Steckt Kinderarbeit in Ihrem Kleiderschrank?

Harte Arbeit zu miserablen Löhnen: Ein Junge arbeitet in einer Kleiderfabrik in Pakistan. Foto: Matiullah Achkza / Keystone

Was tragen Sie gerade jetzt? Und was trägt Ihr Kind heute? Vielleicht etwas Selbstgemachtes oder etwas mit einem Bio-Fairtrade-Label. Vielleicht aber auch ein Shirt von H & M oder einem anderen Hersteller, der billige Kleider anbietet, die trotzdem gut aussehen.

Falls Letzteres zutrifft, sind Sie damit natürlich nicht allein. Im Gegenteil. Dabei wissen wir doch eigentlich alle, dass die Dinge, die wir billig kaufen, mit grosser Wahrscheinlichkeit unter unsauberen Bedingungen hergestellt worden sind. Bei schlechter Bezahlung, nicht umweltverträglich und allenfalls sogar in Kinderarbeit. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten weltweit mindestens 170 Millionen Kinder und Jugendliche unter miserablen Bedingungen, viele davon in jenen Textilfabriken, die auch unsere Kleider herstellen.

Aber warum kaufen wir sie dann trotzdem? Das ist doch ein Widerspruch! Im Vorfeld der weltweiten Fashion Revolution Week vom 18. bis 24. April 2016 hat die internationale Initiative «Fashion Revolution» diese Doppelmoral untersucht und ein spannendes Experiment dazu gemacht. Das diesjährige Motto: «Who made my clothes?». Dazu hat die Organisation fünf Zehn- bis Zwölfjährige mit versteckter Kamera auf Jobsuche bei internationalen Modemarken geschickt. Die Kinder boten an, sehr billig lange Arbeitstage abzuleisten. Wie zu erwarten war, wurden sie überall abgelehnt. Die Begründung: Sie seien zu jung. Fazit: Was wir für unsere Kinder fordern, soll auch für die anderen Kinder dieser Welt gelten.

«Fashion Revolution» hofft, mit dieser Aktion an das Echo der letztjährigen Kampagne anzuknüpfen: Auf dem Berliner Alexanderplatz hatten sie damals einen Automaten für T-Shirts zu zwei Euro pro Stück aufgestellt. Wer eines kaufen wollte, wurde darüber informiert, unter welchen Bedingungen es hergestellt worden war. Neun von zehn Kunden verzichteten daraufhin. Der Film dazu hatte mehr als sieben Millionen Klicks.


Ein T-Shirt für zwei Euro? Die viel beachtete Aktion der «Fashion Revolution» auf dem Berliner Alexanderplatz 2105. Quelle: «Fashion Revolution / Youtube

Ob diese oder die neue Aktion wirklich substanziell etwas bewirken, weiss ich nicht. Denn es steckt noch immer fest in unseren Köpfen: Wir können uns alles kaufen. Und wenn wir uns mal etwas nicht leisten können, gibt es eben eine billige Kopie davon. Die Option, darauf zu verzichten, haben wir nicht auf dem Radar. Noch nicht. Umdenken braucht bekanntlich viel Zeit, aber es ist machbar. Allerdings wird es einfach so nicht gefördert. Schliesslich sind die Länder, aus denen unsere Billigkopien von Luxusgütern kommen, nicht interessiert daran, dass wir nicht mehr konsumieren.

Also ist es an uns Konsumenten, uns zu bewegen und unsere Mentalität zu ändern. Und sei es nur, dass wir anfangen, bei jedem Einkauf wenigstens zweimal nachzudenken, ob und warum wir etwas kaufen oder bleiben lassen wollen. Auch unseren Kindern zuliebe.

Denn sie fahren mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gut damit, wenn sie glauben, alles sei möglich und immer erhältlich. Und das meine ich keinesfalls nur moralisch oder gesellschaftlich. Überfluss wird für sie mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht mehr allzu lange alltäglich sein. Die Welt verändert sich, und keiner weiss, wohin der Weg führt. Wir tun ihnen einen Gefallen, wenn wir ihnen die Fähigkeit zum Verzicht beibringen. Dabei lernen wir sie vielleicht gleich auch selbst wieder.

Zur Fashion Revolution Week
Vom 18. bis 24. April 2016 beteiligen sich Menschen aus 70 Ländern mit Events, Flashmobs, Workshops und einer Selfie-Kampagne. Machen Sie mit, und posten Sie Fotos in sozialen Netzwerken mit den Schlagwörtern #FashRev und #whomademyclothes.

97 Kommentare zu «Steckt Kinderarbeit in Ihrem Kleiderschrank?»

  • Eisenbahner sagt:

    Was mir bei der Diskussion etwas fehlt, ist der Aspekt der Kinderarmut. Solange die Rahmenbedingungen sich nicht ändern, bedeutet der Verzicht auf Produkte, die evtl. von Kindern gefertigt werden, dass diese Kinder und ihre Familien weiter in die Armut abrutschen.

  • Stefan Zemp sagt:

    Bei Lebensmitteln schauen alle (?) darauf, dass es den Tieren gut geht und die Hühner oder Kühe ihren Auslauf haben. Was ich auch gut finde!

    Klar, Lebensmittel werden gegessen und können direkten Einfluss auf die Gesundheit haben. Aber wer schaut beim Kleiderkauf auf die Etikette, wo und vor allem unter welchen Bedingungen das gute Stück produziert wurde? Nun, Zweiteres steht normalerweise schon gar nicht drauf.

    Ehrlich gesagt, schaue auch ich wohl zu wenig darauf. Trotzdem versuche ich immer mehr, eher „Schweizer Kleidung“ zu kaufen. Auch wenn diese vielfach ebenfalls im Ausland produziert werden, so habe ich wenigstens die Hoffnung, dass hier jemand ein Auge auf die Arbeitsbedingungen hat.

  • Denise sagt:

    Ich versuche im generellen bewusst einzukaufen. Meine Kinder tragen die Kleider der älteren Kinder in unserem Freundeskreis. Ich bin mir auch bewusst, dass das ganze Material der selbstgenähten Kleider auch aus Ländern kommt wo nicht so genau hingeschaut wird; leider.
    Trotzdem muss ich diesem Artikel ein Paradox beifügen. In den Herkunftsländern ist diese Arbeit meist das einzige, das die Familie am Leben erhält. Wenn Firmen plötzlich gezwungen werden fair herzustellen, wird die Produktion woanders hin verlagert und die Familien verhungern.
    Oder Chinesen verlagern zB. ihre Produktion teilweise nach Italien und bringen die Arbeiter gleich mit. Diese Menschen arbeiten unter erbärmlichen Bedingungen, aber eben: Made in Italy.
    Ich habe nicht viel übrig für Gier, aber dies ist sehr komplex.

  • Ch. Zulauf sagt:

    Guten Tag Frau Fischer
    Wieder einmal mehr. Genau. Sie haben recht. Verzichten lernen, es kann nicht so weitergehen. Teilen auch. Keine Kinderarbeit. Weniger Kleider kaufen. Auch da, no waste.
    Etiketten kehren und wenden. Ebenso bei den Stoffen. Wo findet man Faire traide Stoffe am Meter? Und zwar ohne Elastan? Weiss mir das jemand. Ich suche und suche.
    Verzichten und teilen ist schon sehr lange meine Devise. Schön, noch andere Menschen zu finden mit derselben Einstellung. Danke für den Bericht.
    Carlotta

  • alam sagt:

    Das verrückte ist ja, dass nicht mal Labelware wirklich fair produziert wird. Oder wer findet die 48-Stundenwoche mit nur einem freien Tag und ohne Ferien bei einem Lohn, der nur das Existenzminimum abdeckt fair? Und darüber soll ich in Begeisterungsstürme ausbrechen und bereit sein, hunderte von Franken zu zahlen für ein Kleidungsstück, das im Einkauf statt nur Fr. 1.- sogar Fr. 1.50 gekostet hat?
    Im reichen Europa muss das heutige „fair“ zum Mindeststandard werden. Alles andere gehört verboten.

  • Ania sagt:

    Die teuren Gucci oder whatever Sachen wurden nicht zwangsläufig sauberer produziert. Der Preis ist nicht der einzige Indikator. Das macht die Sache leider ziemlich kompliziert. Es ist nicht einfach schwarz und weiss…

  • Markus Schneider sagt:

    Jetzt nur noch die bitte um Veröffentlichung sämtlicher Kontendaten und Einkaufsquittungen aller Leute, die solches fordern. Nur damit nachgeprüft werden kann, wer sich wann wie oft an die Postulate seiner eigenen Predigten hält und wer solche nur schreibt, um einmal mehr als Gutmensch dazustehen. Schliesslich braucht ja jede unabhängige Tageszeitung mindestens 25 solche Artikel pro Woche, in denen der Leser als böser Sünder dargestellt wird, der sein Geld zum falschen Fenster hinauswirft. Hingegen lese ich nichts davon, womit denn die genannten Kinder ihren Lebensunterhalt verdienen können, wenn man ihnen nichtmal mehr das billigste T-Shirt abkauft. Dann schaut wohl der Liebe Gott zu ihnen.

  • Franz Vontobel sagt:

    Wer 17 Minuten Zeit hat, der soll sich doch das hier anschauen:

    John Oliver on Fashion: https://www.youtube.com/watch?v=VdLf4fihP78

    Damit ist dann auch alles klar.

    • Muttis Liebling sagt:

      17 min für eine Aussage, welche man in einem Satz zusammenfassen kann. Das nenne ich Bildungs- Effizienz.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach kommen sie, ML … schauen sie doch mal, wieviele Posts sie bis anhin brauchten, nur um zu sagen:
        „Ich bin ein bin ein kleiner Narzisst mit wahnhaft übersteigertem Selbstbild“ …

  • Martin sagt:

    Ehrlich gesagt wuesste ich gar nicht wo anfangen, wenn man mit Moral durch die Gegend laufen will. Das ist wie durch den Wald spazieren, irgendwo treten sie bestimmt auf einen Mikrokosmos und zerstoeren irgendwas.

    Aber ich versichere Ihnen Frau Schulthess, ich benutze seit Jahrzehnten einfach den gesunden Menschenverstand beim Konsumieren.

    • Franz Vontobel sagt:

      Sehr richtig! Und darum spielt es auch keine Rolle, wenn man beim Waldspaziergang auch gleich noch seinen Müll verstreut, das Altöl vom Auto im Waldteich verklappt und seinen Hund auf Rehe hetzt.

      Alles andere ist doch nur moralisches Gutmenschengetue!

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Martin benutzt den gesunden Menschenverstand, die Mentalstrategie des steinzeitlichen Frühmenschen. Was soll dabei weiter heraus kommen als steinzeitliche Gedankenmodelle.

  • Marcel Suhner sagt:

    Was ich nicht verstehe ist, wieso man nicht einfach verbieten kann Produkte aus Kinderarbeit zu verkaufen?

    • Lea sagt:

      Weil davon auch der Westen betroffen währe, zB. Pro Juventute und der Schweizer Heimatschutz bekämen schwierigkeiten, wenn Kinder nicht mehr für sie arbeiten dürften. Auch in der Landwirtschaft und bei der Kinderbetreuung gibt es bei uns arbeiten die nur von unterbezahlten Kindern (sehr weit unter 20.-/h) gemacht werden. Dazu kommen noch Spitzensport, wo oft tägliches stundenlanges Training während der Kindheit notwendig ist.

      Statt eines reätsfremden und unrealistischen Verbots, fände ich strengere Arbeitersschutzregeln (auch für Erwachsene) hilfreicher. Bis wir dies erreicht haben, werde ich weiterhin wenn möglich billige Fairtraid Produkte (nicht nur Kleider) kaufen.

  • Sisifee sagt:

    Der oben genannte Einkaufsführer der Erklärung von Bern ist ein guter Anfang. Ich meide seither Billigketten konsequent.
    Zudem kaufe ich immer mehr Second-Hand-Kleider, auch für mich selbst. Es gibt faire Labels wie „erfolg“, die findet man auch gebraucht (ich kann mir nicht immer ein T-Shirt für 80.- leisten).
    Ausserdem habe ich angefangen, gute Kleider, die ich nicht mehr trage, im Freundinnenkreis weiterzugeben. So bekomme ich auch ab und zu das ein Stück – und es ist auch sehr schön für mich, Kleider „nachzutragen“ von Menschen, die ich gerne mag. Es hat etwas gebraucht, bis ich soweit war, aber nachdem ich eine DOK-Sendung über Kinderarbeit gesehen habe, bei der sich mir der Magen fast umgedreht hat, fällt es mir leichter. Nur bei Schuhen schaffe ich’s nicht, die will ich neu.

    • Susi sagt:

      „Ausserdem habe ich angefangen, gute Kleider, die ich nicht mehr trage, im Freundinnenkreis weiterzugeben. So bekomme ich auch ab und zu das ein Stück – und es ist auch sehr schön für mich, Kleider „nachzutragen“ von Menschen, die ich gerne mag.“

      Stimme völlig zu. Wir tun das auch immer – gerade kürzlich konnte ich eine grosse IKEA-Tasche voll toller Kleidungsstücke, die einer Freundin nicht mehr passen, übernehmen. Für mich sind die dann wie „neu“, ich musste nichts dafür bezahlen und freue mich, von ihr etwas zu tragen, das mir schon immer gefallen hat. 😉

  • Susi sagt:

    Die Beachtung von Fairtrade bei Kinderkleidern ist tatsächlich ein Problem. Kaufe ich etwas für mich, dann kann ich getrost mehr Geld für Nachhaltigkeit ausgeben, denn ich trage die Sachen auch noch in ein paar Jahren. Also lieber 600.- für ein paar wirklich gute und fair hergestellte Stiefel, als 65.- für Ware aus China, die in zwei Jahren nichts mehr wert ist.
    Was aber tun in Bezug auf Kleidung, die in der Regel nur 1-2 Saisons benutzt wird, weil die Kinder da rauswachsen? Ich persönlich kaufe für meine Tochter kaum je neue Kleider, sonder besorge diese an der Kleiderbörse. Da hat es zwar auch grenzwertige Produkte, aber ich unterstütze nicht den Konzern direkt, sondern Mütter, die sich halt oft nichts anderes leisten können.

  • katinkka sagt:

    Die EvB (Erklärung von Bern) bietet eine App oder kleine, handliche Broschüre an: „Fair Fashion?“. Hier können diverse Kleidermarken hinsichtlich fairer Produktion, Transparenz etc. einfach verglichen werden.

  • Benni Aschwanden sagt:

    Vor lauter Freude am Moralisieren sollte man nicht vergessen, wie die Bedingungen auf der anderen Seite des Gartenzauns sind. Abgesehen davon, dass in den Konsumländern der Trend eindeutig in Richtung „Ich will noch mehr, für noch weniger Geld“ geht, sind in den Entwicklungsländern viele Familien existenziell darauf angewiesen, dass alle Familienmitglieder einen Beitrag zum Überleben leisten. Dort geht es nicht um Lifestyle, sondern um die Existenz. Bevor hier in Konsumania nach Verbot von Kinderarbeit geschrien wird (in erster Linie um das eigene Gewissen zu beruhigen) sollten realistische (!) Alternativen für die betreffende Bevölkerung in diesen armen Ländern bereit stehen.

    • Marky M sagt:

      Meiner Meinung nach, ist das was Sie hier schreiben das eigene Gewissen beruhigen. Wenn den Eltern der arbeitenden Kindern faire Löhne bezahlt würden, müssten ihre Kinder nicht 16 Std. am Tag in der dunklen stickigen Fabrick Kleider für die Reichen nähen.

      • Benni Aschwanden sagt:

        Vollkommen einverstanden. Leider klafft ein riesiger Graben zwischen unseren schönen Vorstellungen einer heilen fairen humanen Welt und der harten Realität. Wo sind die konkreten, realisierbaren Verbesserungsvorschläge zur Beseitigung des Übels? Zahlt bessere Löhne! Klar, das wäre super. Dann müssten unsere Konsumenten aber bereit sein, für das T-Shirt oder die Jeans oder den DVD-Player höhere Preise zu zahlen. Aber das ist der Durchschnitts-Konsumbürger halt nicht. Ein Schnäppchen muss es sein! Immer und überall. Nach Veränderungen rufen ohne bei sich selber anzufangen ist heisse Luft. Und so wie ich das sehe wird sich diesbezüglich so schnell nichts ändern, weder hier bei uns noch dort in den Entwicklungsländern. Aber beim Konsumieren nach Weltverbesserung rufen macht sich immer gut.

    • Franz Vontobel sagt:

      Genau! Wie gesagt: Konsum von Billigstware ist Entwicklungshilfe und eine gute Tat!

      Wie übrigens auch der Verzehr von Billigfleisch aus Tierfabriken aktiver Tierschutz ist und das Schauen von Kinderpornos ein machtvolles Statement gegen Kindsmissbrauch…

      „Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt!“

    • Anh Toàn sagt:

      @Franz Vontobel: Der Vater meiner Frau landete (zu Recht) im Knast, die Mutter ist abgehauen. Meine Frau war 14, hatte drei kleinere Geschwister und eine Oma: In Vietnam ist Kinderarbeit verboten, es gab (wird langsam entwickelt) aber keinerlei Sozialhilfe: Legale Arbeit war verboten, Geld für Schule oder Gesundheitsvorsorge weder für sie noch für ihre Geschwister: Es bleibt: Kriminalität oder Prostitution oder zumindest die Geschwister ihrem Schicksal überlassen.

      Sie konnte sich die Welt nicht machen, wie sie ihr gefiel.

      • Anh Toàn sagt:

        Prostitution war/ist da auch illegal.

        Kinderarbeit zu verbieten, solange es kein Sozialsystem gibt, halte ich für Nonsense.

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber dann kam zum Glück der Anh Toàn daher und hat sie gerettet… hoffen wir mal, sie war bei ihrer Errettung nicht mehr 14…

      • Franz Vontobel sagt:

        Mit derselben Logik kann man auch argumentieren:

        „Kinderprostitution zu verbieten, solange es kein Sozialsystem gibt, halte ich für Nonsense.“

      • Anh Toàn sagt:

        @FV: Fett in der warmen Stube sitzen und selbstgerecht erklären, was gut und was böse ist.

        Für zehnmal schlauer in Schwellenländer als Kinderarbeit zu verbieten, halte ich dafür zu sorgen, mit Gesetzen und Kontrollen, dass Kinder für die gleiche Arbeit gleich viel Geld wie Erwachsene erhalten, dass die elementaren Rechtsschutz erhalten vor Ausbeutung.

      • Anh Toàn sagt:

        „Kinderprostitution: Meine Frau hat ihre Jungfräulichkeit verkauft: Wäre die Kinderprostitution legal, hätte die Zuhälterin nicht 90 Prozent des Erlöses einstecken können, dann hätte sie sich einfach zum angemessenen Preis schlau machen können. Das ist, was sie an ihrer damaligen Situation noch heute am meisten ärgert, und dass die Gesellschaft sie verachtet dafür, dass sie Geld besorgte damit ihre Geschwister zur Schule konnten.

      • Anh Toàn sagt:

        Die CH Einwanderungsbehörden haben mich gefragt, warum sie mich heiraten wolle. Habe geantwortet, weiss ich doch nicht, aber vielleicht, weil ich sie genau dafür respektiere, wofür sie von anderen verachtet wird.

      • Anh Toàn sagt:

        Jetzt ist meine Frau „eine Gute“: Sie verkauft keine „Liebe“ mehr, sondern arbeitet in einer Schweizer Waffenschmiede.

      • Anh Toàn sagt:

        Und nöh, habe meine Frau nicht gerettet, zumindest hätte sie sich eine Menge anderer Männer aussuchen können, die sie geheiratet hätten. Aber Sie, Herr Vontobel, hätten sich wohl weit hinten anstellen müssen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ja wie jetzt, Anh Toàn, verachtet oder umschwärmt? Oder einfach froh, dank der Kohle einer reichen Langnase dem Dreck entflohen zu sein?

        Sie rechtfertigen sich hier etwas gar ausführlich, als das es noch als unverdächtig gelten könnte…

      • Muttis Liebling sagt:

        Es ist immer das gleiche Rezept: Man nehme die Moral von hier und heute und wende die auf nicht hier und nicht heute an.

        Die Erfolgsgeschichte von ALDI beginnt mit der Kinderarbeit zweier Brüder in der deutschen Nachkriegszeit, was damals keinen gestört hat.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ehrlich? Die Aldi Brüder wurden faktisch versklavt und zu 16 Stunden-Schichten in Fabriken eingesperrt (die gerne auch mal inkl. Insassen abrennen, da Brandschutzmassnahmen zu teuer sind und bei offenen Türen die „Arbeiter“ fliehen würden) um dort für einen Hungerlohn zu schuften?

        Nur so a propos „Man nehme die Moral von hier und heute und wende die auf nicht hier und nicht heute an.“…

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Vontobel, es ist von Kinderarbeit die Rede. Nicht von Versklavung, 16h- Arbeitstag usw.. Nur Kinderarbeit.

      • Franz Vontobel sagt:

        Tja, ML, dann sollten sie sich vielleicht mal anschauen, wie die Kinderarbeit in so einem pakistanischen oder chinesischen Sweat Shop konkret aussieht…

      • Muttis Liebling sagt:

        Klar Vontobel. Nur dann muss man konkretisieren. Mit Kinderarbeit meinen wir nur die in Asien und Afrika. Nicht 14- jährige Programmierer und nicht 16- jährige Unternehmensgründer hier und heute.

        Wir meinen nur die Anderen, die sich unsere Moral nicht leisten können. Selbstverständlich ist es moralischer, die Familie verhungern zu lassen, statt den 12- jährigen Sohn an eine Baustelle zu vermieten und die 12- jährige Tochter nähen zu lassen.

      • Franz Vontobel sagt:

        „Selbstverständlich ist es moralischer, die Familie verhungern zu lassen, statt den 12- jährigen Sohn an eine Baustelle zu vermieten und die 12- jährige Tochter nähen zu lassen.“

        Und noch moralischer scheint es, sich gut und überlegen zu fühlen, weil man mit dem Kauf des Billigst-Fummels ja dafür sorgt, dass die Familie mehr oder weniger überlebt… noch moralischer und noch besser wäre wohl nur die Reise ins Land selber um den Kinderprostituierten zu helfen, dass deren Familien nicht verhungern…

      • Ralf Schrader sagt:

        Moralisch allein wäre es in einer Übergangsphase, die Marktwirtschaft abzuschaffen und jedem Produkt eine fixen Steuerungspreis zuzuordnen.

        Das Kleid für das Kind kostet 12 Franken, egal, wer das anbietet und das der Mutter 1’200.

        Das Auto kostet 1 Millionen und ein Flugticket, egal wohin, 100’000. Ein Brot 50 Rappen. Weltweit.

        Das wäre moralisch. Unmoralisch ist es, einen Zusammenhang zwischen Gebrauchswert, Preis und Gestehungskosten herzustellen.

      • Anh Toàn sagt:

        Moralisch wäre es, wenn wir auf unsere Privilegien verzichten würden, unsere Arbeitsmärkte und unsere Agrarmärkte für die ganze Welt würden, (müssen ja nicht unsere Sozialsysteme sein). Was könnten die bei uns verkaufen: Arbeitskraft, aber soweit wollen wir dann keine Globalisierung.
        Aber gell lieber Franz, Sie haben schon lieber den Schutz vor denen, die Mauern, welche die Konkurrenz fernhält vom Arbeitsmarkt, dann verdienen Sie viel und können sich die teuren, übrigens genau gleich produzierten
        Markenprodukte leisten und Filet von glücklichen Rindern aus der Schweiz fressen. Diese Rinder bekommen mehr Gesundheitsvorsorge, als die Mehrheit der Kinder auf dieser Welt.

        Das find ich alles nicht schlimm, ist halt so, sich dabei noch moralisch überlegen fühlen, find ich widerlich.

      • Anh Toàn sagt:

        Habe im Netz einen Artikel gelesen, wie ach so gute und tolle Umweltschützer ein Nashorn retteten in Vietnam. Mehrere Helikopter waren involviert. Wird dort ein Kind angefahren auf der Strasse, kommt nicht mal ein Krankenwagen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Werbung für Werbung mit einem blassen fair- ökologischen Anstrich für das konsum- verblödete Publikum. Eine weitere völlig überflüssige Veranstaltung, wie alle Messen.

    Solange es Marktwirtschaft gibt, gibt es Überproduktion unter Verletzung aller moralischen Normen und Zerstörung aller natürlichen Ressourcen. Werbung ist das Schmieröl dieser Mortalspirale.

    Solange es Marktwirtschaft gibt, denke ich über Detaillösungen, wie Öko- Label und fairer Produktion gar nicht erst nach.

    Wenn man ein System nicht an der Wurzel beseitigen kann, dann stört man es durch Überlastung. Kauft billig und ressourcenzerstörend, bis es kracht. Erst nach der Marktwirtschaft bauen wir ein vernünftiges sozio- ökonomisches System auf.

    • Franz Vontobel sagt:

      Genau, die Planwirtschaft war ja berühmt für ihre Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung… momoll… 😀

      • Muttis Liebling sagt:

        Bis vor 30 Jahren war Ressourcenschonung noch nirgends eine Zielfunktion. Im ersten Anlauf ist die Planwirtschaft gescheitert, aber das ist im Sport, in der Kunst auch nicht anders. Nicht gleich der erste Entwurf gelingt.

        Die Planwirtschaft hat einen perfekten Regelmechanismus, die Schlangen vor den Läden. Wenn die verschwinden hat es Überproduktion und muss gedrosselt werden.

        Ausserdem ist gezielte Mangelwirtschaft gut für die mentale Hygiene. Leiden macht sexy und hält den Pöbel beschäftigt. Sonst fangen die noch an, sich mit den echten Problemen zu beschäftigen und das will kein Staat, auch die Schweiz nicht.

    • LH sagt:

      Die Marktwirtschaft funktioniert doch über Angebot und Nachfrage? Wieso soll es dann nichts bringen fair und nachhaltig zu konsumieren? (Damit meine ich nicht nur Kleider) Oder verstehe ich sie irgendwie falsch?

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn ich mich recht erinnere, setzt Marktwirtschaft den umfassend informierten Kunden voraus und den gibt es in Realität nicht und wenn doch, wäre ich das nicht. Ich beschäftige mich nicht mit Gegenständlichen.

        Aber vor allem erzeugt Marktwirtschaft Überproduktion. Wenn das Dorf 12 Brote essen will, hat der Dorfbäcker über Jahrhunderte 12 Brote gebacken. Dann kam die Marktwirtschaft und mit ihr die Backkette und nun werden 24 Brote gebacken, trotzdem nur 12 gegessen und 12 verfüttert oder in die Müllverbrennung gegeben.

        Daran ist nichts Kluges und selbst an der damit verbundenen Preissenkung ist nichts Kluges.

    • David Stoop sagt:

      @Muttis Liebling: Wenn Sie sich jetzt schon kein klein bisschen Mühe machen, wie soll denn erst so ein sozio-ökonomisches System entstehen? Sie zeigen aber damit schön, warum es nie so ein sozio-ökonomisches System geben wird. Ganz ehrlich: Sie selbst sind für Ihre Vision eher das Problem als die Lösung.

  • Flo sagt:

    Steckt Kinderarbeit in Ihrem Kleiderschrank? Ja das tut es wenn man sich in gewissen Läden mit der neuesten Mode einkleidet. Niemand kann mir erzählen das wenn Blusen für 15.–Fr-, Bikini für unter 10.– Fr., Pullis und Hosen à 20.–Fr. angeboten werden, der/die Kleidermarke noch Gewinn machen und das Material, das hiesige Personal bezahlt werden muss – noch etwas für die Arbeiter übrig bleibt. Ein Problem sehe ich auch darin das viele dazu „verführt“ werden weil es nicht sehr viel Auswahl gibt sich im mittleren Segment mit chicer Mode zu bezahlbaren Preisen einzudecken. Zu denken gibt mir auch der „verschwenderische“ Umgang mit den Rohmaterialien!
    Deshalb bin ich auch für die „Recycling“ von Bekleidung-in Secondhandläden findet man oft qualitativ gute Kleidung zu günstigen Preisen!

    • marusca sagt:

      @Flo: Das mit den Secondhandläden stimmt, dennoch ich will keine Kleider anziehen, in denen schon mal ein Popo war.

  • tststs sagt:

    Ist schon so, ist nicht schön. Aber mit vollen Hosen ist gut zu stinken… Will heissen: Kinderarbeit hat hier in diesem Land das ihrige dazu beigetragen, dass wir heute da stehen, wo wir sind!

    • Franz Vontobel sagt:

      Und darum ist der Kauf von Billigstware aus Kinder-Sklaverei eigentlich eine Art Entwicklungshilfe und sollte auf der Steuerrechnung unter „Spenden“ abzugsberechtigt sein?

      • tststs sagt:

        Nun ja, ich merke (und hätte es eigentlich wissen sollen), dies ist nicht der Platz für eine differenzierte, an der Realität orientierten Diskussion.
        Nur so viel Hr. Vontobel: Natürlich wünsche ich mir eine Welt, in der Kinder die Schule besuchen, keine religiöse Indoktrination erfahren und nichts zum Familienunterhalt beisteuern müssen als ein Lächeln. Aber so funktioniert die Welt nicht! Traurig, aber wahr: So manch ein Kind (oder Erwachsener) würde schlechter dastehen, wenn er die Arbeit nicht hätte.

        Ich würde übrigens auch eine Revolution der Textilarbeiter in der dritten Welt für bessere Bedinungen unterstützen!

      • Franz Vontobel sagt:

        „eine differenzierte, an der Realität orientierte Diskussion.“

        Lustig, das scheint die neue Schutzklausel zu sein, um unmenschiches Gedankengut zu verbreiten… aber stimmt schon, „Ich bin ja kein Rassist, aber…“ und „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ sind unterdessen schon etwas abgegriffen…

      • Muttis Liebling sagt:

        @tststs, hätten Sie wissen müssen. Vontobel ist Meta- Kommentator. Den schert das Thema, jedes Thema, keinen Deut.

      • tststs sagt:

        Sehr geehrter Herr Vontobel, Kinder-/Umwelt-/undsowieso-Schutzbeauftragter von Ihro Gnaden…

        Was denken Sie, wie viel Kinderarbeit nötig ist/war, damit Sie bequem von Ihrem Platz aus (PC, Pad oder Smartie???) auf uns Sklaventreiber heruntermoralisieren können?!

      • Franz Vontobel sagt:

        Ahhh, gut bringen sie’s wieder mal zur Sprache, tststs, ich wollt’s ihnen ja schon lange mal mitteilen:

        „Smartie“ – geht gar nicht. Wirklich nicht. Das stellt sie auf denselben Level wie Menschen, die ihrem Auto einen Namen geben, von ihren „Kids“ sprechen oder Reality Shows schauen (aber natürlich nur ironisch!)…

        Zu ihrer Frage: wieviel Kinderarbeit in meinem Fairphone stecken? Viel, viel weniger als in Samsung oder Apple, vermutlich…

      • tststs sagt:

        Ahhh „viel, viel weniger [Kinderarbeit]“ ist natürlich okee…
        Und wie sieht’s mit dem Stuhlbezug aus? Und der Crème/After-Shave/Shampoo, das heute morgen benutzt wurde? Und die Putzmittel in Ihrem Schrank?
        Die Webseite, die sie hier so fleissig nutzen, wird selbstverständlich auch nur von Fair-Trade-Computern aus gemanaged… etc.

        PS: Ja, sorry für mein Schnüffichäreli-Kids-Frauentausch-Niveau; ich kann es auch gerne wieder herunterschrauben, wenn Sie mich dann besser verstehen 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        „Ahhh „viel, viel weniger [Kinderarbeit]“ ist natürlich okee…“

        Ahhh, viel, viel weniger [Kinderarbeit] ist genau gleich schlimm, wie wenn komplett alles aus Kinderarbeit stammt… naja, wenn’s ihrem Gewissen hilft, von mir aus… 😀

        Putzmittel und Shampoo aus Kinderarbeit? Echt jetzt, sie haben sowas?

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber jetzt ist mir wenigstens klar, was sie mit „eine differenzierte, an der Realität orientierte Diskussion“ meinen… 😀

  • Gundel sagt:

    Listen Sie uns doch besser auf, welche Kleider garantiert fair hergestellt wurden, anstatt auf h&m zu schiessen. Dieses Label ist sogar noch besser als manch anderes. Solche unfundierte moralistische Aufrufe nützen gar nichts. Ausser dass sie ihnen das Gefühl geben, Sie gehören zu den Guten.

    • Flo sagt:

      ich glaube nicht das man besonders auf H&M schiessen muss. Die dortigen Preise für gewisse Dinge implizieren von ganz alleine was da ablaufen „muss“.
      Z.B. Bluse; 19.90; nur schon wenn sie die Kosten für Ladenmiete und das hiesige Personal zusammenrechnen kommen sie auf Preise die nicht im Verhältnis zu den 19.90 stehen. Gewinn , Transport, Material und Arbeit noch gar nicht mit einberechnet!

      • Martin sagt:

        H&M macht es wie die meisten Grossanbieter, ueber die Masse. Ein halbes Dutzend Kinder in der Krippe hat das gleiche Kleidchen wie mein Kind. Zu Weihnachten bekamen wir dreimal den gleichen Schneeanzug.

      • Marie sagt:

        Das ist ja das traurige – der Preis verrät dem Endkonsumenten absolut NICHTS über die Herstellungsbedingungen.

        Tip: evb.ch
        und die von der Organisation lancierte App „Fair Fashion?“

    • Ruf sagt:

      Sehr richtig.

    • Susi sagt:

      Gundel, warum diese Gehässigkeit und persönlichen Anfeindungen A.F. gegenüber?
      Nein, h&m ist nicht der schlimmste Betrieb, aber es ist der Ort, wo die meisten Leute einkaufen, vor allem auch Kinderkleider.

      • Habig Regula sagt:

        @Susi: Vielleicht haben Sie es gar nicht bemerkt, aber Sie haben mich letzte Woche auch ziemlich gehässig angefeindet, als es um Mamas Feiertagselend ging …. Zum Thema: es ist schwierig, aber seit ein Dokumentarfilm gezeigt hat, dass teure Sachen in den gleichen elenden Fabriken in Bangladesch hergestellt werden, habe ich das Gefühl, dass egal was man wo kauft, am Schluss doch nur Zwischenhändler kräftig absahnen und für die Aermsten, die Arbeiterinnen, doch nicht mehr übrigbleibt. Und die richtig teuren einheimischen Produkte leiste ich mir nicht für den Alltag.

      • Susi sagt:

        @Regula Habig: Natürlich habe ich „gemerkt“, was ich geschrieben habe, es war eine Reaktion auf Ihren schwarz/weiss-Kommentar, im Sinne von: Wer sich mal belastet von Kindern fühlt, der soll keine machen. DAS ist eine Anfeindung gegenüber Eltern, die zugeben, mal an die Grenzen zu kommen; da müssen Sie sich nicht wundern über eine Reaktion.
        A.F. hingegen werden Moralismus persönliche Motive zur Selbstregulierung unterstellt, weil sie h&m kritisiert und es unterlässt, eine Liste der Fairtrade-Konzerne anzufügen.

        Sehen Sie den Unterschied, Regula?

    • Habig Regula sagt:

      @Susi „weiter unten“: Da gibt es gar keinen Unterschied. Sie massen sich an, reagieren zu dürfen auf eine Meinung, auf die ich ein Recht habe wie jeder andere hier: dass ich finde, niemand jammert so ausgiebig und gerne wie eine bestimmte Gruppe (nicht alle!) berufstätiger Mütter; an seine Grenzen kommt wohl jeder Mensch irgendeinmal, ohne dass er gleich fordern und anklagen muss. Sie teilen aus, massen sich an, mir schwarz-weiss denken zu unterstellen, was ich gar nicht tue, und verteidigen dann vehement die arme A utorin, die wohl zu denen gehört, die nach Ihrer (!) Meinung wiederum gar nicht kritisiert werden dürfen. Wo ist denn da ein Unterschied? Ich habe natürlich nichts gegen Sie, aber gegen Ihren manchmal arg oberlehrerhaften Tonfall.

      • Franz Vontobel sagt:

        Our Main Event tonight: Dirty Susi vs Bitchy Regula

        https://www.youtube.com/watch?v=bpKlExjohmY

      • Susi sagt:

        „Sie massen sich an, reagieren zu dürfen auf eine Meinung, auf die ich ein Recht habe wie jeder andere hier“
        Natürlich masse ich mir das an. Ist ja ein Diskussionsforum hier, oder?

        Und ja, ich masse mir auch an, auf unsachliche Kritik zu reagieren, Kritik, die der Autorin aus dem Blauen heraus irgendwelche persönlichen Motive unterstellt. (Sachliche Kritik ist völlig in Ordnung und ist der Sinn einer Diskussionsplattform.) Unterschied: Sachlich vs. unsachlich.

        Aber wenn Sie den Unterschied nicht sehen, dann tant pis.

      • Susi sagt:

        @ Franz: „Dirty Susi“?

        Hihi, das nehme ich natürlich als Kompliment!

      • Franz Vontobel sagt:

        Na hoffentlich! Das ist durchaus auch als Kompliment gemeint – und ich würde natürlich auf sie wetten! 😀

    • Habig Regula sagt:

      Aus dem Blauen heraus unterstellt? Oh Mann, und gleichzeitig werfen Sie mir vor, aus dem Blauen heraus, ich hätte eine retro Weltanschauung, die ich hier besser nicht weitergeben sollte, wie war das nochmal mit der Diskussionsplattform…. Eigentlich ist es eine traurige Satire, die wir hier aufführen: wir keifen uns an, weil ich berufstätige Jammerimamis nicht kritisieren darf, an einem Tag, an dem es um Menschen geht, die nun tatsächlich Grund zum Jammern hätten an ihrem „Arbeitsplatz“. Aber damit lasse ich es bewenden, es hat keinen Sinn, wenn Sie den Punkt einfach nicht sehen können oder wollen.

      • Susi sagt:

        Ich sage nirgendwo, dass Sie „weil ich berufstätige Jammerimamis nicht kritisieren“ dürfen, sondern, dass der Schluss, den Sie ziehen, diese Leute hätten besser keine Kinder gehabt, undifferenziert ist. Sogar sehr undifferenziert, finde ich nach wie vor.

        Ich keife Sie nicht an, dazu bin ich echt zu wenig emotional involviert in dieser Diskussion. Eigentlich mag ich einen solchen Austausch, und habe mich bis jetzt auch bemüht, sachlich zu bleiben. Bis Sie mich zum Keifen bringen, müssen Sie mit schwererem Geschütz auffahren, aber heute bin ich gut gelaunt, da wird es doppelt schwierig.
        😉

      • Susi sagt:

        Oh, „weil ich“ muss man streichen, da ist mir beim Kopieren zu viel in die Maus gerutscht.

    • Habig Regula sagt:

      @Franz: Endlich, nach all den Jahren, erkennt jemand mein wahres Ich: Regula, the Bitch! Danke! :))

    • Habig Regula sagt:

      @Susi: Wir haben offenbar die ganze Zeit aneinander vorbei …. gekeift 🙂 Ich habe Sie dahingehend verstanden, dass Sie mir sozusagen die Klappe zukleben wollen, weil ich Ihre Meinungen nicht (immer) teile. Mein „sollen diese Leute doch auf Kinder verzichten“ in jener Diskussion war wohl rhetorisch zu stark und Sie haben es zu wörtlich genommen; das kam daher, dass dieser Artikel bei mir persönlich auf einen wunden Punkt gedrückt hatte. Ich mag Diskussionen auch; mir tut es nur leid, wenn man aneinander vorbei redet und der Tonfall dann gehässig wird. Noch einen schönen Tag! Franz wird wohl jetzt enttäuscht sein, wenn die Schlägerei aufhört.

      • Susi sagt:

        @Regula: Nein, eigentlich mag ich etwas Widerstand, sonst sind Diskussionen weniger spannend. Drum möchte ich niemandem einen Maulkorb anziehen, das wäre ja wirklich anmassend. Ich hab jetzt meine Replik von dort nochmals angeschaut, die war tatsächlich etwas frech. :-O Ja, ich hatte Ihren Beitrag 1:1 verstanden, aber dann war er nicht so gemeint. Ist nicht zum ersten Mal, dass hier aneinander vorbeigeschrieben wird, und sicher auch nicht das letzte Mal.

        Danke, ich hatte einen schönen Tag und jetzt einen Sonnenbrand…
        Ihnen (und Franz) einen schönen Abend.
        Dirty Susi

    • Noé Zogger sagt:

      Wäre das nicht direkt geziehlte Rufschädigung ohne dokumentierte Beweise. Das hier ist nur ein Blog und wäre rechtlich schwer auf der Kippe, auch wenn man die Wahrheit sagt. Aber ich denke, das Internet hat sicher gute Quellen für Ihre Fragen.

  • Blatter Barbara sagt:

    Auch wenn Kleider selbst genäht sind, heisst das nicht, dass auch die Stoffe fair produziert werden. Augen auf, auch beim Stoffkauf.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … dem Faden, Nähnadel, Nähmaschine-
      die Liste wär endlos…

      • Blatter Barbara sagt:

        ….das ist ja jetzt mal nicht so schwer. Herauszufinden, wer die Nähnadeln, den Faden und die Maschine produziert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … bloss wissen Sie damit bspw noch nicht woher die Ausgangsmaterialen stammen und unter welchen Bedingungen diese (ua Metalle) gefördert werden, woher die Bestandteile einer Supermaschine mit Software (Coltan-raub-abbau) kommen und noch einiges mehr.

        Die Textilindustrie genauer anzusehen ist das Eine, wir sollten uns aber bewusst sein dass das Übel weder dort anfängt, noch aufhört.

        Ich denke nicht dass wir es schaffen komplett „ausnutzungs-profitierend/fördernd/am laufen haltend- frei“ unseren Alltag hinzubekommen- einzig für einigermassen begrenztes Schaden werden wir sorgen können.
        Oder könnten Sie dafür garantieren, dass Ihr Gerät vor dem Sie jetzt diese Zeilen lesen und darauf antworten können, zu 100% fairtrade/sozialverträglich etc von der Rohstoffbeschaffung

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        über Produktion und bis zum Auspacken zu Hause, ist?
        Ich kann es nicht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, das ist alles zu kompliziert. Den Zusammenhang mit der Smartphone- Evolution und den Massenvergewaltigungen im Kongo herzustellen. Das dürfen Sie dem hier- und jetzt Menschen nicht zumuten.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Jetzt bloss noch die Vereinfachung billig = nicht fair produziert, mit transportierter Andeutung teuer = fair umarbeiten,
    denn das haben Untersuchungen ebenfalls gezeigt, die sogenannten Luxuslabels schneiden nicht besonders besser ab.

    • Ursula sagt:

      Wie recht Sie haben! War ziemlich schockiert, als ich in meiner teuren Jack Wolfskin Jacke die Etikette „Made in Taiwan“ entdeckte….

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