11 Elternmagazine im Test

Nicht nur die Ratgeberliteratur, auch die Zeitschriftenbranche widmet sich zunehmend Eltern- und Familienthemen. Die entsprechenden Magazine nehmen am Kiosk schon ein ganzes Regal ein. Wer soll da noch den Durchblick behalten bei all den Eltern-, Family- und Mom-Titeln? Der Mamablog natürlich. Eine kleine Blattkritik und Wegleitung für den nächsten Gang zum Kiosk:

MB_Eltern_n2«Eltern»: Den Klassiker unter den Elternzeitschriften gibts bereits seit 1966. Dennoch kommt die deutsche Zeitschrift frisch daher dank modernem Layout und wunderschönen Fotos. Inhaltlich sorgt «Eltern» selten für grosse Überraschungen, in der aktuellen Ausgabe etwa werden die Themen Zähneputzen, Fremdbetreuung, Babytragen und «Entspannte Förderung» (beziehungsweise ob es sie überhaupt braucht) abgehandelt. Nicht viel Neues, mag man da sagen. Aber für Neu-Eltern eben genau die Themen, die interessieren. Fundiert, gut geschrieben und mit vielen praktischen Tipps. 5.90 Fr.

MB_Eltern_Familiy_n«Eltern family»: 1996 hat «Eltern» Zuwachs bekommen. Das Magazin zu «Kindergarten, Erziehung, Schule, Freizeit und Pubertät» richtet sich an Eltern von 4- bis 15-jährigen Kindern und sieht nicht nur gleich aus wie sein älterer Bruder, sondern ist auch gleich ausgerichtet: Ratschläge zu gängigen Erziehungsproblemen («Vorschulkind beim Selbstständigwerden begleiten»), saisonale Themen («Rein in den Abenteuersommer») sowie Bastel-, Spiel- und Kochtipps. Unterhaltsam und inspirierend für jene, die gerne selbst kreativ sind. Für Teenager-Eltern jedoch bietet das Heft nicht viele Inhalte. 5.90 Fr.

MB_warum_n«Warum!»: Hier könnte «Das Naturmagazin für schlaue Eltern» eine spannende Alternative sein. Auf über hundert Seiten werden Kinderfragen wie «Warum sind Wellen schaumig?» oder «Warum sterben Bienen nach dem Stich?» beantwortet. Ausserdem finden sich Anleitungen zum Basteln einer Torwand oder eines Flosses, Tipps für eine stressfreie Kindergeburtstagsparty und eine Reportage über Kinder, die zum ersten Mal allein im Garten zelten dürfen (inklusive Packliste und Zelt-Facts). Lehrreich auch für Eltern, bisweilen allerdings etwas sehr schulmeisterlich. 6.50 Fr.

MB_Nido_n«Nido»: Vom Öko- zum Hipster-Elternmagazin: «Nido» ist ein Ableger des «Stern» und zielt laut Wikipedia auf «Eltern mit Kindern unter sechs Jahren, die einen breiten Interessenhorizont und ein überdurchschnittliches Einkommen haben». Im Gegensatz zu beratenden Magazinen setzt «Nido» auf die etwas anderen Geschichten: In der aktuellen Ausgabe begleitet der Leser eine heroinsüchtige Frau durch die Schwangerschaft – und erfährt von Kinderbuchautor Janosch, dass er seine ersten sechzig Bücher betrunken geschrieben habe. Neben den grossen Reportagen und Interviews gibts ein bisschen Kochen, Reisen, Mode und überraschende Facts & Figures. Ein «Stern»-Magazin für junge Eltern also, das sich seit der ersten Ausgabe 2009 inhaltlich deutlich gesteigert hat.

MOM2_Titel_Pocket_kn.indd«Brigitte Mom»: Ein weiterer Ableger einer grossen deutschen Zeitschrift: «Brigitte Mom» ist denn auch ziemlich dasselbe wie die «Brigitte», also ein klassisches Frauenmagazin, bloss explizit auf Mütter von kleineren Kindern ausgerichtet. Will heissen: Mode (für Mama und Kind), Beauty, Wellness, Umstyling («Pimp a Mom»), dazu (Über-)Lebenstipps für Mütter, Emotionen (Anne, die ihre Eizellen einfrieren lässt; Hebamme Alex, die sich an eine aussergewöhnliche Geburt erinnert) und ein bisschen Provokation (Pro-Nuggi-Kolumne; eine Erzieherin packt aus). Einzelne Themen werden vertieft abgehandelt (etwa «Kind&Job»), bieten viele Infos und «Genau so ist es»-Momente, andere wiederum sind nette Unterhaltung für einen Tag in der Badi, wenn man sowieso nicht länger als fünf Minuten am Stück lesen kann, weil man immer wieder einem Kind nachrennen muss. Ein guter Mix. 7.50 Fr.

MB_Mumag_n«Mum»: Ein weiteres Magazin, das sich explizit an Mütter richtet. Entschuldigung, nicht an jede x-beliebige Mutter, sondern bloss an moderne Mütter, schliesslich nennt es sich neudeutsch «The first magazine for modern mums». Ob es besonders modern ist, sich kurz nach der Geburt mit den Diätmethoden von Naomi Campbell auseinanderzusetzen und sich für nichts anderes als durchgestylte Kinderwagen und nicht spielplatztaugliche Mode zu interessieren, sei dahingestellt. Schön anzuschauen sind einige der gezeigten Kindersachen durchaus (auch wenn man sie sich nie leisten könnte). Zum Müttermagazin machen sie das Heft trotzdem nicht. «Mum» ist vielmehr ein Katalog für Luxusprodukte. Die paar Babys, die alibimässig gemeinsam mit den teuren Cremes und Duschgels aufs Bild durften, ändern daran auch nichts. 9.90 Fr.

MB_Luna_n«Luna»: Aus dem gleichen Hause wie «Mum» kommt «Das erste Mode- und Lifestylemagazin für die Familie». Ein Hochglanzmagazin, das teure Mode für Eltern und Kinder zeigt und auf der letzten Seite ein fünfjähriges Kindermodel zu Wort kommen lässt. Gut versteckt zwischen den vielen Kleidern, Sonnenbrillen und Frisuren findet sich doch noch etwas Lesestoff, etwa der Beitrag «Die Schule von morgen». Und mein Highlight des Hefts: Die wirklich hübsch gemachte Kochgeschichte zur WM, bei der die Menüs mit Fussball-Playmobilmännchen dekoriert wurden. 7.90 Fr.

MB_BigSpick_n«Big Spick»: Nach all den Müttermagazinen endlich auch mal eins für die Väter: «Big Spick», der grosse «Spick» also – den kennen wir ja alle noch bestens aus unserer Jugend. Der Papa-«Spick» verrät, wie man das Kinderzimmer zwischenzeitlich in eine Hüpfburg verwandeln kann, zeigt eine Bauanleitung für ein Spielhaus und ermuntert Väter, auch mal alleine mit den Kindern zu verreisen oder mit ihnen ganz unverkrampft über Gott zu reden. Viele der Beiträge könnten auch in einem normalen Elternmagazin stehen, aber welcher Mann will sich schon damit sehen lassen? So gesehen füllt das Schweizer Vätermagazin sicher eine Marktlücke. 9.50 Fr.

MB_Kidsfamily_n«Kidy swissfamily»: «Das andere Familienmagazin» mit dem umständlichen Namen existiert bereits seit fünfzehn Jahren, hat es aber trotzdem noch nicht zu grosser Bekanntheit geschafft. Es sieht auch nicht ansprechend aus, sondern erinnert an diese Gratis-Gesundheitsmagazine, die Versicherungsgesellschaften nach Hause schicken. Blättert man es trotzdem durch, entdeckt man bisweilen interessante, ausführlich recherchierte Infos, so etwa die Auflistung der verschiedenen Kindergartenmodelle, die es in der Schweiz gibt. Andere Beiträge hingegen bestätigen leider das Bild, das man sich auf den ersten Blick von «Kidy swissfamily» gemacht hat. 8.50 Fr.

MB_franz_n«Babymag»: Als ich vor ein paar Jahren in einem Wartezimmer ein «Babymag» durchblätterte, war ich begeistert: Die Themen machten mich als werdende Mutter neugierig, das Layout und die Bildsprache gefielen mir. Die grosse Enttäuschung folgte, als ich mir die Zeitschrift wenig später kaufte und sie richtig zu lesen begann: Fehler über Fehler, grässliche Texte. Hier war ganz offensichtlich die französische Ausgabe (das Magazin stammt aus der Westschweiz) ins Deutsche übersetzt worden – und dies nicht besonders professionell. Mittlerweile hat man eine deutschsprachige Chefredaktorin engagiert, was dem noch jungen Magazin gut getan hat. Sprachliches Verbesserungspotenzial gibt es trotzdem noch. Bleibt zu hoffen, dass es weiter aufwärtsgeht, denn durch den französischen Einfluss hebt sich das Heft gerade im Shoppingbereich (andere Produkte, andere Shops) wohltuend ab von den übrigen in der Schweiz erhältlichen Müttermagazinen. Spannend ist auch die Rubrik «Mompreneur», in der jeweils eine Mutter vorgestellt wird, die sich beruflich selbstständig gemacht hat.

MB_wireltern_n«Wir Eltern»: Zu guter Letzt der Schweizer Klassiker. Eingestiegen wird mit unterhaltsamem, spannendem Kurzfutter, danach folgen die ausführlicheren Artikel. Und die widmen sich manchmal den üblichen, schon oft gelesenen Elternthemen (Geburtsvorbereitung, Zähneputzen), aber sorgen auch immer wieder für Überraschungen. So in der  Juni-Ausgabe zum Beispiel der Beitrag zum Thema «Wie Väter bei ihren Kindern punkten», der verschiedenste Alltagstipps für Papas aufzählt und ganz unterschiedliche Männer zu Wort kommen lässt. Der Modeteil dürfte für meinen Geschmack etwas kürzer sein, die Bastelideen sind dafür in der Regel toll und die Rezepte «amächelig». 8.20Fr.

Ein weiteres Schweizer Elternmagazin ist «Fritz und Fränzi». Es behandelt kompetent Themen rund um Erziehung, Schule oder Gleichstellung. Die Zeitschrift wird derzeit überarbeitet und erscheint ab September in neuem Gewand. Deshalb der Verzicht auf eine ausführlichere Besprechung.

26 Kommentare zu «11 Elternmagazine im Test»

  • Diana sagt:

    Hallo Eveline,

    also ich empfehle dir Dein Spiegel oder das Spick Magazin : http://abosky.ch/dein-spiegel.html

    Meine Kinder lieben es. Ich kenne ja das Spick aus meiner Kindheit 🙂

    Schöne Grüsse

  • Eveline sagt:

    Hallo Diana,
    also ich hab heute die ganze Zeit damit verbraucht was gutes für meine Familie zu finden. Ich finde es Grundsätzlich schwer heraus zu finden welche wirklich für die ganze Familie passt. Kann mir mal jemand sagen, welche Titel Ihr für eine Familie 2 Kinder (12jhr & 6 jhr) passt? Ich versuche mit hier schlau zu machen: http://magazin-abo.ch/familien-magazine/eltern-magazin-1.html

  • Diana sagt:

    also ich habe bereits einige Hefte selber gelesen und auch meinen Kindern geschenkt – das Magazin Eltern ist mit Abstand das informativste für Eltern. Würde ich wirklich jedem Paar empfehlen. Wir hatten einige Zeitschriften ausprobiert. Also für die kleinen empfehle ich eines dieser Magazine http://magazin-abonnieren.ch/kinder-jugend-magazine.html .. wir versuchen es aktuell mit dem Olli und Molli Magazin. Kennt eventuell jemand ein Magazin für die Zeit nach der Schwangerschaft um sich wieder fit zu halten?

    Gruss

    Diana

  • Happymom sagt:

    Meine Lieblingszeitschrift (nebst Elern, MOM und Babymag) ist der „WirbelWind“ http://www.elternzeitschrift.org

    Interessante Artikel, lustige Erfahrungsberichte und Tipps für eine beziehungsorientierte, respekt- und liebevolle Kindererziehung.
    Wenig Werbung und daher von Aussen etwas unglamourös (kein Hochglanzmagazin). Dafür wertvolle Inhalte, die man sonst kaum findet!

    Für wenig Geld viel Lesevergnügen!
    Schnupperabo, Jahresabo für nur 33.-
    Und es können auch Einzelhefte zu Themen wie z.B Schlaf,Geschwister, Neurodermitis.. bestellt werden. Mich hat der WirbelWind voll überzeugt!

  • KT sagt:

    Schade, mein Lieblingsheft ist nicht dabei – die „Family“ (www.family-magazin.ch). Aber die kommt ja auch aus frommem Hause, hat ergo wäh-Status und kann im religiös-, gender- und sonstwie neutralen Mamablog natürlich nicht beachtet werden
    😉

  • Caraillo Gazzo sagt:

    „Wir Eltern“ hat mit der Chefredaktorin Nicole Althaus wesentlich an Profil gewonnen – auch was die Auswahl der Themen und die Tiefe der Abhandlung dieser betrifft. Es gelang dadurch stellenweise, die Kommerzialisierung nicht ganz so offensichtlich zur Schau zu tragen. Mal schauen, ob sich das Magazin wieder ins vorherige Fahrwasser begibt, wenn Althaus wechselt. Ich befürchte aber, dass der Wechsel an der Abofront Spuren hinterlassen wird.

  • Reto sagt:

    Der Big Spick ist cool.

    Habe ich letzhin im Wartezimmer beim Onkel Doktor etwas durchgeblättert, viel geschmunzelt und musste ihn dann gleich mitgehen lassen.

    Ich kann das Magazin anderen Papis also nur empfehlen, auch wenn der Preis relativ hoch wäre.

  • tststs sagt:

    Also vom Big Spick bin ich masslos enttäuscht…
    1) Nur für Männer… Schade, denn ich finde den Spick gerade deshalb so super, weil er sich an KINDER (und nicht an Buben und Mädchen) richtet…
    2) ich muss korrigieren: wohl nur für Klischee-Männer…nein echt, schon die Startseite ist übelst klischiiert… Infos über Bier, WM-Tippspiel und Überlebenstricks für das Boygroupkonzerte, auf das selbstverständlich das Töchterlein (!) gehen will… Ist dann wohl das Pendant zu diesem „Mum“-Zeugs 🙂

    • Franz Vontobel sagt:

      Mmh… Infos über Bier – Why not? WM-Tippspiel – gehört wohl zum allgemeinen Standard um diese Jahreszeit. Kenne keine Jungs, die auf ein Boygroup-Konzert wollen.

      Also, Hauptvorwurf an den Papa-Spick ist, dass er zuwenig Mama-Inhalte bringt?

      • tststs sagt:

        Also – wenn schon, denn schon – wäre mein Hauptvorwurf, dass auch der Spick (eben gerade der Spick) selber in die alte Genderfalle (jaaa,es gibt nicht nur die Gender „Mann“/“Frau“, es gibt sie auch in der Form von „Mama“ und „Papa“) tappt und zwischen „Väter-“ und „Mütter-Inhalten“ unterscheidet…
        Ich habe überhaupt nichts gegen WM-Tippspiele, ganz im Gegenteil bin ich aktiv dabei… aber ich als Mann/Vater würde mich darüber aufregen (also natürlich künstlich), welches Bild man von mir zeichnet…
        „Kenne keine Jungs, die auf ein Boygroup-Konzert wollen.“ Weil sie nicht wollen oder weil sie – als echte Jungs, Männer, Väter – nicht dürfen wollen?

      • Franz Vontobel sagt:

        Schauen sie sich doch obige Liste an: Alles Mütter- bzw. Mütter-aber-Väter sind-doch-mitgemeint-Zeitschriften – und da ärgern sie sich darüber, dass es eine einzige gibt, die sich explizit an Väter wendet? Und dann noch mit dem klassischen Allzweck-Argument „Hach, das ist ja sooo klischiert“!

        Aber vielen Dank dafür, dass sie sich ihren Kopf darüber zerbrechen, über welche Bilder von Vätern sich dieselbigen aufregen sollten – ist allerdings nicht nötig: wir sind selber gross.

        Boygroup: Weil sie – als nicht Mädchen – nicht müssen wollen…

      • 13 sagt:

        Also, ich sehe da in erster Linie Eltern-Zeitschriften mit Eltern-Inhalten, ausser vielleicht die drei „Luxus“-Zeitschriften, die gemäss dem Beschrieb gar keinen Inhalt haben, also weder für Mütter noch für Väter. Diejenigen davon, die ich kenne (Nido, SwissFamily, Fritz und Fränzi, Eltern.de, Babymag, WirEltern) haben auf jeden Fall Inhalte, bei denen es v.a. um das Elternsein handelt. Allerdings sehe ich auch nicht ein, warum das Elternsein in Vatersein und Müttersein aufgespaltet werden soll. Die meisten Herausforderungen sind doch die gleichen.

      • Sportpapi sagt:

        Es ist ja ganz ausgeschlossen, dass sich eine Mehrheit der Zielgruppe (Väter!) für Fussball und Bier interessiert… Ebenso würde eine Frauenzeitschrift selbstverständlich nie über Mode und Schminktipps schreiben.
        Oder gilt die Irritation tatsächlich der Tatsache, dass hier eine Zeitschrift entstanden ist, die sich „nur“ an Väter richtet? Weshalb?

      • Sportpapi sagt:

        (mich erinnert das ja gerade an den Vorstoss, den sexistischen Frauenlauf nicht mehr zu unterstützen. Die Stossrichtung ist die gleiche… Hier noch die nicht viel bessere Antwort darauf: http://www.clack.ch/ressort/artikel/Clack/5639/wie_maennerfeindlich_ist_der_frauenlauf)

      • Franz Vontobel sagt:

        Natürlich ist Eltern-Sein in Vater-/Muttersein aufgespalten. Sorry, aber ich bin nicht einfach der männliche Elter, der sich vom weiblichen Elter nur durch sein biologisches Geschlecht unterscheidet.
        Ich habe eine andere Beziehung zu meinen Kindern als meine Frau, und sie haben andere Ansprüche an mich als an ihre Mutter.
        Und wenn der Väter-Spick von Müttern als doof und klischiert taxiert wird und Väter ihn cool finden, so ist das doch wohl eher ein starkes Indiz dafür, dass die Gleichsetzung von Mutter und Vater eben nichts mit der Realität zu tun hat.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ahh! Sportpapi! Warum interessieren sie sich denn nicht für Mode und Schminktipps? Weil sie nicht wollen oder weil sie – als echter Junge, Mann, Vater – nicht wollen dürfen? Denken sie mal drüber nach!
        ;D

      • 13 sagt:

        Ich interessiere mich weder für Mode noch für Schminktipps. Bin ich nun keine Frau? Oder einfach ein Mensch mit anderen Interessen? Mein Mann mag keinen Fussball. Bier schon und wäre da auch berufsmässig sicher an Infos interessiert, wie auch seine Berufskolleginnen. Wissen Sie, ich finde es einfach etwas einfach, die Unterschiede der Menschen aufs Geschlecht zu reduzieren. Wenn FV sagt, er habe eine andere Beziehung zu seinen Kindern, dann glaube ich das sofort. Aber liegt das wirklich am Geschlecht oder eher an der Rollenverteilung zu Hause und Charakter der Elternteile?

      • 13 sagt:

        Ich finde den Spick auch weder doof, noch klischiert. Er irritiert mich auch nicht. Ich kenne ihn nicht einmal. Aber eine Zeitschrift extra für Väter finde ich unnötig, gleich wie die oben genannten Zeitschriften, die sich als Mum, Mom, Freundin und alle möglichen Frauennamen bezeichnen oder die Teilung an den Kiosken zwischen den Männer- und Frauenteil unnötig finde. Und wenn ich etwas unnötig finde, braucht es davon nicht noch mehr;-)

        Eine Wehpflicht für Frauen wäre nicht darum furchtbar, weil die Frauen auch gehen müssten, sondern weil schon diejenige für Männer jenseits ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Für mich sind 95 Prozent aller Magazine, die am Kiosk verkauft werden, unnötig. Aber es ist das Recht jedes Verlegers, seine Zielgruppe selber zu wählen. Elternzeitschriften gibt es genug, eine Zeitschrift für Väter ist da sicher einen Versuch wert.
        Weshalb Sie nun die Wehrpflicht noch anfügen, weiss ich gerade nicht. Aber seien Sie doch eine gute Demokratin und nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Wehrpflicht in der Schweiz Vokswille ist. Dass sie hingegen nur für Männer gilt, ist ein uralter Zopf und meiner Meinung nach verfassungswidrig.

    • Eine kurze Bemerkung eines „Machers“ des BIG SPICK: Der Beitrag der enttäuschten Leserin (oder Leser?) bezieht sich auf die Webseite. Diese ist kein „Spiegel“ des Magazins, sondern wird laufend mit kurzen Meldungen aktualisiert, die Väter/Männer interessieren könnten. Die Startseite ist also nicht repräsentativ für das gedruckte Magazin. Das WM-Tippspiel entstammt übrigens dem gelobtemn SPICK. Und soeben gelernt: Als Vater, der gerne Bier trinkt, Fussball schaut und eines Tages mit seinen Töchtern wohl an ein Boygroup-Konzert gehen muss, erfülle ich aber offenbar einige Klischees. 😉

  • 13 sagt:

    Danke für die Übersicht. Ich als Lesen-Junkie kenne den grössten Teil davon und kann nur sagen, Nido ist das einzige Magazin, das gemerkt hat, dass Eltern nicht einfach irgendeine spezielle Lebensform von Mars sind, sondern in erster Linie Menschen in einer speziellen Situation, die sich aber auch weiterhin für Themen jenseits der 1000. Stillkampagne und der Frage Kaiserschnitt vs. natürliche Geburt beschäftigen. Einbisschen Erziehung, einbisschen Lifestyle, viel Politik. Gäbe es sowas als Schweizer Heft, wäre mein Glück perfekt;-)

  • Philip sagt:

    Magazine und Information auf Papier?! Eltern sind so was von vom letzten Jahrtausend! „Eltern-Youtube-Videos im Test“ wäre eher angebracht :).

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Da empfehle ich zum Beispiel die interessante und informative Seite http://www.elternplanet.ch mit diversen aufschlussreichen Infos und eben Videos zu ganz verschiedenen Themen über Kinder, Erziehung, Familie, Alltagssituationen etc. Mal reingucken lohnt sich bestimmt :). Und Sie sehen, ich bin also nicht von gestern 😆 ;).

  • Jacqueline Kessler sagt:

    Schade, dass die schönste Zeitschrift fehlt.
    http://www.kids-guide.ch

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Danke für den Link, werde ich mir gerne mal anschauen. Bin sehr gerne offen für Neues :)!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Das „Wir Eltern“ ist das einzige Magazin, das ich seit Geburt meines Sohnes (März 2007) abonniert habe und gerne lese. Es hat immer etwas Spannendes drin. Langsam aber sicher wachsen die Kinder jedoch aus den typischen Wir-Eltern-Themen raus. Mal gucken wie lange ich die Zeitschrift noch behalten und ob ich das Abo nächstes Jahr noch verlängern werde. Als Abwechslung finde ich das ebenfalls vorgestellte deutsche Pendant „Eltern“ noch interessant. Leider beziehen sich natürlich sämtliche Links und Angaben nur auf Deutschland, doch die Themen finde ich sehr gut. Babymag finde ich auch „solala“.

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