10 Tipps für schöne Ferien

Sie freuen sich seit Monaten auf die Ferien. Sie gehen schwanger mit Bildern von sich im warmen Sand mit einem Cocktail in der Hand. Ausserhalb Hörweite bauen Ihre Kinderchen glücklich Burgen, während Sie und Ihr Partner sich mit anzüglichen Blicken auf die Siesta vorbereiten. Schön.

Und seit Monaten weiss Ihr Hinterkopf, dass es anders wird. Dass die Kinder Millionen von Mückenstichen haben werden, Sonnenbrände, Quallenbisse und so weiter und so fort. Schade um das Geld und um die Vorfreude und um das Leben.

Darum hier ein paar Tipps, wie Sie möglichst schöne Ferien haben, selbst wenn die Realität mitreist:

  1. Ferien fangen ja bekanntlich schon Tage vorher an: mit den Vorbereitungen, die einen erst vollends ferienreif machen. Putzen Sie darum Ihre Wohnung nur soweit nötig, bevor Sie abreisen. Die Vorstellung, die Wohnung müsse bis zur letzten Schublade perfekt sein, damit Sie nach den Ferien entspannter heimkommen, ist ein Mythos. Ich habe ihm bis letzten Sommer ebenfalls angehangen. Dann habe ich den heilsamen Fehler gemacht, unsere Wohnung einer Horde Teenager zu überlassen. Ich hielt mich für besonders locker und schlau, denn ich hatte ja eine Putzfrau organisiert, die unsere Wohnung nach der Invasion wiederherstellen sollte. Nun. Sie war in letzter Minute verhindert. Seither weiss ich, dass ich sogar von Jungtestosteron getränkte Betten und einen zentimeterdick vollgesifften Küchenboden überlebe.
  2. Packen Sie nur die halbe Apotheke ein. Für die Krankheit oder das Wehwehchen, das dann effektiv Ihre Ferien sabotiert, haben Sie eh nicht das Richtige dabei. Dafür gibt es die Apotheke vor Ort.
  3. Züchten Sie einen mentalen und emotionalen Schutzwall gegen das Gejammer über Mückensticke und andere Gemeinheiten. Lassen Sie alles an sich abgleiten und lächeln Sie sanft. Das klingt fieser, als es ist. Es bricht einem zwar das Herz, wenn die eigenen Kinder beulig und zerkratzt sind. Aber Ihr gebrochenes Herz heilt die Stiche auch nicht, im Gegenteil: Es macht Sie nur fertig. Und nach spätestens drei Tagen sind Sie dann so weit und bellen: «Verdammt, ich hab die Dreckviecher auch nicht erfunden. Und jetzt reiss dich mal zusammen.» Den Rest können Sie sich selbst ausmalen.
  4. Haben Sie keine Angst vor Durchfallerkrankungen. Ausser bei Kleinkindern sind sie in der Regel nichts als nervtötend. Und einem selbst bieten sie eine etwas mühselige Chance, ausnahmsweise keine extra Ferienkilos heimzuschleppen.
  5. Haben Sie Sex. So viel es geht. Aber regen Sie sich nicht auf, wenn es dann doch nicht immer so ist wie im Kino. Als säuerliche Frustgurke vögelt es sich nicht sonderlich gut. Und schwups, schon strudeln Sie im Teufelskreis der Enttäuschten und bringen Ihren Partner so weit, dass der sich für den Rest der Ferien wie ein autistisches Haustierchen verhält. Oder wie ein freudloser Macho. Und: Nein, diese Zeilen sind nicht nur an Frauen gerichtet.
  6. Essen Sie. Alles. Viel. Gern. Die paar Kilos sind schnell wieder weg. Entweder Sie kriegen die Diätgrippe (siehe Punkt 4) oder Sie werden sie spätestens dann wieder los, wenn Sie nach den Ferien alles waschen und die Wohnung schrubben, die Sie ja entspannt zurückgelassen haben.
  7. Packen Sie. Und dann schmeissen Sie die Hälfte des Gepackten wieder aus dem Koffer. Sie kaufen ohnehin Unmengen neuen Fummel auf einem Billigmarkt vor Ort und tragen nichts anderes mehr. Zudem kann kein Mensch mehr als zwei Bücher pro Tag lesen, und sieben Ölbilder in zwei Wochen hat selbst Rembrandt nicht gepinselt.
  8. Machen Sie möglichst keine Pläne. Ein Mensch mit einem fixen Plan im Kopf ist etwa so entspannt und entspannend wie Victoria Beckham.
  9. Stellen Sie sich ein letztes Mal vor den Spiegel. Erklären Sie sich selbst, dass Sie sich erst in ein paar Wochen wiedersehen werden. Nun basteln Sie sich im Kopf das Bild einer passablen Figur in einem schmeichelhaften Badeanzug und achten darauf, dass es in den kommenden Wochen von keinem Ganzkörperspiegel ruiniert wird. Sollten Sie allen Bemühungen zum Trotz doch auf eine reflektierende Fläche treffen: ignorieren.
  10. G.e.n.i.e.s.s.e.n. Sie Ihre Ferien. Egal, wie anstrengend sie auch werden mögen. Sobald Ihre Kinder gross sind, werden Sie sich aus irgendeinem neuropsychologischen Grund nur noch an all das Herzige, Lustige, Schöne erinnern und ihm nachtrauern.

Schöne Ferien!

85 Kommentare zu «10 Tipps für schöne Ferien»

  • Ein super Artikel – auf diese Weise lassen sich auf jeden Fall tolle und vor allem entspannte Familienferien verbringen!

  • Petra Ammann sagt:

    Vielen dank für diesen lehrreichen Artikel. Ich war mit meinen 45 Jahren schon ab und zu in den Ferien, nichts abenteuerliches natürlich, nur Indien allein mit meiner damals 8 j alten Tochter (Tiger schauen und ein bisschen Rajasthan), oder Südafrika mit 3 und 12 jährigem Kids. Ich weiss retrospektiv gar nicht, wie ich das ohne ihren Artikel geschafft habe. Danke schön.

  • Silberdsitel sagt:

    Super Liste 🙂 Je nachdem wo man seine Ferien verbringt, würde ichjedoch Punkt 2 nicht unterschreiben.. hatte in Vietnam schon riesen Probleme weil die in der Apotheke kein Englisch konnten und es mir echt beschissen ging..

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Dass Kinder von Quallen tentakelt oder von Mücken gestochen werden kann man nur bedingt verhindern, aber Sonnenbrand geht gar nicht!

    Ansonsten ist der Beitrag lustig geschrieben.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Die beste Packliste nützt nichts, wenn dort drauf schon die Hälfte fehlt… ;). Wie gesagt, Listen mache ich auch, eher aber Pendenzenlisten, mit allem was noch zu erledigen ist, allgemein, nicht nur auf die Ferien bezogen. Was für eine Wohltat und Erleichterung und geiles Gefühl, wenn wieder was abgehäkelt und durchgestrichen werden kann 😆 🙂 ;)!

  • Webi sagt:

    …seit wänn beissen Quallen…???? 🙂 Das ist wohl eher das Nesselgift der Tentakel…!! *smile*

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Aber weh tun die schleimig gruusigen Meeresviecher saumässig, egal ob gebissen, gestochen, gekratzt oder angebrunzt :shock:!

  • Markus Notter sagt:

    Könnten sie die gleiche Liste nicht nochmal aufschalten aber einfach 10x den Punkt 5 auflisten? Ich würde die Liste nämlich gerne meiner Frau, die sich oftmals vom mamablog ‚inspirieren‘ lässt, zeigen… 🙂

    • dres sagt:

      Sie entsprechen also dem Bild des triebgesteuerten Mannes, der auch in den Ferien nur die sexuelle Unterdrückung der Frau im … äh Dings… Kopf hat? Endlich bringt hier jemand einen Genderaspekt in die Diskussion.
      😉

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Ui, grad derewäg 😯 😆 ;)?!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    @13: es gibt doch bereits diese Stögelischuh-Rennen :lol:. Wäre vielleicht mal was. Was meinsch? SUVA-Formular lässt grüssen, jedenfalls bei mir 😳 ;).

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    @13: Du hast mich soeben so zum Lachen gebracht :lol:! Ähnlich sieht es nämlich auch bei uns aus, wobei ich mein und das Gepäck der beiden Kinder einen Tag vorher gepackt habe – mags nicht auf den letzten Drücker, denn dann würde ich sicher was „Wichtiges“ versiffen;). Doch mein Partner ist genaugleich wie Deiner in dieser Hinsicht, nicht nur auf den letzten Drücker, sondern am liebsten erst in den Ferien :lol:. Und ja: Die Fragen nach Sonnencrème, Zahnpasta etc kommen dann in den Ferien auch immer wieder… Ich habe tatsächlich meistens zuviel Gepäck dabei – aus Erfahrung und so ;).

    • Sportpapi sagt:

      Sonnencreme ist nun auch nicht mein erster Gedanke. Das gibt es definitiv auch in den Ferien genug.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Klar, ich sage auch immer, Hauptsache Geld und falls Auslandreise ID oder Pass dabei. Ich wollte tatsächlich mal mit einem leider bereits abgelaufenen und nicht mehr gültigen Pass nach Hawaii reisen… OK, ich war damals noch seeeeehr jung und reiseunerfahren :lol:. Zum Glück habe ich es 1 Tag vor Abreise gemerkt – der Pass wurde dann notfallmässig für ziemlich viel Stutz verlängert. Ja, Zahnbürste habe ich kürzlich auch mal vergessen fürs verlängerte Auffahrtswochenende. So what, im Hotel gabs so Zahnputzdinger. Ich gestehe aber: die Wohnung hinterlasse ich sauber aufgeräumt und geputzt.

      • 13 sagt:

        @ Andrea
        Der Pass meines Mannes steht schon mal fix im Handschuhfach.
        Seine Erklärung: „So muss ich nicht bei jeden Ferien daran denken!“
        Mein Verdacht: „Sich immer den Fluchtweg offenhalten“ 😀

        Ich packe genau darum nie im Voraus, weil sich dann immer! noch am letzten Tag eine Tasche füllt, mit Sachen, die mir dann noch einfallen. Beim Packen im letzten Moment gibt es das nicht, wir haben es halt nicht dabei und ganz ehrlich zu 99% fehlt es uns auch nicht. Ich bin allerdings aus meinen Jahren als Vielreisende (Fernbeziehung) sehr packerbrobt und vergesse selten etwas wirklich wichtiges.

      • dres sagt:

        Ich weiss wirklich nicht, woran man beim Packen denken muss. Dokumente, Tauchausrüstung, eine zweite Unterhose und zwei T-Shirts tun es bei weitem. Ok, vielleicht noch Joggingschuhe. Dito bei Junior, einfach eine paar Grössen kleiner.
        …und ab ans Meer.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @Dres: Nööö Joggingschuhe brauchts nicht unbedingt, Joggen lässt es sich doch auch barfuss dem Strand entlang 😉

      • 13 sagt:

        Joggingschuhe? Die nehmen doch schon zu Hause, um ehrlich zu sein, unnötigen Platz im Schrank weg und dienen nur dazu, sich selber davon zu überzeugen, dass man gar sicher, irgendwann bald einmal wieder die Musse haben wird, mit Sport anzufangen, gleich übermorgen oder dann am WE, gleich wenn wir den Keller ausgemistet haben und ganz sicher, sobald das schöne Wetter kommt….

        Da überlebe ich die Ferien ganz gut ohne und packe lieber ein paar High Heels mehr ein. Da wird das Laufen nämlich schon zu Sport und wer was anderes behauptet, wird einfach ignoriert 😉

      • Sportpapi sagt:

        @13: Suchen Sie sich sportliche Freunde.
        Ein paar High Heels mehr? Ich glaube, meine Frau wüsste bei uns im Ferienort schon mit dem ersten Paar nicht recht, was anfangen damit…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich habe doch sportliche Freunde bzw. Freundinnen, denn die meisten von ihnen schaffen es ohne Weiteres 2-3 Stunden in den High Heels zu laufen und dabei Power Shopping zu betreiben. Und weil wir ja nicht nur gerne schick, sondern dann doch ein kleines bisschen alternativ sind, tragen wir jedes Mal, wenn wir flache Schuhe hervor nehmen, unsere 2-3 jährigen mit ihren 13-16 kg auf dem Rücken, im Extremfall sogar die 5-jährigen mit 20kg und präsentieren die schönsten Tücher anstatt der High Heels, was ein ordentliches Krafttraining ist. Die Frage ist doch nur, wie man Sport definiert.

      • Susi sagt:

        Zu den Joggingschuhen: Ich glaube, wenn man sonst gar nie joggt, sollte man das auch in den Ferien nicht unbedingt tun, solche Aktivitäten können nämlich noch ins Auge gehen. Ich war vor zwei Jahren am Anfang des Urlaubs für eine Stunde ausreiten und dachte mir so, kein Problem, das habe ich ja früher ständig gemacht. Die Reitlehrerin hat’s mir dann so richtig gegeben: Nach einer Stunde Trab und Galopp konnte ich für den Rest der Woche kaum mehr gehen. Und Punkt 5. auf der Liste wurde dadurch auch nicht lässiger.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das stimmt, es ist die Frage, wie man Sport definiert. Kinder, die laufen können herumtragen mache ich jedenfalls nur in den Bergen, ab der dritten Stunde 🙂
        @Susi: Auch das ist richtig. Nur nicht übertreiben. Und Punkt 5 kann ja auch Training sein. Ausser eben, man ist wegen Muskelkater zu Passivität verdamm t…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich sehe schon, Sie haben sehr lauffreudige Kinder. Bei mir ist meistens ein Abwägen zwischen Dauerdiskussion oder Tragen und das wird situationsabhängig entschieden:
        Weg zum Einkaufen oder Spaziergang -> laufen und diskutieren
        Stadtbummel in einer Stadt, die man schon immer mal sehen wollte und vermutlich nicht so schnell wieder hinkommt -> tragen und geniessen

  • Sportpapi sagt:

    Fast hätte ich gesagt: Jetzt planen Sie schon Ferien wie ein Mann 🙂

    • 13 sagt:

      Hihi! Bei meinem Mann sieht das jeweils so aus:
      Zu Hause: „Wieso brauchst Du einen Koffer? Wir gehen doch nur zwei Wochen. Da reicht doch ein kleiner Rucksack.“
      Nach zwei Tagen: „Schatz, wäschst Du heute, ich habe keine saubere Unterwäsche mehr!“ „Nein!“ „Ok, dann kaufe ich halt frische! Aber hast Du wenigstens ein paar Badehosen für mich?“
      Am letzten Tag: „Schatz, darf ich meine 100 Sachen, die ich nicht mitgenommen und darum gekauft habe in deinen Koffer packen? In meinem Rucksack hat es keinen Platz!“ 😉

      • Sportpapi sagt:

        Ein richtiger Mann packt selber. Und notfalls wäscht er auch selber, wenn er es verbockt hat. Ist ja peinlich! 🙂
        Ich habe eher auch mehr als genug dabei, denn 1) packe im auf den letzten Drücker. Also rein in die Tasche, was Platz hat. 2) Habe ich genug Kraft und mag die grosse Tasche auch tragen… 3) ist es mir zu dumm, wertvolle Ferienzeit damit zu verbringen, zu waschen oder neue Kleider zu kaufen.

      • 13 sagt:

        Selber packen tut er schon, nur die Frage ist, was er packt.

        zu 1): ICH packe auf den letzten Drücker, mein Mann packt, wenn der Rest von uns schon angeschnallt im Auto sitzt;-)
        2) Hätte er, braucht er aber nicht, da er ja keine grosse Tasche hat
        3) Geht mir auch so. Darum wasche ich mit Kindern max. alle 4 Tage eine Maschine, aber sonst nicht. Alleine sowieso nicht. Der Überlebensinstinkt meines Mannes bringt ihn dann aber dann jeweils dazu, etwas einzukaufen. Beim waschen müsste man ja mind. 3 Stunden vorher wissen, dass man es braucht, fürs Einkaufen reichen 10 Min.

  • DB sagt:

    Wer derartige Tipps braucht, um entsprannte Ferien zu haben, bleibt wohl besser zu Hause!

  • dres sagt:

    Wer so viele Tipps braucht für entspannte Ferien ist verdächtig… Genissen Sie die Ferien doch einfach ohne Masterplan… 😉

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Ja genau, und einfach mal draufankommen lassen. Denn es komme A) anders und B) als gedacht. Wer zuviel plant bzw. verplant und organisiert, läuft Gefahr, bei Unvorhergesehenem völlig aus der Bahn geworfen zu werfen. Also, neben etwas Organisation ist vor allem die Improvisation die halbe Miete und Garant für möglichst entspannte, erholsame und schöne Ferien :). In dem Sinn, geniessen Sie die Ferien, sie sind meistens eh viel zu schnell vorbei ;)!

      • Franz Vontobel sagt:

        Das heisst dann wohl: befolgen Sie Punkt 8 der Liste, nicht?

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja, so in etwa, Franz ;). Wobei gerade auch ich bei grösseren und längeren Ferien sogar eine Packliste mache. Ja, und wie bei den meisten auch, so habe ich in der Regel auch zuviel Kleider mitdabei. Aber ansonsten lasse ich die Ferien einfach mal so auf mich zukommen, ohne grosse Pläne und Vorbereiten. Der Alltag mit zwei Kinder- und nach den Ferien Schulkindern ist ja eh schon gerpägt von Terminen und Programmen, da geniesse ich zumindest in den Ferien das „Dolcefarniente“ und etwas in den Tag hineinleben :). Und das macht sich ohne Pläne und Vorhaben am einfachsten…

      • Franz Vontobel sagt:

        „Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt“ – von Moltkes Erkenntnis über den Krieg gilt natürlich auch für alle anderen krieg-ähnlichen Lebenssituationen, insbesondere Familienferien, Frau Mordasini 😉

        Wie ebenda auch eine andere Regel von ihm sich als sehr nützlich erweist: „Getrennt marschieren, vereint schlagen“.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Gröhl, also wenn man natürlich Familienferien als kriegsähnliche Situation vergleicht, sollte man vielleicht doch lieber zu Hause bleiben 😆 :)! Wobei, so unrecht haben Sie ja wohl doch nicht: Die Schulsommerferien haben begonnen, das Wetter eher herbstmässig, kalt, nass und grau – die Kinder hässig aufs Wetter und auf sich, sich am verkloppen sprich am bekriegen. Dies natürlich völlig ohne Plan und so… Und Mutter Mordasini fleissig am „ooohhhmmen“ ;). Nur nicht stressen und die Kinder einfach mal machen lassen. Sie hören dann schon auf, wenns zu fest weh tut ;).

      • Franz Vontobel sagt:

        Wikipedia definiert „Krieg“ so: Krieg ist ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel […] ausgetragener Konflikt, an dem oft mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, ihre Interessen durchzusetzen.

        Ersetzen sie „Krieg“ durch „Familienferien“ (oder, noch besser „Erziehung“) und die Definition stimmt immer noch… 😀

      • Susi sagt:

        @13: Ui, ich sehe mich in 20 Jahren meine eigene Tochter vor ihren Ferien mit Telefontipps belästigen…

        @SP: Hat auch was, ich versuche mich auf 4 Tassen einzuschränken 🙂

    • tina sagt:

      es ist einfach lustig getextet. keine ernste checkliste. nicht bemerkt? und die föteli sind der hammer

    • 13 sagt:

      Danke dres, ich bin auch etwas erstaunt, das es da Regeln braucht. Insbesondere das Aufräumen überrascht mich sehr. Ich würde das gar nicht erst hinbekommen. Ok, vielleicht schon, wenn ich nicht in den letzten 2 Stunden packen und entsprechend auch kein Chaos veranstalten würde, aber wo wäre da der Spass?;-)

      • dres sagt:

        Ach 13, wir sind einfach gemein. Aber inzwischen bin ich schon über drei Monate auf einem südlichen Kontinent mit Familie und finde dann so Ferientipps für zwei Wochen Elba einfach herzig… 😉

      • 13 sagt:

        Wobei ich sagen muss, dass man ja eigentlich für 3 Monte auch nicht wirklich mehr braucht, als für zwei Wochen. Ich gehe davon aus, dass Sie da auch mal waschen können. Ich hatte auf jeden Fall für meinen 9-Monatigen Auslandaufenthalt bloss einen Koffer mehr als sonst in den Ferien.

      • tina sagt:

        oh die bildungselite ist auch ferienelite. unsereins freut sich über läppische 2 wochen elba 😉 und ich wette, bei 3 monaten ferien dauert die umstellung auf ferienmodus auch nicht weniger lang. aber ja, ihr seid so viel cooler! 😀

      • dres sagt:

        Absolut richtig. Nur dass die Vorbereitung zuhause ein wenig anders läuft (Wohnung untervermieten, Formalitäten für Versicherungen, Banken, Kindergarten etc). Der ganze administrative Kram ist dann ein wenig komplizierter, aber auch nicht wirklich eines Masterplans würdig… 😉

      • Susi sagt:

        Ich hab jeweils für ein Jahr auch nicht viel mehr mitgenommen als für eine Woche.
        (Ok, ich geb’s zu, ich reise eben auch für eine Woche mit meeeeega viel Gepäck, mehr kann man auch für ein Jahr nicht mitnehmen 🙂 )

      • dres sagt:

        @tina: Ich arbeite zufälligerweise im Ausland, und das nicht nur drei Monate…

      • tina sagt:

        ja eben, ich dachte auch, es seien gar keine ferien. vermutlich scheitere ich an eurem humor 😉 nichts für ungut

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ich sehe das weder als bildungs- noch als ferienelitär an, im Gegensatz halte ich mich von teureren Ferien fern, aber ich frage mich manchmal schon, welche Vorbereitungen manche für die paar Tage treffen und welches Gepäck mitgeschleppt wird. Ich sehe das auch in meiner Familie: das werde Pack-Listen erstellt, eine Woche vorher wird ein Zeitplan gemacht, wann was abgeschlossen werden muss, mein Vater will das gesamte Gepäck zwei Tage vorher um das Auto zu laden, die Wohnung sieht aus wie aus einem Katalog, aber die Leute selber sind nur gestresst und verlieren jede Ferienfreude.

      • 13 sagt:

        Und v.a. wenn die Leute Babys haben, ist es noch schlimmer: Hochstühle, Babywippen, Kinderwagen, Babybettchen, Breikocher, Milchwärmer, ganze Windelpacks, eine Tasche voller Spielzeuge etc. füllen dann das Auto (man braucht ja einen 7-Sitzer für 3 Leute) und jammert über zu wenig Platz und wie kompliziert es ist, mit Kindern zu verreisen. Ganz ehrlich, so würde ich auch zu Hause bleiben.

      • tina sagt:

        13, AF schrieb doch etwa das selbe, nur weniger von oben herab, was es eben viel sympatischer und lustiger macht. ist es nötig, immer wortreich darzulegen wieviel cooler man ist? offenbar :). ich bin frau checkliste in person. und das eben damit ich nicht gestresst bin. ich liebe checklisten, es ist wie zelebrierte ferienvorfreude :). ich weiss dass das nicht für mein organisationstalent spricht, aber immerhin weiss ich, ich vergesse so nichts. aber ja doch, das hat mehr als nur verbesserungspotential

      • 13 sagt:

        Ja, genau, darum habe ich es gesagt, weil es mir mit ü30 sehr wichtig ist, die coolste zu sein. Wo ist denn Ihr Humor heute? Schon eingepackt? Wer auch immer wie packt und wer welche Packweise versteht oder eben nicht, die Hauptsache ist doch Nr. 10. Ich wünsche Ihnen schöne Ferien, kommen Sie erholt wieder. 😀

      • Susi sagt:

        Punktueller Einblick in meine Persönlichkeit: Eine Packliste ist für mich das A und O. Für eine Woche Südtirol beginne ich bereits 5 Tage vorher mit der Liste mit den Dingen nur für mich, während mein Mann am Morgen der Abfahrt sein Säcklein und das unserer Tochter packt. Da ich eigentlich ein totaler Kontroll-Freak bin, finde ich es schwierig, ihn bestimmen zu lassen, was unser Kind dabei hat und schwatze jeweils noch rein, aber in der Regel klappt es so am einfachsten.

        Was Ferien anbetrifft, bin ich TOTAL uncool.
        Und habe zudem ein leichtes ADHS, damit packt es sich auch nicht besser. 🙂

      • 13 sagt:

        @ Susui
        Trösten Sie sich, wenn wir in die Ferien fahren, ruft mich meine Mutter regelmässig die letzten 3-4 Tage mehrfach täglich an, um mir mitzuteilen, was ich unbedingt! mitnehmen sollte. Und ich bin wie gesagt, seit ca. 15 Jahren volljährig und packe noch einige Jahre länger ganz alleine. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Leichtes ADHS?
        Vielleicht einfach mal einen Kaffee weniger trinken? 🙂

      • Susi sagt:

        @13: Ui, ich sehe mich in 20 Jahren meine eigene Tochter vor ihren Ferien mit Telefontipps belästigen…

        @SP: Hat auch was, ich versuche mich auf 4 Tassen einzuschränken 🙂

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Aber nein, ich sehe das nicht als Belästigung. Auch wenn ich so in etwa 90% ihrer Tipps ignoriere, so weiss ich doch, dass sie es gut meint und mir nur helfen will. Ist ja auch schön, eine Familie zu haben, die sich sorgt und kümmert, das ist ja leider nicht selbstverständlich. Da nehme ich auch die eine oder andere ungefragte Einmischung locker hin.

      • tina sagt:

        13, ja ok, wenn ich ein ferienhäuschen hätte, würde ich nichtmal badehosen einpacken, weil ich die schon vor ort hätte.
        oh ich fand den blogtext super lustig, aber zugegeben, im laufe des tages fand ich so allerlei nicht mehr lustig. beispielsweise das wetter. dazu kam noch vollmond und sonnenaktivitäten.
        würde ich das ladekabel der digicam nicht auf die checkliste setzen, hätte ich den salat in den ferien. warum soll ich waschmittel dort kaufen, wenn ich nur 1 becher brauche. die checkliste fange ich wirklich schon x wochen vor den ferien an, stichwort haustierversorgung, anzahlung unterkunf

      • tina sagt:

        meine erfahrung ist eben: leute die so locker tun haben jemanden, der für sie denkt.
        flossen kaufe ich auch gerne hier beispielsweise und das ist nunmal jedes jahr nötig. fähre buchen vergessen ist auch keine katastrophe, aber wenn ich in all die fettnäpfchen trete wirds mir einfach zu hektisch

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Ja, es gibt schliesslich hochbezahlte Marketing-Leute, die „für mich“ mitdenken und alles, was ich brauche auch am Ferienort bereit stellen *grins*! Nein, im Ernst. Ich verreise mehrmals im Jahr (nicht immer ins Ferienhaus) und packe dafür seit rund 20 Jahren alleine. Mitnehmen muss ich ja doch meistens das Gleiche, also weiss ich doch Bescheid. Es ist wirklich selten, dass etwas vergessen geht und noch seltener, dass man darauf nicht verzichten kann. In der Zeit, wo ich die Liste mache, habe ich doch schon gepackt, also sehe ich den Sinn nicht. Jeder ist anders 😉

      • tina sagt:

        ähm 13, dann verstehe ich gar nicht, was du über leute urteilst die es eben anders machen (dein eintrag 11:49). ich habe darauf reagiert. abgesehen davon hast du einen partner der mitdenkt und mit anpackt. das ist viel wert, wenn man kurz die sinne beisammen haben muss um zu packen. ich kann mir auch nicht alles leisten zu kaufen zusätzlich, weil ichs vergessen habe.
        ich persönlich packe schon nicht gleich, je nach ziel und jahreszeit

      • tina sagt:

        oh genau: punkt auf der checkliste: lesekram. unbedingt besorgen. darf keinesfalls vergessen werden sonst leide ich höllenqualen

      • tina sagt:

        noch ein hinweis an 13 und dres: was ich mit elitär meinte, war exakt dieses: leute belächeln die kurze ferien machen und ein bisschen planen, da ihr euch lange/viele ferien leistet (respektive im fall von dres sinds ja eben gar keine ferien), geld habt um zu kaufen was ihr vergessen habt und im fall von 13 jedenfalls nicht alles alleine macht. kurz: nicht weiter als zum eigenen goldenen tellerrand denken, respektive kein empfinden dafür, dass andere es aus ihren lebensumständen anders anpacken

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Nein, ich leiste mir weder teure noch lange Ferien (ich habe im Ausland studiert, darum die 9 Monate). Ich habe zwar einen Mann, aber einen Partner, der mitdenkt, eher nicht, denn verreisen wir alle zusammen, packe ich für mich und sie Kinder, er für sich. Die Tipps meiner Mutter setze ich selten um, weil ich im Gegensatz zu ihr eben der Meinung bin, einen Haufen Kram nicht zu brauchen und es mir egal ist, die gleichen Jeans am Strand und in der Stadt zu tragen. Nachkaufen könnte ich, wird aber selten tatsächlich gebraucht. Sie dichten sich da etwas zusammen, was so nicht stimmt.

      • 13 sagt:

        Und apropos Lesekram: Ich sage nur E-Book-Reader! Wenig zum mitschleppen und man kann überall innert Sekunden genau das Buch in den Händen halten, das man gerade will. DA er eh immer in meiner Handtasche ist, kann er auch nicht vergessen gehen. Aber vermutlich ist das jetzt auch wieder elitär….

      • tina sagt:

        oh, nicht verstanden was ich meinte. ja, du packst, das habe ich verstanden. und er kümmert sich um die verpflegung oder die pflanzen, er fährt, putzt oder wäscht oder übernimmt die last-minute sachen. alles allein zu machen erfordert eben schon etwas mehr organisation und timing, ich kann nicht alles in letzter minute machen.
        leider ist die bibliothek in sachen e-bücher noch etwas unterversorgt. und ich habe keine lust, in den ferien bücher runterzuladen. aber inzwischen bin ich eingedeckt 🙂

      • tina sagt:

        ich habe nicht gedichtet, das wurde hier doch so geschrieben: was vergessen geht, kann gekauft werden

      • tina sagt:

        „ich verreise mehrmals im jahr“ war auch keine erfindung. steh doch zu deinen aussagen. aber ich gebs auf, so wichtig war das gar nicht

  • Chrigu sagt:

    Tipp 11. Möglichst weit weg von CH ansässigen Menschen. Erst dann kann man Motzfrei und Diebfrei die Ferien geniessen.

    • Franz Vontobel sagt:

      Etwas schwierig, wenn man selber „CH ansässiger Mensch“ ist… meinen Sie nicht, Chrigu(!)

    • Chrigu sagt:

      ..ich wohne deswegen nicht mehr in der CH…hahahha

      • Dani Oppliger sagt:

        Chrigu, bin ganz bei Dir! Lebe auf Ibiza, Spanien. Ist herrlich, viele Nationen und nur wenige CHler. Und wenn dann mal ein Schwitzerdütsch-Sprechender auftaucht, vergesse ich meine CH-Sprache(n) sofort und schalte auf Spanisch, bzw. Catalan um – funktioniert super, so fühle ich mich als echter NICHT-CHler und bemitleide die in der überregulierten Schweiz Lebenden. Nerven tu‘ ich mich nur noch, wenn ich mich in den einschlägigen Lokalen bei den spanischen Besitzern für das unflätige Verhalten der CHler fremdentschuldigen muss.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ja klar, die Russen, die Deutschen, die Engländer sind ja sooo angenehm als Touristen. Es ist doch wohl so, dass die Schweizer die einzigen sind, die sich im Ausland zu benehmen wissen und bei der Lokalbesitzern auch beliebt sind.

      • Dani Oppliger sagt:

        Ja, Herr Siebenthal, genau so ist es. Die Russen, Deutschen und Engländer mögen zwar etwas lauter als wir Duckmäuserschweizer sein, dafür motzen sie nicht dauernd und nörgeln an allem herum, nur weil der Alpenstandard nicht erfüllt wurde. Beobachte ich täglich. Mir sind mittlerweile alle anderen Nationalitäten näher als die CHler, denn auf die kleinkarierte Meckerei der Schweizer kann ich gut und gerne verzichten. Uebrigens: Die Holländer sind der Hammer – steht’s gut drauf, offen, kontaktfreudig und – by the way – hier auf Ibiza sehr prominent und finanziell potent vertreten.

      • tina sagt:

        oppliger: den mund zu halten wenn man schweizer hört in den ferien, bis sie ausser hörweite sind, ist allerdings typisch schweizerisch. jööö :). gegen manche dinge kann man sich sträuben und sträuben, es wird nur schlimmer dadurch. ich verurteile niemanden aufgrund seiner nationalität. mich selber auch nicht

      • Rose sagt:

        Menschen wegen der Nationalität zu verurteilen oder zu pauschalisieren ist eben genau kleingeistlich….da kann anscheinend auch Ibiza nichts ausrichten….Ich habe im Urlaub motzende Russen, Deutsche, Schweizer etc erlebt. Das hat aber eher mit der Persönlichkeit und der Kinderstube zu tun….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Soso, Frau Oppliger 😮

      • Susi sagt:

        Herr Opplinger: Interessant, wie sich in Ihrer kleinen Welt sämtliche Nationalitäten schubladisieren lassen; so hat doch alles seine (typisch schweizerische) Ordnung.

        Hier lässt sich fast lehrbuchmässig ein Bogen zur Schatten-Konzeption nach C.G.Jung schlagen:
        „Nach ihrer Verdrängung in das Unbewusste entfalten die negativen Züge der eigenen Persönlichkeit meist erhebliche Dynamik und Wirksamkeit. Sie bricht sich nach Jung zum einen in entsprechenden (Alb-)Träumen des Betreffenden Bahn. Wenn die Integration des Schattens unterbleibt, kann es auch zu seiner Projektion auf andere Personen oder Gruppen, kommen. Auf diese Weise entstehen unter anderem Vorurteile [etc.]“ (Quelle: Wikipaedia)

        Dumm nur, dass Sie auch auf Ibiza nicht vor sich selbst flüchten können.

  • Francesca sagt:

    Smile. Geben Sie den Kindern Vitamin B Komlexe, dann werden sie nicht oder weniger gestochen, ob von Mücken, Zecken oder was auch immer. Eine Woche vorher anfangen. Für eine Überdosis müssten Unmengen geschluckt werden, und auch dabei wären die Beschwerden reversibel, also keine Angst. Hat bei uns immer gut funktioniert und tut es noch immer. Ist natürlich böse Chemie, aber …

  • Sara sagt:

    Wunderbar! Da gibts nur eins: ausdrucken und mitnehmen und in der Ferienwohnung aufhängen.

  • tina sagt:

    hahaha zu cool getextet :). danke!

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