Brauchts all die Tests in der Schwangerschaft?

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Risiko Schwangerschaft: Elf Frauen in anderen Umständen. (Bild: Flickr/trocaire)

Welche Untersuchungen braucht eine schwangere Frau? Was für vorgeburtliche Tests sind notwendig – und was ist blosse Geldmacherei seitens der Ärzte? Eine Leserin schrieb mir kürzlich eine Mail zum Thema und drückte darin ihren Ärger aus über die herrschende «Hysterie und Geschäftemacherei» auf dem Gebiet.

Die schwangere Frau, nennen wir sie Doris Wanner, wehrt sich derzeit vehement gegen eine von der Frauenärztin verschriebene Diabetes- und Ernährungsberatung und zusätzliche Untersuchungen. Weil die Ärztin bei ihr eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert habe, müsse sie nun den Blutzucker messen (mit einem Gerät, für das sie selbst bezahlte), sowie alle drei Wochen in die Praxis für einen Ultraschalluntersuch gehen. Dies, obwohl ihre Werte seit dem ersten etwas erhöhten Blutzuckerwert regelmässig und grundsätzlich unauffällig seien. Ihre Schwangerschaft verlaufe absolut problemlos.

Doris Wanner ist deshalb überzeugt, die von der Ärztin verschriebenen Behandlungen seien unnötig. Im Übrigen ernähre sie sich seit Jahren sehr gesund und betreibe – auch in der Schwangerschaft – zwei- bis dreimal wöchentlich Ausdauersport. Sie habe einen Body-Mass-Index von 19, wenn sie nicht schwanger sei. «Ich habe den Ärzten und Ärztinnen mehrfach deutlich gesagt, dass sie in Bezug auf meine Schwangerschaft nicht so hysterisch sein sollen, denn ich bin es ja auch nicht», schreibt Wanner. Sie ist überzeugt: Ein Grossteil des ganzen Tamtams, das allgemein um eine heutige Schwangerschaft veranstaltet werde, komme von den Ärzten aus. Habe man eine Schwangerschaft wie ihre erst einmal als sogenannte Risikoschwangerschaft klassifiziert, lasse sich mit zahlreichen Behandlungen hübsch daran verdienen.

Womit die Leserin meiner Meinung nach nicht Unrecht hat. Etliche andere Frauen erzählen mir von ähnlichen Erfahrungen während ihrer Schwangerschaft. Sie berichten von Ultraschalluntersuchungen, die ohne medizinischen Grund stattfinden, sondern nur zum Spass. Vom Druck gewisser Ärzte, nebst einem Trimestertest auch eine (nicht risikolose) Fruchtwasserpunktion durchzuführen. Und darüber, wie gewisse Ärzte mit unsensiblen Bemerkungen während eines normalen Untersuchs Ängste bei Patientinnen schürten – und so weitere Tests und Untersuche provozierten. Oder wie soll eine schwangere Frau reagieren, wenn der Arzt während des Ultraschalls plötzlich sagt: «Oh, das ist aber ein ganz grosser Kopf. Ich nehme an, es ist alles in Ordnung. Wenn Sie jedoch Gewissheit haben wollen, Frau Meier, dann könnten Sie einen weiteren Ultraschall beim Spezialisten XY des Unispitals machen. Der arbeitet mit dem neusten Gerät. Ich kann Ihnen einen Termin vereinbaren.»

Um schon gar nicht in eine solche Situation zu kommen, entschied sich eine Bekannte von mir, in der ersten Zeit der Schwangerschaft nicht zur Ärztin zu gehen. Erst im siebten Monat wackelte sie in die Praxis. Die Ärztin staunte nicht schlecht. Für die meisten Untersuchungen war es zu jenem Zeitpunkt zu spät. Als ich die Frau nach den Gründen für ihr Verhalten fragte, antwortete sie, sie war die ganze Zeit über gesund und fühlte sich wunderbar. Sie war davon überzeugt, alles sei in bester Ordnung. Das sagte ihr Bauchgefühl. Sie und ihr Mann wollten sich zudem bewusst gegen schwierige Entscheidungen schützen.

Was sind Ihre Erfahrungen? Halten Sie gewisse Untersuchungen für überflüssig?

Mehr Informationen zu vorgeburtlichen Tests beim Kind:

  • «Schwangerschaftsvorsorge: Wie gehen wir damit um?», Broschüre, kostenlos zu beziehen bei: Appella, Telefon- und Online-Beratung, Postfach 19, 8026 Zürich. www.appella.ch, Tel. 044 273 06 60.

 

135 Kommentare zu «Brauchts all die Tests in der Schwangerschaft?»

  • Sie vieler sagt:

    Jede Frau hat die freie Wahl, ultraschalluntersuchungen und weitere medizinische Untersuchungen während der Schwangerschaft zu machen. Dies ist ihr freier Wille. Genauso hat sie das Recht keine Untersuchung zu machen. Warum wollen immerzu jene konservativen frauengeister andere Frauen bevormunden, welche diese Untersuchungen befürworten?

  • N sagt:

    Wie habt ihr das gemacht mit den empfohlenen Folsäure-Tabletten?

  • erika sagt:

    milliarden von frauen bekommen kinder ohne all dieses tamtam! wenn frau gesund ist und sich vernünftig ernährt, gibt’s wenig risiko.
    vor mehr als dreissig jahren galt ich mit 34 als „alte erstgebährende“ (der ausdruck eine zumutung!); ich erntete kopfschütteln, als ich ultraschall verweigerte. zum glück war bei der entbindung der wehenschreiber kaputt. das stillen wollte man mir (aufgrund einer schmerzhaften mastitis) auch verbieten. habe unseren sehr gesunden sohn 18 monate mit erfolg gestillt. und ich bin sicher keine „eso-tante“… aber ein bisschen vertrauen in die natur darf schon sein!

    • Eni sagt:

      Milliarden von Frauen bekommen Kinder ohne all dieses Tamtam…………………………..

      Und seit tausenden von Jahren sind schon Millionen von Frauen und Kindern verreckt und verrecken heute noch alle Jahre zu tausenden.

      Dieses Gelabber von ewig Gestrigen; ziehen Sie sich doch Fellkleidung über, nehmen Sie eine Holzkeule in die Hand und ziehen Sie in eine Höhle. Das wäre konsequenterweise die einzig natürliche Lebensform für solche Leute wie Sie.

      Sorry, und solch ein Stuss von einer Frau 🙁

      • Christina sagt:

        Eni: wie wär’s mal mit out of the box denken? Inuitiv zu handeln, wie es Erika vor 30 Jahren gemacht hat ist überhaupt nicht steinzeitgemäss sondern bewundernswert und braucht(e) ziemlich viel Selbstvertrauen! Unglaublich für mich, dass sich heute noch immer so viele (gebildete) Frauen eher dem Rat und Druck anderer beugen, die nur ihren Job erledigen, als auf ihren Körper und die natürlichen Abläufe zu achten! Aber das ist halt nicht so einfach und verlangt Disziplin + Ergeiz in einem Bereich wo er nicht immer von anderen wertgeschätzt und bezahlt wird.

      • erika sagt:

        hallo eni!

        in westlichen breiten „verrecken“ weder frauen noch kinder bei der geburt…

      • erika sagt:

        …. und danke, christina, für die unterstützung!

    • Daniela sagt:

      Bravo, hast Du gut gemacht – und warum hast Du nicht unter dem Apfelbaum geboren sondern offensichtlich ein Spital aufgesucht, das böse Wehenschreiber angeschafft hat? Sehe ich nicht ein!

  • May sagt:

    Brauchts all die Tests in der Schwangerschaft? Klar, beim ersten Test kommt das Freudige (zumindest bleibt dies zu hoffen), das kann nicht wirklich sein, dann, die Vergewisserung, dann die Beweisführung im Freundinnenkreis mit nochmaliger seht doch (geht aufs Klo) Beweisführung, dann die Fotos für Eltern/Bekannte und die für die Freude oder Schocktherapie des Kindsvaters :-)), dann kommen/ beginnen die Fotos in jeder Altersphase (nach Möglichkeit alle 1 1/2 Tage) die alten/ersten sind ja schon lange her, am Schluss dann noch die Tests- ist es gesund. 🙂

  • Christina sagt:

    Meiner Meinung nach geht es um Verantwortung. Die Meisten schieben wenn immer möglich die Verantwortung anderen ab und zahlen sie wenn nötig dafür. Diese wiederum wollen sich absichern und dafür sind Tests mit Resultaten nötig. Alle der SS-Untersuche (inkl. Ultraschall) sind jedoch nicht harmlos für das Ungeborene! Darum tut Frau gut daran von Anfang an Verantwortung zu übernehmen und sich wenn überhaupt den wahren Spezialisten dieses Fachs anzuvertrauen – den Hebammen. Anders als bei den Ärzten, ist es ihre Kernkompetenz, werdende Mütter und Kinder auf die Welt zu begleiten.

  • Yue Morgan sagt:

    Angemessen wäre wohl die Frage: Braucht’s Artikel wie diese wirklich?

    Jede Mutter hat das Recht die Test abzulehnen bzw. anzunehmen.

  • Silke sagt:

    Ich habe mein erstes Kind mit 39 bekommen, Kontrollen beim Gynäkologen habe ich schnell abgebrochen, denn ich wurde nur als Risikoschwangere wahrgenommen und behandelt. Diese Sichtweise finde ich höchst fragwürdig. Ich habe dann im Geburtshaus von kompetenten Hebammen die Schwangerschaftskontrollen durchführen lassen und mein Kind natürlich, selbstbestimmt und gesund im Wasser geboren. Ich habe keine Tests machen lassen, denn ich habe mich vorab gefragt, was ich mit den Resultaten mache. Als mir klar war, dass ich das Kind so oder so annehmen würde, waren keine Tests mehr für mich nötig.

  • Katharina B. sagt:

    Man kann sich während der Schwangerschaft auch von einer freischaffenden Hebamme betreuen lassen, so hat man die Sicherheit, dass doch eine Fachperson einem begleitet aber ohne das ganze medizinisch-technische Brimborium.

    • ronja_vs sagt:

      Genau, hier unterschreibe ich voll!
      So haben wirs gemacht: 2 Ultraschalls (Herzschlag, OrganUS) bei der Ärztin, alle anderen Untersuchungen bei der Hebamme. Wir haben uns so sehr wohl und gut beraten gefühlt. Für mich stimmt folgende Aussage total: „Hebammen sind Expertinnen für die normale Schwangerschaft und Geburt, Ärztinnen sind Expertinnen für Risiko-Schwangerschaften und-Geburten. Eine Hebamme kann das im Gespräch mit den werdenden Eltern sehr gut einschätzen.

  • Dr. med. Monika Diethelm-Knoepfel sagt:

    Ich finde, frau muss vor allem vor einer Schwangerschaft überlegen, ob sie Untersuchungen will, die nur dazu dienen, behinderte Kinder auszusortieren. Den Ultraschall finde ich sinnvoll. Wenn beispielsweise die Plazenta vor dem Muttermund liegt, muss man das rechtzeitig wissen, sonst sind bei der Geburt Mutter und Kind in Gefahr. Oder Kinder mit einem Herzfehler sollten in einem Spital geboren werden, wo man sie sofort richtig betreuen kann. Aber wenn für frau ein Schwangerschaftsabbruch nicht in Frage kommt, dann sind Ersttrimestertest, Praena etc. überflüssig.

    • appella sagt:

      Danke für den wichtigen Hinweis, dass Frauen und Paare VOR einer Schwangerschaft sich überlegen sollen, ob sie das Ungeborene vorgeburtlich auf Behinderungen testen lassen oder eben auf pränatale Tests verzichten wollen.
      Aus unserer langjährigen Beratungserfahrung wissen wir, dass viele Frauen in die Pränataldiagnostik hineinschlittern.
      Und dann:
      Augen zu und durch – mich wird es schon nicht treffen! Diese Haltung löst sehr viel Angst aus.
      Die Kantone haben unabhängige Beratungsstellen eingerichtet.
      Zum Beispiel „appella“. Die Beratungen sind kostenlos. T: 044 273 06 60

  • Fabienne sagt:

    Liebe Frauen

    Jede gesunde, schwangere Frau kann die Schwangerschaftskontrollen bei einer (freischaffenden) Hebamme machen. Eine Hebamme ist ausgebildet und kompetent genug dazu. Ich frage mich, weshalb dieses Angebot so wenig genutzt wird. Eine Hebamme konzentriert sich vor allem über die gesunden Anteile von Frau und Kind, zieht wenn nötig natürlich einen Arzt bei. Eine Schwangerschaftskontrolle bei einer Hebamme ist spannend und bereichernd und oftmals sehr beruhigend. Es geht nicht nur um Zahlen und Werte. Es gibt schweizweit ein Internetverzeichnis http://www.hebamme.ch.

    • alam sagt:

      Bestimmt gibt es gute Hebammen, aber leider gibt es auch solche, die uns immer noch Ammenmärchen aufbinden wollen, oder solche, die unbedingt wollen, dass wir das Kind selbst herauswürgen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich glaube, viele Frauen haben Angst, sich einer Hebamme auszuliefern, die im Ernstfall zu lange wartet.

      • 13 sagt:

        Ein Vorurteil, das sich leider hartnäckig hält. Nennen Sie mir einen Fall, wo die Hebamme zu lange gewartet hat und deshalb dem Kind oder der Mutter etwas passiert ist! Nur einen einzigen, das müsste für die Medien doch ein gefundes Fressen sein. Von Kunstfehlern von Ärzten liest man so einiges, von Hebammen nie. Wissen Sie warum? Weil diese sich einen solchen Fehler gar nicht leisten könnten. Vertrauen ist nicht das gleiche wie Risiko. Keine Hebamme wartet zu lange, jede wird lieber einmal zu viel den Arzt rufen als zu wenig.

      • Sportpapi sagt:

        Dass Hebammen wollen, dass Kinder natürlich auf die Welt kommen, und nicht per KS, liegt wohl in der Natur der Sache.

      • Daniela sagt:

        Ja da haben sie auch recht! Trau schau wem! Die Gebärende sollte im Zentrum stehen und nicht die Hebamme, die ein „schönes Geburtli“ haben will

  • Katharina sagt:

    Ohne etwas mehr über die genaueren medizinischen Hintergründe von Frau Wanner zu kennen, kann gar nichts gesagt werden und ich würde mich hüten, irgendwelche Aussagen über Sinn oder Unsinn von empfohlenen Untersuchungen zu machen.

    In dem Sinn finde ich es unverantwortlich, dass Sie hier eine Laiendiskussion über angebliche Hysterie und Geschäftemacherei lostreten und darüber hinaus von «gewissen Ärzten» reden.

    Wenn die schwangere kein ganz junges Bibeli ist, dann hat sie zwei Dinge: Ein Gehirn und ein Sprachwerkzeug. Sie kann zum Beispiel einfach fragen, warum etwas empfohlen wird.

    • Katharina sagt:

      Und dann kann sie auch immer eine zweite Meinung bei anderen Aerzten anfragen. So wie das KK-Wesen in der Schweiz geregelt ist, wird die Rechnungsstellung genau angeschaut bevor irgendwas vergütet wird. Die Praxis kann dann nicht direkt bei der Patientin Regress machen. Vieles ist auch pauschal vergütet, nicht pro rata temporis. Schon das ist ein Riegel gegen Gschäftlimachen.

      Etwas mehr Rat geben, oder für Fragen auf fachstellen hinweisen, statt solcher Plemik wäre ein Fortschritt.

    • Stefan Müller sagt:

      Meine Worte, danke Katharina

    • Nina sagt:

      Ich durfte heute auch ran an diesen Glukosetest. Ja, Gehirn habe ich, ja, Sprachwerkzeug auch. Aber macht man den Mund erst mal auf, wird einem das Leben noch schwerer gemacht hat sich heute wieder mal gezeigt. Blutzuckertest OK. Aber der Wert wurde so weit herunter gesetzt, dass praktisch alle Mütter, laut Empfehlung der WHO, diesen Glukosetest machen sollten. Wie soll ich das innert Minuten entscheiden? Eine normale Schwangerschaft gibt es kaum mehr. ‚Irgendwas findet man schon noch‘. Es wird zum reinsten Spiesrutenlauf.

  • lora kamm sagt:

    Bis die Kinder der Frauen auf dem Bild 20-jährig sind, sind die Mütter um die 60-ig

  • Immi Mux sagt:

    Eins ist klar – wenn ich schwanger bin, melde ich mich erstmal bei einer Hebamme, die Haus-, Geburtshaus- oder Belegsgeburten macht, und nicht der Ärztin. Mir ist lieber, mein Gegenüber geht grundsätzlich davon aus, ich sei gesund und mein Körper kann das, wie dass alles mit Argusaugen untersucht wird. Mithilfe der Beratung einer Hebamme kann ich selber entscheiden, wann und wie ich Ärzte hinzuziehen will. Gut gibt es sie noch, die Hebammen, die eine Schwangerschaft wirklich begleiten!

  • Rolando sagt:

    Ein Test wurde nicht erwähnt: Der IQ-Test. Wenn ich um mich herum schaue, wäre dieser Test wohl der wichtigste überhaupt! Oft habe ich den Eindruck, dass bei einigen der IQ gerade noch für das Poppen reichte aber nicht für das Danach! Hier wäre eine Verhütung sicher sinnvoll gewesen. Die armen Kinder können ihre Eltern leider nicht aussuchen…..

    • Susanne sagt:

      haha – aber leider misst ein IQ-Test nicht den gesunden Menschenverstand der wohl wichtiger wäre als Hyperintelligenz!

  • Georg Stamm sagt:

    Aehnliches wie oben beschrieben erlebt jemand gerade jetzt, den wir gut kennen. Meine Frau brachte vor etwa 35-40 Jahren 3 gesunde Kinder zur Welt ohne all diese Untersuchungen. Das soll nun nicht heissen, dass diese unnötig sind. Das kann ich nicht beurteilen. Wenn aber, wie beschrieben, hier eine relativ grosse Geldmacherei zu Lasten der Prämienzahler ablaufen sollte, dann wären die Kassen mit deren Verband Santésuisse dringend gefragt. Von dort her hört man allerdings nichts. Das kann bedeuten, dass kein Problem vorliegt oder dass Santésuisse schläft. Vielleicht meldet sich von dort jemand!

    • Nobelmot sagt:

      Ich arbeite in einem Labor für genetische Untersuchungen und mache oft die Erfahrung, dass gewisse genetische Tests von den KK pränatal jeweils ohne den geringsten Widerstand IMMER bezahlt werden, während dieselben Tests postnatal oft nicht oder nur widerstrebend bezahlt werden. Leider ist ein eugenischer Trend meines Erachtens nicht wegzudiskutieren – bei unklaren Befunden (wenn z.B. nicht vollständig klar ist, ob eine gefundene Aberration zu einer Krankheit führt) wird lieber abgetrieben. Ein krankes Kind „mag’s hüt nim verlide“.

      • Nobelmot sagt:

        2/ Dass dieser Trend von den KK unterstützt finde ich zwar aus finanzieller Sicht verständlich, jedoch aus ethischer Sicht schockierend; in Deutschland wäre dies aufgrund der geschichtlichen Erfahrungen undenkbar.

  • Peter sagt:

    Eine ganz zentrale Frage ist doch: Was tun, wenn die Tests eine schlechte Prognose bringen? Denn, eine Heilung ist für praktisch alle diagnostizierbaren Krankeiten nicht möglich. Würde man dann abtreiben? Würde man abtreiben, obwohl die Tests oft ungenau sind und trotz schlechten Prognosen nicht unerhebliche Chancen auf ein gesundes Kind bestehen?

    Für uns kam eine Abtreibung unter keinen Umständen in Frage. Daher haben wir uns bewusst gegen jegliche Tests entschieden – ausser den normalen Ultraschalluntersuchungen. Dies vermeidet unnötige Ängste.

  • Peter Jokals sagt:

    Ein Schwangerschaftsdiabetes ist eine Risikosituation!
    Wenn keine Behandlung erfolgt, kann dies Folgen sowohl für die Mutter als auch für das Kind haben. Das Risiko eine Präeklampsie zu entwickeln ist erhöht. Ebenso die Anzahl an Kaiserschnitten und Gerburtseinleitungen. Das Neugeborene kann nach der Geburt an Unterzuckerung, zu tiefem Calciumspiegel etc. leiden. Ebenfalls sind diese Kindern eher geneigt, übergewichtig zu werden.
    Solche Informationen sollten im Artikel der Aussage von „Doris Wanner“ gegenübergestellt werden.

    • Eni sagt:

      Sehe ich auch so. Wir leben in einem Land mit den höchsten medizinischen Möglichkeiten; eine Frechheit, darüber zu jammern, zumal ja die „überflüssigen“ Untersuche ja noch nicht einmal Schmerzen bereiten.

    • Rolando sagt:

      Kann mich den Ansichten anschliessen. Zentral sind doch zwei Dinge: 1.) Wie sind die Risiken der Test für das Kind, Zwillinge und Mutter? 2.) Was sind die Konsequenzen bei nicht erfreulichen Befunden? Wir haben bei unseren Kindern nur jene Tests gemacht, bei denen das Risiko annehmbar war. Der grosse Rest kann man nicht testen und eine Abtreibung kam für uns nicht in Frage.

  • elisabeth sagt:

    Bei der Fruchtwasserpunktion kann auch nicht Alles entdeckt werden, Rest Risiko bleibt bestehen. Warum MUSS alles 100%ig sein? Die Natur ist es auch nicht.

  • Erni Eva sagt:

    Zum Glück ist meine G pragmatisch. und vertrauensvoll. Sie liefert mir alle relevanten Informationen zu den Tests, überlässt die Entscheidung aber mir. Für mich und meinen Mann ist es nicht immer einfach sich zu entscheiden, da es schwerwiegende Entscheidungen sind. Aber mit gesundem Menschenverstand und gutem Körpergefühl geht das. Diesen Fragen muss man sich stellen – ob man will oder nicht. Ich finde es feige, die Entscheidung einfach in fremde Hände zu geben oder sie zu umgehen. Wer erst im 7 Monat geht, hat sich eh schon etnschieden und kann sich nicht „dagegen“ schützen.

  • ka sagt:

    Jede Fruchtwasserpunktion birgt auch das Risiko einer Fehlgeburt. Wird trägt dann diese Verantwortung? Sind wir da als Menschen nicht überfordert, über solche Risiken zu entscheiden? Meiner Schwägerin hatten sie nach den Bluttest auch eine stark erhöhtes Risiko für Trisomie 21 diagnostiziert, nun es ein ganz fideler, gesunder Junge, wenn bei der Fruchtwasserpunktion was schief gelaufen wäre, wer könnte sich so was verzeihen?

  • elisabeth sagt:

    Bei mir sahen ZWEI Frauen Ärztinnen beim Ultraschall nicht, dass mein Ungeborenes misgebildet und nicht lebensfähig war. Die Untersuchungen sind fragwürdig

  • Widerspenstige sagt:

    Je weniger Kinder zu betreuen sind, desto mehr Untersuchungen werden wohl vorgenommen von beiden Seiten. Wer will Schuld sein, wenn das meist einzige Kind dann nicht zu 100% gesund in sein Leben starten kann/darf? Auch hier Verhältnismässigkeit

    Da kommt mir die kürzlich ausgestrahlte Sendung ‚Aeschbacher‘ in den Sinn, wo eine mehrfache Mutter über ihre für hiesige Verhältnisse sehr unkonventionellen Spontangeburten berichtete. DAS war in meinen Augen schon ziemlich mutig und das Schicksal heraus fordernd mit Plazenta essen und mit Baby innig verbandelt bleiben via Nabelschnur noch tagelang..

  • Urs sagt:

    Diese Tests sind solange überflüssig, bis sich die werdende Mutter über Konsequenzen im Klaren ist, die aus den Resultaten zu ziehen sind. Solange z. B. ein Schwangerschaftsabbruch nicht in Betracht gezogen wird, hilft ja eine diagnostizierte Fehlentwicklung nicht wirklich.

    • daniela p. sagt:

      wie war das schon wieder: ein behindertes kind zu bekommen ist wie eine reise nach italien zu planen und in dänemark zu landen. doch, da kann es schon hilfreich sein, den einen oder anderen dänemark-reiseführer gelesen zu haben, nicht?

    • 13 sagt:

      Wirklich? Die beiden Frauen, die ich kenne und deren Kinder eine Fehlbildung haben, sind beide sehr froh darüber, dass sie die Zeit hatten, sich an den Gedanken zu gewöhnen, sich einzulesen, Wissen aneignen, Hilfe organisieren, Menschen informieren, anstatt danach erklären zu müssen etc. Eine hat, nur so als Bespiel, den KITA-Platz abgesagt und stattdessen eine Tagesmutter mit medizinischem Hintergrund gesucht und gefunden. Das „Problem“ ist natürlich, dass es selten genaue Diagnosen gibt. Und trotzdem würde ich es wissen wollen, auch wenn ich ehrlich gesagt nicht weiss, was ich tun würde.

    • David Stoop sagt:

      Der erwähnte Fall im Artikel (Schwangerschaftsdiabetes) erhöht nur unbehandelt das Risiko für das Kind. Wenn man das durch eine passende Ernährung absichert, reduziert sich das Risiko für das Kind unter Folgeschäden zu leiden. Genau im kritisierten Fall also geht es bei weitem nicht nur um die Entscheidung „nichts tun“ oder „Schwangerschaftsabbruch“. Diese Untersuchung macht durchaus Sinn, da ja auch Blut von der Mutter reicht. Bei Eingriffen wie einer Fruchtwasserpunktion hingegen sollte man Informationsgewinn gegenüber Risiko sauber abwägen.

  • Nina sagt:

    Für alle, die Ärzten pauschal Geldgier unterstellen – was zum Nachdenken: sowohl meine Hausärztin als auch mein Gynäkologe und ebenso die Kinderärztin haben uns bereits mehrere Male Dienstleistungen gratis geschenkt. Und das auch noch ohne grosses Tamtam, habe es im Nachhinein auf den Rechnungen gesehen. Teilweise, weil sie uns Diskussionen mit der KK ersparen wollten. Teilweise, weil es nur kleine Fragen waren, die sie nicht pingelig in Minuten abrechnen wollten. Und einmal aus purem Mitgefühl, als uns eine schwere Krankheit getroffen hat. Überstunden nach Praxisschluss, einfach gratis.

    • Carolina sagt:

      Finde ich super, dass Sie das mal sagen, Nina. Das gilt übrigens für alle, die sonst gern als Sündenböcke für alles mögliche dargestellt werden. In erster Linie müssen wir uns alle mal an die eigene Nase fassen – wir haben doch alle eine unglaubliche Erwartungshaltung: gesundes Kind, glückliches Leben, gesund, finanziell abgesichert. Und wenn etwas schief geht bzw das normale Leben dazwischenfunkt, suchen wir jemanden, den wir haftbar machen können. Dass diese Sündenböcke jeweils ganz normale Menschen sind, mit oft exakt den gleichen Problemen wie alle, wird gern ausgeblendet. Danke dafür!

  • Eni sagt:

    Warum macht Frau Wanner ein solches Theater? Sie kann doch froh sein, dass sie in einem Land lebt, in welchem man auf höchste medizinischen Standarts zurückgreifen kann. Schwangerschaftsdiabetis ist keine Kleinigkeit und kann sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtern. Ich denke die Ärzte wollen einfach unötige Risiken ausschliessen und machen nicht einfach nur weil sie gerade Lust haben mehrere Ultraschalle.

    Besser so, als nacher eine Klage am Hals von Leuten wie Frau Wanner, wenn ein Arzt nicht übervorsichtig ist und etwas schief läuft.

  • Andy Meier sagt:

    Müssen muss man nicht, aber wieso das Risiko eingehen einen Test zu wenig zu machen und dann Probleme zu haben? Dass der Arzt eher zuviele Tests macht, ist doch verständlich. Der will sich absichern, falls später etwas nicht so ist wie es sein sollte. Da wird dann schnell auf ihn/ sie als Verantwortliche/er gezeigt werden. In der heutigen Zeit in der jeder jeden verklagt, und die meisten angehenden Eltern denken sie seien Experten nur weil sie sich bei Babycenter.com, WebMed und Wikipedia über Schwangerschaften informieren ist es nur logisch, dass sich Aerzte schützen wollen.

  • 13 sagt:

    Es ist immer einfach zu sagen, dass Tests unnötig waren, wenn man am Schuss ein gesundes Kind in den Händen hält. Wer keine Tests machen will, kann das tun, muss sich aber bewusst sein, dass die „gute Hoffnung“ eben wirklich nur eine „Hoffnung“ ist, was bedeutet, es kann gut sein, dass sie sich eben auch nicht erfüllt. Im 7. Monat zum Arzt zu spazieren und zu erklären, dass man ein gutes Bauchgefühl hat, ist super. Aber was ist, wenn man im 6. Monat Wehen bekommen, eine Todgeburt hat und dann feststellt, dass man zuvor etwas hätte machen können? Ist man dann auch so locker oder macht man sich

    • 13 sagt:

      \2 Vorwürfe? Jede Schwangere oder noch besser jedes Paar ist selber dafür verantwortlich, sich zu informieren und dann zu entscheiden, was man getestet haben will und ob man damit umgehen kann. Ich persönlich habe das „Normale“ machen lassen. Da es keinen Anlass für weiter gab, musste ich auch nichts weiter entscheiden. Aber ich hätte bei einem Anlass weiter testen lassen, weil ich nichts hätte unversucht lassen wollen, wenn man früh eingreifen kann. Aber das bin ich, entscheiden muss jeder selber. Ärzte können da nur anbieten und empfehlen. Die Entscheidung trifft die Frau bzw. eben das Paar.

    • Carolina sagt:

      Sorry, 13, aber das ist für meine Begriff zu kurz gegriffen. Ich habe vor einigen Jahren eine gut überwachte Schwangerschaft erlebt, mit allen möglichen Tests, die ich damals für nötig hielt, die völlig unauffällig waren. Unser Baby kam totkrank auf die Welt und starb kurz danach. In der Schwangerschaft danach war die Versuchung riesig, noch mehr zu machen, noch mehr auszutesten etc. Aber wir haben ganz bewusst nur das für uns Notwendige gemacht, denn wir mussten lernen, dass man, auch wenn das heute gern impliziert wird, es keine Sicherheit im Leben gibt. Und wir wollten auf keinen Fall von

      • Carolina sagt:

        /2 da an von Angst beherrscht werden. Der Schlüssel liegt meines Erachtens darin, sich darüber klar zu werden, dass 100%ige Sicherheit ein falsches Heilsversprechen ist, dass es immer noch Teil der Lebensaufgabe ist, Schreckliches auszuhalten – nicht fatalistisch, sondern realistisch. Daher halte ich Tests bei denjenigen, die sich vorher überlegen, wie sie mit einer möglichen positiven Diagnose umgehen würden, für völlig legitim. Ebenfalls akzeptiere ich es völlig, auf Tests oder ständige Ueberwachung verzichten zu wollen. Aber in jedem Fall müssen wir uns darüber im klaren sein, dass wir

      • Carolina sagt:

        /3 für unsere Entscheidungen niemanden haftbar machen können (ich rede natürlich nicht von groben ärztlichen Schnitzern), sondern selber dafür verantwortlich sind.
        (Teil 2 hängt unerfindlicherweise)

      • 13 sagt:

        Mein herzliches Beileid wegen Ihrem Sohn. Was Sie geschrieben haben, widerspricht aber in keinster Weise, das von mir gesagte: Mich stört es einfach, wenn bei gutem Ausgang von unnötigen und übertriebenen Tests gesprochen wird. Denn, wie Sie schreiben, muss man sich sowohl wenn man die Tests macht, wie auch wenn man sie sein lässt, davon ausgehen, dass man die Entscheidung bereuen könnte. Keine ist falsch, aber man muss sich die Konsequenzen gut überlegen. Und zwar die Frau/das Paar und nicht einfach der Arzt.

  • Stefan W. sagt:

    Wenn ein Problem auftritt und zu spät erkannt wird, dann werden die Eltern der Ärztin eher nicht danke dafür sagen, dass sie so cool war und keine überflüssigen Untersuchungen empfahl. Nicht von ungefähr gehören die Haftpflichtprämien der Gynäkologen zu den höchsten. Ärzte werden deshalb tatsächlich tendenziell eher zuviel als zuwenig abklären und kontrollieren, das stimmt sicher.

    Man ist ja nicht gezwungen, den Empfehlungen zu folgen. Allerdings verschiebt man damit einen Teil der Verantwortung vom Arzt zu sich selber. Das ist nicht mehr als fair, finde ich.

    • Marie-Anne sagt:

      Genau, das wollte ich auch eben schreiben, aber hier steht es schon. Keine Frau wird polizeilich vorgeführt und zu Untersuchungen gezwungen.

  • sabine sagt:

    Es wurde schon einige Male erwähnt: Alle in der Schwangerschaft erforderlichen Untersuchungen können genauso gut von den Hebammen vorgenommen werden. Ich habe im Geburtshaus entbunden und bin dort auch sehr gut durch die Schwangerschaft begleitet worden. Hebammen, die Haus- bzw. Geburtshaus-Entbindungen begleiten, sind sehr erfahren und gehen ebenfalls kein Risiko ein. Ich hatte nie das Gefühl, dass – wenn nötig – kein Arzt/keine Ärztin hinzugezogen werden würde. Das einzige, was man aushalten muss, sind die gutgemeinten Kommentare von anderen Eltern oder – noch besser – von Nicht-Eltern!

  • Hebamme sagt:

    Es gibt auch die Möglichkeit die Schwangerschaft von eine Hebamme begleiten zu lassen. Sie ist Fachperson für die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett und versteht diese Phasen als einen natürlichen Prozess wobei sie den Fokus auf das Gesunde und die individuellen Ressourcen richtet!
    Die meisten Schwangerschaften verlaufen Immer noch komplikationslos. Die Wahl des Arztes oder der Hebamme liegt bei der Frau/dem Paar!

    • Tomas sagt:

      In Tschechien, wo ich herkomme, gab es auch solche Tendenz. Die Hebamme die das überall in den Medien so oft sie nur konnte mantramässig herumreichte hatte aber selber Pech und einmal ist bei einem ihrer Hausgeburten etwas schiefgegangen. Das Kind starb, sie selbst wurde von Gericht als Hauptschuldige verurteilt, was sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich ruiniert hatte. Was sie schreiben ist Schönwettergeburtshilfe, in den meisten Fällen mag es funktionieren, aber manchmal regnet es halt eben. Jeder und jede sollte genau wissen, wieviel Verantwortung er oder sie tragen kann.

      • O.T. sagt:

        Und der Gynäkologe ist keine Fachperson?

      • Eni sagt:

        Stimme Tomas zu: die in den Niederlanden bist vor kurzem höhere Sterberate in westlichen Ländern zeigt deutlich was Sache ist. Seit die Hausgeburtenrate dort nämlich gesunken ist, ist auch die Sterberate gesunken

  • Daniel Wyss sagt:

    Mit 30 Jahren einschlägiger Berufserfahrung auf dem Buckel folgendes: Man muss differenzieren: Nicht alle Aerzte sind apriori die böse Täter, weil geldgierig (an den meisten Tests verdient der Arzt nichts) und testwütig und die Patientinnen (und ihr Umfeld!) die Opfer, voller guter Hoffnung (optimistisch). Wenn „man“ keine suboptimalen Resultate mehr akzeptiert und dann jeweils sofort verklagt, dann bekommt die Gesellschaft eben die Medizin die sie verdient. Ich sehe mich oft in der Lage, dass ich mich rechtfertigen muss, nicht rotinemässig nach Trisomie, Diabetes, Streptokokken, …zu suchen.

    • Carolina sagt:

      So ist es. Befragen Sie mal Hausärzte und natürlich auch Gynäkologen nach der Anspruchshaltung der Patientinnen – oft genug kann man da nur den Kopf schütteln. Eine G, die heutzutage nicht automatisch alle möglichen Tests anbietet, wird schnell mit dem Vorwurf konfrontiert, sie mache nicht alles, was möglich sei. Eine G, die alle Tests anbietet und womöglich noch auf die Risiken einer Fehlgeburt bzw auf die Folge-Entscheidungen einer Diagnose von pränatalen Tests hinweist, wird dann schnell mal der Unkenrufe und Angstmacherei bezichtigt. Und mit Klagen sind mittlerweile auch die Schweizer

      • Carolina sagt:

        /2 sehr schnell bei der Hand. Es ist wie überall im Leben: wer meint, sich eine 100%ige Sicherheit kaufen zu können, irrt sich. Informieren muss man sich selber und den Mut aufbringen, eine Schwangerschaft so zu gestalten, wie man das selber für richtig hält, auch. Man kann die moderne Medizin nützen, man kann es aber auch lassen oder sich die eigene Lösung erarbeiten – nur: dafür ist niemand anders verantwortlich als wir selber.

  • Andreas M Müller sagt:

    Der Satz „Ultraschalluntersuchungen, die ohne medizinischen Grund stattfinden, sondern nur zum Spass“ ist nicht nur laienhaft, sondern geradezu lächerlich. Hat die werte Dame wirklich das Gefühl, sowas machte die Ärztin zum Spass? Ob die Untersuchung nötig ist oder nicht kann wohl der Arzt besser beurteilen, ob sie gemacht werden soll oder nicht, liegt jedoch am Schluss in der Entscheidung der Patientin. Die Ärztin/ der Arzt müssen die Patientin auf die Risiken aufmerksam machen und weitere Masssnahmen empfehlen. Sollen Sie, Frau Braun, wirklic ohne jmedizinische Ausbildung hier Tipps abgeben?

    • Annette Huber sagt:

      Sie waren vermutlich noch nie beim Gynäkologen und auch noch nie schwanger… Ich bin es schon zum zweiten Mal und darf Sie an dieser Stelle darüber aufklären, dass „Ultraschalluntersuchungen, die ohne medizinischen Grund stattfinden, sondern nur zum Spass“ tatsächlich stattfinden. Mein – von mir sehr geschtätzter – Gynäkologe macht – wenn es die Frau nicht ausdrücklich untersagt – bei JEDER Schwangerschaftskontrolle einen Ultraschall, obwohl dies nicht nötig ist und auch von der Krankenkasse nicht so vorgesehen. Er verrechnet es auch nicht weiter, er macht es aus Spass, ohne medizinischen Grund

      • Andreas M Müller sagt:

        Frau Huber, sind Sie Medizinerin? Woher wollen Sie denn sonst so genau wissen, dass dies nicht nötig ist? Woher wissen Sie zudem, dass er es bei ALLEN macht?

      • meier sagt:

        Und wer sind Sie Hr. Müller. Es ist nämlich wunderbar dass ein Mann wirklich alles zu wissen weiss über die weibliche körper. Sie haben wirklich keine Ahnung!!! Die anderen Frauen haben RECHT! Jeder Untersuchnung bringt den Arzt mehr Geld. Und nicht jeder Untersuchung ist nötig. Frauen gebären seit begin der Zeit. Was haben Sie zum vorweisen?

      • peter sagt:

        „Er verrechnet es auch nicht weiter, er macht es aus Spass, ohne medizinischen Grund“ dummes geschwaetz !
        nur weil er es nicht verrechnet, macht ers aus spass ? Wie waers damit ? Er uebernimmt verantwortung ohne gleich jeden wattebausch zu verrechnen oder ist eine kostenlose us untersuchung etwas schaedlich..

      • 13 sagt:

        Es ist in den meisten Fällen nicht richtig, dass es nicht weiterverrechnet wird. Wenn ein Arzt ein US-Gerät hat, kostet ihn der einzelne US nicht viel. Trotzdem übernimmt die KK nur 3 pro Schwangerschaft. Da es jedoch kurz mit US-Gerät zu schauen gleich schnell geht, wie wenn man eine Untersuchung ohne Gerät macht, aber es für den Arzt mehr Sicherheit gibt, zumal gerade die jüngeren gar nicht mehr darauf geschult sind, ohne Hilfsmittel zu arbeiten, machen sie oftmals jedes Mal einen und verrechnen es nicht als US, sondern nur die Zeit. Sie bekommen Geld, die KK akzeptiert es, gut ist.

      • 13 sagt:

        Meine Ärztin kommuniziert es auch klar so. Sie hat ein Vermögen für ein gutes Gerät bezahlt, also braucht sie es auch. Wenn die KK nicht mit dem technischen Fortschritt gehen, obwohl es nicht! teurer wäre, dann kreuzt sie es eben anders an und bekommt die Zeit bezahlt. Eine Untersuchung ohne das Gerät vorzunehmen, sieht sie aber nicht ein. Ich kann dieser Meinung folgen.

      • David Stoop sagt:

        Für eine Ultraschalluntersuchung braucht es auch etwas Erfahrung und Übung (wenn man’s mal erlebt hat, staunt man nicht schlecht über die Unterschiede in der Bildqualität je nach Arzt). Ich kann mir daher gut vorstellen, dass besagter Arzt diese Untersuchungen auch zu Übungszwecken macht. Solange er Sie nicht aufdrängt und dann verrechnet ist da nichts unmoralisches dabei.

      • Andreas M Müller sagt:

        Frau (?) Meier, nein, ich bin nicht Mediziner, aber genau deshalb VERTRAUE ich auch den Spezialisten und masse mir auch nicht an, es besser wissen zu wollen als die dafür lange Zeit ausgebildeten Spezialistinnen und Spezialisten. Wenn mein Arzt sagt, „Es wäre gut diesen Untersuch zu machen“ vertraue ich ihm grundsätzlich. Dieses ewige Misstrauen des laientums ist sowas von anstrengend. Ich rede auch dem Lehrer, dem Auto-Mech doer dem Gärtner nicht rein. Nennen Sie mich naiv, aber ich vertraue mal darauf, dass a) all diese Leute einen Berufsstolz haben + mich nicht primär übers Ohr hauen wollen

      • Andreas M Müller sagt:

        Zudem Meier, ja, Frauen gebären seit es die Menschheit gibt nud nein ich als Mann gebäre Naturgemäss nicht. Aber bloss weil Sie mal geboren haben, macht Sie dass noch lange nicht zur Spezialistin dafür. und wenn Sie eine Untersuchung nicht wollen, dann müssen Sie diese auch nicht machen. (genausowenig wie ich den vom Mech empfohlenen Keilriemen nicht einbauen lassen muss, aber wenn er reisst bin ich selbst schuld. Also jammern Sie nach abgelehnter Untersuchung auch nicht, denn denn wer A sagt muss auch B sagen und die Konsequenzen seines Handelns tragen.

  • Klaus Micheli sagt:

    Die „normalen“ 2-3 Untersuchungen, evtl. begleitet mit Ultraschall, sind sicher angezeigt. Können aber sehr wohl, oder vielleicht sogar besser, von einer Hebamme durchgeführt werden. Dann meist ohne Ultraschall, da die Hebammen mehrheitlich noch palpieren – was bei den ÄrztInnen nicht mehr oft der Fall ist. Haben wir bei unseren 2 Kinder so gemacht.
    Alle weiteren Tests führen am Ende zum Entscheid: Kind ja oder nein. Wir wollten diesen Entscheid über Leben oder Tod nicht fällen und haben uns daher bewusst gegen alle weiterführenden Tests entschieden.

    • ka sagt:

      für mich war auch von Anfang an klar, dass ich keine weiterführende Tests wollte, meine Ärztin hat mich da auch unterstützt. Für den Ultraschall ging ich aber ins Spital, da musste ich mich aber schon ganz energisch zur Wehr setzten, dass der Arzt nicht die Nackenfalte gemessen hat.“ ach die sieht man nun so gut, die messe ich doch nun gleich!“ Aber was ich dann mit der Aussage machen soll, sollte die Nackenfalte zu dick sein, das war ihm dann wurscht! Wenn es nicht das dritte Kind gewesen wäre, sondern das Erste, hätte ich mich bestimmt überreden lassen.

    • Nina sagt:

      Hey, es gibt noch mehr als Schwarz und Weiss. Ich hab meinem Arzt z.B. gesagt, ich will mein Kind auf jeden Fall, auch wenn es Trisonomie haben sollte, dann würde ich aber gerne Bescheid wissen, um mich darauf einzustellen, wenn man das schon im Voraus feststellen kann… Es gibt Neuigkeiten, auf die kann man sich besser einstellen, wenn man Zeit hat zum Überlegen, Verarbeiten und Vorbereiten als wenn man dann kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt wird.

      • Eni sagt:

        Finde die Einstellung von Nina vernünftig: Auch wenn eine Abtreibung nicht in Frage kommt, so ist es doch gut, wenn man nicht bei der Geburt ins kalte Wasser geschmissen wird und sich bei ev Behinderung schon vorher über notwendige Behandlungen/Operationen informieren und dann ev gleich in einer Uniklinik mit Kinderspital gebären wo alles schon vorbereitet ist.

      • ka sagt:

        ja aber hallo, das ist dann nicht zu ende gedacht. Nach der unproblematischen Messung der Nackenfalte kommt dann auf Verdacht, die Blutmessung und dann die Fruchtwasserpunktion, da besteht dann das Risiko eines Aborts. und dass nur damit ich mich ev. darauf einstellen kann? Ich nehme es wie’s kommt, auf ev. Geburtsschäden kann ich mich auch nicht einstellen, auf ADHS auch nicht auf Autismus auch nicht etc. Später in der Erziehung steht man dann auch öfters vor vollendeten Tatsachen, dann muss man flexibel bleiben!

      • Nina sagt:

        Schön, und die einen sind eben mehr und die anderen weniger flexibel und spontan. Den einen fällt es leichter, den anderen schwerer. Mich haut halt schnell mal was aus den Socken, dafür halte ich danach länger und besser durch als andere. Ich habe jedenfalls getan, was für mich richtig war. Und mich dabei von meinem Arzt kompetent beraten lassen (der übrigens nicht meiner Ansicht war). Und genau das rate ich allen andern auch – ob Tests ja oder nein. Finde es anmassend, bei einem solch persönlichen Thema jemandem seine eigene Ideologie aufzudrücken.

  • clara müller sagt:

    wer diese untersuchungen nicht will, muss man sie ja nicht machen. wenn man aber einen arzt/eine ärztin aufsucht, sind diese in der pflicht, als möglichen probleme, für die es hinweise gibt, zu untersuchen. täten sie es nämlich nicht, wär das geschrei riesengross von wegen nachlässigkeit, fehler etc.

    wenn ich mit dem auto zum automech gehe und es durchchecken lasse, erwarte ich ja auch, dass er mich auf alle probleme aufmerksam macht. wenn ich die bremsen, die ein komisches geräusch machen, dann nicht reparieren will, ist es meine entscheidung. ein mögl. unfall dann auch mein problem.

  • mein name sagt:

    Meine Güte. Was habt denn ihr für komische Ärzte? Zieht mal besser auf’s Land. Da werdet ihr nicht so über’s Ohr gehauen…

  • tststs sagt:

    Hysteriestichwort Nr.1: Erstgebärende ü30! Habe einige Freundinnen, die ü30 und erstgebärend sind… heieiei, was es da alles an Tests gibt…
    Dabei wurde doch unlängst festgestellt, dass die verschiedenen Schwangerschaftsrisikien in der 1.Welt grundsätzlich neu berechnet werden müssen (speziell im Zusammenhang mit dem Alter)….

  • L. sagt:

    Ärzte machen all diese Test weil sie ihnen Geld und Ansehen und neue Patientinnen bringen – aber oft nicht aus eigenen Antrieb, sondern auf Wunsch/Verlangen der schwangeren Frauen. Und oftmals machen die diese Test weil die beste Freundin ihn gemacht hat, weil er neu ist oder auch weil man alles für ein gesundes Baby und eine möglichst erträgliche Schwangerschaft machen will.

  • Nina sagt:

    1. Man suche sich einen guten Frauenarzt/in BEVOR man schwanger wird. Meiner war jedenfalls ganz und gar unhysterisch und hat mir auch nur zu sinnvollen Tests geraten und von den anderen ABgeraten. 2. Selbst ist die Frau, nicht? Man muss sich halt überlegen, was man will und was nicht, und das dann auch kommunizieren. Schwanz einziehen hilft niemandem. 3. Ich habe schon so oft gehört, dass all die Tests und sonstigen medizinischen Dienstleistungen für die Katz seien – solche Aussagen stammen aber immer nur von gesunden Leuten. Alle anderen wissen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt,

    • Nina sagt:

      die Medizin aber trotzdem meist ein Segen. Aber wie gesagt, das selber mitdenken nehmen einem die Ärzte halt auch nicht ab.

      • Reto B. sagt:

        Plus, man muss wohl mit unangenehmen Aussagen leben können müssen. Wer eine Diagnose macht, der wird eine Antwort kriegen. Und die kann halt auch sein, dass eine gewisse Gefahr besteht, dass eine gewisse Krankheit/Fehlbildung besteht. Wenn eine Indikation da ist, dass eine 20% Chance für xy besteht, dann heisst das auf gut Deutsch: von 10 Eltern sagt man 8, dass etwas da sein könnte, was nicht da ist, aber bei 2en ists halt doch so.

      • Nina sagt:

        Genau, und wer damit nicht umgehen kann, der soll sich von mir aus davon fernhalten, aber die Verantwortung für den Entscheid, einen Arzt aufzusuchen oder nicht, liegt bei einem selber… Zwangseinlieferungen sind äusserst selten…

  • Reto B. sagt:

    Ganz lapidar gesagt: Früher gabs viele Möglichkeiten nicht und die generell vorherrschende Meinung war: wenns eins butzt, dann butzts es halt, grundsätzlich bestand eine hohe Chance dass Mutter und/oder Kind die Schwangerschaft nicht überlebt. Heute gibt es die Möglichkeiten und deshalb wird auch alles gemacht. Wenn ich mir nur schon anschaue, was eine Schwangere heute alles nicht essen und trinken darf und worauf sie Rücksicht nehmen muss und dann mit meiner Mutter spreche, wie es früher war, dann sieht man auch einen himmelweiten Unterschied. Mit allen Vor- und Nachteilen.

    • Sandra Meier sagt:

      Das ist so ein Unsinn. Zwar hält sich dieser Mythos hartnäckig, aber genaue Zahlen oder Quellen kann keiner nennen. Im 19. Jahrhundert war der Anteil an Frauen in Deutschland, die zwischen 20-40 in der Schwangerschaft/bei der Geburt/im Wochenbett starben zwischen 10-35%, Frauen hatten aber generell eine höhere Sterblichkeit als Männer in der gleichen Altersgruppe.

      • Eni sagt:

        Kein Unsinn: die hohe Sterberate bis noch vor 60 Jahren zeigt doch deutlich was Sache ist.

      • Sandra Meier sagt:

        ‚Im Jahr 2011 starben in Deutschland 32 Frauen nach den oben genannten Kriterien im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, das sind rund 5 Frauen je 100.000 Lebendgeborene. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der vergleichbare Wert noch bei 300 bis 350, er stieg dann bis 1929 sogar auf rund 550 gestorbene Mütter je 100.000 Lebendgeborene. Heute gehört Deutschland weltweit zu den Ländern mit der geringsten Müttersterblichkeit.‘

        Das macht nach Adam Riese eine Müttersterblichkeit 1929 von 0,55%.

        Quelle: http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/M/muettersterblichkeit.html

      • Eni sagt:

        Sie vergessen die Kindersterblichkeit und diese war bedeutend höher, als 0.55, auch die Müttersterblichkeit war in der Schweiz deutlich höher.

        Aufällig ist auch, dass die Niederlanden (über 90% Hausgeburten) bis vor ein paar Jahren die höchste Sterberate in westlicher Zivilisation vorzuweisen hatte und diese aber gesunken sind, seit auch in holländischen Landen mehr Spitalgeburten gemacht werden.

      • Sandra Meier sagt:

        Die meisten Leute reden über die ->Niederlande und Hausgeburten, als ob Hausgeburten das Übel wären. In den Niederladen gibt es so viele Hausgeburten, da viele Familie gar keine Möglichkeit haben in einer Vernünftigen Zeit in einem Spital zu sein, klingt komisch, ist aber so. Ausserdem nimmt es mich ja wunder, woher sie ihre irren Zahlen haben. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54800/Niederlande-Weniger-schwere-Komplikationen-nach-Hausgeburten Titel ‚Niederlande: Weniger schwere Komplikationen nach Hausgeburten‘. Ausserdem liegt die HG-Rate bei 62%.

      • Eni sagt:

        @ Sandra Meier

        Korrigiere mich: die Hausgeburtsrate in den Niederlanden war bis vor ca 10/12 Jahren über 90% und wies damals die höchste Säuglingssterblichkeitsrate auf.

        Und Ihren Link zu weniger Komplikationen bei Hausgeburten: bitte seien Sie fair und beachten Sie, dass bei den Komplikationen bei Spitalgeburten auch jene mitgerechnet werden, die von Anfang an wegen schlechten/unklaren Befunden ins Spital überwiesen werden, oder wo mit Komplikationen zu rechnen ist. Die Statistik wird so grob verfälscht.

      • Eni sagt:

        Niederlänische medizinische Versorgung ist längsten nicht zu vergleichen mit dem hohen Niveau der Schweiz. Habe das persönlich miterlebt, als meine Mutter während den Ferien in den Niederlanden einen Hirnschlag erlitten hat und genügend Geschichten von Verwandten die dort leben.

  • Anne sagt:

    Und trotzdem – nur den Ärzten den schwarzen Peter zu zuschieben geht nicht. Viele Frauen sind sich nicht bewusst, dass jeder Ultraschall eine Diagnosesituation ist und mitnichten nur reines Babygucken….!

  • Sandra Meier sagt:

    Mir wurde schon in der 4. SSW (Laut meinen Berechnungen war ich in der 8.SSW, da ich aber noch Stille, wusste das niemand vor dem US so genau) von zwei Ärztinnen gesagt, dass es vermutlich einen Abort gibt, da alles noch zu klein ist und ich keine ‚typischen‘ SS-Symptome habe. 3 Wochen Später also wieder ab zum Arzt, ob man nun Herztöne sieht, dann konnte man messen und sah, das ich nun erst in der 6. SSW war und Herztöne da sind und alles ‚plangemäss‘ abläuft. Im Mutterpass steht auch ‚evt. Abort‘ beim ersten Untersuch. Find ich schon recht heftig.

    • Reto B. sagt:

      Also wärs besser, den werdenden Eltern nix zu sagen. Wenns dann schiefläuft, dann ist ja eh alles im Eimer und es wird sich auch niemand Vorwürfe machen, ob man wirklich alles getan hat?

      • Sandra Meier sagt:

        Dass es in den ersten 3 Monaten häufig zu Fehlgeburten kommt, ist ja kein Geheimnis. Das man aber schon von Anfang an darauf spekuliert, obwohl man noch keine Hinweise hat, find ich nicht ok. Man sollte die Frau informieren ja, aber das man dann, auch während dem Untersuch immer wieder gesagt bekommt, es sieht aus wie eine Fehlgeburt (was es dann ja nicht wahr) kann einfach nicht sein.

      • Eni sagt:

        Naja, dass manchen Ärzten das Feingefühl fehlt stimmt schon.

        Bei einer Bekannten dessen Sohn einen schweren Unfall hatte, wurde im Kindernotfall Uni ZH ins Gesicht gesagt, dass der Bub keine Chance habe. Schlussendlich hat er denn trotzdem überlebt und das sogar ohne bleibende Schäden.

  • Anne sagt:

    Nach eigenen Schwangerschaften und dern meines Umfelds kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass oft die grossen Spitäler lockerer und mit mehr Vertrauen an die Sache rangehen, als frei praktizierende. An einigen Spitälern werden ja bspw Hebammensprechstunden angeboten, welche sehr pragmatisch ablaufen. Auch die Ultraschalluntersuchungen werden von frei praktizierenden Ärzten wohl oft als zusätzliche Absicherung bei jeder Kontrolle eingesetzt. Es braucht viel Stärke, sich dagegen zu wehren – wenn man will, findet ja man überall ein Risiko.

  • Sportpapi sagt:

    Der Arzt bzw. die Ärztin kann ja nicht mehr als diagnostizieren, einen Befund und das damit verbundene Risiko bekanntgeben und eine Vorgehensweise empfehlen. Dazu aber ist er ja wohl verpflichtet und dazu ist er auch ausgebildet. Bei Schwangerschaftsdiabetes würde ich definitiv auf den Arzt hören, der da sicher besser Bescheid weiss – oder zumindest eine weitere Meinung einholen.
    Ansonsten liegt das Problem ja weniger bei den Ärzten, als bei uns selber. Und in der Konsequenz wird viel mehr therapiert – es passiert aber auch immer weniger, oder?

  • O.T. sagt:

    Ich erkrankte während meiner ersten Schwangerschaft an einer seltenen Schwangerschaftserkrankung. Häufig wird sie nur als reine Hysterie von abgetan, das Resultat ist dann vielfach eine Totgeburt. Meine Ärztin hat mich von Beginn weg ernst genommen und hat mich engmaschig kontrolliert. Ich war ihr sehr dankbar. Nun habe ich eine gesunde Tochter. Jetzt bin ich wieder schwanger und das Risiko, das ich wieder erkranke, liegt bei ca. 80 %. Ich werde wieder engmaschig kontrolliert, dafür bin ich dankbar.
    Gehen Sie doch nicht immer davon aus, dass jede Schwangerschaft super und gesund verläuft!

    • Markus sagt:

      Richtig; nicht jede Schwangerschaft verläuft super und gesund – aber bei 8 von 10 ist es der Fall. Es ist auch richtig, dass man die anderen 2 Schwangerschaften eng begleitet und die Frauen betreut. Nur tut die Gesundheitsindustrie und die Frauenärzte/innen heute so, als seie es gerade umgekehrt und 8 von 10 Schwangerschaften seien problematisch. Das Ganze ist eine gewisse „amerikanisierung“ auch in diesem Bereich. Wehe dem Arzt, der nicht über sämtliche möglichen Fehlbildungen und Diagnosetest informiert und eine nahelegt!

      • Nina sagt:

        Ach, und Herr Markus: natürlich weiss man im Voraus, welche Schwangerschaften problemlos ablaufen und welche nicht? Manche Übel verursachen erst spürbare Beschwerden, wenn es zu spät ist. Aber wie gesagt: am Schluss entscheidet der Patient, was er will, und nicht der Arzt. Die Verantwortung soll auch wahrgenommen werden von jeder schwangeren Frau.

      • Eni sagt:

        Viel Glück für Mutter und Kind an O.T

    • O.T. sagt:

      @Markus: Den Begriff „Amerikanisierung“ ist doch fehl am Platz. Ich kenne einige amerikanische Mütter, mit der gleichen Erkrankung wie ich, die in den USA um einen simplen Bluttest kämpfen mussten.

      @Eni: Lieben Dank!

  • Markus sagt:

    Beide Schwangerschaften meiner Frau wurden von Anfang an als Risikoschwangerschaften beurteilt, da sie über 30 Jahre alt sei. Meine Frau hat dann Entschieden, dass das grösste Risiko die Ärzte und ihre Testwut sind. Für sie kam eine Abtreibung nicht in Frage und für den Rest sorgt dann die Natur und ihr Körper schon (und nicht der liebe Gott und die Ärzteschaft).

    • Leo Schmidli sagt:

      Das, was Sie schreiben, ist falsch! Das Alter für Risikoschwangerschaften beträgt 35 Jahre bei Erstgebärenden und 40 Jahre für alle anederen Gebärenden.

    • Nina sagt:

      Und die Natur fällt manchmal sehr harte Urteile… Natur ist nicht immer gleich sanft…

      • Eni sagt:

        Wieder falsch: es ist davon auszugehen, dass für erhötes Risiko nicht das Alter der Mutter, sondern jenes des Vaters eine Rolle spielt. Ist irgenwie auch logisch, denn nachbildende Organismen (Spermien) sind um das mehrere Hundertfache geneigter um zu mutieren als vorhandene und nicht nachbildende Organismen (Eizellen).

  • Stefan sagt:

    Es erstaunt mich, gerade hier den Begriff des Patriarchats zu lesen. Das Patriarchat ist doch schon lange überwunden (nur die SP braucht diesen Begriff noch…). Es hat nur seine Zeit benötigt, bis dies auch sichtbar wird, d.h. bis Männer auch mal zurückstecken und Frauen auch dorthin gehen, wo es möglicherweise wehtut (z.B. an die Spitze eines Unternehmens oder als Journalistin, die über Politik/Wirtschaft statt über Lifestyle schreibt).
    Ein Anfang ist gemacht, das wird aber bestimmt noch weitergehen.

  • Manuela sagt:

    Ich hatte das gleiche Problem, es war aber eine Fehldiagnose des GD. Das ist ok so, das passiert. Einzig der OA mit dem ich ein Gespräch verlangte, verstand, was ‚guter Hoffnung‘ sein bedeutet. Ich hab ab Mitte der ersten SS die Arztbesuche reduziert und beim 2. Mal kaum mehr den Arzt gesehen… Man entscheidet ja immer noch selbst wann man zu welchem Arzt geht. Und die gingen mir in der Zeit sehr auf die Nerven…

  • Brunhild Steiner sagt:

    2/
    Da wir in einer Zeit leben, in der Ärzte aufgrund nicht erkannter Behinderungen beim Kind
    mit Haftungsklagen konfrontiert werden, muss uns dieser zunehmende Abklärungwahn nicht wundern.
    Und so behindertenfreundlich ist unsre Gesellschaft ja auch nicht gerade, die Bemerkung
    „das wäre doch heute nicht mehr nötig“ kann man auch heute noch zu Ohren bekommen… .

    Ich habe grossen Respekt vor allen, welche sich trotz ungünstiger Prognose fürs Leben entscheiden!!!

    Selber haben wir diese Tests bewusst nicht machen lassen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Den Aufhänger mit Diabetes finde ich sehr ungünstig!
    Gäbe es bei Betreffender genau aus diesem Grund Komplikationen-
    wer würde dann über die Ärztin, welche schlampig war, herziehen?!
    Schwangerschaftsdiabetes macht um durchtrainierte Frauen keinen Bogen, und auch nicht um solche die sich superbewusstgesund ernähren!

    Was andere Tests betrifft muss frau sich einfach immer über die möglichen, folgenden Fragestellungen bewusst sein, und sich sehr darüber im Klaren, ob sie sich diesen stellen wird- inklusive der Tatsache dass positive Resultate auch falsch-positiv sein können!

    • Carolina sagt:

      Hallo Brunhild! En guets Neuis Ihnen und ich hoffe, Sie wieder öfter hier ‚zu sehen‘!
      Wie (fast) immer, stimme ich Ihnen völlig zu. Der Fall hier ist sehr unglücklich gewählt. Und wie ich an anderer Stelle sagte, halte ich es auch für wichtig zu sehen, dass im Falle von Problemen doch viele dann auf die Aerzte/Hebammen etc losgehen. Wie bei anderen Themen auch, halte ich es für essentiell, dass wir uns überlegen, welche Folgen unsere Handlungen oder Nicht-Handlungen haben können und dass wir zu diesen Entscheidungen stehen, auch wenn Sie sich im nachhinein als falsch erweisen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina
        ebenfalls!!!
        …tja, solange ich jedesmal so nett verschlauft werde wohl eher nicht…

  • Andreas Müller sagt:

    Vorsorgeuntersuchungen sind prinzipiell freiwillig und jede Frau ist letztlich für sich selber verantwortlich. Wer die modernen Medizin nicht zu schätzen weiss, kann sich auch mittelalterlich verhalten, mit allen mittelalterlichen Konsequenzen die das zu Folge hat. Ich kann z.b. beim besten Willen nicht nachvollziehen wie Frau Wanner eine Diabetes ignorieren will. Weiss sie, dass ein unbehandelter Diabetes, die Augen schädigt? Weiss sie dass durch ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes Missbildungen beim Fötus riskiert? Wie würde sie das dem Kind wohl erklären?

    • clara müller sagt:

      100% einverstanden!

      • Susanne Scherrer sagt:

        Das mag ja alles sein! Nur wird heute viel schneller eine Diabetes vermutet und weitere schier endlose Tests gemacht. Ich habe es erst kürzlich in meiner Schwangerschaft erlebt. Ich habe mich ebenfalls total fit gefühlt, habe nicht übermässig zu genommen, nach wie vor regelmässig Sport gemacht. Mein Baby hat dann einmal während zwei Vorsorgeuntersuchungen mehr zu genommen als es die Föten normalerweise in dieser Zeit tun und schon musste ich für diverse weitere Untersuchungen antraben, welche mich unheimlich viel Zeit und Geduld kosteten um dann zu hören, dass alles total in Ordnung ist.

    • Susanne Scherrer sagt:

      Natürlich schätze ich die moderne Medizin, aber es kann eben auch gleichzeitig ein Fluch sein. Und hier wird aus meiner Sicht ganz klar die Ängten der werdenden Eltern ausgenutzt. Viele dieser Untersuchungen bin ich mir sicher, sind nicht Notwendig. Und es wird schnell irgendwo eine Auffälligkeit gesehen, wo gar keine ist. Das sind heranwachsende Lebewesen, die sich unterschiedlich entwickeln. Und hinter jeder Unregelmässigkeit in der Entwicklung gleich eine Fehlbildung oder Krankheit zu sehen, finde ich falsch.

      • Andreas Müller sagt:

        Frau Scherrer: Einen Diabetes muss ich nicht vermuten. Es gibt einen kurzen Piks in den Finger und eine Analyse die 10 Sekunden dauert und dann kenne ich den Blutzuckerspiegel. Überschreitet dieser den Grenzwert mehrfach, dann liegt wahrscheinlich ein Diabetes vor. Diesen unbehandelt zu lassen wäre unethisch, denn eine der Langzeitschäden ist die Erblindung. Ob sie sich mit Diabetes fit fühlen oder nicht, ist irrelevant. Naturwissenschaftliche Methoden basieren nicht auf Gefühlen, sondern auf Fakten. Gerade darum haben wir eine extrem tiefe Kindersterblichkeit.

    • Schirille sagt:

      Und doch sagte bewusste Schwangere, dass nach einem einmaligen nicht 100%igen Testresultat in Sachen SS-diabetes alles in Ordnung war. Also hatte sie keine SS-Diabetes.
      In meiner zweiten Schwangerschaft wollte man mir auch eine SS-Diabetes andichten, weil die Werte nicht genügend schnell absanken, und zum Messzeitpunkt noch leicht erhöht waren. Aber man sollte bedenken, dass die Limiten von Ärzten festgelegt wurden, sie stellen kein Wert dar, wenn zu hoch = absolut schädlich und wenn darunter alles gut.
      In der 1. SS war dieser Test noch nicht nötig und auch in der 2. verlief alles gut.

      • Maunadis sagt:

        Wurden nicht vor wenigen Jahren die Normwerte eines SS-diabetes nach unten geändert??? Kurz darauf die Untersuchung des SS-diabetes via Glucosetoleranztest zur Routineuntersuchung erklärt und wieder kurz darauf die DRG eingeführt????
        Als Hebamme habe ich sehr oft erlebt, wie Frauen, wegen eines leicht erhöhten Blutzuckers wirklich die ganze Schwangerschaft zur Sau gemacht worden ist.
        Es ist kein Thema, dass es sich bei einem „richtigen“ SS-diabetes um eine Krankheit handelt, die gefährlich fürs Kind ist. Aber was heute mit dieser Diagnose gemacht wird, hat meist rein wirtschaftliche Gründe.

  • Luise sagt:

    Eine Schwangerschaft bedeutet ein Riesengeschäft für Ärzte und Co. und beim heute herrschenden Sicherheitswahn rennen sie offene Türen ein.

  • Christian Roth sagt:

    Es ist wichtig sich zu entscheiden, was man im Fall einer Fehlbildung tun würde. Ist Abtreibung eine Option, dann bringen die Untersuchungen Hinweise in die eine oder andere Richtung. Wenn man sicher nicht abtreiben will, dann bringen die Untersuchungen nichts als Unsicherheit und eine beklemmende Schangerschaft. Sehr schlecht für das Kind.
    Abtreibungen bei Fehlbildungen passieren ja nicht weil es eindeutig wäre, sondern weil die Vermutung besteht. Und die Vermutung besteht bereits bei einer Chance von 10%. Weil der Arzt sicher sein will, dass er nicht eine mögliche Fehlbildung übersehen hat.

    • Eni sagt:

      Bei Abtreibungen infolge Chromosomenfehler ist die Diagnose einer Behinderung sehr wohl eindeutig und nicht eine Vermutung von 10%. Sowieso werden die meisten Kinder nicht wegen negativer Diagnose abgetrieben, sondern aus gesellschaftlichen/finanziellen/beruflichen Gründen und wären völlig gesund.

      • Eni sagt:

        Zudem sind Untersuchungen auch nicht überflüssig wenn man das Kind auch bei negativer Diagnose behalten möchte: wenn man um die Defizite weiss, kann man sich besser vorbereiten und es können bezüglich Spitalwahl auch schon Vorbereitungen getroffen werden, wenn das Kind sofort nach der Geburt Behandlungen oder OPs bedarf.

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