Wenn sie kann, will er nicht

Mamablog.IchwilleinKindvonDir.05

Wo bleibt die Mahnung an die Väter, doch bitte eine Zeugung in Betracht zu ziehen, solange Freundin oder Frau am fruchtbarsten ist? Fans des deutschen Skispringers Martin Schmitt. (Foto: Keystone)

Gut, die Geburtenraten sind wieder gestiegen, wie man gestern auf Tagesanzeiger.ch lesen konnte. Vielleicht haben wir das der Wirtschaftskrise zu verdanken. Oder Hollywood, wo gebären, gebären lassen und adoptieren gerade sehr chic sind. Aber die Geburtenrate liegt in den meisten westeuropäischen Ländern immer noch weit unter dem Wert von 2,1 Kindern pro Frau, der für die  Generationenerneuerung nötig wäre. Deshalb mahnen die Fruchtbarkeitsüberwacher regelmässig, die Rahmenbedingungen der berufstätigen Frauen zu verbessern. Und sie erinnern die Frauen daran, das Kinderkriegen nicht zu lange aufzuschieben.

Kurz vor den Ferien hat das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists in einem Statement betont,  dass das beste Alter für ein Baby zwischen 20 und 35 liegt.  Weil die Chance, schwanger zu werden höher ist und das medizinische Risiko  für Mutter und Kind kleiner. Der Britische Ärzteverband schreibt: «Wir legen den Frauen ans Herz, doch in ihrer fruchtbarsten Zeit an eine Familiengründung zu denken.»

Danke für den Tipp, Docs! Wenn ich mein Soll noch nicht erfüllt hätte, würde ich das doch glatt auf meine To-Do-Liste schreiben, damit ich es nicht vergesse.

Botschaften dieser Art ärgern mich jedes Mal. Nicht nur, weil Frauen auch ohne mediale Verstärker ihre biologische Uhr ticken hören, sondern auch, weil  der Rat beizeiten schwanger zu werden so arglos formuliert ist, als ginge es darum, ein Kind daran zu erinnern auf dem Nachhauseweg nicht zu trödeln. Die Botschaft ist eine Zumutung, weil sie die ganze Verantwortung den Frauen auf die Schultern lädt. Wo bleibt die Mahnung an die Väter, doch bitte eine Zeugung in Betracht zu ziehen, solange Freundin oder Frau am fruchtbarsten ist?

Die Diskussionen um Geburtenrate und späte Mütter lässt die Männer regelmässig aussen vor. Auch in der Schweiz. Dabei wird die Babyfrage noch immer meistens in einer Beziehung entschieden. Und die Männer haben einen entscheidenden Anteil daran. Jede Frau in den Dreissigern, davon bin ich überzeugt, hat mindestens eine Freundin, bei der das Projekt Kind am Freund gescheitert ist oder wegen dem Mann herausgezögert wurde. «Willst du Kinder?»Auf diese Frage geben viele Männer ihren Partnerinnen nicht eine Antwort sondern drei. «Vielleicht, vielleicht später, vielleicht auch nicht.» Männer praktizieren die Psychologie des Aufschubs mindestens so gekonnt wie Frauen – und sie tun es länger, weil sie es länger können.

Oft wird die Familienfrage so lange totgeschwiegen, bis die Frauen ihre Männer zu einer Entscheidung zwingen, hat Psychologe Holger Lippe vor ein paar Jahren in der ersten deutschsprachigen Studie zum männlichen Fertilitätsverhalten festgestellt. Die Gründe: Die Angst vor Kollision mit der Karriere, den persönlichen Interessen, Angst vor der Verantwortung. Gemäss eidgenössischer Volkszählung verzichten mehr Männer, 23 Prozent, auf Nachwuchs, als Frauen (18 %).

Nun haben die Männer natürlich genau so ein Recht kinderlos zu bleiben wie Frauen, sie haben auch das Recht, sich diese Entscheidung reiflich zu überlegen. Das tun Frauen schliesslich auch. Aber die Unverbindlichkeit vieler Männer gegenüber der Kinderfrage wird zum Problem für die fortpflanzungswilligen Frauen, die mit dem biologischen Nachteil einer sehr viel eingeschränkteren Frucktbarkeitsdauer leben müssen. Die Nachwuchsfrage, auch das kann wohl jeder im persönlichen Bekanntenkreis verifizieren, ist zur grössten Sprengkraft für eine Beziehung geworden. Wenn sie kann, will er nicht, wenn er will, kann sie nicht mehr  – «sozial verursachte Sterilität» nennen die Soziologen das Zeugungs- und Gebärdilemma moderner Paare.  Mit Aufrufen an die Bürgerinnen allein, liebe Docs, ist diesem Problem nicht beizukommen.

141 Kommentare zu «Wenn sie kann, will er nicht»

  • Lilifee sagt:

    @koeppel- versorgen werd ich mich schon selber!

  • Nicole Althaus sagt:

    @Mamamia
    Schön, wenn Sie noch nie erlebt haben, wie eine Freundin leidet, weil der Partner sich nicht dazu entschliessen kann, Vater zu werden. Schön, dass Sie es selbst nie erlebt haben. Schön, dass Sie nur mit Menschen zusammen sind, die stark genug sind den Mann, den sie lieben, zu verlassen, wenn er nicht spurt. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele, die, dei Erfahrunge gemacht habe, die ich beschreibe.

  • bigmama sagt:

    @Milli: Ich habe keine Aggressionen gegen dich, sondern habe auf deinen sehr provokanten Beitrag deutlich gesagt, dass ich deine Einstellung betreffend „Mann reinlegen“ abstossend finde. Fände es übrigens genauso inakzeptabel, wenn ein Mann die Pille seiner Freundin durch ein Placebo austauschen würde. Verstehe auch nicht, warum eine Frau jahrelang bei einem Partner bleibt und leidet, weil der keine Kinder will. Wenn man sich in einer so immens wichtigen Frage nicht einig ist, wird eine Partnerschaft langfristig sowieso nicht fortbestehen können. Besser ein schnelles Ende, dass beiden die Möglichkeit gibt, den „richtigen“ Partner zu finden.

  • Milli sagt:

    Alle die hier agressiv auf mein mail antworten, ihr habt keine Ahnung wie das ist wenn man jahrelang einen Kinderwunsch hat und der Partner immer nein sagt. Ich, sowie meine Kollegin haben jahrelang geweint und gelitten, bis wir uns entschieden haben die Männer “ reinzulegen“. Ihr hattet bestimmt alle einen Mann der auch einverstanden war, ein Kind zu bekommen. Meinem Kind fehlt es an nichts, es hat einen Vater aber er lebt nicht bei uns, solche Fälle hat es tausende und nicht alle Kinder leiden darunter. Aufs Sozialamt ging ich auch noch nie, als Kinderkrippenleiterin, habe ich mein eigenes Kind jeden Tag bei mir. Der Papi darf sein Kind jederzeit sehn und später kann ich meinem Kind ganz genau sagen woher es kommt. Ich habe mir spezifisch einen Mann gesucht, der ein Kind wollte aber keine Beziehung. Und warum ich keine Beziehung will ist immerhin auch meine Privatsache.

  • Martin Koeppel sagt:

    „Ihr“ tickt doch nicht mehr richtig…da ist die Erde weit ueberbevoelkert und „ihr“ wollt euch weiter reproduzieren…aber ist schon klar…mit einer Schwangerschaft, hat eine Frau ihre „Versorgung“ gesichert…

  • Regina sagt:

    „Die Frau treibt ab – der Mann hat kein Mitspracherecht.“

    Er trägt jedoch auch nicht die Verantwortung dafür.
    Wenn es um das Thema Abtreibung geht, ist immer die Frau „schuld“.
    Aber es würde mich schon interessieren, wie viele Frauen von ihren Partnern gedrängt, oder unter Druck gesetzt werden, abzutreiben, und wie viele es gegen den Willen des Partners tun.

    Anstatt die Geburtenrate mit Appellen an die Frauen (oder Männer) erhöhen zu wollen, könnte man vielleicht darüber diskutieren, wie die Zahl der Abtreibungen verringert werden könnte.

    Das wäre aber wohl die noch schwierigere Diskussion.
    Unsere kranke Einstellung zum Thema Sex käme dabei auch zum Vorschein, spricht man doch von einem „Unfall“, wenn nach dem Zeugungsakt „zufällig“ ein Kind entsteht.
    Wie war das mit dem Schenken?

  • bigmama sagt:

    @Milli

    Der Freund deiner Freundin ist jetzt also der glücklichste Papi der Welt, nachdem sie ihn ausgetrickst hat. Hätte auch anders rauskommen können und deine Freundin wäre eine weitere alleinerziehende Mutter. Ein grosses Risiko ist sie übrigens mit ihrem Betrug nicht eingegangen. Der Papa wider Willen und/oder das Sozialamt hätten zahlen müssen, wenn sie als Alleinerziehende mit Kind und Beruf überfordert gewesen wäre. Aber unabhängig vom Ausgang finde ich deine Einstellung sehr abstossend: Frau entscheidet hinter dem Rücken des Mannes, weil er ein unmündiges/egoistisches Wesen ist, dass man zu seinem Glück zwingen muss. Dein eigenes Kind ist wohl auch nicht das Ergebnis einer Parthenogenese und wird dich sicher eines Tages nach seinem Vater fragen.

    @ Laura

    Kinder brauchen Mutter und Vater. Allerdings müssen viele Kinder nur mit einem Elternteil aufwachsen. Sei es, weil ein Elternteil gestorben ist, im Ausland lebt, schlicht kein Interesse mehr an dem Kind hat oder die Mutter den Kontakt zum Vater verhindert. Gerade für Witwen/Witwer ist es eine sehr grosse Belastung, wenn man immer betont, dass es nicht ohne Vater/Mutter geht. Es macht meiner Meinung nach einen sehr grossen Unterschied, aus welchem Grund eine Kind mit nur einem Elternteil aufwächst.

  • Laura sagt:

    @Milli

    Den Männern wird Egoismus vorgeworfen, weil sie sich für ein Leben ohne Kinder entscheiden?
    Was nitte schön machen Sie denn? In meinen Augen gibt es nichts egoistischeres als einem Kind den Vater vorzuenthalten, sind die Kinder klein, wird das noch einigermassen zu verkraften sein, wenn es aber grösser wird, BRAUCHT es den Vater, ganz egal, was Studien darüber schreiben, es ist ein Grundbedürfnis eines Kindes sich auch am anderen Elternteil orientieren zu können. Genau solche Menschen wie Sie machen unsere Gesellschaft noch ein weniger kaputter, werfen mit grossen Worten um sich, die aber wohlgemerkt nur auf die anderen gemünzt sind, den eine Frau DARF ja über alle und jeden selber entscheiden, ich finde das nur noch jämmerlich.

  • Milli sagt:

    Genau meine Worte und dann regen sich die Männer auf, wenn die Frau die Pille heimlich wegschmeisst. Männer sind egoistisch. Meine gute Freundin hat irgendwann selbst entschieden bevor sie 40 wurde , und die Pille weggeschmissen. Jetzt ist ihr Fruend der glücklichste Mann der Welt. Manchmal muss frau auf die Sprünge helfen. Kinder sind das tollste und Männer die keine wollen, keine echten Männer, weil sie nicht bereit sind im Leben verantwortung zu übernehmen. Wer seine Partnerin wirklich liebt , schiebt seinen Egoismus zur Seite ! Ich habe mich bewusst dafür entschiden ohne Partner eine Familie zu gründen und bin mit meinem Leben glücklich und meinem Kind fehlt es auch an nichts.

  • Manfred Meier sagt:

    @Susanna: Ja gibt’s denn das heute noch? Da machen Sie eine etwas unbedachte (aber nicht wirklich boshafte) Bemerkung, die Sie später mit Anstand und Würde bereuen und zurücknehmen. Und dies im Zeitalter der flame wars auf allen Kanälen. Da kann ich nur sagen: Respekt, chapeau, brava, congratulations, mazel tov, kudos, …

  • Beno sagt:

    Ich kann die Ängste von den Herren Bieler, Gerber usw. nicht ganz nachvollziehen. Dass es nach einer Anfangs glücklichen Ehe zu einer Scheidung kommen kann, sollte eigentlich allen bewusst sein. Dass es dabei immer zu einer Kampfscheidung kommen muss, ist völlig übertrieben. Ich kenne genügend Beispiele bei denen sich die Partner im Guten getrennt haben, ohne dass die Frau übertriebene Forderungen gestellt hätte.
    Ich habe das Gefühl, dass viele Männer vergessen, dass „die Kinder der Frau“ genauso ihre eigenen Kinder sind. Dass sie für die Kinder aufkommen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Es wäre auch möglich als Mann weniger zu arbeiten, damit Mann auch Zeit für seine Kinder hat und nicht nur Geld zahlt. So würden die Kinder nicht entfremdet und die Frau hätte die Chance wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Aber welcher Mann ist dazu schon bereit? – Sorry, aber Karriere geht vor…
    Dass Teilzeitarbeit mit einem 60h/Woche Kaderjob nicht vereinbar ist, ist mir klar… Aber, who cares??? Wer soviel Zeit in seine Arbeit investiert, sollte sich fragen wieso er überhaupt eine Familie gründen will. Für eine funktionierende Beziehung braucht man vor allem Zeit. Nur so lernt man seinen Partner kennen und kann auch abschätzen wie er sich in einer eventuellen Trennung verhalten wird.

  • Woran es liegt ist schon im Kurztext zur diesem Post beschrieben: „Der Partnerin ein Kind schenken“. Früher war es umgekehrt. Ein Mann musste für zwei verdienen, damit sie zu dreien werden konnten. Schon in der Aufnahme einer Partnerschaft musste er „Verantwortung“ übernehmen. Ausserdem gewann er eine Köchin und Haushälterin. Es war ein Tausch der sich lohnte. „Gaben“ des Mannes und „Hingabe“ der Frau ergänzten sich perfekt. Aber warum um himmels willen, soll ein mann heute der Frau was „schenken“, wo sie sie doch gleichberechtigt arbeiten und sich alles selber kaufen kann? Womöglich wird das Kind, das nicht einmal mehr den Nachnamen des Vaters tragen wird ihm nach der Scheidung auf ewig entfremdet. Was beim Mann geblieben ist, ist die Verpflichtung Alimente zu zahlen. Wer wollte einen solchen „Vertrag“ eingehen, nachdem uns seit Jahrzehnten eingebleut wird, wir seien als „Homine Oeconomici“?

  • Susanna sagt:

    @Ruedi Bieler, Roland Stuber hat mehr als recht. Das war absolut ein schwachsinniger Kommentar von mir. Es nervt mich, weil ich an Ihnen den vorangegangen Frust mit meiner Tochter an Ihnen abgelassen habe.

    Ich kam nach Hause und fand eine Nachricht von ihr auf dem Küchentisch. „Währe gerne zu Oma, sie ist aber nicht da gewesen“.
    Als sie nach Hause kam, sagte ich ihr zum 100ersten Mal, dass man wäre nicht mit einem H schreibt. Bisher ging das wohl zum einen Ohr rein und beim nächsten Ohr gleich wieder raus. Auf jeden Fall liess ich dieses Mal nicht locker und schlussendlich kam heraus, dass sie mir jedes Mal sehr wohl zugehört hatte, aber mir nicht glaubte. Alle schreiben wäre mit einem H und sie zeigte mir das Internet Forum ihrer Klasse. Als ich die Einträge las, stellten sich mir wirklich die Nackenhaare zu Berge. Alle strotzten vor Fehler. Wie kann das sein auf einer Schulpage? Schlussendlich haben wir uns dann dank Duden etc. auf wäre einigen können.

    Dann lese ich den Mamablogg und schreibe selber einen dümmlichen Kommentar. Shame on me! Grosses Sorry!

  • Roland Stuber sagt:

    @Ruedi Bieler & Alfred Neumann
    Vielen Dank für Ihre weisen Worte. Wenn Sie nicht so verdammt Recht hätten, wäre ich Vater.

    @Susanna
    Ebenfalls für Ihren „hochintelligenten“ Kommentar.

    Wenn ich denn eigene Genetik weitergeben möchte, will ich auch was mitbestimmen können.
    Nicht nur DNA und später Geld spenden. Deshalb würde ich meine Zeit lieber für gezeugte,
    aber alleingelassene Jungmenschen spenden. Scheint eine Lösung zu sein, wo „Mit“-bestimmung
    noch möglich ist.

  • julian gerber sagt:

    MANN verliert. Und zwar nach dem positiven Schwangerschaftstest.
    Die Frauen sind sich dem bewusst und so entstehen in Scheidungssituationen
    die kuriosesten Geschichten.
    MANN weiss das und hat dementsprechend keine Lust auf Kinder.
    Ist logisch. Warum auch?
    Was gilt denn heute ein „bis dass der Tod euch scheidet?“ – bei 40% der
    Bevölkerung NICHTS.
    SInd Kinder mit dabei, verliert der Mann. Punkt.

  • Susanna sagt:

    und dabei so in Stress kommt, dass er jegliche Rechtschreibung vergisst.

  • Ruedi Bieler sagt:

    Das mit dem Kinder machen ist nicht so ein Problem. Auch die Kinder nachher haben, ist nicht so schlimm.
    Die Frau hat die schmerzhafte Arbeit zu täötigen, bis Kind endlich da ist.

    Wo also sind die Nachteile? Warum tut mann es nicht?

    Liegt es vielleicht daran, dass in der heutigen Schweiz Kinder immer noch das Armutsrisiko Nummer 1 darstellen?
    Niemand sorgt sich um Kinder-Familien. DINKs werden bevorzugt. OK, man könnte ja unverheiratet leben, aber dann ist der Vater einfach der Idiot, wenn sich die Eltern auseinander leben. Ihm bleibt aus dem Eigengezeugten nichts.
    Und wenn er heiratet, ist er der Idiot hoch 2. Ihm bleibt ebenfalls fast gar nichts, ausser der Verpflichtung, neben seinen Kindern (die er nur zu selten sehen kann) auch noch seine Frau durchzufüttern und finanziell zu tragen, bis sie sich entscheidet, endlich wieder selbständig zu werden…

    Mann verliert, wenn er Kinder zeugt. Fast immer.

    Ausser, er ist fähig, all seine Zukunftsängste und Gefahrenpotenziale auszublenden; die finaziellen, existenzgefärdenden Auslagen mit dem Lachen der Kinder aufzuwiegen; zu akzeptieren, dass er ab dem Moment, wo das Kind da ist, bei seiner Frau höchstens noch die zweite Rolle spielen wird …

    😉

  • Alfred neumann sagt:

    @dy, 9.Aug. 15:08: „…die spermien der männer heute sind ja oft schon ziemich früh (sorry) im arsch.“ Naja, wenn dem so ist, stellt sich glücklicherweise auch die frage nach kindern, sorgerecht, alimenten, besuchsrecht etc. nicht, denn dann nützen auch die fittesten aller spermien nix! 😉
    die realität bleibt nun mal: der mann ist vom dem moment an weg vom fenster, wo der schwangerschafttest positiv anzeigt! man braucht kein frauenhasser zu sein, um zu erkennen, dass unsere gesetze sich von da an auf die seite der frau stellen! wenn sie also will, ist er ab dann in der rolle des geduldeten financiers, dem auch das gerichtlich angeordnete besuchsrecht ohne konsequenzen verweigert werden kann. oder wenn die frau de facto mit einem neuen partner zusammenlebt, ohne jedoch offiziell den wohnsitz zusammenzulegen, zahlt er weiter. auflistung der beispiele nicht abschliessend!
    drum prüfe, wer sich ewig bindet!

  • Mia sagt:

    Manche tun sich mit Entscheidungen schwer, andere weniger – ich kenne auch Männer, die gerne Kinder hätten, und deren Partnerinnen zögern, weil sie sich davor fürchten, automatisch als Hausfrauen zu enden, Beruf ade. Ist halt nicht jederfraus Sache. Man kann aus allem einen Beziehungskampf machen, dem Kinderkriegen, dem Heiraten, dem Hauskauf, dem Autokauf… Das Problem ist hier, miteinander konstruktiv reden zu können, worüber auch immer. Und gemeinsam zu lachen, etwa über die Statistiken: wie beispielsweise produziert man 2,1 Kinder??? Man nehme sich ernst genug, aber nicht zu ernst.

  • Mamamia sagt:

    @ Nicole Althaus

    der Artikel ist völlig übertrieben und versucht nur wieder die Gemüter zwischen Frauen und Männer aufzureizen. Gratuliere, wie ich lese das ist ihnen gelungen! Unnötig!

    Einen Mann dafür verantwortlich zu machen, ob die Frau in ihren Fruchtbarsten Jahren Kinder kriegt ist lächerlich. Es ist doch bekanntlich eine Beziehungsentscheidung und aber vor allem eine Entscheidung der Frau!!! Es geht um unser Körper!

    Das die Aerzte an Frauen appellieren ist nur selbstverständlich, weil eben sich viele Frauen für Kinder ohne Partner (oder ohne sein wissen) entscheiden. UND weil sich die Ärzte mit einem Appell an Männer sicher viel Ärger von meisten Frauen auf der Welt hohlen würden! Weil sie wollen nicht das Männer bestimmen wann sie das Kind bekommen können!

  • Thomas von Känel sagt:

    @ Regula: Es ist wirklich schön ein Mann zu sein – aber nur wenn man nicht zu sehr zu Frauen rüberschielt und die um ihre Vorteile beneidet (2x X = weniger Krankheiten, höhere Robustheit, weniger wehleidig, etc).

  • Dy sagt:

    sorry männer, aber ihr seid auch nich heilig. ich sage jetzt nicht das wir frauen alle total lieb sind und alles richtig machen, klar, es sind ja nicht alle menschen gleich. aber ich war zB. verdammt froh als meine mum mit mir und meinem bro in ner nacht und nebelaktion von meinem alten geflohen ist weil er sie immer geschlagen hat. Und dann wollte der noch vor gericht den „netten lieben, fürsorglichen papa“ spielen und die idioten hätten ihm fast das sorgerecht gegeben. halllooo??? aber ich kenne natürlich auch gute typen, die toll für ihre kinder sorgen würden wenn sie es könnten.
    aber fragt euch mal männer. wer muss denn 9 monate lang schwanger sein??? wem ist jeden tag schlecht und hat schmerzen? wer kann manchmal nächtelang nicht schlafen wegen der schwangerschaft?? wer muss das kind gebären? viele männer sagen zwar „ach das tut doch nicht weh“ aber es tut verdammt weh! und vorallen, ihr hattet doch nur spass. n guter fick, fertig. mehr müsst ihr dafür nicht leisten. da solltet ihr vielleicht ein wenig mehr verständniss haben wenn frauen mehr anspruch auf das kind haben möchten. und wenn ihr unbedingt ein kind mit eurer freundin/frau wollt, dann sorgt wenigstens dafür das ihr auch was leistet, indem ihr vielleicht versucht eure spermien ein bisschen auf trap zu halten und euch gesund zu ernähren, nicht/weniger zu rauchen und kein feierabendbier oder so. die spermien der männer heute sind ja oft schon ziemich früh (sorry) im arsch.
    @maia; schon mal daran gedacht wie viele männer ihre schwangeren freundinnen/frauen einfach so kurz vor der geburt sitzen lassen und abhaun? oder die gar keine allimente bezahlen wollen? das sind mindestens genauso viele.
    und noch so nebenbei zu der liste wobei männer kein mitspracherecht haben:
    Es ist ja wohl jedem menschen frei gestellt was er mit seinem körper macht, ob jetzt eine frau abtreibt oder die pille danach nimmt! Es ist IHR körper! da könntet ihr ja genauso dumm tun weil wir frauen die pille nehmen! so verhindern wir ja auch ein kind zu bekommen! das is doch echt mittelalterlich, frauen sind doch keine gebärmaschinen und vorallem haben wir ein recht darauf selbst zu bestimmen ob wir nun ein kind wollen oder nicht!

  • Regula sagt:

    Ich möchte allen Männer gratulieren, da sie niemals die Opfer sind, sondern die ganz grossen Gewinner der Evolution. Ihr könnnt so viele Kinder machen wie es beliebt ohne körperliche Konsequenzen und das bis zu eurem Todestag ! Mit jeder Falte werdet ihr attraktiver und meistens verdient ihr beruflich auch viel besser !

  • Max Wartenberg sagt:

    In der Schweiz brauchen wir nicht mehr Geburten, ist sie doch schon jetzt das Land mit einer der höchsten Bevölkerung-Wachstumsraten der Welt. Eine Geburtenrate von 2.1 ist in Ordnung für Länder ohne Einwanderungen, für die Schweiz jedoch wäre es zur Zeit eine Katastrophe. Die Infrastruktur müsste überall ausgebaut werden und die Belastung der Umwelt würde massiv zunehmen. Baby kriegen ist nicht nur eine Angelegenheit zweier Personen, Faktoren wie Sozialbewusstsein und Umweltbelastung sollten vom Paar auch diskutiert und in die Entscheidung einbezogen werden.

  • Marcel sagt:

    Manchmal fliegen einem hier drinnen aber die HTML-Codes so richtig um die Ohren!

    Konfigurationsprobleme?

  • Marcel sagt:

    „Many a good man has been put under the bridge by a woman“ HTML-Tag Attribute End-Tag Bedeutung
    Charles Bukowski

    Hahaha…

  • tamtam sagt:

    wenn mann und frau das mal genau anschaut, ist das ganze nichts anderes als von medien aufbereiter grabenk(r)ampf. denn mann und frau will kind oder nicht. wer selbst betroffen ist von einer unschönen situation wie zb. : er haut ab lässt partnerin und kind zurück, sie legt ihm ein kuckucksei ins nest, er macht irgendwo ein kind und darf blechen oder macht’s nicht, oder sie geht mit kind oder schmeisst ihn raus, wenn wir uns immer nur an die vielen schlechten erfahrungen die uns berichtet werden orientieren dann ist mann/frau schlicht und einfach unterbelichtet.

    als frau kann und darf sie sich der vollen unterstützung sicher sein wenn sie sie denn beansprucht, wenn nicht dann darf nicht gejammert werden.

    als mann kann und darf man sich rechtlich orientieren was sehr viel bringt wenn mann sich damit auseinandersetz. kompromissbereitschaft lässt richter/innen nämlich vater freundlicher stimmen. wer’s nicht macht darf nachher nicht jammern.

    es kann alles von anfang an geklärt werden( was aber keine garantie ist das es gut ausgeht siehe mein beispiel), das kann gut gehen(bei den meisten meiner kollegen und kolleginnen war’s so) oder nicht(bei mir). ich hab mich dann orientieren lassen und das hat mir vor gericht geholfen(kein rechsanwalt sondern kostenlose informationen von versch. institutionen).

    also meine damen und meine herren lasst euch nicht nur von den medien ins bockshorn jagen. sondern macht die augen auf für die realität. dort scheint sehr oft die sonne obwohl regen und schlecht wetter angesagt ist.

  • Bodie sagt:

    @mira
    Im Trennungsfall scheint es mir als Mann besser zu sein nicht verheiratet zu sein, die Hausaufgaben muss man vorher natürlich auch schon gemacht haben
    Punkt 1: Erfordert einen kurzen Gang aufs Einwohneramt .. -> Vaterschaftsanerkennung
    Punkt 2: Kurzer Besuch bei der Familienberatung .. (allerdings auf eigene Initiative)
    Punkt 3: Ein Konkubinatsvertrag ist kein mühsamer Papierkram, Vorlagen gibt’s zudem zuhauf.

  • mira sagt:

    @Markus
    Mein Mann hat, als ich schwanger war, darauf gedrängt, dass wir heiraten. Weil sich so seine Position dem Kind gegenüber verbessert: 1. es wird automatisch als sein Kind angesehen, 2. Sorgerechtsfragen werden so eher auch zu seinen Gunsten entschieden, und 3. umgeht man vielen mühsamen Papierkram wenn man heiratet. Mir persönlich war es nicht so wichtig, ich liebe ihn gleichermassen mit oder ohne Ehering. Mittlerweile hab ich mich aber daran gewöhnt und sehe die Vorteile auch.

  • Fabiola sagt:

    Vielen Dank für den Bericht. Selbstverständlich will man sicherlich nicht die „Schuld“ einfach den Herren der Schöpfung in die Schuhe schieben, aber ein öffentlicher Aufruf an die Frauen, vemerhrt auf ihre Fruchtbarkeit zu achten und sie somit alleine in der Verwantwortung zu sehen, ist eine Zumutung.

  • Suermel sagt:

    @Sara: Der Artikel sagt nichts dergleichen auf. Er sagt lediglich dass es unfair ist, alleine an die Frauen zu appelliern sie sollen gefälltigs die Geburtenraten nach oben heben. Dein Post ist aus dieser sich kein bisschen besser…

    Alles in Allem gesehen finde ich es extrem schade, dass ein Artikel der sicherlich dazu gedacht war zum Denken anzuregen hier von einigen benutzt wird um ihre ewigen Grabenkämpfe auszufechten: Die Männer sind schuld; Nein die Frauen; Sind nicht! Sind doch!

  • Opa Meier sagt:

    Also zu meiner Zeit hat man weniger ums Thema herumparliert als einfach …Kinder gemacht. Und mit den Konsequenzen muss man so oder so leben. Vielleicht hatte man auch weniger hohe Ansprüche an die Umwelt.

  • perla sagt:

    Liegt das Problem nicht vielleicht an der begrenzten Zeit, die den Frauen bleibt, um Nachwuchs auszutragen? In meinem Bekanntenkreis können sich die Männer frühestens erst mit 35-40 für ein Kind mit vollem Herzen entscheiden. Erst kommt, Karriere, Haus, Leben und wenn die Beziehung dann auch 10 Jahre gehalten hat (ist schon eine lange Zeit), wird wie verrückt herumprobiert (Leistungssport), auch wenn die Partnerin dann leider schon ihren Fruchtbarkeitszenit überschritten hat. Wenn da die Frau nicht wesentlich jünger ist, kommt es zum Konflikt, dass Frau gerne will und Mann sich noch nicht reif genug dafür fühlt. Bei meiner Eltern-Generation haben auch die Frauen die Initiative ergriffen (mein Vater hats mir bestätigt), nur dass die Männer den Kinderwunsch der Frauen zu diesem Zeitpunkt als normal empfunden haben und es auf sich zukommen liessen und Freude daran hatten, wenn es da war. Was einige Männer hier immer noch nicht glauben wollen: Es gab damals mehr Männer, für die Kinder zum Leben dazugehört haben. Und das in Ehen, wo die Frauen nur eine kurze Berufspause für die Kinder eingelegt haben. Heute müssen die Frauen gezielt viel ältere Männer ansteuern, um noch zu Nachwuchs zu kommen. Ist das normal? Hier im Blog wird immer nur diskutiert, entweder Kinder, Frau für viele Jahre daheim und Mann schafft weiter wie vorher oder keine Kinder, jeder lebt seinen Individualismus aus, wo jeder für sich finanziell sorgen kann. Meiner Ansicht nach bleibt bei beiden Modellen (traditionell vers überindividualisiert ohne Kinder) früher oder später Frust auf beiden Seiten liegen. Oft sind die Frauen die Frustrierten, da sie für das ein oder andere Lebensmodell ein grosses Opfer bringen. Männer können dies noch mit Ende 40 korrigieren. Zeit zum Leben geniessen, wird heute von der Gesellschaft als Faulenzerei abgetan, deshalb zwingen wir uns mit Anfang 30 schon Vermögenswerte geschaffen zu haben und vergessen, wofür wir überhaupt leben.

  • Marcel sagt:

    „Mein Tipp, liebe Männer: Ihr sollt nicht auf Kinder verzichten, aber auf den Eheschluss!!“

    Richtig, das hätte ich fast vergessen.

    Wie verschiedene Studien zeigen, hegen aber viele Menschen immer noch den Wunsch, eines Tages zu heiraten- wohl aus nostalgischen Gründen (hach, so weiss…).

    Aber es stimmt schon: Gesetzgeber, Juristen und Feministinnen haben die Institution Ehe in den letzten drei Jahrzehnten sozusagen sozusagen in Stücke geschossen.

    Ich bin gar kein Anhänger der Ehe, hehehe!

  • Markus sagt:

    Muss Marcel und Maia Recht geben – die Rechtslage ist zum Heulen für Männer. Ich bin übrigens nicht frustriert und auch nicht persönlich betroffen, aber arbeite in dem Bereich und hab tagtäglich mit dem Eheschutz- und Scheidungsrecht zu tun. Die wenigsten Männer wissen, was Ihnen blüht und erleben anlässlich den Verhandlungen dann ihr persönliches Halleluja. Mein Tipp, liebe Männer: Ihr sollt nicht auf Kinder verzichten, aber auf den Eheschluss!! Also: Klares Ja zum Kinderwunsch der Patnerin geben. Klares Nein zum Heiratswunsch. Für das Wohl der Kinder ist es ABSOLUT irrelevant, ob Mami und Papi verheiratet sind! Man findet auch im Konkubinat Lösungen, wenn man wirklich will. Nicht die Kinder sind das Problem, sondern das Ehe- und Scheidungsrecht.

  • Marcel sagt:

    @Yves: „Wer nicht vorsorgt ist hier leider selbst schuld.“

    Wie vorsorgen beim Sorgerecht? Bei der Störung des Besuchsrechtes?

    Aber nicht etwa mit einem Ehevetrag- geltendes Recht lässt sich nämlich nicht einfach so mir nichts, dir nichts mit einem von einem Anwalt aufgesetzten Papierchen umgehen. Ein Ehevertrag umschliesst lediglich materielle Güter, die während der Dauer der Ehe „angehäuft“ worden sind. Ohne Ehevertrag wäre auch das zu teilen.

    Immaterielles wie das o. erw. Besuchsrecht zum Beispiel regeln im allgemein nur drei oder vier Parteien: Zwei Anwälte, ein Richter und die Ex-Frau. Gut, einen Punkt habe ich noch vergessen: Der vorherrschende Zeitgeist regelt auch noch einiges.

    Opferolle? Ich finde nicht, dass Frauen ein Monopol auf diese Rolle haben.

  • Dan sagt:

    @Mimi: Danke für Deinen intelligenten Beitrag für Marcel und Stefan (Und lernen, ein richtiger Mann zu sein und mit Frauen umzugehen). Ich übersetzte dein „Statement“ mal: Der Partner (oder dann der Staat) muss für Kinder und Frau schütten, die Schnauze halten und seine „Partnerin“ in den Selbstverwirklichungskursen aktiv unterstützen (Und wenn nötig noch für die Putzfrau einspringen). Die aktuell angesagte Fünfer & Weggli-Strategie ist unglaublich raffiniert, kann man (Frau) doch die alten System-Privilegien mit den Neuen super kombinieren. Mimi, irgendwie hast Du das mit der Gleichberechtigung nicht so richtig verstanden.
    @bigmama: Gegenbeispiel (in meinem Bekanntenkreis): Sie (verheiratet, 2 Kinder) geht fremd, wird schwanger und entscheidet sich a: das Kind zu bekommen, b: sich nicht von ihrem Mann zu trennen. Situationsanalyse: Wenn alles auffliegt, kriegt sie die Kinder und kann entscheiden, welcher Partner welche Kinder wieviel sieht. Fazit: Der betrogene Ehemann zahlt jetzt für das Kukuksei, der andere trauert seinem Kind nach, dass er sowiso nur selten zu Gesicht bekommen hätte… Was währst Du jetzt lieber, Mann oder Frau? Und ehrlich, welcher Mann sollte bei dieser Gesetzgebung und Rechtssprechung noch Lust entwickeln, Kinder mit einer Frau zu planen?

  • Thomas von Känel sagt:

    @ Rolf: Ihre Beiträge bezüglich Leonie Schwarz (u.a. 6. August 2009 um 18:59) sind eine Riesensauerei und nichts anderes.

  • Adrian sagt:

    Ich verstehe dieses ganze gerede nicht. Ich bin kürzlich auch Vater geworden. Mein Sohn ist nun sieben Monate alt. Natürlich verändert sich vieles, aber das wussten meine Frau und ich von Anfang an. Dieses ganze negative gerede über Kinder, sind doch nur eigene private Probleme. Ich finde es schade, dass das alles aufs Kind geschoben wird. Ich glaube das positive überwiegt bei weitem das negative.
    Übrigens, finde ich die Berichte von Nicole Althaus sehr gut, da sie zum nachdenken anregen. Wie ich aber feststellen musste, wird dieser und andere Blogs eher als Kummerkasten benutzt. Ich glaube nicht, dass hier der Sinn darinliegt. Anstatt zu „nörgeln“, wäre es besser konstruktiv darüber zu debatieren.

  • Yves sagt:

    Ich kann die These, dass Männer die Diskussion blockieren nicht nachvollziehen. In meinem Bekanntenkreis wird von den Männern sehr offen darüber diskutiert. Halt nicht immer in die Richtung, die sich die jeweiligen Partnerinnen wünschen, mais c’est la vie.

    Ich finde, der Artikel lässt einer der Hauptgründe einfach weg: Um Kinder zu kriegen, setzen die Meisten eigentlich eine tragfähige und stabile Beziehung vorraus. In einer Gesellschaft mit sehr vielen Singles, kurzen Beziehungen, Karriere-Geilheit, Selbstverwirklichung etc. ist das Timing relativ schwierig. Meistens sieht der Lebensplan doch so aus, dass Karriere und „Etwas-Sehen-Vom-Leben“ bis 34ig angesagt ist und dann werden Kinder auf die Welt gestellt.

    Und Männer hört endlich auf mit der Opferrolle im Sorgerecht um die Kinder. Wer nicht vorsorgt ist hier leider selbst schuld. Und informieren ist pflicht beim „Heiraten-Und-Kinder-Kriegen“ und wenn die Partnerin das komisch findet oder beleidigt ist, ist das doch auch ein Zeichen, oder?

  • Jo Mooth sagt:

    Die einzigen Menschen, die keine Kinder haben sollten, sind die Eltern.

  • Maia sagt:

    @bigmama
    kürzlich gelesen: 80% der Frauen die Alimente zahlen müssten tun dies nicht und werden dabei z.T. sogar geschützt mit dem Argument: Wenn sie schon auf die Kinder verzichten müssen, kann man sie doch nicht noch dazu zwingen Alimente zu zahlen….
    Die Rechtslage für Männer ist wirklich so kastastrophal – siehe Beträge von Marcel – dass ich mich wundere, dass es überhaupt noch Männer gibt, die Vater werden möchten.

  • Sara sagt:

    Der Artikel bringt es auf den Punkt. Es liegt an den Männern, dass die Geburtenrate so tief ist! Die (meisten) Frauen im „richtigen“ Alter möchten von ihrem Partner ein oder mehrere Kinder. Aber für die meisten Männer gibt es den richtigen Zeitpunkt gar nicht…Schade, arme Frauen.

    Wieso habt ihr Angst vorm Vatersein, liebe Männer?

    „Partnerin läßt abtreiben – Mann hat kein Mitspracherecht“ dieser Satz stimmt auch nicht (immer). Ich selbst habe eine Abtreibung meinem Partner zuliebe gemacht, weil er noch kein Kind wollte. Etwas, das ich viele Jahre später (habe mittlerweile selbst drei Kinder) für eine schlechte Entscheidung halte. Lasst euch nicht von einem Mann zur Abtreibung nötigen!

  • Bodie sagt:

    @bigmama
    Männer die Ihre Alimente nicht bezahlen bleiben diese schuldig soweit mir bekannt. Dasselbe gilt vermutlich dann auch für unregelmässig zahlende Väter. Ich weiss zwar nicht woher sie diese Zahlen haben, sie erscheinen mir jedoch recht hoch.

  • Bodie sagt:

    @Judex
    Einfach weil ich es nicht verstehe: Was zeigt „schön“ in meinem Fall dass wir eine ‚professionelle‘ Mediation hätten in Anspruch nehmen sollen? Wir hatten übrigens keine Mediation, dafür etliche Beratungen u.a. auch bei der Familienberatung (die unser Anliegen zwar begrüsste, uns aber darauf hinwies dass die Wahrscheinlichkeit einer Absegnung unseres Vorschlages gegen Null tendiert).
    Die Regelung sah einfach vor, dass ich aufgrund des Betreuungsaufwandes von etwa einem Drittel der Unterhaltsbeitrag entsprechend gekürzt sein soll und nach unserem Vorschlag noch knapp 10% meines Monatseinkommens betrug. Die Regelung sieht im Falle einer Trennung einen Unterhaltsbeitrag von etwa 20 – 25% des Monatseinkommens vor, interessanterweise wird die Bedarfsgrundlage (etwa 2’500.- p.M.) nicht zwingend berücksichtigt (was heisst, dass der Unterhaltszahler auch weit mehr als 2’500.- Unterhalt bezahlen könnte wenn sein Einkommen entsprechend ist!).
    Die Begründung lautete, dass der Unterhaltsbeitrag so hoch bemessen sein muss, dass im Falle eines Falles (bei mir ‚Nichtwahrnehmung der Betreung‘ durch mich) der Staat nicht einspringen muss (?) – was er aber eher im Falle eines Stellenverlustes sowieso müsste. Von Vernunft und Gerechtigkeit kann keine Rede sein.

  • Marcel sagt:

    Da faked mich einer… der Einzeiler mit dem verdienten oder unverdienten Partner ist nicht von mir.

  • Marcel sagt:

    @Lilifee: Wäre mir nicht bewusst, dass ich alle Frauen als Feindinnen anschaue- nein, ganz im Gegenteil, das wäre ja noch schöner! Abgesehen davon bin ich von der hier thematisierten Problematik nicht einmal betroffen- ausser theoretisch natürlich.

    Aber das de facto völlig inexistente Mitspracherecht über nahezu alle Bereiche rund ums Kind- aber wenn dann ums Bezahlen geht, da dürfen Väter wenigstens den Dauerauftrag bei der Bank für die Alimente unterschreiben (immerhin!)- das halte ich für ein gesellschaftlich ausserordentlich relevantes Thema, das mich nur schon deshalb betrifft, weil ich eben ein Mann bin.

    Aber in einem von ihnen nicht erwähnten Punkt, den ich jetzt aber mal einfach so in Ihre Antwort reininterpretiere, muss ich Ihnen recht geben: Für das Schweigen der Männer können die Frauen nichts dafür- genausowenig wie der Feminismus.

    Das müssen die (betroffenen) Männer schon selber regeln- und endlich einmal ihr Schweigen brechen.

  • Marcel sagt:

    @Mimi: ?

  • bigmama sagt:

    @Marcel: Dieses Beispiel hast du in deiner Liste noch vergessen (wahrscheinlich, weil hier nicht nur Mann der Dumme ist)

    Frau beginnt Verhältnis mit verheiratetem Mann und wird möglichst schnell schwanger – Mann hat kein Mitspracherecht, die Noch-Ehefrau (hat Scheidung eingereicht) hat kein Mitsprachrecht, muss aber in Zukunft jedes zweite Wochenende îhre geliebten Kinder ins Haus dieser „reizenden“ Frau schicken.

    @Hotel Papa: Der Staat hat Recht, wenn er verhindert, dass man seine Expartnerin und die Kinder einfach bei der Sozialhilfe ablädt. Das Geld für die Sozialhilfe fällt schliesslich nicht einfach vom Himmel, sondern muss von den Steuerzahlern hart erarbeitet werden. Kürzlich gelesen: 1 Drittel der Männer zahlt die Alimente gar nicht, 1 Drittel nur unregelmässig. Verdient die Ex-Frau unter 5000 Fr. können die Kinderalimente bevorschusst werden (Ehegattenalimente jedoch nicht). Arbeitet sie gar nicht, zahlt die Sozialhilfe. Muss der Staat immer mehr Geld in die Sozialhilfe schütten, bleibt weniger übrig für Bildung, Gesundheit etc.

  • marcel sagt:

    Letztlich hat doch jede(r) den Partner(in), den er/sie verdient.

  • Lilifee sagt:

    @Marcel:
    Wenn Sie alle Frauen als Feindinnen anachauen, haben Sie vollkommen recht. Dann könnte ich jetzt auch auf der Eben von Vergewaltigung, Schwängerung und Sitzenlassen, Verschleierung etc anfangen zu argumentieren. Aber der Eintrag will ja gerade die Männer in die Familiengräündungsfrage einbeziehen und die Bloggerinnen gehören – wie dem Scheidungsblog – zu entnehmen ist, zu den Vertreterinnen, die sich umgekehrt auch für die Rechte der Männer stark machen und sie nicht nur in die Pflicht ziehen

  • Hotel Papa sagt:

    Judex: „Ein Gericht schmettert einen Vorschlag eigentlich nur im Falle eines Missverhältnisses ab und geschieht in der Praxis eher selten.“

    Das Gericht als Vertreter des Staates ist Partei. Erste Priorität hat, eine Situation zu verhindern, bei der ein Ex-Partner dem Staat auf der Tasche liegt. Auch um den Preis, eine gerechte Lösung nicht zu akzeptieren.

  • Hotel Papa sagt:

    Tom Würgler: „wo ist der Vater, der sich im Problemfall (aka Scheidungsfall) um Kind *und* Einkommen kümmert?“

    Hier. Ging aber zugegebenermassen nur, weil die Kinder schon 12 und 16 waren, als Ihre Mutter sich plötzlich anders orientierte.

  • joe sagt:

    @mira: :-), aber damit meinte ich einfach nur den *piiep*

  • joe sagt:

    @Lukas: du unterschätzst meine Situation. Ich bin nicht mehr so „leichtfüssig“, dass ich ein Kind kriegen mit einem Autokauf vergleich. Leider war ich dort und habe meine Lektion gelernt. Aber wie bereits geschrieben, jeder solll seine eigenen Entscheide fällen und aus den Konsequenzen lernen. Andererseits will ich nicht derart negativ rüberkommen. Mir gehen auch andere Kommentae in eine zu negative Richtung. Zb @Leonie: sie übernimmt typische SVP-Muster in ihre Argumentation, d.h. sie nimmt ein schlechtes Beispiel eines Mannes oder eines Männerverhaltens, das zwar eher selten vorkommt, dem aber niemand widersprechen kann und alle als schlimm akzeptieren. Dann baut sie das auf als Regel und fertig ist der Sündenbock „Mann“. Das ist mir auch zu pauschal und zu einfach. Aber bin überzeugt, dass sie ihre Gründe hat, aber auch, dass sich die „guten“ Männer von ihr fernhalten (was ihr wahrscheinlich eh am … vorbeigeht).
    Dieses Muster möchte ich keineswegs übernehmen. Sage nur, dass es einige Männer gibt, die ich persönlich kennen und nach gewissen Erfahrungen dieselbe Vorsicht walten lassen, die dann zum von N.A. beschriebenen Phänomen führen KÖNNEN, aber nicht müssen. Aber besorg du dir dein Kind mit derselnem Einstelllung wie beim Autokaufen, das kann tatsächlich gut gehen. Wenn ich das tun würde, hätte ich schon ca. 20 Kinder….

  • Mimi sagt:

    @Marcel/Stefan Brennwald: Die Antwort, wie man das korrigieren kann, ist einfach: Nicht in der Gegend „herumpoppen“, dann hast Du keine solchen Probleme. Und lernen, ein richtiger Mann zu sein und mit Frauen umzugehen. Dann hast Du auch keine solchen Probleme.

  • Marcel sagt:

    Ergänzt werden müsste die Liste noch durch Lauras GAU:

    Partnerin dreht ihrem Mann ein Kuckuckkind an – Mann hat kein Mitspracherecht.

    In Deutschland wurde die Vorlage, für Männer DNS-Tests (zum Beweis der Vaterschaft) ohne Einwilligung der Partnerin durchzuführen, interessanterweise v. a. von feministischen Kreisen aufs Bitterste bekämpft.

    Man darf sich wundern warum.

    Mann darf es jetzt trotzdem- aber erst, nachdem sich Männerrechtsgruppen u. a. mit allen politischen Mitteln dagegen gewehrt haben!

  • Marcel sagt:

    Aus dem von mir versehentlich unter annonymus verlinkten taz-Artikel, ein Leserkommentar zum Thema Kinder und Männer, der es in sich hat:

    Die Realität sieht für Männer folgendermaßen aus:

    Partnerin ist schwanger – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin läßt abtreiben – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin nimmt die „Pille danach“ – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin gibt das Kind in die Babyklappe – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin bekommt das Kind und verweigert das Sorgerecht – Mann hat keine Mitspracherecht
    Partnerin zieht mit Kind weg – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin verweigert den Umgang mit dem Kind – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin installiert neuen Vater – Mann hat kein Mitspracherecht
    Partnerin benutzt Mann nur als Samenspender um Unterhalt zu kassieren – Mann hat kein Mitsprachrecht

    Leider stimmt das überwiegend.

    Und hier haben wir es mit massiven Fehlentwicklungen zu tun! Die Frage ist nur, wie wir sie wieder korrigieren können.

  • Stefan Brennwald sagt:

    DAS SAGT ALLES – Zitat aus Projekt: Männer – Das Zusammenspiel von privater Lebenssituation und beruflicher Entwicklung: <> Also Frauen, seht es ein, dass Ihr heute nicht mehr Kinder „machen“ müsst um gesellschaftlich gut dazustehen, ein guter Job tuts auch. Und Männer, sucht Euch Frauen, die Euch nicht nur wegen Eures Spermas wollen, sondern wegen eurem Wesen. Eine sehr lange gute Zweisamkeit, die Kinder nicht als Zielstation im Hinterkopf hat ist die beste Voraussetzung für allfälligen Nachwuchs. Wenn schon nach 1 Jahr Beziehung Kinder da sind, na dann Gute Nacht!

  • Stefan Brennwald sagt:

    Frauen, die Männer mit dem „Vergessen“ der Verhütung hintergehen und dann sagen, man hätte sein „Ding“ halt nicht reinhalten sollen, denen ist nicht mehr zu helfen. Am Ende leiden 2 : nämlich primär das KIND und der betrogene Vater.

  • mira sagt:

    @Tamtam
    Sie haben ein schweres Schicksal durchgemacht und ich bewundere, wie sie trotzdem nicht in Hass verfallen, sondern ein Stehaufmännchen zu sein scheinen. Ich wünsch Ihnen alles Gute für die Zukunft und etwas mehr Glück in der jetzigen Partnerwahl!!

    @Joe
    Ich frage mich jetzt einfach, was das piepwort ist? 🙂
    Meine Vorstellung ist natürlich nicht, dass der Mann wieder abhaut und die Frau alleine erzieht! Das ist wohl eher eine Notlösung, die Frau ergreift, wenn Männer sich aus der Verantwortung stehlen… Bei mir ist das glücklicherweise nicht der Fall.

    @bigmama
    genau meine meinung. man sollte bei der partnerwahl auch den kopf gebrauchen!

  • Laura sagt:

    @bigmama
    Sehr guter Beitrag, dazu möchte ich noch anfügen, dass ich in meinem Bekanntenkreis ein paar Männer kenne, die von ihrer Partnerin hintergangen worden sind und Vater geworden sind, ich kenne auch ein paar, die haben ein Kind grossgezogen, im Glauben, dass es ihr Kind ist, ich kenne aber keine einzige Frau, der das so ergangen ist.
    Eine Frau hat immer die Möglichkeit schwanger oder eben nicht schwanger zu werden, der Mann muss sich heute immer noch darauf verlassen, dass er in dieser Beziehung nicht angelogen wird.

  • Pia sagt:

    Sorry, aber wer heute noch die Werbetrommel für mehr Kinder auf dieser Welt rührt, dem ist nicht mehr zu helfen. Wer dabei die Zahlen der Schweiz bemüht hat keinen sehr weiten Horizont. Denn die Welt ist nun mal doch ein bisschen grösser als die Schweiz. Wer heute immer noch nicht erkennt, dass die weltweiten Ressourcen und der Platz am Schwinden ist, der soll einfach mal anfangen Zeitung zu lesen und nicht nur Blogeinträge. Wer dabei noch einen SUV fährt und meint er/sie bieten dem Kind was, der sollte zusätzlich zu den Tagesnews noch ein paar Bücher lesen.

    Also Leute, freuen wir uns an unseren Kindern, sie sind unbestritten eine Bereicherung, aber halten wir uns auch vor Augen, wo die Grenzen sind.

  • bigmama sagt:

    Wieso soll es problematisch sein, dass einzelne Männer keine Kinder wollen? Die meisten äussern das ja auch entsprechend deutlich und frau muss sich in diesem Fall halt nicht auf eine Beziehung einlassen. Man heiratet schliesslich auch keinen Vegetarier und versucht ihn dann mit jahrelangem Nörgeln zum Fleisch essen zu bringen. Kinder zu haben ist immer mit Risiko und Verzicht verbunden (für Männer und Frauen!!!).

  • Pym sagt:

    @ JUDEX:
    Wenn Ihre Behauptung „Die Männer seien weniger zu Mediationen bereit“ wieso lehnt dann die SP Schweiz in ihrer Vernehmlassung zur Scheidungsrechtsrevision 1998/2000 die damals geplante Verpflichtung der Kantone zum Angebot von Scheidungsmediation mit dem Argument ab, weil die Frauen im Rahmen der Mediation ja auf ihre Vorrechte verzichten müssten. Die Logik sagt klar: Wer einen Kampf nur gewinnen kann (quasi-garantierte Sorgerechtszuteilung und damit Unterhaltsanspruch), wird wohl eher weniger zur Suche einer friedlichen Lösung im Rahmen einer Mediation bereit sein.

    Wie verträgt sich ihre Behauptung „Wenig-Geld-Mami (mit etwa frankenmässig gleich viel Geld wie der unterhaltspflichtigen Papi)“ mit dem ZGB-Artikel 125, wonach primär die Unterhaltsberechtigte Anspruch auf Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards hat (wohlgemerkt bei gleichbleibenden Einkommen und Mehrausgaben) und der realen Schweizer Mankofall-Rechtspraxis, welche dem unterhaltspflichtigen Vater nicht einmal das betreibungsrechtliche Existenzminimum belässt, während die unterhaltsberechtigte Mutter den (mind. 25% höheren) sozialrechtlichen Grundbedarf garantiert hat.

    Hören Sie doch bitte auf mit Ihren Versuchen, In-der-Scheidungsrechtsthematik-weniger-Versierten längst widerlegte Populärirrtümer glauben zu machen.

  • Marcel sagt:

    @Leoni: Gut, dass wir uns im Bezug auf UNSERE Gesellschaft einig sind! Was andere Kulturkreise aneblangt: Da masse ich mir mangels entsprechender Kenntnisse lieber nicht an, sie mit wetlichen Wertmassstäben zu beurteilen.

    Diese Ruinen werden in UNSERER Kultur ohnehin bald einmal verschwunden sein- aus erwähnten Gründen- schliesslich sehe ich als Mann keinerlei Vorteile in ihnen.

  • Rolf sagt:

    @Leoni: Ach Leoni, es ist mir einfach zu doof und zu langweilig mit Ihnen Argumente auszutauschen. Ihre angebliche argumentative Überlegenheit ist gerade das Indiz dafür, dass stark stark auf eine Psychose hindeutet. Ebenso Ihre Auffassung das ich Sie mit der Wahrheit beleidigt haben soll und vor allem das Sie die Ehrenrettung mit ins Spiel nehmen. Wenn ich Ihre Posts von früher mit berücksichtige, sollten Sie wirklich mal zum Arzt gehen. Sie sind wirklich krank!

  • Nicole Althaus sagt:

    @Beat
    Lieber Beat, ich will in diesem Blog auch niemand vom Kinderhaben abschrecken. Der 10-Punkte-Plan ist ja nicht der einzige Blogeintrag, der versucht, das unbeschreiblich Schöne am Kinderhaben hervorzuheben. Lesen Sie doch auch mal http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/3296/metamorphose-im-kinderzimmer/. Es ist nur eben tatsächlich so, dass da ein Konsens herrscht – alle Mütter und Väter sind sich einig, dass das Kinderhaben die beste Entscheidung ist, die sie je getroffen haben. Deshalb regen solche Beiträge nicht zur Diskussion an.
    Aber Sie haben natürlich schon recht – es ist gerade sehr in Mode gekommen, die Schattenseiten der Elternwerdung breitzuschlagen. In Amerika und England nennt man dies das Phänomen der Baddaddys and Badmommys. Wär vielleicht mal ein Blogeintrag wert.
    Und falls Sie meine persönliche Meinung interessiert: Go for it! Kinder sind anstrengend und teuer, sie stellen das Leben auf den Kopf und: eine bessere Entscheidung als schwanger zu werden, hab ich in meinem Leben noch nie getroffen! Aber ihre Frage, was sie davon haben werden, kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Mir etwa hat gerade der Fakt sehr gut getan, dass mich meine Kinder aus der eigenen permanenten Nabelschau befreit haben! Sich selbst nicht immer ins Zentrum zu stellen, macht glücklich!

  • Claude sagt:

    Dazu sage ich nur: „Partnerwahl“. Frau kann nicht alles haben, aber ich bin sicher, wenn das Kinderbekommen hohe Priorität hat, wird es auch möglich sein, den passenden Partner zu finden. Es ist das gleiche wie beim Abwasch helfen… das heisst natürlich auch, dass dann andere Kriterien etwas mehr in den Hintergrund treten. Es geht halt nicht alles miteinander! Da geht es beiden Geschlechtern gleich.

  • Beat sagt:

    Liebe Frau Althaus, Sie schreiben „ich will in diesem Blog überhaupt niemand vom Kinderkriegen überzeugen“ – eben, genau darum geht es: Ihr Blog und viele andere Medien überzeugen mich eher davon, dass es besser ist, keine Kinder zu haben. Auch in meinem persönlichen Umfeld überwiegen eindeutig die negativen Erfahrungsberichte. Es geht mir übrigens nicht darum, immer ausschlafen zu können oder dass ich nicht mal ein paar Monate auf Sex verzichten könnte – wer eins und eins zusammenzählen kann, weiss dass man sein Leben mit Kindern eben ändern muss. Was mich aber skeptisch macht ( ja geradezu vom Kinderhaben abhält) ist, dass nach meiner persönlichen Wahrnehmung der weitaus überwiegende Teil dessen, was man so rund ums Kinderhaben liest, sieht und hört, eindeutig negativ konnotiert ist. Da hilft auch Ihr kleiner „10 Punkte-Plan“, den Sie hier vor einiger Zeit mal gepostet haben, nicht viel weiter. Ich glaube, solange das „wat’s in it for me“ des Kinderhabens für die Männer nicht deutlicher thematisiert bzw. diskutiert wird, wird sich an dem von Ihnen eingangs geschilderten Problem der sozialen Sterilität nicht viel ändern …

  • Adrian Huber sagt:

    „Gemäss eidgenössischer Volkszählung verzichten mehr Männer, 23 Prozent, auf Nachwuchs, als Frauen (18 %).“ Hä? Kann mir das bitte jemand erklären? Ich war in Mathe nie wirklich der Hirsch, in Bio etwas besser. Heisst das nun, das sich 5% der Mütter künstlich befruchten liessen?

  • Tamtam sagt:

    nach dem lesen des blogs und der kommentare, komme ich zum schluss das es möglicherweise nie zueiner gerechten verteilung der pflichten und der rechten kommen kann.

    ich war und bin teilweise noch in dieser situation von familie und doch nicht. ich war verheiratet und habe 2 kinder.

    am ende der beziehung zu meiner ex-frau, war ich verantwortlich für jahrtausende der frauen unterdrückung, ich war verantwortlich das sich ihr vater an ihr vergangen hat, ich war verantwortlich das sich väter nicht um ihre kinder kümmern und uberhaupt kann ich keine kinder erziehen. alles fast wortgetreu von meiner ex an mich gerichtet. ich habe meine ex nicht unterdrückt (für ungläubige: is mir wurscht was ihr einwerft). sie wollte immer arbeiten ok, dann werden wir eine lösung für die kinderbetreung finden, gesagt getan. kinder wurden nicht ausserhalb betreut, sondern zu gleichen teilen soweit als möglich( ja wirklich fast 50:50). abgemacht haben wir das im haushalt die person die sachen macht die sie am besten kann. das täglich kochen und am wochenende vorrätig kochen(manchmal sam+son fast nur inder küche stehen). räumen und putzen soweit es geht gerecht aufteilen. bügeln sie weil sie schrecklich fand wie meine gebügelte wäsche aussah.

    am ende dann: sie hat eine affäre, sie will nicht mehr und es sei das beste für die kinder(?). nun denn geht frau los und bezichtigt mich des kindsmissbrauch und zwar in der öffentlichkeit!! dabei fühlt mann sich richtig wohl(ironisch), erst als mann zum jugendamt geht entschuldigt sie sich schriftlich für diese infame lüge. aber die nächste drohung und erpressung lies nicht lange auf sich warten. ok gibt halt solche menschen. ich zahle die allimente ab dem tag als sie sagt vorbei(mehr als 2t chf). in der scule weiss man aber das ich keine allimente für die kinder zahle, bin dann mal gegangen zu so einer mutter, die meinte ich sei so ein drecksack wie die anderen, gegangen und habe die quittungen gezeigt. entschuldigung nein, meine ex habe das halt erzählt. und die mediation wäre sicher eine tolle sache wenn das nicht ein anprangern und meine ex hat immer recht sache gewessen wäre. drohen mit kindsentzug kam dann auch noch auf die tapete. heute lebt das grössere der kinder bei mir, das kind wollte es so (was von meiner ex mit erpressungen der übelsten sorte versucht wurde zu torpedieren. eine kinderpsychollgin erklärte ihr dann das es für das wohl(!) des kindes besser wäre. gut endlich jemand der mit verstand an die sache geht und sich nicht nur einlullen lässt. das kind ist dann 6 monate später bei mir eingezogen. die ex hat ihre gewünschte zeit bekommen damit sie sich langsam und mit weniger schmerz mit der situation anfreunden kann(tschuldigung aber so etwas kann mann/frau nicht schön beschreiben). nun gut heute bin ich wieder verheiratet und ein kinderwunsch ist auch vorhanden, sollte es klappen würde mich das freuen.

    also was hab ich gelernt? das meine ex UNRECHT hatte. frauen nicht alle gleich sind und das ich mehr erfahrung hätte haben sollen um den seelischen müll den meine ex mit sich herumträgt zu erkennen. aber eine erkenntnis habe ich auch gewonnen lass dich nicht erpressen, denn wennes einmal klappt klappt’s immer wieder. und das es stimmt wenn gesagt wird „angriff ist die beste verteidigung um das zu verhinden

    und wenn frau ihren traumprinzen nicht finden (genauso wenig wie mann die traumfrau), beide seiten sich klar sein müssen was sie wollen kind oder kein kind. und wenn ja, das von anfang an darüber geredet werden sollte wie man eine lösung erschaffen kann das die familie glücklich und zu frieden gedeihen kann. denn zusammen und nicht gegeneinander lebt es sich schon viel angenehmer.

  • Judex sagt:

    @Bodie: Hättest Du eine professionellen Mediation in Anspruch genommen, wäre der Vorschlag vor Gericht kaum abgeschmettert worden resp. hätte eine akzeptable Einigung ausgearbeitet werden können. Ein Gericht schmettert einen Vorschlag eigentlich nur im Falle eines Missverhältnisses ab und geschieht in der Praxis eher selten. Zudem sollte auch bei Einigkeit der Partner eine Mediation in Anspruch genommen werden, wie gerade Dein Fall schön zeigt. Zudem stimmt Dein Einwand der zwingenden gerichtlichen Genehmigung nur im Falle einer Ehescheidung, nicht aber bei einer (faktischen) Trennung.

    @ Rémy: Verstehe Deinen Einwand des unter Druck setzens nicht, knapp unter 80% der Männer (und knapp über 80% der Frauen) wünschen sich Kinder. Die Realität widerlegt (glücklicherweise) ja gerade Deine Auffassung.

  • Bodie sagt:

    @Judex
    Diesem muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Die Absprache zwischen den Ehepartnern ist nur dann gültig, wenn das vom Familiengericht so abgesegnet ist. Die ‚gütliche‘ Einigung mit meiner ehemaligen Partnerin (übrigens von ihr vorgeschlagen) wurde abgeschmettert mit der Begründung, dass im Härtefall eine Versorgung von Mutter und Kind nicht gewährleistet ist. Mediation eignet sich vor allem dann, wenn sich die Ehepartner NICHT einig sind! Bezüglich Sorge- und Unterhaltsrecht ist die Politik gefordert. Männer tun da leider nichts (scheint nicht opportun zu sein gegen Frau zu kämpfen), erklärte Feministinnen wehren sich mit Händen und Füssen gegen eine gleichberechtige Lösung (speziell gemeinsames Sorgerecht!)
    Zudem ist mir ihr Männerbild bezgl. ’neuer Lebenspartnerin mit Migrationshintergrund‘ für mich doch sehr cliché-haft..

    @Leonie
    Die ganze islamische Welt? Diese Behauptung ist in etwa so falsch wie wenn ich sagen würde, alle Katholiken huldigen dem Opus Dei. Sie unterliegen den plakativen Darstellungen der Medien scheint mir ..
    Die Abtreibung von Mädchen (nicht nur in Indien) hängt wohl eher mit der Gesellschaft zusammen, die auch von der Frau gebildet wird und nicht zu vergessen ist, dass Frauen Männer grossziehen!
    Solange es von der Gesellschaft (und ich rede ich von Frau und Mann) her so vereinbart ist, dass die Mitgift/Hochzeit von der Familie der Frau gestellt werden muss ist es natürlich unattraktiv ein Mädchen auf die Welt zu stellen. In Indien geht das ja noch weil man die Chance hat, einen Jungen auf die Welt zu bringen und die ‚Scharte‘ auszuwetzen, dümmer ist es dann schon in China mit der Ein-Kind-Politik und dort dürfte die Dunkelziffer von ermordeten weiblichen Babys sehr hoch sein.
    Zudem bestätigen Sie mit der Aussage „Der Mann darf gerne auch sexuell fordernd und einfallsreich sein, er sollte aber doch treu sein können“ Ihr verhaftetes Denken – nämlich dass Frauen treu sind und Männer nicht. In meinem Bekanntenkreis ist eher die Frau untreu resp. lassen sich scheiden.
    Der Forderungskatalog von Frau an Mann erstaunt mich immer wieder. Würde Mann einen solchen an Frau stellen, dann gibt es ein grosses Hallo (z.B. ‚Die Hure am Herd‘ vs. ‚Der mitfühlende Cowboy‘).
    Wenn Sie vor allem mit Männern zu tun haben die Ihre Frauen herum kommandieren kann ich Ihnen empfehlen, Ihren Bekanntenkreis zu ändern oder erweitern.

  • *sigh* sagt:

    …also sind wir hier nach langem hin & her (inkl. scheinbar zwingendem geschlechter-schlagabtausch) zum schluss gekommen dass:
    – familienPLANUNG zwingend zu sein scheint
    – männer in chef-etagen sich nicht für ihr geschlecht einsetzen damit dessen angehörige ihre familie einfacher managen können
    – dies in der politik noch immer kein thema ist
    – männer dringend ein neues bild ihrer selbst in der gesellschaft schaffen sollten
    – frauen in sachen scheidung rechte abzugeben hätten
    – dies in der politik noch immer kein thema ist
    – frauen dringend ein neues bild ihrer selbst in der gesellschaft schaffen sollten
    – alle hier lesenden bei den nächsten wahlen für die familien-partei ( http://www.familiae-partei.ch/ ) stimmen sollten – ohne zu vergessen deren agenda mitzubestimmen!

    nun ja, das klingt für mich ganz nach „mangelhafter, bzw. unehrlicher kommunikation“ und fehlendem pioniergeist.. 😉
    gott sei dank gibt es offenbar nicht wenige mütter/väter/familien die das alles wunderbar gebacken kriegen!

    ps: sorry für die polit-werbung, aber passt grade so schön…
    pps: ergänzungen/korrekturen sind natürlich willkommen!

  • Lukas sagt:

    @Joe: Fallen Dir auch andere Entscheidungen so schwer? Kaufst Du z.B. kein neues Auto, weil Dir ja morgen jemand eine Beule reinfahren könnte? Siehs doch ein bisschen als Experiment und Abenteuer. Es gibt (wie bei vielem, z.B. auch bei der Ehe) keine Garantie auf Erfolg. Aber wenn Dus nicht wagst, weil Du dir in den schlimmsten Farben ausmalst, was alles schiefgehen kann, werden Dir wohl auch die unbeschreiblich schönen Seiten des Kinderhabens verwehrt bleiben (von welchen in diesem Blog wirklich nur selten zu lesen ist). Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit der Frauen ihre Männer nach der Geburt loswerden MÖCHTE. Die meisten wünschen sich doch eine intakte Familie. Dabei werden jedoch oft die Auswirkungen der plötzlichen Dreisamkeit auf die Beziehung massiv unterschätzt.

  • Rémy sagt:

    „Juristisch, gesellschaftlich und finanziell gehen die Frauen ein ungleich höheres “Risiko” ein beim Kinderkriegen, insbesondere wenn Mami und Papi nicht verheiratet sind“
    Warum zum Geier wollen denn die Frauen immer noch Kinder, wenns doch mit sovielen Opfer verbunden ist? Warum müssen sie dann die Männer so unter Druck setzen?
    Das verhindern der „Verdunkelung“ (sic) der Schweiz in 2-3 Generationen kann ja wohl kein Argument sein???

  • Joe sagt:

    @Remy: da haben wir wohl einiges gemeinsam. Meine Partnerin hat ebenfalls zwei kleine Kinder in die Beziehung gebracht, für die ich mehr als nur ein Vaterersatz bin, die mir aber meinen Entscheid, keinen eigenen Kinder zu haben, auch vereinfachen. Kenne dein Gefühl aber genau, wenn die Rechte eher punktuell – d.h. wenn günstig – die Pflichten aber ständig gelten. Aber he, habe keinen Grund mich zu beklagen. Aber gäbe sicher ein langes Bier….

  • Rémy sagt:

    @Silu:
    schön dass Du gelernt hast zu schreiben…wann lernst Du zu lesen?
    @Leoni:
    Dass sind aber (meiner Meinung nach) Ansprüche die schon früher für Männer galten?? Ich hatte aber die Erfahrung von noch viel höheren und gegensätzlicheren Ansprüchen von jungen Frauen…

  • Joe sagt:

    @mira: hoppla, bin dir da etwa auf den *piepwort* getreten? Ist absolut ok, was du machst und jeder darf sich schliesslich frei entscheiden. Sehe deine Argumentation auch nicht als Widerspruch zu meiner, weil deine beschriebene Situation eine andere ist. Wenn die Erwartung einer Frau ganz einfach nur ist, dass der Mann sie schwängert und er danach wieder sein Ding als Lonely Wolf durchzieht, könnte unsere AHV selbst mit Schweizer-Spermien gerettet werden. Ich denke aber nicht, dass dein Beziehungsmodell der Normvorstellung der Frau entspricht. .

  • Judex sagt:

    Viele Männer äussern die (diffuse) Angst, im Falle einer Trennung zum Bezahlpapi degradiert zu werden.

    Dies muss nicht sein. Im Falle einer Trennung ist eine Mediation mit dem Ziel einer gütlichen Einigung bezüglich Kinder und Finanzen zu empfehlen. Die Kosten einer Mediation belaufen sich auf einige 100 bis wenige 1000 Franken. Die Chancen einer gütlichen Einigung im Rahmen einer Mediation sind sehr gross. Erfahrungsgemäss lassen sich jedoch – im Vergleich zu den Frauen – relativ wenige Männer darauf ein (und beklagen dann wohl ihr (selbstverschuldetes) Dasein als Bezahlpapis).

    Die Realität sieht oftmals so aus, dass Ex-Ehemann (in der Regel Einpersonenhaushalt, allenfalls mit jüngerer neuer Lebenspartnerin mit Migrationshintergrund) und Ex-Ehefrau (nota bene oftmals Dreipersonenhaushalt) in etwa ein frankenmässig gleich hohes Einkommen zur Verfügung haben und die Väter verabschieden sich oftmals nach kurzer Zeit gänzlich aus der Erziehungsverantwortung.

    Die Realität müsste wohl eher als „Wenig-Geld-Single-Mami mit alleiniger Erziehungsverantwortung und wenig Freizeit“ denn als „Bezahlpapi“ bezeichnet werden. Juristisch, gesellschaftlich und finanziell gehen die Frauen ein ungleich höheres „Risiko“ ein beim Kinderkriegen, insbesondere wenn Mami und Papi nicht verheiratet sind.

  • Isa sagt:

    Zu den Fragen der Emanzipation und Teilzeitstellen:

    Emanzipation muss immer von der Gruppe auskommen, deren Situation verändert werden soll. In den Fragen Teilzeitjobs für Männer, Scheidungsurteilen etc. müssen die Männer aktiv werden und den Anfang machen, dann braucht es die Unterstützung aller (Männer und Frauen) in ihrem Anliegen. So war es doch auch beim Frauenstimmrecht: Initiative derFrauen, unterstützt von den progressiven Männern. Ich bin mir sicher, dass die Feministinnen die ersten sind, die sich für bessere Teilzeitlösungen der Männer einsetzen. Von der Emanzipation der Frauen profitieren heute alle, es profitieren auch alle davon, wenn Männer in ihren Anstellungen mehr Freiheit haben und in Familienfragen flexiblere Lösungen möglich sind.

    Dies sind aber nicht nur soziale, sondern auch politische Fragen. Das Familienrecht wird von gewählten Politikern festgelegt und von gewählten Richtern umgesetzt. Diese Fragen muss man sich beim Urnengang stellen – wer von Staatskindern heult und Mütterbetreuung träumt, der setzt sich kaum für mehr Flexibilität der Männer in der Arbeitswelt ein. Wozu auch.

  • Adrian sagt:

    @ Nicole: Na ja, wenn man bedenkt, dass der Anteil unfruchtbarer Maenner groesser ist als der Anteil unfruchtbarer Frauen, dann gleicht sich das wahrscheindlich wieder aus.

    Das eigendliche Problem liegt eher darin, dass diejenigen die Kinder haben, nicht genuegend Kinder haben. Klar, rein rechnerisch wuerde sich der Kinderanteil von sagen wir mal 2 Kindern/Kopf auf 2.5 Kinder/Kopf erhoehend, wenn Anstelle von 80% alle Frauen (also 100%) Kinder haetten. Aber eben nur, wenn sie durchschnittlich 2.5 Kinder haben. Haetten aber die 80% Frauen alle 3 Kinder, so haetten wir eben im Schnitt 2.4 Kinder/Kopf. Mit anderen Worten, sollten wir einfach diejenigen besser Unterstuezen, die Kinder haben, damit sie eben mehr Kinder haben, und nicht diejenigen die keine Kinder haben zum Kinderkriegen auffordern.

  • Rémy sagt:

    @Joe:
    Du bringst mein Dilemma genau und schmerzhaft auf den Punkt…auch ich wäre gerne Vater…
    Meine Lösung ist nicht optimal, sie ist mit Opfer verbunden (die Liebe ist nicht so selbstverständlich):
    Meine Freundin hat schon Kinder und lässt mich somit in Ruhe…und ich kann mich auch ein bischen wie ein Vater fühlen, auch wenn es nicht meine Kinder sind. Ich trage Verantwortung solange sie es zulässt, muss aber nicht mit Pflichten rechnen falls ich ihr überdrüssig werde…

  • Jo Mooth sagt:

    Meine Frau und ich hatten in unserer nun bald 20jährigen Beziehung nie einen wirklichen Kinderwunsch. Das ist auch heute nicht anders, wo es bald zu spät ist, noch ind zu zeugen. Diese Einigkeit ist natürlich nicht die Regel und insofern ein Glücksfall. Gründe sind einerseits, dass wir unsere auch sexuelle Zweisamkeit sehr schätzen und nicht ein gemeinsames Kind als Ziel dieses Vrgnügens ansehen. Anderseits sind wir beide der Meinung, das wir zu viele sind auf der Welt und wir uns daher nicht auch noch vermehren müssen. Wenn doch mal noch ein Kinderwunsch auftauchen sollte, würden wir ein Kind adoptieren, wenn es sich ergäbe. Über die Chancen und Vorteile der Kinderlosigkeit denken viele Paare wohl selten nach, Frauen wohl so gut wie nie. Die Gesellschaft verlangt von ihnen Kinder.

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Rémy
    Ok, „tough“ ist ein Modebegriff, der Vieles bedeuten kann. Ich meine Folgendes: Ich habe körperlich trainierte Männer gerne, Männer, die sich nicht vor dem Vergleich mit anderen Männern scheuen, Männer, die bereit sind, ihre Partnerin zu beschützen. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Mann auch einmal weint. Weinerlichkeit an sich finde ich weder bei Männern noch bei Frauen ok. Der Mann darf gerne auch sexuell fordernd und einfallsreich sein, er sollte aber doch treu sein können. Was ich nicht brauche: Männer, die herumbefehlen und glauben, darauf ein Anrecht zu haben, weil sie Männer sind. Männer, die glauben, in Allem besser, intelligenter, vernünftiger zu sein als ihre Partnerin. Männer, die feige sind, die ihre Frauen schlagen. Ich glaube, das sind nicht zu hohe Ansprüche, oder?

  • Markus Schmidli sagt:

    Dass gemäss eidgenössischer Volkszählung mehr Männer (23%) als Frauen (18%) auf Nachwuchs verzichten hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass es etwa im Verhältnis 2:1 mehr schwule Männer als lesbische Frauen gibt. Zudem dürfte es für eine lesbische Frau entschieden einfacher sein, trotz ihrer sexuellen Neigung bzw. Abneigung doch noch zu einem Kind zu kommen als für einen schwulen Mann (siehe auch entsprechende Medienberichte). Samenspenden sind wohl ebenfalls deutlich verbreiteter als Eispenden. Zudem gibt es ja genügend alleinerziehende Frauen, die offenbar mit einem Mann eben nicht zusammenleben können oder wollen. – Ein weiterer Punkt ist beispielsweise, dass es deutlich mehr Mönche als Nonnen gibt (etwa im Verhältnis 3:1). – Ebenso sind 94% der Gefängnisinsassen männlich, nur 6 % weiblich. – Und zum Schluss begehen Männer auch deutlich häufiger Selbstmord als Frauen, in der Schweiz jährlich rund 1’000 Männer und 400 Frauen. Alles keine idealen Voraussetzungen fürs männliche Kinderhaben.

  • mira sagt:

    @Joe
    Und deshalb gibt es in der Schweiz auch immer mehr dunkle Kinder. Weil Frau sich irgendwann sagt, dass sie Kinder möchte. Und wenn kein Schweizer sein Sperma hergeben möchte, dann halt ein Afrikaner. Da der Schweizer schon im Vorraus aufgegeben hat, anstatt für seine Einstellung und seine Rechte zu kämpfen, kann frau nur hoffen, dass der Afrikaner besser geeignet ist. Und wenns nicht klappt, tant pis, mit dem Schweizer hätte es ja auch nicht geklappt. Und so manövrieren sich die Schweizer Gene selber ins Ausseits…. Schade eigentlich.
    Ich habe ebenfalls einen Ausländer geheiratet, zwar nur über die Nordgrenze, aber trotzdem. Der sich nicht zu schade ist, das Klo zu putzen. Und der mir, wenn ich es gerne anders hätte, deutlich zu verstehen gibt, dass das seine Sache ist und ich nicht dreinzureden habe.
    Abgesehen davon: Wenn man eine Kinderkrippe hat, können auch beide weiter arbeiten. Oder wär dir dein Kind zu gut für die Krippe???

  • Silu sagt:

    Die Blogs von Rémy, Pym und Rolf sind ja das ALLERGROESSTE! So nen unfundierten Schwachsinn habe ich noch selten gelesen oder gehört. Einfach nur peinlich. Ich hoffe, Ihr glaubt selber nicht, was Ihr da von Euch gebt. Wenn doch: Nehmt Euch den Rat von Rolf an Leoni zu Herzen und lasst Eure Minderwertigkeitskomplexe und Gefühle des Überfordertseins kurieren. Oder noch direkter: Hängen Eure Argumente bzw. Eure (tatsächlichen?) Erfahrungen vielleicht direkt mit Eurem eigenen Verhalten zusammen?

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Marcel
    Ja, in UNSERER Gesellschaft handelt es sich um Ruinen des (zumindest auch von Ihnen nicht abgestrittenen) Patriarchats. Aber ehrlich gesagt soltle man auch diese Ruinen nicht aus männlicher Nostalgie unter Denkmalschutz stellen, oder? Beispiele für die Existenz des Patriarchats heutzutage gibt es natürlich en masse, schauen Sie sich nur die ganze islamische Welt an, oder die Abtreibung von Mädchen in Indien, oder die Beschneidung von jungen Frauen im Sahel, um nur ein paar ganz eklatante Beispiele zu nennen… Da sind wir um Beispiele jedenfalls nicht verlegen, und ich denke, das wissen Sie auch.
    @ Pym: Na gut, wenn ich mich auf Ihr Niveau herablassen muss, dann kann ich Ihnen nur raten, erstmal an Ihrer Rechtschreibung (auch ein Zeichen von Intelligenz und Bildung!) zu feilen und ARGUMENTE statt Beleidigungen zu produzieren, dann kann man evtl. auch mit jemandem wie Sie wieder kommunizieren. Ihr Stil ist einfach nur feige – provozieren und sich dann verschanzen. Wie männlich!

  • Joe sagt:

    Hmmmm, scheint ein Thema zu sein, das alle Fronten interessiert. Zugegebenerweise mich ebenso, weil ich genau einer dieser angesprochenen Männer bin, die die westliche Welt in die Kinderlosigkeit stürzen. Grundsätzlich liebe ich Kinder und wäre extrem gerne stolzer Vater, bin aber nicht bereit jeden Preis für ein paar Monate Glück zu bezahlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich nach kurzer Zeit alleine, ohne Partnerin und ohne Kind, dafür mit permanenten Verletzungen durch den Familienentzug leben müsste, ist mir schlicht zu gross. Mit der finanziellen Verantwortung könnte ich sogar leben, nicht aber mit der Ohnmacht gegenüber dem politischen/rechtlichen/gesellschaftlichen System, das mir als von der Familie getrennter Vater nicht die Sicherheit geben kann, dass ich trotzdem eine gute Beziehung zu meinem Kind nach meinen Vorstellungen pflegen kann. Diese 100% Abhängigkeit vom Goodwill der Frau ist mir ein zu grosses Risiko. Das ist das after-divorce-Scenario.
    Dann gibt es aber noch das andere, das pre-divroce-Scenario. Die Erwartungen meiner Partnerin an mich als Vater sind schlicht dermassen hoch, dass ich jetzt schon weiss, dass ich keine Chancen zu Erfüllung habe, ohne mich persönlich dabie aufzugeben. Nun bin ich nun mal nicht der Mann, der seinen Beruf aufgeben will, damit sie trotz Kinder arbeiten und ebenfalls Karriere machen kann. Ich werde nicht plötzlich alle männlichen Gene verlieren und Haushalt genau so wichtig nehmen, wie meinen Beruf, und ich werde nicht vom einen Tag auf den anderen wie eine Faru Denkenk können und genau ihre Erziehungswerte übernehmen. Und das ist für mich der Hauptgrund: das Gefühl, dass ich mit dem Vaterwerden meine Persönlichkeit ablegen und unglaubliche Erwartungen erfüllen müsste. Existentielle, beziehungsgefährdende Konflikte sind vorprogrammiert.

    Nun sind das natürlich äusserst persönliche Gründe, die nicht für alle Männer relevant sein müssen. In Gesprächen mit eininge anderen Kollegen, die in derselben Situation sind, kommen aber immer wieder diese als Hauptgründe auf: diese after-divorce Machtlosigkeit und die pre-divorce Erwartungen der Faruen and die Männer. Die Erwartung, dass der Mann der Frau das Problem der Geburt löst, weil er schlussendlich daran schuld ist.

    Es wird immer sog. schlechte Männer geben, die selbst den schlimmsten feministischen Vorwürfen gerecht werden und geeignete Beispiele für den Geschlechterkampf sind. In der Regel aber versuchen Mäner ihrer Fammilie etwas zu bieten und werden durch sie zu einem besseren Mann, als wenn sie als Single und Hallodri durchs Leben schwadronieren. Das Vertrauen, dass sie dann in der Familie das beste geben, das sie haben, muss reichen. Wenn die Erwartungen einer Frau dann immer noch nicht erfüllt sind – sprich: sie ist unzufrieden – dann ist’s bereits gelaufen. Die Chancen, dass er sich noch ändert ist gleich null. Dumm gelaufen, falsche Partner- oder unkluge Kinderwahl. Erlaube mir an dieser Stelle einfach meiner Meinung Ausdruck zu geben, dass die gestiegenen Erwartungen der Frauen durch ihre gestiegene Selbstständigkeit – was ich frei von jeglicher moralischer Wertung verstanden haben will – Männer im allgemeinen (aber nicht pauschal!) nicht zu besseren Partnern macht.

  • Tom Würgler sagt:

    Wieder einmal ein exzellenter Artikel von Frau Althaus. Es ist zu vermuten, dass die Geburtenrate in der CH signifikant höher wäre, wenn bei uns Frauen nicht als die allein Verantwortlichen für den Nachwuchs angesehen würden. Keine Frage: weil Kinder heute viel geplanter auf die Welt kommen als früher ist auch die Aufmerksamkeit der Väter für ihren Nachwuchs gestiegen, aber wo ist der Vater, der sich im Problemfall (aka Scheidungsfall) um Kind *und* Einkommen kümmert? In meinem Bekanntenkreis ist mir kein einziger solcher Fall bekannt.
    Die oft erwähnte biologische Uhr sorgt bei Frauen für einen gewissen Druck, insbesondere dann, wenn das Kind nicht so ohne weiteres auf die Welt kommen will oder der Partner seine Stunden auf dem geheiligten Motorrad gefährdet sieht. Ehrlich gesagt: solche Phänomene gibt’s in Frankreich auch. Nur weiss Frau dort, dass sich der Staat (auch in der kleinsten Gemeinde) verantwortlich fühlt, ein Minimum an Betreuung anzubieten – das lässt Frau einem ersten, zweiten aber auch dritten Kind entspannter entgegenblicken.

  • Stefan Brennwald sagt:

    suze. zitat: Ein Mann macht einer Frau ein Kind, dann macht er sich aus dem Staub, und sie bleibt mit der Schande,sozialen Ausgrenzung, der Armut, allen Schwierigkeiten, ein Kind grosszuziehen. Eine Frau kann dies verhindern, in dem sie zuverlässig verhütet. Kondome sind nachweislich auf Dauer auch keine Freude für die Beziehung. Sobald es die Pille für den Mann gibt, nehme ich sie.

  • Radisli sagt:

    @Pym: Ich weiss noch nicht, ob es die Zeit zulässt neben meinem gewünschtem Studium noch zu arbeiten, mir wurde nur an einem Info-nachmittag davon abgeraten. Falls aber die Zeit vorhanden wäre, würde ich selbstverständlich probieren, einem Teilzeitjob nachzugehen. Ich bin eigentlich keine Egoistin oder Abschieberin 😉 Wie sollte ich aber als Angestellte des Militärs ein Ernährungs- und Diätetikstudium absolvieren? Geschweige ohne RS…
    Und ich bin nicht der Meinung, dass es Männer einfacher haben, wenn sie sich auch an der Kinderbetreuung und am Haushalt beteiligen… Wüsste nicht wo und wie ich das vermittelt hätte.

  • nokids sagt:

    Mir ist auch schon aufgefallen, dass dies eher ein Don’t-Have-Kids-Blog ist.. abgesehen von „Der Liste“ sind die meisten Themen eigentlich nur negativ und darüber, wie schrecklich schwierig und kompliziert das Leben MIT Kindern wird/ist. Finde ich schade… Sind denn Kinder nun doch nicht das Schönste im Leben? Wenn man die Leute schon dafür anregen will, so erzählt doch mal von den schönen Seiten? 🙂

  • Pym sagt:

    @ Leonie:
    Lesen Sie genau bevor sie schreiben (denken wäre übrigens auch nicht verkehrt); dann lese und beantworte ich Ihre Beiträge wieder.

    @Suze.
    Die Alternative zu “der Vater zahlt” ist “Vater und Mutter sind selbstverantwortlich und kümmern sich gemeinsam um das Kind”.
    Scheidung ist heute keine Schande mehr und bedeutet keine sozialen Ausgrenzung; unterhaltsberechtigute Mütter erhalten vom Sozialamt relativ zum jeweiligen Bedarf gerechnet 25% mehr als den unterhaltspflichtigen belassen wird; und wieso beharren die Frauen dann trotz „allen Schwierigkeiten, ein Kind grosszuziehen“ auf ihren Vorrechten und grenzen so oft die Väter aus?
    Genau derselbe feministische Schmus wie von Leonie.

  • Marcel sagt:

    Bitte um sachdienliche Hinweise zum Patriarchat, wie es z. B. Leonie Schwarz beschreibt: WO finde ich denn dieses Patriarchat heute noch im 21. Jahrhundert? Bitte um genau Angaben! Sollte es sich hier um eine Einschätzung aufgrund rein quantitativer Merkmale handeln (Männer in Führungspositionen übervertreten), dann tendiert der Restwert dieses Begriffes eh‘ langsam gegen Null.

    Bestenfalls kann heute von Ruinen ehedem patriarchaler Strukturen gesprochen werden, die nur noch am Leben sind, weil sie existieren- aber nicht, weil Mann sie ganz bewusst künstlich beatmet (was ja angesichts der sozioökonomischen Entwicklungen während der letzten fünfzig Jahren ohnehin völlig chancenlos wäre)- aber im 21. Jahrhundert immer noch unverdrossen zu behaupten, es gäbe ein (aktives) Patriarchat halte ich, sorry, für Pipifax.

  • mira sagt:

    Als ich mich mit 29 von meinem letzten Freund getrennt habe, war für mich klar, dass eine neue Freundschaft nur mit einem Mann mit explizitem Kinderwunsch in Frage kommt. Ab einem gewissen Alter ist das einfach für viele Frauen (und auch Männer!) wichtig.

    Die idealistische Vorstellung der romantischen Liebe mag zwar für eine kürzere Liebesbeziehung schön sein, aber um eine Familie zu gründen, ist die romantische Liebe nicht ausreichend. Hier kommen harte Fakten wie „Kinderwunsch vorhanden?“, „Aufteilung der Kinderbetreuung“, „Verantwortlichkeit der Finanzen“ etc. zum tragen. Stimmen die Vorstellungen in solch fundamentalen Dingen nicht überein, kommt es langfristig zu nur zu Frust und Enttäuschung. Daher sollte mann/frau bei der Partnerwahl nicht nur auf das Herz hören, sondern zur Abwechslung auch mal den Kopf gebrauchen.

    In meinem persönlichen Umfeld kenne ich auch eher das Gegenteil: Mann hätte gerne schon Kinder, Frau aber nicht (aufgrund der Annahme, sie müsse dann auf ihre Karriere verzichten)…

  • Prämami sagt:

    Wie ist es denn nun, wenn er unbedingt will und ich als Frau dabei eher gemischte Gefühle habe? Muss ich dann in Kauf nehmen, dass er sich eine „gebärfreudigere“ Frau/Freundin sucht? Dass man solche Fragen am Anfang der Beziehung stellt, ist vielleicht vernünftig, aber eher unrealistisch..

    Mittlerweile bin ich schwanger und freu mich auch auf meine Art, aber den Riesen-Rummel mit täglicher Abgabe meines Zustandes mach ich nun nicht gerade.. aber da ich den Blog schon seit einiger Zeit lese, kommen diese Gefühle anscheinend ganz von selbst….

  • Rémy sagt:

    @Leoni
    Ich bin völlig einverstanden mit Deiner Definition von Feminismus…der Feminismus wirft einfach für Männer viel Fragen auf (wenn Mann sich die Fragen stellen will), denn nichts ist mehr wie es für mein Vater war, mein Vater war jedoch mein erstes Vorbild…muss ich jetzt alles anders machen? Verrate ich nicht meinen Vater?
    Ich soll tough sein, jedoch kein Macho…Toughheit bedeutet jedoch auch die Verantwortung zu nehmen, „Chef“ zu sein und dementsprechend keine Diskussion zulassen über meine Entscheidungen, auch nicht mit meiner Frau…aber ist das jetzt nicht ein Mangel an Respekt an sie?
    Dasselbe gillt bei Emotionen: bin ich noch tough wenn ich weine? Wären noch Diskussionen möglich zwischen Männer und Frauen wenn Männer so Emotional reagieren würden wie Frauen? (im Klartext: würde mich noch eine Frau ernst nehmen wenn ich jedesmal wenn ich verletzt werde anfinge zu weinen, wie es viele Frauen tun?!?)…fragen über fragen über fragen und das ist erst der Anfang, und ich fühle mich ein bischen alleine Gelassen denn die meisten Männer stellen sich die Fragen gar nicht, und die Frauen sagen es sei das Problem der Männer sich zu definieren. Es sind jedoch die Frauen die mit dem Wirbel damals ’68 angefangen haben und so sollen sie uns doch bitte auch helfen uns zu definieren, sie sollen klare Vorgaben machen wie sie uns wollen, aber nicht immer das gegensätzliche Zeugs von wegen: mehr Emozionalität aber dann bitte tough, ein Erfolgreicher Ernährer der dann aber bitte präsent ist in der Familie…
    Frauen heute wollen alles und sein Gegenteil, so kommt es mir vor…

  • Nicole Althaus sagt:

    @Adrien: Da haben Sie natürlich recht. Hab mich verschrieben. Es hätte heissen müssen „fast jeder vierte Mann“: Die korrekten Zahlen: kinderlose Männer = 23 % / kinderlose Frauen = 18,5 % . Ich finde fünf Prozent Unterschied doch beträchtlich – in Anbetracht zumindest, dass immer nur von kinderlosen Frauen geredet wird.
    @Beat: Ehrlich, lieber Beat, ich will in diesem Blog überhaupt niemand vom Kinderkriegen überzeugen. Ich will mit diesem Blog Diskussionen anregen. Und ein vollständiges Bild von Mutters- und Vaterschaft zeichnen – mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten. Oder wären Sie glücklicher, wenn sie als neuer Vater plötzlich entdecken würden, dass sie ja gar nicht mehr Ausschlafen können, wie die Mamas im Blog versprochen haben?

  • Pym sagt:

    @ Rémy:
    Que la France reigne partout – la France, pas N. Sarkozy.

    @Radisli:
    Ihr Posting vom 6. August 2009 um 12:17 lautete: „… Ja, es ist wohl so, dass die Väter meist am kürzeren Hebel sind, wenn es um eine Trennung/Scheidung von einer Familie geht. Jedoch finde ich es für die Frau schwieriger, wenn Sie in einer intakten Beziehung ist. …“
    Und natürlich diskutieren wir hier (mit einigen Verweisen auf die besseren Verhältnisse im Ausland) die uns betreffende Situation in der Schweiz! Hier gibt es (zu Recht auch von Ihnen kritisiert) fast keine Teilzeitstellen für Väter (also selbst wer nicht will, muss meistens 100% arbeiten – in meiner Firma war und bin ich der erste 80%ler aus familiären Gründen) und keinen Vaterschaftsurlaub (wegen dem dem nicht ganz frei aufteilbaren Elternurlaub haben es denn auch die Schwedinnen und Norwegerinnen in intakten Beziehungen es nicht schwieriger).
    Aber wenn die Mutter auch arbeitet und den Vater sich selbstverantwortlich auch an Kinderbetreuung und Haushalt beteiligen lässt – wieso sollte er dann weniger ‚Probleme‘ haben?
    Und wie soll eine paritätische Kinderbetreuung möglich sein, wenn Väter vom Staat verordnet plötzlich 3-4 Wochen (allenfalls mitsamt WE-Wache) ins Militär verschwinden müssen.
    Und wieso finanzieren Sie sich nicht selbst durch Arbeit neben dem Studium (wie Tausende anderer) oder studieren als Angestellte des Militärs und finanzieren das Studium Ihres Freundes oder das gewünschte Kind?
    Ach es ist ja so bequem, die Verantwortung den Männern aufzuhalsen und sich nicht gross anzustrengen – kein Wunder hat dann frau auch die Energie, laut zu klagen wie viel schlechter sie es doch hat 😉

  • Leonidas sagt:

    Ich verstehe Rémys Einwände und seine Kritik sehr gut. Es ist halt Tatsache, dass im Falle einer Trennung, der Vater benachteiligt wird, d.h. bloss zahlen muss aber sein/e Kind/er kaum sehen darf. Ein Versprechen auf „untrennbare Beziehung“ schafft diese Ungerechtigkeit auch nicht aus de Welt, liebe Leonie, vielmehr müssten die Gesetze (Besuchs- & Sorgerecht) angepasst werden. Dies würde bestimmt manchem künftigen Vater die Angst davor nehmen, eines Tages zum Zahlvater degradiert zu werden (bei einer Scheidungsrate von 50%, wohl keine unbegründete Angst).
    Zum Anderen verursacht die biologische Uhr der Frau immer öfters einen Zielkonflikt mit dem verbreiteten Wunsch von Frauen „Karriere“ zu machen. Natürlich könnte der Staat viel mehr tun für die Familienförderung, jedoch kaum etwas zur gänzlichen Beseitung des weiblichen Dilemmas, Karriere oder Familie – abgesehen von fragwürdigen und entwürdigenden Quotenregelungen im Kaderbereich oder staatlich subventionierter Karriereförderung für Frauen (wie auch immer so eine aussehen mag). Mich erstaunt immer wieder die Karrieregeilheit unserer heutigen (westlichen) Gesellschaft, ob bei Mann oder Frau. Die Arbeit, das Einkommen und das davon abgeleitete Prestige und Selbstbewusstsein hat einen immensen Stellenwert erlangt. So sehr, dass sowohl Männlein, als auch Weiblein um ihre „Karriere“ fürchten, beim Gedanken an den Nachwuchs. Verkehrte Welt, verkehrte Werte…

  • Beat sagt:

    Ehrlich, liebe Blog-Autorinnen, ich finde Ihren unausgesprochenen, aber impliziten Appell an die Männer schon ziemlich naiv. Tag für Tag muss man(n) in ihrem Blog und anderswo lesen, dass Kinder kriegen bzw. Kinder haben eigentlich nichts als der blanke Horror ist: Wenn man ihren Beschreibungen hier glauben darf, erwartet einen als Vater nichts weniger als jahrelanger Sexentzug, Schlafmangel, Stress, Armutsrisiko und Karrieredruck (irgendwie muss man die Goofen ja schliesslich auch ernähren und die Krippe finanzieren…). Klar, dass es einen da ablöscht. Ich bin jedenfalls froh, die Verhütung auch als Mann selbst in den Händen zu haben. Vielleicht fangen Sie einfach mal bei sich selbst an und überlegen, wie Sie z. B. mit Ihrem Blog einen Beitrag dazu leisten können, dass das Kinderkriegen bzw. -machen auch für Männer eine durchaus denkbare Option ist. Solange mich ständig alle Medien vom Gegenteil überzeugen wollen, halte ich mich nämlich lieber vornehm mit derlei Aktivitäten zurück. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

  • Adrian sagt:

    18% Prozent der Frauen (also ca. ein Fuenftel) und ein Fuenftel der Maenner (also ca. 20%) sind in etwa gleich viel und nicht deutlich mehr oder weniger.

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Rémy
    Frauen haben diese Wahl heute auch nicht mehr (wirklich), zumal wenn sie Single bleiben. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass jede Frau heute noch einen Mann findet, der sie „aushält“ (und das ist letztendlich auch gut so, denn das ist eben auch Freiheit!).

    Ich frage mich nur, weshalb Männer sich über „die Gesellschaft“ aufregen und sich so als Opfer empfinden, wenn sie doch gerade in der Wirtschaft letztendlich immer noch die Macht in den Händen halten… Auch die Manager und CEOs sind doch Männer und müssten mit denselben „Männerproblemen“ konfrontiert sein (wenn es denn welche sind!). Klar, das Individuum kann wenig daran ändern. Allerdings haben ja gerade die Frauen (oder bspw. auch die Schwarzen in Amerika) vorgemacht, dass es eben nicht so sein MUSS und man eine Gesellschaft durchschauen und ändern kann! Nur hilft es leider nichts, sich nur zu beklagen, sondern man muss etwas tun und dabei konstruktiv sein…

  • hanna sagt:

    @Lulu: Du täuscht Dich nicht. Auch in meinem Freundinnenkreis ( alle um 35) ist das ein grosses Thema. Wir sprechen auch regelmässig darüber. Vor ein paar Monaten hat eine etwa ihren langjährigen Partner vor die Wahl gestellt: Entweder Kind – oder sie geht.
    @Remy: Tja ich finde Druck auch suboptimal. Wäre sehr viel hübscher wenn sich beide so zwischen 30 und 35 einig sind, jetzt eine Familie zu gründen. Meist aber ist das nicht so. Ich kenne viele Männer, die zugeben, eine Vaterschaft erst unter Druck der Freundin in Betracht gezogen zu haben. Männer haben eben keine Uhr, die tickt. Und was sollen Frauen anders tun als gehen, wenn er sich nicht entscheiden kann? Warten bis sie 40 sind und sowieso alles zu spät ist und er sie dann verlässt und mit einer 35jährigen doch noch Kinder hat? Oder lieber auf die Samenbank?

  • Rémy sagt:

    „Männer werden nicht nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefragt“
    Weil das für die Wirtschaft kein Thema ist, Männer haben sich dem Brotverdienen zu unterordnen während Frauen die wahl haben, Kind und/oder Beruf zu wählen. So gesehen ist es erstens nicht verwunderlich wenn Väter keinen Einfluss mehr haben (sie sind ja auf der Arbeit) und wenn Männer nicht mehr Väter sein wollen (bin ja so oder so 40 Stunden/Woche in der Bude)

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Miranda
    Mit 28 gehöre ich auch zu deiner „entspannten“ Generation. Und ich mag auch keine „Weicheier“, wenn es um Männer geht 😉 Aber ich denke, das eine (Feminismus) hat nicht direkt was mit dem anderen (persönliche Vorlieben, Sexualität) zu tun. Bei Ersterem geht es nämlich um ein soziales System (die Gesellschaft; soziale, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge; philosophische Fragestellungen und um Prinzipien). Du magst das, was ich geschrieben habe, als „männerhassend“ empfinden – da liegst du allerdings falsch. Ich schätze Vieles an den Männern, achte sie als Menschen und Individuen, liebe sie als Partner, Bruder, Vater, Freunde… Wie die meisten Frauen, denke ich. Feministin zu sein bedeutet eben nicht, Mänenrhasserin zu sein. Das ist auch so ein Klischee, das es „unseren“ Gegnern leicht machen, jemanden zu diskreditieren, ohne sich auf ein richtiges Gespräch einzulassen.
    Ein „feministisch“ überzeugter Mann muss im Übrigen kein Weichei oder Versager im Bett sein. Ich bin (als Frau!) kein Weichei (mache z.B. gerne Kampfsport) und bewundere „toughe“ Männer – aber das bedeutet ja nicht, dass sie Machos sein müssen. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun! Ein „männlicher“ Mann kann es bspw auch als Frage der Ehre sehen, Frauen gegenüber respektvoll zu sein…!
    Feminismus ist eine soziopolitische Einstellung, die Kritik übt an einem System und auf GLEICHberechtigung abzielt (und nicht auf „Rache“ an den Männern, ansonsten ist er pervertiert!). Auf meine Beziehungen zu Männern hat das nur insofern Einfluss, als dass ich mich sicher nicht mit Machos abgebe. Aber ich nehme an, auch Du schätzt Männer, die offen frauenfeindlich oder gewalttätig sind, nicht…

  • Rémy sagt:

    @Suzanne: bis Du wirklich der überzeugung das er sich riesig freut oder gibt er es Dir nur an? Ich will niemandem etwas unterstellen, aber ich bin der Meinung dass eine Entscheidung die unter Druck getroffen wurde selten eine gute Entscheidung ist, und später oft bereut wird…

  • Lulu sagt:

    Liebe Susanne

    Ich freue mich sehr für Dich, dass Dein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Was hättest Du gemacht, wenn er weiterhin geklemmt hätte?
    Ich kann mir vorstellen, dass viele Frauen in dieser Situation sind, gerade in Deinem (und auch meinem :-)) Alter, nur wird einfach nicht gerne darüber gesprochen….
    Oder täusche ich mich???

  • Susanne sagt:

    Die Erfahrungen mit zögerlichen Männern, die Nicole Althaus im Artikel schildert, habe ich auch gemacht. Heute bin ich 33 Jahre alt und – endlich – schwanger. Es hat aber einige Überzeugungsarbeit und auch Druck gebraucht, um meinen Mann davon zu überzeugen, dass jetzt dann langsam der Zeitpunkt dafür gekommen wäre. Mittlerweile freuen wir uns beide riesig auf das Kind. Männern muss man manchmal einfach etwas nachhelfen.

  • Anonymous sagt:

    Die Frauen wurden nie unterdrückt- eine solche Behauptung ist doch einfach lachhaft! Schade, dass ich nicht zuhause bin- sonst könnte ich jetzt eine ganze Salve von Frauen diskriminierenden- und explizit (v. a. aus politischen Entscheidungsprozessen) ausschliessenden Zitaten grosser Denker, Staatsmänner, der Kirche und zahlreichen Literaten (auch Thomas Morus, jaja: Utopia) vorbringen.

    Aber zum eigentlichen Thema hier noch ein denkwürdiger Artikel, der das Thema Kinderlosigkeit bei Männern kurz und bündig zusammenfasst:

    „Männer rutschen aus dem Blick“
    Mehr Männer als Frauen sind kinderlos. Die Politik ignoriert das, weil sie keinen Mumm hat, die Männerrolle ernsthaft zu verändern, meint Väterexperte Ralf Ruhl.

    taz: Immer weniger Frauen bekommen Kinder, meldete kürzlich das statistische Bundesamt. Die Zahl der kinderlosen Männer, die laut DIW sogar noch höher liegt, hat es dagegen nicht erhoben. Ist das mehr als ein Statistik-Problem?

    Ralf Ruhl: Das ist politisch gewollt. Wenn die Politik diese Zahlen hätte haben wollen, hätte sie das Amt anweisen können. Das ist das Gegenteil von Gender Mainstreaming.

    Wer hat da so finstere Absichten?

    Die familienpolitische Debatte in Deutschland ist immer noch eine Frauendebatte. Frauen wollen Daten über Frauen erheben. Und die Männer in der Politik sind froh, wenn das Verhalten von Männern nicht in Frage gestellt wird. Es ist ein unseliges Zusammentreffen von traditionellem Feminismus und konservativer Männlichkeit.

    Auch die Kommentare dürften– v. a. für Leonie Schwarz- von Interesse sein. Warum es bisher noch kein brauchbares Datenmaterial zum Thema männliche Kinderlosigkeit gibt, ist mir schleierhaft. Das grenzt langsam an gezielte, mediale und politische Desinformation!

    Aus dem von Nicole Althaus vermerkten, zweiten Link:

    „- Die zunehmende Destandardisierung der beruflichen Entwicklung erschwert die Ausübung der traditionell dem Mann zugewiesenen Rolle des Familienernährers.“ Leider wird diese Alleinernährerrolle immer noch von sehr vielen Frauen (mit steigendem Bildungsgrad ab- bzw. mit tieferen Bildungsabschlüssen zunehmend) erwartet. Bei der klassischen Rollenverteilung sowohl innerhalb der Haushalte als auch in der Erwerbswelt ist bisher noch so gut wie nichts zu spüren, das schläckt ä kei Geiss ewäg! Aus den ehemaligen Alleinernährern sind jetzt einfach Haupternährer geworden. Das ist mir persönlich zu wenig!

    Man stelle sich einmal vor, bei einer empirischen Studie würden viele Männer auf die Frage, weshalb sie keine Kinder wollen, nebst vielen anderen Gründen, die sehr viel mit dem von Frau Althaus verlinkten beitrag / Zitat zu tun hat, auch noch assagen, sie könnten sich die Gründung einer Familie auch aus Scheidungs- und Sorgerechtlichen Gründen nicht vorstellen (Zeugungsstreik).

    Ich glaube nicht, dass das irgendjemand hören wollte- ganz speziell Teile der Second-Wave-Feministinnen nicht… Es ist sogar zu befürchten, dass solch familienpolitische explosive Aussagen wenn nicht unterdrückt-, so doch vehement relativiert werden würden, denn das würde ja gar nicht ins feministische Weltbild passen und ihm sogar diametral zuwiederlaufen…

  • Bodie sagt:

    Ich habe bereits ein Kind mit meiner früheren Partnerin. Meine neue Partnerin hegt nun seit neuestem einen Kinderwunsch (wir sind allerdings schon ein paar Jahre zusammen). Ich gebe offen zu dass ich kein Kind mehr will und zwar schlicht und einfach weil Mann im Trennungsfall der Gelackmeierte ist. Einmal (reichlich) zahlen ohne Rechte (abgesehen vom zweiwöchentlichen Besuchsrecht) und vielen Pflichten vergällt mir jegliche Lust auf weiteren Nachwuchs, obwohl mir der Gedanke an sich gefällt, wir eine grosse Wohnung und ein gutes Einkommen haben, also sämtliche Voraussetzungen prinzipiell gegeben sind.
    Die Aussicht wieder vor die Tür gestellt zu werden (ja, zwei Drittel der Scheidungen sind von der Frau iniziiert) und als Zahlpapi zu fungieren – nein dazu habe ich keine Lust. Leider kann man hier nicht von einer Gleichberechtigung sprechen und dass ‚emanzipierte‘ Frauen hier die bestehende Lösung glorifizieren ist völlig klar. Da ist mir das Deutsche Familienrecht weitaus sympathischer welches nicht nur den Mann, sondern auch die Frau in die Pflicht nimmt.

  • Miranda sagt:

    Liebe Leoni sind sie ihre ewigen Hasstiraden auf das männliche Geschlecht nicht langsam leid? In jedem Beitrag hauen sie auf die selbe Kerbe. Ich bin auch eine Frau und ich finde es auch traurig, dass meine Grossmutter und Grossgrossmutter etc. weniger Rechte hatte als ihre Männer. Aber sollten sie nicht lieber das Leben geniessen, dass sie dank früheren Generationen haben anstatt im Sile von „wie du mir so ich dir“ den Spiess umzukehren und den Männern heute nichts zustehen?
    Ich bin so froh gehör ich zu einer Generation (bin 24) von Frauen, die das lockerer sehen! Und ganz im Ernst ich geniesse Männer die auch Männer sind und keine Schosshündchen!!!

  • Leoni Schwarz sagt:

    „Wo sind denn schon nur die (für Frauen mittlerweilen fast schon normalen) 70-80%-Teilzeitstellen für Männer, welche sich an der Kinderbetreuung beteiligen wollen“

    Und wo sind denn in der immer noch mehrheitlich von männlichen Direktoren, Managern, CEO`s, Verwaltungsräten etc. dominierten Arbeits- und Geschäftswelt die Männer, welche sich für Teilzeitstellen auch für Männer einsetzen? Man verdient halt auch weniger, hat weniger Ansehen in einer Teilzeitstelle, macht wahrscheinlich kaum Karriere. In diesen Jobs sieht man(n) halt immer noch gerne die Frauen, nicht sich selber…

    Das Männer es einfacher haben, Berufsleben und Familie zu vereinen, ist wohl klar: Männer werden nicht schwanger und können nicht stillen, kein Mann wird beim Einstellungsgespräch gefragt, ob er eine Familie zu gründen beabsichtige, während Mütter tendenziell schlechter bezahlt werden (weil Teilzeit arbeitend), werden Väter besser bezahlt als alleinstehende Männer (weil man immer davon ausgeht, der Mann müsse die Familie ernähren), Männer werden nicht nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefragt, müssen sich nicht rechtfertigen, wenn sie 100% arbeiten und die Frau daheim den Haushalt schmeisst, es gibt keinen Begriff wie „Rabenvater“ etc.etc. Und schliesslich wird einem kinderlosen Mann auch nicht wie einer kinderlosen Frau vorgeworfen, er habe „etwas Entscheidendes verpasst“ in seinem Leben. DAS sind REALE Probleme und Ungerechtigkeiten, mit denen Frauen heute konfrontiert werden. Sicher, wir leben in einer für Frauen schon sehr viel besseren Gesellschaft als früher, aber das heisst nicht, dass alles i.O. sei und wir jetzt bittesehr die Schnauze halten sollten.

    Im Übrigen haben Sie Recht, dass es auch an der Gleichstellung der Männer da und dort hapert. Ich wäre dafür, dass der Wehrdienst auch für Frauen gilt, aber dass auch alle ohne Gewissensprüfung auf den Militärdienst verzichten können sollen. Und beim Ssheidungsrecht gibt es tatsächlich auch Verbesserungszwang. Wenn wir Frauen von den Männern mehr Engagement in der Kinderbetreuung und -erziehung verlangen, dann müssen wir auch erkennen, dass Väter eine wichtige Rolle spielen und man einem Kind den Vater nicht einfach vorenthalten sollte…

  • suze sagt:

    @Pym.
    Die Alternative zu „der Vater zahlt“ ist „der Vater zahlt nicht“. Das ist die Situation, die wir vorher hatten: Ein Mann macht einer Frau ein Kind, dann macht er sich aus dem Staub, und sie bleibt mit der Schande,sozialen Ausgrenzung, der Armut, allen Schwierigkeiten, ein Kind grosszuziehen.

    Wollen Sie und Rémy wirklich zu diesen Verhältnissen zurück?

    Unter diesen Verhältnissen litten vor allem die Kinder (Buben und Mädchen) und auch die Mutter. Siehe dazu, zum Beispiel „Oliver Twist“ von Dickens.

  • suze sagt:

    @Rolf:
    Ich finde Leonies Beiträge sehr kohärent und wohl begründet.
    Ihre Beschimpfungen hingegen sind weit unter der Gürtellinie.

  • Mira sagt:

    @Leoni: Nimm Rolf nicht ernst. Er ist hier im Blog schon mehrfach durch diplomatisch ausgedrückt „wenig differenzierte Äusserungen“ aufgefallen.

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Pym: Wissen Sie, in allen Zeiten haben die Männer die Frauen ja auch zur Fortpflanzung genutzt. Es ist also in diesem Sinne nicht ganz absurd, dass mehr Frauen (und Kinder!) von der Titanic gerettet wurden! Man hat den Frauen kein Stimmrecht zugestanden, ihnen nicht die Entscheidungsbefugnis über ihren eigenen Körper zugestanden (Schwagnerschaft bzw. Abtreibung), sie als minderwertig, unfähig und dumm bezeichnet, Gewalt in der Ehe gerechtfertigt usw.usf. Dass man die Frauen bvorzugt von der Titanic rettete, sie nicht für voll genommen hat, ja ihnen sogar die Verantwortung für das eigene Leben teilweise abgenommen hat, das wurde übrigens in den „Nachwehen“ der Katastrophe politisch ausgeschlachtet, um gegen das Frauenstimmrecht Stimmung zu machen. Ja, es ist fair und rührend, wenn sich Männer als körperlich Überlegene für Frauen aufopfern, aber es ist ziemlich zynisch zu argumentieren, nur weil die Männer manchmal ja auf Gewalt verzichteten bzw. nicht aus ihrer körperlichen Überlegenheit Kapital schlugen, seien die Frauen nie unterdrückt gewesen.

    Weshalb sollte meine Arumentation übrigens so „absurd“ sein, dass „Sie sich nicht dazu zu äussern brauchen“? Vielleicht wollen Sie auch nur nicht, weil SIE dann in Erklärungsnotstand kämen… Sie haben soeben geleugnet, dass es je eine Unterdrückung / Benachteiligung der Frau gegeben habe… Sind Sie da sooo sicher?

  • Radisli sagt:

    @Pym: Ich habe nirgends gesagt, dass es Väter einfacher haben, Beruf und Familie zu vereinen, jedoch ist es oft noch so, dass diese 100% arbeiten (ob sie wollen oder „müssen“ weiss ich leider nicht) und deshalb weniger ‚Probleme‘ haben. Und ja, damit sich Vater und Mutter ausgeglichener um den Nachwuchs kümmern könnten, bräuchte es wirklich für beide Seiten mehr Teilzeitstellen, was ich auch sehr begrüssen würde.
    Und ja, von Vaterschaftsurlaub hab ich auch schon gehört. Nur, wie lange sind die,wenn überhaupt in der Firma vorhanden? 1-2Wochen oder etwa nicht? Auch im Norden (weiss nicht mehr welches Skandinavische Land) ist das besser geregelt.
    Und ja, klar muss ein Vater weiterhin Militärdienstleisten, aber was wollen Sie damit sagen? Das sind doch ca 2-3Wochen pro Jahr?
    Ich denke, wenn ich könnte, würde auch ich meinen Freund finanzieren, jedoch steht das nicht zur Debatte (bei uns), da er (falls alles klappt) als angestellter des Militärs ein Studium besucht.

  • Kurt sagt:

    „Verhütung sei Dank sind die Frauen heute praktisch 100%ige Entscheidungsträgerinnen in diesem Bereich…Wir Schwänze haben schlicht nichts zu melden, dann ist es auch nicht Verwunderlich dass wir nicht wollen, wir sind der Wilkür der Frauen ausgeliefert, nicht nur betreffend der Zeugung“
    Faule Ausrede, die meisten Schwänze sind einfach zu bequem für Kondome! Mir wird nie eine Frau ein Kind aufdrängen, Kontrolle in der Verhütung haben ist nämlich für einen Mann piepeinfach. Aber da die meisten Verhütungsmethoden eher unangenehm sind (gemäss meiner Frau ist übrigens auch Pillenschlucken keine Freude), übergeben die meisten Männer sehr, sehr gerne die Kontrolle der Frau.

    PS: Nein, ich finde den Vertrauensmissbrauch der Frau NICHT ok (vor allem auch dem Kind gegenüber), aber das Argument, dass ein Mann keine Wahl hat, stimmt einfach nicht.

  • Rémy sagt:

    Noch was zu meinem „Vive la France“ Beitrag:
    „Gibt es in Ihrer Welt einen Vaterschafts-Urlaub?“
    In Frankreich gibt es einen Gesetzlich vorgeschriebenen Vaterschaftsurlaub von 2 Wochen 🙂

  • Last-minute-Mutter sagt:

    @studimutter: An welcher Uni studierst du?
    Mein Partner studiert in Zürich und wir haben unser Baby letzten Dezember auf etliche Krippenwartelisten gesetzt und nach 4 Monaten hatten wir bereits zwei Angebote von Universitätskrippen für Babyplätze und zwei weitere für Krippen in unserem Quartier. Von Wartelisten bis 2010 kann in Zürich keine Rede sein. Alle Krippen haben von 7 bis 18 Uhr auf. Vielleicht solltet ihr umziehen? Leider ist der Wohnungsmarkt in Zürich dafür ausgetrocknet!

  • Pym sagt:

    @ Radisli:
    Sind Sie ernsthaft der Meinung, Väter hätten es einfacher, Beruf und Familie zu vereinen?
    Wo sind denn schon nur die (für Frauen mittlerweilen fast schon normalen) 70-80%-Teilzeitstellen für Männer, welche sich an der Kinderbetreuung beteiligen wollen (völlig zu schweigen von tieferen Arbeitspensen für eine wirklich paritätische Kinderbetreuung)?
    Gibt es in Ihrer Welt einen Vaterschafts-Urlaub?
    Muss ein Vater mit Kinderbetreuungspflichten plötzlich keinen Militärdienst mehr leisten?
    Und welcher Vater kann von der Partnerin finanziert seine (in den Jugendjahren wegen „Ich heirate ja dann später und geniesse jetzt lieber das Leben-Haltung“) verpasste Ausbildung nachholen?

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Rolf: Und warum genau sollte ich das?

    P.S: Beleidigen statt argumentieren zeugt nicht gerade von Intelligenz. Aber vermutlich versteckt sich unter Ihrem Namen ja einmal mehr einer dieser frustrierten armen Männer, denen einfach die Galle hochkommt, wenn eine Frau sich als argumentativ überlegen zeigt.

    Falls dem nicht so ist, beweisen Sie es! Und ein SACHLICHER Beitrag wäre hilfreich, auch zu Ihrer Ehrenrettung..

  • Pym sagt:

    @ Leoni Scharz:
    Sinngemäss behaupten Sie: Weil es in der Vergangenheit Patriachat und Unterdrückung der Frau gegeben habe, könne es in der Gegenwart keine Diskriminierung der Männer geben!

    Ihre Schlussfolgerung ist derart lachhaft absurd, dass ich mich nicht weiter dazu äussere.

    Aber auch ihre behauptetet „Unterdrückung der Frau“ ist bloss (leider noch immer populärer) feministischer Humbug:
    Habe vor einigen Monaten eine hitzige Diskussion zur Frage „Unterdrückung der Frauen“ mit der Mutter meiner Partnerin geführt. Kurz darauf sahen wir gemeinsam einen Titanic-Film und beim Satz „Frauen und Kinder zuerst“ kam sie in argen Erklärungsnotstand ;-). Wie böse müssen doch unsere Vorväter gewesen sein, dass Sie von den Frauen nur durchschnittlich 75% retteten (je nach Status 46-97%) weil sie überviele durchschnittlich 20% (8-32%) überleben liessen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Titanic#Die_Evakuierung).

    @ ZOE:
    Wenn die Frauen wahre Gleichberechtigung begrüssen würden statt nur einfach mehr Rechte einzufordern wäre dies nicht so:
    Aber noch immer nehmen Mütter ab Geburt eine naturgegeben engere Beziehung zum Kind in Anspruch und bei einer Trennung der Eltern gehört das Kind nicht bloss per definition zur sondern geradewegs der Mutter. Und der Mann soll sich zwar bitteschön an der Haushaltsführung beteiligen aber ja nicht dabei mitbestimmen wollen, schliesslich ist die Wohnungseinrichtung ihr selbstverständliches weibliches Vorrecht und richtig putzen kann er nur nach ihren (kompetenteren) Vorgaben.

    @ Beide:
    Ihr zeigt par excellence die leider weitverbreitete weibliche, bequemliche Grundhaltung „Die Männer sind immer schuld!“

  • Radisli sagt:

    @studimutter: Wow, ihr habt ein Kind, während du noch studierst? Ist ja genial. Wer weiss, ob das bei uns finanziell auch funktionieren könnte. Wäre schön 🙂 aber daran scheitert wohl einiges immer wieder…

  • Rémy sagt:

    Zur Vermehrung der Gesellschaft habe ich nur eins zu sagen: Als ich in der ersten Klasse war habe ich gelernt, es gibt 5 Milliarden Menschen…etwas später, in der Sek hiess es: 6 Milliarden…jetzt tendieren wir in Richtung 7 Milliarden und bald sollen es 9 oder 12 sein…
    Also, dass Risiko dass die Menschheit an Kindermangel ausstirbt besteht meiner Meinung nach nicht…dass unsere Westlichen Gesellschaften aussterben eher, aber ist das wirklich ein Übel?
    Frauen sollen nichts anders machen, aber die Definition von Familie durch die Gesellschaft sollte vielleicht überdenkt werden…und der Platz den ein Mann heute noch haben darf als Vater, Entscheidungsträger, Einfluss, und überhaupt was Männlichkeit heute bedeutet sollte vielleicht definiert werden…denn es ist einfach seit und wegen der Erfindung der Pille (im Übrigen die grösste Errungenschaft der Menschen seit der Erfindung des Rads) zu solch grundlegenden Veränderungen gekommen dass ich als Mann einfach nicht mehr weiss wo ich stehe, wo ich stehen darf, wo ich stehen soll und was ich tun darf, soll, muss um den Anforderungen des Teils der Gesellschaft der mich als heterosexueller Mann interessiert, nämlich die Frauen, gerecht zu werden…
    …der Egoismus auf beiden Seiten, der Individualismus, könnte so ein Punkt sein zum vertiefen…
    @Leoni: die Vorteile die mein ur-ur-Grossvater hatte interessieren mich nicht, ich lebe heute 2009, und heute sind die biologischen Nachteile der Frauen im grossen und ganzen durch das Recht ausgebügelt (Stichwort Gleichstellungsgesetz), wo sich noch keiner Gedanken gemacht hat wo der Mann der Frau gleichgestellt werden sollte…

  • studimutter sagt:

    ähhh Frauchen war selbstverständlich nicht gewollt! Muss mich im Turboschreiben vertippt haben. Mea Culpa.

  • studimutter sagt:

    Das Leben könnte nicht schöner sein! Welch einem Luxus ich frönen darf. Studieren und Kind haben. Toll!
    Was ist hinderlich und strengt an?: An meiner Uni gibt es keine Kinderbetreuung. Mit sehr sehr viel Glück fanden wir einen Krippenplatz für unseren Kleinen. Würde mein Partner nicht arbeiten, könnte ich sicherlich nicht studieren. Oder ich würde das Studieren sein lassen und arbeiten (und wohl soviel verdienen, wie wir der Stadt für die Krippe bezahlen müssen). Die Öffnungszeiten sind von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr. Ich verpasse im Schnitt etwa 1-2 Vorlesungen in der Woche. Unser Babysitter holt unseren Sohn jeden Mittwoch von der Krippe ab, da ich bis 19.00 Uhr Vorlesungen besuchen darf.
    Bis Mitte 2010 nehmen sie keine weiteren Kinder auf die Warteliste. Hätten wir jetzt ein zweites Kind, um mein SOLL von 2,1 zu erreichen, gäbe es wohl keinen Krippenplatz und ich müsste mein Studium pausieren. Wir sind entspannte Optimisten und ein Geschwisterchen wäre durchaus willkommen :-).
    Was nervt und ich in einem anderen Beitrag dieses Blogs erwähnte: wöchentlich werde ich mit „gut gemeinten“ Kommentaren und Fragen beleidigt. In etwa: Warum ich überhaupt ein Kind habe, wenn ich doch studieren will.

    Fazit: Die ganze Familie ist sehr sehr sehr glücklich mit der Situation. Aber es ist uns durchaus bewusst, wieviel Glück wir haben und das es sich beim nächsten Kind nicht unbedingt so verhalten muss. Gute ausgebildete Frauchen/ Männer mit Kinder nutzen ja auch aus vielen Gründen dem Staat. Oder nicht?
    Aber, wegen den familienunfreundlichen Umständen, hätte ich nicht auf ein Kind verzichtet, verstehe es aber durchaus, wenn es Leute tun.

  • Rolf sagt:

    @Leoni: Ich gebe ihnen mal einen wohlgemeinten Rat. Lassen sie sich von Psychiater behandeln. Das soll jetzt keine Beleidigung sein, sondern ein wohlgemeinten Impuls, auf dass sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Es ist keine Schande!

  • Radisli sagt:

    Ich finde das auch einen sehr guten Beitrag und mir geht einiges durch den Kopf, nur weiss ich irgendwie nicht, wo und wie ich anfangen soll.

    @Rémy: Ja, es ist wohl so, dass die Väter meist am kürzeren Hebel sind, wenn es um eine Trennung/Scheidung von einer Familie geht. Jedoch finde ich es für die Frau schwieriger, wenn Sie in einer intakten Beziehung ist. Ich sehe das bei einer guten Kollegin. Sie versucht seit der Geburt ihres ersten Kindes vor knapp 3Jahren einen 40% Job zu finden, aber blieb bis jetzt erfolglos. Klar, es gibt Jobs mit solch einem kleinen Pensum, aber sehr wenige und wenn, dann braucht man Berufserfahrung, ein Fähigkeitszeugnis usw. für zB als Verkäuferin. In Call-centern gäbe es einige temporäre Anstellungen, jedoch muss man da flexibel sein und am besten auch noch Auto fahren können (da je nach dem lange Arbeitszeiten). Oder dann gibts Jobs, da kann man zwar 40% arbeiten, aber bitte an vier Vormittagen. Ist wohl etwas schwierig, eine solche Betreuung für die mittlerweile zwei Kinder zu organisieren.
    Und ja, es gibt leider immer noch Männer – ich glaub es manchmal selbst nicht – welche denken, ihr Lohn sei ihr Geld und nicht das der Familie. Die Frau hat ein knappes Budget für sich und die Kinder und muss sonst für jede Kleinigkeit nachfragen. Eigenes Geld? Fehlanzeige. Gespartes? Schon lange aufgebraucht.

    Bis vor gut einem halben Jahr, dachte ich, ich känne in den nächsten 1-2Jahren mein erstes Kind, aber seit ich Anfang Jahr entschieden habe, die Berufsmaturität (1Jahr Vollzeit) nachzuholen und anschliessend noch 3Jahre studieren (auch wieder nur vollzeit möglich), muss ich wohl noch warten bis ich fast 30 bin. Aber ich denke, es ist vielleicht einfacher einen Teilzeitjob zu finden, wenn ich noch eine bessere/andere Ausbildung habe. Nur… während dieser Zeit unterhält mich ja auch praktisch mein Freund. Und danach? Hat vielleicht weder er, geschweige denn ich, noch gespartes auf der Seite – für eine Familie!?

  • ZOE sagt:

    Ich beobachte in meinem Freundeskreis genau das Gegenteil (Alter: 28 bis 35). Die Männer hätten gerne so bald wie möglich Nachwuchs, die Frauen zögern, lassen sich Zeit, sind sogar nicht sicher, ob sie überhaupt Kinder wollen. Die Angst, alleinerziehend zu enden, die Karriere aufs Spiel zu setzten und ungenügend Betreuungsplätze für die Kinder sind die Gründe. Noch immer „riskiert“ der Mann, zumindest zum Zeitpunkt, wenn die Beziehung intakt ist, weniger ungewisse Veränderungen.

  • Rémy sagt:

    Es gibt ein einziges Westliches Land in dem dieses Problem nicht so akut ist:
    85% der Französinnen sind Berufstätig aber
    Frankreich ist das einzige Westliche Land dass eine Geburtenrate hat die höher ist als 2.1 Kinder/Frau!
    Warum?
    Es liegt auf der Hand: der Staat macht mehr für Familien, es gibt Krippen, Tagmütter, Schulkantinen, Aktivitäten während den Schulferien, dezente Kinderzulagen, Ferientaggelder, usw…
    Dies erklärt aber nicht alles, es spielen auch Gesellschaftliche Ansichten eine grosse Rolle, was oft vergessen wird:
    – Eine Mutter die Berufstätig ist ist nicht eine Rabenmutter wie in der Schweiz, sonder eine Frau die sich selbstverwirklicht!
    – Fremdbtreuung ist nicht ein Verrat an die Familie, wie in der Schweiz, wo immer noch die Meinung gillt nur die Mutter sei gut genug für das Kind, sondern es ist etwas das früher vom Adel und den Bürgerlichen vorgelebt wurde, und gallt lange als vornehm. Heute ist es normal, und es sind eher sozial tiefere Schichten die die Kinder selbst betreuen (wenn Mutter keine Ausbildung hat findet sie keinen Job und bleibt zuhause)…Es käme nie einer Französin in den Sinn nach den Mühen einer mehrjärigen Ausbildung eine 40 Jahre dauernde Karriere aufzugeben für ein Kind das nach 15 Jahren keine betreuung mehr braucht!

  • Leoni Schwarz sagt:

    @ Rémy: Ach ja, und von „wenigen Vorteilen“ der Männer kann ja wohl kaum die Rede sein… Wie sonst wäre es je zur Unterdrückung der Frau und zum Jahrtausende währenden Patriarchat gekommen??

  • Leoni Schwarz sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele, Frau Althaus!

    @Rémy: Ihr Beitrag ist inkohärent. Was genau sollen denn die Frauen anders machen, Ihrer Meinung nach? Gar nicht mehr verhüten? Dem Mann versprechen, dass es nie, in keinem Fall, zu einer Trennung kommen wird und er garantiert immer volle Verfügungsgewalt über Kind und Familie haben wird? Ich werde aus Ihrem Beitrag nicht schlau… Sie müssen das, was Sie ansprechen, schon auch zu Ende denken.

    Wie soll sich die Menschheit dann überhaupt noch vermehren, wenn die Männer „auf die Uhr spielen“? Dabei gehen Sie wohl davon aus, dass für alle diese Männer im fortgeschrittenen Alter dann noch sehr viel jüngere, fruchtbare Frauen „zur Verfügung stehen“, um sich doch noch fortzupflanzen, während die gleichaltrigen Frauen dann halt den Kürzeren gezogen haben. Aber wo sollen diese jungen Frauen für die alten Männer herkommen? Und warum sollten diese Frauen in ihren 20ern dann nicht auch verhüten und ihre eigene Karriere planen, statt einem alten Mann ein Kind zu schenken? Sie sehen, mit beidseitigem Egoismus kommt man nicht weiter…

    Es würde mich interessieren, ob Sie auch einen konstruktiven Beitrag in petto haben statt nur der uralten Leier „die Frauen sind Schuld an Allem“ (seit der Erbsünde, oder so…).

  • Raphi sagt:

    Solche Fragen müssten imho VOR einem Beziehungsstart geklärt werden…

  • suze sagt:

    „Gemäss eidgenössischer Volkszählung verzichtet jeder fünfte Mann auf Nachwuchs, deutlich mehr als Frauen (18 %).“
    Jeder fünfte sind 20%, das ergibt eine Differenz von 2%. Da würde ich noch nicht von „deutlich mehr“ sprechen.

    Ich finde es richtig, das Forscher der Gesellschaft in Erinnerung rufen, dass man mit dem Kinderkriegen nicht zu lange warten soll. Denn ich glaube, dass auch die Strukturen der Gesellschaft für die Verzögerung verantwortlich sind.

    Wie sieht es z.b. mit der Option „mit Kind studieren“ aus? Für viele junge Leute und deren Eltern kommt es absolut nicht in Frage, ein Kind zu bekommen bevor schule, Ausbildung, etc. abgeschlossen sind. Das heisst, dass Frauen und Männer, die studieren nicht vor 25 damit anfangen, sich zu überlegen, ob sie ein Kind wollen…

    Wie sieht es mit der Option „erst Kind, dann Beruf“ aus? Was tut die Gesellschaft für 40-50jährige, die eine Ausbildung brauchen und dann in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen?
    Wie sieht es mit Kinderbetreuung aus und wieviel muss man dafür bezahlen?
    Wie sieht es mit Teilzeitstellen für Väter aus? Reichen zwei Teilzeitstellen, um eine Familie zu ernähreIchn?
    Wie sieht es mit der Option „alleinverdiener“ aus? Wie viele Familien können alle Ausgaben aus einer einzigen Einkommensquelle decken?
    Wie sieht es für alleinerziehende Mütter aus, wenn die Väter sich nicht kümmern wollen?

  • Rémy sagt:

    „Mit Aufrufen an die Bürgerinnen allein, liebe Docs, ist diesem Problem nicht beizukommen“
    Dass grosse Problem ist ganz einfach die Politik und die Gesellschaft…die Altersvorsorge ist kein Argument mehr, das einbinden der Kinder in die Wirtschaft der Familie auch nicht, es spricht kein „Vernunftsargument“ mehr für ein Kind. Es sprechen dafür ganz viele „Vernunftsargumente“ dagegen: Geldverlust, Karriereknick, Kinderfeindliche Gesellschaft, usw…Diese Argumente sprechen Frau und Mann an.
    Dann gibt es noch ein paar Argumente die für „Mann“ noch zusätzlich dagegen sprechen: Schlechtere Karten im Fall von Trennung (doppelte Straffe: Bezahlen ohne Sorgerecht), Entfernung von der Famillie (will er Famillie, muss Mann mehr arbeiten, arbeitet Mann mehr hat er weniger von seiner Familie), genereller Machtverlust gegenüber Frauen: die Frau kann dem Mann Kinder aufzwängen, der Mann kann das nicht.
    Überhaupt ist in dieser Beziehung die Frau am längeren Hebel, und das törnt die Männer, die in soviel bereichen das Zepter abgeben mussten, ab. Denn in diesem Bereich sollten die Frauen auch mal die Zugeständnisse machen, die Männer in allen anderen Bereichen den Frauen in den letzten 50 Jahren gemacht haben. Denn genau dieser Punkt führt zu einem Ungleichgewicht zugunsten der Frauen…deshalb auch die Aufrüfe an die Frauen, und nicht an die Männer: Verhütung sei Dank sind die Frauen heute praktisch 100%ige Entscheidungsträgerinnen in diesem Bereich…Wir Schwänze haben schlicht nichts zu melden, dann ist es auch nicht Verwunderlich dass wir nicht wollen, wir sind der Wilkür der Frauen ausgeliefert, nicht nur betreffend der Zeugung sondern auch im Falle einer Trennung…
    Wenn jetzt das Recht einen Weg finden würde, den Nachteil den wir Männer in diesem Bereich haben weil die Natur uns keine Gebärmutter gegeben hat auszubügeln, so wie sie auch Wege gefunden hat, die Nachteile die Frauen biologisch gegenüber Männer haben (Weniger Körperkraft durch grösseren Schutz durch die Justiz, strengere Stafen bei übergriffen zum Beispiel), dann würden wir es uns sicher auch noch eher überlegen…in der Zwischenzeit nutzen wir halt auch die wenigen Vorteile die uns die Natur gegeben hat und spielen die Uhr!

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