Küssen verboten?

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir während zweier Wochen einige Beiträge, die besonders viel zu reden gaben. Dieser Beitrag von Andrea Fischer erschien erstmals am 16. Januar 2014.

kuss

Damals wie heute: Erzwungene Zärtlichkeiten können Kindern höchst unangenehm sein und sie in ihrer Entwicklung negativ beeinflussen.

Kinder wecken in uns gern das Gib-Pfötchen-Syndrom: Wir haben wahnsinnig Freude, wenn wir sie dazu bringen können, etwas Herziges zu tun. Da sie Menschen sind, müssen sie halt nicht Pfötchen geben, sondern Küsschen.

Was soll denn daran so schlimm sein? Wir alle wurden von irgendeiner Tante ungefragt mit spuckefeuchten Lippen verbusserlt – und haben es überlebt. Stimmt. Aber wir wollen ja nicht bloss überleben, sondern leben. Und das heisst auch, nicht immer das Pfötchen zu geben, wenn uns einer drum bittet. Oder ein Küsschen. Es bedeutet, dass wir nein sagen lernen – und dass wir das auch unseren Kindern beibringen.

Dabei ist nein nicht gleich nein. Ich glaube nämlich nicht, dass das Unvermögen, nein zu sagen, das Hauptproblem der heutigen Kids ist. Eher im Gegenteil. In vielen Lebensbereichen können sie es fast zu gut. «Nein, ich räume nicht auf», «nein, das esse ich nicht», «nein, das will ich nicht»: All das geht ihnen wunderbar von den Lippen. Aber in anderen Belangen müssen sie es unbedingt lernen. Dort nämlich, wo es an die innere Substanz geht. Das bedingt allerdings, dass sie überhaupt ein Gefühl dafür entwickeln dürfen, was genau ihre Substanz ausmacht, ihr persönliches Wollen. Dafür, wo ihre Person anfängt und wo sie eben aufhört. Wo es Grenzen hat, die zu überschreiten keiner das Recht hat.

Und da fehlt es noch oft. Wie «20 Minuten» gestern berichtete, warnen Forscher des britischen Education Forums davor, Kinder zu unfreiwilligen Küsschen zu drängen. Und diverse Fachleute aus der Schweiz bestätigen das. Derselben Meinung ist auch die deutsche Kriminologin Rita Steffes-enn, die sich intensiv mit dem Thema sexuelle Übergriffe befasst. Für sie ist es eine der wichtigsten Präventionsmassnahmen, dass Eltern ihren Kindern beibringen, sich gegen ungewollte Körperlichkeiten aufzulehnen. Zu erfahren: Was ich nicht will, das muss ich auch nicht zulassen. Egal, ob von der Mutter, dem Onkel oder einem Fremden.

Also: Um ein Küsschen zu bitten, ist okay. Schmollen, wenn es keines gibt, ist unfair – und auf lange Sicht verhängnisvoll. Es signalisiert den Kindern, dass ihre Wünsche und Grenzen nicht ernst genommen werden. «Hast du mich denn nicht mehr lieb?» ist tabu. Ebenso wie: «Komm sei doch nicht so.»

Denn genau so sollen sie eben sein, unsere Kinder. Wir dürfen sie über alles lieben und auch verschmusen, aber nur, wenn sie es wollen. Und das, ohne ihnen deswegen subtil oder offen die Liebe zu entziehen. Unser Job ist es ja nicht nur, sie zu lieben und zu schützen, sondern auch, ihnen beizubringen, sich selbst zu schützen.

Allerdings steht für mich über all diesen Forderungen auch ein grosses Aber: Ebenso wichtig wie Respekt vor den Grenzen unserer Kinder ist es, dass wir vor lauter Warnungen kein verkrampftes Verhältnis zu ihnen und dem zärtlichen Umgang in der Familie bekommen. Denn letztlich verkümmern noch immer viele Kinder nicht an einem Zuviel an Zärtlichkeit, sondern an einem Zuwenig.

29 Kommentare zu «Küssen verboten?»

  • petra w sagt:

    Jedes kind hat seine bedürfnisse die ich achten muss..klar frag ich mal nach nem kuss..er entscheidet aber..will er nicht auch ok.. mein kind soll lernen nein zu sagen und das tun was er fuer richtig hällt..werde ihn lenken u aufangen
    ist er 18 muss er alles gelernt haben und auch gelernt haben nein zu sagen.
    nicht ich hab das recht zu bestimmen welchen willen er hat.
    fritz anna total daneben deine einstellung..ich les besser mal nicht weiter

  • sajo sagt:

    wenigstens ein nasenstupser muss schon drin sein.er drückt sich immer weg aber nicht weil ihm die Berührung zu unangenehm ist sondern weil er lieber zu dem babyfon licht hin will und so(denk ich mal)…von sich aus würde er aber jetzt nicht zu mir kommen und mir n gute nacht küßchen geben…anders ist es wenn der papa ihn bringt.an der türe gibt er mir dann auch nach dem fragen ein küßchen….ist das wirklich schon zuviel?oder kann ich ein küßchen zur nacht von ihm“verlangen“?

  • sajo sagt:

    Ich wage hier mal die Frage zu stellen mit der Gefahr gesteinigt zu werden:
    Mein Sohn( 17 Monate) gehört zu der Sorte`Ìiihhh Mädchenspucke`heißt er gibt sehr selten der Mami ein heiß ersehntes Küsschen und neigt auch sonst nicht zu übermäßigen Kuscheleinheiten.Nunja muss ich akzeptieren…er bekommt halt hier und da und dort und überhaut von mir mal ein küßchen auf die backe geklebt(was ihn aber nicht zu stören scheint)
    wo ich nun aber doch unsicher werd ist beim gute nacht sagen…bis jetzt hab ich schon von ihm erwartet dass er mir da ordentlich gute nacht sagt.heißt ein küßchen oder

  • Sonusfaber sagt:

    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich seit Jahren kein Kind mehr an mich heranlasse. In diesem Land muss man auf alles gefasst sein nunmehr, auf Eltern auch, die jedem Erwachsenen männlichen Geschlechts reflexartig Abartiges unterstellen, weil er ihrem ihm zulächelnden Kind (im Zug etwa) das Lächeln erwidert. Das nenne ich Wahn und ich würde es begrüssen, wenn solche Eltern ihre eigenen Beweggründe einmal auch hinterfragen würden, anstatt stets nur das Wohl des Kindes vorzugeben, dessen Recht auf Selbstbestimmung. Die ja eine ganz tolle Sache ist, aber auch zum eigenen Gefängnis werden kann.

  • Sonusfaber sagt:

    2/2

    Fest steht, dass ich (54, als Kind oftmals ungebeten geküsst), keine Traumata davongetragen habe. Ferner, dass ich mehr Glück gehabt habe als die heutigen Kinder, bin ich doch ohne Berührungsängste aufgewachsen, hat man mir doch viel Aufmerksamkeit geschenkt – ungeniert, unkompliziert, spontan. Ja, der Preis dafür mag sein, dass manche Berührungen sich nicht wirklich toll angefühlt haben. So aber ist es im Leben, so ist das Leben selbst. Wer sich vor allem Negativen schützen will, nur noch das zulässt, was ihm beliebt, macht aus sich einen seelischen Krüppel … viel Spass! 🙂

  • Sonusfaber sagt:

    1/2

    Was, wenn das Kind Küsschen verteilen möchte und die Empfänger derselben keinen Bock darauf haben? Müssen sie trotzdem die Wange hinstrecken? Das könnte ja traumatische Folgen haben – oder? Ungerne stelle ich mir vor, wie wir in hundert Jahren miteinander umgehen werden. Wer sein gegenüber per Handschlag begrüssen möchte, wird sich zuerst bei demselben erkundigen müssen, ob es gestattet sei … naja, man wird sich ja sogar kaum noch getrauen, jemandem in die Augen zu schauen, könnte dies doch – es sei denn, man kriegt zuerst die Erlaubnis dafür – als übergriffig aufgefasst werden.

  • Jasmin sagt:

    Bei uns wird keiner zum knutschen gezwungen,umso mehr freuen wir uns,wenn der Kleine Sabbermund plötzlich die Lippen spitzt und selbst geknutscht werden will 😀

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Zuerst müsste man definieren, was mit Küssen gemeint ist. Reden wir vom Küssen auf den Mund, oder reden wir vom Küssen wie in südlichen Ländern 8teilweise auch hier praktiziert, dass häufig nur noch angedeutet und ohne Körperberührung stattfindet? Das Küssen auf den Mund bzw. mit echter Körperberührung von Kindern geht gar nicht, wenigstens nicht vom Erwachsenen ausgehend. Das berührungslose Küssen ist eine Art der Begrüssung und da sollte ein Kind möglichst früh lernen, dass es verschiedene Formen gibt und die halt zum gesellchaftlichen Verhalten dazugehören.

  • Renatus Isenberg sagt:

    Der Kuss sollte vom Kind aus gehen und das tut er auch.So wie das Baby behandelt wird, schätzt es Zärtlichkeit und Kuss später. Ein Kuss mit Zärtlichkeiten wie beim Baby und nicht als mechanische Kontaktformel erhöht die Wertschätzung der Zärtlichkeit später. Kleine Jungen haben Momente wo sie ihre Mami küssen wollen und ihren älteren Schwestern auf die Nerven gehen, wenn sie im Bett die Schwester „kussbelagern“ anstatt einzuschlafen. Umgekehrt bei Mädchen dient der kleine Bruder manchmal als Kussobjekt. Geschwister erziehen sich meistens gut gegenseitig mit ein wenig Hilfestellung der Eltern

  • Jeanclaude sagt:

    der letzte Satz ist der beste. Kurz und bündig. Und relativiert das Vorhergehende. Wer Einfühlvermögen hat, spürt, was sein Kind an Zärtlichkeiten mag oder nicht.

  • Martin Johansson sagt:

    Ich wundere mich, dass es immer noch viele Familien gibt, wo die Kinder auf die Lippen geküsst werden. Das finde ich problematisch, besonders in der heutigen, bezüglich Missbrauch bis zur Hysterie hypersensibilisierten Gesellschaft. Da ist das Übel dann sozusagen nur noch einen Zungenschlag entfernt. Küsschen auf die Wange oder die Stirne gehören aber irgendwie dazu, sofern sie nicht mit Gesabber garniert sind. Definitiv sollte hier der Wunsch oder die Ablehnung des Kindes respektiert werden, auch von liebesbedürftigen Tanten oder Grossmüttern…

  • Widerspenstige sagt:

    Als Memo:
    Also aufgezwungene Küsschenverteilung von Kindern zu Erwachsenen ‘weil-man-das-einfach-macht’ geht gar nicht. Auch nicht umgekehrt von Erwachsenen zum Kind, ohne vorher sich zu erkundigen, ob das erwünscht ist vom Kind.

    Jedoch:
    Freiwillig erteilte Küsschen vom Kind zu nahen Bezugspersonen ist kein Thema, da eben freiwillig vom Kind gewünscht. Das ist der Punkt und sollte von Erwachsenen so gehandhabt werden, um sicher zu gehen.

    Fazit:
    Ein ‘Nein’ vom Kind respektieren oder ein Kopf wegdrehen ebenso, wenn ein Nachfragen unterlassen wird. Eigentlich ganz einfach.

  • Carolina sagt:

    Da uns unsere Eltern in unserer Kindheit durch x verschiedene Länder geschleppt haben, hat sich bei uns diese Frage nach ‚gezwungener Küsserei‘ kaum gestellt. Wir waren angehalten, respektvollen Abstand zu halten und auch unsere Familien zu Hause waren nie ‚übergriffig‘. Aber eine explizite Ausnahme gab es: eine Grosstante, die eine ‚ganz Arme‘ war, ohne eigene Familie und weit weg von allem. Die erwartete Küsse und Umarmungen und unsere Eltern sagten uns jeweils, wir sollten uns nicht so anstellen, für sie sei das das Highlight des Jaares… Je nu, schön war’s nicht, aber geschadet hat es uns

  • Daniel J sagt:

    Zitat: Was ich nicht will, das muss ich auch nicht zulassen. Egal, ob von der Mutter, dem Onkel oder einem Fremden…

    Das kann aber auch fatal sein, zum Beispiel wenn eine medizinische Behandlung ansteht. Lassen wir da dem Kind auch einfach seinen Wilen und verzichten halt eben auf die Spritze, auf den Verband? Oder nicht lebensbedrohend, aber auch wichtig: Putzen wir dem Kind die Zähne nicht, sondern lassen ihm diese im Mund verfaulen?

    Ich (Vater) habe meine Kinder manchmal zwischen meine Knie geklemmt, um ihnen die Zähne zu putzen. Sie sind jetzt trotzdem alle selbstbestimmte Erwachsene.

    • fgee sagt:

      Ich denke Kinder können durchaus unterscheiden, ob ihnen jetzt die Zähne geputzt (oder vom Kinderarzt die Erdbere aus der Nase geholt) wird, damit das Kind nachher für sich selber „in Ordnung“ ist, oder ob die Oma das Kind abschleckt um ihr eigenes Schmusi-Bedürfnis zu befriedigen. Es ist die Absicht des Gegenübers, die den Unterschied macht.

      • Dirtz sagt:

        Warum sind es immer die Omas, die anscheinend nichts anders im Kopf haben als die lieben Enkel abzuschlecken?? Als Oma fand ich es auch nie besonders angenehm von meinen Enkeln vollgesabbert zu werden …. Inzwischen trau ich mich schon nicht mal mehr meinen Enkeln beim Hallo sagen übers Haar zu streichen. Wie krampfig ist das eigentlich alles?? Mein Sohn musste auch nicht küssen. Die Eltern von heute machen auf mich manchmal den Eindruck als glaubten sie das Rad neu erfinden zu müssen. Großeltern machen offensichtlich alles falsch. Mir nimmt das die Freude daran Oma zu sein.

      • fgee sagt:

        Ich verstehe, dass Sie verärgert sind, wenn Omas als schlechtes Beispiel herhalten müssen. Es geht mir ja genau gleich, wenn man als Mann unter Pädo-Generalverdacht steht. (Kennen Sie die „Pädo-Tafel“? Weisser Mann mit Hut und mit Mädchen an der Hand, auf blauem Grund. Schweizer Verkehrszeichen.) Darum: Sorry.

        Aber: Wenn Sie Oma sind, dann wissen Sie ja, ob Sie einen guten Draht zu Ihren Enkeln haben. Dann wissen Sie auch ganz natürlich, wieviel Nähe es verträgt. Wenn Sie sich dann von einem undifferenzierten Kommentar das Oma-sein madig machen lassen, kann ich Ihnen nicht helfen.

  • Fuchs Jos sagt:

    Ganz einfache Sache, sehen Sie andere Länder, so zum Beispiel Thailand: Man begrüsst und verabschiedet Sich mit einer Verneigung und gefalteten Händen . Je nach Alter, der Jüngere grüsst immer so zu sagen zu erst. Sie haben sehr hohe Achtung, wie älter ein Mensch ist. Das ist die sauberste Sache.

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, dieser Respekt fehlt im Westen nur zu oft und ich weiss genau, wovon Sie schreiben, Fuchs. 🙂 Vielleicht wäre das nur kurze Kopfsenken als Begrüssung statt Händeschütteln abzuwägen auch hier. Vorallem zu Grippezeiten oder hochansteckenden Virenerkrankungen ausser Haus sehr zu empfehlen.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Unsere beiden Kinder müssen sich weder beküssen lassen noch Küsse geben. Es ist Anstand und Respekt, den Willen und das Nein des Kindes in diesem Zusammenhang ohne Wenn und Aber zu akzeptieren und respektieren. Da fällt doch niemandem einen Zacken aus der Krone! Grüssen kann auch anders gehen, zb mit einem scheuen, aber von Herzen kommenden “Hallo” oder einem schlichten Winken. Wer damit ein Problem hat, weil er kein Küssli bekommt bzw geben darf, dem ist ehrlich gesagt nicht mehr zu helfen. Sprüche wie “dann bin ich aber traurig” sind kontraproduktiv, bireweich und Zeichen von Schwäche.

    • Adeline sagt:

      Ihren Kommentar würde ich gerne meiner Schwiegermutter weiterleiten. Unsere arme Tochter wird von ihr fast aufgefressen und ich kann ihr noch so oft sagen, dass ihr Verhalten unangebracht ist, bei der nächsten Begrüssung wird mein Kind wieder eingespeichelt. Zum Glück lernt meine Tochter langsam sich zu wehren und schiebt die aufdringliche Oma von sich. Dann kommt immer ein beleidigtes: hast Du die Oma nicht lieb?! Und ein: „doch mit Sicherheit, sie kann es nur nicht leiden angesabbert zu werden“ von mir…

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja, tun sie es ;). Toll und richtig, dass und wie Sie sich für Ihr Mädchen wehren und einsetzen. So fühlt sich Ihre Kleine beim „Besabbern“ vom Grosi nicht so alleine und dafür von Ihnen als Mutter ernst genommen. Bleiben Sie weiter dran, es kommt gut und auch die begriffsstutzige Schwiegermutter wirds endlich mal begreifen und einsehen. Dass sich Ihre Tochter langsam aber sicher zu wehren weiss, ist super und zusätzlich hilfreich. Alles Gute und vieeeel Geduld :D!

      • Fritz Anna sagt:

        Finde ich völliger Blödsinn! Sorry!
        Respekthalber lässt man sich (auch sichtlich nicht begeistert) abbusseln und fertig! Respekt ist sowieso das was den meisten Kindern heutzutage fehlt und dann soll man sie auch noch dazu erziehen das sie tun und lassen sollen was sie wollen und immer und überall ihren Willen durchsetzen müssen!? Auf die Art „wenn ich keinen Bock habe, mache ich’s nicht!“ Man muss schon unterscheiden können wo man nein sagen soll und wo nicht, das muss man den Kindern beibringen und genau DAS ist Erziehung!! Also echt da wird mir schlecht wenn sowas lese…!!!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und mir wird schlecht wenn ich lese, dass man Kinder dazu erzieht Erwachsenen gegenüber sexuell gefällig zu sein.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Danke Tamar, Du sprichst mir gerade sehr aus dem Herzen! Sorry, Frau Fritz, Sie sind also tatsächlich der Meinung, dass sich Kinder das Beküssen und Betatschen einfach so gefallen und sich bieten lassen sollen, obschon sie dies möchten?! Gehts noch! Oder lassen Sie sich auch von allen anderen Menschen einfach so und ungefragt beküssen und befingern? Na also! Und dann wieder das Respekt-Argument… Wie bitte sollen Kinder Respekt lernen und haben vor anderen, wenn Personen SIE ihnen diesen für mich auch wichtigen Wert nicht entgegenbringen wollen?! Es geht hier nicht um „keinen Bock haben“

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        und machen was einem passt! Auch Kinder sollen und müssen NEIN sagen, gerade bei körperlichen Annäherungen. Dies hat nicht im geringsten mit fehlender, antiautoritärer oder „laisser faire“ Erziehung zu tun, sondern wie gesagt mit Respekt gegenüber dem Kind. Ein Kind hat, trotz fehlender Lebenserfahrung, das Recht auf respekt- und würdevolle Behandlung. Was ist so tragisch, wenn ein Kind keine Küsse haben bzw geben möchte? Nichts! Es ist sein gutes Recht und soll/muss akzeptiert werden! Da fällt auch Ihnen keinen Zacken aus der Krone. Wenn Sie ein Problem damit haben, ist es ganz alleine Ihres!

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