Gemischte Gefühle zum Kindergartenstart

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Mami und Papi bleiben aussen vor: Mit dem Start in den Kindergarten betritt das Kind eine neue Welt – alleine. (Foto: Keystone)

Bei einigen von Ihnen war es schon letzte Woche so weit, uns steht der grosse Tag morgen bevor: Unsere Tochter kommt in den Kindergarten.

Wir werden unser Mädchen also zum ersten Mal ganz alleine in die grosse, weite Welt hinausziehen lassen. Zugegeben, ich übertreibe leicht, schliesslich dauert der Kindergartenweg weniger als zehn Minuten und am Mittag wird unsere Grosse jeweils nach Hause zurückkehren. Trotzdem fühlt es sich genau so an. Und dies, obwohl unsere Tochter schon bisher gerne selbstständig unterwegs war und regelmässig ganze Nachmittage bei den Nachbarskindern verbracht hat. Nach draussen auf den Spielplatz habe ich sie aber erst vor einigen Monaten zum ersten Mal ohne erwachsene Begleitung gelassen. Sozusagen als Training. Nicht für sie, sondern für mich selber. Beim ersten Mal stand ich denn auch die ganze Zeit über am offenen Fenster und horchte. Sehen kann ich den Spielplatz von der Wohnung aus nämlich nicht, aber ich hätte so immerhin sofort gehört, wenn etwas passiert wäre und sie mich gebraucht hätte.

Beim zweiten Mal stand das Fenster zwar noch offen, aber ich ging (einigermassen entspannt) meiner Arbeit nach. Und nach ein paar weiteren Trainingseinheiten läuft das Ganze nun so relaxed ab, dass ich sie sogar alleine mit dem Velo rauslasse – was mein Mann übrigens schon wieder des Guten zu viel findet.

Er hat auch mit dem Kindergartenstart mehr Mühe als ich. Nicht bloss deshalb, weil er die Tochter ein Stück weit loslassen muss. Sondern auch wegen einer gewissen Skepsis gegenüber dem modernen Schulsystem, die durch die vielen Negativschlagzeilen noch gefördert wird. Eben erst hat die «SonntagsZeitung» berichtet, dass Kindergartenkinder in immer mehr Kantonen «wie Manager bewertet werden». Die Lehrpersonen müssten für jedes Kind einen Testbogen ausfüllen und so seine Fertigkeiten und Defizite festhalten. Die Kinder würden dadurch in eine Norm gepresst und das Augenmerk schon früh auf etwaige Defizite gerichtet.

Liest man so etwas kurz vor dem Kindergartenstart, ist man zwangsläufig verunsichert. Man hat Angst, das Kind könnte zu sehr unter Druck geraten durch solche Bewertungen. Oder befürchtet, dass die Lehrerinnen dem Kind seine Eigenheiten, die es als Person ausmachen, abtrainieren wollen. Gleichzeitig will man sich diese Ängste natürlich nicht anmerken lassen, weil die Vorfreude des Kindes nicht getrübt werden soll.

Das Ergebnis: Es sind häufig die Eltern und nicht die Kinder, die mit dem Kindergartenstart überfordert sind. Zumindest haben mir letzte Woche gleich mehrere Mütter erzählt, dass sie am ersten Kindergartentag völlig durch den Wind waren, zu Hause heimlich geweint haben und sich dabei fast ein bisschen lächerlich vorgekommen sind. Weil sie doch eigentlich vor hatten, den grossen Schritt zu feiern und die teilweise zurückgewonnene Freiheit zu geniessen, anstatt sich den Sorgen und Ängsten hinzugeben, die mit der grossen Veränderung einhergehen.

Trotz solcher Erzählungen löst der neue Lebensabschnitt bei mir persönlich auch ganz viele positive Gefühle aus. Ich werde unglaublich stolz sein auf meine Tochter, wenn ich sie an ihrem ersten Kindergartenmorgen begleiten und am Mittag wieder abholen und mir dabei ihre ersten Chindsgi-Geschichten anhören darf. Vor allem aber freue ich mich für sie, dass sie nun endlich zu den «Grossen» gehört und jeden Tag losziehen darf, um zusammen mit ihren Gspänli Neues zu lernen und zu entdecken. Und dies schon bald ganz ohne Mama und Papa, was sie bestimmt mit Stolz erfüllen wird.

Und obwohl ich es mir noch überhaupt nicht vorstellen kann, mein Mädchen nur noch so selten zu sehen (so fühlt es sich tatsächlich an), freue ich mich gleichzeitig darauf, Zeit nur mit meinem Sohn zu verbringen. Als Zweitgeborener hatte er nicht oft meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Nun regelmässig die Vormittage mit ihm alleine zu verbringen, auch mal etwas nur nach seinem Gusto zu unternehmen, fühlt sich wunderbar an. Dass wir neuerdings an einen strikten Zeitplan gebunden sein werden und pünktlich um 12 Uhr wieder zu Hause sein müssen, ist da gerade noch verkraftbar.

Wie haben Sie als Mutter oder Vater den Kindergartenstart gemeistert? Überwog bei Ihnen Freude oder Sorge? Und haben Sie sich schnell daran gewöhnt, plötzlich in einem so engen Zeitkorsett zu stecken?

84 Kommentare zu «Gemischte Gefühle zum Kindergartenstart»

  • mina peter sagt:

    Der Kindergarten ist ebenso gut, wie eine gut geführte Krippe. Aber kleine Kinder brauchen pädagogisch ausgebildetes Personal, das bereit ist, mit den Kindern eine liebevolle Beziehung einzugehen. Ich muss sagen, dass ich enttäuscht bin. Kaum sitzen die Kinder zum ersten Mal auf ihrem Kindergartenstühlchen, hören sie, was sie alles nicht tun dürfen, statt, dass man die Kinder erst mal ankommen lässt. Dasselbe im Hort. Kinder wollen Bestätigung. Wenn sie der Kindergärtnerin ihre erste Zeichnung zeigen, wollen sie nicht nur von ihr hören, wohin sie sie versorgen könnnen. Gestern so erlebt.

  • Nick Schmid sagt:

    Ich bin davon überzeugt, dass in den meisten Fällen die Kinder weniger Probleme mit dem Kindergarteneintritt haben als die Eltern (was leider immer auch auf die Kinder abfärbt).

    In „meinem“ Kanton gehen die Kinder seit Jahrzehnten mit vier Jahren für zwei Jahre in den Kindergarten und nach meiner subjektiven Beobachtung hat dies nicht zu überdurchschnittlich vielen Langzeitschäden geführt.

    Oft ist es halt einfach so, dass Eltern ihren Kindern wenig zutrauen. Dabei wäre es doch wichtig, sie zu begleiten und zu stützen ansatt sie permanent im Schutzkokon zu behalten.

  • HMH sagt:

    Meiner Meinung nach ist es von Vorteil, wenn Kinder nicht nur von den Eltern betreut werden, sonder auch von ausgebildeten Pädagogen. Mir ist so manches Licht aufgegangen, als ich bei der Eingewöhnugn meines Sohnes in bisher drei verschiedenen Krippen beobachten konnte, wie Kleinkinderzieher routiniert und auf positive Art schwierige Situationen mit den Kindern lösen. Ich hätte Schwierigkeiten, meine Kinder einer Tagesmutter anzuvertrauen, aber die Sozialisation in einer Gruppe mit pädagogischer Anleitung ist wichtig für den weiteren Lebenweg. Und das sage ich als Naturwissenschaftlerin 😉

  • dres sagt:

    Ich bin und bleibe Gegner dieser staatlich verordneten Betreuung ab vier Jahren. Gleichzeitig weiss ich aber auch, dass unser Junior bestimmt keinen Schaden davon tragen wird, wenn er dann ab Oktober in diesen Laden eintritt.
    @Sportpapi: Wir haben uns die Verschiebung nochmals überlegt, Sie erinnern sich vielleicht… 😉
    Kurz: Das ist ein völlig unnötiges Lamentieren.

  • Verena sagt:

    Die Intellektualisierung bereits in den Kindergärten wird sich ebenso schädlich erweisen wie die Kinderläden-Politik der 60 er Jahre. Warum kann der Kindergarten nicht freiwillig sein? Es scheint, dass die sehr wertvolle Arbeit der Mütter nicht geschätzt wird – ist es wirklich besser, dass eine Kindergärtnerin bei über 20 Kindern die Erziehungsarbeit der Mütter übernehmen muss?
    Ich habe mit Müttern gesprochen – der Kindergarten ist heute eine Mogelpackung – es ist bereits Schule – für wen? Für den Staat.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Für die Wirtschaft. Für „die Wirtschaft“ sind Musik, Zeichnen, freies Spiel, Handarbeit/Werken, usw. nicht besonders interessant resp. lukrativ. Aber man hat als Eltern zum Glück die Freiheit, darüber nachzudenken, woher dieser „Förderwahn“ kommt, ob und wie man mitmachen will und ob die Kinder auch genug einfach Zeit haben. Und übrigens, die Mehrheit der Menschheitsgeschichte wuchsen Kinder nur relativ kurz bei den Müttern auf, danach dann v.a. in durchmischten Kindergruppen (weil die Mütter beschäftigt waren mit jüngeren Kindern versorgen und überleben).

    • Sportpapi sagt:

      Der Kindergarten sollte eben nicht in erster Linie Erziehungsarbeit leisten. Insofern ist es auch keine Mogelpackung, sondern klar definiert Teil der Volksschule. Ich bin dankbar für die zwei Jahre, die mein ältester erleben durfte.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja, in erster Linie sind wir Eltern für die Erziehung und das Beibringen dh Vorleben von Regeln und Strukturen sein und sicher nicht Kita, Kiga oder gar Schule! Die Schule und die Lehrkräfte sind zum Lernen und Lehren da und nicht zum Beibringen von grundlegenden Regeln, die die Kinder in der Familie lernen sollten. Kein Wunder löscht es den Lehrpersonen so langsam aber sicher ab… :roll:. So arg ist es aber hoffentlich doch nicht. Die allermeisten Eltern versuchen, tun und wollen doch tagtäglich das Beste mit und für ihre Kinder, egal ob zusätzlich noch fremdbetreut oder nicht :)!

      • C.M. sagt:

        off topic: die Erziehungsarbeit ist heutzutage nicht mehr nur Müttersache….

      • Sportpapi sagt:

        @C.M.: Weshalb diese Erwähnung? Und: War es denn mal anders?

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      @CM: Stimmt, auch Vätersache :)!

      • C. Achermann sagt:

        Seit wir am Freitag Mittag von den Ferien daheim waren, lag mir meine Tochter in den Ferien, wann sie dann ENDLICH wieder in den Kindergarten dürfe. So schlecht kann es dort also nicht sein….

    • C.M. sagt:

      @Sportpapi: Andrea hats beantwortet. Ursprung ist Verena’s Kommentar.

  • Verena sagt:

    Obwohl ich der Erziehungsdirektion zu dem Problem „Schulweg allein“ geschrieben habe, erhielt ich keine Antwort. Und Kindergarten – ist nicht Kindergarten wie früher. Kinder werden bereits umfassend beurteilt = schubladisiert und diese Beurteilungen werden auch weiter getragen in die Schule. Ich als Lehrerin habe dies von Anfang an kritisiert, da hier bereits eine Ueberwachung eines kleinen Bürgers stattfindet. Die Kinder sollten unbelastet von Urteilen (die nie wirklich objektiv sind) von Lehrpersonen in neue Stufen übertreten können.

    • Sportpapi sagt:

      Ich als Lehrer habe auch schon kritisiert, dass ich eine Klasse übernommen hatte, zu der mir mein Vorgänger nichts sagen wollte (im Sport). Weil er eben auch nicht viel zu sagen hatte, mangels professioneller Dokumentation. Es ist doch wichtig, wesentliche Informationen zu den Schülern zu erhalten!

  • Verena sagt:

    Mein Enkelkind leidet sehr, dass es in den Kindergarten muss. Sie ist sehr zart, ruhig und schüchtern. Am Sonntag abend sass sie still weinend da weil am Montag der Kindergarten wieder den ganzen Tag dauert. Sie hat jetzt Schlafstörungen, die sie vorher nicht hatte. Was mich aber am meisten schockierte: die Kindergärtnerin verlangte, dass die 4 jährigen Kinder nach kurzer Einführphase selbstständig den Schulweg machen sollen. Dabei müssten sie auch einen sehr gefährlichen unübersichtlichen Fussgängerstreifen überqueren. BfU sagt – mit 12 Jahren sind Kinder erst dazu wirklich im Stande.

    • Sportpapi sagt:

      Vielleicht sollte man dem armen Kind einfach mal ein bisschen mehr zumuten/zutrauen. Doch, Kinder können mit 4 Jahren in der Regel allein in den Kindergarten. Und einen Fussgängerstreifen überqueren, auf dem wohl noch dutzende weitere Kinder gleichzeitig laufen. Wo die BFU etwas anderes sagt, würde mich dann doch sehr interessieren.

      • Elisabeth sagt:

        Die Kindergärtnerin hat bezüglich Schulweg nichts zu verlangen. Sie kann raten, sie kann die unsäglichen moralisierenden Ratgeberzettel der Schulpflege weitergeben, aber wenn die Eltern aus was für Gründen auch immer finden, sie würden das Kind noch begleiten – die ganze Strecke, die Teilstrecke – dann ist das so. Also bitte: Selbstbewusst sein und Kindergärtnerin, Sportpapi oder Wir Eltern als Vorschläge betrachten und nicht als Befehl!

      • Sportpapi sagt:

        @Elisabeth. Da haben Sie recht. Erstaunlichweise durfte die Schule uns das Radfahren zur Schule verbieten (erst ab 1km zulässig), dann ein Helmobligatorium einführen, etc. Auf den Eltern verbieten, ihre Kinder mit dem Auto in die Schule zu fahren, das ist offenbar gesetzlich nicht möglich.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Sportpapi, Autofahren ist Freiheit. 😉 Und Sicherheit ein ernstes Thema. Jedenfalls solange es nicht um die Sicherheit der Kinder geht, die noch zur Schule laufen (und durch die Mami-Taxis gefährdet werden).

  • Roli sagt:

    Zitat: Es sind häufig die Eltern und nicht die Kinder, die mit dem Kindergartenstart überfordert sind.

    Dem ist nichts hinzuzufügen… das Projekt Kind wird heute leider vielfach mit allzuviel Aufwand betrieben.

    • Mary sagt:

      Ja, das denke ich auch. Aber es wird wohl noch 2-3 Generationen dauern, bis sich die Schweizer Familie vom konservativen Familienbild lösen kann. Und ausserdem: die Schweiz ist eines der erfolgreichsten Länder der Welt. Wäre sie dies mit gestörten Menschen geworden, hervorgerufen durch ein schlechtes Schulsystem? Wohl kaum….

  • Marcel sagt:

    *kopf schüttel* *face palm* *weiter arbeitet*

    • Nicole sagt:

      @ Marcel

      Ou ja… Furchtbar… Da frag ich mich auch…

      @ Sportpapi

      Eigentlich sollten wir Kindergärtner/innen für neunmalkluge Grosskotze von all zu sportlichen Papis echt noch was draufzahlen. Sie sind stets ein hilfreiches Vorbild für all die anderen Kinder. Und aus ihnen wird garantiert kein Schichtarbeiter, weil sie nämlich durch die familiäre Erziehung zu gewieften Egos werden, die selbst in Alaska einen Kühlschrank verkaufen können…

      Sorry…

  • plop sagt:

    Bedenklich fand ich, dass das Kind ab jetzt in diese 5-Tage-Woche gepresst ist, je nach Lebenslauf für die nächsten 60 Jahre…

    • Sportpapi sagt:

      Ja, das waren noch Zeiten, als wir auch am Samstag in die Schule durften 🙂
      Vielleicht wird Ihr Kind ja mal Schichtarbeiter, dann wird alles besser…

      • Susi sagt:

        Ja, und als wir Lehrpersonen auch am Samstag noch arbeiten durften… Good old times… *seufz*

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Verrückterweise sah ich als Schüler trotzdem in der 6-Tagewoche viele Vorteile. Aber ich war wohl der einzige…

      • Susi sagt:

        Da-Morgen hat ganz sicher sehr viele Vorteile!
        Aber ich erinnere mich auch an die vielen Samstagmorgen, an denen wir als übernächtigte Schüler/innen der Oberstufe jeweils kaum etwas aufnahmen.

      • Susi sagt:

        Sa-Morgen, nicht Da-Morgen

      • Sportpapi sagt:

        Sa-Morgen hat keine Vorteile. Aber der zusätzliche freie Nachmittag, den ich sehr schätzte (den brauchte ich auch, weil ich während der Kanti am Mittwoch nachmittag bis Abend arbeitete…).

  • irgendwer sagt:

    die im artikel geschilderte angst, die kinder würden reduziert, kann ich nachvollziehen. man hört ja so einiges in den medien: mundartobligatorium, die versuche von$vp-gipsern und -kraftfahrern, sich in die volksbildung einzumischen, sodann merkwürdigeste abstimmungen, und dann sprüche wie der im artikel, was die kinder nun alles lernen würden, als ob sie bisher im weltall oder im vakuum aufgewachsen seien. dabei macht man den ganzen mist mit den drei stunden am tag eigentlich nur für die kindergärtnerInnen, damit die’sich bedeutend fühlen können. ich als elternteil könnte gut verzichten.

  • Mutti2 sagt:

    Na ja, ich war ganz tapfer, bis sie vom Chindsgi heimkam und meinte, wenn sie gross sei, ziehe sie aus in ein weisses Haus am Meer und habe einen BMW. Da musste ich auch kurz ABBA hören…

  • Goran sagt:

    Herr Signer, der „ueberall“ ein bisschen seine Nase im Erziehungsdepartament rein steckte, koennte uns sicherlich von diesen elterlichen Gefuehlen in voller Ellenlaenge berichten! Mei, da wuerde eine Ansammlung fuer einen Bestseller auf deutschsprachigem Bildungsraum auferstehen und dabei koennte man ja noch ein bisschen reich werden dank der „reichhaltigen“ Informationsquellen in seier Laufbahn als „Schulausbilder“ !!

  • Mamasita sagt:

    Ich bin total durch den Wind,musste die letzten beiden Abende immer wieder losheulen,dabei freue ich mich doch so für meine kleine…?! Nun,sitze mit verheulten Augen da und finde es einfach traurig,dass die letzten 5 Jahre so schnell vorbei waren. Aber, dass ich nun mühe mit loslassen habe,nachdem mein häsi von Anfang an sehr gerne selbständig unterwegs war und immer noch ist,gerne zu anderen geht und immer wieder mal bei grosi und Co.war? Ich, die gerne zeit für mich habe und mir die letzten 6 sommerferienwochen so oft den Start herbeigesehnt habe? Unglaublich aber wahr…that’s life

    • Monika Kaufmann sagt:

      So ist es

    • tonton sagt:

      @Mamsita: Wie wär’s mit einem zweiten Kind? Dann kann alles noch einmal wiederholt und mit grösstem Genusse erlebt werden. Und da man dann weiss, was kommt, braucht es auch keine Heultage mehr, wenn das Kind in den KiGa muss.

  • Monika Kaufmann sagt:

    Puuh, unser Sohn hatte letzten Montag auch den ersten KIGA-Tag. Er hat es mit Bravour gemeistert und ich gehöre tatsächlich zu den Müttern, die bereits Wochen vorher kaum noch schlafen konnte. Unser Sohn ging in die Spielgruppe und KITA und alles war für ihn mit Spass verbunden. Trotzdem wusste ich nicht recht, obs nicht zu früh ist und ob er das alles packt etc. Kaum zu glauben, dass ich sooo viele Gedanken daran verloren habe, denn tatsächlich, er ging das alles völlig entspannt an. Ich freue mich sehr für ihn!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Bei uns wars vor 2 Jahren so weit, als unser Grosser in den 1. Kiga kam. Ich freute mich mit und für ihn, nachdem wir noch ein Jahr gewartet haben (Junior ist nah am Stichtag geboren und war vom Emotionalen noch nicht bereit dafür). Ich hatte nie Probleme mit Ablösen und freute mich auch auf ein paar Stunden mit meiner Jüngeren. Das einzige, was ich auch bisschen vermisste: das Spontane, Ausflüge zu machen ohne Zeitdruck. Aber eben, man gewöhnt sich an alles ;). Vor einer Woche startete er total stolz und glücklich mit der ersten Klasse und gehört nun definitiv zu den „Grossen“. Alles Gute :D!

  • Andrea sagt:

    Bei mir hat es vom Ablauf her nicht viel geändert. Vorher gingen sie den ganzen Tag in die Kita, nun sind noch diese 2.5 Stunden Kindergarten in den Kita-Tag eingeschoben. Bei der Kindergartenvorbereitung hiess es gross, nun werde mein Kind endlich mit anderen Kindern spielen, soziale Regeln kennen lernen, gemeinsam bastelen – ähm, das hat sie alles in der Kita auch schon getan, nun geschieht es einfach auf einer anderen Ebene. In Deutschland gehen die Kinder mit drei Jahren in den Kindergarten, von 9 bis 16 Uhr. Sollten wir auch einführen.

    • siegenthaler sagt:

      Mal aufs ganze Leben gesehen: was gewinnen die Kinder, wenn sie bereits mit bereits 3 Jahren in den Kindergarten gehen?! Ich glaube Sie haben weder den Wert der Familie noch den des Kindergartens verstanden!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Tja, schön, dass Ihre Kinder in der KITA Regeln gelernt haben, aber wäre das nicht die Aufgabe der Eltern?

      • peter meier sagt:

        Genau. Weil, Regeln lernen wir ja nur von den Eltern. Wozu noch in die Schule?

      • Sportpapi sagt:

        @Peter Meier: Die Schule ist nicht in erster Linie zum Erziehen, sondern zum Lernen gedacht. Aber Sie sind wohl nicht der einzige, der das verwechselt.

    • Sportpapi sagt:

      Wieso denn erst ab drei? Das geht sicher schon früher. Und nur von 9-16 Uhr? In der Schweiz arbeiten wir länger, das müsste etwas länger dauern… Und über Nacht wäre doch auch noch ein toller Service…

      • Swissnorway sagt:

        Als Schweizer wohnhaft in Norwegen amüsiere ich mich immer wieder ein wenig über die verkrampften Kommentare wenn es um Kindergarten und Erziehung in der Schweiz geht. Es kommt mir oft vor das der Vorschritt noch nicht stattgefunden hat. Meine beiden Kinder sind mit 10 Monaten und 1,5 Jahren in den Kindergarten gegangen und das von 07:30 bis 16:00 Uhr. (dies ist gleich einem normalen Arbeitstag in Norwegen). Und Sie haben keinen Schaden davon getragen :-). Ich sehe das Problem nicht das Kinder im kleinsten Alter sich sozial, spielerisch, pädagogisch und entfalten können und dabei lernen.

      • Sportpapi sagt:

        @Swissnorway: Meine Ansprüche sind etwas höher als nur „keinen Schaden davongetragen“. Ausserdem: Wie messen Sie denn das? Wahrscheinlich würden meine Kinder auch keinen Schaden davontragen, wenn ich sie zur Adoption freigeben würde, und sie vollständig fremd erzogen würden. Sie sind aber unsere Kinder, für die wir die Verantwortung übernommen haben, bewusst, die wir beim Aufwachsen begleiten möchten. Wenn wir das irgendwelchen Fremden überlassen wollten, weil jeder Geldjob doch so viel spannender ist, dann hätten wir keine Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @Swissnorway: Meine Ansprüche sind etwas höher als nur „keinen Schaden davongetragen“. Ausserdem: Wie messen Sie denn das? Wahrscheinlich würden meine Kinder auch keinen Schaden davontragen, wenn ich sie zur Adoption freigeben würde, und sie vollständig fremd erzogen würden. Sie sind aber unsere Kinder, für die wir die Verantwortung übernommen haben, bewusst, die wir beim Aufwachsen begleiten möchten. Wenn wir das irgendwelchen Fremden überlassen wollten, weil jeder Geldjob doch so viel spannender ist, dann hätten wir keine Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @Swissnorway: Meine Ansprüche sind etwas höher als nur „keinen Schaden davongetragen“. Ausserdem: Wie messen Sie denn das? Wahrscheinlich würden meine Kinder auch keinen Schaden davontragen, wenn ich sie zur Adoption freigeben würde, und sie vollständig fremd erzogen würden. Sie sind aber unsere Kinder, für die wir die Verantwortung übernommen haben, bewusst, die wir beim Aufwachsen begleiten möchten. Wenn wir das irgendwelchen Fremden überlassen wollten, weil jeder Geldjob doch so viel spannender ist, dann hätten wir keine Kinder

      • Swissnorway sagt:

        @sportpapi: Ich messe das genau gleich wie Sie!! Die Erziehung liegt allein bei den Eltern, das nennt man, wie sie es bereits erwähnt haben, „Verantwortung“. Haben Sie mal Überlegt, das auch andre Menschen, Kinder bereichern können. Das Leben ist hart aber herzlich da draußen. Wie so nicht gleich damit anfangen. Und ja ich bin stolz das ich Arbeite .

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Gutes Argument, Sportpaoi, mit der Nacht-Kita: solche bräuchte es tatsächlich mehr, und zwar für die Schicht arbeitenden Mütter/Väter (Pflege zb), insbesondere Alleinerziehende. Von daher ist dieser Gedanke gar nicht so abwägig.

      • Sportpapi sagt:

        @Mordasini: Nein, nicht völlig abwägig in den beschriebenen Fällen. Aber eine Rundumbetreuung, die halte ich für abwägig.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Als Rundumbetreeung einfach so kann ich mir eine 24-Stunden-Kita auch nicht vorstellen. Wir hätten es uns auch nicht vorstellen können die Kinder 4-5 Tage auswärts betreuen lassen. Das wäre uns ganz klar zu viel gewesen. Da hätte ich Angst gehabt, zuviel von den Kindern und ihren grösseren und kleineren Entwicklungsschritten zu verpassen. Beruflich am Ball zu bleiben kann ich jedoch jeder Mutter an Herz legen, als Ablenkung, Abwechslung, Sicherheit und zusätzliche Bereicherung und Herausforderung. Mir würde ohne Arbeit „etwas“ fehlen. Das Arbeitspensum muss ja nicht gleich hochprozentig sein!

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Sie propagieren das, was die meisten Mütter sich wünschen und auch umsetzen, wenn sie es sich leisten können. Insofern ist aber fraglich, was noch zu tun ist: Mehr Support für die oben aufgeführten Eltern (z.B. Alleinerziehende), die Schicht arbeiten müssen, um sich ihr Leben zu verdienen? Hätten die von Direktzahlungen nicht allenfalls mehr? Druck auf die „faulen“ gutausgebildeten Mütter zu Gunsten der Volkswirtschaft? http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23735014?fb_action_ids=10204710904000967&fb_action_types=og.recommends

      • mila sagt:

        @SP: Also sollten Menschen, denen ihr ‚Geldjob‘ so wichtig ist, dass sie beide mehr oder weniger vollberuflich weiterarbeiten, keine Kinder haben (diese Egoisten) – ist es ungefähr das, was Sie uns sagen wollen?

        Die meisten Menschen in so einer Situation sind meiner Erfahrung nach entweder auf zwei volle Löhne angewiesen oder haben einen Beruf, der Ihnen (wesentlich) mehr bedeutet als nur den Gehaltsscheck am Ende des Monats. Ob sie deswegen schlechtere Eltern bzw. Erziehende sind, würde ich mir nicht anmassen zu beurteilen.

      • mila sagt:

        Genauso wenig, wie ich jedes Stay-at-Home-Elternteil per se für eine/n gute/n Erziehenden halten würde. Familienverhältnisse sind sehr unterschiedlich, und man kann vielleicht gewisse statistische Tendenzen ausmachen. Für den Einzelfall müssen diese jedoch keinesfalls zutreffen. Verwahrlosung – körperliche und/oder emotionale – findet sich quer durch alle Schichten.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ja, zwei Menschen, die ihre Karriere über alles stellen, und die nicht bereit sind, für ihre Kinder beim Job Abstriche zu machen, die sollen keine Kinder haben. Und die werden wohl auch keine Kinder haben, wie mir einige Bekannte in der Situation bestätigt haben. Und doch, solche Aussagen mass ich mir an.
        Ihre Ausführungen zur Statistik sind natürlich korrekt. Aber so gesehen könnte man auf jede Handlung, jede Massnahme, jede Intervention verzichten. Impfen? Nützt doch nicht bei allen. Schule? Es gibt Kinder, die trotzdem nicht lesen können. Usw.

      • Widerspenstige sagt:

        Auf der einen Seite versteckte Vorwürfe plazieren, wenn Kinder früh fremdbetreut werden und auf der anderen Seite Unfähigkeit und Mangel an Eigenverantwortung genau jenen Müttern vorwerfen, wenn sie bei einer Trennung nicht mehr sich selber finanzieren können (und die Kinder gerade dazu!), da Anschluss ans Berufsleben verpasst. Genau wegen solchen Situationen wirkt ein Sozialstaat wie hier Norwegen präventiv und bietet Infrastrukturen alltagstauglich an. Und das bei viel grösseren Distanzen, was u.a. der Arbeitsweg anbelangt, als in der kleinen Schweiz.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ich masse mir auch nicht an zu urteilen, ob ind weg Kinder haben soll oder nicht. Es geht mich schlichtweg nichts an. Ich finde auch nicht jedes Familienmodell gut, muss ich auch nicht. Jenes, wo beide Elternteile hochptozentig arbeiten und die Kinder hochprozentig fremdbetreuen lassen, entspricht überhaupt nicht dem, was wir uns vorstellen. Deshalb haben wir uns für ein anderes entschieden. Und ja: ich bin für mehr Unterstützung Alleinerziehender wie zB durch und dank Nachtkitas, solchen die abends länger offen und solchen, die auch an Wochenenden offen haben.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das ist eine Antwort worauf? Auf meine Aussagen kann es ja wohl nicht sein.

      • mila sagt:

        Wissen Sie, SP, gerade die Gutverdienenden können es sich leisten, ein halbes Jahr oder länger Mutterschaftsurlaub zu nehmen. Das tun sehr viele Frauen, die sich trotz Kaderposition für ein Kind entschliessen. (Und natürlich gibt es auch diejenigen, die genauso bewusst kein Kind bekommen – ein stetig steigender Prozentsatz, wenn ich es richtig im Kopf habe).

        Wenn ein Kind also nach einen halben oder einem ganzen Jahr tagsüber fremdbetreut wird – in solchen Fällen in der Regel durch eine Nanny – wird dieses Kind nicht zwingend weniger geliebt oder in der verbleibenden Zeit ‚aktiv‘ erzogen.

      • mila sagt:

        Und es wächst mit dem Bild auf, dass Mami ausserhalb des Hauses genauso ihren ‚Mann‘ steht wie Papi.

        Diese Verhältnisse werden sich erst grundsätzlich ändern, wenn auch auf Kaderstufe für beide Geschlechter Teilzeitpensen eingerichtet werden. Ich halte das auf mittlerer Stufe für nicht so unrealistisch, wie man im Allgemeinem annimmt – es können sich durchaus zwei einen verantwortungsvollen Job teilen, die miteinander gut kooperieren.

        Und auf der obersten Stufe, wo es definitiv schwieriger wird, ist man im gebärfähigen Alter in der Regel noch nicht angekommen.

      • mila sagt:

        Was natürlich zwingend vonnöten wäre für einen derartigen Strukturwandel: ein Einstellungswechsel in Bezug auf Arbeit, auf allen Ebenen. Was uns allen (auch den Arbeitgebern) zugute käme, insofern nicht mehr die (teils anti-sozialen) Qualitäten eines Alphatiers im Managementbereich gefragt wären, sondern diejenigen eines umsichtigen Kommunikators/Vermittlers innerhalb von Teams. Solchen Leuten (es gibt sie bereits) geht es in erster Linie um den Gegenstand, nicht um die eigene Reputation. Deswegen können sie auch Verantwortung teilen, ohne dass ihnen dadurch ein Zacken aus der Krone bricht.

      • Carlita sagt:

        Genau,! Warum nicht auch moch während der Ferien, die Kleinen können ja auch da den Tagesablauf behindern.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Die gut verdienenden können es sich leisten, den Mutterschaftsurlaub zu verlängern. Sie machen es aber eher nicht. sie könnten es sich ja auch leisten, auf einen Zweitjob zu verzichten…
        Ich weiss nicht, ob es für ein Kind interessant ist zu wissen, dass beide Elternteile im Job ihren „Mann“ stehen. Sie merken nur, dass beide wenig Zeit haben und sie den grössten Teil ihres Lebens mit jemand anderem verbringen.
        An ihre Teilzeitjobs im Kader glaube ich eher weniger. Wer Karriere machen will, arbeitet nicht Teilzeit, sondern engagiert sich mit allem war er/sie hat.

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Wenn der Kindergarten ab 3 freiwillig wäre, von mir aus, ok. Aber nicht als Pflicht so harmosmässig. Ab 4 wie wir es jetzt mit Harmos haben, dünkt es mich schon bisschen grenzwertig… Meiner war mit 4 definitiv vom Emotionalen noch nicht parat für den Kiga. Darum haben wir ihn zurückgestellt und „erst“ mit 51/4 geschickt, was sich sehr bewährt hat. Bei der Jüngeren war das Ablösen gar kein Problem. Ein Kind auf Biegen und Brechen in den KIGA zu schicken, nur weil es vom Stichtag her gehen sollte, kann ein Schuss nach hinten sein und nützt niemandem was, am wenigsten dem betroffenen Kind :(!

      • Kindergärtner sagt:

        KiTa=Kindertagesstätte (auch Krippe genannt)=freiwillig
        KiGa=Kindergarten=zumindest im Kanton Zürich obligatorisch
        Das ist mal ganz wichtig!
        Dann: Wann tritt ein Kind in den Kindergarten ein?
        Für das Schuljahr 2014/15:
        Kinder, die vom 01. Mai 2009 bis 15. Mai 2010 geboren sind, treten auf Beginn des nächsten Schuljahres (nach den Sommerferien) in den Kindergarten ein.
        Sie werden als keine 3 Jährigen im Kindergarten finden, auch nicht mit Harmos!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ich kenne den Unterschied schon zwischen KiTa und KiGa. Auch bei uns ist zweites seit letztem Jahr obligatorisch. Ich bezog mich einzig auf Andreas Kommentar, wo sie schreibt, dass in Deutschland die Kinder mit drei Jahren von 9 – 16 Uhr in den Kindergarten gehen würden und wir dieses Modell auch bei und in der Schweiz einführen sollten. Und da bin ich dagegen, vor allem wenns eben obligatorisch wäre. Ich finde 3 einfach zu früh, 4 finde ich an der Grenze.

    • Andrea sagt:

      Die Kinder einer Kollegin von mir gingen in Deutschland in den Kindergarten, als Dreijährige, täglich von 9-16 Uhr. Später zogen sie in die Schweiz und die Kinder gingen hier in den Kindergarten. Sie fanden es total langweilig, dass man hier am Mittag wieder zu Mutti nach Hause geht zum Essen. Sie vermissten das Mittagessen mit anderen Kindern. Wenn es dort geht, dann ginge es ja vielleicht auch in der Schweiz?

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht würden die Schweizer Kleinkinder, die nach Deutschland ziehen, auch das gewohnte Mittagessen zu Hause vermissen, und nicht etwa vom auswärtigen Essen in aufgeregter Kinderschar begeistert sein? Oder könnten sie gar individuell sein, die Bedürfnisse der Kinder?

      • Andrea sagt:

        Wenn es individuell ist, warum wettern sie dann so gegen Fremdbetreuung?

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Zeigen Sie mir die Stelle in den vielen Posts, die ich hier in den letzten Jahren hinterlassen habe, in der ich gegen Fremdbetreuung wettere. Ich bin nicht begeistert, wenn Kinder rund um die Uhr fremdbetreut werden. Ich frage mich dann, weshalb die Eltern Kinder wollten. Und ich bin strkt dagegen, Fremdbetreuung obligatorisch zu erklären oder unnötig zu subventionieren und damit Anreize zu schaffen. Nicht mehr und nicht weniger.

      • Andrea sagt:

        Ich wollte Kinder, weil das ein urmenschliches Bedürfnis ist. Ich bin jedoch nicht der Kindergärtnerinnentyp, der stundenlang Basteln, Singen und Spielen kann. Daher machen meine Kinder das grossteils in der Kita. Meine Kinder lieben die Kita und sind glücklich dort. Was soll daran falsch sein? Ich selber wuchs genau so auf und liebte die Gegenwart anderer Kinder.

      • dres sagt:

        Kinder haben ist ein urmenschliches Bedürfnis, aber etwas Sinnvolles lernen und betreut werden sollen sie dann bitte anderswo… Ich weiss, ich habe Ihre Aussage sehr zugespitzt. Trotzdem bin ich froh, dass ich unserem Junior bisher doch mehr beigebracht habe als die vierzig Prozent Kita – auch wenn er dort sehr gerne ist.

      • Andrea sagt:

        Meine Kinder sind glücklich so, ich bin glücklich so, wo ist das Problem? Würde ich den ganzen Tag zu Hause bleiben und singen und basteln, würde ich unglücklich, die Kinder würden das spüren und würden auch unglücklich. Und hätte ich keine Kinder, wäre ich auch unglücklich, weil dann mein urmenschlichstes Bedürfnis nicht gestillt wäre. Ausserdem verbringe ich ja immer noch Zeit mit den Kindern, einfach während der Arbeitszeit nicht.

  • Susi sagt:

    Als meine Tochter nach ein paar Wochen 1. Kindergarten eines Morgens plötzlich völlig unvermittelt sagte: „Heute gehe ich alleine hin!“ musste ich, nachdem sie mir noch kurz zuwinkte und dann um die Ecke verschwand, mich grad kurz hinsetzen, ABBAs „Slipping Through My Fingers“ ein paar Mal anhören und dazu ein wenig heulen.

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