«Viele glauben, dass Sex völlig technisch abläuft»

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«Händ er bumst?»  – Eine der Fragen, die die «Amateur Teens» beschäftigen. Quelle: Youtube

Der Film «Amateur Teens» (benannt nach einer Sparte Internetpornos) des Schweizer Regisseurs Niklaus Hilber läuft derzeit in den Schweizer Kinos. Das Drama um vierzehnjährige Sekundarschülerinnen und -schüler in Zürich setzt sich schonungslos, aber ohne Mahnfinger mit dem Alltag unserer Teenager auseinander – und gewann damit am Zurich Film Festival den Publikumspreis.

Im Film geht es um die Geschichte eines Mädchens, das neu in eine Klasse kommt und dort gemobbt wird. Dabei spielen Gruppendruck, Sex und natürlich auch die sozialen Medien eine zentrale Rolle. Wie real ist diese Geschichte eigentlich? Martin Graf, Schulsozialarbeiter in einem Stadtzürcher Schulhaus, hat sich für den Mamablog den Film angeschaut und ihn mit seiner Realität verglichen.

Wie hat Ihnen der Film gefallen?

Er ist sehr gut gemacht und wirklich nahe an der Realität. Für meinen Geschmack sind die Internetpornoszenen zu ausführlich und zu ausgiebig dargestellt, die Hälfte hätte auch gereicht. Ansonsten ist das Thema Sexualität zwar in extremer Form, doch sehr gut aufgenommen, ebenso die dazugehörende Unsicherheit und der gesteigerte Gruppendruck durch die sozialen Medien.

Ist die Realität der Teenager heute wirklich so anders als noch vor zehn, zwanzig Jahren?

Ja, absolut. Sex als Mittel, Macht auszuüben und sich selbst darzustellen, hat durch die Werbung und die sozialen Medien enorm an Stellenwert gewonnen. Und zwar ohne dass gleichzeitig eine entsprechende Aufklärung stattgefunden hätte. Viele glauben aufgrund der Filmchen im Internet, dass Sex völlig technisch und ohne Emotionen abläuft und dass Frauen das gerne haben. Damit werden falsche Rollenbilder also quasi noch zementiert. Mobbing gab es auch schon früher, wir sind Herdentiere, die in einer Hierarchie miteinander verbunden sind. Doch durch die sozialen Medien haben sich deren Reichweite, Heftigkeit und Auswirkungen vervielfacht. Unter anderem, weil viel über Bilder läuft und Bilder bekanntlich eine enorme Kraft haben.

Wir Eltern haben ja oft keine Ahnung davon, was eigentlich mit unseren Kids läuft, wir kennen ihre Realität kaum, auch wenn wir das gern meinen. Mit Vierzehnjährigen ist es erfahrungsgemäss recht schwierig, ein Gespräch über Sex, Drogen und soziale Medien zu führen. Was tun?

Es stimmt, dass ihnen das Reden über solche Themen oft peinlich ist. Aber sie sind auch sehr neugierig und hören gut zu, selbst wenn sie es nicht zeigen. Wir können und sollen deshalb auch über schwierige Themen reden. Am besten daheim, im alltäglichen Gespräch, ganz nebenbei und natürlich. Ich empfehle den Eltern, ihren Kindern von eigenen Erfahrungen zu erzählen, natürlich nicht im Detail, aber mit Betonung auf emotionale Aspekte wie Angst oder Unsicherheit.

Wie kann ich als Mutter sonst noch Einfluss nehmen?

Jugendzeitschriften können hilfreich sein. Wieso nicht einmal die «Bravo» herumliegen lassen? Besonders gelungen finde ich die Seite Feel-ok.ch: Sie nimmt alle möglichen Fragen rund um Drogen, soziale Medien, Gesundheit und Körper auf und ist auch für Eltern interessant. Zudem können Jugendliche hier ihre Fragen anonym stellen und bekommen innerhalb kurzer Zeit eine persönliche Antwort. Es lohnt sich, den Kids diese Seite mal zu zeigen und gemeinsam darin zu stöbern. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist die Seite Lilli.ch, die sich mit allen Fragen rund um Sexualität auseinandersetzt.

Viele Lehrpersonen sehen sich den Film mit ihren Klassen an. Dazu bietet der Filmverleih auch Material zur Vorbereitung an. Was halten Sie davon?

Ich finde das toll. Wenn Lehrpersonen eine Vor- und Nachbereitung bieten, ist das eine sehr gute Gelegenheit, wichtige Themen wie Gruppendruck oder die erste Liebe zu besprechen. Denn gemäss meiner Erfahrung kommen solche Fragen im Schulalltag oft zu kurz. Dabei lassen sie sich gerade in 3.-Sek-Klassen ausgezeichnet in die Fächer Deutsch oder Mensch und Umwelt einbinden. Es freut mich, wenn all diese Themen nicht nur einmalig abgehandelt werden, sondern wie in anderen Fächern auch immer wieder aufgegriffen und vertieft werden, sobald man spürt, dass Bedarf besteht.

Sind die Lehrpersonen selbst eigentlich gut genug vorbereitet, um mit den Alltagssorgen ihrer Schüler umzugehen?

Meiner Meinung nach können wir Erwachsene uns im Bereich der Wahrnehmung immer weiter verbessern. Teenager erzählen in der Regel nicht, was läuft. Fast alles machen sie untereinander ab. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Lehrpersonen gut darin ausgebildet sind, Symptome wahrzunehmen. Sei das anhand von Leistungen, die plötzlich abfallen, von Gruppen, die sich neu formieren, oder wenn Schüler plötzlich häufig fehlen etc. Ihr naher täglicher Kontakt zu den Schülern kann bei der Erkennung einer Problemlage sehr massgebend sein. Eine gute Zusammenarbeit im Schulteam und bei ihren unterstützenden Fachpersonen ist dabei stärkend. Das Wissen, wie reagiert werden kann und dass gemeinsam Lösungen angegangen werden, ist wichtig. Denn wer nicht weiss, wie handeln, hat Angst und schaut eher weg.

 martin grafMartin Graf ist 38 Jahre alt, wohnt seit 20 Jahren in der Stadt Zürich und hat zwei Kinder. Er ist Sozialarbeiter FH und arbeitet als Schulsozialarbeiter bei den Sozialen Diensten der Stadt Zürich.

131 Kommentare zu ««Viele glauben, dass Sex völlig technisch abläuft»»

  • hier noch ein Film zum Thema im SRF!!!

  • Alpöhi sagt:

    ML, ich habe Sie durchaus verstanden: Ehe und Liebe und Se.xualität seien drei Paar Schuhe, die nicht viel miteinander zu tun hätten.

    Allein, ich teile Ihrer Meinung nicht.

  • Peter Hammer sagt:

    Welch verklemmte Diskussion!

    So kommt es denn halt, dass männiglich zu Hause den romatisch-treuen Liebhaber geben muss, der nie im Leben zu einer Prostituierten gehen würde, weil Sex ja nur in einer liebevoll gefestigten Beziehung möglich ist und es sonst zu Hause nicht einmal mehr schlechten Sex geben würde. Da ist der Weg zur Dirne dann halt oft nicht mehr weit, weil einem da punkto Sex ohne Moralin etwas geboten wird, was es zu Hause meist so nicht gibt: Sex aus Spass an der Freud ohne Wenn und Aber. Und die Frau zu Hause darf weiter ihren verklemmten Träumen romantisch- monogamer Liebe nachhängen.

    • mila sagt:

      Haha, fragt sich nur, ob die Frau in dieser Konstellation tatsächlich von Romantik und Monogamie vor sich hin träumt. Oder nicht doch ziemlich ‚lustvoll‘ einem eigenen Seitensprung nachgeht – allerdings, in der Regel, ohne dafür bezahlen zu müssen. Zumindest statistisch betrachtet liegt die Wahrscheinlichkeit eines solchen (Paar-)Szenarios nahezu fifty-fifty auf, bzw. nahe…

      Aus meiner persönlichen Sicht ein beidseitiges lose-lose, aufgrund der damit verbundenen Heimlichkeit. Wobei für manche/n ja der Reiz explizit im ‚Verbotenen‘ liegt. Nur sollte man(n) sich bezüglich der potentiellen Beidseitigkeit keine allzu grossen Illusionen machen.

      • Sportpapi sagt:

        Diese Statistik unterliegt einem logischen Fehler. Aber was sicher stimmt ist, dass Frauen in der Regel nicht bezahlen müssen. Weil halt doch vermutlich mehr Männer auf der Suche sind.

      • mila sagt:

        Welche Logik meinen Sie, SP? In den neueren Fremdgeh-Statistiken, die mir geläufig sind, sind die Frauen nicht signifikant weniger ‚aussenhäuslich‘ engagiert – teils sogar häufiger (auf diesen Umstand bezog sich das fifty-fifty). Fraglich ist (eher), ob früher nicht mehr gelogen wurde bei solchen Erhebungen. Respektive, ob die Pille (auch in dieser Hinsicht) tatsächlich zu einer ‚Befreiung‘ der weiblichen Sexualität geführt hat.

      • Sportpapi sagt:

        Solche Statistiken sind mir nicht geläufig. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, aus welchen Daten solche Studien aussagekräftig erstellt werden sollten.
        Der logische Fehler besteht darin, anzunehmen, dass gleich viele Männer wie Frauen involviert sind, nur weil es in der Regel einen Mann und eine Frau betrifft.

      • mila sagt:

        Dann googeln Sie mal… Es gibt bei Interesse zahlreiches ‚Material‘, erhoben auf unterschiedlichen ‚Studienwegen‘. Leicht zu finden, und immer mal wieder in den Medien kolportiert.

        Aber ja, so (ein Mann – eine Frau) war es tatsächlich nicht gemeint von meiner Seite.

      • Sportpapi sagt:

        Gut, ich habe gegoogelt. Und bleibe bei meiner Skepsis. Da sind Partnerschaftsagenturen, Männer- oder Frauenzeitschriften, usw. die aus ein paar Hundert Antworten abenteuerliche Statistiken machen. Und abenteuerliche Erklärungen finden. Obwohl die Ergebnisse stark auseinander gehen bis widersprüchlich sind.

      • mila sagt:

        Nun, vielleicht wären Sie weniger skeptisch, wenn Sie in den (bisweilen zweifelhaften) ‚Genuss‘ kämen, so manchem Frauengespräch ‚im Vertrauen‘ zu lauschen. Respektive, wenn Sie zuzüglich bedenken, dass viele Frauen bei einer Trennung/Scheidung bereits einen neuen Partner in petto haben. Der kommt nicht etwa von ungefähr, beziehungsweise wird mit dem Trennungstermin ‚geliefert‘. Sondern war schon vorher da.

        Unschöne Realität in Mannsohren, ist aber oft so. Daher bin ich durchaus geneigt, der Tendenz dieser Statistiken hinsichtlich einer Annäherung an fifty-fifty zu glauben. Wenngleich damit nicht unbedingt etwas über die Häufigkeit der Seitensprünge ausgesagt wird, sondern ’nur‘ über die Prozentzahl derjenigen, die schon mal in Beziehungen fremd gegangen sind oder aktuell fremd gehen.

      • mila sagt:

        Vor diesem Hintergrund würde ich es mir als Mann jedenfalls gut überlegen, ob mir das bisschen Spass im Bordell ‚es‘ im Zweifelsfall wirklich wert ist. Unter Umständen bezahle ich nämlich doppelt: zunächst für die sexuellen Dienstleistungen, später für Kinder- und Frauenalimente (nachdem die äusserhäuslichen Aktivitäten womöglich ‚aufgeflogen‘ sind – trotz aller Kaschierbemühungen). So wird aus einem Prahlhans wie Peter Hammer am Ende eine verbitterte Existenz, die sich darüber beklagt, dass es sich die Ex-Frau auf seine Kosten mit dem neuen Partner (der nicht in die Pflicht genommen werden kann, ausser bei Heirat) gut gehen lässt…

        Aber wie immer gilt: jedem das seine.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Eigentlich bin ich ja froh, dass ich nicht Ihr Frauenbild habe. Obwohl ich ja durchaus sehe, dass ein gewisser Frauentyp mit der Trennung so lange wartet, bis ein neuer Versorger da ist. Aber wär will schon etwas mit so unselbstständigen Frauen zu tun haben.
        Ehrlich gesagt bin ich auch froh, muss ich keinen solchen Männergesprächen lauschen. Tatsächlich weiss ich aktuell von keinem Fremdgänger. Und wenn, dann sicher nicht, weil er/sie das im Freundeskreis erzählt, sondern weil es im kleineren Rahmen aufgeflogen ist.
        Zuletzt: über die ganzen Alimentengeschichten darf man sich trotzdem aufregen, zumal ja die Schulfrage eigentlich nicht mehr gestellt wird. Und man wundert sich immer wieder, wie Frauen (oder hin und wieder wohl auch Männer) Sex völlig unwichtig finden – ausser er findet unehelich statt…
        Weshalb finden Sie eigentlich, Hammer sei ein Prahlhans?

      • Sportpapi sagt:

        Schuldfrage natürlich.

      • mila sagt:

        Nur damit wir uns richtig verstehen: weder halte ich die gängige Alimenteregelung für durchweg fair noch für über alle Zweifel erhaben – das habe ich in der Vergangenheit oft genug angemerkt. Und nur weil ich darauf hinweise, dass es so manche Frauen gibt, die eine Partnerschaft erst dann auflösen, wenn der Nachfolgepartner schon in Erscheinung getreten ist, habe ich mE kein ‚problematisches‘ Frauenbild – ich kenne einfach mehrere solche Fälle im erweiterten Umfeld, oder höre von ihnen. Im Übrigen auch von denjenigen Fällen, wo der Mann hinter dem Rücken der Frau ins Bordell geht oder Affären unterhält (meine Partner haben mir immer gesagt, dass sie im Bekanntenkreis genug solche Geschichten mitbekommen, näher habe ich mich allerdings dafür nie interessiert – wie mich auch die Frauengeschichten im Grunde nicht interessieren, aber bisweilen werden sie einem ungewollt aufgedrängt oder kolportiert).

        Die Sache ist vielmehr die: die meisten Frauen haben genauso ihre sexuellen Bedürfnisse wie Männer, sie sind qualitativ/quantitativ einfach womöglich etwas anders gelagert. Auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ist in meinen Augen individuelle Paarsache – wer ‚Einzellösungen‘ ohne Absprache sucht, wird im Zweifelsfall dafür eine persönliche (oder eben allenfalls auch finanzielle) Quittung bekommen. Also nix von wegen verklemmt und zwingend romantisch-monogam – das ist für mich im Umkehrzug ein äusserst verqueres Frauenbild. Daher der Prahlhans, in Bezug darauf, dass solche meinen, nur sie hätten ein Bedürfnis nach moralinfreiem Sex nach Lust (und Laune). Dazu sage ich nur: deine Frau könnte ein weit unbekannteres (sexuelles) Wesen sein, als du glaubst oder nur schon zu ahnen in der Lage bist. Aber wenn Du nicht nachfragst, nicht auf sie eingehst, wirst du es nie wissen (umgekehrt selbstredend auch). Ein anderer/eine andere könnte dann der/die lachende Dritte sein.

      • mila sagt:

        Oder kürzer gesagt: wessen Frauenbild nur ‚Heilige‘ (Ehefrauen/Mütter) oder ‚Huren‘ (angeblich ‚freizügigere‘ Geliebte/Prostitutierte) kennt, hat von Frauen keine Ahnung. Die ‚Wahrheit‘ ist, wie so oft im Leben, unendlich vielschichtiger.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, runtergerutscht.

    • Alpöhi sagt:

      PH, mir erschliesst sich gerade nicht, was Sie meinen. Meine Frau und ich haben jedenfalls viel Spass an der Freud… U.a. aus den Gründen, die mila aufgezählt hat.

      Mit eigenen Worten würde ich so sagen: Mit der Zeit türmen sich Fehler, Verletzungen und Missverständnisse zwischen zwei Menschen auf. Zwei Liebende tun gut daran, diesen Berg kontinuierlich abzutragen / aufzuräumen. Sonst versperrt er irgendwann die Sicht auf den Menschen, den man liebt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Idee, das Konzept Ehe/ Familie mit der romantischen Liebe zu verbinden, ist historisch relative jung und beginnt mit der Industrialisierung ab 1870.

      Nach knapp 150 Jahren muss man es gesellschaftlich als gescheitert betrachten, denn
      1. Das Hauptziel, die identische Reproduktion der Bevölkerung wird weit verfehlt, u.a. weil
      2. die Ehe bezogen auf den Reproduktivitätszyklus viel zu spät eingegangen wird
      3. das Ideal der Treue sich langzeitlich zu fast 100% als Illusion erwiesen hat und u.a. deshalb
      4. die Trennungsrate in der Gegend 50% liegt.

      Ein Blick durch die Weltliteratur seit der Antike zeichnet ein Bild des Nebeneinander von Familie, Liebe und Sexualität.

      Auf dem Hintergrund halte ich es für unpassend, Kinder auf dieses völlig verfehlte Ideal einzustimmen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Prostitution ist u.a. deshalb so dominant in der Kulturgeschichte, weil von der griechischen Antike bis zum späten Mittelalter die aussereheliche Sexualität verboten war, eine Heiratserlaubnis aber nur freie, wirtschaftliche selbstständige Männer, also eine Minderheit, erhielten. So blieben der Mehrheit nur Prostitution und Vergewaltigung, ein Standard in den ständigen Kriegen.

        Theoretisch hätte der Prostitution ab 1870 der Boden entzogen sein können, stattdessen blüht sie, trotz hier in der Schweiz horrender Preise. Es muss also ein sehr dediziertes Bedürfnis bestehen. Ein Blick in die Kontaktbars zeigt dann auch, dass ca. die Hälfte des Publikums aus für heutige Verhältnisse jungen Familienväter um die 40 besteht. Das ist der Preis eines verfehlten Ideals.

      • tina sagt:

        ich halte treue überhaupt nicht für überidealisiert. aber ich halte diese extrem hohen anforderungen an perfekte partner fast für gefährlicher (und zwar nicht nur für junge leute), als youporn undso. ich persönlich bin überzeugt, dass gerade junge leute sehr sehr bewusst ist, dass p0rnos und spielfilme mit gewalt nur show sind. aber dieses bild von idylle, die zum beispiel auch soziale netzwerke subtil sähe, das halte ich für heikel. ich bin sehr wohl der meinung, dass man es sich (gerade hier und heute) idyllisch einrichten kann im leben, durch die bereits erwähnten „mentalen wegweiser“, die ja auch für christliche und andere gläubige menschen überall etwa die selben sind (achtung, rücksicht, verantwortung, positives beisteuern, sich einbringen). aber dieses bild, das facebook zum beispiel abgibt, diese permanente flut von leuten an schönen stränden, umgeben von schönen menschen, lachend. man könnte den eindruck bekommen, allen um einen herum gehts permanent blendend

      • tina sagt:

        aber vorallem scheint dieses permanent-blendend-gehen an oberflächlichste dinge geknüpft.
        so ein bisschen wie wenn man nur die schönen blumen in den gärten zu sehen bekommmt, rundherum, und man selber muss den kompost gerade umgraben. es stinkt, es ist anstrengend und eklig. dabei ist gerade das die grundlage dass schöne blumen wachsen

      • Alpöhi sagt:

        ML, Sie zeichnen ein armseliges Bild. Ich finde: Der Umstand, dass Sie (und zahlreiche Andere) das Ideal nicht erreichen, macht das Ideal noch lange nicht ungültig.

        Das Ideal der romantischen Liebe (oder besser: von zwei halben Menschen, die erst miteinander ganz werden) finde ich schon bei den Chinesen im Yin und Yang, und auch ganz vorne in der Bi.bel bei Adam und Eva. Es handelt sich also um ein uraltes archetypisches Bild. So ist die Liebe eigentlich gemeint.

        Warum klappt es denn nicht? Vielleicht hat das etwas mit der Geschichte vom Sün.denfall zu tun? Also lautet die Aufgabe: Wie kommen wir wieder in die ursprüngliche Schö.pfungsordnung? – Ihr Pfarrer kann Ihnen, wenn er gut ist, hierzu weiterhelfen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Alpöhi, Sie haben mich nicht verstanden. Es geht mir nicht um die Liebe an sich, die ist unverwüstlich. Es geht darum, dass diese
        1. nicht als (alleinige) Grundlage für die Ehe/ Familie taugt und
        2. nur lose mit Sexualität korreliert ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Suche nach dem perfekten Partner ist doch nur eine Konsequenz der Ideologie Konsumgesellschaft, vergemeinschaftet mit professioneller Werbung. Die will uns einreden, permanent nach dem Besseren zu suchen und möglichst nie zu finden, aber fortwährend zu probieren.

        Mit 18-19 findet man den passenden Partner an jedem beliebigen Wochenende und was nicht passend ist, macht man sich im Laufe der nächsten Jahre passend. Ab 25 geht das nicht mehr, da ist die Sozialisation zu weit fort geschritten.

    • Sportpapi sagt:

      Nun ja, wie gesagt, ich bekomme solche Gespräche nicht mit. Will es auch nicht. Ob es zu den „Einzellösungen“ immer Alternativen gegeben hätte, die nicht Verzicht lauten, möchte ich aber doch bezweifeln.
      Und die Aussagen von Hammer empfinde ich persönlich als prägnant und provokant. Und vielleicht weiss er wirklich nicht so viel von der Natur der Frau und schiesst folglich daneben. Den Prahlhans sehe ich aber nicht.

  • Dieter Neth sagt:

    Ist es nicht so, dass noch jede Generation diesbezüglich selber den Rank gefunden hat? Zumindest ist die Menschheit noch nicht ausgestorben. Wenigstens hier sollte man man doch die Jungen noch selber etwas entdecken lassen, es gibt ja sonst kaum noch was was nicht verboten ist – oder teuer. Den ganzen Verhütungskram ist ja überdies Schulstoff. Also ich glaube, dass Heftli hier völlig überflüssig sind. Sogar im Fernsehen kann man fündig werden: Teen Mom auf MTV. Zumindest unsere drei wurden davon nachhaltig beeindruckt. Denn ausser einer Krankheit ist eine unerwünschte Schwangerschaft das Schlimmste was beim Sex daneben gehen kann. Da spielt das bisschen Mobbing und die üblichen Anlaufschwierigkeiten keine Rolle. Schlecht in dieser Beziehung finde ich immer auch Umfragen wie: „Durchschnittlich ist das „erste Mal“ im Alter von XX Jahren“ Als ob da jemand die Wahrheit sagen würde. Aber die etwas, nunja „langsameren“ unter uns kriegen die Idee, es stimme etwas nicht. ( Eigene Erfahrungen liegen vor)

    • Huckleberry sagt:

      „Denn ausser einer Krankheit ist eine unerwünschte Schwangerschaft das Schlimmste, was beim Sex daneben gehen kann.“ Ich denke das Schlimmste, was beim Sex „daneben gehen kann“ sind Grenzüberschreitungen und die damit verbundene Machtlosigkeit. Es prägt die weitere Sexualität oft ein Leben lang, im Gegensatz zu einer Schwangerschaft allerdings einzig und allein negativ.

    • Stanislaus sagt:

      @Dieter Neth: Einverstanden. Diese Alten sollen sich nicht überall einmischen. Heute ist das schon fast ‚manisch‘ geworden. Wie überbehütet. Die Jungen sind fähig, diese Dinge selbst zu entdecken. Und gemäss ihrer individuellen Zeit.

    • Widerspenstige sagt:

      Huckleberry, das sehe ich ähnlich, dass Grenzüberschreitungen weit tragischere Folgen mit sich ziehen können (nicht immer müssen), vorallem im psychischen Bereich. Natürlich ist auch eine ungewollte Schwangerschaft für eine Frau etwas Einschneidendes und Tragisches, was keineswegs weniger Einfluss auf die psychische Verfassung haben kann. Sie kann jedoch Mittel und Wege finden, je nach Lebenssituation und Glauben, wie sie damit klar kommen kann.

  • Stanislaus sagt:

    „Viele glauben, dass Sex völlig technisch abläuft“; So von aussen gesehen, etwa als neutraler Extraterrest, wirkt Sex auch sehr technisch. Was machen diese Menschen auch für komische Bewegungen und Geräusche dazu. Extraterresten vermehren sich ev. auch ungeschlechtlich. Und haben in sich noch nie diese tanzenden, kribbelnden Hormone gespürt.

  • Michael sagt:

    Pff… Schweizer Remake des 90er-Jahre Films „Kids“. Nur war Kids nicht so emo-dramatisch, dafür besser.

  • pepe rocnini sagt:

    der titel stimmt durchaus wenn man das auf die Gründerin von mama blog bezieht – schon komisch ;-

  • Martina sagt:

    Ich habe den Film vergangene Woche im Kino gesehen. Die ersten zwei Drittel des Films haben mich begeistert. Die Umgangsweise der Jugendlichen, ihre Sprache, ihre Selbstinszenierung – selten habe ich einen Film gesehen, der dies so authentisch und stimmig darstellen konnte.
    >> Achtung Spoiler! <<
    Der grosse Bruch im Film kam für mich nach der Szene jenes verhängnisvollen Abends, an welchem ein Mädchen mit fünf Jungs schläft, bzw. von ihnen vergewaltigt wird.
    Die Reaktionen danach haben NICHTS mit dem zu tun, was tagtäglich überall passiert: Ein solches Ereignis – und tragischerweise unabhängig davon, ob Gewalt involviert ist oder nicht – hätte die extreme Stigmatisierung, die totale soziale Ausgrenzung und praktische Vernichtung des Mädchens zufolge.
    Nirgends, an absolut keiner Schule in der ganzen Schweiz, würde ein Mädchen dafür gefeiert werden, oder Anerkennung ernten.
    Warum dieser Film bei der Abbildung dieser Zustände so komplett versagt hat, ist mir bis jetzt ein Rätsel.
    Gerne hätte ich mit Niklaus Hilber, dem Regisseur, persönlich Kontakt aufgenommen.
    Sein filmisches Porträt ist in allen anderen Belangen so feinfühlig und exakt, dass ich einfach nicht glauben kann, dass er in dieser Hinsicht einen solch krassen blinden Fleck hatte?
    Die "normale" Reaktion wäre die, dass Lara innert Stunden "Die grösste Nut*e die rumläuft" wäre.
    Diese "billige Schlampe" und "dreckige Hu*e", im übrigen würden sie gerade die gleichaltrigen Mädchen noch stärker als solche betiteln, als die Jungs.
    Aber auch die Reaktionen von den Jungs im Film ist völlig falsch abgebildet: Sie müssten das Mädchen nach einem solchen Vorfall so degradieren und zu einer Hu*re machen, damit sie sich besser davon überzeugen können nichts falsch gemacht zu haben. Sie wollte es ja, sonst hätte sie halt nicht das und das machen / sagen / anziehen dürfen!
    Gerne würde ich den Regiesseur fragen, weshalb er die Chance, diese schwierige und wichtige Thematik sensibel darzustellen verpasst hat, bzw. was der Gedankengang dahinter war.

  • Greatsheep sagt:

    Also die Kinder wissen zwar dass es Bravo gibt, aber das ist für sie untere Schublade. Tönt vielleicht arrogant, aber sie finden, dass sie Anspruch auf echte Infos haben. Kommt wahrscheinlich davon, weil wir immer schon informiert haben auch bei heiklen Themen wie Tod, Sexualität, Depressionen, Mord etc. Kein Wischiwaschi sondern darum und warum, ehrlich und offen und halt auch mal sagen, dass etwas persönlich ist und dazu es (jetzt) keine Auskunft gibt. Ja, es ist nicht immer einfach, aber sonst soll man es lassen mit Kindern. Schliesslich haben sie auch bemerkt, dass sie damit auf sehr positive Resonanz bei Lehrern, Erwachsenen gestossen sind. Wurde auch schon so gesagt: „Ihr Kind ist seit Jahren das einzige, das wirklich informiert ist zu verschiedensten Themen.“ Oder eine heikle Situation erkannt hatten, bevor irgendwas passiert ist und entsprechend präventiv handeln konnten.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Hört sich für mich glaubwürdig an, Greatsheep. Wie sie es sagen und dass sie Resonanz bekommen.
      So wollen wir das jedenfalls auch handhaben. Mal schauen ob es uns gelingt.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Hansli ganz bei ihnen: Bezahlsex finde ich unattraktiv und irgendwie entwürdigend (für mich als Mann).
    Und Sportpapi, das ist ja nun wirklich ein Witz, wenn sie behaupten, es gäbe halt Männer, die seien wegen fehlender Attraktivität darauf angewiesen. Auf dieser weiten Welt kann jeder einen Partner auf seinem Range finden. Es gibt viele Paare, da sind beide unattraktiv und haben sich gefunden und nicht wenige an sich gutaussehende Menschen, die trotzdem Single sind.

    • Sportpapi sagt:

      @roxy: Sie bestätigen gerade, was ich bemängelt habe. Dieses Herabschauen auf Menschen, die sich Sex kaufen (entwürdigend…). Nein, die hässlichen sollen sich gefälligst eine hässliche ins Bett nehmen. Und doch, ich kenne „Begleiter“, die Berührungen und mehr für Behinderte anbieten. Oder man ist einfach nur alt?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Jetzt kommen sie wieder mit Behinderten, das ist vielleicht ein Prozentsatz von 0.5% wenn man vom Gewerbe „Puff“ spricht. Von den anderen 99.5% sind die meisten einfach durchschnittlich attraktiv. Punkt. Was sie hier einbringen ist ein gekünsteltes Argument.
        Im übrigen, wenn ich sage „für mich“, dann meine ich „mich“. Ich habe eine ganze reihe Kumpels die allesamt attraktiv genug sind, die Bezahlsex ok finden. Ich schaue nicht auf diese herab, aber ICH kann dem nichts abgewinnen, wenn eine Frau mir für Geld vorspielt sie wäre g e i l, und dabei ist sie einfach froh, wenn der Job erledigt ist.

      • Alpöhi sagt:

        SP, ich bitte um ein wenig mehr Sorgfalt. Hansli schrieb: „Ich finde es entwürdigend für mich.“ Saubere Ich-Botschaft. Was ist daran falsch?

        Und zum Thema „weniger attraktiv“: In meinem Umfeld beobachte ich, dass es die Attraktiven durchaus schwerer haben, eine tragfähige Bindung einzugehen. Warum ist das so? Vermutung: Weil mit der Attraktivität auch die eigenen Ansprüche steigen („ich bin attraktiv, ich kann mir leisten wählerisch zu sein“), was dann unter dem Strich zum Bumerang wird?

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Wenn die attraktiv genug sind, und trotzdem auf Bezahlsex zurückgreifen, dann werden sie auch ihre Gründe haben.
        Und gell, wenn Sie für mich ALS MANN schreiben, dann ist das zwar schon Ihre Meinung, aber eben schon auch die Meinungsäusserung über andere.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Nein es ist keine Meinungsäusserung über andere.
        Obwohl ich verstehe, was sie meinen. Ich wurde schon des öfteren deswegen kritisiert. Aber ich kann es nun mal beim besten Willen nicht ändern, dass es mich anöden würde. Soll ich lügen und sagen es sei nicht so? Und überhaupt: bei ehrlichem Gespräch merkt man manchmal, dass es anderen auch so geht. Selbst wenn in der Gruppe gross geprahlt wird, wie g e i l das alles sei.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn Sie das unmännlich finden, oder entwürdigend für einen Mann, dann ist damit automatisch eine Wertung verbunden über andere Männer, die das tun.
        Dass Sie es öde finden reicht. Und kann ich nachvollziehen.

    • mila sagt:

      Auch auf die Gefahr hin, spitzfindig zu wirken: man kann den Bezahl-Akt als entwürdigend empfinden, ohne den dahinter stehenden Menschen (egal in welcher ‚Rolle‘) ihre Würde abzusprechen. Zumindest in meinen Augen sind das zwei verschiedene Paar Schuhe.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Danke Mila – genau das meine ich.

      • Reincarnation of XY sagt:

        wobei ich nicht einmal per se Bezahlakt entwürdigend finde – es löscht mir persönlich einfach ab, wenn jmd gegen Bezahlung für mich etwas vorspielt (wo ich genau weiss: es ist für sie nur mühsame Arbeit)

      • Sportpapi sagt:

        Kann man. Muss man aber nicht. Und ich kann es als abschätzig empfinden, wenn jemand ein „also ich würde nie“ von sich gibt. Auch wenn ich vielleicht nicht müsste. Und selber hoffentlich auch nicht in die Lage komme, bezahlen zu müssen, privilegiert wie ich bin.

      • mila sagt:

        Sie können, aber müssen nicht. Das ‚ich würde nie/nicht‘ kann man auch einfach als eine Formulierung nehmen, die jemand in Bezug auf sich selber macht. Weil sich etwas für ihn/sie schlicht nicht mit seinen individuellen Vorstellungen und/oder Bedürfnissen vereinbaren lässt. In dem Sinn kann ich als Individuum sagen: ich würde mich nie prostituieren, noch sich jemand anderen für mich prostituieren lassen. Genausowenig wie ich mit jemandem nur (also allein) ihm zuliebe schlafen würde, und es mir auch umgekehrt nicht wünsche. Was wiederum nicht heissen soll, dass man nicht in Versuchung geführt werden kann, selbst wenn man ursprünglich keine Lust hatte… Aber eben, da setze ich die Grenze meiner persönlichen sexuellen Integrität: wenn es mal bei der Lustlosigkeit bleibt, ‚halte ich nicht hin‘. Zumal damit weder mir noch meinem Partner ‚gedient‘ ist. Nicht im Geiste dessen, was Sexualität für mich bedeutet, respektive was sie mir genuin wert ist.

      • Sportpapi sagt:

        „Genausowenig wie ich mit jemandem nur (also allein) ihm zuliebe schlafen würde, und es mir auch umgekehrt nicht wünsche. “
        Naja. Nicht nur im sexuellen Bereich mache ich meiner Frau gerne mal eine Freude, auch wenn ich da gerade selber nichts davon habe. Und sie auch. Sexuelle Integrität heisst ja nicht, dass man nicht mal etwas dem Partner zu liebe tun kann.
        Ausserdem kommt da letztlich eben wieder der Tauschhandel zum Tragen. Wenn sexuelle Treue vereinbart ist, gehört natürlich dazu, dass die Bedürfnisse beider Seite in einem gewissen Ausmass in der Beziehung erfüllt werden.

      • mila sagt:

        Gerade das ist ja der Unterschied, SP, hier wie oben: Ich sehe keinen Aspekt einer Beziehung unter dem Begriff Tauschhandel, respektive (Gegen-)Leistung. Geben und Nehmen ist für mich nicht nur dem Wortlaut, sondern auch dem Geist nach, etwas anderes. Wozu ich ja sage, sage ich letztlich bewusst und damit willentlich ja. (Bleibend) Widerwillig kann ich hingegen nur beim Nein bleiben, und auch das erträgt es (von beiden Seiten) gelegentlich – ich würde sogar sagen, es braucht es sogar. Es geht also um eine grundsätzliche Haltung: Wenn man nie eine erste Unlust oder eben, einen Widerwillen, zu überwinden und in eine Bejahung zu wenden vermag, kommt man auf Dauer in keinem Beziehungsaspekt als Paar weiter. Wenn man dauernd den eigenen Willen einem anderen zuliebe biegt, verliert man (sich) als Individuum.

        Aber gut, ich hatte es noch nie mir einem sexuellen Wollensgefälle zu tun. Obwohl das irgendwie für so einige, vom kolportierten Hörensagen hier wie andernorts, die Norm zu sein scheint (in unterschiedlichen Konstellationen, übrigens), insbesondere in längeren Beziehungen. Ich schiebe es auf mein ‚Schlüsselrezept‘, aber vielleicht hatte ich auch nur schampar Glück bei der jeweiligen Partnerwahl (oder ein instinktiv gutes Händchen). Wie auch immer: wer (Liebes-)Beziehungen (grundlegend) als Tausch- und nicht Teilgemeinschaft erlebt (definiert), tut mir ehrlich gesagt ein bisschen Leid. Er/sie verpasst in meinen Augen das Wesen einer Beziehung, wie es sich für mich darstellt. In seiner Tiefe, Verbundenheit und Schönheit, beziehungsweise in dem, was es für mich ‚wert‘ macht, überhaupt in einer Beziehung zu sein. Mit nüchternem Tauschen mag ich mich nicht begnügen – aber womöglich empfinden Sie wie Ihre Frau das anders, und sind ungeachtet meines (Wort- und Geist-) Empfindens glücklich miteinander. Was ja die Hauptsache ist. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie können dieses ganze Tauschgeschäft auch unter einer anderen Perspektive sehen. Und von gegenseitigen Geschenken sprechen, die keine Gegenleistung voraussetzen, von Achtsamkeit, von Liebe. Und ich widerspreche ja keineswegs. Aber irgendwann verlässt vielleicht eine/r die Beziehung, weil es für ihn „nicht mehr stimmt“. Und dann geht es meistens doch um irgendeine Bilanz, die nicht mehr aufgeht..

      • mila sagt:

        Auch hier gilt: Das kann (gut) sein, muss aber keineswegs. Ich kann hier wirklich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber meine Ehe ist nach insgesamt 15 Jahren Beziehung nicht an schiefen Bilanzen gescheitert. Auch nicht an (fehlender) Liebe oder Attraktivität (was für sich benommen ziemlich bitter ist). Sondern schlicht am Umstand, dass die Lebenspläne ab einem bestimmten Zeitpunkt auseinandergegangen sind. Bei aller Nähe.

  • Martin Frey sagt:

    Und was haben Sie geantwortet, Alpöhi?

    • Alpöhi sagt:

      Ich hab geantwortet: Nein, nicht alle Männer gehen ins Puff. Ein Puff ist, wenn ein Mann Geld zahlt, damit er sein Schnäbi bei einer wildfremden Frau hineinhalten kann. Ich konnte dem Gedanken noch nie etwas Positives abgewinnen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Also die Antwort war, zumindest ein Mann geht nicht?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        nicht so desillusioniert, es sind schon ein paar mehr!

      • Sportpapi sagt:

        Meine desillusionierte Haltung wäre: Sex ist praktisch immer mit einer Gegenleistung verbunden. Prostitution ist dabei die ehrlichste Form.

      • Sportpapi sagt:

        @Alpöhi: Ich hoffe, ich habe Sie nicht falsch verstanden. Ich empfinde häufig eine gewisse Arroganz, wenn attraktive Menschen auf Leute herabschauen, die nicht ohne Weiteres zu Sex kommen, ja im allerschlimmsten Fall sogar dafür bezahlen müssen.

      • Alpöhi sagt:

        Gut, „knallhart“ wae vielleicht etwas überbetont. „offen und ehrlich“ (und persönlich) trifft es mehr. Steht ja ebenfalls dort.

        In meiner Antwort an die Kids ging es um Gedanken und Gefühle – eben weg von der technischen Seite (die den Jungs niemand erklären muss), hin zur Frage: Was soll das Ganze eigentlich? für mich?

      • Alpöhi sagt:

        @Sportpapi
        Oh, ich musste lange auf die „Richtige“ warten und diese war und ist meine Erste. Das Warten war nicht leicht, aber es hat sich gelohnt. Ins Puff war für mich nie eine Alternative zum Singlesein. Andere können das anders sehen; ich konnte dem nie etwas abgewinnen.

        Ich finde es wichtig, dass Kinder auch solche Meinungen hören.

      • Sportpapi sagt:

        @Alpöhi: 1.) kann man auch Single sein, und trotzdem Sex haben. Aber nur, wenn 2.) man attraktiv genug ist dafür.
        Ich bin auch froh, musste ich noch nie für Sex bezahlen. Glück gehabt.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi: „Meine desillusionierte Haltung wäre: Sex ist praktisch immer mit einer Gegenleistung verbunden. Prostitution ist dabei die ehrlichste Form.“
        Die ist in der Tat sehr desillusioniert. Aber deswegen nicht unbedingt falsch:
        http://www.tagesanzeiger.ch/leben/wir-wollten-maenner-die-unser-leben-finanzieren/story/14595541
        Was mich persönlich immer etwas belustigt, dass Leute auf Prostituierte herunterschauen und sich tunlichst von ihnen abgrenzen, ihr eigenes Handeln aber nicht bei Tageslicht betrachten können oder wollen….

      • Hansli sagt:

        Ich habe auch lange auf meine Frau gewartet. Ich hatte einfach kein Interesse in Clubs abzuhängen um mit einer zugedröhnten in Bett zu steigen, noch eben Lust ins Puff zu gehen. Ich habe keine Ahnung warum man sich rechtfertigen muss, wenn man als Mann nicht schwanzgesteuert in der Welt herumläuft und jede Gelegenheit ausnützt um eine zu begatten. Ich bin absolut nicht religiös, ich habe einfach andere Interessen als meine gesamte Freizeit Frauen nachzurennen. So wie ich oder Alpöhi denken viele Männer, aber wir gelten halt für die Gesellschaft nicht als Langweiler, die keine richtigen Männer sind.

      • Carolina sagt:

        Wer ist denn diese Gesellschaft, die Sie nicht als richtigen Mann ansieht? Und heisst richtiger-Mann-sein, dass man alles begattet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist bzw dauernd zu Prostituierten rennt?
        Hier geht es vielmehr darum, dass man nicht andere (in diesem Fall P) heruntermachen muss, um sich selber zu erheben, da hat Sportpapi schon recht. Mann kann eine Meinung, eine Haltung zu seinem Liebesleben vertreten, ohne damit andere zu verurteilen.

      • Sportpapi sagt:

        Hansli, Sie bringen da ein paar Sachen durcheinander.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: In diesem Fall nicht P, sondern F (reier)

      • mila sagt:

        Hmm. Das bin ja nur ich, aber ich sehe in einer sexuellen Beziehung primär ein Geben und Nehmen, insofern einen Akt des Teilens. Und bin insofern sehr versucht zu sagen: es ist das (selbst- bzw. mitverursachte) Pech der Desillusionierten, dass sie (mehrheitlich, sonst wären sie nicht desillusioniert) augenscheinlich an falsche Partner geraten sind… Wer Sex primär als einen Tausch-Akt begreift, hat in meinen Augen persönlich schon verloren. Respektive, eben, danebenbegriffen.

        (Das würde ich übrigens auch zu einer Frau sagen, die sich darüber beklagt, dass Männer immer nur ‚das Eine‘ wollen…)

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Den Unterschied zwischen „Geben und Nehmen“ und „Tauschakt“ müssen Sie mir dann aber mal noch erklären.

      • Reincarnation of XY sagt:

        „Geben und nehmen“ im sexuellen Sinn Sportpapi – das sollte doch nicht so schwer zu verstehen sein. Das ist vom Tauschhandel meiiilenweit entfernt.
        Und das meine ich weiter unten. Wenn ich merke, dass es meiner Frau keinen Spass mehr macht. Dann macht es mir auch keinen Spass. Auf die Dauer ist das für mich einfach nur öde. Und dann stelle cih mir vor, ich würde einfach bezahlen, damit sie so tut als ob…. superöde, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das befriedigend ist.

      • mila sagt:

        Lesen, SP: Geben und Nehmen im Akt selbst, also den Akt ‚teilen‘. Was ausserhalb davon geschehen mag (oder auch nicht), steht für mich auf einem anderen Blatt. Und ja: es gibt Frauen, die Sex an und für sich mögen. Ob als Bestandteil einer Beziehung oder auch nicht. Diese sehen darin entsprechend auch keinen ‚Kuhhandel‘ – egal welcher Art.

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Ja, Gegenleistung kann natürlich auch eine sexuelle sein. Toll, wenn beide gleichermassen auf ihre Rechnung kommen. Das Dilemma ist nur, wenn Ihre Frau nicht mehr will (oder einfach weniger will als Sie). Dann können Sie verzichten. Oder Ihre Frau macht Ihnen zu liebe mit (was vermutlich häufig vorkommt). Oder Sie suchen auswärts. Wie auch immer – Sie werden immer eine Gegenleistung geben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Das ist eben die Herausforderung: das beide auf ihre Kosten kommen.
        Wenn ich das nicht spüre – dann ist es für mich ne öde Sache, und ihre Alternativen: öde. Und dann weiss ich nicht, was die Leute für ein Gedöns drum machen.
        Für mich ist es zwingend dass es beiden Spass macht, sonst mache ich es auf die Dauer lieber allein. Echt jetzt. (Und ich bin überzeugt, würden die Paare nicht so schnell aufgeben, würde viel mehr drin liegen. Aber jeder solls so handhaben wir er will. )

      • Sportpapi sagt:

        Jedem das seine. „Lieber allein“ halte ich nun auf die Dauer für unbefriedigend.

      • mila sagt:

        Ich wollte noch etwas ausführlicheres zum Stichwort sexuelle Integrität beisteuern, und weshalb ich (deshalb) Roxy beipflichte und SP in seiner Gegenleistungs-Argumentation nicht folgen kann. Aber da einmal mehr Kommentare verschwinden, belasse ich es bei folgenden: der Schlüssel zu einem langanhaltend befriedigenden Intimleben liegt meiner Erfahrung nach in einem ’nahen‘ Paarleben. Der Partner bleibt in einem umfassenden Sinn attraktiv, wenn ich ihn im Alltag aktiv ‚erlebe‘. Im kontinuierlichen Austausch, im bisweilen spannenden Gespräch, das mir mitunter eine neue Seite von ihm zeigt. Und ja, das kann auch nach Jahren immer mal wieder vorkommen…

        Aber eben, was sich für mich bisher als mittlerweile bewährtes ‚Schlüsselrezept‘ erwiesen hat, muss nicht auf andere übertragbar sein. (Randnotiz: mit Alltag meine ich übrigens nicht alltägliche Koordinationsabsprachen, obschon auch die dazugehören. Sondern die interessierte Anteilnahme am Leben des anderen, auch abseits der Partner- bzw. Familienrolle.).

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie sprechen gute Punkte an. Aber ich verstehe nicht, was das mit meiner These zu tun hat.

    • Hansli sagt:

      Die Antworten waren halt so.

      Sportpapi: „Hm. Also die Antwort war, zumindest ein Mann geht nicht?“
      Oder
      Widerspenstige: „Ja klar gehen fast alle Männer irgend wann ins Puff. “

      Das impliziert eben das gesellschaftliche Bild des Mannes der immer nur auf eins aus ist. Mir ist egal wie oft und mit wie vielen ein Mann ins Bett hüpfen will. Mir stösst nur sauer auf, wenn das quasi als Mannsein angesehen wird. Hier waren kürzlich auch zig Beiträge über den richtigen Mann.

      Aber zum eigentlichen Thema: Die Jugend findet das selbst heraus. Man sieht sich auch Actionfilme an, ohne daran zu glauben, dies sei die Realität.

  • Alpöhi sagt:

    Es gibt keine Tabus, es wird über alles geredet, wie es sich ergibt.

    Am Kindergeburtstag wurde ich von den Gspänli meiner Kinder gefragt: „Gehen alle Männer ins Puff?“ Erst wand ich mich. Dann war ich knallhart offen und ehrlich und teilte meine Meinung dazu mit. Und die Kids haben die Ohren gespitzt.

    • Carolina sagt:

      Stimme Ihnen zu, aber das Alter der Kinder ist eben ganz entscheidend. Diese Frage werden Ihnen 14+-jährige höchstwahrscheinlich nicht mehr stellen, sondern ihre Neugier über Youporn, ihre besserwissenden Freunde, das Internet etc stillen. Aus offener Kommunikation im Kinderalter (sehr lobenswert) wird im Teenager-Alter oft Abwehr, vor allem den Eltern gegenüber. Die Praxen der Kinderpsychologen sind voll von Eltern, die nicht fassen können, inwieweit ihr Kind schon von Y beeinflusst ist – durchaus auch wohlmeinenden. Wenn wir in Familie, Schule und Gesellschaft nicht früh einen Gegenpol setzen zu dem, was an einseitigen und schädlichen Haltungen gegenüber Sex bei allen Jugendlichen auf die eine oder andere Art auf sie einprasseln wird, wird es gefährlich. Nur Offenheit in der Familie, die Betonung darauf, dass Sex und Liebe miteinander verbunden sein sollten, dass alle Menschen ein Recht auf Unversehrtheit haben, schützt sie, wenn sie Teenager sind – sät zumindest Zweifel an den Darstellungen der anderen.

      • Sportpapi sagt:

        Dass Se x und Liebe miteinander verbunden sein sollten würdest du nun nicht als einseitige Haltung gegenüber Se x sehen?

      • Carolina sagt:

        In dem Alter, von dem ich spreche, nicht, nein.
        Wenn für die Kinder dann irgendwann Sex mit Liebe (vielleicht sollte ich lieber von liebevollem Umgang mit sich selber und dem anderen sprechen) verbunden ist, ist immer noch Zeit genug, andere Konzepte ins Spiel zu bringen.

      • Sportpapi sagt:

        Ok. Mit der Klammer kann ich dann auch beipflichten.

    • Maag B. sagt:

      und? was war ihre antwort?

      das wuerde mich jetzt brennend interessieren……

    • Widerspenstige sagt:

      Er hat ihnen ‚knallhart‘ gesagt, was er dazu meint. Ja klar gehen fast alle Männer irgend wann ins Puff. Woher kommen dann sonst Milliardenbeträge in dieser Branche her und ist anscheinend immer noch lukrativer für eine Bildungsferne im klassischen Sinn…

      • Martin Frey sagt:

        Wollen Sie damit andeuten, dass Prostituierte bildungsfern sind, WS?

      • Widerspenstige sagt:

        Martin, ich habe mich doch klar ausgedrückt oder soll ich es noch präzisieren: unfreiwillig bildungsfern angeordnet in vielen Ländern oder kaum neun Jahre Grundschule wie hier in der Schweiz. Gibt es viele Schweizerinnen im klassischen Strassenstrich/Puff? Wohl kaum und nicht zu verwechseln mit den versch. Arten von Escortservice – Sie haben ja ein Beispiel reingestellt – und Edelbordellen. Da gibt es doch erhebliche Qualitätsstufen wie in der Hotellerie. Leider wird das ganze in die anrüchige Ecke geschubst, weil wir in Helvetien keine Erotikkultur pflegen wie im Orient oder in Fernost. So wird auch die Diskussion geführt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        „Erotikkultur“ welche uns als Vorbild dienen sollte?
        Also ich weiss ja nicht, aber besonders eigenbestimmt und von hohem Wert ist ein Frauenleben weder im Orient noch Fernost.

      • Widerspenstige sagt:

        Ach Brunhild, welche Vorstellung haben Sie denn von Erotik an und für sich, dass Sie zu solch einer Aussage kommen? Ich meine damit nicht ein Harem oder ähnliche einseitige ‚Lusthöhlen‘, wo nur der Mann eine Auslese trifft, mit welcher Frau er sich vergnügen will und sie zu gehorchen hat. Vergessen Sie das und konzentrieren Sie sich auf das Machtgefälle innerhalb der Familie. Wieso wohl ist der Mann so sehr darauf bedacht, gerade in jenen Ländern, dass die Frau ja nicht zuviel von ihrem Wesen öffentlich preis gibt? Weil er machtlos ist gegenüber ihrer Weiblichkeit und (noch) nicht gelernt hat, diese zu Relativieren. Nicht alle Frauen im Orient oder Fernost sind unterdrückte Weibchen, sondern spielen bewusst mit ihren Reizen und haben den Mann unter ihrer Kontrolle. Als Gegenleistung ziehen sie den Schleier an, damit sie ihre Ruhe haben in der Öffentlichkeit und auch Zuhause. Darüber gibt es Dok-Filme, welche authentisch berichten, wie der durchschnittliche Alltag aussieht. Dann gibt es noch die Schlagzeilen, die ausschliesslich die negativen Seiten in die Welt hinaus schreien. Das muss einfach differenzierter gesehen werden. Ich beschönige nichts, denn Unterdrückung hat viele Gesichter, aber ich übersehe auch nicht, was nebst dem Negativen sonst noch so abläuft in jenen Ländern.

        Erotik hat tausend Gesichter und hat z.B. mit weichen natürlichen Bewegungen des Körpers zu tun, mit schmeichelnden Stoffen und Farben, mit Düften, mit Raumatmosphäre entsprechend einrichten, mit mehr erahnen lassen als zeigen von nackter Haut sprich mit dem geheimnisvollen die Luft knistern lassen. Das darf gelernt werden schon sehr früh und vorallem den Umgang und die Verantwortung damit als Frau. Das ist nicht getan mit ein paar Heftli herum liegen zu lassen für den eigenen Nachwuchs, sondern mit Vorleben in behutsamen Schritten. Trägt Mama einen Morgenrock zum gemeinsamen Brunch oder kommt sie in T-Shirt und Trainerhose an den Tisch. Badet sie gerne ausgiebig mit feinen Düften, Kerzenlicht, Musik oder nimmt sie nur schnell eine Dusche. Deckt sie gerne den Tisch feierlich z.B. an einem Sonntag mit Servietten, Tischsets passend zum Tischtuch und zelebriert den Tag oder ist es wie immer gedeckt. Das sind kleine, aber feine Hinweise, dass Lebenslust gerne gelebt wird. Das geht übrigens auch mit kleinem Budget.

      • Martin Frey sagt:

        Zu dem Thema gibt es in Buchhandlungen ganze Ecken, ja teils sogar Stockwerke, Frau Steiner! Also bitte…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        nicht zum ersten mal loben Sie den fernen Osten bezüglich Umgangsformen hoch und betonen um wieviel weiter/befreiter die Menschen dort seien. Letzthin vermerkten Sie dass die Thais als „die Freien“ gelten würden, die Friedliebenden, und belegten dies mit Auszügen aus der Geschichte. Ein Mitkommentierender sprach Sie auf den „befreiten“ Umgang mit den landinternen Minderheiten an, und wie man das angesichts von frei/friedliebend einordnen solle- es kam keine Antwort.

        Mir gefällt es nicht dass mir weisgemacht werden soll andernorts sei ich, oder meine S ex ualität, wahlweise Er otik so viel besser dran, wenn ich dank Menschen welche dort in verschiedensten Ländern des ostasiatischen Raumes jahrzehnte gelebt haben, weiss, dass ich eben keineswegs viel besser dran wäre, im Gegenteil.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin F rey

        Literatur zu was genau? Es gibt auch stockwerkweise Literatur zu Meditationsanleitungen fernöstlich geprägt, aber so wahnsinnig beeindruckend viel ausgeglichener/weniger gierorientiert/deshalb bewusster was den Umgang mit Ressourcen betrifft etc, kommt es mir dort auch nicht vor.

        Aber mag sein dass all diese Schlamassel ausschliesslich wegen uns noch existieren?

  • Martin sagt:

    ich wuerde einfach darauf achten, wo man aufwaechst. Solange man als Eltern aussuchen kann, in welche Schulen das Kind geht, wuerde ich die Weichen stellen. Wie in dem Bericht beschrieben, das Umfeld beeinflusst die Erziehung und Eindruecke fuer Kind.

  • Beat sagt:

    Meiner Erfahrung (als Teenievater) nach funktioniert das Herumliegenlassen von geeigneten Informationen schon. Natürlich wird der Teenie das Material nicht vor den Augen seiner Eltern studieren und auch im Nachhinein nichts dazu von sich hören lassen… Wenn man gut beobachtet, lassen sich aber später durchaus ab und zu gewisse Änderungen feststellen.

    • tina sagt:

      änderungen bezüglich sex und gruppendruck?
      ich begreife einfach nicht, warum man so tun soll alsob zufällig und völlig ohne hintergedanken eine zeitschrift herumliegengelassen wird. wieso nicht offene kommunikation?

      • Maag B. sagt:

        tina, haben sie teeny-kids?

        ich bin sehr offen und wir kommunizieren zuhause auch so. es gibt keine tabus. wir sind sehr authentisch, emotional, sachen warden auf den tisch gebracht und nicht unter den teppich gekehrt. wir sind zb auch mit nacktheit immer sehr natuerlich umgegangen.

        ABER. glauben sie mir: meine kinder wollen nun, mit 14,5 und 13 jahren AUF KEINEN FALL mit mir ueber sexualitaet redden.

        meine tochter fragt ab und zu ganz beiläufig was. wenn ich anfangen wuerde, wuerde sie gleich abblocken. sie weiss, dass sie das angebot hat bei unserer hausärztin vorbeizugehen und sich ueber verhuetungsmittel aufklaeren zu lassen (das haben wir so miteinander abgemacht).

        aber wie gesagt: nichts ist peinlicher als mit den eltern ueber sex zu redden!

      • tina sagt:

        ja, meine jungs sind teenies, und da hast du natürlich recht, sie wollen auf keinen fall mit mir über sex reden, und das halte ich auch für gesund und normal. mir gefällt einfach der problemzentrierte fokus überhaupt nicht, und dann noch verbunden mit so offensichtlich-manipulativem verhalten, wobei ich maniulativ nicht so überpsychologisch meine. ich halte das für kontraproduktiv zwischen eltern und kindern. dann lieber gleich eine zeitschrift in die hand drücken und sagen warum

      • Maag B. sagt:

        doppel D halt besser 🙂

      • tina sagt:

        vermutlich liegt meine haltung daran, dass ich selber als teenie super allergisch war, gegenüber nur anflugsweise heuchlerischem verhalten von erwachsenen. ich wollte auch auf keinen fall probleme wälzen mit ihnen und ich wollte insofern von ihnen ernst genommen werden, dass ich in einer welt lebe, die sie so nicht kennen. die wichtigkeit von empathie, sich selbst treu zu sein, mitdenken, eigenständigkeit, verantwortung (selber in die hand nehmen) fürs eigene wohlsein, das bewusstsein dass es allen irgendwie gleich und doch jedem ganz anders geht, welche informationsquellen wofür taugen (was jetzt so als stichwortartige aufzählung alles ganz fürchterlich klingt, zugegeben), solche dinge kann man irgendwie ebenbürtig besprechen. finde ich.
        ich werde mir den film ansehen und ich würde dann gerne wissen was jugendliche über ihn denken

      • Carolina sagt:

        Tina, was um Himmels willen ist so heuchlerisch daran, Zeitschriften oder Bücher herumliegen zu lassen? Meiner persönliche und professionelle Erfahrung ist, dass Teenies in dieser Zeit alles aufsaugen, was in irgendeiner Form als Information bzw Annäherung an das Thema Sex gilt (auch wenn sie sehr wohl durchschauen, woher der Wind weht). Mein Kollege nebenan, der Kinderpsychologe ist, hat mir gerade bestätigt, dass gerade Buben heutzutage vor allem von Youporn geprägt sind – und dass die meisten Eltern aus allen Wolken fallen, wenn sie hören, in welchem Ausmass. Wenn dann noch das Vorleben einer einigermassen liebevollen Beziehung im Elternhaus fehlt, wird das, was oben geschildert wird, schnell Realität.
        Was ist also daran heuchlerisch, wenn Eltern, die an ihre Kinder in dieser Zeit nur schlecht herankommen, Bücher hinlegen? Oder Filme liegenlassen? Das ist zumindest ein Angebot von Kommunikation mit einem Teenie, der in dieser Zeit ganz sicher nicht seinen Eltern zuhören will. Es zeigt sich-Kümmern, sich-Gedanken-machen, mehr nicht.

      • Maag B. sagt:

        ja ich verstehe was du meinst.

        ich habe es jeweils so gemacht. wenn ich zb im fritz & fraenzi was gelesen habe, was ich auch meiner tochter als lektuere ans herz legen wollte: ich habe das heft liegen gelassen und gesagt, dass ich dort einen interessanten artikel ueber XY gelesen habe, den ich auch ihr empfehlen wuerde. obs sie’s dann jeweils in meiner abwesenheit gelesen hat, weiss ich nicht.

        letztens habe ich ein aufklaerungsbuch der etwas anderen art bestellt – Make love – ann-marlene henning (dasselbe gibts auch fuer erwachsene). ich habe es in mein Buechergestell gelegt, wo auch all die anderen ‚delikaten‘ Bildbaende und Buecher stehen, die nicht unbedingt for everyone’s eyes im wohnzimmer bestimmt sind und habe ihr gesagt, dass dort dieses buch sei und dass sie es sich jederzeit holen kann.

        ich finde man sollte das so natuerlich wie moeglich halten. sex in einem geschuetzen rahmen ist etwas wunderbares. noch schoener st es, wenn die ersten erfahrungen positiv sind. nur so kann eine entspannte beziehung dazu wachsen. so kann ein solcher ratgeber vielleicht einige dienste leisten dazu, dass unsere kids sex nicht als technisches, kaltes, gefuhelloses gerammel wahrnehmen wie in den kurzfilmen von einschlaegigen internetsites.

        natuerlich waere ein gespraech noch besser aber das woollen sie ja eben nicht, unsere teenager

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        „heuchlerisch“ finde ich es ebenfalls wenn die Sachen einfach unkommentiert/unangemeldet (und eben manipulativ) hingegestreut werden; was sich in diesem Verlauf relativiert hat, da die Information (dass eben was hingelegt wurde) dabei ist. Ich empfinde so was mehr auf Augenhöhe.

        „Mein Kollege nebenan, der Kinderpsychologe ist, hat mir gerade bestätigt, dass gerade Buben heutzutage vor allem von Youporn geprägt sind – und dass die meisten Eltern aus allen Wolken fallen, wenn sie hören, in welchem Ausmass. Wenn dann noch das Vorleben einer einigermassen liebevollen Beziehung im Elternhaus fehlt, wird das, was oben geschildert wird, schnell Realität.“
        Wenn so dermassen aus den Wolken gefallen wird, dann hat doch irgendwie die Beschäftigung mit dem Thema nicht besonders gründlich stattgefunden?
        Und wo dann die liebevolle Beziehung fehlt, fehlen wohl auch hingestreute Heftchen…

      • Carolina sagt:

        Brunhild, ich komme mit meiner Antwort nicht durch. Das ist so obermühsam :-((

      • Widerspenstige sagt:

        Ich komme auch nur sporadisch durch und wenn zum x-ten Mal ein grösserer Beitrag einfach im off verschluckt wird, dann lasse ich es dabei.

        tina, ich konnte Dir nicht mehr antworten wegen dem garantierten GE an jenem Tag – aus genau diesem Grund. Also soviel Zeit habe ich nicht, um täglich nachzusehen, ob ich durchkomme oder nicht.
        P.S. Auch ein Hinweis an Martin Frey notabene! Doch, ich antworte gerne bei Fragen zu Themen, die für mich relevant sind und wenn ich zeitlich dazu komme.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        tut mir leid, die „letzten“ sind ja ebenfalls immer noch nicht zurückgekehrt, hoffe die Ankündigung hat sich nicht in leere Luft aufgelöst und auf den St Nimmerleinstag verschoben…

      • Carolina sagt:

        Diese Ankündigung habe ich gar nicht mitgekriegt.
        Was mich so nervt ist, dass, wenn man den wieder mal verschwundenen Text nochmal zu schicken versucht, der doppelte Kommentar messerscharf entdeckt wird und man dann das Ding eh nochmal schreiben muss.
        Ich finde es wirklich dilettantisch, wie das immer und immer wieder geschieht.

      • Carolina sagt:

        Ganz in Kürze: meine, gerade aus dem besagten Alter herausgewachsenen älteren Kinder (denken Sie sich einen Schnaufer der Erleichterung), haben mich immer durchschaut und heute lachen wir darüber. Sie akzeptieren es aber, dass es meine Art war, ihre Befindlichkeiten, nämlich nicht mit den Eltern sprechen wollen, zu respektieren, mich aber weiterhin zu sorgen und zu kümmern. Sie und ich empfinden das in keiner Weise als Heuchelei, sondern ganz im Gegenteil als eine (etwas reduzierte Form der) Kommunikation.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        ja, GB persönlich hat es in einem Verlauf, ich weiss nicht mehr bei welchem Thema, zugesichert; was unsere Zuversicht dementsprechend steigen liess, naja, dafür fällt man dann auch tiefer…, und das andere, ja definitiv mühsam, ich speichere mich nun fast alles ab, um es hervorzuholen/zu späteren Zeitpunkten nochmals zu versuchen wenn das Nirvana wieder zuschlägt.

    • 13 sagt:

      Dieser Meinung bin ich auch. Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter mit einem entsprechendem Buch heimkam. Ich habe ihr alles Mögliche an den Kopf geworfen, von wegen sowas brauche ich doch nicht, ich wisse Bescheid, sie solle sich nicht einmischen etc. Und ca. 2 Wochen zog ich es auch durch, es zu ignorieren. Dann las ich es in einem Zug durch (heimlich, nachts mit einer Taschenlampe). Und als ich rund 5 Jahre später mitbekam, wie eine Freundin meiner Mutter diese fragte, wie sie das Thema mit ihrer 12jährigen Tochter angehen sollte, gab ich ihr das Buch und empfahl ihr, es mal rumliegen zu lassen 😉

      • Sportpapi sagt:

        Herumliegen lassen, und da bin ich ganz bei tina, ist vermutlich der falsche Begriff. Man kauft absichtlich, legt es mit Kommentar hin und hofft, dass es früher oder später gelesen wird.

  • tina sagt:

    ich bin froh um das thema, aber: die bravo herumliegen lassen? und unsicherheiten und angst betonen als rat? dass die eltern kaum das bravo für sich gekauft haben liegt dermassen auf der hand, und damit auch der plan warum es herumliegt, zufällig. das ist nicht gerade ein zeichen von ernst nehmen oder nur schon für voll nehmen und genau das führt doch auch dazu, dass man nicht ernst und für voll genommen wird, meiner ansicht nach. und beim thema sex und angst betonen finde ich nun wirklich das letzte, was ein teenager braucht

    • Brunhild Steiner sagt:

      @tina

      „die bravo herumliegen lassen? … dass die eltern kaum das bravo für sich gekauft haben liegt dermassen auf der hand, und damit auch der plan warum es herumliegt…“

      😉 wobei, vielleichts gibts ja Eltern die sind ganz froh dass sie nun einen, für sie legitimer scheinenden, Grund haben die Bravo ins Haus zu holen… 😉

      Zum Vorschlag im Ar tikel, es gibt übrigens auch andere Jugendzeitschriften welche Gruppendruck und Sex thematisieren, eine davon haben wir abonniert, die liegt also nicht einfach „zufällig rum“ sondern bewusst gewollt und offen kommuniziert.

      • tina sagt:

        darf ich fragen welche zeitschrift?
        ja, wenn man das bravo für sich kauft, ist es authentisch 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina
        teensmag, aus der frommen Ecke…

      • Sportpapi sagt:

        Und so heisst es dann: „Sex ist Gottes geniales Geschenk, das er uns zur Hochzeit macht. Er hat Sex für die Ehe vorgesehen, weil er weiß, wie wichtig es ist, Sex in einem absolut geschützten Raum, in einer gefestigten, reifen, verantwortungsbewussten Beziehung zu leben.“
        Ob das den interessierten Jugendlichen wirklich weiterhilft?

      • MickGentleman sagt:

        „Per Zufall liegen lassen???
        Wieso nicht gleich ein Abo der Bravo bestellen? Liest sich auch gut für die Erwachsenen, um ein Gespür davon zu bekommen, wie die Jungen ungefähr ticken? Und man kommt automtisch ins Gespräch, weil man von den gleichen Artikeln spricht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        und wieso kommen Sie zum Schluss, dass dies wohl die einzigen Anmerkungen zum Thema S ex sein können? Weil Sie eine entsprechende Headline gelesen haben? Klar würde das nicht viel bringen, glücklicherweise sind die MacherInnen durchaus in der Lage das Ganze vertieft und ausführlich anzugehen.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Habe ich geschrieben, dies sei die einzige Anmerkung? Es ist das, was online unter der Suche „Sex“ erscheint. Und ich nehme an, es ist die Grundhaltung der Zeitschrift. Und diese ist nun mal nicht jedermanns Sache. Mir hätte das damals nichts gebracht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        aber vielleicht hätte es Ihnen, oder würde es Ihnen wenn Sie heute Teenie wären, etwas gebracht ein paar Printausgaben zu konsumieren. Nicht nur im Hinblick auf S ex sondern ganz grundsätzlich zum Leben und seinen Möglichkeiten.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Zumindest kann ich garantieren, ich hätte es sicher gelesen. Wenn auch vermutlich Kopfschüttelnd.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        naja, geht ja längst nicht nur um Se x, ich denke die Lebensberichte, Reportagen von Jugendlichen auf Reisen, Engagements in Hilfsprojekten, neue Sportideen und vieles mehr würden Sie nicht nur im negativen Sinne den Kopf schütteln lassen.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Dafür muss ich aber wiederum nicht eine religiös geprägte Zeitschrift lesen.

    • Paul sagt:

      Es geht ja nicht darum, den Teenie zu verunsichern oder zu ängstigen. Es geht darum, Sohn oder Tochter wissen zu lassen, dass man in der gleichen Situation ebenfalls verunsichert war und dass diese Ägste und Unsicherheiten normal und vor allem wichtig sind. Da die Gleichaltrigen sich untereinander alle erfolgreich als uhmega selbstsicher geben, entsteht nämlich bei vielen Teenies das Gefühl, der/die einzige mit Unsicherheiten zu sein.
      Also meine Hoffnung jedenfalls ist, dass meine Töchter dereinst Unsicherheiten als normal betrachten, sie ernst nehmen, mit ihnen ringen und sie schliesslich überwinden. Was ich aber sicher nicht will ist, dass sie ihre Unsicherheiten ignorieren und einfach das tun, von dem ihre Klassenkameradinnen behaupten, es wäre einfach normal und alle würden es tun.

      • lehrerin sagt:

        @brunhild:
        ‚aus der frommen ecke‘- schön, dass sie das nicht todernst rüberbringen. ist in dem magazin nur von enthaltsamkeit die rede oder auch von praktizierbaren lösungen?

      • Alpöhi sagt:

        Enthaltsamkeit ist ja nichts Schlechtes. Ich rate meinen Kindern, sich den Menschen sehr gut auszusuchen, an den sie sich verschenken wollen. Die erste Liebe ist etwas ganz Besonderes. Am Besten, man wartet, bis man jemanden gefunden hat, mit dem man alt werden möchte. Dann kann es Liebe werden, die viele Jahre lang tief drin warm gibt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lehrerin

        ja, die vertretene Grundhaltung ist „kein Sex vor der Ehe“. Was ich persönlich unterstütze da ich keine Nachteile darin sehe, dass mein Mann und ich unsere einzigen Sexualpartner waren und sind. Sondern viele Vorteile, respektive Punkte welche wir als Vorteil gewichten und dementsprechend auch unseren Kindern gegenüber so kommunizieren.

        Unsere Kinder (17, 15, 13) haben noch keine feste Beziehung. Zur Zeit gewichten sie unsere Ansicht als positiv/gewinnbringend.

        Was mich nicht daran hindert mit ihnen auch über andere Ansichten, inklusive die Möglichkeit ihrer Meinungsänderung, oder in der Hitze-des-Gefechtes-die-ursprüngliche-Überzeugung-fallen zu-lassen, zu sprechen; und was dann wichtige Punkte sind.

        Weder leben wir auf einer Insel noch schotten wir uns ab, und sie nahmen/nehmen auch am schulischen Aufklärungsunterricht inklusive allen Präventionsprogrammen teil. In ihrem Umfeld erleben sie andere Vorgehensweisen/Meinungen/Überzeugungen und ziehen selber ihre Schlüsse was sie nachahmenswert finden und was nicht.

        (Und wir stellen auch keine Prämie für „erfolgreich gewartet haben“ in Aussicht…)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @lehrerin

        meine Antwort wartet in der Schlaufe

      • Brunhild Steiner sagt:

        @leh rerin

        ja, die vertretene Grundhaltung ist „kein S ex vor der Eh e“. Was ich persönlich unterstütze da ich keine Nachteile darin sehe, dass mein Mann und ich unsere einzigen Se xualpartner waren und sind. Sondern viele Vorteile, respektive Punkte welche wir als Vorteil gewichten und dementsprechend auch unseren Kindern gegenüber so kommunizieren.

        Unsere Kinder (17, 15, 13) haben noch keine feste Beziehung. Zur Zeit gewichten sie unsere Ansicht als positiv/gewinnbringend.

        Was mich nicht daran hindert mit ihnen auch über andere Ansichten, inklusive die Möglichkeit ihrer Meinungsänderung, oder in der Hit ze-des-Gefec htes-die-ursprüngliche-Überzeugung-fallen zu-lassen, zu sprechen; und was dann wichtige Punkte sind.

        Weder leben wir auf einer Insel noch schotten wir uns ab, und sie nahmen/nehmen auch am schulischen Aufkl ärungsunterricht inklusive allen Präv entionsprogrammen teil. In ihrem Umfeld erleben sie andere Vorgehensweisen/Meinungen/Überzeugungen und ziehen selber ihre Schlüsse was sie nachahmenswert finden und was nicht.

        (Und wir stellen auch keine Prämie für „erfolgreich gewartet haben“ in Aussicht…)

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