Gibt es den richtigen Zeitpunkt für ein Kind?

Ein Gastbeitrag von Lea Koch*

Mamablog

Eher aussergewöhnlich: Für Juno und ihren Freund Bleeker im Film «Juno» ist der Zeitpunkt für ihr erstes Kind bereits mit 16 gekommen. (Foto: Fox Pictures)

Jeder weibliche Teenager, jede junge Frau hat den Gedanken immer mal wieder: «Was, wenn ich schwanger werde?»

Mutter Natur schenkt uns zwar mit spätestens 13 Jahren unsere Monatsblutung, aber die körperliche und mentale Reife, ein Kind zu gebären und aufzuziehen, haben wir deshalb noch lange nicht. Gott sei Dank gibt es Aufklärungsunterricht, Pille und Co., um das zu verhindern. Falls ein Mädchen dann aber doch mal schwanger wird, finde ich, sollte es durchaus die Berechtigung haben, abzutreiben – ohne verurteilt zu werden. Unabhängig davon, ob der familiäre Background oder die finanzielle Situation das Aufziehen eines Kindes zulassen würden. 

Die Möglichkeit einer Abtreibung hielt ich mir bis zum 18. Lebensjahr gedanklich als völlig berechtigte Notlösung vor Augen, um nicht jedes Mal, wenn meine Periode einen Tag zu spät kam, Adrenalinschübe und Herzrasen zu bekommen. Denn man kann in der Schulzeit doch kein Kind bekommen!

Auch nach der Matura sagte ich mir mit Blick auf das kommende Studium: «Du hast deine Ausbildung noch nicht fertig. Du könntest einem Kind keinen sicheren Lebensstandard bieten und deine Berufswünsche nicht verwirklichen.» Auch mein Freund war in dem Punkt mit mir einig: Wenn ich ungewollt schwanger wäre, gäbe es eine Abtreibung.

Mittlerweile bin ich 22 Jahre alt, ich lebe nach wie vor in einer festen Partnerschaft. In einer gemeinsamen Wohnung mit zwei Katzen, Studium und Job. Ich bin längst kein Kind mehr. Trotzdem würde ein eigenes Kind absolut nicht in meine ach so strukturierte Lebensplanung passen: Uni abschliessen – arbeiten – sparen und reisen – heiraten – ein Haus kaufen. Und dann Kinder kriegen. Das alles bitte bis zum 30. Lebensjahr. Verrückt? Naiv? Beides? Kann sein. Immerhin gesellschaftskonform.

Aber es kommt immer anders, als man denkt. Vor ein paar Monaten kam meine normalerweise auf die Minute genaue Periode einfach nicht. Morgens wurde mir speiübel. Ich übergab mich auf der Arbeit. Da bekam ich Panik. Denn in dem Moment, in dem man realisiert: «Diesmal ist es ein Ernstfall», überfährt es einen wie ein ICE. (Hier sollte man erwähnen, dass ich immer überreagiere und zu Hysterie neige…)

Dennoch: Alle bisherigen Gedanken, Einstellungen und Programmierungen fegen durchs Gehirn, um neu überdacht, bestätigt – oder revidiert zu werden. Schwanger sein mit 22 Jahren, im Stadium, zwischen endlich erwachsen sein, sich selbst realisieren wollen und die Zukunft planen, ist in unserer Generation eigentlich überhaupt gar kein Thema…  Mit 22 Jahren schwanger sein kann aber auch bedeuten: Man bekommt jung, aber nicht zu jung Kinder. Man hat noch viel stärkere Nerven, fürs Kind ist es toll, wenn die Eltern nicht uralt sind, die Grosseltern haben das schliesslich auch hinbekommen und biologisch ist es eh der perfekte Zeitpunkt. Ausserdem kann man dann mit 40, wenn sich die Freundin gerade an Hausaufgabenhilfe, Znüni-Kultur und Elternabenden erschöpft, die Zeit wieder entspannt im Biergarten verbringen…

Ich begann in meinem schwirrenden Kopf eine imaginäre Pro- und Kontra-Liste anzulegen. Ich überlegte hin und her, wie so ein Einschnitt meine Zukunft ruinieren – oder zumindest verändern könnte und was wohl mein Partner dazu sagte. Leider kam ich mit meinen Gedanken auf keinen grünen Zweig, aber an etwas anderes denken konnte ich auch nicht. Ich schickte meinem Partner eine SMS: «Ich glaub, ich bin schwanger!»(Ich weiss, SMS ist nicht die feine Art, so etwas mitzuteilen, aber ich konnte nicht anders – und schliesslich ist geteiltes Leid halbes Leid!). In unserem Fall verdoppelte sich die Panik.

Darauf rief ich meine Mutter an. Weil Mutti die Beste ist und ihre hysterische Tochter seit 22 Jahren kennt, wusste sie genau, was zu sagen war: «Es ist egal, wie du dich entscheidest. Es gibt immer einen Weg. Wir stehen hinter dir.» Das beruhigte.

Am Abend kaufte ich mir einen Schwangerschaftstest in der Apotheke, den ich erst am Morgen darauf (!) benutzen durfte. So hatte ich Zeit, das Thema genauestens mit meinem Partner zu erörtern. Wir redeten über unseren stabilen Familienhintergrund, seine feste Arbeitsstelle, unser Alter, unsere Beziehung und unseren Kinderwunsch in ferner Zukunft. Wir wollten für den Moment keine Entscheidung fällen, sondern den Zeitpunkt abwarten, an dem klar würde: schwanger oder nicht. Und trotzdem stimmten wir plötzlich in einem Punkt überein: Wenn man grundsätzlich einen Kinderwunsch hat und bereits in einer Lebenslage ist, in der man einem Kind einen guten Start ins Leben ermöglichen kann, dann sollte der Zeitpunkt nur zweitrangig sein. Nur weil es gerade nicht perfekt in den persönlichen Lifestyle passt, sollte man eine Schwangerschaft nicht wie eine lästige Grippe behandeln und versuchen, sie wieder loszuwerden. Manche Wünsche erfüllen sich eben früher und manche später, nicht immer können wir alles termingerecht timen – selbst meine Generation nicht.

Der nächste Morgen verschaffte die ersehnte Klarheit. Nicht schwanger! Ausatmen und weiterleben wie bisher, oder? Nicht ganz: In mir hat ein Umdenken stattgefunden, weil ich mit dem Ernstfall konfrontiert war. Ich habe danach viele Freundinnen zu dem Thema befragt und gemerkt: es gibt etliche, denen das auch schon passiert ist. Mit meinem Partner jedenfalls bin ich mir seitdem einig: «Wänns eis git, dänn gits eis!»

lea150*Lea Koch, 22, ist Projektmanagerin beim «Tages-Anzeiger». Sie lebt mit Katzen und Freund im Zürcher Oberland.

184 Kommentare zu «Gibt es den richtigen Zeitpunkt für ein Kind?»

  • Irene sagt:

    Ich bin 40 mit 5-jährigem Kind. Studiert bis 27. Mit dem 2. Kind hats nicht mehr geklappt.
    Ist man doch ab 35 geeignet für interessante Führungsjobs, welche mit kleinem Kind zuhause nur schwer vereinbar sind.
    Rückblickend wäre ein Kind mit 22 während dem Studium super gewesen. Mittlerweile gibt es Kinderbetreuung für Studierende, welche subventioniert wird. Bleibt man mal zuhause, weil ein Kind nicht in die Krippe kann, ist das kein Problem. Die Jobs während und nach dem Studium sind meistens noch beschränkt verantwortungsvoll. Karriere ab 30 möglich, da das Kind schon älter.
    GO FOR IT!

    • mila sagt:

      Auch auf die Gefahr hin, das Thema unverhältnismässig auszuweiten: manchmal kommt der (richtige) Zeitpunkt nie. Ich beobachte bei vielen meiner Freundinnen eine ähnliche Tendenz – Mitte Dreissig, gut gebildet, unter passenden Umständen käme ein Kind (allenfalls) in Frage. Und wenn die passenden Umstände ausbleiben, bleibt man (frau) kinderlos, ohne das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben.

      Tönt womöglich ketzerisch, ist aber inzwischen Realität. Menschsein besteht nicht ausschliesslich darin, sich biologisch fortzupflanzen. Ein gutes Leben kann auch eines ohne eigene Kinder sein.

      • pixel sagt:

        mila! da sind Sie ja wieder, wie schön 🙂 Ein Leben ohne Kind ist anders, aber nicht minder lebenswert. Hätte das mit unserem Sohn nicht geklappt, könnte ich mir nach wie vor ein wunderbares Leben auch ohne Kind vorstellen. Und weil ich mir das so gut vorstellen kann, bleibt es auch nur bei einem 😉

      • mila sagt:

        pixel, Sie sind also ab und zu noch hier? Das freut mich. Vielleicht schaue ich auch gelegentlich wieder öfter rein. 😉

        Lustig ist, dass ich die obigen Zeilen geschrieben habe, während ich mit Übelkeit zu kämpfen hatte. Es ist garantiert nicht der richtige Zeitpunkt – aber wenn es so sein soll(te), wird es so sein. Wie das Leben halt so spielt… 🙂

      • pixel sagt:

        höchst selten schau ich hier noch vorbei, mila. Habe mich definitiv dem „Mamasog“ erzogen 🙂
        Oh, na wenn das „wenn“ Ihrem Wunsch entsprechen würde, dann drücke ich alle Daumen! Der Zeitpunkt, sagt man, ist ja nie der richtige.

    • pixel sagt:

      Irene, ich schliesse mich mich Ihnen voll und ganz an. Ich war 36 mit unserem Sohn. Für mich war es beruflich auch ein gravierender Einschnitt und mein Fazit entspricht Ihrem. Aber eben, wie Mila unten dann fortführt: die Realität schaut anders aus. In der Realität richtet man sich idealerweise nach dem richtigen Partner für eine mögliche Familiengründung und nicht danach, ob Studienzeit besser ist als 15 Jahre später. Den richtigen Partner habe ich für meinen Teil halt erst mit 34 kennengelernt.

  • Fabienne sagt:

    …und könnten nicht glücklicher sein. Manchmal erkennt man den perfekten Zeitpunkt auch erst etwas später.

  • Fabienne sagt:

    ein junges Mami sein). Wir hatten beide feste Anstellungen und liebe Familien die uns ihre Unterstützung zusicherten. Somit entschieden wir uns fürs Kind. Wir zogen in eine grössere Wohnung, ich sagte die neue Stelle ab und blieb bei der Firma bei der ich angestellt war während 6 Jahren. Ich erhielt die möglichkeit nach einem 8 monatigen Mutterschaftsurlaub zu 40% angestellt zu bleiben. Die zwei Tage war unser Sohn von je einer Grossmutter betreut. Und alles wendete sich schlussentlich so, dass der Moment nicht hätte perfekter sein können. Nun sind wir seit 7 Jahren verheiratet, haben 2 Söhne.

  • Fabienne sagt:

    Genau wie beim Text geschrieben ist es bei mir abgelaufen, jedoch mit einem positiven Test. Ich war 23, kam von meiner 8-Wöchigen USA-Reise heim, wollte Jobmässig eine Veränderung und nur 1 Monat später habe ich den Vertrag für eine neue Stelle erhalten. Besser hätte es nicht laufen können. Ich freute mich auf die vielen Veränderungen und hatte bereits wieder neue Reisepläne geschmiedet. Doch dann der Test. Panik. SMS an Freund, Telefon an die Mutter. Wir vereinbarten einen Termin beim FA und er fragte uns ob wir uns irgendwann Kinder gewünscht hätten. Ja. Wann?. Mit ca. 26 (wollte immer ein

  • Mama sagt:

    @Monaco: Was meinst du mit tollem Umfeld? Falls du damit Geld meinst, ja davon haben wir, gerade mal so, dass es reicht! Aber ein tolles Umfeld heisst auch einen bezahlbaren Krippenplatz zu haben, Grosseltern die das Kind liebevoll umsorgen, Freunde, eine Partnerschaft,…ohne das wird es hart, auch mit noch so viel Geld!

  • Soraya sagt:

    Ha, ich wurde mit 20 schwanger und mit 21 Mutter. Bin nun seit fast 3 Jahren Mami und stecke inmitten meiner 2. Ausbildung.

    Die gesellschaftlichen Zweifel die sich einem automatisch übertun sind schon längst verflogen und ich bin zum Entschluss gekommen. Kinder sind wie auch immer ein riesen Geschenk an dem ziemmlich viel Arbeit mitanhängt. Ob mit 21ig oder 31.

    Und schlussentlich ist es egal wann man sie hat, es werden sich immer Türen öffnen und verschliessen und den Plan für ein glückliches Leben mit oder ohne Kinder gibts nicht. Ich habe Glück, ich bin sehr sehr glücklich

    • Cornelia sagt:

      Wunderschön geschrieben! Bin genau deiner Meinung. Hatte mein erstes Kind mit 30 und hätte es auch schon 10 Jahre früher herzlich empfangen…

  • Mamma sagt:

    Wer sagt dass man spätestens mit 13 die Mens bekommt? Ich verstehe die Botschaft übrigens auch nicht ganz: Da macht sich eine junge Frau jahrelang Gedanken ob sie ein Kind möchte oder nicht und unternimmt trotzdem nichts in Sachen Verhütung?

  • Katharina sagt:

    Dem Leben ist der richtige Zeitpunkt sehr oft wurst.

    Aber taufen Sie das kleine nicht auf Conchita, ok?

    (Der Name löst bei Latinos betretenes Schweigen aus).

  • Reto sagt:

    Schwangerschaften kommen auch ungeplant. Und wenn ein Teenager betroffen ist, dann ist die Lage umso dramatischer – so wie im Film Juno. Bleiben wir bei Juno: In Amerika ist die Freigabe zur Adoption die erste Wahl – vor der Abtreibung. Wir haben unser Kind durch eine offene Adoption erhalten. Die leibliche Mutter war damals 17. Wir haben noch heute Kontakt zu Ihr und dem leiblichen Vater. Ich bewundere die jungen Frauen, die sich für das Leben und für eine Adoption entscheiden. Warum ist das bei uns in Europa so selten?

  • pepi1@gmx.net sagt:

    Aus eigener Erfahrung (meine Frau hat 2 Hormonbehandlungen machen müssen um 2 Kinder zu bekommen) kann ich sagen : Nehmt dieses Geschenk Gottes an! Ein Kind zu bekommen ist das grösste Highlight im Leben! Leider sehen viele Schweizer meist Probleme oder denken negativ. Für sehr viele schwierige Situationen im Leben gibt es Lösungen. Im Nachhinein ist alles halb so tragisch. Wichtig ist auf jeden Fall ein guter Partner zu haben. Und denkt daran: Sehr viele Männer und Frauen sind nicht fruchtbar. Von da her seit froh wenn es bei euch geklappt hat.

    • tina sagt:

      pepi, und sehr viele männer und frauen denken „ach es geht immer ein türchen auf“ und merken gar nicht, dass die türchen immer menschen waren in ihrem umfeld, die sich einsetzten, während sie selber einfach mit dieser rosa „es geht immer ein türchen auf“brille durchs leben torkeln ;-). insofern kann ich aus meiner position sagen: ja, richtet euch ein so gut es geht. wägt die zukunft ab. bereitet euch vor. gerade weil es immer anders kommt. man hat ja verantwortung für einen hilflosen menschen, wenn man eltern wird.

    • Markus sagt:

      @pepi1: Schwanger zu werden ist kein Geschenk Gottes sondern ein Geschenk der Natur. Wenn es nähmlich ein Geschenk Gottes wäre, dann wäre eine Hormaonbehandlung um Schwanger zu werden Blasphemie.

  • 13 sagt:

    Irgendwie kapiere ich den Text nicht. Was ist das Votum? Ja, zur Abtreibung? Oder dann doch wieder nicht? Oder für eine späte Elternschaft? Oder dann doch frühe? Ich bin verwirrt.

    Aber ich kann nur eines sagen:Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt und wenn mich jemand fragt, dann sage ich, ich wusste genau in dem Augenblick, als ich meine Kinder in den Armen hatte, dass es das richtige ist. Nach dem Test war das Gefühl jeweils eher: „Oh, Sch… was mache ich jetzt?“,obwohl beides geplante Wunschkinder waren. Abtreibung zulassen ist gut, aber es sollte eine Notlösung sein,kein Lifestyleentscheid

    • dres sagt:

      Das Votum? Relativ einfach: Eine junge Frau hat sich nach Ausbleiben der Mens Gedanken gemacht über eine mögliche Schwangerschaft. Fazit der Überlegungen: «Wänns eis git, dänn gits eis!»
      😉

    • Bernhard sagt:

      Liebe 13, das verstehe ich jetzt nicht ganz: Wenn die Kinder geplante Wunschkinder sind, dann haben Sie sich doch im Vorfeld darüber ausgetauscht und entschieden, es zu versuchen. Entsprechend ist beim Gespräch mit dem Partner herausgekommen, dass es eben der „richtige“ Zeitpunkt ist. Wenn es dann endlich einschlägt, ist doch das Letzte, was mir einfallen würde: „Oh, Sch…, was mache ich jetzt!?“. Denn DAS haben Sie ja alles bereits besprochen, als Sie sich für das Erzeugen entschieden haben. Insofern verstehe ich Ihr Statement zum „richtigen“ Zeitpunkt und der Reaktion darauf nicht ganz.

    • 13 sagt:

      @ drea
      Ja, wenn man den Schluss für sich selber liest. Was hat aber der Anfang mit dem Schluss zu tun.

      @ Bernhard
      Ja, besprochen, Pläne geschmiedet, zusammen entschieden die Verhütung abzusetzen, bewusst ohne Sex gehabt etc. Aber dass es der richtige Zeitpunkt ist, wussten wir nicht, Wir wussten nur, dass wir es wollen und irgendwie wohl hinbekommen werden. Dass es sicher schlimmere Augenblicke gibt. Und ich denke, dass Panik, wenn es einschlägt, nicht ganz aussergewöhnlich ist. Dann ist es so real und es ist der Augenblick, wo man nicht wieder zurück kann. Bei der Geburt war es aber richtig!

      • 13 sagt:

        Oder vielleicht noch präziser: Ich sehe in meinem Umfeld immer wieder Paare, die auf den perfekten Augenblick warten. Nicht im Sinne von, ich mache mal meine Ausbildung und dann kann ich, sondern es gibt immer wieder einen Grund, der dagegen spricht: Job, Wohnung, Auto, Ferien etc. Aber wenn man erwartet, dass es irgendwann perfekt wird, bekommt man nie ein Kind. Unserer Zeitpunkt, war nicht perfekt. Er war max. ok. Aber das reicht, denn sich darauf einstellen, etwas ändern muss man eh, wenn das Kind da ist. Dann macht man den perfekten Zeitpunkt daraus.

      • 13 sagt:

        Mir hat damals ein Gespräch mit dem besten Freund meines Mannes die Augen geöffnet, der im Gegensatz zu meinem Mann auch so ein Kopfmensch ist wie ich und sich alles 10 mal überlegt. Er sagte sinngemäss: „Das ist eben das Problem mit der heutigen Planbarkeit. Ein Kind planen zu können, heisst es planen zu müssen. Und wenn man schon plant, will man alles gut vorbereiten. Früher kam zuerst die Schwangerschaft und dann die Frage, wie man es hinkriegt. Und es funktionierte trotzdem.“ Und er hatte recht, ich vergass kurz darauf meine Ängste und bekam meine Tochter. Eine sehr gute Entscheidung 😉

      • Bernhard sagt:

        13, danke für die Erläuterungen. Ich muss dagegen halten, dass es bei Paaren durchaus den „richtigen“ Moment geben kann. Der Moment, wo man fühlt angekommen zu sein im Leben. Wo alles erreicht ist, was man sich vorgestellt hat. Der Moment, wo das Gefühl aufkommt, dass das Leben ohne Kind nicht die totale Glückseligkeit bringen kann/wird, weil etwas Unbeschreibliches (zumindest für mich) fehlen würde. Dieser Moment ist (war) für mich der perfekte Moment! Aber natürlich wäre es auch 2, 5, 10, 15 Jahre früher gegangen. Irgendwie. Ich hätte es vermutlich einfach weniger geniessen können!

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Das mag manchmal so sein, aber so lange warten wollte ich tatsächlich nicht. Ich bin heute 32 und noch nicht wirklich gefestigt. Was wäre denn, wenn ich soweit wäre und es wäre zu spät gewesen? Ich bekam meine Kinder mit 26 bzw. 29 und ich schaue mir Paare in meinem Freundeskreis an, die gleichalt sind wie ich heute und muss sagen, dass sie sich die gleichen Fragen stellen wie ich vor 7 Jahren. Geändert hat sich nichts, ob das in 5 Jahren der Fall sein wird und falls ja, ob es dann noch klappt, steht in den Sternen.

      • Katharina sagt:

        13: Ich finde der Freund Ihres Mannes hatte es damals so richtig gut auf den Punkt gebracht. Ich finde aber, dass Bernhard schon einen wichtigen Punkt anspricht, der auch wertvoll ist, nämlich, dass in einer langen Beziehung der Wunsch nach Kindern aus der Beziehung selbst heraus heranreifen kann. Dann ist, so wie ich es sehe, quasi das Blumenbeet emotional vorbereitet. Ich vermute, er ist älter als Sie.

        Bei uns war es so wie Bernhard es schilderte. Nur nehme ich mich hier raus, weil es in unserem Fall eine komplexe Angelegenheit war. Bzw. unsere Lösung statt Elternpaar eben eine Triade ist.

      • 13 sagt:

        @ Katharina
        Es besteht aber ein gewisser Unterschied, ob man auf den Kinderwunsch wartet oder die richtigen Umstände. Bei uns musste sich der Kinderwunsch nicht aus der Beziehung entwickeln. Der Fall war eher: wir waren zwei Leute, die beide wussten, sie wollen Kinder haben und als wir uns trafen, war schnell klar, wir wollten sie zusammen. Die Umstände (Ausbildung, Fernbeziehung) aber liessen uns noch ein paar Jahre warten und zögern, bis der Punkt kam, wo wir uns sagten: jetzt ist genug, mehr Sicherheit brauchen wir nicht. Ist der Wunsch vorher nicht da, ist es auch kein „Warten“.

    • Katharina sagt:

      Es stellt sich sicher die Frage, was das Votum sein soll, WENN auf die politisch empfindlichen Fragen (Abtreibung) gescanned wird.

      Ich las den Beitrag der OP aber als eine Schilderung ihrer Gedanken, was das, ich nehme an erstmalige, Verspäten der Mens in ihr auslöste. Ihr Fazit, zusammen mit der Auseinandersetzung mit ihrem Partner ist eben «Wänns eis git, dänn gits eis!».

      Der Text schildert den Prozess aus ihrer Sicht, wie sie quasi von A nach B kam. Find ich so ok und zeugt von einer gewissen Reife, wenn ich das Alter der OP miteinbeziehe.

  • Manuela sagt:

    Naja, wir haben während wir beide Doktorarbeit gemacht haben geplant Kinder bekommen und das ging wunderbar. Mehr Organisation und mal kurz übers WE nach sonstwohin geht nimmer. Aber ansonsten fand ich das sogar bei dem kleinen Gehalt gar kein Problem. War in der Zeit sogar einige Monate ‚alleinerziehend‘, weil der Vater im Ausland gearbeitet hat. Und dennoch, im Nachhinein hätt ich glaub während des Studium noch viel mehr Zeit gehabt und wäre noch flexibler gewesen. Da wärs mit Kind noch einfacher gewesen. Ist man zu zweit, ist die Organisation doch recht gut zu machen…

    • Manuela sagt:

      Jedenfalls wenn beide mit machen und keine Karriere bevorzugt werden muss. Ich finde es schade, dass es immer heißt: Fortan bestimmt das Kind das ganze Leben und man kann nix mehr machen, was man früher gern gemacht hat. Das stimmt so nicht. Wenn man aber den Anspruch hat dass nur die Mama den ganzen Tag um das Kind rumspringt, damit alles perfekt ist, dann stimmt das schon. Wenn man aber die Hälfte der Betreuungszeit an den Papa abgibt und vlt. 4h noch Krippe dazu nimmt, dann hat jeder einige Stunden am Tag, um was anderes zu machen. Man muss sich nur trauen. Kinderhaben ist schön!

  • Studentin sagt:

    Hatte kürzlich eine ähnliche Situation: 10 Tage später immer noch keine Regel, Masterstudium, zwei Jobs, Geldsorgen, keine Unterstützung… kurz darauf eine Zwischenblutung… hätte noch nicht sein sollen, weil ich es ablehnte? :'(

  • Lia sagt:

    naja – mag ja schön sein, mit 40 ein Bierchen trinken gehen zu können, während die Freundinnen mit den Kids beschäftigt sind, aber mit wem geht man dann hin?

    • Jen sagt:

      Mit wem geht man dann hin? Komische Frage…
      Zum Glück kann man auch mit Kindern ab und zu noch seine Freundinnen auf einen Kaffee oder zu einem Feierabend Drink treffen. Und sonst hat man sicherlich noch andere Bekannte welche keine Kinder haben oder ebenfalls schon Teenager zu Hause

    • Ylene sagt:

      Mein Bekanntenrkreis ist voll mit ungewollt Kinderlosen. Ich geh dann mit denen oder mache es so wie bisher: entweder laden wir Leute zu uns ein oder wir werden eingeladen.

    • 13 sagt:

      Ganz einfach: Man sucht sich Freunde, die die Kinder nicht als eine Vollzeitbeschäftigung anschauen und nicht vergessen haben, dass Sie ein eigenes Leben haben. Ich habe zwei Kinder und trinke mit Freunden ein Feierabendbier, während sie im Garten der Beiz spielen. Ganz ohne schlechtes Gewissen, weil ich neben der Kinder Alkohol trinke, ganz ohne das Gefühl zu haben, ich sei ein schlechtes Vorbild und sie werden auch nicht sterben, wenn sie halt um 22.00 Uhr anstatt um 20.00 Uhr im Bett sind.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Kinder sterben noch nicht mal, wenn sie die ganze Nacht mit betrunkenen Eltern durchmachen, solange das sehr selten bleibt. Wenn es soweit ist, schlafen sie von allein ein und auch eine betrunkene Mutter schaltet dann in den Erhaltungsmodus um. Solange sie nicht sowieso hinüber ist, nur dann macht es die eine Nacht auch nicht.

  • dres sagt:

    Ich würde Hysterieanfälle vielleicht mal durch schlaue Verhütung ersetzen. Ansonsten mag ich mich eigentlich nicht zu einer Konstellation äussern, von welcher mir abgesehen von zwei Katzen und relativ banalen Zukunftsplänen nichts bekannt ist.
    «Wänns eis git, dänn gits eis!» – das scheint mir kein besonders reifes Motto.

    • Lia sagt:

      es mag Ihnen bekannt sein, dass es auch mit der schlausten Verhütung zu Pannen kommen kann.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Ja klar, Pille regelmässig genommen und trotzdem schwanger (s. mein Kommentar oben).

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Panne kann auch bedeuten, zeitlebens behindert zu sein und dennoch nicht entschädigt zu werden, die Gerichtskosten für den Versuch dafür zu tragen, siehe Fall Cecilé.
        Die Nichtentschädigung ist korrekt, nicht aber der Glauben, dass man konsequenzlos in ein komplexes System wie den Hormonhaushalt eingreifen kann, vor allem, wenn man nur niedere Ziele wie Empfängnisverhütung damit verfolgt.
        Nur zur Erinnerung: Wie wissen derzeit weder, ob orale Kontrazeption, medizinisch gesehen eine Holzhammermethode, die Mutter oder die später geborenen Kinder schädigt. Das wissen wir erst in 100 Jahren.

  • DB sagt:

    Richtier oder falscher Zeitpunkt hin oder her… Die Frage ist doch, wie es möglich ist, dass man angesichts der heute verfügbaren Verhütungsmethoden mit 22 riskiert, ungewollt schwanger zu werden.

    • Lia sagt:

      die Frage ist doch, wie Leute wie Sie in der heutigen Zeit nach wie vor nicht wissen können, dass man auch mit sicheren Verhütungsmethoden schwanger werden kann – Pille: 1 von 1000 wird schwanger. Ist man krank, erbricht man oder hat leichten Durchfall, ist der Schutz auch nicht gewährleistet – das fällt nicht immer auf. Ringe etc: können verrutschen oder unbemerkt rausfallen. Kondome: unsicher wie sonst nix. Also seien Sie bitte still – das einzige Sichere ist nur die Unterbindung mit kontrollierten 0% Spermien. Nur gibts dann gar nie Kinder.

      • DB sagt:

        Danke für die Nachhilfe. Ich weiss, dass keine Verhütungsmethode hundertprozentigen Schutz bietet. Abgesehen von Enthaltsamkeit. Denn auch die Sterilisation hat einen Perl-Index von 0,1…

        Und dennoch bin ich überzeugt, dass bei korrekter Anwendung und verantwortungsvollem Umgang mit den Verhütungsmitteln das Risiko für eine ungewollte Schwangerschaft verschwindend klein ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        Nach jeder Samenleiterunterbindung wird ein Spermientest gemacht und nicht wenige sind positiv. Sicher ist gar nichts und das ist gut so.

  • Mama sagt:

    Vielleicht muss ich noch nachschieben: Mein Partner hat das Studium abgeschlossen und verdient und wir haben ein tolles und gut funktionierendes Umfeld!

    • Monaco sagt:

      na prima, Gratulation ! Der Partner verdient…schon mal bei ihm bedankt, dass er Ihnen ein „tolles …Umfeld“ schenkt?

      • Lia sagt:

        wieso bitte soll der Partner ihr das „Umfeld“ geschenkt haben? Das hat sie sich vielleicht ganz selber erarbeitet? Und da sie das Studium weiter führt, wird sie später sicher selber auch arbeiten. Ausserdem ist doch ein grosser Teil der Schweizer der Ansicht, dass eine Mutter sowieso nicht arbeiten soll und der Mann der Alleinversorger sein muss, also was beschweren Sie sich? Sie lebt ja nur das SVP-Modell, jedenfalls momentan.

  • Mama sagt:

    …gerne habe ich deinen Blogeintrag gelesen! Mir erging es selber ganz ähnlich. Mitten im Studium, eine handvoll Teilzeitjobs, kurz vor 23 und noch ganz viele kinderlose Pläne. Doch dann war der Schwangerschaftstest positiv…Mein Sohn feierte gestern seinen ersten Geburstag! Mein Resümee über dieses erste Jahr: Doppelbelastung mit Studium, Kind, Geldsorgen und Haushalt, ja die existieren! Aber das alles ist ein Klacks dagegen was wir jetzt haben: Wir sind total glücklich mit unserer kleinen Familie! Jedem seine Entscheidung, welche von vielen Faktoren, wie Partnerschaft und Umfeld abhängt!

  • Nenad sagt:

    Ich glaube nicht das die Autorin für dieses Thema sehr representativ ist…nicht viele 22 Jährige können von sich behaupten schon einen Partner zu haben der einen sicheren Job und anscheinend gut verdient …also als Versorger in Frage käme..Ihre eigene berufliche Karriere scheint auch schon aufgegleist zu sein, dann noch eine Funktionierende Familie von beiden die Funktionieren und eine Hilfe wären…aber wenn man natürlich all diese Hervoragenden Voraussetzungen hat dann kann man natürlich auch sagen „«Wänns eis git, dänn gits eis!» die meisten 22 jährigen sind aber noch weit davon entfernt.

    • Stevens sagt:

      So ein riesen Quatsch. Die meisten 22-jährigen sind soweit, dass sie für ein Kind sorgen können. Und wers noch nicht ist, wächst auch sofort in die Rolle hinein.
      Bezüglich Betreuung, Finanzen etc… gibt es immer Lösungen (Eltern, Grosseltern, Kita, Verwandte). Das alles ist hundert mal besser als abzutreiben und es nachher zu tiefst zu bereuen!

    • hobbyläuferin sagt:

      Ähm Sie kennen wohl nicht allzu viele 22-Jährige.
      In meinem Umfeld (20 – 24) sind die meisten in einer festen Beziehung mit Zukunftsplanung und arbeiten als Journis, Lehrer, Lebenmitteltechnologe, KV-Angestellte, Grafiker etc.
      Sie verdienen nicht jede Menge aber genug um locker davon zu leben.

  • Jen sagt:

    Sehe es wie Petter. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Wurde mit 24 Jahren ungeplant schwanger. Mein Partner damals, heute Ehemann war 22 Jahre alt. Unser Sohn (mittlerweile 7) und auch unsere nun 4 jährige Tochter sind das BESTE was uns passiert ist. Ich bin dankbar und glücklich, zwei gesunde Kinder zu haben.
    Im Leben ist nicht immer alles planbar und die guten Dinge kommen meist unverhofft.
    Reisen oder wieder etwas mehr Freiheit geniessen kann ich dann mit 40 wieder, dann wenn viele mit dem Kinderkriegen anfangen.

    • adlerauge sagt:

      Oder möglicherweise läuft dann mit 40 zumindest bei einer/m von Ihnen die zweite Runde mit einer/m neuer/m Partner/in. Das Leben hat trotz vermeintlicher Planbarkeit immer wieder Überraschungen parat…

      • Jen sagt:

        Kann sein…. eine Garantie für die Ehe hat man sowieso nie.
        Verstehe nicht, was das jetzt mit meinem Eintrag zu tun hat?! Auch wenn man mit 40 das erste Kind hat kann nach ein paar Jahren die Ehe/Partnerschaft in die Brüche gehen. Warum sollte das Risiko bei mitte Zwanzigern grösser sein?

  • Michael H. sagt:

    Eine derart fortschrittliche Gesellschaft wie die unsere sollte es doch irgendwie hinbekommen, dass es nicht gleich ein halbes Drama ist, wenn man schwanger wird! Zumindest finanzielle Aspekte sollten durch die Gesellschaft abgefedert werden können, die Kinderbetreuung könnten teilweise von der Sippe oder einer anderen Gemeinschaft übernommen werden. Wären wir nur nicht so verdammt „individualisiert“ und egoistisch, dann würden sich solche Problemstellungen vielleicht gar nicht ergeben. Wann lernen wir (wieder?) miteinander zu leben, statt nur nebeneinander? Ich meine so „echte Nächstenliebe“.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Ja genau, möglichst viel individuelle Entscheidungsfreiheit und die Kosten zu Lasten der Allgemeinheit. Was Sie dabei vergessen ist die Tatsache, dass auch noch jemand Luste zum Arbeiten haben muss, wenn ihm immer mehr von seinem Lohn abgezogen wird. Ich möchte eigentlich lieber so weit wie möglich die finanzielle Verantwortung für mein Tun selber übernehmen und im Gegenzug etwas weniger Abgaben bezahlen. Falls Sie jetzt mit dem Argument kommen, die nächste Generation finanziert ihre Rente bla bla, ich bin zufrieden, wenn man mir alle meine Beiträge plus die entsprechenden Zinsen auszahlt!

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Lia: Aha, der Mann trifft also in Zeiten der Gleichberechtigung alleine die Entscheidung ob die Frau arbeitet oder nicht, oder habe ich da was falsch verstanden? Wir reden hier aber schon von der Schweiz und nicht vom arabischen Raum?

    • Sportpapi sagt:

      @Michael: Die finanziellen Aspekte werden durch die Gesellschaft abgefedert. Kinderbetreuung leistet notfalls die subventionierte Krippe. Was ist genau Ihr Anliegen?

      • Monaco sagt:

        Schon mal was von Unterhalt gehört?? Daran können sich Exgattin und Kinder ewig laben! Schön wärs, wenn man die „Gesellschaft“ abfedern würde!

      • Lia sagt:

        Monaco, glauben Sie im Ernst, eine Frau und ihr Kind könnten von dem, was Männer hier so an „Unterhalt“ bezahlen, gut leben? Gehen Sie mal nach Kanada, da darf das Amt bis zu 80% des Lohnes als Unterhalt direkt abziehen, und eine Frau gilt nach 1 Jahr Zusammenleben (NICHT verheirate, auch ohne Kidst!) als unterhaltsberechtigt. Also beschweren Sie sich nicht, wenn Sie als Mann, der offensichtlich nicht WOLLTE, dass seine Frau mitverdient (sonst wäre der Unterhalt tiefer und Sie müssten sich nicht ärgern), nach einer Trennung auch am Unterhalt des von Ihnen gezeugten Kindes beteiligen müssen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Vielleicht gibt es nicht den richtigen Zeitpunkt,aber es gibt sicher den falschen,nämlich vor Abschluss der Ausbildung. Ich fasse es nicht, dass offenbar immer noch „Vatikan-Roulette“ gespielt wird, bei den heutigen Verhütungsmitteln. Grundsätzlich bin ich für das Recht auf Abtreibung, weiss aber, dass Abtreibung psychisch nicht immer leicht zu verkraften iist. Erzählen Sie mir jetzt nicht von Kindern trotz Pille, dass ist bei Ihnen nicht möglich weil sich die gemäss wissenschaftlichen Erkentnissen mögliche Anzahl an Pillenversagern alle in meinem Bekanntenkreis ereignen, bzw. ereignet haben.

    • Sportpapi sagt:

      🙂
      Übrigens bin ich nicht einmal einverstanden, dass die Ausbildung zwingend abgeschlossen sein muss. Kommt natürlich auf die Art der Ausbildung an.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Sportpapi: Ich weiss, dass Sie gerne provozieren, aber trotzdem. Ich rede jetzt hier nicht von einem Medizinstudium mit allen zusätzlichen Sachen die man machen muss, bis man ein „richtiger“ Arzt ist. Aber das Medizinstudium sollte schon abgeschlossen sein. Ich bin auch der Meinung, dass es selbstverständlich ist, dass die Eltern ihre Kinder in so einem Fall unterstützen, aber ebenso selbstverständlich finde ich es, dass die Kinder alle Sorgfalt walten lassen und nicht einfach fahrlässig den Lebensverlauf ihrer Eltern ändern.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ein Zitat, welches ich hier schon öfters brachte lautet: Eine Ärztin bekommt ihre Kinder am besten vor oder während des Studiums. Danach hat sie nie wieder soviel Zeit oder, wenn sie sich die Zeit nimmt, hätte sie nicht studieren brauchen, weil kein Gesundheitssystem Teilzeitärztinnen benötigt. Frei aus der Deutschen Ärztezeitung, 2013.
        Meine Kinder sind im 2. und 3. Studienjahr Medizin geboren und die Mutter dazu war 100% im 3-Schichtsystem tätige Krankenschwester (19 und 21 bei Geburt), die bis auf die Stillpause weder die 100% noch die 3- Schichtarbeit unterbrochen hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Joerg Hanspeter: Ich provoziere überhaupt nicht. Ich habe eine Mutter, die mit 18 Kinder bekommen hat, dann nach verschiedenen Ausbildungen auch die Matur nachgeholt und unter anderem Medizin studiert hat. Manchmal ist es gut, wenn man nach der Ausbildung voll in den Beruf eintauchen kann. Denn nach ein paar Jahren Unterbruch (oder tiefe Teilzeit) ist das Gelernte vielleicht plötzlich nichts mehr wert.

    • tststs sagt:

      „weil sich die gemäss wissenschaftlichen Erkentnissen mögliche Anzahl an Pillenversagern alle in meinem Bekanntenkreis ereignen, bzw. ereignet haben“.
      Haha, made my day
      🙂
      🙂
      🙂

      PS: wir müssen uns kennen, Joerg, da wir offensichtlich den selben Freundeskreis haben 😉

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Das ist das selbe Phänomen wie bei der Fahrprüfung, die wenigen, die in der Schweiz den Führerschein mit weniger als 20 Fahrstunden gemacht haben sind alle aus meinem Bekanntenkreis 🙂

    • tina sagt:

      jeder kennt viel zu viele geschichten von verhütungsmittelversagen: wieso wird nicht in betracht gezogen dass die packungsbeilagen gelogen sind und nur werbezweck?

    • tina sagt:

      jeder kennt viel zu viele geschichten von verhütungsmittelversagen: wieso wird nicht in betracht gezogen dass die packungsbeilagen gelogen sind und nur werbezweck?

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Tina: Würde ich selbstverständlich auch in Betracht ziehen, wenn es nicht auffällig oft bei Paaren passieren würde, bei denen sie jetzt ein Kind möchte und er im Moment eher nicht. Da kommt mir doch der Verdacht, dass da die Entscheidung der Natur überlassen wurde, oder dass man die mangelhafte Einnahme der Pille nicht zugeben will.

      • Katharina sagt:

        Wenn er kein Kind will, dann muss er für seine Verhütung selber sorgen. Und seine Partnerin muss das auch so respektieren. Gelingt keine Einigung, dann ist die Beziehung sowieso keine.

      • Katharina sagt:

        (ging an Hanspeter)

      • tina sagt:

        zufälligerweise wünschen sich vermutlich in deinem umfeld meist frauen ein kind und männer nicht, richtig, j hp? oder zufälligerweise erfährst du mehr über jene paare in deinem umfeld.

  • Maria sagt:

    Toller Artikel! Ich bin 26 Jahre alt und kenne diese Situationen wo ich meine Tage nicht pünktlich hatte und schon total gestresst war ob ich nun schwanger bin oder nicht..Ich habe erst mein Studium abgeschlossen und mache ein Praktikum, ist es da ideal? Man weiss es nicht. Aber wenn ich dann doch einmal schwanger bin, dann werde ich es behalten, denn irgendwie wird es schon gehen.

  • Petter sagt:

    Geschätzte Frau Koch, als neuer Vater kann ich Ihnen nur eins sagen: DEN Zeitpunkt gibts in der heutigen Gesellschaft einfach nicht. Wenn Sie gegen 30ig gehen, dann wollen Sie reisen und dieses und jenes. Wenn Sie dann über 30ig sind und voll im Karrieremodus im Job, ist es auch der falsche Moment. Wenn Sie gegen die 40ig gehen, dann gibts irgendwas anderes, dass den perfekten Moment zunichte macht. In unserer (Wirtschafts-)Gesellschaft sind Kinder nicht eingeplant. So siehts aus.

  • Fred sagt:

    Ob unsere Kinder, wenn wir dann mal alt oder krank und auf Unterstützung angewiesen sind, auch sagen werden, deine Hilfsbedürftigkeit passt zur Zeit nicht in meinem Lebensplan?

  • Fred sagt:

    Es wird im Leben noch viele Ereignisse geben, die nicht in die aktuellen Lebensumstände passen. Das Leben ist nur bedingt planbar. Die Situation annehmen und das Beste daraus machen ist der Weg der Zufrieden macht.

  • Tamara sagt:

    Eine Frau sollte sich vorallem nicht stressen lassen. Wenn sie noch soviel erreichen und kennenlernen möchte, hat das Vorrang. Der Alltag wird noch früh genug nervig und eintönig sein. Alles dreht sich dann ums Kind und man hat (fast) keine Zeit mehr für sich.

    • Stevens sagt:

      Mein Gott, wenn man ihnen zuhört, könnte man meinen, das Leben sei mit 30 vorbei.
      Wenn man früh Kinder hat, sind die mit 40 aus dem Haus und man kann noch so viel erleben, reisen, etc…
      Oder finden sie wirklich, dann ist Game Over?

      Oder: Wenn man den nervöttenden, eintönigen Alltag mit Kindern nicht möchte: Niemand ist heute gezwungen, Kinder zu haben.

      • Tamara sagt:

        Das ist meine Meinung. Es gibt genug Leute die gleich denken (Gott sei Dank!) Wenns ihnen nicht passt
        ist es ihre Sache

    • Sportpapi sagt:

      Da hilft eigentlich nur noch eine endgültige Lösung. Weshalb soll man sich denn überhaupt auf einen nervigen und stressigen Alltag einlassen, wenn man es doch auch anders haben kann.

    • Ylene sagt:

      Haben Sie Kinder, Tamara? Ich vermute mal nicht. Stressen lassen sollte man sich aus Prinzip nie, aber seine eigenen Prioritäten (will man überhaupt mal Kinder?) und auch biologische Realitäten (nur weil Gianna Nannini noch mit über 50 schwanger wird, gilt das nicht für alle) im Auge behalten schon. Nun ja, ich habe Kinder und ich achte sehr darauf, dass sich die Welt nicht um sie dreht. Würde mir und auch ihnen nicht gut tun. Herumreisen kann man auch mit Kinder sehr gut, man muss es einfach machen. Die meisten Leute sind gegenüber Familien sehr freundlich und hilfsbereit.

    • dres sagt:

      So ein Quatsch. Wir sind jetzt gerade mit unserem Kind für ein halbes Jahr in Nordafrika. Reisen ist null Problem – und das mit Auto und Schiff. Die Perfekte Verbindung von Beruf und Ferien für alle.

      • Carolina sagt:

        Und Sie machen immer noch im Mamablog mit? Wow, Sie sind ja schlimmer als ich……. Eine schöne Zeit!

  • Leo Schmidli sagt:

    Naja, die Geschichte scheint mir nicht ganz glaubwürdig.
    1. Wenn sich die Periode um Stunden (!) verschiebt, dann informiere ich doch nicht sofort den Partner und vor allem die Mutter! Es ist doch noch gar nichts klar.
    2. Auch wenn Sie schwanger wären, würde der Schwangerschaftstest höchstwahrscheinlich noch ein negatives Ergebnis zeigen.

    • Fred sagt:

      Es war ihr zusätzlich noch speiübel.

    • Monaco sagt:

      Dito ! – Wie wärs mit Verhütung, liebe Dame? Wir sind nicht mehr in der Steinzeit ! Die PILLE würde ihre Hysterieanfälle sicher verringern, probieren Sie*s aus!

      • R.E. michel sagt:

        @ Monaco: Frau kann auch trotz Pille schwanger werden. Es gibt keine zu 100% sichere Empfängnisverhütung. Ihre Wortmeldung ist extrem klug!

      • 13 sagt:

        Die Pille ist nicht nur nicht zu 100% sicher, sondern ist auch noch eine Hormonbombe, welche nicht nur der Hormonhaushalt des Körpers kräftig durcheinanderwirbelt, sondern auch noch auf die Psyche einen Einfluss haben kann. Die Abgabe der Menge an Hormonen in unser Grundwasser kommt noch zusätzlich dazu. Es ist heutzutage einfach nicht notwendig, sich das anzutun. Aber bei Weiterempfehlungen sollte man vorsichtig sein.

      • Sportpapi sagt:

        „Es ist heutzutage einfach nicht notwendig, sich das anzutun.“ Weil? Weshalb wurde die Pille bis vor kurzem als Befreiung gefeiert, während heute nur noch negative Begleiterscheinungen gesehen werden (obwohl die Hormondosierung ja nicht stärker wurde)? Sie haben recht, wer mit dem Risiko einer Schwangerschaft gut leben kann, der darf auch gut auf eine effiziente Verhütung verzichten (Pille und Kondom kombiniert wäre ziemlich sicher…). Das ist aber meistens nicht so…

      • 13 sagt:

        „Weshalb wurde die Pille bis vor kurzem als Befreiung gefeiert, während heute nur noch negative Begleiterscheinungen gesehen werden (obwohl die Hormondosierung ja nicht stärker wurde)?“

        Ganz einfach: Weil es heute mehr gute und gleich effektive Alternativen hat. Zum Zeitpunkt als die Pille aufkam und gefeiert wurde, war sie für die Frauen die einzige Möglichkeit, die Verhütung in ihre Hände zu nehmen. Wer heute hormonell verhüten will, kann das einfach mit viel kleineren Dosen tun und es gibt auch einige Möglichkeiten ohne Hormone. Es gibt ja nicht nur die Pille und das Kondom.

      • Sportpapi sagt:

        Ok, 13: Aber wieso scheint es mir dann, dass heute zunehmend auf recht unsichere, „natürliche“ Methoden zurückgegriffen wird, wie z.B. Temperaturmessungen? Man gleichzeitig aber keineswegs bereit ist, dieses grössere Risiko auch wirklich zu tragen?
        Und, das jetzt aus Erfahrung: Man beschreibt ja immer wieder, wie die Lust von Frauen wegen der Pille leidet. Wie ist es denn, wenn die Frau bei jedem Geschlechtsverkehr Angst haben muss, dass es schief geht? Scheint mir auch nicht gerade lustvoller.

      • tina sagt:

        sportpapi, die thermosymptomale verhütungsmethode ist nicht die schlechteste, ich glaube statistisch so sicher wie die pille

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Erstens ist eine gut durchgeführte natürliche Methode (ja, Temperaturmessen alleine reicht klar nicht) nicht unsicherer als die Pille. Und zweitens habe ich doch gar nicht davon gesprochen. Aber vergleichen Sie mal die Mirena oder den Nuvaring mit der Pille: alles hormonelle Verhütungsmittel und doch brauchen sie einen Bruchteil an Hormonen. Oder ohne Hormone mit einer Kupferspiralle, -kette, Goldlilly oder von mir aus auch das gute alte Diaphragma. Das sind keine unsicheren Methoden und doch würde ich alle mit besserem Gewissen anwenden. Ich halte die Pille einfach für überholt.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich wiederhole: „Aber wieso scheint es mir dann, dass heute zunehmend auf recht unsichere, “natürliche” Methoden zurückgegriffen wird, wie z.B. Temperaturmessungen?“ Das ist meine Wahrnehmung aus meinem Umfeld. Oder dann wird einfach nur mit Kondom verhütet. Mir ist es eigentlich egal, wie verhütet wird. Nur sollte man das Risko, das man eingeht, auch tragen können. Und wenn das gar nicht geht, wäre doppelte Verhütung angesagt (Kondom +).

      • Katharina sagt:

        tina, das stimmt nicht. Die Pille, wenn das richtige Präparat gewählt wird, das der individuellen Physiologie angepasst ist, hat eine Sicherheit von 95 – 98 %. die Temperaturmethode nur etwa 60%. Das ist ein grosser Unterschied.

        Selbstverständlich muss aber beachtet werden, welche Nebenwirkungen und Risiken die Pille bringt. die sind gut dokumentiert. Von da her logisch, dass viele Frauen diese Methode ablehnen.

      • Katharina sagt:

        Bei den neueren hormonellen Methoden bestehen Risiken, die in den klinischen Tests unentdeckt blieben. Deshalb wurden einige dieser Produkte vom US Markt zurückgenommen (Produkthaftung).

      • tina sagt:

        katharina, ich meinte nicht nur einfach temperatur messen, da gibt es noch ein paar andere faktoren, die man hinzunimmt und schon hat man einen pearlindex von 0.3 (pille 0,1-0,9)

      • 13 sagt:

        @ Katharina
        Sie sprechen von der Temperaturmessung, Tina von der thermosymptomaler Methode, das ist nicht das Gleiche.

        @ Sp
        Ok, dann verstehe ich aber den Zusammenhang zu meiner Kritik an der Pille bzw. an der „Pillenwerbung“ nicht. Ich kann nur für mich sprechen und sagen: ich habe immer so gut verhütet, wie es angesichts der Umstände notwendig war. Und ja, das hiess eine Zeitlang auch hormonell plus Kondom, weil ein Kind eine Katastrophe gewesen wäre. Und zu anderen Zeiten eher nachlässig, weil es völlig ok gewesen wäre, wenn die Verhütung nicht geklappt hätte. (mit Zustimmung des Partners)

      • Katharina sagt:

        13: ‚thermosympomale Methode‘ ergibt auf google nur 4 treffer in foren.

      • tina sagt:

        es heisst tatsächlich thermosymptomale verhütungsmethode, aber auch wenn mans so falsch schreibt wie ich oder katharina findet google eine menge ergebnisse. so zwischen 1500 und 800’000. unter anderem wikipedia. wirklich noch nie davon gehört katharina? glaube ich nicht

      • tina sagt:

        ja bravo, grad nochmals wäre jetzt nicht nötig gewesen. es heisst eben nicht thermosymptomal sondern symptothermal. danke 13. weil man eben nicht nur temperatur misst sondern noch andere symptome beachtet. oder umgekehrt 😉

      • 13 sagt:

        @ Katharina
        Kann sein, dass es etwas anders heisst. Googeln Sie „Natürliche Familienplanung“ und Sie finden es sicher. Auf jeden Fall werden neben der Temperatur noch weitere Faktoren beigezogen, welche das Ganze sicherer machen.

    • Uriella sagt:

      Bedauernswert, dass die Mehrheit der Kommentare von Männern stammt

      • Sportpapi sagt:

        Warum ist das bedauernswert?

      • 13 sagt:

        Vermutlich, weil es doch meistens eher die Frau ist, welche ihren Körper und Zyklus kennt, feststellt, dass etwas anders ist als gewohnt und dann den Test machen. Oder führen Sie einen Zykluskalender für Ihre Frau?

        Und in den meisten Fällen informieren sie sich auch darüber, wie so ein Test funktioniert. Leos Punkt Nr. 2 z. Bsp. ist schon mal falsch. 😉

      • Sportpapi sagt:

        Ich führe keinen Zykluskalender für meine Frau. Aber ja, ich habe das zeitweise sehr intensiv mitbekommen, als Mitbeteiligter. Und das wohlverstanden immer unter der Voraussetzung, dass ein Kind gerade nicht geplant, aber keineswegs eine Katastrophe wäre.

      • 13 sagt:

        Ja, aber der Punkt ist doch der: Sie werden nur dann wissen, dass Ihre Frau eventuell schwanger ist, wenn Sie Ihnen sagt. Also mein Mann weiss nicht, wann meine Tage kommen sollten und ob sie immer genau regelmässig sind, welche Abweichungen normal sind und ob wir schon am 29. oder erst am 35. Tag „zittern“ müssen. Leo hat aber hier eine Kritik geübt, weil eine Frau als sie einbisschen darüber war, gleich reagierte. Das finde ich schon sehr speziell, denn er wird sich mit den Einzelheiten kaum richtig befasst haben.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich finde nicht, dass Leo Einzelheiten wissen musste, um seine Kritik anzubringen. Wobei ich nicht weiss, weshalb er die Geschichte nicht als glaubwürdig empfand. Zumal es ja hiess: „Hier sollte man erwähnen, dass ich immer überreagiere und zu Hysterie neige…“

      • tina sagt:

        männer, die über den zyklus ihrer partnerinnen bescheid wissen, wissen auch genaustens wann die unfruchtbaren tage sind. das ist die schererere seite als 2 pariser übereinander sportpapi

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Wenn ich mich auf natürliche Verhütung verlasse, habe ich einfach während ganz vieler Tage keinen Sex (was meist nicht der Fall ist). Oder an den anderen Tagen wird ausschliesslich mit Kondom verhütet. Was heisst, diese Methode ist insgesamt zwar vielleicht angenehmer, aber letztlich nicht sicherer als ausschliesslich mit Kondom.

      • tina sagt:

        die symptothermale methode wird aber als sicherer eingestuft als nur mit präservativ zu verhüten sportpapi, ich schätze, das liegt am bewusstsein für den zyklus. ganz viele tage sind es eben nicht, und man braucht an den fruchtbaren ja eben auch gar nicht gar keinen sex zu haben. natürlich kann der mann es seiner partnerin überlassen hormone einzuwerfen, aber gerade in einer langen partnerschaft kann der mann dazu beitragen, dass seine partnerin das nicht muss. und das sexleben wird dadurch garantiert nicht schlechter, im gegenteil

      • tina sagt:

        genau genommen sind es 6 fruchtbare tage pro monat. heikel ist nur, dass man nicht genau wissen kann, wann diese heisse phase anfängt. wann sie endet weiss man hingegen genau, und noch viel genauer wann es wieder heikel wird. sprich: heikel sind die tage zwischen ende der mens bis zum eisprung. wenn man ganz sicher sein will, verhütet man in dieser phase. man kann aber auch nach den aufzeichnungen ermitteln, wann der eisprung einsetzen wird und davor ein paar sicherheitstage einlegen, an denen man auf intravaginalen koitus verzichtet, ansonsten aber prima sex haben kann

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Wenn man an den fruchtbaren Tagen mit Kondom verhütet, dann hat man eben genau die Sicherheit eines Kondoms (die anderen Tage sind ja irrelevant, wenn man richtig gerechnet hat). Erhöhte Sicherheit gibt es nur durch Verzicht an diesen Tagen.

      • tina sagt:

        sportpapi, ist aber nicht so. präservative haben einen pearlindex von 2-12, die symptothermale verhütungsmethode – wie ich bereits erwähnte – nur 0,3, also im rahmen wie die pille

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Erklär mir das doch bitte mal. Noch einmal: Das kann nur sein, wenn in den fruchtbaren Tagen auf Sex verzichtet wird. Wenn dann mit Kondom geschützt wird, kann der Schutz nicht grösser sein als mit einem Kondom…

      • tina sagt:

        ich habe es dir schon versucht zu erklären, frag sonst direkt beim erfinder des pearlindex, an dessen aussage hinsichtlich pille ja auch alle glauben wie an den lieben g…

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich weiss wirklich nicht mehr weiter. Das ist simpelste Logik! Aber gut. Aus hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Symptothermale_Methode
        „Wie bei allen Verhütungsmethoden, die im Gegensatz zur Spirale oder dem Implanon eine verlässliche Anwendung voraussetzen, weichen die theoretisch mögliche Methodensicherheit bei fehlerfreier Anwendung und die tatsächliche Schwangerschaftsrate voneinander ab.“ Und, Sensiplan: „In einer Studie wurde mit zwei Schwangerschaften in 6.022 Zyklen, in denen die Paare enthaltsam waren, ein Pearl-Index von 0,4 ermittelt.“ Bedingung: Enthaltsamkeit!

      • Sportpapi sagt:

        Weiter: Etwa die Hälfte aller Tage im Zyklus müssen als fruchtbar angenommen werden, so dass das Paar auf Geschlechtsverkehr verzichten oder Barrieremethoden verwenden muss.“ „Paare gehen mit der fruchtbaren Zeit sehr unterschiedlich um, in einer Studie waren 34 % abstinent, 25 % verwendeten Barrieremethoden, 13 % hatten ungeschützten Geschlechtsverkehr (häufig beschränkt auf den Beginn der fruchtbaren Zeit, wo eine geringere Empfängniswahrscheinlichkeit gegeben ist), 7 % geschützten und ungeschützten Geschlechtsverkehr, 6 % Genitalkontakt oder Coitus interruptus.“

      • Sportpapi sagt:

        Einzig das kann ich mir überhaupt nicht erklären: „Der Pearl-Index bei Verwendung von Barrieremethoden war dabei nicht signifikant schlechter als der Pearl-Index bei Paaren, die abstinent waren.“ Ich gehe mal davon aus, dass dies mit der Anzahl Beobachtungen zu tun hat.

      • tina sagt:

        eben sportpapi, ich habe auch nur eine erklärung dass die symptothermale methode so gut funktioniert. gesehen? wie auch bei komplett anderen themen bin ich wirklich der ansicht, dass bewussheit schon die halbe lösung ist. in dem fall: wenn beide partner sich für den zyklus der frau interessieren, ist man an den wichtigen tagen vielleicht eben doch ein tick einfallsreicher was praxis betrifft? pearlindex ist jedenfalls nicht meine erfindung, die fragen sonst kann ich nicht beantworten, zweifle aber meinerseits am pearlindex der hormonpille

      • tina sagt:

        man sollte sich übrigens nicht auf wikipedia verlassen, wenn man an einem thema interessiert ist. wikipedia bietet höchstens einen einstieg in die thematik (das ist medienkompetenz und wissen auch kinder bereits). ich empfehle dir also fundierter zu recherchieren, wenn du interessiert bist

      • Sportpapi sagt:

        Einflussreiches, was Praxis betrifft. Das heisst faktisch, kein Sex während der fruchtbaren Tage, sondern alle möglichen Alternativen. Gut. Aber nichts anderes habe ich geschrieben. Nämlich: Wenn während der fruchtbaren Tage Sex stattfindet, mit Kondom verhütet, dann kann insgesamt die Sicherheit nicht über der von Kondomen liegen. Reine Logik. Die grösste Sicherheit bietet natürlich Enthaltsamkeit… Und doch, Wiki hat dieses Mal meine Fragen beantwortet. Mehr will und muss ich nicht wissen. Ausser du bringst noch einen neuen Aspekt ein.

      • Sportpapi sagt:

        Einfallsreich, natürlich.

      • tina sagt:

        männer können doch auch prima den muttermund abtasten und zevrixschleimkonsistenz prüfen, aber für jemand der nicht mal selbständig auf die idee der doch sehr naheliegenden oralen variation kommt, ist das natürlich eher jenseits. ich bin ein bisschen enttäuscht von dir.
        ich traue dir medienkompetenz zu, du würdest fündig wenn du interessiert bist. meine antworten überliest du sowieso irgendwie.

  • Stevens sagt:

    Meine Frau ist schwanger, nach einer langen Zeit mit Hormonbehandlungen und Kinderwunschzentrum hat es doch noch geklappt. Ich sage deshalb: Treibt um himmels Willen niemals ab, nur weil es euch gerade nicht in den Kram passt!!!
    Was, wenn ihr ein paar Jährchen später Kinder wollt und es einfach nicht mehr klappt? Und ihr dann ungewollt kinderlos seid und genau wisst, ihr könntet jetzt Vater und Mutter sein, wenn ihr nicht abgetrieben hättet. Das muss schrecklich sein.
    Nein: Sagt JA zum Kind! In jedem Fall, in jedem Alter. Es gibt immer Lösungen

    • tina sagt:

      dass du so eine haltung hast ist unter den umständen nachvollziehbar, aber bitte gesteh dir ein: nein, das leben hat nicht immer eine lösung zu bieten, jedenfalls nicht immer eine, die auch tragbar für die beteiligten ist. und ja, das ist manchmal schrecklich

      • Stevens sagt:

        Es gibt ganz wenige Fälle wo ich eine Abtreibung verstehen kann, zB nach einer Vergewaltigung oder sehr schrecklichen Beziehung oder bei ganz schwierigen Familienverhältnissen. Aber ansonsten… Ist es doch meist eine Schule, Ausbildung etc…, welche eventuell verschoben werden muss. Das kann man doch alles nachholen. Gerade in der Situation, in welcher Frau Koch befindet, MUSS man doch einfach sagen: „Ja, ich will es!“ Ausbildung, Schule ist doch alles nebensächlich Ein Kind nimmt einem niemand mehr weg

      • tina sagt:

        stevens. ja, ich glaube dir ja, dass du das siehst wie du das siehst. mich stören aber behauptungen, als ob es allgemeine wahrheiten wären, wie „es gibt immer eine lösung“ oder „ein kind nimmt einem niemand mehr weg“

    • Nenad sagt:

      Es gibt immer Lösungen…?? muss schön sein wenn man die zur Hand hat…leider gibt es noch immer viel zu viele die die gedankliche Pro und Contra liste der Autorin nich mal zur Hälfte erfüllen…und wer badet den schaden aus…Die Mutter, das Kind, Vater-Staat, Entschuldigen Sie aber die Abtreibung halte ich für Notwendig…arme verwarloste Kinder gibt es selbst in der Schweiz einfach viel zu viele..

      • Stevens sagt:

        Gute oder schlechte Eltern hat aber auch rein gar nix mit dem Einkommen zu tun.
        Und ja, es gibt Lösungen: Eltern, Grosseltern, Sozialhilfe, Kitas, etc… Ein Kind ist niemals ein Schaden!!

        Ich würde sagen, es gibt vor allem wohlstandsverwahrloste Kinder. Eltern, die viel verdienen, ihren Kindern alles bezahlen (Kurse, Kleider, Handy, etc…) aber sich nicht um die Kinder kümmern. Die sich nicht für sie interessieren, sie nicht begleiten, stützen.

      • Mecker Ziege sagt:

        Stevens hat voll recht! Ich bin jetzt Grossmutter und sehr stolz darauf. Es war nicht immer leicht aber ich möchte mit keiner anderen Karriere tauschen. Ich gebar meine erste Tochter fast an meinem 18. Geburtstag. Als Mutter ist man immer solzial von etwas abhängig

    • alien sagt:

      Es gibt immer Lösungen, im Notfall kommt Stevens und bezahlt.

      Oder hast Du das jetzt doch nicht grad so gemeint? Stevens, ich finde Dich nicht hilfreich. Eine minderjährige Schwangere hat ein Problem, das mit so globalen Ideen wie der von Dir nicht zu lösen ist.

      • Stevens sagt:

        Ich hab ja gesagt, es gibt Gründe, wo eine Abtreibung sinnvoll ist. Und eine Minderjährige Schwangere hat aber ja vielleicht Eltern und Grosseltern..

        Vor allem hab ich aber Eltern im Alter von Frau Koch gemeint. Reif genug für ein Kind. Würde sie abtreiben weil es ihr gerade nicht in den Kram passt und fünf, sechs Jahre später klappt es nicht mehr, sie würde es ihr ganzes Leben lang bereuen. Und ja, es gibt Lösungen, ohne dass Stevens zahlen muss: Studium unterbrechen, zwei Jahre später fortsetzen zum Beispiel

      • Sportpapi sagt:

        Eine Abtreibung löst die Probleme aber eher auch nicht.

      • Nenad sagt:

        Stevens..muss unglaublich behütet aufgewachsen sein…wo alle und jeder einem hilft…da gibt es ein grosi ein opi eine Tante ein Briefträger einfach alle helfen einem und schauen dem kleinen Wurm und dem armen ungewollt schwangeren Mädchen…muss schön sein so aufgewachsen zu sein…

      • Sportpapi sagt:

        @Nenad: Muss schon sein, so aufzuwachsen! Das wünsche ich unseren Kindern!

      • Stevens sagt:

        @Nenad: Was soll das? In was für einer Welt leben sie eigentlich? Was haben sie für ein Problem. Man spricht schon immer davon, dass wir alles nur noch Egoisten sind. Aber dermassen schlimm ists also auch nicht.
        Die meisten 15-20-jährigen Frauen haben Eltern. Und Eltern halten normalerweise zu ihren Kindern, auch wenns eine ungeplante Schwangerschaft gibt. Oder es gibt Onkel, Tanten, etc… Und Eltern der Eltern sind auch noch nicht so alt. In den meisten Fällen sollte sich doch so eine Lösung finden.

      • tina sagt:

        ah. nun wurde aus „immer“ doch noch „in den meisten fällen“ und „normalerweise“ stevens, das kommt mir deutlich realitätsnäher vor.

    • Jane Doe sagt:

      Lieber Steve: Lass mich mal raten… Deine Lösung sieht so aus… Frau bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder und Mann geht weiter schön seiner Karriere nach. Frau kann ja dann mit 40 die fehlende Ausbildung/Berufserfahrung noch nachholen, falls Mann dann immer noch bereit ist, einen Finger im Haushalt zu rühren.. Ich hoffe eifach, es gibt keine Frauen, die so unklug sind und sich auf so etwas einlassen…

      • Stevens sagt:

        @Jane: Es ist einfach unglaublich. Da schreibt man etwas und wird dann wird man beschimpft, dass man eigentlich nur das alte Rollenmodell verteidigen wolle (Frau an Herd, Mann ins Büro).
        Kein Wunder kommen wir bei dieser Diskussion nicht weiter!
        Schämen sie sich

      • Jane Doe sagt:

        Ich beschimpfe Sie nicht und ich schäme mich auch nicht. Ich finde einfach ihre Aussagen „Hauptsache ein Kind, egal in welchem Alter“ und „Schule und Ausbildung sind nebensächlich“ nicht sehr clever. Und Sie haben auch keine Ihrer tollen Lösungen konkret genannt, deshalb habe ich einfach mal geraten, für wen (Vater oder Mutter) dann wohl die Ausbildung nebensächlich sein soll…

      • Jane Doe sagt:

        Pardon, Stevens, mein Fehler, Sie haben ja sogar Lösungen genannt: Das Kind den Grosseltern oder Onkel und Tanten abschieben. Nur haben die meist auch ihr eigenes Leben und Eltern von minderjähregen Kinder stehen meist selbst noch im Berufsleben und haben vielleicht keine Möglichkeit, sich schon einem Enkel zu widmen..

      • Stevens sagt:

        @Jane: Es tut mir leid, wir Männer können keine Kinder gebären, auch wenn wir es so gern würden. Und leider ist es auch so, dass es häufig die Männer sind, welche die Frauen im Stich lassen.

        Und dennoch: Ich bleibe dabei: Schulen kann man nachholen, Unterbrechen, Verschieben, Lösungen mit Eltern, Verwandten suchen. Es geht doch.

        Vielleicht hat man nur einmal das grosse Glück, Mami werden zu können. Wenn man sie verpasst, wird man es das Leben lang bereuen.

      • Jane Doe sagt:

        Sie haben oben geschrieben, dass es bei Ihnen und Ihrer Frau Schwierigkeiten gab, schwanger zu werden, was wahrscheinlich keine schöne Erfahrung für Sie war. Deshalb haben Sie vielleicht dadurch ein bischen extreme Ansichten.. Aber Sie können nicht einfach von sich auf andere Leute schliessen. Ich persönlich möchte nicht „dass es nur irgendwie geht“. Ich hätte niemals vor dem Ende meiner Ausbildung ein Kind bekommen. Aber ich hätte auch mit den Konsequenzen gelebt, wenn es dann später nicht mehr geklappt hätte. Es muss nicht für jede Frau das absolute Ende der Welt sein, nicht Mami zu werden.

      • Stevens sagt:

        @Jane. Extreme Ansichten? Aber hallo?? Wenn man der Ansicht ist, man solle, wenn es irgendwie geht ja zum Kind sagen Sind das also extreme Ansichten?
        Veraltetes Rollenmodell, extreme Ansichten… Was wollen sie Mir noch vorwerfen?
        Gerade wegen solcher Leute Wie ihnen, die nur Vorwürfe machen und „auf Mann spielen“ ist es unmöglich, bei solchen Themen, zB auch bei der Frage nach Vereinbarkeit Beruf-Familie anständig miteinander zu reden und vernünftige Lösungen zu finden.
        Einfach nur traurig

      • tina sagt:

        „es gibt immer eine lösung“ ist ja auch ein vorwurf an alle, die sich schwer tun. wie gesagt, ich habe verständnis für deine haltung unter den von dir beschriebenen voraussetzungen, aber nicht so leicht schwanger zu werden ist eben nicht das einzige ernstzunehmende problem. mit diesem „es gibt immer lösungen“ und weiteren platitüden ziehst du die probleme anderer menschen ins lächerliche – auch das verunmöglicht eine diskussion

      • Sportpapi sagt:

        @Stevens: Meinen Beistand haben Sie. Ich teile Ihre Haltung. Und finde die Art nicht angebracht, wie diese kritisiert wird. Gut, wenn Jane Doe dafür gesorgt hat, nicht zur Unzeit schwanger zu werden. Eine Abtreibung, wenn das Kind halt gerade nicht in den Lebensplan passt, könnte ich deutlich weniger nachvollziehen.

      • Sportpapi sagt:

        „Es gibt immer eine Lösung“ ist eine Grundhaltung. Mit jemandem, der nie eine Lösung sieht, ist es tatsächlich schwierig zu diskutieren.

      • tina sagt:

        das ist ja wohl nun vollends total peinlich lächerlich sportpapi. ich gehöre einfach zu der sorte leute, die die dinge in die hand nehmen und sich im vorfeld überlegen, wie sie sich betten, anstatt dann zu heulen es möge ein türchen aufgehen

      • tina sagt:

        dafür gehöre ich auch zu den leuten, die nicht mit doppelten sicherheitsnetzen arbeiten sondern mir ist voll bewusst, dass das leben das ist was passiert, während wir planen

      • tina sagt:

        wie kann man 40 werden und immer noch meinen, es komme dann schon immer gut? echt noch nie erlebt dass kein türchen aufgeht? auch nicht im umfeld gesehen? disneyland ahoi!

      • Bernhard sagt:

        Tina, wir müssen anerkennen, dass es durchaus Menschen gibt, die a) noch nie eine Lebenssituation erlebt haben, in der kein Türchen mehr aufging (auch mit > 40 nicht) und b), dass es Menschen gibt, die derart positiv denken können, dass sie selbst dem brutalsten Schicksalsschlag etwas Positives abgewinnen können und daher behaupten, es gebe immer irgend eine Lösung (was für die betroffene Person ja auch stimmt). Nur, weil wir selber das vielleicht nicht können/wollen, dürfen wir den anderen diese Denkensweise nicht absprechen oder schlimmstenfalls gar ins Lächerliche ziehen.

      • tina sagt:

        bernhard, man kann ja nachlesen, wie das türchen aussieht beim lebensplan „es geht immer ein türchen auf“. die türchen heissen grosseltern und tanten (die natürlich nicht erwerbstätig sind). solche leute sollten die anderen nicht als solche hinstellen die NIE eine lösung sehen. lächerlich habe ich das nicht gemacht, im gegenteil, ich habe mich gewehrt, dass anderer leute realitätssinn lächerlich gemacht wird

      • tina sagt:

        muss vielleicht noch ergänzen dass ich zu oft selber „türchen“ war für ewig-positiv-seher-aber-nicht-selber-suppe-auslöffler (und sie haben es nicht mal gemerkt dass das türchen immer eine person war, die es für sie ausbadete), und andererseits heftigst selber erlebte dass türchen nicht aufgehen.

      • Stevens sagt:

        @tina: wieso haben sie eine derart negative Lebenseinstellung? Man kann doch nicht sagen, es gebe Leute, für welche kein Türchen aufgeht? Die Frage ist doch, ob man das Türchen finden und öffnen will.
        Natürlich, man kann sagen, Okay, ich will das Kind nicht, es passt Mir nicht.
        Oder man sagt: Ja, ich will es. Gemeinsam Mit dem Kind durchstehen. Dann öffnet sich auch das Türchen

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Du tust mir leid. Da ist jemand, der schaut mutig in die Welt hinaus. Vertraut auf die eigenen Kräfte, aber auch darauf, dass ihm geholfen wird, wenn diese Kräfte nicht ausreichen. Ich sehe keinen Grund, darauf so negativ zu reagieren. Und bitte: Helfen ist meist freiwillig. Wenn es dir nicht passt, dass jemand anderer auf dich vertraut, dann sag halt nein. Ich für meinen Teil vertraue darauf, dass mir Menschen an meiner Seite stehen, wenn es nötig ist. Genauso wie ich mich für andere einsetze, wenn Not am Mann ist.

      • tina sagt:

        spar dir mitleid für leute, die es nötig haben, ich für meinen teil sorge gut für mich. klar sage ich nein. bei diesem thema scheint es für dich gar nichts zwischen dunkelschwarz und hellweiss zu geben. das gegenteil von „es gibt immer eine lösung“ (folglich sind die, die irgendwo anstehen wohl zu blöd oder selberschuld?? das ist’s was mir aufstösst) ist nicht: „es gibt nie eine lösung“, sondern „ich nehme die dinge in die hand“. deine und stevens lösung scheint ja wirklich aus verwandten zu bestehen, also habe ich recht, und das erklärt auch deine extreme reaktion

      • Sportpapi sagt:

        „Es gibt immer eine Lösung“ und „ich nehme die Dinge an die Hand“ ist meist das Gleiche. Jedenfalls passt es zur ursprünglichen Aussage, die ja nur dazu riet, die Herausforderung anzunehmen, wenn es halt passiert. Und es ist kein Widerspruch, dabei auch auf die Unterstützung von Freunden und Familie zu hoffen, die ja alle auch nein sagen dürfen. Ich weiss also gar nicht, weshalb ihr da so eingestiegen seid.

      • tina sagt:

        der unterschied liegt darin, dass eure „lösung“ selbstdeklariert von vornherein in euren müttern und tanten liegt, und darin, dass ihr nicht sehen wollt, dass es auch vorkommt im leben, dass es keine lösung gibt, die tragbar ist. da frage ich mich, wieso du denn mir mit meiner haltung, wenn sie schon die gleich sein soll wie deine, vorwirfst, „nie (!) eine lösung“ zu sehen.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Der Vorwurf, einfach auf die Verwandtschaft zu bauen, und selber nichts oder wenig beizutragen, ist doch einfach verfehlt und eine Unterstellung. Insofern weiss ich gar nicht, weshalb man die klaren Worte von Stevens glaubte, kritisieren zu müssen. Und bei dir ist es einfach so, dass aus unsere pauschale, optimistische Aussage, es finden sich dann schon Lösungen, immer nur Einwände kommen. Stevens sagt ja nichts mehr und nichts weniger, als man sollte es wagen, wenn man grundsätzlich Kinder möchte. Was hast du dagegen?

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Und wie häufig kommt es eigentlich bei Paaren vor, die ungewollt schwanger werden, dass es keine Lösung gibt, die tragbar wäre? Und weshalb wählen andere in der gleichen Situation das dann trotzdem?

      • tina sagt:

        sportpapi, ich gehe jetzt nicht das was du und stevens in diesem thread hier geschrieben haben nochmals zitieren. da steht „…IMMER eine lösung“, und beim nachhaken wird auf personen im umfeld verwiesen (die es ja auch IMMER gibt. ah nein, nicht immer, sondern nur NORMALERWEISE), die das sagenumwobene türchen repräsentieren. und das ist alles, wogegen ich und andere sich wehrten. bei allem verständnis, das ich für stevens aufbringe, wie er zu der haltung kommen musste.

      • Stevens sagt:

        Ach Tina. Natürlich gibt es IMMER eine Lösung: Wenn man sich für das Kind entscheidet, dann ist das Kind da, lebt und die Zeit geht vorwärts. Also muss man doch etwas machen.
        Ich sag nur: Ich kenne jemanden in meinem weiteren Umfeld, die hat vor ein paar Jahren zweimal abgetrieben und ist jetzt im Kinderwunschzentrum… Extrem belastend für sie.
        Sie können sich nun denken was sie wollen. Hätte sie damals ja gesagt, hätte sie es damals wohl etwas schwer gehabt.
        Aber sie wäre jetzt Mami.
        Eine Abtreibung ist nicht einfach so easy.

      • tina sagt:

        stevens, du hast ja selber relatviert später. du kennst jemanden, aha. ich selber habe mich auch gegen eine abtreibung entschieden und es trat der worstcase ein: ehe geschieden. wenn man das als lösung bezeichnen will…. aber mein statement war gar nicht pro abtreibung, sondern einfach gegen die behauptung, es würde immer eine lösung geben. wo du doch selber so haarscharf an keine lösung vorbei geschrammt bist. diese reaktion ist aber eben nicht untypisch

  • lara sagt:

    Es gibt in jedem Alter Vor- und Nachteile Kinder zu bekommen. Ich denke das gleicht sich aus.

    Ich finde es viel wichtiger wie der potentielle Vater zur Sache steht und wie stabil die Beziehung ist.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das kann sich überhaupt nicht ausgleichen, weil man statische, ort- und zeitunabhängige Biologie nicht gegen die in weiten Grenzen frei gestaltbare sozialen Umwelt abwägen kann. Biologisch ist das optimale Gebäralter vollständig und vom menschlichen Willen unabhängig definiert. Jeder Tag nach dem 22. (wer es weicher möchte, zwischen 19. – 25.) LJ ist ein Tag zu spät und damit fahrlässiges Verhalten
      Alles andere, Ausbildung, Geld verdienen, usw. kann man zeitlich variabel halten, die Erstgeburt nicht.

      • Carina Walder sagt:

        Ui, tönt ja wie ein Zuchtmanagment in der Viehzucht…Maximaler Zuchterfolg fördern, ab 19 wird die Gebährmaschine angeworfen, ansonsten hat der weibliche Mensch erst keine weiteren Ziele zu verfolgen. Ich denke, ich bin gerne fahrlässig, wenn ich erst mit 35 mein erstes Kind bekommen, davor meine Ausbildung abgeschlossen und gearbeitet habe. Das man die Ausbildung dann auf später verschieben kann (vor allem Erstausbildung), ist ziemliche Illusion.

      • Stevens sagt:

        @Carina: Mit 35 müssen sie einfach damit rechnen, dass es nicht mehr klappt. Ich bin froh, sind wir ins Kinderwunschzentrum gegangen, als meine Frau 27 war. So konnten sie noch was machen. Mit 35 wärs womöglich zu spät gewesen. Wenn sie früher die Gelegenheit dazu haben, und es passt einigermassen, nutzen sie sie!!
        Höchstens, sie haben nicht so den grossen Drang nach Kindern und sagen, wenns nicht passt ist auch egal.

      • Darja Rauber sagt:

        @ Muttis Liebling: So ein Schwachsinn! Wo haben Sie denn das her? Mal sicher nicht aus dem Bio- oder Medizinstudium. Wahrscheinlich eher mal im „Blick“ gelesen! Andererseits: Soll dann bloss kein Mann jammern, wenn ihm eine 22-Jährige ein Kind „anhängt“ – dann hat sie ja alles richtig gemacht, weil: „Biologie sollte 90% der Entscheidungsgrundlage sein“. Oder??!

      • Darja Rauber sagt:

        @ Stevens: So pauschal können Sie das nicht sagen. Das hängt sehr von den genet. Voraussetzungen des Paares (und längst nicht nur der Frau!) ab, ob eine Frau mit 25 oder 35 leichter oder schwerer schwanger wird. Es gibt unzählige 35-jährige Frauen, die locker schwanger werden, und ebenso häufig Mitte 20-Jährige, die damit Probleme haben. In der statist. Verteilung spielt der Scheitelpunkt der S-Kurve die viel geringere Rolle, als die persönlichen genetischen und gesundheitlichen Voraussetzungen, aber sicher nicht +/- 5 Jahre. Auch nicht bei der Frau!

      • Darja Rauber sagt:

        @ Stevens: Zudem sprechen neuere Forschungen eher dafür, dass diese Zahlen (22 ideal, 35 Deadline) fehlinterpretiert wurden, teilw. aufgr. von mangelhafter wissenschaftl. Interpretation von Forschungsresultaten, z.T. weil der populärwissenschaftl. Boulevard zahlenfixiert ist – Kommentatoren hier miteingeschlossen! Aber sie entbehren einer soliden wissenschaftlichen Grundlage! Der Fruchtbark.abfall nach 30 im Vgl. zu 25 ist bspw. zwar stärker, als von 20 bis 25, aber statist. immer noch so minim, dass er für die einzelne Frau keine entscheid. Rolle spielt – da sind Gene, Im.system wichtiger.

      • Stevens sagt:

        @Darja: Ist doch völlig klar. Natürlich gibt es Frauen, wo es mit 35, sogar 40 oder noch älter klappt.
        Aber sie müssen doch zugeben, dass die Möglichkeit grösser ist, niemals Mutter zu werden, wenn man mit 35 noch kinderlos ist, als wenn man 22 ist.

        Und wenn man 35 ist, muss man halt schon im Hinterkopf haben, dass es möglicherweise nicht mehr klappt.

  • Muttis Liebling sagt:

    Wenn auch schon zigmal geschrieben:

    1. Der biologisch optimale Alterskanal für die Erstgeburt ist 19 – 22 Jahre. Biologie sollte 90% der Entscheidungsbandbreite stellen.
    2. Wenn es gesellschaftliche oder soziale Gründe gibt, die gegen Biologie sprechen, ändert man nicht seine Einstellung, sondern diese Gründe. Sollte in einem Staat, welches sich der direkten Demokratie rühmt ja nicht so schwer sein.

    Die exorbitanten und international einmalig hohen Kosten für Kinderaufzucht in CH sind hausgemacht und durch minimale politische Korrekturen dramatisch reduzierbar.

    • clara müller sagt:

      „Biologie sollte 90% der Entscheidungsbandbreite stellen.“ aha, und warum sollte das so sein? wohlgemerkt, es kann gut sein, dass das rein biologisch der beste zeitpunkt ist. nur erschliesst sich mir nicht, warum die biologischen argumente zu 90% gewichtet werden sollten… *kopfkratz*

      • Darja Rauber sagt:

        Stelle mir @ Muttis Liebling vor mit einer banalen Blinddarmentzündung: Soll auch dann „die Biologie“ frei walten?! Oder gleich das Recht des Stärkeren in die BV schreiben? Dieses pseudo-biologische Geschwafel geht auf die Nerven – immer wird die Biologie bemüht, um Frauen auf eine Rolle festzunageln (meist aber nicht von studierten Biologen)! Dabei haben die meisten solcherart polemisierenden Herren keine Ahnung von Biologie. Wenn Frauen auch mit 38 noch Kinder bekommen, hat die Natur auch das so „eingeplant“! Gerade seine Flexibilität macht den Menschen biologisch erfolgreich!

    • „Sollte in einem Staat, welcher sich der direkten Demokratie rühmt ja nicht so schwer sein.“ Da muss ich nur lachen. In was für einer Traumwelt leben denn Sie? Warten Sie mal, bis Sie etwas älter sind und schon ein paar mal selbst ausprobiert haben, wie „gut“ dieser Staat funktioniert und wie schwer es ist, etwas zu ändern. Derzeit läuft in unserem angeblich so reichen Ländle gerade das grosse internationale Hauen und Stechen um die Jobs und die Altersvorsorge. Stattdessen prügeln wir uns hier seit bald Jahrzehnten wegen Fragen bezüglich EU-Anbindung und Banken…

      Übrigens ein super Artikel!

    • tststs sagt:

      Die Aussage „optimale Alterskanal für die Erstgeburt ist 19 – 22 Jahre“ schon mal ganz stark in Frage stellen. Wie kommen Sie darauf (Quelle)?
      Wenn Sie wirklich biologisch antworten wollen, dann müsste es heissen: aber der ersten Regelblutung! Wieso sonst sollte es die Natur so einrichten?

      • Muttis Liebling sagt:

        Nach dem Epiphysenschluss. Der ist so bei 19 Jahren. Vorher ist das Gebären für die Mutter ein anatomisches Risiko.
        Als Quelle taugen alle Lehrbücher der Humangenetik oder der Geburtshilfe.

    • ina müller sagt:

      Wie dämlich ist diese Argumentation denn! Wenn Sie eine hübsche Dame sehen, springen Sie gleich drauf, oder, denn biologisch gesehen ist das ja richtig und 90Prozent der Entscheidungsbandberite sollte das schon sein! Aha!

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