Frauen, redet über Geld!

Cover der Rihanna-Single «Pour it Up». (Foto: Def Jam)

Geld scheint in vielen Beziehungen ein Tabuthema zu sein: Ausschnitt des Covers der Rihanna-Single «Pour It Up». (Foto: Def Jam)

Wie kann es sein, dass verheiratete Frauen und seit kurzer Zeit Mütter, die dringend benötigten Winterstiefel, den Wintermantel oder das SBB-Streckenabo aus ihrem Ersparten bezahlen? Sie es also nicht wagen ihre persönlichen Dinge aus dem Familiengeld zu kaufen?

Dies, obwohl sie doch auch Vollzeit arbeiten: als Hausfrau, Putze, Kinderbetreuerin, Familienmanagerin – sowie Teilzeit im Büro. Welche Wertschätzung haben die Frauen sich selbst gegenüber? Glauben sie, es stehe ihnen nicht zu, weil sie selbst kaum Geld verdienen? Oder geht es darum, dass sie sich eine gewisse Unabhängigkeit bewahren und sich nicht aushalten lassen wollen?

Was ich beschreibe, ist verstörende Realität. Es handelt sich um Frauen, die mit ihren Familien in Vierzimmerwohnungen leben, einen Kleinwagen fahren und zwei- bis dreimal jährlich in die Ferien reisen. Bevor sie eine Familie gründeten, hatten sie gute Jobs, sie verdienten jahrelang ihr eigenes Geld. Sie waren seit dem Ende ihrer Ausbildung nie mehr abhängig, ihre Ausgaben gingen nur sie alleine etwas an. Doch seit sie Mütter sind und hauptsächlich vom Verdienst des Mannes leben, sind sie plötzlich unsicher, was ihnen davon zusteht.

«Ja, redet ihr denn nicht mit euren Männern?», fragte ich kürzlich erstaunt drei Frauen aus meinem Bekanntenkreis, als sie mir von ihrer Situation erzählten. Sonst tut ihr immer so aufgeschlossen. Ihr sprecht über Gefühle, Verhütung, Sex, Klinikaufenthalte, Sterbebegleitung, religiöse Ansichten und so vieles mehr. Bei all dem gebt ihr euch in der Regel wahnsinnig offen und tolerant. Aber über Geld getraut ihr euch nicht zu sprechen? Die eine schwieg, die andere murmelte was von falschem Stolz – und die Dritte sagte, es sei eben ein schwieriges Thema.

Ich gehe davon aus, dass dieses «schwierige Thema» nicht bloss ein paar meiner Bekannten betrifft, sondern zahlreiche andere Frauen und Männer auch. Geld ist offenbar in vielen Beziehungen noch immer ein Tabu. Für mich unverständlich, denn sobald das Paar gemeinsame Kinder hat, also zur Familie wird, muss es auch über Geld reden. Es gibt keinen Weg daran vorbei – egal für welches Familienmodell sich die Eltern entscheiden. Sonst wird das Geld-Thema in der Beziehung zu einer Knacknuss und mit ein Grund für Stress. Denn Geld bedeutet letztlich auch Macht. Geld steht für Selbstwert, Erfolg, Leistung. Am Geld wird eine gewisse Wertschätzung sichtbar. Deshalb liebe Frauen – und auch Männer! –, redet doch mal wieder über Geld.

Wie halten Sie es mit dem Geld? Fliessen alle Einnahmen in einen Topf? Führen Sie mehrere Familienkonten? Oder gibts alle paar Wochen ein Nötli bar auf die Hand?

Mehr zum Thema am Dienstag nächste Woche: Ein Budget- und Schuldenberater gibt Auskunft darüber, welches die grössten Schuldenfallen von Familien sind – und wie sie sich punkto Geld am besten organisieren.

Bis dahin «Money, Money, Money» von Abba:

199 Kommentare zu «Frauen, redet über Geld!»

  • Anja Stegert sagt:

    Ist das Thema schon beendet? Hoffentlich geht es bald weiter, da gäbe es doch sicher noch interessantes in die Runde zu fragen: Macht ihr 50% 50% bei der Miete, obwohl Frau weniger verdient und arbeitet (mit Kind)? Zahlt ihr als Verheiratete so etwas wie ‚Unterhalt für das Kind‘ in eine Haushaltskasse? Wie geht ihr um mit unterschiedlichen Interessen: Geld für Essen und Restaurants ausgeben oder doch lieber mal ein gutes Möbel? Wie stehen die Jungs denn zu euren Einkäufen für die Kinder? Rechnet ihr die Arbeisstunden in Küche, Waschküche ab? Gibt es Jungs die Taschengeld erhalten von Frau? (-:

    • Erika sagt:

      Mich hat erschreckt was für Zustände bei manchen zuhause betreffend Geld herrschen. Ich bin Verheiratet, habe (noch) keine Kinder und bin 100% berufstätig. Bei uns gehen beide Löhne in einen Topf. Wir haben ein gemeinsames Spar- und Salärkonto. Obwohl ich mehr verdiene als er, ist es bei uns normal, dass jeder Zugriff auf alle Kontos hat. Bei grösseren Ausgaben besprechen wir natürlich alles zusammen. Budget muss ja auch gemacht werden. Mir käme es nie in den Sinn die Ausgaben meines Mannes zu kontrollieren oder zu beschränken. Wir nehmen Rücksicht aufeinander, schliesslich sind wir ein Team

  • Stefan Bressel sagt:

    Für Job sowie Beziehungen gut einsetzbar http://mehr-geld-vom-chef.de/

  • Irene feldmann sagt:

    Geld ist gedrucktes Papier und münzen Metall und auf all dies habt ihr einen knall???

  • Roshan sagt:

    Trennt die Güter.
    Und nun geht hin und teilt sie.

  • lia sagt:

    die Frau verdient KAUM Geld? Was soll das denn bitte? Ich verdiene mit meinem 60%-Job gerade mal 1000 Franken weniger als mein Mann mit 100%, da ich eine höhere Ausbildung habe, aber nicht weiter 100% arbeiten wollte. Er übernimmt etwas mehr an KK-Kosten, aber wir bezahlen unsere Auslagen selber. Ansonsten gilt: Nach allen bezahlten Muss-Abgaben werden beide Löhne addiert und durch 2 geteilt und dann bekommt jeder der Ehepartner eine Hälfte zum freien Gebrauch.

  • Markus Müller sagt:

    Solche Dinge wie Sackgeld müssen klar geregelt werden. Am besten bereits vor der Geburt der Kinder und bei jeder Lohnerhöhung neu.
    Leider gibt es auch viele Frauen die das Haushaltskässeli arg strapazieren um sich Dinge zu leisten die unnötig sind!

  • Hannes Müller sagt:

    Grauenhafte Scham, grauenhafte Diskussion. Wenn man zusammen ist, ist man ein Team und das Geld muss zusammen verwaltet und budgetiert werden. Ob nun sie oder er mehr heimbringt. Keiner ist oben, keiner ist unten.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich bin auch etwas konsterniert ob solch einer Diskussion und bin da ganz bei Ihnen, Hannes. Entweder man kriecht zusammen unter eine Bettdecke und hat Spass zusammen dort und auch im Alltag oder es ist ein Leben nebeneinander, weniger miteinander. Klar darf jede Frau und Mann ein separates Konto haben, aber sonst wird alles geteilt. So macht das Leben zusammen einfach mehr Spass und erhöht die Spannung immer wieder aufs Neue.

      Wo leben denn diese Rappenspalter ums Himmels Willen eigentlich? In Nordkorea?
      Was……! In der reichen Schweiz?!! 🙄

    • Hotel Papa sagt:

      Ach Gottle. Wenn Zusammenleben immer so einfach wäre.

  • Hansli sagt:

    Kannte von meinen berufstätigen Eltern nur ein System. Jeder hat auf alle Konten vollen Zugriff und für die Ausgaben wird das Konto geplündert, wo noch etwas drauf ist. Hab dieses System nun kopiert.

  • Owen sagt:

    Alles Geld, das verdient wird, kommt in einen Topf ‚Familienkonto‘. Pro Monat gehen Sackgeld, Kleidergeld und Essensgeld auf die ‚individuellen‘ Privatkonti. So wird gemeinsam über das Familienkonto entschieden und jeder darf/kann mit dem ‚eigenen‘ Sackgeld wirtschaften wie er/sie will :-D; Sackgeld und Kleidergeld sind dabei für beide gleich und Essensgeld aufgeteilt je nach Bedürfnis am Arbeitsplatz.
    So geht das 🙂

  • Jeanclaude sagt:

    Mindestens über 40% der Frauen diskutieren NUR über Geld (Scheidungsratenstatistik CH). Die übrigen lediglich ab und zu – wenn ihre Freundinnen einen grösseren Kleinwagen erhielten oder mehr als fünfmal in die Ferien reisten zum Beispiel.

  • Meier sagt:

    Das Problem liegt in der Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche für den nachehelichen Unterhalt auf den während der Ehe tatsächlich gelebten Lebensstandard abstellt. Dies hat zur Folge, dass der Mann, der gegenüber der Frau finanziell grosszügig ist und ihr viel Luxus ermöglicht, später geschröpft werden kann. Der geizige hingegen wird belohnt und muss entsprechend weniger Unterhalt bezahlen.

    • Hotel Papa sagt:

      Das mag eine Ungerechtigkeit sein. Die Anzahl derer, die sich dadurch in ihrem Verhalten beeinflussen lassen ist aber wohl eher marginal.
      Menschen sind unterschiedlich in ihren Hemmungen, Geld auszugeben. Und sie sind noch unterschiedlicher in ihrer Beurteilung, für welche Dinge es auszugeben sich lohnt. In ersterem, aber vor allem letzterem, unterscheiden sich Männlein und Weiblein deutlich. Da ist der Konfliktstoff.

      • Meier sagt:

        Da hast du sicher recht und das mit der Weiterführung des ehelichen Lebensstandards kommt ohnehin nur bei sehr guten finanziellen Verhältnissen zum tragen. Trotzdem finde ich diese Rechtsprechung fast schon pervers und zeigt eben das Konfliktpotenzial auf diesem Gebiet auf. Und das zieht sich durch das gesamte Scheidungsrecht resp. durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung dazu.

  • 13 sagt:

    Was mich bei der Diskussion trotz allem erstaunt: Man heiratet einen Menschen, man entscheidet sich für Kinder, aber denkt so schlecht über den anderen. Wie kann man denn mit einem Menschen, von dem so wenig hält, eine Familie gründen und aufrechterhalten? Also ich entscheide mich doch nicht mit einem Mann für Kinder, den ich für zu geizig oder für zu verschwenderisch halte! Ich werde doch nicht von einem Mann schwanger, bei dem ich mich nicht TRAUE die Finanzen anzusprechen. Ich plane mit niemandem mein Leben, wenn ich ihm nicht einmal genug vertraue, um ihm eine Kontovollmacht zu geben…

    • Hotel Papa sagt:

      Gabriela Braun hat das richtige Wort genannt. TABU. Dieses Thema anzusprechen beinhaltet oft genug Konfliktstoff, dass man es lieber bleiben lässt.

      Und wenn ich auf meine Historie zurückblicke: Es war alles in Ordnung. Das ganze Zurückstecken hat man gern gemacht. Es geht schliesslich um seine Liebsten. Wenn diese Liebsten aber dann plötzlich nicht mehr die Liebsten sein wollen, dann bricht plötzlich auf, was an geheimem Groll daran gewachsen ist.

      • Hotel Papa sagt:

        Ausserdem entwickelt sich so etwas schleichend. Und du willst ja nciht beim ersten negativen Gefühl davonlaufen. Das stehen wir doch durch…

  • adrian sagt:

    Mein Lohn(100%) geht zu 75% in die Familienkasse, Ihr Lohn (40%) verdonnert Sie als Ihr Sackgeld, trotzdem hab ich mehr Sackgeld und kann Sie mit Geschenken verwöhnen und keiner Jammert. Amen.

    • Hotel Papa sagt:

      Wie bei so manchem Beispiel hier: Überfluss lässt sich leicht verwalten. Mit Mangel gibts deutlich mehr Diskussionsbedarf.

    • Martin Hug sagt:

      Wie schon weiter oben kommentiert: Ihre Frau hat einen tollen Deal gemacht.

    • Martin Hug sagt:

      @Adrian: Sie geben 3/4 Ihres Lohnes in die Familienkasse, ihre Frau behält 100% ihres Einkommesn für sich selber und bedient sich noch aus der Familienkasse und wird noch zusätzlich von Ihnen mit Geschenken verwöhnt. Wow! Warum wandle ich bloss als Mann durch diese Welt?

  • Martin sagt:

    Meine Frau arbeitet 50% im Büro. Ihr Gehalt behält sie für sich und deckt damit ihre persönlichen Ausgaben (Kleider, Hobbies, Krankenkasse etc.). Ich behalte von meinem Gehalt den gleichen Betrag für mich, der Rest fliesst aufs Gemeinschaftskonto. Irgendwie einfach, oder?

    • Martin Hug sagt:

      Ihre Frau hat einen tollen Deal gemacht.

      • Reto B. sagt:

        Im Gegensatz zu unten finde ich dies hier fair… Allerdings nur, wenn man darauf besteht, dass die zusätzlichen 20 Stunden pro Woche der Frau Mehrarbeit im Haushalt sind ggü dem vom Mann im Haushalt getätigten Arbeitsaufwand.

  • Thomas sagt:

    Bukowski hatte eben doch recht: Jeder zahlt drauf! Ich denke, das beste ist wohl, als Mann einfach niemals zu heiraten. Mann kann nämlich nur verlieren bei diesem Spiel.

    • tina sagt:

      oh da solltest du mal mit meinem ex sprechen . ok, er wird lügen. wie alle anderen kerle auch (ok das letzte meine ich nicht so, aber musste sein, um thomas auzugleichen)

      • adrian sagt:

        Frauen verdienen nun mal weniger als Männer, das ist ein Fakt, gerecht hin oder her. Also „kostet“ es den Mann immer wen er heiratet: Jedem das Seine, und mir ein bisschen mehr …

      • alien sagt:

        hallihallo… Kosten? Fff. Heiraten halte ich für eine schlechte Idee, aber sicher nicht wegen der finanziellen Folgen. Nein, die menschlichen Verheerungen der Heirat sind enorm.

  • manuel sagt:

    BEVOR es Kinder gibt muss diese Thema auf den Tisch, wenn schon. Mir persönlich wäre es sogar ein grosses Anliegen einmal generell über Geld und seine, für mich, zerstörerischen Eigenschaften zu sprechen. Für meine Begriffe müssen wir lieber heute als morgen in eine Geldlose Gesellschaft finden, wo Produkte produziert werden, weil benötigt, und nicht auf Halde um danach via Werbung einen Käufer zu suchen. Das Spiel das wir jetzt spielen, wird vielleicht noch zwei Generationen gut gehen, dann ist aber spätestens Feierabend. Schönen Gruss an die Urenkel….

    • adrian sagt:

      Genau! Zurück zum Kommunimus! Der OberGauLeiter berechnet dann die Menge an Unterhosen, diese werden dann vom Sowchosenleiter in der Fabrik plangenau nach Baumuster ASR-1943 gebaut und gerecht verteilt. Und für die Gerechteren gibts dann eine Datscha.Amen.

  • Rita Stein sagt:

    Eine weitere Frage ist, wem eine Gehaltserhöhung zugute kommt. In diesem Fall sind Mann und Frau gleich gut qualifiziert (die Frau sogar etwas besser, vedient aber natürlich weniger) und arbeiten zum gleichen Lohn. Nun kommt das Kind und die Frau reduziert (unfreiwillig!) auf 60% und der Mann auf 80%. Der Mann wird aber befördert und erhält monatlich 500 CHF mehr Geld. Die Frau, welche ihre Beförderung durch die Familiengründung ins Klo gespült hat, ist nun arm, Mutter und knapp bei Kasse, während dessen Mann sich mit 500 CHF extra teure Brioni Anzüge und Gadgets leistet. Ist das fair?

    • Hotel Papa sagt:

      Klingt nach Sklavenhaltung. Wo hast Du den Fall gefunden?

      • Norma sagt:

        Es war unmöglich mit meinem Mann über Geld zu reden. Siebzehn Jahre lang bekam ich während meine Ehe kein eigenes Geld und auch nie ein Haushaltsgelderhöhung. Inzwischen worden die Kinder grosser, das Leben teuerer und das Geld knapper, während mein Mann immer mehr verdiente und viel Geld für seine „persönliche Entwicklung“ ausgab. Ich habe dann, gegen seine Wille, ein Teilzeit Job angefangen. Plötzlich hat es geheissen, ich könnte meine Zahnarzt Rechnung, Kinderkleider u.s.w. selber zahlen, obwohl das Verdiente nicht mehr als ein Taschengeld war. Ein schlimmer Art der Machtmissbrauch!

    • manuel sagt:

      Kinderauf was lasst ihr euch da ein. Wer sich für den Familienweg entscheidet hat doch ein Konto für den „täglichen“ Bedarf, und wer da was einzahlt oder braucht ist doch völlig egal (solange es aufgeht, habe auch so eine Tante…). Sagt mal hat der Narzissmus in unserer Gesellschaft bereits die Familie erreicht, oder wie ist das zu verstehen. Wenn ich solche Dinge höre bin ich immer wieder Froh das nie etwas „passiert“ ist, und lasse dann lieber die Finger davon. Sorry, aber mit jemandem unter dem gleichen Dach leben mit Kind und Kegel und dann irgendwie trotzdem meins und deins…

  • Alex sagt:

    Ist nun mal unfair. Ein Mann investiert „sein“ Geld in Sachen die der Familie nutzen – und die Frau in Sachen die nur sie braucht.

    Ein Mann kauft Fernseher, Stereoanlagen, Computer, usw. von denen die Frau und Kinder alle auch was haben können.
    Eine Frau kauft sau teure Handtaschen, Schuhe, Kleider, usw. und wenn sie den Mann mal in dem hübschen schwarzen Kleidchen sieht gibts ne riesen Diskussion.

  • Leserin sagt:

    Bei uns steuert jeder anteilsmässig gleich viel bei. Derzeit 1/3 des Lohnes, um alle gemeinsamen Ausgaben wie Miete etc. zu bestreiten. Über den Rest verfügen wir frei und geben ihn auch gerne für den jeweils anderen aus. Ich arbeite und verdiene übrigens ein Vielfaches meines Mannes und freue mich, ihm das Leben ermöglichen zu können, das er sich wünscht.

  • Lukas O. Bendel sagt:

    @ G. Braun:
    In ihrem Beispiel geht die Mutter einer Teilzeiterwerbstätigkeit nach und soll trotzdem all ihre Einkäufe aus dem Einkommen des Mannes finanzieren dürfen. Gehört denn das von ihr generierte Einkommen einfach nur „ihr“ und im Gegenzug zum Einkommen des Mannes nicht ins „Familiengeld“?
    Ich habe effektiv Mütter erlebt, die – nach ihrem Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, weil alle Kinder mindestens Ende Mittelstufe waren – diese IMHO doch etwas selbstherrliche Meinung vertraten!

    • Gabriela Braun sagt:

      @ Bendel:
      Ich beschreibe drei Fälle. Die Frau, die einen Tag in der Woche arbeitet, lässt den Lohn auf das Familienkonto überweisen. Obwohl sie also ein klein wenig zum Familieneinkommen beiträgt, hat sie Hemmungen vom Konto Geld zu nehmen, wenn es um notwendige persönliche Ausgaben geht.

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @ Braun:
        Aber danke für Ihre Klarstellung, was Ihres Erachtens korrekt ist!
        Aber wie erwähnt, ich kenne nicht nur eine Frau persönlich, welche fand, ihre (bis zu 50%-)Erwerbstätigkeit nehme sie ja freiwillig auf sich, weshalb der damit erwirtschaftete Lohn einzig ihr zustehe. Und es war schwer bis teils unmöglich, diesen klarzumachen, dass jeder entsprechend seinen Möglichkeiten zum Familieneinkommen beizutragen habe und sie ja fairerweise nicht in Anspruch nehmen könne, frei zu wählen ob sie lieber ohne Ende Soap-Operas schauen oder arbeiten gehen wolle.

      • Reto B. sagt:

        „Notwendige persönliche Ausgaben“, da hab ich eben schon einiges gehört. Ich brauche jetzt einfach Ferien, eine Auszeit oder so ähnlich. Ich hab schon ewig mit meiner Freundin ausgemacht, dass wir den Städtetrip machen. Ich brauche ein neues Handy, das alte ist schon 2 Jahre alt, ich brauche eine Handtasche, zum neuen Mantel passt eben keine die ich habe (ach ja, da war noch: Ich brauche einen neuen Mantel). Ich sags nochmals, eigenes Geld, eigene Entscheidung. Gesamteinkommen nehmen, Teil bestimmen, den man eigentlich nicht benötigt, durch zwei teilen, das ist das „eigene Geld“.

  • Lukas O. Bendel sagt:

    Habe während meiner Ehe meiner Frau wieder und wieder gesagt: Solange sie neben ihrem Teil der Kinderbetreuung noch keine ihr passende Erwerbstätigkeit finden konnte, gelte „Mein Geld kann ich nur verdienen, weil sie mir mit dem Haushalt und den Kindern an vier Tagen die Woche den Rücken frei hält!“.
    Nach der Trennung hingegen sollte im Sinne eines „clear break“ schnell wieder als Grundsatz die finanzielle Selbstverantwortung zum Zuge kommen, verbunden mit paritätischer Kinderbetreuung. Will ein Elternteil etwas anderes, muss er mit dem anderen bis zur Einigkeit feilschen.

  • Francesca sagt:

    In der ersten Beziehung legt man alles zusammen und teilt fair. Aber dann kommen die Unredlichkeiten: der eine geht vielleicht fremd, dafür zwackt der andere vielleicht Geld ab, und so läuft das aus dem Ruder und in die Scheidung. Und bei der nächsten Beziehung ist dann das Misstrauen da, „alle“ Männer gehend fremd, „alle“ Frauen wollen bloss Geld, was weiss ich. Am Ende dann die Verbitterung, wie wir sie auch hier bei manchen Posts sehen. Schade. Es wäre schön, wenn sich alle ein bisschen Wohlwollen dem andern Geschlecht gegenüber erhalten könnten. Ist nämlich keiner besser, als der andere.

    • Hotel Papa sagt:

      Genau so. Aber woher holt mensch den Mut, sich wieder verletzlich zu geben? Vor allem, wenn man liks und rechts sieht, wie Gutwilligkeit missbraucht wird?

  • Calimero sagt:

    Meine Frau hat die letzten Jahre jeweils unsere Steuerklärung ausgefüllt. Wenn wir über Geld (Hypothek etc.) reden, erfolgt dies dann recht sachlich und auf gleicher Augenhöhe.
    Das kann ich allen Frauen nur empfehlen. So werden schlechte Überraschungen vermieden…

    • Hotel Papa sagt:

      Die Stuererklärung war bei uns auch jeweils Gelegenheit für den Kassensturz. Sachlich blieb das leider selten. Niemand hört gern Kritik. Irgendwann hab ichs dann gelassen, von „über die Verhältnisse leben“ zu reden.

  • elena sagt:

    Bei uns bezahlt jede/r 50% in die gemeinsame Kasse, von der auch alles Gemeinsame bezahlt wird. Mit dem eigenen ‚Rest‘ kann er/sie dann machen, was er/sie will. Wir arbeiten beide selbstständig seit 25 Jahren und haben unsere drei Töchter seit Geburt zu je 50% betreut und die anderen 50% ‚gegen Geld‘ gearbeitet. Daher auch die anfangs notierte Verteilung. Wer mehr verdient, hat jeweils mehr Ende Monat nach Abzug der gemeinsamen Kosten. Aber das vor der Kinder auch nicht anders: Wer mehr verdient, hat halt Ende Monat mehr: Wir hatten/haben beide die gleichen Chancen und gleich viel Zeit.

  • Michu sagt:

    Konkretes Beispiel: Beide verdienen mit 100% gleich viel. Sie reduziert auf 80%.
    Allgemeine Kosten (Miete, Auto, Strom, etc.) werden zu 100%/80% aufgeteilt.
    Jeder hat sein eigenes Konto und finanziert sich die persönlichen Kosten (Krankenkasse, Steuern, etc.) und Luxus (neuer TV, Bücher, DVDs, Ferien etc.) selber.
    Schwierigkeiten sehe ich nur in dem Fall, wenn einer gar nichts oder massiv weniger verdient.

    • Hotel Papa sagt:

      Massiv weniger dürfte relativ häufig sein. (Wie oft hört man von einem 40 .. 60% Pensum bei ihr, und oft sind das nicht die gut zahlenden Berufe.) Und Steuern selbst berappen ist für den geringer verdienenden auch problematisch, wenn man gemeinsam veranlagt wird und damit die Progression voll durchschlägt.

      • Michu sagt:

        OK, bei gemeinsam veranlagt würden die Steuern zu den allgemeinen Kosten wandern (100%/80%).
        Beim Konkubinat zahlt jeder seine Steuern.

    • marie sagt:

      hatte zwei solche beziehungen (ich verdiente massivst weniger). ich konnte nicht mal mit den freizeitaktivitäten mithalten. da ich der meinung bin, dass man sich nur das leisten sollte, was man auch selbst bezahlen kann. und aus diesem grund wollte ich auch nicht zusammenziehen. und bei urlauben war die streiterei jeweils vorprogrammiert. sie wollten auf die maldeviden oder in die staaten, mein budget erlaubte im besten falle ein verlängertes wochenende auf dem zeltplatz hinterpfupfigen.
      …nun, ich war nie romantisch und ach ja, diese beziehungen gingen auch in die brüche.

      • Hotel Papa sagt:

        Soviel Kompromiss muss in einem solchen Fall sein, dass frau (oder von mir aus auch mann) sich ein Stück weit aushalten lässt.

        Wär doch irgendwie traurig, wenn die möglichen Partnerschaften daran hängen, dass die zwei finanziell in einer zumutbaren Bandbreite sind. Wo bleibt da Aschenputtel?

      • marie sagt:

        hm… erfahrungsgemäss wird einem als frau vom geschenkten schuh im hardcore-ausverkauf alle 2 jahre genauso unter die nase gerieben, wie die geschenkte villa inkl. aston martin vantage 12, den designerschmuck/-mode und die neuen boobs beim starchirurgen xy (die liste kann beliebig mit noch weiteren geschenken ausgeschmückt werden)… wo setzt man den kompromiss nun an?
        nein, ich bleibe dabei. wenn ich etwas will gehe ich dafür arbeiten und geschenke nur solche, die ich mir leisten könnte. vorwürfe wie sie hier zum teil gefallen sind, will ich mir niemals vorwerfen lassen. von niemandem!

      • Hotel Papa sagt:

        Ja dann bleibts wohl beim Küchengehilfen für Aschenputtel!

        Alles das, was Du beschrieben hast, fände ich auch problematisch. Aber gemeinsame Ativitäten dürfen unter dem Unterschied einfach nicht leiden. Das geniesst und bezahlt man gemeinsam, und danach, wie hat der Redner am Ende des Konzerts gestern gesagt: „Sie haben Musik gekauft. Und nun ist sie weg. Und Ihr Geld auch!“

        Da gibts nichts vorzuhalten.

      • marie sagt:

        also hätte ich mir beim erstbesten streit einfach den usa und den malediven urlaub vorwerfen lassen müssen aufgrund eines kompromisses, der die gültigkeit beim streit verloren hätte? für mich stellt das ein schlechter deal dar.
        (ich hab’s nicht so mit aschenputtel und ich brauche auch keinen mann, um mich aufzuwerten.)

      • Hotel Papa sagt:

        Dir die Malediven vorzuwerfen wäre unglaublich schlechter Stil und eines Prinzen nicht würdig. Da ist es schon besser, man trennt sich vorher.

        Aber auch wenn Aschenputtel den Prinz nicht braucht, um sich aufzuwerten: Was wenn, verdammt nochmal, genau meine andere Hälfte daherkommt, und sie wohnt in einem Schloss?

      • marie sagt:

        dann sind sie verdammt gut beraten, sich entweder ihrer prinzessin absolut zu unterwerfen (inkl. allfällig schlechtem stil) oder aber eben: das weite suchen 😉 etwas zwischendrin ist m.e. bei massivstem lohnunterschied kaum möglich.

      • Hotel Papa sagt:

        Dass Du mir unterstellst, jemand mit schlechtem Stil könnte genau meine andere Hälfte sein… Also wirklich!

        😉

      • marie sagt:

        nö, tue ich nicht. aber wir wissen beide, dass liebe durchaus blind machen kann 😉 …das sage ich als total unromantische person.

  • Marcel sagt:

    Weiss ja nicht ob das gut kommt, wenn die Frauen zu noch mehr Diskussionen über Geld aufgerufen werden – im günstigsten Fall findet man eine Vernünftige Vereinbarung aber vermutlich viel öfter wird das im Streit und irgendwann in der Scheidung enden – und da kommen die meisten Frauen dann eh zu ihrem Geld, dank unseren gynophilen Scheidungsrichtern!
    .
    Ich suche mir nur noch finanziell unabhängige Partnerinnen ohne Kinder- und Heiratswunsch – so kann man sich viel besser auf die Liebe konzentrieren und lässt sich das Leben nicht vom schnöden Mammon vermiesen!

  • Sportpapi sagt:

    Ich wundere mich über viele Aussagen heute. Offenbar scheint es vielen wichtig zu sein, über ein eigenes Konto, eigenes Geld zu verfügen. So dass jede/r gleich viel „Taschengeld“ zur Verfügung hat. Ich weiss aber nun immer noch nicht, was denn nun passiert, wenn einer alles spart, der andere alles ausgibt. Wohin führt das? Und wenn man schon so viel Wert auf das eigene Geld legt. Wie kommt es dann, dass trotzdem ein Ausgleich offenbar zwingend erfolgen soll, so dass beide gleich viel Geld haben? Obwohl vielleicht eine/r bewusst einen spannenden, dafür weniger lukrativen Job hat?

    • Francesca sagt:

      Es ist immer problematisch, wenn einer mit der grossen Kelle anrührt, und der andere knausert. Da kann man regeln, wie man will.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Ich habe es oben schon geschrieben. Am Schluss finanziert der eine das Famileinhaus aus „seinem“ Ersparten, der andere hingegen hat das Geld halt schon ausgegeben.

      • susann sagt:

        Wenn zwei Extreme aufeinander treffen wird’s immer schwierig. Mein Mann und ich sind beide gleich knauserig und sparen beide für unsere gemeinsamen Ziele. Aber hin und wieder eine unvernünftige Ausgabe tätigen, ohne meiner besseren Hälfte Red und Antwort stehen zu müssen, finde ich halt schon angenehm. Sportpapi: Gibt es bei euch keine Ausgabepositionen, die nur ein Partner für nötig/erstrebenswert hält? Rollt Deine Frau nicht die Augen, wenn Du mit dem zig-ten Paar Joggingschuhe (oder wasweissich) ankommst? Und wenn sie zum teuren Frisör rennt obwohl es in Deinen Augen der bilige auch täte?

      • Sportpapi sagt:

        @Susanne: Natürlich gibt es bei der einen oder anderen Ausgabe mal einen Spruch dazu. Den gäbe es aber auch, wenn wir getrennte Konten hätten. Natürlich unterscheiden wir uns beim Geld ausgeben, weil wir andere Prioritäten haben. Aber das bleibt im Rahmen. Niemand muss den anderen fragen, was er/sie anschafft. Grössere Posten werden aber schon mal vorgängig besprochen. Und natürlich müssen wir uns immer wieder mal einigen, was das Budget betrifft. Dabei geht es im Wesentlichen um die Einnahmeseite als Konsquenz des Verbrauchs: Also wie viel müssen wir arbeiten dafür. Und wollen wir das?

      • Nina sagt:

        Bei uns wird nicht mit den Augen gerollt, sondern das unnötige Vergnügen mit einem Lächeln quittiert. Was natürlich voraussetzt, dass jeder im grossen Ganzen Vernunft walten lässt beim Ausgeben. Dann gönnen wir uns die kleinen Extras gegenseitig gern.

    • Reto B. sagt:

      Ich will bei gewissen Dingen nicht mit ihr über Sinn oder Unsinn streiten. Nicht, wenn ich was kaufen will, was sie nicht einsieht, oder andersrum. Diesen Streit erspar ich mir, indem sie „ihr Geld“ hat, das sie ohne meine Zustimmung ausgeben kann. Es gibt genügend Dinge, die diskutiert werden müssen. Wie teilt man alles auf (Lohnarbeit, Hausarbeit, Erziehung, etc…), da spare ich mir gerne die Diskussion um kleinere Dinge, solange wir einen Maximalbetrag ausgemacht haben, den es nicht übersteigt pro Monat. Deshalb mag ich den „Mein Geld“-„Ihr Geld“ Teil.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Ich glaube nur nicht, dass die Diskussion so ausbleibt. Obwohl ich dem doch nicht Streit sagen würde.

      • Reto B. sagt:

        SP, die Diskussionen führen wir genauso bei anderen Fragen, wieviel darf die Wohnung kosten, wieviel darf das Auto kosten, liegen Ferien jetzt drin oder nicht, etc. Bei gewissen, kleineren Sachen kann ich dann halt „Nein“ sagen, wenn sie es dann immer noch unbedingt will, dann kann sie es vom „eigenen Geld“ kaufen.

  • tina sagt:

    ich glaube schon, dass diese problematik nur ein paar sehr wenige betrifft. normalerweise sitzen die paare zusammen und sprechen auch über geld. aber ich kenne auch männer, die sich gern darum drücken, und finden, wir haben ein familieneinkommen und wenn wir das nicht fair ausgeben könnten, dann hapert es an den grundvoraussetzungen. dabei kann es sich doch auch um ein missverständnis handeln, niemand kann gedanken lesen, und der umgang mit geld ist ja oft anerzogen und jeder hält sich für normal

    • Hotel Papa sagt:

      „niemand kann gedanken lesen“

      Darf ich Dich zitieren, wenn mir das nächste Mal eine Holde vorwirft, ihre Befindlichkeit nicht rightig gelesen zu haben?

  • Mann sagt:

    Meine Frau will nichts wissen von einem Familienbudget resp. einer Familienkasse. Wenn ihr Einkommen nicht reicht, bezahle ich alles. Wenn mein Einkommen nicht reicht, suche ich besser bezahlte Arbeit.

  • aurea sagt:

    Ich habe eine Festanstellung, mein Mann nicht. Am Ende des Monats werden alle Rechnungen bezahlt und etwas für Ferien etc. auf die Seite gelegt (Sparkonto). Was übrig bleibt, wird geteilt. Mal sind das 50.00 mal 500.00, je nachdem, was mein Mann verdienen konnte. Das läuft seit 6 Jahren und auch mit Kindern problemlos.

  • Thorsten Juhl sagt:

    als Scheidungskind aus einer Dynastie von geschiedenen Eltern und Verwandten gibt es für mich nur getrennte Konten.
    Geld ist eine Privatangelegenheit.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … so dermassen privat,
      dass fast nichts anderes exakt und punktgenau
      offenbaren würde,
      für was unser Herz tatsächlich schlägt…-
      was vielleicht noch von Vorteil wär zu wissen…

  • Hermann sagt:

    Meine Frau hat ihr eigenes Konto, aber sie hat Zugriff auf alle anderen Konten. Mais gibt es nur, wenn sie wieder ein Paar superteure Schuhe nach hause bringt, oder wenn sich die Kinder die Grinden einschlagen ueber wer mit dem neuen, vom Papi gekauften, voellig unnoetigen Legobausatz spielen kann. Regeln sind echt schweizerisch, bei uns gibt es keine.

  • Glücklicher Ehemann sagt:

    Wir haben nur ein Konto, wo jeder das nimmt was er benötigt. Funktioniert seit bald mehr als 20 Jahren. Es wäre mir nie eingefallen, bei meiner Frau über das Geld Macht auszuüben und sie über ein Haushaltskonto zu kontrollieren. Aber meine Erfahrung zeigt, dass es manchmal auch ein Geizproblem des Mannes ist. Auch die goldene Kreditkarte hat sie bis anhin nie vergewaltigt. Ich denke es ist eine Frage des Vertrauens. Man zieht ja schliesslich auch finanziell am selben Strick.

    • Hotel Papa sagt:

      Wenn die Ansicht „was er/sie benötigt“ sich einigermassen deckt, funktiniert das. Sonst ist es ein Rezept für allmählich wachsende Aggressionen, die sich hässlich entladen können.

    • Susann sagt:

      Cool. Aber haben Sie denn keine Ausgabepositionen, von welchen Sie wissen, dass Ihre Frau sie für unnötig hält? Kaufen Sie das Zeug dann trotzdem oder verzichten Sie?
      Wir haben uns für die „ein gemeinsames und je ein individuelles Konto“-Lösung entschieden, da er so in Ruhe sein zig-tes Mountain Bike kaufen kann und ich mich darüber nicht aufzuregen habe. All meine Ausgaben sind natürlich von der absolut notwendigen Natur 🙂

      • Hotel Papa sagt:

        😉

      • Reto B. sagt:

        Genau… Bei mir ist es Technik Krimskrams, Mountainbike und so – bei ihr sind es Mäntel Schuhe und Taschen. Schlussendlich haben wir uns einfach für einen monatlichen Betrag entschieden, bei dem es mir egal ist, für was sie ihn ausgibt und vice versa. Ganz lustig ist – auch ihre Geschenke fallen in diese Sparte.

  • Sisifee sagt:

    Wie so oft liegt bei uns die Lösung beim sowohl-als auch: Lohn erhalten beide auf das jeweilige private Postkonto, davon geht der grösste Betrag (anteilsmässig) auf ein gemeinsames Hauskonto, zu dem beide Zugang haben. Jedem von uns bleibt was zur freien Verfügung (beiden gleich viel).
    Vom Hauskonto wird genommen, was man braucht, wenns genügend hat leistet man sich auch davon, was man möchte. Wenn es Ende Monat nicht mehr reicht für den grossen Ausflug etc. finanzieren wir auch gerne mal was quer. Ich selbst schätze es, dass ich auch ein Konto habe, auf das mein Mann keinen Einblick hat.

  • Herbert Berger sagt:

    Die Frauen müssen sich ja gar nicht um die Finanzen kümmern und können sich während der Ehe schön auf doof stellen. Bei einer Scheidung bekommen sie eh das meiste (z.B. das Haus, das der Ehemann mit seinem Erbe gekauft hat) und kann auf Kosten ihres Ex-Mannes ein schönes unbesorgtes Leben führen.

    • Baumann sagt:

      @Berger. Genau so läuft der Hase. Und das Ganze läuft unter dem Motto „Gleichberechtigung“. Schon erstaunlich.

    • Christoph Bögli sagt:

      Na na, in diesem Fall stellt sich eher der Mann „doof“, wenn er meint, einseitig alles finanzieren zu „müssen“ und die Frau daheim sitzen darf/muss. Da gibt es ganz einfache Gegenmittel. Etwa eine Partnerin mit eigenem Einkommen suchen und alles gleichberechtigt regeln. Oder dann halt Gütertrennung. Die Frau aber jahrelang am Herd stehen zu lassen, ob freiwillig oder gefordert, und sich dann darüber zu wundern, dass ein finanzieller Ausgleich bei der Trennung stattfindet, ist ziemlich naiv. Freundlich gesagt. PS: Erbschaften sind persönlich und fliessen nicht in eine Zugewinngemeinschaft ein.

    • Hotel Papa sagt:

      „z.B. das Haus, das der Ehemann mit seinem Erbe gekauft hat“

      So sicher nicht. Nicht wenn die Auseinandersetzung sauber gemacht wird. Sein Erbe ist sein Eigengut (Das Erbrecht ist da sehr dynastisch), und wenn sie nachher im Haus bleibt, muss ise ihn entschädigen.

    • Michaela sagt:

      Wenn ich mich richtig erinnere, fliesst das Erbe nicht in die aufzuteilende Masse bei einer Scheidung. Aber dafür das, während der Ehe, verdiente Geld.

    • Monaco sagt:

      …und der neue Lover zieht auch gleich ins Haus ein (das ER bezahlt hat) – der abgelegte Depp darf zum Ausgleich in einer 1-Zi-Wohnung wohnen, wie GERECHT ist das denn? Realität in den meisten Scheidungshaushalten.

      • 13 sagt:

        In den MEISTEN Scheidungshaushalten? Und auf welche Zahlen stützt sich diese Aussage? Meine berufliche Erfahrung zeigt klar etwas anderes: In den meisten Scheidungshaushalten zieht die Frau finanziell den kürzeren und der Mann, was die Kinder anbelangt. Sie muss sich ja den neuen Lover anrechnen lassen, er nicht. Dafür ist er auf ihren Goodwill angewiesen, wenn er die eigenen Kinder sehen will. Wer dem vorbeugen will, kann das nur mit einer ausgeglichener Rollenverteilung tun….WÄHREND der Ehe!

      • Hotel Papa sagt:

        Den neuen Lover muss sie sich anrechnen lassen nach fünf Jahren. Vorher fällt der ausser Traktanden, da ja nicht gefestigt, und dem Risiko will sich der Staat nicht aussetzen. Und nachher muss der Ex eine Neubewertung veranlassen, sonst bleibt sowieso alles beim Alten.

        Ist zumindest mein Wissensstand.

      • 13 sagt:

        @ Hotel Papa
        Das kommt – wie so vieles in der Schweiz – auf den Wohnort darauf an. Die Tendenz ist klar, dass in Zukunft kürzere Konkubinate berücksichtigt werden. 2 Jahre sollten das Maximum sein. Ändert nichts daran, dass die neue Partnerin des Mannes keine Rolle spielt, egal wie wohlhabend sie ist.

      • Hotel Papa sagt:

        OK, wieder was gelernt.

        Warum sollte die neue Partnerin eine Rolle spielen? Solange er der Zahler ist, kann man ja schlecht seine Neue für seine Ex mit in die Verantwortung nehmen. (OK, wenn der Frauenunterhalt durch sein Existenzminimum begrenzt wird, spielt es eine Rolle). Im umgekehrten Fall würde sie, denke ich, berücksichtigt. Oder ist die Auslegung so sexistisch?

    • tina sagt:

      achja, so macht man das als frau also richtig. ich habe echt alles falsch gemacht

      • Hotel Papa sagt:

        Psst, tina: Nur wers falsch macht, machts richtig. Meine Meinung.

      • tina sagt:

        danke hotel p. ja, irgendwie finde ich falsch auch richtig. und zum glück muss ich mir sowas wie von berger/baumann/monaco nie anhören im realen leben

    • Leserin sagt:

      Wurden Sie zwangsverheiratet? Nein, dann haben Sie in dieses Modell also eingewilligt? Die Vorteile einer günstigen Haushälterin und Putzfrau genossen? Sich umsorgen und bedienen lassen? Na was beschweren Sie sich dann hier?

  • Franz Pfister sagt:

    Eigentlich ganz einfach:
    Das Einkommen der Eltern zusammenlegen, die Familien/Haushaltskosten (Miete, Steuern, Krankenkasse etc.) abziehen und was übrig bleibt zwischen den Eltern 50:50 aufteilen damit jeder noch sein „eigenes“ Geld hat.

    Das setzt allerdings voraus, dass beide Elternteile 100% ihrer Zeit „produktiv“ (auf Arbeit, mit Kindern) sind – wenn ein Teil die Hälfte seiner Zeit mit Modellauto basteln (oder Stricken) verbringt, wäre es schon etwas unfair dafür noch „Lohn“ zu erhalten.

    • Lukas O. Bendel sagt:

      Ich finde Ihren Vorschlag gut, aber er wird schon nur daran scheitern, dass einige Mütter und FeministInnen hartnäckig die Meinung vertreten, selbst wenn die Kinder „eingeschult“ seien, hätten Mütter noch immer einen 100% Job.
      Gegenargumente, dass morgens zwischen 9:00 und 10:30 auffallend viele Frauen (wohl Mütter) genüsslich im Kaffee sitzen oder joggen können, dass nachmittags die Schwimmbadeanlagen so dominant weiblich frequentiert sind, und dass schweizweit über 75% der Mütter schulpflichtiger Kinder trotzdem zumindest Teilzeit arbeiten können, können nicht widerlegt werden.

      • susann sagt:

        Und welchen Job stellen Sie sich vor, soll zwischen 9h und 10:30 gemacht werden? Bei mir würde diese Zeitspanne nicht einmal das Pendeln abdecken.
        Kindergarten ist von 8:15 bis 11:45. Ja nach Verkehrslage muss das Kind noch lange begleitet werden. Ausserdem vergessen Sie all die Räbenliechtli-Schnitzereinen, Erzähltage, Brotteilet etc an welchen die Präsenz einer Bezugsperson erwünscht ist.
        Alle Eltern können Erwerbsarbeit nachgehen. Aber wenn die Kinder klein sind, sehe ich nicht, wie neben dem Chindzgi die Karriere zum Laufen kommen soll, ohne dass eine Drittpartei sich kümmert

      • Lukas O. Bendel sagt:

        @ susann:
        1. Danke für’s Eingeständnis, dass in dieser Zeiten WENIG-KEINE Familienarbeit erledigt wird.
        2. Gegenfrage: WIESO können es aber über 75% der Mütter schulpflichtiger Kinder? Wenn sie sich z.B. mit anderen Müttern/Vätern zu Reihum-Mittagstischen, … organisieren, sind problemlos deutlich längere Arbeitsblöcke möglich.
        3. BLOSS weil es gewünscht wird, müssen sie es ja nicht immer machen; und NICHT ALLES (z.B. Liechtli-Mitschnitzen) ist Mutter-Aufgabe.
        4. Karriere i.S.v. „SPEZIALISIERUNG“ ist auch TZ möglich; und sollte das Hierarchieklettern wirklich für beide Eltern prioritär sein?

      • Susann sagt:

        Ich arbeite 70%. In dieser Zeit sind die Kinder durch jemand anderen (Papa und Krippe) betreut. Von dem her blase ich da überhaupt nicht in Hemdchen am Herd-Horn. Aber von der Zeit in der Dein 4-jähriger im Kindergarten ist (3.5h) muss ich die Wege ja auch wieder laufen. Bleiben also weniger als 3h, die mit Leichtigkeit für Hausarbeit draufgehen können. Ja, das Leben ist etwas entschleunigt, wenn niemand mehr bespasst werden will, aber für eine Stelle auswärts reicht es glaub echt nicht. Etliche meiner Freundinnen haben mit Arbeiten aufgehört als der Chindzgi anfing.

  • Ironmom sagt:

    Klar ist Geld wichtig und gut wenn man es verdient hat. Womit? In den meisten Fällen mit Arbeit. Dass aber bestimmte Arbeiten mehr wert sein sollen als andere, finde ich nicht gerecht. Ist die „Erwerbsarbeit“ des Mannes (mit angenommenen 2400 Euro im Monat bei einer 40 Std Woche in Festanstellung) mehr wert als die Arbeit, die Frau mit Minijob (450 Euro im Monat) und in Haushalt und bei der Kinderbetreuung (mind. 60 Stunden Woche) leistet? Scheinbar schon. Denn der Mann verdient ja schließlich mehr. Blöde Rechnung.
    Siehe auch: http://ironmom2010.blogspot.de/2012/11/ich-habe-mich-geargert.html

    • Reto B. sagt:

      Ich halte das relativ simpel. Das Einkommen der Ehepartner ist (Mein Einkommen und ihr Einkommen)/2. Arbeitsprozente gelten als Stundenmässig gleichwertig, egal wieviel lohn man dafür bekommt. Die Haushaltsarbeit wird gleichwertig aufgeteilt hinsichtlich Arbeitsprozenten. Muss mir nur noch überlegen, wie ich es mit dem Arbeitsweg halte.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das mag sein, aber ungerechte Entlohnung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auch in dem Rahmen gelöst werden müsste. In der Partnerschaft kann man höchstens Kompromisse finden um das auszugleichen, etwa indem man alle Einkünfte gleichmässig aufteilt.
      Fragwürdig scheint mir hingegen die vorgestrige Rollenaufteilung, die sie da wählen. Zu verallgemeinern, dass Frauen ja per se wesentlich weniger verdienen und sich vollständig um Haushalt und Kinder kümmern würden, zeichnet ein sehr klischeehaftes, rückständiges Bild der Verhältnisse. Die heutige Realität ist wesentlich vielfältiger..

      • Reto B. sagt:

        Hab mir natürlich noch nie überlegt, wie es wäre, wenn aufgrund der komfortablen Situation, dass sagen wir mal die Frau im Management x0’000 im Monat verdient, der Mann eine interessante, aber brotlose Arbeit macht (sagen wir mal Greenpeace-Aktivist), wo er 2’000 im Monat verdient. Wenn dann immer gesagt wird meine 100% sind gleichwertig wie deine 100%, dann kann ich irgendwie nachvollziehen, wenn sie motzt, da ihr Geld seinen Job „quersubventioniert“. Ganz abgesehen, dass imho ganze Arbeitsbereiche nur durch solche Quersubventionen funktionieren – Lohndumping juhui.

      • Nina sagt:

        Wenn Ihr das nicht passt, dann muss sie den Greenpeace-Aktivisten auch nicht ehelichen… Aber stimmt schon, Extreme sind sicher schwieriger zu kombinieren.

  • Reto B. sagt:

    Wir haben lange geredet, nach einiger Zeit hat sie meinen Vorschlag angenommen, den sie erst für kleinkariert hielt. Ich empfehle ihn allen zur Nachahmung. Es gibt drei Konten, eins für Mann, eins für Frau und ein Familienkonto. Jeweils gleiche Teile gehen auf Mann/Frau Konto (bei uns je etwa 1/6 des gem. Einkommens), der Rest aufs Familienkonto. Jeder darf „sein eigenes Geld“ selber ausgeben ohne zu fragen. Gemeinsame Ausgaben, hinter denen beide stehen, zahlt die Familienkasse. Sollte meine Frau nicht mindestens ihren eigenen Betrag verdienen, bezahle ich ihn halt, trotzdem.

    • Hotel Papa sagt:

      So klingt Vernunft. (Und das Problem, das die Eiserne Mutter unten anspricht, ist auch gleich erschlagen.)

    • Thorsten Juhl sagt:

      Sie wissen ja wieso das kleinkariert ist. weil damit praktisch alle emotionalen Reibereien ausgeschlossen werden. dabei ist es doch so interessant immer und immer wieder miteinander zu diskutieren wie für was für wen das Geld ausgegeben werden soll. Mit all den Missverständnissen Ablehnungen und Versöhnungen, Freuden und Leiden.
      Mit getrennten Konten aber haben sie das alles nicht. und deswegen, kleinkariert.

      • Teilzeitler sagt:

        Kleinkarriert? Ja von mir aus!: Und mit vier Kindern, je einem Teilzeitpensum für meine Frau und mich gibt es sowieso genug Möglichkeiten für emotionale Rebereien, Missverständnisse, Ablehnungen und Versöhnungen, Freuden und Leiden. Ganz neben dem Geld. Deshalb mach wir es genau so wie von Reto B. beschrieben. Seit 12 Jahren… Alles andere erscheint mehr 19. als 21 Jahrhundert

    • Francesca sagt:

      Perfekt. Kleinkariert ist dauernder Kleinkrieg, aber sicher nicht klare Abmachungen.

    • Sportpapi sagt:

      Eine gute Lösung für ein Problem, das in den meisten Fällen meiner Meinung nach gar nicht besteht. Klar, wenn man ständige Diskussionen hat, muss man es halt regeln. Aber die Diskussionen über Budget/Einnahmen/Ausgaben und damit verbunden nicht zu letzt auch Arbeitsumfang müssen doch trotzdem geführt werden. Nebenbei könnte es auch eine Art Zwang sein, mehr Geld auszugeben, wenn man es schon als Taschengeld zugeschrieben erhält (und der Partner seines ja auch braucht). Ich weiss auch nicht, ob ich so genau wissen will, ob nun meine Frau nun mehr ausgibt als ich oder sogar weniger.

  • The Damned sagt:

    Beide müssen monatlich gleich viel auf die hohe Kante legen können, wenn sie krass unterschiedlich verdienen. Und zwar auch dann, wenn beide Vollzeit arbeiten würden. Nur das ist gerecht. Das bedeutet allerdings auch, dass der- oder diejenige, die mehr verdient, auch mehr bezahlt. Und zwar wesentlich mehr! Ja, redet über Geld! Vor allem dann, wenn sie zum Beispiel als gelernte Verkäuferin netto 4’000 im Monat- und er als Abteilungsleiter im Unternehmen XX 6’500 monatlich nachhause bringt: Vollzeit und vor der Gründung einer Familie, versteht sich!

    • Christoph Bögli sagt:

      Grundsätzlich einverstanden. Aber zwingend gleich viel muss das kaum sein, es gilt auch da die Gesamtsituation zu betrachten und einen Kompromiss zu finden. Wenn etwa der eine Partner mehr verdient weil er wesentlich mehr in seine Ausbildung investiert hat, ist es m.E. nicht angemessen, dass dieser dann die Privatausgaben und Ersparnisse des anderen subventioniert..

      • 13 sagt:

        @ Christian Bögli
        Echt jetzt? Dann ist es in Ordnung, wenn einer in einer intakten Beziehung einen anderen Standard lebt als der andere? Wie sieht das konkret aus? Einer geht in 4-Sterne-Hotel in die Ferien, der andere campiert daneben und man trifft sich zum Abendessen? Die Kinder werden hin und her geschoben? Und was ist mit dem Zeitfaktor? Ist der Mann bei der Familiengründung 35 und die Frau 27, dann konnte sie vielleicht gar nicht gleichviel Zeit in die Ausbildung stecken…Trotz aller Vernunft, ist man doch noch eine Familie. Für Deins und Meins hätte ich keine gründen müssen!

      • Hotel Papa sagt:

        Das heisst dann wohl Ehe 2.0…

        Da ist mir Retos Vorschlag im nächsten Post dann schon deutlich sympathischer.

        Es mag Ausnahmesituationen bei Extrembegüterten/verdienern (1:12, anyone?) geben. Aber da darf ein solcher „Unterhaltsdeckel“ auch erst greifen wenn beide auf einem hohen Standard leben.

      • tina sagt:

        ich finde das nicht so unvorstellbar. wenn ich an eine befreundete familie denke: sie mit guter ausbildung verdient besser mit weniger pensum als er, und er gibt sein geld gern im ausgang aus. für sie ist es völlig in ordnung und am unkompliziertesten, wenn die familienausgaben hälftig übernommen werden und der rest gehört jedem allein. ferien zahlen sie auch hälftig, und wenn sonst etwas ansteht redet man eben darüber. er spart für sich wenig, sie recht viel, aber eben: sie hat eine bessere ausbildung und gibt einfach nicht so viel aus. so finanziert keiner dem anderen dinge die er nicht will

      • The Damned sagt:

        Bleiben wir beim Beispiel: Sie reduziert wegen der Familie auf 50% und verdient nur noch 2’000.–, er bleibt bei 100% und verdient weiterhin 6’500.–. Zusammen haben sie also 8’500.–. Abzüglich sämtliche Fix- und laufende Kosten bleiben beiden Teilen jeweils 1’000.– monatlich übrig, die sie sparen können. Er trägt 5’500 und sie 1’000 von den Kosten. Er bezahlt also 4’500 mehr pro Monat, dafür macht sie den Grossteil des Haushalts (und er den Grossteil der Erwerbsarbeit). Die Differenz, also 4’500 sind de facto ihr „Lohn“: Also nix mit „Gratisarbeit“! Damit haben wir diese Legende wiederlegt!

      • Christoph Bögli sagt:

        @13: Na das ist eine sehr böswillige Interpretation. Ich schrieb, dass der Kompromiss am Anfang steht. Völlig verschiedene Lebensentwürfe parallel leben zu wollen funktioniert natürlich nicht, aber das gilt nicht nur im Finanziellen. Sprich man sucht sich z.B. Ferien, die sich beide leisten können oder einigt sich halt darauf, das ins gemeinsame Budget zu nehmen. Der Rest ist kein Problem, die jüngere Person wird ja später auch mehr verdienen. Im übrigen spricht ja auch nichts dagegen, als besserverdienende Person mehr zu zahlen, aber das wäre dann die eigene, punktuelle Entscheidung..

      • Hotel Papa sagt:

        „Die Differenz, also 4’500 sind de facto ihr “Lohn”:“

        Nicht wirklich. Nur die Hälfte davon. Denn die Früchte der 6’500 ernten sie beide gemeinsam.

        Beide bekommen also den Gegenwert von je 3250. 1000 davon hat sie selber dazu beigetragen.

      • The Damned sagt:

        @Hotel Papa: Rein von der Ausgabenseite her betrachtet, bezahlt er 5’500 und sie 1’000. Natürlich tragen beide die Früchte von ihrem gemeinsamen Leben. Aber die Differenz daraus, erw. 4’500, die sind und bleiben bei ihm Nettoausgaben. Oder ihr fiktives Lebensstandard“einkommen“. Aber er trägt 4,5 Mal mehr zu den Ausgaben bei, als sie. Habe ich mich verrechnet? Oder Sie sich? Oder argumentiert jetzt einer von uns beiden unlogisch?

      • The Damned sagt:

        @Hotel Papa: Gut, in Ihrer Rechnung erhält sie den Gegenwert von 3’250, von denen sie 1’000 selber beisteuert. So weit, so gut. Und richtig. Er aber trägt ganze 3’500 daran bei, nicht nur 1’000, so läuft das! Ds müssen Sie auch mit einberechnen, denke ich. Ach, es ist Montag, was für ein Tag 😉

      • 13 sagt:

        @ Christian Bögli
        Nein, keine böswillige Interpretation, sondern mein täglich Brot. Paare, die offenbar über Jahre oder Jahrzehnte nie miteinander gesprochen haben und wohl genug Groll angesammelt haben, um dann zu erklären, die Frau hätte immer zu viel Geld ausgegeben, der Mann hätte es nur für sich gespart, sie hingegen den Kindern alles gekauft, sie hätte keine Ahnung von den Finanzen gehabt etc. etc. Und jeder ist dann der Meinung, was er/sie erwirtschaftet hat, sei dann auch seins/ihres…bis sie dann mit dem schönen Wort „Errungenschaftsbeteiligung“ konfrontiert werden. weiter geht’s…

      • 13 sagt:

        Darum meine Empfehlung: Zuerst entscheiden, ob man wirklich eine Familie als eine Gemeinschaft will. Wenn ja, dann akzeptieren, dass das eben heisst, zu teilen und Kompromisse einzugehen. Wenn man dazu bereit ist: reden, reden, reden. Bis man eine Lösung hat, die für beide stimmt. Jetzt, wie auch im Falle einer Trennung/Scheidung. Ich habe bei uns die bessere Ausbildung, aber dies nicht zuletzt dank meines Mannes, der mich nicht nur dann unterstützt hat, sondern mir auch heute im Job den Rücken frei hält. Aus dem Grund käme mir nie der Gedanke, ich „verdiene“ mehr als er. Es ist unser Lohn!

      • Hotel Papa sagt:

        Dammit, 😉 rechne nochmal. Egal wie man es dreht und wendet; es kommt jeweils die Hälfte der Differenz als Lohn für den Daheimgebliebenen heraus. Ihren Fall haben wir schon angeschaut. Nun er. Er bekommt den Gegenwert von 3250, zahlt aber 5500. Differenz? 2250. Das ist das, was er ihr am gemeinsamen Laben als Lohn für die Hausarbeit finanziert.

    • The Damned sagt:

      Bin nicht ganz, ganz, ganz einverstanden, Hotel Papa. Aber ich bin auch kein Buchhalter. Andere Betrachtung, very realistisch: Im Prinzip „verdient“ sie jetzt 250 mehr pro Monat, als sie als Vollzeitverkäuferin verdienen würde. Zudem kann sie dabei erst noch einen Tausender auf die hohe Kante legen. Macht 5’250 fiktives „Einkommen“ pro Monat. Mehr, als sie als Verkäuferin (mit Kind und alleine) je verdienen würde! Kein schlechter Deal, finde ich. Männer sind eigentlich generöse Wesen. Fauen auch 😉

    • Christoph Bögli sagt:

      @13: In dem Fall ists dann wohl eher ein Missverständnis. Wie gesagt, die Kommunikation und der Kompromiss steht auch für mich ganz klar am Anfang. Aber auf was man sich einigt und wie man das Finanzielle gestaltet sollte jedes Paar dann so regeln, wie es für dieses am besten passt. Ein vollständig gemeinsames Budget ist natürlich eine Variante, aber eben gerade heikel wegen den erwähnten Unstimmigkeiten. Privatkonten für das Einkommen, das über die notwendigen Familienausgaben hinaus geht, können gerade darum eine gute Lösung sein. Egal ob der Posten 50:50 oder nach Einkommen aufgeteilt wird.

  • plop sagt:

    Ja was soll ich da nun sagen? Eine ähnliche Situation habe ich selber auch schon erlebt, mein Konto schwand weil ich den Mann nicht mit meinen persönlichen Ausgaben „belasten“ wollte. Es ist dazu aber zu sagen, dass sein Einkommen nicht sehr gross ist für die viele Arbeit die er damit hat (und aber gerne macht). Die Situation empfand ich dann aber mal so unrecht, dass es mir ca 2 Jahre Ausgaben zurückerstattet hat/musste. Seither sind wir wieder „Quitt“ und wenn ich mir meine Kleider von meinem eigenen Geld kaufe, ohne dass ich Einkommen hatte, bin ich schlichtwegs selber schuld…

    • Andi M sagt:

      Ach so, also sie geben zu, dass der Arme nicht viel verdient, aber irgendwann war es ihnen zuviel des „Unrechts“ und er musste es ihnen zurückgeben damit ihr Quitt seit? Eine Ehe ist doch eine Gemeinschaft in der sich beide helfen (sollten) zum Wohle der Familie, wie kann man denn da auf „Quitt“ machen? Das Geld, das er ihnen zurückgab, ist doch eigentlich auch ihr Geld, oder macht ihr alles strikt getrennt?

      • plop sagt:

        Es ist nicht „recht“, wenn die Person, welche nicht arbeitet und die Kinder betreut, ihr Erspartes aufbraucht. Wir haben das erst im Nachhinein bemerkt, man kann nun schon sagen, dass das von mir „kleinlich“ war, aber wir sind nicht verheiratet, leben aber trotzdem meist ein „traditionelles Familienmodell“, da muss man schon acht geben.
        Eh ja, wir hättens früher klären sollen.

  • Christoph Bögli sagt:

    Interessant wäre da die Gesamtsituation: Wie viel der Gesamteinkommen fliesst in das „Familiengeld“ und welche Ausgaben werden getätigt? Kauft sich etwa der Mann grosszügig Kleider und Luxuprodukte aus dem „Familiengeld“ oder zweigt einen grossen Teil des Einkommens als „Privatgeld“ ab? Wenn nicht, wo ist das Problem. Ansonsten: Ja, man sollte über Geld reden. Aber von Anfang an, bevor Kinder da sind und ein Partner seinen Job aufgibt. Wobei das einfachste wäre, dass beide ihre Jobs behalten und finanziell autonom bleiben – wenn das keine Option ist muss das Vorgehen vorher klar geregelt sein.

  • Sandra Meier sagt:

    ich arbeite 60%, mein Mann 70%, wir haben ein gemeinsames Konto und zwei Kinder. ein gemeinsames Konto für die ganzen Haushaltzahlungen, und beide ihr eigenes Konto für Kleider etc. Das funktioniert super, auch weil wir beide fast gleichviel zum Einkommen beitragen.

    • Hotel Papa sagt:

      Es gibt sie also, die modernen gleichberechtigten Partnerschaften. Schön, wenn es so aufgeht.

      Es sollte allerdings auch bei asymmetrischem Einkommen gehen. Genauso wie es im Gesetzestext steht. Ein jeder nach seiner Kraft.

      • The Damned sagt:

        Ja, Gottseilobunddank: Es gibt sie, diese paritätischen Beziehungen! In nüchternen Zahlen ausgedrückt, sieht das dann so aus, je nach Datenquelle mit Abweichungen: In Schweden macht der Anteil der Paare / Familien, in der beide Elternteile nur Teilzeit arbeiten z. Z. 4,5 Prozent aus. 80 Prozent aller Familienväter arbeiten dort, im hohen Norden oben, Vollzeit. Das sind fast genau gleich viele, wie in der Schweiz. Teilzeit / Teilzeit-Paarkonstellationen machen hierzulande 4,3 (und nach neuesten Zahlen vom BfS 5,5) Prozent aus. Worin genau besteht hier also der Fortschritt aus Männersicht?

  • Genderbender sagt:

    Ich war mir zunächst nicht sicher, ob der Beitrag ernst gemeint ist. Frauen reden in der Beziehung zu wenig über Geld?! Glaube kaum, dass viele Männer diese Erfahrung gemacht haben.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Niemand hatte jemals, oder wird jemals Vollmacht über alle meine Konten haben. Das ist einfach eine normale Massnahme der Risikobegrenzung. Eine Partnerschaft, egal in welcher Forma, ist keine Fusion, sondern eine Zusammenarbeit auf Zeit. Im günstigsten Fall dauert sie bis zum Tod, meistens wird sie aber doch früher aufgelöst. Geiz ist übrigens ein sehr individueller Begriff, genauso wie der Begriff verschwenderisch.

  • alam sagt:

    Gibt es solche Frauen (…und die dazugehörigen Männer) echt immer noch? Ich dachte, die wären mit der Generation unserer Mütter und Grossmütter ausgestorben. Ich kenne jedenfalls keine.

  • 13 sagt:

    …wer was einbringt, ist doch zweitrangig. Und ich sage jeweils auch nicht, wir müssen die KITA bezahlen, weil mein Mann auch arbeiten geht. Wir sparen eher drei Tage KITA-Kosten, weil er diese Tage zu Hause bleibt;-) Das gibt einen etwas anderen Blickwinkel.

  • Martin sagt:

    Wir haben ein Haushaltskonto. Beide bezahlen darin ein, aufgeschlüsselt nach dem Einkommen. Miete, Krankenkasse, Essen, Krippe, Kleider der Kinder und gemeinsame Ferien werden mit dem Haushaltskonto bezahlt.
    Daneben hat jeder sein eigenes Geld, für die eigenen Kleider, Berufsauslagen, Ausgang, sonstiger Luxus. Sparen und investieren sind auch Dinge, die jeder selber für sich macht. So gibt es keine grossen Streitereien, Soll sie doch das xte paar Schuhe kaufen.
    Beide müssen etwa gleich viel verdienen. Deshalb bezahlen wir auch die Krippe obwohl das finanziell nicht viel bringt

    • 13 sagt:

      Warum müssen beide gleich viel verdienen? Ich verdiene das Doppelte wie mein Mann. Wir arbeiten 150%, ich 100%, er 50%. Wollen wir beide gleich viel verdienen, müssten wir es gerade umkehren, was bedeuten würde, dass wir mit gleich viel Arbeit, einiges weniger Einkommen hätten. Wir schauen einfach mal, was reinkommt, dies wird verteilt auf Fixkosten, Sonstige Rechnungen, Haushalt und Sparen und ein Teil bekommt jeder für den persönlichen Luxus. Und darüber wird immer mal wieder gesprochen und die Beträge angepasst. In einer Familie ist m.E. wichtig, dass alle den gleichen Standard leben können

      • Martin sagt:

        Gleich viel verdienen bezog sich auf eine 100% Stelle. Wenn die Einkommen ungleichmässig verteilt werden zahlt man bei zwei Kindern mit der Krippe und den Steuern mehr drauf als man durch die Arbeit auswärts mehr einnimmt. Zumindest wenn die Eltern verheiratet sind. Man arbeitet mehr und hat schlussendlich weniger Geld zur Verfügung. Dies ist in vielen Gemeinden so und meiner Meinung ein Hauptgrund wieso viele Frauen nicht mehr arbeiten.

  • Sportpapi sagt:

    „Was ich beschreibe, ist verstörende Realität.“ Kann ich kaum glauben.

  • Rüdiger sagt:

    Wir teilen alles. Jeder hat Einsicht über die Konten des Anderen. Ich erledige meine Arbeiten für unsere Gemeinschaft als auch mein Schatz. Wir sind so gut gefahren. Wenn es mal Nachwuchs gibt, werde ich mein Pensum reduzieren.

  • Manuela sagt:

    Also zuerst gibt kein vernünftiger Mensch seinen Job ganz auf. Wenn doch, hat man die falschen Prioritäten. Und dann, macht man einfach einen grossen Topf, in den kommt alles rein und von dem wird alles bezahlt. Und was übrig bleibt wird für ’sonstiges‘ aufgeteilt. Bleibt ja eh meist nicht allzu viel übrig, wenn man für Urlaub, Auto etc. sparen will… Meins und deins sind keine geeigneten Familienkategorien wenns um Geld geht. Sind ja auch nicht meine und deine Kinder… Und überhaupt: ‚S koscht was’s koscht. Und es kostet eben die kleinen Extras, die man sich vorher gönnen konnte, für beide.

    • Martin sagt:

      Meins und deins finde ich sehr wichtig für das eigene Wohlbefinden. Selbst Kinder haben ihr Taschengeld über das nur sie bestimmen können. Ich möchte mir ab und zu ein Gadget kaufen ohne mit meiner Frau darüber zu diskutieren und sie kann dafür ihre Accessoires kaufen.

      • Hotel Papa sagt:

        Klar braucht es eigenes Geld. In einer Partnerschaft kann es das aber IMNSHO erst geben, nachdem zusammengeleert und danach wieder geteilt wurde. Oder man macht auf Gütertrennung und definiert genau, was gemeinsame verantwortlichkeit ist, und wer in welchem Masse dafür zuständig.

      • Chris Heyduk sagt:

        Absolut. Etwas Individualität muss bleiben, und dazu gehört über etwas eigenes Geld verfügen können.

      • Nina sagt:

        Individualität ist nicht vom Geld abhängig, aber ok, ich würde auch Krise kriegen, wenn ich meinen Mann um sein Einverständnis fragen müsste, um Schuhe zu kaufen. Da wir aber beide stets über unseren Kontostand Bescheid wissen und grössere Anschaffungen gemeinsam absprechen, ist das auch nicht nötig, solange die Ausgaben im normalen Rahmen liegen…

      • Hotel Papa sagt:

        Ihre Schuhe und seine Autos sind wohl die häufigsten Konfliktpunkte, wenn es ums Geld in der Partnerschaft geht. Unterschätz das mal lieber nicht.

      • Nina sagt:

        Das Zauberwort heisst Kompromiss. Oder Sparen, das lernen schon kleine Kinder, die ein Barbie/ein Game wollen, das die Eltern nicht kaufen wollen…

      • Martin sagt:

        Bei den Kindern gibt e dinge die ich ihnen nicht kaufen will. Wenn Sie es unbedingt haben wollen muss es jemand anders schenken oder sie können ja ihr Taschengeld verwenden. Dafür hat ja jeder sein Geld und kann eigene Entscheidungen treffen. Finde ich besser wie wenn man ewig quengeln muss .
        Klar ist es schwierig Grenzen zu ziehen. TV/HIFI habe ich aus meinem eigenen Konto bezahlt es dürfen aber alle TV schauen. Mir war aber ein gutes Modell wichtig und wollte keinen Kompromiss.

  • Hotel Papa sagt:

    Wie hielten wir es mit dem Geld? Was mein ist ist dein. Was zur Folge hatte, dass mein regelmässiges Einkommen für alles langweilige herhalten musste, was halt regelmässig sein muss. Miete, Krankenkassen (alle), Steuern(alle), Schulgeld, ein Teil des Haushalts… Bei eineinhalb Einkommen war klar, dass davon nichts mehr übrig bleibt. Ihr Geld, das unregelmässig, aber bar hereinkam war für den Luxus da. Ein Teil des Haushalts, und alles sonst was man (oder doch eher frau) sich sonst noch so geleistet hat.

    Irgendwie nagt das an einem; erst recht dann, wenn sie am Schluss davonläuft.

    • Hotel Papa sagt:

      Ja, mann hätte halt rechtzeitig darüber reden sollen. Aber dann ist mann ja kleinkariert…

    • Hotel Papa sagt:

      So gesesehen: Männer, redet über Geld!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hotel Papa:
        „was mein ist ist dein“ kann nur funktionieren
        wenn auch „was dein ist ist mein“ Gültigkeit hat,
        Grosszügigkeit sieht nicht einfach über alles hinweg, das macht nur die Grosskariertheit
        bei der dann wichtiges durch die Maschen schlüpft
        und meist einer auf halber Strecke liegen bleibt,
        so gesehen, Männer und Frauen, redet darüber sobald eine Haushaltzusammenlegung ansteht!
        Und eigentlich schadets vorher auch in keinster Weise…, denn so lernt man sich ziemlich schnell kennen.

      • Hotel Papa sagt:

        @B.S.: Grundsätzlich galt die Umkehrung natürlich aus. Bloss ist da eine Schranke im Kopf, wenn mein Geld auf das gemeinsame Konto geht, und ihres bar in ihre Tasche. Das „gemeinsame“ Konto war auch eher theoretisch gemeinsam, weil Familienfinanzen, die darüber liefen, weitgehend meine Angelegenhait waren. Sie hat mich, wenns nötig war, darum gebeten, etwas abzuheben (Karte hatee sie zwar, aber kaum einmal gebraucht). War für sie sicher auch nicht leicht.

      • E. Schreiber sagt:

        Finde ich genau richtig! Es gilt mE hier, wie auch in vielen anderen Dingen: Die Verantwortung liegt bei beiden, zumal es auch heisst: Es braucht immer zwei zum streiten…

    • Andi M sagt:

      Ziemlich genau auch meine Erfahrung. Man(n) hält die Familie mit seinem Einkommen über Wasser und verzichtet dabei oft selber auf eigenen Luxus. Frau dagegen gönnt sich mit ihrem (wenigen) Geld ihren Luxus. Wenn man etwas dagegen sagt, dann heisst es Sie bezahle es ja selber von ihrem Geld. So nach dem Motto: Mann Geld ist unser (Familien)-Geld, Frau Geld ist Frau Geld…“ Nicht sehr solidarisch, das Ganze…

      • Hotel Papa sagt:

        Nö. Früher hiess das „Frauenverdienst ist Sondergut“. Als „Mann ist Ernährer der Familie“ noch im Gesetz festgeschrieben war. Heute ist es nur noch in den Köpfen…

      • Teilzeitpapi sagt:

        Komisches Verständnis. Mit früheren Partnerinnen hatte ich strikte Trennung und gemeinsame Finanzierung der gemeinsamen Ausgaben. Seit der Heirat gemeinsames Konto, auf das alles fliesst. Gemeinsame Entscheidungen, was angeschafft wird, auch beim „Luxus“ (ist ja immer relativ, eigentlich alles jenseits der Grundbedürfnisse).

      • Hotel Papa sagt:

        Grundsätzlich einverstanden, dass komisch. Aber keineswegs selten.

  • Hedvika sagt:

    also bei den kleinkarierten Männern besser einen Bogen drum machen und sich besser auf die grosszügigen einlassen.

    • Steven sagt:

      Klar, willkommen in der Prostitution 2.0, Hedvika. Wenn der „Herr“ also kein grosszügiges „Taschengeld“ gibt, ist er es nicht Wert sich darauf einzulassen.

      Ich bin selbst auch für die Strikte Trennung vom Geld (und dafür, dass auch bei Kindern beide arbeiten), denn Geld hat mit Gefühlen nichts zu tun und muss aus dem Spiel gelassen werden.

      Ich gehe sehr grosszügig mit Gefühlen um und bin gleichzeitig sehr spiessig, wenns um Geld geht. Face it!

    • Tomas sagt:

      Ein so offenherziges Bekenntnis zur Prostitution habe ich schon lange nicht gelesen. (Biete Vagina an bestzahlenden, Liebe inbegriffen).

    • Thorsten Juhl sagt:

      soll der Mann sich nur auf grosszügige Frauen einlassen? mit grosszügig, ist natürlich nicht das geld gemeint.
      Und schon haben wir wieder sogenannte patriarchale Verhältnisse.

  • Gödi Nödvoda sagt:

    Nach der Trennung reden die Frauen NUR noch über Geld….

    • Tomas sagt:

      Jaja, nach der Trennung sieht sich plötzlich jede ach so emanzipierte, hoch ausgebildete Frau die bis anhin nicht einmal nach dem Babykriegen zu einer Pause in ihrem hochbezahlten Job zu überreden war als Heimchen das unterhalten werden muss, um nicht jämmerlich zugrunde zu gehen.

      Das Konzept der Ehe ist kein gutes, um später keine finanziellen Überraschungen beidseits zu erleben. Man sagt unbeschwert „ja“ und meint, alles wäre „gerecht“ geregelt. Nun ja, geregelt ist da so einiges, nur wenn Mann im Voraus wüsste wie, würde man für das Wörtchen zuvor eine Lobotomie absolvieren müssen.

      • Nina sagt:

        Besser informieren! Wir haben das getan, VOR der Heirat, Vermögen jedes einzelnen wurde schriftlich festgehalten.

      • Hotel Papa sagt:

        So nötig das heute sein mag: Irgendiwe finde ich das am Anfang einer Beziegung einen traurigen Akt.

      • Nina sagt:

        Du musst das anders sehen: wir haben für die Ewigkeit geheiratet, nicht wegen Familiengründung, und sind jetzt im verflixten 7. Jahr und haben im Traum noch nie an Trennung gedacht. Aber wir wollten sicherstellen, dass wir – falls doch – nicht im Streit enden würden, sondern auch da fair und respektvoll bleiben könnten. Auch ein Aspekt der Liebe, vorzusorgen…

      • Hotel Papa sagt:

        Ach Gott, das verflixte 7. Jahr. Da hing der Himmel noch voller Geigen…

  • Hedvika sagt:

    und wenn ein Mann geizig ist, dann denkt er auch beim Sex nur an seine Lust.

  • Hedvika sagt:

    Meine Erfahrung ist, dass wenn ein Mann nicht gütig und grossherzig ist, er meistens auch geizig ist.

  • Amina sagt:

    Wir hatten immer getrennte Konten. Jeder hat sein Geld verdient und es nach seinen Wünschen ausgegeben. Wir haben auch immer etwa gleich viel verdient. So hatten wir nie Streit wegen Sachen, die wir gekauft haben. Für die Kinder konnte ich auch Sachen kaufen, die mir gefielen, mein Mann hätte solche Sachen nicht gekauft. Wenn wir keine getrennten Konten gemacht hätten, hätten wir immer Streit gehabt. Mein Mann ist viel geiziger als ich und hätte nie viel Geld für Sport, Exkursionen usw. ausgegeben.

    • Rotbarsch sagt:

      Ich denke, es wäre angemessen, Amina’s Ehemann zu Wort kommen zu lassen, bevor er von anderen Blogteilnehmern als „geizig“ dargestellt wird. Der Begriff kann nä,lich auf unterschiedlichste Art ausgelegt werden und wird auch sehr stark von den Umständen geprägt, wer im Haushalt wofür zahlt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Amina:
      Sport und Exkursionen die Kinder, oder Sie selbst, betreffend?
      Und haben Sie auch während der Betreuungsphase immer in etwa gleich verdient?

    • Sportpapi sagt:

      Und wie geht das dann weiter? Der sparsame Mann kauft sich irgendwann das lange ersehnte Familienhaus, an das die Frau leider keinen Beitrag leisten kann? Vorausgesetzt, man plant, das restliche Leben gemeinsam zu bringen – und davon gehe ich aus – dann bringen doch getrennte Konten gar nichts.

      • sonicP sagt:

        Ja, genau so etwas weil:
        Im Zweifelsfalle ist’s eben der Mann der die Familie ernähren können muss…
        aber das hatten wir letzte Woche ja schon mal als es umTeilzeitarbeit ging.
        Männer haben’s wirklich nicht leicht im 21. Jarhundert.

        Jänue…

      • caty meier sagt:

        Und kommt es doch zur Scheidung, dann gehört das Haus ihm.. passt doch: er kann behalten, was ihm für sein Geld wichtig war.

      • Hotel Papa sagt:

        In welchem Jahrhundert lebst du, caty? Das haus gehört zum Vorschlag und wird geteilt. Bei der Trennung darf sich derjenige ins Fäustchen lachen, der während der Partnerschaft mehr konsumiert hat. Das schaut am Schluss niemand an.

      • Moni Sorglos sagt:

        @Sportpapi,
        Es macht beides Sinn. Wir haben gemeinsame Konten um gemeinsames zu bezahlen und jeder hat noch ein Taschengeldkonto. Es ist auch wichtig, dass jeder noch sein eigenes Konto hat, sollte nämlich mal was passieren, sind gemeinsame Konten gleichwohl vorerst vor jeglichem Zugriff gesperrt, wie auch solche wo eine Vollmacht besteht (sogar solche über den Tod hinaus). So hat man(Frau) wenigstens im ersten Moment auch noch Zugriff auf Geld.

      • Sportpapi sagt:

        @Moni Sorglos: Wir haben auch noch getrennte Kosten (und kein einziges gemeinsames), aus erwähnten Gründen. Aber: es ist unser gemeinsames Geld. Die Idee mit dem Taschengeld finde ich ok, wenn es um relativ kleine Beträge geht. Aber im Wesentlichen sollte man sich doch über Ausgaben und gemeinsame Sparziele doch einig sein.
        @caty: Das ist sicher nicht so.

  • Nina sagt:

    Das Problem haben wir bereits gelöst, bevor wir Kinder hatten: was meins ist, ist deins, alle Konten und Einnahmen zusammengelegt. Funktioniert super. Gemeinsame Planung und Verantwortung für Budget und Ausgaben gehört selbstverständlich dazu.

    • Brunhild Steiner sagt:

      🙂

    • Chris Heyduk sagt:

      Ein gemeinsames Konto brauchts auf jeden Fall, um die Familienkosten zu bezahlen, aber wenn beide berufstätig sind, sollten beide auch über ihr eigenes Geld, sprich ein eigenes Konto, verfügen können.

      • Nina sagt:

        Finde ich nicht, Chris. Das hatten wir am Anfang noch für ein paar Monate, weil alle sagen, das sei so wichtig – hat sich aber von alleine total erübrigt, vorausgesetzt: 1) beide gehen vernünftig mit Geld um, 2) es herrscht eh volle Transparenz und geteilte Verantwortung, 3) man ist grosszügig und tolerant gegenüber den Bedürfnissen des Partners.

      • Hotel Papa sagt:

        Grosszügigkeit und Toleranz siend einfach, wenn es problemlos reicht. Wenns eng wird, steckt jemand zurück. Und das ist nicht gut für das Gemüt und den Haussegen.

        Ich finde ein eigenes Gärtchen schon wichtig. Wie gross es ein kann, muss sich nach den jeweiligen Möglichkeiten richten.

    • Nina sagt:

      Noch ein Vorteil: jeder von uns ist jederzeit sofort in der Lage, die alleinige Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen, wenn es nötig sein sollte.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Der Rat sollte lauten „Frauen redet VORHER über Geld“. Genauso wie man vorher darüber reden sollte, wer den Job aufgibt bzw. die Kinder betreut. Auch sollte man sich, wenigstens für sich selber, überlegen, was ist, wen die Beziehung schiefläuft (Scheidung). Ja, ich weiss, das ist jetzt furchtbar unromantisch, aber Realität.

    • Amina sagt:

      Ja, ich bin gleicher Meinung. Im Scheidungsfall kann es tragisch sein, wenn man den Job aufgeben hat und dann plötzlich unvorbereitet wieder einsteigen sollte.

      • Reto B. sagt:

        Jep, volle Zustimmung. Insbesondere wenn die persönliche Tragödie eintritt, und dann der eine zahlen darf bis er pleite ist und die andere ihre ganze berufliche Karriere geopfert hat. Es ist auch leichter sich im Vorfeld zu überlegen, was fair ist in der Einkommens und Kontenaufteilung, bevor der finanzielle Notstand (sprich Kinderkriegen) eintritt und das Geld dann einfach nicht mehr da ist. In beiden Fällen tendiert man sonst dazu, den (Ex)Partner für alles verantwortlich zu machen.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Reto B: Sie sind sich schon bewusst, dass Sie ein ziemlicher Exote sind? Macht sich Gedanken, wie man Kinder finanziert, bevor sie da sind. Eventuell kommen Sie auch noch auf die Idee, in guten Zeiten zu sparen? Scherz beiseite, ich erlebe häufig Eltern, die am rumjammern sind wie teuer alles ist, insbesondere Kinder, vorher aber 10 bis 15 Jahre zwei Einkommen locker ausgegeben haben, ohne an die Zukunft zu denken.

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