Mein Kind, der Hardcore-Vegi

Grünes Licht vom Ernährungsberater: Mädchen mit Seleriemännchen. Foto:  San José Library (Flickr)

Grünes Licht vom Ernährungsberater: Mädchen mit Selleriemännchen. Foto: San José Library (Flickr)

Angefangen hatte alles mit kindlicher Neugierde. Wann immer wir Fleisch auftischten, wollte unsere Tochter wissen, vom welchem Tier es stamme. Irgendwann realisierte sie, dass die Kuh und das Huhn das Fleisch nicht gemacht hatten, sondern selber auf dem Teller lagen. «Mer dörf kei Tierli töte!», rief sie entsetzt, und biss im nächsten Moment genüsslich ins Salami-Sandwich.

Vor ein paar Wochen aber begann sie plötzlich, konsequent auf Fleisch zu verzichten. Aus der Überzeugung heraus, dass es nicht richtig sei, Tiere zu essen. Leicht fällt es ihr nicht immer, schon mehrmals hat sie gestöhnt, weil sie die Wurst auf dem Tisch so fein findet und sie nur zu gerne gegessen hätte. Aber sie legt mit ihren nicht einmal sechs Jahren eine beeindruckende Selbstbeherrschung an den Tag und zieht ihren neuen vegetarischen Lebensstil voll durch.

Kochtechnisch ist das für uns keine Herausforderung, da ich mich selber seit bald zwei Jahrzehnten vegetarisch ernähre und somit bei uns zu Hause sowieso immer (auch) etwas Fleischloses auf dem Tisch steht. Für schlechte Stimmung sorgt es bisweilen trotzdem, weil sie in ihrem tierschützerischen Eifer nur zu gerne alle um sie herum zum Fleischverzicht überreden würde. Und statt dabei auf Argumente zu setzen, ruft sie gelegentlich lieber laut aus, nennt den Vater «Tierli-Mörder» und ist verzweifelt, weil sie nicht mehr am Tisch sitzen könne, wenn sie Vater und Bruder beim Fleischessen zuschauen müsse. Am toleranteren Umgang mit Sich-anders-Ernährenden arbeiten wir also noch.

Was mich neben diesem Thema ausserdem beschäftigt, ist die Frage, ob wir nun speziell auf die Ernährung unserer Tochter achten müssen, wenn ihre vegetarische Phase tatsächlich andauert? Schliesslich steckt sie mitten im Wachstum und ist möglicherweise auf das Eiweiss aus dem Fleisch angewiesen? Steffi Schlüchter, Ernährungsberaterin bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung, hat meine drei dringendsten Fragen zum Thema beantwortet:

Kleine Kinder ändern ihre Meinung manchmal sehr schnell. Muss man schon speziell auf die Ernährung achten, wenn ein Kind zwei Monate lang kein Fleisch mehr isst?
Wenige Monate sollten unkritisch sein, obwohl es dazu keine Studien und entsprechenden Empfehlungen gibt. Tatsächlich ist bei Kindern das Risiko für einen Nährstoffmangel höher als bei Erwachsenen, aber die Erfahrung zeigt, dass eine ausgewogene ovo-lacto-vegetarische Ernährung auch für Kinder geeignet ist.

Und wie sieht diese «ausgewogene Ernährung» im Detail aus?
Man sollte vermehrt vegetarische Fleischersatzprodukte in die Menüs einbauen. Dazu gehören neben Quorn, Seitan und Tofu auch Milch, Käse oder Quark. Wie man diese Produkte in die Menüs integriert, hängt sehr von den Essgewohnheiten der jeweiligen Familie ab.

Welche Mangelerscheinungen können auftreten, wenn man nicht auf diese Ausgewogenheit achtet?
Der Verzicht auf Fleisch, ohne entsprechenden Ersatz, kann bei Erwachsenen wie auch Kindern zu einem Eisen- und Vitamin-B12-Mangel führen. Dies kann Blutarmut, Wachstums- und Gedeihstörungen zur Folge haben. Wie eingangs erwähnt, kann man dem aber einfach entgegenwirken, indem man etwa mehr Milchprodukte isst. Kritisch wird es erst, wenn Kinder vegan ernährt werden. Die Website der «Deutschen Gesellschaft für Ernährung» bietet zu dem Thema viele weiterführende Infos an.

Liebe Leserin, lieber Leser, isst Ihr Kind auch vegetarisch? Wie gehen Sie damit um?

320 Kommentare zu «Mein Kind, der Hardcore-Vegi»

  • sabine sagt:

    Es ist wirklich falsch, dass Vegatarier nicht gesund leben. Auch die Mähr mit dem Protei stimmt nicht was zahlreiche Kraftsportler beweisen die vegetarisch leben. In diesem Sinne auf weitere 20 Jahre als Vegetarier meiner seits 🙂 LG Sabine

  • Ich finde dass die klassischen Fleischersatzprodukte auch nicht unbedingt geeignet sind in der Ernährung. Aber dass muss jeder selber wissen. Finde den Ansatz auf Fleisch zu verzichten im Kinderalter aber super toll. Vor allem weil Sie selber darauf gekommen ist.

    LG Damian

  • Cybot sagt:

    Wo das Kind das wohl her hat? Einfach von selbst kommt kein Kind auf die Idee, Tiere zu töten sei unmoralisch, wenn ihm das niemand beigebracht hat. Wahrscheinlich ist das Ganze das Ergebnis des widersprüchlichen Verhaltens der Mutter, die selber vegetarisch lebt, Tiere zu töten als unmoralisch bezeichnet, dann aber erwartet, dass das Kind trotzdem Fleisch isst. Solche Dinge durchschauen Kinder halt oft erstaunlich schnell.

  • Caro sagt:

    Meine Tochter habe ich vegetarisch aufziehen müssen, da sie schon als Baby jede Nahrung mit Fleisch verweigerte (bei den HIPP Gläschen verzog sie den Mund und der Löffel ging nicht mehr rein ). Sie ist mittlerweile 21 und usst immer noch kein Fisch oder Fleisch, ist kern gesund, treibt Sport und studiert. Ich lebe schon jahrzehnte Vegetarisch, auch in der Schwangerschaft damals, und mittlerweile vegan.

  • Hedvika sagt:

    Volles Verständnis für das mutige Mädchen. Mörder können einem tatsächlich den Appetit verderben und da es beim Zusammen Essen nicht nur um Hungertilgung geht, sondern man gerne auch eine gute Ambiance hat zum Geniessen, sind Mörder doch verantwortlich für Angst und Stress und den möchte man eigentlich nicht am Tisch haben, hoffentlich geht bei den Männern auch bald mal ein Licht auf.

  • Rémy sagt:

    Nur noch vielleicht schnell eine Begriffserklärung (aus dem Duden), alle schmeissen so die ganze Zeit mit dem Wort „Empathie“ um sich herum dabei wissen angeblich die wenigsten was es bedeutet. Also noch einmal, aus dem deutschen Dictionnaire:
    Empathie: Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen
    eben: Menschen! Was es sein soll sich in Tiere einzufühlen (und wie das gehen soll), das können wir dann in ein paar Jahren besprechen, wenn Tiere per Gesetz den Menschen juristisch gleichgesetzt sein werden (die Entwicklung geht offensichtlich in die Richtung)

    • Rémy sagt:

      Daher noch die logische Frage die sich davon ableitet:
      Ist es Erziehungstechnisch wünschenswerter wenn eine Tochter gegenüber ihrem fleischliebenden Vater Empathie lernt zu empfinden (fähigkeit, andersdenkende und -handelnde Menschen zu verstehen) oder ist es besser wenn sie Stur und Bockig die Meinung Vertritt „Tierli tötet mer nöd“, bis hin zum Umstand, dass bald gemeinsame Familienessen nicht mehr möglich sind oder für beide Seiten unerträgbar?

      • Robert sagt:

        Ersteinmal bezweifle ich, dass der Duden die einzig richtige Bedeutung des Wortes „Empathie“ kennt. Wenn man Suchmaschinen bemüht, um herauszufinden, was „Empathie“ bedeuten soll, trifft man schnell auf die Erklärung, dass es generell darum geht die Gefühle anderer (gefühlsfähiger Wesen) verstehen und sich in deren Position hinein versetzen zu können. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass man versteht, dass es nicht schön ist nur gezüchtet zu werden, damit man gefressen wird, oder das einem das Kind weggenommen wird, damit andere Spezies die Milch des Kindes wegtrinken können.

      • Robert sagt:

        Um eine Antwort auf die Frage zu geben: Erziehungstechnisch ist es in jedem Falle wünschenswerter, die Erkenntnis des Kindes gelten zu lassen, aber gleichsam dem Mädchen beizubringen, dass sie wohl akzeptieren muss, dass der Vater Tiere eben nicht so gern hat, wie sie. Wenn ich mich in den Kopf des Mädchens versuche hinein zu denken (Haha), stelle ich mir den Lernprozess, die Gewohnheit des Vaters z.B zu akzeptieren, sehr steinig vor – Aber, genau daran arbeitet die Familie ja.

        In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg und dass sie den Karnisten in der Familie das Herz erweichen kann !!

      • Rémy sagt:

        Woher wollen Sie wissen dass Tiere gefühlsfähige Wesen sind? Und dann müsste man auch noch „Gefühl“ definieren…liebt mich mein Hund? Oder unterwirft er sich mir weil ich sein Alphatier bin und ihn ernähre? Was ist Gefühl, was ist instinkt?
        Ist für Sie ist Kalb und Kind wirklich dasselbe? Denken Sie wirklich, die Kuh sei sich bewusst das sie das Kalb nur kriegt weil sie milch geben muss?!? Also jetzt mal im ernst?!?
        Ich habe den Duden zitiert weil dass im Deutschsprachigen Raum Standart ist. Andere WB reden auch nur von Menschen bei Empathie.
        Einverstanden mit ihrer Erziehungsanalyse.

      • tina sagt:

        remy, ist es wichtig, ob ein tier gefühle hat, um entscheiden zu können, ob man es ausbeuten darf? ausbeuten im sinne von: jedes jahr kalben, damit es milch gibt. also wenns keine gefühle hat, dann ist es egal, wenn mans ausbeutet? so wie die einen leute ernsthaft der meinung sind, dumme leute dürfe man betrügen? milchkühe sind gezüchtet um milch zu geben. ihre männlichen nachkommen werden ja nichtmal gegessen, weil zuwenig rentabel (sind nicht für fleischproduktion gezüchtet).

    • Rémy sagt:

      Woher wollen Sie wissen dass Tiere gefühlsfähige Wesen sind? Und dann müsste man auch noch „Gefühl“ definieren…liebt mich mein Hund? Oder unterwirft er sich mir weil ich sein Alphatier bin und ihn ernähre? Was ist Gefühl, was ist instinkt?
      Ist für Sie ist Kalb und Kind wirklich dasselbe? Denken Sie wirklich, die Kuh sei sich bewusst das sie das Kalb nur kriegt weil sie milch geben muss?!? Also jetzt mal im ernst?!?
      Ich habe den Duden zitiert weil dass im Deutschsprachigen Raum Standart ist. Andere WB reden auch nur von Menschen bei Empathie.
      Einverstanden mit ihrer Erziehungsanalyse.

      • Onkel Arnold sagt:

        „Woher wollen Sie wissen dass Tiere gefühlsfähige Wesen sind?“

        Sie wissen das, weil Sie selbst ein Tier sind. Wir Menschen sind Säugetiere von der Ordnung der Trockennasenaffen und der Familie der Menschenaffen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele eine für das Verständnis unseres Daseins auf diesem Planeten so entscheidende Tatsache nicht wissen. Und das im Jahr 157(!) nach Darwins „Enstehung der Arten“.

      • Rémy sagt:

        Also wenn ich es richtig verstehe hat die Darwinsche Schlussfolgerung, der Mensch sei ein Tier, von gewissen Kommentatoren hier so verstanden wurde, dass das Tier auch ein Mensch sei?!?
        Also lassen wir die Differenzierung jetzt fallen, und was kommt als nächstes? Stimmrecht für Tiere? Da gibts sicher ein paar Grossviehzüchter die ihre Freude hätten…wobei ich kürzlich in meinem Garten einen Ameisenhaufen entdeckt habe, da verliere ich ja nie mehr eine Abstimmung 😉
        Ich glaube nicht dass mein Hund mich liebt. Würde ich sterben, würde er mich fressen,und hätte keine moralischen bedenken dabei!

      • Onkel Arnold sagt:

        „Stimmrecht für Tiere?“

        Nichtmenschliche Tiere haben kein Interesse daran, sich an der Politik von uns Menschen zu beteiligen.. Aber sie haben Interesse an einem Leben in Freiheit und Unversehrtheit, das es unbedingt zu berücksichtigen gilt.

        „Ich glaube nicht dass mein Hund mich liebt. Würde ich sterben, würde er mich fressen,und hätte keine moralischen bedenken dabei!“

        Die haben Sie ja offenbar auch nicht, wenn Sie die Körper von Ihnen unbekannten anonymen Tieren verspeisen, obwohl Sie im Gegensatz zu ihrem Hund über ein Urteilsvermögen verfügen.

  • Eva sagt:

    Erstens: ganz herzliche Gratulation, dass Sie Ihrer Tochter Empathie beibringen, welche heutzutage bei den meisten Menschen lange nach dem Ego und der vermeintlichen Tradition und Kultur auf der Strecke bleibt.
    Die landläufigen Ernährungsberater kennen sich in der veganen Ernährungsweise nur am Rande aus, da sie zwangsläufig Fleischesser sein mussten, um überhaupt die Ausbildung zu machen – das selektioniert… Es gibt z.B. facebook-Gruppen von veganen Eltern, da gibts Erfahrung und Hilfe. https://www.facebook.com/pages/Vegane-Kinder-vegane-Eltern/167234308255?fref=ts LG

    • Jutta sagt:

      Herzlichen Glückwunsch das sie ihr Kind selber entscheiden lassen was es essen möchte und was nicht. Bei B 12 Mangel gibt es tropfen oder fruchtige Lutsch-Tabletten schmecken wie Bonbons und fürs Eisen den alt bewährten Rotbäckchensaft. Den gab es auch schon in meiner Kindheit. Beides ist total ok wenn man es nimmt , viele Fleischessende Kinder sind durch diverse Fertigprodukte mittlerweile so fehlernährt ,das sie die eigentlich auch brauchten oder sogar bekommen. Auf Milchproduckte würde ich auch nur begrenzt zurückgreifen. Die meisten sind ungesund und vollgepumpt mit Aromen und Zucker

  • Onkel Arnold sagt:

    Das Ergebnis von Tierproduktekonsum sind in Ihrem Fall offenbar völlige Empathielosigkeit gegenüber Nichtmenschen und unerträgliche ethische Defizite..

  • Ulf Eversberg sagt:

    Wir haben 2 Kinder ovo-lakto vegetarisch groß bekommen, mittlerweile erwachsen ohne Probleme. Bei rel. viel Milchprodukten auch ohne Zusatz von B12. Ab und an kann das mal gegeben werden, evtl. mal Eisen bei Mädchen, ich denke es geht auch ohne bei ausgewogenem Kochen. Viel Hülsenfrüchte, gr. Gemüse.

  • Rémy sagt:

    Übrigens hoffentlich habt ihr nicht schon ein Auto mit Lederinterieur oder ein Ledersofa in der Stube, und hoffentlich haben Sie nicht eine zu grosse Sammlung Lederschuhe…Wenn Sie denn so vehement gegen „Tieli-Mörder“ auruft, passen Sie auf dass Sie nicht eine kleine hausinterne Ökoterroristin heranzüchten die dann mit Schere und Textmarker alle ihre Ledersachen zur Sau macht 😉

    • Jeanette Kuster sagt:

      Deshalb gibt es Vegetarier und Veganer. Die einen sitzen auf dem Ledersofa, die anderen nicht.

    • Eva sagt:

      Naja, es gibt immer Menschen die sich sinnfrei verhalten. Wir sind Veganer und haben eine Lederpolstergruppe – die jemand wegwerfen wollte – und sie tut ihre Dienste. Neu würde ich sie nie kaufen. Bei uns leben fleischfressende Katzen, medizinisch versorgt und kastriert. Wir kümmern uns um Tiere, die dadurch auf dem Welt sind, dass Menschen sorglos Katzen „produziert“ haben, für Gewinn, weil sie so niedlich sind, weil sie die Mäuse jagen sollen. Es ist nicht alles so einfach und ein ständiges Abwägen ist für reflektierte Menschen an der Tagesordnung. Dazu gehören manchmal auch Kompfomisse.

  • Rémy sagt:

    Was wird passieren wenn Sie merkt dass ein Teil ihrer Schuhe, die Gürtel, vielleicht mal eine Handtasche oder die Ledersitze in Onkel Heiris Merzedes auch von Toten Tieren Stammen?
    …und haben sie ihr schon offenbart dass in den meisten Süssigkeiten (z.B. Gummibärchen) auch tote Tiere Beinhalten (Schweinemelasse)?

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich lebe bereits über 20 Jahre vegetarisch. Es gibt genügend Schuhe, Gürtel, Autos usw. ohne Leder. Ist heute alles kein Problem mehr. Heute muss man als Vegi auf überhaupt nichts mehr verzichten. P.s. Es gibt sogar vegane/vegegarische Gummibärli 🙂

      • Hans Hintermeier sagt:

        Über das feine Vegi Vleisch (z.B. von Vegusto) habe ich bereits geschrieben. Die nehmen die gleichen Gewürze wie die Metzger und deshalb schmeckt es auch praktisch gleich (soweit ich das beurteilen kann). Ein Vegi kann heute also auch Wurst essen und beim Grillen dabei sein, wem das wichtig ist. Man ist nicht mehr automatisch ausgeschlossen. Auch gibt es schöne Stoffcouches oder Couches aus unechtem Leder. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich irgendwo schmerzlich eingeschränkt gewesen wäre.

      • Rémy sagt:

        Okay, heisst das jetzt im Klartext sobald Baby kommt, so irgendwie gleichzeitig mit der Kita Anmeldung, muss ein neues Sofa her, und die Schuhsammlung landet im Kleidersack? Damit es jaaa nicht in einem politisch Unkorrektem Umfeld aufwächst und irgenwelche Traumata erleiden könnte?
        …Es gab auch Zeiten, da hat es ein Satz heisse Ohren gegeben wenn ein Kind kein Fleisch essen wollte (bzw. das kam gar nie vor, die Kinder waren froh wenn sie einmal die Woche Hühnersuppe bekamen)
        Waren die Zeiten besser? Schlechter?
        Problem ist nicht Fleichessen, sondern wie das Fleisch produziert wird!

    • Eva sagt:

      Rémy: Die Kleine wird den Blick nie abwenden müssen, wenn sie den gesamten Entstehungsweg ihrer Nahrung anschaut.
      Fleischesser haben meist den Mut nicht dazu, sich das anzuschauen:
      http://earthlings.de/ – guten Appetit

      • Flo sagt:

        ich bin, d.h. ich war ein Fleischtiger! Ich habe mir mehrmals Bilder/Beiträge/Kommentare von Fleischproduktionen /Schlachthöfen/Massentierhaltung angesehen – und ich muss sagen mir ist der Gluscht nach Fleisch nun endgültig vergangen.
        Da Tüpfelchen auf dem I war der Beitrag über gechlachtete, tragende Kühe deren ungeborene Kälbchen auls Abfall entsorgt wurden – was für eine gottlose (Sauerei( Menscherei.
        Und das landet wo möglich in Hunde- resp. Katzenfutter!!!!!!!!

  • Jan Huss sagt:

    Ich habe selber einige Jahre vegetarisch gelebt den über Tierhaltung und die Nahrungsmittelindustrie muss man sich Gedanken machen, Misstrauen ist mehr wie angebracht. Meine Erfahrung jedoch ist, dass es einigen, vielleicht sogar den meisten Veganen am Verhältnis zur Natur fehlt, eigene Probleme und Schattenseiten über das „vegetarische Bessersein“ übertüncht werden, ein Fluchtverhalten vor dem Auseinandersetzen mit sich selbst – man ist ja schon auf der guten Seite. Ergebnis ist im schlimmsten Fall völlige Empathielosigkeit gegen Mitmenschen und unerträglich soziale Defizite..

    • Franz Vontobel sagt:

      Danke – sehr schön auf den Punkt gebracht.

    • Onkel Arnold sagt:

      Ich habe selber einige Jahre als Aktivist andere Menschen dazu motiviert, sich über Tierhaltung und Nahrungsmittelindustrie Gedanken zu machen. Meine Erfahrung ist, dass es einigen, vielleicht sogar den meisten Omnivoren am Verhältnis zu den Rechten nichtmenschlicher Tiere fehlt, eigene Gewissensbisse und Zweifel über das „omnivore Mehrheitsbewusstsein“ übertüncht werden, ein Fluchtverhalten vor der Auseinandersetzung mit der Tierausbeutung – man ist ja schon auf der Mehrheitsseite. Ergebnis ist in jedem Fall völlige Empathielosigkeit gegenüber „Nutztieren“ und unerträgliche ethische Defizite.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ich kann Ihnen nachfühlen. Die Fähigkeit des Menschen, „unpassende“ Inhalte aus dem Bewusstsein auszublenden, ist meiner Meinung nach die grösste Fehlleistung der Evolution beim Homo sapiens und zeitigt verheerende Folgen sowohl auf sozialer wie auch auf „planetarischer“ Ebene. Der Mensch – das Wesen mit der weitaus am besten entwickelten Fähigkeit, sich selbst etwas vorzuschwindeln – und damit den Kontakt zu sich selbst immer mehr zu verlieren mit Endstadium seelenloser Zombie.

      • tina sagt:

        Hanspeter Niederer: ich beobachte bei den sehr vielen depressiven menschen in meinem umfeld (depressiv im sinne einer einschränkung über jahre. nicht eine melancholische verstimmung), dass es sehr sinnvoll ist, wenn man sich etwas vorschwindeln kann. menschen, die ihren gefühlen und eindrücken ausgeliefert sind, schüttelt es durch bis zum nicht mehr aufstehen können. ich bin für diese menschen nicht selten eine zumutung weil ich etwas forsch daher komme und auch schnell vergesse, respektive verdränge. aber ich bin in der lage für mich zu sorgen und wieder aufzustehen, wenns mir schlecht geht

      • tina sagt:

        ausblendenkönnen ist überlebensnotwendig. aber es ist ein ständiges dilemma

  • Mata Hari sagt:

    Bei mir ist das Problem – rekursiv gelagert. Meine Kinder sind ausgesprochene ‚Omnivoren‘. Sie stürzen sich immer – zuerst auf die Wurst oder die Charcuterie. Was habe ich wohl in der Erziehung nur falsch gemacht? Als gutes Vorbild esse ich auch gerne – Salatteller.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Ohne jeden Zweifel sind Fleischesser Tiermörder. Ein 6-jähriges Kind ist eben noch nicht so verlogen, dies in Abrede zu stellen. Im übrigen wimmelt der Attikel von lächerlichen Vorurteilen betreffend tierproduktefreier Ernährung. Kleines Beispiel: Soja hat 36 Prozent Eiweiss, Fleisch 16-20%. Gewöhnliches Brot hat 12% Eiweiss. Fleisch fördert Darmkrebs, Milchprodukte Brust- und Prostatakrebs. Soviel zum „gesunden“ Fleisch und zu „gesunden“ Milchprodukten. Tierfette fördern koronare Durchblutungskrankheiten wie Herz- und Hirninfarkt.

    • Franz Vontobel sagt:

      Und Benzin-, Kerosen- oder Heizölverbraucher sind nicht bloss Tiermörder, sondern ganz normale Mörder und Unterstützer von Diktaturen.

      Die Weltproduktion von Soja ist zu über 50% genetisch manipuliert. Soja wird praktisch ausschliesslich in Monokulturen angebaut. Soja enthält so viele Toxine, dass die FDA die Pflanze als „giftig“ führt…

      • Hans Hintermeier sagt:

        Fleisch macht die Soja zum gefragten Gut.In nur 20 Jahren(1990 bis 2009) hat sich die weltweite Sojaproduktion verdoppelt. Die enorme Nachfrage nach Soja geht vor allem auf den weltweit steigenden Fleischkonsum zurück:Rund 85% der weltweiten Produktion-landet in den Futtertrögen von Rindern,Kühen,Schweinen und Hühnern in China & Europa.Die Anbaufläche für Soja wächst dabei auf Kosten von Tropenwäldern und anderer wertvoller Lebensräume.In der Schweiz haben sich die Importe von Soja in den letzten 20 Jahren verzehnfacht.Grund für diesen Anstieg ist das Fütterungsverbot von tierischem Eiweiss.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Die allermeisten Toxine sind in Tierprodukten enthalten, nämlich 92% im Speiseplan des Menschen (laut Bundesamt für Gesundheit). Soja wird, wie mittlerweile jedes Kind weiss, zu 85-90% an die zwecks skrupelloserer Ausbeutung in „Nutztiere“ umbenannten Tiere verfüttert. Das für den Menschen bestimmte Soja stammt meist aus Bioproduktion, immer häufiger auch aus der Schweiz.

      • tina sagt:

        es gibt auch schweizer bio soja, vontobel

      • tina sagt:

        ups. falscher ort. sorry

    • Martin Frey sagt:

      Trotzdem gehen Vegetarier öfter zum Arzt und sind anfälliger für Allergien. Zudem sind sie häufiger psychisch krank. Wie das denn?
      Was bringt Ihnen dieses sektiererisch-missionarische Aufwiegen angeblicher oder realer Vor- und Nachteile, Hr. Niederer? Können Sie nicht einfach mal akzeptieren, dass es verschiedene Ansichten, Ernährungs- und Lebensformen gibt, und dass es zur Freiheit des Menschen gehört, diese auszuleben, ohne dass man von irgendwelchen Fundis mit Schmähungen überzogen wird?
      Eine diesbezüglich liberale Haltung, so fremd sie Ihnen sein mag, gehört nämlich auch zum Menschsein.

      • Marie sagt:

        @ MF: Können Sie das belegen?
        Grundsätzlich vermute ich, dass es unter den Vegis tendenziell mehr Hochsensible gibt als unter der Durchschnittsbevölkerung. Dass diese eher zu psychischen Problemen neigen kommt wohl daher.

        Ausserdem müssen Carnivoren & Omnivoren häufiger wegen Fettleibigkeit, Übergewicht, Cholesterin, Herzproblemen, Krebs, MS, etc. in den Spital. Nur so nebenbei.

      • Widerspenstige sagt:

        Marie, solche präventiven Massnahmen sprich Lebensführungen sind in der Schulmedizin, wo MF angeblich tätig ist, nicht gefragt. Das Geschäft mit Kranken bis ins hohe Alter muss aufrecht erhalten bleibe. Egal mit welcher Dosis von Chemie u Ops! MF hat dafür kein Ohr, denn er ist Profiteur des Krankensystems, deshalb schreibt er hier mit.

      • Martin Frey sagt:

        Es gab 2014 eine österreichische Studie zu dem Thema, Marie. Gemäss der, aber auch anderen Studien leben Wenig-Fleischesser mindestens so gesund wie Vegetarier. Man sollte halt auch da etwas differenzieren.
        Mir geht es aber um etwas anderes. Nämlich dass ebendieses intolerante selbstgerechte Hickhack wie es hier von einigen Vegan-Protagonisten praktiziert wird nichts bringt, es zudem einem selbstverantwortlichen freiheitlichen Menschenbild zuwiderläuft.
        Die Welt ist nicht so einfach wie Sie das vielleicht gerne hätten. Auch nicht in Ernährungsfragen.

      • mila sagt:

        Wissen Sie, @WS, auch ich bin mit MF des Öfteren nicht einer Meinung. Aber die Unterstellungen, die Sie hier anbringen, gehen schlicht zu weit, und Sie tun sich selbst damit keinen Gefallen. Es gibt (Allgemein-)Mediziner, die sehr wohl dazu in der Lage sind, ganzheitlich zu denken. Genauso wie es so einige geldmachende Scharlatane unter den ‚Alternativen‘ gibt.

      • Franz Vontobel sagt:

        @MF: Die Welt ist nicht so einfach wie Sie das vielleicht gerne hätten.

        Die Welt hat noch nicht mal im Ansatz die Spur einer Ähnlichkeit mit der, wie sie sich WS vorstellt… das muss man Wissen, um die WSschen, nun ja, „Gedankengänge“ zu „verstehen“… 😉

      • Martin Frey sagt:

        Danke, mila.
        Ich erwarte auch gar nicht dass man mit mir einer Meinung sein muss. Im Gegenteil ist gerade der Austausch der Ideen und Vorstellungen das Spannende an diesem Blog. Finde ich zumindest. Solange ein gewisses Niveau gewahrt wird.
        WS führt seit Monaten eine Art Privatkrieg gegen mich, wobei ich versuche, möglichst nicht auf die Anwürfe und Unterstellungen einzugehen. Irgendwie scheine ich bei ihr einen Nerv zu treffen, obwohl ich mich nicht entsinnen kann wann ich sie von mir aus zuletzt direkt angesprochen hätte.
        Bis zu einem gewissen Grad bin ich das (leider) gewohnt.

      • Widerspenstige sagt:

        mila, bleiben Sie wachsam u lassen Sie sich nicht manipulieren durch vermeindliches sich Eingeben hier von MF. Ich habe in anderen Foren seine Beiträge gelesen u das erhärtet meine Meinung über ihn: er ist ein Wolf im Schafspelz u lobbyiert gegen Geld in Foren. ein praktizierender Arzt u Famiienvater hat schlicht nicht die Zeit dazu wäre ein kleiner Hinweis nebst seinen Argumenten zu bestimmten Themen. Mein innerer Seismograph schlägt bei ihm sehr heftig aus…

        Franzl, meine Welt ist vielleicht etwas ganzheitlicher als Ihre, das haben wir ja schon festgestellt oder irre ich mich?

        MF…!

      • mila sagt:

        Das erwarte ich auch nicht, Martin. Ich bin auch durchaus der Meinung, dass zu einer Kontroverse gelegentlich auch eine gute Portion Angriffigkeit gehören darf. Allerdings keine Übergriffigkeit. Ab und zu darf das dann auch festgehalten werden, wenngleich ich mich ansonsten lieber, aus leidiger Erfahrung (…), aus Privatgefechten (ob nun ein- oder zweiseitig geführt) raushalte.

      • mila sagt:

        Widerspenstige, ich kann (und will) mich nur an das halten, was ich hier lese. In anderen Foren bin ich nicht unterwegs. Und das Bild, das Sie hier von ihm zeichnen, kann ich basierend darauf keinesfalls ‚bestätigen‘. Und so von wegen ‚innerem‘ Seismografen: damit habe ich in so manchen Fällen selbst heftig daneben gegriffen. Und daraus meine Schlüsse gezogen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Naja, WS, wenn sie unter „ganzheitlich“ verstehen, dass jede noch so absurde Idee als Tatsache gelten darf, dann ist das ganz sicher so, ja… 😀

      • Martin Frey sagt:

        Ich empfinde Ihre jüngsten Unterstellungen unter jeder Kanone, WS. Eigentlich sollte man auch darauf nicht mehr eingehen, denn Ihre Voten sprechen für sich selber.
        Nur soviel: Ein Blog lebt vom Austausch von Gedanken, Ideen, Gefühlen und Erfahrungen. Dahinter stehen Menschen, mit ihren eigenen Lebensgeschichte und Berufen. Niemand sollte sich bemüssigt fühlen, von anderen Rechenschaft zu verlangen, weshalb wer wie was kommentiert, wie man sich dafür die Zeit nimmt usw. Denn das, WS, ist Privatsache. Nicht nur bei mir, auch bei allen anderen Teilnehmern. Auch bei Ihnen.

  • fabian sagt:

    Wenn mir Vegi-Mütter erzählen, wie ihre 6-jährigen Töchter ‚einfach so‘, aus eigenem Antrieb Vegetarierin (oder noch besser: Veganerin) geworden seien, denke ich mir amigs meine Sache dazu.

  • Susi sagt:

    Ich finde einfach, dass Kinder wissen sollten, was sie auf dem Teller haben (ein Stück Tier). Wir hatten dieses Wochenende einen Spanferkel-Anlass; unsere Tochter entschied, kein Fleisch zu essen, nachdem sie das Ferkel den ganzen Nachmittag am Spiess hängen gesehen hatte. Aber so deutlich wird das „Tiere-Essen“ halt selten veranschaulicht.

    • Marie sagt:

      Klar – die Fleischindustrie hat kein Interesse daran, die Leute zu vergraulen, indem sie dem Fleisch vor dem Konsum noch in die Augen schauen!

  • Katharina sagt:

    Ich habe bis heute noch keinen Austausch über Veganismus gesehen, der sachlich bleibt. Einerseits sehen sich Veganer dem gleichen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt wie LGBT Menschen. Andererseits versagen Veganer darin, abstinent von quasi-religiöser Strohmannargumentation ihr rational durchaus wichtiges Anliegen zu vermitteln. Besonders allergisch reagieren sie darauf, dass Parallelen zu einer Religion gezogen werden und sehen aber nicht, dass die Art und Weise der Diskurs Führung ihrerseits wesentlich zu diesem Image beiträgt.

    Für mich bringen deshalb solche Themen keinen Erkenntnisgewinn.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Kath: Für Sie sind also ausschliesslich die Veganer Schuld daran,dass der Austausch nicht sachlich blieb? In meinem beruflichen Umfeld weiss niemand, dass ich Vegetarier bin,weil ich keine Lust habe,ständig von Fleischessern verbal angegriffen zu werden.Habe schon oft die Erfahrung gemacht,dass sie einem fragen,warum man kein Fleisch isst und nachher rechtfertigen sich genau die Fleischesser.Lesen Sie bitte nochmals alle Kommentare objektiv durch und dann werden Sie feststellen, dass auf beiden Seiten emotional argumentiert wird.Für viele ist Fleischessen eben eben auch eine heilige Kuh!

      • Katharina sagt:

        ‚Für Sie sind also ausschliesslich die Veganer Schuld daran, dass der Austausch nicht sachlich blieb?‘ Nein. Wie gesagt, es fängt damit an: Ich bin Veganer. Dann: Aber warum isst du nicht gerne Fleisch, ist doch gesund“. Rechtfertigungsdruck.

        ist ähnlich wie: Ich liebe Frauen: Aber warum hast du nie einen Mann rumgekriegt? und dann endet das Genöle auch nie.

        Dann sagte ich ‚abstinent von quasi-religiöser Strohmannargumentation ihr RATIONAL DURCHAUS WICHTIGES Anliegen zu vermitteln‘ – denn rational gibt es sehr triftige Gründe, inklusive dem Aspekt Leiden, der nicht falsifizierbar ist.

      • Katharina sagt:

        Es kann aber nicht abgestritten werden, dass der Verlauf nicht nur emotional bleibt, sondern auch in der Wortführung religiös wird und von den Skeptikern verlacht wird. Es hilft dann eben nicht, von Tiermördern, Carnivoren oder Tierleichenfressern usw. zu reden. Wenn schon mit rationalem Humanismus begründet wird, dann aber bitte richtig.

      • Katharina sagt:

        Der Aspekt der Verminderung des Leidens ist in Essenz buddhistischer Geist. Es ist aber auch genau dieser Geist, der es vermag, das Schisma zwischen Spiritualität und Science zu überbrücken (etwa weil Quantenphysik und Buddhismus von den Ideen her sehr nahe sind). Vielleicht stossen sich die Skeptiker unbewusst daran. Dass ihre so geordnet und in taxonomische Schubladen eingeteilte Sicht am zerfliessen ist. Zerfliessend in das kreative nur anscheinend chaotische.

        Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn wir mit Delphinen und Walen reden können (bei Delphinen ist dies bald möglich).

      • Lisa sagt:

        Hans, genau das kenne ich auch. Sobald jemand spitzkriegt, dass ich kein Fleisch esse, kommt das unvermeidliche „Wiesoooo?“. Gehe ich darauf ein und erkläre meine Beweggründe (es schmeckt mir nicht mehr, Fleischproduktion, Regenwald, der für Tiernahrung abgeholzt wird, Wasserverbrauch), beginnen sich die andern zu rechtfertigen und erklären hoch und heilig, dass sie „aber nur ganz wenig“ und „nur bio“ Fleisch essen.
        Ich greife nie jemanden für seinen/ihren Fleischkonsum an – aber wenn ich für jedes „wenn du auf einer einsamen Insel wärst und es gäbe nur Affen“ einen Franken kriegen würde…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Katharina: Danke für Ihre Präzisierungen. Oft entstehen solche Gespräche eben aus der Situation heraus, ohne dass man als Vegi sich outet: Bspw. das Personalessen/Pausenbrötchen: Natürlich gibt es irgend ein Fleisch. Dann sagt man, beim ersten Mal, dass man keine Lust auf Fleisch hat, weil man eigentlich keine Lust auf Diskussionen hat. Beim 2. und 3. Mal fragen sie dann: wieso isst du kein Fleisch? P.s. Ich glaube Verminderung von Leiden ist nicht nur Buddhistisch: die Pythagoräer waren Vegis.Im Yoga/Vedanta/Hinduismus, Jainismus, Bishnoismus kennt man Ahimsa/Gewaltlosigkeit u.v.m.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @K:Ich glaube jedoch nicht,dass man nur auf den Gedanken der Leidverminderung kommt,wenn man in einer Tradition steht.Ich glaube qua Menschsein haben wir so etwas wie Empathie,auch für Tiere.Wir werden dann jedoch z.T. im Glauben erzogen,dass wir Tiere töten müssen,um überleben zu können,dass dies halt so ist.Aber die Empathie/moralische Gesetzt in uns ist gegeben:“Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir“ (Kant).

    • Onkel Arnold sagt:

      Nun, im Gegensatz zu Religion fundieren Tierrechte und deren praktische Umsetzung, der Veganismus, nicht auf Märchen und Lügen, sondern auf Fakten und Argumenten, so wie Menschenrechte eben. Der Rechtfertigungsdruck liegt in Diskussionen erfahrungsgemäss nicht bei uns, sondern bei denen, die ihren -wie Sie richtig sagen- Leichenfrass verteidigen müssen. Und wenn Sie als Nichtveganerin ja offenbar so genau wissen, wie wir unser „durchaus wichtiges Anliegen“ zu vermitteln haben, schreiben Sie es bitte hierhin, dann schreibe ich es Ihnen zurück, worauf Sie vegan werden, ok? 😉

  • Barbara Meier sagt:

    Unsere Tochter hat in der ersten Klasse bei einem Bräteltag im Wald mit der Schulklasse beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Sie erzählte uns, sie hätte die Hälfte der bis dahin geliebten Wurst gegessen und den Rest in den Wald geworfen für den Fuchs. Es sei gemein, Tiere zu essen.
    Heute ist sie 22, gesund und immer noch Vegetarierin. Allerdings nicht dogmatisch oder missionarisch. Bei einem dreimonatigem Vietnamaufenthalt war sie durchaus in der Lage, ab und zu Fleisch zu essen, um manche Leute nicht vor den Kopf zu stossen, die ihr etwas Gutes tun wollten. Es schmeckt ihr einfach nicht.

  • Agnes Aiello sagt:

    Angesichts der hier veröffentlichten Kommentare, stelle ich fest, dass es wohl am Fleischverzicht liegen muss, wenn so viele Menschen am eigentlichen Thema vorbeischreiben und damit zum Ausdruck bringen, dass sie ein paar Zeilen Text nicht mehr vermögen zu Ende zu lesen, geschweige denn, den Inhalt zu verstehen um DARAUF sinnvoll und sinngemäss antworten zu können. Fleischverzicht macht, dass man Gebetsmühlenartig irgendwelche Mantras runterschreibt – egal ob es zur Diskussion pass oder nicht. Kurz: Fleischverzicht mach blöd. Und wer will schon blöde Kinder ?

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Als hochintelligente oder zumindest unblöde Fleischesserin können Sie natürlich auf jegliches Argument zur Stützung Ihrer genialen These verzichten. Dem Verzicht auf Fleisch geht bei den meisten Vegis ein längerer Erkenntnisprozess voraus, der ziemlich viel mit der theoretisch bei allen Vertretern der Spezies Homo sapiens implementierten Fähigkeit zum Mitgefühl zu tun hat. 90-95% der Menschen schalten diese Fähigkeit selektiv ab, sobald der Magen seine Ansprüche geltend macht. Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral. Zuerst kommt der Magen, dann vielleicht das Herz. Schäbig, erbärmlich

  • Heidi sagt:

    Tja, so eine Tochter habe ich exakt auch. Sie ist 8 Jahre alt und schaut mit Argus-Augen auf unseren Teller, wenns als grosse Ausnahme mal Wildlachs gibt. Wir sind eine gemischte Familie, das heisst, 2 Fleischesser und 2 Vollvegetarier und 2 „halbe“ Vegetarier (kein Fleisch, aber ab und zu Fisch). Wir respektieren uns gegenseitig in unseren Essvorlieben und die Juengste wurde nie in irgendeiner Weise zum Vegetarismus „bekehrt“. Nichts destotrotz begann sie mit den Monaten mit dem genau selben Verhalten, wie das im Blog beschriebene Maedchen. Unterdessen ist sie die Extremistin in der Familie.

  • Onkel Arnold sagt:

    „Und statt dabei auf Argumente zu setzen, ruft sie gelegentlich lieber laut aus, nennt den Vater «Tierli-Mörder» und ist verzweifelt, weil sie nicht mehr am Tisch sitzen könne, wenn sie Vater und Bruder beim Fleischessen zuschauen müsse.“

    Die Aussage, dass wer Fleisch ist, ein Tiermörder ist, ist absolut korrekt. Es ist nicht erstaunllich, dass es vor allem Kinder sind, die den Eltern ihre Bigotterie gegenüber nichtmenschlichen Tieren vor Augen halten, so wie es in dem berühmten Märchen ja auch ein Kind war, das erkannte, dass der Kaiser nackt ist.

    • Franz Vontobel sagt:

      Gehe ich recht in der Annahme, dass sie, Onkel Arnold, keine Fliegen und Mücken erschlagen, keinerlei Produkte aus Leder besitzen und keine Kunststoffe verwenden? Nie Autof fahren oder fliegen? Überhaupt auf jegliches motorisiertes Verkehrsmittel verzichten? Keinen Strom verbrauchen..?

      Ansonsten müsste ich sie als ziemlich selbstgerecht betrachten…

      • Onkel Arnold sagt:

        Ich strebe die Überwindung des Speziesismus, die Abschaffung der Nutztierhaltung, die Einführung von Tierrechten und die Etablierung einer veganen Gesellschaft an. Inwiefern steht der Gebrauch von Verkehrsmitteln oder Strom im Widerspruch dazu? Würden Sie Menschenrechtsaktivisten auch Selbstgerechtigkeit vorwerfen, wenn diese Plastiktüten benutzen? Natürlich ist umweltfreundliches Verhalten löblich, aber es muss mit Tierrechtsarbeit nicht zwingendermassen etwas zu tun haben (auch wenn ethisch vertretbare, sprich vegane Ernährung per se schon klimafreundlicher ist).

      • Katharina sagt:

        Herr Arnold: Im Jahre 5 nach der Singularität beschloss die zentrale AI, mit Unterstützung der augmentierten Unesco, die verbleibenden Inseln der Karibik, der Schweiz und des Arktischen Archipels als Welterbe der Cishumanen zu schützen. Nehmen Sie es als Ironie, denn Veganer haben schiss davor, dass durch die Singularität die Species Homo Sapiens das Schicksal der anderen nicht augmentierten teilen wird. Vielleicht eine Art göttliche Gerechtigkeit, wenn Veganer sich erdreisten, Gaia umbauen zu wollen. So von wegen Speciesismus und eine selbstgerechte Doktrin planetar umsetzen zu wollen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Onkel Arnold: Na, was glauben sie sie denn, dass der Bau von Transportwegen auf veganem Weg passiert? Das die Förderung und der Transport von Öl fruktarisch geschieht? Der Bau von Kraftwerken eine tierschützerische Tat ist?

        Das Problem ist also nur der „Mord“ an domestizierten Tieren, in freier Wildbahn dürfen sie ausgerottet werden..?

        Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss?

      • Onkel Arnold sagt:

        @Vontobel: Vielen Dank für die Aufklärung, ich falle gerade aus allen Wolken, niemals hätte ich gedacht, dass die Förderung von Erdöl der Umwelt schaden könnte. Und was die Ausrottung von Wildtieren angeht, auch dies war mir nie wirklich präsent. Jetzt werde ich wieder wie Sie Tiere einsperren, ausbeuten und umbringen lassen, denn Logik und Konsequenz liegen mir am Herzen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sehen sie, Arnold, genau das meine ich: weil ich Fleisch esse, sperre ich persönlich (ihrer Ansicht gemäss) Tiere ein, beute sie aus und bringe sie um.

        Sie aber dürfen Öl verbrennen und sind offenbar für Folgen der Ölproduktion in keinster Weise mitverantwortlich.

        Soviel zu „Logik und Konsequenz“…

      • Onkel Arnold sagt:

        „Sehen sie, Arnold, genau das meine ich: weil ich Fleisch esse, sperre ich persönlich (ihrer Ansicht gemäss) Tiere ein, beute sie aus und bringe sie um.“

        Nun ja, höchstwahrscheinlich bezahlen Sie andere dafür, dies zu tun, meine Ansicht ist dabei irrelevant. Ich besitze keinen Führerschein und flog in meinem doch schon relativ langen Leben vier Mal in die Ferien. Wenn Sie mir sagen können, wie ich meinen Erdölverbrauch minimieren kann, nehme ich Verbesserungsvorschläge gerne entgegen. Ich hege aber den leisen Verdacht, dass es Ihnen gar nicht darum geht. (Wobei ich mich natürlich irren kann)

  • mira sagt:

    „Vegetarische Fleischersatzprodukte“ – wenn ich das nur schon höre, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Fleisch braucht keinen Ersatz, es ist schlicht nicht nötig, wenn man sich ausgewogen und gesund ernährt. Ein Fehler, den viele Veggies machen, ist Fleisch durch Milchprodukte (nicht gesund!), oder Tofu-Würstchen (=zuviele E-Stoffe) zu ersetzen. Eiweiss-Zufuhr klappt prima über Hülsenfrüchte (Bohnen in allen Farben, Linsen, Kichererbsen, etc), Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, etc. Dazu viel Gemüse und Salat, dann kann eigentlich nichts schief gehen.

    • mira sagt:

      Aber Achtung: Sollte sich das Kind vegan ernähren, dann müsste auf jeden Fall B12 supplementiert werden. Ich war ab meinem ca. 12 Lebensjahr vegetarisch und hatte nie einen B12 Mangel. Heute vegan und zu 100% gesund, fit und munter 🙂

  • Maria Wernli sagt:

    Oje, diese Diskussion wird nie zuende gehen. Es ist das gleiche wie mit Homöopathie, Glaube/Religion usw.

    Dabei ist es total unwichtig was der andere hier für eine Meinung hat.

    1.) Jeder darf (nein, muss) sich selber seine Meinung bilden und hierzu stehen können
    2.) Der Standpunkt anderer Menschen ist zu respektieren. Nur weil jemand Fleisch ist oder halt nicht macht ihn nun mal nicht zu einem Volldepp. Jemanden als Mörder zu bezeichnen gehört sich genausowenig. Das zeugt nur von mangelndem Respekt den Mitmenschen gegenüber.

    • Marie sagt:

      @ Maria Wernli:

      Nein, die Meinung anderer ist nicht total unwichtig. Der Fleischkonsum hat diverse Auswirkungen, global und national, ökonomisch und ökologisch sowie humanitärer Natur, die uns alle etwas angehen.

      Und: Was, wenn nicht ein Mörder (oder zumindest, jemand der einen Mord in Auftrag gibt) ist denn ein Fleischesser? Essen Sie nur Fleisch von Tieren, die eines natürlichen Todes ohne menschliche Einwirkung gestorben sind?

    • tina sagt:

      man kann aber auch sagen, nicht stellung zu beziehen ist feige und duckmäuserisch. und natürlich haben alle recht, die nicht die umwelt ausbeuten

    • Franz Vontobel sagt:

      Liebe Marie: „Mord“ ist gemäss Duden die vorsätzliche Tötung eines Menschen, nur schon deshalb ist ihr Vorwurf falsch – ansonsten sie es sich gefallen lassen müssten, auch als Mörderin bezeichnet zu werden – auch Pflanzen sind Lebewesen…

  • Martin sagt:

    mMn hat Frau Kuster irgendwas falsch gemacht in der Erziehung. Ist die Autorin Vegetarier oder auch noch Veganer? Ich finde es ziemlich schlimm, dass ein Kind in dem Alter bereits zum Vegi wird und die Mutter nichts unternimmt, um ihr das auszureden. Ab irgendwann ist es nicht mehr herzig, sondern einfach nur noch gefaehrlich.

    • Marie sagt:

      @ Martin:
      Ich finde es ziemlich verantwortungslos, wenn man sein Kind zum Carnivoren erzieht. Ab irgendwann ist der Fleischkonsum nicht mehr herzig, sondern einfach nur noch gefährlich.

    • Beat Bannier sagt:

      Das Viel-Kulti und die persönlichen Animositäten treiben einen Keil in unsere Kultur, bis alles relativiert ist. Beim Vater muss das Kind Fleisch essen, bei der Mutter darf es keines essen. Zuhause muss das Kopftuch getragen werden, in der Gesellschaft ist es verpönt. Im leben ist das Kind Knabe oder Mädchen, in der Schule muss es sich hinterfragen, ob es im „falschen“ Körper steckt.
      Das ruft orientierungslosigkeit hervor und führt zu einem oportunistischen Charakter, das Kind muss, wie ein Chamäleon, stündlich „seine“ Werte einem Erwachsenen anpassen. Persönlichkeits-Störungen sind die Folge

  • Franz Studer sagt:

    Ob all den Stellungenahmen habe ich jetzt richtig Hunger. Heute abend werde ich mir 2 Steaks auf den Grill schmeissen und sie mit Genuss verzehren 😉
    Jeder soll doch essen was ihm passt. Ich akzepitere Vegetarier, Veganer und was es sonst noch so alles gibt nur habe ich manchmal den Eindruck, Fleischesser werden nicht so richtig akzeptiert…

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, machen Sie das, Franz, es wird in naher Zukunft bereits rationiert werden. Machen Sie ein mal pro Woche einen Heuschreckentag, gegrillt schmecken diese köstlich, getunkt in eine Chilisosse mit Limetten eine Delikatesse. Es gibt nur, solange der Vorrat reicht 😆

      • Katharina sagt:

        Auch Heuschrecken und andere Insekten haben ein Nervensystem. Somit als vegane Nahrung nicht geeignet: Leiden vermindern, Wesen mit Nervensystem sind leidensfähig, somit empathiefähig. So in etwa die vegane Philosophie.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich bin weder – noch, Katharina u beobachte einfach, wie sich Fleischesser, Vegetarier und Veganer am gleichen Tisch verhalten. Es gibt auch von beiden Seiten Missionierende. Da bin ich einfach etwas gelassener im Umgang mit mir selber u geniesse das eine wie das andere u lasse speziell meine Kinder einfach wissen, dass Beilage nicht immer als Beilage gilt (‚Alles andere ist Beilage’…..). Sie kommen von selber zur Einsicht, was für sie stimmt. Dass eine Umverteilung der Beilagen stattfindet weltweit, das ist nicht mehr nur ein Gerücht..

      • Katharina sagt:

        Tia, was umverteilen betrifft: vegane Ernährung ist eine Frage der Einkommensklasse, WS. Fleisch essen ist wesentlich billiger. eine vegane Ernährungsweise ist für untere Einkommen nicht machbar. leider. und so unsinnig dies aus ökologischer Sicht ist. die Umverteilung geschieht auch in armen Ländern in umgekehrter Richtung, nämlich in Richtung Fleisch und Agroindustrie. die lokalen Landwirte können mit ihren traditionelleren und sanfteren Methoden nicht mithalten – auch wegen der subventionierten Überproduktion, aus der EU als Beispiel.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Widerspenstige 16:43: es ist immer wieder unfassbar, wie naiv sich Karnivoren als tolerante Menschen präsentieren. Einem Menschen gegenüber tolerant zu sein, der rote anstatt blaue Socken trägt, ist einfacher als Toleranz gegenüber einem notorischen Tierschänder. Alles klar? Natürlich nicht, man bevorzugt, den Beleidigten zu spielen. In Tat und Wahrheit fühlt man sich bei rücksichtslosem brutalem Verhalten ertappt und wird entsprechend hässig.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nö, hässig wird wird man, weil sich das Gegenüber als Bessermensch aufspielt, nur weil er sich in gerade einem winzigen Bereich halbwegs anständig aufführt: er isst keine Tiere.
        Dass sein ganzes restliches Dasein genauso wenig tier- und naturschützerisch ist und seine Ernährungsweise auch nicht nur unproblematisch (Stichwort Sojaproduktion), das blendet er gerne grosszügig aus.
        Die herablassend vorgetragene Doppelmoral ist’s, die nervt.

      • Widerspenstige sagt:

        HPN, es geht wohl weniger um Fingerzeig auf gerade das essende Gegenüber bei einer Einladung, als auf das soziale Moment in meinem geschilderten Fall. Wieso sollte ausgerechnet ich dann meinen Tischnachbar auf seine Essgewohnheiten aufmerksam machen u somit eine negative Energie in die Tischrunde eingeben? Das Bewusstsein, dass das eine wie das andere in Massen genossen weniger schlimm ist, als soziale Unruhe zu stiften auf Teufel komm‘ raus, oder nicht? Wenn wir nur jeden zweiten Tag Fleisch oder Fisch essen, dann haben wir schon sehr viel erreicht für uns selber u die Nahrungskette!

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: Zum Soja: In nur 20 Jahren (1990 bis 2009) hat sich die weltweite Sojaproduktion verdoppelt. Die enorme Nachfrage nach Soja geht vor allem auf den weltweit steigenden Fleischkonsum zurück: Rund 85% der weltweiten Produktion-landet in den Futtertrögen von Rindern, Kühen, Schweinen und Hühnern in China & Europa. Die Anbaufläche für Soja wächst dabei auf Kosten von Tropenwäldern und anderer wertvoller Lebensräume. In der Schweiz haben sich die Importe von Soja in den letzten 20 Jahren verzehnfacht. Grund für diesen Anstieg ist das Fütterungsverbot von tierischem Eiweiss.

      • Franz Vontobel sagt:

        HH: und inwiefern ist damit der Soja-Konsum eines Veganers weniger problematisch als der Fleischkonsum eines gemässigten Fleischessers, der seinen Stoff aus nachhaltiger und tiergerechter Haltung bezieht?

      • Franz Vontobel sagt:

        Im übrigen verschleiern sie, HH, das der weitaus grösste Teil der Sojaproduktion zur Gewinnung von Sojaöl für Lebensmittel eingesetzt wird, und das Tierfutter aus dem „Abfall“produkt der Ölproduktion stammt…

      • Hans Hintermeier sagt:

        Lieber Franz: Ich weiss nicht woher das Gerücht kommt, dass die Vegis so viel Soja essen. Also in meiner Familie essen wir (praktisch) kein Soja und wir sind alle Vegis. Ebenso meine Freunde/Schwester. Auf diesem Niveau wie wir in der CH Fleisch essen, geht es nicht ohne Soja und ich denke (weiss) dass ein Vegi/Veganer nicht so viel Soja ist wie eine Kuh/Schwein. 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        HH: wenn sie wüssten, wo überal Sojaöl drin steckt… oder meinen sie hinter dem Begriff „pflanzliche Fette“ verberge sich vor allem kaltgepresstes Olivenöl..? 😉

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: Wir ernähren uns sehr bewusst. Wir verzichten bewusst auf Soja, da es im Körper wie Östrogen wirken kann. Bitte verkaufen Sie die anderen nicht für dumm, das wirkt überheblich. Wir sind durchaus fähig eine Inhaltsangabe richtig zu lesen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Na, wenn sie so bewusst leben, dann haben sie doch auch gewusst, dass Futtersoja ein Abfallprodukt der Ölproduktion ist und haben das bewusst anders dargestellt… nur so apropos „dumm verkaufen“ und „überheblich“…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:und wie kommen Sie jetzt darauf,dass Vegis mehr Soja benötigen als Fleischesser?Können Sie das mit Zahlen belegen? So hat doch die Diskussion ums Soja angefangen.Sie sehen also,es ist nicht so einfach,wie Sie glaubten.Und bitte belegen Sie,dass für die Tiermast ausschliesslich die Reste von der Sojaölproduktion verwendet werden.Ich habe ja Zahlen geliefert. Übrigens ist das Soja ja nur ein kleiner Nebenschauplatz in der ganzen Diskussion um vegetarische Ernährung.Sie halten sich da an einem Strohhalm fest.Was sagen Sie zum Leid?Bodenressourcen?Umweltverschmutzung?Getreidevernichtung?Wasser

      • Franz Vontobel sagt:

        Wo habe ich denn gesagt, der Vegi futtere mehr Soja als der Nicht-Vegi (auch wenn das im Durchschnitt wohl so ist, Stichwort Tofu, Miso et al)?

        90% der Sojaproduktion werden zur Ölproduktion verwendet, der Sojakuchen (der Sojatrester) wird zu Tierfutter verarbeitet.

        Die Ernährung ist auch nur ein Nebenschauplatz bei den Themen Leid (Erdöl/-gas aus Diktaturen. Brauchen sie wohl auch, oder?), Bodenressourcen (jeder 2. weltweit gefällte Baum geht in die Papierproduktion. Ich nehme an, auch sie verwenden Papier), etc.

        Nur weil sie kein Fleisch essen, sind sie noch lange kein besserer Mensch.

      • tina sagt:

        wo ist das problem herr vontobel? klar kann man sich ethisch weniger verwerflich ernähren und trotzdem ein ganz böser mensch sein. aber wenns um ernährung geht, ist eben derjenige, der sich bewusst so ernährt, dass es wenig leid verursacht, der bessere mensch. bloss geht es den leuten doch gar nicht darum einen preis zu gewinnen, sondern sie finden es einfach richtig so

      • tina sagt:

        „der sven epeney der gehobenen konversation“ 😀 😀 😀

      • mila sagt:

        Sorry, tina, aber angesichts des Diskussionsverlauf hatte ich doch durchaus den Eindruck, dass so manche hier ihren Vegetarismus/Veganismus als höher-menschliches ‚Preisabzeichen‘ vor sich her tragen. Und das sage ich als jemand, der selbst seit längerem mit dem Gedanken spielt, irgendwann auf eine rein vegetarische Ernährung umzustellen, und dieser ‚Lebenshaltung‘ insofern sehr viel Sympathie entgegen bringe. Nur, werde ich dann ein ‚ethischeres‘ Individuum sein als jetzt? Nein. Einfach ein konsequenteres, was nachhaltige Produktion (nicht nur im Ernährungsbereich) betrifft.

      • mila sagt:

        Was mich zudem ärgert ist, dass manche Vegetarier/Veganer nur in Schwarz-Weiss-Kategorien denken können. Es genügt nicht, wenn jemand seinen Fleisch-, Fisch- und sonstigen tierischen Konsum erheblich reduziert und diesbezüglich bewusste Einkaufsentscheide fällt. Nein, es muss ganz und gar darauf verzichtet werden, damit es für sie ’stimmig‘ ist. Aber verzichten sie selbst immer auch auf das jährlich neue Handy, den aktuelle(re)n Computer, das hochauflösende Fernsehgerät? Wohnen sie alle in Minergie-Häusern, kaufen nur Bio-Baumwoll- oder Hanfkleidung aus europäischer oder ‚fairer‘ Produktion?

      • mila sagt:

        Da geht für mich bei so manchen vieles nicht auf – gerade auch hinsichtlich der vielfach eingeforderten Toleranz gegenüber andersartigen Einstellungen. Konkret: man beansprucht völlige (und unwidersprochene) Akzeptanz der eigenen Entscheidungen, bringt diese selbst aber umgekehrt nicht auf. Weil man es ja um ein Vielfaches besser weiss als die ethisch unterentwickelten ‚anderen‘.

      • tina sagt:

        ja stimmt mila, 1-2 solche fallen mir jetzt auch ein. aber eben, idioten gibts überall, egal was sie essen. die sind zum glück in der minderheit, fallen aber leider mehr auf als die anderen

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV:Umweltschutz/Humanitäre H. und Vegetarismus schliessen sich ja nicht aus,im Gegenteil,sie lassen sich gut ergänzen.Ich gebe Ihnen Recht,dass es mit Veget./Vegan. alleine nicht getan ist.Es ist aber sicherlich ein Schritt in Richtung unnötiges Leid zu vermeiden.Das eine muss das andere ja nicht ausschliessen,der Ansatz sollte mulitdimensional sein,nicht entweder-oder.Finde es ja super,wenn sie sich für den Umweltschutz einsetzen,ich mache das gleiche,nebst meiner Ernährungsform.Wir geben u.a. sehr viel Geld für Bio & Fairtraide aus,das ist es uns eben wert (gehen viel ins Brocki…).

      • Hans Hintermeier sagt:

        1/2@FV: Wenn Ihnen der Umweltschutz so wichtig ist, dann lade ich Sie ein, sich eingehender mit dem Umweltschutzfaktor der veget./vegan. Ernährungsweise auseinanderzusetzen: Um 1kg Rindfleisch zu erzeugen brauchen Sie ca. 15’000 L. Wasser,bei Getreide 100 L. Für 1kg Fleisch benötigen Sie 16kg Getreide. Auf der Fläche eines Grundstückes,die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten.In der Schweiz dienen nahezu drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche dem Futtermittelanbau.

      • Hans Hintermeier sagt:

        2/2 Seit 1970 wurden über 20 Mio. Hektar der feuchten Tropenwälder in Rinderweiden umgewandelt (Worldwatch Institute). Die Fäkalien belasten die Abwasser (Seensterben),das Methan in der Atmosphäre heizt den Treibhauseffekt an.Fleisch ist also ein extremer Lebensmittelverschwender.Hier könnten Sie u.a. konkret handeln. P.s. Halte mich nicht für einen besseren Menschen nur weil ich Vegi bin, ich versuche einfach meinen bescheidenen Beitrag zu leisten.Finde es auch nicht toll, wie manche Veganer/Vegis z.T. einfahren.Es gibt halt auf beiden Seiten Extremisten!Als Vegi hat man es auch nicht einfach

      • Hans Hintermeier sagt:

        @FV: Hatte nun endlich Zeit für genauere Recherchen: Lebensmittel für den Menschen wie Sojadrinks, Sojasauce und Tofu machen laut der Food and Agriculture Organization der Uno (FAO) nur 6 Prozent der gesamten weltweiten Soja-Produktion aus. Sojaöl in Esswaren, aber auch etwas Kosmetik macht knapp 20 Prozent aus. Somit werden 75 Prozent des weltweiten Sojas für die Tierfütterung verwendet. (http://www.nzz.ch/panorama/montagsklischee/soja-wird-hauptsaechlich-fuer-tierfutter-produziert-1.18335485) Soja wird heute also vor allem für die Fütterung von Schlachttieren angebaut.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      @WS 09:27: „Das Bewusstsein, dass das eine wie das andere in Massen genossen weniger schlimm ist, als soziale Unruhe zu stiften auf Teufel komm’ raus, oder nicht?“ Ach so, die Tiere sollen weiterhin gequält und abgeschlachtet werden, damit in der harmonischen Runde des Grill-Abends keine Missstimmung aufkommt resp. eine hochrelevante Diskussion geführt wird? Ein solches Statement kann nur von einem Karnivoren kommen, der immer noch unreflektiert und wohlig im Mainstream badet und dabei ausblenden will und kann, dass er hinterhältige Morde an unschuldigen Mitgeschöpfen in Auftrag gibt.

      • Widerspenstige sagt:

        Soll ich jetzt aggressiv reagieren bei Ihrem Vorwurf oder soll ich mich mässigen u mir sagen, dass HPN nicht ganz nachvollziehen kann, was ich genau damit aussagen wollte? Dann nochmals andersrum: es gibt eine Zeit für Diskussionen mit harten Worten u es gibt eine Zeit mit Mässigung wie mein Beispiel sagen wollte. Das lernte ich vorallem bei buddh. Vegetariern, die mich ohne irgend eine negative Bemerkung über mein Fleischessen in derselben Runde darauf aufmerksam zu machen suchten. Meine Augen hatten genügend Zeit, die Zufriedenheit in ihren Augen zu sehen, um mein Verhalten zu reflektieren.

      • Widerspenstige sagt:

        Ein Essverhalten kann nicht mit der Hammermethode – wie Sie es offensichtlich erzwingen wollen, aus mir doch verständlichen Argumenten – herbei gerufen werden. Das ist ein Prozess, der jede/r bei sich selber suchen muss u das mit den Heuschrecken habe ich nicht ironisch gemeint, kam aber so rüber. Ich befasse mich vorwiegenden mit Rechten für Menschen u solange da noch soviel brach liegt, überlasse ich Tierrechte eher Leuten wie Ihnen HPN. Solange Kinder versklavt, Frauen vergewaltigt u versklavt u wie Ware behandelt werden, möchte ich mich um diese kümmern. So meine Prioritäten.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Lieber Hanspeter: Wenn du so viele Jahre Erfahrung hast als Aktivist, warum hast du dich dann nicht reflektiert und dabei gemerkt, dass die „Hammermethode“ nichts bringt. Ich muss WS vollumfänglich Recht geben:“Das ist ein Prozess, der jede/r bei sich selber suchen muss!“ (Ein Bauch wächst auch nicht schneller wenn man daran zieht, er geht kaputt!) Ich verstehe Ihre Gefühle sehr gut, aber bitte passen Sie auf,dass Sie nicht der Sache schaden und mehr Leute von der veganen/vegetarischen Lebensweise abschrecken, als Sie anziehen. Bitte, den Menschen und den Tieren zuliebe. Danke! Hans

      • Hans Hintermeier sagt:

        natürlich sollte es heissen „Ein Baum wächst….“. 🙂

  • bernadette sagt:

    Ich bewundere das Kind! Es denkt sehr viel weiter als manche! Lassen Sie dem Kind sein Denken! Wenn mich jemand wegen meiner vegetarischen Lebensweise blöd anmacht, dann sage ich ihm dass das mein Mund ist, dass ich da rein tue was ich will! Schliesslich muss jeder selber verantworten was er isst und auch was er tut!

    • Beat Bannier sagt:

      Das Kind reagiert emotional auf die Greuelbilder und Slogans, die ihm die Veganer-Industrie vorsetzt, es wird von Erwachsenen instrumentalisiert.
      Zeigen Sie ihm Bilder von Versuchsthieren der Pharma, und es wird alle medikamentunterstützten Behandlungen und Kosmetika ablehnen.
      Die Kinder sind Opfer der Werrbung/ Industrie, eben weil sie noch nicht Denken können. Eigentliche Hardcore-Opfer.

      • Markus sagt:

        Ich bin anderer Meinung. In den Neunzigern habe ich als Kind (ca 8) alle möglichen Dokus über Schlachtransportskandale und Schlachthäuser angeschaut, und mir meine Gedanken dazu gemacht. Aus eigenem Antrieb, eine Veganer-Szene gab es nicht. Seither esse ich kein Fleisch. Mittlerweile habe ich viel mehr Gründe als früher, Vegetarier zu sein, aber der Beginn war reines Mitgefühl. Natürlich können Kinder denken. Und warum sollte/darf ein Kind diese Gefühle nicht haben, wenn es solche Bilder sieht? Es gibt genug Kinder denen das alles egal ist und die auch später nie wirklich Mitgefühl entwickeln.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Die fleischessenden Kinder sind natürlich keinesfalls Opfer ihrer fleischessenden Eltern und der Werbung der vom Bund mitfinanzierten Fleisch- und Milchindustrie-Mafia ….

  • Hanspeter Müller sagt:

    Im Vorschulalter ist eine der Ablösungs-/Abgrenzungsphasen gegenüber den Eltern und der Familie. Wenns nicht das Fleisch wäre, wärs wohl ein anderes Thema um auszuprobieren wie weit man sich von andren Familienmitgliedern unterscheidet/unterscheiden will. Zum Abgrenzen gehört automatisch auch die Toleranz des Anderen. Ihre Tochter entdeckt das gerade. Leitplanken geben, dazwischen genügend Freiraum, damit Ihre Tochter das eigene perönliche Gleichgewicht findet. Fleischlos leben schadet nicht, solange sie Eier und Milchprodukte isst. Alles Andere wird sich schon ergeben im weiteren Verlauf.

  • tststs sagt:

    Unbedingt dem Kind seine Freiheit lassen… aber auch darauf aufmerksam machen, dass die lässigen Turnschuhe, das Leder-Etui etc auch von Tieren kommen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      … und seine Spielsachen evtl von anderen Kindern unter misslichen Bedingungen zusammengebastelt…

  • Beat Bannier sagt:

    Seit 15 Jahren hängt am Schützenmattpark ein Plakat, wo Fleischesser als Tiermörder bezeichnet werden. Keiner der Forenschreiber kommt auf die Idee, dass 5 Jährige durch die Massenmedien bereits stark beeinflusst werden.
    Ich stelle mir eine Fehrnseh-doku vor, die die Menschen in China und deren Lebensumstände zeigen, wenn sie zb. Soja oder Photovoltaik anlagen für uns produzieren, in Bergwerken die Materialien für unserePC`s aus dem Boden quetschen, oder unsere Kleider nähen. Die Kinder würden auf alles verzichten.
    Kein Kind beschafft sich selber Infos,warum sein Plüschtierli nur 2.- kostet

  • Hansruedi sagt:

    Wie ist das in der Natur? Die Nahrungskette hat ganz natürlich auch Fleisch(fr)essende Lebewesen. Hat das Kind, das hier beschrieben wird, einen Hund oder eine Katze? Essen diese nur vegetarisch? Und was kann der Löwe, der Fuchs, der Bär, die Schlange, die Spinne und viele mehr dafür, dass sie so geboren wurde? Bei allem Respekt zum Kind und allen die auf Fleisch Konsum verzichten. Ich finde das soll und darf jeder selber entscheiden. Auch mit Respekt gegenüber der Natur lässt sich Fleisch essen, jedoch solches, das artgerecht gehalten wurde.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @HR: Sie sind witzig! Niemand möchte dem Löwen sein Fleisch verbieten, wir sprechen von Menschen. Menschen sind nicht nur Natur, sondern haben auch mittels Ethik/Vernunft so etwas wie Kultur/Zivilisation geschaffen. Der Mensch kann sich ein Stück weit über die Natur erheben und ethisch Handeln, das kann der Löwe nicht. Der ethische Imperativ von Schopenhauer, kann uns als Leitlinie dienen: „Verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst.“ Leid das vermeidet werden kann, sollte also auch vermieden werden, wenn man ethisch Handeln möchte. Man/frau kann auch gut ohne Fleisch leben!

      • Beat Bannier sagt:

        Den Haushund oder Katze züchten wir und sperren ihn ein in eine Wohnung, ausschliesslich zu unserem Vergnügen. Das wievielfache an Fleisch seines eigenen Körpergewichtes konsumiert so ein Thier Zeit Lebens?
        Des Haushundes Freud, ist zweier Kühe Leid. Versuchen Sie dieses Leid in unserer Gesellschaft zu stoppen.
        Würde die westliche Gesellschaft zu Veganern, würden wir Millionen Futterthiere für unsere Hausthiere züchten und leiden Lassen, Schizovrenelis Gärtli.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @BB: deshalb gibt es bei uns auch höchstens Hasen oder Meerschweinchen für die Kinder als Haustiere 🙂 (natürlich mit viel Auslauf im Garten!)

      • Beat Bannier sagt:

        @ H.H. Hasen wohl kaum, die lassen sich nicht züchten, Sie halten Kaninchen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @BB: Nehmen Sie es aber heute genau. Wo ich aufgewachsen bin, haben wir einfach Häsli oder Hasen gesagt, auch zu den Kaninchen (gibt es das überhaupt in Mundart?). Bin auf dem Land aufgewachsen und alles andere als ein Homo Faber! Der Überbegriff genügt Ihnen nicht? Ich bin kein Zoologe, habe aber ein einfaches Prinzip für mich gefunden: Was 2 Augen und ein Herz hat, das esse ich nicht, egal welcher Gruppe/Untergruppe and so on das Tier angehört.

      • tina sagt:

        auf dem land aufgewachsen und noch nie das wort chüngel gehört? 😀

      • Hans Hintermeier sagt:

        okay: Chüngel = Kaninchen. Kommt etwa hin, habe ich nicht geschnallt! 🙂 (P.s. mein Vater hat Chüngeli gezüchtet, habe ihm als Kind beim Metzgen zugesehen. Fand ich als Kind immer krass, wie lange sie noch zuckten!). Hatte schon als Kind Mitleid, musste dann aber weiterhin Fleisch essen!

      • Beat Bannier sagt:

        @HH. In den nördlichen Breiten hätte sich der Mensch nicht ansiedel können, ohne den Verzehr von Fleisch. Ebenso verdanken wir unsere fruchtbbaren Böden der Tierzucht.
        Unser Organismuss hat sich über 100 Generationen auf das Allesessen eingependelt (auch unsere Vorgänger, die Affen, lieben rohes Fleisch, sieht man im Zolli natürlich nicht).
        Krass ausgedrückt, glaube ich nicht, dass einem Inuit eine vegane Ernährung von einer Generation auf die Nächste wohl bekommt.

    • tina sagt:

      hansruedi: der mensch ist aber wohl das einzige tier, das andere tiere als nutztiere hält. tiere, die tiere fressen, jagen oder fangen ihre beute. wenn wir das müssten, würde massiv weniger fleisch gegessen, und die tiere die gegessen würden von menschen, hätten bis dahin ein natürliches leben und wären nicht eingepfercht und überzüchtet

      • Katharina sagt:

        „der mensch ist aber wohl das einzige tier, das andere tiere als nutztiere hält. tiere, die tiere fressen, jagen oder fangen ihre beute“ beides ist auch in der nichtmenschlichen Umwelt beobachtbar. Einerseits Nutztierhaltung (nicht Symbiosen) als auch gezielte Koordination und Strategien als Gruppen zur Jagd nach Nahrung. Und auch in solchen Habitats ist beobachtbar, dass Uebernutzung das Gleichgewicht empfindlich stört und das Habitat in seiner Gesamtheit zerstört. Wir Menschen haben ’nur‘ perfketioniert, wie weit das Gleichgewicht gestört werden kann.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Katharina: dann bringen Sie doch mal ein Beispiel von „Nutztierhaltung“, praktiziert von Tieren, bei denen das „Nutztier“ dermassen leidet wie unter der Fuchtel des Homo sapiens. Das Blattlaus-Ameisen-Beispiel dürfen Sie sich dabei ersparen. Die koordinierte Jagd durch Gruppen von Tieren hat im übrigen rein gar nichts mit Nutztierhaltung zu tun.

  • Marie sagt:

    Erstaunlich, Frau Kuster, dass Sie nicht verstehen, wie nah es Ihrer Tochter geht, wenn andere Familienmitglieder Fleisch essen. Auch ich muss mich bei Mahlzeiten mit Leuten, die ich gut mag und die ich als ‚reflektierend‘ wahrnehme immer wieder zusammenreissen, wenn diese Tiere essen. Und zwar, weil es mir das Herz bricht … Weil ich das lebendige Tier vor meinen inneren Augen sehe.
    Trainieren Sie Ihrer Tochter bloss ihre Empathie nicht weg!

    • Hattori Hanzo sagt:

      Na da wünsch ich ihnen viel Spass bei ihrem Martyrium. Hach was gibt es für einen Gläubigen höheres als das Martyrium der Seele, – der Schmerz mitansehen zu müssen, wie die Nächsten unerleuchtet sind.

      Marie – Marie die Natur ist nun mal auf dem Kreislauf Leben und Tod aufgebaut, ohne Tod kein Leben. Und die Katze quält die Maus um zu leben und der Haifisch der hat Zähne. Warum wir Menschen nicht töten sollen, ist höchstens eine Glaubensfrage, aber natürlich ist das nicht. Dass wir unsere Spezies mehr respektieren als andere ist intelligent, sonst wären wir längst ausgestorben.

      • tina sagt:

        es gibt ja schon abstufungen, HH, musst du zugeben.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @HH: Niemand möchte der Katze die Maus verbieten, wir sprechen von Menschen. Menschen sind nicht nur Natur,sondern haben auch mittels Ethik/Vernunft so etwas wie Kultur geschaffen. Der Mensch kann sich ein Stück weit über die Natur erheben und ethisch Handeln,das kann die Katze nicht. Leid das vermeidet werden kann, sollte auch vermieden werden, wenn man ethisch Handeln möchte.Deshalb finden Sie es auch stossend, wenn ein Mensch ein Tier quält und bei einer Katze eher weniger (hoffe ich doch für Sie und Ihre Mitmenschen!).Das macht uns erst zu Menschen,dass wir der Natur Kultur entgegenhalten!

      • tststs sagt:

        @Hr. Hintermeier: Achtung, jetzt wirds philosphisch:
        DÜRFEN oder MÜSSEN wir der Natur die Kultur entgegenhalten?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ts: Zu Ihrer philosophischen Preisfrage: Es kommt darauf an, in was für einer Welt Sie leben möchten! Wir haben mMn die Wahl, insofern „dürfen“. Gruss Hans 🙂

      • Hattori Hanzo sagt:

        Tina – natürlich – aber es geht ums Prinzip.
        HH – ich habe es bereits gesagt: es ist eine Glaubensfrage. Und ja, falls es sie beruhigt, quäle ich auch nie ein Tier zum Scherz.
        Aber ich sehe nirgendwo, dass Vegetarier prinzipiell ethischere-humanere Menschen sind. Tolstoi glaubte das. Aber ich brauche nur zu dem traditionell-vegetarischen Indien zu sehen, dass die „vegetarische-Ethik“ keinerlei Fortschritt in Humanität bringt oder ich denke an AH der ebenfalls Vegetarier war.
        Ich respektiere Vegetarier – aber sie sind nicht humaner als andere, und sollten sich das auch nicht einbilden.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ts: deshalb habe ich auch immer geschrieben „kann“ , „sollte“, „möchte“, also DÜRFEN

      • Widerspenstige sagt:

        Hattori:’Ich respektiere Vegetarier – aber sie sind nicht humaner als andere, und sollten sich das auch nicht einbilden.‘ Sie dürfen doch nicht von Einzelfällen ausgehen, wenn das Gros der bewussten Vegetarier – wie im Buddhismus weit verbreitet sowie im Hinduismus mit entsprechender Lehre der Achtsamkeit – so ganzheitliche Wogen über die Welt zieht. Gestern kam im SRF1 ein hoch interessanter Beitrag darüber ua in der Sternstunde Philosophie über den Wissenschaftler Matthieu Ricard, der zum buddh.Mönch konvertierte. Auch er ist überzeugter Vegetarier u mahnte auf seine bedachtsame Art.

      • tina sagt:

        Hanzo: also mir gehts hier nicht nur ums prinzip. ich finde im gegenteil die differenzierung sehr wichtig, sehr sehr sehr wichtig. und zwar auf vielen verschiedenen ebenen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Ach meine liebe WS – ich kann in ganz Asien keine humanere Höherentwicklung ausmachen. Trotz des ganzen philosophischen Überbaus. Es sind eben gerade keine Einzelbeispiele. Ich weiss, dass sie eine supertolle Familie in Thailand haben. Aber das – und ein paar weise Mönche – ist doch eher die Ausnahme.
        Real war und ist Asien weder in der Geschichte, noch in der heutigen Realität um keine Spur humaner als Europa.
        Fleischlose Ernährung macht nicht humaner und verbessert auch nicht das Karma. Das funktioniert nur in der Philosophie, die Praxis zeichnet ein anderes Bild.

      • tina sagt:

        Hanzo: komme mal runter. natürlich macht es einen unterschied, wenn man sich wie ein aloch verhält oder eben nicht. und weniger fleisch essen, überhaupt bewusster konsumieren, ist schon mal weniger schlecht. und dieses „weniger schlecht“, auf das kommt es an!

      • Widerspenstige sagt:

        Hattori ‚Real war und ist Asien weder in der Geschichte, noch in der heutigen Realität um keine Spur humaner als Europa.‘ Nach welchen Kriterien bewerten Sie das? Klar gab/gibt es auch dort Kriege und Greueltaten – Machtmenschen eben, die befehlen u willige Soldaten, die den Dienst nicht verweiger(t)en u auf Befehl meuchelten etc Ich rede aus Erfahrung mit Buddhisten – obwohl mein Mann kein praktizierender Buddhist ist und genussvoller Fleischesser wie meine Kinder ebenso u wir leben in CH – u Erfahrungsberichte allüberall. Sie können aus Erfahrung hier schreiben oder nur populistisch??

      • Katharina sagt:

        WS, es gibt da ein Land in Südostasien, wo eine muslimische Minderheit von der Buddhistischen Mehrheit unterdrückt wird. Und zwar sehr unsanft.

      • Onkel Arnold sagt:

        @Hattori Hanzo: „Und ja, falls es sie beruhigt, quäle ich auch nie ein Tier zum Scherz.“
        Selbstverständlich tun Sie das. Wenn Sie Fleisch kaufen, setzen Sie Tiere mindestens für die Dauer des Transports zum Schlachthof Angst und Stress aus. Wenn Sie Milch kaufen, finanzieren Sie die Vergewaltigung von Kühen und die Trennung von ihren Familien. Wenn Sie Eier kaufen unterstützen Sie die Vergasung von jährlich über 2 Mio Küken allein in der Schweiz. Sie tun dies, weil Ihnen diese Tierausbeutungsprodukte schmecken, obwohl Sie problemlos etwas anderes essen könnten, also „zum Scherz“.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        wenn diese Welle aus dem Osten hier so dermassen positive Wirkungen entfaltet, dann hat das vorallem damit zu tun, dass die Welle auf dem Boden von Demokratie, Menschenrechten ua Annehmlichkeiten vor sich hin rollen kann, und nicht mit der ihr innewohnenden Friedfertigkeit!

        Ich kann auf Feudalsysteme, Ausbeutung und Frauenverachtung im Namen von östlichen Glaubenssystemen genauso gut verzichten wie auf die chrstl Auswüchse auf diesem Gebiet. Ein bisschen mehr Objektivität bezüglich dem „Osten und seiner Weisheiten“ wäre durchaus angebracht.

      • Katharina sagt:

        BS: Genau dasselbe sagte Dalai Lama gestern in einem Interview anlässlich seines 80. Geburtstages. Er sagte auch, dass er von seiner Rolle als Wiedergeburt Buddha’s offiziell zurückgetreten sei, weil sich diese Rolle, so seine eigenen Worte, verlebt habe, da sie, wie die britische königliche Familie, nicht für eine selbstbestimmte demokratische Zivilisation eigne.

      • Widerspenstige sagt:

        Stimmt, Kath, aber prozentual im Verhältnis zur Weltbevölkerung mit Buddhisten eine Minderheit und mehr lässt man mich hier nicht posten….

        Brunhild, Sie schweifen vom Thema ab, denn es ist bemerkenswert, wie alleine in einer Millionenstadt wie Bangkok (gleich viele Einwohner wie die gesamte CH!) die Menschen ziemlich friedfertig neben einander leben (müssen). So eine Häme habe ich selten wahrgenommen und das ist Massstab für mich, dass es mit Gesinnung/Buddhismus zu tun haben muss.

      • Tobias sagt:

        @ HH: Tod und töten ist nicht dasselbe. Mit dieser Leier von einer gewalttätigen Natur schaffen Sie nur eine solche, wie alle Fleischesser. Die paar Raubtiere, die der Mensch noch am Leben gelassen hat, bringen das so nicht fertig. (Auch wenn ich im Gegensatz zu anderen Veganern der Meinung bin, dass man diese beherrschen muss). Dann kommt noch dazu, dass die Tiere, die gegessen werden, nur für diesen Zweck herangezüchtet werden, das hat mit Natur nichts zu tun, auch nichts mit Jägeridylle.
        Frau Kuster, freuen Sie sich, wenn sie eine Tochter haben, die einst für echten Frieden schaffen wird.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        ich schweife nicht vom Thema ab, sondern wenn schon schweife ich mit Ihnen…, Sie betonen unermüdlich die harmonischen Auswirkungen im Osten und übersehen mit einer erstaunlichen Gründlichkeit alles, auch in diesen Systemen gewachsenen, durch diese Systeme gestützte Grausamkeiten und Elend. Und verwechseln Sie bitte nicht nach aussen gelebter Kodex mit innerer Freiheit und echtem Wohlsein in einer grundsätzlich zugesprochenen Sicherheit und Wertschätzung, das haben Sie in Bankog nämlich nicht, oder höchstens wenn Sie das Glück der Geburt in der richtigen Schicht haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Sie mögen Ihre Familie in Thailand und nur beste Erfahrungen gemacht haben, ich kenne Menschen welche dort vor Ort jahrelang lebten und viel investierten; was denen begegnet ist sprengt Ihre schöngemalten Bilder um Weiten, den Vorwurf der Häme können Sie sich sparen, er entbehrt jeglicher Grundlage.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        das ist ja erfreulich,
        jetzt müsste er bloss noch eine Nachfolgerinstallierung erfolgreich verhindern können.

      • mila sagt:

        @BS: Hihi, ob wir es noch erleben werden, dass die Päpste als Stellvertreter Gottes auf Erden mit ähnlicher Begründung vom Stuhl Petri abdanken? 😉

      • mila sagt:

        Ups – korrekt wäre Stellvertreter Christi gewesen, natürlich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        immerhin haben wir es soweit geschafft, dass es uns meist nicht mehr ans sozial-relevante bis lebendige geht wenn wir diese Stellvertreterschaft ablehnen und damit unsre „Geschwister“ brüskieren. Oder wir den Stellvertreterbefürworter die Stellvertreteridee mit Gewalt austreiben wollen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        @Tina – ich bin ganz cool down. ich habe nie gesagt, dass es egal ist ob man ein A ist. Ich habe nur gesagt, dass Fleisch essen kein schlechtes Karma macht, bzw. vegetarische Ernährung keine humanere Menschen. Das sind hartnäckige Mythen, die sich in der Realität in keiner Weise bewahrheitet haben.
        @WS – ich meinte das nicht populistisch. Es sind schlicht Tatsachen. Einfach mal die Augen auf machen, lesen sie BS Text dazu.
        Und sehen Sie? Sie und ihre nette, achtsame Familie sind Fleischesser. Das sagt doch alles.

      • Widerspenstige sagt:

        Brunhild, mit Häme habe ich nicht Sie gemeint, sondern im Kontext des Gesagten allgemein. Es liegt wohl einfach daran, dass ich mit Buddhisten lebe u deshalb den direkten Vergleich mit Christen im Verhalten unter einander im alltäglichen Leben mit Interesse beobachte. Dieses ständige negative infrage stellen des Mitmenschen ist einfach weniger ein Thema. Es kümmert schlicht nicht, was der Nachbar tut oder unterlässt, um nur ein klitzekleines Beispiel zu nennen. Das hat weniger mit Desinteresse zu tun, als mit Respekt vor dem Leben des anderen. Ansonsten blende ich nichts aus – im Gegenteil!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        was ist Ihre Definition von „Christen“ welche Sie mit den Ihnen bekannten Buddhisten
        (überzeugte?praktizierende?) vergleichen?
        Vergleichen Sie da nicht eher „Kulturen“ miteinander?

        Und was das „es kümmert nicht was der Nachbar tut“ betrifft, das gilt genauso lange wie er sich,
        von aussen durchaus beobachtet, an die Vorgaben des sozialen Gefüges/Normen hält.
        Bei uns sind es die Balkonkistchen, welche dann in die Zielliinie geraten, dort ist es anderes, aber durchaus ebenfalls existent.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Dass Sie nichts ausblenden ist mir bis jetzt nicht aufgefallen, die Betonung lag doch eigentlich immer schwergewichtig auf der gelebten Harmonie und Wohlwollen, aber schön wenn Sie die Schattenseiten sehen (und diese nicht irgendwelchen West-Invasoren zuschreiben).

      • Franz Vontobel sagt:

        Naja, WS, um sie in der Nähe auszuhalten MUSS man wohl Buddhist sein… 😀

    • Patrick sagt:

      Sind es nun die armen Tiere, die sie vor ihrem inneren Auge leben sehen, die sie zum Weinen bringen oder sind sie derart gerührt ab ihrer eigenen Grossartigkeit?

    • Beat Bannier sagt:

      Und mir zerbricht es das Herz, wenn Kinder von der Veganer-Industrie instrumentalisiert und radikalisiert werden, bis sie die Empathie zu ihrem fleischessenden Blutsverwandten verlieren.Wenn Sie Solarstrom konsumieren, denken sie auch immer an die Chinesischen Arbeiter, die in den Bergwerken ohne jeglichen Schutz, die Materialien dafür besorgen?

  • Patrik sagt:

    Was mich ja erstaunt, dass eine Mutter, welche seit Jahren Vegetarierin ist, die Kinder mit Fleisch abfertigt, obwohl es keinen Grund dazu gibt. Echt strange! ach der Vater ist das Problem? 😉 Meine zwei Söhne leben seit der Geburt Vegetarisch, haben keine Mangelerscheinungen und sind Topfit und Sportlich und Kräftig.

    Ich denke jedes Kind, welches vernünftig für die Fleischproduktion aufgeklärt wurde, würde darauf verzichten. Aber natürlich wurden die Geschmacksnerven seit Geburt auf Fleisch getrimmt! Mann/Frau kann es sich halt auch einfach machen! 😉
    gruäss
    Ein Vater

    • Marie sagt:

      Volle Zustimmung!

    • Marie sagt:

      Absolut zutreffend!
      Ich könnte niemals Fleisch zubereiten. Wie schaffen Sie das, Frau Kuster?

    • tina sagt:

      das ist ein bisschen zu beschönigt. nur kein fleisch zu essen, ist fast wie fleisch zu essen, aber nicht so häufig und nur aus guter haltung (futter, bewegung, artgerecht usw) und regional.
      tiere werden auch gequält und ausgebeutet wenn man tierprodukte zu sich nimmt. und da wirds dann langsam ein wenig komplexer.
      oder wie rechtfertigst du das essen von eiern und käse? dafür müssen auch tiere sterben

      • Hattori Hanzo sagt:

        Tiere müssen auch sterben, damit wir Gemüse es können – Mäuse, Maulwürfe, Schnecken, Käfer
        Sorry, sorry liäbi Tierlifründe – ohne den Tod anderer können wir nicht überleben. Dazu gehört auch dass man Krankheitserreger tötet und dergleichen.
        Und nicht zu vergessen, dass wir mit dem anpflanzen von Gemüsefeldern anderen Tieren Nahrung und Lebensraum wegnehmen.

      • tina sagt:

        meine worte HH

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Patrik, ich bin der Meinung, dass jeder selber entscheiden darf, ob er Fleisch isst oder nicht. Ich wollte das meinen Kindern nicht vorschreiben. Deshalb gabs für sie immer auch Fleisch.
      @Marie, ich bereite kein Fleisch zu, das könnte ich nicht. Zudem muss ich beim Kochen immer probieren und das ginge dann ja nicht.Nein, der Fleischkoch ist bei uns der Mann. Ich kaufe einfach Fleischkäse und ähnliches für die Kinder, wenn sie das wollen.

  • Kurt Weber sagt:

    Tierlimörder oder Pflanzenmörder: Hans was Heiri.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @KW: eine Pflanze hat kein Nervensystem, ist also nicht im gleichen Masse leidensfähig, wie ein Tier/Mensch mit Nervensystem. Wenn Sie betäubt sind (Anästhesie/Narkose), spüren Sie ja auch keinen Schmerz. Bei dieser Argumentation erstaunt mich auch immer wieder, dass man Tiere mit Pflanzen gleichstellt, dann aber einen grossen Unterschied zwischen Tieren & Menschen macht??? Ist das Tier dem Menschen nicht näher? Haben Tiere nicht auch Augen, wie die Menschen? Ein Herz das schlägt? Haben Tiere nicht auch Ängste? Es ist also sicherlich nicht „Hans was Heiri“ ob man Tiere oder Pflanzen isst.

      • tina sagt:

        es geht gar nicht ums morden. wenn man pflanzen isst, werden nebenbei auch tiere gemordet (direkt, durchs bodenbearbeiten, oder indirekt, durch vertreibung, weil die nutzfläche nicht mehr wildes gebiet ist und dadurch zum beispiel nistplätze verschwinden und dadurch vögel, aber auch reptilien, und tiere, die diese tiere fressen).
        der punkt ist aber, dass die tiere, die von menschen gegessen werden, pflanzenfresser sind, und viel mehr pflanzen fressen müssen als es der mensch tun würde

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Tina: „es geht gar nicht ums morden.“ Würde eher sagen „nicht nur“. Vegetarisches/Veganes Leben hat sehr viele Dimensionen: ökologische, humanitäre, ethische, gesundheitliche, wirtschaftliche uwm. Ja, Leid kann nie ganz vermieden werden, trotzdem ist meine Maxime: “Verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst. (Schopenhauer)” Leid das vermeidet werden kann, sollte also auch vermieden werden, wenn man ethisch Handeln möchte. Es gibt schon genug Leid, man muss es nicht noch unnötig vermehren. Jedes Lebenwesen möchte geschont werden, freut sich am Glück, an der Nahrung, an der Sonne

      • Kurt Weber sagt:

        Die unzähligen Tiere, die bei der Pflanzenproduktion gemordet werden, nennen sie einfach „Schädlinge“: und schwupps ist ihr Weltbild in Ordnung, so einfach?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @KW: Wie gesagt, kommt beim Fleischessen einfach noch das grosse Leid oben drauf (von dem Leid, das Sie beschrieben haben), es wird unnötig vermehrt durch das Leid der Kühe,Schweine,Fische und Hühner (wie dies Tina bereits beschrieben hat). Die Masttiere brauchen auch Getreide mit dem dazugehörigen Leid plus das Leid der Masttiere (Aufzucht und Schlachtung). Leid lässt sich leider nie ganz vermeiden, jedoch minimieren. Auch setze ich keine „Schädlingsbekämpfung“ ein. Und Kurt noch etwas: für mich gib es keine Schädlinge, sondern nur Lebewesen. Warum unnötig anderen Leid zufügen mit Absicht?

      • Widerspenstige sagt:

        Oha, das Bild über Hans Hintermeier bekommt etwas mehr Glanz u ich verzeihe ihm jetzt und heute hier die Häme über ‚Feministinnen‘ um den Faktor 10. Aber das mit der Leidensfähigkeit von Pflanzen ist gerade im Begriff über den Haufen geworden zu werden, da ein ital. Biologe ziemlich Aufwühlendes darüber erforscht. Es gab eine Veröffentlichung vor ein paar Wochen darüber. Also wir stehen anfangs 21. Jh. in der Wahrnehmung der Natur um uns ebenso am Anfang des Begreifens darüber, was Pflanzen alles bewirken können. Wir Menschen sind nur Teil des Ganzen u sollten einfach über die Bücher.

      • Katharina sagt:

        ‚Leid das vermeidet werden kann, sollte also auch vermieden werden, wenn man ethisch Handeln möchte‘. An der Oberfläche betrachtet und weil Menschen durch ihre freie Entscheidungsfähigkeit das aktiv tun können, ja.

        Aber: Sentienzpolitik als Aspekt des Veganismus geht sehr viel weiter, nämlich zu fordern, das Tierreich so umzugestalten, dass tierische Prädatoren keine Prädatoren mehr sind, Stichwort ‚animal welfare‘. das ist technisch nur durch Bioengineering machbar.

      • Katharina sagt:

        Während ich Bioengineering an mir selber theoretisch befürworten kann, da ich an mir was engineeren lasse (im Sinne der transhumanen morphologischen Freiheit und als gewollte Augmentierung), kann ich nicht befürworten, die Biosphäre des gesamten Planeten einer ambivalenten Doktrin zu unterwerfen.

      • Hans Hintermaier sagt:

        @W:Teil des Ganzen ist gut,kann ich als philosophischer Idealist unterschreiben :-).Ich wollte gar nicht leugnen,dass Pflanzen auch so etwas wie Leben aufweisen.Der Unterschied von Mensch zu Tier ist einfach kleiner,als der von Pflanze zu Tier und hat viel mit dem Nervensystem zu tun.Ich möchte eigentl. nicht in Metaphysik abgleiten (tue es aber!), aber mMn haben die Pflanzen mehr ein Bewusstsein,das dem Tiefschlaf ähnelt und die Tiere eines,das dem Traumschlafe nahe kommt. Pflanzen sind mMn deshalb nicht im gleichen Masse leidensfähig wie Tiere mit Nervensystem/Sinnen,obwohl sie auch leben

  • vegimonster sagt:

    Auch ich wurde mit 5 Jahren aus eigenem Antrieb (!) Vegetarierin. Das ist nämlich das Alter, in dem ein Kind den Tod begreift! Meine Eltern waren sture Fleischfresser (man unterstelle also keine Indoktrination) und hatten null Verständnis dafür. Erst haben sie versucht, mich auszuhungern, damit ich wieder „normal“ werde. ich bekam jahrelang nur noch Butterbrot zu essen. Hat nichts genützt. Dann haben sie mich zum Psychiater geschickt. Hat auch nichts genützt. Heute bin ich 60 und immer noch eine konsequente Vegetarierin. Manche Menschen (auch Kinder) sind eben sensibler als andere.

    • Widerspenstige sagt:

      Sind Sie sicher, dass Sie nicht von einem Familienmitglied dazu ‚verleitet‘ wurden, vegimonster? Es gibt Zweifler nicht nur heute hier im MB, dass das einfach nicht sein kann, dass ein 5-jähriges Kind aus eigenem Antrieb vegetarisch sein will. Da muss eine Indoktrination vorher stattgefunden haben, denn ein ’normales‘ Kind in diesem Alter mag Fleisch in allen Varianten…Was hat denn der Psychiater heraus gefunden, vegimonster? Hat er Ihre Eltern für verrückt erklärt und/oder des Neandertalersyndroms bezichtigt? Wäre gespannt auf mehr Details…

      • vegimonster sagt:

        Ganz im Gegenteil. Meine Eltern, Grosseltern, Tanten und Onkel waren strikt dagegen. Sie alle haben mich für verrückt erklärt und prophezeit, dass ich an Mangelerscheinungen zugrunde gehen würde. Tatsächlich bin ich nur an der Lieblosigkeit zugrunde gegangen. Und Sie müssen sich auch vergegenwärtigen, dass dies um 1960 war. Damals gab es ganz sicher keine Anti-Fleisch-Haltung in der Gesellschaft. Vegetarier galten als Spinner.
        Der Psychiater hat meinen Eltern gesagt, sie sollten das nicht zu ernst nehmen, es sei nur eine Phase. Naja, war es nicht. Fleisch war und ist für mich nur eklig.

  • Heidi K. sagt:

    Unsere Kinder waren immer schon gute und neugierige Esser und sie machen das vorbildlich. Sie nehmen von allem ein wenig. Bei uns werden keine Nahrungsmittel „verboten“ weder aus moralischen noch gesundheitlichen Gründen. Alles ist erlaubt, so lange die Ernährung ausgewogen ist und nicht nur den ganzen Tag Schokolade gefutttert wird. Der Kampf gegen „böse“ Lebensmittel wie Fleisch oder Brot, sprich Weizen, Kohlehydrate, find ich nichts anderes als eine Dekadenzerscheinung. Nur bei den Süssgetränken da sind mein Mann und ich stur. Die gibt es nur an Weekends.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Heidi: Empathie mit anderen empfindsamen Wesen ist Dekadenz? Ist es nicht zivilisiert,dass man sich um den Planeten (Menschen,Tiere, Natur) Sorgen macht? Um Fleisch zu essen muss man zuerst wertvolles Getreide den Tieren füttern, damit könnte man direkt Menschen ernähren. Die Fäkalien der Masttiere belasten das Grundwasser (Seensterben) und sind am Treibhaus-Effekt mitschuldig (Methan).Es wird viel Land/Wasser benötig um die Tiere ernähren zu können, dafür wird Regenwald abgeholzt. Der Planet hat begrenzte Ressourcen, wenn Indien und China gleich viel Fleisch essen würden, wie wir im Westen..

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich wundere mich etwas über die Gegnerschaft hier. Ich bin kein Vegetarier, aber wenn ein Kind kein Fleisch mehr essen will und bereit ist Fleischersatz zu konsumieren, dann muss man das respektieren. Zwei Freunde von mir haben als Kinder aufgehört Fleisch zu essen und sie sind bis heute Vegetarier.
    In diesem Fall ist dies erst recht naheliegend, da die Mutter Vegetarierin ist, aber sehr moderat und vernünftig. Also alles easy.
    Klar, hat das Vorbild der Mama Einfluss auf die Kleine. Aber von dem her ist zu hoffen, dass die militante Haltung der Kleinen sich noch in eine moderate wandelt.

    • Bastian sagt:

      „Klar, hat das Vorbild der Mama Einfluss auf die Kleine. Aber von dem her ist zu hoffen, dass die militante Haltung der Kleinen sich noch in eine moderate wandelt.“

      Das ist doch der springende Punkt an der Geschichte. Um Fleisch, Fleischersatz, Vegetarismus geht es gar nicht, sondern um die Art, wie das Kind anderen Essgewohnheiten (hier jener des Vaters) gegenübersteht. Es ist ein erzieherischer Konflikt, kein ernährungstechnischer.

      • extraterrestre sagt:

        ein kind wird immer lernen müssen, dass papa und mama nicht immer alles gleich machen, und dass dies nicht gleich in einem konflikt enden muss. wie soll man denn als eltern sonst leben und vorleben? soll JK anfangen fleisch zu essen, damit das kind nicht zwischen mama und papa entscheiden muss (oder alternativ: JK/s mann muss vegetarier werden?) Wäre das die lösung? JK schreibt ihrer tochter ja nichts vor, sondern lässt ihr die freie wahl, von einem erziehungskonflikt kann hier also nicht die rede sein.

      • extraterrestre sagt:

        ach entschuldigung, die frage war ja gar nicht an sie gerichtet, sondern an bastian. ich warte trotzdem noch auf eine antwort 😉

    • Adrian Wehrli sagt:

      Dass das Kind kein Fleisch will, ist super, aber es es dem Bruder Tierlimörder an den Kopf wirft, zeugt vom unterschwelligen Missionierungsdrang der Mutter.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Wehrli ich würde das der Mutter nicht unterstellen. Sie beweist sich als moderat, sonst würde sie kaum Fleisch kaufen und für ihre Familie kochen.
        Es ist viel mehr so, dass Kinder von Natur aus, zu schwarz-weiss denken greifen. Etwas ist gut oder schlecht. Punkt. Keine Zwischentöne, kein differenzieren. Wir Eltern müssen mässigend eingreifen und ihnen desöfteren erklären, dass obwohl wir nun für dieses und jenes sind, das nicht heisst, dass die anderen gleich alles Unmenschen sind.

      • extraterrestre sagt:

        „unterschwelliger missionierungsdrang der mutter“, echt jetzt?? die mutter isst vegetarisch, weil sie das für richtig hält und kocht von allem (auch fleisch) für die ganze familie, wo ist da der missionierungsdrang?? ich verstehe ihr problem nict herr wehrli. ausserdem haben sie meine frage nicht beantwortet: was wäre ihrer meinung nach die lösung, um den von ihnen beschriebenen erziehungskonflikt zu lösen? es ist einfach, zu kritisieren, aber mich würde dann auch eine konkrete lösung ihrerseits interessieren.

      • extraterrestre sagt:

        ach entschuldigung, die frage war ja gar nicht an sie gerichtet, sondern an bastian… (und mein post erst noch am falschen ort platziert!!!), sorry.

    • mila sagt:

      Ich wundere mich ebenso und frage mich bei allen, die dieser Mutter einen Missionsdrang unterstellen, was das umgekehrt über sie aussagt. 😉

      Aber eigentlich erschrecken tue ich über die gewisse Selbstverständlichkeit einiger, die die vollständige Unterordnung des Kinds- unter den Elternwillen fordern. Zumal auch davon bei der Autorin (im umgekehrten Sinn) nicht ansatzweise die Rede war.

  • Tina sagt:

    Sie haben eine wunderbare Tochter mit einem grossen Herzen, einer ausgeprägten Intuition und einer erstaunlichen Kraft für sich einzustehen. Wenn wir alle ein wenig mehr von Ihrer Tochter hätten, würde es uns und unserem Planeten deutlich besser gehen. Stärken Sie Ihre Tochter doch darin ihren Weg weiter zu gehen und dafür mit ihrer ganzen Kraft einzustehen.Unterstützen Sie diesen Weg mit einer abwechslungsreichen Ernährung. Hirse, Linsen, Broccoli, Fenchel sind gute Eisenlieferanten. Ich bin selbst Mutter von zwei kleinen Kindern und wir ernähren uns mit viel Freude vegetarisch. Tina

    • Lucas sagt:

      Ich gehe einig mit Tina: Das Mädchen hat begriffen, was mit den Tieren passiert und dass dies schlicht Mord ist, egal ob die Tiere glücklich oder unglücklich aufgewachsen sind. Leider bin ich selber nicht konsequent und esse zwischendurch Fleisch… Aber ich bewundere und unterstütze alle Menschen, die sich vegetarisch ernähren im Bewusstsein, so keine Tiere töten zu müssen. Der Mensch vergisst, dass er selber nichts anderes ist als ein Tier, welches sich über den Rest der Natur aufschwingt. Leo Tolstoi schrieb: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.

      • Juliana sagt:

        Lucas: „dass dies schlicht Mord ist“

        „Mord“ ist doch ein sehr grosses Wort. Frage: Wenn jemand ein Mücke auf dem Arm totschlägt, ist das dann auch „Mord“? Falls nein, wo ziehen Sie die Grenze. (Falls ja: Ohjemine.)

  • Flo sagt:

    vor ca. 3 wochen hat es bei mir, beim lesen all der Skandale im Bereich der Fleischproduktion, klick gemacht. Seiher habe ich kein Feisch mehr gegessn, obwohl ich meinen Fleischkonsum schon ziemlich eingeschränkt und auf „gutes“ Fleisch konzentrirt habe. Ich habe immer gesagt ich möchte/kann nicht ganz auf Fleisch verzichten, stelle jetzt aber fest das es so schwer garnicht ist.
    Vegan möchte ich nicht fürmich in Anspruch nehmen, aber auf Fleischverzichten kann ich mir künftig gut vorstellen – und bin sehr erleichtert!

    • Hans Hintermeier sagt:

      Lieber Flo: Ich lebe bereits 20 Jahre veget. mit hohem Vegananteil.Bin muskulös & kerngesund (meine Frau seit 15 J.).Ich hatte nie das Gefühl,dass es schwierig war auf Fleisch zu verzichten,als es dann mal „Klick“ gemacht hatte (ich war als Kind ein Fleischtiger).Heute ist es noch viel einfacher:es gibt auch Grillprodukte usw.,falls einem doch mal die Vleischlust packt oder man einfach mal eine Abwechslung geniessen möchte.Vegi-sein heisst heute nicht mehr verzichten müssen. Ist eine kleine Gaumenfreude (5 min) i.V.z. lebenslangen Leiden und Tod/Angst der Tiere verhältnismässig? Please go on!

  • Michael sagt:

    Jetzt kann die Mutter vermutlich mit stolzgeschwellter Brust im Kindergarten die grosse Nummer abziehen – mein Kind isst jetzt schon bewusst vegetarisch – und vermeintlich bei allen anderen Müttern ein Schamgefühl wegen ihren fleischessenden kleinen Monster hervorrufen.
    5 jährige lesen auch noch Grimms Märchen und finden nichts dabei, die böse Schwiegermutter über glühend heisse Kohlen gehen zu lassen. Ich nehme mal an, sie macht das nach was ihr in der Familie vorgelebt wird.
    Der Menschist entwicklungsbiologisch ein Allesfresser, vegan und vegetarisch Ernährung ist unmenschlich.

    • Sport Girl sagt:

      Lieber Michael. Sie haben leider absolut gar nichts begriffen. Familie Kuster scheint mir, wenn ich den Text lese, eine sehr vernünftige und tolerante Familie zu sein, was die Essgewohnheiten betrifft. Sie will keinen zum Vegetarismus zwingen und kocht scheinbar sogar für ihren Mann Fleisch. Also was sollen diese dämlichen – und leider für Nichtvegetarier immer wieder kindischen Vorwürfe? Und was ihre Bemerkung „vegan und vegetarisch ist unmenschlich“ betrifft: lesen Sie mal ein Bisschen mehr als nur Grill-Kochbücher, dann lernen Sie vielleicht auch, über Ihren Tellerrand hinaus zu denken…

  • Bastian sagt:

    Statt von er medizinisch-ernährungstechnischen Seite könnte die Situation auch von pädagogischer Seite aus betrachtet werden. Auch wenn es sich rührend-reif anhört, wenn ein 5-jähriges Kind seinen eigenen Lebensstil zu reflektieren gedenkt: Dem Zusammenleben in der Kita und später in der Schule ist es eher abträglich, wenn Kinder schon in diesem Alter am Esstisch sich angewöhnen, wie kleine Könige aufzutreten. Vielleicht ist die Antwort ja ganz simpel: Wenn du mal älter bist und dein Essen selbst kaufen und kochen kannst, kannst du auch entscheiden, wie du dich ernähren willst.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich sehe das etwas anders und möchte ihr schon heute die Wahl lassen. Schliesslich steht bei uns wie erwähnt immer auch etwas Vegetarisches auf dem Tisch (manchmal sogar nur…), dh sie bestimmt nicht etwa wie eine Königin, was heute gekocht wird, nur weil sie sich nun vegetarisch ernäht. Und in der Kita isst sie auch, was auf den Tisch kommt. Sie lässt einfach das Fleisch weg.

      • Bastian sagt:

        Wenn das Kind in der Kita das Fleisch weglässt, ist es eben gerade nicht, was auf den Tisch kommt. Alleine dass Sie sich mit einer Ernährungsberaterin austauschen, zeigt, wie sehr Sie gewillt sind, sich dem Diktat des Kindes zu unterwerfen, anstatt das Kind zu zwingen, sich der Familie zu unterordnen. Es mag in dieser speziellen Situation angebracht sein und ich finde es eigentlich auch sympathisch, dass Sie sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Aber das Gefühl, dass hier ein Puzzleteil hinzugefügt wird zu einem Leben nach dem Lustprinzip, schwingt eben halt auch mit.

    • Sportpapi sagt:

      @Bastian: Es gibt ein Menue für die Mutter und eines für den Vater. Und woran soll sich das Kind nun halten?

      • extraterrestre sagt:

        ich denke nicht, dass es bei JK ein menue für papa und eins für mama gibt. vielmehr denke ich, dass grundsätzlich was vegetarisches auf den tisch kommt (gemüse, kartoffeln, pasta, etc.) plus (manchma) was nicht-vegetarisches (fleisch, fisch, etc.). wahrscheinlich kann dann jede/r selber entscheiden, was er/sie essen will. und genau so wird es in vielen ernährungsberatern für kinder empfohlen: mama/papa entscheiden, was auf den tisch kommt (ca. 3-5 verschiedene sachen) und das kind entscheidet, wovon es essen möchte, keine extramenues. so machen wir es und es funktioniert meistens gut.

      • extraterrestre sagt:

        ich denke nicht, dass es bei JK 1 menue für papa und 1 für mama gibt.vielmehr denke ich,dass grundsätzlich was vegetarisches auf den tisch kommt (gemüse, kartoffeln, pasta, etc.) plus (manchmal) was nicht-vegetarisches(fleisch, fisch, etc.). wahrscheinlich kann dann jede/r selber entscheiden,was er/sie essen will. und genau so wird es in manchen erziehungsberatern für kinder empfohlen:mama/papa entscheiden, was auf den tisch kommt (ca. 3-5 verschiedene sachen) und das kind entscheidet, wovon es essen möchte (von allem 1x probieren = ‚pflicht‘). so machen wir es und es funktioniert meistens gut

      • Jeanette Kuster sagt:

        Genau extraterrestre, so läuft das bei uns und es funktioniert auch bei uns gut. Ich halte nichts davon, ein Kind zum essen zu zwingen. Ich ermuntere die Kinder zwar, Neues zu probieren, aber wenn sies nicht mögen, müssen sie es ganz sicher nicht essen. Essen soll Genuss sein, kein Machtkampf.

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, wenn wir 3-5 verschiedene Sachen auftischen, dann essen meine Kinder ausschliesslich Fleisch. Und das möchten wir nicht. Also hat doch Machtkampf. Wir würden dem allerdings eher Erziehung sagen.

      • extraterrestre sagt:

        SP: dann machen sie doch auch fleischlose tage, wenn sie befürchten, dass ihre kinder dann nur fleisch essen würden. wie auch immer, ich denke, solange die ernährung ausgewogen ist, und die kinder mit +/- freude essen (es also nicht zur „machtkampfzone“ wird), ist doch alles ok, und hängt von den gepflogenheiten der jeweiligen familie, sowie den kindern und ihren phasen ab. unser grosser war eine zeitlang kein guter esser, und seit ca. 1 jahr isst er fast alles mit genuss (und viel!). bei uns funktioniert es meistens so wie ich das oben beschrieben habe, es muss aber nicht für alle so sein.

      • Sportpapi sagt:

        @extraterrestre: Ich muss doch nicht extra fleischlose Tage machen. Das ergibt sich von selbst. Aber ich halte diese Ideen von niemals ein Kind zu etwas zwingen für nicht zielführend. Gerade weil die Vorlieben der Kinder manchmal äusserst schnellebig sind. Und von äusserst seltsamen, manchmal undurchschaubaren Argumenten geprägt.

      • extraterrestre sagt:

        SP:wie ich oben beschrieben habe, ist mindestens 1x probieren von allem „pflicht“. man merkt auch, ob ein kind nicht essen mag, weil es etwas wirklich nicht gern hat (dann soll man es nicht zwingen, das bringt nichts), oder ob es etwas/vieles nicht isst, weil es die reaktion der eltern testen will. in letzterem fall bin ich manchmal auch strenger, oder es wird dann dessert, schoggi, etc. einfach ein paar tage gestrichen. das ganze pendelt sich immer wieder ein, es steckt aber auch (zusammen-)arbeit dahinter, das kind hat nicht einfach immer die möglk.nur würstchen und gummibärchen zu essen 😉

  • Anna Wetherell sagt:

    Liebe Frau Kuster
    Wenn Sie einen Nährstoffmangel bei ihrem Kind befürchten (wahrscheinlich v.a. Eisen und B12), würde ich empfehlen, dem Kind während den Essen Orangensaft zu geben, da Vitamin C die Eisenaufnahme deutlich erhöht. Vitamin B12 kann sehr gut supplementiert werden (zB mit einem Spray, mit Zahnpasta) und es gibt kein Risiko einer Überdosierung, da das Vitamin wasserlöslich ist. Im Coop finden sich mittlerweile auch vegane Produkte, die mit VItamin B12 angereichert sind.
    Weitere Informationen zu Nährstoffen wie auch zu den Coop-Produkten finden Sie sonst beim Veganen Verein Schweiz.

    • Juliana sagt:

      Kriegen Sie von Coop einen Check oder nehmen Sie lieber Gutscheine?

    • Fleischesser sagt:

      Wenn ich nur schon lese, dass man vegane Produkte mit Vitamin B12 anreichern muss oder man einen Spray verwenden soll, habe ich schon meine Fragen. Da will man sich gesund ernähren und muss Produkte kaufen, die künstlich ergänzt werden müssen, damit man auch ja alle nötigen Nährstoffe hat. Und das soll wirklich gesund sein?

      • tina sagt:

        vegane ernährung ist ansich erstmal einfach der verzicht auf tierprodukte. das muss nicht auch gesund sein

      • Adrian Wehrli sagt:

        Künstlich und gesund sind zwei Paar verschiedene Würste, es gibt „natürliche“ superungesunde Sachen, wie heiss gebratenes Rindsfleisch, innen roh oder einen wunderbaren französischen Blauschimmelkäse, beides göttliche Speisen, und sichere Killer. Und dann gibts künstliche Stoffe die also mehr als gesund sind; Xylit als Zucker, und viele gesunde „künstlich“ hergstellte Vitamine, Spurenelemente, usw….

      • Elsa sagt:

        Wieviele Menschen nehmen Vitaminpräparate weil sie zuwenig Früchte und Gemüse essen? Das ist weniger schlimm?

      • Onkel Arnold sagt:

        Dem Essen für die sogenannten „Nutztiere“ werden ebenfalls Vitamine beigemischt, wenn sie deren Körper und -säfte konsumieren, supplementieren Sie also auch, einfach indirekt.

  • Juliana sagt:

    Mich wundert schon sehr, was ich hier lese:

    Tofu für Kinder? Sojaprodukte haben einen Einfluss auf den Hormonhaushalt und der regelmässige Konsum ist daher umstritten.
    Quorn? Ebenfalls ein Produkt, dessen gesundheitlicher Mehrwert immer mal wieder in Frage gestellt wird.

    Ob es wirklich unbedenklich ist, einem Kind regelmässig Tofu und Quorn aufzutischen?

    Es wäre vielleicht besser, mehr als eine Ernährungsberaterin zu konsultieren, bevor Sie hier solche Empfehlungen im vielgelesenen Mamablog abgeben, Jeannette Kuster!

    • tina sagt:

      auch das ist ein wichtiger hinweis. diese ernährungsberaterin sollte sich hier zu den kritisierten punkten äussern. das ist totale fehlinformation. ich kann mir fast nicht vorstellen, dass eine ernährungsberaterin überhaupt so schlecht informiert sein kann

  • Paul Meier sagt:

    Eine fünfjährige kommt von sich aus drauf, dass sie Vegetarierin sein will?? Und sie nennt Vater und Bruder „Tierli Mörder“ und will nicht mehr mit ihnen am Tisch sitzen?? Gimme a break! Die Mutter ist Vegetarierin! Das arme Kind ist doch Opfer eines Familienkampfes. Der Issue ist doch nicht, soll es etwas mehr Käse essen oder gar B12 nehmen, sondern macht es Sinn, in einer Familie einen solchen Kampf auszuführen! Eine Familie zu spalten im Namen der „Vegi Religion“???

    • Tanja G. sagt:

      Ein Familienkampf…. das ist jetzt aber sehr an den Haaren herbei gezogen! Ein fünfjähriges Kind kann durchaus auf solche Gedanken kommen und auch der Ausdruck „Tierli Mörder“ ist nicht sehr überraschend für ein Kind in diesem Alter, welches sich bewusst wird, dass das Fleisch auf dem Teller, tote Tiere sind. Man darf kleinen Kindern durchaus zutrauen, dass sie die Welt wahrnehmen und sich viele Gedanken darüber machen!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Hahaha. Herrlich analysiert. Nur leider komplett falsch. Ich bin keine Kampf-Vegetarierin und kaufe sogar selber Fleisch für die Kinder (bzw jetzt noch für ein Kind).

      • Adrian Wehrli sagt:

        … ich fürchte die Analyse war sehr passend, Frau Kuster, das nennt man „Projektion“ und unbewusst. Aber ich denke, das wissen Sie ja schon …

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Adrian Wehrli, und warum projiziere angeblich nur ich, nicht mein Mann?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Es geht ja konkret um den Vorwurf „Tierlimörder“, und der kommt ja nicht unausgesprochen von Ihrem Mann …

      • Jeanette Kuster sagt:

        Aber von mir auch nicht, ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, einen Fleischesser so zu bezeichnen.Auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können, bin ich tatsächlich eine sehr tolerante Vegetarierin und der Meinung, jeder soll essen, was er will. Sonst hätte ich unsere Kinder ja gleich von Beginn weg vegetarisch ernähren können – nicht?

      • Adrian Wehrli sagt:

        Frau Kuster, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber heir meldet sich Ihr eigener Schatten durch die Stimme des Kindes. Sie können doch nicht aus Überzeugung Vegetariere sein und aus Überzeugung Mutter sein, und dann nicht als Mutter den beiden Kindern zu sagen:“ Fleisch essen, heisst Tiere töten und ich finde das nicht o.k.“
        Wenn Sie tolerant wären, würden Sie ab und zu ein Stück Fleisch essen mit den Kindern, und die Kinder mal ab und zu 3 Wochen lang auf Fleisch verzichten. Beide Seiten, auch Ihr Mann, wird daraus etwas mitnehmen können.

      • mila sagt:

        Ich sehe wirklich, was ‚tolerant‘ daran sein soll, wenn Vegetarier den Kindern zuliebe Fleisch essen sollen – und das als Nicht-Vegetarierin. Vielmehr verlangen Sie eine Anpassung an eine gesellschaftliche (Mehrheits-)Norm in einem Bereich (sehr) persönlicher Überzeugungen – und das scheint mir wiederum ziemlich intolerant. Komisch, dass Sie das nicht selbst merken

    • Sportpapi sagt:

      Und was wäre dann die Lösung? Der Vater verzichtet auch auf sein Fleisch? Die Mutter isst widerwillig? Habe die Situation auch schon gesehen und mir scheint, je weniger das ein Thema ist am Familientisch, desto besser.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die Lösung? Die Kleine soll kein Fleisch essen, wenn Sie aus moralischen Gründen nicht will, sehr löblich. Sie soll das aber nicht dem Bruder vorwerfen, sonst wird aus Ihr eine kleine Moralistin und dann kann Sie gleich anfangen hier zu bloggen …

      • Tanja G. sagt:

        Ich bin auch Vegetarierin, weil ich einfach kein Fleisch mag. Mein Mann und unser Sohn lieben Fleisch. Man kann also auch vegetarisch leben, ohne auf Kinder abzufärben, das ist durchaus möglich und meiner Meinung nach wahrscheinlich auch bei Frau Kuster so. Was die Toleranz betrifft: Ich kaufe und koche Fleisch, achte einfach beim Einkauf auf die Herkunft (Haltung) der Tiere. So stimmt das für mich (und ich denke für die Herren auch).

  • Ka sagt:

    Wie kann man mit mehr Milchprodukte dem Eisenmangel entgegenwirken? Komische Aussage der Ernährungsberaterin! Meine Empfehlung : kontrollieren Sie das Eisen 2 mal im Jahr und führen Sie es notfalls mit Tabletten zu.

    • tina sagt:

      ui ja, das ist aber echt peinlich für eine ernährungsberaterin. tatsächlich gehört milch zu einem der wenigen nahrungsmittel, die kein eisen enthalten. null, nix, nada. milch und milchprodukte kann man als eiweisslieferant nutzen, aber auch da gibt es pflanzliche alternativen

    • Martin Frey sagt:

      Welches sind denn die Grenzwerte für Eisen bei Fünfjährigen, ka? Ab welchem Wert soll man substituieren und aufgrund welcher Datenlage?

      • ka sagt:

        keine Ahnung, bin kein Arzt, das würd ich einfach beim Hausarzt überprüfen lassen. Gibt es da keine Datenlage???

      • Martin Frey sagt:

        Eben, das ist das Problem. Bevor Sie eine solche Empfehlung machen sollte man sich darüber bewusst sein, welche Konsequenzen man daraus ziehen soll und will.

      • ka sagt:

        @ Martin Frey: das hat mir eine Ernährungsberaterin geraten, kam dann aber nie zum tragen, da meine Kinder alle sehr gerne Fleisch essen. Trotzdem hatte eines der Kinder aber schon Eisenmangel, weil es Spitzensport betreibt. Dann gibt es bei uns jeweils Pferdefleisch. Übrigens hat mir eine Ärztin gesagt, dass die min. B12 Werte bei den Amis viel höher angesetzt sind, als bei uns in Europa. Grenzwerte sind also auch kulturell festgelegt. Wichtig ist das persönliche Gesundheitsempfinden.

    • Thomas Gerber sagt:

      Ich interpretiere das jetzt so, dass das mit den Milchprodukten auf den Vitamin-B12-Mangel bezogen gewesen ist, und nicht auf den Eisenmangel. Ich denke auch, dass ein Vitamin-B12-Mangel bei Vegetariern ein um Meilen grösseres Risiko darstellt als ein potentieller Eisenmangel. Vielleicht war das der Ernährungsberaterin auch klar, und vielleicht ist sie hier auch etwas irreführend zitiert. Es gibt einfach genug eisenreiche Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Gemüse etc. Eisenmangel ist eher ein Problem bei unausgewogener Ernährung als bei Vegetariern.

      • ka sagt:

        Das habe ich aber schon ganz anders erlebt. Gerade Mädchen in der Pubertät, die sich ja auch öfters in dieser Phase für Vegetarier erklären, leiden unter Eisenmangel. Ist natürlich auch noch abhängig von ihrer körperlichen Aktivität. Wird viel Sport getrieben, ist die Eisenzufuhr ohne Fleisch schwierig zu gewährleisten.

  • Simone sagt:

    ich koche aus verschiedenen Gründen nie Fleisch und kaufe auch kein rohesssfleisch ein.
    meine Kinder essen auch regelmäßig am Mittagstisch oder in anderen Haushalten- sie essen
    dort Fleisch, wenn es das gibt.
    meine Kinder sind gesund und normalgewichtig und meine Kinder hatten und haben immer wieder „essphasen.“ ich vertraue darauf, dass sie spüren, was ihr Körper braucht- pizzaresten oder Schoggimousse zum zmorge das gibt es bei uns.
    einen Kampf ums essen finde ich ungesund.

  • Stephan sagt:

    Bin 35 und nun seit 32 Jahren Vegetarier.
    Bis jetzt fehlt mir nichts und ja, man kann in dem Alter aus eigenem Willen Vegetarier werden.
    Ich habe übrigens, meines Wissen, nie versucht jemanden zum Vegie zu machen (fand das ganze „Fleisch ist Mord“ immer einwenig peinlich, aber bei mir wurde immer massiv fürs Fleischessen geworben.

  • Daniela sagt:

    Ich kenne viele, die sich „nur“ vegetarisch und nicht vegan ernährt haben und einen Vitamin B12 Mangel haben. Es lohnt sich, sich zu informieren, gerade bei Kindern.

    • Daniel sagt:

      Ich kenne auch viele die sich „normal“ ernähren und Vitamin B12 und weitere Mängel haben. Eine bewusste und vorallem ausgewogene Ernährung hat nichts mit vegetarisch, vegan, flexitarische oder so zu tun.

    • Brunhild Steiner sagt:

      auch mit nicht-vegetarischer Ernährung kann man Mangelerscheinungen aufweisen,
      bloss „Fleisch essen“ reicht nicht.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Vitamin B12 wird im Darm von Bakterien gebildet (Intrinsic-Faktor dient der Aufnahme von Cobalamin im Hüftdarm). Auch Kinder/Erwachsene/alte Menschen, die Fleisch essen, können an Vit. B12 Mangel leiden, weil sie Darmprobleme haben. Hat wohl auch damit zu tun,dass unsere Nahrungsmittel heute zu steril sind. Einfach mal ein Rübli ausrupfen und direkt essen –> Vit. B12 Problem gelöst.
      Frage: woher haben übrigens die Tiere die Bausteine für das Vit B12? Wird heute B12 nicht auch ins Mastfutter beigefügt?

      • Anna Wetherell sagt:

        Sorry Herr Hintermeier, was sie da erzählen, stimmt nicht. Zwar wird in unserem Darm tatsächlich B12 gebildet, jedoch wird B12 nicht im Dickdarm, sondern im Dünndarm aufgenommen, sprich das im Dickdarm gebildete B12 ist für uns völlig nutzlos. Und da man mit ungewaschenem Gemüse / Früchte auch sonst noch allerlei aufnehmen kann, das sich nicht positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, ist diese Empfehlung ebenfalls undurchdacht.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @AW: Also,wenn Sie nicht wissen,dass der Hüftdarm ein Teil des Dünndarms ist,sind Sie nicht unbedingt eine Expertin in Ernährungsfragen: Zitat: „Und da man mit ungewaschenem Gemüse / Früchte auch sonst noch allerlei aufnehmen kann, das sich nicht positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, ist diese Empfehlung ebenfalls undurchdacht.“ Danke, Sie bestätigen mich,mit unserer übersterilen Gesellschaft (ich hab es als Kind immer so gemacht mit den Rübli, natürlich Bio?). Leiden Ihre Kinder an Allergien? Ein langjähriger Freund von mir ist Arzt und er setzt sich detailliert mit dem B12 auseinander.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @AW: Wie gesagt, wenn den heutigen Masttieren auch B12 ins Futter gegeben wird, dann kann es der Mensch auch direkt zu sich nehmen, falls er Probleme damit bekommt. Gehen Sie mal in die Geriatrie, dort wird praktisch standardmässig bei allen älteren Menschen eine Vit.B12 Spritze in den Muskel gegeben (nicht nur bei den Vegis). Soviel zum Vit B 12 Problem, das ein gesellschaftliches Problem ist.Mögliche Ursachen: Qualität der Böden/Lebensmittel (Cobalt), zu sterile Verarbeitung, Darmprobleme…)

    • mira sagt:

      Mein Mann ist ein ausgesprochener Fleischliebhaber. Nach andauernden Schwächezuständen und Schwindel wurde bei ihm ein Vitamin B12 – Mangel festgestellt. Als Veganerin ohne B12 – Mangel (ich nehme B12-Tabletten) fand ich das doch ziemlich belustigend. Mittlerweile hat er seinen Fleischkonsum der Gesundheit zuliebe auch zurückgefahren.

  • Martin Frey sagt:

    Persönlich habe immer Mühe damit zu glauben dass eine Fünfjährige von selber auf den Gedanken kommt dass es keine tierischen Produkte mehr essen will. Bin überzeugt dass man durchaus Gründe dafür bei sich selber und den eigenen Handlungen und Äusserungen findet wenn man sich kritisch hinterfragt. Eine solche Haltung entsteht in dem Alter nicht einfach so.
    Solange man sich nicht vegan ernährt ist die Gefahr abschätzbar, insbesondere wenn man sich ovo-lacto vegetarisch ernährt. Das dürfte, ähnlich wie die wenig Fleisch-Esser, noch am gesündesten sein. Wobei die Lehrmeinungen etwas im Fluss sind.

    • tina sagt:

      du hast aber schon auch kinder, oder MF? ich halte es eher für normal in der entwicklung, dass kinder sich bewusst werden, dass das süsse kälbli und das flauschige bibeli tot auf unseren tellern landen, und deswegen ein teil der kinder eine herzensentscheidung treffen. anderen ist es völlig wurscht tote tiere zu essen, ich halte diese kinder nicht für weniger herzensgesteuert. mein 3 jähriger war in der lage begeistert tote fische zu bestellen. mit augen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Martin Frey

      ich kam als Kind nie auf den Gedanken kein Fleisch mehr essen zu wollen, dafür auf viele andere Gedanken…, und fand es immer sehr frustrierend wenn ich mit Erwachsenen zu tun bekam, welche Kindern ein eigenständiges Denkvermögen abgesprochen haben.

    • Brunhild Steiner sagt:

      und hier noch die Expressvariante

      @Ma rtin Fre y
      ich kam als Kind nie auf den Gedanken kein Fleisch mehr essen zu wollen, dafür auf viele andere Gedanken…, und fand es immer sehr frustrierend wenn ich mit Erwachsenen zu tun bekam, welche Kindern ein eigenständiges Denkvermögen abgesprochen haben.

      • mila sagt:

        @BS: Genau – meine volle Zustimmung.

      • Sportpapi sagt:

        “ und fand es immer sehr frustrierend wenn ich mit Erwachsenen zu tun bekam, welche Kindern ein eigenständiges Denkvermögen abgesprochen haben.“ Vielleicht haben die Erwachsenen diesbezüglich ja durchaus Erfahrung? Mir scheint es jedenfalls, man nehme die Aussagen von Kindern heute manchmal eher zu ernst.

      • Juliana sagt:

        @SP: „Mir scheint es jedenfalls, man nehme die Aussagen von Kindern heute manchmal eher zu ernst.“

        Kommt mir auch häufig so vor.

      • Carolina sagt:

        Aber das hat MF doch gar nicht….. Aber jeder, der Kinder hat, weiss doch, dass Entscheidungen dieser Art nicht unbedingt von Dauer sind. Wir hatten hier schon den Fall eines Vaters, dessen Sohn darauf bestand, Mädchenkleidung zu tragen – worauf er ihn darin unterstützte und das auch tat. Ist das tatsächlich ‚Selbstbestimmung achten‘? Oder ist es nicht vielmehr unsere Aufgabe, auch darauf zu achten, dass Kinder im Kreise einer Familie lernen, sich achtsam zu verhalten, nicht auf Teufel-komm-raus ihren Willen durchsetzen? Auch eines unserer Kinder wollte irgendwann nur noch vegetarisch essen:

      • Carolina sagt:

        /2 wir haben sie darauf hingewiesen, dass das ihre Entscheidung sei, für sie aber nicht extra gekocht werde. Und Tiraden über Tierli Mörder haben wir uns verbeten, denn bei uns wurde immer Wert auf eine nachhaltige Ernährung gelegt. Sie war bis irgendwann kurz nach der Pubertät tatsächlich anti Fleisch, irgendwann hat sich das geändert.
        Brunhild, ich bin mir sicher, auch Sie hätten als Kind nicht erwartet, dass Ihre Eltern für jede Ihrer Ideen das Familienleben angepasst hätten – und trotzdem haben sie Ihnen wahrscheinlich (hoffe ich jedenfalls für Sie) eigenständiges Denkvermögen zugestanden.

      • Carolina sagt:

        Das obige geht an Brunhild! Sorry!

      • mila sagt:

        Fairerweise sollte man festhalten, dass Frau Kuster nirgends dafür plädiert hat, sich als Familie den Tochterwünschen zu ‚beugen‘, respektive den ‚Kindswillen‘ über alles zu stellen. Übrigens auch Brunhild nicht. Aber ich hielte es doch für etwas hart, einem jüngeren Kind, das (zeitweise) kein Fleisch essen will, keine Alternative zur Lasagne etc. zu geben – ein Käsebrot mit Salat ist z. B. schnell gemacht. Im Teenageralter können sie sich dann, Kochunterricht sei dank, bei Bedarf selbst versorgen. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        gutes Beispiel mit den Röcken, wer hat jetzt da die Vorlage für diesen „nicht-selbstständig erarbeiteten Entschluss des Kindes“ geliefert, beeinflusst, was auch immer?
        Um das geht es mir, das Anerkennen das Kinder eigenständig zu Entschlüssen kommen können, aber auch viel weiter gefasst, ganz grundsätzlich Eigenes denken können, weiterdenken wollen und vieles mehr, ohne dass bestimmte Vorgaben herrschen würden.

    • mila sagt:

      @MF: Muss man sich denn in dieser Frage überhaupt kritisch hinterfragen? Natürlich wird es einem Kind nicht entgehen, wenn ein Elternteil (oder beide) sich vegetarisch ernähren. Was wäre denn jetzt die angebrachte Lösung: dass vegetarische Eltern sich um des Kindes Willen zum Fleischkonsum ‚überwinden‘? Sehe ich (als Nicht-Vegetarierin) nicht so, zumal eine vollwertige vegetarische Ernährung möglich ist, auch für Kinder. Probleme habe ich lediglich damit, wenn Eltern ihren Kindern ihre Essenseinstellung um jeden Preis aufzwingen wollen, ohne Rücksicht auf dessen Bedürfnisse. /

      • Martin Frey sagt:

        Ich finde schon dass diese Frage gestellt werden kann. Natürlich entgeht einem Kind nicht, wenn sich ein Elternteil völlig anders ernährt, orientieren sich Kinder in diesem Alter ja noch fast ausschliesslich an den Eltern. Wenn man dann natürlich detailliert Auskunft über den Bolzenschuss zwischen die herzigen Kälbliaugen gibt, muss man sich über eine entsprechende Verhaltensänderung beim Kindergärtler nicht mehr wundern. Wobei die Fleischvermeidung dann whs. noch das kleinere Problem darstellt…
        Ich bleibe dabei, ein Fünfjähriger kommt nicht von sich aus auf Tierfabriken und Schlachthöfe.

      • Marie sagt:

        @ MF: schliessen Sie nicht von sich auf andere: Ich selber kam schon mit 5 Jahren auf den Gedanken, dass etwas nicht stimmt, wenn wir Tiere essen. Und auch, dass es besonders verlogen ist, dass wir Kälber essen, nicht aber Katzen.

        Aber die Kapazitäten sind nun halt mal unterschiedlich verteilt …

      • Martin Frey sagt:

        Stimmt Marie, es können sich nicht alle teures Kalbfleisch leisten. Es gibt viele Leute, ja ganze Weltregionen, die müssen aus Kapazitätsgründen auf Katzen ausweichen.. 😉

      • Marie sagt:

        @ MF: ich finde es genauso verwerflich, Katzen zu essen wie jedes andere Tier. Deshalb amüsiere ich mich bestens über diejenigen Carnivoren, die andere bzgl. der Spezies-Wahl ihres Essens verurteilen.

      • Widerspenstige sagt:

        Interessante Sicht der Dinge: wenn das Fleisch genug teuer ist, dann ist es erlaubt gemäss Aussage von MF. Ist das Fleisch jedoch aus ‚Kapazitätsgründen‘ (was auch immer das heissen soll….hihi) in wohl ärmeren Weltregionen im Kochtopf zum Verzehr bereit (auch wenn darin Katzen oder Hunde schmoren), dann ist es verachtenswert. AHA.

      • Martin Frey sagt:

        Sie sprechen wie so oft in Rätseln, WS. Oder tut Ihnen die Hitze nicht gut? Mache mir langsam Sorgen….

    • Widerspenstige sagt:

      Tja, mein Eindruck über MF erhärtet sich mit solchen Aussagen….

      • Carolina sagt:

        Ich bin froh, dass MF diese Fragen aufwirft – das muss ja wohl erlaubt sein. Er versucht mit keinem Wort, das Selbstbestimmungsrecht einer 5-Jährigen in Frage zu stellen (wobei ich meine, dass man sehr wohl darüber diskutieren kann, inwieweit – anders im heutigen Fall – solche ‚Entscheidungen‘ eines Kindes die ganze Familie beeinflussen dürfen), sondern stellt fest, dass Eltern und ihr Verhalten immer einen Einfluss auf die Kinder haben. Wie wir den nutzen/nicht nutzen bzw ausnutzen ist eine ganz andere Frage……

      • Martin Frey sagt:

        Danke, Carolina! 🙂
        Auch wenn sich mir nicht gänzlich erschliesst, was genau die Dame zum Thema beitragen wollte…

    • mila sagt:

      Aber das gilt genauso für rigorose Vegetarier und Veganer wie für alle anderen Formen von ‚Orthoexiern‘. Den Schaden, den salatpickende, ständig auf Diät seiende, auf Mahlzeiten verzichtende ‚Gesundheitsbewusste‘ bei ihren Kindern ausrichten (in punkto Essstörungen), halte ich gesamtgesellschaftlich betrachtet um einiges bedenklicher.

      • Marie sagt:

        Hui, mila, Ihre persönliche Meinung stimmt da leider nicht. Denn gesellschaftlich gesehen ist es sicher nicht falsch, sich gesund zu ernähren, die Krankenkassenprämienzahler dankens. Über die globalen gesellschaftlichen Auswirkungen unseres gierigen Fleischkonsums wollen wir gar nicht erst reden!

      • mila sagt:

        Sie haben (mich) falsch, bzw. nicht ganz im Kontext gelesen, Marie.

    • Martin Frey sagt:

      Ich habe mit keinem Wort Kindern ein eigenständiges Denkvermögen abgesprochen, Frau Steiner. Es gibt jedoch altersgerechte und weniger altersgerechte Themen sowie Kommunikationsmittel. Oft sind sich Eltern nicht bewusst wie subjektiv (ob gewollt oder ungewollt) und wie wenig kindsgerecht sie diese Informationen weitergegeben werden. Genauso wie bei den Filmen gibt es auch für anderes gute Gründe für Altersgrenzen.
      Filme, Fotos usw des VgT sind meines Erachtens ungefähr so kindsgerecht wie die Youtube-Filme aus dem Kalifat. Und dort würde wohl auch kein Kind freiwillig hinreisen wollen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Natürlich haben Kinder ein eigenständiges Denken, insofern der Mensch überhaupt so etwas wie „eigenständiges Denken“ hat. Unser aller Eigenständigkeit ist stets bedingt.
        Genauso fraglos ist es, dass die Eltern massgeblich Einfluss auf den Wertemassstab der Kinder haben. Durch Vorbild (hier ist die Mutter Vegetarierin), durch das was sie sagen, aber auch dadurch wie sie nonverbal ihre inneren Werte mitteilen. Zudem allem kommen noch die vererbten Gene.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin Fr ey

        wenn Sie davon ausgehen dass das Kind erst entsprechend „gefüttert worden ist“, möglich-
        aber übersehen Sie nicht dass es auch Kinder gibt welche sich von sich aus Fragen zu allen möglichen Themen, unbesehen ob von den Eltern serviert oder nicht, stellen und Antworten fordern, nachhaken, sich nicht mit abwimmeln zufrieden geben. Zu meiner Zeit gabs keine youtube-Filmchen, wir hatten auch sehr lange kein TV. Aber ich hatte Augen, Ohren und dazwischen ein bitzli Hirn. Inputs kamen logischerweise auch von aussen, aber nicht nur.

      • Martin Frey sagt:

        Liebe Frau Steiner
        Aus eigener Erfahrung (@tina) weiss ich, wie schwierig es ist, unsere Kinder NICHT zu beeinflussen, derartige völlig berechtigte und natürliche Fragen so objektiv und wertfrei wie möglich mit unseren Kindern zu besprechen auf dass sie sich tatsächllich eine eigene Meinung bilden die nicht unsere einfach spiegelt. Gerade bei Themengebieten wie diesen. Die grösste Beeinflussung von Fünfjährigen, so hoffe ich zumindest, erfolgt ja immer noch durch die Eltern.
        Aus Begriffen wie Tierlimörder muss man folgern dass die Fleischaversion nicht ganz so spontan und wertneutral entstand.

      • Jonas Vonlanthen sagt:

        Erziehung ist subjektiv. Auch wenn du versuchst, mit offenem Blick deine Kinder zu erziehen, scheint dein persönliches Muster immer irgendwo durch. Muss wohl auch so sein. Du willst ja deinen Kindern auch etwas von den dir wichtigen Werten mitgeben. Das ist per Definition nicht objektiv…

        Ich bin leidenschaftlicher Fleischesser. Trotzdem haben auch meine Kinder die Fragen nach Herkunft, Schlachtung, Haltung, Transport, etc. gestellt. Noch heute (sie sind 8-10 Jahre alt) ist das immer noch ein recht häufiges Thema. Finde ich auch gut so.

  • Daniela sagt:

    Ich habe mich selber als Kind bis 23 vegetarisch ernährt und hatte dann einen massiven Vitamin B 12 Mangel (Gleichgewichtsstörungen, extreme Müdigkeit, nervliche Probleme). Mit einfach ein bischen mehr Käse und Milch essen ist es nicht getan. Gerade bei Kindern würde ich mich betreffend Vitamin B12 genau informieren und ev. das Vitamin zusätzlich einnehmen. Ich habe dann wieder angefangen Fleisch zu essen. Man kann den Kindern auch erklären, dass man bewusst Fleisch essen kann, dass heisst nicht so oft, und dass man beim Kauf achten kann was für Fleisch man kauft.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Übers Thema „bewusst Fleisch essen“ haben wir schon öfters geredet. Eigentlich immer dann, wenn sie auf die M-Budget-Würtchen losgerannt sind und ich erklären musste, weshalb ich die nicht kaufe…

      • tina sagt:

        ich glaube allerdings nicht, dass m-budget qualitativ schlechter ist, als die anderen normalen konsumgüter, die nicht bio, fairtrade usw sind. billiger sind sie ja nur wegen dem einheitlichen verpackungsdesign

      • Lena sagt:

        Wie immer ist es wohl auch hier bei jedem Mensch anders: ich ernähre mich ebenfalls seit ich ca 6 Jahre alt bin vegetarisch. Ich hatte nie Vitamin B12 oder Eisenmangel (auch nicht während der Schwangerschaft). Und fühle mich auch sonst fit und gesund. Natürlich sollte man aber schauen, dass das Kind genügend der nötigen Vitamine erhält. Aber automatisch anzunehmen, dass eine vegetarische Ernährung Mangelerscheinungen mit sich bringt, stimmt nicht.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Da gebe ich Ihnen recht, Tina. Ich kaufe aber nur „Label-Fleisch“ (ausser Mini-Pic, ich gebs zu…) und das ist sicher besser als die M-Budget-Produkte, die meine Kinder manchmal so toll finden.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Meine Frau ist auch Vegi und sie hatte super Eisenwerte nach der Geburt (sie hatte auch ordentlich Blut verloren, war ja dabei und habe es gesehen). Sie konnte nach 2 Tagen schon nach Hause gehen und andere, die Fleisch essen, mussten noch bleiben, weil die Eisenwerte zu tief waren. Geheimtipp für gute Eisenwerte gerade für Frauen: täglich grüne smoothies! (natürlich sind auch alle Menschen/Körper verschieden)

      • Annika sagt:

        Weiss grad nicht ob Migros oder Coop, aber wos Minipic gibt, gibts jetzt auch Bio Minipic, hab ich letztens gesehen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Annika, in unserer Migros gibts die eben nicht mehr, leider. Weiss gar nicht, ob die überhaupt noch hergestellt werden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Daniela

      möglicherweise war das von Ihren Eltern gelieferte „bisschen mehr Käse&Milch) unzureichend und Grund für die Entwicklung des Vitaminmangels, bin zwar selber nicht Vegetarierin, aber gut genug über die verschiedensten Lebensmittel informiert um zu wissen dass es ohne Fleisch schon gehen würde- bloss muss man es dann eben wirklich gründlich durchdacht haben. Bei Frauen wäre, bezügl Mangelerscheinungen, die Mensstärke noch zu berücksichtigen.

    • Livia sagt:

      Ich ernähre mich genauso freiwillig wie die Tochter seit dem 3. Lebensjahr konsequent vegetarisch, bemühte mich nie um „Ersatzprodukte“ und habe bessere B12 und Eisenwerte als mancher Fleischessende. Gut beobachten und nicht nervös werden ist da meine Devise.

    • Yves sagt:

      Frau Kuster, kennen Sie Natur-Konkret? Das gehört zum besten „Label-Fleisch“ in der Schweiz! Das Fleisch stammt von Tieren aus dem Tessin, die das ganze Jahr im freien leben. Kein Stahl, kein Kraftfutter, nur Gras oder Heu. Natürlich hat das auch seinen Preis. Aber wir essen lieber nur 2-3 mal pro Woche Fleisch, dafür aber von hervorragender Qualität. Das darf auch etwas kosten.

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Yves, das kenne ich tatsächlich, mein Mann schwärmt immer davon. Wir werden von meinen Eltern regelmässig damit beliefert. 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Yves

        „…nur 2-3 mal pro Woche Fleisch…“
        also „nur“ finde ich dreimal ja nicht unbedingt…

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ist doch schön,Ihre Tochter hat das Herz noch am rechten Fleck,es ist ihr zuwider unnötig Tierli das Leben zu nehmen.Bitte lassen Sie ihrem Kind die FREIE WAHL und unterstützen Sie es auch als Vegi (hoffen/sagen Sie nicht nur,dass es bald wieder Fleisch isst).Ich kenne einige Leute,die haben das ganze Leben nie Fleisch gegessen,überhaupt kein Problem(siehe auch Bishnoi in der Tharwüste).Kaufen Sie ihr doch bitte Vegi Vleisch (Vegusto),die nehmen die gleichen Gewürze wie die Metzger und deshalb schmeckt es auch prakt. gleich(soweit ich das beurteilen kann),so muss sie nicht auf Wurst verzichten

    • Flexitarier sagt:

      Vegi Fleisch? Warum müssen Vegis (wie auch Veganer) ihre Menüs immer nach Fleischgerichten benennen? Ich kreiere ja auch keinen Salat aus Hackfleisch…Und ein guter Metzger hat seine eigenen Gewürze, die er sicherlich niemandem verrät. Und schon gar nicht für die Produktion einer Vegi Wurst! Man kann sich auch alles einreden.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @F: solches Vegivleisch kann eben gerad in solchen Fällen, wie im Artikel beschrieben, helfen. Der Genuss steht dann nicht im Widerspruch zur Tierliebe. Ich fand es noch kreativ mit dem V für F, aber ich bin da auch voreingenommen 🙂 . Ein weiterer Grund ist, es soll so deklariert werden, dass man/frau als Vegi heute auf nichts verzichten muss, überall teilnehmen kann, nicht sozial ausgeschlossen wird (ständig blöde von den Fleischessern angemacht wird). Vegatarismus ist eine sehr genussvolle Ernährungsform. Lassen Sie uns doch unser Vleisch! Sie wollen auch,dass wir Ihnen Ihres lassen.

    • Rainer Schmuck sagt:

      Das mit der FREIEN WAHL ist bei kleinen Kinder so eine Sache. Viele Kinder würde sich dann ausschliesslich von Süssigkeiten oder bestenfalls nur von Spaghetti mit Tomatensauce ernähren. Ich hoffe da sind sich alle einig, dass dies nicht gesund ist und einer gesunden Entwicklung der Kinder eher im Wege steht.

  • Joshua Santi sagt:

    Weiss nicht…meine ex wurde veganer bis sie im Spital landen müssen. Aber prinzipiell ist das Thema privat sache. Es gibt eben Eltern die keine Impfung ihre Kindern erlaubern, manchmal, so wie im Spanien letzte Monat, mit tragischen Konsequenzen.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Vegan- und Vegetarismus sind zwei verschiedene Sachen. Shanti!

    • Flexitarier sagt:

      Wenn Ihre Ex ins Spital musste weil sie sich vegan ernährte, war sie vermutlich auch nur eine der vielen neuzeitlichen Hippie-Nerds-Veganer, die keine Ahnung haben, aber alle Fleischesser in den gleichen Topf werfen. Alles Tierli-Töter….

      • Marie sagt:

        Naja… Fleischesser sind nun mal Tierlitöter. Wenn nicht selber, dann geben sie’s in Auftrag….
        (im übrigen gilt dasselbe für Eier- und Milchkonsumenten).

      • hans reuter sagt:

        Das ist so und das ist auch ok. niemand sollte sich ein schlechtes gewissen machen müssen wenn ein tier zum essen getötet wird. nichts als normal.

      • Marie sagt:

        Ob das ok ist, ist eine schwierige Frage… Können Sie das begründen? Weshalb es ok ist, Tiere zu essen, nicht aber Menschen?

        Worin ich Ihnen zustimme: in unserer Gesellschaft ist es zum heutigen Zeitpunkt legal. Wie künftige Generationen urteilen werden, bleibt abzuwarten.

      • tina sagt:

        es geht doch sowieso mehr darum dass die tiere als nutztiere betitelt und ausgebeutet werden, und wie sie gehalten werden bis sie geschlachtet werden, als um den fakt dass die tiere geschlachtet werden.
        genau marie. vegetarier zu sein ist fast das selbe wie moderat fleisch zu essen, wenn man es aus der perspektive bewertet, ob man tiere als nutztiere hält und tötet.
        ein schlechtes gewissen nutzt niemandem etwas, aber doch: man sollte sich schon bewusst sein, was man isst, und was die begleitumstände sind! statt schlechtes gewissen wäre besser, so zu leben, dass man dazu stehen kann

    • mira sagt:

      Wer sich gesund vegan ernähren will, der muss ich mit Nährstoffen auseinandersetzen. So, wie das alle anderen auch sollten. Ich kenne auch jemand, der ungedingt auf B12-Supplementation verzichten wollte und sich dann wunderte, dass er immer schwächer wurde. Mir ein bisschen gesundem Menschenverstand, lässt es sich aber sehr gut vegan leben. Und da ganz ohne diese ganezn industriellen „Ersatz-Produkte“, die reine Geldmacherei sind..

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