Schocker-SMS verstört Kinder

mamablog

Wer schickt die grausigen SMS? Zwei Teenager beim «Freestyle»-Event in Zürich, 2011.  (Keystone/Martin Ruetschi)

Kann Ihr Kind seit ein paar Tagen nicht einschlafen? Hat es plötzlich Angst vor der Nacht? Gut möglich, dass es die bizarre Todesdrohung auch erhalten hat – und die WhatsApp-Meldung schnell an 20 Freunde weitergeleitet hat. Zahlreiche Schweizer Schulkinder sind wegen der folgenden Textnachricht seit wenigen Tagen verängstigt und verstört:

Hi, ich bin Nico, bin neun Jahre alt und habe keine Hände mehr und mein Gesicht ist voller Narben und Blut. Wenn du diese Nachricht nicht an 20 Leute verschickst, komme ich um Mitternacht zu dir! Du glaubst es nicht? Anna Weinfeld hat es einfach ignoriert. Um Mitternacht hörte sie komische Geräusche auf dem Gang. Sie schrie um ihr Leben, ich brachte sie um und keiner hat sie je wieder gesehen.

So lauten die aktuellen Kettenbriefe, die auf iPods, iPads und Smartphones von Kindern und Jugendlichen die Runde machen. In gewissen Versionen droht Nico, auch die Mutter umzubringen, wenn man die Nachricht nicht innert zwanzig Minuten an zwanzig Freunde weiterleitet. Und in einer besonders grausligen Version erhält man den Text als Audiofile zugeschickt – und hört, wie eine Computerstimme die Horrornachricht verkündet.

Zahlreiche Schüler der Mittel- und Oberstufe aus unserem Dorf haben die Todesdrohung in den letzten Tagen erhalten. Freunde schickten sie via WhatsApp auf den iPod oder das Handy anderer Freunde. Seither erleben etliche Familien unruhige Nächte. Eine Mutter erzählte mir, dass die elfjährige Tochter den ersten Schock zwar schnell überwunden habe und in der Schule mit Kolleginnen darüber Witze reisse. Abends jedoch kriege sie Schiss und schlafe nur noch mit Licht. «Es ist kaum zu glauben, was dieser doofe Kettenbrief bei ihr ausgelöst hat», so die Mutter.

Auch mein Sohn hat die Nachricht auf seinem iPod erhalten. Glücklicherweise vertraute er sich mir an, so konnten wir darüber reden. Eine kurze Internet-Recherche zeigte uns zudem, dass das Grusel-SMS aus Deutschland kommt und schon seit zwei Monaten Schulkinder in ganz Deutschland erschreckt. Das Landeskriminalamt in Niedersachsen nahm Ermittlungen auf, um herauszufinden, wer die Nachricht verfasst hatte – doch zu viele Kinder und Jugendliche hatten sie aus Angst bereits weitergeleitet. Die Polizei konnte den Urheber der Botschaft nicht eruieren. Sie empfahl den Eltern, das Phänomen mit den Kindern zu besprechen, die Nachricht zu löschen und nicht weiter zu verbreiten. All das half, meinem Sohn klar zu machen, um was es sich beim «Nico-SMS» handelte.

In diesem Zusammenhang kamen mir all die Kettenbriefe in den Sinn, mit denen ich in meinem Leben schon zu tun hatte. Wie sie Glück und Zufriedenheit versprachen – doch nur, wenn man sich an die genauen Anweisungen hielt. Immer hatten sie mit Druck, Drohungen und Aberglaube zu tun. Meist weigerte ich mich beim Vervielfältigen und Weiterleiten der Briefe mitzumachen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich deswegen fast immer. Grässlich ist auch meine Erinnerung an den Herrmann-Teig, der etwa alle zwei Jahre bei uns im Haus landete. Wir nahmen ihn widerwillig an, fütterten ihn mit Mehl, Milch und Zucker, liessen ihn aufgehen, um ihn danach anderen Mitmenschen anzudrehen. Wir waren froh, wenn wir den Glücksteig los waren. Gegessen haben wir den Kuchen nie. Die vielen Keime, die wir im Teig vermuteten, hielten uns davon ab.

Das alles erzählte ich meinem Kind. Die schwachsinnige WhatsApp-Nachricht machte mir abermals klar, wie sehr ich Kettenbriefe, Glückskuchen, Ketten-Mails, Ketten-SMS und all das Zeug aus tiefstem Herzen verabscheue.

108 Kommentare zu «Schocker-SMS verstört Kinder»

  • Phillipp k sagt:

    Ich habe diese nAricht mit Ton bekommen und ein paar Tage später musste ich etwas in google übersetzen und da gibt es eine tonauswahl und das war die gleiche stimme wie in der Naricht

  • Hugo sagt:

    NSA weiss, wer der Verfasser ist!

  • Katharina sagt:

    Ich weiss nicht so recht, was hier dazu zu sagen. Dass Kettenbriefe und die allseitig bekannten Spendeaufrufe zu grossen Lotteriegewinnen und Erbschaftsanteilen in Nigeria Teil der Erziehung zu moderner medienkompetenz sein muss, ist das eine.

    Ich mache mir aber eher Sorgen über den hier immer noch nonchalant gepredigten Umgang mit Whatsapp und anderen Datamining Werkzeugen. Dass dies mit sehr viel Vorbehalten zu betrachten ist (also nicht für ein Kind geeignet) sollte nun wirklich nach den ganzen Snowden NSA leaks und der Demonstration der technisch machbaren Dimension klar sein.

    • houdini sagt:

      erziehung zur medienkompetenz hat heute natürlich auch das bewusstsein zu schaffen, dass prinzipiell davon ausgegangen werden muss, dass elektronische kommunikation abgehört, gespeichert und ausgewertet wird.

      • Katharina sagt:

        Das stimmt, wenn der gegenwärtige Status betrachtet wird, houdini. Der gegenwärtige Status ist aber, dass die Datensammlung selbst den laschen Gesetzen der USA nicht genügen. Oder kurz, dass die NSA und all die deren Informationen kaufenden, also auch die Schweizer Behörden, etwas tun, das jenseits unserer Gesetze getan wird.

        Es ist aber auch so, dass die Datensammlung der privaten Akteure (e.g. Facebook) sehr wenig rechtliche Schranken haben und die wenigen bestehenden mit dem OK Click der AGB ausgeschaltet wurden. Da sind neue internationale Rechstnormen dringend vonnöten.

      • Katharina sagt:

        Fazit ist dann, dass ein Kind Zugang zu diesen Geräten haben kann, wenn es diese Sachverhalte versteht. Vorher nicht. Können Sie mir ein adäquates Alter dazu geben, Houdini? Ich noch nicht. Meine Intuition sagt ungefähr bei 14.

      • Tina sagt:

        Wenn das so ist, dürften recht wenige erwachsene ein internetfähiges gerät benutzen, nicht?

      • houdini sagt:

        vorhandene bzw. nicht vorhandene rechtliche schranken sind das eine – das andere ist das technisch machbare.

        und da muss man sich wohl nichts vormachen: machbares wird gemacht – gewöhnen wir uns – und unsere kinder – an den gedanken, dass jede, ohne entsprechende vorsichtsmassnahmen, gemachte elektronische äusserung mitgehört/verarbeitet/ausgewertet wird.

      • Katharina sagt:

        houdini, mir reicht das sich damit abfinden und es sei nun halt mal so nicht. das Ausmass der technischen Möglichkeiten überraschte mich eigentlich nicht (ausser, dass die backend datenleitungen, die privat sind, direkt angezapft werden.) Mich überraschte die Dreistigkeit, mit der die gesetzlichen Leitplanken umgangen werden und mich überraschte, wie sehr extensiv die Obama Administration jene Gesetze interpretiert. Es hat nun einmal die Grössenordnung eines totalitären Staates erreicht, mit den gleichen Symptomen der inneren Schere, die damit einhergehen.

      • houdini sagt:

        nun, wenn man sich auch nur ein wenig mit der geschichte der us-dienste befasst hat, diesem staat im staat, und deren aktionen, so ist es sehr blauäugig zu glauben, dass gesetzliche regeln da auch nur eine hemmschwelle darstellen…

        welche administration es gerade ist, die mehr oder weniger im dunkeln gelassen wird, das spielt keine so grosse rolle.

    • Katharina sagt:

      Da hätte ich mir eher eine Auseinandersetzung mit den technologischen Entwicklungen gewünscht, als das eigentlich alltägliche der bedtime scares, die wir alle durchliefen (ich hatte als Kind eine Phase, wo ich unter meinem Bett ein Krokodil vermutete und am Abend dieses nur mit einem grossen Sprung direkt von der Türe aufs Bett überwand).

      • alien sagt:

        Ich erinnere mich an meine Antwort an meine Tochter, als sie mich fragte, ob dieses saure Zeltli, das ich ihr gegeben hatte, mit der Zeit weniger sauer sei.

        „Ja, klar, es wird besser. Kurz, bevor es noch VIIIIIEL schlimmer wird.“

    • Katharina sagt:

      Andere hier haben die Hype um Smartphones, bzw. die damit verbundene Vernetzung mit Social Media als Anfixen bezeichnet. Dazu gibt es Untersuchungen, die beim regelmässigen Benutzen von Facebook mittles CAT Veränderungen der Gehirn Strukturen feststellten, die denjenigen von Drogenkonsum entsprechen.

      Dass heutzutage Kinder schon jene Geräte benutzen und das einfach so ok sei, ist angesichts dessen eher ein unverantwortlicher Umgang mit dem Thema.

  • 13 sagt:

    Da wundern sich so viele, wie ein Kind ohne Hände töten kann, aber doch werden mit Zombie-Horror-Filmen Millionen umgesetzt! Zombies, Tote! Also solche, die sicher nicht mehr wiederkommen und Leute umbringen. Und wieviele Erwachsene können solche Filme nicht schauen, ohne Angst zu haben. Aber wenn ein 11jähriges Kind in Panik verfällt, dann machen wir uns darüber lustig und putzen sie im schlimmsten Fall noch als Weicheier oder als Goofen runter. Warum? Welche Befriedigung gibt einem das? Fühlt man sich so stark`?

  • Saporeil sagt:

    Wer fällt auf einen solchen Text rein? Ich meine stellt euch mal vor: Da kommt ein 9-jähriger ohne Hände und versucht euch umzubringen. Ich könnte mir gefährlichere Situationen vorstellen. 🙂 Ohne Hände; wirklich?

    Vielleicht sollte man mit den Kindern einfach mal zusammensitzen und sich über den Schreiber solcher Messages lustig machen. Nicht zuviel interpretieren und dramatisieren oder im schlimmsten Falle gleich alles Digitale verbieten…. Ist halt nur ein Streich.

  • Saporeil sagt:

    Wer fällt auf einen solchen Text rein? Ich meine stellt euch mal vor: Da kommt ein 9-jähriger ohne Hände und versucht euch umzubringen. Ich könnte mir gefährlichere Situationen vorstellen. 🙂 Ohne Hände; wirklich?

    Vielleicht sollte man mit den Kindern einfach mal zusammensitzen und sich über den Schreiber solcher Messages lustig machen. Nicht zuviel interpretieren und dramatisieren oder im schlimmsten Falle gleich alles Digitale verbieten…. Ist halt nur ein Streich.

  • houdini sagt:

    …und natürlich hinken wir schweizer wieder mal 2 monate hinterher! folgender artikel erschien am 19. sept. in der taz und bringt ziemlich gut auf den punkt, was es dazu zu sagen gibt:

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2013%2F09%2F18%2Fa0011&cHash=7bb2326e78cbcc8bcc240b9cf487aee6

  • maia sagt:

    Wer den Text genau liest, kommt schnell darauf, das da Unsinn steht. Anna Weinfeld konnte DIESE Nachricht gar nicht an 20 Leute weiterschicken. Als sie lebte, stand da sicher nicht, dass sie tot ist und eine angeblich Tote kann keine Nachrichten mehr verschicken. Habe ich früher schon bei den Kettenbriefen nie verstanden, warum die Leute ganz offensichtlich nicht verstehen können, was da steht.
    Man könnte diesen Text also sehr gut nutzen um den Kinder beizubringen, einen geschriebenen Text auch wirklich zu verstehen.

    • Sabrina Müller sagt:

      Um ehrlich zu sein ist es ja auch schwierig, jemanden ohne Hände zu töten (abgesehen von deiner Bemerkung zu der Logik) 🙂 Finde solche Nachrichten (ob auf Youtube oder sonstwo) auch sehr verstörend und frage mich, wem das denn etwas nützt? Das ist doch reine Angstmacherei… :-/

  • Reto B. sagt:

    Mein absoluter Liebling:

    ug05.schneewald.de/antikettenbrief/1.html

  • Geistloser Kommentar sagt:

    uiuiui, herr roth

    dass ein kind nicht unbedingt ein handy braucht, resp. der zugriff dazu geregelt werden sollte finde ich ja auch.

    aber wer im totalitären kontrollstaat hat den die kontrolle über das „gewöhungsprojekt“? Hat das Ueli Maurer von Samuel Schmid übernommen?

    vielleicht steht das auch in der bibel. dann können wir den künftigen nachfolger exkommunizieren.

  • Mathias Roth sagt:

    Wie Eltern reagieren sollen? Ganz einfach: Den Kindern kein Handy geben.Denn das Handly iso ziemlich das perverseste, das je erfunden worden ist Nicht nur, dass die meisten danach süchtig sind wie nach Heroin und darob ihre natürliche Umgebung gar nicht mehr wahrnehmen.Sondern das Handy wurde bewusst eingeführt, um uns an den totalitären Kontrolllstaat zu gewöhnen. Wie das? Orten, wo immer wir sind, und bargeldloses bezahlen via Near Field Communication und somit die perfekte Gesinnungsschnüffelei. Die Fortsetzung davon steht in der Offenbarung der Bibel. Wer Augen hat, der lese und verstehe.

    • Genderbender sagt:

      Herr Roth, ich habe ein Muttermal, das aussieht wie die Zahlen ‚666‘. Bedeutet das was?

      • houdini sagt:

        sie lesen das verkehrt, GB, die zahl ist 999 und gibt ihren feingoldgehalt an – sie goldenes kalb, sie! 😉

      • Mathias.Roth sagt:

        Es gibt einen Sketch mit Rowan Atkinson. Er spielt den Teufel, der in der Hölle alle Arten von Leuten empfängt. Zu den Atheisten sagt er: Ihr kommt Euch jetzt wohl ziemlich blöd vor? Genauso wird es Ihnen einmal ergehen, da bin ich mir ziemlich sicher. Machen Sie sich nur weiter lustig über ernsthafte Themen..

      • houdini sagt:

        ach, herr r., da lass ich’s drauf ankommen – und bis dahin befolge ich gerne ihren rat und mache mich weiterhin lustig über, *räusper*, „ernsthafte“ themen… 😉

      • Genderbender sagt:

        Herr Roth, ich danke Ihnen. Diese Schadenfreude, dass wir einmal in der Hölle schmoren werden – das ist echte christliche Barmherzigkeit.

      • houdini sagt:

        übrigens hab‘ ich den atkinson sketch gekuckt – können sie sich erinnern, wer vom teufel nach den atheisten aufgerufen wird?

        nicht?

        ich sag’s ihnen: „christians – sorry, the jews were right…“

        buahahaha! 😀

      • Mathias Roth sagt:

        Falls Sie das mit dem Chip unter der Haut nicht glauben. Bei den Tieren ist es schon Realität. Auch mit Menschen wurden schon Versuche gemacht. Ich weiss nicht, wovon ich spreche? Wirklich nicht?Aber es ist mir schon klar. Was man diskreditieren möchte, macht man einfach lächerlich. Auch wenn das mit den Jews streng genommen natürlich stimmt.

      • Katharina sagt:

        @Roth: Motorola hat neulich ein Patent, das Elektronik als Tatoo auf, oder unter die Haut, zeichnen kann, angemeldet.

        Der Sketch mit Rowan Atkins beinhaltet aber auch, dass er den christen den weg nach unten weist und bemerkt, die jden hätten recht gehabt….

    • houdini sagt:

      was denn plötzlich für ein „chip unter der haut“? davon haben sie doch bisher nichts geschrieben? oder ist das der teil, den man in der bibel nachlesen muss?

      „und siehe, ihr werdet an das smartphone gewöhnet werden, auf dass euch baldest ein chip eingepflanzet werden kann!“

      _______________

      and the lord said unto john, „come forth and receive eternal life.“

      but john came fifth and won a toaster.

      amen.

      • Mathias Roth sagt:

        @Katharina
        Danke für die Info. Der Originaltext lautet: …allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig. Es ist klar, dass vor rund 2000 Jahren niemand die Technik von heute kannte. Ob Chip oder Tatoo oder etwas Ähnliches.. Es ist im Menschen eingepflanzt und dient der totalen Kontrolle.

    • tina sagt:

      ich habe sozusagen null bibelkenntnisse, aber wer hämisch lacht über leute, die sich gedanken über kontrollierbarkeit machen, ist in meinen augen blind. hier in den kommentaren das geschrei, man soll kindern gar kein handy geben, bevor sie nicht total verstehen wie ihre daten zum nsa kommen, und dabei waren die entsetzen die erwachsenen. und dabei hätte das ja wirklich keine überraschung sein müssen. ja, chips unter die haut für tiere gibt es schon, und wir werden überwacht mit kameras an strassenecken und mit elektronischen zahlungsmitteln und den chips die auf den karten sind.

      • tina sagt:

        das ist realität. entziehen oder mindestens dem umstand ins auge sehen müssten die erwachsenen erstmal. dass der aufschrei „kinder sollen nicht im internet surfen dürfen wegen den pädophilen“ (dabei ist gerade das eigentlich relativ leicht zu besprechen und zu verhindern) und weil sie bilder oder idiotische messages sehen könnten, die ihnen angst machen, zeigt doch erst recht, dass erwachsene offensichtlich zum grossen teil null ahnung haben und vorallem die lage nicht ansatzweise realistisch einschätzen. ein grund warum ich nicht in die pfadi wollte, waren die gruselrituale.

      • houdini sagt:

        klar, und die bibel und nostradamus und mike shiva – die helfen uns beim verstehen… aberschosicherscho!

      • tina sagt:

        nein, gesunder menschenverstand und ein bisschen interesse an technik. was soll die scheissbemerkung houdini?

      • tina sagt:

        woher kam denn das entsetzen über die überwachung von emails? weil die leute lieber solche mike-shiva-sprüche reissen vor lauter hilflosigkeit? die leute wollen gar nicht wissen. ich finds nicht mal hochdramatisch dass wir überwacht werden, die entsetzten sind ja die, die das gar nicht wissen wollten und dann damit konfrontiert wurden, dass es (wen wunderts) eben doch passiert. sollen überwachungskameras vielleicht gar nicht zum überwachen benutzt werden? ja lustig

      • houdini sagt:

        und a propos „number of the beast“: der sechste buchstabe des hebräischen alphabets ist „Waw“ – was in etwa „W“ entspricht..!

        das internet ist also der teufel, und auch herr r. ist somit bereits verloren!

        😀

      • tina sagt:

        weiter unten tönt houdini doch ganz vernünftig: was gemacht werden kann, wird gemacht. machen wir uns nichts vor. auch der link zu dem arikel ist gut.

      • tina sagt:

        es ist wirklich nicht notwendig, sich über religiöse leute lustig zu machen. das tönt nach laut pfeifen im wald vor lauter angst. respekt vor anderer leute glauben tut nicht weh. aber mir braucht ein houdini nicht solchen quark zu schreiben, ich betonte, ich habe mit der bibel nichts am hut. man soll nicht über leute lachen, die sehen, dass wir überwacht werden. weiter unten tönt es so, alsob houdini schon auch merkt, dass das nunmal tatsache ist und nichts mit verteufelung und religösem wahn zutun hat

      • houdini sagt:

        houdini ist alles andere als naiv und nimmt sich das recht raus, selber über naive glaubenskonstrukte („in der bibel steht, dass wir alle einen chip eingepflanzt bekommen“) hämisch zu lachen.

        des weiteren bezog er den text von tina auf sich, weil er gleich unter seinem stand und reagierte deshalb etwas unwirsch.

        ansonsten ist er eigentlich ein recht netter kerl.

      • Carolina sagt:

        Aber Tina: als Spät-Hinzugekommene würde ich doch anmerken, dass Houdini sich nicht über einen Glauben an sich lustig macht, sondern über Verschwörungstheoretiker, die in der Sache auch nicht hilfreich sind. Das dogmatische ’nehmt den Kindern die Handies weg‘ geht ja am Alltag total vorbei – die entscheidende Frage wäre, wie nehmen wir dem Zeugs seinen Suchtcharakter bzw bringen unseren Kindern (und ja, das sollten auch viele Erwachsene erst mal lernen) bei, mit den eher schädlichen Nebenwirkungen kritisch und selbstbestimmt umzugehen.

    • Mathais Roth sagt:

      Ich bin nicht sonderlich religiös, zähle nur ein und eins zussammen und verschliesse die Augen nicht vor den Tatsachen. Übrigens: Was heisst denn hier Verschwörungstheorie? Es gibt schon viele totalitäre Staaten, die USA wollen auch alles von uns wissen etc. Das ist doch Realität und hat nichts mit (Verschwörungs-) theorie zu tun. Ausserdem für Houdini: Es gibt ein Buch über Nostradamas, das im Jahre 1982 publiziert worden ist und den Fall der Berliner Mauer voraussagt. Zu erwartender Kommentar von Houdini: Ich habs gewusst, der Mann liest auch Nostradamus-Bücher.

  • Erika Fetz sagt:

    Wenn Eltern damit leben können, ihr Kind nicht ständig kontaktieren zu können, dann brauchen sie dem Kind auch kein Smartphone zu geben. Aber das Kind selbst hat da meist nur wenig dazu zu melden. Und wenn ein Smartphone, dann eben auch mit den nötigen Gebrauchshinweisen, aber auf rationale Art und ohne Panikmache.

    Und: Kinder haben vor vielem Angst. Vieles ist sehr rational, und vieles überhaupt nicht. Ich musste mir in dem Alter Morddrohungen von meinem 2 Jahre älteren Nachbarjungen anhören, jeden Tag. Als ich gemerkt habe, dass nichts passiert, hatte ich auch keine Angst mehr.

  • michael sagt:

    kettenbriefe ist bei den erwachsenen ausgelutscht, jetzt sind halt die kinder dran. war eigentlich absehbar. da jeder stöpsel schon so ein superduper handy besitzen muss klappt es doch bestens ! eltern sollten sich bewusst sein, das sie ihren kindern dadurch den zugriff in das grosse weite netz mit all den schattenseiten ermöglichen, wenn sie ihrem nachwuchs diese geräte kaufen. daher – kein mitleid.
    herman fand ich cool – habe brot und kuchen draus gemacht und lebe immer noch ! und was ist so schwer daran, nein zu sagen wenn man ihn angeboten bekommt ?

  • Erika Fetz sagt:

    Und genau das bräuchte es, damit Kinder angemessen auf solche kruden Ketten-Nachrichten reagieren können. Aber nein, Mama und Papa bringen einem ja bei, dass überall gefährliche Spinner rumlaufen. Da ist es nur logisch, dass Kinder das tatsächlich glauben.
    Dabei vergessen viele Eltern, dass die grösste Gefahr für Kinder aus dem privaten Umfeld hervorgeht. Der Fremde, der Kinder bedrängt ist der seltenste Fall. Viel eher ist es der Opa, der Onkel, Nachbar, Lehrer, Cousin etc. von dem die Gefahr dann tatsächlich ausgeht. Also aufhören mit der Panik, dem Kontrollieren und Entmündigen.

  • Erika Fetz sagt:

    Viele Eltern wollen ja gerade ihre Kinder bis zu einem gewissen Alter überall kontrollieren und kontaktieren können. Das ist der Grund dafür, dass viele Achtjährige ein Smartphone besitzen (SMS schreiben ist ja teuer, und auf einem alten Nokia gibt es kein WhatsApp und der GPS-Tracking-App funktioniert da auch eher schlecht). Und sie wollen auch nicht, dass ihre Kinder ohne die Technik aufwachsen, die sie später ohnehin beherrschen müssen. Soviel dazu.
    Ständige Panikmache und Pädo-Paranoia helfen eben nicht gerade dabei, dem Kind Mündigkeit und Selbstbestimmung beizubringen.

  • egozent sagt:

    Vielleicht sollte man mal so einen Kettenbrief in die Welt schicken:
    „Hi. Ich bin Mama. Wenn du nicht endlich deine Hausaufgaben machst, weniger chattest und weniger zockst, komme ich um Mitternacht zu dir und nehme Dir Dein Smartphone, Tablet & Konsole weg! Du glaubst es nicht? Anna Weinfeld hat es einfach ignoriert. Um Mitternacht hörte sie komische Geräusche auf dem Gang. Sie schrie um ihr iPhone, ich nahm es ihr weg und keiner hat es je wieder gesehen.“

    • think about sagt:

      Der ist gut 🙂 aber dann wohl eher als THE DARK SIDE OF THE MOTHERSHIP auftreten und mit Sat-Zerstörung und WLAN Untergang argumentieren. Etwas der Zeit angepasst 🙂

  • Ueli sagt:

    Ein Grund mehr, einem Kind noch kein solches Gerät in die Hand zu drücken.

  • Pat sagt:

    Elterliches Versagen. Wenn ein Goof sich von solchem Unsinn erschrecken lässt, ist es zu jung, um selbstständig mit diesen Geräten zu hantieren. Wenn Eltern ihrem Nachwuchs Cola und Mobilphone und Taschenmesser und Zündhölzer und werweisswas geben, haben sie gefälligst dafür zu sorgen, dass der Nachwuchs damit umgehen kann und Gefahren und Nutzen kennt.

  • Philipp Rittermann sagt:

    die meisten hier wollen gar nicht wissen, was da alles an multimedialen perversionen in den schulen rumgeschickt wird. und glauben sie mir, liebe eltern – das ist auch besser so…stecken sie weiterhin die köpfe in den sand, für alles andere ist es zu spät, schon lange.

  • Norma sagt:

    Kinder überlegen nicht ob ein Junge ohne Hände töten könnte. Meine Enkelin ( 4) will im Moment einschlafen mit Licht da sie Angst für herumstreunende Nashörner hat. Man kann sie gar nicht mit logische Erklärungen beruhigen.

  • pgirard sagt:

    Da kommt mir die gute Trudi Gerster in den Sinn, die einmal ein Kind fragte, wieso es denn unbedingt immer die gruselige Geschichte vom Seppli und den bösen Geistern hören wollte: «Häsch denn kei Angscht?» – «Momoll, aber ich ha ehe gärn Angscht …»
    Das Übelste an dieser Geschichte ist doch einfach, dass man bei jedem Ängstchen des Erbguts eine lebenslange Traumatisierung befürchtet.
    Im übrigen finde ich es schon ein bisschen schizophren, die Kinder konstandick in Watte einpacken zu wollen, ihnen dann aber ein iPhone oder iPad mitzugeben, damit sie sich in ihrem Kokon nicht so allein fühlen

  • Rene Baron sagt:

    Da schreibt also einer Kettenbriefe und will Kinder töten. Das alles ohne Hände ?? Ich lach mich tot 😉

  • mein Name sagt:

    Ich frage mich da eher:
    Wie zum Teufel will dieser kleine Junge, der ja definitiv keine Arme mehr hat, jemanden töten? Mit seinem schlechten Atem? Das wäre die erste Frage, die ich meinem Kind stellen würde… Und zwar aus Neugier…

  • stefan moser sagt:

    unser sohn geht in die 7. klasse progymer und muss ein wlan-taugliches endgerät besitzen, damit er via kanti-intranet stundenplan, aufgaben, anlasszeiten erfährt. und übrigens: für ein smartphone oder tablet brauchts keinen kredit mehr, das ist schon fast volksware. wir versuchen, den umgang damit zu lernen – horrorfilme gabs früher auch schon auf vhs-video…

    • tina sagt:

      und im kino. ich kann mich erinnern fast gestorben zu sein vor angst, vorallem weil ich nach dem film im dunkeln durch den wald heimlaufen musste – und dann kam mir auch noch ein hündeler entgegen!!! WUAH……
      später habe ich splatterfilme aus spass geschaut. die schwelle der angst auszuloten hat wohl etwas damit zu tun, sich darüber hinwegzusetzen

    • tststs sagt:

      Sorry fürs einmischen:
      Ich glaube kaum, dass das Endgerät Wlan-tauglich sein muss, der gute alte Heim-PC mit Modem tuts auch (aber die meisten Geräte haben Wlan eh fix eingebaut).

  • Genderbender sagt:

    Mich verstört auch viel mehr, dass diese Goofen offenbar mit sauteurer Unterhaltungselektronik ausgestattet werden.

    • Rene Baron sagt:

      Unser Kinder sind weder „Goofen“ noch dienen ihre Geräte der reinen Unterhaltung. Sie werden primär – sowohl für die Schule, Sport und Hobbies – als Lern- und Arbeitsinstrumente genutzt. Wir Eltern unterstützen das, weil wir glauben, dass sich unsere Welt in diese Richtung entwickelt, und man deshalb gut daran tut, zu lernen, mit diesbezüglichen Möglichkeiten und Risiken umzugehen.

      • Genderbender sagt:

        Haha! Ich lach‘ mich kaputt. ‚Lern- und Arbeitsinstrumente‘. Der ist wirklich gut.

      • tststs sagt:

        Ihre Absicht in Ehren, aber die ersten Instrumente, mit denen Kinder lernen müssen umzugehen, sind Hände und Hirn… sobald man diese beherrscht, können sie ausgelagert werden….

      • Rabe sagt:

        Nicht zu vergessen, auch der Umgang mit Alkohol will gelernt sein. Primär werden Getränke als Durstlöscher genutzt. Wir Eltern unterstützen das, weil wir glauben, dass das auch in Zukunft so sein wird. Deshalb trinken wir schon mit unseren 11jährigen regelmässig Alcopops und Bier, da sie ein paar Jahre später eh damit in Kontakt kommen. Ein 11jähriger, der damit Mass zu halten weiss, wird später weniger Gefahr laufen zum Komasäufer zu werden.

      • Trulla sagt:

        @Rabe: Gröhl – ich kugele mich! Das triffts doch auf den Punkt. Es gibt nichts, was man als Eltern nicht schon frühzeitig seinen Kindern nahebringen soll.

      • Rabe sagt:

        Noch ein etwas ernsterer Gedanke zum Thema. Die Entwicklung der Geräte und der Möglichkeiten geht in solch einem rasenden Tempo, dass niemand weiss, was in 10 Jahren angesagt und hip ist. Facebook, Twitter, Instagram, iPads, iPods und iPups existieren dann vielleicht gar nicht mehr. Oder sind nochmals gewachsen. Prognosen sind reines Kaffesatzlesen. Eine Prognose halte ich allerdings für sicher: All diese Dinge sind aus verkaufstechnischen Gründen auf jeden Fall so idioteneinfach in der Anwendung, dass der „frühzeitige Umgang“ damit jederzeit lernbar ist. Also keine Eile mit den Kindern.

    • Bender Gender sagt:

      Genderbender, mich verstört eigentlich, dass sie mit null Ahnung von den Möglichkeiten der aktuellen Technik, imstande sind einen Kommentar in einem Online-Forum abzugeben…
      Nur weil SIe mit dem Lauf der Zeit nicht mehr mitkommen, heisst das nicht, dass Andere ihre Geräte nicht als „Lern- und Arbeitsinstrumente“ einsetzen können.
      Bei der Swisscom oder Migros Clubschule gibt es sonst Kurse für Senioren…

      • Genderbender sagt:

        @BeeGee: Lassen Sie mich raten…. ‚von meinem eiFon aus gesendet‘, nicht wahr? Im Zug lesen Sie Zeitung u-cool auf’m eiPääd, bis Sie merken, dass Sie wieder mal vergessen haben, den *ç%* Akku aufzuladen, gell?

        Wissen Sie, meine Mitteilungen hier (falls Sie das nicht verstehen: ‚posts‘) muss mein Grossneffe, der Hansli, für mich schreiben; dafür kriegt er ab und zu mal einen Apfel. Das ist das Ding, dass auf all Ihren Geräten prangt. In die Clubschule schaff‘ ich’s nicht mehr, da macht meine künstliche Hüfte nicht mehr mit.

      • Bender Gender sagt:

        @Genderbender: Sie sollten dem Hansli auch mal eine Banane oder ein Stück Schoggi gönnen, die Abwechslung machts.
        Zudem haben Sie voll daneben gegriffen, ich wüsste nicht warum auf meinen Geräten Obst deponiert werden sollte.

        Eine kleine Entwicklungshilfe:
        Mein Smartphone brauche ich hauptsächlich um zu telefonieren, meine Termine zu organisieren, Stundenpläne zu verwalten, als MP3 Player und für Bedienungsanleitungen beim Support. Das Surface Tab brauche ich hauptsächlich in der Firma und um in der Weiterbildung ca. 35kg an Büchern, Skripten und den Notizblock einzusparen.

        Noch Fragen?

      • Genderbender sagt:

        Nein, absolut keine Fragen mehr. Sie machen das wirklich ganz ganz toll. Ich muss Ihnen gratulieren.

      • Bender Gender sagt:

        Danke, bekomme ich jetzt ein Sugus? Oder muss ich dem Hansli sein Apfel wegnehmen?

  • tommaso sagt:

    Erstens fällt mir keine brauchbare Begründung ein, wofür Elfjährige ein Smartphone brauchen. Zweitens war Hermann gegen solche hinrnverbrannten Drohbriefe ein völlig harmloses Witzchen, und gemach – kein Keim dieser Welt überlebt 250 Grad im Backofen…

    • Gabriela Braun sagt:

      Viele Elfjährige besitzen einen Ipod. Auch damit kann man WhatsApp-Meldungen erhalten.

      • houdini sagt:

        nope, kann man nicht. whatsApp lässt sich auf einem iPod touch nicht installieren – jedenfalls nicht ohne jailbreak.

      • Tina sagt:

        Als meine kinder zuletzt erzählten, sie hätten angst, war es weil ein anderes kind von einem film erzählte. Interessant war, dass ich mit dessen vater kurz vorher an einer elternveranstaltung zum thema gewalt on den medien teilnahm und er überzeugt war, seine kinder voll unter kontrolle zu haben

  • Brunhild Steiner sagt:

    Jemand ohne Hände schreibt also WhatsApp-Meldungen und schafft es locker zu manipulieren.
    Ich hoffe die Urheberschaft wird ausfindig gemacht.
    Wir hatten schon Papierkettenbriefe, je nach Kind brauchte es unteschiedlich lange Gespräche bis sie selber von der Ungefährlichkeit des Nicht-Weiterleitens überzeugt waren;
    trotz Haushalt der jede „Glücks-und Unglückssymbolik“ schon immer abgelehnt hat, inklusive Erklärungen dass uns die dahinterstehenden Drohungen und Abhängigkeiten (was, wenn der ultimative Glücksbringer verloren geht etc) nicht passen.
    Gut hat sich der Sohn gemeldet!

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      generell finde ich es einfach unglaublich wie viel Kapazität und Einsatzstunden mit solchem Mist wieder gebunden werden, das ist kein Kavaliersdelikt und auch kein blosser dummer Streich, sondern gehört für mich hart angefasst!!!

  • Daniel Fässler sagt:

    Schock-SMS? Das ist doch einfach ein billiger Halloween-Scherz. Muss man aus allem einen Elefanten machen? Kinder, die sich durch sowas traumatisieren lassen, wohlgemerkt Oberstufe, werden wohl im späteren Leben nicht lebensfähig sein und sich diversen Sekten, Religionen und anderem Esofetisch unterwerfen.

    • tina sagt:

      „kind, wenn du angst hast vor so einer message, dann wirst du später lebensunfähig“. doch, nette unterstützung. darum also habe ich meine ängste als kind lieber für mich behalten …….
      daniel fässler hatte als kind und jugendlicher bestimmt nie angst? tipp: wer das denkt, hatte wohl solche angst, dass er sie verdrängte. ein trauma ein trauma!

      • lala sagt:

        Klar hat(te) man als Kind oft angst.

        Aber wohl kaum auf Grund eines Kettenbriefes oder SMS, wohl eher weil man irgend einen Film geschaut hat, den man im Kino ohne Begleitung noch gar nicht sehen durfte…

      • Tina sagt:

        Gespenstergeschichten mit splattereffekten und schockelementen in klassenlagern….?

      • houdini sagt:

        pfadi-nachtübungen mit dem hehren ziel, angst und schrecken zu verbreiten… unsere taufzeremonien waren berüchtigt und gefürchtet! 😀

  • David Bühlmann sagt:

    Das ist kein iPad.

  • Marius Honegger sagt:

    Die Autorin weigerte sich „meist“ solchen Unsinn weiterzuschicken, und hat beim Herrmann-Teig-Blödsinn sogar mitgemacht? Und wundert sich dann, weshalb andere Leute das tun?
    Ist ja nett, dass in Deutschland die Polizei ermittelt hat, aber was soll den hier der Tatbestand sein?

    • 13 sagt:

      Drohung? Nötigung? Ich persönlich finde es gut, dass dagegen vorgegangen wird. Ob es uns gefällt oder nicht, Kinder besitzen diese Handy, in wenigen Jahren wird es kein Handy mehr geben, mit dem nicht ins Internet gehen kann und auch sonst sind sie immer mehr im Internet zu Hause, Da muss einfach klargemacht werden, dass auch virtuell nicht alles erlaubt ist. Cyberkriminalität ist etwas, dass uns immer mehr beschäftigen wird.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Es gibt heute noch Handys mit denen man nicht ins Internet kann, aber kaum noch Eltern, die sich getrauen ihrem Kind sowas in die Hand zu drücken aus Angst der/die Kleine könnte Terror machen. Unreif sind hier nicht die Kinder, unreif und unfähig sind hier die Eltern.

      • 13 sagt:

        Ja, heute gibt es sie noch und ich finde sie für Kinder und Jugendliche eigentlich ein guter Anfang. Aber ich bin realistisch: meine Kinder sind 5 und 2 und ich gehe nicht davon aus, dass sie jemals eins ohne Internetzugang besitzen werden, weil es das in 8-10 Jahren nicht mehr geben wird. Also stelle ich mich darauf ein, dass ich mit diesen Geräten eine Lösung finden muss. Und da bringt es nicht viel zu sagen: Schuld sind die Eltern, die sich nicht durchsetzen können, sondern ich stelle mir die Frage: Wie schütze ich mein Kind und bringe ihm einen vernünftigen Umgang damit bei.

  • Pumuckl sagt:

    Interessante Frage, was man da so machen könnte.
    Zunächst würde ich mal sagen, dass Kinder, die sich von derartigen Nachrichten erschrecken lassen, definitiv zu jung sind um Geräte zu besitzen, auf denen WhatsApp läuft. Die auch definitiv zu jung sind um allein in ihrem Zimmer im Internet surfen zu können …. Aber das wird sich bei all den Eltern, die lieber einen Kredit aufnehmen, als ihrem Kind das neue iPhone zu verweigern wohl nie durchsetzen, Genauso wenig wie bei den Eltern, die ihrem Kind (aus schlechtem Gewissen??) keinen elektronischen oder modischen Schwachsinn abschlagen können.

    • Reto Stadelman sagt:

      Auf den Punkt gebracht, danke.

    • lala sagt:

      Genau so.

      Kettenbriefe… Lach…

    • tina sagt:

      wann ist man genug alt für ein handy pumuckl? offenbar gibt es auch auf facebook solche messages. ich hasse es auch als erwachsene, wenn man mir pech prophezeit wenn ich etwas nicht mache. und wir hatten früher diese kettenbriefe, die es ja auch immer noch gibt, selbst wenn man keinen zugang zum internet hätte.

      • Genderbender sagt:

        @Tina: wann man alt genug ist für ein Mobiltelefon, ist schon eine gute Frage. Eine noch bessere Frage ist aber, wann man alt genug ist für einen Taschen-Supercomputer, der mehr Rechenleistung erbringt als nötig war, um die Mondmissionen auszuführen. Und der die wunderbare Möglichkeit der Direktkommunikation mit Pädophilen von Anchorage bis Ulan Baator eröffnet.

      • Nico sagt:

        Liebe Tina, halten Sie sich an folgenden Grundregel: Alt genug für ein Handy ist man sobald man die Rechtschreibung beherrscht! Sie müssten sich also noch ein bisschen gedulden… Des Weiteren erstaunt es mich nicht, dass Kinder auf solchen Blödsinn reinfallen, wenn sie schon in jungen Jahren mit Fantasy- und Hexereigeschichten à la Harry Potter zugemüllt werden. Auch müssten die Eltern ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und sich den Kettenbriefen oder der Teigvervielfältigung rigoros verweigern. Wenn die Eltern schon latent abergläubisch sind muss man sich nicht wundern.

      • saporeil Mahani sagt:

        @ Nico

        Zuallererst finde ich es erbärmlich, einen ernst gemeinten Post schulmeisterlich hinsichtlich der Orthografie zu tadeln. Das muss einfach mal gesagt sein.

        Ausserdem sind wir in unserer Jugend auch von brutalen Märchen „zugemüllt“ worden. In den Märchen der Gebrüder Grimm über Räuber Hotzenplotz bis zum Chasperli sind genug Brutalitäten beschrieben um für mehr als nur einen Albtraum zu sorgen.

        Den Erhalt eines Kettenbriefes kann man halt nicht verweigern, nur wie man damit umgeht.

        Wann ist man berechtigt einen Post in einem Blog zu kommentieren? Eine Frage die Sie sich stellen?

      • houdini sagt:

        „…mit Fantasy- und Hexereigeschichten à la Harry Potter zugemüllt…“

        lassen sie mich raten… harry potter wurde vom satan geschickt um kinder vom wahren pfad zu jesus abzubringen… so etwa?

      • Nico sagt:

        Lieber Houdini, um Geschichten über Magie bescheuert zu finden reicht es Naturwissenschaftler zu sein. Die Jesus-Keule zu schwingen ist hier unnötig. Mein Punkt ist, dass Kinder heutzutage sehr früh mit potentiell verstörenden Geschichten in Kontakt kommen, die in keinem Vergleich stehen zum Chasperli der das böse Krokodil vermöbelt. Das sieht hoffentlich auch Hr. Mahani ein. Wenn dazu noch abergläubische Eltern kommen, die selber bei Kettenbriefen und dergleichen mitmachen, dann braucht man sich, wie schon erwähnt, nicht wundern, wenn Kinder Todesdrohungen per WhatsApp weiterleiten.

      • Tina sagt:

        Gb: die rechenleistung die in baikonur für das starten von raketen bis 1985 benötigt wurde war die eines taschenrechners. Remember 386er? Ein smartphone hat mehr drauf. Ja ich wünschte mir auch, ich hätte als kind so supercoole spiele gehabt, wie die kinder heute

      • houdini sagt:

        @Nico – „Lieber Houdini, um Geschichten über Magie bescheuert zu finden reicht es Naturwissenschaftler zu sein.“

        aber das ist ja fast noch schräger – also geschichten mit fantastischen elementen sind bescheuert? das finde ich, auch naturwissenschaftler, bescheuert!
        oder haben sie sich speziell auf den armen harry potter eingeschossen? der kam beim vorlesen bei meinen kindern grossartig an. ich weiss ja nicht, ob sie diese bücher je gelesen haben, aber meiner ansicht nach ist das sehr gut gemachte jugendliteratur – und ich bin da ziemlich heikel und altmodisch – wir lesen kästner, lindgreen

      • houdini sagt:

        ende, kläber… die klassiker halt.

        meiner meinung nach muss sich potter da nicht verstecken und hat durchaus das zeug zum modernen klassiker.

        machen sie nicht den fehler, vom hype (der ja doch auch langsam vorbei ist) auf die qualität zu schliessen.

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