Das richtige Alter zum Kinderkriegen

Ein Gastbeitrag von Karin Hofmann*

Mamablog

Jedes Alter hat seine Vorteile. Das gilt auch für das Kinderkriegen. Foto: David Salafia (Flickr)

«Schön, wenn das Grosi Zeit hat, mit dir ins Babyschwimmen zu kommen!», sagte die Leiterin des Schwimmkurses zu meiner einjährigen Tochter. Um ein Haar fällt mir der Kiefer ins seichtwarme Wasser. Hat sie das wirklich gerade gesagt? Und wenn ja, hat sie es ernst gemeint oder war das ein schlechter Witz? Doch es lacht niemand, ich schon gar nicht.

«Ich bin nicht die Grossmutter, sondern die Mutter», sage ich kleinlaut. Etwas Besseres fällt mir nicht ein, mein Hirn und mein gesamtes Ich befinden sich gerade in Schockstarre.

Ich bin 43, jung geblieben, energiegeladen und sehe genauso aus wie all die anderen Mamas in der Runde. Finde zumindest ich. Doch vielleicht irre ich mich da. Natürlich bin ich theoretisch bereits in einem Alter, in dem meine Tochter meine Enkelin sein könnte. Doch in unseren Breitengraden kenne ich keine 40-jährigen Grossmütter, Mütter dagegen zuhauf.

Obwohl ich mir einrede, dass die Dame einfach daneben ist, beschäftigt mich die Frage nach dem «richtigen» Alter zum Kinderkriegen trotzdem. Von der biologischen Grenze einmal abgesehen: Ist man wirklich irgendwann zu alt zum Kinderkriegen? Und wenn ja, wann ist denn eigentlich das beste Alter, Mutter zu werden?

Ich bin mir sicher, ich wäre mit 20 oder 30 eine fürchterliche Mutter gewesen. Ich war jung und unabhängig, freiheitsliebend und abenteuerlustig. Ich wollte reisen und die Welt entdecken und mich für Menschen einsetzen, die nicht wie ich auf der Sonnenseite des Lebens standen. Ich war nicht primär gegen Kinder, aber jeder Zeitpunkt, schwanger zu werden, war denkbar ungünstig, bis es fast zu spät war. Und so bekam ich meine Tochter mit 42 und war glücklich darüber. Ich hatte alles erledigt in meinem Leben, was ich bis zu diesem Zeitpunkt unbedingt hatte erledigen wollen, war finanziell unabhängig, erfahren und endlich reif genug, die Mutterrolle zu übernehmen, ja, sie mit Freuden zu übernehmen.

Habe ich wegen meines «hohen Alters» dafür weniger Energie und Geduld? Im Gegenteil. Ich bin heute geduldiger und besonnener als früher. Wieso nur hält sich dieses irrationale Argument der abnehmenden Energie selbst in den Reihen der Frauen so hartnäckig?

Interessanterweise hat mich nie jemand gefragt, ob ich mit 42 die nötige Energie hatte, ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden zu leiten. Und ich bin sicher, auch ein 50-jähriger Manager eines Grosskonzerns wurde noch nie gefragt, ob er denn verglichen mit einem 20-Jährigen die nötige Energie für seinen Job noch aufbringen könne.

Und um noch eines dieser fadenscheinigen Argumente aufzugreifen: Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 87,4 Jahren für meinen Jahrgang wird meine Tochter bei meinem Ableben 44,4 Jahre alt sein, sofern sich mein Leben an den Durchschnitt halten wird.

Fazit meiner Überlegungen: Jedes Alter innerhalb der biologischen Zeitspanne ist das richtige, um Kinder zu kriegen. Den Entscheid, wann der Zeitpunkt «richtig» ist, sollte man einzig und allein den betroffenen Müttern und Vätern überlassen. Für die einen ist es zwanzig, für die anderen vierzig. Daran ist weder irgendetwas richtig, noch irgendetwas falsch.

Und beim Verabschieden der Schwimmlehrerin sagte ich: «Sie sind ja auch schon etwas älter, sollten Sie nicht eigentlich schon längst im Ruhestand sein?» Oder zumindest hätte ich das gerne gesagt, aber dazu bin ich viel zu wohlerzogen. Und zu feige auch.

karin_hofmann*Karin Hofmann ist im humanitären Bereich tätig und Mutter einer dreijährigen Tochter.

167 Kommentare zu «Das richtige Alter zum Kinderkriegen»

  • Silvia Chesini sagt:

    Meine Kinder hab ich mit 24, 30 und 40 bekommen. Es waren und sind wunderschöne, sehr verschiedene und nicht vergleichbare Erfahrungen. Unser Jüngster und seine Geschwister haben Vor und Nachteile anhand ihrer Stellung in der Familienkonstellation und des Alters von uns Eltern zur Zeit ihrer Geburt. PS: Nachspringen und Trampolinspielen konnten wir noch beide, bis es nötig bzw.erwünscht war (und könnten es immer noch 😉

  • beso sagt:

    Ich bin nicht gerade die Schlankste und immer mal wieder wurde ich in den vergangenen Jahren auf eine Schwangerschaft angesprochen. Wäre ja schön gewesen! Den Vogel abgeschossen hat aber ein älterer Herr in der Kassenschlange eines Supermarkts, der mir ein Babybett verkaufen wollte. Ich könne es ja bald brauchen… Nach dieser Phase jetzt auch noch als Oma angesprochen zu werden – das gäbe mir wohl den Rest. Gut haben wir das Kinderkriegen aufgegeben! 😉
    Ich wünsche viel Kraft zum Weghören und viel Freude als Mama!

  • astrid sagt:

    Im ersten Moment nach dem Lesen des Blogs dachte ich auch: Dass ich meinen Kindern sehr gönnte, neben mir als relativ junge Mutter (1. Kind 26, 2. Kind 30) auch recht junge und flexible Grosseltern zu haben. Doch im zweiten Moment ist es klar. Es gibt den Idealfall nur mit viel Glück. Aber viele Menschen in unserer Gesellschaft wollen ihn standardisieren. Dabei bietet doch jede Lebenssituation ihre Lernfelder. Geht es nicht genau darum: Vielfalt und lebenslange Lernbereitschaft?

  • ragl sagt:

    Na ja, man(Frau) mag die Energie haben mit 40 kinder zu kriegen…. Sie danach zu begleiten und mit ihnen das Leben gemeinsam zu erleben!

    Am besten lässt sich das im Trampolino beobachten…. Eltern die mit ihren Kindern mit hüpfen, klettern und rumtollen – und dann (klar in der Unterzahl) Eltern die irgendwo in einer Ecke sitzen und (am besten noch mit Pamir) irgendwelche Papiere lesen oder Sitzungsprotokolle am Laptop tippen…. Wenn du zu den Ausnahmen gehoerst Karin, Fair enough, andernfalls empfinde ich es als schade fuer die Kids wenn sie solche Eltern haben….

  • bi sagt:

    ich habe -gott sei dank nach fünf einträgen- keine weiteren mehr gelesen. kann man solch` unüberlegte kommentare wirklich schreiben?? meine mutter bekam uns ab 40 jahren. wir hatten eine phantastische zeit mit unseren eltern!! gefehlt hat mir absolut nichts!!
    das argument, die enkelkinder haben ev. keine grosseltern mehr, müssen ohne aufwachsen.. HALLO, wo steht es geschrieben, dass alle 105 jahre alt werden, damit jegliche generationen ihre altvorderen erleben können. ein schicksalschlag kann einen in jedem alter treffen.
    also liebe frauen, geniesst eure späte mutterschaft!!

  • Smilla sagt:

    Selbstverständlich spielt das Alter keine Rolle, ob Eltern „gute Eltern“ sind. Aber die Kinder wachsen ohne Grosseltern auf, wenn jede Generation erst nach 40 Kinder hat. Junge Mütter betrachten den Nachwuchs weniger als DAS Projekt in ihrem Leben, nehmen es lockerer. Eltern ab 40 machen sich (zu) viele Sorgen, fokusieren stark auf das Kind.

  • Susanne sagt:

    Diese anonymen Blogkommentare scheinen bei vielen (Frustrierten) Engstirnigkeit und Arroganz geradezu zu bedingen.
    Wie wäre es, einfach mal ein bisschen grossherzig zu sein? Kostet nichts, ausser ein paar Kalorien zum Denken.

    • Mia sagt:

      Bravo Susanne! Leider gibt es genügend Menschen, die gerne gehässig auf andere schiessen, anstatt vor der eigenen Türe zu kehren.

  • Helmut Kohl sagt:

    Na, das Ganze wird noch spannender. Wenn die Tochter ihre Maturafeier hat, etc. ich halte es für Egoismus der Eltern Ihren Lebensplan notfalls auf dem Rücken der Kinder abzufeiern. 40 sollte wirklich die Grenze darstellen.

    • Silvia Chesini sagt:

      Ok, dann also los, mit der Zwangsunterbindung der 40-Jährigen Frauen UND Männer! Oder meinten Sie, nur die Frauen seien betroffen…?

  • Ka. sagt:

    Wie Wunderbar, dass sie mit 42 nach der ersten Schwangerschaft eine gesunde Tochter zur Welt brachten! Ist es eine einzige dumme Bemerkung da wirklich wert, mit so viel Geschimpfe aufzuladen? Sind Sie sicher, dass sie nicht sogar etwas falsch verstanden oder auf sich bezogen haben? Dass es auch ältere Mütter gibt, weiss doch eine solche Babyschwimmlehrerin. Sie sollten indes das späte Kinderkriegen nur bedingt anderen Frauen empfehlen, denn bei vielen klappt es nicht mehr so gut ab einem gewissen Alter. Wer sich sehr einmal Kinder wünscht, tut gut daran, sich etwas früher darauf einzustellen.

  • martina baggi sagt:

    ja, es ist zu alt so spät noch kinder in die welt zu setzen. sehe ich tagtäglich auf dem spielplatz & bestätigt mir meine freundin, derer mutter mit 42 mutter wurde damals in den 80er…. das schlimmste, sagt sie, sei wenn mama in der abänderung sei und man selbst in der pupertät… aber daran denkt frölein hoffmann natürlich jetzt noch nicht. 3-käsehoch sind ja sooo süss…. aber sie ist ja nicht die einzige, die sich das leben schön redet.

  • Nika sagt:

    Solange man die Mens hat, will die Natur, dass man Kinder bekommt, also auch noch mit 50. Ich verstehe die Diskussion von daher gar nicht. Ist doch klar!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Nika

      ich befürchte das haben Sie nicht in aller Konsequenz durchdacht, was ist mit Mädchen welche sehr früh die Mens bekommen? Will da „die Natur“ auch, dass sie Kinder bekommen? Auch wenn Komplikationen wie Harnleiterverletzungen bis zu bleibender Inkontinenz- was nicht mal das schwerwiegendste Problem dabei wäre- damit einhergehen?
      Um Diskussionen zu verstehen ist es wichtig, möglichst alle Aspekte in Betracht zu ziehen.

  • Späti sagt:

    „Den Entscheid, wann der Zeitpunkt «richtig» ist, sollte man einzig und allein den betroffenen Müttern und Vätern überlassen.“ Das ist keine neue Erkenntnis; und darum geht es im Grunde auch gar nicht – sondern vielmehr um den Druck, der von aussen an einen herangetragen wird und die Frage, wie viel man davon zulassen will – bzw. kann.
    Um einen guten Umgang damit zu finden, halte ich den Austausch von späten Müttern untereinander für recht wichtig. Das hilft – in vielerlei Hinsicht. Ich bin ebenfalls eine 40+-Mama, schreibt mir mal, ihr späten Mama’s, wenn ihr Lust habt: denkdochmal@gmx.net

  • edl sagt:

    Ich bin völlig einverstanden. Und trotzdem ist es schon ‚krass‘, da dies ja doch heissen würde, dass Sie ihre Enkel, falls Sie durchschnittlich lange leben und Ihre Tochter ebenfalls erst mit 42 Kinder bekommt, nur knapp noch erleben würden…

  • Andrea sagt:

    In diesen Diskussionen um den richtigen Zeitpukt wird oft vergessen, dass sich ganz einfach noch lange nicht jedes Paar aussuchen kann, wann die Kinderlein denn kommen und wie viele es sein sollen. Oft spielt ganz einfach auch das Leben. Kinderkriegen ist kein Wunschkonzert – zumindest nicht für alle. Darum finde ich alles, was in den biologischen Rahmen fällt okay, immer mit entsprechenden Vor- und Nachteilen.

  • Carlita sagt:

    Es ist absolut egal, wie alt eine Mutter (und ein Vater) ist, die für ihre Kinder sorgt und ihnen Geborhenheit schenkt. Es gibt junge alte und auch alte jung gebliebene Eltern. Für die Hetanwachsende gibt es noch wesentlich andere Faktoren und Personen, welche ihr Leben beeinflussen. Irgendwie verstehe ich die ganze Diskussion um das Alter nicht. Ist letztendlich nur eine Zahl.

  • Alexander Dominguez sagt:

    Man kann immer alles auf Teufel komm raus durchstieren wollen aber an der Biologie kommen wir nicht vorbei. Das beste Alter zum Kinder kriegen liegt nun mal zwischen 17 und 26…….ab 32 steigt das Risiko einer Schwangerschaft an. Ab 40 kann ich nur noch von grenzenlosem Egoismus und unverantwortlichem Handeln reden. Es ist mir dabei ziemlich egal, was die „polical correctness“ oder irgendwelche ach so fortschrittliche Frauen davon halten. Gegen die Natur kommen auch sie nicht an.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Nun ja, rein vom Risiko für Behinderungen gesehen, spielt das Alter der Mutter eine kleine Rolle im Gegensatz zum Alter des Kindesvater.
      Trotzdem glaube ich, dass ein Kind keine Tattergreise als Eltern haben soll.

      • Valeria sagt:

        Naja, das stimmt so nicht. Auch wenn man mittlerweile weiss, dass auch das Alter des Kindsvaters eine gewisse Rolle spielt, ist das Alter der Mutter doch noch um einiges entscheidender. Lasse mich mit entsprechenden Quellen aber gerne vom Gegenteil überzeugen…

  • mimi sagt:

    Meine Mam war auch 41 Jahre jung und mein Vater 50 als ich das Licht der Welt erblickte, es hat Vor und Nachteile! Doch bis jetzt überwiegen die Vorteile!
    + Geduldiger
    +Weiser
    +Durch Pensionierung schaut Sie zu meinem Neugeborenen

    – Werde sie zu früh verlieren
    – Wird in der Schule gehänselt (ich konnte mich immer sehr gut wehren darum kein Problem damit!)

    Ich bin heute 27 Jahre jung und Mutter von bald 2 Kinder, ich wollte früh Kinder weil ich es selber nicht ertragen kann das meine Mutter und mein Vater vorher gehen wird….

  • Andreas K. Heyne sagt:

    Das „kriegen“ ist noch das wenigste, Frau Hofmann. Aber man muss auch 20 Jahre vorausdenken. Niemand wird jünger. Und ob Sie in 15 Jahren noch den Nerv für eine Tochter in der Vollpubertät haben, sei Ihnen nur zu wünschen. Die Probleme wachsen mit den Kindern, die Kräfte der Eltern aber nicht. Wir bekamen das erst unser 5 Kinder mit 25/26, das letzte mit 38/39. Wenn jetzt, da wir 70 sind, die 3 Enkelkinder in die Ferien kommen freuen wir uns. Aber auch, wenn sie wieder heim fahren. Bei aller Entscheidungsfreiheit, die Eltern zu gönnen ist: Ein jegliches Unternehmen hat seine Zeit.

    • ka sagt:

      das planen ist das eine, ob die Natur dann auch mit macht das andere. Ich wollte mit 31 Kinder, bekam mit 34 dann das 1. Kind, leider erst mit 38 das 2. Kind. und weil wir dann leger wurden, gab’s mit 40 noch völlig überraschend ein drittes. Ich ging davon aus, wenn es in jüngeren Jahren fast nicht geklappt hat, müssen wir in dem hohen Alter nicht mehr sooooo vorsichtig sein 🙂

    • Carlita sagt:

      Ach, dann sind wenigstens die Wechseljahre vorüber, wenn die Kinder pubertieren :-). Ich erlene Frauen zwischen 50 und 60 im Allgemeinen als eher entapannter als jüngere.

  • Katharina sagt:

    Zu den herumgereichten Zahlen zu Trisomie:

    statistische Prävalenz und deren ansteigen, abhängig vom Alter der Mutter liegt daran, dass bei älteren Müttern häufiger pränatal untersucht wird, bei jüngeren aber nicht. die Mehrheit von lebend geborenen trisomen Kindern wird von Müttern unter 35 Jahren geboren. (Inzidenz)

    Die statistische Wahrscheinlichkeit ist nach Alter der Mutter:

    25: kleiner 0,1 %
    35: 0,3 %
    40: 1 %
    45: 3%

    In Kontrollgruppen mit häufigen Spontanaborten ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch.

  • Vielleicht weil sie meint, Muttersein sei ein „Job“ — ist ungefähr so armselig wie „Kinder als Armutsrisiko“ — come on, das Leben geht an Euch vorbei und Ihr merkt es nicht, weil ich nichts davon gemerkt habt.

  • marian radlow sagt:

    Eine grossangelegte Studie des Universitätsspital Zürich, Abt Geburtshilfe spricht eine deutliche Sprache über das ideale Alter zum Kinderkriegen und ist sehr deutlich über die Risiken bei Schwangerschaften ab 35. Wer’s wissen will kann sich über eine Broschüre der Geburtsklinik über die Empfehlungen aufgrund der Auswertung von tausenden von Schwangerschaften informieren.

    • Hannah sagt:

      Aha, grossangelegte Studien belegen…
      Meine Mutter hat ihr letztes Kind mit 44 Jahren geboren, ganz ohne Komplikationen.
      Gianna Nannini war über 50 Jahre alt als sie erstmals Mutter wurde. Wo ist das Problem? Es ist ’nur‘ im Kopf, implantiert von solchen Studien.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ist sicher toll fürs Kind, wenn es solche Tattergreise als Eltern hat. Vielleicht ist auch einmal ein bisschen weniger Egoismus angesagt.

      • Katharina sagt:

        Eine Studie, die sich auf das Einzugsgebiet jener Klinik bezieht, kann nicht ‚grossangelegt‘ sein. Dazu fehlt das Mengengerüst und die soziale, genetische und ethnische Variation. Langangelegt hingegen, also über mehrere Generationen, würde in der Tat Einsicht bringen.

      • Stranger sagt:

        Ja, wahrscheinlich schon. Aber welche, lässt sich nicht voraussagen, zum Glück.

      • Mia sagt:

        Lieber liebevolle Tattergreise als Eltern als ungeeignete überforderte junge Eltern. Egoistisch ist Kinderkriegen immer. Keiner der Eltern fragt das Kind vorher, ob es in diese Welt kommen will.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nur genügt es halt nicht, nur liebevoll zu sein……………

      • Mia sagt:

        ….nur jung sein eben auch nicht.

  • Celeste sagt:

    Es gibt kein allgemein passendes und unpassendes Alter für ein Kind, viel wichtiger ist, ob es für die Betreffenden stimmt, wie sie sich körperlich und geistig fit und jung fühlen. Ich wurde selbst mit 43.5 Jahren Mama, natürlich schwanger beim ersten Versuch, hatte eine problemlose Schwangerschaft, schöne Geburt und meine Tochter ist gesund und munter! Dem Thema Mutterschaft ja oder nein begegnete ich davor sehr gelassen, es musste für mich einfach etliches stimmen und das war erst nach 40 der Fall. Uns gehts tipptopp!

  • Nina sagt:

    „…ob ich mit 42 die nötige Energie hatte, ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden zu leiten. Und ich bin sicher, auch ein 50-jähriger Manager eines Grosskonzerns wurde noch nie gefragt, ob er denn verglichen mit einem 20-Jährigen die nötige Energie für seinen Job noch aufbringen könne…“

    Ob man ein Unternehmen leiten kann oder nicht hat absolut nichts damit zu tun ob man ein Kind grossziehen kann. Kinder sind keine Mitarbeiter.

    • Christoph Bögli sagt:

      Es ging bei dem Vergleich doch nur um die „Energie“, die einem angeblich fehlen soll, um ein Kind grosszuziehen – und in dem Kontext ist er durchaus angebracht. Denn es ist nicht plausibel, dass diese „Energie“ bezüglich Kindern ständig angezweifelt wird, gleichzeitig man sogar wesentlich älteren Männer und Frauen höchste Ämter in Politik, Wirtschaft, Sport, etc. zutraut, die grundsätzlich wohl um einiges „energie-intensiver“ sind, als ein Kind. Wenn man einer 67jährigen zutraut, US-Präsidentin zu werden, wieso sollte dann eine 45jährige grundsätzlich mit einem Kind überfordert sein..?

  • Judith Anna sagt:

    Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist dies:
    Frau Hofmann ist offenbar überaus erfolgreich, energiegeladen , sieht jung aus und ist eine glückliche Mutter. Warum muss sie über die respektlose Bemerkung des Tüpfis im Schwimmkurs so viel nachdenken? Ich wünsche ihr zu all den guten Eigenschaften, die sie selber an sich sieht auch noch eine altersentsprechende Gelassenheit!

  • Stefan W. sagt:

    „Das richtige“ Alter gibt es eh nicht. Aber als einer, der mit fast 40 erstmals Vater geworden ist, möchte ich noch einwerfen: Es ist nicht so sehr die Frage, ob man mit 40 Kraft für ein Baby hat. Viel wichtiger ist die Frage, ob man mit ü50 Kraft für ein oder mehrere Teenies hat 🙂

    • Dieter Neth sagt:

      Genau das habe ich auch gedacht! Man meint immer, die Babyzeit ist das Schwerste, wegen den paar Monaten Windeln, Koliken und so. Dabei gilt auch heute noch: Grosse Kinder grosse Sorgen! Heute ganz besonders. Bis da jedes die Schule übersteht und Lehre/Studium gefunden hat. Ich möchte nicht unbedingt mit 60 noch den lieben Kleinen den Dreisatz erklären. Meine 3 können inzwischen fast ganz für sich selber schauen, sind ja volljährig, und wir beiden „Grossen“ sind mit durchschnittlich 50 Jahren noch jung genug, um etwas zusammen zu unternehmen. Und nein. wir warten keineswegs auf Enkel!

  • coco sagt:

    Die moderne Fruchbarkeitsmedizin wird das richtige Alter zum Kinderkriegen noch weiter nach oben schieben : Einfrieren der Eizellen, Einzellspende, künstliche- und invitro-Befruchtung, Hormontherapie, Gebärmuttertransplantation, Leihmutterschaft, so dass in nicht so ferner Zukunft bei steigendem Lebensalter auch über 60-jährige noch Mutter werden können. Was technisch und medizinisch möglich ist, wird getan werden. Die moralische Beurteilung bleibt jedem selbst überlassen.

    • mila sagt:

      Richtig: die ‚moralische‘ Beurteilung liegt beim einzelnen Individuum. Nicht aber das Nachdenken über die möglichen gesellschaftlichen Folgen der gesamthaft von Ihnen skizzierten Entwicklung(en). Wer hier die Diskussion scheut, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Privatinteressen zwingend vor Gemeinschaftsinteressen zu stellen – unter dem Deckmäntelchen von vorgeblich ethischen Überlegungen.

    • mila sagt:

      …die nur dem Einzelnen obliegen (sollen), sollte es erweitert heissen. Aber Ethik, oder Moral in Ihrer Ausdrucksweise, ist nun mal keine Einbahnstrasse – sondern eine kollektive Angelegenheit.

      • mila sagt:

        Wenigstens dann, wenn man einsieht, dass eigene Interessen die von anderen (notwendig) kreuzen. Eines ist also das individuelle moralische Urteil, ein anderes das kollektive ethische Abwägen. Beides fällt nicht zwangsläufig zusammen, zumindest nicht in meiner Auffassung.

      • Katharina sagt:

        ‚Privatinteressen zwingend vor Gemeinschaftsinteressen zu stellen – unter dem Deckmäntelchen von vorgeblich ethischen Überlegungen‘

        Dies kann genausogut umgekehrt formuliert werden: ‚Gemeinschaftsinteressen zwingend vor Privatinteressen zu stellen – unter dem Deckmäntelchen von vorgeblich ethischen Überlegungen‘. Oft wird dann ethisch als Wort gewählt, aber moralisch gemeint und mit kollektiv eine bestimmte politische Agenda gemeint.

        Es geht also nicht um sich scheuen vor Diskussion, sondern auf den voraussehbaren Verlauf gar nicht einzugehen, da er nichts bringt.

    • Katharina sagt:

      Mit der Verlängerung der Lebenserwartung geht einher, dass sich biologische Rahmenbedingungen proportional verschieben. Sprich, die Menopause verschiebt sich entsprechend, sodass Mutterschaften (ohne Eizellenspenden et. al) entsprechend später entstehen können.

      Sozial bedeutet dies weiter, dass biographische Phasen, da denke ich an Jugend, Erwerbsleben und ‚Lebensabend‘ sich auch entsprechend ausdehnen. Diese Phasen sollten auch fliessender betrachtet werden. (Höre ich wirklich alten Leuten (90 – 100+) zu, so sagen sie alle, dass sie durch aktiv bleiben frisch geblieben sind dies nebenbei).

      • Katharina sagt:

        Ausser bei Leihmutterschaft als einer Form von Menschenhandel sehe ich je länger je weniger Argumente gegen den Einsatz neuer Technologien, solange mit den Zellen an sich kein Handel betrieben wird. Dies, weil das Hauptargument dagegen – Selektion – nicht stichhaltig ist: Diie einfachste Selektion, also wer mit wem Nachkommen zeugt, bzw wer mit wem nicht, wird seit menschengedenken praktiziert. So kann eine solche Verbindung auch aus persönlichen Gründen abgelehnt werden, obwohl das emotionelle Substrat dafür sprechen würde. Dennoch wird eine solche Entscheidung nicht amoral bewertet.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        ist das nun nicht ein sehr grosser Bogen zur Argumentsuntermauerung?
        Weil sich Menschen untereinander meist nach Wahl paaren,-
        und somit quasi alles Erbmaterial von denen, mit denen sich nicht paaren wollen, ausschliessen,
        eine „Wahl treffen“, und niemand gross dagegen redet-
        deshalb soll dies auch unter Laborbedingungen unbeschränkt machbar sein,
        weil es eigentlich bloss ums wählen dürfen geht, welches in natura schon praktiziert wird?
        Ich sehe den Zusammenhang da nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ der mögliche Handel mit Zellen ist doch bloss ein Kritikpunkt unter sehr vielen.

      • mila sagt:

        Ich bin dafür, beide Aspekte – gesellschaftliche wie individuelle – gleichberechtigt zu behandeln. Daher wird man von mir nie ein prinzipielles Nein zur modernen Fortpflanzungsmedizin zu hören bekommen. Aber ich sehe nicht nur die Leihmutterschaft unter einem Entfremdungsaspekt kritisch, sondern auch die künstliche Einfrierung von Eizellen.

  • Peter Martin sagt:

    Also vielleicht sollte man zuerst den richtigen Partner finden. Es gibt nicht Schlimmeres als Frauen, bei denen der Partner einfach Mittel zum Zweck ist. Vor allem ab einem bestimmten Alter ist bei vielen Frauen der Wunsch nach Kids grösser als den richtigen Partner zu Seite zu haben. Da heisst es dann schon beim ersten Date „Möchtest du Kinder oder nicht?“. Sorry hun, aber um diese Frage zu beantworten, muss ich dich zuerst etwas besser kennen…

    • mira sagt:

      Ob man einen Kinderwunsch hat, ist unabhängig vom Partner und weiss man normalerweise bevor man jemanden kennenlernt. Ob man aber mit dieser einen speziellen Person dann Kinder will, ist nochmals eine andere Geschichte….
      Ich hätte mich ab 26 nicht mehr mit einem Mann ohne Kinderwunsch eingelassen und daher war das für mich eine zentrale Frage beim Kennenlernen. Zum Glück war mein Mann so unkompliziert wie ich und so haben wir die Kinderfrage schon beim ersten Date geklärt und hatten freie Bahn für weiteres Kennenlernen.

      • mila sagt:

        Sie werden aber sicher auch verstehen, mira, dass die Kinderfrage einen durchaus ‚drängenderen‘ Beiklang im Ohr des Gegenübers annimmt, wenn sie von einer Mittdreissigerin gestellt wird, als wenn sie von einer Mittzwanzigerin kommt… Allein schon vor dem zeitlichen Horizont, der für die potentielle ‚Umsetzung‘ (noch) bleibt.

      • Peter Martin sagt:

        Der Kinderwunsch hängt bei mir von der Partnerin ab. Wenn ich die geeignete Frau nicht finde, dann möchte ich auch keine Kinder durchzwingen. Und hier liegt meiner Meinung nach auch das Problem. Es gibt zu viele Menschen, vor allem Frauen, die auf Teufel komm raus Kinder wollen. Grundsäztlich kann ich den Wunsch verstehen, aber es ist dem Mann gegenüber nicht fair, wenn der dann irgendwann nach der Geburt abgeschoben wird, weil er halt doch nicht der Richtige war.

      • mira sagt:

        Mila, die Kinderfrage ist Mitte 30 auch dringender als Mitte 20. Warum sollte da Frau mit Kinderwunsch Zeit mit einem Mann verbringen, der eh keine Kinder will? Das macht doch keinen Sinn!

        Peter Martin, kann ich verstehen. Umso besser, wenn Frau von Anfang an klar kommuniziert, was sie möchte, damit keine Missverständnisse aufkommen. Um es ganz plakativ zu sagen: was ist einer Person wichtiger? Partner oder Kinder? Mir scheint es, dass Ihnen persönlich die Partnerschaft wichtiger ist und sie den Kinderwunsch für eine Partnerschaft aufgeben würden. Für manchma Frauen ist es umgekehrt…

      • Nina sagt:

        Absolut Deiner Meinung, Peter. Zum Glück hatte ich 3 jüngere Geschwister und wusste, wie anstrengen Kinderhaben ist. Drum war mir immer klar, dass mein Wunsch nach Kindern von der Belastungsfähigkeit meiner Beziehung abhängt.

      • Nina sagt:

        P.s. Mira, auch für manche Männer ist es umgekehrt. Ich kenne einen, der sich von seiner Frau hat scheiden lassen, weil sich herausgestellt hat, dass sie unfruchtbar ist. Weil er sich ein Leben ohne eigene Kinder nicht vorstellen konnte. Bei mir war es genau umgekehrt. Als wir uns verlobt haben, haben wir das besprochen und gesagt, Kinder ja, aber falls sich das als unmöglich herausstellt, dann halt Kinder nein, aber Partnerschaft weiterhin ja.

      • Peter Martin sagt:

        Mira, ja, ich finde die Partnerschaft ist oder sollte genauso wichtig sein wie die Kinder. Natürlich, wenn der Nachwuchs kommt, dann hat er für eine gewisse Zeit den Vorrang, Aber was passiert, wenn die Kinder ausfliegen? Dann tritt die Partnerschaft wieder in den Vordergrund. Dann ist man 60 oder älter und realisiert plötzlich, dass man überhaupt nicht zusammenpasst. Deshalb: zuerst muss die Partnerschaft stimmen, dann kommt in den meisten Fällen der Kinderwunsch automatisch. Klar, wenn jemand trotz guter Partnerschaft nie Kinder will, muss er/sie das von Anfang kommunizieren.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @PM: es ist auch der Frau gegenüber nicht fair, wenn man weiss, dass sie gerne Kinder hätte und dann einfach mit ihr zusammen ist für geregelten Sex und wenn es dann an die Familienplanung geht einen Abgang macht (ist so einer Bekannten von mir ergangen). Dann hat man der Frau auch wertvolle fruchtbare Zeit gestohlen. Finde es daher nur legitim,dass eine Frau abklärt,ob sich ein Mann grundsätzlich vorstellen kann Vater zu sein, sonst verschwendet sie nur ihre Zeit.

  • AnnaK sagt:

    Solange Paare Kinder bekommen (auf natürlichem Weg) sind sie wohl auch noch im richtigen Alter dafür. Meine Grossmütter hatten beide noch mit 42/43 Jahren ihr letztes Kind. Und im Falle der autoritären Grossmutter, kamen die jüngeren Kinder eindeutig „besser weg“, da dann wenigstens etwas Altersmilde in die sonst viel zu autoritäre Erziehung einfloss. Der Vorteil damals war allerdings, dass das Kind nebst „alten Eltern“ noch viele junge Geschwister hatte.
    Jeder weiss selbst am Besten, wann er den richtigen Partner und auch wirklich Lust auf ein Kind hat.

  • Heidi K. sagt:

    Wenn man darauf hört, was andere sagen, dann hat man schon verloren. Besonders Frauen sind die schlimmsten Biester – vor allem untereinander. Ich höre nicht mehr hin. Ist mir einfach egal. Man kann es sowieso nie allen Recht machen. Und negative Kommentare entstehen sowieso nur aus Neid und innerer Unzufriedenheit.

  • Christoph Bögli sagt:

    Ein Problem bei der Thematik ist, dass das gesellschaftliche Bewusstsein den grossen Veränderungen bei der Lebenserwartung nicht nachkommt. Das ist beim Kinderkriegen nicht anders als z.B. dem Pensionsalter, das auch immer noch auf dem selben Stand ist wie vor 100 Jahren, als man nach der Pensionierung im Normalfall noch zwei, drei Jahre hatte, wenn man überhaupt noch so weit kam. Darum haben viele, überspitzt gesagt, auch immer noch dieses verzerrte Bild, dass 50jährige Eltern bereits gebrechliche, ausgezerrte Alte wären, die einem 10jährigen nicht mehr hinterher kämen..

    • Gundel sagt:

      Richtig – 50 ist das neue 30 – so siehts aus. Und das ist auch gut so.

      • Stranger sagt:

        DAS wiederum ist Müll. HR-Leute würden am liebsten keine Leute über 50 mehr einstellen, in manchen Berufen über 35. Ja, und effektiv ist es sogar so, dass Leute über 50 schlechte Karten haben am Arbeitsmarkt.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Stranger: Das mag oft zutreffen, aber eben, das liegt vermutlich am genau gleichen Mentalitätsproblem: 50jährige werden wie erwähnt eben immer noch als (zu) alt fürs Arbeiten/Weiterentwickeln/Kinderbetreuen/etc. wahrgenommen, obwohl das nie wirklich der Realität entsprach und es immer weniger tut. Leider spielt das Gesetz dem Denken in die Hände, das vielerorts 65jährige aus dem Job zwingt. Dass ein Unternehmen nicht unbedingt auf jemanden setzt, der geistig möglicherweise schon halb in der (Zwangs-)Pensionierung ist, ist nachvollziehbar. Ein genereller Mentalitätswandel wäre darum nötig.

      • Stranger sagt:

        Ach was Pension. Das Problem tritt ja sehr klar schon weit vor dem Pensionsalter auf. Die Wirtschaft schiesst sich ins Knie damit, mehr noch, sie ballert sich gleich beide Beine weg.

        Aber was soll’s. Es lebe die Dummheit.

    • Nina sagt:

      Also tut mir leid, aber von den Pensionierten, die ich kenne, sind die meisten nicht mehr topfit. Und oft sehr mit sich selber beschäftigt. Übrigens noch ein Faktor, der dafür spricht, nicht zu lange zuzuwarten mit Kinder kriegen, währenddessen auch die Großeltern immer älter werden…

  • Nina sagt:

    Einverstanden. Mütter, die viele Kinder kriegen, kriegen auch oft die letzten um die 40 – ist also überhaupt nicht unnatürlich! Aber was die Energie betrifft, da missverstehen sie etwas: eine Schwangerschaft, Geburt und dann das Wochenbett sind physische und emotionale Extremerfahrungen, die ein Manager so nie durchstehen muss – und dafür hat man in jüngeren Jahren garantiert mehr Kraft und Energie als in späteren. Allerdings ist auch nicht jede Frau gleich beeinträchtigt; für die einen ist Schwangerschaft ein Spaziergang, für die anderen die Hölle…

    • Nina sagt:

      P.s. Es gibt natürlich auch Leute, die einfach viel mehr Energie mitbringen als andere – ich gehöre leider zur zweiten Sorte und bin deshalb froh, dass ich meine Kinder nicht später gekriegt habe. Aber wenn sie zur ersten, gesegneten, Sorte gehören und auch das mit der Schwangerschaft gut geklappt hat, dann geniessen Sie Ihr Glück und machen sich nicht zu viele Gedanken über blöde Kommentare anderer! 😉

  • Aisa sagt:

    Ich bin Mutter mit 43 geworden. Ich kenne sehr gut was Frau Hofmann beschreibt. Mit der Zeit habe ich gelernt unbefragte und unpassende Beobachtungen einfach zu ignorieren.
    „Evviva la Vita evviva essere mamma con immenso amore e sempre con un GRAN SORRISO per il nostro piccolo!!!! Il resto non conta“

  • Carlita sagt:

    Ich habe meine Kinder mit 37, 38 und 40 gekriegt. Alles wunderbar, der allerbeste Zeitpunkt für mich und wie die Autorin beschreibt, keine Sehnsucht nach unbegangenen Wegen da schon ausgelebt. Kann jetzt voll und ganz Mama sein und geniesse es sehr!

  • mira sagt:

    „Wieso nur hält sich dieses irrationale Argument der abnehmenden Energie selbst in den Reihen der Frauen so hartnäckig?“

    Wahrscheinlich, weil das die meisten Frauen so erleben. Auch mir geht es so. Ganz unabhängig von Kindern. MIt 20 habe ich die Nacht durchgefeiert und dann den ganzen Tag gearbeitet (ok, mit Kopfweh). Heute könnte ich das nicht mehr.

    Ich hatte meine Kinder mit 30 und 33 und bin froh, nicht erst mit 40 angefangen zu haben. Im Gegenteil, ich empfinde mich selbst eher als alte Mutter und würde, könnte ich das Rad der Zeit zurückdrehen, noch früher damit anfangen.

    • mira sagt:

      Aber ich denke auch, dass jede Frau selbst entscheiden sollte, ob und wann sie Kinder haben möchte. Und solange nicht auf die Reproduktionsmedizin zurückgegriffen wird, ist auch 40 noch ein ok-Alter.

      Schade finde ich es nur, um die vielen Einzel-Kinder, die so fast zwangsweise entstehen. Diese hätten auch Geschwister verdient. Denn Kita/Kiga/Schule/Vereine ersetzen niemals eigene Geschwister.

    • Stranger sagt:

      Ich habe mit 20 den ganzen Tag gefeiert und dann die ganze Nacht auf die Abschlussprüfung am nächsten Tag gelernt, Du nicht, mila? Staunstaun… 🙂

      Ich wurde mit 27 Vater. Später wäre schon gegangen, aber mit 40 Vater zu werden halte ich doch für etwas spät. Was nicht sagt, es sei davon abzuraten. Vater werden ist für die meisten Männer eine tolle Erfahrung.

      • mira sagt:

        Ich habe an der Uni noch ein Diplom gemacht, da waren Prüfungen eher selten. Gelernt habe ich aber generell unter der Woche, am WE habe ich tagsüber gearbeitet (Studium musste ja finanziert werden) und abends gefeiert …

      • Stranger sagt:

        Sorry, das sollte „mira“ heissen. In Wahrheit kam ich auch nicht oft zum Feiern, bei einem Studium an der ETH ist ständiges Feiern keine so gute Idee.

  • degiacomi@creative-atelier.ch sagt:

    Ich finde das Alter zum Kinderkriegen muss jede Frau selber bestimmen. Egal was das Umfeld meint
    Wenn alles gut läuft, ist es auch kein „Problem“. Die „Probleme“ beginnen erst, wenn man spät Mutter wurde und dann mit 2 Kindern Mitte Vierzig zur Witwe wurde und plötzlich für den Lebensunterhalt und das Aufziehen alleine verantwortlich ist. Die Manager, die eine Firma führen, ziehen nicht nebenbei noch Kinder auf (in der Regel).
    Dies nur am Rande. Meine Töchter sind nun fast erwachsen und ganz gut geraten – aber eine schwierige Zeit war es trotzdem. Und die Energie lässt mit dem Älterwerden nach

  • Gundel sagt:

    Liebe Frau H. – das mit der Kraft ist so eine Sache. Mit 42 haben sie ein Kind bekommen. Viele Frauen wollen aber 2-3 Kinder und das ist dann nochmals etwas ganz anderes, von der Intensität her.

    Aber natürlich haben Sie recht. Und sie haben auch recht es hier öffentlich zu sagen. Jede(r) soll selbst entscheiden, welcher Lebensweg für sie der Beste ist. Unkenrufer sollen doch vor ihrer eigenen Tür kehren. Ich kenne wenig glückliche und erfolgreiche Menschen, die es nötig haben immer an anderen rumzumäkeln.
    Schwimmlehrerin gehört in den Ruhestand.

  • Kathy sagt:

    Das einzige, was in meinen Augen wirklich gegen die späte Mutterschaft spricht ist, dass man nicht mehr „wählen“ kann, wieviele Kinder man haben möchte. Meine Grossmutter beispielsweise, hatte auch mit 42 noch ein Kind, aber schon 5 andere davor (mit 21 angefangen). Wenn man viele Kinder möchte, dann ist früh anfangen sicher besser.

  • angelina sagt:

    ich finde es muss erst mal der richtige partner gefunden werden. bei manchen wird das evtl. erst um die 30 der fall sein. bei manchen halt schon früher. was ich aber nicht gut finde ist eine allzu späte schwangerschaft ab 39 +. das birgt einfach risiken für mutter und kind und find ich grade dem kind gegenüber sehr unfair und egoistisch.

    • Gundel sagt:

      Immer wieder wahnsinnig, wie viele Leute „Mitgefühl“ haben für theoretische Personen, die sie selbst erfunden haben. Kennen sie ein einziges behindertes Kind, das von einer jungen 40erin geboren wurde? ich nicht.
      Ich kenne auch kein Kind, das unter reife(eren) Eltern gelitten hätte.
      Ich kenne aber einige, die unter (zu) jungen (und unreifen) Eltern gelitten haben.

      Dennoch würde ich nie gegen junge Elternschaft reden, oder gar sagen der Kinderwunsch junger Eltern sei „egoistisch“.

      • Gundel sagt:

        Ich finde es egoistisch…. hat jemand schon mal über diesen Unsinn nachgedacht?

        Hoffentlich haben alle Eltern ein Kind, weil sie es wollen, lieben, sich darauf freuen und nicht aus rationalem Pflichtbewusstsein heraus.

      • angelina sagt:

        ich kenne beide seiten. ich kenne ein paar das sich sehnlichst kinder gewünscht hat. nun haben sie dank künstlicher befruchtung gleich 3 kinder. alle drei sind jeden tag von morgens bis abends in der kita. dann kenn ich ein paar das ums verrecken noch ein kind wollte. beide schon etwas älter. das kind kam viel zu früh auf die welt und hat jetzt gesundheitliche probleme. dann kenn ich ein junges paar das ungewollt ein kind bekam. beide nehmen drogen und kümmern sich sehr schlecht um ihr kind. geben es andauernd ab und die kleine hat dank drogenschwangerschaft auch gesundheitliche probleme.

    • Ylene sagt:

      Soooo hoch sind die Risiken jetzt auch wieder nicht. Mit 40 steht die Chance bei 1% für Trisomie. Und alte Väter bergen auch genetische Risiken fürs Kind, nur ist das nicht so bekannt. Henu, wenn Sie sich mit 40 zu alt fühlen, lassen Sie es halt sein – zumindest das liegt in Ihrer Entscheidung. Persönlich bin ich froh, hatte ich meine Kinder mit 28 resp. 30, aber jedem das seine.

    • Nina sagt:

      Das war für mich auch die Grundvoraussetzung. Ich habe sogar meinen Entscheid für oder gegen Kinder davon abhängig gemacht. Und ebenso den richtigen Zeitpunkt. Mit 28 hab ich dann meinen Mann getroffen (dann zusammenziehen, dann Heirat, dann Schwangerschaft, alles step by step – bei meinem ersten Kind war ich schliesslich 32). Hätte für mich aber genauso gut ein paar Jahre früher oder später stattfinden können. Das finanzielle Polster war egal, und karriere- bzw. ausbildungsmässig ist es eh nie ideal.

      • Antonio sagt:

        Ausserdem hab ich nicht unterstellt oder generalisiert, dass bei jungen Frauen die Schwangerschaft weniger ruhig und angenehm verläuft. Trotzdem ist es Fakt, dass es das gibt. Wir kennen selbst genug Beispiele. Deshalb, man kann weder das eine noch das andere generalisieren. Das Risiko ist bei älteren Frauen höher, das stimmt. Trotzdem soll jeder die Freiheit ohne Verurteilung besitzen dürfen, das für sich zu entscheiden. Denn im Endeffekt, ist jede (gewollte) Schwangerschaft ein egoistischer Entscheid – weil man sich eine Familie wünscht und das kann als egoistisches Gefühl bezeichnet werden.

      • Antonio sagt:

        Sorry, mein Post kam an falscher Stelle und gehört nach weiter unten 😉

    • Antonio sagt:

      Genau, es muss erst mal der richtige Partner gefunden werden. Bei mir und meiner Frau war das relativ spät (ich 34, sie 38) mittlerweile sind wir zwei Jahre älter und erwarten sehnlichst unser erstes Kind. Die Schwangerschaft verläuft, Gott sei Dank, problemlos und sogar ruhiger und angenehmer als bei manch 10-20 Jahre jüngeren Frau. Dafür sind wir dankbar, das ist nicht selbstverständlich. Das Baby entwickelt sich prächtig und wir können den Zeitpunkt der Geburt kaum erwarten. Warum in Gottes Namen ist das dem Kind gegenüber unfair und egoistisch?

      • angelina sagt:

        es kann gut gehn. es kann aber auch nicht gut gehen und fakt ist das eine späte schwangerschaft mehr risiken birgt und das finde ich unfair dem kind gegenüber, genauso wie ich es unfair und egoistisch finde wenn man in der schwangerschaft raucht, alkohol trinkt oder sogar drogen einnimmt womit das baby gefärdet ist. ausserdem woher wollen sie wissen das bei jüngeren frauen die schwangerschaft weniger ruhig und angenehm verläuft? das ist genauso eine unterstellung.

      • angelina sagt:

        zudem ist es ihr erstes kind. wenn sie schon eins hätten das evtl. noch grad in der trotzphase oder sonst irgendner phase steckt von dehnen es übringes viele geben wird, dann möcht ich sehn ob die schwangerschaft noch genauso ruhig verläuft. ich bin derzeit mit unserem 4. baby schwanger und freu mich unglaublich drauf. meine drei älteren sind 10,8 und 6 jahre alt und somit kann ich morgens wenn sie in der schule und kindergarten sind mich etwas entspannen.

      • Antonio sagt:

        Ich komme aus einer Grossfamilie. Meine Frau kommt aus einer Grossfamilie. Wir alle kennen und wissen wie es ist mit Kindern, mit all den positiven und mind. genau so viel negativen Seiten. Trotzdem freuen wir uns darauf, weil unser Leben ohne wohl nicht komplett wäre. In dieser Hinsicht mag das egoistisch sein. Eine Schwangerschaft in dem Alter kann risikobehaftet sein, das ist Fakt. Aber Risiken müssen auch eingegangen werden. Wir können Leben schenken und das ist jedes Risiko wert, dann sind wir von mir aus egoistisch. Ich weiss aber, dass unser Kind dankbar für unseren Egoismus sein wird.

      • Antonio sagt:

        Ausserdem hab ich nicht unterstellt oder generalisiert, dass bei jungen Frauen die Schwangerschaft weniger ruhig und angenehm verläuft. Trotzdem ist es Fakt, dass es das gibt. Wir kennen selbst genug Beispiele. Deshalb, man kann weder das eine noch das andere generalisieren. Das Risiko ist bei älteren Frauen höher, das stimmt. Trotzdem soll jeder die Freiheit ohne Verurteilung besitzen dürfen, das für sich zu entscheiden. Denn im Endeffekt, ist jede (gewollte) Schwangerschaft ein egoistischer Entscheid – weil man sich eine Familie wünscht und das kann als egoistisches Gefühl bezeichnet werden.

  • Chris Stoffer sagt:

    Es ist nun mal so das je älter die Mutter ist, desto grösser die Gefahren für das Kind oder besser gesagt den Fötus. Trisomie 21 und andere Krankheiten sind einfach massiv erhöht in diesem Alter.

    Daneben wird auch oft vergessen, dass die Fruchtbarkeit der Frau schon mit 30 massiv tiefer ist als zb mit 25 und mit 40 ist es dann nahe am reinen Glück auf natürliche Art schwanger zu werden. Aber das wurde ja nicht angetönt. Hat die Autorin bisschen nachgeholfen? Oder hat sie es 5 Jahre probiert, bis es geklappt hat?

    • alam sagt:

      So gering ist die Fruchtbarkeit ab 30 nun auch wieder nicht. Auch wenn das hier drin ständig wiederholt wird. Sogar mit 40-44 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres auf natürlichem Weg schwanger zu werden immer noch bei 36%, also mehr als jede 3. Frau kann ohne „nachhelfen“ einfach so schwanger werden. Das muss auch mal gesagt sein.

      • Simone sagt:

        ich bin überzeugt, dass jeder und kein Zeitpunkt stimmt. wieso immer planen? ich lasse mich gerne überraschen. und dann in der Situation handeln und schauen, wie es sich anfühlt.
        zum Glück stellen die Kinder unser Leben um- das wird immer so bleiben. das tut der Gesellschaft, die meint alles im Griff zu haben und immer planen zu müssen, gut.
        und meine Urgroßmutter ist damals mit 47 zum letzten Mal Mutter geworden- das jüngste Geschwister meiner Großmutter; meine Großmutter hat Jahrgang 1918.

    • Ylene sagt:

      Blabla, alte Mutter. Mit 46 steht das Risiko, ein Kind mit bspw. Trisomie zu bekommen bei 4.8% (mit 20 bei 0.06%). Absolut gesehen ist das jetzt definitiv kein Höchstrisiko… Auch alte Väter sind genetisch gesehen nicht das beste fürs Kind, nur ist das nicht so allgemein bekannt. So steigt mit einem alten Vater – unabhängig dem Alter der Mutter – das Risiko des Kindes für eine Frühgeburt, Schizophrenie, Hirntumor und Blutkrebs. Absolut gesehen ist das Risiko aber auch hier immer noch minimal.

      • Hotel Papa sagt:

        Also 5% Wahrscheinlichkeit für eine doch erhebliche Behindering hätte mich noch mal für eine Denkpause innehalten lassen.

      • Sportpapi sagt:

        5% ist minimal? Das sehe ich nicht so! Das wäre ja ein Kind pro Schulklasse, wenn man der Sache ihren Lauf lässt!

      • Stranger sagt:

        Wenn die Erziehungsdirektoren so weiter machen, SP, dann kommt es noch so weit, dass in jeder Klasse ein Trisomisches sitzt… .-)

      • tststs sagt:

        Ich weiss zwar nicht, woher die Zahlen stammen (und wie sie dementsprechend zu verstehen sind), aber ich vermute den klassischen Fehler: 4.8% Risiko einer Trisomie heisst nicht, dass von 100 Kinder 5 an Trisomie erkranken! (Es heisst, wenn diese Frau 100 Mal schwanger wird, in 4.8 Fällen eine Trisomie auftritt).

    • Nina sagt:

      Also alam, ich finde 1/3 schon sehr wenig, wenn man bedenkt, wie hoch die Fruchtbarkeit vorher ist… Und 2/3 der Frauen bleiben dann auf der Strecke, das sind halt doch doppelt so viele, wie die, die noch natürlich schwanger werden können… Ein Teil kann dann noch nachhelfen, aber bei sehr vielen ist es dann einfach zu spät. Und hätten sie die Sache 10 Jahre früher in Angriff genommen, hätte es ziemlich sicher geklappt. Das ist doch das bittere daran! Wenn es sich so ergeben hat – nu denn, wie das Leben halt manchmal so spielt… Aber wenn man das bewusst geplant und in Kauf genommen hat..

    • Stranger sagt:

      Chris, ich denke, wenn sie das nicht gesagt hat, dann mit Bedacht. Das geht Dich nichts an.

  • Lotty sagt:

    man sollte das Kinderkriegen ind die Verantwortung den jeweiligen müttern überlassen. Manche sind mit 20, andere mit 40 bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Hauptsache die Kinder sind erwünscht und werden von Herzen geliebt❤️❤️❤️

  • tina sagt:

    ich versuchte ja selber alles optimal zu machen für meine kinder, wohl gerade weil es familiär nicht optimal lief. aber genau das halte ich nun rückblickend für nicht optimal: für kinder ist es lehrreich und gut, wenn ihre eltern sich nicht voll auf sie ausrichten, weil sie nämlich ihr leben noch nicht perfekt eingerichtet haben und manchmal auch damit kämpfen oder mit sich selber noch mehr beschäftigt sind. es ist paradox, aber dieses „ich habe bereits alles erledigt und kann mich voll auf mein kind konzentrieren“ mag sich für die eltern gut anfühlen. fürs kind ist es zuviel rampenlicht

    • Susi sagt:

      Tina, meiner Meinung nach hat die Menge an Rampenlicht, die ein Kind kriegt, nichts mit dem Alter der Eltern zu tun. Kriegt man spät Kinder, ist es oft auch deshalb, weil man zuerst die lange Ausbildung abschliessen und im Beruf Fuss fassen wollte, und wenn man dann sowieso weiterhin arbeitet, ist die Gefahr, als Helikopter-Glucke aufzutreten, eher gering, nicht? Ich auf jeden Fall beobachte dieses ich-will-alles-überperfekt-machen-Verhalten eher bei jüngeren, unsicheren Eltern. Ist man älter und reifer, kann man auch mal 5 gerade sein lassen.

      • tina sagt:

        ja, die theoretische haltung ist vielleicht entspannter bei älteren eltern, so wie sich jüngere theoretisch mehr auf optimierung fürs kind ausrichten (mit dem begriff helikoptern kann ich nichts anfangen). aber in der praxis, man kanns oben nachlesen, läuft es auf „ich habe alles erledigt“ hinaus bei älteren eltern (nicht nur müttern). vorher wurden alle zeitpunkte schlechter empfunden zum kinder kriegen. man ist entspannter weil man man es weitgehend optimal eingerichtet hat an seinen eigenen massstäben gemessen. das ist auch ein hoch angesetzter masstab für kinder

      • tina sagt:

        ich würde das übrigens nicht kritisieren, weder junge noch alte elternschaft, aber wenn das hier schon thematisiert wird, sind das meine gedanken dazu, und zwar keine unselbstkritischen. es ist keine kritik und keine erwartung, nur eine art verhaltensbeobachtung, im sinne von „aha so läuft das also und zwar deswegen“.

      • Susi sagt:

        Ich glaube einfach, dass es viele Gründe gibt, warum man wartet mit Kinder kriegen, nicht nur der, dass man halt alles eingerichtet habe. Bei mir war es zum Beispiel so, dass ich halt schon fast 36 Jahre alt war, als ich zum ersten Mal in einer für mich ernsthaften Beziehung war, aus der ich nicht nach einem Jahr schon wieder raus wollte. Vielleicht geht das ja auch in die Rubrik „ich hab’s mir jetzt eingerichtet“, aber ich finde schon, dass es sehr von Vorteil ist, wenn zumindest die Partnerschaft zum Zeitpunkt der Familienplanung passt. Egal, ob mit 20 oder mit 40.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Susi. Zum ersten Mal ein Mann, der Hosen anhatte? 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Fast hätte ich geschrieben DIE Hosen…

      • Susi sagt:

        Ou, SP, das nenne ich ja mal eine blendende Kombinier- und Wortspielchenlaune…

        😀

      • Stranger sagt:

        Ist 5 nicht grade? Für grosse Werte von 4 zumindest?

        Ernsthaft, Susi, stimmt. Man soll weniger auf die anderen schauen und das tun, was für einen „stimmt“. Wenn jemand OCD hat, wird er halt schon ein bisschen zwängeln, bei den meisten älteren Leuten ist es sehr ok, einmal ein Zwischenresultat als fertig durchgehen zu lassen. Oder auch öfters mal. Ich zum Beispiel bin Ingenieur mit einer klaren Neigung zu „Es muss einfach funktionieren, dann ist gut.“ Und damit fahre ich öfters gut als nicht.

      • tina sagt:

        ich habe mühe euch zu folgen. was ist ocd?
        wer findet es auch nicht gut wenns klappt, die frage ist obs klappt.
        susi, ja, ich finde das grundlegend, dass man eine beziehung hat, die passt um zusammen kinder zu haben. natürlich sind die gründe der einzelnen leute individuell, ja.

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, einen kleinen Einwand habe ich noch. Es ist ja nicht so, dass die gute Beziehung einfach passiert. Wenn der „richtige“ erst mit fast 40 kommt, hat das vermutlich auch mit der eigenen Einstellung in jüngeren Jahren zu tun. Nicht immer, aber auch.

      • Susi sagt:

        @Sportpapi: Auf mich trifft das zu; meinen Mann kannte ich schon, als ich Anfang 20 war und er signalisierte dort bereits Interesse. Ich war damals jedoch noch nicht beziehungsfähig und musste zuerst noch so einige Facetten des Freak-Beuteschemas durchleben, bis ich dann irgendwann erkannte, was besser für mich war. Aber kann man mir aus meiner damaligen emotionalen Unreife denn einen Strick drehen? Ich wäre ganz sicher keine gute Mutter gewesen in dem Alter. Heute bin ich es meistens, wage ich mal zu behaupten. 🙂

      • Susi sagt:

        @tina: Stranger meint Zwangsstörungen, aber ich komme bei seinem Kommentar auch nicht so ganz draus… Vielleicht kannst du noch genauer ausführen, was du meinst, Stranger?

      • tina sagt:

        danke susi, ich habs inzwischen selber gegooglet, verstehe aber den sinn trotzdem nicht
        natürlich kann dir daraus niemad einen „strick drehen“. aber um von den einzelnen auf viele zurückzukommen: es ist ja kein garant für eine andauernde einigermassen gute beziehung, dass man über 30 oder so ist. und ebenso können beziehungen super gut sein, auch wenn man sie mit 20 oder 25 eingeht. es ist keine frage des alters, ob das verhebet.
        ich glaube, es sind einfach andere dinge, die man gerade sein lässt, wenn man älter wird.

      • Susi sagt:

        @tina: ich sage auch nicht, dass Beziehungen bei Paaren, die sich später finden, besser sind, sondern einfach, dass manche Leute (ich inkl.) im jungen Alter nicht wirklich beziehungsreif sind und das der Situation gleichkommt, dass man den richtigen Partner lange nicht traf, also Entgegnung auf SPs „Einwand“. (bei Unreife ist eben keiner der „Richtige“, wie mein Beispiel zeigt)

      • Stranger sagt:

        OCD ist eine Zwangsstörung, Leute, die ständig nach Hause gehen, um zu sehen, ob der Herd aus ist. Oder Leute, die ihre Papiere auf dem Tisch alle immer parallel und rechtwinklig zu den Tischkanten haben wollen.

      • Stranger sagt:

        Was ich meinte, war, dass man mit steigendem Alter tendenziell toleranter wird, was Halbfertiges und Unperfektes angeht. Es gibt Leute, denen geht es anders, klar, es gibt auch Leute, die sind ihr ganzes Leben schlampig unterwegs.

      • Stranger sagt:

        Susi und tina, ich sehe Menschen, die für eine Beziehung ihr ganzes Leben lang einigermassen unfähig bleiben. Sie wurden schon früh durch dysfunktionale geprägt, sie wurden geschlagen, vernachlässigt oder ihre Mutter (oder einfach ein Elternteil) wurde es.

      • Susi sagt:

        @Stranger: ich weiss schon, was Zwangsstörungen sind, mir war einfach der Zusammenhang in deinem Text nicht klar.
        Natürlich gibt es viele beziehungsunfähige Menschen, und leider machen sie nur selten die (ev. jahrelange) Therapie, die nötig wäre für eine Veränderung.

  • annalou sagt:

    Mit allem einverstanden, nur eine Einschränkung: Es gibt schon eine biologische Altersgrenze….Solange es auf natürlichem Wege auch mit 40 klappt und man sich der Risiken bewusst ist, wieso nicht ? Aber sich mit 50 künstlich befruchten lassen finde ich dann schon ein wenig zu viel des Guten.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @K arin H ofmann

    was verstehen Sie unter der „biologischen Zeitspanne“?
    Wie ordnen Sie die mit zunehmenden Alter ebenfalls zunehmenden Risikofaktoren
    (ganz „biologisch vorgegeben“) in diesem Kontext ein?

    Was die Energien betrifft, ich vermute das betrifft besonders auch den Schlaf, das auf-die-Reihe-kriegen-können von viel Schlafmangel auf längere Zeitabschnitte, gerade bei mehreren Kindern.
    Ist im Durchschnitt von 87J auch drin wie da die Gesundheit so ganz durchschnittlich aussieht? Klar, auch junge Eltern können früh schwerkrank/pflegebedürftig werden, sehr ältere evtl aber öfters.

  • Lea sagt:

    In meinem Umfeld (35+) gibt es zur Zeit einen regelrechten Babyboom. In der Regel (schließe mich da nicht aus!) wird fürs erste Baby alles neu gekauft, vom Kinderwagen über das Babybett bis zu den Kleidchen. Ist auch möglich- schließlich liegt es finanziell drin. Vor 10 Jahren wären wir noch in die Börse gegangen- und die Kinder hätten nicht gelitten. Bin nicht gegen das spätere Kinderkriegen (bin selbst 36 und seit 2 Jahren Mutter) aber interessante Beobachtung.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Lea
      das betrifft viele Lebensbereiche, wer richtet sich heute die erste Whg noch mit Möbeln aus dem Brocki ein?
      Hat, finde ich zumindest, nicht nur mit den finanziellen Möglichkeiten, sonderm mit dem allgemeinen Konsumverhalten zu tun; besonders wenn die Neuware qualitativ besser und wenig teurer als Secondhand ist, macht das durchaus Sinn.
      Wir haben beides kombiniert, die meisten Kleider/Bettwäsche uä aus Börse, Kinderwagen ua neu. Auch heute, 16J nach dem ersten, haben geschenkte Secondhand im Kleiderschrank ihren Platz.

      • Franka Winter sagt:

        @Brunhild Steiner
        Unsere erste Wohnung hatte sehr viel Brocki und zuhause nicht mehr gebrauchtes enthalten. Jetzt können wir langsam Stück für Stück ersetzen. Finde ich aber auch schöner so, als alles auf einen Rutsch neu zu kaufen.

      • Nina sagt:

        Also ich hab durchaus meine Studentenbude und die ersten Jahre danach meine Wohnung (und auch meine erste gemeinsame mit meinem Mann) mit „geerbten“ Möbeln eingerichtet (Freunde, Familie…). Mittlerweile könnte ich mir alles neu kaufen, aber nehme immer noch jeweils Baby- und Kinderkleider, Spielzeug, Bücher, Velos usw. dankend gebraucht entgegen. Mein Fazit: es ist sehr wohl altersabhängig, aber bei weitem nicht nur. Es ist auch Einstellungssache und eine Frage der Vernunft.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Franka Winter
        @Nina

        unsere auch, ein Teil davon ebenfalls über die Jahre ersetzt, aber es werden auch Dinge bleiben- mein Punkt war eher, diejenigen welche h e u t e neu starten, haben mit diversen Tiefpreismöbelhäusern viel mehr Auswahl, resp die Möglichkeit für ähnlich viel Geld was Neues anzuschaffen- was zwar möglicherweise nicht so lange hält wie ein älteres 2nd hand Stück.
        Damals war es für uns finanzielle Notwendigkeit, heute spielt bei unsren Kaufentscheiden auch Ressourcenverschleuderung etc eine Rolle. Auch wenn wir es uns „leisten könnten“.

      • Stranger sagt:

        Ich habe heute noch, nach über 25 Jahren, diverse Stücklein aus der Studentenbude, etwa einige Besteck- und Geschirrteile sowie Pfannen (so ein Dampfkochtopf ist unkaputtbar).

  • Muttis Liebling sagt:

    Weit vor der sozialen kommt die biologische Eignung zur Mutter. Die ist ab dem 30. LJ nur noch im Reservebereich. Die biologische Spanne, wie oben genannt, ist nicht homogen, sondern ist eine Dichtefunktion der Eignung, welche zwischen 19-22 ihr Maximum hat und ab 30 steil abfällt. Ist zum biologischen Maximum die mentale Eignung zur Mutterschaft nicht gegeben, ist in der Sozialisation etwas schief gelaufen.

    • Papperlapapi sagt:

      Ist doch ihr Lieblingsthema, ML: warum so zurückhaltend heute?

      • Susi sagt:

        Ja, ich hab auch schon ganz gespannt auf MLs Traktätchen gewartet…

      • tststs sagt:

        Und trotzdem wird’s nicht wahrer…. 😉

      • Stranger sagt:

        ihr müsst ML’s Beiträge ergebnisoffen lesen. Wie mein Geolehrer einst (sehr ernsthaft) meinte: „Auch ein blindes Korn findet manchmal ein Huhn.“

      • Muttis Liebling sagt:

        Zum Thema ist alles gesagt. Man muss das nicht endlos iterieren. Neben der demographischen und ökonomischen Notwendigkeit sind Kinder ein Schmuck der Jugend. Nicht der alter Frauen, die das Alter nicht akzeptieren wollen.

    • Cybot sagt:

      Genau, deshalb hören ja in Kulturen, die noch näher an der Natur leben, alle Frauen mit 22 auf, Kinder zu bekommen. Wie haben es wohl früher die Frauen bloss geschafft, 10 Kinder oder noch mehr in die Welt zu stellen? Denk mal darüber nach.

      • Stranger sagt:

        „Deshalb“? Oh, Gott, Cybot, mit der Verwechslung von Korrelation und Kausalität bist Du also auch geschlagen. Für Dich: Was in diesen naturnahen Kulturen die Schwangerschaft von älteren Frauen verhindert ist nicht das Wissen (wie es Du insinuierst) um die sinkende Fruchtbarkeit, sondern es ist die… Kultur.

        ML, Watschn für Cybot wegen seiner Mathekenntnisse bitte.

  • A. Pasini sagt:

    Ach, Frau Hofmann, nehme Sie es mit Humor. Das einzige was nie ausstirbt ist die Dummheit. Wozu nach Antworten suchen?

    Zur Statistik. In der Zeit von meinen Grosseltern bis zu meinen Enkeln waren die Mütter zwischen 18 und 40. Statistiken bedeuten für den Einzelfall nichts. Es ist nicht so, dass wir aus der Gesamtstatistik unser individuelles Leben ableiten müssen. Es läuft umgekehrt. Erst wenn wir gelebt haben, bedienen wir die Statistik. Freundliche Grüsse. A.P.

    • Nina sagt:

      Das stimmt – was im Einzelfall passiert, weiss man eh nie. Es kann auch mit 20 mit schwanger werden nicht klappen, genauso wie man mit 45 nochmal schwanger werden kann. Nur wie gesagt, ich kenne ziemlich viele, die ziemlich lange gewartet haben und jetzt einen Riesenstress durchleben, weil es einfach nicht einschlagen will. Und die Gynäkologie kann belegen, dass es die meisten davon einige Jahre früher wesentlich einfacher gehabt hätten…

  • Sportpapi sagt:

    Als meine Mutter vor Jahren mal in einem Laden als meine Schwester bezeichnet wurde, war das übrigens auch nicht angenehm. Und ich fragte mich ernsthaft, ob ich wirklich schon so alt aussehe…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sportpapi

      ich hoff im Gegenzug hat sich ihre Mutter drüber gefreut,
      offenbar noch so jung auszusehen um als Ihre Schwester durchgehn zu können…

  • Sportpapi sagt:

    „Den Entscheid, wann der Zeitpunkt «richtig» ist, sollte man einzig und allein den betroffenen Müttern und Vätern überlassen.“ Was soll dann die öffentliche Frage?
    In meinen Augen gibt es viele Gründe, vor 30 Kinder zu haben. Wenn es beziehungsmässig passt. Und mir scheint, heute werden etwas gar viele und nicht immer überzeugende Gründe angeführt, weshalb man noch wartet. Nur um dann später unter Zeitdruck zu stehen und keineswegs in einer besseren Situation.
    Aber gut, letztlich muss das wirklich jede/r selber wissen.

  • mila sagt:

    Wenn die Biologie mitspielt, nachdem man alles verwirklicht hat, was man verwirklichen wollte – warum nicht. Das ist aber beileibe nicht immer der Fall, und dann wird notgedrungen nachgeholfen. Und in solchen Fällen frage ich mich schon, ob es nach allen anderen ‚Projekten‘ auch noch unbedingt dieses sein muss. Zudem: wenn ich mir mit anfang vierzig schon sagen müsste, alles unbedingt Gewollte sei bereits abgehakt… Dafür sollte es auch Platz neben Kindern geben. Auch das verhindert, dass ein Kind zum weiteren Selbstverwirklichungsprojekt wird.

    • mila sagt:

      Dies sage ich klar als Befürworterin der Fortpflanzungsmedizin. Deren primäre Funktion sehe ich allerdings nicht darin, ‚Schützenhilfe‘ für weibliche Karriereplanung (oder wahlweise Selbstverwirklichung) zu bieten. Diese Tendenzen sind bereits da, spätestens wenn Mitarbeiterinnen von einzelnen Konzernen aktiv angeboten wird, ihre noch gesunden Eizellen für spätere Verwendungszwecke einzufrieren. Kinder und absolute Planbarkeit gehen in meinen Augen nicht zusammen, oder sollten es zumindest nicht. Nicht aus biologischen Gründen, sondern aus psychologischen. Die Entkoppelung vom natürlichen

    • mila sagt:

      Entstehungsprozess ist – in der sich abzeichnenden Tragweite – kein Weg, den wir unbedarft beschreiten sollten. Die potentiellen Folgen – Druck auf Individuen im Sinne einer wachsenden Selbstverständlichkeit solcher ,Prozesse‘ etc. – gehen uns alle an.

    • Cybot sagt:

      Mit 43 müssen wohl die allerwenigsten Frauen schon nachhelfen.

      • Nina sagt:

        Da würdest Du Dich aber wundern, Cybot… Die meisten Frauen, die ich kenne, die wie ich jetzt auf die 40 zusteuern (also 38, 39) und noch keine Kinder haben – werden einfach nicht schwanger… Rede mal mit einem Gynäkologen.

      • Susi sagt:

        @Nina: Das kann ich so nicht unterschreiben, ich kenne sehr viele Frauen in dem Alter, die problemlos schwanger wurden, mich selbst inbegriffen. (Trotz Verhütung schwanger mit knapp 38, danach mit knapp 42 Spirale rausgenommen und nach einem „Versuch“ wieder schwanger.)

      • Nina sagt:

        Natürlich gibt es das auch. Es gibt immer noch viele, die in dem Altern problemlos schwanger werden können. Aber wenn man die Statistiken vergleicht mit 30-jährigen oder noch jünger, dann ist das Ergebnis sehr eindeutig. Ist halt einfach so. Kann man nicht verleugnen und nicht schönreden. Aber miteinkalkulieren, wenn man seinen Kinderwunsch bewusst gegen hinten verschiebt.

      • Christoph Bögli sagt:

        Nina hat recht, im Normalfall fängt die Fruchtbarkeit bereits um die 30 herum abzufallen, weshalb bereits mit 35 die Chance, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, stark reduziert ist. Das ist natürlich Statistik, wenns der Zufall und die individuell Konstitution will kanns darum auch mit 40 noch beim ersten Mal einschlagen. Die biologischen Voraussetzungen sind aber effektiv klar: Mitte 30 gehts klar bergab, weshalb es für viele schwierig bis unmöglich werden kann.
        PS: Der männliche Part spielt natürlich auch eine Rolle und dessen Qualität nimmt tendenziell auch ab mit dem Alter..

      • tststs sagt:

        Nope, eben diese Zahlen müssen ganz neu untersucht werden…
        so auf die Schnelle habe ich nur diesen Link: http://www.clack.ch/ressort/artikel/Liebe/5322/falsche_babypanik

      • Stranger sagt:

        Statistik und Einzelfall kollidieren halt oft, und viele Leute haben Mühe, das zu verstehen. Sie kapieren nicht, wieso nicht einfach alle Griechen faul, alle Italiener Frauenhelden und alle Banker kriminell sind.

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