Der Kaiserschnitt-Schmarrn

Musste viel Häme einstecken: Daniela Katzenberger kündigte für die Geburt ihrer Tochter einen Kaiserschnitt an. (Bild: Boris Roessler/Keystone)

Es geht eigentlich keinen was an. Aber dass sich dennoch alle das Maul darüber zerreissen, ist ihr eigener Fehler: It-Mama in spe Daniela Katzenberger alias die Katze hat ja auch der ganzen Welt verkündet, dass sie ihr Töchterchen per Kaiserschnitt entbinden werde, inklusive Geburtsdatum (gestern, gratuliere!). Nicht sehr schlau, in der Tat.

Alle, die selbst per Kaiserschnitt geboren haben, können ein Lied davon singen, wie heikel das Thema ist. Ausnahmen bilden lediglich Notkaiserschnitte, die haben etwas Heroisches. Aber jeder Eingriff, der auch nur im Entferntesten nach Vorsatz riecht, wird breit verurteilt.

Ich selbst habe mein erstes Kind ungeplant per Kaiserschnitt entbunden, nachdem der Arzt es mir dringendst angeraten hatte. Nach dem Gespräch war ich tief enttäuscht und fühlte mich einer Chance beraubt, mir selbst zu beweisen, dass ich tough sein kann und opferwillig. So wie eine richtige Mutter eben zu sein hat.

Als ich am Morgen pünktlich um acht für die Operation vorbereitet wurde, hörte ich nebenan eine Mutter in den Wehen schreien und hätte mir am liebsten die Ohren zugehalten, so beschämt war ich ob meines Versagens. Zumindest empfand ich das damals so. Ich hatte allerdings eine prächtige Hebamme, die nur trocken meinte: «Nicht so schlimm. Wichtig ist doch einfach, dass Ihr Kind gesund ist. Der Rest spielt keine so grosse Rolle.»

Sie hatte recht, wenn auch nur bedingt. Tatsächlich war es mir im Babyrausch mit der ganzen Stillerei, den Windeln und der Verzückung und Verzweiflung einer jungen Mutter herzlich egal, wie genau das Kind aus mir herausgekommen war. Vorläufig. Denn ich wurde schon bald wieder schwanger, und sehr früh schob sich die Geburtsfrage plagend in den Vordergrund. Die lockere Zuversicht der ersten Schwangerschaft war mir abhandengekommen. Wenn ich für das erste Kind nicht geburtstauglich gebaut gewesen war, würde ich ergo beim zweiten auch einen Kaiserschnitt machen müssen und wollen. Oder?

Immerhin hatten mich inzwischen unzählige Mütter getröstet, indem sie mich mit minuziösen persönlichen Geburtsreportagen beschenkt hatten. Aber irgendwie waren das immer Heldengeschichten, neben denen ich mich tüchtig feige fühlte. Da wurde einfach mal so flutsch und ohne Drama entbunden oder unter Einsatz des eigenen Lebens über zwei Tage ein Kind aus sich herausgeschuftet. Egal wie die Geschichte lief, alle schlossen mit der Versicherung: «Sei du bloss froh, hast du einen Kaiserschnitt gehabt, so was willst du nicht mitmachen, sag ich dir.»


«Reich mir mal die Geflügelschere, bitte.» Geburts-Sketch von und mit Martina Hill (Youtube).

Diese Worte hätten vielleicht gewirkt, hätte nicht bald die nächste Geburt ins Haus gestanden. Diesmal hatte ich Angst. Was, wenn das alles stimmte, was man mir da berichtete, und warum ums Himmels Willen hatte mir beim ersten Mal keiner was gesagt??? Was tun?

Das entscheidende Erlebnis kam, als der junge Arzt im Spital mir mit professionellem Lächeln erklärte, er habe sich die Sache nochmals angeschaut und sei zum Schluss gekommen, ich könne wirklich probieren, das zweite Kind natürlich zu gebären. Er gehe da nämlich nicht ganz einig mit seinem Kollegen vom ersten Mal. Tja, und bis jetzt hätte während der Geburt noch jede nach einer PDA oder einem Kaiserschnitt geschrien, das gehöre halt dazu, da müsse man durch.

Damit war der Fall für mich klar. Wie sollte dieser Mann da, der nie selbst würde gebären müssen, der Schmerzen offensichtlich nur aus dem Kraftraum kannte, wissen, was er überhaupt sagte? Ich stufte ihn als nicht vertrauenswürdig ein und entschied mich umgehend für einen geplanten Kaiserschnitt. Mit schlechtem Gewissen zwar, aber mit noch mehr Überzeugung.

Und allen, die jetzt meinen, eine Sektio sei ein Spaziergang, kann ich getrost versichern, dass sie das nicht ist und dass man auch nicht grad automatisch noch den Bauch flachgezurrt kriegt dabei und all so was. Im Gegenteil, der Bauch hängt bei den meisten Kaiserschnittmüttern fortan wie ein Lappen über die Narbe hinunter. Hübsch. Und weh tuts übrigens auch.

Heute sind meine Kinder Teenies, und ich denke nur noch selten darüber nach, ob ich damals richtig entschieden habe. Denn alles, was seither geschehen ist, ist so unendlich viel wichtiger, als welche Eingangstür ins Leben die Kinder genommen haben (und wie lange sie gestillt worden sind, ob sie im Elternbett geschlafen haben und ob sie einen Nuggi hatten oder nicht etc etc.).

Was aber nicht aufhört, mich zu erstaunen, ist, wie entscheidend die Art der Geburt offenbar für die Selbstwahrnehmung von Müttern ist und wie sehr es andere zu kümmern scheint, wer es wie tut. Warum muss Frau (und Mann!) in Foren, Chatrooms und Co. eigentlich so leidenschaftlich über Kaiserschnittmütter herfallen wie im aktuellen Fall über die Katze? Natürlich immer unter dem Deckmantel der Sorge um das Kind. Gerade dieses Argument ist meiner Ansicht nach schlicht lächerlich und scheinheilig. Wenn es wirklich darum geht, Kinder zu schützen, gibt es wahrlich mehr als genügend davon, die unsere Sorge und unsere Anteilnahme hundertmal nötiger haben – Flüchtlingskinder, missbrauchte Kinder, vernachlässigte Kinder und überbehütete wohlstandsverwahrloste Kinder.

Warum nicht einfach vor dem eigenen Bauch wischen und sich über jedes Kind freuen, das gesund zur Welt kommen darf, egal wie? So, und nun habe ich wie die Katze den Sack aufgemacht. Projizieren erlaubt.

315 Kommentare zu «Der Kaiserschnitt-Schmarrn»

  • Daniela sagt:

    Also im Vorfeld ich habe meine kleinste per Wunschkaiserschnitt geboren da die spontan Geburt meines Sohnes der absolute Horror war ich ein Geburtstrauma hatte und ihn nicht lieben konnte nur mithilfe von Medikamenten und einer Therapie hat es nach gut 1,5 Jahren den Weg gefunden das ich mich Ihm annähern konnte und ihn akzeptiert habe und lieben konnte jetzt liebe ich ihn mehr denn je aber sowas wollte ich kein 2 mal durch machen…. Zu den Aussagen auf den Kaiserschnitt ist abaoluter Blödsinn was gibt es denn für Nachteile für die Mütter ja man spürt seine Beine nicht ich hab sie eine halbe Std nach der Operation schon wieder gespürt bin 3 Std nach der Operation wieder aufgestanden und

    • Daniela sagt:

      Gelaufen und habe mich von Anfang an um mein Baby selbst gekümmert ohne Hilfe wenn man Wille hat geht alles und jede Frau die das hier verurteilt dürfte sich auch sonst niemals operieren lassen egal wegen was!!!!

  • Fabian sagt:

    „Wie soIlte dieser Mann da, der nie seIbst würde gebären müssen, der Schmerzen offensichtIich nur aus dem Kraftraum kannte, wissen, was er überhaupt sagte?“
    Naja. Sie haben ja auch nie natürlich gebärt, nur immer per Kaiserschnitt wies heute Mode ist, sie sind genauso ahnungslos wie er. Aber schön hats wie fast automatisch zu einem Seitenhieb gegen das männliche Geschlecht mit den üblichen Klischees gereicht.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    @ Muttis Liebling

    Seit wann sind Sie auf irgend eine Weise ethisch? Wann immer ich Ihre Beiträge lese, sehe ich nur Lebensverachtung darin.

    Ein kluger Mann meinte einmal: Mitgefühl und guter Charakter sind untrennbar miteinander verbunden, so dass man getrost sagen kann, dass Menschen ohne Mitgefühl keinen guten Charakter haben.

    ps warum gehen Sie nicht mit gutem Beispiel voran und gehen von dieser Welt? Das wäre doch schon einmal ein Anfang für die 100 Millionen.

  • Widerspenstige sagt:

    Eine Geburt ist ein Ausnahmezustand für jede Frau und sie soll sich dabei am wohlsten fühlen dh sie soll jede Möglichkeit in Anspruch nehmen, welche ihr die moderne Medizin u deren Personal zu bieten hat. Ich sehe in diesem Fortschritt eine grosse Chance: die Fachkenntnis einer Hebamme, die medizin. Möglichkeiten einer Ärztin, der Notfalldienst bei Komplikationen. Eine Geburt bleibt unberechenbar u soll so wenig wie möglich durch Dritte beeinflusst werden. Jede werdende Mutter soll verantwortungsvoll abwägen, auf was sie besonderen Wert legt u sich dabei ganz auf ihr ‚Bauchgefühl‘ verlassen.

  • maya sagt:

    Guter artikel! Nur ein hinweis zum thema „gesunde kinder“. Wer das in diesem zusammenhang schreibt meint meist „nicht-behinderte kinder“. Der ausdruck gesund ist hier jedoch falsch, denn behinderung und krankheit ist nicht das gleiche (wird aber oft verwechselt).

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Also, ich würde ganz bestimmt nur noch mit KS gebären. Nach einer Horrorgeburt beim Grossen, wo dann noch nach 1 Woche die ganze Dammnaht aufgerissen ist, liess ich mich beim Kleinen doch tatsächlich noch einmal zu einer Spontangeburt mit PDA überreden. Bei Ankunft im Spital war es dann aber schon zu spät für PDA, da das Kind in 20 MIn hätte da sein sollen. Wurde dann ein Notkaiserschnitt, da stecken geblieben. Nun, Kaiserschnitt ist ein Spaziergang, warum soll da Frau noch gebären wie im Steinzeitalter? Überall lobt man den medizinischen Fortschritt, nur bei Geburten nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Der medizinische Fortschritt wird nur aus einer Gegend gelobt. Von denen, die aus dem Gesundheitswesen einem Industriezweig Krankheitsbewirtschaftung gemacht haben und damit Profite einfahren, die man mit Autos und Raumfahrt nicht machen kann.

      Medizinethiker wie Giovanni Maio fordern genau wie ich, dass man die Medizin massiv zurück baut. Keinen Wunschkaiserschnitt und keine Lebensverlängerung. Primär palliativ und nicht kurativ. Es gibt genug Menschen, da können ruhig 100 Millionen im Jahr mehr sterben.

      Und das kommt, weil es anders nicht geht.

    • Widerspenstige sagt:

      Da gehe ich einig, dass vorallem die Spitzenmedizin zurückgefahren werden darf. Bei der Geburtsmedizin ist der Zenit erreicht. Jetzt geht es dort nur noch um mehr Kooperation zwischen Hebammen, Ärzten und das gegenseitige Respektieren des Fachgebietes oder irre ich mich? Und ein verlängerter Wochenbettauffenthalt bis 10 Tage, wie zu meinen Zeiten in den 1980er-Jahren. Ich wollte nicht zu früh mit dieser enormen Veantwortung nach Hause entlassen werden. Hier wird ja dauernd verkürzt auf nur noch 2 – 3 Tage Spitalaufenthalt aus Kostengründen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Rahmen Swiss- DRG ist eine Geburt nur kostengedeckt, wenn die Frau 2-3 Tage im Spital bleibt. Geht sie früher, zieht der Algorithmus des Groupers fast die Hälfte vom Standardhonorar ab. Bleibt sie länger als 4 Tage, wird das ab dem 5. Tag von der Krankenkasse nicht mehr refinanziert.

        Medizin- ökonomisch ist der Kaiserschnitt die Bestlösung. Trotzdem reicht das nicht, um Geburtshilfe wirtschaftlich zu machen. Deshalb versuchen die meisten Spitäler, die defizitäre Geburtshilfe abzustossen. Aber wenn sie die aus Versorgungspflichten behalten müssen, ist Sectio wirtschaftlich die Kaiserlösung.

    • Lucrecia sagt:

      Tut mir leid, dass Sie zwei so schlechte Geburtserfahrungen hatten. Frauen, die eine problemlose natürliche Geburt erleben konnten, würden das Erlebnis wohl nicht mit einem KS austauschen, aber man kann es ja nie im Voraus wissen und ich kann völlig nachvollziehen, dass man einen KS bevorzugt, wenn sich Schwierigkeiten abzeichnen. Persönlich finde ich die Vorstellung, dass man durch Haut, Bauchmuskeln, Gebärmutter schneiden müsste, viel schrecklicher als einige Stunden Schmerzen zu haben.

      Zum Thema Steinzeit: Haben Sie das Kind im Labor gezeugt? 😉

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Lucrecia

        Nein, meine Kinder wurden mit der Steinzeitmethode gezeugt und ich weiss sogar die Zeugungstage und die Tageszeit der Zeugungen.

  • Tamara sagt:

    Mich interessiert nur eine Frage: Haben Sie sich aber nach der Geburt für Ihr Kind geopfert und seinen Bedürfnissen stets den Vorrang gegeben, oder haben Sie auch seitdem meistens Ihre eigene Bequemlichkeit und Ihre eigene Ängste höher eingestuft? Die Geburtsweise, das Stillen/Nicht-Stillen, Kita/Mutterschaftspause darf man nicht beurteilen, solange sie keine Zeichen einer generellen, egoistischen Haltung sind.

    • Susi sagt:

      „Mich interessiert nur eine Frage: Haben Sie sich aber nach der Geburt für Ihr Kind geopfert…?“

      Wie bitte?
      *augenreib*

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ihr Beitrag ist nicht ernst gemeint oder?

      • Susi sagt:

        Meiner? Doch, ist mein voller Ernst. Ich reib mir noch immer die Augen.
        Und nee, ich hab mich nach der Geburt meines Kindes zum Glück nicht „geopfert“…
        Allerdings war mein 7monatiges Vollstillen schon ein Ausdruck meiner egoistischen Haltung. Mein Kind hatte keine Wahl und kriegte nur die Brust, obwohl es andere Bedürfnisse hatte und immer wieder versuchte, von meinem Sandwich abzubeissen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Nein, meinte natürlich den Beitrag von Tamara, die Mutter Theresa vom Dienst 😉

      • Tamara sagt:

        Es tut mir leid, wenn die Wortwahl unglücklich war, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Die Idee dahinter haben Sie aber bei gutem Willen wohl verstanden.

  • Barbara Beeler sagt:

    Es wäre schön, wenn in einem nächsten Blog Frauen zum Thema gemacht werden, die ausserordentlich gerne gebären und dies sehr gerne für andere Frauen übernehmen möchten, wenn es denn möglich wäre. Genau dies hat mir eine ältere Spitex-Schwester von sich erzählt. Sie würde sehr gerne noch ein paar mal gebären, einfach die Erziehungsarbeit möchte sie dann nicht mehr leisten. 😉 Ich kann das gut verstehen. Ich hatte zwei wundervolle natürliche Geburten und freue mich sehr auf die nächste Geburt. Es ist eine Unart, die Geburt einseitig als schwierige Erfahrung darzustellen.

    • Morgana sagt:

      Es ist leider medizinisch erwiesen, dass jede Frau die Geburtsschmerzen anders empfindet (Faustregel: Falls bei der Mens immer Beschwerden, sind die Schmerzen bei der Geburt unangenehmer)

      Jede Frau darf doch hoffentlich entscheiden, wie sie es machen möchte! Ja, die Startbedingungen fürs Kind sind mit einer normalen Geburt besser, aber es gibt noch zahlreiche andere Entscheidungen im Lebens des Kindes, welche positiv/negativ die Entwicklung/Zufriedenheit des Kindes beeinflussen können.

      Sehe aber (als Mutter) keinen grossen Unterschied zwischen PDA und Sectio…

    • Widerspenstige sagt:

      Das sind dann die Frauen, die sich gerne als Gebärmama zur Verfügung stellen möchten. Gegen cash. Es ist wohl eine Tendenz in diese Richtung auszumachen, da immer weniger Frauen selber sich einer Schwangerschaft und Geburt unterziehen wollen. Es gibt tatsächlich auch das Gerücht, dass so schmerzempfindliche Frauen sich in der sexuellen Erregbarkeit intensiver wiederfinden. So ist wohl ausgleichende Gerechtigkeit von Natur aus vorgesehen worden. Schmerzempfinden ist tatsächlich sehr individuell u deshalb eine Geburt immer aus dieser Perspektive zu sehen.

      • Barbara Beeler sagt:

        Schmerzempfindlichkeit ist nicht nur einfach individuell und angeboren: Der Umgang mit Schmerzen kann erlernt werden. Wie Sie sicher wissen, ist es für chronische Schmerzpatienten die einzige Möglichkeit langfristig mehr Lebensqualität zu gewissen. Dieses Training braucht Zeit und Musse (täglich mindestens 30 Minuten). Viele Krankenkassen und Zusatzversicherungen unterstützen Schwangere mit grosszügigen Beiträgen für individuell wählbare Kurse zur Geburtsvorbereitung. Also, liebe Frauen, packt die Chance!

      • Barbara Beeler sagt:

        Kinder zu gebären, ist schlicht eine Erfahrung, die süchtig machen kann. Und zwar wegen dem Hormonflash gleich nach der Geburt. Die Schmerzen – wenn sie überhaupt da waren – sind augenblicklich vergessen und die junge Mutter hat Riesenkräfte und enorm Energie. Das ist der Verlauf einer natürlichen Geburt. Und ohne diesen Energieschub gleich nach der Geburt, wären die Menschen wohl ausgestorben. Die Hormonausschüttung ist nicht nur wichtig für die Bindung zum Neugeborenen, sondern auch dafür, um sofort mit dem Neugeborenen mit der Sippe aufbrechen zu können und kilometerlang zu wandern.

      • Susi sagt:

        „Die Hormonausschüttung ist nicht nur wichtig für die Bindung zum Neugeborenen, sondern auch dafür, um sofort mit dem Neugeborenen mit der Sippe aufbrechen zu können und kilometerlang zu wandern.“

        Hahahaha, sehr witzig!
        Ich lag nach der ersten Geburt bis zu den Schultern in meinem Blut und konnte wegen des Blutverlustes über eine Woche nicht länger als 20 Sekunden aufrecht stehen, weil mir schwarz vor Augen wurde. (Allerdings gibt’s von mir ein Foto im Blutbad nach der Geburt, worauf ich hormongeflasht lache…)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Barbara Beeler

        also ich glaub fast zu diesem Hormonflash komm ich schneller mit zusammenmixen bestimmter Substanzen,
        als Wartezeit bis endlich das plus-Zeichen erscheint, dann 9 Monate durchhalten und hoffen, dass mir nicht noch ein Notfallszenarion den Strich durch den endlich anrollenden Hormonrausch macht…

        @Susi
        exakt, mich hätten sie wohl ebenfalls den anrückenden Wildtieren oder anderen Wilden überlassen müssen…

      • Susi sagt:

        @Brunhild: „exakt, mich hätten sie wohl ebenfalls den anrückenden Wildtieren oder anderen Wilden überlassen müssen…“
        Vielleicht ist das ja die Funktion des Mutterkuchens, dass man ihn denen vorwerfen kann?

        Bei mir kam die Blutleere im Gehirn auch schlimm zum Tragen. Ich wankte jeweils die paar Meter zum Frühstücksbuffet, an welchem ich nicht lange genug stehen konnte, um Essen zu nehmen. Also sass ich dann vor einer Tasse schwarzem Kaffee (für Milch reichte es auch nicht) und glotzte vor mich hin. Und erst wenn eine andere Mutter mit einem dieser rollbaren Bettchen reinkam, erinnerte ich mich, dass ich ja jetzt ein Baby hatte und Mutter war!! Und dann hörte ich mein Baby, das ich im Zimmer vergessen hatte, schreien und alles kam mir wieder in den Sinn, die schnelle Geburt, der Kontrollverlust, die Schmerzen, und dann fing ich jeweils fast an zu heulen.
        Die nette Angestellte beim Frühstücksbuffet fragte irgendwann verwundert, ob ich denn nicht hungrig sei. Ich war so an Anschlag, dass ich es nicht mal fertig gebracht hatte, sie um Hilfe zu beten, sondern an den Tisch geflüchtet war, aus Angst, umzukippen. Sie brachte mir dann jeweils das Essen. Ich war die ersten Tage ein echter Zombie, wenn ich’s mir recht überlege. Zum Glück war mein Baby grundsätzlich zufrieden und pflegeleicht.

  • Felix Stern sagt:

    Worüber regt sich Frau Fischer hier genau auf? Dass es werdenden Müttern vorenthalten ist, sich den Kaiserschnitt-Termin so zu legen, dass es sauber in den Terminkalender passt? Nein. Das scheinen ja die meisten zu tun, wenn man das Forum hier durchliest. Man ärgert sich aber, dass man dafür kritisiert wird. Bei der ganzen Emanzipation der Frau machen wir uns etwas vor: wer keine Kritik vertragen kann, hat auch keine Selbstbestimmung verdient. Selbstbestimmung heisst, man darf entscheiden, was man machen will. Es bedeutet nicht, dass Kritik an seinen Handlungen tabu ist.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Ob eine werdende Mutter per Sectio oder spontan entbindet, ist einzig und alleine ihre Entscheidung (und jene ihres Partners). Beide Entbindungsarten haben Vor- und Nachteile und bergen gewisse Risiken. Ich bin froh und dankbar, durfte ich beides erleben und erfahren. Sowohl die Sectio wie die Spontangeburt waren für mich auf ihre Art und Weise wunderschön, einzigartig, einmalig und unvergässlich. Hätte ich zudem beim Grossen spontan gebären wollen, wäre es wegen der BEL/Lage der Beine für das Ungeborene und mich gefährlich werden können. Liebe, werdende Eltern, lasst Euch nicht verunsichern und unnötig ins Bockshorn jagen, sondern hört wortwörtlich auf Euer Bauchgefühl und nicht aufs Gerede der anderen ;)! Ich wünsche Euch tolle und komplikationslose Geburten, denn es kommt nicht darauf an, wie die Kinder geboren werden, sondern dass sie überall bedingungslos geliebt werden :)!

    • F.Scherler sagt:

      Ich stimme Ihnen völlig zu!!! Jede Erfahrung ist einmalig, nicht übertragbar und macht uns REICH.
      Der Zauber welcher jede Geburt mit sich bringt gehört den Beteiligten alleine. Und man muss nicht immer alles mit der Öffentlichkeit teilen….

  • Waldi sagt:

    Auf unserer Geburtenstation stellen wir fest, dass sehr viele – vor allem junge Frauen heute – ja man muss es so nennen – so verweichlicht sind, dass sie gar nicht mit Schmerzen umgehen können. Das ist nun einmal ein Ergebnis unserer vertätschelten Kinder.
    Dann stellen wir ganz eindeutig fest, dass es den meisten – nicht allen – Kaiserschnittsäuglingen in den ersten zwei Tagen nach der Geburt deutlich schlechter geht, als den „normal“ geborenen. Das hat natürlich seinen Gründe.
    Und Ärzte machen natürlich lieber einen Kaiserschnitt, weil es ratz fatz erledigt ist (schnelles Geld, wenig Arbeit).

    • Muttis Liebling sagt:

      Als Arzt, der ich bin, ist mir die Sectio auch lieber. Das die dem Spital 1.8x mehr Kohle bringt, ohne nennenswert mehr Aufwand zu machen, nutzt mir zwar nichts, aber im Klima ist es gefördert.

      Wenn ich Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe werden will, muss ich 200 Sectio’s gemacht haben. Die kommen nicht von allein. Jedes System erhält vor allem erst sich selbst.

      Als unabhängiger Arzt mache ich so wenig Sectios, wie möglich, als angestellter so viel als möglich. Mit dem Gesundheitswesen als Institution hat man uns die Würde und die Kompetenz geraubt. Hippokrates hat ethisch entschieden

      • Valeria sagt:

        Da muss ich aber etwas widersprechen, Herr Kollege. Auch wenn nach DRG abgerechnet wird, liegen Sectio und Spontangeburt in puncto Kostenfaktor ungefähr gleichauf, wenn man alle direkten UND indirekten Kosten miteinrechnet. Eine Sectio ist planbar, eine Spontangeburt nicht. Letzteres erfordert also eine 24/7-Versorgung mit Hebammen und Gynäkologen, die dann im Notfall eben trotzdem eine Sectio machen könnten. Also, ein OP-Team muss auch zur Verfügung stehen, auch wenn es nicht benötigt wird. Das sind Kosten, die halt nicht per Fallpauschale abgerechnet werden können.

      • Barbara Beeler sagt:

        @Valeria
        „Eine Hebamme muss 24/7h anwesend sein“: Schön wärs, in allen Spitälern ohne Beleghebammensystem ist eine Hebamme nicht nur für eine Gebärende da, sondern je nach Ansturm für bis zu fünf (oder mehr) gleichzeitig. Wie sie so ihren Beruf korrekt ausüben kann, wie sie ihn studiert hat, kann ich mir nicht vorstellen.

      • Valeria sagt:

        @ Barbara Beeler:
        Notfälle und die erwähnte „Anstürme“ gibt es immer, auch im normalen Notfall. Die Spitaldichte in der Schweiz ist so hoch, dass man relativ problemlos innert nützlicher Frist in einem Spital mit entsprechender Ausrüstung ist. Wenn man vorher anruft (was man tun sollte…), wird man dann halt an ein anderes Spital verwiesen.

        Üblicherweise liegen diese besagten 5 Frauen im Minispital ja auch nicht gleichzeitig in den Presswehen, das wäre schon echt Zufall. Ist stressig, aber machbar im Notfall.

  • ba dotha sagt:

    Also ,man kann einfach viele blöde Kommentare schreiben ,aber ich muss jetzt einfach eine Lanze brechen für den Kaiserschnitt….mein erstes Kind ist nach Stunden Wehen,und 1,5 Stunden Presswehen per Kaiserschnitt gehohlt worden ….danach hat sich die Narbe entzündet ! Und ich durfte dann 9 Tage täglich zur Wundspülung ins kh.so mein 2.kind war nach 8,5 Monaten Steisslage ,eine Spontan Geburt, nach 15 tagen Übertragung ,Einleitung und von 0 auf 100 in 2 stunden.so Zangengeburt ,nachdem 2 Personen auf meinem Bauch rum gedrückt hatten.soo ein drittes Kind wäre definitiv einWunschkeiserschitt.

  • Heidi sagt:

    Wenn Frau sich mit ihrer Schwangerschaft nicht von Anfang an an die Medizin und den ganzen ueblichen Geburten-Apparat wenden, sondern sich einfach mit guten, erfahren Hebammen einlassen und sich fuer alternative, aus alten Zeiten wohlbekannten Geburtsmethoden interessieren wuerde, koennte vielen die Haelfte des Schmerzes/Geburtentraumas erspart bleiben. Man kann sanft gebaeren, die meisten Tiere tun es. Natuerlich gebaeren ist nichts fuer Heldinnen, sondern etwas fuer bewusste Frauen, die sich mit der Weisheit des Mutter werdens, auseinandergesetzt haben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Heidi, Regel 1 ist, Schwangerschaft ist keine Krankheit und gehört damit nicht in den Gültigkeitsbereich der Medizin. Gynäkologie ist Medizin, Geburtshilfe Handwerk.

      Aber nun gibt es einen 2. Aspekt. Der Mensch kann seine Hände multipel benutzen. Der Preis ist, das der Geburtskanal verbaut ist. Das Becken ist nicht für aufrecht Gehen gedacht. Deswegen ist es beim Menschen, aber nur bei dem, sinnvoll, die Geburt dann doch als Krankheit zu betrachten. Und so hat es sich ja von ganz allein durchgesetzt.

      Nur Kaiserschnitte > 15% sind nicht mehr Medizin, sondern soziale Indikation.

      • Barbara Beeler sagt:

        Ähm, aber genau darum ist der Vierfüssler eine der besten Gebärstellungen. Das Becken der Frau ist sehr wohl fürs Gebären gemacht, sonst gäbe es uns nicht. 😉

      • Brürrk sagt:

        ja, aber wie sah die Mütter- und Säuglingssterblcihkeit aus, bevor sich die Medizin einmischte… Kindersterblichkeit um 50%, tw. sogar 60%, und jede Menge tote Mütter bei geburt…

      • Barbara Beeler sagt:

        @Bürrk
        Es geht nicht um das Leben vor 50, 100 oder mehr Jahren sondern um das Hier und Jetzt. Tatsache ist, dass die Rückenlage und auch das aufrechte Stehen keine idealen Gebärpositionen sind. Die Formel „Der Mensch geht aufrecht, deshalb ist das Gebären schwierig“ ist zu kurz gegriffen. Lösungsorienterter wär der Gedanke: „Der Mensch geht aufrecht, Gebären ist schwieriger als bei den anderen Primaten, welche Gebärposition erleichtert das Gebären.“
        Die Lösung heisst: Kniend oder im Vierfüssler bzw. die Arme etwas höher abgestützt als die Beine.

    • Waldi sagt:

      Dazu kann man nur sagen: Menschen sind keine Tiere. Das hat vielleicht einige Nachteile, aber viel mehr Vorteile. Wer weiß denn, ob manche Tiere wenn sie die Möglichkeit hätten sich zu entscheiden, nicht auch einen Kaiserschnitt bevorzugen würden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Heidi

      „… aus alten Zeiten wohlbekannten Geburtsmethoden interessieren wuerde, “
      meinen Sie die alten Zeiten in denen nicht wenige Frauen&Kinder während der Geburt
      jämmerlich ver reckten?

      Und so unproblematisch ist es für Tiere nun auch wieder nicht, auch dort gibt es bei den grösseren Säugetieren Geburtskomplikationen die tragisch enden können.

      • Brürrk sagt:

        tiere haben relativ zum Becken der Mutter nicht so einen grossen kopf. Darin sind die Menschen ziemlich einzigartig…

    • mila sagt:

      Auch hier wiederum die Gleichung ‚bewusste‘ Frau = (einzig) ‚weise‘ Frau = ‚richtige‘ Frau. Ganz schön entlavernd. Und irgendwie auch ganz schön öde.

      • Heidi sagt:

        Habe waehrend 5 Jahren in der Gynaekologie/Geburtshilfe gearbeitet, was meine Sichtweise in Bezug auf Medizin und Gebaeren klar veraendert hat. So veraendert, dass meine 4 Kinder alle natuerlich und ohne Eingreifen eines Mediziners, bzw. Medis etc. geboren wurden. Die zwei letzten im Geburtshaus. Obwohl man anfangs bei meiner ersten SS von einem zu engen Becken gefasselt hat, habe ich immer schnell, problemlos und mit einem sehr akzeptierbaren Schmerzpegel geboren. Dies nicht Dank der Medizin, sondern wegen meiner eigenen Anstrengungen, natuerliche Geburtsvorgaenge und Methoden zu studieren.

      • Marie sagt:

        Liebe Heidi

        Vielleicht hatten Sie auch einfach Glück, dass bei Ihnen alles so gut lief? Seien Sie dafür dankbar und stellen Sie andere nicht an den Pranger. JEDE Mutter versucht das Beste. Und das kann ein Kaiserschnitt, eine Geburt mit PDA, eine Geburt zu Hause oder wo auch immer sein. Schön, dass wir eine so grosse Auswahlmöglichkeit haben!

  • Silvana sagt:

    Ich hoffe sehr, dass wir uns über die Geburt eines jeden Kindes freuen, nicht nur über die Geburt eines gesunden Kindes.

  • Benni Aschwanden sagt:

    Ach, alles Gerede schön und gut. Der Kaiserschnitt ist mittlerweile einfach ein medizinisches Angebot und gehört zur heutigen Multi-Options-Gesellschaft. Nicht wenige Frauen wissen schon bevor sie überhaupt schwanger werden wie sie dann mal gebären wollen, auch wenn sie es selten offen sagen. Auch die Angst vor Schäden an den Geschlechtsorganen dürfte häufiger zum Kaiserschnitt führen als gemeinhin kommuniziert wird.

  • Ula sagt:

    Ich hatte das grosse Privileg zweimal normal zu gebären ohne Schmerzmittel. Aber ich besuchte jeweils während der Schwangerschaft das Schwangerschaftsyoga. Und ich fragte mich immer, wie man ohne Yoga gebären kann 🙂 Das wäre also auch noch eine Alternative zur Sectio.

    • Muttis Liebling sagt:

      Yoga ist ja nur eine Form. Wir wissen ja schon recht lange, dass man rein informatioll, mit Gesprächen, jeden psychischen Zustand herstellen kann, wie das etwas präziser mit Medikamenten geht, die den Botenstoffwechsel beeinflussen.

      Ich wette sogar 1:100, dass die nächste Generation Mediziner die hormonalen Antikonzeptiva und die Anwendung von Neuroleptika als Verstoss gegen die Menschenrechte einstuft, weil so tief kann nicht mal Gott im Menschen wirken. Wenn man sich einfach mal naturwissenschaftlich anschaut, was da passiert. Hand abhacken ist harmloser, nur wegen der Konkretion verboten.

    • joanamama sagt:

      Kleiner Gedankenanstoss- vielleicht hat auch die Grösse des Kindes etwas mit der Art der Geburt (leicht/schwer KS oder spontane, natürliche Geburt) zu tun? Wenn man wie in meinem Fall ein Kind von 4.7kg auf die Welt bringt, dann hilft alles nichts, das ganze Schwangerschaftsyoga und sonstige Vorbereitungen hätte ich mir sparen können. Ich hatte zwar keinen KS, jedoch war die Geburt auf diese Art einfach die pure Tortur.

    • Widerspenstige sagt:

      Wer sich mit Yoga und ähnlichen Entspannungslehren länger befasst, wird wahrscheinlicher zu einem guten Geburtserlebnis kommen. Die Atemtechnik richtig angewendet während den Wehenphasen haben mir auf jeden Fall bei allen drei Spontangeburten sehr geholfen. Denn je entspannter die Muskeln während einer Kontraktion, desto schneller gehen diese Schmerzwellen vorüber. Und den Schmerz annehmen und sich währendem wie eine Gebetsmühle sagen, dass es vorbei geht. Bei jeder Welle kommt die Geburt näher…. Das war meine Motivation u die Massage im Rücken abwechselnd meines Mannes u der Hebamme.

  • Patricia sagt:

    Was mir an der ganzen Diskussion fehlt, sind die körperlichen Nachteile für die Frau nach einem Kaiserschnitt. Nach wie vor ist dies eine Operation. Man spürt die Beine nicht oder kaum über etliche Stunden, muss katheterisiert werden. Darf das eigene Kind dann auch Tage lang nicht richtig halten, ist auf zusätzliche Hilfe angewiesen. Zudem muss man länger im Spital liegen. Was je nachdem den „Babyblues“ verstärken kann. Zudem muss man täglich Narbenpflege betreiben, es kann zu schmerzhaften Verwachsungen kommen und über Wochen weiter schmerzen. Im Notfall ganz klar indiziert, aber als Wunsch?!

    • Patricia sagt:

      Habe übrigens selbst dreimal spontan entbunden. Konnte jeweils nach zwei, drei Tagen glücklich nach Hause gehen ohne weitere Schmerzen (abgesehen von den Nachwehen). Habe aber bei der Arbeit im Spital einige Frauen nach einem frischen Wunschkaiserschnitt betreut und fand nur schon den Anblick der getackerten Wunde schrecklich. Weiter konnte einmal eine Frau danach über zwölf Stunden ihre Beine nicht spüren. Man stelle sich die Panik vor! Keine Ahnung, ob die Frau später wieder einen Wunschkaiserschnitt wollte!!

    • Fiona sagt:

      Also ich könnt mein Kind ohne Probleme halten und bin am selben Abend rumgelaufen. Nach vier Tage aus dem Spital entlassen und alle tiptop. Meine Kollegin hat es alles zerrissen bei der natürlichen Geburt uns sie hat viel Blut verloren. Es dauerte Wochen, bis sie wieder fit war. Es gibt für beide Seiten positive und negative Beispiele. Warum immer diese gegeneinander ausspielen?

      • Carolina sagt:

        So ist es, Fiona. Die eigenen Erfahrungen mal wieder zur allgemeinen Maxime erhöhen….. Ich hatte vier (ja, vier) KS, davon 2 Notkaiserschnitte, der erste und der letzte. Ich hatte kein einziges Mal einen Katheter, habe meine Kinder von Anfang an bei mir gehabt und bin jeweils nach 4 oder 5 Tagen nach Hause gegangen. Keinerlei Probleme. Aber das heisst doch nicht, dass andere Frauen sie nicht haben können. So oder so ist es eine private Entscheidung – und oft wird die Entscheidung, vor allem beim zweiten oder nachfolgenden Kind, anders ausfallen als vielleicht mal erwartet.

  • helene berger sagt:

    Völlig einverstanden mit Ihnen, Frau Fischer: Ich bin auch nicht unglaublich, Wehen und den Damschnitt nicht kennengelernt zu haben. Eine Sectio ist eine grosse Operation, die man bei vollem Bewusstsein erlebt und beileibe kein Spaziergang. Schmunzeln musste ich über den hängenden Bauchlappen – stimmt genau.

  • Schlumpfine sagt:

    Da es mir so gut ging, fiel es mir auch wesentlich leichter, die Beziehung zu meinem Kind aufzubauen. Auch das Stillen, welches ich nach der schwierigen Erfahrung beim ersten Kind bereits abgeschrieben hatte, klappte beim Zweiten unerwartet gut. Der KS ist keine Patentlösung für alle Frauen, je nach durchlebter Erfahrungen und Typ Mensch kann er m.M.n. aber der richtige Weg sein.

  • MK sagt:

    Da hilft nur eines, Die Fallpauschale für natürliche Geburt und Kaiserschnitt auf die gleiche Höhe setzen, und schon wird sich ein grossteil der Diskussion erledigt haben. Den gleichen Effekt hätte wohl auch, wenn der Selsbtkostenanteil bei geplanten Kaiserschnitten erhöht würde.
    Alles in allem ein Luxusproblem und als solches sollte es auch behandelt werden.

    Für alle KritikerInnen. Ja ich habe 2x mitgelitten, einmal mit Notfallkaiserschnitt. Die Sticheleinen meiner Partnerin bezüglich meines „Mitleidens“ ertrage ich auch nach bald 20 Jahren mit einem grossen Respekt für alle Frauen.

  • Schlumpfine sagt:

    Nachdem ich m. erstes Kind spontan geboren und aufgrund einer Geburtsverletzung physisch und psychisch einen ziemlich schwierigen Start erlebt hatte, entschied ich mich b. zweiten Mal für einen WKS. Sowohl die Geburt wie auch die Zeit danach habe ich viel entspannter erlebt als beim ersten Kind. Interessant auch, dass ich beide Male d. gleiche Menge Blut verloren habe, mich nach d. natürlichen Geburt jedoch trotz zweier Eiseninfusionen noch wochenlang geschwächt und „neben den Schuhen“ fühlte. Auch Heulttage blieben mir b. zweiten Mal erspart. Die Werte der Kinder waren (positiv) identisch.

  • Maettu sagt:

    Die Geburt hat für das Kind eine grosse Bedeutung. Nach meiner therapeutischen Erfahrung fehlt es Menschen aus KS-Geburten oft an Zuversicht und Willenskraft. Widerstand führt bald zur Resignation. Ich kann und will das nicht generalisieren, halte es aus dieser Perspektive jedoch für sinnvoll – sofern weder das Leben der Mutter noch das des Kindes real gefährdet ist – der Weisheit und dem Plan der Natur zu folgen.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Nach meiner therapeutischen Erfahrung sind Menschen aus Vaginal Geburten sehr oft traumatisiert. Das Trauma wird meist erst in Hypnose-Sitzungen aufgedeckt. Obwohl – ich kann und will das nicht generalisieren.

    • Walter Boshalter sagt:

      Da wär ich nicht so sicher. Letztens zwei Teenies im ÖV überhört. Die Eine: „…Ey, du bist ein echtes KS-Kind…“. Die Andere (sinngemäss): “ …na und? Wenigstens krieg ich am Geburtstag nicht regelmässig die Krise, weil ich daran erinnert würde dass ich vor x Jahren mein Gesicht an der Vagina meine Mum gerieben habe…“

  • HMH sagt:

    Ich bin mir nicht so sicher, ob es Spitäler/Ärzte gibt, die Frauen wegen der Bequemlichkeit oder sogar Kostengründen eher zum KS raten. Meine Erfahrung ist eine andere. Ich habe in einem der Züricher Privatspitäler entbunden, und meine Ärztin hatte mir gut zugeredet, es beim Zweiten (trotz Notf-KS beim Ersten) vaginal zu versuchen. Ich habe mich zum Glück wegen des Risikos einer Uterusruptur nicht getraut (etwa 0.7% laut Literatur). Nach der Sectio kam der Kommentar ‚Gut haben wir es nicht natürlich versucht, ich bin richtig erschrocken als ich den Uterus gesehen habe’…

    • Schlumpfine sagt:

      Meine Ärztin fragte mehrmals bei mir nach, ob ich am WKS festhalten wolle. Sie hat mich völlig neutral und sachlich beraten. Von einem Drängen zum KS konnte keine Rede sein.

  • Béatrice sagt:

    Hatte beim ersten Mal auch einen (Not-)kaiserschnitt. Und mir danach geschworen, jede nachfolgende Geburt, nach 1.5 tägigem Leiden nur noch per Kaiserschnitt durchzuführen. Hatte dann 4 Jahre später nochmals „Gelegenheit“ – trotz Drängen der Hebamme bei den Wehen, mir doch zu überlegen, eine „natürliche Geburt zu haben“ – den eingeplanten Kaiserschnitt durchzuführen. Habe es nie bereut (tut ja nachher auch noch eine Zeitlang weh) und hätte noch jede weitere Geburt so geplant…… Es blieb dann bei 2 Kindern.

  • Lisa sagt:

    Danke danke Andrea!!

    Meine erste Geburt: Wassergeburt im Geburtshaus, Hypnobirthing -> „sanfte Wellen“ (dass ich nicht lache!), öko und Natur pur. Fazit: nie wieder (für mich persönlich).
    Meine zweite Geburt: soll ein Wunschkaiserschnitt sein. Habe ich aber erst einmal so mitgeteilt, Antwort: „WWWWASSS? WARUM machst du das denn?“ – Fazit: Besser diskret mit dem Thema umgehen.
    Ich habe zwei Argumente, weshalb ich eine primäre Sectio möchte:
    1) Feminismus: eine wahrhaftige Frau ist erst dann eine verdiente Mutter, wenn sie Leid und Schmerz ertragen kann (Opferrolle). Nein danke!
    …..

    • Lisa sagt:

      2) eine Spontangeburt ist immer noch am „natürlichsten“, so wie es in der Natur vorgesehen ist -> Ja klar! Der Grund der Geburtsstrapazen ist nämlich genau diese „natürliche Selektion“! Im Mittelalter musste die werdende Mutter noch das Testament dazu schreiben, weil die Todeswahrscheinlichkeit so hoch war. Natur pur? Hat sich schon jemals einer überlegt, warum man nicht schmerzfrei und komplikationslos gebären kann? Natürliche Auslese, wie geil ist denn das!
      Da habe ich lieber einen Wunschkaiserschnitt als PDA, Glocke und Notkaiserschnitt.

      • Alpöhi sagt:

        …wenn man das fertig denkt, liegt der Schluss nahe, dass KS zur Rückentwicklung der Menschheit führt, weil nämlich auch die ihre Gene weitergeben können, die ohne KS aussterben würden. Und das wiederum führt dazu, dass die KS-Quote kontinuierlich ansteigen wird – aus medizinischen Gründen, nota bene. Soviel zum Thema „Evolution“. Menschheit, quo vadis?

        (Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren von Satire enthalten)

  • Chris Rüegg sagt:

    Professorin Maria G Dominguez-Bello hat in ihrer Arbeit „Delivery mode shapes the acquisition and structure of the initial microbiota across multiple body habitats in newborns“ nachgewiesen dass die Mikrobenbesiedelung der Haut der Neugeborenen bei Kaiserschnitten bezüglich Allergien ungünstiger ist. Dem kann aber durch das unmittelbar nach Geburt durchgeführte Bestreichen der Babyhaut mit der im Vaginalpfropfen vorherrschenden Milchsäurebakterien entgegengewirkt werden.

    • Lisa sagt:

      Ich glaube, Rauchen schadet der Gesundheit immer noch mehr als ein Kaiserschnitt.
      Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen ernsthafter gesundheitlicher Lebensbeeinträchtigung und Kaiserschnitt. Alle wissenschaftliche Studien sind lediglich Tendenzen, die Wahrscheinlichkeiten im Millibereich nachweisen.

      • Hansueli Wermelinger sagt:

        Auf welche Studien stützen sie ihre Aussage? Auf Studien die von Pharmaunternehmen gesponsert wurden? Achso, dann haben sie natürlich nichts zu befürchten.

    • Simone sagt:

      Mich würde mal interessieren, ob es eine Studie gibt, die untersucht, ob noch anderes im Leben als die Art, wie man geboren wird, Einfluss hat auf das Wohlergehen eines Menschen. im Normalfall folgen nach der Geburt noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte Leben.
      warum ist der Mensch auf Studien angewiesen?
      das eigene Leben studieren und aus den Herz heraus entscheiden, würde der Gesellschaft wahrsch mehr Freude und Gesundheit bringen.
      und ein krankes Kind? geben wir das zurück?

  • Widerspenstige sagt:

    Wer ist diese Daniela Katzenberger überhaupt? Ist sie fleischgewordene Barbypuppe zum Vergnügen der Selfigeneration? Ich weiss nicht mal, dass solche Frauen(?) schwanger werden wollen/können oder vertraglich müssen… Interessieren würde mich eher, wie diese ‚;Katze‘ selber geboren wurde. Wer kann mir da seriös Auskunft geben, wie ihre Mutter so im Leben ist und wie sie ihre Tochter geboren hat? Hausgeburt oder Geburtshaus oder profanes Spital als Spontangeburt, Notfallkaiserschnitt oder andere Variante? Vielleicht Sturzgeburt in einem Taxi? Ich bin gespannt auf Feedback…

    • Brunhild Steiner sagt:

      … interessanter Bogen, sollten wir all die sogenannten „It People“ (zu meiner Schande weiss ich nicht mal für was das „it“ überhaupt stehen soll) mal auf ihre Eltern hin überprüfen inklusive Geburtsart, vielleicht noch ob und wie lange gestillt? Eventuell liessen sich Ableitungen herstellen, vielleicht aber auch nicht?
      Also ich kam „natürlich“, wurde aber nicht lange gestillt
      (und bin kein it-Ding).

      • Lisa sagt:

        …ich wurde auch nicht gestillt….und hab heute Heuschnupfen….huiiii ein klarer Beweis das Stillen das Beste für das Baby ist!!

      • Tsme sagt:

        Clara Bow spielte die Hauptrolle im Film „It“ und damals (20er Jahre?) sprachen alle von dem Mädchen aus dem Film, eben vom It-Girl.

      • Stranger sagt:

        it das sind Computer, weisch, diese neumödigen Dinger, mit denen man heute ja sogar noch in die Interwebs gehen kann.

  • Brürrk sagt:

    Ich kann diese Selbstgeisselung der Kaiserschnitt-Mütter überhaupt nicht nachvollziehen. Es ist doch bekannt, dass ein Kaiserschnitt ein weit schwerwiegenderer Eingriff ist als eine Vaginal-Geburt, dass es wesentlich länger dauert, bis man sich von der Geburt erholt hat (und bis die Narbe wieder verheilt).
    wenn sich heute Ärzte schon im voraus ausrechnen können, dass der Kopf des Babys nicht gut durch das Becken durch kommen wird, dann können wir doch froh sein, dass wir so manch prekäre Situation bei Geburten weiträumig umfahren können.

  • Waldi sagt:

    Selbstverständlich soll jede Frau selbst entscheiden dürfen, wie sie gebären will. Viele merken natürlich nicht, dass sie dabei auch von Ärzten manipuliert werden, denn die machen viel lieber einen Kaiserschnitt (bei uns hier in Deutschland), weil sie dann viel mehr Geld verdienen, wenn er dann noch an einem Wochenende durchgeführt wird, rechnet er sich noch mal zusätzlich besser. Merkwürdig finde ich auf Frauen, die sagen, der Kaiserschnitt muss an einem bestimmten Tag stattfinden, weil sie an einem bestimmten Tag danach wieder fit sein wollen für den Besuch einer Spaß-Veranstaltung.

  • Sibylle sagt:

    Danke für diesen Beitrag, Sie sprechen mir aus der Seele!

    • Ilona sagt:

      🙂 ich weiss ja von was ich rede… habe alles selber durchgemacht. Mit Selbstvorwürfen, etc. und jetzt? meine Kinder sind da, gesund, ich auch, dem Papi geht’s auch gut weil es den Kindern und der Mammi gut geht. 🙂 liebe Grüsse

  • Hansueli Wermelinger sagt:

    Ich bin zwar ein Mann, kann aber aus einer anderen Perspektive etwas zur Diskussion beitragen. Hier wird nämlich nur die Sicht der Frau in den Mittelpunkt gestellt. Es scheint für viele Mütter, welche den Kaiserschnitt freiwillig oder unfreiwillig erlebten, ein Ego-Ding zu sein, ob man „tough“ genug war oder nicht. Viel wichtiger ist doch der Blick von der Kindesseite. Bei einer natürlichen Geburt hat das Kind schon einen Widerstand im Leben überwunden und wird sozusagen abgehärtet. Es schleckt keine Geiss weg, dass Kinder, die mit Kaiserschnitt auf die Welt kamen anfälliger sind.

    • Lisa sagt:

      stimmt überhaupt nicht. Ich habe beruflich viel mit Kindern zu tun (Lehrerin) und frage immer nach, wie die Kinder zur Welt gekommen sind. Fazit: Es gibt überhaupt keinen Zusammenhang zwischen verhaltensauffälligkeit, öfters krank ect. und Kaiserschnitt. Das ist zu 100% purer Mythos.

      • Roger sagt:

        @Lisa
        Wieso um alles in der Welt hat sich denn eine Lehrerin für die Art der Geburt der Kinder zu interessieren?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Hansueli Wermelinger

      auch hier schleckt die Geiss nicht weg, dass dies Kinder mit NotfallKS betrifft, welche ohne KS womöglich schon lange nicht mehr unter uns weilen würden.
      Geplante KS-Kinder betrifft das nicht.
      Und gerne könnte man diesen Mythos mal entsorgen…

  • Ilona sagt:

    Die Autorin dieses Beitrags hat recht: Soll doch bitte jeder vor seinem eigenen Bauch wischen. Wir können heute doch froh sein, in den Genuss einer fortschrittlichen Medizin zu kommen. Früher sind Frauen bei Geburten noch eher gestorben. Heute wird ein Kaiserschnitt vorsorglich geplant oder per Not eingeleitet. Gott sei Dank! Mamma und Kind und dem werdenden Vater soll es doch gut gehen. Der Rest ist absolute Nebensache. Es gibt bei Geburten kein gut oder schlecht. Schlecht geht es den Kindern in Afrika, den Flüchtigen, den geschlagenen und missbrauchten…. dort schaut keiner so genau hin…

  • mein name sagt:

    Es geht hier doch nur um die Geburt „auf Termin“, welche bei den möchtegern AchEsIstJaGeradeInMamiZuSein Promis gerade grassiert. Solche Individuen sollten sich eigentlich erst mal per Kaiserschnitt ein Hirn einpflanzen lassen. Das würde der Menschheit allgemein gut tun.

    Ansonsten: Kaiserschnitt ist manchmal nötig aber dort, wo er nicht notwendig ist, da ist eine natürliche Geburt vorzuziehen. Nur schon wegen der Gefahren, die mit einem solchen Eingriff einhergehen.

  • Susanne sagt:

    Ich sehe den Grund dort, warum sich eine Frau für einen geplanten Kaiserschnitt entscheidet ganz klar darin, dass sie meh oder weniger weiss was auf sie zu kommt, alles viel berechenbarer und schneller vorbei ist. Bei einer natürlichen Geburt weiss man das viel weniger und davor haben viele Frauen Angst. Aber anstatt sich mit dieser Angst auseinander zu setzen und sich darauf vorzubereiten, nimmt man lieber den geplasterten Weg anstatt der steinigere.
    Ich stehen dazu: Kaiserschnitt im Notfall ja, sonst nein.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Darum empfehle ich meiner Tochter auch, lieber per Autostopp zu reisen, als sich ein „gepflastertes“ Bahnticket zu kaufen.
      Bei Autostopp weiss man auch nicht wie es rauskommt. Und manchmal kommen bei einem 16 jährigen Mädchen auch Ängste auf. Aber auf diesem steinigen Weg lernt man mehr fürs Leben.

      • Stranger sagt:

        .., das hin und wieder auch auf diesem steinigen Weg endet gell…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hattori Hanzo

        also, Sie wissen ja dass ich selbst WKS hatte, aber ich denk die beiden Felder lassen sich doch schlecht miteinander vergleichen, zumindest gehe ich nicht davon aus in Spitalumfeld, resp Gebärsaal/OP-Abteilung irgendwelche kriminellen Elementen zu begegnen.
        Beim Autostopp wär ich da schon mal anders eingestellt… .

      • Hattori Hanzo sagt:

        nun Brunhild – das Argument bleibt
        wenn der ungewisse Verlauf und Ausgang propagiert wird und dass es darum geht sich mit Ängsten zu konfrontieren, sich darauf einzulassen, dass vieles nicht berechenbar ist, dann ist doch der Autostopp eine gute Parallele.

        Und sehen Sie:
        Ich weiss nicht, ob es statistisch gefährlicher ist zu gebären oder Autostopp zu machen.
        Immerhin: in der Schweiz stirbt 1 von 9500 Frauen bei der Geburt. Ich weiss nicht ob das auch auf Autostopperinnen zutrifft.

      • Stranger sagt:

        Und was ist, wenn eine Frau mit Autostopp zur Gebärklinik fährt? Kumulative Risiken galore! ka ta stro phal!

  • Heidi K. sagt:

    Man sollte man bei den KK eine Altersguillotine einführen. Ab 65 wird keiner mehr behandelt, weil es sich nicht mehr lohnt. Oder bei Jüngeren gibt es keine Narkosen mehr, weil zu teuer. Jung und kräftig, die halten eine OP bei Bewusstsein durch. Das ist absurd. Genauso absurd ist es den Müttern einreden zu wollen, sie dürfen keinen Kaiserschnitt machen aus Kostengründen. Dann bitte nur 1 Kind gebären, denn die alle hinterlassen einen geologischen Fussabdruck auf dieser Erde. Man darf anderen Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Jeder ist für sich selber verantwortlich.

  • Gladys sagt:

    In ca. 3 Wochen werde ich mein erstes Kind entbinden und zwar per Sectio. Dies nicht weil ich Angst vor einer vaginalen Geburt habe sondern aus medizinischen Gründen (meine Gesundheit betreffend). Diese Gründe gibt es nämlich auch nur wird beim Wort „Wunschkaiserschnitt“ oft nur davon ausgegangen dass die Frau nicht „will“..aber dass sie vielleicht nicht „kann“?!? Und wehe einer sagt jetzt „dann hättest du halt nicht schwanger werden sollen“! Musste ich mir leider anhören und bin sprachlos zurückgeblieben darüber..

    • A.K. sagt:

      Da wäre ich auch sprachlos geblieben. Und genau dieselben Leute, hätten Ihnen aber zum Vorwurf gemacht, nicht für das Steigen der Geburtenrate zu sorgen, wenn sie wegen ihrer Gesundheit keine Kinder gewollt hätten. Dann hätten die ihnen bestimmt gesagt „aber dafür gibt es heute doch die tollen medizinischen Möglichkeiten“ nur wegen deiner Angst kannst du doch nicht einfach keine Kinder haben!“

      Alles Gute !

    • Amy Berger sagt:

      Ganz fest alles gute liebe Gladys. No worries wegen dem Kaiserschnitt, das kommt gut und ist, wenn auch nicht grad ein Spaziergang, doch gut zu bewältigen. Und nur nicht auf die Dummschwätzer hören, sondern an sich abperlen lassen wie Jauche an der Marmorsäule. Alles Gute und viel Freude am Kind!

      • G. Mayfair sagt:

        Vielen Dank A.K. und Amy Berger! Das schaffen wir schon;-) Und der mit der Jauche und Marmorsäule ist ein herrliches Bild;werde ich mir bei nächsten verbalen Angriffen vor Augen führen.. Danke!

  • Nina sagt:

    Hm. Vielleicht war es doch nicht so schlecht, dass ich als Teenie irgendwie nie richtig dazu gehört hab. Ich hab da schon gelernt, nichts auf die Meinung meiner Peers zu geben, sondern mich an meinen eigenen Idealen und Bedürfnissen zu orientieren. Und mir eine eigene Meinung zu bilden. Die Zweifel, das schlechte Gewissen, wenn mal was nicht nach Plan läuft und die ganzen Unsicherheiten, die entstehen nämlich so oder so, wenn man Mutter wird/ist, da sollte man die von aussen eingeredeten knallhart abperlen lassen. Zuviel des Guten.

  • F aus G sagt:

    Als werdender Vater habe ich mich ein bisschen im Internet informiert wegen Schwangerschaft und Geburt… Und ich muss sagen, es ist interessant und erschreckend zugleich, wie vor allem Frauen anderen Frauen einreden, Versagerinnen zu sein. Oft wird auch eine PDA abgelehnt. Bei Männern ist man ja zum Glück davon abgekommen, dass sie sich ihre Männlichkeit in blutigen Schlachten verdienen müssen. bei den Frauen scheint dies noch nicht soweit zu sein.
    Jede Frau sollte für sich entscheiden, was für sie richtig ist, ohne dafür verurteilt zu werden.

    • Lisa sagt:

      Ja, wir Frauen sind immer noch in dieser Opferrolle festgebunden: Nur wenn du unter Schmerzen gebären kannst, hast du es verdient, eine wahre Mutter zu sein. Voll die Opferrolle. Voll von gestern.

      • Madeleine sagt:

        Opferrolle? Ich bringe in diesem, jenem Augenblick Leben auf die Welt!! Das ist eine grossartige Leistung und hat für mich nichts mit einer Opferrolle zu tun!

      • mila sagt:

        Ein durch und durch ’natürlicher‘, millionenfacher Vorgang ist also eine grossartige Leistung. Irgendwie ein Widerspruch, zumindest in der Propagierung des einen und zugleich Verklärung des anderen, welche u.a. Sie hier zum Ausdruck bringen. Aber wenn Mutterschaft die vielleicht einzige Leistung im eigenen Leben ist, ist das ja auch irgendwie verständlich. Ich bin da, zugegeben, eher nüchtern. Oder anders betrachtet, bescheiden.

      • Madeleine sagt:

        @mila Muss eine grossartige Leistung einzigartig sein? Ich denke nicht! Oder anders betrachtet: Ich bin in Sachen Komplimenten ein grosszügiger Mensch und liebevolle Worte, ernst gemeint, machen Freude!

      • mila sagt:

        Das ist doch schön, und in diesem Sinne auch nicht problematisch. Problematisch wird es dort, wo eine Mutter meint, Mehrheitsrechte über ein Kind zu ‚besitzen‘, weil sie es geboren hat, und der Vater nicht. Oder wo ein Kind zu hören bekommt, es müsse sich der Mutter mehr oder weniger bedingungslos unterordnen, weil sie es über Monate im Leib getragen und unter Schmerzen geboren hat. So selten hört man solche Äusserungen in der einen oder anderen Abwandlung leider nicht, und dafür habe ich null Verständnis.

      • mila sagt:

        Dasselbe gilt übrigens für das Auftreten bestimmter Mütter gegen kinderlose Frauen, die wahlweise zu hören bekommen, sie seien halt nicht ganz ‚echte‘ Frauen (soviel zum Thema weibliche ‚Initiation’…), oder sie würden den eigentlichen Daseinszweck ihres Lebens verpassen. Ich kann für mich persönlich auch empfinden, dass ich ohne die Schwangerschaft und baldige Mutterschaft womöglich wirklich etwas Wesentliches verpasst hätte. Aber das gibt mir noch lange nicht das Recht, von meinem Empfinden pauschal urteilend auf andere zu schliessen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Sagen Sie sich einfach, jedes Säugetier kann ohne Hilfe entbinden. Noch normaler ist nur noch Atmen. Als Frauen 5 Kinder entbanden, sprach man darüber nicht. Heute bringen sie es nur noch auf 1.4 Kinder, die dann viel zu spät in die Biographie geboren werden. Und wegen der beiden Gründe, Zu wenig, Zu spät, wird es zum Ereignis hoch jubiliert.

  • Carolyn sagt:

    Naja, ich (27ig) hatte vor 6 Jahren keine grosse Wahl. Ich hatte einen Notkaiserschnitt.

  • Mascha sagt:

    Danke für den Beitrag. Es ist ohnehin furchtbar, wie sich jeder ein Urteil anmasst über Dich und Deinen Bauch, Dein Kind, Deinen Lebensentwurf, sobald Du Mutter bist. Ich habe zwar spontan entbunden, aber konnte mein Kind nicht stillen und arbeite dazu noch Vollzeit – Rabenmutter vorprogrammiert! zum Argument natürlich: Antibiotika sind auch nicht natürlich und dennoch stellt das niemand in Frage. Was soll also diese ganze Diskussion im Zusammenhang mit der Geburtsmedizin?

    • F aus G sagt:

      Und wenn sie gar nicht arbeiten würden und Vollzeit-Hausfrau wären, dann wären sie unemanzipiert und hätten die Frauenbewegung verraten.
      Ach ja, wenn Sie nur ein Kind haben, ist das natürlich auch schlecht, mehr als 2 Kinder auch. Wenn man 1.7 Kinder haben könnte, dann wäre das wahrscheinlich der einzig seeligmachende Familienentwurf.

  • Gerhard Engler sagt:

    Tatsache ist, dass in der Schweiz viele Kaiserschnitte durchgeführt werden, die medizinisch nicht notwendig sind (in einigen Kantonen doppelt so oft wie in anderen). Ich habe nichts gegen Kaiserschnitte und respektiere die persönliche entscheidung jeder Mutter, aus welchen Gründen auch immer. ABER: Der enorme Anstieg von Kaiserschnitten führt zu massiv höheren Krankenkassenprämien und Kosten für den Steuerzahler. Eine Gesellschaft kann sich für so etwas entscheiden. Aber wer sich für Kaiserschnitt-Wahlfreiheit einsetzt, der darf sich nicht über steigende KK-Prämien beschweren.

    • Gerhard Engler sagt:

      P.S. Meine drei Kinder sind ohne Kaiserschnitt und ohne Ultraschall zur Welt gekommen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gerhard Engler

        die steigenden Kosten sind auf die Spitzenmedizin und ihre fast uneingeschränkte Anwendung zurückzuführen,
        und nicht auf die WKS, wenn schon streichen dann bitte sehr überall ansetzen…

      • Susi sagt:

        Warum ohne Ultraschall? Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum man Ungeborene Risiken aussetzt.
        Offenbar hatte Ihre Familie Glück. Aber ich kenne auch Geschichten, die weniger schön ausgingen von Schwangerschaften ohne Ultraschall-Überwachung.
        Das eine Baby hatte eine nicht entdeckte Trisomie 21 und starb wegen des Herzfehlers fast bei der Geburt (Notkaiserschnitt). Das andere hatte ebenfalls einen nicht entdeckten Herzfehler und starb ein paar Stunden nach der Geburt im Geburtshaus. Beide Kinder hätten von Ultraschallüberwachung enorm profitiert (vor allem das zweite…)

      • Hattori Hanzo sagt:

        können sie das nun auch noch mit Zahlen belegen „die massiv höheren Prämien“
        Nein?
        Eher so ein Satz, den man einfach erfindet und dann im Dominoeffekt nachplappert.
        Also Herr Engler – so geht das:
        – sie überprüfen die Kosten aller „normalen Geburten“ in einem Jahr und errechnen so den Durchschnittswert
        dann
        die durchschnittlichen Kosten von WKS
        dann errechnen sie wieviele Franken diese im Schnitt mehr kosten
        dann wieviel das auf ein Jahr gesehen ausmacht
        dann stellen sie diese Differenz ins Verhältnis zu den gesamten Gesundheitskosten – und diese dann auf die einzelne Prämie runterbrechen.

    • Beck sagt:

      So so,und wie ganz genau haben sie Schwangerschaft und Geburt persönlich erlebt……als gebärender Mann.? Und nicht wahr, die beste Methode ,KKPrämien zu sparen wäre doch, Ihrer Logik zufolge ,gar nicht erst mit der Fortpflanzung anzufangen… Im Ernst,toll,dass Sie sich für Ihren Weg entschieden haben…..dazu sind auch alle Anderen fähig,das geht, erlauben Sie mir als Mehrfachmutter und mittlerweile Oma mal den Hinweis, schlicht niemanden etwas an!. Die Gesellschaft entscheidet sich nicht für/gegen Sectiogeburten,letztendlich nur die Frau . Keine tuts aus Jux!

    • Gerhard Engler sagt:

      @Hattori Hanzo: Hier die Zahlen: Ein Kaiserschnitt kostet 10’000.-, eine normale Geburt 5000.-, eine Hausgeburt 3000.-. Wenn alle 100’000 Geburten als Kaiserschntt durchgeführt würden, dann würde dies Mehrkosten von 500 Mio. Fr. verursachen, pro Einwohner also eine Prämeinsteigerung von 70.-. Das alleine wäre verkraftbar. Aber leider steigt gleichzeitig auch der Wunsch nach anderern medizinischen Mehrbehandlungen.

      • Gerhard Engler sagt:

        @Susi: Und wer weiss, wie diese zwei Fälle mit Ultraschall ausgegangen wären? Es ist nicht so, dass bei jedem Ultraschall alles wichtige entdeckt wird und es ist auch nicht so, dass danach in jedem Fall alle entdeckten Probleme behoben werden können. Nur eine statistische Untersuchung könnte belegen, dass die drei Ultraschalls, die heute mindestens durchgeführt werden tatsächlich zu signifikanten Ergebnissen führen.

      • Susi sagt:

        Nein, Gerhard Engler, man kann über Ultraschall nicht alles sehen; bei meinem zweiten Kind sah man leider auch nicht, dass die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt war.
        Ich kann Ihnen nur sagen, dass die Familie mit dem ersten Kind etwas gelernt hat und bei der zweiten Schwangerschaft sämtliche Tests machen liess, damit man bei der Geburt möglichst gut vorbereitet ist. Betonung auf „möglichst“.

      • Hattori Hanzo sagt:

        @Engler 70Fr. – einfach das Blaue vom Himmel geschrieben.
        Sie haben wohl keine Ahnung, wie sich die Krankheitskosten zusammensetzen. 80% aller Kosten werden von chronisch Kranken verursacht. Das heisst für alle Krankheiten und Operationen und Geburten und Abtreibungen und sonstige Leiden, die eben nicht chronischen Krankheiten zugeordnet werden zahlen wir etwa 60.- Fr..
        Selbst wenn ein WKS das doppelt kosten würde – was er nicht tut – und selbst wenn mal alle Komplikationen einfach nicht berücksichtigt, die aus natürlichen Geburten entstehen können – wäre 1 Fr. noch hoch geschätzt.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Nun Susi, wir haben die Nabelschnur zweimal um den Hals gewicklet gesehen, mit dem Doppler, Kaiserschintt gemacht. Wahrscheinlich wäre es auch ohen gegangen, und, meine Tochter, die älteste, würde ich am öftesten erwürgen wollen, wenn sie mich mit Ihrem hormonellen Zweihänder verbal attackiert.

      • mila sagt:

        @Adrian Wehrli, vielleicht haben Sie oben nicht mitgelesen, aber Susis Kind starb bei (oder vor) der Geburt. Der Schwester einer Freundin von mir erging es ebenso. Witze über Nabelschnurumwicklung halte ich deshalb, so oder so, für ziemlich pietätslos. Selbst wenn es in Ihrem Fall gut ausgegangen ist.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Ich erzähl nie Witze, und lesen tue ich alles. Und bei Leute die Worte wie pietätslos brauchen, bin ich immer sehr vorsichtig, das sind jeweils jene, die einem auf den Scheiterhaufen schicken ….

      • Susi sagt:

        @Adrian: Wer weiss, ob es auch ohne gegangen wäre. Ich möchte mir nicht ausmalen, welche Schuldgefühle man hat, wenn man sich als Mutter entgegen der ärztlichen Empfehlung für eine Spontangeburt entscheidet und dann das Kind stirbt. Meine Tochter starb zwei Tage vor dem Termin und ich glaubte lange, dass ich die Schuld daran trage, obwohl das natürlich völlig absurd ist. Aber anscheinend die übliche Reaktion der Mütter in so einer Situation.
        Ich könnte nicht gut damit leben, hätte ich die falsche Wahl für die Geburt getroffen und wäre verantwortlich für den Tod oder einen Geburtsschaden.

    • Dr.Weber sagt:

      Viel teurer als das (per sectio) auf die Welt kommen ist das Sterben in der Schweiz (Spital/Pflegeheim).

      Ebenfalls sehr hohe Kosten verursachen vorallem chronische Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten.
      Enorm gespart werden könnte, wenn man Mütter im Wochenbett mehr und länger unterstützt, so (wie in Holland) dass es mit dem Stillen klappt. Schon paar Monate längeres Stillen spart allein in Grossbritannien rund 50Millionen Euro. (Weniger Krankenhausbeusche der Babys wegen Mittelohrentzündungen, Allergien durch Kuhmilch, späteres Übergewicht/Diabetes/Herzkreislaufkrankheiten)

      • Hattori Hanzo sagt:

        Wahnsinn Herr Engler – und das alles ohne Quellenangaben, woher sie nur auf diese Zahlen kommen.
        Laut einer Website gegen(!) WSK kostet ein WSK 20% mehr, als eine natürliche Geburt ohne Komplikationen.

        Eine Komplikationenfreie Geburt – gemäss Artikel Tagi 2015 (stand nicht ob WSK dazu gehört) sei der günstigste Spitalaufenthalt überhaupt: 1796.- Fr. (da wären dann 20% mehr ein Paar Fränkli, die bei der Prämie noch etwa 1 Rappen ausmachen würden). Fazit: Das gleiche Heuchlerische Argument wie bei den Abtreibungen.

  • Habiba Fontana sagt:

    Zwei Kinder per Wunschkaiserschnitt zur Welt gebracht. Persönliches Fazit: Für mich der richtige Weg und die richtige Wahl getroffen!
    Alles andere soll und darf doch niemanden interessieren!

    • Reinacarnation of XY sagt:

      Soll sie es doch. Hauptsache ihnen ist es sch…egal.
      Wer darüber die Nase rümpft, der hat selbst so viele Baustellen in seiner Seelenstube, dass sie getrost ihren Weg gehen können.

  • Felicitas Beck sagt:

    Also ich weiss nicht wie Sie darauf kommen, dass Frau „tough und opferwillig“ sein muss, „so wie eine richtige Mutter eben zu sein hat“. Das wäre ja dann alles fremdgesteuert. Die Frau Katzenberger bringt die ganze Kaiserschnitt-Problematik eigentlich auf den Punkt. Soll eine angehende Mutter, ohne medizinische Indikation, der Einfachheit halber den Weg der geplanten Geburt gehen oder nicht. Ich kann zu Fuss auf den Berg wandern oder die Luftseilbahn nehmen, das Erlebnis ist auf jeden Fall nicht das Gleiche. Wie auch immer, mein Entscheid.

  • Papperlapapi sagt:

    Wer ist die Katze? Und wen interessierts wie die gebärt? Das KVG schreibt vor, dass Medizin wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich zu sein hat. Unnötige Kaiserschnitte führen zu unnötigen Kosten, was unwirtschaftlich ist. „Wunsch der Patientin“ ist keine medizinische Indikation. Unnötig teure Behandlungen ohne medizinische Indikation sind nicht von der Krankenversicherung zu übernehmen. Viele Ärzte haben keine Hemmungen medizinische Indikationen zu erfinden, um ihre Patientinnen (und ihren Geldbeutel) zufrieden zu stellen, das sind aber alles (potentiell strafbare) falsche Zeugnisse….

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Papperlapapi

      fragt sich bloss ob es die WKS sind welche zur Hauptsache die Kosten auf dem Feld
      „teure Behandlung ohne medizinische Indikation“, resp ohne Augenmass,
      so dermassen in die Höhe treiben-
      ich bezweifle das sehr…,
      zudem, alle Notfallks-Frauen profitieren
      von eingespielten Teams und guter OP-Technik,
      welche Ärzte vorzugsweise eben gerade in nicht notfallmässigen Settings „üben“ können sollten… .

      • christel sagt:

        Wie auch die Hysterektomie- (Gebärmutterentfernuneng) Zahlen je nach Kanton schwindelerregende Höhen erreichen, so sind nicht korrekt indizierte Kaiserschnitte definitiv ein Kostenfaktor: Zürich 42.7%!! aller Geburten- Fast jede 2. Frau…….. In den nordischen Staaten, deren Gesundheitsversorgung mindestens unseren Standards entspricht,: ca. 17% Kaiserschnittrate….. Comments anybody??

      • Papperlapapi sagt:

        Es sind nicht die Wunschkaiserschnitte alleine: es ist die Summe allen Unnützes (Zuckerkügeli- Arthroskopische Knie-Gelenksspülung, unnötige Kaiserschnitte, unnötige Hysterektomien, Antibiotika bei viralen Infekten, schlecht indizierte Wirbelsäulenoperationen, Chemotherapien die das durchschnittliche Überleben um 2 Wochen verlängern:….), die die Kosten in die Höhe treben.
        Auch bei strenger Indikation der Kaiserschnitte, sinds ja immer noch an die 20% der Geburten, die wenigsten Notkaiserschnitte: Übungsfeld genug. An Übung mangelt es nicht bei den Kaiserschnitten sondern bei den

      • Papperlapapi sagt:

        nicht standardmässigen Spontangeburten. Meine Schwägerin wollte Zwillinge spontan gebären (hat es auch gemacht). Es wurde ihr im einen Spital zum Kaiserschnitt geraten, nicht weil es irgendeinen medizinischen Grund gab, sondern weil das „normalerweise“ so gemacht wird und weil es darum an Erfahrung mangelte in der Spontangeburt bei Zwillingen….

  • Barbara Rina sagt:

    Vielen Dank für diesen guten Artikel! Ich musste auch auf Anraten des Arztes einen Kaiserschnitt machen (ich wusste das erst 4 Tage vorher), wobei ich grundsätzlich nicht haderte, dass das so war, sondern froh war und noch heute bin, dass ich mein Kind gesund zur Welt bringen konnte. Aber womit ich Mühe hatte, war, dass Alles so schnell ging. Und man wird nicht darauf vorbereitet. Meiner Meinung nach würde auch der Kaiserschnitt und der Umgang damit in den Geburtsvorbereitungskurs gehören. Aber in meinem Kurs wurde dieser auch eher fast verteufelt, statt seriös thematisiert.

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Wie sollte dieser Mann da, der nie selbst würde gebären müssen,
    der Schmerzen offensichtlich nur aus dem Kraftraum kannte,
    wissen, was er überhaupt sagte?“

    🙂

  • Cybot sagt:

    Eine Geburt nur dann gesellschaftlich akzeptabel, wenn sie mit unter grössten Schmerzen stattfindet, wehe man nutzt die Errungenschaften der modernen Medizin dagegen. Wenn die gleichen Leute dann aber ein bisschen Kopfweh haben, wird natürlich sofort eine Pille eingeworfen. Damit ist eigentlich alles gesagt zu dem Thema.

  • Malena sagt:

    Kann die Gleichsetzung reduzierte Gebärfähigkeit = mangelhafte Weiblichkeit auch eher nicht nachfühlen. Meine Erkenntnis aus Gesprächen mit von sich enttäuschten Kaiserschnittmüttern und Internet-Diskussionen:
    1. Einigen Frauen ist eine natürliche Geburt wirklich wichtig für ihr Selbstverständnis, es lässt sich nicht einfach wegreden und ist gar nicht so sehr von Meinungen im Umfeld abhängig.
    2. Die Lust am Naserümpfen über Andersartiges und an Selbstidealisierung ist sehr menschlich. Leider.
    Würde verunsicherten Müttern auch die unaufgeregten (Spital)Hebammen empfehlen, waren super bei uns.

    • Martin Frey sagt:

      Wenn die Weiblichkeit von der Geburtsmethode abhängt, dann ist es mit der Weiblichkeit nicht sehr weit her, meine ich. Dafür sind nach meinem Empfinden andere Qualitäten von Relevanz.
      Aber Sie wie auch Fr. Fischer haben offenbar Glück mit den Hebammen gehabt. Leider ist dies nicht durchwegs selbstverständlich, sind es doch Teile der Hebammenschaft die munter dazu beitragen, dass Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zum ideologischen Tummel- und Kampfplatz verkommen sind. Wenn auch dies viel weniger bei Spitalhebammen der Fall ist als ausserhalb, wie Sie richtigerweise anmerken.

      • Reinacarnation of XY sagt:

        Genau – Malena – sie bestätigen nur, dass diese Diskussion nur von Menschen geführt wird, denen es an Selbstwertgefühl und praktischem Verstand mangelt.
        Wer beides hat, wird seine Weiblichkeit nicht an so etwas festmachen müssen. Genauso wenig wie ein Mann seine Männlichkeit vom Militärdienst o.ä. – und sie wird eben auch wissen, dass für das Kind einzig entscheidend ist, was danach kommt, wie es hier sehr schön dargelegt wurde.

      • Reinacarnation of XY sagt:

        Dass diese Meinung viele Frauen „unabhängig von ihrem Umfeld“ haben, können sie erstens nicht verifizieren, das ist nur subjektives Empfinden.
        Selbstverständlich wurden sie so von ihrem Umfeld geprägt. Genauso wie wir damals geprägt wurden, dass tanzen und kochen „etwas für Schwule“ ist. Obwohl das nie jemand direkt gesagt hat, . Wir sehr das Umfeld einen prägt sehe ich an unseren Kindern, die in so vielen Dingen nicht einmal auf die Idee kommen, dass es schamwürdig sein könnte, was bei uns damals !unausgesprochen selbstverständlich! war.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Nur die Hebammen, natürlich, nie die beteiligten Ärzte?

      • Malena sagt:

        @Reincarnation: Ja schon, aber wie begegnen wir Menschen mit geringem Selbstwertgefühl und mangelndem praktischen Verstand? Mit Überheblichkeit und Häme? Eine psychisch labile Freundin von mir haderte mit ihrem Kaiserschnitt. Der Hinweis „wenn Du ein besseres Selbstwertgefühl hättest würdest Du Deine Weiblichkeit nicht daran festmachen“ hätte ihr kaum geholfen. Ich denke wir müssen den gesellschaftlichen Druck immer hinterfragen, aber auch Verständnis aufbringen für die Schwächen und Unsicherheiten die andere Menschen mit sich herumtragen.

      • Malena sagt:

        @Reincarnation 08:55: ich meinte und sagte nicht „unabhängig vom Umfeld“. Natürlich sind wir alle geprägt vom Umfeld. Aber bei besagter Freundin machte niemand im Umfeld Druck für eine natürliche Geburt, im Gegenteil (meine subjektive Beobachtung, ihre subjektive Aussage). Das Gefühl das sie beschäftigte steckte tiefer drin (woher es kam ist tatsächlich nicht belegbar).

      • Sportpapi sagt:

        !Tanzen und Kochen ist für Schwule!? Wir müssen einer anderen Generation angehören. Bei uns war es beim Kochen erstaunlicherweise so, dass die Jungs das einigermassen konnten und auch gerne taten (assen ja auch gerne). Die Mädchen eher nicht.
        Zurück zum Thema: Jede/r kann natürlich nur empfehlen, was er selber erlebt hat. Bei uns waren die Hebammen alle drei Male im Geburtshaus so, dass wir sehr zufrieden waren mit der Betreuung. Aber klar, dort äusserte man sich ähnlich über gewisse Ärzte, wie hier über gewisse Hebammen geschrieben wird.

      • Sportpapi sagt:

        Zu dem, was ich von meiner Frau und vielen ihrer Kolleginnen gehört habe: Es geht irgendwie nicht im Weiblichkeit, sondern um Urvertrauen. Und um das Erlebnis der Geburt. Dass nicht plötzlich ein Kind da ist, sondern es eine gewisse Angeöhnungszeit gibt. Meine Frau hat sich schon paar Mal geäussert, dass ihr die Geburt immer fast zu schnell gegangen sei. (und nein, nebenbei, sie ist weder unsicher noch hat sie ein geringes Selbstwertgefühl). Dass sie aber auch den Moment genossen hat, gleich nach der Geburt, wach zu sein, das Kind in der Hand zu haben, mit dem Kind einzuschlafen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        @Malena
        Es freut mich, dass sie ein Herz für das Wohlergehen der Menschen haben.
        Nun ich denke, ihre Freundin sollte sich tatsächlich darüber Gedanken machen. Natürlich geht das nie mit billigen Sprüchen und Ratschlägen und natürlich müssen wir Verständnis haben. Aber, ja, ich bin überzeugt, dass sich ihre Freundin eben über diese Themen Gedanken machen muss. Heute lässt sie der Kaiserschnitt hadern, morgen wird es etwas anderes sein. Ganz bestimmt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        „Dass sie aber auch den Moment genossen hat, gleich nach der Geburt, wach zu sein, das Kind in der Hand zu haben, mit dem Kind einzuschlafen.“

        Freut mich für alle welche das so erleben konnte, es gibt aber diejenigen welche nach der Naturgeburt nicht wach sind, das Kind nicht halten und gemütlich mit ihm einschlafen können, weil sie nämlich kollabieren… (und ich mein jetzt medizinisch kollabieren, inklusive Infusionen/Blutdrucküberwachung etc)

      • Reincarnation of XY sagt:

        Sportpapi – ich sage doch nicht, dass Frauen die „natürlich“ gebären eine zu geringes Selbstwertgefühl haben, dann würde ich ja über diese die Nase rümpfen, was wohl darauf schliessen würde, dass ich ein zu geringes Selbstwertgefühl habe.
        Ich finde das Super – wie das ihre Frau macht und erlebt. Es geht hier um die Naserümpferinnen. Ihre Frau darf und soll von ihren Geburten schwärmen. Sie kann sagen: ich könnte mir einen WKS für mich nicht vorstellen. Aber sie hat es hoffentlich nicht nötig andere abzuwerten. Darum geht es: Um die Abwertung und das Verbreiten von unsinnigen Theorien.

      • Sportpapi sagt:

        XY: Abwertung ist immer unnötig. Allerdings gibt es auch Menschen, die reagieren sehr empfindsam, und nehmen eine positive Schilderung einer anderen Mutter (inklusive „ich hätte mir nichts anderes vorstellen können“) als persönlichen Angriff war.

      • Malena sagt:

        @Reincarnartion: „heute Kaiserschnitt, morgen etwas anderes“. Leider ist das so. Denke auch dass sie das Thema allgemein angehen muss. Hat sie schon mehrfach versucht, auch mit Profis. Mit mässigem Erfolg. Sie leidet selbst am meisten darunter und hat sich das bestimmt nicht ausgesucht…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja das ist so, Sportpapi.
        Vielleicht helfen in solchen Fällen Sätzchen wie „für mich, ich weiss, wir sind alle verschieden….. nicht bei jeder gleich, aber für mich… bla, bla, bla“ – um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Kleine Worte haben manchmal grosse Wirkung. Wenn man das noch ehrlich meint, wäre sicher schon vielen unsicheren Persönlichkeiten geholfen.

  • Martin Frey sagt:

    Fr. Fischer hat es wieder auf ihre unnachahmliche Art auf den Punkt gebracht. „Denn alles, was seither geschehen ist, ist so unendlich viel wichtiger, als welche Eingangstür ins Leben die Kinder genommen haben“ Das einzige was nach einer Geburt wirklich zählt ist der Umstand, ob Mutter und Kind gesund sind. Alles andere bedeutet unnötigen Druckaufbau, Anmassungen und Einmischungen von aussen die eine werdende Mutter nicht auch noch brauchen kann. Leben und leben lassen, wäre hier eine angemessene Devise, egal ob die Entscheidungen letztendlich medizinisch hart indiziert ist oder nicht.

    • Susi sagt:

      Danke, da kann ich 100% zustimmen.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Susi, du kannst nie 100% zustimmen, du bist eine Frau, da sind Werte über 80% schon ausserordentlich.

    • Sportpapi sagt:

      @Martin Frey: Das haben Sie grundsätzlicht recht. Problematisch finde ich es allerdings, wenn die Ärzte den Frauen Angst machen und immer neue Risiken und Gefahren sehen, die einer natürlichen Geburt im Wege stehen. Geht es in diesem Stil weiter, gilt eine natürliche Geburt in 20 Jahren generell als verantwortungslos.

      • Martin Frey sagt:

        Die Aerzte machen den Frauen Angst? Sportpapi um Himmels Willen! Lesen Sie mal die Kommentare hier, gerade auch der Hebammen. Zu den etwaigen Risiken und Gefahrensituationen gibt es klare Daten und Fakten die den meisten, die sich dann bemüssigt fühlen, ihren Senf überall dazu zu geben, gar nicht bekannt sind. Es ist aber die Aufgabe des Arztes, diese seine Einschätzung den Frauen jeweils mitzuteilen. Das hat mit Angstmachen nichts zu tun. Und die meisten Aerzte, und glauben Sie mir ich kenne einige, machen das mit der nötigen Sachlichkeit. Was man von der „Gegenseite“ so nicht behaupten kann.

      • Martin Frey sagt:

        Was Sie ansprechen sind medizinisch nicht indizierte Wahlsectios. Hier kann man, gerade gesundheitsökonomisch, geteilter Meinung sein. Nach meinem Empfinden ist dieser Entscheid jedoch ein alleiniger Entscheid der Eltern, die zusammen mit dem Arzt diesen Entscheid zu fällen haben.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich lese aber auch die Kommentare hier von Ärzten. Und wie sie über Hebammen herziehen, als ob die keinerlei Ausbildung hätten, keinerlei Erfahrung hätten, und keinerlei Verantwortung tragen würden. Ich habe die Hebammen in Bezug auf Geburt inklusive Risikoabklärung als sehr sachlich erlebt.
        Und bezüglich Ärzten: Es werden immer neue Risiken „entdeckt“, die Prävention wird immer umfassender. Das kann man gut oder schlecht finden, zu diskutieren ist es aber allemal.

      • Martin Frey sagt:

        @SP: „Und wie sie über Hebammen herziehen, als ob die keinerlei Ausbildung hätten, keinerlei Erfahrung hätten, und keinerlei Verantwortung tragen würden.“ Habe ich nie behauptet. Hebammen erfüllen eine äusserst wichtige Funktion, können und wissen sehr viel. Eine gute, professionelle Hebamme, und von denen gibt es auch viele, weiss aber auch um ihre Grenzen, und verliert nie das Ziel aus den Augen: Das nach der Geburt Mutter und Kind wohlauf sind, unter den optimalsten, stressarmsten Bedingungen die erreichbar sind.
        Aber ich weiss, aus dem Geburtshaus heraus unterliegen Sie etwas einem Bias.

      • Sportpapi sagt:

        „Aber ich weiss, aus dem Geburtshaus heraus unterliegen Sie etwas einem Bias.“ Hm. Ja, so wie die meisten hier. Oder wie Ärzte, die noch nie in einem Geburtshaus waren…

      • mila sagt:

        SP, mir hat noch kein Arzt Angst gemacht, schon gar nicht meine sehr sachliche, nüchtern argumentierende und trotzdem spürbar anteilnehmende Frauenärztin. Hingegen habe ich ja weiter oben die Erfahrung allein in meiner Familie beschrieben, und weiter unten die Erfahrung der Schwester einer Freundin. Dazu kommt eine zwei Tage andauernde Geburt einer weiteren Freundin, bei der ein Kaiserschnitt aufgrund einer Vorerkrankung nicht (oder nur im alleräussersten Notfall) in Frage kam. Mir persönlich genügt das, um einen Grundrespekt vor einer Geburt zu haben. Ich verfalle deswegen nicht in Panik,

      • mila sagt:

        habe aber nicht das geringste Bedürfnis, selbst bei weiterhin (hoffentlich) komplikationsfrei verlaufender Schwangerschaft auch nur ansatzweise über ein Geburtshaus nachzudenken. Wenn es um ein Menschenleben geht – sei es das der Mutter, oder das des Kindes – zählt für mich keine Statistik; jede Totgeburt, jeder Beinahe-Todesfall, ist in meinen Augen einer zu viel, um mich bezüglich ‚Mutter Natur‘ auf der ’normalerweise‘ sicheren Seite zu wiegen. Und deswegen werde ich im Spital gebären, wo man sich bei unvorhergesehenen Komplikationen sofort um uns kümmern kann.

      • Sportpapi sagt:

        „Und deswegen werde ich im Spital gebären, wo man sich bei unvorhergesehenen Komplikationen sofort um uns kümmern kann.“ Ich wünsche jedenfalls nur das Beste. Dass die Ärzte Ihre Geburt verschlafen dürfen…

      • mila sagt:

        Oh, danke – das hoffe ich auch!Ich selbst war innert zwei Stunden nach Einsetzen der Wehen nahezu mühelos auf der Welt… Das dürfte der ‚Nachwuchs‘ mir gerne nachmachen. 😉

    • Adrian Wehrli sagt:

      Herr Frey, Sie nehmen mir also mein hedonistisches Grundrecht mich selber moralisch zu erhöhen indem ich Ihre Fehlbarkeit und Schwäche bezüglich der Relativierbarkeit der Geburtsart nicht mehr angreifen darf! Skandal! So bleibt mir nichts anderes übrig als mich mit noch minder wichtigen Themen des kläglichen Alltags zu befassen.

      • Martin Frey sagt:

        Minder wichtige Themen gab es in letzter Zeit zu Genüge, Hr. Wehrli. 😉
        By the way um 09:15 haben Sie uns den Tag gerettet. 🙂 Man könnte fast annehmen Sie hätten wirklich einschlägige Erfahrungen damit. So mit Mutterkuchen als Sonntagsbraten und so…

  • Zorrita sagt:

    Geplante Kaiserschnitte zeigen einmal mehr, wie sehr sich der zivilisierte Mensch vom Natürlichen verabschiedet hat. Alles muss planbar, kontrollierbar, messbar, etc. sein. Dann sind die Kinderlein da-und plötzlich kommt die Überforderung, weil nun fast überhaupt nichts mehr nach Plan verläuft. Höchstens die dem Kind ureigenste Entwicklung, welche aber nicht unserem elterlichen Willen entspringt. Ich wünsche mir in Bezug aufs Kinderkriegen wieder etwas mehr Vertrauen in die Natur der Sache. Wenn diese derart missraten wäre, gäbe es die Menschheit schon lange nicht mehr 😉

    • Susi sagt:

      Schön, Zorrita. Die Menschheit bringt seit ewig Kinder auf natürlichem Wege zur Welt, bis vor nicht so langer Zeit ohne Rücksicht auf Verluste. Das Wochenbett war sowohl für Mutter als auch für das Kind eine lebensbedrohliche Situation, nicht wenige sind dabei gestorben.
      Ich habe zweimal spontan geboren (das zweite Kind war eine Totgeburt) und würde aber jeder werdenden Mutter empfehlen, das Risiko zu minimieren, wenn nötig durch einen Kaiserschnitt.

      Es sind genau Haltungen wie die Ihre, welche den Kaiserschnitt-Gebärenden ein schlechtes Gefühl geben.

    • Cybot sagt:

      Wenn es nach der „Natur“ geht, sterben ein paar Prozent aller Mütter bei der Geburt.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Liebe Zorrita, wussten sie, dass auch morden und vergewaltigen natürlich ist. Oder das Patriaracht, oder dass man seine Töchter verkauft? Früher, als die Menschen noch weit natürlicher lebten, waren solche Dinge weit verbreiteter.
      ABER ist es nicht auch natürlich, dass der Mensch sich weiterentwickelt? Dass er seine natürliche Fähigkeit benutzt und Fortschritte in Medizin und Technik macht? Was anderes als die Natur, hat den Menschen dazu ausgestattet und ihm dazu den Antrieb gegeben?
      Können sie diese Frage beantworten?

      • Zorrita sagt:

        Natürlich entwickelt sich der Mensch-zum Glück(sonst könnten wir uns z.B. Hier nicht austauschen ;-)). Das hat aber wie alles seine Schattenseiten. Weshalb sind nämlich Kaiserschnitte, welche als geniale Notfalllösung gedacht wurden, plötzlich eine planbare Option? Wo liegt da der Fortschritt für die Menschheit? In immer weiter steigenden Krankheitskosten für die ganze Gesellschaft auf Grund der Bequemlichkeit (oder was auch immer) einzelner?

      • Hattori Hanzo sagt:

        Die Kosten sind nur vorgeschoben – siehe weiter unten. Wenn es zu Komplikationen kommt, oder gar lebenslangen Schäden, redet auch niemand mehr von den Kosten. Die Kosten werden durch chronische Krankheiten, langlebigkeit und vor allem unsinnige lebensverlängerungen verursacht. Bei vielen Kosten die letzten 6 Monate Sterben mehr, als das ganze Leben an Behandlungen.

        Was der Nutzen ist? Wohlbefinden, Wahlfreiheit, mehr Professionalität dort, wo es auch medizinisch nötig ist. Es gibt sehr viele positive Seiten, wenn man der Sache Gegenüber nicht prinzipiell negativ eingestellt ist

      • ka sagt:

        /1 Wer sagt denn, dass sie nach einem Kaiserschnitt mehr Wohlbefinden haben? Das wird doch unterschätzt, immerhin war es eine Operation und sie haben nun eine Narbe im Bauch. Und auch der KS kann Komplikationen und Schäden kommen. Nach einer normalen Geburt laufe ich drei Stunden später wieder umher, nach einem Kaiserschnitt plagen mich die Schmerzen noch ein paar Tage. Kaiserschnitt ist eine tolle Sache bei Notfällen und vorhersehbaren Komplikationen, wenn das nicht der Fall ist, ist einen normale Geburt der einfachere Weg.

      • ka sagt:

        /2 Übrigens, wussten sie, dass bei einer normalen Geburt das Baby schon mit Laktobakterien in Berührung kommt, die ihm helfen, die Muttermilch besser zu verdauen? Die Natur hat das schon gut eingerichtet. Natürlich holt das KS-Baby das ganz schnell nach, aber trotzdem, wenn keine medizinischen Gründe für einen KS sprechen, ist das normale Gebären besser für Baby und Mutter.

    • christel sagt:

      @Z sagt ja nicht man solle keine Kaiserschnitte machen. Wo die Indikationen da sind ist es wunderbar dass wir das mit grosser sicherheit für mother and child tun können. In den meisten fällen ist aber eine ungeplante aufregende herausfordernde überwältigende explosiverlösende und liebeshormongeschwängerte spontangeburt eine patente sache

      • leila sagt:

        es kann auch anders sein. Nach der natürlichen Geburt hatte ich starke Beschwerden, musste später opsen, da Dammschnitt falsch genäht… nach Notkaiserschnitt hatte ich null Probleme.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Die „Natur“, interessiert es einen Feuchten ob wir Kaiser- oder Sturzgebähren. Die Natur der Sache hat mit ihrem Vollkornnatürlich nichts zu tun, aber irgendwann sterben auch die letzen Hippies …

    • Amy Berger sagt:

      Jawohl Zorrita. Verlieren Sie wegen einer Geburt mal zuerst die Mutter, oder das eigene Kind, oder sterben Sie selbst, und wiederholen Sie dann nochmal Ihre obige Aussage – ah nein das geht ja dann nicht Sie sind ja dann tot. Äbe.

  • Susi sagt:

    Lieber ein geplanter Kaiserschnitt, als das Baby in Gschpürschmi-Manier irgendwo im Wald auf dem Yoga-Mätteli gebären, nur, weil man das in Afrika ja auch tut (also, ohne Mätteli natürlich).

    • Ursula sagt:

      Danke

    • Franca sagt:

      Warum?

    • Madeleine sagt:

      Zurück zu Natur finde ich aber gut! Es ist wird immer schneller zu einem Kaiserschnitt gegriffen, weil es halt die Zeit im Spital nicht zu lässt – das Zimmer muss für die Nächste wieder frei werden. Hoppla, jetzt haben wir bereits eingeleitet, jetzt müssen wir’s durch ziehen – was, es geht nicht voran? Ja, dann halt noch eine Tablette unten rein , Oha schmerzen? Nichts wie her mit dem Morphium! Tja, jetzt müssen wir einen Kaiserschnitt machen! (tsching, tsching! Kasse klingelt) Und danach, voll mit Chemie, kommen die doofen Ermahnungen, was man während des Stillens trinken/essen darf?!

      • Susi sagt:

        @Madeleine: ja, das hat ganz sicher etwas Wahres, daran hab ich heute auch gedacht und Sie haben es schön auf den Punkt gebracht!

      • Martin Frey sagt:

        Ein bisschen viel Unterstellungen, Madeleine, finden Sie nicht?

      • Susi sagt:

        @Martin: Ich hab aber auch ein paar solche Geschichten gehört, wie von Madeleine beschrieben. Allerdings sind es nicht so viele und ich weiss natürlich nicht, wie repräsentativ die sind.

      • Martin Frey sagt:

        Habe nicht behauptet dass es derartiges nicht gibt, Susi. Das sind aber nun wirklich Einzelfälle. Mich stört die gehässige Tonalität die in dem letzten Satz gipfelt, den man so nicht stehen lassen kann. Denn was ist schlecht daran an dem Wochenbett-Austrittsgespräch das mit der Mutter iaR geführt wird? Wo es um Dinge wie ViDe, Hüftultraschall, Stress, Hilfestellen wie Stillberatungen, Ernährung/Medikamente, sowie vorbeugende Massnahmen wegen SIDS, Unfälle im Haushalt usw. geht?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Das Gegenstück? Im Vollholzgebährbunker in Wald, (im Wald?), alles wunderschrecklich natürli, alles „weisch, ich gspühr, dass es so richtig isch“. Ein Sack Glubli, ein packen Räucherstäbli rektal, und ab geht der Muter-Kind-Gaia-Selbsterfahrungstripp. Danach? Plazenta mit etwas Salz und Mayo, Arnika auf den Dammriss und ein Vollkornwollebastmänteli für den neuen Erdenprinz ….

      • Susi sagt:

        @Adrian, ich schmeiss mich mal wieder weg!
        Einen Packen Räucherstäbli rektal? Wie soll ich jetzt arbeiten, ich muss ständig lachen!

      • Madeleine sagt:

        @Martin Frey: Hab das gleich letzthin bei 2 meiner Kolleginnen miterlebt! Wenn die beiden mehr Zeit gehabt hätten, wäre der Kaiserschnitt überflüssig gewesen. Die beiden hatten nach Einleitung Horrorgeburten! Den Mut und die Zeit zu haben, Frauen nach einer Einleitung wieder nach Hause zu schicken, wenn’s nicht vorangeht haben die wenigsten Spitäler! Und auch die Einleitung wird viel zu früh angeordnet!

      • Madeleine sagt:

        @Adrian Wehrli: Sich bei der Geburt in einem Umfeld zu befinden in dem man sich absolut wohl fühlt ist im Fall absolute Prio 1! Wenn’s dann die Räucherstäbchen sein sollen, nun gut. Frauen, die einen geplanten Kaiserschnitt wollen, obwohl alles tiptop in Ordnung ist, kann ich nicht verstehen.

      • Martin Frey sagt:

        Sind Sie Geburtshelferin, Madeleine?

      • Adrian Wehrli sagt:

        @ Madleine: Alles tip top? Als schwangere Frau ist nie alles im Lot, es seicht und leckt an allen Enden, das Hormonsystem ist invers und der Ranzen gespannt zum bersten. Ob sie die Packung nun aufreissen oder den Ziplock öffnen, hängt nur davon ab ob Sie die Gebrauchsanweisung gelesen haben ….

      • Stranger sagt:

        Frey, an Ihnen ist ein Komiker verloren gegangen. „Vollkornwollebastmänteli“ ist schlichtweg genial.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Madeleine

        aber Sie müssten zumindest zugestehen,
        dass weder Sie noch Ihre beiden Kolleginnen wissen,
        wie es ausgegangen wäre, wären diese tatsächlich nach erfolgloser Einleitung wieder nach Hause geschickt worden- ob sich dann da nicht ebenfalls ein „Horrorszenario“ auf anderen Ebenen entwickelt hätte können wir alle nicht mit Sicherheit ausschliessen, einverstanden…?

      • Madeleine sagt:

        @Brunhild Steiner bei der einen hat der Arzt zugegeben, sich im Termin „etwas“ verrechnet zu haben (?)! Und bei der anderen war es „erst“ 1 Woche über den Termin. Solange es dem Baby gut geht, sollte man warten können. Aber im Spital schaut man dann in die Agenda und meint: Dinestag wäre grad passend. Leider ist auch bei den Müttern jeweils der Schalter umgelegt, sobald sie den Termin zum Einleiten bekommen will man nicht merh zurück.

      • Martin Frey sagt:

        Das war nicht ich, stranger, sondern Hr. Wehrli. Ich bin leider nicht halb so lustig…

      • Stranger sagt:

        ach, sorry für die verwechslung, allerdings scheffeln Sie Ihre Stele nicht unters Licht. Äh sorry: leuchten Sie den Scheffel nicht unter die Stelle.

    • christel sagt:

      na ja es gibt da auch noch den mittelweg eine simple geburt -ohne bauchaufschneiden- wie ihn die CH spitäler in sicherer, respekt- und liebevoller manier für jede werdende Mutter anbieten.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … was mich gurkt, am Gebährritual, dass der Mann dabei sein muss, ausser er ist im Knast oder eben mal auf der Apollo Mission zum Mond. Ich hab einen Kaiserschnitt mitgemacht (Wie ein gigantischer rosafarbener Blutrülpser, mehr wie Metzgete als wie eine transition ins Leben.) und zwei Normalgeburten. Und als Mann möchte ich das nicht sehen, echt nicht, weder meine Frau in dem Zustand noch den „magischen Moment“. Aber heute, „im all-inclusive Reality Zeitalter“, da wir uns gegenseitig mit GoPro Kamera beim Scheissen zuschauen, muss das ja sein. Und das, liebe Frauen, macht die Magie kaputt ..

      • Madeleine sagt:

        …also wenn Du dies als mein Kollege bei einem gemütlichen Znacht gesagt hättest, würde ich wohl sagen: Was für ein weichei bist Du denn? 🙂 Was für eine Magie?? Das ist das Leben, teufelnocheins!

      • Martin Frey sagt:

        An sich ein gutes Thema, Hr. Wehrli. Die Präsenz des Mannes bei der Geburt ist eine neuzeitliche Erscheinung die so nicht hinterfragt werden darf. Ob man den Männern wie auch den Frauen einen Gefallen damit tut steht aber trotzdem auf einem anderen Blatt.

      • Madeleine sagt:

        Wenn der Mann dann halt lieber Bungy Jumping macht um sich selbst und das Leben zu spüren, dann sollte er dies seiner Schwangeren Frau vielleicht einfach mitteilen – denn so, ist man sicher keine grosse Hilfe!

      • Martin Frey sagt:

        Mann ist auch sonst keine grosse Hilfe im Gebärsaal, Madeleine…

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Auch da würde ich Ihnen widesprechen. Und da verlasse ich mich ganz auf meine Frau und ihre Erklärungen.

      • Madeleine sagt:

        Oke, ich hab’s anders erlebt. Die 2. Hausgeburt verlief ohne Hebamme (da wir sie zu spät informierten) und mein Partner hat die kleine herausgezogen, er hatte warme Tücher parat, die er im Ofen an wärmte und musste mir die Sch.. wegputzen. Unschön, aber Tatsache. Er ist dann nachher 3 Tage lang sicher fünf Meter über dem Boden geschwebt – so stolz war er. Aber ja, ich weiss – ein Einzelfall und nicht jeder Manns Sache! (Im Gebärsaal wird Mann leider oft beiseite geschoben!)

      • Martin Frey sagt:

        Im Gebärsaal kann ein Mann eine grosse emotionale Hilfe und Stütze sein, was ich nicht wegdiskutieren möchte. Faktisch ist er aber bestenfalls keine Belastung, womit sich das Team nicht auch noch herumschlagen muss.
        Viele Männer fühlen sich sehr hilflos, sehr überfordert auch in der Situation, denn sie können eben nichts tun.

      • mila sagt:

        Ehrlich gesagt verstehe ich den männlichen Präsenzzwang auch nicht. Meinen Partner habe ich klar gefragt, wie er das handhaben möchte – seine Antwort war ebenso klar, dass er dabei sein will. Aber ich hätte auch mit einem Nein gut leben können, ich hätte mir dann einfach eine andere ‚Stütze‘ aus dem Familien- oder Freundeskreis organisiert. Es sagt doch nichts über väterliche Qualitäten aus, wenn man(n) sich das Dabeisein nicht zutraut. Oder vielleicht davon (unerwartet) im Augenblick des Geschehens überfordert ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Mindestens dreiviertel der Zeit im Geburtszimmer habe ich mit meiner Frau allein verbracht. Meinen Sie, da wäre besser ein fremder Arzt gesessen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @M artin F rey

        „Faktisch ist er aber bestenfalls keine Belastung, womit sich das Team nicht auch noch herumschlagen muss.“

        ahh, jetzt zerstören Sie uns doch nicht die Illusion des tapferen, edelmütigen und wehrhaften Ritters an unsrer schwachen Seite! 😉
        (wobei ich anmerken möchte, ich war schon ganz froh um die Anwesenheit meines Mannes, egal ob spontan, eingeleitet oder KS, und teambelastend war er glaub nicht…)

      • Martin Frey sagt:

        Das spricht für die Qualitäten Ihres Mannes, Fr. Steiner. 🙂
        Ich selber war selbstredend auch dabei, verstehe jedoch auch Männer die damit ihre liebe Mühe haben. Und das, finde ich, ist auch legitim.

      • Adrian Wehrli sagt:

        .. genau Madeleine, welche Magie? Drum hab ich auch kein so schamper praktisches Weibchen geheiratet, weil mir die Magie wichtig ist. Und das heisst: Nicht alles Wissen und nicht alles Sehen zu müssen. Proscht!

      • Madeleine sagt:

        @Adrian Wehrli: Es gehört zwar überhaupt nicht mehr zum Thema, aber eines will ich noch zur „Magie“ in einer Beziehung hinzufügen: Ich bin eben keine Romantikerin, „aber“ ich möchte mit meinem Partner alt werden und da ist es mir wichtig, wenn ich jetzt schon die Magie ausklammern kann, denn dann kann man gegebenen falls diese Magie die Toilette runter spülen 😉

      • Adrian Wehrli sagt:

        @ Madeleine: Das magische Denken ist den Kindern, Idioten und Träumern vorbehalten, sogesehen mag ich Ihnen ihre Klarsicht gönnen …

      • Stranger sagt:

        Warum sind die Väter bei der Geburt dabei? Naja, die Idee ist es, dass sie empathisch sind und sofort eine emotionale Beziehung aufbauen zum Spross. Wenn sie das drauf haben, dann ist es ja super. Es gibt aber viele Männer, die ziemlich unemotional sind und die eine Geburt eher stresst. Hebammen sind wohl von Haus aus eher Emos.

        Ich eigentlich auch, aber viele Männer eben nicht.

      • Stranger sagt:

        Das Dumme ist ja, dass es sich die Mutter nicht aussuchen kann. Sie MUSS dabei sein. Das ist natürlich geschlechterdiskriminierend zum Gehtnichtmehr.

  • Dani sagt:

    „fühlte mich einer Chance beraubt, mir selbst zu beweisen, dass ich tough sein kann und opferwillig.“ Sorry, aber wer die Möglichkeiten der heutigen Medizin nicht zu nutzen weiss, lebt doch wahrlich noch in den 90er Jahren. Damit mein ich jetzt nicht die Bloggerin, die hat ja bestens klar gemacht, dass es einfach nur wichtig ist, dass das Kind gesund zur Welt kommt (egal wie). Ich befürchte einfach, dass es wirklich so „eingschränkte“ Leute gibt, die so denken. Seid doch der Möglichkeiten dankbar und nutzt sie. Es kostet mehr? Shit, was ist ein Leben denn Wert?

  • gina sagt:

    Als Hebamme hunderte von Geburten mitererlebt (und auch 2 kinder geboren) Tatsächlich ist es so dass eine Spontangeburt (also via Geburtskanal) diverse Reifungsprozesse bei Kind UND Mutter auslöst) sodass ein Kaiserschnitt aus Komfortgründen mit Recht hinterfragt wird. Dass Sie behaupten dass Ihnen zahllose Bekannte versichert haben sollen dass Sie froh sein sollen „das“ nicht erlebt zu habe, finde ich fahrlässig da sowieso viele Ärzte versuchen die Frauen zum Kaiserschnitt zu bewegen (planbar) Und einzig die Hebammen Gegensteuer geben

    • daniela sagt:

      Würde mich interessieren, Genaueres über die Reifungsprozesse unter der Geburt zu erfahren, Gina. Gibt es da Studien oder sind das einfach breit gestreute individuelle Erfahrungswerte?

    • Samira sagt:

      Soso, also sind alle Frauen, die nie vaginal geboren haben (Kaiserschnitt oder kinderlose) also unreif?
      Welche Reifeprozesse soll es bei einem Kind geben? Und falls es das tatsächlich geben sollte, wie wirkt sich das bei einem 1monatigen, einem 1jährigen, einem 10jährigen Kind und dann später bei dem Erwachsenen aus.

      • Brunhild Steiner sagt:

        ich nehme mal an gina bezieht sich ua auf die Lungenentwicklung, geplante NichtNotfallks finden in der Regel ja (zumindest bei mir wars so) ca 14Tag vor errechnetem Termin statt, in dieser Zeit könnte die Lunge tatsächlich noch ein bisschen „reifen“ und Fruchtwasser wird, da kein Druck, nicht aus den Atemwegen befördert. Plus wohl ein paar hormonelle Geschichten.

        Ob sich dieses fehlende allerdings negativ auswirkt steht auf einem ganz anderen Blatt.
        Unsere Jüngste, ein „WKS“ ist die körperlich Robusteste und motorisch Stärkste der Geschwister… .

      • daniela sagt:

        @Samira: es wird von weiblichen Initiationserlebnissen und so geraunt…

    • Lisa sagt:

      Unser „Reifeprozess“ der spontanen Wassergeburt im Geburtshaus sah etwa so aus: Neugeborenes 2 Stunden am Stück geschrieen (Hebamme: „Haben Sie seelische Spannungen?“) – die nachfolgenden Monate waren die schlimmsten meines Lebens. Mein Reifeerlebnis: weg von öko und Natur, hin zu pragmatischen, bodenständigen Entscheiden. Also Wunschkaiserschnitt. Insofern war dies tatsächlich eine „Reife“ Leistung 🙂

    • Adrian Wehrli sagt:

      Darumm sind sie eben auch nur Hebamme geblieben, liebe Gina, und nicht Ärztin geworden.

      • Madeleine sagt:

        @Adrian Wehrli Die Hebamme ist die Spezialistin für Geburten – sie befasst sich ausschliesslich damit, ergo die einzig richtige Person für Schwangere und Gebärende! Ich bin überzeugt, dass sie mehr über dieses Thema weiss, als Ärtze es tun!

      • mila sagt:

        Man hat es vermutet, das so ein Kommentar nicht ausbleiben würde… Nun, andere sehen das anders als Sie. In diesem Sinn: jeder das ihre. Aber im kritischen Moment wird einer oder ihrem Kind nicht die Hebamme das Leben retten, sondern, eben, der Arzt/die Ärztin. Entsprechend müssig ist es, die eine Fachkenntnis gegen die andere auszuspielen.

      • Sportpapi sagt:

        mila, ich finde das jetzt etwas ungerecht. Sie haben recht, man sollte nicht die Fachkenntnis der einen Berufsgattung gegen die andere ausspielen. Aber gerade das ist heute hier doch ständig passiert. Auch hier wieder von Ihnen (und von Wehrli, auf den Madeleine ja reagiert hat) .

      • Carolina sagt:

        Ich lese das alles jetzt hier zum ersten Mal und ich sehe nur, dass nicht mehr zu klären ist, welches Henne und welches Ei ist: fast immer scheint der eigenen Erfahrung eine Pseudo-Allgemeingültigkeit zugeschrieben zu werden. Dabei ist es doch tatsächlich eine ganz individuelle Entscheidung und eigentlich ein Luxus, es so zu machen, wie man es für richtig hält. Dabei sind sämtlich Ueberhöhungen – das gilt für Aerzte ebenso wie für Hebammen – bzw das Gegenteil, nämlich das Gegeneinander-Ausspielen völlig überflüssig.

      • mila sagt:

        SP, ich sprach immer davon, dass ich im Zweifel- oder Notfall auf den Arzt hören würde, weil es dann potentiell um Leben und Tod gehen kann. Dort hört für mich die Zuständigkeit einer Hebamme, als Fachfrau für die Normalgeburt, nun mal auf.

      • mila sagt:

        Vergleichen Sie dazu den Wortlaut von Madleine: „ergo die einzig richtige Person für Schwangere und Gebärende“. Noch Fragen? 😉

      • Madeleine sagt:

        @mila – es stimmt was Sportpapi sagt, ich musste auf Adrian Wehrlis abwertende Worte gegenüber gina reagieren! Meine Meinung steht jedoch immer noch fest: Hebamme = Spezialistin für Geburten!

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Noch einmal: Das war die Antwort auf „nur Hebamme geblieben“. Und Madeleine hat ja recht, Hebammen sind die Spezialistinnen für Geburten. Die Ärzte sollten dann zum Zuge kommen, wenn etwas schief läuft. Insofern hat doch jede/r seinen Job.

      • mila sagt:

        I agree to disagree, Ärzte, die sich in diesem Fachgebiet geschult haben, sind ebenfalls ebenfalls die ,richtigen Personen für Schwangere und Gebärende‘ – mich betreut und untersucht immer noch eine Ärztin. Und wie gesagt, ist es für mich (angesichts der jahrtauselangen Vorgeschichte mit erhöhter Sterblichkeit bei der Geburt, bei allen ‚Beteiligten‘), nur folgerichtig, dass auch während der Geburt ein Arzt präsent ist. Zumindest im Spital.

        PS: Wer AW als Gradmesser nimmt… 😉

      • mila sagt:

        Ihrer Bias sind Sie sich diesmal jedenfalls definitiv nicht bewusst, SP. Sonst würden Sie entscheidende Wörtchen wie ‚einzige‘ etc. nicht derart grosszügig überlesen. Ich sehe darin nicht einfach nur einen AW-Konter – sondern eine Grundhaltung, die ich persönlich entschieden ablehne. Aber klar, meine Bias ist, dass eine Ärztin das Leben meiner Schwester gerettet hat. Eine Hebamme hätte das bei bestem Willen und Fachwissen nicht gekonnt.

      • Martin Frey sagt:

        @mila: erneut perfekt auf den Punkt gebracht. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Aber Sie vertreten doch auch die Grundhaltung, dass Sicherheit einzig und allein ein Arzt gewährleistet. Und dass er quasi in diesem Bereich allwissend, die Habammen, Pfleger usw. aber nur Hilfsarbeiter sind. Zumindest verstehe ich das so.
        Ich glaube hingegen, dass es keine Ärzte braucht bei Geburten. Dafür sind die Damen, die man traditionell Geburtshelferinnen nennt, bestens ausgebildet (ist ja ihr Hauptfachgebiet). Aber natürlich ist es gut, einen Arzt, ein Spital für den Notfall im Rücken zu haben. Denn für Notfälle sind die wiederum ausgebildet.

      • mila sagt:

        Sie lesen wiederholt unvollständig: ich spreche von meinem ersten Kommentar an vom Zweifel- oder Notfall. Hier ist meine Grundhaltung klar: Sicherheit geht vor. Aber wer in einer solchen Situation lieber auf den Rat der Hebamme vertrauen will, darf das ja. Etwaige Konsequenzen muss er (sie) bereit sein, selbst zu tragen (das Kind tut es allerdings notgedrungen auch). Das gilt auch für alle, die jede Ultraschalluntersuchung ablehnen, weil es doch um das ‚Naürlichste‘ der Welt geht, siehe Susis Kommentare. Diese ‚Verklärung‘ finde ich potentiell gefährlicher, als einen ‚unnötigen‘ Kaiserschnitt.

      • mila sagt:

        Unnötig im Sinne von: es wäre auch auf normalem Weg (vermutlich) gut gegangen. Die Wahlmöglichkeiten sind also da, aber ich habe noch nie eine Kaiserschnittmutter einer Normalgebärenden Vorhaltungen machen hören. Umgekehrt eben schon, und hier greift Dogmatik unzulässig in einen privaten Entscheidungsrahmen. Denn der WKS ist in der Schweiz freigestellt, und die Kosten nur ein vorgeschobenes Argument, um anderen Frauen ein schlechtes Gewissen einzureden. Woher diese Anmassung? Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so ganz erklären. Vermutlich, weil es eines der wenigen bis einzigen Themen ist,

      • mila sagt:

        wo gewisse Frauen sich super-kompetent fühlen. Und das muss man ja irgendwie ‚ausspielen‘, n’est-ce pas. Dabei reduziert sich die gesamte ‚Kompetenz‘ letztlich wieder auf eines: ein biologisches Faktum, ein Gegebenes. Wenn aber mein Geschlecht das ist, woraus ich mein (ganzes) Selbstbewusstsein als Individuum ziehe, dann liegt die Neigung zu einer ‚Überheiligung‘ dieser einen, spezifisch weiblichen Erfahrung eben nicht fern. Gegen das bin ich, auch schwanger, skeptisch. Weil es niemandem gut tut, weder dem Mann, der u. U. zum blossen ‚Zuleister‘ degradiert wird (die Frau hat das letzte sagen,

      • mila sagt:

        nur sie hat das Kind neun Monate im Bauch getragen, ergo ist und bleibt sie immer näher ‚dran). Noch dem Kind, dass der Mutter zeitlebens gefälligst dankbar zu sein hat, dass sie es geboren hat. Obwohl es ja ausgehend eine Entscheidung der Mutter, der Eltern war. Die Konsequenz all dessen ist also, abseits der Dogmatik, eine soziale – bis hin zu den Regelungen im Trennungsfall, wo das Kind manchmal beim Vater, in dessen Obhut, besser aufgehoben wäre. Und dennoch im Regelfall der Mutter zugesprochen wird.

      • mila sagt:

        Für mich persönlich kann ich sagen: ja, bereits die Schwangerschaft verändert mich. Ja, ich freue mich ausserdentlich auf dieses kleine Wunder, dieses neue Wesen. Und nein, es ist nicht (m)ein Projekt, meine Geburt, mein Kind. Sondern unser gemeinsames Elternwerden, zu dem ich erst einmal schlicht den notwendigen (Mehr-)Beitrag leiste. Und abermals ja, manchmal würde ich gern mit meinem Partner tauschen (aber eine ‚richtige‘ Frau darf so eine Häresie in den Augen Strengschwangerschaftsgläubiger ja nicht äussern, damit verstösst sie gegen ihr heiliges ‚Privileg‘).

      • Martin Frey sagt:

        Sehen Sie SP, da ist es wieder. Ihr bias drückt sich u.a. dadurch aus dass Sie, der sonst so präzise und stringente, hier va durch (bewusste?) Weglassungen, Unterstellungen und Pauschalisierungen glänzen. Selektive Wahrnehmung nennt man das auch. Denn mila hat mit keinem Wort etwas von allwissend gesprochen, geschweige denn von „Hilfsarbeitern“. Es sind Sie der damit ein anachronistisches Weltbild andeutet oder zumindest unterstellt. Das ist bemühend und sonst auch nicht Ihre Art, finde ich.

      • Martin Frey sagt:

        Nochmals ein Versuch: Hebamme sind traditionelle Geburtshelferinnen die es als Beruf seit Jahrhunderten gibt. Sie sind hervorragend ausgebildete Fachleute in ihrem Gebiet und wissen das Gros der Geburten alleine zu bewältigen und zu begleiten. Für diese Mehrheit der unproblematischen Geburten braucht es keinen Arzt, da haben Sie recht. Unbestrittener hat jedoch die Geburtshilfe in den letzten 100j immense Fortschritte gemacht, wofür primär die verbesserte ärztliche Geburtshilfe verantwortlich ist. Ein kleiner Teil der Hebammen fühlt sich dadurch leider fälschlicherweise etwas marginalisiert.

      • Martin Frey sagt:

        Wo Sie ebenfalls richtig liegen SP: ja, ich würde wie über 90 Prozent der Schweizer nie einen Fuß in ein Geburtshaus setzen. Weder als Angehöriger noch aus anderen Gründen. Dies mag mein bias sein, nur bin ich mir dessen bewusst.

      • Susi sagt:

        @SP: „Ich glaube hingegen, dass es keine Ärzte braucht bei Geburten.“
        Bei der Mehrheit der Geburten bräuchte es weder Ärzte noch Hebammen, das Baby kommt von allein raus. Meiner Erfahrung nach standen die Hebammen einfach (mehr oder weniger) beratend zur Seite. Nach der Geburt meiner ersten Tochter (4100g, um 22h sass ich noch vor dem TV, kurz nach Mitternacht war sie da, die Hebamme hat fast die 7 Minuten Presswehen verpasst) hat mich aber in einstündiger Arbeit die Ärztin wieder zusammengenäht, nicht die Hebamme. Die war also – zumindest in meinem Fall – wichtiger.

      • Susi sagt:

        Und in den Fällen, wo es dann wirklich jemanden „braucht“, im Sinne von „absolut notwendig“, sind das in aller Regel GynäkologInnen für einen (Not-)Kaiserschnitt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig ist, dass Hebammen 95% aller Geburten beherrschen. Die Dame. der das nicht reicht, illusorische 100% oder wenigstens 99% will. die muss im Spital mit 95% Wahrscheinlichkeit überversorgt werden.

        Wir meinen einen Konsens gefunden zu haben. der jedem den bestmöglichen Schutz seiner personalen Integrität verspricht. Deswegen sind Regeln wie ‚die Guten ins Töpchen, die Schlechten ins Kröpchen‘ derzeit obsolet. Natürlich kommen die aber wieder, denn optimale gesundheitliche Versorgung bedeutet, jedes Jahr mehr Ressourcen zu investieren. Da ist schnell die Grenze erreicht.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Mehr als 100% BIP kann man für Gesundheitswesen nicht ausgeben und wir gehen davon aus. dass bei 30% BIP (derzeit um 11%), das Verständnis auch in der reichen Schweiz aufhört.

        So über dem Daumen, eine natürliche Geburt in einem CH-Spital kostet so um 4400 Franken. Wenn man einer Hebamme das Dreifache davon gibt, holt sie im Monat 20 Kinder. Das aber zum Preis von nur 95%, statt 97% Sicherheit.

        Deswegen bin ich mir sicher, allein aus monetären Gründen kehrt das Gesundheitswesen zu seinen ursprünglichen Prinzipien zurück. Alles tun, was notwendig ist, aber immer so wenig als möglich tun.

      • Susi sagt:

        P.S.: Ich möchte aber die Wichtigkeit einer Hebamme sicherlich nicht schmälern, vor allem im emotionalen Bereich. Meine zweite Tochter brachte ich ohne Ärztin, nur in Anwesenheit einer älteren, sehr erfahrenen Hebamme zur Welt. Obwohl die (Wasser-)Geburt körperlich völlig problemlos verlief, war ich um ihren emotionalen Beistand unendlich dankbar. In einer solchen Situation braucht es die Begleitung einer sehr starken Person und ich hatte mit dieser Frau grosses Glück; für eine Hebamme ist die Begleitung einer Totgeburt sehr schwierig und sie muss damit erst mal umgehen können.

      • Muttis Liebling sagt:

        3/ Unser heutiges Gesundheitswesen ist noch in der Überversorgungsphase. Es steht viel zu viel Geld zur Verfügung, so das alle Akteure nur darüber nachdenken, ihren Reibach zu machen.

        Man kann es ja auch anders organisieren. Es reicht, wenn Hebammen 95% aller Geburten durch bekommen. 5% sind dann eben Verluste. Davon geht die Welt nicht unter, früher sind 20% aller Geburten in die Hose gegangen.

        Genau so, wie es reicht, einem 65- jährigen zu sagen, sie haben Krebs, aber lohnt nicht, den zu behandeln, weil sterben müssen sie sowieso und am Ende ist egal, woran. Aber das kommt nur durch Zwang.

      • Muttis Liebling sagt:

        4/ Um es kurz zumachen, das Wort ‚Wunschkaiserschnitt‘ wird in ein paar Jahren nicht mehr im Duden stehen. Das kennt man dann nur noch als Medizinhistoriker, der sich auf eine der schrecklichsten Phasen der Menschheit spezialisiert hat. Den Postkapitalismus, indem Medizin, zum Glück nur für ganz kurz, zum Gewerbe degeneriert ist.

      • Carolina sagt:

        ML: Was sollen diese von Ihnen mantramässig vorgetragenen Extremlösungen irgendjemandem bringen? Im Gegenteil, sie führen dazu, dass Angst und Panik regieren. Und was die sogenannte Bevölkerungsvorhersagen und politischen Katastrophenvorhersagen der letzten Jahrzehnte gebracht haben, wissen wir ja alle. Der menschliche Faktor lässt sich in diese Vorhersagen und düsteren Prognosen nur sehr schwer einbauen – und so leben wir erst einmal damit, dass wir bei Geburten auch den medizinischen Fortschritt nutzen (oder schnitzen Sie sich noch einen Ast als Krücke, wenn Sie sich das Bein brechen?) – und

      • Carolina sagt:

        /2 Ihre Einlassungen leiden wie so oft darunter, dass gerade bei Geburten (und übrigens auch die medizinisch hochintensiven letzten Lebensjahre, die ja an die 90% der Kosten verschlingen) eine hohe emotionale Komponente einfach besteht – die bestand sogar schon bei meiner Grossmutter, die 12 Kinder zur Welt brachte (ich glaube, zwei starben, drei Söhne fielen im Krieg oder so ähnlich). Dass dabei auch eine Ueberhöhung stattfindet, bestreite ich nicht – aber Geburten und das Sterben waren nie so unaufgeregt, wie Sie uns das immer wieder weismachen wollen. Ich bin bei der Geburt meines ersten

      • Carolina sagt:

        /3 Kindes völlig davon überrascht worden, wie mich diese Erfahrung verändert hat; inwiefern in mir (und übrigens auch meinem Mann) Gefühlstiefen auftauchten, die ich immer für Verklärung gehalten hatte. Und seitdem habe ich das immer und immer wieder gehört. Genauso ist es auch mit Sterben und Tod. Und da können Statistiker noch so oft mahnend den Zeigefinger heben: das Ganze ist eben nicht nur eine rationale Angelegenheit und Sie werden Frauen mit Hinweis auf Kosten und die Zukunft der KV nicht verbieten können, eines der prägendsten Ereignisse ihres Lebens so zu gestalten, wie sie das wollen

      • Susi sagt:

        ML malt mit seinen Rationalisierungen halt gern den Teufel an die Wand. Nur noch Palliativmedizin? Dabei wurde doch gerade erst ein geländegängiger E-Rollator entwickelt!

      • Martin Frey sagt:

        Man muss das aus dem Kontext zu verstehen versuchen, Carolina: der Mann entstammt der Prägung durch ein System ohne medizinische Ethik wie wir sie kennen. „Unwertes“ Leben galt da nicht viel, FGs unter einem gewissen Geburtsgewicht wurden in der DDR teils systematisch gleich nach der Geburt ertränkt. An Gefangenen wurden medizinische Experimente durchgeführt, usw.
        Wer mit Angst auf derartig irgendwie schon fast eugenisch anmutenden Aussagen reagiert macht m.E. einen Fehler. Den Fehler, all dies ernst zu nehmen. ML ist weder als Geburtshelfer noch sonst in einem relevanten Bereich tätig.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ich habe milas Aussage übersetzt und zugespitzt.Und Sie widerspricht ja gar nicht: „Aber wer in einer solchen Situation lieber auf den Rat der Hebamme vertrauen will, darf das ja. Etwaige Konsequenzen muss er (sie) bereit sein, selbst zu tragen (das Kind tut es allerdings notgedrungen auch).“ Also: Im Zweifelsfall weiss der Arzt besser Bescheid. Und sie hat ja recht, das sehe ich genauso, wenn es um Probleme geht. Die Frage ist nur, wo endet die Normalgeburt, der Normalfall. Weil ich sehe, dass offenbar heute immer mehr Geburten zu Risikogeburten erklärt werden.

      • Sportpapi sagt:

        Und letztlich ist doch die Frage, wer eigentlich für was ausgebildet ist. Könnte es sein, dass die Pflegerin, der Physiotherapeut, die Hebamme, der Therapeut allenfalls in ihrem Spezialgebiet auch einmal besser ausgebildet ist als ein Arzt? Weshalb also nicht auf sie hören?

      • Martin Frey sagt:

        In einem modernen interdisziplinären Setting arbeitet man zusammen und hört damit aufeinander. Wenn es aber medizinisch ernst wird beginnt immer irgendwann der Verantwortungsbereich der Ärzte. Das ist gut und richtig so, denn sie tragen letztendlich die abschließende Verantwortung wie schon mal erwähnt, zumindest in Institutionen. Das soll die anderen Berufstätigen nicht schmälern. Aber es waren Leute wie Madeleine die das in Abrede stellten und einseitig einen Berufsstand (etwas unkritisch wie ich finde) überhöhten. Interdisziplinäre Arbeit bedeutet eben auch, die eigenen Grenzen zu kennen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Also Herr Frey, lesen Sie einfach mal die Hippokratischen Kommentare, oder ein aktuelles Lehrbuch der Medizinischen Ethik. Medizin war noch nie so unethisch, wie 2015 in den USA, Deutschland und der Schweiz.

        Das Unethischste, was Medizin machen kann, ist zum Gewerbe zu verkommen. Zum Gewerbe wird ein Beruf, wenn er mit preisfixierten Waren handelt. Tarmed und Swiss DRG haben aus dem CH Gesundheitswesen eine Krankenversorgungs.- Industrie gemacht.

        Die älteste bekannte Abrechnungsregel besagt, der Herr zahlt 10, der freie Bauer 5 und der Sklave 2 Scheckel für den gleichen Eingriff.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Es werden keine kaufmännischen Prinzipien angewandt, sondern man verteilt die Kosten so, dass die Reichen für die Armen mit bezahlen. Deswegen ist das Kopf- Prinzip der CH- Krankenkassen ebenfalls unethisch.

        Aber das hiesige hochstaplerisch als Gesundheitswesen bezeichnete Unternehmen Krankenversorgung folgt wirtschaftlichen, nicht ethischen Prinzipien. Das wichtigste Prinzip ist das als Wettbewerb bezeichnete Prinzip der gegenseitigen Kannibalisierung. Da ist die Tendenz klar. Pharmaunternehmen entwickeln nur noch hochteure Medikamente und dann reicht das Geld nicht mehr für Geburtshilfe.

    • Barbara Beeler sagt:

      Muss da etwas klarstellen: Für jede Geburt braucht es eine Hebamme (auch bei einem KS), aber nicht für jede Geburt braucht es einen Arzt. That’s it. 😉 So läuft es nunmal, auch wenn das die wenigsten wissen. Die Hebammen sind bestens darin geschult, ärztliche Hilfe zu holen, wenn sie nötig ist (Anästhesist, OP-Team für KS). Wichtig ist einfach, dass die Gebärende nicht allein gelassen wird, damit Notfälle frühzeitig erkannt werden. Genau dies können aber die meisten Spitäler nicht garantieren. Deshalb: wenn es um die Sicherheit geht, dann lohnt es sich, eine Beleghebamme zu buchen.

  • Hausfrau sagt:

    Meine Mutter sagte immer, nach der Geburt, wenn du dein Kind im Arm hältst, dann sind die ganzen Schmerzen vergessen. Und es war tatsächlich so. Von den Rückbildungswehen und was danach sonst noch so alles kommt, hat sie allerdings nie geredet 😉
    Persönlich kann ich es mir nicht vorstellen, dass ich mir freiwillig den Bauch aufschneiden lasse. Aber da tickt jede anders.
    Während jeder Geburt hatte ich einen Moment, in dem ich am liebsten mit allem nichts mehr zu tun haben wollte. Aber einen Kaiserschnitt habe ich mir auch dann nicht gewünscht – nur mal kurz die Zeit um 9 Monate zurück drehen 😀

  • lenalina sagt:

    Viele gute Aussagen. Dass „die Art der Geburt unerheblich“ ist, stimmt hingegen ganz klar nicht! Es mag viele gute Gründe für einen medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitt geben, und die gehen dann niemanden ausser Mutter und Familie etwas an. Aber deswegen ist eine natürliche Geburt unter normal-idealen Bedingungen für das Kind dennoch erwiesenermassen die bessere Option. (Zweifachmutter mit zwei ungeplanten Kaiserschnitten)

    • Brunhild Steiner sagt:

      @lenalina

      „erwiesenermassen“???
      erwiesen ist überhaupt nichts, und falls Sie auf die erfassten Spätfolgen deuten möchten, in jenen Statistiken wird Notfallks und Wunschks NICHT unterschieden, die Spätfolgen betreffen Kinder unter Notfallks, ohne KS wären die meisten wohl gar nicht lebend… .

      • Hattori Hanzo sagt:

        Ha, ha, ha – erwiesenermassen!
        Und wo haben sie diese Erweise verifiziert lenalina? Einfach mal ne „Studie“ gelesen und diese dann 1:1 geglaubt, als Wort des Herrn?
        Warum lenalina haben sie sich nie die Mühe gemacht, einmal die Gegenargumente zu prüfen? Warum WOLLTEN sie diese angeblichen Erweise einfach als unumstössliche Beweise wahrhaben?
        Was, wenn es so ist, wie Brunhild sagt? Die Notfallkaiserschnitte müssten alle zu den Nicht-Kaiserschnittgeburten gezählt werden und plötzlich würde die gleiche Untersuchung zum gegenteiligen Resultat führen.

    • HMH sagt:

      Als ich mit meinem Zweiten vor der Entscheidung KS oder natürlich stand, habe ich mir viele Studien angeschaut, und muss als Naturwissenschaftlerin sagen, dass die Studien nicht belegen können, dass es tatsächlich an den KS lag, dass die Kinder eine höhere Wahscheinlichkeit von Erkankungen hatten. Die meisten KS werden ja gerade durchgeführt, weil nicht alles ideal ist. Das aber in einer epidemiologischen Studie zu unterscheiden, ist kaum möglich. Meinem Urteil nach gibt es Hinweise, aber nichts ist erwiesen.

    • Lisa sagt:

      Erwiesenermassen – ich lese sehr viele Studien, die tatsächlich belegen, dass eine ideale Spontangeburt tendenziell besser wäre…aber diese „Tendenzen“ bewegen sich im Milli- und Mürbereich.
      Oder soll ich jetzt aufgrund der Tatsache, dass ich nicht gestillt worden bin, ableiten, dass ich deswegen Heuschnupfen hab?

      • HMH sagt:

        Vergleichen diese Studien die idealen Spontangeburten auch mit idealen Sectios oder mit allen Sectios inklusive derer, die wegen medizinischer Indikation stattfinden? Bringt ja nichts, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.
        Aber auch, wenn da tatsächlich ein Vorteil im Milli-Bereich der Wahrscheinlichkeit wäre, in meinem Fall war damit ein Prozent-Bereich Risiko von lebensgefährlichen Komplikationen verbunden. Trotzdem fiel mir die Entscheidung merkwürdig schwer, eben wegen dieser merkwürdigen Haltung unserer Gesellschaft zu Sectios.

  • Lisa sagt:

    Der erste und zwar allererste Mamablog-Beitrag bei dem ich mir nicht an den Kopf gelangt habe! Danke für diese weltoffenen Worte! Für einmal nicht die Gynäkologen die bösen, sondern die fanatischen hobbylosen Mütter, die nichts und niemanden ausser Gleichgesinnten gelten lassen und den Eindruck haben sie wüssten immer was das beste für fremde Kinder ist! Im Sinne von: wenn du mit Sectio entbinden willst solltest du gar nicht erst Kinder kriegen, das disqualifiziert dich schon im Vornherein als gute Mutter!

    • mila sagt:

      Mir hat eine Freundin erzählt, dass ihre eigene Mutter sie nicht für eine ‚richtige‘ Frau und Mutter hält, weil sie ihre Kinder mittels Kaiserschnitt zur Welt gebracht hat – obwohl dafür eindeutige medizinische Indikationen vorlagen. Man glaubt es wirklich kaum, dass es das noch gibt. Und das auch jüngere Frauen vor solchen geburtsideologischen Verirrungen nicht gefeit sind.

      • Martin Frey sagt:

        Ist doch nichts neues, mila, sind es doch in aller Regel andere Frauen (und damit auch die eigene weibliche Verwandtschaft) die Frauen vor sich her treiben. Auch hier im Blog. Leider ist das so. Sogar bei der FGM (um ein schreckliches Thema off topic zu erwähnen) sind ja die anderen Frauen und die Mütter iaR die treibende Kraft.

      • coco sagt:

        Meine Mutter war auch so. Vermutlich waren die Geburten das einzig Heroische, das sie ihn ihrem ansonsten ruhigen und sicheren Leben erleben durfte. Meiner Nichte, die 2 Sectios hatte (die zweite ohne med. Indikation) gab sie hin und wieder zu verstehen, dass sie wegen der KS schon ein bequemes Meitli und keine richtige Frau sei. Was sie unter letzerem verstand, wusste man nicht so genau. Meine eigene Tochter will auf jeden Fall einen Kaiserschnitt, sie meinte mal: „Nervig, diese Frauen, die sich gleich das „Mutterkreuz“ an die Brust heften, bloss weil sie eine Vaginalgeburt hatten“

      • mila sagt:

        Das mit dem Mutterkreuz hat was, coco. Und so lustig es hier klingt, so traurig ist es im Grunde. Die Art und Weise der Geburt sagt per se nicht das Geringste darüber aus, wie (gut) es ein Kind bei einer Mutter (respektive, den Eltern) haben wird. Manchmal frage ich mich schon, ob die Leute nichts Besseres in ihrem eigenen Leben zu tun haben, wenn sie Zeit dafür finden, sich über die Entscheidungen von Promis und andershandelnden Normalsterblichen den Kopf zu zerbrechen.

  • Amy Berger sagt:

    Ach Frau Fischer… Einfach nur eine grosse Umarmung und ein herzliches DANKESCHÖN für den Artikel! Wenn doch nur alle die Sache so entspannt und wertfrei sehen würden wie Sie! Jeder das ihre, und ich selbst habe auch nicht das Gefühl dass ich iregendwie eine schlechtere Mutter sein soll nur weil ich meine Kinder nicht unten rausgemurkst habe. Sie sind gesund, ich auch, und nein nein sie haben kein Asthma und auch keine Bindungsstörung oder sonst ein Problem, dafür sind sie und ich quicklebendig, was ohne die beiden geplanten Kaiserschnitte nicht unbedingt der Fall gewesen wäre. Also Olé!

    • mila sagt:

      Auch von mir ein Danke, Frau Fischer. Eine meiner Schwestern wurde von der Frauenärztin vor dem Geburtstermin ins Spital geschickt, weil die Herztöne auffällig waren. Der behandelnde Arzt empfahl aus Gründen der Kindssicherheit einen sofortigen Kaiserschnitt, die Hebamme meinte: „Wollen Sie es denn nicht lieber mit Weheneinleitung probieren?“ Eine verunsicherte Mutter würde sich wohl von so einer Hebamme überreden lassen. Meine zweite Schwester hätte nie natürlich gebären dürfen, ihr Becken war dafür viel zu schmal. Das Resultat: potentiell lebensbedrohlicher Blutverlust.

    • mila sagt:

      Bei der zweiten Geburt musste der geplante Kaiserschnitt notfallmässig vorgezogen werden, und wuchs sich zur eigentlich Operation aus. Kurzum: Ich bin dankbar für die Mittel der modernen Medizin, die mir meine Schwestern und Nichten am Leben erhalten haben – eine Schwester wäre unter ’natürlichen‘ Bedingungen zu 100 Prozent gestorben, eine Nichte vielleicht. Kurzum: Die natürliche Geburt in Ehren, aber Dogmatik jedweder Art hat im Gebärsaal nichts zu suchen.

      • Martin Frey sagt:

        Sehr schön formuliert, mila.
        Mein Rat in solchen Fällen von divergierenden Meinungen und Empfehlungen: Glauben Sie im Zweifelsfall dem Arzt. Oder verlangen Sie eine Zweitmeinung, wenn die Zeit dazu da ist, und andernfalls wenigstens ein Gespräch mit einem Kaderarzt.
        Tönt einfach, ist es aber nicht. Aber nur der geburtshelfende Arzt trägt letztendlich zusammen mit den werdenden Eltern die Verantwortung. Die Hebamme wird sie nicht übernehmen, auch oder gerade wenn was schief läuft.

      • Sportpapi sagt:

        „Aber nur der geburtshelfende Arzt trägt letztendlich zusammen mit den werdenden Eltern die Verantwortung. Die Hebamme wird sie nicht übernehmen, auch oder gerade wenn was schief läuft.“
        Wie bitte? Das finde ich jetzt ziemlich daneben, Martin Frey.

      • Martin Frey sagt:

        Ist einfach die Realität, Sportpapi.

      • Sportpapi sagt:

        IHRE Realität. Wenn ich mit meinen Kindern schwimmen gehe, übernehme ich auch die Verantwortung, ohne dass ein Rettungsschwimmer dabei sein muss. Wenn sie krank sind und ich sie pflege, übernehme ich auch die Verantwortung, ohne dass ich einen Arzt beiziehen muss.
        Was meinen Sie denn mit Verantwortung? Was braucht es denn, dass ein Arzt „zur Verantwortung“ gezogen wird?

      • Martin Frey sagt:

        Das können Sie nicht vergleichen, SP. Als Vater tragen Sie für Ihre minderjährigen Kinder eine Verantwortung, für die Sie auch haftbar sind wenn Sie sie einer Gefahr aussetzen.
        Mit einem Arzt gehen Sie im Rahmen des Arzt-Patienten-Verhältnisses eine Art Vertrag ein. Damit wird der Arzt respektive die Institution für seine Handlungen und Empfehlungen haftbar. In allen medizinischen Institutionen trägt der behandelnde Arzt letztendlich die abschliessende Verantwortungen dem Patient gegenüber. Selbst wenn er den Bock dann nicht selber geschossen hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Und worin äussert sich denn diese Haftbarkeit? Wir Ihre Lizenz entzogen? Als Arzt können Sie den Patienten ja nur beraten, nach bestem Wissen und Gewissen (und Ihrem eigenen Fachwisen). Und meist gibt es andere Ärzte, die eine andere Meinung vertreten.
        Und wie kommen Sie darauf, dass Hebammen nicht gleichermassen Verantwortung tragen, wenn Sie z.B. in einem Geburtshaus tätig sind?

      • mila sagt:

        Für mich ist das selbstverständlich diskussionslos, dass ich im Zweifels- oder Notfall auf die ärztliche Meinung hören werde. Ich suche mir ja meine behandelnde Ärztin bewusst aus, und vertraue darauf, dass sie mich vor der Geburt gut berät und auf etwaige Gefahren hinweist (sofern diese bestehen). Ich bin so versichert, dass sie auch bei der Geburt Pickett-Dienst auf Abruf hat, aber selbst für den Fall der Fälle, dass alles unerwartet schnell geht, ist der zuständige Arzt meine erste Ansprechinstanz. Ob ich seinen Rat annehme oder in den Wind schlage, liegt dann bei mir –

      • mila sagt:

        jedenfalls sicher nicht bei der Hebamme. Auch wenn ich durchaus davon ausgehe, dass die meisten von ihnen einen sehr guten Job machen, sofern sie nicht zur Hardcore-Naturgeburt-Fraktion gehören.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin auch überzeugt, dass die meisten Ärzte einen guten Job machen. Allerdings ist doch auffällig, wie unterschiedlich die KS-Rate verschiedener Spitäer offenbar sind.

  • Muttis Liebling sagt:

    Warum ’so leidenschaftlich über Kaiserschnittmütter herfallen ‚ ?

    Neumodern, wegen das, was ich das Vontobel- Syndrom nennen würde. Nichts wissen, nichts meinen, über alles reden, ausschliesslich nach dem Massstab Bestätigung zu kumulieren. Bestätigung bekommt man umso mehr. als man flach ist.

    Zur Sectio caesare. Die WHO geht von 13-17% Indikationsrate aus. Wenn es denn in >30% passiert, darf man annehmen, das etwas nicht stimmt. Was, weiss man erst einmal nicht.

    Wie ich meiner zweitbesten Freundin Brunhild gerade erzählt habe, ist es ein Unterschied ist, ob ich vor dem Berg stehe,

    • Muttis Liebling sagt:

      3/ Um jetzt mal ausschweifend zu werden. Ich fände es eine gute Idee, wenn nur Behinderte über Behindertenpolitik abstimmen dürfen und nur Homos und Lesben über Homoehe.

      Mich interessiert das nicht, aber ich lasse die laufen. Kann mir Staat sagen, wir optimalintegretieren jetzt alle Dorftrottel, kostet jetzt 3.5 Geld. Dann sollen Sie es tun.

    • Susi sagt:

      „Wenn es denn in >30% passiert, darf man annehmen, das etwas nicht stimmt. Was, weiss man erst einmal nicht.“

      Die WHO-Indikationsrate schliesst wahrscheinlich die „Safe your love channel“-Bewegung nicht mit ein.

      • Muttis Liebling sagt:

        Selbstverständlich nicht, weil wir, die WHO keinen Zusammenhang zwischen Liebe und Sexualität sehen, ausser der Trigger Funktion. Wir wollen nur, das geboren wird. Warum, ist uns egal.

        Im Gegensatz zu anders laufenden Initiativen hier, wollen wir, das viel geboren, aber kurz gelebt wird

      • Susi sagt:

        Aber ML, wenn man den Love Channel rettet, dann steigt doch die Wahrscheinlichkeit für ganz viele zusätzliche Empfängnisse!
        🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        In dem Zusammenhang fällt mir ein. ich könnte mal einen Mama Blog über Fati schreiben. Eine Frau, die sich Kinder gewünscht hatte, aber keine kriegen konnte und deshalb in eine Rolle gerutscht ist, über die hier jeder meint, eine Meinung haben zu dürfen.

        Ich bin ja im universitären Umfeld gross geworden, die intelligentesten Frauen habe im Milieu kennengelernt und das mit Riesenabstand.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Muttis Liebling

      nur zweitbeste? Was für eine Enttäuschung, wer macht mir denn den ersten Platz streitig???

      Jedenfalls, da scheint Teil 2 zu hängen, würde doch zu gerne wissen was der Unterschied beim vor dem Berg stehen, zum anderen, darstellt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, Männer mit so herausragendem An- und Verstand habe nur zweitbeste Freundinnen. Erstbeste gibt es auch, aber die sind so selten, dass man sie fremd- biographisch nicht erwähnen muss. Eigen- biographisch bleiben sie erhalten. Die Erstbeste erkennt sich nur darin, dass sie unter den Zweitbesten nicht genannt wird.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … wahr. Ich habe mir den Muttis Liebling mehr als chauvinistischen norddeutschen Grossindustriellen mit Hang zur Rabulistik gemalt, daher der Rum im Tee. Nun denn, ich lag falsch. добро́ пожа́ловать, Genosse!

  • It Girl Show sagt:

    Ob Kaiserschnitt, oder nicht, darüber mag man wie bei vielen anderen Dingen geteilter Meinung sein Was jedoch in diesem Fall von der „Katze“ abgeht ist unsäglich. Da kommt mal die ganze Mischpoche ins Spital und bringt das Fernsehen mit. .Aber noch nicht genug, die Geburt wird gefilmt. Und zum Höhepunkt wird das ganze, dass man nicht mehr als Geburt, sondern als Spektakel bezeichnen muss in Kürze ausgestrahlt. Nicht als medizinisches Dokument, Genau so zu verurteilen sind das Spital und der Arzt die sich für eine solche Show zur Verfügung stellen. TV Quoten und Geld machen hier alles möglich.

    • Cybot sagt:

      Das ist halt Showbusiness. Interessant find ich ja, dass du so genau weisst, was da im Fernsehen über die Katzenberger läuft, also offenbar interessiert es wohl doch.

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