So was hören nur getrennte Eltern

knallerfrauen KopieKinder können einen ziemlich aus der Fassung bringen. Screenshot: «Knallerfrauen» (Youtube)

Geschieden, getrennt oder neu liiert: Mütter und Väter, die mit ihren Kindern in einer solchen Situation leben, müssen oft viele Fragen beantworten – sei es von den eigenen Kindern oder anderen. So erlebe ich es, wie auch Freundinnen und Freunde von mir, die alleinerziehend oder in einer Patchwork-Konstellation leben. Klar, dass dabei die lustigen, aber auch die eher peinlichen Dialoge besonders gut haften bleiben. Hier eine kleine Auswahl daraus.

Die fünfjährige Nachbarin kommt nach ihren langen Ferien zu uns und erzählt von der schönen Zeit bei der italienischen Verwandtschaft.
Dann sagt sie plötzlich: «Aber komisch war: Die Nonna wollte mir einfach nicht glauben, dass euer Kind zwei Papas hat!»
Und darauf zu mir: «Aber jetzt sag mal richtig: Wie viele Männer hast du?»

Die Mutter zur Tochter: «Hast du die lustige Geschichte auch Papi erzählt?»
Sie: «Welchen Papi meinst du?»

Der Sohn sagt zur Mutter: «Mama. Gell, wir sind viel reicher als alle anderen.»
Mutter: «Nein, das sind wir nicht. Aber wir haben genug Geld.»
Sohn: «Das stimmt nicht. Wir sind viel reicher als alle Nachbarn und alle Kinder im Kindergarten! Denn wir sind die einzigen, die in zwei Wohnungen Leben. Bei dir und bei Papa.»

Der Siebenjährige zum Stiefvater: «Ich bin auch Jamaikaner.»
Stiefvater: «Ach ja?»
«Klar. Deine Söhne sind doch zur Hälfte Jamaikaner. Und weil sie meine Stiefbrüder und wir jetzt eine Familie sind, bin ich es doch auch.»

Nach dem Mittagessen.
Mama: «Jungs, ich lege mich kurz hin.»
Diego: «Warum?»
Mama: «Weil ich müde bin.»
Diego: «Was macht dich müde?»
Mama: «All die Fragen, die ich beantworten muss, und es gibt so vieles, das ich allein durchdenken und dann machen muss.»
Diego: «Mama, ich finde, du hast aber viel Glück.»
Mama: «Ja, natürlich. Ich bin sehr glücklich mit euch beiden. Glücklich und müde.»
Diego: «Nein, du hast wirklich Glück. Stell dir vor, Papa wäre auch noch da. Dann müsstest du auch für ihn denken und kochen und waschen. Das wäre wirklich viel Arbeit.»

Die Tochter zur Mutter: «Gell, der Papa war einfach schon da. Aber den Pedro (den neuen Lebenspartner) musstest du zuerst finden. Wie hast du das gemacht, bei so vielen Menschen in der Stadt?»

Diego: «Mama, warst du und Papa verheiratet?»
Mama: «Nein.»
Diego: «Warum denn nicht?»
Mama: «Wir sind gar nicht auf die Idee gekommen zu heiraten.»
Diego: «Warum sind Papa und du nicht mehr zusammen?»
Mama: «Wir haben uns nicht mehr geliebt. Da sind wir auseinandergegangen.»
Diego: «Liebst du Pedro?»
Mama: «Ja klar. Wir lieben uns.»
Diego: «Mama, ich habe eine Idee für dich. Du musst jetzt Pedro heiraten.»
Mama: «Jetzt gleich? Nein, das geht nicht so schnell.»
Diego: «Doch, jetzt. Sonst hast du die Idee wieder vergessen. Ich will, dass du das jetzt machst!»
Mama: «Warum ist es dir denn so wichtig, dass wir heiraten?»
Diego: «Ja wenn ihr verheiratet seid, dann bleibt ihr zusammen – auch wenn ihr euch nicht mehr liebt.»

In den Ferien macht die Patchworkfamilie (die Mutter mit ihren zwei Buben aus erster Ehe sowie der neue Lebenspartner) mit einer anderen Frau Bekanntschaft.
Sie: «Der Ältere gleicht extrem seinem Vater. Die Augen, die dunkle Haut, und wie er spricht. Aber der kleine blonde Blauäugige ist offensichtlich ein Kuckuckskind.»
Die Mutter ist empört über deren Geschwätz und erwidert: «Ich sage dir etwas, aber das musst du für dich behalten: Mein Ältester ist auch nicht von meinem Partner …»


«Schön, dich kennen zu lernen» – «Jaja»: Die frisch liierte Mutter stellt ihren neuen Partner der Tochter vor. Screenshot: Knallerfrauen (Youtube)