Die Geburt der Schwangerschaftsjunkies

Kann ein Babybauch Frauen süchtig machen? Offenbar. Seit der amerikanische Nachrichtensender Fox letzte Woche ein Special über die Octomom Nadya Suleman ausstrahlte, macht ein neues Schlagwort die Runde: «Bumpaholic», übersetzt: Schwangerschaftsjunkie.  Kreiert wurde es vom  Frauenmagazin Women’s Health, das in der aktuellen Ausgabe die neuste gefährliche Droge entdeckt haben will: den Babybauch.

«Bumpaholics lassen sich aus ähnlichen Gründen immer wieder von neuem schwängern, wie Süchtige zum Alkohol oder zu anderen Drogen greifen», beschreibt Autorin Martha Brockenbrough das Krankheitsbild: Babys gäben Frauen eine klare Identität, sie fungierten als sozialer Puffer und erleichterten an Partys oder auf dem Spielplatz die Kontaktaufnahme mit den Mitmenschen. Ausserdem erlaube der wachsende Babybauch der Schwangeren mit jedem Monat mehr Platz einzunehmen, sie könne immer weniger ignoriert werden. Das Streicheln des Bauches führe zu einem High. Endlich geniesse sie die Aufmerksamkeit von Mann, Familie, Bekannten und Fremden, das mache gerade unsichere Frauen süchtig. Selbstverständlich hat die Autorin Fachleute gesucht,  die diese These stützen und hat sie auch gefunden.

Familientherapeutin Dr. Bonnie Eaker Weil glaubt, dass Bumpaholics sich fortpflanzten, um ihre innere Leere zu füllen. Und Dr. Shari Lusskin, ihres Zeichens immerhin Direktorin der Reproduktionspsychologie am berühmten Medical Center der New York Universität lässt sich so zitieren:  «Schwangerschaftssucht hat viele Gesichter. Man findet sie überall, unter  Frauen, die sich aus religiösen Gründen eine grosse Familie zulegen, aber auch in Schichten, die sich viele Kinder leisten wollen – aus persönlichen oder pathologischen Gründen.»

Natürlich, heisst es im Artikel, lassen sich nicht alle Frauen von der Droge Babybauch verführen. Rationale Frauen realisierten, dass Kinder teuer sind und zeitaufwändig und limitierten ihre Brut deshalb auf ein oder zwei Babys.  Mit anderen Worten: Jede Frau, die gern eine Familie hat, welche das ein-Junge-ein-Mädchen-Ideal übersteigt, hat den Verstand einer Fruchtfliege.

Nun ist es ja tatsächlich alles andere als vernüftig, sich als alleinerziehende Mutter von sechs Kleinkindern, nochmals zwei handvoll befruchtete Eier einpflanzen zu lassen. Und Octomom Suleman hat sicher ein paar Probleme, die sie mit einem Psychiater besprechen sollte. Aber deshalb gleich jede Mutter, die sich eine grosse Familie wünscht, als willen- und gedankenlosen Suchthaufen abzustempeln, zeugt auch nicht gerade von einem Übermass an Verstand.

Bleibt die Frage: Wieviele Kinder sind zuviel?

70 Kommentare zu «Die Geburt der Schwangerschaftsjunkies»

  • Doro sagt:

    Ich kann es nicht nachvollziehen wie jemand gerne schwanger sein kann. Meine Schwangerschaften waren furchtbar. Ich habe zwei Kinder. Und obwohl ich schwanger sein wirklich richtig ätzend finde ist Kind Nummer drei schon beschlissen und Kind Nummer vier zumindest im Bereich des Möglichen. Bin ich jetzt auch ein hirnloser Suchthaufen weil für mich (und meinen Mann) 3-4 Kinder ideal sind und das obwohl ich die Sache mit der Schwangerschaft gern abgeben würde?
    Beim schwanger sein geht es doch nicht darum schwanger zu sein. Die Schwangerschaft ist doch nur der Weg zu einer wunderbaren Aufgabe.

  • ThomasR sagt:

    Meine Lebenspartnerin und ich, beide Mittzwanziger, sind uns darin einig, die Familienplanung noch ein paar Jahre nach hinten zu verschieben. Schliesslich möchte ich zuerst mein Studium beenden und danach eine gewisse finanzielle Absicherung aufbauen (sie ist ausgebildet, sieht das aber eher als Notstütze). Wir sind beide der Meinung, dass uns maximal zwei Kinder reichen.

  • Peter sagt:

    Glücklich sind diejenigen, deren Schwangerschaft etwas „schönes“ ist.
    Leider gibt es genug der Frauen, die 9 Monate Schwangerschaft „überleben“ müssen.
    Die haben sicher kein Suchtpotenzial…

    Es ist völlig egal, wieviele Kinder eine Familie zeugt, solang sie die volle Verantwortung dafür trägt.
    Wenn der Staat die Brut aber nachher stützen und durchfüttern muss, oder wenn die Gesellschaft vor Fehrerzogenen geschützt werden muss, ist schon ein Nachkomme zuviel!

    Die Mengenfrage ist also von der sozialen, emotionalen und finanziellen sowie idealistischen Kompetenz der Eltern abhängig!

  • Eremit sagt:

    „Jede Frau, die gern eine Familie hat, welche das ein-Junge-ein-Mädchen-Ideal übersteigt, hat den Verstand einer Fruchtfliege.“
    Umgekehrt: Jede Frau die sich weniger als vier Kinder wünscht hat den Verstand einer Fruchtfliege? Oder seit wann dürfen Fruchtfliegen Wissenschaft studieren? http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Das-Leben-pur/story/24602318

    „Nun ist es ja tatsächlich alles andere als vernüftig, sich als alleinerziehende Mutter von sechs Kleinkindern, nochmals zwei handvoll befruchtete Eier einpflanzen zu lassen.“ Ausnahmsweise stimme ich in diesem Punkt zu.

    „Bleibt die Frage: Wieviele Kinder sind zuviel?“
    Kein Mensch ist zuviel. Unser Ego ist heute zu gross.

  • Tanja Darkin sagt:

    Ich und mein Mann haben uns persoenlich fuer viele Kinder entschieden.. Ich finde es einfach schoen eine grosse Familie zu haben, wir haben 5 Kinder das kleinste ist 16 Monate alt und ich bin wieder schwanger..und da wir nicht verhueten und ich anscheinend sehr fruchtbar bin passiert es einfach.. Wir freuen uns ueber jedes weitere Kind das kommt… Solange ich noch schwanger werden kann , hoeren wir auch nicht auf…ausserdem bin ich gerne schwanger

    • Lisa sagt:

      @Tanja Darkin: Da haben wir es: „Sie sind gerne schwanger“ ist dies nicht genau das Thema dieses Artikels? Geht es nicht darum das Frauen süchtig werden können? Wann werden Sie mit der Verhütung beginnen? Wenn Sie Privatinsolvenz anmelden müssen? Aber solange Sie noch wissen wann welches Ihrer Kinder Geburtstag hat ist ja alles in Ordnung…

  • Susanna sagt:

    Irgendwie kann ich es nachvollziehen, dass manche Frauen süchtig nach Schwangerschaften sind…. ich habe 3 Kinder und beim Letzten hatte ich nach der Geburt so was wie Verlustängste, keine Ahnung woher die kamen, als einzige Antwort vielleicht, weil ich wusste, dass dies die letzte Schwangerschaft sei wird. Wenn es „nur“ nach Schwangerschaften gienge, wäre ich wohl viel mehr und länger schwanger gewesen…., aber die Kinder werden grösser und brauchen einem auch im Teenageralter noch, wenn nicht sogar mehr! Daher sollte man wirklich überlegen, ob man die Situation bewältigen würde, hätte man Teenager und Kleinkinder zu hause, welche alle auf einer anderen Ebene etwas von dem Eltern brauchen.

    • Mel sagt:

      Wir haben 6 Kinder, von 17- 7 Monate. Gerade diese „anderen“ Ebenen ermöglichen es, jedem Kind das zu geben, was es braucht. Wenn es „Orgelpfeifen“ wären, wäre das schwieriger, weil alle das Gleiche benötigen oder wollen. So holen sich die Kleinsten am Tag, was sie möchten, während die Großen ihre eigene Freizeitgestaltung haben (Hobbys, Freunde…) und die Großen holen sich, was sie brauchen von uns und möchten, wenn die Kleinsten am Abend im Bett sind und die Freunde und Hobbys beendet sind. Oft ist es in einer Großfamilie aber auch so, dass die Großen mit den Kleinen etwas unternehmen…

      • Mel sagt:

        …gegessen wird immer zusammen, wir reden viel miteinander und lachen noch mehr:-) Ich erlebe eigentlich immer wieder, dass Familien mit 1 oder 2 Kindern weitaus überforderter sind, als wir mit 6 oder dass Familien mit 1 oder 2 Kindern immer im Stress sind. Das ist natürlich nicht die Regel, aber es ist auch nicht die Regel, dass Großfamilien die Ebenen nicht schaffen:-)

  • Moni sagt:

    Kommen wir doch mal zum Thema zurück.
    Natürlich betrifft diese „Sucht nach Schwangerschaft“ nicht alle Mütter, aber ich bin in Internetforen durchaus schon auf mehrere gestoßen, bei denen ich tatsächlich den Eindruck hatte, sie könnten nicht genug bekommen vom Schwangersein und Babys haben. Babys – nicht Kinder. Da kamen dann Aussagen im Sinne von „Mein Jüngster wird jetzt zwei, nächstes Jahr kommt er schon in den Kindergarten, dann ist das Haus ganz leer und ich einsam. Ich vermisse es jetzt schon, daß ich dann kein Baby mehr haben werde.“ Und wenige Wochen später verkündeten sie dann freudestrahlend, sie seien wieder schwanger.
    Ich persönlich möchte niemandem in seine Familienplanung reinreden, aber man sollte sich doch überlegen, aus welchen Gründen man ein Kind (oder zwei oder noch mehr oder ganz viele) haben möchte. Und wenn der einzige Grund ist, daß man dann jemanden hat, um den man sich kümmern kann, dann sollte da doch eine andere Lösung gewählt werden als eine Schwangerschaft.
    Gerade wenn man sich die wirklich großen Großfamilien in den Medien ansieht (Familie Duggar mit 18 Kindern, etc.) hat man -zumindest als Außenstehender- nicht mehr den Eindruck, eine Familie im eigentlichen Sinn vor sich zu haben, sondern ein straff organisiertes Logistikunternehmen, in dem die Mutter mit ihren heranwachsenden Kindern kaum noch zu tun hat und sich ganz der lustvollen Aufgabe widmen kann, weiter jedes Jahr ein Baby in die Welt zu setzen.
    Klar ist sie dadurch der Mittelpunkt, um den alles kreist, und bekommt die volle Aufmerksamkeit. Und natürlich findet sie das gut.
    Aber man muß sich auch fragen, ob es der richtige Weg ist, für dieses Glücksgefühl den eigenen Kindern die Kindheit zu beschneiden, indem man ihnen die Erziehung der kleineren Geschwister aufbürdet.
    Selbstverständlich ist das nicht in jeder Familie so, aber den Grundtenor des „Ich will wieder ein Baby, mit größeren Kindern kann ich nichts anfangen.“ schallte mir leider schon mehrfach entgegen. Und das ist nicht nur traurig, sondern fordert Intervention von professioneller und übergeordneter Stelle! Denn hier geht es immerhin um Menschenleben!

  • Thomas sagt:

    …nennen sie es einfach unfall.

  • FS sagt:

    …Angst vor den Chinesen, zu viele „arme“ Kinder in Afrika („die vermehren sich aber auch…“), aber als Antwort auf Krisen und Selbstzweifel, diie Unfähigkeit sich empathisch mit Umwelt und Mitwelt auseinanderzusetzen, nicht reflektieren können, Kinder in die Welt setzen…..Konsumenten schaffen, die im gegensatz zum Afrikaner die Ressourcen unseres Planeten verbrauchen und durch ihren erneuten Konsum tatsächlich zum Platzmangel auf der Erde führen…
    Wer darf Kinder kriegen? Wer spricht von Sozialdarwinismus und wer traut sich ohne Altruismus zu existieren?

    PS Bin Partner einer Schwangeren und freue mich, habe den Maxicosi und betrachte mich als gebildet, dennoch wäge ich ab, ob mein Egosismus nicht dennoch als solcher die Vernunft domieirt, wenn ich mich fortpflanze und mittels Medizin und Technik älter werde, als es jeglicher Organismus im Naturraum autark zu Wege bringen würde.

  • Drillingsmutter sagt:

    Jede muss selber wissen, wieviele Kinder sie möchte. Ich selber kann nicht verstehen, dass man einen Haufen Kinder möchte. Uns hat es spontan Drillinge reingeschneit – ich würde sie zwar nicht mehr zurückgeben wollen, aber es ist der strengste Job meines Lebens. Die Achtlingsmutter ist meiner Meinung nach einfach nur krank…

  • kastanie sagt:

    Es gibt tatsächlich Frauen, die Schwangerschaften zur Selbstbestätigung brauchen und/oder sich damit einen Versorger angeln. Einerseits gehts um die eigene Absicherung und zum anderen geht es um das Aufpolieren eines nicht vorhandenen Selbstwertgefühls – irgendwer hat auch Leere geschrieben, bzw. einen Suchtcharakter trägt. Leider erkennt kaum jemand frühzeitig diese Frauen und sie stellen ja, wenn deren Familie/Partner das mitmacht keine Gefahr für die Gesellschaft dar. Interessant wird es ja erst für die selbsternannten Gebärmaschinen, wenn die Kinder aus dem Haus und der Gatte zu einer Jüngeren abgewandert ist. Dann ist auch häufig ein Therapeut überfordert, weil die Betroffene dann keinen Boden mehr unter den Füssen findet und in ein anderes Suchtmuster rutscht und dann ggf. die Gesellschaft belastet.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @rudy Schwangerschaft als Therapie und Weg zur Anerkennung?! Ich setze voraus dass Sie in Ihrem Leben wohl noch nie schwanger waren? Die erhoffte Anerkennung können Sie in der grössten CH-er Stadt gleich mal vergessen, und all die Probleme die so ein schwangersein mitbringen könnte, zähl ich besser gar nicht erst auf!
    Mir gings 9 monatelang vorallem hundemies, es gab Tage da hab ich es knapp geschafft auf den Knieen rumzurutschen, und zwar wortwörtlich, das wird in all diesen rosa Schwangerschaftsratgebern komplett unterschlagen. Trotz schlechter Vorerfahrungen hab ich mich weitere 2mal dafür entschieden, weil ich meine Kinder als Geschwister in der Welt unterwegs wissen will. Ein Viertes hätte meinen Körper definitiv überfordert, aber ich bin sehr dankbar, dass ich es für 3 geschafft habe.
    @pappa5 danke für den Beitrag! Ich denke nicht, dass Sie und Ihre Familie gedankenlos herum-footprintern.. .

  • Maja sagt:

    Vielleicht könnte man es auch so sehen? Familien mit mehr Kindern gleichen diejenigen aus, die keine wollen oder diejenigen welche abtreiben, also geht es schlussendlich wieder auf. (rein zahlenmässig) Wenn auf das Recht auf Abtreibung plädiert wird, dann kann Frau doch auch Kinder haben oder nicht? In der Schweiz geht es uns immer noch gut wir haben alle genug zu essen, dafür können wir ja auch mal dankbar sein.

  • Monika Diethelm-Knoepfel sagt:

    Für mich sind es zuviele Kinder, wenn ein Paar damit völlig überfordert ist oder eine Frau ihre Gesundheit riskiert, aber auch dann, wenn das Kind offensichtlich nur da ist, um Bedürfnisse der Eltern zu befriedigen oder sonst irgendwie Mittel zum Zweck ist, um eine Ehe kitten zu wollen, als Organspender für ein krankes Kind etc.
    Ich habe selber drei Kinder und das stimmt für mich gut so. Ich kenne auch Famlien mit 4 oder 5 Kindern (3-4 Kinder sind in der Ostschweiz gar nicht so solten), deren Kräfte gut ausreichen, um allen Kindern ein Daheim geben zu könenn. Für mich sind Kinder nach wie vor ein Geschenk Gottes, aber auch eine Verantwortung, die man sich auch nicht unüberlegt x-mal aufladen soll, wenn es eigentlich gar nicht mehr drinliegt.

  • andrea sagt:

    Es gibt nur einen der das Sagen hat über unsere Nachkommen: unser Retter, Erlöser, Gott persönlich. Wir selber können uns unterbinden lassen, sodass es für uns keine Belastung mehr ist, das heisst aber nicht das mann dazu keine Kinder mehr darf haben. Es gibt viele Pflegekinder, adoptivkinder, weisenkinder. Wir haben selber 4 kinder und es ist ein Segen.

  • pappa5 sagt:

    Kinder sind Umweltverschmutzung?
    Schwangerschaft ist Aufmerksamkeits-Therapie für unsichere Frauen?
    Kinder haben ist egoistisch?
    Ich dachte wir hätten die Siebzigerjahre endlich hinter uns!

    Dass die Amerikanischer – vor allem die dortige Presse – immer wieder neue belustigende Dinge erfindet, die einen neuen Trend beschreiben sollen, ist ja wohl bekannt. Damit wird Geld verdient! (Geld, das dann wieder ausgegeben wird und das globale Wirtschaftswachstum ankurbelt…) Doch dass dieser Schwachsinn von so vielen der Tagi-Blogger scheinbar unterstützt wird, finde ich schon eher erstaunlich, ja eigentlich fast beängstigend!
    Da kommt mit so viel Unschönes zu sagen in den Sinn, dass ich gar nicht recht weiss, wo anfangen. Und nach längerem Überlegen behalt ich es wohl lieber für mich. Denn vermutlich habe ich das Ganze nicht recht verstanden und die negative Einstellung gegenüber dem Kinderhaben oder zumindest dem Vielkinderhaben ist lediglich der Ausdruck einer sich bessernden Welt. Einer Welt, in der sich die Menschen ihres eigenen ökologischen Fussabdrucks bewusst sind und alles daran setzen diesen zu verkleinern. Sie essen kein Fleisch und keinen Fisch, da deren „Produktion“ viel energieaufwendiger ist als die von Frucht und Gemüse. Sie essen und trinken saisongerecht schweizerisch, da der Import von Lebensmitteln unnötig und ökologisch ineffizient ist. Sie schränken sich in Ihrer Mobilität ein, da dies mit Energieverschleiss verbunden ist (auch der Zug fährt nicht mit Sonnenenergie.) Sie sind vehemente Befürworter der Atomenergie, da diese im Normalfall „emissionsarm“ ist. Sie duschen nur zu zweit und nicht mehr als zweimal die Woche, schliesslich wird Wasser zu einem raren Gut. Natürlich rauchen Sie auch nicht. Sie erstreben die Schliessung der Schweizer Grenzen für ärmere Weltenbürger, da deren Aufnahme in unser Land zur einer Erhöhung der ökologischen Fussabdrücke dieser Immigranten führt. (In ihren Ursprungsländern fahren diese nämlich keine Autos, können im Winter nicht heizen, essen viel weniger Fleisch und kaufen keine nutzlosen Dinger… einfach weil sie es sich nicht leisten können.) Sie kaufen sich nichts, das sie nicht zum Überleben brauchen und sparen so viel sie können, da sie wissen, dass sie ihre Rente einmal selbst finanzieren müssen (es ist ja dann niemand anderer mehr da!) Sie agieren rational und haben die niederen Triebe, im Speziellen Sextrieb und Fortpflanzungswunsch, voll im Griff.

    Tja, und wenn das alles so ist, löst sich vermutlich auch die Kinderkriegen-Problematik von selbst, denn da vergeht sogar mir die Lust am Kinder zeugen!

  • rudy sagt:

    …ich sage mal als mann etwas dazu.
    dass die meisten frauen über diesen artikel „empört“ sind, zeigt nur, dass der artikewl den Nagel auf den Kopf geztroffen hat. ich meine auch, dass viele frauen sich selbst ein stück therapieren mit vielen schwangerschaften. sie finden dadurch plötzlich mehr beachtung, stehen im mittelpunkt, man geht rücksichtsvoller mit ihnen um, die beziehung ist in dieser phase kaum gefärdet etc.. und sie stehen nicht als graue mäuse neben vielen ehemännern. dann übernehmen sie auch noch eine sinnvolle, von der politik geforderte aufgabe, „wie brauchen mehr kinder, sonst stirbt unser land“. gefährlich für die frauen, die tatsächlich die schwangerschaft zur persönlichen anerkennung benötigen, so ihr selbstwertgefühl stärken wollen, da wäre ein therapeut besser..

  • Die Autorin wertet den Verstand der Fruchtfliege ab, höchstwahrscheinlich ohne sich mit dem Verstand der Drosophilia jemals beschäftigt zu haben..smile

  • CC sagt:

    @Martin Koeppel:
    Da hast du recht, auch wenn es nicht gerade das Thema trifft.

    @Mayer Antoine:
    Ich fände sogar 2 Geburten als ausreichen.

    und Maja:
    Genau solche Leute braucht die Welt mit 7 Milliarden Menschen. Nahrung gibt’s ja auch günstig bei Aldi und Co… aber zurück zum Thema.

    Wieso braucht man zum Autofahren ein Führerschein aber zum Kinderkriegen nicht? Falsche Welt…
    Einfach mal ein bisschen die Welt anschauen und dann mit erschrecken feststellen wie viel der Fläche bereits besiedelt ist! Unvorstellbar Dimensionen, aber real!

  • Mayer Antoine sagt:

    Ab 4 ist schluss, ausser 3 mal zwiline oder so 😛

  • Martin Koeppel sagt:

    Menschen sind die einzige Krankheit dieses Planeten!!!

  • Pete Sollberger sagt:

    Also erstmal, ich finde schwangere Frauen wunderschön anzuschauen, aber BITTE wechselt das Bild von Frau Suleman aus, da wird mir fast schlecht davon.

    Heute stimmt es wohl, dass es noch genügend Ressourcen auf dieser Welt hat und es nur eine Frage der Verteilung ist. Aber nur wenn wir davon ausgehen, dass wir Afrika einfach mal genügend Esswaren zugestehen, dass sie überleben, den Chinesen keine Spritfresser erlauben und die Asiaten bei Reis und kleinen Häppchen Fleisch bleiben sollen. Natürlich ist es nicht nötig, dass andere genauso verschwenderisch mit Ressourcen umgehen wie wir. Solange wir es noch weiterhin machen können!

    Ich finde leider die Statistik nicht mehr, aber es ist doch so, dass Akademiker in der Regel weniger Kinder haben. Akademiker ziehen in der Regel wieder Akademiker heran. In Familien mit mehr als 2 Kinder studieren deutlich weniger Kinder.

    Um die Probleme von Heute/Morgen zu lösen, werden aber Menschen mit einer Topausbildung benötigt, denn nur Sie kommen an Positionen, in denen sie nachhaltige Veränderungen bewirken können. Sei es in der Politik oder als Firmenchefs. Natürlich gibts in den Jobs auch Menschen ohne Hochschulabschluss, aber die kann man an einer Hand abzählen. Ich will hier weder behaupten, dass nur Akademiker Probleme lösen können oder die Frage nach der (Sozial)Intelligenz all der Uniabgänger beantworten. Und natürlich braucht es Menschen, die mir in ein paar Jahren mal den Hintern putzen, wie Maja das gesagt hat.
    Aber ich glaube, was wir vorallem brauchen, sind top ausgebildete Kinder, mit Visionen und Lösungen für Ihre Zukunft. Es wird immer genug Leute geben, denen es genügt ihre kleine Welt glücklich zu machen. Diese Menschen sind wichtig für unseren Alltag, aber sie werden uns nicht unbedingt vorwärtsbringen, als ganze Erde.

    Da ich zwei Kinder habe, die keinen Hochschulabschluss haben und einfach glücklich sind in ihrer kleinen Welt, darf ich meinen Beitrag vermutlich ein bisschen ketzerisch schreiben. 🙂

  • Katharina sagt:

    @Larissa: Sie schreiben: „…ich wäre schon lange dafür das man Frauen in armen Ländern die Unterbindung bezahlen würde. Erstens wäre dann endlich der Armut ein Stück weit geholfen…“

    Ich finde Ihre Aussage sehr gefährlich. ich habe früher hier folgendes geschrieben: „Eine Einschränkung der Anzahl Nachkommen von aussen her (also nicht innerhalb der Kernfamilie) geht meiner Meinung nach sehr schnell in Richtung Eugenik.“

    Wer gibt irgendjemanden das Recht zu bestimmen, ob ein anderer Mensch Nachkommen haben darf oder nicht? – genau.
    Niemand.

    Würde ihre Argumentationslinie zu Ende gedacht, koennte sogar gesagt werden, dass die Ursache der Armut solcher Menschen diejenigen Menschen sind, die jetzt jenen das Recht, Nachkommen zu haben, wegen Armut absprechen wollen.
    Die Beseitigung der Ursachen der Armut müsste also die Beseitigung der Verursachenden Menschengruppe sein. Die verursachende Menschengruppe ist der hochtechnisierte Westen. – Wie gesagt, dass ist nur eine Projektion ihrer Argumente. Es ist aber so, dass genau solche Argumentationsketten als ‚Rechtfertigung‘ für Akte des Terrors benutzt werden. Sie wurden auch im Dritten Reich als ‚Rechtfertigung‘ für Zwangssterilisationen aufgeführt. Es ist also letzten Endes ein faschistisches Argument. Es impliziert auch, dass der Westen definiere, wo Reichtum aufhöre und Armut beginne.

  • Maja sagt:

    ich habe 2 Kinder. Wenn ich aber mehr möchte, liesse ich mir von niemandem drein reden. Es gibt Leute die müssen zu allem ihren Komentar abgeben. Erfahrungsgemäss sind diese aber am besten gar nicht zu beachten, da sie eh nur daherplappern.

  • Larissa sagt:

    Ich finde Kinder gehören in eine glückliche Beziehung, aber im masse so dass man jedem einzelnen Kind noch gerecht werden kann. Auch sollte man überlegen wieviel ein Kind oder zwei Kinder kosten. Am Anfang können ja viele Sachen für beide genutzt werden, aber sobald sie älter werden wollen sie kaum noch Sachen vom älteren Geschwister nachtragen. Das mit der Ueberbevölkerung empfinde ich auch als ein sehr erst zu nehmendes Thema, ich wäre schon lange dafür das man Frauen in armen Ländern die Unterbindung bezahlen würde. Erstens wäre dann endlich der Armut ein Stück weit geholfen und zweitens sind die Frauen da nicht länger Gebärmaschinen von ihren Männern. Ja lieber Papst, erlass endlich die so vielen Verbote die du der Menschehit antust in dritt Weltländern.
    Manchmal wird mir auch schlecht wen ich sehe das Asylanten die hier leben und gezwungener massen jahre lang nicht arbeiten ein Kind nach dem anderen gebären, wär ich dafür das man da etwas unte nimmt. Der Mensch soll nur soviele Kinder zeugen wie er auch ernähren und gross ziehen kann.
    Gruss Larissa

  • Mv3 sagt:

    @öko und kinder

    super, wenn alle öko-familien nur ein kind bekommen und sich so selber „ausrotten“. leute ohne ökebewusstsein stellen dann aber gedankenlos 2+ kinder auf die welt. tolle entwicklung.
    man verändert die welt immer noch am besten mit nachkommen und nicht mit dem weglassen dieser ;o)

  • Roland Horni sagt:

    An Herr Th. Meyer:

    ich kenne den Bericht des Club of Rome. Und auch, dass es da Professoren gab, die das als völligen Nonsens abtaten. Auch gab es seither einige neue Studien, die viel davon relativiert haben, aber auch noch von eine Kollaps sprechen, der sich zu einem gewissen Zeitpunkt ereigne, bisher aber nie eingetroffen und dessen Datum immer weiter hinausgeschoben wird. Wahr ist aber schon, die Bäume können nicht in den Himmel wachsen.

    Ich leugne nicht, dass wir die Welt übernutzen, aber sicher nicht, weil Familien sich drei Kinder oder mehr leisten, (mit drei Kinder pro Paar bliebe die Bevölkerung in etwa stabil) sondern weil der Mensch in den entwickelten Ländern insgesamt sich einfach zu viel leistet, (und vor allem die Kinderlosen!) und das immer auch auf Kosten der Ärmsten, also durch Ausbeutung. Wir sollten einfach etwas genügsamer werden, denke ich, dann reicht es für alle. Es ist der falsche Weg 10 mal mehr als nötig zu konsumieren, dafür die Kinderzahl zu reduzieren, wir müssen einfach erst einmal alle bescheidener werden, alle, nicht nur ein paar, das reicht nicht. Aber die meisten wollen auf nichts verzichten und die, denen es eigentlich schon gut geht, wollen noch mehr, ein zweites Auto, ein grösseres Haus, in jedem Zimmer TV, Internet, Heizung oder Klimaanlage, weiter in der Ferne Ferien und wenn möglich noch billig… Man denke sich mal aus, was geschieht, wenn sich die Völker in Asien, die noch sehr bescheiden leben, auch all unseren Luxus leisten wollen. Da wird es eng. Wir werden nicht umhinkommen, uns zu bescheiden.

    Ich gebe gerne zu, auch ich verhalte mich nicht immer mustergültig, als einzelner kann man oft gar nichts tun, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt: ich denke da nur an das Heizen im Winter, ich spare Heizkosten wo ich nur kann, lüfte kurz und heftig, während nebenan jemand die Heizung mit offenem Fenster an hat. Oder, auf der Autobahn, versuchen Sie einmal spritsparend zu fahren, langsam zu Beschleunigen, Höchsttempo nicht ausnutzen, ausrollen lassen vor Rotlicht statt schnell darauf zu fahren und dann heftig abbremsen………. sie werden als Volltrottel behandelt und schickaniert! Dabei liesse sich so tausende Tonnen Sprit und CO2 sparen. Fast alle reden davon, doch ich merke nicht, dass sich jemand daran hält.

    @ keiru, ich gratuliere Ihnen zum dritten Kind, alles Gute! Geben Sie ihm viel Liebe und Geborgenheit und lehren Sie es, zu unserer Erde Sorge zu tragen, so retten wir die Welt.

    Im Übrigen finde ich den Bericht, dass es da Frauen gäbe, die geradezu süchtig seien, schwanger zu werden, einen Unsinn. Wenn schon, so sind das Ausnahmen und nicht die Regel, also sicher nicht an der Übervölkerung schuld. Mir macht es den Anschein, dass hier ein neuer Sündenbock für den kommenden Weltuntergang gefunden wurde…….

  • keiru sagt:

    ich sage nur: super geschrieben, roland horni!
    … und freue mich auf mein drittes kind…

  • Thomas Meyer sagt:

    „Etwas weniger Mobilität, etwas weniger Textilien, Metalle etc. verschwenden könnte man leicht. Und die Welt wäre ein Paradies für alle.“ – Ja, dann, bitte weiter träumen. Allen andern, die den Bericht noch nicht kennen, empfehle ich mal die Lektüre „Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome. Die Erstfassung war bereits 1972 (!) erhältlich. Die Botschaft scheint immer noch nicht überall angekommen zu sein…

  • Roland Horni sagt:

    Mir lupfts langsam den Hut hier beim Lesen! Da werfen die um unseren Planeten ach so besorgten Leute jenen mit Kindern Egoismus vor! Dabei sind die doch die grössten Egoisten, weil sie Angst haben, es könnte ihnen jemand etwas wegnehmen.

    Auch ist es eine Unterstellung, dass die Allgemeinheit für die Kinder zahlt, im Regelfall sicher kaum und wenn durch Kinderzulagen und Steuerabzüge Eltern entlastet werden, so ist das nicht, weil der Staat so grosszügig ist, sondern, weil der Staat normalerweise Interesse daran hat, dass Kinder gezeugt werden! Also lässt er sich das etwas kosten.

    Ausserdem geht das meiste Geld davon in den Konsum, der ja jetzt in der Krise mit allen Mitteln angekurbelt wird. Nichts da von Ressourcen schonen… Ich habe das Gefühl, dass da eine Gruppe am Diskutieren ist, die sich von allem andern abkoppelt und einen regelrechten Tunnelblick hat. Viele Kinder gleich viele Probleme, so ein Schwachsinn!

    Hat hier jemand schon ein mal folgende Rechnung gemacht: Produzierte Nahrungsmittel auf der Welt (Getreide, Früchte, Gemüse, Fisch, Fleisch in Tonnen, geteilt durch die Weltbevölkerung) dann würde man erkennen, dass es mehr als genug hat auch für 8 Mia Menschen! Was an Ressourcen ungenutzt vergeudet wird, es grenzt an Wahnsinn! Etwas weniger Mobilität, etwas weniger Textilien, Metalle etc. verschwenden könnte man leicht. Und die Welt wäre ein Paradies für alle. Der Egoismus ist es, der die Welt zerstört oder Ideologien, Macht- und Besitzansprüche und Rechthabereien in Bezug auf Religionen, die dann in Kriege ausarten.

  • Ronny sagt:

    Überbevölkerung?
    Es gäbe weiss Gott genug Nahrung, Wasser und Platz für alle. Wir wollen aber ein „angenehmes“ Leben führen und genau das verursacht die Ungerechte Verteilung der Ressourcen. Was ist denn ein angenehmes Leben? Meine Grosseltern hatten ein angenehmes Leben, mit 8 Kindern (und die haben übrigens wohl alle von Zeit zu Zeit „e flättere“ kassiert).
    Die Leute von der Südhalbkugel werden ganz einfach zu uns kommen, wenns dort nichts mehr gibt. Und wenn wir noch so hohe Mauern errichten, die finden schon einen Weg. Und man kanns ihnen ja auch nicht wirklich übel nehmen.
    Vermutlich wärs aber für die Welt gar nicht schlecht, wenn sich die Armen mehr vermehren als „wir“.

    Ansonsten kann ich mich den Kommentaren von Max Lässer anschliessen…

  • Jürg sagt:

    Wer schon ein Kind hat und sich nicht noch mehr Kinder wünscht, hätte vielleicht gar kein Kind haben sollen? Es gibt doch nur rationelle Gründe gegen mehr Kinder!
    Und wieso gibts gutverdienende Eltern welche Kinder haben und diese Fremdbetreuen lassen?

  • bigmama sagt:

    @Maja: Ja, Babies werden auch in 100 Jahren noch süss sein. Nur werden dann möglicherweise so viele Menschen auf dieser Welt leben, dass weltweit so rabiate Familienplanung wie in China betrieben werden muss. Finde es eigentlich auch schade, dass heute Kinder alleine oder nur mit einem Geschwister aufwachsen, aber ist angesichts der beschränkten Ressourcen auf diesem Planeten halt wirklich vernünftiger. Was die süssen Babies betrifft, die auch ich gerne knuddle, da hüte ich halt ab und zu das Baby einer Freundin/Verwandten.

  • Roland Horni sagt:

    Aus den meisten Zuschriften hier spricht der pure Egoismus, nicht die Sorge um das Wohl der Welt. Muss man auf Kinder verzichten, damit man mehr konsumieren und sich jeden Luxus leisten kann?

    Es sind doch die Menschen mit vielleicht ein, zwei Kindern – ideal und mit Hilfe auch der Reprotechnik gesteuert – einem Knaben und einem Mädchen – die dank gutem Einkommen oder vorhandenem Vermögen Unmengen an Ressourcen dieser Welt verschleudern, indem sie ein riesiges Haus bauen, gerne mit beheiztem Swimmingpool, mit ihren teuren und übergrossen Autos Energie in Unmengen verpuffen, in der ganzen Welt herumjetten, Spargeln von der andern Seite des Globus konsumieren und natürlich noch viel anderes, die die Welt ruinieren und nicht jene, die vielleicht drei bis fünf Kinder haben und vernünftig leben. Sich nicht alles leisten können heisst noch lange nicht, dass man „arm“ ist.

    Ausserdem: wenn wirklich jedes Paar genau zwei Kinder hätte, würde die Menschheit in einiger Zeit aussterben. Denn: die zwei Kinder würden genau die Eltern „ersetzen“, wenn die einst sterben. Da aber nicht jedes Kind überlebt, sei es durch Krankheit, Unfall etc. geht die Rechnung sowieso nicht auf. Hätten wir nicht die Zuwanderung von aussen von Menschen, die – etwas despektierlich ausgedrückt – munter Kinder produzieren, wäre die Schweiz wohl ziemlich dünn besiedelt…..

    Ich stimme der Aussage von Katharina zu, dass die Armut vor allem die Ursache von ungerecht verteilten Ressourcen sind!

  • Stephanie sagt:

    Nachtrag: als Protestantin (ev.luth.) lebe ich in dem Luxus mich nicht um den Papst scheren zu müssen was Verhütung angeht. Das habe ich auch nie getan. Ich kann für mich und meinen Mann sprechen, wenn ich behaupte, das wir auch sexuell glückliche Beziehung führen.
    Aber ich kann auch bestätigen, dass wir -wenn auch unbeabsichtigt- die Verhütungsempfehlungen des Papstes umgesetzt haben–> aus völlig anderer Motivation heraus(?).
    Und: wir haben nie beabsichtigt Kinder zu bekommen, sodern uns für jedes Kind individuell aus der Situation heraus entschieden. Richtiger wäre wahrscheinlich: wir haben jedesmal gemerkt, dass wir uns freuen- auch wenn`s mal wieder eigentlich gar nicht gepasst hat…
    Daher würde ich die ganze Diskussion vielleicht lieber mit einer anderen Frage beginnen: Wer ist bereit sein Leben anzunehemen?

  • Stephanie sagt:

    Wieviele Kinder sind normal?
    Ganz einfach: soviele, wie Du trotz intensiver Verhütung (nicht Hormone oder Sterilisaton) in einer intakten Liebesbeziehung (oder mehreren) bekommst.
    Kinder kommen wann sie wollen. Nie wenn man sie plant.(Das geht, so höre ich aller Orten schief=dann kommt gar keines).
    Man kann sie nicht anfordern, nicht kalkulieren. Das ist die beste Schulung, um Eltern zu werden und zu lernen: Menschen sind nicht planbar/kalkulierbar, man muss sie nehmen wie sie sind. Sie sind ein Geschenk in Form der Zeit, in der du sie begleiten darfst. Du darfst lernen geschehen zu lassen und bedingungslos zu lieben.
    Das Geschenk habe ich mit meinem Mann drei mal erhalten. Mehr Glück können wir nicht fassen und danken seitdem inständig: wir sind reich genug! (bisher klappt`s!)
    Viel erfolg

  • mikkesch sagt:

    Sehr geehrte Katharina

    Sie wollen doch nicht ernsthaft glauben, dass die behandelten Aerzte, der sog. Octomom Patientin nicht auf die Pro- uns Cons. einer In-vitro-Fertilisation, kurz (IVF) Methode hingewiesen haben. Auf welchem Planet leben Sie? Das war nichts anderes als pures Kalkül der Mama Octomom.

  • Max Läser sagt:

    @ Maja: Babies sind seltenst süss. Die meisten sogar ausgesprochen hässlich. Aber naTúrlich wäre es gegen die Spezies, wenn die eigenen Eltern ihren Nachwuchs nicht zum knuddeln fänden.
    @Maja2: Ich habe kein Auto. Auch keinen Hund. Beides auch nie besessen
    @Adi: Ja, ich emfand schon meinen einen Bruder als zuviel. Ich wollte das wenige was wir hatten nicht auch noch teilen müssen
    @Katharina: Jedes Säugetier muss nunmal essen und atmen. Wobei ersteres durchaus bei manchen der Spezies Mensch in Sucht ausarten kann.
    Nicht 25% sondern 75% leben in Armut.
    Bildung ist auch nur ein beschränkter Anker. Im Schwellenland México z.B. arbeiten stolze 3% der Uniabsolventen in dem Bereich, den sie studiert haben!
    @ Pete Sollberger: Ich bin kein Kinderhasser. Jeder Mensch der mich mit Kindern erlebt ist total verzückt von meiner „guten Hand für Kinder“. Und nicht zuletzt deswegen habe ich mich defintiv und irreperabel dazu entschieden, niemals eigene zu verursachen.
    @ Giorgio Girardet: Besserverdienendenfeminismus??? Hä???!!!
    @ gargamel: Naja, zumindest brauche ich nur ein viertel der Energie und Recourcen, die der Durchschnittschweizer braucht. Womit ich noch nicht zufrieden bin, aber immerhin, das kann sich schon sehen lassen.
    @ Rahel: „Reisen, Kleider, Ausgang und was auch immer noch)- und ich tue es GERNE!“…. Tja, und das mache ich sogar ohne Kind(er).
    @Jo Mooth: Deshalb unterstütze ich 79 Kinder mit all dem Geld, welches ich aus oben genannten Gründen nicht brauche.

  • Maja sagt:

    noch was zu Mia, weiss nicht was der Schonzustand Schwangerschaft ist, gekocht muss werden, obwohl es einem Speiübel ist, Kinder müssen gewickelt und versorgt werden. Vernachlässigung gibt es auch bei einem oder zwei Kindern, bei uns zum Glück nicht. Und noch was, wo sind die super Eltern die vom Nachwuchs hoch gepriesen werden? Spätestens in der Pubertät sind doch alle Eltern eh „die Letzten“. Da mach ich mir schon gar nichts vor. Zu guter Letzt, Puppen haben wir einige, Bob der Boumaa auch! Und Babies sind immer noch süss, werden sie auch in 100 Jahren noch sein.

  • Maja sagt:

    Tja, muss mich nochmals melden. Unsere Kinder haben alles was sie brauchen. Haben genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, haben ihre Hobbies, z.T. einen Job, es reicht sogar noch für ein Kind in einem wenig privilegierten Land, dem wir einen Teil der Ausbildung gezahlt haben. Das Wort heisst teilen, Zeit teilen, Zimmer teilen, Liebe teilen, so dass dann genug für alle übrig bleibt. Ich hab echt kein schlechtes Gewissen, 4 Mal mehr Kinder zu haben als der Durchschnitt, nun fragt sich nur was der Durchschnitt ist, 0,5, 1 Kind, 2 oder 3? Das ist hier die Frage. Man kann heutzutage ja schon alles als Sucht bezeichnen, das füllt die Zeitungen. Hat von Ihnen schon jemand aufs Auto verzichtet? Wer mehr als zwei Autos hat oder mehr als drei Hunde, handelt schon fast verantwortungslos …

  • Thomas Meyer sagt:

    Eine umwerfende Frage!

    Als hätte die Welt keine Probleme durch Überbevölkerung. Die ganze Welt platzt aus den Nähten, nicht nur die Damenbäuche. Die hormongesteuerten Damen sollten bitte mal ihr Hirn zu Rate ziehen und sich überlegen, welche Zukunft denn Ihr Nachwuchs haben wird. Der lebt nämlich statistisch gesehen noch zur Hälfte in 80 Jahren, falls die Überbevölkerung nicht auch das Durchschnittsalter runterschraubt, was mich nicht erstaunen würde.

    Schon mal was vom Peak of Oil gehört? Die Party geht – langsam natürlich, noch tut’s kaum weh – zu Ende. Es ist keine Frage mehr der Ressourcenverteilung. Die Staaten der Welt sind eh Pleite. Hört auf, auf Sozialhilfe, Gratiskrippen, Noch-mehr-Kinder-Geld zu spekulieren. Wer mehr als zwei Kinder in die Welt stellt, handelt schon fast verantwortungslos. Ab zwei Kindern müsste man massiv die Steuern erhöhen, dann würde der hormonelle Schwachsinn auf einmal wieder ganz vernünftig reguliert.

  • Regina sagt:

    Wenn sich bald jemand finden würde, der dem Papst überzeugend die richtigen Worte betreffend Verhütung einflüstern täte, wäre das Problem Überbevölkerung schon halb gelöst, und die paar Schwangerschaftssüchtigen würden wir dann auch noch verkraften.
    Ehrlich, wer will denn ernsthaft so einen Bauch wie der gezeigte auf den obigen Fotos?
    Da graust es mir fast.

  • Adi sagt:

    @Katharina: Du hast wohl recht mit dem was du sagst… aber irgendwie läuft doch am Schluss alles auf eine Diskussion „Quantität vs. Qualität“ heraus.

    Wie du richtig sagst, ist es heute eine Minderheit (zu der wir im Westen offensichtlich gehören), welche die Mehrheit der Rohstoffe konsumiert und einen Grossteil der Verschmutzung verursacht. Nun ist wohl allen klar, dass nicht 7 bis 10 Mrd. Menschen auf diesem Niveau leben können… die Frage ist also: Will man weniger Menschen auf der Welt ein „angenehmes“ Leben ermöglichen, oder will man mehr Menschen die am Existenzminimum leben.

    Diese Frage stellt sich ja auch im Kleinen: Will ich eines oder zwei Kinder, denen ich dann eine gute Infrastruktur bieten kann und denen ich eine Ausbildung und Hobbies ermöglichen kann. Oder will ich fünf, bei denen ich aber dann an allen Ecken und Enden sparen muss weils sonst nicht reicht (oder wo dann die Allgemeinheit kräftig mitfinanzieren muss). Ich persönlich plädiere für die erste Variante – aber das ist halt subjektiv.

  • Katharina sagt:

    Die Octomom wollte wahrscheinlich aus einem ganz einfachen grund nochmals Kinder: Sie lebt von Sozialhilfe und mehr Kinder berechtigen zu mehr Kinderzulagen. Dass dann dank ‚moderner Reproduktionstechnologien‘ dann Achtlinge heranwuchsen ist der fragwuerdige Segen dieser Technologien….upps. Da liegen die Psychologen wohl etwas falsch.

    Da ich atme, bin ich wohl sauerrstoffsuechtig…oder ist es stickstoffsucht? Da ich esse, bin ich essenssuechtig. Wenn ich mehr als 5 E-Mails pro Tag beantworte muss ich ja noch Internet-suechtig sein. da ich lebe muss ich lebenssuechtig sein. Anything else?

    Ueberbevoelkerter Planet. Damit habe ich echt Muehe. ich vermute, dass die Armut von 25% der Weltbevoelkerung ein Problem der unfairen Resourcenverteilung ist. Dabei sehe ich auch Bildung und Wissen als Resource.
    Die besagten 25% konsumieren sehr wenig Energie, Rohstoffe usw. es sind ja die 10% am komfortablen Ende die den Planeten versauen.

    Eine Einschraenkung der Anzahl Nachkommen von aussen her (also nicht innerhalb der Kernfamilie) geht meiner Meinung nach sehr schnell in Richtung Eugenik.

  • Pete Sollberger sagt:

    Gab es da nicht den Blog „Nur Dumme pflanzen sich noch fort“ im Mama Blog? Stimmt wenn ich die Einträge hier lese und ich meine nicht dumm im Sinn von IQ, sondern dumm im Sinn von Ignoranz.

    die globalen Probleme haben ja nicht unsere Babies verursacht – aber auch Ihre vielen Babies, wenn auch mit Stoffwindeln gewickelt und heute in der Altenpflege tätig, werden ihre Fussabdrücke auf der Erde hinterlassen und das auch in Form von Abfall, verbrauchten Ressourcen etc.

    Soviele Kinder wie man sich mit guten Gewissen Leisten kann. – Also wer sich einen SUV leisten kann, darf auch mehr Kinder haben? Oder so ähnlich wäre dann vermutlich die Schlussfolgerung.

    Wir brauchen auch keine Sozialhilfe – freut mich zu hören. Aber darum gehts nicht wirklich, oder?

    @Jennifer
    Man sollte nicht nur 2 Kinder pro Frau als genügend bezeichnen, sondern auch pro Mann. Denn wieviele Männer gibt es leider immer noch, die links und rechts reproduzierend durchs Leben laufen.

    An die ganze Fraktion der mehr und mehr Kinder wollenden. Niemand bestreitet vermutlich, dass ein Kinderlachen etwas wunderschönes ist und der Wunsch nach Kindern ausgelebt werden darf. Ich glaube es hat auch niemand von keinen Kindern gesprochen. Die wenigsten Menschen sind Kinderhasser, aber einen Blick über die Wohnungsgrenze oder sogar die Schweizer Grenze hinaus, darf man doch mal werfen und wenn man Kinder wirklich liebt, dann überlegt man sich auch, was für eine Welt man ihnen vorsetzen möchte und wie diese Welt mal ausschauen könnte mit 10Mia. Aber leider muss ich Adi recht geben, wenn die Schwellenländern nicht mitmachen, sehe ich schwarz.

  • Peter Blumenthal sagt:

    Müsste die Frage nicht lauten: Wieviele Kinder sind zuwenig?

  • Jo Mooth sagt:

    Einwanderung gegen Kinderhaben auszuspielen ist rassistisch. Wer schon geboren ist, soll es gut haben. Mehr Menschen auf dieser Welt brauchen wir aber nicht. Wer unbedingt ein Kind will, soll eins betreuen, das keine Eltern hat.

  • Jennifer sagt:

    In der gestrigen Sonntagszeitung stand etwas über die Überbevölkerung und dass mehr als zwei Kinder pro Frau ökologisch nicht mehr tragbar sei. Leider finde ich den Artikel nicht im Internet, kann deshalb nur aus der Erinnerung zitieren. Im Artikel stand nämlich auch, dass @ Maya das mit „sie zahlen ja dann unsere AHV“ als Argument nicht korrekt sei. Die genannten Gründe habe ich leider im Moment grad nicht präsent.

    Ich arbeite seit Jahren in sog. Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Frauen dort wollen meistens nicht mehr als 2 od 3 Kinder, nur mangelt es an Kondomen, der Pille und wirtschaftlichem Aufschwung. Eltern in diesen Ländern, welche eine gute Ausbildung genossen haben, wollen selten mehr als 2 Kinder. Ihnen ist klar, dass sie nur so gewährleisten können, dass diese 2 Kinder eine gute Ausbildung geniessen können und das Geld auch für eine gute medizinische Betreuung reicht.

  • Hansueli sagt:

    Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Soviele Kinder wie man sich mit guten Gewissen Leisten kann. D.h. dass für alle Kinder genügend Geld da ist ohne an allen Ecken und Ende sparen zu müssen, und dass man auch noch die Zeit hat allen genügend Aufmerksamkeit zu schenken.

  • Mia sagt:

    Man ist seinen Kindern gegenüber verantwortlich, verantwortlich dafür, dass sie Geborgenheit erhalten, Liebe, Zuwendung. Man muss sich genug Zeit nehmen können für ihre Sorgen und Probleme. So dass man sie als gestärkte, emotional und intellektuel kompetente junge Menschen ins Erwachsenenleben starten lassen kann. Da jeder anders ist, schafft dies der eine nur bei zwei Kindern, der andere auch mit mehreren, es kommt auf die Umstände an. Wer allerdings immer nur von „süssen Neugeborenen“ träumt, ist schlicht unverantwortlich, stiehlt sich im Schon-Zustand „Schwangerschaft“ aus der Verantwortung für die andern Kinder. Maja, kauf Dir eine Puppe, die bleibt klein und nimmt Dir Vernachlässigung nicht krumm!

  • Rahel sagt:

    Mich als egoistisch zu bezeichnen weil ich bald zwei Kinder habe (und auch gerne noch ein Drittes haette), finde ich doch ein wenig eine komische Ansicht.
    Wenn ich egoistisch waere, haette ich wohl keine Kinder- denn mit Kinder im Haus muss man alles andere als egoistisch sein. Ich habe hoechstens Mal am Abend ein paar Stunden Zeit fuer mich und meinen Mann, verzichte so auf einiges, was ich mir als Nicht-Mutter leisten koennte (Reisen, Kleider, Ausgang und was auch immer noch)- und ich tue es GERNE! Ich bin gluecklich- auch wenn das fuer einige dieser Leute, die hier schreiben, vielleicht schwer zu verstehen ist.
    Wir brauchen auch keine Sozialhilfe (auch wenn es solche Familien gibt, die das tun muessen- aber es gibt auch Einzelpersonen, die von Sozialhilfe leben), sondern verdienen zum Glueck genug fuer unseren Unterhalt.

  • Maja sagt:

    Liebe Leute

    Das „was solls“ war nicht auf die globalen Probleme gemünzt sondern auf den Artikel an sich. Wir haben übrigens kein Auto und eine sehr „grüne Nasenspitze“. Ich habe fast alle Kinder mit Stoffwindeln gewickelt, Kleider stammen meistens aus dem Second hand shop usw. usf. Mütter machen sich bekanntlich während der Schwangerschaft die meisten Gedanken über die Zukunft und hören zum Beispiel mit Rauchen auf. Weshalb das Ganze nicht auch Positiv sehen? Ansonsten schliesse ich mich der Meinung von gargamel an und ob es die ungebremste Einwanderung bringt?

  • Adi sagt:

    @gargamel: Kannst du mir diese Logik mal erklären?

    Ich sage sowieso nicht, man soll keine Kinder mehr haben ^^ …aber im weltweiten Durchschnitt sollten wir weniger als 2 Kinder pro Frau haben, damit die Weltbevölkerung nicht weiter wächst. Das ist nur vernünftig in Abetracht der Tatsache, dass alles endlich ist auf diesem Planeten.

    Aber ich höre gerne deine Argumente, welche für mehr Kinder und einen Bevölkerungszuwachs sprechen (nicht national gesehen, sondern global)…

  • Elisabeth sagt:

    Der Wunsch nach dem Sohn ist der Vater vieler Töchter…

  • Adi sagt:

    @Maja: „Die Schweizer Bevölkerung ist ja seit Jahren am abnehmen und die globalen Probleme haben ja nicht unsere Babies verursacht.“

    1. Soweit ich informiert bin hat die schweizer Bevölkerung in den letzten Jahren konstant zugenommen (und war nie rückläufig) – wenn auch durch Einwanderung…

    2. Klar sind nicht unsere Babies schuld, aber es wird mit 10 Mrd Menschen auf dem Planten nicht einfacher sein Probleme wie Trinkwasserversorgung, Ernährung, Energie, Abfall und Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen als mit 6 Mrd.

    Dennoch, es bleibt jedem seine eigene Entscheidung; Und das Problem können wir in der Schweiz alleine sowieso nicht lösen solange in den Schwellenländern die Bevölkerungszahlen nachwievor explodieren. Traurig aber wahr…

  • Pia sagt:

    Die Schweizer Bevölkerung ist ja seit Jahren am abnehmen und die globalen Probleme haben ja nicht unsere Babies verursacht. Also, was solls.

    Als was solls… so denkt man über globale Probleme? Ich weiss nicht ob ich den Kopf schütteln soll oder einfach schockiert sein soll.

    Heutige Kinder werden morgen mithelfen die globalen Probleme zu lösen, aber sicher nicht die Kinder der Eltern die denken „Was solls“.

  • gargamel sagt:

    wie schon mal angemerkt: wer den spruch mit der überbevölkerung als ernsthaftes argument gegen kinder einbringt, der sollte dann doch auch konsequent genug sein und die umwelt zumindest mal von seiner eigenen anwesenheit zu entlasten…

  • Maja sagt:

    Liebe Leute, bin selber eine Mutter mit viel mehr Kindern als der allgemeine Durchschnitt. Die Schweizer Bevölkerung ist ja seit Jahren am abnehmen und die globalen Probleme haben ja nicht unsere Babies verursacht. Also, was solls. Zudem helfen unsere Kinder mal dereinst das AHV Loch zu stopfen, ein Kind will gar Pflegefachfrau werden und hilft vielleicht so mit, dem Pflegenotstand entgegen zu wirken. Ich lass mich nicht mehr fertig machen von Leuten die irgendwas in unsere Entscheidung (die von mir und meinem Mann) hineininterpretieren. Die z.B. auch glauben der Staat komme für uns auf. Wir haben sehr gute Zeiten, manchmal auch weniger, doch wenn ich abends von Bett zu Bett gehe und über die Kinderköpfe streichle, dann bin ich glücklich. Wir arbeiten beide viel und leben nicht von Sozialhilfe, doch das glaubt leider keiner. Nun, es gibt schon genug frustrierte Zeitgenossen ohne Sinn für Humor und leider sehr kinderfeindlich eingestellt. Ich finde alle Leute sind wertvoll die hier auf dieser Erde etwas Positives bewirken und Kinder können noch lachen und sehen die Welt mit anderen Augen was leider viele verbissene Leute nicht mehr können.

    Ah, hab noch was. Ich hätte gerne noch eines dieser süssen Neugeborenen …

  • Pia sagt:

    Stefan, heute sollte man mit dem 2. Kind aufhören. Ich deute Ihren Smiley so, dass Sie keine ernsthafte Antwort erwarten, aber trotzdem, heute ist alles andere verantwortlungslos eine Planeten gegenüber, der bald platzt. Denn es hat weder Ressourcen noch Platz auf dieser Welt für mehr Menschen.

  • Maja sagt:

    egoistische Angelegenheit, sucht etc. die spinnen die Psychologen.

  • Stefan sagt:

    Wir haben das ja versucht mit dem ein-Junge-ein-Mädchen ideal. Aber was soll man machen, wenn immer nur Jungs kommen? Ab dem wievielten Versuch soll man aufgeben? 😉

  • maya sagt:

    Ich bin zusammen mit sechs Schwestern aufgewachsen und fand das eigentlich ziemlich normal. Allerdings war meine Mutter bestimmt nicht süchtig nach einem Baby-Bauch. Selber habe ich zwei Kinder, wäre glaub heillos überfordert mit sieben, denke aber doch manchmal mit Wehmut zurück an die sonntäglichen Spielnachmittage, die Mittagessen mit den politischen Diskussionen meiner älteren Schwestern gegen meinen Vater und einfach an unzählige lebendige Stunden, die wir miteinander verbracht haben.

  • Jo Mooth sagt:

    Dass es das gibt, kann ich mir vorstellen, aber ich denke nicht, dass es die Regel ist. Leider ist aber das Kinderzeugen und -kriegen nach wie vor eine vorab egoistische Angelegenheit: Ich will ein Kind (auch Männer sagen das). Wenns dann mal da ist, nimmt man gerne den Komfort der Gesellschaft in Anspruch, der bei der Erziehung hilft, Finanzen entlastet usw. Weniger häufig ist der Gedanke an die Überbevölkerung, die bewusste Selbstbeschränkung, weil wir ja eh schon zu viele sind auf dieser Erde. Das Bewusstsein, dass jeder neue Mensch das Ökosystem belastet, ist kaum entwickelt. So kann man dann auch nicht abwägen, ob nun der egoistische Wunsch nach dem Kind wichtiger ist oder die (Um-)Welt. Aus sicht der (Um-)Welt gibt es nämlich heute wirklich keinen Grund mehr, ein Kind zu haben. Wer es dann doch will, sollte die Wahl bewusst treffen und bereit sein, die negativen Auswirkungen gering zu halten.

  • manu sagt:

    Also an dem Artikel ist durchaus was wahres dran, auch wenn es wahrscheinlich für einige zu provokativ ist!? …die Ursache für die „Krankheit“ liegt meist in der Kindheit!

  • Beim Telefonverkauf hatte ich mal eine ätere Frau am Telefon, eine Witwe. Sechs Kinder habe sie gehabt, leider nur, fügte sie hinzu, weil sie halt nur einen armen Mann gehabt habe. Hätte sie einen reichen bekommen, es wäre ihr grösster wunsch gewesen 12 zu haben. An solche Erfahrungen denke ich manchmal, wenn ich die geharnischten Forderungen des „Besserverdienendenfeminismus“ lese, meist von Frauen geschrieben die einem Kind nur das Leben schenkten, und dies nur unter grösstem medialen getöse.

  • Anonymous sagt:

    Guten Tag

    Einen konkreten Artikel kommentieren möchte ich hier eigentlich nicht. Dafür aber mal sagen, dass ich fast täglich den Mamablog lese und ihn wirklich toll finde! Oft wird mir hier aus dem Herzen gesprochen, und das tut ausgesprochen gut! Mein Kompliment!

    Freundliche Grüsse, Veronika Gutzwiller

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