Die neue Regel auf der Strasse

Von oben ist es ein Kinderspiel: Auf der Strasse verkehren nicht alle auf Augenhöhe. Foto:  Toby Charlton-Taylor (Twitter)

Nur von oben ist es ein Kinderspiel: Auf der Strasse verkehren nicht alle Menschen auf Augenhöhe. Foto: Toby Charlton-Taylor (Twitter)

Die Kinder stehen vor dem Fussgängerstreifen, die Augen auf das herannahende Auto gerichtet. Das Fahrzeug wird immer langsamer, und irgendwann beginnt der Lenker, Handzeichen zu geben, dass die Kinder über die Strasse gehen sollen. Doch diese bewegen sich nicht vom Fleck. Schliesslich ist das Auto vor dem Fussgängerstreifen angekommen, hält gezwungenermassen ganz an – und die Kinder laufen los, während der Fahrer sichtlich genervt hinter dem Steuer sitzt und wartet.

Vielleicht haben Sie diese Situation selber schon erlebt. Als Autofahrer womöglich. Oder so wie ich als Elternteil, der mit den Kindern das korrekte Überqueren der Strasse geübt hat. Ich muss zugeben, dass ich mich manchmal richtig zusammenreissen muss, damit ich nicht schon loslaufe, wenn das Auto noch rollt. Zu sehr bin ich es gewohnt, loszumarschieren, nachdem ich die Situation kurz überblickt und als sicher eingestuft habe.

Doch genau das können Kinder eben nicht: Sie haben noch nicht die Fähigkeit, Distanzen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Ausserdem können die jüngeren Kinder unmöglich mit dem Fahrer kommunizieren, weil sie ihn aufgrund ihrer Körpergrösse gar nicht sehen. Marco Bisa von der Stadtpolizei Zürich rät Eltern deshalb, sich beim Einüben des Schulweges einmal am Strassenrand niederzuknien und sich auf die Augenhöhe der Kleinen zu begeben: «Sie werden nicht mehr über Autos und andere Hindernisse am Strassenrand hinwegsehen können.» Oft auch nicht ins Auto hinein. Weshalb alles Herumgefuchtel hinter der Frontscheibe gar nichts bringt.

Frau mit Kindern auf einem Fussgängerstreifen. Foto: Urs Jaudas

Kleine können nicht mit Autofahrern kommunizieren: Frau mit Kindern auf einem Fussgängerstreifen. Foto: Urs Jaudas

Korrektes Überqueren der Strasse bedeutet für Kindergarten- und Schulkinder deshalb, erst dann loszulaufen, wenn die Räder ganz still stehen. So lernen sie das in der Schule, wenn der Verkehrspolizist zu Besuch kommt. Und genau so setzen sie es anschliessend am Fussgängerstreifen auch um.

Wunderbar, müsste man meinen. Bloss: «Viele Erwachsene wissen schlicht nicht, dass Kinder diese Regel gelehrt wird», sagt Helmut Gierer vom TCS. Und so kommt es immer wieder zu gefährlichen Missverständnissen auf dem Fussgängerstreifen, weil etwa Autofahrer nach dem ersten Abbremsen plötzlich wieder Gas geben, in der Annahme, die wartenden Kinder würden doch nicht über die Strasse gehen wollen. 530 Kinder verunfallen laut TCS jährlich als Fussgänger auf Schweizer Strassen, sechs dieser Unfälle enden tödlich. Um diese Zahl zu senken und für Aufklärung zu sorgen, hat der TCS zum Schulanfang eine neue Kampagne mit dem Slogan «Rad steht – Kind geht» gestartet.

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Vielleicht ist Ihnen das Plakat mit dem Pneu und dem griffigen Slogan schon aufgefallen. Als wir es zum ersten Mal gesehen haben, war mein Mann begeistert: «Endlich sagt man das den Autofahrern!» Ich hatte jedoch meine Zweifel, ob ich überhaupt verstehen würde, was damit gemeint ist, wenn ich nicht selber Mutter und deshalb mit dem Thema vertraut wäre. Helmut Gierer hat da weniger Bedenken und ist überzeugt, dass «Rad steht – Kind geht» durch die dreijährige Kampagne genauso in den Köpfen hängen bleiben wird wie «Warte, luege, lose, laufe».

Zumindest bei den Junglenkern müsste das klappen. Sie lernen diese Regel heute in der Fahrschule kennen, ihre Missachtung wird bei der Prüfung als Fehler bewertet.

Die Stadtpolizei Zürich gibt Online-Tipps zur Verkehrsschulung und zum sicheren Schulweg. Auf Twitter verbreiten erste Autofahrer den neuen Slogan unter dem Hashtag #RadstehtKindgeht.

99 Kommentare zu «Die neue Regel auf der Strasse»

  • Robert Herz sagt:

    Bin grad heute mit dem Töff durch ein Dorf gefahren, da stand ein kleines Mädchen, vielleicht 8-jährig am Fussgängerstreifen bereit. Ich hab sie schon von Weitem gesehen und abgebremst, sie hat mich angeschaut, ich hab ihr zugenickt und sie ist dann ca. 30m vor mir über den Fussgängerstreifen drüber, ja, halt wie eine Erwachsene, während ich mit ca. 20 km/h gerollt bin. Und ich hatte diesen Spruch im Kopf – und dachte noch, wie soll das jetzt gehen? Wir wussten beide voneinander nicht, ob wir diese Regel kennen resp. beachten würden. Ich müsste mich ja grundsätzlich anders verhalten, als sonst

  • Christian Duerig sagt:

    Die neue Verkehrsregel muss heissen: Achtung Kinder. Stop !
    Die Verantwortung liegt bei den Erwachsenen. Lassen Sie die Kinder Kinder sein.
    Ich kann mich sehr gut an das Kindsein erinnern. Ein Teil von mir ist immer noch Kind.
    Bitte, liebe Erwachsene, habt Geduld mit Kindern. Sie sind unsere Zukunft !
    Erwachsene langweilen mich, mit Ausnahme von Professoren.

  • Christian Duerig sagt:

    Grossartig !!!
    Mit 4 Worten wird vermittelt, worauf es ankommt. Zusätzlich reimt sich das Ganze. Was tut jedoch ein Kind, das kein Kind sein will, weil es sich schon reifer fühlt ???
    Leider ist die Formulierung nur gültig aus der Sicht der Erwachsenen. Das Kind muss zuhören bevor es handelt. Das eigene Denken wird vernachlässige. Besser wäre: „Ich sehe, dass die Strasse frei von Verkehr ist, also darf ich die Strasse überqueren. Ich überquere die Strasse nur, falls der gesamte Verkehr für mich den Fussgängerstreifen frei gibt. Dies ist nur der Fall, wenn alle Autos, Lastwagen, Busse stoppen.

  • Hans Abbühl sagt:

    Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Von ANDAUERND tot gefahrenen Kindern oder Andern kann keine Rede sein, Es sind total um die 300 pro Jahr gegen die 6 mal so vielen Selbstmorde (letzthin gerade vier am gleichen Tag im Creux du van), oder die 700 bis 1700 /a vermeidbaren tödlichen Behandlungszwischenfälle (!) in CH-Spitälern (Todesursachenstatistik 2007 des BfS). Die Aussage zu den Diesel-Abgasen ist zu korrigieren: Die sind HEUTE nicht mehr das Gesundheitsproblem. Neu sind es die direkt eingespritzten Benziner. „Das lange verkannte Risiko der sparsamen Benziner“ in Die Zeit, Nov. 2013.

  • Theo Schweigert sagt:

    Mehr autofreie Zonen einführen, dann würden nicht andauernd Kinder aber auch Erwachsene und Alte totgefahren. Im weiteren soll Fussgängervortritt und Schritttempo gelten für Anlieferungen in jene Zonen. Die freigewordenen Strassen und Parkierungs-flächen können zu dringend benötigtem Wohnraum umgewandelt werden, was auch das ineffiziente Herum-Pendeln reduzieren wird. Automobilität ohne Mass ist ein Anachronismus, lästig, ineffizient, gefährlich und auch noch klimaschädlich. Von den schädlichen ultrafeinen Diesel-Abgasen von neuen Dieselfahrzeugen mal abgesehen.

  • Hans Koller sagt:

    Das Rad steht und Kind geht ist doch so was von dumm. Ich frage mich warum solchen Mist den Kindern beibringt zu viele studierte?

  • paul rohner sagt:

    In der Fernsehwerbung sehen wir wie Max der Dachs den Kindern beibringt ,wie sie sich verhalten sollen beim überqueren des Fussgängerstreifen. Mir fällt dabei auf, beim Ueberqueren schaut nur Max der Dachs vorbildlich zuerst nach linksund dann nach rechts. Die Kinder links und rechts an der Hand, verlassen sich voll auf Max den Dachs und schauen nur gerade aus. Es wäre bestimmt hilfreich, wenn auch die Kinder wie Max der Dachs auf dem Filmchen nach links und dann nach rechts schauen würden.

  • B. Heiniger sagt:

    Einem Kind ermöglichen, den Zebrastreifen gefahrlos zu überqueren, zeigt doch, dass Kinder im Denken und Fühlen der Autofahrer einen grossen Wert haben.
    Es freut mich jedesmal, wenn die Kinder dann lächelnd und mit einem Handzeichen danke sagen. Viele Erwachsene könnten sich davon eine Scheibe abschneiden. Was wäre eine Welt ohne Kinder? Sie sind mir die zwei bis drei Sekunden Zeit Wert, und die Freude tut mir gut. Danke, Kids, dass es euch gibt.

  • Anh Toàn sagt:

    Immer wieder lese ich hier von „Blickkontakt“, und weil ich dies für gefährlich halte, muss ich meinen Senf hier mal loswerden:

    Blickkontakt wenn ein wenig zu intensiv führt selbst bei zwei aufeinander zugehenden Fussgängern zu einem Zusammenstoss. Man bewegt sich dahin, wohin man schaut. Mit dem Blick kann man anzeigen, auf welcher Seite man passieren will.

    Blickkontakt ist nur dann nützlich, wenn zumindest einer steht. (Am Fussgängerstreifen also schon, insbesondere mit der Regel des stehenden Rades, sehr gefährlich aber im Kreisverkehr, Rechtsvortritt usw.)

    • Anh Toàn sagt:

      Ich fahre im Kreisel, ein Auto will in den Kreisel, verlangsamt die Fahrt fast bis zum Stillstand, Fahrer blickt mich an, ich denke er hat mich gesehen und hält, aber dann fährt er doch in den Kreisel: Bums, schmeisst er mein Moped auf meinen Fuss. Hätte er starr in seine Fahrtrichtung vor sich hingesehen, hätte ich erkannt, dass er weiter fahren will und selber halten können.

  • N. Schenker sagt:

    Redaktion: Korrektur Fallfehler
    Ursprünglich: „Viele Erwachsene wissen schlicht nicht, dass Kinder diese Regel gelehrt wird“. Änderungsvorschläge:
    Entweder „…dass Kinder diese Regel lernen.“ (finde ich besser) oder „…das Kindern diese Regel gelehrt wird.“

  • gut hansruedi sagt:

    Wenn ich dies so lese frage ich mich schon wie ich es geschafft habe meine Kindheit zu ueberleben. PS Jahrgang 1949

  • Ursula sagt:

    „530 Kinder verunfallen jährlich auf Schweizer Strassen“! Sorry, aber nur auf Schweizer Strassen und der grösste Teil auf dem Zebrastreifen. Ich weiss nicht, wie die Autofahrer in der Schweiz ticken – ich weiss nur, dass sie die grössten Probleme mit dem Zebrastreifen haben. Ich suche am Zebrastreifen immer Blickkontakt mit dem Autofahrer – er nicht! Er fährt mir fast die Füsse ab, den Kopf abgewendet oder stur geradeaus blickend, aber Hauptsache, er fährt. Das ist ein ausserordentliches Phänomen in der Schweiz!

  • Papperlapapi sagt:

    Die Regel ist super. Sie ist einfach und sicher. Wie will ein Kind sicher sein, ob nun ein Handzeichen gegeben wurde? Und was, wenn es nicht ihm gegolten hat, sondern der Ehefrau am Handy? Die Gefahr von einem stehenden Auto überfahren zu warden ist einfach viel geringer als die Gefahr von einem fahrenden Auto überrollt zu warden. Ich wurde selbst 9-jährig von einem Auto überrolllt und habe eine Heidenangst um meine Kinder, vor allem, wenn sie über die Hauptstrasse müssen.

  • Cybot sagt:

    Das Problem ist nicht nur, dass man diese Regel in der Fahrschule nicht gelernt hat, sondern dass man in der Fahrschule genau das Gegenteil gelernt hat! Da hiess es, möglichst ökonomisch und vorausschauend zu fahren, also früh weg vom Gas, rollen lassen und möglichst nicht komplett anhalten und wieder anfahren, weil das natürlich das komplette Gegenteil von sparsamem Fahren ist. Diese Regel ist für Kinder sicher sinnvoll, aus Autofahrersicht hingegen benzinverschwenderisch und gegen jede Intuition. Deshalb glaube ich leider nicht daran, dass sich das sehr schnell durchsetzen wird.

    • Alpöhi sagt:

      Spätestens nach einer Generation können es dann alle 😉

    • Fred Niederer sagt:

      @Cybot: Heutige Autos sind, zumindest in normalem Rahmen, weniger empfindlich auf die Fahrweise als früher. Es ist ja nicht die Meinung mit Vollgas auf den Streifen zu, dann Vollbremsung und wenn das Kind über die Strasse ist mit Vollgas wieder weg. Normal bremsen (und normal anfahren) genügt. Einfach nicht auf Vorrat bremsen in der Meinung bis ich dann beim Streifen bin, ist das Kind drüber.

      • sonicP sagt:

        ….das ist natürlich Quatsch. Selbstverständlich ist bremsen und wieder beschleunigen unökonomischer wie mit gleichbleibender Geschwindigkeit fahren – ausser vielleicht bei einem Elektroauto.
        Tut aber nix zur Sache. In dem Kinderfall geht Sicherheit halt vor.

      • sonicP sagt:

        Spasseshalber abgeschätzt:

        Bewegungsenergie bei 50 km/h: E.kin: 0.5*1500kg*(50km/h)^2=150KJ
        Energieinhalt 1 Liter Benzin = 10 MJ/l
        Wirkungsgrad Motor = 0.5

        => zum Beschleunigen von 0-50km/h sind 0.5*140kJ/20MJ=7ml Sprit notwendig.

        weniger als ich dachte ;).

  • Samira sagt:

    Haben eigentlich alle vergessen, wie sie selber früher am Fussgängerstreifen standen?
    Ich hatte einem Autofahrer schlicht nicht vertraut, dass er auch wirklich hält, solange er nicht wirklich stand. Da hilft kein Blickkontakt, erst das stehende Auto war Beweis genug, dass der Autofahrer es ehrlich meinte.
    Ich habe mich gefreut, als diese Kampagne aufkam, weil sie den Punkt ganz genau trifft.

    • Alter Sack sagt:

      Mit vergessen hat das wenig zu tun. Aber viele sind halt nicht in der Grossstadt aufgewachsen. Auf dem Weg zum Kindergarten musste ich keine Strasse überqueren. Und in der Primarschule nur unsere Dorfstrasse, wo bestenfalls alle paar Minuten mal ein Auto kam. Fussgängerstreifen gab es da auch nicht, man hat einfach gewartet, bis kein Auto mehr in Sicht war.

  • Jo sagt:

    Rad steht – Kind geht -> Klar soweit.
    Zum Teil sieht man als Autofahrer ein Kind schlecht, da es von den Eltern sehr schlecht angezogen wurde. Leucht-3Ecke oder farbige, helle oder gar leuchtende Jacken wären besser für die Sicherheit der Kinder.
    Heikle Situationen gibt es oft, wenn Kinder von einem davonrollenden Ball abgelenkt sind, oder mit ihrem Trotti oder Velo (oft in Begleitung der ELTERN!) die Bremse nicht finden und einfach auf den Fussgängerstreifen rollen.
    Die Kampagne sagt nur aus, was zu tun ist wenn man das Kind gesehen hat und es auch einen wahr nimmt…. Naja….

    • Fred Niederer sagt:

      @Jo, gehen sie schleunigst zu Augenarzt. Kindergärteler und Erstklässler sind in der Regel nur bei Tageslicht alleine unterwegs.

      • Jo sagt:

        mhm, ich rede ja auch von „nicht der Regel“. sonst käme es wohl noch zu mehr Unfällen.
        Sorry, aber wann kommt es zu Unfällen? Bei Tageslicht, wenn die Kinder Warten und der Autofahrer das Kind gesehen hat? Denke er überfährt sie beim „rollen lassen“ gelle…?

  • lala sagt:

    Wurde das nicht schon vor 20 Jahren so gelehrt? Ich mag mich zumindest an keinen Verkehrsunterricht erinnern der mir beigebracht hat vor rollende Autos zu laufen.

    Ansonsten, so brav wie die Schweizer ist wohl kaum ein anderes „Volch“ auf der Strasse.

  • Morgana sagt:

    Täglich erlebe ich (Mutter) das Augenrollen der Autofahrer. Ja, manche müssen auch noch hupen/sich aufregen bis mein (freches) KInd ihnen die Zunge rausstreckt! Vielleicht müsste ich ihr noch den Stinkefinger beibringen?! Wäre ja auch gut für die motorische Entwicklung…

    • tina sagt:

      ich empfehle einen skistock oder sowas. dinge, die potentiell den autolack schädigen wenn das auto den fussgänger anfahren würde. hat eine erstaunliche psychologische wirkung ;-). man braucht das ding nicht anzuwenden

  • Nora R. sagt:

    Ich habe da letztens eine doch sehr lustige Situation erlebt: Ein 5/6 Jähriges Kind hat am Fussgängerstreifen gewartet (lange gerade Strasse, Sicht gut) bis auf beiden Seiten die Autos angehalten haben, kaum wollte er loslaufen, kam aber hinter meinem Auto noch eins angefahren und noch eins und noch eins. Es sah so aus als wolle er abwarten, dass sich weit und breit kein Auto mehr bewegt. Bin dann 2 Minuten und 20 wartende Autos später ausgestiegen und habe dem Jungen über die Strasse geholfen. War wirklich herzig. Aber tausen mal lieber so, als wenn sie einfach auf dei Strasse rennen würden!

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Ich beobachte immer wieder, dass Erwachsene am Fussgängerstreifen mit Kindern warten bis ein Auto kommt. Sie hätten vorher gefahrlos die Strasse überqueren können. In diesem Fall nervt es natürlich solche Erwachsene, wenn man langsam auf den Fussgängerstreifen zurollt damit die Räder ewig nicht zum stehen kommen.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Vielleicht haben sie keine Kinder. Aber es ist eben wichtig, dass man den Kleinen beibringt. Dass sie vorher gut schauen ob ein Auto kommt. Kleine Kinder können das noch nicht so automatisch wie wir. Das braucht Zeit. Und bei kleinen Kindern ist es dann eben wirklich so. Dass sie warten, bis das Auto hält.
      Für kleine Kinder sollte unsere Toleranz sehr gross sein. Mich nerven nur die Erwachsenen, welche die Kreisel verstopfen, Linksschleicher sind, oder einfach in die Strasse latschen. Man sollte etwas Gespür für den Verkehrsfluss entwickeln.

      • mira sagt:

        Auch immer wieder schön, sind die massenhaften Mittelspurfahrer auf der Autobahn, welche konsequent langsam fahren, aber auf keinen Fall auf die rechte Spur wechseln wollen, weil da hätte man ja nicht mehr alle Optionen frei 🙂

      • Hampi sagt:

        Genau, oder jene die den Taster für das Fussgängerrotlicht drücken und dann doch bei rot über die Strasse gehen.

    • Martin Frey sagt:

      @Schweizer: Es geht hier darum, dass ein Kindergärtler sich erst darauf verlassen kann, dass ein Auto auch hält wenn es klar zum Stillstand gekommen ist. Alles andere ist Spekulation und daher gefährlich.

      • Tina sagt:

        Herr Schweizer, das nennt man Erziehung. Die Kinder machen (zumindest am Anfang) genau das, was die Eltern vorleben. Wenn ich also mit meinem Kind über den Fussgänger gehe, warte ich immer, bis das Auto anhält, denn so lernt das Kind, wie man es macht, auch wenn kein Erwachsner dabei ist. Als Eltern ist man nun mal in der Vorbildsfunktion.

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Ich beobachte immer wieder, dass Erwachsene mit Kindern am Fussgängerstreifen warten bis ein Auto kommt. Sie hätten vorher gefahrlos die Strasse überqueren können. In diesem Fall nervt es natürlich solche Erwachsenen, wenn man ganz langsam auf den Fussgängerstreifen zurollt, damit die Räder ewig nicht zum stehen kommen.

    • Daniel Huber sagt:

      Da Kinder die Fahrgeschwindigkeit und somit die sicheren Zeitlücken noch nicht gut einschätzen können, lernen Sie zu am Fussgängerstreifen zu warten, bis sich kein Fahrzeug mehr bewegt. Sie queren deshalb nur, wenn Sie nach längerem Beobachten kein Autos sehen oder eben ein Auto für sie angehalten hat.

    • Fred Niederer sagt:

      @Schweizer: Warum ich das mit meinen Kindern auch so gemacht habe? Ganz einfach. Kinder können die Distanz und Geschwindigkeit noch nicht einschätzen. ich wollte so sie daher nicht lernen „Husch husch wir gehen noch über den Streifen bevor das Auto da ist. Als Erwachsen kann ich einschätzen wann es noch reicht und habe auch schneller den Verkehr auf beiden Seiten kontrolliert. Von Kindergartenkindern und Erstklässlern kann man einfach noch nicht erwarten. Ich hoffe schwer, dass sie das jetzt verstehen und sich daran halten. Lieber zügog auf den Streifen zu und dann abbremsen bis zum Stillstand

  • Alpöhi sagt:

    Verkehrserziehung fängt nicht erst im Kindsgi an. Es fängt da an, wo ich den Dreikäsehoch an meiner Hand nicht einfach über den Fussgängerstreifen zerre, sondern am Strassenrand niederknie und ihn frage, was er links/rechts sieht und ob wir die Strasse überqueren können.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Also wer diese Kampagne nicht bemerkt, sollte untersucht werden.
    Ob die Kampagne was nützt, ist allerdings eine andere Frage. Blickkontakt scheint mir eine viel bessere Variante.
    Hat Stefan weiter oben schon gesagt.

    Es fehlt immer noch an Kommunikationfähigkeit im Verkehr. Die stillstehenden Statiker, die unfähig sind mit anderen zu kommunizieren, verursachen mindestens die Hälfte des Staus.

    • Sportpapi sagt:

      HH, es geht um (Klein-) Kinder. Deren Kommunikationsfähigkeiten sind noch nicht so entwickelt. Gerade wenn sie aus ihrer tiefen Lage nicht zum Fahrer sehen (ebenfalls erklärt im Text).

      • Hampi sagt:

        Dass die Kinder den Fahrer nicht sehen können ist Quatsch. Wann immer der Fahrer die Augen des Kinds sehen kann, kann das Kind auch die Augen des Fahrers sehen! (Immer abgesehen von möglichen Verspiegelungen in der Frontscheibe.)

    • Divico sagt:

      Blickkontakt – und was dann? Etwa ein Handzeichen geben?

      Das Kind vertraut auf Sie und marschiert los,
      doch derjenige gegenüber hält nicht an
      oder Sie werden überholt …

      Dann schon lieber anhalten und dem Kind KEIN Handzeichen geben

      • Hampi sagt:

        Genau! Damit kann der Fahrer dem Kind optimal helfen. Weil er als Erwachsener auch die Lage des Gegenverkehrs besser einschätzen kann.

  • Jan sagt:

    Diese Regel sollte eigentlich inzwischen jeder Autofahrer verstanden haben. Was mir in letzter Zeit auffällt sind die vielen Kinder, die sogar in Begleitung von Erwachsenen mit dem Velo am Fussgängerstreifen warten und dann diesen fahrend überqueren. Hier erscheint mir eine Kampagne notwendig, wo darauf hingewiesen wird, dass man so kein Vortritt hat, sonder das Fahrrad geschoben werden muss.

    • tina sagt:

      und warum eigentlich? ich fahre wöchentlich 70km durch die stadt. warum zum geier soll ich, vom veloweg kommend wenn ich auf die andere strassenseite muss, zuerst mühsam absteigen? veloschikane? super, dankeschön. velofahrer, das arschloch der nation

      • Nora R. sagt:

        Weil es FUSSGÄNGERstreifen heisst, und nicht „RasDochMitDemVeloDrüberDasAutoHältDannSchonStreifen“.

      • dominik schmitz sagt:

        Es geht nicht um Sie. Es geht um die Sicherheit der Fussgänger, mit denen Sie den Zebrastreifen teilen. Deshalb schieben Sie das Velo. Der Stärkere nimmt Rücksicht.

      • sonicP sagt:

        …weil es eben ein Fussgängerüberweg und kein Radfahrerüberweg ist. So einfach.
        Von mir aus können Sie da auch rüber fahren – allerdings eben ohne Vortrittsrecht.

      • Hans sagt:

        Ich halte auch nie, wenn Velofahrer – auf dem Sattel sitzend – am Fussgängerstreifen warten. Denn in dem Moment sind es ja Velofahrer, keine Fussgänger.

      • tina sagt:

        ich nehme immer rücksicht, auf alle, insobesondere auf fussgänger.
        entschuldigung, aber das stimmt so nicht. es gibt velowege, die führen über die strasse via fussgängerstreifen. wenn ich niemanden behindere, warum muss ich dann absteigen? rasen tu ich sowieso nicht an solchen stellen (= solche die ich mit fussgängern teile, weil ich wie gesagt niemanden behindere, oder wo ich schauen muss, dass ich lebendig rüber komme)

      • tina sagt:

        sonicP: unlogisch. der radweg führt da auch rüber (beispiel züri genau vor auffahrt hardbrücke, von albisriederplatz her kommend). wenn ich absteige und rüberlaufe muss der autofahrer länger warten als wenn ich am rand stehen bleibe und rüber fahre. nicht rasend, aber auch nicht dass alle noch länger warten müssen als nötig. selbstverständlich haben dabei fussgänger vor mir vortritt. aber ich vor den autofahrern

      • tina sagt:

        genau solche leute wie ihr machen das aneinandervorbeikommen unmöglich. mitdenken! wenn velos immer die tuble für alle sind, dann fahre ich doch wieder mit dem auto. und ihr wartet alle noch länger überall. bravo

      • Susi sagt:

        Sukkurs, tina! Mir geht’s genauso!

      • Fred Niederer sagt:

        @Tina, Mittels Handzeichen und Einspuren, darfst du mit dem Velo die Strasse an jeder beliebigen Stelle überqueren. Einem Fussgänger ist dies verboten, selbst wenn gerade kein Auto kommt. Genügt das nicht?

      • Susi sagt:

        @Fred Niederer: Ich glaube jetzt mal einfach, dass Sie nicht regelmässig mit dem Velo in der Stadt unterwegs sind. Man wird von den Autofahrern häufig tatsächlich wie der letzte Dubel behandelt, (wenn nicht sogar schikaniert, dass es gefährlich wird). Mir kommt’s häufig so vor, als sähen Autofahrer in der Velofront einfach mal so grundsätzlich den Feind.

      • tina sagt:

        stimmt nicht, fred niederer. fussgänger dürfen sehr wohl über die strasse wo sie wollen, ausser es ist ein fussgängerstreifen in der nähe, dann müssen sie den benutzen.
        ich fahre auf dem veloweg (!), und der führt mich (!) an einen fussgängerstreifen. wie soll ich denn da einspuren?

      • Sportpapi sagt:

        „wenn ich niemanden behindere, warum muss ich dann absteigen?“ Das frage ich mich an jeder Stoppstrasse auch…
        Weil so halt die Regeln sind. Und ich alt genug bin, selber zu entscheiden, ob ich mich an die Regeln halte. Andererseits kostet mich das Absteigen über den Fussgängerstreifen keine Sekunde, und ich habe dafür Vortritt.

      • tina sagt:

        sportpapi, ich fahre wie gesagt 70km wöchentlich durch diese stadt. wir sprechen also nicht von 1mal wöchentlich absteigen und körperlich betätigen tu ich mich genug. also ich brauche schon etwas mehr als 1 sekunde, und ich muss sowieso alle 20 meter wegen einem fussgänger oder autofahrer abrupt bremsen, weil die sich nicht korrekt verhalten.
        aha regeln statt mitdenken. regel ist auch, man muss vortritt gewähren, um unfälle zu vermeiden. die würde ich so nun auch nicht stur einsetzen um autofahrer bremsen zu lassen. ich finde man muss abwägen, wen es mehr einsatz kostet.

      • Sportpapi sagt:

        tina, ich fahre ausschliesslich Velo. Und trotz Männerrahmen steige ich bereits in den 10 Fahrmetern zum Strassenrand ab und stehe dann ohne Zeitverlust an der Strasse. Wenn ich denn absteigen und von meinem Vortrittsrecht Gebrauch machen möchte.

      • Fred Niederer sagt:

        @Susi und Tina: Es gibt tatsächlich eine ganze Menge Verkehrsteilnehmer die sich nicht in andere (Fussgänger, Velofahrer, LKW-Fahrer, aber auch andere Autofahrer) hineindenken und vorausdenken können und damit unnötig gefährliche Situationen provozieren. Beispiel: Ich (mit Auto) blinke rechts, spure rechts ein, Velofahrerdummkopf drückt sich trotzdem an mir vorbei oder umgekehrt, Velofahrer will gerade aus, Autofahrertrottel überholt ihn noch rasch und biegt vor seiner Nase rechts ein.

      • Cybot sagt:

        @tina: Mit dem „überall, ausser“, hast du ja grad selber bewiesen, dass du als Fussgänger eben NICHT überall die Strasse überqueren darfst.

      • Fred Niederer sagt:

        @Susi und Tina: Letzthin zB beobachtet, wie ein Vater mit seinem ca. 8 bis 10 jährigen Sohn hintendran einfach ein Rotlicht missachtet hat (Voraus Vater über Rotlicht und ca. 8 m später Sohn über Rotlicht). Sorry aber was soll ich on so einem Tr… halten?

      • Fred Niederer sagt:

        @Tina: Sorry ist mir schon klar, dass wo es keine Fussgängerstreifen gibt, Fussgänger die Strasse überalle queren können. Als Fahradfahrer darfst du das aber eben immer und übrigen darfst du auch über den Fussgängerstreifen fahren, nur muss ich als Autofahrer nicht halten. Es gilt das normale Vortrittsrecht

      • tina sagt:

        fred niederer: doch. wenn ich mir den vortritt erzwingen würde, auch wenn ich im unrecht wäre, dann müsstest du anhalten, denn unfälle vermeiden ist höher gewichtet. das mache ich ja nicht. aber wenn ich merke, dass die autofahrer mich nur darum nicht rüberlassen, weil ich nicht abgestiegen bin, dann lange ich mir eben schon an den kopf. ich lasse auch nicht jeden bremsen, nur so. ich lasse auch lastwagen immer vorfahrt, weil ich finde berufsverkehr hats schon schwer genug, ausserdem ist es unökologisch wenn er bremsen muss nur wegen mir.

      • tina sagt:

        ja super sportpapi, ich kann das nicht und ich finde, ich muss auch nicht, weil es reine schikane ist. es ist ok wenn 2-3 autos durchfahren, aber wenns 5 oder mehr sind, und zwar nur weil sie finden „die soll erstmal absteigen“, dann hörts auf mit verständnis. auch als fussgänger würde ich 2-3 autos lieber durchfahren lassen, weil es blödsinn ist, dass jeder einzelne wegen jedem einzelnen fussgänger anhalten und wieder anfahren muss (weil anhalten und anfahren mehr benzin verbraucht und die umwelt belastet)

      • Fred Niederer sagt:

        @Tina: Merkst du was? du erzwingst ein Recht, das du nicht hast! während ich mich nur an ein Recht halten möchte das ich habe.
        Solche Velofahrer wie du, die nach dem Motto fahren „was kümmern mich die Verkehrsregeln, wenn was passiert ist eh der Autofahrer das A…“ sind genau diejenigen die dem Ruf der Velofahrer schaden!

      • tina sagt:

        oh nein, eben nicht! ich behindere niemande, wirklich. ich könnte, und du müsstest, aber aber das mache ich nicht.
        aber wenn ich dann sehe, dass die autofahrer verbissen schauen „die soll erst absteigen“, obwohl es weniger lang dauern würde, wenn man mich rüber fahren liesse, dann lange ich mir eben an den kopf und schlage vor: denken wir doch alle mit und machen es uns nicht gegenseitig schwer. ich lasse jedem hund den vortritt, obwohl er keinen hat! weil er schwächer ist

      • tina sagt:

        ich muss alle 20 meter einen stopp reissen weil autofahrer und fussgänger sich falsch verhalten. da komme ich gar nicht drum herum. ich bin ja nicht lebensmüde. und so fahre 5mal wöchentlich 2mal täglich je 7km durch diese stadt. mach das mal 3 monate lang, dann können wir das thema wieder diskutieren 😉

      • alam sagt:

        Ich fahre auch oft mit dem Velo über den Fussgängerstreifen, natürlich im Bewusstsein, dass ich keinen Vortritt habe. In der Regel halten die Autofahrer trotzdem an, obwohl sie nicht müssten. Deshalb hier mal ein Dankeschön!

    • Mel sagt:

      Also Velofahrer in der Stadt sind ja gaaanz übel. Autofahrer machen zwar auch Fehler, aber zu 90% halten sie sich an die Regeln, denn sonst würde es nur einen Unfall nach dem anderen geben. Bei Velofahrern ist das Überleben pures Glück, denn ich sehe tägliche Regelmissachtungen auf den Strassen. Velofahrer, die einfach bei Rot über die ganze Kreuzung fahren.Lichtsignalisationen gelten anscheinend nur für Autos. Dann solche, die nicht rechts am Fahrweg fahren, sondern mehr in der Mitte der Fahrbahn, so dass das Auto hinten statt 50 vielleicht 30 fahren muss. Solche, die keine Handzeichen geben.

  • Chris Fogg sagt:

    Seit vielen Jahren gilt diese Regel nun schon. Ich als Vater von 3 Kindern kann nur den Kopf schütteln bezüglich den ungeduldigen Autofahrern, die schon hundert Meter vor dem Fussgängerstreifen anfangen auszurollen, in der Hoffnung das Kind hat die Strasse überquert bevor sie den Streifen erreicht haben.
    Ich vermisse eigentlich Sendungen im TV wie „Der 7. Sinn“, der immer mal wieder verstärkt Strassenregeln den Verkehrsteilnehmern eingetrichtert haben. Da wäre z.B. auch das Thema Blinker. Für was ist schon gleich weider dieser Hebel auf der linken Seite des Steuerrads?

    • Peter Meier sagt:

      Die meisten Autofahrer denken „Ich muss nicht blinken, ich weiss wo ich hin will!“ 🙂 Aber im Ernst: das nervt mich auch tierisch, fast niemand blinkt mehr!

    • Kathy sagt:

      Chris, ich lasse auch ausrollen, erwarte aber nicht, dass die Kinder dann schon loslaufen. Ich habe es schlicht nicht eilig und beovorzuge einen ökonomischen und ökologischen Fahrstil, anstatt kurz vor dem Fussgängerstreifen noch eine Vollbremsung einzulegen. So können auch die nachfolgenden Autos sich anpassen und die Gefahr eines Auffahrtunfalles verringert sich.

      • Rainer Schmuck sagt:

        Gegen ausrollen ist auch nichts einzuwenden aber viele Auto bleiben schon 100m vor dem Fussgängerstreifen stehen. Wie soll da ein Kind erkennen ob die Räder still stehen, die sind viel zu weit weg.

  • karin sagt:

    und wie sieht’s in der 30er zone aus, wo es keine fussgängerstreifen hat? ich warte mit kind und kinderwagen vergebens, dass jemand anhaltet. meist ist die situation auch unübersichtlich, da parkierende autos…

    • Martin Frey sagt:

      Nicht nur keine Fussgängerstreifen, auch viele andere Unsicherheiten (zb. Rechtsvortritt statt Stops, von dessen Existenz gefühlte 50% der Autofahrer keine Ahnung haben) und künstliche Hindernisse (hinter denen man Kinder oft nicht sieht) werden teils mit beträchtlichem Aufwand so installiert dass nach meinem Empfinden trotz verringerter Geschwindigkeit die Verkehrssicherheit oft eher sinkt als steigt. Aber bei 30er Zonen geht es halt oft nicht primär um Verkehrssicherheit. 😉

      • Peter Meier sagt:

        Solange 80% der Autofahrer partout nicht bereit sind, in einer 30er Zone nicht schneller als 30 zu fahren, ja solange wird eine 30er Zone auch nicht mehr Sicherheit bieten. Ich ärgere mich jeden Tag über die lausigen Fahrleistungen auf Schweizer Strassen: überhöhte Geschwindigkeit, zu dichtes Auffahren, Drängeln, stehende Busse und Müllautos links an Verkehrsinseln vorbei überholen, wartende Linksabbieger rechts über das Trottoir überholen! Und das nonplusultra der Kuriositäten ist folgende Situation: Vollbremsung einlegen um die Vorffahrt abzutreten!!

      • Hattori Hanzo sagt:

        Herr Meier – es gibt wohl kaum ein Land im europäischen Festland in dem es so gemächlich und übervorsichtig zugeht wie in der Schweiz. Da passt das mit der Vollbremsung wunderbar ins Bild.

      • Martin Frey sagt:

        „es gibt wohl kaum ein Land im europäischen Festland in dem es so gemächlich und übervorsichtig zugeht wie in der Schweiz.“
        Da bin ich gar nicht einverstanden, HH. Im Gegenteil halte ich den Verkehr bei uns, gerade auch im Vergleich zu früher, aber auch zu anderen Ländern, für sehr hektisch, teils aggressiv, oft rücksichtslos und rechthaberisch. Dies insbesondere zu Stosszeiten und in urbanen Gegenden. Gründe dafür gibt es viele.
        Natürlich gibt es verkehrstechnisch schlimmere Weltgegenden, aber auch sehr viel angenehmere.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Herr Frey – erlauben sie mir kurz zu lachen. Aber in sämtlichen Nachbarländern wird um einiges dynamischer gefahren. Kürzlich war ich in Italien, fuhr im Taxi, dreispuriger Kreisel. Hoppla, da wäre sogar ich ein absoluter Waisenknabe gewesen. 80% unserer Angsthasenfahrer wären da total überfordert und würden ein Verkehrschaos produzieren.
        Oder fahren Sie mal in Deutschland. Da müssen sie kein Linksschleicher sein und werden schon 10mal rechts überholt.
        Braver als in der Schweiz, das habe ich nur in den Staaten erlebt und in Dänemark (aber das ist schon lange her).

      • Martin Frey sagt:

        Italien ist ein Sonderfall, gelten deren Autofahrer nicht ohne Grund seit Jahren als die berüchtigsten Autofahrer Europas. Sie foutieren sich oft um Regeln, fahren oft schnell, riskant und trotzdem schlecht (da schlecht ausgebildet).
        Bei Deutschland bin ich anderer Meinung. Es wird zwar schnell gefahren, im Schnitt aber gelassener, rücksichtsvoller (man hält i.a.R. durchwegs auch am Zebrastreifen an) als bei uns. Als angenehmste Autofahrer Europas gelten die Skandinavier, insbesondere die Schweden, dicht gefolgt von den Briten. All dies widerspiegelt sich auch in den Todesfallstatistiken, HH.

      • mira sagt:

        Ich wohne in Deutschland und mir fällt immer wieder auf, wie langsam in der Schweiz gefahren wird. In Deutschland wird viel gedrängelt und sehr nahe aufgefahren, dass erlebe ich in der Schweiz so nicht. Der Zebrastreifen wird aber in der Regel berücksichtigt, da gibt es wohl keine Unterschiede zwischen D und CH.

      • Stranger sagt:

        Oh, drängeln muss man bei mir gar nicht wollen. Das bereut ein Drängler schnell.

    • Maja sagt:

      Viele wissen leider nicht, dass Fussgänger in 30er Zonen NICHT Vortritt haben. Sie dürfen zwar überall die Strasse überqueren, sind aber nirgends vortrittsberechtigt.

      • Martin sagt:

        Von Vortritt war ja auch keine Rede.
        Übrigens, viele wissen nicht, dass in der 20er Zone die Fussgänger IMMER vortrittsberechtigt sind.

    • Anton Keller sagt:

      In der 30er Zone passiert ja eh nichts gemäss den grünen Verkehrsberuhiger. Da dürfen auch Kinder zwischen parkierten Autos hervorpreschen. Die Autofahrer fest konzentriert auf den Tacho wegen den Tempo-30-Blitzkästen sehen die Kleinen auch nur hin und wieder, besonders wenn sie dunkel gekleidet sind.

      • Markus sagt:

        Wenn sie auf den Tacho starren müssen um die Geschwindigkeit zu halten geben sie bitte den Ausweis ab. Sie sind eine Gefahr, auf jeder Strasse gelten Höchstgeschwindigkeiten.

  • Stefan W. sagt:

    Die Kampagne mit dem stehenden Rad ist nicht zu übersehen. Schon seit Jahren. Selbstverständlich halte ich mich auch daran. Bloss frage ich mich, woher dieses Wissen stammt. Wurden mit dieser Methode tatsächlich Unfälle verhindert?
    Stimmt die Annahme, dass Schulkinder Geschwindigkeit und Abstand gar nicht einschätzen können? Wenn ja, wieso können Schulkinder dann Ball spielen? Persönlich fand ich die frühere Kampagne – Blickkontakt suchen – einleuchtender. Auch ein stehendes Auto kann plötzlich losfahren, wenn der Fahrer das Kind nicht gesehen hat. Aber was soll’s, halten wir eben immer an.

    • Mario Monaro sagt:

      Ich bin auch oft verwirrt, aber das beste ist, wir halten uns an die Empfehlungen der Experten und tun alles, damit keine Kinder im Strassenverkehr zu Schaden kommen. Einmal habe ich meinen damals etwa 6-jährigen Sohn vor mir im angehaltenen Auto über die Strasse gehen sehen. Das war das erste Mal, dass ich ihn aus der Windschutzscheibenperspektive sah und mir wurde vor Augen geführt wie verletzlich Kinder sind.

    • adam gretener sagt:

      Stefan, Sie müssen dazu nur mal ein Fussballspiel von Kindergärtnern oder Unterstüflern ansehen, um zu erkennen, dass Distanz und Geschwindigkeit oben noch nicht richtig erkannt werden.

    • Elisa sagt:

      @Stefan W.: ich habe das im Fahrunterricht auch so gelernt und fand es ebenfalls einleuchtend. Als zweifache Mutter und Tante habe ich inzwischen aber gelernt, was der Nachteil dieser „Methode“ ist. Nämlch, dass sich Kinder zu stark auf die Anweisung (Handzeichen) von Erwachsenen verlassen und z.B. nicht mehr auf die andere Strassenseite schauen, weil „ein Grosser“ signalisiert hat, dass sie jetzt losgehen können. Sicher kann auch mit „Rad steht, Kind geht“ nicht jedes Fehlverhalten verhindert werden, jeder Effort, dass Kinder sicherer sind, ist gut!

      • marsupilami sagt:

        Oder wie mein Fahrlehrer es zu pflegen sagte:Bei Kindern anhalten..wer sonst zahlt dann später Ihre AHV? 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Das schwierige an Kommunikation ist, dass beide das gleiche Protokoll benutzen müssen. Ist mir als notorischen Fussgänger ja auch schon passiert, dass ich vor der Strassenüberquerung extra langsam laufe und dem Autofahrer winken, er soll doch fahren. Der bleibt aber trotzdem stehen und winkt mir, ich soll laufen.
        Dann winken wir beide hin und zurück und fahren/ laufen gleichzeitig los.

        So eine starre Lösung ist besser, als eine, die interpretative Elemente einbaut, welche Beide verschieden interpretieren.

      • Stranger sagt:

        Wer die AHV bezahlt? Mann, das ist mir doch in diesem Moment scheissegal. Hier geht es um MENSCHENLEBEN, nicht um ein paar Fränkli.

    • T. Meier sagt:

      Sehr gute Beobachtung, dass Schulkinder Ball spielen und dabei Bewegung und Geschwindigkeit einschätzen können. Mit dem Ballspielen haben sie ja auch schon mit einem Jahr begonnen und viel Zeit zum Üben gehabt. Wenn sie dann in die Oberstufe gehen und schon viele Strassen überquert haben können sie meistens auch das Verhalten der Autofahrer besser einschätzen.
      Das ist aber oft etwas schwieriger als beim Ballspiel weil jeder Autofahrer wieder etwas anders reagiert.
      … und wenn sie dann einmal selber hinter dem Steuer sitzen erkennen sie das Problem bereits nicht mehr …

    • K.Jud sagt:

      @Stefan: In einigen Kantonen sind die Kinder ab 4 Jahren schulfplichtig, sprich gehen täglich in den Kindergarten. Diese Kinder können Geschwindigkeit und Abstand wirklich nicht einschätzen. Als Kindergärtnerin habe ich schon viele haarsträubende Situationen am Fussgängerstreifen erlebt. Auch beim Ballspielen kann nicht von Können gesprochen werden. Und ich bezweifle sehr, dass die Kinder das nach den Sommerferien als SchülerInnen plötzlich können.

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