Doppelter Nachwuchs, doppeltes Glück?

Ein Gastbeitrag von Regula Portillo*

Mamablog

Die ständigen Vergleiche lassen sich kaum vermeiden: Die Zwillinge der Autorin im Babyalter. Foto: zvg

Der Zwillingsnachricht beim ersten Ultraschall folgte ein Filmriss. Sogar den vereinbarten nächsten Termin musste ich später nochmals telefonisch nachfragen. Mein Mann und ich standen kurzfristig unter Schock. Wir hatten uns unsere mittelbare Zukunft zunächst einmal als Paar mit Kind vorgestellt, nicht gleich als «richtige» Familie. Würden wir das überhaupt schaffen mit zwei Babys?

Zu Hause angekommen, legte ich mich sofort aufs Sofa (schliesslich gehören Zwillingsschwangerschaften zu den riskanten, sagte ich mir) und schrieb meinen Eltern eine Kurznachricht: «Enkelkinder Nummer acht und neun sind unterwegs!» Dass kurz darauf das Telefon klingelte, versteht sich von selbst.

Seither sind sechseinhalb Jahre vergangen. Nach einer unproblematischen Schwangerschaft (bei der die Vorfreude und der Bauch bis ins Unermessliche gewachsen sind) und einem geplanten Kaiserschnitt sind wir glücklich und stolz Eltern geworden von zwei gesunden Buben. Ich habe die Anfangszeit nicht als ausserordentlich streng in Erinnerung, dennoch hätte ich mir manchmal gewünscht, mich ganz einem Kind widmen zu können. Schlief der eine Junge, war die Chance gross, dass der andere aufwachte, kaum hatte der eine getrunken, war der andere dran. Diese innige Zweisamkeit zwischen Mutter (oder Vater) und Kind, wie ich sie mir vor der Schwangerschaft vorgestellt hatte, gab es kaum.

In vielerlei Hinsicht ist es toll, Zwilling zu sein und Zwillingssöhne zu haben, trotzdem sehen wir uns in der Familie auch mit Schwierigkeiten konfrontiert. Dass den Kindern der ständige Vergleich schwerfällt, ist genauso offensichtlich wie die Tatsache, dass man nicht ums Vergleichen herumkommt. Natürlich nehmen wir uns vor, keine Vergleiche anzustellen, wenn es darum geht, wer besser Rad fahren oder schöner zeichnen kann – doch selbst wenn wir es nicht tun, merken es die Kinder ja ganz von allein.

Ähnlich verhält es sich beispielsweise mit der Beliebtheit bei anderen Kindern im Kindergarten. Wie reagieren, wenn das eine Kind immer und das andere nur selten zu Kindergeburtstagen eingeladen wird? Dass es ganz schön anstrengend sein muss, stets den Spiegel vorgehalten zu bekommen, äussert sich bei unseren Söhnen oft darin, dass sie sich weigern zu tun, was der andere gut kann: Zeichnet mein Bruder den Tiger so, dass alle gleich erkennen, dass es ein Tiger ist? – Dann zeichne ich auf keinen Fall (und ich zeichne nicht nur keinen Tiger, sondern ich zeichne überhaupt nicht). Spielt mein Bruder sowieso besser Fussball als ich? – Dann lass ich es gerade von Anfang an sein (auch wenn ich ja eigentlich gern Fussball spielen würde). Vielfach stehen sie sich dabei selbst im Weg.

Wir Eltern wiederum erleben zwar alles doppelt und überschnitten, aber die Lebensphasen und Lebensabschnitte unserer zwei Kinder erleben wir eben doch nur einmal beziehungsweise gleichzeitig – ein Umstand, den ich manchmal etwas bedaure. Gemeinsam zotteln die beiden Jungs in den Kindergarten, gleichzeitig suchen sie sich ihren Schulsack aus und gleichzeitig feiern wir (vorläufig) auch alle ihre Geburtstage.

Bestimmt hat jede Familienkonstellation Vor- und Nachteile, und vielleicht ist es ja auch ein Glück, dass man sich diese nur bedingt aussuchen kann. Insofern wünsche ich mir, dass aus Sicht unserer Jungs die Vorteile eines Zwillingsbruders überwiegen.

Regula_Portillo* Regula Portillo studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Freiburg. Vor, während und nach dem Studium verbrachte sie mehrere Jahre in Norwegen, Nicaragua und Mexiko. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Frankfurt am Main und arbeitet als freie Texterin und Autorin.

42 Kommentare zu «Doppelter Nachwuchs, doppeltes Glück?»

  • mark ginsig sagt:

    64 jahre alt, keine eigenen kinder. aber jedesmal wenn ich eine schwangere frau sehe,empfinde ich das als wunder.ob sie eins oder zwei kinder trägt,sieht niemand. wenn aber eine mutter oder vater einen zwillingswagen stossen oder ziehen, oder zwei gleiche chnoblis einem entgegenkommen, dann bin ich jedesmal tief berührt über dieses wunder.wie immer eltern ihre kinder empfinden,ob gut oder weniger gut, ob eins oder zwei es ist und bleibt ein geschenk gottes.

  • Katharina sagt:

    Unsere zwei Kleinen sind bald dreijährig diesen Monat. Das Wnder, das mich beglückt, ist der Bund (Bond im Englischen) der die zwei verbindet. Dieser muss sehr tief verankert sein. So wendeten sie sich schon als Neugeborene immer zueinander hin und schliefen erst ein, wenn ein Berührungskontakt bestand. Manchmal drehten wir sie etwas voneinander weg und das eine oder andere ruckelte sich drehend zurecht, bis das Händchen den Arm des anderen berührte und puff.. schlummern sie ein.

    Stillen war….. ich sag mal erschöpfend. Aber meine Lebenspartnerin konnte wie eine Amme einspringen.

    • Katharina sagt:

      ‚Bestimmt hat jede Familienkonstellation Vor- und Nachteile‘ würde ich nicht sagen. Das Kinderglück (also das Glück der Kleinen selbst) erfüllt sich bei allen anders. Zwillinge wachsen zusammen auf, als Team (und da schwant mir einiges zu Teenie zeiten…). Aeltere Geschwister sehen ihr jüngeres aufwachsen. Bei grösserem Altersunterschied schon fast als Erwachsene und damit wie ein flashback zur eigenen Zeit als kleiner Kriecher.

      Ist die Rose unglücklicher als die Orchidee? Nein.
      Es ist nicht die Aufgabe der Blüte, den Gärtner glücklich zu machen.

      • Stranger sagt:

        Jeder Altersunterschied funktioniert. Ich sah Geschwister, die gleich alt sind, solche mit einem kleinen Altersunterschied, solche mit 2, 3 oder 6 Jahren. Geht alles.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Wir haben zwar keine Zwillinge, aber unsere Kinder sind sehr nahe beieinander, so dass wir schon oft gefragt wurden: „Sind das Zwillinge“.
    Der einzige Nachteil ist gerade, dass die ersten 3 Jahre sehr streng sind.
    Das sie hingegen in der gleichen Entwicklungsphase sind, empfinden wir als ein Riesenvorteil.
    Dass der eine das nicht tun will, worin der andere gut ist… ist vielleicht nur Charaktersache und nicht unbedingt eine „Zwillings-Wahrheit“. Jedenfalls spielen die Degen Zwillinge beide Fussball.

  • mère médiocre sagt:

    Als Zwillingsmutter glaube ich auch, das ein einzelnes anstrengender ist. 24 h Elternbezug und -bespassung (jaja, es kann ja auch alleine spielen, oder mit den Nachbarn…). Dann kommt ein Baby nach, macht auf süss und steht einem vor der Sonne! Hallo Konflikt.
    Und was bin ich froh, dass ich bei den Puppenteeparties meiner Töchter nicht jedes Mal dabei sein muss! Selbst wenn die Familienaktivitäten mal etwas mehr nach den Eltern ausgerichtet sind haben sie ja immer einander, und zwei Köpfe voller Flausen, so dass nicht schnell über Langeweile geklagt wird. Perfekt!

  • Bettina Baumann sagt:

    Ein guter Trick bei Zwillingen im Krabbel-Alter, wenn man auf Besuch oder auch zu Hause ist: Durch den Garten oder das Wohnzimmer einen imaginären Strich ziehen, sind sie oder eines links davon, passt die Mutter auf, auf der rechten Seite der Vater. So hat man immer wieder mal dazwischen Ruhe.
    Bei uns hat sich nie eines der Zwillinge benachteiligt gefühlt, weil wir ihre Individualität besonders betonten. Obwohl sie eineiig sind, sind sie sehr individuell verschieden.

  • kiki sagt:

    Bei uns sind die Zwillinge das „Sandwich“ zwischen einem grossen Bruder und kleiner Schwester. Unser Rezept heisst seit eineinhalbjaehrig „Einzelzeit mit Mami“ (koennte aber auch Papi sein). Einmal woechentlich leiste ich mir einen Babysitter, um mit jedem einzelnen der Zwillingen einzeln etwas zu unternehmen. Dies wurde mir damals von einer Kinderpsychologin empfohlen und es wirkt Wunder. Weniger Eifersucht, weniger Versuche, einen Elternteil fuer sich alleine zu erobern. Und wenn es manchmal nur ein gemeinsamer Einkauf ist – die Kinder, unterdessen 6jaehrig, warten auf die Einzelzeit.

  • Esmeralda sagt:

    Zwillingsgeburten sind schon längst keine Seltenheit mehr (dank künstlicher Befruchtung). Nur gibt dies natürlich niemand zu. Ist ja klar. Standardantworten wie „es liegt bei uns in der Familie“ gehören zum Alltag. Dass es schwierige Situationen gibt, versteht sich von selbst. Ist ja bei „normalen“ Geschwistern auch nicht anders. Wir haben auch 4 Kinder und 2 davon sind Zwillinge. Wir lieben alle 4 gleich viel. Aber dass jetzt Zwillinge etwas Spezielles oder Besonderes sind, sehe ich jetzt nicht, denn ALLE KINDER sind einzigartig und verdienen unsere Liebe und Aufmerksamkeit.

    • Laurence sagt:

      Das mit der künstlichen Befruchtung ist das eine; ich glaube mich aber erinnern zu können, dass mit zunehmendem Durschnittsalter der Mutter die Zwillingshäufigkeit auch bei den natürlichen Befruchtungen zunimmt. insofern sollte man nicht jedem älteren Zwillingselternpaar eine verschwiegene künstliche Befruchtung annehmen . Abgesehen davon, dass die Eltern das für sich behalten können, wenn sie keine Lust haben, über IVF zu sprechen.

    • Simon Rothen sagt:

      Grundsätzlich geht doch die Zeugungsart andere Personen gar nichts an. Kommen Sie auf die Idee, Eltern von Einzelkinder zu fragen in welcher Position sie ihr Kind gezeugt haben?
      Es geht ja nicht darum, dass man sich schämt oder ähnliches, sondern dass man eine gewisse Privatsphäre erhalten will.

      • Pauline sagt:

        DANKE! Wie oft erntet Frau diese Blicke, wenn mit den Zwillis unterwegs – „ahaaa, da hat wohl jemand die biologische Uhr ignoriert…“. Einfach unverschämt!

      • Jolanda sagt:

        Das find ich jetzt überhaupt nicht. Wie oft müssen sich denn Eltern mit nur 1 Kind rechtfertigen, wieso es nicht mehr Geschwister gibt? Das ist nur ausgleichende Gerechtigkeit…..

      • mila sagt:

        Pauline, ehrlicherweise kommt diese Frage nur bei Frauen in einem sichtlich fortgeschritteneren Alter auf… Und selbst dann: weshalb sollte man sich als (Nicht-)Betroffene darum foutieren? Ich stelle mir vor, ich würde mich permanent über unangebrachte Äusserungen anderer ärgern… Ich käme wohl aus dem Ärger nicht mehr heraus. Denn ja, es gibt genug Leute, die sich um Dinge ‚kümmern‘ die sie rein gar nichts angehen – nicht zu reagieren, auch nicht innerlich, ist oft die beste Antwort.

  • Mäse sagt:

    Ja, die Aussage ist mir jetzt auch schleierhaft?!?

  • Mäse sagt:

    ZWILLINGE SIND DER HAMMER! Meine beiden Buben rasen mit ihren Autos durchs Wohnzimmer, sie entdecken jeden Vogel im Quartier oben auf den Baumwipfeln (wo wir Erwachsene nicht mehr hinschauen würden), sie sind von jedem Lastwagen beeindruckt, sie begegnen andern Kindern in der KITA und auf dem Spielplatz, sie wollen auf der Schaukel möglichst hoch „fliegen“, sie lachen bei meinen Grimassen, sie zirkeln das Migros-Kinder-Wägeli gekonnt durch die Gänge (naja, manchmal mit Crash…), sie sind immer doppelt da… sie sind das Baste! Und auch das Anstrengendste überhaupt – aber es lohnt sich! 🙂

  • Claudia sagt:

    Ich habe auch zwei zehnjährige Zwillingssöhne. Im Kindergarten war dann der „Stärkere“ überall besser und darum trennten wir sie nach dem zweiten Jahr. Der „Schwächere“ holte innerhalb eines Jahres alles auf und mittlerweile (3. Klasse) haben beide ihren eigenen Freundeskreis und haben sich sehr eigenständig entwickelt. Sie wissen beide das der eine etwas anderes besser kann als der andere und vergleichen sich nicht mehr so stark. Ausserdem geniessen sie es sobald wir alleine unterwegs sind, doch immer einen Spielkameraden an der Seite zu haben. Die Vorteile überwiegen!

    • Christina sagt:

      3 Jahre Unterschied ist viel zu viel! Der Kleine profitiere vom Grossen? Nein, es sind 2 getrennte Welten, der Streit vorprogrammiert, der Kleine „belästigt“ ständig den Grossen. Der gleichaltrige Kollege ist viel interessanter und man kann alles zusammen anstellen. Das fördert gewaltig den Charakter und die Lebensfreude. Mein Bruder und ich sind knappe 14 Monate auseinander und wir sind jetzt 70 Jahre ein gut eingespieltes Geschwisterpaar, auch wenn unsere politischen Ansichten weit auseinandergehen! Liebe junge Eltern, sorgt dafür, dass eure Kinder nicht eine Serie von Eigenbrötlern werden!

      • Annatina sagt:

        Liebe Christine

        Tja, wenn das mit der Planung immer so einfach wäre… unsere Jungs haben 4.5 Jahre Altersunterschied. Klar, es sind andere Welten und ja, vielfach kann der Grosse (noch) nicht viel mit dem Kleinen anfangen. Und doch spielen und zanken sie oft zusammen, Eigenbrötler sind sie nun wirklich nicht. Meine Mutter ist auch fünf Jahre jünger als ihre Schwester, meine jüngste Schwester ist vier Jahre jünger. Sowohl meine Mutter als auch ich haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Schwestern. Ich glaube das spielen andere Einflussfaktoren die grössere Rolle als das Alter…

      • maja sagt:

        Und wie ist es mit ihrer Eifersucht? Mir ist schon öfters aufgefallen, dass das ältere Kind, wenn der Abstand zu kurz ist zur Eifersucht neigt in der Partnerschaft. Möchte darauf hinweisen, dass ich meine Beobachtungen natürlich nicht als bewiesen betrachte.

  • Valentina sagt:

    Ähm ich versteh jetzt die Aussage dieses Blog’s nicht ganz….egal…wir haben zweijährige Zwillingsbuben. Es ist zwar saustreng (kann mir fast nicht vorstellen, dass sich die Autorin an die ersten Jahre nicht mehr erinnert) aber es ist auch sauschön zwei gesunde, glückliche und coole Jungs zu haben. Ich denke das mit dem Vergleichen ist halt so eine „Einstellungssache“.

    • Joy sagt:

      Als mutter inzwischen bald 6jährigen zwillingen kann ich mir auch nicht vorstellen,wie die anfangszeit locker und nicht als streng empfunden wurde.. Wir waren ab und zu total am anschlag..und das mit dem vergleichen ist auch bei geschwister so die nacheinander geboren wurden. Muss aber dazu sagen, dass wir junge/mädchen haben. Da sind die interesse z.t. sowieso verschieden ..

    • Pauline sagt:

      Ohh, meine Zwillingsmädchen sind jetzt 3, und ich muss sagen, das Jahr zwischen 1.5 und 2.5 fand ich am anstrengendsten – als viel wollen und wenig können aufeinanderprallten und den Frust nur so aus den Ohren dampfen liess. Davor hingegen fand ich’s Zuckerschlecken, zumindest meistens. Nur das, was die Autorin beschreibt, ging auch mir sehr nahe; Ein Gefühl, dass jedes der beiden zu kurz käme, weil ich mich einfach nicht zum Rumtragen, Trösten und Individuell 100% Einlassen aufteilen konnte.

  • Ria Eugster sagt:

    Wir waren fünf Kinder, zwei mal Zwillinge und eines dazwischen. Und ja, unsere Eltern kamen echt an ihre Grenzen, aber sie haben es irgendwie geschafft. Und für uns Kinder war es toll!

  • Simon Rothen sagt:

    äähm, Entschuldigung, han Sie denn Zwillinge in der Familie?

    wievielmal das (und andere super kluge Sprüche) wohl Zwillingseltern hören…

  • Hans Hintermeier sagt:

    Kann ich gut nachvollziehen.Wir würden unsere Familie auch gerne nochmals erweitern.Dabei stellt sich uns (vor allem mir!) auch die Frage:“Was ist, wenn Nummer 3; Nummer 3 & 4 (&5?) ist?Wie schafft man es bloss,für zwei/drei neue Erdenbürger zu sorgen, wenn sonst schon kleine Piraten im Haus sind.Kommt man überhaupt noch zum Schlafen?Jünster ist 2 J. Irgendwie würde sich das dann wohl schon einpendeln. Ich muss jedoch schon manchmal leer schlucken, wenn mir ein Paar mit Zwillingen entgegenkommt, vor allem wenn es auch noch ältere Kinder hat. Es kommt wohl, wie es kommen muss/darf.Ratschläge?

    • Susi sagt:

      @HH: „Ratschläge?“

      Ich hab mal ein wenig über die Wahrscheinlichkeit recherchiert, hoffentlich erinnere ich mich einigermassen richtig:
      Ein wichtiger Faktor ist, ob in der Familie der Mutter Zwillinge vorkommen; die Gene des Vaters haben darauf keinen Einfluss.
      Alter der Mutter: Je älter, desto eher kriegt sie Zwillinge, weil die LH-Ausschüttung nicht mehr so gut reguliert ist und dadurch manchmal mehr als ein Ei springt.
      Grösse: Grössere/schwerere Frauen haben häufiger Zwillinge.

      Dies alles gilt nur für zweieiige Zwillinge, die Eineiigen sind quasi eine Laune der Natur.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Susi: You are great! Meine Frau hat keine Zwillinge in der Familie und falls es bei mir/uns dann Zwillinge geben wird, taufe ich sie dann Susi 😉 (natürlich nur, wenn ein Mädchen darunter ist!). Ich finde auch die Frage spannend, was der ideale Abstand zwischen den Kindern ist? A) für die Kinder B) für die Eltern (soweit man/frau das überhaupt steuern kann?). Der Jüngste ist auch schon am herumspringen und sucht sich immer die grössten Herausforderungen/Gefahren aus…wenn man dann noch Zwillinge als Kleinkinder hat….

      • Susi sagt:

        HH: „you are great!“ Oh, danke! (What else is new? 😀 )

        Zum Altersunterschied: Es heisst, der ideale Abstand zwischen Geschwistern sei gut 3 Jahre, da können Geschwister voneinander am meisten profitieren. Mit 3 ist ein Kind weitgehend der Sprache mächtig, somit lernt das Kleine auch besser kommunizieren. Meistens werden Kinder mit 3 zudem einiges vernünftiger („magische Altersgrenze“) und geben weniger zu tun, wodurch das dann Kleinere weniger zurückstecken muss.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Susi: Ja, „die Entzauberung der [magischen] Welt (Max Weber)“, eigentlich mMn auch eine Zäsur/Verlust. „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt (Wittgenstein), evtl. verlieren wir mit dem Gewinn der Sprache auch etwas…
        Dann bin ich ja beruhig, wenn bei uns Zwillinge auf die Welt kommen, wäre der bisher Jüngste mit beinahe 3 Jahren sicherlich der Sprache mächtig und auch vernünftiger!?

      • Stranger sagt:

        Susi, dann gibt es im Mamablog diverse Leute, die noch keine 3 Jahre alt sind…

    • Alpöhi sagt:

      Der ideale Abstand aus Kindersicht? Möglichst gleichaltrig 😉 Mein Bruder und ich sind 15 Monate auseinander. Wir haben als Kinder sehr viel zusammen unternommen und stehen uns auch heute noch nahe. Meine Kinder sind ebenfalls 15 Monate auseinander. Sie sind jetzt 15 und 14 und und sind ein tolles Team.

    • Thomas Kissling sagt:

      Wir haben eine ältere Tocher (9) und Zwillinge (M&J) (6.5) Für uns war dies perfekt.
      1. Ist der Altersabstand ideal (hängt aber vom Kind ab) So nah wie möglich aber trotzdem soweit auseinander, dass das ältere Kind schon selbstständig ist. Selbst anziehen, selber essen und trocken sein.
      2. Haben wir die Zwillinge von allem Anfang an auf gleiche Zeiten getrimmt mit Schlafen und Essen. Dadurch hatten wir das Gefühl mit den Zwillingen weniger zu tun zu haben als mit der Grossen (das sagt auch meine Frau) Das kommt aber auch davon, weil man alles schon kennt und vom ersten Kind her geübt ist.

      • maja sagt:

        Der Abstand von 2-3 Jahren hat nichts mit den Kinder zu tun sondern ist wegen der Mutter. Eine Schwangerschaft zerrt doch am Körper und eine Ruhepause dazwischen ist doch gesünder für die Frau und das nächste Kind. – Meinte jedenfalls mein Arzt.

    • Thomas Kissling sagt:

      3. Bei Vergleichen Antworte ich immer dasselbe. Im Kindergarten können alle Sprechen, sind Trocken und können laufen. Es ist doch egal wann welches Kind was lernt. Ausserdem wollen wir ja Individuen fördern und nicht DEN Einheitsmenschen erschaffen. Also soll doch jeder seine Stärken und Schwächen haben dürfen. Diese Gleichmacherei auch in der Schule und Gesellschaft nervt gewaltig. Mit dieser Einstellung haben wir es hingekriegt, dass unsere Kinder sich kaum vergleichen und lediglich eine gesunde Konkurrenz vorhanden ist, mit der sie sich gegenseitig anspornen.

    • Ratzfatz sagt:

      Die Schwester meines Exfreundes und ihr Mann hatten sich wohl weniger Sorgen gemacht, ob die naechsten Kinder nochmals Mehrlinge werden wuerden: Zuerst gab es eineiige Drillinge, dann Zwillinge und dann noch ein Einzelnes. Mein allergroesster Respekt, dass sie sich dann Drillingen und Zwillingen nochmals „rangewagt“ haben 🙂

  • Ria Eugster sagt:

    Ich bin sehr dankbar, Zwilling zu sein! Für mich überwogen die Vorteile bei weitem.

    Und noch zum Vergleichen: Auch Geschwister, die NICHT Zwillinge sind vergleichen sich mit ihren Brüdern und Schwestern. Ein Stück weit ist das in unserer Gesellschaft einfach so. Wie auch auf Spielplätzen oder in der Schule, wo die Kinder nicht einmal Geschwister sind. Anscheinend ist es unter anderem auch eine Lebensaufgabe zu lernen, damit umzugehen.

    • mila sagt:

      Als ‚grosse‘ Schwester von zwei Zwillingsschwestern kann ich dem nur beipflichten – man ‚misst‘ sich mit allen (vorhandenen) Geschwistern, und ich denke auch nicht, dass das eine besondere Gegebenheit unserer Gesellschaft ist. Sondern, schlicht, ein menschlicher Grundzug. Insofern ist auch nichts grundsätzlich Schlechtes daran, wenngleich ich mir vorstellen kann, dass die Geschwisterkonkurrenz besonders intensiv ist, wenn Zwillinge auf sich allein ‚zurückgeworfen‘ sind – aber im Normalfall wächst man irgendwann aus dieser Konkurrenz raus. Und spätestens dann ist man mehr als nur froh,

    • Samira sagt:

      Warum „unsere Gesellschaft“? In allen Gesellschaften und in allen Zeiten messen sich die Menschen miteinander und Wettkämpfe machen alle Kinder weltweit. Gerade Buben wetteifern bei jeder Gelegenheit und wenn sie nicht gewinnen, dann lassen sie es nach einer Weile sein und widmen sich etwas anderem, das sie besser können, als der andere.

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