Geburtstagskuchen verboten!

Ein Gastbeitrag von Corinna Hauri*

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Bedrohtes Geburtstagsritual: Künftig sollen Kinder nur noch zu Hause Kerzen ausblasen und Kuchen essen dürfen. Foto: istock

Kürzlich stand ich mit meiner vierjährigen Tochter vor dem Backzutatenregal im Supermarkt. Wir brauchten Mehl. Doch ihr Blick wurde magnetisch von einem rosafarbenen Paket mit Prinzessin Lillyfee angezogen. «Was ist das?»

Ich erklärte, dass dies ein rosa Zuckerguss mit Glitzer sei. «Oh, das will ich auf meinem nächsten Geburtstagskuchen, da werden meine Freundinnen in der Krippe staunen», sagte sie bestimmt. Und wurde dann plötzlich unsicher: «Darf man in die neue Krippe überhaupt Geburtstagskuchen mitnehmen?» Vor einem halben Jahr hat sie aufgrund eines Umzugs die Krippe gewechselt, und ihre Unsicherheit bezüglich Geburtstagskuchen kommt nicht von ungefähr: Vor unserem Umzug waren nämlich Geburtstagskuchen in der Aussenwelt unserer Kinder abgeschafft worden.

Es begann in der Krippe: Nachdem ich in den ersten Krippenjahren jeweils mit Liebe den gewünschten Kuchen mit viel Schoggiglasur und vielen Smarties gebacken hatte, hiess es plötzlich: «Kuchen sind nicht mehr erlaubt. Wir bitten die Eltern, stattdessen einen Zopf zu bringen.» Wieso, konnten mir die Erzieherinnen nicht wirklich erklären, das war «von oben» entschieden worden. «Vielleicht wegen des Zuckers?», mutmasste die eine.

Doch beim neuen Geburtstagsritual gabs für alle Kinder Smarties, und weiterhin wurde zum Zvieri öfter mal Zwieback mit Nutella oder gekauftes überzuckertes Früchtejoghurt angeboten. Dass Zopf etwas sehr Schweizerisches ist und dass in dieser Krippe nur eine kleine Minderheit der Kinder zu Hause Schweizerdeutsch spricht, schien niemanden zu beschäftigen. Und dass so das Ritual des Kerzenausblasens und Kuchenanschneidens wegfiel, auch nicht.

Unser Sohn war enttäuscht, doch da er kurz danach in den Kindergarten kam, versprachen wir ihm, dass es im Kindergarten dann wieder Kuchen mit viel Schoggiglasur, Smarties und Kerzen zum Ausblasen geben würde. Doch wieder nichts: Um bei einer Klasse mit 24 Kindern nicht alle zwei Wochen Geburtstag feiern zu müssen, wurde da einmal pro Monat ein Geburtstagsznünibuffet angeboten – die Eltern sollten sich absprechen, damit es verschiedene Dinge gab. Das ging dann von Popcorn über Chips und Früchtespiessli zu Muffins. Also wieder nix mit Kuchen zum Anschneiden und Kerzen zum Ausblasen.

Ein Jahr später kam auch vom Hort ein Brief: «Aus pädagogischen und ernährungsphysiologischen Aspekten» bitte man die Eltern, in Zukunft keine Geburtstagskuchen mehr mitzugeben. Ein weiterer Ort ohne Geburtstagskuchen, Kerzenausblasen und Kuchenanschneiden.

Und so verschwindet allmählich eine Tradition, die den Kindern wichtig ist: Stolz einen liebevoll gebackenen und dekorierten Kuchen mitbringen, die Kerzen ausblasen und sich dabei etwas wünschen und dann beim Kuchenschneiden helfen. Einen Zopf zu verschneiden oder eine Packung Chips zu öffnen, ist ja irgendwie nicht das Gleiche. Und einen Zopf zu backen ohne Dekoration, auch nicht (okay, ich habe geschummelt und einmal den Zopf mit Zuckerblumen dekoriert, ein zweites Mal Schoggistücke eingebacken, doch damit handelte ich mir jeweils prompt einen «Verweis» ein).

Etwas Abhilfe kann man als Eltern immerhin schaffen, indem es an der Geburtstagsparty noch einen Kuchen gibt. Mit Kerzenausblasen und Kuchenverschneiden. Aber da muss man auch aufpassen – das eine Kind darf nichts essen, in dem es Nüsse haben könnte, bei einem anderen sind Milchprodukte ein Problem…

Familie  Schüssler | Ennetbaden | 2014 | Familienshooting*Corinna Hauri (40) ist Juristin, Journalistin und Verbandsmanagerin. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Kindern (Jg. 2007 und 2010) in Ennetbaden.

195 Kommentare zu «Geburtstagskuchen verboten!»

  • Xenia sagt:

    Verstehe das Theater nicht. Erstens warum liebe Frau Hauri fragen sie nicht einfach beim Träger nach? Was spricht dagegen, dass Kerzen auf den Zopf kommen und das Ritual stattfindet und wiso feiern sie nicht mit ihrem Sohn, seinen Gspändli und Kuchen Zuhause??? Vielleicht mal ein Anreiz zu überlegen, was zum Elternsein dazugehört und was auf die Institutionen abgeschoben werden kann.

    • Hanna sagt:

      Im Text wird doch einfach die Frage aufgeworfen, ob denn der Geburtstag der richtige Anlass ist zur Gesundheitserziehung. Geburtstage werden in den verschiedenen Institutionen ganz unterschiedlich gefeiert. Was richtig und falsch ist, sei dahingestellt. Ist für die Institutionen auch schwierig, all den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Aber ich bin mir sicher, dass ein kleines Kind mehr Freude hätte an einer Torte als an einem Zopf.

  • Sonia sagt:

    Ich würde so eine Regelung an unserer Schule sehr begrüssen. Inzwischen gibt es so viele Momente, wo die Kids Süsses an der Schule bekommen, das finde ich nicht mehr normal: 3-Königs-Kuchen, Osterschöggeli, Belohnungsschöggeli, Weihnachtsguezli, diverse Backevents, dann noch die ganzen Geburtstagsznünis. Und die Primarschüler, die teilweise ganze Kekspackungen als Znünil mitnehmen, da es dort keine Regelungen mehr gibt.
    Ich finde, dass die Zahnputztante dadurch auch an Glaubwürdigkeit verliert!
    Man darf ausserdem nicht vergessen, dass viele Kinder ihren Tag mit überzuckerten Cerealien starten!

  • charly büchi sagt:

    zu meiner zeit (jahrgang 1959, auf dem land in elgg aufgewachsen) gab es noch keine geburtstagsrituale. trotzdem, wenn es solche in der zwischenzeit gibt, wäre es doch schön dies machen zu können mit kuchen, welche die kinder – vermutlich mit anleitung der eltern – backen und vorallem auch dekorieren können. es soll ja nicht ein zwang sein, dass alle das machen, aber diejenigen, die das wollen, sollen es auch dürfen. ich begreife die kindergarten- bzw. schulleitungen nicht, welche dies verbieten wollen. die kinder sollen freude haben und nicht verbote. (ich habe keine kinder und bin schwul)

  • Matthea sagt:

    Ich wäre froh wenn es bei unserem Kindergarten so wäre! Und bin froh dass in der Schule vom älteren Kind der Zwang nicht da ist. Wir feiern gerne und mit Torten aller Farbschattietungen – zu Hause mit Familie. Und nochmal mit Freunden von Kindern – zu Hause. Und dann noch mal im Kindergarten? Doch etwas arg inflationär. Und bei mir genauso beliebt wie das die Gäste Geschenke bekommen, ein Clown geladen werden soll und ein Eventmanager organisiert werden soll. Wenn im Kindergarten etwas von Kindern und Betreuern für das Geburtstagskind gemacht wird : sehr nett. Aber bitte ohne mich

  • Marina Trachsel sagt:

    Ich sehe mehrere sehr gute Gründe gegen dieses Kuchenzeugs:
    1. Alle zwei Wochen 1/24 Kuchen in der Schule! DAS ist doch ganz klar der Grund für die übergewichtige Bevölkerung.
    2. Pädagogisch ist es auch sehr fragllch, wenn die Kinder lernen, beim Backen zu helfen, oder gar, dass sie an ihrem Geburtstag den andern etwas anbieten mögen. Schliesslich sind Geburtstage dazu da, dass man Geschenke bekommt, und nicht, dass man andern etwas gibt!
    3. Und dann diese Idee, dass man einfach mal unter dem Jahr etwas feiern kann. Zwingli würde sich im Grab umdrehen, ob so viel Hedonismus!

  • Barbara sagt:

    Nun, meine Tochter ging nicht in den Hort oder die Krippe, sondern zu Tageseltern. Ich habe da nie einen Kuchen mit gegeben. Aber die Tagesfamilie zur Geburtstagsfeier als Familie eingeladen. Und auch in der Schule… Ich glaube, ich habe selten einen Kuchen für die Schule gebacken. Ich glaub ein oder zweimal, wenn meine Tochter mich darum bat. Aber nicht generell.
    Den Geburtstag haben wir zu Hause gefeiert. Als Familie und richtig fröhlich. Und sie hatte auch einen Kindergeburtstag. Das heisst: zweimal Kerzenausblasen und Kuchenanschneiden. Ich finde das reicht.

  • Es ist auch total ungerecht, wenn ein Kind ein Mami und einen Papi hat, die keine Kuchen backen können. Und wir wollen ja auch die Eltern nicht unter Druck setzen, weil sie keinen Kuchen backen können und sich ihr Kind deshalb auch noch schlecht fühlt.

  • Jeanne sagt:

    Darf ich mal nachfragen, welches Geburiznüni denn nun korrekt wäre? Eines, das ernährungswissenschaftlich top, zahnschonend , pädagogisch wertvoll und Menschen aller Religionen, Nationen und Rassen nicht beleidigt, Veganer und Fleischliebhaber nicht verstört, sämtliche Nahrungs Unverträglichkeiten berücksichtigt und mein Kind an seinem Geburtstag in der Schule/ Krippe / Kiga glücklich macht? Ich bin wirklich dankbar um jeden sachdienlichen Hinweis.

    • Rizza sagt:

      Danke Jeanne, das ist wirklich eine gute Frage:-)

    • Franz Vontobel sagt:

      Die Frage ist eher, warum überhaupt auch in der Schule noch der Geburtstag eines jeden Kindes abgefeiert werden soll? Weil unsere Gesellschaft so un-individualistisch ist und die Kinder der heutigen Generation so selten im Zentrum stehen? Weil sie nie „Spass“ haben und ihr Leben von Verzicht geprägt ist? Und darum die Schule wenigstens 1x pro Jahr ein wenig Freude in ihre traurigen kleinen Gesichter bringen soll?

      • Muttis Liebling sagt:

        Die typische CH Mutti möchte eben mit dem Küchengerät des 21. Jhd. die bäurische Mentalität ihrer Urgrossmutter pflegen. Was in der Vorbereitung nicht Schweiss treibt und Zeit frisst, kann nie eine richtige Feier sein.

    • Muttis Liebling sagt:

      @Jeanne, eine Scheibe trockenes Vollkornbrot, welche als Fitness- Kuchen umbenannt wird.

      • Jeanne sagt:

        @Muttis Liebling

        Danke. Der Punkt „macht mein Kind glücklich“ kommt aber doch etwas flach raus. Und meine 13 jährige Tochter findet das sowieso bescheuert und wollte mich mit einem Stück Peperoni schlagen mit dem Kommentar „jedes Essen ist gefährlich“. Ich glaube, wir backen einfach weiterhin Geburtstagskuchen und nehmen’s mit Humor. Sollte heutzutage eh etwas gepflegt werden. Leute, werdet langsam etwas lockerer!

    • Rage sagt:

      Das Rüebli – es lebe hoch!

  • Anja Mayer sagt:

    „Und so verschwindet allmählich eine Tradition, die den Kindern wichtig ist“? Ich glaube, die Tradition ist den Eltern viel wichtiger und wird hochgehypet, so dass sie auch den Kindern wichtig wird. Wenn letztere naemlich nie einen Kuchen mit Zuckerzuckerzuckerglasur gesehen haben, vermissen sie ihn auch nicht. Zudem: Traditionen verschwinden nicht, sie wandeln sich. Zumindest theoretisch sollten sie das. Das waere naemlich auch gut so.

  • Nina sagt:

    Wir haben Zuhause nie Geburtstag gefeiert. Zum Glück aber in der Schule. Und ich bringe heute noch meinen Arbeitskollegen einen selbstgebackenen Kuchen ins Büro mit.

  • Christeli sagt:

    Endlich keine Kuchen mehr!!! Der Geburtstagskuchen hat im Kindergarten und in der Schule nichts verloren! Ich habe mich immer über die Mamis aufgeregt, die sich so in Szene setzen wollten. Versuchen Sie mal einen Kuchen in ca. 25 Stücke zu teilen… Ein Lied und ein Wunschspiel im nächsten Turnunterricht reichen vollauf. „Unsere“ Kindergärtnerin hat das übrigens sehr gut gelöst: jede Mutter musste 10 Franken abliefern. Das jeweilige Geburtstagskind konnte einige Tage vor seinem Geburtstag aus einem kleinen Ordner etwas aussuchen zum Essen für alle Kinder. Freude pur für jedes Kind!

    • Marina Trachsel sagt:

      Man kann einen Cake sehr einfach in 25 Stücke teilen, bei einer Torte ist es etwas schwieriger, aber auch machbar.
      Ich habe mich als Kind immer wie ein Schneekönig gefreut, wenn den andern Kindern der selbstgebackene Kuchen geschmeckt hat. Wenn Sie das „in Szene setzen“ nennen wollen….
      Aus einem Ordner aussuchen scheint mir dagegen sehr steril…

  • Mark sagt:

    Als ich Kind war, gab’s das nicht

    Nur als Verständnisfrage: ist es jetzt so, dass mehrmals pro Monat und klasse / Gruppe Geburtstag gefeiert wird? Und das 10 bis 15 Jahre lang?

    Zusätzlich zu parties Zuhause?

  • Tindara sagt:

    Ich finde diese Tendenz sehr schade und auch etwas schockierend. Süsses in einem gesunden Masse schadet keinem Kind und ich erinnere mich daran, dass das Kuchenessen für mich das absolute Highlight an Geburtstagen war. Ein Geburtstag ohne feinen Kuchen war kein Geburtstag.. Schade, dass man den Kindern heute nicht mal mehr ihren eigenen Geburtstag zu gönnen scheint..

  • Es geht nicht um die Gesundheit, sondern um die Kontrolle. Die Mutter beobachtet einfach die Spitze des Eisberges von dem ganzen Wahnsinn, den ihre Kinder den ganzen Tag über , Tag für Tag mitmachen. Also stänkert nicht, wenn Ihr Goofen in die Welt setzt und kaum habt Ihr sie werden sie schon in der Tages_Deponie entsorgt!

  • Jana sagt:

    Als ob es nur um den Kuchen ginge. Vielleicht geht es ja eher darum, dass die Geburtstagsfeier (eben halt mit Kuchen und Geschenken), die etwas Familiäres und Freundschaftliches ist, nicht in die Krippe/den Hort/die Schule übertragen wird. Familien feiern auf unterschiedliche Art Geburtstage, und das ist gut so. Würde man den Eltern vorschreiben, zum Geburtstag des Kindes einen Kuchen mitzubringen, der dann auch für die ganze Klasse/Gruppe reichen muss, wäre das vielen wieder zu sehr Eingriff in die familiären Gepfolgenheiten.

    • Jana sagt:

      Ständig wird gemeckert, die Schule/der Kindergarten greife zu sehr in die eigenen Vorstellungen von Erziehung und Traditionen ein. Dann trennt man mal Familientradition von Kindergarten-Alltag und das ist auch nicht richtig. Entscheidet euch mal.

  • Stefanie sagt:

    Wenn alle Eltern einfach einen Kuchen mitbringen würden, ginge es ja noch. Noch schöner wäre es, wenn die Kinder sogar geholfen hätten zu backen. Ich erlebe aber das Gegenteil;
    Je mehr Essen und Getränke, desto besser und die Kinder haben überhaupt nichts dazu beigetragen, weil alles gekauft wurde.
    In der Schule habe ich mit den Schülerinnen und Schülern Kuchen gebacken. Das heisst, 2 Kinder blieben über Mittag in der Schule, wir haben Kuchen gebacken und assen gemeinsam Zmittag. Am nächsten Tag durften die Zwei den Kuchen der Klasse verteilen. Das ist sehr gut angekommen…

  • 13 sagt:

    Lang lebe die Bescheidenheit. Es fällt mir in solchen Diskussion immer auf, dass gegen die ehrgeizigen Mütter mit Konkurrenztorten und weiss nicht was, gewettert wird, aber der wirklich Wettbewerb findet irgendwo anders statt: Wie kann ich am Besten zeigen, dass ich vom Konsumwahn nicht betroffen wird und dass mein Kind auch ohne Dinge, die der Normalsterbliche als Spass anschaut, glücklich sein kann? Ist es denn wirklich so schlimm, den Kindern etwas zu gönnen, was vielleicht nicht das Sinnvollste ist, aber Freude macht? Traurig so ein Leben, wo man krampfhaft versucht, das zu unterbinden.

    • Franz Vontobel sagt:

      Dinge, die der Normalsterbliche als Spass anschaut

      Anscheinend machen dem „Normalsterblichen“ heute v.a. zwei Dinge Spass: Zucker und digitale Gerätchen…

      • Franz Vontobel sagt:

        und, das ist auch noch wichtig, möglichst ohne Einschränkung! Weil, das wäre ja total lebensfeindlich und krampfhaft!

      • Susi sagt:

        Beides Teufelszeug. Der Teufel ist ein Eichhörnchen, nur wissen das viele nicht.

      • 13 sagt:

        Nein, Franz. Es gibt noch Tausend andere Sachen, die als Spass angeschaut werden. Nur wird diesen beiden Dingen durch die dauernden Mahnungen und Einschränkungen ein Sonderstatus zugewiesen, der sie noch anziehender macht. Hätten wir einen unverkrampften Umgang wäre die Faszination nicht halb so gross.

      • Franz Vontobel sagt:

        Hmm… sie meinen, wir sollten z.B. Mord legalisieren, also einen unverkrampften Umgang damit pflegen, um damit die Mordrate auf die Hälfte zu senken..? Bin mir nicht ganz sicher, dass das klappt…

      • Bernhard sagt:

        @13: Meinen Sie das berühmte „Leben und Leben lassen“, das durch die ganzen Reglementierungen und Verbote heute fast nicht mehr möglich ist? Ich wünschte mir auch etwas mehr Toleranz. Nur funktioniert dieses „Konzept“ nur, wenn alle ungefähr die gleichen Wertvorstellungen haben und auch bereit sind, Kompromisse einzugehen, wenn es dann und wann mal ausartet mit dem „Leben lassen“. Somit müsste nämlich auch die Lehrerin akzeptiert werden, die sagt: „Ich hab die Schnauze voll vom täglichen Fressplausch mit den Kindern! Bringt KEINE Kuchen mehr mit!“ 😉 Toleranz funktioniert nicht nur einseitig!

      • 13 sagt:

        @ FV
        Ja, genau das meinte ich. Schliesslich ist Mord etwas, dass der grösste Teil der Menschheit als spassig anschaut und darum so anziehend ist, weil es verboten ist. Klar, warum auch nicht;-)

        @ Bernhard
        Ich sprach nicht von Leben und Leben lassen, sondern von mehr Freude und Feiern und Spass im Leben, ohne immer nach dem Sinn zu fragen und ohne gleich das Negative zu sehen. Aber wie gesagt: ein riesiger Wettbewerb: Nach wochenlangen Beteuerungen in sozialen Netzen, wie sehr einem die Feiertage langweilen und anöden, ist halt jetzt der Geburtstag dran. Wer es am Besten macht, gewinnt.

      • Bernhard sagt:

        @13: Ok, ich verstehe. Das Problem vom Feiern und Spass haben lassen ohne Sinnhinterfragung ist halt, dass es Menschen gibt, die damit nicht umgehen können und mit ihrem Lebenswandel Schaden anrichten. Solange dies die Allgemeinheit nicht betrifft, hat kaum jemand etwas dagegen. Sind aber andere davon betroffen, wird’s kritisch. Daher kommen ja auch die ganzen Bestimmungen und Regeln. Und dass heute in der CH jedes fünfte Kind übergewichtig ist (bei den Erwachsenen mehr als ein Drittel der Bevölkerung), trägt halt auch nicht gerade dazu bei, im Bereich Ernährung die Regeln zu lockern… 😉

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Ich behaupte mal, dass das Übergewicht mehr mit zuwenig Bewegung als zuviel Süsses zusammenhängt. Ist in meinen Augen der wichtigere Faktor. Darum bin ich für Geburtstagskuchen und danach richtig feiern mit Musik und Tanz!

      • Bernhard sagt:

        @13 „Darum bin ich für Geburtstagskuchen und danach richtig feiern mit Musik und Tanz!“

        Gute Einstellung!!!! Sie wären bestimmt eine sehr beliebte Lehrerin!! 😀

    • Reisende sagt:

      wie wahr!

  • Leonardo sagt:

    An die Autorin: mich stört der Seitenhieb gegen Allergiker gewaltig. Wer ein Kind mit diversen schweren Allergien hat will einfach, dass es einigermassen unbeschwert und beschwerdefrei leben kann. Andere Kinder dürfen keine nusshaltigen Produkte mitbringen? Eine gewaltige Einschränkung – ich muss schon sagen. Unser Kind könnte nach einer Erdnuss sterben. Aber ist ja egal – Hauptsache Ihre allergiefreien Kindern müssen sich nicht einschränken. Schon fast menschenverachtend so eine Einstellung.

    • Sonja sagt:

      Ihre Aussage unterstütze ich sehr! Ich habe ein Kind mit einer Nussallergie – ich verlange von niemandem, dass er darauf Rücksicht nimmt und gebe überall separate Sachen mit, ich biete an Geburtstagspartys an, Muffins zu bringen etc. Aber das Kind kann selber nichts für seine Allergie und hat sie sich nicht ausgesucht (es ist eine Allergie und nicht irgendeine Mode-Diät!), deshalb empfinde ich den letzten Abschnitt als zynisch. So oder so gefällt mir der Artikel nicht sehr, man kann es einfach nie allen recht machen. Ich habe immer nachgefragt in Krippe, Spielgruppe etc. was gewünscht wird.

    • Lara sagt:

      Hey Leonardo.Meine Worte!!! Danke!!! Mein Kind würde an seiner Allergie sterben wenn da nicht genau daraufgeachtet wird!!!!Kommunikation ist hier das A und O!Ich finde die Autorin zieht so Allergien ins „lächerliche“.

  • Anna Halter sagt:

    Ich würde fröhlich singen, wenn ich nicht auch noch für die KiTa/Chindsgi Kuchen bringen müsste (bei uns gibt es diese Regelung leider noch nicht). Ich backe pro Kind momentan 4 Geburtstagskuchen (Kindergeburtstag, Geburtstag, KiTa, Spielgruppe) und dafür habe ich a) keine Nerven und b) finde ich das irgendwie auch zu viel des Guten für die Sprösslinge. Ausserdem kann ich jede Kindergärtnerin verstehen, die keinen Bock darauf hat 24 Geburtstagskuchen pro Jahr unter ihren Schützlingen zu verteilen.

    • Reisende sagt:

      ach ja, und warum sollte sie keinen Bock darauf haben – sie muss ja nur verteilen beim z’vieri – ist bezahlte Arbeitszeit – dann evtl. Job verfehlt?

      • Anna Halter sagt:

        Vielleicht steht sie ja auch nicht dahinter, dass Kinder andauernd Kuchen verdrücken müssen. Vielleicht findet sie Kuchen auch sensationell. Dann hat sie Glück und sollte sich unbedingt dafür einsetzen, dass man am Namenstag, an Ostern, am 1. August und am Räbeliechtliumzug auch noch einen mitbringen muss.

      • Franz Vontobel sagt:

        @Reisende – Ja, vielleicht hat sie den Job verfehlt. Vielleicht ging sie nicht davon aus, als Kantinen-Angestellte zu arbeiten…

      • Reisende sagt:

        @ Anna & Franz: sorry, kann da echt nicht folgen. Keiner zwingt den oder die jenige mitzuessen und eine Kantinenangestellte gibt pro Tag x-essen an hunderte von Personen aus – nicht so ganz zu vergleichen mit ca 25 Geburtstagen pro Jahr…? Lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf. Nur weil Sie sich keinen Kopf darum machen muss es kein allgemeines Verbot geben. Es gibt übrigens auch kein allgemeine Zwang da mitzumachen. Der Blog geht darum, dass es untersagt wird.

    • annalu sagt:

      Ja Frau Halter, setzen sie doch die Grenzen und delegieren sie es nicht an die Institutionen ab…..ich begreife, dass sie nicht im Akkord Kuchen backen wollen aber bitte erklären Sie das ihren Kindern und fordern nicht Regeln, die dann alle einhalten müssen…..

  • Franziska sagt:

    2/ Ja Geburtstag darf etwas besonderes sein, soll es auch, doch heute wird meiner Meinung nach einfach übertrieben. Ich mag Kuchen und bin auch dafür, dass Kinder diesen Essen sollen/dürfen, doch bei jeder Feier ist dies meiner Meinung nach einfach nicht nötig. (Es geht ja dann meistens nicht nur um den Kuchen, die Geschenke kommen ja dann dazu… oh ich muss der kleinen Prinzessin/Prinzen noch etwas mitbringen, und schon stehen tausend kleine Schischisachen herum, die niemand will und gebrauchen kann)….

  • Franziska sagt:

    1/ Wenn ich sehe wie bereits 1 Jährige zu ihrem Geburtstag gefeiert werden wie kleine Prinzessinnen/Prinzen, dann wird mir übel und aus diesem Grund würde ich Geburtstagskuchen nicht mehr erlauben in der Schule. Geburtstag soll zu Hause gefeiert werden, einmal und dann zum normalen Alltag zurückkehren. Heute wird Geburtstag in etwa so gefeiert: Kindergeburtstag (wissen das Zweijährige noch?), Geburtstag mit den einen Grosselter, Geburtstag mit den anderen Grosseltern (weil viele sich nicht untereinander verstehen)… ein Riesen Stress für Mami/Papi und Überforderung für das Kind…

    • Reisende sagt:

      Genau, und weil Stress für die Eltern, dann kann Kind (immer der stärkste Teilnehmer der Gesellschaft, der ja auch den Zwist zwischen Grosseltern verursacht hat) verzichten.

  • Reisende sagt:

    In der Grundschule bei uns hat jedes Kind etwas Süsses für die ganze Klasse mitgebracht und der April war der beste Monat, da hatten wir nämlich vom 7. bis und mit 10. April alles Geburtstagskinder, super 🙂 Sollen wir hier alle zu Tigermums werden? Lasst den Kindern doch auch mal etwas Spass! Übergewicht kommt garantiert nicht von Geburtstagsparties…

  • Reisende sagt:

    In unserer Krippe freuen sich vor allem die Betreuerinnen darüber, dass sie ja auch Kuchen bekommen 🙂 Ich finde, es ist auch eine Anerkennung an sie, wenn man sich Mühe gibt (ob gekauft oder selbst gemacht). Kinder die in Fremdbetreuung sind, verbringen oft den Geburtstag gar nicht zu ‚Kuchenzeit‘ zuhause. Es ist doch schön, wenn Sie in der Krippe feiern können. Es geht doch auch ein wenig um dem „Party“-Gedanken, den haben Kinder doch gerne und wie eine andere Bloggerin sagte – die nicht-Geburtstagskinder freuen sich doch auch über Kuchen! Dieser Übergesundheitsgedanke überall, der nervt.

  • Thomas Jordi sagt:

    Es gibt ja noch den zivilen Ungehorsam!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Genau! Der Preis ist halt von militanten Mami-Mujaheddins mit Salven an Verächtlichkeit und Gesundheitstipps niedergemäht zu werden …

  • Rage sagt:

    Ich sehe keinen Verlust. Die Sitte, Kuchen für alle mitzubringen ist doch sowieso eher neu. Ich habe in der Zeit von Spielgruppe bis Kantonsschule (1983-1996) in 4 verschiedenen Kantonen die Schulen besucht, und habe in den 13 Jahren kein einziges Mal erlebt, dass jemand den Znüni für die ganze Klasse spendiert hat.
    Habe jetzt nicht den Eindruck, dass mir da etwas Wichtiges entgangen wäre.
    Das erwähnte Ritual gehört in die eigenen vier Wände, die Schule (oder Hort/Krippe/etc) haben da keinen Auftrag zu erfüllen.
    Was mich eher stört ist die wachsende Bevormundung grundsätzlich…

  • Gerhard Engler sagt:

    Ich bin in den 70er Jahren in der Region Rorschach (SG) aufgewachsen. Es gab nie Kuchen in der Schule oder im Kindergarten, sondern nur an der Geburtstagsparty. Im Chindsgi durfte das Geburtstagskind an alle Kinder ein Salzfischli verteilen. Das war alles. Jetzt wohne ich mit 3 Kindern in Winti. Es gibt Kuchen oder Schoggistängeli an jedem Geburtstag, in der Schule, im Kindsgi und in der Krippe, dort gab es auch jeden Tag Sirup zu trinken. In der Schule wurde eine Milchbroschüre verteilt, welche zahllose Zucker/Joghurt-Gerichte empfiehlt. Ich habe noch nie so viel Zuckerkonsum erlebt wie heute

  • Anita sagt:

    Ich wünsche allen Kindern gelassene und fröhliche Eltern, Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Lehrer, die den Kindern möglichst viel Freude und Lebenslust mitgeben. All diese aufgepfropften und verbissenen Ver- und Gebote, wie Geburtstagskuchen mit Kerzliausblasen verbieten, ums Verrecken gesundes Essen mitbringen müssen, „Bananen kleben an den Zähnen“, Weihnachtsfeiern könnten Andersgläubige irgendwie verstören etc., sind doch fern des gesunden Menschenverstandes und einer unbeschwerten Kindheit. Gönnen wir doch den Kleinen ein bisschen Unbeschwertheit. Die Schwere des Lebens kommt früh genug!

    • Widerspenstige sagt:

      Damit es eben gelassen und fröhlich für ALLE Anwesenden wird – egal welcher relig. Angehörigkeit – soll so neutral wie möglich in familienergänzenden Betreuungseinrichtungen vorgegangen werden. Das hat mit Verbissenheit und Ver- und Geboten wenig zu tun. In den eigenen Familien wird ja das alles individuell ausgelebt. Je früher Kinder das lernen, desto besser können alle miteinander leben, Anita.

      • Beni sagt:

        Wenn für Sie bedeutet, sich ständig anzupassen, um „miteinander leben“ zu können, bedaure ich Sie aus tiefstem Herzen. Wir haben unsere Kultur und Bräuche und wollen diese vollumfänglich und ohne Rücksicht auf fremde Befindlichkeiten ausüben. Das tun ja eben diese „Fremden“ ja auch! Weshalb sollen wir das nicht mehr dürfen? Mit solchen Personen wie Ihnen komme ich mir immer fremder im eigenen Land vor! Es wird soweit kommen, dass unser Kulturausleben als rassistisch angesehen wird, weil es anderen (fremden) Kulturen, die in unserem Land leben, nicht passt!

      • Jerem sagt:

        Anita: „Leben“ und „neutral“ sind wie Feuer und Wasser… Leben bedeutet Lebendigkeit, Eigeständigleit, Lebensfreude aber sicher nicht Vorgänge, die neutral durchgeführt werden. Was heisst denn das überhaupt? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mir noch nie überlegt habe, ob ein Geburtstagskuchen neutral ist….

    • Reisende sagt:

      stimme voll und ganz zu. Lasst sie doch einfach Kind sein. Als ob die sich über Religionen oder Hautfarben Gedanken machen – erst wenn wir Ihnen den Zirkus vorleben…

    • 13 sagt:

      Danke, Anita. Und gerade das Schöne an solchen Einrichtungen ist es, dass die Kinder spielerisch andere Werte, Kulturen und Religionen kennenlernen und erfahren, warum XY keinen Geburtstagskuchen mitgenommen hat. Begegnungen und nicht Unterdrückung eigener Gepflogenheiten führen zu Toleranz.

      • Anita sagt:

        Genau! Jedes Kind soll doch, ohne missionarische Absichten der Eltern, das zum Geburtstag mitbringen, was bei ihm zuhause üblich ist. Als ich ca. 8 Jahre alt war, durfte ich mit dem Nachbarsmädchen, das Jüdin war, mit zum Laubhüttenfest. Meine Eltern, einfache Leute, liessen mich gehen und freuten sich sich an meinen begeisterten Erzählungen. Und die Kinder bekamen da viele klebrige und bestimmt „ungesunde“ Süssigkeiten. Aber ich kann mich an die Fröhlichkeit und Ausgelassenheit der Kinderschar und auch der Erwachsenen noch heute – fast 60 Jahre später – erinnern. Wunderbar, oder?

    • Jerem sagt:

      Sorry, mein Kommentar richtet sich natürlich an Widerspenstige. Ich stimme mit Anita vollkommen überein.

  • Lisa sagt:

    Meine Mutter hat in der zweiten Klasse angefangen, mir schwedische Zimtwecken statt Kuchen mitzugeben – selbstgebacken und ohne Zuckerguss notabene. Dass sich Eltern mit üppig dekorierten Kuchen und Torten zu übertrumpfen versuchten, wäre mir nie aufgefallen (es waren meist „normale“, superleckere Schoggi- oder Zitronencakes). Es war auch nie ein Zwang oder ein Muss. Später, an der Fachmittelschule haben die meisten Schülerinnen und Schüler selbst Brownies oder Muffins gebacken, während meine Mutter auf dem Ritual der Zimtwecken bestanden hat.

  • Martin sagt:

    schon witzig. Ich hatte mir null Gedanken darueber gemacht. Meine Tochter ist immer an vorderster Front, wenn es Kuchen gibt. Lasst ihnen doch die Freude, alle Kinder haben riesen Spass. Das bischen Zucker schadet nicht. Der Zopf ist sicher nicht gesuender (Weissmehl, Zucker und Butter).

  • Stranger sagt:

    Ein Thema, was mir bei allen Kommentaren gefehlt hat (ich habe nur geskimmt, sorry, wenn ich was übersah), ist, dass Geburtstagstorten lange nicht bei allen Kulturen die gleiche Wichtigkeit haben wie bei uns. Wenn es in einer Klasse 80% Kinder mit Migrationshintergrund aus dem Osten hat, dann ist es sicher nicht schlimm, wenn die Torte fehlt. Wenn ein arabisches Kind dann für alle Baklava mitbringt am Geburi, zum Beispiel, wäre das toll (auch wenn Baklava ja bekanntlich unmenschlich süss ist), vor allem auch aus kulturellen Gründen.

    • tina sagt:

      war das jetzt satirisch gemeint?
      geburifeiern hin oder her: alle schweizer haben migrationshintergrund, 98% aller migrationshintergründler mögen kuchen auch wenns nicht um geburi geht, baklava ist nur unschweizerisch süss (nicht unmenschlich), und migrationshintergrund hat nichts mit baklava zu tun

    • Nina sagt:

      Da erinnere ich mich gern an meine italienischen Klassenkameraden, die Pizza mitgebracht haben (in den 70ern).

  • Widerspenstige sagt:

    Endlich haben sie diese Kuchenbacksache abgeschafft und widmen sich anderen Geburtstagsritualen an familienergänzenden Betreuungseinrichtungen.Es wäre noch schön zu wissen, was eine Kitaleiterin oder Kindergartenfachkraft dazu sagen würde. Ist es der Ernährungsfaktor oder/und das Verschmieren von Zuckerguss/Krümmel überall? Ich habe selten bis nie da mitgemacht und wenn, dann gabs frisch aus dem Ofen gebackene Schinkengipfeli für die Gspänli. Die waren immer heiss begehrt und ruck-zuck verschwunden. Zuhause gibt es ja genügend Kuchen bei Geburtstagen und das reicht völlig bei drei Kindern. 😀

    • tina sagt:

      was soll denn an schinkengipfeli besser sein als an kuchen? der gesunde schinken? der gesunde blätterteig der so nicht brösmelet oder dass dank den moslems mehr für die schweizer übrig bleiben?

    • Widerspenstige sagt:

      Das waren rein praktische Überlegungen, tina. So ein Gipfeli ist handlich, braucht weder Teller noch Besteck und sind unkompliziert zu Transportieren von Haus zu Haus ohne dass ein Taxidienst von Mama/Papa dazu auch noch anfällt. Zudem kann so ein Gipfeli, ob selber gebacken oder fix-fertig gekauft, bequem im Tiefkühler hervor gezaubert werden. Wir leben auf dem Land und da gab es solche Fragen überhaupt nie, ob Kuchen oder etwas Pikantes mit Fleischfüllung aus relig. Motiven. Wir haben sogar das Experiment gewagt, Frühlingsrollen mit Schinkengipfeli zu reichen. Das war vor ca. 25 Jahren neu!

      • tina sagt:

        ich wohne in der stadt, und hier sind frühlingsrollen normal 😉
        ja, ich liebe schinkengipfeli, aber ich wundere mich über diese revoluzzer attitüde, dabei war die alternative ja beinahe das selbe wie ein kuchen. in sachen brösmeli sogar schlimmer als kuchen.
        wenns nur der bequemlichkeit der mutter dient: ja warum nicht. aber ich persönlich finde nunmal kuchenbacken extrem nicht schwierig.

  • Ursi sagt:

    Ich finde das sehr traurig….
    im Kindergarten meiner Tochter dürfen wir zum Glück noch selber entscheiden was wir zum Znüni mitgeben….
    es sind 24 Kinder und jeder Geburtstag wird gefeiert
    mal schauen wies dann in der Schule weitergeht

  • Francesca sagt:

    Ich hatte eher den gegenteiligen Stress, alle Kinder hatten im gleichen Monat Geburtstag, und dann brauchte es je einen Kuchen für Krippe/Kindsgi/Schule plus je einen für Kindergeburtstag und Geburtstagsfest daheim mit Oma, Gotte … es kann einfach zuviel sein. Nachträglich finde ich, man sollte die Feiern nicht zu sehr verwässern, x mal Weihnachten, in Schule, Kindsgi, Kirche, Zuhause, x mal Geburtstag … das macht die Kinder doch nur konfus.

    • Rahel S sagt:

      Genau das denke ich auch- danke! So werden die Feste eher zum Stress und es ist nichts sehr besonderes mehr. Man wuenscht sich im Voraus, es waere schon vorbei anstatt zu geniessen.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau, kommt noch dazu, dass eine berufstätige Mutter eh zu knapp Zeit dazu hat. Das wird hier wieder grosszügig im Artikel übergangen.

      • Synn sagt:

        Also Männer können auch backen, zumindest meiner .-)

      • Muttis Liebling sagt:

        Übergangen wird auch, das Berufstätigkeit auf Arbeitsteiligkeit beruht. Ich verdiene Geld ja auch, um Tätigkeiten unterhalb meiner Qualifikation durch Kauf und nicht mit Eigeneinsatz zu bewältigen. Ausgenommen, es macht mir Spass, was ich mir bei Backen, Kochen und Reinigungsarbeiten aber nicht vorstellen kann.
        Kommt weiterhin dazu, dass nicht nur ich weder Kuchen noch Süssigkeiten verzehre. Das muss man den Kindern gar nicht erst angewöhnen. Kuchen war etwas Festliches, als es noch Hunger gab. Jetzt läuft Süsses nur noch unter tradierter Fehlernährung. Also ab mit dem Zopf!

  • Willi sagt:

    Ich bin eigentlich froh dass meine Kinder nicht die gruusigen Backexperimente einiger Eltern essen.

  • The American sagt:

    „Pädagogische Gründe“ wohl kaum, wer hat denn diesen MIst zusammengeschrieben? An der Schule meiner Kinder dürfen die Kinder nicht mal nusshaltige Snacks zum Znüni mitnehmen und der Grund ist nicht mal Fett oder Zucker. Schliesslich könnte ja der Tischnachbar allergisch darauf sein. Ein Geburtstagskuchen kommt schon gar nicht in Frage, versteht sich von selbst. Während ich das alles stark übertrieben finde frage ich mich dann aber doch, ob das nicht doch irgendwie Sinn macht. Wie schlimm ist es, wenn ein Nussallergiker in eine Mandeltorte beisst? Die Schule wäre dann wohl unter Beschuss.

    • Katharina sagt:

      Nein, sie hätte eine saftige Haftungsklage am Hals.

    • Katharina sagt:

      Und Allergien, besonders was Nüsse betrifft, sind ernst zu nehmen. Das kann lebensgefährlich sein, selbst nur in Spuren.

      • Einzelkind sagt:

        Was aber einzig und allein das Problem der Betroffenen ist. Die Allgemeinheit kann und soll nicht immer auf jedes individuelle Bedürfnis (oder Gespinst) Rücksicht nehmen, ganz egal worum’s geht. Ich bin es wirklich leid immer und überlall aufzupassen, ob vielleicht jemand kein Schweinefleisch, keine Milchprodukte oder Nüsse oder was auch immer nicht verträgt/nicht gern hat…

      • Rahel S sagt:

        Das mit der Nussallergie stimmt (Kenne selbst ein Kind, dass eine extreme Allergie hat- gar nicht toll!)- auf die andere Seite- wenn es kein solches Kind in der Klasse hat, sollten Nuesse sicher nicht verboten werden. Kinder mit Allergien muessen auch damit umgehen lernen und wissen ab einem bestimmten Alter sehr wohl, was sie duerfen und was nicht. Sonst koennten sie ja auch nicht mehr ins Kino, Theater, Zolli… irgendwo koennte ja ein Broesmeli von einer Nuss lauern.

      • Leonardo sagt:

        Wir haben ein Kind mit diversen starken Allergien. Ich kann Ihnen sagen was passiert wenn es in einem Raum sitzt, neben einer Küche die Nüsse verarbeitet. Erbleichen, Übelkeit, Atemnot, Übergeben.

        Unser Kind hat auch Kontaktallergien auf diverse Lebensmittel und bekommt schon bei Spuren Ausschlag, Atemnot und Übelkeit. Wir haben stets ein dreistufiges Medikamentenpaket bei uns (bzw. unser Kind): Geht dann bis zur Adrenalinspritze.

        Wer schon mal wegen eines Bissens Fisch o.ä. die Nacht mit dem Kind im Spital verbracht hat, denkt wohl anders als „The American“ oder die Autorin des Blogs…

  • Dani sagt:

    Wir wäre es, wenn ihr nicht mehr alle eure Kinder in die Kinderkrippe gebt und es so macht, wie andere viele anderen Familien auch? Dann könnt ihr die Traditionen zu Hause führen und den Krippen würde bewusst werden, wie sehr sie auf eurer Geld angewiesen sind und wie wichtig es ist, dass der Kunde König ist. Stattdessen lasst ihr euch von den Krippen die Bräuche und Rituale versauen, ihr lasst es zu, dass die Kinder nicht gemäss eurer Überzeugung erzogen oder Konflikte gelöst werden, denn was in der Krippe abläuft, sehr ihr nicht. Da lernen die Kinder eigentlich all das, was sie nicht sollten

    • Dani sagt:

      Und auf die wichtigsten Dinge wie Ernährung und Verhalten habt ihr eh keinen Einfluss mehr, oder dürft immer wieder die entstandenen Kanten abschleifen, die sich im Aufenthalt in der Kinderkrippe angesammelt haben. Aber nein Moment, ihr seid ja alle damit beschäftigt wenn es ein privater Geburtstag gibt, dass ihr neuerdings allen Kindern etwas schenken müsst, und nicht nur dem Geburtstagskind, weil sonst das Geheule los geht und es Reklamationen von den Eltern gibt. Vielleicht gebt ihr die Kinder doch besser zur Krippe, weil diktieren lasst ihr euch eh alles. Oder etwa doch nicht?

    • Monica sagt:

      Nun geht es hier nicht nur um ein Thema der Kinderkrippen. In vielen Volksschulen (ab Stufe KIGA) werden die Kinder auf gesunde Ernährung getrimmt. Da sind die eben schon erwähnten Bananen zum Znüni verboten und es werden Infoblätter verteilt sowie an Elternabenden darauf hingewiesen. Glücklicherweise dürfen bei uns im KIGA die Kinder noch Kuchen mitbringen, wenn sie das möchten. Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn sich die Kids in der Schule/KIGA wieder mehr bewegen dürfen/sollen und dann liegt der Kuchen auch wieder drin. Ist manchmal fast hysterisch und die Schule ist ja nicht privat!

      • Katharina sagt:

        können Sie mir erklären, was an Bananen falsch ist?

      • Willi sagt:

        „und die Schule ist ja nicht privat!“
        Eigentlich haben Sie das Kernproblem ja erfasst, aber anscheinend di Konsequenzen nicht begriffen.

      • Carlos & Carla sagt:

        Katharina – Bananen haben zu viel Zucker (nicht meine Aussage).

      • Katharina sagt:

        hmm, Willi, Bananen sollen aber die perfekte Nahrung sein, weil sie den für unsere Verdauung besten Mix an Zucker, Stärke und anderem haben. Dies gemäss Ernährungswissenschaftlern. Der Kuchen hat sicher mehr Zucker, zudem die raffinierte Sorte, die weniger gesund ist.

        Das ganze erinnert an Frau Obama mit ihrer Ernährungskampagne an Schulen, drum wird sie ja selten von hinten fotografiert. Predigt ‚gesunde‘ Nahrung und ist Soulfood.

      • Widerspenstige sagt:

        Bananen sind nicht beliebt zum Znüni, weil sie an den Zähnen kleben bleiben wie getrocknete Beeren sprich keine Trockenfrüchte zwischendurch. Sonst natürlich wertvoll als Zwischenverpflegung. Man kann alles übertreiben, aber es scheint gut gemeint zu sein von den Kitas und Kigas. Wieso soll darüber gemotzt werden?

      • Susi sagt:

        Soweit ich weiss, geht’s bei Bananen und Trockenfrüchten um die Zähne. Aber an unserem Chindsgi ist das alles erlaubt.

  • A. Bispo sagt:

    Bei uns in der Kita war der Kuchen erlaubt. Jedoch wollten die Kleinen die Kuchen gar nicht wirklich essen. Nicht mal Schoggikuchen.
    Jetzt ist meine Kleine im KiGa – und dort sind Kuchen nicht erwünscht. Das wurde uns bereits am 1. Elternabend eingetrichtert. Wenn die Kleinen aber wissen, dass keiner einen Kuchen mitbringen darf – ist es glaube ich nicht sooo schlimm. Ich habe somit die Kleine gefragt ob wir zusammen kleine Züpflis backen wollen und da war sie ganz begeistert. Und Kuchen gibts ja im privaten Rahmen. Und dann dafür so richtig coole!

  • Anna Aklin sagt:

    Zitat: „Aber da muss man auch aufpassen – das eine Kind darf nichts essen, in dem es Nüsse haben könnte, bei einem anderen sind Milchprodukte ein Problem…“

    .. Da ist es doch viel einfacher diese Problematik den Betreuerinen oder Lehrpersonen zu delegieren, die nicht mal genau wissen, was im Kuchen drin ist. Schon mal überlegt, das der Zopf vollaem im Bezug auf diese Thematik vorteilhaft ist?

    • ka sagt:

      UI und was ist mit der Weizenallergie, kein Gluten?

    • Susi sagt:

      Allergien, vor allem auf Nüsse, sollte man schon nicht unterschätzen; wie Katharina an anderer Stelle sagt, können da schon Spuren sehr gefährlich sein.
      An unserer Schule hatte es mal eine Schülerin, die hätte schon ein lebensbedrohliches Problem gehabt, wenn sie an ein Pult gesessen wäre, auf dessen Tischplatte vorher Nüsse verzehrt wurden. Viele Schulen deklarieren sich in solchen Fällen als „nussfrei“, d.h. der Konsum von Nüssen ist generell untersagt.

  • Martin Frey sagt:

    Der Artikel illustriert schön, woran es meines Erachtens in unserer „professionellen“ Kinderbetreuung krankt. Es gibt einfach zuviele Leute die sich «Aus pädagogischen und ernährungsphysiologischen Aspekten» überall einmischen, aus Prinzip alles ändern und Eltern und Kinder bevormunden wollen. Glücklicherweise ist unser Kindergarten noch so rückständig, dass es den Kindern gestattet ist, einen Geburtstagskuchen mitzubringen…

  • Rahel S sagt:

    Bei uns gehoeren Kuchen dazu- im Tagesheim, im KG und in der Schule. Das kann aber anstrengend sein und ich haette wirklich nichts dagegen, wenn das anders gestaltet wuerde. Bei drei Kinder, die natuerlich alle im Tagesheim/ Schule/ KG einen Kuchen dabei haben wollen (und bitte so tolle, wie die anderen anscheinend alle bringen), daneben auch ein Geburtstagsfest fuer ihre Freunde machen wollen und ich ja irgendwie auch in der Familie feiern moechte- kommen da rund 8-10 Kuchen pro Jahr zusammene. Mir waere ein Kuchen (und Fest) pro Kind lieber- dafuer wirklich mit viel Liebe gebacken.

    • tina sagt:

      wieviel liebe gehört denn dazu, ein paar eier mit butter, mehl und zucker zu mischen :). steck die liebe eben in den kauf von etwas feinem. aber ja, ich finde auch, es müssen nun wirklich nicht pro anlass 7 feiern sein

    • Anne sagt:

      @Rahel Dem kann ich nur beipflichten. Eine Zeitlang verging mir die ganze Backerei ganz zünftig. Vor allem als die Kinder heimkamen und erzählten, wer wieder welch wahnsinnig dekorierten Kuchen mitbrachte und ich mich in meinen Mamianfängen ziemlich unter Druck setzte. Jetzt gebe ich auch mal Sandwiches mit, was ebenso gut ankommt. Aber bei drei Kindern – wie von Rahel gesagt – kann es ziemlich heftig werden mit Kitakuchen, Kindergartenkuchen, Gspänlifestkuchen und Familienfestkuchen.

      • ka sagt:

        Ging mir auch so, aber deswegen braucht es doch nicht immer wieder ein neues Verbot! Sie kamen dann ja auch selbst darauf, mal was anderes mitzugeben. Meine Kinder waren eine Zeitlang begeistert, wenn sie Weggli mit Schoggistengel mitnehmen durften, die Kuchen hatten sie nämlich auch satt. Mich ärgert bloss, wenn es dazu immer Verbote braucht, sollen doch die die wollen, einen Kuchen mitnehmen, jedem das seine.

    • Cybot sagt:

      Also mehr als ein Kuchen pro Geburtstag gibt es bei uns garantiert nicht. Wenn sie einen mitnehmen, braucht es zu Hause sicher nicht noch einen.

      • Rahel S sagt:

        Im Tagesheim wird der Geburtstag meist nicht ganz genau am Geburtsdatum gefeiert und die Geburtstagsfeste sind auch meist nicht ganz genau an dem Tag. Sonst wueder ich auch nicht am gleichen Tag drei Kuchen backen… So ziehen sich Geburtstage schnell mal ueber eien Woche hin. Der Geburtstag zu Hause mit der Familie ist immer noch der wichtigste- den gebe ich sicher nicht auf und fuer die Kinder gehoert ein Kuchen einfach dazu genauso wie die Ballone, die Kerzen, die Geburtstagslieder und ein kleines Geschenk.

  • Fränzi sagt:

    In der heutigen Zeit reicht es doch völlig, wenn die Kindergeburtstage zu Hause gefeiert werden. Am Schluss muss man in jeden Verein wo die Kinder ja schon dabei sind auch noch Kuchen backen und mitbringen. Finde es richtig, dass die Schule hier endlich eingreift und diese Kucheninvasion unterbindet. Heute bekommt jedes Kind ausserhalb der Schule genug Süsses zum Naschen!

  • Louisa sagt:

    Also dies ist mein erster Kommentar überhaupt auf dem Mamablog. Und dabei habe ich noch nicht einmal Kinder. Ich verstehe dieses Vorgehen absolut, da eine Freundin von mir Primarlehrerin ist. In ihrer Schule wurden die Geburtstagskuchen ebenfalls abgeschafft. Der Grund war nämlich in erster Linie, dass sich die Eltern bei der Geburtstagstorte ständig übertrumpfen wollten. Und natürlich auch, weil es ernährungstechnisch sicher besseres gibt als eine Riesentorte triefend vor Zucker und Fett. Zudem kann man das mit dem Kuchen ja sonst auch daheim vor-/nachholen mit Freunden und Verwandten…

    • Brunhild Steiner sagt:

      … und diese Schmierereien welche kunstvolle Schicht-Crèmetorten provozieren…

      (da hätt ich als Lehrerin übrigens auch nicht so Lust drauf,
      auch klebende Schoggibrösmel sind nicht jedermanns Sache)

      • tina sagt:

        bei unseren kindern lief das so: in der grossen pause wurde der kuchen verteilt, und gegessen wurde er draussen.
        ob das nun gesund ist oder nicht: wenn man sonst anständig isst, fällt das doch nicht ins gewicht.

    • Carolina sagt:

      Ich habe überhaupt kein Problem damit, wegen übertriebenem Konkurrenzgehabe der Eltern die ständigen Feiern, vor allem im Kiga, abzuschaffen und von mir aus durch ein kleines Ritual zu ersetzen, aber was mir wirklich auf den Keks geht, ist die Einmischung der Schulen in die Ernährung der Kinder – eine lange Liste von Dingen, die als schädlich deklariert werden. Diese behördliche Bevormundung, nur weil es ein paar wenige Eltern gibt, die keinerlei Sorgfalt walten lassen, finde ich unerhört. Nächstens müssen Kinder noch den Bio-Sticker vorweisen oder beweisen, dass der Apfel gewaschen ist.

      • Carolina sagt:

        Allerdings ist es dann merkwürdigerweise in der Primar immer noch so, wie Tina es geschildert hat. Eltern backen einen Kuchen bzw kaufen beim Beck Brötli mit Schoggistängeli und das wird in der Pause verteilt – kein Problem. Aber dann bei einer Banane ein Fass aufmachen……

      • Martin Frey sagt:

        Sehe ich gleich, Carolina. Was ich an dieser Ernährungsdiskussion immer amüsant finde, dass zwar im Kindergarten die lange, verbindliche, politisch korrekte Liste der ernährungstechnischen Dos und Don’ts uns Eltern um die Ohren geschlagen wird, aber spätestens mit dem Gang in die Primarschule an allen Ecken ein Automat mit Snickers, Cola ohne Zero und anderen zivilisatorischen Errungenschaften steht. Und all das anscheinend nicht mehr so relevant ist…

      • ka sagt:

        bin ganz bei dir Carolina! Diese ewige Besserwisserei, dabei ist Ernährung doch so individuell. Vor lauter Ernährungserziehung schlittern dann die einen in eine Magersucht.
        @ Martin Fry: und im selbst gestalteten Pausenkiosk haben die Kids dann lauter selbstgebackene Muffins und süsse Getränke verkauft 🙂 ( der Gewinn war gross und die daraus gezogene Lehre auch)

      • Susi sagt:

        Zum Zuckerkonsum: Ich kenne so einige Kinder, die, wenn sie etwas Süsses gegessen haben, völlig überdreht sind. Vielleicht geht es ja auch darum, dass die Kindergärtnerin keine Lust darauf hat, dass ein Drittel der Klasse nach dem Kuchenschlemmen den Spinöggel drin hat…

      • tina sagt:

        susi: wegen EINEM stückchen kuchen? wohl kaum. da hat es vielleicht einen teelöffel zucker drin, nicht?

      • Katharina sagt:

        Susi, sind Kinder in einer Gruppe, wird es meist etwas laut, unruhig und ‚überdreht‘.

      • Susi sagt:

        Katharina, mach mal den Versuch, gib einer Gruppe Kindern etwas Zuckriges und schau, wie viel „überdrehter“ die Kleinen vergleichsweise etwa 10 Minuten später sind. Es ist nicht bei allen Kindern gleich, aber die Beobachtung mache ich zusammen mit anderen Müttern regelmässig; dass ein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Hyperaktivität besteht, ist ja eh nichts Neues.

      • Susi sagt:

        Und: Ich hab ja schon mehrmals Schulbesuch im Kindergarten machen dürfen. Die Kinder waren weder laut, noch unruhig, noch überdreht; ich habe echt gestaunt, wie strukturiert und trotzdem fröhlich, entspannt und gelöst es dort zu und her geht.
        Die Kindergärtnerin macht das seit 30 Jahren und ich finde, sie ist ein Genie, habe die grösste Bewunderung für ihre Arbeit.

      • Susi sagt:

        @tina: „wegen EINEM stückchen kuchen? wohl kaum. da hat es vielleicht einen teelöffel zucker drin, nicht?“

        kommt halt auf’s Rezept an 🙂
        Manchmal hat’s da gleich viel Zucker wie Mehl drin, von der Glasur ganz zu schweigen. Ich glaube schon, dass man ein Stück Kuchen merkt, aber man sollte es mal ausprobieren.

      • tina sagt:

        eben susi 🙂 nimm mal ein kuchenrezept und teil durch 22kinder oder so. da bleibt noch 1 teelöffel zucker pro kind

      • Susi sagt:

        @tina: stimmt eigentlich 🙂

      • tina sagt:

        gäll 🙂 wobei ich zugeben muss, dass ich 2 kuchen gebacken habe für so 25 personen. das wären ja schon 2 löffel zucker ;-). wenn man bedenkt, dass ich in meinen morgenkafi schon 3 kippe und 2 davon trinke (neuerdings. früher waren es 3).
        weissmehl und butter sind ja auch nicht unbedenklich, aber davon hats im erwähnten zopf ja ebenso

    • Stranger sagt:

      Hm. Was ist, wenn ein Kind nun am Geburi eine grosse Schüssel mit Äpfeln, Rüebli, Birnen, Aprikosen etc. mitbringt? Wäre doch unzweifelhaft gesund, oder? Ist das auch verboten?

    • Stella3 sagt:

      Ernährungstechnisch? Ich finde es eine Frechheit, wenn Lehrer sich noch in die Ernährung einmischen. Mein Sohn kam nach Hause, er dürfe nur noch Wasser trinken und viel Salat essen etc. die ganze Ernährungspyramide konnte er auswendig! Er ist Sportler und eher auf der mageren Seite. Und das nur weil die Lehrerin am abnehmen war. Super MU Thema der 4. Klasse Makro und Mikrokohlenhydrate. Ein Kuchenstück hat noch keinem geschadet.Wenn ich an die Empfehlung des Kindergarten denke, keine Banane, keine Chips etc aber selber den Kindern zur Belohnung immer Schoggistengel vor dem Mittagessen geben!

      • 13 sagt:

        @ Stella
        Bei uns bewirkte es gerade das Gegenteil: meine Tochter freut sich nun, dass sie in der Schule etwas Süsses mitbringen darf, weil man dann zu den „Grossen“ gehört und es nicht mehr kontrolliert wird. Und das bei einem Kind, das gar kein Fan von Süssem ist und zu Hause einen Apfel einem Stück Kuchen vorziehen würde. Aber Verbote wirken bekanntlich anziehend….

      • Gerhard Engler sagt:

        Die Lehrperson mischt sich ja gar nicht in die Ernährung ein. Während des Unterrichts ist das Essen und trinken verboten, im Schulzimmer sowieso. Wenn Kinder etwas essen wollen, dann sollen sie das zu Hause oder in der 10h-Pause tun.

      • Widerspenstige sagt:

        Gerhard, das sehe ich ebenso und es bleibt ja eine Empfehlung, keine Verbote mit Sanktionen.

  • Thomas Jobs sagt:

    So geschehen in einem Kindergarten in Muttenz:
    der Kindergärtner durfte die überreife Banane nicht mehr essen und hatte somit weder ein ausreichendes noch ein ausgewogenes Znüni!
    Kommt die Kindergärtnerin als neuer Moralapostel auch nach Hause, würde sich derselbe Kindergärtner, wohlgemerkt total schlank (!), nur von Chips etc. ernähren?

    • Fred Niederer sagt:

      Die Kindergärtnerin, oh pardon das heisst heute Basisstufelehrperson, fürchtete sich wohl vor einem Alkoholtest bei ihren Kindern

    • Hotel Papa sagt:

      Lass die Basistufenlehrperson wissen, dass die sogenannt „überreife“ Banane gerade mal knapp am reif werden ist.

      Ehlich, der würd ich was husten.

    • Carolina sagt:

      Sogar in unserer kleinen Gemeinde hat uns schon der Kindergarten unseres Sohnes vor 3 Jahren wissen lassen, dass Bananen (egal, welcher Reifegrad;-) als Znüni nicht erwünscht seien. Die Erklärungen für dieses Verbot (Gebot?) waren so unverständlich, dass ich mich an diese Regel nie gehalten habe – wenn er eine Banane wollte, hat er sie bekommen.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Musste heute Morgen, als ich den Artikel las, auch grad an Sie und den Protest-Bananenkranz denken 😀

      • Hotel Papa sagt:

        Problem mit der Banane: Wenn die Leute die als „Frucht“ in den Menuplan aufnehmen. Den Platz kann sie nicht vertreten. Sie gehört in die gleiche Kategorie wie ein süsses Weggli.

        Wenn als der Junior jede andere Frucht als eine Banane ablehnt: So einfach kommt er nicht davon; der Konflikt muss ausgetragen sein. Irgendwas an Früchten und Gemüse muss in den Speiseplan.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Hotel Papa:
        ich wusste jetzt echt nicht, dass ein siesses Weggli den gleichen Vitamin-, Mineralien- und Balaststoffgehalt hat wie eine Banane!
        Ansonsten würde ich mich nicht vom Zucker alleine blenden lassen, sondern mich einmal über die Ernärung schlau machen!

      • Hotel Papa sagt:

        Genau die Ballaststoffe sind das Problem. Wie haben wir gesagt: Was ist der Unterschied zwischen eine Banane und einem Polizisten?
        .
        Die Banane stopft, und der Polizist führt ab.
        .
        Früchte und Gemüse haben in der Ernährung die Funktion, mit vielen Mikronährstoffen zu füllen, ohne viel Makro-N. zu bringen. Die Banane an diesem Ort führt viel zu viele Kalorien zu. Auch wenn sie eine schöne Kalium- und Magnesiumquelle ist.
        .
        Die Banane ist ein ideales Kraftpaket für den Sportler. Für den Durchschnittsverbraucher hat sie ein zu hohe Energiedichte.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Hotel Papa:
        ihnen ist der Begriff „leere Kalorien“ geläufig? Lieber 10 Bananen als ein sissses Weggli! Bananen sind trotzdem gesund für die Kinder!

    • Stranger sagt:

      Hey Jobs, eine Banane ist kein ausgewogenes Frühstück! Viel zuviel Zucker!

    • Gerhard Engler sagt:

      keine Banane wegen zu viel Zucker? Eine Banane hat weniger Zucker (12%) als ein Apfel (Cox Orange: 14%)

      • Andrea sagt:

        Das Problem bei der Banane ist anscheinend auch, dass sie an den Zähnen kleben bleibt und somit schadet, wenn die Kids nach der Pause nicht Zähneputzen. Das macht Sinn…

  • Tamara Kern sagt:

    Schöne Tradition geht verloren… um Himmels willen! Als ich klein war, gut es ist eine Weile her, wurden Geburtstage genau einmal, zuhause und mit den Nachbarkinder gefeiert. Da war nichts mit Party und Kuchen im Kindergarten und der Schule. Weshalb auch. Letztlich ist das genau so Teil unserer komischen Celebritykultur. „Du bist nicht irgendwer. Du bist etwas ganz besonderes. Alle sollen es wissen und für dich gibt es den grösten Kuchen und die tollste Party.“ Kein Wunder wollen dann so viele als Traumberuf „Berühmt“ werden. Und holen sich einen Knacks wenn andere grössere Kuchen erhalten.

    • Graf Roman sagt:

      Absolut richtig! Was ich allerdings auch nicht nachvollziehen kann ist die Befürchtung der Blog-Teilnehmerin Susi (weiter oben) die Angts hat, weil ein Kind, das keinen Kuchen hat, sich „auch nochFragen gefallen lassen muss“ im Stil von „worom hesch du kei Chueche“. Na und!?! Gerade aus solchen Situationen lernt ein Kind zu argumentieren, sich zu wehren und das Leben zu meistern.

    • Franz Vontobel sagt:

      Danke Frau Kern, genau dasselbe ging mir auch durch den Kopf beim Lesen von „Schöne Tradition geht verloren…“ – meine Schulzeit war in den 70ern/80ern – da gabs keine Kuchen und Kronen und abgefeiert werden usw.

      Sooo traditionell kann diese Tradition nicht wirklich sein…

      • Martin Frey sagt:

        Hier gehts um Kitas und Kindergarten, kein Mensch redet von der Volksschule. Da waren bei uns früher ein Kuchen auch üblich. .

      • Franz Vontobel sagt:

        Kindergarten rechne ich jetzt mal grosszügig zur Volksschule… auch dort gab’s keine Individualfeiern. Und niemand hat das vermisst.

      • Stranger sagt:

        In Firmen ist es heute ja üblich, dass ein Geburtstagskind Gipfeli oder so mitbringt. Naja, die Sitten ändern sich halt. Und manchmal zum Oberflächlicheren hin. Aber immerhin zum Menschlicheren.

      • tina sagt:

        gsehsch, stranger. mir sind all die weihnachts-, geburtstags-, neujahrs-, einstands- und abschiedsapéros im geschäft ein greuel. meine arbeitszeit brauche ich nämlich zum arbeiten. ansonsten will ich da gar keine zeit verbringen. wenn ich privat etwas mit meinen mitarbeitern unternehmen will, dann kann ich das ja.

    • mila sagt:

      Bei uns gab’s diese Tradition auch nicht, dafür jeweils das heissgeliebte Schoggispieli. 😉

    • mila sagt:

      Und noch ein in meinen Augen lesenswerter Artikel zum Phänomen der kleinen Ichlinge findet sich in der aktuellen Online-Ausgabe der Zeit (‚Die kleinen Ichlinge‘ googeln).

    • Gerhard Engler sagt:

      @Tamara: Danke für diesen Beitrag. Ich habe in den 70er Jahren auch nie Kuchen im Chindsgi oder in der Schule erlebt. Und jetzt soll das plötzlich eine alte Tradition sein. Das gleiche mit der blöden Feuerwerkerei an Silvester. Das gab es vor 20 Jahren auch noch nicht, heute ist es eine „Tradition“.

  • Manuela sagt:

    Nun, in unserer Krippe/Kindsgi gibt es einen sehr engagierten Elternbeirat (jeweils 8 Eltern pro Jahr, jeder darf mal), damit die Kommunikation zw. Leitung und Eltern auch stimmt. Solche Regelungen gäbe es nur in Absprache mit den Eltern. Sowas kann man organisieren, wenn man denn will. Und sowieso finde ich der Kuchen kann auch bei der Feier zu Hause angeschnitten werden. Wo war jetzt gleich das Problem?

    • Stranger sagt:

      Hm, wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegt das Problem NICHT beim Anschneiden des Kuchens. Sondern darin, dass es überhaupt einen Kuchen gibt.

  • Hans Blaser sagt:

    Guten Tag, wechseln Sie doch einfach die Religion, oder besser noch, legen Sie sich und Ihren Kindern, einen zweit (Glauben) zu. In diesem Falle den schönen Gauben des Cake-farian eine Abart der Pastafarian. Mitglieder dieser Galaktischen Religion müssen alle 300 Tage mit ihren Mitmenschen einen Farina-Cake verspeisen und ein Fest feieren, jeweils plus-minus ein Tag, damit das Fest auch immer auf einen netten Werktag fällt. Und wenn nun jemand etwas gegen Ihr Fest vorbringt, nehmen sie Ihre Kinder bei der Hand bilden einen Kreis um den „Satanisten“ und sprechen laut und deutlich mindestens 10 mal die Beschwörungsformel, „Aber der Glauben“, „Aber der Glauben“, „Aber der Glauben“……

    • Hotel Papa sagt:

      Womit bitte begründest Du bei diesem Thema Deine atheistische Mission? Unnötig, lästig, lächerlich.

      (Bin nicht religös, aber Missionare, auch atheistische, regen mich auf.)

      • Hans Blaser sagt:

        Naja wenn du die Kritik an der heutigen Unsitte, alles und jedes zur Religion aufzuwerten gleich als Atheismus anprangerst…

      • Stranger sagt:

        Sorry, Thema verfehlt, setzen, eins. Bei diesem Thema ging es nicht um Religion.

      • Hotel Papa sagt:

        @HB: OK, habs jetzt verstanden. Bei den Pastafari stellen sich bei mir einfach die Nackenhaare auf. Das sind die Leute die eben auch aus etwas eine Religion machen, wo sie nicht hingehört, nämlich dem Atheismus.

      • Franz Vontobel sagt:

        @HP – falsch, Pastafaris bedienen sich derselben Methoden wie Religionen & Sekten, um deren Einfluss an Orten zurückzubinden, an denen sie nichts zu suchen haben. Namentlich Schulen.

    • gino ramsch sagt:

      Pastafari mache aus Atheismus ein Religion? Nein lieber HP Sie haben es nicht verstanden! FSM ist aus reinem Sarkasmus zum Spott über Religionen erfunden worden! Oder ist der Viktor etwa Politiker weil er Figuren erfindet die Politiker verspotten?

  • Fred Niederer sagt:

    Willkommen in der schönen neuen Welt der pädagogisch, ernährungswissenschaftlich und politischen Korrektheit.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Irgendwie bin ich froh, in einer pädagogisch und ernährungstechnisch scheinbar rückständigen Gemeinde zu leben, wenn hier dürfen die Kinder noch Freude und Spass haben an ihrem Geburtstag – und Kuchen essen. Fortschritt zieht offenbar nicht immer eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich.

      • Fred Niederer sagt:

        Tja, so kommts, wenn immer mehr praxisferne und lebensunerfahrene Gstudierte, praxisnahen und lebenserfahrenen Ungstudierten oder weniger Gstudierten dreinreden.

      • Maja Müller sagt:

        Wo wohnen Sie? Da will ich auch hin 🙂

      • Gregor Meyer sagt:

        @Niederer: Und wieder mal ein Eindreschen auf sog. „Gstudierte“. Ohne die ach-so-weltfremden-Gsdutierten könnten Sie weder Schreiben, hätten Sie keinen Computer, noch wüssten Sie wie diesen bedienen. Warum haben eigentlich Leute wie Sie immer noch das Gefühl, dass nur „dreckig-machende“ Arbeit richtige Arbeit sei?

    • michael sagt:

      Top Comment.
      Keine Ahnung wie wir die letzten Jahre bzw. die letzten 400’000 Jahre überlebt haben. Anscheinend haben wir alles falsch gemacht.
      Früher ging ich ja sogar zu Fuss zum Chindsgi!!!. Da gabs die RAF, permanente Bombenanschläge und auf dem Weg zum Chindsgi die offene Drogenszene. Hm. Und wir haben Kuchen gegessen, das Schoggispiel gemacht und alles war irgendwie unkompliziert und normal

    • Willi sagt:

      Willkommen in der Welt in der Eltern denken Sie könnten auch noch den Kindergeburtstag auf den Kindsgi oder die Schule abwälzen.

      • 13 sagt:

        Was hat das mit abwälzen zu tun, wenn die Eltern einen Kuchen backen und ihn in den Kindergarten bringen, wo er geteilt wird? Das Fest zu Hause entfällt damit ja nicht, eigentlich ist der Aufwand noch grösser.

      • Hotel Papa sagt:

        Wenn ich lese, dass die „Tradition des Kuchenanschneidens und Kerzenausblasens“ verlorengehe, kommen mir allerdings auch solche Gedanken. Wie ich oben schon geschrieben habe: Dieses Ritual gehört für mich vor allem nach Hause (mit ein paar eingeladenen Gspänli.)

  • Susi sagt:

    Warum reicht es denn nicht, das Kerzenausblas-Ritual an der Geburtstagsfeier durchzuführen, muss das denn im Kindergarten / in der Krippe auch noch gemacht werden? Im Kindergarten meiner Tochter werden auch keine Geburtstagskuchen mitgebracht, den Geburtstagskindern wird in einem eigenen kleinen Ritual gehuldigt, in welchem sie eine Krone tragen dürfen, die von allen Kindern gebastelt wurde. So werden Kinder, die an ihrem Geburtstag keinen Kuchen dabeihaben, auch nicht benachteiligt.

    • tina sagt:

      der vorteil eines kuchens ist doch nicht ihn bringen zu müssen, sondern ihn zu essen.

      • Susi sagt:

        Natürlich ist es wichtig für ein Kind, wie die anderen auch an der Reihe zu sein, einen Kuchen mitbringen zu dürfen und die Kerzen auszublasen, es geht doch nicht nur ums Essen. Wie im Blog beschrieben, ist ein Kind auch stolz, einen besonders schönen Geburtstagskuchen mit glitzernder Glasur etc. dabei zu haben. Wären Kuchen bei uns im Kindergarten erwünscht, würde ich mir sicher auch sehr viel Mühe geben und ihn mit meiner Tochter dekorieren. Reicht aber auch, das im privaten Rahmen zu machen.

      • Susi sagt:

        Das Kind, das am Geburtstag dann mit leeren Händen auftauchen würde, müsste wahrscheinlich von den anderen auch noch Fragen gefallen lassen. „Werum häsch kein Chuechä debi?????“ Da ist es doch am schönsten, das Geburtstagsritual einheitlich zu gestalten. Die Kinder lieben es, wenn sie wissen, dass sie bald an der Reihe sind, da weint niemand einem Kuchen nach…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        „da weint niemand einem Kuchen nach…“
        besonders nicht backtechnisch Unbegeisterte…
        hoch leben die Schoggistängeli und (Grossverteiler-)Brötchen 😉

      • tina sagt:

        oh überdramatisier. das war so als wir kinder waren, und auch bei meinen jungs: wer lust hatte, brachte einen kuchen (ob jetzt selbstgebacken oder gekauft), übrigens weder mit glitzerglasur noch mit kerzchen. jedenfalls meine wollten einfach einen kuchen. andere brachten chips, glace (!) oder weggli und schoggistängeli.
        meine jungs waren nicht stolz, die assen einfach gern meine kuchen

      • tina sagt:

        ich habe auch nie gehört, dass kinder über andere meckerten, die keine kuchen brauchten. und niemand wünschte vereinheitlichung. aber ja, es ist nicht so wichtig.
        das kleine geburiritual gab es ja auch noch in krippe/hort/schule/kiga. mehr so ein bisschen nebenbei, aber die kinder freuten sich immer darüber.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi. Bitte nicht übertreiben. Natürlich braucht es keinen Kuchen, aber es geht um Rituale, und die sind sehr wichtig. Mich stören die Verbote.
        @Brunhild Steiner. Es gibt ganz hervorragende Geburtstagskuchen zu kaufen, oft auch Massanfertigungen. 😉

      • Susi sagt:

        @Martin Frey: Natürlich sind Rituale wichtig, das sage ich oben ja auch. Aber es braucht dazu nicht unbedingt einen Kuchen.

      • Martin Frey sagt:

        Schon richtig, Susi, Kuchen braucht es nicht. Aber all die Verbote und Vorschriften braucht es auch nicht.

    • Hotel Papa sagt:

      Bingo. In einer durchschnittlichen Klassengrösse hat man im Schnitt alle zwei Wochen mit sich gegenseitig übertrumpfenden Mitbringseln zu tun.

      Der Platz fürs Kerzenritual ist nun wirklich zu Hause.

      Bei uns wars noch nicht üblich, die Mitschüler zu bewirten. Wenn das heute anders ist, würde ich als Lehrer auch lieber etwas einfaches sehen. Vor allem weil sonst von diversen Eltern sicher Beschwerden kommen, weil das eigene Kind wegen der böse E-s in den Smarties wieder am hypern sei.

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