Kinder an die Konsolen!

Ein Papablog von Philippe Zweifel*

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Wie Lego, nur hundertmal raffinierter: Die Spielfigur eines Kindes ficht in «Minecraft» einen Schwertkampf. Die Umgebung, die Figur, sogar die Schlucht: alles selbst gebaut. Foto: Minecraft

Die Debatte, wie viel Fernsehen oder Gamen für Kinder richtig ist, steht auf meiner elterlichen Langweile-Liste ganz weit oben, zwischen Federballspielen und dem 100. Besuch im Zoo-Affenhaus. Trotzdem haute es mir beim Mamablog-Beitrag «Gamen um der Freunde willen» den Nuggi raus. Die Kinder der geschätzten Kollegin Kuster dürfen offenbar nur 10 Minuten pro Tag gamen. Wird bei den Freunden der Kinder auf iPad oder Wii gespielt, ist es ihnen verboten, mitzumachen und sie müssen heimkehren. Schliesslich habe man zuhause Regeln, die es durchzusetzen gelte – sowie eine tolle Sammlung an Gesellschaftsspielen.

Diese Haltung widerspricht meinen eigenen Erziehungsgrundsätzen derart fundamental und auf so vielen Ebenen, dass ich gar nicht weiss, wo mit Motzen anfangen.

Mit den Regeln? Die sind wichtig, sie bieten Kindern Strukturen, die ihnen wiederum Selbstvertrauen geben. Aber wissen Sie was? In der Schweiz übertreibt man es damit. Als ich Vater wurde, lautete der meistgehörte Ratschlag: «Grenzen setzen». Beim Schlafen, Essen, Spielen, Reden, Fernsehschauen, und eigentlich so ziemlich allen anderen Betätigungen, die ein Kleinkind macht. Alles muss zeitlich begrenzt oder festgelegt werden. Wie in der Kaserne. Mittagessen um 12, Abendessen um 18 Uhr. 30 Minuten Mittagsschlaf. Limitiert doch noch die Pinkel-Zeit!

Und sicherlich können die Kleinen zwischen fremden und eigenen Regeln unterscheiden? Hallo Zu- und Vertrauen! Aber klar, ganz vergessen: nach zehn Minuten Gamen wird man ja dick, dumm und gewalttätig, Kreativität und Sprachentwicklung gehen vor die Hunde.

Ich mag hier keine der zahlreichen neurologischen Studien bemühen, die das Gegenteil beweisen. Stattdessen appelliere ich an den Fortschrittsglauben. Wahrscheinlich verteufelten meine Urgrosseltern bebilderte Kinderbücher. Den Grosseltern waren Hula-Hoops oder anderes neumodisches Zeugs suspekt. Und meine Eltern beschützen mich dann vor Plastikspielzeug – worauf ich in den Genuss von hölzernen Pastorini-Wägelchen kam. Ich kann mich nicht erinnern, dass die mir auch nur eine Sekunde lang Freude gemacht hätten. Aber Hauptsache, sie sind pädagogisch wertvoll.

A propos, dazu kann ich mit einer prima Erfindung aus dem 21. Jahrhundert dienen: «Minecraft», ein Weltenbauspiel, eine Art virtueller Lego-Kasten, bloss hundertmal raffinierter (erst recht, wenn man es mit einem Leiterlispiel vergleicht). Dem Game gelingt es mit Brillanz, menschliche Neugierde und Schaffensdrang zu wecken. Ein Spiel, das klein und gross, Jungs und Mädchen, Spass macht: Man kann diese Leistung gar nicht überschätzen. Mein Sohn, sechs Jahre alt, spielte es in den Weihnachtsferien mehrere Stunden am Tag. Nicht alleine, sondern zusammen mit seinen Cousins, jeder auf seinem iPad, verbunden durchs Wi-Fi-Netz.

Nach vier Stunden Nonstop-Gaming schaute er einmal auf, sah mich und sagte: «S’Internet ischs bescht, gäll Papa.» Ich war noch selten stolzer auf ihn. Ausser als er dem Fussball-Club beitrat. Oder Schachspielen lernte. Seinen ersten Baum erklomm. Solche Sachen macht er neben dem Gamen nämlich auch.

Die ersten Schritte: Eine Anleitung für «Minecraft»-Neueinsteiger. Quelle: Youtube

zweifel*Philippe Zweifel, 41, ist stellvertretender Leiter des Kulturressorts des «Tages-Anzeigers». Er lebt mit seiner Familie in Zürich.


199 Kommentare zu «Kinder an die Konsolen!»

  • Simon Suter sagt:

    Wow, toller Blog, danke vielmals Herr Zweifel. Sowohl als Lehrer als auch als hoffentlich bald einmal Vater kann ich jedes einzelne Wort davon unterschreiben.

  • Katharina sagt:

    Also ich finde Herrn Z.s Replik auch etwas oberflächlich. Frau K hat wirklich interessante Fragen in die Runde geworfen, betreffend was in welchem Alter geeignet ist. Ich fand Frau Ks Reaktion falsch. Die 4 Gspänli scheinen ja ihre Freizeit meist zusammen zu verbringen. Deshalb hätte ich die Tochter mitgehen lassen, statt sie in diese vielleicht etwas peinliche ausgegrenzt sein Situation zu bringen. Hätte aber nach der Rückkehr etwas genauer beobachtet, ob sich das Verhalten plötzlich ändert und mit etwas fragen herauszufinden versucht, was gespielt wurde.

    nun ja.

    • Katharina sagt:

      Mit Fortschrittsglauben aber bietet sich eine Steilvorlage, um im Fussballjargon zu reden. Denn eigentlich ist genau dieser Aufruf ein Gegenargument. Wir leben in einer Zeit der xten Iteration von Fortschritt und wie alles besser werde, dies seit den viktorianischen Anfängen. Sicher haben die Viktorianer und deren Nachfolger grosses geleistet, aber dieser Fortschritt hat bis heute nicht sein Versprechen gehalten, nämlich ein würdiges Leben für alle Mitglieder einer Gesellschaft. Gerade die Viktorianer verwandelten die Gesellschaft in Massen von Abhängigen von Konsumprodukten und Substanzen.

    • Katharina sagt:

      Ich finde es von daher nicht zulässig, die leiseste Kritik an den Nebenwirkungen neuer Gadgets als althergebracht abzukanzeln, und das nun doch verbal recht laut. Denn das Misstrauen gegen weitere Versprechen weiteren Fortschritts ist begründet.

    • Katharina sagt:

      Die Gaming Welt selber ist mir fremd. Hat mich wenig interessiert, aber ich lese interessiert mit, wer da was spielt und denke mir manchmal: Was? Der/die spielt das? Zum zu viel bzw. sucht: Ist der Fussball daran schuld, wenn jemand statt für die Schule zu lernen nur fussballert? Wichtig ist doch, dass gestörtes Verhalten, oder wesentliche Verhaltensänderungen früh beobachtet werden und dann entsprechend gehandelt wird, und zwar beides von den Eltern.

    • U. Knecht sagt:

      +1

  • Andreas sagt:

    Danke Herr Zweifel. Endlich mal eine Stimme Pro-Gamen und für Vertrauen in die eigenen Kinder haben. Wir können die virtuelle Welt nicht aufhalten oder aussperren, warum auch. Unsere Kinder lernen ganz automatisch damit umzugehen, sie brauchen aber definitiv mehr als 10 min. dafür. Natürlich braucht es Regeln u. Grenzen, aber alles mit Mass. Und ganz wichtig ist auch mal machen lassen u. nicht immer alles kontrollieren (müssen Eltern alles wissen?). Für micht macht es die gesunde Mischung aus, nach 3 Std. Gamen gehören halt auch 3 Std. im Freien dazu. Hauptsache es macht Spass, ohne Zeitlimit.

  • San sagt:

    Wer seine Kinder nur 10 Minuten gamen lässt, lehrt sie nicht den eigenverantwortlichen Umgang mit Medien. Solche Kinder werden auch viel häufiger Opfer von Sexting, Cybermobbing, Internetsucht etc. Meine Kinder durften und dürfen meinetwegen den halben Tag gamen. Das tun sie vielleicht einen oder zwei Tage – wenn sie ein neues Game haben. Danach sind das Velo, die Freunde, die Kletterwand, das Boot und sogar die Schule wieder viel interessanter. Das gamen reduziert sich sehr schnell auf ein sehr vernünftiges Mass – weil meine Kinder mit diesen Medien umgehen können.

    • josef sagt:

      Wer seine Kinder genau 10 Minuten spielen lässt hat wahrscheinlich eine Stoppuhr vom Christkind bekommen.

    • Reto sagt:

      Glück gehabt.

      Ich habe im Geschäft zahlreiche Mitarbeiter, die verzweifeln, weil ihre Kinder nur noch Zocken im Kopf haben und NICHTS anderes.

      Vielleicht noch den Fussballclub, aber nach dem Training gibt’s nur ein Ziel…

      Da habe ich Schwein, habe ich noch keine Teenies und kann mich noch ein paar wenige Jährchen drauf vorbereiten, wie ich / wir das handhaben werden, damit es nicht ganz so herauskommen wird.

    • Franz Vontobel sagt:

      Kinder, die nur 10 min pro Tag gamen dürfen werden häufiger Opfer von Sexting, Cybermobbing und Internetsucht.

      Aha.

      Auch dazu wird es vermutlich eine Studie geben – oh Herr, lass es Hirn regnen…

      • James sagt:

        @Franz: Genau lesen. So hat es Userin San nicht geschrieben. Relevanter Anknüpfungspunkt ist die Eigenverantwortung. Gamen scheint auch das Textverständnis zu fördern 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        San schreibt, das Kinder, die weniger als 10 Minuten gamen dürfen, den eigenverantwortlichen Umgang mit Medien nicht lernen (d.h. der eigenverantwortliche Umgang mit Medien lässt sich nur erlernen, wenn mehr als 10 Minuten pro Tag gezockt werden kann). Und diese Kinder werden dann viel häufiger Opfer von Sexting, Cybermobbing und Internetsucht.

        Zusammengefasst also: Kinder, die weniger als 10 min pro Tag gamen dürfen werden häufiger Opfer von Sexting, Cybermobbing und Internetsucht.

        Sie sollten vielleicht etwas mehr gamen… 😉

  • Peter Steiner sagt:

    Schon mal überlegt, wohin die vielen iPad verschwinden, wenn sie nach wenigen Jahren überholt sind ? Richtig: Dort, wo all die vielen Bildschirme und Motherboards landeten.

  • Peter Steiner sagt:

    Ich glaube einfach nicht, dass Herrn Zweifels Urgrosseltern bebilderte Kinderbücher verteufelten. Mit solchen Schlagworten ist keine seriöse Diskussion zu führen und wird Frau Kuster auch nicht weiterhelfen.

  • tina sagt:

    geht es niemandem hier so, dass sich die kinder bei minecraft zoffen? meine spielen das eben manchmal zu viert. anfangs haben sie irgendeinen plan zusammen, aber irgendwann kippt die stimmung. bei anderen spielen, die weniger bubelig sind und eigentlich nicht für ihre altersklasse, zoffen sie sich nie. nur bei minecraft

    • Franz Vontobel sagt:

      Klar führt das Ding manchmal zu Streit – was mehr oder weniger logisch ist, wenn man sich jemand in einem kooperativen Spiel unkooperativ bis feindselig verhält.
      Aber das ist bei nicht-virtuellen gemeinsamen Spielen nicht anders und gehört wohl dazu…

    • Jana sagt:

      Kinder zoffen sich auch beim Lego spielen, und bei vielen eher kooperativen Sachen, wenn sie sich plötzlich nicht mehr einig sind. Man kann bei Minecraft aber gut einen eigenen Server laufen lassen, und gewisse Sachen ausschalten (z.B. TNT Explosionen oder die Ausbreitung von Feuer, damit sie sich nicht gegenseitig ihre Häuser sprengen oder anzünden können). Man kann auch Regeln festlegen. Ansonsten, Minecraft hat keine Altersklasse. Man kann vom einfachen Turm aus Holzklötzen bis zum funktionierenden Computer alles bauen. Da können Altersunterschiede schon eine Rolle spielen.

    • tina sagt:

      naja bei anderen spielen kooperieren sie aber offenbar viel besser/leichter, wie auch immer, jedenfalls zoffen sie sich nie so hart wie bei minecraft. mir fiel das einfach auf und ich staune ja selber. darum frage ich hier, ob das anderen auch auffiel.
      sie sind alle im etwa selben alter, und spielen ja eben auch andere spiele zusammen (auch brettspiele und draussen mit herumrennen).
      bei minecraft ist irgendwas anders. mir kommt ihr verhalten bubeliger vor. und sie sind offenbar auf ähnliche weise tief getroffen (bis zu tränen), wie damals als halb so alte knirpse manchmal

      • Jana sagt:

        Naja, Minecraft ist ein Sandbox-Spiel. Heisst: maximale Möglichkeiten, so wenig Regeln wie möglich. Man kann zusammen bauen, aber auch einander sabotieren (z.b. anderen ihre Gebäude abreissen). Bei vielen Spielen ist es so, dass eine_r „sagt, wo’s langgeht“, und die anderen ziehen dann mit… in Minecraft ist das schwieriger. Wenn z.B. Kind A einen hohen Turm aus Stein bauen will, Kind B aber den Turm lieber aus Holz haben will, kann das schon schief gehen. Genauso, wie wenn man tolle Sachen gefunden hat, die in eine Kiste tut, und jemand die einfach nimmt. Da ist schon Konfliktpotential da.

      • Jana sagt:

        Vielleicht könnten Sie probieren, ein paar „miteinander“ Regeln aufzustellen: Lasst einander Platz zum bauen. Wenn man etwas alleine bauen will, dann mit Abstand zu den anderen. Wenn man etwas zusammen bauen will, dann vorher abmachen, was und wie. Vorher fragen, bevor man Sachen von jemandem nimmt.

      • Ben sagt:

        Ja, das passiert zuweilen. Aber es passiert auch bei anderen Beschäftigungen (kürzlich beim spielen mit Playmobil, da wollten alle ausgerechnet mit dem Piratenschiff spielen). Ich schlage dann jeweils vor, dass sie eine kurze Pause machen (praktisch ists, wenn grad zVieri-Zeit ist) und sich überlegen sollen, ob sie nicht einen gemeinsamen Plan entwickeln können. Meistens raufen sie sich dann wieder zusammen, es gibt aber auch Konstellationen wo es nicht wirklich klappt. Dann schicken wir sie halt raus zum austoben…

      • tina sagt:

        die jungs sind in der oberstufe :). ich suchte nicht nach lösungen, sondern mich interessiert eher warum das so ist. ausgerechnet dieses so harmlos wirkende spiel. während bei anderen, brutal wirkenden spielen, offenbar kooperativ spielen leichter ist. da haben sie immer gute laune oder finden mindestens wege. ich bin keine gamerin und war diesen games für 18jährige gegenüber sehr negativ eingestellt
        möglichweise fehlts minecraft eben genau an dem, was die anderen spiele haben?

      • Jana sagt:

        Wie ich schon sagte, Minecraft ist ein Sandbox-Spiel. Es gibt keine klare Zielvorgabe (man kann nicht gewinnen oder verlieren), keine Regel „Wie“ man es zu spielen hat, es zeigt einem nur Möglichkeiten und Hindernisse auf. Viele andere Spiele, z.B. Aufbaustrategie-, Teamshooter, RPG – Spiele legen klare Regeln fest. So spielt man entweder mit- oder gegeneinander, man kann das Spiel gewinnen oder verlieren oder zumindest „durchspielen“. Minecraft funktioniert so nicht, sondern sagt „Hier ist eine Welt aus Würfeln. Mach was draus.“

  • The American sagt:

    Herr Zweifel ist einfach zu faul, um sich mit seinem Kind zu beschäftigen. Weshalb sonst würde er seinen sechsjährigen Sohn 4 Stunden vor dem PC parkieren? PC Spiele sollen ein Teil der Erziehung sein, nicht deren Hauptinhalt. Was man am PC nicht lernt sind Interaktion mit richtigen Menschen, körperliche Aktivität (sorry, aber Wii ist kein Ersatz für auch nur eine Stunde im Wald), manuelle Fähigkeiten, etc. Ausserdem, wenn Herr Zweifels Sohn dann Kopfrechnen üben muss in der Primarschule wird er vielleicht verstehen, dass zuviel Bildschirmzeit diesbezüglich nicht besonders hilfreich ist.

    • Jana sagt:

      Spiele sind einfach Spiele. Kinder haben – im Vergleich zu den meisten Erwachsenen – noch genug Fantasie, um sich einfach in einer Welt zu verlieren. Egal, ob die Welt nun virtuell oder analog ist. Kopfrechnen wird überbewertet, Fantasie hingegen ist hilfreich, sowohl beim lösungsorientierten Denken als auch beim Hineinversetzen in die Position anderer Menschen.
      Natürlich kann man von allem zuviel machen. Mir wurde als Kind vorgeworfen, ich würde zu viel lesen. Im Sommer wurde mir dann vorgeworfen, dass ich „verwildere“ weil ich ständig draussen mit Stöcken und Pistolen durch den Wald turnte.

      • The American sagt:

        Kopfrechnen überbewertet? Auf welchem Planeten leben Sie? Ich spiele selber, ebenso meine Kinder im Primarschulalter und wie bei keiner anderen Freizeittätigkeit sehe ich schon fast Suchterscheinungen: „Dad, wann können wir wieder A oder B am PC spielen?“ Die Diskussion am Samstagmorgen dreht sich nur noch darum, wer wie lange an den PC darf. Lange Bildschirmzeiten können nachweislich negative Auswirkungen haben (Schlaf, Konzentrationsfähigkeit, etc.), so meine eigene Studie und Beobachtung. Es braucht Limiten. 10 Minuten pro Tag? Lächerlich. 4 Stunden? Wohl auch zuviel.

      • Philipp sagt:

        Ich interpretiere jetzt das einfach so, aber ich glaube die 4h am Tag waren eine Ausnahme zur Weihnachtszeit (zusammen mit Cousins – ich kann mir vorstellen, dass das ein riesen Gaudi war). Ich glaube kaum, dass irgendjemand es gut faende, wenn ein Kind jeden Tag 4 Stunden zocken wuerde.

      • Stranger sagt:

        Kopfrechnen ist in der Tat eine zentrale Kulturkompetenz. Wer kein Gefühl für Zahlen hat, der scheitert im Alltag.

    • Bründler Alex sagt:

      The American hat einfach zu wenig Phantasie um sich Vorstellen zu können, dass ein Kind 4 Stunden PC spielen darf und der Vater trotzdem noch sehr viel mit dem Kind unternehmen kann.
      Lieber American wie sie erkennen können, ist es sehr einfach, jemandem ein negatives Attribut anzuhängen.
      Schön ist es ,wenn man seine Meinung ohne persönlichen Angriff auf den Schreiber kund tun kann!

      • The American sagt:

        Und somit tappen Sie in dieselbe Falle indem Sie nun mir ein negatives Attribut anhängen. Ich kann damit leben, und ich bin sicher der Autor auch, sonst hätte er sich nicht mit einem solchen Artikel exponiert.

    • Andreas Bohner sagt:

      Ich glaube, gerade die Idee dass sich gute Eltern immer mit Ihren Kindern beschäftigen müssen, ist ebenso falsch und schädlich. Kinder müssen sich auch selbst beschäftigen können. Gerade in guten Spielen lernen die Kinder dabei, selbständig Pläne zu verwirklichen, etc. Dazu müssen die Kinder nicht dauernd im Wald rumrennen.

  • Jana sagt:

    Wer schon etwas ältere Kids hat, dem empfehle ich mal ganz unverbindlich die etwas anspruchsvolleren Minecraft Modpacks „Tekkit“ oder „Tekkit Lite“ (Keine Angst, diese Erweiterungen wurden von der Community gebastelt und sind gratis), wo man mit komplexen Maschinen eine Stromversorgung (Wasser, Wind, Solar, Öl, Atom etc…. alles möglich) aufbauen kann, und sich sogar einen funktionierenden Computer, eine Rakete zum Mond und vieles mehr bauen kann. Ist natürlich nicht nur für Kinder, also zusammen Spielen, dann machts noch mehr Spass.

  • Ben sagt:

    Ich sehe das ähnlich wie Herr Zweifel. Entscheidend ist jedoch, was gespielt wird. Minecraft ist sicher ein gutes Beispiel. Es gibt noch viele weitere (unsere Kids spielen zusammen SIMs mit der WII, auch ok). Begrenzen tun wir jedoch die ‚Passiv-Bildschirm-Zeit‘. Heisst, die Zeit, in der einfach nur vor dem TV gehockt wird, ist limitiert, Ausnahmen gibt’s, wenn sie bewusst einen Film schauen wollen und das mit uns absprechen. Finde auch, das Thema wird künstlich mit zu viel Dramatik belegt.

  • Kathrin Reber sagt:

    Lieber Philippe Zweifel, danke! Sie sprechen mir mit jedem Wort aus der Seele.

  • Lea sagt:

    Schön, dass es im Mamabog auch undogmatische Schreiberlinge hat.

    • Susi sagt:

      ähm. Ironie, oder?

      • Lea sagt:

        Nein, nach der Disskusion beim „Medienexperten“ und Jeanette Kuster Beitrag begann ich mir ernsthaft Sorgen um die heutigen Eltern und deren unfreien Kinder zu machen.
        Ich bin der Meinung, dass es ok ist, wenn sich Kinder/Jugentliche sehr intensiv mit einem aus Elternsicht unnützen Hobby beschäftigen.
        Weil ich in meiner Kindheit tausende von Stunden in ein unnützes Hobby steckte, wurde ich zur Expertin darin, weshalb ich (trotz vermasselter Matura) beruflich sehr erfolgreich bin, im Gegensatz zu meinen angepassteren KantikollegInnen.

      • Susi sagt:

        Aber genau Zweifels Beitrag ist ja fürchterlich dogmatisch. Er kritisiert nämlich alle aus seiner Sicht Uncoolen, die nicht so ticken, wie er das tut.
        Die grössten Bünzlis sind oft diejenigen, die so verkrampft versuchen, locker zu sein.

      • Lea sagt:

        Meinungsmacher, als uncool zu kritisieren, sehe ich nicht als dogmatisch an.
        Aus meiner Sicht ist ein Dogma eine Lehrmeinung, die als allgemeingültig betrachtet wird, obwohl sie nicht bestätigt wurde (Motto: Es ist so, weil es schon immer so war). Z.B. Dass Maria jungfräulich Mutter wurde, Internet für Kinder gefährlich ist (Achtung, Kinder im Netz!), dass Stromzeit schädlich für Kinder ist (Kein TV, kein iPad, kein Smartphone. Und wenn die Freundin nichts anderes spielen möchte, kommst du wieder nach Hause.) oder dass Gesellschaftsspiele/ alleine tanzen besser sei, als gemeinsam Wii spielen.

      • Bernhard sagt:

        @Lea: „Weil ich in meiner Kindheit tausende von Stunden in ein unnützes Hobby steckte, wurde ich zur Expertin darin, weshalb ich (trotz vermasselter Matura) beruflich sehr erfolgreich bin, im Gegensatz zu meinen angepassteren KantikollegInnen.“ Lea, ich habe gestern schon einem äusserst erfolgreichen Ex-Dauerzocker gesagt: Sie haben schlicht und einfach Glück gehabt! Auch mein bester Freund ist trotz abgebrochenem Gymi und ohne Berufsbildungsabschluss sehr erfolgreich in seinem Job. Aber das sind Einzelfälle! Ich kenne von denjenigen, die es nicht schafften, leider mehr!!

      • Susi sagt:

        aber erweitert heisst dogmatisch auch „unreflektiert“ bzw. die eigene Meinung als allgemeingültig sehen. Finde schon, dass das auf Zweifels Artikel zutrifft.

      • Sportpapi sagt:

        Ach Bernhard, Sie sind so ein Spassverderber!

      • Lea sagt:

        @Susi: Bitte lies auch den letzten Abschnitt des Artikels.
        @Bernhard: Ich kenne nur einen büchersüchtigen Schulkollegen, der es meiner Meinung nach nicht geschaft hat (Soziale Isolation, kein Job, IV Rente) und eine, die beim Hobby verheerend verunfallte. Alle anderen mir bekannten Menschen die von einer Tätigkeit (keiner Droge!) besessen waren, haben entweder diese zum Beruf gemacht (glücklich aber zT. finanziell arm) oder es geschafft, sie zeitlich so zu begrenzen/aufgeben, dass ein gutes Leben möglich wurde.

      • Lea sagt:

        @Bernhard: Die anderen unglücklichen, die ich kenne, waren anfangs häufig erfolgreich und sind an der ersten grossen niederlage gescheitert (oft Beziehungsprobleme, häufig verkompliziert durch Kinder). Manche auch wegen ihrem Suchtverhalten, das sie erst im Erwachsenenalter begannen.

      • Stranger sagt:

        Momentmoment. Lea ist „beruflich sehr erfolgreich“. Wooow. Ich meine, toll, ich hoffe, ihr grosser Erfolg liegt nicht im Sichselbstloben. Das kann sie nämlich wirklich, wirklich gut. – Aber Susi, ich empfand den Beitrag keineswegs als dogmatisch. Das Credo des Lebens und leben Lassens kam allerdings wirklich nicht grad prominent vor (wie es auch bei Frau K. nicht vorgekommen war). Toleranz wurde beidseits nicht grad grosszügig verstreut, wobei bei Frau K. diese per definitionem nicht vorkam.

      • Bernhard sagt:

        @Lea: Ich sehe es als Hauptaufgabe von uns Eltern, unsere Kinder vor Dingen zu bewahren, die im Moment noch nicht direkt absehbar sind, sich aber ziemlich sicher in der Zukunft negativ auswirken. Kein Kind würde sich freiwillig Sonnencrème anschmieren. Aber die Wahrscheinlichkeit eines Hautkrebs ist vorhanden. Deshalb crèmen wir unsere Kinder ja auch ein. Wenn ich das Gefühl habe, unser Kind vernachlässigt die Schule, würde ich diverse Dinge verbieten, die zu viel Zeit und Energie verschwenden. Ziemlich sicher gehörte da das Gamen dazu! Auch wenn es theoretisch sein könnte, dass das Kind…

      • Bernhard sagt:

        …es tatsächlich schafft, trotz Sek-C-Abschluss eine Lehrstelle zu finden, danach die BMS anzuhängen und zuletzt mittels Passerelle doch noch das angestrebte Tiermedizin-Studium in Angriff zu nehmen! Wie Sie richtig gesagt haben: In unserem Bildungssystem ist zum Glück alles möglich. Nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser „Plan B“ aufgeht, deutlich kleiner, als wenn mittels unpopulärer Massnahmen das Kind rechtzeitig wieder auf die richtige Bahn gebracht wird! Ich muss es nicht unbedingt darauf ankommen lassen, dass es das Kind selber schafft. Zudem: Sucht ist Sucht und gehört behandelt!

      • Chris sagt:

        @ Susi: Philippe Zweifel ist einer der letzten Menschen, die man verkrampft nennen sollte. Sachlich einfach falsch.

      • Lea sagt:

        @Bernhard: Ich sehe es ein bisschen anders. Vorbereiten auf ein eigenständiges Leben sehe ich als Hauptaufgabe. Der Schutz vor schlimmen Gefahren gehöhrt zwar auch dazu, wobei bewältigbare negative Erfahrungen (Sonnenbrand) oft hilfreicher sind als Verbote. Auch bin ich überzeugt, dass in der Schweiz ein Studium nicht nötig ist um erfolgreich zu sein. Eine Lehre und Erfahrung in einer gesuchten Nische und vorallem Freude am Job bringt viel mehr als ein Karriereaufstieg bis es nicht mehr weiter geht.

      • Lea sagt:

        @Stranger: Das spannende am Internet ist, dass man nicht weis, wer das Gegenüber ist und vorallem welche Angaben stimmen und welche erfunden sind. Bitte denk immer daran, dass jeder hier im Blog auch ein arbeitsloser, Game süchtiger (pränatal), dicker, 40 jähriger Wutbürger sein könnte, der bisher nur mit der Wii im Bett war. Oder sogar eine vegane Kantonstierärztin.

      • Bernhard sagt:

        @Lea: Ich bewundere Sie für Ihre positive Lebenseinstellung! Dass Sie den möglichen Widrigkeiten trotzen, indem Sie überzeugt sind davon, dass es schon irgendwie gut kommt. Ich hätte auch gerne eine Scheibe davon! Denn ich schaffe das leider nicht mehr, bin heute viel zu sehr auf Sicherheit bedacht und möchte immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Aus Angst, es könnte vielleicht irgendwann „zu spät“ sein dafür. So zahle ich brav meine Hypothek ab und sorge fürs Alter vor, obwohl ich nicht weiss, ob ich den Tag meiner Pensionierung überhaupt erlebe. Aber wenn doch? Sollte ich…

      • Bernhard sagt:

        …die Kohle nicht besser mit beiden Händen aus dem Fenster werfen, ich lebe ja schliesslich nur einmal…? Aber ich schaffe das nicht mehr). Früher war ich ein Draufgänger, der nichts ausliess. Ich lebte in den Tag, scherte mich einen Deut um das Morgen. Heute rauche und trinke ich nicht mehr, fahre sehr anständig Motorrad, gehe kaum noch Risiken ein, achte auf meine „Work-Life-Balance“, verbringe so viel Zeit wie möglich mit meiner Tochter und gehe sehr viele Kompromisse in der Partnerschaft ein, obwohl ich mir früher stets schwor, mein Leben niemals fremdbestimmen zu lassen… 😉

      • Bernhard sagt:

        Ich habe mich schon oft gefragt, warum mir mein Leben heute so sehr gefällt und mich erfüllt, obwohl es doch kaum mehr Parallelen zu früher gibt, als ich glaubte, den Sinn des Lebens erkannt zu haben…Ich habe bislang noch keine abschliessende Antwort gefunden. Meine Tochter ist sicher mit ein Grund. Ebenfalls ein Grund ist, dass ich heute ein Leben führe, wie ich es mir früher niemals vorgestellt hätte. Und dass mich dieses Modell wider Erwarten sehr glücklich und dankbar macht. Das wäre in dieser Form aber vermutlich niemals möglich gewesen, hätte ich z.B. die Schule abgebrochen und…

      • Bernhard sagt:

        …mich voll und ganz meiner Leidenschaft – dem Fussball – gewidmet! Ich wäre heute vermutlich ein durchschnittlicher Ex-Fussballer, der sich irgendwo als Trainer versucht und nebenbei Versicherungen verkauft… 😉 Aber klar: Vielleicht wäre ich mit einem solchen Leben genauso glücklich. Wer weiss!? Auf jeden Fall standen mir später mehr Türen offen, als wenn es damals nur nach mir gegangen wäre und ich mit der Schule gebrochen hätte (zu Gunsten meines Hobbys). Das Gleiche würde ich eben auch bei meiner Tochter machen! Wodurch wir wieder beim Ausgangspunkt und der „Einmischung“ wären! 🙂

      • Lea sagt:

        @ Bernhard: Ich finds kuhl, dass du glücklich mit deinem Leben bist und nicht wie einige meiner Bekannten, allfälligen verpassten Chancen nachtrauers!
        PS: Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber auch ich bin ab und zu offline.

  • AvSalis sagt:

    Heutzutage ist wohl weniger entscheidend wie lange gegamed wird sondern WAS.
    Statt über Zeitlimiten – welches für jedes Kind sowieso individuell sind – zu diskutieren, wäre eine Liste und Bewertung der aktuell „sinnvollsten“ Games, Baukästen und Lerntools wohl sinnvoller.

  • Maja Müller sagt:

    Was wurde eigentlich aus „leben und leben lassen“? Es kann doch nicht sein dass anderer Leute Erziehungsmethoden dermassen schlecht geredet werden. Motzen kann man da wo dem Kind wirklich und nachweislich Schaden zugeführt wird, z.B. falsche Ernährung, Schläge oder sowas.

  • Reto sagt:

    Ist doch praktisch, wenn man zwischen Weihnachten und Neujahr mindestens schon mal sechs Stunden seine Ruhe vor dem Kleinen hat, wenn er am iPad hängt. Das spart Nerven, Energie und das Kindermädchen.

    Ich find’s super und absolut sinnvoll. Vor allem, weil man mit 6 ja auch schon ein bisschen aus dem Alter raus ist, um mit richtigen Lego zu spielen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Ich find’s super und absolut sinnvoll. Vor allem, weil man mit 6 ja auch schon ein bisschen aus dem Alter raus ist, um mit richtigen Lego zu spielen.

      Da kommt man dann ja erst mit etwa 30 wieder rein – Lego Technic, Lego MindStorm, Lego Architecture… 😀

      • Carolina sagt:

        Und Lego StarTrek! Mein Mann hat als Kind nie mit Lego gespielt, aber jetzt ist er süchtig danach….

      • Franz Vontobel sagt:

        Star Wars, Carolina, Star Wars! Star Trek ist „Raumschiff Enterprise“…

        Mit solch unbedachten Äusserungen wurden schon Nerd-Kriege angezettelt! 😀

      • Carolina sagt:

        Verstehen Sie jetzt, warum ich puzzle? 😉

    • Sportpapi sagt:

      „Vor allem, weil man mit 6 ja auch schon ein bisschen aus dem Alter raus ist, um mit richtigen Lego zu spielen.“ Das muss ich glaube ich mal meinen Junioren erklären. Die sehen das ein bisschen anders…

      • Franz Vontobel sagt:

        Ironie, Sportpapi, Ironie…

      • Reto sagt:

        Meine natürlich auch.
        Chima ist der Knaller schlechthin und ich freue mich über jede Minute, in der sie damit spielen, genau, weil das irgendwann vorbei sein wird.
        Mit der Playstation 7 können sie auch noch zocken, wenn sie alt und runzlig sind und alleine über ihren Tagesablauf bestimmen können. Das gleiche gilt für ein Übermass an Süssigkeiten und viele andere Sachen. So lange sie unter unserem Dach wohnen, haben wir mindestens ein Auge darauf und sie sollen Sachen machen, die man nicht mehr machen kann, wenn man mal kein Kind mehr ist (mindestens auf dem Papier).

      • Sportpapi sagt:

        Da kenne ich mich natürlich nicht so aus wie Sie, Vontobel. Mein Gebiet sind eher die ernsthafteren Beiträge.

      • Franz Vontobel sagt:

        Das hat mehr mit Empathie und der Fähigkeit, die Welt nicht nur aus dem eigenen Blickwinkel wahrzunehmen, zu tun, SP 😉

      • Sportpapi sagt:

        Und da sind Sie stark, Vontobel? Macht mir sonst eher nicht so den Eindruck.

      • tina sagt:

        meine jungs spielten bis 12 voller hingabe lego. aber eben tatsächlich auf eine ähnliche weise, wie sie jetzt digitale spiele spielen. habs gerade mit ihnen besprochen. und nun sind sie wirlich aus dem lego alter

      • Franz Vontobel sagt:

        Natürlich haben sie das nicht bemerkt, SP, weil dazu bräuchte es ja gerade – sie haben’s erraten – Empathie und die Fähigkeit, die Welt nicht nur aus dem eigenen Blickwinkel wahrzunehmen… 😀

        QED

      • Sportpapi sagt:

        Empathie? Sie meinen gaaanz viel guten Willen und Toleranz?

      • Franz Vontobel sagt:

        Nope. Ich meine Empathie – wobei guter Wille und etwas Toleranz natürlich auch helfen würden, würde man denn darüber verfügen. 😀

    • plop sagt:

      Genau solche Posts ärgern mich hier sehr – wieso soll ein 6-jähriger aus dem Lego Alter raus sein?! Sie könnens jetzt doch erst so „richtig“ und damit meine ich: selbständig Dinge umzusetzen, ohne Hilfe vom legöölenden Papi. Aber wenn das 6jährige Kind die Wahl zwischen Kompi und Lego hat, wird es eh den Bildschirm wählen. Aber ersetzt die zweidimensionale Dreidimensionalität den echten Raum wirklich?

      So, und nun schalt ich hier ab. Es längt!

      • plop sagt:

        Na, das hat sich mit Euch anderen, schnelleren Kommentierern überschnitten…

        Grüsse, p

      • Brunhild Steiner sagt:

        @plop

        verlieren Sie bloss nicht die Zuversicht! 🙂 Sie existieren sehr wohl die älteren Kinder/Jugendlichen, die mit Inbrunst, Begeisterung und Phantasie ihre Rollenspielwelten in der dreidimensionalen Welt ausleben und dabei alles Mögliche integrieren/kombinieren.
        Zwei davon lieben auch minecraft, aber es ist ein „auch“ in eher engem Rahmen 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Es geht nichts über ein gutes, altes Pen&Paper Rollenspiel! – Aber Vorsicht! Auch das kann süchtig machen!

      • Susi sagt:

        Ich liebe Rollenspiele!

      • Franz Vontobel sagt:

        AD&D & Schwarzes Auge waren’s bei mir – ahhh, those where the days! 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        …oder sprachen sie jetzt von der – sagen wir mal – erwachsenen Variante von Rollenspielen..? 😀

      • Susi sagt:

        honni soit qui mal y pense 😉

  • michael sagt:

    Da hat es mir fast die Sicherung rausgehauen – der 6 jährige Nachwuchs spielt mehrer Stunden minecraft berichtet der Vater stolz. Und klar doch wird gleich die Verharmlosung nachgeschoben – natürlich nicht alleine sondern mit seinem Cousin. Noch so einer… Haben die sich die Tastatur geteilt oder was ? Das ganze ist für mich eine Bankrotterklärung eines Vaters, der mit der Erziehung seines Nachwuchses schlichtweg überfordert ist. Er schafft es ja noch nicht mal, seinem Kind Regeln und Grenzen beizubringen. Also ist er zudem noch unfähig, Konflikte auszutragen. Nur Schönreden kann er perfekt.

    • Franz Vontobel sagt:

      Haben die sich die Tastatur geteilt oder was ?

      Nope, jeder an seinem Tablet/Compi, aber via Netzwerk in derselben Welt – wie schon mehrmals gesagt: es hilft, wenn man über das, was man kritisiert, wenigstens am Rande Bescheid weiss…

      • Reto sagt:

        Ja, das ist so.

        Und ich persönlich habe den Vorteil, das noch selber miterlebt zu haben.
        Viele Eltern in unserem Umfeld haben davon keine Ahnung und die haben schon Probleme, wenn sie einen Film ab USB-Stick irgendwie zum Laufen bringen müssten.

        Weil ich Gamen aber auch selber miterlebt habe (und das natürliche Suchtverhalten, zu dem Jungs nun mal tendieren), müssen unsere Kinder im aktuellen Alter (8,6,4) nicht wirklich mit dem Zocken anfangen.

        Und auch nicht, wenn sie zu einem Kollegen auf Besuch gehen, wenn ich es nicht weiss.

    • Roli sagt:

      Da gibt’s nichts mehr zu sagen, danke.

  • Grohe sagt:

    Ich arbeite in einer Kinder-REHA als Freiwilige und muss zu der Tablet- und Game-Debatte sagen, dass ich es bedauerlich finde zu sehen, wie wenig Kinder sich mit Brettspielen, Puzzles und vorallem miteinander unterhalten können. Für Eltern eine ideale Erfindung: früher plaziert vor dem Fernsehen, jetzt beschäftigt mit Internet. Eine Ausgewogenheit wäre bis zu einem gewissen Alter angebracht. Aber leider gehen viele Eltern ja schon mit schlechtem Beispiel voran.

    • Franz Vontobel sagt:

      Das läuft immer auf das alte Holzspielzeug-ist-prinzipiell-besser-als-Plastikspielzeug-Argument (das wiederum nur dss Früher-war-alles-besser-Argument in Verkleidung ist) heraus…

      Puzzles sind ein schönes Beispiel für die Unhaltbarkeit dieses Argumentes: gibt es eine sinnlosere Beschäftigung als so ein 1000teiliges Puzzle zusammenzusetzen? 95% der „Spiel“zeit wird mit Suchen verbracht…

      • plop sagt:

        „Freies Spiel“ wäre das Stichwort…. Ob Brettspiele oder Games, da kann ich die Gamebefürworter (fast) verstehen. Aber gerade bei noch jüngeren Kindern finde ich jeden Moment wo sie sich im freien Spiel „entfalten“ können sehr viel wertvoller als jede noch so intelligenzfördernde Zeit am Bildschirm.

      • michael sagt:

        Dann haben Sie offensichtlich nie wirklich gepuzzelt. Es schärft das Auge, die Vorstellungsgabe und die Geduld. Und es beruhigt. Allein das Gefühl, das letzte Stück einzusetzten ist grandios.

      • Carolina sagt:

        Hihi, nicht umsonst hat ‚Suchen‘ (fast) das Wort ‚Sucht‘ in sich….. Ich bin auch Puzzlesüchtig, aber schäme mich ein wenig dafür, denn, Michael, sorry, aber wirklich Sinn macht das nicht 😉
        Für mich (und das spreche ich auch meinen Kindern zu) ist alles in Ordnung, was mit Leidenschaft und Neugier gemacht wird – auch Kaffeerahmdeckeli-Sammeln kann das sein 😉 Aber bei Kindern gilt es für uns Eltern, ihnen möglichst viele Türen zu zeigen, hinter denen sich auch etwas Interessantes verbergen kann – alles, was mit Ausschliesslichkeit zu tun hat, finde ich eher bedenklich.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ok, als Therapie für zivilisationsgeschädigte Erwachsene mag das ja in Ordnung gehen…

      • Franz Vontobel sagt:

        das Puzzlen, meine ich…

      • Sportpapi sagt:

        Ob ein Kind mit den Eltern und den Geschwistern Lotti Karotti etc. spielt (und dabei noch etwas Hilfe erhält, wo nötig)., oder alleine vor dem Tablett sitzt (von mir aus auch verbunden mit dem Bruder, der auch

      • Susi sagt:

        Puzzeln ist anscheinend sehr wichtig für die Entwicklung von Mathematik-Kompetenzen. Das zumindest wurde meinem Mann und mir am Kindergarten-Elterngespräch gesagt.

        (Unsere Tochter hat offenbar eine leichte Puzzle-Schwäche. Vielleicht sollten wir Puzzle-Nachhilfe für sie organisieren, sonst ist die gymnasiale Laufbahn in Gefahr, trotz Einschränkung digitaler Medien.)

      • Carolina sagt:

        Da muss ich widersprechen, Susi: Ich puzzle, seitdem ich ein Kind war, bin und war aber, wie Franz Vontobel bestätigen kann, mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch/technologisch ein totaler Depp! Puzzlen ist für mich Ruhe-haben-wollen, leckt-mich-alle Nerdzeit, leider nicht mehr (kommt auch heutzutage selten vor – die Dinger liegen auf Riesenbrettern angefangen unter Betten und werden von Wollmäusen belagert)….

      • Susi sagt:

        Carolina: Das beruhigt!

        Ich hab nie wirklich gepuzzelt, aber eine meiner ältesten Freundinnen, die sich mit diesen Riesenpuzzles auseinandersetzt, sagt, wenn immer mal wieder ein Teilchen reinpasse, sei das wie ein kleiner 0rgasmus. 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Und ich fand Puzzles schon immer doof und bin mathematisch recht gut beschlagen.

        Schlussfolgerung: Trau keinen Kindergärtnerinnen! 😀

      • Carolina sagt:

        Susi, na, da kann ich mich ja aufs Alter freuen, wenn ich mir meine Os auf diese Weise holen kann….. 😉

  • AvSalis sagt:

    Als Fussballtrainer wäre ich einfach froh wenn man sich darauf einigen könnte dass Games auf Sportplätzen und in Turnhallen – egal wie lange die Turnierpausen dauern – nichts zu suchen haben.
    Wenn die Kids dann schon mal gemeinsame Zeit miteinander verbringen, möchte ich persönlich kein Kind sehen, welches sich mit einem Gameboy isoliert oder andere Kinder animiert in Spielpausen wie krumme Bananen über eine Minikonsole gebeugt den Sinn uns Zweck des Freitzeitsports an sich vorbeiziehen zu lassen.

  • sloweee sagt:

    Hehe, unsere Eltern sagten uns „Nein, das darfst du nicht spielen, ist gewalttätig, macht blöd, etc“. Heute heisst es: „Nein, das darfst du nicht Spielen, das Spiel ist sch***!“ 🙂

  • Marco sagt:

    Meine Jungs (7 und 10 Jahre) spielen häufig an der PS3. Wir spielen (manchmal zu Dritt) LEGO Marvel Super Heroes, LEGO Movie oder FIFA 15.
    Selbstverständlich spielen wir auch häufig draussen Fussball oder gehen ins Hallenbad.
    Wichtig finde ich, dass die Eltern auch am Spiel teilnehmen bzw. wissen um was es da geht.

  • Pascal Sutter sagt:

    Ist alles kein Problem – als Eltern soll man sich bloss anschuen, was die Kinder spielen. Und vielleicht sind feste Zeiten auch nichts schlechtes, man kann ja schauen ob je nach Spielstand noch eine Stunde mehr drin liegt oder nicht. So nach 18 h würde ich dann mal schluss machen damit sich der kindliche Metabolismus wieder ‚runterfahren kann vor dem Bett PS: Die erwachsenen Bildschirmfreaks sollten übrigens auch jede Stunde mal den Hintern bewegen, Wasser trinken und die Augen auf einen Punkt in der Ferne fixieren.

  • Stevens sagt:

    Ich denke Herr Zweifel hat absolut recht, wenn er sagt, wir übertreiben es mit den Regeln. Ich glaube auch, dieses sture „nur 10min iPad pro Tag“ ist nicht zielführend. Wir Eltern sollten doch die Kinder grundsätzlich einfach mal machen lassen, das ganze beobachten und wenn es uns nicht passt, sanft eingreifen.
    Statt „deine 10min iPad sind um, spiel was anderes“ besser. „So, spiel das Level zu Ende, dann gehen wir nach draussen und machen gemeinsam einen Schneemann“
    und das wichtigste: Mit den Kindern gemeinsam etwas unternehmen. Spiele (auch am iPad), basteln, nach draussen gehen, kochen, etc

    • Franz Vontobel sagt:

      Bei „Minecraft“ gibt’s aber keine Level…

      • Stevens sagt:

        Ich kenne Minecraft nicht. Mann kann aber auch sagen: „Mach Pause, sobald es geht…“ Also nix als eine dumme Spitzfindigkeit von ihnen

        Aber übrigens: Hab ich in meinem Kommentar irgend etwas von Minecraft geschrieben?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich stehe natürlich nicht mit der Stoppuhr neben meiner Tochter und reisse ihr das iPad aus der Hand, wenn die 10Min um sind. Sie darf jeweils fertig spielen, wenn sie gerade mitten in einem Spiel/einer Aufgabe drin ist.
      Ja, gemeinsam etwas unternehmen finde ich auch wichtig. Das müssen (wie Sie sagen) nicht nur Spiele sein, man kann auch gemeinsam kochen, gemeinsam Wäsche sortieren (die Kleinen finden das ja immer noch spannend und toll 😉 ) etc

  • Franz Vontobel sagt:

    „Minecraft“ – da zeigt sich der wahre digitale Graben zwischen meinen Kindern und mir – sie finden’s grossartig, ich bekomme Augenkrebs ob der Hässlichkeit der Grafik. 😀

  • Andreas Müller sagt:

    Ich war meine ganze Jugend hindurch Gamer, habe ganze Heerscharen von Aliens, Robotern und Zombies gekillt. Wir hatten einen Computerclub und haben Meisterschaften veranstaltet, das hat einfach irre Spass gemacht. Mit Vectrex, C64, Amiga,CD32, Nintendo 64, PS2 haben wir ganze Nächte verbracht. Und was ist aus uns Gamern geworden? Einer Ist Elektroingenieur, einer Wirtschaftsingenieur, einer Banker, einer dipl.ing HTL, Dr.sc.nat. Bei mir hats nur zu einem Doktor gereicht. Als Uraltgamer spiele ich Resogun (PS4) und bin weltweit auf Rang 144 von 600‘000 Spielern (CH No 1).

  • Martin Frey sagt:

    Herr Zweifel, Fr. Kuster ging es, soweit ich mich erinnere, nicht einfach nur um 10min Wii. Sondern unter dem Strich um die berechtigte Frage, wieviel Dauerberieselung vor Bildschirmen insgesamt, und wieviel Reizüberflutung gut und richtig ist für welche Altersstufe. Und wie Eltern mit dem sozialen Druck umgehen sollen, wenn die Lieblingsgspänlis Dinge dürfen die im eigenen Hause nicht gehen. Diese Fragen sind berechtigt und deutlich differenzierter als…
    „«S’Internet ischs bescht, gäll Papa.» Ich war noch selten stolzer auf ihn.“
    Ich als Vater wäre nach 4h-nonstop Gaming nicht stolz auf ihn.

    • Susi sagt:

      Ich kann Ihr Statement wieder mal voll unterschreiben, Martin.

      Bei Zweifels Text müsste man ev. noch eine kleine Änderung vornehmen:

      Den letzten Satz ersetzen durch: „Solche Sachen machte er nämlich früher auch.“

    • plop sagt:

      Danke Herr Frey und auch Susi für Deine Voten vorgestern. Mich verwirrt diese Diskussion hier sehr. Gerade im Alter der Tochter von Frau K sind solche Überlegungen doch nur gerechtfertigt. Und hier les ich nun Dinge, welche eine grundsätzliche Hinterfragung mit dem Wort „Fortschritt“ einfach so vom Tisch fegen. Und der grosse Teil der Mitkommentierenden schlagen den selben Ton an, ich finds bedenklich.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und der grosse Teil der Mitkommentierenden schlagen den selben Ton an, ich finds bedenklich.

        Das stimmt doch nicht – die meisten plädieren doch für einen pragmatischen Umgang: keine Verteufelung, kein unlimitierter Zugang. Wie die meisten von uns Eltern es auch mit z.B. dem Fernseher halten.
        Und im besten Fall spielt man selber auch hin und wieder mit und hat ein wenig Ahnung von was die Kinder da reden.

      • plop sagt:

        Ich hab das eher anders gelesen – Unverständnis für Frau K, dass sie so etwas „verbietet“ und eher Voten für weniger Einschränkung.

        Aber ja, ich komme aus der anderen, schon fast extremen „kein Medienkonsum“-Ecke und werde mich da noch öffnen müssen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Martin Frey

      wenn man(n) drauf eingestiegen wäre,
      dass der Vorgängerinnenart ikel eine Einladung zu berechtigtem hinterfragen und differenzieren ermöglicht,
      hätte man(n) sich aber einer schmissigen Antwort darauf verwehrt,
      und offenbar hat die Freude am Schmissigen eindeutig überwogen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ma rtin Fre y

      wenn man(n) drauf eingestiegen wäre,
      dass der Vorgängerinnenart ikel eine Einladung zu berechtigtem hinterfragen und differenzieren ermöglicht,
      hätte man(n) sich aber einer schmissigen Antwort darauf verwehrt,
      und offenbar hat die Freude am Schmissigen eindeutig überwogen…

      • Martin Frey sagt:

        @Brunhild Steiner: Tut mir leid, ich verstehe das grad nicht ganz. Auf wen und was beziehen Sie sich?

      • Brunhild Steiner sagt:

        auf Ihre Antwort an den zweifelnden Herrn und Verursacher der heutigen Schreibe…

      • Martin Frey sagt:

        War das eine Kritik an mir? Oder am Inhalt meines Posts? Ist heute der offizielle Tag der Undifferenziertheit oder was? Mag sein, dass ich grad eine lange Leitung habe, aber Sie sprechen für mich immer noch in Rätseln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Martin Fre y:

        schön dass es Ihnen auch mal so geht wie mir 😉
        also: absolut einig mit Ihnen was Ihr 8:42 betrifft, inklusive einer kleinen Spitze gegen den Verfasser der heutigen Schreibe, dass es ihm anscheinend besser gefallen hat einen empörten Geg enschl ag zu lancieren,
        als sich mit dem Vorgänger-Inhalt vertiefter auseinanderzusetzen.
        Hoffe die Leitung ist nun erfolgreich gek appt. 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin F re y:

        schön dass es Ihnen auch mal so geht wie mir 😉
        also: absolut einig mit Ihnen was Ihr 8:42 betrifft, inklusive einer kleinen Spit ze gegen den Verfas ser der heutigen Schreibe, dass es ihm anscheinend besser gefallen hat einen empörten Geg enschl ag zu lancieren,
        als sich mit dem Vorgänger-Inhalt vertiefter auseinanderzusetzen.
        Hoffe die Leitung ist nun erfolgreich gek appt. 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Alles klar, danke, Brunhild! 🙂

  • Andrea sagt:

    Gegen limitiertes Spielen ist sicherlich nichts einzuwenden, denn wenn etwas verboten ist, wird es oft noch attraktiver. Allerdings finde ich die Vorteile, die der Autor aufzählt, doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Wenn das Kind Legolandschaften oder mit Kapla bauen würde würde das ebenso die räumliche Orientierung fördern, zudem auch noch die feinmotorischen Kompetenzen, die Auge-Hand-Koordination, ebenso die Kreativität. Und dies nicht nur über visuelle Reize und ein paar Klicks mit den Fingern, sondern es sind mehr Sinne dran beteiligt.

    • Stevens sagt:

      Ach, ach, ach… Wer hat gesagt, dass ein Kind nicht neben iPad auch noch mit Lego oder Kapla spielt?

      Es kommt doch immer aufs Mass an, nicht?

      • Elisabeth sagt:

        Nun, der Mamablogger lässt sich ja jedenfalls nicht darüber aus, wie pädagogisch unbedenklich es sei, wenn sein Sechsjähriger vier Stunden am Stück legölt…

  • Isabelle sagt:

    Wenn man davon ausgeht, dass jedes Kind genau gleich ist wie das andere und auch dieselben Fähigkeiten und Vorlieben wie jedes Kind hat, dann stimmt es natürlich schon, dass es in dieser Frage nur richtig und falsch gibt, was auch immer richtig und falsch ist. Wenn man aber davon ausgeht, dass jedes Kind anders ist und die Dinge anders erlebt und anders darauf reagiert, dann erübrigt sich diese Diskussion gänzlich.

  • Nina sagt:

    Viel wichtiger als fixe Zeitregeln und dergleichen finde ich den Punkt, dass man insbesondere kleine Kinder nicht alleine gamen oder fernsehen lässt, sondern das gemeinsam mit ihnen tun soll. Das limitiert die Aktivität schon automatisch, denn wer hat schon Zeit und Lust, sich 4 Stunden am Stück irgendwelche digitalen Babyprogramme reinzuziehen. Mein Mann hat den Fehler einmal gemacht: Kinderfernsehsender rein und er raus aus der Stube – 15 Min später hat die Grosse losgeheult, weil irgendwas im Trickfilm ihr Angst gemacht hat. Regeln sind nicht Selbstzweck, sondern das Ziel dahinter zählt!

  • Peter sagt:

    Mit je einem iPad für unsere drei Jungs lassen sich praktisch alle anderen Spielsachen entsorgen. Nie mehr aufräumen. Die Reize der Kinder werden nicht mehr durch unzählige Spielsachen überfordert. Dazu kommt, dass ich in den Weihnachtsferien jeden Tag zusätzlich 2-4 Stunden nur für mich habe. Alle sind beschäftigt. Was für eine Erholung.

    Persönliche finde ich den Elternratgeber auf jugendundmedien.ch am sinnvollsten. Da finde ich persönliche einige Antworten auf die Herausforderung Medienkonsum.

    • Franz Vontobel sagt:

      Dazu kommt, dass ich in den Weihnachtsferien jeden Tag zusätzlich 2-4 Stunden nur für mich habe.

      Ich glaube halt schon auch, dass das die „hidden agenda“ von manchem „ich-bin-doch-nicht-von-gestern-und-meine-Kinder-sollen-Medienkompetenz-lernen-usw.“-Elter hier ist: Sie wolen sich den elektronischen Babysitter nicht schlechtreden lassen.

      Kinder vor dem iPad parkieren ist natürlich viel bequemer als sich mit ihnen wirklich abgeben zu müssen – z.B. eben beim Federballspiel oder dem gemeinsamen Zoobesuch…

      • Martin Frey sagt:

        Da bin ich 100% bei Ihnen Hr. Vontobel. Hier etwas anderes wie Modernität, Fortschritt oder gar irgendwelche ominöse Studien vorzuschieben ist in meinen Augen immer etwas bigott.

  • Sportpapi sagt:

    Schade, dass es heute nur eine neue Meinung zum bereits besprochenen Thema gibt. Aber ja, Minecraft ist toll für die Kinder. Verbessert wohl vor allem auch das räumliche Vorstellungsvermögen. Und doch sind Grenzen angesagt. Aus der Erfahrung, in welchem Zustand die jungen Spieler nach ihrer Gamezeit jeweils sind.

    • tina sagt:

      minecraft ist komischerweise das spiel, das bei meinen jungs anlass zu streit und sogar tränen gibt. also nicht nur bei meinen.
      während sie bei spielen die auf mich mehr als nur bedenklich wirkten (ich hielt sie für shooter, aber es seien eben mehr taktische games) wirklich spass haben. sie denken sich gemeinsame strategien aus und lachen sich dann schief. es sind wirklich lustige ideen.
      bei minecraft klappt das mit dem gemeinsam irgendwie nicht. irgendwann macht einer dem anderen seine idee kaputt.
      ich wundere mich auch darüber

    • Susi sagt:

      Ja, die Kinder mögen Minecraft. Aber der Suchtfaktor ist enorm.

      Mein ältestes Gottimeitli ist jetzt 12 und in der Gymi-Probezeit, die sie wahrscheinlich nicht bestehen wird. Sie ist intelligent und hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Leider hat sie aber auch Minecraft auf ihrem Handy und anstatt zu lernen ist sie stundenlang am Gamen und kann nicht mehr aufhören. Ab jemandem wie Zweifel, der vor dieser Facette offenbar systematisch die Augen verschliesst, kann ich nur den Kopf schütteln.

      • mila sagt:

        Susi, fürs Gymi braucht es neben einer gewissen Grundintelligenz vor allem die Bereitschaft zu Lernen, oder wenn Sie so wollen: Wissbegierde. Ist die nicht vorhanden, wird es auch ganz ohne Minecraft schwierig.

      • mila sagt:

        Will sagen: man kann sich trotz ‚exzessiver‘ Hobbies (ich spreche da aus eigener Erfahrung…) für den Schulstoff interessieren – oder eben nicht. Gerade intelligente, auffassungsschnelle Kinder benötigen eigentlich vergleichsweise wenig Lernzeit. Die Frage ist für mich daher: will das Kind überhaupt ins (Frühzeit-)Gymi, oder wollen das in erster Linie die Eltern.

      • Susi sagt:

        @Mila: Doch, sie möchte unbedingt im Gymi bleiben und hat auch einen Berufswunsch, für den sie eine gymnasiale Laufbahn benötigt, das kommt nicht von den Eltern. (Was sehr häufig der Fall ist, das erfahre ich immer wieder mit eigenen SchülerInnen) Ich finde zudem auch nicht, dass sie grundsätzlich am Stoff desinteressiert ist, habe ihr auch schon beim Lernen geholfen Aber eben, wenn einen die Gamesucht so reinzieht, ist alles andere nebensächlich, zumindest für den entsprechenden Moment.

      • mila sagt:

        Dann wird sie vielleicht eine harte Lektion im Leben lernen müssen – nämlich, das nichts umsonst zu haben ist, selbst wenn man schlau ist. Oder sie macht im Falle eines Ausscheidens einen zweiten Anlauf aus der Sek. Eigentlich kein Drama.

        Wie auch immer: der Berufswunsch, den sie hat, wird so oder so einigen (steigenden) Aufwand benötigen. Ist sie schon zu Beginn, wo es noch relativ einfach/überschaubar ist, nicht bereit, diesen zu stemmen, war es am Ende womöglich der falsche Wunsch. Schuld hat jedenfalls nicht das Game als solches.

      • Susi sagt:

        Nein, aber das Game und die damit einhergehende Sucht sind dabei ein entscheidender Faktor. Und ja, vielleicht kriegt sie die Kurve wieder oder entscheidet sich für einen anderen Beruf. Ein kleines Drama wird’s schon geben, wenn sie im Februar die Schule wechseln muss.

        Die Geschichte ist aber vergleichsweise harmlos, ich erlebe viel Schlimmeres. Schüler, die ein Jahr vor der Matur rausfallen, weil sie sich die Nächte mit Gamen um die Ohren hauen. Die wahrscheinlich auch keine Lehrstelle finden werden. Hätte es diese Games zu meiner Zeit gegeben, wer weiss, was ich heute berufl. tun würde. 🙂

      • mila sagt:

        Nun, ich habe zu Kantizeiten, nebst anderem, häufiger (ganze) Nächte durchgelesen… Sie ja vermutlich auch. Hat trotzdem geklappt (und ich tun immer noch). 😉

        Es kann gut sein, dass es für sie einfach noch zu früh ist. Die Suchtanfälligkeit sollte sie evt. aber mit professioneller Hilfe (und elterlicher Unterstützung) angehen. Eine hohe kindliche Vulnerabilität führt nicht selten zu weiteren ‚Süchten‘ im Jugend-/Erwachsenenalter, nicht jedes Kind ist gleich gefährdet.

      • Sportpapi sagt:

        Kein Drama, aus der Schule zu fallen. Aber eine elterliche Einschränkung des Gamens (was ich sogar als Pflicht ansehen würde), die ist es dann? Wo bleiben da die Verhältnisse? Und doch, eine 12 jährige, selbst eine Jugendliche auf Lehrstellensuche braucht meistens Hilfe und vielfach auch noch etwas Druck der Eltern.

      • Carolina sagt:

        SP & Susi: das sehe ich genau gleich! Das Wesen einer Sucht ist es, dass ein Herauskommen aus eigener Kraft nicht geht, schon gar nicht bei (wie hier) 12-jährigen, die die Folgen nicht übersehen können. Die Schulen und Lernstudios sind voll von ‚Kindern‘ in dem Alter, die zwar das Eine wollen, aber aus dem Sucht-Rhythmus nicht herauskommen – zum Schluss geht es dann zum Coach/Psychotherapeuten, der etwas beheben soll, wofür die Eltern in früheren Jahren längst hätten sorgen müssen. Ich habe auch nächtelang durchgelesen, aber meine Eltern haben dafür gesorgt, dass wir, als wir jünger waren,

      • Carolina sagt:

        /2 in Schulzeiten beizeiten das Licht ausmachten. Und so mache ich es auch bei meinen Kindern. Mein Sohn ist erst, gamed mit seinem Vater und manchmal mit Freunden, aber es gibt Grenzen. Ueberwachung ist wirklich notwendig, dafür muss man die einzelnen Games nicht kennen. Eltern sind dafür verantwortlich, dass ihren Kindern in allen Bereichen sinnvolle Grenzen gesetzt sind – Kinder werden, das ist ihr ‚Job‘, immer versuchen, diese zu überschreiten.

      • tina sagt:

        die lernstudios sind allerdings auch voll von kindern, die nur noch büffeln und krampfen und keine zeit für sinnlosen spass haben. natürlich soll man nicht nur an einem monitor spass haben. aber spielen ist auch für erwachsene menschen wichtig! wirklich wichtig!
        aber es ist heikel, auf beide seiten

      • Susi sagt:

        Carolina, treffender hätte ich’s auch nicht auf den Punkt bringen können.

      • tina sagt:

        wenn zuviel druck da ist, zuviel arbeit und zu wenig zeit für spiel und lust und laune, dann erhöht das meiner meinung nach die gefahr zum exzess. ob das nun gamen oder kiffen ist

      • Carolina sagt:

        Mein Sohn ist übrigens 8, sorry!

      • mila sagt:

        SP: wo bitte habe ich geschrieben, dass ich gegen elterliche Einschränkung(en) wäre? Nirgends, weder heute noch zuvor.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, mila, dann haben Sie sich gar nicht wirklich zum Thema geäussert? Ich jedenfalls habe Ihr „nicht so schlimm“ so interpretiert, dass dies einem Freipass zum gamen gleichkommt. War ja auch die Antwort auf die Aussage, dass wegen Gamen eben dir Schule zu kurz kommt.

    • mila sagt:

      Ich habe mich hier ganz spezifisch zu Susis Beiträgen geäussert, und Sie lesen in diese Äusserungen gewaltig etwas hinein, was nicht drinsteht. Also tief durchatmen – und alles noch einmal in Ruhe (bzw. unvoreingenommen) durchlesen.

      Bzgl. Rahmenthema: für mich sind beide Autorenmeinungen auf je eigene Weise unausgewogen. Weder würde ich meinem 5 bzw. 6 jährigen Kind das (gelegentliche) Wii-Spielen mit anderen untersagen, noch ihm 4 Stunden Gamen am Stück erlauben.

      • mila sagt:

        Und ja, ich halte es wirklich nicht für ein Drama, wenns mit dem Frühzeitgymi nicht klappt. Manchen fehlt es in diesem Alter schlicht noch an Reife und Selbständigkeit. Wenn das Mädchen intelligent (und engagiert) ist, sollte es mit dem Kurzzeitgymi problemlos klappen – gesetzt den Fall, das Game-Problem wird gelöst. Und ja, das halte auch ich für Elternsache (respektive, dass es soweit gekommen ist, für ein Erziehungsproblem).

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „Wie auch immer: der Berufswunsch, den sie hat, wird so oder so einigen (steigenden) Aufwand benötigen. Ist sie schon zu Beginn, wo es noch relativ einfach/überschaubar ist, nicht bereit, diesen zu stemmen, war es am Ende womöglich der falsche Wunsch. Schuld hat jedenfalls nicht das Game als solches.“
        Das war für mich keine Forderung nach elterlichen Erziehungsmassnahmen, sondern für Laissez fair nach dem Motto, jeder (und sei er noch so jung) ist seines eigenen Glückes Schmied. Aber gut, wir sind uns ja mittlerweile eigentlich einig.

      • mila sagt:

        Nein, da haben Sie sich definitiv ver-lesen. (Selbst-)Disziplin ist den (aller-)wenigsten in die Wiege gelegt, ergo Erziehungssache. Intrinsische Motivation hingegen schon. Meine persönliche Überlegung: Wer sich hohe (Berufs-)Ziele steckt, schon als Kind im Alter von zwölf Jahren, sollte eigentlich zumindest über letzteres verfügen. Da frage ich mich dann schon, ob es mit dem Wunsch so weit her sein kann, respektive wie man sich, mit besagtem Ziel vor Augen, derart im Gamen verlieren kann. Alles auf fehlende elterliche Kontrolle zu schieben finde ich entsprechend etwas gar einfach gedacht.

  • Ja – ich teile Teils mit Ihnen die Meinung, es gibt zu viele strenge Regeln, bei meinen drei Jungs läuft täglich vieles über die Regel raus! Doch Minecraft für 6 Jährige sind noch herzig, ich spielte mit meinem Sohn die 13 Jährige Version – schluck … es ist ein verstecktes „ich knall Dich ab und töte Dich“ Spiel a là Tribute von Panem. Aus dem herzigen kleinen legoaussehenden Spiel kann auch ein Gremilngs werden 😉

    • Ohh… morgen früh mit drei Jungs…. Gremlings meine ich

    • Cybot sagt:

      Mit 14 oder so hab ich Doom gespielt und ich bin deswegen auch nicht traumatisiert worden. Minecraft ist im Vergleich wirklich harmlos. Die „Monster“ sehen dank der Klötzchengrafik ja eher lustig aus als gefährlich. Und gegenseitig abgeknallt haben wir uns als Kinder schon viel früher (so mit 8 Jahren schätze ich), mit Chäpslipistolen oder notfalls auch einfach mit aufgelesenen Stecken aus dem Wald. Das verhindern zu wollen ist völlig unrealistisch und führt höchstens zu konfliktunfähigen Kindern.

  • Dani sagt:

    Tja mein lieber Herr Zweifel. Leider gibt es zu wenige Eltern die sich überhaupt für das Spielen interessieren und oftmals noch nicht mal wissen, was denn überhaupt ein virtueller Baukasten ist, und warum Minecraft so toll ist. Aber Hauptsache sie haben ihre Regeln und sie fühlen sich stark wenn sie ihren Willen durchsetzen. Die Eltern sind selbst so stumpf im Kopf, dass Titel wie „Dungeons and Dragons“ mit „Kerker und Teufel“ übersetzt werden, und man hinterfragt das noch nicht mal. Kinder müssen auch Dinge lernen auf die sie keinen Bock/Interesse haben, warum dann nicht auch die Eltern???

    • Susi sagt:

      Ja, lieber Dani, und es gibt auch die Eltern, die – wie ich – Minecraft auf dem Handy haben, um zu schauen, warum die Kids so versessen darauf sind. Die diese Versessenheit nachvollziehen können und gerade darum ein achtsames Auge auf den Kontakt mit einem solchen Spiel werfen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi, jetzt bin ich aber verwirrt! Ich dachte, es sei nicht nötig, über die Games Bescheid zu wissen? Weil die ja wie Koks seien, und Koks müsse man ja auch nicht probieren, um den Konsum als nicht ganz unproblematisch zu erkennen..? 😉

      • Susi sagt:

        Ich glaube auch nicht, dass es „nötig“ ist, Franz. Aber da mein Gottikind sich gerade die Laufbahn vers a ut mit diesem Spiel, nahm es mich einfach mal Wunder.

      • Susi sagt:

        Heute muss jeder meiner Kommentare auf Freischaltung warten, keine Ahnung, warum. Ob’s bei der Redaktion wohl eine blacklist gibt?

      • Franz Vontobel sagt:

        Als wäre das Langzeitgymi die einzige valable „Laufbahn“…

      • mila sagt:

        Wer sagt denn, dass sie sichs versaut – nur weil sie das Gymi evt. nicht schafft? Manche Kinder/Jugendliche sind Spätzünder (ich hatte solche in meiner Familie), und zumindest in der Schweiz haben wir ein Ausbildungssystem, das viele ‚Laufbahn‘-Möglichkeiten offen lässt. Auch ohne ‚klassische‘ Matur.

      • mila sagt:

        @Vontobel: So ist es. Ich gebe zu, mich nervt dieser bereits Kindern augezwungene Elitarismus, der viele im Gymi landen (und krampfen) lässt, die dort nicht unbedingt hingehören.

      • Susi sagt:

        Nein, das ist es nicht, aber es ist die einfachste Laufbahn, wenn man einen Berufswunsch hat, für den man eine Matur benötigt.
        Ich bin die Letzte, die SchülerInnen nicht unterstützen würde, wenn sie einen anderen Weg einschlagen möchten, passiert immer mal wieder. Aber wenn sie eigentlich unbedingt wollen, sich aber durch eine Gamesucht selbst im Weg stehen, finde ich das tragisch. Und noch tragischer finde ich undifferenzierte Artikel wie der von Zweifel.

      • Nick sagt:

        @Susi: Ihr Gottenkind versaut sich die Laufbahn mit Minecraft? Das hat dann wohl weniger mit Minecraft zu tun als damit, dass die Eltern nicht durchsetzen können, dass das Kind seine Hausaufgaben erledigt und zu genug Schlaf kommt. In meinem persönlichen Fall wäre es anstelle von Minecraft das Fussballspielen und mit der Clique rumhängen gewesen. Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich die Schulaufgaben liegen lassen und wäre bis spät am Abend weg gewesen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wenn ihr das Gymi wirklich wichtig ist, dann muss sie halt das Game vom Handy löschen.

      • Susi sagt:

        Hmmm, Franz. Suchtverhalten abstellen ist nicht so einfach. Das ist wie wenn man sagen würde: „Wenn er mit Rauchen aufhören will, muss er halt seine Zigis wegschmeissen.“

        Mich wundert es ehrlich gesagt etwas, dass Sie das – sehr häufig vorkommende – Problem so simplifizieren.

      • Susi sagt:

        @Nick: Ja, da liegt ja genau der Hund begraben. Das ist das, was Jeannette Kuster tut und Zweifel eben nicht.

      • mila sagt:

        Nein, einfach ist es nicht. Aber es gibt immer noch Eltern, die das Handy zeitweise konfiszieren könnten – bis eben die Hausaufgaben erledigt sind. (Bei einer Sechszehnjährigen wäre das zugegen schwieriger – aber die hat auch mehr Eigenverantwortung für das eigene Handeln.)

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi, das Mädchen ist 12! In dem Alter sollte der Zugang zu „schädlichem“ Material durch die Eltern doch noch einigermassen erschwert werden können?

        Falls nicht, so scheint mir das Problem mit Minecraft eher ein Symptom als eine Ursache zu sein…

      • Franz Vontobel sagt:

        Mich wundert es ehrlich gesagt etwas, dass Sie das – sehr häufig vorkommende – Problem so simplifizieren.

        Definieren sie bitte „sehr häufig“…

      • Susi sagt:

        Ich kann nur von der Gymnasialstufe reden, bei der mindestens 10% der Lernenden von einer Spielsucht betroffen sind. Wegen ein paar Einzelfällen würde der Kanton weniger Zeit/Energie/Geld in die „Umgang mit Gamesucht-Weiterbildungen“ stecken.

      • Susi sagt:

        „Susi, das Mädchen ist 12! In dem Alter sollte der Zugang zu “schädlichem” Material durch die Eltern doch noch einigermassen erschwert werden können?“

        Aber genau darüber reden wir ja schon die ganze Zeit! Und Kuster wird blöd hingestellt, weil sie eben genau das tut.
        Wenn man nicht schon im Alter von 5-6 Jahren „vorbeugt“, hat man mit keine grosse Chance mehr, wenn die Kids 12 oder älter sind.

      • Franz Vontobel sagt:

        Unfug, Fr. Kuster wurde v.a. dafür angegangen, dass sie ihrer Tochter verbot, mit den Freundinnen mitzugehen und wurde im Zuge dessen (wohl zu Unrecht) in die Ecke der Totalverweigerer geschoben – die wenigsten hier sind so infantil, einen unreglementierten Zugang zu Games zu befürworten…

      • Susi sagt:

        Zweifel schreibt: “ Alles muss zeitlich begrenzt oder festgelegt werden. Wie in der Kaserne.“

        Wo ist hier das Totalverbot, das kritisiert wird?

      • Franz Vontobel sagt:

        Mit bedacht schrob ich „die wenigstens“ und nicht „alle“… 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Logik… „alle“ ersetzen durch „keiner“

      • Widerspenstige sagt:

        Franz, erweiterte Korrektur von mir heute an Sie: ‚Mit Bedacht schrieb ich…‘ (Sie können es bei mir und anderen auch nicht verkneifen….sodeli).

    • Bernhard sagt:

      Die Frage stellt sich generell: Dürfen Eltern nichts mehr verbieten, ohne gleich als uncool abgestempelt zu werden? Egal, aus welchem Grund, welcher Überlegung oder welcher Ideologie? Es gibt Eltern, die verbieten ihren Mädchen Schminke und aufreizende Kleidung. Es gibt Eltern, die verbieten das Reden während des Essens, eine Sportart, das Spielen eines Instruments, das Aufbleiben ab einer bestimmten Uhrzeit. Und es gibt eben Eltern, die verbieten das Gamen. So what? Ich bin ein sehr liberaler Vater, verbiete praktisch nichts. Aber deswegen sehe ich mich nicht als besser. Nur als anders!!

  • Maier Tom sagt:

    minecraft isch voll dä prof; so weit so gut, das Spiel ist wirklich cool und die Kids machen unglaublich kreative Sachen damit.
    .. mein Junge schafft ganze Welten und baut für alle Familienmitglieder ihre eigens abgestimmte Villen mit Park und allem Drum und Dran.
    , .. aber es hat auch etliches Suchpotenzial und wir kämfen damit einen gesunden Kompromiss zwischen „Bildschrimzeiten“ und Spielen draussen zu finden. Nicht immer einfach – vorderhand haben wir mit einem „Vertrag“ das Ganze unter Kontrolle, müssen aber dran bleiben.

    • tina sagt:

      das mit dem suchtpotenzial habe ich auch schon gehört über minecraft.
      aber man kann auch mit anderen spielen welten bauen und kreativ sein. nebenbei erwähnt. meine jungs spielen mit 13 und 15 tatsächlich auf eine ähnliche weise, wie sie früher lego spielten zusammen. da haben sie auch riesige landschaften und stories gebastelt. nun machen sie das eben virtuell. irgendwann sind sie nunmal aus dem lego alter raus.

      • Nina sagt:

        Ich will das Suchtpotenzial jetzt nicht schönreden, aber ich und meine Brüder hatten alle auch so eine Phase als Teenager, die Jungs noch mehr als ich. Für mich war das wie mit den Büchern: wenn ich ein Game gefunden hatte, das mir gefiel, dann war ich während ein paar Tagen total angefressen – und irgendwann war das Spiel ausgespielt und ich habe mich wieder anderen Dingen zugewendet. Und wie gesagt, das gleiche Phänomen erlebte ich auch mit guten Büchern… Ich glaube, das ist einfach so, wenn man neue, spannende Welten entdeckt, also bis zu einem gewissen Grad normal.

      • Carolina sagt:

        Ja, das ist völlig normal und ich finde es gut, wenn Eltern ihren Kindern die Freiheit lassen, diese Welten auch zu entdecken. Aber dabei bleibt es unsere Pflicht, zu beobachten, ob das jeweilige Interesse nicht in Besessenheit ausartet und alles andere nicht mehr interessiert, z.B. die Schule. Meine Schwester hat das mit ihren zwei Buben super gemacht: sie durften irgendwann ab 14 oder so am Wochenende zu Lan-Parties, wo sie wirklich bis zur Erschöpfung was-auch-immer machten, aber während der Woche war Schule die Priorität. Ich fand diese Form von Kompromiss gut.

      • tina sagt:

        ehrlich gesagt, ist mir aber lieber, meine jungs verbringen nicht bis zur erschöpfung ihre weekends an lan parties….lieber zwischendurch ein bisschen zum spass spielen.
        der 13jährige baut sich gerne etwas auf oder trickst auf lustige art, er lässt sich etwas einfallen und lacht sich dann krumm. der 15jährige ist ein stratege und findet auch kommunikation (auf englisch. tut ihm gut) mit anderen spielern lustig.

      • Carolina sagt:

        Na ja, Tina, es ist ein Vorschlag, mehr nicht. Meine Schwester hatte die Nase gestrichen voll von den ewigen Diskussionen darüber, wann und wie oft die Buben am Gamen waren – und da sie aus dem Alter raus waren, in denen man ihnen einfach das Wlan abstellt, haben sie sich darauf geeinigt. Heisst ja nicht, jedes Wochenende; heisst auch nicht, dass sie gar nichts anderes mehr machen (beide sind Sportler)… Aber es hat den Haushalt sehr beruhigt und mit der Zeit war dann die Attraktivität anderer Wochenendbeschäftigungen sowieso grösser – auf zwei Beinen, weiblich und sehr real…

    • Bernhard sagt:

      Eine abgemachte Bildschirmzeit finde ich gut und wichtig. Noch wichtiger finde ich aber, dass das „andere“ Leben (Familie, Schule, Freunde etc.) weiter existiert und nicht darunter leidet. Wenn das Kind z.B. nicht mehr rausgeht und Freunde trifft, weil es lieber zockt. Oder wenn keine Familienaktivitäten mehr möglich sind, weil das Kind lieber daheim vor der Konsole bleibt. Oder generelles Desinteresse. Das wären meine grössten Angste. Nicht das Gamen an sich. Heute wäre ich froh darum, meine Eltern hätten mich dann und wann vom PC weggeholt. Aber sie waren leider so „cool“ wie der Autor…

      • Bernhard sagt:

        Es geht den meisten, die das Gamen nicht so locker sehen wie Herr Z., vermutlich einfach darum, dass nichts die Kinder negativ beeinflussen soll. Und wenn die Gefahr besteht, dass etwas einen neg. Einfluss haben könnte, dann erwacht der Beschützerinstinkt. Das gilt aber nicht nur fürs Gamen, sondern auch für alles andere! Es gibt folglich kein Richtig oder Falsch, sondern lediglich eine unterschiedl. Risikoabwägung. Der eine lässt sein Kind ungesichert auf einer 3-Meter-Mauer balancieren, der andere lässt es uneingeschränkt gamen. Man ist kein Bünzli, wenn man das eine o. andere nicht macht!!

      • Carolina sagt:

        Danke Bernhard, schön gesagt!

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