Schlaftraining für zwei Monate alte Babys: Geht’s noch?

Mamablog

Babys sollen ihren eigenen Schlafrhythmus finden können. Foto: Torbeln Ronning/Flickr

Ich habe schon einiges gehört über Schlafmethoden für Babys. Als ich jedoch den aktuellen Beitrag in der «New York Times» zum Thema las, zog sich mein Magen regelrecht zusammen. Darin ist vom Schlaftraining nach Dr. Michael Cohen die Rede, einem in New York tätigen Kinderarzt, der mittlerweile Praxen in verschiedenen Städten betreibt. Er empfiehlt, schon acht Wochen alte Babys am Abend in ihr Bettchen zu legen und sie erst zwölf Stunden später wieder herauszunehmen. Ins Zimmer schauen, trösten, füttern – alles verboten. Das Baby bleibt alleine, weint womöglich stundenlang, soll sich aber dadurch innert etwa dreier Tage daran gewöhnt haben, dass niemand komme. Und werde fortan zwölf Stunden durchschlafen. «Die einzige Frage ist, ob Sie den Mumm haben, das durchzuziehen», wird Dr. Cohen zitiert. «Falls ja, wird es funktionieren.»

Die Theorie, dass man Kinder weinen lassen soll, damit sie lernen, sich selber zu beruhigen, ist nicht neu. In der Regel wird diese Empfehlung aber eher für ältere Babys gegeben. Und vor allem nicht gleich für eine ganze Nacht, sondern es wird (zum Beispiel bei der Ferber-Methode) empfohlen, in regelmässigen Abständen wieder ins Zimmer zu gehen und dem Baby damit zu versichern, dass man noch da ist.

Auch Dr. Cohen hatte seine radikale Methode anfangs nicht für so junge Babys propagiert. Zu Beginn empfahl er das Schlaftraining für viermonatige Kinder, dann für dreimonatige, bis er schliesslich Eltern mit vier Wochen alten Babys dazu riet. Davon ist er mittlerweile wieder abgekommen, weil diese Eltern noch viel zu emotional reagiert hätten: «Keiner war bereit dafür».

Einen Monat später hingegen sollen es die Eltern sein. Diejenigen zumindest, die den «Mumm» dazu haben. Ich hätte den nicht gehabt. Wann immer eines meiner Babys geweint hat, musste ich sofort zu ihm gehen, es hochheben, trösten. Ich war jeweils beim ersten Pieps hellwach und hätte es schlicht nicht ausgehalten, das Weinen zu ignorieren. Alleine die Vorstellung daran schmerzt. Und ich bin überzeugt, dass das kindliche Weinen und die unverzügliche mütterliche Reaktion darauf ihren Sinn haben. Ein Baby weint nicht grundlos. Vielleicht hat es Hunger, vielleicht ist ihm zu warm oder zu kalt, vielleicht braucht es einfach gerade nur die elterliche Nähe, um sich sicher zu fühlen. Was auch immer es ist, das Weinen signalisiert ein Bedürfnis. Und dieses zu ignorieren, anstatt es zu stillen, ist für mein Empfinden absolut widernatürlich.

Bestimmt gibt es einzelne Babys, die mit zwei Monaten ganz von alleine schon durchschlafen. Und das ist wunderbar für die Eltern. Aber müssen wir deswegen wirklich schon wenige Wochen alte Würmchen trainieren, damit auch sie das möglichst früh schaffen? Sich möglichst bald unserem Erwachsenenrhythmus anpassen? Warum geben wir ihnen nicht einfach die Zeit, sich in ihrem ganz eigenen Tempo zu entwickeln? Der Tag, ab dem sie vermehrt nach Schema funktionieren sollen, kommt noch früh genug.

118 Kommentare zu «Schlaftraining für zwei Monate alte Babys: Geht’s noch?»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Solche drastische Ein- und Durchschlafmethoden sind nichts Neues, sondern ein Relikt aus der Nazizeit. Die damalige deutsch/österreichische Ärztin Johanna Haarer gab unter anderem das heute sehr umstrittene Buch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ heraus. Darin stehen Sätze wie: dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen.“ Da stehen einem die Haare zu Berge:(! Erst recht, wenn solche Methoden noch heute empfohlen und angewendet werden :(! Unverständlich!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Man muss ja nicht zwingend alles stehen, liegen und fallen lassen und panisch zum Kleinkind hinerennen. Unter Umständen reicht die entfernte Stimme des Elternteils aus einem anderen Raum um das Kond zu beruhigen. Es ist auch nicht so schlimm, wenn es ausnahmsweise mal rasch warten/weinen muss, weil wir auf dem WC oder am Duschen sind, solange wir uns danach umgehend um es kümmern. Systematisches Schreien lassen um den „Willen des Kindes zu brechen“ und es so zum Ein- und Durchschlafen zu zwingen, verurteile ich jedoch aufs Schärfste, denn dies kommt Folter und Kindsmisshandlung gleich :(!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Ich verstehe dass Eltern von Schreibabies in ihrer Not und Verzweiflung zu Methoden greifen für bessere Nächte. Doch gerade JLKSL und Ferbern können bei v.a. sensiblen Babies zu Traumas führen und das Urvertrauen zerstören. So kleine Kinder haben weder Zeit- noch Raumgefühl. Ob sie „nur“2 oder 20 Minuten schreien müssen, können sie nicht einordnen, für sie ist es Stress pur, Verlustängste (Mami weg, kommt nicht mehr) möglich. Ich verurteile nicht die Eltern, die solche umstrittenen Methoden anwenden, sondern die Methoden selber. Es gibt viel bessere und fürs Kleinkind viel harmlosere als JKKSL

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Selbst Richard Ferber, Begründer der gleichnamigen Ein- und Durchschlafmwthode distanziert sich davon zum Glück! Nein, Babies schreien nicht, um uns auf der Nase rumzutanzen, sondern um uns ihr Befinden und ihre Gefühle kundzutun. Weinen ist neben Lachen während einer relativ langen Zeit die einzige Kommunikationsmöglichkeit. Sie teilen sich so mit, egal ob sie Angst, Hunger, Schmerzen haben, noch nicht müde sind oder einfach noch etwas Nähe brauchen. Eltern sind wir nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Sein Kind und seine Gefühle zu ignorieren, ist herzlos, brutal, Kindsmisshandlung :(!

  • Widerspenstige sagt:

    Ein Aspekt wurde völlig ausgelassen oder ich habe es überlesen: ein Baby, das mit Kaiserschnitt auf die Welt geholt wurde, neigt in den ersten Wochen eher zum Schreikind zu werden als eine im Verhältnis dazu Spontangeburt. Der natürliche Geburtsverlauf begünstigt die Anpassungsphase vom warmen Uterus der Mutter in die kalte unbekannte Welt. Und nein, ich habe nicht gesagt, dass ich deswegen gegen Kaiserschnitte bin, sondern nur als Überlegungswert erwähne. Dann können mit einem Schreikind geplagte Eltern es vielleicht besser einordnen. Es wäre eine nähere Studie wünschenswert.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Wie schlimm ist denn so was?! Echt, ich bin geschockt über die Ansichten dieses Arztes. Ein Säugling einfach so weinen zu lassen und seinem Schicksal zu überlassen, ist grausam und grenzt an Kindsmisshandlung! Ein Baby schreit nie einfach so grundlos und um uns zu manipulieren, zu ärgern etc. Dazu sind Kinder sehr lange kognitiv gar nicht in der Lage. Sie tun dies, weil sie Angst, Hunger, Schmerzen haben, noch nicht müde sind, noch bisschen Nähe brauchen… Wer als Eltern solche Bedürfnisse nicht stillen mag und sein armes Kind schreien lassen will, soll lieber erst gar keine Kinder haben 🙁

  • Juliana sagt:

    Ein Baby 12 Stunden allein lassen, das geht natürlich gar nicht. Babys sollten im ersten Jahr sowieso nicht allein im Zimmer übernachten, sondern die Schlafgeräusche von jemand anderem noch hören, das vermindert Todesfälle durch den plötzlichen Kindstod massiv.

    Allerdings wird das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ auch hier wieder mal als Vergleich hinzugezogen und (zu Unrecht!) kritisiert. Die darin beschriebene Methode ist sehr viel schonender, weil das Kind maximal 10 Minuten (ab dem dritten Tag, vorher 3, 5, 7 Minuten!) allein gelassen wird…

    • Juliana sagt:

      Man sollte zudem die Erschöpfung der Eltern durch die nächtliche Störung nicht unterschätzen. Dieser Stress ist eine riesige Belastung und wird sich früher oder später auf das Kind (und auf die Beziehung!) übertragen.

      Ist eine enge, vertrauensvolle Beziehung zum Kind vorhanden, kann man sich und seinem Kind für kurze Zeit auch ein gewisses Mass an Stress zumuten. Das Erlernen der neuen Gewohnheiten ist für das Kind zunächst nicht angenehm, aber eine stabile Beziehung wird dadurch nicht gefährdet.

      Sobald das Kind die neuen Schlafgewohnheiten gelernt hat, geht es allen Beteiligten besser…

    • 13 sagt:

      Das ist falsch. Ein Säugling hat kein wirkliches Zeitgefühl und auch kein räumliches Vorstellungsvermögen, so dass es nicht weiss, dass das Mami gleich nebenan ist und in 3, 5 oder XY Minuten wieder kommt. Im Gegenteil. Es ist allein, es schreit, es kommt niemand = Panik, Lebensgefahr. Ausdrücke wie „nicht angenehm“ „etwas Stress“ etc. sollen dazu dienen, Eltern zu trösten und eine Methode zu verkaufen, aber auf die Gefühlswelt des Kindes treffen sie nicht zu. Es ist das Vertrauen in die Eltern, das leidet und es ist ein Aufgeben, nicht ein Lernen. Entlasten kann man sich auch anders.

      • Juliana sagt:

        Dann dürfte man ein Kind auch keine 20 Sekunden schreien lassen, da es ja den Unterschied zwischen 20 Sekunden, 2 Minuten und 12 Stunden nicht ausmachen kann…

        Glauben Sie mir, wenn Sie mal über eineinhalb Jahre nie mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen hätten, das Kind, der Job und die Beziehung darunter gelitten hätten, und sich das innert zwei Tagen plötzlich ändern kann, zum Preis, dass ein Kind insgesamt etwa dreimal drei Minuten brüllt, dann würden Sie Ihre Haltung etwas ändern…

      • Susi sagt:

        Für mich war das Buch auch eine Art Lebensretter.

        13 Monate lang schlief ich nie länger als eineinhalb Stunden am Stück. Unsere Tochter weinte bei der Methode am ersten Abend 3/5 Minuten, dann schlief sie. Am zweiten Abend beruhigte sie sich schon nach 2 Minuten, ab den dritten Abend schlief sie durch. Ich konnte es nicht fassen. Plötzlich war ich wieder ich selbst, könnte mich z.B. an den Anfang des Satzes noch erinnern, während ich ihn zu Ende sprach…

        Mütterliche Erschöpfungsdepressionen und Nervenzusammenbrüche aufgrund von chronischem massiven Schlafmangel schaden dem Kind mehr.

      • Susi sagt:

        Aber bei einem zwei Monate alten Kind würde ich das auch nie machen, das ist ja klar.

  • Peter Brunner sagt:

    Das Baby nicht allein lassen, sondern Geborgenheit geben. Weglegen wollen es die Elter, weil es schreit.
    Die Indianer halten beim Schrei die Nase kurz zu, das Kind gewöhnt sich das Schreien schnell ab und trägt so zur Sicherheit der Familie bei (das war mal, circa 1780) Ein nicht schreiendes Baby behält man gerne im Arm oder nahe neben sich.

  • barbara sagt:

    das ist eher stimm- bzw. schreitraining statt schlaftraining – der „kinderarzt“ dr.cohen verwechselt da wohl was…:

  • Doria Gray sagt:

    Meine Kinder (und wir Eltern) haben im Familienbett am besten geschlafen. Die Kinder fühlten sich geborgen und konnten bei Bedarf sofort gestillt werden. Nächtliches Aufstehen war oft unnötig. Das ältere Kind musste allerdings wegen Bauchschmerzen lange herumgetragen werden. Das war natürlich sehr ermüdend. Doch statt einen Säugling schreien zu lassen, kann man auch Hilfe holen, wenn man übermüdet ist. Es ist besser, das Kind für ein paar Stunden einer Namny (Grosseltern, Freundin, etc) zum Hüten zu geben und nachzuschlafen, als ihm eine solche Isolationshaft anzutun.

  • 13 sagt:

    Wie wäre es mit einem Furby anstatt einem Kind? Diesem kann man nachts einfach die Batterien rausnehmen und man hat Ruhe. Nicht einmal dieses Geschrei, dass einem beim Fernsehschauen stört. Und wer dem Kind sowieso emotional derart verpflichtet ist, dass er kein Problem hat, es 12 Stunden in Isolationshaft, ja in Gefängnissen gilt das auch als gute Methode den Willen des Häftlings zu brechen, zu halten, der wird auch nicht wirklich einen Unterschied merken. Diese Empfehlung ist echt nichts anderes als ein öffentlicher Aufruf zur Kindesmisshandlung und wer das nicht kapiert, tut mir leid.

    • Anna K. sagt:

      🙂 Toll 13! genau das denke ich auch immer wieder. „Wieso wollt ihr dann ein Kind, wenn Ihr nur tagsüber für das Baby dasein wollt? Kauft euch irgendetwas mit On-Off-Schalter!“

      Oder wie Dr. William Sears (Autor des Buches „Schlafen und Wachen“) schrieb „da stehen zig Leute jede Nacht auf- Notfallärzte, Feuerwehrmänner, Krankenschwestern… warum glaubt ein einfacher Vater/Mutter sie habe ein Recht auf eine durchgeschlafene Nacht?

  • Christian sagt:

    Eine Ecke des Nuschis etwas in Schnaps tunken und gut ist… Wurde zumindest hierzulande vor nicht allzu langer Zeit so praktiziert.

    • soso sagt:

      Ich habe geglaubt in Mohnsirup. das soll noch effizienter sein. So entstehen dann hierzulande und anderswo die sogenannten Dorftrottel… Heute hiesse es Menschen mit Entwicklungsverzögerung…

  • Hermann sagt:

    Immerhin hat es Cohen mit seinem Quatsch soweit geschafft, dass er von einer relativ angesehene Schweizer Zeitung zitiert wird. Mein Beitrag dass er ein Scharlatan ist wurde unterdrückt. Soviel für die Schweizer Pressefreiheit. Ich lebe in den USA und kann ihn beurteilen, glauben sie mir.

  • André Dünner sagt:

    Derart kranke Ansichten vertrat man noch um die nach 50er Jahre, soweit ich mich erinnere.

    Es sind dennoch im späteren nicht nur Untersuchungen und Ergebnisse erfolgt die genau das gegenteilige Aufwachsen lassen dieses Dr. Cohen nachweislich befürworten. Traumas ganz ausser Acht lassend ist dies absolut nicht förderlich ein Baby, oder auch später ein Kind, sich selbst zu überlassen.

    Woher soll ein junges Leben Wärme und Geborgenheit erfahren wenn nicht von seinen Eltern? Diesem Mediziner Cohen gehört die Lizenz entzogen.

    • ABCDEFG sagt:

      Noch schlimmer: Ich habe irgendwann einmal gelesen, dass die Nazis derartige Ansätze in ihre Blut- und Boden-Idelogie eingebaut haben, man aber in den 1950ern die ursprüngliche Herkunft dieser „Erziehung“ zu Disziplin und Härte verdrängt hatte.
      Ebenfalls zu bedenken, wenngleich ich hier im Forum dafür gesteinigt werden dürfte: auch homöopathische Ansätze waren nach 1933 massiv als angeblich „deutsche“ Medizin massiv gefördert worden: Auf diese unseligen Jahre geht es zurück, wenn der Zugang zur Heilpraktikerausbildung und ihr Abschluss, nun, sagen wir einmal „großzügig“ geregelt wurde.

  • Hans Koller sagt:

    Heute reden viele Menschen über Kindererziehung und geben Tipps, obschon sie keine Kinder haben.

  • Sabine Bieri sagt:

    12 Stunden ist etwas gar übertrieben, aber mit 6 – 8 Stunden ging das bei unserer 2ten Tochter. Das Buch Jedes Kind kann schlafen lernen war bei ihr nicht umsetzbar. Sie protestierte zornig, wenn ich sie nur streichelte und nicht rausnahm. Da sagte ich mir, ok, getrunken hast du ja genug, (ich wog sie jedesmal), die Windeln sind auch nicht voll, dann komm ich halt erst wieder, wenn ich selber einwenig geschlafen habe. Und siehe da bereits in der 2. Nacht meldete auch sie sich erst nach 6-8 Stunden wieder – und das mit 8 Wochen.

  • Ursa sagt:

    Die Franzosen machen das so. Ich war geschockt, als meine wunderbare Freundin mir ihre „erfolgreiche Methode“ des Durchschlafens kundtat, wohlgemerkt, das Prozedere wurde in der ersten Nacht zuhause nach der Geburt durchgeführt. Wie sich diese Erfahrung im Unterbewusstsein des Babys wohl verankert? Was immer ich tue, es hat keinen Zweck!
    Ich habe zwei Töchter geboren. Beide schliefen im großen Ehebett und wurden gestillt. Die eine schlief sehr schnell durch, die andere war mit ein bisschen Milch wieder schnell beruhigt und schlief daraufhin bald wieder ein, genauso wie ich.

    • Sportpapi sagt:

      @Ursa: Dann berichten Sie uns doch über die Entwicklung der Kinder Ihrer Freundin. Die können, wenn man all den Aussagen hier glauben soll, niemals zu gesunden Menschen heranwachsen…

      • Anna K. sagt:

        Vor Jahren sagte mal eine Bekannte „ich mag keine französischen Filme- die sind langweilig- da geht es bloss immer darum, dass jemand seinen Partner betrügt oder es geht ums Essen“

        Vielleicht sind sie weingier beziehungsfähig und kompensieren die in der Kindheit fehlende Liebe/Sinnlichkeit/Wärme später mit gutem Wein, Obsession ums Essen und ménage à trois? 😉

        Und ob sie gesund sind, weiss ich nicht, aber kaum je soviele Apotheken gesehen wie in Paris…

      • Sportpapi sagt:

        „Und ob sie gesund sind, weiss ich nicht, aber kaum je soviele Apotheken gesehen wie in Paris…“ Oh, ich war kürzlich in Polen. Ich weiss immer noch nicht, weshalb es da offensichtlich mehr Apotheken als Wirtshäuser gibt.

    • marielle sagt:

      Und, sind deshalb französische Kinder etwa unzulänglicher entwickelt als die in der Deuschschweiz? Komischerweise ist die Geburtenrate dort deutlich höher als hier. Und komischerweise können sich französische Kinder meistens ganz ausserordentlich gut benehmen im öffentlichen Raum und ihre Eltern achten darauf, dass sie andere möglichst nicht offensiv mit ihrem Nachwuchs belästigen. Wie wäre es von daher, wenn Sie einfach Ihre Meinung für sich behalten und den Franzosen ihre Erziehungsmethoden überlassen, die wenigstens nicht dazu führen, dass die meisten Frauen keine Lust auf Kinder haben?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marielle

        jetzt unterschlagen Sie aber nicht das grosszügige Kindergeld welches auch mit der Geburtenrate zu tun hat und andere Faktoren, plus, dass da kürzlich eine Kampagne gegen Ohrfeigen im Land umher ging, weil das vorbildliche Verhalten ua mit eher unvorbildlichen Methoden erreicht wird…

      • Claudia sagt:

        Ich muss Marielle zustimmen, die meisten französischen Kinder können sich sehr gut benehmen. Es ist mir zudem auch nicht bekannt, dass Franzosen als Erwachsene eine höhere psychische Pathologie aufweisen als CH Kinder (CH hat die höhere Depressions- und Selbstmordrate). Obwohl die bösen bösen Franzosen ihre Kinder auch noch fast immer zu 100 % in die ganz ganz böse KITA geben 😉

  • 2KindChaos sagt:

    Mein Gott… das ist schlicht Kindesmisshandlung und so ein „Fachmann“ der Reihenweise Eltern provoziert und anstiftet sollte dafür angeklagt werden, meine Meinung! Nicht nur traurig sondern auch widerlich… traumatisieren und den Willen brechen, klar, funktioniert. Fragt sich nur wo das hinführt…

  • Stella3 sagt:

    In diesem Alter muss man auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, schreien zu lassen, damit man wieder Ruhe hat? Meine persönliche Meinung: Kindsmisshandlung! Jeder Erwchsene dreht sich nach dem Weinen eines Babys um, das ist schon in uns programmiert. Man kann auch einem Baby einfach die Hand auf den Bauch legen oder die Hand halten, singen, beruhigend reden und gewisse Babys wollen einfach in der Nähe der Eltern sein. Mein Erstgeborener wollte die 1. Nächte auf meinem Bauch schlafen, heute 13 Jahre später schläft er gerne alleine:)

  • Patricia Marti-Portmann sagt:

    „Warum geben wir ihnen nicht einfach die Zeit, sich in ihrem ganz eigenen Tempo zu entwickeln? Der Tag, ab dem sie vermehrt nach Schema funktionieren sollen, kommt noch früh genug.“ Genau so ist es! Schön geschrieben. Danke!

  • Katharina sagt:

    Ich betrachte des Doktors Empfehlungen nicht als fachlich fundiert.

    • Katharina sagt:

      Aber das trifft auf viele solche ‚modischen‘ Spitäler zu.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist Praxismarketing, keine Fachempfehlung. Wenn das in den USA auch so heftig diskutiert wird, wie in diesem Blog, dann liegt der Kollege ganz richtig damit. Mit dem Marketing, meine ich. Selbst wird er da sicher auch nicht dran glauben.

      • Katharina sagt:

        wird es nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        „wird es nicht“, weil dies für den grössten Teil der Eltern gar nicht in Frage kommt, resp diese die Empfehlungen anpasssen (vielleicht erst später anfangen und nicht für 12h);
        oder dass es als vernünftige Methode eingestuft wird über welche man gar nicht gross zu debattieren braucht?

  • Markus Schneider sagt:

    Ein solcher Kommentar scheint mir dagegen direkt aus der Klapse zu kommen. Bleiben Sie möglichst lange da. Und lassen Sie sich den Internetzugang abstellen.

  • Katharina sagt:

    Bleibt noch anzumerken, dass Dr. Cohen in Nizza Medizin studierte. Uebrigens graduierte er NICHT als Kinderarzt. Das soll er in Afrika gelernt haben ‚on the job‘.

    Aber ich finde, auch französische Reptilien haben ein Recht auf Leben. Drum MUSS die französische Cuisine geändert werden und Froschschenkel abgeschafft.

    • marielle sagt:

      Ja, diese unmenschlichen Franzosen, nicht wahr? Gott sei dank, sind wir Schweizer so viel weiter. Es ist keine 100 Jahre her, da haben wir unsere Kinder noch verdingt. Aber das hindert uns natürlich nicht daran, das Maul über die Erziehungsmethoden in anderen Ländern zu zerreissen.

      • marielle sagt:

        Ich möchte präzisieren: Es ist keine 60 Jahre her. Aber man vergisst so schnell und nur allzu gern.

      • André Dünner sagt:

        Entschuldigung Marelle

        Es geht hier nicht um Nationalität. Die Amerikanische Ärztevereinigung musste sich auch lange neuen Ansichten entgegenstämmen welche Dr. Schreiber und weitere promivierte Mediziner aufstellten um weite Teile der Medizin zu revolutionieren.

        Babies und Kinder gehöfen schlicht in ihrem Wachstum unterstützt. Dies wiederum setzt Geborgenheit, Fürsorge und Nestwärme voraus.

        Es gibt Literatur darüber zuhauf die aufzeigen was es alles an „Alternativ Methoden“ gibt um Traumas zu behandeln. Wenige, (die besten) kommen sogar ohne Medikamente aus.

    • Martin Frey sagt:

      Was hat Cohen denn sonst für eine Spezialisierung, wenn nicht als Kinderarzt?
      Nebenbei, der umtriebige Mann heisst Michel Cohen. Einen Prof. Michael Cohen gibt’s übrigens amüsanterweise auch als Kinderarzt in NYC. Mickey Cohen, auch von NYC, ist dann nochmals jemand anderes… 😉

    • fabian sagt:

      Katharina, ich schätze, die wenigsten Blogschreiber hier drin haben als Kinderärtze graduiert. Sie wohl auch nicht. Nur so von wegen Expertise.

    • Doria Gray sagt:

      Frösche sind Amphibien, keine Reptilien.

  • anna marusch sagt:

    Man sollte diesen Arzt und alle, die solches Vorgehen auch nur erwägenswert finden, mind.24 Stunden (Wir können länger als ein Säugling ohne Essen und Trinken sein) in eine Windel stecken,gefesselt im Bett festbinden und sich selbst überlassen. Natürlich mit entsprechender Ernährung vorher, die durchfallmässig ca alle 4 Std. ausgeschieden wird. Das Kind soll lernen, dass niemand kommt wenn es leidet? Ein effektiver Weg, emotionsgestörte skrupellose Menschen heranzuziehen, die dann ohne die geringste Emotion als Amokläufer funktionieren oder andere Menschen aufs äusserste quälen ohne Gefühl.

  • Monika sagt:

    Grausame Vorstellung, das Kind 12 Stundrn sich selbst zu überlassen… HERZLOS!

    • Thomas Schnyder sagt:

      Als Kinderpsychiater bin ich entsetzt, dass ein Arzt Eltern zu derartiger Folter ihres Babys rät. Es ist schwerste Kindsmisshandlung, ein Baby mit der ihm angeborenen Kontaktverlustangst, welche mindestens bis zum Alter von 6 Monaten dauert, solange der Greifreflex der Händchen und Füsschen vorhanden ist, derartig die Geborgenheit im sozialen Uterus wegzunehmen. Hören Sie auf Ihr Herz und geben Sie Ihrem Baby Hautkontakt, Halt und Wärme. Wenn Sie wegen Schlafmangel verzweifelt sind, holen Sie sich Unterstützung bei lieben Freundinnen und Verwandten, die Ihnen ohne Ratschläge zur Seite stehen.

      • Widerspenstige sagt:

        Herzlichen Dank für diese wohltuenden Worte, Thomas Schnyder!

        Ich hätte es niemals übers Herz gebracht, meine drei Schätzchen schreiend in ihrer Verzweiflung nur eine halbe Stunde alleine zu lassen. Das drückt einer Mutter einfach das Herz ab und stört die Entwicklung des Urgefühls beim Baby. Es ein paar Minuten vor dem Einschlafen vor sich hin weinen zu lassen ist nicht zu vergleichen mit stundenlangem Schreienlassen! Es kann wirklich Schaden nehmen dabei – psychisch und physisch. Das Schöne am Verwöhnen des Babys ist ja eben, dass es immer ruhiger wird u sich geborgen fühlt.

      • Anna K. sagt:

        Ein grosses Dankeschön Herr Schnyder!

        Sollte jemand noch daran zweifeln: Selbst Ferber, ein Erfinder von Schlaftraining für Babys bedauerte es später, solche Tips verbreitet zu haben!!
        Kinder – vorallem Neugeborene brauchen uns auch nachts. Elternsein ist nun mal kein 8h-Job. Schlaftraining und Schreienlassen ist m.E.Vernachlässigung oder wie Herr Schnyder sagt „Folter“. Ein Baby ist hilflos wie ein Gelähmter im Bett und leidet Todesangst, wenn keiner auf sein Rufen kommt.

        Viele Experten raten von Schlaftrainings ab http://kindernächte.ch/Ferber-Methode/

      • Sportpapi sagt:

        Hm. : „Aus ethischen Gründen ist es nicht möglich, eine aussagekräftige, wissenschaftliche Studie zu machen, um die Nebenwirkungen der Ferber-Methode klar zu definieren.“ Wobei da kaum (nur) ethische Gründe ausschlaggebend sind. Es dürfte überhaupt schwierig sein, solche Nebenwirkungen eindeutig zu belegen. Insofern sollte man sich vielleicht auch davor hüten, diese als unweigerliche Folge einer solchen Behandlung aufzuzählen.

  • Elisa sagt:

    Schlaftraining für so kleine Babies finde ich geradezu absurd. Ich glaube nicht, dass Kinder in dem Alter etwas lernen dadurch, dass niemand kommt, wenn sie schreien, sie resignieren wohl einfach. Ich denke auch nicht, dass Eltern ihren Instinkt – reagieren, wenn ein Baby schreit – ignorieren sollten. Gequengel etc. von fremden KIndern in ÖV o.ä. nehme ich oft nicht so genau wahr, aber das Schreien eines Neugeborenen ist etwas ganz anderes. Das ist wohl kein Zufall.

  • Hannah sagt:

    Schlaftraining für Babys ist eine natürliche Folge von: Sexunterricht in der KiTa – wir biegen sie uns schon zurecht, unsere Kleinen.

    • Sportpapi sagt:

      Hä? Weil sie mit ein paar Monaten schon wissen, was sie später in der KITA lernen?
      Irgendwie habe ich zudem das mit dem Sexunterricht in der KiTa verpasst. Ich stelle mir das gerade vor, wie ein solcher Unterricht wohl ablaufen könnte…

  • Ich weiss nur 2 Dinge: Meine Mutter (Jg1934) sagt, dass wir Kindlein mit c.a. 3Mt in der Regel durchgeschlafen hatten. Andererseits kenne ich eine Mutter, deren Kind auch mit 2 Jahren noch jede Nacht gebrüllt hatte und irgendetwas von ihr wollte — und bekam (Aufmerksamkeit, z’Suufe, was auch immer). Bei 3 Kindern im Abstand von 2 Jahren bedeutet dies, dass die Mutter während 6 Jahren keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen hatte. Jedem das seine, wie es so schön heisst.

    • Elisa sagt:

      Meine Kinder haben mit drei Monaten auch durchgeschlafen – bist sie jeweils wieder erwacht sind… 😉

    • anna marusch sagt:

      Kinder sind keine Gegenstände die alle nach gleichem Muster funktionieren. Jedes Kind ist anders, jede Situation ist anders. Einige schlafen einfach durch. Niemand weiss weshalb. Andere können jahrelang nicht durchschlafen. Man kann nicht einfach Massstäbe ziehn. Vielleicht fühlen sie Stress oder Hektik im Tagesablauf? Dann sollen sie noch zusätzlich geplagt werden durch Zwangsmassnahmen? Sicher kann man dies od. das ausprobieren wenn ein Kind nicht durchschläft. Wir Erwachsene funktionieren auch nicht alle gleich und finden das ok. Sollten wir nicht auch einem Kind Individualität zugestehen?

  • Wer sein Kleinkind impfen liess, muss sich nicht verwundern, wenn er dann ein „Schreikind“ hat.
    Wie soll es denn sein Unwohlsein anders kundtun als mit schreien?
    Der Eine meiner Söhne liess sich überzeugen, dass das Impfen unverantwortlich ist. Es entwickelte sich bestens.
    Der Andere meiner Söhne meinte es besser zu wissen und liess sein Baby impfen.
    Dann schrie es zwei Tage und Nächte fast durchgehend und die Eltern konnten keine Auge mehr zutun.
    Lest mal bei Google unter „Impfschäden“ nach, dann versteht Ihr was ich meine !
    Ich hoffe und wünsche das Beste für eure Kleinen !

    • Brunhild Steiner sagt:

      … ich bin beeindruckt, dass Sie einen Artikel über Zwangfasten bei Achtwöchigen zum Anlass nehmen übers Impfen herzuziehen… alle Achtung, allerdings Achtung vor der Verfü hrung…

    • munkki sagt:

      Gibt dann sicher auch viele schlaflose Nächte, wenn das ungeimpfte Kind zum Beispiel nach einer Masern-Meningitis schwerstbehindert ist….

  • Hans Hintermeier sagt:

    Abgesehen von körperlichen Gegebenheiten (Stoffwechsel/Nahrungsentzug) sprechen auch viele psychologische Aspekte gegen ein stricktes Alleinlassen des Babys für 12h: 1. Selbstwert & Selbstwirksamkeit wird nachhaltig geschädigt, weil das Kind lernt, dass es nichts aus sich selbst heraus bewirken kann. 2. Das Baby hat noch kein Repräsentanzsystem und glaubt deshalb,dass die Eltern für immer weg sind,dass es ALLEINE in dieser grossen Welt ist.Was für eine Angst so ein kleines Wesen somit durchmachen muss, ist unvorstellbar und widerspricht jedem moralisch. Empfinden/Instinkt. 3. Gefühlsabspaltung

    • marianne reifers sagt:

      dem stimme ich vollumfänglich zu. So eine undifferenzierte Methode produziert Patienten und Patientinnen für die Psychiatrie der Zukunft, Menschen, die mit ihrer Angst nicht klar kommen und keine Ahnung haben, weshalb, weil sie nämlich bei der Tortur noch nicht sprachfähig gewesen sind. Es überkommt sie. Und das ist schrecklich.

      • Lily Keller sagt:

        Und dann heiratet z.B. ein Mann, der so „erzogen“ wurde und wird Vater. Die Mutter schaut dem Baby liebevoll und geht auf dessen Bedürfnisse ein und den Mann überkommt ab dem ersten Lebenstag des Babys deine unsägliche Wut. Die er nicht versteht. Und eine heftige Depression. Die er auch nicht versteht. Weil er keine Worte dafür hat(te). Und es wird immer schlimmer. Bis die Frau mit dem Kind in Sicherheit gehen muss. Und der Kreis schliesst sich, er erlebt wieder dasselbe. Und versteht immer noch nicht. Und die Wut ist immer noch da. Realität.

      • Sportpapi sagt:

        Da geht jetzt aber die Phantasie gewaltig mit euch durch!

    • anna marusch sagt:

      Ich danke Ihnen Hans Hintermeier für diese klaren Worte!!! Leute, lasst uns doch nicht unsere Kinder quälen und seelisch und körperlich misshandeln und vernachlässigen, weil WIR als ELTER uns gequält fühlen vom Schlafmanko. Es gibt sicher bessere Wege uns zu entlasten. Und vielleicht können wir den Anspruch ein durchschlafendes Kind zu haben, fallen lassen, oder auf sehr viel später verschieben. .

  • Sportkrücke sagt:

    Und irgendwann kommt die Meldung, dass ein Kind gestorben ist, weil es “ nach Dr. Michael Cohen“ schreien gelassen wurde….

    Wie viele Kommentatoren hier geschrieben haben: jedes Kind ist individuell, jede Beziehung zum Kind ist individuell. Mag sein, dass es Kinder gibt, bei denen diese Methode wirkt, aber sicher nicht bei anderen.

    Anstatt sich auf „Experten“ (was macht denn einen Arzt hier genau zum Experten?) zu hören, mehr auf die Intuition hören, und mit Selbstvetrauen das Kind gross ziehen. Ging bis jetzt meistens gut….

  • Fabrice Pellaton sagt:

    Ich bin Lehrer und Papi von 2 Kindern. Ich habe wirklich eine Menge Artikel /Bücher über Erziehung gelesen, vom Säugling über das Kleinkind bis zum Teenager. Was mir in bisher JEDEM Artikel (auch diesem hier) gefehlt hat: Das Bewusstsein dafür, dass eben NICHT alle Lebewesen gleich sind und gleich auf ihre Umwelt reagieren. Egal nach welcher Methode oder Theorie man bei einem Kind in egal welchem Alter etwas zu erreichen versucht: Bei den einen funktioniert’s, bei den anderen nicht. So zu tun, als sei irgendeine Methode für JEDES Kind richtig, halte ich für verantwortungslos und dumm.

  • munkki sagt:

    Vielleicht sollte man sich überlegen, warum man Kinder hat/will und welche Aufgabe dahinter steckt. Mir scheint, als ob viele Eltern möglichst problemlose Kinder „züchten“ wollen, die sich nach dem Willen von Mami und Papi verhalten. Am liebsten von Geburt an. Ist es nicht spannender und ausserdem natürlicher, dass die Kinder sich individuell entwickeln? Die Einen schlafen alleine im eigenen Zimmer, andere brauchen die Nähe der Eltern im Familienbett. Kinder sind eine lebenslange Aufgabe und kein Accessoire. Und ja, ich fluche trotzdem auch mal, wenn ich 4x/Nacht geweckt werde.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das kann man aber auch umdrehen: Wenn man Kinder sich individuell entwickeln lassen sollte dann auch mit einer angemessen Portion Eigenständigkeit. Ohne dass Mami/Papi 24/7 ums Kind herum helikoptern und beim kleinsten Problemchen eingreifen. Damit will ich nicht die diskutierte Methode verteidigen, 12h völliges Ignorieren wirkt gerade in dem Alter nicht angemessen. Aber als Denkanstoss ists letztlich so verkehrt nicht angesichts der heute oft betriebenen Dauer-Bemutter/vaterung. Genau so wie knallhartes Ignorieren falsch sein dürfte, ist es auch, beim kleinsten Mucks ans Bettchen zu rennen.

      • munkki sagt:

        Es gibt ja nicht nur „schreien lassen“ und „helikoptern“ sondern glücklicherweise noch ganz viel dazwischen.

  • munkki sagt:

    Vielleicht sollte man sich überlegen, warum man Kinder hat/will und welche Aufgabe dahinter steckt. Mir scheint, als ob viele Eltern möglichst problemlose Kinder „züchten“ wollen, die sich nach dem Willen von Mami und Papi verhalten. Am liebsten von Geburt an. Ist es nicht spannender und ausserdem natürlicher, dass die Kinder sich individuell entwickeln? Die Einen schlafen alleine im eigenen Zimmer, andere brauchen die Nähe der Eltern im Familienbett. Kinder sind eine lebenslange Aufgabe und kein Accessoire. Und ja, ich fluche trotzdem auch mal, wenn ich 4x/Nacht geweckt werde.

  • Hubert K. sagt:

    Herr Dr. Michael Cohen ist ein herzloser Vollpfosten. Meine Expertise.

  • Lori sagt:

    Wie hier schon einige geschrieben haben: Wie viele Zweimonatige können Nahrung für zwölf Stunden bunkern? Ausserdem ist unklar, wie gut man sich in diesem Alter überhaupt an die vergangene Nacht erinnert. Sorgen machen mir auch die Stresshormone: All das Cortisol im Blut ist ja nicht besonders gesund, und jetzt hat man erst noch gemessen, dass sich Vier- bis Zehnmonatige, welche in kürzester Zeit gelernt hatten, dass Schreien im Bett nichts bringt, auch in der dritten Nacht noch einen erhöhten Cortisolspiegel hatten, sogar wenn sie keinen Mucks machten…

  • Therese sagt:

    Ich empfehle auch dringend, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Solche „Rezepte“ sind wohl gut gemeint, aber man und frau muss doch auch noch selber denken! Vielleicht ist es für diesen Arzt und seine Kinder das Richtige gewesen, doch warum sollte es für alle gelten? Das ist der grösste Trugschluss: dass es ein Patentrezept gibt, das immer funktioniert. Nach meiner Erfahrung ist jedes Kind anders, manche schlafen schnell durch, andere brauchen ein Jahr, bis es soweit ist. Auf sich selber und das Kind hören ist m.E. die beste Devise. Tipps eines Arztes können nur evtl. einen Denkanstoss geben.

  • marianne reifers sagt:

    Das Thema gehört eigentlich zum Blog von Hugo Stamm, denn es ist eine Glaubenssache, jede Generation glaubt wieder neu und hat immer Recht. Meine Mutter (Jahrgang 19) schwörte auf den 4 Stunden Rhythmus, der nicht übertreten werden durfte. Mein Jahrgang (47) hat diesen Glauben abgeschafft und ist etwas mehr auf die Bedürfnisse der Neugeborenen eingegangen. Meine Tochter (71) hat mit Babymassage die Kleine zu beschwichtigen versucht und heutige Mütter verbringen oft die Nächte mit Kind im Elternbett. Und nun wird ein 12 Stünder eingeschaltet, in der Zeit kann Mami direkt aufs Matterhorn steigen

    • Brunhild Steiner sagt:

      Aber um den 12stünder zu entlarven brauchts eigentlich bloss Wissen um den kleinkindlichen Verdauungstrakt, seine Fähigkeit Nahrung aufzunehmen, seinen Energiebedarf und anderes, die Grösse des Magenvolumens, Verdauungsvorganges und Energiebedarf sind ja nicht aktuellen Moden unterworfen. Daher würde mich schon sehr interessieren was dieser Arzt vom physischen Grundbedarf von achtwöchigen genau weiss.

    • Annette H. sagt:

      Zum Glück wurde in den paar Jahren seit ihre Mutter geboren wurde, ein bisschen Wissenschaft betrieben…. Vieles, was man damals schlicht nicht wissen konnte, weiss man heute. Also sorry, es gibt keine Ausreden für ein solches Vorgehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Annette: Ich glaube nicht, dass heute viele hier auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse argumentieren. Diese wären ja auch äusserst schwer zu erbringen. Marianne hat durchaus recht, wenn sie darauf hinweisst, dass der Umgang mit Kindern auch Moden unterworfen ist. Zwar macht die Wissenschaft durchaus Fortschritte. mir scheint, dies geht aber nicht geradlinig, sondern irgendwie spiralförmig.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Wie geht 12h Schlaf bei achtwochen alten Säuglingen,
    und bloss aufgrund „unbereiter Eltern“ noch nicht eingeführt bei vierwöchigen
    mit dem aktuellen Stand bezüglich Stoffwechsel und Futterbedürfnis eines derart kleinen Kindes zusammen?

    Würd mich mal interessieren ob der Herr Doktor sich selbst auch eine 12h Fastenpause pro Tag auferlegt?
    Denn abgesehen von allen anderen Faktoren ist es nichts anderes als das:
    Nahrungsentzug für 12 Stunden, bei achtwochen alten Kindern.
    Klar kapituliert man da nach spätestens drei Tagen…

    • Fiona sagt:

      Meiner schläft seit er sieben Wochen alt ist zwölf Stunden durch, bei meinem grossen ab der 10 Woche.
      Es ist also durchaus möglich. Ich muss allerdings sagen, dass es natürlich ohne Training gelappt hat.
      Ich bin aber der Meinung, dass ein Baby durchweg mal ein paar Minuten schreien darf und man/Frau nicht bei jedem. Pipi rennen muss. Viele Babys weinen sich auch in den Schlaf, verarbeitet so die Eindrücke des Tage. Allerdings wie gesagt, nur einige wenige Minuten lang.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Unsere Welt wird ein immer trauriger Ort.Jetzt wird einem sogar in der frühen Kindheit die Geborgenheit/Sicherheit genommen,denn man wird über lange Zeit krass im Stich gelassen.Hauptsache die Eltern sind ungestört (weshalb wollen sie überhaupt noch Kinder,wenn sie nicht bereit sind für sie da zu sein?).Was dies tiefenpsychologisch bedeutet,in seiner Hilflosigkeit alleingelassen zu werden (Abspaltung), kann man bei Arno Grün „der Verrat am Selbst“ nachlesen.Wird Schwäche und Hilflosigkeit als Teil der Persönlichkeit/vom Leben abgespalten,gibt es dann nur noch SoziopathInnen (mit top Karriere!)

    • Alexandra sagt:

      Diese Methode habe ich bei meinem Sohn als er 6 Monate alt wahr angewendet. Er schlief bis dahin nie mehr als 2h an einem Stück. Ich habe die Methode gemeinsam mit der Mütterberatungsstelle besprochen und wurde auch von ihnen entsprechend begleitet. Ein solches Vorgehen muss äusserst behutsam geplant werden denn es ist emotional sehr anspruchsvoll. Auf keinen Fall darf das Kind leiden und es bedingt für alle Beteiligten zu wissen woher die Schlafstörungen herkommen. Erst dann ist ein solches Vorgehen zu verantworten. 

    • Carolina sagt:

      Schade, hätte Ihnen gern zugestimmt – aber dann musste ich in Ihrem letzten Satz doch noch stutzen: Sie meinen tatsächlich, männliche Babies kommen durch diesen Seich unbeschadet durch? Oder ist das ein ‚Gender-innen‘?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Carolina: Nein,auf keinem Fall kommen Jungs unbeschadet durch. Das „I“ soll ja gerade andeuten,dass die Abspaltung bei Mädchen und Jungen genauso stattfindet. Durch die Abspaltung der Hilflosigkeit kommt es zu einer Ideologie der Macht und zu einer Bekämpfung der Hilflosigkeit/des Schwachen im Äusseren (Projektion&Bekämpfung im Äusseren, der abgespaltenen Persönlichkeitsanteile). Deshalb machen solche Leute oft Karriere (Machtideologie)! A.Gruen schreibt,dass dies die wahren Psychopathen sind (oft in Führungspositonen anzutreffen), weil sie keinen Zugang mehr zu sich selbst als Ganzheit haben

      • Carolina sagt:

        HH: Gut, dann stimme ich Ihrem 08:24 weitgehendst zu – das grosse I habe übersehen!
        Zu Ihrem 09:36: Ich halte diese Schlussfolgerung für viel zu vereinfacht und vereinfachend, so wie ich auch meine Probleme mit Gruen habe. Diese einfachen Ursache/Wirkung-Annahmen sind, gerade wenn es um seelische und psychische Belange geht, oft einfach wirkungslos und führen in die Irre. Denn Führungskräfte (ab wann ist man eigentlich eine Führungskraft?) einfach mal pauschal als Psychopathen abzutun ist eine etwas verdächtige Prämisse für jemanden, der ernst genommen werden will (Gruen).

      • Hans Hintermeier sagt:

        1/2@Caro: So wie ich Gruen verstanden habe (ist bereits eine Weile her, Buch habe ich nicht zur Hand) meinte er, dass unser Wirtschaftssystem auf dem Konkurrenzprinzip aufgebaut ist und diese Menschen, die Regeln der Macht perfektioniert haben und deshalb OFT Karriere machen (auch weil sie keine Probleme haben die Schwächern kalt zu stellen –> Abspaltung der Gefühle). Natürlich kann man nicht sagen, dass ALLE Soziapathen sind, aber diese Spezies ist sicherlich im hohen Kader proportional übervertreten, es gab auch einige interessante Studien zu diesem Thema, z.B. Alexithymie.

      • Hans Hintermeier sagt:

        2/2@Caro:Natürlich kann eine Theorie nie die ganze Wirklichkeit erfassen (epistemologisches Problem), aber doch wichtige Hinweise liefern.Problematisch ist nur,wenn versucht wird mit einer Theorie ALLES zu erklären,was Gruen meiner Meinung nach nicht für seine Theorie beansprucht.Wenn Kinder in diesem Alter über lange Zeit alleine gelassen werden,kann dies auch zu weiteren psychischen Problemen führen:Selbstwert& Selbstwirksamkeit u.v.m wird geschädigt.Das Baby hat ja noch kein Repräsentanzsystem und glaubt, dass die Eltern für immer weg sind, dass es ALLEINE in dieser grossen Welt ist.

  • Sportpapi sagt:

    „Warum geben wir ihnen nicht einfach die Zeit, sich in ihrem ganz eigenen Tempo zu entwickeln? Der Tag, ab dem sie vermehrt nach Schema funktionieren sollen, kommt noch früh genug.“ Weil die stolzen Mütter, die bei jedem Pieps ihres Kindes neben deren Bettchen stehen, gleichzeitig klagen, dass sie nicht genug Schlaf bekommen und völlig erschöpft sind. Wegen der Kinder macht man es ja kaum.

    • Carolina sagt:

      Warum musst Du das eigentlich so despektierlich sagen, SP? Vielleicht hat es ja einen Sinn, dass wir unsere sehr kleinen Kinder beobachten, noch unsicher sind. Statt sich drüber lustig zu machen, könnte Mann ja die junge Mutter einfach unterstützen und sie nicht auch noch abmahnen – es ist nun mal so, dass auch gestandene und selbstsichere Frauen in eine neue, besonders zu Anfang sehr emotionale, Rolle hineinwachsen müssen – da wäre ein Mann, bei dem man sich liebevolle Zusicherung abholen kann, wunderbar.
      Ich habe eigentlich nur eines zu sagen zu diesem Doktor: wahrscheinlich hat ein

      • Carolina sagt:

        /2 Book-Deal gewinkt, Auftritte in diversen Talkshows und voilà: er hat sein Ziel erreicht. Ein ganz kleines Baby 12 Stunden (!) allein zu lassen ist eine Form von Folter und Eltern, die darauf hineinfallen und so degeneriert sind, dass sie ihr Bauchgefühl dafür verraten, brauchen sich nicht zu wundern, wenn von Urvertrauen zwischen ihnen und ihren Kindern nachher nicht mehr die Rede ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Ich halte fest: Durchschlaftraining macht man eher nicht wegen der Kinder. Insofern halte ich solche Sprüche als Angr iff auf all die Eltern, die das nicht so locker schaffen und nach Lösungen suchen.
        Und natürlich habe ich meine Frau unterstützt in dieser Zeit. Ich gebe aber zu, dass ich die Babies nicht immer gehört habe. Im Zweifelsfall hat sie mich halt geweckt…

      • Sportpapi sagt:

        Und zum Book-Deal: Irgendwie muss man ja auch hier täglich eine Beitrag haben… Eine ernsthafte Diskus sion wird ja wohl nicht das Ziel sein.

    • Jeanette Kuster sagt:

      «Die stolzen Mütter»? Ich bin nicht stolz darauf, dass ich jeweils so reagiert habe, das war ein Automatismus, ich konnte nicht anders. Und wie geschrieben geht es mir bei dem Thema va auch ums Alter des Babys. Wenn man ein Jahr lang nicht schlafen kann, verstehe ich es absolut, dass man etwas unternimmt. Aber nach acht Wochen? Ich denke mal, die meisten halten das durch – der Papa hilft ja hoffentlich mit!

      • Sportpapi sagt:

        Naja, vielleicht ist stolz das falsche Wort. Sie beschreiben aber ausführlich ihre eigene, natürliche „mütterliche“ Reaktion, die in Kontrast zu dieser Empfehlung steht. Sie halten das aus. Aber noch einmal: Für wen sollen denn solche Tipps gut sein, wenn überhaupt niemand ein Bedürfnis hat?
        Dass hier kaum jemand diesen „Empfehlungen“ zustimmen wird, da sind wir ja wohl einer Meinung.

      • Annette H. sagt:

        Gibt genug Möglichkeiten, sich tagsüber Erholung und Entlastung zu verschaffen. Nur schon, dass Kind in der Stillzeit neben sich schlafen zu lassen bedeutet schon sehr viel weniger Stress, mehr Schlaf und Erholung.Ich habe eine 4jährige Tochter und einen 14 Monate alten Sohn, der seit seiner Geburt noch keine Nacht durchgeschlafen hat.Und ich bin nicht stolz darauf, das durchgehalten zu haben,mein Mamainstinkt hat mich da einfach geleitet und ich hab mich leiten lassen.Nach 2 Kindern weiss ich: Es ist (auch) eine Kopfsache, wie schlimm der Schlafmangel einem zusetzt.

  • Ula sagt:

    So kleine Kinder weinen nicht, weil sie die Eltern „herausfordern“ wollen. Wie Jeanette Kuster so schön schreibt, es ist einem unmöglich, das Weinen zu ignorieren. Die Reaktion steckt tief in uns drin, weil es ein einprogrammiertes Verhalten ist, dem Baby Nähe zu geben. Unsere pelzigen Verwandten (Menschenaffen) tragen ihre Babies bei sich. Die Kleinen brauchen unsere Nähe, ob es uns passt oder nicht. Würde man junge Tiere einfach jammern lasse, käme der Tierschutz.Und die Empörung in den Medien wäre grenzelos… Weinen lassen ist eine völlig kopfgesteuerte (unnatürliche) Reaktion.

  • Mutter015 sagt:

    Die Gefahr, dass sich Verlassenheitsängste bilden, wäre mir zu gross. Das wäre dann wieder eine der unbewussten Ängste, deren Ursachen im Erwachsenenalter gesucht werden. Schade, wenn man in diesem Alter nicht alle Bedürfnisse erfüllen will.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚… einem in New York tätigen Kinderarzt, der mittlerweile Praxen in verschiedenen Städten betreibt.‘

    Der Halbsatz reicht vollständig. Spontane, ungefragte Kritik hat den gravierenden Nachteil, dem zu Kritisierenden unangemessene Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Richtig ist es, solche Auswüchse totzuschweigen.

    Die Grundregel lautet: Bevor Du kritisierst, formuliere 3 zustimmende Sätze zur Aussage. Wenn das nicht möglich ist, nimmt man die Aussage nicht zur Kenntnis.

    • Stranger sagt:

      was kann man haben gegen einen „einem in New York tätigen Kinderarzt“? Eigentlich nichts, in NY hat’s ja Kids, und die brauchen wohl auch Kinderärzte. Wenn ein Arzt aber „Praxen in verschiedenen Städten betreibt.“, dann geht es ihm ums Geld oder ums Sendungsbewusstsein, und das ist nicht gut für einen Arzt.

      • Muttis Liebling sagt:

        So ist es. Nicht von ungefähr ist Ärzten das Betreiben von mehr als einer Praxis in den meisten zivilisierten Staaten untersagt. Mehrere Praxen betreibt man als Geschäftsmodell und für die braucht man eine Geschäftsidee. Die Gesundheit von Kindern ist damit nicht gemeint. Also muss ein Aufhänger her.

  • Matthias Gysin sagt:

    Sorry das ist für mich Müll entsprechend halte ich davon nix. Unser Sohn kam handycapiert auf die Welt und konnte bis 4 Jahre überhauptnicht sprechen …

    • Ueli sagt:

      Ich denke, dass das jede Familie individuell entscheiden sollte. Der Ansatz macht jedoch Sinn, ob das jetzt mit 4 Wochen, oder 3 Monaten eine Option ist, darüber kann man diskutieren. Eine Behinderung kann ein Grund sein, darauf zu verzichten. Die Eltern tun sich auf jeden Fall einen Gefallen, wenn die Kinder früh lernen, dass nicht bei jedem Geschrei jemand herbeieilt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ueli

        … Kinder die vernünftig früh lernen sollen dass nicht bei jedem Geschrei jemand herbeieilt, ja.
        Aber Säuglinge auf nächtliches Fasten setzen damit sie möglichst schnell durchschlafen?

        @Matthias Gysin

        ich denke nicht dass dieser Arzt, bei alle seltsamen Vorstellungen welche er offenbar hat, diese Methode bei behinderten Säulingen empfiehlt- zumindest hoffe ich das…

      • Carolina sagt:

        Diese Einlassung verstehe ich nicht, Brunhild: Jedes Baby, wirklich jedes, ohne Einschränkung, braucht in den ersten Lebensmonaten, wenn nicht -jahren, das Vertrauen, dass seine Eltern nach ihm schauen, es lieben und beschützen. Bei manchen Kindern ist das, wie alle Mütter hier wissen, ein schwierigerer Prozess als bei anderen. Hilfesuchende Eltern, die Schreibabies haben oder solche, die einfach nicht ‚richtig‘ schlafen, werden von diesem Mann mMn betrogen – denn jedes Baby wird irgendwann resignieren und ‚durchschlafen‘. Aber mit welchen Kosten?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        unter dem Wort „Kinder“ verstehe ich was anderes als unter „Säugling“, ich wollte einfach drauf hinweisen dass Nahrungsmittelentzug nichts mit „bei jedem Geschrei rennen“ zu tun hat. Resp den Punkt, dass dieses Verhalten in meinen Augen nichts anderes als 12h Fastenzwang ist, da im Text eher auf die psychologischen Aspekte Bezug genommen wurde.

      • Carolina sagt:

        🙂

      • Stranger sagt:

        Das Emotionale ist meines Erachtens bislang eher zu Kurz gekommen. Eine Mutter oder ein Vater ist typischerweise sehr interessiert dran, wie es dem Kind so geht und geht eher zu oft nachschauen als zu wenig.

      • Stella3 sagt:

        @Ueli einen Säugling nachts schreien zu lassen, hat nicht mit sofort hinrennen zu tun, sondern ist schlichtweg Kindsmisshandlung! Die Kinder lernen im richtigen Alter selbständig zu sein.

    • Olga sagt:

      wieso antworten Sie überhaupt darauf. Ein handykapiertes Kind ist doch auch nicht gemeint. Es wäre besser Sie würden sich Ihrem Kind widmen statt sich aufregen und dann noch schriftlich Antworten. Ich habe das Gefühl, die Welt ist nicht mehr normal.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.