Sexismus bei Bewerbungsgesprächen

Eine Carte Blanche von Dorothea Vollenweider*

Es gibt Fragen, die treffen die Stellensuchende wie ein Hammer: Mariah Carey im Film «Precious». (Foto: Lionsgate)

Ich bin in einer Generation von Frauen aufgewachsen, die ausser für längere Ausgangszeiten und kürzere Röcke für nichts kämpfen musste. Unsere Grossmütter und Mütter haben den Weg für uns geebnet. Sie kämpften für unsere Rechte, dafür, dass wir in der Berufswelt anerkannt und gleichberechtigt werden. Dank ihnen habe ich bisher in meinem Leben keine Ungerechtigkeiten erfahren. Niemals in den vergangenen 30 Jahren habe ich daran gedacht, dass es leichter wäre, ein Mann zu sein. Nicht, als ich Wirtschaft studierte und mit rund 15 Männern ein Klassenzimmer teilte. Und auch nicht, als ich meine berufliche Karriere als Praktikantin bei einer Wirtschaftszeitung – ebenfalls dominiert von Männern – begann. Zwar war ich oft in der Minderheit, trotzdem fühlte ich mich niemals diskriminiert. Im Gegenteil. Man(n) respektierte mich.

Umso mehr schockierte es mich, als ich vor einigen Monaten zum ersten Mal mit Sexismus konfrontiert wurde. Nicht als Frau. Sondern als Mutter. Kaum zu glauben, mit welchen Vorurteilen man als neue Mama zu kämpfen hat. Begonnen hat es damit, dass ich mich auf Jobsuche machte. Ich verschickte mehrere Bewerbungen und erhielt auch viele Rückmeldungen. Doch diese hatten sich gewaschen.

Die erste Rückmeldung war ein Telefonat von einer grossen Schweizer Versicherung. Sie fanden meine Bewerbung sehr ansprechend, wollten aber eines gleich im Vorfeld klären: Wenn das mit der Krippe fürs Kind nicht bereits geregelt sei, dürfe ich nicht ans Vorstellungsgespräch kommen. Aha. Alles klar. Ich log, sagte, das Kind hätte bereits einen Krippenplatz. Das reichte der Personalverantwortlichen vorerst. Ich durfte vorbeikommen. Dort folgte der nächste Hammer. Eine der ersten Fragen am Vorstellungsgespräch: «Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen?» Ha! Ich war sprachlos. Gehts noch? Der Vater geht meist bereits einen Tag nach der Geburt wieder arbeiten. Weil er muss. Was ich übrigens furchtbar finde. Ich würde jede Petition für eine gesetzliche Verankerung des Vaterschaftsurlaubes unterschreiben.

Das nächste Bewerbungsgespräch, diesmal bei einem Verlag, lief nicht viel anders ab. Diesmal war die erste Frage: «Wollen Sie noch ein zweites Kind?» Wieder war ich sprachlos. Solche Fragen dürften eigentlich nicht gestellt werden. Trotzdem wird man als Frau immer wieder damit konfrontiert. Klar, man könnte die Antwort verweigern. Doch mal ehrlich, dann kann man die Stelle gleich abschreiben. Mich hat diese offene Diskriminierung als Mutter richtig überfordert. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Weil ich bisher niemals für meine Rechte kämpfen musste.

Als ich schwanger wurde, habe ich keine Sekunde lang daran gezweifelt, dass ich wieder arbeiten gehen würde. Für mich war immer klar: Ich bin Journalistin. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn ich Kinder habe. Klar, ich hatte es mir damals etwas zu leicht vorgestellt. Ich dachte mir, nach dem Mutterschaftsurlaub gehe ich wieder arbeiten. Wie leichtfertig dieser Satz damals von meinen Lippen ging. Und wie unglaublich viel komplizierter die Realität doch ist. Niemals hätte ich gedacht, dass ich nach vier Monaten zu Hause unmöglich wieder hätte arbeiten gehen können. Viel zu sehr hing ich an meinem Baby. Schliesslich war es auf mich angewiesen. Ich stillte noch, stille noch heute und hätte das um nichts in der Welt aufgeben wollen. Ich kündigte deshalb bei meinem damaligen Arbeitgeber und bereue diesen Schritt bis heute nicht.

Doch kurz kamen schon Zweifel auf. Nach unzähligen Bewerbungsschreiben und mehreren Vorstellungsgesprächen, die alle etwa gleich abliefen, begann mein Glaube an die Gleichberechtigung zu schwinden. Und ich war kurz davor aufzugeben. Scheiss drauf. Dann eben doch gleich das zweite Kind. Ich kann ja auch nach dem zweiten Kind wieder arbeiten gehen. Und dann hat sich zumindest die lästige Frage nach dem zweiten Kind erledigt. Gleichzeitig plagten mich Ängste. Was ist, wenn ich den Anschluss verpasse? Wenn es das war mit meiner Karriere? Ich konnte es kaum glauben, dass ich überhaupt solche Gedanken hatte. Und zum Glück hat sich dann auch alles zum Guten gewendet. Ich habe eine Stelle gefunden. Aber ein fahler Nachgeschmack bleibt.

mb_vollenweider*Dorothea Vollenweider arbeitet als Wirtschaftsredaktorin bei «20 Minuten». Zudem führt sie seit der Geburt ihrer Tochter den Blog Mutterfutter. Sie wohnt mit ihrer Familie in Winterthur.

616 Kommentare zu «Sexismus bei Bewerbungsgesprächen»

  • Reto Widmer sagt:

    Ich als Mann werde aktuell bei Bewerbungsgesprächen folgendes gefragt: Ob ich genug Ehrgeiz habe für diese Kaderposition, was meine Pläne für die nächsten Jahre sind, ob ich eine langfristige Anstellung suche, den Job meines Vorgesetzten will, ob ich gewillt bin, viel zu reisen und 100% verfügbar bin, und überhaupt, was meine Partnerin dazu sagt… völlig normal. Fragt man das gleiche eine Frau, ist es sexistisch. Soviel zum Stand der Emanzipation in der Schweiz 2014, willkommen in der realen Arbeitswelt, wo Konkurrenz völlig normal ist und Jobs nicht per Quote verfügbar sind.

  • Roger sagt:

    Eigentlich will ein Arbeitgeber gar keine Mütter einstellen. Das zweite Kind oder die ständigen Abwesenheiten, weil die Kinder krank sind, sind für eine Firma eigentlich nicht tragbar; oder vorallem nicht planbar. Der einzige Grund für eine Anstellung einer jungen Mutter ist das schlechte Gewissen des HR-Verantwortlichen oder weil es halt politisch korrekt ist. Wenn man gegen die eigene innere Überzeugung jemand zum Interview einlädt, kommt es zu solchen Fragen.

  • Elisabeth buri sagt:

    @pixel, jetzt wird es absurd. Einerseits besitzen Sie die rare Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Gefahr, auf Unverständnis zu stossen, ist gross. Und wenn Ihnen tatsächlich eingeredet wurde, die WELT sei gleichberechtigt, beginne ich, Sie zu verstehen.

    • pixel sagt:

      Was wollen Sie Frau Buri. Sprechen wir auf einer objektiven oder subjektiven Ebene? Ich bin auf der objektiven und das bedeutet, dass ich (entgegen Ihnen) der A ut or in nicht Naivität unterstelle, bloss aufgrund der Tatsache, dass sie sich dieses Art ik el s annahm. Und tatsächlich: mein Weltbild hat sich verändert seit ich Mutter bin. Bezeichnen Sie das als dumm, wenn Sie mögen. Meinen Sohn werde ich trotzdem nicht anders erziehen, als es meine Eltern mir mitgegeben haben. Und übrigens: meine Eltern gaben mir nicht mit, die Welt sei gleichberechtigt, sie gaben mir mit,

      • pixel sagt:

        sie als solches zu behandeln. Die Welt mit den Augen zu sehen und zu erleben, wie mir und nicht ihnen (meinen Eltern) beliebt, fand ich eigentlich schon sehr grosszügig.

    • pixel sagt:

      Und schön finde ich trotzdem, dass Sie anfangen mich zu verstehen, auch wenn ich keine Notwendigkeit darin gesehen hätte.

  • Werner Meier sagt:

    Wenn nach der militärischen Belastung gefragt wird, und das werden erfahrungsgemäss nur Männer, geht das auch unter Sexismus?

    NB: Heute gilt ein höherer Grad im Militär nicht mehr als Pluspunkt bei einer Bewerbung.

    • pixel sagt:

      Ja, das wäre auch Se x is mus. Gut ist dieses Unding, wie Sie selbst anmerken, weitgehendst ausgemerzt.

      • Werner Meier sagt:

        Sie scheinen hier alles zu wissen. Schön, wenn es noch solche Leute gibt. Darauf wird zu referenzieren sein.

      • pixel sagt:

        ich bin keine Referenz, Herr Werner. Ich hab lediglich eine Meinung, die Ihnen nicht goutiert (obschon ich Ihnen ja in keinerlei Weise widerspreche, sondern Sie selbst Ihre eigene Ironie auf andere projezieren).

  • Rabe sagt:

    Ohne das, was der Autorin widerfahren ist, gutzuheissen: Sie hat einfach das Pendant zur Situation von Männern erlebt, die gerne ihr Pensum zugunsten der Familie reduzieren wollen: „Ich sehe, Herr Soundso, Sie identifizieren sich nicht mehr 100% mit unserer Firma…“. Oder betreffend Papatag: „Oh, Du hast jeden Dienstag frei. Schön, schön…“
    Das hat mit Sexismus wenig, vielmehr jedoch mit den Zwängen unseres Leistungswahns zu tun, auch wenn es die beiden Geschlechter auf eine je andere Weise zu spüren bekommen.

    • pixel sagt:

      Sie haben recht, Rabe. Auch wenn Ihr Beispiel nichts mit Se x is mus zu tun hat, in der Sache des Leistungswahns bestimmt.
      Ich begreife, dass S e xi smu s als Begriff eine Triggerwirkung auf das männliche Geschlecht hat. Nur so kann ich mir die Empörungen hier ob dessen erklären.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie haben wirklich eine sehr spezielle Wahrnehmung. Wo sehen Sie hier Empörung? Messen Sie das an der Anzahl Beiträgen? Oder meinen Sie die die empörten Stellungnahmen derer, die in den Ärger der Aut orin einstimmen? Die kommen dann aber nicht ausschliesslich von männlicher Seite.

      • pixel sagt:

        Sp, ich bin an einem Punkt, wo ich der festen Ueberzeugung bin, dass wir beide über unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen nicht reden müssen. Um es Ihnen zu beweisen, müsste ich also sämtliche K o m me nta re verlinkt hier reinkopieren und entschuldigen Sie bitte, dass ich dafür wirklich keine Geduld habe. Lassen wir es so stehen: ich habe eine seltsame Wahrnehmung. Damit kann ich gut leben 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Pixel, man könne auch 2-3 Bemerkungen, die häufiger fallen, als Beleg anbringen. Und dann könnten wir diskutieren, ob das wirklich als Empörung zu werten ist.
        Es ist eben schon seltsam, wie Sie (und andere) immer wieder den Ton der Stellungnahmen (und immer nur von Männern) – als Grundtenor, nicht Einzelereignis – ganz anders bewerten, als ich es sehe.
        Hier erfolgt doch einfach Widerspruch: a) es ist nicht Sexismus (da sind wir beide einig, dass es das ist), b) die Fragen sind berechtigt/nachvollziehbar (da gehen wir auseinander) und c) die Empörung im Bsp. eher unangebracht

      • pixel sagt:

        2-3 Bemerkungen die häufiger fallen in über 600 Ko mm ent aren? Klar, gerne, ich hab Zeit. Im Ernst, wir sehen Dinge anders und nehmen Sie anders wahr. Es wird nicht besser, wenn ich Ihnen 2-3 Bemerkungen die „häufiger“ (häufiger als was?) fallen mitgebe, damit Sie mir nachher wieder gegenkom m entieren, dass das Ausnahmen waren. Wir müssen es nicht ausdiskutieren, sp. Ich hab einfach eine andere Meinung als Sie.

  • Elisabeth buri sagt:

    Ich bleibe bei naiv.
    Immer wieder wird die emotionale Explosion, die eine Geburt auslöst, vergessen.
    Naiv auch der Gedanke, wäre der Vater die ersten Wochen rund um die Uhr da, wäre alles einfacher. ( hat übrigens nichts mit dem reisserischen Titel zu tun). Er wird die nächsten zwanzig Jahre genug Gelegenheit erhalten, die Mutter zu unterstützen und zu entlasten.
    Und naiv, sich über solche Fragen an einem Vorstellungsgespräch aufzuregen. Sexistisch wäre ein starrer Blick auf den prallen Busen:“so wie’s aussieht stillen Sie noch“.

    • pixel sagt:

      Wie bei manch anderen Begriffen ist die Frage „wo fängt es an und wo hört es auf“ auch im Falle Se x is mus gegeben. Folglich ein dehnbarer Begriff. De facto entspricht aber zitiertes Vorgehen per Definition dem Se xi s mus. Soviel sei mal festgehalten, auch wenn andere, wie Sie (und ich im Uebrigen auch), Se x is mus anders definieren würden.
      Naiv? Naiv weil man ursprünglich an die Gleichberechtigung geglaubt hatte? Weil man mit der Ansicht grossgeworden ist, dass die Welt gleichberechtigt ist? Um dann, sobald man Mutter wird und zudem auch noch eine mit Ambitionen (oh weia, ganz schlecht!)

      • pixel sagt:

        feststellt, dass dem nicht so ist? Ja, das stimmt, das ist naiv. Verdammt, warum haben mich meine Eltern bloss so erzogen? Hätte ich bloss schon früher gelernt, dass ich als Frau erst gar nicht eine Uni angehen muss, weil ich ja nachher sowieso zu Hause hocken soll, dann wäre ich bestimmt nicht so naiv gewesen um mich nachher auch noch bewerben zu wollen! Wow, wie dumm ist das denn??

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss übrigens nicht, ob das Stilmittel der Übertreibung hilft, Türen zu öffnen. Gleichberechtigung heisst ja nun nicht, dass jede/r immer in jeder Situation genau gleiche Chancen hat, eine Stelle zu bekommen. Immer öfter liest man da sogar „Frauen bevorzugt“. Und wenn mein Arbeitgeber eine Krippe anbietet, allerdings nur für die Kinder von MitarbeiterINNEN, dann ist das auch nicht ok. Und was ist, wenn ich für eine Stelle wieder als „überqualifiziert“, zu jung, zu alt, mit falschem Abschluss usw. gelte? Oder den falschen Namen trage, die falsche Nationalität?

      • pixel sagt:

        Dann Sp, ist nicht mehr vom Se x i s mus (per Definition) die Rede sondern von Diskriminierung. Und auch dieses Thema hatten wir untereinander bereits abgehandelt, meine ich. Wobei Sie ja der Meinung waren, einen Menschen einzustellen und keine Maschine, im Vorfeld sehr gerne aber wissen möchten, was der Mensch mitbringt um entsprechend Ihrer Konditionen zu entscheiden, ob es gefällt.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Richtig, dann ist es nicht Se xismus. Aber Se xismus, wie hier abgehandelt, ist ja auch nur ein Spezialfall von Diskriminierung.

      • pixel sagt:

        Stilmittel der Uebertreibung ist gut! Da spricht der Richtige zu mir! 🙂

      • pixel sagt:

        Korrekt Sp. Die Grenzen scheinen einige gerne zu verwischen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich übertreibe gerne, Pixel? Ist mir eigentlich noch nicht so aufgefallen.

  • Esther Müller sagt:

    Dieser Frauenhass in dieser Kommentarspalte……Man müsste meinen die Vorstände seien gefüllt mit alten, schmerbäuchigen Frauen, die höchstens junge knackige Assitenten-Boys in die Nähe lassen. Oder ja, sämtliche Dax-Konzerne sind von alten Greisinnen geführt. Und erst die unzähligen Diktatorinnen und Präsidentinnen auf dieser Welt… ja und nicht vergessen, die Männerhäuser voll von geprügelten Männern. Und die unzähligen Erstochenen, Erschossenen und zu Tode geprügelten von ihren Ex-Frauen, weil sich diese in Ihrer Weiblichkeit verlettzt fühlten. ……Wir müssen dringend was tun…

    • pixel sagt:

      Ich hätte es anders formuliert, aber ich glaube fast, Sie treffen den Nagel auf den Kopf!

      • Elisabeth buri sagt:

        Genau.
        Und ich finde die Kolumnisitin reichlich naiv. Sorry, auch trotz von Frau zu Frau!

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Da enttäuschen Sie mich gerade. Aber wirklich. Danke Elisabeth Buri. Sie dürfen das ja sagen, ich als Mann offenbar nicht.

      • pixel sagt:

        Sp: wo liegt die Enttäuschung? Frau Müller leitet mit den ersten paar Worten das ein, was sehr offensichtlich nachzulesen ist innerhalb der Ko m me nt are. Ich habe meinem Partner ein paar Sachen nur vorgelesen, den schüttelt es dabei durch und durch. Ob die A ut o rin naiv ist oder nicht – ich finde es reichlich naiv eine Meinung über eine Person zu manifestieren aufgrund der alleinigen Tatsache, was diese Person schreibt und worüber sie sich generell Gedanken macht. Tat und Wahrheit ist: diese Fragen werden gestellt. Auch ich habe sie erlebt. Ich habe sie anders verarbeitet,

      • pixel sagt:

        aber deswegen wird es nicht richtiger, dass diese Fragen überhaupt erst auf den Tisch kommen. Als Jo ur na li stin hätte ich womgöglich dieses Thema auch aufgegriffen. Und wäre somit per se naiv deswegen? Ich sage Ihnen eines, Sp, ich habe mich ja reichlich zurückgezogen aus dem MB, weil bis auf einige Wenige, das hier vorliegende Diskussionsniveau erschreckend tief ist. Genausogut kann ich mit meinem Kopf gegen eine Wand ballern. Manche Sitzungen sind öde und manche Reisen etwas langwierig. Wenn das Thema genug hergibt, dann diskutier ich gelegentlich mit.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wie bringen Sie diese doch recht vernünftigen Einsichten mit der völlig verdrehten Wortmeldung von EM in Verbindung? Beginnen wir mit: Wo finden Sie hier verbreitet „Fra uenha ss“???
        Ich für meinen Teil sehe eine recht sachliche Diskussion mit vielen guten Einsichten. Und die Kritik „naiv“ muss sich die Frau nach Ihrem Beitrag durchaus gefallen lassen. Auch wenn das nicht direkt zum Thema gehört.

      • Sportpapi sagt:

        Im Gegenzug zu Ihnen halte ich es für unsinnig, per Gesetz festzuhalten, was nicht ohne Weiteres umsetzbar ist. Die Fragen werden gestellt, weil sie von Interesse sind. Wie auch das Geschlecht des Arbeitssuchenden durchaus beim einen oder anderen Job relevant sein kann. Es ist doch gut, wenn eine Journalistin das Thema anspricht und eine rege Beteiligung auslöst. Allerdings war es hier nicht nötig, die eigene Geschichte als Aufhänger zu verwenden, denn die ist durchaus fragwürdig. Und lenkt eben damit vom Problem ab.

      • pixel sagt:

        Sp: „Im Gegenzug zu Ihnen halte ich es für unsinnig, per Gesetz festzuhalten, was nicht ohne Weiteres umsetzbar ist.“ nein, das ist nicht im Gegenzug zu mir, sondern wir sind uns da ziemlich einig. Das Gesetz besteht ja ausserdem schon. Mir hingegen geht es darum, dass die Denke weg von „Frau und Mutter = allein zuständig für das Kind“ hin zu einer gleichberechtigten Denke führt, wo auch Frauen ihre zwei Kinder genauso stolz im CV präsentieren dürfen wie ihre Männer auch, ohne dabei dummen Fragen ausgesetzt zu werden oder gar nicht erst zum Gespräch zu kommen. Wo es ein Selbstverständnis ist

      • pixel sagt:

        dass beide arbeiten und sich beide gleichermassen um den Nachwuchs sorgen. Und genau dieses Selbstverständnis impliziert, dass solche Fragen eben erst gar nicht gefragt werden.
        Das erreichen wir mit Kraft der Gesellschaft und nicht dieses einen Gesetzesparagraphen. Leider aber drängt die Kraft der Gesellschaft hierzulande in eine ganz andere Richtung.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wenn sich die Realitäten entsprechend verändern, werden auch die Arbeitgeber keine solchen Fragen mehr stellen. Allerdings sieht es momentan nicht danach aus. Also bleibt nur die Lösung, als einzelner Mensch (Frau) glaubwürdig zu versichern, dass die Pläne anders sind.

      • tina sagt:

        pixel, einfach nochmals der hinweis: die frage wurde der bewerberin ja gestellt, nachdem sie ihren arbeitsvertrag NACH dem mutterschaftsurlaub kündigte. das geht ja wohl aus dem CV hervor und darum finde ich eine direkte frage besser als sich die antwort gleich zu denken. wir müssen das nicht gleich sehen, und stehen wohl auch nicht alleine da mit unseren haltungen, weder du noch ich. ich bevorzuge ein vertrauensvolles verhältnis am arbeitsplatz zu vorgesetzten und mitarbeitern und mag privat und geschäft auch nicht trennen. das gesetzt schützt aber das privatleben klar.

      • tina sagt:

        auf unerlaubte fragen darf man lügen, klar. nur: von einem vertrauensvollen arbeitsverhältnis kann dann ja nicht die rede sein. und ein gebrochenes vertrauensverhältnis ist grund für eine fristlose kündigung.
        wenn ein stellenbewerber gleich nach einem halbjährigen arbeitsausfall wegen einem nichtbetriebsunfall selber kündigt und eine neue stelle sucht, und im CV eine risikosportart erwähnt wurde, mag es auch nicht erlaubt sein danach zu fragen, aber wer nicht ganz blöd ist, fragt sich eben schon nach zusammenhängen.

      • pixel sagt:

        Von welchem Vertrauensverhältnis sprechen Sie da, 13? Auf welcher Basis entsteht denn ein Vertrauensverhältnis? Wohl auf Gegenseitigkeit. Was soll ich denn für ein Vertrauen haben in ein Unternehmen, welches bereits mit Vorurteilen in das potentielle Arbeitsverhältnis hineingeht? Ausserdem merke ich an. dass ich längst nicht über den Fall der Jo ur na li stin spreche und auch nicht über die Art wie sie es verarbeitet. Ich sage lediglich: in der Sache hat die Dame recht. Wie man damit umgeht, ist eine andere Geschichte.

      • pixel sagt:

        Sorry, Tina, nicht 13!

  • eleonore sagt:

    Wenn man nach Krippenplatz gefragt wird, bevor man überhaupt zum Bewerbungsgespräch darf, kann man ja auch antworten, dass der Mann sich vorwiegend um das Kind kümmern wird.

    So kann man diesem Sexismus die Spitze nehmen…

    Aber das Problem ist eben, dass die Familien sexistisch sind und meistens der Frau die Hauptverantwortung für die Kinder übertragen. Und daraus ergeben sich dann eventuelle Kompatibilitätsschwierigkeiten mit der Arbeit: Kind krank, Mitarbeiterin nicht da, etc… Und das baden dann die Frauen ohne Kinder aus… Weil die können ja länger bleiben und mehr arbieten, No problem

    • Eni sagt:

      Dafür sind es unsere Kinder, die auch Euch Kinderlosen dereinst die Suppe einflössen und den verk…. Hintern abwischen. No Problem.

    • Sportpapi sagt:

      So ist es. Wenn der Mann sich vorwiegend um die Kinder kümmert, sollte die Frage vom Tisch sein. Nur stimmen sollte es natürlich.

  • alam sagt:

    Reden hier nur noch Männer mit? Wahlweise wird die Autorin zurechtgewiesen, klein gemacht, verniedlicht…
    Müssen wir uns das im Jahr 2014 wirklich immer noch gefallen lassen?

    • Sportpapi sagt:

      Wer ist wir?

    • Katharina sagt:

      Ich, sowie anscheinend viele andere Frauen, lassen sich das Gespiel von Zurechtweisung, Herabsetzung usw nicht gefallen. Konsequenterweise lassen wir die Boys unter sich rumrotzen.

      • Sportpapi sagt:

        In meinem Empfinden sind es genauso viele Männer wie Frauen, die sich über die Ausgangslage (Ich kündige eine gute Stelle und wundere mich, dass bei der nächsten Fragen gestellt werden) nicht unbedingt als gutes Beispiel sehen. Und sollen Rückschlüsse zur Aut orin, die auf der Hand liegen, nicht geäussert werden? Weil es eine Frau ist?

  • Jörg B. sagt:

    Diese Art von Sexismus ist lediglich ein Teil des demütigenden und herablassenden Repertoires heutiger Personalabteilungen, bei denen Leute nur durch stereotype Schablonen gepresst werden. Solche Schablonen bestehen leider nur aus Vorurteilen und kitschigen Idealvorstellungen. Wenn Sie das ganze HR-Business heute anschauen, werden Sie merken, dass es komplett aus dem Ruder läuft und sich immer mehr zum Selbstzweck entwickelt. Selbstgedrehte Bewerbungsfilme und Interviews, IQ-Tests – bald werden sicher auch noch DNA-Tests verlangt oder Stammbäume ? Eine Branche schafft sich ihren eigenen Markt.

    • Bernhard sagt:

      Was soll an diesen Fragen sexistisch sein? Ich finde solche Fragen durchaus legitim, und die haben mit Sexismus wenig bis gar nichts zu tun! Sie sind Ausdruck von Verantwortung, was der Bloggerin total abgeht, sowohl hinsichtlich ihres Kindes wie auch hinsichtlich ihres Arbeitgebers. Eine solche Frau würde ich nie anstellen!

      • Mark Keller sagt:

        Typisch Mann… Was haben solche Fragen a) mt legitim und b) mit Verantwortung zu tun? Die Familienplanung geht einen Arbeitgeber schlicht nichts an. Anstelle solcher Fragen an Mütter zu stellen, sollten sich solche Arbeitgeber mal besser überlegen wie sie Mütter unterstützen können. Arbeiten und Mutter sein sollten sich nicht ausschliessen.

    • HP Thurner sagt:

      Das sehe ich genau so wie Bernhard. Ich weiss nicht was sexistisch sein soll. Wenn man Gewissensbisse hat, eine ehrliche Antwort auf die Frage zu liefern, warum man nach 8 Mt. schon arbeiten geht, ist eigentlich schon der Fall klar: Die Frau geht dem Mainstream nach. Immer alles in die „Sexismus-Schublade“ zu kehren finde ich eher ein Armutszeugnis als ein Hilferuf.

  • vera sagt:

    Eine Anstellung bei der „20 Minuten“ Zeitschrift? Da hätten Sie sich wohl lieber um ihr Kind gekümmert! Ich war alleinerziehende Mutter und hätte es für ein grosses Geschenk erachtet zu Hause bleiben zu dürfen, wenigstens die ersten zwei Jahre.
    p.s. Mann und Frau in ihren Aufgaben und Funktionen gleich zu setzten ist schlichtes Mainstream – Gerede. Kaum sind sie Mutter, glauben sie schon die Öffentlichkeit mit ihren Erkenntnissen ereilen zu müssen. Ich empfehle ihnen damit zu warten, bis sie auch noch andere Stadien des Mutterseins durchlebt haben.

    • Doris sagt:

      Bei Ihnen hat das längere Muttersein allerdings wohl auch nicht viel geholfen – Im Gegensatz zu Frau Vollenweiders Artikel, den ich spannend und bezeichnend finde, kann ich Ihren Erkenntnissen nun wirklich rein gar nichts abgewinnen. Was hat denn Ihr Wunsch, zu Hause bleiben zu dürfen, mit Frau Vollenweiders Erfahrungen an den Vorstellungsgesprächen zu tun? Herzlich wenig, schätze ich.

  • Wayne sagt:

    Da hat wohl jemand Sexismus mit Feminismus verwechselt.

    • alam sagt:

      Nein, Sexismus ist die auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung. Genau das ist hier der Fall. Feminismus ist eine politische Weltanschauung bzw. Bewegung.

      • Martin sagt:

        Er verwechselt hier gar nichts. Denn diese Fragen oder zumindest einen Teil davon werden auch für Männer kommen wenn wir den Vaterschaftsurlaub einführen. Es kann nicht sein, dass eine werdende Mutter eine Stelle antritt und eine Woche nach Einarbeitung in den Mutterschaftsurlaub geht, zudem danach jählich ein Kind gebärt und ständig fehlt. Ein Arbeitgeber hat ein Recht darauf solche Fragen zu stellen ohne dass ihm Sexismus vorgeworfen wird.

      • alam sagt:

        Nein, dieses Recht hat er eben gerade nicht.

  • felix halter sagt:

    ist es sexistisch oder einfach eine sauerei, dass das büro für gleichstellung zwischen mann und frau fast ausschliesslich durch frauen betrieben wird? man stelle sich den aufschrei vor, wenn es umgekehrt wäre.
    frauenextremismus…

  • Piotr sagt:

    Mal ernsthaft, gibt es eine wichtigere Aufgabe als Kinder zu erziehen…? Wahrscheinlich sind viele ErzieherInnen dieser Aufgabe halt doch nicht gewachsen und fliehen in die Arbeit.
    Und, gibt es ein Gesetz, dass man überhaupt Kinder haben muss? Heute kann doch jede(r) selbst entscheiden wie er, sie damit umgehen will. Also ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    • alam sagt:

      Nein, wir arbeiten UND erziehen. Wir sind beiden Aufgaben gewachsen. Wir verstehen nicht, dass diese schon vor zig Jahren beantwortete Grundsatzfrage immer und immer wieder durchgekaut werden muss.

  • Hugo sagt:

    Liebe Autorin
    Ich empfehle, bevor Sie schimpfen, das Gesetz (und nicht die Schriften von Gesetzesverdrehern) zu lesen:
    Es ist dem Arbeitgeber erlaubt, alle Fragen zu stellen, die ihm dazu dienen, die Eignung der Kandidatin für das bevorstehende Arbeitsverhältnis zu klären. Die Bewerberin hat nicht nur die Pflicht, Auskunft bei einer Frage zu geben, sondern sogar dann, wenn sie nicht gefragt wird, relevante Informationen von sich aus mitzuteilen. Man nennt dies die „Offenbarungspflicht“.
    Also: Lügen geht bei relevanten Fragen nicht! (BGE).
    Frage: Warum regen Sie sich auf? Verbergen Sie was?

    • d.s. sagt:

      Fragen nach Familienplänen gehören nicht dazu, da sie für die Eignung für das Arbeitsverhältnis nicht entscheidend sind. (OR, Art. 328b)

  • Eric sagt:

    Und gehen sie, Frau Vollenweider, so an die Arbeit wie sie beim Kind vorgehen? Wenn ich’s hab kann ich’s auf die Seite schieben?

  • andi daxer sagt:

    das ist so ne sache mit dem anstellen von mitarbeiter. ich entscheide mehrfach jährlich, wer den job erhält – und wer eben nicht. mein spruch lautet immer: prüfe gut, wer sich „ewig“ bindet. wir stellen junge und ältere menschen an, frauen und männer, mütter und väter; unabhängig von alter, geschlecht und herkunft. aber – ich muss mir einfach SICHER sein, dass die person, die den job will, aber wirklich arbeiten will und nicht jede möglichkeit ausschöpft, um nicht zur arbeit zu kommen. ich bin mit meiner haltung und meinem „gschpüri“ immer gut gefahren. ich habe nur einmal daneben gegriffen :-

    • Pixel sagt:

      Korrekt. Ganz bei Ihnen. Es geht um die intrinsische Motivation. Ich fürchte leider nur, die ist einem kleinen Kreis der arbeitenden Bevölkerung zugänglich.

  • karin frech sagt:

    Sexismus- sieht in meinen Augen ganz anders aus! Und die gestellten Fragen sind zwar unerlaubt, das stimmt, trotzdem aber sehr verständlich. Als Arbeitgeber wollte ich auch wissen, worauf ich mich einlasse. Ausserdem werden auch ein männl. Bewerber meines Wissens nach seinen Plänen in den nächsten 2 oder 3 Jahren gefragt, resp. danach, ob er sich eine längere Anstellung vorstellen kann.
    Ich finde es gefährlich- und dumm- sogleich den Sexismus-Stempel hervorzuholen.
    Wenn ich eingestellt werde, weil ich die besseren T…. habe oder den kleinsten Hintern, dann könnt Ihr wieder Sexismus rufen.

  • Patrik sagt:

    Fast trauriger als Ihre Erlebnisse, Frau Vollenweider, stimmen mich die Kommentare, die solches Handeln noch rechtfertigen. Ob es nun Sexismus ist oder nicht… Meiner Frau erging es ähnlich. Ich selber stelle oft Leute ein und merke schon auch, dass solche Fragen in mir aufkommen, aber letztlich nehme ich doch lieber eine Frau mit Kind, die mich überzeugt, als jemanden, bei der/dem ich Vorbehalte habe. Muss mich da manchmal auch gegen interne Stimmen zur Wehr setzen und mich durchsetzen, aber bisher lohnte sich das bei mir im Betrieb auf jeden Fall!

  • Ist doch einfach. Statt einer qualifizierten Mutter stellt man lieber einen hochqualifizierten Migranten ein, für den mussten wir ja auch keine Uni bezahlen. Das zählt sich doch volkswirtschaftlich, oder? Alle die nicht einverstanden sind dürfen JA zur Einwanderungsinitaitive sagen.

  • Andreas Kaufmann sagt:

    Liebe Frau Vollenweider
    1. Mit Sexismus haben die hier geschilderten Bewerbungsgespräche überhaupt nichts zu tun. Offenbar haben sie echten Sexismus zum Glück noch nie erlebt!
    2. Versetzen sie sich doch mal gedanklich in die Situation der Arbeitgeber. Würden sie als Chef jemand einstellen, wenn sie damit rechnen müssen, dass die Person innert Jahresfrist ausfallen wird?
    3. Warum haben sie sich nicht rechtzeitig mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber geeinigt und eine unbezahlte Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs ausgehandelt?

    • Lukas sagt:

      Das im Artikel beschriebene Beispiel entspricht jeder gängigen Definition von Sexismus. Falls Sie eine andere Definition haben, dürfen Sie diese natürlich gerne hier verlauten lassen. Und dass die Frage dem Arbeitgeber etwas nützt ist vermutlich jedem klar. Das steht gar nicht zur Diskussion.

  • Jermann sagt:

    Was haben diese Fragen beim Vorstellungsgespräch mit Sexismus zu tun? Diskriminierung ja, aber sexistisch sind diese Fragen nicht. Und weshalb darf die Frage nach einem zweiten Kind nicht gestellt werden? Was ist daran nicht korrekt? Vielleicht mehrere Monate einarbeiten und dann kaum richtig „produktiv“ die Ankündigung schwanger zu sein. In einem Grossunternehmen wohl verkraftbar, aber in einem KMU?

    • Lukas sagt:

      Die Frage nach Familienplanung ist gemäss Gesetz nicht zulässig.

      Sexismus ist auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung. Da niemand Männer nach der Familienplanung befragt, handelt es sich hier eindeutig um Sexismus.

      Ich hoffe, das beantwortet ihre Fragen 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Das heisst, wenn man auch alle Männer fragen würde, ob sie bald erneut Vater werden möchten, oder gar, ob sie vielleicht schwanger werden möchten, dann wäre das ok.

      • pixel sagt:

        manchmal staune ich ja schon über Sie, sp.
        Sexismus ist etwas, was per Definition in Relation zum anderen Geschlecht steht. Ebenso wie Diskriminierung auch. Letzteres steht per Definition in Relation zu Gleichberechtigung. Werden alle Menschen gleich behandelt, wird niemand diskriminiert, korrekt? im Beispiel oben: Werden beiden Geschlechter gleichbehandelt und beiden Geschlechtern dieselben Fragen gestellt dann können wir das de facto nicht mehr als Sexismus bezeichnen.

      • pixel sagt:

        Es gibt vermutlich auch GRÜNDE dafür, wieso ausgerechnet diese Fragen der weiblichen Bwerbenden gestellt wird und auch da ist die Antwort relativ einfach: In der Regel und in der Schweiz wird die KONSEQUENZ in Sache Kinder und Beruf (Krankheit Kind, Betreuung Kind -> Abholen, Bringen) häufigst von Frauen getragen und das entspricht daneben auch der ERWARTUNGSHALTUNG unserer hiesigen Gesellschaft. Eine Schwangerschaft kann zudem, gemäss heutigem medizinischen Stand, auch nur von Frauen ausgetragen werden.

      • tina sagt:

        das wäre dann diskriminierung von eltern gegenüber kinderlosen pixel 😉

      • Pixel sagt:

        Tina ich fürchte, Sie haben nichts davon verstanden, worauf Sie glauben ko m m enti ert zu haben.

      • tina sagt:

        pixel, es war eine nicht ganz ernste reaktion auf deinen einwurf, wenn beiden geschlechtern die selben fragen gestellt würden. bezogen aufs thema also vätern die gleichen wie müttern. wenn das der fall wäre, würden eltern andere fragen gestellt wie kinderlosen. aber da es im realen leben so ist, dass frauen kinder zur welt bringen, stellen sich einfach andere fragen unter gewissen bedingungen.

      • Sportpapi sagt:

        Worüber staunen Sie, Pixel? ich habe nichts anderes gesagt als sie.

      • pixel sagt:

        Ich habe Sie dann falsch verstanden, Sp. Ich las Sie so, dass Sie sich aus der momentanen Situation heraus darüber mockieren, dass Vätern diese Fragen nicht gestellt werden. Was ich aber projeziere ist eine ideale Situation in der Zukunft.

      • 13 sagt:

        @ Sportpapi
        Ich würde mal sagen, dann wäre es ok, WENN ein Ja bei einem Mann (im Hinblick aufs Vatersein, nicht auf die Schwangerschaft) für Sie die gleiche Folge hätte, wie bei einer Frau!

      • pixel sagt:

        Tina, Ziel wäre es, dass niemandem in unserer Gesellschaft Fragen gestellt würden, die das Privatleben betreffen. Es ist aber auch nicht Thema, welches wir hier behandeln. Zumindest nicht in der Hauptfrage. So wenig es einen Arbeitgeber interessiert ob sein Kandidat gefährliche Rennsportarten in der Freizeit betreibt oder anderweitigen risikobehafteten Hobbies nachgeht, ob er eine Fernbeziehung führt (die einen Auslandaufenthalt schliesslich nach sich ziehen könnte) oder ob er gerne Parties feiert (um am Montag total kaputt zur Arbeit zu kommen), so wenig soll es einen Arbeitgeber interessiere

      • pixel sagt:

        interessieren, ob seine Kandidatin bald einen Kinderwunsch hegt oder ihre Kinderbetreuung gut organisiert hat. Man geht einfach davon aus, dass der oder die KANDIDATIN den Job möchte und eigenverantwortlich entsprechend handelt. Alles andere interessiert nicht.

      • Katharina sagt:

        Pixel, ist es Ziel oder ist es Gesetz? Ich habe vor zwei Tagen hier aufgehört, weil niemand dazu klar etwas sagen kann oder will. Ist es Gesetz, dass das Privatleben den Arbeitgeber nichts angeht und das hoffe ich sehr, dann sind solche Fragen diskriminierend und illegal, ich stellte dann die frage, inwieweit solche Rechtsmissachtung überhaupt gerichtlich dann eingefordert oder belangt werden könnte. Keine Antwort. besagt für mich: entweder sind die Hürden der Litigation sehr hoch, oder die Schweizer scheuen sich davor, womit die Arbeitgeber das gleiche weiter tun, was sie immer taten.

      • pixel sagt:

        Katharina, es ist eindeutig rechtswidrig. Dass die Toleranz in unserer Gesellschaft so hoch ist, hat einerseits mit der Schweizer Schweigementalität zu tun und andererseits mit der Tatsache, dass Arbeitgeber im Markt am längeren Hebel sitzen (Nachfrage/Angebot). Wie Sie hier lesen, ist die Akzeptanz darüber nicht nur weit verbreitet, sondern wird sogar ohne Hinterfragen bestätigt und bezüglich der Richtigkeit in der Praxisanwendung untermauert.

      • pixel sagt:

        Schliesslich stellt sich die Frage: Was oder wie genau soll man antworten? Die Frage elegant umgehen? Ausweichen? Klartext reden (im Sinne von: es geht Sie nichts an)? Oder sich eben darauf einlassen? Oder wäre es somit, um dieses Unding auszumerzen nicht auch eine Möglichkeit schlicht keine Angaben zu privaten Umständen im CV zu machen, sodass solche Fragen erst gar nicht aufkommen?

      • pixel sagt:

        Vor Augen muss man sich halten, dass die Kandidatin schliesslich ja den Job haben möchte. Also wird sie bestimmt keine Reaktion provozieren wollen, die das Gegenteil bewirken könnte…

      • Katharina sagt:

        Pixel, ich wollte mit meiner Frage auch auf etwas hinaus: Ich bezweifle ganz stark, dass es wirklich effiziente Rechtswege gib, nicht nur kulturelle Unterschiede. Wenn der Anwalt eine solche Klage der Diskriminierung im Arbeitsrecht behandeln will und dabei 10’000 Anzahlung verlangt, kannst Du Dir vorstellen, was geschieht. Meist nichts und dadurch entsteht dann der Eindruck, dass alles in Butter sei, weil die Gerichte so wenige Fälle zu behandeln haben.

      • Katharina sagt:

        in einigen Kantonen werden arbeitsrechtliche Dispute auf den Weg der Mediation verwiesen (St. Gallen, wo ich das konkret weiss, als Beispiel). Das ist ein zusätzliches Problem, da jener Prozess weniger formaljuristische Auflagen hat.

      • Katharina sagt:

        Das andere, wie Du sagst, ist der Stil der CVs und da scheint die Annahme zu sein, ein ganzes lückenloses Leumundszeugnis seit Anbeginn der Zeit abliefern zu müssen. Tatsache ist aber, und da denke ich, ist Amerika nicht so unterschiedlich zur Schweiz, ist aber, dass die Arbeitgeber die CVs so lesen, dass sie ihre Frage beantwortet haben möchten, wie Kandidaten zum Unternehmen und konkreter zum Projekt, wofür Leute gesucht werden, beitragen können. ‚What does he or she bring tot the table?‘

      • Katharina sagt:

        Kann das nicht auf der ersten Seite der Bewerbung gelesen werden, ist der Antrag schon auf dem dritten Stapel. Da hast du Recht. Auch, dass mit zu viel biografischen Angaben, die nichts mit dem Job zu tun haben, die Fragen erst kommen.

      • Katharina sagt:

        Ich denke aber auch, dass diverse Fragen sowieso gestellt werden, auch die Frage betreffend Familienplanung, obwohl nicht erlaubt. Ich bin auch sicher, dass Fragen zur politischen Orientierung gefragt werden. Die alleinige Tatsache, dass ich Amerikanerin bin, hat entsprechende Fragen aufgeworfen (ob ich fähig sei, mich zu integrieren. Meine Antwort war dann, dass es die betreffende Partei nichts angehe, und angesichts der Fragestellung anscheinend nicht vereinbare Erwartungen bestünden und ich dann das Meeting verliess).

      • Katharina sagt:

        In dem Sinn finde ich es besser, eben Klartext zu reden, bzw. danach in einem Schreiben an die Firma auch dann zu kommunizieren, warum das Angebot nach dem Meeting nicht weiter berücksichtigt werden könne. Das machte ich dann auch und erhielt eine vertrauliche Anfrage vom CEO himself in dem fall. Es ist erstaunlich, was eine schriftliche und formelle Replik erreichen kann, weil dann die Roten Flaggen der Compliance Officers aufleuchten. Also wehrt Euch!

      • Katharina sagt:

        p.s @ pixel. Du oder Sie? Sorry, aber da habe ich vielleicht etwas übersehen. Hoffe Sie lesen das nicht als Disrespekt.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: „So wenig soll es einen Arbeitgeber interessieren, ob seine Kandidatin bald einen Kinderwunsch hegt oder ihre Kinderbetreuung gut organisiert hat. Man geht einfach davon aus, dass der oder die KANDIDATIN den Job möchte und eigenverantwortlich entsprechend handelt.“ In der Realität machen Arbeitgeber aber die Erfahrung, dass dies doch immer wieder ganz anders aussieht. Bald ist die Frau schwanger, setzt ihre Prioritäten neu, will nun, wenn überhaupt, nur noch Teilzeit arbeiten. Vorübergehend, so die nächsten 10 Jahre. Gut, wenn sie vorher deutlich erklären konnte, dass das nicht so ist.

      • Sportpapi sagt:

        „WENN ein Ja bei einem Mann (im Hinblick aufs Vatersein, nicht auf die Schwangerschaft) für Sie die gleiche Folge hätte, wie bei einer Frau!“ Das ist doch der Punkt. Wenn eine Frau, im Durchschnitt, auf eine Schwangerschaft gleich reagieren würde wie ein Mann (= „ich habe jetzt ein Kind und eine Familie zu versorgen. Ich werde alles tun, um meinen Job zu behalten, und notfalls auch noch etwas mehr arbeiten.“) würde die Arbeitgeber Mann und Frau in diesem Punkt auch gleich behandeln. Ist aber, so ehrlich müssen Sie doch sein, meistens nicht so.

      • pixel sagt:

        Sp: Sie haben an der Stelle recht, dass einige Frauen es so handhaben. Es mag aber auch sehr stark vom Job und der Position abhängen. Item. Für mich interessant bleibt nach wie vor die Frage, wieviel davon die gesellschaftliche Erwartungshaltung (also der soziale Druck) dazu beiführen. An anderer Stelle schrieb ich, dass der Arbeitgeber schlecht für das Interview vorbereitet war, nicht umgekehrt. Das wurde offenbar nicht verstanden. Das einzige was für den Arbeitgeber zählt, ist die tatsächliche Motivation für den Job.

      • pixel sagt:

        Diese intrinsische Motivation lässt sich relativ schnell und leicht herausfinden. Ist diese gegeben und Sie selbst gleichermassen ein guter interessierter Arbeitgeber, können Sie davon ausgehen, eine(n) loyale(n) und langjährige(n) MitarbeiterIn angestellt zu haben.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Die „tatsächliche“ Motivation für einen Job ist aber äusserst schwierig zu erfassen. Wir haben doch drei Probleme. 1) Die Vorurteile/Erfahrungen der Arbeitgeber, die man nicht einfach per Gesetz wegwischen kann, 2) ein Gesetz, das die Realität verleugnet und verlangt, dass man Kriterien nicht berücksichtigen darf, die ganz offensichtlich doch relevant sind und 3) Frauen, die mit ihrem Verhalten (Leugnen, weil sie das doch dürfen, sich vorsätzlich nicht an Abmachungen halten) die Situation noch verschärfen. Dabei wäre im Sinne gegenseitiger Loyalität doch vor allem Ehrlichkeit gefragt.

      • pixel sagt:

        Katharina: keine Sorge, wir können uns gerrne duzen.
        Richtig, ich bin ganz bei dir, dass es weder effiziente Rechtswege dafür gibt und ich glaube ebenfalls, dass man sich je nach Frage auch ruhig wehren soll und das ebenfalls einen positiven Effekt erzielen kann. Letzeres meine ich, ist einerseits stark von der Frage abhängig und andererseits sicherlich auch von der Position auf die man sich bewirbt.
        Das einzige was ich zum Thema CV sagen kann – aus eigener Erfahrung – ist, dass ich zu viel mehr Interviews gekommen bin, ohne Angabe zum Familienstand. Und ich weiss aus dem Bekanntenkreis, dass

      • pixel sagt:

        es nicht nur mir so erging. Es ist das Motto: „was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“. Für mich war letztlich die Frage: Was genau will ich damit aussagen, wenn ich da meinen Familienstand hinschreibe? Dass ich weniger verfügbar bin? dass ich eine Sonderbehandlung wünsche wenn mein Kind krank ist? Dass ich nicht bereit bin, auch mal Ueberstunden zu leisten? Nein, all das will ich nicht sagen, es hat also absolut keine Relevanz, den Arbeitgeber mit diesem Wissen zu beliefern. Schliesslich muss jeder seine Erfahrung selbst machen und womöglich auch ein Stück weit ehrlich mit sich sein.

      • pixel sagt:

        Sp: Wir reden aneinander vorbei. Die Motivation von der ich spreche, ist nicht gebunden an die von Ihnen genannten Faktoren. Suchen Sie mal bei Interesse und Gelegenheit nach intrinsischer Motivation.
        Als Beispiel: Wieso gibt es Menschen, die von sich aus und ohne offensichtlich materiellen Gegenwert, anderen Menschen in Foren Hilfestellung leisten? Woher kommt die Motivation? Das ganze Thema zu allem was die Crowd angeht ist ohnehin sehr spannend: angefangen vom Crowdsourcing über Crowdfunding bis zum Know-How, welches freiwillig bereitgestellt wird. Aber ok, ich drifte ab. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ja, Sie driften ab. Obwohl es spannend ist, auch in Zusammenhang mit „dienenden“ Jobs (Pflege etc.), solchen, die eher als „Berufung“ gesehen werden (Lehrer, usw.), was dann jeweils auch tiefe(re) Löhne erklärt, bis hin zu Freiwilligenarbeit. Im Gegensatz dazu leistungsorientiere Prämien (Bonus) als Anreize. Aber all das hat mit dem Thema hier wenig zu tun. Und ich bleibe dabei – es ist auch nicht wirklich messbar. (Versucht man nb auch in der sportlichen Talentsichtung mit „Leistungsbereitschaft“. Nur weiss jedes Kind, welche Antworten da erwartet werden!).

  • Claudia sagt:

    Ich als Arbeitgeber würde mich auch fragen, wieso man einen guten Job kündigt und dann 4 Monate später wieder einen sucht….ich kenne genügend Frauen, die das Spiel „schwanger“, „Mutterschaftsurlaub“, 3 Monate arbeiten, wieder „schwanger“ etc gespielt haben auf Kosten der Firma, den Kollegen und dem Staat. Da erstaunt es nicht, dass Frau keinen Job mehr erhält….

    • diva sagt:

      genau das kommt noch dazu. ich erlebe das selber in meiner berufspraxis. warum soll die allgemeinheit für etwas bezahlen, was privatsache ist? je nach job muss für einen schwangerschafturlaub sogar noch eine weitere person eigenstellt werden, die auch noch bezahlt werden. mütter im gebärfähigen alter schaden einem betrieb leider mehr, als das sie nützen. ich finde, es ist richtig, wenn arbeitgeber mit solchen fragen versuchen, sich etwas zu schützen. denn meistens wird man da ja von den damen noch angelogen.

      • Hotel Papa sagt:

        Sooooo furchtbar Privatsache ist Kinder haben eben nicht. Klar ist die Frage haben WIR Kinder oder nicht eine private. Der Gesellschaft als Ganzes kann es aber nicht egal sein, wenn immer mehr Individuen wegen zu hoher Opportunitätskosten diese Frage mit „Nein!“ beantworten.

      • Sportpapi sagt:

        Opportunitätskosten trifft es, wenn auch anders. Je reicher eine Gesellschaft, desto weniger kann man sich offenbar Kinder „leisten“. Und je mehr ein Paar verdient, desto weniger Kinder hat es. Seltsam!

      • Ulrich sagt:

        dass frauen zwischen 20 und 45 einem betrieb mehr schaden als nützen, ist unsinn – in der pauschalität sowieso und auch bezüglich einzelner frauen. schliesslich ist nicht jede frau andauernd im mutterschutz!
        ich würde als arbeitgeber allerdings frau (und mann!) mit kleinkind auch fragen, wie das mit kinderhüten etc geht, vor allem wenn ein teilzeitjob zu vergeben ist. ich möchte schliesslich auch planungssicherheit haben. ich hättte mir von frau vollenweider da mehr souveränität gewünscht.

  • lora kamm sagt:

    Alleine diese Freiwilligkeit/Beliebigkeit demonstriert reale Machtverhältnisse.
    Sexismus ist die wissenschaftl. dokumentierte Ungleichheit in den Machtverhälnissen zwischen den Geschlechtern, welche nicht biologisch bedingt sind. Auf dieser Basis kann das Thema besprochen werden. Wie Rassismus auch. Konkrete *Einzelschicksale“ wie sie hier tägl. aneinandergereiht werden, können „nur“ als erklärende Beispiele dienen, nicht aber als
    hingeworfenes Stück Fleisch, in den sich beide „Parteien“ hineinverbeissen werden. Medienarbeit steht dabei in einer hohen Verantwortung

  • A. Meier sagt:

    Sexismus beim Bewerbungsgespäch? Sehr schlecht.
    Aber möglicherweise nicht das Thema, das zur Zeit am meisten unter den Nägeln brennt.
    Zunehmende Diskriminierung von CH-Arbeitsnehmern (zu teuer), besionders von CH-Jugendlichen (keine Erfahrung) und CH-Ue 45er (zu teuer, zu alt) find ich noch schockierender.
    Dazu kommen ausländische Seilschaften, die von vornherein lieber eigene Landsleute anstellen.
    FL z.B. hat das viel besser gemacht. Was mir dort immer auffällt: Selbst Behinderte werden für einfache Jobs eingestellt.
    Gab’s früher bei uns auch – erinnert ihr Euch?

    Wir können etwas tun am 9.2.

    • Patrik sagt:

      Genau, wir können was tun gegen „die andern sind an allem Schuld…“: NEIN zur SVP-Initiative!!!

    • Peter sagt:

      Genau am 9.2. NEIN stimmen, dann geht’s vorwärts mit der Schweiz.
      Populismus und Angstmacherei hat noch jeder Demokratie auf der Welt geschadet.

    • Lukas sagt:

      Vor wenigen Monaten versuchten wir, einen neuen Mitarbeiter in unserer Firma anzustellen. Der junge Mann hatte an der ETH studiert, war perfekt qualifiziert, und hätte toll in die Firma gepasst. Bloss: er war Chinese. Wir haben das entsprechende Arbeitsvisum nicht bekommen, und nun ist der junge Mann wieder in China, wo er einer Chinesischen Firma hilft, für China Wohlstand zu generieren, und wo er nun auch seine Steuern bezahlt. Unsere offene Stelle haben wir nicht besetzt, dafür haben wir nun im Ausland eine Niederlassung eröffnet. Nur ein Beispiel für die Effekte dieser Abschottungspolitik.

      • alam sagt:

        Und was genau sprach dagegen, einen Schweizer oder EU/EFTA-Bürger einzustellen, der an der ETH studiert hatte?

      • Klicki sagt:

        Ganz schlechtes Beispiel: Gerade wegen der PFZ mit Europa sind die Hürden für aussereuropäische Bewerber viel höher geworden.

        Und zurück zum Thema: Die zunehmende Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt geht natürlich gerade auch zu Lasten der Frauen. Wieso soll jemand eine potentiell Schwangere oder eine Wiedereinsteigerin einstellen, wenn er statt dessen einen jungen, günstigen Bewerber aus dem Ausland holen kann?

      • Sportpapi sagt:

        Lukas hat schon recht. Diskriminierung wird auf der einen Seite staatlich verordnet, auf der anderen staatlich verboten.

  • lora kamm sagt:

    Wie TAonline mit dem Thema Sexismus umgeht, ist weder dem Thema selbst noch den Frauen förderlich. Im Gegenteil: Die fast tägl. vorgebrachten „Einzelschicksale“ sind so konzipiert, dass Leserinnen, die sich dazu äussern möchten, nur 2 Möglichkeiten bleiben. Sie können versuchen, sich gegen die mehrheitl. männl. Argumente zu verteidigen, oder sie unterstützen männl. Sichtweisen. Da Mann nicht in den Bahnen der Frau zu funktionieren hat, kann er ihre Realität nicht nachvollziehen. Er will seine Vorstellungskraft aber auch nicht aktivieren, um sich hinein zu versetzen.

    • jürg. sagt:

      das funktioniert umgekehrt genauso. Frauen bemerken ihren Sexismus oft nicht.

    • Ernst sagt:

      So ein Blödsinn. Das stellt sich ja so dar, als seien wieder mal nur die armen Frauen als Opfer von irgendwas betroffen. Und natürlich nur sie – selbstredend. Da Frau nicht in den Bahnen des Mannes funktionieren kann, kann sie genauso wenig nachvollziehen welche Diskriminierungen und Sexismus Männer erfahren. Hört doch mal auf mit diesen Dogmen und nachgeplapperten Weltsichten. Wann immer Gegenargumente und andere Meinungen gegen irgendwelche weiblichen Diskriminierungsmantras vorgebracht werden kommt die übliche Reaktion. Wie war das Wort….ah ja: Opfer-Abbo!

  • Silas Arn sagt:

    Bei der Frage, ob ein weiteres Kind geplant ist, hätte ein Nein gereicht. Bei unzulässigen Fragen darf man lügen. In diesem Fall wäre das richtig. Ich finde es auch nicht ganz falsch, diese Frage zu stellen, bei einem Vorstellungsgespräch geht es auch darum, ein Gefühl für die Person zu entwickeln. Dass eine Bewerberin Kinder will kann auch heissen, dass sie ein fürsorglicher Mensch ist. Ich würde aber eher nach den allgemeinen Plänen der Bewerberin fragen, oder danach, was ihr persönlich wichtig ist, beruflich und privat. Damit hat sich auch die Möglichkeit auszuweichen ohne nervös zu werden.

  • Wolfgang Gasser sagt:

    Sexismus erfahren Menschen des männlichen Geschlechts vom Kindergarten über die Primarschule, Sekundarschule, Berufslehre bis zur Anstellung rsp. Entlassung. Als scharfsinniger aber immer sachlich und anständig bleibender männlicher Mensch kann ich heute mit 35 eine ganze Liste von Sexismus seitens weiblicher „Übergeordneter“ vorlegen. Ein so bereits in jungen Jahren von Frauen fertiggemachter männlicher Mensch hat später gar nicht erst die Chance sich für eine angemessene Stelle zu bewerben, wie dies die ach so lieben und unschuldigen Mädchen haben. Aber darüber schreibt Niemand.

    • jürg. sagt:

      Dieser Sexismus wird von den Männern unterstützt da kann starker Mann sich profilieren. Schwäche gilt als unmännlich und wird somit nicht Thematisiert. Der Suizid begehende Mann wird als Verantwortungslos dargestellt. Das Opfer sind natürlich die Partnerinnen und deren Kinder. Stell Dir das im umgekehrten Fall vor.

    • Lukas sagt:

      Das stimmt absolut. Wie Sie korrekt erkannt haben, leiden oft auch Männer unter Sexismus. Die Lösung dieses Problems ist, gegen Sexismus jeglicher Art zu kämpfen. Es ist daher nicht hilfreich, wenn Sie Frauen kritisieren, die sich gegen Sexismus äussern, weil Sie selber auch davon profitieren, wenn Sexismus bekämpft wird.

  • Pat sagt:

    Ich bin selber Arbeitgeber/Unternehmer und hätte der Frau die gleichen Fragen gestellt. Wenn jemand dies Sexismus nennt, ist das einfach weltfremd.

    • alien sagt:

      Also, wir merken uns: Für Unternehmer ist es normal, Fragen zu stellen, die illegal sind. Bei der Legalität zu bleiben ist „weltfremd“. Gut, notiert. Danke, Pat.

      • Jan sagt:

        Wäre es denn besser, wenn er diese Fragen nur denkt? Gedanken sind frei.

      • 13 sagt:

        @ Pat
        Und was bringt ihnen zum Beispiel die Antwort: „Nein, ich wollte schon immer ein Einzelkind!“? Die Bewerberin weiss, dass sie dabei lügen darf, Sie wissen, dass sie lügen darf. Ob es die Wahrheit ist, wissen Sie also nicht und selbst wenn, wissen Sie nicht, ob sich das ändert. Das heisst, sie sortieren mit der Frage nicht unbedingt diejenigen mit Kinderwunsch, sondern einfach die ehrlichen Frauen. Was haben Sie davon?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Antwort bringt mir nichts, die Unsicherheit bleibt. Aber was, wenn die Bewerberin sagt, sie hätte gerne in 1-2 Jahren noch ein zweites Kind. Aber sie möchte trotzdem so schnell wie möglich wieder in den Job zurückkehren, hätte hier langfristige Pläne, und das gleiche beim ersten Kind bereits gut auf die Reihe gekriegt? Das wären für mich dann Pluspunkte, welche die Unsicherheiten reduzieren.

    • Lukas sagt:

      Nur weil sie die selbe Frage gestellt hätten, muss diese Frage nicht akzeptabel sein. Als Unternehmer sollten sie nämlich wissen, dass Fragen zur Familienplanung bei einem Vorstellungsgespräch nicht zulässig sind.

      • Maria Gonzales sagt:

        ich lüge bei all diesen nicht akzeptablen Fragen konsequent und ohne Scham. Da der Arbeitsgeber mich diese Sachen gar nicht hätte fragen dürfen kann er mich später auch gar nicht dafür belangen, dass ich ihn angelogen habe. Und klar ist es sexistisch in jeder Frau beim Bewerbungsgespräch in erster Linie eine potentielle Mutter und nicht eine potentielle gute Mitarbeiterin zu sehen. Und gerade deshalb ist es umso wichtiger, eine geregelten Vaterschaftsurlaub und das Recht auf Pesumreduktion im Falle der Vaterschaft einzuführen, dann haben alle gleichlange Spiesse.

      • Hannes Müller sagt:

        @Maria Gonzales

        Und weil Sie und andere (zur Recht) lügen, gibt’s grad mal einen Vorbehalt gegenüber Frauen. Ich denke, wir haben die falschen Gesetze, solange es für den Arbeitgeber sicherer ist, Frauen mit Vorbehalt anzusehen, also wenn der Unternehmer die Folgen der Familienplanung tragen muss.

      • Sportpapi sagt:

        @Maria: Auch da wieder: Ihnen wird nichts passieren. Aber vielleicht den nächsten Frauen, die sich bewerben. Mag sein, dass bei den Arbeitgebern Vorurteile eine Rolle spielen, dass sie solche Fragen doch immer wieder stellen. Aber ich bin sicher, da spielt auch eine rechte Portion Erfahrung mit.

  • Philippe sagt:

    Liebe Frau Vollenweider,
    Ich bin auch der Meinung, dass die geschilderten Fragen unangenehm oder unstatthaft sind. Ich bin jedoch nicht einverstanden, dass dies Sexismus sein soll. Auch Vätern (siehe auch oben: Sportlern, etc.) müssen entsprechende Fragen über sich ergehen lassen. Damit muss man offenbar heutzutage umgehen können. Ich empfehle einfach, sich gut auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten und unbequeme Fragen zu antizipieren. Dann klappt es mit dem Gespräch – ohne „bad feelings“. Gruess

    • Lukas sagt:

      Ich glaube nicht, dass besonders viele Männer nach ihrer Familienplanung befragt werden, aus offensichtlichen Gründen.

  • Eduardo sagt:

    Frau Vollenweiders Erfahrungen sind absolute Luxusprobleme im Vergleich zu denen, die Leute über 50 bei der Stellensuche haben. Da genügt bereits ein Blick beim Bewerbungsgespräch, und man ist definitiv aus dem Rennen, und mit der Zeit wird es garantiert immer schlimmer, bis man mit 65 auf eher traurige Art erlöst wird.

    Übrigens kann man davon ausgehen, dass auch weibliche Personalchefs und Firmenbesitzerinnen bei Stellenbewerberinnen die gleichen Kriterien anwenden und die gleichen Fragen stellen. Ist also nichts mit „Sexismus“.

    • Lukas sagt:

      Dass Frauen sexistische Fragen stellen können, bedeutet, dass die Fragen nicht sexistisch sind? In der Definition von „Sexismus“ steht nirgends, dass nur Dinge nur dann sexistisch sind, wenn Männer sie tun.

    • LausAnnA sagt:

      Also ich möchte dazu noch hinzufügen, dass Eduardo nicht unrecht hat mit dem Blick aufs Alter und Stelle. Dazu möchte ich nur sagen, ich habe auch noch eine Stelle gefunden mit gut 59 Jahren.

      Doch gibt das der Jugend kein Recht auf Arbeit?? Wir alle haben eine Ausbildung und möchten doch mit oder ohne Kinder auch irgendwie einen Fuss im Berufsfeld behalten, damit wir bei der heute schnellen Veränderung im Beruf und der Ausbildungen mithalten können.

      Nachdem ja feststeht, dass beinah jede zweite Ehe geschieden wird/ist, besteht ja die Notwendigkeit zu arbeiten, man hat keine Wahl.

    • 13 sagt:

      Eine Diskriminierung rechtfertigt eine andere? Komische Vorstellung….

  • burchard sagt:

    als kleinunternehmer und familienvater verstehe ich die fragen nur zu gut. ich denke nicht bwl sondern nur 1+1 zusammenzählen reicht um diese fragen zu verstehen. das wirschaftliche umfeld ist nicht mehr zuckerschlecken, sondern harte arbeit. da reicht ein bischen reinhöcklen, neben kind, einfach nicht. genauer: kann sogar den ruf und die existenz der firma gefährden. der hammer ist eher die wahrnehmung dieser dame…….

  • Hans Dampf sagt:

    Willkommen in der Realität. In meiner Branche heisst es wörtlich: „ich weiss, dass ich Ihnen die Beförderung versprochen habe und Sie sehr gut sind, aber sie haben ja jetzt ein Kind und deshalb befördere ich Ihren (minder qualifizierten) Kollegen“. Und wenn frau sich für Gleichberechtigung einsetzt kommen junge, naseweise Studentinnen und sagen „Qualität kennt kein Geschlecht“ und torpedieren damit die Jahrzehntelangen Bemühungen der Vorgenerationen. Die gläserne Decke spührt man erst wenn man sich den Kopf angeschlagen hat daran. Kann passieren, wenn man nicht vorher die Auge auf macht.

  • Carine sagt:

    Was ein junge HR „Bub“ mir damals gesagt hatte: „Als Mutter haben Sie andere Pflicht, als 80% zu arbeiten.“Die Stelle war Monaten später immer noch offen…
    Mutter von 2 Kindern: habe nie aufgehört zu arbeiten. Es kann streng sein, arbeiten und auch sich von den Kindern zu kümmern. Ich bin aber immer noch ganz überzeugt, dass es die beste Familien- und (Selbst)Lebensversicherung ist! Sodass die ganze Familie zufrieden ist. Es braucht aber ganz klar viel Kommunikation und Organisation! Und natürlich spielt der Vater dadrin eine riesige Rolle: Gleichheit kann zu Hause gelebt werden 🙂

  • K.A. Barett sagt:

    Frei von Illusionen, wird man automatisch zur Erkenntnis gelangen, dass der Mensch ein logisch handelnder Optimierer ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie oder er Angestellte (r), Freischafende (r) oder UnternehmerIn ist. Es geht allen um die eigenen Interessen und um die Gesetze der Ökonomie. Jetzt wieder zu klagen, dass alle daraus entstehenden Beeinträchtigungen der eigenen Interessen dem Egoismus der Unternehmer zu „verdanken“ ist, bzw. deren kapitalistischem Drang, ist zu kurz gedacht. Angebot und Nachfrage bestimmen auch den Arbeitsmarkt. Derjenige, der die Wahl hat, wählt.

  • Dodimi sagt:

    m.E. finden Diskriminierungen bei Bewerbungen sowohl bei Männern wie Frauen statt, bei Hausmännern in Jobsharing, bei Jungen,bei Alten, bei Müttern,bei IV-Bezügern, bei Teilzeitarbeiter,usw. HR denken in unserem neoliberalen System IMMER im Sinne des AG.Soziale Verantwortg das war einmal.Es mag Ausnahmen geben…was die Regel bestätigen dürfte.Bald Rentner wurde ich schon1969 als Jugendlicher gefragt,wann ich die RS absolviere,danach nach Erfahrungen(?)die ich noch zu machen hatte,später erst recht,nur wurden die Fangfragen raffinierter.Ich lernte dazu!Willkommen in der realen
    Wirtschaftswelt!

  • Eni sagt:

    Seien wir doch ehrlich; wenn man die Wahl hat zwischen einer Mutter, einer Übergewichtigen und 10 Männer oder ü 40 Frauen ohne Kinder, mit den gleichen Qualifikationen, dann wird jeder wirtschaftlich denkende Firmenchef einer der ü 40 oder der Männer einstellen. Geld über alles, die Gewinne dem Privatmensch, die Verluste dem Staat. So läuft es doch seit x Jahren und alle blöken dem Geldgott mit seinen eigennutzigem Verhalten hinterher.

    • Eni sagt:

      Zynisch ist doch vor allem, dass jene die sich als Arbeitgeber als am wenigsten sozial verhalten, diejenigen sind, die am lautesten schreien nach Eigenverantwortung um die Familie zu ernähren, es einem aber unmöglich machen zu arbeiten wenn man nicht den höchsten Marktwert vorzeigen kann.

      Danke SVP!!!!!!!!

    • pixel sagt:

      Das ist korrekt Eni. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass weder Zivilstand noch Familienstand in den CV gehören. Und folgich eignetlich auch nicht das Alter. Da man dieses aber theoretisch und bei besonderes grossem Interesse auch aus dem CV herausrechnen könnte, kann man es auch direkt schon reinschreiben. Genau diese Punkte führen nämlich zu genannter Diskriminierung.

  • Kurt Oertli sagt:

    Sexismus ist die behauptete Minderwertigkeit von Menschen eines Geschlechts. Man leistet der Gleichberechtigung der Geschlechter einen schlechten Dienst, wenn jedes missglückte Kompliment oder jeder vielleicht nicht wirklich lustige Spruch als sexistisch bezeichnet.

    • Alberto La Rocca sagt:

      Bei dieser Diskussion geht es aber um etwas anderes, Kurt Oertli – eine Journalistin beklagt sich, dass sie der Personaltante nicht wie ihrem Mami die Wahrheit erzählen sollte, sondern lügen, was das Zeug hält. Ist übrigens eine „Führungsqualität“: nur so tun, als ob. Weshalb sonst würden die grössten Lügner mit den höchsten Manager-Boni belohnt? Und wahrscheinlich liegt auch ein grosser Teil der Lohndiskriminierung der Frauen daran, dass diese noch immer glauben, nur der Arbeitgeber dürfe lügen und betrügen …

  • Kurt Oertli sagt:

    Das ist ja wirklich ganz, ganz schlimm (!), wenn eine Frau gefragt wird, ob sie Kinder haben möchte. Da haben es die Frauen in Pakistan doch viel besser, sie werden höchstens mit etwas Säure übergossen oder ein bisschen verstümmelt…. Wo bleibt der Aufschrei der Luxus-Feministinnen angesichts der Abscheulichkeiten, unter denen Frauen in muslimischen Ländern zu leiden haben?

    • Eni sagt:

      Es geht ja nicht darum, dass eine Frau nach Kindern gefragt wird, sondern dass die Frau bei einer ehrlichen Antwort die Aussicht auf eine Anstellung in den Wind schreiben kann.

      Natürlich sind diese Säureanschläge auf Frauen in wo auch immer schrecklich, aber Sie verzichten ja auch nicht auf den Ch üblichen Komfort inkl PC, nur weil die säuregeschädigten Frauen in Pakistan diesen nicht zur Verfügung haben.

      Man kann Äpfel halt nicht mit Birnen vergleichen.

  • Martin Tanner sagt:

    Ich warte darauf, dass die erste Schmäh-Website eröffnet wird, wo solche Praktiken endlich öffentlich gemacht werden. Dann ist Schluss mit Good-Citizen und Image-Politur vieler, vieler Unternehmen.

  • Franz der Kann's sagt:

    es lebe Thomas Gurtner, der Frauenversteher 🙂

  • Thomas Gurtner sagt:

    Die immer wiederkehrenden weiblichen Opferrolle-Stories hängen mir sowas zum Halse raus. Zumal es sich mehrheitlich um verwöhnte Schweizerfrauen handelt. Die dümmliche Strategie ist so durchsichtig, dass ich je länger mehr die weibliche Intelligenz in Frage stelle.

    • Nebelfrei sagt:

      Da tönt jemand grausam nach männlichem Opfer…

    • Zähmer sagt:

      Als Mann sollte man einfach konsequent von jung an die Zeuger- und Versorgerrolle verweigern und ausschliesslich für das eigene Vergnügen leben. Das tut den Frauen hierzulande am meisten weh, Emanzipation, Genderimus usw. hin oder her.

  • Henriette sagt:

    „Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter wieder arbeiten zu gehen?“
    Könnte diese Frage vielleicht der Sorge um das Baby entsprungen sein? Möglich, oder?

  • Peter Müller sagt:

    Liebe Frau Vollenweider

    Ihre im Blog aufgeführten Beispiele haben nichts mit Sexismus zu tun. Sexismus / Diskriminierung eines Geschlechts kommt nur an einer Stelle vor: Nämlich dor, wo Väter keinen Urlaub bekommen, aber Frauen schon. In Ihren Beispielen werden Eltern diskriminiert und nicht Frauen. Hätten Väter die gleichern Rechte auf Urlaub würden sie von den Arbeitgebern gleich behandelt.
    Ich hoffe, sie können den Unterschied erkennen.

  • soswald sagt:

    Glaubte auch an die Gleichberechtigung – bis ich schwanger wurde …
    Setzen wir uns dafür ein, dass unsere Töchter und Söhne nicht mehr denselben Problemen rumschlagen müssen!
    Bei meiner Mutter, war der potentielle Kinderwunsch in den 70er Jahre DER Ausschlussgrund bei Bewerbungsgesprächen (und hatte in ihrem Jahrgang den besten Abschluss als promovierte Chemikerin). We can change!

    • Hansli sagt:

      Meiner Mutter wurde angehalten zu künden, da sie jetzt ein Kind habe (70’er). Sie war im Betrieb die erste Frau dich sich verteidigte und vor Gericht zog. Nachher waren Frauen mit Kindern akzeptiert. Im Betrieb arbeiteten mehrheitlich Frauen und danach waren alle erleichtert!! Dabei wurde nur das geltende Recht umgesetzt.

      • Alberto La Rocca sagt:

        Weshalb begreifen Schweizer Frauen nicht, dass sie bei Fragen der Personalfuzzies nicht im Beichtstuhl sitzen, sondern lügen können was das Zeug hält – wie die Arbeitgeber mit ihren tollen Stellenbeschreibungen, die sich meist in der Realität als plumpe Übertreibungen erweisen?

        Brave Mädchen kommen in den Himmel – böse Mädchen kommen überall hin. Und wenn das Leben dich f***t, beweg dich zum Rhythmus –> irgendwann kommt der Höhepunkt.

  • Kevin Berner sagt:

    Einerseits wollen Sie nach 4 Monaten nicht schon wieder arbeiten, da Sie am Baby zu sehr hängen (verständlich), doch dann müssen Sie den Arbeitgeber auch verstehen, der sich denkt, dass er eine Arbeitskraft für bis zu 8 Monate verliert, und die nicht einfach so ersetzbar ist (Einarbeiten etc.). Man kann nicht den Fünfer und das Weggli wollen…

  • Sportpapi sagt:

    „«Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen?» Ha! Ich war sprachlos. Gehts noch? Der Vater geht meist bereits einen Tag nach der Geburt wieder arbeiten. Weil er muss.“ Tja, und die Mutter kündigt in gleicher Situation ihre Stelle. Weil sie diese offenbar nicht unbedingt braucht. Und wundert sich dann bei der nächsten Bewerbung über kritische Fragen.

    • Paul Jenni sagt:

      Ja, den fand ich auch gut… Wenn ein Mann beim Bewerbungsgespräch sagen würde „Ich habe meine letzte Stelle gekündigt, weil ich mich intensiv für mehrere Monate um mein neugeborenes Kind kümmern wollte!“, dann müsste er sich ziemlich sicher auch die Frage gefallen lassen, ob er noch ein zweites Kind haben möchte und wann denn dieses so in etwa geplant wäre. Schliesslich kann man es keinem HR der Welt verübeln, dass es kein Interesse an einem Arbeitnehmer hat, der möglicherweise bald wieder kündigt.

    • Alberto La Rocca sagt:

      Unsere Schweizer Frauen wurden halt bis anhin von der Realität des Lebens verschont. Ist auch meiner Auslandschweizerfreundin aufgefallen, dass in der CH fast alle Chefinnen zackige Ausländerinnen sind, die bei Bedarf halt einfach mal die Ellbogen hochklappen, statt sich wie eine Schweizerin zu beklagen, wenn man sie versucht auszustechen …

      • Alice sagt:

        @LaRocca: und das finden sie toll????

      • Alberto La Rocca sagt:

        Alice: Ja! Ich stehe auf „Pionierfrauen“, auf die man sich verlassen kann. Ist für einen Mann ungeheuer erleichternd, wenn er weiss, dass er sich gegenüber seinem Chef auch mal was erlauben kann, weil er eine tüchtige Frau hat, welche die Versorgerinnenrolle übernehmen kann, wenn’s bei ihm beruflich schief läuft (und vice-versa selbstverständlich) und er – im Falle eines Falles eine Frau hat, die ihm Flankendeckung gibt und nicht zu einem zusätzlichen Problem wird. Dafür muss er halt evtl. etwas bei ihrer Anschmiegsamkeit Abstriche machen. Das Leben ist nicht die ganze Zeit Gugus, dada …

      • Eni sagt:

        Na, bei so einer Einstellung kann man nur hoffen, dass nicht der Mann für die Frau nicht zu einem zusätzlichen Problem wird…….

        Und was die Abstriche bei der Anschmiegsamkeit angeht; Mann kann ja immer noch auswärts warm essen gehen. Am Besten sucht Mann sich von Anfang an keine Partnerin, sondern eine wandelnde Geldsäckin.

  • Hannes Müller sagt:

    Man könnte meinen, dass Arbeitgeber die Leute einfach aus Menschenliebe einstellen sollten.

    • marie sagt:

      na ja, arbeitgeber haben aber auch pflichten ggü der gesellschaft. es sind ja auch keine autonomen inseln, die sich selbst verwalten und alles dürfen. auch arbeit bedeutet am ende, dass man auf irgendeine weise soziale beziehungen eingeht. sie stellen ja keine roboter an.

      • Hannes Müller sagt:

        Arbeitgeber sind erst mal der Rendite verpflichtet. Wenn etwas anderes zuerst kommt, sind sie bald pleite und nicht mehr Arbeitgeber.

      • marie sagt:

        ja, ja. risikodenken ist in der wirtschaft sehr hochangesehen. deshalb suchen arbeitgeber ja auch roboter als arbeitnehmer… 😉

      • Paul Jenni sagt:

        Natürlich haben die Arbeitgeber gegenüber der Gesellschaft Pflichten: Steuern zahlen und die Gesetze einhalten. Diese Aufzählung ist abschliessend. Alles andere regelt der Gesetzgeber (also am Schluss die Gesellschaft) und der Markt. Wenn nun aber die ach so dringend benötigten Fachkräfte aus der EU nicht so leicht verfügbar wären, dann würde man sich natürlich ein bisschen mehr um eine junge Mutter bemühen…

      • marie sagt:

        …toll, wesahlb billige roboter aus dem ausland akquirieren, wenn man myriaden von roboter-mütter zu hause sitzen hat, die man dann ebenso billig anstellen kann und wenn einem eine nicht passt, die nächste steht schon an 😉
        tschuldigung, aber ich kann mir eifach meinen zynismus nicht verkneifen.
        ne, ne. die wirtschaft hat durchaus noch mehr pflichten ggü der gesellschaft. ich geb’s auf.

      • Paul Jenni sagt:

        Ich lerne immer gerne dazu. Also Marie, wie viele Arbeitnehmer beschäftigen Sie in Ihrer Firma und welche sozialen Standards verfolgen Sie? Und wie bringen Sie das mit dem Ziel unter einen Hut, nicht Konkurs zu gehen?
        Ich jedenfalls wäre in meinem Unternehmen gerne sozialer, aber es liegt einfach schlicht nicht drin. Und nein, ich bin kein Abzocker, ich verdiene nicht mehr als meine beiden Angestellten, in schlechten Jahren oft sogar weniger. Vielleicht möchten Sie bei mir als Geschäftsführerin anfangen und mir zeigen, wie man es richtig macht?

      • marie sagt:

        in meinem nebenjob hat sich der betrieb genossenschaftlich organisiert. klappt sehr gut; im gegensatz zu meinem hauptjob hat mir mein nebenjob eine grati ende letzte jahres ausbezahlt, was mein hauptjob (gilt als sehr seriös und sehr stabil) nicht geschafft hat. aber in der tat, wer einen ferrari will, ist bei dieser form halt fehl am platz.

      • Paul Jenni sagt:

        Tja, was soll ich dazu sagen? Am besten nichts mehr, Ihr negatives Bild vom Arbeitgeber ist derart zementiert, dass es nichts bringt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

      • marie sagt:

        nehmen sie es mir nicht übel herr jenni. ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass in der ch es vor allem die kmus sind, die für stabilität sorgen, noch. aber ich habe mehrheitlich in meiner 30 jährigen arbeitstätigkeit keine guten erfahrungen gemacht. von arbeitnehmern wird alles erwartert und eingefordert, aber umgekehrt liegt mittlerweile gar nichts mehr drin, nicht einmal mehr mutter/vater werden. so geht das natürlich nicht, ich hoffe sie verstehen. oder denken sie einfach ein wenig darüber nach. sie müssen ja nicht mit mir einig sein.

      • marie sagt:

        und ich bin ganz klar der meinung, dass man sich in zukunft vermehrt genossenschaftlich organisieren wird. denn anderes wird man sich kaum mehr leisten können – die fetten jahre sind nämlich vorbei für die allermeisten zumindest, und ich werde ganz bestimmt niemals in die haute volée aufsteigen ;). geht aber eher nur im kleinen rahmen, das gebe ich zu. mir reicht das aber und vielen anderen, die ich kenne auch.

      • Katharina sagt:

        Gäbe es eine gute Lösung für den Mutterschaftsurlaub (6 Monate plus), oder sollte ich vielleicht sagen, Elternurlaub, dann gäbe es die Situationen, wie hier betreffend KMUs geschildert, gar nicht. Ich habe sehr verständnis dafür, dass vor allem kleinere KMUs die personellen Anforderungen betreffend Elternschaft schwer umsetzen können, weil sie für den Arbeitsausfall nicht entschädigt werden, Marie. die paar wochen, die z.Z vorgesehen sind und bezahlt werden, helfen weder den Eltern noch den Arbeitgebern und führen zu Kündigungen gleich nach dem Mutterschaftsurlaub, weil es anders nicht geht.

      • Katharina sagt:

        Marie, Dir ist klar, dass Genossenschaften eine ureigenst Kapitalistische Lösung sind? Nämlich, indem einerseits Betriebsmitglieder Teilhaber werden, und andererseits direkt am Erfolg des Betriebes teilhaben?

        Ich fand immer schon und finde immer mehr, dass Genossenschaften bis zu einer gewissen Grösse (also nicht Migros und andere) eine sehr patente Lösung sind. Auch mit erheblichen steuerlichen Vorteilen.

      • Katharina sagt:

        (da ist noch ein erster Teil der wartet)

  • Franz der Kann's sagt:

    auch als Mann muss man sich komische Fragen stellen lassen. Ich als Marathonläufer z.B. werde immer gefragt, wie ich die Arbeit und das Training unter einen Hut bringe. Ist das jetzt „Sport-istisch“? Also ihr Mamis da draussen, entspannt euch und beantwortet die Fragen der HR-Verantworlichen, sonst wird das Vorstellungsgespräch ja noch langweilig. (neben den Fragen über Stärken und Schwächen)

    • Alberto La Rocca sagt:

      Als Mann steckt man das einfach weg, weil man so sozialisiert ist, dass ein Mann wegen einer Rempelei nicht gleich ausrastet – wird ja auch so von der Gesellschaft verlangt.

      • julia sagt:

        Sorry!! Aber eine Marathonläuferin würde vielleicht auch diesen Fragen ausgeliefert sein! Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ein Vater hingegen muss sich weit weniger rechtfertigen. Darum geht es. Sie haben da was nicht verstanden.

  • isabell jaller sagt:

    ich arbeite in einer führungsposition und habe keine kinder. dennoch, ich werde ständing sexistisch behandelt. fragen, die man der dame gestellt hat, stellt man auch frauen ohne kinder. ich muss mich rechtfertigen, ob ich kinder will und zum schluss wieso ich keine habe. dann kommen noch die standard schickanen, dass ich als frau ja ein huscheli bin und mich nicht durchsetzen kann, dass ich weniger leisten kann als ein mann, man hat mir schon aktiv arbeit und kind verobten und so weiter und so fort. ich verstehe das theater nicht. jeder kann leisten, egal ob frau, mann, mit oder ohne kind!

    • Hannes Müller sagt:

      Nur stehen dem die Vorurteile im Weg, die jeder hat. Und jede. Einfach mal selber den Test machen im Forschungsprojekt auf implicitdotharvarddotedu – gugl hilft.
      Das Ergebnis ist verblüffend: Alle ziehen weisse grosse schlanke junge Männer vor. Auch Sie. Auch die schwarzen kleinen dicken alten Frauen.
      Das Rezept dagegen kenne ich nicht.

    • Genderbender sagt:

      Und in diesem schrecklichen Betrieb, in dem Sie bloss als kleines Huscheli betrachtet werden, hat man Sie in eine Führungsposition befördert? Na klar.

      • hans scholl sagt:

        ich verstehe die argumente betroffener frauen voll und ganz: aber, man soll sich mal „auf die andere seite begeben“ und zwar in der realtät. hier aktuelles reales beispiel: gemischtes team mit mehreren männern + (mit einer ausnahme) jüngeren frauen (ende 20 – 40). eine der jungen frauen hatte innert 3 jahren 2 kinder. infolge schwangerschaften diverse längere krankheitsabsenzen. nach zweitem kind reduktion beschäftigungsgrad. die konsequenzen für die restlichen mitarbeitenden: übernahme der stellvertretung während zusammen knapp 1 jahr. jetzt permanent übernahme der „minus“-stellenprozente.

    • diva sagt:

      ist zu hoffen, frau jaller, dass sie im nächsten leben als mann geboren werden, dann stellt man ihnen diese fragen sicher nicht.

  • Karin sagt:

    Ich bin Mutter von zwei Kindern und arbeite zu 60% als Juristin. Ich empfinde die Arbeit als Privileg. Er sichert mir einen Teil der Altersvorsorge und die berufliche Entwicklung nach der Kindererziehung, ebenfalls schätze ich den Kontakt zu den Kollegen und die Abwechslung zum Windelwechseln. Man wird jedoch nicht mehr auf interessante Projekte angesetzt, da man als Mutter das Prädikat „unzuverlässig“ trägt. Unabhängig von der erbrachten Leistung. Das ist schwer zu akzeptieren. Trotzdem bin ich meinem Chef dankbar, dass er mich als Mutter weiterbeschäftigt. Irgendwie traurig…

    • pixel sagt:

      Die Sache mit den interessanten Projekten hat eher was mit dem Pensum zu tun, fürchte ich, als mit der Tatsache, Mutter zu sein. Zufällig ist bei Ihnen nun das eine an das andere gekoppelt. Aber je nach Job hat man mit tiefem Pensum einfach auch weniger interessante Projekte auf dem Tisch. Man ist halt „limitiert“.

  • Hansli sagt:

    Wir sollten mit unserer Kuscheljustiz aufhörten und Arbeitgeber konsequent bestrafen. Aufnahmegerät mitnehmen und bei ungesetzlichen Fragen Bussen ab sagen wir einmal ab 50’000.-, für grössere Untenehmen wesentlich höher. Dann würden die Fragen sehr schnell beendet. PS: Ich habe bei Neueinstellungen mein Wort zu sagen dun quetsche Kandidaten auch aus. Und ja ich kenn auch Fälle, wo zuerst die 4 Monatne eingestrichen wurden und später ohne Vorwarnung gekündigt wurde. Aber wir haben die Kündigungsfristen im Gesetz und die gelten für beide Seiten. Der Arbeitsmarkt ist für beide Seiten flexibel.

    • Martin sagt:

      Und dann können nur noch Juristen Bewerbungsgespräche führen. Wo hört Small Talk auf und wo fangen unzulässige Fragen an. Gerade untere Kadern, die vielleicht einmal im Jahr eine neue Stelle besetzten müssen dürften dann ja gar nicht mit einem Kandidaten sprechen.

      • Genderbender sagt:

        Ganz abgesehen davon ist das Aufnehmen privater Gespräche ohne Einwilligung des Gesprächspartners strafbar.

      • Hansli sagt:

        Sorry, aber jeder ohne juristische Kentnisse ist dazu fähig. Was unzulässige Fragen sind, ist sehr genau definiert.

      • Hansli sagt:

        @Genderbender Eben Kuscheljustiz, wenn einem das einzige Beweismittel weggenommen wird.

      • Genderbender sagt:

        @Hansli: das ist etwas, was sich ‚Gesetz‘ nennt und hat mit Ihrer dümmlichen Floskel Kuscheljustiz nichts zu tun.

      • Hansli sagt:

        Gesetz die Verbrecher beschützen gehören abgeschafft. Das wäre in etwa das gleiche wie der Verkehrspolizei verbieten wäre Geschwindigkeitsmesser einzusetzen.

  • pixel sagt:

    De facto gibt es zu diesem Thema nicht viel zu bearbeiten. Jemand bewirbt sich auf eine Stelle. Einzig relevant sind Angaben zur beruflichen Situation (Zeugnisse, Ausbildung, Motivation den Job zu wechseln, Fachkenntnisse etc). In welchen privaten Verhältnissen man steckt geht niemanden was an. Weder ob verheiratet oder ledig, mit oder ohne Kind, alleinstehend oder in Partnerschaft. Es ist eine Schweizer Unart, alles offen im CV darzulegen. Wer das tut, sieht sich mit entsprechenden Fragen konfrontiert.

    • Sportpapi sagt:

      Wer das nicht tut, wird nicht eingestellt.

      • pixel sagt:

        Wie kommen Sie denn auf diese absurde Idee??

      • Sportpapi sagt:

        Entschuldigung, Pixel. Wäre ich Arbeitgeber, würde ich einen MENSCHEN einstellen wollen, nicht einen, der jede private Frage ablehnt. Ich gehe davon aus, andere sehen das auch so.

      • pixel sagt:

        Sp, in der Regel will man zuvorderst eine Fachkraft die qualifiziert ist für den Job. Andernfalls könnten Sie sich einen beliebigen Menschen und Freund aus Ihrem Umfeld, den Sie mögen und toll finden, einstellen.
        Ferner zeichnet den Menschen an nächster Stelle sein Charakter aus – ist er loyal, ist er teamfähig. Aber ich beurteile doch eine Bewerbung nicht danach, ob da steht „verheiratet und zwei Kinder“. Andernfalls wäre ich diskriminierend. Genau aus dem Grund sind private Angelegenheiten nicht Gegenstand einer Bewerbung und auch keines Interviews.

      • pixel sagt:

        Sie gehen zudem davon aus, dass andere das auch so sehen? Deswegen haben wir auch Gesetzesvorgaben zu genau diesem Thema? Wenn Sie eine Vorliebe für Schwarze haben, dann stellen Sie keinen Weissen ein oder umgekehrt? Wenn Sie es toll finden, dass jemand 5 Kinder hat, dann stellen Sie keine Kinderlose ein? Wenn es für Sie wichtig ist, dass jemand Sport treibt dann stellen Sie keine Menschen ein, die anderen Hobbies nachgehen? Puh, ganz schön derbe.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Und worauf stellen Sie denn Ihre Bewertungen zum Charakter ab? Und ja, ich kann Ihnen versichern, an meinem Arbeitsplatz haben unsportliche Raucher eher wenig Chancen, eine Stelle zu bekommen. Dank einem sehr familienfreundlichen Chef hingegen Frauen mit Kindern sehr wohl.

      • pixel sagt:

        Gegenfrage: Was hat der Charakter mit dem Familienstand zu tun?

      • 13 sagt:

        @ Pixel
        An meinem früheren Arbeitsort wurden nur Leute eingestellt, die sich neben der Arbeit noch irgendwo einsetzen, das stand auch so im Leitbild. Fussballtrainer, Kassier Musikverein, politisches Amt, einfach irgendetwas. Bei Eltern wurde die Kindererziehung als eine ausserberufliche Tätigkeit anerkannt. Der AG war einfach davon überzeugt, dass er keine Leute brauchen kann, die vom PC aufstehen und zu Hause vor den TV liegen ohne sonst etwas im Leben zu sehen. Auch dann nicht, wenn sie 60 Stunden pro Woche arbeiten! Stand nichts davon im Lebenslauf wurde es gleich zurückgeschickt

      • marie sagt:

        vor urzeiten schloss man vom familienstand auf die sozialkompetenzen pixel 😉 aber eben, vor urzeiten. offenbar gibt es immer noch welche, die das tun…

      • Sportpapi sagt:

        „Verheiratet, zwei Kinder“ gibt mir einen Hinweis auf „loyal und Teamfähig“ 🙂

      • pixel sagt:

        Sicher, an Ihrem Arbeitsplatz sind vermutlich aufgrund Ihrer beruflichen Grundlagen (die ich nicht kenne und lediglich aus der Historie im MB entnehme) ist der Punkt mit dem Sport sicher kritisch. Und stellen Sie auch jemanden lieber ein, der Lasagne einer Pizza bevorzugt oder ein Hühnchengericht einem vegetarischen Gericht? Oder jemanden, der lieber Fussball spielt als Basketball? Stellen Sie sich doch nicht dümmer, als Sie sind, sp!

      • Sportpapi sagt:

        @13: Vorbildlich! Ernsthaft: Dass Leute bevorzugt angestellt werden, die sich gesellschaftlich engagieren, finde ich unterstützenswert. Es gibt aber durchaus Firmen, die das gerade anders herum sehen. Die möchten, dass die Arbeit immer im Zentrum bleibt, und nicht etwa das Fussballtraining mit der Jugendgruppe am Abend.

      • Genderbender sagt:

        @13: D.h. der Arbeitgeber darf einen Stellensuchenden über sein Privatleben – das ihn an sich einen Dreck angeht – ausfragen, nicht aber über Umstände, die einen direkten Einfluss auf Verfügbarkeit und Belastbarkeit des künftigen Angestellten haben?

      • Reto B. sagt:

        Pixel, mir sind solche Fragen auch ein Gräuel, allerdings hab ich letzhin mitm Chef zu Mittag gegessen, welcher mir geagt hat, dass er Leute, die Geburtstdatum oder Familienverhältnisse nicht angeben, nicht einlade. Diese sind ihm suspekt, da sie etwas verbergen wollen, was schon darauf schliessen lässt, dass das mal Probleme gebe. Ich hab entschieden, offen zu spielen und kritische Rückfragen mit meiner jovialen Art abzutun. Verbotene Fragen werden nicht wahrheitsgemäss beantwortet. z.B. leiden sie an Krebs, AIDS oder einer chronischen Krankheit? Selbstverständlich nicht, egal obs so wäre.

      • pixel sagt:

        na gut, dann sind sich alle in der Schweiz einig, dass private Angelegenheiten in den CV gehören. Und sehen Sie, 13, sp und marie, ich verzichte lieber auf einen Auftraggeber, der mich nach diesen Kriterien beurteilt. De facto hab ich meine Kaderposition erhalten, weil niemand wusste, dass ich Mutter bin. Weil, solange ich in CVs diesen Punkt aufgeführt habe, ich gar nicht zu Gesprächen eingeladen wurde. Weil gerade dieser Punkt IN DER PRAXIS und bei Frauen impliziert, dass ich irgendeine Sonderauflage wünsche. Das will ich nicht.

      • pixel sagt:

        Reto: Mein Alter kann ich ja angeben, aber auch da fängt bei vielen Frauen bereits die erste Fragerunde an…

        Möglich ist generell, dass es branchenbezogene Unterschiede zur Handhabung gibt und was mir auffällt: Unternehmen die international ausgerichtet sind und auch solche Belegschaft haben, hinsichtlich der privaten Angaben im CV und in Interviews überhaupt nicht kritisch sind. Ich tue es tatsächlich, wie eingangs erwähnt, als schweizer Unart ab.

      • marie sagt:

        pixel, sie haben mich falsch verstanden: ich bin ganz auf ihrer seite. ich gebe zbsp im cv. keine hobbies an. und mein zivilstand ist „unverheiratet“. das muss muss meinem potentiellen ag reichen. ich will in der firma arbeiten und und mein privatleben eben privat halten. das geht nur mein engster freundeskreis etwas an! und Qualifikationen und informationen sind aus meine sehr guten bis hervorragenden zeugnissen zu entnehmen.
        ne, ne ganz auf ihrer seite pixel, definitiv!
        gratuliere zu ihrer stelle pixel!

      • pixel sagt:

        alles klar und danke Marie!

      • 13 sagt:

        @ Pixel
        Jein. Ich finde Fragen nach der Kinderbetreuung und der Absicherung in Krankheitsfällen legitim, solange es nicht nur Mütter trifft. Familienplanung ist jedoch tabu, denn die Fragen bringen nicht will (man kann auch planen und keins bekommen), sind ungewiss und vorurteilsbehaftet.
        Gerade in kleineren Betrieben steht das Menschliche halt auch im Vordergrund, da muss es einfach stimmen. Das Privatleben hat übrigens durchaus auch mit der Verfügbarkeit zu tun. Zudem war es halt so: kleines Team, auf dem Land, Mundpropaganda sehr wichtig. Der Kunde weiss häufig, was der MA sonst so tut!;-)

    • 13 sagt:

      @ SP
      Ich will ehrlich sein: selbstverständlich ist es auch ein Teil des Marketings, des Firmenimages. Tu Gutes und sprich darüber 😉

      • Sportpapi sagt:

        Klar. Andererseits war es früher noch eher üblich als heute, dass ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter auch mal für ein Behördenamt (teilweise) freistellte.

      • Katharina sagt:

        @13:

        „An meinem früheren Arbeitsort wurden nur Leute eingestellt, die sich neben der Arbeit noch irgendwo einsetzen, das stand auch so im Leitbild“

        Ich finde das sehr bedenklich, weil dies Rückschlüsse auf das Privatleben und auf politische Einstellungen anbietet. Beides Sphären, die keinen Arbeitgeber etwas angehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Sind nicht gerade solche Kritieren in den USA (mit-)entscheidend, um an eine gute Hochschule zu gelangen?

      • Katharina sagt:

        Nein, SP. Ich wurde nie solches gefragt. Meine Alma Mater ist ene private Uni in der Ivy League.

        Nun denn. ich muss über den ganzen Artikle mehr nachdenken. war es sexismus, was ist davon diskriminierung und wie steht is in der schweiz damit bei arbeitsrechtlichen diskriminierung sich wehren zu können. etwas unschlüssig.

      • 13 sagt:

        @ Katharina
        Warum? Es muss sich ja niemand politisch betätigen und wenn er es tat, war es unwichtig, für welche Partei dies der Fall war (wir hatten SP, SVP und FDP im Angebot;-). Ging problemlos! Und wer unpolitisch war, durfte das ja sein. Wie gesagt: es sollte irgendetwas sein, was war unwichtig. Nur bei denen Bewerbern, die offenbar gar kein Interesse hatten, fragte man sich, wieso das so ist.

        In kleinen Teams (wir waren rund 15) kennt man sich nun mal, da wird es auch mal persönlich und man weiss über einander Bescheid. Wer das nicht mag, ist in einem K(M)U eh schlecht aufgehoben.

  • Orsa sagt:

    Leider nichts übertrieben im Beitrag! Eine grosse Organisation für Fairen Handel (ratet wer!) meinte vor wenigen Jahren, bei der Absage zu einer 50(!)-Prozentstelle, sie hätten Angst, dass ich mit dem kleinen Kind, wenn’s drauf an kommt, zuwenig flexibel bin. Letztes Jahr habe ich bei der Frage, was passiert, wenn eines meiner Kind krank würde, geantwortet: „Was passiert, wenn ich mal krank werde?“ Darauf folgte keine keine Frage mehr.. Dafür eine Absage.

  • TylerD sagt:

    ein solches Verhalten seitens Arbeitgeber gibt ja bereits auch Einblicke in die Unternehmenskultur… da vergeht einem vermutlich schon beim Vorstellungsgespräch die Lust für diesen zu arbeiten. Nachhaltig ist das Ganze auf keinen Fall.
    Ich hoffe, es gibt noch genügend Arbeitgeber, welche den Menschen (ob Mama oder nicht) nicht ausschliesslich als Ressource sehen.
    Good Luck!

  • Johann Jakob sagt:

    Das Problem ist die Arbeitsgesetzesflut. Normalerweise wird die Handhabe von Väter-/Müttersorgen bilateral zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich, ungeachtet der Arbeitsvorschriften flexiblel und beidseitig (!) grosszügig geregelt. Beim Anstellungsgespräch weiss der Arbeitgeber aber nicht, ob der künftige Arbeitnehmer flexibel sein, oder buchstabentreu Schutzartikel einfordern wird (Eltern, Frau, sexuelle Ausrichtung, Religion, Nationalität, Sprache) pochen wird. Deshalb wird genau abgeklärt und lieber jemand genommen, welcher sich gar nicht erst auf diese Rechte berufen kann.

  • Marie-Anne sagt:

    Vor 25 Jahren bekamen Frauen kein Arbeitslosengeld, wenn sie arbeitslos waren und keinen Krippenplatz nachweisen konnten, sie galten als „nicht vermittelbar“. Einen Krippenplatz gab es oft nur, wenn die Frau einen Arbeitsplatz nachweisen konnte. Ich hab das selber erlebt, ich musste dann für mein Recht kämpfen und bekam schlussendlich recht, wohl auch, weil ich die UNIA als Kasse gewählt hatte, als ich arbeitslos wurde. Mir wurde übrigens gekündigt, weil ich schwanger war! Es ist also alles nicht lange her, wir sollten auf der Hut sein!

    • Orsa sagt:

      Ist heute noch so.. Musste bei meiner Arbeitslosigkeit vor 6, 7 Jahren alle abgedeckten Betreuungstage nachweisen.. Und ich musste lustigerweise bereits 8 Wochen nach Geburtstermin mich bewerben, auch wenn ich erst 14 Wochen nach Geburt für ein Gespräch aufgeboten werden konnte. Ein totaler Bürokratienonsens…

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb konnten Sie erst 14 Wochen nach Geburt für ein Gespräch aufgeboten werden? Ist es verboten, vorher solche Chancen wahrzunehmen?

      • pixel sagt:

        Sie lesen nicht richtig, an der Stelle, Sp: „auch wenn ich erst 14 Wochen nach Geburt für ein Gespräch aufgeboten werden konnte.“
        Beantwortet das etwa nicht Ihre Frage?

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe das schon richtig gelesen. Ich frage mich nur, weshalb das so ist. Gesetz? Recht? Oder darf man nicht früher an einem solchen Gespräch teilnehmen? Eher nicht, oder?

      • marie sagt:

        ist versicherungstechnisch bedingt. ich hab’s so verstanden, dass orsa den mutterschaftsurlaub meinte. kann mich aber auch täuschen.

      • pixel sagt:

        ja, richtig. Man darf per Gesetz nicht vor den 14 Wochen arbeiten. Gut möglich, dass sich das im Versicherungsfall der Arbeitslosenversicherung generell auch auf Bewerbungsgespräche bezieht.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Das stimmt nicht. Man darf 8 Wochen nicht mehr arbeiten. Und hat das Recht, 14 Wochen zu fehlen. Deshalb kann man sich nach meinen Verständnis nach 8 Wochen sehr wohl vorstellen. Wäre ja komisch, wenn ein Gespräch auf dem RAV möglich wäre, aber nicht bei potentiellen Arbeitgebern.

      • pixel sagt:

        hm, da bin ich wohl bereits zu weit weg, aber es könnte stimmen was Sie sagen. Dann soll Orsa uns aufklären, wie das genau war.

      • 13 sagt:

        SP hat recht! Die ersten 8 Wochen herrscht ein Beschäftigungsverbot. Danach ist es einfach so, dass eine Frau, wenn sie ihre Arbeitstätigkeit auch nur für eine Stunde aufnimmt, auf die restliche Mutterschaftsentschädigung verzichten muss (allerdings kaum kontrollierbar!). Bewerben muss man sich nach 8 Wochen wieder. Vorstellungsgespräche dürfen auch dann stattfinden, jedoch ist keine Frau verpflichtet, eine Stelle anzunehmen, wo der Arbeitsbeginn innerhalb der Sperrfrist (16 Wochen, davon einfach 14 bezahlt!) liegt. Verweigert sie sich, darf ihr das RAV bzw. die ALK keine Sperrtage verfügen.

      • marie sagt:

        danke 13 für die klärung; gut zu wissen.

  • The Damned sagt:

    Wieviele Frauen kehren nach dem Mutterschaftsurlaub nicht mehr zurück? Unser HR-Verantwortlicher meint, das seien sehr viele, mehr als man denkt.

    Kennt jemand die Zahlen? Es geht mir nicht um die Gründe, weshalb eine Mutter sich dafür entscheidet, der Arbeit nach einem Kind definitiv fern zu bleiben.

    • Katharina sagt:

      Ich dachte, Du hättest das schon lange in Deinem statistischen Archiv.

      Ich denke, (nun im ernst), dass dazu keine Erhebung besteht. Werden Kündigungen überhaupt vom BfS erfasst? Wie werden die Zahlen des RAV oder Arbeitsamtes erfasst? Ich zweifle, dass darin ein Zusammenhang zum Mutterschaftsurlaub gemacht werden kann. Oder wie werden die Gelder der Mutterschaftsversicherung beantragt? Mit namentlicher Nennung der Berechtigten?

      • The Damned sagt:

        Ja, mein Archiv umfasst jetzt mehr als 400 Studien, Untersuchungen, Statistiken, etc. Die Hälfte davon wahrscheinlich vollkommen wertlos, weil du in der Methodik immer auch noch das allerletzte Haar in der Suppe entdeckst.

        Im ernst jetzt, ebenfalls: Da muss ich mal unseren HR-Typen fragen. Der kann mir sicher weiterhelfen. Und mir den gesamten administrativen Ablauf erklären. Erst danach weiss ich, welche Fragen ich stellen muss. Und wem. Aber ich denke auch nicht, dass man da überhaupt Zahlen erheben kann. Es könnte höchstens Umfragen geben, telefonische Befragungen oder so ähnlich.

      • Katharina sagt:

        es ist mein Job, das Haar in der Suppe zu finden. Warum? Weil ich als Statistikerin leider weiss, was mit Statistiken alles angerichtet werden kann. Und Du hast recht, mehr als die hälfte statistischer Studien ist unbrauchbar. oft kann nachgewiesen werden, wie und nach wekchen interessen die zahlen so ‚eingeteilt‘ wurden, dass das rauskommt, was gewünscht ist. das meine ich im ernst und bin froh, dass meine eigenen Studien nur in der corporate world rumschwirren. eben bezahlt, du verstehst.

        es gäbe schon einen weg. aber nur wenn bei anträgen etc die sozialversicherungsno immer mitgegeben wird

      • Katharina sagt:

        nur ist es meines wissens so, dass in europa selten die sozialversicherungsnummer dermassen global als ID verwendet wird wie hier. mit der ID ist es dann einfach, solche zusammenhänge zu machen. datenschutzmässig natürlich schwierig. wir haben keinen versicherten mutterschaftsurlaub, somit auch keine solchen zahlen. Kanada hat die und benutzt das aequivalent zu sozialversicherungsno. so als hinweis wo du suchen könntest.

  • Iris sagt:

    Selbe Geschichte vor 12 Jahren erlebt, als ich von USA in die Schweiz umzog. Traurig, dass sich da nichts geaendert hat. Die Frauen in der Schweiz haben keine grossen Ambitionen, da ihnen eingeredet wird, dass sie nach der Geburt ihrer Kinder eh zurueck stecken muessen. Fuer die Frauen: lest „Lean In“ von Sheryl Sandberg, die hat das in USA Alles erlebt und gute Lektionen daraus gezogen. Fuer die Arbeitgeber (meist maennlich:): wenn Ihr Mitarbeiter sucht, die ihre Arbeit mit maximaler Effizienz erledigen , stellt eine Mutter ein – die schaffen am besten, allein schon wegen der Schuldegefuehle.

  • Martin H. sagt:

    Verfügbarkeit, Belastbarkeit und Präsenz sind halt für einige Jobs Voraussetzung. Das hat nichts mit Sexismus zu tun, wenn man junge Mütter (innerhalb des Zulässigen) darauf abklopft.
    Ich persönlich habe jeweils vermieden übergewichtige Raucher einzustellen. Die Absenzquoten sind einfach deutlich höher. Ist halt einfach Logik: Nichtraucher haben selten Drogen- und Alkoholprobleme, Fette bewegen sich weniger, sind unausgeglichener und neigen zu Rücken- und Gelenkproblemen. Es ist halt wie es ist, zum Glück kann man sich als Arbeitgeber seine Mitarbeiter noch selber aussuchen!

    • Widerspenstige sagt:

      Das ersaunt mich jetzt nicht wirklich, dass so ein intoleranter Kommentar mit einer Selbstverständlichkeit hier plaziert wird als wäre es das Natürlichste auf der Welt im Arbeitsleben!
      Sie haben wohl keinerlei Skrupel mehr und betrachten MitarbeiterInnen als menschliche Maschinen nach dem Motto: ‚Ich bin hier der Boss und die sollen doch froh sein, wenn ich für sie eine Arbeit habe.‘ Und dann fällt ausgerechnet der schlanke und so sportlich wirkende Mitarbeiter öfters wegen Sportverletzungen aus! Das wird aber geschluckt, denn er hat in das Bewerbungsprofil ja so gut gepasst…??!! 🙄

      • Liliane sagt:

        Bin gleicher Ansicht wie Martin H. Es ist legitim, als Arbeitgeber erfahren zu wollen, wie stark man mit der zukünftigen Mitarbeiterin rechnen kann. Diese Fragen sind nicht sexistisch und diskriminierend – sexistisch und diskriminierend ist, dass sie meist nur Frauen gestellt werden und so ein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht wird.
        Ein Unterschied, der biologisch existiert aber in der gendergemainstreamten Gesellschaft nicht mehr existieren soll.

      • maja sagt:

        Arbeitgeber wie sie sind ein Grund die Initiative anzunehmen. Wie schnell sind sie eigentlich bei der Lohnerhöhung?

      • Zähmer sagt:

        Ausgerechnet Sie staunen hier über intolerante Kommentare?

  • Martin H. sagt:

    Selber erlebt: Uni stellt Mitarbeiterin zu hohem Lohn an, diese gibt nach der Probezeit Schwangerschaft bekannt und reicht gleich ein Arztzeugnis ein, bis Ende Schwangerschaft. Dann Mutterschaftsurlaub und gleich im Anschluss wieder ein Arztzeugnis. Bis die Uni sie endlich künden konnte hatte Sie beinahe zwei Jahre einen sehr guten Lohn…und hat dafür 3 Monate gearbeitet. Leider kein Einzelfall, jeder Personalverantwortliche kennt solche Fälle und ist entsprechend vorsichtig. Vorsichtig ist man auch bei Übergewichtigen, Rauchern und jungen Single-Männern. Erfahrung halt.

    • marie sagt:

      was für ein menschenbild… 🙄

      • Martin H. sagt:

        Liebe Marie, was genau hat das mit „Menschenbild“ zu tun? Traurig ist doch eher dein „Menschenbild“….Lohn bekommt man nicht aus Sympathie, sondern als Entgelt für die vertraglich zugesicherte Arbeitsleistung. Und es gibt ziemlich präzise Erwartungswerte bzgl. Absentismus bei Rauchern, Dicken etc. Oder dass Menschen, welche in einem verrenteten Haushalt aufgewachsen sind, ebenfalls überdurchschnittlich oft Rent Seekers sind….

      • Widerspenstige sagt:

        Ja marie, was für ein Menschenbild, das mehr über den Schreibenden aussagt als er anscheinend selber eine Ahnung hat… 🙄

      • Carolina sagt:

        Diese ‚präzisen Erwartungswerte‘ – was soll das sein? Zementierung Ihrer persönlichen Vorurteile in pseudowissenschaftliches Gerede? ‚Jeder Personalverantwortliche kennt solche Fälle….‘: Diese Fälle einer merkwürdig zusammengestellten Gruppe von Minderheiten scheinen mir völlig willkürlich zu sein – jeder Ihrer ‚Problemfälle‘ trifft auf mindestens einen Mitarbeiter in meiner Praxis zu, plus Alleinerziehende, die mir kein Konzept zur Kinderversorgung im Krankheitsfall vorlegen konnten, aber offen und ehrlich zu mir waren. Mein übergewichtiger Kollege ist ein absolutes Asset und ob die

      • Carolina sagt:

        /2 Mitarbeiter ab und zu draussen rauchen, ist mir egal, solange sie ihren Job machen. Und was ist mit jungen Single-Männern? Meinen Sie die ‚Gefahr‘, dass sie schwul sind oder was? Bei Ihren Kriterien schliessen Sie ja die halbe Menschheit aus – dürfte unter diesen Umständen schwierig sein, wirklich loyale Mitarbeiter zu finden.

    • Max sagt:

      Bedauerlicherweise (!!) muss man Martin Recht geben, wenn man nur ein wenig nachdenkt. Er beschimpft niemanden, sondern legt Erfahrungswerte dar.

      • Carolina sagt:

        Er legt EINEN Fall da (der übrigens für eine kleine Firma ein echtes Problem sein kann, das sehe ich schon auch). Ich könnte Ihnen z.B. den Fall eines 50-plus-jährigen schildern, der kurz nach der Probezeit mit einem Burn-out darniederlag, attestiert von einem Arzt, von dem bekannt ist, dass er damit relativ ‚locker‘ umgeht, was aber keiner Firma etwas nutzt. Der Mann hatte sich noch nicht einmal eingearbeitet, zog aber, bis man sich ‚einvernehmlich‘ trennte, ein hohes Gehalt ein.
        Meine Erfahrung sagt mir, dass das absolute Einzelfälle sind, die überwältigende Zahl von Mitarbeitern dankt einem

      • Carolina sagt:

        /2 mit Loyalität.

        Noch eins: Wenn sich jemand bei mir bewerben würde, die vier Monate nach der Geburt erst nicht mehr arbeiten, dann wieder arbeiten will, würde ich auch nachhaken – im Rahmen des Gesetzes zwar, aber ich würde wissen wollen, inwieweit sie vielleicht launisch bzw wenig handlungssicher ist. Genauso wie ich einen Mann, der nach vier Monaten einen Job hinschmeisst, auch fragen würde, warum er das getan hat. Das finde ich völlig legitim, hat nichts mit Sexismus oder fehlernder Gleichberechtigung zu tun.

      • Katja Winkler sagt:

        Erfahrungswerte hatte ja wohl auch die Uni Zürich zu bieten, wo ein bestimmer Politiker über Sehr viele Jahre 80% Salaer erhielt jedoch aber „so nebenbei“ nochmal mindestens das Gleiche für seine Partei arbeitete. Über seine Arbeitsleistung an der Uni konnten wir alle in den Medien nachlesen. Die Quintessenz: Frage beim Einstellungsgespräch zu Parteizugehörigkeit. Falls Antwort „JA“, dann ein Sorry, wird nix mit dem Job??

    • engineer sagt:

      Junge Single-Männer stellen warum genau ein Risiko dar für einen Arbeitgeber?

    • think about sagt:

      Und wo bleiben die Riskiosportler ? ;-). Ok, in Anbetracht der Diskussionen (Abbruchfinanzierung) könnte man meinen, dass Mutter werder oder Papasein auch ein Risikosport ist !

    • pixel sagt:

      Martin H.: Ich persönlich fände so eine Situation als Arbeitgeber auch sehr frustrierend. Aber ehrlich, ich fürchte Sie haben einfach die falsche Person (nicht Frau oder Mann) eingestellt. Das sind Defizite bezüglich des Charakters dieser Person und nicht alleine zum Umstand.

    • 13 sagt:

      Haben Sie gewusst, dass es auch Menschen gibt, die sich am Arbeitsplatz ungerecht behandelt fühlen und aus diesem Grund ihre Chefs oder Mitarbeiter ermorden? Oder solche, die die Firma bestehlen, Gelder veruntreuen oder vertrauliche Daten weitergeben? Ich kenne einen Fall, wo eine Firma, kein Kleinstbetrieb!, schliessen musste, nachdem der Buchhalter eine Riesensumme an Steuern hinterzogen hatte und sich absetzte. Und es gibt auch Mitarbeiter, die anderen Mitarbeiterinnen auflauern und sie vergewaltigen.

      Am Besten man stellt einfach nur noch Roboter ein, alles andere ich ein zu grosses Risiko

    • Zähmer sagt:

      @ Marie, Widerspenstige und Geistesgenossinnen: Wenn „frau“ keine guten Argumente hat, wird sie halt gerne persönlich beleidigend. Das ist auch der Diskussionsstil Eurer Abgöttin Alice Schwarzer.

    • Claudia sagt:

      Kenne auch so eine Professorin an der Uni: Kaum eingestellt und aus D importiert war sie schwanger….sie musste wohl bereits bei Einstellung schwanger gewesen sein und hat gleich mal kräftig abkassiert ohne etwas dafür zu leisten.

  • The Damned sagt:

    Im Arbeitsrecht gibt es übrigens ein Recht auf Notlügen bei Bewerbungsgesprächen!

  • „«Wollen Sie noch ein zweites Kind?» (…) Solche Fragen dürften eigentlich nicht gestellt werden.“
    Sagt wer? Das sagen nur ganz bestimmte Leute. Versetzen Sie sich doch mal für eine Sekunde in die Lage Ihres Chefs. Wie fänden Sie es, wenn eine neu eingestellte Mitarbeiter nachdem Sie eingearbeitet ist gleich wieder für einige Monate oder länger weg ist?
    Manchmal habe ich das Gefühl in Europa wird so lange gemotzt und gefordert (Vaterschaftsurlaub etc) bis auch der allerletzte Job nach Asien verlagert wurde. Ich empfehle Ihnen und Ihresgleichen das Buch „Hört auf zu heulen“ von Chr. Ortner.

    • Orsa sagt:

      Ja, und was passiert, wenn beim Herr X nach der Einarbeitung Krebs diagnostiziert wird? Oder ein Burn-out..? Nicht alle Absenzen sind planbar. Die Frage nach dem 2. Kind darf vom Arbeitgeber aus gesehen gestellt werden. Aber ich darf darauf auch lügen..!

    • 13 sagt:

      Sagt wer? Diese ganz bestimmten Leute, von denen sie sprechen sind ja nur unsere Gesetzgeber, Bundesrichter, Professoren und Autoren derjenigen Fachbücher, die für das Rechtsystem beigezogen werden. Nicht einfach verzweifelte Mütter und Väter oder idealistische Links-Politiker!

  • The Damned sagt:

    Ja, solche Fragen geben wirklich zu denken. In kinderreichen Kulturen kommt es buchstäblich niemandem in den Sinn, einer frisch gebackenen Mutter solche Fragen zu stellen. In unserer Kultut stimmt wirklich etwas nicht.

    Auf der anderen Seite hat sich die Verfasserin in einem Wirtschaftszweig beworben, in dem der Konkurrenzkampf buchstäblich mörderisch ist: Medien und Kommunikation. Rückgängige Auflagen, einbrechende Werbeeinnahmen und die sinkende Glaubwürdigkeit der gesamten Branche zwingen jeden Arbeitgeber dazu, Menschen anzustellen, die ganz genau ins Stellenprofil passen.

  • Martin McLaughlin sagt:

    Einige hier sollten sich mal Gedanken darüber machen wieviele Mütter Fehlzeiten bei der Arbeit haben, weil die Versorgung des Kindes nicht lückenlos gedeckt ist. Gerade in zerrütteten Familien ist das ein echtes Problem. Ich habe schon mit Frauen gearbeitet die im Lebenslauf „gute Gesundheit“ angaben, davon dass die dann alle paar Wochen wegen schlechter Gesundheit des Kindes frei nehmen mussten war keine Rede. Versteckt im 5. Monat schwanger, 2 Monate später eine Stelle angetreten, 1 Monat Einarbeitung, dann Mutterschaftsurlaub. Auch schon erlebt. Eine Zumutung für die ArbeitskollegenInnen.

  • Robin Hägele sagt:

    Zugegeben, es sind schwieriege Fragen, aber ob man das diskriminierung nennen kann?
    Als männlicher Halbrentner werde ich niemals an Vorstellungsgesprächen diskriminiert, und viele Menschen mit anderen Schwierigkeiten wie ausländischem Namen, Brüchen im Lebenslauf etc. werden es nie, weil sie sowieso KEIN Vorstellungsgespräch bekommen.
    Und selbst da kann man von Diskriminierung nur schlecht sprechen, denn, wen störts, dass ich als Arbeitgeber unter 150 Bewerbungen genau DIE Eierlegende Wollmilchsau mit reiner Haut wähle?

  • Ruedi freiaemter sagt:

    Wer bei solchen Fragen nicht lügt, dem ist nicht zu helfen. Auch wir haben ähnliche Probleme, sind uns aber bewusst, dass wir das so gewollt haben und erwarten vom Staat schon lange nichts mehr. Krippe bis zum Kindergarten, danach Kindermädchen einstellen und bezahlen. Bei jeder Bewerbung fettgedruckt im Lebenslauf „Kinder: 2 (BETREUUNG SICHERGESTELLT).

    • Sportpapi sagt:

      Und wo ist jetzt die Lüge?

    • Zähmer sagt:

      „Krippe bis zum Kindergarten …“ – Die armen Kinder. Hoffentlich werden diese später genauso kalt und nutzenorientiert entscheiden, wenn es darum geht, ihre alt und pflegebedürftig gewordenen Eltern selbst zu betreuen oder in ein möglichst weit entferntes Heim abzuschieben. Dann bitte keine Beschwerden.

      • 13 sagt:

        Warum sind es arme Kinder, wenn sie für einige Tage der Woche (Vollzeit ist ja selten) in einer kindergerechten Umgebung bei netten Menschen sein dürfen und mit anderen Kindern spielen, damit das Mami und der Papi an anderen Tagen glücklich und zufrieden mit ihnen zusammen sein kann? Keines meiner Kinder würde die Krippen-Zeit missen wollen, auch wenn sie ein liebevolles zu Hause haben.

  • Patrick Meyer sagt:

    Wir haben in unserem Umfeld über 20 Frauen die Teilzeit arbeiten mit kleineren Kids. Alles kein Problem. Aber diese Damen haben sich halt für Stellen beworben, wo die Flexibilität möglich ist und sie trotzdem auf ansprechendem Niveau in der Wirtschaft bleiben können. Zudem waren sie bei den Einstellungsgespräche offen und ehrlich, so kommt man auch zum Ziel. Wenn der Arbeitgeber erkennt, dass es eine Win-Win-Situation ist, werden sie auch eingestellt. Aber wer möchte z.B. in einem wichtigen Projekt eine Projektleiterin, die 3 Tage nicht da ist und alles stehen bleibt?

    • tststs sagt:

      Ich verstehe Ihren Gedankengang; unterstelle Ihnen (und anderen Kommentatoren) aber folgenden Gedankenfehler: Wieso kommen Sie darauf, dass eine Mutter automatisch in Zukunft am Arbeitsplatz mehr fehlen wird als eine kinderlose Frau, resp. Mann, resp. Vater, etc.
      Und bitte kommen Sie mir nicht mit Erfahrungswerten. Solange Papa nicht zu 50% (oder seinem angemessenen Anteil) den Arbeitsplatz verlassen musste, sagen diese Erfahrungen über das Verhalten der Frau/Mutter am Arbeitsplatz gar nichts aus! Höchstens, dass sich Mütter in extremis eher dem Kind als dem AG verbunden fühlen…

    • tststs sagt:

      Und noch einmal, wieso führt ein Kind automatisch dazu, dass man 3x pro Woche fehlt?
      Haben Sie alle Kinder, die permanent krank sind? Gehen die Krippen bei Ihnen alle schon um 15 Uhr zu?

    • Sportpapi sagt:

      Es geht um Teilzeit. Die Mutter arbeitet 40-60 Prozent, fehlt ergo als Projektleiterin jede Woche 2-3 Tage.

    • marie sagt:

      job-sharing. hat mit meiner arbeitskollegin und mir 5 jahre lang sehr gut geklappt.

      • gabi sagt:

        Logisch, klappt das dann also auch in jeder anderen Branche und bei jeder anderen Stelle ebenso problemlos.

        … Und am allerbesten klappt´s, wenn man das Ganze beim Einstellungsgespräch – tabu! – gar nicht erst thematisiert!

  • gabi sagt:

    Jaja… „Und wie unglaublich viel komplizierter die Realität doch ist. “

    Für die Arbeitgeber* offenbar auch.

    Billig, das – einmal mehr – wieder bloss mit Sexismus erklären zu wollen.

    *also im Sinne von „Arbeitgebenden“, wie das in der deutschen Sprache, wie übrigens in den Meisten, auch gemeint ist.

  • Naseweis sagt:

    Aber ein fahler Nachgeschmack bleibt – allerdings, aber für beide Seiten!
    1.Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen – das kann man aber auch als ganz normale Frage verstehen, wenn frau will!
    2,«Wollen Sie noch ein zweites Kind?» – eine berechtigte frage von einem potentiellen Arbeitegeber, wie ich finde. er muss ja auch planen
    Als Arbeitgeber muss man sich heute gut überlegen wen man einstellen will. Und bei den immer höheren Anforderungen den Müptter an die Arbeitgeber stelle, auch zu Recht, finde ich als Frau!

    • hermann sagt:

      Diese zwei Fragen sind nicht berechtigt. Sie gehen den Arbeitgeber ganz einfach nichts an.

      • Peter Gutknecht sagt:

        Hermann, es würde mich nicht wundern, wenn Du in einem Staatsbetrieb arbeitest. Stell Dir doch bitte mal den Schreinerbetrieb mit 5 Leuten vor. Wieso soll der Schreinermeister, der einigermassen über die Runden kommt, eine Person anstellen, die er bald ohne Gegenleistung durchfüttern muss, weil sie sich für einen längeren Militärdienst oder Mutterschaft gerade wieder abmeldet ? Würdest Du, Hermann, das tun, wenn es DEIN Geld wäre ? Solche Privatvergnügen sollen entweder die Verursacher selbst zahlen, oder der Staat, sofern er sich als Nutzniesser sieht. Aber wieso ausgerechnet der Arbeitgeber?

      • Martin sagt:

        @Hr.Gutknecht „durchfüttern“ ist etwas übertrieben dargestellt. Dem Arbeitgeber entsteht durch die temporäre Vakanz sicher ein Aufwand, die Lohnkosten hingegen muss der Arbeitgeber während dieser Zeit nicht tragen – dafür gibt es die Erwerbsersatzordnung.

      • Für den Mutterschaftsurlaub muss die Firma ja auch nicht aufkommen – den grössten Teil davon übernimmt die Erwerbsersatzordnung.

      • Roger Manz sagt:

        Haha, Herr Gutknecht – und deswegen stimmen Sie jetzt ja zur neusten SVP-Ausländersindanallemschuldinitiative, stimmt’s?

      • Lukas Engler sagt:

        Die beiden Fragen sind für den Arbeitgeber sehr wohl berechtigt!

      • Michael sagt:

        Nun, die Frage mit dem zweiten Kind wūrde ich als Arbeitgeber eines KMUs nicht stellen. Die Frage nach dem Backup bei Krankheit des Kindes kūnftig bestimmt. Frūher habe ich darauf verzichtet, mit dem Resultat, dass die Mitarbeiterin in den ersten Jahren sehr oft am Arbeitsplatz fehlte. Da wir ein kleines Unternehmen sind, hat sich der Arbeitsausfall sehr nachteilig ausgewirkt. Natūrlich hātte auch der Vater mal zu Hause bleiben kōnnen. War bei uns (bei den zwei Mūttern) aber nie der Fall… Diese Erfahrungen haben bei mir zu einem Umdenken gefūhrt.

    • soswald sagt:

      Hallo?! So weit ich informiert bin, muss Frau/Mann die Kinderfrage rechtlich nicht beantworten und darf rechtlich gesehen auch lügen …

      • Genderbender sagt:

        Richtig. Und ein Arbeitgeber, der solcherart belogen worden ist, wird sicher viele weitere Frauen zwischen 20 und 45 einstellen.

      • mia sagt:

        Genauso, wie zum Beispiel diejenige, die vor Stellenantritt sechs Monate in der geschlossenen Psychiatrie war und den zukünftigen Arbeitgeber nicht darüber informierte – weil man das ja nicht muss. Zwei Woche später musste sie allerdings schon wieder ihr Bündel schnüren, weil man bemerkt hat, dass sie den Anforderungen nicht im Geringsten gewachsen war. Jo nu, sie erhielt dann einfach noch den vollen Lohn für drei Monate, toll für sie, scheisse für den Arbeitgeber.

      • Katharina sagt:

        Genau aus de Grund gibt es bei Euch ja die Probezeit. Eine gute Einrichtung. Beide Seiten können da leicht aussteigen, wenn das ganze sich in der Praxis nicht bewährt. Gilt für beide Seiten. Manchmal passt der Arbeitgeber nicht, oder das Team, manchmal passt der/die ArbeitnehmerIn nicht, aus welchen Gründen auch immer. Das ist doch eine faire Lösung, nicht?

      • Katharina sagt:

        ging an mia.

    • hermann sagt:

      an Peter Gutknecht: Nein ich bin Mitbegruender eines Startups im Silicon Valley. Ich verstehe ihre Argumentation aber schon. Der Unterschied zwischen CH und USA ist der Mutterschaftsurlaub, der bei uns unbekannt ist. Jedem ist sein Privatleben hier eigene Sache. Keine Vermischung mit Berufsleben. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Sozialsysteme wie in CH koennen aber zu einer Entmuendigung des Einzelnen fuehren, wie obige Kommentare zeigen.

  • andrea sagt:

    Bei jeden meiner Vorstellungsgespräche ist es eine sehr zentrale Frage:“ Wie ist ihr Sohn betreut?“ Ja die Frage ist sicher angebracht, komischerweise wurde das der Papa der auch auf Stellensuche ist noch nie gefragt!
    Gerade letzte Woche lautete bei einem Vorstellungsgespräch die zweite Frage:“ Was machen Sie wenn ihr Kind krank ist?“ Ja was wohl, ich erklär meinem 2.5 Jahre alten Sohn wann und wie viel Tropfen Medizin er nehmen muss und gehe froh gelaunt zur Arbeit…

    • Pumuckl sagt:

      Ich kenne diese Fragen in ähnlicher Form durchaus. Musste sie mir auch immer wieder gefallen lassen. Interessant dabei sind allerdings folgende Aspekte.
      1. Ich bin ein Mann
      2. Jene, die mir diese Fragen gestellt haben, waren Frauen
      3. Ich arbeite im Sozialbereich.

      • engineer sagt:

        Meine Erfahrung im medizinischen und sozialen Bereich: sozial für die Klienten, aber nicht für die Mitarbeiter.
        Und: Nicht zulässige Fragen dürfen mit einer Notlüge beantwortet werden, zB Nein, ich habe nicht vor Kinder zu kriegen, selbst wenn Frau schon schwanger ist.

      • Sportpapi sagt:

        @engineer: Damit leistet man allen Frauen in der gleichen Situation einen Bärendienst!

    • matthew sagt:

      also gehen sie wirklich arbeiten? nicht wirklich oder? ich würde sie nie einstellen, habe immer das risiko dass das kind krank wird und sie keinen haben der zuhause einspringt.

      verstzen sie sich mal in die lage der arbeitgeber, sie möchten auch möglichst kein risikomitarbeiter, sondern einen der immer brav und pünktlich erscheint.

  • Thomas Gerster sagt:

    Offensichtlich handelt es sich nicht um Sexismus (der in einem Fall sogar weiblichen Personalverantwortlichen), dies ist sicher nicht eine Geschlechterfrage, aber unter dem Titel Sexismus „verkauft“ sich natürlich alles viel besser. Schade!
    Inhaltlich ist es hilfreich, sich lösungsorientert zum Problem/Wunsch des Arbeitgebers („die andere Seite“) und dem Dilemma zu befassen:
    – Flexibilität der Arbeitszeit
    – Möglichkeit von Ueberstunden
    – Fokus (emotional/zeitlich) auf die Arbeit
    – Kontinuität bei Stellenbesetzung (Schwangerschaft kommt für Arbeitgeber praktisch einer Kündigung gleich!)
    schade!

  • isa mercier sagt:

    Tja, das ist wohl das Resultat, wenn die Mütter und Grossmütter für die Gleichberechtigung gekämpft haben: eine Generation von empfindlichen Jungmüttern, die gleich Seximus wittern, wenn ein Arbeitgeber nicht gleich den roten Teppich ausrollt sondern Fragen nach Organisation und weiterem Kinderwunsch stellt. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass solche Kolleginnen oft mühsam sind, weil sie ständig eine Extrawurst wegen dem Kind brauchen. Die HR-Leute wissen natürlich, dass Mama die Solidarität der Kollegen nicht dauernd strapazieren darf, deshalb wohl die durchaus berechtigten Fragen.

  • Daniel sagt:

    Das ist leider so bei Vorstellungsgespräche. Egal ob Frau oder Mann, was da an Fragen auf einem zukommen echt Idiotisch! Ich (Männlich) frage mich sowieso, wieso auch Personalchefs nicht fragen stellen können die auf den ausgeschriebenen Job zutreffen.Ich wurde zb. gefragt ob ich Homosexuell sei? Meine Antwort war Ja, weil ich wirklich Schwul bin! Alles andere ist doch Peanuts und hat nichts mit dem Job zu tun und ist erstens auch noch Privatsache! Ich kriegte dann im übrigen eine Absage, an was es lag wer weiss?! Vielleicht hätte ich hinterfragen müssen, was ich halt nicht tat!

    • hermann sagt:

      Das Problem ist, dass es in der Schweiz zu wenig gesetzliche Grundlagen gibt, was Anstellungsgespraeche betrifft. Hier in den USA werden Kaderleute von Juristen trainiert, was sie fragen duerfen und was nicht. Niemand kaeme auf die Idee, zu fragen, ob jemand schwul sei. Das wuerde sofort eine Klage bewirken. Das hat aber auch damit zu tun, dass Schweizer ihre moeglichen Rechte nicht kennen und Rechtsverletzungen nicht einmal erkennen.

    • 13 sagt:

      Geht’s noch? Die Frage wäre evtl. berechtigt, wenn Sie sich als katholischer Priester oder als Vorsitzender eines Anti-Homo-Vereins beworben hätten, mal ganz davon abgesehen, dass dieser Verein wohl ungültig wäre. Aber sonst gehört es nicht dahin!

      Neben der Frage, was das die HR-Leute angeht, würde mich interessieren, was sie sich davon versprechen. Wie das mit Kinderwunsch. Jeder weiss, es ist nicht erlaubt. Jeder weiss, er bzw. sie darf lügen. Jeder weiss, dass in 90% der Fälle gelogen wird! Warum wird die Frage dann überhaupt gestellt?????

      • Sportpapi sagt:

        90%???
        Ich würde wohl am ehesten jemanden einstellen, der einen Kinderwunsch angibt und glaubhaft erklärt, wie sie das zu regeln denkt.

      • tststs sagt:

        ähm, schauen Sie mal die Kommentare durch….
        Anscheinendend wird frau ja nicht geglaubt; einer Frau mit Kind wird zwangsläufig immer das Stigma „die fehlt eh die halbe Zeit“ ankleben. Also natürlich habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, aber typisch CH laufen wir nicht darauf zu, dass alles nur halb so wild und lösbar ist, nein – Sie werden sehen – es werden jetzt einfach auch die jungen Väter stigmatisiert („uiuiui, der fehlt ja eh die halbe Zeit“)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich sehe hier vor allem ganz viele Aufrufe, einfach schamlos zu lügen. Und dann wundert man sich, dass einem nicht mehr geglaubt wird.

      • 13 sagt:

        @ Sportpapi
        Ich bin ganz offen: Ich bin solchen Fragen bisher ausgewichen und das hat geklappt. Würde es nicht klappen, würde ich lügen. Wer schon länger eine Stelle sucht und auf eine solche angewiesen ist, der tut so einiges, um sie zu bekommen. Ich finde das ziemlich verständlich und menschlich. Bei Ihnen mag das gut ankommen, dass man seine Pläne offenlegt, viele stellen schon von vornerein keine Mütter und auch keine Frauen unter 35 ein. Würden diese den so schon vorgelegten Zukunftsplänen glauben? Ich wage das zu bezweifeln…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn Betriebe schon zum Vornherein keine Mütter und Frauen unter 35 (40?) einstellen, dann nützt Ihnen auch das leugnen nichts. Zumal Sie ja dann schon gar nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Wenn aber doch, dann müssen Sie doch glaubwürdig ihre Pläne offenlegen. Natürlich nur, wenn diese mit dem Job und den Vorstellungen des Arbeitgebers (z.B. mittel-/langfristige Perspektive) übereinstimmen…

  • Widerspenstige sagt:

    Ich empfehle folgendes bei der Frage um die Betreuung des Kindes vom Personaler:

    1. Sie/ihn direkt ansehen und sehr selbstbewusst antworten, dass die Betreuung gewährleistet ist.
    2. Sollte ein Nachfragen kommen über das Wie, gleichbleibend ungerührt antworten, dass der Partner/Nachbarin (oder wer in Frage kommt je nach Situation) oder die Eltern sich darum kümmern, wenn es notwenig wird. Thema erledigt. Punkt.

    Es geht nicht an, dass diese Frage gestellt wird vom Personaler. Das ist Privatsache und geht den AG nichts an bei einer Bewerbung. Es gibt IMMER Ausfälle, Krankheiten im Leben.

  • Hansli sagt:

    Und eigentlich ist, wenn immer die Mutter immer bei Krankheit des Kindes springen muss, der Vater nicht als Vater geeignet. In meinem Umfeld (Privat genauso wie am Arbeitsplatz) fehlt dann am Arbeitsplatz Mann genauso oft wie die Frau. Da springt einfach ein, wem es gerade besser geht.

    • mia sagt:

      Wenn sich der Arbeitgeber das gefallen lässt, ist’s ja gut. Nur: viele akzeptieren das eben – meines Erachtens zu Recht – nicht.

      • Hansli sagt:

        Warum zu Recht nicht, am Schluss zählt ob jemand seine Arbeit gemacht hat oder nicht. Die Allermeisten haben keinen Job der 100% Anwesenheit zu den Bürozeiten verlangt. Dann kompensiert man halt Überstunden oder muss halt nachher das wieder aufholen. Wenn ein Arbeitgeber das nicht erlaubt, dann würde ich den Job wechseln.

      • C. Bosd sagt:

        Es gibt übrigens eine gesetzliche Pflicht Arbeitnehmern für die Betreuung eines kranken Kindes pro Krankheitsfall bis zu 3 Tage zu gewähren. Sie liegen also falsch wenn Sie davon ausgehen das es zu recht nicht gestattet wird! Und ja wir haben auch Männer die schon die Betreuungspflichten wahrgenommen haben!

  • Chris sagt:

    Personalverantwortliche handeln fürs Management. Auch Männer werden über Dinge befragt, die den Arbeitgeber an sich überhaupt nichts angehen. Es funktioniert, weil der Arbeitssuchende in einer finanziellen Abhängigkeit zur Gesellschaft steht und seine Arbeitskraft auf das Niveau eines Bittstellers abgesunken ist. Das ist kein Genderproblem sondern ein Gesamtgesellschaftliches. (Sonst müssten Sozialhilfebezüger nicht für 1 Franken die Stunde arbeiten gehen)

  • markus müller sagt:

    ich sehe hier keinen sexismus. auch keine diskimminierung. die frage nach dem zweiten kind ist durchaus berechtig. keiner will jemanden einstellen und ihm ein jahr später schon mutterschaftsurlaub bezahlen oder ihn gleich ganz wieder verlieren. die frage nach dem zeitpunkt der arbeitsaufnahme nach einer schwangerschaft finde ich eher mitfühlend als angriffig. seien sie froh, liebe frau vollenweider, müssen sie nicht weiter den illusionen und falschen versprechen einer karriere nachlaufen die sie doch nur enttäuschen wird. sie haben mit dem kind jetzt etwas echtes.

  • Hansli sagt:

    Ein Vaterschaftsurlaub der gleiche lang ist wie der Mutterschaftsurlaub würde diesem Thema ein Ende setzten und wäre erst noch Familienfreundlich. Geld ist genügend vorhanden, immerhin darf Mann jedes Jahr 3 Wochen in Grün absitzen.

    • dres sagt:

      Nicht ganz. Es geht vor allem um die Zeit nach den ersten Monaten. Direkt nach der Geburt wird sich kaum eine Mutter irgendwo bewerben.

  • Francesca sagt:

    Ging mir genau gleich, vor vielen Jahren. Dagegen hilft nur eins: endlich gute Tagesstrukturen für Kinder aller Altersklassen bereit stellen, damit jeder Arbeitgeber, der eine Mutter (von Vätern ist ja nie die Rede) einstellt weiss, dass die Elternschaft kein Problem ist, die neue Kollegin nicht dauernd ausfallen wird, und er dann den Ärger mit den andern hat, die einspringen müssen. Denn genau darum geht es. Dies ist ein gesellschaftliches Problem, das unbedingt gelöst werden muss. Schliesslich kostet die Ausbildung der Frauen den Steuerzahler ja genug, mehr jedenfalls, als Krippen & Co..

    • Reto Burgener sagt:

      @ Francesca: Hallo Opfer, wie wäre es, die Dinge mal selbst in die Hand zu nehmen, wenn man es schon selber in der Hand hat? Zum Beispiel mit einer gut vorbereiteten Antwort?

    • Sportpapi sagt:

      Das stimmt, Francesca. Und dann müssen wir die Mütter auch noch zwingen, diese „Lösungen“ anzunehmen. Und nicht, wie im Beispiel, die Stelle aufzugeben, weil man halt nun doch lieber bei den Kindern sein will (und vielleicht auch länger als 6 Monate).

    • Francesca sagt:

      Verstehe nicht, was Ihr meint. Was für eine Antwort denn? Man kann ja nur sagen, das Kind sei versorgt. Es geht aber darum, dass Arbeitgeber überhaupt Bedenken haben müssen, weil ja in der Regel die Mutter immer mal wieder ausfällt. Das ist keine Opferfrage, sondern eine Benachteiligung von Familien. Alleinerziehenden Männern geht es ja auch nicht besser. Eigentlich keine „Sexismus“-Frage, sondern ein Umstand, der Familien benachteiligt. Es ist auch für Vorgesetzte nicht einfach, jemanden mit Baby einzustellen, und dann fällt der dauernd aus und die Arbeit muss umverteilt werden!

      • Francesca sagt:

        Zwingen welche Lösungen anzunehmen? Wenn sich jemand den Beruf „Hausfrau“ ausliest, dann kann er das doch. Es geht aber um all die andern. Die nützen auch denjenigen, die Zuhause bleiben wollen, und die ihren Kindern Mittagessen etc. kochen wollen. Dieses Hausfrauen-contra-Berufsfrauen Hickhack ist doch oberspiessig, überholt, und nur noch peinlich. Wichtig ist die Förderung der Familien, aller Familien, die Erleichterung der Familienarbeit.

      • Sportpapi sagt:

        @Francesca: Wenn jemand, wie im Beispiel beschrieben, nach Mutterschaftsurlaub nicht zurückkehrt, weil sie es sich nicht mehr vorstellen kann, dann helfen Tagesstrukturen nicht weiter. Und wenn die Kinder dann krank sind auch nicht. Dass Familien mit Kleinkindern benachteiligt werden mag sein. Andererseits haben zumindest Väter aber auch gute Karten, wenn sie als verlässlich gelten. Und ich denke, das gilt auch für Frauen, die ihre Familien versorgen.

  • Jakob Bühler sagt:

    Es ist traurig, die heutige Genration will alles Kind Wohlstand usw nur verzichten wollen sie nicht, aber beklagen wenn es nicht nach ihrem Kopf geht und sie jemand kritisch dazu äussert und Fragen dazu stellt. Es muss ein Eigenheim und 2 Autos 2-3 Ferien im Ausland und teure Skiferien sein. Für Krippen und Erziehung muss die Allgemeinheit aufkommen

    • Michele sagt:

      Bravo!!!

    • Katja Winkler sagt:

      Sehr geehrter Herr Bühler
      WO bitteschön kommt für Krippenplätze die Allgemeinheit auf? Im Ausland mag dies schon sein. Hier in der Schweiz zahle ich im Monat 2’400 CHF für einen KiTa-Platz für meinen Sohn. Für uns ist klar, dass ein zweites Kind nicht in Frage kommt. Das ist schlicht finanziell nicht drin!

      • mia sagt:

        @kw:Ein Grund mehr um seine Kinder selber zu betreuen, wenn man selbige denn schon unbedingt in die Welt setzen will. Ach so? Sie m ü s s e n arbeiten! Was steht denn so an? Die Shoppingtour in New York? Die Raten für den Wagen mit den vier Ringen, die „obligatorischen“ Skiferien demnächst mit der ganzen Familie, weil man sonst nicht „be iden Leuten“ ist, oder sonst irgendetwas, das keiner braucht? Wenn ich diese Kommentare lese, bekomme ich die Krise. Ihr Eltern jammert ja noch herzzerreissender als die Bauern und dazu noch dauernd diese Mimosenhaftigkeit. Widerlich!

      • Katja sagt:

        @mia: offensichtlich haben Sie meinen Kommentar nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Herr Bühler behauptete, dass für Krippen die Allgemeinheit aufkommt. Ich habe noch keine kostenlose Krippe gesehen. Und nein, ich muss nicht arbeiten, ich will es und stehe auch dazu.

      • Katja sagt:

        @mia: und eines noch: zum Shoppen würde ich an Ihrer Stelle nicht nach New York gehen. Die Auswahl in Mailand, Paris oder Barcelona ist erheblich besser …. wer Ironie findet, darf sie gerne behalten ….

  • Markus Schneider sagt:

    Es hindert Sie nichts, selber eine Firma aufzumachen und dort nur Jungmütter anzustellen, die sich übernächste Woche gleich wieder in den Schwangerschaftsurlaub abmelden. Oder sonstige Frauen, die wenig Rucksack, aber viel Anspruch haben.

  • Rolf Stalder sagt:

    Ja, es ist nicht so einfach – das ist bestimmt so. Allerdings frage ich mich auch, wieso ein Mensch der Wirtschaft studierte davon überrascht ist. Ist aber auch schön, wenn man sich im Leben etwas Naivität erhält – das wirkt unverbraucht.

  • mia sagt:

    Das hätten Sie eigentlich früher wissen müssen. Nicht alle reissen sich um empfindliche Neumütter, von denen man annehmen muss, dass sie ihre Stillzeiten einhalten wollen, zu Hause bleiben müssen, weil das Kind krank ist, dereinst den Termin im Kindergarten wegen auffälligen Verhaltens, der Schule und dem Schulpsychologen wegen Verdacht auf ADHS etc. wahrnehmen müssen. Die Frage, ob Sie noch ein zweites Kind wollen, finde ich im Übrigen absolut nicht stossend. Weshalb viele Frauen meinen, dass man Ihnen überall den roten Teppich ausbreiten muss, nur weil sie Mutter sind, ist unerfindlich.

    • Reto B. sagt:

      Es geht imho eher darum, dass man ihnen nicht die Türe zuschlägt, weil sie Mutter sind, oder noch besser, theoretisch Mutter werden könnten.

  • lala sagt:

    Ich habe hier eine Kollegin die war pünktlich nach Ende der Probezeit (80% Pensum) schwanger, natürlich wollte Sie davor angeblich in naher Zukunft kein Kind. So etwas geht einfach unter Ausnutzung des Arbeitgebers und es zweifelt im ganzen Haus niemand wirklich daran, dass das Absicht war.

    Amüsanterweise finden das vor allem meine Kolleginnen sehr daneben.

    Sie arbeitet übrigens noch hier, jetzt einfach mit noch kleinerem Pensum.

    • hermann sagt:

      Es geht den Ansteller gar nichts an, ob eine Frau die Absicht hat schwanger zu werden oder nicht. Diese Frau hat also nicht ihren Arbeitgeber verarscht, nein, sie wurde beim Anstellungsgespraech ungesetzlich verhoert. Dafuer wuerde hier der HR Manager gefeuert. Aber in CH scheint das alles in Ordnung zu sein. Hinterwald ruft.

    • mia sagt:

      Und bei den Vätern sieht es nicht besser aus.. Einer meiner Kollegen(ebenfalls in Führungsposition) verwendet einen wesentlichen Teil des Tages dazu, seine fünf Kinder abwechselnd für alles mögliche von A nach B zu karren und sonstiges zu verrichten, das mit seinem Job nichts zu tun hat. Abends, so um 16.00 besinnt er sich dann aufs Wesentliche indem er die Arbeit verteilt, die er schon am Morgen hätte verteilen können und die selbstverständlich „eilt und unbedingt heute noch raus muss“.Fazit: Angestellte kündigen, auch wenn der Job ihnen eigentlich gefällt. Das, meine Lieben, ist zum Kotzen.

  • Jolina sagt:

    Die Leute in der Schweiz sind grundsätzlich sehr egoistisch und unfamiliär. Vorallem gewisse Männer haben manchmal sehr komische Ansichten was Kinder und Frauen angeht, was man an den Posts hier wieder einmal sieht. Eine Frau hat das Recht Kinder zu bekommen und sollte dafür von der Gesellschaft und Wirtschaft nicht abgestraft werden. Ausserdem, warum soll die Frau die Zeche bezahlen, während der Mann nie ein Problem bekommt wenn er Vater wird? Warum wird Teilzeitarbeit als etwas minderwertiges angesehen? Sind die Arbeitnehmer in der Schweiz dermassen von der Wirtschaftselite geblendet?

    • dres sagt:

      Also in meinem Umfeld arbeiten alle Mütter zumindest Teilzeit. Aber es ist in der Tat so, dass es Berufe gibt, die für Teilzeitstellen geeigneter sind als andere. Ich würde sofort reduzieren wenn ich könnte.

    • Realist sagt:

      Warum soll die Firma die Zeche blechen, wenn man der Mutter den Job erst 4 Monate lang offen halten muss, bis sie merkt, „ich kann jetzt unmöglich von meinem Kind weg, ich künde“. Es mag früher unfair für die Frau gewesen sein, aber man hat das Problem jetzt einfach auf die Wirtschaft ausgelagert. „Sollen die doch schauen“! Gerade für eine KMU mit <10 Angestellten ist das schlicht nicht machbar. Wäre ich Chef einer kleinen KMU, ich würde keine Frau unter 35 anstellen, es sei denn, sie hatte schon 2+ Kinder und überzeugt mich von sich selbst aus irgendwie, dass weitere nicht in Frage kämen.

      • Jolina sagt:

        @Realist: Seit wann bezahlt die Firma die Zeche? Wozu gibt es denn die Mutterschaftsentschädigung? Schon mal was davon gehört? Und wenn in einer KMU die Männer ins Militär gehen, dann wird er ja auch nicht gekündigt und seine Absenz wird von anderen getragen. Ihre Argumente haben keinen Bestand.

  • Karin sagt:

    Willkommen im Club der Realistinnen! Never ever give up !!!

  • Luise sagt:

    Gewisse Dinge ändern sich nie. Solche Fragen musste ich mir schon vor 30 Jahren gefallen lassen.

  • Ferdinand sagt:

    Aha, inzwischen habe es sogar ich begriffen. Wenn die Lebensentwürfe nicht mit der Lebensrealität übereinstimmen, ist immer die Gesellschaft schuld.

  • Mutter2 sagt:

    Sprachlos? Zweimal? Wie weiblich!! 🙂 Natürlich sind die Fragen unerlaubt und treffen ungerechterweise nur Frauen. Ich habe aber auch als Mutter gut Stellen gekriegt, wenn ich mir in die Karten schauen liess. Man kann da auch etwas (immer noch notwendige) Aufklärungsarbeit leisten. Die Kinder sind übrigens inzwischen erwachsen und genügend gut herausgekommen, trotz arbeitender Mama…

  • Yves sagt:

    Jaja, Sie wollen einfach ein wenig provozieren und wissen genau, dass Sie Unsinn schreiben, Frau Wirtschaftsredaktorin. Wenn Ihre Berufsbezeichnung stimmt, wissen Sie nämlich, was schon ein Lehrling weiss: Man stellt an, wen man meint brauchen zu können. Jemanden mit Portugiesischkenntnissen oder Verkaufsgeschick oder Reisebereitschaft oder mit sonst was. Und da an Ihren Wunschstellen waren Sie eben als nicht organisierte (!!!) Frischmutter im Nachteil. Kein Grund zum Heulen, gälled Sie. Arbeiten Sie an sich.

  • Charles sagt:

    „Als ich schwanger wurde, habe ich keine Sekunde lang daran gezweifelt, dass ich wieder arbeiten gehen würde. Für mich war immer klar: Ich bin Journalistin.“ – Sie machen zwei Fehler: Erstens ist auch die Arbeit als Erzieherin und Haushaltmanager enie Arbeit, und zwar eine wertvolle und in vielen Fällen eine sinnvollere als die einer Journalistin, und zweitens sind Sie keine Journalistin, weil Sie der Sache nicht auf den Grund gehen, sondern von Ihrem Problem auf die Lösung für alle schliesen. Prüfung nicht bestanden.

  • Dieselben Personalverantwortlichen, die solche Fragen bei der Bewerbung stellen, stimmen dann ungeniert bei der Pensionskasse für die Abschaffung der Witwen- und Witwerrente für Geschiedene. Wie üblich: Wasser predigen, aber selber Wein trinken.

    Bei meiner Mutter (Jahrgang 1936) mussten die Mädchen noch eine höhere Punktezahl als die Buben haben, um ins Gymi zu kommen. Später hiess es dann: „Wozu will die Frau einen Job? Der Mann hat ja eine Kaderstelle!“. Nun hat mein Papi nach der Pensionierung eine Brasilianerin geheiratet. Witwenrente ist weg, Vorsorgeausgleich bei der PK gab’s keinen.

  • Bernhard Piller sagt:

    Dass Firmen fragen stellen, die die Verfügbarkeit eines zukünftigen Mitarbeiters betreffen, ist absolut normal. Wenn ein Mann sagt, er strebe eine Militärkarriere an, ist dies in vielen Firmen auch ein Grund für eine Absage.
    Dies hat nichts mit Sexismus zu tun, sondern mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten.

    • Doris sagt:

      Genau, wie wenn ein HR-Mensch fragen würde: „So, planen Sie eine Militärkarriere?“ Und übrigens wird dies ja sogar als zusätzliche Qualifikation angeschaut, weil Man(n) sich ja Führungsqualitäten aneignet.

      • Martin sagt:

        Eine aktive Militärkarriere wird eher negativ bewertet. Nach Ende der Dienstzeit kann sich das vielleicht positiv auswirken. Oder man lernt im Dienst die Richtigen Leute kennen aber dann erübrigt sich ja das Vorstellungsgespräch. Auch anderes Engagement in einem Milizsystem wie Feuerwehr oder politische Ämter in Gemeinden ist nicht immer von Vorteil.

  • Doris sagt:

    Was mich oft erstaunt, ist dass solche Fragen auch von Frauen in HR-Funktionen gestellt werden. Aber auf solche unerlaubten Fragen bei Vorstellungsgesprächen darf man getrost lügen.

    • Bernhard Piller sagt:

      Natürlich dürfen Sie lügen. Nur, der Arbeitgeber ist ja auch nicht blöd, und weil er weiss, dass Kandidaten auf diese Frage mit hoher Wahrscheinlichkeit keine ehrliche Antwort geben, schliesst er Kandidaten, die ein solches Risiko mit sich bringen, von vornherein aus. Aber umgekehrt kommt dies den 50+ zu Gute, was ja auch schön ist!

      • Marco sagt:

        Wieso wird diese Frage denn überhaupt gestellt, wenn die entsprechenden Kandidaten doch schon von vornherein ausschliessen. Was soll diese Frage denn überhaupt bringen, wenn alle doch schon wissen, dass ohnehin keine ehrliche Antwort folgt?

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Teilzeitangestellte können für die übrigen Mitarbeiter mühsam sein (nein, die meisten Firmen sind eben nicht so gut organisiert, dass das kein Problem wäre). Ist die Mitarbeiterin dann noch Mutter, dann rechnet man damit, dass sie auch noch zusätzliche Fehlzeiten wegen des Kindes hat. Man fordert immer mehr Rechte (Frau darf zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist usw.), denkt aber nicht daran, dass diese Rechte natürlich für irgendjemanden eine Belastung darstellen, was dann natürlich dazu führt, dass die Begünstigte Gruppe benachteiligt wird. Uebrigens, das Leben ist ungerecht!

    • 13 sagt:

      Nicht Frau darf zu Hause bleiben, sondern ein Elternteil darf zu Hause bleiben. Mein Mann und ich sind in den letzten 5 Jahren gleich oft zu Hause geblieben. Insgesamt waren das vielleicht 5-6 Tage pro Elternteil. Ja, ich bin sicher, dass das jede Firma und jeder andere Mitarbeiter verkraftet.

  • Maria sagt:

    Es tut unglaublich gut zu wissen, dass man mit diesem Problem nicht alleine steht. Das Problem besteht nämlich nicht nur wenn man schon Kinder hat. Ab dem 30 Lebensjahr wurden bei 80% aller Interviews die Frage nach Familienplanung gestellt. Meinem Partner wurde diese Frage nie gestellt. Es schein so, dass für Arbeitgeber die Familienplanung nur Frauen was angeht.

    • 13 sagt:

      Danke, das wollte auch einwerfen. Ich kenne drei Frauen, wenig über dreissig, abgeschlossenes Studium, die absolute Karrierefrauen sind und bei denen Kinder gar kein Thema sind. Also sie überlegen nicht mal, ob sie evtl. mal welche wollen, sondern schliessen es kategorisch aus. Trotzdem ist das Thema bei jedem Vorstellungsgespräch wie auch bei jeder Beförderungsrunde, also bei Leuten, die sie kennen, aktuell. Sie sagen, sie können es kaum erwarten 40 zu werden, dann ist es nämlich langsam vorbei mit dem Vorurteil;-)

  • Elisabeth sagt:

    Es ist zur Zeit sehr schwierig ist, an eine gute Stelle zu kommen. Jede Person muss sich Fragen gefallen lassen, die unfair sind, schliesslich hat man Sie nicht gerufen, Sie müssen beweisen, dass Sie die richtige Person sind, inkl., dass Sie mit dem real existierenden Sexismus in der Arbeitswelt umgehen können. Überlegen Sie sich also ein paar pfiffige Antworten, seien Sie selbstbewusst und üben Sie das Vorstellungsgespräch. Und verstecken Sie sich nicht hinter dem Junge-Mutter-Sein!

  • Reto Burgener sagt:

    Ein gutes Beispiel einer schlecht vorbereiteten Journalistin. Deswegen kommen viele Artikel auch herzlich schlecht durchdacht daher und sind Interviews zu oft langweilig. Diese Frage nach dem nächsten Kind erwartet man einfach und sagt nein, jetzt sei das Kapitel Kinderkriegen abgeschlossen – und kämpft politisch dafür, dass Ombudsstellen eingerichtet werden, die solche Frechheiten aufnehmen und reagieren.

    • Sportpapi sagt:

      Toll, Reto. Und als nächstes werden die „frechen“ Arbeitgeber einfach nicht mehr fragen. Und solche Dossiers gleich weglegen.

      • Marco sagt:

        Finden Sie es nicht frech, Fragen zu stellen, die man eigentlich nicht fragen dürfte? Oder sollen Gesetze und Regeln nur so lange relevant sein, wie man sie selbst zum eigenen Vorteil auslegen kann?

    • Elisabeth sagt:

      Sehr einverstanden. Die Frage mit den Kindern ist derart üblich, dass sie in jedem Leitfaden für Bewerbungsgespräche auftaucht. Ich habe in der Situation mal geantwortet: „Man kann nie wissen, aber das soll ja meine Arbeit nicht beeinträchtigen.“ Die Stelle habe ich bekommen, übrigens gegen Mitbewerbende, die zu dem Zeitpunkt nicht ein sechs Monate altes Kind hatten.

    • pixel sagt:

      Falsch Reto: ein gutes Beispiel eines schlecht vorbereiteten Arbeitgebers, würd ich mal sagen.

      • Reto Burgener sagt:

        @ Pixel: Ich bleib dabei. Sie können ja schon über den Arbeitgeber jammern, aber die Frage ist ja, wie erreichen Sie Ihr Ziel in dieser Situation. Antwort: Vorbereitung und Lüge, wenn es sein muss.

  • Patrick sagt:

    Möchten Sie jemanden einstellen, der evtl. kurze Zeit später über viele Monate fehlen wird und ihm/ ihr dafür ein monatliches Salär überweisen? Möchten Sie bei einem Arbeitgeber einsteigen, der Ihnen gute Arbeitsbedingungen inkl. Salär verspricht und sich kurze Zeit nach Antritt als zahlungsunfähig erweist? Klarheit vor Arbeitsbeginn schaffen ist für beide Seiten eine notwendige Vertrauensgrundlage. Aus welchen Gründen auch immer. Ihr Begriff „sexistisch“ bei der Frage nach einem 2. Kind beunruhigt mich, weil mir Fairness für Arbeitgeber und -nehmer wichtig sind.

    • Elisabeth sagt:

      Arbeitgeber müssen darauf eingestellt sein, dass jemand unverhofft fehlt. Vom Abwart mit Beinbruch bis zur Kassiererin mit Bandscheibenvorfall. Es gibt keinen Grund, junge Frauen, die schwanger werden könnten nur aufgrund der Tatsache, dass sie im gebärfähigen Alter sind zu diskriminieren.

    • 13 sagt:

      Kennen Sie schon die EO und die Mutterschaftsentschädigung? Sie müssen das Salär zwar rein technisch überweisen, aber es kommt NICHT aus Ihrer Tasche!

  • Sandra sagt:

    Herzlichen Dank für diesen Text! Mir geht es seit 10 Jahren so. Ich habe gute Qualifikationen und konnte mir auch nicht vorstellen, dass es so schwierig sein wird, mit nur einem Kind einen 50% Job zu finden der ungefähr angemessen ist. Bewerbe ich mich auf mein Jobprofil, nehmen sie niemanden mit Teilzeit (IT-Projektleiter), bewerbe ich mich für eine Stelle unter meinen Qualifikationen, bin ich überqualifiziert. Ich verstehe nicht, wie die Arbeitgeber so viel Potential der Frauen brach liegen lassen können! Übrigens denke ich, dass Männer mit dem Wunsch nach Teilzeit im selben Dilemma stecken

    • Ylene sagt:

      Mir gehts mit 60 Prozent genau gleich. Mein Mann konnte nicht reduzieren.

    • Sportpapi sagt:

      Wie Sie sagen: Es geht Männern und Frauen genau gleich, wenn sie Teilzeit arbeiten möchten in einem anspruchsvollen Job.

    • urs b. sagt:

      also auf meinem beruf würde ich 50% auch eher wenig angebot finden. jobs mit verantwortung irgendwelcher art sind nun mal 50% rar gesät, bzw oft nicht möglich. aber was das mit sexismus zu tun hat, ist mir schleierhaft.

      • Sandra sagt:

        Ich weiss, habe ja auch nix von Sexismus geschrieben. Ein Aspekt wird aber immer vergessen. Wenn mein Kind draussen ist muss ich ca. nochmals 20 Jahre arbeiten bis zur Pensionierung. Wenn ich während der Kinderzeit nicht wenigstens ein bisschen am Ball bleibe, ist die ganze „Karierre“ von vor Geburt zunichte. Ausserdem, falls es zu einer Trennung kommt jammern die Männer zuerst, sie müssen zuviel bezahlen, die wollten, dass ihre Frauen zuhause bleiben. Eigentlich hätte es Vorteile für alle, wenn Männlein und Weiblein Familie UND Beruf aufteilen könnten…

      • Sportpapi sagt:

        „Eigentlich hätte es Vorteile für alle, wenn Männlein und Weiblein Familie UND Beruf aufteilen könnten…“ Für die Arbeitgeber? Dann würden sie ja vermehrt entsprechende Stellen anbieten…

    • Martin sagt:

      In meinem Beruf sind gar keine Teilzeitstellen ausgeschrieben. Sich auf eine Vollzeitstelle bewerben und Teilzeit arbeiten ist nahezu aussichtslos. Zum Glück konnte ich meine Stelle reduzieren. dies weil ich vorher dort Vollzeit gearbeitet habe und schon viel spezielles know how angeeignet habe. eine gleichwertige Stelle werde ich aber nicht finden. also kann ich solange ich Teilzeit arbeiten will die stelle nicht wechseln.
      Arbeitgeber wollen sehr flexible Arbeitnehmer und mit Kindern ist man einfach weniger Flexibel

  • Hans Ueli sagt:

    Ist es nicht so, dass Kinder eine Mutter brauchen, die Zeit mit ihnen verbringt und für sie da ist, ihnen Wärme, Liebe, Geborgenheit und im Notfall auch Trost spendet? Und sie erzieht. Nein, Mutti ist beim Arbeiten, hat andere Pläne, guckt für sich. Diese ewigen Emanzen wollen Karriere, Kinder haben als wäre es shoppen, aber erziehen sollen andere, vielleicht das Kindermädchen. Die Natur hat das bestimmt nicht so vorgesehen.

    • Ylene sagt:

      Väter können in dem Fall also nicht Zeit mit Kinder verbringen und für sie da sein? Sie können sie nicht trösten? Entschuldigung, aber diese Behauptung ist eine absolute Frechheit meinem Grossvater, Vater und meinem Ehemann / Vater meiner Kinder gegenüber. Wie können Sie nur so sexistisch gegenüber Männer sein? Die Natur hat übrigens auch Inzest (verbreitet bei bspw. Ratten), Kindstötung resp. gezielte Vernachlässigung (bspw. bei Bären) sowie die Pest vorgesehen. So toll finde ich das jetzt nicht.

      • Beat Kopp sagt:

        Gerne würde ich daheim bleiben und mich um die Kinder kümmern. Leider ist es nunmal so, dass ich rund 3 mal mehr verdiene als meine Frau jemals mit den gleichen Aufwand verdienen könnte. Somit hat sich die Diskussion bei uns erledigt. Leider. So ist es vermutlich bei den meisten Familien. Hört doch auf den Männern vorzuwerfen, sie wollen oder könnten nicht. Für die Familie sorgen heisst auch, dass man(n) schaut, dass es eine gewisse finanzielle Sicherheit gibt und die Familie wohl behütet aufwachsen kann.

    • 13 sagt:

      Nein, die Kinder brauchen Eltern und andere Familienangehörige, die Zeit mit ihnen Verbringen, für sie da sind, ihnen Wärme, Liebe, Geborgenheit und Trost spenden. Wann begreifen, die Machos da drin, dass die Kleinfamilie, wo die Mutter zu Hause ist und der Vater abwesend, keine natürliche Lebensform ist? Sie wollen das Beste für ihre Kinder? Leben Sie zusammen mit den Grosseltern und bekommen Sie mind. 6 Kinder in einem Zeitraum von mind. 15 Jahren, damit alle Alter vertreten sind. Ist Ihnen das zu drastisch? Dann kümmern sie sich um Ihre Kinder und schieben das nicht der Mutter ab!!

  • Mutter sagt:

    Ich habe mich während meines Mutterschaftsurlaubes bei diversen Unternehmen beworben und war immer offen, dass ich eine kleine Tochter habe. Nie wurde mir das Gefühl vermittelt, dass dies ein Problem sei und ich konnte mir die Stelle schlussendlich sogar aussuchen. Allerdings arbeite ich 100%. Viele Mütter erwarten Gleichstellung mit Männern und kinderlosen Frauen ohne die gleiche Leistung bringen zu wollen/können. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun sondern ist eine Entscheidung die man selber trifft wenn man Kinder bekommt.

  • urs b. sagt:

    fairerweise schreibt die autorin auch, dass die diskriminierung regelmässig von frauen ausging: von personalverantwortlichen frauen. das schafft den ganzen männer-bashing-balast beiseite und ermöglicht es potentiell, das thema kinder, elternschaft und arbeit etwas sachlicher ohne unnötigen feministischen schmäh zu diskutieren.

  • Evelyne sagt:

    Ich verstehe aber auch den Arbeitgeber. Kenne zwei Beispiele, wo die Frau 1 Monat nach der Einstellung schwanger wurde. Der Arbeitgeber hat sie zudem noch mit einigen tausend Franken aus der alten Stelle herausbezahlt. Kein Wunder, gratuliert der Chef nicht als Erstes, wenn man im Büro mit der „freudigen Nachricht“ kommt!

  • Peter Widmer sagt:

    Ich weiss nicht, ob die Frage „wollen Sie noch ein zweites Kind“ sexistisch ist. Als junger Mann wird man bei Bewerbungsgesprächen genauso gefragt, ob man vorhabe, im Militär weiterzumachen. Der potentielle Arbeitgeber möcht einfach etwas vorsondieren, ob er mit längeren Abwesenheiten des Arbeitnehmers zu rechnen hat….

  • Evelyne sagt:

    Kenne ich alles auch. Meiner ehemaligen Schulleiterin teilte ich am Mitarbeitergespräch mit, ich interessiere mich für eine berufsbegleitende Ausbildung als Schulische Heilpädagogin. Sie liess mich nicht, die Ausbildung sei „sehr happig“ und fast nicht möglich mit einem kleinen Kind. Also wechselte ich die Stelle. Die Ausbildung ist super, es passt alles.

  • Jack Welti sagt:

    Bei Bewerbungsgesprächen werden bei einer Mehrheit der Firmen dämliche (psychologisch motivierte) Fragen gestellt. Es wird gerne auch provokativ gefragt um die Reaktion des Kandidaten/-in zu testen. Ich finde das ebenfalls bedenklich, aber es ist nicht zwingend sexistisch zu sehen und man kann auch einfach locker bleiben und muss nicht zwingend ernsthaft antworten.

  • Aleks sagt:

    Hier gehts doch gar nicht um die Diskriminierung einer Mutter! Ich meine Mann und Frau haben einfach aus biologischer Sicht eine andere Rolle in der Familie bzw. ein anderes Verhältnis zum Kind. Schliesslich bringt die Mutter das Kind zur Welt, sie stillt es und sie ist nach der Geburt die wichtigste Bezugsperson zum Kind. Dass die Frau dann nach der Geburt eine Weile zu Hause bleibt und nicht sofort wieder arbeiten geht und der Mann das Gegenteil tut, ist doch völlig normal. Und dass ein Arbeitgeber diese Tatsache berücksichtigt und diesbezüglich Fragen hat, ist doch auch verständlich!

  • nando widmer sagt:

    Ich finde es bedenklich, dass viele Männer hier sich so negativ über Mütter auslassen, die wieder arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben wollen oder ihre Berufsziele weiterverfolgen. Und keinem dieser Männer hier käme es in den Sinn, selber zu Hause zu bleiben und ihrer Frau den beruflichen Vortritt zu geben. Wir Männer können genauso gut unsere Kinder gross ziehen, es muss nicht zwingend die Mutter sein. Wir können und dürfen das auch. Das Kind braucht nicht die Mutter, das Kind braucht eine liebevolle Bezugsperson. Neanderthal lässt grüssen.

    • Heidi Merz sagt:

      Danke schön, dass dies hier mal von einem Mann ausgesprochen wird. Die Zukunft gehört Männern wie Ihnen. 🙂

  • Kostezer sagt:

    Die Natur bringt die Verschiedenheit hervor und nicht die Gleichheit. Und dies seit ewigen Zeiten. Und es hat funktioniert bis heute. Bis heute, bis der Mensch alles verdreht und manipuliert hat. Bis die Kinder kein Zuhause und dort kein Frühstück mehr haben, nur damit ihre Mütter „Karriere“ machen können. Ich denke, Kinder sind zuviel Wert, als dass sie nur herumgeschoben werden.

    • Meyer sagt:

      Ich schlage Ihnen was vor: Die Männer können zu Hause zu den Kindern schauen. Nach vielen Jahrhunderten einseitiger Arbeitstätigkeit extern wäre das ja nur mal fair, oder nicht? Hörne Sie einfach auf, Frauen aufzuschwätzen, was sie tun müssen. Wir wollen arbeiten wie die Männer und dieselben Karrierechancen für die, die wollen. Familienplanung ist eine Sache, die Mann UND Frau regeln sollen – und bitte so, dass beide damit zufrieden sind!

    • Ylene sagt:

      Genau, lesen Sie doch mal nach, wie Aufzucht bei bspw. Seepferdchen, Bären, Gorillas, Schimpansen und Pinguinen funktioniert. Mal kümmert sich nur der Vater, mal nur die Mutter, mal die gesamte Sippe, mal beide Eltern um den Nachwuchs. Und das ist alles ’natürlich‘. Dass die Mutter zu Hause bleibt und sich nur um den Nachwuchs kümmert, stammt aus den Boomjahren in den 50er/60er. Vorher mussten sowohl Vater wie auch Mutter arbeiten. Viele Väter haben auch mehr oder weniger zu Hause gearbeitet, weil es pendeln schlicht nicht gab und man dort gelebt hat, wo man arbeitete. Aber Hauptsache motzen.

    • Luisa sagt:

      DER Mensch (männlich) – Ja, er hat alles verdreht. Aus der Beschützenden wurde die zu Beschützende, aus Lebensschutz wurde Lebensverichtung (Militär) durch die männerdomiierte Gesellschaft, aus Männern wurden Knaben, die weinen, wenn das Frühstück nicht auf dem Tisch steht (vorgeschoben werden die armen Kleinen), Männersache ist Gewalt, Maschinen, Geld, Macht. Frauensache ist spuren, unten durch und hinter den Männern das Chaos nach Kriegen aufräumen. Seit 3’000 Jahren.
      (Wir Frauen können auch holzschnittartig dem anderen Geschlecht die Schuld zuweisen, Herr Kostezer!) Merken Sie was?!

    • Rolf Rüegg sagt:

      Ich biete seit über einem Jahr für einen selbständigen Anwalt eine Plattform, auf welcher er/sie ohne finanzielles Risiko tätig sein kann – ideal für eine Wiedereinsteigerin, welche die Arbeitszeiten absolut selbständig einteilen kann. Bewerbungen? Ja, aber alle wollen angestellt sein zu einem grosszügigen Fixlohn, und ich soll möglichst auch noch die Krippe bezahlen und Mutterbedingte Absenzen in Kauf nehmen. Unternehmerisches Risiko, auch wenn der Partner ein festes Einkommen hat? Nicht vorhanden!

    • 13 sagt:

      Die NATUR hat es hervor gebracht, dass seit ewigen Zeiten (EWIGE ZEIT = UNTER 100 JAHREN) die Frauen IN DER SCHWEIZ, denn im Ausland kann sich das kaum jemand leisten, zu Hause bleiben und zu den Kindern schauen? Toll, diese Natur und auch diese Logik.

      Und nennen Sie mir ein Tier, wo sich die Mutter jahrelang nur um den Nachwuchs kümmert? Oder einen Naturstamm, wo sich nur die Mutter kümmert? „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ ist nicht zufällig ein altes afrikanisches Sprichwort!

    • Peter Meier sagt:

      Der Abstimmungskampf zur Familieninitiative ist vorbei! Was meinen Sie eigentlich mit Kinder „herumschieben“? Selten so einen Blödsinn gelesen! Wir z.B. geben unsere Tochter an drei Tagen in eine Krippe. Dort ist sie bestens aufgehoben, wird gut versorgt und hat lauter Spielkameraden um sich herum. Kann mir niemand erzählen, dass es Kindern gut tut, wenn sie immer nur zuhause sind und von Mami alles bekommen, was sie wollen!

    • Katja Winkler sagt:

      Wie Sie schon sagten: „Die Natur bringt die Verschiedenheit daher“ und genau so verschieden sind die Vorstellungen verschiedener Mütter und Väter zu ihrer Zeiteinteilung zwischen Kind und Job. Ebenso verschieden ist die Toleranz gegenüber den Lebensentwürfen anderer: Dem Einen ist sie gegeben, dem Anderen scheinbar nicht…,

  • 13 sagt:

    Übrigens kann ich den Müttern nur einen Tipp geben: Bringen Sie selber den Vater ins Spiel. „Wann schliesst die KITA?“ „um 18,30 Uhr, aber das ist kein Problem, mein Mann holt die Kinder ab!“ oder „Mein Mann kann gut Home Office machen, wenn eines krank ist.“ Mein Mann hatte vor einigen Monaten zu mir gesagt: „Such Dir einen neuen Job, wenn Du nicht glücklich bist und schaue nicht auf Pensum, ich passe dann meins Deinem an“. Genau so habe ich es weitergegeben. Und natürlich kamen Fragen, wenn sich eine Mutter für Vollzeitstellen bewirbt, aber die Aussage beruhigte schliesslich die meisten.

    • Sportpapi sagt:

      Toll. Genauso sehe ich das auch.

    • 13 sagt:

      Und noch etwas: Ich habe mich bei einer Firma vorstellen können und kam in die Endrunde. Schliesslich rief mich der HR-MANN an und meinte, es täte ihm leid. Ich und die andere Bewerberin hätten wirklich gleich gute Qualifikationen, aber sie ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und zur Zeit arbeitslos. Ich hatte bereits einen Job und mein Mann verdient auch. Darum brauchte sie ihn einfach dringender .Ich wäre sicher flexibler als sie und hätte weniger gefehlt, aber auch wenn ich den Job gerne gehabt hätte: Ich bin froh, hat sie ihn bekommen und dass es auch solche Arbeitgeber gibt!

      • Martin Frey sagt:

        Schönes Statement, und auch schöne Reaktion von Ihnen, 13! Bin froh darum, angesichts des üblichen Arbeitgeberbashings auf den Newsnetz-Foren. Denn solche Arbeitgeber gibt es, auch wenn es gewisse Leute nicht wahrhaben wollen.

      • Marco sagt:

        Interessant, an anderer Stelle hier wird angemerkt, Arbeitgeber seien keine Wohltäter. Was stimmt denn nun?

    • Marco sagt:

      Vielleicht wurde der Vater ja auch schon in die Wüste geschickt, davon erfährt man nichts im Text.

      • 13 sagt:

        Marco, ich verstehe Ihre Kommentare nicht ganz. Aber wenn Sie mich meinen, dann NEIN, der Vater und Ehemann wurde nicht in die Wüste geschickt, warum auch? Und es geht nicht um Wohltäter. Es geht um die Frage, ob beim Vorliegen gleicher Qualifikationen nicht auch ein solcher Gedanke zugelassen werden kann. Ich finde ja (und ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo etwas anderes gesagt zu haben;-)

      • Sportpapi sagt:

        @13: Gemeint war wohl der Partner der Aut orin. Nebenbei: Ich habe auch schon erlebt, dass Männer vor Frauen bevorzugt wurden (bei der Anstellung, beim Lohn), weil sie schliesslich eine Familie zu ernähren haben. Solche Geschichten haben halt immer zwei Seiten, weil ja dann jemand anderer benachteiligt wird.

  • Chris Heyduk sagt:

    Wenn ein alleinerziehender Vater bei einem Berwerbungsgespräch gefragt wird, ob das Kind einen Krippenplatz hat, ist es dann auch Sexismus?

    • Ashrio Moto sagt:

      Ne, nicht Sexismus, aber die Frage nach der Gleichstellung stellt sich auch hier.

    • tststs sagt:

      Nope, dann ist es einfach unangebracht. Genau so wie es bei Frauen einfach nur unangebracht ist, resp. illegal.
      Noch einmal: der Sexismus liegt darin, dass nur ein Geschlecht idR gefragt wird.

      Darf ich frech fragen: weshalb wusste Ihr potentieller Arbeitgeber von Ihrer Alleinerziehung? Schrieben Sie dies in die Bewerbung?

      • 13 sagt:

        Wenn im Lebenslauf „Witwer“ und „zwei Kinder mit Geburtsdaten“ steht, kommt der AG selber darauf. Ich persönlich finde, dass das reingehört. Der Lebenslauf dient ja zur Vorstellung und das persönliche gehört zum Leben, auch wenn natürlich fachliche Qualifikationen im Vordergrund stehen müssen.

  • 13 sagt:

    Mein Mann darf heute einen Probetag absolvieren. Trotz einem guten Bewerbungsgespräch war sich der Arbeitgeber nicht sicher, ob er ihn wirklich einlädt. Der offen genannte Grund: Er ist ein Mann und der Job beinhaltet u.a. einige kleinere Reinigungsarbeiten, was Männer einfach weniger gut können. Stellt er also einen ein, muss er den Betrieb umorganisieren, damit mein Mann nicht putzen muss. Trotzdem möchte er ihn jetzt sehen, weil er – wie er offen sagt – keine Frau hat mit den gleichen Qualifikationen. Sexismus ist keine Einbahnstrasse!

    • tststs sagt:

      Jeises Gott, da stellen sich mir die Haare gen Himmel…tststs… Wenigstens ist dieser Arbeitgeber in alle Richtungen gleich sexistisch/voller Vorurteile 🙂

      • jürg. sagt:

        Sexismus ist in unseren Köpfen drin, Thematisiert wird es aber nur bei Frauen.
        Das Beispiel ist ein typisches für Sexismus von Frauen verso Frauen.
        Von Männern gegenüber Männern ist er noch ausgeprägter, Weicheier und Jammerlappen haben keine Chance. 😉

  • tststs sagt:

    Oje….
    Für alle diejenigen, die sich -ernsthaft- fragen, wo der Sexismus liegt:
    Ganz simpel, diese Fragen werden nur Frauen gestellt!!!

    Deswegen geht die Menschheit nicht unter und das männliche Geschlecht ist deswegen nicht en Gros zu verdammen, aber bitte ein bisschen Anerkennung für das zu Erleidende wäre schon nett…

    • Sportpapi sagt:

      @tststs: Ich bin nicht einmal sicher, ob solche Fragen nur Frauen gestellt werden. Und wenn, dann nicht aus Böswilligkeit, sondern Erfahrung.

      • tststs sagt:

        Naja, das können wir gleich einmal klären: welcher der hier anwesenden zeugungsfähigen Männer (also alle zwischen 15 und 60) wurde schon einmal bei einmal Vorstellungsgespräch gefragt, ob er vorhabe in den nächsten 10 Jahren ein Kind zu zeugen? (und ja SP mir ist klar, dass dies nicht repräsentativ ist).

        Und noch einmal, sollte die Antwort „JA“ ein Killerkriterium sein, dann dürfte auch kein Mann mehr in diesem Alter eingestellt werden, ansonsten ist und bleibt dieses Auswahlkriterium ein sexistisches.

        Und die Erfahrung ist hier wirklich nicht ausschlaggebend, da ja noch das „alte System“

      • tststs sagt:

        Niemand?

        Der Gerechtigkeit halber: wer wurde schon gefragt, ob er eine Militärkarriere anstrebe?

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Welches „alte System“?

  • Iris Schneiter sagt:

    Jööö, junge naive Mutter. Willkommen in der Realität! Höchste Zeit!

  • Martin Berlinger sagt:

    Für mich hat die Geschichte zwei Seiten: Die von Frau Vollenweider, welche sichtlich diskriminiert wurde, und jene des potentiellen Arbeitgebers, der sich bei der heutigen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation kaum einen längeren Ausfall einer Mitarbeiterin leisten kann und darum solche Fragen stellt. Das ist zwar nicht schön und nicht nett, aber vor allem in kleineren Betrieben ein wesentlicher Faktor. Ich selbst, als Kleinstunternehmer, könnte es mir bei der heutigen, rechtlichen Situation schlicht nicht leisten, eine junge Mitarbeiterin mit Kindern oder Kinderwunsch einzustellen.

  • Felix sagt:

    Was haben diese berechtigten Fragen mit Sexismus zu tun ? Als Arbeitgeber will man einfach Wissen woran man bei einem Bewerber ist. Fehlbesetzungen beim Personal sind schwierig zu ändern. Ich habe den Eindruck das wir unsere Ansprüche herunterschrauben und uns an die geänderten Bedingen am Arbeitsmarkt anpassen müssen.

    • Ashrio Moto sagt:

      Natürlich, Fehlbesetzungen möchte man vermeiden. Doch wie wollen sie beurteilen, ob Kinder ein Grund dazu sind. Verantwortungsvolle, leistungsbereite und gut sozial-verankerte Mütter sind doch ideale Arbeitnehmerinnen.

    • tststs sagt:

      Stellen Sie sich vor, wir würden diese Fragen völlig non-sexistisch allen Bewerbern stellen (unabhängig von Geschlecht und Alter), da dürfte man ja gemäss ihrer Logik kaum mehr jemanden zwischen 20 und 45 Jahren einstellen… 😉

      • Sportpapi sagt:

        Warum? Wie viele Männer kennen Sie, die ihre Stelle gekündigt haben, weil sie nun Kinder haben? Und wie viele Frauen?

      • tststs sagt:

        Oje, SP, Sie sollten langsam wissen, dass ich aus einer anderen Generation komme und dementsprechend: nein, die Frauen in meinem nächsten Umfeld sind alle nach der Schwangerschaft wieder beim gleichen Arbeitgeber angetreten!

        Zugegeben, die eine oder andere überlegt sich, zu kündigen/die Stelle zu wechseln, aber nicht weil sie 1-2 Kinder haben und lässig zuhause bleiben wollen, sondern weil das Kinderhaben mit der Stelle nicht vereinbar ist… Und jetzt fragen Sie sich mal und antworten Sie ganz ehrlich, weshalb mehr Frauen als Männer dieses Vereinbarkeitsproblem haben.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Weil sie in der Regel die Kinder deutlich weniger gerne in fremde Obhut geben als ihre Männer. Weil sie „die besten Jahre mit ihren Kindern nicht verpassen wollen“, etc.
        Ich kenne jedenfalls aus meinem Umfeld mehrere Fälle, in denen Frauen fest vorhatten, an die alte Stelle zurückzukehren. Bis dann das Kind da war. Und andere, die meisten, wollten zwar im Betrieb bleiben, aber eben nur noch Teilzeit. Beide Situationen kenne ich von Männern nicht. Also würde ich bei Männern auch nicht fragen, bei Frauen aber den Aussagen vertrauen, die dazu kommen.

  • Damon S. sagt:

    Und was ist jetzt daran sexistisch? Die Fragen sind zweifelsfrei sehr persönlich und gehen den Arbeitgeber eigentlich nichts an. Aber sich deswegen sexueall belästigt fühlen? Naja, ich glaube nicht, dass sexuelle Absichten hinter den Fragen stecken. Es geht vielmehr darum, die geeigneten Mitarbeitenden für sein Unternehmen zu finden und wenn sich Frauen gewisse Fragen nicht gefallen lassen, dann lade ich als Arbeitgeber eben gar keine Frauen mehr ein für ein Vorstellungsgespräch, weil ich keine Lust auf dieses Theater habe.

    • mamalin sagt:

      Es ist sexistisch weil man solche Fragen nur Frauen stellt. Hat nichts mit Sexuelle Belästigung zu tun, sondern mit Geschlechtszugehörigkeit (=Sex).

      • tina sagt:

        aber natürlich werden darum diese fragen nur frauen gestellt, weil nur frauen schwanger werden. so gesehen ist schwangerschaft natürlich auch sexistisch.

      • Marco sagt:

        @ tina: Nein, weil ein Grossteil der Gesellschaft offenbar davon ausgeht, dass die Erziehung und Betreuung der Kinder zwingend durch die Mutter zu erfolgen hat. Diese Ansicht ist durchaus sexistisch, sowohl von den Männern als auch von den Frauen (da bei beiden Geschlechtern offensichtlich die Mehrheit diese Ansicht hat).

  • Ashrio Moto sagt:

    Ich frage mich, wesshalb sie die Namen der Firmen nicht preisgeben. Schliesslich gehören solche Fragen wirklich nicht in ein Bewerbungsgespräch und könnten möglicherweise gemäss dem Gleichberechtigunsartikel strafrechtlich verfolgt werden. Natürlich ist ein Schwangerschaftsurlaub für eine Firma keine angenehme Sache. Gleich verhält es sich jedoch auch mit dem Militärdienst. Wenn aber solch gesellschaftliche relevante Aspekte gegen eine Anstellung sprechen, gehören die Firmen an den Pranger und die Diskussion in die Gesellschaft.

    • Genderbender sagt:

      Widerhandlungen gegen den ‚Gleichberechtigungsartikel‘ werden ’strafrechtlich verfolgt‘? Tatsächlich?

  • Sportpapi sagt:

    Wer sich nicht an die Abmachungen hält und nach dem Mutterschaftsurlaub kündigt muss sich schon gar nicht wundern, wenn dann wenige Zeit später andere Arbeitgeber skeptisch sind.
    Am ärgerlic hsten finde ich die Ratschläge hier, ungen iert zu leu gnen. Ist nicht genau das, die Alltagserfahrung, die zur beschriebenen Situation führt? Wäre es nicht besser, ein klares Konzept vorzustellen, seine Pläne offenzulegen, und vor allem: sich dann auch daran zu halten?

    • tststs sagt:

      Mhmmm, einerseits einverstanden, andererseits: muss ich auf Fragen – die eigentlich gar nicht erlaubt wären – wahrheitsgemäss antworten? Resp. handelt es sich hier um Antworten oder nicht eher um Orakelsprüche? („Mhmmm ja, ein zweites Kind ist geplant, und zwar genau in der KW 27 im Jahr 2015“)

    • tina sagt:

      das war auch mein gedanke. nachdem diese frau ja nach dem mutterschaftsurlaub kündigte, was man ja in den bewerbungssunterlagen sieht, ist doch klar, dass sich die frage stellt: macht die das nun gleich nochmals? und wenn die frage nicht direkt gestellt wird, wird sie gedacht und die bewerbungsunterlagen sang und klanglos auf den stapel mit den nicht in frage kommenden gelegt….
      kündigung nach mutterschaftsurlaub ist nicht verboten, aber fair ist es nicht

    • Jay sagt:

      Wenn ich mich für eine Stelle interessiere, dann will ich auch dort arbeiten und kann das auch mit noch einem weiteren Kind. Deshalb stellt doch diese Frage nach einem weiteren Kind einfach nicht? Denn sonst muss man auch mit einer Lüge leben können.

    • Martin Frey sagt:

      Die Frage nach der Schwangerschaft darf nicht gestellt werden, dies sage ich auch als Arbeitgeber. Sie ist illegitim, daher ist es auch rechtens, darauf eine falsche Antwort zu geben. Als Arbeitgeber muss man wissen, dass das „Risiko“ einer Schwangerschaft bei einer Anstellung im gebärfähigen Alter einfach dazu gehört. Und natürlich gibt es Mitarbeiterinnen die alles, auch sehr grosszügige Mutterschaftsleistungen in extenso zum eigenen Vorteil ausnutzen. Kleine Betriebe haben dann tatsächlich ein Problem. Ein schnelles Zweitkind ist daher auch „karrieretechnisch“ gesehen keine schlechte Wahl.

    • Sportpapi sagt:

      Die Frage nach einem zweiten Kind ist auch eine Chance, die Gelegenheit, darzulegen, wie das organisiert und bewältigt werden soll. Die Alternative ist einfach, dass der Arbeitgeber sich das selber ausmalt. Und das Dossier weglegt.

  • Roger Müller sagt:

    Das klingt alles sehr tragisch, aber mal ehrlich. Möchten Sie als Arbeitgeber Leute einstellen die kaum nach der Einschulung schon wieder schwanger werden und wieder fehlen werden ? Was sagt da das bestehende Team ? Wer koordiniert wieder die Ausfälle ? Wer leistet die Mehrarbeit die durch Abwesenheit entsteht. Heute ist es leider so dass Frau den Fünfer, das Weggli und noch ein Schoggistängeli will. In einer grossen Firma geht das vielleicht, eine kleine Firma kann sich das schlicht nicht leistem, das einzige Mittel….Nur Männer ab 30 einstellen, tragisch aber wahr.

  • gion-duri mengold sagt:

    die frage, wollen Sie noch ein weiteres kind hat NICHTS mit sexismus zu tun, sondern damit, dass der arbeitgeber nicht darauf erpicht ist, in kurzer zeit eine weitere person einzustellen.

  • Marc sagt:

    bin sprachlos – des entspricht so ziemlich dem puren Gegenteil von dem was wir erlebt haben.

    Bleibt nur noch die Frage: warum schützen Sie diese Firmen/Interviewer und nennen nicht deren Namen (zumindest derjenige der Firma)?

  • Niels Dettling sagt:

    Verzeihung, aber Sie haben doch Wirtschaft studiert, also Marktiwrtschaft, bekannt als Eigentumswirtschaft oder Kapitalismus. Warum ist Ihnen nicht klar, dass es in diesem System nicht um den Menschen sondern um das Vermehren von Kapital geht? Es düfte wohl langsam dem hintersten und letzten klar sein, dass eine Singlefrau mit 20 besser verwertet werden kann als eine 40 jährige Frau mit fünf kleinen Kindern. Dies nur so als Info.

    • Ashrio Moto sagt:

      Wenn das ihre Ansicht ist, dann frage ich mich, wesshalb wir ein Sozialsystem haben. Denn schliesslich sind es genau diese Kinder die den kinderlosen das Leben im Alter sichern.

      • Niels Dettling sagt:

        Dies ist nicht meine Ansicht, sondern einfach Realität, Tatsache. Oder warum meinen Sie, finden Menschen, die weniger schlecht verwertet werden können, z.B. Personen über 55 oder Menschen mit psychischen Erkrankungen schlechter eine Arbeitsstelle? Aber was hat das eine, was sie da scheiben, mit dem anderen zu tun? Wir haben ein Sozialsystem, damit dieses System eben aufrecht erhalten werden kann, oder was meinen Sie, wie gut die Wirtschaft funktionieren würde, wenn die Arbeitslosen, Sozialhilfe- oder IV-Bezieher alle plötzlich kein Geld hätten und anfangen würden sich dagegen zu wehren?

  • Georg sagt:

    Dazu kommt noch der Zeitaufwand (Kosten) um den neuen Mitarbeiter/in einzuarbeiten und eventuell zu schulden/weiterzubilden. Wenn sich dieser Aufwand auf möglichst viele Arbeitsjahre verteilt, ist es günstiger. Ich sage nicht, dass ich rein gewinnoptimierendes Verhalten gut finde, aber das ist einfach die ökonomische Realität, wenn sich ein Arbeitgeber rein gewinnoptimierend verhält.

    • Ashrio Moto sagt:

      Langfristig sind Mütter möglicherweise die besseren Arbeiterinnen, da sie durch ihre soziale Eingebundenheit länger im Job bleiben. Ihre Argumentation verliert somit das Kernelement, sprich, Mütter sind längerfristig wohl billiger als Singles.

    • Eve sagt:

      Ich sehe die „ökonomische Realität“ etwas anders: (teilzeitarbeitende) Mütter sind in der Regel die treuesten Mitarbeitenden. Das sehe ich überall. Überdies sind Stellenwechsel nach wenigen Jahren heute ja sowieso gang und gäbe…

  • Stefan Lössl sagt:

    In Anbetracht einiger Kommentare hier und in der Diskussion im Allgemeinen kann ich „den Frauen“ nur einen einzigen Rat geben: Augen auf bei der Partnerwahl.

  • Eve sagt:

    Wer sagt eigentlich, dass man bei einer Bewerbung angeben muss, dass man Kinder hat? Solange man als Frau mit kleinen Kindern auf dem Arbeitsmarkt massiv diskriminiert wird, sollte frau auf diese Angabe einfach konsequent verzichten.

    • Vogt Hans - Ulrich sagt:

      Frau soll ruhig auf die Angabe verzichten. Wie man ja gemäss gewisser Kreise Bewerbungen anonymisieren sollte um den Mgrationshintergrund zu verschleiern Beide werden in der Praxis schnell aus ihren Träumen aufwachen. Wer partout keine Frau mit Kinder, keine Migranten, keine Alten, keine Blonden etc will, wird beim Vorstellungsgespräch die Tatsachen erkennen und dementsprechend handeln. Ihr Vorschlag ist mehr als realitätsfremd.

      • Marco sagt:

        Die Person, die Bewerber einstellt, ist nicht zwingend diejenige, die auch die Bewerbungen selektiert. In einer kleinen Firma mag es möglich sein, in grossen Firmen haben aber nicht alle dieselben rassistischen oder sexistischen Ansichten. Im Übrigen geht es bei anonymisierten Bewerbungen nicht darum, etwas zu „verschleiern“, sondern allen (mindestens zu Beginn) dieselben Chancen zu ermöglichen. Stört Sie das so sehr?

  • Georg sagt:

    Wenn der Arbeitgeber also die Wahl zwischen einem Bewerber/in hat, der voraussichtlich lange Zeit, vielleicht sogar bis zur Pensionierung bleibt und wo die Kosten für die Suche eines Nachfolgers erst in vielen Jahren anfallen und einem anderen Bewerber/in hat, wo er befürchtet, dass schon in wenigen Monaten oder Jahren wieder die Kosten für die Suche eines Nachfolgers anfallen, wird ein rein gewinnorientierter Arbeitgeber, den Bewerber/in nehmen wo diese Kosten möglichst lange nicht mehr anfallen. Deshalb stellen Arbeitgeber auch nicht gerne ältere Arbeitnehmer ein.

  • jack sagt:

    Ein bisschen schwach mit ca.35Alt 15 Jahre Berufserfahrung.Einfach immer einbischen mit Geschwommenen Nie angeeckt.Schönes Frauliches Au sehen=Bonus.Und wen ich das Sehe mit 15 Jahren Berufserfahrung Kein Bekannten Kreis da ist etwas nicht im Lot.Auch als Frau solte man Seilschaften aufbauen kenen und haben.Trotz dem viel Glück.

    • pipa sagt:

      Lieber Jack, einmal abgesehen von Ihren abstrusen Behauptungen, die ich besser nicht weiter kommentiere – was hat das mit dem Thema Sexismus im Artikel zu tun?

      • jack sagt:

        Libe.Pipa;Eigentlich Alls.Diese Person wie ich es oben schon Beschrieben habe hat kein Leistungs-ausweise.Weil wen der Vorhanden ist macht man mit seinen Beziehungen und Bekannten ein Telefon und schon sind 2-3-4 Türen offen.Und ich Denke hier war es auch so sonst wäre Sie nicht bei 20 min.Angekommen.(Schönheits-Bonus=Sex Appell Ausspielen)und sie Schreibt ja Selber mit den Männern wo sie Studiert und Gearbeitet hat,nie Probleme eher zuvorkommend.

  • Georg sagt:

    Da die Autorin Wirtschaft studiert hat, sollte sie sich bewusst sein, dass die Suche nach einem neuen Mitarbeiter beim Arbeitgeber einen Zeitaufwand verursacht und damit Geld kostet (bezahlte Arbeitszeit von Mitarbeitern, eventuell noch Honorar für eine externe Personalberatung, Kosten für Inserate, etc.). Ein rein auf Gewinnoptimierung bedachter Arbeitgeber (homo oeconomicus) wird Fragen stellen um abzuklären, wie hoch das Risiko ist, dass die Bewerberin bereits nach einiger Zeit wieder kündigen wird (weil es mit der Kinderbetreuung nicht funktioniert oder sie ein schlechtes Gewissen packt).

  • Thomas sagt:

    Vielleicht war der Hauptgrund für die schwierige Stellensuche einfach der, dass Frau Vollenweider nach ihren vier Monaten Mutterschaftsurlaub gekündigt hat:

    „Niemals hätte ich gedacht, dass ich nach vier Monaten zu Hause unmöglich wieder hätte arbeiten gehen können. [..] Ich kündigte deshalb bei meinem damaligen Arbeitgeber und bereue diesen Schritt bis heute nicht.“

    Als Arbeitgeber würde ich mir sehr genau überlegen, jemanden einzustellen, der bei seiner Rückkehr gleich kündigt und wohl gar nicht mehr richtig zur Arbeit erschienen ist…

  • Ferdinand sagt:

    Sexismus? Eine Personalchefin fragte mich einmal nach meinen Hobbies. Die ist aber sehr neugierig, dachte ich. Ich bin doch an einem Personaleinstellung-Gespräch, und nicht bei der Beichte. Ich lese gerne, sagte ich dann.

  • diva sagt:

    ein haushalt wirklich zu führen und den kindern wirklich eine gute mutter zu sein, ist ein job, der einem mehr grips abverlangt, als irgendwo in einem büro zu hocken und irgend etwas sinnloses zu tun. es ist falscheverstandene emanzipation, das leben eines mannes führen zu wollen und die kinder jemand anderem zu überlassen. die schäden in der seele der menschen, die auf die art als kinder abgeschoben wurden, sind mit NICHTS zu reparieren. das kinder lachen oder nicht weinen, wenn sie in der krippe «abgestellt» werden, heisst nicht das sie glücklich sind. und das nur um einer «karriere» willen…

    • diva sagt:

      ps: ich war alleinerziehend. zwar dank meiner beruflichen selbständigkeit so privilegiert, dass ich eine eigene kinderfrau hatte und trotzdem trauere ich heute um jeden moment, wo ich für meine tochter nicht da sein konnte. wo ich ihr sagen musste, dass ich jetzt nicht mit ihr spielen kann, weil ich zu einem kunden muss oder ein telefonat mit ihr abklemmen musste… ich habe wirklich kein verständnis für frauen, die nicht arbeiten gehen müssen und es dennoch wollen. es gibt nichts da draussen in der jobwelt, was sinn macht – ausser vielleicht ärztin oder ein helfender beruf…

      • Ylene sagt:

        Das ist Ihre persönliche Meinung. Andere Leute glauben an UFOs oder den Böllimaa.

      • Reto B. sagt:

        Und ich habe null Verständnis für sie und ihre Aussagen. Tja, das dürfen wir beide – jeder darf denken was er/sie will. Ich werde einen Teufel tun und für 60% des Lohnes meiner Frau arbeiten gehen, während sie zuhause einen Musterhaushalt führt, da ständig unterfordert…

  • Harry Nütteler sagt:

    Ein sehr gutes Beispiel für die heutige Gesellschaft. Ich, ich, ich. Forderungen gegenüber Arbeitgebern bis zum Gehtnichtmehr. Als Firma möchte ich einen gut funktionierenden Personalapparat haben, wo Mitarbeiter und deren Know-how in der Firma präsent sind. Diese Fragen sind berechtigt, schliesslich sind es genau solche Personen, welche permanent Forderungen stellen diejenigen, welche das Klima in Abteilungen verschlechtern, weil alle auf sie Rücksicht nehmen müssen.

  • Hans sagt:

    Das ist nicht Sexismus. Das sind notwendige und angebrachte Fragen, in einer Zeit wo viele egoistische Paare weder auf Kinder noch auf Karriere für beide Partner verzichten wollen.

    • pipistrella sagt:

      Dann erwarte ich die gleichen Fragen bei Anstellungen von Vätern!

      • Martin sagt:

        @Pipistrelle
        An Männer werden natürlich nie kritische und unzulässige Fragen gestellt. Im HR sind übrigens überwiegend nur Frauen und die wollen sich allfällige Konkurrentinnen vom Leibe halten. Deshalb stellen die auch bevorzugt Männer an.
        Ein dreizeiliges Mail reicht für einen Mann und er hat die Stelle, selbstverständlich mit 500 Franken mehr in Monat als eine besser qualifizierte Frau. Im stehen bislen können wir auch, Das Leben als Mann ist einfach schön.

      • pipistrella sagt:

        @Martin: uns Frauen werden bei Vorstellungsgesprächen die gleichen doofen Fragen gestellt wie den Männern und zusätzlich wird uns, wenn wir Kinder haben, noch unterstellt, dass wir zur Hälfte der Zeit fehlen, weil das Kind krank ist oder was auch immer.
        Mir geht es mehr drum, dass endlich auch in der Wirtschaft ein Umdenken stattfinden sollte, dass nicht mehr die Mutter die Alleinversorgerin und Alleinunterhalterin für Kinder ist, dass es unterdessen auch in der Schweiz neuere Betreuungsmodelle gibt, in der der Mann mittut. Wie ihr bislet, ist mir ziemlich egal…

      • Sportpapi sagt:

        @Martin 🙂
        Natürlich müssen auch die Männer persönliche Fragen beantworten zu ihren weiteren Plänen im Leben.

      • Malena Garcia sagt:

        Wenn Männer gleich viel Vaterschaftsurlaub haben wie Frauen und gleich häufig den Job kündigen weil sie zu sehr an ihrem Baby hängen – also potentiell für den Arbeitgeber ausfallen wegen eines Kindes – werden sie garantiert auch die gleichen Fragen erhalten im Jobinterview.

    • nando widmer sagt:

      Heute ist jeder unorthodoxe gleich ein egoist. Paare, die keine Kinder wollen, sind egoisten. Paare, die Kinder haben und arbeiten wollen, sind egoisten. Paare, die sich vollumfänglich selber um ihren Nachwuchs und ihre Partnerschaft rücksichtsvoll pflegen und darum ihren Freundeskreis vernachlässigen, sind egoisten. Männer, die ihr Arbeitspensum nicht reduzieren für ihre Familie sind egoisten. Frauen, die sich darüber ärgern sind egoisten. Mir scheint, als würden die meisten Egoismus verwechseln mit der Entdeckung der Würde und der Willensfreiheitdes Menschen durch Pico Della Mirandola.

  • Stefan sagt:

    Frau Vollenweider hätte an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren können. Hat es nach vier Monaten MUrlaub aber vorgezogen, zu kündigen um vier weitere Monate beim Kind zu bleiben. Das stellt ihr kein gutes Zeugnis aus. Der nächste Arbeitgeber kann/muss davon ausgehen, dass wenn sie erneut schwanger wird und der Arbeitgeber ihr die Stelle bis nach dem MUrlaub frei hält, sie wieder die Stelle verlassen wird. Der Arbeitgeber hat dann einfach eine Stelle für nichts frei gehalten, die anderen Mitarbeiter mehr belastet und als Dank darf er jetzt trotzdem die Stelle neu besetzen.

  • Hans Schnyder sagt:

    Solche Fragen werden erst aufhören, wenn wir Männer in genau dem selben Maße an der Erziehung unserer Kinder teilhaben, wie unsere Frauen.
    Dann macht es keinen Unterschied mehr, ob man einen Mann oder eine Frau einstellt. Wenn das Kind kommt, arbeiten beide nur noch Teilzeit. Wenn wir für wirkliche Gleichberechtigung sorgen wollen, müssen wir Männer anfangen für unsere Vaterzeit zu kämpfen. Denn nur so ermöglichen wir es unseren Frauen Berufstätigkeit und Familie in Einklang zu bringen.

    • Widerspenstige sagt:

      Wundervoller Kommentar zum haarsträubenden Artikel anfangs 21. Jh., dankeschön Hans! Sie haben gecheckt, um was es eigentlich im Grundgedanken geht.

      Solange Arbeitgeber nur in Gewinnmaximierung denken können und nicht zur Erkenntnis gelangen, dass der eigene Betrieb nur mit empathiefähigen u motivierten MitarbeiterInnen läuft und sich um die Kunden kümmern, ist wohl einiges noch im Argen. Je enger der Horizont diesbezüglich, desto unflexibler und morscher das Arbeitsklima.

      Wieso kriegen das skandinavische Länder auf die Reihe u haben bis zu zwei Jahren Elternzeit vor ca. 30 J. eingeführt?

      • Reto B. sagt:

        Ach, WS. Gewinnmaximierung macht doch jeder. Ich erwarte aus der Ecke Arbeitgeber kein Entgegenkommen in dieser Hinsicht. Ich habe aber auch keine Skrupel geradeaus zu lügen, wenn verbotene Fragen gestellt werden. Die moderne Gesellschaft wird die Wirtschaft schon erziehen – mit der normativen Kraft des Faktischen.

  • Cornelia sagt:

    In diesem Artikel sehe ich auch keinen Sexismus. Mann und Frau werden trotz Gleichstellung nie gleich sein. Zudem ist das Leben in allen Lagen nicht gerecht. Oft ist uns keine Wahl gegönnt. Auch Männer können nie so frei und vor allem vielfältig über ihren Alltag bestimmen, wie das eine „Hausfrau“ darf.
    Wir können immer nur entscheiden, was uns wichtig ist. Was sind meine Prioritäten?
    Ich bin dankbar, dass wir eine billige Wohnung hatten und ich so unsere Kinder geniesse durfte. Ich bin glücklich, eine Frau zu sein, und dann erst noch in der Schweiz. uns ist nicht klar, wie gut es uns geht.

  • Marcel Claudio sagt:

    Wenn sich bei mir eine Journalistin mit einem Blog namens „Mutterfutter“ vorstellen würde, dann würde ich auch komische Fragen stellen…vielleicht sollte sich die Autorin zuerst mal selber hinterfragen, bevor sie die Welt hinterfrägt und die Sexismuskeule schwingt.

  • Max sagt:

    Frau Vollenweider, haben Sie noch nie daran gedacht, es könnte gar nicht um Sexismus, sondern ganz einfach ums Geld gehen? Hatten Sie nie das Gefühl, Ihre Kolleginnen, die in der Privatwirtschaft weiss Gott schon weniger verdienen als Männer, hätten vielleicht keine grosse Freude, wenn Sie auch noch den Lohn für den Mutterschaftsurlaub bei ihrem zweiten Kind erarbeiten müssen? Haben die nicht, glauben Sie’s, so weit geht selbst Frauensolidarität nicht, ich weiss wovon ich schreibe.

  • Stefan W. sagt:

    Ist das wirklich Sexismus? Ich habe drei Angestellte, und wenn eine schwanger ist, ist das organisatorisch und finanziell eine Belastung. Nicht nur wegen der planbaren Ausfälle, sondern fast mehr noch wegen der unplanbaren: Schwangerschaftsbeschwerden, später dann krankes Kind, das nicht in die Krippe kann, kranke, weil unter Schlafentzug leidende Mutter usw. Wir haben selber Kinder, ich habe darum volles Verständnis dafür, dass man nur eingeschränkt arbeitsfähig ist. Aber ist es wirklich Sexismus, wenn ich diese eingeschränkte Arbeitsfähigkeit als Negativfaktor bei einer Anstellung bewerte?

    • Sportpapi sagt:

      Ist es. Nur sehe ich auch keine Alternative dazu.

      • Reto B. sagt:

        Nun, ich kann nur jeder Frau und jedem Mann raten, sich für solche Fragen Antworten paratlegen. Wollen sie (weitere) Kinder? „Ist nicht geplant.“ Undsoweiter. Wer stockt oder sich über die Frage nervt (nicht generell, sondern offensichtlich vor dem potentiellen Arbeitgeber), verliert. Klar ist es für den Arbeitgeber schwierig, wenn Frau schwanger wird. Klar haben Eltern Ausfälle, die haben aber auch Kranke, heute ist bei uns in der Bude der plötzliche Tod eines Mitarbeitenden bekanntgegeben worden (62j, Herzinfarkt). Da kann ich keine Rücksicht nehmen.

      • Sportpapi sagt:

        Klar, Reto. Und nach mir die Sintflut. Ich bin ja im Recht…

      • Reto B. sagt:

        Nö, das nicht. Ich bin keinesfalls der Typ, der einen Arbeitgeber ausnehmen will. Ich weiss, wo das Geld herkommt und ich leiste auch meinen Teil für meinen Lohn. Bloss muss auch die werdende Mama oder die Eltern, die gern ein Kind hätten, irgendwo arbeiten.

    • Georg sagt:

      Nein. Das ist einfach nur das rationale Verhalten eines Unternehmers. Wenn man die eventuellen zusätzlichen Ausfällen liegen bleibende Arbeit durch ausreichend andere Mitarbeitern erledigen lassen kann oder sich die zusätzlichen Kosten leisten kann ist es OK. Wenn die Finanzen aber knapp sind und die Fristeinhaltung den Kunden wichtig ist, könnten Absenzen von Müttern ein Riesenproblem für ein Unternehmen sein.

      • nando widmer sagt:

        Es ist Sexistisch. Sexismus bedeutet, dass man Menschen aufgrund ihres Geschlechts nicht gleichbehandelt. Wenn eine Frau in ein Bewerbungsgespräch geht mit den besseren Qualifikationen als ihr nachfolgender männlicher Bewerber, und die Frau wird verbotenerweise gefragt, ob sie Kinder kriegen möchte und sie sagt JA und sie muss die Stelle deswegen dem männlichen Bewerber überlassen, dann ist hier eine Entscheidung aufgrund der Tatsache getroffen worden, dass sie eine Frau und zukünftige Mutter ist. Sie wird ganz klar wegen ihrem gebärfreudigen Uterus benachteiligt, den Männer nicht haben.

      • Stefan W. sagt:

        @Widmer: Ich frage mich, ganz ernsthaft, ob Sie wirklich ohne jegliche schlechten Gefühle 30% mehr arbeiten würden, und 10% weniger Gehalt bekommen, weil Ihre Mitarbeiterin erst häufig wegen Schwangerschaftsbeschwerden ausfällt und dann noch häufiger wegen fieberhafter Infekte des Kleinkindes.
        Der Arbeitgeber soll das ohne Murren machen, damit er nicht sexistisch ist. Das sagt sich so einfach. Wer tatsächlich so heldenhaft uneigennützig ist, dem Kind der Angestellten zuliebe die eigene Freizeit zu opfern, und das nicht einmal, sondern ein, zwei Jahre lang immer wieder, der darf mitreden.

  • Jay sagt:

    Habe genau das Selbe erlebt. Habe fast ein Jahr gebraucht um eine Stelle zu finden. Es ist unglaublich, wie schwer es einem in der Schweiz gemacht wird, wenn man Kinder hat.

  • Auguste sagt:

    hmm…, frau sollte gewöhnliche inkompetenz, ueberheblichkeit oder weitverbreitete schlechte erziehung nicht vorschnell in die sexismusecke stellen. wähler und personalabteilungen sind doch die hauptverantwortlichen für all die zu weit beförderten, die dann hart daran arbeiten, unser aller leben und medien mit absurditäten zu füllen.

    youtube: dwight yoakam – sorry you asked

  • Mats Kummer sagt:

    In Inden werden Frauen Opfer von Gruppenvergewaltigungen… In der Ukraine kämpft man um Menschenrechte… Und in der Schweiz ist man brüskiert, wenn ein Arbeitgeber wissen will, ob man noch ein Kind plant… Lächerlich!! Ein Arbeitgeber muss ja auch etwas planen können! Die Feministinnen wollen alles: Ein bisschen Arbeiten, dabei viel verdienen und natürlich Kinder gross ziehen oder nein…. soll doch besser die Oma machen… und nochmals nein… wenn mein Kind das mal von mir fordert lieber nicht, denn ich möchte mich dann selbst verwirklichen!

    • nando widmer sagt:

      Es spricht nichts dagegen, dass SIE statt ihre Frau zu Hause bleiben, um die Kinder gross zu ziehen. Die Frau hat ihren Part mit der Schwangerschaft und der Geburt getan. Vielleicht noch ein paar Wochen oder Monate Stillen, aber spätestens dann darf auch der Mann zu Hause bleiben, die Kinder hüten, mit ihnen auf die Spielplätze gehen, Wäsche waschen, 5 mal am Tag putzen und staubsaugen, einkaufen mit den Kindern, sich im ÖV anfeinden lassen, weil man mit dem Kinderwagen ein Hinderniss darstellt etc. Vergessen Sie nicht, dass Frauen auch nach der Schwangerschaft noch Menschen sind.

    • Zoe Lang sagt:

      Ausserdem ist es ja eine Verschachtelung von Problemen/Schwierigkeiten. Ich als Frau würde genau so fragen, ob dies noch geplant ist, gerade jetzt wo in vielen Firmen so gespart wird und man sonst schon am Limit läuft. Mir ist auch klar, dass ich wenn ich Kinder bekommen auf gleiche Fragen stossen werde.

  • Martin H. sagt:

    Selten so einen „Seich“ gelesen. Was soll das mit Sexismus zu tun haben? Es ist klar, dass eine Firma nicht aus Mitleid ein Mami anstellt, das die Kinderbetreuung nicht organisiert hat und dann laufend fehlt. Die Firma hat die richtigen und notwendigen Fragen gestellt. Es gibt genug dumme Frauen, die sich nicht organisieren können…

    • pipistrella sagt:

      und warum genau muss das Mami alleine die Kinderbetreuung sicherstellen? Ich habe gelernt, dass es immer 2 Leute braucht, um ein Kind zu zeugen. Dann wäre es um so schöner, wenn auch beide sich für die Betreuung verantwortlich fühlen.

      • Patrick Meyer sagt:

        Oh ja, pipistrella, immer die armen Frauen und die bösen Männer. Vielleicht würdet ihr Frauen vorher etwas mehr überlegen, mit wem ihr in die Kiste hüpft und von wem ihr euch schwängern lässt, dann wäre der Frust im Nachhinein auch kleiner. Das wäre auch Verantwortung, wenn man vorher überlegt, ob sich die/der Partner auch eignet für eine Familiengründung, und nicht einfach kopf- und verhütungslos drauflos vögelt. Sorry, aber das musste mal in dieser Deutlichkeit gesagt werden.

      • Martin sagt:

        Das Problem betrifft dann auch den Mann z.B.wenn ein Kind wird krank. Dann darf es nicht mehr in die Krippe und die Eltern müssen es betreuen. Meine Frau und ich mussten beide einige Tage bei der Arbeit fehlen weil die Kinder krank waren. Bei Singles oder Alleinverdiener besteht das Problem nicht. Ob Frau oder Mann Eltern haben hier einfach einen Nachteil bei der Stellensuche.

      • jack sagt:

        Weil das Kind in Vielen Fällen nicht von dem angegebenen Vater ist.

      • pipistrella sagt:

        wow Herr Meyer, jetzt haben sie es mir aber gegeben.
        Vielleicht haben Sie hier gelesen, es geht hier nicht um Schwängern lassen, sondern um Familienbetreuung und die betrifft den Mann und die Frau. Nur hat das die Wirtschaft offensichtlich noch nicht begriffen. Ich habe zumindest noch von keinem Vater gehört, dass er beim Vorstellungsgespräch gefragt wurde, ob seine Kinder einen Kinderkrippenplatz haben und was er zu tun gedenke, wenn die Kinder krank sind.

      • Sportpapi sagt:

        Man orientiert sich halt an der nach wie vor üblichen Realität. Wenn die Frau antwortet, bei Ihnen sei der Mann zu Hause und sie die Versorgerin, hat sich das Thema ja schon erledigt. Nur ist das halt meistens nicht so.

      • Martin H. sagt:

        @Pipistrella. Wir reden hier von einem Vorstellungsgespräch, dabei sind 2 Dinge im vornherein klar: Die Firma wird sich der Kinderbetreuung nicht annehmen und der Partner ist auch nicht beim Vorstellungsgespräch dabei. Das Mami hatte im Gegensatz zum Papi auch ein paar Monate Zeit (Mutterschaftsurlaub) um die Kinderbetreuung zu organisieren. In anderen Ländern gibt es nach der Geburt einen Urlaub für EINEN Elternteil (oder muss ich im Gender Speak jetzt „Elter“ sagen?), das kann dann auch der Papi sein. Wäre in gewissen Fällen wohl besser.

    • Stefan Lössl sagt:

      Stimmt Herr Martin H., selten so einen Seich wie ihren gelesen, Anonymität ist doch etwas tolles. Eins ist sicher, es gibt genug dumme Männer wie Sie, die laut schreiend und sich auf die Brust klopfend durch die Gegend laufen und sich für die Krönung der Schöpfung halten. Manchmal schäme ich mich richtig ein Mann zu sein.

      • nando widmer sagt:

        hey Patrick Meyer, vielleicht sollten die meisten Männer erst gut überlegen, wen sie schwängern wollen, dann wäre der Frust und das gejammere gegen die Frauen im Nachhinein nicht so gross bei einer Scheidung, wenn man Haus, Hund und den Kontakt zu den Kindern verliert und nur noch über die Abbuchung auf dem Lohnkonto mitbekommt, wie sie gross werden.
        Natürlich ist es Sexistisch, wenn eine Frau bei einem Bewerbungsgespräch nach der Schwangerschaft gefragt wird und die Antwort in den Entscheidungsprozess miteinfliesst. Deshalb ist diese Frage auch verboten. Männern hören solche Fragen nicht.

      • Irene feldmann sagt:

        Thank you!

      • Martin H. sagt:

        @Lössl. Offensichtlich sehen Sie Arbeitgeber als eine Art privates Sozialamt an, oder als so eine Art „Über-Mami“, dass alle Problemchen seiner Mitarbeiter verstehen muss und sich notfalls auch an die Kinderbetreuung übernimmt. Offensichtlich haben Sie noch nie jemanden eingestellt oder Personal geführt, ich würde auch nicht ausschliessen, dass Sie (noch) keiner geregelten Arbeit nachgehen. Willkommen in der Realität, laut schreiend.

      • Sportpapi sagt:

        @Nando Widmer: Vielleicht ist das Problem ja, dass die Frage verboten ist? Als ob dies das Grundlproblem, das dahinter steckt, lösen würde.

      • nando widmer sagt:

        Nein Sportpapi, wenn man diese Frage erlaubt, wird es noch schwieriger für junge Mütter, denn es lässt sich nun einmal nichts an der Tatsache ändern, dass Frauen einen Uterus haben. Und nur darum geht es.

      • marie sagt:

        was ist denn das grundproblem? dass arbeitnehmer für längere zeit ausfallen könnten? fragen sie hobbybergsteiger denn auch, was sie unternehmen, um einen schweren unfall zu vermeiden? …dies nur als überspitztes beispiel, denn jede bergtour birgt auch seine gefahren.

      • Sportpapi sagt:

        @Nando: Sie können also wählen: Junge Frauen werden nicht eingestellt, weil man sie nach wesentlichen Aspekten nicht fragen darf, und deshalb (für den Betrieb!) vom schlimmsten ausgehen muss. Oder junge Frauen haben eine gute Chance, eingestellt zu werden, weil sie auf eine unerlaubte Frage klar und verständlich erklären können, dass da gar kein oder nur ein kleines Problem besteht.

  • Marco Bless sagt:

    „Gehts noch? Der Vater geht meist bereits einen Tag nach der Geburt wieder arbeiten. Weil er muss. Was ich übrigens furchtbar finde“

    An dieser Stelle habe ich das Lesen dieses Geschreibsels beendet. Altbackenen Feminismus-Scheiss brauche ich mir ja nicht anzutun. Nicht jeder Schaden ist heilbar. Und Frauen, die den elementarsten Unterschied zwischen den Geschlechtern trotz Mutterschaft noch nicht begriffen haben, ist nicht mehr zu helfen.

    • Patrick sagt:

      Die Meinungen darüber, wem nicht zu helfen ist, mögen auseinander gehen.
      Klar ist das so, was die Dame beschreibt. Ich habe an Vorstellungsgesprächen auch schon Fragen gestellt, die man nicht stellen sollte. In einem kleinen Team ist es halt dennoch irgendwie von Bedeutung. Nun ja, mir war wenigstens bewusst, dass dies eigentlich kritisch ist.

    • diva sagt:

      obwohl frau (ehemals alleinerziehend), bin ich ganz ihrer meinung! arbeitsplätze sind kein spielplatz für das pflegen des egos und der vermeintlichen selbstverwirklichung auf kosten der kinder, die sich nicht wehren können, wenn sie in die krippe abgeschoben werden.
      warum diese frauen überhaupt kinder bekommen, ist mir wirklich ein rätsel, wenn sie doch zu faul sind, sie selber gross zu ziehen. familenfrau sein verlang nämlich etwas mehr grips und selbständigkeit im handeln und denken, als irgenwo karrierefrau zu spielen!
      kinder in die krippe abschieben ist das letzte!

      • Naseweis sagt:

        dem kann und darf ich mich lückenlos anschliessen.
        Auch Alleinerziehend zu einer Zeit als es noch fast keine Krippen gab, frau alles vollständig selber organisieren musste, inkl. der Finanzierung, Arbeitgeber die „Alleinerziehend“ noch für eine Krankheit hielten – da war es eine extreme Herausforderung alles (Kind(Arbeit/Haushalt und ein bisschen eigenes Leben) unter einen sehr engen, kleinen Hut zu bringen!

    • Dani sagt:

      Nein, Herr Bless, Ihren Schaden kann man offenbar wirklich nicht mehr heilen. Und ja, leider haben Sie wirklich gar nichts begriffen. Tragisch ist ja, dass sich so viele Menschen die Ansichten und Meinungen von Fossilen wie Ihnen, die sich nicht mal mehr die Zeit zum Lesen, geschweige denn zum Nachdenken nehmen, antun müssen.
      Ich hatte beim ersten Kind einen Tag Vaterschaftsurlaub. Der Kleine kam morgens um vier, ich konnte also einigermassen ausschlafen und durfte dann wieder antreten. Was ist daran zeitgemäss? Angemessen? Und darf man nicht schreiben, dass man das daneben findet?

      • jürg. sagt:

        Nun es ist nicht verboten auch mal einen Tag Ferien zu nehmen

      • Ylene sagt:

        Herr Bless, dann braucht es Männer also nur um mal abzuspritzen und dann Kohle heimzuschleppen für die nächsten 20-25 Jahre? Finde ich sehr traurig und männerfeindlich, diese Einstellung.

      • jürg. sagt:

        @Ylene
        Dies wird ja dann spätestens bei der Scheidung so von den Gerichten festgelegt, egal was vorher war. Keine Chance für 50:50

      • Dani sagt:

        Natürlich nicht, Jürg, bei den zwei nächsten hab ich das dann halt so gelöst. Aber da ist ja schon ein Unterschied, nicht? Es zeugt wunderbar von dem völlig vermurksten Rollenbild, das überall noch präsent ist. (Ich könnte ja theoretisch auch ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub nehmen, dann wäre die schöne kleine Familie gleich ruiniert.)
        Aber die Diskussion wird leider von Hohlköpfen geprägt – können Sie unten bei Altheer gleich überprüfen. Drum verlasse ich sie jetzt auch. Hier wirds schlicht zu dumpf.

      • Stefan Schmid sagt:

        Diese enorme Anspruchshaltung gegenüber Arbeitgebern, Ehemännern und der ganzen Gesellschaft erschreckt mich. Meinen diese Prinzessinen wirklich, alles drehe sich um sie?

      • Ylene sagt:

        @ jürg. Sie haben insofern recht, dass viele Richter und Richterinnen sehr sexistisch und konservativ sind und automatisch von ‚Papa zahlt, Mama kümmert sich um die Kleinen‘ ausgehen. Sie steigern Ihre Chancen bei der Scheidung jedoch nicht, wenn Sie sich vorher nicht um die Kinder kümmern. Zudem haben Sie ja immerhin eine 50%-Chance, dass Ihre Ehe nicht geschieden wird. 🙂

      • Reto B. sagt:

        @Ylene Ich finde es lustig, dass diese Denke beim Gericht angeprangert wird und beim Einstellen und im Forum selber gepflegt.

      • Marco sagt:

        @ Stefan Schmid: Es dreht sich alles um diese Prinzessinnen und deren männlichen Pendants, auch bekannt als Gesellschaft. Deren Interessen sind sicher höher zu gewichten als die von reichen Firmenbesitzern (in Ihrem Jargon wohl „Könige“), soviel Geld wie möglich anzuhäufen und zu horten.

    • Mark Altheer sagt:

      @BLESS: Sie haben total recht. Ich sehe das auch wie Sie. Ich kann das Gejammere dieser Karriere-Geilen-Möchtgern-Berufsfrauen nicht mehr hören. Wenn man Kinder hat ist man mind. bis ins KiGa-Alter gebunden. Und das ist gut so. Das liegt in der Natur der Sache. Man weiss aus der Forschung dass Kleinkinder die Mutter extrem brauchen. Wenn sogenannte „liberal-fortschrittlich“ denkende Leute glauben, Sie können jegliche Werte und Gesetze ausser Kraft setzen dann haben sie sich geschnitten. Man kann nicht alles haben. Es ist auch keine Schande nach dem Studium als normaler „Büetzer“ zu arbeiten.

      • 13 sagt:

        Herr Altheer
        Zeigen Sie mir eine einzige seriöse Forschung, die besagt, dass es Kindern schadet mehrere Beziehungspersonen und haben und dass diese die Mutter sein muss. Im Gegenteil, es wurde in letzter Zeit etliche veröffentlicht, die aufzeigen, welchen Einfluss der abwesende Vater auf Kinder insb. Söhne hat.

      • nando widmer sagt:

        Herr Bless und Herr Altheer, was sie von sich geben sind nichts als Ammenmärchen. Es spricht nichts dagegen, dass Männer statt Frauen den Job aufgeben und zu Hause bleiben, um die Kinder gross zu ziehen. Es ist irrsinnig zu glauben, dass das Kind besser gedeiht, wenn es von der Mutter gross gezogen wird. Einige meiner Freunde haben ihr Arbeitspensum stark reduzier von Anfang an als sie Vater wurden. Einer hat den Job sogar ganz aufgegeben und hat sich jahrelang nur seinen Kindern gewidmet. Hat wunderbar geklappt. Nur die Frau kann schwanger werden und gebären, aber erziehen können auch Männer.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich bin ganz Ihrer Meinung. Kinder können mehrere Bezugspersonen haben, darunter hauptsächlich vor allem Vater und Mutter. Und die Hauptperson kann ohne Probleme auch der Vater sein.

      • Ylene sagt:

        Herr Altheer, in dem Fall erschiessen wir doch am besten Adoptiv- und Waisenkinder gleich, wenn aus denen ja eh nie was werden kann, wenn sich nicht die gottähnliche Mutter darum kümmert. /sarkasmusoff Kinder brauchen eine liebevolle Betreuung, die ihnen auch Grenzen aufzeigt. Das muss aber nun wirklich nicht die leibliche Mutter sein. Dass leibliche Mütter nicht die besseren Menschen sind, zeigt ein Blick in die Zeitung, bspw. Zwillingsmord von Horgen oder der aktuelle Fall des Babys mit dem Wasserkopf.

      • Mark Altheer sagt:

        an meine kritiker: ich weiss nicht, ob ihnen der name steve biddulph ein begriff ist. sie können gerne mal folgenden beitrag lesen. dieser mann ist eine anerkannte grösse in der welt der familien-/kinderforschung. wenn sie gewillt sind sich mit den fakten auseinanderzusetzen, dann lesen sie folgenden vortrag. die bedeutung der „mutter-/kleinkind bindung“ ist gerade zu dramatisch wichtig für die entwicklung eines kindes. ich lasse mich gerne auf eine diskussion ein wenn sie das gelesen haben.
        http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2007/07/biddulph-deutsch.pdf

      • nando widmer sagt:

        Ach Herr Altheer, es gibt viele „gescheite“ Menschen, die „gescheites“ schreiben oder schreiben könnten. Versehen Sie? Geschriebene Worte, mehr nicht. Ein Freund von mir hat seinen Beruf aufgegeben, um seine drei Töchter gross zu ziehen, während seine Frau arbeiten geht. Die drei Mädchen sind jetzt alle im Schulalter und das sind die süssesten und herzlichsten Mädchen weit und breit. Es zweifelt niemand daran, dass diese Mädchen einen Schaden davon getragen haben, dass nicht die Mutter sondern der Vater ihre erste Bezugsperson war. Ja ausser vielleicht Sie und der gescheite Mr. Bidledepp

      • nando widmer sagt:

        natürlich meine ich, dass sie keinen Schaden davon getragen haben.

      • nando widmer sagt:

        Sie schmeissen uns einen Vortrag von irgend einem Dildup hin und denken, damit ist alles gesagt. Hier geht es nicht um die Qualität von Eigen- oder Fremdbetreuung der Kinder, sie befinden sich auf dem falschen Parkett. Hier geht es darum, ob die Frau einen würdevollen und freiwilligen Wiedereinstieg ins Berufsleben verdient oder nicht. Nur darum. Die Betreuung des Kindes kann auch ohne Kinderkrippe und ohne mütterliche Betreuung hochqualitativ gewährleistet werden, nämlich wenn zwischen Mann und Frau Chancengleichheit herrscht in Beruf und Kinderbetreuung und mehr Akzeptanz des Mannes. Got it?

      • nando widmer sagt:

        Meine Güte Altheer, sie spielen sich selber ins Abseits. Der schöne Vortrag sagt nämlich an keiner einzigen Stelle, dass die Mutter-Kleinkindbindung wichtiger und besser ist, als die Vater-Kleinkindbindung. Der Vortrag sagt nicht, dass das Kind am besten gedeiht, wenn es ausschliesslich von der Mutter gross gezogen wird. Der Vortrag sagt nur, dass die Gruppenbetreuung problematisch ist. Das ist nicht ganz das selbe. Herr Dildup plädiert am Ende sogar für mehr Ressourcen für junge Eltern, die ihre Kinder selber erziehen wollen und damit meint er sowohl Frau als auch MANN. got it?

      • A. Müller sagt:

        Mag sein, liebe Herren Bless und Altheer. Aus diesem Grund werde ich wohl auf Kinder verzichten. Man kann ja nicht alles haben, gell? Aber wenn Frau auf Kinder verzichtet, weil sie einen Beruf gelernt hat und gerne arbeitet, dann wird sie als Egoistin abgestempelt.

  • loulou55 sagt:

    Was fuer ein Glueck, dass ich (m) schon 58 bin, da werden einem naemlich gar keine Fragen mehr gestellt. Und die Zeit fuer Bewerbungen oder Stellensuche kann man sich eigentlich ohnehin schenken. Wasted time….

  • Christian Bolliger sagt:

    Heute Morgen erreichte mich per Facebook die Meldung, dass eine malaysische Bekannte ihr siebtes Kind zur Welt gebracht hat. Die glückliche Mutter ist eine international erfolgreiche Wissenschaftlerin und Professorin für Life Sciences.

    Weshalb nehmen schweizerische Personalchefs an, dass in unserem ‚modernen‘ Land nicht möglich ist, was in einem muslimisch geprägten Land in Ostasien offensichtlich geht?

    • Hans Meiser sagt:

      Hat diese Professorin auch Mutterschaftsurlaub? Wohl kaum. Die Grossmutter wird auf die Kinder schauen. Der Grund is völlig klar, Wenn ein Arbeiter mehrere Monate fehlt, dann muss man einen temporären Ersatz finden. Alleine das kostet schon viel und dann muss er eingearbeitet werden und so weiter. Kostet und ist für den Chef, der meist sowieso überlastet ist, mühsam. Das ist alles nur logisch. Und wenn es genügend andere Bewerber gibt, bei denen diese Bedenken nicht bestehen, wählt man diesen. Verstehe die Empörung nicht.

    • Martin sagt:

      Weil man sich als Professorin sich das auch hier leisten kann. Als Professor oder Lehrer ist es auch in der Schweiz absolut kein Problem eine Teilzeitstelle zu finden, und man hat immer Ferien wenn die Kinder auch Ferien haben. Die Stunden sind schön geregelt, ganze Frage nach der Kinderbetreuung stellt sich gar nicht.
      Zudem kann hat sie wahrscheinlich eine oder mehrere domestic helper wie es so üblich ist in Malaysia. Ich würde sofort für unter 1000 Franken ein Kindermädchen einstellen Als normale Angestellte auf Stellensuche hätte ihre Bekannte die gleichen Probleme wie hier beschrieben.

    • jack sagt:

      In Malaysia hat man nur ein Problem als Mutter nicht hochstehenden,Bewohner. Der morgen Fängt um 4 Uhr an und endet mit der Wäsche waschen am Abend.

      • Petra sagt:

        Dort hat es genug Nachwuchs an Skaven. Sorry ich meine Nannys. Die sind nicht mal teuer. Zudem haben die einen 24 Stunden Tag und sind ziemlich Rechtlos. Wollen sie hier wirklich wieder solche Verhältnisse? 7 Kinder von einer Familie braucht die Welt den auch nicht!

  • Maria sagt:

    Ja, und ab 45 sind Sie zu alt. Dann nimmst Sie keiner mehr aus diesem Grund.

  • Janina sagt:

    Ein toller Artikel und leider zu wahr – auch in Deutschland ist es genau so! Ich komme aus dem Sozialen Sektor und hatte nie Probleme, eine Job zu finden, dachte sogar, ein Kind könnte man unter „Berufserfahrung“ verbuchen. Aber zumindest wenn es noch klein ist (und potentielle Kinder folgen könnten) wird man immer schief angeguckt, nicht mal mehr eingeladen. Absagen hab ich auch kaum bekommen; Kind gelesen und weggeschmissen nehme ich an. Das ist schon echt heftig… und dann will die Gesellschaft, daß man eine emanzipierte Mama ist die sofort wieder arbeitet. Das muss man erstmal hinkriegen!

    • Bruno sagt:

      Hallo Janina, die von Arbeitgebern gezeigte Verhaltensweise kann man nicht als Sexismus bezeichnen, sondern schlicht als Diskriminierung. Die Fragen zielen ja nicht auf die Person wegen dem Aussehen oder so, sondern auf ihre Funktion als Mutter und das ist Diskriminierung. Diese ist auch verboten, kümmert aber niemand, wo kein Kläger ist kein Richter. Noch viel mehr werden Leute über 50 diskriminiert bei der Stellensuche, ab 60 existieren sie gar nicht mehr. Übrigens die Gesellschaft erwartet von der Mama nicht, dass sie sofort wieder arbeitet, sondern Mama ist, die Kinder erwarten dies.

      • pipistrella sagt:

        oh, haben Sie die Kinder dazu befragt? Die Kinder erwarten auch, dass der Papa da ist und Zeit zum spielen hat. Das interessiert viele Väter aber herzlich wenig.

      • Bruno sagt:

        Ja klar pipistrella, da haben sie absolut recht. Viele Väter interessiert das wirklich wenig, aber es gibt noch viel mehr Frauen/Mütter die nicht wissen was sie ihren Kindern schuldig sind, ganz sicher nicht die Erziehung zu outsourcen und die verbleibende Zeit als Freunde zu verbringen. Erziehung ist harte Arbeit und bedingt eine emotionale Nähe zum Kind die es nur zu Hause erhalten kann. Wer diese Arbeit leistet in der Familie und wie sie sich organisiert, zeigt einiges an Empathie und Organisationstalent. Wäre für Mama und Papa interessant.

      • Marco sagt:

        Diskriminierung aufgrund des Geschlechts nennt man Sexismus. Schon lange gibt die Idee, dass Bewerbungen grundsätzlich anonymisiert erfolgen sollen und somit die hier auch erwähnten, offenbar mittlerweile nicht mehr ausschlaggebenden fachlichen Kriterien mehr berücksichtigt werden würden. „Die Wirtschaft“ und deren Filz in den Parlamenten werden dies aber erfolgreich verhindern.

  • Hans sagt:

    Das ist doch kein SexismusThema!!! Das ist höchstens ein Thema „Arbeitsrecht“… Gähhnnnn…
    Wer will den heute überhaupt noch Kinder? Die kosten nur, nerven alle, werden durch das Schulsystem verdorben und leben in einer Gesellschaft dies es nicht wert ist fortzubestehen. Oder wir kommt man auf die Idee, Schulwege und Schulhäuser neben Hauptstrassen zu bauen… Die Menschen haben keine Visionen!

    • Ashrio Moto sagt:

      ..Oder wir kommt man auf die Idee, Schulwege und Schulhäuser neben Hauptstrassen zu bauen… indem der Architekt und Stadtplaner keine Kinder haben… dann zählen Aspekte der Sicherheit weniger der gute Verkehrsanschluss…

  • Andreas Schweizer sagt:

    Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht. Ich vermisse die Zeit, als man sich noch beim Chef vorstellen musste und die Beruflichen Fähigkeiten im Vordergrund standen und die Personalabteilung „nur“ das Administrative besorgte.Einerseits amüsiere ich mich, andererseits ist es schon fast beleidigend sich mit unfähigen Personalverantwortlichen, welche sich als König/In aufführen, abgeben zu müssen.

  • jürg. sagt:

    Ich weiss nicht warum sie einen Vaterschaftsurlaub fordern, nur ein Elternurlaub könnte wohl etwas an der Rollenverteilung ändern. Dann würden beim Vorstellungsgespräch auch Männer mit den selben Fragen konfrontiert, worauf es kein Sexismus mehr wäre und dann wäre ja alles ok.

    und woher wissen Sie, dass Männer die Kinder betreuen, diese Fragen so nicht gestellt werden?

  • Pegi sagt:

    «Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen?»

    Was soll an dieser Frage so schlimm sein? Die Firma erkundigt sich über Ihr Wohlergehen, ob sie Fit sind oder selbst noch unsicher sind.

    Man kann aus jeder Maus einen Elefanten machen.

    • Rober Mächler sagt:

      Pegi, diese Frage impliziert doch, dass es für den Fragesteller zu früh ist. Wenn es um das Wohlergehen gehen würde, müsste man auch so fragen, wie es einem geht, 8 Monate nach der Geburt. Was hier als kleine Frage angesehen wird, ist doch in Wahrheit das grösste Problem, nämlich, dass Mütter sich rechtfertigen müssen. Als ob das Unternehmen untergehen würde, wenn eine Frau kurz nach der Einstellung ein zweites mal Schwanger wird. Da geht von vielen Führungspersonen eine grössere Gefahr aus, aber eben. In unserer Gesellschaft hat sich die letzten Jahre eine für mich unverständliches Misstrauen

      • Sportpapi sagt:

        Die Frage ist doch gerechtfertig, wenn die Frau nach 4 Monaten gekündigt hat, weil es ihr zu früh war. (Nebenbei: vielleicht hätte sie ja auch da 2-3 Monate unbezahlt aushandeln können – darüber wissen wir ja nichts)

      • pixel sagt:

        Die Frage ist eine S u g ge sti vfr age, auf die man eigentlich die Antwort schon vorgibt. Su g ges tiv fra ge n machen nur dann Sinn, wenn man ein starkes Ar gu men ta rium braucht, um das Gegenteil beweisen zu können. In diesem Fall sind sämtliche Argumente um die Su gg es t i v fr age zu verneinen, private Angelegenheit (->Kind abgestillt, Kind in Krippe gut aufgehoben, Papa zu Hause, etc) und folglich NICHT GEGENSTAND eines Interviews.

  • sugus sagt:

    Liebe Dorothea Vollenweider. Willkommen in der Gegenwart. Doch Sie haben 2 Möglichkeiten: Sie spielen mit und lügen, was das Zeug hält oder …. Sie gehen unter, bzw ärgern sich ganz gezielt den Rest Ihres doch eher jungen Lebens. Ein bisschen mehr Flexibilität und von sich überzeugt sein, würde Ihnen doch sehr gut zu Gesicht stehen. Und vielleicht ein bisschen weniger … „jammern“. Es gibt wesentlichere Sachen im gegenwärtigen Leben, oder?

  • Anh Toan sagt:

    Darf ein potentieller Arbeitgeber nicht die Frage nach Kinderwunsch stellen?

    Ich stelle die Frage, (am liebsten ist mir eine Bejahung und die glaubwürdige Versicherung, dennoch weiter arbeiten zu wollen, Einer Verneinung glaube ich tendenziell nicht). Bevor ich mich als Arbeitgeber verpflichte, halte ich es nicht nur für mein Recht, sondern auch meine Pflicht, den Bewerber über seine Lebensplanung zu befragen, ich muss die Person „kennen“. Ich akzeptiere das Recht des Bewerbers zu „lügen“, habe ich diesen Eindruck, gtibt es keinen Job, kommt es später anders, muss ich damit leben.

    • Anh Toan sagt:

      Ich entscheide mich bei Bewerbungen im Zweifel für Frauen, auch wenn die sagen, dass sie Kinder wollen, einen Mann ohne Beziehung und ohne Kinder stelle ich eher nicht an (der geht in einem Jahr auf eine Weltreise). Ich bilde meine Angestellten bezahlt auf meine Kosten aus, da will ich zumindest daran glauben dürfen, dass nicht nur meinerseits Interesse an einem langfristigen Arbeitsverhältnis besteht.

      Ein potentieller Arbeitgeber darf diskriminieren, er darf anstellen, wer grosse Dinger hat, und nicht anstellen, wer Migrationshintergrund hat. Er darf auch (fast) jede Frage stellen.

      • Martin sagt:

        Ein Familienvater als Alleinverdiener am besten noch mit einer Hypothek für das Eigenheim am Hals ist der Lieblingsarbeitnehmer. Der wird kaum aufmucken, weil er keinen finanziellen Spielraum hat. Der wird alles so schön machen wie es der Vorgesetzte will, nichts kritisieren und keine neuen Ideen einbringen.
        Arbeiten beide Eltern kann der andere Partner den Verlust abfedern. Nimmt man dann noch die Kinder aus der Krippe ist der finanzielle Verlust minim und absolut verkraftbar. Und ein sparsamer Single verdient in einem Jahr so viel, dass er einfach hinschmeissen kann.

    • Reto Stadelman sagt:

      Nein sollte er nicht. Das hat eine Personalverantwortliche einer unsere Grossbanken gesagt. Die Frage zielt offensichtlich darauf ab, einen Bewerber wegen seines Kinderwunsches von einer Anstellung auszuschliessen. Das ist zwar nicht verboten, aber ein no-go das von schlechtem Stil zeugt.

      • Anh Toan sagt:

        Das „no-go“ kann auch langfristige Absichten des Arbeitgebers bezeugen, und es steht jeder Bewerberin frei, den Job wegen der Frage nicht anzunehmen.

        Fragen werden bei Bewerbungsgesprächen nicht gestellt, um die Antwort zu wissen (kann ja ohnehin Lüge sein), sondern um zu hören und sehen, wie die Person antwortet, ob sie sich verstellt oder zumindest unsicher ist, oder glaub- und vertrauenswürdig. Man stellt provokative Fragen, kritisiert etwas. Aber Vorsicht, denn gleichzeitig muss man sich ja bei den besten Bewerbern als Arbeitgeber bewerben.

      • Anh Toan sagt:

        Der einzige Grund zu fragen ist, ob in diesem Fall Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht, wie die Übergangszeit organisiert werden kann usw.

        Da ich ohnehin glaube, je Frau, die noch keine Kinder oder nur eins hat, will noch, vielleicht lügt sie, vielleicht weiss sie es nicht, und Ausnahmen gibt es, würde ich nicht fragen, sondern keine Mitarbeiterinnen im gebärfähigen Alter anstellen.

      • Reto Stadelman sagt:

        @Toan&Sportpapi
        Na hoffen wir mal sie haben recht. Ich gebe zu, ich habe in gewissen Dingen einfach mein Vertrauen in die Menschen verloren. Hinter so einer Frage vermute ich eher ein Ausschluss denn ein Test. Und naja, bei einigen dürfte es wohl auch so sein…

    • Sportpapi sagt:

      @Anh Toan: Ich sehe das auch so. Eine ehrliche Antwort, dass man zwar Kinder möchte, aber dann unbedingt im Job bleiben möchte, hilft doch weiter. Wenn es ehrlich gemeint ist.

  • Miguel Delgado sagt:

    Das soll Sexismus sein? Laecherlich, hat mit Sexismus ueberhaupt nichts zu tun. Ganz normal dass sich Arbeitgeber ueber unsere Arbeitsbereitschaft erkunden.

    • Stefan sagt:

      Natürlich ist es Sexismus: Einem Mann in der gleichen Situation (jung, gut ausgebildet, eben Vater geworden) wären solche Fragen niemals gestellt worden.
      Also ist es Sexismus.

      • Führungsposition sagt:

        Gegenfrage: werden ihnen als Mann solche Fragen gestellt???!!!

      • Anh Toan sagt:

        Ja klar erkundigt man sich auch bei männlichen Bewerbern nach Lebensplanung, familiären Bindungen usw usw. Normalerweise führen aber Kinder bei Männern zu mehr Arbeit (Mann braucht mehr Geld, einige wollen auch nicht nach Hause), bei Frauen im allgemeinen zu weniger bis null bezahlter Arbeit. Darf ein potentieller Arbeitgeber, der eine Karriere für eine Nachwuchskraft plant, diese Erfahrungswerte nicht berücksichtigen? Muss er die Realität verleugnen?

      • Peter Huber sagt:

        Ja, die werden in der einen oder anderen Art gestellt. „Ist die Familienplanung bereits abgeschlossen?“, „Haben sie die Arbeitsteilung mit ihrer Frau schon geklärt?“, „Wollen sie ab dem nächsten Kind Teilzeit arbeiten?“

      • Sportpapi sagt:

        @Stefan: Natürlich werden Männern die gleichen Fragen gestellt. Sie haben nur nicht die gleiche Bedeutung. Aber das Ganze hat ja schon auch etwas mit der Erfahrung zu tun. Weil halt Männer selten kündigen oder die Anstellung reduzieren möchten, wenn sie Kinder bekommen. Im Gegenteil.

    • Greatsheep sagt:

      Quark, das ist kein Sexismus. Ich als „älterer“ Mann habe nun die abgeschlossene Familienplanung als gewissen Vorteil. Auch mir wurde vor 20 Jahren ein paar Mal fadengerade ins Gesicht gesagt, dass man trotz Kindern vollen Einsatz erwarte wie bei einem ledigen, kinderlosen Mann. Also auf gut Deutsch, keine Extras weil das Kind/Frau krank ist etc. Auch jüngere Freunde, Bekannte (Männer) haben mir genug erzählt, dass auch ihnen und heutzutage SEHR persönliche Fragen gestellt werden. Es ist billig, sich überall und immer als ganz armes Spezial-Opfer zu deklarieren.

  • Daniel sagt:

    Finden Sie sich damit ab, oder bleiben sie zu Hause! Es ist heute in unserer Gesellschaft normal, dass man versucht die Leute in irgend einer Form aus der Fassung zu bringen. Oftmals sind solche Fragen nicht mal ernst gemeint, sondern dienen einem perfiden Rollenspiel um rauszufinden, ob Sie die Richtige für den Job sind. Wobei: Viele der Bewerbungsverantwortlichen nehmen sich auch viel zu wichtig und dann wird selbst für eine Tellerwäscherstelle irgendwelche Fragen gestellt, die absolut irrelevant für die Ausübung des Berufes sind.

    • Reto Stadelman sagt:

      Jaja, ist nur ein Trick um sie aus der Fassung zu bringen. Logisch, die Antwort interessiert gar nicht… Wenn man jemanden aus der Fassung bringen will, stellt man ihm Fragen wie „was glauben sie, halten runde oder eckige Gulideckel mehr Gewicht aus?“ und kritisiert nachher die Antwort und nicht „wollen sie noch ein zweites Kind?“ Überhaupt ist ihre Antwort extrem befremdend. Sie zeugt von mangelndem Verständnis für gesellschaftliche Probleme.

    • Ashrio Moto sagt:

      Trotzdem stellt sich die Frage, in wiefern soche Fragen dem Gleichstellungsartikel entsprechen.

  • Stefan sagt:

    Dieser Blog hat mich tief berührt, denn hier schreibt jemand aus meiner Generation. Wirklich starker Tobak… Vielleicht wäre es das Beste, wenn so eine Frage kommt, Klartext zu reden: „Es hat doch keinen Zweck, sie nehmen mich ja eh nicht, und zwar aus dem Grund, weil ich Mutter bin. Und übrigens sind solche Fragen illegal“. Und vielleicht merkt der Chef dann: „Hey, die Frau hat echt Eier, hier hab ich eine top Mitarbeiterin verloren. Die Arbeitgeber kommen einfach viel zu leicht an geeignete Arbeitskräfte… Es ist einfach nur traurig…

    • Nebelfrei sagt:

      An sich richtig, aber
      nur so an Rand: wie kommt man auf den blöden Ausdruck, ‚Sie hat Eier‘? Ist erstens auch sexistisch und ausserdem geschmacklos, wie wär’s mit ‚Mut‘ oder so was.

    • pixel sagt:

      Spitzfindig, spitzfindig, Nebelfrei. Ich für meinen Teil freue mich sehr über Stefans Beitrag und das Verständnis!

  • M. sagt:

    Ich habe als Mann, als meine Frau starb, mein Bankkaderjob fuer meine Kinder aufgegeben. Der Krippenplatz haette fuer 2 Kinder Fr. 4000.- gekostet. Viel zu teuer! Jetzt leben wir halt von der Witwenrente, nahe am Existenzminimum. Gleichberechtigung gibt es auch noch nich so lange… Frueher gab es keine Witwerrente nur Witwenrente… Seit 3 Jahren muss nun diese Rente auch versteuert werden, was einer Rentenkuerzung gleich kommt: da ich Fr. 3500 fuer 3 Jahre nachzahlen muss (rueckwirkend)

    • jürg. sagt:

      Sorry, es gibt keine Gleichberchtigung,, Männer werden benachteiligt, das ist selbst bei der Witwerrente noch krass Ungleich

      • M. sagt:

        Weiss gar nicht, ob ich als alleinerziehender noch Militaerdienst haette leisten muessen… was macht man mit den kindern, wenn man 3 wochen in den wk muss???

      • jürg. sagt:

        ja, Mann muss!
        aber am besten nimmt Mann die Kinder mit ins Militär.

    • beat sagt:

      Toll, diese Aufgabe werden sie sich selber gegenüber nie bereuen. Vielleicht gegenüber der Gesellschaft sind sie weniger geworden aber gegenüber der Familie sind sie der Grösste. Vielleicht in 15 Jahren hätte Sie die Bank ohne viel Gefühle auf die Strasse gestellt aber was Sie nun in diesen 15 Jahren alles erleben, wird sie persönlich viel mehr stolz machen. Das wichtigste im Leben sind unsere Kinder. Was hat den die Gesellschaft ohne Kinder für eine Zukunft. Wünsche ihnen die Kraft, die Liebe, die Geduld und Ausdauer, die sie als Vater brauchen. Sie sind wirklich stark!

      • M. sagt:

        Danke beat fuer die netten Worte. Es sind jetzt 12 Jahre her seit dem Tod meiner Frau. Ich habe verschiedene Leute naeher kennen gelernt. Auch Strafanzeigen wegen uebler Nachrede etc musste ich einreichen, um mich als Exot in der Gesellschaft zu verteidigen…

    • Sportpapi sagt:

      @M: Das erscheint mir jetzt alles etwas seltsam. Mit einem Bankkaderjob sollte es doch möglich sein, die Betreuungskosten für die Kinder zu zahlen. Oder dann wird das subventioniert. Ich verstehe durchaus, dass man in der Notsituation dann erst einmal für die Kinder da sein will, weil diese ja vielleicht auch mehr Trost und Betreuung brauchen. Aber es müsste doch möglich sein, ein/zwei Jahre später wieder einzusteigen? 12 Jahre arbeiten Sie nun schon nicht mehr?

  • Muttis Liebling sagt:

    Wo ist der Zusammenhang zu Sexismus?
    Ich erinnere mich an eine Stellenanzeige vor 20 Jahren der Firma Siemens. ‚Wir wollen nur die Besten.‘ Das wollen alle. Da habe ich mich schon gefragt, was die machen sollen, die nicht zu den Besten gehören? Ganz egal wie hochgebildet und einsatzfähig alle sind, es gibt immer ein unteres Ende.
    Diese Gesellschaft ist weder gottgegeben noch durch Naturgesetze entstanden. Gerade in einer Demokratie muss ich fragen, wo ward ihr denn, als das passiert ist? Shoppen oder in der Disko?
    Das kommt noch schlimmer, aber es wird doch geduldet.

    • pixel sagt:

      ML: Fragen wie «Finden Sie es nicht etwas früh, acht Monate nach der Geburt ihrer Tochter bereits wieder arbeiten zu gehen?» sind doch sexistisch, oder? Ausser, irgendjemand männlichen Geschlechts sagt hier aus, ihm sein die Frage auch schon begegnet.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Immer, wenn ich 4 Monate nach Geburt eine Stelle gekündigt hatte weil ich meinen Säugling noch nicht alleine lassen wollte, wurde ich im 8. Monat dann gefragt, ob es nun schon passt…

      • pixel sagt:

        haha, sehr lustig, Sp!

      • Reto B. sagt:

        Hmmm, bisschen was hat es schon, allerdings. ALso ich würd einen bewerber, der zweimal Lücken in seinem CV hat, weil er eine jährige Weltreise gemacht hat, und jeweils zuvor seinen Job gekündet hat auch fragen, ob er grad eine Weltreise plane. Ich würde, hätte ich sowas in meinem CV, mir eine passende Antwort bereitlegen, weil ich mit der Frage rechne (und ja, ich rechne auch mit verbotenen Fragen, da darf ich dann noch etwas „kreativer“ sein mit der Antwort.)

  • Klara sagt:

    Bin heute um die 60j, schon damals wurde ich gefragt als ich in einem Vorstellungsgespäch war „wollen Sie demnächst Kinder“. Damals kam ich gerade aus der Lehre und hatte noch nicht mal einen Freund. Hätte ich ja gesagt, wäre die „Billigstelle“ futsch gewesen. Wir sollen Kinder haben, weil wir sonst aussterben, aber bitte nicht Schwanger werden. Vielleicht wird es ja noch erfunden.

  • Lukas O. Bendel sagt:

    Die beste Antwort auf die Frage, wer die Kinder betreut, wenn Sie arbeiten (denn nur dann können&werden Sie arbeiten gehen 😉 wäre gewesen: Der Vater und ich teilen sich in die Kinderbetreuung!
    Dann aber hätte der Vater die genau gleichen Karriereprobleme – und auch bei ihm hätte der Arbeitgeber ein (IMHO berechtigtes und unberechtigt „illegales“) Interesse an der weiteren Kinderplanung, weil diese seine Absenzen direkt beeinflusst.
    Wo ist da also die Frauen-/Mütterdiskriminierung? Entscheidet sich frau für Nur-Mami-Kann, dann muss sie sich nicht über die Konsequenzen davon wundern.

  • nemo sagt:

    Die Firmen hätten es sich auch einfacher machen können und auf die Bearbeitung der Bewerbung ganz verzichten können. Ein junger Mann wäre günstiger zu haben.

  • Larissa sagt:

    Warum gehen wir überhaupt noch arbeiten? Mann muss arbeiten Frau muss arbeiten….wenn sie zu Hause bleibt wird Ihr Faulheit nachgesagt, die auf kosten den Mannes ein Frohnerleben hat. (schon mal Hausmann gemacht?) Ich kann das alles nicht mehr hören oder lesen. Komme aus einer Generation wo wir bis zum Schulalter der Kinder zu Hause blieben. Da hat kein Mann nachgesagt wir seien faul wenn wir zu Hause sind. Gingen wir zur Schule wurde ein Teilzeitjob angenommen, natürlich ohne Karriere. Mein Mann ist verstorben, Kinder um 30j und ich arbeite 100% Karriere hatte ich nie, bin nicht unglücklich.

  • Cristian sagt:

    Das einzig schlechte am Artikel ist der Titel. Meiner Meinung nach handelt es sich hier nicht um Sexismus, sondern um Ausgrenzung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die in diesem Fall (aus biologischer Notwendigkeit) Frauen sind. Wie Martin schon erwähnt, ist die Situation für Väter, die Teilzeit arbeiten wollen, nicht sehr anders.

  • Martin sagt:

    Und jetzt stellt sich einmal vor, wie es ist wenn sich ein Mann bewirbt und Teilzeit arbeiten möchte weil er Kinder hat.
    Da hat man keine Chance. Für gewisse Positionen wird auch die Bereitschaft zu Überstunden und Reisen vorausgesetzt. Mit Kinder die zur Zeit aus der Krippe geholt werden Moden hat man da schlechte Karten.

  • J. Schweizer sagt:

    Wissen Sie, Frau Vollenweider, was eine Firma in die Ausbildung einer neuen Mitarbeiterin steckt? Und wenn sie dann soweit ist, endlich produktiv zu sein, geht sie schwanger wieder von dannen. Solche Fragen sind gerechtfertigt! Ich stelle nur Frauen ein, die weder verheiratet noch Kinder haben. Die anderen sollen sich den Kindern auch widmen und nicht Rosinen von beiden Seiten pfluecken.

    • Stefan sagt:

      @Schweizer: Frau Vollenweider hat sich als voll ausgebildete (vom Staat teuer ausgebildete) Mitarbeiterin beworben. Ein, zwei Wochen Einarbeitungszeit und sie hätte voll arbeiten können. Kommen sie mir nicht mit solchem Unsinn.

      • loulou55 sagt:

        Einen Job bei einer Firma die einen Personalchef wie sie hat, wuerde ich dankend ablehnen!!!
        Man sollte bei Bewerbungen ohnehin die Gegenseite mit Fragen vom gleichen Niveau loechern, um zu verhindern dass man sich in ein allzutiefes soziales Arbeitsklima abrutscht.

      • Stefan sagt:

        @loulou: Es könnte ein lusiges Spiel daraus entstehen… Z.B. bei einem eher älteren Personalchef „Haben sie Kinder“ – „Ja, die sind schon ausgeflogen“ – „Und haben sie vor, mit einer zweiten Frau nochmals Kinder in die Welt zu setzen“ – „Heee“ – Und würden sie dann ihr Pensum reduzieren“ – „Heeee, , das geht sie gar nichts an“ – „Eben, genauso geht es sie nichts an, wie ich mich organisieren“

        Das könnte witzig sein. Aber eben, die Arbeitgeben sind am längeren Ärmel. Gerade wenn man den Job unbedingt benötigt…. Die Arbeitgeber kommen einfach zu einfach an Mitarbeiter…

    • 13 sagt:

      Stimmt. Weil unverheiratete Frauen auf gar keinen Fall schwanger werden können…das wäre ja eine Schande….

    • Rainer Schmuck sagt:

      Die wenigsten Firmen stecken Geld in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter (-innen), mal abgesehen von ein paar wenigen Tausend Franken für ein paar Kurse. Und dort wo sie es bezahlen, z.B. die Gebühren für ein komplettes berufsbegleitendes Studium gibt es immer eine Vereinbarung, die den Mitarbeiter an die Firma bindet sofern er das Geld nicht zurück zahle – was ich so auch in Ordnung finde.

  • Barbarina sagt:

    Bei Fragen nach einem zweiten Kind ist die bessere Variante, als die Antwort zu verweigern, einfach zu verneinen. Ob wahr oder nicht. Die Frage ist nicht erlaubt und auch ziemlich unverschämt, dass meiner Meinung nach eine Notlüge nicht Fehl am Platz ist.

    • 13 sagt:

      Ich habe bei einem Vorstellungsgespräch, als die Frage nach Kindern aufkam (ich war frisch verheiratet) mein Gegenüber die Gegenfrage gestellt, ob das ein Test sei, damit er merke, ob ich die gesetzlichen Grundlagen kenne (bin Juristin) und wie gut ich mich durchsetzen kann. Er war von der Schlagfertigkeit beeindruckt. Manchmal darf man auch einfach frech sein;-)

      • Stefan sagt:

        Hehe, bravo, und hat man sie angestellt? Oder wollten sie gar nicht mehr?

      • 13 sagt:

        Stefan, nein ich bekam die Stelle nicht, Das lag aber nicht an meiner Familienplanung sondern an zugegebenermassen zu schlechten Kenntnissen einer erforderlichen Fremdsprache. Also rein sachliche Gründe 😉

  • Jürg Weber sagt:

    Lügen sie doch einfach, die Firma tut dies auch (die würden ihnen zum Beispiel nie erzählen, der letzte Mitarbeiter wurde gemobbt, jetzt brauchen wir einen neuen…) und bei manchen Fragen (sind sie schwanger ? etc.) ist dies sogar gesetzlich erlaubt… Im Vorstellungsgespräch geht es sowieso um den schönen Schein und nicht um die Wahrheit, darum liegt auch die Erfolgsquote der HR Abteilungen bei miesen 60% (d.h. nur 60% der Personen arbeiten nach 6 Monaten noch dort)… Die HR Abteilung sucht ja meistens nach jemandem der gut reden kann, nicht jemandem der gut arbeiten kann…

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