Das explosive Spannungsfeld von Sex, Mann und Kind

Ein Papablog von Markus Theunert*

VATER, KINDER, SPIELEN, KIND, FAMILIE, ELTERN, ELTERNSCHAFT

Wie viel Nähe zwischen Vater und Kindern darf sein? Wann kippt die nötige Sensibilisierung in diskriminierende Hysterie? Foto: Keystone

Meine Tochter ist 17 Monate alt. Ich habe noch nie mit ihr zusammen gebadet. Und zwar ganz bewusst. Weil ich zwei Dinge vermeiden will: Ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, das männliche Genital sei etwas Verbotenes, Ungehöriges, Tabuisiertes. Das würde ich tun, wenn ich ihr spielerisches Erkunden zurückweisen würde. Ich will mich aber auch nicht in irgendeiner Grauzone bewegen. Das würde ich tun, wenn ich ihr spielerisches Erkunden zulassen würde. Es ist eine klassische Lose-lose-Situation: Egal wie man(n) es macht, ist es das Falsche.

Nun höre ich im geistigen Ohr schon jene Stimmen, die mich «kompliziert» schelten. Die fragen, wo der natürliche Bezug geblieben ist. Die hinter der Vorsicht vielleicht gar tiefer schlummernde Verdrängung wittern. Und ich merke, wie mich das traurig macht. Ja, als Mann und Vater ist mir der unverkrampfte Umgang verloren gegangen. Die (zum Glück) gewachsene gesellschaftliche Sensibilisierung für sexuelle Übergriffe gegen Kinder hat eben ihren Preis und auch ihre Kehrseite. Ich wage zu behaupten: Wir haben als Kollektiv die Unschuld verloren.

Zuerst einmal ist die Feststellung zentral: Pädophilie ist genauso wie alle anderen Bereitschaften für sexuelle und nicht sexuelle Übergriffe nichts, was dem Männlichen per se eingraviert wäre. Der Slogan, wonach jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger – oder eben ein potenzieller Pädophiler – sei, ist etwa so zutreffend wie die Aussage, dass jede Gabel eine potenzielle Mordwaffe ist. Streng logisch stimmt sie natürlich. Sinnvoll wird sie dadurch trotzdem nicht. Es ist eine Aussage, die eine soziale Gruppe als Ganzes abwertet und diffamiert. Das ist die gängige Definition von Diskriminierung und Stigmatisierung. Und dies hat Folgen.

Im Mamablog von letzter Woche wurde beschrieben, wie der Pädophilie-Generalverdacht das stärkere männliche Engagement in Kitas und Kindergarten erschwert oder gar verunmöglicht. Das Gleiche gilt leider auch für die väterliche Beziehung. Welche Tragik bahnt sich da an, wenn Männer die Nähe zu ihren Kindern scheuen, weil sie solche Schlagworte verinnerlichen? Zeit, etwas Nebel aus der Grenzzone zu vertreiben.

1. Pädophilie ist keine kollektive Eigenschaft, sondern eine individuelle Veranlagung.

2. Sie ist moralisch und gesetzlich zu Recht sanktioniert, weil das Ausleben des Begehrens Schutzinteressen verletzt.

3. Es ist eine kleine Minderheit von Männern (und Frauen), die pädophile Fantasien haben. Genauso wie eine kleine Minderheit von Männern (und Frauen) Sex mit Pferden will oder Vergewaltigungsfantasien geil findet. Das alles gibts. Das alles sind keine schönen Geschichten. Das alles trifft zum Glück nur auf wenige zu.

4. So abscheulich man sexuelle Fantasien der beschriebenen Art finden mag: Für die Neigung allein kann niemand zur Verantwortung gezogen werden. Denn Verantwortung bedingt Wahlmöglichkeiten. Einen Menschen allein wegen seiner Neigung zu entmenschlichen und aus der Gemeinschaft auszuschliessen, mag als Reflex verständlich sein, ist aber trotzdem Teil des Problems und nicht der Lösung. (Zumal es kaum einen Menschen mit pädophiler Veranlagung geben dürfte, der sich nichts sehnlicher wünschen würde als eine sozialverträgliche sexuelle Neigung).

5. Wir alle tragen Verantwortung für unser Handeln, und die beginnt durchaus schon beim Zulassen von Fantasien und nicht erst bei ihrem Ausleben. Verantwortung zu tragen, meint aber deutlich mehr, als bestimmte Dinge nicht zu tun. Verantwortung heisst anzuerkennen: Kinder sind nie Objekte. Keine Sexualobjekte. Aber auch keine Prestigeobjekte und keine Selbstverwirklichungsobjekte. Es gibt keinen «Gebrauch», der nicht bereits «Missbrauch» ist. Kinder sind Subjekte. Für alle. In jeder Situation. Das Befriedigenwollen eigener Bedürfnisse mittels Kind und/oder auf Kosten des Kindes hat keinen Platz. Das gilt erst recht, aber keineswegs nur bei Widerstreben.

Der Gnade menschlicher Beziehungsfähigkeit zum Dank ist es glücklicherweise letztlich gar nicht möglich, in echter Bezogenheit, Resonanz und Liebe ein Kind zu «gebrauchen», zum Objekt zu machen. Bezogensein schützt deshalb nicht nur das Kind, sondern auch den Erwachsenen. Und Distanznahme gefährdet beide. Deshalb ist ein Diskurs, der Männer unter Generalverdacht stellt, nicht nur sachfremd, sondern gefährlich.

Ich fasse zusammen: Sex, Mann und Kind bilden heute ein hochexplosives Spannungsfeld. Was tut man(n), wenn jeder Schritt der Falsche sein kann? Am besten gar nichts. Und damit genau das Falsche. Denn nicht nur die Forschung zeigt: Alltagsnahe Väterlichkeit, echtes Bezogensein zu Kindern ist ein zentraler Schutzfaktor vor Übergriffen. Genau deshalb aber ist der Grat zwischen Sensibilisierung und Hysterie ein schmaler: Wenn unsere geschärfte Wahrnehmung für sexuelle Übergriffe dazu führt, dass man(n) jede mögliche Situation vermeidet, die das Potenzial des Übergriffigen in sich tragen könnte (z.B. die Situation in der Badewanne), dann fördern wir letztlich den Übergriff mit.

Deshalb müssen wir die Grenze zwischen Sensibilisierung und Hysterie im Auge behalten. Sensibilisierung lässt sich nicht beliebig steigern, das Gefühl von Sicherheit nicht durch immer noch mehr Kontrollen und Regeln bewerkstelligen. Im Gegenteil: Der Wunsch nach absoluter Sicherheit schafft erst das Klima von Angst und Distanz, auf dessen Nährboden Gewalt gedeiht.

Auf den Punkt gebracht: Wer den Generalverdacht nährt, wer Sicherheit ohne Nüchternheit, Ehrlichkeit und Vertrauen herzustellen können glaubt, ist letztlich mitverantwortlich dafür, dass das passieren muss, was er oder sie eigentlich verhindern wollte.

Theunert 150*Markus Theunert (41) ist Präsident des Dachverbands Schweizer Männer- und Väterorganisationen und Autor des Buches «Co-Feminismus» (erschienen 2013 im Verlag Hans Huber). Mit seiner Lebensgefährtin teilt er sich die Betreuung der gemeinsamen Tochter (Arbeitspensum je 80 Prozent, drei Tage Krippe pro Woche).

191 Kommentare zu «Das explosive Spannungsfeld von Sex, Mann und Kind»

  • Josef Meyer sagt:

    und wiedereinmal hat der selbsternannte Männervertreter Theunert ein eingebildetes Problem gefunden worüber er sich auslassen kann. Wo zum Teufel sollte das Problem sein mit seinen Kindern nackt zu baden und wo bitte ist denn das Problem dem Mädchen zu sagen, dass Papi nicht am Schnäbi betascht werden will. Damit bringt man nämlich dem Kind auch gerade bei, dass auch der Papi ein Recht auf seinen eigenen Körper hat. Ein bisschen gesunder Menschenverstand, etwas Natürlichkeit und für einmal nicht alles gerade in einem sexuellen Zusammenhang sehen täte dem Herr doch recht gut.

  • baur sagt:

    Solche Gedanken hatte ich mir nicht gemacht. bin mit allen in die Badewanne gestiegen als sie noch klein waren. die Jungs haben sich nie für die ihnen unbekannten geschlechtsteile interessiert. die Tochter fand die brüste interessant.
    ich stimme tobias Meyer zu: man(n) kann ja bedarf dann schon sagen, dass man da nicht gerne berührt wird.

    • Leserin sagt:

      Ich sehe auch kein Problem. Ausserdem ist diese Situation keineswegs männerspezifisch – oder lassen es Mütter zu, dass sie von den Kindern an den Genitalien angefasst und diese von den Kindern „erkundet“ werden? Wohl kaum. Und akzeptiert wäre er genauso wenig wie bei Vätern.

  • Tobias Meyer sagt:

    Wenn Sie mit Ihrer Tochter baden, diese sich für Ihre Geschlechtsteile interessiert und Sie der Kleinen dann zu verstehen geben, dass das nicht geht – warum dann lose-lose-Situation? Würde die Tochter nicht dann gerade lernen, dass jeder Mensch Körperstellen hat, wo er nicht unbedingt berührt werden möchte? Und dass das normal ist?
    Ich bin oft einig mit Ihnen, Herr Theunert, aber trotzdem: In Anbetracht dass Sie sich tagtäglich mit angeblichen Problemen des heutigen Mannes befassen, kochen Sie die Suppe wohl heisser, als sie dann von uns Normalos tatsächlich gegessen wird.

    • Leserin sagt:

      Allerdings. Ausserdem ist es entgegen der Meinung des Autors nicht die Rolle des Vaters oder der Mutter, den Kindern die Erkundung der Genitalien des anderen Geschlechts zu ermöglichen.

  • Don Bosso sagt:

    Achmeingott, man kann jede Kleinigkeit zu Tode überlegen und diskutieren! Einfach nackt mit der Tochter duschen, fertig, das ist was ganz normales. Gar kein „lose-lose“. Zelebriere den nackten menschlichen Körper und den Unterschied der Geschlechter. Meine Mutter tat es mit mir und ich trug sicherlich keinen Schaden davon. Sexualität ist für mich etwas ganz normales, und muss nicht in Pädophälie oder was auch immer in Verbindung gebracht werden.

  • Bruno Wüthrich sagt:

    In unserer heutigen Zeit scheint der „normale, gesunde Menschenverstand“ verloren zu gehen. In unseren Genen sind erfolgreiche Verhaltensweisen auf die wir vertrauen können, abgespeichert. Der religiöse Mensch spricht von Gottvertrauen. Der sekulär orientierte Mensch traut seinen Erbanlagen und seinem Instinkt. Ich plädiere für „mehr machen und weniger denken“. Sind „verkorgste“ Väter gut für die Entwicklung ihrer Kinder?

  • aurea sagt:

    Mein Mann badet einfach in Badehosen mit der Tochter.

    • Sportpapi sagt:

      Toll. Und die Kinder ziehen dann auch Badehosen an?

    • Widerspenstige sagt:

      aurea, das ist doch gut so, wenn der Papa mit seiner Tochter lieber so badet. Schliesslich ist er der Erzieher und nicht daughter’s best friend….

      Sprachlos? Wieso, Sportpaps? Du kannst da gar nicht mitreden, weil du drei Jungs hast. Hättest Du eine Tochter, dann wäre das weniger Grund, sprachlos zu sein. Aber eine schöne Vorstellung, Dich sprachlos zu wissen. 😆

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das stimmt. Ich wäre aber auch sprachlos, wenn meine Jungs beim Baden mit der Mutter eine Badehose anziehen würden. Oder sie.

      • Katharina sagt:

        echt, SP? kommt wohl aufs Alter an.

        Naja. Klimawandel wird das ganze eh richten, da es so langsam aber sicher gefährlich wird, sich ungeschützt von der Sonne die Haut verbraten zu lassen… Ist das der Grund, dass bei Euch 40 jährige wie ausgebrannte 70 jährige ausschauen?

        Oder ist es die tagtägliche Exposition zu Schlüpfrigem, das jenseits von Helvetien so medial nicht stattfindet?

      • Sportpapi sagt:

        Naja, wir haben nicht so viel Sonne in der Badewanne… Ausserdem hat Sonnenschutz auch eine Kehrseite in Form von immer häufigerem Vitamin-D-Mangel.

      • Franz Vontobel sagt:

        die tagtägliche Exposition zu Schlüpfrigem, das jenseits von Helvetien so medial nicht stattfindet?

        Genau, „Silicone Valley“ liegt ja im Berner Oberland… 😀

      • Katharina sagt:

        SP: Ich bade täglich in meinem Pool, trage aber wegen der nun doch immer intensiveren Sonne ein T-Shirt. Was ich südlich davon nicht trage, überlasse ich der Fantasie der Leser.

        Betrifft auch meine kleinen (wegen T-Shirt). Mich befremdet das Szenario in der Badewanne sowieso. Ich bade meine kleinen in der Wanne, aber ich steige nicht mit ein. Und nein, ich denke nicht, dass sie deswegen prüde werden.

        du hast recht dass die Sonnenschutzcremes ein falscher Schutz sind. Die Assimilation von Vitamin D durch das Sonnenlicht kann auch im Schatten erfolgen, weil die Strahlung auch im Schatten reich

      • Katharina sagt:

        Franz: ‚Genau, “Silicone Valley” liegt ja im Berner Oberland‘ – wenn schon wäre das Silcon Valley zwischen meinen Bettkissen. Ich stehe aber nicht auf pumped up boobs, as I do not like basketball. Und auch nicht auf Oktoberfest und dirndl -wobei ich da nun wieder einen geographischen faux pax liefere, denn das Oberland ist nicht in Bayern, only a couple of blocks north east thereof, oder so 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmh, ich dachte, sie lebten in California (uber alles) und wüssten daher, was das Silicone Valley sei – aber für sie gerne ausgedeutscht: Silicone Valley ist der Nickname des San Fernando Valley, Heimat der weltgrössten P0rn0-Industrie. Oder wie Wikipedia weiss: „Jede Woche werden im San Fernando Valley rund 200 P0rn0filme gedreht, rund 1.500 P0rn0darsteller leben hier. Etwa 200 Filmstudios und Unternehmen der Branche haben ihren Sitz im Tal. Die rund 6.000 Mitarbeiter erwirtschaften jährlich einen Umsatz von mehreren Milliarden US-Dollar.“

        Nur so wegen „Exposition zu Schlüpfrigem“…

      • aurea sagt:

        Kommt vielleicht auch daher, dass er aus einer anderen Kultur stammt, wo die Väter normalerweise gar nichts mit den Kindern unternehmen. Die Tochter stammt aus erster Ehe, ob er, als sie noch klein war, auch Badehosen getragen hat, weiss ich nicht. Aber er geniesst es mit den Kindern zu baden (ja, in der Badewanne) und die Kinder ebenso. Mir ist es egal ob mit oder ohne Badehose, das ist seine Entscheidung.

      • Susi sagt:

        @aurea: Stimmt, lieber mit Badehose als gar nicht, finde ich eigentlich auch, obschon ich zuerst etwas befremdet war.

      • Katharina sagt:

        Naja Franz… Dass einige der Darstellerinnen im Valley (Remember ‚Valley Girls‘ – eine lokale Beleidigung?) Silly Cones tragen, ist bekannt. Aber der Nickname ist diesseits des Pazifiks und besonders westlich der Hills unbekannt. Daran ändert auch Ihr in Wiktionary perpetuierter Schreibfehler nichts.

        Praize the alp pron I guess. – in Bernese Bavaria

      • Sportpapi sagt:

        Ich bin nach wie vor befremdet. Nicht weil es in fremden Kulturen halt so läuft. Sondern weil es als Lösungsansatz für unsere Kultur eingeführt wurde. Weil es zudem ein Signal aussendet, das ich meinen Kindern so nicht vermitteln möchte. Weil zudem durchschimmert, dass es in der Konstellation Vater/Tochter so ist, Vater/Sohn vielleicht (verstehe die WS da nicht?), Mutter mit wem auch immer kein Problem. Aber vielleicht interpretiere ich da ja zu viel. Und, für WS, was das mit der Rolle des Vaters zu tun hat, weiss ich gerade nicht. Erzieher, best friend?

      • Franz Vontobel sagt:

        Nun ja, ich kann ja auch nichts dafür, das sie sich in der Folklore ihrer Wahlheimat nicht so gut auskennen, aber jetzt haben sie doch noch was gelernt. Schön, nicht? – San Pornando Valley ist ein anderer Übername, btw.

  • Raffaela sagt:

    So – Mein Sohn (7) und meine Tochter (3.5) baden liebend gerne zusammen, sie fast ihm zwischendurch auch mal wieder an seinen Penis und er findet es zum totlachen. Das passiert auch mal, wenn Papa mitduscht oder badet. Man kann doch immer sagen, wenn es einem nicht angenehm ist. Abgesehen davon stürzen meine Kids auch ins Bad, wenn ich auf dem WC sitze oder dusche, genauso, wie immer mal wieder ein Kind bei uns schlafen will oder mal eine halbe Stunde kuscheln. Das verwächst sich. Neulich meinte mein Sohn, jetzt mache er die Tür zu, wenn er aufs WC muss und er möchte nicht gestört werden….

  • Guguseli sagt:

    Jeder / jede sollte mit seinem Kind baden können/dürfen. Natürlich explorieren Kinder gerne und wenn man nicht möchte, dass die Tochter den Penis anfasst, dann soll Vater das sagen. Damit ist er ein Beispiel für sein Kind, dass man Berührungen, die man nicht wünscht abweisen darf. Das ist Kinderschutz….

  • Martina sagt:

    das er das nicht möchte. Nach ca. 3 mal hat sie es verstanden und somit gibt es keinerlei Probleme mehr. Ich finde man kann auch alles zu Tode studieren und überlegen. Geniesst die Zeit mit euren Kindern, auch jn der Badewanne – da ist nichts dabei !

  • Martina sagt:

    Mein Mann badet mit unserer Tochter praktisch jeden Abend, und sie geniesst das sehr – Bapi hat viel mehr Geduld beim baden als Mami, spielt „stundenlang“ mit allen Quietschtieren, macht Schaumbärte und das wie gesagt mit einer Engelsgeduld. Ich habe mir noch nicht einmal Gedanken darüber gemacht ob das jetzt korrekt ist oder nicht – ich sehe wie zufrieden sie und auch mein Mann ist. Sie geniessen die Zeit zu zweit und das ist gut so! Wenn unsere Tochter mal in die Nähe des Intimbereichs gekommen ist oder damit spielen wollte, hat mein Mann einfach konsequent Nein gesagt und ihr klar gemacht

  • Paul Artho sagt:

    „Kinder sind keine Sexualobjekte“ – Mit dieser Allzweckwaffe bringt man auch die Wahrheit um, dass Kinder nicht asexuell geboren werden und aufwachsen. Als Sexualsubjekte sollten sie die Möglichkeit haben, sich auch darin altersgemäss weiterzuentwickeln, dazuzulernen, Erfahrungen zu machen. Doch alles, was die Gesellschaft den Kindern von 0 bis 18 Jahren diesbezüglich als Hilfe anbietet, sind eine Verteufelung sexueller Neugierde und Handlungen, Verbote, gerichtliche Untersuchungen, Strafen. Würde man die intellektuelle Bildung eines Kindes im selben Masse ignorieren, hemmen, beeinträchtigen..

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Paul Artho:
      wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?
      Besonders in der Altersgruppe 0, 1, 2, 3…?
      In welchem Zusammenhang haben Sie Erfahrungen mit unangebrachter „gerichtlicher Untersuchung“ gemacht?

      • Paul Artho sagt:

        1) Verbesserungsbedarf in den Altergruppen 0, 1, 2, 3…: Dass man ein Kleinkind die Welt seinem Alter gemäss mit allen 5 Sinnen entdecken lässt, ganz besonders auch mit dem Tastsinn. Sagt da ein Vater „Ich will das nicht. Lass es bleiben“, ist das kaum zum Wohl des Kindes, sondern ein Bückling vor den Mitmenschen, die ihm einen Strick daraus drehen könnten. – Übrigens zeigen Sie mit Ihrer Fragestellung, wie widersinnig es eben ist, Kinder zwischen 0 und 18 in denselben Topf zu werfen. Doch wo kämen wir hin, wenn wir im Sexualstrafrecht plötzlich mit Wissen und Vernunft differenzieren müssten.

      • Paul Artho sagt:

        2) „Gerichtliche Untersuchungen“: Was nützt es Kindern und Jugendlichen, wenn ihre Doktorspiele oder sexuellen Handlungen (bei geringem Altersunterschied) laut Gesetz nicht strafbar sind. (Nur bei Sexting gibt’s kein Pardon, will man doch den Pädophilen kein Schlupfloch lassen!) Da es sich um Offizialdelikte handelt, wird zuerst einmal ermittelt, muss doch untersucht werden, ob nicht etwa Gewalt oder Drogen mit im Spiel waren. Ersparen Sie mir Beispiele und Schilderung, wie sich die Offenlegung intimster Bereiche und das morbide mediale Interesse bei den Betroffenen ausgewirkt haben dürften.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Paul Artho:
        bezüglich Widersinnigkeit meiner Fragestellung, ich hab ganz einfach Ihre Altersangaben aufgegriffen… .
        Zu “ Sagt da ein Vater “Ich will das nicht. Lass es bleiben”, ist das kaum zum Wohl des Kindes, sondern ein Bückling vor den Mitmenschen,“
        das finde ich alarmierend, nicht nur Kinder, auch Erwachsene haben das Recht Berührungen im Intimbereich zu verweigern! Bloss weil ich Mutter oder Vater bin gibt das meinem Kind nicht grenzenlosen Zugriff auf meinen Körper!

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Gerade in dem ich auf gute Art und Weise Grenzen vermittle, und es an meinem Bsp erlebt dass diese Grenzen legitim sind, dass ich- und eben auch es- nicht alle Berührungen zulassen muss, äussern darf wenn es als unangenehm empfunden wird, mache ich es auf diesem Gebiet selbstbewusst.
        Ich möchte jedenfalls nicht, dass unsre Kinder unsre, auch körperbezogenen, Grenzen nicht kennen, bloss aus der seltsam verdrehten Ableitung, das täten wir bloss aus einer Bücklingshaltung heraus.

  • Carlotta sagt:

    Warum will Vater mit kleiner Tochter in der Badewanne sitzen? Mir erschließt sich dieses Bedürfnis nicht?
    Kind in der Wanne, Vater badet es, o. k.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das ist hierzulande nicht so selten, dass man gemeinsam mit einem Kleinkind badet, es ist eine schöne Gelegenheit für Ganzkörperkontakt in einem meist als sehr angenehm empfundenen Umfeld (warmes Wasser, begrenzte Wannengrösse, Oase der Ruhe, Entspannung uä), wird teilweise auch in Baby-Ratgebern empfohlen.

    • Maria Bischer sagt:

      Wieso nicht? Weil er auch gerne badet?! Weil es Spass macht und lustig ist (plantschen und so?!). Weil es praktisch ist (zwei Menschen sauber mit nur einem Bad…). Oder weil sich Mama darüber freut und in der Zwischenzeit eine Kaffee trinkt und die Zeitung liest?! Wirklich kein speziell absonderliches Bedürftnis, oder?

  • Märli sagt:

    Warum nicht mit dem Kind in die Badewanne, solange es beiden wohl bei der Sache ist.

    Das Berührt werden an Körperstellen, an den man es nicht gerne hat, kann man schon bei einem kleinen Kind klar anzeigen, in dem man sein Hand wegnimmt, und sagt das habe ich nicht gerne (sollte man auch ausserhalb der Badewanne im Alltag machen). So lebt man seinem Kind vor, dass es normal ist aus zu drücken, welche Berührungen man gerne hat und welche man nicht mag.
    Dazu gehört auch im Gegenzug Berührungen zu unterlassen bei denen ein Kind anzeigt, dass es das nicht mag.

  • Christoph Schnyder sagt:

    Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass die Gesellschaft ein Problem hat mit übertriebenem Pädophilieverdacht bei leiblichen, betreuenden Vätern mit ihren eigenen Kindern. Zumindest hatte ich nie den Eindruck, dass mich da jemand schräg angeschaut hätte. Viel hysterischer geht es zu bei körperlichen oder verbalen Kontakten zwischen Männern und anderen/fremden Kindern. Da können sich Frauen definitiv weitaus mehr erlauben und auch ich verhalte mich da im vorauseilenden Gehorsam oft übertrieben zurückhaltend. Dies war eben auch das Problem, das die männlichen Kindergärtner haben.

  • Ora sagt:

    Ich denke, mit den Kindern nicht nackt zu baden (wenn es unbedingt sein muss, kann mans ich ja auch mal in der Badewanne eine Badehose anziehen) ist eine vernünftige Grenze.
    Das Problem ist, dass man in den 70ern so darauf aus war, nur ja nicht „prüde“ zu sein, dass gesunde Grenzen verwischt wurden, und das hat genauso ungesunde Auswirkungen wie übertriebene Prüderie.
    Ich finde es gut, dass das Pendel jetzt wieder zurückschlägt, und dass man heute bereit ist, Kindern ihre Privat- und Schamsphäre zu lassen.
    Das „nur nicht prüde“ diente tw. als Vorwand für Missbrauch, wie die Tabuisierung auch.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Schamsphäre? Privatsphäre? bei einem 17 Montate alten Kind? Schon nur mal einen Hauch von Kinderentwicklung und Psychologie mitbekommen? Genau dies ist das Problem, das moralisch verbrämte Ingnoranz heute den Takt angiebt. Danach haben wir dann verstörte, verklemmte und Soziophobe Töchter und Söhne …

  • Felix Stern sagt:

    „Wir alle tragen Verantwortung für unser Handeln, und die beginnt durchaus schon beim Zulassen von Fantasien und nicht erst bei ihrem Ausleben. “ Nein, das ist falsch. Wir tragen Verantwortung für unsere Handlungen. Unsere Phantasie ist frei. Wir erzeugen einen völlig übertriebenen Zusammenhang zwischen unseren Phantasien und unseren Handlungen. Ich denke, wir sind sehr wohl in der Lage, dazwischen zu unterscheiden. Wenn ich aber Phantasien als solches verurteile, lande ich bei einer „Gedankenkontrolle“ und letztlich bei dem schlechten Gewissen, mit dem das Mittelarter regierte.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Felix Stern:
      so einfach ist es nicht,
      jede Handlung, ob nun konstruktiv oder destruktiv, war in den allermeisten Fällen vorher mindestens einmal angedacht, bis sehr detailliert durchdacht worden. Selbstverständlich könnte ich alles Mögliche gründlich durch-denken ohne tatsächliche Handlungen folgen zu lassen- umgekehrt geht aber weniger gut, ausser es handelt sich um instinktive Handlungen wie jemanden von der Strasse rückreissen wenn grad ein Auto kommt oä.
      Diesen „die Gedanken sind frei“-Satz zur Legitimation von allen möglichen Phantasien finde ich nicht besonders weise gedacht.

    • Malena Garcia sagt:

      Natürlich sind letztlich nur die Handlungen relevant, aber ein gewisser Zusammenhang mit den Phantasien besteht schon (ich versuche den Autor etwas wohlwollender zu interpretieren). Was würden sie einem Vater empfehlen, der tatsächlich pädophile Phantasien hat: dass er seinem Kind immer beim Baden zuschaut und seinen Phantasien dabei freien Lauf lässt (sind ja keine Handlungen), oder dass er solche Situationen und dazugehörenden Gedanken möglichst meidet?

    • Manni Mann sagt:

      Total falsch Herr Stern – wenn ich den ganzen Tag rumphantasiere dass ich Leute umbringe – ist das nur schon schlecht für meine eigene Gesundheit.
      Es ist auch nicht legitim, Gedanklich andauernd Leute sexuell zu „missbrauchen“. Menschen spüren positive und negative bzw. ehrliche oder unehrliche Gedanken weit mehr, als man meint.

      Zudem: natürlich besteht ein Zusammenhang zwischen dem was wir denken und tun. Wenn sie das noch nicht gemerkt haben, kennen sie sich selbst nicht. Das was wir denken, prägt unser Handeln und unser Handeln prägt unseren Charakter.

      • Franz Vontobel sagt:

        Herr Mann – vorher wehren sie sich gegen „vorauseilenden Gehorsam“ und hier reden sie der „Schere im Kopf“ das Wort?

        (Den esoterischen Teil mit dem „Spüren von Gedanken“ lass ich mal unkommentiert…)

      • Manni Mann sagt:

        Herr Vontobel – so ein Quatsch das hat nichts mit Esoterik zu tun. Das erlebe ich täglich in der Realität.
        Von Gesetzes wegen können sie natürlich denken was sie wollen. Aber glauben sie mir, wenn z.B. ein Vater sein Kind auch nur gedanklich missbraucht, dann schlägt sich das auf die Beziehung nieder und das Kind trägt einen Schaden davon.
        Wenn sie das nicht einsehen, dann muss ich annehmen, dass sie tiefere Beziehungen gar nicht kennen, denn die funktionieren nämlich nur, wenn die Gedanken einander gegenüber ehrlich sind.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Darf ich auch was von dem Zeug dass Sie eben gerade geraucht haben Herr Mann? Positive/Negative Gedanken? Räucherstäbli und Fenchel-Schui?

      • Manni Mann sagt:

        Wehrli – sie dürfen mich analytischer Rationalist nennen. Mit Esoterik und all dem Kram hab ich nichts am Hut.
        Aber sie haben offenbar auch keine echten Beziehungen im Leben. Meine Kinder merken sofort, wenn ich in meinen Gedanken nicht ehrlich oder positiv bin, meine Frau merkt das auch. Ich merke das auch.
        Meine Kunden merken das vielleicht weniger. Aber ich merke extrem, wie ich bei meinen Kunden ankomme und das hat fast nur mit meinen Gedanken zu tun. Das ist nichts esoterisches, das ist einfach Fakt.
        Nur solche die keine positiven Beziehungen haben können so etwas nicht merken.

      • Manni Mann sagt:

        Unsere Gedanken bestimmen unsere Körpersprache und auch unser Handeln. Das ist Wissenschaft und hat nichts mit Esoterik zu tun.
        Aber eben auch ohne Wissenschaft würde das jeder aus Lebenserfahrung merken.
        Nur der nicht, der nur für sich selbst lebt und nur oberflächliche Beziehungen kennt, lebt an diesen Tatsachen vorbei.
        Und klar – der, der nur verlogene Gedanken hat gegenüber seinen Mitmenschen, die so schräg sind, dass er sie verheimlichen muss. Der kann ja nur ein Mensch mit oberflächlichen Beziehungen sein.

      • Franz Vontobel sagt:

        Herr Mann, wenn sie recht hätten, so wäre es unmöglich Menschen zu manipulieren und zu betrügen. Die Realität sieht aber doch ein wenig anders aus.
        Ausserdem: wie übertragen sich die „schlechten Gedanken“ auf mein Gegenüber? („Negative Energiewellen“, vermute ich mal…)

      • Felix Stern sagt:

        @Mann: Natürlich beeinflusst mein Denken mein Handeln. Die Frage ist nur: wie? Meine Einstellung zu einer Person beeinflusst mein Verhalten zu dieser Person. Eine Positive Einstellung zu mir selbst und meiner Umwelt beeinflusst mein Handeln. Alles klar. Phantasien sind aber etwas anderes. Phantasien befassen sich oft genug nicht mit konkreten Personen. Selbst wenn, stellen sie nicht die Einstellung zu einer Person dar. Wir sind durchaus in der Lage, dazwischen zu unterscheiden. Ich kann vor einer Person Respekt haben und trotzdem in irgendeinem Augenblick eine Phantasie über diese Person haben

      • Manni Mann sagt:

        natürlich ist es möglich Menschen zu betrügen – Menschen sind ja auch allgemein dumm. Viele wollen auch betrogen werden. Aber darum geht es doch nicht.
        Ich wundere mich stets über dieses simple schwarz-weiss Denken.
        Ich habe von Beziehungen geredet und konkrete Beispiele genannt. Warum gehen sie nicht darauf ein?
        Dann fragen sie nach „Energiewellen“ – ich hingegen erwähnte Körpersprache. Ersters lässt sich nur schwer beweisen, zweites hingegen sind einfach Fakten, davon habe ich geredet. Aber sie gehen einfach nicht darauf ein. Je nach dem was sie denken, verändert Blick, Mimik etc.

      • Manni Mann sagt:

        Ja klar Herr Stern – aber darf ich sie daran erinnern. DASS DER KONTEXT von dem diese Diskussion ausging, der war, dass ein Vater nicht mit seinem Kind in die Badewanne geht – weil das angeblich ein „sexuelles Spannungsfeld“ sei.
        wenn dann jmd davon redet „Gedanken sind frei“ etc. dann verstehe ich das in diesem Kontext.
        Ich redete nciht von einem flüchtigen Gedanken, sondern von ständigem rumphantasieren. Glauben sie mir: Wenn sie stets ihre Nachbarin begrapschen wollen, während sie mit ihr reden. Wird sich diese irgendwann unwohl fühlen in ihrer Gegenwart.

      • Manni Mann sagt:

        *Stern – beachten sie auch meine Wortwahl „den ganzen Tag“ – „ständig herumphantasiere“
        ich redete von konkreten und dauernden Phantasien – nicht von flüchtigen Gedanken, – die eben deshalb flüchtig sind, weil wir sie wieder abweisen

      • Franz Vontobel sagt:

        Mooooment! Sie sagten, und ich zitiere: „Menschen spüren positive und negative bzw. ehrliche oder unehrliche Gedanken weit mehr, als man meint.“

        Menschen spüren Gedanken! Nix Körpersprache. Gedanken.

        Das habe ich als Eso-Unfug bezeichnet – nichts anderes. Und dabei bleibe ich auch.

      • Felix Stern sagt:

        @Mann: Phantasien sind eine andere Funktion unseres Gehirnes als unsere Einstellung zu uns selbst oder unseren Mitmenschen. Unser Bewusstsein steuert, wann was zum greifen kommt. Wenn ich meiner Nachbarin gegenüber stehe und dauerhaft sexuelle Phantasien habe, dann wird sich das wohl widerspiegeln. Das ist aber nicht das problem meiner Phantasien sondern meiner Einstellung Mitmenschenn gegenüber. Es kann gut sein, dass ich diese Phantasien dauerhaft habe, aber meine Einstellung zu Mitmenschen meine Handlungen (und meine Gedanken) steuert, wenn ich der Person gegenüber stehe.

      • Felix Stern sagt:

        Dann brauche ich die Phantasie weder zu verteufeln noch zu unterbinden. Im Kontext mit dem Artikel muss man auch sagen. Wie sieht es mit Phantasien über sexuelle Handlungen mit Kindern aus? Wenn man nicht Pädophil veranlagt ist, wird man diese Phantasien kaum haben. Was tun, wenn man pädophil veranlagt ist? Entscheidend ist die Einstellung DASS KINDE KEINE OBJEKTE SIND. Entschiedend ist auch die Empathie und das Illustrieren der Sicht des Kindes (auch wenn ich es liebe, dann ist, was ich will, shädlich für das Kind). Das ausprägen dieser kognitiven Eigenschaften steuert das Verhalten.

      • Felix Stern sagt:

        Wenn ein Pädophiler aber Phantasien hat, wie er sich mit Kindern sexuel befriedigt, ist das an sich harmlos, solange eben die obigen Punkte beachtet werden (Werthaltung und Empathie). Wenn diese Punkte gegeben sind, dann kann die Phantasie auch entspannend wirken.

        Zu schwarz-weiss: Es ist eben genauso schwarz-weiss negative Phantasien zu verteufeln oder zu tabuisieren. Der Einfluss der Phantasie auf die Handlung (ob flüchtig oder nicht) ist gering. Negative Phantasien können auch positive Effekte haben, indem sie Spannungen abbauen. Wer dauerhaft negative Phantasien hat ist krank.

      • Manni Mann sagt:

        Herr Vontobel – können sie nicht spüren wenn „dicke Luft“ im Haus ist? Ich schon! Das meiste wird sich rational erklären lassen. Wie ich schon erwähnt habe: Es sind winzige Details, die wir nur unbewusst wahrnehmen und wir denken dann wir hätten es intuitiv „gespürt“. Wenn sie meine Beiträge lesen, können sie ganz genau verstehen, was ich meine. So schwierig ist das nicht. Ich sage auch „die Sonne geht auf“ – obwohl das nicht ganz stimmt. WIE wir Gedanken spüren (unbewusste Wahrnehmung von Mimik, Tonfall etc.) ist einerlei, aber wir spüren sie.

      • Manni Mann sagt:

        Stern – ihre Präzisierung zwischen „Gedanken (Einstellung)“ und „Phantasien“ bringt etwas Licht ins Dunkel. Allerdings müssen sie zugeben, dass sie Anfangs die Begriffe sehr wohl zusammen hatten. Sie redeten von freien Phantasien und wie schlecht Gedankenkontrolle sei.
        Ihr letzte Ausführung bzgl. der Nachbarin teile ich weitgehend und kann diese Unterscheidung nachvollziehen. Allerdings sind die Grenzen fliessend, auch Phantasien können zu Obsessionen werden, und dann werden sie zu Gedanken etc.
        die mehr und mehr an Raum gewinnen und unsere Einstellung verändern.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nö, Herr Mann, das wird nicht besser, auch wenn sie sich winden – „Dicke Luft“ ist kein Gedanke, das ist eine Stimmung. Und ich nehme Stimmungen wahr anhand von Tonfall, Körpersignalen, Wortwahl, whatever – ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich freundlichst mit ihnen palavern könnte und dabei 1000x „der Mann ist ein [hier Beleidigung ihrer Wahl einsetzen]“ denken könnte. Sie würden das in keinem Augenblick „spüren“…

      • Felix Stern sagt:

        @Mann: Zurück zu meinem ersten Post. Ich sprach dort immer von Phantasien und nicht einfach von Gedanken oder anderen mentalen Vorgängen. Mit „Gedankenkontroll“ meinte ich eine Gedankenkontrolle von aussen und nicht etwa das Wirken unseres Bewusstseins. Die Tabuisierung unserer Phantasien ist eine „Gedankenkontrolle“ von aussen und die ist schlecht.

        Eine Obsession ist eine Krankheit. So etwas kann man heilen, wenn man offen damit umgeht. Tabuisieren bewirkt das Gegenteil.

    • Felix Stern sagt:

      @Steiner: Wenn die Gedanken nicht frei sind, haben wir ein ernstes Problem in unserer Gesellschaft. Nur die geringste Zahl aller Gedanken enden in Handlungen. Ob sie in Handlungen enden, hängt nicht so sehr davon ab, ob ich diese Gedanken gehabt habe oder nicht. Dazu muss ich auch noch den Vorsatz fassen, eine Handlung auszuüben. Wenn wir in unserer Gesellschaft Massnahmen ergreifen, die uns zu einem bestimmten Handeln motivieren sollen oder von einer Handlung absehen lassen sollen, dann greifen wir auf dieser Ebene ein: fasse ich in einer gegebenen Situation den Vorsatz zu handeln oder nicht?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern:
        die Aussage „die Gedanken sind frei“ kann unterschiedlich beurteilt werden.
        Mir geht es ausschliesslich um das Übernehmen, resp sich bewusst-sein, dass Gedanken sehr wohl Auswirkungen haben, sie „irren nicht einfach vorbei wie nächtliche Schatten“, sondern können Handlungen in Gang bringen, gute wie schlechte. Niemand sollte es sich mit „harmloser Herumphantasiererei“ zu einfach machen. Welchen Vorsatz ich fasse hat auch wieder mit meinem Drüberdenken zu tun.

      • Manuela Meier sagt:

        Und wie sieht es mit Zwangsgedanken aus? Kenne Mütter, die Zwangsgedanken darüber haben (OCD) , ihrem Kind etwas anzutun, unfreiwillig und das z.T über Tage und Wochen. Diese ‚intrusive thoughts‘ sind in der Gesammtbevölkerung sehr weit verbreitet (zb Was würde passiere, wenn ich einfach vor den Zug springen würde/Das Baby fallen lassen/meinen Chef umbringen). Für mich als Betroffene ist es klar und sehr gut zu Wissen, dass solche (ungewollten) Gedanken einem nicht schuldigen machen oder Prädestinieren.

      • Felix Stern sagt:

        @Steiner: Wir müssen bei den Gedanken etwas differenzieren. Phantasien huschen weitstgehend vorbei wie nächtliche Schatten. Stellen Sie sich vor, Sie werden durch eine Person provoziert. Dann huscht Ihnen die Phantasie durch den Kopf, dieser Person einen Tritt in den Hintern zu versetzen. Die Frage, ob Sie einer Person nach einer Provokation einen Tritt in den Hintern versetzen oder niocht, hat nichts damit zu tun, ob Ihnen die Phantasie durch den Kopf jagd (im Gegenteil: die Phantasie kann Sie beruhigen). sie hat damit zu tun, dass Sie die Konsequenzen fürchten …

      • Felix Stern sagt:

        … also Sie fürchten z.B. den Rechtsstaat oder die soziale und verinnerlichte Ächtung von Gewalt. Diese Überlegung und Abschätzung ist aber eine ganz andere Funktionalität Ihres Gehirnes als das Erstellen von Phantasien. Wenn Sie gesund sind, sind Sie auch durchaus in der Lage, diese Funktionen auseinander zu halten. Das gleiche gilt für Ihre Fähigkeiten, Einstellungen zu sich, Ihrer Umwelt oder den Mitmenschen in Ihrer Umwelt zu fassen. Das ist auch eine andere Funktion. Wir bedienen uns dabei zeitweise der Phantasie, um gewisse Einstellungen aktiv zu unterstützen.

      • Felix Stern sagt:

        „Mentales Training“ ist ja oft so eine Geschichte, wo man versucht, durch gezielte Phantasien und Vorstellungen die Einstellung zu sich oder seiner Umwelt zu verändern. Damit kann man seine Leistungsfähigkeit bekanntlich steigern. Es ist aber auch ein Stress. Wir müssen unser Bewusstsein bemühen, um unsere Phantasien zu steuern. Das ist anstrengend. Sich selbst überlassen, produzieren wir ansonsten irgendwelche Phantasien, die oft auch mit unseren Emotionen zusammenhängen. Es ist absolut kein Problem, wenn diese Phantasien nicht „political Correct“ oder sogar verwerflich sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern:
        ich nahm den Ball in Bezug auf diesen Kontext auf, so quasi freies herumphantasieren,
        – hier in Bezug auf Kinder und Sexualität, habe frei zu sein,
        weil die Gedanken frei zu sein haben.
        Ich nehme da jeweils noch einen Nachsatz in Form von „und deshalb bin ich dafür auch nicht verantwortlich“ wahr.
        Vielleicht bringt folgendes ein bisschen Licht in meine Sichtweise: ich kann den Vogel (Gedanken) nicht dran hindern über meinem Kopf zu fliegen, aber dass er ein Nest baut. Nest bedeutet für mich intensivere Gedankenarbeit/Phantasieankurbeln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Plus dass ich der Ansicht bin, dass intensiveres phantasieren/denken Auswirkungen hat, und man das nicht unterschlagen sollte.

        @Manuela Meier: ich beziehe mich ausschliesslich auf die Gedankengeschichten von nicht-Zwangsgedanken-geplagten. Bin über die aktuellen Therapieansätze nicht auf dem Laufenden, aber vermutlich sind Entspannung, Gedanken neu gewichten (sich innerlich nicht für jeden „schlechten Gedanken“ aufhängen) und neue Gedanken ins Leben rufen versuchen ein Aspekt vom Umgang damit?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felix Stern:
        Mentales Training ist eigentlich das perfekte Beispiel dafür, dass intensive Gedankenarbeit Auswirkungen hat.
        Oder allgemeiner gesagt, dass Gedanken Folgen haben, und sobald sie sich quasi „materialisieren“ sind sie nicht mehr frei, sondern nehmen Einfluss auf Menschen. Kann mir ehrlich gesagt aber schlecht vorstellen mit welchen „verwerflichen Phantasien“ sich bspw. ein Sportler hochpushen sollte, resp dass dazu „verwerfliche“ nötig seien- wobei wir nun in die Definitionsrunde „was verstehen wir unter verwerflich“ schreiten müssten- ehm, ehrlich gesagt, lieber nicht… .

      • Widerspenstige sagt:

        Die Gedanken sind frei, sonst wählen wir freiwillig ein Gedankengefängnis, aus welchem wir nicht mehr so schnell den Durchblick haben für die essentiellen Dinge des Lebens. Also bitte!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        der Punkt ist mehr, was ich mit dieser Freiheit mache, nicht alle Gedankenwälzereien dienen mir oder meinem Umfeld zum Besten, meine Gedanken bestimmen mein Leben mit, siehe auch Paul Watzlawick und seine Anleitung zum Unglücklichsein.

    • fabian sagt:

      natürlich sind die gedanken frei.
      die armen geschöpfe, die ihren gedanken nicht mehr freien lauf lassen können, weil sie bespielsweise indoktriniert bekommen haben, ein gott (nach moralischer ausgestaltung von menschen, of course) würde es sehen und bestrafen können.
      als beweis für die freiheit meiner gedanken denke ich grad was, das gewisse menschen entsetzt aufschreien lassen würde 🙂

  • Ritschart P: sagt:

    Mit einem Kleinkind als leiblicher Vater nicht in eine Badewanne zu steigen, sogar ein Kleinkind nicht in eine Krippe mit männl. Personal zu geben, empfinde ich bedenklich bis – sorry – paranoid. Wenn man der Welt mit solcher Angst und Missgunst begegnet, dann färbt sich dies unbewusst bei anderen Gegebenheiten in kleinen Dosen ganz sicher auch auf den Nachwuchs ab. Vielmehr sollte man die Dinge benennen und altersgerecht erklären. Ein Verheimlichen, Wegdrehen, Verstecken etc. ist meines Erachtens kontraproduktiv, erhöht es doch tendenziell eher die Neugierde.

  • Maettu sagt:

    Interessanter Artikel, der viele wichtige Punkte erwähnt. Danke dafür! Leider bleibt der m.E. alles entscheidende Punkt des Umgangs mit Erregung / Lust unerwähnt. Doch erst diese bilden das kritische Element, um welches sich letztlich alles dreht. Solange Lustempfinden bewertet wird, während der Mechanismus der Erregung unverstanden ist, kann auch kein guter Umgang damit entwickelt werden. Darum lässt sich der Mann so einfach unter Generalverdacht stellen. Der Mensch ist in der Lage, einen verantwortungsvollen Umgang mit Lust zu erlernen. Das braucht eine sachliche, enttabuisierende Debatte.

    • Manni Mann sagt:

      Maettu – bei normalen Männern entsteht aber kein Lustempfinden, wenn er mit seinen Kindern badet oder duscht.
      Bis jetzt gingen wir alle davon aus, dass das beim Artikelschreiber auch so ist.
      Es geht ja gerade darum, dass ein normaler Vater auf unnatürliche körperliche Distanz geht. Sei es damit er nicht „verdächtig“ erscheint, sei es um sein Kind nicht damit zu konfrontieren, dass man nicht an fremden Geschlechtsteilen rumhantiert.
      Diese beiden Gründe scheinen uns absurd.
      Ihr Grund – dass er tatsächlich Lustempfinden dabei hat – wäre tatsächlich ein guter Grund solche Nähe tunlichst zu meiden

    • Martin Frey sagt:

      Bin mit Manni Mann einer Meinung. Erregung entsteht im Kopf und nicht im Badewasser. Mit anderen Worten, wenn Erregung und Lust entsteht wenn der Papi ins selbe Badewasser steigt, ja dann soll er es definitiv besser bleiben lassen. Und sich und seine Gedankenwelt mal hinterfragen.

  • Thomas Jordi sagt:

    Herr Theunert, Sie sollten unbedingt mal in die Badewanne mit ihrer Tochter. Woher wollen Sie wissen, dass Ihre Tochter mit ihrem Piepmatz spielen will? Die findet die Quietschente vermutlich viel interessanter. Also: ausprobieren! Aber nicht enttäuscht sein, wenn das Interesse am Schnäbi gering bis nicht vorhanden ist.

    • Marie-Anne sagt:

      🙂 Genau! Ich hab oft mit meinen Kindern gebadet, die haben mich nie einfach so berührt an heiklen Stellen, warum sollten sie? Wenn es passiert wäre, hätte ich gesagt, dass sie es lassen sollen, weil ich das nicht mag, so wie ich es nicht mag, wenn man mir in die Haare greift. Kein Problem. Herr Theunert möchte ein Problematik kreieren, wo keine ist. Warum? Ein bisschen Werbung für seine Männergruppe machen?

  • dres sagt:

    Meine Güte, man kann mit seinem Kleinkind auch so baden, dass es nicht zwingend Zugriff aufs Schnäbi hat…

    • Tom sagt:

      z.B. kann mann ja eine Badehose anziehen. Oder dann wäre da noch der Gang zur Therapie, damit es danach auch ohne Badehose ganz natürlich möglich ist. So einfach als Papa der mit den Kindern badet und planscht.

  • Martin Johansson sagt:

    Guter Text, die Bedenken des Autors sind nachvollziehbar. Als Prestige- und Selbstverwirklichungsobjekte müssen Kinder oft herhalten, darüber wird aber kaum debattiert. Ergänzend möchte ich anfügen, dass Zurückhaltung beim körperlichen Kontakt zu den Kindern nicht zuletzt auch dem Selbstschutz des Vaters dient. Immer wieder werden Fälle publik, wo zurückgewiesene Geliebte oder Exfrauen im Sorgerechtsstreit, aus Rache oder Geltungssucht den Mann beschuldigen, seine Kinder zu missbrauchen. Da kann es sich auszahlen, sich nicht in die „Grauzone“ begeben zu haben und keine Angriffsfläche zu bieten

    • 13 sagt:

      @ M.J.
      Ich arbeite im Bereich Scheidungen und kann Ihnen eins versprechen: Wenn Sie die Kinder umarmen, sich körperlich nähern, wird Ihnen die Frau in einem wirklich hässlichen Prozess ungebührliches Verhalten vorwerfen. Halten Sie sich zurück, wird es heissen, man hat sich nie für die Kinder interessiert und hätte sie nie geliebt. Recht machen kann man da im Voraus niemanden. Höchstens versuchen mitzuhelfen, dass es nicht ganz soweit kommt, sondern dass man auch nach einer Trennung ein normales Gespräch führen kann. Einfach ist das aber nicht.

      • tina sagt:

        13, gehts noch?

      • tina sagt:

        ich meinte: würdest du das bitteschön korrigieren, respektive streichen, zurücknehmen, relativieren, wie auch immer: „Wenn Sie die Kinder umarmen, sich körperlich nähern, wird Ihnen die Frau in einem wirklich hässlichen Prozess ungebührliches Verhalten vorwerfen. Halten Sie sich zurück, wird es heissen, man hat sich nie für die Kinder interessiert und hätte sie nie geliebt. Recht machen kann man da im Voraus niemanden.“ das klingt als ob das immer so wäre. das ist nicht einfach nur übertrieben, das ist hanebücherner blödsinn

      • tina sagt:

        neben einem kleinen prozentsatz idioten (männlich wie weiblich) gibt es die grosse masse ganz anständiger, vernünftiger menschen, selbst angesichts einer scheidung

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tina:
        seien Sie da bloss nicht zu optimistisch, in wirklich hässlichen Scheidungskriegen- und darauf bezieht sich 13 ja, kommt der Missbrauchvorwurf schneller als Ihnen lieb sein wird, hier gabs vor langer Zeit mal einen Artikel darüber, dass in D seit Einführung eines neuen Gesetzes (falscher Missbrauchvorwurf im Scheidungskampf wird strafrechtlich relevant) ein Rückgang von Missbrauchsvorwurf in Scheidungskriegen zu verzeichnen wär.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Sie haben mich komplett falsch verstanden. Ich präzisiere gerne: In wirklich HÄSSLICHEN Prozessen geht das genau so. Das ist aber nur ein sehr kleiner Prozentsatz, die allermeisten gehen nicht auf dieses Niveau. Alles was ich sagen wollte: Es bringt nichts, sich zurückzunehmen, weil die Frau einem evtl. in einem Scheidungsprozess vorwerfen könnte, man sei übergriffig gewesen etc. Wenn der andere einem etwas vorwerfen will (Mann wie Frau), dann findet er/sie etwas, egal was Sie gemacht oder nicht gemacht haben. Ganz sicher wollte ich nicht sagen, dass das immer oder meistens so abläuft.

      • Martin Frey sagt:

        @tina: Ich glaube 13 weiss da nur zu gut wovon sie spricht. In wirklich hässlichen Scheidungskämpfen kommen doch nur zu oft die niedersten Triebe und Instinkte zum Vorschein. Bin daher überzeugt dass 13 in keiner Art und Weise übertrieben hat. Persönlich bin ich nur froh, dass ich selber beruflich damit wenig zu tun habe….

      • 13 sagt:

        Ein Beispiel: Ich kenne Fälle, wo die Mutter das Kind nicht übers Wochenende zum Vater lassen will, weil er es immer badet und sie findet das komisch und es müsste doch nicht sein für eine Nacht etc. Und dann kenne ich solche, wo der Vater aus Angst vor Vorwürfen das Kind nie badet und sich die Mutter nun weigert, es ihm zu geben, weil er sich damit zu wenig kümmert. Und umgekehrt genau so: Die eine Mutter verwöhnt das Kind angeblich, weil es bei ihr schlafen darf. Die andere nimmt seine Bedürfnisse nicht wahr, weil es das nicht darf. Alles schon gesehen und gehört. Aber es ist die Ausnahme.

      • tina sagt:

        ah so! uff, dankeschön, ich dachte ich sehe nicht recht…

      • tina sagt:

        ich hätte den satz verstanden, so wie er gemeint war, wenn er so formuliert gewesen wäre:
        „In einem wirklich hässlichen Prozess wird Ihnen die Frau ungebührliches Verhalten vorwerfen, wenn Sie die Kinder umarmen, sich körperlich nähern…. „. aber so wie er oben steht, klang es so, als ob jede umarmung zu einem wirklich hässlichen prozess führen würde. sorry 🙂

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Kein Problem, das kommt vor. Man kann ja miteinander sprechen und es erklären 😉

  • Manuela Meier sagt:

    Kann den Autor sehr gut verstehen. Ich habe POCD (padophile obsessive compulsive disorder, obsessional fear of being a paedophile) und solche Gedanken regierten bis vor kurzem meinem kompletten Alltag und mein Denken. Klar, er wird wahrscheinlich kein OCD haben aber jemanden für solche Gedankengänge zu verurteilen oder diese zu hinterfragen oder versuchen, eine tiefere Bedeutung dahinter zu ‚entdecken‘ wäre, mindestens für mich als Betroffene, sehr schmerzhaft weil es ja etwas ist, das man unter allen Umständen verhindern will und mit jeder Faser seines Körpers ablehnt und verurteilt.

  • André sagt:

    Ich verstehe das Problem des Autors nicht richtig. Wieso wirft väterliche Fürsorge, und die simple Tatsache mit seinem Kind zu baden, so viele Fragen auf ? Und was hat dies mit Pädophilie zu tun? Die elterliche Fürsorge bringt dem Kind Vertrauen und Selbstbewustsein und ist kein offenes Tor für Übergriffe. Den Kindern ist sehr wohl bewusst, wer die Bezugspersonen sind und was sie wem zutrauen. Daher, lieber Autor, weniger verkrampft sein und sich nicht den Kopf über vermeintlich missverstandene Situationen den Kopf zerbrechen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Markus Theunert:
    mich würde enorm interessieren wie Sie die, meiner Ansicht nach, sehr sachlichen und auf „Alltagsebene zurückbringenden“ Kommentare von fast allen bisher Beteiligten einschätzen- werden Sie sich nach Überdenken der Argumente in die Wanne wagen? Die Fragen, denen Sie sich stelle,n muss sich ja auch jede Mutter welche mit Kind in der Wanne liegt vergegenwärtigen- kann mich nur anschliessen,
    mit Badwannen-Vermeidungsstrategie erreiche ich hier keine Unverkrampftheit,
    und ein „ich möchte das nicht“ produziert keinen Knacks… .

  • irene aufderfahrt sagt:

    ich finde ihren Artikel interessant und vor allem das sie sich so verhalten, wie sie es für richtig finden. dann stimmts auch.

  • Martin sagt:

    Ich sehe es eigentlich auch voellig unverklemmt. Meine Tochter ist 13 Monate jung. Habe sie seit Geburt immer Windeln gewechselt und gebadet. Habe mir noch nie Gedanken darueber gemacht. Nur bei der Wahl der Kinderkrippe, wollten wir keine, wo Maenner da mitmachen. Ich finde es seltsam, wenn ein anderer Mann meine Tochter die Windeln wechseln und Baden wollte.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …naja, also dass in Krippen gebadet werden würde wär mir also neu-
      und würden Sie auch allfälligen Brüdern Ihrerseits, Cousins, Onkel, Ihrem Vater das Windelwechseln vorenthalten?
      Aber immerhin haben Sie sich das gemeinsame Bad nicht nehmen lassen!

    • 13 sagt:

      Und wenn die Krippe jetzt einen anstellen würde, dann würden Sie Ihr Kind da rausnehmen? Und hier ist er, der Generalverdacht. Einfach nur traurig.

      • fabian sagt:

        da hilft nur noch eine männerquote in den krippen.
        krippen ohne männer erhalten keine subventionen.
        aber dass wir staatlich die nur-frauen-krippen noch fördern, das lehne ich ab.

      • Susi sagt:

        @fabian: Nette Utopie, wird aber schwierig, weil ja offenbar kaum ein Mann diesen Job machen will…

      • Sportpapi sagt:

        Och Susi, das wäre dann aber doch wie die Kaderpositionen, für die man eine Frauenquote einführen möchte… Alles eine Frage der richtigen Anreize…

      • fabian sagt:

        susi, wer subventionen in millionenhöhe verteilt, hat einen schönen anreiz, das durchzusetzen.
        allein, es fehlt der wille.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Susi: Was auch daran liegen könnte, dass männliche Kita-Betreuer und Kindergarten-Lehrer mehrheitlich als seltsam, wenn nicht gar potentielle Pädos angesehen werden. Siehe Martin weiter oben. Dass es nicht sonderlich attraktiv ist, sich als Mann diesem Negativ-Prestige auszusetzen, zumal für wenig Geld, dürfte klar sein. Auch sind wohl aufgrund der gleichen Vorurteile die wenigsten Krippen scharf darauf, Männer einzustellen. Das Ganze ist also eine Huhn-Ei-Problematik, bei der nicht nur die Männer verantwortlich sind, weil sie scheinbar nicht wollen..

      • Susi sagt:

        ich hab auch nicht gesagt, die Männer seien dafür verantwortlich. aber wie soll man denn etwas durchsetzen, wenn es einfach kaum Männer auf diesem Markt gibt. Was für Anreize bieten? Sie besser bezahlen als die Frauen, dass sie als Quotenmann einspringen?
        😀

      • fabian sagt:

        Susi, ganz einfach, die Krippen sollen Männer suchen. Sonst gibts keine Subventionen. Die Stadt hat längst in ihrer Verwaltung eine Quote von 1/3 Frauen in allen Positionen eingeführt, weshalb nicht bei den Krippen? Weils um Männer geht, und nicht um Frauen?

      • Susi sagt:

        @fabian: Ich frage oben nach den von Sportpapi vorgeschlagenen „Anreizen“, damit mehr Männer eine solche Stelle annehmen würden. Und was sagen Sie? „ganz einfach, die Krippen sollen Männer suchen.“
        Abgesehen davon, dass Sie sich wiederholen, ohne eine Frage überhaupt ansatzweise zu beantworten, vergleichen Sie hier Äpfel mit Birnen: Für Verwaltungsstellen stehen mehr als genug Frauen zur Verfügung, die Krippen hingegen können froh sein, wenn sie überhaupt Personal finden. Die Männer stehen dort nicht gerade Schlange… Und aus gutem Grund. Haben Sie mal die Kommentare hier im Mamablog (auch bei anderen Artikeln) etwas genauer gelesen? Zahlreiche Einträge zeigen, dass viele Eltern (vor allem Männer!) ihr Kind nicht von einem Mann wickeln lassen wollen. Welcher Mann möchte sich denn gerne für einen miesen Lohn dem in vielen Köpfen herrschenden Generalverdacht aussetzen?
        Wie stellen Sie, Fabian, sich denn vor, dass die Krippen „Männer suchen“, wenn es auf dem Markt kaum welche hat? Sollen Männer an solche Stellen denn strafversetzt werden, damit die Krippe Subventionen bekommt? (

        Durch eine Streichung von Subventionen wären zudem in erster Linie die Familien, die solche nötig haben und auf einen Platz in einer bestimmten Krippe angewiesen sind, bestraft.

        Vielleicht überdenken Sie Ihre Argumentation ja nochmals und merken, dass diese nicht nur männerfeindlich, sondern auch familienfeindlich ist… (Oder wahrscheinlich einfach nur unüberlegt.)

      • fabian sagt:

        wissen sie, eigentlich finde ich es ok, dass eine familie, die subventionen nötig hat, aber männerdiskriminierung fordert, kein geld erhält.
        wenn krippen männer suchen müssten, als angestellte, würden sie welche finden. und mehr wertschätzen.
        und familien würden sich überlegen, ob sie lieber nur frauen als betreuerinnen hätten, oder männer auch ok wären, wenn dafür der krippenplatz subventioniert würde.
        alles eine frage der anreizstruktur. schauen sie in die landwirtschaft, dort wimmelts von solchen subventionen. geben sie dem kälbchen mehr platz, gibts mehr geld. so einfach ist das.

      • Susi sagt:

        Ja, das stimmt, aber welche Anreize könnte man denn in diesem Fall konkret bieten?

      • fabian sagt:

        geld. subventionen. das ist so ziemlich der stärkste anreiz.
        wenn das die krippen und die eltern kapiert haben, passen sie ihr wertesystem recht schnell an.
        und dann kommen auch wieder mehr männer in diesen beruf.

    • 111 sagt:

      … „eigentlich völlig unverklemmt“ … aber in einer Krippe darf die Tochter dann doch nicht von einem Mann betreut werden… eigentlich völlig unverklemmt wäre da meiner Meinung nach anders – wie 13 sagt: Und hier ist er, der Generalverdacht !! Etwas mehr Selbstreflexion täte unserer Gesellschaft nicht schlecht.

  • Sportpapi sagt:

    Ich halte die Argumentation nicht für schlüsssig. Ja, diese „Grauzonen“ sind die Kehrseite. Ich sehe das allerdings eher als Pendel, das langsam auch wieder etwas in Richtung Vernunft zurückschlagen sollte. Es kann nicht sein, dass wir uns eine normalen, für Kinder wichtigen Umfang verbieten, aus Angst, jemand anderer könnte uns einen Strick drehen daraus. Vielmehr sollten wir alle hinstehen, und auch mal solidarisch sein, wenn wieder einmal solche Geschichten tatsächlich zu Problemen führen, weil hysterische Menschen überreagieren.

    • Manni Mann sagt:

      Man nennt das auch vorauseilenden Gehorsam. Wenn die ganze Gesellschaft mitmacht, kann eine fanatische Minderheit das Diktat übernehmen.
      Mit diesem vorauseilenden Gehorsam bringt der gute Herr T. all die unter Generalverdacht, welche diesen vorauseilenden Gehorsam nicht mitmachen.

    • 13 sagt:

      Das ist ja alles richtig. Nur ändert es am Hauptproblem nicht: sex. Übergriffe auf Kinder oder im Allg. sex. Übergriffe sind der Bereich, wo die Beweislage am unklarsten ist. In den allermeisten Fällen steht die Aussage des potentiellen Opfers der Aussage des potentiellen Täters gegenüber. Dazu kommt noch die grosse Dunkelziffer, die aufgrund Scham und Schuldgefühl entsteht. Jedes Ausschlagen des Pendels hinsichtlich Vernunft, wie Sie es nennen, birgt die Gefahr einen tatsächlich vorgekommenen Übergriff zu negieren. Umgekehrt führt Panik zu Falschanschuldigungen. Ein unlösbares Dilemma.

  • Denkenfür5rappen sagt:

    Baden Sie doch mit ihrer Tochter, was ist da schon dabei. Mein Grossvater pflegte zu sagen: Man kann es treiben, man kann es aber auch übertreiben…sogar mit der Vorsicht und political correctness.
    Unser Sohn, 12Jahre alt schläft regelmässig noch im Ehebett, badet mit dem kleinen Bruder, sieht seine Eltern nackt im Bad und lässt sich nackt im Bad stehend von uns vergessene Unterhosen nachreichen. Sind mein Mann und ich pädophil, stehen wir jetzt unter Generalverdacht, kommt jetzt das Jugendamt? Ich hoffe einfach auf den funktionierenden Menschenverstand.

  • Manni Mann sagt:

    Herr T. sie tun mir leid. Was sie hier mit „verlorene kollektive Unschuld“ als modernes Verhalten ummänteln wollen ist nichts anderes als ein Rückschritt ins puritanische Zeitalter.
    Kinder greifen an die Geschlechtsteile ihrer Eltern – ja, auch an die von Frauen. Und man sagt ihnen dann „nein“. Sie sind unverkrampft offen und zeigen wo die Grenzen sind. So bewerkstelligen sie natürliche gesunde Sexualerziehung. Unverkrampft, unpuritanisch lernt das Kind, dass es Grenzen gibt, die zu respektieren sind. Das ist absolut easy und nicht „explosiv“.

    • Manni Mann sagt:

      Leider ist ihre Neopuritanische Einstellung auf dem Vormarsch, dank einiger Menschen mit krankhaften Neigungen und einigen Hysterikern. Wenn Sie schon köperliche Nähe von Eltern zu Kind ein Tabu finden, ein „explosives Spannungsfeld“ dann schaudert es mich. Was tun sie sich selbst und ihren Kindern an, mit dieser Einstellung.

      • Manni Mann sagt:

        Die Tabuisierung führt zu solch explosiven Spannungsfeldern – recherchieren sie mal etwas über Saudi Arabien, wo man Mädchen lieber im brennenden Haus lässt, wenn sie nicht vollständig verhüllt sind….
        oder über die Puritaner, die aus Furcht vor sexueller Übertretung mit der Zeit sogar fanden, dass selbst von unverhüllten Klavierflügelbeinen ein explosives sexuelles Spannungsfeld ausgehe.

        Wir brauchen keinen Rückschritt. In Tabugesellschaften ist das Missbrauchspotential höher. Die Schaffen selbst dort Spannungsfelder, wo gar keine sind.

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Wer sich nicht bewegt, wird nie einen Sportunfall haben. Wenn Männer keinen Kontakt mehr haben zu Kindern, kommt es auch zu keinen Übergriffen männlicherseits (bleiben dann noch die Frauen, die im zweiten Schritt enfernt werden…). Doch, so wird Missbrauch konsequent beseitigt. Noch besser, wir haben überhaupt keine Kinder mehr…
        Ernsthaft: Kinder und Eltern haben Bedürfnisse, manche sind sogar für die Entwicklung wesentlich. Wir dürfen diese nicht einfach unterschlagen, nur weil wir unsere Ängste überhand gewinnen lassen.

      • Manni Mann sagt:

        Man könnte das meinen SP … und so denken auch „die Verbieter“ aber es ist nicht so. In Tabu-Gesellschaften ist die Missbrauchsquote wohl meistens höher trotz Verhüllungen und Trennwänden etc. – weil eben der natürlich Umgang fehlt, wird der Mensch eher krankhaft in seinem Verhalten, weil plötzlich Dinge unanständig sind, die ein natürliches Bedürfnis sind, kann es dazu kommen, dass natürlich Bedürfnisse pervertiert werden etc.
        Dazu kommt noch – dass Tabu-Zonen mehr und mehr zu Tabu-themen werden, was wiederum den Übeltätern zu Pass kommt.

  • Hamster sagt:

    Unsere Kinder sind beide über Dreissig. Mein Mann und ich haben immer mit ihnen gebadet, wie auch die Kinder, Bub und Mädchen, miteinander gebadet haben. Es war immer sehr lustig und nass… Wir haben als Eltern immer wieder darüber diskutiert und sind zum Schluss gekommen: so lange die Kinder es geniessen und wir selber nur Eltern/Kind Gefühle haben, kann das nicht falsch sein. Überhaupt haben wir sehr viele Dinge unter uns diskutiert. Ich denke, das Wichtigste ist, dass beide Elternteile übereinstimmen und zusammenhalten. Übrigens unsere Kinder sind beide glücklich verheiratet.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Was ?? Und Ihre Kinder haben überlebt? Haben Sie denn nicht all die 537 Ratgeber befolgt? Das ist ja geradezu fahrlässig! Ich bin sicher, Ihre Kinder sind schwer geschädigt und können sich in unserer Kontrollbesessenen Angstgesellschaft nicht richtig integrieren.

  • Malena Garcia sagt:

    Bin schon etwas erstaunt dass ausgerechnet Herr Teunert sich dieses Badeverbot auferlegt. Ich schätze seine Beiträge sehr, weil er sich genuin und konsequent für Gleichberechtigung einzusetzen scheint, und nicht wie andere Gender-Exponenten vor allem möglichst viel für das eigene Geschlecht herausholen will ohne Zugeständnisse zu machen. Offenbar ist es aber nicht einfach, unverkrampft zu bleiben wenn man sich mitten im Minenfeld des Gender-Diskurses bewegt. Ich wünsche ihm den nötigen Abstand und die Rückgewinnung der verlorenen Unschuld!

  • 13 sagt:

    Zum Baden kann ich nur folgendes sagen: Wenn man dem Kind einen unverkrampften Umgang beibringen will, dann sollte man selber unverkrampft damit umgehen. Sie wollen nicht, dass das für sie das männliche Geschlechtsteil zum tabu wird. Das ist ok, aber eigentlich sollte das Berühren eines anderen, ohne dass er es will, immer tabu sein. Und genau das können sie ihr so gut beibringen. Wenn sie es versucht, Hand wegnehmen und sagen: „Ich mag das nicht, Du darfst aber sonst kuscheln.“ Lieber nicht: „Das macht man nicht.“ Und sie wird in ein paar Jahren beim Dökterl das auch berücksichtigen.

    • Sportpapi sagt:

      Schon wieder ein tabu? 🙂

      • 13 sagt:

        Hihi! Ja, und dieses Mal eins, das ich befürworte! Also, als Handlung, nicht dass man nicht darüber sprechen darf.

    • miss_t sagt:

      Sehe ich genauso. Wenn Herr T. diesbezüglich verkrampft ist, wird es ihm auch nicht gelingen, das gemeinsame Bad unverkrampft zu gestalten, oder gar ein unverkrampftes verhältnis zur sexualität zu generieren. wieso wird eigentlich vom worst case ausgegangen? Wer sagt denn, dass die Tochter am primären Geschlechtsteil rumfummeln wird? Vielleicht guckt sie einfach nur, wie das aussieht, und dann gewinnt es an Normalität und verliert beachtung? Meine Tochter hat mit knapp 2 konstatiert: „de papa hät es komischs füdli“, seither ist das ding zwischen papas beinen uninteressant, weil normal.

      • miss_t sagt:

        /2 was ich aber noch schader finde: gerade weil herr t. vom schlimmsten Szenario ausgeht (tochter fummelt statt nur zu gucken), und präventiv das gemeinsame bad meidet, verstärkt er die „jeder mann ist ein potenzieller vergewaltiger“-position doch umso mehr. wenn alle engagierten väter einfach machen würden und mit ihren töchtern nackt ins bade stiegen, könnte sich so eine haltung gar nicht so leicht durchsetzen!

  • zweistein sagt:

    „Es ist eine klassische Lose-lose-Situation“

    Wie recht du hast! Aber das Lose-lose geht weit über die Vater-Tochter Beziehung heraus. Im modernen Leben befinden wir uns permanent in Lose-lose Situationen. Und zwar by Design! Mama Lehrerin und Vater Staat haben uns alle, Mann und Frau, zu dauergestressten, immer servilen TUSSIS geformt. Traurig aber wahr: Wir leben im Tussi-land.
    Der Ausweg heisst REWILDING. Wir müssen wieder wilder werden! Autonomer. Eigenartiger. Souveräner. Helden haben Kanten und Ecken. Deine Tochter wird es lieben. Ein Held als Vater. Gemeinsame Abenteuer im Tussi-land.

    • Heiri Meier sagt:

      Das ist der schönste Beitrag, danke! So lebe ich schon seit einiger Zeit. Und immer mehr Frauen und Männer tun es. Es braucht aber schon Kraft, weil die Angriffe der Neider und Angsthasen nicht schön von vorne kommen.

      Da möchte ich noch dazugeben, dass wir mit dem neurotischen Gehabe unseren eigenen Kindern schaden und ihnen den Weg zu einem unverkrampften, selbstbewussten Leben verbauen. Schlimmer noch: Diese pauschalen Unterstellungen missbrauchen unsere Kinder für irgendwelche Projektionen, die UNSERE Kinder zu Objekten irgendwelcher Interessen machen zwecks Denk- und Handlungsverbot.

  • Martin sagt:

    Die Klassifizierung entspricht Wunschdenken und soll das Gewissen beruhigen. Die ersten fünf Punkte betreffen eine geplante pädosexuelle Handlung, nicht alle Übergriffe. Viele Kinderschänder sind nicht pädophil. Auslöser kann die Gelegenheit sein, nicht die sexuelle Neigung. „Man“ soll sich mit Kindern „natürlich“ verhalten, ihnen kein schlechtes Gewissen indoktrinieren. Trotzdem kann sich ein Kind Jahre später infolge der Hysterie misshandelt fühlen, die individuellen prägenden Erlebnisse sind nicht steuerbar. Und vor allem in Patchworkfamilien fehlt die nötige Kommunikation. Also: Vorsicht!

    • Martin sagt:

      Ähem, ich muss nachschieben, dass ein Bekannter von mir um Haaresbreite einem Prozess entging, weil seine kleine Tochter in der Schule freimütig zu ihrer natürlichen Beziehung zum Vater stand. Die Lehrerin (über-)reagierte. Der Schulrat konnte nach einigen Aussprachen abblocken. Scheusslich für die ganze Familie, eben ein prägendes Erlebnis.

  • 13 sagt:

    Die Nr. 2 ist nicht ganz richtig, wie Sie in Nr. 4 selber darauf hinweisen. Pädophilie ist eine Neigung und gesetzlich nicht sanktioniert, moralisch vielleicht, wobei auch nicht unbedingt. Nur die Pädokriminalität, also das Ausleben der Neigung, ist es zu Recht. Für seine Gedanken kann kein Mensch etwas, für seine Taten schon. Und wenn die Veranlagung da ist, so gäbe es Mittel und Wege dieser Herr zu werden, ohne Übergriffe auf Kinder wirklich vorzunehmen. Am Besten wäre es, diese zusammen mit einer Fachperson zu suchen.

    • tina sagt:

      stimmt, 13. normale menschen haben ihre triebe unter kontrolle, das gilt für alle sexuellen neigungen

      • Sportpapi sagt:

        Das stimmt. Normale Menschen werden auch nicht süchtig, usw…

      • 13 sagt:

        Was normal ist, weiss ich nicht, aber: Nicht jeder Suchtgefährdete wird auch süchtig und lässt sich dabei sogar auf kriminelle Handlungen ein, bei denen seine Sucht andere gefährdet. Im Gegenteil, besteht eben die Möglichkeit, dem Vorzubeugen. Es wird nicht bei allen klappen, aber meine einigen bestimmt. Und darum kann auch nicht jeder Suchtgefährdete wie ein Süchtiger oder wie ein Krimineller behandelt werden. Es würde uns sehr weit zurückwerfen, wenn gesetzliche Sanktionen aufgrund von Profilen und Veranlagungen folgen würden, anstatt aufgrund von Taten. Gesellschaftlich sieht es anders aus.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das stimmt. Es würde uns aber auch sehr zurückwerfen, wenn kranke Menschen als voll schuldfähig gesehen würden. Obwohl ich da durchaus etwas mehr Spielraum wünschen würde, als Laie.

      • 13 sagt:

        Absolut, wobei ich nicht finde. dass kein Spielraum besteht. Wir haben in meinen Augen in der Schweiz ein ziemlich gut funktionierendes Strafen-, aber auch Massnahmensystem, das eben die Differenzierung zulässt. Denn selbst ohne die volle Schuldfähigkeit muss ein Schutz der Bevölkerung gewährleistet werden. Wie gesagt, bin ich der Meinung, dass uns das, bis auf einzelne Ausnahmefälle, die dann immer gross vermarket werden, gut gelingt. Sehen Sie das anders?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich bin Laie, wie gesagt. Was ich aber in den Zeitungen lese, und was ich selber in anderen Bereiche erlebe ist, dass heute mehr als früher eine Krankheit diagnostiziert wird, die Taten erklärt und mindestens teilweise entschuldigt. Ich denke, da schiesst man manchmal vielleicht übers Ziel hinaus.

      • Martin Frey sagt:

        Muss hier SP völlig recht geben. Bin zwar auch jurist. Laie, denke aber dass nicht jede vorliegende Pathologie als Grund dafür verwendet werden sollte, die Schuldfähigkeit anzuzweifeln oder zu vermindern. Eine dissoziale Persönlichkeitsstörung kann man z.b. bei sehr vielen Straftätern feststellen, aber ob deswegen die Schuldfrage relativiert werden sollte ist definitiv eine andere Diskussion. Persönlich frage ich mich sowieso, ob die vielen Umstände (nicht nur die medizinischen), die ständig als strafmindernd gewertet werden, zurecht so einfliessen, oder ob es tlw. nicht umgekehrt sein sollte?

      • 13 sagt:

        Ich denke, dass man da unterscheiden muss zwischen der Schuldfrage und der Frage, was man mit einem Täter macht. In der Schuldfrage wird sicher immer mehr differenziert und eben Menschen, bei denen eine Krankheit angenommen wird, von der Schuld an sich freigesprochen. Aber das darf nicht bedeuten, und tut es im Normalfall auch nicht, dass man sie einfach gehen lässt. Dafür gibt es eben Massnahmen. Die Presse schreit schnell auf, dass Täter geschont werden, wenn man sie in eine Psychiatrie steckt anstatt ins Gefängnis. Aber ich habe beides gesehen und würde jederzeit lieber im Gefängnis sein,

      • 13 sagt:

        Als in einer Massnahmenanstalt. Und dass sie dort früher rauskommen, stimmt im Normalfall auch nicht, wie gesagt: Ausnahmen vorbehalten. Darum stört mich die Differenzierung auch nicht gross bzw. ich finde sie nicht ganz falsch. Was das Strafmass anbelangt, ist meine Meinung, dass wir mit leichten Taten zu streng, mit schweren zu leichtfertig umgehen. Alle liegen irgendwo in der Mitte. Ein Erwachsener, ein einvernehmliches Verhältnis mit einer 15j. hat oder der jüngere Frauen verbal belästigt, bekommt mehrere Monate, einer, der mit einem Kind was hat, wenige Jahre. Verwahrung ist zu selten.

      • tina sagt:

        sportpapi, die betonung lag auf triebe unter kontrolle halten und nicht auf normal. ich meinte damit, dass es pädosexuelle menschen gibt, die dem trieb nicht nachgeben.
        ich finde nicht, dass man da vergleiche mit suchtkrankheit machen kann, und es bringt auch nichts, das zu vergleichen

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Es gibt auch Suchtgefährdete, die nicht süchtig werden. Wo sehen Sie den Unterschied? Weshalb bringt der Vergleich nichts?

    • Malena Garcia sagt:

      „Für seine Gedanken kann kein Mensch etwas“

      Stimmt das wirklich so absolut? Ich glaube ich kann durchaus beeinflussen, ob ich z.B. rassistische, sexistische oder generell negative Reflexe und Gedanken zulasse und durch Wiederholung verfestige, oder sie bewusst zurückweise (heisst nicht dass sie dann weg sind, gibt ihnen nur weniger Gewicht) und längerfristig abschwäche. Damit meine ich NICHT dass man einen pädophile Trieb wegdenken kann, nur dass man, wie für andere Triebe auch, die Gedanken dazu schon ein Stück weit kontrollieren kann (die Handlungen sowieso).

      • 13 sagt:

        Da haben Sie absolut recht. Die Frage ist weniger, ob sie auftreten, als was man damit macht. Aber selbst wenn man sie zulässt, ist es gesetzlich nicht relevant. Solange es nur Gedanken bleiben.

  • Jänu sagt:

    In der eigenen Wohnung gibt es kein Spannungsfeld. Das besteht nur im Kopf des Autors. Meine Mädchen wissen, wie ich oder ihre Mutter aussehen. Der Artikel ist wirr und nicht gelungen. Zu viel political correctness, zu wenig Substanz. Wie es dem Autor wohl ergeht, wenn er seine Kinder zwischen den Beinen waschen muss?
    Also setze dich in die Wanne und plantsche herum und denke nicht so viel.

  • mila sagt:

    Verbieten Sie es sich auch, Ihre Tochter zu wickeln? Würden Sie sie ab einem gewissen Alter nicht mehr in der Öffentlichkeit berühren oder küssen? Nicht, dass ich es für derart wichtig halten würde, dass Eltern und Kinder gemeinsam baden (meine haben das nie getan) – aber sich selbst als Mann derart ‚einzuschränken‘ perpetuiert den Pauschalverdacht doch nur.

  • Urs Amann sagt:

    17 Monate…. ich sehe kein Problem darin wenn ein 17 Monate altes Baby den väterlichen Pimmel begrabscht. Schliesslich saugt es ja in dieser Lebensphase auch an den Brüsten der Mutter. Aber ich gebe ihnen recht, es ist sehr sexistisch Männer als potenzielle Täter anzusehen, aber hey, ich will ja niemandem vorschreiben in was für einer kaputten „Realität“ er leben soll.

    • 13 sagt:

      Ich schätze mal, es besteht noch ein Unterschied zwischen begrabschen und begrabschen. Eine kurze Berührung aus Interesse ist sicher völlig unproblematisch. Ein längeres Erforschen würde ich ehrlich gesagt sein lassen. Ich als Mutter lasse meine Kinder auch nicht zwischen meinen Beinen herumspielen. Das können sie bei sich tun und später mit Gleichaltrigen. Das Stillen hat damit nichts zu tun, da die Brüste in erster Linie als Nahrungsquelle dienen. Sie sind erst sekundär, falls überhaupt, ein Sexualorgan, auch wenn das gerne vergessen wird.

  • Flo sagt:

    Als allererstes zu Punkt 3; weshalb Frauen in Klammern? Wäre deren Verhalten weniger kriminel?
    Ja, als Mann und Vater ist mir der unverkrampfte und unschuldige Umgang verloren gegangen-was für eine traurige Aussage, was für eine trauriges Zeugnis unseres Zeitgeistes!Von wem aus gehen solche Gedanken?Es kann doch nichts schöneres geben als Tochter(noch so klein)und Papi die zusammen in der Wanne plantschen und lachen.Ich denke ab einem gewissen Alter verbieten sich solche Zweisammkeiten von selbst.
    Uebrigens glaube ich nicht dass das männliche Glied d a s Anziehungskraft in der Wanne ist!

  • Roger sagt:

    Ein Thema dem ich die letzten Tage immer wieder begegne. Mit „den Nebel aus der Grauzone“ vertreiben bin ich einer Meinung. Insbesondere der Generalverdacht gegenüber allem männlichen macht beinahe ohnmächtig. Das bewusste „auf das Baden verzichten“ bringt in dieser Debatte meiner Meinung nach aber nichts. Eher manifestieren wir das Klischee und stützen den pädosexuellen Generalverdacht. Wir können nicht das Fehlen männlicher Bezugspersonen für unsere Kinder beklagen und diese gleichzeitig unter Geleralverdacht stellen. Ein spannender Beitrag dazu findet sich auch hier http://mkl.li/3r .

  • Heiri Meier sagt:

    Es ist grundfalsch, sein Leben von extremfeministischer Hetze beeinflussen zu lassen, so wie es falsch ist, wegen Terrordrohungen Angst zu haben. Ich badete mit meinen Zwillingsmädels bis es keinen Platz mehr in der Wanne hatte. Irgendwann kommt das Interesse und dann sagt man einfach, das da gehört mir ganz alleine. Die pauschalen Unterstellungen sind krank, wie auch sexuelle Phantasien mit den eigenen Kindern krank sind. Solche Bedenken kommen nur von Extremisten, leicht zu Beeinflussenden und anderen Verdrehen. Niemals käme es mir in den Sinn, solchen Unterstellungen Raum zu geben.

  • Martin Frey sagt:

    Insgesamt ein bisschen viel Widersprüchlichkeit. Natürlich ist jeder pauschalisierende Generalverdacht abzulehnen und natürlich muss man eine Balance finden zwischen Sensibilisierung, Hysterie und Natürlichkeit. Aber sich selber vorab unter Generalverdacht zu stellen ist definitiv zuviel des Guten an political correctness und hilft weder dem Vater, der Tochter noch ihrer Sensibilisierung. Sie bewirkt das Gegenteil. Die Tochter trägt keinen Schaden davon, wenn sie mit dem Vater badet. Der Sohn auch nicht, egal ob er mit Vater oder Mutter in die Wanne steigt. Der Rest passiert im Kopf des Vaters

    • Martin Frey sagt:

      Zur Pädophilie nur kurz: es ist richtig, dass es whs. nur eine kleine Minderheit betrifft und man Leute nicht für Ihre Gedanken verantwortlich machen soll. Für ihre Taten jedoch sehr wohl, weshalb ich es auch immer vertreten habe, dass Leute die nachweislich sich selber im Umgang mit Kindern nicht im Griff haben, den beruflichen Zugang dazu verwehrt wird. Auch wenn es seit den 80er Jahren immer wieder Exponenten aus dem linksgrünen Milieu gab die das Gegenteil anstrebten, nämlich zuerst eine Enttabuisierung und dann Legalisierung der Pädophilie.

      • 13 sagt:

        Seit den 80er-Jahren oder in den 80er-Jahren? Ich würde eher sagen, das Thema sei vom Tisch, es wird heute nicht mehr gefordert. Höchstens eben bessere Unterstützung für Leute mit den entsprechenden Neigungen, damit eben der Neigung keine Handlungen folgen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Wir waren ja diesbezüglich schon einmal völlig unterschiedlicher Ansicht. Nicht was die Verwerflichkeit von Übergriffen angeht. Sondern bei der Definition, was denn als pädosexuelle Taten zu gelten habe, ob es abgestufte Strafen geben kann oder ob man, wie Sie das tun, alles in einen Topf wirft. Und dann, wie denn ein solches Berufsverbot und vor allem das von Ihnen auch geforderte Verbot von freiwilliger und ehrenamtlicher Tätigkeit umsetzbar wäre, ohne mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich spiel jetzt mal etwas Advocatus Diaboli und sage nein, das Thema ist noch nicht vom Tisch. Die Kreise die weit über Cohn-Bendit hinausreichen, halten sich einfach sehr bedeckt da derartige Anliegen momentan nicht vermittelbar sind. Stattdessen verlagert man den Fokus auf naheliegende verwandte Themen wie die Legalisierung der Inzest.
        Ich weiss, SP. Obwohl ich Ihre Statements sonst sehr schätze. Ich bin wirklich der Ansicht, dass vorbestrafte Pädokriminelle nicht mehr beweisen müssen dass sie ihre Triebe nicht im Griff haben. Diese Leute werden rückfällig wenn sich die Gelegenheit bietet.

      • Sportpapi sagt:

        @Frey: Klar. Und wer mal im Laden Gummibärchen gestohlen hat, ist lebenslang ein Dieb. Aber ich mag die Diskussion gerade gar nicht zu sehr aufwärmen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich auch nicht, SP, ist für mich ok so. Auch wenn ich Gummibärchen schon noch irgendwie anders einordnen würde 🙂

      • 13 sagt:

        „Ich bin wirklich der Ansicht, dass vorbestrafte Pädokriminelle nicht mehr beweisen müssen dass sie ihre Triebe nicht im Griff haben. “

        Ich wäre damit einverstanden, wenn wir endlich anfangen würden, Pädokriminalität in Stufen zu unterscheiden. Der 20jährige, der mit seiner 15jährigen Freundin schläft, wird sich deshalb nicht gerade an 2jährigen in der Kinderkrippe vergreifen. Der Kindergärtner, der seine Schüler immer wieder nackt fotografiert, hat aber in einem Kindergarten nichts mehr verloren. Es wird für mich nie aufgehen, dass das unter das Gleiche fällt.

      • Martin Frey sagt:

        Da gebe ich Ihnen natürlich 100% recht, 13. Für die immer wieder angesprochene Jugendliebe muss eine angemessene Lösung in der parlamentarischen Ausarbeitung eines Ausführungsgesetzes gefunden werden. Dies haben alle Parteien inkl. die Initianten wiederholt signalisiert. Kein Mensch hat da ein Interesse an einer Kriminalisierung.

      • 13 sagt:

        Signale sind gut. Ob Ergebnisse folgen, wird sich zeigen. Ich hätte es gerne gesehen, dass die Frage des Berufsverbotes bei den Richtern belassen worden wäre. Nur so können angemessene Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Es ist ja nicht nur die Jugendliebe, sondern eben auch andere Grenzen. Wo fängt ein Übergriff an. Reicht ein Foto? Wie hat dieses auszusehen? etc. Dass Automatismen für Gerechtigkeit führen, wage ich zu bezweifeln. Aber ja, das Ausführungsgesetz wird es zeigen. Ich bin gespannt.

    • Tom sagt:

      Völlig richtig. Meine Tochter fand es sehr cool, mit mir zu baden und ich habe keine Probleme gehabt, Grenzen klar zu machen. Wenn Männer schon in ihren eigenen vier Wänden ein Problem haben, kann ich nur den Kopf schütteln.
      Was Krippen angeht: in unserer Krippe haben zu jedem Zeitpunkt 2-3 Männer mitgearbeitet, die einen guten bis exzellenten Job gemacht haben. Ich habe von verschiedenen Eltern gehört, dass sie nicht bereit wären, den Nachwuchs in eine Krippe mit nur weiblichen Angestellten zu geben.

    • Felix Stern sagt:

      Frey: Theunert stellst sich doch nicht aus political correctness selber unter Generalverdacht. Er fühlt sich aber durch die Hysterie der Feministinnen (wie beim Kita-Blog letzte Woche diskutiert) unter Generalverdacht gestellt, sodass er sich nicht mhr getraut, mit seiner Tochter zu baden, weil er keine Angriffsfläche bilden will. Er stellt auch nicht in Frage, ob die Kinder lernen könnten, mit Scham etc. umzugehen und das spielerisch zu erlernen. Es geht um den Generalverdacht als Resultat unserer ganzen Pädophilen-Hysterie und der ist eben kaum wegzudiskutieren.

      • Martin Frey sagt:

        @Stern: Es ist nicht an mir, über die Motive des Autors zu spekulieren. Für mich war es aus dem Text nicht ganz so eindeutig ersichtlich wie offenbar für Sie. Andererseits war er natürlich an der Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich tätig.

  • tina sagt:

    wenn frauen kleine kinder herumtragen, fassen diese garantiert irgendwann der frau in den ausschnitt. ich glaube nicht, dass man dem kind einen knacks verpasst, wenn man die hand da wegnimmt und irgendwie kommuniziert dass man das nicht will. dadurch bekommt kein kleinkind ein gestörtes verhältnis zu brüsten oder sex oder was auch immer. notfalls würde ich als mann wohl einfach eine badehose anziehen, aber nötig ist das ja nicht

    • Rahel S sagt:

      Meine Kinder haben mir schon so viele Male auf den Bruesten herum gedrueckt- als sie kleiner waren auch in den Ausschnitt gelangt- da ist nun wirklich nichts dabei. Ab eine bestimmten Alter habe ich ihnen gesagt, dass es mir nicht angenehm ist und das war okay fuer die Kinder. Mein Mann duschte viel mit den Kinder- und ja, die fassten auch mal sein bestes Teil an, was er lachend hin nahm und irgendwann einfach auch sagte, dass genug sei und er es nicht mehr moechte. Die Kinder lernen so auch, dass es Dinge gibt, die privat sind und man auch Nein sagen kann, wenn man nicht beruehrt werden will.

    • Flo sagt:

      Meine Rede; honnit soit qui mal y pense!
      Man(n)/Frau kann alles Hinterfragen und hinter allem etwas Negatives suchen/finden. Manchmal frage ich mich ob nicht die allgemeine, heute so offen zur Schau getragene Sexualität/Geschlechtlichkeit uns alle einfach dazu bringt immer sofort solch „schmutzige“ Gedanken hinter allem zu vermuten.
      Ein ganz natürliches Schamgefühl und eine natürlicher Respekt vor dem Körper eines Gegenüber, auch wenn das ein kleines Kind ist, sollte doch (noch) in uns allen sein.

  • Malena Garcia sagt:

    Wenn Sie keine pädophile Neigung und damit selbst keinen inneren Konflikt haben sehe ich kein Problem damit, wenn Sie mit Ihrer Tochter baden und auch spielerisches Erkunden zulassen (plus Ihre Frau sollte kein Problem damit haben). Gestern habe ich im Zug einen Vater gesehen, der seine etwa 12 jährige Tochter auf seinem Schoss sitzen liess und sie an den Beinen festhielt. Damit zog er bestimmt Misstrauen auf sich. Zu einer kleinen Wahrscheinlichkeit berechtigt, viel wahrscheinlicher ist das einfach eine gute Vater-Kind Beziehung inkl. körperlicher Nähe. Sie sah glücklich aus…

    • Marie sagt:

      Damit herumspielen lassen würde ich die Tochter nicht – dabei ist Ihnen ja wahrscheinlich sowieso nicht sonderlich wohl. Aber das gemeinsame Baden sollten Sie sich nicht entgehen lassen! Und ja, Ihre Tochter wird neugierig sein. Ihr aber IHRE Grenzen aufzuzeigen, ist richtig und wichtig. Sie wir lernen, IHRE Grenzen zu akzeptieren und später auch erwarten, dass ihre eigenen Grenzen genauso akzeptiert werden.

      • Malena Garcia sagt:

        Wichtiger Punkt, auch Eltern haben ja stark unterschiedliche (Scham)Gefühle bezüglich ihrer Geschlechtsteile, und sollten sicher nichts tun wobei ihnen nicht wohl ist. Wenn es für den Elternteil aber weder komisch ist noch eine sexuelle Dimension hat spricht für mich nichts grundsätzliches dagegen dass man die Geschlechtteile im Bad auch mal anfassen darf wie jedes andere Körperteil. Eine Gefahr besteht allenfalls darin, dass sich das Kind sich später daran erinnert und einen (falschen) Missbrauchsverdacht daraus schöpft, je nachdem wie das Thema in seinem Umfeld behandelt wird.

      • Widerspenstige sagt:

        Malena, das ist mE der springende Punkt: was macht das Umfeld daraus, wenn die Tochter im Kindergarten oder beim Spielen mit Nachbarskindern unbedarft davon erzählt? Diese Knacknuss gilt es zu umkreisen und auf verschiedene Art u Weise zu knacken. Wieviel wird dann falsch verstanden und das Nachbarskind erzählt das Gehörte seinen Eltern etc. Wie sich MT zur Zeit gegenüber seiner Tochter verhält, hat mit seiner Position als öffentliche Person zu tun. Er vermeidet Klatsch, damit seine Voten zur GleichWERTigkeit ernst genommen werden auch in Zukunft. Ein kluger Schachzug u ich kann es verstehen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach? Ich dachte, solches Verhalten sei feige..? Aber ich weiss schon, WS, sie halten es mit Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern…“ 😀

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        „Wie sich MT zur Zeit gegenüber seiner Tochter verhält, hat mit seiner Position als öffentliche Person zu tun. Er vermeidet Klatsch, damit seine Voten zur GleichWERTigkeit ernst genommen werden auch in Zukunft. Ein kluger Schachzug u ich kann es verstehen.“
        leider kann nur MT sagen, ob er als „Privater-Lebender“ dies anders handhaben würde, ob hinter seiner vermeintlichen Vorsichtsmassnahme wirklich auch der Gedanke an seine Stellung steht.
        Ehrlich gesagt erhoffe ich mir von „öffentlichen“ Personen (eigentlich ja allen…)
        dass sie einigermassen deckungsgleich sind.

      • Malena Garcia sagt:

        Widerspenstige: Wir dürfen uns aber doch nicht die wichtigsten Dinge im Leben wie den unverkrampften körperlichen Umgang mit unsern Kindern aus Angst vor dem Getratsche anderer Leute vergällen lassen. In einem Fall den ich kenne war es die geschiedene Mutter, die ihrer Tochter perfiderweise die Idee eines sexuellen Missbrauchs durch den Vater eingepflanzt hat. Die Tochter konnte erst viele Jahre später im Gespräch klären dass es sich um harmloses gemeinsames Baden gehandelt hat. Es muss bessere Wege geben, Kinder von solchen Verleumdungen zu schützen als präventiver Verzicht auf Körperkontakt.

      • Widerspenstige sagt:

        Malena:‘ Es muss bessere Wege geben, Kinder von solchen Verleumdungen zu schützen als präventiver Verzicht auf Körperkontakt.‘ Welches wären denn die besseren Wege? Ich weiss es nicht, da Mobbing im Vormarsch ist mit den modernen Social Media, die keiner mehr richtig handhaben kann. Gerade der Fall GM in Baden war so ein unrühmliches Beispiel mit einer öffentlichen Person! Dass diese nicht immer zu ihrem Vorteil ‚deckungsgleich‘ agieren im privaten Leben wie im öffentlichen Leben liegt auf der Hand, Brunhild. Das nennt sich Selbstschutz.

        Franz, davon verstehen Sie mehr als ich…!

  • irgendwer sagt:

    mann, bade mit deiner tochter. wenn sie dir am ding spielen will, sagst du „tabu“. und bestehst darauf. klemm es dir ein, zur not.

    nur so, und nicht anders, lernt deine tochter, selbst auch „tabu“ sagen zu können, wenn ihr jemand an die wäsche will.

    und nochwas: lies nicht soviel mamablog. das diskriminiert nur, vorab, ständig und jede(n).

  • Leo smeets sagt:

    Hallo Markus,

    Ich kann dich nur Raten, mal ganz schön und nur mit deiner väterlichen liebe, zusammen mit deiner Tochter zu baden……und nicht zu viel dabei zu denken.

    Gruß

    Leo
    Vater von Tochter (5) uns Sohn (3)

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