Sex ja, aber nicht für die Zeugung

Sex640

Werden Sex und Fortpflanzung bald gänzlich voneinander getrennt? – Laura Clery als Sarah Ann in der Youtube-Erfolgsserie «Sex Ed». Foto: Youtube

«Voyeuristisch, ohne Ethik. Die Intimität zur Schau gestellt.» Meine Bekannte erzählte aufgewühlt von einem TV-Beitrag, den sie am Dienstag auf SRF 1 gesehen hatte. Die Sendung «Puls» zeigte, wie ein Arzt seiner Patientin deren Eizelle nach einer künstlichen Befruchtung in die Gebärmutter einsetzte. Der Zuschauer war bei diesem persönlichen und intimen Moment dabei und sah ausser der Scheide der Patientin alles: Ihre gespreizten Beine, den Eizelltransfer mittels Pipette in die Gebärmutter, ihr banges Gesicht – und ihr nicht minder aufgewühlter Mann hinter ihr. «Ob sich das Ei auch einnisten kann?», fragte derweil die Stimme im Off.

Man kann die Reportage als eine anschauliche Dokumentation über künstliche Befruchtung sehen: informativ, nüchtern und als einen ärztlichen Eingriff, der der Besamung einer Kuh gleicht. Oder aber als eine regelrechte Zurschaustellung der Intimität, ohne jegliche Grenzen. Denn eine künstliche Befruchtung ist für ein Paar mit unerfülltem Kinderwunsch – meine Bekannte weiss es aus eigener Erfahrung – einer der persönlichsten und intimsten Momente des Lebens. Sie sagt: Trotz aller medizinischer Hilfe und Technik brauche es bei einer künstlichen Befruchtung auch etwas Würde. «Immerhin wird dabei womöglich ein Kind gezeugt.» Ein TV-Team habe in Momenten wie diesen nichts zu suchen.

Zweitausend künstliche Befruchtungen gibt es in der Schweiz jedes Jahr. Paare, die nicht auf natürlichem Wege schwanger werden können, setzen darauf. Doch glaubt man Forschern, wird diese Art, schwanger zu werden, schon bald normal: Auch Frauen, bei denen eine natürliche Zeugung kein Problem ist, setzen in den kommenden Jahren auf In-vitro-Fertilisation. Die Methode soll das Kindermachen zunehmend entsexualisieren und der Wissenschaft, den weissen Kitteln und sterilen Kliniken überlassen werden.

Carl Djerassi, pensionierter Wissenschaftler und Erfinder der Antibabypille, erwartet, dass bis in 35 Jahren die meisten Babys mittels künstlicher Befruchtung gezeugt werden. Die Frauen würden damit nochmals ein Stück unabhängiger, sagt er gegenüber der Zeitschrift «Schweizer Monat»Der Wissenschaftler gibt sich im Gespräch überzeugt, Sex und Fortpflanzung würden zunehmend voneinander getrennt. An die Journalistin gewandt, sagt er: «Wenn ich heute eine junge, gebildete Frau wie Sie wäre und ein Kind haben wollte, würde ich zwei oder drei meiner Eier einfrieren und mich anschliessend sterilisieren lassen.» So könnte man sich das Geld und die Sorge um die Verhütung sparen, Spass am Sex haben und obendrein noch Karriere machen.

Findet der Akt der Zeugung also bald mehrheitlich sediert auf dem Schragen anstatt wild im Bett statt? Haben Lust und Leidenschaft in ein bis zwei Generationen nichts mehr mit Kindermachen zu tun? Ich hoffe sehr für alle künftigen Eltern und Kinder, beim Szenario des über 90-jährigen Wissenschaftlers handle es sich um ein Hirngespinst eines «crazy old man». Es wäre jammerschade, allein der individuellen Zeugungsgeschichten wegen. Ich finde es äusserst charmant zu wissen, dass ich in Portugal während der Hochzeitsreise meiner Eltern gezeugt wurde. Die Gründe für eine Laborzeugung des Mr. Djerassi – Kosten, mehr Spass am Sex und Möglichkeiten zur Karriere – sind zudem fadenscheinig. Es ginge ja vor allem um Geld, das konsequente Auslagern der Zeugung wäre ein grandioser Wirtschaftszweig.

248 Kommentare zu «Sex ja, aber nicht für die Zeugung»

  • Ryter B. sagt:

    Ja es gibt ja genug Verhüttungsmittel auf dieser Welt Kondome in allen Grössen, Farben und Aromen und da wir Frauen solidarisch sind gibt es ja auch das Femidom …

  • Chris sagt:

    Naja, bei 2000 künstlichen Befruchtungen denke ich nicht, dass dies ein neuer Trend wird. Zumal, wie im Artikel ja erwähnt, die meisten dieser Befruchtungen aus medizinischen Gründen stattfinden und nicht zur Selbstverwirklichung oder Entsexualisierung.

  • André Dünner sagt:

    Und wenn schon Sexualität zum Thema wird das kanalisiert, rechtlich bestimmt und in der Schule oder anderen institutionen geregelt werden (muss), dann kommt es eben wie es kommt.

    Den Truthähnen ist es auch nicht anders ergangen und sind heute kaum mehr imstande sich selbst fortzupflanzen. Wenn alle Spitzenathleten, Schönheiten und Professoren sein sollen, so kommt die Natur damit kaum zurecht es zu richten. Also hört sie auf sinngemäss zu arbeiten.

    Hockt sich mal hin und schaut in aller Ruhe dem Treiben zu. Nichts weiter.

    „Kommt Zeit, kommt Rat,“ sagt sie sich dann.

  • Joel Eberle sagt:

    Wie kommt es, dass hier so viele wissen wann sie gezeugt wurden bzw. wann sie ihr Kind gezeugt haben? Wie oft habt ihr denn Sex? ich könnte vielleicht so ungefähr die richtige hälfte des Monats angeben (rein vom rechnerischen her), aber welcher Schuss jetzt getroffen hat könnte ich nicht sagen.

  • Thorsten Juhl sagt:

    Die befreite Frau ist eben eine Kinderlose Frau.

  • Anja Mayer sagt:

    Lustig, genau so wurde wahrscheinlich vor ein paar Dekaden die Anti-Baby-Pille verteufelt. Statt sich zu ueberlegen, wie wir die medizinischen Fortschritte sinnvoll und ethisch nutzen wollen, straeuben sich alle mit Haenden und Fuessen und „Frueher war aber alles besser“-Argumenten dagegen… Und dann werden wir von der Zukunft ueberrumpelt, statt dass wir uns gemuetlich darauf vorbereitet haetten. Schade.

    • Thorsten Juhl sagt:

      Schwangerschaft war früher Schicksal. Es ist ein grosser Unterschied zu früher wenn sie als Frau oder Paar bewusst sich für ein Kind entscheiden müssen und dadurch im vergleich zur restlichen Bevölkerung sich exponieren, und das in allen Bereichen.
      Kinder kriegen ist ein grosser Einschnitt vor allem weil sich viele dagegen entcheiden und als Doppelverdiener die Preise in die Höhe jagen. Aber das darf natürlich nicht gesagt werden weil es ja bedeuten würde, dass wenn alle arbeiten die Preise steigen und somit eigentlich es bessere wäre, wenn nicht alle arbeiten und die dafür Kinder kriegen.

  • The it sagt:

    Erstaunlich und erschreckend diese Kommentare zu lesen, sei es die Prognosen für die Zukunft oder diese fatale Lebenseinstellung Männern und Frauen der heutigen Zeit…..kein Hauch von Lebensfreude, Mut, Selbstsicherheit. Das Leben ist wie ein saftiger, roter Apfel welcher nur darauf wartet angebissen und aufgegessen zu werden. Stattdessen Unsicherheit, Verbissenheit, totallkontrolle über das wenige welches ihr wirklich besitzt. Schade das in unseren Breitengraden fast alle proportionen schon lange weg geschwemmt wurden.

  • Arthur Künzler sagt:

    Traurig, traurig, dass der Mensch (Mann) in unserer Zeit alles selbst bestimmen will. Bei uns passierte es einfach, trotz Verhütung. Und wir haben es nie bereut. Denn ich als Mann hätte mir damals Kinder nicht zugetraut. Aber man kann auch in eine Rolle hineinfinden und dann glücklich werden! Jedenfalls haben wir nie bereut, unsere Kinder aufzuziehen und für sie sorgen zu müssen .Heute haben diese Kinder und schenken uns die tollsten Enkelerlebnisse. Das Schicksal findet manchmal seinen Weg und hilft uns zum Glück. Im wahrsten Sinn! Hätten wir es bestimmt, wäre es nicht so toll geworden.

    • Leo Nauber sagt:

      Ja Herr Künzler, es gibt Menschen wie Sie. Menschen, die freude an einem „guten Job“ haben, sich dort sehr wertvoll einbringen, aber nicht alles einfach nur noch einer irrsinnigen Karriere, Geld scheffeln etc. unterordnen, sonder sich sozialverträglich EINordnen. Und die haben erwiesenermassen längerfristig bedeutend mehr Lebensqualität, Lebensfreude, Frieden im und mit dem Umfeld und sich selber. Aber das ist gemäss ständiger Paukerei durch elektronische, digitale und Printmedien „sowas von gestern und Selbstverwirklichung so unvorstellbar“.

  • Dorian Doppelganger sagt:

    Im Grunde ein antifeministischer Beitrag, vor fünfzig Jahren jubelten viele Frauen bei der Erfindung der Pille, dass Sex nicht mehr mit der Gefahr einer Schwangerschaft einher gehen musste. Das brachte einer ganzen Generation mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung und nicht zu letzt auch mehr Lust am Sex.
    Sie plädieren jetzt für mehr Zwang und weniger Selbstbestimmung, weil es in Ihren Augen romantischer ist, wenn ich Sie richtig verstanden habe.

  • Thorsten Juhl sagt:

    nein, Sex verschwindet komplett. Sex ist ein überbeibsel der Fortplfanzung. So wie es immer weniger Ehepaare gibt so gibt es weniger Paare und weniger Sex. Schauen sie die jungen Männer an.
    Der Sex wird aussterben und die Männer müssen einen neuen Weg finden wie sie sich selber eine Familie basteln können, so wie die Frauen das machen, ohne einen Partner (und ohne Sex).

    • Stranger sagt:

      Dieses Statement ist zutiefst falsch. Sex hat natürlich längst nicht nur den Zweck der Fortpflanzung. Ist ja klar.

      • Thorsten Juhl sagt:

        wer sagt da „nur“? Sie? Denn die meinige Aussage war: „Sex ist ein überbeibsel der Fortplfanzung“

        Sie sagen: „Sex hat natürlich längst nicht nur den Zweck der Fortpflanzung.“
        das ist so richtig wie:
        „Essen hat natürlich längst nicht nur den Zweck der Nahrungsaufnahme.“

        „nicht nur“, zur absoluten grossen Hauptsache aber schon.

  • Mäse sagt:

    „Paare, die nicht auf natürlichem Wege schwanger werden können,“, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. DAS ist wahre Gleichberechtigung

  • P. Feller sagt:

    Tja silche Gedanken muss ich mir nicht machen. Vin unter 30, 2facher Vater wunderbarer Töchter. In diesem Alter klappt alles noch ohne Probleme, die fruchtbarste Zeit!!!Ich finde es schade, dass alle erst im fortgeschrittenen Alter Kinder kriegen möchten. Ich sehe keine Vorteile, aber auch wirklich null, nada, niente!!

  • Der Mann wird fast ganz ersetzbar und die Nachfolger werden nach IQ und Haarfarbe gewählt.
    Die Variantenvielfalt der Natur wird ausgehebelt und Zufälligkeiten gibt es nicht mehr.
    Die mangelnde Artenvielfalt führt immer irgendwie zu Inzucht. Wo wir auch immer drehen, die
    Folgen werden auf uns zukommen und sind momentan noch nicht abschätzbar.

  • Dieses Gesellschafts-Zukunftssznerario (Zerstörung) und was mittlerweile bereits Realität wurde, kann jeder nachvollziehen, ist beschrieben unter, siehe: “ Der grosse Plan: Was sie mit uns vor haben „

  • John Doe sagt:

    Als Mann im Jahr 2014 in der Schweiz sollte man sich auch 100x überlegen, ob man Kinder in die Welt setzen möchte. Der Frau und ihrer Biologie schutzlos ausgeliefert zu sein (wer nimmt schon immer einen Gummi in einer festen Beziehung…). Ich (32, m) werde mich auf jeden Fall sterilisieren und meinen Samen einfrieren lassen. Ich möchte auf jeden Fall mitreden, wenn ich mich einem solchen Risiko (der Worst-Case ist zu fatal…) aussetze, alles andere ist einfach naiv und gutgläubig. Ich möchte nicht wissen, wie viele Kinder es nicht geben würde, wenn der Mann gleich mitbestimmen könnte…

    • Hans Hintemeier sagt:

      @ John Doe: Gut auf den Punkt gebracht. „Verhütung ist Männersache!“ Nach dem Sex deshalb immer das gebrauchte Kondom wieder mitnehmen oder sonst mit viel Chilly-sauce auffüllen… warten und lachen….. Auch in „festen Beziehungen“ auf keinem Fall der Frau glauben, dass sie ohne Kondome mehr spürt und deshalb darauf verzichten, respektive auf ihre Verhütungsmethode/Verlässlichkeit/Ehrlichkeit vertrauen. Ich warte schon lange darauf, dass die Pille für den Mann endlich auf den Markt kommt, das wäre für die Emanzipation der Männer ein Mailenstein… (Alternative: Papayakerne auf eigenes Risiko)

      • John Doe sagt:

        1/2: Ich warte auch schon seit Ewigkeiten auf die Pille für den Mann. Aber ganz ehrlich, mit oder ohne Gummi ist einfach wirklich ein riesen Unterschied.. (nat. nur vertretbar in einer Beziehung). Eigentlich traurig dass man auch mit dem Worst-Case rechnen muss, aber wenn man im Hinterkopf behält, dass man jederzeit zum Zahlvater degradiert werden könnte, kann man das Risiko einfach nicht wegdiskutieren. Ich glaube es würde mich umbringen, einerseits auf Sozi-Niveau zu Leben, andererseits wenn es wirklich übel kommt, noch von den Kindern entfremdet zu werden.

      • John Doe sagt:

        2/2: Das mit dem löffeln mag sich krank anhören, aber ich kenne persönlich 3 Leute von denen ich weiss dass es stimmt, dass sie genau das schon erlebt haben. Früher hätte ich besser über Frauen gedacht, aber nach Erlebnissen bei dem eine wirklich total ehrlich (100x bewiesen) Person vom einen Tag auf den anderen Tag einfach in die andere Richtung gekippt ist, muss ich sagen, dass Vertrauen hier ein Risiko ist, welches nicht vertretbar ist. Zumindest nicht wenn einem das eigene Leben wirklich wichtig ist und man Selbstrespekt hat.

      • John Doe sagt:

        Ergänzung: Was ich ebenfalls wichtige Gedanken finde: Warum sehen so viele Leute die eigene Selbstverwirklichung nur in der Fortpflanzung. Hat man nicht schon genug hart gekämpft um den passenden Partner zu finden (wenn man Ansprüche hat..)? Kinder kämen für mich nur in Frage, wenn ich auch die total negativen Seiten einer Person kennen würde und sehen würde, dass auch dann die Motivation vorhanden ist, zusammen etwas aufzubauen und diese Hindernisse zu überwinden. Ausserdem müsste ich eine Lösung dafür kennen, welche verhindert dass die Paarbeziehung nicht nach der Geburt abstumpf.

      • Hans Hintermeier sagt:

        2/2 es muss jeder Mann selber wählen: ein bisschen weniger Feeling wegen Kondom, dafür die Kontrolle über seine Vaterschaft. Jeder ist selber verantwortlich. Es gibt auch viele Frauen, die verlässliche und gute Männer mit einem Kind an sich binden wollen (obwohl er noch nicht bereit ist für eine Vaterschaft) weil sie genau wissen, dass wenn erst Mal das Kind da ist, der Mann es sich sehr gut überlegt, ob er sie verlässt, weil er dann auch das Kind verliert und den grössten Teil seines Einkommens (für das Kind bezahlen wäre ja noch okay, aber für die Ex, die ihn reingelegt hat?).

      • Hans Hintermeier sagt:

        1/2 @John Doe (2. Versuch). Zur Ehrlichkeit bei Frauen, wenn es um den Kinderwunsch geht, wie du es schon 3x erlebt hast: Wenn Frauen auf einmal Kinder wollen, wird bei ihnen oft ein biologischer Schalter umgelegt und sie wollen sie um jeden Preis. Der Mann ist für sie dann nur Mittel zum Zweck (gemäss Kant also unmoralisch). Sie behelfen sich dann oft mit einer Notlüge: „Sorry, Pille vergessen, Durchfall, Grippe…). „Er wird dann schon auch Freude haben am Kind“. Bezüglich Löffeln: Boris Becker durfte für das Kind/Frau bezahlten, obwohl sie das Sperama im Mund behielt und nachher einführte..

      • John Doe sagt:

        @Hans: Ich zweifle nicht daran dass das stimmt, aber es ist echt krank dass wir soweit sind… Ansonsten teile ich deine Meinung. In sowas wirkt die Biologie stärker als jegliches rationale Denken. Und gerade hier fände ich es wichtig mitzudenken, denn man „spielt“ nicht nur mit dem eigenen Schicksal sondern auch mit dem eines (potentiellen) Kindes. Jedes Kind hat eine möglichst stabile Umgebung verdient.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @John. Freut mich, dass du sehr verantwortungsbewusst mit dem Thema umgehst und auch empathisch bedenkst, was es für das Kind bedeutet. Finde es nämlich von Fabian sehr unreif einfach abzuhauen und das Kind im Stich zu lassen. Das Kind kann ja nicht für seine egoistische Mutter bestraft wer. Eben weil du ein verantwortungsbewusster Mann bist, wird dass den Damen nicht entgehen. In diesem Sinne musst du besonders vorsichtig sein. Ich weiss auch nicht, ob bei dir ein Arzt eine Vasektomie vornimmt, wenn du noch keine Kinder hast. Ich rate dir dringend zu Kondomen, sonst google mal die Papayakerne

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ John: Paralipomena: 1. Es gibt gute und hoffnungsvolle Studien zu den Papayakernen. 2. natürlich heisst es „wird das den Damen nicht entgehen…“ 3. Alles Gute 🙂

    • Sandra Kutter sagt:

      Viele junge Paare in langjährigen Beziehungen benutzen Kondomme. Viele junge Frauen wollen nicht täglich Hormone schlucken, wegen den Nebenwirkungen im eignen Körper und Schäden in der Umwelt.

      • Sebastian sagt:

        Ich selbst würde Kondome empfehlen, auch in einer Beziehung, da ich von meiner Freundin nicht verlangen kann, dass sie Hormone täglich schlucken wird. So etwas würde ich auch selbst nicht machen…

    • fabian sagt:

      john, im prinzip sehe ich das gleich wie du. allerdings hilft es, wenn man den worst case kreativ weiterdenkt, anstatt einfach zu beklagen. wenn du dein leben durch den beschiss (d)einer frau gefährdet siehst, dann gibts doch möglichkeiten, daraus mehr zu machen. anstatt ein staatlich angeordnetes existenzminimum als zahlvater zu leben: zbsp. auswandern. im ausland lässt dich die kesb und wie all die behörden heissen, in ruhe. da muss die frau dann selbst schauen, wie sie ihr gegen deinen willen gezeugtes kind ernährt. du hingegen kannst weit weg deinen traumjob oder dein traumleben führen.

      • John Doe sagt:

        @Fabian: Ich sehe es im Prinzip gleich wie du, ausser das ich keine Variante wählen werde, welche mich zur Flucht zwingt. Das Leben besteht aus unendlich vielen Risiken, jederzeit kann alles passieren. Aber man sollte sich eine Konstellation aufbauen, welche alles aushält.
        @Sandra: Wie gesagt, wir Männer sind da etwas eingeschränkt bezüglich den Möglichkeiten. Aber du hast natürlich recht. Da ich in einer festen Beziehung jedoch den Akt vollständig geniessen möchte, bleibt mir ja nichts anderes übrig als eine Vasektomie.

    • Bruno sagt:

      Als glücklicher Familienvater mit 2 Kindern kann ich zu solchen Kommentaren nur sagen :
      Die heutigen jungen Männer (und Frauen) machen nur noch in die Hosen wenn es darum geht Verantwortung im Leben zu übernehmen.
      Haben Sie sich schon mal überlegt : wenn ihre Eltern eine solche Einstellung gehabt hätten wie Sie, würden Sie ja gar nicht existieren!
      Ausserdem bin ich froh etwas für die Artenerhaltung im heutigen geburtenschwachen Europa gemacht zu haben.
      Und : Als Alleinstehender resp. kinderloses älteres Paar wird man heute auch nur noch belächelt, da nichts durchgemacht im Leben!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Hoi Bruno. Freut mich, dass du glücklicher Familienvater bist. Genau, das ist das Ziel, dass man sich als Mann aussucht mit wem und wann man Kinder haben möchte, damit man dann auch wirklich ein präsenter Vater sein kein. Es geht also im höchsten Masse um Verantwortung und nicht, dass man sich um das Vater sein per se drücken möchte, weil man keine Verantwortung übernehmen will.

      • Masse sagt:

        Zu Brunos Kommentar :
        wenigstens ein gensunder Mann im Land!!! Welch Armutszeugniss diese Sammlung hoch psychotischer Beiträge. Es ist absolut erschreckend wie krank die Gesellschaft in ein bis 2 Generationen geworden ist. Ich bin heil froh meine „vorsintflutlichen Vorstellungen“ vertrauenvoller Ehe und fröhlich natürlichen Familienlebens mit Resultat von nun drei erwachsenen gesunden und verheirateten oder heiratswilligen und „kinderwünschenden“ Sprossen verwiklicht zu haben! Welch ungahnter Luxus, welch erhebenes Gefühl dieses Privileg gehabt zu haben. Viel Glück den letzten Gesunden!

      • Yann Theler sagt:

        Deine Kinder freuen sich sicher zu hören, dass sie zur Artenerhaltung in die Welt gesetzt worden sind. Verantwortung kann man auch anders übernehmen: kauf dir ’nen Hund z.B. Letztendlich ist es doch schlicht Geschmacksache: will _ich_ Kinder oder nicht? Beides ist erlaubt und keiner soll behaupten, dass seine ganz persönliche Entscheidung die richtige für jedermann zu sein hat. Seid glücklich mit euren Kindern, oder mit euren Hunden, oder mit was auch immer.

      • fabian sagt:

        bruno, die alleinstehenden und kinderlosen, die du belächelst, finanzieren dir immerhin dein kinderglück.

  • Röbi sagt:

    „Sex ja, aber nicht für die Zeugung“; mag ja gewisse Subkulturen auf der Erde betreffen. Aber weltweit, und die Erde zählt bereits über 7 Milliarden Menschen, wird die natürliche Variante auch in 30 Jahren – noch die absolut vorwiegende sein. Ich meine – zum Glück!

  • David Stoop sagt:

    Und hier noch meine (überflüssigen) 5 Cents:
    1.) Was ein persönlicher und intimer Moment ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass besagtes Paar gezwungen wurde, diese Momente preiszugeben. Weshalb ich diesen Einwand mit der Intimität des Moments als etwas heuchlerisch empfinde. Imo kann das nur das betroffene Paar entscheiden.
    2.) Keine Angst, die Welt à la Carl Djerassi wird es nicht geben. Die Mehrheit der Kinder wird auf absehbare Zeit natürlich gezeugt werden. Daneben wird es aber weiterhin eine grosse Auswahl an medizinischen Eingriffen geben.

  • fabian sagt:

    Wenn jetzt noch der Mann seine Spermien einfrieren und sich dann unterbinden lässt, werden Kinder garantiert nur noch bei einem Match gezeugt. Keine Kuckuckskinder mehr, keine ich-habe-die-Pille-vergessen-Kinder mehr. Was will man mehr?

  • Michael sagt:

    Wo lebt den der Herr Carl Djerassi ? Sex und Kinderkriegen ist doch schon Lage getrennt. Und der vermeintliche Trend nach den Vorteilen von Zeugungen im Reagenzglas ist doch nur im Hirn von profitgeilen Männern entstanden. Eizellenentnahme, Lagerung und Wiedereinpflanzung ist nicht mal eben im Vorbeigehen zu erledigen, wie vielen hier weissgemacht werden. Und warum soll Frau auf den guten alten Sex verzicheten, wenn sie schwanger werden will ?

  • Röbi sagt:

    Ich finde es jedenfalls aufregend, zu wissen, dass ich dazumals auf dem Heustock gezeugt wurde. Darum bin ich wohl auch sehr naturverbunden.

  • Andreas sagt:

    Also den Akt der Zeugung muss man ja nicht weglassen, der hat ja schon seinen Reiz. Wenn schon müsste man die Schwangerschaft im Leibe der Mutter ersetzen, die ist wesentlich belastender.

    • fgee sagt:

      Für das Kind wäre es belastend, NICHT im Mutterbauch heranzuwachsen.

      • elbe sagt:

        Ihre Aussage können Sie doch sicher mit umfangreichen, wissenschaftlich fundierten Daten untermauern. Ich bin nämlich sehr daran interessiert, Ihre Forschungsarbeit gründlich zu studieren, um mein Wissen zu erweitern. Das ist mein Hobby 🙂
        Vielen Dank!

      • fgee sagt:

        @elbe
        Kann ich nicht, muss ich auch nicht. Denn es ist wahr, und das wissen Sie. Übrigens, googeln nach „studie Kleinkinder Liebe“ oder „deprivation“ bringt eine Menge Links zum Thema.

      • Susi sagt:

        fgee, Sie haben sicherlich recht. Trotzdem musste ein Teil von mir bei Andreas‘ Kommentar innerlich kurz nicken. Ich empfand beide Schwangerschaften von Anfang bis Ende als eine furchtbar schlimme Zeit.

  • Reto sagt:

    Das stimmt schon, mit den speziellen Zeugungsgeschichten.

    Unser Mittlerer findet’s auch voll glatt, wenn er erzählen kann, dass er zwei Jahre lang als Ei im Tiefkühler rumgehängt ist.

  • Andreas K. Heyne sagt:

    Mal abgesehen davon, dass keine Frau gezwungen wird, sich vor laufender Fernsehkamera eine Eizelle einsetzen zu lassen – und niemand gezwungen wird, sich das anzusehen: Warum will man die einfachste und natürlichste Sache der Welt auf Teufel komm raus komplizieren? Wenn jemand unbedingt ein Kind haben will und es nicht anders geht – ok. Heute kann jede Frau selbst entscheiden, ob und wann sie Kinder haben will. Und nach 45 ist die Frage nicht, ob man irgendwie noch Kinder zeugen kann, sondern ob man noch die Nerven hat, sie 20 Jahre aufzuziehen.

  • P. Elzig sagt:

    Information ist Holschuld, nutzen sie doch DuckDuckGo oder Google, sie Faulpelz! Da müssten sie weniger tippen.

  • Eliane Schneider sagt:

    Ist ja klar, dass der Erfinder der Pille, die die Verhütung und die damit verbundenen körperlichen Einbussen und Risiken weiterhin an die Frauen abschiebt. „Sterilisieren und Spass am Sex haben und obendrein noch Karriere machen.“ schlägt er vor, wie wär’s mit „Vasektomieren und Spass am Sex haben und obendrein noch Karriere machen.“?

    • Paul sagt:

      Tja, das ist halt die gleiche Story wie mit dem Fussgängerstreifen: Klar habe ich Vortritt und klar hat der Autofahrer gefälligst aufmerksam zu sein. Aber wenn ich dann so drunter liege, spätestens dann dämmert mir, dass es vielleicht schlauer gewesen wäre, selbst zu kucken.
      Ich kann es natürlich trotzdem als totalen Skandal empfinden, dass die ganze Verantwortung an mich als Fussgänger abgeschoben wird. Ich kann aber auch einfach in meinem eigenen interesse dem Autofahrer vertrauen und zusätzlich trotzdem selber schauen.
      PS: Ich werde am Ende der Familienplanung sicher eine Vasektomie haben.

      • Eliane Schneider sagt:

        ja eben, darum finde ich der Herr der Pille soll für sich selber reden und nicht Frauen Lösungen vorschlagen. … Was heisst „am Ende der Familienplanung“ denn für Sie? heisst das, nachdem Sie Ihr Sperma eingefroren haben?

      • Paul sagt:

        Nein, das heisst, wenn alle Kinder gezeugt sind. Ich finde Gefallen am natürlichen Weg 😉

    • Sportpapi sagt:

      @Eliane Schneider: Sie können ja auf die Pille verzichten. Aber vielleicht macht der Sex tatsächlich mehr Spass, wenn man weiss, dass man nicht unerwünscht schwanger werden kann? Das gilt übrigens auch für Männer. Und ja, häufig lassen die sich vasektomieren.

      • Eliane Schneider sagt:

        ja sportpapi, tatsächlich Sex ohne Angst macht, für die meisten vermutlich, mehr Spass, das ist aber gar nicht der Punkt. Aber anscheinend ist es schwer diesen zu begreifen. Wenn ich Sätze lese wie „In Deutschland verhüten 53 % der erwachsenen Paare mit der Pille“ klingt das wunderbar solidarisch, heisst aber 53% der Frauen schlucken die Pille. und ab da stimmt’s dann mit „Sex ohne Angst macht mehr Spass“ nicht mehr so ganz, denn erwiesenermassen schränkt die Pille die Libido ein, was ziemlich einleuchtet, weil diese doch auch mit der Chemie IM Körper zu tun hat. Alles klar?

      • Sportpapi sagt:

        @Eliane: Wenn ich davon ausgehe, dass wenige Paare vielleicht wegen Kinderwunsch nicht verhüten, einige doppelt, dann heisst das, dass vermutlich viele männlicherseits verhüten (ist das nun solidarisch?). Nur halt mir deutlich weniger Sicherheit (dass jedes zehnte Kind abgetrieben wird, ist dann wohl vermutlich der Kollateralschaden).
        Pariser schränken die Libido auch ein, übrigens. Sogar massiv. Und zwar nicht nur bei den Männern. Dass die Pille die Libido einschränkt, mag in einigen Fällen stimmen. Aber wie sehr? Mehr, als wenn frau ständig Angst haben muss, schwanger zu werden?

      • Paul sagt:

        @ Eliane: Wenn Sie diese Sätze lesen, kommt Ihnen dann in den Sinn, dass es vermutlich heissen müsste „53% der Paare, die überhaupt verhüten müssen, verhüten mit der Pille“? Ich behaupte mal, die Vasektomie ist auch in Deutschleid deutlich weiter verbreitet als die Sterilisation. Sie dürfen gerne berücksichtigen, dass eine Vasektomie endgültig ist. Ich finde es jetzt also nicht so wahnsinnig himmelschreiend unsolidarisch, dass meine Frau die Pille nahm, bevor wir Kinder wollten, und ich danach eine Vasektomie vornehmen lasse (genau wie mein Vater und alle meine Brüder übrigens).

      • fabian sagt:

        Eliane Schneider, ich kenne etliche Frauen, die nehmen die Pille auch als Single. Weils beispielsweise hilft gegen stark unreine Haut/Akne im Gesicht. Und dergleichen. Sind da jetzt die Männer verantwortlich dafür, dass diese Frauen sich entschieden haben, die Pille zu nehmen?

      • fgee sagt:

        Am meisten Spass macht es, wenn man weiss: Jetzt schlägt’s möglicherweise ein, und das wäre grad ok. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @fgee: Noch mehr: Wenns schon eingeschlagen hat. Oder eben, wenn die Gefahr definitiv gebannt ist.

    • Widerspenstige sagt:

      Bin da ganz bei Ihnen, Eliane. 😀

      • Eliane Schneider sagt:

        sportpapi, à propos Empfindung: es ja wohl doch noch ein Unterschied zwischen einer Flasche mit Wasser, die ich 5 Minuten ins Eisfach lege und einer die immer drin liegt, oder? Oder soll ich das auch noch erklären …

      • Sportpapi sagt:

        Lustiger Vergleich, Eliane. Nur leider nicht so stimmig. Oder wo sehen Sie da Paralellen? Wo sehen Sie da überhaupt irgendeine Aussage?

      • Paul sagt:

        Mit der Flasche, die immer dron bleibt, haben Sie sicher die Vasektomie des Mannes gemeint, oder?

    • fabian sagt:

      Schneider, wie wärs mit Vasektomieren?
      Ja, wär ja schön und gut, leider ist in der Schweiz das Einfrieren von Spermien bloss bis zur Dauer von 5 Jahren erlaubt. Ändern sie diese Diskriminierung, und gut ist.

      • Eliane Schneider sagt:

        das wusste ich nicht, aber ich weiss auch nicht, ob das bei den Eizellen der Frau auch so ist. Gleichstellung müsste hier sicher sein, sei es dass beide dieses zeitliche Begrenzung haben oder nicht …

    • Max Heinzer sagt:

      Immer wieder erstaunlich wo die Feministinnen überall die Benachteiligung der Frau verorten. War es nicht die Pille, die wesentlich dazu beitrug, dass auch Frauen ohne Angst vor ungewollter Schwangerschaft Sex haben konnten?

  • Chris Heyduk sagt:

    Ist es nicht umgekehr? Ich denke die meisten Paare haben nur noch Sex, wenn es um die Zeugung des Nachwuchs geht. Oder wenn es um das Aushandeln der Haus-Ämtli geht.

  • Verena Schurter sagt:

    Irgendwie komisch, jenen die sofort Kinder kriegen, wenn sie zuviele haben werden böse angeschaut dafür erzwingt man bei jenen die keine Kinder kriegen Nachwuchs. Als ob es ein Recht auf Kinder gibt. Man kann doch auch ohne eigene Kinder ein glückliches Leben führen und auf andere Weise dies kompensieren, als solche Zwängereien.
    Die Sendung generiert sowieso Arztvisiten, was mir ein Mediziner bestätigte. Am Tage danach rennen die Kunden in die Praxis.

    • P. Huber sagt:

      @Verena Schurter: Was für ein verächtlicher Kommentar von Ihnen! Meine Partnerin und ich waren auf eine künstliche Befruchtung angewiesen. Diese war aber weder ‚freiwillig‘ noch selbstverschuldet. Wir sind beide Nichtraucher und sporlich aktiv. Unseren Kinderwunsch als ‚Zwängerei‘ zu betiteln finde ich sehr verachtend und unsensibel von Ihnen. Kinder zu haben und grosszuziehen sehen wir als einen Teil unseres ‚Lebenssinns‘.
      Leute, die (zu) viele Kinder haben, können selber etwas dagegen tun; nur sind sie häufig zu nachlässig oder zu dumm, vielleicht werden sie deshalb ‚böse‘ angeschaut.

      • AD sagt:

        @P. Huber: wer genau ist denn jetzt verächtlich. Frau Schurret oder sie? Die zu viele Kinder haben als dumm zu bezeichnen ist wohl genau so verächtlich, wenn man dieses Wort schon bemühen will. Aber sie sind ja ein so tolles Paar, das gesund lebt und sich scheinbar nichts zu Schulden kommen lässt…

      • Verena Schurter sagt:

        Ja, eben, heute sind Kinder Projekte. Viel Vergnügen.

      • Susi sagt:

        AD & Verena Schurter: Sie beide haben P. Hubers Kommentar offenbar gar nicht verstanden. Ob das jetzt eine Kompetenz- oder eine Willensfrage ist, bleibe dahingestellt.

        Ein Kinderwunsch ist etwas, das in unserem biologischen Programm liegt, er dient zur Arterhaltung. Kinder als Projekt zu bezeichnen, ist nicht nur gehässig, sondern auch nicht sehr klug, um das mal als Euphemismus auszudrücken.

      • Verena Schurter sagt:

        Susi, frage mich ob sie meinen Text verstanden haben. Höre gerade von jungen Eltern, dass sie bein Kinderwunsch von Projekt reden. Ich selber brauche diesen Begriff eben nicht.
        Ich glaube nicht, dass die Menschheit ohne Leihmütter usw. ausstirbt. Zwängerei bedeutet etwas bin Zwang herbeiführen, dass sonst so nicht geschehen würde. Finde es schade, dies persönlich zu finden. Es ist nicht alles Sinnvoll was machbar ist.

      • mikkesch sagt:

        Verena Schurter @
        @AD und Susi sind sowas von Ich fixiert. Die lassen keine Sekunde nur einen Hauch von Kritik zu. Aber so funktioniert die neuste Generation. Fast hätte ich es vergessen. Der Staat sollte die ganze Chose natürlich, ohne wenn und aber finanzieren.

      • Susi sagt:

        „AD und Susi sind sowas von Ich fixiert. Die lassen keine Sekunde nur einen Hauch von Kritik zu.“

        Ohjemine, da hat’s schon wieder jemand nicht getscheggt. Ich wurde hier gar nicht kritisiert, denn ich hatte nie etwas mit UVF zu tun, ich wurde beide Male schwanger, kaum hatte ich die Schuhe ausgezogen. (Jetzt mit 44 sieht es anders aus, aber ich käme nicht auf die Idee, künstlich einzugreifen). Ich kenne jedoch Paare, die mit unerfülltem Kinderwunsch umgehen müssen, und empathieloses Gehabe von Leuten wie Schurter macht denen das Leben auch nicht leichter.
        (Und ups, offenbar hat ich den Kommentar schon wieder nicht verstanden. Denn irgendwie sehe ich nirgendwo, dass P. Huber von einem „Projekt“ spricht…)

  • fritz sagt:

    Warum fragt niemand warum die Männer Zeugungsunfähig werden…..? sind…? vielleicht …Absichtlich….?! 60-70 Jahre Antibaby Pillen……die jeder bei jedem schluck Wasser ein nimmt ……..?!

    • Gerhard Engler sagt:

      Zeuungsunfähig? Ich habe drei Kinder (12 bis 17j), wegen der vielen Kiinder in der Schweiz müssen immer mehr Schulhäuser gebaut werden, die Weltbevölkerung nimmt zu, in unserer Nachbarschaft gibt es jedes Jahr mindestens ein zusätzliches kind.

      • fritz sagt:

        Nichts von Rassismus! Aber die Kinder sind sehr dünn gesät von Schweizern! Ich habe Drei Kollegen mit denen ich über alles spreche, sie haben das Problem, dass ihr Samen kurz nach dem austritt abstirbt, und ihr erfolg liegt zwischen 10-30% dass es nachwuchs geben kann!
        Warum kann man Kühe-Schweine-und Pferde nicht ohne vorheriges Spritzen nicht mehr Schwängern……??? es betrifft nicht jede Tierart …….? aber bei denn von mir erwähnten Tieren ist das soo…..!

    • Widerspenstige sagt:

      Ja fritz, recherchieren Sie doch mal selber, woher diese Zeugungsunfähigkeit von Männern kommen kann. Die Umwelt, die Medizin, die Evolution, das eigene Verhalten…..alles hat Einfluss und das Gleichgewicht wurde seit langem empfindlich gestört. Aber vorallem im Westen und bei den sog. degenerierten Gesellschaften.

      • Martin Frey sagt:

        „Aber vorallem im Westen und bei den sog. degenerierten Gesellschaften.“
        Welches sind denn die degenerierten Gesellschaften, und weshalb?

      • Sportpapi sagt:

        Immerhin hat sie UND gesagt. Die degenerierten Gesellschaften liegen also nicht im Westen. Vielleicht im Osten? Oder im Norden? Süden?

      • Widerspenstige sagt:

        Diese Frage werden Sie bestimmt selber beantworten können als sog. Facharzt, Herr Frey oder irre ich mich?

      • Urs Kym sagt:

        Die Gesellschaft mit den meisten zeugungsunfährigen Männern ist die Chinesische. Das hat aber nichts mit Degenration zu tun, sondern mit der dortigen Umweltverschmutzung. (Das sagen im Übringen nicht die Unesco oder sonstwer sondern die Chinesen selbst.)

      • Martin Frey sagt:

        Ich kann mir nicht helfen, WS, aber wieso tönen diese selbstgerechten, abschätzigen Wertungen („Degeneration“, „Kümmerlinge und Schwächlinge“) wie sie von MSN, P. Elzig und Ihnen zu dem Thema heute vorgebracht wurden irgendwie so …. eugenisch? Ein religiös-spirituell-esoterisches Mäntelchen macht diesen Mief nicht salonfähiger.

      • Muttis Liebling sagt:

        Degeneriert nennt man unterkorrelierte Gesellschaften, welche kein kohärentes Zielmodell mehr zu entwickeln in der Lage sind. Ein Beispiel ist das Familienmodell der Länder, welche man westlich nennt. Die Definition für ‚westlich‘ findet man bei Jean Ziegler.
        Aber auch in diesen Ländern sind zufällig gemixte Paare um die 20 Jahre zu 92% zeugungsfähig. Diese Rate nimmt dann exponentiell ab. Mit 30 sind es noch 80, mit 35 vielleicht noch 60%. Es liegt also ausschliesslich am zu hohen Alter der Paare und das ist ein Leitsymptom gesellschaftlicher Degeneration.

  • Andi sagt:

    Wessen Business ist das denn, wenn nicht einzig jenes der beiden Erwachsenen, die zusammen ein Kind wollen und dafür die Verantwortung übernehmen. Das Wie der Zeugung fügt weder dem Wissenschaftler, dem Arzt, der Frau, dem Vater noch dem Kind Leid zu.
    Immer wieder erstaunlich, wie in einer Gesellschaft, welche die Früchte der Aufklärung geniesst kurioseste Restriktionsbedürfnisse beschriebener Art aufkommen. Und wer mit dem Bild einer entblössten Vulva am TV Screen ein Problem hat kann jederzeit auf seine Freiheiten zurückgreifen und auf einen anderen Kanal wechseln. Easy! Where’s the Point?

  • huber monika sagt:

    Ich meine, der Bericht möchte ausdrücken, dass die Therapie der künstlichen Befruchtung, obwohl sehr technisch, doch einzigartig,persönlich und sehr intim ist, möglicherweise entsteht Leben. Wie auch die natürliche Zeugung intim und persönlich ist. Entstehendem Leben gilt es mit Behitsamkeit und Respekt zu begegnen. Deshalb sollten Medieneinblicke wie z.B.durch Puls nicht zur Plattform von Voyeurismus und Narzismus des betroffenen Paares oder der „mediengeilen“ Klinik werden. Wer weiss, wenn sich einst das 20jährige Kind die Filmsequenzen anschaut wird es nicht unbedingt frohlocken.

    • 13 sagt:

      Die Betroffenen haben doch dem Video zugestimmt. Gleich wie ein Pornodarsteller zustimmt, sich bei etwas intimen filmen zu lassen oder Paare bei Formaten wie Mein Baby etc. teilnehmen. Die Journalisten berichten darüber, hier sogar serös und vielleicht wird das Thema dadurch auch endlich etwas enttabuisiert. Es gibt echt schlimmeres.
      Und mal ganz ehrlich: zeigen Sie mir ein Elternteil auf dieser Welt, das noch nie etwas gemacht hat, was das Kind als peinlich angeschaut hätte. Eltern sind auch Menschen, die ein Recht auf eigene Entscheidungen haben mit denen das Kind leben muss.

      • huber monika sagt:

        Dass es keine versteckte Kamera war, davon gehe ich aus:). Der Vergleich mit den Pornodarstellern finde ich befremdlich, oder doch nicht ganz? Nur dass das Paar kein Geld bekommt. Es gibt Schlimmeres, in der Tat, gerade in der jüngsten Zeit. Und vielleicht gerade deswegen sollten wir anfangen, auch kleine (grosse) Dinge welche unser Leben verändern könnten, etwas reflektierter zu betrachten. Das Thema kann man auch subtiler enttabuisieren, es ist nicht die erste Doku über dazu.

      • 13 sagt:

        Ob Geld bezahlt wurde, weiss ich nicht und spielt auch keine Rolle. Ich verstehe die Empörung nicht, v.a. nicht, wenn auch sonst einiges gezeigt wird. Aber schlussendlich ist es eben so, wie ich es gesagt habe: freiwillig. Für die Darsteller und das Publikum. Also jeder, wie ihm beliebt. Sehe da keinen Anlass daran Kritik zu üben. Wir sind an eine offene Darstellung und Information gewöhnt. Warum sollte es beschönigt werden? Vielleicht nimmt gerade das die Berührungsangst? Wer weiss, wie so etwas in etwa vor sich geht, wird weniger spekulieren. Ich sehe das positiv.

  • Cybot sagt:

    Solange man dabei die Eigenschaften des Kindes nicht auswählen und seine Fähigkeiten genetisch aufwerten kann (Gattaca lässt grüssen), glaube ich nicht, dass sich das durchsetzt. Billiger ist es garantiert nicht. Zusammen mit den Kosten für Sterilisation (auch nicht gerade risikolos) und Einfrieren der Eier dürften Pillen oder andere Verhütungsmittel immer noch wesentlich günstiger sein. Interessant wäre es allenfalls, wenn man die Kinder gleich komplett ausbrüten lassen könnte, am besten holt man sie erst ab, wenn sie stubenrein sind…

    • karin frech sagt:

      …oder wenn die Trotzphasen vorbei sind. Oder die Pubertät auch gleich… 😉

    • Manfred Grieshaber sagt:

      Prominentes Beispiel wohin ein Perfektionsanspruch gegenüber den eigenen Kindern führt ist Queen Victoria. Die versuchte aus ihren Kindern das perfekte Abbild ihres heiß geliebten und idealisierten Mannes, dem Prinzen Albert zu machen. Mit dieser Bürde ging ihre älteste Tochter, sie hieß auch Victoria in die Ehe mit Kronprinz Friedrich von Preußen. Was für ein Schock als ihr erstes Kind mit gelähmtem linken Arm zur Welt kam. Sie hatte dadurch ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Sohn und zeigte ihm unverhohlen ihre Abneigung. Der Sohn war Kaiser Wilhelm II, die Folgen waren z.B. 1914.

    • Bruno Juchli sagt:

      Auch die Pillen sind nicht unproblematisch: Die Hormone gelangen in das Abwasser und stören so die Natur. Die Hormone lassen auch nur sehr schwierig entfernen. Das wird uns nicht gerade wenig kosten.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Solange man dabei die Eigenschaften des Kindes nicht auswählen und seine Fähigkeiten genetisch aufwerten kann…“ Selbstverständlich wird die Glück-Optimierungsgesellschaft dies erlauben. Schliesslich geht es auch noch um viel Geld in diesem Business, das nur eines von vielen Rädchen ist in der Maschinerie der unaufhaltsamen gesundheitlichen und moralischen Dekadenz. Unfruchtbarkeit ist in den meisten Fällen das Resultat eines biologisch falschen Lebenswandels, der sich über einige Generationen zurückverfolgen lässt. Fortpflanzungsmedizin erlaubt, die Fehler weiterzuführen bis zum Kollaps.

  • Lio sagt:

    Auch Sex zum Vergnügen wird nicht mehr real stattfinden sondern virtuell mit Computeranimation und Hirnstimulation. Sauber, risikolos und genau nach den eigenen Bedürfnissen.

    • S. Kopp sagt:

      Genial!

      • fgee sagt:

        Nicht genial, sondern tragisch.

        Sex ist die schönste Möglichkeit, tiefe Gemeinschaft zweier Liebenden zu erleben, und manchmal wird diese Liebe sogar Fleisch, und wächst mit uns auf zu Menschen, die das Leben weitertragen.

        Dieses ganze IVF- und Cybersex-Geschwurbel bewirkt genau eines: dass das Gemeinschaftserlebnis auf der Strecke bleibt.

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde auch, Sex sollte ein Gemeinschaftserlebnis sein 🙂

    • Maria sagt:

      Solange diese private und persönliche Entscheidung niemals von der Krankenkasse bezahlt werden muss, solls mir egal sein.

  • Huxley sagt:

    So hat es sich Huxley in seinem Buch: ‚Schöne Neue Welt‘ vorgestellt. Es fehlt nur noch das Clonen um die Embryonen mehrfach zu duplizieren und die künstliche Gebärmutter (Leihmutter?).

    • A.D. sagt:

      Sie sagen es! Noch vor 10,15 Jahren wurde alles von „1984“ „Schöne Neue Welt“ oder Samjatins „Wir“ als Phantasie, Verschwörungstheorie und Pessimismus abgestempelt. Jetzt sind wir teilweise leider schon weiter, als in der Authoren kühnsten (Alb-)Träumen. Jetzt fehlt nur noch der künstliche Eingriff in die Embryonen um sie so zu formen, wie es sich die Wirtschaft/Politik wünscht oder Kontigente um Sex haben zu dürfen. Schöne neue Welt!

  • Ahn Toan sagt:

    Medizinisch unterstütze Fortpflanzung darf meines Erachtens, da gibts kein richtig und falsch, nur zulässig sein, wenn eine medizinische Indikation vorliegt, eine Krankheit (reduzierte oder fehlende Fruchtbarkeit) zu behandeln ist. Sonst züchten wir uns bald Wunschkinder, was ich bauchmässig für falsch halte, auch wenn ich es mit dem Kopf nicht begründen kann. Darum halte ich auch den Zugang homosexueller Paare zu Fortpflanzungsmedizin für falsch, nicht weil ich bezweifle, dass die ein (adoptiertes) Kind aufziehen können, sondern weil sie nicht wegen einer Krankheit keines zeugen können.

    • Andi sagt:

      Und was ist gegen Wunschkinder einzuwenden? Family balancing ist Realität. Im barbarischen Teil der Welt durch das Umbringen geborener Mädchen, in zum Beispiel katholisch verklemmten Regionen durch die Abtreibung von weiblichen Föten und in fortschrittlichen Gegenden durch Präimplantationsdiagnostik.

      • Ahn Toan sagt:

        @Andi:
        Das etwas gemacht wird, heisst ja nicht, dass ich oder wir es billigen müssen, und schon gar nicht, dass die Gesellschaft dies mitfinanzieren muss. (Krankenkasse). Kindstötung gibt’s, ist aber verboten, überall, Abtreibung bestimmt den Katholiken nicht erlaubt.

        Präimplantationsdiagnostik hat den Zweck, menschliches Leben zu werten, dass bessere darf dann leben, das weniger gute ist Müll. Wir machen dies mit Pflanzen und Tieren seit langem, weil es uns nützlich ist, aber sollen Kinder nützlich sein? Wenn ja, wem? Den Eltern, der Wirtschaft? Dürfen wir alles, was wir können?

      • David Stoop sagt:

        @Ahn Toan: Ich teile Ihre Meinung nicht. Präimplantationsdiagnostik wertet nicht das Leben, sondern die Chancen des möglichen Lebens. Das ist aber etwas, was Menschen andauernd tun, nur mit viel primitiveren Ansätzen. Lebenspartner werden ausgewählt auch im Hinblick auf Kinder. Es ist ja nicht so, dass wir Kinder per wahlloser Lotterie zeugen. Wir wissen aus der modernen Biologie mittlerweile auch, dass die Partnerwahl nicht ganz zufällig ist, sondern einer Selektion unterliegt. Wenn wir wirklich nicht werten wollten, müssten wir alle Kinder über absolut zufällige Systeme künstlich erzeugen.

      • Anh Toan sagt:

        @David Stoop; Bei der Partnerwahl gehen manche leer aus, manche müssen lange warten, leben dürfen sie trotzdem, manche können ein einsames Leben (im Sinne einer Zweierbeziehung und Kindern) auch erfüllt leben.

        Chancen worauf werden gewertet? Wer definiert, welche Chancen höher gewichtet werden?

        Stephen Hawkings Krankheit ist oder wird diagnostizierbar sein, bereits im Emrbyonenstadium. Bei der pränatalen Diagnostik ist die Versuchung kleiner, da ungewiss ist, ob es eine Alternative gibt, bei der präimplantiven Diagnostik muss ausgewählt werden. Hawkings wäre nicht geboren worden.

      • Anh Toan sagt:

        Man wird transgender diagnostizieren können, vielleicht sogar Homosexualität, Intelligenz, und noch viel mehr, und wir werden nur noch normierte Menschen haben.

        Schöne neue Welt!

      • Anh Toan sagt:

        @David Stoop

        Bei der in vitro Fertilisation wird mehr als eine Eizelle befruchtet, eine Selektion ist zwingend nötig. Auch wenn keine schwere „Defekte“ aufweist, wird nur eine eingepflanzt, die anderen landen im Müll oder in der Forschung. Da ist doch die Versuchung gross, sich die Kinder auch nach Intelligenz, Körpergrösse, was weiss ich auszusuchen.

        Und wer dann darauf verzichtet, ganz einfach schwanger wird und versucht, das Kind auf zu ziehen, das so entstand, st der Dumme oder gar Verwerflich, wir wollen doch alle das Beste für unsere KInder.

    • Andi sagt:

      Für mich auch richtig, Ahn Toan: User pays. Die Gesellschaft soll IVF/PGD nicht bezahlen müssen.
      PGD wertet menschliches Leben nicht. Es selektioniert Embroys aufgrund bestimmter genetischer Faktoren. Die Motive der Selektion sind unterschiedlich (meistens natürlich Selektion gegen Behinderung/Krankheit). Kinder in die Welt setzen hat im erweiterten Sinn schon was Instrumentalisierendes an sich. Nicht zuletzt dient es der Befriedigung von Wünschen und Vorstellungen eines sinnvoll geführten Lebens. Aber dies schliess ja nicht aus, dass die IVF/PGD geborenen Kinder in Liebe aufgezogen werden.

      • Anh Toan sagt:

        Ich bin der Meinung, die Krankenkasse soll zahlen, auch in vitro Fertilisation, aber nur dann, wenn tatsächlich eine medizinische Indikation besteht, also anders mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit keine Kinder gezeugt werden können.

        Keine Technik, keine Maschine, keine Methode ist gut oder schlecht, es hängt immer davon ab, wozu sie verwendet wird.

    • fgee sagt:

      @Anh Toan
      Steven Hawking ist ein treffendes Beispiel. Wenn man seine Krankheit pränatal diagnostizieren könnte, würden Menschen wie er mit grosser Wahrscheinlich abgetrieben, weil die schlechten Aussichten „den Aufwand nicht wert“ sind. Und jetzt: Was hätte die Menschheit gewonnen, wenn Hawking abgetrieben worden wäre?

  • Franz Pfister sagt:

    Zur Empörung Ihrer Bekannten:
    Wie kann man als Gesellschaft im TV Formate wie BigBrother und auf Youtube die neuesten ISIS Hinrichtungsvideos schauen bzw. es akzeptieren, dass andere es halt „interessant“ finden aber dann bei so etwas, das ja noch wissenschaftlichen Wert bzw. einen Lerneffekt mit sich bringt mit dem „Privatsphäre“ Argument kommen? Diese Doppelmoral geht mir so auf den Zeiger!

    • Markus Schneider sagt:

      Das ist keine Doppelmoral, sondern bloss nicht Ihre Moral. Finden Sie sich damit ab. Es gibt in dieser Sekunde noch tausend andere Leute, die Ihre Moralvorstellungen nicht teilen und bloss keinen Forumsbeitrag schreiben. Ausserdem gibt es auch Leute, die ISIS-Hinrichtungen weniger schlimm finden als eine Gesellschaft, welche die künstliche Befruchtung im Fernsehen zeigt.

      • Daniel Wegmann sagt:

        Und ich dachte, der mündige Mensch würde sein Fersehprogramm selber zusammen stellen dürfen. Aber nein, natürlich müssen die Moralvorstellungen einiger den anderen vorschreiben, was sie zu interessieren hat.

      • Markus Schneider sagt:

        Das ist allerdings bedauerlich, dass wir alle von den Vorstelklungen der SRG-Verantwortlichen abhängig sind und diese via gebühren auch noch zwangsweise und im voraus unterstützen müssen. Besser wäre darum ein Bezahlprogramm, das angeboten wird, aber nur dann bezahlt werden muss, wenn man es sich auch tatsächlich zu gemüte führt. Aber die SRG-Moral lautet hier natürlich: Es ist auch dann gut, wenn Du es nicht gut findest. Und noch besser ist, dass Du bezahlst und wir kassieren.

  • Andrade sagt:

    Es ist schade, dass der Mensch stets versucht die Natur zu überlisten aus Egoismus und purer Selbstsucht und die alten Werte und Traditionen damit verloren gehen. Vielleicht könnte sich die Menschheit vermehrt hinterfragen wieso es mit dem Kinderkriegen nicht klappt. Kann es aufgrund der Ernährung sein? Es wurde nachgewiesen, dass diese einen Effekt auf die Spermienqualität hat. Vielleicht hat die Frau sich damals entschieden eine Karriere anzutreten und nun spielt ihr Körper nicht mehr mit. Wieso nimmt sie sich dann nicht selber an der Nase? Weil die kapitalistische Gesellschaft es erlaubt…

    • the man sagt:

      „Es wurde nachgewiesen, dass diese (Ernährung) einen Effekt auf die Spermienqualität hat.“ Bitte geben Sie den Link zu dieser Studie an. Sonst bleibt es eine Behauptung.

      • P. Elzig sagt:

        Information ist Holschuld, nutzen sie doch DuckDuckGo oder Google, sie Faulpelz! Da müssten sie weniger tippen.

    • Hansjürg sagt:

      Hallo Antrade, „…die Natur zu überlisten aus Egoismus und purer Selbstsucht…“. Also, wenn ich daran denke – und das gelingt mir sehr gut – wie es vor manchen Jahren war, als mich meine Frau ins Bett zog und sagte, dass heute der richtige Tag wäre. Da käme ich nie auf die Idee, die Natur zu überlisten, denn wer dabei die Natur überlistet, hat in meinen Augen schlicht einen riesigen Dachschaden.

  • Heidi K. sagt:

    Es ist wichtig, dass sich Paare mit unerfülltem KiWu behandeln lassen können. Dies ist weiter verbreitet als man meint, denn niemand steht dazu, weil es immer noch ein Tabuthema ist und keiner sich „outen“ will. Vielleicht auch zum Schutz der Kinder. Man weiss nie, wie die anderen reagieren. Unsere Mitmenschen sind unsensibel und ahnen nicht, wie sie sehr sie mit unbedachten Worten verletzen können. Vielleicht ist ein Einzelkind gar nicht so geplant, vielleicht ist Kinderlosigkeit auch nicht geplant? Aber solange man selbst nicht davon betroffen ist, sieht die Welt ganz anders aus…

    • the man sagt:

      Danke Heidi, der bisher sinnvollste Kommentar zu diesem Thema. Anzufügen wäre noch, dass die heutige Reproduktionsmedizin noch in den Kinderschuhen steckt, und die Erfolgschancen nach wie vor bescheiden sind. Ich wünsche allen Paaren, die diesen Weg einschlagen müssen (kaum jemand macht das freiwillig…), viel Durchhaltewillen und Ausdauer.

      • Sama sagt:

        Und dann gibt es noch die vielen Paare, die ein Kind zeugen wollen, aber dann den Weg der Reproduktionsmedizin doch nicht gehen – weil der Wunsch nicht sooo gross ist, sich dem Prozedere auszusetzen.
        Sind diese dann gewollt oder ungewollt kinderlos?

    • 13 sagt:

      Völlig richtig, Heidi. Trotzdem sollte eine Möglichkeit zur Lösung eines Problems oder wie auch immer man den unerfüllten Kinderwunsch nennen will, nicht unbedingt zu einer Ohne-Not-Praxis werden für alle. Aber genau in diese Richtung bewegen wir uns beim Thema Kinder, egal ob es um die Frage der pränatalen Untersuchungen, des Kaiserschnitts, Stillen, schreien lassen und nun eben auch Zeugung geht.

    • Stevens sagt:

      @Heidi: Danke für ihren Kommentar. Da kann ich ihnen völlig zustimmen.
      Unser viereinhalbmonatiger Sohn wurde so gezeugt und es ist das grösste Glück.

      Und wichtig ist auch: Nicht zu lange warten: Besser mit 28 als mit 38. Dann sind die Chancen nicht so bescheiden.

  • Georg Klein sagt:

    Einfach mal bei Aldous Huxley nachlesen: „Schöne neue Welt“. Er hat es schon 1932 vorausgesehen.

  • S. Kopp sagt:

    Am schlimmsten finde ich nicht, das es MÖGLICH ist, sondern dass die Menscheit mittlerweile meint es sei ein Grundrecht ein Kind zu haben. Mir ist klar, dass nun gleich der Gegenangrif kommt, wenn man noch nicht weiss ob man Zeugungsfähig ist oder bereits Kinder hat, kann man dazu nichts sagen. Ich persönlich glaube jedoch viel mehr, dass es eine Grundeinstellung zum leben ist. Diese Überheblichkeit des Menschen gegenüber der Natur ist unfassbar. Später kommt dann das Gehäule über die Drillinge (wie in Puls) und die verdammt hohen Kosten – „klönen“ vorprogrammiert.

    • mila sagt:

      Nun ja. Die Macht-euch-die-Erde-untertan-Einstellung hat viele Facetten (und Folgen). Was ich nicht ganz verstehe: weshalb Menschen, die ganz sicher dankbar sind für die lebenserhaltenden bzw. -verlängernden ‚Segen‘ der modernen Medizin (wer von uns hat niemals Antibiotika eingenommen?), umgekehrt alles als Überheblichkeit verteufeln, was mit reproduktiven Massnahmen zu tun hat. Wir spielen schon seit einer ganzen Weile Gott. Entsprechend geht für mich in dieser Denklogik etwas nicht auf.

      • P. Elzig sagt:

        Das ist unser Privileg, dass wir nicht einer Denklogik folgen müssen. 🙂
        Aber geben Sie nicht auf mila, wenn sie lange genug an dieser Knacknuss bleiben, geht die Denklogik dann schon auf, Sie werden sehen. Heute fehlt den Menschen wirklich die Geduld, sich mit einem Thema länger zu befassen, unglaublich. Haben Sie eigentlich ADD?

      • mila sagt:

        Dass Stringenz nicht so ganz Ihre Stärke ist, wissen wir doch schon vom bisherigen Tages-Diskussionsverlauf, Herr Elzig. Kein Grund also, es wiederholt unter Beweis zu stellen. 😉

      • Stranger sagt:

        P.Elzig, mila hat, wie viele von uns, ihre Quirks. Aber ADD hat sie definitiv nicht.

    • Stevens sagt:

      @ S. Kopp: So kann man reden, wenn sich der Kinderwunsch so ganz einfach von alleine erfüllt hat.
      Würden sie auch so reden, wenn sich der Kinderwunsch bei ihnen nicht eingestellt hat?

      • P. Elzig sagt:

        Man muss nicht alles bekommen, nur weil man es sich wünscht.
        Aber wenn sich jemand findet, der diesen Wunsch wahr werden lässt, wieso auch nicht.
        Ein verantwortungsvoller Partner und Mensch würde jedenfalls alles tun um sicherzustellen, dass es nicht an seiner Zeugungsunfähigkeit liegt und seiner Partnerin die Gelegenheit geben, auch mit anderen Männern Vermehrungsversuche zu unternehmen. Das verschont einerseits die Brieftasche und andererseits die Eizellen seiner Partnerin, von einem Unfruchtbaren befruchtet zu werden.

      • P. Elzig sagt:

        Denn von den Pärchen gibt es vier verschiedene.
        Dieses, in dem der Mann fruchtbar ist und die Frau unfruchtbar.
        Dann gibt es jenes, in dem der Mann zeugungsunfähig ist und die Frau fruchtbar.
        Bei diesen beiden wiegt der Nachteil schwerer als der Vorteil.
        Dann gibt es das Pärchen, in welchem beide fruchtbar sind.
        Das ist das beste Pärchen.
        Und dann gibt es jenes, in welchem der Mann zeugungsunfähig und die Frau unfruchtbar ist.
        Das ist das schlimmste Pärchen von allen.

      • Stevens sagt:

        @Elzig:

        Sie haben natürlich recht. Man muss nicht alles bekommen was man sich wünscht.
        Aber man darf es probieren, auch unter Beizug der Fortpflanzungsmedizin.

        Falls es bei ihnen nicht klappt mit dem Kinderwunsch, dann dürfen sie auch getrost darauf verzichten.

        Wir haben es gemacht und es ist die Beste Entscheidung unseres Lebens.

      • P. Elzig sagt:

        Ja, Stevens, ich will doch nicht einmal die Gelegenheit haben, dass es klappen könnte.

  • P. Elzig sagt:

    Das wird Kümmerlinge und Schwächlinge hervorbringen. 🙂

    • Stevens sagt:

      Das bringt wunderbare, starke, gesunde und tolle Babys, welche sich in nichts von normal gezeugten unterscheiden.
      So ein viermonatiges Baby wohnt bei mir daheim und ist das grösste Glück was es gibt.

      Falls sie selbst Papa oder Mama sind wünsche ich ihnen viel Freud mit ihrem von ihnen gestählten Elitebaby, welches bestimmt mal meinen Jungen verprügeln wird 🙂 Und später den Nobelpreis gewinnen oder Fussball-Weltmeister wird 🙂

      • P. Elzig sagt:

        Nein, nein, ich werde nie Kinder auf die Welt stellen. Es würde ein krankes, gestörtes A***lo*h, das sich selber kaum aushält. Ich bin so verantwortungsvoll und bürde diese Last niemandem auf. Ich habe auch gar keinen Sex, denn sonst würde es bestimmt genau dazu kommen.

  • Zahnd Beat sagt:

    Ist doch immer wieder schön, das es Leute gibt die genau wissen was für andere Leute das einzig Richtig im Leben ist.

  • Max Blatter sagt:

    Der Mensch ist eines der wenigen Lebewesen, die auch losgelöst von der Fortpflanzung sexuell aktiv sind – einfach wegen der Lust- und Liebesgefühle, die damit verbunden sind. Gerade das macht den Menschen menschlich, auch wenn manche Religionsgemeinschaften das noch heute anders verkünden (weshalb eigentlich?).
    Das Umgekehrte – Fortpflanzung ohne unmittelbare sexuelle Vereinigung – schafft zusätzliche Freiheiten. Wie immer sollte man mit Freiheiten bewusst umgehen – das liegt aber in der Zuständigkeit und Verantwortung jeder einzelnen Frau, jedes einzelnen Mannes.

    • P. Elzig sagt:

      Es ist aber auch das einzige Wesen, das trotz Lust- und Liebesgefühlen sexuell inaktiv sein kann.

    • Ahn Toan sagt:

      @Max Blatter: „Der Mensch ist eines der wenigen Lebewesen, die auch losgelöst von der Fortpflanzung sexuell aktiv sind – einfach wegen der Lust- und Liebesgefühle, die damit verbunden sind.“

      Also die Schimpansen und Delphine (das seien die schlauesten Lebewesen nach den Menschen) wissen, wie Fortpflanzung funktioniert? Haben Sex um Nachkommen zu machen? Ich glaube, der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass auf die abstruse Idee kam, den Sex von Befriedigung von Lust, zu trennen, und zu sagen, dieser sei orientiert am Ziel der Fortpflanzung.

  • mila sagt:

    Dieses Szenario hat zumindest einen widerspenstigen Haken: trotz Jahrzehnten der Emazipation ziehen die meisten Frauen, gerade im Westen, die Mutterschaft einer ‚Karriere‘ bei weitem vor – nicht zuletzt auch viele Gutausgebildete. Daran wird es also nicht liegen. Anders sieht es mit den angeführten medizinischen Aspekten aus, und dabei dürfte genetische Auslese in so einigen Ohren nicht nur wegen Vermeidung unheilbarer Krankheiten eine äusserst attraktive (Zukunfts-)Musik spielen. Wobei, Zukunfts-? Babies ’nach Mass‘ gibt es schon heute. Ich tippe jedoch, dass diese Entwicklung /

    • mila sagt:

      noch für eine ganze Weile ein lukratives Elitenphänomen bleibt.

      PS: Wenn man sich die anhaltende Wissenschaftsskepsis im immerhin 21. Jahrhundert – dem dritten nach dem sogenannten Zeitalter der Aufklärung – anschaut, können einem ebenfalls Zweifel daran kommen, dass sich derartige Technologisierungsträume von Forschern so reibungslos wie angedacht materialisieren werden. Nicht alles, was im Labor ersonnen wird, stösst bei der breiten Bevölkerung auf Akzeptanz. Andererseits wird es die geben, für die Optimierung der humanen ‚Materials‘ ein einleuchtender (Selbst-)Zweck ist.

    • mila sagt:

      Man darf gespannt sein, welche Seite überwiegt – der Ausgang scheint mir jedenfalls noch nicht gegeben. Er ist eben doch ein ambivalentes und insofern unkalkulierbares Wesen, der Mensch.

      • P. Elzig sagt:

        Es ist leicht etwas nicht akzeptieren zu wollen, was man sich eh nicht leisten kann.
        Wären medizinische Lifestyleeingriffe für alle erschwinglich, würden sich heute auch die meisten Leute Schönheitsoperationen und künstliche Befruchtungen leisten ohne darüber in Kulturpessimismus zu versinken.

      • mila sagt:

        Und wer ist hier jetzt kultupessimistisch? 😉

  • Reto Stadelman sagt:

    Der menschliche Köper hat sich in Jahrmillionen aus irgendwas entwickelt. Die genaue Ahnenreihe ist ja noch ungeklärt so weit ich weiss. Was ich weiss ist, dass der Körper sich entwickelt und Umständen angepasst hat. Evolution. Man mag jetzt sagen, ich habe zu viel Fantasie, aber haben sich die Wissenschaftler einmal überlegt, was es für die Evolution bedeutet, wenn wir plötzlich über Generationen hinweg mit Antibabypille oder künstlicher Befruchtung arbeiten?
    Das gesunde Mass ist gefragt. Und Sprüche wie „in 35 Jahren gibt es nur noch künstliche Befruchtung“ lassen mich den Kopf schütteln…

  • fabian sagt:

    tolle sache. für die emanzipation der frau.
    also zumindest jene frauen, die es sich leisten können.

    • Stevens sagt:

      @ Fabian: Also soo teuer ist es nun auch wieder nicht. Zumindest ein Betrag, den sich ein Normalverdiener durchaus leisten kann.
      Aber wenn es ein „Lifestyle“ wird, dann werden einige ganz gehörig auf die Schnauze fliegen, denn:
      – Eine Garantie gibt es nicht, dass es klappt..
      – Es ist kein Pipifax. Es ist ein Eingriff. Der Eingriff im gemäss dem Text ist der kleinere und harmlosere. Es heisst auch, sich täglich zu Spritzen, ein Eingriff in den Hormonhaushalt, eine richtige Operation, ein Aufenthalt in der Tagesklinik.

      Es ist nicht so „easy mal sich das Kind per IVF erzeugen“

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Es ginge ja vor allem um Geld, das konsequente Auslagern der Zeugung wäre ein grandioser Wirtschaftszweig.“

    Und zwar für den kleineren, von hohem Lebensstandart beglückten, Teil der Welt,
    abler klar, viel lukrativer als sich für eine globale Trinkwasserversorgung, medizinische Grundversorgung uä die Gelder lockerzumachen und Forschungsarbeit zu investieren.
    plus dass die herbeigeredete erreichte Unabhängigkeit der Frau durch Pillenerfindung für mich einen widerlichen Beigeschmack hat, diese tolle angebliche Rev olution hatte (und hat immer noch) auch viele Opfer.

    • mila sagt:

      Was genau meinen Sie mit letzterem, @Brunhild?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        dass sich viele Frauen im Namen dieser ihnen nun angeblich unbegrenzten Freiheit auch von Männern manipulieren liessen, dass ihnen die komplette Verantwortung unterschoben wurde (die hätte ja verhüten können!), plus alle gesundheitlichen Folgerisiken einer Pilleneinnahme, welche noch heute zu vergegenwärtigen wären- aber oft nicht im Bewusstsein sind (Thrombosenrisiko etc).

      • mila sagt:

        Das mit dem manipulieren müssen Sie mir noch etwas genauer erklären, ich verstehe es in dieser Kürze nicht. Und hören nicht gerade auch Männer, respektive un(frei)willig werdende Väter, nicht selten den Satz: er hätte sich ja ein Kondom überziehen können?

      • Raton Lavor sagt:

        Also ich würde die Frau, die ich liebe, davon abhalten wegen mir die Pille zu nehmen.
        Aber sie nimmt die Pille ja auch nicht für mich, sondern für ihre Liebhaber.

      • Sportpapi sagt:

        @Brunhild: Wie findet denn dieses Manipulieren statt? Ich finde ja eher, da erhielten die Frauen Freiheiten, die natürlich auch ihre Kehrseiten haben (wie wohl alle). Aber es wären wohl manche Männer froh, sie hätten auch ein so sicheres Verhütungsmittel, mit dem sie sich schützen könnten.
        Letztlich ist die Einnahme aber immer noch freiwillig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        klar, der Vorwurf geht auch in Gegenrichtung, doch seit Pillenmöglichkeit kriegt auch sie ihn zu hören.
        Bezüglich Manipulation, ich denke da an alles, was noch mit der ganzen „Befreiung“ zusätzlich anrollte, bitte nicht missverstehen, ich bin froh lebe ich nicht in Zeiten wo mehrheitlich kein Klartext gesprochen und vieles hinter verschlossenen Türen gelaufen ist. Aber den Frauen hat die neue Offenheit nicht nur Freiheit gebracht sondern auch neue Zwänge, in Richtung „sie sollen sich nicht so anstellen“, und hier greift für mich die Manipulation.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ denn nur Frauen welche schon als Kinder zu einer guten Eigenwahrnehmung erzogen worden sind, inklusive Klartextreden, konnten in den ganzen Umwälzungen schnell genug herausspüren wo es wirklich um sie als Person ging, und wo sie, im Namen der grossartigen Befreiung aller, als Mittel zum Vergnügen dienten.

      • mila sagt:

        Bezüglich Eigenwahrnehmung als Subjekt (statt Objekt) gebe ich Ihnen recht. Auch, dass dies zu einem guten Teil Erziehungssache ist. Bei den anderen Punkten bin ich der Meinung, dass diese nicht erst mit der Pille Einzug in die zwischengeschlechtliche Beziehung gehalten haben; das nervige „hab dich nicht so“ haben sich vermutlich schon Höhlenfrauen anhören müssen (über das jeweilige Aus- respektive Gewaltmass liesse sich sicher streiten, auch in geschichtlicher Perspektive). Weiter nehme ich an, dass es viele Frauen gibt, die sich weder selbst- noch fremdausgebeutet fühlen, /

      • Sportpapi sagt:

        Das eine Frau an unbeschwertem Sex Vergnügen finden könnte ist wohl gar kein Thema?

      • mila sagt:

        wenn es beim Sex zwischendurch tatsächlich nur um Sex geht. Insofern würde ich mich dagegen verwehren wollen, Frauen pauschal auf eine Pillenopferschiene abzustellen – der Mehrheit traue ich durchaus zu, dass sie weiss, was sie – freiwillig – mit ihrem Körper anstellen (lässt).

      • mila sagt:

        @SP: Das kommt davon, wenn Sie sich dazwischen drängen – Ihr Kommentar würde sich nach meinem zweiten erübrigen. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Würde es, wenn er sich nur auf Sie beziehen würde. Ich finde es einfach eine sehr alte, sehr schräge Sichtweise, dass Männer immer Sex haben möchten, Frauen hingegen daran gar keine Freude haben können/dürfen(!).
        Wie auch immer. Beim Sex ist man immer – mal mehr, mal weniger – Objekt und Subjekt.

      • mila sagt:

        Hmm. Können wir uns darauf einigen, dass man auch als Objekt einer Begierde immer noch ein (selbstverantwortliches) Subjekt ist? Darum geht es mir in punkto Eigenwahrnehmung (in einem, zugegeben, eher lebensphilosophischen als sexuellen Tiefsinn).

    • Widerspenstige sagt:

      Brunhild, da bin ich jetzt mal ganz bei Ihnen. Es fragt sich schon, inwiefern dieser medizin. Fortschritt(?) die Unabhängigkeit der Frau wirklich befördern soll oder ob hier Augenwischerei auf hohem Niveau betrieben wird. Ich sehe hier dunkle Wolken am Horizont der weiblichen Emanzipation auftauchen, denn die Besamungsstätte verkommt mir zu einem tierähnlichen bekannten Verfahren: Kühe werden so behandelt! Das soll ein Fortschritt sein? Für wen genau ist wohl eher die Frage aller Fragen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        die vermeintliche Rundum-Unabhängigkeit schafft neue Abhängigkeiten, was wohl noch öfters der Fall ist.
        Schafft sie aber neue SachZWÄNGE, und die sehe ich hier am Horizont leuchten, dann nein danke.
        Wird bei einer Beförderung zukünftig den Ausschlag geben, ob die Kandidatin egg-freezing machen wird?…

        Von diesem Aspekt her wäre interessant zu wissen, wie die Frauen in nordischen Ländern darüber denken,
        ob sie diese Bedürfnisse sehen, oder durch ein optimaleres System gar keinen Bedarf.
        Und dann müsste man sich ja schon fragen wo das Geld besser investiert wär!

  • Wieso ist die Frage von MSN unangebracht? Es gilt ja immer noch die Meinungsäusserungsfreiheit, oder?

    • SrdjanM sagt:

      Weil es sich wie ein Vorwurf an die Eltern anhört, welche bereits heute, wenn die Biologie nicht mitmacht, sich dafür entscheiden. Die Frage „Was sind das für Kinder“ ist so undifferenziert gestellt dass es auch diese Eltern verletzen könnte.

      Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu tun, natürlich darf man so was meinen. Aber finden Sie es wirklich „nett“, den Leuten die so einen schwierigen Prozess durchlaufen haben (haben Sie die Sendung gesehen?) noch so was an den Kopf zu werfen?!

    • Widerspenstige sagt:

      Das Wort ‚Meinungsäusserungsfreiheit‘ ist kontaminiert und somit unangebracht, Jakob, also bitte in diesen Tagen nicht mehr nachlässig gebrauchen. Aber zum Inhalt der Frage von MSN darf geantwortet und darüber diskutiert werden, keine Frage.

      SrdjanM, es ist wohl im Gegenzug auch verletzend für Gegner dieser Methode oder nicht?

      • Stranger sagt:

        Nachlässig? Widerspenstige, die Meinungsfreiheit und die Meinungsäusserungsfreiheit gilt absolut und ist nur durchs Gesetz begrenzt. Darum gibt es keinen nachlässigen Gebrauch des Wortes.

      • Widerspenstige sagt:

        Stranger, ja klar, und es gibt Zeiten, wo man sich dieses Zitat zu Herzen nehmen sollte: Reden ist Silber, schweigen ist Gold

      • Paul sagt:

        Ja Widerspenstige, und es gibt Zeiten, da haben andere Menschen trotzdem eine andere Meinung als Sie. GERADE in diesen Zeiten darf meiner Meinung nach GERADE zu diesem Thema NICHT geschwiegen werden.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja klar, Paul, reden wäre das Ziel gewesen, bevor es knallt. Aber sie haben das Abknallen gewählt und wollten nicht vorher miteinander reden. Sie sind mir ja ein ganz schlauer Kerl 😡

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du bist auf dem Holzweg. Gerade jetzt sollten wichtige Werte wie Meinungsfreiheit, Redefreiheit, etc. hochgehalten werden. Gerade jetzt. Trotzdem kann eine Äusserung aber natürlich unangebracht sein.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie sollten jetzt tatsächlich besser die Klappe halten, WS, bevor sie sich noch um das kleine Restchen Glaubwürdigkeit reden, das sie bisher vielleicht noch hatten – NO PASARAN! 🙁

      • Widerspenstige sagt:

        Ausgerechnet Sie wollen mir meine Meinung verbieten, Gabifranz?! Sie drohen mir mit ‚No Pasaran!‘ aus der Vergangenheit? Kruder geht’s nimmer!

        Ich bin der dezidierten Meinung, dass genau jetzt besser ein sich-zurück-halten-von-Provokation der Beruhigung der hochexplosiven Lage in Europa dienlicher ist als das trotzige Durchsetzen von Meinungsfreiheit. Da bin ich in bester Gesellschaft mit der Chefredi vom Tagi u auch der ältesten Satirezeitschrift ‚Nebelspalter‘. Alles zu seiner Zeit und deshalb ziehe ich mich jetzt zurück hier.

      • Franz Vontobel sagt:

        In bester Gesellschaft mit Leuten wie Chamberlain sind sie, genau! – Menschen wie sie bringen mich zum Ko**en!

        (Und der Nebelspalter ist schon lange keine Satirezeitschrift mehr, sondern nur noch ein unbedeutendes Witzblatt.)

      • Paul sagt:

        @ Widerspenstige: Offensichtlich verstehen Sie nicht, was Meinungs- und Pressefreiheit ist – oder es fehlt Ihnen schlicht an Rückgrat. Vorher hätte man reden sollen, ganz klar, nachher muss man erst recht reden.

      • Hansjürg sagt:

        Der Franzl ist das beste Beispiel für gelebte Meinungsfreiheit. Es ist tatsächlich zum Kotzen.

  • Chris Fogg sagt:

    Unsere 3 Kinder wurden alle natürlich korrekt und ökologisch mit der grünen Knospe gezeugt. Ich habe sogar jeweils auf Kaffee und Nikotin verzichtet im Vorfeld um meine Spermien noch flinker zu machen. Es hat uns beiden Spass gemacht zu wissen, dass es nun erst ist und scharf geschossen wird.

  • Paul sagt:

    Da würde meiner Meinung nach was fehlen. Meine Frau und mir gab es bei der Zeugung unserer Tocher definitiv einen zusätzlichen Kick zu wissen, dass es jetzt eben nicht mehr „nur“ um Sex gieng. Sex findet ja bekanntlich vor allem im Kopf statt und das Wissen, dass diesmal der Natur kein Schnäppchen geschlagen wird, sondern der Sex um seiner natürlichen Bestimmung Willen stattfindet, fanden wir jedenfalls sehr erregend. Wir freuen uns also schon darauf, für weitere Nachwuchs zu sorgen – natürlich nicht nur wegen dem Sex.

    • Raton Lavor sagt:

      Ah, ich bewundere Sie. Den Gedanken, nochmals so einen kranken Idioten wie mich in die Welt zu stellen, könnte ich beim Sex wirklich nicht ertragen. Aber ich habe ja auch keinen.

      • Stranger sagt:

        Tja, wahrscheinlich sind Sie zu bescheiden. Und da wir genau so bescheidene Leute brauchen, sollten Sie sich fortpflanzen…

      • Paul sagt:

        Keine Kinder zeugen zu wollen ist genau so ein legitimer Entscheid, wie Kinder kriegen zu wollen. Aber da gibt es für Sie doch eine ganz einfache Lösung, eine Vasektomie lässt sich ambulat durchführen.

    • Ashiro sagt:

      Genauso ging es uns auch, bei allen unserer Kinder.

  • Ruedi sagt:

    „ein Hirngespinst eines «crazy old man».“ Umschreibt es ganz genau.

  • Daniel Meier sagt:

    Ob man es nun wahrhaben möchte oder nicht: Hr. Djerassi hat wohl recht, zumindest bei uns im Westen und vielleicht in ein paar wirtschaftlich gutlaufenden Staaten in Asien wird dies sicher für eine breite Masse die Zukunft sein. Natürlich wird es immer noch Kinder geben, die auf die schöne altmodische Art gezeugt werden, aber wenn man nur heute schon sieht, wie gerechnet wird, wann der beste Zeitpunkt für eine Schwangerschaft wäre, damit die Karriere nicht leidet, dann glaube ich halt schon, dass in Zukunft viele Paare diesen Weg gehen werden, und wohl auch einzelne Frauen ohne Partner.

  • Stevens sagt:

    Die Reaktion der Bekannten von Frau Braun ist für mich total entlarvend. Da hatte wohl gerade jemand sein „Oha-Erlebnis“. Wahrscheinlich gehörte sie wie viele andere auch zu denjenigen, welche die Vorzüge sehen wollen („totale Freiheit“, „Karriere machen“, „vom Partner unabhängig sein“), ohne zu wissen, was künstliche Befruchtung wirklich ist: Ein chirurgischer Eingriff. Das ist kein Pipifax, welchen man einfach so easy mal machen sollte, weils gerade mit der Karriere nicht so passt…
    PS: Der gezeigte ist der kleinere von den beiden Eingriffen, welche nötig sind.

    • Sama sagt:

      Sie haben den Artikel nicht gelesen: Die besagte Freundin hat das ganze Prozeder bereits hinter sich und findet aus persönlicher Betroffenheit heraus die Zurschaustellung unangenehm.

      • Stevens sagt:

        Ups, ja, sie haben recht.
        Nun, ist klar, ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass bei uns ein Fernsehteam dabei gewesen wäre.

        Aber ich finde es dennoch gut, wenn das gezeigt wird. Es zeigt einfach, so wie es ist. Ob der Eingriff im Beisein eines Fernsehteams passiert hat aus meiner Sicht nichts mit Würde zu tun.

        Es zeigt einfach: Es ist ein Eingriff. Es ist keine easy Sache. Und das scheint mir gut

  • Thomas sagt:

    Die künstliche Befruchtung ist ein Segen. Je mehr schlimme Krankheiten (z.B. Frühalzheimer, Schizophrenie) dadurch ausgeschlossen werden können, desto besser. Wer darauf verzichten möchte, kann ja weiterhin auf die evolutionäre Methode (mit all ihren Nachteilen) zurückgreifen.

    • Carlo Corno sagt:

      so gesehen wäre dies ja im Interesse der Krankenkassen. Unverständlich deshalb, dass sie die Kosten nicht übernehmen …

      • Franz sagt:

        wollt ihr „Roboters“ oder Kinder / Lebewesen? Als nächstes lässt ihr die Haarfarbe, den IQ, das Geschlecht usw. bestimmen, wie im Einkaufszentrum

      • Stranger sagt:

        Wenn ein Kind mit einem schlimmen Erbdefekt nicht geboren wird, hat das nichts mit einem Roboter zu tun, oder? Typische Verwirrung der Leute, die ein Thema nur so leicht andenken.

    • Widerspenstige sagt:

      Segen oder Fluch, das ist hier DIE Frage….

  • Ahn Toan sagt:

    In alten Dokumentarfilmen und Schulbüchern wird verkündet, das Wort passt so schön zur christlich-ideologischen Verdrehung, dass Sex nur zur Fortpflanzung ohne Sünde sei, also es wird verkündet, der Löwe steige auf die Löwin, um seine Gene weiter zu geben, er töte Jungtiere eines anderen Löwen, um seine Fortpflanzung sicher zu stellen. Ich meine, der Löwe will Sex, hat die Löwin Junge, hat sie keinen Bock.

    Sex um Kinder zu machen, ist selten guter Sex, es ist Sex nach Kalender statt Lust.

    • tommaso sagt:

      Warum nach Kalender? Einfach keine Gelegenheit auslassen…

      • Ahn Toan sagt:

        Die in vitro Fertilisation ist eine Behandlungsmethode, die nur zur Anwendung kommt, wenn jahrelanger regelmässiger ungeschützter Sex nicht zu einer Schwangerschaft führt. Dann wird das Ziel der Lustbefriedigung vom Ziel der Schwangerschaft verdrängt, der Sex wird unnatürlich, verkrampft, unbefriedigend weil keine Schwangerschaft, krank.

        Und nur dann gibt es eine medizinische Indikation um etwas zu behandeln, zum Beispiel mit artifizieller Insemination oder in vitro Fertilisation.

        Wenn Sex bei jeder Gelegenheit zu Schwangerschaft führt, rennt man doch nicht zum Arzt.

      • Paul sagt:

        Ja gut Ahn Toan. Nun geht es aber in dem Artikel, den wir hier so fleissig kommentieren, nicht um künstliche Befruchtung weil eine natürliche Zeugung nicht klappt, sondern es geht darum, ob in Zukunft die Trennung von Zeugung und Sexualität der Standard sein soll. Und dies aus Gründen der „Lebensqualität“, was in diesem Fall mit perfekt-bünzliger Planbarkeit gleichgesetzt wird.
        Tatsächlich gibt es in meinem Bekanntenkreis Menschen, die schon im ersten Monat nach Absetzen der Pille nur noch nach Kalender poppen. Da fehlt mir dann die Unverkrampftheit, die guten Sex ausmacht.

      • Ahn Toan sagt:

        “ Haben Lust und Leidenschaft in ein bis zwei Generationen nichts mehr mit Kindermachen zu tun?“

        fragt der Artikel, und da ist meine Antwort, dass haben sie im Sinne einer Absicht oder eines Ziels in der Evolution erst seit relativ kurzer Zeit. Vorher war Sex gewollt, Fortpflanzung passierte dann. Unsere Lust auf Sex hat nichts mit dem Wunsch nach Fortpflanzung zu tun, und der Wunsch nach Fortpflanzung hat mit sozialen Erwartungen zu tun (Heinrich der 8 (ver)brauchte 6 Frauen) und nichts mit Sexualtrieb.

    • Paul sagt:

      Das ist es bei den Leutem, die den grossen Fehler machen, von „um Himmels Willen bloss nicht schwanger werden“ direkt zu „jetzt ums Verrecken und sofort schwanger werden“ wechseln. Das ist kein Problem des Zeugungakts sondern ein Problem der Einstellung. Und ja, für diese Leute ist der künstliche Weg sicher der richtige, dann kann man gut Schweizerisch alles bis ins Detail planen und muss nichts mehr dem Zufall überlassen.

    • P. Elzig sagt:

      Also ich hätte gar nichts gegen Sex nach Kalender.
      Ich könnte mich dann 15 Jahre in Ruhe auf diesen Termin vorbereiten.

    • David Stoop sagt:

      Es ist gar simpel, das menschliche Sexualempfinden auf den Löwen zu projezieren.
      Ansonsten haben Sie aber recht, wenn der Kinderwunsch sich nicht natürlich einstellt und man beginnt, nachzuhelfen, hat das immer etwas verkrampftes an sich. Aber auch das ist natürlich, denn so geht es uns Menschen mit allem, das wir tun. Bleibt der Erfolg aus und wir steigern uns in etwas hinein, wird es verkrampft.

  • MSN sagt:

    Was werden das für Kinder sein, für die nicht Liebe den Weg in unsere Welt gebahnt hat?

    • SrdjanM sagt:

      Ja, was sind das denn für Kinder welche heute bereits so in die Welt kommen? Aus welchen Grund wünschen sich denn heute die Eltern „solche Kinder“, etwa nicht aus Liebe?!
      Ihre Frage ist unangebracht…

      • Paul sagt:

        Ich verstehe, dass diese Frage als unangebracht empfunden werden kann. Ich denke aber, sie richtet sich nicht an Paare, die sich sehnlichst Kinder wünschen, und sich diesen Wunsch nur mit mediziniescher Hilfe erfüllen können. Ich denke die Frage richtet sich eher an gesunde Paare, welche auch auf natülichem Wege ein Kind zeugen könnten, und ob es in dem Fall nicht etwas an dem ganzen emotionalen Drumrum mangeln werden wird, wenn die Zeugung zu einem rein klinischen Akt verkommt.

      • Stranger sagt:

        Was ist mit den Kindern, die seit jeher durch eine Zeugung, die nicht von Liebe begleitet wurde, in die Welt gesetzt wurden? Make no mistake: Das ist SEHR häufig.

    • Alice sagt:

      Sehr viele Kinder werden nicht „in Liebe“ gezeugt. Viel wichtiger ist doch, dass sie mit viel Liebe aufwachsen.

    • Gerhard Engler sagt:

      Viele Kinder, die früher (und auch heute) auf natürlichem Weg gezeugt wurden, haben eine miserable Kindheit erlebt, mit Eltern, welche sie geschlagen haben, Alkoholiker waren, etc. Die Art der Zeugung hat also wenig damit zu tun, wie das Kind später die Welt erlebt.

    • Martin Frey sagt:

      Was soll an den Kindern, die so gezeugt werden, anders sein, MSN? Es werden Kinder sein wie alle anderen auch, mit mindestens soviel Liebe durchs Leben begleitet wie alle anderen auch. Völlig daneben, Ihr Post, wirklich.

      • Madeleine sagt:

        Naja, mir kommt spontan Gattaca (Film) in den Sinn – die Zukunft könnte grauenvoll ausschauen, wenn man die Sache weiter spinnt! So à la: 1x Junge, blond, sportlich mit allem und scharf 🙂

    • Susi sagt:

      Ohje. Wieder mal jemand, der/die Segs mit Liebe verwechselt.
      🙂

      • Stranger sagt:

        Segs, Susi? Hmm. Da gibt’s doch einen Grund für Deinen Reschtschreibschnitzer, der war kein Zufall…

      • Susi sagt:

        Stranger, das war dänk Kalkül. Schreib Segs mal richtig und schau dann, wie lange es geht, bis dein Kommentar freigeschaltet wird. Da nehme ich doch einen Schnitzer gerne in Kauf, auch wenn es deinem Rechtschreibe-F3tisch natürlich nicht entgegenkommt.

      • Carolina sagt:

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Segs vis uell.

      • Katharina sagt:

        naja, die Satzzeichen sind, mit etwas Imagination, durchaus visuell klar. Das Komma, der Strichpunkt, das Ausrufezeichen und besonders das umgekehrte Ausrufzeichen wie im Spanischen verwendet (girl on top). Beim Fragezeichen wird es dann etwas akrobatisch.

        Stranger sollte ja eigentlich sowas sich automatisch vorstellen 😉

        vielleicht ist es deshalb, dass ihn die Absenz von Satzzeichen so ärgert.

        die 3, von Susi verwendet, bezieht sich dann auf etwas nördlich des Aequators, von oben betrachtet zeigt es ja ein prächtiges Paar Mammilaria.

      • Susi sagt:

        3 = ein paar Mammilaria? haha! (ich hätte sie um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht eher als ein paar Testikuli wahrgenommen; was für eine nette Projektionsfläche doch!)

    • Stevens sagt:

      @alle: Einfach nicht auf den Kommentar von MSN eingehen. Wer so etwas schreibt, möchte einfach provozieren und Leute verärgern.

    • Widerspenstige sagt:

      MSN, das Ergebnis können wir täglich im Weltgeschehen durchkauen…

      • mila sagt:

        *Nein, ich werde Widerspenstige jetzt nicht fragen, was genau sie damit meint.*

        Oder doch? @Widerspenstige, wenn Sie schon solche ominös-kruden Bemerkungen in die Runde werfen, dann führen Sie sie doch bitte näher aus.

      • Martin Frey sagt:

        Der einzig richtige Kommentar zu WS ist: no comment. Es ist sinnlos, mila.

      • Widerspenstige sagt:

        Meine Gegenfrage: können Sie es sich nicht denken, was ich damit aussagen wollte? Ein menschliches Wesen mit All seinen wundervollen Eigenschaften durch einen Akt der völligen Auflösung zweier sich Liebenden zu erschaffen ist ein spirituelles Gut, das man nicht auf künstliche Art ‚erschaffen‘ sollte. Mir fehlt bei der Diskussion um dieses Thema dieser Aspekt. Mehr mag ich im Moment dazu nicht sagen, mila.

      • mila sagt:

        @Widerspenstige: Ihre spirituelle Haltung ist allein Ihre Sache. Aber was Sie weiter oben angedeutet haben, scheint mir, gelinde gesagt, in eine unhaltbare (d.h. nicht belegbare) Spekulation bezüglich des ‚Charakters‘ bzw. ‚Werts‘ von Kindern, die in einem reproduktiven Verfahren gezeugt wurden, zu gehen. Dazu möchte ich Ihnen lediglich historisch zu bedenken geben, dass es zu Zeiten von Hitler, Stalin und Konsorten noch keine Fortpflanzungsmedizin gab.

      • mila sagt:

        …und bedenken Sie bitte auch: nicht alles, was aus der esoterischen Ecke kommt, ist appetitlich.

      • Widerspenstige sagt:

        mila, mein Einwurf kam vielleicht zu spontan wegen dem Massaker in Paris. Es brodelt in mir und ich sollte wohl besser mich hier zurück ziehen im Moment. Dazu nur soviel noch: wer Liebe sät, wird Liebe ernten und wer Hass sät, wird Hass ernten. Diese Zitate begleiten mich zur Zeit stark u kommt wohl aus meiner streng-katholischen Erziehung gepaart mit der buddhistischen Denkweise meines Mannes. Nicht alles was machbar ist, soll auch machbar sein inbezug auf dieses Thema heute mit dieser Besamung. Ob mein Einwurf so krud war…..ich weiss nicht.

        Martin, Sie wissen schon, wieso gell.

      • mila sagt:

        Sehen Sie, ich halte auch nicht alles, was machbar ist, für wünschenswert. Aber doch, auf jemanden, der im Reagenzglas gezeugt wurde – pardon my french -, dürften einige Ihrer Äusserungen ziemlich sicher krude wirken. Also grob (verletzend). Damit erzeugen Sie jedenfalls keine (Gegen-)Liebe.

      • Widerspenstige sagt:

        Wieso aus der esoterischen Ecke, wenn es um Spiritualität geht, mila? Ist das für Sie dasselbe oder wie darf ich das verstehen? Vielleicht sollte man einen Blog mit dem Thema Esoterik und was darunter genau verstanden wird zur Diskussion stellen. Nicht alles, was ausserhalb wissenschaftlicher Abklärungen geschieht, ist in die Esoterikecke zu stellen. Aus dieser Ecke kommt viel Unsinn, aber ebenso viel Denkwürdiges.

      • mila sagt:

        Eben, Sie sagen: es kommt daraus teils (grober) Un-Sinn (und zur Zeit in meinen Augen besonders viel New Age Schwach-Sinn, der mehr von monetären als von spirituellen Intentionen motiviert zu sein scheint – wie praktisch, dass die Käuferschaft sich vom zukunftsträchtigen Schlagwort jede Skepsis vernebeln lässt). Und ja, vielfach werden Esoterik und Spiritualität als Synonyme verwendet. Insofern habe ich kein Problem damit, in die esoterische Ecke gestellt zu werden, wenn man mich bei den entsprechenden Leseregalen vorfindet. Wo ich mir beispielsweise kürzlich Rupert Sheldrake rauspickte.

      • mila sagt:

        Mein Problem beginnt allerdings da, wo religiös-spirituell-esoterische (danke für die Wortprägung, @M. F.) ‚Erklärungen‘ oder ‚Beweise‘ herangezogen werden, um andere Denkweisen, Haltungen und Lebensformen abzuwerten. Erstens können Glaubenssätze in aller Regel weder erklärt noch bewiesen werden – sie können nur geglaubt werden (sonst wären es empirisch überprüfbare Wissenssätze, respektive Fakten). Und zweitens ist beileibe nicht alles, was im regenbogenbuntfreundlichen Cover daherkommt, harmlos.

        PS: Ungeachtet obiger Ausführungen bin ich nicht kritiklos wissenschafts’gläubig‘.

      • mila sagt:

        …aber eben auch nicht unkritisch glaubend. Eine Portion Skepsis ist in beiden Bereichen, dem des Physischen wie des Metaphysischen, angebracht: ganz im Wortsinn des sapere aude.

    • Sama sagt:

      Kinder aus dem Reagenzglas sind ausnahmslos Wunschkinder und werden deshalb immer in eine sie erwartende, liebende Welt purzeln.
      Kinder aus natürlicher Zeugung sind sehr oft „Unfälle“, mit denen man sich -im besten Falle – halt arrangiert und vielleicht auch Liebe dazu kommt – aber doch sehr oft als Last empfunden werden.
      Es ist ganz und gar nicht charmant zu wissen, dass man ein Unfall ist….
      Es mag Argumente gegen das angesprochene Szenario geben – mangelnde Liebe ist aber keines.

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