Tiefer Schlaf für 300 Franken

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Wertvoll und kostenlos: Wohlverdientes Mittagsschläfchen von Mutter und Kind. (PB)

Die Zeit, in der ich nicht schlafen konnte, gehört zur schlimmsten meines Lebens. Ich schlief maximal drei, vier Stunden pro Nacht. Kaum war ich eingedöst, weinte mein Sohn schon wieder und rief nach mir. Zehnmal die Nacht, sieben Tage die Woche, zwölf Wochen lang. Es war eine Tortur. Mir war häufig schwindlig, ich hörte dumpf oder mit Echo, hatte Schweissausbrüche, konnte nicht klar denken. Nahe Freunde rieten mir, Hilfe zu holen, bei einem Psychologen, Arzt, wo auch immer. Ich aber wusste, es ist nur der Schlaf. Wenn mein Sohn und ich endlich durchschlafen würden, ginge es mir besser.

Nach drei Monaten hörte es auf, von einer Nacht auf die andere. Der Kleine schlief wieder zwölf Stunden, ohne einen Mucks von sich zu geben – und ich konnte mich endlich erholen. Die Tage als Zombie waren gezählt, nach ein paar Tagen schon fühlte ich mich gut.

Vor wenigen Tagen erinnerte ich mich in aller Deutlichkeit an diese schlimmen Wochen. Ich traf eine Freundin und deren Mann mit ihren Zwillingen. Sie waren aus den USA zu Besuch. Die Kleinen sind zehn Monate alt und zuckersüss. Die Eltern wirkten zufrieden. Doch auf meine Frage, wie es mit den Kindern denn gehe, erzählten sie mir, dass die ersten drei Monate ein einziger Albtraum gewesen seien. Ihr Mangel an Schlaf habe das Ehepaar beinahe auseinandergerissen, erzählten sie. «Ich wollte, dass er geht», sagte sie. «Ich wollte nur noch weg», sagte er.

Ihr Sohn litt an einer Kolik und schrie fast immer. War er mal ruhig, meldete sich die hungrige Tochter lauthals. Die Eltern schliefen kaum, waren zunehmend überfordert und begannen sich mit Worten gegenseitig zu zerfleischen. Hilfe von Freunden oder Familienangehörigen hatten sie nicht. Sie wohnten erst seit kurzem in den USA. Ihre Situation begann gefährlich zu werden: Die Eltern fielen tagsüber immer wieder in einen Sekundenschlaf – mit den Babys im Arm. Als der Vater mit den Kleinen im Auto unterwegs war und sich danach nicht mehr erinnern konnte, wie er eben nach Hause gefahren war («ein Blackout») holten sie Hilfe. Sie stellten eine Nacht-Nanny an. Eine Beratungsstelle hatte ihnen dazu geraten.

Die ausgebildete Kinderbetreuerin kam abends zur Familie und verliess das Haus am folgenden Morgen. In der Zeit dazwischen wachte sie über die Babys. Sie gab ihnen die Flasche, wiegte sie in den Schlaf, trug den schreienden Jungen herum – und achtete darauf, dass die Eltern nichts davon mitkriegten. Es funktionierte. Die Babys akzeptierten die Night-Nanny und die Eltern schliefen endlich durch. «Es war unglaublich», erzählten mir meine Freunde. «Diese Frau war ein Geschenk, ein Engel.» Die Eltern erlangten schon nach ein paar wenigen Nächten ihre Kräfte zurück: Sie konnten klar denken, den Alltag bewältigen und normal miteinander reden. Sie waren aus dem destruktiven Kreislauf ausgebrochen, weil sie endlich die nötige Erholung bekamen. Das Engagieren der Nacht-Nanny sei der beste Entscheid überhaupt gewesen, sagen die Eltern heute, sieben Monate nach ihrer grossen Krise.

In den USA, England und Frankreich wächst das Angebot an Night-Nannys seit wenigen Jahren rasant. Immer mehr Eltern entdecken diese Art von Hütedienst. Die Mütter und Väter tun sich damit ab und zu etwas Gutes: Sie gönnen sich eine gesunde Portion Schlaf. Das macht sie ausgeglichener, zufriedener – und beziehungsfähiger. Nacht-Nannys sind deshalb ein tolles Angebot, wie ich finde. Sie unterstützen Eltern in einer äusserst intensiven und allenfalls belastenden Zeit. Sofern natürlich die eigene Brut die fremde Frau an der Wiege auch akzeptiert – und sich die Eltern die nächtliche Hilfe leisten können. Denn das Angebot einer Nachtschwester ist nicht gerade billig. Zwischen 150 und 300 Franken kostet eine zehnstündige Schicht.

Doch nicht alle sind von dieser Entwicklung begeistert. In Internetforen warnen Ärzte vor längeren Trennungen zwischen Babys und Eltern. Sie könnten sich negativ auf die Kleinen auswirken. Gerade in den ersten Monaten sei es sehr wichtig, dass die Eltern-Kind-Beziehung durch viel Nähe und Körperkontakt gefestigt werde. Eltern sollten diese strenge Zeit deshalb auszuhalten versuchen. Auch viele Eltern kritisieren diese relativ neue Art der Fremdbetreuung: Als 2012 bekannt wurde, dass die Schauspielerin Megan Fox zweimal wöchentlich eine Night-Nanny engagierte, um durchschlafen zu können, schwappte eine Welle der Empörung über sie. Zahlreiche Eltern kreideten der jungen Mutter an, sie würde ihr Baby abschieben und ihren Elternpflichten nicht nachkommen. Sie bezeichneten sie als Rabenmutter.

Was ist Ihre Meinung dazu? Halten Sie die nächtliche Fremdbetreuung eines Babys für legitim?

 

209 Kommentare zu «Tiefer Schlaf für 300 Franken»

  • Reto sagt:

    Da muss man durch. Und irgendwie geht das auch.

    Wir hatten zuerst Zwillinge und im Abstand von jeweils knapp 20 Monaten Kind 3 und 4. Ich weiss, wovon ich rede und ich würde es nicht nochmals machen wollen – aber trotzdem hat es geklappt und es sind Erinnerungen, die einen Teil der Beziehung mit dem Kind ausmachen.

    Über die RS rede ich jetzt, 20 Jahre danach, ja auch nicht mehr so schlimm, wie noch mit 20ig ;o)

  • peter klein sagt:

    alle die sich beschweren, wartet mal ab bis ihr erwachsen werdet und die harte welt zu spüren bekommt. früher bis zum hellwerden im ausgang gewesen und sich jetzt über schlafmangel beklagen. peinlich peinlich !

  • Maja sagt:

    Eine Form der Folter ist Schlafentzug. Ich finde es eine gute Lösung wenn man sich so eine Nanny holt. Diese Frauen sind gut ausgebildet und mögen Kinder, sonst würden sie diesen Job gar nicht machen. Ich hatte zum Glück bei beiden Kindern diese Probleme nicht. Schaden wird es dem Kind nicht, da bin ich mir sicher. Manchmal hilft auch ein getragenes Kleidungsstück, das nach Mami oder Papi riecht um die Babys zu beruhigen. Babys mit Koliken sind eine besondere Herausforderung.

  • Hugo sagt:

    Jöööhhh. Da jammern einige wegen ein paar schlafloser Nächte.
    Was sind ein paar Wochen oder Monate mit 4 – 5 mal geweckt werden schon?
    Wir haben 9 Monate das Baby 24h am Tag getragen und im Sitzen geschlafen, weil unsere Kleine wegen Reflux sonst erstickt wäre. Und nachher waren wir super froh, als sie selber schlafen konnte und in den folgenden 2 Jahren nur noch 8 – 16 mal nach uns rief…
    Trotzdem jammern wir nicht. Wir wollten die Kinder und stehen dazu.

  • Anton Keller sagt:

    Wir haben unsere Schlafzeiten verschoben, weil unser Baby dazumals alle 3 Std aufwachte. Ich hatte um 21 h und und 3 h Dienst, meine Frau um 24 h und um 6 Uhr. So ist jeder wenigstens zu 6h Schlaf gekommen.

  • Pete sagt:

    danke…dieser artikel hat die 7 gründe um vater zu werden (ein artikel welcher auch hier zu lesen ist) gleich wieder zunichte gemacht…wenn meine dulcinella ihre 9 stunden schlaf nicht bekommt macht sie mir das leben zur hölle…thema kinder gleich wieder ad acta gelegt…

    • Naseweis sagt:

      Es gibt aber auch mehr als 7 Gründe Vater zu werden! Nicht alles was sich lohnt ist leicht zu erreichen, da braucht es halt manchmal ein bisschen Verzicht, Auf-die-Zähne-beissen und auch sehr oft ein „Sich selbst und seine Ansprüche/Wünsche“ in den Hintergrund zu stellen.
      Aber Vater oder Mutter sein ist etwas sehr schönes und mit nichts anderem zu vergleichen! Gib Dulcinella eine Chance oder vielleicht erkennst du das Dulcinella nicht richtige für dieses Wagnis ist. Erzähl ihr das man auch ohne 9 Stunden Schlaf schön und fit bleiben kann.

    • Reisende sagt:

      hört sich hart an ist aber wahr – nur durch Kinder ändert man sich als Mensch nicht auf einmal um 180° und der Stress der schon vorab zu sehen ist, wird garantiert auch eintreffen. ABER, wenn man sich damit aus einander setzt und die Zeit ist ja durchaus begrenzt (erscheint einem unendlich aber rückblickend dann), dann kann man trotzdem da zusammen durch und auch all die schönen Momente geniessen. Vielleicht schläft das Kind ja aber auch super, dann hat man sich dagegen entschieden obwohl unnötig. Geben sie dem Wesen doch seine Chance sie positiv zu überraschen!

  • Naseweis sagt:

    Entschuldigung, nun muss ich aber doch mal fragen weshalb gewisse Leute überhaupt noch Kinder haben!
    Mami und Papi (ganztags) berufstätig,, Oma und Opa-Tage, Krippe, Krabbel- und Spielgruppe, Babysitter, Frühförderung, Kindergarten, Schule, Nachhilfe und nun noch Nachtbaysitter-wann haben die Kinder den noch das Privileg die Aufmerksamkeit der Eltern erleben zu dürfen?
    Schlaflose Nächte/Stunden gehören doch einfach zum „Erlebnis“ Kinderhaben!Ok,mit einem Schreikind kann das wirklich nervenzermürbend sein und da ist eine Auszeit sicherlich für alle beteiligten von Nutzen, aber sonst!

  • Claudia Paul-Gutknecht sagt:

    Mein erstes Kind war die ersten drei Monate ein einziger Albtraum. Ich habe meine Tochter gestillt, alle zwei bis drei Stunden kamen die Schreianfälle, dazu hatte Sie noch einen Herzfehler und ich dachte, dass das heftige Schreien das Herz zusätzlich belastet. Ich war totat erschöpft und konnte Tag und Nacht nicht mehr unterscheiden. Wenn ich in dieser Zeit nicht die Unterstützung meiner Mutter gehabt hätte, wäre das undenkbar gewesen. Ich habe immer wieder mal Artikel über Schüttelbabys gelesen und die Überforderung der Eltern nachvollziehen können. Also, Tag und Nacht helfen lassen, Super!

  • Nanny sagt:

    Individuelle Lösungen suchen. Nicht alle Eltern haben Familie in der Nähe, verständnisvolle Freunde oder hilfreiche Nachbarn. Familien sind in der Zeit oft alleine, als glückliche Eltern ein Problem wie Schlafmangel zuzugeben, ist nicht einfach. Nanny für eine gewisse Zeit anzustellen kann hilfreich sein. Wie alles im Leben – es geht vorüber. In der Situation ist es jedoch sehr anstrengend und wird am Tag, oft beim friedlich-schlafenden Kind, kaum geglaubt. Das Beistellbett ist eine Möglichkeit für die Eltern, Nachts sofort reagieren zu können. Respekt für Eltern, Kinder sind unsere Zukunft.

    • Hugo sagt:

      Das mit dem „Vorübergehen“ glauben und hoffen wir auch noch – seit nunmehr 4 und 7 Jahren…
      Mal luege. Wenn wir so schlecht zwäg wären, wie die oben schreibenden schon nach 3 Monaten sind, wären wir längst geschieden oder die Kinder weggegeben…
      Man kann sich daran gewöhnen und damit umgehen. Wenn man will.

  • Niffenegger sagt:

    Unsere Buben haben in der Nacht nie gut geschlafen,beide haben mehr als ein Jahr
    Nie 4Std am Stück geschlafen.unsere Tochter,7 Wochen alt,will alle 2-3 Stunden gestillt werden.ich bin von den Jungs kein durchschlafen gewohnt und erwarte jetzt auch nichts anderes. Sowieso,wenn ich zurück schaue ist es so eine kurze Zeit im Leben eines Kindes.die Babyzeit ist sehr intensiv und anstrengend. Ich denke das eine Nacht Nanny nicht für alle Kinder gut ist.klar würde ich mir wünschen 3stunden am Stück zu schlafen.Aber ich weiss das diese Zeit vorbei gehen wird und ich lass mich von niemandem stressen.

  • Pruliet sagt:

    Nicht vergessen, AHV für die Babysitterin einzuzahlen.

  • Frühling sagt:

    Wenn man keine Hilfe von Angehörigen/Freunden hat und auch kein Geld für ne Night-Nanny, dann hilft manchmal auch Kreativität… Mich hat die Lösung des unter-der-Woche-Ohropax-tragenden-und aufwachdienstfreien-Gattens und meine Wochenend-Gästezimmer-Durchschlaf-Oasenlösung (auch mit Ohropax, denn das Geschrei kann wändedurchdringend werden) durch viele Monate nächtlichen Geschreis halbwegs gerettet. Und klar, auch ich bin Trägerin von Augenringen geworden… Aber man muss ja nicht immer alles gemeinsam durchstehen… ist ja auch sinnlos…

    • Claudia sagt:

      die armen Nachbarn…..

      • Frühling sagt:

        nein, nein, derjenige der „Dienst“ hat, ist dann natürlich darum besorgt, dass sich der Kleine schnell beruhigt… nur wacht der andere nicht gleich mit auf und kann sich somit ein wenig erholen… es müssen ja nicht beide Elternteile wach werden… ich lasse meine Kinder nicht schreien und habe/hatte sie im Beistell-Bett (und wache beim kleinsten Mucks auf)…

      • Claudia sagt:

        ich finde das gut mut der Aufteilung. So ist einer immer ein wenig frischer als der andere und kann im Notfall übernehmen. Am Wochenende kann man sich auch aufteilen. Bsp am Sa ist Ausschlaftag für Papi und am So für Mami.

  • Simone sagt:

    Hatte auch Schreibabies und waere froh gewesen um Hilfe. Eine billigere Loesung ist das Abwechseln der Naechte Vater/Mutter, oder wie Freunde von mir gemacht haben: Mutter schlief von 21 bis 02, der vater von 05 bis 07 Uhr.

    • alien sagt:

      Mutter kriegte also 5 Stunden, der Vater nur 2 Stunden Schlaf? 😀

    • Claudia sagt:

      Der Vater schläft 2h und geht dann wieder 9h arbeiten? Da würde ich mich als Mann bedanken!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ich denke ist wohl ein Schreibfehler, sollte wohl eher von „02 bis 07 Uhr“ heissen. So kämen nämlich beide Elternteile auf je fünf Stunden, was auch fair und gerecht wäre.

      • Simone sagt:

        war tatsaechlich ein Schreibfehler, doch es reichte ja wirklich wenig Goodwill um das zu sehen (danke Andrea Mordasini)

      • Alice sagt:

        Aber der Mann muss ja dann immerhin noch den ganzen Tag Leisting erbringen während Mamis sich ja schon auch mal beim Mittagsschlaf hinlegen können. Am Wochenende sind natürlich beide gefordert.

      • 13 sagt:

        @ Alice
        Bei einem Kind und wenn die Mutter nicht arbeitet ja. Anderenfalls….

      • Carla sagt:

        Wer sagt denn, dass nicht auch die Mutter tags darauf während 9 Stunden arbeiten geht???

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @Alice: ach so, und die Mutter hängt wohl nur den ganzen Tag rum, lebt faul in den Tag hinein und macht also nichts? Sorry, aber solche Aussagen ärgern und nerven mich sehr :(! Gopf, als täte eine Mutter nichts und müsste nicht auch „parat“ sein :(! Himmelnochmal, auch und gerade eine Mutter leistet enorm viel, einfach auf anderer Ebene. Auch sie muss parat sein, vorausplanen, vorausschauen, vorausdenken – eine „nicht anwesende“ Mutter (aus Schlafmangel) kann fatale, verheerende Folgen auf den Alltag, das Kind/die Kinder haben. ZB weil sie eine gefährliche Situation nicht rechtzeitig erkennt.

      • Hugo sagt:

        Besser 9h Arbeit als gar nie schlafen 😉

  • Andreas Griesbach sagt:

    300 Franken sind gut investiert und später der Babysitter ist wesentlich günstige, als eine Scheidung. ..

  • Susanna sagt:

    Als professionelle Senior Nanny Nurse mache ich vor allem „Starthilfe“ nach der Hebammenbetreuung, auch mal Abends/Nachts. Sich mit einer Nacht-Nanny zu entlasten ist eine gute Lösung. Mamis sollen lernen loszulassen, dazu braucht es gegenseitiges Vertrauen. Eine überlegte Tagesgestaltung (Nanny) ist aus Erfahrung die Vorbereitung für die Nacht. Ich WACHE bei unruhigen Kindern. Kosten: es ist mein Lohn für professionelle Leistung. Der Vergleich: eine Reinigungsfrau kostet zw. Fr.30.–35.- Std. Ist ein Kind, ihr wertvollstes Familienmitglied, nicht mindestens so viel wert?

    • Niffenegger sagt:

      Ich finde das eine Mutter nicht schon in der Babyzeit versuchen sollte loszulassen von ihrem Baby.

      • Alice sagt:

        entweder für eine Nacht loslassen und Kind zu Grosseltern, Gotte oder eben besagte Nanny geben, oder nicht über Schlafmangel jammern. Ich denke dieses loslassen ist verkraftbar..

  • Tschannen Werner sagt:

    oder 300 Franken pro Abend sparen und sich vorher überlegen ob man ein Kind will oder nicht.

    • Carla sagt:

      Was bitte hat das denn damit zu tun? Ist es nicht einfach nur legitim, eine nötige Entlastung nach Möglichkeit zu organisieren? Ganz komisches Statement. Kleine Kinder sind extrem anstrengend und schlaflose Nächte auf Dauer ein Horror! Aber grad verzichten, nur weil man allenfalls gewisse Entlastungsangebote in Anspruch nehmen möchte, sollte kein Thema sein.

    • Hugo sagt:

      Ich kenne Leute, die sind froh, dass in der Wochenkinderkrippe jetzt auch das Übernachten angeboten wird…

  • Tomy sagt:

    Ich steck da mitendrin( 5 mon und 2 jahre). Dank einer stabilen beziehung, grosseltern und einer portion egoismus von seite mutter und vater geht das ganz gut! Alle 2-3 wochen werden die kider den grossis abgegeben und wir tanken wieder energie! Ein schlechtes gewissen haben wir dabei nicht! Oft ist es die angst nicht den anspruechen zu genuegen, welche probleme macht! Haetten wir kein solches umfeld, wuerd, falls noetig auch eine solche nanny abgagieren! Ohne schlechtes gewissen!!!!

  • Kim sagt:

    Unser Kleiner (7 Mte.) kommt 3-4x die Nacht, teilw weil hungrig oder weint ( Zähne?) …. Er wird noch gestillt, erhält Beikost, wird viel herumgetragen, schläft im grossen Bett… Er erhält sehr viel Nähe.. Ich glaub schlafen muss gelernt werden. Den einen fällts leichter, andere haben Mühe damit, wie wir Erw. auch… Am Tag schläft er nur, wenn ich ihn ins Stillkissen einpacke..(bester Tip, den ich bis jetzt erhalten habe) . Seit er am Tag gut schläft gehts auch in der Nacht besser. Ich hab viiiel versucht und so eine Nanny würd ich sofort anstellen!!

    • Lucie sagt:

      Hallo Kim
      Unser Kleiner, bald 8 Monate alt, kommt bis zu 20 mal nachts. Wir haben schon ALLES ausprobiert… Ohne Erfolg. Vom Einwickeln ins Stillkissen hab ich noch nie gehört, wie geht das???

    • Jessica sagt:

      Man muss sich dem bewusst sein BEVOR man Kinder in die Welt setzt. Ich hätte meine Tochter (heute 5)
      nie so einer „Nanny“ anvertraut und mich würde das Geld reuen.

      • Roland sagt:

        Das kann man eigentlich nicht vorher wissen. Wie sich das anfühlt, weiss man erst, wenn man das erlebt.

      • Jessica sagt:

        Kein Baby schläft Nachts durch. Das kann sich jeder denken. Wie bereits erwähnt, besser vorher (gründlich) überlegen und dann eines in die Welt setzen. Ein Baby ist kein Schnüggel zum Spielen.

      • Lucie sagt:

        Liebe Jessica
        Deine Antwort zeigt, dass du grosses Glück mit deiner Tochter hattest, anscheinend kennst du diese zermürbende Situation nicht. Du hattest es nicht einfach, weil du eine bessere Mutter bist. Nur weil du Glück hattest. Dafür solltest du dankbar sein und dir nichts darauf einbilden!

      • Heidi Happy sagt:

        du hast schlicht keine ahnung wovon du schreibst. ich ergänze den artikel:

        „Zehnmal die Nacht, sieben Tage die Woche, zwölf MONATE lang.“

        und dann, liebe jessica, ist dir der preis für acht stunden ungestörten schlaf plötzlich scheissegal.

      • Frank sagt:

        Liebe Jessica, ich finde diese Art, nur die eigene Art und Weise als richtig zu akzeptieren, sehr überheblich. Nur weil Du auch Mutter bist und es bis jetzt geschaft hast, bedeutet dies nicht, dass es auch ziemlich schwierige Zeiten geben kann. Die hier beschriebene Lösung ist absolut adäquat und kann helfen, bevor man vollkommen die Geduld in der Müdigkeit verliert. Dies zu kritisieren ist überheblich und selbstgerecht.

    • Simmen sagt:

      Weshalb nicht auf Reflux (häufig!) abklären, vom Kinderarzt eine Therapie verlangen (Omeprazol=Säurehemmer)? Dies wird in Europa gemacht! Im Alter von 4 Wochen meldete sich unser Kind häufig, es schrie beim Trinken, 3 Tage später spukte es. Erst jetzt war der Arzt bereit, Omeprazol zu verschreiben. Aus der Kapsel ein paar Kügeli nehmen+siehe da, das Kind trank+schlief! Dosierung:1 bis max. 3,5mg/kg Körpergewicht, verteilt auf morgens&mittags. 1 Kügeli wiegt 1,1mg. Bei fester Nahrung versuchten wir, langsam auszuschleichen, ganz absetzen funktionierte nicht. Danach Umstellung auf Pantoprazol.

      • Hugo sagt:

        zum Glück hats funktioniert. Bei nicht gewachsener und deshalb fehlender Magenklappe ist Reflux auch mit Kügeli nicht behebbar. das muss ein paar Monate bis hin zu 2 Jahren langsam wachsen. Und wennd as Kind tapfer ist wie unsere Tochter, schreit sie nicht, sondern lässt sich die Nahrung durch die Speiseröhre zurück in die Lunge laufen und erstickt dann beinahe tonlos. Wenn Du das erlebst, lässt du deine Tochter nicht mehr liegend schlafen. Auch nicht mit Kügeli. Glück gehabt.
        Einer Nanny würde ich diese Verantwortung nicht aufbürden, 24h am Tag für das Leben der Kleinen verantwortlich zu sein

  • mona sagt:

    ich habe meine 5 Kinder jeweils 1.5 – 2.5 Jahre gestillt, je nach Bedürfnis des Kindes, sie schliefen bei uns im Bett, so schlief ich eigentlich gut, weil sich die Kinder selber bedienten. Ich war einfach zu faul, um mehrfach in der Nacht aufzustehen und das Kind zum Stillen zu holen. Irgendwann begeben sich dann die Kinder selber ins eigene Bett, einige früher, einige später. Kinder brauchen körperliche Nähe und Geborgenheit und beide (Mutter und Kind) können profitieren, ich konnte immer beruhigt schlafen, wenn ich wusste, dass mein Kind neben mir zufrieden und glücklich ist.

  • toerpe sagt:

    In den allermeisten fallen durfte das ein völlig überfluessiges Angebot sein. Gehen ja wirklich schnell vorbei die ersten Wochen. Ein Klitzekleinwenig Leidensfaehigkeit darf man sich schon an trainieren. Aber für die harten Falle … Why not?

  • juko sagt:

    Jeder der es braucht, sollte sich eine Nacht-Nanny nehmen. Kein Mensch und schon gar kein Arbeitgeber interessiert, was man in der Nacht so getrieben hat. Nur die Leistung zählt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Schon gar nicht interessiert, was ein Arbeitgeber ist, denn Arbeit kann man zwar leisten, aber nicht geben.

  • meier sagt:

    furchtbar.. an alle zukünftigen eltern.. überlegt im voraus ob ihr euch der verantwortung bewusst seid und ob ihr euch auf ein kind einlassen wollt. in der heutigen gesellschaft gehören zwei kinder zur familie wie ein fernseher oder ein auto! aber sich um das kind kümmern… mmh das ist dann doch etwas zu anstrengend und man kann es dann doch nicht abschalten wie der fernseher oder in die garage stellen wie das auto. fremdbetreuung und tolle angebote heisst die lösung. ein kind dankt es euch wenn es mit den eltern schwimmen usw. lernt. überlegt es euch zuerst ob ihr das wollt, sonst lasst es!

  • Alexandra sagt:

    1. Stillen Sie Ihr Kind (solange und sooft es will, mindestens bis zum 7. Lebensmonat und immer nach Bedarf)
    2. Nehmen Sie es zu sich ins (grosses) Bett oder kaufen Sie ein Beistellbettchen

    und : schlafen Sie! Ihr Kind wird spätestens nach 2-3 Nächten gut durchschlafen, kurz aufwachen, trinken, und weiterschlafen. Insgesamt 10 Stunden pro Nacht – mit Ihnen gleichzeitig.
    Ich will nur nicht wissen, wieviele Frauen in der Schweiz „es sich leisten wollen“, das Kind ein Jahr lang oder besser zwei Jahre (gemäss WHO-Empfehlung !) zu stillen. Ich tat es – und meine Kinder schliefen, „ohne Nanny“.

  • Sarah sagt:

    Ja die ersten drei Monate sind anstrengend. Aber ist das nicht schlicht ganz normal? Ich frage mich, ob wir oder besser gesagt unsere Gesellschaft so wenig belastbar ist, dass wir damit schon überfordert sind. Muss „Frau“ dann am nächsten Morgen aussehen wie eh und je? Ist es nicht auch ok, wenn der Haushalt nicht ganz perfekt ist? Ich glaube die heutige Entwicklung geht in eine falscge Richtung, die weder unseren Kindern noch uns selbst gut tut!

  • Eni sagt:

    Was wäre ich froh gewesen um ein solches Angebot (was wir eh nicht hätten bezahlen können): mein Grosser wird im Sommer 15 (durchgeschlafen hat er mit 6 Jahren) und seither leide ich an massiven Schlafstörungen. 3-4 Stunden unter der Woche (nie am Stück) am Wochenende mehr.

    Das 1. Jahr war mehr als Horror, stundenlanges Schreien fast täglich. Geschlafen hat er von 22.15 -5.00 morgens mit mindestens 4 Unterbrüchen, es konnten aber auch 20 sein. Tagsüber noch 2 mal 20 Minuten während man ihn getragen hat.

  • lara sagt:

    so was bräuchte es in der Schweiz:
    http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/wie-die-mutter-so-die-tochter-1.18271928
    nur wäre es schön wenn die Väter mehr eingebunden würden. Aber ein Ort zur Erholung und Wissensweitergabe fände ich super. Die junge Familie hätte Zeit sich zu finden und man müsste sich keine Sorgen um die Nachbarn (wegen dem Geschrei), den Haushalt etc machen. Gleichzeitig würde man sich mit anderen frischen Eltern austauschen können.

  • mina peter sagt:

    Das Problem ist nicht nur der mangelnde Schlaf. Sondern, dass die Umwelt kaum Verständnis hat. Vor allem kinderlose Geschwister (erwachsene), aber auch andere im Umfeld, meist allen voran der Arbeitgeber, zeigen wenig Verständnis für die strapaziöse Situation mit kleinen Kindern und Baby zuhause. Und besonders wenn der Vater – der in der Nacht fleissig aufsteht – im Büro müde ist oder früher heimgeht, ist das Verständnis bei der Arbeit noch sehr mangelhaft.

    • Alice sagt:

      Fakt ist dann halt das die Arbeit von anderen gemacht werden muss im Büro. Andere Arbeitnehmer sind evt müde von der Weiterbildung am Abend etc etc…. da kann nicht jeder einfach immer früher heimgehen.. Und was haben die kinderlosen Geschwister mit dem Durchschlafen zu tun?? Wenn ihr Mann andauernd nachts fleissig aufstehen muss tut er mir leid….

  • Sandra Meier sagt:

    Unsere Tochter schlief von Tag 1 bei uns im Bett, da ich sie auch fast ein Jahr Tag/Nachts voll gestillt habe (Konsequente Breiverweigererin 😉 ). Von ca 4,5-9 Monate verschoben sich die Mahlzeiten mehr und mehr in die Nacht dh. ich habe sie von 21-24 Uhr jede Stunde, und dann von 24-8 alle 2h gestillt. Mit der Zeit bin ich garnicht mehr richtig aufgewacht, für mich war das, und ist es heute noch, wie durchschlafen. Sie ist 19m alt und schläft seit 4 Tagen wieder durch, davor 3 Monate alle 2-3h wach geworden.

    • lara sagt:

      Respekt. Ich könnte das nicht. Meine tranken nach der 12. Woche noch 2-3 Mal in der Nacht und davon hat mein Mann immer eine Mahlzeit mit abgepumpter Milch übernommen. Während des Mutterschaftsurlaubes geht ja das noch aber arbeiten und nicht richtig schlafen, das ging bei mir nicht.

  • Katharina B. sagt:

    Wenn kein „Stamm“ oder „Clan“ zur Verfügung ist, dessen Mitglieder den jungen Eltern mal unter die Arme greifen können, halte ich bezahlte Hilfe für angebracht und eine gute Lösung.
    Rabeneltern sind wohl eher jene, die zwar in einer Situation im roten Bereich sind, aber zu stolz, um sich Unterstützung zu holen in der Meinung, das alleine schaffen zu müssen.
    Der Mensch ist nicht dafür gemacht, seine Kinder alleine aufzuziehen, das war und ist Gemeinschaftswerk!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Oder frei nach einem alten afrikanischen Sprichwort: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen oder ein Kind stark zu machen“ :)! Wie wahr :)!

  • Jennie sagt:

    Ich kann Diese Eltern verstehen. Eine gesunde Portion Schlaf kann in einer schwierigen Situation alle beruhigen und schwere Zeiten leichter machen und wenn man niemanden in der Familie hat der helfen kann, sollte man sich Hilfe holen. Man kann aber auch einfach das Kind im Eltern Bett schlafen lassen und es viel herumtragen. Das hat bei uns super geholfen. Wir haben es so ab der ersten Woche gemacht und seit mehr als einem Jahr schläft die Kleine (13 Monate).

    • alam sagt:

      Schon mal überlegt, dass ihr Kind eine Ausnahme sein könnte?

      • Manuela sagt:

        Ist es nicht. Meine beiden waren auch und und ich kenne noch mehr.

      • 13 sagt:

        Hier auch, Familienbett und herumtragen.

        Beim ersten half es früh durchzuschlafen, das Zweite kam zwar sehr oft (bis zu 10 Mal), aber er schlief an der Brust schnell wieder ein und ich wurde gar nie ganz wach. Mein Fazit zu dem Thema ist eh: „Nachts mehrfach aufwachen ist anstrengend, nachts mehrfach aufstehen ist tödlich.“ Das habe ich stets zu vermeiden versucht und es auch geschafft. So konnte ich trotz Stillen alle Stunde und 80% Job funktionieren.

      • Jennie sagt:

        Das ist keine Ausnahme sondern Tatsache. Wir hatten eine sehr guet Hebamme, welche oft in fernöstlichen Gebieten aushilft. Dort schreit kein Baby. 1. werden durch das Herumtragen die Koliken gelindert, 2.die Mutter-Kind-Beziehung gestärkt und 3. fühlt sich das Kind ganz einfach wohl in einem Familienbett und 4. muss in der Nacht mehrmals gestillt werden, muss man nicht aufstehen. Steckt man hingegen sein Bebe in ein kleines Bett (nach 9 Monaten der absolutesten Nähe) ist das schon eine krasse Umstellung, da würd ich auch weinen…!

    • Bernhard sagt:

      Jennie, ich finde Ihren Vorschlag spannend, da wir es zwar auch so handhaben, ich jedoch nicht sicher bin, ob dieses Rezept für alle Kinder gleichermassen gilt. Deshalb meine Frage an die Blog-Teilnehmer und Teilnehmerinnen: Gibt es unter Ihnen auch Nachwuchs, der trotz gemeinsamem Bett und viel Körpernähe Mühe mit Durchschlafen hat? Ich habe bislang noch nichts Gegenteiliges gehört, kenne aber in meinem Umfeld zugegebenermassen auch nicht so viele Familien, die das so praktizieren. Daher bin ich sehr an einem Feedback interessiert!

      • Zwergenmama sagt:

        Wir habens mit unserem Zwerg zuerst im eigenen Bett und eigenem Zimmer versucht. Resultat: x-faches Aufstehen in der Nacht, lautes Gebrüll und schlotternd neben dem Kinderbett stehen. Kaum hatte sich der Zwerg beruhigt und der Elternteil sich im Bett wieder aufgewärmt, ging’s von Neuem los.
        Auf Tipp der Hebamme schlief er bei uns im Bett Und siehe da, der Zwerg schlief innert kurzer Zeit durch und unsere Schlafqualität stieg enorm. Nach etwa 9 Monaten stellten wir sein Bezt neben unseres und es klappte ebenfalls. Nach etwas mehr als einem Jahr schlief er in seinem Bett und seinem Zimmer.

      • Zwergenmama sagt:

        /2: Allerdings wurde die „ich schlafe alleine in meinem Zimmer“-Phase wieder beendet, als wir die Gitter vom Bett abmontierten. Ewiges Wiederaufstehen und schauen was Mami und Papi machen ergab für uns keinen Feierabend. Der Zwerg fand, im MamiPapiBett würde er selbstverständlich liegen bleiben, nicht mehr aufstehen und auch alleine einschlafen. Wir gönnten ihm den Versuch, was tatsächlich auch klappte und uns unser Bett ein Jahr lang zu dritt teilen liess. Unterdessen haben wir sein Zimmer mit ihm umgestellt, die Wand farbig gestrichen und er schläft wieder bei sich. Auch wenn dies nicht

      • Zwergenmama sagt:

        /3: geklappt hätte: spätestens mit 18 legen die Kinder wert darauf, nicht mehr mit Mami oder Papi in einem Bett zu schlafen, das wäre ja sowas von uncool;)

      • Niffenegger sagt:

        Also unsere zwei Buben waren sehr lange bei uns im Familienbett .Von diesem Zeitpunkt an,wo ich sie nicht mehr stillte schliefen sie im eigenen Zimmer und schliefen auch die ganze Nacht durch.Sie wollten seither nie mehr im Elternbett schlafen.Bei unserer Tochter machen wir es auch wieder so,die schläft im Elternbett.

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Siehe oben. Mein Sohn schläft trotz Familienbett und Tragen auch heute mit 2,5 SELTEN durch. Der Unterschied liegt für mich nicht beim Baby sondern bei mir. Da er immer gleich da war und ich alles im Halbschlaf erledigen konnte, hatte ich trotzdem Erholung. Da ich durch den Austausch mit anderen und entsprechender Literatur darauf eingestellt war, dass es halt so ist, stresste es mich nicht. Objektiv gesehen war er ein viel anstrengendes Baby als meine Tochter (Schlaf, viel Körperkontakt , schrie viel mehr), aber subjektiv empfand ich ihn als einfacher, da ich mich verändert hatte.

  • WorkingMama sagt:

    Ich weiss nicht wie wir das mit unserem 2. (Kolik-)Baby ueberlebt haben, ohne Grosseltern und Verwandtschaft. Es war 5 Monate der Horror und auch danach hat es ein Jahr gedauert bis er durchgeschlafen hatte. Ich sage es allen Besserwissern: Ich haette sehr viel dafuer gegeben eine Nacht durchzuschlafen! Und ja wir waren zu zweit aber wir wohnen in einer kleinen Wohnung, beide Kinder teilen ein Zimmer (2 schreiende Kinder in der Nacht waren der Supergau!) und auch wenn die Waende massiv sind, hoert man trotzdem ALLES. Zum Glueck vergisst/verdraengt man solche Sachen schnell….

    • Muttis Liebling sagt:

      Mei Sohn war 3, als er bei einem Besuch bei Freunden sagten, er möchte auch, dass wir eine eigene Toilette haben. Hatten wir aber nicht, sondern wie im Nachkriegsberlin üblich gemeinschaftlich genutzt eine halbe Treppe tiefer.

  • Angie sagt:

    Ich habe ebenfalls Zwillinge und ich kann nur bestätigen, dass es nichts schlimmeres als Schlafentzug gibt. Auch ich war in den ersten Monaten ein richtiger Zombie und bin heute noch meinen Schwiegereltern dankbar, dass sie zu uns nach Hause kamen, damit ich ein paar Stunden am Stück durchschlafen konnte. In dieser Zeit waren die Augenringe auch nicht das Schlimmste, sondern meine extreme Vergesslichkeit. Ich habe wirklich ALLES vergessen, soeben gemacht und schon vergessen. Ich fing sogar an aufzuschreiben, wann ich welches Kind geschöppelt hatte. Heute kann ich darüber lachen, damals nicht.

  • Kitty sagt:

    Wenn es nicht so teuer wäre, würden wir uns das auch ab und zu mal gönnen… Schlafmangel ist nicht zu unterschätzen und nützt weder den Kindern noch den Eltern.

  • Michael H. sagt:

    Wie lösen andere Kulturen diese Probleme? Also weniger „weit entwickelte“ Kulturen?
    Vielleicht sind wir einfach langsam an der Grenze angelangt, was für Menschen noch tragbar ist. Zu spüren kriegen dies vor allem Familien mit kleinen Kindern, mit physisch oder psychisch eingeschränkten Familienangehörigen, pflegebedürftigen Eltern, Partnern, etc.
    Es steht in der Verantwortung jedes Einzelnen, seine Ressourcen den Mitmenschen zur Verfügung zu stellen und vielleicht selber auch einmal davon zu profitieren. Ich finde nich, dass dies Aufgabe des „Staates“ ist. Liebe deinen nächsten wie dich selbst

  • ingrid sagt:

    Unsere Tochter schlief erst nach 2 Jahren durch. Es gab Nächte mit Pausen von max. 20 Min. zwischen dem Schreien – 20x Aufstehen pro Nacht war keine Seltenheit. Sobald ich kapierte, dass es ihr grundsätzlich gut geht und kein Leiden dahintersteckt, sie sich normal entwickelte, konnten wir alle damit umgehen. Papi wurde vom Aufstehen in der Nacht entbunden, da ich tagsüber zu Hause war und ausruhen konnte. Ich bin auch bei kürzesten Abständen jedes Mal tief eingeschlafen. Es ist Einstellungssache! Ich habe verstanden, wie man dazu kommen kann, ein Bébé zu schütteln. Besser man holt sich Hilfe.

    • Lucie sagt:

      Hallo Ingrid
      Ist das wirklich Einstellungssache?
      Unser Sohn ist bald 8 Monate alt, 2 Nächte hat er bis anhin mehr als 6 Stunden am Stück geschlafen. Sonst haben wir ähnliche Nächte wie du sie beschreibst. Auch ich kann nachvollziehen, dass man diesem über alles geliebtem Geschöpf plötzlich etwas antut. Hast du Hilfe bekommen?
      Schön, wenn einer Mutter tagsüber auftanken kann, geht aber nicht wenn ein weiteres Kind da ist.
      Einstellungssache ist es, sich Hilfe zu holen. Gegen die Übermüdung und Überforderung hilft aber auch die beste Einstellung nichts.

  • M. Meier sagt:

    …was ist mit den Grosseltern…? Wir gaben unsere Kleine ab der 6. Woche alle drei bis vier Wochen über Nacht mal zum Grosi und alle hatten Gewonnen; wir schliefen durch und unsere Mütter durften so eine wunderschöne Beziehung zu ihrer Enkelin aufbauen. Nebenbei bemerkt… Meine Mutter erzählte letztens, dass sie in ihrem Umfeld mehrere frischgebackene Grossmütter hat, welche es als sehr grausam und verletzend empfinden, dass ihre Helikoptertöchter ihnen ihre Enkel vorenthalten und zum Teil nicht mal das Wickeln zutrauen würden…

    • Niffenegger sagt:

      Sorry aber vielleicht hat es nicht nur mit vorenthalten zu tun.ich kann meine Tochter im Moment nicht weggeben weil ich stille und das müssen zum Glück die Grosseltern noch nicht übernehmen!!!

  • Antoinette sagt:

    Da frag ich mich, wie wir das damals gemacht haben, ohne all diese Angebote. Wir haben zu den Kindern geschaut, ohne fremde Hilfe, sind mit Augenringen durch die Gegend gelaufen, aber wir haben es geschafft.

    • Michi sagt:

      und, war’s schön? Auch für die Kinder mit den gestressten Eltern?

      • Peter Steiner sagt:

        Man hat die Kinder einfach auch mal schreien lassen (Ausnahmen ausgenommen) und nicht bei jedem Hänneschiss gleich herumgetragen.

      • 13 sagt:

        Das stimmt, Herr Steiner. Gott sei Dank sind heute viele Eltern weiter, kennen bessere Methoden zu etwas Schlaf zu kommen und glauben nicht jeden daher gesagten Schwachsinn wie „das stärkt die Lungen“ und ähnliches. Ich bin sicher, die Kinder danken es uns.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn man ein wenig geschult ist, kann man Schreien von Schreien unterscheiden Wenn man einem Kleinkind erst mal angeboten hat, auf dem Körper eines Menschen schlafen zu dürfen, wo es wie aus dem Uterus gewöhnt nicht nur die Herztöne, sondern auch das metabolische Rülpsen hört und empfindet, dauert es eben ein wenig, bis es ins Leben geht. Nur vermeiden lässt es sich nicht.

      • 13 sagt:

        @ ML
        Ich kenne niemanden, der es vermeiden will, höchstens dem Kind die Entscheidung überlassen, wann es soweit ist. Schreien vom Schreien unterscheiden schafft wohl jedes Elternteil, das sich mit dem Kind beschäftigt. Die Frage ist eher: warum sollte nur auf ein Schreien (bsp. Hunger, nass) reagiert werden und auf anderes (Langweile, Einsamkeit) nicht? Ich empfinde diese Bedürfnisse nicht als weniger wichtig.

    • Antoinette sagt:

      gestresst, gestresst, was soll das….heute sind die jungen Eltern keinen Deut besser. Die nehmen sich ja nicht mal die Zeit zum Erziehen…denn sie hängen permanent an den Handys

    • Muttis Liebling sagt:

      Gestresste Eltern gibt es erst, seit es den Begriff Stress gibt.

      • Michi sagt:

        den Zustand wird es wohl gegeben haben, er hiess nur nicht so…

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gab den Zustand, sogar viel schlimmer, der wurde aber nicht bedrohlich empfunden. Man ist heute nicht überlastet. sondern belastungsinsuffizient. Als Kind zu weich erzogen und als Erwachsener kaum gefordert. Wenn dann man etwas ganz normal schief läuft, kommt es gleich zu Depression oder Herzinfarkt.

    • monaco sagt:

      Ja, ich frage mich auch manchmal, wie meine Mutter es (ohne Nanny) geschafft hat, 7 Wochen nach meiner Entbindung wieder Vollzeit arbeiten zu gehen, so wie viele Frauen damals – ein Punkt könnte sein: Sie waren jung und körperlich belastbar – die Mütter heute sind oft gegen 40, also ein biologisches Alter, in dem man früher Oma wurde (und in anderen Kulturen noch heute wird) – dazu kommen alte pflegebedürftige Eltern, viel Verantwortung im Job und nicht selten die eigenen nahenden Wechseljahre – man kann eben nicht alles haben, will es aber partout – Biologie wird halt ausgeblendet.

      • lara sagt:

        Ich könnte die Arbeit, welche meine Grossmutter machte, auch im Halbschlaf erledigen. Die Belastung und Ansprüche an die Arbeitnehmer sind heute – fast immer – nicht mit der Belastung in den 40er und 50er Jahren vergleichbar. Meine Grossmutter arbeitete körperlich hart und hatte lange Tage, sie musste aber nicht konstant 100% konzentriert sein und konnte die kranken Kinder immer mitnehmen. Dazu kommt, dass unsere Grosseltern ihre Kinder stundenlang unbeaufsichtigt liessen (im Guten wie im Schlechten. Ich möchte das da gar nicht werten).

      • monaco sagt:

        Ich rede nicht von meinen Großeltern (auch da bezweifle ich, dass deren Alltag so leicht war) sondern Eltern, also von den 70er Jahren, meine Mutter hatte einen anspruchsvollen Job als Personalleiterin und mich konnte sie da nicht mitnehmen…es wird gerne behauptet, dass man heute so viel mehr leistet, richtig ist, dass man 80% der Zeit mit Multi-Media verbringt statt mit Arbeit, freie Zeit ist mehr geworden, aber da muss man sich bespassen, statt sich auszuruhen.

  • Marco sagt:

    Night Nanny’s können hier gefunden werden : http://www.lets-teach.ch/?q=de/letsteach/offer/diverse/nightnanny
    Oder man kann sich eintragen wenn man sich als Night Nanny engagieren will.

    Ist übrigens kostenlos.

  • Irene Steiner sagt:

    hier tut man so, als könnten sich ALLE 300.- Fr. pro Nacht leisten…

    • lara sagt:

      Das hätten wir nicht gekonnt aber dennoch in Anspruch genommen. Wir hätten in dieser Zeit auf wirklich alles nicht lebensnotwendige verzichtet um ein-zwei Nächte schlafen zu können.

  • M.B. sagt:

    Purer Unsinn, diese Angstmacherei. Als Psychologe kann ich sagen, dass der Mensch evolutionär zu einem Sippentier wurde. Die Angst, dass eine Nacht-Nanny etwas zerstören könnte, ist völlig unbegründet. Von gut ausgeschlafenen Eltern haben alle etwas!

  • dres sagt:

    Die ersten Monate steckt man doch locker mit weniger Schlaf weg. Die Tortur beginnt danach – bei uns dauerte sie über drei Jahre. Und bei nächtelangem Husten wie diese Woche fehlen schon wieder zig Stunden Schlaf….
    Aber es kommen sicher bald bald schlaftechnisch gute Zeiten. Wie lange sage ich das schon? 😉

    • plop sagt:

      Ja, haha, das sag ich auch immer wieder… Seit der Kleine geboren ist, hab ich keine Nacht mehr ganz gut schlafen können, das sind nun gut 20 Monate, und man kann auch die vorhergehenden 5 Jahre vom Grossen mitzählen. Da ists zwar seit längerer Zeit besser, oder wir bemerken ihn kaum mehr wenn er sich in unser Bett schleicht, zudem kommts nun mal ab und zu vor dass er bis am Morgen in seinem Bett bleibt – Sie sehen, Grund zur Hoffnung!

      Wir haben 2 Betten aneinander (ein Futon, 1m60 und eine Matratze auf Rost (1m20), so ist genügend Platz für alle 4, es lohnt sich…

      • dres sagt:

        Ah, dieses Problem ist bei uns jetzt zum Glück anders. Im Prinzip schläft er seit ein paar Monaten durch und liebt sein Bett. Aber ab und zu träumt er halt etwas Doofes. Kumuliert mit den Husten-Nächten kanns dann zu ganz mühsamen Serien kommen. Letzte Nacht war er mit mir im Elternbett, damit wenigstens die Mutter halbwegs schlafen konnte. Zu dritt wäre bei diesem Gehuste und Geschnarche nicht an Schlaf zu denken… 😉

  • Thomas Jordi sagt:

    Unsere Grosse ist 3.5, schläft nicht durch:
    Nach 4 Moanten gab es eine Phase von 3 Monaten, wo sie durchschlief. Das wars, seither wieder nicht durchschlafen. Immerhin, seit sie 3 ist kommt sie einfach in der Nacht ins Zimmer und legt sich still auf die Matratze nebendran, man erwacht nicht mehr immer… ein Fortschritt. Nun kam die 2., die ist deutlich schläfriger, aber hat in ihren 380 Lebenstagen genau 2 mal durchgeschlafen. Man gewöhnt sich an wenig Schlaf, aber schön ist es nicht.
    Viele Eltern schlafender Kinder wissen nicht, wie schlimm Schlafentzug ist, die jammern nach 1 Nacht…..

  • IKaE sagt:

    Liebe Leute
    Ich habe selbst noch keine Kinder… Ich habe aber ein ganz grosses <3 für unsere jüngsten Erdenbürger – und auch ihre Eltern. Ich – wir – biete oft Hütedienst an, der wird oft dankend abgelehnt… Könnte mir aber auch gut vorstellen, Eltern aus dem Bekanntenkreis mal eine ganze Nacht oder ein Wochenende zu entlasten (hab ich bei meiner Tante und den kleinen Cousin als Teenager schon gemacht und hat super funktioniert) nur müssen die Eltern dazu auch bereit sein. Habe das Gefühl, viele haben doch ein schlechtes Gewissen… Schade! Helfe gerne, wenn ich kann.

  • Papa sagt:

    Bei meiner Freundin wurde 4 Tage nach der Geburt eine postnatale Depression diagnostiziert. Absolut nichts ging mehr! Bis ein Platz in der Mutter-Kind Station der psychiatrischen Klinik frei wurde, musste ich alleine während den ersten 2 Lebenswochen für unsere Tochter sorgen. 7×24 Stunden. Es war die Höhle und ich wünsche das keinem Elternpaar. Ich hätte mir auch eine solche Nacht-Nanny gewünscht. Wir hatten aber in unserem Unglück das grosse Glück, eine erfahrene Kleinkindererzieherin im Freundeskreis zu haben und die hat dann 3×1 Nacht für mich übernommen. Es war die Rettung für mich!

  • Anna Fries sagt:

    Ich finde das super – insbesondere dort wo der Mann sich berufsbedingt zu wichtig ist, um wenigstens an den Wochenenden Pikett zu machen. Der kann sich das dann auch leisten. Würde dies auch brauchen, da ich eine seltene Krankheit habe, die bei Stress, falscher Ernährung oder eben Schlafmangel schlimmer wird. „Jetzt ab in den Spital“ schlimmer. Auch ich höre „ist doch alles nur Planungssache“ oder „du must halt lernen, dich zu entspannen“ und finde das schon ohne Neugeborenenschlafmangel absolut nervtötend. Wer keine Ahnung hat soll doch einfach die Fr…. halten.

    • fabian sagt:

      sorry, aber wer selbst auf goodwill angewiesen ist (’seltene krankheit‘), sollte es vielleicht unterlassen, anderen pauschal unterstellungen zu machen (‚männer nehmen sich zu wichtig‘).

      • Amy Berger sagt:

        Ganz genau Fabian. Oder wenn der Mann einen Beruf ausübt, bei dem Ausgeschlafenheit und Fitness lebensnotwendig sind (Bsp. Pilot).

      • Eni sagt:

        Warum ist Anna Fries auf Goodwill angewiesen? Hat sie kein Recht auf Hilfe? Schliesslich ist wohl kaum freiwillig krank.

      • Anna Fries sagt:

        Ähm, wieso gleich so aggressiv? Ich kenne zwei, drei solche Paare, der Vater tut so, als sei alles wie vorher, kritisiert die Frau, weil sie halt grad etwas „handglismet“ aussieht aber nachts aushelfen ist nicht, weil er im Bürojob „voll da“ sein muss. Finde ich nicht ok… Ich bin übrigens auf null Goodwill angewiesen, kämpfe mich alleine und ohne IV oder so durch die Welt, auch wenn es sehr schwer ist. Aber ich helfe immer wieder anderen, trotz Krankheit, weil mir durch sie bewusst wurde, was eigentlich zählt.

  • Büchsenspannerin sagt:

    Es gibt tatsächlich Zeiten mit Kleinkindern, in welcher jede Stunde Schlaf Gold wert ist, aus welchen Gründen auch immer. Allerdings bin ich der Dienstleistung der Night-Nanny gegenüber skeptisch: schön, wer sie berappen kann; wie stellt sich der Fall dar, wo das Budget es nicht erlaubt, es aber aus medizinischen/psychosozialen Gründen notwendig wird? Sehen wir uns dann mit neuen Forderungen an den Leistungskatalog der KK konfrontiert? Sonstiger Versicherungen? Hmm, ich bin gespannt.

  • tanja sagt:

    die nightnanny funktioniert nur sehr bedingt. wenn frau zb. alle zwei stunden stillen muss, dann nützt weder nanny noch ehemann…! aber zum glück blendet man diese schlaflosen zeiten irgendwann aus und erinnert sich hauptsächlich an die positiven seiten der babies…:-) bei mir zumindest ist das so.

  • FB sagt:

    Nur wer ein Schreibaby hatte kann nachvollziehen was das heisst – Schlafentzug alleine ist schon schlimm genug! Rede da aus eigener Erfahrung: Sohnemann hat 4 Monate lang 6 Stunden am Stück (22-4 Uhr) geschrien. Und mit Schlafnachholen tagsüber war leider nichts – da war noch ein älteres Geschwisterchen…

  • Pat sagt:

    Wenn ich amigs die Mamis tagsüber im Bäckerareal in Zürich mit ihren Kindern käffelen sehe, an der Sonne, dann frage ich mich schon, ob man diese Tätigkeit nicht auch nicht vollständig ausgeschlafen leisten kann.

    • Annette Huber sagt:

      Leute wie Ihnen wünsche ich von ganzem Herzen ein Kind. Ich habe vermutlich auch so gedacht, als ich noch keine Kinder hatte. Heute finde ich dies nur noch arrogant und naiv.

  • 13 sagt:

    Ohne urteilen zu wollen: Bei alleinerziehenden verstehe ich es sehr gut. Bei Paaren frage ich mich zuerst einmal, weshalb sie sich die Zeit nicht teilen. Bei meiner Grossen kannte ich das Problem nicht. Sie kam die ersten 2,5 M einmal pro Nacht und seither nicht mehr. Mein Kleiner kam zeitweise im Halbstundentakt, dies 9 M lang. Dank Familienbett und stillen, empfand ich es nicht so schlimm, hinziehen, ansetzen, weiterdösen, so übernahm ich es meistens. Kam ich aber mal an meine Grenzen, konnte ich das Kind einfach meinem Mann hinhalten und sagen: „Ich brauche Schlaf, du übernimmst.“

    • 13 sagt:

      Und auch heute machen wir es so, wenn ein Kind krank ist, dass einer früh schlafen geht, der andere bis 02.00/03.00 Uhr zum Kind schaut und dann wird gewechselt. So kommt man auch noch auf 6 Stunden, was uns vorübergehend reicht.

      • 13 sagt:

        @ Lara
        Kenne ich, mein Mann musste auch schon mit dem Kind spazieren gehen, damit ich zum Schlafen kam 😉 Der Papa-Radar funktionierte bei uns aber auch, aber dieser schaltet sich dann aus, wenn Mamas angeht. Weiss er, dass er zuständig ist, ist er in Alarmbereitschaft 😉

    • lara sagt:

      Wir machten das auch so. Bei zwei Kindern wirds dann schon schwieriger. Leider hatte ich auch immer Mühe zu schlafen wenn eines der Kinder schrie. Mein Mamaradar liess sich nie abstellen. Mein Mann hingegen konnte ganz gut weiter schlafen wenn er wusste, dass ich mich darum kümmere.

      • Hotel Papa sagt:

        Unsere zwei waren zweieinhalb Jahre auseinander, die Tochter ist unter Protest ausgezogen, als der Sohn kam und hat ab da im eigenen Bett geschlafen.
        Der Rader war bei uns umgekehrt. Insbesondere der Sohn hat immer sofort registriert, wenn die Aufmerksamkeit von Mama nicht 100% zur Verfügung stand (weil sich z.B. die Eletern wieder einmal umeinander kümmern wollten…) und hat sich dann zuverlässig gemeldet.
        Aufwachpickett hat bei mir mindestens so gut funktioniert wie bei ihr. Beim Stillen kam ich allerdings an meine biologischen Grenzen…

      • Muttis Liebling sagt:

        Den Begriff ‚Mamaradar‘ sollte man unter Artenschutz stellen. Was gibt es noch mehr, als dieses intuitive Gefühl der Mutter zu ihrem Neugeborenem.

    • Hotel Papa sagt:

      War bei uns auch so. Wenn das Kind in der Nacht sich das erste mal gemeldet hat, ist eins von uns zweien auf und hat es geholt. Ab da lag es bei uns im Bett und hat entsprechend ruhiger geschlafen. Beim nächsten Muckser war es schon da zum Stillen.

      Hat gut funktioniert und die Nachtruhe gesichert. Liebesleben war allerdings Essig für ein paar Monate.

  • josephine sagt:

    Finde ich super! Wenn bei mir das Thema Kinder mal aktuell werden sollte, dann organisier ich mir sofor eine Night Nanny… Warum nicht? Gibts das schon in Zürich?

  • Stevens sagt:

    150-300 CHF für eine Zehnstundenschicht in Nachtarbeit? Man rechne mal den Stundenlohn aus. Ist das nicht schon fast Ausbeutung? 300 CHF pro Nacht ist für eine Familie fast nicht zu stemmen, und die Nanny erhält einen Hungerlohn…
    Das ist ja das Problem bei jeglicher externen Kinderbetreuung.
    Und dennoch: Möglicherweise ist diese Investition das wertvollste, was man als Eltern machen kann. Und Leute, welche

    • Sportpapi sagt:

      Sie haben recht. Mir scheint das auch deutlich zu billig budgetiert. Aber vielleicht muss man eine solche Leistung ja auch nicht immer bezahlen? Hilfe holen? Auch wenn das tina dann vielleicht nicht gerne hört…

      • tina sagt:

        das ist grausam überheblich sportpapi. auch unentgeltliche hilfe erfordert irgendwann revanche.

      • tina sagt:

        haarsträubend, dass es leute gibt, die denken, andere wollen lieber einfach in einer misere sein, als ratschläge von schlauen aussenstehenden zu beherzigen. das hat auch mit respekt zu tun. und einer kleinen portion demut, dass man es vielleicht nicht nur durch eigene initiative in die privilegierte lage geschafft hat, aus der man alles so nett besser weiss

      • Barbara sagt:

        Kennen Sie irgendwer, der freiwillig die Nacht mit einem nicht eigenen Kind durchmacht? Bei aller Unterstützung durch das Umfeld – in der Nacht war es mit der Grosszügigkeit vorbei.

      • jürg. sagt:

        @Tina
        „auch unentgeltliche hilfe erfordert irgendwann Revanche“
        das stimmt so nicht, jedenfalls nicht bei uns. Ich bitte Dir unentgeltliche Hilfe an, auf Lebzeit, ohne Revanche..

      • lara sagt:

        Ich muss leider Barbara zustimmen. Wir hatten und haben zum Glück immer noch viel Unterstützung von den Grosseltern, Freunden und Nachbarn. Bei der Nachtschicht hört aber die Hilfsbereitschaft auf. Das höchste der Gefühle waren Abende für uns. Eine Nacht in den ersten 12 Wochen? Das hatten wir nie!

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ja, unentgeltliche Hilfe erfordert irgendwann Revanche. Aber nicht im Sinne des gegenseitigen Verrechnens. Sondern halt einfach die Bereitschaft, anderen auch zu helfen, wenn man dazu in der Lage ist. Ich bin zudem wirklich davon überzeugt, dass man sich ein solides Netzwerk, einen Freundeskreis, der wirklich hilft, wenn man in der Not ist, aktiv aufbauen kann und muss. Bei der Verwandtschaft ist natürlich mehr Glück dabei.
        @Barbara: Ja, solche Leute kenne ich. Ich würde das jedenfalls für meine Freunde in der Not tun. Nicht immer, aber hin und wieder.

      • tina sagt:

        jürg. das ist ein grosszügiges angebot, aber ich bin selber längst nicht mehr in der lage. und ehrlich: angenommen ich hätte jetzt ein schreibaby, ich glaube nicht, dass ich so ein anonymes angebot annehmen würde. der eine oder andere mag verstehen warum. und die anderen werden die augenbrauen heben und sagen: man muss eben hilfe auch annehmen.

      • tina sagt:

        sportpapi: ja, ein stabiles netzwerk hilft. genau: „wenn man dazu in der lage ist“.
        kurze notlagen kann man sicher überbrücken, aber wenn du am strampeln bist, lässt sich nicht auch noch ein netzwerk aufbauen, da dazu eh keine kapazität vorhanden ist.
        wenn ich mich so umschaue, haben die leute entweder kinderlose freunde/bekannte/nachbarn, die beruflich engagiert sind, oder es nicht so mit kindern haben, und schon gar nicht mit kindern die nicht nur herzig und einfach sind, und die anderen laufen selber knapp am anschlag.
        vielleicht kannst du hinnehmen, dass das eine dir fremde welt ist

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Nein, man kann keine Netzwerk mehr aufbauen, wenn man schon am Strampeln ist. Und ja, man muss Hilfe natürlich dann auch annehmen. Und ja – da leben wir offensichlich in verschiedenen Welten.

      • Annette Huber sagt:

        ICH kenne solche Leute. Meine Eltern und mein Bruder. Mein Bruder hat gerade letzthin eine Nachtschicht mit unserem Neugeborenen übernommen. Und meine Eltern nehmen die Grosse immer wieder, um uns zu entlasten, kochen und kaufen für uns ein. Und auch eine Nachtschicht mit dem Neugeborenen haben sie schon angeboten. Sie sind 70. Und die Besten.

      • jürg. sagt:

        @tina
        ich bewundere Alleinerziehende wie Dich. Ich weiss nicht ob ich die Kraft hätte und meine Kinder sind bald keine Kleinkinder mehr.

      • Zwillingsmutter sagt:

        Verstehe nicht ganz, wieso hier von der Spitex die Rede ist. Unsere öffentliche Spitex bietet keine Kinderbetreuung über Nacht für gesunde Kinder an. Schon gar nicht mit Abrechnung über die Krankenkasse, das Kind ist ja nicht krank. Entlastung der Eltern zählt nicht als Grund für eine ärztliche Verschreibung von Spitexeistungen.

    • 13 sagt:

      @ Stevens/SP
      Entschuldigt mal, aber wo leben Sie? Das sind immerhin 15-30.- pro Stunde für eine Arbeit, die teils nur aus Pikett besteht, währenddessen man auch schlafen kann und die keine Ausbildung erfordert. Also da habe ich als Studentin für 18.- die Stunde noch einiges härter gearbeitet. Gehen Sie mal in die Gastronomie, in den Verkauf, Lager, Fabrik, Pflege. Da sind die Löhne nicht so unterschiedlich, verglichen zur Arbeit. Immerhin wehrt man sich gerade gegen die Mindestlohninitiative, die 4’000 will, das sind 180.- pro Tag. Ich bin ja Sozi, aber Ausbeutung ist was anderes.

      • jürg. sagt:

        Gelten hier nicht die Mindestlöhne für Hausangestellte, die ja auch bei der Nanny gelten? Je nach Kanton Verschieden aber für ungelernte Angestellte ohne Berufserfahrung beträgt der Brutto-Mindestlohn CHF 18.20 in der Stunde?

      • 13 sagt:

        CHF 18.20 würden also bei 10 Stunden CHF 182.00 betragen, also einiges weniger als CHF 300.00. Es stellt sich dann einfach noch die Frage, welche Zeit wirklich als Arbeitszeit angeschaut wird. Auch die 2-3 Stunden, in denen das Kind schläft? Oder müsste es da einfach eine Bereitschaftsentschädigung geben, die einiges tiefer ist?

      • 13 sagt:

        Im Übrigen fällt Kinderbetreuung nicht darunter:

        http://www.seco.admin.ch/aktuell/00277/01164/01980/index.html?lang=de&msg-id=35736

        „Weiter sind gewisse Kategorien von Erwerbstätigen ausgenommen, insbesondere Arbeitnehmende in Ausbildungs- und Praktikumsverhältnissen, Personen, die vorwiegend Kinder betreuen (Tagesmütter und Babysitter) sowie Ehegatten, Konkubinatspartner und eingetragene Partner.“

      • jürg. sagt:

        @13 vielen Dank!

        Ich bin zwar nicht Sozi, würde mich aber trotzdem schämen, einer Nanny weniger als den Mindestlohn zu bezahlen..

      • Stevens sagt:

        @13: Jaja, man selbst ist immer der ärmste, während andere einen viel lockereren Job haben und viel mehr verdienen. Wo bleibt der Respekt für die Arbeit, welche eine solche Nanny erbringt?

        Als sie für 18.- gearbeitet haben, da waren sie sicher Angestellte. 18.- haben sie erhalten. Ihre Arbeitsstunde hat die Firma aber noch ein Stück mehr gekostet (Sozialleistungen, Nebenkosten, etc…) Das müssen sie auch berücksichtigen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Diese Diskussionen sind Ausdruck dafür, dass man die wichtigen Probleme eben nicht mit Geschäftsmodellen lösen kann. Wenn jemand mit fremden Kleinkindern umgehen kann, fremde Alte oder Behinderte mit selbst verleugnender Hingabe betreut, kann man das nicht gegen Geld rechnen. Das sind keine Berufe wie Schreiner oder Finanzbeamter, wo man quantifizierte Leistung gegen Frankenbetrag setzen kann.
        Wenn man betriebswirtschaftlich rechnet, können sich vielleicht 3% der Familien Fremdbetreuung und genau so viele Menschen gesundheitliche Fürsorge im Rahmen des medizinisch möglichen leisten.

      • fabian sagt:

        Da muss eben der Staat das Geld in die Hände nehmen. Wenn Carlos jeden Monat 29’000 Fr kostet, dann darf doch eine Familie 10’000 pro Monat kosten. So würden wir dem ersehnten schwedischen Modell wieder einen Schritt näher kommen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @fabian, natürlich nur so. Es gibt wirtschaftliche und hoheitliche Interessen. Die überschneiden manchmal, sind aber eigentlich gut zu trennen.
        In Deutschland hat Konrad Adenauer eine konservative Sozialpolitik mit dem Satz begründet ‚Kinder bekommen die Leute ja sowieso.‘ Nun machen sie das aber jetzt nicht mehr.
        Als Mensch habe ich sehr viel Sympathie für den Gedanken, das Kinder ganz privat sind. Aber sind sie es noch, wenn ganz selbstverständlich äussere Akteure mit scheinbar, allerdings auch objektivierbaren Argumenten, das alles kommerzialisieren.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich habe all diese Jobs auch gemacht, auf dem Bau, an der Kasse, in der Spedition, im Frühdienst ab 5 Uhr gearbeitet. Und immer wieder zu sehr bescheidenem Lohn. Trotzdem. Wenn ich mich schlau mache nach Betreuungsangeboten über Nacht (z.B. auch für Senioren), dann sind die Angebote alle deutlich über 300 Franken. Klar, weil es ja eben mehr als nur den Lohn zu bezahlen gibt. Nehme ich den Nachtportier eines Hotels, so hat er Anspruch auf Nachtzuschlag. Und wird „Pikettdienst“ im Betrieb geleistet, wird die ganze Zeit als Arbeitszeit gerechnet.

      • Sportpapi sagt:

        Insgesamt wird ein solches Angebot privat also eher 300 als 150 Franken kosten. Und von einer Betreuungsfirma oder -organisation übernommen (sehen Sie mal die Spitex-Tarife) noch einiges mehr. Weil da eben wirklich Vollkosten gerechnet werden. Für einmal ist das bezahlbar, regelmässig eher nicht. Aber vielleicht braucht es im Notfall wirklich einmal die öffentliche Hand, die unterstützt?

      • 13 sagt:

        @ Jürg
        Ich würde der Nanny auch mind. 20.- bezahlen, mehr je nach Aufwand und Ausbildung. Aber ich hätte damit nicht das Gefühl, ich beute sie aus.

        @ Stevens
        Nein, ich bin nicht die Ärmste, aber ich bin der Meinung, dass Relationen nicht vergessen werden dürfen. Ich mache eine (körperlich) leichte Arbeit für ein bisschen mehr Geld als das, für die ich aber die vollen Stunden da sein muss und immerhin eine 8jährige Ausbildung habe, Gymi nicht eingerechnet, während der ich so gut wie nichts verdient habe. Und danach habe ich mit weniger angefangen als 300 pro Tag. Das ist Realität.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Wissen Sie, was eine Tagesmutter verdient? Ca. 5-8.- pro Stunde und Kind. Ja, sie hat die Möglichkeit, es zu steigern, indem sie mehrere Kinder hat und hat natürlich den Vorteil, ihre eigenen nicht betreuen lassen zu müssen. Aber sie muss für den gleichen Lohn demnach 3-5 Kinder tagsüber, wach, betreuen, verpflegen und nicht nur da sein.

        Darum sage ich ganz klar: ich würde den Job für den Lohn (sagen wir 200.00), machen und hätte nicht das Gefühl, nicht angemessen zu verdienen. Es ist ja CHF 4’000.00 und da ich keine Ausbildung in dem Bereich habe, wäre das ok.

      • Stevens sagt:

        @13: Wenn sie CHF 4000 als gesicherten Monatslohn ausbezahlt bekommen und dafür z.B. 16-20 Nächte arbeiten müssen, ja dann ist es okay. Nur: Dann bezahlen die Eltern ihrer Firma nicht 200 CHF pro Nacht, sondern bedeutend mehr…
        Aber CHF 4000 ohne Sozialleistungen, Nachtzuschläge, Versicherungen, etc… , d.h. als Selbstständige, ohne ein gesichertes Monatseinkommen. Na das wäre dann übel und geht schon Richtung Ausbeutung.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Warum denn Firma. Die Eltern haben ja auch die Möglichkeit, die Nanny direkt anzustellen. D.h. bei einem Bruttolohn von CHF 200.00, würden ihre effektiven Auslagen rund CHF 220.00 betragen, liegen also genau in der Mitte zwischen 150.00 und 300.00. Nachzuschläge haben sie an vielen Orten nicht und zugesicherte Stundenzahl auch nicht. In der Gastronomie gibt es Stellen mit 3’500.00 brutto als gelernter! Das finde ich tragischer.

      • Stevens sagt:

        @13: Klar kann man das. Aber so kann sich die Nanny einfach so einen kleinen netten Nebenverdienst erarbeiten, hat aber keinesfalls ein festes, regelmässiges Einkommen. Geht man nicht davon aus, dass eine Nanny ein regelmässiges gesichertes Einkommen braucht? Miete, Krankenkassen etc… fallen regelmässig an.
        Klar, ich würd auch so ein, zwei Nächte im Monat mal ein bisschen Nanny spielen um mir so ein kleines Nebenbrot zu verdienen. Aber würden sie das auch im Haupterwerb machen? Kann ich genügende Nächte arbeiten? Find ich für nächsten Monat jemanden, der mich nimmt? Totale Unsicherheit!!!

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Erstens ist es der Nanny selber überlassen, wieviele Arbeitgeber sie hat. Ich kann mich auch nicht darauf verlassen, dass ein Kunde meinen Lohn bezahlt.

        Zweitens ist dies nun mal eher selten ein 100% Job Vielmehr ist es wie bei den Tagesmütter ein Zuverdienst zum Verdienst oder der Alimente des Partners und da ist so manche nicht ganz unglücklich über ein paar Hundert Franken zusätzliches Einkommen. Was natürlich nicht heisst, dass es ungenügend bezahlt werden darf. Wer was festes und hochprozentig sucht, sollte sich eher in einem anderen Bereich umsehen, am Besten mit Ausbildung.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es kommt offensichtlich auf den Verdienst an, ob daraus ein Gelegenheits-/Nebenjob wird oder ein professionelles Angebot. Da ich eher das letztere sehe, und es sich in meinen Augen quasi um ein Spitex-Angebot handelt (das auch entsprechend verbilligt werden kann, im Notfall), finde ich 150 Franken klar zu wenig.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Spitex-Selbstbehalt für den Kunden: 27.- pro Stunden. Den Rest bezahlt die Gemeinde. Der Kunde bezahlt nur die effektive benötigte Zeit, keine Wegzeiten keine Zuschläge für Ferien und Sozialleistungen und Versicherungen.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Eni. Macht subventioniert bei 10 Stunden 270 Franken, eventuell noch mit Nachtzuschlag. Und tatsächlich kostet die Leistung wohl einiges mehr.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Ansatz, soziale Aufgaben über Geld zu regeln, ist falsch. Meine Assistentin ist Pflegerin im Hauptberuf und besteht darauf, diesen zu 60% auszuüben. Das wollte ich ihr anfangs ausreden, ich hätte sie gern zu 100% für mich gehabt. Aber inzwischen habe ich begriffen, dass es für uns Beide besser ist, wie es ist.
        Pflegerin sein ist etwas anderes als Richter oder Buchhalter. Es ist etwas anderes, einem Menschen auch physisch an den A.. zu fassen, als darüber zu reden.

      • Eni sagt:

        @ Muttis Liebling

        Sollen denn Pflegerinnen gratis arbeiten?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Eni. aus Sicht des zu Pflegenden sollten sie gratis arbeiten. Natürlich müssen sie irgendwie entlohnt werden, aber eben nicht Stunden- oder Leistungslohn. Meine Aline kann man nicht bezahlen, dafür ist sie zu gut. Da hält kein Bankchef mit. Aber das sind andere Welten. Wenn man mal in der Situation ist und dann eine wie Aline trifft, dann weiss man, das alles was vorher war, nichts ist.

    • Zwillingsmutter sagt:

      Bei Spitex arbeiten in der Pflege nur medizinisch ausgebildete Personen. Logisch, dass eine Pflegeperson mit mehrjähriger Ausbildung mehr verdient als eine Nanny mit meist kurzer oder ohne spezifische Ausbildung. Deshalb finde ich, dass sich Spitexpflege und Nannybetreuung nicht ganz vergleichen lassen.
      Trotzdem hat die Nanny natürlich einen anständigen Lohn verdient…

      • Eni sagt:

        @ Muttis Liebling

        Trotzdem muss auch Ihre Aline von irgend was leben. Sie kann ja nicht einfach in der Bäckerei nach Gratisbrot fragen mit der Begründung, dass sie Menschen umsonst pflegt.

  • Manuela sagt:

    Noch eine Überlegung: Babys müssen ja irgendwann schlafen. In dieser Zeit kann Mama doch einfach alles stehen und liegen lassen und sich dazu legen. Dann schläft man vielleicht portiönchenweise, aber es hilft doch. Wer das nicht macht kann die Müdigkeit nicht nur aufs Kind schieben.

    • jürg. sagt:

      Vielleicht arbeitet Mama ja auch? Deshalb habe ich heute Nacht mit dem Kleinen von 01:00-04:00 Uhr zusammen Lebensretter, Modellbau und die mögliche Besiedlung des Mondes angeschaut.

      • Manuela sagt:

        Ich meinte Babys in den ersten Wochen. Da ist Mama meist allein zuhause. Danach sind natürlich beide dran. Und bei mehreren Kindern wird bei uns aufgeteilt.

    • Barbara sagt:

      Oder vielleicht ist es nicht das erste und einzige Kind? Dann ist der so gut gemeinte Ratschlag absolut hinfällig. Ein älteres Geschwister ist im Normalfallt nämlich nicht so erfreut wenn Mama alles stehen und liegen lässt.
      Oder das erste und einzig Kind schlaft tagsüber ausschliesslich an bewegter Mama dran. Das habe ich auch erlebt. Kaum schläft das Kind und ich lege mich mit Kind hin, ist es wieder wach. Dann ist der viel gehörte Ratschlag auch hinfällig.

    • lara sagt:

      meine Kinder schliefen in den ersten Wochen nur auf meinem Mann oder mir, später auch im Tuch. Da kann man selbst nur ganz schlecht oder gar nicht schlafen. Irgendwann musste ich ja auch auf die Toilette, essen etc. Der Rat dann zu schlafen wenn das Baby schläft ist daher nur bedingt umsetzbar.

    • Christina sagt:

      Meine Zweitgeborene verbrachte fast den ganzen Tag wach oder schlafend in der Traghilfe und war geborgen und zufrieden. Und ich konnte dabei mit dem Erstgeborenen spielen oder kochen. Nachts war der Schlaf dank Familienbett relativ erholsam. Rückblickend hätte ich das schon beim ersten Kind so machen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer.

      • Lunita sagt:

        Unser Sohn hat jegliche Tragehilfe absolut gehasst. Er schrie und schrie und schrie, 3 Monate lang. Nachts lag er in unserem Bett, ich stillte ihn alle 2h, von 17h – 23h schrie er praktisch durch. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens, die ich schlussendlich nur mit professioneller Hilfe bewältigen konnte. Schlaf mal 3 Monate nur 3-4h pro Nacht (nicht am Stück), dazu noch ein älteres Geschwisterkind. Nach 6 Wochen hatte ich einen Nervenzusammenbruch.
        Muss jetzt noch weinen wenn ich daran denke. Deshalb kann ich auf alle schlauen Tipps (ich mein jetzt nicht dich…) getrost verzichten

      • Lunita sagt:

        Teil 2: Ich war nahe an einem Suizid. Das einzige was Eltern von einem Schreibaby hilft: Bei der Kinderbetreuung entlasten. Ja, man schläft dann mal eine Nacht nicht, aber alle folgenden Nächte sind wieder ruhig. Für die Eltern ist jedoch einen durchgeschlafene Nacht das Paradies auf Erden.

      • Sportpapi sagt:

        Aber dann haben doch die schlauen Tipps des Profis geholfen? Und woraus bestanden die?

  • Manuela sagt:

    Eine sehr gute Idee, wie ich finde. Wer von ‚Abschieben‘ spricht, der ist nur neidisch, weil man sich selbst quälen musste.
    Aber trotz Koliken (kann man easy vermeiden) kann man die Nächte ruhiger gestalten mit einem Familienbett. So können alle die ganze Nacht kuscheln und wachen selten ganz auf. Dank Babybay gilt das auch für unsichere Eltern.
    Jedenfalls war das das Ergebnis einer Umfrage im Elternbekanntenkreis. Und entspricht meiner Erfahrung.

    • Sportpapi sagt:

      Aha, Babybay heisst das. Wir haben uns das von einem befreundeten Schreiner bauen lassen. Top!

    • jürg. sagt:

      Falls es den wirklich Koliken sind, wie können solche easy vermieden werden?

      • tina sagt:

        wahrscheinlich durch organisation und inseln schaffen jürg (das war ein witz)

      • Manuela sagt:

        Flatulex, Sab Simplex, egal. Tropfen mit kleinen Partikeln, die mechanisch den Schaum und die Blasen zerstören und somit kann die Luft einfach aus dem Körper. Hab ich bei beiden Kindern regelmässig gegeben und nicht eine Minute Kolik gehabt, obwohl eines der Kinder in der Klinik durchaus Kolik hatte. Als wir nach 2 Tagen Heim kamen, hab ich das Problem so einfach gelöst.

      • jürg. sagt:

        @Manuela
        ja, Flatulex hat bei uns auch geholfen, vorher wars die Hölle, später wurde dann noch eine Zeitlang Gatinar das Heilmittel..

      • 13 sagt:

        Auch gut: Stillen nach Bedarf und häufiges tragen, nicht erst beim schreien. Muttermilch fühlt zu weniger Koliken als Milchpulver, kleinere häufigere Portionen erleichtern die Verdauung. Das Tragen wärmt und massiert den Bauch und die aufrechte Haltung fördert die Verdauung zusätzlich. Bei uns hat es geholfen.

      • lara sagt:

        @13 war bei uns genauso! Ins Tragtuch rein und schwups alles war besser

      • Eni sagt:

        Was ist ein Babybay?

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @Eni: Ein Babybay ist eine Art Kinderbettchen (Gitterbettchen), das auf der einen Seite offen ist, also keine Stäbe hat und direkt am Elternbett steht – eine gute Alternative für solche, die die Kinder aus welchen Gründen auch immer, lieber nicht direkt im eigenen Bett (Familienbett) haben möchten. Hätten wir nicht den Stubenwagen gehabt, indem bereits meine beiden Schwestern und ich gelegen haben, wäre der Babybay eine optimale Lösung gewesen. Was das Durch- + Einschlafen angeht, hatten wir „Anfängerbabies“ und kaum je Probleme, einfach unbeschreibliches Glück, ohne Druck + Zwang, einfach so.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Flatulex und später Gatinar hat bei uns auch geholfen, vor allem beim Grossen. Er hatte zudem recht starken Reflux und „kötzelte“ ziemlich viel. Was bei ihm zusätzlich half, war spezielle Pulvermilch (ich konnte leider nur 3 Monate voll stillen). Nach Bedarf stillen und viel tragen half bei uns zwar auch, doch wegen des Refluxes musste ich etwas darauf achten, ihn nicht zu häufig anzusetzen bzw. ihm nicht zu häufig das Fläschchen zu geben (Unterbruch von mind. 2 Stunden). Bei der Kleinen klappte das Stillen nach Bedarf viel besser, sie hatte weder starke Koliken noch Reflux.

      • Eni sagt:

        Aah danke, habe das auch schon gesehen, wusste nur nicht, dass das Babybay heisst.

  • lara sagt:

    Ahhhhh wieso gibts das bei uns noch nicht? So was hätte mich in den ersten Wochen/Monaten jeweils gerettet. Man merkt manchmal erst wie schlecht man mit dem Autopiloten funktioniert wenn man mal wieder gut schlafen kann.
    Wie machen das eigentlich Alleinerziehende? Wir waren immer zu zweit und am Anschlag.

    • tina sagt:

      ich habe oft gestaunt was möglich ist, wenn es muss, lara. wie habe ich diese sätze gehasst: „man muss sich inseln schaffen“, „man muss sich hilfe holen“, „alles eine frage der organisation“

      • Sportpapi sagt:

        Aber die Sätze stimmen doch.

      • tina sagt:

        😀 ich antworte, wenn ich mich vom lachanfall erholt habe

      • tina sagt:

        nein, ich werde darauf gar nicht antworten können, hier handelt es sich um ansichten aus total verschiedenen welten. ich habe gelernt, dazu nichts mehr zu sagen, es ist komplett sinnlos

      • tina sagt:

        übrigens sieht man hier ja hübsch, wie es zu tabus kommt.

      • Sportpapi sagt:

        Tabus? Ja, das würde mich jetzt wunder nehmen, was man dazu hier sieht.

      • tina sagt:

        dass man eine problematik lieber nicht mehr auf den tisch legt, um sich die blöden sprüche nicht anhören zu müssen

      • Muttis Liebling sagt:

        In der pluralen Welt geht verloren, dass es immer nur eine Wahrheit gibt. Es gibt keine zwei und man muss auch nicht abstimmen, was richtig ist, weil das schon vorher feststeht.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Wenn man die Problematik nicht auf den Tisch legt, gibt es garantiert keine Hilfe. Ich bin da offensichtlich typisch männlich schlicht und einfach lösungsorientiert. Wenn jemand ein Problem schildert gehe ich davon aus, dass er/sie auch Lösungen für das Problem aufgezeigt bekommen möchte. Und nicht nur mein Beileid. Und noch einmal: Ich bin überzeugt, dass viele Menschen helfen, wenn man sie lässt. Bzw. im Umfang, in dem man sie lässt und es akzeptabel findet. Als „Revanche“ reicht da meist ein herzliches Dankeschön.

    • plop sagt:

      Ja, das frage ich mich auch oft. Respekt vor Menschen in dieser Situation!

      Tina, auch mich als nicht Alleinerziehende nerven diese Ratschläge, sie sind ziemlich platt und leer. Nicht alles was sich Hilfe nennt entlastet einem wirklich. Ich überlege es mir jeweils gut ob ich so ein „dahergeredetes“ Hilfsangebot annehme oder nicht. Und auch, obs nötig ist und ob mir dann doch nicht ein Spaziergang mit den Kindern (eventuell ja zusammen mit der „Hilfsoerson“) besser tut als sagen wir mal allein in einem Kafi rumzusitzen oder noch schlimmer, plötzlich den halben nami vor dem MB zu hocken..

      • plop sagt:

        (aber eigentlich sag ich besser nichts, da ich Sie nicht noch mit weiteren Allgemeinplätzen verärgern möchte…) Schöne Tag!

      • Sportpapi sagt:

        @plop: Wenn Ihnen Ratschläge als „platt und leer“ vorkommen, können Sie ja zurückfragen und Konkreteres verlangen. Und natürlich dürfen Sie jederzeit selber entscheiden, welches Hilfsangebot für Sie wirklich eine Hilfe ist, und wo Sie unter dem Strich nicht profitieren. Aber es schadet auch nicht, einmal ein Hilfsangebot anzunehmen, auch wenn es nicht riesig gross ist.

      • Alice sagt:

        …. und dann reklamieren dass man keine Hilfe erhält…

  • Sportpapi sagt:

    Wenn es nötig ist, dann ist es sicher eine gute Sache. Und es braucht niemanden, der das kritisiert. Mit welchem Recht?

  • MCS sagt:

    Schlafentzug ist folter! Unsere Tochter ist nun 5 und schläft sehr schlecht, 2-3 mal pro Nacht bracht sie etwas von mir. Papa akzeptiert sie nicht. Wir haben alles probiert an tricks, Hilfe und Ideen. Es ist und bleibt schwierig….
    Diese Tatsache ist für uns alle Phasenweise sehr schwierig und hat mich auch schon Nahe an meine Abgründe geführt. Daher finde ich, wenn gute externe Lösungen möglich sind ist das super! Zu urteilen von aussen ist immer leicht. Es sollte für die betroffene Familie stimmen…

    • Michi sagt:

      Ich wage zu bezweifeln, dass sie mit 5 „wirklich „etwas braucht“. Umso mehr, als sie den Papa nicht akzeptiert. Das ist ein eingschlichenes Muster, das man durchbrechen muss. Klingt nicht lustig, Sie gehen aber sonst kaputt daran.

      • Eni sagt:

        Suchen Sie Hilfe, falls Sie dieses Muster alleine nicht durchbrechen können. Wahrscheinlich sind Sie schon viel zu entkräftet.

    • Naseweis sagt:

      Wie bitte soll das arme Kind eine fremde Betreuungsperson denn akzeptieren wenn es nicht mal den Papa akzeptiert?

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ich verstehe nicht, wie man bei einer Nachtnanny von „abschieben“ reden kann-
    die Eltern sind ja nach wie vor anwesend, und tagsüber definitiv aufnahme-und beziehungsfähiger fürs Kind.
    Abschieben wäre für mich, das Baby über die Nacht in eine Art Nachtkrippe zu bringen,
    aber wenn es im eigentlichen Heim und in Anwesenheit der dort schlafenden Eltern betreut wird,
    ist das doch perfekt!
    (Und auch Nachtkrippe wär gegenüber einer Eskalation aufgrund Schlafentzug
    immer noch das wesentlich kleinere Übel…)
    Schlafentzug, egal aufgrund was, schadet!!!

    • Naseweis sagt:

      kurze Frage wie gross muss eine Wohnung sein, oder wie gut isoliert das Kinder- oder Schlafzimmer der Eltern damit diese nicht vom Weinen der Kinder aufwachen – trotzt Nachtnanny?
      Ich höre in meiner Wohnung, stört mich zwar nicht, sogar das Weinen der Nachbarskinder.

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