Wahnsinn, was Eltern alles tun

Als wir vor einer Woche zum ersten Mal mit den Kindern den Samichlaus-Einzug besucht haben, haben wir den klassischen Anfängerfehler begangen: Wir wollten uns zehn Minuten vor Beginn am Strassenrand platzieren und mussten erschreckt feststellen, dass uns Hunderte zuvorgekommen waren. So blieb uns nichts anderes übrig, als in der dritten Reihe zu warten. Als das Spektakel losging, nahm jeder von uns Eltern ein Kind auf seine Schultern und harrte so aus, Rückenschmerzen hin oder her, selber den Blick auf die Daunenjacke des Vordermannes gerichtet oder zwischendurch via Handy-Display der Frau weiter vorne die Chläuse beobachtend, während die Kinder in luftiger Höhe den Umzug genossen.

Irgendwann kam der Moment, an dem wir uns wünschten, der letzte Samichlaus gehe endlich vorbei und mit ihm der ganze Umzug. Aus lauter Verzweiflung begannen wir darüber zu lachen, was wir Eltern so alles auf uns nehmen den Kindern zuliebe.

Mit Krafteinsätzen an Umzügen, in Zoohandlungen (wieso bloss schwimmen die farbigsten Fische immer durch die obersten Aquarien?) oder vor der Gemüsewaage («Ich wett drucke!») ist es ja noch lange nicht getan. Auch unsere Ohren bringen Opfer – vor allem die, wie ich bei einer kleinen Umfrage im Bekanntenkreis gemerkt habe. Aber lesen Sie selbst:

Wir hören uns seit Jahren Abend für Abend dieselbe Musik an. Weil das Gutenacht-Ritual bekanntlich wichtig ist und die lieben Kleinen zufrieden einschlafen sollen.

• Auch tagsüber läuft jeweils über Wochen dieselbe Kinder-CD rauf und runter. Zu Hause. Im Auto. Und als Krönung auch noch in der Kita, wenn man den Nachwuchs am Abend abholt.

Wir absolvieren bei jedem Kindergeburtstag einen wahren Backmarathon, indem wir innert einer Woche die Kuchen für die Familienfeier, das Kinderfest, den Kindergarten und den Hort backen und aufwendig dekorieren. Dabei können wir die Worte Mehl und Fondant schon nach der zweiten Kreation nicht mehr hören.

• Wir bestellen im Restaurant Caramelköpfli statt Tiramisu, damit die Kinder probieren (also einem alles wegessen) können.

• Statt wie früher als Individualreisende durch die Welt zu ziehen, buchen wir Ferien in einer grossen Hotelanlage, weil es dort einen Mini-Club hat.

• Wir stehen stundenlang bibbernd im Kinderplanschbecken, obwohl das grosse Schwimmbad nur fünf Meter entfernt wäre. Aber dort lässt es sich eben nicht so toll planschen.

• Im Winter schwitzen wir dafür trotz topmoderner Sportkleidung, weil wir die Kleinen fünfzigmal hintereinander mit dem Schlitten den Hügel hochziehen oder auf den Skis auf dem Anfängerhügel herumschieben müssen.

• Während wir früher an Rock-Open-Airs Bier getrunken haben, tanzen wir heute mit einem gesponserten Glas Milch in der Hand an Kinderfestivals lustige Choreos nach.

Wir rennen an Jokertagen zweimal hintereinander durch die Migros und füllen den Wagen mit überflüssigen Impulskäufen, damit wir zwei dieser Plastik-Sammeldinger bekommen und beide Kinder glücklich sind.

Womit ergänzen Sie die Liste?

110 Kommentare zu «Wahnsinn, was Eltern alles tun»

  • Stephan sagt:

    Machen wir nicht.

  • Bernd Dorfer sagt:

    Ich bin Schnappi das kleine Krokodil..
    Das werde ich wohl mit 90 noch auswendig können;)))))))))))))))

  • Peter sagt:

    Wer sein ganzes Leben den Kindern unterordnen will, auch dort wo es ganz und gar nicht nötig wäre, tut das ja absolut freiwillig (was soviel heisst wie: selber schuld). Aber eines muss man wissen: Die Kinder werden bekanntlich grösser und damit auch vorwitziger und frecher. Die Forderungen werden laufend zunehmen, mit dem entsprechenden grossen „Konzert“, wenn den Wünschen nicht umgehend freudvoll statt gegeben wird. Wer ist dann der Stärkere? Es bleibt zu hoffen, dass die selben Eltern gleich viel Energie und Einsatz darauf verwenden, den Kindern auch Ordnung, Umgang und Anstand beizubringen……

  • Pedro sagt:

    Ich bin grundsätzlich auch sehr froh, dass ich ein kinderloses Erwachsenenleben führe. Aber ich mag nicht Eltern verurteilen, die manchmal, und sei es auch in Foren, halt etwas in Ironie verpackten Jammer ablassen: hey, heute Kinder grosszuziehen, mit all den og. Einflüssen, dem „Gruppendruck“ der Elternschaften, dem Spiel „Social Topping“ mit den Nachbarn, das ist eine Meisterleistung. Ich meine das todernst, und nicht etwas sarkastisch. Diese nachkommenden Menschen zahlen unsere Rente (hoffentlich). Und führen das Soziale Leben und Infrastruktur weiter. Aber ich persönlich bin froh, dass ich da nicht mitmache(n) muss)!

  • Widerspenstige sagt:

    Im Nachhinein darf ich sagen, dass das alles halb so schlimm ist wie es im Moment des Istzustandes mit Minderjährigen scheint. Das Chaos allüberall, der Verzicht auf dieses und jenes und das. Das alles ist nur eine Momentaufnahme. Es gibt eine Zeit vor dem Kinderhaben, eine Zeit mit Kindern und eine Zeit nachher. Jede Zeit hat ihren besonderen Reiz und Verzicht, kann sehr gut tun. In jeglichen Bereichen. Ich fange wieder an, Märchenbücher hervorzukramen, da ein Enkelkind in ein paar Monaten das Licht der Welt erblicken darf. Es kommt wieder die Zeit der Spiele aller Art auf mich zu. Das werde ich doppelt geniessen und meine Tochter etwas entlasten. Ich werde es ein bisschen als Wiedergutmachung für unterlassene Zeit tun, als sie viel in fremden Händen aufwuchs…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige

      gratuliere! 🙂
      Und bitte das Geniessen/Entlastung nicht als Wiedergutmachung für „Unterlassenes“, denn erstens mal haben Sie jene fremden Hände ja vermutlich mit Bedacht ausgesucht, und zweitens haben diese „unterlassenen-Zeiten“ doch bestimmt im Gegenzug dafür anderes bewerkstelligt.
      Oder lässt Ihre Tochter anklingen dass sie diesbezüglich Lücken sieht?

    • Luise sagt:

      Ach, das klingt nach schlechtem Gewissen. Aber wir haben doch das getan, was uns damals richtig schien. Heute sehen wir vieles anders und haben die nötige Gelassenheit, die Zeit mit den Enkelkindern zu geniessen. Das sollten wir tun, ohne uns mit Vorwürfen zu quälen.

    • Widerspenstige sagt:

      Danke für diese mitfühlenden Worte, Brunhild und Luise. 😀
      Es gibt da schon immer wieder Momente des Innehaltens, was hätte ich anders gemacht in jener Lebenslage und was kann ich meinen Kindern raten, wenn sie mich heute fragen? Aber ja, die fremden Betreuungshände waren richtig zu jenem Zeitpunkt für ein Vorwärtskommen beruflich und auch für mich selber als emanzipierte Frau. Ohne diesen Zwiespalt der Gefühle wäre ich wohl resigniert Zuhause geblieben ab dem zweiten Kind und hätte gehadert mit dem Schicksal. Es fehlt immer an genügend Zeit im nachhinein gesehen für die eigenen Kinder. Sie bleiben aber das ganze Leben präsent – einmal mehr, einmal weniger – und deshalb immer wieder Chancen für Gemeinsamkeit/Diskussionen/Einsichten. 😀

  • Luise sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass Eltern heute ihre eigenen Bedürfnisse vollständig denjenigen der Kinder unterodnen.

  • Alpöhi sagt:

    Die Kinder hören ja auch unsere Plattensammlung rauf und runter. Darunter sind auch Ohrwürmer mit gesellschaftskritischen Texten, nicht wahr… und die verstehen die Kinder dann noch nicht, und hören sie trotzdem rauf und runter. Das find ich dann problematisch… 😉

    • tststs sagt:

      Die wortwörtliche Plattensammlung?!?
      Ich habe mich – glaubs – immer mehr für die Musik meiner Eltern interessiert, weil sie in so coolen Hüllen auf schwarzglänzenden Vinyl daherkamen.
      Und es immer Fingerspitzengefühl brauchte, um das gewünschte Lied zu treffen… 😉

  • Alexa Chung sagt:

    Ich tue mir Elterngespräche auf dem Spielplatz an. Mit Eltern die teilweise so verbissen und humorfrei sind wie die Kommentatoren hier. Zu Weihnachten wünsche ich uns allen mehr britischen Sinn für Humor und bitte verwechselt den nicht mit verstecktem Frust oder gar Bashing.

    • Carolina sagt:

      Hmmm, ich bin Engländerin – aber es ist mir bislang entgangen, dass es auf englischen Spielplätzen besonders humorvoll und gelassen zugeht. Eher im Gegenteil, würde ich sagen – der PC-Druck scheint mir viel grösser als hier….. (zumindest in London).

      • marielle sagt:

        Was verstehen Sie denn unter PC-Druck? Dass man in London nicht so schön ungehemmt gegen Ausländer hetzen kann wie in der Schweiz?

      • Romeo sagt:

        Nein, eher dass mann/frau aufpasst wie man was formuliert um ja nie niemandem zu verletzten.
        „Maedchen koennen auch gut autofahren“…
        zum Beispiel ist nicht PC…
        Capisce Carolina?

      • Romeo sagt:

        Nein, eher dass mann/frau aufpasst wie man was formuliert um ja nie niemanden zu verletzten.
        „Maedchen koennen auch gut autofahren“… ist zum Beispiel ist nicht
        wirklich PC…
        Capisce ;-)?

      • Carolina sagt:

        M & R: Sorry, aber Ihre Kommentare überfordern mich ….. Irgendwo hat irgendwer irgendetwas nicht so ganz kapiert, capisce…?

  • sibelius sagt:

    bei uns ist es umgekehrt, unsere kinder wollen praktisch nur unsere musik hören, und so sind sie bereits jetzt im alter von 6, 8 jahren experten in sachen progressive rock.

  • Werner Be sagt:

    Meine Kleine mochte mit 3 … 4 Jahren „Engel“ von Rammstein. Im Auto MUSSTE dieses Lied laufen. IMMER! 🙂
    Meine Frau hat’s gehasst 😉

    • Papperlapapi sagt:

      Ich höre durchaus mal „Turntiger, wir sind die Turntiger“ oder „tatü tata, tatü tata, wir sind bei der Feuerwehr“ oder sonstige Kinderwünsche und singe gerne auch mal mit den Kindern lauthals mit. Ich erlaube mir aber auch zu sagen: ich höre jetzt die Nachrichten oder Philip Maloney. Ich höre keine CD zweimal hintereinander.
      MÜSSEN und IMMER gibts bei mir nicht, da setze ich Grenzen.

  • mira sagt:

    – Wir haben zwei Autos, obwohl ich niemals auch nur eines haben wollte!

  • Nina sagt:

    Na ja. Also die Hälfte der Liste spare ich mir komplett, die empfinde ich als Folter. Und die andere Hälfte geniesse ich. Hab ich mir ja frei so ausgewählt. Aber natürlich, das Leben mit Kindern ist anders als das vor Kindern. Was für eine Erkenntnis.

  • SrdjanM sagt:

    Irgendwie… selbst schuld.
    Wir haben unsere Lebensweise nur dort angepasst wo es unabdingbar war, meistens aus praktischen, organisatorischen Gründen. Zum Beispiel auf Reisen, wo wir jetzt ruhigere Destinationen, Apartments und Ferienhäuser statt Hotels vorziehen.
    Dafür dann auch mal ohne Kinder weggehen.

    Man muss wirklich gut aufpassen… wenn man mal damit angefangen hat, das eigene Leben den Wünschen der Kinder zu unterordnen, können diese das gut spüren und entsprechend ausnützen.
    Am besten man bringt ihnen rechtzeitig bei das es immer und ein Kompromiss der verschiedenen Bedürfnisse aller Familienangehörigen geht.
    Da fällt mal auch ein Kindergeburtstag etwas bescheidener aus oder man verpasst den Sammichlauseinzug (überhaupt, was?!) ohne dass es gleich ein Weltuntergang ist…

    • Christoph Bögli sagt:

      Guter Einwand. Auch wenn man das gerne verdrängt, aber insbesondere kleinere Kinder sind ja nüchtern betrachtet im Prinzip rein egozentrische Parasiten, die nehmen, so viel sie nur irgendwie können, und es auf keinen Fall akzeptieren, wenn die elterliche Leistung hinter diesen Standard zurückfallen. Von Anfang etwas entspannt bzw. nachlässig mit den Wünschen der Kinder umzugehen ist darum durchaus sinnvoll, das lehrt ein gewisses Mass an Bescheidenheit und die Freude ist auch umso höher, desto dosierter das Verwöhnprogramm angelegt wird.

    • Alex sagt:

      Spannend was sich manche Eltern für einen Stress machen. Wieso die Dinge nicht einfach nehmen wie sie kommen… Etwas mehr Gelassenheit wäre manchmal wünschenswert. Mal kommen die Kids zu Ihrem Tam Tam, mal die Eltern.

      Und wenn der Globi im Auto läuft, na und? Da kommen Erinnerungen aus der eigenen Kindheit hoch, ist doch toll!

      • Chris sagt:

        Das sind die Ratschläge die ich hasse! Guter Alex, würdest du mir dies auf dem Spielplatz sagen, würde ich das Thema sofort auf Fussball lenken. Das Runde muss ins Eckige. So einfach ist die Welt. Aber nicht als präsente Mutter oder Vater!

  • Manuela sagt:

    Böse Eltern, wie sie ihre Kinder mit unnötigem Kruscht verwöhnen!

    Also ich tue all diese Dinge total gerne – ein bisschen für die Kinder und ein bisschen für mich, denn schöne Aktivitäten oder Kuchen mag ich selber ja auch. Und was mir zu viel ist, lehn ich auch mit dieser Begründung ab. Aber warum sollte ich als Mutter diese Dinge nicht wollen? Im Nu sind die Kinder groß und dann hab ich ja meine Ruhe.
    Nervig finde ich nur die Vorwürfe einiger hier, man verwöhne seine Kinder oder es sei etwas schlechtes, wenn man sich auf die Kids einstellt und man habe keinen Musikgeschmack, weil man Kinderlieder mit ihnen höre und mitsinge. Das ist nur Elternbashing und der Sinn davon erschließt sich mir nicht!

  • Alexander sagt:

    …und ist das nicht alles einfach WUNDERBAR!

    • Luise sagt:

      Haha! Also war extrem froh, als das alles endlich vorbei war. Jetzt: Ein Zimmer für mich, Ruhe am Morgen oder die Musik, die ich gern höre und die Enkel einfach nur dann, wenn es abgemacht ist. Aber all das verdient man sich mit all den oben beschriebenen, normalen Mühen.

    • Tinu sagt:

      Für mich ist ein grosser Teil davon nicht wunderbar. Denn obwohl ich meine Kinder liebe sind die Meisten im Blog erwähnten Dinge für mich absolut mühsame Pflicht. Und ich habe Mühe damit, dass viele Eltern ähnlich denken es aber nie zugeben würden. Wieso kann man sich das nicht mal eingestehen? Bin ich ein schlechterer Vater wenn unter 1 Stunde Fahrzeitk eine Kindermusik gehört werden darf im Auto? (Meine Kids fragen nie danach!). Ich nimm meine Tochter lieber mit zum Eishockey, als dass ich an ein Kinderkonzert gehe. Meint ihr sie wird eine schlechtere Kindheit haben deswegen? Und die Nummer beim Gemüse drücke ich selbst BEVOR meine Kinder überhaupt auf die Idee kommen zu zwängeln. Ich könnte noch so viel aufzählen. Ich habe übrigens ein super Verhältnis zu meine beiden Töchtern (3+6).

  • Monika sagt:

    Und wiso Ferienanlage mit Mini-Clup?? Ferien sind doch eine schöne Familienzeit. Eine Destination bei der Kinder und Eltern nicht zu kurz kommen findet sich. Bei mir kommt der Verdacht auf, dass Eltern die Mini-Clup buchen oft nicht wissen, was sie einen ganzen Tag lang mit ihren Sprösslingen anfangen sollen. Geschweige denn zwei Wochen lang… Dabei kann Mini-Clup auch erheblich Stress bedeuten – wie ich von befreundeten Paaren weiss. Kein gemütliches rumlungern nach dem Erwachen mit den Kleinen. Die Kinder haben Termine die sie nicht verpassen möchten und Mahlzeit Zeiten die sie einalten müssen. Schade um die verpasste gemeinsame Zeit und gemeinsamen Erlebnisse, die noch Jahre später gerne von den nun erwachsenen Kinder erzählt werden 🙂

    • Carolina sagt:

      Wieso nicht? Als wenn die lieben Kleinen 24 Stunden im Club wären….. Aber einen halben Tag lang super Dinge machen und dann auf entspannte Eltern treffen – das sind für mich und sie Ferien.

  • Kristina sagt:

    Mischpult und zwei Plattenspieler zu Weihnachten? War ja meine Idee…

  • Mia sagt:

    Das mit dem Hochheben und Wünschen, der Umzug sei endlich vorbei, kenne ich sehr gut. Wenn sich ein Kind jedoch Monate oder Jahre später noch daran erinnert und seine Augen leuchten, war es die Mühe wert, oder?
    Dasselbe gilt für die immer gleichen Kinderlieder, Geburtstage, etc.
    Man entscheidet ja selbst, wo es einem wirklich zu viel wird.
    Unser Leben dauert ca. 80 Jahre – wenn wir 15 oder 20 Jahre davon auf etwas verzichten, scheint mir das ganz i.O. zu sein.

    • Carolina sagt:

      Mal ganz davon abgesehen, dass ich hier überhaupt nicht das Gefühl von Opfer bringen hatte, sondern den heutigen Text eher augenzwinkernd verstanden habe, gebe ich Ihnen recht.
      Was habe ich mich jahrelang genervt wegen des Märlitrams in ZH – anstehen, Tickets besorgen, rotamässig Gschpänli mitnehmen (gut, dafür hatte ich das nächste Jahr frei) etc, und das alles für diese dreiviertel Stunde. Aber meine Kinder, die älteren fast erwachsen, reden heute noch davon und freuen sich, wenn sie das Ding in der Vorweihnachtszeit sehen.
      Im Rückblick werden manche Dinge übertrieben sein, manche haben sich aber auch definitiv gelohnt.

  • danifee sagt:

    Wirklich gigantisch, wie wir Eltern uns aufopfern, habe ich so noch gar nie bemerkt!?!

    Allein, die o.g. Dinge kann man als Eltern, wenn man denn will, alle vermeiden (ausser vielleicht das mit dem Schlitten, aber das sollte ja eigentlich eh Spass machen und Schwitzen tut man idR auch ohne Pimpf hinten drauf…).

    Kinder brauchen/wollen meist kein riesiges materielles Brimborium und vielleicht wäre es für das Lebensglück der Kinder besser, wenn die Eltern ganz einfach Zeit mit ihnen allein und in Ruhe (sprich: ohne unterhaltenden Event, Mini-Club, etc) verbringen, statt zweimal dämlich durch nen Laden zu rennen, um sie mit Plastikmüll „beglücken“ zu können?

    • Franz Vontobel sagt:

      „Pimpf“

      Nur so zur Info:
      „In der Zeit des Natio_nalsozialismus diente Pimpf ab 1933 als Dienstgrad für 10- bis 14-jährigen Mitglieder des Deutschen Jungvolks. Nach bestandener „Pimpfenprobe“ durften sie zur Jungvolkuniform außer Diensthose, Lederkoppel mit Koppelschloss, Braunhemd, Halstuch und Lederknoten auch den Schulterriemen und das HJ-Fahrtenmesser tragen.“
      –Wikipedia

      • k.miller sagt:

        In manchen Gegenden ist „Pimpf“ ein ganz normaler Ausdruck für kleine Kinder. Da gleich die Definition der Nazis herbeizuholen, ist etwas übertrieben. Zumal Wikipedia durchaus noch weitere Bedeutungen parat hat.

      • Franz Vontobel sagt:

        Jaja, und das ist auch kein Hakenkreuz, das ist eine hinduistische Swastika… geschenkt!

      • k.miller sagt:

        Nein Franz Vontobel, den Schuh ziehe ich mir nicht an. Diskussion auf dieser Ebene ist wohl überflüssig.

      • Franz Vontobel sagt:

        Symbole, Begriffe werden mit Bedeutungen aufgeladen – niemand kann eine Swastika verwenden, niemand kann fröhlich „Jedem das Seine“ rufen und niemand kann Jugendliche als „Pimpfe“ bezeichnen, und dann empört sein, dass er in einem zumindest befremdlichen Licht erscheint.

      • k.miller sagt:

        Mit diesem Kommentar kann ich mehr anfangen als mit dem Vorigen…
        Ich gebe dir Recht, dass man die Bedeutungen beachten muss. Aber so denke ich bei „Jedem das Seine“ noch immer zuerst an die alten Römer. Pimpfe war in der Kindheit ein durchaus gebräuchlicher Ausdruck (und das Umfeld war eher links als rückschrittsgläubig – evtl. war der „Pimpf“ lange vor der NS-Zeit ein ortsüblicher Begriff? Könnte sein). Ich will die Begriffe und ihre Bedeutungen nicht verharmlosen, im Gegenteil, aber ich bin gegen einen „Generalverdacht“ beim Gebrauch eines fragwürdigen Wortes. Vorsicht: ja, Aufklärung: ja (insofern war dein erster Kommentar ok), aber manchmal braucht es auch Nachsicht und auch etwas Gelassenheit. Sprache ist eine schwierige Sache und wir beherrschen sie unterschiedlich gut.

  • Heidi K. sagt:

    Es ist nicht einfach, Eltern zu sein. Opfer bringen – das ist alltäglich. Ich hätte nie geglaubt, dass ich das selbst mal machen würde, aber siehe da… ich bin nun selber so. Manchmal ist es sehr anstrengend, aber wenn ich dann sehe wie der Nachwuchs gedeiht und wie schön diese Aufgabe doch ist, dann bereue ich nichts. Im Gegenteil, ich würde es immer wieder so machen. Für seine Kids muss man einfach da sein, das ist unsere Pflicht. Sie haben ja auch niemand anderen sonst. Ich liebe alle meine Kinder und egal was ist, ich würde alles für sie tun. Soweit die Füsse tragen und noch viel länger und weiter…

  • p.l. sagt:

    Na und? Macht doch Spass zu sehen wie die Kinderaugen leuchten bei all den Sachen. Mache ich 1000 Mal lieber als in einer Disco mich zu besaufen.

  • Monika sagt:

    Ich finde halt, es wird zu oft übertrieben. Einen Geburtstagskuchen mit Kerzen, weil einmal Geburtstag und eine Feier ist doch genug. Im Kindsgi wie im Hort und bei weiteren Familienanlässen kann man sich einen Wunschzüni oder Dessert mit dem Kind ausdenken. Wiso muss der Besuch des Chlausumzugs, des Märlitramms und und und alles im selben Jahr stattfinden? Der nächste Advent kommt bestimmt. Für kleine Kinder ist die Vorfreude auf einen speziellen Anlass und das Nachschwelgen ebenso wichtig. Mit geruhsamer Zeit zum Basteln und gemeinsamen Guezle mit entsprechender Kinder CD. Die danach im Wohnzimmer auch wieder ausgeschaltet wird und im Kindenzimmer weiter gehört weden darf. Eltern müssen nicht alles mitmachen, was im Grossraum Zürich angeboten wird, nur weil befreundete Eltern teilnehmen

  • Rosa Grün sagt:

    Sie schliessen alle früheren Freunde aus Ihrem Leben aus, und freunden sich statt dessen mit den Eltern der Freunde Ihrer Kinder an…

  • dres sagt:

    Ferien in grosser Hotelanlage wegen Miniclub? Mir wird schlecht…
    Bei den meisten Aktivitäten kann man die Kids motivieren Dinge zu tun, die den Eltern auch Spass machen – bis zum Apéro und dieses definitiv nicht mit Milch. Und wer zu früh mit Skifahren beginnt und es vor allem selber nicht kann, der macht etwas falsch. Ich bin mit unserem Vierjährigen nach dreimal üben die Fis-Strecke runtergefahren. Bei den steilsten Stücken zwischen die Beine, sonst problemlos selbständig. Aber wenn ich da ab und zu Städter sehen, die schon Zweieinhalbjährige zum Skifahren nötigen, kann ich nur lachen… Ich weiss nicht, aber ich erkenne mich mal wieder nicht bei diesen Problemchen.

    • Franz Vontobel sagt:

      „Ich weiss nicht, aber ich erkenne mich mal wieder nicht bei diesen Problemchen.“

      Und was sie vor allem nicht erkennen, ist die offensichtliche Selbstironie hinter dem Text… die Konzentration an selbstgerechten Humorautisten in diesem Bl0g ist wirklich erstaunlich hoch!

      • sole sagt:

        @FV: Sie bringen das aber sehr schön auf den Punkt! „Selbstgerechte Humorautisten“ gefällt mir. 🙂

      • Carolina sagt:

        FV: und mal wieder: 😉
        Dres: Extra für Sie hätte wahrscheinlich unser ehemaliger Mitblogger Aug.ste den Titel ‚Hippiebus, Hippiebus …..‘ aufgelegt 😉

      • dres sagt:

        Selbstironie, jetzt muss ich tatsächlich grinsen. Bei dieser Opferliste geht es vermutlich doch eher um Dinge, welche gewisse Eltern tatsächlich machen. Und mit einem pseudowitzigen Beitrag und noch lustigeren Kommentaren wird dann halt ironisch gejammert. Das Resultat bleibt das Gleiche. Autistisch bin ich tatsächlich in dem Sinn, dass mir Jokertage, Massenchlausparties mit Milch, Backmarathons, Miniclubferien und Ähnliches ziemlich unberührt lassen.

  • Max sagt:

    Wohlstandsverwahrlosung nenn ich das.. Hört auf zu Jammern! Wer a sagt, muss b nehmen..

  • Marcel sagt:

    Die Sachen die im Blog beschrieben werden sind doch nur eine Beruhigung des immer existente schlechte Gewissen der Eltern. Wie ein Schult die wir versuchen abzukaufen indem wir alles mögliche und unmögliche machen für die kleinen. Und wenn wenn man die Sachen nüchtern betrachtet, sind sie gar nicht wichtig für die Kindern, sondern nur für uns Eltern. Für Kindern sind ganz andere Sachen viel wichtiger. Wir müssen nur erhausfinden was die sind. Jedenfall nicht ein aufwendig gebackener Kuchen.

    • Blanche Wu sagt:

      Für Kinder ist Kuchen an sich schon wunderbar. Ob er nun mit bunten Smarties verziert ist oder nicht, er muss einfach fein sein.
      Früher hat es uns Kindern schon genügt, wenn wir zum Bauernhof gehen durften die Tiere anschauen und evt. auch mal streicheln. Das höchste der Gefühle war, wenn man die Pferde putzen durfte. In den Zoo gehen war eigentlich nicht so wichtig, denn man kommt gar nicht so nah an die Tiere wie beim Bauernhof.
      Einige Kinder benötigen nicht mal grosse Events, sondern sind mit ein paar Murmeln und Bauklötzen glücklich und können sich Stunden verweilen. Oder mit Stäckli und Blätter aus dem Wald.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Wer stundenlang an Fasnachtsumzügen im Gedränge steht, tut das nicht für die Kinder. Für diese mässig berauschenden Attraktionen würde kein Kind von sich aus stundenlang im Gedränge stehen.

    Wer nur Kindermusik hört, hat selbst wenig Liebe zur Musik und keinen guten Geschmack. Kinder können sich für praktisch alle Arten von Musik begeistern so lange sie gut ist.

    Zum Skifahren lernen gibt es heute praktische Förderbänder für die Anfänger.

    Schlitteln – ok – das ist in den ersten Jahren anstrengend. Nachher sollen sie selbst den Schlitten ziehen.

    Alles andere: tu es aus Freude, oder lass es bleiben. Und wenn du Freude daran hast, dann spiel dich nicht als Opfer auf.

    • Franz Vontobel sagt:

      „Kinder können sich für praktisch alle Arten von Musik begeistern so lange sie gut ist.“

      Genau! Kinder sind berühmt für ihr natürliches und untrügliches Qualitätsbewusstsein… hahaha, aberschosicherscho! 😀

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich vergass zu sagen, dass dies nur auf Kinder mit Eltern von gutem Musikgeschmack zutrifft. Die haben das entweder genetisch geerbt oder sie genossen eine musikalische Erziehung, da ihre Eltern sich weigerten stetig denselben Einheitsbrei vorzusetzen.

        Selbstverständlich können das diejenigen nicht Eltern nicht nachvollziehen, deren Horizont nicht so weit reicht.

      • Franz Vontobel sagt:

        Na, dann kommen sie mal, sie Elite-Elter: was ist denn das genau für „gute Musik“, die ihre Kinder so gerne hören? Schönberg? Ligeti? Stockhausen?

        Erzählen sie mal!

      • Jeanette Kuster sagt:

        Oh Reincarnation, dazu kann ich Folgendes sagen: Wir sind grosse Musikliebhaber und haben eine wunderbare Musiksammlung zu Hause. Vieles davon lieben auch die Kinder. Trotzdem kommt meine Tochter manchmal aus dem Kindergarten nachhause mit neuen Lieblingsliedern wie Gangnam Style oder Barbie Girl. Der Einfluss von aussen halt… (Und meinetwegen dürfen sie das dann auch ruhig ab und zu hören, wenn sies sooo toll finden. Da muss ich halt durch. So wie meine Mutter früher etwa dreissig Mal am Tag denselben Stones-Song hören musste…darüber „beklagt“ sie sich noch heute. 😉 )

      • Reincarnation of XY sagt:

        Sie dürfen sich gerne mal in einem Einführungsseminar in gute Musik einhören… wenn sie das so sehr interessiert. Musik erfährt man allein durch das Hören. Namen zu nennen ist nicht mein Ding, das ist zu einseitig und missverständlich.
        Aber Stockhausen gehört ganz sicher nicht dazu. (Obwohl ich zugeben muss, mir nie die Mühe gemacht zu haben, das zu verstehen. Jedoch ist mir seine ganze Performance unsympathisch, sein Anspruch, sein Weltverständnis, seine Philosophie.) Kein Wunder ist das für praktisch für niemanden Musik in den Ohren (Und kein Wunder nennen sie ihn – bloss weil irgendwelche abgehobenen Kreise, ihn als „einen der bedeutendsten Musiker“ des 20. Jhd loben.)

      • tina sagt:

        roxy, kinder von eltern mit guten musikgeschmack haben einen psychoknacks, weil ihre eltern dermassen raushängen, dass sie DEN guten musikgeschmack haben, so dass die kinder sich aus purer resignation unterordnen. das gilt für alle bereiche, in denen eltern überzeugt sind, sie hätten es total drauf ;-). beware. unzulängliche eltern sind nicht selten eine wohltat für kinder. weil dann die kinder sein dürfen wie sie eben sind, anstatt ein abklatsch ihrer perfekten eltern

      • Franz Vontobel sagt:

        „Namen zu nennen ist nicht mein Ding, das ist zu einseitig und missverständlich.“

        Haha, genau… Sie könnten hunderte von Beispielen nennen, wenn ihnen welche einfielen, gell? 😛

        Und sie möchten also tatsächlich behaupten, Stockhausen sei keiner der bedeutensten Komponisten des letzten Jahrhunderts? Aber kühn etwas daherbrabbeln von anderen Leuten, deren Horizont beschränkt sei? Alles klar… 😀

      • Alpöhi sagt:

        Jeanette Kuster: Wobei „Barbie Girl“ gar nicht mal schlecht ist, sowohl was die Musikalität als auch was den Text angeht… Die beste Version davon ist übrigens von Postmodern Jukebox, da spielen sie „Barbie und Ken“ ganz fantastisch im Video: https://www.youtube.com/watch?v=4ReSV3CCRzg

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ha, ha, ha Tina – ja solche Leute guten Geschmacks kenne ich auch. Stilter ror. Nein Danke.
        Wir sind ein Haus der freien Gefühle und Geschmäcker. Dadurch entsteht Vielfalt.
        Dann sind wir auch äusserst empathisch. Das heisst, wenn jemand in der Familie Freude an einem Lied hat, dann teilen wir diese Freude (und erweitern so unseren eigenen Horizont.)

    • Alpöhi sagt:

      XY, die Aussage zu „guter Musik“ stimmt zwar. Aber mit Ihrem Kindermusik-Bashing disqualifizieren Sie sich selber.

      In unserem CD-Gestell finden sich dutzende hervorragende „Kindermusik-CD“ – und auch ein paar grässliche. Fug und Unfug gibt es aber auch bei der „Musik für Erwachsene“.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Selbstverständlich Alpöhi. Wir haben auch drei bis vier Kinder CDs, die unsere Kinder lieben. Interessanterweise hat sich bei unseren Kindern, aber doch die Musik durchgesetzt, die wir selbst lieben. Nicht alles, aber doch ganz schön vieles.
        Aber das ist halt nur möglich, wenn die Eltern selbst Liebe zur Musik haben und die Kinder viel (verschiedenes) zu hören bekommen.

      • Carolina sagt:

        Seien Sie mir nicht böse, RoXY, aber diese perfekte, tolle Welt mit diesen perfekten, unglaublich stilsicheren und klaren Eltern, die Sie da für sich beanspruchen: da klingeln bei mir sämtliche Alarmleuchten!
        Meine Musik ist meine Musik – der Musikgeschmack meiner Kinder ist mir relativ schnurz und wird sich wohl im Laufe der Jahrzehnte schon irgendwie etablieren. Und für meine Begriffe hat der heutige B..trag nichts mit Aufopferung zu tun – wir alle kennen das doch, dass wir Dinge, die wir nicht für möglich gehalten hätten, plötzlich selber machen. Das hört auch wieder auf und ist kein Grund, sich als etwas Besseres darzustellen……

      • Reincarnation of XY sagt:

        ich kann leider nicht mehr antworten – da alles geschluckt wird

      • mila sagt:

        Nun ja, man kann aber auch dem ‚Grässlichen‘ Vorschub leisten, indem man z.B. einjährigen Kindern freiwillig ‚Schlumpfen-Kost‘ u.ä. vorsetzt, noch bevor jeder Altersgruppendruck eingesetzt hat… So wird der erste Kindergeburtstag auch sicher zum Schlumpf-Dauerschlaufe-Horrorerlebnis für jeden Erwachsenen. 😉

        Im Übrigen denke ich, dass ich es in etwa so halten werde wie meine Eltern: mit einer ‚Mischung‘ beidseitiger Interessen. Und ja, zumindest in den ersten Lebensjahren ist man (siehe oben) mit-verantwortlich, an welcher Art von Kindermusik Kinder Gefallen finden. Danach wird es streckenweise zu einem (punktuellen) ‚Aushalten-Müssen‘ – aber es hat, umgekehrt, auch niemand gesagt, dass auf einer Autofahrt etc. nur Kindermusik laufen muss.

      • mila sagt:

        Schön fand ich dann in meiner Teenagerzeit, dass sich insbesondere unsere Mutter durchaus auch für ‚unsere‘ Musik begeistern konnte – auch dies zu teilen empfand ich als wertvoll. Wie umgekehrt die Erfahrung, durch die Musik unserer Eltern ein Stückweit geprägt worden zu sein. Es hat nämlich etwas generationsverbindendes, wenn man an Familienfesten, Taufen, Hochzeiten dieselben Lieder singt und dazu ausgelassen tanzen kann – zumindest in meinem Herkunfts-Kulturkreis ist das gang und gäbe. Bei Schweizern habe ich das zugegeben eher selten erlebt.

      • tina sagt:

        wie du siehst, mila, klappt das dank metallica selbst bei schweizern 😉

      • mila sagt:

        Stimmt 😉 – zumindest zwischen Eltern und Kindern. Aber ich spreche von Musik, die auch noch die Grosseltern querbeet einbezieht. Da scheiden sich in der Schweiz die Geister doch ziemlich entschieden (an der Ländler-/Schlager-Grenze auf der einen, und der Pop-/Rock-Grenze auf der anderen Seite; bei uns gibt es dagegen auch ein Daneben-Dazwischen, was nicht zuletzt einer bekannten Rockgruppe zu verdanken ist, die es geschafft hat, Modernes mit folkloristischen Klängen zu verbinden. Und auch die reine Folklore hat ihren Platz).

      • Reincarnation of XY sagt:

        @Kuster – Gangnam Style ist keine Kindermusik, sondern war ein weltweiter Hype – find ich immer noch cool. Zudem: Hoffentlich lass ich mich auch von dem begeistern, was meine Kinder mögen (sie haben ja auch einen guten Geschmack)
        Noch schlimmer als Teenies die nur Stones hören, sind Eltern, die nur ihrem alten Käse nachhängen und meinen, das allein wäre gute Musik.
        Dass man Kinder nicht unbedingt für vorgestrigen Sound begeistern kann, ist logisch.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina seien sie unbesorgt. Unser Stil ist für andere Leute absolute Stillosigkeit. In gewisser Weise zeichnet uns gerade ein absolutes Desinteresse für Stil aus.
        Bei Musik geht es mir in erster Linie um Freude, um Neugier und Erlebnis. Ich staune einfach, wie (unsere) Kinder überhaupt nicht das Bedürfnis haben nur einfältig, nervtötende Schlumpfmusik zu hören. Ich bin immer wieder absolut erstaunt, wie sie aus der Fülle, die absolut coolen Beats, knalligen Riffs, oder schönen Arrangements heraushören.

      • Carolina sagt:

        Ist das der Kommentar, den Sie noch hinzugefügt haben? Um ehrlich zu sein: er ist für mich nur mehr vom gleichen…… ‚Einführungsseminar‘, ‚gute Musik‘ etc etc – und als kleine (auch wieder leicht herablassend wirkende) Konzession an die ungebildeten Massen: ‚wir haben auch 3 oder 4 Kinder CDs….‘ Hmm.
        Aber keine Sorge: ich mache mir keine Sorgen! 🙂

  • mutter81 sagt:

    mir kommt da noch die pinguinparade im zoo in denn Sinn, am sonntag bereits um 10:45 vor dem jelmoli zu stehen um ganz sicher tickets für s märlitram am6.12 zu ergattern. und nach 3 umzügen: als letztes das kinderzimmer zu verpacken und als 1. in der neuen wohnung aufzustellen damit sie sich gleich zuhause fühlen….

  • Thomas Federlein sagt:

    Und was wollen Sie damit sagen? Dass wir Kinderlosen Mitleid habe müssen? Eltern mit Kindern noch mehr Raum und Priorität einräumen müssen als ohnehin schon? Ich habe ja nicht von Ihnen verlangt, den Geburtstag Ihrer Kinder gleich dreifach zu feiern, und wenn Sie Ihren Kindern den Unterschied zwischen deren und Ihrem Dessert nicht klar machen können, ist das auch nicht mein Problem. Also bitte, genug der ewigen Elterjammerei.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Thomas, wir jammern nicht, wir lachen darüber. Weil wir sehr wohl wissen, dass wir das alles freiwillig tun. (Mehrzahl deshalb, weil die Inputs für die Liste von verschiedenen Müttern & Vätern stammen.)

      • Thomas Federlein sagt:

        Das Jammern steht vielleicht nicht im Zentrum, aber es ist das Mittel, um letztlich sich selbst in der eigenen Opferbereitschaft zu überhöhen. Auch nicht viel positiver.

      • Carolina sagt:

        Auch Menschen, die sich einer gewissen Empörungspolitik hingeben (vor allem an Orten, an denen man sich fragt, was sie da wollen – Mamablog!), tragen gern den Keim einer Opferhaltung in sich….. Nur halt andersrum!

      • mila sagt:

        @Carolina: 😛

    • Samira sagt:

      Als Kinderlose bin ich froh keine Kinder zu haben, erst recht wenn ich solche Texte lese, da ich ganz bestimmt wenig Rücksicht auf meine Kinder nehmen würde und somit als Rabenmutter dastehen würde.
      Aber es liegt nicht an mir zu urteilen, dass sich Eltern in einem Elternforum austauschen und auch mal jammern.
      Ich jammere auch als mal über meinen Job, meinen Mann, meinen Garten und meine Tiere- und ich habe mir auch alles selbst ausgesucht….
      Also Thomas – lesen Sie wie ich mit und erfreuen uns daran, dass wir so und nicht anders entschieden haben.

  • diva sagt:

    «wir» tun alles, bloss nicht erziehen. «wir» machen uns zum wochenendaffen, damit wir unser schechtes gewissen beruhigen, weil von montag bis freitag die ruhe «erkaufen» indem wir unsere kinder an dritte delegieren.
    wenn ich denke, dass es früher familien mit 3, 4, 5 und mehr kinder gab, aber niemals dieses affentheater von heute. weil man kinder erzog, weil man sie sein eigenes leben einbezog und zwar richtig, weil die mütter nunmal zu hause waren und diese aufgabe übernommen und erfüllt haben. darum liebe jammer-karriere-machen-eltern: selber schuld!

    • tststs sagt:

      Ähm nope, dMueter und de Pape sind auf dem Feld am Arbeiten, Überwachungsapps gab es noch nicht, aber ledige Tanten und ältere Geschwister…
      Aber ich gebe Ihnen recht mit dem Affentheater; für das hatte früher wirklich niemand Zeit und Muse…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Immer wieder spannend zu sehen, wie bei jedem Thema irgendwie ein Grund gefunden wird, um arbeitende Mütter zu bashen.
      Es geht im Text übrigens darum, darüber zu lachen, nicht zu jammern.

    • mila sagt:

      Ach kommen Sie, Frau Kuster: Dass diva wirklich immer einen Anlass findet, um persönliche Traumabewältigung (i.e. ihre Erfahrung als ungewollt Alleinerziehende) in der Öffentlichkeit zu zelebrieren, indem sie pauschale Rundumschläge verteilt, das wissen wir doch mittlerweile schon zur Genüge… Ist ja auch wirklich hart, dass (wenn) es das Leben einem partout verunmöglicht, die eigenen Idealvorstellungen in ‚die Tat‘ und (Lebens-)Praxis umzusetzen. Und sie ist ja auch beileibe nicht die einzige hier, die eine solche Art der Psychohygiene auf Kosten der allgemeinen Leserschaft pflegt… 😉

  • Dieter Neth sagt:

    Ich hab jetzt voll das schlechte Gewissen! Wir haben nichts von alledem gemacht mit unseren drei. Aber dem Vernehmen nach haben sie sehr positiv besetzte Kindheitserinnerungen. Vielleicht ist dieser oben beschriebene Aufwand gar nicht nötig. Er ist bestimmt dann überflüssig, wenn man es nur unter Zwang macht und lieber was anderes tun würde. Aber gewisse Dinge gehen halt mit Kindern schlecht. Abendliches Ausgehen und Fernreisen gehören dazu. Aber auch sinnloses Rumgezicke und Streitereien wegen irgendwelchen Nichtigkeiten. Da helfen dann auch teure Geschenke und die Sammelbildchen nicht mehr, um dem Nachwuchs eine glückliche Kindheit zu vermitteln. (Eigene Erfahrungen damit liegen vor)

    • Cybot sagt:

      Da solltest du kein schlechtes Gewissen haben, sondern vielmehr ein gutes, weil du im Gegensatz zum Durchschnitt deine Kinder offenbar nicht so übertrieben verwöhnt hast, wie es heute offenbar üblich ist. Für mich klingt der ganze Artikel eher nach Hilfeschrei von Eltern, die ihre Kinder nicht unter Kontrolle haben.

  • Ylene sagt:

    Backmarathon, OK. Der Rest, nö. Meine Kleine hat mit 1.5 zu Enter Sandman in ihrem Autositzli geheadbangt.

    • Sakko sagt:

      Da kann ich nur beipflichten, meine Tochter „durfte“ auch immer mal meine Musik mithören. Heute, wenn wir ins Auto steigen, ist das erste was sie sagt:“Kannst Du bitte Heavy-Metal einschalten“? Wieso müssen es also immer Kinderlieder bis zum abwinken sein? Ich denke mal sollte bei allem immer einen gesunden Mix machen. Es darf sich nicht immer alles nur im die Kids drehen.

      • tina sagt:

        bei mir heissts „SCHALT DAS AB SCHALT DAS AB!!!!!!“. aber warum müssen sie auch meine musik mögen…. wir hören noch gern hörbücher im auto

  • Malena sagt:

    Opfer bringen/sein, das ist so ne Sache, damit habe ich leider einschlägige Erfahrungen. Ich finde, entweder tut man etwas für die eigenen Kinder (oder für andere Menschen, oder Tiere, die Gesellschaft, Umwelt, etc.), oder man lässt es eben bleiben. Etwas tun aber gleichzeitig ständig denken oder herumposaunen was für ein grosses Opfer man bringt (oder ist), ist nicht nur kleinlich und selbstmitleidig sondern auch ein fragwürdiges Signal an die Personen, welchen „zuliebe“ man es angeblich tut.

    • Reincarnation of XY sagt:

      ganz bei ihnen Malena – ganz bei ihnen

    • Alpöhi sagt:

      Zustimm! Dabei ist es ganz einfach: Fülle dein Haus mit Dingen, die du selber magst. Es gibt viele Kinder-CD, die ich auch als Erwachsener gerne höre. Dann ist „rauf und runter“ nebensächlich.

      Und das mit den Ferien im Hotel halte ich für eine Fake-Meldung: Familien mit mehr als zwei Kindern können sich Hotelferien nämnlich gar nicht leisten. Und gehen stattdessen in die Ferienwohnung, wo man wunderbar die Seele baumeln lassen kann.

      • Carolina sagt:

        Das Konzept Ferienwohnung habe ich, vor allem mit kleinen Kindern, nie so ganz verstanden – die Arbeit bleibt ja dieselbe, oder? Auch wenn man jeden Abend Fondue bzw SpagBol kocht, kochen muss man halt doch und den Rest – etwas heruntergefahren – halt auch…..
        Wir haben uns einmal im Jahr ein Kinderhotel in Oesterreich gegönnt (in der CH tatsächlich kaum bezahltbar) – einen halben Tag jeweils für uns allein bzw nur lesen oder abhängen, ohne Störungen. Und für den Rest des Tages hatten die Kinder Priorität. War wunderbar!

      • Nina sagt:

        Sehe das genau umgekehrt – in den Familienhotels ist mir viel zu viel Rambazamba. Und die kosten ein Vermögen! Ich bin im Alltag so eingespannt, dass ich es geniesse, mich in den Ferien so richtig meinen Kindern widmen zu können. Dann will ich nur Ruhe, Natur, Bewegung und Familienzeit. Drum geniesse ich die Freiheit in der Ferienwohnung! Wenn ich will, den ganzen Tag im Pyjama rumlaufen. Dann essen und das essen, was ich will. Nur wir vier (plus Gäste, falls gewünscht). Wenn ich nicht kochen will, kann ich ins Resti (wobei mir Kochen eigentlich gar nix ausmacht). Putzen kann man lassen. Aufräumen muss man ja nicht in den Ferien. Und unsere Kids scheinen das auch zu geniessen – hab immer den Eindruck, dass unsere Familienbande rundum erneuert wurden nach den Ferien. 🙂

      • tina sagt:

        carolina: wir waren immer auf campingplätzen in bungalows oder in apartments. und wir haben uns immer mit feinen sachen eingedeckt aber ich habe selten gekocht. wir snacken mehr so in den ferien. hotel wäre für mich des grauens.

      • Carolina sagt:

        Tja, so unterschiedlich sind die Leut‘ 🙂

      • Alpöhi sagt:

        Klar, das Hotel ist der einzige Ort wo Mutti nicht kochen muss. Aber: Dann wird einfach das Kochen ersetzt durch „Stress, damit wir es noch schaffen solange das Buffet offen hat“ 🙁 Im Gegensatz hierzu ist die Ferienwohnung der entspannteste Ort der Welt.

    • mila sagt:

      Um ehrlich zu sein, war es genau dieser Punkt, der mich im Verlauf der Schwangerschaft im Gespräch mit so manchen Bereits-Eltern am meisten genervt hat: die wiederholten Hinweise darauf, wie viele ‚Opfer‘ man für die lieben Kleinen zu erbringen hat, aber dass man das ja ‚gerne‘ tut. Ich denke, jedem halbwegs vernünftigen werdenden Eltern-Teil ist sehr klar, dass sich das eigene Leben notwendig (einschneidend) ‚umstellen‘ wird – spätestens mit der Geburt, teils auch schon im Zuge der Schwangerschaft. Für mich selbst habe ich aus besagter Genervtheit die Konsequenz gezogen, dass ich in Bezug auf mein Kind niemals von ‚Opfern‘ sprechen will – ob es mir denn auch gelingen wird, bleibt abzusehen…

      • tina sagt:

        hihi mila. ja darauf bin ich auch gespannt ;-). ich jedenfalls hatte ganz eine andere perspektive aus elternsein, bevor ich kinder hatte. beispielsweise schäme ich mich heute noch, dass ich WIRKLICH der ansicht war (bevor ich kinder hatte!), manchem bengel gehöre doch einfach mal eis ad ohre. grässlich. und ich war bereits schwanger, als ich diese grässliche haltung hatte

  • Hans Hintermeier sagt:

    Wir essen Breichen fertig, weil man keine Lebensmittel wegwirft… Laufen mit fleckigen Kleidern rum, weil wir wieder Mal nicht geschnallt haben, dass die Kleinen grad die Hände an uns abgewischt haben… (Ich nehme es aber gerne mit Humor, hab es ja als Kind nicht anders gemacht. Das ist der Lauf der Dinge!)

    • Jeanette Kuster sagt:

      Oh ja Hans Hintermeier, ich merkte gerade letzte Woche auf dem Weg ins Büro, dass jemand mir die ganze Zahnpasta an die Strickjacke geschmiert hatte. Netterweise nur vorne am Ärmel, das liess sich durch Umkrempeln leicht verstecken. 😉

      • Hans Hintermeier sagt:

        Das Lustige ist ja, dass man die Flecken erst sieht, wenn sie trocknen, z.B. im Büro! Ich habe es dann so gemacht, dass ich das Hemd jeweils ausziehe, wenn ich über Mittag nach Hause komme (meine Frau sagt, es ist dann, als ob Bruce Willis am Tisch sitzt von „Stirb langsam“ wegen dem fleckigen Unterleibchen und natürlich wegen meinen Muskeln!). Wenn die Kinder gegessen, respektive den Tisch verlassen haben, sofort ihre Hände und Mund waschen, bevor sie etwas berühren (ist nicht immer gelungen, die Wände sprachen Bände bezüglich unseren Essgewohnheiten!)

      • tststs sagt:

        Sie haben dann wenigstens Ihre Kiddies als Ausrede/Erklärung… kann ich bei meinen Zahnpastaflecken nicht bringen 😉

      • Jeanette Kuster sagt:

        Haha, das stimmt. Man kann alle Flecken auf die Kinder schieben, solange sie noch klein sind. 🙂

  • Raphael Diethelm sagt:

    Wir synchronisieren unseren Schlafrhythmus mit jenem der Kinder – und gehen auch mal um 21 Uhr ins Bett.

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