Zwölf Jahre sind genug

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Hauptsache, sie langweilen sich nicht: Kleine Piraten an einem Kindergeburtstag. Foto: krls krug/Flickr

Am nächsten Samstag werde ich meinen 24. (in Worten: vierundzwanzigsten) Kindergeburtstag ausrichten. Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick.

Das Highlight war wohl jener Kindergeburtstag, bei dem ich irgendwann neben meinem schlafenden Kleinen erwacht bin, während rundum der Bär steppte. Gnädigerweise war das in der Ära, als die Eltern ihre Kleinen noch an die Kindergeburtstage begleitet haben. Passiert ist also nichts. Vermutlich wäre ich sonst auch nicht eingeschlafen, dafür ist man und frau viel zu angespannt, wenn plötzlich die Verantwortung für Leib und Seele von lauter fremden Menschlein auf einem lastet.

Damals und in den Jahren danach habe ich viel über den Graben zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit nachgedacht. Kindergeburtstage eignen sich dafür aussergewöhnlich gut. In der Vorstellung ist die Wohnung liebevoll dekoriert, der Kuchen steht auf einem Tisch voller Smarties, die Kerzlein brennen schimmernd (und nicht heiss), und zwischen Papierschlangen und pädagogisch wertvollen Geschenken warten ein paar süsse Kinderlein brav darauf, dass sie singen und sauber Kuchen essen dürfen. Danach spielen sie friedlich und bescheiden, bis ihre Mama und der Abend kommen. Und wenn sie nicht gestorben sind, so spielen sie noch heute.

Wie Kindergeburtstage in Wirklichkeit aussehen, muss ich Ihnen hier wohl kaum erzählen. Zwar sind die Kinder meist tatsächlich süss, und für einen kurzen Augenblick sieht sogar die Wohnung aus wie im Traum. Bis, wie auf Kommando, ein Tornado darüber hinwegfegt, und mitten im Auge des Sturms steht das eine Kind, das sich langweilt. Es gehört zu jedem Kindergeburtstag wie Schokolade und ein staubfeiner Film aus Chipskrümeln, der sich auf jede Fläche legt. Vielleicht waren wir sogar selbst mal dieses Kind.

Mit dem Chaos, den verklebten Wänden und sogar mit den immer ausgeklügelteren Schatzsuchen konnte ich leben. So was geht vorüber. Am schlimmsten war die Befürchtung, das eigene Kind könnte enttäuscht sein vom Geburtstag, den man ihm da bot. Natürlich habe ich mir jedes Mal vorgebetet, wie wichtig es für Kinder sei, auch allfällige Enttäuschungen wegzustecken. Frustrationstoleranz, Sie wissen schon. Aber es muss ein Gen geben, das macht, dass wir unseren Kindern an ihrem Geburtstag den Himmel auf Erden bereiten wollen, menschlich wie materiell. Dagegen kommt auch meine Vernunft nur flachatmig an.

Aber mit all dem ist ja nun bald Schluss. Am Samstag steigt der letzte Kindergeburtstag unter meiner Festivalleitung. Dann habe ich genügend fremde Windeln gewechselt, Mütter mit Prosecco abgefüllt, Minipizzas serviert, Pflaster geklebt, Regeln vorgebetet oder notfalls gebrüllt und Erwartungen erfüllt. Dann will ich nicht mehr zu allen Schutzengeln beten, dass mir kein kleiner Gast auf dem Weg zur Bowlingbahn auf die Strasse rennt oder im Tobel von einem Baum plumpst.

Zwölf Kindergeburtstage pro Kind sind genug. Dann ist mein Soll erfüllt. Künftig feiern wir nur noch in der Familie, und wenn meine Dreizehn-, Vierzehn-, Fünfzehnjährigen etc. doch etwas mit Freunden unternehmen wollen: fein. Bald dürfen sie dafür auch die Wohnung haben, und wir verziehen uns. Natürlich nur, wenn sie den Flurschaden danach selbst bereinigen.

Nun freue ich mich aber erst mal auf das hoffentlich fulminante Abschlussfeuerwerk vom Samstag. Erwartung, ick hör dir trapsen. Ob ich nostalgisch bin? Ich werds versuchen.

56 Kommentare zu «Zwölf Jahre sind genug»

  • Lia sagt:

    seti dem 6. Geburtstag gibt’s Kino-Kindergeburtstage, oder Zoo-Parties, alles betreut. Die Kinder finden es super, für uns ist es entspannend und die Wohnung wird nicht in Mitleidenschaft gezogen. Und wenn man bedenkt, was man für einen Geburtstag zu Hause so alles ausgibt, muss man dafür nicht viel mehr einkalkulieren.

  • Stella3 sagt:

    Also ich habe 3 Jungs und verschiedene Dinge ausprobiert. Trampolino, Zoo, Mc Donalds etc. alles langweilig. Die besten Geburtstage waren auf dem Fussballplatz. Letzter Geburtstag: Getränke, Kuchen, Trillerpfeife und ein Säckli mit Süssigkeiten für sas Besucherkind. Anzahl Kinder: 16 Jungs. Probleme: keine. Die Kinder haben 3,5 Stunden lang Fussball gespielt. Immer 30 Minuten spielen, 15 Minuten Pause mit Trinken und essen. Einmal Geschenke verteilt.Kommentare der Jungs: bester Geburi ever!
    Dies wurde von meinem 9 Jährigen gewünsch und organisiert:) Einkauf: Mutter Rest: Junge! So solls sein!

  • Fünfermami sagt:

    Mit fünf Kinder sind Kindergeburtstage erstmal eine kostspielige Sache. Mit Würsten und einem Kuchen in den Wald war immer der Hit. Auch wenn frau staunt, wie wenig sich heute die Kinder in einem Wald selbständig zu beschäftigen wissen. Aber ein paar Seile und Geschichten – und vom Kindergeburtstag schwärmen sie noch lange. Don’t: Fussballspiel!! Mein Sohn lag mir wochenlang in den Ohren, er wolle mit seinen Kollegen ein Fussballspiel machen. Gesagt getan: die Jungs in zwei Mannschaften geteilt und selber die Schiedsrichterpfeife hervorgeholt. Es war der Horror: ALLES WAR TOTAL UNFAIR!

  • Rahel sagt:

    Mit dem Geburtstagsfest von den Kids ist es irgendwie doch dasselbe wie der Stress an Weihnachten, dieser Stress ist immer freiwillig. Ich hab Schon eine Menge Partys hinter mir, und es war jedes mal cool:-) Egal ob zu Hause oder im Zoo….

  • Elisabeth sagt:

    1. Unterschreibe ich alle Vorschläge von The American (siehe oben). 2. viele eingeladene Kinder sind derart Alpamare, Trampolin, Klettergarten und was weiss ich geeicht, dass sie Sackgumpis, Bälle in verschiedene Behälter werfen, Apfel essen, der in einem Wasserbecken schwimmt, Eselschwanz an den Esel pinnen und dergleichen altmodische Dinge grossartig finden. 3. Zur Beruhigung: Geschichte erzählen oder reihum weiterspinnen. 4. Wenn eins schmollt: schmollen lassen. 5. Und nie einen Kindergeburtstag für unter Vierjährige auf sich nehmen!

    • Grohe sagt:

      Die Erfahrungen habe ich auch gemacht. Kindergeburtstage für 2jährige sind eigentlich ein Schaulaufen der Mütter. Meines Erachtens ist Geburtstage feiern erst ab 4/5 Jahren wirklich sinnvoll.

  • Grohe sagt:

    So wie man selbst zum Geburtstag bedacht werden möchte, sovie Phantasie und Aufmerksamkeit sollte man den Kindern auch zubiligen. Ich habe nichts Langweiligeres erlebt als McDonalds-Abfütterungen mit dem dämlichen Clown. Viel Geld für nüt. Die Zahl der „besten“ Freunde begrenzt halten und vorher mit dem Geburtstagskind die ganze Sache besprechen und organisieren. Das macht dem Kind nämlich auch Spass.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Ich staune erneut, dass überall die Welt zugrunde geht, ausser bei mir nicht.
    Erneut Genörgel, es-ist-schlimm, ich -hab-die-Nase-voll, Geschreibsel.
    Nie was postives? Konstruktives? Mitteilen von Freude?

    • Hattori Hanzo sagt:

      Kindergeburtstage sind auch nicht meine Liebligungsbeschäftigung, aber so schlimm ist es auch wieder nicht, wenn ein paar Kinder zu Hause sind. Ob das erträglich wird oder nicht liegt doch allein an den Eltern. Anzahl der Kinder auf das Mass begrenzen, das man selbst für sinnvoll hält. Umfang des Festes bestimme ich nach meiner eigenen Organisierlaune.

      Das Hauptproblem sind in dem Text auch nicht die Erwartungen des Kindes, sondern die naiven Erwartungen der Veranstalterin: „dass wir unseren Kindern an ihrem Geburtstag den Himmel auf Erden bereiten wollen, menschlich wie materiell“ –

      • Hattori Hanzo sagt:

        das ist die Wurzel des Übels – den perfekten Tag kann man nicht organisieren. Wer es versucht, muss zwangsläufig enttäuscht sein. Und das Kind spürt natürlich diese Übererwartung. Geht gar nicht.
        Weniger ist mehr. Kinder können sich freuen bis zum Umfallen, wenn auch wenig organisiert ist. Wichtig ist eine lockere Stimmung – und wenn man mit Herz und Seele bei ihnen ist.

      • Petter sagt:

        @Hanzo: Ist mir auch schon aufgefallen. Der Blog würde wohl besser Mama-Papa-Schreib-dir-den-Frust-von-der-Seele-Genörgel-ich-hab-zu-viel-zu-tun-und-alle-anderen-Eltern-Lehrer-Betreuer-Pädagogen-Fremde-Rentner-sind-schlecht-Blog heissen…

    • Widerspenstige sagt:

      Hattori, gefällt mir jetzt sehr: ‚Weniger ist mehr. Kinder können sich freuen bis zum Umfallen, wenn auch wenig organisiert ist. Wichtig ist eine lockere Stimmung – und wenn man mit Herz und Seele bei ihnen ist‘ Genau so. Ich hatte zwar wenig Zeit zum Vorbereiten, aber so um die 10-12 Gspänli waren in der Primarschule der Normalfall. Da wir Freikarten hatten für einen kleinen Zirkus, gingen wir regelmässig mit der Bande in den Zirkus. 😀

      Wegen dem ‚Jammern‘ noch kurz: das nennt sich Psychohygiene und ist vorallem unter Frauen sehr beliebt. Nur artet es öfters aus….ächz…

    • Flo sagt:

      Erneut Genörgel, es-ist-schlimm, ich -hab-die-Nase-voll, Geschreibsel.
      Nie was postives? Konstruktives? Mitteilen von Freude?
      pfuuuuuhhhhh! mir sowas von aus dem Herzen geschrieben – Mam-Pap-Jammer-Blog!

  • Chloé sagt:

    Die Kindergeburtstage unserer Kinder handhaben wir relativ praktisch und simpel. Wir mieten die Waldhütte, die fast jede Gemeinede hat, für relativ wenig Geld (50-80 CHF je nach Gemeinde) und laden die Freunde der Kinder (max. 5) zum Schlangenbrot oder Wurst bräteln ein. Machen Spiele im freien und lassen die Kinder dann wieder abholen. Für unser Winterkind organisieren wir eine Fonduestelle die an vielen Orten gemietet werden kann. Ist so meist relativ entspannt. Für Geschenke machen wir eine Wunschliste bei der Papeterie die kosten nie über 30 CHF und entsprechen den Wünschen unsere Kinder.

  • stylewatch sagt:

    nie auf die Idee gekommen, dass da irgendeiner Alkohol trinken könnte, und erst noch durch Durchsuchen der Schränke irgendwo etwas Alkoholisches finden könnte. Mein Sohn und die anderen Gspänli waren mit 13 eher noch kleine Jungs und haben irgendwie auch nicht begriffen, was da abgegangen ist. Also für mich war es ein Schock, hätte nie damit gerechnet, dass so was passieren kann und musste mich dann durch die Mutter des betrunkenen Jungen auch noch beschimpfen lassen, etc. etc. Es stellte sich dann aber später heraus, der ihr Sohn das gleiche auch schon bei anderen Einladungen gemacht hatte.

  • stylewatch sagt:

    Also bei Teenager-Geburtstagen nicht mehr dabei zu sein, hat so seine Tücken. Mein Sohn hatte an seinem 13. Geburtstag viele Gspänli eingeladen, ich war bis 22 Uhr weg, damit er nicht allzu „uncool“ rüberkam. Als ich zurückkam war es einem seiner Gspänli total schlecht, er musste sich überall übergeben, und es ging eine Zeit, bis ich gemerkt hatte, dass das Gspänli stockbetrunken war. Er hatte aus einem verschlossenen Schrank eine Flasche Rum oder so genommen und sich diesen einverleibt. Seine Mutter, die ich bat, ihn abzuholen, hat mich dann verantwortlich gemacht für alles.
    Dabei wäre ich

  • Orsa sagt:

    Wer seine Wohnung für den Kindergeburtstag schonen will: In den ELCH-Zentren in Zürich gibt’s tolle Räume günstig zu mieten. Mit ganzer Infrastruktur, Spiel und Bewegungselementen.

    • Thomas sagt:

      Das geht auch im Wald. Es braucht nicht mehr als eine Feuerstelle, den Rest machen die Kids selber. So haben wir schon viele Kindergeburtstage zur Zufriedenheit aller Beteiligten gefeiert. Den letzten übrigens Anfang Januar – auch das geht.

  • Nala sagt:

    Mit 13 fangen die Parties doch erst richtig an. Und so eine Teenager-Geburtstagsparty muss auch gut organisiert sein. Als Mutter muss man dann einfach nicht mehr dabei sein, wenn die Party läuft – da ist man dann im Weg. „Mensch Mama, verschwind endlich“ 😉
    Ich hab die Geburtstage möglichst einfach gestaltet. Viel Animation wollten die Gäste eh nicht. Montagsmaler, Menschenknäuel, Tischbombe. Einmal hab ich mit den Kids kleine Teigtiere gebacken, die sie dann heimnehmen durften. Das kam auch gut an. Und natürlich eben wenn sie älter sind – Disco im Wohnzimmer inkl. farbiger Discokugel…

    • 13 sagt:

      „Und so eine Teenager-Geburtstagsparty muss auch gut organisiert sein.“

      Ja, aber muss das dann noch die Mutter machen? Mit 13 half mir meine Mutter jeweils bei den Einkäufen für die Party und war so nett, um die Wohnung zu überlassen, der Rest war meine Sache.

    • mila sagt:

      Eigentlich fanden wir es auch noch mit 18 ganz schön, unsere Eltern bei unseren Geburtstagsparties dabei zu haben. Zugegeben: Mama und Papa waren cool, auch in den Augen unserer Freunde. Und es gab ansonsten noch viele gute Gelegenheiten, (heimliche) elternfreie Parties zu feiern: Silvester, sturmfreie Bude, Sommernachtsfeste am Fluss etc.

    • Susi sagt:

      Ich erinnere mich an das erste Fest, das ich, zusammen mit meiner besten Freundin selber organisierte. Wir waren in der Primarschule, wahrscheinlich in der 6. Klasse, und wirklich wochenlang mit Planung und Vorbereitung beschäftigt. Stundenlang stellten wir unsere Lieblingslieder zusammen und nahmen sie von LPs auf Kassetten auf. Gestalteten die handgeschriebenen Einladungen (die ganze Klasse war eingeladen) und planten das Essen. Vorfreude und Vorbereitungen waren so toll wie die Party! Wir hatten das Siedlungslokal zur Verfügung und mussten es gereinigt wieder abgeben. Klappte alles super.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Bin ganz bei Ihnen! Die gute alte Zeit! 🙂
        Bei mir waren die Geburtstasfeste ab der 4./5. Klasse eigentlich nur noch Feten nach dem Vorbild von „La Boum 1″… 😀 Und wie bei Ihnen, sollten unsere Eltern nur gerade die Reservation des Gemeinschaftsraumes vornehmen. Für den Rest waren sie unerwünscht…
        Die zusammengestellten Kassetten „Slow Dance“ 1 bis 4 habe ich noch heute. Ich sollte sie wohl bei Gelegenheit mal digitalisieren… (Nostalgie pur). Die Discokugeln, Stroboskope und Lichtorgeln habe ich vor ein paar Jahren schweren Herzens entsorgt. Ich glaube aber, das war ein Fehler!

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Haha, genau, wir nannten sie Feten bzw. der Fets! und dann schrieben wir auf die Einladung, dass die Gäste paarweise kommen müssen und ganz schön angezogen. Slow-Time, hach… und ich bekam beim Flaschenspiel einen Kuss (auf die Wange) für „die, wo am beschtä agleit isch“ von dem Buben, in den ich heimlich verliebt war und der einen Kopf kleiner war als ich… werde es nie vergessen! 😀

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Ou ja, das Flaschenspiel!!!!!! 😀 Das habe ich jetzt glatt vergessen! Natürlich! Und dann gab es doch noch das Spiel, wo immer zwei in den Schrank „mussten“ und dort eine oder zwei Minuten lang miteinander machen durften, was sie wollten… 😉 Wissen Sie noch? 😀

      • Susi sagt:

        Das Schrankspiel?! Das gab es bei uns nicht, da hab ich ja voll was verpasst!! Und wie wurde bestimmt, wer mit wem in den Schrank ging?

        Bei uns gab’s dafür den Spaghetti-Tanz, da hatte man mit dem Tanzpartner ein (ungekochtes) Spaghetti im Mund, jeder an einem Ende, und wenn es zerbrach, musste man das kleinere Stück nehmen und mit dem weitertanzen. Mein Tanzpartner und ich hatten mal gewonnen, weil unser Stück am Schluss das kleinste war. (2mm oder so, hahaha!)

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Das Schrankspiel?! Das gab es bei uns nicht, da hab ich ja voll was verpasst!! Und wie wurde bestimmt, wer mit wem in den Schrank ging?“

        Ja, da haben Sie tatsächlich etwas verpasst!! Aber Sie haben ja dafür etwas später alles nachgeholt… 😉

        Das Schrankspiel war eigentlich die „Hardcore-Version“ des Flaschenspiels. Als das Küssen nicht mehr so spektakulär war, musste eine adnere Idee her. Wer getroffen wurde, musste mit dem „Dreher“ in den Schrank! Ou, da gab es das eine Mädchen. Das hatte so gar keine Hemmungen…Susi, das hätten SIE sein können!! 😀 Aber Spaghetti ist auch toll!

      • Susi sagt:

        Hihi, Bernhard, in der Primarschule war ich schon noch gehemmt, da war ich ja schon ab dem Kuss auf die Wange völlig hin und weg! Aber er kam eben von diesem einen Jungen…
        Das Spaghettispiel war einfach zu gewinnen, weil ich meinen Tanzpartner als Kumpel sah, wir kannten uns schon seit ewig, waren zusammen in der musischen Erziehung (hahaha, „musische Erziehung“) gewesen, da war’s nicht knisterig, ihm so nahe zu kommen. Zumindest für mich nicht, wie es für ihn war, weiss ich nicht 🙂

  • ka sagt:

    bei uns sind im Moment Übernachtungsparties in, es gibt aber kein Unterhaltungsprogramm, die Kinder beschäftigen sich selber. ev. Filmabend und dann tratschen im Zimmer. Die Jungs waren zwar um 7.00 Uhr wach am morgen, aber sie haben bis 11.00 Uh Monopoly gespielt. Hätte nie gedacht dass ich dieses doofe Spiel mal toll finden würde 🙂

  • Franz Vontobel sagt:

    Echt? Schon wieder Kindergeburtstag..?

    • Muttis Liebling sagt:

      Wir können ja mal den Sonderfall 17., 18. Geburtstag der Tochter und die Rolle des Vaters dabei besprechen!

  • 13 sagt:

    Worüber ich jeweils am Ende der Schwangerschaft geflucht habe, geniesse ich bei den Kindergeburtstagen: sie fallen bei uns in den Hochsommer. Einfach herrlich. Die Kinder toben im Garten und beschäftigen sich mehrheitlich selber. Drinnen wird nur ein Z’Vieritisch aufgestellt und natürlich das WC zur Verfügung gesellt. Vorbereitungszeit ist minim, ich plane jeweils nur ein kleines Bastel-Intermezzo, weil mir das auch Spass macht und die Kinder etwas runterholt, aufgeräumt und geputzt ist in rund 30 Minuten, Sachschäden gab es bisher keine und das Kind ist glücklich.

  • Hanna sagt:

    Hah, bei uns gab es nur ganz selten Geburtstagsfeiern. Als wir klein waren noch eher, aber eigentlich nur, wenn wir darum gebeten haben. Sonst wurde einfach in der Familie gefeiert. Und es wurde auch nicht Kreti und Pleti eingeladen. An einem Geburtstag waren es 3 meiner Spielgruppenfreunde, die da waren und das wars. Wir haben Fingerpuppen gebastelt und Kuchen gegessen und fertig. Eigentlich traurig, wie eventig das heute sein muss um „gut“ zu sein. Kein Wunder, gibts immer mehr Eltern mit Burnout.

    • Nala sagt:

      Wir hielten es so, dass das Kind soviele Kinder einladen darf, wie es alt wurde. Das hatte bestens geklappt. Und mal eine Ausnahme gemacht, weil die Schulklasse eh nur wenige Kinder waren, und dann halt 1-2 mehr dabei waren. Aber ja, find es auch traurig wie eventig das sein muss. Andererseits müssen Eltern halt darüber stehen und den Geburtstag einfacher gestalten (andere Eltern werden es danken).

  • Esther Müller sagt:

    ich empfehle ganz klar externe Geburtstage! Weniger Stress für Mama und viel Spaß für die Kids….
    Habe gerade einen im Teampolino überstanden… Dort ist der einzigste Nachteil die grausame Lautstärke in der Halle, aber ansonsten tipptopp.!

    • ka sagt:

      Trampolino ist wirklich nicht schlecht, aber nur mit Kopfhörer und einem gutem Buch. Es bleibt einem nichts zu tun ausser einmal Kuchen aufschneiden und Getränke einschenken 🙂

      • Orsa sagt:

        Mit den Jungs (so ab 7 J. ) auf den Bauspielplatz! Musste sie fast zwingen, kurz Kuchen zu essen. So geil fanden die das!

    • Peter Meier sagt:

      Oh nein, ami-style? Jeder geburtstag genau das selbe? Extern in der spielhalle, die kinder parken während man ein cüpli schlürft? Grauselig! Aber gäll… Hauptsache bequem und kein aufwand. Warum spricht hier eigentlich niemand davon, wie toll es ist, etwas aufwand betrieben zu haben und dann die vor freude glänzenden kinderäuglein zu sehen?

      • Susi sagt:

        @Peter Meyer: Die Kinderäuglein glänzen auch bei einem Geburtstag im McDonald’s.

        Ich selbst mache den Aufwand gern, es macht mir Spass und ich habe nur ein Kind; einmal im Jahr geht schon. Aber warum Eltern mit mehreren Kindern oder ohne Interesse an einer Geburtstagsorganisation kritisieren? Ist nur das etwas wert, wofür die Eltern sich den A**** aufreissen?

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Mein Vorschlag: gehen sie mit den Kindern in ein Hallenbad. Die Wohnung bleibt heil und die Kinder können sich austoben.
    Als Aufsicht in einem Bad habe ich zahllose Kindergeburtstage miterlebt und es war immer ein Erfolg.

    • Sandra sagt:

      Ja da gibt es dann aber trotzdem immer noch das eine Kind, das Wasser nicht mag, Angst hat, oder sich langweilt….. 🙂

      • Nicole sagt:

        Die Unternehmung soll nur dem Geburikind gefallen. Die Anderen können entweder mitkommen oder es einfach bleiben lassen !!

    • The American sagt:

      Ein paar Denkanstösse für gestresste Eltern: 1) Feiern nur mit Familienmitgliedern (Cousins, falls vorhanden). 2) Falls Kinder aus der Schule dabei sein sollen, die Gruppe klein halten. 2 – 4 Freunde genügen vollauf, das Kind muss sich eben entscheiden. 3) Feiern ausserhalb des Hauses, zumindest teilweise. Und es kann sogar sehr günstig und in der Nähe der Wohnung sein: Organisieren Sie eine Schnitzeljagd. Kinder lernen Karten lesen, können Trophäen einsammeln und ihre Energie im Freien abstrampeln. 4) Party zeitlich klar eingrenzen: Nach 2 Stunden ist Schluss, für alle.

      • Sportpapi sagt:

        Das mit den 2-4 Freundeh haben wir auch mal gedacht. Aber was, wenn der Feiernde selber bei rund 15 Feiern eingeladen ist/war?

      • Elisabeth sagt:

        Wenn der Feiernde selber schon bei 15 Feiernden eingeladen war? Was soll dann sein? Auch dann einfach auswählen oder wenn sich das Kind nicht entscheiden kann, auslosen. Begründung brauchts nicht – wenn ein Elter so blöd ist, eine Nicht-Einladung des Kindes als persönlichen Affront aufzunehmen, selber schuld – und wenn eine Begründung wirklich aus persönlichen, diplomatischen oder sonstigen Gründen nötig ist ,einfach auf besagtes Auslosen verweisen.

      • The American sagt:

        Ich sehe Sportpapis Dilemma und auch ich hatte mir dieselbe Frage gestellt. Aber ich schliesse mich Elisabeth an bzw. praktiziere genau das. Eltern müssen auch akzeptieren, dass halt nicht jeder eine Party für 10 – 20 Leute schmeissen will und wer weiss, die Eltern von Nichteingeladenen beneiden uns vielleicht sogar. Und was die Kinder betrifft, wenn sie nicht zum engeren Kreis gehören bekommen sie das oft gar nicht so mit, dass da eine Party mit 5 Leuten stattfindet. Und wer dann immer noch beleidigt ist, „tough luck“, man kann es nicht immer allen recht machen.

      • Sportpapi sagt:

        Gute Idee, Elisabeth. Aber dass es nicht um das „Elter“ geht, in erster Linie, kommt Ihnen nicht in den Sinn?

  • diva sagt:

    hätte nie gedacht, dass das so ein albtraum ist, bis ich es selber durchmachte. alles vom feinsten aufgetischt. von bio-eistee bis bio orangensaft und sirup, schokokuchen und andere kuchen und dann das ewige genöle einer kinder (die zuhause nur mcdonalds und anderen ramsch zu essen bekamen), dass sie dieses und jenes nicht gern hätten… versautes klo (weil manche mütter schon damals zu faul waren, ihren kinder richtiges benehmen auf dem klo bei zubringen), kaputte spielsachen (da spielte wohl der neid mit)… bis zur insitte jedem besucherkind noch ein geschenkli mitgeben zu müssen…

    • Peter Meier sagt:

      Was Sie hier beschreiben trieft vor allem von ihren eigenen Wertvorstellungen und ihrem eigenen Geschmack: „vom feinsten“ – bio-eistee, bio-*: bio schmeckt nunmal nicht immer besser, den kindern ist das label egal. Von ihrem Bio-Hang ausgehend vermute ich, dass da auch einiges an Gemüse auf dem Teller gelandet ist: da sind Kinder nunmal heikel, hat mit McDonalds oder mangelnder Erziehung nichts zu tun.

    • Pedro sagt:

      „jedem Besucherkind noch ein Geschenkli mitgeben zu müssen“…..

      jetzt wirklich???? -weshalb, haben die Besucherkinder jeweils auch Geburtstag, oder muss gedankt werden, dass sie überhaupt gekommen sind und Kuchen gegessen und einen kurzweiligen Nachmittag hatten? Verstehe ich nicht.

      • Susi sagt:

        Diese kleinen giveaways sind tatsächlich gang und gäbe bei Kindergeburtstagen. Ich machs jeweils so, dass ich ein paar Tischbomben abfeuere und die Kinder dann diese Spielsächelchen mitnehmen können. Obwohl, der Umweltgedanke… Tja.

  • angelina sagt:

    wir hatten noch nie einen kindergeburtstag mit schulgspändli. bei uns sind die kindergeburtstage von unseren 4 kindern immer in der familie und mit verwandten und cousins unserer kinder.

    für feste mit schulgspändli, geb ich ehrlich zu, hab ich keinen nerv und keine lust. die partys mit der family geben auch schon genug zu tun, das reicht mir vollkommen.

  • Flug3 sagt:

    ….ausser der Mitte des Herzens. Besser kann man das nicht schreiben. Danke.

  • Bruno Menzi sagt:

    Das sind keine Kindergeburtstage, welche sie da beschreiben: Unterdessen gehe ich nicht mal mehr zu der „Seht mal her was für eine perfekte Mutter ich bin und bewundert und beklatscht das gefälligst für alle sicht- und hörbar“-Selbsvermarktungsveranstaltung der Mutter meines Göttikindes (möglichst am Geburtsdatum des Göttikindes). Stattdessen spende ich nun regelmässig an gemeinnützige/selbstlose Organisationen, welche sich z.B. um EBOLA-Patienten vor Ort kümmern, statt im materiellen Wohlstand ersaufende Kinder mit noch mehr Material zu überhäufen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Bruno Menzi

      solange Sie das nicht hindert sich um eine Beziehung zum Göttikind zu kümmern…,
      Spenden an gemeinnützige Organisationen
      UND Beziehungsinvestition (das geht auch ohne Materialüberhäufung)
      schliessen sich nämlich nicht aus…

      • Bruno Menzi sagt:

        “ (das geht auch ohne Materialüberhäufung)“…das ist bei der Familie, welche ich meine, längst nicht mehr möglich. Und eine Beziehung zum Göttikind kann man da auch nicht aufbauen, die Mutter muss alles „im Griff“ haben und überall und alles bestimmen und kontrollieren…

        Aber es gibt ja da auch noch gelungene Beispiele: Die Geburtstagsparty auf dem Fussballplatz. Find ich gut, nicht weil’s auf dem Fussabllplatz war (ist), sondern weils allen Beteiligten Spass macht UND nach dem Wunsch des Geburtstagskindes ist.

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