinen Teil der Menschheitsgeschichte, Marktwirtschaft genannt. Sonst macht das überhaupt keinen Sinn, deshalb verschwindet der Begriff in den nächsten Jahren aus unserem Wortschatz.

        Bezogen auf das heutige Thema ‚individueller Kinderwunsch‘ fällt mir bei Nennung DDR nur ein , dass dieser individuelle Kinderwunsch weder politisch, noch ökonomisch steuerbar ist.

        Für die Zielgrösse Totale Fruchtbarkeit = 2.1 braucht man nicht die gesamte Bevölkerung, sondern nur einen ausgewählten Teil.

        Deshalb propagiert Frauke Petry 4 statt 2 Kinder. Politisch wollen wir nicht nur genug, sondern auch die richtigen Kinder. Die Autorin scheidet als Wunschmutter deshalb aus.

      • Anh Toàn sagt:

        @ML „Wahlmöglichkeiten gab und gibt es nur in einem verschwindend kleinen Teil der Menschheitsgeschichte“

        Genauso wie Menschenrechte, Frauenrechte, Nationen und Demokratie und vieles mehr.

        Schon lange gab in der Menschheitsgeschichte: Jemand der eine Gruppe definierte, die zum Schutz vor einer anderen Gruppe, einen Cheffe brauche, weil sonst würde die andere Gruppe Cheffe, wenn es nicht ihn (fast immer war der männlich) gäbe.

        Das macht auch alles keinen Sinn?

      • Muttis Liebling sagt:

        Nicht alle Kriterien, welche sich z.T. widersprechen, durcheinander werfen, Anh Toàn .

        Will man 2065 mit ca. 10 Mrd. Erdbewohnern nur minimale Standards von Gerechtigkeit und Gleichstellung wahren, darf es keine Wahlfreiheit geben.

        Zulässig ist immer nur das Verhalten mit der besten energetischen Bilanz. Die 1- Kind- Familien ist energetisch deutlich schlechter, als 2 oder kein Kind. Also werden wir 1 Kind nicht dulden, wohl aber Kinderlose und Grossfamilien sogar fördern.

        Wir werden keinen motorisierten Individualverkehr, keinen Wintersport und keinen Alpintourismus dulden.

        Möchte man heute gern einen Geldstandard, werden wir tatsächlich einen Energiestandard als universales Wertesystem einführen.

      • Alpöhi sagt:

        🙂

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn wir heute den Wohlstand verteilen, sodass auf der ganzen Welt alle etwas (zu verlieren) haben, werden es 2065 nicht 10 Milliarden sein, sondern vielleicht ein paar (hundert) Millionen weniger als heute. Weil wenn alle genug haben, werden es nicht mehr, sondern eher weniger. Und sollte das letzte ein Problem werden, können wir fördern, was aber nicht zwingend verlangt, anderes nicht zu dulden.

        Die Zukunft geschieht nicht einfach, wir machen sie, aber mit Mauern und Grenzen und Ausgrenzen und sagen die „anderen“ seien schon zu viel und würden mehr und „wir“ müssen uns verteidigen, entweder mit Massenaufzucht eigener Brut oder totschlagen der anderen

        wird es lange vor 2065 keine Menschen (und bei den Tieren wohl nur ein paar Insekten) mehr geben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Weltbevölkerung wächst solange, bis ein Gleichgewicht der mittleren Lebensdauer auf europäischen Niveau erreicht ist. Es gibt längst keinen globalen Geburtenüberschuss mehr, es gibt nur noch den Lebensverlängerungsprozess mit der Formel:

        Mittlere Bevölkerung = Zugangsrate * Mittlerer Lebensdauer

        Folglich beschleunigt die tendenzielle Gleichverteilung des Wohlstandes das Bevölkerungswachstum, ändert aber nichts am asymptotischen Grenzwert.

      • Alpöhi sagt:

        Die Weltbevölkerung wächst nur noch, weil die Menschen immer älter werden. Da war der Beitrag des schwedischen Statistikers in der DuRöhre. Die Geburtenrate in den Entwicklungsländern ist bereits stabilisiert.

      • Anh Toàn sagt:

        @ML

        Ja aber warum sollten wir dann 10 Milliarden sein 2065? Wenn die Bevölkerung schon jetzt nur wächst, weil alle älter werden, ist das Wachstum sehr bald vorbei.

        Was halten denn wenigstens Sie selber für richtig von Ihren zwei Aussagen?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Anh Toàn, kann man der Formel entnehmen. Wenn die mittlere Lebensdauer weltweit um 20% steigt, erhöht sich auch die mittlere Bevölkerung um diese 20%.

        Nun kann man einfach schätzen, wieviel Veränderung in welchem Zeitraum möglich ist, und kommt je nach Schätzung auf die genannten Werte +- ein paar Prozent.

        Danach dürfte die Weltbevölkerung rückläufig werden, weil sich dann auch die Geburtenraten auf unser Niveau << 2.1 Totale Fertilität angleichen. Aber das erleben wir nicht mehr, die nächsten 50 Jahre gibt es global ein abflachendes Bevölkerungswachstum.

      • Anh Toàn sagt:

        @ML

        Ich kann Ihre Formel nicht verstehen:

        Können Sie mir die Einheiten der beiden Faktoren nennen, und die Einheit, die hinter der Zahl des Ergebnisses steht.

        Ich verstehe ihre Formel etwa wie:

        15 Liter mal 98 Prozent gibt 47 Meter

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Dorf werden im Mittel 50 Kinder/ Jahr geboren und die mittlere Lebensdauer beträgt 50 Jahre. Dann leben im Langzeitdurchschnitt 50 * 50 = 2500 Menschen im Dorf.

        Wenn nun 20 Jahre lang die mittlere Lebensdauer sich um jeweils 1 Jahr erhöht, wird die Bevölkerungsentwicklung durch den Vektor

        (2500,2550,2600,…,3500) beschrieben. Das Dorf wächst in 20 Jahren bei konstanter Geburtlichkeit um 1000 Einwohner.

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn aber die Leute älter werden, kann die Geburtlichkeit nur konstant bleiben, wenn die Jungen (im gebärfähigen Alter) wie blöd werfen.

      • Anh Toàn sagt:

        Sie wollen eine einfache Formel gefunden haben, die Weltbevölkerung auf 50 Jahre voraus zu berechnen? Eine Formel, die mathematisch keine Sinn macht:

        Wenn 49 Neugeborene jeweils nach einem Jahr sterben, aber einer wird 2500 Jahre alt, beträgt die Bevölkerung 50 Personen mit Durchschnittsalter 50 oder so.

        Ach nee, bald einmal Null, weil keiner sich Fortpflanzen kann, höchstens klonen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Anh Toàn, die Formel ist 200 Jahre alt, steht in jedem Lehrbuch der Demographie, der Epidemiologie, allen Fächern, welche sich mit Bevölkerungsbewegung befassen.

        Z.B.: Wenn 49 Neugeborene nach einem Jahr sterben, kann die Lebenserwartung nicht 50 Jahre sein, usw., usf..

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn 49 neugeborene nach einem Jahr sterben und einer wird 2500 Jahre alt, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung 50 Jahre.

      • Alpöhi sagt:

        DON’T PANIC — Hans Rosling showing the facts about population
        https://www.youtube.com/watch?v=FACK2knC08E
        (58 Minuten, Thema hochspannend präsentiert)

      • Alpöhi sagt:

        Anh Toans Formel wird ab Minute 23 erklärt.

      • Alpöhi sagt:

        Ich meinte MLs Formel, die Anh Toan „spanisch“ vorkommt.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich kann ML’s Formel nicht in diesem Film finden.

      • Anh Toàn sagt:

        ML: „Im Dorf werden im Mittel 50 Kinder/ Jahr geboren und die mittlere Lebensdauer beträgt 50 Jahre. Dann leben im Langzeitdurchschnitt 50 * 50 = 2500 Menschen im Dorf.“

        Anfängerfehler in Mathe, Was Äpfel, Birnen oder Obst fragte der Mathelehrer, wenn das Ergebnis ohne Einheit genannt wird:

        50 Menschen * 50 Jahre = 2500 Menschenjahre im Dorf, nicht Menschen: mathematisch kann dies 1 Mensch mit Alter 2500 Jahren sein.

        Wie kann ein halbwegs gebildeter Mensch glauben, es gäbe eine Formel um die Zukunft zu berechnen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Sie machen den Fehler, es lautet

        50 Menschen/ Jahr * 50 Jahr = 2500 Menschen.

      • Alpöhi sagt:

        Ach, Mathe. Wenn 5 Leute in einem Bus sind und an der nächsten Haltestelle steigen 7 aus und 2 ein, ist der Bus leer 🙂

        Anh Toan, Rosling haben Sie aber schon verstanden, oder?

      • Anh Toàn sagt:

        @ML: Mit der Formel könnten Sie recht haben, 2065 werde ich kaum erleben, aber ich würde wetten, bereits 2035 werden wir diskutieren, wie sich der prognostizierte rasante Bevölkerungsschwund gebremst werden kann.

        Es ist idiotisch, anzunehmen, Afrika werde sich in den nächsten zwei Jahrzehnten entwickeln wie in den nächsten zwei Jahrzehnten: Tun die das, hauen sie entweder sich selber oder uns, oder allen die Köpfe ein, lange vor 2065.

        Die Lebenserwartung wird sich in den entwickelten Ländern wahrscheinlich nur noch wenig erhöhen: Die Menschen werden nicht älter, es erreichen nur mehr Menschen das Alter, welches einzelne Menschen schon immer erreicht haben. Schnell werden fast alle 70, aber über 100 bleibt dennoch Ausnahme.

  • Roger Baumer sagt:

    Den ‚Mama Blog‘ sollte man nur schon aufgrund der überflüssigen, anmassenden und schlicht grauenhaften Kommentaren abschaffen!

    • Pedro Riengger sagt:

      Kann Ihnen nur zustimmen. Hier offenbart sich das ganze kleinkarierte menschliche Elend (den anderen dauernd vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben), das eigentlich als Grund, überhaupt keine Kinder in die Welt zu setzen, bereits ausreichend ist.

  • Alpöhi sagt:

    Das ist dann also das Ende der Entwicklung unserer hochentwickelten Zivilisation (Stichworte aus dem Artikel): Bequemlichkeit. Friedlichkeit. Höflichkeit. (Friedhöflichkeit?) Flexibilität. Relaxtheit (kein Stress). Längere Reisen. Und genügend Geld für alle möglichen Wünsche.

    Kurz: Selbstverwirklichung, das Paradies auf Erden.

    Blöd nur, dass der im Artikel beschriebene Homo Westeuropäicus an Fortpflanzungsunwilligkeit aussterben wird. Es ist eben buchstäblich das Ende der Entwicklung.

    • Muttis Liebling sagt:

      So passt es perfekt. Das Austauschprogramm ist seit 2015 im Praxistest. Die um 30-40% geringere Fertilität der moralisch auf den Hund gekommenen Mitteleuropäer schafft den Raum für die beginnende Völkerwanderung.

      Die Neuankömmlinge haben u.a. auch den Vorzug, bereits beim Anmarsch genügend gereist zu sein und im Folgende darauf verzichten zu können. Was u.a. die immense Schadensbilanz des vollständig überflüssigen Spass- Tourismus lindert.

      Bei den Neuen können wir die Fehler der Vergangenheit gut machen und im zweiten Anlauf darauf achten, dass sich aus denen nie wieder eine Mittelschicht entwickelt.

      • Alpöhi sagt:

        Genau 🙂

      • Thomas Maurer sagt:

        Exakt so ist es. Sommarugas neues Volk wird uns nur schon durch den Geburten-Dschihad an die Wand drücken. Komisch, dass deren überreiche Kinderschar nie kritisiert wird.

      • tststs sagt:

        Also Sie meinen, nachdem die Tschinggen das Schweizervolk an den Rand des Aussterbens brachten, wurde der klägliche Rest balkanisiert und dieses Häufchen wird nun islamisiert?
        Äh, ja, genau…

        Und diese Kinderschar wird übrigens deshalb nicht kritisiert, weil Sie in ein paar Jahren unseren Eltern das Füdli putzt, unsere Strassen reinigt, erfolgreiche Zahnpflege-KMUs aus dem Boden stampft etc.

    • Anh Toàn sagt:

      Der Homo Westeuropäicus hat die besseren Gene als der homo arabicus, africanus oder asiatus, gell Alpöhi:

      Wenn dem so wäre, könnte er doch gar nicht aussterben gemäss Darwin, er würde gewinnen als überlegen Form der Natur: Falls der homo Westeuropäicus ausstirbt, sich nicht erfolgreich fortpflanzt und vermehrt, war er minderwertig, die schwächste dieser Homo Gattungen. Die Natur basiert doch auf Überleben des Fittesten.

      • Alpöhi sagt:

        >> Der Homo Westeuropäicus hat die besseren Gene als der homo arabicus

        Das habe dann im Fall nicht ich gesagt. Sondern das sagt (ohne Worte) die ganze überlegene Haltung der Westmenschen, allen voran die USA.

        Aber das ist wieder eine weitere Büchse der Pandora – die können wir gerne ein ander mal öffnen.

        >> Wenn dem so wäre, könnte er doch gar nicht aussterben gemäss Darwin

        Hmmm, irgend etwas scheint an Darwins Theorie nicht zu stimmen 😉

      • Alpöhi sagt:

        >> Falls der homo Westeuropäicus ausstirbt, sich nicht erfolgreich fortpflanzt und vermehrt, war er minderwertig,

        Oder vielleicht hatte Darwin doch recht

      • Anh Toàn sagt:

        @Alpöhi

        Könnte es sein, dass es ganz einfach nur Menschen gibt, dass die überall zur gleichen Art gehören, auch gleich funktionieren, die gleichen Schwächen und Stärken haben.

        Und dass es eher zu viel von dieser einen Art gibt, als zu wenig auf der Welt? Und diese Art am wahrscheinlichsten aussterben wird, indem sie behauptet, es gäbe mehrere unterschiedliche Arten des Menschen (Schweizer oder Europäer oder Afrikaner oder Muslime, Kommunisten und Freiheitsliebhaber) und die eine müsse gegen die andere ums überleben kämpfen?

        Wie viele Strassen muss ein Mensch gehen, damit man sagen kann, er sei ein Mensch?

      • Tina sagt:

        Bla bla bla und nochmals Bla….ständig wird nach Perfektionismus gestrebt, dass es gar nicht gibt. Seid Ihr so unzufrieden?! Unglaublich traurig! Sucht Euch Frauen, die für Euch Kinder auf die Welt stellen, aber dann bitte übernimmt auch die gesamte Verantwortung, Alleinerziehnd 24x24h! Ist kein Spaziergang, braucht viel Energie! Schwatzen können wir alle sehr, sehr gut.

      • Alpöhi sagt:

        >> Könnte es sein, dass es ganz einfach nur Menschen gibt, dass die überall zur gleichen Art gehören, auch gleich funktionieren, die gleichen Schwächen und Stärken haben.

        Anh Toan, das müssen Sie Uncle Sam fragen, nicht mich.

        Schauen Sie,
        Es ist doch Fakt, dass die Westmenschen sich weiss-ich-was einbilden auf ihre angeblich hochentwickelte Zivilisation.

        Wenn aber das Resultat dieser hochentwickelten Zivilisation die Fortpflanzungsunwilligkeit ist, dann kommt am Ende der Entwicklung der Entwicklungsstillstand und dann der Tod. Ende der Fahnenstange.

        Lesen Sie meinen ursprünglichen Beitrag nochmal in Ruhe, vielleicht klappt’s dann 😉

      • Anh Toàn sagt:

        Warum muss ich Onkel Sam fragen. Es gibt genug Schweizer, die glauben, nur Anke und Chäs gäbe gutes Blut.

        Also wenn sich der westliche Lebensstil, Selbstverwirklichung vor Fortpflanzung, durchsetzt auf der Welt, wird die Menschheit aussterben.

        Also darf sich der westliche Lebensstil nicht durchsetzen, wir müssen zurück zu ursprünglichen patriarchalen Formen, damit es mehr westliche Menschen gibt, aber bitte nicht solche, die sind wie westliche Menschen, weil die sterben ja aus.

        Heh?

      • Alpöhi sagt:

        >> Also wenn sich der westliche Lebensstil, … durchsetzt auf der Welt, wird die Menschheit aussterben.

        Die Umweltschützer sagen das übrigens auch. Klar, aus anderen Gründen, aber die Ursachen hinter den Gründen sind die selben wie bei der Demographie.

  • Osman sagt:

    „jede cha mache was er will will jede stoht dezue was er macht“

    https://www.youtube.com/watch?v=Pyb3dLmShTE

  • Jean-Jacques sagt:

    Ob man nur ein Kind hat, oder 2 oder mehrere – muss niemand begründen. Jeder hat persönliche Gründe. Die ‚Gesellschaft‘ geht es nichts an. Wir haben 2. Als Kind war ich zu dritt aufgewachsen. Mir Bruder und Schwester.

    • Alpöhi sagt:

      >> Die ‚Gesellschaft‘ geht es nichts an.
      Das ist wieder so ein Furz aus der Individualistenkiste. Selbstverständlich geht es die Gesellschaft etwas an, was Sie tun und lassen. Weil wenn Ihr Leben schief geht, dann darf es ja auch die Gesellschaft wieder gerade richten.

      Man sagt dem auch „Gemeinschaftssinn.“

      • Carolina sagt:

        Alpöhi, nachdem Sie jetzt genügend getäubelet haben, sagen Sie doch mal, wie sie das ‚Aussterben der westlichen Zivilisation‘ verhindern wollen? Fortpflanzungspflicht? Staatlich verordnete Mindestquote (wer die 2.1 nicht erfüllt, wird zwangsbegattet?)……
        Sie malen einen Teufel an die Wand, der unter Umständen, die keiner von uns bislang beurteilen kann, überhaupt nie da erscheinen wird.
        Ist es nicht, aus gesellschaftlicher Sicht, viel sinnvoller, dass solche Leute, die anscheinend nicht wollen (ich rede hier nicht von können!) oder wirklich Kinder für eine unwillkommene Störung ihres Individualistendaseins halten, auch keine bekommen?
        Was ist denn Ihre Alternative?

      • Carolina sagt:

        Ach, noch etwas: Sie haben ‚aus Gemeinschaftssinn‘ Kinder in die Welt gesetzt? Oder würden es tun?

      • Alpöhi sagt:

        Das will ich gar nicht verhindern. Wenn der Homo Westeuropäicus ausstirbt, hat er es nicht anders verdient.

      • Alpöhi sagt:

        >> Ist es nicht … sinnvoler, dass solche Leute, … auch keine bekommen?

        Selbstverständlich. Egoisten sterben aus. Ganz von selber.

  • Anh Toàn sagt:

    Will man klugscheisserisch etwas beklagen:

    Punkt 3 und 4 sind eigentlich Gründe für mehrere Kinder. Nur dass die Nachteile nicht schwerwiegend, korrigierbar mit Kita und Nachbarskindern, macht daraus noch keinen Grund für ein Einzelkind.

    Und dann wäre noch der, von mir Landesverräter nicht ernst gemeinte, patriotische Aspekt: Wegen Ihnen kommen dann ganz viele Muslime in unser schönes Land. Die sagen Ihnen dann, dass ihre Pflicht sei, Ihrem Mann Kinder (plural) zu gebären. Und Ihr Einzelkind muss dann mit der Sharia leben oder so. Ob es die Patrioten fordern, oder die Muslime, Sie müssen Kinder gebären. Ein Kind ist „nicht erfüllt“.

    • Anh Toàn sagt:

      @Bruno Waldvogel meint es ernst: Es ist Ihre patriotische Pflicht, mindestens 2 Kinder für Ihr Land und seine Kultur zu gebären.

      „Aber wohin das „aus-zwei-mach-eins“ demographisch führt, und was das für uns als Land und Kultur bedeutet, wird dieses glückliche Einzelkind eines Tages vielleicht gar nicht mehr lustig finden. „

      • mia sagt:

        @AT: Klar: Darum schenkt dem Land (vor 80 Jahren stand für „Land“ ein anderes Wort) viele, viele Kinder!

  • Bruno Waldvogel sagt:

    Immerhin ein Kind und keins. Und nicht lieber ein Hund oder ein zweites Auto stattdessen. Es gibt Umstände, da ist ein zweites Kind nicht möglich oder tatsächlich nicht sinnvoll. Aber wohin das „aus-zwei-mach-eins“ demographisch führt, und was das für uns als Land und Kultur bedeutet, wird dieses glückliche Einzelkind eines Tages vielleicht gar nicht mehr lustig finden. Dies schreibt hier ein Einzelkind. Und wehe, das Glücksprojekt Einzelkind stirbt, wird schwer krank oder verunfallt…

  • Hotel Papa sagt:

    Der alte Fritz hat eigentlich alles nötige gesagt (Das mit der eigenen Façon).

    Was mich aber an diesem Text beelendet: Da ist wieder vor allem die Rede vom Kind als Belastung. Da ist eigentlich das eine schon zuviel.

  • mary sagt:

    Mehr als ein Kind? Nie und niemals im Leben! Dann schon lieber gar keins.. Bin weder als Masochistin geboren noch will ich zur Milchkuh mutieren.

  • Reto sagt:

    Es gibt doch noch viel mehr wirklich gute Gründe (ähnliche, wie oben) keine Kinder zu haben! Wäre vielleicht auch eine Alternative in solchen Fällen.

  • Lorena sagt:

    Da hab ich es ganz mit RS: „Who cares…“

  • Cybot sagt:

    Kurz zusammengefasst würde statt den 8 Punkten auch ein einziger reichen: Passend zum Zeitgeist haben die eigenen Bedürfnisse, Lifestyle, Geld und Bequemlichkeit einfach Priorität vor der Nachwelt. Insgesamt ein ziemlich lahmer Rechtfertigungsversuch. Dass man überhaupt versucht, sich für eine völlig persönliche Entscheidung öffentlich zu rechtfertigen, zeigt doch vor allem, dass das Problem gar nicht irgendwelche Vorwürfe von aussen sind, sondern eher das eigene schlechte Gewissen der Autorin.

    • Alpöhi sagt:

      Gut zusammengefasst. Die gute Nachricht ist: Eine Gesellschaft die zu wenig fortpflanzungswillig ist, stirbt aus 😉

      Dann aber nicht meckern, wenn unsere Schulhäuser von Kindern mit Migrationshintergrund ( = Gesellschaft mit genügend grossem Fortpflanzungswillen) voll sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Alpöhi

        „…mit genügend grossem Fortpflanzungswillen…“

        nur widerlich, seien Sie einfach froh dass Sie nie mit dem Elend der „genügend Stammhalter auf die Welt befördern müssen“-Gesellschaften konfrontiert worden sind.
        Bloss weil da so fleissig vor sich hin geboren wird, bedeutet noch lange nicht auch bewusst und geplant so gewollt. Jedenfalls was die Frauen betrifft.

      • Alpöhi sagt:

        BS;
        bevor Sie hier Unfreundlichkeiten austeilen, sollten Sie bedenken: Es ist ein sehr grosser Unterschied, ob jemand kein zweites Kind bekommen kann oder kein zweites Kind bekommen will.

        Bei den Argumenten, die die Autorin aufzählt, ist es mir nicht möglich still zu bleiben. Das provoziert Widerspruch (und das ist ja wohl auch der Sinn des Artikels)

      • Alpöhi sagt:

        Und die Vorgabe des Bundesamtes für Statistik ist klar: 2.1 Kinder pro Schweizerin.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Alpöhi

        ich bleibe bei meiner „Unfreundlichkeit“, solange Sie Frauen, welche aufgrund eigener/partnerschaftlicher Entscheidung die Kinderanzahl gering halten

        mit Frauen vergleichen welche darüber nichts zu sagen haben, im Gegenteil, oft noch ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen.
        Das macht Ihre Statistik kein bisschen geniessbarer, oder den Kommentar welchen Sie auf diese stützen wollen.

      • Alpöhi sagt:

        BS;
        Sie perpetuieren hier doch nur wieder Ihr Lieblingsfeindbild des „pöhsen Mannes“.

        Lesen Sie doch mal wieder die Bibel, nämlich die Geschichte vom Über-Patriarch Jakob und seinen Frauen. Achten Sie dabei darauf, was die Frauen reden und tun. Ich lese da alles Mögliche: Neid, Missgunst, Anspruchshaltung an den Cheffe, Sex als Gegenleistung für etwas, Leihmutterschaft usw. Was ich NICHT lese, ist, dass die beiden Frauen „unter der Knutte“ gewesen wären.

        Überhaupt, das alttestamentliche Frauenbild. Es lohnt sich, das mal genauer anzuschauen. Das AT geht sehr respektvoll mit den Frauen um. Selber lesen bildet.

      • Carolina sagt:

        Alpöhi, mit Verlaub: aber Ihre hier und heute zur Schau getragene Selbstgerechtigkeit nervt. Und dann zum Abschluss (hoffentlich!) auch noch ausgerechnet BS die Bibellektüre empfehlen……. wow!

      • Alpöhi sagt:

        Jemand, der eine dezidierte Meinung vertritt, ist also selbstgerecht.

        Jetzt sträuben sich MIR die Nackenhaare.
        Willkommen im totalitären Staat.

      • Alpöhi sagt:

        Carolina,
        Sie versuchen mich in die ultrareligiös-fanatische Ecke zu schieben, damit Sie meine Argumentation nicht ernst nehmen müssen. Aber das Leben ist nicht so einfach. Im Moment sind SIE es, die sich in die fanatische Ecke begeben. Und von dort aus ein Feindbild basteln wollen aus mir.

      • Franz Vontobel sagt:

        Carolinas dezidierte Meinung ist also ein Pflasterstein auf dem Weg zum totalitären Staat…

        Lassen sie mich raten: weil sie „nur“ eine Frau ist?

      • Carolina sagt:

        Alpöhi: So ist es – Lesen bildet! Lesen Sie meinen Kommentar (und vielleicht alle heutigen) nochmal durch – wo genau steht da etwas von ‚Feindbild‘, ‚ultrareligiös‘, ‚alttestamentarisch‘?
        Ach so, stimmt: das haben ja alles Sie selber geschrieben! Nennt man das nicht Projektion?

      • Alpöhi sagt:

        Carolina,
        Ich vertrete nur die Meinung, dass eine Gesellschaft, die nicht fortpflanzungswillig ist, ausstirbt. Und einer solchen Gesellschaft weine ich keine Träne nach.

        Was finden Sie daran selbstgerecht?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Alpöhi 15:03

        jetzt wirds langsam grotesk
        (danke, Carolina 🙂 ),
        gehen wir doch mal zurück, Sie bringen die Mehrfachgebärenden als drohendes Übel rein, und implizieren dabei diese Mehrfachgebärenden täten das alle aus reinster Freude und wegen „Fortpflanzungswillen“, das ist, ich bleibe dabei, mehr als daneben wenn Sie die angewandte Gewalt welche auch noch im Spiel ist, berücksichtigen.

        Auf den „wer kennt sich besser im AT aus-Wettbewerb“ verzichte ich dankend, da muss ich nichts beweisen. Wie Sie allerdings drauf kommen Jakob, Lea&Rahel inklusive deren Mägde mit heutigen „Fortpflanzungswilligen“ gleichzusetzen finde ich einigermassen seltsam.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und das mit dem Lieblingsfeindbild des pöhsen Mannes, ehm, lesen Sie eigentlich meine Beiträge? Das entbehrt nun wirklich jeglicher Grundlage, aber jeweils hilfreich zu wissen wer welche Brillen und festen Schubladeninstallationen hat und wo sich Austauschinvestionen lohnen.

      • Alpöhi sagt:

        >> diese Mehrfachgebärenden täten das alle aus reinster Freude und wegen „Fortpflanzungswillen“,

        Aha. Und diesen Frauen das Gegenteil zu unterschieben, ist nicht grotesk?

        Interpretiere ich zuviel hinein, wenn ich in Ihren Statements lese, dass Sie der Meinung sind, das Frauen in anderen Kulturen als „Gebärmaschinen“ benutzt / missbraucht werden?

        Es hat schon immer gegeben und wird immer geben – und das in allen Kulturen – Männer, die ihre Frauen missbrauchen (das Umgekehrte lassen wir der Einfachheit halber weg, sonst werden wir nie fertig) und Paare, die achtsam miteinander umgehen.

        Ich will gar nicht behaupten, in „anderen“ Kulturen sei immer eitel Sonnenschein. Aber ist das, was man nach aussen sieht, immer auch das, wie es zu Hause zu- und hergeht?

      • Alpöhi sagt:

        Und dies noch:

        >> Mehrfachgebärenden als drohendes Übel

        Ich sehe die „Landnahme“ durch Mehrfachgebärende aus anderen Kulturen (andernorts von jmd „Geburten-Dschihad“ genannt“) nicht als drohendes Übel, sondern als eine Konsequenz der Fortpflanzungsunwilligkeit unserer Gesellschaft: Wir werden untergehen, und andere werden unseren Platz einnehmen; diese Anderen sind sogar schon da.

        Wenn Darwin das gleiche sagen würde, würden alle Beifall klatschen.

  • Papperlapapi sagt:

    Rechtfertigungen für Nichts. Soll doch jeder halten wie er mag.

  • tina sagt:

    ah jetzt weiss ichs: der text erinnert mich an fleischesser, die sich von vegetariern diskriminiert fühlen

    • Lala sagt:

      Haha, oft sind es jedoch die Vegetarier die anderen ihren Lebensstil aufzwingen wollen. Wie weiter oben erwähnt sind es eben manchmal auch die Einkindeltern welche sich angegriffen fühlen nur weil das Gegenüber mehr als Eins hat.

      • tina sagt:

        ich habe eben noch nie nie nie nie nie nie einen vegetarier erlebt, der andere überzeugen wollte. aber ständig, dass fleischesser sich allein dadurch angegriffen fühlen, wenn jemand einfach kein fleisch isst

  • Susi sagt:

    „Dies alles würde ich sicherlich auch auf mich nehmen, wünschte ich mir wirklich weitere Kinder. Doch dieser Wunsch ist einfach nicht da…“

    Das ist der wichtigste Punkt! Ich selbst kann das nicht so richtig nachvollziehen und wäre eigentlich froh, hätte ich den Kinderwunsch nicht mehr gehabt nach der Totgeburt der zweiten Tochter und einer Fehlgeburt. Aber so ist es halt immer schwierig, wenn meine Tochter davon spricht, wie gerne sie eine Schwester gehabt hätte. Vielleicht hat sie diese Haltung auch etwas von mir übernommen, weil sie ja spürt, dass ich mir für sie ein Geschwisterchen gewünscht hätte.

    Irgendwie beneide ich Paare, bei denen alles „nach Plan“ klappt, egal, ob sie sich ein Kind wünschen oder fünf!

    • Lala sagt:

      Das kann ich gut verstehen, eine solche Erfahrung muss schwer sein. Oft ist es jedoch so, dass sich solche Paare ihres Glückes gar nicht bewusst sind und es dadurch auch zu wenig schätzen.
      Wir alle wissen nicht was das Leben uns noch bringt, das ist auch besser so. Denn auch ein planmässiges Leben kann von einem Tag auf den anderen aus den Fugen geraten.

      • Susi sagt:

        @Lala: „Wir alle wissen nicht was das Leben uns noch bringt, das ist auch besser so. Denn auch ein planmässiges Leben kann von einem Tag auf den anderen aus den Fugen geraten.“

        Wie recht Sie haben!

    • Martin Frey sagt:

      Ich verstehe sie sehr gut, Susi. Neid halte ich trotzdem für falsch.
      Aber manchmal muss man sich mit einer gewissen Demut erfreuen an dem, was man hat, im Verständnis, dass das alles nicht selbstverständlich ist. Diese Einstellung fehlt typischerweise den Leuten, die (wie auch heute) mit einer gewissen Selbstgerechtigkeit argumentieren und aufgrund ihres eigenen (meist beschränkten) Erfahrungsschatzes davon ausgehen, dass alles ein Selbstläufer ist.
      Selber kann ich auch nicht alle Argumente der Autorin restlos nachvollziehen, aber das muss ich auch nicht. Ich muss es nur akzeptieren.

      • Susi sagt:

        @Martin: Ja, klar, Neid mag falsch sein, aber Gefühle lassen sich halt nicht wegrationalisieren.
        Immerhin höre ich eigentlich nie kritische Sprüche zum Einzelkindstatus meiner Tochter. Als sie noch kleiner war, wurde ich manchmal gefragt und habe dann auch offen geantwortet. Aber sowas ist auch nicht jedermanns Sache.

        Und Sie haben recht: Dankbar sein für Dinge, die eigentlich nicht selbstverständlich sind, aber manchmal so wahrgenommen werden!

      • OLT sagt:

        @Martin: Da pflichte ich Ihnen bei. Als ich schwanger mit meinen Kindern war, musste ich stets Angst haben, dass sie in mir sterben könnten. Dementsprechend nehme ich sie nicht als selbstverständlich an. Ich hätte auch ein drittes Kind gewollt, darf aber keines mehr haben. Das ist zwar schade, aber ich bin dankbar, dass ich meine zwei Kinder habe, dass mir das Universum dies gegeben hat.

    • Michèle sagt:

      Uns ging es genau gleich. Nach einigen Fehlgeburten kam unser Sohn auf die Welt und wir waren einfach nur froh, dass es geklappt hat. So nach einem Jahr hätten wir gerne noch ein Geschwisterchen gehabt doch bis jetzt ist unser Sohn noch Einzelkind. Er hat jedoch viel Kontakt mit Kindern im gleichen Alter und geniesst natürlich auch die Vorteile des Einzelkindes.

    • Andrea sagt:

      Ich bin in einer sehr ähnlichen Situation, Susi, und verstehe Ihr Gefühle vollkommen und teile sie zeitweise auch. Ich versuche jetzt halt einfach, mich an den positiven Aspekten der unfreiwilligen Situation zu erfreuen, die zweifelsohne schon auch vorhanden sind (grössere Flexibilität, mehr Zeit für eigene Projekte, mehr uneingeschränkte Zeit für das eine Kind etc.). Vielleicht ist das für mich ein bisschen einfacher als für Sie, weil die Totgeburt und die x Fehlgeburten vor der Geburt unseres Sohnes stattgefunden haben, und ich immer noch einfach sehr froh bin, überhaupt noch ein Kind bekommen zu haben.

      • Susi sagt:

        @Andrea: „Ich versuche jetzt halt einfach, mich an den positiven Aspekten der unfreiwilligen Situation zu erfreuen, die zweifelsohne schon auch vorhanden sind (grössere Flexibilität, mehr Zeit für eigene Projekte, mehr uneingeschränkte Zeit für das eine Kind etc.). “

        Ja, das stimmt, ich denke das auch oft. Gleichzeitig habe ich dann manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich solche Gedanken habe. So im Stil: „Würde das zweite Kind leben, könnte ich jetzt nicht XY tun.“ Dabei sollte man auch einfach sagen, dass es jetzt so ist, und man die Freiheiten auch verdient hat.

  • OLT sagt:

    Für all diese ‚vernünftigen‘ Argumente gibt es Gegenargumente. Aber es braucht doch die Argumentation schlichtweg nicht. Frau Rath, Sie wollen kein zweites Kind – Weil? Weil Sie es nicht wollen. Punkt. Das ist das, was zählt. Man muss ja nicht immer alles zu Tode argumentieren.

  • Esther Müller sagt:

    Wow bin ich froh haben sich meine Eltern dafür entschieden zwei Kinder zu haben!
    Ja klar als Kind wäre ich gerne auch ein Einzelkind gewesen. Alles bekommen (leider auch alle erziehungsversuche) und sehr vieles dürfen.
    Aber jetzt wo meine Eltern doch schon etwas älter sind, bin ich sehr froh wenn sie Hilfe oder Unterstützung brauchen diese nicht alleine leisten zu müssen.
    Nein keine Plegeleistung oder Haushalthilfe eher Unterstützung beim Gebrauch des Computers oder als Begleitung zum Arzt, zur Gemeinde, beim Einkaufen oder beim schauen dass das Geld dann auch reicht bis Ende Monat…..

    Wie jede Entscheidung im Leben muss sie mit Überzeugung getroffen werden und danach auch mit den Schattenseiten gelebt werden.

    In dem Sinne leben und leben lassen.

  • Lala sagt:

    Ich beobachte manchmal das sich Einkindeltern ungefragt rechtfertigen. Sobald sie auf Eltern mit mehreren Kindern treffen, beginnen sie sich ungefragt zu rechtfertigen. Für mich als Mehrfachmutter ist es ehrlich gesagt nicht relevant wie viele Kinder mein Gesprächspartner hat. Jede Familie hat ihre Gründe für die Anzahl Kinder. Was ich nicht so mag ist wenn alleine die Tatsache dss ich mehrere Kinder habe beim Gegenüber reflexartig eine Verteidigungshaltung auslöst. Wir wollten anfangs keine Kinder, am Schluss waren es fünf. Es war unsere Entscheidung und ja auch das fanden andere nicht toll. Allen Leuten recht getan ist ein Ding das Niemand kann.

    • Lala sagt:

      PS:
      Übrigens eines unserer Kinder ging regelmässig als verwöhntes Einzelkind durch… Heute eine tolle junge Frau. Unser Einfluss als Eltern ist beschränkt. Da überschätzen wir uns, Kinder sind keine leeren Blätter die beschriftet werden. Sie bringen ganz viel mit auf diese Welt. Es gibt verschiedene Charaktere. Klar eine Familienkonstellation kann Einfluss haben, ist jedoch nicht alleine entscheidend wie das Kind sich entwickelt.

  • tina sagt:

    ah jetzt weiss ich, was man noch bemäkeln könnte:
    wenn ein leben so perfekt geplant ist und aufgeht, dann kann es sich dabei nur um einen höhepunkt handeln. das glück, dass alle gesund sind und genug geld reinkommt, und dass man überhaupt so viel zeit übrig hat, das hat man geschenkt bekommen. nicht ohne engagement, ohne geht es nicht. aber es ist auch immer viel glück dabei, wenn es gut läuft. so viel glück ist ein grosses geschenk. geniesst es, aber betrachtet es nicht als irgendwas was mit entscheidung und vernunft zutun hat

    • tina sagt:

      und noch eine bitte: niemals und schon gar nicht bei jeder gelegenheit jemandem mit mehr als einem kind unter die nase reiben, man hätte es ja viel leichter mit mehreren kindern und ein kind allein zu haben sei nämlich viel anspruchsvoller :). und falls man je zu der ansicht kommen sollte, dann bitte einfach um nachbarskinder kümmern.

  • Franziska sagt:

    Eigentlich leben wir in einer liberalen Gesellschaft – noch nie waren in unserer Gegend so viele Lebensentwürfe wie heute möglich. Erstaunlich ist, dass viele glauben, die Lebensentwürfe der anderen kritisieren zu müssen. Geniessen wir doch unsere Freiheit: Kein Kind – ok, ein Kind – ok, fünf Kinder auch ok. Verteidigen wir unsere Lebensentwürfe nicht verbissen, sondern mit einem Hinweis auf die Freiheit, die wir im Gegensatz zu unseren Gross- und Urgrossmüttern geniessen dürfen. Freuen wir uns doch einmal unserer Freiheiten statt andere zu kritisieren und moralisierend neue Verhaltenskorsetts zu erfinden. Viel Glück, Erfolg und Freude allen in ihrem Leben, mit welchem Entwurf auch immer!

    • Cybot sagt:

      Ich frage mich immer, in welchen Kreisen die Leute eigentlich verkehren, die immer solche Vorwürfe hören. Mir ist das noch nie passiert, dass mir irgendwer seinen Lebensentwurf hätte aufdrängen wollen. Manchmal denke ich, die Leute verstehen einfach jede neutrale Nachfrage, warum sie denn z.B. nur ein Kind hätten gleich als Kritik, obwohl es vielleicht nur Neugier war. Und denken sie, sie müssten sich rechtfertigen.

      • Franziska sagt:

        Danke Cybot. Fehlende Gelassenheit und Selbstsicherheit sind da sicher auch ein grosses Thema. Richtig, man braucht sich für seinen Lebensentwurf nicht vorauseilend zu rechtfertigen. Aber man sucht sich nicht alle Kreise, in denen man verkehren muss, wirklich selber aus: Nachbarn, Arbeitskollegen, Verwandte etc. sind leider nicht immer nur einfach im harmlosesten Sinne neugierig. Nur schon dieses Forum zeigt hin und wieder überdeutlich, dass der Hang, seine eigenen Anschauungen als für alle richtig zu erklären, kein kleiner ist. Ich nehme mich da auch nicht aus, übrigens. Ist ja nicht so einfach. Mehr Gelassenheit und Selbstsicherheit – nicht mit Überheblichkeit zu verwechseln – ist aber ein gutes Ziel.

      • Ulrich Gassner sagt:

        @ Cybot: Es ist eben nicht einfach, Themen für einen täglichen Bl0g zu finden, für den es eigentlich nur Stoff für max. einen Beitrag pro Woche gäbe. Und die von Lucrecia oben so trefflich als „Ich-gegen-die-Gesellschaft“ bzw. „das Böse Umfeld und seine angebliche Druckmache“ bzw. „ich bin ach so einzigartig“ bzw. „ich muss mich nicht rechtfertigen und tue es aber trotzdem“-Beiträge scheinen nun mal bei den Bl0gverantwortlichen sehr beliebt zu sein.

    • Matthias Niklaus sagt:

      Klar, im Prinzip schon. Doch die Verfasserin des Kommentares hat das Thema freiwillig in einem öffentlichen Blog veröffentlicht, da ist es doch nur logisch, und ich behaupte sogar gewollt, dass Reaktionen erfolgen. Und ganz natürlich auch kritische. Es wäre ja nicht sinnvoll wenn alle Kommentare nur Beifall spendieren würden. Auch das ist Ausdruck der Freiheit die Sie erwähnen.

  • tina sagt:

    was möchte eigentlich die aut0rin mit ihrem text? ihren wunsch diskutieren? die berechtigung der gründe öffentlich bewerten lassen? die gemeinheit der gesellschaft aufzeigen?
    auf der liste der guten gründe fehlen noch:
    – geschwister haben es ja auch nicht immer gut miteinander
    – statt aufeinander aufzupassen, macht das eine dem andern das leben schwer, und so kann man sie nicht eher allein lassen, sondern erst recht nicht

  • Sonja Hasler sagt:

    Schade, ist in der Schweiz „leben und leben lassen“ immer noch nicht ganz angekommen. Sobald man ein bisschen von der Norm abweicht, muss man sich rechtfertigen. Ich wäre froh, müsste ich erklären, warum ich nur ein Kind habe. Nach zwei fehlgeschlagenen künstlichen Befruchtungen kriege ich andauernd die Frage, ob wir denn keine Kinder wollen. Dabei ist die Sache doch klar: Entweder wir wollen keine, oder es klappt eben nicht. Beides ist unsere Sache und geht die Gesellschaft nichts an. Besonders schön finde ich übrigens das Wort „Üben“. Als ob wir nicht wüssten, wies geht…

    • Lia sagt:

      Danke Sonja, wir sind in der gleichen Situation und Du sprichst mir aus dem Herzen.

    • tina sagt:

      die gesellschaft meints nicht böse. ich gehöre auch zu denen, die immer mal wieder etwas wirklich blödes sagen. es tut mir hinterher sehr leid, wenn ichs merke. ich meins ehrlich nicht böse. diese fragen basieren auf einem interesse am menschen. aber eben kein wohlüberlegtes interesse, zugegeben. obwohl das dumm sein mag von mir, und vorallem auch sehr sehr unhöflich ist: glaub mir, ich meine natürlich nie, wirklich nie, dass jemand sich rechtfertigen soll! sag dir doch, vielleicht sagst du manchmal auch wirklich blöde sachen und meinst es nicht so. versuchs doch bitte als persönliches interesse zu nehmen. mag sein, dass auch das nicht erwünscht ist, aber ich vermute schwer, dass wirklich niemand denkt, du sollst nun begründen warum du kein kind hast

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Doch dieser Wunsch ist einfach nicht da –
    mit dem Leben zu dritt sind wir rundum glücklich.“

    Damit ist schon das Wesentliche zum Ausdruck gebracht,
    „Begründungen“ oder stichhaltige Argumente um „Befürworter“ auszubooten erübrigten sich eigentlich.
    Aber ich kann das-sich-beobachtet-fühlen gut nachvollziehen, und den Wunsch sich erklären zu möchten-
    machen Sie sich auf saftige Kommentare gefasst…. .

    • tina sagt:

      ach es ist doch völlig wurscht wofür mütter sich so entscheiden, auf welcher ebene auch immer, denn es ist immer irgendwie öffentlich und es gibt immer solche die das bemäkeln, und würde mans anders machen, würden es eben andere bemäkeln. wie ja sonst auch so oft im leben. meine güte. ich sage ja auch immer, ich ertrage nur unterstützende kommentare, aber eigentlich ist das ja nicht so ernst gemeint. wer so eine dünne haut hat hats wahnsinnig schwer im leben, da helfen eigentlich nur drogen 😉

  • Colisa sagt:

    Na ja. Das sind Argumente des Verstandes, nicht des Herzens. Wenn es nur darum ginge, hätte man wohl gar keine Kinder.

  • Lucrecia sagt:

    Diese „Ich-gegen-die-Gesellschaft“ bzw. „das Böse Umfeld und seine angebliche Druckmache“ bzw. „ich bin ach so einzigartig“ bzw. „ich muss mich nicht rechtfertigen und tue es aber trotzdem“-Beiträge nerven mich langsam.
    Liebe Frau Rath, wenn Sie die obengenannten Gründen stichhaltig finden, wenn diese Nachteile für Sie die Liebe zu einem weiteren Kind überwiegen, dann bitte, bitte, ich flehe Sie an, haben Sie bloss kein 2. Kind!!! Auf keinen Fall!!! Ich erwarte von Ihnen, dass Sie brav darauf verzichten ein 2. Kind zu haben. Damit tun Sie sich und dem ungezeugten Kind ein riesiges Gefallen. Vielen Dank!

    So. Und jetzt doch nicht mehr so rebellisch?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Lucrecia

      womit schon ein erstes „Druckmach-feld“ ans Licht getreten wäre, das unterstellen von „fehlender Liebe“, denn nur bei fehlender Liebe könnte man ja zu derartigen Lebensvorstellungen gelangen, und jede welche mehr als ein Kind hat, beweist der Welt tagtäglich ihre „Liebe“, auch wenns vielleicht sogar besser gewesen wäre sie hätte gar keine…. .

      Diesen „Druck“, den Sie so in Abrede stellen, erleben übrigens ganz viele Frauen welche aufgrund Fehlgeburten, nicht-klappen ua den „Rhythmus“ nicht einhalten können. Auch dort schmerzen versteckte Hinweise und Bemerkungen sehr, um dann in grosses Mitleid zu schwappen wenn frau/mann mal Klartext reden um die Wartenden auf den Boden zu bringen.

      • Lucrecia sagt:

        Haben Sie echt nicht verstanden, worum es in meinem Kommentar geht?
        Soll ich zu allem ein Disclaimer schreiben?
        Wenn Sie heute morgen das Gefühl haben, Sie hätten in mir ihr gewünschtes Feinbild gefunden und wenn das Ihnen gut tut, dann lassen wir das mal so stehen.
        Bei Gelegenheit können Sie aber mein Kommentar gerne nochmals langsamer lesen und etwas überlegen, ob das so stimmt, was Sie mir unterstellen.

      • Lucrecia sagt:

        Wenn es bei Ihnen weniger Emotionen auslöst, dann ersetzen Sie bitte „die Liebe zu“ durch „die Freude an“. Besser?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Lucrecia

        ich hab Ihren Kommentar mehrmals gelesen und eher das Gefühl dass das Unverständnis woanders liegt.

      • mila sagt:

        Also, ich habe vor allem ‚verstanden‘, Lucrecia, dass Sie sich in Ihrem Norm(al-)-Mehrkinder-Familienfall (?) von so einem Text offenbar irgendwie betupft fühlen… Von wegen ‚Emotionen auslösen‘. 😉

      • Carolina sagt:

        Mila, das geht mir ebenso. Gleichzeitig – mal von der Emotionalität, mit der L hier ‚argumentiert‘, abgesehen – war mein erster Gedanke beim Lesen des Blogs auch: who cares? Warum sollte sich irgendeine Frau (ich langweile mich schon selber beim Hinschreiben dieser Meinung) in irgendeiner Weise rechtfertigen müssen dafür, wie ihr Lebensentwurf ist? Das gilt im übrigen auch für die heutige Liste und deren Schreiberin (wobei sie natürlich auch noch x-Zeilen abliefern muss). Daher mein zweiter Gedanke: alle, die sich durch irgendeinen Lebensentwurf anderer Frauen oder deren Vorverurteilungen, Erwartungen oder auch einfach nur falsch verstandenem Interesse betupft oder betroffen fühlen: wir können alle nicht durch die Welt gehen und jeden Eventualfall berücksichtigen. Aber: wir können

      • Carolina sagt:

        /2 mit etwas mehr Selbstkritik und Aufmerksamkeit sehr wohl lernen, gewisse Bemerkungen zu unterlassen und einfach mal anzunehmen, dass wohl hinter jeder Fassade nicht alles Gold ist, was glänzt. Ich staune immer wieder darüber, wieviele Menschen kreuzunglücklich mit ihren eigenen Entscheidungen zu sein scheinen, wenn sie die anderer nicht einfach einigermassen gelassen hinnehmen können.
        Textinhalt: schliesse mit Hotel Papa unten an: ist absolute Privatsache, wie jemand sein Leben gestaltet, aber wenn man schon so eine Liste aufstellt, muss gestattet sein, dass man (ich) betroffen reagiert, wenn das Leben mit Kindern fast ausschliesslich als Last und Einschränkung und rationale Angelegenheit aufgefasst wird.

  • Andrea sagt:

    Ich hätte meine zwei Schwestern vermisst. Es wäre Horror gewesen, nur mit den Eltern meine Freizeit und Ferien zu verbringen, v.a im Jugendalter. Die erwähnten Punkte kann ich nachvollziehen, aber vielleicht sollte man auch aus der Sicht des Kindes überlegen?!

    • tina sagt:

      andrea, du kannst nicht einplanen, dass geschwister es gut zusammen haben. ich kenne sogar jemanden, der hat darum nur ein kind haben wollen, weil er in seiner kindheit unter seinem bruder so gelitten hat.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.