So tun, als ob selbst gemacht und vegan

Ein Gastbeitrag von Michèle Roten*

Mamablog

Hauptsache, der Kuchen sieht selbst gemacht aus. Foto: Alex/Flickr

Es ist Abend. Die Frau steht am Herd und kocht, im Businessoutfit, der Mann, ebenfalls im Anzug, kommt mit der kleinen Tochter auf dem Arm zur Haustür herein.

Sie: (springt auf die beiden zu) Ja halloooo meine Süsse! Hattest du einen schönen Tag in der Krippe? (Gibt dem Mann einen Kuss): Hallo. Wie lange hat sie geschlafen?
Er: Keine Ahnung.
Sie: Hast du nicht gefragt?
Er: Sie meinten, sie habe einen guten Tag gehabt.
Sie: Dann hatte sie keinen Durchfall mehr?
Er: Sie haben zumindest nichts gesagt.
Sie: Du hast zumindest nicht gefragt.
Er: Und ich soll dir ausrichten, dass du doch bitte – falls du planst, einen Kuchen zu backen für ihren Geburtstag morgen – keine tierischen Zutaten verwenden sollst, weil mehrere der Kinder vegan ernährt werden.
Sie: Keine … tierischen Zutaten? Also … ohne Milch, Butter und Eier…?
Er: Geh ich mal davon aus, ja.
Sie: Was für eine Frechheit!
Er: … sie sagten FALLS du einen Kuchen backst …
Sie: … was bedeutet, dass das der Normalfall ist und somit Pflicht! Wollen die mich eigentlich verarschen? Die checken schon, dass ich mein Kind zu ihnen bringe, weil ich ARBEITE, oder? Es ist ja nicht so, dass ich bloss keinen Bock hätte, auf sie aufzupassen! Und warum lassen sie das eigentlich MIR ausrichten?!
Er: Na ja, also ich hab tatsächlich noch nie einen Kuchen …
Sie: Und dann muss ich erst mal zwei Stunden recherchieren, wie man aus Tofu Butter bastelt oder welches Gemüse ein toller Eiersatz ist, aber klar, easy, ich hab ja Zeit! Ich bin ja froh, wenn man mir was zu tun gibt! Ist ja nicht so, dass dem Chef heute Nachmittag eingefallen wäre, dass ich doch bitte schon morgen früh fertig sein sollte mit dem Konzept! Nein, hey, kein Problem!
Er: Ich würd ja gern helfen, aber ich muss die Präsi für morgen noch vorbereiten und an die Teilnehmer mailen. Kauf doch einfach einen fertigen Kuchen!
Sie: Ja super, und dann bin ich die Rabenmutter, die mit gekauftem Mist ankommt, wenn ihr Kind Geburtstag hat? (Pause) Okay. So machen wir’s: Ich kaufe irgendeinen fertigen Kuchen, mach ihn ein bisschen kaputt und sag, er sei von dir selbst gemacht und vegan.
Er: Findest du das nicht ein bisschen …
Sie: Diese Kinder essen ihre Popel. Und Regenwürmer.
Er: Stimmt eigentlich. Dann mach ich mich mal an die Präsi.
Sie: (zum Kind) So, und für dich hat Mami einen feinen Grünkohl-Quinoa-Shiasamen-Powerbrei gekocht!
Er: Und für uns?
Sie: Fertigpizza.

roten_150px*Michèle Roten, ist freischaffende Journalistin. Sie war bis 
2011 Redaktorin und Kolumnistin beim «Magazin». Für das Buch 
«Wie Frau sein» (Echtzeit 2011) wurde sie mit dem 
Somazzi-Preis ausgezeichnet, zuletzt erschien «Wie Mutter sein» (2013). 

 

Dieser Text ist Teil der Kampagne ausschalten-auftanken, die sich um die zunehmende Vermischung von Arbeit und Freizeit dreht.

370 Kommentare zu «So tun, als ob selbst gemacht und vegan»

  • Glückliche sagt:

    Ich verstehe schon, dass der Text ironisch gemeint ist..nicht, dass nachher Kommentare kommen..aber irgendwie kenn ich doch viele solcher Kinder , die 10 Stunden am Tag in der Krippe verbringen und die Eltern eigentlich nur kurz beim Bringen und Abholen sehen.. und am Abend ins Bett gebracht werden…irgendwie schon ein wenig traurig, denn jeder hat halt nur eine Kindheit und die ist ganz schnell vorbei…
    Arbeitet man auch nur 60% so verpasst man bis zum Kindergarteneintritt des Kindes 2 volle Lebensjahre!!!! (48 Wochen a 24 Stunden bis 5 Jahre ) , hat sich das schon mal jemand ausgerechnet? 2 Jahre opfern der schönsten Zeit wenn es nicht unbedingt nötig ist? Glaube echt es macht einen Unterschied ob man 2 Jahre mehr mit seinem Kleinkind verbracht hat… aber eben jeder ist frei ..

    • Muttis Liebling sagt:

      Umgekehrt, als Hausfrau verpasst man viele, wenn nicht alle Jahre der konstruktiven Auseinandersetzung mit der Epoche, in welcher man lebt. Dazu kann durchaus ein ungeliebter, ja verhasster Arbeitsplatz gehören. Meine Frau und ich waren froh, als die Kleinkindzeit vorbei war, ich weiss nicht, was daran so toll sein soll.

      Heute bin ich froh, dass ich gar keine familiären Verpflichtungen mehr habe. Es gibt ja nun wahrlich Wichtigeres im Leben und alles was bindet, ein Eigenheim, eine Familie, usw. ist immer auch ein Klotz am Bein.

      Wie das so schön im Lied heisst:

      Jedes Ding hat seine Zeit
      Bäume pflanzen, Bäume abhauen.

      Auch die Zeit der Familie ist nicht für ewig.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja sagen Sie das all denjenigen, welche einer 100% Arbeit ausser Haus nachgehen müssen, Sie unbedarfte Glückliche. Das sind immer noch zu über 90% Väter, die das anscheinend nicht gross stört, sonst würden die ja diesen Missstand ändern wollen. Aussagen gibts hier im MB, da kann man nur noch Staunen…

      Und ja, jedes Ding zu seiner Zeit. Da hat ML wieder die Lunte gelegt mit den Hausfrauen. Es war genau das übrigens, was mich schleunigst wieder ausser Haus arbeiten liess, um wieder mitreden zu können und mitdiskutieren und nicht mein erarbeitetes Wissen in einem Sandkasten zu versenken.

  • Daniela1989 sagt:

    mir persönlich gefallen frau Rotens beiträge nicht besonders. meiner meinung nach sind sie zu überspitzt und zu aggressiv i.e. zynisch verfasst. der verallgemeinernd kanonische stil ihrer erzählungen finde ich ziemlich einseitig ausgelotet; ich würde es begrüssen etwas weniger alltagsverdauung zu lesen.

  • Peter sagt:

    … was bedeutet, dass das der Normalfall ist und somit Pflicht!
    Ist das wirklich so? Wann ja, was passiert wenn man das nicht macht? Und ist es nicht eigentlich der Job der Krippe, für den Kuchen zu sorgen?

  • Susi Sonnenschein sagt:

    Haha danke. Ich habe mich herrlich amüsiert. Dieser Dialog könnte von mir sein *gg*

  • Anna K sagt:

    Schön gesagt Franz!

    Wer denkt, vegan sei ungesund, der soll sich doch bitte zuerst informieren. Selbst der alte Steak-Fan Bill Clinton hat auf Anraten seiner Ärzte auf pflanzliche Nahrung umgestellt, weil er seine Gesundheit nicht weiter gefährden wollte.
    Man findet das Interview mit ihm und seinen beiden Ärzten auf youtube.

    Ich esse nicht vegan, aber je mehr ich mich informiere über Gesundheit, Welthunger, Umwelt, Tierhaltung in der Schweiz, desto mehr graust mir vor Milch, Fleisch, Eier etc und je weniger ich davon esse, desto besser fühle ich mich.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Anna K

      vegan kann sehr wohl, wie alle Ernährungs“vorgabeideale“ ungesund sein, wenn es un-informiert praktiziert wird, nur weil jemand sagt „ich ess vegan“ heisst noch lange nicht dass er sich auch das nötige Wissen drüber verschafft hat. Auch vor Gemüse und Hülsenfrüchten könnte (und müsste) es uns, je nach Herstellungsprozess, Arbeitsbedingungen usw etc grausen, bloss wissen wir auch da nicht immer alles, demzufolge graust uns weniger. Oder was ist mit den Tasten welche Ihnen das tippen hier ermöglichten? Nachweisbar sozialverträglich hergestellt?

  • franz sagt:

    Versteh ich nicht? Wo ist das Problem anstatt Butter einfach Margarine zu verwenden? Eiersatz-Möglichkeiten findet man genug zB bei Peta u.a.
    Was soll eigentlich so schön und normal daran sein wenn man Tiere mißbraucht?

    • Susi sagt:

      „Wo ist das Problem anstatt Butter einfach Margarine zu verwenden?“

      Ist Margarine nicht super ungesund? Würd ich nie essen, sowas. Dann einfach Pflanzenöl in den Kuchen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Was ist an Margarine ungesund?

      • tina sagt:

        gehärtete fette ML. zum beispiel

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, das ist eine Verhökerbude, keine seriöse Quelle.

        Erstens mal gibt es streng medizinisch weder gesunde, noch ungesunde Nahrung. Es gibt nur Nahrung mit mehr oder weniger pathogenen Nebenwirkungen von neutral bis Gift. Es gibt keine Nahrung mit nennenswerten heilenden oder präventiven Potential.

        Alles was es im normalen Supermarkt gibt, ist höchstens minimal pathogen. Man kann blind alles kaufen und wenn man die schlechtest mögliche Kombination erwischt ist es immer noch bekömmlicher und weniger pathogen als die Speisen in gehoben bürgerlichen Haushalten der 60’er Jahre.

  • tina sagt:

    kürzlich sah ich einen dokumentarfilm über eine familie, die vegan essen. sie nahmen es sehr ernst, dass ihr kind gesund ernährt ist, es gibt keinen zweifel, dass sie das wirklich gut hinbekommen.
    von wegen „kein kind isst freiwillig vegan“. diese familie argumentierte, dass für sie als eltern das nunmal wichtig ist, und sie nicht möchten dass ihr kind tierprodukte isst, ebenso wie sie nicht möchten, dass ihr kind raucht.
    ich begreife gar nicht was die aufregung immer soll bezüglich veganer ernährung. dieses runtermachen, lächerlich machen. alle eltern haben wertvorstellungen. gut so

    • tina sagt:

      und dass man sich übers kuchen selber backen lustig macht: wenn kuchbacken achso ein aufwand wäre, wie zum geier bereitet man täglich essen zu? das braucht doch mindestens so viel aufwand wie kuchen backen. ich glaube ja nicht, dass alle, die sich über selbstgebackene kuchen lustig machen, nur von industriell produziertem fertigfrass ernähren. ab und zu ist das ja kein problem, weder für gesundheit noch umwelt. aber ausschliesslich? und die zeit spart man damit auch nur 10minuten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Kuchen vom Bäckermeister um die Ecke ist kein industrieller Fertigfrass und im Regelfall der Eigenproduktion haushoch überlegen. Backen und Kochen als Hobby ist schön, wenn man es freiwillig ohne sozialen Druck macht.
        Ich halte mich lieber an der auch schon 100 Jahre alten Idee der Tauschringe und lasse kochen, backen und sauber machen und korrigiere dafür die Hausarbeiten der Kinder meine Haushaltshilfen, bzw. bringe denen richtiges Deutsch bei.

      • tina sagt:

        achso, ja, wenn der kuchen von einem bäcker gebacken wurde, ist das natürlich kein industriefrass. allerdings sind auch die in bäckereien verwendeten produkte nicht selten halbfabrikate und es werden fette verwendet, mit denen ich einen rasenmäher schmieren würde. oder eier, die nicht meinen qualitätskriterien genügen.
        ich bekam lust auf kuchen beim schreiben meines letzten textes, und nun esse ich ihn gerade. es sind 8-10 äpfel drin. arbeit gab es 10 minuten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Der Unterschied besteht darin, das Fleischnahrung eine Konsequenz menschlicher Biologie und Stammesgeschichte, während Rauchen ein kultureller Artefakt ist Sollte es die Menschheit in 1000 Jahren noch geben, wird keiner mehr rauchen, aber 99.9% werden, wie heute Fleisch essen.
      Vegan essen ist genau so ein Artefakt wie Rauchen, in ein Fitnessstudio oder fremdbestimmt arbeiten gehen, usw.
      Die Artefakte verschwinden, die Biologie und die Elementarsoziologie bleiben und schon bei der übernächsten Generation und allen folgenden werden die Ideale der der Periode 1980-2020 nur Verwunderung auslösen.

      • tina sagt:

        gegen kultur spricht ja nichts, im gegenteil.
        wie die tiere grösstenteils gehalten werden, um sie zu konsumieren, hat jedenfalls nichts mehr mit stammesgeschichte zu tun, und mit kultur erst recht nicht.
        „schon bei der übernächsten Generation und allen folgenden werden die Ideale der der Periode 1980-2020 nur Verwunderung auslösen“. das hingegen glaube ich auch

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Übergang vom Jäger und Sammler zum Viehzüchter und Ackerbauer ha die 2. Demographische Revolution ausgelöst und damit Soziogenese möglich gemacht Ohne Viehzucht keine Menschheit, ohne tierische Nahrung kann die Erde unter naturbelassenen Bedingungen ca. 2 Millionen Menschen ernähren, bei Intensivfeldwirtschaft vielleicht 20 Millionen. Aber keine Milliarde und schon gar nicht 9 Mrd..
        Aber natürlich geht es ohne industrielle Nahrungsproduktion, Massentierhaltung inklusive. Die ist ja auch nicht nahrungstechnisch bedingt, sondern beruht auf dem kap. Prinzip der Gewinnoptimierung.

      • Onkel Arnold sagt:

        @ML: Tabak und Drogen im Allgemeinen sind ebenfalls „Konsequenzen menschlicher Stammesgeschichte“. Es ist sogar anzunehmen, dass unsere Vorfahren vergorene Früchte und halluzinogene Pilze konsumierten, bevor Sie überhaupt zu Menschen im heutigen Sinne wurden. Ihre Unterscheidung, was jetzt ein Artefakt ist und was nicht, ist völlig willkürlich. Und es ist keinesfalls anzunehmen, dass die Menschen auch in 1000 Jahren ethisch derart zurückgeblieben sein werden, dass sie noch „Nutztiere“ halten und diese aus rein kulinarischen Interessen ausbeuten.

      • Onkel Arnold sagt:

        Gemäss Ihren abenteuerlichen Zahlen betreffend Nahrungsmittelproduktion müsste man ja davon ausgehen, dass die Ernährung des heutigen Menschen im Durchschnitt zu ungefähr 7 Mia teilen aus tierlicher und nur zu 20 Mio Teilen aus pflanzlicher Nahrung besteht, was einem prozentualen Verhältnis von 99.7 zu 0.3 entspräche. Derart absurde Thesen bedürfen schon ein wenig genauerer Ausführung Ihrerseits.

    • franz sagt:

      Ich halte auch nichts von der Zwangsernährung von Kinder mit Tierprodukten. Google mal nach Aljoschas blog. Der ist 11 Jahre alt und lebt seit 12 Jahren vegan.
      Alte Traditionen gabs viele, mit Sklaverei, Hinrichtungen hat man auch Schluss gemacht. Die Menschheit sollte sich weiter entwickeln – zum Homo Sapiens Sapiens Veganis.

      • Martin Frey sagt:

        „Google mal nach Aljoschas blog. Der ist 11 Jahre alt und lebt seit 12 Jahren vegan.“
        Wie das? Faszinierend, zu welch tran­s­zen­den­talen Zuständen Veganismus führen kann…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin Frey:

        da werden wohl die Bauchmonate hinzugezählt…

      • Martin Frey sagt:

        Und was ist mit den Monaten Muttermilch? Müssten die dann nicht abgezogen, ist ja auch Milch, irgendwie. Oder werden die Neugeborenen ab Tag 1 auf Quinoa gesetzt?

      • tina sagt:

        martin frey, das hängt davon ab, ob man muttermilch zu den tierprodukten zählt und mütter damit zu den nutztieren. ja, manche mütter fühlen sich zum teil ja wirklich so

      • Martin Frey sagt:

        @tina: Nun ja, formal ist MM Säugetiermilch, auch wenn es sich um die eigene Spezies handelt. Also entweder bekommt man von Säugetiermilch Bauchkrämpfe, Hautausschlag, Depressionen und alles wilde. Oder halt eben nicht. Von der artgerechten Muttertierhaltung mal abgesehen. 😉
        Aber whs. ist das halt doch eher ein weltanschauliches als ein biologisches Problem…

      • tina sagt:

        jaja, da sind wir uns einig, der mensch ist ein säugetier.
        muttermilchzusammensetzung unterscheidet sich sehr bei den verschiedenen unterarten. genau aus dem grund ist es eben nicht wurscht (haha), ob ein 3 wochen altes menschenkind kuhmilch bekommt oder menschenmilch.
        🙂 ich habe mir gerade so gedanken gemacht über artgerechte muttertierbedingungen für menschenmütter. ich glaube, ferien am meer ist unglaublich wichtig.

      • Martin Frey sagt:

        Da bin ich ganz bei Ihnen, tina, ich bin auch für viel artgerechter Auslauf 😉 Und Entspannung am Meer ist immer gut. 🙂
        Nein, im Ernst: Natürlich divergiert die Zusammmensetzung von MM und z.b. KM fundamental. Aber ich erinnere mich gut an die Diskussion vor einigen Wochen an dieser Stelle, als MM als sozusagen ideale Kindernahrung bis in KiGa und teills Primarschule propagiert wurde. Die Zusammensetzungsfrage wurde damals völlig ausgeblendet. Und vegane Argumente waren auch nicht zu hören.

      • franz sagt:

        Sollte nicht schwer sein das googlen?
        Muttermilch ist immer vegan! Auch hierzu kann man nach der Definition von vegan googlen.
        Wer eine vegane Mutter hat ist im Vorteil. Dann wird man erst nicht an Leichenteile essen gewöhnt.

  • Widerspenstige sagt:

    Ich sehe im Dialog von MR und dem Schlusssatz einfach mehr als eine breite Diskussion über vegan oder nicht, selbstgebackenen Kuchen für die Kita oder gekauften Kuchen etc. mE geht es um:

    1. Rollenbilder zwischen den Geschlechtern in einer Beziehung (beide berufstätig mit Kind u wie gelöst)
    2. Der Übergriff von Arbeitszeit in die Freizeit der Wirtschaft (wer bzw. was leidet am meisten darunter)
    3. Sachzwänge des sozialen Umfelds (Kita gibt Kuchenauftrag wie an wen u woraus soll dieser Kuchen bestehen)
    4. Eigene Sachzwänge durch Werbung etc. (Kind erhält Gemüse, Eltern Pizza)
    5. ….

    • Widerspenstige sagt:

      Der erwähnte Film, welcher angeblich von MR für ihren Dialog hier ein Steilpass sein soll läuft heute abend im ORF1 um 20.15h ‚Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum‘ mit ua Sarah Jessica Parker u Pierce Brosnan (nur wegen ihm würde ich ihn empfehlen…wow!). Ich erinnere mich schwach an diesen Film u fand ihn themenbezogen nicht so arg. Also kein Grund ihn sich nicht anzutun, sondern im Gegenteil über sich selber lachen in einzelnen Sequenzen ist immer noch beste Medizin. 😀

      • Susi sagt:

        Heute Abend? Coole Synchronizität!

      • Widerspenstige sagt:

        Das kann man so sehen oder es als gegeben betrachten aus aktuellem Anlass am 8. März, Susi. Es geht um Rollenbilder etc. wie ich erwähnte oben u da ist (fast) jedes Mittel recht, um diese verkrusteten Rollenbilder aufzulösen. Wer sich jedoch tiefergehende u gut gemachte Rollenbilder, Machtkämpfe in Politik gepaart mit Geschlechterkämpfen ansehen will, dem sei ‚Gefährliche Seilschaften – Borgen‘ auf arte wärmstens empfohlen sich anzusehen. Einfach brillant umgesetzt u ein Produkt aus Dänemark. Darin kommen alle Aspekte der Rollenteilung zwischen Familie u Beruf bzw. Berufung/Karriere zum Tragen

      • Susi sagt:

        @WS: Sollte der Film tatsächlich aus aktuellem Anlass ins Programm genommen worden sein, war das eine äusserst schlechte Wahl, denn am Ende geht es ja einfach darum, dass Frau nicht versuchen soll, ein Mann zu sein.

      • Susi sagt:

        Dem seichten Plot gelingt es nicht mal annähernd, eine Botschaft zu erbringen, welche die Leitplanken der Heteronormativität ernsthaft ankratzen oder gar sprengen könnte; im Gegenteil, die Geschlechterrollen werden letztlich ein weiteres Mal zementiert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        ich denke nicht dass da zuviel reingelesen werden sollte, bei der heute verfügbaren Senderanzahl lässt sich bestimmt für jeden uno-deklarierten Tag irgendeine „extra“ Sendung finden, ohne dass irgendwer der Programmateure auch nur im entfernsten an diesen Tag gedacht hätte, schon gar nicht bei Hollywood Grossproduktionen welche lange zuvor eingekauft werden.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Wow, mal abgesehen vom Veganismus: Der Mann kommt in keiner einzigen Zeile gut weg. Schürt man hier bewusst schlechte Gefühle gegen Männer, indem man sie als ignorant und faul darstellt. Der Opfermythos der Frau wird auch in Reinkultur zelebriert. Ich kann so etwas beim besten Willen nicht als „Ironie“ abtun, da man so die Geschlechter bewusst gegeneinander aufhetzt. Trotzdem möchte ich noch betonen, dass sich DIE FRAUEN SELBER GEGENSEITIG unter Druck setzten. Wer ist die Schönste, Erfolgreichste, beste Mutter…Kennen unsere CH-Frauen nur noch Wettbewerb und Opferstatus? homo homini lupus

  • Onkel Arnold sagt:

    An alle, die meinen, sie seien besonders lustig, wenn sie Veganismus mit plumpen Anfeindungen und 1000fach gehörten „Witzen“ diskreditieren und so nicht nur die Dutzende von Milliarden tierlicher Todesopfer unveganen Konsums, sondern auch die Millionen menschlicher Hungeropfer, die sich Weizen, Mais und Soja nicht leisten können, weil das Getreide an „unsere“ „Nutztiere“ verfüttert wird, verhöhnen: Ich hoffe sehr, die Abschaffung der Nutztierhaltung noch zu erleben,…

    • cindy sagt:

      vllt mal die Ironie der Geschichte bemerken 😉

      Zitat
      Sie: (zum Kind) So, und für dich hat Mami einen feinen Grünkohl-Quinoa-Shiasamen-Powerbrei gekocht!

      • Susi sagt:

        Ich glaube, Onkel Arnold meint nicht den Blogtext, sondern die Kommentare. Und irgendwie hat er ja schon recht.

        Die Veganer tun durch ihren Lebensstil sehr viel für die Tiere und auch für die Umwelt, wobei sie einen nicht zu unterschätzenden Aufwand betreiben und grossen Verzicht leisten. Gleichzeitig müssen sie sich anschauen, wie wir Nicht-Vegetarier/Nicht-Veganer ihre Ideale konstant mit Füssen treten und sie dann auch noch anfeinden. Das ist einfach nicht richtig.

        Ich selbst bin zu bequem und zu genusssüchtig, um vegetarisch oder gar vegan zu leben. Dennoch habe ich mir jetzt vorgenommen, wenigstens den Fleischkonsum wieder stark einzuschränken und halt weiterhin auf das richtige Label zu achten.

        Leuten wie Onkel Arnold oder Caro möchte ich danke sagen für den grossen Beitrag, den Sie für die Tiere und unsere Umwelt leisten.

      • Onkel Arnold sagt:

        Ich meinte tatsächlich die Kommentare, nicht den Blog. Mein Beitrag hätte noch eine Forstsetzung gehabt, die aber leider aus mir unerfindlichen Gründen als ehrverletzend, unsachlich oder themenfremd eingestuft und deswegen nicht veröffentlicht wurde. Ich frage mich nur manchmal, ob die tierfeindlichen Sprüche, die vielen Leuten heute bei einer 99%-Omnivoren-Übermacht so leicht von den Lippen gehen, auch dann noch zu vernehmen sein werden, wenn dereinst die Mehrheitsverhältnisse kippen. Ich nehme mal an, dass man dann eher billige Ausreden und fadenscheinige Ausflüchte zu hören kriegen wird.

    • helene Berger sagt:

      Veganismus von Kindern ist Unsinn: das Kispi wird immer mehr mit mangelernährten Wohlstandskindern konfrontiert. Diese Kinder werden mit bleibenden Schäden leben, weil sie durch den Fleischverzicht einen jahrelangen Vitamin B12 Mangel hatten.wer anstelle von Fleisch Soja und Quinoa isst, schädigt die Umwelt: Für Soja werden Urwälder gerodet, Soja-Anbau ist schlecht fürs Grundwasser, entzieht umgebenden Pflanzen das Wasser. Weil der Veganismus hip ist, ist in Peru Quinoa so teuer, dass die indigene Bevölkerung sich ihr Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten kann. Von wegen no guilt Wohlstand!

      • Ike Connes sagt:

        In der Tat: Fritten und Burger sind ja sooo gesund. Es gibt weitaus mehr fehlernährte Kinder, deren Ernährung auf tierischen Lebensmitteln basiert, als solche, die vegan ernährt werden. Ihr Kommentar ist typisch für den Verlust der Verhältnismäßigkeit zugunsten der selektiven Wahrnehmung. Mit der Absicht, das eigene Verhalten nicht reflektieren zu müssen. Traurig und armseelig.

      • Susi sagt:

        Helene Berger: „wer anstelle von Fleisch Soja und Quinoa isst, schädigt die Umwelt“

        Und was sagen Sie dazu, dass Soja als Hauptfutterquelle für Zuchttiere eingesetzt wird? Was glauben Sie, wie viele Kilo Soja verzehrt wird für ein Kilo Fleischproduktion? 12 (!) Kilo Sojaschrot. (Und 15’000 Liter Wasser, btw) Es ist der Fleischkonsum, der den Regenwald zerstört, nicht der Soja Konsum der Veganer.

        Zum anderen Thema: Übergewichtige Kinder, die gleichzeitig mangelernährt sind, weil sie nur leere Kalorien zu sich nehmen, stellen ein grösseres Problem dar als Veganer mit B12-Mangel.

      • HE sagt:

        vor ca. einem jahr ist im nzz folio in einem grossen sehr lesenswerten artikel über soya eine zahl beschrieben worden, dass 97% des weltweiten soya ernteertrags in die mastviehzucht investiert wird, wärend der rest in menschlichen mägen landet. erschreckende zahl! frau berger, der hohe fleischkonsum in der weltbevölkerung ist definiv ein riesen problem!
        wegen dem preisanstieg für quinoa stimme ich ihnen zu..

      • Stranger sagt:

        Quinoa. Pff. Es gibt soo viel vegetarisches Zeug auf dem Markt, das hierzulande angebaut wurde.

        Das Argument von Susi ist übrigens schlagend. Wer Fleisch isst, schädigt den Regenwald weit mehr als wer Soja isst.

      • tina sagt:

        gerade für veganer aber ist quinoa eine feine sache, da es alle essentiellen, ungesättigten aminosäuren enthält

      • Muttis Liebling sagt:

        ungesättigte Aminosäuren?

      • tina sagt:

        essentielle aminosäuren und mehrfach ungesättigte fettsäuren. sorry für die sinnlose verdichtung

      • Stranger sagt:

        Also nicht, dass ich was gegen Quinoa hätte. Hab’s einfach noch nie probiert.

    • Ich stimme mit etwa 98% der Analyse der Veganer überein. Ich ziehe allenfalls andere Schlussfolgerungen daraus. Im Besonderen finde ich aber die Ansichten jener Veganer heuchlerisch, die sich ausserhalb ihrer proto-fanatischen Ernährungsphilosophie überaus liberal geben und etwa den Göttlichen Freien Markt anbeten. Damit hintertreiben sie jeden Versuch, etwa durch Importverbote billiges Massenhaltungsfleisch aus den Läden zu verteiben. Ich bin durchaus der Ansicht, dass, wer Fleisch essen will, für artgerechte Haltung teuer bezahlen soll, aber das verträgt sich halt nicht mit dem Freien Markt.

      • Stranger sagt:

        Stimmt. Grad bei den Nahrungsmitteln greift der Staat in grösserem Ausmass in den Markt ein. Kein Grund, warum er das nicht auch bei Fleisch tun könnte.

  • Maria Humbel sagt:

    Ich staune.
    Zig Kommentare über veganes Backen. Unzählige Tipps wie man ums Kuchen backen kommt. Muki Turnen vs. Vaki Turnen. Aber hallo?! Kuchen backen wenn das Kind Geburtstag hat ist doch eine Selbstverständlichkeit! Egal wieviel man arbeitet, ob Mann oder Frau, wenn nötig zu zweit noch mitten in der Nacht. Lieber sich darüber aufregen das teilweise noch im alten Rollenmuster gehandelt wird? Frau- steh darüber!!

    • Sportpapi sagt:

      Sie haben völlig recht, Maria Humbel. Aber die Leute hier haben Lust am erzählen und diskutieren. Lassen Sie uns doch die Freude 🙂

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Kuchen backen wenn das Kind Geburtstag hat ist doch eine Selbstverständlichkeit! ‚
      Wenn man (Hobby-) Bäcker ist, ja. Aber sonst ist es genau so selbstverständlich, wie selber ein Haus bauen oder sich die Kleider selber nähen.

      • tina sagt:

        nur dass ein kuchen zu backen gerade mal 15 minuten zeit braucht. das ist doch wirklich nicht aufwendig. ok, aufräumen nochmals 10 minuten, macht 25. der backofen bäckt auch ohne meine mitarbeit

      • tina sagt:

        kochen braucht mehr zeit und zwar täglich. sogar nicht-kochen macht mehr arbeit (also brot und confi und solche dinge auftischen)

  • Enrico sagt:

    Meine Frau wuchs ohne Fernseher auf. Logisch, dass sie und ihre Schwester immer bei den Nachbarn rumhängten und sich dort ihre Serien reinzogen. Mein Sohn und meine Tochter haben auch eine Menge Gschpänli, die zuhause vegan ernährt werden. Die kommen immer zu uns, um heimlich Fleisch zu essen. Sie lieben es, und es scheint ein tolles Abenteuer zu sein, die Eltern kulinarisch auszutricksen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … eine Menge?
      Und denen servieren Sie dann Fleischprodukte aus den Abteilungen „aus der Region“ „Bio“ und „Fairtrade“, oder weils dermassen Mengen sind gibts die Billigvariante aus Osteuropa oder noch weiter weg?

  • Carmen Leoni sagt:

    Zum Glück treffen mich solche ‚Probleme‘ nur theoretisch; nicht praktisch. Unsere Freunde/ Bekannten, welche Essgewohnheiten sie auch immer haben, sind nicht so kompliziert. Jeder bringt etwas mit – und jeder sucht sich das Passende aus.

  • Mäthu sagt:

    Frau Rothen. Ich vermisse Sie beim ‚Magazin‘ !!!

  • Katharina sagt:

    Hüstel..hüstel.

    hagelbeben Kat hier. Kann mir jemand erklären was hier so lustig satirisch ist?

    veganismus – oder anders gesagt ins absolute überzeichnete tierethik – ist eine todernste angelegenheit. eine inflation von anthropozentrischen -ismen. fundamentalisch wie alle anderen ausgrenzer-dogmen. hab ich vergessen zu erwähnen, dass sie selbstredend die allein wahre rationale herleitung ihres dogmas besitzen?

    • Onkel Arnold sagt:

      Im Gegensatz zum vorherrschenden Unveganismus ist Veganismus eben gerade nicht anthropozentrisch, sondern stellt eine Ethik dar, die auch die nichtmenschlichen Tiere miteinbezieht. Und das Bedürfnis dieser Tiere nach einem Leben in Freiheit und Unversehrtheit verdient nun mal viel eher eine Berücksichtigung als die rein kulinarischen Vorlieben von uns Homines sapientes.

      • Katharina sagt:

        Nein, denn es werden anthropozentrische Konzepte auf Tiere übertragen. Das geht viel weiter als ‚tier gerechte Haltung‘ es geht wirklich soweit, dass bio-engineering von natürlichen Jägern verlangt wird – um Leid zu vermindern.

        Also ganz spezifisch wird gefordert, dass wir zu einer Typ 1 Zivilisation werden, in welcher der gesamte Planet nach dem veganen Dogma durchgestaltet und modifiziert wird. Ich weiss wovon ich da schreibe.

      • Onkel Arnold sagt:

        Da Sie sich anmassen zu wissen, worüber Sie da schreiben:
        Veganismus, Antispeziesismus, Abolitionismus und Tierrechte haben das Ziel, die nichtmenschlichen Tiere aus der Gewaltherrschaft von uns Menschen zu befreien, ergo die Ausbeutung von „Nutztieren“ abzuschaffen. Bis dahin scheint es reichlich sinnfrei, über die Leidverminderung bei fernab von menschlichen Nutzungsansprüchen lebenden Tieren zu spekulieren. Zumal gerade die Anzahl Landwirbeltiere in menschlicher Gefangenschaft jene ihrer frei lebenden Artgenossen um ein Vielfaches übersteigt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Onkel Arnold

        „…ergo die Ausbeutung von “Nutztieren” abzuschaffen. “
        Was alles fällt unter abzuschaffende Ausbeutung? Artgerechte Tierhaltung auf kleinen Betrieben in kleinen Tälern hierzulande? Eierproduktion nach Permakulturprinzipien zur (dort übrigens sehr willkommenen) EW-Zuführung in einem asiatischen Land?
        Arbeitsleistung durch Tiere in Ländern ohne Zugang/Möglichkeiten für Maschinen?
        Dass Sie für uns eine drastische Fleischkonsumreduktion bis Abstinenz fordern würden, nehme ich mal an-
        aber was wäre für jene Länder die Alternative?

      • Onkel Arnold sagt:

        @Steiner: Der Begriff „Artgerechte Haltung“ ist in sich falsch. Artgerecht ist für uns Menschen wie auch für die anderen Tiere nur die Freiheit. Tieren, die im vorherrschenden System bloss einen Wert als Produktionseinheiten und Gebrauchsartikel besitzen, müssen fundamentale Rechte auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit eingeräumt werden. Falls es tatsächlich Länder geben sollte, die auf die Nutzung von Tieren angewiesen sind, wäre es ethisch sinnvoll, diese zur Vermeidung von Tierausbeutung mit geeigneten Technologien und Logistik zu unterstützen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Onkel Arnold

        Dass Sie den Begriff „artgerecht“ mit „Freiheit“ verknüpfen
        zeigt eigentlich wunderbar wie ideologie-unfrei das Ganze ist.
        Was meinen Sie denn ganz konkret mit „Freiheit“, wie würde ein Leben für Menschen und Tiere in „Freiheit“ aussehen? Haben oder hatten Menschen und Tiere welche für längere Zeit in „unberührten“ Gebieten leben und lebten ein Konzept der „Freiheit“? Wird und wurde jedem Daseinsberechtigung in Würde zugesprochen?

      • Katharina sagt:

        @Onkel Arnold,

        ‘haben das Ziel, die nichtmenschlichen Tiere aus der Gewaltherrschaft von uns Menschen zu befreien,‘ etc.

        Sie können sich selber einlesen, wenn Sie mögen:

        http://gbs-schweiz.org/blog/what-the-debate-about-humanitarian-intervention-in-nature-hinges-on/

      • Katharina sagt:

        daraus einige übersetzte Kernsätze:

        „… einer gewissen grossen Katastrophe, die unendlich weitergeht. Wenn dies in richtig ist, dann scheint die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es schwierig sein würde, um ein Argument für die systematische globale Intervention auf den empirischen Gründen zu blockieren.

        … nur eine sehr starke Form von nicht Konsequentialismus könnte das Argument für die (globale) Interventionen auf normativen Gründen verhindern.

        … dann sind die Kollateralschäden, die sich aus unserer (globalen) Intervention ergäben, akzeptabel als (sehr wahrscheinlich) das kleinere Übel.“

      • Katharina sagt:

        Die globale Intervention bezieht sich auf bio-engineering von (wild lebenden) Spezies. Z.B. durch Modifizierung betreffend K- und R-Selektion.

        Um dies machen zu können, muss konsequenterweise neben der gesamten Biosphäre auch das Klima kontrolliert werden. Dies setzt aber Zivilisationsstufe 1, bzw zur vollständigen Kontrolle der Sonne als Motor des Klimas, eine Typ 2 Zivilisation voraus. (Kardashev Skala).

      • Onkel Arnold sagt:

        @Steiner: Mit Freiheit meine ich ganz konkret das Gegenteil von Gefangenschaft. Und ja, Veganismus ist eine Ideologie. Die Ansicht, dass Tiere unsere Sklaven seien und es deshalb unproblematisch sei, deren Körperteile und -flüssigkeiten zu konsumieren, der sogenannte Karnismus, allerdings auch. Letzten Endes stellen alle normativen Konzepte eine Ideologie dar, deswegen verstehe ich nicht, weshalb dieser Ausdruck immer so negativ konnotiert wird. Ich halte Menschenrechte für eine gute Ideologie, während ich z.B. Religionen schlecht finde.

      • Onkel Arnold sagt:

        @Katarina: Danke für den Link, das sind sehr spannende Gedanken, die Sie da thematisieren. Allerdings finde ich in dem Text keine schlüssigen Antworten auf die aufgeworfenen Fragen. Haben Sie denn entscheidende Argumente gegen den Fortschritt unserer Spezies zu einer Typ I-Zivilisation beispielsweise? Ich bleibe jedenfalls dabei: Auch wenn diese Problematik sich vermutlich in ferner Zukunft irgendwann aufdrängen mag, halte ich es für wichtiger und sinnvoller, das durch uns Menschen direkt und völlig bewusst verursachte Leid prioritär zu behandeln, sprich, wo immer möglich, zu verhindern

  • M.F. Jones sagt:

    Laaaangweilig. Die Kuchenfrage – selbstgemacht oder nicht?! – muss mal wieder als Sinnbild für die ach so moderne Familie herhalten. Tausendmal gelesen. Jetzt muss nur wieder irgend ein „Vater von heute“ sein Klagelied singen, weil er von den Müttern im Wartezimmer beim Kinderarzt als Exot taxiert wird. Wenn die Eltern von heute so beschäftigt sind, warum haben sie denn Zeit, sich über solche Belanglosigkeiten aufzuregen? Mein Tipp: Don’t give a shit.

  • Tim sagt:

    First world problems.

    Veganismus können sich auch nur die leisten, die mehrheitlich im Überfluss leben. In Gegenden wo es kaum etwas zum Essen gibt, werden solche modischen „Health-Trends“ nur belächelt. Ausgewogen (alles in Massen beinhaltend) ist immer noch am besten. Wenn ich meiner Grossi von Fleisch- Käseersatz, Mineraltabletten und sonstigen Zusätzen erzähle, schüttelt sie nur den Kopf.

    Btw: Sie ist jetzt 96, und hat bis vor kurzem Ihren Haushalt noch gut alleine geschmissen.

    Also ruhig mal ein bisschen weniger Trendy sein, und das eigene Ego nicht andauernd den Kindern aufdrücken.

    • Adrian Engler sagt:

      Im Gegenteil. Wenn zuerst Unmengen an Futtermitteln (in der Schweiz zu einem grossen Teil importiert) gebraucht werden, um aus ausgebeuteten Tieren Tierprodukte herzustellen, braucht das viel mehr Ressourcen als wenn sich Menschen direkt pflanzlich ernähren. Der wirkliche Luxus, für den empfindungsfähige Lebewesen leiden und wegen welchem Anbauflächen und Wasser knapp werden, sind die Tierprodukte. Täglicher Fleischkonsum galt bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz noch lange als übertriebener Luxus und wurde vor allem durch Massentierhaltung und Futtermittelimporte billiger.

      • Tim sagt:

        Im Gegenteil zu was? Leider bezieht sich Ihre Antwort nahezu nirgends auf den von mir geschriebenen Beitrag. Die Argumente zu Tierhaltung und zum ökologischen Fussabdruck sind zwar gerechtfertigt, haben aber leider nicht direkt mit dem eigentlichen Beitrag hier zu tun. Vielmehr sind dies die standard Pro Vegan Argumente, die immer wieder als Untermauerung für jede Rechtfertigung Pro vegan herhalten müssen. Meine Grossmutter hat gegessen was an wenigem in ihrer grossen, eher armen Bauernfamilie auf den Tisch kam.

      • Tim sagt:

        Darunter war dann auch gelegentlich Fleisch (alles vom Tier) und andere tierische Produkte wie Butter und Eier. Dieses nun generell schlecht zu reden (und bei 96 Jahren kann es ihr schon nicht schlecht bekommen sein) ist reiner Populismus und entbehrt so ziemlich jeder wissenschaftlichen Grundlage. Studien, die pro Vegan und pro Fleisch argumentiere, gibt es wie Sand am Meer. Die richtige Ernährung ist die, die gesund hält, egal was nun drin ist.

    • tina sagt:

      unsere grosis haben aber auch tierprodukte in vernünftigem rahmen verbraucht. sprich: wenn überhaupt einmal wöchentlich fleisch und zwar alles vom tier, was irgendwie essbar ist. milch für kinder und eier so viel wie die hühner hergaben. usw usw.
      wenn das heute noch so liefe, wären wir 1. gesünder und 2. wäre das nicht so grusig aus dem ruder gelaufen mit nutztierhaltung und deren fütterung mit soja von abeholztem südamerikanischen urwald, massentierhaltung und antibiotika

      • Hotel Papa sagt:

        Hatte diese Woche eine Diskussion mit einem Bauern am Rande über dieses Thema. Er hat als Stift Kälber gemästet und sich damit ein schönes Zubrot verdient. (Info an die Lacto-Ovo-Vegetarier: Kälber schlachten ist ein zwingender Bestandteil von Milchwirtschaft).
        Heute werden die Kälber oft direkt getötet, weil sich die Mast in der Schweiz nicht lohnt. Der Metzger ist zu teuer…

        Das ganze, weil anständige Lebensmittel nichts mehr kosten dürfen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin da ja absolut vorbildlich und trinke meinen Kaffee ohne Milch…

      • Susi sagt:

        tina, zu deinem Kommentar kann ich nur sagen: „Genau!“

  • Henrietta sagt:

    Kuchen hin oder her. (Ich mag Kuchen nicht besonders). Aber einem geschenkten Gaul, schaut man nichts ins Maul.

  • Anna sagt:

    Ich kann gar keinen gescheiten Kuchen backen, soll ich das mit dem Kinder kriegen vielleicht lassen?

    • Kathy sagt:

      Nein, du hast jetzt noch mindestens neun Monate Zeit um zu üben – bis dann solltest du deinen Bäcker outperformen können, wenn du in der Freizeit nichts anderes mehr machst.

  • maja sagt:

    weil mehrere Kinder vegan ernährt werden sollen jetzt alle Mütter darauf Rücksicht nehmen? Würde ich nie tun.

  • Ygma sagt:

    Hier im Forum scheint der Glaube zu überwiegen, die vagene Backkunst sei eine Herausforderung sondergleichen… Dem Otto Normalverbraucher schlicht nicht zuzumuten. Dabei bäckt sich ein veganer Kuchen häufig einfacher als ein klassischer! Hab gerade letzte Woche einen veganen Apfel-Streuselkuchen gemacht, den Teig macht man mit Mehl, Zucker, Margarine (Achtung, gibt auch solche mit tierischen Produktanteilen) und Bananen, die Streusel mit Margarine statt Butter und mit viel Vanille und Zimt. Der Kuchen war absolut köstlich und meine vegane Freundin happy.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …vielleicht sind nicht alle Fans von Margarine? Ich bin es jedenfalls nicht, und bei Bananen kommen Sie denjenigen Eltern in die Quere welche mehr für lokal-produziert plädieren, die gibts nämlich auch, um die Schoggi kommen die vielleicht nicht gut rum, um die Bananen hingegen schon…

    • Papperlapapi sagt:

      Ich backe den Kuchen, den sich mein Kind wünscht. Den kann essen oder stehen lassen wer will, ist mir dann vollkommen wurscht!
      Meine 9-jährige Tochter hat allerdings gestern die selbstgemachten Guetsli von Mami als Znüni-Verpflegung zurückgewiesen, „weil man nur Gesundes als Znüni nehmen darf.“

    • mira sagt:

      Für einen normalen Teig braucht man keine Bananen. Wenn man mehr Stabilität will, kann man einfach etwas Essig zum Teig geben. Der Essiggeschmack verflüchtigt sich beim Backen, der Kuchen hat aber mehr Halt. Manche nehmen dazu auch etwas Apfelmus.

    • Christoph Bögli sagt:

      Inwiefern hat sich denn der beschriebene Kuchen „einfacher gebacken“ als die nicht-vegane Variante davon? Die Schwierigkeit dürfte ja kaum dadurch steigen, dass man nicht-vegane Margarine oder Butter verwendet.
      Meine Erfahrung: Vegane Kuchen können gut sein und backen sich auch nicht wirklich schwieriger. Andererseits schmeckt unterm Strich die nicht-vegane Variante dann trotzdem meist besser und macht sich bequemer, insofern gibts eigentlich wenig Grund, ein Fass aufzumachen wegen etwas Butter und evtl. einem Ei. Ausser halt man will effektiv einem strikten Veganer einen Gefallen machen..

      • Onkel Arnold sagt:

        Da haben Sie völlig Recht. Wenn einem die Qualen der betroffenen Kühe und Hühner egal sind, dann gibt es tatsächlich keinen Grund, auf Butter und Eier zu verzichten.

  • Lia sagt:

    ich backe für eine einzige Freundin anders, die leidet unter Zöliakie und darf kein Gluten essen. Für Kinder gibt’s normale Kuchen, wenn ein Kind sich vegan ernähren MUSS (sorry, kein Kleinkind macht das freiwillig!) hat es Pech und soll sich bei seinen Eltern ausweinen. Vielleicht merken die, dass weniger Radikalismus auch nicht schadet.

    • Ruedi sagt:

      Ein Freund von mir ist Koch in einer Kinderkrippe und vegan ist tatsächlich ein Thema. Dass man aber für 2 oder 3 Kinder separat kocht macht die Sache dort immer komplizierter. Ist ja auch ein Kostenfaktor. Denke die haben Glück dass sie in der Krippe keinen angelieferten Fertigfood bekommen sondern täglich frisch gekocht wird — von einem Profi.

  • Hattori Hanzo sagt:

    ist doch Hans wie Heiri ob man den Kuchen kauft und selbst backt. Hauptsache er schmeckt den Kindern. Denen ist das total Wurst, ob selbstgebacken oder selbstgekauft.
    Die einzigen die das Leben kompliziert machen, sind die Erwachsenen die sich ständig Gedanken machen um reale oder eingebildete Ansprüche „der Anderen“. Ob nun tatsächlich vorhanden oder aufgrund eigener Wertmassstäben nur eingebildet: man sollte einfach das tun, was man selbst für angemessen hält, sollen die anderen doch denken, was sie wollen.

    • Ruedi sagt:

      Also ich hätte schön gespuckt wenn ich am Geburtstag nicht einen selbstgemachten Schoggikuchen von der Mutter bekommen hätte. Das ist eine Weile her….aber wenn ich backe geht es nach demselben Rezept wie damals. Und er wird bei Vereinsanlässen immer sehr gelobt. Die Zutaten müssen aber hochwertig sein und da hapert’s heutzutage.
      Hatte nie Kinder darum kann ich nicht sagen wie das heute wäre. Aber ich denke, es gibt Kinder die lieber einen gekauften Kuchen möchten weil viele Mütter schlicht keinen zustande bringe.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Alles i.O. Ruedi, sagte ich doch: Jeder nach eigenen Wertmassstäben und Überzeugung.

        Aber immer relaxed. Kuchen sind nicht das Einzige im Leben.
        Ich bin vielleicht der Top-Kuchen-Backer, aber in einem anderen Punkt nicht die Nr. 1. Und Mein Nachbar hat von Kochen keine Ahnung, dafür ist er vielleicht in Gebieten, die noch wichtiger sind, super drauf.
        Wenn wir das mal begriffen haben, hört das Nasen-Gerümpfe auf und auch der selbstauferlegte Druck.

      • Hotel Papa sagt:

        Nein, die wollen einen gekauften Kuchen, weil es alle so machen. Bloss nicht aus dem Rahmen fallen, da steht man schneller in der Opfer-Ecke, als einem lieb ist.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Hotel Papa – das ist nun aber wirklich schlimm.
        Wir sollten unser Kinder nicht zu Anpassern erziehen.

      • Hotel Papa sagt:

        Dunno. ich bin alles andere als ein Anpasser. Und wir haben unseren Kindern immer vermittelt, dass „normal“ nicht unbedingt ein positives Attribut ist. Aber das Leben auf den äusseren 5% der Gaussglocke ist verdammt einsam.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Man darf es eben nie übertreiben HP – ist man allzu aussergewöhnlich, wollen die Kinder nur noch normal sein.

  • Widerspenstige sagt:

    Selten so gelacht über einen so träfen Artikel in Dialogform zum Weltfrauentag am 8. März – und von Michèle Roten (ohne h! genau) geschrieben!

    Wow! 🙂
    Ja klar, sie kennt man einfach als DIE Autorin, die sich ua über Schw…..lutschereien austobte und damit zur Pflichtlektüre avancierte für bestimmte Leute mit Hang zur Fäkalsprache. Hat was! Aber nachdem sie Mutter wurde hat auch sie so manches relativieren müssen nehme ich an…

    Was sie heute für den MB alles eingepackt hat in diesen Dialog ist der Hammer! Gut gemacht u genau richtige Vorgehensweise zum Weltfrauentag! 😛 😆

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige

      dachte ich zuerst auch, bis zum Hinweis von HH und den Film working mum- und ehrlich gesagt, das lässt mich doch sprachlos zurück, Dialog ist der Hammer? Wem genau danken Sie da? Den entsprechenden Drehbuchautoren oder MR die es einfach in eine Ar tikel verarbeitet hat? Ehrlich gesagt sehe ich den Nutzen „für unsere Sache“ da überhaupt nicht, im Gegenteil, peinlich… .

      • Brunhild Steiner sagt:

        … genau solche Vorgehensweisen dienen unsrer Sache eben gerade gar nicht, finde ich jedenfalls.

      • Sportpapi sagt:

        Och, da wurde doch einfach die eigene Empfehlung umgesetzt. Selber gemachtes ist doch sowieso überbewertet…

      • Ulrich Gassner sagt:

        Ach Brunhild, jetzt hat sie sich so über ihren Weltfrauentag gefreut, und Sie kommen mit sowas.

      • Martin Frey sagt:

        Der frenetische Beifall von falscher Seite macht das Ganze eher noch peinlicher, Fr. Steiner. Worum um Himmels Willen es bei „unsrer Sache“ auch gehen mag.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wobei mir ja der Zusammenhang des Textleins mit dem Weltfrauentag nicht so ganz klar ist…

      • Susi sagt:

        Irgendwie bezweifle ich, dass der ganze Text vom Film übernommen wurde. Ich werde das mal abklären. Tönt echt nicht nach Roten, sowas.

      • Susi sagt:

        Also, um das jetzt mal endgültig zu klären: Der Dialog wurde sicher NICHT vom Drehbuchautor verfasst; wer’s nicht glaubt, kann sich die ersten paar Minuten des Films anschauen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        danke für die Recherche, haben Sie den ganzen Film akribisch abgesucht oder nur die ersten Minuten?
        (Weil Sie auf diese hinweisen)
        Naja, wie auch immer, angesichts der noch stattfindenden Ungeheuerlichkeiten, welche sich frau/mann anhören muss, wird es ohnehin schwierig werden etwas komplett neues zu „erfinden“, da alles leider schon mal irgendwo so gesagt worden, die Kunst besteht wohl in der Verpackung, und das ist ihr hier sehr gut gelungen… .

      • Susi sagt:

        @Brunhild: Also, ich habe den Film im Schnelldurchlauf geschaut und sonst nichts ähnliches gefunden, ich gehe davon aus, dass das die besagte Szene ist, da die Parallelen ja schon da sind. (Ehepaar in Küche mit Kuchen-/Ernährungsvorschriften als Thema, gekaufter Kuchen wird als „selbstgemacht“ getarnt.)

        Ich vermute sogar, dass Roten hier einfach einen (postmodernen) Querverweis macht, immerhin ist sie ja Germanistin und sowas ist ja eigentlich noch witzig.

      • Susi sagt:

        P.S. Der Film ist wirklich recht übel. Die Sarah Jessica Parker – Figur gibt am Ende so Weisheiten von sich, wie „Man sollte nie ein Mann sein wollen, sonst geht eine Frau verloren“ oder ähnlichen Schwachsinn. Damit will sie sagen, dass sie jetzt am Wochenende doch lieber den Schneemann bauen will, als auf Geschäftsreise zu gehen; dies impliziert doch, dass es „normal“ und darum auch okay ist, wenn ein Mann das tut, aber wenn eine Frau das macht, dann versucht sie, ein Mann zu sein. *augenverdreh*

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        also dann werd ich mir den Film wohl eher nicht ansehen, dass ich nicht versuchen sollte ein Mann zu sein ist mir eigentlich klar, allerdings steh ich auch nicht in der Versuchung mich auf Geschäftsreisen zu begeben, und geburtstagstechnisch hab ich „keep it simple“ ohnehin schon länger als Maxime….

    • Widerspenstige sagt:

      Es kommt jetzt wirklich nicht darauf an, woher MR diesen Dialog hat, sondern was sie daraus gemacht hat und zu welchem Zweck er von mir aus ‚modifiziert‘ wurde. Der Inhalt soll für sich sprechen u das angetönte mal vertiefter hier diskutierbar machen aus aktuellem Anlass.

      Um das geht es jetzt mal.

      Es ist schade, dass der vermeintliche Ursprung von MRs Dialog so zerpfllückt wird (was bei einem männlichen Autor so nicht gemacht wird…), wie wenn das andere nicht am Laufmeter in jeglichen Branchen geradezu zelebrieren. Überall wird kopiert was die Geräte u Werbefritzen so hergeben…

      • Hotel Papa sagt:

        WS, Du langweilst. Ein Mann würde genauso zerpflückt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        ich bezweifle dass einer der Pa pa bl0gger, wenn er seine „Modifikation“ so präsentiert hätte, damit durchgekommen wäre. Ja, es wird kopiert, und gerade deshalb wäre es in einem eher höher stehenden Gefäss angenehm, wenn die Deklarationen stimmen. Die Einzige welche die Verbindung zum Frauentag macht, sind Sie, für die Au torin läuft das Ding unter der Kampagne „ausschalten-auftanken“… .

      • Katharina sagt:

        Plagiat .. wie die k.o Tröpfli nur auf das eine geschlecht anwendbar. :confused

    • mila sagt:

      Na ja, ich finde, auch postmodernen Autoren schadet es nicht, allfällige (Inspirations-)Quellen auszuweisen… Wobei der gequetschte Kuchen ja auch von einer anderen stammen könnte, ist ja ein recht alltägliches Beispiel.

      • Susi sagt:

        @mila „auch postmodernen Autoren schadet es nicht, allfällige (Inspirations-)Quellen auszuweisen“

        Im Rahmen der Interzextualität wird das aber nicht gemacht. Haben Sie mal „Das Parfüm“ gelesen? Süskind käme gar nicht mehr nach mit Quellenangaben… Der Romananfang z.B. entspricht fast 1:1 dem Anfang von Kleists „Michael Kohlhaas“. Man merkts nur, wenn man die entsprechenden Werke kennt, das macht einen gewissen Reiz aus…

      • Susi sagt:

        Intertextualität, nicht Interzextualität, natürlich. Touchscreens, seifz.

  • workingMama sagt:

    arbeite ja leider, leider auch vollzeit. Unsere Situation im Auto gestern:
    Ich: was willst denn Du fuer einen Kuchen?
    Tochter: Eiskoenigin Kuchen. Ich will einen gekauften Kuchen nicht so einen selbergemachten wie letztes Jahr.
    Ich: Ja aber, ich kann ihn ja dekorieren wie der im Laden
    T: Aber alle bringen gekauften Kuchen
    Ich: Ja aber wir koennen ja einen Tortenaufleger von Ebay kaufen, mit Eiskoenigin und allem, und Kuchen zusammen backen, waer doch cool?
    T; Aber will doch einfach einen vom Laden.
    Nacht vor dem Geburtstag: Gopf wieso haben wir nicht einen Kuchen gekauft!

    • 13 sagt:

      Und was hielt Sie davon ab, den gewünschten zu kaufen?

      • workingMama sagt:

        13 gute Frage! Da wo wir wohnen (GB) ist es gang und gaebe einen Kuchen zu kaufen. Vielleicht sollte ich dass bisschen Schweiz in mir nicht Ueberhand nehmen lassen und einfach … relax und Kuchen kaufen ob vegan oder nicht. Die Kuchen die Tochter will sind halt einfach wirklich gruusig und trocken und irgendwie gibt es mir wahrscheinlich ein Gefuehl etwas extra spezielles zu machen.

  • mira sagt:

    In unserem Kiga hat eine Mutter auch schon mal Schinkengipfeli mitgebracht statt Kuchen. Kam bei den Kindern super an, besser als ein trockener Schokokuchen.

    Ich bin auch (noch, juhui, bald nicht mehr :)) voll berufstätig, kann die Situation aber nicht nachvollziehen. Man hat doch ein ganzes Jahr Zeit, sich auf diesen Tag vorzubereiten. Da gehört es doch dazu, dass man sich im Vorfeld überlegt, ob und welchen Kuchen man mitbringt. Und wer das tut. Das haben mein Mann und ich immer ein paar Tage vorher besprochen und hat noch jedesmal geklappt. Sehe grad das Problem nicht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … eventuell würden Sie noch andere Probleme ziemlich seltsam finden, wenn Sie den dazugehörenden Film, von dem anscheinend der Dialog abgeschrieben wurde, ansehen…

  • Hobbybäcker sagt:

    veganisierte Ramserschnitte
    4EL Kichererbsenmehl, mit 8EL Wasser vermischt, 200g Zucker,2EL Vanillezucker, 3dl Reismilch, 300g flüssige Margarine, 6EL gesiebtes Kakaopulver, alle Zutaten miteinander verrühren
    450g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, löffelweise unterheben, auf ein Backblech verstreichen, 20min bei 200 Grad backen
    für die Glasur 200g Puderzucker, 4EL Kakaopulver, 4EL starker Kaffee, 1El Vanillezucker, 50g flüssige Margarine, verrühren und auf den noch warmen Kuchen verteilen, 50g Kokosflocken darüberstreuen, Kuchen erkalten lassen, in kleine Quadrate, Trapeze oder Dreiecke schneiden.

    • Fred sagt:

      Diese Schnitten werden noch besser, wenn man den Teig kurz vor dem Backen unter ständigem Rühren in den Ausguss schüttet und anschliessend etwas bäckt, was schon seit hundert Jahren niemanden umgebracht hat.

      • mira sagt:

        Naja, wenn man sich unsere Todesraten durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Krebs anschaut, würde ich mir das mit dem Abguss nochmals überdenken 😉

      • Butterbrot sagt:

        @mira: Wieso überdenken? Kann das Zeugs sogar im Ausguss noch Schaden anrichten?

      • houchois sagt:

        wunderschöne Antwort!

      • Christoph Bögli sagt:

        @mira: Denken Sie wirklich, diese Todesraten liessen sich dadurch verbessern, dass man im obigen Rezept 300g Butter mit 300g Margarine ersetzt? Das ist ja das einzig „vegane“ daran. Gemäss heutigem Wissensstand dürfte Margarine, je nach Zusammensetzung, gesundheitlich sogar problematischer sein.
        Vom gesundheitlichen Aspekt her müsste man ja sowieso jegliche Zucker- und Fettbomben dieser Art weglassen. Was natürlich auch wieder traurig wär, zumal diese in angemessener Menge auch kaum schaden dürften. Und wenn man sich sowas schon ausnahmsweise mal gönnt dann darfs auch ruhig nicht-vegan sein..

      • mira sagt:

        @Christoph Bögli
        Das ganze Rezept ist vegan, ausser wahrscheinlich der Margarine… die handelsübliche ist es meistens nicht. Wegen mir muss ein Kuchen auch nicht gesund sein. Mein Hinweis auf die Krankheiten war ein Wink mit dem Zaunpfahl (nicht der vegane Kuchen ist tödlich, sondern das Alltagsessen vieler Menschen mit hohem tierischem Anteil.

      • Muttis Liebling sagt:

        Nichtessen ist noch tödlicher.

      • Christoph Bögli sagt:

        @mira: Bloss winkt der Zaunpfahl an der Stelle halt am Ziel vorbei. Kuchen tragen schliesslich auch in nicht-veganer Version nichts zum übermässigen Konsum tierischer Produkte bei.
        Zudem pauschalisieren Sie da eh stark, wenn überhaupt können nur bei verarbeiteten Fleischprodukten negative Auswirkungen auf die Gesundheit nachgewiesen werden, allenfalls gibt es noch entsprechende Hinweise bei viel rotem Fleisch. Der Rest ist hingegen unproblematisch, manches wie Fisch sogar tendenziell positiv. Dass einseitige Ernährung jeglicher Art problematisch ist steht auf einem anderen Blatt.

      • mira sagt:

        @Christoph Bögli
        Suchen Sie mal nach Zusammenhängen von sogenannten Wohlstandserkrankungen (Herz-Kreislauf, Übergewicht, Diabetes, Krebs) und Ernährung. Fleisch ist da nur ein Faktor bei den ernährungsbedingten Ursachen.
        Eine gesunde Ernährung besteht aus viel frischem Gemüse, Früchte, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Samen/Nüsse, etc. Kein Industrie-Food. Wenn Da ab und zu Fleisch/Milch dazu kommt, ist das (gesundheitstechnisch) definitiv nicht schlimm. Wenn es beim Ab und Zu bleibt… Fisch könnte gesund sein, wer aber kauft wirklich unbelastete Fische?

      • André sagt:

        Stimmt.

        Gestorben wurde bereits bevor Kuchen und Torten gebacken wurden. Lieber etwas weniger lang, dafür aber erfreut leben.
        Macht mehr Sinn, vergrault andere und sich selber weniger, sowie gibt wenigstens den Eindruck mal was schönes erlebt zu haben.

        Im Krankheitsfalle sind Mediziner die allerersten welche einem Sachen empfehlen einzunehmen die wirklich ärger als Pestizide sind und für dieses Zeug gibt es sogar noch Rezepte.

      • Christoph Bögli sagt:

        @mira: Danke aber danach muss ich nicht suchen, darauf wollte ich ja hinaus bei meiner Replik zur vereinfachenden „Tierprodukte sind schlecht“-These. Letztlich ist ein sehr hoher Anteil tierischer Produkte primär problematisch weil das meist ein Indikator für generell schlechte, unausgewogene Ernährung ist. Ausserdem muss man leider auch sagen: Wer kauft denn wirklich unbelastete Früchte und unproblematisch produziertes Gemüse? „Vollkornprodukte“ sind mehrheitlich auch „Industrie-Food“, ebenso all die veganen Convenience-Produkte. Die Thematik ist leider alles andere als trivial..

      • Onkel Arnold sagt:

        Von wegen „niemanden umgebracht“: Ihre Aussage ist in Anbetracht der jährlich rund 60’000’000’000 umgebrachten Landtiere mehr als zynisch. Natürlich ist der gelgentliche Konsum von Tierausbeutungsprodukten für die VerbraucherInnen nicht automatisch tödlich, für die tierlichen Opfer hingegen schon, und um jene geht es den Veganern ja.

      • Ike Connes sagt:

        Wovor hat er Angst der Fred? Dass der vegane Kuchen schmecken könnte und sein zementiertes Vorurteil „vegan=schlecht und freudlos“ ins Wanken geraten könnte? Dass sein Glaube „ich habe das Recht, das Leben von Tieren für mein kulinarisches Vergnügen zu fordern“ keine Grundlage mehr hat?

      • Christoph Bögli sagt:

        @Arnold: Zynisch ist eher Ihre sehr konservative Schätzung. In anbetracht der für die Landwirtschaft benötigten Flächen dürften eher Billionen von Tieren jährlich getötet werden. Alleine was an Insekten, Nagetieren und anderem „Ungeziefer“ getötet oder einfach durch den Landverbrauch verdrängt wird, liesse sich kaum in Zahlen fassen. Und das ignoriert noch die Auswirkungen auf alle nicht-tierischen Lebewesen. Man merke: Nahrung tötet fast immer, im grossindustriellen Massstab der heutigen Landwirtschaft sowieso. Daran ändert leider auch der Veganismus so gut wie nichts..

      • Onkel Arnold sagt:

        @Bögli: Das stimmt, es gibt tatsächlich eine Menge Tierleid (inwiefern Insekten leidensfähig sind, ist umstritten), das aus der blossen Tatsache unserer menschlichen Existenz auf diesem Planeten resultiert und aus heutiger Perspektive unvermeidbar erscheint. Das gibt uns allerdings nicht das Recht, willkürlich zusätzliches Leid zu verursachen. Genau das tun wir aber, wenn wir an der Supermarktkasse Tiermorde in Auftrag geben.

    • Zora sagt:

      Danke! Werde ich gerne ausprobieren; nicht für kleine Kinder, sondern für meine erwachsenen Kinder, die mir von der veganen Küche vorschwärmen… durch meine Kids wurde ich zum Vegi. Einfach, weil sie mit der Zeit alle 3 das Fleisch verweigerten. und sich heute Gedanken zu unserer intensiven Milchwirtschaft machen. Gar nicht so dumm, iihre Überlegungen, finde ich. ich lernte und lerne von den Kids sicher gleich viel wie sie von mir.

      • Tobias Meyer sagt:

        Wenn Eltern ihre Kinder vegan ernähren, sollte ihnen die Erziehungsberechtigung aberkannt werden. Ohne Wenn und Aber!

      • mira sagt:

        @Tobias Meyer
        Da es deutlich mehr mangelernährte Kinder aus nicht-veganen Familien als aus veganen gibt (ja, in Prozent), hätten wir echt ein Problem bei der Suche nach geeigneten Pflegeplätzen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …und was tun wenn Kinder ihre Eltern zu Vegetariern zwingen?…

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Hier, in der Schweiz?

      • mila sagt:

        @Brunhild: Den Konflikt nicht scheuen? Man kann wunderbar vegetarisch fürs Kind kochen, und für sich noch ein Steak dazu. Ab einem gewissen Alter könnte auch das Kind ab und an seinen vegetarischen Kochbeitrag leisten (und die Eltern damit allenfalls geschmacklich überraschen). Ausserdem sollte es sich mittlerweile ernährungsphysiologisch herumgesprochen haben, dass das tägliche Stück Fleisch wirklich nicht sein müsste – auch nicht für einen schwerarbeitenden Bauarbeiter…

      • Hotel Papa sagt:

        Hat die heutige Generation Eltern wirklich schon vergessen, das Fleisch vor nicht allzulanger Zeit ein Festessen war? Das gabs beileibe nicht täglich. Und wenn ich mir die Bilder der Menschen damals ansehe, dann hat ihnen das nicht geschadet; im Gegenteil.

      • mira sagt:

        @Hotel Papa
        Solange Fleisch nur zum Festessen konsumiert wird, ist es ja auch kein Problem 🙂 Genau dahin sollten wir zurück.

      • Stranger sagt:

        Wenn ich meinem Kind sage, Brunhild: „Heute gehen wir ins Hiltl essen.“, dann freut es sich. Oder hast Du das nicht mit „zu einem Vegetarier zwingen“ gemeint?

    • Hotel Papa sagt:

      @Fred: Wieso fühlt sich eigentlich bei einem konstruktiven Beitrag gleich einer bemüssigt, das ganze Lächerlich zu machen? Niemand sagt, Du musst, aber offensichtlich ist die blosse Erwähnung eines entsprechende3n Rezepts schon su berohlich, dass man einen auf dicker fleischfressender Macker machen muss.

  • Wüthy sagt:

    Herzliche Gratulation! Das find ich toll! ich hab zwar keine Kinder, arbeite aber 100% und es gibt immer wieder Gelegenheiten, wo von Frauen erwartet wird, dass sie etwas Selbstgebackenes mitbringen. Gibt ja nichts zu tun…(nach dem alten Schlager „das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, sagt mein Mann“). Und so geht das: Frau kaufe ein Schoggicake und Fertigglassur sowie Deko. Packe das Cake aus (ist eh vom Rumtragen in der Tasche und im öV schon leicht ramponiert), packe ungelenkt die Fertigglasur drauf und schmeisse noch mit Deko um mich. Fertig! Und Komplimente kriegt man auch noch!

  • 13 sagt:

    Am liebsten mag ich den Satz: „Bitte richten Sie Ihrer Frau aus….“ Erlebe ich mind. einmal pro Woche und staune immer wieder. Erst letzte Woche rief die Schule zu Hause an, mein Mann meldete sich und anstatt ihm mitzuteilen, dass sich beim Rundschreiben ein Fehler eingeschlichen hatte, fragte man lieber nach meiner Büronummer, damit man das mir mitteilen kann.

    • mira sagt:

      Hat vielleicht auch mit Erfahrung zu tun…. 😉

      • 13 sagt:

        Welcher Erfahrung? Dass Männer nicht lesen können?

      • 13 sagt:

        Es war weder die Kindergärtnerin, noch musste etwas gemacht werden. Es ging um einen Tippfehler ihrerseits, der zu Verwirrung führte und sie aufklären wollten. Der geringste Widerstand wäre es gewesen, es gleich dem zu sagen, den man schon in der Leitung hat und der das Blatt vielleicht vor sich hat. Aber es ist ja nur eines von 100 Beispielen: Anmeldungen zu Geburtstagsfesten gehen nur an mich, egal was auf der Einladung steht, Anfragen für Spielnachmittage auch dann, wenn die Mutter weiss, dass ich gar nicht zu Hause bin, dafür aber mein Mann etc. etc.

    • mira sagt:

      Es gibt Dinge, die werden (im Durchschnitt) von Frauen einfach zuverlässiger erledigt. Und einer Kindergärtnerin wird es im Normalfall total schnuppe sein, wer was zuhause macht. Sie ist einfach daran interessiert, dass die Dinge gemacht werden und geht da den Weg des geringsten Wiederstands… Ist sicherlich nicht böse gemeint, jeder versucht auf seiner Arbeit die Abläufe zu optimieren.

      • 13 sagt:

        Sehen Sie auch das Beispiel oben: Hätte die KITA-Frau gesagt: „Wenn Sie einen Kuchen mitgeben wollen, dann…“ hätte das doch nichts geändert. Entweder ist der Mann ja sooo unzuverlässig, dann richtet er es erst gar nicht aus. Es wird eh die Frau machen, dann sagt er es ihr weiter, ist dann ein Entscheid zwischen den beiden. Oder aber es spielt keine Rolle, wer es macht, solange es gemacht wird, dann kann man es neutral sagen. Aber schlussendlich beweist mir ihr Votum doch nur, dass Vorurteile noch sehr in den Köpfen drin sind….schade.

      • Sportpapi sagt:

        Natürlich ist es nicht böse gemeint. Aber du mm ist es trotzdem. Und unnötig. Andererseits hat uns wirklich mal eine Kindergartenlehrerin am Elternabend mitgeteilt, dass sie Begleitung zum Schwimmen braucht, aber leider „natürlich“ keine Väter berücksichtigen könne (alle ziehen sich am gleichen Ort um…).
        Mich erinnert das an die Schreiben der kantonalen ELKI-Leiterin zu einer Vorführung vor Jahren, die immer mit „liebe Mütter“ begann, obwohl rund 20 Prozent der Teilnehmer Väter mit ihren Kindern waren.

      • mira sagt:

        Ja, es ist diskriminierend und manchmal auch nervig, wenn man in einer Konstellation lebt, in der sich der Papa ebenfalls aktiv kümmert. Wir haben diese Fälle auch tausendmal erlebt (ich voll berufstätig, mein Mann zuhause). Im Nachhinein verstehe ich die Haltung trotzdem: ich selber wende mich auch lieber an andere Mütter als an die betreffenden Väter. Ich kann es nicht rational begründen, ist einfach ein Erfahrungswert.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Wie bitte? Ich kann nur staunen. Elki-Turnen gibt es bei uns übrigens gar nicht, es gibt fein säuberlich getrennt das Muki-Turnen (Dienstag morgens) und das Vaki-Turnen (Samstag morgen), man weiss ja, wann welcher Elternteil bestimmt kann. Berufstätige Frauen oder Schichtarbeit besteht in diesem Weltbild nicht.

        @ mira
        Ich kann es noch akzeptieren, wenn man lieber die eine oder andere Nummer wählt. Aber wenn man bereits mit einem Kontakt hat, dann macht man es doch auch gleich mit diesem klar.

      • Sportpapi sagt:

        @13: ELKI ist der Überbegriff. Aber wie ich auch schon im MUKI-Turnen gern gesehener Gast war, gibt es bei uns im Vaki immer mehrere Mütter, die am Samstag kommen. Auftritte sind aber eben oft gemeinsam, und es sind meist die MUKI-Leiterinnen, die sich dann erstaunlich schwer damit tun, die Teilnehmer eben nicht nur als Mütter zu sehen. (habe ich schon gesagt, dass bei uns das VAKI einige Mitglieder hat als das MUKI?)

      • mira sagt:

        @13
        Ja natürlich. Ich verstehe Ihren Standpunkt schon. Ich habe in solchen Situationen jeweils freundlich darum gebeten, doch meinen Mann anzurufen, da ich grad auf Arbeit sei und keine Zeit zum reden hätte. Nach 2-3 mal riefen sie regelmässig meinen Mann an.

      • Sportpapi sagt:

        In der guten alten Zeit rief man einfach auf die Festnetznummer an. Und wer abnahm, war zuständig…

      • mila sagt:

        @SP: Ganz ehrlich? Ich würde mich auch nicht vor fremden Vätern umziehen oder duschen wollen. Aber ich gehe ja auch nicht gerne in die gemischte Sauna – am liebsten ist mir sowieso eine eigene, mit Mir & Mir lässt sich am besten die Seele baumeln. 😉

      • 13 sagt:

        @ Sp/mira
        Eben, bei uns wird die Festnetznummer gebraucht, um meine Handynummer zu erfahren und dann mich anrufen zu können, ich handhabe es gleich wie mira, funktioniert aber bisher nur bei wenigen.

        @ Sp
        Nein, ist wirklich säuberlich getrennt. Ich habe die Mütter aus dem MUKI gefragt: es sind nur Mütter da. Beim VAKI habe ich persönlich nachgefragt. Mütter sind nicht willkommen, denn das dient dazu, dass Väter, die sonst die ganze Woche arbeiten, auch mal etwas mit den Kindern alleine, also ohne Mütter, machen. Kein weiterer Kommentar.

      • Sportpapi sagt:

        Tja, leider wohnen Sie nicht in meiner Umgebung, sonst könnte ich Ihnen nun einen Tipp geben. Allerdings muss ich schon sagen, dass sich bei uns MUKI und VAKI inhaltich stark unterscheiden. Was mit ein Grund ist, dass auch einzelne Mütter lieber ins VAKI gehen. Und zahlreiche Kinder in beides.

      • jürg. sagt:

        @13
        Exklusiv für Euch würde ich am Samstag ein Vaki Turnen veranstalten, Gruss vom Muki-Leiter

      • 13 sagt:

        @ jürg
        Ein Vaki-Turnen am Samstag brauchen wir eben gerade nicht. Mein Mann arbeitet dank Schichtarbeit samstags, ich unter der Woche. Passt leider nicht ins Konzept. So dürfen meine armen Kinder nicht Muki/Vaki-Turnen und müssen sich mit dem geschlechtergemischten Schwimmkurs zufrieden geben. 😉

      • Mike Müller sagt:

        Oje, wieder diese schwachsinnigen Vorurteile… Als ob es keine alleinerziehenden Väter gäbe. Das wäre etwa so, wie wenn ein Mann seiner Frau sagen würde: „Schatz, ich hole die Kinder ab, du brauchst zu lange, um den Wagen aus der Garage zu fahren.“ Im 21. Jahrhundert sollten wir eigentlich endlich einen Schritt weiter sein.

      • jürg. sagt:

        @13
        ein Vaki extra für eine Frau war die Absicht, normalerweise sind ja immer beide Geschlechter willkommen. Inhaltlich ist es leicht anders.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ganz ehrlich: die Jungs möchten sich vielleicht auch nicht vor fremden Müttern umziehen… Ich sehe da die Differenz nicht. Ausser natürlich, dass, wenn ein Vater mitkommt, die Gruppe getrennt werden könnte.
        Das andere sei Ihnen überlassen. Ich selber habe zwar tatsächlich zu Hause eine Sauna. Finde es aber auswärts viel interessanter, da ich das eher als geselliges Ereignis sehe.

      • 13 sagt:

        @ MM
        Der mit dem Auto ist super! 😀

      • Susi sagt:

        @mila (und SP): „Ganz ehrlich? Ich würde mich auch nicht vor fremden Vätern umziehen oder duschen wollen.“

        Wenn man mit Kindern ins Hallenbad Oerlikon geht, muss man die Familiengarderobe benutzen, die ist auch gemischt. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, dass auch Väter sich dort umziehen und kleine Jungs auch mal unverhohlen glotzen (und ev. sogar einen Kommentar abgeben)
        🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Etwas mehr Natürlichkeit schadet sicher nicht – und wer es anders will, zieht sich halt anders um. Allerdings würde ich mit Kindern wohl eher nicht ins Hallenbad Oerlikon, sondern wenn schon nach Wallisellen oder Dietlikon. (Gratistipp von mir…)

      • Susi sagt:

        @SP: Ich bin mit den ÖV unterwegs, das ist mir Wallisellen oder Dietlikon etwas zu weit, zudem nimmt meine Tochter in Oerlikon die Abzeichen-Schwimmkurse. Was aber auch super ist: Das Wärmebad Waid. Da kann man stundenlang im Wasser sein.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Wallisellen ist da etwas ab vom Schuss. Aber vom Bahnhof Oerlikon ist man mit ÖV praktisch zeitgleich in Hallenbad Oerlikon wie Dietlikon. Aber dort ist es vor allem gut für kleine Kinder, während in Oerlikon natürlich der Sprungturm lockt…

      • Susi sagt:

        Das Hallenbad in Dietlikon ist dann in der Nähe des Bahnhofs? Ich habe eben zudem die Jahreskarte für Zürcher Hallen- und Freibäder, in Dietlikon müsste ich extra bezahlen.
        Ja, der Sprungturm… Für meine Tochter der Hit, für mich die wöchentliche Zitterpartie. Seit zwei Jahren springt sie ab dem 3-m, das 5-m konnte ich bis jetzt verhindern. Ich kann gar nicht hinschauen, wenn sie da auf den glitschigen Treppen hochklettert und oben rumrennt, habe immer Angst, dass sie hinten, wo’s kein Wasser hat, runterfällt.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, gleich neben dem Bahnhof. Mit Kleinkinder und Kinderbereich und vor allem, geheiztem Aussenbecken. Ein Familienbad. Während wir in Oerlikon früher immer gefroren haben, beim Schwimmen und vor allem Springen. Aber toll, ich hoffe, meine Kinder sind dann auch mal so mutig! 🙂

      • Susi sagt:

        Geheiztes Aussenbecken, wo man auch im Winter schwimmen kann?????? Das wäre ja mega!

        Mut, gepaart mit Selbstüberschätzung und Hyperaktivität, wie bei meiner Tochter, ist für ängstliche Mütter ziemlich nervenzerreibend…

        🙂

      • Susi sagt:

        Wobei ich ihr jetzt eigentlich ein wenig Unrecht tue, sie ist nämlich schon ein ganz klein wenig vorsichtiger und vernünftiger geworden. Was mich dann immer sehr beruhigt, wenn ich merke, dass sie den 1-Meter-Horizontalsprung vom Kletterturm an die Stange auf 4 Metern Höhe dann doch nicht wagt.

    • Widerspenstige sagt:

      Das braucht noch seine Zeit, liebe 13, bis das in den Köpfen angekommen ist auf allen Etagen und Schichten und sozialen Stufen und….. Keine Bange, wir haben ungefähre Halbzeit erreicht in der Emanzipationshierarchiestufe (uff! was für eine Wortkreation ist mir da passiert…..hihi).

      Es dürfte so im Jahr 2030 in den Köpfen angekommen und entsprechend umgesetzt werden…Also es besteht Hoffnung! 😉

      • 13 sagt:

        Ich hoffe doch sehr, dass wir 2030 keine Spielnachmittage für unsere Kinder mehr organisieren müssen, sonst ist etwas schiefgelaufen! Und wenn dann die Schule anruft, dann wäre die Frage, mit wem sie sprechen, vermutlich unser kleinstes Problem 😉

      • Widerspenstige sagt:

        13, bis dann gibt es auch keine Schulen im bisherigen Sinn mehr….

      • Katharina sagt:

        2030 ist das jahr eins der Posthumanen. Augmentierte Wesen, die durch bio engineering die tiere so modifizieren, dass diese keine Jäger mehr sind. in einem globalen zoo.

        ein konsequent nach dem veganen dogma durchgestalteter planet.

      • Sportpapi sagt:

        2030, WS, nicht 2300…

      • Widerspenstige sagt:

        Katharina, woher kommt dieses Dogma ‚ein konsequent nach dem veganen dogma durchgestalteter planet.‘? Ich nehme diesen Trend schon länger wahr in meinem Umfeld u es sind vorwiegend jüngere gut informierte Leute, die danach streben. Aber das wäre ein eigener Blog wert, nicht wahr?

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, nein, die Tendenz ist steigend, dass sich in den nächsten 15 Jahren ein Systemwechsel aufdrängen wird u dass speziell das herkömmliche Schulsystem eine grundlegende Veränderung erfährt im Internetzeitalter. Wo steht die Zahl 2300? Nur in Deinem Wunschdenken…

      • Katharina sagt:

        Ja, WS, vielleicht, falls ich dazu eingeladen werde. Ich schreibe aber langatmig, was diesem Format hier etwas abkömlich ist.

  • Sandra sagt:

    Einfach so backen wie einem grad lustig ist und gut ist, so einen Quatsch würd ich grad noch unterstützen. Falls die „Veganen Kinder“ auch davon essen umso besser. Hilft ihnen wahrscheinlich kurzfristig ihre Mangelernährung ein wenig auszugleichen. Wenn Eltern sich für so eine Ernährung entscheiden ok, diese aber auch den Kindern aufzudrängen finde ich penetrant, eine Vegetarische Ernährung ist da auch ausreichend und für Kinder in der Entwicklung besser geeignet.

    • Adrian Engler sagt:

      Diese Aussagen sind nicht haltbar. Vitamin B12 sollte natürlich supplementiert werden, was einfach und billig ist, aber sonst sind alle Nährstoffe auch in pflanzlicher Nahrung enthalten.

      Statt einfach mit unwissenschaftlichen Behauptungen zu rechtfertigen, dass man nichts am Konsum und der Tierausbeutung ändert, sollte man sich besser seriös mit der sache befassen.

      Das „Argument“ mit dem „aufdrängen“ finde ich immer lustig. Ebensogut könnte man sagen, es ginge ja noch, wenn Menschen Fleisch, Eier und Milchprodukte essen, es sei aber inakzeptabel, wenn sie das Kindern „aufdrängen“.

  • Oder einfach einen super feinen nicht-veganen Kuchen mit extra viel Butter, Milchschokolade usw backen und für die veganen Kindlein ein Rüebli oder so mitgeben. An denen dürfen sie dann nagen, während die normalen (sic) Kindlein mit schoggiverschmierten Mäulern schlemmen, was das Zeug hergibt. Wenn die Zeit bleibt, kann man noch „fuck you“ ins Rüebli schnitzen.

    • Andy sagt:

      Warum die „veganen“ Kinder bestrafen? Die können doch nichts dafür und würden sicher liebend gerne einen Kuchen mit Butter, Milch usw. essen. Also ich kenne kein Kind, das von sich aus vegan ist! Wenn, wollen die Eltern das so.

      • Adrian Engler sagt:

        Bei Kindern in einer Krippe kann man sicher kaum erwarten, dass sie überzeugte Veganer gibt, aber auch bei diesen wäre ich nicht sicher, ob es nicht mehr gibt, die von den Eltern dazu gedrängt werden, Fleisch, Eier und Milchprodukte zu essen, obwohl sie es nicht wollen, als solche, die das gerne essen würden aber nicht bekommen. Bei Teenagern ist es sicher so, dass es viel häufiger ist, dass ihnen die Eltern Tierprodukte aufdrängen als dass sie sie nicht bekommen, obwohl sie sie gerne hätten.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Das fände ich jetzt doch etwas brutal, die armen Goofen können schliesslich nichts dafür. Besser wäre es, die armen mangelernährten Würmer mitschlemmen zu lassen und die von Ihnen angedachte Grussbotschaft ihren fanatisierten Eltern zu überbringen.

    • mira sagt:

      Man könnte auch eine superfeinen veganen Kuchen backen und den nicht-veganen Kindern ein rohes Ei mitgeben… Nein, das ist natürlich Blödsinn ;). Alle Kinder mögen gerne süssen Kuchen, egal ob vegan oder nicht. Ich als Veganerin plädiere dafür, dass jeder seinem Kind den Kuchen backt, den es gerne haben möchte, das Elternhaus vertreten kann und den Richtlinien des Kigas entspricht (ev. keine Smarties etc). Man kann es NIEMALS allen recht machen, zu lange ist die Liste mit potentiellen Gefahrenstoffen (tierische Produkte, Nüsse, Erdnüsse, Soja, Gluten, Zitrusfrüchte, etc etc).

  • marianne sagt:

    Hahaha so witzig geschrieben! Als 100% arbeitende mami kann ich mich 100% identifizieren. Habe selber gestern einen schoggikuchen mit smarties backen müssen, nachdem ich die kindergaetnerin gefragt habe, ob mein sohn was mitbringen soll. „Er kann, er muss nicht. Fragen Sie ihn mal“. und natürlich wollte er was mitbringen…
    Und meine kinder werden aus 100 gründen unter einer depression leiden können. Aber nicht wegen meinem job. Nicht weil ich glücklich bin.

    • 13 sagt:

      @ Marianne
      Kleiner Tipp von einer vollzeitarbeitenden Mutter zur anderen: Nichts geht über das gute alte Weggli und Schoggistängeli. Man kann es frisch auf dem Weg zum Kindergarten kaufen, die Kinder lieben es und wenn man ein paar Äpfel dazu packt, ist sowohl für die Veganer wie für das schlechte Gewissen vorgesorgt. Eine Win-Win-Situation 😉

      • 13 sagt:

        PS: Das schlechte Gewissen bezog sich auf den Schoggi-Konsum am Vormittag nicht auf das Fehlen eines selbstgemachten Kuchens.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13

        Weggli mit Schoggistängeli machen vor Nur-Hausfrauen übrigens nicht Halt, sondern können auch in dieen niederen Gefilden hochwillkommen sein 🙂

      • 13 sagt:

        @ B.S.
        Da habe ich nichts dagegen. Im Gegenteil, dann fällt der Unterschied nicht so auf 😀

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13

        würd sagen „wir“ haben dabei auch das schlechtere Gewissen, denn „wir“ hätten ja wirklich die Zeit dazu… 😉

    • 13 sagt:

      Völlig unnötig. Zeit ist nur ein Faktor. Interesse und Talent sind nicht vom Rollenmodell abhängig. Ein Hoch auf die Arbeitsteilungsgesellschaft 😉

  • McWide sagt:

    Ich hoffe, dass die Vegane Kinder keine Regenwürmer essen, sonst sind die Bemühungen für die vegane Küche für die Katz (auch vegan ernährt).

    • McWide sagt:

      Ist der Ausdruck: „vegane Kinder“ eigentlich richtig? (So wie veganer Kuchen?)

    • adlerauge sagt:

      Es ist doch ein bisschen so, wie mit der Religion. Eltern sehen ihre Kinder als entweder (gleich-)gläubig oder nicht, je nachdem, wie offen sie in dieser Frage sind. Und spätestens mit 18 (bei krassen Fällen von Indoktrination evtl. auch viel später) entscheiden die Kinder dann selber, was sie wollen. Dies kann den Eltern dann mehr oder weniger gefallen.

  • caro sagt:

    ich ernähre mich seit mehr als 30 Jahren vegetarisch, davon ca. 5 vegan (Grund: das Leid der Tiere). Dennoch: Wenn ich zu Kaffee und Kuchen eingeladen bin, esse ich mit gutem Appetit ein bis zwei Stück Kuchen, nicht ohne der/dem BäckerIn ein Kompliment zu machen. NIE plumpe Fragen nach den Zutaten selbst hergestellter und gekochter Speisen stellen und die Kinder dem entsprechend erziehen: kommentarlos essen, höflich lächeln, Kompliment machen. Ich bin sicher, dass die Kinderchen die Kita-Kuchen problemlos vertragen, der Mensch ist so ausgestattet, dass er alles verdauen kann.

    • Gerd sagt:

      Danke – Sie sind die Stimme der Vernunft und Toleranz, die vielen Veganern/Vegetariern in ihrem missionarischen Eifer abgeht.

    • mila sagt:

      Vielen Dank für Ihren wohltuend pragmatischen Kommentar. 😉

    • Nora Richardson sagt:

      Dann ernähren Sie sich ja doch nicht ganz Vegan oder?

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich bin mir sicher, wenn man die Nahrung stichpunktartigen Gen- Kontrollen unterzieht, stellt sich heraus, dass es keine vegane Ernährung gibt.

      • Ulrich Gassner sagt:

        @ML: für einmal gehe ich mit ihnen zu 100% einig.

      • caro sagt:

        Es geht nicht darum, dass man sich akribisch vegan ernährt und mit dem Sequenzierer nach Spuren von tierischem Eiweiss sucht. Die meisten Freunde und Verwandten wissen, dass ich Veganerin bin oder sind es selbst auch. 95 % meiner Nahrung ist selbst gekocht, aus rohen Zutaten. Bei Einladungen verzichte ich grundsätzlich auf Fleisch und Fisch/Meerestiere. Vegis sollten ebenso wie starke Fleischesser dringend davon Abstand nehmen, andere zu belehren. Wer Schlachttierhaltung- und Transport sowie die Schlachterei selbst gesehen hat, muss letztlich die Sache mit seinem eigenen Gewissen ausmachen.

    • Onkel Arnold sagt:

      Mit Verlaub, wenn Sie ei- und butterhaltigen Kuchen verspeisen, sind sie per definitionem keine Veganerin. Klar, es ist natürlich bequemer, den Diskurs zu scheuen und die Mitmenschen nicht mit so ungewöhnlichen Dingen wie Antispeziesismus und Tierrechten zu konfrontieren, obwohl dies aus veganer Sicht ja gerade am meisten Tot täte. Abgesehen davon verstehe ich nicht, wieso das Wort „belehren“ immer in so negativem Kontext verwendet wird. Ich persönlich freue mich jedenfalls jedesmal, wenn ich belehrt werde, resp. wenn mir jemand Inkonsistenzen oder Fehler in meiner Denkweise aufzeigen kann.

  • fabian sagt:

    Der bedauernswerte Mann mit dieser Giftnudel.

  • Fritz Weber sagt:

    Wieso haben „solche Leute“ überhaupt Kinder? Das Wohl des Kindes ist hier eine völlige Randerscheinung.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Ist alles von einem Film – aber man darf es nicht verraten.
    Weil „so tun als selbst gemacht“.

    • Hattori Hanzo sagt:

      Der Film ist mit Sarah Jessica Parker. Witzige Komödie über berufstätige Mami, die tatsächlich alles unter einen Hut kriegt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …verraten Sie uns noch den Titel damit wir uns das zu Gemüte führen können? Und uns nicht bloss mit einem kurzen Ausschnitt zufriedengeben müssen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        okay, danke- da hat wohl irgendwas ne Verzögerung verursacht…

      • Hattori Hanzo sagt:

        Working Mum – der ganz normale Wahnsinn

        Beim Satz mit dem Kuchen hab ich es gemerkt: etwas kaputt machen, dass er wie selbstgemacht aussieht.

        „.. und es ist alles nur geklaut…“ von wem war nochmals dieses Lied?

        Aber zurück zum Film. Wir fanden ihn ganz gut. Positiv, mutmachend.

      • Martin Frey sagt:

        Ist aber trotzdem ein bisschen peinlich, nicht? Susi, ich denke, Sie können den Gebetsteppich wieder einrollen… 😉

      • mila sagt:

        Oh, falls das so ist: schade – die Ideenleihe hätte die Autorin ausweisen sollen, dann wäre es kein Ideenklau. Wirklich originäres fällt heutzutage kaum jemandem mehr ein, aber das ist bei mehreren Jahren Kulturgeschichte zugegeben auch nicht ganz einfach.

      • Hattori Hanzo sagt:

        mila – nun ja, hier wurden ja doch schon ganze Artikel aus anderen Magazinen kopiert und mit eigenem Namen versehen, da ist ein Ideenklau absolut harmlos.
        Dennoch… ein Hinweis auf den Film hätte der Leserschaft ermöglicht, sich den Film selbst anzuschauen. Offenbar hat er ihr ja so gut gefallen, dass er sie zu einem Text inspiriert hat.

      • Franz Vontobel sagt:

        Offenbar hat er ihr ja so gut gefallen, dass er sie zu einem Text inspiriert hat.

        Oder, und das ist vermutlich wahrscheinlicher, sie hat sich dafür geschämt, dass sie sich ihre Inspiration aus einer untermittelklassigen 0815-Fliessbandkomödie geholt hat…

      • Martin Frey sagt:

        Bingo, Hr. Vontobel. Sie bringen es wieder mal 100% auf den Punkt.

      • Susi sagt:

        Stimmt das jetzt wirklich, dass sie einfach eine Filmszene beschreibt? 1:1? Schon enttäuschend, falls das denn für tatsächlich so ist…

      • Susi sagt:

        „für“ streichen. Verfiggte Autokorrektur.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Susi – JA ES STIMMT.
        Ich weiss nicht, ob es auf den ganzen Dialog zutrifft. Aber auf jeden Fall, die Sache mit dem Kaufen und dann etwas ramponieren ist 1:1 kopiert.
        Wie auch die Ausgangslage: Working mum – soll noch einen Kuchen backen (gefälligst einen Superspeziellen, obwohl sie wirklich keine Zeit hat)

        Schauen Sie sich den Film an. Obwohl ich wegen SJP äusserst kritisch war, hat mich der Streifen positiv überrascht und gut unterhalten.

      • Susi sagt:

        HH: Der Film kriegt auf imdb 4.8 Punkte von 10. Nicht sooo anmächelig. Aber ich muss wohl trotzdem reinschauen 🙂

      • Katharina sagt:

        rotten weiss aber nicht, dass im Land der working mums es die einrichtung greenblatt’ss deli gibt. kosher. excellente kuchen und da kosher, auch ethnisch unverdächtig. das übertrumpft vegan so wie Stöck-Wyss-Stich beim Jassen.

      • Susi sagt:

        Also, das ist ja nun wirklich nicht 1:1 übernommen, hab mir die Szene grad angeschaut.
        Die Mutter kriegt ein Sms, dass morgen ein „Bake Sale“ stattfindet, geht einen Kuchen kaufen, den sie dann zuhause zermanscht und mit Puderzucker bestäubt, damit er selbstgebacken aussieht. Während sie das tut, kommt der Mann rein und sagt: „Oh, du hast gebacken!“ Sie gesteht den „Betrug“ und er schlägt vor, die Tochter solle einfach Kekse aus der Packung mitnehmen, worauf die Mutter meint, sie könne wegen der anderen ernährungsfanatischen Mütter nichts mit Maissirup und Salz mitbringen. Der Mann öffnet die Kekspackung, beisst in einen Keks, füttert die Frau auch damit und sagt: „Du machst dir zu viele Sorgen!“

      • Susi sagt:

        Der Umgang, den die beiden miteinander pflegen, ist ein sehr liebevoller, der Dialog ist weit entfernt von dem im Blog. Auch der Twist am Schluss mit der Fertigpizza fehlt. Nicht einmal die Figuren weisen viel Ähnlichkeit auf.
        Einzig die Idee mit dem Kuchen, der selbstgebacken aussehen soll, wurde übernommen.

    • Welscher sagt:

      Ich bin Vater eines Kindes, welches eine äusserst starke Allergie trägt auf Milchprotein und Eier. Die Allergie ist lebensbedrohlich, bei Einahme hilft da teilweise nur die Adrenalinspritze und nachher Notfall, besonders wenn die Allergie für eine gewisse Zeit unendeckt bleibt, was durchaus vorkommt bei einem fünfjährigen Kind, das mit Spielen beschäftigt ist. Die Satire wird zur Realität bei allen Kindergeburtstagen in der Schule. Entweder können die Eltern jedesmal einen eigenen Kuchen backen oder sie können die anderen Eltern darauf sensiblisieren. Vegane Kuchen sind leichtgemacht!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Nicht einverstanden; Unverträglichkeiten bis Möglichkeit zum anaphylaktischem Schock hat nichts mit dieser Geschichte zu tun! In Ihrem Fall werden Sie vermutlich das Schulpersonal gründlich informiert haben und Notfallmedi abgeben. Wir hatten selber eine Unverträglichkeit und unsrem Kind jeweils, wenn Geburtstage gefeiert worden sind, etwas Eigenes mitgegeben. Was ist denn mit all den Allergien auf Nüsse? Denen nützt der grundsätzlich vegane Kuchen nämlich grad gar nix wenn er Nüsse drin hat… . Da müssen wir schon für uns selber sorgen.

      • mira sagt:

        Unser Kind hat eine vergleichbare Nussallergie. Aus diesem Grunde hat sie immer eine Süssigkeitenbox im Kiga, aus welcher sie essen darf, wenn ein „unsicherer“ Kuchen mitgebracht wird. Diese Süssigkeiten sind eh meist attraktiver als die üblichen Kuchen und bei Gefahr auf einen Anaphylaxie-Schock würde ich nicht auf „irgendwelche“ andere Eltern vertrauen.

      • adlerauge sagt:

        Sie vermischen da zwei Dinge, bei denen wohl die meisten hier unterscheiden können. Vegane Ernährung aus Prinzip oder aus Notwendigkeit (Allergien). Beim zweiten Fall werden Sie hier auf viel mehr Verständnis stossen, beim ersten Fall ist es ja nicht lebensbedrohlich, wenn das Kind veganer Eltern mal ein nichtveganes Stück Kuchen isst…

  • Fritz Weber sagt:

    In meinem Leben gibt es nichts veganes (vetatarisch ist noch o.k.) warumm soll ich das jetzt wegen Anderen mache ? Essen Veganer denn auch Fleisch oder tierische Produkte wegen mir?

    • Meret Bertschinger sagt:

      Nichts Veganes, sind Sie da sicher? Dann gehört schwarze Schokolade, Tomatenspaghetti oder auch nur ganz normales Brot nicht auf Ihren Speiseplan? Der Orangensaft zum Brunch ist dann genau so gestrichen wie die Pommes-Chips zum Apero. Vegane Lebensmittel sind überall, die sind ja nichts an und für sich Schlechtes. Sich aber nur davon ernähren? Da darf man sicher die Frage stellen, ob das Sinn macht.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Der Fritz gehört eben zu „solchen Leuten“.
        Er ist auch keine Äpfel.

      • Franz Vontobel sagt:

        Mhhh, ganz nach dem Motto: Sag mir was du isst und ich sag dir was du bist?

      • Fritz Weber sagt:

        Senen Sie Meret Bertschinger, das ist ja die Schweierigkeit an „Vegaern“ die extreme Ansicht und die fehlende Akzeptanz (die man von den Anderen ja vollumfänglich erwartet) von anderen verlangen was man selber nicht bieter.Abwehrreflexe sin in solchen Sachn nicht hilfreich, übrigens haben Sie noch einige Nahrungsmitte vergessen aufzuzöhlen, welche als „vegan“ zu bezeichnen sind.

    • Ike Connes sagt:

      Herr Weber
      Da haben Sie was ganz falsch verstanden. Der Verzicht auf tierische Produkte beruht bei den meisten Veganern auf Respekt vor dem Leben und der Übernahme von Verantwortung kein Leid zu verursachen. Kein Veganer verlangt von ihnen wegen seiner Person auf Fleisch zu verzichten. Es geht nicht um ihn als Person. Das können egoistisch motivierte Menschen einfach nicht verstehen.

  • Martin Frey sagt:

    Alles ein bisschen gesucht, ein bisschen zu artifiziell und bemüht für meinen Geschmack. Frage mich nach der Intention des Artikels. Im Businessoutfit kochend zu meinen, sich trotzdem wortreich für Arbeit und Kita irgendwie rechtfertigen zu müssen. Der Mann ganz leicht dödelig dargestellt, dabei haben Kinder mit Durchfallerkrankungen in Kitas sowieso nichts verloren.
    Ich denke, kein Kind im Kita-Alter besteht von sich aus auf veganen Kuchen. Falls es wegen den Eltern ist, kann man ja die Wahl lassen und ein paar Rüebli mitgeben. Wetten, dass alle Kinder sich über den Schoggikuchen hermachen?

    • mila sagt:

      Auch hier: Sagt der Begriff Satire etwas? Die Kunst der Überspitzung liegt dabei darin, bei aller Übertreibung (auch) schmerzliche (Eigen-)Wahrheiten zu treffen – das ist Roten hier offenbar vortrefflich gelungen. Ich finde ehrlich gesagt auch nicht, dass der Mann im Text schlechter wegkommt als die Frau; aber dafür müsste man wohl geschlechtsklappenlos lesen. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Geschlechtsklappen..? Ist das so ein neumodisches Wort für den guten alten Hosenschlitz? 😀

      • mila sagt:

        Wenn Sie es so formulieren… 😉 Auch wenn es mir lediglich darum ging, die Scheuklappen zu spezifizieren.

      • Martin Frey sagt:

        Geschlechtsklappenlos versuche ich ja, auch wenns manchmal schwierig ist. 😉 Und ja, der Mann kommt nicht schlechter weg.
        Satire sollte m. E. nicht so bemüht sein, nicht schwerfällig. Die Kunst liegt in der Ueberspitzung des realen, nicht des surrealen. Für mich ist es nicht gelungen. Aber das ist nur auch nur eine persönliche Meinung, mila.

      • mila sagt:

        Hmm, ich frage mich, ob Ihre Frau das Stück (sofern sie voll- oder teilzeiterwerbstätig ist) auch als enormst surreal empfinden würde. Oder nicht doch cum grano salis.

        …aber damit begebe ich mich, zugegeben, zurück zu denselben Scheuklappen, die ich zuvor selbst anmahnte. 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Ich frag sie heute abend, mila. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde das jetzt auch eher nicht so gelungen, gerade weil es eher zu nahe dem ist, was einige wohl schon erlebt haben… Und doch wieder so, dass die meisten das glücklicherweise nicht so kennen.

      • mila sagt:

        …das ist eben die Krux mit der Satire, dem einen ist sie zu lau, dem anderen zu heiss (etc.)… Deswegen ist sie auch eine (hohe) Kunst für sich, die geschmackstreffend nur wirklich wenigen befriedigend gelingt.

      • mila sagt:

        Andererseits: vielleicht muss sie aber auch nicht alle Bedürfnisse eines (heterogenen) Lesepublikums adäquat bedienen. 😉 Man sieht es ja sehr schön am Kommentarverlauf hier, bei wem sie wie funktioniert – oder auch nicht. 😉

  • Lala sagt:

    Ich liebe Ihre Texte! Bitte mehr davon.

  • Rotbacke sagt:

    Schöner Text; mir gefällt der Twist am Schluss. Wer jetzt in den Kommentaren gegen veganen Kuchen wettert hat den Beitrag nicht verstanden 🙂 .

    Btw, kann genauso lecker sein wie nichtveganes Backwerk; ist auch nicht aufwendiger in der Herstellung. Da müsste man aber die ideologischen Scheuklappen, die man Veganerinnen vorhält, kurzfristig ablegen. Das ist nicht so einfach, verstehe ich schon.

    • Susi sagt:

      „Wer jetzt in den Kommentaren gegen veganen Kuchen wettert hat den Beitrag nicht verstanden“

      Wie wahr!

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Wer jetzt in den Kommentaren gegen veganen Kuchen wettert hat den Beitrag nicht verstanden 🙂 ‚

      Das ist doch Standard hier, siehe gestern, das Thema hiess Schwindeln und wurde lediglich am Beispiel Lego erzählt. So wird auch dieses Wochenende der vegane Kuchen mehr Anklang finden als das Thema des Blogs.

    • Lea sagt:

      Es geht doch gar nicht um den veganen Kuchen. Es geht im Text um die Ansprüche, welche sich Eltern stellen und welchen man eben nicht immer nachgehen muss, so dass ein entspanntes Leben noch möglich ist. Wenn ich den Geburtstagskuchen anstatt mit Smarties mit aufwändig selbstgebastelten Marzipan-Figürchen verziere ist das so ein Anspruch, der nicht nötig ist. Der vegane Kuchen geht noch ein Schritt weiter: Ein Anspruch, der von aussen (vegane Eltern) an mich gestellt wird. Diese Erwartungshaltung ist daneben, da a) zuviel Aufwand b) meine Kinder richtigen Kuchen, mit Butter und Eier, mögen.

    • Ike Connes sagt:

      Rotbacke, wo du recht hast, hast du recht. Es scheint wirklich nicht so einfach zu sein. Da kommt mir doch immer wieder das Zitat in den Sinn: denkst du schon oder glaubst du noch? Karnivoren scheint denken Schmerz zu bereiten.

      • Susi sagt:

        @Ike Connes: Genau Leute wie Sie mit Sprüchen wie „Karnivoren scheint denken Schmerz zu bereiten“ lösen bei Nicht-Veganern/Nicht-Vegetariern diese Abwehrhaltung aus, die hier in den Kommentaren vielfach zu spüren ist. Was möchten Sie denn, andere mit Logik von einer umwelt-/tierfreundlichen Ernährung überzeugen oder bei ihnen durch Ihre Provokation eine Gegenreaktion auszulösen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Die tier- und umweltfreundliche Ernährung ist Selbstbetrug. Ohne tierische Nahrung lassen sich 7, demnächst 9 Mrd. Menschen nicht ernähren. Das bisschen Pflanzenbewuchs, Vertkal- und Dachgärten in Städten mit eingerechnet, würde nur für eine kleine Elite reichen. Auch bei völligen Verzicht auf aktive Tierhaltung.
        Gegen Veganismus sprechen die Darmlänge und -flora, der Enzymapparat des Menschen und neben den fettlöslichen Vitaminen das Zusammenspiel von Eisenspiegel und Säure- Base- Haushalt.
        Unser Stoffwechsel ist in Mill. Jahren an Mischkost optimiert, bis ins kleineste Detail.

      • Susi sagt:

        @ML: Zu tun, als wäre es normal oder gar gesund, pro Woche über ein Kilo Billigfleisch zu verzehren, ist noch der grössere Selbstbetrug, nicht?

      • Susi sagt:

        Mein erster Kommentar wartet noch auf Freischaltung.
        ML: Warum sollte tier- und umweltfreundliche Ernährung Selbstb etrug sein? Halten Sie es für richtig, dass sich der Fleischkonsum in den letzten 60 Jahren mehr als verdoppelt hat? 60 Jahre Evolution, also? DIe Menge würde es machen, dass die Tierproduktion gedrosselt und so die Umwelt (und Gesundheit) geschont werden könnte.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi ich weiss nicht, welcher Fleischanteil sich in den letzten 60 Jahren verdoppelt hat. Falls weltweit gemeint ist, ist mir das klar. Seit dieser Zeit übernehmen immer mehr Asiaten in Schwellenländer europäische Lebensgewohnheiten, unterstützt durch die Lebensmittelkonzerne.
        Als ich das erste Mal in China gelebt habe, kannten die keine Milchprodukte. Jetzt kann man in jedem Supermarkt Käse und Joghurts aus europäischer Produktion kaufen. Chinesischen Käse gibt es immer noch nicht, aber schweizer.
        Ich bin ein Gegner von industrieller Nahrungsproduktion, egal ob vegan oder Massentierhaltung.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Nur, wie ich hier immer nicht müde werde zu betonen. Politische Probleme geht man politisch an, nicht mit trotzigen und dummen Individualaktionen.
        Mit EU- subventionierten tiefgefrorenen Geflügelresten sind die zentralafrikanischen Geflügelbauern ruiniert worden und ein CH Konzern dessen Name mit N. beginnt stielt den Völkern das Trinkwasser und überschwemmt ebenfalls die 3.Weltstaaten mit Tüten- und Dosenfutter.
        Das muss man verhindern. Der Westen muss daran gehindert werden, seinen Industriefrass nach ausserhalb zu exportieren. Staat dessen jubeln aber hier die Börsen, wen das passiert.

      • Muttis Liebling sagt:

        3/ Nicht ich muss meine Gewohnheiten ändern, den sogenannten Märkten muss schlicht aber strikt untersagt werden, argentinisches Rindfleisch und Soja zu importieren.
        Da liegt das Problem, vor Vernunft kommen Marktwirtschaft und Demokratie. Russland kann das, da gibt es nun kein Obst aus der EU mehr, der Westen kann so etwas nicht. Da nützen auch ein paar Millionen Veganer nichts.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        mit fast allem einverstanden, aber ehm…
        “ da gibt es nun kein Obst aus der EU mehr,“, tja, und mit was genau hatte dieser Entscheid zu tun?…
        Und es gibt gar niemanden der dem fehlenden Obst nachtrauert?

      • Susi sagt:

        @ML: Ihre Argumentation ist überhaupt nicht konsistent. Lesen Sie Ihren Kommentar oben von 14:05h nochmal, da ist Ihre Stossrichtung eine völlig andere als in den nachfolgenden Mails.

        Ich spreche von der Verdoppelung des Fleischkonsums in der Schweiz, nicht weltweit. Und natürlich hat das etwas mit mir zu tun, denn Angebot, Nachfrage, Konsum gehen Hand in Hand; solange Billigfleisch in grossen Mengen gekauft/konsumiert wird, solange werden auch die Regale damit gefüllt.

        Des Weiteren erklären Sie, warum Veganismus gesundheitlich keinen Sinn macht; ebenso sinnlos ist es aber, Fleisch in solch grossen Mengen zu konsumieren, wie das heute gemacht wird. Unsere Vorfahren haben auch nicht das ganze Jahr über jede Woche ein Mammut erlegt.
        Summa summarum geht es mir um eine massive EINSCHRÄNKUNG des Fleischkonsums; zweimal wöchentlich qualitativ gutes, ökologisch vertretbar hergestelltes Fleisch auf dem Teller reicht vollauf. Und wenn wir seltener Fleisch essen, können wir uns auch leisten, ein Vielfaches dafür zu bezahlen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, das ist ein Beispiel dafür, wie man die die Nahrungsflüsse möglich machende Politik gestaltet. Man konsultiert nicht Experten oder gar das Volk, man regelt autoritär.
        Es gibt nämlich kein einziges politisches Problem, welches ein mit genügend Macht ausgestatteter intelligenter Diktator, wie das bei Platon heisst, nicht über Nacht lösen könnte.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, wir sind nicht weit auseinander, ich setze die Eckpunkte nur anders. Deshalb fasse ich mal zusammen:
        1. Vegan können mangels Masse nur sehr wenige Menschen ab einem bestimmten Wissens- und Produktivitätsstand leben. Es setzt die z.B. Fähigkeit voraus, B12 mikrobiologisch herzustellen und laborchemisch bestimmte vitale Eckwerte (Eisen, Säure-Basen) unter Kontrolle zu halten.
        2. Dagegen können native Völker jenseits des Polarkreises vollständig von Fleisch leben. Müssen das, weil es in ihrer natürlichen Umwelt keine Pflanzen gibt. Ohne Fleisch hätten unsere Vorfahren den Alpenkamm nicht

      • Muttis Liebling sagt:

        2/
        nicht überwinden können, weil damals die Technologien und heut die Mengen nicht da waren und sind, um ein ganzes Volk pflanzlich über den Winter zu bekommen.
        3. Von biologischen Argumenten unberührt ist die notwendige Auseinandersetzung mit allen Formen der industriellen Nahrungsproduktion, auch und gerade, wenn die vordergründig zu Lösung des Problems Hunger verkauft wird.
        D.h., wie müssen politische Mittel finden, um Massentierhaltung und die Herstellung von Nahrung mit mehr als einem Veredlungsschritt zu unterbinden. Letzteres gilt auch für Tierfutter.

      • Muttis Liebling sagt:

        3/
        4. Idealer Weise gelingt es, die Nahrungsmittelversorgung wie die der Gesundheit, des Alterns usw. komplett aus den Wirtschaftskreisläufen herauszunehmen. Dann löst sich schlagartig das wirtschaftlich zu Grunde liegende Phänomen der Überproduktion und -Versorgung.

      • Muttis Liebling sagt:

        4/ Noch mal zurück zur Biologie.

        Wenn jemand in der Lage wäre, den Begriff ‚gesunde Ernährung‘ mit einer wissenschaftlich fundierten Theorie zu hinterlegen, hätte der den Nobelpreis für Medizin verdient. Aber diese Theorie gibt es nicht.
        Derzeit haben wir nur Einzelpositionen, welche sich in der Anwendung gegenseitig behindern.

        Noch einmal das Standardbeispiel: Eisenreiche Nahrung führt zu Übersäuerung. Koppelt man dann basisch gegen, sinkt der Eisenspiegel. Dieses und -zig andere Wechselwirkungen muss man in den Griff bekommen, ohne den tgl. Speisenplan mit einer Software zu berechnen.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Der Import wird bei uns auch massiv eingeschränkt, wenn Erntezeit ist. Die merken das dann unter anderem an den Preisen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Das könnte sogar ich: Mehl, Wasser, Salz, 50 Tropfen Vitamin D und 10 gemörserte Vitamin B Komplex Tabletten. Das alles kneten und um eine staatliche Möhre backen, fertig.

    Darüber kann man dann gern den Präsi ziehen, würde ich aber vor Kindern nicht machen.

    • Martin Frey sagt:

      Haha, der war gelungen, ML! 😀

    • marie sagt:

      ich werde das versuchen zu backen – gehen da aber die vitamine nicht kaputt beim backen? könnte man das sonst dörren als alternative? da veganer ohnehin mit substitution nachhlefen müssen, wäre es sinnvoll die vitamine nicht zu zerstören.
      nebst beitrag von frau r ist das der post des tages 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Das Problem besteht eher darin, fettlösliche Vitamine rein pflanzlicher Genese zu beschaffen. Meines Wissens geht das im Regelfall nicht, es sei denn, man betrachtet genmanipulierte Einzeller als nicht tierisch. Das ist wohl Selbsttäuschung.
        Man kann eine Tagesration B12 aus 2 kg Wirsingkohl extrahieren. Damit käme eine Tablette hierzulande bei 10-15 Fr.!

  • marie sagt:

    klasse: „Diese Kinder essen ihre Popel. Und Regenwürmer.“

  • diva sagt:

    wieder einmal stellt sich die frage: was ist wichtiger? der chef? die präsi? oder das kind? also dieses kind lernt früh, dass alles andere im leben seiner eltern wichtiger als es. und dann wundern sich alle, wenn immer mehr kinder an depressionen leiden…

    • Susi sagt:

      Hab schon auf den ersten Kommentar mit Inhalt arbeitende Mutter = Rabenmutter, Krippen & Co. = Achse des Bösen gewartet.
      Und voilà, 7:33! Auf die gute alte diva ist halt einfach Verlass. (Sie gewinnen einen Toaster!)

    • Independent sagt:

      Sie machen Ihrem Name aber alle Ehre… Und mit Verlaub: Sie haben auch noch den Nerv den Kindern zukünftige Depressionen anzudichten.

      Wollen Sie sich nun tatsächlich auf diese sehr dünnen Äste hinauswagen? Was macht denn Ihr Kind wenn zukünftig etwas verboten bekommt? Oder mal nicht im Zentrum steht?

    • mira sagt:

      Ja, dieser Gedanke kam mir auch. Und dabei geht es mir weniger um die Betreuungszeiten, als um die Art, wie das Kind nach einer oberflächlichen Begrüssung geflissentlich übergangen wird. Alles ist wichtiger als das Kind (der Kuchen, die Kita-Betreuung, die Präsi, der Ehekonflikt). Schlussendlich alles Scheindebatten. Das macht den Text wahrscheinlich auch so lustig zum lesen.

    • Sportpapi sagt:

      Für einmal hat diva durchaus recht – auch wenn der Link zu Depressionen ein sehr weiter ist. Und man könnte ja durchaus auch anerkennen, dass SIE dieses Mal nicht von Müttern geschrieben haben. Das waren dann susi und 13, die halt auch etwas geprägt sind…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Natürlich, warum auch nicht. Sie sind ja für Ihre Objektivität bekannt, nicht wahr;-). Ich fand das Posting von mira sehr interessant und kann es 1:1 nachvollziehen. Es ist bedenklich, wenn man selbst nach einem Tag, den man getrennt verbracht hat, dann noch anderen Sachen den Vortritt gibt. Aber wenn ich lese, dass das Kind Depressionen bekomme, weil die Eltern lieber ein Präsentation machen als einen perfekten Kuchen zu backen, dann war es das mit einer sinnvollen Diskussion…

      • Susi sagt:

        Eigentlich dachte ich, dass Rotens Text unübersehbar satirisch daherkommt. Da noch zu schreiben: „Oh, nein, das arme Kind kommt ja ganz zu kurz bei diesen überbeschäftigten Eltern!!“ ist etwas so, wie wenn man einen gerade erzählten Witz gleich nochmal erklärt. Schlimmschlimmschlimm, echt.

      • Susi sagt:

        Und ich schliesse mich 13 und Mira an: Genau dieses Paradoxe macht den Text doch lustig!

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, kommen sie, meine Damen…SP und Satire… oder Ironie… oder höherem Blödsinn… oder einfach Unernstigkeit…
        Wissen wir doch schon länger, dass das nicht zusammen geht. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Man könnte ja auch einmal sagen ok, für einmal habe ich diva unrecht getan, habe nicht genau gelesen. Und das hat gerade gar nichts damit zu tun, wie der Text von Roten zu lesen ist.
        Den Seitenhieb auf meine Objektivität könnte man sich zudem auch aufsparen auf einen passenden Moment (der sicher kommt). Hier ging es mir darum zu sehen, weshalb ihr automatisch Mütter lest, wo doch klar (und überraschend) von Eltern die Rede ist.
        @Vontobel: Sie haben recht, Blödsinn, ob nun „höheren“ oder nicht, überlasse ich gerne anderen.

      • mila sagt:

        Na na, Franz, jetzt aber mal nicht so bärbeissig, SP hatte durchaus auch schon seine lustigen Minuten hier. Wenngleich vielleicht etwas weniger als andere, die es mit dem Ernst nicht immer so streng nehmen. Und auch nicht mit der Objektivität. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Blödsinn, ob nun “höheren” oder nicht, überlasse ich gerne anderen.

        Ich weiss, SP, auf jeden Fall den bewussten… 😉

      • mila sagt:

        @SP: Stimmt, diva hat für einmal nicht nur die (arbeitenden) Mütter pauschal mit dem verbalen Teigholz traktiert, sondern gleich unisono alle Eltern, die sich in einem teils schwierig zu ergänzenden Berufs- und Familienalltag so gut wie möglich durchzuhangeln versuchen – im Interesse ihrer Kinder. Zumal sie die servierte Textsatire für bare Münze genommen hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Welche Konsequenz ziehen Sie denn aus dem Fakt, dass der Te xt unübersehrbar satirisch geschrieben ist? Dass er nicht diskutiert werden soll? Nur in eine Richtung? Dass man einfach lächeln soll, weil es doch nur lustig gemeint ist? Haben Sie noch nie einen Witz nicht lustig gefunden oder sich gar empört? (was nicht heisst, dass dies heute nötig wäre – dafür ist die Geschichte meiner Meinung nach zu harmlos, um nicht zu sagen zu plump).

      • mila sagt:

        …stempelt das ihren Kommentar nun allenfalls zur (unfreiwilligen) Groteske? Irgendwie schon, finde (zumindest) ich.

      • Sportpapi sagt:

        „Zumal sie die servierte Textsatire für bare Münze genommen hat.“ Hat sie das? Oder doch einfach nur die Botschaft aufgenommen, die sie aus diesem Text herausgelesen hat? Nämlich: „Was haben diese Betreuer nur für komische Ideen, mit denen sie uns abeitstätige Eltern belästigen?“ Aber klar, man könnte auch die gleichzeitige (lewise?) Kritik an den Eltern in erster Linie wahrnehmen, die im Anzug in der Küche stehen usw….

      • mila sagt:

        ihren = divas, übrigens. Nochmal: man muss rein gar nichts, und darf alles – lächeln, nicht-lächeln, kommentieren, nicht-kommentieren. Aber auch Kommentare müssen es sich gefallen lassen, belächelt zu werden, wenn sie sich (einmal mehr) ins Absurd-Vorwurfshafte drehen. Über den (Bier-)ernstigen heiligen Zorn solcher Zeloten lache ich hier drinnen persönlich durchaus gerne mal, im Alltag schaue ich, dass mich solche Menschen nicht umgeben – zumindest nicht in meinem privaten Umfeld.

      • mila sagt:

        @SP: Leise – echt jetzt?

        Woran es diva tatsächlich mangelt ist, so einen Text in einen Kontext stellen zu können. Klar können wir die Zeilen einzeln zerpflücken und uns daraus diverse Rabeneltern-Vorwürfe zurechtdrechseln – aber ist damit einer halbwegs konstruktiven Diskussion oder irgendjemandem gedient, ausser der Person, die sich nachher in ihrer (wiederholt) zur Schau getragenen Selbstgerechtigkeit suhlen kann? Eher nicht, oder. Daher meide ich solche Zeitgenossen im Privaten auch wie die Pest.

      • Susi sagt:

        @SP: Ich bin tatsächlich der Meinung, dass sich die Textform des heutigen Blogs nicht für eine wahnsinnig breite Diskussion im Stil der Mamablog-Kommentare anbietet. Wahrscheinlich gibt es einen guten Grund, warum am Ende des Blogs nicht die üblichen, an die Community gerichteten Fragen stehen…

        Da wir uns jedoch im Mamablog befinden, wo man gerne diskutiert: Natürlich kann man die satirisch verarbeiteten Themen herausgreifen und sich dazu äussern. Über Sinn und Unsinn von veganen Kuchen für Krippengeburtstage und/oder über berufstätige Eltern, Paarkonflikte, Fertigpizza, das backende Geschlecht, Notlügen. Über Tofu generell. Über Geburtstagsgeschenke. Über Rotens Qualität als Journalistin. Quinoa-Rezepte austauschen. Oder auch frei assoziieren, (das mache ich bekannterweise sehr gerne).

        ABER: Man sollte sich einfach darüber klar sein, dass es sich im Blogtext nicht um reale Personen handelt. „Also, dieses Kind lernt früh…“ zu schreiben, zeigt ganz klar, dass man diese Unterscheidung nicht auf die Reihe gekriegt hat.

        @Mila: Danke für die treffenden Kommentare. Schliesse mich natürlich an.

      • Franz Vontobel sagt:

        Schö gesagt, mila.

  • Dani sagt:

    Ich lach mir so etwas von ab. Echt jetzt? Also ihr zahlt für einen Service, ihr seid Kunden. Und ihr bückt euch so derbe und lasst euch alle von denen so……… allerhand. Im Kindergarten bei mir war es immer so: Jede Mutter hat ihrem Kind das mitgegeben, was IHR Kind mochte. Die anderen konnten sich daran bedienen, oder es einfach lassen. Problem gelöst. Die Veganer sollen Essen was sie wollen, aber deswegen strafe ich nicht mein Kind mit dem Mist. Sollen die anderen Kinden den leckeren Kuchen essen oder nicht: I dont care! Auch nicht wenn sie dadurch den Scheisser bekommen.

  • Susi sagt:

    Meine Laune hob sich grad sprungartig an, als ich sah: Michèle Roten im Mamablog!!!! Wie cool ist das denn!
    Danke für den Lacher, ich hoffe, davon gibt’s in Zukunft noch mehr!

    • Ulrich Gassner sagt:

      Sollte man die Dame kennen?

      • Susi sagt:

        Roten hat jahrelang die beste Kolumne im TA-Magazin geschrieben, war immer das erste, was ich darin las. Vermisse sie heute noch!

      • Kirk sagt:

        Sollte man die Dame kennen?

        Absolut! Sie war jahrelang der Grund für ein Abo beim Tagi.

    • Franz Vontobel sagt:

      Überschätzt… massivst…

      • mila sagt:

        Finde ich – zum Teil – (leider) auch. Ihre Kolumnen haben über die Zeit in meinen Augen massiv abgegeben, aber das ist nur eine persönliche Meinung. Den Text hier finde ich wiederum sehr gewitzt.

    • Héloise sagt:

      @Susi: Michèle Roten im Mamablog – das ist wie Ostern. Kämen zum Beispiel noch Güzin Kar (Nichtmama? Egal!) und Michèle „Binsi“ Binswanger dazu, dann wäre das wie Ostern und Weihnachten zusammen. Womit ich nichts gegen die Stammautorinnen gesagt haben möchte. Aber so als freitägliche Würze?

      • adam gretener sagt:

        Bei Binswanger musste ich husten. Die ist doch ein Mamablog-Urgestein. Als Zürcher sollte man aber Michelle Roten und vorallem auch Doris Knecht kennen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Héloise

        Sie sind ja lustig, Sie möchten nichts gegen die Stammbl0ggerinnen gesagt haben-
        doch drittgenannte gehört zur ersten Generation hier drin???

      • Susi sagt:

        @Héloise: Ou ja, tolle Vorstellung.

        Für mich wäre Max Küng das Non plus ultra, er ist mein absoluter Liebling!

    • Héloise sagt:

      @Adam und Brunhild: Natürlich weiss ich, dass M.B. zum Mamablog-Urgestein gehört – ihre Artikel waren die Initialzündung, MB-Fan zu werden. Mit den Stammbloggerinnen meinte ich die drei Damen, die jetzt am Ball sind.
      An Doris Knecht (ehemalige Tagi-Kolumnistin und Wahl-Zürcherin aus Wien) hab ich übrigens auch gedacht. In ihre fast täglich erscheinende Kolumne „Jetzt erst Knecht“ auf Kurier.at schaue ich immer mal wieder rein. Die Kommentare der Wiener Grantler haben es auch in sich. Im MB würde die Romanautorin („Gruber geht“, toll!) und Zwillings-Mama wohl nicht ganz so arg zerzaust.

      • Brunhild Steiner sagt:

        „…wohl nicht ganz so arg zerzaust.“

        also ich würd mir da nicht zu grosse Hoffnungen machen…

  • Thomas sagt:

    Wer für seine Kinder solche Ess-Theater vollführt ( und über jede Sekunde in der Krippe informiert sein muss), für den ist der Vega-Kuchen die gerechte Strafe.

  • Lea sagt:

    Nie im Leben würde es mir in den Sinn kommen, mich nach den vegan ernährten Kinderm in der Kita zu richten, wenn ich ein Geburtstagsznüni mitbringe. Wenn sich eine Kita bereit erklärt diese Ernährungsweise in ihrem Konzept zu integrieren dann muss sie (oder die Eltern der veganen Kinder) auch für solche Situationen gerüstet sein und veg. Varianten auf Vorrat haben. Ich respektiere Veganismus bei Erwachsenen, und ruhig sollen auch deren Kinder so ernährt werden- kein Problem. Aber meine Kinder bekommen einen Geburtstagskuchen wie er ihnen schmeckt.

    • Thomas sagt:

      Genau, mit viel Schoggi. 🙂

      • heiri müller sagt:

        schwarze schokolade ist doch vegan, oder ? 😉

      • Meret Bertschinger sagt:

        Wobei Schoggi, vorallem schwarze, durchaus ziemlich vegan ist. Ausser den mitgemahlenen Blattläusen und anderen Insekten vielleicht. Nur kann man dann nichts mehr als vegan bezeichnen. In einen Kuchen jedoch gehört Butter. Und nicht so perverses Zeugs wie grad Unilever bei den Bäckereien auf Werbetour geht. Die haben doch tatsächlich eine Margarine entwickelt mit Buttergeschmack. Das sei erstens billiger als Butter und zweitens vegan. Ein Bäcker, welcher solchen Grümpel in seine Produkte einbäckt ist einen Besuch auf jeden Fall nicht wert.

      • mila sagt:

        Kommt hinzu, dass Produkte wie vegetabile oder vegane Margarine einem Grundprinzip jeder gesunden Ernährung widersprechen: möglichst naturbelassene Zutaten zu verwenden. 😉

      • mira sagt:

        Ich habe mehrere vegan ernährte Kinder in meinem Umfeld, bei keinem davon ist es ein Problem, wenn sie im Kiga einen Eier-Kuchen oder ähnliches essen. Den Kindern ist es meistens egal, solange viel Zucker drin ist 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Naja, ob es bei einem Kuchen wirklich um „gesund“ geht?

      • mira sagt:

        Wir verwenden für Kuchen statt Margarine oftmals pflanzliches Öl. Weniger aus gesundheitlichen, sondern aus Allergiker-Gründen. Funktioniert super und braucht erst noch keine Butter.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, mit einem Rezept mit Sonnenblumenöl haben wir auch den letzten Geburtstagskuchen ruiniert…

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Schade, dann war das Rezept nicht gut. Ich habe schon so oft damit gebacken und hatte nie Probleme.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: oder das verwendete Öl. Oder es war einfach zu viel. Mal schauen, ob wir es noch einmal probieren.

      • Susi sagt:

        Sonnenblumenöl ist sehr praktisch in der Verwendung. Hier mein extrem erfolgreiches Kuchenrezept, besonders praktisch, wenn man mit Kindern bäckt, weil man keine Küchenwaage braucht, sondern die Joghurtbecher zum abmessen nimmt:

        2 Becher Nature-Joghurt
        2 Eier
        2 Becher Zucker (oder etwas weniger)
        2 Päckli Vanille-Zucker
        1 knapper Becher Öl
        1 EL Salz
        4 Becher Mehl
        1 Päckli Backpulver

        Alles gut vermischen, bei 180 Grad in der Mitte des Ofens ca. 45-50 Minuten backen. Kuchen mit Küchenmesser oder Stricknadel anstechen, falls kein Teig mehr kleben bleibt, ist er durchgebacken. Sonst jeweils nach 5 Minuten den Test wiederholen.
        Ich verwende
        • Sonnenblumenöl, weil es geschmacksneutral ist
        • Urdinkelmehl „classic“, weil es besonders schmackhaft ist
        • manchmal Vanille-Joghurt (und dann etwas weniger Zucker)

        In den fertigen Teig lässt sich allerlei mischen, auch kombiniert:
        • Kakaopulver, ev. auch nur in die Hälfte des Teigs – helle Teighälfte kommt oben, dann sieht man besser, wenn der Kuchen zu dunkel wird
        • Weisse und/oder dunkle Schokolade, je 1 Tafel, grob hacken
        • Gefrorene Beeren, z.B. Himbeeren
        • frische Früchte (Äpfel, Birnen, Ananas)
        • getrocknete Früchte
        • …
        • …

  • tzpi sagt:

    Selten so gelacht am morgen im zug zur arbeit. Danke!

  • riepichiep sagt:

    Wieso lügen? Wieso kann man nicht einfach ehrlich sein und
    – sagen, der Kuchen ist nicht vegan, war so spontan nicht drin
    – zusätzlich zum Kuchen vegane Plätzchen Kaufenund die mitnehmen (und sagen, der Kuchen ist nicht vegan)
    – einen veganen Kuchen beim Bäcker kaufen
    – …

    Der Lösungen sind viele – aber hier wird vorgeschlagen zu lügen – schade!!

    • mila sagt:

      Der Text ist eine Alltagssatire, dass haben Sie schon bemerkt?

      • riepichiep sagt:

        Satire überspitzt die Realität, das ist sicher auch bekannt.
        Also hat der Artikel schon etwas mit der Realität zu tun und es darf die Frage erlaubt sein, warum die Lösung „lügen“ ist …

        Es gibt andere Lösungen – mehr wollte ich nicht erfragen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        vielleicht in Bezug auf veganen Kuchen erfundene Geschichte, aber wurde auch schon mit Vorgaben konfrontiert was die Beisteuerung zu einem schulischen Buffet betraf, das gibts in real.

      • mila sagt:

        @riepichiep: Weshalb überspitzt denn die Satire die Realität? Nicht zuletzt, um sie zu kritisieren. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie will uns also gar nicht sagen, und erwartet keinerlei Reaktion?

      • mila sagt:

        @SP: Im Gegenteil, sie sagt vieles. Aber die Reaktionen kann sie sich nicht gemäss Intention formen. 😛

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Es ist doch klar, dass nicht nur die „Mit-Kritiker“ begeistert applaudieren, sondern auch die Gegenseite die Kritik als unangemessen bezeichnet und ihre eigene Sichtweise einbringt. Bis hin, dass der Kritiker kritisiert wird. Satire heisst ja nicht, dass die Stossrichtung jeder Diskussion entzogen ist.

      • mila sagt:

        Diskutieren darf man in jede Richtung. Aber das ändert nichts daran, dass so manche Kommentare (selbst-)entlarvender ausfallen, als eine Satire es je treffend(er) fassen könnte. Und damit meine ich jetzt nicht riepichiep, der den Ausgangstext für meinen Geschmack einfach etwas zu wörtlich genommen hat, sondern andere. Etwas weiter unten zum Beispiel.

        (Mir persönlich fehlt ein wenig selbstreferenzielles Augenzwinkern im Text – andere auf die Schippe nehmen ist immer einfach -, aber auch das ist Satire-Geschmacksache.)

    • Brunhild Steiner sagt:

      …nein, veganes Kuchenbacken liegt auch a-spontan nicht drin,
      von den Vegetariern, Veganern und sonstigen Überzeugten was den Ausschluss bestimmter Lebensmittel betrifft,
      wird den Nicht-Überzeugten nämlich auch keine Alternativvariante geliefert!
      Einzig dass man klar kommunizieren sollte: mit uns nicht, da bin ich einverstanden.

    • Susi sagt:

      „aber hier wird vorgeschlagen zu lügen“

      Ja, der Mamablog bewegt sich seit gestern in Grauzonen. Aufruf zur Kleinkriminalität. Was ist eigentlich mit Ihnen los, Andrea Fischer und Michèle Roten?

      • Muttis Liebling sagt:

        Nee, schwindeln ist wie schminken, sich schön anziehen, usw. Die Wahrheit ist wie Nacktheit, steht nur wenigen und das auch nur ganz selten.
        Was soll ich denn antworten, wenn mich jemand fragt, wie es mir geht?

    • Andy sagt:

      Ich würde einen leckeren Kuchen mit viel Rahm, Butter und Eier backen, so wie er MEINEM Kind schmeckt. Was die Kinder der veganen Eiferer mit Ihrem Anteil machen ist mir dann egal. Meinetwegen Tortenschlacht…

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