Tantra kann Sexleben retten

Ein Gastbeitrag von Martina Marti*

Sexualität ist eine grosse Ressource für eine Beziehung. «Sie schafft sowohl physisch als auch emotional viel Nähe und Verbundenheit, sagte vor wenigen Tagen die Psychologin Valentina Anderegg in einem Interview. Der «Tages-Anzeiger» berichtete über die Studie «Paare werden Eltern», die gemäss den Studienleitern das übergeordnete Ziel hat, herauszufinden, wie ein Paar erfüllt und glücklich bleibt – auch mit Kind. Dabei geht es um die Kommunikation von Paaren, um Überforderung, aber auch um Zusammenhalt. Mit der Studie wollen sie herausfinden, wie die Paarkompetenzen von werdenden Eltern so weit gestärkt werden können, dass die Zufriedenheit in der Partnerschaft auf einem stabilen Niveau gehalten oder sogar verbessert werden kann.

Eine Frau, die dies für sich persönlich bereits herausgefunden hat, ist Rahel, Tantra-Masseurin und Mutter dreier Kinder. Rahel B.** ist 45 Jahre alt, seit 26 Jahren verheiratet – und sie sagt, sie habe den besten Sex ihres Lebens. Mit ihrem eigenen Ehemann, wohl verstanden. Ihr Geheimnis: Tantra-Massagen. Gewürzt mit einigen Lebenserkenntnissen. Grund genug, sich mit Rahel zu unterhalten.

26 Ehejahre und drei Kinder. Das sind nicht unbedingt die Sex-Boosters, wie man weiss…
Stimmt, der Elternalltag ist der pure Lustkiller. Wir rasen von einem Termin zum nächsten und versuchen ständig, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Was leider oft zu kurz kommt, ist die Paarzeit. Oder man ist für alles einfach zu müde. Das ging mir nicht anders…

Bis…?
Nach der Kleinkindphase fand bei mir eine grosse Selbstfindung statt. Übrigens scheint es vielen Frauen an diesem Punkt so zu gehen. Sie fragen sich: War das in sexueller Hinsicht jetzt wirklich schon alles? Kommt da nichts mehr? Durch Zufall bin ich dann auf Tantra-Massagen gestossen. Und habe den Versuch gewagt.

Ohne Ihren Ehemann?
Ich habe mir gewünscht – oder wünsche es mir noch immer – dass mein Mann mitzieht. Doch hat jeder seine ganz eigene, individuelle Entwicklung. Wir haben stets ganz offene Gespräche über meine Erfahrungen geführt. Und unsere Sexualität hat sich auch durch meinen Alleingang und die tief gehenden Erfahrungen total gewandelt, vertieft und wurde auf eine total neue Ebene gebracht, was auch ihn beglückt (schmunzelt).

Allein durch Ihre Entwicklung?
Die Frau ist ein komplexeres Wesen. Männer erleben Sexualität einfacher, klarer und sind in der Regel schneller zufrieden. Frauen berühren sich seltener selber, kennen dadurch ihre sexuellen Vorlieben nicht und können sie dadurch nicht mitteilen. Bereits eine einmalige Tantra-Massage sprengt sämtliche bisherigen Grenzen und zeigt einen völlig neuen Berührungsweg auf, der Frauen erstmals überhaupt zum Erwachen bringt. Dass so viel Befriedigung so einfach möglich ist, wissen die wenigsten Frauen. Absolut natürlich, dass die neu entdeckte Erfüllung in der Sexualität automatisch auf die Paarbeziehung übergeht.

Mittlerweile sind Sie selbst Tantra-Masseurin. Kann eine Tantra-Behandlung Ehen retten?
Retten, wenn sie am Ende ist, wohl kaum. Da kommen offene Gespräche an erster Stelle: Wer nicht offen über Frust und Lust reden kann, hats schwer. Da empfiehlt sich eher eine Paartherapie. Das Sexualleben retten kann eine Tantra-Massage aber definitiv.

Auf was muss sich ein Paar einstellen?
Dass ihre Bedürfnisse und Grenzen in allen Belangen bei uns stets oberste Priorität haben. Wir möchten Menschen einladen, neue, tief gehende Erfahrungen zu machen, die sie bisher nicht erlebt haben. Mit sinnlichen Berührungen über die Haut die Seele erreichen.

Wie oft ist Eifersucht Thema? Immerhin sind andere Menschen mit im Spiel…
Meiner Meinung nach stellt Eifersucht einen persönlichen Mangel dar. Vielleicht hilft die Vorstellung, dass es zum Tennisspielen auch erst einen Lehrer braucht.

Haben Sie für die Festtage einen ultimativen Paartipp parat?
Oft herrscht die Dynamik «Er sexuell frustriert, sie fühlt sich bedrängt». Der Teufelskreis läuft. Redet über euren Frust, so plump das klingen mag. Es ist unglaublich schwer, offen zu seinen Wünschen zu stehen. Schon das allein bewirkt viel. Und natürlich gemeinsame Räume schaffen. Tun, was man früher gerne zusammen gemacht hat, Spass haben, vielleicht auch mal mit dem Abkommen «Ohne Sex». Das ist Beziehungsarbeit.

Das, was viele umgehen möchten…
Exakt. Für die Karriere muss man krampfen, Kinder erziehen kostet Energie, Freundschaften müssen gepflegt werden – doch in der Partnerschaft soll einem alles ohne Zutun in den Schoss fallen. So geht das leider nicht.

** Rahel B. möchte nicht mit vollem Namen auftreten. Sie sagt, Tantra-Massagen geniessen noch nicht überall den Ruf, den sie verdienen würden. Ihre Identität bleibt deshalb zum Wohl ihrer Kinder verborgen.

bild_martina_marti* Martina Marti ist freie Journalistin und Psychosoziale Beraterin in eigener Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, www.martinamarti.ch. Sie lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern (Jg. 06 und 09) in der Nähe von Zürich.

176 Kommentare zu «Tantra kann Sexleben retten»

  • Hallo! Danke für diesen sehr interessanten Artikel über Tantra. Eine sehr effektive Methode gegen die Lustlosigkeit ist aber ebenfalls die Yonimassage.
    Lg 🙂

  • mooth sagt:

    Hier im Eingangstext mal wieder das Uraltklischee aus der Mottenkiste: „Die Frau ist ein komplexeres Wesen. Männer erleben Sexualität einfacher, klarer und sind in der Regel schneller zufrieden.“ Ich habe eine Freundin, die nach kurzer Zeit direkt zum Orgasmus kommt, wenn sie oder jemand ihre Klitoris stimuliert. Und ich habe einen Freund, der ausführliche Rituale, nach seinen Worten: „ein richtiges Theater“ benötigt, um (manchmal) zu kommen. Schauen wir doch den einzelnen Menschen an, nicht die Frauen, und die Männer.

    • Stranger sagt:

      Ja, mooth, das stimmt ganz genau. Die sexualle Reaktion der Leute ist enorm individuell. Es gibt zwar schon leichte geschlechtsspezifische Sachen, aber die Überschneidungen der Menschen sind riesig. Ich finde solche Pauschalurteile auch sehr ärgerlich.

  • Nikolaus sagt:

    Hat zwar nur am Rande damit zu tun (oder auch nicht?): ich frag mich schon auch, warum werden Themen wie Erotik und Sex eigentlich immer bebildert mit blonder (meistens) Frau und schwarzhaarigem (obligatorisch) Mann? Jedenfalls dann, wenn eine irgendwie befriedigende Beziehung illustriert werden soll.

    • Stranger sagt:

      Gute Frage. Ist mir noch nicht aufgefallen, ich schau mal. Die Bebilderungen im Journalismus sind eh ziemlich doof. In den USA werden in den meisten Medien schwarze Leute etwa nicht hergenommen, wenn es um etwas anderes als Rassenspezifisches geht. Idiotisch. Wer schaut, findet viele solcher ärgerlicher Schlampereien, die einfach vorgefasste Muster erfüllen.

  • Frédéric sagt:

    Aber ich bin schon etwas erstaunt – über diese Art Aufklärung. Nachdem man seit Jahrzehnten so quasi weltweit sein Kamasutra ‚durchgenudelt‘ hatte – zum natürlich beiderseitigen Vergnügen/ Befreidigung – ‚meistens‘ – will man uns etwas andrehen – wofür man(n) – noch bezahlen muss. Erotik/Sex sind für mich kein ‚cooles Business‘ !!!

  • Martin sagt:

    Tantra kann helfen. Muss es aber nicht und ist meistens doch auch nur einseitig.

    Ehrlich gesagt, sind es ja doch eher nur wir Männer die gerne etwas Neues ausprobieren (wollen).

    Die (Ehe)Frauen und Mütter zu Hause bleiben dann meistens links liegen gelassen, während wir Männer uns erlauben Neues auszuprobieren und sich zu einschlägig bekannten, sogenannten Tantrakünstlerinnen begeben um sich eine passive Tantramassage zu gönnen.

    Es ist ja dann bestimmt auch kein Fremdgehen, da man sich ja nur ‚weiterbilden‘ will, um so das eheliche Sexualleben wieder in Schwung zu bringen, gell… ?

    • mamina sagt:

      hahaha!!
      und ihr männer seht geister und gründe zur eifersucht sobald sich frau dür tantra oder shibaru interessiert.
      sind wir nicht etwas dumm?? 😉

  • Louis Odermatt sagt:

    Dieser Artikel scheint weitgehend frei von irgendeinem Informationsgehalt, geschweige denn neuen Erkenntnissen zu sein. Auch wenn es schwer ist, man sollte das intellektuelle Niveau im Mamablog nicht vollends ins Bodenlose absinken lassen …

    • Stranger sagt:

      Wir können ja froh sein, haben wir Odermatt zur zuverlässigen Messung des intello-Niveaus.

      • Bruno Dreier sagt:

        Herr Odermatt’s Kommentar hat schon was. Welches Paar hat noch nie was von Tantra gehört? Wohl genau so wenige
        wie noch nie was von Swinger Clubs etc gehört haben. Obschon Tantra natürlich schon eher einen spirituellen Aspekt hat. Dazu wurde aber im Blog nicht viel erwähnt. Also von dem her hat dieser Artikel nicht viel neues gebracht.

    • Frédéric sagt:

      @Louis: Nach viel Prosecco-Genuss, kommt man manchmal auf skurrile Ideen. Ich würde empfehlen, diesen fragwürdigen Prosecco durch feinen Champagner zu ersetzen (wie Veuve Clicquot Ponsardin, oder immerhin einen ‚Moet Chandon ‚); dann kämen vielleicht auch bessere Ideen – und mehr Esprit, mit mehr franz. Finesse – raus …

  • zweistein sagt:

    Tantra ist die tiefe Einsicht, dass Sex ein Tor zur Wahrheit ist. Dass ohne tief erlebte Sexualität sexuelle Perversion nicht zu verhindern ist. Tantra braucht keine Bibel, kein Staat, keine Religion. Tantra sagt, dass wer sich ganz tief der NATUR hingibt, transformiert wird, erleuchtet wird, sozusagen SUPER-NATUR wird.

    Tantra ist das exakte Gegenteil vom heute herrschenden, globalen Tussi-tum.

    🙂

  • zweistein sagt:

    „Tantra kann Sexleben retten“

    Tantra ist was ganz anderes.
    Tantra heisst JA zum Leben.
    Tantra heisst ALLES was das Leben bringt TOTAL akzeptieren.
    Tantra heisst KEINE Ideologie, kein Gott, keine menschengemachten Gebote.
    Tantra heisst TOTALES Vertrauen in die Existenz.

    Die Tantrikas lebten fernab der Metropolen, hatten keine Priester, keine Hierarchie.
    Sie waren von den Brahmanen, den Pundits, dem Establishment verachtet. Sie liebten und lebten Off-the.grid.
    Tantra ist eines der schönsten, grossartigsten und einmaligsten Geschenke das Indien der Welt gegebent hat.
    Om Shanti.

  • Ruedi Ballmer sagt:

    Ich weiss ja nicht, ob es den geneigten LeserInnen auffällt: Aber dieser verkappte PR Artikel für Tantra-Angebote und die Beratungspraxis der Interviewerin sind das reinste und vagste esoterische Blabla.

    • Stranger sagt:

      Ruedi, wenn es jemandem weiterhilft, ist es doch perfekt. Dir muss es ja nicht passen.

      Und übrigens: Auch das ärgste esoterische Blabla gefällt irgend jemandem. Dann ist es doch ok.

    • Stephan sagt:

      Ich habe eine grosse Allergie gegen Esoterik, aber Teile von dem, was in der Schweiz Tantra genannt wird, finde ich sau schön, was gibt es schöneres, als zu verwöhnen oder verwöhnt zu werden? Wir elisten uns ab und zu eine Tantramassage mit externer Unterstützung, seufz, schön!
      Es ist schön, sich einfach fallen lassen zu können, mal keine Verantwortung übernehmen zu müssen, dafür muss man nicht an irgendwelche Götter glauben.

  • Dieter Neth sagt:

    Also ich sehe den Zusammenhang zwischen Kindern und Lustkiller irgendwie nicht. Wir haben selber auch 3 mittlerweile erwachsene Kinder, und würde eigentlich nicht sagen, dass wir beide irgendwie zu kurz gekommen wären, auch ohne eine Tantra Expertin beiziehen zu müssen. Wir haben immer sehr viel unverplante Zeit gehabt und sind eigentlich immer mit wenig Schlaf ausgekommen. Also weg mit den ganzen Stimulationskursen, Tanzstunden Sportverein, etc für die lieben Kleinen, keine fest verplanten Familienferien, keine verplanten Wochenenden und man hat mehr Zeit für Sex als man brauchen kann

  • irene feldmann sagt:

    der tantrismus ist eine erkenntnislehre, die auf der untrennbarkeit des relativen und des absoluten basiert. das tantra von energetischer natur ist und mikrokosmos und makrokosmos verwoben sind, fuehrt der tantrismus aeussere handlungen als spiegel innerpsychischer zustaende aus.etc, etc, // heute wird tantra im westen zumeist als neotantra angeboten, bei dem die hinduistischen bzw. buddhistischen inhalte zugunsten einer optimierung der orgasmusfaehigkeit und einem streben nach sexuell-spiritueller wellness in den hintergrund getreten sind. wikipedia, freie zusammenstellung.

    • Georg Hauser sagt:

      Danke, auch für meine weitere Bewusstseinserweiterung. Von nun an – kann ich getrost auf chemische Hilfsmittel – wie LSD-25 und so – verzichten. Wie bereits schon – seit über 30 Jahren 😉

    • Georg Hauser sagt:

      Aber zum Glück habe ich mich nicht so intensiv mit dem Triebleben von anderen Religionsführern beschäftigt. Damit bekommt man nur politische Probleme. Dass aber der weise Salomo ständig fremd ging – weiss man immerhin bereits aus der Bibel …

      • Hotel Papa sagt:

        Na ja. Gelegenheit macht Diebe. Und an Gelegenheit dürfte es ihm in seiner Position nicht gemangelt haben. Ist doch nichts so sexy an einem Mann wie Macht.

      • Irene feldmann sagt:

        HP: Macht ist Verantwortung und deshalb alles andere als sexy.

      • Jeanclaude sagt:

        @Feldmann: Macht = Verantwortung?? Hitler hatte Macht, Stalin hatte Macht, die IS hat Macht, Kim Jong-un etc. etc. und waren oder sind verantwortungslos.

      • Irene feldmann sagt:

        Jeanclaude:‘ der Schlüsselsatz war: MACHT macht sexy. ich konterte mit : macht bedeutet verantwortung. Sie erwähnen terrorgruppen und diktatoren zum Vergleich???? Diese genannten Elemente können keine Verantwortung übernehmen weil ihr Ziel mord und totschlag repräsentiert. Das war noch nie MACHT sondern Angst, Unterdrückung, Vernichtung und pure selbstverherrlichung genannter Psychopathen.

      • Hotel Papa sagt:

        Irene: Das mag für Dich gelten. Die Statistik und allgemeine Erfahrung gibt mir Recht.

      • Nala sagt:

        Ich gebe Hotel Papa Recht. Macht macht sexy. @Irene: der Satz müsste heissen „Macht würde Verantwortung bedeuten“. Leider ist das je länger je mehr out, dass wer Macht hat, sich auch der Verantwortung stellt. Für die Frau bleibt die Macht sexy. Oder wieso sonst sind (waren) Männer wie Sarkozy, Strauss-Kahn usw begehrt? Ich steh auch nicht auf solche Männer, hab lieber Männer ohne Macht. Weiss aber, dass ich da eher die Ausnahme der Regel bin 😉

  • Georg Hauser sagt:

    Am meisten liebe ich es aber; dem Vishnu und dem Brahma – beim Tantra zuzuschauen. Besonders wenn sie von 1001 Jungfrauen umgeben sind; diese alten Lustmolche. Dann streichle ich jeweils meinen runden, dicken Bauch – fast so dick – wie der von Buddha …

  • Britta sagt:

    Das Thema Sex wird heute völlig überbewertet, vor allem im Laufe der Zeit. Sexspielchen sind vielleicht zu Anfang ganz amüsant, später kommen aber wichtigere Elemente hinzu, die dann eine Beziehung auch tragen können. Wer Probleme hat, sollte vielleicht besser zu einem Paartherapeuten, einem Seelsorger oder so gehen.

  • Christian Duerig sagt:

    „Small Plates“ auf You Tube hilft Ihnen Tantra auszublenden. In Bern können Sie im „Mille Sens“ die Festtage zu einem besonderen Ereignis werden lassen. Der Küchenchef Domingo kennt Daniel Boulu vom Central Park New York. Gehen Sie nur hin, wenn Sie selber über 1000 Geschmäcker verfügen. Very merry X-Mas. Hoffentlich müssen Sie nicht jeden Rappen 2 mal drehen bevor Sie ….. !

  • MIRKO BABIC sagt:

    Sofort ausprobieren!

  • fabian sagt:

    Tantra kann einer Beziehung helfen. Muss aber nicht.
    Hier ein Interview mit einer alIeinerziehenden Masseuse (die übrigens denselben Arbeitgeber hat wie RaheI. B)
    http://bar-storys.ch/ein-drink-an-der-bar-mit-einer-tantramasseurin/

  • peti sagt:

    Vielleicht bin ich jetzt etwas böse, aber das scheint mir ein typisches Phänomen zu sein bei Menschen, meist Frauen, die erst mit 40 ihre eigene Sexualität entdecken oder anfangen diese wirklich nach ihren echten Bedürfnissen auszuleben. All das kann man auch schon in jungen Jahren entdecken und ausleben.
    Ob jemand Tantra entdecken will oder nicht sollte keine Alterdfrage sein… entweder man mag es oder nicht, aber man muss nicht 40 Jahre warten um das auszuprobieren.

  • Bonobo sagt:

    Interessante Diskussion zur Frage, weshalb v.a. Frauen anfällig werden auf Quacksalbereien aller Art. Vielleicht ist die damalige Entscheidung, Nonsense wie Homöopathie als Medizin in unserer Verfassung zu verankern auch dadurch getroffen worden, dass mehrheitlich Frauen dies so haben wollten bzw. daran glaubten. Haben Frauen einen stärkeren Hang zu Glaubensfragen? Wie steht es mit Bildung in naturwissenschaftlichen Fächern? Untersuchten wir eine weibliche Population an Chemie/Biologie/Physik-Absolventinnen: Wie verhält es sich dort mit dem Hang zu übernatürlichem Quatsch?

    • Christian Duerig sagt:

      @ Bonobo
      Studieren Sie die Liste der Frauen in Mathematik, Physik, Chemie, Ingenieurwissenschaften, Computerscience uam.
      Sie werden staunen, wie klug diese Frauen waren und sind.
      Der grundlegendste Begriff der Physik „Energie“ stammt von Émilie du Châtelet. Madame Curie erhielt 2 Nobelpreise.
      Wie viele haben Sie, Herr Bonobo ?
      Natürlich keinen, dafür eine Goldmedaille im Plappern.
      Es waren die Männer, die Frauen bis auf den Scheiterhaufen trieben. Lesen Sie, Herr Bonobo, noch immer den Hexenhammer ?

      • Stranger sagt:

        Ich hab Informatik studiert. Meine Kommilitonen waren beiderlei Geschlechts, und die Cleverness war bei beiden gleich verteilt. Die beste Kommilitonin war aber eine Frau.

  • Reto Burgener sagt:

    Ohne jetzt hämisch sein zu wollen, greife ich mal einen Satz aus dem Artikel heraus: „Nach der Kleinkindphase fand bei mir eine grosse Selbstfindung statt.“ Und so gehe es sehr vielen Frauen. Stimmt genau. Nach der EIGENEN Kleinkindphase. Und diese andauernde Selbstfindung hört leider nie mehr auf ….

  • Reto Burgener sagt:

    Ich finde Tantra schon ok, hab das selber mal ausprobiert. Es hatte am Anfang mehr Männer als Frauen, einige Männer sind dann aber schnell nicht mehr gekommen, wohl weil die Erwartungen etwas erotischer waren und weniger feinstoffliche Tiefenbetrachtungen innerer Dramen, wie das in besagtem Kurs von der Kursleiterin gemacht wurde. Will heissen: Männer mögen Erotik, Frauen Selbtbetrachtung. Bin sicher, die Kurse sind besser geworden in der Zwischenzeit. Was sich aber offenbar nicht geändert hat, ist das ziemliche Wirrwarr weiblicher Erwartungen und Befindlichkeiten.

  • Nico Messier sagt:

    Diese Tantra-Massagen tun mir schon sehr gut. Ich gehe mehr oder weniger regelmässig zu Janine und Geneviève, zwei Tantra-Lehrerinnen. Bei ihnen ist auch alles so schön eingerichtet, und die beiden sind fast wie östliche Prinzessinnen gekleidet. Jedenfalls fühlt sich meine Haut nachher sehr geschmeidig an. Vielleicht auch wegem dem warmen Oel. Ich hingegen, bin nachher eher ermattet, aber dafür auch entspannt.

  • Fritz sagt:

    Ich kann dieses ewiggestrige New-Age-Geschwafel nicht haben. Weder Klangschalen, noch Tantra, noch Shades of Schrei noch Möchtegernbuddhismus imponieren mir in irgendeiner Weise. Das sind für mich alles Krücken für Leute (m wie w), die nie gelernt haben, sich fallenzulassen, offen zu sein, sich auf etwas einzulassen. Oder einfach den Mund aufzumachen und zu sagen: Nicht hier, sondern da, nicht so, sondern so. Stattdessen das verkopfte Kräutertee-Seidenschal-Toskafraktion-Geschwafel von „Achtsamkeit“ (Kotztüte, bitte) oder „Sinnlichkeit“. Näi Sie. Das brauch ich nicht.

  • Lia sagt:

    ich kann Menschen nicht ernst nehmen, die mir verklickern wollen, dass ihre Methode die Alleinseeligmachende ist. Bloss weil diese Frau offenbar vorher nie guten Sex hatte, dass sie eine Tantra-Massage brauchte, um zu realisieren, was sie alles empfinden kann, heisst das nicht, dass das für alle Frauen gilt.

  • Frederik sagt:

    Ich gehe seit mehr als 2 Jahren regelmässig zu Vanessa in die Tantramassage und mir und meiner Frau hat es beziehungsmässig, bzw. unserer Sexualiät sehr gut getan. Ich erlebe Tantra als etwas sehr Positives für mich selber und meine Partnerschaft. Wir sind seit 49 Jahren verheiratet und haben Dank Tantra ein erfülltes Sexualleben.

  • fabian sagt:

    „Eine Frau, die dies für sich persönlich bereits herausgefunden hat…“
    Irgendwie geht es aber nicht um die Beziehung eines Paars, sondern um die Beziehung einer Tantra-Masseuse. Ich war auf der Webseite von ihr und da gehts ja vor allem um ein Business. Nicht dass das schlecht sei, aber es ist schon ein Unterschied, ob sie als Tantra-Masseuse etwas für ihre Beziehung mitnehmen kann oder ob ein Kunde von Ihr, der 300 Fr. für eine Massage bezahlt, etwas mitnehmen kann.
    Aber der Auftritt ihres Arbeitgebers ist gut und seriös, daran gibts nichts auszusetzen.

  • Reto Burgener sagt:

    Erschreckend, wie wenig Frauen von Sex verstehen, und wie sie dennoch ständig definieren wollen, was ’normaler‘ Sex ist und was nicht. Offenbar geht Frauen im Durchschnitt so etwa 30 Jahre später als den Mànnern ein Lichtlein auf …

    • Reto Burgener sagt:

      Und, wohlgemerkt, diese sexuelle Ahnungslosigkeit so vieler Frauen treffen wir heute an. Im Jahr 2014. Nach Jahrzehnten des Feminismus, Emma, usw. ….

      • Lia sagt:

        ist ja bei Männern auch viel einfacher: rein, raus, happy. Da gibt es nicht viel, was der Erleuchtung bedarf.

      • Reto Burgener sagt:

        Wie gesagt, erschreckend, wie wenig Frauen von Sex verstehen, und in Ihrem Fall, Lia, auch, wie wenig Sie von Männern verstehen. SIE brauchen Erleuchtung.

      • Issey sagt:

        😉 Die Lia braucht dringend Erleuchtung! Ich habe eher erfahren, dass die Frauen das „rein, raus, happy“ wollen, oder nur das können. Am Anfang zumindest. 😉

        Diese Frauen denken auch, dass das „rein, raus, happy“ das ist, was die Männer wollen.

        Aber das hat ja Lia schon treffend offenbart… 😉

      • Stranger sagt:

        Ach dieser Burgener hat glaubs ernsthafte Probleme mit Frauen. Ich bin hier sehr gelassen.

  • Hallo Ihr Lieben, ich kann Rahel vom Interview nur beipflichten. Als Tantramasseurin mache ich in meinem Tantrastudio auch die Erfahrung dass sich Tantra und Tantra Massagen positiv auf das das Sexual- und Liebesleben auswirken können. Man entdeckt vielleicht erogene Zonen an sich selber die man vorher nie wahr genommen hat und kann mehr und länger geniessen. 🙂 Gruss, Tantramasseurin, Massagepraxis „Healing-Tantra“

    • Reto Burgener sagt:

      Wie würde uns eine Tantra-Expertin erklären, wieso Frauen so ein reduziertes Sexbild haben und ihren Körper so schlecht kennen?

      • Issey sagt:

        Ich könnte überhaupt nicht unterschreiben, dass Frauen allgemein ein reduziertes Sexbild haben. Ich denke mir einfach, dass es von der Jugend her schon so ist, dass Männer einen unmittelbareren Zugang zu ihrem (sexuellen-) Körper haben. Schiessen die Hormone, wirds eng in der Hose. Und das auch in unangebrachten Momenten. Um das zu kontrollieren, oder zu nutzen, jenachdem, lernen Jungs recht früh einen Drat zu ihrer Sexualität herzustellen. Ob bei Männern und Frauen bin ich jedoch erstaunt, wie viele den Begriff „Sex“ sehr eng fassen. Ich denke, dass uns das die Tantra-Expertin erklären will.

      • Reto Burgener sagt:

        Wäre es nicht reduziert müsste es ja nicht erweitert warden. Dann gäbe es ja nicht das Wesentliche noch zu entdecken. Doch, doch, so falsch ist meine Fährte nicht. Es soll Frauen geben, die hatten noch NIE einen Orgasmus. Nicht gerade das Indiz für sexuelle Geschlicklichkeit.

      • Issey sagt:

        Der Zugang zur Sexualität wird dann normalerweise bei den Frauen schon geschafft sein nach der ersten Liebe zu einem Jungen… Aber eventuell haben Sie auch Recht… Gibt ja auch viele Frauen die felsen fest überzeugt sind, dass Männer untereinander bei Gesprächen über Sex nur prahlen und weil sie das denken, sind sie überzeugt, dass Männe nicht vernüftig über Sex sprechen können… Eventuell schon so, dass der Blinde Fleck eher bei den Frauen liegt… Wenn ich schon zuschaute, wie Männergruppen ins Puff gehen, so wäre die Vorstellung, Männer reden untereinander nicht offen über Sex, abstrus.

      • tina sagt:

        „Wenn ich schon zuschaute, wie Männergruppen ins Puff gehen, so wäre die Vorstellung, Männer reden untereinander nicht offen über Sex, abstrus.“
        nur weil sie zusammen ins puff gehen, heisst das nicht, dass sie offen über sex sprechen. mir erzählten jedenfalls schon einige männer, wie man diesbezüglich unter männern alles andere als ehrlich ist, sondern tatsächlich einander das erzählt, was dem erwarteten männerbild entspricht.

      • Issey sagt:

        Dem kann ich in keinster Weise zustimmen, Tina. Meine Erfahrungen diesbezüglich sind ganz anders. Vielleicht in jungen Jahren, doch irgendwann kommen Themen wie die fehelnde Errektion, zu früh kommen, langweiliges Sexleben, sexuelle Vorlieben, Prostataprobleme usw. auf den Tisch. Gerade weil Männer häufig sexueller ticken sind das Themen unter Männern. Eventuell sind die anderen einfach noch keine richtigen Männer! 🙂

  • Christian Duerig sagt:

    Falls Sie Freude am Lernen haben, werden Sie ein erfülltes Leben führen können. Was wir sind, ist das Gelernte. Die Erinnerungen helfen Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich lebe in Bern und brauche kein Tantra. Leben Sie in Indien ?

  • Peter Inglin sagt:

    Ich habe nichts dagegen, wenn frau sich als komplex bezeichnet, aber sehr viel dagegen, wenn sie Männer als simplere, einfältigere Wesen darstellt. Bitte urteilen sie nicht über ein ganzes Geschlecht, auch nicht wenn sie ein gesellschaftlich weit akzeptiertes Klischee benutzen!
    Die Einwände mancher Männer gegen Frauen, die sich nach Kinderphase neu orientieren und die Beziehung beleben wollen, kann ich allerdings auch nicht verstehen. Eingeschlafene, verknorzte Beziehungen gibt es genug, gut wenn wenigstens einer der Partner das aufbricht!
    Und ja, Sex wird mit dem Alter besser.

    • tina sagt:

      zu meinem erstaunen machen das doch manche männer selber gerne: sich als simple wesen darstellen. schade.
      es erstaunt mich allerdings ebenso, wenn frauen mit dieses kräuterhexenanwandlungen anfangen. sehr nervig. kann ich auch nicht ernst nehmen. gibts, aber natürlich sind nicht alle so.
      warum der sex nach 40 zumindest für einen teil der menschen besser wird ist mir schleierhaft, aber es scheint wirklich so zu sein. auch das, erstaunlich, aber diesmal positiv. vielleicht liegts daran, dass männer männer weniger testosteron produzieren, dafür frauen mehr?

    • Carolina sagt:

      Danke, Herr Inglin, das sehe ich ganz ähnlich. Und in den Beziehungen, bei denen der Aufbruch geklappt hat und die Beziehung bereichert hat, ist es nachher völlig egal, wer die Neuorientierung angestossen hat. Die Beziehungen, in denen ein Partner sämtliche Zeichen und Bitten zu einer Neuorientierung ignoriert, dürften wohl am ehesten die sein, die halt bachab gehen. Aber zwangsläufig ist das keineswegs und es sind auch keinesfalls immer die Männer, die sich verweigern.
      Schwierig wird es immer dann, wenn Bedürfnisse und (neue) Interessen nicht abgeglichen werden können.

    • fabian sagt:

      finde es auch etwas vermessen, die Sexualität der Männer als einfacher und simpler abzustempeln. Ich kenne ebensoviele Paare, wo ihre Sexualität einfacher und sie schneller zufrieden ist. Für mich sind solche Stereotypen seitens Frauen ein Zeichen von fehlender Bereitschaft, dem Mann Raum für seine sexuelle Entfaltung und Befriedigung zuzugestehen.
      Und weil mich dieser Satz nervt, wandle ich ihn ab und frage: Frauen, seid ihr mit solchen simplifizierenden Statements einverstanden:
      „Frauen erleben die Berufswelt einfacher, klarer und sind in der Regel schneller zufrieden“

      • tina sagt:

        quatsch, frauen finden das nicht selten auch blöd, dass männer als so simple wesen hingestellt werden. und frauen sollen dann ach so kompliziert sein und irgendwie noch stolz drauf.
        warum immer so negativ? männer und frauen sind doch verschieden vielschichtig in verschiedenen bereichen und nicht selten ist es eine reine frage der tagesverfassung

      • tina sagt:

        beispielsweise war ich freitag bis dienstag extrem kompliziert (konnte aber nichts dafür) aber heute bin ich ganz simpel ;-). und dazwischen war ich hauptsächlich funktional. aaaah. feiertage kommt über mich.

  • Irene feldmann sagt:

    Exzellenter ARTIKEL!!!

  • Emx sagt:

    Also ich finde viele der bisherigen Kommentare der Herren der Schöpfung etwas verwirrend. Sind es doch oft die Ehemänner, die sich beklagen, dass, sobald die Kinder da sind, die Sexualität in der Beziehung auf der Strecke bleibt. Und da macht sich jemand die Mühe zu schauen, dass es wieder spannend wird und dann ist dies eine Kräuterhexe. Oder ist das Problem, dass sie sich zum ersten Mal fragt, was für sie in der Sexualität wichtig ist und was ihr denn Spaß machen würde? Hätten Sie denn lieber Partnerinnen, die einfach ihre ‚Ehefrauenpflichten‘ erfüllen und dabei gar keinen Spaß haben?

    • 13 sagt:

      Danke für diese Worte, ich habe genau das Gleiche gedacht. Tönt für mich teilweise sehr nach: Frauen sollen sexuell verfügbar, aber ja nicht aktiv sein. Woran kann das nur liegen?

    • Franz Vontobel sagt:

      Moooment! Die „Herren der Schöpfung“ hier machen sich doch v.a. um den ganzen Eso-Klimbim rund um das Thema lustig… ooooooohmmmmmmmmmmmmm….

    • Reto Burgener sagt:

      Ich kläre auf: Die Sexualität wiederbeleben heisst nicht zwingend, dies auf esoterischem Weg tun zu müssen. Es bieten sich an: Swinger-Clubs, 3-er, 4-er, Spielzeuge, Filme und anderes Material, Wäsche, Ferien auf dem Bauernhof … usw. Es muss nicht zwingend der Weg des Kräuterhexlis sein. Viele Frauen scheinen aber zu glauben, es müsse etwas Esoterisches (und dadurch nicht-anrüchiges) sein. Ist ein bisschen wie bei Radio Eriwan: ‚Kann man …. Im Prinzip ja, aber warum so kompliziert?‘

    • 13 sagt:

      Ok, ob man Tantra als esoterisch bezeichnen will, ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber wenn es hilft, warum nicht? Warum fühlen sich einige so bedroht davon? Und nur weil Spielzeuge und Filme bei manchen funktionieren (Mann wie Frau), muss das doch nicht, bei einem anderen auch der Fall sein. Und wenn es nicht ist, dann kann man doch der anderen Person nicht das Recht auf Alternativen absprechen, aber auf der anderen Seite verlangen, sie soll gefälligst sexuell befriedigt sein mit dem, was sie bekommt. Komische Vorstellung.

      • Sportpapi sagt:

        Wer fühlt sich bedroht? Mann wundert sich nur, dass die von Reto Burgener aufgeführten Alternativen offenbar meist keine sind (geht ja gar nicht), aber der „weibliche Weg“ dann plötzlich irgendwie gesellschaftlich akzeptabel ist.
        Es ist ja nicht so, dass viele Männer sich verweigern würden, wenn ihre Frauen solche Ideen einbringen (auch wenn sie vielleicht über das esoterisch-therapeutische leise lächeln – aber was macht mann nicht alles). Während die aufgeführten Alternativen bei der Partnerinnen wohl seltener Zustimmung finden würden, oder?

      • Franz Vontobel sagt:

        Also, wenn man Danis Post genau liest, auf den sich Emx offenbar bezieht („Kräuterhexe“) – um dann gleich mal „viele der bisherigen Kommentare der Herren der Schöpfung“ daraus zu machen, aber das nur nebenbei – so nimmt er das Thema „Tantra“ einfach als Anlass um sich zu fragen, wieso Frauen, viel mehr als Männer, der Esoterik zuneigen…

      • Issey sagt:

        Es liest sich nun fast so, dass Frauen das Hauptklientel der Tantra-Masseurinnen wären. Nach diesem Interview dann doch nicht.

        http://www.zueritipp.ch/stadtleben/stadtleben/jede-massage-ist-kunst/story/14406906/

        – „Swinger-Clubs, 3-er, 4-er, Spielzeuge, Filme und anderes Material, Wäsche, Ferien auf dem Bauernhof … usw.“
        – „Tantra-Massage“ auch nicht

        Was bleibt nun?

        – „rein, raus, happy”, da nach Ansicht von Lia es die Männer einfacher haben.

        Ist das befriedigend für uns Männer?

        Nein

        Was bleibt uns?

      • Issey sagt:

        Genau:

        „…Und wenn es nicht ist, dann kann man doch der anderen Person nicht das Recht auf Alternativen absprechen, aber auf der anderen Seite verlangen, sie soll gefälligst sexuell befriedigt sein mit dem, was sie bekommt. Komische Vorstellung.“

        Es bleibt die komische Vorstellung.

      • Sportpapi sagt:

        @Issey: 10%? Offenbar muss der Mann also froh sein, wenn die Frau hier mitmacht. Bei den anderen Varianten sind die Prozentzahlen wohl weit geringer…
        Ich denke, die „Herren der Schöpfung“ die sich beklagen über ein eingeschlafenes Sexuelleben, die würden jeden Strohhalm ergreifen, den man ihnen entgegenstreckt. Und wenn es noch so ein esoterisches Kürslein ist.

      • Issey sagt:

        Sehe ich auch so, Sportpapi

        Ausser bei Dildos und Vibratoren für die Eigenliebe der Frau dürfte der %-Satz höher sein.

        Mich verwundert es auch, wenn ich mich so umhöre, man spricht ja offen unter Männern, dass die „Eva’s“ einem Vorschlag zu einem Ausprobieren schon mal ablehnend gegenüber stehen, da es ihnen nicht gefällt. Nur, wie wissen sie das?

        Erstaunlich in meinem Umfeld ist auch, dass genau die Frauen von diesen Männern mehr oder weniger direkt durchblicken lassen, dass sie die Nähe vermissen und sie sich „Auseinander gelebt haben“.

        Was für ein Wunder!

      • Issey sagt:

        Und nach der Trennung heisst es dann; Er hat sich aus der Freundschaftlichen- und Partnerschaftlichen Ebene in der Beziehung verabschiedet.

      • Widerspenstige sagt:

        13,ich finde das eine ganz wesentliche Aussage von Ihnen zur allgemeinen Problematik zwischen Paaren: ‚Und wenn es nicht ist, dann kann man doch der anderen Person nicht das Recht auf Alternativen absprechen, aber auf der anderen Seite verlangen, sie soll gefälligst sexuell befriedigt sein mit dem, was sie bekommt.Komische Vorstellung.‘ Es geistert wohl immer noch das Vorurteil in den Köpfen rum, dass die Frau sich eher passiv dem Mann hingibt u der Mann der aktive Part übernimmt. Dies verhindert natürlich eine sexuelle Begegnung auf Augenhöhe aus versteckter Angst, was der Partner davon hält.

      • Widerspenstige sagt:

        Dann erhalten solche Aussagen natürlich Aufwind u bleiben hartnäckig in den Köpfen stehen u bilden dort ein Biotop, das nicht regelmässig gereinigt wird: ‚Mich verwundert es auch, wenn ich mich so umhöre, man spricht ja offen unter Männern, dass die “Eva’s” einem Vorschlag zu einem Ausprobieren schon mal ablehnend gegenüber stehen, da es ihnen nicht gefällt…‘ Diese ablehnende Haltung kommt eben davon, dass sie nie gelernt haben, sich einfach mal neugierig in dieses Wunderland der Erotik einzulassen. Das hat religiöse Hintergründe, welche das alles als Teufelszeug verboten haben woll(t)en.

  • Muttis Liebling sagt:

    Meine Phantasie reicht nicht aus, um mir vorzustellen, dass man nach 26 Jahren noch Interesse an einer sexuellen Beziehung zum Ehepartner hat. Ich hatte das schon nach ein paar Jahren Ehe nicht mehr. Auch war ich ab so ungefähr Jahr 10 nicht mehr bereit, Energie in die Beziehung zu stecken. Da gibt es deutlich Wichtigeres im Leben. Das Regelwerk stand fest, daran haben wir uns beide gehalten, Trennung kommt erst in Frage, wenn die Kinder erwachsen sind und ausziehen. Bis dahin wird heile Welt gespielt.
    Sehen Frauen das wirklich anders, oder kommen in MB immer nur Ausnahmeexemplare zu Wort?

    • mutter von 4 kids sagt:

      ohje, wenn sie so denke tun mir ihre kinder aber leid. heile welt vorspielen geht gar nicht, sorry.
      wo ist das problem die beziehung zu pflegen? das muss man immer ob jetzt freundschaften oder paarbeziehung oder die beziehung zu den kindern. pflegen muss man sie alle. wer das nicht will bleibt lieber alleine.

      also ich freu mich drauf mit meinem mann auch wenn unsere kinder schon gross sind noch eine tolle beziehung zu haben. zusammen was erleben, für die familie da sein, gemeinsam reisen , natürlich auch das intimleben weiterhin pflegen.

      • mutter von 4 kids sagt:

        man hat sich doch mal das wort gegeben: „in guten wie in schlechten zeiten“ das da schlechte zeiten kommen war ja klar, da muss jeder durch. denken sie das ist mit einem neuen partner anders. hey ich kenne genug paare im freundeskreis die schon getrennt sind und einen neuen partner haben. glücklicher wurde niemand, im gegenteil, alle jammern. es wird nicht einfacher, man muss reden, reden und nochmal reden und kompromisse eingehen, sonst funktionierts nicht. ich bin auch schon über 10 jahre verheiratet, weiss also auch wovon ich rede.

      • Stranger sagt:

        Meine Ehe hielt die guten Zeiten durch. In den schlechten wurde sie beendet (nicht durch mich). Soviel zu „in guten und in schlechten Zeiten.“ Das ist nur ein leeres Wort.

      • mutter von 4 kids sagt:

        @stranger
        nein ist es nicht. aber beide müssen wollen sonst funktionierts nicht

    • Reisender sagt:

      Sind Sie sich bewusst dass Sie (realistisch gesehen) nur ein Leben haben? Ich denke dass irgendwann der Moment kommt, da Sie realisieren, dass Sie nicht gelebt haben, eigentlich schade für Sie! Voraussichtlich werden Sie irgendwann begreifen, dass es nichts Wichtigeres als Sie gibt, Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben. Aber eben, jeder ist seines Glückes Schmied. Googeln Sie nach „Was Sterbende am meisten bereuen“. Ich wünsche Ihnen ein offenes Herzen und offene Augen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Auch war ich ab so ungefähr Jahr 10 nicht mehr bereit, Energie in die Beziehung zu stecken.

      Wer ist denn nun mit ich gemeint, werter ML? Wirklich sie? Ihre momentane Persona? Irgend ein drittes Konstrukt? Und inwiefern soll uns diese Information etwas bringen, da man ja aus Erfahrungen nichts lernen kann?

    • Martin Frey sagt:

      Was Ausnahme und was Regel darstellt hat viel mit der Sichtweise des Betrachters zu tun, ML.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Muttis Liebling

      „Trennung kommt erst in Frage, wenn die Kinder erwachsen sind und ausziehen. Bis dahin wird heile Welt gespielt.
      Sehen Frauen das wirklich anders, oder kommen in MB immer nur Ausnahmeexemplare zu Wort?“

      Ich zumindest sehe das grad umgekehrt, es wird keine heile Welt gespielt sondern,
      Achtung, ein nicht sonderlich bei Ihnen auf Begeisterung stossendes Wort,
      Beziehungsarbeit geleistet, weil wir das Ziel, ein gemeinsamer toller Garten, erreichen wollen.
      Und tatsächlich nur durch den Tod getrennt… .

      • Muttis Liebling sagt:

        Das genau ist die Frage: Wie viele Paare haben zum Zeitpunkt der Familiengründung die Absicht, die Kernbeziehung der beiden Erwachsenen bis zum Tod zu führen?

        Ich hatte das nicht, meine Frau auch nicht und ich kennen auch nicht viele Menschen, die das so vorhatten. Wobei man sich da auf Aussagen selten verlassen kann.

        Meine Logik war es, zeitig zu heiraten und Kinder zu bekommen, um dann mit 40 diese Gemeinschaft aufzulösen und die zweite Lebenshälfte im Zustand der offenen Einsamkeit zu verbringen. Denn das Leben allein ist sehr viel angenehmer, als jede Form von Zweisamkeit oder Gruppe.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Wobei offene Einsamkeit besagt, dass ich viele Kontakte im beruflichen und privaten Umfeld habe und es meist auch eine temporäre Partnerin gibt. Allerdings explizit keine, die mit mir zusammen wohnt, sich mehr als nur vorschlagend in mein sonstiges Leben einmischt.
        Was ich nie wieder in meinem Leben hören möchte, sind die 3 schrecklichen Fragen:
        1. Was machen wir heute Abend?
        2. Was machen wir am Wochenende?
        3. Was machen wir in den Ferien?
        Ich weiss immer, was ich am Abend, am Wochenende und in den Ferien mache. Etwas, was man am besten allein kann. Lesen, Schreiben, Nachdenken.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich weiss immer, was ich am Abend, am Wochenende und in den Ferien mache. Etwas, was man am besten allein kann. Lesen, Schreiben, Nachdenken.

        Interessant wäre es nun zu wissen, was sie wirklich am Abend, am Wochenende und in den Ferien machen – dass ihre momentane Persona das gerne macht ist etwa so spannend wie zu erfahren wie Donald Duck seine Abende, Wochenenden und Ferien verbringt…

      • Carolina sagt:

        FV: 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        @Franz Vontobel, lesen Sie mal die Bücher von Robert Pfaller, wenigstens ‚Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft – Symptome der Gegenwartskultur‘.
        Da finden Sie die Begründung, warum alle Erwachsenen nicht sich selbst, sondern nur Rollen leben. Auch wenn die meisten Menschen sich für authentisch halten. Niemand ist authentisch, auch Sie nicht.
        Das passt gut zu fast allen Themen im MB. Dann sehen Sie auch, das ML nicht sich oder seinen Schöpfer beschreibt, sondern einen Archetyp. Zum Diskutieren reicht das, um Meinungen zu tauschen braucht man keine realen Menschen.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Ausserdem gehen Sie, wie immer, nicht auf meine Frage ein.

        Wie viele Paare haben zum Zeitpunkt der Familiengründung die Absicht, die Kernbeziehung der beiden Erwachsenen bis zum Tod zu führen?

        Bei 50% Scheidungsrate muss man entweder annehmen, dass diese 50% elementare Entscheidungsprozesse nicht beherrschen, oder aber dieses ‚bis das Tod Euch scheidet‘ nie vorhatten. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Man spielt die Rolle des glücklichen Partners, bis die Rolle lästig wird und man sie durch eine andere ersetzt.

      • Franz Vontobel sagt:

        ML: Nö, zum Diskutieren reicht das eben nicht, weil immer nur heisse Luft und somit nicht wirklich relevant. Ich hab lieber mit Menschen zu tun – ob die jetzt authentisch sind oder sich bloss dafür halten ist eine akademische Unterscheidung und nicht wirklich interessant – als mit Konstrukten.

      • Carolina sagt:

        ML: Als ob sie diese Frage beantworten könnten! Noch dazu, da Sie es ja nicht müde werden, uns mitzuteilen, dass Sie zu keinen Emotionen fähig sind, jegliche emotionale Entscheidung für verfehlt halten und sich selber als Konstrukt bezeichnen. Wozu dann also in Beziehungsfragen überhaupt mitreden? Sie kommen mir vor wie Sheldon aus BBT, der nicht verstehen kann, warum alle so entgeistert sind.

      • Carolina sagt:

        Ach, und um Ihre Nonsense-Frage zu beantworten: Die allermeisten Menschen, die ich kenne, mit denen ich es beruflich und privat zu tun habe, zeigen nach wie vor Interesse an einer dauerhaften, nicht auf Zeit angelegten Beziehung. Treue ist ihnen wichtig und es ist ihnen vor allen wichtig, dass es sich bei dieser Beziehung nicht um eine Kolchose mit planwirtschaftlich festgelegtem Ziel handelt, sondern um eine emotional-verbindliche zwischen zwei Menschen (Menschen!).

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn man es lieber mit Menschen zu tun hat, ist ein Blog der falsche Ort, denn im Internet gibt es keine Menschen, nur Atavare. Menschen gibt es nur in der Realität.
        Und, Carolina, selbstverständlich kann man Beziehungen emotionsfrei diskutieren. Es ist sogar besser, alles, wirklich alles emotionsfrei zu diskutieren. Emotionen sind etwas stammesgeschichtlich Altes, welches früher oder später sowieso durch die Humanevolution eliminiert wird. Da kann man gar nicht früh genug mit beginnen.

      • Carolina sagt:

        Ok, Sheldon, wie Sie meinen…… 🙁

      • mutter von 4 kids sagt:

        @chris_72

        schön gesagt, genauso sehe ich das auch.
        @muttis liebling

        klar wenn sie so darüber denken erübrigt sich eigentlich eine diskussion mit ihnen. um ehrlich zu sein hatte ich wirklich keine ahnung das es paare gibt die nur zur fortpflanzung heiraten um sich nach der aufzucht aus dem staub zu machen. bei mir und meinem mann war das genau umgekehrt. wir haben einander gesucht (und gefunden) um gemeinsam durchs leben zu gehen. der kinderwunsch kam erst danach und nur weils gepasst hat. ich finds schön wenn man gemeinsam alt werden kann aber jedem das seine.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:

        ich kenne niemanden der/die eine Ehe mit der ausgesprochenen Haltung
        „wir machen das nun für einen Zeitabschnitt“ eingegangen ist.
        Diese Menschen wählen wohl eher die Lebensform des Konkubinats.
        Von daher stelle ich Ihre Schlussfolgerung sehr in Frage.

        Und Menschen, die heiraten damit sie planwirtschaftsmässig ihre zwei Kinder auf die Welt setzen können, um nach der Aufzucht den Haushalt wieder aufzulösen, sind mir in Einzahl nur hier drin begegnet…

    • Chris_72 sagt:

      @Muttis Liebling: Ohje. Da tut mir aber ein allfälliger Partner von ihnen leid. Ich bin seit 22 Jahren mit meiner Frau zusammen. Wir haben 3 Kinder. Natürlich haben wir auch sexuelle Durststrecken wegen der Belastung durch die Familie hinter uns. Dies ist jedoch nie daran gelegen, dass ich meine Frau nicht mehr attraktiv oder interessant finde. Sie erregt mich noch heute, wenn ich sie nackt oder in Reizwäsche oder in spez. Posen ansehe. Man darf nicht vergessen. Sowohl sie als auch ich werden älter, reifer und erfahrener. Unsere Sex immer intensiver und tiefgründiger.

  • Nora sagt:

    Ich habe mir gerade diverse Seiten, welche diese Massage anbieten, angesehen. Die Bilder, vor allem die der Mitarbeitenden, sehen für mich aus wie die auf einer B orde…-Homepage. Nur dass die Preise für die Massagen um ein vielfaches höher sind. Auf mich wirkt das alles sehr unseriös.

    • Issey sagt:

      Der Begriff „Tantra“, „Tantra-Massage“ wird auch von vielen Bordellen genuzt, da er bekannt geworden ist. Es lohnt sich wohl, genau hinzuschauen. Vor ein paar Jahren habe ich im Züritipp ein interessantes Interview gelesen.

      http://www.zueritipp.ch/stadtleben/stadtleben/jede-massage-ist-kunst/story/14406906/

      • Alberto La Rocca sagt:

        Was ist denn genau der Unterschied, ausser dass in Bordellen i.d.R. die Kundschaft aus Männern besteht? Ist es kein Bordell mehr – also gut und für die Frauen besser akzeptierbar, wenn die sexuelle Befriedigung nicht durch GV hergestellt wird, sondern durch eine Ganzkörperbehandlung ohne Penetration und mit asiatischem DIY-pseudorelligiösem Überbau made in USA?

  • Horst Berchtold sagt:

    „Vielleicht hilft die Vorstellung, dass es zum Tennisspielen auch erst einen Lehrer braucht.“ Aus diesem Grund hat es die Frau gerne mit dem Tennislehrer, während es der Mann mit der Sekretärin treibt? Vielleicht ist ja das die westliche Lösung, wie man lange Ehen glücklich hält? Es ist einfach ein Irrglaube, dass Paare sich ewig sexuell attraktiv finden müssen. Es gibt doch durchaus eine tiefe Liebe und Freundschaft, die ohne sexuelle Exklusivität auskommt. Würden wir von der sexuellen Treue zu einer Treue zum Partner wechseln, hätten wir weniger Leid und Frustration auf der Welt.

    • Urs sagt:

      Ich unterstelle Ihnen absichtliches Miss-verstehen, um danach Ihre eigenen Ideen ausbreiten zu können.
      Gemeint ist hier, dass man die Dienste einer seriösen Tantra-Masseurin in Anspruch nehmen könnte, um neue Horizonte zu entdecken.
      Alternative: es gibt Super-Bücher für Sie und Ihn, um diese Form der Massage selbst zu lernen und gemeinsam zu entdecken. Kann ich nur empfehlen! Wirklich. 😉

    • Reto Burgener sagt:

      Es ist Wunschdenken, dass Untreue ein westliches Phänomen ist. Untreue ist eine globale Tatsache, inklusive den muslimiischen Ehen.

  • tommaso sagt:

    „Die Frau ist ein komplexeres Wesen. “ Nicht komplex und kompliziert verwechseln…

    „In der westlichen Welt wird Tantra zunehmend seit dem beginnenden 20. Jahrhundert rezipiert, allerdings hauptsächlich verkürzt auf sexuelle Aspekte, die im klassischen Tantra durchaus nicht im Mittelpunkt stehen.“ (Aus: Wikipedia)

    • Alberto La Rocca sagt:

      😀 komplex und kompliziert – das ist wirklich nicht dasselbe auch wenn es scheinen mag es sei das Gleiche 😀

  • Brunhild Steiner sagt:

    …und mister supergu ru wurde von der Au torin so ausgewählt,
    oder geht der verunglückte Veranschaulichungsgriff aufs Konto von jemand anderem???

    • Katharina sagt:

      Osho ist leider sehr beliebt. Und wer diesen kritisiert, soll nichts verstanden haben. Osho wurde schlussendlich aus meinem Land rausgeschmissen, was eher selten ist (angesichts des vielen Geldes). der findet ja, die shoa sei selbstverschuldet – ditto missbrauch – und benutzte seine ‚Lehren‘ nur, um möglichst viele ‚Spielgefährtinnen‘ , also Objekte seiner Begierden, anzulocken, mit all dem Geld. Fällt unter das leidige Kapitel von Kommunen des Mulholland Drives, als Symbol. Geht auch unter das Kapitel Person und Ansicht, wie Du weisst.

  • Dani sagt:

    Warum müssen eigentlich immer Frauen ab dem Alter von 40+ auf einmal das Gefühl haben, dass es nicht mehr ohne mystische Einflüsse möglich ist, um noch irgendwie interessant zu bleiben? Warum werden da die meisten zu „Kräuterhexen“ oder „Engelseherinnen“? Auf einmal redet man sich ein, dass man in der besten Phase des Lebens für den Sex ist, und das mit 45. Warum war es vorher unwichtiger? Weil es nur um die Kinder ging und jetzt auf einmal mit 45 ist das nicht mehr möglich und erst dann kann man das Beste aus dem Sex rausholen? Entschuldigt, aber ich finds seltsam.

    • Martin sagt:

      Die Antwort: Weil Frauen sich vorher auf ihr Aussehen verlassen können. Jene die das tun und ihre inneren Werte bzw. Hobbies etc., also alles was sie interessant machen könnte wenn das Äussere verfliegt vernachlässigen, müssen sich auf einmal ganz schnell etwas Neues suchen.

      • Emx sagt:

        @martin: das Problem ist, dass bei vielen berufstätigen Leuten mit Kleinkindern keine Zeit für spannende Hobbies mehr bleibt. Deshalb ist es doch auch ganz gut, wenn man sich nach der kleinkinderphase wieder etwas Neues sucht … (Ob Töpfern in der Toskana oder Tantra-Massage: Hauptsache es tut der Beziehung und einem selbst gut)

    • Franz Vontobel sagt:

      Nun ja, das ist doch logisch – vorher hatte „die grosse Selbstfindung“ noch nicht stattgefunden. Ohne die geht’s nun mal nicht. Und, nein, die kleine Selbstfindung reicht dafür leider nicht.

    • Susi sagt:

      @Dani: „Warum werden da die meisten zu “Kräuterhexen” oder “Engelseherinnen”? “

      Die meisten? In was für einer Welt leben Sie denn? Ich kann nur sagen: Selber schuld.

    • Widerspenstige sagt:

      Was verstehst Du unter ‚Kräuterhexe‘ und unter ‚Engelseherinnen‘, Dani? Heilkräuter waren schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte das ursprüngliche Mittel, um Krankheiten heilen zu können. Die moderne Medizin baut darauf auf u hat ein big business daraus gemacht – einfach synthetisch hergestellt u den Ursprung verraten. Weil Frauen einen anderen Zugang zur Mystik haben als Männer, muss das nicht negativ bewertet werden. Dasselbe mit spirituellen Erfahrungen, die nichts anderes sind als Suche nach dem Sein. Was ist daran verwerflich, Dani?

      • Franz Vontobel sagt:

        Apropos „Suche nach dem Sein“, WS: Schonmal etwas von einer epidynamische Übersinnlichkeitsmanifestation gehört? Dabei handelt es sich um ein postmediales Reinkarnationsmysterium, ausgelöst durch eine kontrasystemische Meditationsmanifestation einer peripsychologische Mantraseele. Eine parapsychologische Tachyoneninvokation verursacht dabei eine kardioalternative Hyperraumkristallisation. Es entsteht kontratranszendentale Selbstheilungsstrahlung die in Form einer epienergetischen Mantraströmung eine postalternative Harmonisierungskommunikation ermöglicht.

      • Bernhard sagt:

        @FV: „………….?!?!?!?………..“

        Das will ich auch!!¨Wo gibt’s sowas? 😀

      • Franz Vontobel sagt:

        Bernhard, Fragen sie ihren Herz/Lungen-Chakra Spezialisten, der kann ihnen weiterhelfen… 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Danke, Hr. Vontoble, Sie haben mich erleuchtet! 😀

      • Martin Frey sagt:

        Wollte natürlich sagen Hr. Vontobel, sorry. War wohl grad etwas geblendet….

      • Georg Hauser sagt:

        @Franz Vontobel: Was macht man aber, wenn man davon „vegetative Dystonie“ oder gar „Anfälle paroximaler Tachykardie“ bekommt? Hilft da Valium auch, oder eher Betablocker?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich empfehle da jeweils Stechapfeltee…

      • Georg Hauser sagt:

        Danke für den Tipp, Franz V. Aber, innerlich oder äusserlich? Nicht dass ich noch wegen einem ‚Dauerständer‘ ins Spital eingeliefert werden muss. Das wäre mir schon etwas peinlich …

      • Widerspenstige sagt:

        Sind Sie Dani, dass Sie auf meine Fragen an ihn antworten? Ja dann wird mir einiges klarer u mein Ausflug mithilfe Google zeigt, dass das Geschwurbel im ScienceBlog abgekupfert wurde von Ihnen, Gabifranz. Schämen Sie sich! Sie verstehen unter einer Tantramassage tatsächlich eine esoterische Anwendung? Das erzeugt in mir nur ein mitleidiges Lächeln u es erübrigt somit eine tiefergehende Diskussion mit solchen Banausen fernöstlicher und/oder orientalischer Lebenskunst.

      • Oskar Jablonski sagt:

        Und das alles nur weil sie ihre eigene Klitoris nicht finden bzw. nie gelernt haben was man damit alles anstellen kann.

      • Widerspenstige sagt:

        Ach Oskar, wenn Männer wüssten, was frau damit alles fühlen kann, dann wären sie nur noch neidisch darauf. Also für diejenigen Frauen, die sich aus ihren selbst auferlegten Zwängen befreit haben, eröffnet sich durch solche transzendalen Erkenntnisreisen zu sich selber ein Universum von bisher verborgen gebliebenen Gefühlswelten. Das geht natürlich einigen Männern dann zu weit u sehen darin ein esoterisches Teufelszeug wie zu Zeiten der Inquisition.

      • Franz Vontobel sagt:

        WS, sie mussten googlen um festzustellen, dass das Schwurbel war..?! Oh heilige Einfalt! 😀

    • Martin Frey sagt:

      @WS: Nun, es ist doch eine interessante und an sich berechtigte Frage, weshalb im Vergleich zu Männern derart viele Frauen empfänglich (oder auch anfällig, je nach Standpunkt) sind für obskure Heilversprechungen, mystische Handlungen, Esoterik und Quacksalberei aller Art. Die meisten Gurus (von Bhagwan über R. Harnecker bis J. Humble) sind zwar männlich, die Anhängerschaft ist jedoch überwiegend weiblich.

      • Carolina sagt:

        Ja, das ist berechtigt und interessant. Ich glaube, es hat auch etwas damit zu tun, dass Frauen, die in Partnerschaften leben, irgendwann der Neuorientierung, der Sinnfrage selber und ohne Partner nachgehen – gerade in der Generation 50+ ist für viele Männer der Wunsch der Frauen (Achtung, wiederhole Brunhilds Warnung, fieses Wort;-) nach Beziehungsarbeit sehr lästig/unbequem/unverständlich. Viele kommen in die Mediation bzw psychologische Beratung erst, wenn die Frau konkret von Trennung spricht. Und dann gibt es die Frauen, die einsehen, dass sie Mann und Beziehung nicht gross ändern können

      • Carolina sagt:

        /2 bzw wollen, aber anfangen, sich auf Sinnsuche für sich selber zu begegnen. Und da sind Frauen oft sehr viel mutiger und wagen sich auch in Gebiete, die Männer dann gern lächerlich machen (MF, Sie können ja mal uns Frauen sagen, warum es auf viele Männer so bedrohlich wirkt, wenn Frauen sich naturheilkundlichen und/oder meinetwegen auch esoterischen Richtungen zuwenden – Kirchenarbeit wäre für meine Begriffe auch nicht viel anderes). Die Minderheit läuft Gurus hinterher, aber ich treffe immer mehr Frauen, die durchaus ernstzunehmende Persönlichkeiten sind, die Erlebnisse hatten und geniessen

      • Carolina sagt:

        /3 die für Aussenstehende vielleicht befremdlich wirken. Deshalb müssen sie noch lange nicht verwerflich sein!

      • Martin Frey sagt:

        Bin mir zwar der Pauschalisierungsgefahr sehr bewusst, versuche es aber trotzdem mit einer Antwort. Ein naheliegender Erklärungsversuch wäre, dass Esoterik sowie Naturheilkunde gezielt irgendwelche „traditionell“ mit Weiblichkeit assoziierten Aspekte, wie „Bauchgefühl“, „Intuition“, „Emotionalität“ etc. anspricht. Dies würde irgendwie implizieren, dass diese Charakteristika für weibliche Weltanschauungen wie auch Alltagsbewältigung wichtiger wären als evidenzbasierte Entscheidungen, Wissenschaft und rationales Denken. Persönlich habe ich Mühe damit, auch wenn es für Einzelfälle zutreffen mag.

      • Martin Frey sagt:

        Denn für sehr viele Frauen trifft das überhaupt nicht zu. Zudem wird ein solcher Erklärungsversuch den Frauen überhaupt nicht gerecht. Ihre These sowie Beobachtungen, Carolina, finde ich sehr interessant. Denn mir fällt schon auf, dass derartige Veränderungen, wie ich das mal nenne, oft nach der ersten Geburt auftreten. Man kann das durchaus im Rahmen einer persönlichen Weiterentwicklung sehen die vom Mann nicht mitgetragen/mitgemacht wird (Cave Vorurteil Mann nicht entwicklungsfähig ;-)) Eine interessante These ist die Rolle der Hebammen, wie ich letzthin mal gelesen habe.

      • Martin Frey sagt:

        Dabei geht es darum, dass der Einfluss zahlreicher esoterikgläubiger Hebammen ein wichtiges Einfallstor ist, durch das eine große Zahl von Frauen erstmals intensiv, also jenseits des gelegentlichen Horoskop-Lesens, mit Esoterik in Kontakt kommen. So nehmen 70% der Schwangeren homöopathische und andere alternativmed. Präparate ein was sich später fortsetzt.
        Aber vielleicht handelt es sich einfach auch nur um eine Art weibliche Midlife-Crisis wer weiss? Und genau wie die männlichen Midlife-Krisen ganze Familien erschüttern können machen Esoterikmetamorphosen natürlich vielen Männern zu schaffen.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Du hast wohl recht mit dem Lächerlich machen, aber weniger mit dem bedrohlich. Ausser sie fängt an zu missionieren, bzw. diese esoterischen Themen werden in die Partnerschaft (oder die Kindererziehung) eingebracht. DANN würde ich das auch als bedrohlich empfinden. Kirchenarbeit sehe ich übrigens weniger unter diesem Stichwort, da damit meist keine religiöse Tätigkeit verbunden ist.
        @Martin Frey: Gut erkannt, denke ich. In den Fällen, da ich eine solche Metamorphose erlebt habe, aus einer gewissen Sinnkrise heraus, war tatsächlich auch das Fehlen von sinnvollen Aufgaben mit dabei.

      • Carolina sagt:

        MF: Da mag was dran sein. Allerdings stufe ich Homöopathie und komplementärmedizinische Methoden nicht als esoterisch ein. Aber ja, die Bereiche Intuition, Bauchgefühl etc werden sicher wichtiger, wenn Frauen ein Baby bekommen haben – allerdings ganz sicher nicht zwangsläufig unter Vernachlässigung einer sachlichen Ebene. Mir kommt auch gerade noch in den Sinn, dass ich in der letzter Zeit häufig mittelalterliche Paare gesehen haben, die einen – ich sage mal – spirituellen Weg gemeinsam gehen.
        SP: Hat MF etwas vom Fehlen sinnvoller Aufgaben gesagt? Wo?
        Ausserdem: Ich sehe überhaupt keinen

      • Carolina sagt:

        /2 grossen Unterschied zwischen, sagen wir mal, einem Hinwenden zu einer Religion/Kirche und/oder einer ‚esoterischen‘ Wegfindung – beides kann der Wunsch einer spirituellen Entwicklung sein. Aber ja, Missionierung würde ich auch ablehnen, allerdings gibt es natürlich in einer Partnerschaft nur eine haarfeine Grenze zwischen die-Entwicklung-des-anderen-mittragen und ihr-sehr-skeptisch-gegenüberstehen. Z.B. weiss ich von einer Ehe, die kaputtging, weil die Frau sich so stark einer Religion zuwandte (keine Sekte!), dass das Fundament für die Beziehung wegbrach. Aber ich kenne auch Fälle, in

      • Carolina sagt:

        /2 denen Partner sich wohlwollend sehr viel Platz für Eigenentwicklung lassen, obwohl sie den spezifischen Weg selber nicht gehen würden. Und das kann durchaus gut funktionieren, wenn gewisse Regeln eingehalten werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: „Hat MF etwas vom Fehlen sinnvoller Aufgaben gesagt? Wo?“ Habe ich gesagt, er hätte? Das war meine Ergänzung. Und ich habe auch unterschieden zwischen Hinwendung zu einer Religion/Kirche und der Tätigkeit unter dem Dach einer solchen. Ich kenne einige, die sich da in verschiedenen Projekten einsetzen, die überhaupt nicht besonders religiös sind. Aber die Institution oder Projekte dort gut finden. „allerdings gibt es natürlich in einer Partnerschaft nur eine haarfeine Grenze zwischen die-Entwicklung-des-anderen-mittragen und ihr-sehr-skeptisch-gegenüberstehen.“ Das ist wahr.

      • Sportpapi sagt:

        „Aber ich kenne auch Fälle, in denen Partner sich wohlwollend sehr viel Platz für Eigenentwicklung lassen, obwohl sie den spezifischen Weg selber nicht gehen würden. “ Ich würde sogar hoffen, das ist die Regel. Aber es geht doch dann meist in die Beziehung ein. Weil eine Seite nicht versteht, weshalb die andere das nicht mitträgt, oder sich gar lustig macht darüber. Oder weil es konkrete Auswirkungen auf den Alltag hat, was ja schnell der Fall ist. Z.B. wenn es wie hier um sexuelle Themen geht. Allein kann sie diesen Weg ja nicht gut gehen.

      • Carolina sagt:

        Da habe ich den falschen Bezug gemacht. Sorry.

      • Carolina sagt:

        Dann ist das wohl ein starker Hinweis darauf, dass das Gleichgewicht nicht stimmt. Und da sind dann schon beide gefragt. Meiner Erfahrung nach sind Paare oft unglaublich erstaunt, dass sie gar nicht so weit auseinanderliegen in ihren Wünschen, sexuell oder anderer Natur. Aber Erwartungen, die wir mal zu Anfang einer Beziehung hatten (oder auch Hoffnungen) spielen uns halt so manchen Streich: sie halten dem Alltag nicht stand oder sollten mal wieder revidiert bzw diskutiert werden. Zumindest sollte jeder Partner sagen dürfen, was ihm fehlt, was er sich wünscht – aber das müssen

      • Carolina sagt:

        /2 viele erst (wieder-)erlernen. Und sobald veraltete Erwartungen in Forderungen abgleiten, kann es haarig werden und die Verbindung kippt. Entscheidend ist auch, dass unterschiedliche Paare völlig unterschiedliche Wege gehen: für manche ist Tantra ein Horror, für andere ein Weg. Manche sind völlig zufrieden, wenn ein Problem mal angesprochen wurde und beide sich einigen können, einen Mittelweg zu gehen. Und wieder andere gehen bei der Sinnsuche getrennte Wege, treffen sich aber immer wieder, um an der Entwicklung des anderen teilzuhaben. Sehr spannend zum Teil!

      • Sportpapi sagt:

        @Caro. Ist es, ganz konkret auf das heutige Thema bezogen, nicht eher so, dass meist eine Seite mehr Schwung ins Sexleben bringen möchte, die andere hingegen ganz zufrieden ist, wie es ist, oder Sex sowieso für nicht so wichtig hält. Wäre es anders, wäre meist schon längst etwas passiert. In dieser Situation finden sich die Kompromisse nicht so einfach, schon das offen aussprechen wird zum Problem. Und separat Sinn, oder sollte man besser Erfüllung suchen, ist meist auch eher nicht angesagt. Und so gehen dann die einen zur Tantramassage, weil das irgendwie vielleicht gerade noch toleriert wird

    • Rilke Thomas sagt:

      Was ist denn das für ein Frauenbild ? Ich bin auch verheiratet und ich finde nicht jede Entwicklung, welche meine Frau macht nur gut. Vielleicht auch deshalb, weil ich dann auch „gezwungen“ bin, einmal hinzuschauen. Das hat mir allerdings nur gut getan. Männer sind punkto Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit in der Regel etwas verknorzter, dabei findet Entwicklung vom Augenblick der Geburt bis zum Tod statt. Es sind ja auch nicht alle Männer chauvinistische, reaktionäre Machos. Genausowenig treffen Pauschalurteile auf Frauen zu. Vielleicht wäre etwas mehr Selbstreflexion angesagt

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