Entsorgen Sie noch oder reparieren Sie schon?

Wertschätzen statt wegwerfen: (Flickr/Club125.greenbelt)

Wiederentdeckter Lifestyle: Reparieren statt wegwerfen. (Flickr/Club125.greenbelt)

Den Mantel in den Caritas-Sack werfen, weil das Innenfutter zerfetzt ist? Wo denken Sie hin, flicken Sie ihn oder gehen Sie damit zum Schneider. Einen neuen Computer kaufen, weil der drei Jahre «alte» Laptop langsam geworden ist? Vergessen Sies, versuchen Sie stattdessen, das alte Gerät zu tunen. Das ist erstens günstiger und zweitens empfinden Sie Genugtuung, ihn selbst auf Vordermann gebracht zu haben, statt ihn einfach zu ersetzen.

Reparieren statt recyceln. Wertschätzen statt wegwerfen. Das ist ein neuer oder wiederentdeckter Lifestyle. Man wirft kaputte Dinge nicht weg, sondern repariert sie selbst – oder lässt sie reparieren. Auf Youtube finden sich zig Video-Anleitungen, wie man einen Reissverschluss, den Rasierapparat, Kühlschrank oder Laptop flickt. Die Bewegung weltweit in Schwung gebracht hat die Site Ifixit.org. Sie stellt kostenlos Anleitungen ins Netz, damit man selbst das iPhone, den Toaster, das Auto oder den Computer instand stellen kann. Über 2000 Manuals sind es schon. Auf diese Weise lassen sich Geld und Rohstoffe sparen.

Doch das ist nicht alles: Die Leute von Ifixit propagieren eine regelrechte «Reparaturrevolution» und beschreiben eine Haltung, die den reinen Konsum übersteigt: «Finde selbst heraus, was mit deinem Gerät nicht stimmt», schreiben sie auf ihrer Site. «Reparaturen generieren Jobs.» «Reparieren ist Freiheit.» Oder: «Wenn du es nicht reparieren kannst, dann gehört es dir nicht.»

Gemäss Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech knüpfen wir durch das Reparieren eine engere Beziehung zu den Dingen, die uns umgeben. «Technische Geräte, die ich selbst repariere, benutze ich anschliessend mit grösserer Sorgfalt», sagt der Professor der Uni Oldenburg gegenüber der Zeitschrift «Psychologie Heute». Statt Gegenstände zu verbrauchen und wegzuwerfen, gebrauchen wir sie. «Das ist echte Aneignung.»

Weniger Wegwerfgesellschaft, mehr Nachhaltigkeit. Diesem Credo folgen auch zahlreiche Repair-Cafés, über 400 sind es weltweit schon. All jene Menschen, die nicht alleine werkeln möchten oder Hilfe benötigen, sind in diesen Cafés gut aufgehoben. In der Schweiz gibt es eine Handvoll solcher Orte, unter anderem in Bern.

Klar, ein gewisses technisches oder handwerkliches Verständnis ist hilfreich. Und das Gerät muss von einer gewissen Qualität sein. Billigwaren und Ramsch überleben nicht lange, flicken kann man da oft nichts. Mein Mann wagte sich kürzlich an das Innenleben seines Laptops. Mit Erfolg: Statt einen neuen Computer mit mehr Leistung zu kaufen, baute er in seinen alten mehr Leistung ein: Das DVD-Laufwerk nahm er raus, eine zweite, schnelle Festplatte kam rein. Mithilfe der entsprechenden Anleitung klappte das gut. Sein getunter Laptop arbeitet jetzt mit x-facher Leistung. 220 Franken hat das Paket bei einem deutschen Anbieter gekostet, das Festplatte, Werkzeug und eine präzise und bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung enthielt. Für einen neuen, vergleichbaren Computer hätte er 1500 ausgegeben. Er hat dabei nicht nur über 1000 Franken gespart, sondern freut sich darüber, den Computer aufgerüstet zu haben, obwohl das vom Hersteller gar nicht vorgesehen ist. Wer weiss, welches Gerät als nächstes dran kommt. Bald sind Weihnachten und die Tage lang.

140 Kommentare zu «Entsorgen Sie noch oder reparieren Sie schon?»

  • In 45 von meinen 50 Lebensjahren, reparierte ich alles, was man schrauben, nageln, löten, nähen, kleben kann.

    Vorausschauend einkaufen, nur Geräte, deren Gehäuse zusammengeschraubt sind und nicht geklebt. Konsequent Occasionen kaufen, in ebay, ricardo, Brockenhaus. So kommt man an die Sachen, die bereits die ersten drei Jahre ihres Lebens überstanden haben und foglich von überdurchschnittlicher Qualität sind. Davon kann man gelegentlich ein zweites, defektes Gerät zum Spottpreis als Ersatzteillager besorgen.

    Die disziplinierte Lagerhaltung ist wichtig. Gutes Werkzeug ebenso, auch Handbücher

    • Als da wären: Kleider, Zelte, Schlafsäcke, Möbel, Küchengeräte, Velos, Autos, Computer, Spiegelreflexkameras, Mikroskope, Werkzeuge, Bohrmaschinen, Stereoanlagen, Bucheinbände, Stofftiere, Wandbilder, Telefone, Telefonbeantworter, Modelleisenbahn.

      Im Verlauf der Jahre habe ich mich vielleicht an Sachen im Wert von einer halben Million Franken herangewagt, mit meiner Arbeitsleistung 150’000 Franken gespart, jedoch für 90’000 Franken Werkzeug und Ersatzteile gebraucht. Die Lagerhaltung kostete ebenfalls um die 30’000.

      So einfach und Kosten sparend ist das in unserer Wegwerfgesellschaft nicht.

    • Zusammenfassend habe ich nicht wegen der Reparaturen gespart, sondern wegen anderem:

      Ich kaufe bewusster ein, denke zweimal nach, ob ich etwas brauche oder nicht. Ich kann die Gebrauchsfähigkeit und Langlebigkeit der Gegenstände sehr viel besser beurteilen. Ich kaufe Occasionen für einen Drittel oder gar einen Zehntel des Neupreises, weil ich erkenne, ob sie in gutem Zustand sind oder nicht.

      Ich verliere sehr viel weniger Zeit mit Bedienungsanleitungen, mit Einüben von immer neuen Arbeitsabläufen, und brauche keine Shoppingtouren in die Stadt.

      Zeit ist Geld! Gewohnheit ist Macht!

    • Kürzlich belauschte ich zwei junge Frauen im Stadtpark, die sich darüber berieten, welche Sorte Mann sie haben wollten. Das waren zwei richtig städtische moderne Fräuleins und dabei echt rasend machende Hingucker.

      Meinte die eine: „Ich will e Naturbursch, so eine, wo alles flickt.“

      Kann also die dringende Empfehlung abgeben, der moderne Mann von heute gewinnt mit Reparieren ein Alleinstellungsmerkmal im Konkurrenzkampf um die geilsten Bräute.

      So kommt man schnell von der fun zone in die wife zone:
      https://www.youtube.com/watch?v=hKWmFWRVLlU

  • Zitat: „Mein Mann wagte sich kürzlich an das Innenleben seines Laptops. Mit Erfolg: Statt einen neuen Computer mit mehr Leistung zu kaufen, baute er in seinen alten mehr Leistung ein … Sein getunter Laptop arbeitet jetzt mit x-facher Leistung.“

    Ih woh, er hätte einfach Betriebssystem und Software neu aufsetzen müssen. Dabei wäre der ganze Grümpel weggefallen, der das Gerät verlangsamt. Die Leistungsbremse bei heutigen Personal Computern ist die Software, nicht die Hardware.

  • Peter(TOO) sagt:

    Ich repariere auch alles was irgendwie geht.
    Allerdings muss man, besonders bei Elektrogeräten, auch auf den Energieverbrauch achten!
    Da ist es oft so, dass sich reparieren nicht lohnt, da moderne Geräte mit weniger Energie auskommen. Auch unter Betrachtung der grauen Energie schneidet ein Neukauf oft besser ab, als eine Reparatur.

  • Hans sagt:

    Das gibt auch bereits in Basel: http://reparier-bar.ch/

  • Hannes Müller sagt:

    Usestüdele ist mein Lieblingswort. Man kann damit über die Jahre ganz schön sparen. Wenn aber technisch oder sicherheitsmässig schlicht Ersatz nötig ist, dann warte ich keine Sekunde.

  • Stefan sagt:

    Ich repariere alles daheim. Rasierer mit ausgelutschen Batterien? Kein Problem, ich löte eine handelsübliche neue Batterie ein, hält dann weitere sechs bis sieben Jahre. Geschirrspüler von BBC, auch schon offen gehabt und Glanzspülbehältnisdichtung mit veloschlauch geflickt (und es ist Dicht und dosiert korrekt!). Höhenverstellung am Schweinwerfer im Auto abgebrochen, habe ich 3 Stunden gebraucht zu flicken, aber 600 Stutz gespart. Dampfabzug regler futsch – neuen Regler gebaut für 10 Franken und 2 Stunden. Es lohnt sich.

  • Bernhard sagt:

    «Reparaturen generieren Jobs.»
    Mit diesem Zitat bin ich nicht einverstanden. Denn „Ifixit“ propagiert ja das „Selber-Reparieren“. Und dies generiert ganz bestimmt keine Jobs! 😉 Aber zugegeben: Es lässt sich wirklich sehr viel Geld sparen! Und macht immer wieder deutlich, welch ungehuerliche Verkaufsmarge in diesen Geräten steckt, wenn man die Kosten der Ersatzteile so rechnet. Ein krasses Bsp habe ich mit den Steuereinheiten meiner Storen erlebt. Nach einem Defekt offierte mir der Hersteller nen Austausch für 450.-/Einheit. Dank Youtube musste ich lediglich den Kondensator für 0.60 ersetzen!

    • 13 sagt:

      @ Bernhard
      Sie sind zu optimistisch. Ich behaupte mal, das Reparieren sieht in 9 von 10 Fällen immer noch so aus: Man kann es für CHF 100.- neu kaufen oder reparieren. Man entscheidet sich für das zweite, geht in den Baumarkt, kauft für mind. CHF 75.- und langer Beratung neue Werkzeug und Ersatzteile komm nach Hause, die Hälfte klappt nicht, fährt erneut zum Baumarkt, weitere Beratung, weitere CHF 50.-, zweiter Versuch, klappt nicht, konsultiert den Kundendienst, der sagt, er könnte nichts tun, weil man selber gewerkelt hat, man kauft es schliesslich neu für 100.-. Doch, es generiert Jobs;-)

      • Bernhard sagt:

        @13: Ja, das sehe ich auch so! (vgl. Sie meinen Tumbler-Post). Das Wichtigste finde ich, zuerst einmal die Fehlerursache abzuklären. Dann kann man ziemlich gut abschätzen, ob ein Neukauf nicht günstiger (wenn man Zeit und Nerven hinzurechnet…) kommt 😉
        Bei uns ging bei einem Tiptoi-Stift mal der Lautsprecher kaputt. Den hätte man für rund 14.- im Conrad kaufen können. Aber da kaufte ich doch lieber gleich einen neuen Stift und sparte mir den ganzen Bastelärger, falls beim Löten etwas schief gegangen wäre….Kostete mich zwar 25.- mehr. Aber das habe ich schon für Dümmeres ausgegeben! 🙂

      • Susi sagt:

        Aber es geht doch nicht nur ums Geld oder den Aufwand, sondern um die Rohmaterialien und die graue Energie, die in solchen Geräten stecken. Mit der Tumbler-Reparatur haben Sie darum eine Art Heldentat vollbracht, Bernhard.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Aber es geht doch nicht nur ums Geld oder den Aufwand, sondern um die Rohmaterialien und die graue Energie, die in solchen Geräten stecken.“. Sie haben recht! Unter diesem Aspekt ist eine Reparatur tatsächlich immer sinnvoll! Habe in meinem puren Egoismus gar nicht so weit gedacht! Ich gelobe Besserung!! 🙂 Übrigens fällt mir da grad die Sache mit dem Elektroauto ein (wusste ich vorher nicht): Es ist ökologischer, sein altes Fahrzeug zu Tode zu fahren, als eine neues E-Auto zu kaufen, da dieses in der Herstellung mehr CO2 verursacht, als das alte Auto jemals rauslassen wird!

      • Susi sagt:

        @Bernhard, das wusste ich nicht, wow.

      • Papperlapapi sagt:

        @Bernhard: Einen kaputten Tiptoi-Stift haben wir auch: Der hat eine Buchse für Kopfhörer und Kopfhörer haben wir vom Kinder-Fotoapparat: Kopfhörer einstöpseln und das Ding ist wieder zu gebrauchen und nervt erst noch nicht mehr den Papi mit seinen altklugen Informationen. „Repariert“ ist für dieses Vorgehen ein etwas hochgegriffenes Wort aber es funktioniert. (und kaputt ist er ja wohl weil er unsanft zu Boden gesegelt ist, wenn die Kinder noch daraus lernen: wenn ich nicht achtgebe, hat das einen Nachteil für mich, ists ja erzieherisch auch nicht verkehrt ;-))

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Sie vergessen die Werkzeuge. Ich verspreche Ihnen, mein Mann hat zu jedem!!! Reparaturprojekt mind. ein neues Werkzeug angeschafft und es für dieses Projekt und max. noch einmal gebraucht. Für die Herstellung dieses wurde genauso Energie verbraucht.

      • Susi sagt:

        @13: danke für den Lacher! (ich benutze seit Jahren meine Uraltwerkzeuge, bei Handys/PCs auch mal das Manicure-Set…)

      • Franz Vontobel sagt:

        Die neue Schlagbohrmaschine ist des Mannes neues Paar Schuhe…

      • Bernhard sagt:

        @Papperlapapi: Ja, das mit dem Kopfhörer war schon auch eine Option (btw: sonst hätte ich gar nicht erst herausgefunden, dass es nur am Lautsprecher lag). Aber ich fand es dann doch nicht so prickelnd, als meine Tochter mit Stöpseln im Ohr auf dem Sofa hockte (völlig vertieft in ihre Welt und daher unansprechbar) und immer wieder schrie: „Papi, was hät dä Maa genau gseit?!“ 😀

        Den Kinder-Fotoapparat (Kidizoom?) finde ich übrigens auch toll!! Das ist momentan DAS Lieblingsspielzeug… 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Aussage ist natürlich falsch. Der ganze Sinn von selbst- und gegenseitiger Hilfe besteht ja gerade darin, Geschäftsbeziehungen auf Basis von Geld zu minimieren und irgendwann völlig auszuschalten. Arbeitsplätze gehen damit tendenziell verloren und das ist gut so. Erwerbstätigkeit ist nicht zukunfstfähig, ein Relikt aus der Industrialisierung. Je früher damit Schluss ist, umso besser.
      Jeder gibt in die Gesellschaft rein, was er kann und jeder entnimmt, was er braucht, aber nur, was er braucht, keine Depotbildung wie z.B. durch Sparen. Ist Zukunftsmusik, aber das einzig Richtige.

  • Muttis Liebling sagt:

    Der Blog kam für mich auf den Tag genau. Eigentlich hätte ich ein Multifunktionsgerät (Drucken, Scannen, Kopieren) heute zur Reparatur gebracht, weil die integrierte Servicesoftware einen Druckkopfwechsel empfahl. Das ist natürlich teurer als ein neues Gerät, aber was tut man nicht alles für die Umwelt. Zumal ein neues Gerät in meinem Fall bedeutet, 3 Computer, ein Tablet und ein Smartphone neu einzurichten, damit ich das Ding als Netzwerkdrucker und -scanner benutzen kann.
    Und siehe, es fand sich eine Reinigungsanleitung und alles ist wie neu. 20 min reinigen gegen 1h Software konfigurieren,

  • fabian sagt:

    „Reparieren statt recyceln. Wertschätzen statt wegwerfen. Das ist ein neuer oder wiederentdeckter Lifestyle.“
    danke, aber nein. Ich verweigere mich grundsätzlich neuen ‚Lifestyles‘.

    • Muttis Liebling sagt:

      Reparieren ist natürlich kein Lifestyle, aber wenn man es den hippen Zeitgenossen so verkaufen kann, schadet es nicht.

    • fabian sagt:

      bin ich ein hipper zeitgenosse? kein ahnung.
      was ich erschreckender finde, dass die form, in der altes bewährtes weitergegeben (weitererzählt) wird, immer die form von einer neuen erfindung, einem neuen style etc haben muss. das ist ja gerade die krankheit, an der auch die aut orin leidet: sie kann nicht einfach bewährtes als bewährtes darstellen, sondern muss alles neu erfinden. hey leute, ich hab was neues für euch. weil nicht neu ist nicht gut, also muss permenent neues/altes neu erfunden werden.

  • Francesco Ungaro sagt:

    Ich habe ohne KFZ-Meisterausbildung, aber mit Anleitungen aus dem Web, handwerklichem Geschick, technischem Verständnis, Geduld, Neugier, Tipps von befreundeten KFZ-Meistern und einer DIY-Mietwerkstatt Arbeiten wie Zahnriemenservice, Differentialgetriebe neu abdichten, Kühlergrillaustausch, Bremsen, Auspuff, Scheinwerferwechsel erfolgreich hingekriegt. Laptops aufrüsten und mit Linux tunen kann ich „von Haus“ aus. Mein Motto: Lerne was, hab Spass und spar Zeit, Geld und Ärger 😉

    • Ferdy Duz sagt:

      Vorsicht mit Bremsen, wenn was passiert und rauskommt dass selbst „gebastelt“ wurde (auch wenn’s einwandfrei gemacht ist), könnte das versicherungstechnische oder sogar strafrechtliche Konsequenzen haben

      • 9/16 sagt:

        Unter meinen Schrauberkollegen gibt es diesen Spruch „An meine Bremsen lass ich niemanden ran, das mach ich selber…“.

      • Francesco Ungaro sagt:

        @Ferdy Duz: Bin völlig Ihrer Meinung. Wenn die Bremsen versagen, hat man jedoch andere Sorgen, falls überhaupt noch. Ich bin der Überzeugung, dass man sich bei solchen Arbeiten professionell vorbereiten muss und nur beste Qualität bei den Ersatzteilen in Frage kommen darf. Alles andere ist mMn verantwortungslos wie rasen oder im Suff fahren.

  • Thomas Jobs sagt:

    Ich habe zug verschiedene Typen Leim zu Hause, damit ich so viel wie möglich reparieren kann! Erst im Frühjahr habe ich die Blasen im Parkett flach geleimt, anstelle 2000.– für den Handwerker auszugeben!
    Schrauben, Nägel, und und und! Und die Computerhardware rüste ich bis zum Abwinken auf!

    • Héloise Ripley sagt:

      Selbst ist der Mann, Thomas!

      Ich habe dank Tipps aus dem Internet meinen Geschirrspüler mehrmals wieder zum Laufen gebracht (repariert wäre zuviel gesagt). Jetzt ist er 12 Jahre alt und wäscht schön sauber, trocknet aber nicht mehr richtig. Wahrscheinlich aus Protest. Langsam komme ich mir wie eine Ausbeuterin vor, weil ich das Teil schon so viele Jahre schuften lasse. Aber einfach auf den Friedhof mit ihm? Herzlos durch einen Jüngeren ersetzt? Hmm.

      • Muttis Liebling sagt:

        Trocknen hat den Vorzug, dass es von allein passiert, man muss nur lange genug warten. Reinigen geht nicht von selbst, insofern ist der Geschirrspüler völlig in Ordnung.

  • Chris_72 sagt:

    Nein. Ich liebe neue Sachen. Wieso ein alten Laptop aufwändig tunen, wenn der Neue schneller und das Gehäuse moderner aussieht? Sorry von Zeit zur Zeit muss einfach Neues der Weg in mein Zuhause finden, sonst ist es zu langweilig. Darum kaufe ich auch jedes Jahr ein neues Handy!

    • Ferdy Duz sagt:

      Neu ist immer besser!

    • Franz Vontobel sagt:

      Sorry von Zeit zur Zeit muss einfach Neues der Weg in mein Zuhause finden, sonst ist es zu langweilig.

      Verständlich – viel anderes Spannendes findet halt nicht statt im Leben der durchschnittlichen Arbeitsdrohne.
      Ich konsumiere, also bin ich.

    • Susi sagt:

      Chris und Ferdy, schon mal was vom oekologischen Fussabdruck gehört?

      Ich benutze Handys und Computer grundsätzlich, bis sie wirklich nicht mehr zum Laufen bringen sind.

    • Carola sagt:

      Chris_72, langweilig ohne was Neues? Sind Sie denn ein so langweiliger Mensch, dass im Außen immer Neues nötig ist?

    • loulou55 sagt:

      Sie sind derTraum eines jeden Marketing-/Verkaufsmanagers, man wird Sie dafür lieben!
      Ich stamme halt noch aus einer Generation wo man, aus rein monetären Gründen, gelernt hat den Dingen Sorge zu tragen. Man konnte sich ganz einfach nicht immer alles und sofort kaufen/leisten, es musste zuerst erarbeitet werden.
      Dafür war hinterher die Wertschätzung umso höher.
      Aber wie ich sehe lässt sich auch daraus ein „modern trend“ ableiten.

  • loulou55 sagt:

    Es gibt Gegenden auf dieser Welt, wo jeder rostige und krumme Nagel wiederverwendet wird. Hängt halt wesentlich vom Wohlstandsgefälle ab und weniger von der neuentdeckten Lust, selber zu reparieren.
    Aufgrund der Stundenlöhne (1-2 Franken) hier lohnt sich eine Reparatur fast immer, wenn man nicht teure Ersatzteile braucht. Mein schöner Dell Laptop (secondhand) hatte letztes Jahr Mattscheibe, habe ihn dann in mein neues Domizilland Philippinen mitgenommen (statt auszumustern) und ihn in einen der zahlreichen repair-shops gebracht. Kosten inkl. Ersatzteile & Windows 8 installieren ca. 75.-

    • tststs sagt:

      Ich dachte genau dasselbe… was in vielen Gegenden absolute Notwendigkeit ist, wird bei uns gerade zum neusten Trend ausgerufen…. tststs….

      • plop sagt:

        Es wird sich daraus sicher ein neuer Markt entwickeln, wir können ja sicher nicht reparieren ohne die neusten, besten, Reparaturgeräte…

        Aber wenn wir so weniger Elektroschrott produzieren, ist da ja was erreicht.

        Auch wenn wir Rübli „aus der Region“ essen.

        Oder im Sommer auf die Alp gehen.

        Oder den bronzenen Nackedeis etwas warmes lismen obwohl die Winterhilfe sicher auch Freude an Strickwaren hätte.

        Oder uns mit Reparaturen wieder auf irgendeine Art definieren können, ich repariere, also bin ich, lebe ich, huch! hab sogar Hände!

    • Cybot sagt:

      So weit muss man nicht mal. Wir fahren öfter nach Polen und lassen dort alles mögliche reparieren oder umschneidern. Dort kann man auch aufwendigere Änderungen locker bezahlen. In der Schweiz bezahlt man ja selbst für das Kürzen von Hosen schnell mehr als die Hosen gekostet haben.

  • 13 sagt:

    Mir ging beim lesen nur ein Gedanke durch den Kopf: Gott sei Dank liest mein Mann den MB nicht.

  • mila sagt:

    Eigentlich schade, dass Menschen immer Hypes brauchen, um sich auf solche Selbstverständlichkeiten wie Nachhaltigkeit zu besinnen. Ich habe schon in jungen Jahren Augenmerk auf Qualität gelegt und weiss nicht, wieviele Stiefel, Mäntel, Reissverschlüsse etc. ich über die Jahre schon reparieren liess. Wenn man sich bewusst mit schönen (und, zugegeben, in der Regel etwas teureren) Dingen umgibt, dann sind einem diese der Pflege und Instandhaltung wert (das gilt im Übrigen auch für elektronische Geräte).

    • Muttis Liebling sagt:

      So funktioniert auch die Natur der höheren Lebewesen. Es wird sehr viel Aufwand in die Gestehung eines Lebewesens gesteckt, dafür läuft es dann nahezu wartungsfrei über sehr lange Zeit. Wenn man nicht grob eingreift schlägt das menschliche Herz 100 Jahre und länger, obwohl das ein ganz fragiler Mechanismus ist. Keine Uhr schafft das.
      Denn die Industrie macht es umgekehrt, so wenig wie möglich Aufwand bei der Entwicklung, kurze Lebensdauer, im Idealfall Garantiezeit + 1 Tag. Dann Austausch, statt Reparatur. Beim Herz geht das höchstens 1 x. Nur deshalb ist Reparatur eine sinnvolle Strategie.

  • André sagt:

    Es ist doch überhaupt toll, wenn sich Leute die Mühe nehmen heraus zu finden wieso etwas nicht funktioniert und dann auch noch gleich die Lösung auf Youtube stellen. Im Netz findet man für fast alles eine Lösung. Habe auch schon dank einer Anleitung auf ifixit.com meinen alten Mac mini aufgerüstet. Ohne diese Anleitung hätte ich nie raus gefunden wie man das Gehäuse überhaupt öffnet. Es ist hier vielleich nicht ganz der richtige Ort um einen Dank all denen aus zu sprechen die Lösungen oder Reparaturanleitungen ins Netz stellen. Ich mach es trotzdem. Danke!

  • tina sagt:

    iphones gehören sowieso verboten. mein handy konnte durch einsatz von knappen 30 stutz wieder wie neu gemacht werden. das iphon hätte ich kübeln können (akku kaputt)

    • Susi sagt:

      „iphones gehören sowieso verboten.“

      😀

    • peter sagt:

      mein iphone hat für knappe 11 stutz einen neuen akku bekommen. eben reparieren nicht kübeln!

    • Hotel Papa sagt:

      Wieso? Auch beim Eiphon kann man den Akku wechseln. Ist etwas aufwendiger, bis die Kiste auf ist, aber es geht.

      • Susi sagt:

        einfach nicht selber machen, meimei!

      • Hotel Papa sagt:

        Wenn man es nicht selber macht, ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Garantie kann mich sonstwo. Die Geräte sind sowieso darauf ausgelegt, kurz nach deren Ablauf die terminalen Schäden zu entwickeln.

      • Stranger sagt:

        Aber Hotel, das würde die Industrie doch niemals machen!

      • tina sagt:

        ah so ist das. die information hatte ich von iphone benutzern. ich selber würde sowas ja nicht anfassen 😉

      • Susi sagt:

        ich mach bei solchen Geräten jetzt immer eine Zusatzgarantie für die ganz Blöden, da kann man das Gerät auch durch eigenes Verschulden ausser Kraft setzen und es wird über Garantie repariert. Ist noch teuer, aber für mich lohnt es sich.

      • tina sagt:

        die akkus haben aber kürzere garantiezeit als die geräte selber. bei meinem wars ein lumpiges halbes jahr auf den akku. aufs gerät 2 jahre

      • Franz Vontobel sagt:

        die akkus haben aber kürzere garantiezeit als die geräte selber.

        nicht beim iPhone – da deckt die Garantie auch den Akku…

      • Susi sagt:

        Franz, darf man denn jetzt plötzlich Marken loben? (extra Ihretwegen hab ich mich noch nicht als Neo-iPhone-Besitzerin geautet, im Fall!)

      • Susi sagt:

        geoutet wollte ich sagen

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi, da haben sie natürlich grundsätzlich recht – aber Frau Tina scheint eines dieser Samsung Fangirls zu sein, bei denen die Frage des „richtigen“ Telefons totaaaaal wichtig ist (weil die ja einem ja auch als Mensch definiert! Jaaberschosicherscho!) und die sich in den Foren dann seitenlange Flame Wars mit ihren Apple Gegenstücken liefern. Und darum wollte ich sie ein wenig piesacken.

      • Susi sagt:

        Franz, Sie sind der Piesacker vom Dienst! 🙂

        Ich finde es noch cool, wie Tina der iSekte in ihrem Urkommentar so lapidar ans Bein pinkelt, sowas würde ich nie wagen, haha!

      • Franz Vontobel sagt:

        Lesen sie mal Kommentare im Digital-Teil des Tagis – die Samsung-Jünger habe die Apple Fans in Sachen Penetranz und Lästigkeit schon seit längerem überholt und hinter sich gelassen – öde sind sie natürlich alle beide… 😀

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Kontext Reparieren besteht der Unterschied zwischen einem Apfel- und einem Androidgerät, wie bei Windows und Linux darin, dass man sich alles selbst richten kann, so man kann. Philosophisch gesehen sind Windows und iOS Entmündigungsstrategien.

      • tina sagt:

        ich bin kein markenfan, und deswegen sind mir marken zuwider, die mich auf eine sorte gerät festlegen. mit android als betriebssystem bin ich ja nicht auf samsung festgelegt. apple nagelt einen an seine geräte.
        wenn eben die iphone user offenbar nicht unbedingt wissen dass der akku gewechselt werden kann (das haben mir immerhin iphone benutzer gesagt), dann werden genügend der geräte in den kübel wandern wenn der akku hinüber ist. nach 2 jahren meinetwegen.

      • tina sagt:

        ich bin bin wennschon open source fan

      • Muttis Liebling sagt:

        open source ist die Brücke zum Blogthema, tina. Proprietäre Geräte und Software kann man nicht selbst reparieren, die kauft man als Black Box und das bleiben die. Kaufen, wegwerfen, neu kaufen, ist der Schweinezyklus

      • Franz Vontobel sagt:

        ML, im Kontext Reparieren sollte man vielleicht unterscheiden zw. Hardware und Betriebssystem. Ob ein Gerät physisch repariert werden kann, hat mit der darauf laufenden Software primär mal gar nichts zu tun.

        Mit dem nötigen Wissen kann man auch einen Androiden auf einem iPhone installieren…

      • tina sagt:

        aber halt nicht unser lieber guter alter otto normalverbraucher vontobel. ah ich weiss: man muss sich eben informieren! eigenverantwortlichkeit usw 😉

      • Susi sagt:

        ich hab mir jetzt grad mal mein iPhone angeschaut, da hat’s tatsächlich keine Schrauben, das würde ich mich nicht zu öffnen trauen wie mein Nokia, das ich auseinandergenommen hab.
        die im iTempel sind aber schon kulant, die haben nicht mal nachgefragt, nachdem ich mit dem Problem kam, dass meine Tochter Nasencreme ins Ladegerät gedrückt hatte. (Ich so: „Weiss au nöd, werums nöme gaht, ich ha nüt gemacht!“)

      • Muttis Liebling sagt:

        Franz, das ist jetzt wenig zielführend. Ich kenne einige Verkäufer, die auf einem schicken Apple Airbook mit Retina Display ihre Verkaufssoftware in einer virtuellen Windows Maschine laufen lassen. Hardwaremässig unterscheiden sich iPhones von Android Mobiles genau so wenig, wie Mac Desktops von hp Bürorechnern.
        Den Unterschied macht nur die Software. Apple setzt auf den schönen Schein und darauf, dass der Kunde ein lethargisches Element ist, der nichts mehr als selber denken scheut.
        Schon mal darüber nachgedacht, warum nur in CH Apple der Marktführer ist, nicht mal in den USA.?

      • Hotel Papa sagt:

        tina, bei den smartphones hat man die Wahl zwischen dem Teufel und dem Beelzebub.

        Werfe ich mein User-Profil Apple oder Google in den Rachen?

        Irgendwie traue ich einer Firma, die als Slogan schon hat „Don’t be evil“ nicht über den Weg.

      • Susi sagt:

        stimme HP zu, alles Hans was Heiri. Aber die Geräte lassen sich ganz gut synchronisieren, ich bin Windows-Benutzerin, hatte bis vor kurzem auch ein Windows-Phone und jetzt ein iPhone, läuft beides tiptop.

      • Susi sagt:

        Bei der Hardware gibt’s allerdings schon grosse Unterschiede, da muss ich ML widersprechen. Mein alter IBM-Laptop (der mit 512GB) war robust und wie ein Traktor (und sah auch aus wie einer). Bester Laptop ever, kein Vergleich mit dem Apple-Schickimicki-zerbricht-grad-Zeugs.

      • Franz Vontobel sagt:

        ML: Natürlich ist das nicht zielführend, es illustriert lediglich, dass Hardware und Software zwei verschiedene Paar Schuhe sind.
        Und sie „reparieren“ also Software… soso… Ich muss wohl annehmen, dass das nur für ihre momentane Persona und nicht für den realen ML gilt… 😀

        Tina: Wovon reden sie? Drücken sie sich so aus, dass man sie versteht!

      • tina sagt:

        zu schwierig für vontobel? du schreibst „Mit dem nötigen Wissen kann man auch einen Androiden auf einem iPhone installieren…“. ich antworte „aber halt nicht unser lieber guter alter otto normalverbraucher vontobel.“
        verstanden bis hier?
        das hier war ein witzlein: ah ich weiss: man muss sich eben informieren! eigenverantwortlichkeit usw ;-). für brunhild, genau genommen. aber es passt sowieso. auch zu dir, hier, jetzt, zu dem da oben. was man da noch erklären müsste weiss ich auch nicht

      • tina sagt:

        hotel papa: ich sprach ja nur von gerät und open source. datensammler ist eine andere schublade, und da es eben hans was heiri ist, bleibt einem immerhin noch die hardwaretechnische unabhängigkeit, wenn man auf ein betriebsystem setzt, das einen nicht an ein gerät bindet

      • Franz Vontobel sagt:

        du schreibst “Mit dem nötigen Wissen kann man auch einen Androiden auf einem iPhone installieren…”. ich antworte “aber halt nicht unser lieber guter alter otto normalverbraucher vontobel.”
        verstanden bis hier?

        Ahh, freies Assoziieren, mal wieder – denn weder ist ihre Schlussfolgerung logisch noch ist sie korrekt.

  • Hotel Papa sagt:

    Lohnt sich definitiv, wenn das iPhone die „Spider-Web-App“ geladen hat…

  • Thomas sagt:

    Ich habe aus dem Altmetall mindestens ein halbes Duzend alte Schweizer Qualitätsvelos gefischt und mit teilweise geringstem Aufwand wieder auf Vordermann gebracht. das hat sich mittlerweile zu einem Hobby von mir entwickelt und es befriedigt mich ungemein, wenn das Velo nachher wieder einwandfrei läuft.
    Auch andere Dinge versuche ich zuerst zu reparieren. Wenn es trotzdem nicht funktioniert, frage ich mich, ob ich es wirklich ersetzen will oder ohne auskommen kann.

  • Leuenberger sagt:

    Ich finde es eine super Idee. Ich wollte meinen Tumbler reparieren lassen, da ich einen winzig kleinen defekt an der Elektronik vermute. Nur will mir dieses Gerät niemand reparieren und damit in ein Repair-Café zu fahren ist einwenig umständlich. Vielleicht finde ich ja auf diesem Weg eine Person, welche sich auskennt oder jemanden kennt der sich auskennt. Raum Bern / Murten.

    • mutter von 4 kids sagt:

      es geht auch ohne tumbler, du kannst dir die reparatur sparen. wir haben sehr viel wäsche. bei kindern fällt da einiges an aber ich häng sie zum trocknen auf, geht tiptop. und du sparst dir den strom und ausserdem lebt die kleidung ohne tumbler länger.
      ein versuch wärs doch wert oder?!

    • tststs sagt:

      Telefonbuch (jawohl TELEFONBUCH) in die Hand nehmen, einem Sanitär/Spengler anrufen (möglichst einem, der schon zig Jahre im Geschäft ist, deshalb das Telefonbuch, kein so neumodisches Schniggschnagg, das schon eine Homepage hat), kommen lassen. Wenn es wirklich nur ein kleines Problem ist, wird er es für 20.- und einen Kafi erledigen 😉

    • Bernhard sagt:

      @Leuenberger
      Ich musste vor 5 Jahren auch mal meinen Tumbler reparieren, da ein Teil (so eine Art Lüftungsrad) abgebrochen ist. Ich habe mich zunächst riesig gefreut, als ich das Ersatzteil für weniger als 20 Franken bestellen konnte. Der Haken an der ganzen Sache: Ich musste den ganzen Tumbler auseinandernehmen (inkl. Trommel ausbauen), um an dieses Rad zu kommen. Es dauerte eine ganze Nacht, bis ich das Teil ersetzt und den Tumbler wieder zusammengebaut hatte. Fazit: Das nächste mal würde ich eher einen Neuen kaufen. Und auf KEINEN Fall einen Monteur (zu marktüblichem Stundenlohn) holen! 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Das Fazit ist falsch, die Zeit wäre auch ohne Tumbler vergangen, so war sie wenigstens genutzt. Geld ist kein Gegenwert für Material und Energie, dass steckt nur noch aus frühkapitalistischen Zeiten in uns drin.

      • Bernhard sagt:

        @ML: Wenn ich meine Freinacht und das daraus folgende Energiedefizit für den nächsten Tag rechne, hat sich das reparieren eher nicht „gelohnt“. Deshalb würde ich das nächste Mal wohl eher auf eine Reparatur verzichten. Ich kann mit meiner Zeit wahrlich besseres Anfangen, als einen Tumbler zu reparieren…aber wenn ich pensioniert wäre und keine weiteren Verpflichtungen hätte, dann wäre die Reparatur natürlich ein netter Zeitvertreib! 😉

      • Susi sagt:

        @ML: Mit Schlaf wäre die Zeit allerdings auch genützt gewesen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ihr habt hier einen grundlegenden Denkfehler. Schlaf kann man nachholen, das lässt sich nicht mal vermeiden. Aber jedes Gramm Material, welches im Verbrennungsofen landet, jede kcal Energie, die für Nonsens verwendet wird, ob für Skifahren oder für die Entwicklung des iPhones, ist unwiderruflich weg.
        Unsere Welt ist nicht offen, ist in erster Näherung von der Stratosphäre begrenzt. Es ist ein geschlossenes System, jeder meiner Atemzüge entnimmt nur, gibt aber nichts.
        Deshalb kann es nur die Strategie geben, so weinig wie möglich zu entnehmen und soviel wie möglich zu geben.

      • Bernhard sagt:

        @ML: Wenn der Schlafmangel keine Risikovermehrung bedeutet, kann man ihn jederzeit nachholen. Ja. Nur hätte ich persönlich kein gutes Gefühl dabei, wenn ich nach einer Freinacht mit erheblichen Konzentrationsmängeln z.B. eine längere Autofahrt machen würde…

      • Laurence sagt:

        @ml. Sorry, Schlaf kann man nicht nachholen.

      • Franz Vontobel sagt:

        ML: ich würde ja ein System, dem pro Jahr etwa 1,5 x10^18 kWh Energie zugeführt werden jetzt nicht unbedingt als „geschlossen“ betrachten…

  • gaston sagt:

    Juhuii – ich werde wieder modern…

  • Muttis Liebling sagt:

    Solange es nicht an technische Grenzen stösst, ist Reparieren immer dem Neukauf vorzuziehen, selbst wenn es finanziell defizitär ist. Geld ist kein Wert, das kann man sich immer wieder besorgen, aber das Material und die Energie, welche in einem Gerät stecken sind singulär. Wenn etwas auf den Müll geht, ist es ein irreversibler Verlust.
    Nur das Beispiel Notebook- Tuning ist schlecht gewählt. Man kann nur austauschen, nicht erweitern, was auch Müll erzeugt. Leistungssteigerungen halten sich in Grenzen, auch wenn es sich nach Einbau einer SSD (nicht Festplatte) so anfühlt. Objektiv 20-30%.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Wenn ein Notebook mir nicht mehr reicht, setze ich das Betriebssystem auf den Verkaufszustand zurück, spiele ggf. freie Software wie Open Office auf, damit es 95% der möglichen Nutzungen abdeckt und dann verschenke ich es, im Regelfall an den Caritasladen um die Ecke. Das ist energetisch und materialtechnisch die beste Lösung weil ohne Abfall. Ein aktuelles, für Büroanwendungen optimales Notebook (Core i7, SSD, 8GB) kostet unter 1000 Franken und technisch gibt es keine Möglichkeit, aus einem Vorgängermodell diese Leistung mit noch soviel Tuning heraus zu kitzeln.

    • Susi sagt:

      „Nur das Beispiel Notebook- Tuning ist schlecht gewählt. Man kann nur austauschen, nicht erweitern, was auch Müll erzeugt. “

      Stimmt doch nicht, ich habe damals zu meinen 256 GB Arbeitsspeicher weitere 256 gekauft und die hinzugefügt; entsorgen musste ich nichts.

      • Muttis Liebling sagt:

        256 GB Arbeitsspeicher, das ist ja ein Superrechner. Ich schätze, Du meinst 256 MB. Das muss dann ca. 10 Jahre her sein, in der Zeit war Arbeitsspeicher noch so teuer, dass Notebooks mit leeren Steckplätzen verkauft wurde. Heute gibt es das nicht mehr. Wenn ich das neue Notebook von letztem Monat auf 16GB aufrüsten wollte, müsste ich 2 x 4GB rausnehmen und 2 x 8GB reinstecken. Das lässt man vor dem Kauf im Laden machen, hatten die auch im Angebot, später ist es immer ein Verlustgeschäft, nicht nur finanziell.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie haben nun also einen Laptop mit 512 GB Arbeitsspeicher??? Wow! 😀

      • Susi sagt:

        Hahaha, ja, klar, das war wohl ein freudscher Vertippser, natürlich meinte ich MB, nicht GB (und hab mir noch gedacht, wow, krass, heute hat man über 15 oder 30 mal mehr als mein aufgerüsteter Laptop…)! Ja, es war vor etwa 10 Jahren.

      • Susi sagt:

        Der besagte Laptop hat übrigens eine 40GB Festplatte. Ist doch krass mit der Technologie, heute hat ja sogar mein Handy fast dreimal soviel.

      • Stranger sagt:

        Susi… Dein Handy hat keine Festplatte… das meintest Du aber sicher nicht. (Das Handy hat sowas wie einen USB-Stick im Inneren – sowas wie, aber nicht einen USB-Stick per se) Aber Du merkst: wenn es um Technik geht, ist es wichtig, exakt zu sein, da geht so postmodernes Etwaquasinajageschwafel nicht…

      • Susi sagt:

        @Stranger: Momoll, das postmoderne Geschwafel geht, wenn ich sage, mein Handy habe eine Festplatte, dann weiss man, das ist dort, wo Daten gespeichert werden können, die Funktion ist ja die gleiche, auch wenn es eine Speicherkarte ist. Wenn ich sage, dass mein Laptop 512GB RAM hatte, dann ist der Fall auch klar, zumindest war er das für ML und Franz. Es benötigt wohl einfach eine gewisse Flexibilität, postmodernes, unexaktes Geschwafel im Bereich der Technik zu verstehen… Oder hat es dich so verwirrt, dass es für dich nicht geht?

        Wenn wir aber ganz exakt sein wollen, nähme mich ja schon noch wunder, wo denn bei sowas die „postmoderne“ Komponente sein soll. Ein solcher Satz ist doch eigentlich kannibalisch…

      • Stranger sagt:

        Flexibilität habe ich ganz, ganz viel, ohne ginge die Kommunikation nicht mehr, heute, wo alle von Technik so viel verstehen, das aber eigentlich nicht wirklich zeigen (oder ist es umgekehrt?). Ich hatte mehrere Computer, als die noch gar keine Festplatte hatten… postmodern ist nur das in-etwa-Gerede, das heute so verbreitet ist und das mir so auf den Wecker geht. Wer nichts zu sagen hat, soll einfach das tun, was Dieter Nuhr empfiehlt: https://www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM#t=29 (damit sage ich nichts über Dich, Susi, gell, ich will Dir nicht an den Karren fahren, das wäre sehr unfein)

      • Susi sagt:

        Stranger, das ist ja ein dicker Hund.

        Also erstens: von einer Festplatte im Handy sage ich in meinem Post oben sowieso nichts, nur über den Speicherplatz und ziehe einen Vergleich zur Festplatte meines Computers! Dazu Goethe: http://gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-kannst-du-lesen-so-sollst-du-verstehen-kannst-du-schreiben-so-muszt-du-etwas-wissen-kannst-du-johann-wolfgang-von-goethe-237032.jpg

      • Susi sagt:

        Und zweitens: Ich habe sehr wohl eine Ahnung, habe nämlich vor 15 Jahren bei meinem Tischcomputer einen CD-Brenner eingebaut. Ich habe darum jetzt eine grosse Ahnung davon, wie ein PC von innen aussieht und wie man ihn endgültig verheizen kann, indem man einen regulären CD-Brenner an eine SCSI-Karte anschliesst, weil es grad keinen freien Steckplatz auf den IDE-Kabeln hat und man zu ungeduldig ist, ein neues zu besorgen. Und wie es dann riecht, wenn der PC einen Kurzen macht.
        „Keine Ahnung“, tststs. Allerhand.

  • Vielleicht bedeutet das ja auch ein Comeback des Handfertigkeitsunterrichts in den Schulen. 🙂

    • plop sagt:

      Ja, da stand mal was in der Zeitung… Nachdem sich der Sportunterricht wieder etabliert hat, dürften nun auch handwerkliche Fächer wieder belebt werden. Vielleicht wäre „Reparatur Technischer Schrottgeräte“ sogar als neue Kompetenz im Lehrplan aufzunehmen?

  • Susi sagt:

    Die Idee, Dinge zu reparieren/aufrüsten anstatt zu ersetzen ist natürlich super. Meinen alten Laptop hatte ich für eine Ewigkeit und rüstete ihn auch anhand eines youtube-Films mit mehr Arbeitsspeicher auf. Damals hatte ich nur dieses eine Gerät, um aufs Internet zu gehen, also musste ich den Film etwa zehn Mal schauen, bevor ich den Laptop auseinandernahm . Ich liebe es, mich mit technischen Geräten auseinanderzusetzen.

    Eine wichtige Info fehlt allerdings im Artikel: Versucht man ein technisches Gerät selbst zu reparieren, setzt man teilweise die Garantieleistung ausser Kraft. Bitte also unbedingt zuerst vorher abklären, wie es sich damit verhält. (Der nette Mann im Handy-Shop hat mir das erklärt und dichtgehalten, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich mein Handy auseinandergeschraubt hatte…)

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